Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#31 Criticus 18:44:00 | Dienstag, 14. Februar 2012
#28 lux in tenebris: Unabhängig von der Frage nach der Unfehlbarkeit des Konzils war das II. Vaticanum
aus meiner Sicht bereits deshalb kein Konzil, weil es eben nicht den Anspruch hatte, die Lehre zu präzisieren,
etwas zu definieren oder zu verurteilen. Da aber nur diese Intention ein Konzil ausmacht, war das II.
Vaticanum kein Konzil. Indem es sich mit diesem Mäntelchen schmückt, versucht es sich einen Stellenwert
zu erschleichen, der ihm nicht zukommt. Es ist eben nicht jede Bischofsversammlung ein ökumenisches Konzil.
#27 Criticus 18:10:44 | Dienstag, 14. Februar 2012
#26 Nichts was Sie unten zitiert haben, belegt Ihren Standpunkt oder widerlegt meinen. Der Jurisdiktionsprimat
als solcher hat mit der Unfehlbarkeit nichts zu tun. Außerdem führen Sie selber an: „Die Gesamtheit
der Bischöfe ist unfehlbar, wenn sie (…) eiine Glaubens- oder Sittenlehre als eine von allen Gläubigen
festzuhaltende Wahrheit vorlegen.“ Das zweite Vaticanum hat aber gerade nicht eine von allen Gläubigen
festzuhaltende Wahrheit vorgelegt. Das geht aus der Eröffnungsrede des Papstes und aus dem Verlauf des
„Konzils“ klar hervor. Es ging um einen rein pastoralen Charakter, ohen etwas zu definieren. Darüber
hinaus leidet Ihre Argumentation an logischer Inkonsistenz (sofern ich Sie richtig verstanden habe). Wenn
Sie tatsächliuch annehmen, dass Dogmen menschengemachte Gesetze und nicht „gottgegeben“ sind, kann ihnen
natürlich auch keine Unfehlbarkeit zukommen, weshalb die Diskussion müßig wäre.
#21 Criticus 17:26:17 | Dienstag, 14. Februar 2012
#16: Das ist allgemein bekannt. Leider befinde ich mich derzeit nicht in heimatlichen Gefielden, weshalb
ich die Quellen anchreichen muss. Ich komme darauf zurück. Grundsätzlich ist es so, dass auch ein Konzil
nur dann unfehlbar ist, wenn es eine Glaubenswahrheit verbindlich und endgültig darlegt (analog zur päpstlichen
Unfehlbarkeit). #17: Unfehlbar und für Katholiken verbindlich ist nicht dasselbe. Im Text eines Konzil
kann einiges an Unsinn stehen, ohne dass dies für die Gesamtnatur als Konzil problematisch wäre. Ich
verstehe den Sedisvakantimus als Konzept durchaus und es besteht mMn durchaus die Möglichkeit dass wir
derzeit Sedisvakanz haben, wiewohl sie sicherlich nicht als erwiesen anzusehen ist, dennoch überspannen
die Sedisvakantisten immerzu die kirchliche Lehre über die Unfehlbarkeit. Hier schon wieder gut ersichtlich.
Gerade aus der engen Definition der Unfehlbarkeit in pastor aeternus ergibt sich doch gerade, dass das
ordentliche Lehramt des Papstes nicht unfehlbar ist. Dasselbe gilt auch für Konzilstexte außerhalb der
Canones.
#12 Criticus 16:04:39 | Dienstag, 14. Februar 2012
#11 Fackel, Sie haben leider unrecht. Nach katholischer Lehre sind nur die Canones der Konzilien unfehlbar.
Wenn Sie mir einen Canon in einem Dokument des II. Vaticanums zeigen, dann gebe ich Ihnen recht, dass
hier lehramtlich relevantes formuliert wurde. Ansonsten hat das II. Vaticanum den lehramtlichen Stellenwert
einer Bischofspredigt am Sonntag in Mainzer Dom.
@Peter Pan Abtreibung ist NICHT erlaubt, sondern stellt ein Delikt im Sinne des StGB (zumindest in Österreich)
dar, das unter bestimmten Umständen nicht verfolgt wird.
@Gotthard Sachliches diskutieren ist Ihre Sache nicht, oder? Zuletzt hat Morsebach zu Recht darauf hingewiesen,
daß es kein besser oder schlechter im eigentlichen Sinne in dieser Frage gibt, sondern, daß es um die
Verunehrung von Partikeln geht.
