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„Das kleine Ferkel“ Der Verlag hat frisch angekündigt, die 4. Auflage drucken zu wollen. Da haben die
Pfaffen ja noch richtig Werbung gemacht mit ihrem Inquisitionsversuch. Danke!! Das kleine Schweinchen
wird also auch weiterhin das Abendmahl für Kannibalismus halten. Das Ferkel hatte nämlich Hunger und
sich paar Hostien stibitzt, als der fette Bischof sate, daß das der Leib Christi sei. Da hat das Ferkel
die Hostien sofort ausgespuckt und hat das Weite gesucht. Wenn die schon Menschen fressen, was machen
die dann erst mit Schweinchen?
Daß Sie als Herr „Dr.“ nicht unterscheiden können zwischen einer geheimdienstlichen Fälschung und Hetze
zum Machterhalt Zars Nikolaus II. (und der folgenden antisemitischen Ausschlachtung bei den Nazis) und
einer Immunisierung von Kindern gegen religiöse Verdummung und Fanatismus, sollte Ihnen zu denken geben…
He Leute!! Die kritische Exegese hat schon längst herausgearbeitet, daß Moses eine literarische Fiktion
ist und folglich nie gelebt hat. Was soll da die Drogendiskussion?
@ Heger: Ja ich finde es auch gut, heute zu leben, hier in Europa, wo den Pfaffen in einem langem Prozeß
die Macht genommen wurde und Religionskritik uneingeschränkt möglich ist. Und wenn die Pfaffen mucken,
kriegen sie eins auf die Grabbelfinger gekloppt (meistens zumindest). Wer hätte gedacht, daß wir da
übereinstimmen? Was jetzt das Machwerk der zaristischen Geheimpolizei Ochrana damit zu tun haben soll,
ist mir aber schleierhaft.
Das „kleine Ferkel“ darf weiter frei verkauft werden!!! Die Religionssklaven und Betschwestern haben sich
ne blutige Nase geholt!! hpd-online.de/node/4035
@ Genoveva: Sie sind ja ein richtiger Kapitalistenfreund! Immer diese Kriecherei vor irgendwelchen Chefs…als
ob die Vorstandsvorsitzenden etc. die Gewinne erwirtschaften würden…nee, das tun die Lohnabhängigen,
und kein anderer. Und die Kapitalisten („Spitzen“manager, Unternehmer, Aktionäre) stopfen sich den von
den Lohnabhängigen erwirtschaftete Mehrwert in ihre Taschen und fühlen sich auch noch als „Leistungsträger“.
Dabei sind die Kapitalisten nur Schmarotzer, die von der Arbeit der Lohnabhängigen leben. Kirche, Krieg
und Kapital, dreieinig sind sie allemal.
Die brit. Regierung „sozialistisch“? +net-Redaktion, Ihr habt ja voll die Ahnung…Aber für euch war
wohl auch Kanzler Schröder Sozialist. War ja schließlich SPD!!! Auch in Deutschland habe Familiengerichte
im Ausland geschlossene Vielehen von Ausländern anerkannt. Was denn sonst? Schließlich wird in solchen
Fällen das ausländische Recht angewendet.
Ratze in Berlin Das wäre lustig! Schon bei JP II vor paar Jahren standen an den Straßen kaum Leute,
und es gab sogar paar Aktivisten, die nackt vor das Papamobil sprangen und sowas. Und die Leute, die da
waren, um zu jubeln, waren fast alle Polen. Diesmal müßte Ratze also viele niederbayerische Dorfbewohner
mitbringen, um es nicht allzu peinlich werden zu lassen. Berlin ist nicht das pfäffische München (womit
ich niht die Stadt meine, sondern die CSU-Macker).
#20 Abaelard 12:28:54 | Dienstag, 12. Februar 2008
Ratzinger erzählt man wieder totalen Quatsch. Aber das ist eben sein Beruf. Ferkelbuch: Erst zum Ministerium
und zum Staatsanwalt laufen, und dann sich darüber beschweren, daß ja viiiieeel zuviel Rummel um dieses
ja so unsagbar dumme Buch gemacht wird. Die Pfaffen haben Schiß vor einem kleinen, gutmütigen Ferkel.
So sieht’s aus. Gegengift gegen religiöse Indoktrination. Ich wünsche weiterhin gute Verkaufszahlen.
@ Kettenh.: Ich hatte mir schon gedacht daß Sie ein Kenner der Materie sind. Zumindest mit dem „gottlos“
haben Sie sogar mal nicht danebengegriffen. Ansonsten sollten Sie sich mal nicht zuviel von Ihrem Religionsopium
konsumieren bzw. versuchen, wieder clean zu werden.
@ Kettenhemd: Das ist wirklich interessant. Aus welchem psychologischen Lehrbuch haben Sie das? Ist das
tatsächlich allg. Lehrmeinung der Fachwissenschaft? Aber wie auch immer…wahrscheinlich werden Sie’s
mir nicht glauben, aber ich bezeichne mich als problemfrei. Diesen Status habe ich übrigens schon lange.
Gestatten Sie eine Frage: Sind Sie Kapitalist? Und vielleicht nioch eine zweite Frage: Haben Sie Genossen
Marx (oder auch Engels) schon mal im O-Ton gelesen (mehr als nur zwei Sätze am Stück; welchen Text?)?
Nur um zu sehen, ob ich Sie als Gesprächspartner über Marximus auch nur im minimalen Ansatz ernst nehmen
könnte. …ach nee, lassen Sie’s, Ihre psycholog. Auffassungen dürften dagegensprechen…
Kommunismus Wieder mal erlebt man die totale Ignoranz, was Kommunismus bedeutet bzw. bedeuten kann. Es
gibt nämlich viele Kommunismen. Z.B. – den urchristlichen oder auch mönchischen Kommunismus (alle hatten
alles gemeinsam: Blick in die Benediktsregel reicht) – den utopischen Kommunismus der v.a. frz. Frühsozialisten
(Fourier und Konsorten) – den primitiven Bauernkommunismus unter Pol Pot, bei dem jeder Brillenträger
verdächtig war – den Sowjetkommunismus stalinistischer Prägung, der in mancher Hinsicht eher ein rot
getünchtes Zarentum war – etc.etc.etc. – aber v.a. und am allerwichtigsten und grundlegendsten: der wissenschaftliche
Kommunismus von Marx und Engels: darauf ein dreifaches Hurra!! Für mich ist Kommunismus = Marxismus =
in der Folge vollendeter Humanismus (wie Genosse Marx selbst schreibt): Wer sich als Kommunist von Marx
und Engels entfernt, solte sich wenigstens nicht mehr mit dem Titel „Marxist“ schmücken.
