Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Adamah: Fehler beim Zitieren des Beispiels! Bei Römer 3,28 geht es aber nicht um „sola scriptura“ (allein
die Schrift), sondern um „sola fides“ (allein der Glaube)… „Denn wir sind überzeugt, daß der Mensch
durch den Glauben ohne Gesetzeswerke gerechtfertigt wird.“ (Röm 3,28, Jerusalemer Bibel)
Unter dem Bild… …steht: „Die KVP warnt…“ Sind die schwarz verschleierten Frauen etwa Mitglieder
der KVP? Ist das Foto wirklich in der Schweiz aufgenommen?
Warum… …reicht eigentlich vielen Katholiken die Offenbarung Jesu Christi nicht, wie sie die Kirche
lehrt und durch die Jahrhunderte getragen hat? Warum dieses starke Bedürfnis nach immer neuen Privatoffenbarungen:
Lourdes, Fatima, La Salette, Heroldsbach, Garabandal, Amsterdam, Medjugorje, Sievernich etc. etc. (Ich
habe absichtlich von der Kirche anerkannte und nicht anerkannte Erscheinungsorte genannt; insgesamt soll
es ja über 400 geben)? Reicht uns die Darstellung Jesu, wie sie die Evangelien geben, zum Glauben nicht
aus? „Selig, die nicht sehen und doch glauben.“ Dieses Rennen nach immer neuen Privatoffenbarungen ersetzt
doch den Glauben durch eine Wundersucht und Sensationshascherei. Gefühlsduselei nimmt die Stelle ein,
die durch feste, gesunde Überzeugung ausgefüllt sein sollte. Wenn ich glaube, daß ich in der Eucharistifeier
Jesu Leib in der Gestalt des Brotes zu essen bekomme, was brauche ich da noch Erscheinungen?
@Schnabeltierkönig: Sex und Fortpflanzung „Beweisen Sie mir, dass Sex nicht nur zur Fortpflanzung da
ist!“ 1. Wenn der menschliche Sex nur zur Fortpflanzung da wäre, dann hätte der Mensch wie die Tiere
eine Brunftzeit (vielleicht zwei Wochen oder einen Monat im Jahr). Vom Standpunkt der Fortpflanzung aus
gesehen ist ganzjähriger Sex ein unnötiger Luxus. 2. Der weibliche Orgasmus ist für die Fortpflanzung
nicht notwendig; Untersuchungen zeigen, daß viele Frauen (gerade religiös konservative) ihre Kinder
zur Welt gebracht haben, ohne jemals einen Orgasmus erlebt zu haben. Was also ist der Sinn des weiblichen
Orgasmus, wenn er für die Fortpflanzung nicht gebraucht wird? 3. Nach der Menopause, wenn die weibliche
Fruchtbarkeit zu Ende geht, erstirbt bei den Frauen keineswegs das sexuelle Verlangen und Empfinden. Wenn
der Sex nur der Fortpflanzung dienen würde, müßte er doch nach dem Klimakterium verschwinden, oder?
Wieso… …muß die Muttergottes sich an eine Frau Strack in Sievernich wenden, wenn sie dem Papst etwas
mitteilen will? Wäre es nicht besser, sie würde direkt den Stellvertreter Christi im Vatikan mit einem
Besuch beehren?
@priest Sie wissen doch wohl, daß auch Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael und Caravaggio (um nur
einige Beispiele zu nennen) zu den „Bösen“ gehörten? Konsequenterweise sollte man in Dresden die Sixtinische
Madonna abhängen, die Gemälde in der Sixtinischen Kapelle abkratzen und auch das Letzte Abendmahl in
Mailand vernichten, denn es handelt sich dabei ja immer um Werke von „Bösen“…
@Asphyx Presbyterianer, die „sich als Katholiken sehen, weil sie dem heiligen Kurs von Martin Luther folgen“,
müssen an mehrfacher Verwirrung leiden, denn die Presbyterianer folgen dem Kurs von Calvin, der sich
in wesentlichen Punkten (Sakramentenlehre, Prädestinationslehre) erheblich von Luther unterschied. Oder
handelt es sich bei der Website um die einer neuartigen presbyterianisch-lutherisch-katholischen Sekte,
die sich aus jeder Konfession das herauspickt, was ihr gerade gefällt?
@Asphyx: Joachim Fest Wie kommen Sie eigentlich auf die absurde und verleumderische Idee, Joachim Fest
sei „Vollnazi“ gewesen? Fest war katholisch, konservativ und eine Zeitlang CDU-Abgeordneter in Berlin,
aber nie und nimmer Nazi. Er ist nicht als „Hitler-Biograph aufgetreten“, sondern hat 1973 seine Hitler-Biografie
veröffentlicht, die weltweit Anerkennung gefunden hat. Vollends irr ist Ihre Annahme, die Familie Fest
„bewache zu Hause ‘Mein Kampf’ mit dem Leben“: Bekanntlich hatte der Vater von Joachim Fest im Dritten
Reich Berufsverbot.
„…kein Moslem unter keinen Umständen…“ Hat man das in Lahore wirklich so gesagt? Oder ist die doppelte
Verneinung von der Kreuz-net-Redaktion in die Nachricht geschmuggelt worden?
#151 Sirilo 17:38:36 | Freitag, 22. September 2006
@Malachias Ihre verschwörungstheoretische Logik ist genauso windig wie Ihre Rückführung des polnischen
Namens „Kaczorowski“ auf das deutsche „Katz“. (Ich warte eigentlich immer noch auf eine Information Ihrerseits,
wo sich in Polen der ominöse Ort „Orowsk“ befinden soll.)
@Asphyx: Presbyterianer „Presbyterianer“ ist eine vor allem in Schottland und USA gebräuchliche Bezeichnung
für die Angehörigen der reformierten Kirchen, also für die Calvinisten. Viele Presbyterianer in Schottland
(auf den Hebriden und in den Highlands), die ich kenne, würden Ihnen den Hals umdrehen, wenn Sie sie
als Katholiken bezeichneten. Selbstverständlich verstehen sie sich als Protestanten.
#149 Sirilo 16:57:13 | Freitag, 22. September 2006
@Malachias Jolys Schrift erschien 1864; die 1907 in Moskau erschienene Neuausgabe der „Protokolle“ behauptet,
die darin geschilderte geheime Versammlung der ‘Weisen von Zion’ habe 1897 in Basel stattgefunden. Joly
kann sich ja 1864 nicht gut auf Protokolle gestützt haben, die erst 1897 angefertigt wurden…
#147 Sirilo 16:42:28 | Freitag, 22. September 2006
@Malachias, „Protokolle“ Die sog. „Protokolle der Weisen von Zion“ fußen auf der vom dem französichen
Schriftsteller Maurice Joly (1821-1878) verfaßten, anonym erschienenen und gegen Napoleon III. gerichteten
Schrift „Gespräche in der Unterwelt zwischen Machiavelli und Montesquieu“ (1864), die von einem Beamten
der Synodalkanzlei in Moskau, Sergej Nilus, vielleicht im Interesse der Geheimpolizei Ochrana, auf die
Juden umgefälscht wurde. In mehreren Prozessen (Berlin 1924, Johannesburg 1934, Bern 1935, Basel 1936)
wurde der rein fiktive Charakter der „Protokolle“ nachgewiesen. Die „Protokolle“ sind genauso fiktiv wie
Ihre Behauptung, die Mutter von Johannes Paul II. sei Jüdin gewesen.
#125 Sirilo 16:56:08 | Donnerstag, 21. September 2006
@Malachias, @Breze Der polnische Familienname „Kaczorowski/a“ bedeutet „Einwohner von Kaczorow“ (einem
Ort in Niederschlesien). Das Element „kaczor“ hat nichts mit deutsch „Katz“ zu tun; es bedeutet im Polnischen
„Erpel“ (vergleichbar dem „kacz“ = Ente im Namen des derzeitigen polnischen Präsidenten Kaczinski). Eine
jüdische Deutung des Namens ist absurd. Im übrigen, wo soll sich in Polen ein Ort namens „Orowsk“ befinden?
#3 Sirilo 16:14:11 | Donnerstag, 21. September 2006
Reif – ab wann? Nach dem kath. Kirchenrecht beträgt das Ehefähigkeitsalter für Mädchen 14 Jahre (bis
zur Erstellung des CIC im Jahre 1917 waren es sogar 12 Jahre). Wieso sind dann Katholiken erstaunt, wenn
Mädchen in diesem Alter tatsächlich sexuell aktiv werden? (Nur ein Beispiel aus der Geschichte: Die
hl. Elisabeth von Thüringen wurde mit 14 vermählt. Romeo und Julia waren übrigens auch 14.)
#72 Sirilo 17:30:31 | Mittwoch, 20. September 2006
Warum nur… …hat der allwissende und allmächtige Gott zugelassen, daß eine so teuflische Religion
wie der Islam entstand? Ein schöner Herzinfarkt genau zu dem Zeitpunkt, als Mohammed glaubte, ihm erschiene
der Erzengel Gabriel – und der Christenheit wäre eine Menge Pein erspart geblieben…
Warum das Fragezeichen… …in der Überschrift „Eine Gewalttat?“. Die Ermordung eines Menschen ist doch
immer eine Gewalttat, oder gelten bei Ordensschwestern andere Regeln?
Neuentwicklung? „die männlichen Fortpflanzungsorgane <sic! Plural!> mit Gummiüberzügen zu isolieren“ –
Gibt es da jetzt eine Neuentwicklung, bei der das Kondom auch das Skrotum samt Hoden umgibt? (Die sprachliche
Unbeholfenheit der KN-Redaktion bringt immer wieder wunderliche Stilblüten hervor!)
„Fürstin“ @Toby, Freinsberg Gloria von Thurn und Taxis ist keine Fürstin (der Fürstentitel des Hauses
T&T steht nur ihrem Sohn zu). Das Regensburger Standesamt ließ schon einmal öffentlich verlauten, sie
heiße nur „Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis“. Mit dem Titel „Fürstin“ schmückt sich die fromme
Frau aus purer Eitelkeit.
Vollbusig Falls Prinzessin Gloria (sie ist keine Fürstin, sondern nennt sich nur so) vollbusige Ministrantinnen
vom Altar verbannen möchte, dann sollte sie konsequent weitermachen und endlich vollbusige Madonnenbilder
und -statuen aus den Kirchen entfernen. Erst gestern war ich in einer Kirche, wo auf dem Altarblatt eine
Aufnahme Mariens in den Himmel dargestellt ist und der barocke Künstler die weiblichen Reize der Muttergottes
außerordentlich deutlich zur Geltung gebracht hat. Und sowas hängt schon 250 Jahre in der Kirche, und
keiner tut etwas dagegen!
Exkommuniziert Interessant: Der Nachricht zufolge wurde der Vergewaltiger des Mädchens nicht exkommuniziert.
Liegt das daran, daß die Kirche in ihm den Erzeuger neuen Lebens sieht?
@Bruder Theophil Nach dem derzeit gültigen Eherecht der katholischen Kirche ist eine junge Frau mit dem
vollendeten 14. Lebensjahr ehemündig. (Also ist die Frage nach der Leidenschaftlichkeit einer Vierzehnjährigen
gar nicht so abwegig.) Vor der Einführung des CIC von 1917 galt in der katholischen Kirche ein Ehemündigkeitsalter
von 12 für die Frau. (Die hl. Elisabeth von Thüringen z.B. wurde bekanntlich mit 14 Jahren vermählt;
viele bekannte Töchter aus dem Adel schon früher.) Das Ehemündigkeitsalter von 12 Jahren galt übrigens
noch in Francos Spanien… Während frühere Zeiten den Realitäten des Erwachens der menschlichen Geschlechtlichkeit
bei den jungen Leuten pragmatisch Rechnung trugen, hat eine Entwicklung der letzten beiden Jahrhunderte
den Zeitpunkt zum Eingang einer Bindung immer weiter nach hinten verschoben (aus sozialen und anderen
Gründen). Doch die Leugnung der natürlichen Gegebenheiten ändert nichts an den Tatsachen: Der Schöpfer
hat es so eingerichtet, daß mit 12/13 Jahren das Geschlecht im Menschen erwacht (ob es Ihnen gefällt
oder nicht).
@Malachias Als getaufter und gefirmter Katholik habe ich aufgrund des mit der heiligmachenden Gnade verbundenen
Glaubenslichts Kompetenz in Glaubensfragen und kann Ihnen daher versichern, daß Pius XII. kein Häretiker
war. (Ach, wenn man die niedlichen Mauwurfshügel sieht, auf denen die Zwergmaulwürfe der Theologie stehen
und darüber nachsinnen, ob die Bergspitzen, die sich dort majestätisch gen Himmel recken, nicht häretisch
sind, weil ihre Gipfel so verschwenderisch vom Sonnenlicht übergossen werden.)
Der nächste Schritt Demnächst kämpft die bibeltreue Familie darum, daß ihre Kinder auch zu Hause studieren
dürfen. Der Vater unterrichtet BWL und Theoretische Physik, die Mutter Jura und Biochemie…
Die meisten Juden haben nie etwas von Jesus erfahren! Da es zur Zeit Jesu (und später zur Zeit des Paulus)
keine Zeitungen, kein Radio, kein Fernsehen und kein Internat gab, haben die meisten Juden einfach nichts
von Jesus und seiner Botschaft erfahren. Nur ein paar Tausend Leute in Jerusalem und Galiläa wußten
vielleicht, worum es ging. Die anderen hatten höchstens vage Gerüchte gehört. Und überdies entsprach
Jesus nicht den Erwartungen, welche die meisten Juden vom Messias hatten; deshalb kamen sie ja gar nicht
auf die Idee, er könnte der Messias sein. Und wer noch nicht ernsthaft mit Jesus als Messias konfrontiert
wurde, er kann ihn ja gar nicht abgelehnt haben. Es wäre heute Aufgabe der Christen, den Juden überzeugend
vom Messias zu erzählen. Dazu müßte man jedoch Hebräisch können – doch welcher Christ kann das schon?
(Anmerkung: Jesu Muttersprache, Aramäisch, in der er seine Botschaft verkündete, betete und mit seiner
Mutter sprach, als sie ihn auf dem Armt trug, hat seine Kirche so gut wie völlig in der Versenkung verschwinden
lassen – kein Anzeichen dafür, daß sie in ihm den Messias respektiert…)
Schuld ist nur der liebe Gott! Wieso hat der Schöpfer eigentlich schon 13-16-Jährige mit einer vollentwickelten
Geschlechtlichkeit ausgestattet, wenn sie die doch erst mit 23-26 Jahren familiengründenderweise einsetzen
sollen? Ist das „intelligent design“? Übrigens, wie alt waren Romeo und Julia? Schauen Sie bei Shakespeare
nach: Vierzehn…
@blueberry Woher haben Sie denn den Unsinn, daß Preußen den deutschen Süden „eroberte“? Der deutsche
Süden besteht aus Bayern und Baden-Württemberg, die nie preußisch waren. Im Gegenteil, die beiden Ländern
haben sich ihrerseits preußische Gebiete einverleibt (Bayern: die Markgrafschaften Brandenburg-Ansbach
und -Bayreuth; Baden-Württemberg: die Fürstentümer Hohenzollern-Sigmaringen und -Hechingen).
@matt: Ich finde… Sie sollten Ihre wirren Selbstgespräche in einem anderen Medium führen (Warum schaffen
Sie sich kein Blog?) und nicht die Leser „Katholischer Nachrichten“ damit behelligen.
Rousseau ein Tradi? „Der gefährliche Träumer von Genf lehnte in seinen politischen Grundschriften alle
politischen Freiheiten und individuellen Rechte ab, die für unsere heutige Demokratie konstitutiv sind:
Gewissens- und Gedankenfreiheit, Meinungs- und Pressefreiheit, Recht auf Gruppen- und Parteienbildung.“
Wenn man in traditionalistischen Foren wie kreuzforum.net mitliest, dann kann man fast auf den Gedanken
kommen, Rousseau sei ein Vorläufer unserer heutigen Traditionalisten gewesen, denn die lehnen ja u.a.
auch die oben aufgeführten Freiheiten und die Demokratie ingesamt ab.
@Athanasius Das mit dem einen Menschenpaar ist eine schöne Geschichte, aber die hat einen Haken: Die
Menschheit verfügt über 4 Hauptblutgruppen (A, B, AB, 0); doch die können (nach den Gesetzen der Vererbungslehre)
unmöglich von nur 2 Menschen stammen… Welche Erklärung haben Sie dafür?
@Christian H. Das hängt zusammen mit der katholischen Lehre von der Unbefleckten Empfängnis Mariens,
d.h. der Lehre, daß Maria (da vorgesehen, die Mutter des Gottmenschen zu werden) ohne den Makel der „Erbsünde“
empfangen und geboren wurde.
@Christian Hüller Jetzt muß ich Ihnen in einem Punkt widersprechen: Nach der Lehre der kath. Kirche
hatte die Jungfrau Maria keinen Geburtsschmerz zu erdulden, da der Fluch Evas ja nicht auf ihr lastete…
@blueberry Angesichts der Themen, die hier verhandelt werden, ist folgendes zwar nur eine Bagatelle, aber:
Jeder Moslem kann ein Wiener Schnitzel essen, denn das Wiener Schnitzel stammt vom Kalb. Verwendet der
Koch mangels Kalbfleisch Schwein, dann muß es auf der Speisekarte heißen: „Schnitzel Wiener Art“…
@santa rita Auf 100.000 Geburten entfallen statistisch drei Fälle von „amniotischer Dysmelie“, bei der
dem Neugeborenen eine Gliedmaße (meistens Hand) fehlt. Diese Fehlbildung entsteht weder durch Chemikalien
(Tabletten Drogen), die die Mutter während der Schwangerschaft eingenommen hat, noch durch äußere Einwirkung
(Strahlung o.ä.), sondern durch einen „Betriebsunfall“ bei der frühen Zellteilung des Embryos. Wie ist
dies mit dem Konzept des „intelligenten Designers“ in Einklang zu bringen?
@Frasim Wie kommen Sie denn auf solchen Unsinn, daß die Hirten und die Weisen aus dem Morgenland bei
der Geburt Jesu dabei waren? Bei der Geburt Jesu waren nur (wenn man dem NT folgt) Maria und Joseph zugegen
(und vielleicht noch eine Hebamme). Die Hirten kamen später und fanden „das Kind in der Krippe und seine
Mutter“ – da war die Geburt doch schon längst vorbei. Und die Weisen aus dem Morgenland kamen noch viel,
viel später… Bitte benutzen Sie zur Untermauerung Ihrer Position doch keine unsinnigen Argumente, die
dem Bericht der Heiligen Schrift klar widersprechen!
HS ist also eine Krankheit? Wenn HS (wie in dem Artikel behauptet) eine Krankheit ist, dann 1. kann sie
ja keine Sünde sein (eine Krankheit ist keine Sünde); 2. dann waren schon die alten Griechen krank (die
Spartaner, Achilles und Ajax, Sokrates und seine Schüler), 3. aber auch schon Gestalten des AT wie David
und Jonathan… Weitere Kranke: Michelangelo, Leonardo, Raffael, Caravaggio, Giorgione… Wie kann die
Katholische Kirche dulden, daß die Werke eines solchen Kranken die Sixtinische Kapelle und den Petersdom
(Pietà!) verunzieren?
@methusalix / zwobbel Von den Gebrüdern Humboldt wußte ich schon. Aber Zwobbel phantasierte ja von „Großen
der ZEITgeschichte“. Also etwa der letzten 60 Jahre. Und da warte ich immer noch auf Namen. Leider beobachte
ich im konservativen Lager oft das Verhalten, daß irgendwelche großartigen vagen Behauptungen aufgestellt
werden, und wenn man dann nachhakt, dann kommt nichts Vernünftiges mehr. Etwa wie: „Viele Kaiser des
Hl. Römischen Reiches Deutscher Nation wurden heiliggesprochen.“ Welche, bitte? „Karl der Große…“
oder: „Vor dem 2. Vatikanischen Konzil gab es in Europa viele Demokratien, die katholische Staaten waren.“
Welche, bitte? „Spanien, Portugal, Polen…“ (Man faßt sich an den Kopf – keiner der 3 Staaten war vor
dem VII eine Demokratie.)
@Zwobbel: Zeitgeschichte? Sie schrieben von „Großen der Zeitgeschichte“. Nun bedeutet „Zeitgeschichte“
die geschichtliche Gegenwart und die jüngste Vergangenheit (laut Brockhaus Deutsches Wörterbuch). Und
in diese Kategorie gehört Mozart beim besten Willen nicht mehr. Also, wer sind bitte die Großen der
ZEITgeschichte, die dem Hausunterricht entstammen?
Der nächste Schritt: „Einzelstudium ist 400 % effektiver als Studium in der Uni.“ Die Eltern, die gefordert
haben, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten, statt in die Schule zu schicken, werden dann als nächstes
fordern, daß ihre Kinder auch zu Hause zu studieren, statt an die Universität zu gehen. Die Eltern werden
sie unterrichten und sind dann nicht nur Eltern, Lehrer und Katecheten, sondern auch noch Dozenten und
Professoren…
Kinder in Isolierung? Hinter diesem Vorhaben scheint die Wunschvorstellung mancher traditionalistischer
Eltern zu stecken, ihre Kinder komplett von der Umwelt abzuschotten (siehe die Probleme in Bayern mit
der Sekte „Die 12 Stämme“). Diese Leute wollen nicht nur Eltern, sondern auch Lehrer und Katecheten ihrer
Kinder sein. (Auf Tradi-Websites wird ja propagiert, es sei besser, zu Hause den Rosenkranz zu beten als
eine „NOM“-Messe zu besuchen.) Diese Kinder brauchen dann gar nicht mehr ihr Haus (wegen Schule, Kirche,
Jugendgruppe) zu verlassen und bleiben daheim. Da es im gut-traditionalistischen Haushalt auch kein Radio
und kein Fernsehen gibt und Printmedien, die nicht der Tradi-Linie entsprechen, auch nicht abonniert werden,
erfahren die Kinder nichts von der Welt außerhalb ihres trauten Heims. Solche Eltern wollen totalitär
über ihre Kinder verfügen und sie zu geistigen Klonen ihrer eigenen Weltsicht machen.
@Hyazinth Was meinen Sie damit, daß „WIR“ den Kreuzestod Jesu verschuldet haben? Wer ist „WIR“? Ich jedenfalls
war damals noch nicht auf der Welt und lehne jede Kollektivschuld in dieser Hinsicht ab.
@Scheinheilig Die schöne Geschichte, daß alle Menschen von Adam und Eva abstammen, kann aus einem einfachen
Grund nicht stimmen: Die Menschheit weist 4 Hauptblutgruppen auf (A, B, AB, 0); nach der Mendelschen Vererbungslehre
ist es jedoch unmöglich, daß diese 4 Blutgruppen von nur zwei Menschen herstammen, zumal Eva (aus Adams
Rippe geschaffen) ja dieselbe Blutgruppe gehabt haben müßte wie ihr Mann (und „Vater“). (Und jetzt komme
bitte keiner und erzähle mir, die vier Blutgruppen seien erst später entstanden, sei es durch Mutation
oder Verschlechterung der Menschen nach dem Sündenfall oder einen Eingriff Gottes; das 4-Blutgruppensystem
gibt es nämlich auch schon bei den meisten Primaten!)
@R. Ketelhohn Worum geht es eigentlich? „Sie gebärt“ ist die normale Form Präsens Indikativ 3. Person
Singular von „gebären“ (siehe Duden und andere Wörterbücher). „gebiert“ ist nur eine leicht altertümliche
Form aus der gehobenen Sprache.
Privat… Eine Zeitschrift mischt sich nur in das Privatleben derjenigen ein, die diese Zeitschrift kaufen
und lesen. Da konservative katholische Eltern BRAVO nicht kaufen und ihre guterzogenen Kinder sie nicht
lesen, mischt sie sich nicht in deren Privatleben ein. Kein Grund zum Alarmismus. Wer jedoch anderen Leuten
eine Zeitschrift wegnehmen möchte, der mischt sich in deren Privatleben ein.
