Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Regina: Index in die Index-Liste unserer politisch Korrektheit gehören noch viele anderen Bücher und
Autoren: Konfuzius: wegen Verumlimpfung der Frauen (er wagte sogar zu sagen, daß Frauen dem Mann unterwürfig
sein müssen). Augustinus: er hat was gegen Sex. die Bibel: Paulus redet gegen Homosexualität Narbokov:
wegen propagierter Kinderschändung Buddha: er hat gewagt zu sagen, daß das dieseitige Leben ein Leiden
ist. Aristoteles: er hat gewagt zu sagen, daß die Frau aus Mangel entstanden ist. Platon: wegen antidemokratischer
Gesinnung Carl Schmitt, Heidegger,… Liste beliebig fortsetzbar
@Regina: Sortierung in der Hölle Gewiß ist alles in der Hölle sortiert. Siehe Dante, „Divina Comedia“,
jede Sorte Sünde hat die entsprechende Strafe. Sehr politisch unkorrekt. Ich wundere mich schon, daß
man Dante nicht verboten und öffentlich verbrannt hat.
@Martin Berger: Sperrung Das stimmt nicht. Zensur von kritischer Meinung ist hier nicht der Fall. Sonst
würde Sie nicht mehr so viele Leser wie „Stimme“, „Joberens“ treffen. Jesuit hat leider uns mit bayerischen
Kabaretten aufheitern wollen, und das fällt dann unter Rubrik „unsachlich“, und nach der Nutzungsbedingung
wird sowas gelöscht.
@Jesuit: alternative Therapie Es gibt noch ein anderes Verfahren: man bindet einem auf einer Bank, reibt
Salz auf seine Fußsohlen. Dann bindet man die Ziegen los, und die leckern dann am Sohlen den Salz ab…
@freddie: Deine letzte Zuschrift Frau Gämperle ist ihren Weg gegangen. Die Gründe, ihr Gelübde zu brechen,
wird sie allein vor dem barmherzigen Gott verantworten müssen. Jegliche Häme und Überheblichkeit ihr
gegenüber ist unpassend. fertig. Damit bin ich ja auch einverstanden!
@freddie schenk: Ergänzung (ich habe nicht gemeint, daß Du Biene Maja kritisierst) Ich meinte die anderen
(oder habe ich ihre Äußerungen zu stark interpretiert, kann auch sein). @Kunstmaler: wenn Gott Gebete
erhört und Krankheiten so heilt, dann kann er auch unsere Krankenkasse ersetzen. Heute erlebt der Glaube
eine Krise, die Menschen haben nur das Diesseitige Leben in Auge und verharrt nur auf vergänglichen Vorteilen.
Was die Seele und ihr Heil ist, haben die meisten Menschen längst vergessen. Das ist auch eine Errungenschaft
des Wohlfahrtstaates. Der sich langsam nicht mehr finanzieren läßt. Der Wohlfahrsstaat gaukelt den Bürgern
ein Leben ohne Sorgen und Schmerzen vor, ist das zu verwirklichen?
@freddi schenk: Dein Einwand ich frage mich, was es bedeutet, wenn jemand sich so wenig selbst liebt,
dass er all sein Sein, seine Bedürfnisse, seine Wünsche, Träume und Hoffnungen, das eigene Leben dabei
wohl nicht mehr als wichtig erachtet. Das nennt man wohl Altruismus! Ich vermute, dass im Leben eines
solchen Menschen irgendetwas nicht stimmt. Und das meine ich weder vorwurfsvoll noch despektierlich. Die
Heiligen sind eben größer als wir alle. Und sie haben andere Träume, Wünsche und Hoffnungen: diese
sind für die Heiligen einzig und allein Gott. Daher geben sie ihr winziges kleines, vergängliches Ego
für Gott auf, der ewig und die höchste Schönheit, das höchste Gut ist. Fehlt diese Liebe zu Gott,
ist die Kraft zur Selbstverleugung auch nicht vorhanden. Ich habe diese Kraft nicht, aber ich bewundere
und verehre Menschen, die diese Kraft besitzen.
@Biene Maja: ich verstehe nicht, weshalb Du hier ins Kreuzfeuer gerät. Um Dir zur Hilfe zu kommen, zitiere
ich das Buch von dem jüdischen Katholiken Schoemann, der IT-Programmierer und Professor für Wirtschaft
in Harvard ist. Er schreibt: „Die Beziehung zwischen Gott und Mensch basiert nicht auf ‘Durchschnittlichkeit’
oder dem Verhalten der Mehrhaeit. Die ganze Menschenheitsgeschichte hindurch hat sich die Mehrheit immer
wieder von Gott abgewandt, ihn verleugnet, und sie wird es auch weiterhin tun. Gottes Beziehung zur gesamten
Menschheit basiet auf der Grundlage seiner Beziehung zu einer ‘auserwählten Minderheit’… Um ihretwillen
ergießt sich seine Gnade über den Rest“ (Schoemann, Das Heil kommt von den Juden, Sankt Ulrich Verlag,
2007, S. 25). Daher lasse Dich nicht entmutigen, ich finde es gut, was Du tust und sagst. Bete (wenn Du
ein gottgefälliges Leben führst) für alle, die sich wegen Deines zölibartären Lebens und sonstigen
Tuns empören, damit ihre Seelen auch gerettet werden.
@freddi schenk: selbstliebe Deine Frage kannst Du auch an die Heilige Mutter Theresia von Kalkutta richten.
Dann kannst Du auch weiteren Heiligen vorwerfen, daß sie nicht egoistisch genug sind. Friedrich Spee,
der große Dichter Deutschlands, hat Lepra-Kranken gepflegt, und ist dabei gestorben. Jesus sagt: „liebet
Eure Nächsten wie Euch selbst“.
@freddi schenk: Wertungen Der kommerzielle Journalismus lebt von Übertreibungen. Wenn man relativ objektive
Nachrichten hören will, muß man schon Deutschlandfunk einschalten (aber ganz ohne Wertung ist der auch
nicht, es fällt Dir bloß nicht auf, weil Du die Werte solcher staatlichen Sender bereits durch den Schulbesuch
verinnerlicht hast). Die Redaktion beherrscht ganz gut den üblichen Journaille-Stil, den auch im Spiegel,
Focus etc. zu finden ist. Daher hat sie mehr Leser als kath.net. Wordpress (der große Bloganbieter) rät
seinen Usern, provokativ zu schreiben, wenn sie mehr Leser anziehen wollen!
#17 für die Kirche 19:04:06 | Dienstag, 30. September 2008
@Franz Kappes: Sie müssen sich doch gar nicht entschuldigen, ich treibe hier auch ein bißchen Scherz.
(mein Gefühl kann doch nicht durch eine so harmlose Zuschrift von Ihnen verletzt sein). :(3
#15 für die Kirche 18:53:49 | Dienstag, 30. September 2008
@franz Kappes: der Antichrist Ach, so harmlos wie die Britney ist der Antichrist doch nicht. Wir dürfen
den doch nicht so leicht nehmen. Außerdem ist der Hw. Frank B. schuld, nicht die von ihm betrogene Frau.
Die hat es natürlich auch verdient, aber wegen Dummheit, nicht wegen Schlechtigkeit. Leider ist der Antichrist
nicht so hirnlos. Wir sollen uns schon vor ihm in Acht nehmen.
#12 für die Kirche 18:40:05 | Dienstag, 30. September 2008
@Columbe: kann sein. Das kann wirklich sein! Die sich zum Priesterberuf hingezogen fühlenden jungen Männer
sind natürlich nicht wie mein Bekannter, der ziemlich weltlich denkt und nicht religiös erzogen ist.
Da hast Du recht, habe ich diesen Unterschied vergessen.
#10 für die Kirche 18:33:27 | Dienstag, 30. September 2008
@Benedikt: kann man sowas vorbeugen? nach meiner Lebenserfahrung kann man die moralische Integrität einer
Person (in den meisten Fällen) nach näherer Bekanntschaft feststellen. Und zum Priesterberuf gehört
auch die moralische Integrität, wie z.B. zum Artzberuf auch manche ethische Eigenschaften gehören. Die
Frage ist, weshalb der Ausbilder der Priester nicht genau prüft? Auch die homosexuellen Seminaristen
kann man im Grund bereits aufgrund genauer Beobachtung des Verhaltens vorzeitig aussortieren. (ich habe
nämlich einen Bekannten, von dem ich schon immer ahnte, daß er homosexuell ist, und später hat er selber
das bekannt). Oder wegen dem Priestermangel drückt man gerne ein Auge zu?
#2 für die Kirche 18:01:17 | Dienstag, 30. September 2008
Novum Decamerone Diese Geschichte hätte auch von Boccacio stammen können. Allerdings verdient dieser
Priester Prügel, statt Psychotheraphie. Der Meister hätte ihm sicher am Schluß der Geschichte noch
was Handfestiges verpaßt!
#185 für die Kirche 15:12:08 | Dienstag, 30. September 2008
@Konversion zum Judentum ist für Menschen anderer Volksgemeinschaften möglich. Es gibt historische Belege.
Tierrassen sind von Menschen herangezüchtet, z.B. die Holstein-Friesian-Kuh, auch die „rein-rassischen“
Tiere sind Ergebnisse der Selektion (von Menschen zweckorientiert gesteuert), der Begriff Rasse hat also
nichts Ontologisches bzw. Metaphysisches an sich, und taugt deswegen gar nicht, als Grundlage einer Theorie
zu dienen. Und daß die Nicht-Juden auch am Heil teilhaben kann und das Alte Testament nicht rassisch
(wenn auch wegen seines hohen Alters im gewissen Sinne völkisch ist), belegt das Buch „Ruth“ im AT. Rassismus
ist eine Erfindung der Moderne, eine Art populäre Pseudo-Wissenschaft, gehört eigentlich nicht in ernsthafte
Wissenschaft, sondern ist eine Weltanschauungslehre, die streng wissenschaftlicher Prüfung nicht standhält.
#19 für die Kirche 17:11:09 | Montag, 29. September 2008
@JoBerens: welcome back! Letzte Woche haben manche bereits Sorgen gemacht, wo Sie überhaupt geblieben
sein mögen. Ach wenn Sie hier heftig kritisiert werden, sind wir alle doch so sehr an Sie gewohnt (und
das ganz ehrlich und ohne Ironie!). Schön, daß das Leben wieder seinen gewohnten Gang geht.
#21 für die Kirche 16:49:43 | Montag, 29. September 2008
@petrusbinsfeldus: warum die Seminaristen nicht schlank sind? Schlank sind die nicht…Zumindest im hiesigen
Seminar scheinen die Schwestern sehr gut zu kochen… Naja, meiner Beobachtung nach sind sie pummelig
von zuviel McDonalds-Essen: die Schwestern scheinen die Portionen sehr gering zu halten. Allerdings klagt
ein Bekannter von mir über das Essen. Aber daß die Schwester für Bischöfe gut und reichlich kochen,
daran ist kein Zweifel!
#15 für die Kirche 16:06:23 | Montag, 29. September 2008
@das Photo: to make the best of it Ach, man kann doch auch alles etwas humorvoll betrachten, und unerfreuliche
Situationen geschickt für sich zu wenden, z.B. hier: das Photo zeigt Homosexuellen in Soutane, wenn also
die als besonders modebewußten Homosexuellen die Priesterkleidung schätzen, heißt doch auch, daß unsere
traditionelle Priesterkleidung eigentlich sehr schön ist. Nicht wahr? Ich finde z.B., daß die Soutane
einen schlanken jungen Mann sehr gut bekleidet.
#44 für die Kirche 21:30:25 | Freitag, 26. September 2008
@Gotthard: Pius, Mönche etc. Mit Pius-Priestern kenne ich mich nicht so gut aus. Aber wenn die Piusleute
doch ihr Auskommen haben, ohne auf die Kirchensteuern zurückgreifen zu können, zeigt, daß sie einen
Platz in unsrer Gesellschaft haben und gewisse Bedürfnisse erfüllen. Ganz neutral „marktwirtschaftlich“
betrachtet. Und in diesem Sinne sind die Piusleute auch modern. Denn immerhin haben sie geschafft, zu
expandieren. Schon eine Leistung, wenn man die sinkende Zahl der Katholiken in der Amtskirche betrachtet.
Im Grund muß jedes Kloster auch innovativ sein, denn sonst kann es nicht überleben. Ich finde, die Priester
der Amtskirche müssen die Menschen für den Glauben begeistern, und das bedeutet, Schluß mit der Anpassung,
sondern sich profilieren. Wirtschaftsexpert würde ihnen auch das raten, nehme ich an.
#39 für die Kirche 21:15:33 | Freitag, 26. September 2008
@Gotthard: Was ist modern? Lieber Gotthard, „diese Welt“ bedeutet in unsrer religiösen Sprache „nicht
von den Begierden geleitet zu sein“. Bzw. man bestrebt keine diesseitigen Gewinn usw. Und Mönche sind
für diese Welt „gestorben“, aber nicht der Weltklerus. Diesen Unterschied muß man beachten! Und modern
heißt nicht unbedingt, mit Computern hantieren zu können, und Webcam brauche ich auch nicht, ich habe
auch keinen Fernseher. Modern heißt, flexibel zu sein. Und da waren die Jesuiten in der Barockzeit!
#25 für die Kirche 20:40:55 | Freitag, 26. September 2008
@Juergen; @Benedikt „Reicht man diesen Leuten einen kleinen Finger, und schon ist der ganze Arm weg“.
Aber was ist weg, wenn mehr Messen zelibriert wird? Die Anzahl der NOM-Messe ist ja doch nicht dadurch
beeinträchtigt.
#35 für die Kirche 20:31:53 | Freitag, 26. September 2008
@Gotthard, @Juergen: was stört Sie denn eigentlich? Warum ist es in unserer modernen Gesellschaft überhaupt
sooooo wichtig, daß man nach dem Wohnort sich einordnen läßt? Bei der Kommunikationstechnik von heute
und der Mobilität der berufstätigen Menschen läßt das Leben der Menschen einschließlich der religiöse
Alltag anders organisieren. Die Personalprälatur ist eine Antwort auf den veränderten Lebensrhythmus
von heute. Auch die Gesellschaft ist vielfältig geworden. Die Menschen haben verschiedene Bedürfnisse.
Die geographische Einteilung der Kirche in Diozözen und Gemeinden haben nur dann eine Chance in der Zukunft,
wenn die Pfarrer als Gemeindevorsitzender flexibel sind und integrierend wirken. Die gewohnte autoritäre
Gebärde ist einfach nicht zukunftstauglich. Wann wird der Klerus endlich lernen, daß auch der Priester
ein moderner Mensch ist und daher kommunikativ und innovativ sein muß.
#13 für die Kirche 17:58:38 | Freitag, 26. September 2008
@Franz Kappes: Kinder Ich habe mal einen griechisch-orthodoxen Gottesdienst erlebt. Da rannten die Kinder
herum und es war laut, da die Kirche brechend voll gefüllt war. Dennoch war alles nicht weniger andächtiger.
Es war ein sehr schönes Erlebnis.
#9 für die Kirche 17:49:46 | Freitag, 26. September 2008
Danke für die Anregungen, Hw. Pfarrer Heil! Also kritisiert man, daß die „Altgläubigen“ diverser Meinungen
sind. Gut, dann organisieren wir uns noch straffer: von nun an vereinbaren wir uns auf Gründe, die wir
bei solcher Befragungen immer angeben sollen. Wenn man uns nicht in die Gemeinde aufnehmen wollen, dann
warten wir mal ab: es wird vielleicht folgende Entwicklungen geben: 1) Personale Prälatur für die Alte
Messe, in diesem Fall müssen wir nicht mehr in die Gemeindekirche gehen, sondern erhalten eigene Seelsorge.
2) Wir werden mehr junge Leute für die Alte Messe begeistern, sie sind liberaler und offener. Und wenn
alle diesen pseudo-liberalen autoritären Herren in Pension gehen, dann werden ihre Nachfolger bereit
sein, den Wünschen der „Altgläubigen“ nachzukommen. Diese ablehnende Haltung solcher hochwürdigen Herren
untergraben im Grunde nur ihren eigenen Boden.
#11 für die Kirche 16:10:03 | Freitag, 26. September 2008
@Marcel Farber: nach der Entlassung Sie schrieben: „Ansonsten ihn auf die Strasse gesetzt“. Im Unterschied
zu manchen anderen Priestern kann dieser hier in diesem Fall mindestens noch seinen eigenen Lebensunterhalt
selber verdienen, statt auf das Arbeitslose Geld angewiesen zu sein. Vielleicht, man weiß nie, wird er
sogar Journalist werden (unter der Rubrik „Mode“)?.