Andere Übersetzungen Im Englischen steht überdeutlich „lawfulness“ , im Italienischen „sia leggitima“.
Das betrifft auch in diesen Sprachen ganz klar die Erlaubtheitsebene. Die deutsche Variante scheint die
einzige zu sei, die begrifflich ungenau ist. Interessant bei einem deutschen Papst…
@Stimme der Vernunft Langsam wird mir Ihre Unwissenheit zum Ärgernis: Die „Piusgeistlichen“ sind nicht
exkommuniziert. Exkomuniziert (über die Rechtmäßigkeit will ich mich nicht äußern) sind lediglich
die vier Bischöfe, nicht die Priester. Informieren Sie sich, bevor Sie Dummheiten von sich geben!
@Gotthard Immer wieder schön zu sehen, mt welchem Hochmut Sie hier ein Urteil abgeben. Vor allem der
Rückschluß von ihrer Unkenntis der unterzeichnenden Personen auf deren fehlendes Engagement für die
Kirche läßt seinerseits Rückschlüsse auf Ihre geistige Verfassung zu.
#35 Criticus 17:02:21 | Donnerstag, 2. November 2006
Chatprogramm Können Protestant, Brez, tau usw. ihr sinnentleertes Gewäsch nicht in irgendwelche Chatprogramme
umleiten. Das hält man auf Dauer wirklich nicht aus! Wenn ich jemandem eine gute Nacht wünsche, frage,
wie er geschlafen hat, was es zum Mittagstisch gibt oder wie das Fernsehprogramm ist muß das wirklich
nicht als Kommentar unter einem Artikel stehen.
@Athanasius So habe ich das nicht unbedingt gemeint. man kann über das Problem der Sedisvakanz durchaus
diskutieren. Es gibt dazu Stellungnahmen nahmhafter Theologen in beide Richtungen. Leider sind die lehramtlichen
Aussagen zu diesem Punkt sehr schwach und allesamt nicht schlagend. So gibt es durchaus Indizien, daß
der Papst nicht Papst ist (trifft auf den letzten in erhöhtem Maße zu). Demgegenüber gibt es durchaus
Argumente für die Gegenposition, welche mir augenblicklich gewichtiger erscheinen. Festzustellen bleibt,
daß die Theorie des Sedisvakantismus eine theologische Meinung ist. In jedem Fall darf man nicht intuitiv,
sondern sachlich und quellenbezogen diskutieren. Vielfach werden jedoch in solchen Kreisen die wüstesten
Theorien verbreitet, die nicht zu halten sind. Insgesamt ist die Frage jedoch nicht relevant für unser
Seelenheil und lediglich akademisch interessant. Denn wie man alles auch beurteilen mag, wenn der Papst
irrt, darf man ihm nicht folgen. In der praktischen Auswirkung ist die Frage also ohnehin geklärt. Warum
man dann ein so ideologisches Aufheben macht, ist mir schleierhaft. Man kann die Beurteilung dieser Phase
in der Kirchengeschicht durchaus den Päpsten der Zukunft überlassen.
@Perpetua Vor allem bitte nicht alles nachplabbern, was auf irgendwelchen Hetzseiten verbreitet wird,
sondern sich in die nächste theologische Bibliothek begeben und lesen, lesen, lesen!
@tau! mal ganz ruhig bleiben. kreuz.net ist kein Heiligenlexikon, sondern ein Informationsportal. Wenn
Du etwas über den Hl. Franziskus lesen willst: www.fsspx.info
@savonarola Nun, die Gefahr, natürlich, in einer Hierarchie, die den Umsturz des Pseudokonzils VatII.
und die zumindest unerlaubte Liturgiereform der folgenden Jahre mit aller Macht legitimieren will, unter
die Räder zu kommen. Ich habe da noch die Bilder von Bischof Rifan im Kopf, mit lustigem modernen Jutesackgewand
Gewand bei einem Bischofstreffen konzelebrierend: www.sspx.org/…n_concelebration.htm Wer strebt nicht
nach der Einheit, aber hier muß die Einheit in Christus gemeint sein, nicht die Einheit in einer zum
Neoprotestantismus abdriftenden Hierarchie!