@zwobbel: Kampf gegen Windmühlen… Obwohl ich nichts über mein Menschenbild geschrieben habe, diagnostizieren
Sie bei mir ein „falsches Menschenbild“. Und unterschieben mir ein Plädoyer für Egoismus, indem Sie
in Ihrem Zitat meiner Sätze die Worte „Kommunikation, Zärtlichkeit, Nähe“ einfach unterschlagen. Was
den Sinn der menschlichen Geschlechtlichkeit angeht, so gibt es da ganz einfache, klare Sätze in der
Bibel: „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei“ und „Der Mann wird seinem Weibe anhangen, und sie
werden zu einem Fleisch.“ (Das ist Selbsttranszendenz: Man überschreitet die Grenzen des eigenen Ichs
und verschmilzt mit dem Du.) Hören Sie auf, gegen Windmühlen zu kämpfen, die Sie nur in Ihrer verzerrten
Wahrnehmung der Wirklichkeit sehen!
#560 Sirilo 09:37:09 | Donnerstag, 24. August 2006
@Jawohl – Hindernisse für die normale Entwicklung? „Wie die Erfahrung zeigt, schafft das Fehlen der geschlechtlichen
Bipolarität Hindernisse für die normale Entwicklung der Kinder, die eventuell in solche Lebensgemeinschaften
eingefügt werden. Ihnen fehlt die Erfahrung der Mutterschaft oder der Vaterschaft.“ (Jawohl) Der Mann
meiner Schwester ist vor vier Jahren im Alter von 42 Jahren gestorben. Jetzt ist sie alleinerziehende
Mutter zweier Töchter von 7 und 5 Jahren. In ihrer Familie fehlt „die geschlechtliche Bipolarität“.
Heißt das jetzt, daß die Kinder sich nicht normal entwickeln werden? Welche Lösung schlagen Sie vor?
Daß die Mutter erneut heiratet (um die „geschlechtliche Bipolarität“ wiederherzustellen), oder daß
man meiner Schwester die Kinder wegnimmt und in eine Pflegefamilie gibt? Wenn Ihre Doktrin stimmte, dann
müßte es nach dem 2. Weltkrieg eine Menge sich nicht normal entwickelnder Kinder gegeben haben: Denken
Sie nur an die vielen Kriegerwitwen, die ihre Kinder allein aufziehen mußten.
@zwobbel Es ist genau andersherum: Bei den Tieren dient die Sexualität ausschließlich der Fortpflanzung
(wenn wir einmal von den Bonobos absehen); Sex aus „Spaßan der Freud“ gibt es bei den Tieren nicht. Wer
also lehrt, die menschliche Geschlechtlichkeit diene zuvörderst der Fortpflanzung, der möchte die Menschen
bei den Tieren ansiedeln. Eine genauere Betrachtung zeigt jedoch, daß die menschliche Sexualität sich
sehr erheblich von der der Tiere unterscheidet und auch ganz andere Aufgaben hat: Kommunikation, Zärtlichkeit,
Nähe, Selbsterfahrung, Selbsttranszendenz u.v.m. Erster Schritt müßte sein, das Wesen der menschlichen
Geschlechtlichkeit besser zu verstehen, bevor man zu Kreuzzügen gegen vermeintlich gefährliche Publikationsorgane
bläst.
Kainszeichen? Das Kainszeichen ist kein Makel, sondern ein Kain von Gott gegebenes Schutzzeichen (siehe
Genesis 4,15). „Jeder, der Kain tötet, an dem soll man es siebenfach rächen!“ Im übrigen: Welche Relevanz
hat ein fast zwanzigjähriger Text für die heutige Situation der Kirchenmusik?
Kann man BRAVO entkommen? Jetzt habe ich doch mal in der eigenen Familie nachgefragt. Meine Kinder (Sohn
heute 35, Tochter heute 31) haben nie BRAVO gelesen, obwohl es von Seiten der Eltern kein explizites Verbot
gab (wir haben das Heft eben nie in den Kinderzimmern gesehen). Auf die Frage „Warum nicht?“ bekam ich
zur Antwort: „Wir haben uns nicht dafür interessiert.“ Also geht es auch anders, und der Ansturz in die
Verdorbenheit ist nicht zwangsläufig…
Lesen Da sechsjährige Mädchen in der Regel kurz vor der Einschulung stehen, dürften sie noch nicht
in der Lage sein zu lesen und somit auch BRAVO nicht lesen können. Oder bietet BRAVO etwa einen Frühlesekurs?
Früher gab es einmal gute Kinder- und Jugendzeitschriften (Liliput, Stafette), aber die sind wohl eingegangen,
weil zu wenige Eltern bereit waren, sie für ihre Kinder zu abonnieren. Wie viele katholische Eltern abonnieren
für ihre Kinder etwa „Weite Welt“? Schimpfen auf BRAVO bringt nichts. Man sollte statt dessen lieber
den jungen Leuten bessere und interessantere Zeitschriften anbieten!
Beginn der Menschheit Die Bibel erzählt, daß der „Beginn der Menschheit“ durch eine Zwangsheirat geschehen
sei. Adam mußte Eva nehmen, ob er wollte oder nicht – er hatte keine Wahl. (Eva ging es ja genauso.)
Genaugenommen war es nur eine Notgemeinschaft – zum Wesen der Ehe gehört ja nach katholischer Ehelehre
die freiwllige Wahl des Partners…
@möchtegern… Der Tabernakel stand in katholischen Kirchen keiswegs immer in der Altarmitte. Ein gutes
Beispiel dafür ist das Sakramentshäuschen von Adam Kraft in der Nürnberger St.-Lorenz-Kirche (1496),
das links vom Hauptaltar an einem Pfeiler steht.
Wer steckt dahinter? Daß das anonyme Flugblatt an alle Pfarreien der Diözese St. Pölten verschickt
wurde, kann eigentlich nur der wissen, der es verschickt hat. Daraus ergibt sich der Schluß, daß dieser
Anonymus mit den Anonymi von Kreuz.net unter einer Decke stecken muß. (Journalistische Fairness würde
es ja verbieten, anonyme Anschuldigungen weiter zu kolportieren. Das Mindeste aber wäre, dem Angeschuldigten
eine Gelegenheit zur Darstellung seiner Sicht der Dinge zu geben. Ein weiteres Mal zeigt Kreuz.net, daß
es kein journalistisches Medium, sondern ein Propaganda-Organ ist.)
@matt Leider kann sich an der Jungfrau Maria niemand ein Vorbild nehmen, da sie als einziger Mensch von
der Erbsünde befreit war und somit unter völlig anderen Voraussetzungen im Leben antrat als der Rest
der Menschheit. Ein mit der Erbsünde und deren Folgen belasteter Mensch leidet unter einem Handicap,
das die Jungfrau Maria nie hatte. Im übrigen kann eine Frau, die ihre Sexualität nie lebte, kein Vorbild
sein für Frauen, für die ihre Sexualität ein wesentlicher Faktor ihres Lebens ist.
Zum Schmunzeln… Wenn eine Karrierefrau, die mindestens dreimal beim Versuch, eine Familie zu gründen,
gescheitert ist, jetzt auf einmal gegen Karrierefrauen schreibt und die Familienidylle anpreist, dann
frage ich mich, was sie damit kompensieren möchte…
@matt Schon mal gehört: „Wer zahlt, schafft an.“ In Deutschland z.B. werden die Bischöfe vom Staat besoldet
(mit Ministergehältern); deshalb hat der Staat bei der Bischofsernennung ein Mietsprache recht. Wie ist
das in der Schweiz? Wer hat den Herrn Sabo besoldet? Der Bischof von Basel oder die Kirchengemeine Röschenz?
Oder wer sonst?
Apropos Monogenismus Leider ist es noch keinem Verfechter des Monogenismus gelungen, mir plausibel zu
erklären, wie es möglich sein soll, daß die vier Hauptblutgruppen der Menschheit (A, B, AB, 0) von
nur zwei Menschen abstammen sollen (nämlich Adam und Eva). Nach den Mendelschen Erbgesetzen ist das nämlich
unmöglich. (Um nicht wieder auf die Frage zu kommen, woher Kain seine Frau genommen hat. Eine seiner
Schwestern, der Töchter von Adam und Eva, kann’s ja wohl nicht gewesen sein, denn die hätten ja wohl
kaum den Mörder ihres Bruders geheiratet…)
„Die Neger sind…“ Wäre Kreuz.net ein seriöses Medium, dann würde die Redaktion die beleidigende,
rassistische Überschrift in Anführungszeichen setzen, um zu zeigen, daß es sich dabei um ein Zitat
bzw. nicht um die Meinung der Redaktion handelt. Durch das Weglassen der Anführungszeichen wird allerdings
eine Tatsachenbehauptung daraus. (Ist das vielleicht die Absicht der Redaktion?) Daß Kant ein Kind seiner
Zeit war, ist hinlänglich bekannt; es ist unerfindlich, wieso ein solcher Artikel unter dem Rubrum „Katholische
Nachrichten“ erscheint-
Inkulturation hat es in der Kirche schon immer gegeben. Oder woher stammen denn der Bischofsstab, die
Mitra, der Weihrauch, das Weihwasser, die Kräuterweihe, der Feldumgang, die österliche Feuerweihe und
noch vieles mehr? Die Apostel haben das alles noch nicht gekannt; die Kirche hat es später anderen Kulten
und Kulturen entnommen.
Kreuz.net eine „katholische Instanz“? Ich möchte mich deutlich dagegen verwahren, daß Kreuz.net als
„katholische Instanz“ bezeichnet wird. Kreuz.net ist eine private Initiative anonymer Personen, die keiner
kennt und von denen nicht einmal sicher ist, ob sie überhaupt katholisch sind. Es handelt sich um ein
privates Unternehmen zur Verbreitung von Propaganda gewisser Tendenzen, die ich hier nicht näher ausführen
möchte. „Katholische Instanzen“ sind z.B. Pfarrer, Bischöfe, Kardinäle, Ordinariate und die Kurie in
Rom. Man kann sich nicht selbst zur katholischen Istanz befördern.
@Pünktchen Vor dem Urheberrecht der Leserbriefschreiber der FAZ haben Sie offensichtlich keinen Respekt.
Die Autoren haben bewußt an die FAZ geschrieben, nicht an kreuz.net. Ohne deren ausdrückliche Einwilligung
ist eine komplette Wiedergabe der Texte ein Verstoß gegen das Urheberrecht!
Bewahrte das „katholische Milieu“ vor Irrwegen? Daß das „katholische Milieu“ nicht unbedingt vor Irrwegen
bewahrte, dafür sind Hitler, Himmler und Goebbels sichtliche Beweise: alle drei sind katholisch aufgewachsen,
letzterer war sogar im Jesuiteninternat…
@Gotthard (Kleidervorschriften) Betrachen Sie doch einfach mal mittelalterliche Altar- unVotivbilder,
wo die Familien der Stifter dargestellt sind. Da werden Sie erkennen, daß die Kleidung der Frauen auffällig
den Nonnentrachten ähnelt.
@Hansl Nehmen Sie sich doch einfach mal den Duden her und schauen Sie dort nach, dann werden Sie sehen,
daß „Muttergottes“ einfach eine andere Form von „Mutter Gottes“ ist. Kein Grund, sich aufzuregen!
@Elendester Sünder Die von Ihnen zitierten Bibel-Stellen handeln im Prinzip nur davon, daß sich das
Weib dem Manne unterordnen soll. Aber über das „Wesen der Frau“ wird da gar nichts gesagt.
Schon immer… …wollten Frauen unerwünschten Nachwuchs loswerden. Vor der Reform des Abteibungsparagraphen
machten eben die „Engelmacherinnen“ ein gutes Geschäft. Und ich erinnere mich an meine Kindheit in einem
stockkatholischen oberbayerischen Dorf in den 50er Jahren. Damals belauschte ich ein Gespräch einiger
Bäuerinnen und Bauernmägde, die Erfahrungen austauschten, wie man „es loswerden“ könnte: Zu heiß baden,
die Treppe hinunterfallen, von einem Tisch herunterspringen, sich überstrecken beim Wäscheaufhängen…
Es ist eine Illusion der militanten Abtreibungsgegner, man könnte Frauen zwingen, gegen ihren Willen
ein Kind auszutragen.
Träume von der guten alten Zeit… Ich staune, welche idyllischen Vorstellungen manche Leute von der
guten alten Zeit haben. Das Ideal der Mutter, die zu Hause bleibt und die Kinder erzieht, war vor der
industriellen Revolution den Gutbetuchten vorbehalten; in der Landwirtschaft, bei den Kaufleuten und bei
den Handwerkern hat die Hausfrau schon immer im Familienbetrieb mitgearbeitet. Und bei den Proletariern
hat sie gebettelt… Endgültig zerrissen hat die Idylle der Erste Weltkrieg, der die Frauen in die Produktion
zwang, da die Männer an der Front waren. (Soviel zu dem Liedchen, unter Kaiser Wilhelm sei alles besser
gewesen.) Im übrigen ist zum Schmunzeln, wie schnell unsere sittenstrengen Glaubenswächter Frau Hermann
ihre „serielle Ehebrecherei“ verzeihen, wenn sie nur die Melodie von „Frauen zurück an den Herd“ zu spielen
scheint.
„Meerstern, ich dich grüße“ In der Bamberger Ausgabe des „Gotteslobs“ ist dieses Lied enthalten und
zwar im Diözesanteil. Vielleicht verhält es sich in anderen Diözesen ähnlich?
Auf einem Auge blind Leider ist Pater Khalil auf einem Auge blind, oder er verschweigt absichtlich, daß
die Hisbollah der Handlanger der Mullahs von Teheran ist, die sich – nach Aussage des iranischen Präsidenten –
zum Ziel gesetzt haben, Israel von der Landkarte zu tilgen. Im übrigen hatte der Libanon sechs Jahre
Zeit, um die Hisbollah zu entwaffnen. In diese Richtung ist aber nichts geschehen; stattdessen wurde die
Hisbollah in die libanesische Regierung aufgenommen…
@santa rita Aus den Mendelschen Gesetzen und unserem Wissen über das AB0-Blutgruppensystem der Menschen
ergibt sich übrigens auch (wie hier schon öfter betont) die Unmöglichkeit, daß die Menschheit mit
ihren Blutgruppen A, B, AB und 0 auf nur ein einziges Menschenpaar zurückgeht.
Monogenismus ade! Daß der Monogenismus wissenschaftlich nicht mehr haltbar ist, läßt sich schon aus
dem Blutgruppensystem der Menschheit ersehen: Es ist unmöglich, daß die vier Blutgruppen A, B, AB und
0 auf nur zwei Menschen zurückgehen! (Und noch eine Fußnote zum Rassismus: der war früher auch in kirchlichen
Kreisen üblich; gerade las ich über Pater Valignano, den Superintendenten der Japan-Mission der Jesuiten:
als er 1579 nach Japan kam, brachte er einen schwarzen Sklaven mit, den er als Kuriosität dem japanischen
Fürsten Oda Nobunaga schenkte…)
Jesus blond? Seit wann ist Jesus blond? Und warum wird Jesus bei seiner Wiederkunft Latein sprechen? Seine
Muttersprache ist Aramäisch. Latein war die Sprache der Männer, die ihn ans Kreuz nagelten…
Warum „Erneuerung der Weihe“? Nutzt sich eine solche Weihe ab, daß sie erneuert werden muß? Ich habe
noch nie von der Erneuerung einer Priester- oder Bischofsweihe gehört. Aber wenn es sich um ein Land
handelt, muß dann die Weihe in bestimmten Abständen erneuert werden? Weil sie ihre Wirkung verloren
hat?
Unauflöslichkeit der Ehe? Von der Lehre der Unauflöslichkeit der Ehe ist die Kirche im Laufe der Geschichte
immer wieder einmal abgewichen, wenn dies politisch oder anderweitig opportun war. Ein berühmtes Beispiel
ist die 1. Ehe der Eleonore von Aquitanien: Ihre Ehe mit König Ludwig VI. wurde 1152 nach 15 Jahren Dauer
(und der Geburt zweier Töchter) auf Wunsch des Königs aufgehoben; daraufhin heiratete sie (mit kirchlichem
Segen) den zukünftigen König Heinrich II. von England…
@Bruder Theophil Anscheinend haben auch Sie mein Posting nicht richtig gelesen. Ich habe nichts davon
geschrieben, daß die junge Frau Ehebruch begangen hätte, sondern von ihrem Mann verlassen worden ist.
Sind wir schon so weit, daß jetzt auch Verlassenwerden als Ehebruch gilt?
@Bruder Theophil Es gibt heute Lebenswirklichkeiten, die es zu Jesu Zeiten noch nicht gab (oder zu denen
Jesus sich nicht geäußert hat). Damals fand eine von ihrem Mann verlassene Frau wahrscheinlich (mehr
oder weniger willige) Aufnahme im Kreis ihrer Sippe oder ausgedehnten Verwandtschaft. Was aber sagen Sie
zu der verlassenen jungen Frau aus meinem Beispiel, die keine Verwandtschaft hat (was nicht ihre Schuld
ist)? Etwa: „Dein Mann hat dich verlassen; jetzt schau zu, wie du den Rest deines Lebens allein zurechtkommst!“?
@apex Wenn Sie die Bitte um einen Rat für eine konkrete Lebenssituation als „dämliche Impertinenz“ bezeichnen,
dann gebe ich den Dialog auf. Was an der Verächtlichmachung des Fragenden (vgl. Ihre im kreuzforum als
„spectator“ geäußerte Schadenfreude bzgl. der Leute, über die Sie sich totlachen) christlich sein soll,
ist mir unerfindlich. Ich stelle nur fest: Sie können zwar Zitate aus dem NT anbringen, haen aber keinen
menschlichen Rat für einen Mitmenschen in einer schwer zu lösenden Krise zu bieten. Wahrscheinlich hätten
Sie sich fröhlich an der Steinigung der Ehebrecherin im Evangelium beteiligt, denn Vergebung ist nicht
Ihre Sache.
@apex Ich hatte nicht um die Wiederholung von Zitaten aus dem NT gebeten (ich kenne das NT gut, es liegt
hier auf meinem Schreibtisch, nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Griechisch), sondern um das Aufzeigen
einer Lebensperspektive für die in meinem Beispiel genannte Frau. Es sieht allerdings so aus, als wüßten
Sie in einem solchen Fall nichts Hilfreiches anzubieten… Im übrigen bitte ich Sie, mich nicht mit der
hochmütig-abschätzigen Vokabel „Möchtegernkatholik“ zu bezeichnen. Allein „Gott, der in die Herzen
schaut“, weiß, was für ein Katholik ein bestimmter Mensch ist.
@apex Versuchen wir es einmal mit einem konkreten Fall: Eine Frau, 29 Jahre alt mit zwei Kindern im Kindergartenalter
wird („unverschuldet“) von ihrem Mann verlassen (z.B. „wegen einer anderen“). Was können Sie dieser Frau
als Lebensperspektive für die nächsten 60 Jahre vorschlagen?
„Wehe euch, ihr Pharisäer und Schriftgelehrten…“ „…denn ihr bürdet den Menschen Lasten auf, die
keiner tragen kann, und rührt selber nicht den kleinen Finger, um beim Tragen zu helfen.“ (Jesus von
Nazareth) Wie ist das eigentlich mit Menschen, die von ihren Ehepartnern verlassen werden? Sind die dazu
verurteilt, bis an ihr Lebensende allein und ohne Beistand zu bleiben, obwohl „es nicht gut ist, daß
der Mensch allein sei“?
Üble Unterstellungen Obwohl kreuz.net genau weiß, daß die spanischen Bischöfe nicht verantwortlich
sind für die Störungen des von ihnen mitfinanzierten Senders, titeln die angeblich katholischen Nachrichten
„Pornographische Bischöfe?“. Offenbar geht es kreuz.net darum, nach dem Prinzip „Es bleibt immer etwas
hängen“ die spanischen Bischöfe zu diffamieren. Damit benutzt kreuz.net genau die kirchenfeindlichen
Methoden, die es bei anderen Publikationsorganen anprangert.
@Guttenberger: Legion Mariens Der Gründer der „Legion Mariens“ (einer katholischen Laienorganisation)
war der irische Laie Frank Duff. Sie meinen wohl den Gründer der „Legionäre Christi“.
@ruhrgebietler Welche himmlische Macht hat Ihnen eigentlich geoffenbart, daß „wegen des Irrwegs der charismatischen
Erneuerung so viele Seelen in den Anbgrund der Hölle gestürzt“ worden sind?
@MK28: Frage eines einfachen Christen Wie sehr müßte eigentlich der Heilige Geist die Katholische Kirche
im Stich gelassen haben, wenn 5 Päpste und über 2000 Bischöfe in die Irre gegangen wären und nur ein
Erzbischof die Wahrheit bewahrt hätte? Wenn diese Annahme stimmen würde, wer wäre dann die Instanz,
die zu entscheiden und zu verkünden befugt wäre, wer von den beiden Seiten recht hat?
Magnifikat Wenn Protestanten ihr Prinzip „Sola scriptura“ richtig anwenden würden (mit Betonung auf „Scriptura“),
dann müßten sie sich ernsthaft z.B. mit den Worten auseinandersetzen, welche die Evangelien im Magnifikat
von Maria überliefert haben: „Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist jubelt in Gott, meinem
Retter (…) Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Generationen, denn Großes hat an mir getan,
der da mächtig ist (…)“ Wenn diese Worte grundlose Anmaßung wären, dann hätten die Evangelisten
sie nicht überliefert. So aber sind sie gültig und wegweisend. Die katholische Marienverehrung ist also
nichts anderes als dieses „Seligpreisen“ der Frau, die den Gottmenschen zur Welt bringen und aufziehen
durfte. Im übrigen wäre es für jemand, der in Jesus den Heiland sieht, schon einfach ein Gebot der
Höflichkeit, auch seine Mutter zu ehren. Jesus verehren und gleichzeitig seine Mutter geringachten oder
ignorieren – wie sollte das zusammengehen?
Ehefähigkeitsalter Bis ins 19. Jahrhundert galt nach dem katholischen Kirchenrecht ein Ehefähigkeitsalter
von 14 Jahren für Knaben und von 12 Jahren für Mädchen. siehe: Nikolaus Knopp, Katholisches Eherecht,
Regensburg 1873 (dlib-pr.mpier.mpg.de/…%2237293_00000105%22) Derzeit beträgt das Egefähigkeitsalter
nach dem katholischen Eherecht 16 bzw. 14 Jahre.
@Peccator „Seit jeher ist es Lehre der Kirche, daß es keine ‘Kollektivschuld’ gibt“… Das stimmt nicht
ganz: Seit jeher lehrt die Kirche eine Kollektivschuld der ganzen Menschheit – die Erbsünde. (Und nach
der Lehre der Kirche werden 99% der Menschen für diese Kollektivschuld mit Hölle bestraft.)
@Graf von Galen, gonniwell Sind wir jetzt schon so weit, daß das Zeugnis der Hl. Schrift nichts mehr
gilt? „Während des Mahles aber nahm Jesus Brot, sprach das Segensgebet, brach es und gab es den Jüngern
mit den Worten: ‘Nehmt, esset, das ist mein Leib.’“ (Mt 26, 26) Im griechischen Originaltext wird (wie
in der deutschen Übersetzung) dasselbe Wort für „nehmen“ verwendet; daraus ergibt sich, daß die Apostel
aufgefordert wurden, das Brot so zu nehmen, wie Jesus es zuvor selbst genommen hatte. Um eines klarzustellen:
Ich befürworte durchaus die Mundkommunion, aber ich sehe keinen wirklichen Grund für die Verteufelung
der Handkommunion. (Der Mund ist kein edleres Organ des Menschen als die Hand.)