Rotes Berlin, reaktionäres Rußland Berlin als Stadt ist zwar nicht so mein Fall, aber wenigstens sind
sie rot und sexuell unverklemmt. Und: Kunst ist frei!! Rußland: Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten…Staat
gewordene Rückständigkeit.
Rettet das kleine Ferkel!!! Das Buch mag vieles sein, aber bestimmt kein „Haß- und Hetzbuch“. Das kleine
Ferkel (noch paar mehr Bilder zu sehen unter ferkelbuch.de, wo man sich auch in die Unterstützerliste
eintragen kann), ist zu überhaupt keinen negativen Emotionen in der Lage. Dafür ist es viel zu freundlich
und sympathisch-natürlich und gutmütig. Das gilt auch für den kleinen Igel. Das sagt also höchstens
etwas über +net aus (und was soll man da erwarten?) Das kleine Ferkel lernt die Religionen (und ihre
Vertreter) kennen und findet sie unbehaglich bis grausam, womit es total recht hat. Am Ende des Buches
sitzt es in schöner Natur, blinzelt in die Sonne und freut sich seines Lebens. Schlußsatz: „Und die
Moral von der Geschicht, wer Gott nicht kennt, der braucht ihn nicht.“
@ Benedikt: Sie kath. Schelm! Die Hölle wäre Ihrer Auffassung für Ungläubige also eine total harmlose
Sache. Schade nur, daß die Bibel Ihnen widerspricht. Da wird nämlich von Strafe (Mt 25,46) und einem
Ort der Qual (Lk 16, 28) mit viel Feuer (Lk 16, 24) und qualvollen Schmerzen gesprochen (Lk 16,23). Also
erzählen Sie mir mal nichts vom Pferd. Die Hölle ist als jenseitiges Mega-Auschwitz konzipiert. Da helfen
Ihre Beschwichtigungen nicht weiter. Seien Sie mutig und bkennen Sie sich doch wenigstens offen zu Ihrem
Gott als Mega-KZ-Kommandanten.
Ob man mir damit droht, ist mir total Wumpe. Das können Sie mir wirklich glauben. Mir geht’s um das religiöse
Muster von Zuckerbrot und Peitsche, um Macht über Menschen zu erhalten mittels imaginärer Belohnungen
und Strafen. Ein Gott, der mittels Sintflut globalen Massenmord begeht, selbst zum sechsfachen Völkermord
aufruft und für nichtkonforme Geschöpfe ein ewiges Auschwitz errichtet, ist einfach die widerlichste
Ausgeburt der Religionsgeschichte, die mir bekannt ist. Ich würde mir wünschen, daß dieser fanatische
und kleingeistige Rachegott ein ruhiges Plätzchen im Museum für Religionsgeschichte erhält, als ausgestopftes
Relikt einer vergangenen Zeit. Zutritt nur für Erwachsene!
@ Benedikt: Typisch katholisch…(nicht nett gemeint) Typisch katholisches Schönreden einer schlechten
Sache. Niemand ist so (intelektull) schamlos wie ein Katholik, v.a.dann noch gesteigert, wenn er Theologe
ist. Die bringen’s zu echter Meisterschaft in dieser Disziplin. Die Hölle ist also eigentlich eine Nettigkeit
den Ungläubigen gegenüber. Eigentlich sollte man dafür dankbar sein. Was für ein Schwachsinn. Es geht
um Drohpotential und Machtgeilheit. So einfach ist das.
@ möchtegern: Wie ich mich verhalten würde? Ich würde sofort eine rote Massendemonstration gegen diesen
religiösen Verdummungsschwachsinn organisieren. Mit Transparenten und Tröten und Reden und so. Mnchmal
hilft auch eine Ampulle Buttersäure wahre Wunder…
Ewigkeits-Auschwitz Ich will ja auch gar nicht in den nicht-existenten Himmel, um ewig Halleluja singen
zu müssen. Aber deswegen müßte man ja nicht ein Jenseits-Krematorium zur Bestrafung der Ungläubigen
erfinden, sondern hätte es mit einem abseits gelegenen grünen Garten bewenden lassen können, in dem
man weder von der Gottheit noch den ganzen Halleluja singenden, exaltieren Heiligen belästigt wird. Sozusagen
ein gottfreier, hübsch eingerichteter Nebenraum. Aber vor einem grünen Garten oder einem hübsch eingerichteten
gottfreien Nebenraum hat niemand Schiß, also muß der ewig brennende Ofen her. Einfach nur krank und
machtgeil.
Göttliches Auschwitz Was für eine kranke Phantasie denkt sich einen Gott aus, der für ihm nichtkonforme
Geschöpfe ein ewiges, verbrennendes und rauchendes Krematorium zur Strafe erschafft? Das Ewigkeits-Auschwitz.
Einfach nur krank.
#40 Abaelard 18:14:36 | Donnerstag, 7. Februar 2008
Religionsfreiheit = Freiheit von Religion Da wir zum Glück nicht in einem Gottesstaat leben (nicht wahr,
„Muslim“? – Vielleicht mal verinnerlichen!), hat es den Staat selbstverständlich nicht zu interessieren,
wenn jemand seine Kinder reliogionsfrei erzieht. Da muß sich das christenverseuchte Familienministerium
mal hinter die Ohren schreiben. Mal O-Ton Gott(Deuteronomium20, 16-18): „Aus den Städten dieser Völker
jedoch, die der Herr, dein Gott, dir als Erbbesitz gibst, darfst du nichts, was Atem hat, am Leben lassen.
Vielmehr sollst du die Hetiter und Amoriter, Kanaaniter und Perisiter, Hiwiter und Jebusiter der Vernichtung
weihen, o wie es der Herr, dein Gott, dir zur Pflicht gemachthat“ Befehl zum sechsfachen Völkermord!
Ich würde mal sagen: Diese Gottheit ist ein feuerspeiender Dämon, ein Vernichtungsgott, die wohl widerlichste
Ausgeburt der gesamten Religionsgeschichte. Bibel ist Aufforderung zu Gewalt. Verbieten!! Indizieren!!
Im Sinne der Kinder!
K. Marx: „Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen damit er denke, handle, seine Wirklichkeit
gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit
um seine eigene Sonne bewege. Die Religion ist nur die illusorische Sonne…“ Wo Charly M. recht hat,
hat er recht.
