virOblationis
Erstellt: 07:51:56 | Dienstag, 21. Juni 2005
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877 Lesermeinungen
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Zwielichtiger Professor
#15   virOblationis   16:00:14 | Freitag, 9. Juni 2006
Wessen Tochter?
Tochter_der_Göttin?
Wenn ich mir den Beitrag ansehe, dann handelt es sich vielleicht eher um eine Tochter_von_Hilde Benjamin.
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#28   virOblationis   08:19:12 | Freitag, 9. Juni 2006
Eph. 3, 14
Ja, so ist es: Die dem Menschen angemessene Haltung, der Gottes inne wird, ist das Knien. Dies gilt grundsätzlich gegenüber dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wenn der hl. Paulus im Zusammenhang von Eph. 3, 14 als Gebetshaltung das Knien in Zusammenhang mit dem Vater bringt, so ist dies um so verständlicher, wenn wir uns vor Augen halten, daß die meisten kirchlichen Gebete an den Vater unser gerichtet sind per Dominum nostrum … in unitate Spiritus Sancti etc.
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#24   virOblationis   21:41:38 | Donnerstag, 8. Juni 2006
noch einmal zu diesem Thema
Sie wiederholen sich, antworten aber nicht auf Eph. 3, 14 und darauf, daß man im Osten (wenigstens traditionell) in den Basiliken kein Gestühl hat, daß dort also die Rahmenbedingungen für das Knien ungünstig sind. – Ich habe schon kniend einige Zeit auf den Steinfliesen einer Kirche zugebracht, (zudem im Winter, ohne Heizung,) weiß daher, so meine ich, wovon ich rede.
Außerdem denken Sie ungeschichtlich: Wenn ich schreibe, daß es widersinnig ist, „das Knien aufzugeben“, so läßt sich dies nicht einfach rückwirkend auf das Nicaenum und die Apostel beziehn, als hätten sie gleichfalls „das Knien aufgegeben“: Wie hätten die Apostel dies tun sollen (in bezug auf das Nicaenum vgl.o. das zu den damaligen Kirchen Gesagte), da das Meßopfer bei dieser Gelegenheit erst eingesetzt wurde? Daß damals die Rahmenbedingung durch das Pascha-Mahl gegeben war, das nicht kniend eingenommen wurde, bedarf eigentlich nicht der Erwähnung, müßte doch klar sein.
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#21   virOblationis   19:22:57 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Entgegnung
Zitat:
„Dadurch sind alle orthodoxen Christen Ungläubigen. Die richtige Sicht der „wirklich“ kath. Kirche.
Denn, in der Orthodoxie ist: Knien in der sonntäglichen Liturgie nicht üblich und gilt sogar als unangemessen, da der Sonntag an die Auferstehung erinnern soll; (Zitat: Wikipedia).“
Die östlichen Schismatiker sind deswegen keine Ungläubigen, weil sie nicht knienn, doch sie könnten mit solchen darin verglichen werden. Würden sie knien, wäre eine Verwechslung dagegen ausgeschlossen. Dies ist in Kirchen des Ostens ohne Gestühl allerdings ungleich schwieriger als in unseren Bänken mit zum Knien vorgesehenen Leisten.
Zitat:
„Um Ehrfurcht zu zeigen muss man nicht unbedingt knien-
Ich habe mal gehört: Gott sieht die Herzen…“
Solche Sprüche werden immer wieder benutzt, um alle Form zu zerstören: Gott sehe ja ins Innere. – Ich halte dagegen: Wenn die Form nicht stimmt, stimmt auch der Inhalt nicht, denn eine Entsprechung zwischen beiden wird man nachdenkend kaum grundsätzlich bestreiten können.
Eph. 3, 14 beschreibt die Haltung, die dem Menschen angemessen ist, der Gott begegnet. – Wenn ein Bischof solchen Unsinn anordnet, wie ein Verbot des Kniens zum Agnus Dei, muß ihm kein Gläubiger folgen. Die Vollmacht ist den Hirten nicht gegeben, um zu zerstreuen; das aber wäre die unausweichliche Folge der Ehrfurchtslosigkeit gegenüber Gott, die darin zum Ausdruck gebracht wird, daß man meint, das Knien aufgeben zu sollen.
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#13   virOblationis   14:10:10 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Lösungsvorschlag
Vielleicht könnte man auch sagen: Es gibt zwei Haltungen – nämlich eine des Gläubigen, der kniet, wenn er Gottes angesichtig wird, und eine des Ungläubigen, der bleibt stehen.
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#11   virOblationis   13:54:34 | Donnerstag, 8. Juni 2006
flecto genua mea
Kein Knien gemäß Nicaenum? Nun ja.
Wie sieht es demgegenüber z.B. mit Eph. 3, 14 aus?
Redaktion benachrichtigen Das Flugzeug hat nie abgehoben
#4   virOblationis   13:43:24 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Benedikt XVI. analysiert… und dann?
Zitat:
„Die Kongregation für den Gottesdienst stehe bereit, den Anweisungen des Papstes zu folgen.
Doch Erzbischof Ranjith rechnet nicht mit schnellen Änderungen.“
Hoffentlich kein „Warten auf Godot“!
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#1   virOblationis   09:40:16 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Knien im Angesichte des Auferstandenen? – Wie kann man nur!
Man braucht doch nur eine veränderte Möblierung, um das Knien praktisch unmöglich zu machen: Kniebänke entfernen! – Nach so vielen Umbauten von Altarräumen im Zeichen des Vat. II sollte diese Kleinigkeit doch nicht so schwer fallen!
Redaktion benachrichtigen Ein Fluß, der die Geschichte durchströmt + …
#14   virOblationis   13:54:03 | Dienstag, 6. Juni 2006
Da lacht der Reaktionär!
„mief“, „spießbürger“ etc.: Warum nicht gleich Höck’scher „Klerikalfaschist“?
Alle Register des Vorurteils werden gezogen. Naja…
Wie erheiternd dagegen, was Benedikt schrieb:
„Es ist doch beschwerlich, wenn man nach Beendigung der Bauarbeiten auf ein Erdbeben warten muss, das dem Bau seinen letzten Schliff verleiht.“
Redaktion benachrichtigen Ein Fluß, der die Geschichte durchströmt + …
#3   virOblationis   09:15:58 | Dienstag, 6. Juni 2006
Seltsame Symbolik
„Über dem Chaos der Welt erhebt sich, von weitem sichtbar, als einziger gerader Bezugspunkt das Kreuz, wie ein Felsen, den die tosende Brandung umspült, oder wie ein Leuchtturm im Meer.“
Das Kirchenschiff mit Nebengebäuden als „tosende Brandung“, die gegen den „Leuchtturm im Meer“ anrennt?
Redaktion benachrichtigen Ein Fluß, der die Geschichte durchströmt + …
#1   virOblationis   09:07:01 | Dienstag, 6. Juni 2006
zerstörte Ordnung
„Das Modell spiegle ,eine Kirche für unsere Zeit’ – erklärte der Architekt vor der maltesischen Tageszeitung ‘Times of Malta’.“
Das finde ich sehr treffend: Es ragt ein Kreuz hervor aus einem Haufen Gerümpel.
Redaktion benachrichtigen Nie wieder + …
#50   virOblationis   16:18:51 | Freitag, 2. Juni 2006
eine Anmerkung
Zustimmung, Herr(?) Pünktchen.
Nur eine Anmerkung zu dem, was Herr K. schrieb:
„…wieso sind dann mit wehenden Fahnen alle Staaten (besonders die skandinavischen Länder) protestantisch geworden?…“
Nun, es waren ja nicht unbedingt die einfachen Gläubigen, die sich der luth. Irrlehre zuwandten, sd. in erster Linie die gekrönten Häupter dieser Länder, die wohl auch dieser Aspekt am „neuen Glauben“ faszinierte, daß sie nämlich mit seiner Hilfe die „böhmischen Geschenke“ (Th. Müntzer) in Form insbes. von Klöstern samt deren Grund und Boden einstreichen konnten. Gerade von den Finnen ist überliefert, daß ihnen ihr kath. Glaube nur mit Gewalt genommen werden konnte.
Redaktion benachrichtigen Trauer um Professor Heribert Mühlen
#11   virOblationis   14:47:05 | Freitag, 2. Juni 2006
Papstname
Die Namen bedeutender Päpste kenne ich auswendig. Aber ich kann mir nicht jeden merken.
Redaktion benachrichtigen Trauer um Professor Heribert Mühlen
#7   virOblationis   08:22:29 | Freitag, 2. Juni 2006
auch eine Tradition
expedit schrieb:
„Er bekam Tränen in die Augen und entschuldigte sich als Priester bei mir für seinen Mitbruder!“
Entschuldigungen für die Vergehen anderer auszusprechen, dies hat seit dem Pontifikat eines Papstes, dessen Name mir gerade entfallen ist, schon eine gewisse Tradition.
Redaktion benachrichtigen Genosse Volker Beck als Vorreiter
#4   virOblationis   11:44:50 | Donnerstag, 1. Juni 2006
entkriminalisierte Kinderschänderei
Exakt wie vorhergesagt, so droht es jetzt, sich zu verwirklichen.
Redaktion benachrichtigen Paukenschlag in Berlin
#26   virOblationis   15:17:55 | Mittwoch, 31. Mai 2006
zu Zwobbel
Zwobbel schrieb: …„Wenn das Inst. P.N. (=IPN) scheitert, liegt das einzig und allein an H.H. Goesche… Propst G. kann absolut nicht mit Geld umgehen! Er ist ein Verschwender!…“
Wollte er nicht auch der neuerrichteten Petrus-Kirche der FSSPX eine so prächtige Ausstattung verschaffen, daß die Bruderschaft danach finanziell nach Atem hätte ringen müssen?
Redaktion benachrichtigen Dürfen Homosexuelle das Gesetz brechen?
#224   virOblationis   08:31:12 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Bestätigung
Kreuzmeldung von Maria Königin (31.5.)
Niederlande. Eine neue niederländische Partei, die sich ‘NVD’ – „Liebe, Freiheit und Verschiedenheit“ – nennt, ist die erste europäische Homo-Partei, die offen für die Legalisierung und Verbreitung der Kinderschändung eintritt. Die … Partei erklärte …, daß man auch Kindern die ehelichen Akte gesetzlich erlauben sollte. Außerdem ist die neue Partei bestrebt, den gesetzlichen Schutz der Kinder vor Pornographie von 18 auf 16 Jahre zu senken…
Redaktion benachrichtigen Eine neue Benediktinerabtei in Deutschland
#26   virOblationis   21:06:56 | Dienstag, 30. Mai 2006
Mysterium
Das wird wohl Herrn Belisar ewig unverständlich bleiben, daß nicht sein Verstehen Maßstab für das Geschehen der gottesdienstlichen Feier ist.
Redaktion benachrichtigen Dürfen Homosexuelle das Gesetz brechen?
#173   virOblationis   16:36:48 | Dienstag, 30. Mai 2006
Kinderschänderei
Beobachterin schrrieb:
„Aha. Habe ich es mir doch gedacht. Wenn die Einvernehmlichkeit zu erfassen wäre, dann wäre Pädophilie nach Ihrer Auffassung bzw. nach der Auffassung von Beck & Co. nicht zu kriminalisieren.
Na, die Erfassung werden Sie schon noch hinkriegen.“
Vielleicht wird man sogar feststellen, daß Kinderschänderei förderlich für die Persönlichkeitsentwicklung ist. Dann kann man auf die vorgeschobene Einvernehmlichkeit gleich verzichten.
Das sei undenkbar? – Ich habe es bis vor wenigen Jahren auch für undenkbar gehalten, daß man Kinder an Sodomiten-Paare ausliefert.
Redaktion benachrichtigen Nicht alle beteiligten sich an der Papsthetze
#5   virOblationis   10:41:44 | Dienstag, 30. Mai 2006
Haltung
Hätte Benedikt XVI. einen Entschuldigungs-Bückling verrichtet, wäre ihm von interessierter Seite sicherlich sogleich eine sehr differenzierte Sicht der Dinge bescheinigt worden.
Redaktion benachrichtigen Illegaler Homo-Marsch in Moskau führt zu Unruhen
#415   virOblationis   08:49:23 | Dienstag, 30. Mai 2006
Akt der Reue
Guntram schrieb:
„…und in stiller Stunde werden Sie erkennen, daß sie eine verkrümte Seele haben und sich erst dann wieder erleichtert fühlen, wenn sie von der sodomistischen Unzucht ablassen.“
Ja, auch Oscar Wilde hat sich in letzter Stunde noch bekehrt.
Redaktion benachrichtigen Der strahlende Morgen danach
#6   virOblationis   20:46:12 | Montag, 29. Mai 2006
Kriegsverbrechen?
Wenn schon von Radioaktivität im Zusammenhang mit Kriegführung die Rede ist, dann darf man in diesem Zusammenhang wohl auch einmal an Hiroshima und Nagasaki erinnern.
Redaktion benachrichtigen Illegaler Homo-Marsch in Moskau führt zu Unruhen
#354   virOblationis   15:20:58 | Montag, 29. Mai 2006
Liberalismus mündet in die Anarchie
Herr Höck schrieb:
„Was ist am Ende „für die Wahrheit gewonnen“, wenn die Fäuste fliegen?“
Es flogen in Moskau die Fäuste, weil eine inkonsequente Obrigkeit eine Versammlung zwar verbot, doch nicht auflöste.
Die Alternative dazu, wenn sich die Wahrheit nicht durchsetzen würde, lautete: Alles ist erlaubt, solange der Diskurs währt – aber das erscheint mir, mit Verlaub, als eine durch Gerede garnierte Anarchie.
Redaktion benachrichtigen Illegaler Homo-Marsch in Moskau führt zu Unruhen
#347   virOblationis   14:06:32 | Montag, 29. Mai 2006
Akzeptanz und Toleranz
Her Höck schrieb:
„…vielleicht trägt es etw. zur Versachlichung bei, wenn man „Toleranz“ und „Akzeptanz“ unterscheiden würde. Ich muß nicht alles akzeptieren, was mein Gesprächspartner sagt, wenn ich ihn gleichwohl toleriere. Die Toleranzforderung hat Personen oder Personengruppen zum Gegenstand, die Akzeptanz (lat. Annahme, Anerkennung) eher Meinungen und Anschauungen…“
Ich fürchte, diese Ansicht läuft darauf hinaus, der (kath.) Wahrheit widersprechende Ansichten zwar eigentl. nicht richtig zu finden, sie aber jedem Menschen zuzugestehen. Damit ist am Ende nichts gewonnen, was für die Wahrheit von Belang wäre.
Redaktion benachrichtigen Dürfen Homosexuelle das Gesetz brechen?
#1   virOblationis   13:57:49 | Montag, 29. Mai 2006
Lob des Artikels
Was das Aufeinandertreffen von Christentum und Islam angeht, mag man wohl anderer Meinung sein als der Autor, aber darin, daß er aufzeigt, wie feindlich auch der Kirche gegenüber die „westliche Kultur“ ist, der Liberalismus, darin stimme ich ganz und gar zu.
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#326   virOblationis   09:22:17 | Montag, 29. Mai 2006
Beliebigkeit des Denkens
„Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.“
Was dieses vielzitierte Wort angeht, so kann ich mir nicht vorstellen, daß Rosa Luxemburg es auch auf Menschen außerhalb ihrer Partei angewandt hätte.
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#323   virOblationis   07:57:42 | Montag, 29. Mai 2006
Toleranz?
Konservativer schrieb:
„Vieleicht ist die Toleranz der Tot der freien Gesellschaft.“
Dabei geht es, denke ich, um falsch verstandene Toleranz, die meint, es sei ohnehin alles beliebig und müsse darum auch hingenommen werden. – Man vergleiche dazu den Ausspruch Benedikts XVI. von der „Diktatur des Relativismus“.
Allem, was irgendwie zum Vorschein kommt, schreibt man auch das Recht zu dazusein (vgl. dgg die Ungeborenen). Es fehlt die Unterscheidung von wahr und unwahr, gut und schlecht, seiend und dem Sein abträglich.
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#288   virOblationis   21:55:23 | Sonntag, 28. Mai 2006
Märtyrer von Uganda
Wenn es um Opfer und Sodomiten geht, möchte ich an die hll. Märtyrer von Uganda erinnern. Ihr Gedenktag ist bald: der 3. Juni.
Wenige Jahre, nachdem die christliche Mission das ostafrikanische Königreich Buganda (ein Teil des heutigen Uganda) erreicht hatte, entdeckten einheimische Gläubige am Hofe Mwangas II. (1884 – 1899, gest. 1903) eine Verschwörung des heidnischen Obersten der Beamten namens Katikiro. Auf ihre Fürsprache hin wurde er begnadigt; anschließend setzte ihn Mwanga II. sogar wieder in sein Amt ein. Statt den Christen dankbar zu sein, stiftete Katikiro den Kabaka, d.h. König, zu einer Verfolgung der Christen an, indem er deren Glauben als schädlich für das Staatswesen darstellte. Dazu kam, daß der Oberste der Pagen, Karl Lwanga, die christlichen Jünglinge am Königshof gelehrt hatte, den sodomitischen Neigungen Mwangas nicht nachzugeben. Deshalb wurden während der Christenverfolgung von 1885 bis 1887, bei der auch eine Reihe von Anglikanern den Tod fand, die christlichen Pagen zusammen mit ihrem Obersten besonders grausam getötet. Sie wurden am 3. Juni 1886 gefesselt, in Schilfmatten eingehüllt und auf einem Scheiterhaufen langsam verbrannt (vgl. 10.8.).
Wie sehr sollten sich kirchl. Würdenträger schämen, die die insbes. im Juni stattfindenden Sodomiten-Prozessionen wortlos hinnehmen, wenn sie nicht noch größeres Ärgernis bieten. Sie verhöhnen damit auch die hll. Märtyrer von Uganda, deren Leiden sich in demselben Monat ereignete.
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#279   virOblationis   21:30:43 | Sonntag, 28. Mai 2006
Grüne und Kinderschänderei
Beck ist der eine, Cohn-Bendit der andere:
„Einmal ist kein Mal,
zwei Mal ist immer“,
pflegte mein Griechischlehrer zu sagen.
Redaktion benachrichtigen Die Gewaltbereitschaft endet nicht mit der Tötung von Menschen im Mutterleib…
#60   virOblationis   20:16:06 | Sonntag, 28. Mai 2006
Ergänzung
Vollkommene Zustimmung!
„…wenn die so verführte Jugend aufsässig wird, sofern man ihr nur den geringsten Zwang auferlegen will, weil niemand sie lehrte, die Gesetze zu achten, ohne die keine Gesellschaft leben kann, dann ist Vorsicht geboten:
DIESER WEG DROHT IN DIE TYRANNEI ZU FÜHREN…“
Man kann vielleicht noch präzisieren: …in die Tyrannei der Anarchie.
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#215   virOblationis   20:06:36 | Sonntag, 28. Mai 2006
„Wer bist Du, Gott“
Zitat:
„Wer bist du, gott?
oder warum entscheidest du hier was moralisch verwerflich ist ???“
Man könnte ganz pragmatisch darauf verweisen, daß Gott der Schöpfer dem von Ihm Geschaffenen, also der Welt, ihre (Natur)gesetze gibt. Danach ist alle Sexualität, die von ihrer Intention her nicht der Fortpflanzung dient, im Widerspruch zu den göttlichen Geboten, die Er nun einmal erlassen hat.
Aber auch von Seinem Sein selbst her kann Gott (Gottes Wesen ist das Sein) nicht anders, als das zu gebieten, was dem Sein (bzw. Guten) dient: Das ist hinsichtl. des Menschen eine Sexualität, die der Fortpflanzung, der Arterhaltung, dient. So ist es zu verstehen, daß es nach der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau heißt: „Seid fruchtbar und mehret euch…“
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#202   virOblationis   19:51:27 | Sonntag, 28. Mai 2006
veritas victrix
Wenn die ohnehin spärlichen Argumente ausgehen, beginnt man mit einer willfährigen Justiz zu drohen.
Die göttl. Wahrheit ist unbesiegt, weil unbesiegbar. Sie wrid sich am Ende immer durchsetzen.
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#192   virOblationis   19:39:30 | Sonntag, 28. Mai 2006
Eid des Hippokrates
Zitat:
„Heißt es nicht schon im sog. Eid des Hippokrates: „Ich schwöre … Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben.“
Aber klar, auch der Eid ist von der Kirche geschrieben.“
Der Hippokratische Eid wäre ohne die Kirche kaum zur allgmeinen Verbreitung in der – damals christl. – Ärzteschaft gelangt. Heute, im Zeichen der Krise der Kirche seit dem Vat. II, hat dieser Eid dem entsprechend seine ehemalige Verbindlichkeit verloren. Ein Triumph des Liberalismus – für die Menschen, die dem ausgeliefert sind, ein trauriger Triumph.
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#141   virOblationis   18:07:35 | Sonntag, 28. Mai 2006
göttl. Wahrheit oder menschl. Anmaßung
Thaddaeus schrieb:Nach unten scrollen lohnt sich Konservativer schrieb am 28. Mai 2006 16:36:
„Grüne Bestrebungen“
Es fällt angenehm auf, wenn hier ausser legitimer Meinungsäußerung auch ein Dokument zitiert wird.
„Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung für die rechtlich im Gegensatz zur Pädosexualität völlig unproblematische Gleichstellung von Homo- und Heterosexualität wird das Zementieren eines sexual-repressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung der Pädosexualität aufnehmen zu können“
Dieses Zitat hat es in sich. Besser ist es aber, nach unten zu scrollen und den ganzen Beitrag zu lesen…
Die Stellungnahmen der Betroffenen zu diesem Zitat fielen ja sehr mager aus: Da sei ja nicht mehr aktuell…
Im Gegenteil zeigt dieses Zitat – ohne an eine aktuelle Situation gebunden zu sein – wie man vorgeht, um jeglicher Perversion Freiraum zu schaffen: Erst einmal das weniger anstößig Erscheinende vorschieben und dann mit dem Unerfreulicheren nachrücken.
Dahinter steht eben der Gedanke, der Mensch müsse sich nicht der göttl. Wahrheit unterwerfen, sd. hätte u.a. das Recht, innerhalb beliebiger Formen von Sexualität auszuwählen, was ihm am besten gefällt; das sei sogar sein Menschenrecht und alle anderen hätten dies zu akzeptieren.
Letztlich geht es um die Frage, wem man folgt: Gott und der von ihm mitgeteilten Wahrheit oder menschl. Anmaßung.
Redaktion benachrichtigen Illegaler Homo-Marsch in Moskau führt zu Unruhen
#107   virOblationis   16:58:52 | Sonntag, 28. Mai 2006
Inkonsequenz
Wenn die Moskauer Obrigkeit diese Versammlung verboten hatte, warum sorgte sie nicht selbst für ihre Auflösung?
Redaktion benachrichtigen Der Mutter die Gurgel durchgeschnitten
#8   virOblationis   20:45:50 | Freitag, 26. Mai 2006
Menschheitsbeglückung
„… der Staat [greife] immer mehr nach den Kindern…:

• Zweitens indem er in Erwägung zieht, Kindergärten und Kindertagesstätten zur staatlich verordneten Pflicht zu erheben.

• Viertens indem er die Ganztagsschule durchzusetzen sucht.
…“
Man kann nur froh sein, daß der Staat dann bankrott sein wird und dieses Programm so sein Ende findet.
Redaktion benachrichtigen Zum Schweigen gebracht
#47   virOblationis   14:31:33 | Freitag, 26. Mai 2006
Clausula Petri
Graf von Galen schrieb:
„Ich erinnere mich an eine Stelle i.d. Hl. Schrift, bei der es den Aposteln vom Hohen Rat verboten wurde, das Evangelium zu verkünden. Sie haben sich über dieses Verbot hinweggesetzt. Es kann also durchaus sein, daß es hier erlaubt oder gar moralisch geboten ist, Widerstand zu leisten.“
In der Tat: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg. 5, 29)
Redaktion benachrichtigen Zum Schweigen gebracht
#31   virOblationis   16:19:56 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Luther und Petrus Canisius
an Benedikt:
Luther hat verlangt, durch die Hl. Schrift (die er verstand, wie er es wollte) oder Vernunftgründe überzeugt zu werden, nicht durch die überlieferte Lehre.
an Zwobbel:
Wann die Exkommunikation Hermanns V. erfolgte, geht aus dem Text leider nicht hervor. Klar ist aber, daß die kleine Gemeinschaft der Jesuiten überall in der Stadt gegen den zur Häresie neigenden Bischof arbeitete und sich selbst durch die von der Stadtobrigkeit verfügte de facto – Auflösung ihrer Gemeinschaft nicht davon abbringen ließ. Die jungen Jesuiten müssen Köln in geistlichem Sinne so aufgebracht haben, daß Hermann V. sich dort nicht mehr halten konnte. – Jedenfalls verstehe ich den von mir angeführten Text in diesem Sinne. – Daß nun gerade der Ordensobere der Jesuiten der „Erfinder“ des Kadavergehorsams war, davon wußte Petrus Canisius zu jener Zeit wohl noch nichts. Den Ignatius lernte er wohl erst während seiner anschließenden Reise nach Italien kennen, denke ich.
Redaktion benachrichtigen Zum Schweigen gebracht
#28   virOblationis   15:06:53 | Mittwoch, 24. Mai 2006
St. Petrus Canisius
an Zwobbel
„Jetzt drang die Irrlehre auch in die Stadt Köln ein und
zwar durch den vom Glauben abgefallenen Oberhirten selbst. Canisius und seine Ordensgenossen arbeiteten aber mit desto mehr Eifer und mit einem Erfolge, der ihnen eben so viel Trost, als den Irrgläubigen Aerger verursachte. Da suchten diese die Jesuiten, die ihren Neuerungen zu erfolgreich entgegenarbeiteten, mit Gewalt aus der Stadt zu vertreiben. Einem Befehl des Stadtrathes gemäß sollten sie die Stadt verlassen, oder wenigstens nur getrennt in derselben leben. Die Jesuiten gehorchten diesem Befehle, verließen aber in dieser Gefahr die Stadt nicht, sondern wirkten, da sie in verschiedenen Theilen der Stadt sich aufhielten, desto mehr auf viele Einzelne. Der Sturm ging vorüber und die Verfolgten durften wieder in ihr Haus und zu ihren Arbeiten zurückkehren … Durch vereintes Zusammenwirken des Kaisers Karl V. und des Papstes Paul III. wurde nämlich i.J. 1547 der schon im Jahr vorher excommunicirte Erzbischof Hermann [V.] aller seiner Würden entsetzt und an dessen Stelle bestieg sein bisheriger Condjutor, Graf Adolph von Schaumburg, den erzbischöflichen Stuhl. Dazu hatte Canisius kräftig mitgewirkt und so erhielt er die Stadt, wie es ihm die Kölner immer verdankten, beim wahren katholischen Glauben.“
[Heiligen-Lexikon: Petrus Canisius, B. (186). Vollständiges Heiligen-Lexikon, S. 31645 (vgl. HL Bd. 4, S. 846f.)]
Redaktion benachrichtigen Zum Schweigen gebracht
#13   virOblationis   11:49:04 | Mittwoch, 24. Mai 2006
revolutionärer Heiliger
Um den hl. Petrus Canisius (27.4.) sammelte sich die erste Jesuiten-Niederlassung in Deutschland, und zwar zu Köln. Dessen Bischof neigte der luth. Häresie zu. Doch die kleine Gemeinschaft der Kölner Jesuiten trat gegen Erzbischof Hermann V. von Wied (1515 – 1546, gest. 1552) auf, so daß dieser schließlich in seinem Amte durch den rechtgläubigen Adolph III. von Schauenburg (1546 – 1556) ersetzt wurde.
Redaktion benachrichtigen Zum Schweigen gebracht
#10   virOblationis   11:25:11 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Kadavergehorsam
Einerseits: Gehorsam gegenüber dem Bischof ist geboten. Man kann sich ja nicht einfach aussuchen, wann man gehorcht und wann nicht
Andererseits: Ein Bischof, der sich in grundlegenden Fragen nicht an die Lehre der Kirche hält, hat den Anspruch auf Gehorsam wohl weitgehend verloren.
N.B. Der auf Ignatius von Loyola zurückgehende Kadavergehorsam war einst eine Stärke der Kirche, jetzt ist sie zur Schwäche geworden.
Redaktion benachrichtigen Spanische Sozialisten provozieren Unruhen in einer Pfarrei
#38   virOblationis   16:26:59 | Dienstag, 23. Mai 2006
Bekräftigung
Wie schon 28.IX. – 28.X. sagte:
@Maledica,Volle Zustimmung!!!
Redaktion benachrichtigen „Ein jämmerlicher Amtsmißbrauch“
#5   virOblationis   15:19:12 | Montag, 22. Mai 2006
immer wieder dasselbe
Was für eine kümmerliche Belohnung für das Wechseln der Seite! Men erkennt daran, wie viel der Konzilskiche die Tradition oder vielmehr: die Rückkehr der Traditionalisten wert ist.
Redaktion benachrichtigen Der nächste Schritt in der Kurienreform
#6   virOblationis   20:27:21 | Samstag, 20. Mai 2006
Klärung?
Mons. Angelo Gracias (66) wird in dem Art. „Bedrückende Spaltungsmentalität“ als der „gegenwärtige Weihbischof von Bombay“ bezeichnet.
Redaktion benachrichtigen Dem modernen Religionslehrer-Chinesisch das Grab geschaufelt
#26   virOblationis   12:10:38 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Bekräftigung
Der Aquinate schrieb: „Man kann nichts auswendig lernen, was man nicht verstanden hat. Ganz einfach.“
Eben das sehe ich, wie gesagt, anders.
Redaktion benachrichtigen Dem modernen Religionslehrer-Chinesisch das Grab geschaufelt
#18   virOblationis   09:28:32 | Mittwoch, 17. Mai 2006
Ausweniggelerntes
Der Aquinate schrieb: „Wie sein offensichtliches Vorbild befördert er das stumpfe Auswendiglernen, aber nicht das Verständnis.“
Ich würde das Auswendiglernen nicht so negativ beurteilen wie Sie. Was man auswendig weiß, mag sich dem Verständnis vielleicht erst nach Jahren erschließen. Das halte ich nicht für so schlimm, wenn denn das Auswendiggelernte der kath. Wahrheit entspricht. Sie ist das Kriterium, nicht unser Vermögen zu verstehen. Letzteres bleibt ihr gegenüber immer das Sekundäre.
Redaktion benachrichtigen „Es gab keinen Kahlschlag“
#7   virOblationis   14:07:42 | Dienstag, 16. Mai 2006
Wahrheit
„Der Opfergedanke hätte freilich immer schon gewaltige ökumenische Probleme hervorgerufen.“
Ein interessantes Kriterium: Nicht mehr die offenbarte Wahrheit ist entscheidend, sd. das gute Miteinander.
Redaktion benachrichtigen Noch ein weiter Weg
#29   virOblationis   07:48:12 | Dienstag, 16. Mai 2006
Unordnung
Graf von Galen schrieb:
„Was ich in Zusammenhang mit der SSPx nicht verstehe ist, wieso diese allem Anschein nach von Rom gezwungen werden soll,nichtdogmatische Aussagen von VII z.B. zur Religionsfreiheit, die auch noch in Widerspruch zur früheren Lehre der katholischen Kirche stehen, anzunehmen. Ich dachte immer, man muß als Katholik nur die Dogmen glauben. Ein Bischof Lehmann jedoch, der den Großketzer Luther zum Kirchenlehrer machen will, wird zum Kardinal kreiert.“
Dies zeigt die in Rom herrschende Unordnung; ja, die in der gesamten Kirche herrschende Unordnung hat offenbar in der römischen ihren Ursprung. Wenn Rom nicht bei sich selbst beginnt, wird es die Kirche kaum zu geordneten Verhältnissen zurückführen können.
Redaktion benachrichtigen Koranverse neben dem Kreuz
#5   virOblationis   19:21:18 | Montag, 15. Mai 2006
Gebetsstätte
Mit dem mohammedanischen Gebet in einem christlichen Gotteshaus wird dieses eigentlich von den Jüngern des Propheten in Besitz genommen – nach ihrem eigenen Verständnis jedenfalls. Das zeigt schon die Erzählung von der Weigerung Omars, nach der Eroberung Jerusalems im 7. Jh in der Grabeskirche zu beten: Er habe nicht gewollt, daß man sie den Christen mit eben dieser Begründung später einmal wegnehme. Stattdessen betete der Kalif vor dem Eingang der Kirche, und dieser Platz wurde den Christen denn auch später genommen, um dort eine Omar-Moschee zu errichten. (Als der Eingang von Osten nach Süden verlegt wurde, „zog“ die Omar-Moschee „mit um“.)
Aus der beschriebenen Haltung heraus ist es Mohammedanern, soweit mir bekannt, gänzlich zuwider, daß Christen in ihren Moscheen beten, da sie meinen, diese könnten dann begründeten Anspruch auf die Übernahme des Hauses erheben. Hingegen nutzen sie gern die Gelegenheit zum Gebet in Kirchen.
Redaktion benachrichtigen Koranverse neben dem Kreuz
#1   virOblationis   18:44:08 | Montag, 15. Mai 2006
Her ja, aber hin?
Wie wär’s denn im Gegenzug mit einer christlichen Andacht in einer Moschee? – Nun, daraus wird wohl nichts werden.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#46   virOblationis   21:52:01 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Menschenrechte und Wandel
„Die Menschenrechtsidee ist zu Bethlehem geboren.“ – Ja, und dann geriet sie in Vergessenheit, um im 18. Jh von Feinden des Glaubens wiederentdeckt zu werden.
„Selbstverständlich ist das Ewige Wort des Vaters nicht dem ,Wandel’ unterlegen.“ – Aber wenn es doch lebendig ist! So lebendig wie die Tradition! Die ist doch auch nicht starr und kann vom Lehramt der jeweils vorherrschenden Zeitströmung entsprechend neu formuliert werden, vom lebendigen Lehramt, wodurch sie doch im Kern gar nicht verändert wird.
Redaktion benachrichtigen Walpurgisnacht in der Offenen Kirche
#3   virOblationis   15:13:04 | Dienstag, 9. Mai 2006
Kirchenraum
Es könnte sich aber bei dem Kirchenraum dem Anschein nach immerhin um einen solchen handeln, der einmal für das hl. Meßopfer errichtet worden ist.
Redaktion benachrichtigen Man wollte das Leben – doch es kam der Tod
#4   virOblationis   08:13:39 | Dienstag, 9. Mai 2006
O Ewigkeit, du Donnerwort
Mir erscheint dieser Text ein wenig unklar.
Der Grund wird wohl folgender sein:
Wenn der Papst von denen spricht, die sich für das Leben entscheiden wollten und sich dadurch den Tod zuzogen, so ist wohl – unausgesprochen – daran gedacht, daß sie auf das diesseitige Leben fixiert waren, während wir Christen wissen, daß das Leben seinen Anfang im Diesseits nimmt, aber (nach dem Gericht) ewig andauert.