@Murx „Wenn Sie mich im Puff anträfen, würden Sie dann dieselben Regeln anwenden? Sie würden meiner
Beteuerung, ich wollte Maria Magdalena finden und sie bekehren, wohl kaum glauben schenken.“ Wenn ich
Sie im Puff anträfe, lieber Murx, würde ich natürlich annehmen, daß Sie dort auch das tun, was ich
immer tue, wenn ich dort bin: eine „Maria Magdalena“ finden und aus dem Milieu retten…
@murx Die Beweispflicht liegt immer bei dem, der etwas behauptet. (Sonst könnte man ja alles Mögliche
behaupten und den Zweiflern dann sagen: „Beweist mal schön, dass das nicht stimmt.“) Was wäre etwa,
wenn der indische Kardinal beim Entzünden der Kerze still gebetet hätte: „Herr Jesus, erleuchte die
heidnischen Inder, damit sie ihre Götzen aufgeben!“ Nach Ihrer Methode der Verdächtigungen könnte man
z.B. zu dem Schluss kommen, dass die Teufelsfratzen der Wasserspeier an Notre Dame de Paris beweisen,
dass die Erbauer der Kathedrale Satansanbeter waren…
@Deusexmachina Jesus hat doch etwas auf Erden zurückgelassen: seine Vorhaut (von der Beschneidung). Sie
wird an verschiedenen Orten aufbewahrt und verehrt.
@Murx Ihre Logik schlägt Kobolz! Wieso soll ich beweisen, daß etwas nicht geschehe ist? Ich möchte
nur wissen, ob jemand von denen, die den Kardinal Diaz des Götzendienstes beschuldigen, ihn gefragt haben,
was er da wann und warum getan hat. Es ist eine elementare Regel der Gerechtigkeit und Fairness, daß
man jemandem Gelegenheit gibt, seine Sicht der Vorgänge darzustellen, bevor man ein Urteil über ihn
fällt. Und Jesus hat sogar gesagt: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“
@G.M. Michel Ein Foto sagt und beweist heute wenig. Es gibt gekonnte Fotomontagen… Bevor man Kardinal
Diaz mit Vorverurteilungen abfertigt, sollte man ihn fragen, wann er was und warum getan hat. „Audiatur
et altera pars.“ Ich finde es wenig christlich, beim kleinsten Anlaß über eine Person herzufallen und
sie zu verurteilen, ohne ihr Gehör zu gewähren.
Was denn nun? Der Artikel bezeichnet Herrn. einmal als „kirchlich wiederverheiratet“ und einmal als „im
staatlichen Konkubinat lebend“. Ist das wirklich dasselbe? Wenn nicht, was stimmt dann?
Sexualaufklärung, die anregt… Die ersten 10 Jahre meines Lebens (1943 – 1953) verbrachte ich in Oberbayern
in einem kleinen, stockkatholischen Dorf. Als wir mit 9 Jahren Beichtunterricht bekamen, mußten wir auch
das Gebot „Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“ auswendig lernen, aber niemand, Pfarrer/Lehrer/Eltern,
war bereit zu erklären, was „Unkeuschheit“ überhaupt sei. Außerdem stand noch im Beichtspiegel: „Habe
ich unkeusche Körperteile berührt?“ Tja, wieder war niemand Erwachsener bereit zu sagen, welche Körperteile
denn unkeusch seien und warum. Dieses Schweigen der Riege der Erzieher hatte zwei Folgen: 1. Da ich wissen
wollte, was Unkeuschheit ist, beichtete ich in meiner 1. Beichte: „Ich habe Unkeuschheit begangen“, um
herauszubekommen, warum es da geht. Der Pfarrer fragte erschrocken: „Mit wem?“ Ich war verblüfft, denn
bisher wußte ich noch nicht, daß man dazu einen zweiten braucht. Also nannte ich den Namen meines besten
Freundes. Da war der Pfarrer aber beruhigt! (Hätte ich ein Mädchen genannt, dann wäre wohl eine inquisitorische
Befragung gefolgt.) 2. Die Neugierigeren unter den Beichtkindern, Jungen wie Mädchen, trafen sich im
anschließenden Sommer im Wald neben dem dörflichen Schwimmbad, um sich hinter den Büschen gegenseitig
ausgiebig nach „unkeuschen Körperteilen“ zu untersuchen und von ihnen Gebrauch zu machen. So trat lustvoll
der Sex in mein junges Leben…
@Abu – Blutgruppen & Genesis „Was wollen Sie denn mit Blutgruppen?“ Ganz einfach – die vier Blutgruppen
(A, B, AB, 0) und die Mendelschen Erbgesetze beweisen, daß die Menschheit nicht nur von einem einzigen
Urpaar („Adam und Eva“) abstammt. Es ist unmöglich, daß von nur zwei Menschen die vier Blutgruppen kommen;
es müssen mehr als zwei Ureltern gewesen sein. Die Erzählung von Adam und Eva im Buch Genesis erweist
sich somit als Mythos. (Die sich daraus ergebenden Folgen für die Erbsünde-Lehre liegen auf der Hand.)
„Hör mal, mein Vater…“ „Papa, warum soll ich erst mit 21 Jahren eine Freundin haben, wo sich doch jetzt
schon mit 16 das Verlangen in mir regt.“ „Mein Sohn, Gott will einfach, daß du wartest, bevor du dich
dem weiblichen Geschlecht näherst.“ „Aber Papa, nach dem Kirchenrecht dürfte ich schon mit 16 heiraten.
Ist das auch Gottes Wille?“ „Mein Sohn, das ist nur in der Theorie, in der Praxis kommt das nicht vor.“
„Aber Papa, die heilige Elisabeth von Thüringen hat doch auch schon mit 14 geheiratet und dann gleich
Kinder bekommen…“ „Mein Sohn, bis du 21 bist, werde ich nicht mehr mit dir über solche Dinge reden…“
„Papa, eine Frage noch: Wenn das wirklich so war mit Adam und Eva, wieso gibt es dann unter den Menschen
4 Blutgruppen? Nach den Mendelschen Erbgesetzen geht das gar nicht, da müssen mehr als zwei Personen
am Anfang der Menschheit gestanden haben…“ (Vater weiß keine Antwort und verläßt genervt das Zimmer.)
@pedro – Der Zweck der Sexualität… „Der Zweck der Sexualität ist die Fortpflanzung.“ Dieser Satz gibt
eine Wunschvorstellung wieder, hat aber mit der Wirklichkeit wenig zu tun. Als Denkanstöße nur ein paar
Gedanken, warum die Fortpflanzung nicht der Zweck der menschlichen Sexualität sein kann: 1. Im Gegensatz
zu den Tieren kennt der Mensch keine Brunftzeit; er kann das ganze Jahr hindurch sexuell aktiv sein, auch
während der empfängnisfreien Zeit. Wäre die Fortpflanzung der Zweck der Sexualität, dann wäre der
Mensch (wie die Tiere) nur zu der Zeit sexuell aktionsfähig, da eine Empfängnis stattfinden kann. 2.
Der weibliche Orgasmus ist für die Fortpflanzung völlig überflüssig. Die Tatsache, daß es ihn doch
gibt und daß er ein ungeheures Potential aufweist (multipler Orgasmus), zeigt, daß es bei Sexualität
um mehr geht als nur um Fortpflanzung. 3. Wenn der Zweck der Sexualität die Fortpflanzung wäre, dann
müßte bei der Frau mit Eintritt der Menopause die sexuelle Libido erlöschen. Nun zeigt die Erfahrung
aber, daß gerade bei Frauen nach den Wechseljahren die sexuelle Empfindungsfähigkeit eher zunimmt und
daß eine Frau noch Jahrzehnte nach den Wechseljahren zu sexueller Aktivität fähig ist. Es gäbe noch
mehr anzuführen, aber ich glaube, schon dies zeigt, daß Sie Ihre Aussage umformulieren sollten: „Die
Fortpflanzung ist in die menschliche Sexualität eingebettet, aber der Zweck der Sexualität geht weit
über die Fortpflanzung hinaus.“
Kluge Kälber wählen ihre Metzger selber! „Antikirchlicher Haßroman“ – geht es nicht auch eine Nummer
kleiner? „Sakrileg“ ist ein trivialer Unterhaltungsroman aus dem Thriller-Genre, der u.a. die fragwürdigen
Thesen aus dem Buch „Der Heilige Gral und seine Erben“ (von Baigent/Leigh) übernommen hat. Als letzteres
Machwerk in den 1980er Jahren erschien – und zwar als Sachbuch – gab es nur wenig Aufregung darum. Warum
jetzt so ein Getöse? Gerade habe ich im Videotext gelesen, daß der dazugehörige „Haßfilm“ in Cannes
bei der Erstaufführung bei den Kritikern durchgefallen ist – am Ende rührte sich keine Hand zum Applaus.
„Viel Lärm um nichts“, meinte ein Kritiker. Im übrigen wählen kluge Kälber ihre Metzger selber. Denn
wenn sie schon zur Schlachtbank schreiten müssen, wollen sie doch, daß es gute Metzger sind, die ihr
Handwerk gekonnt ausführen und den Kälbern keine unnötigen Qualen verursachen…
@Gotthard The marriageable age is fourteen full years in males and twelve full years in females… Aus:
Catholic Encyclopaedia, Canonical Age www.newadvent.org/cathen/01206c.htm
@Clemens – 12jährige Mädchen… Ist Ihnen bekannt, daß nach dem katholischen Kirchenrecht ein Mädchen
mit 12 Jahren als heiratsfähig gilt? In manchen Ländern, wie z.B. Spanien, gilt das auch von Staats
wegen.
Viel Feind, viel Ehr? Ich habe mich bisher nicht sonderlich mit Kard. Lehmann beschäftigt (ich lebe in
einer anderen Diözese), aber wenn ich die vielen wütenden Anschuldigungen hier lese, dann fällt mir
nur das Sprichwort ein „Viel Feind, viel Ehr“. Oder handelt es sich bei ihm um die sprichwörtliche Eiche,
an der sich die Wildschweine reiben? Irgendwas muß sich der Heilige Geist doch dabei gedacht haben, daß
er diesen Mann Bischof und Kardinal werden ließ…
Ach, die vielen Asketen (unter den Kard.-Lehmann-Kritikern) Wenn ein Kardinal der Kreuz.net-Redaktion
genehm ist, dann wird er schon einmal als „Kirchenfürst“ bezeichnet. Da ist Kard. Lehmann nun einmal
ein Kirchenfürst, und ich glaube, ein 70jähriger Fürst darf schon Mercedes fahren. Oder soll er im
Smart oder VW-Käfer vorfahren? Ich weiß, ich weiß, die Lehmann-Kritiker fahren alle rad oder reiten
auf dem Esel einher…
@Athanasius Wie kommen Sie zu dem Schluß, Venedig sei im 19. Jahrhundert sehr lange eine „Abstimmungsdemokratie“
gewesen? Im 19. Jahrhundert war Venedig zuerst von den Franzosen (Napoleon), dann von den Österreichern
besetzt, um schließlich 1866 dem neugegründeten Königreich Italien angeschlossen zu werden. Für „Abstimmungsdemokratie“
war da gar keine Gelegenheit!
@Wolfgang K. Offensichtlich glauben Sie an das protestantische Dogma „Sola scriptura“ (Die Schrift allein).
Bedenken Sie bitte, daß nicht das Evangelium die Kirche hervorgebracht hat, sondern die Kirche das Evangelium.
Und es gibt Lehren, die nicht im Evangelium, sondern in der Tradition der Kirche weitergegeben wurden.
Das Johannesevangelium endet mit den Sätzen: „Es gibt aber auch noch vieles andere, was Jesus getan hat.
Wollte man das alles im einzelnen niederschreiben, würde – so glaube ich – selbst die (ganze) Welt die
Bücher nicht fassen, die man da schreiben müßte.“ Die christliche Lehre beruht also auf der heiligen
Schrift und den frühkirchlichen Traditionen. Und die frühkirchliche Tradition berichtete über die Jungfrau
Maria, was heute Grundlage der katholischen Mariologie ist.
Utopische Erwartungen „Folglich hat auch der Staat die Pflicht, sich Gott unterzuordnen. (…) Der Staat
hat die Pflicht, an seinem Platz für das Heil der Seelen das seinige zu tun.“ Leider verrät Bischof
Fellay nicht, wie die Kirche die Staaten zwingen soll, diese Pflichten zu übernehmen. Deshalb sind diese
Forderungen illusorisch.
@Wolfgang K. 1. Die „Brüder und Schwestern“ Jesu waren (einer Tradition zufolge) vermutlich Kinder Josefs
aus dessen erster Ehe (Ehefrau vestorben) bzw. Cousins und Cousinen. 2. Die „Unbefleckte Empfängnis“
bezieht nicht auf die Zeugung Jesu; sie bedeutet, daß Maria vom ersten Augenblick ihres Lebens (d.h.
ihrer eigenen Empfängnis) frei von der Erbsünde war. 3. Woher wollen Sie eigentlich wissen, daß Maria
mit Josef „eine ganz normale Ehe“ führte?
Wie steht es mit dem Lebensschutz geborener Kinder? Mir fällt auf, daß sich die „Lebensschützer“ nur
zum Lebensrecht ungeborener Kinder äußern, aber zum Lebensrecht geborener Kinder schweigen. So habe
ich zu dem Fall der Frau, die neun von ihr geborene Babys nach der Geburt getötet hat, keinen Kommentar
von Lebensschützern gehört. Hier in Mittelfranken wurde kürzlich ein Zweijähriger vom Lebensgefährten
seiner Mutter erschlagen – auch dazu haben sich die Lebensschützer nicht geäußert. Ist das Lebensrecht
geborener Kinder belanglos?
Bilderrätsel Wieder einmal erhebt sich (wie so ft bei Kreuz.net) die Frage: Was hat eigentlich das Bild
mit dem Artikel zu tun? Hat jemand eine Vorstellung?
Wer stiftet Kinder zum Sex an? Die ersten 10 Jahre meines Lebens (1943 – 1953) habe ich in Oberbayern
in einem kleinen, stockkatholischen Dorf verbracht. Als wir mit 9 Jahren Beichtunterricht bekamen, lernten
wir auch das Gebot „Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“, aber niemand, weder der Pfarrer noch der Lehrer
noch die Eltern, war bereit zu erklären, was „Unkeuschheit“ überhaupt sei. Außerdem stand noch im Beichtspiegel:
„Habe ich unkeusche Körperteile berührt?“ Tja, wieder war niemand Erwachsener bereit zu sagen, welche
Körperteile denn unkeusch seien und warum. Dieses Schweigen der Riege der Erzieher hatte zwei Folgen:
1. Da ich wissen wollte, was Unkeuschheit ist, beichtete ich in meiner 1. Beichte: „Ich habe Unkeuschheit
begangen“, um herauszubekommen, warum es da geht. Der Pfarrer fragte erschrocken: „Mit wem?“ Ich war verblüfft,
denn bisher wußte ich noch nicht, daß man dazu einen zweiten braucht. Also nannte ich meinen besten
Freund. Da war der Pfarrer aber beruhigt! (Hätte ich ein Mädchen genannt, dann wäre wohl eine inquisitorische
Befragung gefolgt.) 2. Die Neugierigeren unter den Beichtkindern, Jungen wie Mädchen, trafen sich im
anschließenden Sommer im Wald neben dem dörflichen Schwimmbad, um sich hinter den Büschen gegenseitig
nach „unkeuschen Körperteilen“ zu untersuchen. So trat der Sex in mein junges Leben…
Obszönes Bild? Wenn das den Artikel begleitende Bild „obszönes Bildmaterial“ sein soll, wieso veröffentlicht
Kreuz.net es dann? (Ein Bezug zu dem Artikel ist sowieso nicht ersichtlich.)
@Ein Christ, @Höck @EinChrist: Nympha war eindeutig eine Frau, da im griechischen Text das Femininum
des Possesivpronomens (*autês*) verwendet wird. @Höck: Warum soviel Spott? Man kann doch auch sachlich
antworten!
@Höck Und was ist mit „Nympha und der Gemeinde in ihrem Haus“ (Kol 4,15)? Offensichtlich war sie die
Vorsteherin dieser Gemeinde (da kein Mann als Vorsteher genannt wird).
@Schnabeltierkönig Jesus hat aber auch nur 12 Juden als Apostel ausgewählt, keine Samariter, Griechen
oder Römer. Folglich dürften nur Juden das Apostelamt fortsetzen, oder?
„Da gibt es nicht mehr Mann und Weib“ Wie verträgt sich eigentlich die Weigerung der Kirche, Frauen zum
Priestertum zuzulassen, mit Paulus’ Aussage im Galaterbrief (3, 27 ff.): „Denn ihr alle, die ihr auf Christus
getauft seid, habt Christus angezogen. Da gibt es nicht mehr Juden und Griechen, Sklaven und Freie, Mann
und Weib. Denn ihr alle seid einer in Christus Jesus. Folglich: Wenn ihr Christus angehört. so seid ihr
Abrahams Nachkommenschaft, Erben der Verheißung.“ Gilt das nun oder nicht? (Wenn ich allerdings in „Eunuchen
für das Himmelreich“ nachlese, was die erlauchten Gottesgelehrten im Laufe der Jahrhunderte Gehässiges,
Hämisches und Verächtliches über die Frau geschrieben haben, dann wundere ich mich nicht, daß sie
ein so defektives Wesen vom Altar fernhalten wollen.)
Johannes Paul I. Die Autopsie des Leichnams von Johannes Paul I. unterblieb auf Wunsch seiner Geschwister
(nicht der vatikanischen Behörden, die gern eine Autopsie hätten durchführen lassen), die wußten,
wie schwer herzkrank der Papst gewesen war. Der Papst hatte noch Tage vor seinem Tod seinem Bruder in
einem Telefongespräch von seinen Herzproblemen erzählt. Dies berichtete der Bruder in einem Interview,
das ich im Fernsehen sah. Die Mordspekulationen sind also völlig unfundiert.
@EinChrist: Leviticus zum zweiten… Leider haben Sie meine Frage nicht beantwortet, was Leviticus damit
meint, wenn „ein Mann mit einem anderen Mann wie mit einer Frau ‘schläft’“. Könnten Sie in diesem Punkt
nicht einmal Farbe bekennen? Nach wie vor meine ich, daß es unmöglich ist, daß „ein Mann mit einem
anderen Mann wie mit einer Frau ‘schläft’“. (Analverkehr kann Leviticus ja nicht gemeint haben, sonst
würde das ja bedeuten, daß damals Analverkehr mit einer Frau üblich war.)
@Frasim – Hl. Schrift Wenn der Hl. Geist sich die Mühe gegeben hätte, bei der Hl. Schrift für mehr
Eindeutigkeit zu sorgen, dann hätte es nicht die vielen Spaltungen in der Christenheit gegeben! Als Übersetzer
und Philologe weiß ich um die vielen Mißverständnisse und Fehler in der Bibel (und ihren frühen Übersetzungen
ins Griechische bzw. Lateinische), angefangen von der „Rippe“ Adams, aus der Eva gemacht worden sein soll
(tatsächlich hieß es ursprünglich „aus Adams Schatten“). Was hat sich der Hl. Geist dabei gedacht,
als er (im AT) die Fledermaus als Vogel und den Hasen als Wiederkäuer bezeichnet hat? Oder vielleicht
ist die Hl. Schrift gar nicht so wichtig, wie man gewöhnlich meint? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht,
warum Jesus, der des Lesens und Schreibens kundig war, nicht selbst das Neue Testament verfaßt hat? Als
Gottessohn hätte er doch am besten und am klarsten seine Botschaft schriftlich fixieren können, oder?
Aber er hat’s nicht getan, weil es ihm nicht wichtig genug erschien…
@EinChrist: Leviticus Können Sie mir bitte erklären, wie das vor sich geht, wenn „ein Mann mit einem
anderen Mann wie mit einer Frau ‘schläft’“? Ich halte das für unmöglich, oder sind da meine anatomischen
Kenntnisse zu gering? Wenn ein Mann mit einer Frau ‘schläft’, dann penetriert er ihre Vagina (um es einmal
medizinisch auszudrücken). Da ein Mann keine Vagina hat, kann kein Mann mit einem anderen Mann wie mit
einer Frau ‘schlafen’. Was hat also Leviticus wirklich gemeint? (Just for record: Ich bin ein ganz normaler
Heterosexueller, den eigentlich die Diskussionen um Homosexualität wenig berühren.)
@Mimi Sie schreiben: „Gläubige des NOM, die sich da bloß unterhalten lassen und sowieso nicht wissen,
was in der Hl. Messe eigentlich gefeiert wird.“ Wie kommen Sie eigentlich zu derartigen Urteilen über
Ihre Mitkatholiken? Es gibt keine „Gläubigen des NOM“; es gibt stattdessen Katholiken, die an Messen
teilnehmen, die so gefeiert werden, wie es Papst und Bischöfe vorschreiben. In unserer PFarrei ist die
Kirche jeden Sonntag bei jedem der drei Gottesdienste voll; die Leute kommen nicht, um sich unterhalten
zu lassen (da könnten sie gleich zu Hause bleiben und fernsehen); sie kommen, weil sie *wissen*, was
in der Hl. Messe eigentlich gefeiert wird. Wenn sie’s nicht wüßten, würden sie ja nicht kommen, denn
die Zeiten, da man aus purer Gewohnheit oder aus Tradition oder aus Angst vor dem Gerede der Leute in
die Kirche ging, sind Gott-sei-Dank vorbei.
@Frasim – Aufzeichnung der Hl. Schrift Jesus und die ersten Apostel sprachen Aramäisch. Die Evangelien
wurden aber auf Griechisch abgefaßt. Folglich muß da ein Übersetzungsvorgang stattgefunden haben, über
dessen Qualität wir heute nichts mehr sagen können, da die ursprünglichen aramäischen Aufzeichnungen
(u.a. vermutlich die sog. „Logienquelle“) vernichtet wurden. Die Übersetzung ins Griechische war schon
eine Interpretation und ein Umgießen in eine andere Begrifflichkeit (siehe Begriff wie „Pneuma“ und „Logos“).
Im strikten Sinne wirkliche Worte Jesu sind nur wenige überliefert (Talitha kumi – Effata etc.); was
in den Evangelien steht, sind keine Niederschriften der Predigten Jesu, sondern gestaltete Nacherzählungen
sub specie clericorum.
Osten etc. @Mimi Ich habe mein NT gefilzt – nirgendwo finde ich einen Hinweis, daß Jesus *nach Osten*
in den Himmel aufgefahren ist. Sie schreiben über die NOM-Messen: „Diese sind von Gott einfach zu weit
entfernt. Das kann natürlich Menschen nicht klar sein, die sich selbst von Gott entfernt haben und Ihn
nicht mehr an die erste Stelle setzen.“ Wollen Sie damit etwa sagen, daß Papst Benedikt und der Weltepiskopat
sich selbst zu weit von Gott entfernt haben und ihn nicht mehr an die erste Stelle setzen? @Katja Berben:
Ich habe nach wie vor Schwierigkeiten mit der Osten-Symbolik, die aus einer Zeit stammt, als man noch
meinte, die Erde sei eine Scheibe – da war Osten ein fester Punkt. Aber jetzt ist Osten sehr relativ –
für die Christen in Mittelasien ist der Osten in China, für die Chinesen in Japan, für die Japaner
in Amerika. Kommt Jesus aus China, Japan, Amerika? Er kommt vielleicht von Oben, aus dem Mysterium des
Himmels…
@Beobachterin Mit der Behauptung, Falun Gong seien Feinde des chinesischen Staates, sind Sie ja voll der
rotchinesischen kommunistischen Propaganda auf den Leim gekrochen! Falun Gong ist eine chinesische Meditationsbewegung
mit Wurzeln im Buddhismus und Taoismus, die in Rotchina erbarmnungslos verfolgt wird, weil sie gedanklich
eine Gegenwelt zur kommunistischen Weltsicht anbietet. Denken Sie daran, daß auch die katholische Kirche
in China verfolgt wird und nur im Untergrund agieren kann!
Versus Deum – Wo ist Gott? Wieso muß der Zelebrant dem Volk den Rücken zukehren, wenn er die Messe „versus
Deum“ feiert? Ist Gott nicht überall? Aus den Darstellungen der christlichen Kunst aller Jahrhunderte
wissen wird, daß Jesus Christus bei der ersten Messe im Abendmahlssaal auch „versus populum“, seinen
Jüngern zugewandt, positioniert war. Heißt es nicht, daß der Priester bei der Messe als Jesu Stellvertreter
agiert? Und was hat es mit der Richtung „Osten“ auf sich? Wenn man von Berlin nach Osten schaut, dann
schaut man nach Warschau, und von München schaut man ostwärts nach Wien. Was haben Warschau ud Wien
mit dem christlichen Glauben zu tun?
