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#52 Rheiny 17:46:52 | Dienstag, 13. September 2011
Ein solcher Freimaurerwürfel ist allein schon vom verfügbaren Platz her zur Zelebration denkbar ungeeignet. Da hat kein Messbuch mehr Platz, es sei denn man legt es vor sich hin und zelebriert wie aus dem Kochbuch. Und wehe es kommt noch die Mesnerin und will Blumen auf den Altar stellen, dann wirds echt eng ;)
Vielleicht sollten kirchliche Mitarbeiter, die zu unrecht beschuldigt wurden, auch diesen Weg gehen und auf die psychischen wie physischen Folge einer Verleumdungskampagne gegen sie hinweisen. Wenn ihnen dann ähnlich hohe Entschädigunszahlungen zustünden, würden wohl manche falsche Beschuldigungen und Verleumdungsversuche erst gar nicht entstehen.
Noch schlechter (in Bezug auf die Gottesdienstteilnehmer) als Mainz (10,7%) liegen: Köln: 10,5 % Hamburg:
10,3 % Hildesheim: 9,9% Aachen: 9,7% Essen: 9,5 % Kein Zufall: In Köln ist es sogar noch schlimmer als
in Mainz! Ich erwarte als Nächstes den Verriss der Kölner Eminenz! Quelle: www.dbk.de/…se/2010_Eckdaten.pdf
Mehr Infos !!! Hallo Redaktion: Mir fehlt noch die Einordnung in die klassischen Schubladen (z.B. altliberal
oder neokonservativ). Allerdings spricht eindeutig (und sicher auch umfänglich) gegen ihn, dass er während
des Zweiten Vatikanischen Konzils zum Priester und von JPII höchstpersönlich zum Bischof geweiht wurde.
Weil er wohl nicht auschließlich für die Alte Messe ist, dürfte jeder Versuch vergeblich sein, eine
gute Seite an ihm zu finden. Für diese Tatsache ist mir der Artikel zu langweilig, ja geradezu informativ
schlicht. @Humbelina: Hast du es schonmal mit Tschechisch versucht? Hab Nachsicht mit den armen Vatikandiplomanten.
Seufz … Ach, dem Selbstdenker Herrn Berens kann man auch nichts recht machen. Dreht sich halt alles
so hin wie er will. Heute sind im die Spätberufenen ein Dorn im Auge, morgen sind ihm dann die jungen
Neupriester noch zu unreif für das wahre Leben. Oder könnte es doch sein, dass vielleicht die Ausnahme
doch die Regel ist, und ihm nur sein Balken im Auge im Weg ist, die Wirklichkeit zu erkennen?
Basisdemokratie führt in den Untergang Anhörung? Nein, Entscheidungen wollen sie treffen, diese Klageweiber.
Natürlich kann man Empörung auch auf die Spitze treiben – dann geht es (wie hier) nicht um die konkrete
Sache, sie wird nur als Aufhänger benutzt. Der Spiegel (wie jedes andere Medium auch) disqualifiziert
sich, durch das stereotype Verwenden von emotionalen Worthülsen wie stockkonservativ, erzkonservativ,
altliberal, neokonservativ, … Ebenso disqualifizieren sich alle Leser, die auf solche Worthülsen hereinfallen
und sich dadurch radikalisieren lassen. Wenn man allerdings nicht argumentativ oder disziplinarisch gegen
solche Worthülsler angehen will, dann muss man wirklich einen langen Atem haben um die Kritik auf ungeliebte
Entscheidungen auszusitzen. Nur diesen langen Atmen haben die Bischof leider auch nicht. Und so wechseln
sich Zuckerbrot und Peitsche ab, anstatt eine klare Linie vorzugeben. Trainiert man dem Kirchenvolk das
Frustrationsgebaren als erfolgreiche Methode zur Durchsetzung unberechtigter Forderungen an, dann muss
man auch bereit sein, durch immer mehr Zugeständnisse diesen Mechanismus zu bedienen.
Freudiger Eifer … ? Wenn ich mir das so in den letzten Jahren anschaue, für was sich Leute ereifern
können, dann würde ich eine solche Aussage über die Liturgiereform mehr als kritisch hinterfragen.
Aber das macht eben wie so oft der zeitliche Abstand und die auch in anderen Bereichen gewonnene Erfahrung
aus. Es ist aber ein schönes Beispiel, dass es eben nicht allein vom Papst abhängt, was gemacht wird,
sondern eben auch von den Bischöfen vor Ort. Und wie gerade die deutschen Bischöfe JPII unter Druck
gesetzt haben (auch mit der hinter ihnen stehenden Meinungsmehrheit), das kann man an vielen Beispielen
belegen. Heutzutage ist es wohl fast aussichtslos, nach einer Phase der totalen Verwirrung auf liturgischem
Gebiet, nochmal so etwas wie ein einheitliches und in sich übereinstimmendes liturgisches Verständnis
herzustellen. Man stelle sich vor, ein Bischof würde beginnen, selbst die groben Verstöße zu disziplinieren –
die Welle der Empörung (auch aus der Priesterschaft) würde wie ein Tsunami über den Bischof hereinbrechen.
Ikonoklasmus pur Die Pfarrei muss ja Geld haben. Völlig unverständlich mit solchen Beträgen einen derartigen
Unsinn zu machen. Aber es entspricht erstaunlich dem Zustand der Deutschkatholischen Kirche: Der größte
Bildersturm aller Zeiten tobt seit 40 Jahren im Land der Dichter und Denker.
Gähn … Diese „Unterschreiberitis“ kann nun wirklich nicht der heutige Weg zur Klärung akuter Fragen
sein. Memorandum und Petition waren ja auch nur symbolische Scheingefechte. Im Grunde macht sich jetzt
jede Unterschriftenliste langsam aber sicher lächerlich.
#14 Rheiny 11:13:52 | Donnerstag, 24. Februar 2011
Zu spät … Jede einstweilige Verfügung kommt zu spät, da die verleumderische Aussage ja bereits veröffentlicht
wurde und sich in den Köpfen der Menschen als Eindruck festgesetzt hat. Diese Form der nachgeschobenen
„Gerechtigkeit“ ist ein zahnloser Tiger. Solche Verfahren hätten nur dann Wirkung, wenn mit der Unterlassungsverfügung
auch ein „Bußgeld“ in mind. fünfstelliger Höhe pro fehlerhafter Aussage verbunden wäre.
Opfern die Füße waschen … Das Waschen der Füße als Liebesdienst Jesu war sein Zeichen der Reinigung
von den Sünden. Darin besteht der Dienst Jesu an den Seinen (und entfaltet sich weiter in Abendmahl und
Kreuzesopfer). Dieser Ritus ist weit mehr als nur ein Zeichen des Dienens. Missbrauchsopfern die Füße
zu waschen halte ich für eine sehr zwiespältige Symbolik.
Einer allein ist nie der Schuldige Ob man JPII als den allein Schuldigen hinstellen kann, bezweifle ich.
Auch in Rom hat nicht einer allein das Sagen. Wenn ich das unwürdige Geschrei in Österreich und in der
Schweiz bei den letzten Bischofsernennungen anschaue, dann tragen da noch viel mehr Leute eine Verantwortung
an der Situation heute. Die Verunsicherung in Glauben und Handeln ist eben nicht nur eine Beobachtung
bei den Schafen, sondern auch bei den Hirten. Und mit Grausen stelle ich mir vor, ein Bischof würde künftig
(inkl. Meinungsumfragen und Wahlkampf) von den Diözesanen gewählt).