Die Unklarheit entsteht nun m.E. dadurch, daß der Papst im Hinblick auf die Christen und das Leben nicht von der Ewigkeit spricht, wie zu erwarten gewesen wäre, sondern wiederum ausschließlich von dem Leben im Diesseits: denn wie wäre es anders zu verstehen, daß er vom „ersten bis zum letzten Augenblick seiner (sc. des Menschen) Existenz“ spricht?
Benedikt XVI. schreibt:
„Alles ist miteinander verbunden: die tiefste Entscheidung für den gekreuzigten Christus mit der radikalen Option für das Leben – vom ersten bis zum letzten Augenblick seiner Existenz.“
und er meint offenbar:
„…die tiefste Entscheidung für den gekreuzigten Christus …für das [diesseitige] Leben…“
Redaktion benachrichtigen Neue Indultgemeinden in Deutschland
#9   virOblationis   17:50:59 | Montag, 8. Mai 2006
Wes Geistes Kind war Paul V.?
Wie konnte er am 7. Februar 1971 beim Angelus-Gebet angesichts der Erfolge der Raumfahrt ausrufen:
„Ehre [sei] dem Menschen!
Ehre [dessen] Denken!
Ehre der Wissenschaft!
Ehre der Technik!
Ehre der Arbeit!
Ehre der menschlichen Kühnheit!
Ehre dem Menschen,
dem König der Erde und nun auch Fürst des Himmels!“
Von einem Katholiken kann ich mir solches eigentlich nicht vorstellen. – Vielleicht doch ein Maurer, ein Maurer ohne Schürze?
Redaktion benachrichtigen Benedikt XVI. empfing EU-Chef + …
#13   virOblationis   14:10:56 | Montag, 8. Mai 2006
Fatima
Ja, sehen Sie: In jedem Fall geht es um bedrängten Glauben, Glaubenskrise.
Redaktion benachrichtigen Benedikt XVI. empfing EU-Chef + …
#11   virOblationis   07:39:22 | Montag, 8. Mai 2006
Fatima
an Benedikt:
Es gibt Hinweise im Text, die auf den Inhalt des 3. Geheimnisses schließen lassen, z.B.: „In Portugal wird das Dogma des Glaubens stets erhalten bleiben usw.“ – Dem müßte sich solch ein Satz anschließen wie: „Anderswo aber geht er unter“ o.ä.
an Breze:
„Belegen Sie bitte Ihre Behauptung (sc. einer nicht stattgefundenen Rußlandweihe), die Geschichte der letzten Jahrzehnte lehrt mich etwas anderes…“
Zweifellos hat es mehrfache Rußlandweihen seit dem Bekanntwerden der Forderung der Muttergottes gegeben, doch ist es fraglich, wie weit diese Weihen der geforderten tatsächlich entsprochen haben. Meines Wissens sollte die Weihe zusammen mit allen Bischöfen der Kirche vollzogen werden, es hat aber keine entsprechenden Handlungen des Episkopates im Zusammenhang mit der Weihe durch Pius XII. und Joh. Paul II. gegeben.
Redaktion benachrichtigen Ein alt-katholischer Bischof spricht Prior Roger Schütz heilig
#11   virOblationis   14:01:28 | Sonntag, 7. Mai 2006
Erlösung
Monti schrieb:
„WENN Gott … mein Heil und das Heil meiner Mitmenschen wirklich von der Kirchenzugehörigkeit abhängig machen sollte, verzichte ich lieber, denn dann weiss ich nicht, ob ich mit manchen ach so kirchentreuen Katholiken mein Zeit im Jenseits verbringen möchte.“
Mach Sie sich keine Sorgen, Monti! Mit einer solchen Haltung werden Sie ohnehin nicht in den Himmel eingehen.
Redaktion benachrichtigen Wozu Vorurteile gegen Rom schüren?
#36   virOblationis   13:51:54 | Sonntag, 7. Mai 2006
das neue Rom
Toby schrieb:
„Die Gemeinschaft mit dem Bischof
hängt doch nicht von einer freiwilligen oder aufgezwungenen Konzelebration im Novus Ordo am Gründonnerstag ab.
Nicht einmal die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils wünscht eine starre Einheitlichkeit der Form zur Pflicht zu machen (vgl. SC 37).
Und die Dominikaner mussten früher auch nicht am Gründonnerstag im römischen Ritus zelebrieren, um ihre Verbundenheit mit den Bischöfen zum Ausdruck zu bringen, nicht einmal dann, wenn sie in einer Pfarrei aushalfen.“
Ich denke, ein solches Vorgehen wie die Erzwingung der Zelebration des NOM hat seinen Grund auch nicht im geschriebenen Recht oder durch das Vat. II verabschiedeten Beschlüssen. M. E. ist dies ein Aspekt der in Rom z.Z. herrschenden Ordnung – oder besser: Unordnung – die auch zweifelhafte Texte des Vat. II so hoch bewertet, als ständen sie über der gesamten, vorangeganenen Tradition.
Der NOM gehört zur Konzilskirche wie die Vat. II – Theologie. Diese sollen unbedingt maßgeblich sein und werden darum nötigenfalls erzwungen, auch ohne rechtliche Basis
Redaktion benachrichtigen Der Papst und seine Soldaten + …
#4   virOblationis   13:34:18 | Sonntag, 7. Mai 2006
Würste
Lieber „die beleidigte Leberwurst“ als ein komischer Hans Wurst, mit dem jeder nach Belieben verfahren kann.
Redaktion benachrichtigen Der nächste Akt im Kondomtheater
#10   virOblationis   13:36:40 | Samstag, 6. Mai 2006
Wahrheit
Hans Gruber schrieb:
„…dass sich hier niemand fragt, woher eigentlich die ganzen HIV-Infektionen kommen. Wenn man sich als Katholik an die Gebote hält…, dann kommt man auch nicht in die Verlegenheit über solche Probleme nachdenken zu müssen.“
Es ist wohl so, daß viele diese schlichte Wahrheit nicht mögen.
Redaktion benachrichtigen Der nächste Akt im Kondomtheater
#4   virOblationis   21:13:55 | Freitag, 5. Mai 2006
Was wird aus Benedikt XVI.?
Erst trat Kurienkardinal Javier Lozano Barragán an die Öffentlichkeit, ihm folgte auf Radio Vatikan Hw. Schockenhoff; jetzt legt Kardinal Mario Conti nach. Dies sieht nach konzertierter Aktion der Progressisten aus.
Entgleiten dem von seiner diplomatischen Niederlage in China angeschlagenen Papst die Zügel?
Redaktion benachrichtigen Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen
#43   virOblationis   11:46:08 | Freitag, 5. Mai 2006
Allons enfants de la patrie!
„Zwang ist ein Irrweg! Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind, recht verstanden, allesamt christliche Grundsätze!“
Ja, wenn ich mich recht entsinne, gehen sie auf die christliche Revolution von 1789 zurück.
Redaktion benachrichtigen Das schnelle Ende einer kurzen Freundschaft
#19   virOblationis   12:12:44 | Mittwoch, 3. Mai 2006
Ergebnisse von Dauer
Sind jetzt anscheinend auch noch Benedikts XVI. diplomatische Bemühungen um China gescheitert – was wird dann bleiben von diesem Pontifikat?
Redaktion benachrichtigen Lehrer, Denker, Grübler + …
#3   virOblationis   12:15:44 | Dienstag, 2. Mai 2006
Sel. Clemens von Galen, bitte für uns!
„Dabei stellte er auch die Frage, warum die Kirche angeblich damit scheiterte, das Gewissen „der“ Gläubigen so zu formen, daß sie eine Mittäterschaft an der Vernichtungsmaschine der Nazis verweigert hätten?“
Gerade gläubige Katholiken wären wohl die letzten gewesen, die man in die streng geheim vollzogene Vernichtung vor allem von Juden eingeweiht hätte.
Redaktion benachrichtigen Etikettenschwindel?
#19   virOblationis   16:48:48 | Montag, 1. Mai 2006
Ergänzung
Wenn ich mich recht entsinne, wurde so verfahren, daß Rom einfach die Satzung der FSSP änderte, wonach P. Bisig nicht wieder kandidieren durfte.
Redaktion benachrichtigen Homosexuelle Neigungen sind eine Form der Neurose
#68   virOblationis   15:43:56 | Mittwoch, 26. April 2006
stille Kammer
Guntram schrieb:
„Sie (sc. die Sodomisten) mögen in ihrem stillen Kämmerlein treiben was sie wollen,…“
Das stille Kämmerlein sollte doch dem Gebet vorbehalten bleiben (s. Matth. 6, 6) und nicht als Stätte der widernatürlichen Unzucht dienen.
Redaktion benachrichtigen Privates vom Papst + …
#8   virOblationis   13:14:44 | Mittwoch, 26. April 2006
Diagnose
Catharina schrieb:
„…Durch die uneheliche, für die Kirche widernatürliche Verbindung mit der Welt und ihren Ideologien hat sie (sc. die Kirche) nun AIDS…“
Genau erkannt und hervorragend formuliert!
Redaktion benachrichtigen Die sieben Todsünden der Traditionalisten
#51   virOblationis   22:39:21 | Dienstag, 25. April 2006
Herzlichkeit
Sofiairene schrieb:
„…bei der Piusbruderschaft. Kaum je habe ich in 19 Jahren mit anderen Gläubigen oder Patres ein freundliches Wort oder einen Gruß austauschen können… Hoffentlich ist die Kälte, die mir jedes Mal entgegenströmt, nur Teil meiner Wahrnehmung…“
Was Sie schreiben, erstaunt mich. Gewiß, es gibt auch in unserer Kapelle Gläubige, die mit anderen keinen Kontakt wünschen, und die Patres haben nun einmal ganz unterschiedliche Charaktere. Insgesamt aber habe ich in der Kapelle schon weit mehr Herzlichkeit gefunden, als in den NOM-Gemeinden, die ich früher kennengelernt habe. – Und das im kühlen Norden!
Redaktion benachrichtigen Tränen in Traunstein
#13   virOblationis   08:02:24 | Dienstag, 25. April 2006
Dann erhebet eure Häupter!
Uwe Schmidt schrieb:
„…dann stimmt mich das allerdings sehr traurig – denn dann kommen die großen Gottesstrafen.“
Es wäre meiner Meinung nach besser, wenn das Gericht endlich begänne, denn damit käme auch dessen Ende in Sicht. Solange das verdiente Strafgericht aber noch ausbleibt, schweigt Gott, und das scheint mir noch schlimmer zu sein als alles andere.
Redaktion benachrichtigen Die Bischöfe zeigen viel Verständnis
#47   virOblationis   13:26:02 | Samstag, 22. April 2006
Kinderschänderei
Rudolfson schrieb:
„Warum distanziert Ihr Euch nicht deutlich von solchen Verbrechern, die Eure Grünen seit 1985 im Schlepptau des Homobootes mitziehen?“
Wenn niemand wegen seiner sexuellen Ausrichtung benachteiligt werden soll, dann muß dies natürlich letztlich für jegliche Perversion gelten.
Redaktion benachrichtigen Die sieben Todsünden der Traditionalisten
#39   virOblationis   08:29:59 | Donnerstag, 20. April 2006
sog. Sieben Todsünden
Die Siebenzahl weist darauf hin, daß es dem Bischof kaum um die exakte Feststellung des Schweregrades der aufgezählten Sünden ging, sondern vielmehr um eine Abwandlung der volkstümlich sog. „Sieben Todsünden“ (so, wie man beispielsweise „Zehn Gebote für Autofahrer“ o.Ä. formuliert hat):
Hoffart (Demut)
Neid (wohlwollende Liebe)
Zorn (Geduld)
Geiz (Freigebigkeit)
Unmäßigkeit (Nüchternheit)
Unkeuschheit (Keuschheit)
Trägheit (Eifer im Guten)
In meiner Aufzählung der „Sieben Todsünden“ habe ich die entgegengesetzten Tugenden in Klammern mit aufgeführt.
Redaktion benachrichtigen Die sieben Todsünden der Traditionalisten
#2   virOblationis   12:24:12 | Dienstag, 18. April 2006
Tradition
Immerhin, ohne die von ihm gebrandmarkten Traditionalisten wäre Msgr. Rifan nicht Bischof. – Renegaten verhalten sich oft am häßlichsten.
Redaktion benachrichtigen Ein Buhmann der Kirchengeschichte wird aktuell
#1   virOblationis   17:51:46 | Montag, 17. April 2006
Lob des kreuz.nets sowie des obigen Artikels
Ein überaus klarer Artikel, von hoher Warte aus geschrieben.
Wie schön, daß es kreuz.net gibt, wodurch man die Gelegenheit erhält, solche Artikel zu lesen.
Redaktion benachrichtigen Die Vollendung der Schöpfung + …
#3   virOblationis   14:26:24 | Montag, 17. April 2006
Pakt gegen Abtreibung
„…der Augsburger Bischof…[rief] die Gläubigen zu einem breiten gesellschaftlichen Pakt gegen Abtreibung auf.“
Ob er bei jener Gelegenheit auch ein Wort zu dem Verhalten der deutschen Bischöfe sagte, deren unvergleichlicher Einsatz im Kampf gegen die Abtreibung durch Joh. Paul II. in seiner Ausrichtung ein wenig korrigiert werden mußte?
Redaktion benachrichtigen Im Schimmel des 19. Jahrhunderts
#1   virOblationis   14:00:42 | Donnerstag, 13. April 2006
„anspruchsloser Kirchenfürst“
„Er (sc. Thomas Kardinal Williams (75)) sei einer der anspruchslosesten Kirchenfürsten, denen man begegnen könne, erklärte John Allen – der Vatikanist des ‘Reporter’…“
In welchem Sinne ist dies gemeint, im geistlichen?
Redaktion benachrichtigen Keine Heilige Kommunion für einen autistischen Knaben
#13   virOblationis   13:42:36 | Donnerstag, 13. April 2006
Anrufung der hl. Juliana von Falconieri
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die hl. Johanna von Falconieri (19.6.). Als sie auf dem Sterbebett lag, war es ihr wegen Erbrechens nicht möglich zu kommunizieren. – Jemand anders an ihrer Stelle kommunizieren zu lassen, wie in dem Bericht aus den USA beschrieben, kam ihr nicht in den Sinn; so etwas ist ja auch abwegig. Stattdessen bat sie den anwesenden Priester darum, ihr die hl. Hostie mit dem Corporale auf die mit einem Tuch bedeckte Brust zu legen, um den eucharistischen Heiland anzubeten. – So könnte, wie bereits vorgeschlagen, der Junge geistig kommunizieren.
Bei der Heiligen nun ereignete sich ein Wunder: Die um ihre Oberin versammelten Schwestern und der Priester sahen die hl. Hostie verschwinden. Sie war in die Heilige eingegangen, die auf diese Weise wunderbar kommunizierte. Nach St. Julianas Tod am 19. Juni 1341 entdeckte man beim Waschen des Leichnams nahe dem Herzen das eingedrückte Abbild einer Hostie. – Wenn Juliana auch eine besondere Gnade zuteil wurde, so hat doch auch sie vor der Schwierigkeit gestanden, kommunizieren zu wollen und es nicht zu können. So wäre es möglich, sie anzurufen, um dem Jungen zu helfen, so daß er vielleicht den Zwang, das Allerheiligste auszuspeien, überwindet.
Redaktion benachrichtigen Das Hotel Collegium Leoninum lädt zum Schmause
#8   virOblationis   13:35:39 | Mittwoch, 12. April 2006
Schaf-Sein II
…Die Schafe …kennen seine (sc. ihres Herrn) Stimme.
Einem Fremden folgen sie nicht…
(Joh. 10, 4f.)
Redaktion benachrichtigen „Nicht nur los von Rom, sondern los von Gott.“
#47   virOblationis   13:28:17 | Mittwoch, 12. April 2006
Hl. Papst Leo d. Gr., bitte für uns!
Was haben Sie, Catharina, am Niveau der „Konzilsbrocken“ auszusetzen? Warum soll man sich mit Begleitumständen des Zustandekommens von Konzilsbeschlüssen nicht befassen? Ich erinnere an das Konzil von Ephesus 449 – und wünsche mir, daß das Vat. II dessen Schicksal teilen möge.
Redaktion benachrichtigen Das Hotel Collegium Leoninum lädt zum Schmause
#5   virOblationis   13:17:40 | Mittwoch, 12. April 2006
Anmerkung zur Aufforderung zum „Schaf-Sein“
Schaf bin ich gern. Doch trotte ich deshalb noch lange keinem (modernistischen) Wolf hinterher.
Redaktion benachrichtigen Man wird mich dreiteilen
#1   virOblationis   18:35:54 | Sonntag, 9. April 2006
Namensform
Wenn schon Moses statt Mose, dann bitte auch Isaias und Jeremias statt Jesaja und Jeremia.
Redaktion benachrichtigen Unermüdlicher Prophet + …
#28   virOblationis   16:07:30 | Montag, 3. April 2006
Hl. Röm. Reich
Natürlich stand Napoleon I. hinter dem Regensburger Reichsdeputationshauptschluß. Seinem Kaisertum stand dasjenige des Hl. Röm. Reiches natürlich im Wege. Zu Hilfe kam ihm der durch die Aufklärung geschwächte Katholizismus der Fürsten (vorangegangene Säkularisierungen!).
Meiner Meinung nach haben die Fürsten, die mit Napoleon paktierten, das Reich – auf Kosten der bis dahin reichsunmittelbaren Reichsgrafen, Reichsritter und Reichsstädte – verraten; Napoleon hat sie mit Titeln und Territorien belohnt.
Als 1806 sechzehn Fürsten Süd- und Mitteldeutschlands ihren Austritt aus dem Reich erklärten und sich zum Rheinbund zusammengeschlossen Napoleon I. unterstellten, da blieb Kaiser Franz II. (1792 – 1806), der bereits zwei Jahre zuvor den Titel „Kaiser von Österreich“ (Franz I., 1804 – 1835) angenommen hatte, nichts weiter übrig, als die Krone des Reiches niederzulegen.
In irgendeiner Form muß das Röm. Reich (zweigeteilt?) fortexistieren, wenn die daniel. Prophezeiungen recht haben. Sofern es aber jemals wieder öffentlich erscheint, sollten die Fürsten (bzw. ihre Nachkommen), die das Hl. Röm. Reich zugrunde gerichtet haben, meiner Meinung nach keinerlei Vollmacht mehr erhalten.
Redaktion benachrichtigen Heute schon gefastet? + …
#9   virOblationis   15:48:46 | Montag, 3. April 2006
zweites Confiteor
Vom Volk wurde – soweit mir bekannt – zumeist nach der Predigt die „offene Schuld“ bekannt. Das zweite Confiteor wird in unserer Kapelle nach wie vor gebetet, und zwar von den Ministranten allein vor der Kommunion.
Redaktion benachrichtigen Die Lösung ist Hans Küng
#2   virOblationis   14:03:14 | Montag, 3. April 2006
Ausgang des religiösen Dialoges
„Ein Dialog ist nur dann möglich, wenn man sich – unbeschadet aller Unterschiede – zunächst einmal als Ebenbürtiger unter Ebenbürtigen akzeptiert (»par cum pari loquitur«).“
Doch dabei dürfte es nicht bleiben, dies müßte nur der Beginn sein. Wenn es tatsächlich Katholiken (mit unverkürztem Glauben) wären, die den Dialog führen, würde schließlich gerade wieder die Einzigartigkeit des kath. Glaubens notwendig wieder hervortreten. – Wie G. K. Chesterton schreibt (in seinem Buch über Thomas von Aquin): „Die Einsicht, daß wahrhaft religiöse Menschen lernen sollen, einander zu achten, ist wirklich ein sehr großer Fortschritt. Die Achtung aber hat dort Ungleichheit entdeckt, wo die Verachtung nur Gleichmacherei kannte.“
Redaktion benachrichtigen Im Zeichen des Gedächtnisses an das Konzil
#31   virOblationis   16:57:32 | Dienstag, 28. März 2006
an Ansgar
Ich kann natürlich nur anerkennen, was Sie erlebt haben, doch habe ich mit meiner Tochter eine gegenteilige Erfahrung gemacht. Sie war (bis zum neunten Lebensjahr) von den gewöhnlichen NOM-Messen schon so genervt – insbesondere mißfielen ihr das Händeschütteln beim Friedensgruß und die Kinderversammlung beim Altar – daß es immer schwieriger wurde, sie dorthin noch mitzunehmen. Dann haben wir zur Alten Messe gefunden. Dort sind vergleichbare Probleme in den vergangenen vier Jahren kaum mehr aufgetaucht. Meine Tochter war schon beim ersten Mal vom gesungenen, lateinischen Evangelium so überwältigt, daß sie in Tränen ausbrach. Sie hat von Anfang an einen Zugang zur Alten Messe gefunden, obwohl sie erst jetzt beginnt, Latein zu lernen.
Redaktion benachrichtigen Worte des Vorgängers + …
#2   virOblationis   09:59:50 | Montag, 27. März 2006
trotz Hölle, Tod und Teufel
„Das Gericht kam zur Erkenntnis, daß die Homo-Konkubine den Kleinen zu Tode geprügelt hat, weil er sie nicht „Vater“ nennen wollte.“
Die (dem Menschen vom Schöpfer geschenkte) Natur ist letztlich stärker als jegliche Ideologie und läßt sich – selbst unter Todesdrohung – nicht bezwingen.
Redaktion benachrichtigen Noch ein Zeichen der Hoffnung
#1   virOblationis   11:50:54 | Freitag, 24. März 2006
die gemeinsame Suche nach der Wahrheit
Unitatis redintegratio 11:
… Darüber hinaus müssen beim ökumenischen Dialog die kath. Theologen, wenn sie in Treue zur Lehre der Kirche in gemeinsamer Forschungsarbeit mit den getrennten Brüdern die göttl. Geheimnisse zu ergründen suchen, mit Wahrheitsliebe, mit Liebe und Demut vorgehen… So wird der Weg bereitet werden, auf dem alle in diesem brüderlichen Wettbewerb zur tieferen Erkenntnis und deutlicheren Darstellung der unerforschlichen Reichtümer Christi angeregt werden.
Redaktion benachrichtigen Ein Schuß ins Vorderhirn?
#20   virOblationis   15:16:45 | Mittwoch, 22. März 2006
Ruah mask.
3.(1.) Kön. 10, 5: …hajah (statt hajetah) …ruah,
Ij. 41, 8: …ruah…jabo’ (statt tabo’),
Prov. 18, 14: ruah…jecalcel (statt tecalcel).
Redaktion benachrichtigen Ein Schuß ins Vorderhirn?
#12   virOblationis   13:19:30 | Mittwoch, 22. März 2006
entgegen einem weitverbreiteten Vorurteil
Im Hebr. ist ruah nur in den meisten Fällen fem., zuweilen aber auch mask.
Redaktion benachrichtigen Prostitution oder Passionsspiel?
#19   virOblationis   08:02:34 | Montag, 20. März 2006
Priesterweihe
Es wird zwar die Nachweihe mehrerer Priester behauptet, Namen werden genannt – aber wo bleiben Belege dafür? Solange keine (nicht-sedisvakantistischen) Quellen angegeben werden, ist dies für mich nichts, als der Versuch, die Bruderschaft anzuschwärzen.
Redaktion benachrichtigen Wie unser Pfarrer abserviert wurde
#16   virOblationis   07:47:12 | Montag, 20. März 2006
gültige Weihen
Wie könnte es wohl die Priesterfreunde der Bruderschaft geben, wenn deren Weihen nicht anerkannt würden?
Redaktion benachrichtigen Wie unser Pfarrer abserviert wurde
#13   virOblationis   19:37:32 | Sonntag, 19. März 2006
der mögliche Weg
Auf das Einverständnis Ihres Bischofs würden Sie wohl allzu lange warten müssen. Eine praktikablere Lösung scheint mir dagegen der Weg zur FSSPX zu sein. Dort finden Sie, was Sie, wenn ich Ihre Worte recht verstehe, suchen: Keine aufmüpfigen Laien-Gremien; eine würdige Zelebration der hl. Messe; Volksfömmigkeit im besten Sinne (Rosenkranz, Wallfahrten etc.); unverkürzte Verkündigung des kath. Glaubens.
Redaktion benachrichtigen „Stellt sich Bischof Williamson gegen eine Aussöhnung?“
#70   virOblationis   16:22:02 | Samstag, 18. März 2006
Staat und Kirche
Offenbar ist der sel. Pius IX. anderer Ansicht. Wenn sein Syllabus die Ansicht verurteilt, der gemäß es nicht dienlich sei, die kath. Religion als einzige Staatsreligion anzuerkennen und alle übrigen Formen der Gottesverehrung auszuschließen (77); die Religionsfreiheit trägt nämlich dazu bei, die Sitten und Herzen der Völker leichter zu verderben und die Pest des Indifferentismus zu verbreiten (s. 79). B. Pius IX. setzt ganz offensichtlich voraus, daß der Staat die kath. Religion als die einzig wahre erkennen kann: Die Kirche ist ja so einzigartig, daß jeder, der sehen will, dies einsieht (s. vier Kennzeichen, Bestätigung durch Wunder). Darum verurteilt der Syllabus auch die Ansicht, der Staat sei von der Kirche zu trennen (55).
Freilich ist die Sorge für den Menschen auf zwei Gewalten verteilt – doch geht es beiden um denselben Menschen, seine zeitliche Wohlfahrt und sein ewiges Heil, so daß sich die Zuständigkeiten überschneiden können, wie Leo XIII. in Immortale Dei feststellt; und er fährt fort: „Deshalb muß (necesse est) zwischen beiden Gewalten eine gewisse Verbindung bestehen, [und] diese wird sicherlich nicht zu Unrecht mit der Verbindung verglichen, durch die Seele und Leib im Menschen verknüpft werden.“
Redaktion benachrichtigen „Stellt sich Bischof Williamson gegen eine Aussöhnung?“
#52   virOblationis   13:09:32 | Freitag, 17. März 2006
noch einmal: Religionsfreiheit
Wenn man (hinsichtlich der Religionsfreiheit) die „Ebene einer gesellschaftlichen und historischen Notwendigkeit“ von der „Ebene der Metaphysik“ trennt, droht man der lutherischen Irrlehre anheimzufallen (Zwei-Reiche-Lehre). Christus ist aber Herr der gesamten, durch Ihn geschaffenen Wirklichkeit, nicht nur der „metaphysischen Ebene“.
Mit welchem Recht also dürfte man die Wirklichkeit aufspalten und die liberal verstandene Freiheit der Religion nur in einem Teilbereich gelten lassen! – Wenn demnach gilt:
B) Jede Religion (als Gemeinschaft von Individuen) hat ein gleiches Recht (vor dem Gesetz),
dann gilt auch:
A) Jede Religion (als System von Wahrheiten) hat ein gleiches Recht (auf Anerkennung).
Die dagegen angeführte Aufspaltung der Wirklichkeit weist (wie ich schon einmal angemerkt habe) auf den Irrtum des Siger von Brabant zurück (doppelte Wahrheit: philosophisch – theologisch), der von St. Thomas korrigiert wurde und sich von seinem Irrtum abwandte.
Es ist also völlig klar, daß man weder A) akzeptieren, noch B) anerkennen kann.
Was aber die von mir einander gegenübergestellten Zitate betrifft: Wer die (reformatorischen) „Kirchen und Gemeinschaften“ als „Mittel des Heiles“ einschätzt, wird ihnen gern volle Freiheit im Staate gewähren; anders derjenige, der sie vom „Geist des Teufels geleitet“ sieht.
Redaktion benachrichtigen „Stellt sich Bischof Williamson gegen eine Aussöhnung?“
#46   virOblationis   08:57:19 | Freitag, 17. März 2006
Diskontinuität
Hier ein Beispiel für die „scheinbare(n) Diskontinuität“, die tatsächlich die „wahre Natur und … Identität bewahrt und vertieft“ hat:
Im Römischen Katechismus des Trienter Konzils heißt es im Zusammenhang mit den Kennzeichen der Kirche:
„Aber wie diese eine Kirche … vom Heiligen Geist regiert wird, so sind notwendigerweise alle übrigen, welche sich den Namen ‘Kirche’ anmaßen, … vom Geiste des Teufels geleitet …“ (Cat. rom. I, 10).
Demgegenüber meint Unitatis redintegratio 3:
„… Ebenso sind diese getrennten Kirchen und Gemeinschaften trotz der Mängel, die ihnen nach unserem Glauben anhaften, nicht ohne Bedeutung und Gewicht im Geheimnis des Heiles. Denn der Geist Christi hat sich gewürdigt, sie als Mittel des Heiles zu gebrauchen, (deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauen Fülle der Gnade und Wahrheit herleitet)…“
Redaktion benachrichtigen „Stellt sich Bischof Williamson gegen eine Aussöhnung?“
#33   virOblationis   22:25:22 | Mittwoch, 15. März 2006
1. Kor. 15 (Fortsetzung)
… und hier der Rest:
27 Alles ist [Ihm] unterworfen,
[dann ist] ohne Zweifel [gemeint]:
außer jenem, der Ihm alles unterworfen hat.
[Natürlich wird der Vater nicht der Königsherrschaft des Sohnes unterworfen, sd. Er vollendet sie.]
28 Wenn jenem aber alles unterworfen sein wird,
dann wird sich der Sohn jenem unterwerfen, der Ihm alles unterworfen hat,
damit Gott (sc. der Vater) sei alles in allem.
[Das ist dann sozusagen die Überhöhung der Vollendung.]
Redaktion benachrichtigen „Stellt sich Bischof Williamson gegen eine Aussöhnung?“
#31   virOblationis   22:02:50 | Mittwoch, 15. März 2006
1. Kor. 15
Ich habe mich mit dem angeführten Text aus 1. Kor. 15 noch nicht eingehender befaßt, doch auf den ersten Blick scheint er doch sehr klar die Königsherrschaft Christi im Sinne der Tradition zu stützen:
22 … Es werden alle in Christus lebendig gemacht werden.
[Die allg. Auferstehung der Toten.]
23 Ein jeder aber in seiner Ordnung:
Als erster Christus;
dann die, die, wenn Christus [wieder]kommt, zu ihm gehören.
[Die Christen der letzten Generation.]
24 Dann kommt das Ende,
wenn Er das Reich / die Königsherrschaft dem Gott und Vater übergeben wird,
wenn er abgesetzt haben wird jede [englische] Gewalt, Macht und Kraft.
[Erst am jüngsten Tag übergibt der Heiland das Regnum Gott; bis dahin wird Er als König herrschen – wenn auch beeinträchtigt z.B. durch gottfeindliche Engelmächte.]
25 Denn Er (sc. der Heiland) muß herrschen,
bis Er (sc. der Vater) Ihm alle Feinde unter die Füße legt.
[Noch einmal: Es ist sogar notwendig, daß der Heiland bis zum jüngsten Tag als König herrscht. Alle, die dem widerstreben, wird der Vater Ihm schließlich unterwerfen.]
26 Als letzter Feind wird der Tod vernichtet.
Alles nämlich unterwirft Er (sc. der Vater) unter Seine (sc. des Heilands) Füße.
Wenn es aber heißt:

[gekürzt wegen 1500-Zeichen-Limit.]
Redaktion benachrichtigen „Der Papst hat den Notstand in der Kirche de facto anerkannt“
#46   virOblationis   07:33:23 | Dienstag, 14. März 2006
Catharina!
Ich würde es bedauern, wenn Sie sich zu Protestanten zurückzögen, um nichts mehr über die „Messe aller Zeiten“ oder die „Verpflichtung des Staates gegenüber der wahren Religion“ lesen zu müssen. Diese haben sich ja gerade als eigenständige, von Rom abgespaltene Gemeinschaft(en) konstituiert, indem sie bestimmte, kath. Lehren verwarfen oder umbildeten (vgl. Luthers „Deutsche Messe“ und in bezug auf den Staat seine „Zwei-Reiche-Lehre“).
Ihre ebenso geistreichen wie im Tonfall höflichen Beiträge habe ich gern gelesen, obwohl ich inhaltlich nicht unbedingt damit übereinstimmte.
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#73   virOblationis   15:30:32 | Sonntag, 12. März 2006
Religionsfreiheit
Wenn Pfarrer Milch feststellt, „daß man nämlich [letztlich] keinen Menschen zwingen kann, eine Religion anzunehmen“, dann ist dies tatsächlich „ein uralter Hut.“ Gewiß ist der Mensch verpflichtet, nach der (kath.) Wahrheit zu suchen und sie anzunehmen, wenn er sie findet. So heißt es auch in Dignitatis humanae (2).
Allerdings, dabei ist man in der „Erklärung über die Religionsfreiheit“ nicht etwa stehengeblieben. Denn danach wird das Suchen des einzelnen so hoch erhoben, daß sein Gewissen der Wahrheit übergeordnet wird. Statt jeden aufzufordern, sein Gewissen von der Wahrheit erleuchten zu lassen, heißt es, daß jeder seinem Gewissen – nicht der Wahrheit! – zu folgen habe (3). Anschließend wird vom Staat, der in geistlichen Dingen nichts vermag (wie könnte er sich dann von der Kirche belehren lassen!), verlangt, daß er jeden in religiöser Hinsicht unterschiedslos seinem Gewissen folgen lasse. Und weil die Menschen nun einmal ihre Kulte gemeinsam praktizieren, so hat der Staat auch jeden Kult gewähren zu lassen, wenn dieser sich in der Öffentlichkeit präsentiert (4). Tür und Tor werden also geöffnet, damit Katholiken zu anderen Kulten abfallen können!
Damit verleitet die Kirche ja die ihr anvertrauten Seelen geradezu, ihre ewige Seligkeit auf’s Spiel zu setzen, ihr Lebensziel zu verfehlen. Wie kann sie so sprechen, wenn sie weiß, daß sie allein den einzig sicheren Weg zum Heil bietet! Tut sie dies, weil die wahre Religion in ihr lediglich subsistiert (1)?
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#3   virOblationis   14:59:00 | Sonntag, 12. März 2006
Widerlich
Wie heißt es jetzt immer: Niemand darf wegen seiner sexuellen Ausrichtung benachteiligt werden. – Wenn man einmal die Grenze überschritten hat und das Widernatürliche vom Natürlichen nicht mehr unterscheidet, dann gibt es kein Halten mehr.
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#61   virOblationis   12:49:02 | Samstag, 11. März 2006
Benedikt XVI.
zu Romulus: Die fehlende Religionsfreiheit in islamischen Staaten kann m.E. nicht einfach mit der von (traditionsbewußten) Christen ersehnten Königsherrschaft Christi gleichgesetzt werden, da der Islam nicht zwischen Religion und Staat unterscheidet. Die Königsherrschaft Christi beeinträchtigt doch nicht die innere Selbständigkeit des Staates: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist…“ Allerdings muß dem Staat von der Kirche als Hüterin der (göttl. offenbarten) Wahrheit vorgegeben werden, wonach er seine Verfassung, seine Gesetze auszurichten hat (10 Gebote!), sonst beginnt er, wie ein Betrunkener umherzutaumeln und Unrecht als Recht auszugeben. So erleben wir es ja jetzt, daß z.B. zwar Mörder nicht mehr getötet werden, dafür aber Unschuldige im Mutterleib.