Warum „blinde Henne“? Warum schmäht Kreuz.net eigentlich Frau Hermann als „blinde Henne“? (Und warum
dies sprachlich schiefe Bild „Henne trifft Nagel auf den Kopf“? Hennen befassen sich überhaupt nicht
mit Nagelköpfen…)
„Die Ursache der fehlenden Kinder“ Zunächst mal schreit hier die deutsche Sprache um Hilfe! Fehlende
Kinder haben keine Ursache, denn was es nicht gibt, hat keine Ursache. Korrekt formuliert hätte es heißen
müssen: „Die Ursache für das Fehlen der Kinder“. Im übrigen wurde bisher ein Grund für den Rückgang
der Geburtenrate noch nicht erörtert: Die Zunahme der Asexuellen bzw. der asexuellen Menschen, d.h. der
Menschen, die ihre Sexualität nicht leben (wollen). Diese Gruppe wird immer größer, und wer seine Sexualität
nicht lebt, kann natürlich (sofern heterosexuell) auch keine Kinder hervorbringen.
Widersprüchlicher Journalismus Zuerst schreibt Kreuz.net: „Pflegeeinrichtungen sollen in Deutschland
für einen entstehenden Schaden belangt werden, wenn dort Patienten, welche ihre Erben lieber im Grab
sehen würden, nicht rechtzeitig euthanasiert werden.“ Das klingt wie eine Tatsachenbehauptung. Dann aber
heißt es: „Danach besitzen Angehörige auch zukünftig keinen Anspruch auf Schadenersatz gegenüber einer
Pflegeeinrichtung, wenn das Personal dem ihm anvertrauten Patienten keine Sterbehilfe gewährt und zum
Beispiel die künstliche Ernährung nicht einstellt.“ Also genau das Gegenteil des zuvor Behaupteten.
Was ist das für eine hart an der Lüge entlangschrammende Art von manipulativem „Journalismus“?
@Maledica: Beleidigung anderer Religionen „Ja ich würde mich aufregen, wenn auch andere Religionen beleidigt
werden.“ Dann erheben Sie sicher Ihre Stimme für die Entfernung der Darstellung der „Judensau“ vonchristlichen
Kirchen und Domen in Deutschland, oder? Da wird mit Duldung der kirchlichen Oberen seit Jahrhunderten
eine Religion beleidigt und geschmäht…
@EinChrist Sie lehnen also Herrn van den Aardwegs These ab, daß es sich bei homosexuellen Neigungen um
eine Form der Neurose (einer Krankheit) handelt?
Was stimmt den nun? Wenn Homosexualität eine Form der Neurose ist, dann ist sie immerhin doch keine Sünde,
oder? (Neurose ist Krankheit, Krankheit ist keine Sünde…)
Ein Gebot der Fairness … wäre es, daß Kreuz.net jetzt auch eine Stellungnahme des betroffenen Pfarrers
veröffentlicht. Oder ist es schon so weit, daß katholische Pfarrer vogelfrei sind und nur die Denunzianten
Gehör finden?
Die Crux der katholischen Sexualmoral …ist, daß Zölibatäre mit wenig Ahnung von der menschlichen
Sexualität Regeln aufstellen, die mit der Realität wenig zu tun haben. Das grundlegende Axiom, nämlich
daß die menschliche Geschlechtlichkeit in erster Linie der Fortpflanzung zu dienen habe, ist ziemlich
wirklichkeitsfremd. Dazu ließe sich vieles anführen, vor allem Erkenntnisse der modernen Anthropologie
(wir Menschen wissen heute mehr über uns als unsere Vorfahren vor 2000 Jahren über ihr Menschsein wußten).
Hier nur ein Beispiel: Für die Empfängnis ist der weibliche Orgasmus überflüssig; d.h. eine Frau kann
geschwängert werden, ohne daß sie einen Orgasmus erlebt. Heißt das nun, die Natur hat der Frau völlig
überflüssigerweise eine Orgasmusfähigkeit verliehen, die von der Natur der Sache her gar nicht gebraucht
wird? Oder deutet dieses Organsmusvermögen nicht darauf hin, daß es bei der „leiblichen Liebe“ um wesentlich
mehr geht, als nur um Fortpflanzung?
@Laurentius 2 Was wollen Sie mit Ihrer unchristlichen Häme und herablassenden Arroganz eigentlich erreichen?
1. Ich bin weder Modernist noch Spät-Modernist. 2. Ich bin auch kein Opfer des heutigen Religionsunterrichts
oder der „Katechese in der Krise“ – meinen Beichtunterricht bekam ich im Jahr 1953. Da ich ansonsten feststellen
muss, dass es Ihnen nicht um Meinungs- und Informationsaustausch, sondern nur um Polemik, Verächtlichmachung
und Agitation geht, verzichte ich auf weitere Stellungnahmen zu Ihren Expektorationen.
@Laurentius 2 – Beratungsscheine „Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten.“ D.h.
Sie sollten sich agitatorischer Verfälschungen enthalten: Erzbischof Lehmann hat nicht für „Abtreibungsscheine“
gekämpft, sondern für eine Schwangerenberatung, die einen Beratungsschein ausstellen darf.
@Malachias – Magnifikat Ich habe das Magnifikat vor 50 Jahren als 13jähriger gelernt und seitdem immer
wieder gebetet. Was sind da schon die vielleicht 20 – 30 Jahre, die zwischen der Himmelfahrt Mariens und
der Niederschrift des Lukas-Evangeliums vergangen sein mochten, für jene Begleiter und Begleiterinnen
Mariens, denen sie ihren Lobgesang übermittelte und die ihrerseits diesen Hymnus an den Verfasser des
Lukas-Evangeliums weitergaben?
@Herr Ketelhohn Es ist Ihnen unbenommen, uneinsichtig zu bleiben, aber Sie sollten zur Kenntnis nehmen,
daß die offizielle Kurzbezeichnung für die Tschechische Republik im Gebrauch des (deutschen) Auswärtigen
Amtes „Tschechien“ ist (siehe hier) www.auswaertiges-amt.de/…laender_ausgabe_html?type_id=14&lan….
Und das Auswärtige Amt wird wohl gute Gründe für diesen Sprachgebrauch haben.
@Malachias Weder habe ich eine „Meinung“ zum Zeitpunkt der Niederschrift des Lukas-Evangeliums noch habe
ich eine „Meinung“ zum Sterbedatum Mariens. (Selbst wenn ich „Meinungen“ dazu hätte, wären sie irrelevant.)
Mariens Worte Es gibt einen Text, bei dem wir zu 100% wissen, daß er von der Jungfrau Maria stammt –
das „Magnifikat“ (Hochpreiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlocket in Gott, meinem Heilande…
Lukas 1, 46 ff.) Wenn ich diesen Hymnus in seiner schlichten und doch poetischen Eindringlichkeit vergleiche
mit den „Botschaften“ der „Gospa“ von Medjugorje, dann erscheinen mir letztere irgendwie klischeehaft,
fade, vorgestanzt. Ich kann nicht glauben, daß diese „Botschaften“ von der Autorin des Magnifikat stammen…
Kleine Korrektur @Evelin: Das Großmährische Reich wurde nicht von „Großkönigen“, sondern von *Großfürsten*
(Mojmir, Swaropluk etc.) regiert. Betr.: „stolzes Spanien“: In den letzten Jahren des früheren spanischen
Königreichs (vor Einführung der Republik) waren nur 20% der Spanier praktizierende Katholiken; die übrigen
80% standen der Kirche gleichgültig bis feindselig-ablehnend gegenüber.
Frauen-Nichtversteher „Ein Mann, der (…) eine Frau nicht von seinem seelischen Mannsein aus verstehen
kann, leidet unter einer ernsthaften Blockade in der zwischenmenschlichen Kommunikation.“ Das trifft m.E.n.
auf die meisten Männer zu, vor allem auf die meisten Zölibatäre. Unter den zighundert Zölibatären,
die ich kenne, habe ich kaum einen angetroffen, der Frauen versteht. Die meisten blicken einfach nur auf
Frauen herab.
@Dr. Regazzoni Hitler wurde keineswegs demokratisch gewählt. Er kam durch eine von der Kamarilla um Hindenburg
eingefädelte Intrige in das Amt des Reichskanzlers. Die darauffolgenden Reichtagswahlen vom März 1933
waren nicht mehr frei; der vorausgehende Reichstagsbrand lieferte den Vorwand zur Verfolgung politischer
Gegner und zur Behinderung der demokratischen Parteien; trotzdem erreichte die NSDAP bei dieser letzten
Wahl nicht die absolute Mehrheit.
Veränderung der Bevölkerung Eigentlich müßten sich die Konservativen doch freuen, daß sich die ganzen
Hedonisten, Modernisten, Genußmenschen, Karrierefrauen, 68-er, Liberalen, Kinderfeinde, Homophile, Egoisten
etc. nicht fortpflanzen, denn dadurch wird die Gesellschaft insgesamt konservativer, und wenn sich die
Konservativen dann entsprechend fortpflanzen, wird sich der Charakter der Bevölkerung ändern – in ihrem
Sinne! P.S. Im Jahre 1937 hatte Deutschland 67 Millionen Einwohner – 15 Mio. weniger als heute. Und war
doch der tonangebende Staat in Mitteleuropa…
„Reinigt die Kunst!“ Gemäß einer Meldung der römischen Nachrichtenagentur „Novissimi voci di corredoio“
bereitet der Vatikan einen päpstlichen Erlass vor, dem zufolge alle Kunstwerke homosexueller Künstler
aus Kirchen und vatikanischen Räumlichkeiten entfernt werden sollen. Begonnen wird mit Gemälden und
Skulpturen von Botticelli, Michelangelo (u.a. Sixtinische Kapelle, Pietà), Leonardo da Vinci (u.a. Letztes
Abendmahl), Raffael (u.a. Stanzen), Caravaggio; eine päpstliche Antisodomisten-Kommission wird die Kunstgeschichte
durchkämmen und weitere zu purgierende Künstler vorschlagen. „Es geht nicht an“, sagte ein Mitglied
dieses Gremiums, „daß in unseren Kirchen und Palästen Bilder prangen, deren Schönheit über das Laster
ihrer Schöpfer hinwegtäuscht.“
@Elendester Sünder: Nadelöhr Ich weiß, was man gutgläubigen Pilgern und Touristen in Jerusalem zeigt
und als „Nadelöhr“ bezeichnet. Die Sache hat nur den Haken, daß die heutige Jerusalemer Stadtmauer nichts
mehr mit der Mauer zu Jesu Zeiten zu tun hat, denn von dieser ist ja nichts mehr übrig, nachdem Titus
die Stadt eroberte und dem Erdboden gleich machte. Im übrigen hat Jesus sein Gleichnis nicht in Jerusalem
erzählt (seine Zuhörerschaft hätte also auch nicht ans Stadttor gedacht); überdies waren die Evangelien
auf Griechisch an ein Publikum weitab von Judäa gerichtet, für das schon eine Erklärung notwendig gewesen
wäre, wenn es bei „dia trematos raphidos“ an eine Mauerpforte und nicht an ein Nadelöhr hätte denken
sollen. Kurz dahinter heißt es ja im Evangelium, daß die Jünger erschraken und sagten; „Dann ist es
also unmöglich…“ Ja, ein Schiffstau durch ein Nadelöhr ist unmöglich…
Petrus II – Jesus zum Alter der Erde (2) Nein, Sie haben meine Frage immer noch nicht beantwortet. Ich
weiß immer noch nicht, wo geschrieben steht, Jesus habe gesagt, die Erde sei 4000 Jahre alt.
„NOM“ leert die Kirchen? In etlichen Beiträgen dieses Fadens wurde behauptet, der „NOM“ habe die Kirchen
geleert. Dazu muss ich vermerken, dass hier, in einer Großstadt in Mittelfranken (also in einer Diaspora)
in unserer Pfarrkirche, wo nur „NOM“ zelebriert wird, am Sonntag alle drei Messen rappelvoll sind, und –
soweit ich informiert bin – in den anderen Pfarreien der Stadt geht es ebenso. Einen „NOM“-bedingten Rückgang
der Zahl der Meßteilnehmer gibt es hier nicht.
Das Kamel durchs Nadelöhr… …ist übrigens durch einen Schreibfehler ins NT gekommen: da schrieb jemand
*kámelos* (Kamel), wo er eigentlich hätte *kámilos* (Ankertau, Schiffstau) schreiben sollen. Der Vergleich
zwischen einem Faden und einem Ankertau ist auch naheliegender als der zwischen einem Faden und einem
Kamel…
Aramäisch – tatsächliche Muttersprache Christi „das Aramäische, die vermutliche Muttersprache Christi“ –
das ‘vermutliche’ ist hier überflüssig, denn Aramäisch *ist* die Muttersprache Jesu Christi, wie etliche
aramäische Einsprengsel im NT aufzeigen.
@Pat: Was Christen glauben Christen glauben nicht an etwas verschwommen „Spirituelles“ oder an „Esoterik“
oder an einen anderen Wischwaschi, sondern an Jesus Christus, den menschgewordenen Gottessohn, der mehr
gelehrt hat als nur „Menschlichkeit und Anstand“. Der Glaube der Christen ist sehr konkret und nüchtern,
nicht gefühlig und vage. Christen glauben, daß Jesus von der Jungfrau Maria geboren wurde, rund 33 Jahre
unter den Menschen lebte und lehrte, am Kreuz starb und am 3. Tag von den Toten auferstand… Der Glaube
der Christen ist nichts fürs Gefühl oder fürs Ahnen oder fürs Empfinden, denn Christus hat gesagt:
„Wer mein Jünger sein möchte, der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ Christentum ist also
nicht irgendeine Feelgood-Religion, sondern die Nachfolge in den Fußstapfen einer konkreten Person –
der größten Person der Menschheitsgeschichte.
@Petrus II – Jesus zum Alter der Erde Können Sie bitte die Stelle in den Evangelien angeben, wo Jesus
nach dem Alter der Erde gefragt wird? (Ich habe das Neue Testament hier vor mir liegen, finde die Stelle
aber nicht.)
@Centesimus Annus Kreuz.net ist leider kein Nachrichtenmedium im journalistischen Sinn (das die Trennung
von Nachricht/Sachbericht und Kommentar/Meinungsartikel kennen würde), sondern ein Propaganda- und Agitationsmedium…
Nicht Vorhölle, sondern Himmel! Die obige Legende hat einen schweren Fehler: Da die beiden Propheten
von der katholischen Kirche zu den Heiligen gezählt werden, können sie sich nicht mehr in der Vorhölle
befinden. St. Jeremias hat seinen Festtag übrigens am 1. Mai; ihm ist zum Beispiel die Kirche San Geremia
in Venedig gewidmet, während St. Jesaias z.B. über die Kirche San Isaia in Bologna verfügt.
Pseudologik „Die Geschichte zeigt, daß das Aufkommen der künstlichen Empfängnisverhütung und die Zunahme
des homosexuellen Verhaltens Zwillingsphänomene sind.“ Das klingt für mich so schlüssig wie die Korrelation
des Geburtenrückgangs mit der Abnahme der Storchenpopulation… Was die Verbreitung der HS im katholischen
Klerus angeht, waren die entsprechend Veranlagten früher sicher prozentual genau so viele wie heute,
aber aus Angst vor Verfolgung und Zerstörung der Existenz im Schatten agierend. Ich selber wurde im Jahr
1958 (also noch vor dem Konzil, das soviel Ungutes gebracht haben soll) als Fünfzehnjähriger Ziel einer
homoerotischen Avance eines Priesters: Während eines Exerzitienkurses beichtete ich im Zimmer des Novizenmeisters;
nach der Beichte begann der Beichtvater mich mit eindeutiger Tendenz zu betatschen und befingern. Als
ich mir das verbat, ließ er allerdings sofort von mir ab. Es handelte sich um einen in den 50er Jahren
berühmten Jugendpater, der viele Bücher zur Jugendpastoral etc. geschrieben hat. (Inzwischen deckt ihn
der grüne Rasen; ich habe auch nie gehört, daß er „geoutet“ worden wäre.) Im Klerus gab es sicher
immer (durch die Jahrhunderte hindruch) ca. 10 % Homosexuelle. Die sich in der Renaissance übrigens in
guter Gesellschaft befanden, denn bekanntlich waren z.B. Botticelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo,
Raffael und Caravaggio ebenfalls homosexuell…
Falschmeldung Leider bringt Kreuz.net aus journalistischer Schludrigkeit wieder einmal in der Überschrift
eines Artikels eine Falschmeldung. Es gab gar keine *Einweihung mit nackten Nonnen*, denn keine der Damen,
die sich dort entblätterte, gehörte einem katholischen Frauenorden an. Professionell korrekte Journalisten
hätten die Nachricht unter der Überschrift *Einweihung mit nackten „Nonnen“* gebracht, um schon von
Anfang an den Leser nicht darüber im Unklaren zu lassen, daß an dem Unfug keine echten Ordensfrauen
beteiligt waren. (Man liest die Überschrift in der vorliegenden Form und denkt erschrocken: Wie tief
sind eigentlich gewisse religiöse Gemeinschaften denn schon gesunken?)
„Der Papst kennt…“ Es ist an der Zeit, daß Kreuz.net endlich beginnt, Zitate durch Benutzung von Anführungszeichen
auch als Zitate zu kennzeichnen. So wie es hier in der Überschrift steht, nicht als Zitat kenntlich,
muß der unbefangene Leser annehmen, es handle sich um eine Tatsachenbehauptung von Kreuz.net. (Die gleiche
unprofessionelle Schreibweise ist mir schon öfter aufgestoßen, z.B. bei „Mongoloide sind keine Menschen“.
Dieser Satz als Überschrift ohne Zitatkennzeichnung war ein Schlag ins Gesicht von Eltern mit Kindern
mit Down-Syndrom.) Kreuz.net ist inzwischen doch alt genug, um endlich die elementaren Regeln der Journalistik
(Unterschied von Nachricht und Meinung, Unterschied von Zitat und Tatsachenbehauptung) zu begreifen und
anzuwenden.
Deutschlands Zukunft Über den momentanen Geburtenrückgang müßten sich doch eigentlich die Konservativen
freuen, denn auf lange Sicht wird sich dadurch die Zusammensetzung des deutschen Volkes ändern. All die
Liberalen, Materialisten, Hedonisten, Genußmenschen und Karrieresklaven (u.a.), die keine Kinder bekommen,
geben ja auch ihre Lebenseinstellung nicht an Nachkommen weiter. Während der konservativere (kirchlich
gesinntere) Teil der Bevölkerung weiter Kinder bekommt und ihnen ihre Werte weitergibt. Deutschland wird
also durch den Geburtenrückgang konservativer werden. Und es wird nicht untergehen. 1937 hatte Deutschland
67 Millionen Einwohner (15 Millionen weniger als heute) und war trotzdem eine bestimmende Macht in Europa…
Wie steht es eigentlich mit den Hermaphroditen? Ich wüßte gern, wie die katholische Sexualmoral die
Hermaphroditen (Zwitter) beurteilt. Hier handelt es sich ja bei der doppelt ausgebildeten Geschlechtsanlage
um ein Werk der Natur. Dürfen Zwitter beide Anlagen ausleben, oder müssen sie sich für eine entscheiden?
Ist Hermaphroditismus ebenfalls ein Geschenk Gottes (wie die „natürliche“ Heterosexualität)?
Vater zeugt Sohn – wie geht das ohne Mutter? Karl M.s Ausführungen ermutigen mich, endlich mal eine Frage
zu stellen, die mich schon lange beschäftigt: Wie kann ein Vater einen Sohn zeugen ohne Mutter? „zeugen“
bedeutet (wenn man es auf den Vater bezieht) „das Ei der Mutter mit Samen befruchten“. Und die Wörter
„Vater“ und „Sohn“ sind sinnlos ohne das Wort „Mutter“ – wo es einen Vater gibt, da muß es auch eine
Mutter geben, und jeder Sohn hat eine Mutter, sonst gäbe es ihn gar nicht. Diese Wortwahl zur Beschreibung
der innertrinitarischen Vorgänge ist mir schleierhaft.
@Marcel, Kreuzritter „das ?Frauenbild? der ewigen katholischen Kirche, das (…) die Jungfrau Maria zum
perfekten Vorbild hat“ Wie soll das gehen? Wie soll die Jungfrau Maria, die geschlechtlich nicht aktiv
war, das perfekte Vorbild für geschlechtlich aktive Frauen sein? (Im übrigen, gibt es in der Schar der
Heiligen überhaupt eine Frau, die nur Ehefrau und Mutter war?) „Der Mensch ist verpflichtet die von Gott
gegebene Geschlechtlichkeit zu leben.“ Was bedeutet das?
Fundsache – 2. Nachtrag Jetzt bin ich dem Zufallsfund (War Pius IX. Freimaurer?) etwas weiter nachgegangen
und zu dem Schluss gekommen, dass es sich bei der Behauptung, dieser Papst sei in jungen Jahren einer
Loge beigetreten, offensichtlich um einen „urban myth“ bzw. eine von italienischen bzw. französischen
Freimaurern erfundene Geschichte handelt. Ausführlich wird diese Frage (allerdings in Englisch) hier
untersucht: us.geocities.com/…shjm45/thurston.html
Fundsache – Nachtrag Im Nachhinein sind mir Zweifel an der Zuverlässigkeit der Quelle meiner Fundsache
gekommen, denn Pius IX. wurde nicht 1873, sondern 1846 zum Papst gewählt. Da er 1827 zum Erzbischof von
Spoleto und 1832 zum Bischof von Imola ernannt wurde, ist es auch fraglich ob er überhaupt jemals in
Uruguay war. Aber vielleicht kann jemand darauf antworten, der eine ausführliche Biographie dieses Papstes
zu Hand hat.
Wie heißt die Diözese wirklich? Zuerst heißt es, Mons. Sigampa werde der neue Bischof von „Reconquista“;
im weiteren Text wechselt er dann aber nach „Resistencia“. Wie heißt die Diözese nun bitte wirklich?
Eine Fundsache „Der nachweislich erste Freimaurer, der Papst werden konnte, war Pius IX…Nachdem Giovanni
Ferretti Mastai in das Priestertum aufgenommen wurde, ernannte man ihn zum Sonderbotschafter des Papstes
in Uruguay. Dort trat er in verschiedenen Freimaurerlogen auf. Als er jedoch im Jahre 1873 zum Papst gewählt
wurde, kritisierte er die Freimaurerei öffentlich in einer Epistel und sagte, daß sie vom Teufel abstamme.“
Robin de Ruiter www.luebeck-kunterbunt/Buch/Zitate.pdf
@Karl Murx Schauen Sie bitte mal im Petit Larousse nach: In Frankreich schreibt man „larmoyant“ (wie übrigen
im Deutschen auch). Das Wort kommt von „la larme“, die Träne.
@ El. Sünder: „Mulier taceat…“ Es ist bestimmt angebracht, die persönlichen Vorurteile des Hagestolz
Paulus („es ist schändlich für ein Weib, in der Gemeinde zu reden“) als das anzusehen, was sie wirklich
sind: private Meinungen eines Mannes, der wenig mit Frauen anfangen konnte, und nicht als göttliche Offenbarungen.
Würde man seine diesbezüglichen Äußerungen ernstnehmen, dann müßte man eine ganze Reihe weiblicher
Heiliger aus dem Heiligenverzeichnis streichen (Katharina von Siena, Birgitta von Schweden, Hildegard
von Bingen, Theresia von Avila…)
„Advocatus diaboli“ Bei dem Seligsprechungsverfahren, das momentan auf der Ebene des Bistums Rom läuft,
gibt es durchaus einen „Advocatus diaboli“: den Diözesangeistlichen Msgr. Giuseppe d’ Alonzo, der alles
zu sammeln hat, was einer Seligsprechung von Johannes Paul II. entgegensteht.
Päpstliches Küssen Im Laufe seines Pontifikats hat Johannes Paul II. bei seinen Reisen so viel verschiedenen
Flughafenbeton geküßt, daß dadurch der mutmaßliche Kuß des Koran relativiert bzw. der Koran mit Flughafenbeton
gleichgesetzt wird. Vgl. „Über das Küssen der Erde“ von Herbert Rosendorfer.