#1 für die Kirche 14:47:04 | Freitag, 26. September 2008
@Nebenjob für Priester Naja, warum auch wieder nicht. Die Bierkellnerinnen u. Kellner bewundre ich immer,
da solche Arbeit äußerst anstreng ist. (mich interessiert aber, wofür er das dazu verdient Geld ausgeben
will, dabei gibt es einige Optionen: 1) für Rennwagen. (um das eigene Hobby auszuleben) 2) um Familienmitglieder
zu unterstützen (ethisch verantwortungsvoll) 3) er spendet das Geld für Notleidende (Heiliger) usw.
#6 für die Kirche 12:56:26 | Freitag, 26. September 2008
@Bischofskonferenz zum Moscheenbau Kath.net berichtet: 1)Die deutschen Bischöfe erinnern an die Grundsätze
über die Rechte der Religionen in Staat und Die Genehmigung von Moscheebauten in Deutschland darf nicht
davon abhängig gemacht werden, dass den Christen in muslimischen Ländern in gleicher Weise Möglichkeiten
zur Errichtung von Kirchen eingeräumt werden. Gerade weil wir Christen die Einschränkungen der Religionsfreiheit
in muslimisch geprägten Ländern ablehnen und verurteilen, setzen wir uns nicht nur für die Rechte der
dortigen Christen ein, sondern auch für die Rechte der Muslime bei uns. 2) Mit Nachdruck richten die
deutschen Bischöfe jedoch die Erwartung an die hier lebenden Muslime, sich in ihren Ursprungs- oder Heimatländern
für die Rechte der Christen und der Kirchen einzusetzen. Mit Punkt 1 bin ich einverstanden. Mit Punkt
2 bin ich auch einverstanden: die eigentliche Frage ist aber, ob diese Erwartung überhaupt erfüllbar
ist. Daran habe ich Zweifel.
#17 für die Kirche 19:02:17 | Donnerstag, 25. September 2008
@alle: ein Jesuitenwitz Frage: Was ist die Gemeinsamkeit zwischen Dominikanern und Jesuiten? Antwort:
Beide Orden bekämpfen die Häresie. Frage: Was ist der Unterschied? Antwort: die Jesuiten bekämpfen
die Protestanten und die Dominikaner Albigenser. Frage: Welcher Orden ist dabei erfolgreicher? Antwort:
Finden Sie jetzt noch einen Albigenser?
#14 für die Kirche 16:53:32 | Donnerstag, 25. September 2008
Zynismus Im Artikel steht: „Meiner Erfahrung nach ist den Gläubigen doch ein guter Wortgottesdienst lieber
als eine Messe mit einem alten Pater, der gerade noch die Arme ausbreiten kann.“ Zynischer kann man die
Situation in manchen Dioziösen nicht mehr beschreiben. Die richtige Lösung meines Achtens wäre aber
nicht, daß man Laien für Gottesdienste heranziehen soll, sondern daß man mehr junge Leute für den
Priesterberuf begeistern soll. Außerdem sollen die Priester eher von der Verwaltung entlastet werden
und vorwiegend für Messe lesen gestellt werden. Die Verwaltung können wirklich die Laien machen.
#7 für die Kirche 14:15:24 | Donnerstag, 25. September 2008
@Landorganist Was Sie gerade sagten, stimmt! Es ist eine derartige Altersdiskriminierung! Ich kenne viele
Priester über 60, manche sind bereits 80, aber sie sind im Durchschnitt besser als ihre jüngere Kollegen.
Meiner Erfahrung nach sind die Priester im Alter zwischen 40 und 50 die schlechtesten. (aber das kann
ja Zufall sein). Die jüngeren sind mittlerweile wieder besser.
#35 für die Kirche 20:01:35 | Dienstag, 23. September 2008
@Clarissa praeclara Liebe Clarissa, da haben Sie auch wieder Recht. Am besten beten und mehr lernen, um
den eigenen Glauben zu stärken und das Verständnis von Glauben u. Kirche zu vertiefen. Schließlich
dient die Liturgie der Verehrung Gottes, wenn man jedoch die Liturgie als Selbstzweck betrachtet, verfehlt
man gerade das Endziel.
#31 für die Kirche 19:36:53 | Dienstag, 23. September 2008
@Clarissa doctissima: Pfarrer ohne hinreichende Lateinkenntnis Liebe Clarissa, seien Sie herzlichst gegrüßt!
Zu Ihrer Bemerkung muß ich jedoch was aus meiner Erfahrung berichten: es kann sein, daß nicht weniger
Pfarrer ihre Abitur erst spät geholt haben und deshalb die tridentinische Messe nicht zelebrieren können.
Bei uns ist aber der Fall, daß wir hier viele gute Priester haben (bin ja nicht im Ruhrgebiet), aber
viele wagen wirklich nicht, die Alte Messe zu lesen. Auch theologische Studenten fürchten sich oder werden
ohnehin vorher mit Vorurteilt dagegen „gewappnet“. Gehört habe ich auch, daß einige jungen Seminaristen
den Wunsch geäußert haben, die Alte Messe zu lernen, ihnen wird es jedoch untersagt. Als Besucherin
der alten Messe kann man schon behaupten, daß man unter gewisser Diskriminierung lebt: denn man kriegt
entweder schwer eine passende Kirche, oder bloß eine sehr kleine Kapelle. Wenn man jedoch eine Kirche
kriegt, muß man sich gefallen lassen, wegen Veranstaltungen der Pfarrgemeinde Messe ausfallen zu lassen.
Dann steht es nirgendswo angeschrieben, wann die Alte Messe zelebriert wird. Und, und, und. Vor dem Motu
Proprio war so was noch gewissermaßen nachvollziehbar, aber nach dem Motu Proprio?
#9 für die Kirche 16:09:45 | Dienstag, 23. September 2008
@Welli: weniger römisch? Sie haben zitiert: „Er hat vielen meiner Freude und mir, die wir katholisch
sind, aber ökumenisch- katholisch, weniger römisch, aus dem Herzen geklungen!“. Das wundert einen tatsächlich
sehr. Offensichtlich bestrebt man, eine von Rom unabhängige Kirche zu öffnen, und eine hat man ja schon:
nämlich die protestantische Landeskirche. Oder die altkatholische Gemeinde. Wenn jedes Land eine Eigenkirche
aufmacht und sich „katholisch“ nennt, aber nicht „römisch-katholisch“, indem sie sich auf die ursprüngliche
Bedeutung von „kathlos“ als „allgemein“ berufen, dann verliert dieses Wort in diesem Prozeß gerade ihre
ursprüngliche Bedeutung! Denn wenn jedes Land eine Kirche, wo ist noch das Allgemeine. Und die Leute
glauben, indem sie nicht mehr römisch sind, schaffen sie, ökumenisch zu sein. Mitnichten! Stattdessen
werden sie sich weiter zersplitten, die ganze bunt durcheinander gewürfelte Landschaft von allen protestantischen
Gruppierungen ist ein deutlicher Beleg. Mit der liberalen protestantischen Kirche in Westeuropa schaffen
die sogenannten „weniger römischen Katholiken“ nur, zusammen mit den „weniger lutherischen Protestanten“
ihren Glauben gemeinsam zu verlieren. Aber mit denen zusammen den Glauben stark zu machen, schaffen sie
nicht. Stattdessen kann man mit konservativen Protestanten sehr viel zusammenarbeiten und Dialog führen,
weil man mit denen ein gemeinsames Interesse hat: nämlich an Jesus Christus zu glauben und das Evangelium
unter den Völkern zu verkündigen.
#119 für die Kirche 15:54:47 | Dienstag, 23. September 2008
@Jonas: Ihre Ironie Lieber Jonas, ich bin zwar keiner von den Geistesriesen, habe jedoch genügend Intelligenz,
Weltliteratur zu genießen. Ihre literarischen Produkte sind vielleicht für Marsmänchen bestimmt. Leider
kein Spaß bei Ihrem Geschreibsel. Tut mir leid.
#113 für die Kirche 14:57:40 | Dienstag, 23. September 2008
@Jonas: Ironie Lieber Jonas, eine gelungene Ironie als rhetorisches Mittel soll man so einsetzen, daß
der Leser sie auch ohne Zusatzbemerkungen bemerken kann. liebe Grüße
#106 für die Kirche 14:27:15 | Dienstag, 23. September 2008
@Jonas: Ihre Bemerkung Lieber Jonas, 1) die Kirche lehrt, Homosexuellen sind auch zum Heil und zur christlichen
Vollkommenheit gerufen, Näheres erfahren Sie im Katechismus unserer Kirche (auch online unter www.vatican.va
zu finden). 2) die Kirche lehrt, daß die Evolutionstheorie nichtim Widerspruch zur Bibel und Theologie
steht. Näheres erfährt man von der Enzyklika vom Pius XII, „Humani generis“. 2009 plant man in Rom eine
große Konferenz über Evolution. 3) alle diesen von Ihnen erwähnten Menschen sollen nach dem eigenen
Gewissen handeln, dabei ist aber vom Nutzen, solange man katholisch ist und bleiben will, sich genügend
von der offiziellen Position der Kirche zu informieren, und das dürfte im unseren Internet-Zeitalter
sehr leicht sein. liebe Grüße
#14 für die Kirche 11:55:38 | Dienstag, 23. September 2008
@Croustades: Bischöfe=Kirche? Kirche ist nicht mit der Diozösanstruktur gleichzusetzen, sie hat auch
was Transzendentes. Wenn nicht von Gott gestiftet, bedeuten die Bischöfe nicht mehr als Schuldirektoren.
Und die Eltern müssen auch nicht immer alles hinnehmen, was an der Schule passiert. Außerdem, die deutschen
Bischöfe reprensentieren nur einen Bruchteil der Gesamtheit der Bischöfe in der ganzen Welt. Und die
Bischöfe in ärmeren Gegenden sind vielmehr romtreuer, und gerade Bischöfe aus nicht west-europäischen
Räumen haben weniger Problem mit der Wiedereinführung der Alten Messe.
#10 für die Kirche 11:34:18 | Dienstag, 23. September 2008
@Bellarmino: Angst der Bischöfe Lieber Bellarmino, die Bischöfe haben Angst, weil sie im Grunde autoritär
denken und handeln! Da die NOM jetzt Usus ist, haben sie Angst, durch die Eigeninitiative und die übermäßige
Laienbeteiligung der Alten Messe ihre 100% Kontrolle zu verlieren. Aber das II. Vatikanum sagt, die Laien
sollen ihren Glauben intensivieren und apostolisch wirken. Paradoxerweise haben die Bischöfe, die diese
Idee nach außen predigen, gerade Angst davor, daß die Laien mehr wollen, als sie jetzt haben.
#152 für die Kirche 12:46:54 | Montag, 22. September 2008
@verwirrter: Ihre Bemerkung zur hellenistischen Kultur Sie schrieben: „und maßgeblich von der hellenistischen
Kultur geprägt die von den Christen den Todesstoß erhalten hat“. Total falsch: ohne die griechische
Philosophie gibt es kein theologisches Denksystem der Kirche. Inwiefern das römische Recht von den Griechen
beeinflußt war, scheint mir nicht so zu sein wie Sie gerade behaupteten. Aber Clarissa und Dr. Heger
werden Ihnen sicher genügende Informationen dazu geben.
#67 für die Kirche 18:10:56 | Freitag, 19. September 2008
@Pascal: Ihre Entrüstung Ich kann Ihre Entrüstung sehr gut verstehen. Das alles spricht nicht gerade
für die deutschen Bischöfe. Auch heute verweigern nicht wenige dem Heiligen Vater den Gehorsam (das
ist aber ein anderes Thema, und ich will hier nicht von der bischofstreuen Fraktion auf diesem Forum bombardiert
werden ). Man hat mituntern auch Papst Pius XII vorgeworfen, daß er nicht genug getan hat. Aber ich
folge meinerseits diesem Vorwurf nicht. Denn er hat tausendfach mehr getan, als ich an seiner Stelle hätte
tun können. Daß ein einfacher, analphabeitscher Bauer mehr für seine Mitmenschen getan hat als viele
unter den Würdensträgern, zeigt, daß bei Gott im Himmel eine ganz andere Hierarchie herrscht als auf
der Erde. Denn „Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht
werden“ (Matth. 23, 12) sagte der Herr, u. „In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer
ist im Himmelreich der Größte? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen,
das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich
kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.Und wer ein solches
Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf“ (Matth. 18, 1-5).
#63 für die Kirche 16:49:47 | Freitag, 19. September 2008
@Pascal: die Kirche Leider ist es aber doch auch so das viele Bischöfe und Kardinäle geradezu Ihren
untergebenen verboten haben zu helfen oder helfend einzugreifen. Das mußt ein sehr seltener Fall sein.
Denn der Vatikan hat ausdrücklich zur Distanzierung vom Naziregim aufgerufen. Außerdem hat Papst Pius
XI eine Enzyklika „Mit brennender Sorge“ (14. März 1937) ausdrücklich den Nationalsozialismus verurteilt.
Diese Enzyklika wurde außergewöhnlich auf Deutsch verfaßt. Papst hat gemahnt, diesen Brief öffentlich
zu verlesen, nach der Verlesung kam jedoch zur Verhaftung und Verfolgung von Seite der Nazis. Siehe hier
de.wikipedia.org/…Mit_brennender_Sorge Papst Pius XII hat in seiner Antrittsenzyklika „Summi pontificatus“
den Angriff auf Polen eindeutig verurteilt. Auf Veranlassung Pius’ dekretierte 1940 das Hl. Offizium,
dass die Euthanasie gegen das Tötungsverbot des Dekalogs verstoße und mit dem Christentum unvereinbar
sei. Die New York Times berichtete 1940 von einer Audienz des deutschen Außenministers Joachim von Ribbentrop,
bei der der Außenminister dem Papst vorwarf, auf der Seite der Alliierten zu stehen, und Pius XII. mit
einer Liste von nationalsozialistischen Grausamkeiten antwortete, so NYT (14.03.1940): „In den flammenden
Worten, mit denen sich der Papst an Herrn von Ribbentrop richtete, verteidigte der Heilige Vater die Juden
in Deutschland und Polen. usw… Und die Gerechten, die gegen Gefahr sich für die Gerechtigkeit eingesetzten,
sind ja die EIGENTLICHE KIRCHE, denn der Heilige Geist ist mit ihnen.
#59 für die Kirche 15:44:07 | Freitag, 19. September 2008
@Zweifler: Ihre Meinung Ihrer Meinung stimme ich durchaus zu! Eine pauschale Verurteilung kann nichts
anders als ideologisch sein. Es ist nicht mein Zweck, die katholische Kirche als die Retterin schlechthin
zu glorifizieren. Die Geistlichen sind auch Menschen, und daher findet man unter ihnen Menschen jeglichen
Schlags: Selbstlose, Gerechte, Verzackte, bis zu Tätern. Wofür ich jedoch bin, ist, daß wir, Christen
und Juden, unser gegenseitiges Mißtrauen ablegen sollten. Und ich finde, beide Seiten haben auch redliche
Bemühungen gemacht. Man soll deshalb keine ungerechten Vorurteile mehr hegen und so diese Fortschritte
rückgängig machen. Selbstkritik hilft, sich gegen Fehler hüten zu können, daher ist eine zutreffende
Kritik, egal von wem und welcher Lage, durchaus erwünscht. Vorurteile zu verbreiten und alte Kluften
zu vertiefen, finde ich dagegen kontraproduktiv.
#54 für die Kirche 14:53:18 | Freitag, 19. September 2008
@JMX: Was hat die Kirche in der Nazizeit getan? Sie schrieben: „Die Kirchen haben den Nazis ihre Kirchenbücher
geöffnet. Damit konnte man erst effektiv die „Arier“ von den „Juden“ unterscheiden“. Mag sein, daß manche
Geistlichen mit den Nazis kooperiert haben. Ein Fakt ist aber, daß ein italienischer Bischof die Priester
seiner Diozöse zur Hilfe für die Juden aufgerufen hat. In diesem Zusammenhang haben sie Taufscheine
für die Juden gefälscht, damit sie sich als Katholiken tarnen konnten. Dies steht im Archiv des Holocaust-Museums
„Yad Vashem“ in Israel. Durch das sogenannte „Reichskonkordat“ war der katholische Kirche möglich, mindestens
die getauften Juden zu schützen, wenn auch mit geringem Erfolg, da die Kirche damals weniger Machtmittel
gegen die Nazis hatte (der Vatikan ist ein Staat ohne Armee, und moralischer Druck hilft bei solcher Situation
wenig). Trotzdem hat das Konkordat des Heiligen Stuhls gewirkt, daß mindestens die Juden in Urgarn gewissen
Schutz bekamen. Es kam bei der Verschärfung der Judenverfolgung der Nazis in Osteuropa gegen das Ende
des II. Weltkriegs zur stark erhöhten Taufanzahl. Das von den Linken so verpönte „Reichskonkordat“ war
nämlich das wenige Rechtsmittel, das die katholische Kirche hatte, um ihre Gläubigen und somit auch
die konvertierten Juden zu schützen. Die Informationen entnehme ich einem Tagungsband eines Kongresses
in Israel. Die Beitragsautoren sind meistens Juden.