Ferkelbuch.de!! Hallo Kurt, ich war das, der darauf aufmerksam gemacht hatte. Hier also nochmal die Adresse,
um sich als Unterstützer gegen den Verbotsversuch eintragen zu können. Ich gehe eigentlich davon aus,
daß der Antrag des Ministeriums (wo wohl ein hyperreligiöser Pfaffensklave, der durch die Beichte ferngesteuert
wird, tätig ist) mit Pauken und Trompeten durchfällt. Unter ferkelbuch.de auch noch weitere Infos. Ich
finde es großartig, daß Kinder immunisiert werden gegen Religionsopium. Auf diese Weise werden sie gar
nicht erst abhängig.
South Park Gegen die South Park-Sendung gestern war das hier doch total harmlos. Gesternwurde die Folge
ausgestrahlt, wo eine Marienstatue aus dem A… blutet und teilweise – als Ratze das Ganze inspizierte –
ganze Fontänen mit den entsprechenden Geräuschen von sich gab und Ratze mit Blut vollspritzte. Ratze
stellte dann fest, daß es sich um kein Wunder handelte, weil sie – ich gebe in der Wortwahl noch ziemlich
verharmlosend wider – gar nicht aus dem Anus, sondern aus der Vagina blutete, und da Frauen das immer
tun, ist es nichts Besonderes. Hab mich halb totgelacht.
Oberpfaffe Pius XII. War ein Nepotist, wie er auch in der Renaissance nicht größer sein konnte und starb
als stinkreicher Großkapitalist. Die Unterstützung für den Führer und den Duce und die anderen Faschisten
(Spanien, Kroatien etc.) sollten auch niht vergessen werden. „Kirche, Krieg und Kapital, dreieinig sind
sie allemal!“
Rettet das kleine Ferkel!!! Das Bundesfamilienministerium will ein religionskritisches Kinderbuch indizieren.
Ein kleies fröhliches Ferkel setzt sich kritisch mit Judentum, Christentum und Islam auseinander und
kommt zum Ergebnis: „Ich glaub’ja, dass es den Herrn Gott überhaupt nicht gibt“. Der Kinder- und Jugendpsychiater
Prof. Dr. Riedesser hingegen urteilt, dass das Buch „als Gegengift zu religiöser Indoktrination besonders
wertvoll“ sei. Unterschreibt per Internet die Unterstützerliste! Rettet das kleine Ferke vor Inquisition
und Inferno! Unterschreibt massenhaft! ferkelbuch.de (dort alle weiteren Infos)
#45 Abaelard 17:13:08 | Donnerstag, 31. Januar 2008
Faschisten-Oberpfaffe Dieser Oberpfaffe scheint sehr stark geschädigt worden zu sein durch den faschistischen
Franquismus. Da lob ich mir den sozialistischen Zapatero, der die volle Gleichberechtigung eingeführt
hat (inkl. Homo-Ehe mit allen Steuervorteilen etc.). Spanien ist da fortschrittlicher als Deutschland.
Nachahmenswert. Eigentlich müßte man en Fascho-Oberpfaffen wegputschen…
Primitiver Rassismus Mal wieder primitiver Rassismus auf BILD-Niveau. Hessen hat gezeigt: Mit Rassismus
lassen sich (zumindest momentan) keine Wahlen mehr in Deutschland gewinnen. Enttäuscht darüber, Redaktion?
Statt dessen kommt die Linke.
Pfaffen Natürlich versuchen die römischen Oberpfaffen mit Ihren Grabbelfingern und Krakenarmen Einfluß
zu nehmen auf Bella Italia. Aber der Artikel insgesamt ist Quatsch. Die Afghanistan-Abstimmung letztes
Jahr ging wegen Abgeordneten der Rifondazione Comunista in die Binsen (zurecht!!). Aber Regierungswechsel
sind in Italien ja nun wirklich nichts Ungewöhnliches (haben nur eine 2%-Hürde für Parteien). Auch
ganz ohne obskurante Pfaffenfinger.
#14 Abaelard 19:16:40 | Donnerstag, 24. Januar 2008
Modernes Europa Das moderne Europa ruht zum Glück nicht im mindesten auf den Grundlagen des Christentums,
sondern der griechisch-römischen (heidnischen) Antike, des italienischen Humanismus (Quattrocento und
Cinquecento), der Aufklärung und den sozialistischen Ideen von Marx und Engels. Das alles in einer interessanten
Mischung.
#35 Abaelard 19:01:45 | Donnerstag, 24. Januar 2008
Freitod Wird hier jetzt jeder Freitod eines Schauspielers oder Künstlers vermeldet? Na sowas aber auch.
Kurt Cobain (Nirwana und Hetero und cooler Typ) z.B. ist dadurch zum Jugend-Held geworden. Hat auch alles
seine gute Seiten.
Opium Nicht der dialektische Materialismus vergiftet die Armen (wie sollte er?), sondern das Religionsopium.
Dadurch werden die Armen in der Unterdrückung belassen und niedergehalten. Da hilft nur Entziehungskur,
um wieder clean zu werden und die herrschende Klasse zu beseitigen.
Die Roten haben gesiegt!! In den Nachrichten gestern war von 100000, nicht von 200000 Leuten auf dem Petersplatz
die Rede. Wie auch immer: Dies dürfte belegen, wie lustig die Behauptung ist, der Papst sei in der Ausübung
seiner Meinungsfreiheit (die die Päpste ja erst entdeckt haben, seitdem sie ihre weltliche Macht verloren
haben) ganz böse und schlimm unterdrückt worden! Meine Güte, was mußte ich lachen …herrlich, der
Oberpfaffe der Katholen fordert vor 100000 Leuten Meinungsfreiheit für sich…*lach, schnauf* Von mir
aus hätte er seinen Senf auch in der Uni von sich geben können, aber nicht huldvoll über die Wolken
schwebend, sondern konfrontiert mit knackig atheitischem und rotem Protest und vielen Aktionen drumherum.
Aber das war ihm wohl nicht byzantinisch unterwürfig genug. Aber da er ja den Besuch nur „verschoben“
habe, kann der Spaß ja vielleicht doch noch irgendwann stattfinden.
#32 Abaelard 18:51:26 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Islamisches Jerusalem Jerusalem war bereits im Jahr 638 unter islamischer Herrschaft. Die Christen konnten
weiterhin ihre Religion ausüben (z.B. der benachbarte Joh. v. Damaskus, der sogar zeitweise im Dienst
von islamischen Arabern stand, wenn ich mich da jetzt richtig erinnere), auch Wallfahrten von europäischen
Pilgern waren jederzeit möglich, und zwar vor, während und nach den Kreuzzügen. Da gibt’s so viele
Pilgerberichte (Itinerarien) rüber, daß es da keinen Zweifel geben kann. Also eindeutige christliche
Aggression gegen einen bereits jahrhundertealten status quo.