@AthanasiusII Ich denke KM meinte, falls Msgr. Fellay einer Einigung mit Rom hoffend entgegensieht, dürften
derlei Vorkommnisse ihn nicht gerade beruhigen. Die Gefahr der Vereinnahmung ist evident.
@Guldin: Darum geht es gar nicht. Vielmehr soll gesagt sein, daß auch ein Nazi (so er einer ist) in manchen
Punkten richtig liegen kann. Somit muß die Widerlegung auf inhaltlicher, nicht personaler Ebene erfolgen!
@Guldin Ohne die fragliche Quelle zu kennen oder beurteilen zu können: Maßstab der Glaubwürdigkeit
muß immer der Inhalt sein. Aus Irrtümern in anderen Bereichen, kann man nicht zwangsweise in allen Dingen
darauf schließen! Wiewohl man zugeben muß, daß die Person des Autors selbst ein Indiz sein kann…
Aber hört endlich mal auf mit der iditoischen und unsachlichen Nazikeule!!!
#41 Criticus 13:21:17 | Samstag, 30. September 2006
@Sr. Maria Andrea Verzeihen Sie, aber sollte man gerade als geistliche Schwester nicht nach beidem leben?
Beten Sie für die Kirche, ehrwürdige Schwester und kritisieren Sie nicht ungerechtfertigt jene, die
dasselbe tun!
#33 Criticus 09:56:13 | Samstag, 30. September 2006
@Bonjour Fällt Ihnen was auf? Die Kirche IST voll! Die Mönche, die zelebrieren sind jung, die Seminaristen
der Schola zahlreich. Heute ist die Kirche leer, die Priester meist alt (und Mönche sind sowieso Mangelware)
und Seminaistenscholae wären meist wohl erbärmlich anzuhören, zwei Leutchen singen halt doch nicht
sooo schön! Die Messe ist erhaben, auch wenn man nicht alles mitplabbert. Man kann auch im Herzen AMEN
sagen, zu dem Geschehen am Altar. Auch das ist participatio actuosa. Nur vergessen Sie, daß es damals
halt alles gegeben hat. Vom levitierten Hochamt bis zur stillen Winkelmesse und alles war legitim und
hatte seinen Platz. Wenn Sie das dann als Theater verkaufen, zeigen Sie Ihr völlig fehlendes Verständnis…
#48 Criticus 13:16:39 | Donnerstag, 28. September 2006
@Karl Murx Danke, angekommen, ich habe nur noch nicht alles sichten können, bin etwas eingespannt im
Moment. Aber auch das von Ihnen angesprochene Dokument wäre hochinteressant, bitte auch an mich, wenn
Sie es bekommen. Der Auszug aus DictDroitCan ist übrigens unterwegs. Sollte bald eintreffen.
#43 Criticus 11:47:41 | Donnerstag, 28. September 2006
Ergänzung zu meiner letzten Äußerung: … per quemcumque ecclesiarum pastorem mutari posse: anathema
sit.“ Was anderes hat Paul VI. denn getan? Er hat den Ordo Missae und die Sakramente in einen Novus Ordo
Missae und neue Sakramente verwandelt. Es hat also einer der Hirten der Kirche, althergebrachte Riten
in neue, andere verwandelt. Klarer geht es tatsächlich kaum. Und dieser unerlaubte Ritus soll katholisch
sein? Und bedenken Sie auch: Wenn der Novus Ordo korrekter römischer Ritus wäre, wieso stehen Sie dann
der „Alten Messe“ so nahe? Die Kirche ist kein Wunschkonzert, man braucht schon guten Grund einen katholischen
Ritus abzulehnen. Gottseidank ist der Novus Ordo kein solcher…
#40 Criticus 22:26:24 | Mittwoch, 27. September 2006
@AthanasiusII Das bestimme nicht ich, sondern das Konzil von Trient. Wir kennen alle einen der ältesten
Grundsätze der Kirche in Fragen der Liturgie: lex orandi statuit legem credendi. Dieser Grundsatz gilt
seit Gregor d. Gr., der übrigens beinahe von den Römern gesteinigt worden wäre, weil er die Worte „diesque
nostros in tua pace disponas“ in das Hanc igitur der Messe eingefügt hatte und damit den Kanon anrührte.