#232 für die Kirche 20:44:02 | Mittwoch, 17. September 2008
@Andreas Rau: wessen Schuld an Aids Da gebe ich Ihnen recht. Aids in Afrika finde ich auch ehe ein gesellschaftliches
Problem. Ich hoffe, daß die Wissenschaftler bald Impfstoff dagegen finden werden. Das Projekt der EU,
Medikamente gegen Aids allgemein zugänglich zu machen, finde ich gut.
#127 für die Kirche 16:07:23 | Mittwoch, 17. September 2008
@Eminenz: Psalm Wer böse ist und wer fromm, bestimmen aber nicht Sie. Ich finde, man soll Gott sein Gericht
nicht abnehmen. Und ich hoffe auch, daß Sie mehr Frieden finden mit Menschen, die anderer Meinung sind.
Wie Sie mich angreifen wollen oder nicht. Ich liebe unsere Heilige Kirche und ich liebe auch unseren Papst
Benedikt den XVI, ich liebe auch meine Mitmenschen und habe hier viele sehr gern, z.B. Aleph, Clarissa,
Colombe usw. Auch wenn z.B. Aleph meine Meinung größenteils ablehnen wird. Aber so ist halt unsere freie
demokratische Gesellschaft, daß wir trotz Meinungsunterschiede miteinander leben können. Daher für
Sie auch Gottes Frieden und Segen.
#28 für die Kirche 15:36:30 | Mittwoch, 17. September 2008
@Pünkchen Wir können es aber auch mit einer Prise Humor hinnehmen. Wir können die Psalmen-Zitate von
Eminenz als Stundengebete betrachten, und wir sollen überhaupt froh sein, daß heutezutage überhaupt
jemand das Kirchenlatein auf diese Weise fördert. Für die grammatische Korrektur von Eminenz sage ich
Dank, denn Latein kann ich zwar lesen, aber aktiv verwenden kann ich es eben nicht. Mich wundert bloß,
wo Aleph verschwunden ist. Er bringt uns immer sehr viel Humor und wohlgesonne Aufheiterung. Diese Verbissenheit,
die in den letzten Tagen aufkeimt, ist hier irgendwie neu.
#121 für die Kirche 15:28:09 | Mittwoch, 17. September 2008
@Eminenz: Ablativ/Accusativ Naja, habe ich eben geirrt. Aber diese Verungestaltung in dem richtigen oder
falschen Casus ist nun mal nur Ihre Eigenmächtigkeit. Und ich weiß nicht warum Sie so beißen müssen.
Vulgata kann ich auch zitieren, wenn Sie wollen, es gibt online unter der Seite vom Vatican.
#119 für die Kirche 15:20:49 | Mittwoch, 17. September 2008
@Eminenz: Ehrfurcht wenn Sie eigenmächtig meinen Nicknamen zu „contra ecclesia“ änderten, sollen Sie
eigentlich eine Begründung vorlegen, in welchem Punkt ich gegen die Kirche war, als ich Ehrfurcht vor
der Heiligen Eucharistie forderte. Und ich fordere auch Ehrfurcht vor dem Papst, weil Leute wie Sie eben
den Papst nicht als Papst wahrnehmen, sondern als Ihresgleichen. Ja, als Bürger eines säkularen Staats
ist er Ihresgleicher, aber nicht als Kirchenoberhaupt. So steht er über einem Kardinal und und auch den
Laien. Der Thronsessel soll natürlich nicht als Reliquien verehrt werden. Aber das Verhalten der Laien
in dem Spiegelartikel zeigt, daß sie den Thronsessel als ein Theaterstück oder Reisesouvernir betrachten.
Das darf auch nicht sein, weder als Reliquien noch als Reisesouvernir.
#81 für die Kirche 18:43:50 | Dienstag, 16. September 2008
@Eminenz: Mensch und Amt Der Papst ist vor allem ein Mensch, der Bischof von Rom ist und so der Vorsitz
vor allen Bischöfen hat. Als Mensch hat er wohl Prostata, als Papst verkörpert er auf sinnfällige Weise
unsere Heilige Kirche. Genauso wie ein Monarch symbolischer Bedeutungsträger ist, wie z.B. Queen Elisabeth,
ist der Papst in diesem Sinne größer als wir alle. Nicht weil er kein normaler Mensch ist, sondern weil
die Heilige Kirche ihn zum Oberhaupt gewählt hat. Daher fordere ich mehr Ehrfurcht.
#77 für die Kirche 17:25:07 | Dienstag, 16. September 2008
@Alle: fehlende Ehrfurcht Die Laien tun das aus fehlender Einsicht und Kenntnis. Das zeigt, wie mißlungen
die pastorale Arbeit in den Pfarrereien und der Religionsunterricht ist. Was können wir denn tun? Was
berichtet wird, ist schon haarsträubend. Daher die Wiedereinführung der tridentinischen Messe. Durch
diese Liturgie wird wieder die Ehrfurcht gelehrt. Es ist wohl nicht zu verlangen, daß die Mehrheit der
Laien in die alte Messe geht, aber sie soll die tridentinische Messe mal erlebt haben! Und den Krieg gegen
die eigene Tradition soll man endlich mal aufgeben. Eigene Tradition gewaltsam abschaffen zu wollen hat
in der Geschichte noch nie was Gutes gebracht. Reform ist keine Revolution, sondern ein organisches Wachsen
und Ändern. Das zweite Vatikanum hat viel Gutes gedacht und angekündigt, aber viele Geistlichen und
Theologen nehmen sich keine Mühe, sich damit gründlich auseinander zu setzen, sondern sie betrachten
das Konzil bloß als eine Lizenz für alles, was sie selber gerne möchten. Daher die Mißstände. Aber
Jammern und Schimpfen bringt doch nicht! Wir müssen selber ein gutes Beispiel setzen! Lassen uns mal
gemeinsam beten und das vom Konzil angebannte Laienapostolat fortantreiben. Lassen uns die Bibel mit Hilfe
guter Kommentare studieren, uns mit der Theologie der Kirchenlehrer beschäftigen (Thomas v. Aquin z.B.),
uns mit der Kirchengeschichte bekannt machen … Es gibt so viele Möglichkeiten, durch uns selbst die
Kirche von innen her zu erneuern. Machen wir uns nun an die Arbeit!
#116 für die Kirche 15:14:06 | Dienstag, 16. September 2008
@Regina, @Clarissa Ich denke, nichtwissen ist nicht unbedingt eine Schande. Nichtlernen wollen ist eine
Schande. An diese Meinung schließe ich mich an. Besser kann man es nicht mehr ausdrücken. Daher danke
ich auch Clarissa ganz herzlich für die gut begründeten Auskünfte! :(3
#17 für die Kirche 19:19:00 | Montag, 15. September 2008
@Eminenz: Ihre Fragen Fragen über Fragen. Eure Eminenz bräuchtet wohl einen Sekretär? Wenn der Sekretär
auch nicht alles beantworten kann, muß man wohl FBI in Dienst nehmen.
#10 für die Kirche 19:15:28 | Montag, 15. September 2008
@Hochmut: Wunder Ich habe nicht gesagt, daß es keine echten Wundern geben kann. Sowohl David Hume als
auch John Locke schließen die Möglichkeit der Wundern nicht aus. Das, was naturgesetzlich nicht erklärt
werden kann, ist möglicherweise eine Wunder, obwohl mit der zunehmenenden Kenntnis später vielleicht
dafür eine Erklärung zu finden ist. Aber vonvorherein zu behaupten, daß es keine Wundern geben kann,
ist schlichtwegs haltlos. Außer, man ist ein strenger Determinist. Aber das ist wieder eine metaphysische
Position, die nicht mit Naturwissenschaften zu beweisen ist.
@Stimme So muß man die Kirche auch nicht parodisieren. Früher hat man genauso geprüft. Nur die Methode
war eben beschränkt. Das Volk sehnt sich nach Wundern, nicht die Kirche.
#81 für die Kirche 14:10:33 | Montag, 15. September 2008
@Elijahu: Semiten Lieber Elijahu, zu Ihrer Äußerung kann ich nur noch einmal das Wort von dem höchst
gelehrten und moralisch lauteren Papst Pius XI. zitieren: „Durch Christus und in Christus sind wir aus
Abrahams geistlichem Geschlecht. Geistlicherseits sind wir Semiten“ (DC 39 (Okt. 1938) 1480). Und auch
schon in dem tridentinischen Katechismus (Catechismus Romanus) hat die Kirche ausdrücklich die Fehlinterpretation
des Evangeliums zurückgewiesen, nach welcher den Juden die Schuld allein zugeschrieben wurde. Das tridentische
Konzil betont, daß alle Sünder Anteil an der Kreuzigung Christi haben.
#76 für die Kirche 11:48:18 | Montag, 15. September 2008
@Gotthard: Ihre Frage Es fehlt der letzte von Ihnen erwähnte Punkt: apostolisch, die protestantische
Kirche steht nicht in der apostolischen Sukzession. Die orthodoxe Kirche aber schon. Der Protestantimus
hält auch nicht viel davon, die radikaleren Gruppen wie die Non-Konformisten in England damals, aus denen
die Freikirchen hervorgehen, lehnen außerdem das Bischofsamt ab. Da ist also gut protestantisch, daß
man nicht in der apostolischen Sukzession steht, sondern man versucht, die Lebensform der „Urgemeinde“
wieder herzustellen. Aber für unsere Kirche ist diese Sukzession wichtig. Daher ist die protestantische
Kirche im Sinne der katholischen Kirche keine „Kirche“. Hier geht es nicht um Diskriminierung der protestantischen
Kirche, von mir aus genügt auch der Glaube an Jesus Christus, um gerettet zu werden. Genau aus diesem
Grund versucht ich auch nicht, meine protestantischen Verwandten zu beeinflußen und sie zur Konversion
zu bringen. Aber Unterschied muß klar dargestellt werden. Das haben auch die Reformatoren so gewollt.
#80 für die Kirche 18:33:20 | Donnerstag, 11. September 2008
@Stimme der Blödheit: die ungleiche Schwester der Stimme der Vernunft halleluja! Suscipias ist als Frau
auferstanden. Da manche Alte meinen, daß Frauen als Männer vom Tode auferstehen werden aber nicht umgekehrt,
und Lazarus sein angeborenes Geschlecht beibehalten hat, ist wohl davon anzunehmen, daß es gestern bloß
um einen Scheintod und Zauberschlaf ging: es ist nicht auszuschließen, daß heidnische Gottheiten wohlmöglich
Proteus der Verwandlungsfähiger selber dabei tatkräftig mitgeholfen haben. Nun erkläre ich Dir lieber
Schwester weshalb Susci gestern von der Redaktion in die Dunkelheit geschickt wurde: da Susci gestern
zusehr eine Kakophonie mit seinem Pauken (+) und Streicher (-) erzeugte und wütende Russische Tänze
blies, sodaß er das wohltemporierte Klavier, wie Joberens hier in wohlgeordneten Zeitabschnitt spielt,
ganz und gar vertrieb. Du neu erschaffene Frau, Jungfräulich wie Eva nach der Nacht ihrer Erschaffung,
spielst nun eine der Redaktion viel angenehmere Musik, indem Du brav aus den Carmina Burana hervorträgst,
sodaß wir nun in Gregorianik und mittelalterlichen Tänzen unsere Ohre weiden dürfen. Bleibe nun stetig
an dieser Linie, so wird Dir das immerwährende Dasein bei +.net zum Teil werden. Amen! Aaaaaamen! (a
mit einem Melisma gesungen).
#58 für die Kirche 16:02:44 | Donnerstag, 11. September 2008
@Andreas Rau: gute Ausbildung Naja, da habe ich meinen Vorbehalt, ob heutezutage die theologische Bildung
noch ausreichend gut ist. Andererseits gebe ich zu, daß ich sehr anspruchsvoll bin. Manchmal denke ich,
die armen Priester haben es schwer: die Laien verlangen nämlich: sie sollen gut aussehen. sie sollen
sich engagieren. sie sollen charistmatisch sein. und manche meinen, sie sollen besser predigen sie sollen
theologisch kundiger sein andere meinen, sie sollen besser singen sie sollen sich an mehr Pfarrgemeindeaktivitäten
beteiligen sie sollen sich mit den Problemen der Laien auskennen … und das alles für einen nicht so
hohen Gehalt und man darf außerdem nicht heiraten. Wenn ich mir das alles mal vergegenwärtige, dann
übe ich etwas mehr Nachsicht mit den Priestern.
#50 für die Kirche 15:51:46 | Donnerstag, 11. September 2008
@Andreas Rau:Homosexueller Beichtvater Im Grunde bin ich einverstanden, daß ein homosexueller Priester,
wenn ordentlich ausgebildet und vorbildlich lebt, genauso gut ist wie ein anderer.
#48 für die Kirche 15:45:51 | Donnerstag, 11. September 2008
@Stimme: Sex=Sünde? Heterosexueller Sex, wenn in der Ehe praktiziert, ist keine Sünde, der dient zur
Vermehrung der Menschen und Erhaltung der Art homo sapiens, und ist konform mit der biblischen Lehre.
Im Beichtstuhl wird nicht geschimpft: man erzählt dem Priester, was man selber nach der Prüfung des
eigenen Gewissens als Sünden empfindet. Ein guter Priester weiß zu unterscheiden, was unter dem erzählten
tatsächlich Sünde ist und was nicht. Dann gibt der Priester einige Vorschläge, wie man später besser
machen kann, und legt einem eine Buße auf, heutezutage normalerweise ein Gebet, und dann gibt er einem
die Absolution. Beichtstuhl ist deshalb dunkel, weil das Beichtgeheimnis bewahrt werden soll und der Priester
nicht sehen muß, wer da beichtet. Man „verkauft“ eben keine Sünde. Man löst einen vom schlechten Gewissen
und gibt einem wieder Kraft, sich zu bessern.
#171 für die Kirche 14:42:07 | Donnerstag, 11. September 2008
@Andreas Rau, @Colombe: Kondom bei ehelicher Verkehr „Kondom bei ehelicher Verkehr, um die Partnerin vor
Viren zu schützen“ wie bitte? Beim Ehebruch oder Bordellbesuch soll man doch vorsichtsweise Kondome verwenden.
Und daheim muß man dann nicht. Aus hygenischem Grund kein Kondom beim Ehebruch und Prostituiertendienst
aber daheim Kondom ist doch total verkehrt.
#131 für die Kirche 13:20:08 | Donnerstag, 11. September 2008
@Alois Bischof: Buddismus u. Antisemitismus Daß die Nazis die Verklärung Tibets getrieben haben und
sich mit dem Buddismus beschäftigt haben, beweist noch nicht, daß der Buddismus selber antisemitisch
ist, sondern daß der Nationalsozialismus durch und durch anti-christlich und heidnisch ist. Daher soll
eine sich als christlich verstehende Webseite wie diese hier keine antisemitischen Artikeln mehr publizieren,
es paßt nicht zum Christentum. Denn Papst Pius XI sagte: „Durch Christus und in Christus sind wir aus
Abrahams geistlichem Geschlecht. Geistlicherseits sind wir Semiten“ [DC 39 (Okt. 1938) 1480].
#45 für die Kirche 13:05:15 | Donnerstag, 11. September 2008
@Schoolboy:Holocaust-Mahnmale Holocaust-Mahnmale müssen nicht immer was kosten: Leute wie Lerle, Leo
Schüchter, Schoolboy etc. sind die besten Mahnungen, daß man das vergangene Verbrechen immer wieder
vergegenwärtigen, und die Kinder von dem Verbrechen, dem Haß und der Gefahr unterrichten muß. Wer den
anderen Gier vorwirft, soll selber kein Argument von Steuerngeldern verwenden.
#4 für die Kirche 19:38:36 | Mittwoch, 10. September 2008
@JMX: Antisemit unter den Aufklärern Aufklärer dienen hier in diesem Diskurs sowieso als schwache Stütze
des Arguments. Denn hier wird doch gegen die Aufklärung gepredigt, wenn es aber den Antisemiten hier
paßt, dann übernehmen sie sogar die Worte ihrer Feinde. Das zeigt Unaufrichtigkeit des Charakters. Zur
Ergänzung Ihres zweiten Punktes: der Antisemitismus im (europäischen) Christentum ist auch nicht rassistisch
begründet, sondern theologisch. Ich erinnere mich an einen Artikel: vor dem Krieg hat Martin Buber (berühter
jüdischer Schriftsteller) versucht, Dialoge mit protestantischen Theologen zu führen, war aber gescheitert
an diesem theologisch begründeten Antisemitismus. Dieser Antisemitismus wird durch das Mißvertrauen
der Bevölkerung gegenüber einer Randgruppe durch die Jahre hin genährt. Aber der theologisch begründete
Antisemitismus ist nur abzuschaffen, wenn wir uns der völkerischen Herkunft Jesu und Mariae bedenken.