@SignumSaltutis Natürlich fordert das Memorandum die Abschaffung des Zölibates. Die generelle Möglichkeit
zwischen der zölibatären und nichtzölibatären Lebensform als Priester zu wählen, kommt nach den Jahrzehnten
der Anti-Zölibats-Ideologisierung der Abschaffung gleich. Jeder Priester, der unverheiratet bliebe würde
nach der Logik der unterirdischen Kirchenkritiker entweder ehe- und familienuntauglich, sexuell gehemmt,
schwul, egoman oder sonst an einer nicht akzeptablen Motivation „leiden“. Die bisherige Linie besagt ja,
dass nur verheiratete Menschen Ahnung vom Leben haben – so wird aus der Wahlfreiheit sehr schnell eine
Verheiratungspflicht. Das ist die Situation in unseren Breiten. Eine Freistellung des Zölibates bedeutet
also de facto dessen generelle Abschaffung. Ebenso verhält es sich bei der Frage nach einem Weiheamt
für Frauen, auch dort ist das „Diakonat der Frau“ nur die Vorstufe zum Frauenpriestertum. Wer tatsächlich
daran glaubt, dass die aufgehetzte Meute nach dem ersten Schritt nicht auch den zweiten fordern würde,
ist entweder dumm oder ein Demagoge. Aus diesem Grund und den jahrzehntelangen Erfahrungen mit diesen
Dauerthemen (und vor allem der Unkirchlichkeit ihrer Verfechter) ist es schlichtweg nicht möglich, ein
solches Dokument „vorurteilsfrei“ zu lesen. Ich sage nur: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“
…
@Met … Das ist richtig. Und das ist auch die eigentliche Herausforderung für die Pastoral bei Menschen,
deren Ehe gescheitert ist. Niemand wird das Leiden und die damit verbundenen Belastungen (auch für die
Kinder) in Abrede stellen. Wer sich entschließt, nach einer Trennung u./o. Scheidung bewußt keine neue
Beziehung einzugehen, der nimmt diesen Umstand vielleicht als Kreuz auf sich. Denn zumindest theoretisch
hält man dann dem Partner/der Partnerin die Chance offen, in die Gemeinsamkeit zurückzukehren. Durch
eine Wiederheirat macht man die Möglichkeit zur Versöhnung zunichte, sie lässt keine Umkehr des weggegangenen
Partners mehr zu. Darum kennt die Kirche auch keine Scheidung (in keinem Fall), wenn die Ehe sakramental
gültig geschlossen und vollzogen ist (Auflösung einer Naturehe oder Annullierung sind keine „Scheidung“).
@Met: Ehrlich sein oder Ahnung haben! Man darf aber auch nicht vergessen das Scheidungen in der lateinischen
Kirche erlaubt sind! Wobei diese Form der „Scheidungen“ nichts mit dem zu tun haben, was gesellschaftlich
unter Scheidung verstanden wird.
Schon oft beobachtet … Ein „Volksaltar“ passt in die kleinste Kirche. Ich kann aus eigener Erfahrung
das nur bestätigen. Hier sind wirklich Ideologen am Werk. Und wirklich treffend: Pfarrer kurz vor der
Pensionierung setzen sich (!) ein Denkmal, indem sie möglichst einschneidende Veränderungen durchdrücken.
Und dann erklären sie auch noch öffentlich: Bezahlen darf das mein Nachfolger. Und auch das ist nicht
selten: Solche Umbaupläne spalten Gemeinden oft noch nach Jahrzehnten.
@Vogel Sorry, ich kann Ihren Ausführungen nicht ganz folgen. Worauf wollen Sie mit dem Vergleich einer
Haushälterin hinaus? Das Zusammenwohnen unter einem Dach hat erst einmal nichts mit dem Zölibat zu tun.
Was meinen Sie mit „Zwangspolterung“? Habe gegoogelt, bin aber auf keine Erklärung gestoßen, die mich
vermuten läßt, was Sie meinen. Auch wenn man es immer wieder sagen muss: Die Kirche (genauer: die Diözesen)
zahlt nicht für die Kinder von Priestern. Dieses Märchen wird dadurch nicht wahr, dass man es immer
wieder ahnungslos in die Welt hinausposaunt. Jeder Priester zahlt, sofern er dazu verpflichtet ist, den
Unterhalt für Kinder aus eigener Tasche, vom eigenen Gehalt.
Der kleine Finger … @Gallow: Die Weihe von verheirateten ehemals evangelischen Pfarrern ist ein individueller
Weg, der Konversionsentscheidung eine Zukunft zu geben. Diese Fälle sind die absolute Ausnahme (schon
zahlenmäßig kann man daher nicht von einer eigenen „Klasse“ sprechen). Leider zeigt mir Ihre Argumentation,
dass die Weihe von verheirateten Konvertiten nicht als Akt der Großzügigkeit einem Einzelnen gegenüber
verstanden wird, sondern als eine Ausnahme, die zur Regel werden soll. Die Schlussfolgerung lautet daher,
auf die Priesterweihe von verheirateten Konvertiten in Zukunft grundsätzlich zu verzichten und ihnen
lediglich den Zugang zum ständigen Diakonat zu öffnen. Und übrigens: Heiratspflicht in der Bibel, Ehelosigkeit
verdammt … das sind auf das Priesteramt bezogen schon sehr abstruse Aussagen. @caritas2010: Ihre Worthülsen
wie „Freiheitsbotschaft“ zeigen mir, dass Sie sich wohl noch nie intensiv mit dem Ursprung und der Motivation
zur ehelosen Lebensform auseinander gesetzt haben. Lesen Sie dazu einmal Galater 5.
Pflichtzölibat ist immer auch Wahlzölibat [fett]@caritas2011:[fett] Erstaunlich, wie gut Sie mich und
meine „Taktik“ kennen. Sie sind schon sehr überheblich mit Ihrer Behauptung, es gäbe kaum Gründe für
den Pflichtzölibat, viele aber dagegen. Anscheinend haben Sie dann meinen Beitrag nicht gelesen. Oder
begehen Sie etwa den gleichen Fehler, den Sie anderen so gerne vorhalten, dass Sie nur Ihre eigene Meinung
gelten lassen. Es gehört nicht viel dazu, sich hier gegenseitig Wattebäuschen zuzuwerfen und gegeseitig
zu loben, wie toll und einsichtig man analysiert und kommentiert. [fett]@Regina 1961:[fett] Was den Umgangston
angeht kann ich Ihnen grundsätzlich zustimmen. Aber dass man einen Priester, der jahrelang nicht nur
sein Weiheversprechen gebrochen, sondern auch Bischof und Gläubige mit absoluter Dreistigkeit belogen
hat, verdient nun mal keine „zivile Heiligsprechung“. [fett]@Botschafter:[fett] Ich habe leider aus eigener
Erfahrung selbst erlebt, wie Pfarrer regelrecht abgezockt werden. Denen werden oft die größten Horrogeschichten
aufgetischt. Wenn man sich dagegen für die wirklichen persönlichen Lebensumstände interessiert, sind
die „Bettler“ oft nicht mehr interessiert. Die kirchlichen Stellen sind da wirklich die besseren Instanzen,
weil sie nachhaltig helfen und besser unterscheiden können, wer welche Hilfe braucht. [fett]@Ehrenmann:[fett]
Wenn sie meinen Beitrag aufmerksam gelesen hätten, wäre ihnen mein Hinweis auf die orthodoxe Praxis
im Vergleich zum westlichen Verständnis nicht entgangen.