Zwar spricht Benedikt XVI. von Laizismus, doch der Sache nach enthält seine Enzyklika m.E. durchaus Gegenteiliges. Dort wird ja von der Gerechtigkeit gesprochen, die der Staat anstreben soll, doch zugleich auch davon, daß sich dessen Vernunft vom Glauben belehren lassen muß.
Ebenso mag Benedikt XVI. vom Liberalismus sprechen, doch zugleich verurteilt er die Diktatur des Relativismus und greift damit eine liberale Beliebigkeit an.
Um diese Sachverhalte zu ergründen, reicht es meiner Meinung nach nicht aus, nur das jeweils benutzte Vokabular zu bewerten.
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#13   virOblationis   10:05:51 | Dienstag, 7. März 2006
Wort-Gottesdienst
Da haben Sie recht, Benedikt. Doch enttäuschen Sie auf diese Weise die Menge der Protestantisierer.
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#25   virOblationis   15:14:24 | Sonntag, 5. März 2006
echtes Photo?
Ob es sich um einen Bildschirm hinter Mutter Theresa handelt, vermag ich nicht zu erkennen. – Allerdings würde auch ich eher erwarten, daß andere Menschen auf dem rechten Bild (zumindest teilweise) zu sehen sind. – Ob Mutter Theresa hier betet oder meditiert, ist aus dem Bild nicht zu erkennen; indsofern braucht es sich nicht um eine „Anbetung“ Buddhas zu handeln.
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#21   virOblationis   14:53:30 | Sonntag, 5. März 2006
Mutter Theresa
Religiös indifferente Äußerungen von Mutter Theresa habe ich schon einmal gelesen; nur ist mir der Wortlaut leider entfallen. Es würde mich darum nicht wundern, wenn sie einmal ihre Aufgeschlossenheit den Vertretern einer anderen Religion gegenüber in solcher wie der dargestellten Weise gezeigt haben sollte.
Das Teppichmuster auf beiden Bildern scheint sich zu entsprechen; vor dem linken Knie der Beterin auf dem linken Bild wie bei Mutter Theresa liegt ein Gegenstand. Angesichts solcher Übereinstimmungen frage ich mich: Warum soll es sich um ein manipuliertes Bild und nicht um eine Vergrößerung handeln?
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#72   virOblationis   22:56:46 | Freitag, 3. März 2006
katholischer Glaube
Was Sie, werter Karim, über die Herkunft des Begriffes „Gott“ ausführen, bezieht sich m.E. wiederum auf natürliche Gotteserkenntnis. – Wenn Sie eine solche für Hebr. 11, 6 ablehnen, dann vergleichen Sie doch einmal den Text mit Röm. 1, 19f. Was über Gott an beiden Stellen gesagt wird, ähnelt sich inhaltlich sehr (wenn auch in umgekehrter Reihenfolge):
seine Kraft [zum Guten] und Göttlichkeit (Röm 1, 20)
daß Gott ist und … ein Vergelter [sein] wird (Hebr. 11, 6)
Nun, sollte obiges Glaubenswissen auf eine Offenbarung zurückgehen, dann wohl ehestens auf die Ur-Offenbarung. – Ein darauf beruhender Glaube aber rettet nicht, er macht nicht selig, wenn das Evangelium erst einmal bekannt ist. Seine Aussagen sind zu vergleichen mit Grundartikeln, auf die alles andere (durch Offenbarung Bekannte) zurückzuführen ist, wie es ja auch der hl. Thomas an der von Ihnen angeführten Stelle schreibt.
Sie konstruieren sich einen eigenen Glaubensbegriff, indem Sie versuchen, den Glauben auf bloßen Monotheismus zu reduzieren. Das entspricht vielleicht Lessings Ringparabel, aber weder der hl. Schrift, noch der Tradition. Wenn Sie ausgerechnet Pius XI., den Gegner des Ökumenismus, für solchen monotheistischen, vorgeblich seligmachenden Glauben in Anspruch nehmen wollen, so verweise ich auf das von diesem Papst eingeführte Christkönigsfest mit seiner anschließenden Weihe, wo der Islam neben dem Heidentum genannt wird: Beider Anhänger sollen erst noch zum Licht des Gottesreiches geführt werden.
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#67   virOblationis   12:28:30 | Freitag, 3. März 2006
zum Verständnis des Briefes von 1076
Werter Karim, wie schön, daß Sie sich die Mühe gemacht haben, den Text des hl. Gregor VII. zugänglich zu machen!
Jetzt ist es klar, was für eine diplomatische Mission der Brief begleitete. Der mauretanische König sendet einen Priester, der zum Bischof geweiht werden soll, und läßt – zum Zeichen seines guten Willens – auch noch eine Anzahl von gefangenen Christen frei; er stellt sogar die Freilassung weiterer Christen[sklaven] in Aussicht.(*)
Die Ausführungen Gregors in bezug auf den Glauben und die Gottes- und Nächstenliebe des Regenten bewegen sich anscheinend innerhalb der Grenzen der natürlichen Vernunft. Das zeigt auch gerade der Verweis auf die Goldene Regel (Matth. 7, 12).
Der Heilige Vater sagt keineswegs, daß der angesprochene König durch einen solchen Glauben (und solche Liebe) gerettet wird, doch er „ersehnt“ dessen Aufnahme in den „Schoß Abrahams“ (desideramus … Deus … in sinum … Abrahæ … te perducat). – St. Gregor spricht allerdings über die näheren Bedingungen, unter denen dieses möglich wird.
(*) Bei den von Albericus und Cincius gesandten Männern (Dienern) handelt es sich vielleicht um Handwerker oder Künstler mit einem bestimmten, begrenzten Auftrag am Hofe des mauretanischen Königs. Darauf könnten die Worte hinweise, daß diese Männer solches mitbringen oder zu bieten haben, „was dir in unseren Heimatländern gefallen könnte“ (de his quæ in patribus nostris placuerit).
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#52   virOblationis   20:20:22 | Donnerstag, 2. März 2006
Brief von 1076
Ich vermag nicht ganz nachzuvollziehen, was an dem Text St. Gregors so anstößig sein soll.
Der Heilige fordert – an dieser Stelle – nicht zum Glauben auf: Nun, ich wies schon darauf hin, daß der Gegenstand des Schreibens nicht die ewige Seligkeit ist, sondern ein gedeihliches Miteinander (hanc charitatem…).
Weiterhin ist davon die Rede, daß wir wie die Moslems „an den einen Gott, freilich auf verschiedene Weise, glauben und ihn bekennen, die wir ihn als Schöpfer der Zeitalter und Lenker dieser Welt täglich loben und verehren (…qui unum Deum, licet diverso modo, credimus et confitemur, qui eum Creatorem sæculorum et gubernatorem hujus mundi quotidie laudamus et veneramur).“ – Geht denn das hier Gesagte über den Bereich der natürlichen Gotteserkennntis hinaus? Gottes Göttlichkeit und ewige Macht sind doch für alle Menschen seit Erschaffung der Welt anhand Seiner Werke zu erkennen (s. Röm. 1, 19f.)!
(Zur Quellenangabe PL 148, 451 A: Ich habe leider keine Möglichkeit mehr, mir das Zitat im Zusammenhang anzusehen, da die Bibliothek, die ich seit Jahrzehnten aufgesucht habe, u.a. ihre Migne-Bände verkauft hat. Was für ein Jammer! Was für Zeiten!)
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#29   virOblationis   08:45:09 | Donnerstag, 2. März 2006
an Karim
Ich sehe in dem, was Sie schreiben, die Tendenz, den Glauben ins Belieben des einzelnen zu stellen: „…daß jemand im Gewissen erkennt, daß er den … Glauben annehmen müßte…“ Nun hat uns der Heiland offenbart, daß er die Wahrheit ist (Joh. 14, 6). Die Wahrheit aber will nicht beurteilt, sondern einzig und allein angenommen, bejaht werden.
Natürlich weiß ich, daß dies nicht stets sofort geschieht. Oft zieht es sich über Jahre hin, bis die Entscheidung für den Glauben fällt. Aber letztlich führt nichts an der Frage vorbei: Nehme ich die Wahrheit, die ganz katholische Wahrheit, an oder nicht? Dies entscheidet über den Zugang zur ewigen Seligkeit.
Der Glaube an die grundlegenden Artikel entbindet nicht von der Annahme der Konsequenzen (s. Credo, Taufe). Wenn ich mich ihnen verweigere, verweigere ich den Glauben insgesamt. – Der Glaube ist grundsätzlich nicht von seinen Inhalten zu trennen, so daß man sie zurückstellen könnte, ohne sich gegen die Tugend des Glaubens zu vergehen.
Wenn aber St. Gregor VII. in dem von Ihnen zitierten Brief den Adressaten nicht zur Annahme des Glaubens aufruft, so hat dies offenbar den Grund, daß das Thema, über welches er schreibt, nicht die ewige Seligkeit, sondern ein gedeihliches Miteinander ist, und dazu bedarf es nicht unbedingt des katholischen Glaubens.
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#24   virOblationis   21:05:15 | Mittwoch, 1. März 2006
an Karim
Wie Sie sagen, führt der hl. Thomas in dem von Ihnen angeführten Sätzen aus der 7. Frage der ersten Abhandlung (von Summa Theol. II II) den Glauben auf Grundartikel zurück, in denen alles als Konsequenz beschlossen ist.
Wichtig daran erscheint mir, daß der Glaube ein geschlossenes Ganzes ist, daß man nicht in einzelne Wahrheiten aufteilen kann; deshalb ist es auch so wenig sinnvoll, auf Elemente der Wahrheit und der Heiligung außerhalb der kath. Kirche zu verweisen.
Wie Sie, werter Karim, folgern, kann ein Nicht-Christ die (alles weitere enthaltenden) Grundartikel des Glaubens anerkennen und so zur Erlösung finden, d.h. er kann – so weit es ihm unter jenen Umständen möglich ist – Gott erkennen und dadurch dem Leibe Christi angegliedert werden, da eben der auf die Grundartikel ausgerichtete Glaube den Wunsch nach der Taufe einschließt: Dieser Nicht-Christ wird gerechtfertigt durch die sog. Begierdetaufe.
Wenn derselbe Mensch aber der christlichen Botschaft begegnet, hat er den aus den Grundartikeln herkommenden Konsequenzen zu folgen und das Evangelium anzunehmen. Dann gilt: „Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden.“ Lehnt er dies jedoch ab, zieht er sich das Gericht zu: „Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ (Mark. 16, 16)
Redaktion benachrichtigen kreuzfalsch: Rom plant die Beauftragung von Spezialexorzisten
#9   virOblationis   19:55:09 | Montag, 27. Februar 2006
Humor
Ich dachte stets, es sei gut katholisch, Humor zu haben und Spaß zu verstehen. Oder ist dies nun auch den Traditionalisten vorbehalten?
Ich habe mich jedenfalls sehr gefreut, an diesem Rosenmontag „auf kreuz.net“ ausgiebig lachen zu können.
Redaktion benachrichtigen Wohin kommen die Säuglinge, die ungetauft sterben?
#21   virOblationis   14:18:10 | Montag, 27. Februar 2006
noch einmal: limbus puerorum
Schade, daß Sie, Werte Stimme, werter Irenäus, nicht an den Limbus-Artikel vom 26. Januar angeknüpft haben, in dem ich mich an einer Variante der Illuminationstheorie versucht habe. Gerade Gegenargumente können die Erkenntnis ja befördern.
Redaktion benachrichtigen Die westlichen Werte
#5   virOblationis   17:28:10 | Sonntag, 26. Februar 2006
Lehrer
Wenn doch nur Sokrates, Platon und Aristoteles unsere Lehrer wären! Ich fürchte, seit dem Ende des Mittelalters sind Stoa, Skepsis und Epikuräertum an ihre Stelle getreten.
Redaktion benachrichtigen Schock im Vatikan? + …
#11   virOblationis   21:00:58 | Samstag, 25. Februar 2006
ein Herr, ein Glaube
Eben. Was ist schon Eph. 4, 4 – 6 im Vergleich zu einem Ausspruch aus dem Munde von Fr. Jepsen!
Redaktion benachrichtigen Wie unser Pfarrer abserviert wurde
#11   virOblationis   20:08:52 | Samstag, 25. Februar 2006
zu Sozialkatholisch
Der gläubige Katholik zeichnet sich keineswegs dadurch aus, daß er jedem noch so schlechten Hirten folgt. Als Beispiel aus der Geschichte verweise ich auf den hl. Petrus Canisisus, der – auch in finsteren Zeiten – als zweiter Apostel Deutschlands wirkte. Als er noch jung und fast gänzlich unbekannt war, trat er mit den wenigen Jesuiten Deutschlands (s. erste Ordensniederlassung in Köln) gegen den Erzbischof der Stadt an, der sich der Reformation zugewandt hatte. So ist es auch Petrus Canisius und seinen Mitstreitern zu verdanken, daß das (ehemals) „heilige Köln nicht dem Luthertum anheimfiel.
Redaktion benachrichtigen Die Party ist vorüber
#6   virOblationis   15:44:23 | Samstag, 25. Februar 2006
erneute Weihe
Es wäre viel zu tun, wollte man alle Kirchen neu weihen, die für Fremdkulte mißbraucht worden sind: Als neueres Beispiel wäre das Fatima-Heiligtum zu erwähnen, als älteres der Kölner Dom, den das Domkapitel – mit Zustimmung von Kardinal Frings – im Jahre 1965 teilweise (das nördl. Seitenschiff) den Mohammedanern zur Verfügung stellte, um das Ende ihres Fastenmonats zu begehen.
An dem von mir neulich erwähnten Beispiel des Hamburger Mariendoms sieht man ja, daß nicht einmal ein Mord hinreicht, um eine erneute Weihe herbeizuführen. Es ist wohl so, daß die deutschen Bischöfe heute nichts mehr von der Heiligkeit des Kirchenraumes wissen wollen: Das ist praktischer Protestantismus.
Redaktion benachrichtigen Sie tagen + …
#3   virOblationis   20:47:58 | Freitag, 24. Februar 2006
Fragmentarisierung des Protestantismus
Die Fragmentarisierung des Protestantismus hat einen tieferen Grund: Die (vermeintliche) Gottunmittelbarkeit des Gläubigen, der ihretwegen auf die hl. Kirche meint verzichten zu können, denn er ist sozusagen „sein eigener Papst“. Dies bringt eine immer weitgehendere Aufsplitterung mit sich. In letzter Konsequenz müßte dies eigentlich dazu führen, daß jeder Protestant (als einziges Mitglied) seiner eigenen Glaubensgemeinschaft angehört.
Redaktion benachrichtigen Ein exzellentes Heilmittel gegen den theologischen Tripper
#1   virOblationis   14:12:24 | Freitag, 24. Februar 2006
Hl. Elias, bitte für uns!
Der ba’alisierten Religion fehlt nur noch die entsprechende Tempel- bzw. Kirchen-Prostitution.
Redaktion benachrichtigen Wie unser Pfarrer abserviert wurde
#2   virOblationis   19:37:02 | Donnerstag, 23. Februar 2006
guter Hirte
Ein guter Bischof hätte dem Pfarrer vielleicht im vertrauten Gespräch geraten, die Demission zurückzunehmen. Jedenfalls hätte er seinen Priester gewiß in Schutz genommen.
Was wäre das Rätesystem ohne willfährige, schwache Bischöfe, die sich vor einer feindseligen Öffentlichkeit fürchten!
Man stelle sich nur einmal vor, wie der sel. Löwe von Münster sich einer solchen Situation gestellt hätte!
Redaktion benachrichtigen Der Papst ernennt neue Kardinäle
#15   virOblationis   18:10:48 | Donnerstag, 23. Februar 2006
Laienkardinäle
Wenn es Laien gab, die zu Kardinälen ernannt wurden, dann wird es Geweihte gegeben haben, die die mit dem Amt verbundenen, geistlichen Tätigkeiten übernahmen – das konnten sie selbst ja nicht. Vergleichbares gab es jedenfalls bei Bischöfen und Äbten.
Redaktion benachrichtigen Der Papst ernennt neue Kardinäle
#10   virOblationis   13:59:44 | Donnerstag, 23. Februar 2006
siebzig Kardinäle
Seit 1586 (bis zu Joh. XXIII.) gab es sechs Kardinalbischöfe, fünfzig Kardinalpriester und vierzehn Kardinaldiakone. – Was mit Laienkardinälen gemeint ist, verstehe ich nicht.
Redaktion benachrichtigen Abschied im Zorn
#18   virOblationis   13:14:56 | Donnerstag, 23. Februar 2006
Das rechte Verständnis der Kirche
Mir scheint, daß dieser auf Abwege geratene Priester ebenso wie zahlreiche Modernisten(*) nicht recht zwischen der heiligen Kirche als myst. Leib Christi und ihren Gliedern, die sündigen können, unterscheidet. Einzelne Glieder mögen Irrtümer, ja Häresien verbreiten, doch die Kirche bleibt stets dieselbe: una, sancta, catholica et apostolica ecclesia.
Z.B. sprach einmal in einer Verlautbarung – es muß nach meiner Erinnerung um das Jahr 2000 gewesen sein – die deutsche Bischofskonferenz von „Sünden der Kirche“ statt von Verfehlungen einzelner der ihr angehörigen Gläubigen. Dieser Irrtum (freundlich formuliert) kann allerdings auf Lumen Gentium Art. 8 verweisen, wo man die Worte „…Ecclesia …sancta simul et semper purificanda…“ zumindest in solchem Sinne verstehen kann. – Diese Redeweise (…Kirche…zugleich heilig und stets reinigungsbedürftig…) erinnert wohl kaum zufällig an Luthers „simul iustus et peccator“ (zugleich Gerecht[fertigt]er und Sünder).
Redaktion benachrichtigen Altersbegrenzung ab 16 Jahren
#18   virOblationis   14:41:53 | Dienstag, 21. Februar 2006
Anmerkung
Selbst ein Mord führte nicht dazu, daß unsere Bischofskirche neu geweiht wurde: So geschehen, als Ludwig Averkamp zum neuen Erzbischof bestimmt worden war, aber noch nicht in Hamburg residierte. – Dies nur als Anmerkung zum Umgang mit dem Raum, in dem das Meßopfer dargebracht wird, durch die Vertreter eines zeitgemäßen(?) Katholizismus.
Redaktion benachrichtigen Im Vatikan sprudeln die Quellen
#17   virOblationis   08:42:55 | Dienstag, 21. Februar 2006
zwei Vorbedingungen
Wenn von zwei Vorbedingungen von seiten der Bruderschaft die Rede ist, so muß deshalb m.E. niemand in heiligen Zorn verfallen. Sie sscheinen mir weniger Ausdruck der Überheblichkeit oder allg. Widerborstigkeit zu sein, als vielmehr der Sorge um das Wohl der Kirche zu entspringen, jedenfalls die erste Vorbedingung.
Da die überlieferte Messe niemals verboten worden ist, so ist es ein unhaltbarer Zustand, daß ihre Zelebration weitgehend untersagt wird. Diesen zu beseitigen, dient nicht dem Interesse der Bruderschaft – sie hält sich ja ohnehin nicht an entsprechende Weisungen – sondern der Befreiung der gesamten Priesterschaft der hl. röm.-kath. Kirche von ungerechtem Zwang.
Hinzu kommt die Aufhebung der Exkommunikation. Sie ist nicht nur für die Bruderschaft von Bedeutung, sondern m.E. auch für den Papst. Solange er nämlich an der Exkommunikation festhält, kann er kaum als Oberhaupt der Kirche mit der Bruderschaft über ihre organisatorische einbindung verhandeln, da er die ihr Angehörigen – jedenfalls nach traditionellem Verständnis – nicht als Glieder am Leibe Christi ansehen kann, gelten doch Exkommunizierte ebenso wie Häretiker und Schismatiker als von der Kirche ausgeschlossen (Cat. rom. I, 10). Solange die Exkommunikation aufrecht erhalten wird, kann der Papst nur über die Bruderschaft verhandeln, aber nicht mit ihr, so denke ich.
Redaktion benachrichtigen Eine staatliche Schule hätte man nicht so behandelt
#3   virOblationis   12:16:35 | Montag, 20. Februar 2006
Recht zur Züchtigung
Die staatliche Obrigkeit hat das Recht zu züchtigen bzw. zu strafen (vgl. Joh. 19, 11), da sie „von Gott“ ist (s. Röm. 13, 1). Sie hat einen Anteil hat an seinem Recht zu strafen, der sich auf das sterbliche Leben bezieht. Gerichte haben Anteil an Gottes Richteramt; darum haben Privatpersonen auf Rache zu verzichten (vgl. Röm. 12, 19).
Die Obrigkeit innerhalb der Familien wird durch die Eltern verkörpert. Auch sie ist „von Gott“ (vgl. Eph. 3, 14f.). So kann man ihnen m.E. auch ein Recht zur Züchtigung ihrer Kinder kaum absprechen, das aber weit geringer ist als das der staatlichen Obrigkeit, betrifft es doch Kinder (vgl. Eph. 6, 4). – Insofern nun Lehrer die Stelle der Eltern einnehmen, erstreckt sich das Recht zur Züchtigung danach auch auf ihre Autorität.
Man kann zwar auf das Recht zur Züchtigung zwar verzichten, doch das gesetzliche Verbot richtet sich m.E. gegen die elterliche Gewalt, die man auch sonst durch staatliche Kinderaufzucht zu beseitigen versucht.(*) N.B.: Dasselbe hat man in der DDR auch angestrebt. Der „Erfolg“ ist bekannt.
(*) vgl. die „Lufthoheit über den Kinderbetten“
Redaktion benachrichtigen Der Pfarrer mit den leuchtenden Schuhen
#29   virOblationis   10:26:20 | Montag, 20. Februar 2006
Vergänglichkeit
Was sollte die Erscheinung des Priesters als wandelndes Memento mori übertreffen? – Das Leben ungezählter Menschen, auch einiger Heiliger, wurde durch das Innewerden der eigenen Vergänglichkeit erst auf Gott ausgerichtet.
Redaktion benachrichtigen Der Pfarrer mit den leuchtenden Schuhen
#27   virOblationis   08:06:13 | Montag, 20. Februar 2006
Äußeres und Inneres
Nun, wenn man kein Priester sein will, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie der überlieferte Glaube ihn kennt, dann möchte man als ein solcher natürlich auch nicht erscheinen, sondern kommt daher wie irgendein Laie – in diesem Falle wie ein Laie mit verheerendem Geschmack.
Redaktion benachrichtigen Innitzer-Gardist Hermann Lein gestorben
#8   virOblationis   18:06:01 | Samstag, 18. Februar 2006
Patriotismus
Vielleicht kann man den Patriotismus mit der Zugehörigkeit zu einer Familie vergleichen: Man hat einzelne Freunde, mag viele Menschen, ja soll alle insgesamt lieben. Dennoch bleibt man den eigenen Angehörigen in ganz besonderer Weise, nämlich durch die Herkunft, verbunden. Dies tut aber der Nächstenliebe überhaupt keinen Abbruch.
Redaktion benachrichtigen Ein echter Kuß ist wie was?
#3   virOblationis   13:54:22 | Freitag, 17. Februar 2006
dolce vita
Da würde es mich nur noch interessieren, auf wessen Schoß der Pfarrer schließlich – dem Motto „Küssen ist Beten“ folgend – gelandet ist.
Redaktion benachrichtigen Realschule der Piusbruderschaft muß geschlossen werden
#24   virOblationis   12:53:29 | Freitag, 17. Februar 2006
bedrohte Existenz
So weit mir bekannt, ist die Schule ohnehin in ihrer Existenz bedroht, da sie umziehen muß, keine Räume findet und Geld für einen eigenen Neubau nicht vorhanden ist. So ergreifen interessierte Kreise offenbar die Gelegenheit beim Schopf und versuchen, das Hinscheiden zu beschleunigen.
Redaktion benachrichtigen 40 Tonnen Sand im Kirchenraum
#32   virOblationis   12:40:17 | Freitag, 17. Februar 2006
Keule
Endlich holt einmal jemand die Fundamentalismus-Keule hervor. Dazu wurde es aber auch bereits höchste Zeit.
Redaktion benachrichtigen Das Bistum zahlt nicht mehr
#3   virOblationis   08:51:02 | Freitag, 17. Februar 2006
Freudenbote
Eine gute Nachricht pro Tag. – Daran könnte ich mich gewöhnen.
Redaktion benachrichtigen Angst vor liturgischer Konfusion
#26   virOblationis   18:15:31 | Donnerstag, 16. Februar 2006
liturgische Konfusion
Wenn es liturgische Konfusion gibt, dann droht sie wohl kaum von der alten Messe her, sondern eher von solchem Wildwuchs, der z.B. vierzig Tonnen Sand in den Kirchenraum kippt.
Redaktion benachrichtigen O Du lieber Valentin!
#36   virOblationis   12:47:47 | Donnerstag, 16. Februar 2006
christliche Wallfahrten in frühester Zeit
Daß das frühe Christentum keine Wallfahrten gekannt haben soll, entspricht gewiß nicht den Tatsachen. Bereits die Israeliten der alt- und der neutestamentlichen Zeit wallfahrteten zu einer Vielzahl von Heiligengräbern, insbesondere zu Erzvätern (Hebron!) und Propheten, was Joachim Jeremias an einer Fülle von Beispielen gezeigt hat (Heiligengräber in Jesu Umwelt). Ebenso werden die frühen Christen heilige Stätten aufgesucht haben. So berichtet – ich meine es war Melito von Sardes im 2. Jh – davon, wo sich das Grab Christi in Jerusalem befinde; dabei war es zu jener Zeit nicht einmal zugänglich, da von einem heidnischen Heiligtum (Jupiter Capitolinus / Venus) seit Hadrians Sieg über die Juden (Bar Kochba – Aufstand 132 – 135) überbaut. – Hätte es keine Wallfahrten, z.B. zu dem Grab des Herrenbruders Jakobus im Cedrontal gegeben (das man noch heute mit einem ganz nahe dabei gelegenen, hellenist. Grabmal identifiziert), wie hätte sich dann wohl die Nachricht erhalten, wo dieser Ort zu suchen ist? Bei den Arabern hieß noch nach dem 2. WK der Ort des Isaias-Grabes „Hügel der Säge“: Bei lebendigem Leibe nämlich soll der Prophet zersägt worden sein (vgl. Hebr. 11, 37).
Redaktion benachrichtigen Der Tod eines Unmenschen
#20   virOblationis   12:34:44 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Kol. 1, 24
Ein Beispiel für das Sühneleiden von Christen finden wir im Kolosserbrief.
Der hl. Paulus schreibt:
Qui nunc gaudeo in passionibus pro vobis,
et adimpleo ea quae desunt passionum Christi in carne mea pro corpore eius quod est ecclesia.
…der ich mich nun freue in den Leiden für euch,
(und=) da ich ergänze, was fehlt an den Leiden Christi, an meinem Fleische für seinen Leib, das ist die Kirche.
Redaktion benachrichtigen Der Tod eines Unmenschen
#18   virOblationis   07:52:35 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Nachfolge Christi
Der Herr selbst ist Mensch geworden und hat den grausamsten Tod erlitten, um uns zu erlösen. – Und da sollte unser etwaiges Sühneleiden von Gott nicht gewollt sein?
Redaktion benachrichtigen Homo-Segen – von Kardinal Schönborn abgesegnet?
#4   virOblationis   10:23:31 | Mittwoch, 15. Februar 2006
(k)ein Traditionsbruch
Wieder ein schönes Beispiel dafür, daß die Kirche nach dem Konzil noch immer dieselbe ist wie zuvor. Allerdings verurteilt man niemanden mehr wegen seines Verhaltens, sondern hebt das Gemeinsame hervor: Wir sind ja alle Sünder und lieben irgendwen.
Redaktion benachrichtigen Geisteskrankheiten nehmen stark zu
#22   virOblationis   07:45:24 | Dienstag, 14. Februar 2006
initium signorum
Natürlich geschah zu Cana in Galiläa das erste der Wunder. – Was sind die Hypothesen (wie hist.-krit. sie auch immer sein mögen) von Wissenschaftlern, die etwa 2000 Jahre nach den Ereignissen auftreten, im Vergleich zu dem Wort des Lieblingsjüngers (Joh. 2, 11)!
Redaktion benachrichtigen Geisteskrankheiten nehmen stark zu
#16   virOblationis   20:27:20 | Montag, 13. Februar 2006
Unterstützung des Kardinals
Um zu sehen, daß immer mehr Menschen um mich her geistig „aus den Fugen geraten“, brauche ich kein Medizinstudium. Es ist doch völlig offensichtlich: Wenn die Konstanten des irdischen Daseins – Zugehörigkeit zu einer (dauerhaften) Familie, zu einem bestimmten Volk (und nicht einfach einer identitätslosen, johlenden Menge), Beheimatung in einer bestimmten Landschaft (in der nicht plötzlich lauter Fremde wohnen) – wegbrechen, dann verlieren viele, insbesondere Menschen ohne jeglichen Glauben, den Halt.
Redaktion benachrichtigen Der schmutzige Propagandakrieg der Feminismus-Ideologie gegen die Kinder
#5   virOblationis   08:36:06 | Montag, 13. Februar 2006
Schuldige
Und sehr viele haben es wohlwollend toleriert, als vermeintlichen „Fortschritt“ begrüßt, so damals auch ich.
Redaktion benachrichtigen Erneuerung oder Komödie?
#38   virOblationis   21:26:08 | Samstag, 11. Februar 2006
Zerstreuung
Römisch-katholisch hat lediglich nach dem Eucharistieverständnis von Frau Bussmann gefragt, nicht vorschnell verurteilt, sondern nur angedeutet, was mutmaßlich hinter ihren Ausführungen steckt. Das ist wohl kaum ein „Zerstreuen“.
Redaktion benachrichtigen Die Gestalt dieser Welt vergeht
#55   virOblationis   14:05:49 | Samstag, 11. Februar 2006
zur Summa contra Gentiles
zu Catholicus:
Sie schreiben: „… Gerade im Bereich der natürlichen Erkenntnis Gottes ergeben sich viele Anknüpfungspunkte auch mit jenen, die die Offenbarung Christi nicht kennen oder sie ablehnen. Es wäre falsch, dieses Gemeinsame zu leugnen. Der heilige Thomas spürt vielmehr alles als wahr Erkannte auf und bemüht sich, seine Dialogpartner auf einen Weg zu führen, der sie mit der Gnade Gottes befähigen soll, die Fülle der Offenbarung in Jesus Christus anzunehmen!“
Bis zur „Fülle der Offenbarung“ dringt diese Summa m.E. keineswegs vor. Sie beschränkt sich auf den Bereich der natürlichen Vernunft, wie im Buch I, Kap. 2 deutlich gemacht wird: „Unde (sc. weil wir keine hll. Schriften mit den Mohammedanern und Heiden gemeinsam haben)necesse est ad naturalem rationem recurrere, cui omnes assentire coguntur. Quae tamen in rebus divinis deficiens est.(1)“
Allerdings wird in diesem Werk häufig auf Aristoteles verwiesen, der auch von der Gegenseite geschätzt wird und insofern etwas Gemeinsames dastellt. Doch folgt St. Thomas dem Aristoteles nur so weit, wie dieser wiederum der natürlichen Vernunft gerecht wird. Demnach ist letztere, wie ich zuvor bereits schrieb, das eigentlich Gemeinsame.
(1) „Daher ist es notwendig, auf die natürl. Vernunft zurückzugreifen, der alle zuzustimmen gezwungen sind. Diese ist allerdings in bezug auf die göttl. Dinge mangelhaft.“
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#28   virOblationis   13:46:33 | Samstag, 11. Februar 2006
Lex orandi, lex credendi
Betrachten Sie die Mißhandlung der Liturgie bitte nicht ohne die gleichzeitigen Veränderungen hinsichtlich des Glaubensverständnisses! Es gehört doch beides zusammen, und die Parallelität der Entwicklungen ist sicherlich kein Zufall: Lex orandi, lex credendi.
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#23   virOblationis   09:04:32 | Samstag, 11. Februar 2006
anküpfend an Benedikts Gedanken
Wenn es früher verbreitet zu unerfreulichen Zelebrationen im überlieferten Ritus gekommen ist (Leiern, Durchrasen), dann gewiß durch solche Priester, die sich innerlich bereits davon von ihm abgewandt hatten.(*) Das waren dann gewiß auch dieselben, die sich voller Freude auf alles Neue gestürzt haben. Die mußten später mitansehen, wie ihre einstmals große Herde von Jahr zu Jahr abnahm und abnimmt. Die Versuche, diesen Prozeß zu rechtfertigen klingen natürlich in den Ohren von und Traditionalisten überaus hohl.
(*) Hand in Hand mit der Abwendung von der überlieferten Theologie wird auch die Abwendung vom überlieferten Glauben gegangen sein.
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#10   virOblationis   16:23:27 | Freitag, 10. Februar 2006
Liturgie und Glaube
Leider wurde nicht nur die Liturgie zerstört. Auch der Glaube wurde – zumindest – verwässert.(*) Woran soll sich der Mensch heute also noch halten, wenn er glauben möchte? – Kein Wunder, daß das Häuflein der Standhaften dahinschmilzt.
(*) Man schaue sich nur einmal an, was gerade erst vom Hamburger Erzbischof gepredigt wurde.
Redaktion benachrichtigen Ökumenische Rhapsodie eines Erzbischofs
#9   virOblationis   18:09:44 | Donnerstag, 9. Februar 2006
una sancta
Es ist schlimm, mehr als schlimm, wenn ein Erzbischof in den grundlegendsten Fragen des kath. Glaubens seine Hörer nicht mehr zu leiten weiß, indem er ihnen den Weg zu der einen, der kath. Kirche, weist, sondern eine Art Verwirrspiel mit verschiedenen Konfessionen treibt.
Der hl. Cyrill von Alexandria, dessen Fest wir heute begehen, schrieb an den Irrlehrer Nestorius, zu jener Zeit Patriarch von Konstantinopel: „ … Ich wende mich dem zu, was mir besonders am Herzen liegt, und bitte Dich auch heute als meinen Bruder in Christus, Du mögest bei Deinen Predigten vor dem Volke mit aller Sorgfalt auf den Gehalt der Lehre und den Sinn des Glaubens acht haben und wohl bedenken, daß der, der auch nur einen einzigen von denen, die an Christus glauben, ärgert, einem unerträglichen Zorne verfällt ([vgl. Matth. 18, 6]). Wenn aber derer, die beleidigt werden, so viele sind, wie sollten wir nicht mit größter Vorsicht dafür Sorge tragen, Ärgernisse klug zu verhüten und denen, die nach Wahrheit verlangen, die gesunde Lehre des Glaubens darzureichen? Auch dies aber wird von großem Nutzen für uns sein, wenn wir die Schriften der heiligen Väter zur Hand nehmen und ihre Worte möglichst hoch schätzen und uns selbst prüfen, ob wir im Glauben sind, wie geschrieben steht ([vgl. Röm. 12, 2?]), indem wir unsere Ansichten mit den richtigen und untadeligen Lehren in Einklang bringen.“
(Cyrill-Zitat übernommen von FSSPX.Info)
Redaktion benachrichtigen Auch die Presse muß die Menschenwürde respektieren
#11   virOblationis   14:33:08 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Reaktion
Die aufgeputschten Massen, Erschossene, brennende Fahnen, verwüstete Botschaften etc.