Daher ist das Buch von Roy Shoeman eine Hilfe für den gegenseitigen Dialog. Die Christen müssen bewußt
werden durch die Zeugnisse des Evangeliums, daß sie in einer tiefer Verbindung zu dem jüdischen Volk
stehen. Und das ist auch im Sinne unseren Papstes Benedikt XVI. Nach dem Krieg, nach diesem unerhörten
Verbrechen, ist die Zeit, Schuld zu bekennen und Fehler einstehen. Und die Chancen einer Verbrüderung
zwischen Juden und Christen, sind auch gegeben. Man darf sie nicht unbenutzt vorbeigehen lassen.
#2 für die Kirche 19:16:17 | Mittwoch, 10. September 2008
Antisemitismus Was bringt der Kirche solcher Antisemitismus? Was bringt dem Christentum solche Haßpropaganda!
Wieder einmal versucht man, durch fadenscheinige Argumente was zu „beweisen“. Was dieser Artikel jedoch
tatsächlich beweist, ist die Verlogenheit. Volkscharaktere sind Klischees. Und man verwechselt hier Ursache
und Wirkung: das negative Bild von dem jüdischen Volk stammte gerade von der Ausgrenzung und Diskriminierung
durch die übrige Bevölkerung. Jeder, der ein wenig historische Kenntnis besitzt, weiß, daß die Juden
deshalb im Geldgeschäft tätig waren, weil ihnen das Ausüben eines normalen, ansehnliches Berufs verboten
war, und den Christen war es verboten, Geld gegen Zinsen zu leihen. Die Stigmatisierung der Juden kommt
also gerade von der Diskriminierung. Sie „christliche“ Antisemitisten, Sie verleugnen unsern Herrn der
Jude war, und seine Apostel, die auch Juden waren, sie haben uns Heiden den Gott der Hebräer bekannt
gemacht. Gestern hat man hier noch über den Schoeman geschrieben, jeder „christliche“ Antisemitist soll
sein Buch lesen, im Johannes-Evangelium steht noch, daß das Heil von den Juden stammt. Lesen Sie das
Evangelium, und es wird Sie von Ihrem Haß heilen, wenn Gott der Herr Gnade mit Ihnen hat.
Das Recht, eigene Freiheit auszuüben Jede Frau hat als Bürgerin das Recht, über eigenes Handeln zu
entscheiden. Das bedeutet aber zugleich, daß die Frauen keine Schwangenschaftsberatung brauchen. Als
mündige Bürgerin soll sie bereits von dem Biologieunterricht von der Entwicklung des Embryos genügend
informiert sein. Wenn sie bereits an der Schule die Verhütung usw. lernt, dann soll man auch gleich solches
Wissen an sie vermitteln. Zum Beispiel kann jeder entscheide, ob er rauchen oder nicht rauchen soll. Eine
finanziell vom Staat unterstützte Beratungsstelle gibt dazu eigentlich nicht. Wenn jemand Beratung will,
soll selber bei Privatberatungsfirmen dafür zahlen, wie z.B. man zum Arzt oder Steuerberater geht. Die
gesetzliche Vorschrift, für die gesetzlich nicht erlaubte Abtreibung eine Genehmigung holen zu lassen,
die dann diesen gesetzwidrigen Akt legitimiert, ist an sich ein Unding und widersprüchlich. Entweder
erlaubt man gesetzlich die Abtreibung, oder man verbietet sie, das aber dann ohne solches Hintertür-verfahren.
#18 für die Kirche 21:02:58 | Freitag, 5. September 2008
@lieber Protestant Sie haben richtig gesprochen. Man muß gegenseitig respektieren, da müssen Sie mich
nicht belehren, mein Urgroßvater ist Pastor und viele Mitglieder meiner Familie evangelisch. Es ist aber
eine andere Frage, ob man als Privatperson oder als Amtsträger handelt. Die Privatperson kann schlecht
gelaunt sein, kann weniger gut erzogen sein usw., sodaß er unliebsame Worte ausstößt. Es ist zwar nicht
schön von ihm, ist aber noch kein Mißbrauch. Aber ein liberaler Pfarrer oder ein Theolog, der eine Position
hat, darf nicht so handeln. Was sie jedoch tun. Habe selber erlebt, wie man seine Position und Einfluß
mißbraucht, nur um eigene Meinung durchsetzen zu können. Auch daß sie Lügen über Kollegen verbreiten,
habe ich erlebt.
#16 für die Kirche 20:40:46 | Freitag, 5. September 2008
@Herr Stromberg: Sie haben gut gesprochen! Aber es scheint mir ein Charakteristikum sich besonders liberal
dünkender Zeitgenossen zu sein, das, was ihnen selbst so gar nicht in den Kram paßt, mit ätzendem Hass
zu verfolgen. „Liberalismus“ wird bloß als Etikett mißbraucht. Denn in einer demokratischen und pluralistischen
Gesellschaft genießt die Piusbruderschaft das gleiche Recht wie alle anderen Gruppierungen. Man kann
kirchliche Strafmaßnahmen an sie verhängen, aber sie zu verfolgen oder zu verumlimpfen verbietet das
Gesetz. Die „liberalen Theologen“ sind die modernen Tyrannen. Manchmal scheuern sie sich gar nicht vor
unrechte Mitteln, bloß um Recht behalten zu wollen.
#21 für die Kirche 20:12:14 | Freitag, 5. September 2008
@Karl Murx: es stimmt! Habe ich gerade gemerkt: war ein Gedächtnisfehler da ein protestantischer Freund
mich gefragt hat ob er bei uns zur Beichte gehen konnte, habe ich den nämlichen Text konsultiert, aber
dann habe ich nur Buße im Gedächtnis beibehalten. Sorry. Aber es ist wohl noch zu ergänzen: das Konditional
im Text muß man beachten: Can 844, § 3. Katholische Spender spenden erlaubt die Sakramente der Buße,
der Eucharistie und der Krankensalbung Angehörigen orientalischer Kirchen, die nicht die volle Gemeinschaft
mit der katholischen Kirche haben, wenn diese von sich aus darum bitten und in rechter Weise disponiert
sind; „In rechter Weise disponiert“ heißt, die Lehre der Katholische Kirche akzeptieren! Die Taufe eröffnet
den Zugang zu den anderen Sakramenten, und wer eine gültige Taufe hat, hat theoretisch den Zugang. Dennoch,
wenn die Protestanten eine andere Lehre über das Abendmahl haben, sind sie nicht in der rechten Weise
disponiert. Wer als Protestant jedoch an die katholische Lehre glaubt, kann mit Erlaubnis zur Kommunion
zugelassen werden.
#53 für die Kirche 18:41:49 | Freitag, 5. September 2008
@studer: Spanische Theologen für Menschenrechte Zu Ihrer Information: Bartolomé de las Casas Francisco
de Vitoria Domingo de Soto (1495-1560) Luis de Molina, S.J. (1535-1600) sehr wichtig ist auch der Niederländer
Hugo Grotius (1583-1645) Ihre Theorie führt aber zum Teil die Theorie des Thomas von Aquinas über Naturrecht
weiter.
#29 für die Kirche 17:11:08 | Freitag, 5. September 2008
@Aleph/no comment: Weihe, Riten usw. @Aleph Lieber Aleph, hoffentlich nehmen Sie trotz meinem Konservativismus
meine Grüße noch entgegen! @no comment: es gab vor 1972 noch die niedrigeren Weihen, bzw. die Weihe
zum Ostiarier, Lektor, Exorzist, Akolyth, Subdiakon, und diese werden als Vorstufen zur Priesterweihe
als einem Sakrament betrachtet. Heutezutage werden sie noch von den Gemeinschaften in der Kirche gespendet,
die dem Usus antiquior pflegen. In dem vorkonziliaren Pontificale steht: die in Albe bekleideten Weihekandidaten
halten in der rechten Hand eine Kerze, …, u. ihnen wird auch das Buch übergeben, aus dem sie künftig
vorlesen sollen [Quatuor minores Ordines dari possunt extra Missarum solemnia, diebus Dominicis, & Festivis
duplicibus: sed in mane tantum. Ordinandi omnes ad quatuor minores Ordines esse debent superpelliceis
induti, cum candela in manu dextera … Deinde Pontifex accipit, & tradit omnibus codicem de quo lecturi
sunt, quem manu dextera tangunt, dicens:…/Quelle: www.traditio.com/office/lectorum.htm] heute gibt es
auch eine Beauftragungsfeier im Rahmen einer Meßfeier, dennoch ist zu fragen, ob der im Artikel genannte
Bischof dem nachkonziliaren Pontificale gefolgt hat oder ein Mischmasch gemacht hat. Quelle: www.credobox.de/Lek01.htm
Wenn er dem Pontificalen gefolgt hat, dann sollte es in Ordnung sein. Und ich nehme dann meine vorherige
Kritik zurück.
@JoBerens: Höllenangst Sie meinen „Höllenangst“ zu haben=leiden für Christus? Dann verstehen Sie Florian
ganz falsch. Sie wissen vielleicht nicht, wie die Christen in den armen Gegenden leiden. Europa hat Demokratie
und Wohlstand, und Friede über 60 Jahre. Die Menschen hier vergessen fast, was leiden bedeutet. Aber
Ihre Eltern oder Großeltern, die in dem Krieg nicht genug zu essen bekamen, die jenigen, die sich für
Gerechtigkeit einsetzten, wußten noch, was Leiden bedeutet, und besonders die letzteren, die wissen,
daß Leiden auch mal sinnvoll sein kann. Bergpredigt des Herrn (Mt. Kap. 5): Selig, die arm sind vor Gott; /
denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden. Selig,
die keine Gewalt anwenden; / denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der
Gerechtigkeit; / denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; / denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; / denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; / denn sie
werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; / denn ihnen
gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle
mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so
wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.
#14 für die Kirche 15:09:50 | Freitag, 5. September 2008
@Stimme Ihr Beitrag ist witzig. Dennoch: wissen Sie nicht, daß Religionsfreiheit auch für die Piusbruderschaft
gilt. Ich weiß nicht warum man Buddisten als politisch korrekt ansieht aber eigene Tradition als schädlich
oder schlecht anprangert. Lacht lieber nicht das aus, was Eure Vorfahren gemacht haben. Achtung vor allen
Religionen, achte den Buddismus, gebe den Christen auch ein Lebensrecht. Wenn nachäffen, dann „äfft“
die Anglikanische Kirche, die „Altkatholische Kirche auch „nach“.
#12 für die Kirche 14:55:01 | Freitag, 5. September 2008
@Protestant: der gute Chef Ich habe selber einen sehr guten Chef, der mir nicht durch leeres Wort was
verspricht, sondern mir und auch allen anderen Menschen mit Respekt und Achtung begegnet. Mir muß er
nichts versprechen, ich vertraue ihm sowieso und er mir auch. So ist das beste Arbeitsverhältnis. Aber
der Bischof ist ein solcher Chef, der nur auf Äußerlichkeit achtet, hält aber an die Geschäftsordnung
(das kanonische Gesetz). Und Sie müssen meinen Nicknamen nicht so verungestalten: meine Kirche ist nicht
der verflachte liberale Kreis in der Kirche, der sich bemüht, den eigentlichen Glauben abzuschaffen.
Meine Kirche ist die universale Kirche, gestiftet von Jesus Christus, auf dem Fels Petri gebaut, die gelitten
hat und immer noch leidet, aber dann in der höchsten Freude und als die ewige Jerusalem leuchten wird.
#26 für die Kirche 14:29:15 | Freitag, 5. September 2008
@Berichtigung: meine letze Zuschrift ich meinte „Wer ist nun gerecht? Doch nur Gott“. Weiß der Himmel
weshalb nun und gerecht zusammengezogen werden und dann die „n“ fehlt.
@Der Bischof und seine Angestellten Dann legte der Bischof seinerseits ein Gelübde ab und versprach den
sieben Laien, ihnen mit Respekt zu begegnen und ihnen Aufgaben zu geben, die ihren Fähigkeiten und den
Bedürfnissen des Bistums entsprechen. Als Arbeitgeber benimmt er sich total daneben. Wer von den Managern
muß seinen Angestellten was versprechen, außer was auf dem Vertrag und in Gesetz steht? Und das kanonische
Gesetz regelt bereits, einen Vertrag müßten die Laien doch haben, wenn sie gegen Gehalt da arbeiten.
#24 für die Kirche 14:13:59 | Freitag, 5. September 2008
@Leblhuber: Schuld und Sühne Lieber Herr Leblhuber, zunächst möchte ich als Katholikin durchaus nichts
ableugnen, was die Kirche bzw. die Menschen in der Kirche in der gesamten Geschichte falsch gemacht hat.
Dennoch bleiben wir dabei? Vergessen wir dann, weil es Schlechtes gibt, auch das Gute? Hexenverfolgung
ist eine Hysterie der menschlichen Gesellschaft, sie kommt sogar in unserer Gegenwart vor, in Africa,
wenn die frühneuzeitliche Kirche die Meinung und Kenntnisstand mit ihren Zeitgenossen teilte, ist die
Kirche nicht mehr auch nicht weniger schuldig. Ich verstehe nicht warum Sie als Katholik die Kirche ausschließlich
in der Täterrolle sehen möchten. Wer ist ungerecht? Doch nur Gott. Wer ist nun gut? Doch nur Jesus allein.
Wie werden wir gerechtfertig? Durch Glauben, Werke und die göttliche Gnade. Ein Holocaustüberlebender
hat einmal ein für mich sehr erschütterndes Wort gesprochen, als er nach vielen Jahren das Konzentrationslager
wiederbesuchte: „Man muß auch verzeihen können“. Vergessen ist feig, was die seelische Größe dieses
Sprechers auszeichnet ist aber, daß er trotz Erinnerung und Ermahnung verzeiht. Gott sei mit ihm.
@Nur Mut und Gebet! Seit 2000 Jahren werden Christen verfolgt. Schon unser Herrn hat man ans Kreuz geschlagen.
Aber am dritten Tag ist er aufgestanden von dem Tode. Und sein Volk überlebt immer wieder die Verfolgung
und den Haß. Der Glaube macht uns stark, die Hoffnung hebt uns vom Boden wieder auf, und die Liebe verbindet
uns. 2000 Jahre haben wir ausgehalten, wir werden weiter aushalten im Glauben und Gebet, bis an den Jüngsten
Tag, Amen!
#38 für die Kirche 20:55:42 | Donnerstag, 4. September 2008
@Lutheran: Hexen, Reaktioären usw. Bevor Sie wieder Menschen oder Epochen anprangen, sollen Sie sich
vorher besser informieren: 1 sekunde mit der Suchmachine genügt es. In Wikipedia steht: Hexerei war für
die Kirche kein derart bedrohliches Vergehen wie die Häresie. Dies wird deutlich in der Anweisung Papst
Alexanders IV. 1260 an die Inquisitoren, Hexen seien nicht aktiv zu verfolgen, sondern auf Anzeigen hin
festzunehmen. Später verurteilte die Inquisition sogar zeitweise die Hexenprozesse. Die eigentliche europäische
Hexenverfolgung fand in der Frühen Neuzeit vor allem in Mitteleuropa aufgrund von Anklagen gegenüber
vermeintlichen Anhängern der sogenannten Hexenlehre statt. Bei der europäischen Hexenverfolgung von
1450 bis 1750 (Höhepunkt 1550-1650) handelte es sich nur zum Teil um eine kirchliche Aktion gegen „Ketzer“,
sondern in erster Linie um ein europäisches Hysterie-Phänomen bezüglich Zauberei und Hexerei, das juristisch
zur Straftat der Zauberei umgesetzt wurde und zu vielen Verdächtigungen, Denunziationen, öffentlichen
Massenprozessen und Hinrichtungen führte. Die tatsächliche Verfolgung geschah, im Gegensatz zur Inquisition,
durch Gerichte und in sehr vielen Fällen aufgrund von Denunziationen aus der Bevölkerung.
#52 für die Kirche 16:35:23 | Donnerstag, 4. September 2008
@clarissa: a minoribus ad maiora Liebe Clarissa: als Philologin (wie ich so vermute) stehen für Sie die
sprachlichen Eigenschaften als Kriterien höher. Der Erkenntnisweg a minoribus ad maiora ist wohl ein
aristotelischer bzw. thomistischer: man erkennt Gottes Dasein nur aposteriorisch (Thomas). Oder daß die
empirischen Eigenschaften bloß durch Induktion (Aristoteles). Keineswegs ist aber die Sprache hier gemeint.
