Freitag, 24. Juni 2005 15:33
Lesername: Evelin
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Mittwoch, 3. August 2005 21:28
Evelin: Fortsetzung 2 zur Unterscheidung der Geister
Je nach Inhalt verteilen sich die Sympathisanten. Eine „Erscheinung“, die sich gegen die Handkommunion wendet (ich glaube, bei Garabandal und San Damiano), gilt Traditonalisten als mutmaßlich authentisch, mag sie auch sonst dummes Zeug von sich geben. Ebenso eine solche, die das Dogma „Maria Miterlöserin“ fordert („die Frau aller Völker“ von Amsterdam, wobei hier aber ein – kirchenpolitisch motiviertes – Mißverständis vorliegt, denn Maria würde niemals etwas für sich fordern, schon gar kein Dogma).

Dazu kommt der Umstand, dass die Krise der Bischöfe und des Lehramtes (welche den Hauptgrund für die Krise der auf Erden sichtbaren Kirche darstellt) dazu geführt hat, den Entscheidungen der Ortsbischöfe und des Hl. Stuhl grundsätzlich zu mißtrauen. Die Untätigkeit der meisten Ortsbischöfe, aber auch des Papstes (mindestens durch falsche Personalauswahl) bei der Verteidigung der Lehre und des Glaubens hat den gleichen Effekt wie die Erschlagung des Hirten (hier: der Hirte ist untätig, obwohl die Wölfe in die Schafherde eingedrungen sind, viele getötet haben und noch mehr bedrohen): Die Herde zerstreut sich.

Obwohl es niemand von den Frommen deklariert, gefordert oder dargelegt hat, ist damit jeder Gläubige in wichtigen Fragen seines Glaubenslebens auf sich allein gestellt und praktiziert solcher Art sein eigenes „Lehr- und Hirtenamt“.

Gatte der Evelin
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Mittwoch, 3. August 2005 20:56
Evelin: Fortsetzung 1 zur Unterscheidung der Geister
Manche Traditonalisten schätzen Scio, andere Amsterdam („Frau aller Völker“, mehrfach abgelehnt durch Ortsbischöfe und das Hl. Officium, durch den derzeitigen Ortsbischof mit Hinweis auf „Früchte“ anerkannt).

Es gibt Traditionalisten, die nichts gegen Wünschelruten einzuwenden haben, andere schätzen die „Medizin“ der Hl. Hildegard v. Bingen, auch dort, wo diese nicht nachweisbar von ihr stammt und ins Esoterische reicht, so z.B. die „Steinmedizin“. Ganz diffizil wird es, wenn man Maria v. Agreda, Anna Katharina v. Emmerick (bei beiden ist die Authetizität der Botschaften fraglich, weil nur Überarbeitungen in Verbindung mit theolog. Korrekturen erhältlich sind, in beiden Fällen ist der Umfang des angeblich Offenbarten verdächtig), Homöopathie, Akupunktur (auf welchem Menschenbild bauen denn diese auf?) etc. hinzunimmt.

Wieso das alles und was bedeutet das? Alle frommen Katholiken, ob charismatisch, halbkonservativ oder traditionalistisch fühlen sich in der V2-Kirche nur beschränkt zu Hause und sehnen sich nach „höherer Anerkennung“ (wenn sie diese durch die V2-Priester und -bischöfe schon nicht erhalten). Diese können sie von „Erscheinungen“ und durch „Botschaften“ erhalten.
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Mittwoch, 3. August 2005 20:36
Evelin: Jetzt einmal zum Grundsätzlichen – der fehlenden Unterscheidung der Geister
Die „Unterscheidung der Geister“ wird von Paulus ausdrücklich als Gnadengabe anerkannt, in der heutigen Zeit ist diese weitgehend verloren gegangen. Denn die Probleme bei der Unterscheidung der Geister lassen sich nicht auf Medjugorje reuduzieren. Bei Medjugorje tun sich nur die Traditionalisten insoferne leichter, weil diese „Erscheinungen“ eng mit den Schattenseiten der V2-Kirche verbunden sind:

Mit dem Ökumenismus („Botschaft: die Religionen sind gleich“), mit dem Laizismus („Botschaft: spendet die Krankensalbung, auch die Laien können das, tut es!“) und dem Modernismus in papalistischer Form (Bsp. „Botschaft: Hinsichtlich der Handkommunion haltet es wie der Hl. Vater“ – d.h., als Priester spendet sie, als Laien tut Euch keinen Zwang an) sowie mit der Deformierung der Liturgie und Eucharistie, so etwa durch die massenhaften Konzelebrationen, die das Hl. Meßopfer verringern; 20 NOM-Konzelebrationen ergeben bestenfalls ein hl. Meßopfer, 20 Einzelzelebrationen im alten Ritus jedenfalls 20 hl. Meßopfer.

Bei anderen „Botschaften, Erscheinungen und Gnadengaben“ schaut es aber anders aus. Ich kenne Tradtionalisten, die Maria Valtortas „Gottmensch“ lesen, unbeindruckt von meinem Hinweis, dass dieselbe vom Hl. Officium verurteilt wurde und ihr Werk auf dem Index verbotener Bücher steht (dieser besteht nach wie vor, wird aber nicht fortgeführt). Ein prominenter FSSPX-Priester befürwortet Garabandal, ein anderer San Damiano.

Gatte der Evelin
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Mittwoch, 3. August 2005 18:26
Evelin: @ hcr
Danke für – schon weit unten stehenden Link. Aus des P. Vlasic’ Ausführungen ist ersichtlich, dass diejenigen, die nach Aufforderung der Gospa eine Marienweihe erhalten haben (das sind wohl viele der treuen Medju-Pilger), auch am Donnerstag fasten sollen. Dies nach Botschaften einer „Seherin der zweiten Generation“.

D.h., die treuesten Medju-Anhänger sollten also Mittwoch bis Freitag durchgehend bei Wasser und Brot verbringen, was für die wenigsten auf Dauer zu schaffen ist und im übrigen gesundheitlich bedenklich. Wer das nicht kann (auch aus gesundheitl. Gründen!), der liebt die Gottesmutter nicht (Aussage von P. Zofko OFM, dem Pfarrer von Medjugorje zu Beginn der „Erscheinungen“).

„Versüßt“ wird einem das Ganze mit täglich drei Rosenkränzen, Bibelstudium, sieben Vater Unser, Gegrüßet seist Du Maria und Ehre sei dem Vater täglich (täglich mind. 3 Stunden Gebet, so nach mehreren „Botschaften“). Auch das letztere ist für Leute mit normalem Arbeits- und Familienleben auf Dauer nicht zu schaffen.

Gatte der Evelin
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Mittwoch, 3. August 2005 18:12
Evelin: Antworten zu Romulus
Nur einer der Seher, nämlich Ivan Dragicevic, lebt jedes Jahr ein halbes Jahr in den USA; er hat eine Amerikanerin aus Boston geheiratet. Er behauptet, nach wie vor tägliche „Erscheinungen“ zu haben, somit mehr als 100 mal jedes Jahr in den USA. Unlogischerweise gibt es aber keinen „Marienwallfahrtsort-Erscheinungsort“ Boston.

Eine weitere Seherin, die angebliche Adressatin der „Monatsbotschaften“, ebenfalls angeblich nach wie vor mit täglichen „Erscheinungen“ bedacht wird, Marija Pavlovic-Lunetti (sie hat einen Italiener geheiratet), lebt ganzjährlich in Italien (Monza bzw. Umgebung). Unlogischerweise gibt es aber keinen „Marienwallfahrtsort-Erscheinungsort“ Monza.

Was P. Vlasic OFM betrifft, so hat Sie Ihr Gefühl nicht getäuscht. P. Vlasic hat mit einer Nonne, die er damit unu actu exclaustriert hat, ein Kind gezeugt, zu dem er sich dann trotz Versprechungen an die Mutter nicht bekannte. Als Bischof Zanic (Vorgänger des jetzigen Ortsbischofs von Mostar-Duvno) durch einen Brief der Ex-Nonne an ihn davon erfuhr und Ermittlungen begann (es handelte sich um einen Priester seiner Diözese und einen der bedeutendsten Medjugorje-Propagandisten), zogen die Hercegowina-Franziskaner mit den Medjugorje-Spendengeldern zunächst die Ex-Nonne und ihr Kind, danach auch P. Vlasic aus dem Verkehr.