Und das alles als Reaktion auf einige Zeichnungen? Lächerlich! Hier wurde offensichtlich ein willkommener Anlaß als Vorwand benutzt, um alles das herauszulassen, was man schon lange einmal zeigen wollte. – War es nicht ebenso beim Beginn der „zweiten Intifada“ nach dem Besuch Scharons auf dem Tempelberg?
Redaktion benachrichtigen Opfer für den Dialog + …
#2   virOblationis   08:31:33 | Donnerstag, 9. Februar 2006
vgl. Matth. 21, 28 – 32
Ich möchte unterstreichen, was Sie sagen, werter Sarto. Ich habe noch nie zuvor eine Gemeinde erlebt, in der so häufig für den Papst gebetet wurde, wie diejenige der FSSPX in meiner Heimatstadt.
Redaktion benachrichtigen Ein Mord, der von der Mutter selber durchgeführt wird
#16   virOblationis   07:52:41 | Dienstag, 7. Februar 2006
Menschwerdung
So verdienstvoll St. Thomas’ Werk auch ist, es kann doch nie einfach mit der kath. Lehre identifiziert werden. Implizit ist schon immer gelehrt worden, daß das Leben des Menschen mit der Befruchtung beginnt: Wie hätte man sonst seit alters den 25. März als Tag der Menschwerdung begehen können! – „Und das Wort ist Fleisch geworden“; ja, aber nicht etwa achtzig Tage nach Mariae Verkündigung.
Redaktion benachrichtigen Die Gestalt dieser Welt vergeht
#52   virOblationis   14:21:27 | Freitag, 3. Februar 2006
zu Herrn Höck
2) zu Herrn Höck:
Sie zitieren aus Dominus Iesus: „…auf der einen Seite, dass die Kirche Christi trotz der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiterbesteht, und auf der anderen Seite, ,dass außerhalb ihres sichtbaren Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit zu finden sind’“.
Ich frage mich, warum man nicht mehr von der einen heiligen kath. Kirche sprechen kann, ohne auf „Elemente der Heiligung und Wahrheit“ außer ihr zu verweisen. Ja, gibt es denn neben der Kirche Zweidrittel- und Dreiviertel-Kirchen, deren Anhänger zu zwei Dritteln oder drei Vierteln selig werden?
Redaktion benachrichtigen Die Gestalt dieser Welt vergeht
#49   virOblationis   08:15:52 | Freitag, 3. Februar 2006
zu Catholicus
1) zu Catholicus:
Sie schrieben „Die Aussage, in anderen Religionen finde sich neben dem Irrtum dennoch Wahres und Heiliges, ist gut katholisch: Genau so hat auch Thomas von Aquin argumentiert (siehe ,Summa contra Gentiles’). Das dort vorfindliche Wahre und Heilige ist der Anknüpfungspunkt für den missionarischen Dialog. An den Irrtum als solchen kann ich nicht anknüpfen; darum auch die Aussagen von ,Nostra aetate’ in der gegebenen Form.“
Vielleicht mögen Sie präzisieren, worauf Sie sich hinsichtlich der Summa contra gentiles beziehen. Ich lese seit längerer Zeit jeden Abend ein Stückchen darin, ohne eine solche Anknüpfung an Gemeinsamkeiten zu finden. Vielmehr scheint mir das Gemeinsame im Gebrauch der Vernunft zu bestehen, mit deren Hilfe St. Thomas irrige philosophische Meinungen von (antiken) Heiden und Mohammedanern korrigiert. Um Offenbartes, also Religion im engeren Sinne, geht es in dieser Summa doch gar nicht.
Eine Anknüpfung an Gemeinsames kann aus meiner Sicht nur von der Bekehrung fernhalten, denn es ermuntert ja fast dazu, bei der „eigenen Wahrheit“ zu verbleiben, die doch schon so viele Übereinstimmungen mit dem Katholizismus enthält. Warum sollte man denn die Unterschiede beseitigen durch Bekehrung beseitigen wollen, wenn man mit dem sel. Joh. XXIII. viel mehr auf das Gemeinsame schaut?
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#43   virOblationis   15:06:35 | Donnerstag, 2. Februar 2006
katholische Wahrheit
Natürlich gibt es mehr oder weniger weitgehende Übereinstimmungen zwischen der kath. Wahrheit und den versch. Religionen. Jedoch wird eine an sich wahre Erkenntnis von letzteren verkehrt, indem sie in einen Zusammenhang mit Irrtümern gebracht wird. Wie Sie selbst sagen: „Diese Wahrheiten stehen natürlich in einem inneren Zusammenhang und sind aus diesem Grunde nicht rein ,additiv’.“ Man braucht nur ein Gebot zu verletzen, um ein Gesetzesbrecher zu sein, und man braucht nur einem einzigen Irrtum anzuhangen, um eine Häretiker zu sein. Allein die kath. Lehre umfaßt lauter wahre Erkenntnisse und ist demnach wahr.
Wenn Sie darauf hinweisen, daß das Heil aus den Juden, also nicht den Samaritanern kommt, nun, so gilt dies deshalb, weil der Heiland dem Fleische nach aus dem Stamme Juda gebürtig ist. Die Samaritaner scheint er aber – wenn auch in gebrochener Weise – noch zum Gottesvolk zu zählen, wenn sie auch anbeten, was sie nicht kennen: Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter geht es darum, wer der Nächste (urspr.: Volksgenosse) ist, und da tritt nach dem Priester und dem Leviten nicht, wie man erwartet, ein jüdischer Laie auf, sondern ein Samaritaner. Man vergleiche damit das Verhalten der Apostel, die in Samaria bereits missionierten (vgl. Apg. 8), bevor sie in die (Heiden-)Welt hinauszogen.
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#39   virOblationis   13:10:52 | Donnerstag, 2. Februar 2006
adorare
Werter Herr Höck! Der von Ihnen angeführte Vers Joh. 4, 22 bezieht sich auf die Angehörigen des Bundesvolkes (Juden, Samaritaner) noch vor der Aufrichtung des Neuen Bundes. Es geht um die beiden Anbetungsstätten (Jerusalem, Garizim), die beide (im Neuen Bund) abgelöst werden. Dieses Beispiel ist kaum auf den Islam übertragbar, der aus einer Ablehnung der christlichen Wahrheit heraus entstanden sein dürfte.
In Apg. 17, 23 geht es gerade nicht um Anbeten (adorare), sd. Verehrung (colere); dies wird den unwissenden Heiden zugestanden, nicht die Anbetung. Die Anbetung gehört, wenn man sich die Liturgie der Messe ansieht, in das Zentrum unserer Gottesverehrung. So heißt es im Gloria: (Laudamus te, benedicimus te,) adoramus te, (glorificamus te). Man vergleiche das Sanctus, wo wir in das Lob der Engel einstimmen: (…laudant angeli,) adorant dominationes, (tremunt potestates …cum quibus et nostras voces…). Man stelle sich nur einmal vor, es hieße „adorant quoque muslimi“; ein völlig aberwitziger Gedanke: Irrgläubige reihen sich ein in diese Gemeinschaft der Anbeter Gottes!
N.B.: Sie haben ein – wie Pfarrer Milch es nannte – additistisches Verständnis von Wahrheit (das mit der Logik kaum zu vereinbaren sein dürfte); demnach gibt es nicht nur wahr und falsch, sd. Gradstufen von Wahrem (mehr oder weniger „Fülle“ an Wahrem). Dem entspricht es, daß Sie, wie Sie selbst einräumen, die eine, hl. Kirche nicht mit der sichtbaren römischen identifizieren.
Redaktion benachrichtigen Die Gestalt dieser Welt vergeht
#24   virOblationis   08:38:14 | Donnerstag, 2. Februar 2006
qui unicum Deum adorant
„Mit Wertschätzung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den einzigen Gott anbeten…, den Schöpfer des Himmels und der Erde…“ Beten sie ihn wirklich an? – Sie intendieren (Gunter Maria Michel) eine solche Anbetung wohl, doch erreichen sie sie, indem sie die Dreifaltigkeit Gottes nicht annehmen wollen? Kaum! Denn, wer den Sohn nicht hat etc. Sie gleichen am ehesten denen, die dem „Unbekannten Gott“ einen Altar errichteten. Von ihnen sagt der hl. Paulus: „…quod ergo ignorantes colitis…“ (Apg. 17, 23) Davon, daß sie diesen Gott verehren (colitis) spricht der Völkerapostel, doch nicht davon, daß sie ihn – wirksam – anbeten (adorant). Wäre ihnen dies nämlich möglich, hätten sie einen weiteren Zugang zum Heil neben dem einzig bestehenden entdeckt, der vom Heiland gegründeten einen, heiligen, römisch-katholischen, apostolischen Kirche.
Redaktion benachrichtigen Die Homo-Schlinge wird zugezogen
#33   virOblationis   18:54:58 | Mittwoch, 1. Februar 2006
noch einmal zum Naturrecht
Sodomitentum und Zölibat mögen ja beide nicht im Einklang mit dem Naturrecht stehen, dennoch unterscheiden sie sich grundsätzlich, da das Sodomitentum widernatürlich ist, das Leben im Zölibat aber entspricht dem Übernatürlichen, das wiederum die Natur voraussetzt.
Redaktion benachrichtigen Eine glorreiche Zukunft?
#24   virOblationis   17:00:15 | Sonntag, 29. Januar 2006
unklare Begrifflichkeit
Es ist wohl kaum eine größere Begriffsverwirrung denkbar, als wenn man behauptet, es gebe nur eine Kirche, zugleich aber auch Schwesterkirchen. Natürlich ist es möglich, diese Begriffe gemäß dem freundlicherweise bereitgestellten Dokument der Glaubenskongregation auf verschiedenen Ebenen zu gebrauchen. Dennoch wird mit einer so unklaren Begrifflichkeit dem Miverständnis, ja möglicherweise auch dem Mißbrauch Vorschub geleistet.
Warum heißt es nicht einfach, es gebe die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, eben „die Kirche“, und daneben christliche Gemeinschaften (unterschiedlicher Art), die von Rom abgetrennt sind.
Redaktion benachrichtigen Betrachtet der Vatikan die Kinderabtreibung als einen Glücksfall?
#25   virOblationis   17:02:18 | Freitag, 27. Januar 2006
Johannes der Täufer
Schauen wir uns Luk. 1, 41 einmal an: Warum und auf welche Weise wurde Johannes wohl von der Erbsünde befreit? – Er begegnete dem Heiland (in Maria), muß dessen Gegenwart wahrgenommen und sich ihm unterworfen haben, denke ich.
Ob dies durch den Heiligen Geist ermöglicht wurde, der Elisabeth und Johannes erfüllte? – Dies ist zwar denkbar, doch Luk. 1, 15 mit seinem Hinweis auf die andauernde Gegenwart des Heiligen Geistes bei Johannes noch vor dessen Geburt, weist vielleicht eher darauf hin, daß die Erfüllung durch den Heiligen Geist (bei Elisabeth und Johannes) eine Folge der Begegnung mit dem Heiland ist.
Wenn die Unmündigen, wie ich schrieb, nicht unmündig bleiben nach der Abtrennung des sterblichen Leibes, wäre es dann nicht möglich, daß sie im Vollbesitz ihres Intellektes, der ja schon bei uns zu einer natürlichen Gotteserkenntnis ausreicht (s. Vat. I), Gott so weit zu erkennen vermögen, daß sie sich für oder gegen ihn (vgl. Fall der Engel) entscheiden können? – Das Wunder, das sich bei Johannes dem Täufer ereignete, hätte dann darin bestanden, daß ihm dasselbe möglich wurde, obwohl er sein irdisches Dasein weiterlebte.
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#23   virOblationis   11:37:56 | Freitag, 27. Januar 2006
zu Zwobbel
zu 2. Luk. 1, 41 mag wichtig sein, wenn es sich bei der möglichen Befreiung des Täufers von der Erbsünde nicht um einen Einzelfall wie bei der Unbefleckten Empfängis gehandelt haben sollte; ein solcher schiene Marias wunderbare Befreiung von der Erbsünde allerdings zu relativieren. – In welche Richtung Luk. 1, 41 weist, sehe ich noch gar nicht. Darum: Solange ich keine mit der überlieferten Lehre noch besser vereinbare Lehre als die vom Limbus kenne, werde ich mich stets an sie halten.
zu 3. Bleiben die Unmündigen unmündig, wenn sich ihre Seele vom Leib trennt? – Nehmen wir den umgekehrten Fall: Ein Mensch hat ein hohes intellektuelles Niveau erreicht und leidet im Alter unter dem Schwinden seiner Geisteskräfte, bis er in geistiger Umnachtung stirbt. Dann aber wird sein Intellekt doch nicht so verbleiben, sondern mit der Loslösung vom sterblichen Leibe die Vollkraft erlangen, die sich in seinem irdischen Leben vielleicht gar nicht ganz entfaltet hatte.
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#21   virOblationis   07:55:22 | Freitag, 27. Januar 2006
zu Zwobbel
Sie schreiben von einem „Gnadenangebot“ für jeden Menschen. – Das ist ein Gedanke, der mich ebenfalls beschäftigt: Wenn Gott will, daß alle Menschen gerettet werden, müßte er ihnen die dazu nötigen Gnaden dazu geben. Allerdings: Wie? Auf welche Weise, wenn sie nicht getauft werden. – Ich habe darauf keine Antwort, denn ich kann die Realität der Erbsünde andererseits nicht verkennen.
Die Rede von einem Gnadenangebot für alle driftet m.E. allerdings leicht ab in Richtung Allerlösungslehre, da meist von dem Angebot rasch darauf geschlossen wird, daß dieses in jedem Falle angenommen wird: Wie sollten es Unmündige auch ablehnen? – Und dadurch geraten wir in die Problematik, daß so etwas wie ein Anspruch auf (Gnade und) Seligkeit konstruiert wird, wie ich zuvor schon geschrieben habe. Ein solcher ist aber ebenso abzulehnen wie die Leugnung der Erbsündenlehre.
Kann uns die – nach verbreiteter Ansicht in Luk. 1, 41; vgl. 1, 15 angedeutete, durch Maria(s Stimme) vermittelte Befreiung des hl. Johannes des Täufers von der Erbsünde – bei der Suche nach einer Antwort weiterhelfen?
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#9   virOblationis   13:06:54 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Erbsünde
Wichtiger als mögliche, aber doch fragliche Konsequenzen erscheint mir der Aspekt, wonach der Angriff auf den Limbus offenbar auf die Beseitigung der Erbsündenlehre zielt, und zwar mit dem Hinweis darauf, daß Gott doch niemanden verloren gehen lassen dürfe auf Grund der Sünde eines anderen (Adam). – Aus diesen Worten spricht m.E. so etwas wie ein Anspruch des Menschen auf (Gnade und) Seligkeit. Die Rettung des Menschen gründet doch aber nicht auf gleichsam Natürliches, sondern Übernatürliches.
Redaktion benachrichtigen Die erste Enzyklika: von Dante inspiriert
#3   virOblationis   16:15:47 | Mittwoch, 25. Januar 2006
Die Kirche als Lehrerin
„Die Kirche kann den politischen Kampf nicht an sich reißen.“ – Gewiß. Ihr geht es um das Heil der Seelen, nicht um die irdische Gerechtigkeit, für die der Staat zuständig ist.
Benedikt XVI. weist auf Augustinus hin: Ein Staat ohne Gerechtigkeit ist nicht mehr als eine Räuberbande. So hat die Kirche die Aufgabe durch den Glauben (vgl. kath. Soziallehre) die Vernunft zu reinigen, damit diese in der Lage ist, die Gerechtigkeit unter jeweiligen geschichtlichen Verhältnissen zu verwirklichen. – Laizismus ist dies doch wohl kaum, wenn die Kirche in solcher Weise als Lehrerin auftritt. Sie hat Grundeinsichten zu vermitteln, nicht das politische Tagesgeschäft zu bestimmen.
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#136   virOblationis   10:55:29 | Dienstag, 24. Januar 2006
tertum datur und Elias
Herr Höck schreibt: „…(Mit einer förmlichen „Häresie“ in ihrem Lehrgut kann die Kirche nicht leben und überleben!) Und HIER gäbe es nur ein Entweder-Oder: Wahrheit oder Lüge, tertium non datur. (Wenn wirklich Strichnin in den Kaffee geträufelt wäre, dann wäre der Kaffee kein Genußmittel mehr, sondern Gift!)…“ – Es gibt doch auch Formulierungen denkbar, die entweder mißverständlich sind oder einer Irrlehre Vorschub leisten.
Zu Zwobbel: Wenn der Erzbischof auch, wie ich schrieb, vielleicht im Ruhestand geblieben wäre (weil es ihm nicht um Rechthaberei oder gar die eigene Person ging), hätte dies am objektiven Befund der Vat. II – Dokumente nichts geändert. Wenn sie für die Kirche Schädliches enthalten, so hätte Gott auch einen anderen „Elias“ erwecken können.
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#117   virOblationis   19:07:27 | Samstag, 21. Januar 2006
Anmerkung
Was Sie sagen, werter Ultimo, möchte ich unterstützen: Es ist sinnlos, stets auf aus dem Zusammenhang herausgelöste Sätze hinzuweisen, ohne zu fragen, ob die in diesen Sätzen verwendeten Begriffe (hier insbes. „Konzil“) in exakt demselben Sinne verwendet werden.
Ein Widerspruch ganz anderer Art wird sichtbar, wenn man Herrn Höcks Beitrag vom 21. 1. 10:48 betrachtet:
„…Diese ,Mehrdeutigkeit’ findet sich im Falle der ,Religionsfreiheit’ und bei der Frage des ,Liberalismus’ gerade nicht bei den Konzilstexten, sondern bei denen, die beide Begriffe unterschiedslos verwenden einmal für die metaphysische, das andere Mal für die gesellschaftlich-staatliche Ebene. So gibt es auf der metaphysischen Ebene … keine Freiheit, A und Non-A für gleich wahr zu halten, sondern hier gibt es nur … Entweder-Oder. Auf der gesellschaftlich-staatlichen Ebene kann es aber eine … unerläßliche individuelle Abwägung von A und Non-A … [geben].“ (gekürzt wg. 1500-Z.)
Im Bereich des Metaphysischen gilt demnach anderes als im Gesellschaftlich-Politischen. Damit wird ein Begriff nicht nur „mehrdeutig“, er zerfällt geradezu in widersprüchliche Bestandteile. Um dem zu entkommen, will Herr Höck solche Begriffe nicht „unterschiedslos verwenden“. Dies erscheint konsequent, doch dürften dann der Bereich des Metaphysischen und der des Gesellschaftlich-Politischen mit ihrer jeweils eigenen Begrifflichkeit auseinanderfallen. Es entsteht so etwas wie eine doppelte Wahrheit (vgl. Siger von Brabant).
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#105   virOblationis   14:07:38 | Samstag, 21. Januar 2006
bitte Teil 2
zu 3. Nun, der Erzbischof wäre sicherlich im Ruhestand geblieben. Er hat sich ja auch angesichts des ausbrechenden Übels nicht danach gedrängt, sich ihm entgegenzustellen, sondern ist lediglich den Bitten von Seminaristen nachgekommen, die keine angemessene Ausbildungsstätte mehr finden konnten.
zu 4. Man darf aber unter Hinweis auf Gottvertrauen und Opferbereitschaft nicht fatalistisch unterlassen, wozu man selbst fähig und in der Lage ist. Das größere Opfer in diesem Falle war es doch wohl, den Ruhestand zu verlassen und das öffentliche Ansehen zu verlieren, nur um Gott treu zu bleiben.
– Und nun bitte Teil 2. –
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#26   virOblationis   20:27:37 | Donnerstag, 19. Januar 2006
Papst-Zitat
Wenn ich Benedikt XVI. recht verstehe, gibt er der Verwerfung der Religionsfreiheit im herkömmlichen, metaphysischen Sinne recht (stimmt also mit der „Tradition“ überein); er sieht sie nur als notwendig an in bestimmten geschichtlichen Konstellationen (vgl. den Begriff der Toleranz) und will sie denen gewähren, die sich der Wahrheit gegenüber versperren (daß niemand zur Anerkenntnis der Wahrheit gezwungen werden kann, bestreitet auch die „Tradition“ nicht; selbst ein mitunter heilsamer Zwang befreit den einzelnen nicht von der ihm aufgegebenen Entscheidung zur Wahrheit).
Redaktion benachrichtigen Rom will aufs Gas steigen – die Lefebvristen auf die Bremse
#127   virOblationis   15:43:29 | Donnerstag, 19. Januar 2006
„Weg, Wahrheit und Leben“
Nun, der hl. Augustinus hat den Zwang in religiösen Dingen jedenfalls anders eingeschätzt.
Wenn nicht-katholische Kulte in ihren Rechten eingeschränkt werden, dann geht es nicht um Machtversessenheit der Kirche oder ähnlich Groteskes, sondern darum, daß die göttliche Wahrheit (vgl. Joh. 14, 6) einzig ist; auch wenn dies dem modernen Relativismus natürlich nicht schmeckt. Wie dürfte die Wahrheit dem Irrtum gleichgestellt werden? – Wenn also ein Volk in seiner großen Mehrheit zur Wahrheit gefunden hat, dann sollte es nicht darin erhalten werden?
Wer solches als „klerikal-faschistisch“ bezeichnet bedient sich des DDR-Slangs der fünfziger Jahre. Wenig beeindruckend!
Redaktion benachrichtigen Der Zorn des Professors
#20   virOblationis   18:53:10 | Samstag, 14. Januar 2006
Absicht des Interviews?
Es scheint mir möglich, daß das Interview darauf abzielt, für eine Verstärkung des „konservativen Elements“ zu indirekt dadurch werben, daß man den vorherrschenden Modernismus ablehnt, zugleich aber den ihm entgegenstehenden Traditionalismus zu diskreditieren sucht.
Sollte dieser Gedanke zutreffen, spräche dies m.E. für die Schwäche des konservativen Elements, dem eine eigene Perspektive fehlt und der darum versucht erfolgreiche vorwärts Strebende, die Tradition, herabzuziehen.
Redaktion benachrichtigen „Benedikt XVI. ist ein Stück weit evangelisch“
#40   virOblationis   21:52:59 | Freitag, 13. Januar 2006
noch einmal Wunder
Wie hätte ein protestantischer Petrus wohl auf den wunderbaren Fischfang (Luk. 5, 1 – 11) reagiert? Vielleicht so: „Mit Verlaub, Verehrtester! Die Fische, die vorher ausblieben, können sich auch zufällig nunmehr in mein Netz verirrt haben. „Ein Wunder beinhaltet immer eine Unsicherheit, denn das steckt im Begriff selbst! … Also ist die Frage, welche Bemessung man anlegt. Und ich denke eben, hier sollte Vorsicht walten und man kann dies nicht als Beweis ansehen … Mein eigener Glaube steht hier erstmal außen vor. Rein objektiv betrachtet finden wir keinen Beweis…“
Unser Simon Petrus aber, als sah, was geschehen war, fiel dem Heiland zu Füßen und sagte: „Geh weg von mir, Herr; denn ich bin ein sündiger Mensch!“
Redaktion benachrichtigen „Benedikt XVI. ist ein Stück weit evangelisch“
#38   virOblationis   18:19:08 | Freitag, 13. Januar 2006
Wunder von Lanciano
Es geht beim Wunder von Lanciano um die wunderbare und in diesem besonderen Falle sichtbare Verwandlung von Brot und Wein in Fleisch und Blut, die wunderbarerweise durch die Jahrhunderte erhalten geblieben sind. Nach den Untersuchungen von 1971 handelt es sich bei dem Fleisch um dasjenige eines menschlichen Herzens.
Wie kann man ein Wunder, das von Gott geschenkt wird, um die Wahrheit der andauernden Verwandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi auf das Wort des Priesers hin geradezu erweist, nur deshalb nicht anerkennen wollen, weil man irgendetwas anderes glaubt und sich darauf beruft, daß dieser Glaube keiner Absicherung bedarf.
Diese Haltung erinnert an Leute, die das Turiner Grabtuch ins Feuer werfen wollten, nicht wenn es unecht, sondern wenn es echt sein sollte. – Was für ein dürrer (Irr-)Glaube, der sich von der Wirklichkeit fernhalten will! Wahrscheinlich wäre er auch dem auf Erden lebenden Heiland mit Ablehnung entgegengetreten, weil er nicht dem „Christus des (Irr-)Glaubens“ entspricht.
Redaktion benachrichtigen Papst und Hasenhüttl – zwei Paar Schuhe?
#6   virOblationis   18:18:11 | Mittwoch, 11. Januar 2006
hintergangener Papst
Dies scheint nicht die einzige Gelegenheit gewesen zu sein, bei der man Benedikt XVI. „hintergangen hat“. Ich erinnere mich, daß von ihm ein Dokument in bezug auf die Kirche St. Paul vor den Mauern unterzeichnet wurde, in dem es hieß, diese Basilika stehe am Ort der Hinrichtung des hl. Apostels Paulus. Jeder, der einige Zeit im Vatikan lebt, müßte wissen, daß dies unzutreffend ist; Benedikt XVI. hatte es wohl überlesen. Mir schien es, als wollte man ihn öffentlich bloßstellen.
Redaktion benachrichtigen Wider den Pomp des Teufels + …
#20   virOblationis   16:36:03 | Montag, 9. Januar 2006
Gehorsam
Sind Handkommunion, Volksaltar etc. als Folgen katholischen Gehorsams entstanden? Wohl kaum. Wie kann man dann aber denen, die bei demselben verbleiben, darin guten Gewissens gehorsam folgen? Petrus selbst sagt: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg. 5, 29)
Redaktion benachrichtigen Eine neue Form der Heiligsprechung
#11   virOblationis   18:54:53 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Verweigerung der Anerkennung des päpstlichen Primates
So weit mir bekannt, gehörte Konstantinopel 325 noch nicht zu den Patriarchaten, sondern erst 381. 451 dann beanspruchte Konstantinopel einen Vorrang gegenüber Alexandria und Antiochia (sowie dem neu hinzugekommenen Jerusalem), was von Leo dem Großen abgewiesen wurde. Zur Zeit Gregors des Großen nannte sich der Bischof Konstantinopels dann „ökumenischer Patriarch“, während der Papst den Titel „Diener der Diener Gottes“ annahm. – Dies zeigt m.E. deutlich den jahrhundertelangen Weg hin zum Bruch von 1054.
Redaktion benachrichtigen Ungesühnter Völkermord an Christen
#12   virOblationis   07:20:43 | Dienstag, 3. Januar 2006
derselbe Gott
Unter dem Problem, daß alles Böse letztlich auf Gott zurückgeführt wird, leidet auch das originäre Luthertum: s. De servo arbitrio. Man vergleiche dazu auch die Lehre von der doppelten Prädestination (zum Heil und zum Unheil) Calvins.
Redaktion benachrichtigen Der arbeitsfreie Sonntag ist gefallen
#32   virOblationis   07:51:25 | Montag, 2. Januar 2006
Dominus sabbati
Natürlich ist der Heiland kein Jude im heutigen Sinne, denn dazu gehörte ja konstitutiv die Ablehnung Seiner, der Unglaube.
Der Heiland ging gemäß Seiner menschlichen Natur aus dem Volk Israel hervor, aus dem Stamm Juda, aus dem Hause Davids. Doch ist Er dem Geiste nach die zweite Person der Gottheit (vgl. Röm. 1, 3f.), die das Gesetz gegeben hat; darum vermag Er es auch zu ändern (vgl. Jak. 4, 11f.): So ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbath. (Matth. 12, 8 parr.)
Redaktion benachrichtigen Rückkehr des jüdischen Lebens
#46   virOblationis   20:56:29 | Freitag, 23. Dezember 2005
Khasaren
Die Khasaren(*) waren nicht die einzigen, die in ansehnlicher Zahl zum Judentum übertraten. So gab es z.B. im Gebiet des heutigen Yemen (Saba und Himjar) ebenfalls zahlreiche – in diesem Fall arabische – Konvertiten. Ein König des 6. Jh’s wollte sogar das Judentum zur Stattsreligion erheben und ließ die dort ansässigen Christen verfolgen. Das christliche Äthiopien setzte dem zeitweilig ein Ende. – Im 7. Jh kamen dann die Anhänger Mohammeds als Eroberer ins Land; sie vertrieben die Christen aus dem „glücklichen Arabien“.
Für den Osten Europas mögen die Khasaren eine größere Bedeutung gehabt haben, aber für das gesamte sephardische Judentum (im arab.-islam. Kulturraum) doch wohl kaum.
(*) Es gab auch Moslems unter den Khasaren und sogar Christen: 860 traten die hll. Konstantin und Method dort als Glaubensboten auf, obwohl die führenden Familien des Landes seit etwa 800 dem Judentum angehörten und obwohl sich das Judentum dort im 9. Jh im Volk weithin verbreitet hatte. Der Khan soll von Konstantin und Method so beeindruckt gewesen sein, daß er zweitausend Christensklaven die Freiheit schenkt, heißt es.
Redaktion benachrichtigen Das Schweißtuch von Johannes Paul II. + …
#8   virOblationis   12:59:08 | Mittwoch, 21. Dezember 2005
Ochlokratie
Ein Staat, in dem per Mehrheitsentscheid über jede Frage entschieden werden darf, bildet keine eigentliche Demokratie mehr, sondern eher eine Ochlokratie, eine Herrschaft der Menge. Ein Kulturvolk zumindest sollte die göttlichen Gebote zu respektieren wissen, die durch keine noch so große Mehrheit von Wählern außer Kraft zu setzen sind.
Redaktion benachrichtigen Nachruf auf Eugen Drewermann
#17   virOblationis   10:05:44 | Mittwoch, 21. Dezember 2005
Irrlehrer
Ich habe mich durch ein zweibändiges Werk von Drewermann hindurchgewürgt – aber man frage mich nicht nach Zitaten daraus, weil ich diese Bücher anschließend ins Altpapier entsorgt habe.
Aus meiner Sicht ist er nichts anderes als irgendein Irrlehrer, nur versucht er dies zu tarnen. Äußerst unerquicklich, ihm etwas nachzuweisen, da er sich m.E. verstellt: So läuft seine Darstellung in dem Werk, das ich gelesen habe, ganz offensichtlich darauf hinaus, Gott nicht als transzendentes Wesen zu verstehen, sondern mehr oder weniger mit dem Unbewußten zu identifizieren. Offenbar sieht dies auch Drewermann und behauptet flugs das Gegenteil.
Es lohnt die Mühe kaum, sich näher mit ihm zu befassen. Bald nach seinem Tod, wenn nicht schon vorher, wird er vergessen sein.
Redaktion benachrichtigen Verstärkte Tätigkeit
#31   virOblationis   16:38:12 | Montag, 19. Dezember 2005
unerschöpfliche Finanzquellen
Ja, die FSSPX-Finanzquellen scheinen geradezu unerschöpflich zu sein. So ist unsere Kapelle jetzt nach nur zwanzig Jahren (!) mit einer kleinen Orgel ausgestattet worden. Da muß man natürlich mit finsteren Machenschaften im Hintergrund rechnen.
Redaktion benachrichtigen Wandlungsworte im Wandel
#24   virOblationis   08:42:53 | Montag, 19. Dezember 2005
Vergegenwärtigung
Wenn man so argumentiert, müßte auch z.B. die Geburt des Heilands im Meßopfer vergegenwärtigt werden, weil es ohne die Menschwerdung und Geburt keine spätere Kreuzigung hätte geben können.
Das Handeln des Priesters am Altar – zumindest in der überlieferten Messe – ist doch (im Anschluß an den Lehrgottesdienst) die Darbringung eines Opfers.
Redaktion benachrichtigen Wandlungsworte im Wandel
#16   virOblationis   17:37:15 | Samstag, 17. Dezember 2005
„Gemeinschaftsmahl“
Die Behauptung, die Kommunion sei kein Mahl, vermag ich nicht nachzuvollziehen.
Was Pius XII. m.E. als falsch gekennzeichnet hat, ist nicht das Verständnis der Kommunion als (Opfer-)Mahl (zumindest des Priesters, nicht aber unbedingt auch anderer), sondern die Deutung der Eucharistie als „Gemeinschaftsmahl“(*) und nicht als Opfer, welches ein Mahl einschließt.
Jede Opferung muß ja das Dargebrachte irgendwie vergehen lassen, sei es durch Feuer wie beim Brandopfer oder durch Verzehren wie beim hl. Meßopfer.
(*) vgl. Mahltisch statt Opferaltar
Redaktion benachrichtigen Schlecht kaschierter EU-Antikatholizismus
#13   virOblationis   15:20:06 | Samstag, 17. Dezember 2005
ad Benedikt
Mit dem 12. / 13. Jh bezog ich mich auf den Nahen Osten. Die Entstehung einer moslemischen Mehrheit wird in anderen Gebieten (westl. Nordafrika) eher erfolgt sein, anderswo (Persien?) vielleicht auch später.
In der vorangegangenen Zeit löste das Arabische das Aramäische als Verkehrssprache ab, doch reichte das Sprechen des Arabischen (im Machtbereich des Kalifen) weit hinaus über den Bereich des Islam. So sind die Werke des Altertums vom Griechischen über das Äramäische / Syrische ins Arabische übertragen worden – aber nicht unbedingt für Moslems. Diese haben an der antiken Kultur wohl vergleichsweise geringes Interesse gehabt. So haben sie sich auch nicht um die Erlernung des Griechischen bemüht, um die Texte im Original studieren zu können. – Anders im Abendland: Nachdem jahrhundertelang Latein (auch von Nicht-Romanen) erlernt worden war, kam im Spätmittelalter auch noch das Griechische hinzu.
Redaktion benachrichtigen Schlecht kaschierter EU-Antikatholizismus
#10   virOblationis   09:44:13 | Samstag, 17. Dezember 2005
Stagnation und Verfall
Werter Benedikt! – Ich denke, es gilt zu unterscheiden zwischen dem Islam und dem „islamischen Kulturraum“, womit ich – nicht ganz zutreffend den Machtbereich der Kalifen bezeichne; schließlich ist der Islam ja durch Krieg zur Weltreligion geworden: Syrien-Palästina wurde 633 bis 643 erobert, das Zweistromland 633 bis 641 etc. In diesem Kulturraum hing dem Islam etwa bis zur Kreuzfahrerzeit meist trotz Drangsalierungen nur eine Bevölkerungsminderheit an. Viele kulturelle Leistungen, z.B. auf dem Gebiet der Medizin, wurden in diesem Kulturraum gerade von Nicht-Moslems hervorgebracht. Und ist es nicht bezeichnend, daß „Stagnation und Verfall“ gerade in der Zeit (etwa 12. / 13. Jh) einsetzen, in der der Islam zur Religion der Mehrheit wurde?