#103 Abaelard 18:44:03 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@ Stöhr: Wenn Sie jetzt mit jüdischen Ritualmorden an christlichen Babys kommen, ist bei Ihnen echt
Hopfenund Malz verloren. Genau das (!) ist das Niveau des Judenhasses der Kirchenväter. Private Aussprüche
der Kirchenväter? Das waren Aussprüche in vollster Amtsöffentlichkeit als Bischöfe und in anderen
Funktionen!! Ich habe jetzt keine Lust, die mehr als 25 Seiten in der „Kriminalgeschichte des Christentums,
Bd. 1“ zum christlichen Judenhaß (nur in der Antike!) zu zitieren. Da ist die „Creme de la Creme“ der
Kirchenväter im primitivster Judenhetze in Aktion.
#24 Abaelard 18:33:49 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@ Stöhr Der Papst hat bestimmt ganz doll und empört widersprochen, oder? Tatsache ist doch, daß er
den Kreuzzug (sprich: einen Krieg, wo’s ne Menge Tote gibt) propagiert hat. Da kommen Sie nicht dran vorbei.
Die Beispiele für hetzende Geistliche gibt es zu viele, als daß sie hier auch nur annähernd alle gebracht
werden könnten (im ialienischen Faschismus, im kroatischen Faschismus, unter Hitler, im Vietnam-Krieg
[Kardinal Spellman, der alte Scharfmacher] etc. etc. etc.).
#100 Abaelard 18:22:25 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Stöhr Woher Sie wissen können, ob die Quellen stimmen oder nicht? Prüfen Sie es einfach nach. Deschner
macht’s Ihnen leicht durch seinen umfangreichen, wissenschaftlichen Anmerkungsapparat. Die „Kriminalgeschichte
des Christentums, Bd. 1 (Die Frhzeit) und Bd. 2 (Die Spätantik)“ z.B. haben einen Anmerkungsapparat (im
2. Bd. zusammengefaßt) von fast 130 Seiten und eine Bibliographie der benutzten Sekundärliteratur von
50 Seiten. Also, nachschlagen und nachprüfen leichtgemacht. Die kompromittierendsten Aussagen entnimmt
Deschner übrigens meist den Kirchenvätern, den Theologen und päpstlichen Bullen etc. Da werden die
peinlichsten und widerlichsten und ekelhaftesten und zum Lachen reizenden Aussagen gemacht und zitiert
(Judenhaß, Heidenhaß, Haß gegen nichtkath. Christen, gegen Frauen, naturwissenschaftl. Schwachsinn
etc). Und das steht alles in der Patrologia Latina von Migne, also nichts Geheimes!
#15 Abaelard 18:05:33 | Donnerstag, 17. Januar 2008
@ Nachtlaterne Aber, aber…meinen Sie etwa die Grundhaltung, mit der Geistliche zum Erschlagen von Nicht-Katholiken
aufgerufen haben (Papst Urban II.: Deus [= Ich, der Papst] lo vult!!“? Oder zum Abballern von Katholiken,
die eine andere Uniform tragen als die des hetzenden Feldpfaffen (z.B. Deutsche gegen Polen etc.)? Na
ja, Benni wäre schon nichts passiert. Seine feschen Schweizer hätten doch bestimmt die kommunistischen
Schlägertrupps und Terroristen in Schach gehalten.
#13 Abaelard 17:40:17 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Atheisten! Rotes Pack! Jaaa, damals im Kirchenstaat hätte man noch ordentlich mit denen aufgeräumt…
Wir brauchen keine Menschen, die denken können. Dicke Finsternis ruht über dem Land.
#92 Abaelard 16:43:26 | Donnerstag, 17. Januar 2008
Deschner = Held der Aufklärung So sieht’s aus. Einer, der schon in den reaktionären Adenauer-50er-Jahren
den Klerikalen (die damals ttsächlich noch was zu sagen hatten) ordentlich ans Bein gepinkelt hat. Ein
Kompendium sauber recherchierter Religions- und Kirchenkritik von A bis Z. Ad multos annos (damit er noch
die Kriminalgeschichte des Christentums fertigkriegt, ist erst / immerhin schon im 16. Jh.!)!
@ Ansgar: Erst schlagen Sie auf Deschner ein, um dann zuzugestehen, daß die von mir erwähnte Synagogenniederbrennung
stattgefunden hat. Na ja. Und dann Ihre Beschwichtigungen nach dem Motto: da irgendwo in der hinterletzten
Provinz ist wohl vielleicht möglicherweise mal eine Synagoge niedergebrannt worden, und Ambrosius fand
das eben wohl nicht so schlimm…na und? Nein, Ambrosius hat sich mit vollem Einsatz mit diesem Brandstifter-Bischof
solidarisiert, ihn wie ein Löwe verteidigt, um dann – besonders perfide – Kübel von Unrat auf die Juden
zu schütten, weil die sich über die Strafverfolgung der Täter ja ganz boshaft freuen würden und viele
Unschuldige beschuldigen würden, einen neuen jüdischen Feiertag deswegen ausrufen würden etc. Widerlich!
Judenhaß der übelsten Sorte schon bei den „Kirchenvätern“, deren Beispiel dann ja auch gefruchtet hat
im weiteren Geschichtsverlauf. @ Heger: In der Tat, wer lesen kann…(haben Sie Ihren „Dr.“ eigentlich
im Internet ersteigert? So selektiv wahrnehmend kann man eigentlich schon nicht mehr sein)
Kirche und Hitler Hört doch mal auf, diese Wahlkreiskarten von 1932 zu bringen. Das hat doch überhaupt
keine Aussagekraft. Da wird nämlich Gleiches mit Ungleichem verglichen. Die Katholiken hatten eine konfessionelle
Partei, das Zentrum. Etwas Vergleichbares gab es auf prot. Seite nicht. Daher ist es nur logisch, daß
der prot. Stimmenanteil für die NSDAP (und auch alle anderen Parteien) deutlich höher ist als bei den
Katholiken. Alle anderen Parteien (nicht nur die NSDAP) hatten in kath. Gegenden einen geringeren Stimmanteil.