Wahlzölibat bedeutet das Ende des katholischen Priestertums Würde die zölibatäre Lebensform einem
Priester freigestellt, würde es in kürzester Zeit zunächst zu einem Zwei-Klassen-Priestertum kommen.
Die öffentliche (veröffentlichte) Meinung ist so umfassend auf die Zölibatsablehnung dressiert, dass
auch diejenigen Priester, die unverheiratet bleiben konsequent abgelehnt werden müssen. Aus einer Wahlmöglichkeit
zur Heirat wird eine Pflicht zur Heirat. Anderenfalls haben diese zölibatären Priesters entweder a.)
keine abbekommen b.) sind schwul c.) oder gar Kinderschänder oder d.) einfach so egozentrisch, dass sie
nicht heiraten wollen. Spirituelle Argumente für den Zölibat gibt es in der Öffentlichkeit keine. In
der Folge hätte man dann die guten, modernen, menschenzugewandten, verheirateten Priester auf der einen
Seite. Auf der anderen Seite dann die ewig gestrigen Nostalgiker, auf die man getrost eine Hetzjagd nach
der anderen veranstalten kann. In Deutschland nach der Reformation (und den anderen westlichen Ländern)
bedeutet allerdings (anders als in den orthodoxen Kirchen) die Verheiratung der Priester eine ausdrückliche
Abkehr von der Sakramentalität der Weihe und der Eucharistie – was die Kirchlichkeit grundsätzlich in
Frage stellt. Also würde die Freistellung des Zölibates in d. westlichen Kirche zu einem vollständigen
Verschwinden des Glaubens an die zentralen Wesenselemente der Kirche führen (mehr als eh schon). Die
Folge wäre eine zweite protestantische Gemeinschaft, die sich nur noch das Deckmäntelchen katholisch
umhängt
Sowas wundert mich schon lange nicht mehr Auch wenn sich jetzt wieder viele darüber aufregen, dass kreuz.net
diesen Wechsel thematisiert: Die Fakten sprechen für sich.
#35 Rheiny 12:38:56 | Donnerstag, 21. Oktober 2010
In Wirklichkeit sind wir auf dem Weg zur Staatskirche In der aktuellen Diskussion um die Kirchensteuer
und Kirchenprivilegien wird oft argumentiert, dass es schließlich keine Staatskirche in Deutschland gäbe.
So wie sich z.Zt. Politiker in die innere Verfassung der Kirche einmischen und z.B. die Frauenordination
nach staatlichem Gleichheitssgrundsätzen durchsetzen wollen, sind wir aber auf dem besten Weg zu einer
richtigen Staatskirche. Am Ende wird dann eine Situation wie in China stehen. Die staatlich gedultete
und nach staatlichen Vorgaben organisierte Kirche (ohne Freiheit der Verkündigung und ohne Anspruch auf
die volle Glaubenswahrheit) und die Untergrundkirche, die bis aufs Blut bekämpft wird. In der Schweiz
steht dieser Schritt eigentlich kurz bevor und viele warten darauf, dass sich die Katholische Kirche von
der gegängelten Schweizer Staatskirche trennt (frei nach dem Motto „Machd doch eiern Drägg alleene!“).
Ein positives Wort zu EB Marx ist hier absolut nicht zu erwarten Es zählt allein, ob der Erzbischof ein
Unterstützer der Alten Messe ist oder nicht. Wenn ja, dann ist er gut – besser wäre es jedoch, wenn
er ausschließlich die Alte Messe zelebrieren würde und die neue Messe in seinem Bistum abschafft. Tut
er das nicht, hat er sich das Urteil schon selbst gesprochen, denn es gibt nur dieses eine Kriterium für
die Beurteilung eines Bischofs (zumindest im Welt- und Denkhorizont von kreuz.net).
@CarloBorromaeo In der heutigen Zeit, in der Verstöße gegen die kirchliche Disziplin nur noch sehr selektiv
geahndet werden, ist kein Priester mehr zum Gehorsam gegenüber den Bischöfen verpflichtet. Jeder ist
sich selbst der Nächste.
kairos_03 Ein Pfarrer darf in Deutschland die Kommunion niemals verweigern. Es ist Weisung der Bischöfe,
dass ein Pfarrer niemanden im Augenblick der Kommunionspendung zurückweisen darf. Ggf. muss er im Nachhinein
eine Person auf ein Kommunionhindernis ansprechen und um Einsicht werben, nicht mehr zur Kommunion hinzuzutreten.
Ist das aber wieder der Fall, darf der Priester die Person auch in diesem Fall nicht zurückweisen. Es
gilt das Gewissen der Person, die zur Kommunion geht. Das priesterliche Gewissen steht hier niedriger.
Also kann ich es gut verstehen, wenn Pfr. Jolie das kritisiert. Was anderes bleibt ihm in Deutschland
nicht übrig.
@THOMAE Ich schreib schnell einen Leer-Kommentar dazwischen, damit Sie wieder posten können. Noch ein
Tipp: Erst ab einer 8-fachen Widerholung desselben Beitrags erzielt er seine volle Wirkung (das habe ich
mal in einer Katakombe, wo sonst niemand hinkommt, gelesen). Wobei man beim Posten immer darauf achten
sollte, dass man aus seinen Vorlagen mit copy&paste immer den ganzen Text erwischt
@sbauer Ist doch super. Kirchensteuer wird in Deutschland immer knapper und gleichzeitig finanziert man
McKinsey-Beratung (die teuerste überhaupt). Und der Dialogprozess hat doch schon ein fertiges Drehbuch:
Man diskutiert lang und breit über die altbekannten Forderungen, gibt sich gegenseitig sein Leiden an
der Kirche zur Kenntnis, fordert das „unbewegliche Rom“ endlich zu einer Richtungskorrektur … nur um
am Ende festzustellen, dass sich die Weltkirche eben nicht um die deutschen Befindlichkeiten dreht. Vom
römischer Seite wird diesen Forderungen natürlich nicht nachgegeben. Aber man hat mit der Dialogoffensive
eine Erwartungshaltung geweckt, die ins Leere laufen muss und dann zu noch mehr Frustration führt. Es
ist wie in den vergangenen vierzig Jahren. Man hat den Menschen religiöse Bildung und Katechese versagt,
sie ermutigt, sich einen subjektiven Glauben zu basteln, und gleichzeitig das beliebte Klischee genährt,
dass der Feind in Rom sitzt und ohne den Papst eh alles schöner ist.
