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Mit dem Strafrecht winken ist in dieser Sache meines Erachtens verfehlt. Wer derlei Dinge über Fr. Rogér
in die Tasten tippt, bedarf vielmehr liebevollen Zuspruchs dahingehend, dass er professionelle Hilfe sucht.
Seine vermutbaren seelischen Defizite, die hier zum Vorschein kommen und womöglich auf schlimmen Traumata
basieren, dürften durchaus therapierbar sein.
Oh, Brandenburgis, danke! Endlich offenbart jemand, welch Frevler unser lieber Papst gewesen ist! Spaß
beiseite: Mit diesem Beitrag reihst Du Dich ein in die Liga jener, denen man vorwirft „päpstlicher als
der Papst“ zu sein. Ich wünsche Dir, dass Du noch jung genug bist, um das Priesteramt zu erlangen, über
Kurzstationen als Dechant und Weihbischof dann Diözesanbischof zu werden – und schließlich, als Cardinal
Brandenburgis nach dem Konklave Deinen Namen hinter dem „habemus papam“ zu hören. Endlich hätten wir
dann einen frevelfreien Pontifex Maximus! Nebenbei: Einige der vorstehenden Beiträge scheinen abzudriften
in ein unsägliches Hickhack (christologischer Disput wäre eine zu anspruchsvolle Bezeichnung) über
die Gott-Mensch-Frage. Sie ist doch längst entschieden. Oder regredieren hier einige Schreiber? Ich dachte,
die Auseinandersetzungen um Arianer, Nestorianer, Monophysiten, Monotheleten, Pelagianer usw. usw. gehörten
spätestens seit 529 (2. Synode von Orange) der Vergangenheit an… Hier noch nicht?
Kommunionfrevel wird das Geschehene genannt? Oha! Was war denn dann die Kommunion-Spendung für den evangelischen
Taizé-Gründer Bruder Rogér (Gott hab ihn selig), die der Papst höchtpersönlich vorgenommen hat??
Unser lieber Herr Jesus würde, wenn das Ganze nicht so traurig wäre, vermutlich herzhaft lachen über
soviel Kleinkariertheit, wie sie in der „bischöflichen Verwarnung“ erkennbar wird, und er würde erinnern:
„Ihr Lieben, für a l l e hab ich meinen Leib gegeben, und für a l l e will ich auch heute noch gegenwärtig
sein im Brot des Lebens und der Liebe!“ Und den Mann im schwarzen Talar hat er gewiss genau so lieb wie
den Mann im Bischofslila!
Ein fieses Buch Menschen, die an Gott glauben, sind in den Hass-Fokus dieses fiesen Buches geraten. Subtil
wird Kindern „beigebracht“, wie schön es doch ohne das Religiöse sei. Keinesfalls will ich den Autoren
dieses Machwerks irgendeine Nähe zur NS-Ideologie unterstellen, aber beim Betrachten des Ferkel-Buches,
insbesondere des darin abgebildeten Rabbiners, muss ich doch unwillkürlich an Kinderbücher aus den 30er
Jahren denken, in denen gegen unsere Brüder und Schwestern im Glauben an den einen Gott – gegen die Juden –
gehetzt wurde. Und auch der „Bischof“ erinnert mich an Karikaturen, mit denen man im „3. Reich“ Kleriker
lächerlich zu machen versuchte. Wehret den Anfängen!
Religiöses schützen @HRB Leider gibt es dort, wo Tausende zusammenkommen, auch Auswüchse. Bei jedem
Schützen- bzw. Karnevalsumzug torkeln sinnlos lallend Betrunkene herum und pöbeln, und leider gibt es
auch bei CSDs usw. Entsprechendes – ganz schlimm: Die Verhöhnung religiöser Symbole oder gar unseres
Herrn und seiner Mutter (deren Fürsprache ich übrigens viel zu verdanken habe). Bei meiner ganzen Sympathie
für die entsprechende „Szene“: Auch ich bin sehr betrübt, wenn ich solche Sachen sehe, wie sie HRB erwähnt.
Schade, dass solche Entgleisungen immer gleich ein schlechtes Licht auf alle CSD-Teilnehmer werfen. Aber
das ist ähnlich wie z. B. bei einer Anti-Atomkraft-Demonstration: Tausende ziehen friedlich mit – sie
werden in den Medien am Rande erwähnt. Ein kleines Grüppchen Radikaler wirft Steine – und schon heißt
es im Fernsehen über die Demo: „Chaoten tobten vor dem Atomkraftwerk“ oder ähnlich. Angemerkt sei, dass
sehr viele Schwule, Lesben, Trannys etc. gläubig sind, darunter ernsthaft praktizierende Katholiken,
und es gibt sogar eine „eigene Kirche“ (MCC) für die schwullesbische usw. Szene. (Wobei ich da allerdings
lieber von Glaubensgemeinschaft spreche – die Einstufung als Kirche fällt mir aus katholischer Sicht
doch etwas schwer). Fazit nochmal: Religiöses gilt es zu schützen: Ob Darstellungen des Abendmahls,
ein Marienbild, eine Mohammed-Darstellung usw. usw.: So etwas gehört nicht in den CSD!!!
