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So ein Mist, Herr von Stolzing, die Eucharistie war schon immer Opfer Christi und Vergegenwärtigung des
Letzten Abendmahles – BEIDES macht konstitutiv den Charakter und Inhalt dessen aus, was wir als Eucharistie
bezeichnen. Dem war übrigens auch schon vor dem so sehr verteufelten VatII so – nur hatte man das vergessen,
verdrängt – oder wie auch immer. Dass in der Eucharistie auch das Abschiedsmahl Jesus von seinen Jüngern
gegenwärtig gesetzt wird, ist von je her Tradition der Kirche – und damit ist der Altar Opferstätte –
aber eben AUCH Mahltisch – und war dies schon immer!
Also, ich bin ja normalerweise kein Freund von Kreuz.net – weil mir das zu extrem konservativ ist und
ich mich schon manchmal frage, ob sich das noch als römisch-katholisch bezeichnen darf (interessanterweise
bezeichnet sich die Seite ja auch nur als katholisch) – aber hier muss ich dem Verfasser ausnahmsweise
Recht geben. Ich dachte immer, dieser barbarische Umgang mit Kirchen wäre in den 60-er Jahren üblich
gewesen, aber heute hätte man sich eines besseren besonnen. Eine Kirche wie die genannte ist von ihrer
ganzen Architektur eine Weg-Kirche und von ihren Blicken her auf einen Endpunkt her konzentriert – und
das war und ist nunmal der Hochaltar. Die Verwahrung des Allerheiligsten (Tabernakel) nicht mehr im Rücken
des Zelebranten ist zwar grundsätzlich auch von den aktuell gültigen liturgischen Vorschriften so gewünscht –
aber dieses – wie von einem meiner Vorredner so genannten – „Kloshäuschen“ ist ja wohl für das größte,
wichtigste und heiligste Gut unserer Kirche ein blanker Hohn und grenzt für mich schon akut an Blasphemie!
Außerdem ist ein Tabernakel ja nicht nur da, Ort für die Aufbewahrung der konsekrierten Hostien zu sein –
sondern soll auch einladen zur Anbetung, zum Verweilen vor dem Allerheiligsten. Ich kann mir in dieser
Box keine Anbetung vorstellen, ich habe auf den Bildern auch gar keine Möglichkeit zur Anbetung gesehen –
nämlich Bänke zum Knien – oder wenn gesundheitlich notwendig – auch sitzen! Pfui!
#122 kilianus 11:24:55 | Mittwoch, 23. Januar 2008
AUF WIEDERSEHEN! Ich fand es sehr amüsant hier – verabschiede mich aber aus diesem Forum! Allerdings
möchte ich zum Schluss noch ein paar grundsätzliche Anmerkungen machen: 1. Ich bin froh und glücklich,
seit meiner Taufe Teil dieser Kriche zu sein – wie wohl die meisten hier auch! 2. Durch Taufe und Firmung
wurden mir die Gaben des Hl. Geistes geschenkt – wie allen anderen hier auch! 3. Dadurch wurde mir aber
nicht mein Gehirn abgenommen zu einem eigenständigen Denken – so habe ich meine Meinung und zu der stehe
ich – wie alle anderen hier ja auch, die sich äußern! WAS ICH ALLERDINGS SEHR BEDENKLICH FINDE: Wenn
der eine meint, einem anderen das katholisch-sein absprechen zu dürfen! Wer eine festgefahrene Meinung
von einem Thema hat und dann gleich meint, dass jemand, der eine andere Meinung vertritt, deshalb gleich
in der Hölle landet (wie es mir netterweise auch schon prophezeiht wurde), der tut mir einfach nur noch
leid – vor allem dann, wenn JEDER, der nicht seine Meinung vertritt, unter diesen Bann fällt – selbst
Bischöfe und Päpste, die dann ja gleich selbst zu Häretikern gestempelt werden oder als arme Tropfe
nicht wissen, was sie tun oder Opfer ihrer Umgebung sind! Da fällt mir ein Sprichwort dazu ein, nach
dem hier oft gehandelt wird: Willst du nicht meiner Meinung sein, dann schlag ich dir den Schädel ein! –
Jesus würde sagen: Richtet nicht, damit auch ihr nicht gerichtet werdet! Halten wir uns daran – denn
das Richten und Urteilen steht Gott alleine zu – und sonst NIEMAND!
Unglaublich! Also wenn ich das lese – fällt mir nichts mehr ein! Wenn ein Priester feststellt, dass er
sein Amt unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr ausüben kann – aus welchen Gründen auch immer –
dann sollte er in seiner Entscheidung auch konsequent sein, und keine Gottesdienste in katholischen Kirchen
mehr feiern. Und ich verstehe auch die Gemeinde nicht, die ihre Kirche dafür hergibt! Hier ist für mich
eine Grenze überschritten, die ich – und auch unsere Kirche – nicht akzeptieren kann. Abgesehen davon,
dass Priester sein mehr ist – wer einmal seine Arbeitsstelle gekündigt und den „Job“ aufgegeben hat,
kann doch auch in der freien Wirtschaft nicht erwarten, dass er zukünftig zwar für einen anderen Betrieb,
aber an der früheren Arbeitsstelle tätig sein kann?