Letztesmal wurde besagter Grundsatz von Pius XII. aufgenommen und eine solche ständige Lehre muß als
status ecclesiae gelten und ist somit unfehlbar. Was aber ist nun das Gesetz des Betens? In erster Linie
doch Meßbuch und Brevier. Wenn diese aber das Glaubensgesetz aufstellen, so ist diese Frage nicht eine
der Kirchendisziplin oder zeitabhängiges Beiwerk, sondern grundlegend für Wohl und Wehe des Glaubens:
Neue Liturgie heißt demnach neuer Glaube. Dafür spricht auch, daß keiner der Nachfolger von Pius V.
dessen Dekret aus dem Meßbuch geworfen hat, sondern es dem eigenen sogar vorangestellt hat. Clemens VIII.,
Urban VIII., sie ließen Quo primum stehen, was ein einzigartiger Vorgang in der Kirchengeschichte ist.
Pius V. selbst hat geordnet, vereinheitlicht, rückgeführt nicht neu geschaffen. Pius V. hat keinen neuen
Ritus geschrieben und die legitimen Riten der Kirche unangetastet gelassen. Sie haben unrecht: der Papst
hat hier sicher nicht die Allgewalt, wie eben DH 1613 lehrt: „Si quis dixerit, receptos et approbatos
Ecclesiae catholicae ritus (…) in novos alios per quemcumq…
#36 Criticus 19:01:48 | Mittwoch, 27. September 2006
@Athanasius: Bitte, der Ritus Pauls VI. ist sicher kein katholischer Ritus! Ob die Weihen gültig sind
steht auf einem anderen Blatt, unerlaubt ist der Ritus allemal, denn der Papst darf keinen neuen Ritus
schreiben. Geht aus DH 1613 klar hervor. „quemcumque ecclesiarum pastorem“ schließt auch den Papst mit
ein!
#48 Criticus 19:37:10 | Montag, 18. September 2006
@obelix: Bestechende Logik: Eltern, die ihre Kinder nicht gut genug versorgen wird das Sorgerecht entzogen,
Eltern, die die Kinder sicherheitshalber vorher abschlachten sind jedoch verantwortungvoll! Das muß der
vielgerühmte Fortschritt im Denken sein. Gratulation!
#46 Criticus 19:28:29 | Montag, 18. September 2006
@daughter of dumbness Aber sonst sind Sie schon ganz normal, oder? Aber daß die Linken hier Unterscheidungsschwierigkeiten
haben zeigt sich ja schon im Spanischen Bürgerkrieg, als man „Pfaffenfleisch zu Okkasionspreisen“ in
den Metzgereien anbot, nachdem man die Priester auf offener Straße abgeschlachtet hat. Oder eben auch
in Nazi- Tötungsanstalten. Links und Links gesellt sich gern und Menschen wie Sie reihen sich augenscheinlich
gern in die Reihe von Mördern und Wahnsinnigen ein. Viel Erfolg bei der Suche nach dem nächsten Sonntagsbraten,
in Rottenburg könnten Sie fündig werden!
#19 Criticus 16:28:15 | Freitag, 15. September 2006
@stat crux Das Problem ist ja nicht, daß viele zur Kommunion strömen, sondern daß die Kommunion dadurch
auf ganz und gar unwürdige Weise gespendet wird. Wenn jetzt aber gesagt wird, das müsse so sein, denn
die Kommunion ist das Wichtigste an der Messe, so ist das Blödsinn und hat mit der katholischen Lehre
NICHTS zu tun. Letztlich kommt es auf die praktische Duchführbarkeit an. Wenn 1000 Priester, vor tausend
Kniebänken die Kommunion spenden würden, und 250.000 auf die Messe gut vorbereitete Katholiken im Gnadenstand
sie empfangen würden, gäbs kein Problem, aber führen Sie das mal durch!
#11 Criticus 14:29:08 | Freitag, 15. September 2006
Schmarrn Die Kommunion des Zelebranten findet ja ohnehin statt. Dieser tut das ja auch stellvertretend
für die Umstehenden, wenn keine allgemeine Kommunion stattfinden kann. Die Gläubigen sollen in diesem
Fall geistig kommunizieren. Ansonsten ist nicht die Kommunion des Volkes das Wesentliche, sondern die
Messe als solche und die daraus entspringenden Gnaden.