Redaktion benachrichtigen Mutter opfert das Leben für ihr Kind
#10   virOblationis   09:59:39 | Dienstag, 13. Dezember 2005
hl. Gianna Beretta Molla
Es sind gewiß nicht die meisten Mütter zu einem solchen Opfer bereit. Es ist schon etwa Großartiges.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die hl. Gianna Beretta Molla (28.4.), die ihr Leben auch für ein ungeborenes Kind hingegeben hat, da sie auf eine Krebstherapie verzichtete.
Redaktion benachrichtigen Wer nicht mehr anziehend ist, muß sich scheinbar ausziehen
#10   virOblationis   17:55:51 | Sonntag, 11. Dezember 2005
Sündenfall
Um Nacktheit recht zu verstehen, muß man von der Paradieserzählung weiterlesen bis zum Sündenfall (s. Gen. 3, 7. 21). Dann wird man das rechte Verhalten dazu kaum mehr verfehlen können.
Redaktion benachrichtigen Die Konkubine eines Polygamisten kämpft um ihre Aufenthaltserlaubnis
#1   virOblationis   17:28:20 | Samstag, 10. Dezember 2005
Toleranz
Soweit mir bekannt, sind europäische Staaten liberaler: In Frankreich werden Konkubinen eingewanderter Schwarzafrikaner geduldet, und in Deutschland bezahlen die Krankenkassen auch für mitversicherte Nebenfrauen.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Scheffczyk gestorben
#37   virOblationis   15:12:06 | Samstag, 10. Dezember 2005
„polnische Teilung“
Der 2. Weltkrieg begann mit dem Krieg gegen Polen, und diesen haben zwei geplant, nicht einer allein: Hitler und Stalin. Letzterer war nur so klug, seine Soldaten einige Zeit zurückzuhalten, so daß das NS-Regime vor aller Welt als alleiniger Verursacher des Krieges erschien.
Redaktion benachrichtigen Widersprüche
#35   virOblationis   11:59:00 | Freitag, 9. Dezember 2005
Vivat Christus Rex!
Woher weiß denn der Staat, was Mord ist, wenn er nicht als christlicher bzw. katholischer Staat auf die göttlichen Gebote gegründet ist? – Man sieht ja heute sehr deutlich, wohin die Entchristlichung führt: Zulassung der Abtreibung, Tötung von Alten und Kranken…
Wie soll ein atheistischer Staat eine angemessene Grenze finden zwischen erlaubten und nicht erlaubten religiösen Praktiken?
Redaktion benachrichtigen Widersprüche
#25   virOblationis   21:27:31 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
Lehre von den zwei Reichen
Gerade Augustinus hat die Hilfe der weltlichen Obrigkeit gegenüber den Donatisten gern angenommen, nachdem endlich auch seine Geduld mit den Irrenden erschöpft war.
Das „cogite intrare“, nötigt sie, hereinzukommen, (vgl. Luk. 14, 23) kann, wie der Heilige feststellte, sehr heilsame Folgen haben.
Redaktion benachrichtigen Die Öffnung ließ sich nicht mehr verschließen
#2   virOblationis   15:58:50 | Donnerstag, 8. Dezember 2005
Volkssprache
Bleiben die Gläubigen nun der Messe fern, weil sie verstehen, was da gesagt wird?
Redaktion benachrichtigen „Die Lefebvristen strecken ihre Tentakeln aus“
#64   virOblationis   08:19:55 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
Rom und die Tradition
Das Problem der FSSP bestand wohl darin, denke ich, daß Rom unter Joh. Paul II. den Alten Ritus nur vorübergehend gestatten wollte, um sozusagen „Gestrige“ nicht zu „ewig Gestrigen“ werden zu lassen. M.a.W.: die Traditionalisten sollten mehr oder weniger sanft (mittels zeitweiliger Duldung) zum Novus Ordo übergeleitet werden. So wurde nach einer Schonfrist mit P. Bisigs Absetzung die Abschließung der FSSP gegenüber dem Novus Ordo beseitigt. – Für diese Sichtweise spricht, daß – soweit mir bekannt – eine Apostolische Administratur – rechtlich keine Einrichtung bleibender Art ist; üblicherweise wird sie irgendwann in ein Bistum überführt. Was aber mag dann auf Campos zukommen?
Ob diese Haltung gegenüber der Tradition unter Benedikt XVI. dieselbe bleiben wird, vermag ich noch nicht zu erkennen.
Redaktion benachrichtigen Ein Papier voll fachlicher Inkompetenz
#14   virOblationis   14:35:28 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Beständigkeit
Werte Stimme aus dem Tradiland!
Ich bewundere Ihr Durchhaltevermögen. Immer wieder antworten Sie geduldig auf die(selben) erstaunten bis entsetzten Fragen, die aus Unkenntnis der Grundlagen des katholischen Glaubens entstehen.
Redaktion benachrichtigen „Verletzung ihrer Menschenrechte im Namen der Religion“
#17   virOblationis   08:47:04 | Montag, 5. Dezember 2005
Kindstötungen
Man kann so lange differenzieren, wie man will – am Ende kommt es nur darauf an, ob ein Kind umgebracht wird oder nicht.
Redaktion benachrichtigen Treue zur Tradition + …
#9   virOblationis   19:59:53 | Samstag, 3. Dezember 2005
Treue zur Tradition
Wenn Benedikt XVI: sagt, „…ein guter Theologe steht und denkt in der Gemeinschaft der Kirche“, so scheint er ein solcher zumindest nicht uneingeschränkt (gewesen) zu sein, erfahren wir doch aus einer anderen Meldung von kreuz-net, daß er – jedenfalls noch vor einigen Jahren – zwischen dem Theologen Ratzinger und dem Kardinal der Glaubenskongreagtion (hinsichtlich der Frage nach dem limbus puerorum) so sehr unterschieden hat, daß ihn dies zu unterschiedlichen Positionen brachte.
Redaktion benachrichtigen Wird der Limbus vatikanisiert?
#32   virOblationis   19:03:50 | Samstag, 3. Dezember 2005
Allerlösungslehre
Wenn die Limbus-Lehre fällt und man nicht mehr von einem Zustand, der gewissermaßen zwischen Himmel und Hölle liegt, ausgehen will, sondern einen Weg zu kennen meint, der den ungetauft verstorbenen Kindern den Zugang zur Anschauung Gottes eröffnet, dann wird man auch die Heilsnotwendigkeit der Taufe leugnen müssen – dies werden selbst spitzfindigste Aussagen letztlich nicht zu verschleiern vermögen.
Wenn die heiligmachende Gnade nicht mehr unbedingt mit der hl. Taufe verbunden erscheint, dann wird auch die Erbsündenlehre fallen.
Dies alles hätte eine andere Kirche zur Folge, die es aber wohl kaum geben wird. Stattdessen, so vermute ich, wird eher ein allgemeiner Zusammenbruch erfolgen, denn eine Kirche, die so klar gegen die biblische Lehre angeht, kann nicht existieren. – Oder etwa doch?
Redaktion benachrichtigen Kirchenfeindliche Gesetzgebung in Tschechien
#29   virOblationis   08:33:13 | Montag, 28. November 2005
Ergänzung
Nach der Missionierung im 9. Jahrhundert – übrigens auch durch deutsche Glaubensboten – gab es bereits im 15. Jahrhundert eine schwere Erschütterung des überlieferten Glaubens in Böhmen durch die Hussiten.
Redaktion benachrichtigen Der Moraltheologe Alfons Auer ist tot
#14   virOblationis   16:55:30 | Sonntag, 27. November 2005
der abirrende Petrus
Wenn unter Berufung auf Gal. 2, 11 – 14 die Ansicht vertreten wird, St. Paulus habe St. Petrus nur wegen dessen ungehörigem Verhalten gegenüber den dem Heidentum entstammenden Christen getadelt, so wird dies dem Textzusammenhang von Gal. 1f. wohl kaum ganz gerecht.
Es geht in Gal. 1f. um das Evangelium, welches der hl. Paulus verkündigt, also um die rechte und reine Lehre insgesamt. Dieses Evangelium, das nicht nach Menschenart ist (1, 11ff.), wird bedroht durch das verkehrte Verständnis der Galater (1, 6 – 10) wie durch das verkehrte Verhalten der hll. Petrus, Barnabas und anderer (Gal. 2, 11 – 14), denn es ist unlösbar verbunden mit der Gemeinschaft der Christen, gleich, ob sie dem Judentum oder dem Heidentum entstammen (Gal. 2, 15ff.).
Es ging Paulus, der Petrus entgegentrat, um ein unrechtes Verhalten im Hinblick „auf die Wahrheit des Evangeliums“ (2, 14).
Redaktion benachrichtigen Unterschiede
#4   virOblationis   16:34:58 | Samstag, 26. November 2005
Gaudium et spes
Ich denke, werte Beobachterin, daß das Verhalten des Kardinals, der sich der „Welt“ offenbar anbiedert, von (illusionärer) Freude und (vergeblicher) Hoffnung geprägt ist.
Wie also das Vaticanum II sich auswirkt, will der Artikel wohl an Hand eines ausgewählten Beispiels deutlich machen. – Präsident Bush ist demgegenüber von solchem Denken nicht beeinflußt; das zeigt sein Verhalten.
Redaktion benachrichtigen Benediktinerabtei in Aachen verkauft Teile des Klosters
#6   virOblationis   10:07:21 | Freitag, 25. November 2005
Tuberkulose
„Wenn was zu groß geworden ist, muß man sich anpassen,“ sagte der Schwindsüchtige und zog den Gürtel noch enger.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Schönborn erinnert sich an Prior Roger Schütz
#32   virOblationis   10:35:15 | Dienstag, 22. November 2005
Kirchenzugehörigkeit
Durch die hl. Taufe wird man Glied am Leibe Christi und bleibt es, solange man sich nicht (durch Bekenntnis zu einer Irrlehre) davon abtrennt. – Ob dies auch durch auf Papier dokumentiert wird, ist sekundär.
Redaktion benachrichtigen Kardinal Schönborn erinnert sich an Prior Roger Schütz
#20   virOblationis   21:35:33 | Montag, 21. November 2005
Cyprian
Ein Protestant wird wohl kaum jemals begreifen, warum niemand Gott zum Vater haben kann, der nicht die hl. Kirche zur Mutter hat.
Redaktion benachrichtigen Kein Schisma
#57   virOblationis   16:20:27 | Samstag, 19. November 2005
Anmerkung zur Verehrung der hl. Philomena
Zwar wurde meines Wissens das am 11. August im ital. Bistum Nola begangene Fest der hl. Philomena 1961 aus dem kirchlichen Kalender entfernt und das Meßformular der Heiligen aufgegeben. Doch soll seit geraumer Zeit das Fest St. Philomenas im Bistum Nola wieder am 11. August gefeiert werden.
Redaktion benachrichtigen Ein kirchliches Leichenschauhaus
#18   virOblationis   11:10:42 | Donnerstag, 17. November 2005
Säkularisierung
Nicht in derselben Weise stehen die hl. Kirche und die protestantischen Gemeinschaften der Säkularisierung gegenüber, hat doch gerade die Reformation der Säkularisierung massiv Vorschub geleistet: Man denke nur an die „böhmischen Geschenke“(*) (Th. Müntzer), die die Fürsten an sich rissen, indem sie die Mönche und Nonnen aus den Klöstern vertrieben etc.
(*) Anspielung auf die vorrefomatorische Bewegung der Hussiten.
Redaktion benachrichtigen Keine Privilegien für die Kirche + …
#5   virOblationis   10:43:44 | Mittwoch, 16. November 2005
Abtrennung des Staates von der Kirche
Die Trennung von Staat und Kirche versucht gewissermaßen, die Zeit von 380 (Katholizismus Staatsreligion) auf 313 (Mailänder Edikt: Katholizismus erlaubte Religion) zurückzudrehen; doch ich fürchte, sie wird dann 313 nicht stehenbleiben, sondern auf 303 (Beginn der diokletianischen Verfolgung) zurückgehen: Ist der entchristlichte Staat nicht längst dabei, in die Barbarei zurückzufallen?
Redaktion benachrichtigen Ein mysteriöses Dokument
#19   virOblationis   09:15:29 | Dienstag, 15. November 2005
ad Philomenam
Warum sollte man die liturgischen Veränderungen von 1955 bis 1962 nicht kritisieren? – Es waren unter Pius XII. häufig schon dieselben Liturgiker tätig, die die große Reform von 1969 unter seiner Regentschaft mit einigen „Fingerübungen“ vorbereiteten, so scheint mir. Es wurden zahlreiche Vigilfeiern und Festoktaven abgeschafft, obwohl sie teilweise jahrhunderte lang begangen worden waren: Im Falle der Vigil von Allerheiligen mag es sogar sein, daß diese bereits ebenso alt war wie die Feier am 1. November. – Was aber nistet sich auf den leeren Altären (nach einem Ausspruch E. Jüngers) ein: Im Falle des 31. Oktober wird es – mit Halloween – beispielhaft deutlich.
Redaktion benachrichtigen Die Homo-Ideologie: ein Luxus für die Reichen
#29   virOblationis   09:06:29 | Dienstag, 15. November 2005
Familie und Staat
Ich denke nicht, daß es dem Autor des Beitrages um’s Aufrechnen ging. Er wollte wohl an Hand eines Beispiels zeigen, daß die Tolerierung von natur- bzw. schöpfungswidrigem Verhalten eine Gesellschaft schädigt.
Nun, wenn Staaten die Familie nicht mehr als Grundlage ihrer Existenz verstehen und alle möglichen davon abweichenden Lebensformen nicht nur tolerieren, sondern auch noch fördern, dann werden diese Staaten vergehen, weil sie sich selbst die Grundlage entziehen.
Wer meint, daß Familien nicht benachteiligt würden, versuche beispielsweise nur einmal mit geringem Einkommen und Kind(ern) bezahlbaren Wohnraum in einem Ballungsgebiet zu finden.
Redaktion benachrichtigen Kapitulationsurkunde der Deutschen Bischofskonferenz
#10   virOblationis   21:22:48 | Montag, 14. November 2005
Gospel-Gottesdienst
Ein Gospel-Gottesdienst solcher Art war für mich vor einigen Jahren der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte: So kam ich zur FSSPX-Gemeinde.
Redaktion benachrichtigen Rückgabe der Hagia Sophia an die Orthodoxen?
#16   virOblationis   09:17:59 | Montag, 14. November 2005
Ergänzung
Und nach dem militärischen Überfall auf das christliche Reich der Westgoten hat das Blut von Martyrern wie Eulogius und Pelagius von Cordoba den Boden getränkt.
Redaktion benachrichtigen War die Zeremonie für Wiederverheiratete mit dem Bischof abgesprochen?
#11   virOblationis   10:36:34 | Samstag, 12. November 2005
Segen
Eine Segnung zum Start ins Konkubinat? – Ist es denn auch sonst bereits möglich, sich vor dem Begehen schwerer Sünden die „Begleitung der Kirche“ in Form eines Segens zu erbitten oder kommt dies erst noch?
Redaktion benachrichtigen Firmung mit acht
#12   virOblationis   19:12:41 | Donnerstag, 10. November 2005
geistlicher Kampf
Als unsere Tochter noch keine zehn Jahre alt war, suchte Bischof Williamson (FSSPX) zur Firmung die Gemeinde auf. Auch unsere Tochter wurde gefirmt. Gewiß war sie noch recht jung, doch angesichts der heute herrschenden geistigen Kräfte kann ein Kind, das beginnt, eigenständig und vernünftig zu handeln, kaum zu früh durch den Hl. Geist gewappnet werden, meinte unser Pater; und das überzeugte uns sogleich (angesichts unserer Erfahrungen u.a. mit einer nominell katholischen Schule).
Redaktion benachrichtigen Ökumenismus und interreligiöser Dialog bei Papst Johannes Paul II.
#13   virOblationis   08:51:20 | Donnerstag, 10. November 2005
ein Heiliger besucht eine römische Synoagoge
Der hl. Kallistus I. (217 – 222) hat – noch bevor er zum Papst gewählt wurde – auch einmal eine Synagoge in Rom besucht. Doch fiel dieser Besuch so aus, daß ihn die heidnische Obrigkeit (zur Zeit des Kaisers Commodus (180 – 192)), die die jüdische Religion als eine erlaubte beschützte, anschließend zur Zwangsarbeit in den Steinbrüchen verurteilte, die üblicherweise rasch zum Tode führte. Nur durch glückliche Fügung entging der Heilige diesem Schicksal.
Redaktion benachrichtigen Gesegneter Ramadan!
#49   virOblationis   21:36:26 | Freitag, 4. November 2005
derselbe Gott
Ich denke, daß einige Teilnehmer des Gespräches meinen, mit der Erkenntnis des „einen Gottes“ sei auch immer schon etwas Heilbringendes gegeben. Keineswegs. An denselben Gott wie wir Christen glauben auch die Dämonen – sie kennen ihn nämlich sehr genau – und zittern:
Tu credis, quoniam ununs est Deus; bene facis. – Et daemones credunt et contremescunt. (Jak. 2, 19)
Redaktion benachrichtigen Gesegneter Ramadan!
#33   virOblationis   09:35:03 | Freitag, 4. November 2005
Marcel und gunter maria michel
Ich denke nicht, daß die beiden Beiträge einander grundsätzlich widersprechen.
ad Marcel: g.m.m. schrieb nicht nur „Sie (sc. die Mohammedaner) intendieren denselben Gott“, sondern auch „aber sie haben eine falsche Erkenntnis von ihm.“ – Wenn ein falsches Gottesverständnis vorliegt und die hl. Kirche als Mittlerin fehlt („es kann niemand Gott zum Vater haben, dessen Mutter nicht die Kirche ist“), dann werden die Gebete Gott kaum erreichen. Er selbst hat sich ja offenbart und ist Mensch geworden, um den – einzigen – Zugang zum Heil zu schaffen; das kann man nicht ignorieren. Es reicht eben nicht aus, zu wissen, daß es nur einen Gott gibt und diesen anrufen zu wollen, obwohl es natürlich wahr ist, daß nur dieser einzige da ist.
Redaktion benachrichtigen Der Papst gedenkt an Allerseelen seines verstorbenen Vorgängers + …
#14   virOblationis   18:44:50 | Donnerstag, 3. November 2005
Ablässe für Arme Seelen
Sehr geehrter Laurentius2!
Zur Erlangung dieses Ablasses in der (ehemaligen) Allerheiligenoktav ist u.a. – soweit mir bekannt – auch der Besuch einer Kirche / Kapelle am 1. oder 2. November nötig. – Aber man kann ja stets auch vielfältige Teilablässe für die Armen Seelen erwerben.
Redaktion benachrichtigen Der Papst gedenkt an Allerseelen seines verstorbenen Vorgängers + …
#6   virOblationis   21:06:17 | Mittwoch, 2. November 2005
ad Ephasum
Wenn Benedikt XVI. in Ansprachen den Eindruck erweckte, sein Vorgänger sei bereits im Himmel, dann hätte er konsequenterweise tatsächlich an Allerheiligen und nicht an Allerseelen die Andacht verrichten sollen. – Vielleicht aber ist Benedikt XVI. hinsichtlich der Heiligkeit seines Vorgängers aber doch nicht so gewiß, wie es den Anschein hatte.
Redaktion benachrichtigen Dramatischer Appell aus dem Jenseits
#5   virOblationis   19:55:04 | Mittwoch, 2. November 2005
Anmerkungen
Der einzige Satz des Artikels, der mir Schwierigkeiten bereitet ist folgender:
„Ich sühne für die Hinwendung zum Geschöpflichen während meiner Erdentage.“
Die Schöpfung ist ja nichts Schlechtes; an Geschöpflichem darf ich mich doch freuen, solange ich es als solches behandle und nicht absolut setze, d.h. vergötze.
Wäre alles Endliche schlecht, wie sollte Gott sein Schöpfer sein?
M.E. muß der Sinn des oben zitierten Satzes folgender sein: „Ich sühne für die Hinwendung zum Geschöpflichen, soweit ich dieses während meiner Erdentage an die Stelle des Schöpfers gesetzt habe.“
ad Andrija:
Das Gebet nach dem Essen pflegen wir natürlich auch, doch handelt es sich dabei nicht um ein Sühnegebet für die armen Seelen. Dieses hat – jedenfalls bei mir – seinen Platz nach dem abendlichen Angelus.
Redaktion benachrichtigen Nostra Aetate und Aufgabe der Identität
#26   virOblationis   20:10:10 | Montag, 31. Oktober 2005
Antifa & Co.
Anstelle von Argumenten die Anti-Semitismus-Keule schwingen – nicht sehr überzeugend.
Redaktion benachrichtigen Eucharistischer Umtrunk
#46   virOblationis   13:05:05 | Montag, 31. Oktober 2005
Anaphora der Apostel Addai und Mari
„Nur, weil etwas nicht explizit erwähnt wird, fehlt es noch nicht.“ (Zitat turk) – Da muß ich an den Streit um die „Messe ohne Wandlungsworte“ denken.
Redaktion benachrichtigen Erneuerung mit dem Preßlufthammer
#27   virOblationis   10:08:20 | Montag, 31. Oktober 2005
Architektur und Theologie
Wenn die Liturgie [des Meßopfers] die Feier des „einen Volkes Gottes“ ist, bringt dieses dann auch das Opfer im Altar dar? – Keineswegs.
Durch den Priester am Altar handelt der Heiland selbst. Und so, wie dieser nicht einfach unser Bruder, sondern der Herr ist, der menschgewordene Gott, so ist auch nicht der Priester einfach ein Teil des Volkes Gottes. Dies wird durch eine räumliche Abtrennung des Altarraumes (durch Kommunionbank oder Ikonostase) gut zum Ausdruck gebracht.
Redaktion benachrichtigen Nostra Aetate und Aufgabe der Identität
#23   virOblationis   09:59:11 | Montag, 31. Oktober 2005
bleibende Erwählung
Die bleibende Erwählung ist der Grund dafür, daß auch die Juden einst zum Heil in Christus finden – die Verheißungen werden nicht hinfällig. Die bleibende Erwählung bedeutet aber nicht, daß sie jetzt, im Unglauben verharrend, von Gott angenommen wären; sie sind vielmehr „Feinde um des Evangelium willen“.
Redaktion benachrichtigen Der Laizismus ist eine ansteckende Krankheit
#2   virOblationis   19:47:51 | Sonntag, 30. Oktober 2005
Ein Hoch auf kreuz-net!
Hervorragend! – Wo bekommt man solch einen Artikel zum Christkönigsfest sonst wohl zu lesen?
Redaktion benachrichtigen Wann und wo + …
#14   virOblationis   15:35:39 | Sonntag, 30. Oktober 2005
hl. Kirche
Jeder einzelne von uns hat genug damit zu tun, wegen seiner eigenen Sünden Gott um Verzeihung zu bitten. – Die Kirche aber ist heilig; es ist deshalb absurd, wenn jemand in ihrem Namen für vermeintliche „Verfehlungen der Kirche“ irgendwen um Vergebung bittet.
„Ich glaube an die Kirch’ allein, die einig, heilig allgemein…“
Redaktion benachrichtigen Revolutionäre Ergebnisse + …
#2   virOblationis   09:57:07 | Freitag, 28. Oktober 2005
Grundlagen des Dialogs mit dem Judentum
Christen und Juden haben Jesus ebenso gemeinsam wie der Schächer zur Rechten und der zur Linken: der eine glaubte an ihn und bat den Heiland um Hilfe, der andere lehnte den Heiland ab und wurde verworfen.
Christen und Juden und Christen ist die messianische Hoffnung gemeinsam, nur daß die einen dem Heiland glauben, daß er Gottes Sohn ist, der Mensch geworden ist, um sie zu retten, und die anderen ihn ablehnen, indem sie einen anderen erwarten.
Redaktion benachrichtigen Aus dem Nähkästchen geplaudert + …
#28   virOblationis   19:33:52 | Donnerstag, 27. Oktober 2005
Ersatz-Religion
Ich frage mich auch, ob man die parlamentarische Demokratie nicht bereits als Ersatz-Religion der USA (wie des übrigen „Westens“) bezeichnen muß, wenn der US-Präsident sie mit Gewalt allen Völkern meint aufzwingen zu dürfen, wo er eine Verletzung von Menschenrechten in ihrem Sinne feststellt. – Oder sehe ich dies verkehrt? – Wird nicht auch die parlamentarische Demokratie geradezu wie eine heilige Einrichtung verehrt, wenn neben ihr keine andere Staatsform als möglicherweise gleichwertig eingestuft werden darf?
Redaktion benachrichtigen Der Europarat warnt vor der Religion – besonders der katholischen
#13   virOblationis   19:16:10 | Sonntag, 23. Oktober 2005
ad Kryszek
Ich halte den Kreuz-net-Artikel noch immer für eine zutreffende Wiedergabe des Papiers des Europarates. Darin werden lediglich unter Punkt 3 Verbechen aus dem mohammedanisch geprägten Kulturraum („Ehrenmorde“ etc.) aufgezählt. Insgesamt ist aber dieses Papier ein Angiff auf die christliche Tradition – soweit sie nicht bis heute schon untergegangen ist. Man geht also gegen die eigene Geschichte vor! Daß dabei unter Punkt 3 Verbrechen unserem traditionellen Frauenbild (Punkt 4) entgegengestellt werden, als ob es sich dabei auch um Verbrechen handelte, halte ich für infam.
Redaktion benachrichtigen Schützenhilfe für die entlarvten Abtreibungsapologeten
#15   virOblationis   14:25:07 | Sonntag, 23. Oktober 2005
rotlackierte Faschisten
Ich meine, es sei Ernst Reuter, West-Berlins SPD-Bürgermeister nach dem letzten Krieg, gewesen, der von Kommunisten als rotlackierten Faschisten sprach. – Derselbe Ernst Reiter war doch, so weit ich weiß, zuvor einmal selbst Kommunist gewesen. Er muß sich also mit dem, was er verglichen hat, ausgekannt haben. – Die Bezeichnung „national-sozialistisch“ der deutschen Faschisten muß ja auch nicht völlig unzutreffend gewesen sein.
Redaktion benachrichtigen Der Europarat warnt vor der Religion – besonders der katholischen
#4   virOblationis   14:08:40 | Sonntag, 23. Oktober 2005
Sowjetunion light
Welche „ganz andere Akzentsetzung“ gibt es denn? – Der Beitrag von Kryszek bleibt, so weit ich sehe, völlig unkonkret – im Gegensatz zu dem Kreuz-net-Artikel.
„Sowjetunion [vorerst] light“ paßt m.E. zur Charakterisierung gut. – Die Früchte der Revolution von 1789 mit ihrer durch Brüderlichkeit verbundenen Freiheit und Gleichheit sind eben Liberalismus und Sozialismus; und deren anti-christliche Grundhaltung wird wieder einmal deutlicher kenntlich.
Vielleicht ist dies gar nicht so schlecht: Wenn dem einen oder anderen Katholiken, der noch immer (mit dem Vat. II in J. Ratzingers damaliger Interpretation) von einer Versöhnung zwischen von Revolution und Kirche träumt, endlich die Augen aufgehen, hätte sich die Arbeit des Europarates auf jeden Fall gelohnt.
Redaktion benachrichtigen Die Alte Messe ist untergegangen
#18   virOblationis   19:59:37 | Samstag, 22. Oktober 2005
Anmerkungen
Die Priesterseminare in Polen werden leerer werden, je weiter die Modernisierung auch dort voranschreitet (vgl. Zulassung der „Handkommunion“).
Gott behüte die Kirche vor einer „zeitgemäße Sprache“! Statt dem Zeitgeist hinterherzuhecheln und gleichberechtigt mitzudiskutieren, entspricht der Kirche eine gleichsam überzeitliche Redeweise – wie sie die lateinische Sprache zum Ausdruck bringen kann. Jedes Geschöpf im Himmel, auf Erden und unter der Erde hat sich der offenbarten Wahrheit, die die hl. Kirche verkündigt, zu beugen.
Jede abgewirtschaftete Regierung kann darauf verweisen, daß es ohne sie noch viel schlimmer gekommen wäre: Nicht sehr überzeugend. Am besten schaut man darauf, wie es vorher und wie es hinterher aussah. Man vergleiche die vorkonziliare Zeit mit der jetzigen! Nur zu!
Redaktion benachrichtigen Ex-Pfarradministrator Sabo gewinnt seine nächste Schlacht
#4   virOblationis   19:49:34 | Samstag, 22. Oktober 2005
Denkmal
Nun, immerhin hat Arminius auch gegen die „Römer“ gekämpft. – Es wäre aber besser gewesen, wenn er unterlegen wäre; römische Kultur und Gesittung hätten auch den Norden erreicht und vielleicht über die Elbe hinweg bis in meine Heimat hinein ausgestrahlt.
Redaktion benachrichtigen Schützenhilfe für die entlarvten Abtreibungsapologeten
#4   virOblationis   19:46:19 | Samstag, 22. Oktober 2005
Argument und Meinung
Wo argumentiert wird, ist mir nicht klar; aber vielleicht sind die Argumente ja beim Schreiben des Artikels nicht mitaufgenommen worden.
Die eigene Meinung sagen ist gut; aber hier kaum mehr als beschimpft und das noch mit etwas unbeholfenen Ausdrücken, wie mir scheint.
Redaktion benachrichtigen Empfang der Heiligen Kommunion im Sitzen
#20   virOblationis   23:00:21 | Freitag, 21. Oktober 2005
Wortklauberei
Natürlich wurde nur ein einziges Opfer dargebracht – auf Golgotha. Aber eben dieses wird vergegenwärtigt auf dem Altar, wo Christus durch den Priester wirkt.
Wenn gesagt wurde „erneuert“, dann ist doch dasselbe gemeint.
Redaktion benachrichtigen Ganz starke Sensibilität + …
#2   virOblationis   21:20:56 | Freitag, 21. Oktober 2005
zum Beitrag über Herrn Kusch
Wenn Herr Kusch den Zeugungsakt als Menschenwerk bezeichnet, hat er Recht; doch ist dies nur die Hälfte des Geschehens bei der Entstehung eines Menschen. Damit ein Mensch entsteht, muß Gott eine unsterbliche Seele erschaffen. Für die Entstehung eines Mernschen ist der Geschlechtsakt eine notwendige Bedingung (wenn nicht, dann nicht), aber keine hinreichende (wenn, dann). – Die Geburt Jesu aus einer Jungfrau zeigt allerdings, daß Gott nicht einmal daran gebunden ist. Er schenkt das Leben und hat dies nicht den Menschen übergeben; und darum hat auch er allein das Recht, das Leben zu nehmen.
Redaktion benachrichtigen Wie führt man die Euthanasie ein?
#8   virOblationis   21:13:03 | Freitag, 21. Oktober 2005
ad Methusalix
Ich persönlich würde auch nicht jede Therapie – insbesondere solche mittels Organen Sterbender – akzeptieren, nur um mein Leben um eine Spanne zu verlängern. In dieser Hinsicht stimme ich Ihnen zu. Aber im Falle Schiavo ging es doch nicht um Therapie, sondern um die Ernährung der Patientin.
Redaktion benachrichtigen Die Protestanten sollten über ‘Dominus Jesus’ nicht beleidigt sein
#6   virOblationis   11:05:55 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
ein Katholik, kein Protestant
Prof. Berger ein Protestant? Gar nicht vorstellbar.
Als Katholik hat Prof. Berger neuerdings auch ein gutes Verhältnis zur FSSPX, wenn er auch keineswegs deren Standpunkte in jeder Hinsicht teilen dürfte.
Es war am vergangenen Freitag ein denkwürdiges Erlebnis, den bekannten Prof. im Hamburger Gemeindezentrum der FSSPX-Kapelle zu hören.
Redaktion benachrichtigen Wie führt man die Euthanasie ein?
#6   virOblationis   09:09:26 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
Schöpfer und Geschöpf
Gott gibt das Leben; er erschafft die unsterblichen Seelen. Darum hat auch er allein das Recht, den Menschen ihr Leben wieder zu nehmen.
Redaktion benachrichtigen Zuerst verdampft der Glaube dann das Geld
#6   virOblationis   09:01:37 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
Ergänzung
Da nimmt man auch gern die Beiträge derer an, die man sonst als Schismatiker bezichnet.
Redaktion benachrichtigen Kommt sie, die Gegenrevolution?
#29   virOblationis   09:20:03 | Dienstag, 18. Oktober 2005
noch einmal „pro multis“
Da muß ich dem vorangehenden Beitrag widersprechen: Nach traditioneller Auffassung geht es bei den Wandlungsworten nicht um den universalen Heilswillen „für alle“, sondern um die Aneignung des Heils, also „für viele“.
Es gibt allerdings die Bestreitung dieser Interpretation, die sich auf die Argumentation des Protestanten J. Jeremias (den ich sonst sehr schätze) beruft.
Wenn man bei den Wandlungsworten also „für alle“ übersetzt, folgt man einer fraglichen oder zumindest höchst umstrittenen Deutung. Da sollte man doch bei der traditionellen und wörtlichen Übersetzung bleiben: „für viele“; sonst droht die Ansicht sich auszubreiten, die hl. Kommunion sei „für alle“ da, und schließlich kämen wir ja auch alle in den Himmel.
Redaktion benachrichtigen Wer sagt die Unwahrheit?
#3   virOblationis   21:04:15 | Montag, 17. Oktober 2005
Ergänzung
In demselben Schreiben wird auch eine ganz eigene Darstellung des hinduistischen Rituals dargeboten, das von einem portugiesischen TV-Sender aufgezeichnet wurde.
Redaktion benachrichtigen Kommt sie, die Gegenrevolution?
#17   virOblationis   08:07:43 | Montag, 17. Oktober 2005
FSSPX und FSSP
Was Sie über die Heiligkeit Gottes und die überlieferte Messe schreiben, werter Gunter Maria Michel, scheint mir erfüllt von tiefster Wahrheit.
Warum aber kann sich die FSSPX („Piusbruderschaft“) nicht der von ihr abgespaltenen FSSP („Petrusbruderschaft“) anschließen, wie es Ihnen möglich erscheint?
Die FSSPX ist die stärkste Kraft innerhalb der Tradition, so daß ich sie geradezu als ihr Rückgrat bezeichnen möchte. Ohne sie hätte Rom – zumindest unter Paul VI. und Joh. Paul II. – kaum Zugeständnisse hinsichtlich der Erhaltung der Tradition gemacht.
Wie es jemandem ergeht, der sich dem modernistischen Rom auf Gedeih und Verderb ausliefert, hat gerade die FSSP erfahren: Nicht nur die Wirkungsmöglichkeiten dieser Bruderschaft sind noch immer stark eingeschränkt; nach einer ersten Zeit des römischen Honeymoon wurde die Anerkennung des NOM erzwungen und Pater Bisig als Oberhaupt kurzerhand entfernt. – Das hat mich zu jener Zeit sehr nachdenklich gemacht.
Wie würde es wohl um die FSSP stehen, wenn es die von manchen ihrer Priester geschmähte FSSPX im Hintergrund nicht gäbe! Wahrscheinlich wäre die Bildung einer FSSP gar nicht erst zugestanden worden.