@Beobachterin „Dieses fehlende Wertebewußtsein hat in den letzten Jahren noch rasant zugenommen.“ Eine
sprachliche Anmerkung: Etwas, das fehlt, kann nicht zunehmen. Das Nichtvorhandene kann nicht wachsen.
Sie müßten z.B. formulieren: „Dieses Wertebewußtsein hat rasant abgenommen.“ Allerdings muß man auch
feststellen: Das Bewußtsein für gute deutsche Sprache nimmt rasant ab…
Beten wir für alle, die in China verfolgt werden! Verfolgt, gefoltert, eingesperrt und ermordet werden
in China nicht nur Katholiken und andere Christen, sondern auch tibetische Buddhisten, uigurische Moslems
und Mitglieder der Falun-Gong-Bewegung…
@Hrodgar Sie sollten Brandenburgis nicht zu ernst nehmen. B. gehört einer extremen Sekte an, die Napoleon
für Gott hält. B. schrieb nämlich zum Thema „Gott mit dir du Land der Bayern“, der bayerische König
sei der von Gott eingesetzte Herrscher des Landes gewesen. Nun ist bekanntlich das bayerische Königtum
aber von Napoleon eingesetzt worden, ergo ist (nach B.s Ansicht) Napoleon Gott. Wer Napoleon für Gott
hält, kann natürlich auch der Meinung sein, die Todesstrafe sei keine Tötung im Sinne des 5. Gebots.
@Brandenburgis Aber das bayerische Königtum wurde nicht von Gott eingesetzt, sondern von Napoleon (zum
Dank für die Unterstützung des selbsternannten Kaisers der Franzosen). Und eine der ersten Maßnahmen
des Parvenu-Königtums war die Säkularisation: die Auflösung und Ausplünderung der bayerischen Klöster
und die Kujonierung der katholischen Kirche. Und überdies die Opferung von 30.000 bayerischen Soldaten
in Napoleons Rußlandfeldzug. Später gab es noch den liebestollen Ludwig I. und den psychisch gestörten
Ludwig II., der Bayern an das von Preußen dominierte neue Kaiserreich auslieferte (was letztlich dazu
führte, daß Bayern in die Kriegsstrudel des 20. Jahrhunderts hineingerissen wurde). Ich glaube, es gibt
keinen Grund, weshalb die Bayern heute noch dieser Herrscherfamilie als „von Gott eingesetzt“ gedenken
sollten.
@Ansgar Da Sie den Begriff „Realpräsenz“ erwähnen: Ich suche schon lange nach jemand, der mir diesen
Begriff (bzw. dieses Konzept) so erklärt, daß ich (ein Nichttheologe und blutiger Laie) es begreife.
Was bedeutet es, wenn die katholische Kirche sagt, Brot und Wein werden in Jesu Fleisch und Blut gewandelt/verwandelt?
Stellt man sich da vor, daß etwas auf der molekularen oder atomaren Ebene geschieht? Ich kann mir nichts
Begreifbares vorstellen… Vielleicht können Sie mir Einsicht vermitteln.
Isidorus Warum diese Verehrung des Lateinischen? Jesus hat auf Aramäisch gesprochen, gebetet, gepredigt
und gelehrt; das Neue Testament wurde auf Griechisch abgefaßt. Wenn Latein wirklich so wichtig wäre,
hätte dann der Heilige Geist nicht dafür sorgen können, daß das NT auf Latein abgefaßt wird? Latein
sprachen in Jesu Gegenwart nur die römischen Soldaten, die ihn ans Kreuz schlugen…
@Ansgar Das weiß ich aus den Erzählungen eines Deutschen, der sich schon vor dem Bürgerkrieg in Spanien
niedergelassen und eine Spanierin geheiratet hatte, sowie einer Spanierin, die einen deutschen Freund
von mir heiratete; überdies aus den Briefen katalanischer Brieffreunde und auch aus diversen Reisebeschreibungen,
u.a. in der Autobiographie von Giacomo Casanova, der seine Beobachtungen (aus den Jahren 1767/68) so zusammenfaßt:
„Übrigens besteht die spanische Religiosität weniger in innerer wahrer Frömmigkeit als in der Ausübung
äußerlichen Kults.“ (Da Casanova Theologie studiert und die niederen Weihen empfangen hatte, darf er
wohl als Fachmann angesehen werden.)
Laienhafte Frage eines Laien Wieso ist eigentlich die Kleruskongregation zuständig für die Laiengremien
in der Kirche? (Siehe Regensburg.) Gibt es keine Laienkongregation?
@Ansgar „In den spanischen Messen wedeln alte Frauen hektisch mit Fächern. Die Priester leiern, die Glocken
sind gesprungen, es wird umhergegangen. In vielen Kathedralen steht aus irgendeiner Epoche liturgischer
Umnachtung mitten im Schiff eine Art Heiliges Grab, das den Blick auf den Hochaltar versperrt.“ Das war
aber in Spanien schon immer so, schon in vergangenen Jahrhunderten. (In der Zeit vor der Republik besuchten
übrigen nur 20 % der Bevölkerung die Sonntagsmesse.)
Phantom Dr. Winfield Liebe kreuz.net-Redaktion! Leider fehlt bisher immer noch der Beweis, wieso der Physiker
(Fachgebiet Photonik) Dr. R. Winfield „Fachmann für Propaganda-Analyse“ sein soll.
Tridentinus „Englische (und anderweitig fremdsprachliche) Beiträge sollten stets willkommen sein.“ Min
jaghti jiehu; min ma jaghtix ma jehux. La ddardarx lima li trid tixrob minnu. Ir-Randan huwa zmien meta
l-Insara jsumu. Zort li-Kon-Katidral ta’ San Gwann? Obdi ‘l ommok u ‘l missierek. Alla jbierkek u jimliek
bil-hena.
Historische Anmerkung „Es allen ? vor allem den Mächtigen ? recht zu machen, ist heute die erste ungeschriebene
pastorale Regel der Kirche.“ War es – seit Konstantin dem Großen – nicht schon immer die Strategie der
Kirche, es den Mächtigen recht zu machen?
Historische Korrektur Marcel, der sich Besitz aller und jeder Wahrheit wähnt, schreibt, Chesterton habe
schon 1935 ein Buch über den Spanischen Bürgerkrieg geschrieben. Das ist schlicht unmöglich, da der
Spanische Bürgerkrieg erst am 17.7.1936 begann. Im übrigen hat mich Marcel gelehrt, daß ein Dialog
mit ideologisch so verbohrten Menschen leider nicht möglich ist.
@Marcel: Bitte keine historischen Verdehungen! Sie behaupten, Franco hätte zu den Waffen gegriffen, um
das Wüten Satans im Spanischen Bürgerkrieg zu beenden. Das stellt die Dinge auf den Kopf, denn der Spanische
Bürgerkrieg wurde genau von eben diesem Franco überhaupt ausgelöst (am 17.7.1936), und es ging ihm
dabei nicht um die Rettung der spanischen Kirche, sondern um einen Aufstand nationalistischer, autoritärer
und militärischer Kreise gegen die rechtmäßige spanische Regierung, der dann die wütende Gegenwehr
der Republikaner provozierte. Was die angerichteten Greuel angeht, standen die Aufständischen hinter
den Taten der Republikaner nicht zurück (Guernika!).
@richard: Quellen Quellen anführen muß der, der eine Behauptung aufstellt, nicht derjenige, der sie
bezweifelt. Im übrigen habe ich den zitierten Fall anders in Erinnerung: Die junge Frau sollte einen
Job als Bedienung an der Bar eines Bordells annehmen, nicht als Prostituierte. (Allerdings halte ich einen
solchen Job im Rotlichtmilieu ebenfalls für eine Zumutung und meine, keine Arbeitslose sollte gezwungen
werden, in einem Bordell zu arbeiten, egal in welcher Funktion.)
Steuer auf Prostitution Der Staat hat schon immer von Prostiutierten Einkommenssteuer verlangt – und die
Kirche Kirchensteuer. Ich erinnere mich an einen Prozeß der kirchlichen Steuerkammer gegen eine Prostituierte,
die keine Kirchensteuer zahlen wollte und dann doch mußte, weil alles Einkommen (egal aus welcher Tätigkeit)
auch kirchensteuerpflichtig ist.
Rätsel Was haben eigentlich die aus Asien (China? Honkong? Japan? Singapur?) stammenden Fotos von Hängebauchschweinen
mit der deutschen Geburtenrate zu tun?
Warum lügt Dr. Winfield? Dr. R. Winfield behauptet, er sein „Fachmann für Propaganda-Analyse“. Dabei
ist er Physiker (Mikroelektronik, Photonik). Warum spielt er mit falschen Karten?
Falsches Etikett Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, daß der Autor dieser Filmbesprechung kein
„Fachmann für Propaganda-Analyse“ ist, wie fälschlich geschrieben wird, sondern Physiker (Spezialgebiet
Mikroelektronik / Photonik). Er versteht von Propaganda-Analyse so viel oder so wenig wie Hinz und Kunz.
Ein seriöses Medium sollte eigentlich die Seriosität seiner Autoren vor der Veröffentlichung prüfen
und nicht auf Lügen hereinfallen.
Zwei Korrekturen Ang Lee ist weder Koreaner noch indischstämmig; er ist Taiwan-Chinese und lebt in den
USA. Dr. R. Winfield ist kein „Fachmann für Propaganda-Analyse“, sondern ein Physiker, der sich am National
Microelectronics Research Centre des University College Cork (Ireland) mit Photonik beschäftigt hat.
@Maledica Seit wann ist eine „selbstzerstörerische Krankheit“ eine Sünde? Sind Koronare Herzkrankheit,
Diabetes, Darmkrebs, Zyklothymie und Parkinson auch Sünden?
Parallelitäten? „Das Haus ist ein Durcheinander. Die Ehefrau spricht nie auf einer nachvollziehbaren,
sinnvollen Ebene. Gattinnen werden als beständige Nervensägen hingestellt, die mehr irritieren als verstehen.
(…) Gewöhnlich schreien oder weinen die Kinder. (…) Oder sie zerstören etwas. (…) ? eine Bürde
und schreckliche Last.“ Das ist ja interessant! Genauso negativ malte mir ein katholischer Prälat vor
mehr als 40 Jahren Ehe und Familie aus, als er versuchte, mich fürs Priesterseminar zu gewinnen. Handelte
es sich dabei etwa um die „Heimtücke“ klerikaler „Propaganda“?
@Hrodgar „Das Ziel ist es, die Götter, die heute so Präsent sind wie damals, zu ehren, ihren Rat zu
würdigen und mit ihrer Führung zu leben. Warum das nicht gehen soll ist mir schleierhaft.“ Ganz einfach:
weil es diese Götter nicht gibt.
@bonifatius „Für das Alter wollt ihr versorgt sein“ – na, machen’se mal halblang, möchte man den Bischöfen
zurufen. Bischöfe und Klerus wollen in Deutschland auch bestens fürs Alter versorgt sein; die Bischöfe
noch dazu aus der Staatskasse, die ihnen Gehälter und Pensionen zahlt.
Historische Anmerkung „Die Ethik findet ihre Grundlage in der Religion.“ Das stimmt so aber nicht, denn
z.B. hat Aristoteles seine Nikomachische Ethik entwickelt, lange bevor es eine christliche Religion gab.
@Athanasius Geben Sie doch bitte dem von Ihnen verehrten Erzbischof Lefebvre die korrekten Titel! Er war
nicht „Apostolischer Vikar von Westafrika“, sondern „Apostolischer Vikar von Dakar/Senegal“, später dann
Bischof und Erzbischof von Senegal und Apostolischer Delegat für Westafrika (und nicht „Päpstlicher
Administrator für Westafrika“, wie Sie in einem anderen Beitrag schrieben).
„Auf der Suche nach Gott“ ??? Das Logo verwundert mich: „…auf der Suche nach Gott“… Muß die katholische
Kirche wirklich Gott noch suchen? Ich dachte, sie hätte ihn schon längst gefunden und verkündete ihn.
Kann man denn etwas verkünden, was man erst noch suchen muß? Und wenn man etwas sucht, kann es einem
doch passieren, daß es das gar nicht gibt und man es nie findet. Für mich fällt dieser Spruch unter
die Rubrik „Zaghafte Seelsorge“. Wie will man damit Menschen fischen?
@Rudolphus Kreuz.net freut sich sicher über Ihre Auffassung, daß Benedikt XVI. hier im kreuz.net-Forum
mitliest. Und Seine Heiligkeit ist Ihnen sicher dankbar für den Hinweis, daß er jetzt Papst ist. Womöglich
hat er das bisher noch gar nicht gemerkt!
@Eromenos Da Sie mir auf meine konkrete Frage die Antwort schuldig geblieben sind, nehme ich an, daß
noch nie irgendwo ein Homosexueller wegen seiner Homosexualität verbrannt wurde. Das bleibt mein Wissensstand,
bis Sie mich mit konkreten Angaben eines Besseren belehren.
@Elendester Sünder Die Leibeigenschaft der europäischen Bauern seit dem frühen Mittelalter (die u.a.
auch den Großen Deutschen Bauernkrieg auslöste) war ein Werk „neuzeitlicher Ideologien“? Wie das? Vor
der Aufklärung konnte das Volk mehr mitreden als heute? Erklären Sie bitte mal, wie?
Zur Finanzkrise der Kirche Leider haben die maßgeblichen Führer der Kirche die alttestamentarische Geschichte
(aus dem Buch Genesis) von den sieben fetten Jahren und den sieben mageren Jahren vergessen und nicht
beherzigt. In diesem Fall waren sie keine „Hörer des Wortes“… Sie haben genauso sorglos und zukunftsvergessen
in den Tag hineingelebt wie die weltlichen Führer.
@Eromenos Wann, wo und warum brannten eigentlich noch mal Homosexuelle auf einem (von wem entzündeten?)
Scheiterhaufen? Davon habe ich bisher noch nichts gehört.
@Romulus „Die sogenannte Rechtschreibreform war der Versuch linker Phantasten die Identifikation mit der
Schriftspache zu zerstören. (…) Es sei daran erinnert, dass die DDR mal vorhatte, die Groß- und Kleinschreibung
abzuschaffen.“ Einspruch, Euer Ehren! Die RSR stammte nicht von „linken Phantasten“, sondern von einer
Kommission aus kultusministerialen Bürokraten und sogenannten Rechtschreibdidaktikern. Die Phantasten
(Schriftsteller, Journalisten, Publizisten) gleich welcher Couleur wurden überhaupt nicht gefragt. Und
der Vorschlag zur Einführung der sog. „gemäßigten“ Kleinschreibung stammte von derselben Kommission,
allerdings einige Jahre früher. Der damalige Reformvorschlag wurde in der Öffentlichkeit abgelehnt.
Da die Kommission leider nicht rechtzeitig aufgelöst wurde, tüftelte sie einen neuen Vorschlag aus,
eben die seit einem Jahrzehnt diskutierte RSR, und die enthielt auf einmal mehr Großschreibung als früher…
Buddha wird auch von Buddhisten nicht angebetet Wenn nicht einmal Buddhisten Buddha anbeten, wieso sollte
dann Mutter Teresa Buddha angebetet haben? Eine „Anbetung“ gibt es im Buddhismus nicht, da es dort auch
keine Gottheit im christlichen Sinn gibt. Leider wissen wir immer noch nicht, wann und wo und bei welcher
Gelegenheit diese Fotos gemacht wurden. Ohne nähere Informationen über den Event und den Grund der Anwesenheitvon
Mutter Teresa beweisen diese Fotos gar nichts.
@Evelin / Trzil Aha, jetzt waren es nicht Juden, sondern Satanisten oder Okkultisten, die den Anderl von
Rinn ermordethaben sollen. Warum hat man es dann jahrhundertlang „den Juden“ angelastet (mit der Absicht,
alle Juden als potentielle Ritualmörder zu diffamieren)? Wenn es keine Untersuchung der weltlichen Behörden
über den Mord gegeben hat und die ganze Sache erst 158 Jahre nach dem angeblichen Geschehen hochgekocht
wurde, welchen vernünftigen Grund soll es dann geben, daß sich alles wirklich so wie in der Legende
berichtet zugetragen hat? Nach der gleichen Logik könnte man ja auch aus dem Märchen von Hänsel und
Gretel eine fromme Legende stricken. („Jüdische Einsiedlerin mit okkultistischen Neigungen versucht zwei
Christenkinder zu Passah-Lämmern zu verarbeiten.“)
Um was geht es eigentlich? Von zahlreichen Reisen nach Japan weiß ich, daß es im Buddhismus keine Anbetung
Buddhas gibt, da Buddha nur als Erleuchteter, aber nicht als göttliches Wesen gesehen wird. Von Freunden
aus Indien und Thailand weiß ich, daß die Hände auch zur Geste des Grußes zusammengelegt werden. Um
was für eine Veranstaltung geht es auf dem Bild nun wirklich? Wer hat sich wo und warum zu welchem Zweck
versammelt? Darüber schweigt sich kreuz.net konsequent aus. Solange aber darüber keine Aufklärung erfolgt,
muß man davon ausgehen, daß es sich bei dieser „Meldung“ (die 31 Jahre nach dem Ereignis erfolgt) um
den manipulativen Versuch handelt, eine papsttreue Gestalt der Kirche in ein Zwielicht zu bringen nach
dem Motto: „Es bleibt immer etwas hängen.“ Mit einem seriösen christlichen Journalismus hat diese Art
der „Berichterstattung“ nichts zu tun.
@Pero Hätte ein Kongolese Europa zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs (des Hundertjährigen Kriegs,
der Rosenkriege, der Albingenserkriege, des Siebenjährigen Kriegs, des Markgrafenkriegs, der Napoleonischen
Kriege etc.) besucht, dann hätte er sagen können: „Den Weißen hat der Herr im Zorn erschaffen.“) Und
so schlimm wie die Europäer im 1. und 2. Weltkrieg haben es die Afrikaner bisher noch nicht getrieben.
Was die Kultur angeht: Haben Sie schon einmal etwas von den alten Reichen von Mali, Ghana, Benin, Kano
etc. gehört, von den Kulturzentren Ife und Timbuktu? Und denken Sie mal darüber nach, was der Sklavenhandel
der Europäer und der Araber in Afrika angerichtet hat, indem er zig Millionen Menschen aus dem Kontinent
fortgeraubt hat. Hätten sich die Wikinger im mittelalterlichen Europa konsequent so verheerend aufgeführt
wie die Weißen in Afrika, dann wäre es zu keiner Gotik, keiner Renaissance und keinem Barock gekommen…
@Steffen: Zur Qualität der Bischöfe Wenn man Deine Gedanken konsequent weiterführt, dann liegt die
gegenwärtige Misere der Kirche daran, daß Pius XII. überwiegend ungeeignete Männer zu Bischöfen ernannte.
(Es waren ja überwiegend von Pius XII. ernannte Bischöfe, die auf dem 2. Vatikanischen Konzil mit Ja
stimmten.) Erweiterung für Sedivakantisten: Das ganze Elend der Kirche begann damit, daß Pius XI. und
Pius XII. überwiegend ungeeignete Männer zu Kardinälen kreierten; schließlich waren es diese Kardinäle,
die Johannes XXIII. wählten, den Papst, mit dem die virtuelle „Sedisvakanz“ begann, die jetzt schon fast
ein halbes Jahrhundert anhält…
Anderl-Kult ein Opfer des Bemühens um Wahrheit? Der Anderl-Mord geschah angeblich 1462. Als Fall aufgegriffen
wurde diese Geschichte aber erst 158 Jahre später. Das ist völlig unglaubwürdig. Wenn es um 1462 einen
solchen Mord gegeben hätte, wäre wohl ein Tumult in Rinn und Umgebung die Folge gewesen. Und der Kult
um den Anderl wäre spontan ausgebrochen. Doch dies war nicht der Fall. Stattdessen anderthalb Jahrhunderte
Stille. Falls es eine Kindstötung gab (wie es sie auch heute noch fast jede Woche in den Nachrichten
gibt), dann erfolgte sie wohl durch die eigenen Eltern. (Wer bereit ist, sein Kind zu verkaufen, dem kann
man auch zutrauen, dass er den unnützen Esser beiseite schafft.) Der ganzen Ritualmordlegende fehlt es
im übrigen an Plausibilität, da Blut für Juden ja „trefe“ (rituell unrein) ist. Was sollten sie also
damit anfangen? Ich vermute, daß zum Zeitpunkt des Seligsprechungsprozesses (mangels Unterlagen von weltlichen
Behörden) einiges in den Akten, die man nach Rom schickte, erfunden war. (Im Fälschen von Dokumenten
war man in gewissen kirchlichen Kreisen ja schon immer gut, bis zurück zur Konstantinischen Schenkung
und den Pseudoisidorischen Dekretalen…)
@Tridentinus: Simon von Trient „1965 machte eine päpstliche Komission die Kanonisierung des Heiligen
Simon rückgängig und stellte fest, dass die Trienter Juden einem Justizirrtum zum Opfer gefallen waren,
im neuen römischen Martyrologium von 2001 ist er nicht mehr verzeichnet.“ www.heiligenlexikon.de/start.html?BiographienS/S…
@Evelin: Tirol / Rinn Es war eine gute (und vermutlich mutige) Tat von Bischof Stecher, endlich mit der
unseligen Ritualmord-Legende um den Anderl von Rinn Schluss zu machen. Die katholische Kirche braucht
keine Kulte, die auf Erfindungen und Lügen beruhen. (Und wir Katholiken sollten uns daran erinnern, daß
in den ersten 400 Jahren des Christentums heidnische Instanzen ähnliche Ritualmordverleumdungen gegen
Christen vorbrachten.)
@Brandenburgis: George Orwell George Orwell war keineswegs Bolschewist/Trotzkist, sondern demokratischer
Sozialist, der den Totalitarismus haßte und gerade in „Die Farm der Tiere“ und „1984“ die Gefahren totalitärer
Regime schilderte.
Aggressive Rasse Die nordamerikanischen Indianer können viele Lieder singen vom Aggressionspotential
der weißen Rasse… Wem die Darbietungen der Aggressivität weißer amerikanischer Männer in den amerikanischen
Filmen im deutschen Fernsehen noch nicht reichen, der soll einmal z.B. mit Rednecks aus Arkansas eine
Hirschjagd mitmachen oder ein Treffen einer weißen Miliz in Montana besuchen… Aggressivität ist –
unabhängig von der Rasse – ein prägendes Merkmal der US-amerikanischen Kultur.
Der Mann ist das Haupt… Der Mann, der ist der Kopf, der weiß, wie es soll gehen, die Frau, die ist
der Hals, die weiß den Kopf zu drehen… (Alter deutscher Volkskanon) Der Mann war der Prototyp, die
Frau ist das ausgereifte Modell. „Als Gott den Mann erschuf, übte Gott nur.“
Vorschlag für eine neue Verschwörungstheorie Wenn ich lese, was so manche Sedisvakantisten im kreuz.net-Forum
an Gehässigkeiten und Häme über Johannes Paul II schreiben, dann kann ich mir gut vorstellen, daß
sedisvakantistische Kreise hinter dem Attentat stecken…
Ganz einfach Wer „Harry Potter“ ohne ideologische Scheuklappen gelesen hat, der weiß: 1. Muggel können
nicht „zaubern“. 2. Alle Leser von HP sind Muggel. Also kann kein Leser von HP auf die Idee kommen, er
könne durch diese Bücher sich die Magie aneignen. HP spielt in einer Phantasiewelt; das weiß jeder
Leser. Diese Phantasiewelt ist mit allerhand Grusligem ausgestattet, weil das die Abenteuer des Helden
umso spannender macht. Kein Leser (sofern er Phantasie und Wirklichkeit unterscheiden kann) käme auf
die Idee, irgendetwas aus HPs Welt in unsere Welt hereinholen zu wollen. Und HP ist nicht durch ein Medienkomplott
zum Erfolg geworden. Der erste Band wurde seinerzeit von den Medien kaum beachtet; er wurde durch die
Mundpropaganda unter den jungen Lesern erfolgreich. Und diese jungen Leser waren einfach davon fasziniert,
daß ein kleiner Junge sich darin mutig dunklen und undurchsichtigen Mächten konfrontiert. Und die jungen
Leser sind klüger als manche verschwörungstheoretisch verwirrte Erwachsene: Sie wissen, es handelt sich
um eine Phantasiegeschichte und nicht um Wirklichkeit.