#115 kilianus 20:16:42 | Dienstag, 22. Januar 2008
Klar! Ist mir schon klar, dass es sich hauptsächlich um den Westen handelt – wir reden ja schließlich
über die römsich-katholische Kirche, oder? Eine Bemerkung noch an FiliusEcclesiae: Göttliches Recht
akzeptiere ich für dogmatische Fragen, für Fragen der Moral (Homosexualität) aber garantiert nicht!
Moral KANN sich verändern – Moral verändert sich – wie auch auch die Gesellschaft! Kirche kann sich
auch selbst ins Abseits manövrieren, wenn sie stur an Dingen festhält, die längst naturwissenschaftlich
widerlegt sind!
#113 kilianus 19:19:13 | Dienstag, 22. Januar 2008
Papa Pio Es hat sich gerade nicht die römische Praxis durchgesetzt, sondern die irische – OBWOHL Rom
den Iren die Exkommunikation angedroht hat – Rom hat in dieser Frage den Kürzeren gezogen! Es wäre nett,
wenn Sie sich mal in der Kirchengeschichte informieren, bevor Sie irgendwelchen Unsinn schreiben!
Veränderung der Norm! Wo läge eigentlich das große Problem, wenn sich mal in der Kirche etwas an der
Sexualmoral ändern würde – es hat Veränderungen im Laufe der Kirchengeschichte immer wieder gegeben!
Gerade wenn ich die Geschichte unseres Bistums Würzburg anschaue – unser Glaubensbote, der Hl. Kilian
kam als irischer Wandermönch nach Würzburg und ging – nach damaligem Recht und Sitte Vorschrift – gegen
die Ehe des damaligen und frisch bekehrten Herzogs Gozbert vor, da dieser mit der Frau seines verstorbenen
Bruders verheiratet war – ein Umstand, der damals nicht statthaft war, da selbst der Tod die bestehenden
verwandtschaftlichen Bindungen nicht lösen konnte – heute würde niemand sich an einer solchen Verbindung
stören! Oder überhaupt die irische Kirche – die im 4./5. Jahrhundert die heute geübte Praxis der Ohrenbeichte
entwickelte – entgegen der vorher geübten Praxis durfte hier plötzlich mehrmals im Leben, ja immer wieder,
eine Vergebung der Sünden durch Gott erteilt werden, es wurde die Absolution VOR Ableistung des Bußwerkes
erteilt, etc. – Rom hat versucht, diese Neuerung, die Veränderung zu unterdrücken. Wer die „neue“ Form
der Ohrenbeichte aus Irland praktiziert, riskierte, exkommuniziert zu werden! Und heute? Welche Form schreibt
denn unsere Kirche heute als einzig gültige, verbindliche Form der Sündenvergebung vor? Es gibt Veränderungen,
auch wenn sich vorher noch einmal mit aller Gewalt gegen alles Neue gestemmt wird – warum nicht auch in
diesem Bereich?
keine Angst! Da habe ich auch keine Angst davor! Ich wüsste auch gar nicht, wieso! Solche Dinge können
doch nur passieren, weil sie tabuisiert werden, verdrängt, verboten. Da müssen sich Menschen verstellen,
verbiegen – wenn es diese Hexenjagd gegen Homosexuelle nicht gäbe, würde das alles nicht passieren!
Hm!!! Für mich kommen diese Intrigen alles andere als deutlich zum Ausdruck! Ansonsten weiß ich, dass
Bischof Hofmann zu Beginn durchaus auf offene Herzen und Ohren gestoßen ist, aber seine Art und Weise
des Handelns nicht immer glücklich gewesen sind!
Modernisten Ich bin überzeugt davon, dass nicht die „Modernisten“ die Verantwortung tragen für den Glaubensschwund
in unserer Zeit und Gesellschaft, sondern dass das zum einen der überbordende Wohlstand ist, der über
lange Jahre in unserer Gesellschaft herrschte, dass die Medien ihren Teil beigetragen haben – einfach
mit dem technischen Fortschritt. Unsere Gesellschaft kann einfach heute wählen zwischen Lebensentwürfen –
und da ist katholisch eben einer von vielen – was vor dem Konzil noch nicht so war, aber bereits begonnen
hat in dieser Entwicklung. Wäre das Konzil nicht gewesen, wäre der Abfall vom Glauben noch viel radikaler
und erdrutschartiger passiert, als er es ist! Einen gewichtigen Anteil an dieser Entwicklung kann ich
allerdings auch unserer Kirche nicht absprechen. Im Syllabus von Papst Pius IX. von 1864 und dem Anti-Modernisten-Eid
von Pius X. im Jahr 1910 liegt da meiner Meinung nach ebenfalls eine Wurzel dieses Übels. Wenn man bedenkt,
dass in der damaligen Zeit vom Papst auch morderne Neuerungen wie z.B. die Eisenbahn verteufelt wurden,
hat sich die Ernsthaftigkeit von Vielem von selbst ereldigt. Die kath. Kirche hat sich gegen die moderne
Zeit ausgepsrochen, wäre am liebsten (so hatte man den Eindruck) im Mittelalter geblieben – brauchen
wir uns nicht zu wundern, wenn viele Menschen ebenfalls zu einem ähnlichen Eindruck kommen und ihr so
den Rücken zukehren! Auch die Kirche hat Schuld am Glaubensabfall – das ist eine Tatsache – leider!