Gott doch einfach abschaffen Ich bin wie unser einfach gestrickter Katholik Berens der Meinung, dass man
die Menschen doch alles selbst entscheiden lassen soll: wie sie leben, was gut und was schlecht ist, was
richtig und was falsch ist. Wir nennen das schließlich Aufklärung. Denn die Aufklärung lehrt uns, dass
es nicht darauf ankommt, was richtig und was falsch ist. Solange es sich ein Mensch mit seiner subjektiven
Auffassungsgabe (die er als Verstand bezeichnet) einbildet, ist alles für ihn wahr und richtig. Die Kirche
sollte darum aufhören, von Gottes Willen, Gottes Geboten oder einer höheren Wahrheit zu sprechen. Es
zählt allein das, was der Mensch sich ausdenkt. Gott ist dafür da, dass er am Ende seinen Segen zugibt,
dafür ist Gott (als Erfindung von Menschen) schließlich nützlich. Und er muss sich darum an die Vorgabe
der Menschen halten, die da lautet: „Wir kommen alle alle in den Himmel“. Sollte sich wider Erwarten doch
herausstellen, dass Gott souverain ist und das mit der Kirche und den Geboten ernst gemeint hat, dass
er Blasphemien und Sakrilegien doch nicht kommentar- und folgenlos hinnimmt, dann kann man sich ja jenseitig
beschweren und versuchen, die Schuld wieder auf die Kirche zu schieben, die es versäumt hat, gegenüber
diesen Fragen konsequent zu bleiben, weil man ihr eingeredet hat, es seinen doch nur „Spinnereien“. P.S:
UND BITTE, JOBERENS, MACHEN SIE ENDLICH DIE KLAMMER HINTER IHRER PEINLICHEN, EINFACHGEDACHTEN SELBSTBEWEIHRÄUCHERUNG
ZU!
Esoterik hat Herder nicht nötig … Die Dt. Bischofskonferenz sorgt schon dafür, dass alle paar Jahre
neues Geld in die Verlagskassen gespült werden. Hier mal ein neues Beerdigungsrituale (das nach einem
Jahr bereits wieder überarbeitet wird), da mal eine Neufassung der Bibeltexte, des Messbuches und des
Breviers. Im Vergleich zum Ausland wird in Deutschland (nicht nur von Herder) mit liturgischen Büchern
richtig Kohle gemacht. An das neue (praxisuntaugliche) Gesangbuch möchte ich gar nicht denken.
#16 Rheiny 17:02:42 | Dienstag, 14. September 2010
Drohkulisse? „Angesichts der nachweisbaren Wahrheit wird es von Seiten des deutschen Volkes in dieser
Sache absolut kein Verständnis geben.“ Wenn Frau Roth das so geschrieben hat … was meint sie wohl damit?
Spielt sie auf die Justiz „im Namen des Volkes“ an? Droht sie etwa mit rechtlichen Schritten, wenn die
Vorwürfe aufrecht gehalten werden? Versucht sie, ein mögliches Opfer einzuschüchtern? Und wer hat überhaupt
welche Sache nachgewiesen? Baut sie etwa eine Drohkulisse auf? … Moment, da war doch noch jemand anderes,
dem sie das vorgeworfen hat. Ja richtig … und da Frau Roth ein vorbildliche und rechtschaffende Politikerin
ist, wird sie nicht zögern und Konsequenzen ziehen. Zunächst einmal von allen Ämtern zurücktreten
(natürlich nur vorsorglich, der Glaubwürdigkeit wegen), einen unerfahrenen Rechtsanwalt einschalten,
der die Vorwürfe gegen die Humanistische Union sammelt und als Tatsachenberichte veröffentlicht. Dann
könnte ich guten Gewissens sagen: Ich habs ja immer gewusst, die HU ist tief verstrickt in Kinderschänderei
(<-- bewusste Verallgemeinerung, heutzutage aber geduldet, ja quasi erwartet) und Frau Roth steckt da
über beide Ohren mit drin (<-- noch eine Unterstellung, die die BILD auf ihrer Titelseite sicher besser
hinbekommen würde … „Machte Claudia Roth mit Kinderschändern gemeinsame Sache?“). Ich warte jetzt
stündlich auf ihr zerknirschtes Schuldeingeständnis und ein Angebot zur Opferentschädigung … und
natürlich die Zurücknahme der Drohkulisse.
@Herrn Preßmayer Wenn ich die beiden Zitate auf gloria.tv recht interpretiere, dann spricht sich der
GV eindeutig für die Unersetzbarkeit der Hl. Messe aus. Wer den GV für diese Worte angreift, leistet
der allgemeinen Forderung nach Viri Probati Vorschub, denn nur so kann in den immer kleiner werdenen Pfarreien
noch überall die Hl. Messe gefeiert werden. Die Zusammenlegung von Pfarreien ist nicht nur eine Folge
des „Priestermangels“ sondern v.a. des Gläubigenmangels. Wer das nicht zur Kenntnis nimmt, hat noch nie
etwas von der Situation der Kirche in Missionsgebieten gehört. Das eigentliche Kernproblem liegt nicht
bei den Aussagen von GV Gruber, sondern, wie es im gloria-tv-Beitrag heißt, in der fehlenden Bereitschaft
der Gläubigen, auch kurze Wege in eine Nachbargemeinde in Kauf zu nehmen, bzw. einen WoGodi mit Kommunion
als gleichwertig mit einer Messe zu sehen. Letzterem wirkt GV Gruber entgegen, wenn er Andachten und reine
Wortgottesdienste als Möglichkeit nennt, damit eine Ortgemeinde auch neben der Messfeiern noch als Gemeide
zusammenkommen kann. Auch die Tatsache, dass mache Gemeinden den Einsatz von Ruheständlern ablehen, ist
sicher nicht auf den GV zurückzuführen, sondern ist durchaus öfters anzutreffen (bes. in der Schweiz).
Und nochmals: Die Kritik an den Festzeltgottesdiensten aus Dekorationsgründen stimme ich voll zu. Dem
GV dafür eine Abwertung der Eucharistie zu unterstellen ist absolut paradox.
Was will Herr Preßmayer sagen? Ich werde nicht schlau aus der Kritik von Herrn P. Was kritisiert er,
oder meint er zu kritisieren? Oder handelt es sich bei diesem Artikel um ein großes Missverständnis?
Zu den Aussagen von GV Gruber: Man kann sie eigentlich so interpretieren, dass sie in einer Zeit der zurückgehenden
Priesterzahlen den rechten weisen. Viele Gemeinden bestehen ja heute auf ihre „eigene“ Messe, selbst wenn
die Teilnehmer immer weniger werden. Fakt ist ja, dass nur das zählt, was vor Ort ist – in eine Nachbargemeinde
geht man aus Prinzip nicht. Dann ist es natürlich logisch, dass aus dem WsK-Lager die Forderung nach
Viri-Probati, nach Frauenpriestern, etc … kommt. Gemeinden brauchen die Eucharistie, auch ohne Priester.
Wenn der nicht verfügbar ist, dann hält man Wortgottesdienste, aber natürlich mit Kommunionausteilung.
Auf diese Weise schwindet das Bewußtsein der Hl. Messe völlig. Wenn GV Gruber als auf andere Formen
des gemeinschaftlichen Betens verweist, dann ist das nur konsequent und schützt die Hl. Messe. M.M. nach
dürfte es in Gemeinden, die an einem Sonntag keine Messfeier haben (sondern sich mit Nachbargemeinden
abwechseln) kein WoGodi mit Kommunionausteilung geben. Ebenso sollte die Andacht, das Rosenkranzgebet, …
nicht zur üblichen Messzeit stattfinden, sondern Nachmittags. Seine Meinung nach Messfeiern (vielleicht
sogar noch Open-Air oder im Festzelt) als Sahnehäubchen für weltliche Feiern teile ich völlig. Im Übrigen
wäre genau zu betrachten, was er wörtlich gesagt hat.