Platonisch geht man jedoch deduktiv vor, und so bemüht man aus den ersten Prinzipien alle anderen Erkenntnisse
abzuleiten, bzw. more geometrico, wie der große Philosoph Spinoza auch tat. Übrigens nimmt Aristoteles
auch solche Erstprinzipien an. Anderereits, die Anwendung einer Ordnung der Werte geschieht auf dem umgekehrten
Weg, nämlich a maioribus ad minora. So ist die Ordnung der von Gott gutgeheißener Eigenschaften. In
Bezug auf Ihre Zunft geschieht die Anwendung zwar auch a maioribus ad minora, aber in Bezug auf (als eine
der zehn Kategorien des Aristoteles) die Dame Philologia, ist die sprachliche Korrektheit das maior.
#49 für die Kirche 16:17:50 | Donnerstag, 4. September 2008
@liebe Clarissa: Ihre Frage Die Kandidatin antwortet: orthographische Korrektheit (oder auch grammatische,
stilistische Korrektheit usw.) ist eine Art Vollkommenheit, die mir fehlt. Dennoch muß sie als Urteilskriterium
hinter der inhaltlichen Korrektheit stehen, da die Korrektheit des (bzw. Wohlgegründetheit, Teilhabe
an höheren Gütern wie z.B. Gerechtigkeit, Wahrheit usw.) als eine wesentliche Eigenschaft des Gedankens
in der Skala höher steht als die sprachliche Korrektheit als eine akzidentelle Eigenschaft des Gedankens,
der erst in seiner sprachlichen Ausformung solche Eigenschaft erlangt. Dennoch führt die fehlende sprachliche
Korrektheit zum Notenabzug, und das wohl auch zurecht. Und Gott ist allen Menschen wohlgefällig, die
sowohl gedanklich als auch technisch einen guten Willen erweisen.
#43 für die Kirche 15:35:33 | Donnerstag, 4. September 2008
@Pascal: Ihr Einwand halten sich die meisten der katholischen Poster überhaupt nicht daran Eben sündigen
sie gegen das Gebote der Nächsten Liebe. Daher ist das Zitat hier nicht nur für Sie, sondern auch für
diejenigen, die andere Leute verumlimpfen. Brauche ich kein Mitleid Ich bemitleide Sie auch nicht. Nur
wer mit seinem Katholiksein und Homosexualität nicht klar kommt und darunter leidet, braucht mein Mitleid
oder besser gesagt Nachsicht. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen
und, wenn sie Christen sind Sie haben sehr aufmerksam gelesen und das Konditional gemerkt: das ist durchaus
meine Meinung, niemand wird zur Enthaltsamheit gewungen, außer durch sein eigenes Gewissen, und da das
Christentum den subjektiven Willen zur Erfüllung der Gebote Gottes voraussetzt, impliziert Christensein
(bzw. der Glaube an den biblischen Gott und unsere Erlösung durch seinen Sohn) bereits den Gehorsam den
Geboten gegenüber. Die von der Bibel losgesagte Konfessionen nenen sich zwar immer noch „christlich“,
aber da müssen wir wohl das Wort sehr großzügig anwenden. Ich bin für die Religonsfreiheit. Sie erwähnen
Moslems, Juden usw.? Dann sind diese noch strenger als die Katholiken. Enthaltsamkeit gehört außerdem
zur religiösen Übung der Buddisten. „halten können, müssen, wollen“: man kann daran halten, da es
Vorbilder gibt und so die Möglichkeit empirisch bewiesen ist, und nicht müssen, sondern wollen, da der
Glaube Freiheit notwendig voraussetzt.
#117 für die Kirche 14:41:49 | Donnerstag, 4. September 2008
@Earendil: Schaden Habe gerade gemerkt, daß Sie Homosexueller sind! Wenn ich es gewußt hätte, hätte
ich nicht so scharf geschrieben. Denn ich stellt Sie als einen liberalen Theologen vor, keineswegs habe
ich aber Ihre sexuale Präferenz gemerkt. Nun ja, ich muß betone, die seelische Gesundheit besitzen wir
generell als Sünder nicht: zwar sind wir erlöst von dem Opfer des Herrn, aber nur von der Erbsünde,
indem wir immer wieder sündigen (egal wer und wie), müssen wir durch die göttliche Gnade geheilt werden.
Mit meinem Vergleich habe ich nicht gemeint, daß die Homosexualität an sich eine Krankheit sei, sondern
daß wir alle, wenn wir die Gebote Gottes übertreten, „an Seele krank“ sind, und brauchen demzufolge
Jesus den guten Arzt.
#27 für die Kirche 14:15:45 | Donnerstag, 4. September 2008
@alle: Kirche zur Homosexualität Es steht in dem Kathechismus der Katholischen Kirche folgendes über
die Homosexualität: 2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt.
Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung
dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht
zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und,
wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem
Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen. 2359 Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die
Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht
auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft –’ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um
Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern. Quelle: www.vatican.va/…ive/DEU0035/_P8B.HTM
#115 für die Kirche 14:11:29 | Donnerstag, 4. September 2008
@Earendil: ärztliches Verbot ja, gesetzlich nicht (außer in Lokals und an den Schulen und im Kino …).
Aber ein ärztliches Verbot ist eine Art Verbot, welches nicht mit staatlicher Gewalt geschieht. Und ein
Ärzt als Fachmann hat mit seinem besten Wissen und Gewissen das zu tun. Hält der Kranke nicht daran,
muß er selber die Folge tragen. Vergleichbar ist auch mit dem kirchlichen Verbot. Exkommunikation ist
genauso wie eine Satz eines Vereins, mehr rechtliche Wirkung hat sie nicht. Und das Mitglied hat selber
nach seinem Gewissen zu entscheiden, ob er noch in dem Verein bleibt oder nicht. Erkennt er die Satzungen
an, kann er weiter da bleiben. Wenn er die Satzungen jedoch ablehnt, dann fragt man sich, weshalb er dann
noch Mitglied bleiben will.
#113 für die Kirche 13:57:14 | Donnerstag, 4. September 2008
@Earendil: Verbot und Freiheit Das Verbot homosexueller Handlungen schränkt Freiheit und Lustgewinn eines
Menschen ein, ohne dass es aus Liebe zu anderen Menschen nötig wäre, widerspricht also (wie einige andere
Elemente „christlicher“ Moral) dem Liebesgebot und kann deshalb m.E. nicht göttlicher Wille sein. Das
Verbot des Rauchens eines Lungenkranken schränkt Freiheit und Lusgewinn eines Menschen ein, ohne daß
es aus Liebe zu anderen Menschen nötig wäre… Außer Sie protestieren: ein Lungenkranker darf doch
aufgrund seiner körperlichen Gesundheit nicht rauchen! Aber dann kann man auch sagen: die seelische Gesundheit
erhält man nur, wenn man sich von dieser Art von Lustgewinn zurückhält. Aber die seelische Gesundheit
bedeutet heute zu tage nun mal nichts. Auch nicht mehr für manche Christen. Die zeitgemäß mutierten
Menschen haben heute nur einen Körper, dessen grauen Zellen in dem Kugel oben ihre durch Gesellschaftsingenieure
eingeplanzte Daten wiedergeben, und diesen Prozeß nennt man heutezutage Denken. Sie sind wohlmöglich
nicht mehr beseelte Lebewesen da sowas zu zeitungemäß ist.
#18 für die Kirche 13:15:34 | Donnerstag, 4. September 2008
@Zweifler: Einfluß oder Zwang Sind die Politiker nicht selbst denkende menschen? Zwang besteht nur darin,
daß man mit Druckmitteln jemanden zu einer Handlung bringt, die er nicht will. Aber wenn Politiker gegen
die eigentragene Partnerschaft stimmen, machen sie es aus eigener Überzeugung. Wenn ein Zwang bestehen
sollte, dann bitte weisen Sie mal nach, daß die Kirche durch Erpressung usw. jemanden zu einer Handlung
gezwungen hat. Zeigen Sie einen solchen Fall an, dann handelt sich darum um eine Straftat, und ich bin
ganz und gar damit einverstanden, daß man die Täter straft. Übrigens bin ich für einen rechtlichen
Status der gleichgeschlechtigen Lebensgemeinschaft. Wenn ich darin keinen intrinischen Widerspruch zu
meinem Glauben sehe, muß ich nicht dagegen sein. Und jeder Bürger und rechtlich eingetragene Organisation
hat auch das Recht, seine meinung in der öffentlichkeit zu äußern und somit die anderen beeinflußen.
Das tun die Grünen genauso wie die Linken. Ganz geschweige von der allgegenwärgtigen political correctness.
Manche warten nur darauf, seine unliebsamen Kollegen bei irgendeinem Wort zu „ertappen“ und so die berufliche
Konkurrenz auf diese Weise aus dem Weg zu machen. Sei es nur eine harmlose Äußerung. Jetzt bleibt nur
die Frage, wer zwingt überhaupt wen?
#16 für die Kirche 12:53:09 | Donnerstag, 4. September 2008
@Pascal123: die Vorschriften Wo aber die RKK versucht in eklatanter Weise Ihre Moralvorstellungen zur
moralischen Richtschnur für alle Bürger zu machen, ob diese Katholisch sind oder nicht, ist dies sicherlich
nicht zu dulden und wird zurecht angeprangert. Dieser Äußerung fehlt ein sachlicher Beleg. Darf die
Kirche nicht eine Meinung haben wie die anderen Bürger? Meinungsfreiheit besteht auch darin, daß man
sie frei äußern kann, solange sie nicht gegen die Menschenrechtkonvention verstößt. Antisemitismus
muß aus diesem Grund verboten werden. Aber daß die Kirche Familie schützt, ungeborene Kinder schützt,
verstößt nicht gegen Menschrechte, fördert sogar ihre Durchsetzung. Was Euch an der Kirche stört,
ist nicht der angeblich von der Kirche ausgeübten Zwang, sondern daß die Kirche eine andere Meinung
als die Grüne Partei vertritt, und daß die Kirche der Spaßgesellschaft skeptisch gegenüber steht.
Wenn Ihr selber kein schlechtes Gewissen habt, mußt Ihr Euch eigentlich gar nicht gestört fühlen. Es
leben so viele Heiden sie leben ganz wohl ohne gleich auf die Kirche herfallen zu müssen. Geht einen
Bogen um die Kirche und ihre Medien, das Leben wird gleich sonniger für Euch. Aber schreibt bitte nicht
vor, wie wir Christen zu leben und zu denken haben. Punkt.
#108 für die Kirche 11:57:55 | Donnerstag, 4. September 2008
@Earendil da der richtige Thread zulange zurück liegt, poste ich nochmal hier, denn ich finde, es gibt
doch einige Punkte zu klären: 1) Ihre Bibelausgabe ist vielleicht ohne die Paulus-Briefe? 2) Zum Glück
hatte Paulus zu seiner Zeit keinen liberalen Theologen, der die politische Korrektheit seiner Worte überprüft.
Sonst würde er nie zum Apostel geworden. 3) Paulus hinkte als hinter seinem Zeitgeist: (wenn Sie den
seinigen meinten in Ihrem Posting). Dann läßt es sich sein Erfolg schwer erklären, wieso eine 12-Mann-Team
eine unter umgünstigen Umständen so viele Anhänger bekamm. 4) Ist der neue Gott von heute bzw. Zeitgeist
das Wahrheitskriterium. Wahrheitskriterium ist bekanntermaßen zeitlos: zum wie 1+2=3. 5) Wenn Paulus
seine Nächsten nicht so geliebt wie ihn selbst und somit das zweite wichtigste Gebot Jesu erfüllt hätte,
dann hätte er diese herben Worte geschluckt. Denn es ist in jeder historischen Epoche das gleiche, daß
die Menschen eher Schmeichen und Lob lieben, aber keine Kritik und Zurechtweisung vertragen. Wenn also
Paulus nicht an unser Seelenheil gedacht hätte, hätte er seiner Gemeinde keine solchen Briefe geschrieben,
sondern solche Worte: Ihr seid alle großartig, macht weiter so. Jesus liebt Euch, und erlaubt Euch, alles
nach Eurer Herzenslust zu machen. Hauptsache, Ihr habt Spaß daran.
#31 für die Kirche 18:27:06 | Mittwoch, 3. September 2008
@clarissa: Danke auch Ich danke Ihnen auch für Ihre bildungsschweren Beiträge, man braucht ein wenig
Mühe, sie zu lesen, aber durchaus zum eigenen Nutzen. Hier noch eine Korrektur: die Galater-Stelle: 5,13ff.
(Luther-Bibel)
#77 für die Kirche 18:23:43 | Mittwoch, 3. September 2008
@Earendil Lieber Earendil, ich melde mich mal. Die von Ihnen zu recht angeforderte Bibelstellen, die besser
zu „Begierde als Folge des Sündenfalls“ passen, finden Sie (nach der Zählung von Luther-Bibel) im Paulus-Brief:
Galater Brief 5, 13ff. Insbesondere 5, 19: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch,
Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben
werden? Lasset euch nicht verführen! Weder die Hurer noch die Abgöttischen noch die Ehebrecher noch
die Weichlinge noch die Knabenschänder, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank,
Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch zuvor gesagt und
sage noch zuvor, daß, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.Denn das sollt ihr wissen,
daß kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger, welcher ist ein Götzendiener, Erbe hat in dem Reich Christi
und Gottes.Denn draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Totschläger und die Abgöttischen
und alle, die liebhaben und tun die Lüge. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld,
Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit“ Ja, unser Apostel ist ein herber Mensch. Er
ist leider streng.
#28 für die Kirche 18:14:42 | Mittwoch, 3. September 2008
@Clarissa Liebe Clarissa, ich poste hier, weil Sie sich gerade gemeldet haben. Daß die (Sexual-)Begierde
Folge des Sündenfalls ist, steht bei Augustin, De Civitate Dei, Buch 14. Ich lese gerade drin. Und falls
Eandil hier mal vorbei schaut, kann er die betreffende Stelle bei Paulus-Brief finden, nämlich: Galater-Brief
kap. 13, daß wir nicht dem Fleisch sondern dem Geist nach leben sollen. Und Mahnung zur Keuschheit: I.
Korith, kap. 6, 7. Weil er Protestant ist, werden die Stellen nach der Luther-Bibel angegeben.
#25 für die Kirche 17:38:30 | Mittwoch, 3. September 2008
@Lutheraner: Reiche Christen Sie denken eurozentrisch: nur 25% der Katholiken wohnen hier, und die Zahl
schrumpft hier, (zum Vergleich auf dem amerikanischen, d.h. Lateinamerikan inklusiv, Kontinent hat man
eine Zuwachsquote von 8%, und in Africa und Asien jeweils 3%). Die Zahl der Katholiken in Asien: 52,371,000
in America (Kontinent):15,629,000 in Oceania: 325,000 Den bedeutendsten Zuwachs hat man nach dem II. Vatikanum
erzielt, wohl bemerkt nicht mit imperialistischen und kolonialistischen Druckmitteln. Die Weltkirche ist
insgesamt arm. Trotz Armut und Unterdrückung lebt sie, und warum auch nicht? Jesus hat doch auch die
einfachen Leute als Jünger genommen. quelle: …ww.catholicnewsagency.com/new.php?n=12752
#4 für die Kirche 17:27:30 | Dienstag, 2. September 2008
@Navon: die Katholiken und ihre Privilegien Katholiken kosten zuviel! Also schaffen wir die Kirche hier
ab. Zumindest bin ich dafür, daß man die Kirchensteuern abschafft. Denn die Kirche muß tatsächlich
nicht so reich sein, um missionarisch zu sein, um das Wort des Herrn unter die Völker zu bringen. Andererseits,
eine Kultur zu pflegen kostet Geld. Mozart hat sich auch gut bezahlen lassen. Es geht hier nicht nur um
Kuchenverteilen: sondern auch um die Backkunst. Das Christentum ist ein sehr wichtiges Bestandteil der
europäischen Kultur, wenn auch zugegeben nicht das einzige, es gibt noch die Antike und Aufklärung,
es gibt noch Pantheismus, Goethe. Aber stellt Ihr Euch mal vor, Bachs Kantate verstehen zu wollen ohne
irgendwelche Kenntnisse vom Christentum. Und wie wird man noch die Anspielungen in der gesamten klassischen
Literatur auf die Bibel verstehen können, ohne Kenntnisse von Religion? Man kann ruhig das Christentum
aus der staatlichen Förderung bannen, schwach wird es nicht: siehe nur die U.S.A., dort hat man ganz
andere Christen als hier. Das Christentum wächst weltweit, besonders in armen Gegenden. Nur in Europa
geht es unter. Aber es wird auch nicht so weiter dauern. Davon bin ich überzeugt! Eine pluralistische
Gesellschaft ist wünschenswert, aber eine gut funktionierende schafft man nicht durch Selbstkastration.