Viel Luft um nichts. An der Begeisterung des großdeutschen Episkopats für Hitler und besonders für
den Krieg gegen die Sowjetunion (mehr als 20 Millionen tote Sowjets) mit den widerlichsten Durchhalteparolen
und Kampfaufrufen besteht überhaupt kein Zweifel.
@ Hallo, Ansgar! Sie hatten mir doch totale Ignoranz vorgeworfen. Bischöfe würden doch nieeee zum Abfackeln
einer Synagoge auffordern. Zumal im 4. Jh. ja noch voll die Christenverfolgung im gang gewesen sei. Mein
Beitrag unten dürfte Sie widerlegt haben. Würden Sie das freundlicherweise zugestehen? Hier noch zum
Nachlesen die Haltungdes Ambrosius zur Synagogenniederbrennung (wer wll, kann das natürlich auch auf
Latein in der Patrologia Latina nachlesen). de.wikipedia.org/…mbrosius_von_Mailand
Klerikale Verdummung Christenverfolgung? Total aufgebläht. Historisch-kritisch höchstens (!) bis zu
1500 in 300 Jahren. Das ist immer total aufgebauscht worden, erstunken und erlogen. Ab 317 wurde das Kreuz
als Heerzeichen der römischen Heere verwendet (oh ja, die totale Christenverfolgung…) Phantasie: Dann
ist der Bischof Innocentius von Dertona in Norditalien Mitte des 4. Jh., der die Synagoge zerstörte wohl
nur Einbildung der Historiker. Die erste Niederbrennung einer Synagoge fand auf Befehl des Bischofs Kallinikon
am Euphrat im Jahr 388 statt. Der Kaiser forderte die Bestrafung, aber der hl. (!) Ambrosius, der Oberpfaffe
von Mailand, erklärte, daß er es total gut fand, was da gemacht wurde und verweigerte dem Kaiser die
Kommunion. Ja, alles Einbildung der Historiker.
@ Ansgar: Mal nicht so borniert, bitte. Anti_judaismus macht die Sache natürlich deutlich besser…die
ganzen Kirchenväter waren Judenhasser ohne Ende. Bischöfe ließen Synagogen plündern und abfackeln
etc. (schon im 4. Jh.). Den Opfern ist es ziemlich Wumpe, ob man das Antisemitismus oder -judaismus nennt.
Und die Vertreibung der Juden 1492 im allerkatholischsten Spanien hatte sehr wohl rassistische Züge (reines
Blut).
Los, Katholen! Laßt Eurem Antisemitismus, der doch gute alte patristische Tradition ist (fast schon eine
eigene Literaturgattung), freien Lauf! Ideale Gelegenheit!
@ Benedikt Hä? Verstehe ich jetzt nicht… Ich hatte gar nicht vor, das allerfrischeste „Beispiel für
kath. Toleranz und Anständigkeit“ zu bringen. Einige wenige Bsp., die sich beliebig vermehren ließe:
Pius VI. verurteilt 1791 (also zwei Jahre nach der Revolution) in seinem Breve Quod aliquantulum die in
der Erklärung der Menschenrechte deklarierte Gleichheit aller vor dem Gesetz, die Glaubens-, Meinungs-
und Gewissensfreiheit als „Ungeheuerlichkeiten“. Oder Papst Pius IX. mit seinem reaktionären Syllabus.
Er veurteilt es, daß jeder die Religion ergreift, die man für richtig hält. Oder der spanische Kardinal
Segura in einem Hirtenbrief 1952, in dem er span. Protestanaten als „Ketzer“ bezeichnet, die keinen Anspruch
auf Rechtsschutz hätten
Giordano Bruno Ja, die gute alte bekannte katholische Toleranz…und der Anstand erst!! Ich denke gerade
an den Scheiterhaufen in Rom im Jahre 1600, auf dem Giordano Bruno ermordet wurde.
Kommunisten Ich hab’s doch geahnt: Besonders die kommunistischen Studentengruppen haben desen Sieg gegen
den Obskurantismus errungen! www.jungewelt.de/2008/01-16/037.php Juchuhh!! [*rote Flagge hiss*]
@ der von der Wölfin gesäugte: Ich spreche von Pluralismus, und sie fantasieren über irgendwelche Lager,
wo ich am liebsten Lagerkommandant wäre…nee, diese Logik ist mir zu hoch. @ Pünktchen: Eine Vorlesung
ist keine intellektuelle Auseinandersetzung, sondern ein Monolog. So ziemlich das Gegenteil von Auseinandersetzung.
Die Studis haben eben keinen Bock, oberpfäffische Geschichtsklittereien und Beschwichtigungen über sich
ergehen zu lassen bzw. hätten diese gestört. Wenn Benni ne Auseinandersetzung will, soll er sich an
einen runden Tisch ohne Thron und autoritäre Hierarchie-Symbole setzen.
Normal Total normal, daß der Papst von intelligenten Leuten (Professoren und Studenten) ordentlich Gegenwind
bekommt. Dafür muß man nicht fanatisiert sein und es wird auch nicht zu Mord und Totschlag den Pfaffen
gegenüber aufgerufen. Nein, sondern das nennt sich …Achtung: Pluralismus!! Nicht mehr und nicht weniger.
Wichtig ist, daß Benni die Unmutsäußerungen zu sehen und zu hören bekommt. Sonst denkt er noch, er
würde in einem kath. Gottesstaat leben. Und das will ja nun wirklich keiner…nicht wahr?
Antiklerikale Woche!! Ich liebe diese antiklerikale Tradition der Italiener! Besonders diejenige der Kommunisten,
aber auch die Republikaner (Garibaldi!) haben’s manchmal in sich. Italien ist schon längst kein Hinterland
des Vaikans mehr.
Der Sex also Die Negativ-Fixierung auf Sexualität scheint hier ja der Inbegriff von Religion zu sein.
Freie Sexualität – pervers, dämonisch Unterdrückte Sexualität – gut, himmlisch Leute, ich sach mal:
Befreit das Ich vom Über-Ich. Das ist hier nämlich total neurotisch und voll von psychischem Elend.
K. Marx Religion ist Opium des Volkes. Offensichtlich hat er recht gehabt. Religion erzeugt Illusionen
und vernebelt das klare Denken (häufig zu beobachten hier). Das Jesus-Verbotsschild finde ich übrigens
total harmlos.