Immer großzügig sein Wird ein Pfarrer dann auch mal (wie bei manchen VIPs) sagen können: „Wenn die
siebte Ehe wahrhaft in Treue gelebt wird, dann liegt sicherlich Gottes Segen drauf“? – Naja, der lebt
halt in einer Welt mit nach oben offener Relativierungsskala.
Aha, auch noch alte Menschen beleidigen … Welche Kompetenz und Einfluss ein 37-jähriger Gesundheitsminister
in dieser Bunderregierung hat, wird uns dieser Tage wieder einmal sinnfällig vor Augen gestellt. Ich
bin durchaus dankbar für Lebens- und Amtserfahrung wenn es um die zentralen Bereiche der Kurie geht.
Pure Geldmacherei Danke, Herr Kardinal … dass Ihnen das erst einfällt, nachdem sich die Pfarrer und
Pfarreien diese neue Ausgabe (wie befohlen) angeschafft haben. Wenn in drei Jahren dann das erneuerte
neue Beerdigungsrituale erscheint, können sich die beteiligten Verlage wieder über einen Geldsegen freuen.
Aber diese Masche gab es ja schon öfters. Der Herder-Verlag verdankt den kirchlichen Lizenzen schließlich
sein Überleben. Auch das neue Gesangbuch ist für die Verlage wie ein 6er im Lotto.
Druckmittel In Irland hat es sich bereits herumgesprochen, dass man schon mit einem einzigen Missbrauchsvorwurf
einen missliebigen Priester aus einer Pfarrei herausmobben kann. Selbst wenn sich der Vorwurf schon bald
als unbegründet herausstellt, ist man den Priester los – da er sofort nach einer Anschuldigung beurlaubt
und aus der Pfarrei entfernt wird (man will sich ja keine Vertuschung oder zögerliches Handeln nachsagen
lassen). Er wird dann zwar wieder weiterarbeiten dürfen, aber eben woanders. Und schon haben die Initiatoren
ihr Ziel erreicht. Lästige Diskussionen im Pfarrgemeinderat oder inhaltliche Argumentationen mit dem
Pfarrer gehören damit der Vergangenheit an.
Wirklich traurig In der Tat ist es traurig. Die weiterführenden Schulen bei uns haben ja schon Informationsbroschüren
aufgelegt, in denen vermerkt ist, welche Lehrer verheiratet sind und welche nicht. Leider sind nicht alle
Lehrer bereit, ihren Beziehungsstatus zu veröffentlichen, obwohl das so wichtig wäre. Alleinstehende,
zölibatäre Lehrer … pfui. Die Priester leben ja den Zölibat freiwillig, aber Lehrer, die keine „abbekommen“
haben und deshalb alleinstehende, frustrierte und komplexbeladene Singles sind, sind ja noch ein viel
größeres Risiko. Wirklich unverantwortlich für denkende Eltern und den einen denkenden Katholiken.
Ich suche übrigens immer noch nach einem Ansprechpartner, bei dem ich mich über die Schläge in der
Grundschule beschweren kann. An die denke ich heute noch – und habe sie wirklich nicht verdient. Aber
es wäre an der Zeit, dass sich unser Kultusminister für diese Kultur des Prügelns an seinen Schulen
(wenn auch vor Jahrzehnten) einmal aufrichtig entschuldigt. Ich will ja kein Geld (obwohl das ja immer
schön ist welches zu bekommen). Aber dass der Minister endlich zu seiner Verantwortung steht und endlich
handelt, das würde mir als Opfer schon genügen. Aber er sitzt das untätig aus. Ich habe auch schon
an Claudia Roth geschrieben, aber leider gehöre ich nicht ihrer Partei an und habe deshalb keine Unterstützung
von ihr bekommen.
Purer Zynismus Das muss sich Bischof Schwarz schon ankreiden lassen: Wirft Pfr. Wagner emotionale Aufheizung
vor und hat in der ganzen Causa Weihbischof nie den Mut gefunden, die viefachen „Aufheizungen“ seiner
Dekane etc. auch nur annähernd in gleicher Weise zu charakterisieren. Sein Artikel ist Zynismus pur.
Pfr. Wagner hat sehr lange eine vorbildliche Appeacement-Haltung gezeigt. Jetzt verträgt es der Bischof
nicht, dass er deutlich seine Meinung sagt. Und das nicht einmal so deutlich wie die Kritiker von Wagner
ja auch durchs Land brüllen. Man mag vor kreuz.net halten was man will, aber anscheinend braucht es die
Überzeichnung in Wort und Stil, damit man einmal aufmerksam wird, wie die Dinge in Wirklichkeit laufen.
„Öffentlich“ Das ist genau das Problem. Solange etwas nicht „öffentlich“ oder „offensichtlich“ ist,
macht niemand ein Problem daraus. Wie bei den Geschiedenen, die standesamtlich wieder heiraten. Da macht
die Kirche ein Problem draus und verweigert ihnen die Kommunion. Würden sie beiden aber ohne Wiederheirat
zusammenleben (mit allen Implikationen), schert sich niemand drum. Keine Saktionen, keine Notwendigkeit
zur Beachtung. Erst die öffentliche Heirat bringt für die Kirche die Notwendigkeit mit sich, einzuschreiten.
Solange alles unter einem Deckmantel geschieht und man (zumindest theoretisch) behaupten kann, nicht in
die Privatsphäre schauen zu können. In der Praxis aber wirkt sich diese „Doppelmoral“ katastrophal auf
das Verständnis der Leute aus. So gibt es viele Beispiele, wo die „Hirten“ lange schweigen und erst spät
die Keule schwingen, dann aber um so heftiger. Die Menschen haben doch Augen im Kopf und sehen, dass da,
was manche Bischöfe so medienwirksam bestrafen, anderenorts die Regel ist und geduldet wird.