#53 Criticus 14:26:22 | Freitag, 15. September 2006
@Dr. Otterbeck: Es geht mir hier aber auch gar nicht um eine bestimmte Vorstellung, wie der Papst sein
Amt auszuführen hat, das wäre tatsächlich schrecklich, denn Heilige Päpste sind selten. Vielmehr geht
es darum, daß ein Papst zwar irren kann, aber eine solche Kummulation von Irrtümern, wie in letzter
Zeit nie da gewesen ist. Der von mir so betitelte „praktische Sedisvakantismus“ soll bitte nicht meine
Zufriedenheit mit der Amtsführung des Papstes zum Maßstab haben, sondern das Faktum, daß es wahrscheinlich
kein Dokument von Johannes Paulus II. gibt, in dem nicht mindestens eine Häresie steht. In abgeschwächter
Form gilt das auch für das derzeitige und für die vorangehenden Pontifikate. Nun sagen allerdings die
Moraltheologen des beginnenden 20. Jahrhunderts (z.B. Prümmer) einhellig, daß man, wenn einem die Person
des Papstes suspekt geworden ist, diesem nicht mehr folgen darf. Und die Person des Papstes muß einem
zwangsläufig suspekt werden, wenn dieser immer wieder Dinge verkündet, die gegen die kirchliche Tradition
sind.
#8 Criticus 13:43:05 | Freitag, 15. September 2006
@Stimme der „Vernunft“ Ich hab es selber gesehen! Übrigens weiß ich von Gardisten der Schweizer Garde,
daß das auch auf Messen auf dem Petersplatz zutrifft. Aber wenn Sie so leicht darüber hinweggehen können,
ich kann es nicht! Daß man sich nun leichter Hostien auch für sakrilegische Handlungen (Stichwort Satanismus)
holen kann ist sowieso klar. An sich scheint eine gewisse Fehlinterpretation eingetreten zu sein. Es gibt
die Möglichkeit der geistigen Kommunion, man muß ja nicht zwanghaft dauernd kommunizieren. Vor allem,
wenn man sich die Häufigkeit der Beichte und des Kommunionempfanges vor Augen hält tut sich eine erschreckende
Diskrepanz auf. Auch mit dem Hintergrund, daß auch Benedikt XVI. immer wieder betont hat, daß Kommunionempfang
in schwerer Sünde ein Sakrileg darstellt. @Gotthard: Denkfehler, denn wenn keine Kommunion ausgeteilt
werden muß, braucht man auch die Nüchternheit vor Mitternacht nicht einzuhalten und deshalb nicht mehr
Malteser! Ansonsten haben Sie recht, man sollte es tatsächlich so einführen, wenngleich ich jetzt keine
allzu wichtige Frage daraus machen würde.
#51 Criticus 12:37:58 | Freitag, 15. September 2006
Fortsetzung von vorhin: Dann kommt ein Fall, in dem Pelagius I. die Bischöfe Theodoretus von Cyrrhus
und Ibas von Edessa als Rechtgläubige verehrt und dies in einer Enzyklika kundtut. Das Konzil von Chalcedon
folgt ihm darin (allerdings nur im Text). Das Konzil von Konstantinopel II. bezeichnet allerdings diese
nun als gottlos und zwar in den KANONES! (13 und 14). Gregor d. Gr. bestätigt genau das ausdrücklich.
Also hat sowohl Pelagius, wie Chalcedon sich geirrt. (Ist ja möglich, da nur im Text!). und so könnte
ich noch einige Zeit fortfahren. Fakt ist also, daß Päpste durchaus in ihrem ordentlichen Lehramt irren
können. Über das VII (besser als die Räubersynode von Trastevere zu titulieren) möchte ich jetzt nicht
einmal ein Wort verlieren…! Zu Ihrem letzten Posting: Das ist es ja, was ich sagen will. Der Papalismus
von heute führt zu zwei katastrophalen Entwicklungen: dem Sedisvakantismus und dem neokonservativen Ansatz,
alles für wahr zu halten, was der Papst sagt, weil es der Papst sagt. Letztlich halte ich einen „praktischen
Sedisvakantismus“ für vertretbar, für den Papst zu beten, seine Stellungnahmen ansonsten aber zu ignorieren
und die Klärung dieser Situation einem zukünftigen Papst zu überlassen.