Trolle bitte nicht füttern! InHocSegnoVincis ist das, was man in anderen Foren einen Troll nennt. Am
besten ist, ihn nicht durch Erwiderungen und Antworten zu füttern. Mit Leuten, die sich in den Wahn des
Sedisvakantismus verstiegen haben, kann man genausi wenig diskutieren wie mit Zeugen Jehovas und Mormonen…
Weitere Patriarchen des Westens Wie steht es in diesem Zusammenhang mit den Patriarchen von Venedig und
Lissabon, die es ja immerhin noch in der lateinischen Kirche gibt?
@Benedikt78 In der Bulle „Inter caetera“ von 1493 *schenkt* Papst Alexander VI. „aus der Fülle Unserer
apostolischen Machtbefugnis“ u.a. den spanischen Königen „alle aufgefundenen oder aufzufindenden, alle
entdeckten oder zu entdeckenden Inseln und Festländer, mitsamt allen Herrschaften, Städten, Lägern,
Plätzen und Dörfern und allen Rechten…“ Schenken bedeutet doch, daß man sich als Eigentümer des
Objektes betrachtet, das man verschenkt. Der Papst hat sich damals also als Eigentümer der gesamten noch
nicht entdeckten Erde betrachtet… Daß die Konstantinische Schenkung eine Fälschung war, muß ich doch
nicht mehr beweisen – das hat im 15. Jahrhundert schon u.a. Nikolaus von Kues (immerhin Kardinal) getan…
@Benedikt78 „Doch auch wenn die Kirche als geistlichen Ratgeber einen gewissen Einfluss hatte, so übernahm
sie nie einen weltlichen Sitz!“ Das stimmt so nicht! Der Papst herrschte jahrhundertelang im Kirchenstaat
(den sich die Kirche mit der gefälschten „Konstantinischen Schenkung“ aneignete) als weltlicher Herrscher,
führte weltliche Kriege, verbündete sich sogar mit den Türken gegen den Kaiser, teilte die Welt zwischen
Spaniern und Portugiesen auf (als gehörte sie ihm), und noch heute ist der Papst weltlicher Souverän
des Vatikanstaats und ist stolz auf seine eigene Armee. Und denken Sie an die vielen Fürstbischöfe und
Fürsterzbischöfe und Fürstäbte, die jahrhundertlang in deutschen Landen als weltliche Herrscher herrschten
(mit allem Drum und Dran, bis hin zu den Mätressen)! Jesu Aussage „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“
wurde vom Klerus oft in den Wind geschlagen…
Schwäche im Denken „Wer Verhütungsmittel benutzt, will nicht, daß neues Leben entsteht, weil er ein
solches Leben als ‘Übel’ betrachtet.“ Die Logik des Herrn Kardinal schwächelt hier etwas. Wer verhütet,
betrachtet keineswegs das potentielle Leben als Übel, sondern er sieht sich vielleicht (aus Armut) nicht
in der Lage, das neue Leben zu unterhalten, oder sie (die Frau) ist vielleicht aus gesundheitlichen Gründen
nicht in der Lage, das neue Leben zu gebären. Oder die Eheleute haben schon sechs Kinder und haben für
ein siebtes weder Platz noch Geld. Dürers Mutter mußte noch 17 Kinder gebären, damit drei von ihnen
das Erwachsenenalter erreichten. Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute reichen in der Regel drei
Geburten für drei erwachsene Nachkommen. Alle Eltern, die verantwortet mit ihrer Elternschaft umgehen,
als „Mörder“ zu bezeichnen ist arg simpel. Sind dann auch alle Ehepaare, die nach Knaus-Ogino verhüten,
Mörder? Und wie ist es mit den Ehepaaren, bei denen die Frau schon die Menopause erreicht hat? Sind die
auch Mörder, wenn sie weiter miteinander „schlafen“?
Kein Wunder Das erhoffte Wunder ist nicht geschehen: Olympiasiegerin wurde die 33-jährige Katerina Neumannova
aus Tschechien vor Julia Tschepalowa aus Russland und der Polin Justyna Kowalczyk.
Mann & Frau = Gottes Bild Im Buch Genesis (das bestimmt nicht zu den modernistischen theologischen Traktaten
gerechnet werden kann) heißt es (1, 27): „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach seinem
Bilde schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.“ Hieraus ergibt sich klar, daß die menschliche Geschlechtlichkeit
etwas mit der Gottesebenbildlichkeit des Menschen zu tun hat und ein göttliches Geschenk an die Menschen
ist: sie bietet dem Menschen die Teilhabe an der Schöpferwonne Gottes.
Geschichtliche Frage Jahrhundertelang lehrte die katholische Kirche, die Beseelung der Leibesfrucht erfolge
am 40. Tag der Schwangerschaft, wenn es sich um einen Jungen handelt, und am 80. Tag, wenn es sich um
ein Mädchen handelt. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Abtreibung gestattet. Weiß jemand, wann und warum
und mit welchen Argumenten die Kirche diese Lehre geändert hat?
#15 Sirilo 00:06:46 | Donnerstag, 23. Februar 2006
@Pero „Die klassische jüdische Gesellschaft hatte keinen Bauernstand.“ So ein Unfug! Woher hatten denn
die Bewohner Judäas und Galiläas in alt- und neutestamentarischer Zeit ihre Lebensmittel? Im AT und
NT befindet man zahlreiche Belege für Landwirtschaft (Ackerbau).
@Richard: Bitte keine ollen Kamellen! Es ist zum Staunen, wie jemand aus purer Voreingenommenheit olle
Kamellen wiederkäut, die schon längst widerlegt und abgetan sind – wie etwa die Geschichte von den 12.000
Leuten, die am 11.9.2001 im WTC angeblich nicht zur Arbeit erschienen waren. Die Geschichte ist ganz einfach:
Die Anschläge auf die beiden Türme erfolgten relativ früh am Vormittag, so daß ein ganz großer Teil
der dort Beschäftigten wegen der gleitenden Arbeitszeit noch gar nicht zur Arbeit erschienen war. Aber
wer an der Krankheit der Konspirationitis (Verschwörungswahn) leidet, dem sind die naheliegenden Erklärungen
wohl zu einfach.
Die ganze Wahrheit… In der Pressemitteilung des Saarl. Kultusministeriums sind zwei Punkte enthalten,
welche die Piusbrüder in ihrer Stellungnahme verschweigen: „Grund sind zwei erneute körperliche Übergriffe
gegenüber zwei Schülern der Erweiterten Realschule. Die Vorfälle haben sich im Dezember letzten Jahres
und im Februar dieses Jahres ereignet. Dem Kultusministerium wurden sie verheimlicht, obwohl in der Zwischenzeit
wieder eine Inspektion stattgefunden hatte. Bekannt wurden die Vorkommnisse dem Ministerium erst am 13.
Februar 2006. Aufgrund der am 11.04.2005 an die Schule ergangenen Abmahnung, in der die sofortige Schließung
angedroht wurde, sofern in Zukunft weiteres Fehlverhalten vorkommen sollte, ist die Schließung der Schule
unumgänglich. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vorfälle verheimlicht wurden.“ Die Schule hat also schon
am 11.4.2005 eine ultimative Abmahnung bekommen und überdies die Vorfälle vom Dezember 2005 und Februar
2006 vor der Schulaufsicht verheimlicht. Wenn die Schulleitung die Schulaufsicht derart ignoriert und
an der Nase herumführt, ist es kein Wunder, daß irgendwann Konsequenzen gezogen werden.
Audiatur et altera pars! Mir fällt auf, daß bisher in kreuz.net noch keine Stellungnahme der Schulaufsichtsbehörde
veröffentlicht wurde. Es besteht also noch keine Möglichkeit, sich ein objektives Bild von den Vorkommnissen
an der fraglichen Schule zu machen.
Danish Pastries… Das bisher im Iran als „Danish Pastries“ bezeichnete Gebäck war keineswegs ein Import
aus Dänemark, sondern wurde von iranischen Bäckern im Land hergestellt. Die Umbenennung in „Rosen des
Profeten“ erinnert daran, wie in den USA während des letzten Golfkriegs die als „French Fries“ produzierten
Pommes Frites in „Freedom Fries“ umbenannt wurden.
Wer zahlt, schafft an… Nun, das Geld, das der Bischof gibt oder verweigert, stammt ja nicht aus seiner
Privatschatulle, sondern von den Kirchensteuerzahlern. Eigentlich müßte er die Kirchensteuerzahler fragen,
wie er mit dem von ihnen aufgebrachten Geld umgehen soll. Aber in Regensburg gilt offenbar jetzt die Devise:
Der Kirchensteuerzahler soll blechen und ansonsten die Klappe halten…
@Evelin: Kleine Korrektur Bei der seinerzeit in die Diskussion geratenen Realschule in Auerbach handelte
es sich nicht um eine katholische Privatschule der Schwestern, sondern um eine öffentliche, von einem
Zweckverband getragene Schule: „Die Schule wird als Zweckverband gemeinsam vom Kreis, der Stadt Auerbach
und dem Kloster getragen. Finanziert wird die Realschule, die von rund 280 Buben und Mädchen besucht
wird, nahezu ausschließlich über den Landkreis.“ (Zitat aus: Die Welt) Nach dem alten Motto „Wer zahlt,
schafft an“ haben natürlich der Landkreis und die Stadt ein Wörtchen mitzureden über das, was in der
Schule geschieht, und wenn die Schwestern aus schuleigenen Büchern einfach Seiten herausreißen, dann
ist das keine Bagatelle, sondern Beschädigung von Schuleigentum. Es können ja auch die Schüler nicht
nach Belieben Seiten aus den Büchern reißen…
Ein Zwischenruf aus Schottland Gerade habe ich am Telefon meinem schottischen Freund M. MacNeill die neueste
kreuz-net-Schlagzeile übersetzt und erklärt, da ist er in schallendes Gelächter ausgebrochen. „Was,
ihr Deutschen seid mit euren 82 Millionen ein sterbendes Volk? Was sollen dann wir schottischen Gälen
sagen – wir sind noch rund 60.000 (in Worten sechzigtausend). Und uns gibt es schon länger als die Deutschen…“
Ist es Gott gefällig, ein Kind zu züchtigen? Wenn ich hier so lese, wie gerade Fromme die Züchtigung
von kleinen Kindern als wichtige erzieherische Maßnahme hervorheben, gelange ich allmählich zu der Annahme,
daß Max Ernst vielleicht doch recht hatte mit seinem Gemälde „Die Heilige Jungfrau versohlt das Jesuskind“.
(The Holy Virgin Chastising/Spanking the Infant Jesus). www.nelepets.com/…t%20tribulations.htm
@Dorothea / Marcel Auf Grönland und in Alaska gibt es gar keine Pinguine – die kommen nur in der Antarktis
vor. (Die Gefahr, daß sich Eskimos für Pinguine halten, ist somit nicht gegeben!)
Audiatur et altera pars! Ein Verteidiger von Drogenbaronen schwärzt einen Kurienkardinal an. kreuz.net
erkundigt sich nicht erst einmal bei dem Kardinal nach dessen Sicht der Dinge, sondern bringt sofort die
inkriminierenden Aussagen des Strafverteidigers. Hauptsache, man kann einem Bischof ans Bein pinkeln.
Das ist kein objektiver Journalismus, sondern gezielte Rufschädigung eines Kirchenmanns. Vielleicht sogar
üble Nachrede…
Weiß der Herr Kardinal, wovon er redet? „Am Ursprung der Krankheit stünden viele Gründe, etwa die Ablehnung
Gottes und der moralische und religiöse Relativismus. Als weitere Gründe nannte Kardinal Lozano die
Krise der wichtigsten Werte, den Hedonismus und Materialismus, die technologisierte, in sich geschlossene
Kultur, eine Überzahl gehegter Wünsche oder die magischen Rituale vieler Sekten.“ Diese Aussage ist
eine Beleidigung für viele Kranke. Wer z.B. an einer bipolaren Störung (Zyklothymie, manisch-depressive
Psychose) leidet, der leidet an einer meist angeborenen Stoffwechselkrankheit, die z.B. durch regelmäßige
Einnahme von Lithium im Zaum gehalten werden kann. Doch nach der Logik des Kardinals muß sich der Zyklothyme
vorhalten lassen: „Aha, Sie lehnen Gott ab und huldigen einem moralischen Relativismus. Sie folgen dem
Hedonismus und hegen zu viele Wünsche oder zelebrieren magische Rituale…“ Der nächste logische Schritt
wäre dann wohl, den Kranken aus der Kirche zu exkommunizieren – wie man im Mittelalter die Aussätzigen
aus der Gemeinschaft ausgeschlossen hat.
@chancel_screen Ihnen ist wohl jeder Vorwand recht, um Ihre Vorurteile und üblen Nachreden loszuwerden.
Doch da die fragliche Universität – wie im Artikel erwähnt – 1898 gegründet wurde, kann sie gar nichts
mit Paul VI. zu tun haben. Da sie von den Vinzentinern gegründet wurde, ist sie wohl nach dem Hl. Vinzenz
von Paul (de Paul) benannt.
Mal nachdenken „Es gibt keine Freiheit, die berechtigt, das verächtlich zu machen, was anderen Menschen
heilig ist, und sie in ihrer Würde zu verletzen.“ Hat das nicht die christliche Mission von Anfang an
gemacht durch die Zerstörung sog. „Götzenbilder“?
Sprachliche Korrektur Der Satanismus feiert nicht „Urstände“, sondern er feiert Urständ. Die Urständ
(Singular!) ist ein altertümliches Wort für Auferstehung.
@Rituale Romanum „Denn Deutschland war nie so armselig, moralisch heruntergekommen und erschöpft wie
heute. Nicht einmal während der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft oder nach dem letzten Krieg.?
Da ich die letzten Jahre der NS-Herrschaft und die Zeit nach dem Krieg noch miterlebt habe und mit der
heutigen vergleichen kann, verwahre ich mich dagegen, daß unsere Gegenwart so hämisch heruntergemacht
wird. Aber was kann man schon erwarten von Geistesleuchten, die einem obskuren Lied Glauben schenken,
von dem man nicht weiß, wer wann und wo es geschrieben hat. Solche fadenscheinigen Afterprophezeiungen
gibt es zuhauf, und sie sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind.
Das stimmt doch nicht! „Uns Muslimen ist es durch Gottes- und Prophetenwort verboten, andere Religionen
und deren Propheten verächtlich zu machen oder deren Anhänger zu beleidigen.“ Juden und Christen werden
schon im Koran verächtlich gemacht; im Koran werden über Juden und Christen Dinge behauptet, die nicht
stimmen.
@kali Wie kommen Sie auf die voreingenommene Idee, ich bezöge mein Wissen aus dem Fernsehen? Über Bedeutung
und Entstehung des V(ictory)-Zeichens kann man z.B. im New Oxford Dictionary of English oder in der Encyclopaedia
of Britain nachlesen. (Aber die sind ja vermutlich alle von Freimaurern verfaßt, oder?) Und die Auferstehungs-
und Pantokratorikonen, auf denen Christus dieses Siegeszeichen macht, stammen vermutlich alle von Satanisten,
was?
@kali Ich fürchte, Sie leiden an Sataneidomanie (dem Wahn, überall Satan zu sehen). 1. Die gestreckten
Finger des Victory-Zeichens stehen für nichts anderes als das V von Victory (Sieg). 2. Ich habe mir eben
meinen bundesdeutschen Personalausweis angeguckt: da ist kein Ziegenkopf auf der Rückseite, da sind nur
abstrakte grafische Muster, welche das Fälschen des Ausweises verhindern sollen. 3. Ich habe mir ebenfalls
gerade allerhand Waren mit Strichcode in meiner Küche angeschaut – bei keiner einzigen ist die ominöse
Zahl 666 dabei. Falls Sie Angst vor Satan haben, dann lassen Sie ihn nicht Ihr Denken und Ihre Wahrnehmung
dominieren!
@Erzengelchen Als ich vor mehr als 40 Jahren das Abitur machte, versuchte mein damaliger Pfarrer (ein
Prälat, Apostolischer Protonotar) mich zum Eintritt in das Priesterseminar zu bewegen. Eines der Argumente,
weshalb ich Priester werden sollte, lautete: „Stell dir vor, wie es ist, wenn man Familie hat – die schreienden
Kinder, das plärrende Baby, und überall in der Wohnung hängt Wäsche zum Trocknen.“ Dafür sei ein
Pfarrhaus ein stiller Ort der Beschaulichkeit. – Da ging mir auf, daß Zölibat auch eine Form von „Vermeiden
von Lasten“ sein kann, die man anderen auferlegt. Ein weiteres Argument war: „Wir Priester standen schon
bei allen Völkern und Kulturen in hohem Ansehen, z.B. schon bei den alten Ägyptern.“ Da habe ich Bauklötze
gestaunt, daß ein christlicher Priester sich in einer Traditionslinie mit den Götzenpriestern des alten
Ägyptens sieht. Später ging mir auf, daß dem tatsächlich so war; man übernahm ja sogar Amtsinsignien
(Mitra und Krummstab) von den alten Ägyptern. Und der Klerus schuf sich seine eigene priviligierte Sonderwelt –
auf Kosten der gewöhnlichen Menschen, die diejenigen alimentieren müssen, die ihnen Lasten auferlegen…
Wer gibt ein Vorbild? Es ist schon traurig, daß so viele Menschen es Kardinal Trujillo gleichtun und
das Kinderkriegen anderen überlassen! „Wehe euch Gesetzeslehrern, unerträgliche Lasten bürdet ihr den
Menschen auf, und ihr selber rührt die Lasten mit keinem Finger an.“ (Lukas 11,46)
An Gott und Mensch glauben ?Lieber ein fettgefressener Chorherr, der an Gott glaubt, als ein verhärmter
Seelsorger, der an den Menschen glaubt.? Dies Bonmot klingt aufs erste Hören vielleicht sehr geistreich,
entpuppt sich aber bei etwas Nachdenken als rechter Schmarrn. Denn wer wirklich an den Menschen glaubt,
der glaubt an die Gottebenbildlichkeit des Menschen, und er glaubt daran, daß der Mensch Gott so wichtig
war, daß Gott sich in Jesus Christus inkarniert hat. Jesus hat sich sogar „Menschensohn“ genannt, er
ist der Mensch-Sohn par exellence. Ein weiser Glaubender (ich weiß nicht mehr, wer es war, aber es könnte
Chesterton gewesen sein) hat einmal gesagt, ein (von uns Menschen aus gesehener) wichtiger Unterschied
zwischen Gott und Teufel sei: „Gott glaubt an den Menschen – der Teufel nicht.“ Weil Gott, der Schöpfer,
an den Menschen glaubt, hat er ihm die Erlösung angeboten. Weil der Teufel nicht an den Menschen glaubt,
hat er keinen Repekt vor ihm. Für Christen dürfte zwischen an Gott glauben und an den Menschen glauben
keine Kluft sein…
Vorsicht im Glashaus! „Ihr selbstgerechtes Spiel mit den religiösen Gefühlen der Moslems kommt den Dänen
teuer zu stehen.“ Kreuz.net sollte da mal vorsichtig sein und seinerseit Selbstgerechtigkeit vermeiden.
Nicht nur, weil es meint, eine der inkriminierten Karikaturen wiedergeben zu müssen, sondern vor allem
deshalb, weil schon häufig Äußerungen auf diesen Seiten zu lesen waren (und von der Redaktion toleriert
wurden), der Islam sei teuflischen Ursprungs etc. Wenn erst die entsprechenden Ermittler der professionell
Anstoß nehmenden Moslems mal auf kreuz.net aufmerksam werden, kann dieser Website auch noch so manches
Ungemach drohen (siehe Hagalil, das vom moslemischen Hackern stillgelegt wurde).
Ganz im Gegenteil! „Er stufte die Potter-Bücher als satanisch ein und erkannte in der Autorin Joanne
Rowlings das Vorhandensein eines okkulten Wissens und einer dämonischen Inspiration, die möglicherweise
aus einem Dämonenpakt resultiert.“ Dem muß ich wiedersprechen. Aufgrund meiner guten Beziehungen zum
Erzengel Michael und zum Engel Metatron weiß ich, daß J. K. Rowlings keinen Dämonenpakt eingegangen
ist, sondern daß sie im Gegenteil von Engeln damit beauftragt wurde, eine Reihe von Büchern zu schreiben,
mit der die Magie diskreditiert und bei jungen Lesern veralbert werden sollte. Was ihr ja gelungen ist.
@Stimme aus dem Tradiland Gerade bin ich beim Durchlesen dieses Threads in einem Ihrer Beiträge auf den
Begriff „Pratzenkommunion“ gestoßen. Darf ich daraus schließen, daß man in Ihrer Diktion dann auch
von „Maulkommunion“ oder „Fressenkommunion“ reden darf?
@Sarto „Nicht die Priesterbruderschaft muß sich bekehren, sondern das modernistische Rom.“ Da will doch
ganz eindeutig wieder einmal der Schwanz mit dem Hund wedeln!
Erkenntnis Da saß also wieder einmal ein Zölibatär am Schreibtisch und überlegte, was es wohl mit
dem „Geschlechtsakt“, den er selbst nie erlebt hatte, auf sich haben könnte. Er wollte nämlich denen,
für die der „Geschlechtsakt“ zu ihrem gelebten Leben gehört, klar machen, wie sie sich dabei zu verhalten
hätten… Ein Blinder will Sehenden Farbenlehre beibringen…
Wie steht’s mit dem Neandertaler? Schon lange warte ich darauf, daß mir ein Anhänger der Theorie vom
„Intelligent Design“ einmal erklärt, wie das mit dem Auftauchen und Aussterben der Neandertaler war.
Waren die Neandertaler auch intelligent designed? Und von theologischer Seite wüßte ich gern, wie das
bei den Neandertalern mit der Erbsünde war? Oder ist die Erbsünde nur auf den Homo sapiens beschränkt.
(Wenn ja, warum?)
Zum Bild Leider fehlt in der kreuz.net-Meldung der Hinweis, daß die bildliche Darstellung der Dreifaltigkeit
mit dem Heiligen Geist als Frau aus einer Kirche stammt: aus der Pfarrkirche von Urschalling (Oberbayern);
und es stammt aus dem Mittelalter, aus einer Zeit also, als Emanzipation noch kein Thema war. Was die
Frage von Frauen als Priesterinnen angeht, müßte eigentlich Galater 3,27f gelten: „Denn ihr alle, die
ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Da gibt es nicht mehr Juden und Griechen, Sklaven
und Freie, Mann und Weib.“
@Brandenburgis Giordano Bruno war „Wissenschaftsfeind“? Da lachen ja die Hühner! „It is often maintained
that Bruno was executed because of his Copernicanism and his belief in the infinity of inhabited worlds.
In fact, we do not know the exact grounds on which he was declared a heretic because his file is missing
from the records.“ (The Galileo Project) Meines Wissens wurden die Prozeßunterlagen gegen Bruno bis heute
nicht veröffentlicht.
@Brandenburgis 1. Worin besteht denn meine „extreme Kenntnislosigkeit“? 2. Von einem „Kreisen der Erde
um die Sonne“ habe ich in meinem Beitrag nicht gesprochen. 3. Ist es ein Zeichen von christlicher Einstellung,
jemanden aus dem Stand heraus zu beschimpfen, der anderer Meinung ist als Sie?
@Beobachterin „Jedes totalitäre System ? und auch jedes totalitäre Denken ? bricht irgendwann in sich
zusammen.“ Ja, z.B. ist auch das totalitäre Denken, dass die Sonne um die Erde kreist, in sich zusammengebrochen,
obwohl man (= die katholische Inquisition) ihm noch im Jahr 1600 Giordano Bruno als Brandopfer dargebracht
hatte.