Also bitte! Meinen Sie das jetzt ernst? Wie wär’s mit dem Dogma, daß das Hymen Marias immer intakt gewesen
sein soll? (Meine Güte, was für ein unsagbarer Quatsch, allein schon thematisch gesehen, aber ich hab’s
mir ja nicht ausgedacht). Ansonsten könnte ich ja fragen, warum hier so eifrig gegen die leiblichen Brüder
Jesu argumentiert wird, wenn das alles so belanglos und dogmatisch irrelevant ist. An sich weiß es jeder,
aber auch die blind Glaubenden müßten dann ja einsehen, daß Dogmen eben nicht vom Himmel gefallen sind,
sondern von alten, ignoranten und machtgeilen Bischöfen.
Glaube Natürlich, es muß so sein, wie Sie sagen. Sonst bricht ja das ganze schöne Dogmengebäude zusammen.
Mein voriger Beitrag hat Ihren Beitrag widerlegt. Im Griechischen (NT) kann deutlich unterschieden werden.
Brüder Jesu Da das NT bekanntlich auf Griechisch und nicht auf Aramäisch abgefaßt wurde, ist es überhaupt
kein Problem gewesen, deutlich zwschen Brüdern und Cousins zu unterscheiden. Die Brüder sind die adelphoi,
die Cousins sind die anepsioi, was Kol 4,10 sehr schön bestätigt. Jesus hatte also Brüder, die – so
wie er – Söhne von Maria und Josef waren. Und jetzt bitte nicht wieder die Version mit der weißen Taube
bringen. Zeus zeugte wenigstens noch in Form goldenen Staubs.
@ Rudolfus Wenigstens hat sich der Rationalismus noch nie mit irgedwelchen Herzen Jesu und Mariä und
lächerlichen Hymen-Fragen beschäftigt und antik-orientalischen Mythen Glaubwürdigkeit zuerkannt. Verwüstet:
Das Christentum hat auch ganz ohne Rationalismus, sondern eben mit primitiver Dummheit und Machtgeilheit
jahrhundertelang die Länder und Gesellschaften verwüstet… (Außerdem haben wir ja schon 2008:: um
so schlimmer)
#50 Abaelard 18:00:34 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Kindheitslegenden Jesu Gibt’s echt noch Leute, zu denen nicht durchgedrungen ist, daß die jeweils ersten
beiden Kapitel des Mt und Lk absolut unhistorisch sind? Das wirkliche Wunder wäre gewesen, wenn Jesus
so etwas nicht angedichtet worden wäre, wo es doch v.a. im östlichen Mittelmeerraum der Antike vor Göttersöhnen,
jungfräulichen Müttern usw. nur so wimmelte. Das kam in jeder besseren Familie vor…
#3 Abaelard 13:44:46 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Pfaffe Wo Pfaffe herrscht, hat Kreuz kein Ende… Als Marktleiter hätte ich dem Pfaffen meine Meinung
gegeigt und nochmal extra Ordenskostümchen bestellt.
#12 Abaelard 13:37:03 | Donnerstag, 10. Januar 2008
Augustinus In der Tat: nicht nur ein Lieblingskirchenvater von Benni, sondern der Kirche insgesamt. Schließlich
ha er gesagt: „Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa, daß Menschen sterben, die doch sowieso mal sterben
müssen?“ Außerdem ein Hetzer gegen nicht-kath. Christen, gegen Juden, gegen Heiden, des Zwangs im Glauben…der
Stammvater der Scheiterhaufen. Ja, sehr wegweisend für die weitere Geschichte.
Zölibat Jesus preist an vielen Stellen im Evangelium die Ehelosigkeit? Na ja, da gibt’s diese eine Stelle,
(Mt 19,12), wo Jesus von „Eunuchen“ spricht, die sich selbst „kastriert“ haben. Sich selbst kastriert
habende Eunuchen also…Wird in den dt. Übersetzungen immer verharmlost. Bäh…
Überreste Am lustigsten ist doch das Phänomen der Reliquienvermehrung. Vom hl. Lukas gibt’s z.B. zwei
Köpfe und drei Arme… Wenn die sich nach dem Tod – wie hier jmd. behauptete – alle wieder zusammensetzen,
wird Lukas ja ein ziemlich kurioser Mutant sein. Außerdem sollte man nicht die 13 Vorhäute Jesu vergessen.
Offensichtlich von zärtlichen Kennern zusammengetragen. Und alle echt!
@ amadeus Das Deckenfresko weist locker über 100 splitterfasernackte Menschen auf, das Jüngste Gericht
an der Stirnwand bestimmt auch 100, dazu noch paar Halbnackte (Jesus z.B. nur mit flüchtigem Lendenschurz).
Da kommt man sich ja vor wie in einem mittelalterlichen Badehaus bzw. in einer Großsauna…Wenn sogar
schon Gottvater uns seinen nackten Hintern entgegenstreckt…
@ Rudolfus: Michelangelo Kein Problem mit einer Konkubine Michelangelos (falls es sie gegeben hat; sie
spielen auf Vittoria Colonna an? – Kann durchaus sein.). Das schließt ja eine Beziehung zu dem verdammt
gutaussehenden römischen Adligen Cavalieri nicht aus. Nochmal Sixtinische Kapelle: Da gibt’s auch eine
Szene, bei der Adam mit seinem Penis direkt und dicht vor dem Gesicht Evas steht. Die Szene wird im letzten
Moment von Michelangelo dadurch entschärft, daß er Evas Kopf zur Seite dreht… Und bei dem „Jüngsten
Gericht“ an der Stirnwand beißt die Schlange in den Penis des Minos, der das Gesicht des päpstlichen
Zeremonienmisters Biagio da Cesena trägt… Die gute alte Renaissance. Bella Italia.
Noah ein Homo? Gott setzt einen Regenbogen an den Himmel als Zeichen des Bundes zwischen ihm und der Erde.
(Gen 9, 12 ff.) Ein homosexuelles Angebot? Sixtinische Kapelle (ja genau, da, wo der Papst gewählt wird):
Alles voll von nackter Haut. Gott zeigt seinen nackten Hintern (was wollte Michelangelöo uns damit sagen?),
Adam und Eva zeigen ihre primären Geschlchtsmerkmale in aller Offenheit, athletische Jünglinge in den
Zwickeln in allen möglichen Stellungen… Wo bleibt da der Protest? OK, Michelangelo allerdings war homosexuell,
wie so viele herausragene Künstler.