@RJH „In der katholischen Kirche darf es niemals eine Aufweichung des Zölibats geben!“ Das gibt es schon
längst. In den katholischen Gemeinschaften des Ostens … jetzt bald bei der Anglikanisch-Katholischen
Teilkirche. Der Papst selbst beendet in diesen Tagen den Pflichtzölibat. Warum keine Personalprälatur
für Priester, die dann doch heiraten wollen. Dann kommen sie den anderen nicht in die Quere und können
ihre eigenen Gemeinden und Anhänger um sich sammeln – und diesmal ganz legal. Wenn jetzt viele verheiratete
protestantische und anglikanische Pfarrer in die volle Gemeinschaft mit der römischen Kirche kommen,
dann kann man den bisher in ihr verwurzelten Priestern nicht die Lebensform verwehren, die die Neuankömmlinge
haben. Was bei den einen geht sollte für die anderen doch auch möglich sein. Ansonsten muss man es einfach
als „Pech“ bezeichnen, dass man „dummerweise“ zuerst schon katholisch war. Die Theologie der „Rückkehrökumene“
hat auch was sehr sympathisches an sich
Alle Gebote und Vorschriften abschaffen Die Kirche sollte alle Gebote und Vorschriften abschaffen. Schließlich
sind wir alle Sünder und keiner hat das Recht einem anderen etwas vorzuschreiben. Da im Grunde nur wichtig
ist, wie jeder einzelne Gott sieht und verehrt, braucht es auch keine festen Formen und Regeln. Und wenn
sich jeder seine Kirche so gestalten kann, wie er will, dann leben ja alle glücklich, weil es ja keinen
Stress und Druck gibt. Ich bin der festen Überzeugung, dass Jesus als das Höchste Gut des Menschen dessen
Freiheit und ein glückliches Leben gewollt hat, ganz ohne Repressalien. Die Kirche darf also niemals
dagegenstehen, wenn jemand auf seine Weise glücklich werden möchte. Gesetze, Dogmen, Regeln und Gebote
sind Menschenwerk. Darum muss man sie abschaffen. Wenn man nicht mehr zwischen richtig und falsch unterscheidet
und die Menschen entsprechend bewertet, wird ihnen einen große Last genommen. Schließlich hat jeder
ein Recht auf ein ruhiges Gewissen, ohne fremde Vorhaltungen. Gott will den Menschen ja nicht belasten,
sondern befreien und glücklich machen. Und die Notwendigkeit zur Befreiung gilt nicht nur in der Kirche,
sondern auch im Staat. Auch dort sollte man alle Gesetze und Regeln abschaffen, denn sie engen nur die
freie Entfaltung ein. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Ich kann nicht mit ansehen, dass Menschen, wie
der arme Pfarrer mit Familie leiden, weil ihm ein Gesetz aufgezwungen wird. Und wenn sich seine Ansichten
ändern, dann muss ihm die Kirche doch entgegenkommen.
*seufz* Da kann man mal wieder sehen: Stammtischgeschichten – wie die einer Päpstin – werden mit einer
nicht zu überbietenden Selbstsicherheit herumposaunt. Das beruhigt mich zum einen, weil ich seitdem auf
die Rufe nach Abschaffung des Zölibates, Priesterinnenweihe, etc … aus den gleichen Mündern grundsätzlich
nicht mehr höre (und auch – wie religious incorrect – noch nicht einmal mehr diskutiere). Auf der anderen
Seite mache ich mir aber doch Sorgen, weil die kollektive Dummheit anscheinend als Maßstab ausreicht.
Würde man eine Umfrage machen ‘Glauben Sie, dass es schon einmal eine Päpstin gab?’, dann würde es
da sicher eine Mehrheit geben (die sich das zumindest vorstellen kann) ohne je einmal nach den Belegen
gefragt zu haben. Und diese Leute halten sich für besonders fortschrittlich. Und wer nicht erkennt, dass
die Medien die Menschen manipulieren, der hat eh schon verloren.
Agieren nicht reagieren Bischof Schwarz hat anscheinend (leider) immer noch nicht verstanden, wie es in
seiner Diözese läuft: 1. Es genügt nicht, eine einzelne Personalentscheidung zu treffen und alle anderen
vergleichbaren Fälle zu ignorieren. Dieses scheibchenweise Vorgehen leistet nur seinen Kritikern Vorschub,
weil so der Eindruck entsteht, dass es um die Person und nicht um die Sache geht (vgl. Pfr. Friedl). Jahrelang
schweigen und zusehen, um dann plötzlich ein Machtwort zu sprechen, weckt sicher keine Sympathien. 2.
Bei unbequemen Entscheidungen muss man sich vorher eine Vorgehensweise überlegen und in die Offensive
gehen. Dabei muss man „Ross und Reiter nennen“. Die Pressemitteilung aus Linz ist ein Armutszeugnis. Wenn
ich weiss, welche Reaktion auf so eine Entscheidung zu erwarten ist, dann darf die Deutung dieser Entscheidung
und die Information der Öffentlichkeit nicht den Kritikern überlassen werden. Durch Stillhalten gewinnt
man nichts. Schon gar nicht, wenn ich mich über die Gründe ausschweige. 3. Wenn Bischof Schwarz jetzt
nicht Initiative zeigt und die unzähligen Problemfälle konsequent und ausdrücklich (!) angeht, dann
kann er jetzt schon seinen Hut nehmen. Er bleibt sonst immer der Gejagdte und wird in der öffentlichen
Diskussion nie mehr einen Fuß auf den Boden bekommen. Die Schweiz ist für die Kirche und den katholischen
Glauben verloren … Österreich steht kurz davor. Die Bischöfe sind offensichtlich nicht gewillt, dieser
Entwicklung etwas entgegen zu setzen.
Der Erzbischof ist in einen Formulierungen richtig gefährlich … Zu: Anderes Interview, andere Meinung?
Was bedeutet „theologisch verdeutlichen“? Das kann auch heißen, dass es sich um eine menschliche Floskel,
eine theologische Worthülse handelt, die keine direkte Wirklichkeit bezeichnet. Zudem erklärt er nicht
schlüssig, warum die Welt den Tod Jesu zu ihrer Erlösung „braucht“. Und mit dem Hinweis auf den Sündenbock
ist er wieder gefährlich nahe daran, auch den Tod Jesu nur noch symbolisch zu deuten …
Jenseits von Gut und Böse Man merkt dem ganzen Interview an, welche Absicht dahinter steht. Und von der
Intention des Redakteurs hat sich der Erzbischof einfangen lassen. Sein breites Grinsen zeigt, dass er
nicht das geringste der journaistischen Verdummung entgegen setzen möchte. EB Zollitsch ist eben ein
Vertreter der typischen Bischofsgeneration, die versucht, den Medien durch gefällige Formulierungen in
den A**** zu kriechen (und Beifall zu bekommen), ohne zu erkennen, dass so die vielen Fehlinformationen
innerhalb und außerhalb der Kirche verursacht werden.
Notstand Es ist schon schön, wie man alles, was man will, mit dem „Notstand“ begründen kann. Das hat
vor 20 Jahren schon geklappt, das wird auch heute und in den nächsten 20 Jahren klappen. Im Moment sieht
man nur das: Viele Zeichen des Entgegenkommens durch den Papst – Rückzugsstrategien auf der anderen Seite.
Jetzt versucht man also bei Pius, wie man krampfhaft den „schwarzen Peter“ wieder dem Papst unterjubeln
kann – nur damit man sich keinen Schritt bewegen, geschweige denn die eigenen Häresien eingestehen muss.
Achtung: Satire! Unser Pfarrer ist erst ganz kurz in seinem Amt. Er wurde 2006 zum Priester geweiht und
übernahm sogleich das Amt des Pfarrers (zugegeben, er kannte unsere Pfarrei schon länger, weil er hier
seit 1986 lebt). Die Gemeinde wollte ihn unbedingt auch als ihren Pfarrer haben, deshalb wurde nach seiner
Weihe gleich in dieses Amt berufen. Jetzt, nach zwei Jahren, hat er beschlossen, das gesamte Pfarrleben
und die Gottesdienste auf den Alten Ritus umzustellen. Er kann diesen Ritus zwar nicht zelebrieren, aber
er verstehe sich als Lernender. So wird die Pfarrei schrittweise umgestellt, der Papst hat dafür schon
seine Erlaubnis gegeben. Wer von den Gemeindemitgliedern diese Umstellung (in Einzelfällen natürlich)
nicht mitvollziehen kann, dem wird es möglich sein, eine Sonntagsmesse im Neuen Ritus (wahrscheinlich
um 6.30 Uhr) besuchen zu können. Weil der Alte Ritus und die alten Gewohnheiten zugegeben anspruchsvoll
und schwieirg sind, deshalb will er nur das übernehmen, was in heutiger Zeit „lebbar“ ist. Unser Pfarrer
erhofft sich einen Aufschwung des Pfarrlebens und der christlichen Spiritualität, denn im 16. Jahrhundert,
in dem der Alte Ritus verbreitet wurde, war es in der Kirche einfach schöner. Und die Menschen war frommer.