„Viva Maria“ …war ein Film aus dem Jahre 1965 von Louis Malle mit Brigitte Bardot und Jeanne Moreau;
darin spielten die beiden zwei Tänzerinnen, die beide Maria hießen und in die Wirren der mexikanischen
Revolution von 1910 gerieten. In dem Film ist weit und breit keine Religionsverhöhnung zu sehen.
@Catharina / @Benedikt @Catharina: Krankheit oder Sünde – was denn nun? Beides gleichzeitig kann’s ja
nicht sein. @Benedikt: Seit wann ist Liebe eine Krankheit, die therapiert werde muss? (Liebe ist keine
Krankheit, sondern eine Erfahrung, über die derjenige kaum kompetent sprechen kann, der sie noch nicht
gemacht hat.)
„Mein Reich ist nicht von dieser Welt…“ Jesus hat doch vor Pilatus gesagt: „Mein Reich ist nicht von
dieser Welt.“ Damit haben sog. „katholische Staaten“ keine Wurzel in der Lehre Christi. Einer meiner Vorfahren
wurde 1652 wegen seines evangelischen Glaubens aus dem „katholischen Staat“ Österreich vertrieben. Damals
gingen die Büttel des Staates z.B. im Waldviertel von Haus zu Haus und fragten die Bewohner nach ihrer
Konfession. Wenn sie nicht versicherten, katholisch zu sein, wurden die Insassen aus dem Haus vertrieben
und ihr Haus- und Landbesitz konfisziert. Zehntausende verloren so ihre Heimat; sie fanden schließlich
Asyl in der vom 30-jährigen Krieg verheerten Markgrafschaft Ansbach, der sie neuen Aufschwung brachten,
während das österreichische Waldviertel in wirtschaftlicher Stagnation versank.
Das gab’s schon früher… Das Phänomen der „Traditionalisten“, die für sich in Anspruch nehmen, sich
in der Religion besser auszukennen als der Vatikan, gab es schon früher. So schreibt etwa Giuseppe Tomasi
di Lampedusa in seinem Roman Il Gattopardo im Rahmen einer 1910 spielenden Szene: „Carolina gehörte nämlich
zu jenen Scharen von Katholiken, die überzeugt sind, die religiösen Wahrheiten besser zu kennen als
der Papst; und die wenigen moderaten Neuerungen von Pius X., insbesondere die Abschaffung einiger zweitrangiger
Feiertage, hatten sie schon früher in Rage versetzt. >Dieser Papst soll sich lieber um die eigenen Angelegenheiten
kümmern, es wäre besser.<“ Dies wurde 1955 geschrieben, wohlgemerkt vor dem 2. Vatikanischen Konzil.
Noch eine Frage Kann jemand, der in den Himmel gekommen ist, dort wahrhaft selig werden, wenn er weiß,
daß sein Ehepartner oder Kind (oder sonst ein Mensch, den er liebt) sich gleichzeitig in der Hölle befindet?
Da muß sich doch in die Seligkeit unendlicher und ewiger tiefer Schmerz mischen…
Wie geht das? „Er unterliegt somit keiner körperlichen Strafe wie die verdammten Seelen in der Hölle.“
Wie kann eine Seele, die per Definition unkörperlich ist, eine körperliche Strafe erdulden?
Der Masturbation verfallen? Woher weiß kreuz.net, dass die Gesellschaft „der Masturbation“ verfallen
ist? Wie erfährt man solche Dinge? Wie hoch ist denn der Prozentsatz der Männer und Frauen, die der
Masturbation verfallen sind? Auf welchen verlässlichen Quellen beruhen solche Aussagen?
@richard: Bitte auf dem Teppich bleiben! Die heutigen Deutschen haben auch gar nichts mit „Ötzis“ Stamm
zu tun; die Vorfahren der Deutschen sind erst viel später eingewandert. Und vorher haben 1000 Jahre lang
die Kelten hier gelebt und das Land kultiviert.
#4 Sirilo 16:44:18 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
Wie geht es den Christen im Irak? Ich möchte auf einen anderen Aspekt hinweisen: Die Lage der Christen
hat sich im Irak enorm verschlechtert. Unter dem laizistischen Regime der Baath-Partei von Saddam Hussein
genossen die Christen im Irak große Freiheit in ihrer Religionsausübung. Jetzt wurde der Islam zur Staatsreligion
erklärt und es geben im Irak islamistisch orientierte Kreise (vor allem der Schiiten) den Ton an und
versuchen, die Christen zu schikanieren, bis diese auswandern. Außerdem gibt es häufige Anschläge auf
christliche Kirchen, Schulen, Kindergärten. Und mit Unterstützung der amerikanischen Besatzer sind Missionare
amerikanischer evangelikaler Sekten ins Land eingefallen und bemühen sich mit z.T. fragwürdigen Mitteln
(Lebensmittellieferungen, Geldversprechen etc.), die orthodoxen und unierten Christen für ihre Denominationen
zu gewinnen.
Noch eine Frage Die oben angeführte Antworten der Päpstlichen Bibelkommission habe ich schon 1953 im
Alter von 10 Jahren gelesen: sie waren der Übersetzung des NT durch Pater Rösch beigefügt. Man musste
also gar nicht Theologie zu studieren, um mit ihnen konfrontiert zu werden. Aber schon damals haben sich
mir zwei Fragen gestellt, auf die ich bis heute keine Antworten bekommen habe: 1. Warum hat Johannes,
dessen Muttersprache Aramäisch war, nicht in dieser Sprache geschrieben, zumal Jesus ja auf Aramäisch
gelehrt und gepredigt hat? Warum schrieb Johannes in einer Fremdsprache? Welche Übersetzungsungenauigkeiten
sind in den griechischen Übersetzungen von Jesu Worten enthalten? 2. Warum hat die sich im 1. Jahrhundert
etablierende Kirche alle aramäischen Aufzeichnungen von Berichten über Jesus vernichtet und nur die
griechischen Texte überleben lassen? So haben wir nur sehr wenige originale Jesusworte („Tabitha kumi“,
„Efata“, „Eli, eli lama sabachthani“); alles andere sind Übersetzungen, und wer sich mit der Problematik
des Übersetzens befasst, der weiß: „traduttore, traditore“ (wie die Italiener sagen) – jede Übersetzung
„verrät“ den Ausgangstext, weil sie immer irgendwo von ihm abweicht.
Ist das nötig? Warum gibt kreuz.net den Äußerungen dieses Herrn Sabo soviel Raum und Publizität? Wäre
es nicht besser, ihn zu ignorieren, anstatt seine Auslassungen weiterzuverbreiten?
#6 Sirilo 16:52:44 | Donnerstag, 22. Dezember 2005
Vielleicht… Vielleicht hat das Münchner Ordinariat einfach noch ein schlechtes Gewissen wegen der antisemitischen
Äußerungen des seinerzeitigen Erzbischofs, Michael Kardinal Faulhaber?
@Morus: Wen meinen Sie? Da Sie beharrlich „Coudenhoven-Kalgeri“ schreiben, scheinen Sie nicht recht zu
wissen, um wen es geht. Der Mann hieß Coudenhove-Kalergi, wie Toby richtig schreibt. Wenn schon Ihre
Namensschreibung so fehlerhaft ist, wird es mit dem Wert Ihrer anderen Informationen zu dieser Persönlichkeit
nicht besser aussehen.
@Benedikt: Kann ich als Nicht-Drachenflieger ein Buch über Drachenfliegen schreiben? Natürlich kann
ich das, indem ich abscheibe etc., aber jeder passionierte Drachenflieger wird merken, dass bei mir keine
Erfahrung dahinter steht. Wenn ich als Mann mit 37jähriger Erfahrung in leiblicher Liebe mit einer Frau
Ausdrücke lese wie „Erregung der geschlechtlichen Lust“, dann sträuben sich mir die Nackenhaare, denn
das klingt wie die unbeteiligte Beschreibung eines physiologischen Vorgangs durch ein völlig Unbeteiligten.
Bei der leiblichen Liebe geht es aber nicht um „Erregung der geschlechtlichen Lust“, es geht um Liebhaben,
Zärtlichkeit, Hingabe, sich Verschenken, Einswerden. Es geht um Teilhabe an der Schöpferwonne Gottes
(vgl. das Hohe Lied). Über Dinge, die man nicht kennt und nicht erfahren hat, sollte man nicht reden,
sondern schweigen. (Gut, dass die Eingabebox mir hier eine kurze Antwort abverlangt, sonst könnte ich
gleich weitschweifen über das Thema „Der latente Manichäismus des Klerus“…)
@Pater Lingen Sie zitieren: „Wegen ihres verschiedenen Einflusses auf die Erregung der geschlechtlichen
Lust werden die Körperteile eingeteilt ?“ Da stellt sich mir doch die Frage, wieso wissen eigentlich
die Zölibatäre, die sich solche Dinge ausdenken, so genau Bescheid über den unterschiedlichen „Einfluss
auf die Erregung der geschlechtlichen Lust über die Körperteile“, wenn sie in diesen Dingen keinerlei
praktische Erfahrung haben sollten. Wer sind ihre Informanten? Sirilo (kein Zölibatär, sondern 37 Jahre
Ehemann ein und derselben Frau sowie Vater inzwischen erwachsener Kinder; überdies einfacher normaler
Katholik (röm.-kath.) mit eigenem Verstand und eigener Vernunft.)
Ein Morgengebet – für alle Ein Morgengebet (das hoffentlich für alle geeignet ist, egal ob sie „Modernisten“
oder „Traditionalisten“ – oder einfache, normale Katholiken wie der Beitragende – sind) /Nach Schwester
Miriam von Abile/ Mein Herr und Meister Jesus Christus! Zu Beginn dieses neuen Tages komme ich zu Dir
und bitte Dich in Demut und Vertrauen um Deinen Frieden, Deine Weisheit, Deine Kraft. Gib, dass ich heute
die Welt mit Augen betrachte, die voller Liebe sind. Lass mich meine Nächsten als die Menschen annehmen,
die Du durch mich hindurch lieben willst. Schenke mir die Bereitschaft, ihnen mit Hingabe zu dienen und
alles Gute, das Du in sie hineingelegt hast, zu entfalten. Meine Worte sollen Sanftmut ausstrahlen, mein
ganzes Verhalten soll Frieden stiften. Möge meine Zunge nur dazu dienen, das Gute hervorzuheben. Verschließe
meine Ohren vor jedem übelwollenden Wort und jeder böswilligen Kritik. Nur jene Gedanken, die Segen
verbreiten, sollen in meinem Geiste haften bleiben. Vor allem bewirke, o Herr, dass ich so voller Frohmut
und Wohlwollen bin, dass alle, die mir begegnen, sowohl Deine Gegenwart als auch Deine Liebe spüren.
Bekleide mich mit dem Glanz Deiner Güte und Schönheit, damit ich Dich an diesem Tage offenbare. Amen.
(Zitiert nach „Yashor – Der Hirte aus Harkin“ von Michael Morgental, Weitbrecht Verlag)
@VirOblationis – Sündenfall In Genesis 1 lesen wir: Gott sprach: „Laßt uns den Menschen machen, nach
unserem Bilde, uns ähnlich. (…) Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes
schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie. (…) Und Gott sah alles, was er geschaffen hatte, und siehe,
es war sehr gut. (Nach der Herder-Bibel). Daraus ist zu schließen: a) Der Mensch in seiner Geschaffenheit
als Mann und Frau ist nach Gottes Bild geschaffen; b) deshalb ist der Leib des Menschen in seinem Wesen
gut, und es ist völliger Unfug, ihn in „ehrbare“, „weniger ehrbare“ und „unerbahre“ Teile aufzuspalten.
(Gerade mit der Physiologie der Zeugungsorgane hat sich Gott viel Mühe gegeben; es ist eine unangebrachte
Kritik am Schöpfer, diese Organe, mit deren Hilfe die Menschheit seit Anbeginn das Leben weitergegeben
hat, „unehrbar“ zu nennen.) Wenn es in der Genesis weiter heißt: „Und sie erkannten, dass sie nackt waren“,
so heißt das: sie erlebten, dass sie verschieden und damit einander fremd waren. Das Verdecken des Unterschieds
war der Versuch, die plötzlich empfundene Fremdheit zu überbrücken. Seitdem sind die Zeugungsorgane
die „private parts“, also die verborgenen, privaten Körperteile, an denen man sich – auch seelisch –
besonders verletzlich weiß, weshalb man sie nur dem Partner offenbart, auf den man sich bedingungslos
verlassen kann. Die Bedeckung ist eine Frage des Selbstschutzes und der gesellschaftlichen Schicklichkeit,
nicht der „Ehrbarkeit“ oder „Unehrbarkeit.“
@Pater Lingen Wie kommt es nur, dass der Schöpfer es wagte, den Menschen mit „unehrbaren“ Körperteilen
zu schaffen? Und außerdem noch die Zeugung neuen menschlichen Lebens solchen „unehrbaren“ Körperteilen
zu überlassen? Übrigens interessiert mich noch die Begründung, warum manche Körperteile „unehrbar“
und „weniger ehrbar“ sind.
Mal abwarten, bis alles auf den Tisch kommt! Die Tatsache, dass Gotovina im Dezember auf Teneriffa verhaftet
wurde, sagt noch nichts darüber, wo er sich im September aufhielt. Da wird noch einiges ans Licht kommen!
@Peccator Wenn Homosexualität eine Krankheit ist, dann kann sie keine Sünde sein. Koronare Herzkrankheit,
Diabetes, Zyklothymie und Parkinson-Syndrom z.B. sind ja auch keine Sünde, oder?
@Knecht Ruprecht Bitte erst genau lesen, dann erst meckern! Hier geht es nicht um das europäische Parlament
(der EU), sondern um die Parlamentarische Versammlung des Europa-Rates. Und das ist etwas anderes!
Wie kann man Frauen zum Gebären zwingen? Mal eine ganz andere, konkrete Frage: Gesetzt den Fall, man
würde die Abtreibung in Deutschland verbieten – wie könnte man dann Frauen zwingen, ihr Kind auszutragen
und zu gebären und nicht heimlich abzutreiben? Dafür habe ich bisher noch keinerlei Vorschläge gehört.
@Knecht Ruprecht Wenn Homosexualität denn eine Krankheit ist, wer hat dann diese Krankheit geschaffen?
Dann gehört sie ja zur Natur wie alle anderen natürlichen Krankheiten…
Können Linkshänder Priester werden? Es ist jetzt an der Zeit, dass endlich einmal über den Skandal
diskutiert wird, dass es unter den Priestern so viele Linkshänder gibt. Linkshändigkeit ist pervers,
nur die Rechtshändigkeit entspricht dem Naturgesetz. Schon bei Moses heißt es: „Und die Linkshändigen
sind dem Herrn ein Gräuel, und sie sollen ausgemerzt werden aus dem Volke Israel.“ Gibt es etwa sogar
schon unter den Bischöfen und Kardinälen Linkshänder? Gott bewahre!
Wie man’s macht… Hätte der Kardinal seine Messe in einer Kirche der Patriotischen Vereinigung gehalten,
dann würde man ihm jetzt Kollaboration mit diesen „Patrioten“ vorwerfen. Und hätte er die Messe in einer
Untergrundkirche gehalten, dann hätte er seine Glaubensbrüder gefährdet (siehe Verhaftungen in der
evangelischen Kirche nach Bushs Gottesdienstbesuch). Übrigens hat man nichts davon gehört, dass Bush
gegen diese Verhaftungen protestiert oder sich für die Verhafteten eingesetzt hätte. Ich meine, der
Kardinal hat sich richtig verhalten – „klug wie die Schlangen“, wie der HERR selbst geraten hat.
Judenmission durch FSSPX „Es würde mich interessieren, wie viele Juden bisher von FSSPX zum Christentum
bekehrt wurden. Weiß das jemand?“, schrieb ich gestern. Da keiner der sonst so eifrig hier schreibenden
FSSPX-Sympathisanten auf diese Frage geantwortet hat, nehme ich an, dass es bisher keine von FSSPX initiierten
Bekehrungen gläubiger Juden gibt. Es ist anscheinend eben doch einfacher, von der „V2-Kirche“ etwas zu
fordern, als es selber zu verwirklichen.
@Benedikt: Nachkommen eines Zölibatärs? Da Erzbischof Johann Philipp von Schönborn keine leiblichen
Nachkommen hatte, kann er kein Vorfahr von Kardinal Christoph Schönborn gewesen sein. Fußnote zum Thema
Handkommunion: Zumindest im Abendmahlssaal wurde die Handkommunin praktiziert, denn Jesus sagte (nach
dem griechischen Text des NT): Labete, phagete (nehmt und esset). Dass mit „nehmen“ in die Hand nehmen
gemeint ist, erkennt man daran, dass zuvor dasselbe Wort (labein/ nehmen) verwendet wird, als es heißt
„er nahm das Brot“ (labon ton arton). Wenn also Jesus selbst die Handkommunion praktiziert hat, wird er
doch niemanden in die Hölle schicken, nur weil der auch die Handkommunion praktiziert. Oder?
Wo war der Heilige Geist? Wenn ich die Argumente der FSSPX-Anhänger lese, dann frage ich mich: Wie konnte
es sein, dass der Heilige Geist die Tausende von Konzilsbischöfen und alle Päpste nach Pius XII. in
die Irre gehen ließ und nur den Erzbischof Lefebvre erleuchtete? Und Jesus, der gesagt hat, „Ich bin
bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt“, soll alle mit dem Papst einigen Bischöfe verlassen haben
und nur noch FSSPX&Co. begleiten? Das erscheint mir fantastisch…
„Kirchenfürst“? Seit wann gibt es wieder einen „Kirchenfürst“? Reicht es nicht, dass Monaco einen neuen
Fürsten hat? Wozu braucht die Kirche Christi Fürsten?
Das Regensburger Modell …scheint zu sein: Der Laie hat Kirchensteuer zu zahlen und ansonsten den Mund
zu halten. (Übrigens: Wenn man den Mund nicht aufmachen darf, ist Mundkomunion nicht möglich…)
@Frl.Ilse Leider habe ich den 6. HP noch nicht gelesen (die ersten 5 schon), sodass ich zu Ihrer Frage
nichts sagen kann. Für möglich halte ich es schon, da Frau R. sehr belesen ist und dies und das aus
der engl. Literatur entlehnt hat.
Literatur ist keine Beschreibung von Wirklichkeit1 Erzählende Literatur ist Fiktion, Erfindung, eine
Art kontrolliertes Träumen. Es ist unsinnig, an sie die Maßstäbe eines Tatsachenberichts oder einer
philosophischen Weltdeutung anlegen zu wollen. Jeder Leser eines Romans weiß, dass dessen Handlung und
Personen durch und durch erfunden sind. Jeder Leser von Harry Potter weiß, dass es Harry Potter, Hogwarts,
die Zauberschule und das ganze Zaubererpersonal in Wirklichkeit nicht gibt; der Leser weiß, dass er sich
beim Lesen in einer erfundenen Welt befindet, die mit der realen Welt wenig zu tun hat. Jeder Leser weiß
auch, dass es die Magie von Hogwarts, Lord Voldemort und die dämonischen Geschöpfe etc. nicht gibt und
dass auch die Autorin nicht behauptet, dass es sie gebe. Und dass die Magie in Hogwarts nichts mit der
„Magie“ in der realen Welt zu tun hat. So wie der Mensch die Fähigkeit zum Träumen hat (und um seiner
geistigen Gesundheit willen auch braucht), so hat er die Fähigkeit, fiktive Welten zu erfinden und sie
lesen nachzuerfinden. Jedem ist es unbenommen, keine Lust auf Literatur zu haben, aber es wird lächerlich,
wenn Leute, die das Wesen der Literatur nicht verstehen, mit theologischen oder philosophischen Argumenten
gegen die Windmühlen der Fiktionalität anreiten. Es ist völlig vergebens – die Literatur reagiert nämlich
nicht darauf. (Ich habe Literaturwissenschft studiert und als Student mit J.R.R.Tolkien und C.S.Lewis
korrespondiert und arbeite seit 25 Jahren als literarischer Übersetzer und Autor.)
Weitere „gefährliche“ Bücher Ich bin beunruhigt, dass hier immer nur gegen ein einziges Werk (Harry
Potter) Stellung bezogen wird, wenn es darum geht, der Magie und der Zauberei den Garaus zu machen. Deshalb
möchte ich auf einige Bücher und Texte hinweisen, in denen ebenfalls solche schlimmen Dinge stehen:
Gebrüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen J.W.v. Goethe, Faust W. Shakespeare, Macbeth / Der Sturm / Hamlet
W.v.Niebelschütz, Der Blaue Kammerherr O. Preußler, Die Kleine Hexe M.Ende, Der Wunschpunsch J.Fowles,
Der Magus Tausendundeine Nacht Die Arthus-Legende Die Werke des Hl. Albertus Magnus Aufmerksame und aufrechte
Leser werden gebeten, weitere zu inkriminierende Titel zu nennen.
Homophilie im Klerus schon vor VK2 Als ich 1958 im Alter von 15 Jahren an Jugendexerzitien teilnahm, kam
es im Sprechzimmer des Novizenmeisters nach der dort abgelegten Beichte zu homophilen Avancen dieses Novizenmeisters,
eines Ordenspriesters, der damals als Jugendseelsorger weithin bekannt und angesehen war. Da mir die Sache
zuwider war, wehrte ich ab und verließ das Zimmer. (Dies war vor dem Konzil, und der Pater war ein strenger
Verfechter des Zölibats und der lateinischen Messe!) Somit hat die Tatsache, daß sich Homophile im Klerus
befinden, nichts mit „konziliaren Seminaren“ etc. zu tun. Ich glaube, das war schon immer so und wird
immer so sein.
#12 Sirilo 20:26:09 | Donnerstag, 3. November 2005
@richard Bitte keinen Quatsch verbreiten! Die griechischen Wörter dêmos (Land, Gebiet, Gau; Volk, Gemeinde;
Volksversammlung) und demós (Fett) sind verschiedenen Ursprungs und haben nichts miteinander zu tun.
Ihre Argumentation ist etwa so, als würde man im Deutschen sagen, Volk komme von Wolke…
@marcellus „fettleibige Pfaffen mit ihren fetten Hintern“ – diese Sprache zeigt, wes Geistes Kind Sie
sind… Ich kenne solche Sprache aus folgenden Epochen: a) Polemik der Reformatoren gegen den kath. Klerus
b) Hetze der Jakobiner gegen die kath. Kirche c) bolschewistische Hetze gegen orthoxe Priester d) NS-Sprache
gegen kath. Pfarrer
@Athanasius Könnten Sie bitte in Zukunft so nett sein und die von Ihnen angeführten Zitate auf Deutsch
mitteilen? Zum einen hat Kardinal Ratzinger auf Deutsch geschrieben, deshalb sollte man seine Worte auch
in der Originalsprache wiedergeben; zum zweiten kann nicht jeder Leser dieses Forums Englisch, und es
ist schon etwas arrogant, diesen Lesern etwas unübersetzt auf Englisch hinzuknallen, was eigentlich auf
Deutsch verfaßt wurde.
Statuen auf Bergen? Wie groß wäre die Erregung, wenn man eine Statue des Rübezahl dort oben aufgestellt
hätte, oder des Königs Laurin aus dem Rosengarten?
@Athanasius Da Papst Pius X. und Anna Katharina Emmerich nicht auf Englisch gesprochen haben, wäre es
eine selbstverständliche Geste der Höflichkeit gegenüber den Lesern einer deutschsprachigen Website,
diese Außerungen auf Deutsch zu zitieren. Zitate auf Englisch in diesem Rahmen sind ein Zeichen der Arroganz
des Autors: „Wenn ihr nicht Enhlisch könnt, seid ihr selber schuld…“
Wie sagte Jesus für „Gott“? Nur eine Fußnote: Jesus sprach und predigte Aramäisch, und in dieser seiner
Muttersprache sagte er für Gott „elâhâ“ bzw.„allâhâ“, das natürlich mit dem arabischen „allah“verwandt
ist. Wer sich also am realen Jesus orientiert, wird also nicht krampfhaft aus „allah“ ein Unwort machen
wollen…
@VirOblationis In dem von mir geschilderten Fall haben weder Menschen noch Engel die Schöpfung beeinträchtigt.