#123 für die Kirche 17:05:55 | Dienstag, 2. September 2008
@Nachhilfe in Religionsunterricht: Unfehlbarkeit Trotz des Einspruchs von Aleph ein dogmatisches Gehicke.
Bitte die Hervorhebung beachten! Unfehlbarkeit des Papstes Das Dogma (= die Lehre, der Lehrsatz) von der
Unfehlbarkeit des Papstes wurde auf dem I. Vatikanischen Konzil (1869/70) als verbindliche Lehre der katholischen
Kirche formuliert. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme meint dieses Dogma nicht, dass alle Äußerungen
eines Papstes unfehlbar, also irrtumslos sind. Von Unfehlbarkeit spricht die katholische Kirche nur, wenn
der Papst „ex cathedra“ spricht, um eine Lehre verbindlich als Bestandteil der katholischen Tradition
auszuweisen. Dies geschieht, wenn der Papst * als oberster Hirte und Lehrer der Gesamtkirche * seine Absicht
zu einem letztverbindlichen Urteil über Fragen des Glaubens und der Sitten * feierlich erklärt und * dieses
Urteil spricht. Alltägliche Äußerungen, Predigten und Vorträge des Papstes können also per se keine
unfehlbaren Äußerungen sein. Ebenso ist es kein Widerspruch zur Lehre der Unfehlbarkeit, wenn Päpste
menschliche Schwächen zeigen, sich unklug oder vielleicht sogar unmoralisch verhalten sollten.
#293 für die Kirche 21:12:57 | Montag, 1. September 2008
@Andreas Rau: Ihre Frage meinen Sie denn die Auseinandersetzung mit Luther? Dann weiß vielleicht Clarissa
mehr Bescheid. Soweit ich weiß, beschäftigt sich die katholische Kirche bereits ab der Reformation mit
ihm. Die ganze Gegenreformation besteht ja in der Auseinandersetzung mit den Reformatoren. Außerdem ist
der Gedanke Luthers zunächst bereits in der damaligen Diskussion der Kirche verankert, es ist eigentlich
nicht nur lutherisch. Aber durch die Gegenreformation hat man sich dogmatisch und auch hinsichtlich der
Kirchenorganisation bewußt von den Protestanten abgegrenzt, denn man soll sich besser profilieren, sonst
verliert man ja jegliche Konturen… Die Methode der Bibelauslegung heute ist sicherlich bereits von den
Protestanten beeinflußt, aber ich bin ja keine Fachtheologin…
#286 für die Kirche 20:40:55 | Montag, 1. September 2008
@clarissa: die Ergänzung Nach der Meinung der Prüfungskommision, die aus einem magister grammaticus
und einer magistra theologica hat die Kandidatin ihre Antwort zu: „Def. Sünde=ein Akt einer mit freiem
Willen versehener Person, der eine bewußte und vorsätzliche Übertretung der Gesetze Gottes und somit
eine Abwendung von Gott darstellt“ zu ändern. Noch eine Ergänzung gefällig, meine Damen und Herren?
#283 für die Kirche 20:30:25 | Montag, 1. September 2008
@Aleph: menschliche Akte Lieber Aleph, Sie sind nun einmal an Schlagfertigkeit nicht zu übertreffen!
Dann muß ich wohl den Ausdruck zu „Akte einer mit freien Willen versehener Person, die die Übertretung
der Gesetze Gottes und eine Abwendung von Gott darstellen“ ändern. Jetzt zufrieden? Mein magister grammaticus.
#280 für die Kirche 20:08:05 | Montag, 1. September 2008
@Andreas_Rau: das Argument naja, wenn Sie zunächst fragen, wo steht’s in der Schrift? Das ist nuneinmal
so typisch lutherisch. Die Lehre der Kirchenväter wie eines Augustins ist nun mal die zweite Säule bzw.
die Tradition, die unsere Kirche trägt. Selbständige Reflexion über den Glauben und Kirche ist immer
erwünscht. Daher reden wir ja hier, und sagen nicht sofort, daß alles, was der modernen Vorstellung
nicht entspricht, nicht wünschenswert ist. „Fruchtbar“ impliziert bereits die Vermehrung. Daher ist das
„also“ nicht nötig. Ein Mangel wie „Unfruchtbarkeit“ ist keine Sünde. Nur menschliche Akte können Sünden
sein.
#277 für die Kirche 19:50:58 | Montag, 1. September 2008
@Andreas_Rau/@Gretchen @Andreas_Rau: „wo steht es in der Schrift?“ bitte schön, sind wir Protestanten?
Wenn Sie immer so weiter fragen, dann können Sie gleich unsere Kirche demolieren. Andererseits, wenn
Sie doch einen Beleg aus der Schrift brauchen: „Seid fruchtbar und vermehret Euch“ (Genesis 1,28). Also
kein Sex ohne Kinderzeugung. @Gretchen: Empfehlenswert: Nicht nur Augustinus lesen, sondern auch die Sekundärliteratur
dazu – und vieles, vieles mehr, was nach dem 5. Jahrhundert (auch von sehr konservativen) Theologen zum
Thema verfasst wurde. Und weil sie so viel schöner und bunter ist als all der grau-traurige Unfug, der
in diesem Forum hinsichtlich der homosexuellen Liebe geschmiert wird, Dann muß ich Sie sehr enttäuschen:
Sie kennen die Literatur darüber wohl nicht besonders gut. Seit wann sind die Theologen „bunt“? Wenn
Sie sich ein wenig auskennen, sollten Sie einen eigentlich auf die Schule von Chartres hinweisen: da steht
tatsächlich, daß der Gebrauch des männlichen Sexualorgans, wenn in der RICHTIGEN Ordnung gebraucht,
angenehm ist. Aber das ist es schon: und von konservativen Theologen nach dem 5. Jh. reden Sie? Dann nennen
Sie mir doch ein paar Namen, wer was nach Ihrer Meinung Buntes geschrieben hat? Also ob die spätantiken
Christen besonders „rückständig“ wäre, da herrschte mindestens noch die antike Bildung.
@komische Eltern na, ich habe mal von einem Jesuiten gehört, der dann protestantisch geworden ist und
eine Pastorin geheiratet hat. Jetzt haben sie einen Haufen Kinder. Und die bemitleide ich mehr als den
kleinen Daniel…
#270 für die Kirche 18:12:24 | Montag, 1. September 2008
@Earendil: ist diese Erkenntnis neu? Ich habe Ihnen nur die traditionelle Lehre zur Sexualität geschildert:
es steht bereits bei Augustin, der Kirchenvater ist der Meinung, daß unsere Fortplanzung im Paradies
ohne Lustgefühl stattfindet. Belegstelle: Der Gottesstaat. Übrigens teilt diese Meinung auch der große
protestantische Philosoph Sören Kierkegaard, vgl. „Krankheit zum Tode“. Sie können ruhig lachen: für
die modernen Menschen ist diese Vorstellung wohl möglich lächerlich. Aber vor diesen großen Geistern
verbeuge ich mich!
@Kinderadoption Ich habe vor einigen Monaten gelesen, daß ein lesbisches Paar aus den U.S.A. vor vielen
Jahren ein Mädchen aus Asien adoptiert hat. Und jetzt ist das Kind bereits 12, habe dann Photos von ihm
gesehen, es scheint ihm sehr gut zu gehen.
#264 für die Kirche 16:37:18 | Montag, 1. September 2008
Lieber Haher Lieber Haher, niemand unterstellt Ihnen, daß Sie dieses Mädchenheft „Bravo“ lesen! (übrigens
verwechsle ich es mit der „Birgitte“ und keine Dame hat mir bisher noch übelgenommen). Wenn Columbe mal
diesen Scherz mit „Bravo“ gemacht hat, dann meinte sie sicher nicht böse. Wir wissen doch alle, daß
Sie ein intelligenter und gebildeter Mensch sind.
@Amanda / Aleph: Wolle Beste Antwort aller Zeiten! Dann kann Marcelus bei Gelegenheit auch ein Paar Socken
für mich stricken, da reichlicher Stoff vorhanden ist!
@Aleph;@Marcelus;@Amanda: Federn lesen! Die Federn, die Marcelus laut Aleph zu sammeln hat, stammen sicherlich
von den Streithähnen, die hier in der Hitze des Kampfes ihre Pracht verloren haben. Jetzt bleibt noch
eine Frage, woraus soll er denn die Strümpfe stricken?
@gunther maria michel: das Herz Hören wir doch auf, ständig über andere zu lamentieren. Wie evangeliumsgemäß
die Kirche ist, dafür ist jeder an dem Platz verantwortlich, an den er von Gott gestellt ist. Du wirst
Dich vor Christus nicht dafür zu verantworten haben, was der Bischof von Trier, sondern was Joseph Berens
gemacht hat. Und so wir alle. Der archimedische Punkt zur Veränderung der Welt ist das eigene Herz. lange
kein so wahres Wort gehört! :)3
@Joberens: Jesuszeit Ach Herr Berens, zunächst finde ich, daß man Sie nicht mit Schimpfworten überschütten
soll. Aber widersprechen muß ich Ihnen doch: daß es zur Jesuszeit was gab, legitimiert es doch noch
nicht. Es gab doch auch Todschlag. Hat Jesus dazu was gesagt? Aber in den zehn Geboten steht alles ja
klar geschrieben, was schlecht ist.
@Elijahu: Messe spielen Aber so wie es aussieht hat diese Gemeinde ihre Strafe ja schon weg: in Zukunft
keinen Priester mehr. Da können die sich dann gegenseitig einen vorpredigen und Messe spielen, ganz nach
Protestantenart. „Messe spielen“ ist wirklich ein passendes Wort. Laienpredigten will ich mir auch nicht
anhören: lese ich die Bibel und gute Bücher, habe ich mehr davon.
@Aleph: Ernüchterung für die Kirche: Ihr Postung ist ziemlich ernüchternd, wo ich Ihnen doch den Himmel
erschließen wollte, ehemals sakrale Dinge sinnvoll im banalen Alltag einzu setzen. Das war doch nur ein
saurer Hering gegen den im Beichtstuhlbar zugezogenen Kater.
@Aleph: Ernüchterung für die Kirche: Ihr Postung ist ziemlich ernüchternd, wo ich Ihnen doch den Himmel
erschließen wollte, ehemals sakrale Dinge sinnvoll im banalen Alltag einzu setzen. Das war doch nur ein
saurer Hering gegen den im Beichtstuhlbar zugezogenen Kater.
@Aleph: ästhetische Sammler Was Sie nicht sagen, Aleph! Barock-Beichtstühle als Privatbars, und das
mit dem Totenkopf auf der Tür ? Vielleicht als die Erinnerung an die Worte: „Ich beschloß in meinem
Herzen meinen Leib in Wein zu laben und mein Herz zu beschäftigen mit Weisheit […] Auch das ist Hauch
und haschen nach Wind (Kohelet 2,3 u. 26)“. Allerdings erweckt ein Beichtstuhl genug Melancholie, die
dann durch den aschließenden Wishky-Genuß noch gesteigert wird. Die Wiederverwendung von Weihrauchfaß
würde ich einen Atheisten aber abwarten: der Geruch wird ihm wohl möglich unangenehm werden. Es war
doch mal so: der Teufel mußte einen Priester aus der Hölle entlassen, da er zusehr nach Weihrauch roch
und Kopfschmerzen bei dem Höllenfürsten verursacht! Sich an der keuschen Schönheit der Muttergott zu
erfreuen und so das Herzen mindestens durch die Kunst zu erbauen, dagegen habe ich nichts. Anzügliche
Literatur kann man auch in dem Schutzumschlag von Landesverfassungsgesetz verstecken, so kommt auch keiner
auf die Idee, hineinzuschnüffel! Bei einem schönen vergoldeten Kasten kann man dessen nicht sicher sein,
daß der Gast doch mal neugierig wird. Harte Getränke füllt man in Medizinflaschen um! Und vielen Dank
für die Literaturempfehlung. Dorian Grey habe ich als junges Mädchen gelesen, habe mal Oscar Wilde gerne
gehabt. (ich habe auch als junges Mädchen die Lady Chatterley gelesen )
@Aleph, @Elijahu Das stimmt. Durch die Zusammenlegung fallen viele solche Gegenstände aus dem Dienst.
Manchmal schaue ich mir in Antiquitätenläden um und sehe dort oft Kreuze (und auch ziemlich große)
im Angebot. Einen Flügelaltar hat ich auch mal im Angebot gesehen. Mich würde es sehr interessieren,
wer solche Gegenstände kauft.
@Aleph: zunächst Schöne Grüße! und zum Altar: da haben Sie einerseits Recht, daß man Gegenstände
nicht vergötzen darf, andererseits liegt das Problem nicht an der Entfernung des Altars, sondern der
Zweckentfremdung. Habe mal einen Artikel gelesen, welcher beschreibt, wie man geweihte Gegenstände zu
handhaben hat. Eine schlechtgewordene Hostie spült man z.B. ins Wasser, und geweihte Gegenstände soll
zerlegt und verbrannt und in der Erde begraben werden, wenn sie ihren Dienst nicht mehr tun. wie man jedoch
einen so großen Gegenstand wie Altar behandeln soll, weiß ich nicht genau.
@die Bilderstrecke Schauderhaft! Zahlt man Kirchensteuern für sowas? Das Gemeindezentrum: zugebend ein
schönes Gebäude, aber wenn die Priester und seine Gehilfe im schönen Ambient arbeiten und wohnen möchten,
müssen sie nicht unbedingt die Finanzierung aus der Geldtasche der Laien ziehen. Modern Art in der Kirche:
nicht die besten Stücke, kriegt man viel besseres zu sehen im Guggenheim Museum. Dafür geben sie also
das Geld aus, für Schund, der angeblich Kunst sei: womit helfen sie denn den Obdachlosen, den Alkoholikern,
den Drogensüchtigern? Die Heilsarmee ist in dieser Hinsicht viel besser. Frauen suchen Selbstentfaltung
im Gottesdienst: bitte, man kann stattdessen im Chor singen, auf die Musikschule gehen, Tanzclub besuchen…
Aber natürlich, im Gottesdienst rumzupuschen kostet weniger Mühe. Der Spaß wird von der Gemeinde finanziert.
Sofa vor dem Altar: gut, gut, wir wissen alle, daß der gute Pfarrer gern in einer Talkshow mitmachen
möchte. Aber wer lädet ihn denn ein: das Beste ist, daß man selber eine organisiert, und alle Laien
müssen erzwungenerweise die Rolle der Zuschauer spielen, und sagen: wie GROßARTIG ist unser Pfarrer,
unsere Gemeindereferentin!!!
#309 für die Kirche 18:38:14 | Donnerstag, 28. August 2008
@Sportgayfan: Erzkatholen! Bestimmt, ohne die gibt es keinen ordentlichen Spaß! Man kann noch über Priester-Kragen,
Nonnen-Schleier, Meßgewände reden! Es gibt reichlichen Stoff! Leider muß ich jetzt weg. Ihnen wünsche
ich einen schönen Abend mit den anderen! :(3 Und bis bald!
#45 für die Kirche 18:34:26 | Donnerstag, 28. August 2008
@Amanda: Der Abt Notke Stimmt’s, ich habe mich auch über ihn geärgert! Vielleicht ist er so weltfremd,
daß er die Not und Leiden anderer Leute gar nicht kennt? Da er ja doch von der Welt laute Manager kennenlernt.
#304 für die Kirche 18:28:24 | Donnerstag, 28. August 2008
@Sportgayfan: Das stimmt, eigentlich darf sowas nicht sein. Dann müssen wir uns ein anderes Forum vereinbaren,
wo wir uns dann treffen können, um über Spezielkleidung für Sauna, Strumpfhalter, Soutan, usw. weiter
diskutieren können, wenn Kreuz.net gesperrt wird. Vielleicht bei Klamotten.net!
#301 für die Kirche 18:11:18 | Donnerstag, 28. August 2008
@Sportgayfan: Redaktion Denke ich mirs auch. Kann sein, daß die Redaktion ein lokerer Zusammenschluß
von einer heterogenen Personengruppe ist, und darunter befinden sich nun ein Paar Braunen.
#299 für die Kirche 18:04:46 | Donnerstag, 28. August 2008
@Sportgayfan: Saunieren Ja, darüber lache ich jetzt noch. Lassen wir hoffen daß bei Kreuz-net solche
Diskussionen den braunen Sud vertreiben. Gestern habe ich mir noch Sorgen gemacht: In Deutschlandfunk
redete man darüber, ob man den Zugang zu Internetseiten sperren sollen, die Antisemitistischen Gedankengüter
verbreiten. Wenn kreuz.net deswegen gesperrt wird, wo soll ich wieder Leute wie Sie, Aleph und die anderen
noch treffen können? Daher ein Aufruf an die Redaktion: Höre endlich mal auf mit solcher Hetzpropaganda!