Redaktion benachrichtigen Die Alte Messe ist auf der Bischofssynode kein Thema
#15   virOblationis   19:44:23 | Samstag, 15. Oktober 2005
ad Aurelium
Was Sie sagen, vermag ich nicht nachzuvollziehen.
Wo wird in dem vorliegenden Artikel mit dem Finger auf Menschen gewiesen? Wo wird „Ehebrecher etc.“ geschrien?
Vielleicht könnten Sie mitteilen, auf welchen Satz oder Abschnitt Sie sich beziehen.
Redaktion benachrichtigen Die Alte Messe ist auf der Bischofssynode kein Thema
#13   virOblationis   22:36:39 | Freitag, 14. Oktober 2005
Ton und Töpfer
Wenn man glaubt, Menschen hätten schon deshalb ein Recht darauf, die hl. Kommunion zu empfangen, nur weil sie es wünschen, dann stellt man den Menschen in den Mittelpunkt anstelle Gottes.
„Der Mensch ist geschaffen dazu hin, Gott unseren Herrn zu loben, Ihm Ehrfurcht zu erweisen und zu dienen, und damit seine Seele zu retten.“ – So der hl. Ignatius von Loyola zu Beginn seiner „Geistlichen Übungen“.
Es hat überhaupt nichts mit „Unchristlichkeit“ oder „Menschenverachtung“ zu tun, wenn man gegenüber den Geboten Gottes unbedingten Gehorsam fordert. Verfährt man anders, stellt man das Verhältnis von Schöpfer und Geschöpf, von Unendlichkeit und Endlichkeit, von Allmacht und Ohnmacht auf den Kopf.
Redaktion benachrichtigen Die Alte Messe ist auf der Bischofssynode kein Thema
#4   virOblationis   10:55:18 | Freitag, 14. Oktober 2005
Verwechslung
Nicht der Ausschluß von der hl. Kommunion ist unchristlich, sondern das, was diese zwangsläufig nach sich zieht: die Ehescheidung; diese nämlich hat der Herr selbst untersagt.
Redaktion benachrichtigen Die Homosexualität ist unnatürlich
#10   virOblationis   15:00:00 | Donnerstag, 13. Oktober 2005

Es ist vielleicht ganz sinnvoll, den Beitrag „Fluch“ nicht zu löschen, da daraus viele Leser ersehen können, wes Geistes Kind der Schreiber ist.
Redaktion benachrichtigen „Die Hölle auf Erden“
#15   virOblationis   07:40:03 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
Ergänzung
Vielleicht kann man sogar von einer „emotionalen Wahrheit“ sprechen: „Wahr ist, was Spaß macht.“ – So kommt man endgültig beim puren „Fleisch“ an, keine Spur mehr von „Geist“.
Redaktion benachrichtigen Im freien Fall
#19   virOblationis   22:09:57 | Mittwoch, 12. Oktober 2005
Vivat Christus Rex!
Werter Dolfus!
Ich sehe in dem besprochenen Text von Kardinal Pie keinen Hinweis darauf, daß zum „Katholischsein“ gezwungen werden soll. Das ist ja auch gar nicht möglich, denn den Glauben vermag nichts zu erzwingen.
Es geht um einen Staat, in dem nicht-kath. Religionen nicht gleiches Recht zuteil wird; dies bedeutet keineswegs, daß man den vergeblichen Versuch unternehmen will, den Irrtum mit staatlichen Zwangsmitteln auszurotten.
Wenn die kath. Religion als Ausdruck der einen göttlichen Wahrheit allein einen öffentlichen Kultus praktizieren soll, dann deshalb, damit nicht mehr so unendlich viele Seelen verloren gehen. – Einige Glückliche werden immer zum wahren Glauben finden, doch die meisten Menschen laufen in die Irre, wenn die kath. Religion als ein Angebot unter vielen erscheint. Ein neutraler Beobachter mag das begrüßen, aber einem katholischen Gläubigen zerreißt es das Herz: Sie laufen in die Irre wie Schafe, die keinen Hirten haben. Ihre verschmachtenden Seelen schreien nach Gott, doch sie erkennen ihn nicht! Wieviel leichter würde ihnen das Heil zuteil in einer ganz und gar katholisch geprägten Gesellschaft!
Redaktion benachrichtigen Im freien Fall
#4   virOblationis   07:21:55 | Mittwoch, 12. Oktober 2005
der christliche Staat
Wir sehen es an der Entwicklung der Staaten im 20. Jahrhundert: Mit der Abwendung vom christlichen Staat einher geht der Rückfall in die Barbarei – wobei die vorchristliche vergleichsweise harmlos gegenüber der jetzigen gewesen zu sein scheint.
Welchen Staat muß sich die Kirche wünschen: Zumindest einen, der das Naturrecht beachtet. Aber kann die Kirche vom göttlichen Recht absehen? Kaum – wenn sie sich zeigen will als das, was sie in Wirklichkeit ist. Welcher Raum bleibt dann aber noch für den Laizismus? Keiner.
Der Staat entscheidet nicht über die Wahrheit, sondern er hat sich wie alles Geschöpfliche der offenbarten Wahrheit zu beugen. – Toleranz gegenüber dem Irrtum ist dabei möglich, doch ist diese keine Beliebigkeit, wie sie die Religions-Freiheit mit sich bringt.
Der christliche Staat ist keine Theokratie, denn er läßt dem Staat die Selbständigkeit, die ihm zukommt bei der Sorge um das zeitliche Wohl des Volkes.
Redaktion benachrichtigen Mehr Inkulturation im Westen + …
#4   virOblationis   20:45:17 | Dienstag, 11. Oktober 2005
Jak. 4, 4 b + a
Aggiornamento? Inkulturation?
Ich halte es stattdessen mit dem hl. Jakobus d.J., der in seiner Epistel, einer wunderbaren Anleitung zum Leben in Heiligkeit, schreibt:
„Quicumque ergo voluerit amicus esse saeculi huius, inimicus Dei constituitur.
Adulteri, nescitis quia amicitia huius mundi
inimica est Dei?“
Redaktion benachrichtigen Mehr als beten
#25   virOblationis   13:35:58 | Montag, 10. Oktober 2005
„extra ecclesiam“ weiter gültig?
Wenn das „extra ecclesiam nulla salus“ in der nachkonziliaren Kirche noch gelten würde, wie könnte dann Benedikt XVI. eine Synagoge besuchen, ohne dort den Juden die Heilsbotschaft zu verkünden, damit sie, die wegen ihres Unglaubens ausgebrochenen Zweige, wieder eingepfropft werden (vgl. Röm. 11, 43)? Wie konnte Joh. Paul II. bei einem Deutschlandbesuch die Mohammedaner aufrufen, ihrer Irrlehre treu zu bleiben? Wie konnte es zwei Religionstreffen zu Assisi geben, wo Wahrheit und Irrtum sich nicht deutlich sichtbar voneinander hätten unterschieden, wie es hätte sein müssen, wenn extra ecclesiam nulla salus noch gelten würde.
Stattdessen regt es schon niemanden mehr auf, wenn protestantisch-katholische, ökumenische, Gottesdienste abgehalten werden: Wie ist das aber möglich? Wie können Wahrheit und Irrtum gemeinsam Gott anrufen?
Darüberhinaus gehen religiöse Veranstaltungen mit Teilnahme verschiedenster Glaubensrichtungen, vom Katholizismus bis zum Heidentum. extra ecclesiam nulla salus? Wozu dann mit ihnen beten? Zur Buße müßten sie gerufen werden!
Wo wird das überaus ernste „extra ecclesiam“ noch erkennbar bei Halli-Galli-Veranstaltungen, wie den von in Wien zelebrierten?
Wie lange mag es noch dauern, bis ein Priester mit einem Satanisten zusammen eine schwarz-weiße „Messe“ feiert? – Das sei undenkbar? Früher wäre all das andere auch undenkbar gewesen. Immerhin gab es, so weit mir bekannt, schon einen Voodoo-Vertreter beim zweiten Assisi-Treffen.
Redaktion benachrichtigen Katholische Bischöfe warnen davor, die Bibel wörtlich zu nehmen
#32   virOblationis   21:37:34 | Freitag, 7. Oktober 2005
Urtext
Der „einzige“ Urtext, den es gibt, ist eine Rekonstruktion aus einer Vielzahl von Handschriften – oder meinen Sie den hebr. Kodex Leningradensis aus dem Jahre 1008?
Redaktion benachrichtigen Katholische Bischöfe warnen davor, die Bibel wörtlich zu nehmen
#19   virOblationis   21:39:30 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
historische Wirklichkeit
Wenn man meint, sich nach dem „Sinn“ der biblischen Texte zu richten, ohne ihre geschichtlichen Aussagen ernst zu nehmen, dann wird das Fleisch tatsächlich Wort – oder, mit Bultmann gesprochen: es vollzieht sich nur noch eine „Auferstehung ins Kerygma“ (also nicht leibliche Auferstehung mit leerem Grab, sondern nur der Glaube daran und die Verkündigung dessen).
Natürlich muß man nicht von sieben Tagen der Schöpfung wortwörtlich ausgehen; aber wenn man z.B. nicht daran festhält, daß es ein erstes Menschenpaar gab, dann wird sich auch die Erbsünde verflüchtigen und die Wirksamkeit der hl. Taufe überflüssig erscheinen.
Redaktion benachrichtigen Homos ins Kloster?
#1   virOblationis   12:19:09 | Montag, 3. Oktober 2005
Ordensleben
In bezug auf Orden:
Es kann nicht nur um Priester gehen, auch Laienbrüder sollten m.E. keinerlei sodomitische Neigungen zeigen. – Als ich mich vor knapp zwanzig Jahren in einem deutschen Kloster zu Exerzitien aufhielt, wurde ich das Gefühl nicht los, daß mein Exerzitienmeister und ein Novize ein Liebespaar bildeten. Man stelle sich nur einmal vor, Mitbruder in einer solchen Gemeinschaft zu sein! Was für eine Atmosphäre herrscht dort, wo das Leben, statt ganz auf Gott ausgerichtet zu sein, in solcher Weise an Irdisches gebunden wirtd!
Redaktion benachrichtigen Morgen beginnt sie + …
#5   virOblationis   15:47:27 | Samstag, 1. Oktober 2005
Ergänzung
… und Paul VI. hielt schützend seine Hand über die Zerstörer der Liturgie (vgl. T. Casini, Die zerissene Tunika, Zürich 1967).
Redaktion benachrichtigen Zick und Zack
#48   virOblationis   14:54:54 | Freitag, 30. September 2005
ad g. m. Michel
Ihre Argumentation entspricht der der Sedisvakantisten (wenn diese auch eine andere Konsequenz daraus ziehen).
Ich denke „entweder rechtmäßig => Gehorsam“
oder „nicht rechtmäßig => kein Gehorsam“
ist zu pauschal.
Der Papst ist nicht stets und ständig die letzte Instanz (vgl. das Auftreten des hl. Paulus gegenüber Petrus nach Gal.), sondern der überlieferte katholische Glaube und das durch ihn bedingte Heil der Seelen. Wenn der Papst davon hinsichtlich eines bestimmten Aspektes abirrt, kann ich ihm nicht – gegen mein Gewissen – folgen.
Redaktion benachrichtigen Zick und Zack
#44   virOblationis   20:44:25 | Donnerstag, 29. September 2005
Laien als Theologen
Manchmal sieht ein Kind deutlicher als der Papst, dessen neue Kleider von all den Erwachsenen beklatscht werden.
Redaktion benachrichtigen Ohne zu fragen
#27   virOblationis   08:42:06 | Donnerstag, 29. September 2005
ad Belisarem
Gewiß konnte sich auch der Arianismus auf Konzilien berufen, z.B. die Synoden von Antiochia (341), Arles (353) und Mailand (355). Außerdem stand die weit überwiegende Mehrheit der Bischöfe (zumindest im Osten) auf Seiten der Irrlehre, und Papst Liberius (352 – 366) unterschrieb 357, nachdem er durch Verbannung unter Druck gesetzt worden war(*), zumindest mißverständliche Formulierungen, die ihn häresieverdächtig machten.
(Während seiner Abwesenheit wurde zu Rom ein Gegenpapst von den Arianern gewählt.
Redaktion benachrichtigen Was ist die Theorie vom intelligenten Designer?
#16   virOblationis   14:16:15 | Freitag, 23. September 2005
ad Sirilo
Wie wollen Sie ausschließen, daß Dämonen die Schöpfung verunstalten?
Wenn Sie die Schöpfung als in sich fehlerhaft ansehen, begeben Sie sich m.E. vom kath. Glauben fort und irren zur Gnosis (Manichäismus) ab.
Ich zitiere L. Ott, Grundriss der Dogmatik (Freiburg / Basel / Wien 1965): S. 102
Gott hat die Welt gut geschaffen. De fide.
Das Konzil von Florenz erklärte…, daß es entgegen dem manichäischen Irrtum keine in sich schlechte Natur gibt, da jede Natur, soweit sie Natur ist, gut ist…
Die biblische Grundlage ist Gn 1, 31 [ – deshalb mein Zitat im früheren Beitrag.] …
Redaktion benachrichtigen Was ist die Theorie vom intelligenten Designer?
#14   virOblationis   10:05:02 | Freitag, 23. September 2005
das Problem des Bösen
„Siehe, es war sehr, sehr gut“ – vor dem Fall [hier: der Engel].
Gott hat den Engeln und Menschen Freiheit gegeben, die mißbraucht werden kann, seine gute Schöpfung zu beeinträchtigen.
Redaktion benachrichtigen Ein Kardinal bittet Allah
#32   virOblationis   09:50:27 | Freitag, 23. September 2005
Steine des Anstoßes
Der einzige Stein des Anstoßes in der oben wiedergegebenen Rede ist in meinen Augen nicht die Ersetzung des Wortes „Gott“ durch „Allah“, was zumindest mißverständlich erscheinen kann. Es ist doch auch im Zusammenhang mit Abraham(*) von „Brüder[n] und Schwestern in der einen Familie Gottes“ die Rede, was ich nur so verstehen kann, als bestünde eine geistige Gemeinschaft zwischen Christentum, Judentum und Islam. Dies erinnert mich allzu sehr an die Ringparabel in Lessings „Nathan der Weise“ und überhaupt an die Aufklärung mit ihrem Slogan:
„Ob Christ’, ob Jud’, ob Hottentott’,
wir glauben all’ an einen Gott.“
(*) Vgl. Joh. 8, 39f.; Gal. 3, 29: Wir Christen allein sind die (geistlichen) Nachkommen Abrahams!
Redaktion benachrichtigen Traditionalistenbischof spricht über seine Audienz beim Papst
#34   virOblationis   08:02:13 | Donnerstag, 22. September 2005
additistisches Wahrheitsverständnis
Eine der Fragen, und zwar die vielleicht wichtigste, die hinter der hier geführten Auseinandersetzung steht, ist die nach den Elementen des Heils außerhalb der Kirche.
Schon der 255 ausgebrochene Ketzertaufstreit zwischen den hll. Cyprian und Stephan I., der schließlich im Sinne Roms entschieden wurde, machte deutlich: Es sind gültige Taufen auch durch Häretiker, Schismatiker und sogar Ungläubige möglich. – Es gibt also so etwas wie Elemente des Heils außerhalb der Kirche dadurch, daß dort etwas von der Kirche übernommen worden ist.
Wie steht es aber um Glauben und Bekenntnis: Könnte es da nicht auch „Elemente der Heiligung und [der] Wahrheit … [also] Elemente des Kirchseins, die … zur katholischen Kirche … hinführen“ (Dominus Iesus, s. Didimus-Beitrag) geben? Christliche Gemeinschaften haben doch in ihrem Bekenntnis Elemente des katholischen Glaubens, wenn auch vermischt mit ihren Irrtümern. Wie ist dies zu bewerten?
Vorkonziliar hieß es: Wenn der Wahrheit „A“ des katholischen Glaubens auch nur ein Irrtum hinzugefügt wird, wird sie zur Unwahrheit. Seit dem Vat. II – Konzil aber hat sich die Überzeugung verbreitet: Wenn „B“ wahre und falsche Elemente enthält, ist es sozusagen halb-wahr, noch nicht zur vollständigen Einheit mit der (römischen) Wahrheit gelangt.
Mit diesem additistischen Wahrheitsverständnis befaßt sich ein jetzt erschienenes Werk von W. Schüler, Pfarrer Hans Milch. Ich hoffe, es wird weitere Aufschlüsse geben.
Redaktion benachrichtigen Eingeschläfert
#2   virOblationis   08:35:45 | Donnerstag, 15. September 2005
Sintflut
Wenn die Dämme erst einmal gebrochen sind, dann mögen Ärzte auch glauben, sie hätten das Recht, Leben zu nehmen.
Redaktion benachrichtigen Es wird konkret + …
#77   virOblationis   08:39:06 | Montag, 12. September 2005
ad Catholicum
Vielen Dank für die Bereitstellung des italienischen Textes.
Wenn man den einen, von mir angeführten Satz aus der Botschaft an die Völker Asiens (1981) betrachtet, so könnte die parallele Formulierung „ogni individuo ed ogni populo“ eine Übersetzung als „jede Person und jedes Volk“ möglicherweise nahelegen (wobei ich einräumen muß, daß ich mir den ital. Text nur aus dem Lateinischen verständlich machen kann). Isoliert betrachtet könnten also die Völker als Kinder Gottes bezeichnet sein. Dagegen spricht allerdings, daß diesem Satz im Textzusammenhang das Zitat Joh. 3, 16 vorangestellt ist, wonach – wenn auch die ganze Welt von Gott geliebt ist – allein die Glaubenden das ewige Leben empfangen.
Nun könnte man noch auf den Anfang des Abschnittes hinweisen, aus der angeführte Satz stammt. Dort ist von tutti populi dell’ Asia die Rede. Doch im Anschluß daran heißt es, daß der Papst zu ihnen als Knecht und Apostel Jesu Christi komme (mit Verweis auf 1. Kor. 4, 1). So wird das Zitat von Joh. 3, 16 vorbereitet.
Dem Zusammenhang nach dürfte der von mir angeführte Satz, der vielleicht nicht eindeutig formuliert ist, also – so weit ich es zu beurteilen vermag – nicht als Hinweis auf die Nähe des verstorbenen Papstes zur Allerlösungslehre herangezogen werden.
Redaktion benachrichtigen Es wird konkret + …
#69   virOblationis   22:55:36 | Sonntag, 11. September 2005
ad Catholicum
Werter Catholicus!
Sie schreiben, daß der von mir zitierte Text aus der „Botschaft an die Völker Asiens“ (1981) nicht der Allerlösungslehre entspreche, da darin „jeder einzelne und das ganze Volk“ gemeint seien; dazu führen sie auch noch die Taufe an. Doch von dieser ist in dem Text keine Rede; und es heißt dort: „jede Person und alle Völker“: Dies scheint sich doch auf die gesamte Menschheit zu beziehen, nicht auf das Volk Gottes allein.
Leider kenne ich den Zusammenhang nicht, aus dem das Zitat stammt. Wenn es isoliert betrachtet wird, ist die Gefahr einer Mißdeutung umso größer. – Ist Ihnen die zitierte Schrift vielleicht zugänglich?
Redaktion benachrichtigen Es wird konkret + …
#65   virOblationis   22:12:33 | Sonntag, 11. September 2005
Origenismus
1. Noch niemand hat zu dem von mir zitierten Satz Stellung genommen: „ [Es] sind jede Person und jedes Volk im Heiligen Geist durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes geworden, Teilhaber an der göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens.“ (Botschaft an die Völker Asiens, 1981) – Ich sehe hier einen sehr deutlichen Bezug zur Allerlösungslehre.
2. Ist es nicht bezeichnend, wenn eine päpstliche Enzyklika Joh. Pauls II. (sc. Evangelium vitae) erst üpberarbeitet werden muß, bervor sie dem Kath. Katechismus (hier: KKK) entspricht?
Redaktion benachrichtigen Es wird konkret + …
#57   virOblationis   20:45:10 | Sonntag, 11. September 2005
ad Catholicum
Marcel hat den Text zitiert, den ich nur aus dem Gedächtnis anführen konnte. – Vielen Dank.
Was aber die beiden Zitate betrifft, die ich anführe, so besteht das Gewicht ihres Hinweises auf die Nähe zur Allerlösungslehre durch Einbeziehung der Übernatur in die Natur m.E. nicht erst durch die Verknüpfung der beiden Sätze aus verschiedenen Quellen; der zweite allein trägt meiner Meinang nach schon die Argumentation – wenn man auch beachten muß, daß es sich um eine Übersetzung handelt. Eine Unterscheidung zwischen objektiver Möglichkeit der Erlösung und subjektiver Annahme sehe ich nicht, wenn von Kindern Gottes gesprochen wird, die diesen Zustand schon im Heidentum erreichen.
Redaktion benachrichtigen Es wird konkret + …
#53   virOblationis   18:10:52 | Sonntag, 11. September 2005
Origenismus
Wenn es in „Vom Ökumenismus zur lautlosen Apostasie (S. 10f.) heißt –
„Jeder ist vom Geheimnis der Erlösung betroffen, mit jedem ist Christus für immer durch dieses Geheimnis verbunden … ein Geheimnis, an dem jeder einzelne der vier Millarden Menschen teilhat, die auf unserem Planeten leben, vom ersten Moment an, da er unter dem Herzen der Mutter empfangen wird“ (Redemptor hominis).
Auf diese Weise „sind jede Person und jedes Volk im Heiligen Geist durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes geworden, Teilhaber an der göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens“ (Botschaft an die Völker Asiens 1981).
– dann wird doch die übernatürliche Gnade gewissermaßen zu einem Teil der Natur erklärt.
Die Nähe zur Allerlösung des Origenismus wurde auch deutlich als Joh. Paul II. vor nicht langer Zeit von abgetriebenen Kindern sprach, deren – nicht natürliche Glückseligkeit, sondern – himmlische Seligkeit ihre Mütter später sehen werden. (Leider kann ich dies nur aus dem Gedächtnis wiedergeben, da mir keine Bibliothek zur Verfügung steht. Doch vielleicht steht ja der Text einem der Leser zur Verfügung, so daß er genau zitieren kann.)
Redaktion benachrichtigen Warum Männer die Kirche führen sollten
#13   virOblationis   22:12:39 | Samstag, 10. September 2005
Die gute Seite
Die anglikanischen Weihen von Frauen haben doch auch etwas Positives:
Um so eher wird der Ökumenismus-Spuk der Vergangenheit angehören.
Redaktion benachrichtigen Bischöfe in Sorge – Laien in Aktion?
#15   virOblationis   22:06:03 | Samstag, 10. September 2005
Pädophilie u.a.m.
Die Pädophilie ist wohl das nächste „Phänomen“, das entkriminalisiert werden soll. Der Grüne D. Cohn-Bendit berichtet doch bereits ganz offen von seinen recht eindeutigen Kontakten zu Kindern während seiner Tätigkeit in einem Kindergarten. – Die Befreiung der Perversionen dient Vertretern der „Frankfurter Schule“ als Mittel zur Veränderung der (christlich geprägten) gesellschaftlichen Verhältnisse.
Redaktion benachrichtigen Einen Kurzkatechismus für Frau Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann
#20   virOblationis   21:49:24 | Samstag, 10. September 2005
theol. Fachkenntnisse
Wenn ich mich recht entsinne, entgleiste Fr. Käßmann vor einigen Jahren schon einmal im Fach Bibelkunde, als sie nämlich meinte, die Zeugung des Heilands durch den Heiligen Geist sei in nur einem Ev. bezeugt.
Redaktion benachrichtigen 1500 Lefèbvristen pilgerten nach Fulda
#49   virOblationis   14:03:10 | Mittwoch, 7. September 2005
ad hcr
Die Erzählung einer Entrückung in den Himmel mag zwar an Mariae Himmelfahrt erinnern. doch kann man von daher nicht auf Sündlosigkeit schließen. Maria ist die einzig Unbefleckt Empfangene. Niemand sonst ist von Beginn von der Erbsünde frei gewesen, niemand sonst. Von einer Entrückung in den Himmel ist aber auch beim Propheten Elias die Rede, der einmal sterben will und dann im Übermaß seines Zornes so viele Baalspriester abschlachten käßt, daß er m.E. keineswegs ganz sündlos erscheint.
Redaktion benachrichtigen „Gott, Du Nichts, aus der alle Fülle kommt“
#67   virOblationis   08:23:49 | Mittwoch, 7. September 2005
religiöser Subjektivismus
Zum theologischen Ansatz beim Subjekt und dem dann notwendig daraus sich ergebenden stets unvollkommenen Reden von Gott einschließlich der vermeintlichen Dogmenentwicklung:
… Nachdem aber die Modernisten (die natürliche Theologie beseitigt und) durch Leugnung der Beweggründe des Glaubens den Weg zur Offenbarung versperrt, ja jede äußere Offenbarung als solche zu einer Unmöglichkeit gemacht haben, sucht man außerhalb des Menschen vergebens nach einer solchen Erklärung. Sie muß also im Menschen zu finden sein; und weil die Religion eine Art Einrichtung des Lebens ist, darum kann diese Erklärung nur im Leben des Menschen liegen. Daher das Prinzip der religiösen Immanenz…
Pius X., Pascendi Domini gregis
54. [zu verwerfender Satz:] Dogmen, Sakramente, Hierarchie sind, sowohl ihrem Begriff wie ihrer Tatsächlichkeit nach, nur Ausdeutungen und Weiterentwicklungen des christlichen Verständnisses, die den winzigen im Evangelium verborgenen Keim durch äußere Zutat wachsen und sich vervollkommnen ließen.
Pius X., Lamentabili sane exitu
(Übersetzung: K. Haselböck)
Die Auswirkungen auf die Meßfeier zeigt der obige kreuz.net – Artikel.
Redaktion benachrichtigen „Gott, Du Nichts, aus der alle Fülle kommt“
#27   virOblationis   20:24:56 | Montag, 5. September 2005
„Verschiedenes“
Es ist doch einfach nicht richtig, daß man einen Schott braucht, um betend die Messe mitzuvollziehen. Wer weiß, was dort geschieht, kann sich auch so in das Geheimnis vertiefen. – Ich klappe auch manches Mal den Schott zu und versäume gewiß nichts.
Der Gläubige steht nicht im Mittelpunkt (der überlieferten) Messe, sondern Gott. Darum muß auch der Gläubige nicht jedes Wort verstehen, das gesprochen wird. Die Landessprache ist nicht nötig. Manchmal stört sie sogar (Alltagssprache / Mysterium).
Wenn man mit dem Aussehen des Abendmahlssaales argumentiert: Ein früherer Zustand (Kirchenraum) hat sich weiterentwickelt, aber er kann nicht ohne Schaden einfach wiederhergestellt werden, als wäre in der Zwischenzeit nichts geschehen. – Gegen liturgischen Archäologismus (echten oder vermeintlichen) hat darum Pius XII. Stellung bezogen. – Denken wir nur an Glocken: 1. Kor. 13 werden sie offensichtlich noch ausschließlich für den heidnischen Kult vorausgesetzt (tönend Erz etc.): Wer wollte deshalb all unsere Glocken abschaffen!
Redaktion benachrichtigen „Gott, Du Nichts, aus der alle Fülle kommt“
#12   virOblationis   15:54:22 | Montag, 5. September 2005
„Meßfeier“
Der Autor des Beitrages sagt ausdrücklich, er habe eine „Meßfeier“ besucht, nicht irgendeinen Gottesdienst.
Da frage ich mich doch, ob so etwas nicht nur unwürdig, sondern vielleicht auch ungültig gewesen sein mag.
Redaktion benachrichtigen Diözesane Wohlfühlreligion
#9   virOblationis   14:13:49 | Sonntag, 4. September 2005
Einheitsreligion
Aus der Zeit der Aufklärung stammt der Slogan:
„Ob Christ, ob Jud’, ob Hottentott,
wir glauben all’ an einen Gott.“
Redaktion benachrichtigen Im Stand der Gnade + …
#23   virOblationis   15:30:29 | Samstag, 3. September 2005
Vivat Christus Rex!
Werte Stimme!
Betrachten wir die Herrschaft Christi nicht nur unter eschatoligischem Aspekt!(*) Es wäre doch schön, wenn schon vor der Wiederkunft und dem Auftreten des Anti-Christs) einige katholische Staaten neu entstehen würden. Dazu müßte natürlich zuerst einmal Rom zu seiner eigenen Tradition zurückfinden. Dann könnten sich die Katholiken auch wieder mit voller Kraft gesellschaftspolitisch engagieren und der Herrschaft des Christkönigs eine Bahn brechen.
(*) Vgl. die Stellung des Christkönigsfestes (im trad. Kalender) am letzten So. im Oktober. – Es ist doch bezeichnend, daß die Liturgie-Reform das Fest ans Ende des Kirchenjahres verschob!
Redaktion benachrichtigen Wie macht man das Kreuzzeichen?
#68   virOblationis   15:13:54 | Samstag, 3. September 2005
Versuch einer Lösung
Warum erhitzen sich die Gemüter so sehr im Falle von Pinochet? Warum werden Vergleiche als Relativierung abgewiesen? Warum ist sogleich von Faschismus die Rede?
Ich denke, daß Pinochet mit Utopien des links-liberalen Zeitgeistes verknüpft ist, und zwar in negativer Weise: Er hat die sozialistische Allende-Regierung beseitigt, den Träger der Hoffnung darauf, daß sich der Marxismus durch freie Wahlen durchsetzt.
Noch mit einer weiteren Utopie ist die Gestalt Pinochet verknüpft: Als er in England festgesetzt wurde, da schien der Wunsch Wirklichkeit zu werden, alle Regierungen könnten durch Furcht vor Strafe dazu gebracht werden, internationales Recht zu respektieren. – Es ist aber zu fragen, wie weit dieses Recht noch deckungsgleich mit dem Naturrecht.
Denken wir noch einmal daran, wer Pinochet bei seinem Umsturz unterstützte: Waren es nicht die USA? – Kann man jede (nicht-kommunistische) Diktatur sogleich als „faschistisch“ charakterisieren? Wenn hier die Antifa-Keule geschwungen wird, geraten man schon in die Nähe von Parolen, die ich noch aus dem Beginn der siebziger Jahre kenne: USA – SA – SS. Aber daran sieht man eben, wie weit der Zeitgeist nach links abgedriftet ist.
ps.: Bitte Unterscheidung von Sozial- und Individualethik!
Redaktion benachrichtigen Blitzstrahl aus dem Vatikan
#1   virOblationis   14:55:50 | Samstag, 3. September 2005
Augiasstall
Hoffentlich bleibt es noch lange bei solchem Tempo! Zu tun gibt es gewiß mehr als genug.
Redaktion benachrichtigen Im Stand der Gnade + …
#17   virOblationis   08:58:59 | Freitag, 2. September 2005
ad Ignatium
Ist es nicht bezeichnend für die derzeitige Lage der Kirche, daß man bereits jubelt, wenn der Papst die katholische Gnadenlehre verkündet statt sich dem Protestantismus anzubiedern? – Aber auch ich freue mich natürlich.
Redaktion benachrichtigen Was ist der Grund für den peinlichen Exhibitionismus von Homos?
#12   virOblationis   08:53:24 | Freitag, 2. September 2005
authentisch?
Trotz allem hätte ich gern gewußt, ob das – von der Redaktion mit dem cairochon-Beitrag getilgte – Zitat echt ist: Entstammte es einer seriösen Quelle?
Redaktion benachrichtigen Sie hörte den Ruf
#17   virOblationis   08:48:05 | Donnerstag, 1. September 2005
Unmöglichkeit des „Diakonats der Frau“
Zur Unmöglichkeit einer Weihe zur Diakonin sei auf eine kurze Studie von Sabine Düren, Diakonat der Frau (Buttenwiesen 2000), verwiesen, zu der Kardinal Meisner das Vorwort geschrieben hat.
Redaktion benachrichtigen Wer bestimmt: das Zweite Vatikanum oder der Zeitgeist?
#10   virOblationis   14:02:14 | Mittwoch, 31. August 2005
Gregorianik
Nachdem es lange Zeit meist Bet-Sing-Messen gegeben hat, singt die Gemeinde, zu der ich gehöre, (im Wechsel mit der kleinen Schola) inzwischen die 8., die 11., die 17. und mit etwas Mühe auch die 1. Messe sowie zwei verschiedene Credos. Man muß es nur wollen, dann geht vieles.
Redaktion benachrichtigen „Homosexualität ist auch keine Sünde!!!“
#23   virOblationis   19:26:34 | Dienstag, 30. August 2005
kath. Glaube?
Ich kann mir vorstellen, daß dieser Priester „seinen Glauben sehr postiv“ auslebt, nur scheint es mir nicht der katholische Glaube zu sein, denn dem gilt praktizierte Homosexualität als himmelschreiende Sünde.
Redaktion benachrichtigen Mit Grauen
#6   virOblationis   15:20:14 | Montag, 29. August 2005
Latein
Ich sehe schon eienen Zusammenhang zwischen Abkehr vom Latein und Abkehr vom überlieferten Glauben:
Schließlich gehörten die landessprachlichen Gottesdienste zu den Forderungen bereits der vorreformatorischen Bewegungen; wahrscheinlich sollte damit u.a. der einzelne, alles verstehende Gläubige zum Maßstab des Glaubens gemacht werden.
Redaktion benachrichtigen Wo ist Großpapa? – Der ist gerade beim Verhungern
#20   virOblationis   17:57:35 | Sonntag, 28. August 2005
katholische Demokratie
Es ließe sich m.E. durchaus eine Demokratie als katholischer Staat vorstellen. Dabei gälte es aber zu beachten, daß nicht über alles per Mehrheitsentscheidung abgestimmt werden kann: So wird das Leben dem Menschen allein von Gott gegeben, und er allein hat das Recht, es zu nehmen; keine Mehrheit und kein Gewissen können davon absehen. Außerdem ist alle Obrigkeit von Gott (Röm. 13, 1; vgl. Joh. 19, 11), selbst wenn die Menschen die ihnen geeignet erscheinenden Amtsträger selbst wählen.
Redaktion benachrichtigen Ein echter Märtyrerpapst + …
#3   virOblationis   12:32:26 | Samstag, 27. August 2005
Blutzeugen
Naja, auch ich fände eine Verehrung von Joh. Paul II. als Martyrer abwegig. Doch immerhin sei – der Redlichkeit halber – darauf hingewiesen, daß auch Päpste der Alten Kirche mitunter als Martyrer verehrt wurden, obwohl sie wahrscheinlich ein Martyrium nicht erlitten haben, z.B. der am gestrigen Tage geehrte hl. Zephyrinus (26.8.). Man weist darauf hin, daß sie während ihrer Amtszeit so vieles zu erleiden hatten, daß sie als Martyrer betrachtet wurden.