Und vielleicht auch noch ein Stück optimistischer?
@RRR … … dass der Papst noch nie selbst außerordentlich zelebriert hat, sollte man das Motu Proprio
nicht überschätzen. Und umgekehrt sollte man dieses Anliegen des Papstes auch nicht unterschätzen.
Und doch gibt es gerade zu diesem Thema ebenso unzählige Leute, die ihrerseits meinen, die Intention
des Papstes „zu definieren“ – gerade wenn es um die Ausführungsbestimmungen geht. Und dass dieses Thema
dem Papst ein Anliegen ist, sieht man nicht nur am Motu Proprio (--> „aus eigenem Antrieb“), sondern auch
an seinen bisherigen Veröffentlichungen.
@Landorganist Das Gerede vom Priestermangel ist ziemlich einseitig – wenn man sich die Betreuungsverhältnisse
zwischen Gläubigen und Priestern anschaut, dann sind wir heutzutage nicht wesentlich schlechter gestellt.
Wenn man dann noch wagt, nicht die Zahl der Taufscheinchristen, sondern die der regelmäßigen Gottesdienstbesucher
und derjenigen, die am Leben der Pfarrei teilnehmen zu berücksichtigen, dann können wir wahrlich nicht
vom Priestermangel sprechen. Natürlich gibt es dieses Besitzstandsdenken, dass manche Sonntagsgottesdienste
so krampfhaft verteidigt werden, obwohl kaum noch Feiernde zusammenkommen. Für viele ist schon eine veränderte
Gottesdienstzeit ein Weltuntergang (da werden viele neue Gemeindegemeinschaften noch harte Kämpfe ausfechten).
Gerade im ländlichen Gebiet wird sich immer die Frage stellen, ob es am Ort mit 300 Katholiken und 10%
Kirchenbesuch noch eine eigene Sonntagsmesse geben muss, wenn im 2km-Nachbarort ein Angebot gegeben ist.
Im Übrigen hat es das schon immer gegeben, dass sich Ortschaften und damit auch Pfarreien dynamisch entwickelten.
Darum ist es auch kein Problem, wenn ein Pfarrer z.B. drei oder vier solcher Mini-Pfarreien in seiner
Verantwortung zusammenfasst und in seiner Person das verbindende seelsorgliche Element darstellt. Unsinn
aber ist es, 10 -15 Pfarreien (eigentlich schon Dekanate) zu einer neuen Pfarrei zusammenzulegen, hier
dann eine ganze Handvoll Priester einzusetzen, die aber selbst keine Leitungskompetenz haben – nur der
Superpfarrer…
Strukturen? Alte Strukturen – neue Strukturen … man muss immer berücksichtigen, was möglich und sinnvoll
ist. Dabei sollte man aber immer den klassischen Grundsatz berücksichtigen „Eine Herde – ein Hirte“.
Groß-Strukturen zu schaffen, in denen viele Seelsorger vor sich hin wurschteln ohne wirklich einen umgrenzten
Bereich in der Verantwortung zu haben, wird über kurz oder lang das Ende jeder wirklichen Seelsorge bedeuten.
So erreicht man nur, dass zwar alle vorgesehenen Gottesdienste und Kasualien bedient werden, für viel
mehr, tiefergehendes, reicht das dann nicht mehr. Darum: Ein Priester, der auch Pfarrer sein kann, soll
auch eine Pfarrei leiten und für sie verantwortlich sein. Eine überpfarrliche Kooperation ist dadurch
ja nicht ausgeschlossen und funktioniert vielerorts schon hervorragend. Wer aber weiß wieviel Zeit in
sinn- und ergebnislosen „Team“-gesprächen abgesessen wird, kann sich denken, dass für die Seelsorge
nicht mehr viel Kraft und Zeit übrigbleibt.
Kostenfaktor Pfarrer? Auf den ersten Blick mag man vermuten können, dass sich ein Bistum damit Geld sparen
möchte, indem man in jeder dieser „Gemeinschaften von Gemeinden“ (ausdrücklich nicht Pfarreien!!!) nur
noch einen nominellen „Super“-Pfarrer als Pfarrer zu besolden braucht. Die anderen priesterlichen Mitarbeiter
(wie auch immer man sie dann nennt) stehen ja auf der Ebene von Vikaren (auch in der Gehaltsklasse). In
Wirklichkeit möchte man mit diesem System die neue Priestergeneration so lange wie möglich aus dem Kreis
der verantwortlichen Seelsorger fernhalten. Auch wenn ein Priester, der einem Teilbereich dieser neuen
Struktur zugewiesen ist (wie es früher ein Pfarrer dort war), so steht über ihm immer noch der eigentliche
Super-Pfarrer, der im Zweifelsfall das Sagen hat (auch wenn er sonst mit der Seelsorge nix mehr am Hut
hat, weil er ausschließlich die Verwaltung führt). Jeder unbequeme Priester in den Augen des Alt-68er-Dunstkreises
kann so noch lange in Schach gehalten werden. Und für das Ordinariat wird es noch einfacher, wenn nur
72 willfährige („linientreue“) Pfarrer gefunden werden müssen, als man es bei 537 tun musste. Aber Halt –
nicht dass man da eine böse Absicht vermuten würde. Schließlich ist es ein wichtiges Anliegen, die
Einheit im Klerus eines Bistums zu wahren, und sich nicht von der neuen Priestergeneration eine Spaltung
ins Bistum tragen zu lassen. Junge Priester sind schließlich suspekt, wenn sie z.B. wieder Priesterkleidung
tragen oder mal den Rosenkranz beten.
@HeinrichvonOfterdingen … die KU Eichstätt hat überhaupt keine Chance wenn sie sich ein klares katholisches
Profil zulegt. Dies ist allerdings auch nicht zu befürchten. Ohne ein katholisches Profil wird es sich
für den VDD und besonders die Bayerischen Bistümer wohl kaum lohnen, die gesamte Uni noch finanziell
zu unterstützen. Die Theologenausbildung kann man auch in eigener Regie an einer Kirchlichen Hochschule
organisieren. Und was dann noch übrig bleibt, kann auch woanders leicht integriert werden. Der Staat
wird zwar dann den kirchlichen Anteil selbst kompensieren müssen – aber das wird er verschmerzen können.
Denn es fällt leicht, wenn man den Standort ganz aufgibt. Das aber wäre weniger für die Kirche eine
Katastrophe als für die Stadt Eichstätt und die ganze Region.
Panne bei der Kandidatenauswahl? Die KU Eichstätt-Ingolstadt hat nur eine Überlebenschance, wenn sie
sich durch ein eindeutiges und klares katholisches Profil als förderungswürdig erweist. Nach Presselage
scheint die eheliche Situation des designierten Präsidenten wohl nicht das Problem zu sein.