#2 Criticus 12:32:10 | Freitag, 15. September 2006
Saudummes Zeug Erstens wissen wirs nicht, zweitens möcht ich nicht verantwortlich sein, wenn wirklich
der Leib des Herrn verschachert wird. Fakt ist jedenfalls, daß durch die Art der Kommunionsspendung bei
Papstmessen im Schlamm zertretene Hostien liegen…
#49 Criticus 10:46:18 | Freitag, 15. September 2006
@Dr. Otterbeck: Die Zahl der ex cathedra Entscheidungen ist mir bekannt. Weiters ging meine Anmerkung
der irrenden Päpste sicherlich nicht auf die großen Verteidiger gegen den Modernismus, noch auf jene,
die Galilei zurecht aufgrund seiner theologischen Fehlschlüsse und wissenschaftlichen Unredlichkeit verurteilt
haben. Also, in aller Kürze: Petrus als erster Papst und Haupt des Apostelkollegiums wurde von Paulus,
wie uns die Apostelgeschichte bezeugt zurechtgewiesen. Sogar öffentlich! „Als ich aber sah, daß sie
nicht richtig handelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Kephas öffentlich vor allen:
Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst du dann die Heiden, jüdisch
zu leben?“ (Gal 2,14) Weiter zu Liberius, den Fall kennen wir ja eh alle. Weiter zu Leo I.: Er schreibt
in einem Brief aus dem Jahr 449 an Bischof Flavian von Konstantinopel, daß in Christus von der Mutter
die Natur, aber nicht die Schuld übernommen wurde. Zwar war das Dogma der unbefleckten Empfängnis damals
noch nicht definiert, dennoch hat ein Papst sich in diesem doch recht bedeutenden Fall geirrt.
#47 Criticus 08:59:27 | Freitag, 15. September 2006
@Karl Murx Ich kann ein Beispiel geben: In seiner Bulle „INEFFABILIS DEUS“, die, wie wir wissen eine dogmatische
Definition, nämlich die der immaculata conceptio enthält, schreibt Papst Pius IX. „Wenn also jemand,
was Gott verhüten wolle, anders, als von Uns entschieden ist, im Herzen zu denken wagt, der soll wissen
und wohI bedenken, daß er sich selbst das Urteil gesprochen hat, daß er im Glauben Schiffbruch erlitten
hat und von der Einheit der Kirche abgefallen ist.“ Damit steht er in der Rechtsfolge aber gegen DS 1814
(bitte nachschaun, ich hab meinen Denzinger grad nicht zur Hand. Es sollte der Grundsatz „Ecclesia de
occultis non iudicat“ sein) und Apostolicae Curae („The Church does not judge about the mind and intention…“).
Bitte mir nicht hineinzulesen, ich würde ein Dogma leugnen! Es zeigt allerdings, daß in rechtlichen
Dingen, selbst, wenn es in einer dogmatischen Bulle steht, ein Irrtum enthalten sein kann. Und auch das
ordentliche Lehramt der Päpste ist nicht unfehlbar sondern nur insofern bindend, als es in der Tradition
der Kirche steht. Die Kirchengeschichte ist voll von Päpsten, die sich geirrt haben. Wenn ich etwas mehr
Zeit habe, kann ich eine unvollständige Liste hier einstellen.
#41 Criticus 15:25:51 | Donnerstag, 14. September 2006
@Karl Murx: Nichtsdestotrotz dürfte die Berufung des CIC auf eine Bulle kaum genügen um ihr unfehlbaren
Charakter zuzuerkennen. Das Kirchenrecht ist nicht dogmatisch. Wie gesagt ist die Formulierung auch in
reinen Disziplinarangelegenheiten verwendet worden, die den Nachfolger nie binden konnten. Weiters bleibt
anzumerken, daß man keinem der Päpste eine formelle Häresie nachweisen kann und nur weil der Papst
Irrtümer ausspricht ist er kein Häretiker. Die Liste der Päpste, die sich irrten ist ellenlang, trotzdem
stehen sie in sämtlichem römischen Bischofslisten. @Dr. Regazzoni: Newman war vor seiner Konversion
Anglikaner. Natürlich ist die Kardinalserhebung kein unfehlbarer Akt. Dennoch zeigt sich, welche Bedeutung
Leo XIII. Cum ex apostolatus officio zuerkannt hat: Keine bindende! Letztlich mag ja tatsächlich eine
gewisse Möglichkeit bestehen, daß der Papst nicht Papst ist. Nur möchte ich mich ungern aufschwingen,
das zu beurteilen. Das können wir getrost einem der nächsten Päpste überlassen. Kirchenrechtliche
Indizien und ähnliches reichen dazu kaum aus. Des Weiteren kann man sich getrost auf den Rat Papst Pius
IX. halten, der auf die Frage des Bischofs von Brixen in Bezug auf das Unfehlbarkeitsdogma, was man denn
machen solle, wenn ein zukünftiger Papst Häresien verkünde antwortete, man solle dann einfach nicht
auf ihn hören.