#91 Abaelard 14:09:25 | Donnerstag, 3. Januar 2008
@ Heger Ich weiß wirklich nicht, wie Sie zu der Meinung kommen, Sie hääten voll die Ahnung zum Koran
etc. Sind Sie zufällig Islamwissenschaftler oder können wenigstens Arabisch? Wenn ja, lassen Sie es
mich doch bitte wissen. Ich werde Sie dann aufrichtig zu Ihren Kenntnissen beglückwünschen. Ansonsten
sollten Sie sich mal nicht so aufplustern. Jede Außenseitermeinung behauptet ja immer, von den andren
bösen Wissenschaftlern „totgeschwiegen“ zu werden. Aber muß man jede wilde Hypothese ernst nehmen? Und
wenn ja: Warten wir doch in aller Ruhe den in den nächsten Jahren sich vielleicht ereignenden wiisenschaftlichen
Diskurs zu dem Thema ab. Für mich ohnehin kein Problem. Mein Weltbild würde sich dadurch nicht im geringsten.
veränder. Und der Luxenberg: Tja, wie soll ich den kennen, wenn er sich mit diesem Pseudonym selbst nicht
zu erkennen gibt (was die Einschätzung seiner Qualifikation ziemlich schwierig macht; Kenntnisse scheinen
sich ja eher auf Wörterbuchnachschlagen zu begrenzen…) und sich wichtig machen will, weil er durch
seine Thesen ja so dolle bedroht werden könnte… Zu einem wissenschaftlichen Diskurs gehören offene
Karten, und nicht so ein lächerlicher Mummenschanz.
Zum Abschluß @ Pünktchen: Nur weil ich – wie ich meine – Ihre Behauptung widerlegt habe, müssen Sie
doch nicht gleich behaupten, ich hätte keinen blassen Schimmer vom Koran. Dadurch wird’s nicht besser.
Stehen Sie irgendwie in Verbindung mit Heger? – Nein, sagen Sie’s nicht, ist mir eigentlich Wumpe. @ Heger:
Ihre Außenseitermeinung – vertreten von zwei Leuten, Ohlig und Luxemburg – in allen Ehren, aber es ist
und bleibt eine absolute Außenseitermeinung. Ihre Begeisterung dafür und Ihre „Sicherheit“ in dieser
Frage wirkt schon etwas eigentümlich. Sie tun ja so, als sei das alles Wort-für-Wort-Inspiration der
weißen Taube. @ Flabison: JohEv historisch? Nach neuesten Erkenntnissen? Noch ein Außenseiter? Das Joh
Ev ist reine theologische Dichtung, an Nicht-Historizität kaum zu überbieten. Der Jesus des JohEv hat
mit dem Jesus der Synoptiker nicht das Geringste zu tun. Einfach nur ein durch Palästina wandelnder,
ständig von sich redender antiker Heros.
@ Pünktchen Sie irren sich. Und zwar zweifach. 1. Ich habe ausdrücklich (unten nachlesbar) festgestellt,
daß es mir um Wundermythen zur Zeit Mohammeds, also in bezug auf Mohammed geht. Die erwähnten Wunder
im Koran waren für Mohammed und seine Zeitgenossen schon feeerne Vergangenheit. 2. Der Koran enthält –
wenn auch nur spärlich – einige Aussagen über Mohammed (wenn auch teils indirekt). Auch wenn es eigenartig
wirkt, muß es dennoch nicht im Widerspruch dazu stehen, daß es sich um eine Wort-für-Wort-Inspiration
handeln soll. Mohammed nämlich zitiert häufig den Ausspruch der „Ungläubigen“, welche Wunder oder sonstige
Beweise er denn vorzuweisen habe, woraufhin er immer wieder auf den Inhalt, die Form und die Sprache des
Koran verwies. Und eben nicht auf Zaubertricks oder so. Da hätte man also in den ersten Jahren und Jahrzehnten
nach dem Tod Mohammeds durchaus noch den Koran etwas „aufhübschen“ können mit Wundermythen (wie bei
den Evangelien). Wurde er aber nicht. Und das finde ich erstaunlich. Nicht mehr und nicht weniger.
@ Heger Nein, ich „fabuliere“ wohl kaum, wenn ich einen Konsens sowohl bei den Religionswissenschaftlern,
christl. Theologen (wenn’s um die Evangelien geht) und bei den Islamwissenschaftlern feststelle. Es ist
Ihnen ja auch unbenommen, diese Leute alle irgendwie doof zu finden und für minderbemittelt zu halten,
aber der Konsens ist nun mal Faktum. Auch mir sind frühe islamische Münzen bekannt, und nach Ausweis
der Beischrift (ich selbst bin bedauerlicherweise nicht in der Lage, die schönen arabischen Buchstaben
zu entziffern) stammt diese Münze aus der Zeit des Kalifen Abd Al-Malik (686-705) und da steht drauf:
„Es gibt keinen Gott außer Gott und Gott ist es, der seinen Propheten mit der Rechtleitung der wahren
Religion geschickt hat, um ihr zum Sieg zu verhelfen über alles was es an Religion gibt – auch wenn es
den Heiden zuwider ist“ (Sure 9,33). Da wird sogar schon der Koran zitiert, der ja ohnehin schon früh
seine definitiv feste Form gefunden hatte. Dieser Kalif Al-Malik war es übrigens auch, der in Jerusalem
den Felsendom erbaut hat. Das ist doch alles ziemlich islamisch, finde ich (also „mohammedanisch“).
@ Heger Ich weiß zwar nicht warum, aber Sie scheinen ja einen regelrechten Narren an mir gefressen zu
haben… Im übrigen finde ich es unfreundlich und auch unsauber, mir etwas zu unterstellen (was ich nie
behauptet habe), um es dann um so leichter als Unsinn hinzustellen. Ich habe nie behauptet, daß die frühe
Islam-Geschichte über jeden Zweifel erhaben ist. Mir ging’s darum, daß die Wundermythen (also spätere
Andichtungen) keinen Eingang in den Koran gefunden haben (was doch erstaunlich ist!), die Evangelien aber
vollgestopft wurden damit. Der Koran ist eben von vornherein immer wieder rezitiert worden und war auf
Dauerhaftigkeit ausgerichtet, während die ersten Jesus-Anhänger fieberhaft an die Naherwartung glaubten
und dachten, die Geschichte würde bald zu Ende gehen…Und dann kam kein Ende, aus der Nah- wurde die
Fernerwartung und man mußte was Schriftliches konzipieren. Mit dem ganzen orientalischen Wunderwust.
@ Pünktchen Sie übertreiben. „Ganz und gar zweifelhaft“ ist die historische Existenz Mohammeds nun wirklich
nicht. Es ist genau andersherum: Der Zweifel an Mohammeds Existenz ist eine absolute Außenseitermeinung.