Gatte der Evelin
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Mittwoch, 3. August 2005 17:10
Evelin: Gebe Marcel vollkommen recht
Kann Marcel nur recht geben. [mehr…]
Dienstag, 2. August 2005 15:00
Evelin: zu Petrus II
Sie schrieben:

Was ist mit den Frauen, wenn Sie merken, dass Sie Ihr eigenes Fleisch im Leibe getötet haben?

Ich füge hinzu:

Was ist mit den Männern, die seelenruhig zuschauen, wenn die Frauen die Pille schlucken, die mitmachen, ihr eigenes Kind (im Falle einer Pillenschwangerschaft) im Leibe der Frau zu töten.

Was ist mit den Männern, die nicht lernen, sich zu beherrschen und enthaltsam zu leben.

Es gibt ja die Natürliche Empfängnisregelung, die einen besseren Pearl-Index als die Pille aufweist.

www.iner.orgwww.iner.org
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Sonntag, 10. Juli 2005 18:12
Evelin: Auch ein Kardinal oder ein Papst
ist nicht berechtigt, sich über die Lehre Christi und die Ordnung der Kirche zu stellen.
Ganz einfach.

Übrigens: Prior Roger Schütz wollte vor dem II. Vat. Konzil konvertieren, man hatte es ihm aber von katholischer Seite mit dem Argument verwehrt, dass er und seine Gemeinschaft nach dem Konzil die „Brücke zu den Protestanten“ sein werde.
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Sonntag, 10. Juli 2005 18:06
Evelin: Und was hat das mit Eisgarn zu tun, Hr. Niclaas?
Sie glauben wohl, Prälat Küchl wäre unschuldig? Alles nur Opus Dei Intrige? [mehr…]
Sonntag, 10. Juli 2005 18:04
Evelin: Es heißt
„Hochzeit zu Kana“, nicht „Hochzeit zu Kanaan“.
„Kanaan“ hieß Israel vor der Landnahme der Israeliten.
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Donnerstag, 7. Juli 2005 21:30
Evelin: Kraut und Rüben auseinanderhalten!
Man sollte bestimmte Tatsachen nicht vermengen:

1. hat es tatsächlich eine Kampagne gegen Bischof Krenn gegeben, nicht erst seit 2004, sondern seit seine Ernennung zum Weihbischof bekannt gegeben wurde (1988). Erfolgreich wurde diese solange nicht, als ihm persönlich oder fachlich nichts vorzuwerfen war;

2. Gab es gravierende Mängel im Priesterseminar: Es wurden neben einigen ausgezeichneten Kandidaten soziale Problemfälle (einer sogar mit aggressiv-rassistischem Einschlag), suizidgefährdete Geisteskranke, Alkohohlkranke und eine ganze Reihe sexualbesessener „Früchtchen“ (Pornographen, aktive Homosexuelle) aufgenommen. Auf Beschwerden – die zunächst nur intern liefen – hat weder die Seminarleitung (die selbst involviert war) noch Bischof Krenn reagiert. Bis ein Informant (es war nicht Rabiega) in die Öffentlichkeit ging.

3. Gibt es eine ganze Reihe von Zeugen für 2. – ihre Namen sind in den Polizei- und Visitationsprotokollen enthalten. Ihre neuerliche Namensnennung ist nicht erforderlich. Die meisten Zeugen kenne ich persönlich

4. Aufgrund seiner Uneinsicht und Untätigkeit zu Punkt 2. mußte Bischof Krenn gehen.

5. ist es richtig, dass Bischof Küng personelle Fehlentscheidungen betroffen hat. Diese betreffen u.a. die Seminarleitung und die Neuaufnahme bzw. Nichtaufnahme von Seminaristen.