Papa Pio Irgendwie komisch, oder? Da wird darüber gejammert, dass hier unklare Verdächtigungen ausgesprochen
werden, was wirklich im Würzburger Seminar vorgeht – aber dann geht es genauso weiter – über die angeblichen
Intrigen gegen unseren Diözesanbischof Friedhelm Hofmann. Da wissen Sie doch genauso wenig Fakten, oder?
Es wäre nett, wenn sich hier alle erst mal an die eigene Nase fassen würden, bevor sie über andere
urteilen. Und lieber Romulus: Ich verbitte mir die Bemerkung, ich wäre naiv! Wenn Chrysostomos97 wirklich
entsprechende Vorfälle hat erleben müssen, tut es mir sehr leid, das ändert jedoch nichts an der Tatsache,
dass ICH nichts dergleichen erlebt habe – und auch meine Kurskollegen, mit denen ich darüber gesprochen
habe, von keinen entsprechenden Vorfällen berichten konnten. Ich habe nicht behauptet, es gäbe so etwas
nicht, aber das weiß ich nicht – und das stimmt und ist nicht naiv! Außerdem wehre ich mich gegen die
Unterstellung: wam – wärmer – Würzburg! Ein solcher Satz ist eine Frechheit der großen Mehrheit der
Seminaristen gegenüber, die sich mit großen Ernst, bewusst und gewissenhaft auf diesen Weg gemacht haben!
Für mich stellt sich eher die Frage (da werde ich jetzt wieder einen Sturm der Entrüstung auslösen),
warum solche Vorfälle überhaupt passieren. Wenn wir als Kirche eine Sexualmoral entwickeln würden,
die nicht nach dem Motto lebt: es kann nicht sien, was nicht sein – sondern, eine, die auch mit dem Leben
der Menschen zu tun hat, wäre uns sehr geholfen!
Glaubensverlust in Deutschland Es mag sein, dass ein Großteil der Katholiken in Deutschland heute nicht
mehr regelmäßig die sonntägliche Messfeier besucht – nur, glauben die Teilnehmer hier wirklich allen
Ernstes, das wäre anders, wenn wir noch den „alten“ Ritus hätten? Da hätten wir keine 10 Gottesdienstbesuch
mehr, da hätten wir noch 1% – maximal! Und es ist Vertretern unserer Kirche wie Kardinal Lehmann zu verdanken,
dass es „nur“ so ist, wie es heute ist – und nicht noch viel schlimmer, was unweigerlich der Fall wäre,
wenn wir den Zustand vor dem II. Vaticanum heute noch hätten!
Hallo Romulus Vom Regens zum Vorstadtpfarrer! Vor Regens Weber war Karl Hillenbrand – jetzt Generalvikar
der Diözese – vor Regens Hillenbrand war Heinz Röschert – nach seiner Regentenzeit Pfarrer von Schweinfurt,
Hl. Geist, seit 1999 Pfarrer von Stockheim und Ostheim vor der Rhön – ein Regens, an den meines Wissens
ALLE seine Seminaristen mit großer Hochachtung zurückdenken!
Unterstellungen! Ich muss erst einmal feststellen, dass ich fassungslos und traurig bin, wie man hier
miteinander umgeht – über andere herzieht etc. In diesem kompletten Forum habe ich bisher nur unbewiesene
Vermutungen und Spekulationen gelesen! Ich war selbst sechseinhalb Jahre in diesem „Lustschlösschen“
Insasse und habe in dieser gesamten Zeit – weder unter dem aktuellen noch dem vorherigen Regens irgendwelche
„Erlebnisse“ gehabt noch von ihnen gehört! Die Redlichkeit gebietet eigentlich, erst Dinge in die Welt
zu setzen, die ich beweisen und belegen kann! Was würde wohl Jesus zu diesen Gehässigkeiten sagen, wenn
er diese hier lesen müsste? Ein bisschen mehr Nächstenliebe im Umgang miteinander würde uns als Kirche
gut zu Gesicht stehen!