Für jede noch so abwegige These findet sich jemand mit einem „Prof.“ vor seinem Namen. Allgemeiner Konsens
allerdings in der Religionswissenschaft und der Theologie ist die historische Unzuverlässigkeit der Evangelien.
Schon die immanenten Widersprüche springen einem ja geradezu ins Auge. Da muß man schon sehr gekonnnt
„selektiv“ lesen, um das nicht zu merken.
@ Heger Ich meine vielmehr, daß sich einem Historiker die Haare sträuben, wenn er von Ihnen vernehmen
muß, daß man bei den Evangelien auf gesichertem historischem Boden stände. Das ist nun wirklich abwegig.
@ Benedikt Mohammed unternahm Karawanenreisen nach Syrien. Dort soll ihm in Bosra ein nestorianischer
Mönch namens Bahira seine prophetische Sendung geweissagt haben. Sicher, eine Legende, die aber einen –
wie bei Legenden üblich – historischen Kern haben dürfte, nämlich den freundlichen Umgang mit Nestorianern. de.wikipedia.org/wiki/Bahira Zur Zeit Mohammeds war die oströmische Grenze schon ziemlich dicht ans Mittelmeer
zurückgenommen worden: Also kein Problem, Nestorianer kennenzulernen. „Im Norden und Nordosten [der arabischen
Halbinsel]waren große Nomadenstämme, die von den Mekkaner Karawanen auf dem Weg nach Bosra oder Hira
berührt wurden, christlichen, oft nestorianischen Bekenntnisses…“ (aus der löblichen Mohammed-Biographie
von Dermenghem, rororo).
@ Heger Ja, ich weiß natürlich auch, daß es solche späten Andichtungen gab. Diese sind aber nicht
im Koran enthalten, daher nicht „geoffenbart“ und nicht verpflichtend zu glauben. Diese Andichtungen sind
auch ziemlich leicht von der Überlieferung abzustreifen und stehen ohnehin nicht im Mittelpunkt. Mit
Jesus, seinen Wundermythen und den Evangelien sieht das nun wirklich etwas anders aus. @ Rudolfus: Ja,
genau darum ging’s mir doch. Im Koran spielen diese Wundermythen – bezogen auf die Lebenszeit Mohammeds –
keine Rolle. Es geht also auch ohne. Wollte ja nur sagen, daß mir das lieber ist als dieser ganze Wunderwust.
Nein. Aber ich finde es nicht zielführend, wenn man alle Leute dämonisiert, die eine andere Auffassung
haben. Ich wollte eigentlich nur mal zeigen, daß im Koran nicht nur irgendwelche Aufrufe zum Hl. Krieg
stehen, sondern auch Freundliches (gerade über – nestorianische – Christen).
Sure 5, 83 Du wirst ferner finden, daß den Gläubigen noch die am besten gesinnt sind, welche sagen:
„Wir sind Christen“. Das kommt daher, weil diese Priester und Mönche haben und auch weil sie keinen Stolz
besitzen (nicht hochmütig sind). Tja, da sprach Mohammed wohl v.a. über freundliche nestorianische Christen,
die ja schon selbst ein Opfer der kath.-großkirchlichen Verfolgung geworden waren…
Im Gegensatz zu anderen Religionsgründern finde ich es bei Mohammed durchaus anerkenneswert, daß er
diese ganzen Wundergeschichtchen nicht mitgemacht hat und ihm diese auch später nicht angedichtet wurden.
Sektengründer? Na ja, die Jesus-Gruppe war ursprünglich auch eine rein innerjüdische Sekte. Auferstehung:
Osiris ist auch nach drei Tagen von den Toten auferstanden…Da müßte man ja dann eigentlich auch an
Osiris glauben. Oder weder an die eine noch die andere Auferstehung. Mal überlegen… Und Romulus und
Remus waren die Söhne des Gottes Mars und einer Menschenfrau und wurden von der Kapitolinischen Wölfin
gesäugt. Finde ich auch hübsch.
Göttliche Kirche Steht das im NT? Hab ich noch nicht entdeckt. Das mit dem Glauben sagt Mohammed so ähnlich:
„Den Ungläubigen aber ist es gleich, ob du sie mahnend warnst oder nicht: Sie bleiben ungläubig. Allah
hat ihnen Herz und Ohr verschlossen, ihre Augen verhüllt – harte Strafe wartet ihrer.“ Sure 2, 7 f. Alles
dasselbe.
Substanz Wenn die „Substanz“ unsichtbar ist, schließt sich natürlich die Frage an, wie etwas Unsichtbares
„wahrer Leib und wahres Blut“ sein kann. Letztere sind ja eigentlich sehr materiell. Das Ganze läuft
doch eher auf einen Transsymbolismus hinaus. Dann könnte man sich das Rumgeeiere mit der „Substanz“ schenken.
Akzidentien Farbe, Form, Geruch, Geschmack, chemische Struktur, Gewicht: Alles bleibt gleich. Aber das
sind ja „nur“ (!) die läppischen Akzidentien. Es ist ja wohl eine berechtigte Frage, was denn da noch
als „Substanz“ oder als „Wesen“ übrigbleiben soll.
Eindeutig Es dürfte wohl vollkommen klar sein, daß z.B. Paulus mit „Eure apostolische Exzellenz“ angesprochen
wurde und ihm mit Palmwedeln frische Luft zugefächert wurde.
@ Rudolfus Was das jetzt die responsio? Ziemlich dünn ausgefallen. Zumal ja jeder Katholik diese Frage
stellen könnte…oder weiß jeder Katholik, was „Substanz“ im Unterschied zu den Akzidentien bedeutet?
#29 Abaelard 16:29:39 | Sonntag, 30. Dezember 2007
Quaestio Woher nun die Sicherheit, daß ein einziges Urelternpärchen unbedingt anzunehmen sei (wortwörtlich),
wobei doch sonst kaum noch was von der Thora gelte (das Wachsenlassen des Barts z.B.)? Ein einziges Urelternpaar
läuft übrigens auf ziemlich unappetitlichen Inzest hinaus. Inzest mangels anderweitiger Möglichkeit.
Das wäre allerdings vorhersehbar gewesen…
#25 Abaelard 16:07:42 | Sonntag, 30. Dezember 2007
Rekapituliere: An der Existenz eines einzigen Urelternpaares mit all seinen komplexen wissenschaftlichen
Implikationen sei unbedingt festzuhalten, aber die ebenso klare und zumal völlig harmlose Aussage über
das Wachsenlassen des Barts sei in wortwörtlicher Auslegung komplett abwegig… Na ja.