#297 für die Kirche 17:53:08 | Donnerstag, 28. August 2008
@Sportgayfan: ja, da haban Sie wieder recht Geht es mir auch so! Gestern mußte ich den ganzen Abend über
die Strapze-Diskussion lachen, und heute wieder im Bus! Aber da haben Sie doch wieder recht: es gibt eine
Grenze, und dann hört der Spaß auf. Außerdem sind auch solche braunen Diskussionen gar nicht lustig!
Vom Thema her schon nicht! Mit dem Christensein meine ich vor allem die Nächstenliebe!
#295 für die Kirche 17:36:08 | Donnerstag, 28. August 2008
@Sportgayfan: Christen Da haben Sie recht. Wir treten hier in diesem Forum als Narren und Possenreißer
auf, aber nicht als Christen. Andererseits hat Aleph Recht, dieses Forum bietet eine schöne Plattform
zur zwischenmenschlichen Kommunikation, und wo kann man soviel lachen wie hier? Vielleicht schafft einer
und zwei von uns, mindest in der realen Welt mal als Christ zu handeln. Reicht’s dann auch.
#42 für die Kirche 17:30:22 | Donnerstag, 28. August 2008
@Samurai: mehr oder weniger zu essen Ist es denn modern, daß jeder Bruder nach seinem Bedürfnis so und
so viel Essen bekommt? Fließband, Standarisierung, Rationalisierung… Alles Erfindung der modernen Zeit.
Menschen als Nummern zu behandeln: Chipkarten für alle, alles Moderne. Aristoteles sprach von einer proportionalen
Gerechtigkeit, gerade in dem von Ihnen erwähnten Sinne. Das Heilige Römische Reich: jeder Stand hat
eigene Rechte und Reglungen. Gleichheit vor dem Gesetz: neueren Datums.
#33 für die Kirche 16:21:31 | Donnerstag, 28. August 2008
@Oleander; @Samurai; @Gotthard @Oleander&@Samurai: Ok, kann auch eine Geschmackssache sein. In unserem
globalen Zeitalter kann der Glaube in einer anderen Kultur zu einem anderen Ausdruck kommen. Ich hoffe
nur, daß die europäische Musik nicht deshalb verkommt, denn wenn die Europäer selber ihre Tradition
und Kultur nicht mehr pflegen, wer macht das sonst? Vielleicht die Japaner? Die haben die H-Moll-Messe
von Bach so gut einstudiert. Und die Chinesen haben kürzlich vor Papst das Requiem von Mozart vor Papst
aufgeführt. Andere Völker können sich durchaus die westliche Kultur aneignen, aber das nur auf eine
theoretische Art. Diese Kultur hat ihre Humus in Europa. Andere Völker lernt sie als etwas Fremdes und
paßt sie an die eigene Kultur an, so wird sie transformiert, was zwar ein dynamischer Prozeß ist und
durchaus was Positives an sich hat, aber authentisch ist sie nicht mehr. Soll die europäische Kultur
dann langsam den Status einer vergangenen Kultur wie die antike Kultur erhalten? Traurig. Hoffentlich
nicht wahr. @Gotthard: das stimmt. Daher kann sakrale Musik ohne instrumentale Begleitung auch sehr schön
sein.
#27 für die Kirche 15:49:06 | Donnerstag, 28. August 2008
@Samurai: was ist kirchlicher? Offensichtlich darf man kein Instrument „diskriminieren“. Aber es gibt
auch Konventionen, die bestimmen, was zu welcher Situation gehört: Wenn ich von der Bundeskanzlerin empfangen
werde, kann ich auch nicht im T-Shirt auftauchen. Aber T-Shirt ist auch kein schlechteres Kleidungstück
als ein Kostüm. Mozart beachtet auch solche Konventionen. Er hat über seinen Schüler (der jenige, der
die Requiem-Messe fertig geschrieben hat) geschimpft, der diese Konventionen nicht verstanden hat. Bin
selber keine Musikerin, aber durchaus gibt es Tonarten, die als besonders kirchlich gelten und aufgrund
der Konvention bei Hörern schnell das Gefühl der Ehrfurcht hervorruft. Auch die Schubert-Lieder verwenden
spezifische Tonleiter, um bestimmte Gefühlsarten zu kodieren. Musik ist wie eine Sprache, und genauso
wie wir beim Schreiben auf Stilebene achten müssen, darf man die Musiksorten auch nicht blind anwenden.
#22 für die Kirche 15:35:37 | Donnerstag, 28. August 2008
@oleander75: Gospel Gospel ist der Ausdruck einer anderen Konfession, diese Art Musik paßt in eine andere
Art von Versammlung, und ich gebe zu, sie ist sehr gute Musik. Aber zum katholischen Gottesdienst paßt
sie nicht. Man kann sie schon singen, auch in der Kirche, aber eben nicht während der Eucharistischen
Feier. Die Orthodoxen verwenden nicht einmal Orgel. Es geht prinzipiell nicht um Musik, sondern um Gebet.
Die Musik dient nur zur Untermalung. Sobald die Musik sich selbstverständlicht, verliert der Gottesdienst
seine Bedeutung. Ich höre jede Art von Musik und liebt sie. Aber Unterhaltungsmusik paßt nun mal besser
in Kneipen und Wohnzimmer. Die Kirche ist zum Gebet da, sie ist keine Mehrzweckhalle.
#15 für die Kirche 15:24:08 | Donnerstag, 28. August 2008
@Samurai: warum keine Jazzmusik im Gottesdienst? Jazz paßt nicht in einen Gottesdienst, und zwar aus
demselben Grund, weshalb man bei einem Gartenfest keine Gregorianik spielt. Solange die Idee, in der Diskothek
Gregorianik (und zwar nicht die gepunschte wie von Pet shop Boy oder Sinead O’Connor, sondern die richtige,
von Mönchen gesungene) zu spielen den meisten Zeitgenossen als absurd vorkommt, wird die Idee, im Gottesdienst
Jazz oder Rock zu spielen, bloß eine Schnappsidee von manchen verhinderten Musikern unter den Kirchenangestellten
sein. Die Tragik ist nur, solche Schnappsidee wird nirgendswo in der Gesellschaft ernst genommen außer
in der Kirche. Wenn aber die Gregorianik in der Eckkneipe gespielt wird, bin ich durchaus bereit, einmal
Jazz im Gottesdienst hinzunehmen, aber nur einmal.
clarissa: res ipsa nun, die res ipsa hat keine sittliche Qualität. So haben die angebotenen Waren bei
Beate keine sittliche Qualität, aber wohl der Verkauf, denn das ist eine menschliche Handlung, die wohl
ethischen Kriterien unterliegt. Ob der Verkauf von solchen Waren ethisch gut oder schlecht ist, will ich
nicht beurteilen. Aber er gehört bereits in den ethischen Bereich. man muß bedenken, malum und bonum
können auch in der neuplatonisch geprägten Sprache der Kirchenväter ontologisch gemeint sein, und eine
res bona kann auch eine Rose sein, die ist aber ethisch gesehen weder gut noch schlecht. Man darf die
Handlungen und Akte überhaupt nicht als „res“ bezeichnen.
@Clarissa: das sehen Damit unterliegt auch Paulus einem schweren ikonographischem Irrtum, wenn er das
irdische menschliche Leben als Rätsel bezeichnet, das wir im Spiegel erkennen und dabei auch noch primitvliterarisch
auf Ex 33, 11 und Num 12, 8 anspielt Paulus meint gar nicht das menschliche Leben, sondern Gott selber!
Und erst nach dem Tod werden wir Gott schauen vom Angesicht zum Angesicht, diese von Ihnen zitierte Textstelle
ist doch die Grundlage der Mystik. Und jeder Mystiker bemühen sich um einen direkten Schau Gottes bereits
im diesseitigen Leben. Die zweite von Ihnen zitierte Textstelle hat auch „gloriam Dei“ als Objekt von
„speculantes“. „Videre“ bedeutet philosophisch-historisch die Intuition, also eine Form des Denkens. Beziehen
wir uns auf die Stelle aus dem Sermo, dann sehen die Gläubigen natürlich zunächst die erhobene Hostie.
Aber da der mystische Leib Christi in der früheren Zeit zweierlei Bedeutungen hat, ist es nicht verwunderlich,
er bezieht sich sowohl auf die Hostie als Leib Christi als auch auf die Kirche. Die spezifische Bedeutung
von „mysterischer Leib Christi“ als die Kirche ist erst später festgelegt worden. Schließlich habe ich
auch nicht gemeint, daß die Gläubigen hier in der Hostie sie selber sehen, sondern das Mysterium des
Glaubens. Wenn wir uns aber selber als Spiegelbild Gottes „sehen“ möchten, dann sehen wir es nicht in
der Eucharistie, sondern in unserem Geist, was ohnehin in der „Confessiones“ von Augustin breits zu lesen
ist.
@clarissa: Fehlinterpretation „Estote quod videtis et accipite quod estis … Si ergo vos estis corpus
Christi et membra, mysterium vestrum in mensa dominica posita est: mysterium vestrum accipitis.“ „Seid
was ihr seht (der Leib Christi) und empfangt, was ihr seid … Wenn ihr also sogar die Glieder des Leibes
Christi seid, ist euer Geheimnis (das Geheimnis von euch) auf den Tisch des Herrn gelegt: Ihr empfangt
euer Geheimnis (das Geheimnis von euch).“ Liebe Clarissa, dieses Zitat aus dem Sermo Augustins meint doch
nur, daß wir Christus nachahmen sollen. Und daß wir Spiegelbild des Herrn sind, das ja, aber jeder,
der die Schrift „De Trinitate“ Augustins gelesen hat, weiß, daß der Kirchenvater nicht von dem Lichtspiegelbild
redet. Das Abbild Gottes in uns ist eigentlich „memoria, intellectus, voluntas“. Auch dreifaltig wie Gottvater,
Gottsohn und Gottgeist. Sehen kann man dieses Abbild gerade nicht! Sondern nur durch das „innere Auge“
bzw. die Introspektion, bzw. in sich einkehrende Meditation wird es uns bewußt. Eine sich im Spiegel
betrachtende Frau versinnbildlicht in der Iconographie dagegen schon immer die Eitelkeit bzw. Gefallsucht,
einer Sünde nämlich. Und mit „Geheiminis“ meint Augustin auch nicht unser Aussehen, sondern unseren
Status als im Christus getaufte und Glieder der Kirche, und die Kirche ist auch das mystische Leib Christi.
Man darf weder die Bibel noch die Kirchenväter so primitiv literarisch interpretieren.
@Samurai:die Trinität hinsichtlich der Trinität gibt es wenig Differenz zwischen der katholischen und
evangelischen Theologie. Ihr alter Pfarrer hat sicherlich vergessen, was er in dem Priesterseminar gelernt
hat! Oder er hat keine Lust, mit einem Heranwachsenden zu diskutieren. Allerdings seine Schuld, hätte
er eigentlich erklären sollen.
#112 für die Kirche 17:09:37 | Dienstag, 26. August 2008
@Bellarmino: Dann lassen wir zusammen beten. Das wichtigste ist, daß wir Gott suchen und in seiner Nähe
wandeln, und wenn Sie in dem Gottesdienst von Piusbruderschaft Gott näher erfahren, dann warum denn auch
wieder nicht. Übrigens, vielleicht finden Sie in Irland auch Gemeinschaften innerhalb der Kirche, die
die Alte Messe zelebrieren. Vielleicht kennen Sie schon die folgenden Webseiten: summorum-pontificum.de/ …ww.summorumpontificum.net/ www.introibo.net/ und für Irland: www.latinmassireland.org/…_the_latin_mass.html
#105 für die Kirche 16:51:52 | Dienstag, 26. August 2008
@Bellarmino: Sicherlich können Sie selber am Besten beurteilen, ob die Piusbruderschaft zu Ihnen paßt
oder nicht. Ich möchte auch dafür beten, daß die Pius-Priester oder mindestens ein Teil von ihnen bald
wieder in voller Kommunion mit Rom stehen werden.
@Bellarmino ich wurde auch schon gefragt, warum ich alle zwei wochen beichte, man muss doch nur einmal
im jahr. Mein Gott ist es lächerlich! Da kann man den so fragenden seinerseits fragen, weshalb er Priester
geworden ist, obwohl niemand ihn dazu gezwungen hat.
@Amanda Ein mit mir befreundeter Priester riet mir, als ich ihm davon erzählte, ich solle eventuell den
Beichtvater bitten, auf den Zuspruch zu verzichten und ihm sagen, dass ich nach dem Bekenntnis nur die
Buße und die Lossprechung möchte, da der Zuspruch nicht konstitutiv zur Beichte gehört. Gute Idee,
werde sie das nächste Mal gleich anwenden, wenn einer wieder solchen Versuch machen will. Wenn sie solche
Gespräche führen wollen, sollten sie einem eigentlich einen bequemen Sitzplatz anbieten, oder gar eine
Couch…
@Bellarmino wir sind ja alle lieb und brav, und wenn wir nichts schon im himmel sind, kommen wir in jedem
fall hinein. Dabei haben die Priester nicht gedacht, daß niemand zur Beichte mehr kommen wird, wenn alle
tatsächlich so denken. Hinter dieser Auffassung steckt wohl eine falsche pädagogische Idee: Kinder müssen
gelobt und dürfen nicht getadelt werden. Stimmt’s nicht. Denn Kinder sind noch nicht reif in ihrem Urteilsvermögen
(fehlt ihnen auch die dazu passende Erfahrung), und brauchen Orientierung. Konstruktive Kritik kann einem
vom sehr hohen Wert sein.
@Bellarmino: Beichte oder Psychotherapie ich bin mittlerweile müde geworden, mehr ein psychologisches
beratungsgespräch zu empfangen, als ein sakrament. Da muß ich Ihnen mal was erzählen: ich war in Frankfurt
und wollte beichten. Da mußte ich 30 Minuten warten, da das Beichtkind vor mir so lange gebraucht hat:
eine Nonne. Habe mir gedacht, was sie wohl alles verbrochen hat. Kam ich selber ein, und fing an, eben
das Übliche zu beichten: Stolz und Unbeherrschtheit usw. Der Pfarrer fing an, mir zu sagen, daß ich
eigentlich ganz toll sei und alles so gut gemacht habe, und daß ich mehr Selbstzufriedenheit mit mir
haben solle. Habe ich ihm widersprochen, dann ließ er mich nicht mehr los, und das Knien ward langsam
beschwerlich. Am Ende, um überhaupt von ihm los gehen zu können, mußte ich zugeben, daß ich nichts
falsches gemacht habe und ein sehr tolles Kerl sei. Und erst dann gab er mir die Absolution! Zu diesem
Pfarrer werde ich wohl nicht mehr gehen.
@Bellarmino: Beichten bei der Piusbruderschaft Lieber Bellarmino, ich habe mal dort bei denen gebeichtet!
Aber später habe ich gehört, daß es eigentlich ungültig ist. Denn beichtberechtigt sind nur die jenigen
Priester, die auch den Auftrag von dem Ortsbischof bekommen haben. Ich hoffe, daß ich es so richtig aufgefaßt
habe. Allerdings kam mir damals der Pius-Priester ganz gut vor.
@Bellarmino: Piusbruderschaft Lieber Bellarmino, da dürfen Sie auf jeden Fall in die Messe gehen. Sie
ist nach der Meinung von Rom gültig. Ich habe mal einige unsere Priester danach gefragt und sie haben
es bejaht. Nur, gerne haben sie es nicht, daß die Laien dahin gehen… Aber es gibt unter unseren Geistlichen
durchaus Leute, die sich mit den Piusbrüdern sympathisieren.
@Aleph: die Vergesslichkeit Sie, die Herrschaften, glauben jetzt freies Spiel zu haben, in dem Sie mit
der Vergesslichkeit der Masse rechnen und versuchen, diese Masse hinters Licht zu führen und ihr potemkinsche
Dörfer vorzugaukeln. Genau deswegen muß man das Andenken der Opfer pflegen.