Traurige Hass-Ausbrüche Ja, wenn man nicht den Anti-Homo-Hammer schwingt, wird man mit netten Worten
bedacht wie „Antichrist“ etc. etc. Wie primitiv, wie fern von dem, was Jesus Liebe nennt. Ich empfehle
all den Hass-Schreibern: Besuchen Sie doch einmal einen Christopher-Street-Day, um Toleranz, um liebevollen,
gewalt- und hassfreien Umgang miteinandern kennen zu lernen, denn: Auch in der von Ihnen diskriminierten
„Szene“ gibt es durchaus sehr viel Nuancen und Verschiedenheiten, und dennoch: man geht liebe- und verständnisvoll
miteinander um! Beispiel: Keinem „Lederboy“ in martialisch anmutendem Outfit, keinem „Bären“ (sehr männlich
aussehende, Bart tragende Homosexuelle) würde etwa einen „Tranny“ (Mann, der sich ganz als Frau gestylt
hat) verhöhnen oder gar beleidigen. Solche und andere Teilnehmer einer CSD-Parade oder anderer schwullesbischer
Manifestationen sind mir deshalb letztlich sympathischer als Menschen, die sich bei der Fronleichnam-Prozession
in fromme Lieder hüllen, später dann aber ihren hasserfüllten verbalen Geifer auf Menschen speien,
die anders Leben als sie.
Nichts Unreines Genau! Richtig, Myriam! Da sind wir einer Meinung: Gott hat nichts Unreines geschaffen.
Das gilt auch für Homosexuelle, Transsexuelle, Bisexuelle etc.: Sie alle sind Gottes Geschöpfe – und
unrein sind sie keinesfalls, sondern von Gott geliebt – so wie sie sind. Noch kurz zum Thema Glaube und
Vernunft: ich hatte „sowohl als auch“ geschrieben, das heißt also: eine Verbindung von Glauben und Vernunft.
Ich bejahe den Konsens beider Elemente, bejahe in diesem Zusammenhang voll und ganz die entsprechenen
Postulate Thomas v. Aquins und ganz besonders die entsprechenden Aussagen unseres Papstes, wie er sie
beipielsweise in der „Regensburger Rede“ während seines Deutschland-Besuchs getroffen hat.
Zu oberflächlich Myriams Art der Bibellektüre ist im fundamentalistischen Bereich leider Gang und Gäbe.
Die grundsätzlichen Regeln einer – sowohl Glauben als auch Vernunft respektierenden – ernst zu nehmenden
Bibel-Rezeption werden dabei außer Acht gelassen. Hierzu gäbe es nun ausgesprochen viel zu sagen, nur
eine Anmerkung: Es gilt, (auch die zitierten) Bibelstellen stets im historischen Kontext (und damit auch
vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Gegebenheiten jener Zeit) zu lesen. Es ist, vorsichtig formuliert,
oberflächlich und äußerst schlicht konstruiert, auf der Grundlage der zitierten Stellen den verbalen
„Keulenschlag“ gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen rechtfertigen zu wollen. Wie theologisch inkorrekt
solches Verfahren ist, soll hier gar nicht erörtert werden…!
Ein böser Bericht voller Hetze Ein wirklich schlimmer Bericht ist dies. Aber nicht, was das Ereignis
betrifft, sondern hinsichtlich der Art und Weise, wie hier Menschen aufgrund ihrer sexuellen Präferenz
niedergemacht werden. Als „Perverse“, als „Militante“ werden sie diskriminiert, und für die „Qualität!
des Berichts spricht auch, wie viele Zeilen er ordnungswidrigem Handeln widmet. Welch grässliche Tat,
irgendetwas zu bekleben! Der Inhalt des vorliegenden Berichts widerspricht eklatant dem Liebesgebot Jesu
Christi. Aber, liebe Verfasser, seien sie getrost: ER hat auch ein offenes Herz und Vergebung für Menschen,
deren verklemmte (meines erachtens therapiebedürftige) Weltsicht sich in Zeilen wie den von mir kritisierten
manifestiert. Vergessen Sie doch bitte nicht, werte Verfasser, welch schlimme Folgen vor gar nicht so
vielen Jahrzehnten die Diskriminierung von Menschen hatte, die ihr Beziehungs- und Liebesleben aufgrund
ihrer (meiner Ansicht nach gottgewollten Eigenart) nicht so gestalten, wie es der „Volksnorm“ entsprach…