Was natürlich noch zu sagen ist … Die Ermordung des Erzbischofs ist natürlich durch nichts zu rechtfertigen
und aufs schärfste zu veruteilen. Er hat einen Platz in meinen Gebeten wie auch alle dortige Christen
in dieser schweren Situation.
@Beobachterin – Darfs noch ein Bier zu ihren Stammtischparolen sein? Die Christen im Irak werden schon
lange von radikalen islamischen Gruppen verfolgt und sind Opfer ethnischer Vertreibungen. … und alle
Moslems hier in Deutschland, wie überall in der Welt, unterstützen die Christenverfolgung und heißen
sie gut. Darum sollten wir (Christen) mit aller Härte zurückschlagen und die islamische Gefahr ein für
alle Mal bannen. Wir können froh sein, dass unser Innenminister noch lebt, denn bei jeder Islamkonferenz
tragen die Moslems ja Dolche unter ihrem Gewand und warten auf die erstbeste Gelegenheit, jeden Christen
in ihrer Umgebung abzuschlachten … [Ironie aus] … Klasse Argumentation :)3
Videotext – Meldung Nach den ital. Presseberichten bezieht sich diese Regelung auf die außerordentliche
Form um Verwischungen etc. zu vermeiden und klarzustellen, dass auch die äußeren Regelungen für die
Gläubigen im Ritus einzuhalten sind. Ansonsten gelte weiter die Aussage in Redemptionis sacramentum,
nach dem es dem Gläubigen frei steht, ob er die Kommunion auf die Hand oder den Mund empfangen möchte.
@Aleph Da macht kein Dogma und keine Glaubensvorschrift etwas besser oder schlechter. Es geht immer um
diesen gleichen JX. Es ist immer in allen Fällen eine Geheimnis des Glaubens. Das geht aber jeden Menschen
ganz persönlich etwas an. Damit führen sich Kirche und Glaube ad absurdum. Natürlich ist es dann müßig
über die Eucharistie zu diskutieren, wenn man den gemeinsamen Glauben an die Kirche und die Offenbarung
Gottes nicht teilt. Jedem ist es natürlich unbenommen, zu glauben was er will. Aber dann nicht beleidigt
sein, wenn die Kirche dann feststellt: Es ist nicht der Glaube der Kirche, und Konsequenzen zieht. Das
gilt für Pfarrer natürlich auch.
@Aleph Bei gemeinsamen Feiern dieser Art geht es schon auch um Glaube. Im Vordergrund steht aber doch
das gemeinsame Mahl, in dem sich Jesus Christus mitteilt. Wie: das ist das Geheimnis des Glaubens. Das
ist aber genau das Problem: Jesus teilt sich nicht „im gemeinsamen Mahl“ mit, sondern dadurch, dass wir
ihn im Sakrament (d.i. sein Leib und sein Blut) empfangen. Wenn es nur um das Mahl geht, dann kann ich
das auch im Restaurant haben – und dazu noch viel geschmacksintensiver. Und nochmal: Das „Geheimnis des
Glaubens“ ist objektive Offenbarung, nicht das was ich mir einbilde oder subjektiv denke. Es kann also
nicht jeder kommen und die Kommunion als das empfangen, was er darunter verstehen möchte. Darum ist die
Kommuniongemeinschaft auch nicht ein Schritt in der Ökumene (am Anfang) sondern sichtbares Zeichen der
erreichten, vollständigen Gemeinschaft im Glauben (am Ende). Darin liegt aber doch die Faszination des
Geschehens. Die ist außerhalb der Kirchenmauern geraten und niemand wird in der Lage sein, diese Begeisterung
wieder ausschließlich auf den Kirchenraum zu konzentrieren. Davon werden die Kirchen nicht voller werden.
Begeisterung und Faszination erleben wir überall … auch in den Freikirchen, den Pfingstkirchen und
den Sekten. Aber hier wird Spaltung gefestigt und vorangetrieben. Der Heilige Geist aber zeigt sich darin,
dass er zur Einheit in der einen Kirche führt (vgl. www.kreuz.net/article.5429.html).
@Aleph Wenn das Bedürfnis und Interesse der Jugendlichen und Erwachsenen an solchen gemeinsamen Feiern
zwischenzeitlich so stark ist, wird es immer auch Mittel und Wege zu solchen gemeinsamen Abendmahlsfeiern
geben. Erstaunlich ist, dass es zwar ein postuliertes Bedürfnis gibt, zur katholischen Eucharistie zu
gehen, aber nicht das Bedürfnis, auch den katholischen Glauben zu teilen. Dieses subjektive Bedürfnis
kann also nicht Maßstab für kirchliches Handeln sein. Die Kirche hat da kaum Möglichkeiten, korrigierend
in ihrem Sinne einzugreifen. Das ist nun mal Fakt und sollte auch als Fakt im Raum stehen bleiben, weil
er zum Selbstverständnis der Kirche gehört. An der gängigen Praxis wird dieser Fakt aber kaum etwas
ändern. Ich würde es eher so sagen: Sie hat nicht mehr die Möglichkeit, korrigierend einzugreifen,
ohne auf eine große Anzahl von Menschen zu stoßen, die – auf Grund ihrer subjektiven, zementierten Meinung –
das katholische Verständnis nicht mehr teilen können und sich dann wie wild gebärden. An diesem Beispiel
sieht man sehr gut, wie die Verantwortlichen in der Kirche durch ihr Schweigen und Hinnehmen ein Problem
noch vergrößern, anstatt es zu lösen. Darum ist es jetzt umso unverständlicher, gerade im Bereich
der Jugendarbeit einen Priester einzusetzen, der in diesen Fragen persönlich vorbelastet ist. Außerdem:
Die normative Kraft des Faktischen mag in der Staatsphilosophie funktionieren – in Bezug auf die göttliche
Wahrheit tut sie das nicht.
@Steini1974 Allein in meiner Pfarrei war das noch monatelang immer wieder aufgerührt worden. Bei jeder
passenden und umpassenden Gelegenheit. Unser Pfarrer hatte aus dem Grund sogar eine Fastenpredigtreihe
im Jahr drauf angesetzt, bewusst – wie er sagte – um die Diskussion bei den Leuten einmal auf die theologischen
Inhalte zu stellen und nicht nur auf die persönliche Unwissenheit. Das mit der Interkommunion in der
Jugendarbeit kann ich nur bestätigen. War lange bei den Pfadis und auch beim BDKJ aktiv. Da gehen alle
zur Kommunion, katholisch oder nicht. Der eine Jugendpfarrer hatte ausdrücklich zu aufgefordert, ein
anderer hats (stillschweigend) hingenommen und einfach nichts gesagt. Ein früherer Jugendpfarrer ist
deswegen einmal nicht zum Präses eines Jugendverbandes gewählt worden, weil er bei der Personalbefragung
sinngemäß gesagt hatte: „Kommunion für alle ist nicht so einfach, das kann man nicht einfach selbstverständlich
so handhaben“. Gut, kein Vorwurf an die Jugendlichen, die von dem Thema meist halt keine Ahnung haben.
Aber es zählt halt nicht das, was man meint, sondern was es in Wirklichkeit bedeutet.