#38 Criticus 09:36:17 | Donnerstag, 14. September 2006
@Karl Murx Cum ex apostolatus officio ist an sich ein problematisches Dokument. Man kann jedenfalls festhalten,
daß bereits Leo XIII. darüber hinweggegangen ist, als er Henry Newman zum Kardinal erhob, somit sogar
zum papabile machte, obwohl dieser formeller und öffentlicher Häretiker und Schismatiker war. Außerdem
leugnet das Dokument indirekt die Möglichkeit einer echten Bekehrung, und das wäre zumindest der Häresie
verdächtig. Dieselbe Formulierung übrigens findet sich auch in „Dominus ac redemptor noster“, mit der
Clemens XIV. den Jesuitenorden aufhob. Sein Nachfolger führte ihn halt wieder ein. Mag sein, Karl Murx,
daß ich vieles von dem, das Sie in früheren Beiträgen geschrieben haben nicht gelesen habe und darum
vielleicht Themen anspreche, die schon lange abtgehandelt wurden, dennoch wäre ich über eine Bemerkung
zu der Problematik, auch über PM sehr verbunden.
Don Gregor Neben dem menschlichen Verlust, ist es vor Allem einer der großen Theologen in der augenblicklichen
Phase der nachsynodalen Zerstörung, den wir verlieren. Ein großer Priester und weiser Ratgeber. Requiescat
in pace.
Erlaubte Materie? @Wiener: Das sieht mir aber nicht nach ungesäuertem Brot, ausschließlich aus Weizenmehl
aus… Außerdem sind solche Keramikgefäße verboten. Zumindest das Innere, das mit dem Allerheiligsten
in Berührung kommt muß vergoldet sein!!
#4 Criticus 01:17:39 | Donnerstag, 8. September 2005
Keine Polemik, sondern gewichtige Umstände Es geht in diesem Artikel nicht um plumpe Polemik, sondern
um die Frage, weshalb die allerseligste Gottesmutter tagtäglich erscheint und Botschaften banalsten Inhalts
kundtut. Ein wichtiger Grundsatz in der Bewertung solcher Offenbarungen ist der, daß Gott Wunder nicht
ohne Not vermehrt. Wenn aber die Gottesmutter einer Seherin aufträgt, sie solle ihrer Großmutter gehorsam
sein, so kann ich keine großartige Bedeutung für die Christenheit feststellen.
@Andreas: Es wäre zwar schön, wenn man sagen könnte, der Papst hätte nur in Briefen, Ansprachen etc
geirrt und in Enzykliken nur Wahres gesprochen. Leider ist dem ganz und gar nicht so, der Papst irrte
bereits in „Redemptor hominis“ (z.B. Nr. 10) und es zog sich durch sämtliche Dokumente seines Wirkens
die Vorstellung der Allerlösungslehre und des Antropozentrismus. Nun, das Irren des Papstes ist theologisch
jedoch auch in Enzykliken kein Problem, so bedauerlich es grundsätzlich auch ist. Die Sedisvakantisten
agieren samt und sonders zu vorschnell, denn nur weil Häresie in Dokumenten steht (materielle Häresie)
ist ja nicht gesagt, daß sie bewußt im Gegensatz zum Lehramt dargestellt ist. Und zur formellen Häresie
gehört der Wille sich dem Lehramt der Kirche zu wiedersetzen. Bei Enzykliken verhält es sich grundsätzlich
so, daß sie an sich bindend für die gesamte Christenheit sind, solange sie der Tradition und der Lehre
der Kirche entsprechen. Wenn dem nicht so ist, hat man als Katholik die Pflicht dem nicht zu folgen. Erzbischof
Lefebvre hat das mehrmals sehr schön ausgesprochen.