Redaktion benachrichtigen Ein Sumpf sexueller Unordnung
#22   virOblationis   19:46:56 | Freitag, 26. August 2005
wackerer Bischof
Dank an den Kardinalerzbischof:
Während die Schweizer Bischöfe angesichts der Vorgänge in Luzern versagten und einzig die FSSPX die Fahne des Katholizismus hochhielt, stellte sich der Kardinalerzbischof von Riga dem drängenden Problem.
Übrigens lese ich seinen Text nicht so, als ob er Homosexualität unmittelbar mit dem Atheismus identifiziert: Ich verstehe ihn so, daß er meint, die spirituellen Werte des katholischen Glaubens im Sumpf sexueller Unordnung zu versinken drohen. – Wenn jemand gläubig ist, wird er nicht auf Dauer sozusagen gegen die Lehre leben können. (Was bedeutet dies im Fall des argentinischen Bischofs, über den gerade erst berichtet worden ist?)
Redaktion benachrichtigen Die sakrosankte Ekstase
#20   virOblationis   09:50:33 | Freitag, 26. August 2005
ad palestrinam
Schlechten Geschmack gibt es überall, unter Traditionalisten wie Modernisten, gewiß.
Das von Ihnen angesprochene Problem entsteht m.E. dadurch, daß sich gemäß einem verfehlten demokratischen Verständnis, jeder berufen fühlt, alles nach seinen subjektiven Maßstäben zu beurteilen. Ich versuche, so etwas – überspitzt – mit einem Beispiel zu verdeutlichen: Ein Priester sitzt zusammen mit jemandem an einem Tisch(*), und dieser sagt: „Ich habe zwar seit zwanzig Jahren keine Bibel mehr aufgeschlagen und mich auch zuvor kaum damit beschäftigt, doch meine Ansicht in bezug auf diesen Text (sc. irgendeine Perikope) ist ja genauso wertvoll wie die des Priesters, (dessen tägliches Brot gewissermaßen das Wort Gottes ist).“
Abhilfe schafft meiner Meinung nach nur eine Rückkehr zu recht verstandener und praktizierter Hierarchie.
(*) hoffentlich nicht im PGR
Redaktion benachrichtigen Die sakrosankte Ekstase
#10   virOblationis   20:36:18 | Donnerstag, 25. August 2005
Geist und Fleisch
An Prof. Fuchs’ Zeilen gefällt mir, daß sie versuchen, das „Event“ WJT in einen größeren Zusammenhang zu stellen. – Das Event, ein Ereignis, das mehr auf Emotionen als auf den Verstand hin ausgerichtet ist.
Tatsächlich geht doch der Zeitgeist immer mehr dahin, Emotionen ungehemmt auszuleben: Darauf zielt die Gruppendynamik, ebenso Adorno (als Vertreter der Frankfurter Schule); das ist der neue Freiheitsbegriff der 68’ger (vgl. sex. Revolution) – während Lenin noch (in stoischer Tradition) gesagt hatte: Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.
Im 20. Jh geht der Zeitgeist weg von der (im 18. Jh sozusagen „verklärten“) Vernunft und taucht gewissermaßen unter: Das Un(ter)bewußte gerät ins Blickfeld und soll den Menschen mehr oder weniger bestimmen.
Demgegenüber hatte die christliche Überlieferung stets die Unterwerfung des Sinnlichen unter den Geist gefordert. So haben wir es am letzten Sonntag in der Epistel (Gal. 5, 16 – 24) gehört: „Brüder! Wandelt im Geiste, dann werdet ihr die Gelüste des Fleisches nicht vollbringen…“ – Gewiß, noch mögen die Massen beim WJT einigermaßen diszipliniert gewesen sein; das waren sie bei den ersten Rockfestivals meiner Beobachtung nach auch. Doch dies läßt auf die Dauer nach. Dann werden die Werke des Fleisches zunehmend sichtbar: „Unzucht, Unreinigkeit etc.“, so die o.g. Epistel.
Die Vernunft gehört zum Glauben, doch nicht die selbstherrliche Vernunft (der Aufklärung), sondern die durch den Glauben erleuchtete Vernunft.
Redaktion benachrichtigen Falschmeldung: Brisanter Text
#24   virOblationis   10:08:47 | Donnerstag, 25. August 2005
Freimaurer
An dem von Marcel geschilderten Beispiel sieht man, wie abstrus bis lächerlich die Freimaurer-Rituale sind. – Wie können die Freimaurer angesichts solcher geistigen Niveaulosigkeit trotzdem einflußreich und mächtig sein? Ich vermute, es liegt daran, daß sie zusammenhalten, also einander fördern, ohne eine gemeinsame Gesinnung zu haben, indem sie also die Wahrheitsfrage ausklammern; ihre Indifferenz scheint mir nur sehr schwach durch die erwähnten Rituale überdeckt zu werden.
Redaktion benachrichtigen Die Alte Messe und das Marienfeld
#9   virOblationis   15:37:10 | Mittwoch, 24. August 2005
überlieferte Messe in Düsseldorf
Mir ging es damals, als Joh. Paul II. iin Berlin war, ebenso wie Ihnen: Auch ich fühlte mich fremd in dem Riesen-Spektakel einer solchen Papst-Messe, obwohl ich mich bemühte, innerlich teilzunehmen. Ich kommunizierte nicht und wunderte mich über die Sprechchöre.
Welchen Zweck die Anwesenheit der Tradition beim Weltjugendtag letztlich hat, weiß ich nicht. Ein „Feigenblatt“, wie manche schreiben, hätte man m.E. in Köln so wenig gebraucht wie bei den früheren Treffen. Ob sich nun aber das Heraufdämmern ein bessern Morgen ankündigt oder ob die Beteiligung der überlieferten Messe Episode bleibt, wird uns erst die Zukunft zeigen.
Redaktion benachrichtigen Das Begräbnis von Prior Roger Schütz
#80   virOblationis   09:59:30 | Mittwoch, 24. August 2005
„Verschiedenes“
1.
sola fide, solus Christus, sola gratia, sola scriptura:
Luther hat in den genannten Punkten einen Teil des überlieferten Glaubens angenommen und einen anderen verworfen; allein der Glaube – keine Werke; allein Christus – keine Heiligen; allein die Gnade – keine Mitwirkung des Menschen; allein die Schrift – keine Tradition.
So nützt es auch nichts, darauf hinzuweisen, daß z.B. die hl. Schrift doch beiden Konfessionen gemeinsam ist. – Allein die hl. Schrift, sola scriptura, ist ebenso unvollständig wie die übrigen „sola“. Darum sind die Dogmen auch nicht allein an Hand der hl. Schrift zu verifizieren.
2.
Was aber das „trinket alle daraus“ betrifft: Im Abendmahlssaal hat der Heiland zu den Zwölfen gesprochen und nicht angeordnet, in welcher Form die übrigen Jünger Anteil daran erhalten sollen.
Redaktion benachrichtigen „Wie kann Jesus seinen Leib und sein Blut austeilen?“
#38   virOblationis   09:05:50 | Montag, 22. August 2005
Partikelverlust
Wer glaubt, es gäbe durch bei der Berührung des hl. Leibes durch den Priester denselben Partikelverlust wie bei der Handkommunion, der schaue sich nur einmal die Handhaltung des Priesters – natürlich bei der traditionellen Messe – an.
Übrigens ist es noch kein Argument, wenn lediglich auf die Zugehörigkeit zum Episkopat o.Ä. verwiesen wird. Wie fehlbar haben sich Autoritäten schon im Laufe der Kirchengeschichte gezeigt!
Redaktion benachrichtigen „Wie kann Jesus seinen Leib und sein Blut austeilen?“
#12   virOblationis   21:45:47 | Sonntag, 21. August 2005
Handkommunion
Es ist bereits gezeigt worden, daß es eine Handkommunion heutiger Form in der Vergangenheit nie gegeben hat. Und hätte es sie gegeben, wäre sie bereits vor Jahrhunderten aufgegeben worden – gewiß nicht ohne guten Grund.
Denken wir nur an den nahezu unvermeidlichen Partikelverlust: Welcher Laie wird denn nach der Handkommunion vorsorglich seine Handfläche ablecken, um etwaigen Partikelverlust zu vermeiden?
Was bezweckten die Neuerer mit dieser Art der Kommunion? Nun sie hat in ihren Augen gewiß den „Vorteil“, daß Laien den hl. Leib ebenso berühren wie Priester: Wieder eine Vermischung von Laientum und Priesteramt zu Gunsten des allgemeinen Priestertums der Gläubigen.
Redaktion benachrichtigen Der letzte Tag in Deutschland
#35   virOblationis   21:29:45 | Sonntag, 21. August 2005
göttliche Weisheit
Wenn man recht zu haben meint oder auch tatsächlich recht hat, so droht doch die Darlegung des eigenen Standpunktes ohne die Liebe zu liebloser Rechthaberei werden. Eine solche entspricht eigentlich eher Menschen, die sich in der Kirche aller Zeiten nicht geborgen wissen und meinen, Gedeih und Verderb hingen von ihrer eigenen Gotteserkenntnis ab: Ich meine Protestanten, (deren Gemeinschaften darum ja auch zum Zerfall tendieren.) Auch wenn wir um die Wahrheit ringen, so sollten wir die Liebe nie vergessen werden – und die Demut, denn unsere Einsichten entsprechen doch nie vollkommen der göttlichen Weisheit.
Redaktion benachrichtigen Deutsche Organisation?
#4   virOblationis   20:57:36 | Samstag, 20. August 2005
Bruder Jesus
Ich stimme dem auch zu: Jesus als bloßen Bruder zu bezeichnen und sich dem gemäß zu verhalten, dies entspricht protestantischer Haltung und zwar m.E. vor allem derjenigen von „Freikirchlern“, also nicht einer Landeskirche Angehörigen.
Redaktion benachrichtigen Mehr von der Mörderin
#5   virOblationis   13:12:27 | Samstag, 20. August 2005
Charakterisierung der Täterin
Sehr widersprüchliche Aussagen: Wozu braucht man ein Messer, das gut schneidet, wenn man jemanden – mittels des Messers – warnen oder ihm nur drohen will?
Ich denke, daß die uns zugänglichen Informationen so spärlich und widersprüchlich sind, daß es äußerst schwierig ist, sich eine Vorstellung von der Täterin zu machen.
Gewiß mag es Hinweise auf Besessenheit geben, doch anderes könnte ebenso auf eine Psychose weisen.
Vielleicht erfahren wir ja irgendwann mehr.
Redaktion benachrichtigen Privataudienz
#32   virOblationis   13:14:09 | Freitag, 19. August 2005
eine Handvoll Sauerteig
Natürlich gäbe es ohne das Wirken des Erzbischofs überhaupt keine Tradition mehr innerhalb der Kirche. Doch es kommt nicht darauf an, sich dessen zu rühmen, sondern den ganzen Teig zu durchsäuern.
Auch die Cluniazenser haben lange gebraucht, bis einer der Ihren als Papst die Erneuerung der Kirche vorangetrieben hat.
Redaktion benachrichtigen Privataudienz
#26   virOblationis   08:54:39 | Freitag, 19. August 2005
Exklusivität
Wenn man der FSSPX einen Alleinvertretungsanspruch hinsichtlich der Tradition zuspräche, stellte man sie losgelöst dar; gerade so sehen sie ja auch die Neuerer. – Natürlich wird jeder versucht sein, sich eine Exklusivität zuzuschreiben, der von anderen immer wieder ausgegrenzt wird. Tatsächlich kann man aber nicht übersehen, daß es jenseits der FSSPX natürlich weitere Vertreter der Tradition gibt, und die Grenzen sind nicht starr, so daß ja die FSSPX beständig auch in die übrige Kirche hineinwirkt, wozu auch die „Kirchliche Umschau“ beiträgt.
Redaktion benachrichtigen Zweihundert Meter vom Kölner Dom entfernt
#2   virOblationis   19:06:35 | Donnerstag, 18. August 2005
Text
Ich lese: „…gottgeweihte Person (oder Laie, der)…“ – Hier wird es wohl um Ordensbrüder und -schwestern oder vielleicht Angehörige von Säkularinstituten gehen.
Redaktion benachrichtigen Konfessionsverschieden
#83   virOblationis   16:12:52 | Donnerstag, 18. August 2005
Interview
Nicht ganz uninteressant für unser Thema katholisch / nicht-katholisch bzw. konfessionsverschieden ist ein Interview mit dem Papst-Bruder H.H. Prof. Dr. Georg Ratzinger in der neuesten Ausgabe der Jungen Freiheit. Der Bruder Benedikts XVI. weist zwar auf „konservative(n) Kritiker des Konzils (sc. II. Vatikanum)“ hin, doch wenn er von „Äußerungen, [die] nach [seiner] Auffassung nicht mehr mit dem katholischen Bewußtsein vereinbar sind“, spricht, dann bezeichnet er Neuerer wie den Brüsseler Kardinal Godfried Daniels. Er kritisiert die „nachkonziliare Liturgiereform“ und spricht eine Rückkehr der Kirche zu fundamentalen Glaubenswahrheiten, auf die er hofft, wenn die momentane Situation auch „verfahren“ ist. – Da der Bruder des Papstes ein gutes persönliches Verhältnis zu Benedikt XVI. hat, könnte dieses Interview auch etwas darüber aussagen, in welche Richtung die Gedanken des Heiligen Vaters gehen.
Redaktion benachrichtigen Überklebt
#20   virOblationis   13:37:55 | Donnerstag, 18. August 2005
Kirche und Staat
Wenn die Kirche versuchen würde, die Staatsform eines Landes zu bestimmen, würde sie sich meiner Meinung nach zu sehr in die Angelegenheiten des Diesseits vertiefen und ihre eigentliche Aufgabe, das Heil der Menschen, aus dem Blick verlieren. Sie muß m.E. nur dann gegen ein staatliches System Stellung nehmen, wenn dieses gegen das natürliche und / oder das göttliche Recht vorgeht, wie der Bolschewismus. Ansonsten sollten am besten die Bürger eines Landes bestimmen, wie sie leben wollen.
Redaktion benachrichtigen Die Mörderin von Prior Roger Schütz
#1   virOblationis   13:28:56 | Donnerstag, 18. August 2005
ein wenig ratlos
Ich frage mich, ob sich die verschiedenen Aussagen über die Täterin eher widersprechen oder ergänzen.
Redaktion benachrichtigen Überklebt
#15   virOblationis   08:21:33 | Donnerstag, 18. August 2005
Form der Gesellschaft
Den Bolschewismus und all seine Ableger halte auch ich für etwas Teuflisches. Doch der Liberalismus (Kapitalismus) erscheint mir auch nicht als die in jeder Hinsicht bessere Gesellschaftsform; vielmehr führt er m.E. durch die Absolutsetzung des Individuums in letzter Konsequenz in die Anarchie.
„Es lebe Christus, der König!“
Redaktion benachrichtigen Prior Roger Schütz ermordet
#19   virOblationis   22:02:29 | Mittwoch, 17. August 2005
Dies irae, dies illae
Ich sehe nicht, daß Gottes Gericht in den Stellungnahmen vorweggenommen wird.
Quis sum miser tunc dicturus,
quem patronum rogaturus,
cum vix iustus sit securus?
„… wenn [selbst] der Gerechte kaum sicher sein wird.“
Dies steht uns allen bevor.
Redaktion benachrichtigen „Als Johannes Paul II. tot war, war ich am Boden zerstört“
#13   virOblationis   10:21:05 | Mittwoch, 17. August 2005
ad Chris
„FSSPX“ bezeichnet die Priesterbruderschaft St. Pius X., was ins Lateinische übersetzt heißen müßte Fraternitas Sacerdotalis Sancti Pii (decimi=) X.
Redaktion benachrichtigen Prior Roger Schütz ermordet
#6   virOblationis   10:11:35 | Mittwoch, 17. August 2005
RIP
Möge der Verstorbene einen gnädigen Richter finden!
N.B. Natürlich, kein vorschnelles Urteil über Besessenheit der Täterin. Doch könnte der von Romulus angeführte gellende Schrei schon ein Hinweis sein.
Redaktion benachrichtigen Konfessionsverschieden
#66   virOblationis   10:00:57 | Mittwoch, 17. August 2005
Trennlinie
„Einmal ist kein Mal,
zwei Mal ist immer“,
pflegte mein Griechischlehrer zu sagen.
Ich denke, dies gilt nicht nur für die Altphilologie.
Erst Bamberg, dann Salzburg.
Es soll wohl die Sichtweise aufgedrängt werden, es gäbe eine Trennlinie zwischen der Kirche und der FSSPX. Wenn es eine solche gibt, dann verläuft sie zwischen Alt- und Neu-Gläubigen (Modernisten, Progressisten). In bezug auf Letztere hat Bischof Tissier de Mallerais in der von Pelagius zitierten Predigt gesprochen, da hinsichtlich der Sühne und der Versöhnung Papst Johannes Paul II. vom überlieferten Glauben in seiner angeführten Enzyklika abwich. Der Bischof hat aber in derselben Predigt auch betont, daß Johannes Paul II. hinsichtlich der Barmherzigkeit Gottes so lauter und wahr geschrieben hat wie die hll. Gregor der Große und Thomas von Aquin.
Redaktion benachrichtigen Konfessionsverschieden
#23   virOblationis   18:39:45 | Dienstag, 16. August 2005
Gebetsanliegen
Möge der Herr auch vor allem denen beistehen, denen in der Konzilskirche ihr alter Glaube ausgetrieben werden soll und die trotzdem treu bleiben, so gut es eben unter den obwaltenden Umständen geht. – Bevor ich zur Bruderschaft ging, mußte ich es miterleben, wie auch die letzten Bruchstücke lateinischer Tradition mit wahrem Feuereifer ausgetrieben wurden. Was für ein Elend!
Redaktion benachrichtigen Dicke Post vom Weltjugendtag
#12   virOblationis   18:29:03 | Dienstag, 16. August 2005
Anarchie und Reich Gottes
Abgesehen von den Aussagen des Liedtextes über die Religion: Wenn es nicht nur kein Besitztum und nicht nur keine Nationen mehr gibt, sondern wenn alle Menschen nur noch dem Augenblick leben (statt die Arbeit als erstes Bedürfnis zu pflegen), dann ist dies in meinen Augen weniger marxistisch als anarchistisch. Wer in der (Konzils-)Kirche einen solchen Zustand für die Verwirklichung des Reiches Gottes hält, der mag das Lied tatsächlich begeistert singen.
Redaktion benachrichtigen Eine Abtreibungspropagandistin am Weltjugendtag
#32   virOblationis   12:59:18 | Dienstag, 16. August 2005
Dämonen: Besessenheit
Ich frage mich, wie viele Menschen, bei denen eine Psychose diagnostiziert wurde, in Wirklichkeit besessen sind. Man schaue sich in diesem Zusammenhang auch einmal die Koprolalie an, unter der Menschen leiden, die zwangsmäßig Schimpfworte und Flüche ausstoßen.
Redaktion benachrichtigen Radikales ‘Rotes Kreuz’
#6   virOblationis   14:28:46 | Sonntag, 14. August 2005
Welchen Schneid!
Da wird jemand entlassen, weil er etwas zum Ausdruck bringt, was mit der Lehre der Kirche (jedenfalls in diesem Punkt) in Einklang steht. Dieser Mensch also verliert deswegen seine Arbeitsstelle, und von cairochon bekommt er noch dazu – verbal – einen Tritt. Bravo!
Redaktion benachrichtigen Abtreibung auf der Toilette
#2   virOblationis   15:04:45 | Donnerstag, 11. August 2005
Zeitpunkt des Todes
Daß eben nur der Zeitpunkt darüber bestimmen soll, ob etwas Mord ist oder nicht, erscheint mir nicht nur in diesem Falle absurd. Bei aller Aufregung um die neun nach der Geburt getöteten Kinder von Brandenburg: Ich habe darauf gewartet, daß in unseren Medien angesichts dieses Falles auch einmal die Abtreibungspraxis in Frage gestellt wird – vergeblich. Oder sollte ich Entsprechendes nur nicht mitbekommen haben?
Redaktion benachrichtigen Ballettsaal
#17   virOblationis   10:53:16 | Donnerstag, 11. August 2005
Gottes- und Götzenverehrung
Götzen werden vor allem die Idole der Polytheisten genannt. Sie zeichnen sich dadurch aus, daß in ihnen Endliches „vergötzt“ wird, z.B. durch Venus die Liebe, durch Neptun das Meer (vgl. Röm. 1, 23). – Solches wird man Juden und Mohammedanern nicht vorhalten können. Sie wollen den transzendenten Gott verehren, doch verkennen sie ihn, weil sie ihn als den Dreifaltigen ablehnen. So ist es m.E. schwierig zu sagen, sie würden denselben Gott verehren wie wir (vgl. 1. Joh. 2, 23).
Wie verhält es sich aber mit den Protestanten? Sie bekennen sich (jedenfalls der „altgläubige“ Teil) zu Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. – Wenn aber Luther öffentlich den Gott predigt, der das Heil aller will (Deus revelatus) und dahinter einen verborgenen Gott sieht (Deus absconditus), auf den Böses wie Gutes zurückzuführen ist, also Verwerfung wie Heil, da der Mensch in Geistlichen Dingen nichts vermag (vgl. Calvins Irrlehre einer doppelten Prädestination), dann ist schon zu fragen, ob Luther nicht der Gnosis, die allerdings zwischen einem bösen (Schöpfer-)Gott und einem guten (Erlöser-)Gott unterscheidet, zumindest ebenso nahe steht wie dem katholischen Christentum. Inwiefern verehren dann die Lutheraner denselben Gott wie wir?
Redaktion benachrichtigen Vorschläge zur Liturgie mit „Grüßen aus dem heidnischen Brandenburg“
#25   virOblationis   09:33:13 | Mittwoch, 10. August 2005
Machbarkeit der LIturgie
Vorschläge zur Gestaltung der Liturgie mögen noch so gut gemeint sein – doch droht sich dadurch m.E. die Vorstellung auszubreiten, Liturgie könne „gemacht“ werden. War es nicht eine solche Haltung, die Benedikt XVI., noch in seiner Zeit als Kardinal, kritisiert hat? Die Überzeugung, man könne aus der überlieferten Liturgie aus eigener Kraft etwas Neues formen, hat ja auch zu dem NOM geführt.
Konzil hin, Konzil her: Wäre es nicht besser, die überlieferte Messe einfach nur zu feiern und dankbar für dieses kostbare Geschenk zu sein? Eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Form der Messe wird es dann von „allein“ geben, wie es sie auch stets zuvor gegeben hat.
Redaktion benachrichtigen kreuzfidel: Lebensmüde
#7   virOblationis   16:40:57 | Dienstag, 9. August 2005
ad Ignatium
Nich alle Norddütschen sünd so verbiestere Preußen, dat sei een Spoß nich verstahn.
Redaktion benachrichtigen Die ersten Pilger
#13   virOblationis   10:23:42 | Montag, 8. August 2005
derselbe Gott?
Wie können Juden und Christen denselben Gott verehren, wenn der Lieblingsjünger schreibt:
„Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater.“ (1. Joh. 2, 23)
Redaktion benachrichtigen Jesuit gegen Dominikaner
#21   virOblationis   20:18:15 | Sonntag, 7. August 2005
ad Methusalix
Ich meine:
Einerseits ist der menschliche Verstand eigenständig und braucht deshalb in den Dingen, die er selbst zu erfassen vermag, keinerlei Wegweisung kirchlicherseits.
Andererseits darf keine wissenschaftliche Erkenntnis der überlieferten Lehre grundsätzlich widersprechen, sonst würde die Wirklichkeit in zwei Sphären zerfallen, in Wissen und Glauben, Schöpfung und Erlösung. Da wir aber nicht an zwei Gottheiten glauben wie die Gnostiker, sondern nur an den einen Schöpfer und Erlöser, kann es auch nur eine Wahrheit geben. Wie also im gesellschaftlichen Bereich nichts der Königsherrschaft Christi widersprechen soll, so auch in der Wissenschaft nichts dem Glauben.
Kann es zu einem Widerspruch zwischen dem „Einerseits“ und dem „Andererseits“ kommen? Gewiß, aber dies kann letztlich kein immerwährender Zustand sein, sondern nur ein vorübergehender, der auf Grund der Schwäche des menschlichen Verstandes entsteht.
Redaktion benachrichtigen Jesuit gegen Dominikaner
#17   virOblationis   15:29:19 | Sonntag, 7. August 2005
1) ad Yersiniam 2) ad Methusalix
1) Wenn ich mich verständlich gemacht habe, dann kann ich ja noch einmal die Konsequenzen des von mir Vorgebrachten aufzeigen: Angenommen, es gäbe ein Geschehen, das der Naturwissenschaft als Prozeß von Mutation und Selektion e r s c h e i n t, dann bedeutet dies noch nicht, daß Mutation und Selektion zugleich der ausschließliche Grund für eben dieses Geschehen sind. Sollte ein intelligent design, also etwas Geistiges, hinter dem stehen, was als Mutatiuon und Selektion erscheint, dann vermag die Naturwissenschaft dies nicht festzustellen, weil sie auf den Spekt des Materiellen beschränkt ist.
2) Wenn man, wie es seit Wilhelm von Occam üblich geworden ist, die Wirklichkeit in die Bereiche von Theologie-Glauben und Philosophie-Naturwissenschaft aufspaltet, droht stets die doppelte Wahrheit des Siger von Brabant, d.h. die Behauptung, etwas sei in einem Bereiche wahr und im anderen zugleich falsch. Der hl. Thomas von Aquin hat den Bereich der natürlichen Dinge von der Theologie nicht abgetrennt, sondern ihn mit Hilfe der aristotelischen Philosophie integriert. – Wenn man die Unabhängigkeit der Wissenschaft wahren will, dann geschieht dies in anti-kirchlicher Weise, wenn man einen Gegensatz zwischen „Glauben und Wissen“ zu Grunde legt; vielmehr ist der Grund für die Unabhängigkeit der Wissenschaft m.E. darin zu sehen, daß die menschliche Vernunft als Licht der Natur Eigenständigkeit besitzt, die allerdings nicht gegen die Übernatur ausgespielt werden sollte.
Redaktion benachrichtigen Jesuit gegen Dominikaner
#12   virOblationis   21:37:48 | Samstag, 6. August 2005
ad Yersiniam
Ich glaube, daß ich nicht verständlich machen konnte, was ich (im Anschluß an Erwin Schrödinger) zu sagen versuchte: Ich meine, daß die Naturwissenschaft (auf Grund ihrer Methoden) nur Aussagen über einen Aspekt der Wirklichkeit treffen kann: den Materiellen. Wenn es Geistiges geben sollte, dann vermag die Naturwissenschaft dieses mit ihrem „Messen und Wägen“ und trotz aller Mathematik nicht festzustellen. – Mit Philosophie meinte ich insbesondere die Beschäftigung mit demjenigen, was jenseits des Materiellen ist, also die Metaphysik.
(Fragt man nun allerdings weiter, wie die Philosophie über die Naturwissenschaft hinausgelangen soll, gerät man m.E. rasch in die Problematik neuzeitlicher Erkenntnistheorie, vgl. Arbogast Schmitt, Die Moderne und Platon. Dies hier auszuführen, ist natürlich nicht möglich. Doch will ich darauf hinweisen, daß ich die Zukunft der Philosophie darin erblicke, daß sie wieder an mittelalterliche Traditionen anknüpft.)
Redaktion benachrichtigen Jesuit gegen Dominikaner
#9   virOblationis   17:31:09 | Samstag, 6. August 2005
Physik und Metaphysik
Wenn behauptet wird, daß chaotische Systeme sich selbst organisieren, dann beruht diese Behauptung auf Beobachtung. Beobachtet wird aber nur physisches Geschehen. Metaphysisches entzieht sich der Beobachtung. Dies bedeutet aber keineswegs, daß nicht Metaphysisches, also eine geistige Kraft (Engel o.Ä.), am Werk sein könnten. Um festzustellen, ob dies der Fall ist, müßten Überlegungen anderer Art, nämlich philosophische, angestellt werden.
Redaktion benachrichtigen Ehemaliger evangelischer Pfarrer wird katholischer Ordenspriester
#10   virOblationis   11:12:10 | Samstag, 6. August 2005
Abbilder und Urbild
Natürlich ist im Sinne einer hl .Messe der lutherische Gottesdienst ungültig, doch kann er als Abbild dem Urbild mehr oder weniger gleichen. In diesem Falle ist es offenbar so, daß sich der spätere Praemonstratenser über die Gottesdienste der Michaelsbruderschaft auf den Weg zum Urbild begeben hat. – Es schiene mir konsequent, wenn er schließlich zum überlieferten Ritus fände.
Redaktion benachrichtigen Jesuit gegen Dominikaner
#2   virOblationis   10:56:09 | Samstag, 6. August 2005
Gesellschaft Jesu
In persönlichen Begegnungen gewann ich den Eindruck, daß besonders Jesuiten bemüht sind, mit allem Nicht-Katholischen – so wie in diesem Falle mit (heidnischer) Wissenschaft – ein gutes Einvernehmen herzustellen. Ist die Gesellschaft Jesu noch stärker von der Auflösung des traditioenll Katholischen als andere Gemeinschaften betroffen, oder ist meine Wahrnehmung rein subjektiv gewesen?
Redaktion benachrichtigen Nachhilfestunde
#23   virOblationis   07:49:52 | Freitag, 5. August 2005
ad DetlefRose
Vielen Dank für die anerkennenden Worte.
Allerdings: Wenn ich auch nüchtern darzustellen versucht habe, was nach Luther die Beichte nur noch sein kann, so entspricht diese Nüchternheit nur meiner norddeutschen Wesensart, nicht einer Anerkennung der Irrlehre. – Ich halte Luther für einen Erzhäretiker. Wenn seine Anhänger die Alt-Kirchlichen Symbole (Glaubensbekenntnisse: Apostolikum, Nicänum, Athanasianisches G.) nicht aufgegeben haben, so haben sie etwas noch Ärgeres getan: sie mit einem neuen Sinn erfüllt. Das wird schon deutlich, wenn man sagt: „Ich glaube“, denn ein Lutheraner versteht etwas ganz anderes darunter als ein Katholik. So eben auch in unserem Falle der Beichte.
Ich bedaure es zutiefst, daß den Menschen in meiner Heimat vor fünfhundert Jahren der katholische Glaube geraubt und durch eine Irrlehre ersetzt worden ist. Wie schwer ist es für Menschen, die innerhalb des Luthertums aufgewachsen sind, zurückzufinden zu der Una Sancta (zumal angesichts ihrer heutigen, beklagenswerten Gestalt). Um meine Abkehr vom Luthertum auch biographisch festzuhalten bin ich an einem 31. Oktober, dem sog. Reformationstag, übergetreten. Der Priester, der mich aufnahm, mußte allerdings gleich anschließend zur Feier des Tages zu seinen lutherischen Amtsgeschwistern eilen.
Nicht, um Sie zu verletzen, spreche ich so. Was würde ich darum geben, wenn mehr Menschen zum traditionell-katholischen Glauben fänden!
Redaktion benachrichtigen Nachhilfestunde
#19   virOblationis   19:21:53 | Mittwoch, 3. August 2005
simul iustus et peccator
Man mag protestantische Praxis als Beichte bezeichnen, dennoch handelt es sich um etwas grundlegend anderes als die katholische Beichte. Denn wenn ein frommer Lutheraner etwas aufzählt von seinen Sünden, so kann ihm doch anschließend wieder nur (wie in jeder Predigt) das Wort zugesprochen werden, daß er im Glauben gerechtfertigt ist. – Genau darum allein geht es nach lutherischem Verständnis auch bei Taufe und Abendmahl.
Der Mensch ist nach Luther immer Sünder und nur im Glauben gerechtfertigt. Es gibt keine heiligmachende Gnade, die nach schwerer Sünde durch den Empfang des Beichtsakramentes wiederhergestellt werden könnte. Unserem Verständnis gemäß wird der peccator (Sünder) zum iustus (Gerechten) durch das Sakrament der Beichte. Nach Luther hingegen ist der Mensch immerbleibend Sünder – wenn er aber glaubt im Glauben zugleich auch gerechtfertigt: simul iustus et peccator (zugleich Gerechter [im Glauben] und Sünder).
Redaktion benachrichtigen Krebserregend
#22   virOblationis   19:05:34 | Mittwoch, 3. August 2005
ad Benedikt
Ich denke, daß dies eine seriöse Information ist. Ähnliches (Ursache für mangelnde Fähigkeit zur Fortpflanzung in der Tierwelt) habe ich schon vor einigen Jahren in einer alternativ-medizinischen Fachfortbildung gehört.
Redaktion benachrichtigen Staatliche Knechtung der Religion?
#27   virOblationis   21:33:24 | Dienstag, 2. August 2005
ad Yersiniam
Wenn ich Sie recht verstehe, fragen Sie nach Argumenten, die die Wahrheit so darlegen, daß Sie sie mit Hilfe Ihres Verstandes beurteilen können. – Dies wird meiner Meinung nach nicht möglich sein: Wenn Gott die Wahrheit ist (vgl. Joh. 14, 6) und sich uns als seinen Geschöpfen offenbart, können wir die uns vorgestellte Wahrheit nur annehmen, da wir als Geschöpfe keinen Standpunkt oberhalb des Schöpfers gewinnen können. Wir können Gott und damit die Wahrheit nicht beurteilen. Erst wenn wir ihr glauben, dann wird es möglich, die Wahrheit bis zu einem gewissen Grade einzusehen: Credo, ut intelligam, ich glaube, damit ich verstehe.
Redaktion benachrichtigen Krebserregend
#13   virOblationis   18:28:52 | Dienstag, 2. August 2005
Eingriffe ins Hormonsystem
In einzelnen Fällen mag ein Eingriff in das Hormonsystem natürlich medizinisch gerechtfertigt sein, doch gegenwärtig wird die Verordnung von Präparaten, die das Hormonsystem beeinflussen, massenhaft vorgenommen. Nicht nur die Menschen leiden darunter (s. in bezug die „Pille“: M. van Treek, Das Kontrazeptionssyndrom, Abtsteinach 3. Aufl. 2000). Vielmehr verseuchen die so entstehenden Abfälle auch die Umwelt (leider kann ich dazu im Augenblick keine Literatur nennen).
Redaktion benachrichtigen Staatliche Knechtung der Religion?
#25   virOblationis   22:41:47 | Montag, 1. August 2005
Monika und Augustinus
Dann bleibt das Gebet für sie, damit sie erleuchtet werden und umkehren. – Erinnert sei an die hl. Monika, die jahrelang um die Bekehrung ihres Sohnes Augustinus rang.
Redaktion benachrichtigen Alt, krank oder schwach? – Ab in die Entsorgung
#26   virOblationis   07:23:09 | Montag, 1. August 2005
ad sirilo
1. Der Name des ehemaligen Ministerpräsidenten Teufel ist ererbt, nicht frei gewählt. – Außerdem zeigt ein Blick auf ähnliche Familiennamen, daß dem Teufel eher eine negative, nicht etwa positive Bedeutung im Namen zukommt: Schietendüwel, Hassenteufel etc.
2. Einen Unterschied zwischen Dämpnen und Teufel(n) sehe ich nicht.
3. Zur geistlichen Ritterschaft s. Eph. 6, 11ff.
Redaktion benachrichtigen Staatliche Knechtung der Religion?
