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Biologie Ich kenne solche Artikel auch. Religionsausübung ist also, als Neigung, so biologisch wie das
Temperament, oder eine Veranlagung zur Intelligenz, Veranlagung zur Sportlichkeit usw. In der Regel werden
Gleichgesinnte zu Gleichgesinnten finden, gerade in so politisch aufgeladenen Sachen wie Religion. Religion
tangiert das Handeln direkt und unmittelbar, niemand kann dauerhaft religiös sein, wenn er die Gebote
seiner Religion missachtet. Und die Atheisten machen sich sowieso einen Sport daraus, die Religiösen
zu diskriminieren. So bilden sich Milieus. Von daher stimme ich der Annahme zu, dass sich solche Neigungen
heute verstärken oder abschwächen. Partnerwahl/Zuchtwahlist ein Mechanismus der Evolution. Genauso wie
Isolation. Auch Milieubildung ist könnte man als eine Form der Isolation beschreiben. Ein anderer Mechanismus
wären Gendrift und Selektion. Heute kommen ja viele Islamisten und solche herein, was die Anzahl an „Religionsbegabten“
erhöhen sollte, wenn auch nicht die Anzahl an Katholiken oder Christen im Speziellen. Es kommt also zu
einem Gendrift zugunsten der Menschen mit Neigung zur Religiösität. Ich weiß nicht ob Religiöse und
Unreligiöse mehr oder weniger Nachwuchs haben, aber falls es stimmt, dann wäre das eine Form freiwilliger
Selbstselektion. Auf jeden Fall haben Religiöse die besseren Werte fürs Familienleben, eine positive
Identifikation, Konzepte der Erziehung und des Zusammenlebens, während Areligiöse zu Scheidung, Patchwork,
Relativismus neigen.