6. Gilt 5. für sämtliche österr. Diözesanbischöfe, auch alle der letzten 40 Jahre, unter ihnen Bischof Krenn.
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Donnerstag, 7. Juli 2005 10:46
Evelin: Na klar sind wir nicht verpflichtet,
das Lob über die falschen Erscheinungen von Medjugorje zu teilen.
Wir sind nicht einmal verpflichtet, an anerkannte Erscheinungen zu glauben. Punkt.
Prinzipiell wünsche ich dem neuen Bischof von Linz alles Gute und Gottes Segen, dass er seine Diözese zu neuer Frömmigkeit und zu einem erneuerten Glauben an unseren Herrn und Erlöser Jesus Christus führen möge!
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Donnerstag, 7. Juli 2005 10:41
Evelin: Mifepristone = Mifegyne
müsste man noch dazusagen.
Nichts Neues unter der Sonne.
Wo der Unterschied zum NS-Régime sein soll, muss mir mal jemand erklären, bis jetzt schaffte das noch niemand.
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Donnerstag, 30. Juni 2005 23:21
Evelin: Ohne die Familie
(= Mann, Frau, Kinder) gibt es keinen Staat, keine Gesellschaft, keine Kirche.
Auch Kinderlose, selbst wenn sie während ihrer aktiven beruflichen Zeit viel, sehr viel für den Staat, die Gesellschaft, die Kirche geleistet haben, sind auf die Kinder der Familien angewiesen, das ist eben so. Nicht nur wegen der Pensionen (die Kinder der Familien sind ja die Steuerzahler der Zukunft), auch wegen der Infrastruktur eines Staates und einer Gesellschaft, die ja von Menschen aufrechterhalten werden muss (Beispiele: Bauernhof, Friseur, Lehrer, Elektriker, Kraftwerksangestellter, Krankenpflegeperson, Arzt etc. etc.).
Daher wird die Ehe mit Recht privilegiert.
Kinderlose Menschen, wer das auch immer ist, profitieren von den Familien.
Eine Verbindung von homosexuell empfindenden Menschen ist keine Ehe. Abgesehen davon, ist Homosexualität nicht normal und es können homosexuell empfindende Personen geheilt werden, wenn sie das wollen.
Siehe Buch von Richard Cohen, Ein anderes Coming Out, Brunnen Verlag.
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Freitag, 24. Juni 2005 15:52
Evelin: Das mit den Rotariern, Lions, Kiwanis
und wie sie alle heißen, ist ganz einfach:

die Freimaurerei ist ja ein Geheimbund, die aber von irgendwoher ihre Mitglieder herbekommen muss bzw. diese gezielt ansprechen muss.

FM können ja nicht einfach ins Wirtshaus, in den örtlichen Fussballverein oder Imkerverein (die reine Zweckvereine sind) oder zu einer Bushaltestelle gehen und dort Mitglieder anwerben. Vor allem, weil sie ja einen gewisssen Typus Mann sucht.

So gibt es eben die Möglichkeit überkonfessioneller, weltanschaulich neutral-liberaler, teilweise caritativer Clubs mit gediegener entspannter Atmosphäre, die diverse Geschäftsleute, höhere Angestellte etc. anlocken, die gleichgesinnte, ebenbürtige Freunde suchen. Oft sind sie bereits etabliert, über 40, möchten etwas Positives bewegen, hier bieten sich dann diverse Projekte an, etwa Spenden für die neue Intensivstation des örtlichen Krankenhauses zu sammeln etc.

In diesen Clubs bewegen sich eben auch Freimaurer, die über das ganz normale zwischenmenschliche Gespräch und die gemeinsamen Aktivitäten nun genau herausfinden können, wer zu ihnen passt
(d. h. ideologisch und sympathiemäßig). Diese kann man dann gezielt ansprechen.

In diesen Clubs sind in der Tat oft viele Geistliche aller möglichen Konfessionen zu finden. Man könnte einwenden, dass sie ja missionieren könnte. Nun, genau
das – also religiöse Diskussionen ist in den meisten Fällen von den Statuten her untersagt. Also was machen die Geistlichen dann dort?
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