#14   virOblationis   21:33:40 | Sonntag, 31. Juli 2005
Wahrheit und Beliebigkeit
Anschließend an Benedikt und Irenäus:
Wer die absolute Wahrheit der katholischen Religion in Frage stellt, mag dies auch tun aus Sorge in bezug auf Intoleranz.
Der Glaube an die Wahrheit der katholischen Religion führt aber nicht unbedingt zur Intoleranz, sondern nur zum Ausschluß von Beliebigkeit. Vertreter des Irrtums können durchaus toleriert werden, auch wenn der Irrtum nicht auf einer Stufe steht mit der Wahrheit.
Redaktion benachrichtigen Unangenehme Wahrheit
#18   virOblationis   19:52:04 | Samstag, 30. Juli 2005
das Problem der billigen Gnade
Was nützt es, von Gottes Liebe zu sprechen, ohne gleichzeitig Seine Gerechtigkeit zu erwähnen!
Es geht in Matth. 13, 24ff. nicht darum, daß wir das Unkraut nicht als solches erkennen, d.h. wir müssen uns eines Urteiles darüber nicht enthalten, ob es sich bei einer Pflanze um guten Weizen oder Taumellolch handelt. Wir sollen das Unkraut nur nicht ausreißen, denn dies geschieht erst am Ende, bei der Ernte. Bis dahin darf das Unkraut auf dem Felde stehen bleiben.
Redaktion benachrichtigen Was ist wichtiger?
#9   virOblationis   12:10:44 | Samstag, 30. Juli 2005
ad Benedikt
Anknüpfend an Isidorus: „Conversi ad Dominum“ weist darauf hin, daß die Wendung zu der einen Volksaltar fordernden, modernen Zelebration versus populum innerhalb des Katholizismus auf die Aufklärung des 18. Jh’s zurückgeht (S. 132), also nicht etwa ursprünglich auf das Vatikanum II; diesem wurde lange vorgearbeitet.
Redaktion benachrichtigen Dialog oder Dialügen?
#14   virOblationis   11:28:15 | Samstag, 30. Juli 2005
ad Janet1983 et gregor
„…da es ja so ist, dass man den Menschen nicht die Schuld ihrer Väter [und Mütter?] aufbürden kann…“
Ich hoffe, dies gilt auch für die Deutschen, denen man ständig die Vergangenheit vorhält, sobald nur von Juden die Rede ist.
Bemerkenswert auch, wie in gregors Beitrag die Keule geschwungen wird:
„Artikelserie…hetzerisch…Hetzkampagne“
Redaktion benachrichtigen Ist es verboten, am Hochaltar zu zelebrieren?
#34   virOblationis   14:53:47 | Mittwoch, 27. Juli 2005
ad Benedikt
Es geht mir nicht darum, „herabzusetzen“. Wenn ich aber meine, daß sich ganz deutlich eine verhängnisvolle Entwicklung innerhalb der Kirche zeigt, dann will ich nicht schweigen, sondern ohne polemischen Ton ganz nüchtern darauf hinweisen: Gerade die Übereinstimmung in der Tendenz der Änderungen der Liturgie, des Kirchenbaues und des Verständnisses des Priestertums vermag ich nicht zu übersehen.
Es geht bei der Zelebration versus populum nicht etwa um einen Bruch mit der Kirche, wie sie seit 1570 besteht. Jüngst hat Uwe Michael Lang (Conversi ad Dominum, Freiburg 2003) noch einmal deutlich gemacht, daß die gemeinsame Ausrichtung von Gläubigen und Zelebranten bis in die früheste Zeit der KIrche zurückreicht; und selbst dort, wo es auf Grund einer Eingangsostung zu einem Gegenüber von Priester und Gemeinde kam, kann man nicht von Zelebration versus populum sprechen: „Jedenfalls war dem christlichen Altertum die Zelebration versus populum im heutigen Sinne unbekannt…“ (S. 93) – Das Geleitwort zu der Studie Langs hat übrigens Benedikt XVI. in seiner Zeit als Kardinal geschrieben.
Die Ausrichtung des Zelebranten auf die Gemeinde geht auf Luther zurück (s. Lang, S. 102), wiewohl seine eigenen Anhänger dem Meister hierin nicht folgten. Auf katholischer Seite gab es die Befürwortung einer Zelebration versus populum bereits während der Aufklärung (s. Lang, S. 132f.). Durchgesetzt hat sie sich aber erst in unseren Tagen.
Redaktion benachrichtigen Ist es verboten, am Hochaltar zu zelebrieren?
#30   virOblationis   08:04:11 | Mittwoch, 27. Juli 2005
Protestantisierung
Wie man es auch dreht und wendet: Es soll der freistehende Volksaltar immer weitgehender den Platz einnehmen, den früher der Hochaltar hatte. Wie ein Eßtisch inmitten eines Zimmers steht, so der Volksaltar inmitten des Raumes. Wie das besondere Priestertum der Geweihten geschwächt wird zugunsten des allgemeinen Priestertums der Gläubigen und der Opfergedanke abgeschwächt wird in der NOM-LIturgie, so schwächt der Volksaltar, insbesondere in der Form eines Tisches, den Gedanken an den Ort der Darbringung des Opfers zugunsten desjenigen eines Möbels für die Mahlfeier ab.
Priester, Opfer und Altar bilden eine Sinneinheit. Wenn zugunsten der Protestantisierung eines der drei Elemente abgeschwächt wird, müssen die anderen beiden folgen, da der bestehende Rest sonst stets an das entstandene Defizit erinnern würde. – N.B.: Zur Protestantisierung paßt auch sehr gut die Zelebration versus populum, die doch – so weit mir bekannt – derer der Calvinisten entspricht.
Redaktion benachrichtigen Ein Blutwunder?
#6   virOblationis   20:19:26 | Montag, 25. Juli 2005
Blutgruppe AB
Die Blutgruppe AB wurde, so meine ich, beim Turiner Grabtuch, dem Bluttuch von Oviedo sowie anerkannten Blutwundern nachgewiesen.
Redaktion benachrichtigen Neue Euthanasieprogramme für Deutschland
#4   virOblationis   09:24:50 | Montag, 25. Juli 2005
Katharer
Daß Leben doch nur Leiden ist und das Verhungern davon befreit: Diese Aussage paßt zum Katherertum ganz gut, zum Katholizismus doch wohl kaum.
Redaktion benachrichtigen Vereitelter Bombenanschlag in Santiago de Compostela
#13   virOblationis   19:28:07 | Sonntag, 24. Juli 2005
ad Benedikt: Hexerei und Inquisition
Wenn Sie, Benedikt, schreiben, daß Inquisition und Hexenprozesse nichts miteinander zu tun haben, so trifft dies auf die mittelalterliche Zeit zu; doch wenige Jahre vor Beginn der Neuzeit (wenn man diese ab 1492 rechnet) änderte sich die Situation: Ausgerechnet der hinsichtlich der Verbreitung des Rosenkranzgebetes so segensreich wirkende Dominikaner Jakob Sprenger gab zusammen mit seinem Ordensbruder Heinrich Institoris den „Hexenhammer“ heraus, in dem gefordert wurde, die Hexerei nicht mehr wie bisher hinsichtlich der durch Schadzauer angerichteten Übel vor weltlichen Gerichten aburteilen zu lassen. Vielmehr sollte die Hexerei als Ketzerei schlimmster Form, Unzucht und schuldhafte Geistesblindheit gelten, weshalb die Inquisition zu den Prozessen hinzuzuziehen sei. Ferner sei die Hexerei auch nur mit den schwersten, sonst rückfälligen Ketzern vorbehaltenen Strafen (Scheiterhaufen) zu ahnden. Es wirkte sich fatal aus, daß – der wohl durch Ämterkauf zum Nachfolger Petri gewählte – Papst Innozenz VIII. (1484 – 1492) die Anliegen des Hexenhammers direkt in seine Bulle „Summis desiderantis“ vom 5. 12. 1484 aufnahm und damit die dreihundertjährige Hexenverfolgung der Neuzeit einleitete, in die nun auch die Inquisition verstrickt wurde. Allerdings gab es ebenso Hexenprozesse in dem seit Beginn des 16. Jahrhunderts aufkommenden Protestantismus. Die Wende führte nicht die Aufklärung herbei, sondern der Jesuit Friedrich von Spee mit seiner Cautio criminalis (1631 / 1632).
Redaktion benachrichtigen Mutiger Priester
#18   virOblationis   19:48:16 | Samstag, 23. Juli 2005
Autorität des Priesters
Wenn man dem „öffentlichen Ärgernis“ keine objektive Grundlage (vgl. Benedikts Beitrag) gibt, schwächt man die Autorität des Priesters, denn man setzt ihn dem Widerstreit der Meinungen aus, gleich welche Entscheidung er fällt. So wäre es m.E. sehr begrüßenswert, wenn von der Kirche festgestellt würde, daß im jedem Falle eines öffentlichen Sünders, dem ein kirchliches Begräbnis zuteil werden soll, ein öffentliches Ärgernis gegeben wäre. – Wie schwer es ist, sich der (ver)öffentlich(t)en Meinung entgegenzustellen, sieht man ja schon an Bischöfen; wieviel schwerer noch für Priester!
Redaktion benachrichtigen Mutiger Priester
#13   virOblationis   22:09:30 | Freitag, 22. Juli 2005
öffentliches Ärgernis
Wie sollte es öffentliche Sünder geben können, deren kirchliche Beerdigung kein öffentliches Ärgernis hervorruft?
Redaktion benachrichtigen Gott zur heiligen Katharina über den Homo-Klerus
#11   virOblationis   12:41:44 | Freitag, 22. Juli 2005
Sancta Catharina, carissima, ora pro nobis!
Ja, nehmen wir unsere Zuflucht zur hl. Katharina, die der Kirche bereits früher in schwerer Zeit (Exil der Päpste in Avignon, beginnendes Großes Abendländisches Schisma) beigestanden hat.
Redaktion benachrichtigen Bischof Krenn ist der Teufel
#4   virOblationis   12:37:55 | Freitag, 22. Juli 2005
Beleidigungen
Würde man es wagen, einen mohammedanischen Würdenträger in gleicher Weise zu verunglimpfen? Nun, das ist schon darum nicht anzunehmen, weil man gewalttätige Reaktionen befürchten müßte. Friedfertigen Katholiken aber darf wohl alles angetan werden, vorerst noch ausschließlich verbal.
Redaktion benachrichtigen Mit Bangen + …
#3   virOblationis   14:47:07 | Mittwoch, 20. Juli 2005
„Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“
Wer die Kirche von ihrer autoritären Ordnung „befreien“ will, wird letztlich auch Christus Seine Autorität absprechen müssen, ist die Kirche doch Sein Leib.
Redaktion benachrichtigen Der größte Massenmörder des 20. Jahrhunderts?
#3   virOblationis   14:39:42 | Mittwoch, 20. Juli 2005
Verantwortlichkeit des Papstes?
AIDS hat sich doch wohl aus den öffentlichen Herren-Toiletten der USA heraus zur Geißel der Menschheit entwickelt.
Redaktion benachrichtigen Gedrückte Stimmung
#20   virOblationis   22:17:09 | Dienstag, 19. Juli 2005
ad Romulum II
Die „Sekretärin“ war natürlich eine Fehlleistung von mir.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ralf Oppermann
Redaktion benachrichtigen Gedrückte Stimmung
#18   virOblationis   12:49:35 | Dienstag, 19. Juli 2005
ad Romulum
Vielen Dank für die Ratschläge!
Ich hätte dennoch gern die Gegenargumente der „Sekretärin“ gehört, die aber – wie gesagt – nicht bei mir ankamen.
Redaktion benachrichtigen Gedrückte Stimmung
#16   virOblationis   09:26:19 | Dienstag, 19. Juli 2005
„reine Lehre“ der Bischöfe?
Als ich meinen Erzbischof brieflich auf das, was in meinen Augen Widersprüche zwischen seinem Reden bzw. Tun und der katholischen Tradition sind, aufmerksam gemacht habe, hat er mir mit dem Hinweis auf die „Lebendigkeit“ der Tradition geantwortet. Daraufhin entgegnete ich wiederum, daß sie doch nie so lebendig sein kann, daß sie sich ins Gegenteil verkehrt, da was immer, was überall und von allen geglaubt worden ist doch eigentlich katholisch ist. – Es erfolgte keine Antwort.
Redaktion benachrichtigen Keine Enzyklika sondern ein Buch + …
#22   virOblationis   14:23:50 | Montag, 18. Juli 2005
ad apicem: Anmerkungen
Ich verstehe schon, daß die Kirche nicht so erscheinen soll, als ob sie beliebige Wünsche erfülle. Doch geht es bei der Taufe grundsätzlich darum, ob die selige Schau Gottes erreicht wird oder nicht. Darum darf man sich, denke ich, von Erwägungen hinsichtlich des Ansehens im Falle einer Taufe nicht leiten lassen.
Die Kirche entscheidet natürlich nicht darüber, wem das Heil zuteil wird, sondern ihr Taufen ermöglicht das Heil.
Redaktion benachrichtigen Seilschaften im Bistum Fulda
#26   virOblationis   12:47:43 | Montag, 18. Juli 2005
ad peccatorem
Zur Vernichtung des kath. Glaubens in Fulda:
Ich meine mich zu erinnern, daß nicht nur die FSSPX vom Domplatz gewiesen wurde, sondern daß auch die Petrusbruderschaft nicht im Dom das Meßopfer darbringen durfte, während man dieselbe Kirche Anglikanern für einen Gottesdienst zur Verfügung stellte.
Redaktion benachrichtigen Es ist rechtswidrig, Rechtswidriges als rechtswidrig zu bezeichnen
#5   virOblationis   17:10:09 | Sonntag, 17. Juli 2005
ad methusalix
Sunt, qui non comprehenderunt.
Sunt, qui nolunt comprehendere.
Redaktion benachrichtigen Keine Enzyklika sondern ein Buch + …
#12   virOblationis   17:03:43 | Sonntag, 17. Juli 2005
Taufe der Kinder
Ich fürchte, daß man am unbeschwertesten dann einem Kind die Taufe verweigern kann, wenn man nicht mehr an ihre – unbedingt notwendige – Heilswirksamkeit glaubt. Wenn die Taufe nur als ein Symbol angesehen wird, ja dann gewinnt natürlich die Frage nach der katholischen Erziehung einen um so größeren Stellenwert.
Der Heiland aber sagt: Lasset die Kindlein zu mir kommen, und wehret ihnen nicht!
Redaktion benachrichtigen Keine Enzyklika sondern ein Buch + …
#2   virOblationis   18:55:22 | Samstag, 16. Juli 2005
Verweigerung der Taufe
Wie darf man Kindern die Taufe verweigern, indem man ihnen die Verhältnisse zum Vorwurf macht, unter denen sie heranwachsen? – Wenn das Kind nun stirbt ohne die heiligmachende Gnade und man sich nicht – wie z.Z. sogar in höchsten kirchlichen Kreisen üblich – mit Hoffnungen trösten mag, die in Richtung einer Allerlösung gehen, wie soll man dann die Verweigerung der Taufe dann mit gutem Gewissen vornehmen? Ich wüßte es nicht.
Redaktion benachrichtigen Was im Bistum Regensburg wirklich geschah
#19   virOblationis   08:09:03 | Freitag, 15. Juli 2005
zugegeben: polemisch formuliert
Hoffentlich muß der Heiland vor Seiner Wiederkunft nicht auch erst einen Konsultationsprozeß durchführen.
Redaktion benachrichtigen Geeinte Homos – gespaltene Kirche
#5   virOblationis   08:00:29 | Freitag, 15. Juli 2005
Röm. 1
Pelagius hat doch völlig korrekt dargestellt, wovon in Röm. 1 die Rede ist:
1, 18 – 25 geht es um die Sündenverfallenheit der Heidenwelt (also der Menschheit – abgesehen von den Juden, deren ebenso große Erlösungsbedürftigkeit in Kap. 2 dargestellt wird); die Menschen haben, obwohl es ihnen kraft ihrer Vernunft möglich sein müßte, Gott nicht als ihren Schöpfer erkannt, sondern Geschöpfliches an seine Stelle gerückt.
1, 26 – 27 wird die Homosexualität als Folge, ja beinahe schon als Strafe der Sünde charakterisiert. – Der Wortlaut ist doch völlig eindeutig! Man könnte allenfalls versuchen, ihn als historisch bedingt hinzustellen, doch bei solchem Vorgehen entzieht sich die gesamte hl. Schrift als Argumentationsgrundlage, da ja alles historisch bedingt sein könnte.
1, 28 – 32 zeigt die praktischen Konsequenzen der Sündenverfallenheit im allgemeinen auf und weist noch einmal auf deren Schuldhaftigkeit hin.
Redaktion benachrichtigen Konflikt um den Vorsitzenden des Diözesanrates
#12   virOblationis   07:50:57 | Donnerstag, 14. Juli 2005
ad Benedikt
Werter Benedikt!
Auf die gesamte Tagesordnung einzugehen, erscheint mir aus Platzgründen nicht ratsam; aber es ist vielleicht auch gar nicht nötig. Ich will nur ein Stichwort aufgreifen: „Seelsorgeteam“. So etwas kann es bei uns nicht geben: Wir haben nur einen einzigen Seelsorger, nämlich den, der die Beichte abnimmt. – Ich hoffe, der Unterschied zweier Konzeptionen wird auch ohne wortreiche Ausführungen deutlich.
Bevor ich mich zur Priesterbruderschaft absetzte, lernte ich stets Gemeinden mit sehr niedrigem geistlichem Niveau kennen. Ich will ja gern zugestehen, das die Ihrige viel frommer ist. Um Ihnen aber anzudeuten, was ich durchweg erlebt habe: Stellen Sie sich einen PGR-Vorsitzenden vor, der während des Hochamtes schnell ‘mal vor die Tür geht, um noch eine zu rauchen.
Redaktion benachrichtigen Konflikt um den Vorsitzenden des Diözesanrates
#9   virOblationis   14:22:13 | Mittwoch, 13. Juli 2005
Auch ich gehörte einmal einem PGR an
Auch ich war einmal Mitglied eines PGR. Was dort verhandelt wurde, hätte man ebenso mit weit geringerem Aufwand, d.h. vor allem ohne Debatten, erledigen können. – Mein Gegenbeispiel: Unser Pater von der Priesterbruderschaft St. Pius X. geht einfach auf einzelne Gemeindeglieder zu und bittet sie, bestimmte Aufgaben zu übernehmen; in der Regel folgen sie dem. „Fertig ist die Laube.“
Ich hatte mich hauptsächlich deshalb in den PGR wählen lassen, um meinen Teil dazu beizutragen, die Autorität des jungen Pfarrers gegenüber anmaßend auftretenden Laien zu stärken. Leider versuchte er nur allzu sehr, mit jedem gut auszukommen (kritiklos, auch bei verheerenden Aussagen zum katholischen Glauben). Viel vermochte ich also nicht auszurichten, aber die Rahmenbedingungen waren wohl auch sehr ungünstig.
Redaktion benachrichtigen Röschenz auf der Siegerstraße
#7   virOblationis   08:05:52 | Mittwoch, 13. Juli 2005
ad Pelagium
Vielleicht ist die beabsichtigte Aussage Ihres Beitrages auch nicht ohne weiteres für jeden verständlich, da nur angedeutet, nicht ausformuliert. Auch ich habe einige Schwierigkeiten, den genauen Sinn jener Zeilen zu verstehen. – Es geschieht eben, das kenne ich auch von mir selbst, daß man etwas schreibt und erst später sieht, wie vertraut einem selbst die Gedankengänge gewesen sind, so daß man nur grob skizzierte und für andere nicht ohne weiteres nachvollziehbar schrieb.
Redaktion benachrichtigen Probleme mit dem liberalen Klerus
#9   virOblationis   13:48:53 | Sonntag, 10. Juli 2005
Dogmen
Ich denke, es gilt zu differenzieren zwischen Fragen, hinsichtlich deren Beantwortung man unterschiedlicher Meinung sein kann, und solchen, bei denen man übereinstimmen muß. Dies bringen auch die theol. Gewißheitsgrade zum Ausdruck: „De fide“, „Sent. certa“ etc. – Im Gegensatz zu früheren Zeiten meinen wohl heute viele, alles in Frage stellen zu können, doch ist das natürlich nicht möglich, weil jedes gemeinsame Bekenntnis verschwinden würde. Es heißt aber: Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe.
Redaktion benachrichtigen Eine unzeitige Fastenpredigt
#1   virOblationis   18:11:09 | Samstag, 9. Juli 2005
Gottes- und Nächstenliebe
Ein so verdiesseitigtes Verständnis von Liebe wie in der oben dargestellten Predigt verkündet – wenn man sich einmal auf das AT bezieht – weit eher Baal (vgl. dazu Osee) als Jhwh.
Auch zu Elias’ Zeiten gab es nur siebentausend, die das Knie nicht vor Baal beugten.
Redaktion benachrichtigen Die britischen Ärzte wollen Lebensmüde vergiften
#2   virOblationis   11:46:03 | Freitag, 8. Juli 2005
Erinnerung an den Eid des Hippokrates
Wie edel war teilweise das vorchristliche Heidentum. Im 4. Jh v. Chr. gelang es ihm, den Hippokratischen Eid zu formulieren: „… Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten, Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben… – Das heutige Heidentum dagegen erscheint mehr und mehr als bloße Barbarei.
Redaktion benachrichtigen Totenstille im Pfarrzentrum
#1   virOblationis   09:51:16 | Freitag, 8. Juli 2005
Kirche und Laien-Räte
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß mit dem weiteren Ausbau des „Rätesystems“ die Protestantisierung der Gemeinden und Bistümer organisatorisch zementiert werden soll.
Redaktion benachrichtigen Was bewegt sich leichter?
#10   virOblationis   07:48:52 | Freitag, 8. Juli 2005
Umgang miteinander
Beschimpfungen wie „freche Göre“ helfen kaum weiter. – Allerdings ist der ausgewählte Name „Yersinia“, der doch an kaum etwas anderes erinnern dürfte als an den Erreger der Pest, Yersinia pestis, m.E. auch schon eine Zumutung angesichts der Verheerungen, die der „Schwarze Tod“ im Abendland jahrhundertelang verursacht hat.
Redaktion benachrichtigen Der Papst lobte angeblich den Fuldaer ‘Pastoralen Prozeß’
#6   virOblationis   07:39:25 | Donnerstag, 7. Juli 2005
4. September 2004
Es war derselbe Bischof, der den Traditionalisten anläßlich der Erneuerung der Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariae nicht nur die Nuntzung des Domplatzes untersagte, sondern mit dem Argument einer gerade stattfindenden gottesdienstlichen Feier auch noch die einzelnen Beter aus dem Dom weisen ließ.
Redaktion benachrichtigen Warum das Homo-Konkubinat die Ehe zu Grabe trägt
#2   virOblationis   07:27:16 | Donnerstag, 7. Juli 2005
ad Beobachterin
Nur – wie schade um jedes einzelne Kind, daß bis zur Rückbesinnung diesem Wahn zum Opfer fällt.
Kinder werden nicht nur von Homosexuellen adoptiert. Es ist auch so, daß Geschiedene nun einen gleichgeschlechtlichen Partner wählen und – ganz offiziell – ein Kind, das zuvor seinen Platz in der Ehe hatte, weiter gemeinsam aufziehen. Solche Fälle gibt es nachweislich bereits in meiner Heimatstadt Hamburg.
Ich habe so etwas Abscheuliches noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten, für eine bloße Utopie einzelner Perverser.
Redaktion benachrichtigen Christenclub?
#25   virOblationis   14:42:07 | Mittwoch, 6. Juli 2005
ad Marcel
Zumindest einen Überblick über die Geschichte der Kirche im Verhältnis zur Freimaurerei vom Beginn des 18. Jh’s bis zu Paul VI. bieten das elfte und das zwölfte Kapitel des Buches „Das Geheimnis der Freimaurer“ von J. Ploncard d’Assac (dtsch. [Priesterbruderschaft St. Pius X.] Stuttgart 1989). – Ich weiß allerdings nicht, ob es z.Z. noch erhältlich ist.
Redaktion benachrichtigen Christenclub?
#6   virOblationis   18:16:35 | Dienstag, 5. Juli 2005
Die Revolution ist in sich schlecht gewesen.
Natürlich hat das Volk bis 1789 unter einer schlechten Regierung gelitten, und dies haben die Revolutionäre für ihre Zwecke zu nutzen gewußt; unter ihrer Herrschaft ging es den Menschen jedoch nicht besser – im Gegenteil. All die Güter der Kirche wurden geraubt und verschleudert, doch wurden Hungersnöte dadurch nicht seltener! Das Elend traf die Menschen aber um so härter, da die hilfreichen Einrichtungen der Kirche nun fehlten. – Einen – wie ich finde – unterhaltsam geschriebenen und gar nicht undifferenzierten Eindruck vom Leben vor und nach der Revolution gibt Hünermanns neu aufgelegtes Werk „Tochter des Sturms“.
Daß die Revolutionäre einfach über das Ziel hinausschossen etc. – nein, ich fürchte, sie wußten genau, was sie taten: Sie kannten ihren Gegner, die Obrigkeit, die ihre Autorität (gemäß Röm. 13) auf Gott zurückführte (wenn sie dem auch mit ihren Taten nur allzu wenig gerecht wurde), die dieser Ordnung gehorchenden Menschen und die hl. Kirche. An deren Stelle trat die gottlose Ordnung, der sich selbst erhebende Mensch mit seiner Parole von Freiheit – Liberalismus, Gleichheit – Sozialismus, beides verbunden durch die Brüderlichkeit – Nationalismus. Wer sich dem nicht fügte, wurde systematisch terrorisiert, nicht versehentlich verfolgt. Und auf dem Altar der Kirche Notre Dame tanzte ein leichtes Mädchen als Göttin der Vernunft…
Redaktion benachrichtigen Eine Frage der Definition
#19   virOblationis   17:09:28 | Sonntag, 3. Juli 2005
Korankuß
Ich fürchte, diesen Korankuß kann und darf man nicht vergessen – nicht, weil man kleinlich aufrechnen will, sondern weil er bezeichnend ist für einen Papst, der auch andere Dinge dieser Art getan hat: s. das götzendienerische Tillak-Zeichen, anstößige Messen (z.B. mit Oben-Ohne-Verleserin der Epistel auf Neuguinea) etc. Gläubige früherer Zeiten lehnten solches so vehement ab, daß sie lieber das Marytrium erlitten, als sich darauf einzulassen. Sie sollten Vorbild auch für die Gläubigen heute sein, nicht Johannes Paul II.
Redaktion benachrichtigen Spanien hat die Familie zu Grabe getragen
#9   virOblationis   09:37:15 | Freitag, 1. Juli 2005
Familie und Konkubinate aller Art
Die Familie ist einzigartig, und kein Konkubinat kann mit ihr konkurrieren, da die Sexualität (nach traditioneller kath. Überzeugung) der Fortpflanzung dient und diese wiederum ihren einzig legitimen Platz in der auf Lebenszeit von einem Mann und einer Frau geschlossenen Ehe hat. – Alles, was die Einzigartigkeit der Familie relativiert, beschädigt sie, weil sie zu einer Form des Zusammenlebens unter anderen herabwürdigt.
Redaktion benachrichtigen „Was hat Gott mit uns vor?“
#15   virOblationis   08:17:09 | Freitag, 1. Juli 2005
Ministrantinnen
Da Ministranten am Altar eine Tätigkeit ausüben, die den niederen Weihen entspricht (Akolyth), ist die Hinordnung ihres Dienstes auf das Priesteramt aus meiner Sicht sehr deutlich. Wer also Ministrantinnen duldet, wird sich der Einsetzung von Priesterinnen letztlich kaum verschließen können, meine ich.
Redaktion benachrichtigen „Zentralkomitee“- Generalsekretär gescheitert
#9   virOblationis   12:28:55 | Donnerstag, 30. Juni 2005
ad sirilo
„Alle … Getauften gehören der Katholischen Kirche an.“ – Gewiß; doch können sie die heiligmachende Gnade auch wieder verlieren, z.B. indem sie das katholische Bekenntnis verleugnen.
Redaktion benachrichtigen Kostenlos + …
#3   virOblationis   09:31:13 | Mittwoch, 29. Juni 2005
Glaube und Architektur
Die Architektur von Gotteshäusern ist mit dem Glauben so innig verbunden, daß man wohl sagen kann, sie sei Ausdruck des Glaubens; man schaue sich nur einmal die z.Z. der in Blüte stehenden Scholastik entstandenen gotische Dome an. – So ist eben auch ein modernes Kirchengebäude Ausdruck des eines – offenbar – zersetzten Glaubensbekenntnisses und einer defizitären Theologie.
Redaktion benachrichtigen Der Homo-Lebensstil ist lebensgefährlich
#22   virOblationis   14:38:05 | Montag, 27. Juni 2005
ad Benedikt
Vielen Dank für die Stellungnahme. – Ich glaube, ich konnte in meinem Beitrag noch nicht deutlich genug machen, daß ich mich auf einen etwas anderen Begriff von Natur beziehe: Ich denke an die Gesamtheit der natürlichen Dinge, so wie sie z.B. der hl. Franziskus in seinem Schöpfungshymnus besingt.
Diese gesamte Natur ist von Gott geschaffen und strebt von sich aus zu ihm hin. In diesem Sinne erscheint es beispielsweise „natürlich“, den Vater zu ehren, ist doch Gott das Urbild aller Vaterschaft.
Wie sollte demnach die Fortpflanzung ausschließende Homosexualität nicht wider die Natur sein, wenn die Sexualität nach Gottes Willen (gemäß traditionell kath. Sichtweise) dem Zweck der Fortpflanzung dienen soll?
Redaktion benachrichtigen Der Homo-Lebensstil ist lebensgefährlich
#19   virOblationis   09:07:35 | Montag, 27. Juni 2005
Natur und Gott
Wenn man die Sünde nicht auch in ihrer Naturwidrigkeit betrachtet – wobei „Natur“ hier die Gesamtheit der Dinge als erlösungsbedürftige (s. Röm. 8) Schöpfung bezeichnen soll – droht eine Entweltlichung des Glaubens von der Art, wie sie sich seit dem spätmittelalterlichen Nominalismus Wilhelm von Occams verbreitet hat.
Ich meine, daß die Kirche stets an der Verbindung von Glauben und Wissen, Theologie und Philosophie, festzuhalten bestrebt war und darum den hl. Thomas von Aquin auch so hoch geschätzt hat, auch wenn Aristoteles selbstverständlich die Erkenntnisse moderner Naturwissenschaft nicht ersetzen kann.
Redaktion benachrichtigen Das Zweite Vatikanum fordert die lateinische Sprache
#22   virOblationis   19:13:46 | Samstag, 25. Juni 2005
ad Aurelium
Wie kann es albern sein, über die Sprache der Kirche sprechend die Sprache der Kirche zu sprechen – gleich wie gut oder schlecht?
Redaktion benachrichtigen Das Zweite Vatikanum fordert die lateinische Sprache
#16   virOblationis   12:49:56 | Samstag, 25. Juni 2005
Latein
Natürlich läßt sich das Problem des Traditionalismus nicht auf das der lateinischen Sprache reduzieren; doch gleichgültig ist es m.E. nicht, in welcher Sprache zelebriert wird. Die Kirchengeschichte zeigt doch, daß sich mit landessprachlichen Gottesdiensten nur allzu leicht auch schismatische Gedanken verbinden.
Anmerkung zum dem mehrfach angesprochenen lateinischen Beitrag: Warum sollte diese Sprache in einer Diskussion, die eben gerade (auch) das Latein betrifft, nicht verwendet werden?
Redaktion benachrichtigen Das Zweite Vatikanum fordert die lateinische Sprache
#9   virOblationis   09:00:17 | Samstag, 25. Juni 2005
hl. Messe aller Zeiten
Man stelle sich nur einmal den hl. Pater Pio vor, der eine Novus Ordo Messe in der Landessprache zelebriert, dann weiß man sogleich, was weithin verloren gegangen ist.
Selbst wenn es früher natürlich auch schlechte Zelebranten gegeben hat, die „leierten“: Die Alte Messe trug sie mit ihren Schwächen; die Neue Messe dagegen wird vom Zelebranten getragen, so daß seine Unzulänglichkeiten unmittelbar auf die Feier die hl. Opferfeier auswirken. – Die Zelebranten mögen heute nicht schlechter sein als früher, aber ihr Missale ist schlechter.
Redaktion benachrichtigen Dem „Geist des Konzils“ geht die Luft aus
#11   virOblationis   18:26:09 | Freitag, 24. Juni 2005
Was der Erzbischof tat
Ich denke, daß Mgr. Lefebvre sich in derselben Situation befand wie jeder der zehn Apostel während der Verleugnung Petri. Natürlich hatte der Heiland diesen zum Felsgrund gemacht und darauf seine Kirche gegründet, und doch durfte man ihm erst wieder folgen, als er nach dem Hahnenschrei bitter bereut hatte.
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#7   virOblationis   08:59:23 | Freitag, 24. Juni 2005
ad Dr. Otterbeck
Wenn ich Aussagen und Handlungen Pauls VI. betrachte, erscheinen sie mir oft widersprüchlich. – Als „Papst mit dem Zwiegesicht“ und „Mensch[en] …im Widerspruch“ charakterisiert Paul VI. Mgr. Lefebvres in „Sie haben ihn entthront“, Kap. 31.
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#2   virOblationis   12:55:08 | Donnerstag, 23. Juni 2005
Unterschriften-Sammlung
Es ist gut, daß über die Wahrheit nicht abgestimmt werden kann.
Es sei angemerkt, daß nach den sog. Malachias-Weissagungen die Devise „de labore solis“ die Ära Johannes Pauls II. kennzeichnet, was wohl wiederzugeben ist mit: „Von der Verfinsterung der Sonne“.
Redaktion benachrichtigen Bischöfe ohne Unterhosen
#23   virOblationis   09:29:59 | Mittwoch, 22. Juni 2005
FSSPX schismatisch?
Das Bild war doch ganz klar und spricht für sich:
Auf der einen Seite standen diejenigen, die eine himmelschreiende Sünde propagieren, auf der anderen die katholischen Gläubigen.
Redaktion benachrichtigen Ein Muß
#1   virOblationis   08:07:58 | Dienstag, 21. Juni 2005
„Der Schott“ als Weggefährte
Auf dem Weg zur Aufnahme in die Kirche war „der Ott“ für mich ein stets verläßlicher Kamerad. Ich sah in ihm einen guten Repräsentanten katholischer Theologie, wie sie war und stets bleiben wird. Als ich dann einige Vertreter postkonziliaren Elends kennenlernte, hielt ich dies noch für die unbegreifliche Verirrung einzelner; erst später wurde mir das ganze Ausmaß der Krise der Kirche bewußt. – Nun freue ich mich, daß „der Ott“ erneut aufgelegt wird, um auch noch viele weitere Gläubige auf ihrem Weg zu begleiten.
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