Die Schöpfung selbst hat einen Fehler gemacht…
@Athanasius Es ist nicht gerade die feine christliche Art, dann, wenn man keine richtigen Argumente mehr
hat, den anderen als SAUDUMM zu bezeichnen. Die ganze Aufregung ist sowieso künstlich gemacht, um wieder
einmal einem Kardinal etwas am Zeuge flicken zu können und ihn der Häresie zu verdächtigen. Es ist
eigentlich ganz einfach: Jede Sprache hat ihr eigenes Wort für Gott: God, Dieu, Dio, Dios, Theos, Deus,
Bozhe, Kamisama, Elohim etc. etc. Und das arabische Wort für „Gott“ ist nun mal Allah, ob es uns gefällt
oder nicht. Daß die christliche, trinitarische Gottesvorstellung von der sozusagen „monistischen“ Gottesvorstellung
des Islam (die auf die alttestamentarische Gottesvorstellung zurückgreift) verschieden ist, steht auf
einem anderen Blatt. Aber einem Kardinal Glaubensabfall zu unterstellen, weil er aus Höflichkeit das
Wort für Gott aus der Sprache seiner Gastgeber verwendet, ist schon arg weit hergeholt.
@Irenäus In dem von mir geschilderten Fall geht es weder um den Verfall von „bestem technischen Gerät“
noch um „Müll-DNA“, sondern um einen „Betriebsunfall“ bei der Zellteilung. So wie ein guter Programmierer
Programmfehler durch gute Programmierung und ausreichenden Test ausschließen muß, müßte ein „intelligenter
Designer“ solche Betriebsunfälle ausschließen. Wenn der „intelligente Designer“ auch noch allmächtig
und allwissend ist, dann stellen ihm solche Betriebsunfälle ein schlechtes Zeugnis aus!
#27 Sirilo 22:28:16 | Donnerstag, 22. September 2005
Gesu Kristu huwa Bin Alla. Die Bewohner vom Malta, die Malteser, sind seid Urzeiten (Mission durch den
Apostel Petrus) katholische Christen; ihre Sprache, Maltesisch, ist ein arabischer Dialekt. „Jesus Christus
ist der Sohn Gottes“ heißt auf Maltesisch „Gesu Kristu huwa Bin Alla“. „Alla“ (= Allah) ist also die
christlich-maltesische Bezeichnung für „Gott“. Sind jetzt die Malteser alle Häretiker oder was? Oder
müßten sie sagen: „G.K. huwa Bin God/Bi Dio/Bin Gott“ oder was?
Wie intelligent ist der „Intelligente Designer“? Ich kenne eine junge Dame, die ohne rechte Hand geboren
wurde (amniotische Dysmelie), und zwar nicht exogen bedingt als Folge von Contergan-Einnahme (o.ä.) der
Mutter während der Schwangerschaft, sondern endogen als „Betriebsunfall“ während der frühen Zellteilung
der befruchteten Zelle; statistisch gesehen kommen solche Betriebsunfälle 3mal auf 100.000 Geburten vor.
Wie intelligent ist der Designer, in dessen Design solche „Betriebsunfälle“ vorkommen?
@Dr. Enderfers Ich bin kein Strohmann und gehöre – außer der katholischen Kirche – keiner Organisation
an. Warum solche Verdächtigungen? („Wir sind Kirche“ kenne ich nur aus der Presse.) Ich habe mich an
dem Begriff „depperter Adam“ gestoßen. Adam war bestimmt nicht deppert, denn es heißt ja im Schöpfungsbericht:
„Und Gott sah, daß es gut war.“ Also muß Adam mindestens mit normaler menschlicher Intelligenz begabt
gewesen sein…
#33 Sirilo 08:42:06 | Mittwoch, 14. September 2005
Fürstbischof – mit devotem Höfling? Der Regensburger Bischof G. Müller hatte vor einiger Zeit eine
eigene wöchentliche Sendung in einem Privatfernsehsender. Eine halbe Stunde lang wurde er von einem Journalisten
über die Vorgänge im Bistum befragt. Sehr modern, oder? Allerdings war der befragende Journalist sein
eigener Pressereferent, und der stellte Seiner Exzellenz genau die Fragen, die Exzellenz ihm zuvor zu
fragen befohlen hatte. Also Fernsehen nach Art totalitärer Staaten – oder Angst vor den Fragen wirklicher
Journalisten… Da diese Art von Sendung in der Öffentlichkeit mehr Gelächter als Achtung erntete, wurde
sie eingestellt…
Depperter Adam? @Ignatius: Warum hat eigentlich Gott in seiner unendlichen Weisheit einen „depperten Adam“
geschaffen? Etwas mehr Intelligenz bei Adam – und dann wäre uns der Sündenfall erspart geblieben???
Manches hier klingt wie Nazi-Tiraden Wenn ich lese, wie haßerfüllt hier manche schreiben (z.B.„Homopest“
u.ä.), die sich selbst als gute Christen betrachten, dann fühle ich mich auf fatale Weise an das Dritte
Reich erinnert: Auch damals schürte man den Haß gegen Homophile und Homosexuelle, um sie schließlich
in KZs zu sperren und umzubringen. Wo bleibt hier Christi Liebe zu den Mitmenschen? „Liebe deinen Nächsten
wie dich selbst!“ Manchen frommen Kommentator hier stört der Splitter im Auge des anderen, ohne daß
er den Balken im eigenen Auge sieht.
Bischöfe und Staat Da in Deutschland die Bischöfe vom Staat besoldet werden, ist es nur recht und billig,
daß der Staat mit ihrer Ernennung einverstanden sein muß und von ihnen einen Eid auf die Verfassung
verlangt. (Bei den Beamten ist es ähnlich.)
„für alle“ oder „für viele“ Was Jesus bei der Einsetzung der Eucharistie beim Letzten Abendmahl wirklich
in seiner Muttersprache Aramäisch gesagt hat, wissen wir leider nicht, da keine aramäische Version der
Evangelien auf uns gekommen ist. Im griechischen Originaltext der Evangelien sagt er „peri pollon“, das
heißt auf Deutsch: „für die Vielen, für die Meisten, für die Mehrzahl, für die große Menge, für
die Mehrheit“ – ein relativer Begriff. Alle minus Einer ist auch die Mehrheit – und zugleich fast alle…
Im übrigen möchte ich hier, wo es in diesem Forum von theologischem Fachwissen nur so wimmelt, einmal
eine Frage stellen, auf die mir noch kein Theologe (egal welcher Richtung) eine plausible Antwort geben
konnte: Warum hat Jesus, der des Lesens und Schreibens mächtig war, nicht selber ein Buch mit seiner
Lehre geschrieben, sozusagen die authentische Aussage aus der Quelle? Jetzt haben wir vom NT ca. 5000
Handschriften mit insgesamt 150.000 Textabweichungen, also keinen völlig eindeutigen Text; manche der
Schreibfehler, die im Laufe der Textgeschichte sich eingeschlichen haben, sind inzwischen schon ehrwürdige
Gegenstände von Predigten, wie z.B. das „Kamel“, das nicht durch ein Nadelöhr gehen soll. Hier hat ein
Schreiber statt „kamilos“ (Schiffstau) „kamelos“ (Kamel) geschrieben, und seitdem meint alle Welt, Jesus
habe das unsinnige Bild eines Kamels in einem Nadelöhr verwendet; dabei sagte er: „Eher geht ein Schiffstau
durch ein Nadelöhr…“, ein Bild, das man leicht nachvollziehen kann.
@Evelin „Nehmet und esset“ „Christus hat den Aposteln seinen Leib in den Mund gereicht.“ Davon steht aber
in den Evangelien nichts. Der griechische Originaltext des „Nehmet und esset“ lautet „labete, phagete“.
„Labete“ ist der Imperativ Plural von „lambanein“, und das heißt „fassen, nehmen, anfassen, ergreifen,
an sich nehmen, mit sich nehmen etc.“ Für eine Mundkommunion gibt es im Neuen Testament keinen Anhaltspunkt.
Zur Kritik am Papst Bei der Einsetzung des Fischers Simon in sein Petrus-Amt sagte Jesus: „Du bist Petrus
(= der Felsenmann), und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden
sie nicht überwältigen.“ Wenn also Traditionalisten behaupten, die letzten Päpste seien vom wahren
Glauben abgewichen, dann hieße dies ja, dass die Pforten der Hölle den Felsen überwältigt hätten
und Jesus somit Unrecht hatte mit seiner Vorhersage… Wenn man aber Jesus glaubt, dann muss man auch
den Papst so akzeptieren, wie er ist. Oder man denkt sich eben eine von der Kirche abweichende Richtung
aus, die sich „päpstlicher als der Papst“ gebärdet.
Jesus praktizierte Handkommunion Bei der Einsetzung des eucharistischen Sakraments im Abendmahlsaal sagte
Jesus: „Nehmet hin und esset…“, und dann praktizierte er mit seinen Aposteln die Handkommunion… Warum
also von konservativer Seite diese Polemik gegen die Handkommunion?
@H. Mohrmann – Christliche Popmusik etc. Man kommt bei der Lektüre mancher Beiträge aus dem Staunen
nicht heraus. Zuerst soll John Lennon ein Satanist gewesen sein, dann haben die Juden Paul Simon und Art
Garfunkel christliche Popmusik hervorgebracht… Wenn man beobachtet, wie die eifrigen Vertreter diverser
Richtungen der Katholizität sich gegenseitig beschimpfen (als Apostaten, Schismatiker, Sünder, Ketzer
usw.) kann man leicht zu dem Schluss kommen, es sei förderlicher für die Menschheit, wenn es keine Religion
mehr gäbe. Zumindest im Himmlischen Jerusalem wird es ja keine Religion mehr geben; dann braucht man
sie nicht mehr, weil man weiß und sieht…
Kultsprache „Für den Opfergottesdienst muß grundsätzlich die Kultsprache der Kirche verwendet werden.“
Zwei Fragen, die nicht beanwortet werden: 1. Welche ist denn die Kultsprache der Kirche? 2. Warum „muß
sie grundsätzlich“ verwendet werden? Falls mit der Kultsprache Latein gemeint sein soll: Wieso diese
Bevorzugung des Lateinischen? Die Sprache Jesus Christi war Aramäisch, die Verkündigungssprache der
Apostel neben dem Aramäischen das Griechische (das Jesus vermutlich auch beherrschte). Das Neue Testament
ist auf Griechisch verfaßt. Latein an sich hat keinen besonderen Bezug zu Jesus Christus; höchstens,
dass es die Sprache derer war, die ihn ans Kreuz schlugen, dazu die Verwaltungssprache eines auf Gewalt
und Menschenverachtung aufgebauten Weltreiches. Erst durch die Verflechtung von kirchlicher und staatlicher
Autorität unter Kaiser Konstantin wurde die Verwaltungssprache Latein zur Kirchensprache. Aber eine besondere
Beziehung des Latein zur Botschaft Jesu ist nicht zu erkennen.
Woher hat der Herr Bischof sein Geld? In der Diözese Regensburg kürzt der Bischof einem aufmüpfigen
Priester die Rente. Interessant. Um wessen Gelder handelt es sich eigentlich dabei? Kommt die Rente aus
dem Vermögen des Bischofs? Nein. Kommt sie aus Geldern, die der Bischof durch Geschäftstätigkeit eingenommen
hat? Nein. Die Rente des Priesters wird gezahlt aus der Kirchensteuer, die der Staat freundlicherweise
einsammelt. Dabei wird Kirchensteuer auch von denen eingehoben, die nicht in die Kirche gehen oder anderer
Meinung sind als der Bischof. Wenn also der Bischof einem Priester die aus diesen Geldern fließende Rente
kürzt, müßte er dann nicht 1. die Kirchensteuerzahler um ihre Zustimmung zur Kürzung fragen (nach
dem Prinzip: No taxation without representation, d.h. wer Steuern zahlt, soll mitentscheiden, was mit
den Steuerngeldern geschieht) und 2. die Kirchensteuerzahlungen aufmüpfiger Katholiken zurückweisen.
Aber wenn es um Geld geht, ist der Klerus nie zimperlich. Er legt sogar großen Wert darauf, auch von
den Prostituierten, deren Tätigkeit er schärfstens verwirft, Kirchensteuer einzufordern, also indirekt
von der Sünde zu profitieren. Der Bischof selbst bekommt sein Gehalt (etwa in der Höhe der Bezüge eines
Ministers) übrigens nicht aus den Kirchensteuern, sondern direkt vom Staat, d.h. aus allgemeinen Steuermitteln.
Das bedeutet: auch Staatsbürger, die nicht der Kirche angehören, alimentieren mit ihren Steuern die
Kirchenführer, von denen sie als Ungläubige oder „Relativisten“ geschmäht werden.
@Miles Christi: Betr. Schlusswort Kein Mensch hat davon gesprochen, ein Kind „Luzifer“ zu nennen. Was
soll dieses Ablenken auf andere Themen? Es ging nur um „Lilith“. Im übrigen ist Luzifer ja kein Dämon,
sondern ein Teufel, und das ist doch wohl eine andere Kategorie. (So schlimm scheinen die Teufel aber
auch nicht zu sein, denn Baden-Württemberg wurde jahrelang von einem Ministerpräsidenten namens „Teufel“
regiert, der pikanterweise der *Christlich*-Demokratischen Union angehört, und da habe ich von keinem
frommen Menschen Protest gegen den teuflischen Namen gehört. ) Da wir gerade bei Namen sind: Miles Christi
heißt ja „Soldat Christi“. In den Evangelien lese ich aber nirgendwo etwas davon, dass Jesus Christus
Soldaten haben wollte oder brauchte. Im Gegenteil, er sagte: „Wer das Schwert ergreift, wird durch das
Schwert umkommen“ und lehnte Kampf ab: „Liebet eure Feinde, tuet Gutes denen, die euch hassen“. Was soll
also „Soldat Christi“ bedeuten? Reicht „Jünger Christi“ nicht aus? Oder soll’s bald wieder in einen Krieg
oder Kreuzzug gehen?
@MilesChristi: Re „Lilith“ Ich glaube an die Existenz Gottes. Das ist für mich das Wesentliche. Ich weiß
von der Existenz von Dämonen, aber als Christ gebe ich mich nicht mit ihnen ab. Deshalb haben sie keine
Macht über mein Leben, und ich muss sie nicht fürchten. „Lilith“ ist ein Wort aus verschiedenen Menschensprachen,
nicht aus einer Dämonensprache. Menschen können Dämonen einen menschlichen Namen geben, aber deshalb
ist doch der Name ein Menschenwort und kein Dämonenwort. Genauso wie heute jeder „Martin“, der dem Wortsinn
nach dem heidnischen Gott Mars geweiht ist, durch die Taufe Jesus Christus angehört und damit die ursprüngliche
Bedeutung seines Namens hinfällig geworden ist, so ist jedes Mädchen, das auf „Lilith“ getauft ist,
durch die Taufe Jesus Christus angehörig und heiligt so den Namen Lilith – egal aus welcher Sprache er
stammt. Chongono gehört übrigens keiner der indischen Sprachfamilien an; es steht allein wie etwa das
Buruschaski im Himalaya. Last but not least: Ich hoffe, Du gräbst nicht aus irgendeiner obskuren Quelle
aus, dass irgendwo in irgendeiner Kabbalah oder dergleichen der Name „Sirilo“ auch einen Dämon oder Teufel
bezeichnet… Nix für ungut!
Thema: Der Name „Lilith“ Seit wann ist die Kabbalah für Christen maßgebend? Sind wir nicht alle in und
durch Christus befreit? Ist nicht „dem Reinen alles rein“? Wieso muss jemand, der in Christus geborgen
ist, sich mit Dämonen beschäftigen? Übrigens, im Chongono (einer in Indien gesprochenen Sprache) bedeutet
Lilith „die Schöne“ und ist dort ein häufiger Mädchenname, auch und gerade unter Christinnen, die im
übrigen von der Kabbalah nichts wissen, sondern auf Jesus Christus vertrauen.
@Miles Christi – wegen Lilith Was soll das Getue mit dem Namen „Lilith“? Das ist ein semitischer Frauenname
mit der Bedeutung „die Nächtliche“ (verwandt mit arabisch Leila/Laila, „die Dunkle, die Dunkelhaarige,
die Nacht“). Im Pentateuch kommt dieser Name nicht vor; die Auffassung, Lilith habe eine Dämonin geheißen,
stammt aus dem jüdischen Volksglauben, und der dürfte wohl für Katholiken nicht sonderlich relevant
sein. Auch so mancher „urchristliche“ Name nimmt Bezug auf heidnische Gottheiten, „Martinus“ ist. z.B.
„der dem Mars Geweihte“, „Alfred“ ist „der mit den Alben Ratende“, „Irmtrud“ ist „die Zaubererin des Himmelsgottes“…
@Bonifatius: „Wie die Tiere die Lust ausleben“ Lieber Bonifatius, „Gott hat im 6. Gebot uns Menschen wissen
lassen, nicht wie Tiere die Lust auszuleben, sondern unsere Triebe zu beherrschen“ – da sind einige Irrtümer
drin! 1. Im 6. Gebot ist von den Tieren und ihrer Lust überhaupt nicht die Rede. 2. Die Tiere leben keineswegs
„ihre Lust aus“, sondern gehorchen dem Fortpflanzungstrieb, der ihnen vom Schöpfer eingegeben wurde.
Die Tiere tun also nichts Verwerfliches, sondern etwas zutiefst Natürliches, und das meist nur während
der besonderen Fortpflanzungszeit (Brunft). Menschen ein „tierisches Verhalten“ zuzuschreiben bedeutet,
die Schöpfung in der Natur herabzuwürdigen. 3. Beim Menschen hat die Geschlechtlichkeit noch eine weit
umfassendere Aufgabe als nur die Fortpflanzung. Das ist daraus ersichtlich, daß der Mensch das ganze
Jahr über geschlechtlich aktiv sein kann, nicht nur auf eine Brunftzeit beschränkt. Und daß der Mensch
auch noch geschlechtlich aktiv sein kann, wenn die Fortpflanzungsfunktion schon erloschen ist. Wer (wie
gewisse Kirchenleute, die aufgrund ihres zölibatären Lebens keinerlei praktische Ahnung von menschlicher
geschlechtlicher Aktivität haben) die Meinung vertritt, die menschliche Geschlechtlichkeit diene in erster
Linie der Fortpflanzung, der reduziert eine dem Menschen eigentümliche Form der interpersonalen Kommunikation
(„ein Fleisch sein“) auf die Fortpflanzungsfunktion der Tiere. Gebt den Tieren, was den Tieren gehört,
und gebt den Menschen, was den Menschen gemäß ist!
Laissez faire – durch Bischof Krenn? Er wies den damaligen Dekan der Hochschule an, ihm baldmöglichst
einen Entwurf für ein neues Statut vorzulegen. Rund zehn Jahre geschah jedoch nichts. Wenn ein Bischof
eine Anweisung gibt, etwas solle „baldmöglichst“ geschehen, und dann duldet, daß „rund zehn Jahre nichts
geschieht“, dann wirft das doch ein recht fragwürdiges Licht auf ihn als Leiter seiner Diözese. In keinem
Betrieb der freien Wirtschaft würde ein Chef dulden, daß man zehn Jahre lang sich nicht um eine dringliche
Anordnung seinerseits kümmert. Es gibt für den gesunden Menschenverstand nur eine Deutung von Bischof
Krenns Verhalten: Entweder war ihm das Hochschulstatut selbst schnurz und piepe, oder sein Führungsstil
in solchen Dingen war generell „laissez faire“ – laß doch die Leute machen oder nicht machen, was sie
wollen. PS: Ich bin nicht aus Österreich und habe zu dem Komplex St. Pölten mangels Wissen keine dezidierte
Meinung. Aber obige Anmerkung mußte ich loswerden, da sich dieser Schluß mir aufdrängte.
Bitte korrekt bleiben Es geht bei den diplomatischen Schwierigkeiten zwischen dem Vatikan und Israel nicht
um „die Juden“, sondern um die Regierung des Herrn Ariel Scharon, mit dem viele Juden in und außerhalb
Israels durchaus nicht einverstanden sind. Scharon, ein Kriegsverbrecher (siehe Vorkommnisse im Lager
Shatila u.a. im Libanon in den 80er Jahren), hält sich grundsätzlich nicht an Abkommen, die ihm nicht
passen, ob sie mit den Palästinensern, den Amerikanern, der EU oder mit dem Vatikan odser sonstwem geschlossen
wurden. Aber dieses Verhalten sollte man keinesfalls der Gesamtheit der Juden in die Schuhe schieben und
auch nicht irgendwelche antisemitischen Schlüsse daraus ableiten.
Urteile ohne authentische Grundlage Haben wir den autorisierten Originaltext der Worte des Kardinals von
Westminster vorliegen? NEIN! Haben wir eine autorisierte Übersetzung seiner Worte ins Deutsche vorliegen?
NEIN! Aber schon sondern selbstgerechte (selbsternannte Gerechte) „Fromme“ hämische Worte über diesen
Mann ab und plustern sich scheinheilig auf. Sucht nur die Splitter in den Augen anderen, aber gebt bloß
die Balken im eigenen Auge nicht her!
Zu Israel Sitzt in der Redaktion von kreuz.net ein Wahrsager? Noch bevor die Demonstrationen in Jerusalem
stattgefunden haben, weiß man dort, daß sie „unzüchtig“ sein werden. Woher diese Information aus der
Zukunft?
@graham amor 1. Nach der Lehre der Kirche gehören alle gültig Getauften der katholischen Kirche an.
2. Die Bischöfe werden nicht von Gott eingesetzt, sondern vom Papst. Und der Papst wird von den Kardinälen
gewählt. Und das sind Bischöfe, die vom Papst ernannt wurden. Gott tritt bei keiner dieser Einsetzungen,
Wahlen und Ernennungen in Erscheinung.
Verwundert und verwirrt… Nach der Lektüre dieses Berichts fühle ich mich nicht aufgeklärt oder informiert,
sondern verwundert und verwirrt: a) Was haben Chlamydien mit der angeblichen „sexuellen Revolution“ zu
tun? b) Was für „Kinder“ hatte eigentlich die sexuelle Revolution, die sie jetzt fressen kann? Weiß
da jemand mehr?
Warum nur Allgemeinplätze? Es ist schade, daß in dem mit etwas weinerlichem Ton abgefaßten Artikel
keine konkreten Beispiele der beklagten Vorkommnisse aufgeführt sind. Alles nur Allgemeinplätze; nirgends
werden Roß und Reiter genannt. Dafür möchte ich zwei Beispiele dafür nennen, daß von christlicher
Seite durchaus immer noch Verhöhnungen des Judentums geduldet werden. Da ist zum einen der Regensburger
Dom mit seiner Darstellung der „Judensau“, die immer noch an der Außenmauer der Kirche prangt und die
Juden verhöhnt. Und da ist zum zweiten die Darstellung der Synagoge im Bamberger Dom als blinder und
besiegter Frau. Angesichts der Versuche des letzten Papstes, gute Beziehungen mit dem Judentum herzustellen,
wäre es an der Zeit, diese verunglimpfenden Darstellungen aus vergangenen Zeiten von den Domen zu entfernen
und in die Museen zu bringen…
Kann der Schöpfer sündigen? Man muss sich wundern, wenn man heute noch von der „Sünde von Sodom und
Gomorrha“ liest. Die Wissenschaft weiß inzwischen, dass die Veranlagung zur Homosexualität durch vorgeburtliche
Vorgänge (endokrinologische Prozesse im Mutterleib) determiniert wird, also ebenso „natürlich“ ist wie
etwa die Veranlagung zur Linkshändigkeit. Und so wie der Schöpfer die Möglichkeit zur Linkshändigkeit
in den Menschen einprogrammiert hat, hat er auch die Möglichkeit zur Homosexualität einprogrammiert.
In der Bibel steht, der Hase sei ein Wiederkäuer. Trotzdem wird heute in diesem Punkt keiner mehr der
Bibel folgen, sondern den Erkenntnissen der Zoologie. Was die „Sünde von Sodom und Gomorrha“ angeht,
sollte man den Erkenntnissen der Anthropologie folgen, und nicht den Vorurteilen, die vor 3000 Jahren
in einer Nomadengesellschaft aufgekommen sind…