Scheinbeweis, aber noch tricktig genug, um ein paar Dummköpfe anzulockern Dr. Lerle verwendet einen Scheinbeweis,
um sein volkshetzerisches Ziel erreichen zu kommen. Dabei ist einem 10. Klassler bereits klar, woran sein
Argument krankt. Er behauptet: Evolutionsglaube und Holocaustreligion haben eines gemeinsam: Am Anfang
stand eine bloße Behauptung. Diese wurde nicht bewiesen, sondern lediglich ständig wiederholt. Eben
das ist total falsch: 1) es gibt keine „Holocaustreligion“, sondern nur ein Andenken an die Opfer. Und
an der Schule wird historisches Wissen von dieser historischen Tatsache vermittelt. 2) Evolutionstheorie
ist eine Konstruktion und eine Hypothese. Aber der Holocaust war eine historische Tatsache. Eine historische
Tatsache kann man nicht mit einer Theorie vergleichen. 3) Es gibt genügende Beweise für den Holocaust
und das NS-Schreckensregim. Der springende Punkt ist nur, daß Leute wie Lerle u.co. alle Beweise als
nicht gültig abweisen, und das aus rein subjektiven Gründen. Wenn man alles bezweifelt, dann kann Herr
Lerle genauso gut zweifeln, daß er eine Mutter und einen Vater hat, wie Wittgenstein meint. Wenn er jedoch
dies als absurd ablehnt, dann hat er auch keinen Grund, den Holocaust zu verleugnen. Denn der Holocaust
hat mindestens so starke Beweise wie Lerles Zeugung durch seinen Vater.
@Sportgayfan; @Aleph: neue Geschäftsidee Es ist der jüngste Ehrgeiz der Modeschöpfer, durchatmende
und atemberaubende Mode für Sauna-Besucher zu entwerfen: es werden Kollektionen für jede mögliche Situation
entwickelt – Smokings, Anzüge, Abendkleider für Damen usw. Die Sauna wird somit DER Treffpunkt der Promis
und DAS Zentrum der Geselligkeit. Nackt kann man sich nun nur noch auf den Straßen sehen lassen …
guter Geschmack! „Es gibt Schwestern aus Afrika und Südamerika, die wirklich sehr, sehr hübsch sind.
Besonders die Brasilianerinnen…“ Da hat der zölibatär lebende Pater aber guten Geschmack, was weibliche
Schönheit angeht…
@Aleph: Sündiger Priester – auch ein Witz für Sie! Zwei irische Arbeiter arbeiteten in einem Straßengraben,
ungesehen von allen Passanten. Gegenüber stand ein Bordell. Dann kamm ein protestantischer Pastor und
dachte, er sei allein, und verschwand schnell in das Bordell. Einer der irischen Arbeiter sagte: „Guck
mal diesen Heuchler vom Protestanten, predigt Moral und tut dann so was!“ Etwas später kamm ein Rabbiner,
und tat das gleiche. Der zweite Arbeiter sagte dann: „Guck mal wie der da im Fleisch sündigt!“. Dann
kam ein katholischer Priester und verschwand auch in das Bordell. Der erste irische Arbeiter seufzte auf
und hob beide Augen zum Himmel und jammerte: „Da muß doch eines der armen Mädchen in diesem Hause wohl
gestorben sein. Gott habe Erbarm“.
@Joberens: Nackt! War selber nie in einer Sauna, kann mir aber vorstellen, daß auch geweihte Personen
gelegentlich sich dorthin begeben, um was für ihre Gesundheit zu tun. Aber wenn diese nun dort nackt
herum laufen, wie kann man sie als geweihte Person identifiezieren? Außer, man trifft ja dort den eigenen
Gemeindepfarrer…
Der Bischof Das Eremiten-Leben paßt nicht in das Bild von Bischof Gerhard Ludwig Müller. Der Bischof
ist zu der Ansicht gekommen, dass, das Priestertum nicht mit dem Eremitenleben vereinbar ist. Das erklärte
die Pressestelle des Bistums Regensburg vor der Mittelbayerischen Zeitung. Eremiten gelten schon seit
der frühesten christlichen Zeit immer als besonders heilig. Aber natürlich, der Regensburger Bischof
hat Freude am Verbieten, Verbieten ist für ihn bloß Selbstzweck, um seine Macht zu demonstrieren. Er
verbietet nämlich alles, was mit ihm nichts zu tun. Laienrat verbietet er, Alte Messe verbietet er, Eremitentum
verbietet er… Dann muß er sich immer wieder von dem Staat seine Grenzen zeigen lassen. Eine lächerliche
Figur, sonst nix.
Weltkrieg Den nächsten Weltkrieg gewinnen wir Dann muß man schon mit Atomwaffen, Bio-Waffen usw. kämpfen,
und mit dem ganzen High-Tech-Waffenarsenal der Supermächte wird unsere arme alte Erdkugel in Nun in Staub
und Asche zersprengt.
@Sportgayfan: Reden mit einem Anderen dann ist es doch besser ich gehe zu dem Menschen hin versuche mit
ihm zu reden und die Sache aus der Welt zu schaffen. Das ist eigentlich auch der Sinn der Beichte! Tue
ich jemandem Unrecht, dann rede ich mit ihm und versuche, alles wieder gutzumachen. Übertrete ich die
Gebote Gottes, gehe ich zu Gott und sage, daß ich verfehlt habe und bitte um Verzeihung. Und das ist
die eigentliche Beichte! Nur, die römisch-katholische Kirche glaubt, wir können das nur tun, mittels
eines Priesters, während die Protestanten meinen, ein Mitbruder genüge auch, oder vielleicht direkt
zu Gott (darüber bin ich nicht informiert genug). Wenn jemand aber die kirchlichen Gebote nicht als Gebote
akzeptieren, dann gibt es für ihn auch kein Übertreten der Gebote, und dann gibt es für ihn nur das
Verletzen der zwischenmenschlichen Beziehung und Ordnung, und so muß er auch nicht zur Beichte gehen.
Nur wer eine Ich-Du-Beziehung hat, beichtet sinnvoll. Wenn Sie Bedürfnis zu einem persönlichen Gott
haben, würden ich vorschlagen, daß Sie direkt mit Gott, ohne die Vermittlung der Kirche reden. Und wenn
Sie mit sich und Gott zurecht kommen, ist auch nicht schlecht. Man muß nicht unbedingt römisch-katholisch
sein. Vielleicht ist es so, daß es für jeden einen speziellen Weg zu Gott gibt.
@Sportgayfan: Es stimmt Ja, das haben Sie durchaus nicht nötig. Ich glaube, nur wenn man das Bedürfnis
zur Beichte hat, hat das Beichten einen Sinn. Wenn Sie mit Ihnen selber ins Klare kommen, brauchen Sie
sich nicht durch die Ansichten der Kirche stören zu lassen.
Israel Warum immer wieder diese Verschwörungstheorie? Ist das alte Gespenst noch nicht verflossen, welches
die Juden für alles Übel der Welt verantwortlich zu machen veruscht? Sind die Juden immer noch Sündenbock?
Im Mittelalter hat man gemeint, sie seien für Plage usw. verantwortlich. Aber man darf nicht vergessen,
wo die Christen als Minderheit leben, widerfahren ihnen selber solche Anschuldigungen. Man muß dem Staat
Israel sein Existenzrecht anerkennen, denn ein Volk ohne Staat ist ohne Schutz. Schluß mit der Hetze
gegen Israel!
#367 für die Kirche 20:05:24 | Donnerstag, 21. August 2008
@Sportgayfan Ich glaube, daß nicht die Kirche sich nach der Mehrheit der Menschen richten soll, sondern
die Kirche orientiert sich nach Gott und der höchsten und absoluten Wahrheit. Das heißt zwar nicht,
daß die Lehre der Kirche absolut wahr sei, aber sie hat die Pflichtung, nach bestem Wissen und Gewissen
die Wahrhaftigkeit zu bewahren. Ich fürchte, auch wenn die Kirche nur eine Handvoll von Mitgliedern besäße,
würde sie weiter an die biblische Überlieferung und ihre Tradition halten müssen. Denn es geht nicht
ums Werben von Mitgliedern, noch um Macht. Sondern darum, ob die Botschaft Gottes verkündigt wird. Und
wenn die Kirche das nicht mehr tun, sondern allein nach dem aktualen Bedürfnis der Menschen handeln,
dann löst sie und hebt sich selber auf. Sie ist dann ein Wohltätigkeitsverein wie alle anderen, und
dann haben jegliche Handlungen wie Segnung, Eheschließung usw. keine sakrale Bedeutung mehr.
#364 für die Kirche 18:34:49 | Donnerstag, 21. August 2008
@Sportgayfan: Spielraum So wie ich mit meiner beschränkten Kenntnis beurteilen kann, hat er das getan,
was nach der kirchlichen Regelung getan werden muß. Aber im Grunde muß jemand, der das kanonische Recht
studiert hat, sagen, ob man doch mehr Nachsicht üben könne. Von mir aus habe ich große Sympathie für
alle, die auf irgendeine Weise leiden. Auch für die geschiedenen und wiederverheirateten Paare, die nicht
zur Kommunion gehen dürfen. Und ich glaube auch, daß unser Gott ein barmherziger Gott ist. Aber das
heißt doch wieder nicht, daß wir alles tun dürfen: wo ist die Grenze, sodaß wir den Menschen und so
auch dem Gebot der Nächstenliebe gerecht handeln, aber zugleich doch nicht durch zu große Menschlichkeit
Gottesgebote vergessen? Damit bin ich leider nicht im Klaren …
#358 für die Kirche 18:02:20 | Donnerstag, 21. August 2008
@Sportgayfan Ob Gott sich wohl auch an da Kanonische Gesetz und an die Regelungen der Kirche hält. Eben.
Wenn man mit Gott gegen die Satzungen einer Religionsgemeinschaft argumentiert, muß man beachten, welchen
Gottesbegriff man dabei verwendet. Ein rein rationalistisch konzipierter Gott kümmert sich tatsächlich
nicht um solche Satzungen. Es gibt z.B. Vernunftreligionen, die dann auch kein Problem mit Homosexualität
haben. Und das habe ich gemeint: wenn man die Homosexualität bejaht, kann man durchaus an Gott glauben,
aber eben an einen solchen rein rationalistisch konzipierten Gott. Aber in solchen Religionen gibt es
dann auch keine ritualen Handlungen mehr wie z.B. die Segnung. Ich glaube, das ist der Grund, warum die
liberalen Protestanten weniger Probleme haben mit der Homosexualität. Aber die Katholiken haben einen
Gott, der uns das Alte und Neue Testament überliefert hat, wir haben den Gott des Abrahams, Isaaks und
Jakobs, und im alten Testament steht klar und deutlich, daß Homosexualität verboten ist. Als Katholik
ist man noch nicht so gebunden an die wortwörtliche Bedeutung der Heiligen Schrift, aber wenn da so deutlich
gesprochen wurde, kann es ein sehr raffinierter Theolog auch nur schwer umdeuten. Ich sehe leider keine
Lösung zu diesem Problem. Bin selber eine Sünderin (zwar nicht in dieser Hinsicht). Möge Gott nun Barmherzigkeit
mit uns allen haben.
#353 für die Kirche 17:03:21 | Donnerstag, 21. August 2008
@Sportgayfan Entweder ist er auch ein Hardcorekathole wie die Kreuznattern hier oder ein Eiskalter Karrieretyp
der weiterkommen will und es sich mit seinem Management deshalb nicht verderben will. Ich glaube, keines
von Beidem. Denn was erlaubt und unerlaubt ist, ist sicher sehr klar definiert nach dem kanonischen Gesetz
und den Regelungen der römisch-katholischen Kirche. Er kann nun mal nicht anders handeln. Aber eine Frage,
warum braucht man als Homo-Sexuelle(r) die Segnung der Kirche? Ist doch eigentlich nicht nötig, oder?
#8 für die Kirche 15:25:13 | Donnerstag, 21. August 2008
@ st. Georg Das von Ihnen hoch gepriesene Erziehungskonzept für heranwachsende Menschen beider Geschlechter
wird längst durch die seit Jahrzehnten übliche Koeduation verwirklicht. Was bleibt noch den Pfarrgemeinden
zu tun? Die Schulen tun es bereits, und das auf eine bewährte Weise.
#2 für die Kirche 14:01:16 | Donnerstag, 21. August 2008
Jugendverderber? Wieso Jugendverderber? Nein, Scharlatan trifft mehr zu! Die Mitarbeiter der Kirche, die
sich in diesem Gebiet betätigen, übernehmen sich nur, und holen für sich nichts als Blamage. Denn wer
Beratungen für Sexualität braucht, wendet sich nicht an einen Diakon und einen Pfarrer. Für wen halten
sie sich denn? Alleskönner? Alleswisser? Dafür hat man Zeitschriften wie „Brigitte“ usw. An der Schule
lernen die Kinder genug, was sie diesbezüglich brauchen können. Wenn die kirchlichen Mitarbeiter denken,
daß sie in jeden Bereichen mithalten müssen, dann stehen sie sehr bald als Verlierer da. Die Kirche
ist für den Glauben zuständig, mehr nicht. Wenn die Religionslehrer selber nicht mehr die Katechese
kennen und verstehen und die Bibel durchstudieren, sollen sie lieber ihre Zeit und Energie nicht für
Dinge verwenden, die sie überhaupt nicht angehen, stattdessen sollen sie still sitzen und sich bemühen,
das ordentlich zu tun, wofür sie schließlich bezahlt sind, nämlich den Kindern die katholische Glaubenslehre
zu vermitteln. Dasgleiche gilt für kirchliche Mitarbeiter, die gerne während der Messe Rock spielen.
Bitte, für den Musikgenuß habe ich Jim Morrison!
#284 für die Kirche 22:00:52 | Mittwoch, 20. August 2008
@Aleph Es kann doch nicht Aufgabe christlichen Gottesdienstes sein, sich währenddessen durch Bücher
zu wühlen und Gebetstexte zu übersetzen. Natürlich nicht. Daher bereitet man sich vorher vor, und liest
später daheim nochmal nach. Wenn man dies oft genug wiederholt, kennt man dann die Texte auswendig …
Ich muß jetzt nach Hause gehen, bis morgen vielleicht, und einen schönen Abend wünsche ich Ihnen noch.
#278 für die Kirche 17:57:24 | Mittwoch, 20. August 2008
@Aleph Zumal bin ich nicht dafür, daß man die neue Messe abschafft. Durchaus gestehe ich ihr die gebührende
Berechtigung. Sie mag der alten Messe gegenüber manche Vorteile haben. Aber was ich nicht gutheiße,
ist die Alte Messe durch Argumente wie Unverständlichkeit usw. zu verbieten. Wenn ein Teil der Laien
die alte Meßform lieben, dann beschäftigen sie sich auch damit, und wenn man sich damit beschäftigt,
versteht man sie auch. Schließlich gibt es zweisprachiges Schott und genügende Literatur in der Landessprache,
die einem die Alte Messe erklärt. Und natürlich, die Alte Messe wird Leuten wie Joberens immer unverständlich
und verschlossen sein, weil sie eben diese Form von Liturgie von vornherein ablehen. Wenn man sich weigert,
etwas zu verstehen, wird man es auch nicht verstehen. Das ist doch nur konsequent, oder?
#276 für die Kirche 17:40:34 | Mittwoch, 20. August 2008
@Aleph lieber Aleph, leider muß ich diesmal Ihnen widersprechen. Man muß kein Latinum haben. Ich kenne
einen, der hat bloß eine Realschule und eine Berufsausbildung genossen, aber er ist autodidakt und kann
die Meßgesänge auf Latein singen. Er ist Cantor und Organist zugleich in der alten Messe. Und die meisten,
die eine alte Messe besuchen, sind gar nicht so gebildet. Ich erinnere mich an eine Romanpassage (Frank
McCourt: Angela’s Ashes): der Vater von McCourt war trunksüchtig und Bauernsohn, aber er war Ministrant
und konnte alle Meßformeln auswendig. Ich erinnere mich noch an den Roman „Lourdes“ von Zola, dort schildert
er, die Bäuerinnen haben jeden Abend Bibel vorgelesen bekommen. Ich glaube, die ungebildeten Menschen
von früherer Zeit haben vielleicht mehr Ahnung von Religion als ein Religionstudent heute. Leider.
#273 für die Kirche 17:28:14 | Mittwoch, 20. August 2008
@joberens, hörbar oder nicht hörbar Warum legt man so viel Wert darauf, daß man 1) Landessprache benutz
und 2) daß die Einsetzungsworte laut gesprochen werden? Es geht nicht um ein Theaterstück,sondern darum,
ob die Gläubiger das Altargeschehnis verstehen. Und sie verstehen es, wenn sie solide Katechese durchgelaufen
sind. Man kann eine Umfrage starten, und befragt die Laien einer Messe in der neuen Ordnung, ob sie die
Meßhandlungen wirklich deuten können, und dann Gottesdienstbesucher einer alten Messe. Ich fürchte,
die Besucher einer alten Messe werden eine bessere Note abschneiden, weil sie sich eben mit der Religion
beschäftigen. Wie oft erlebe ich selber, daß ich mich in einer Messe in der neuen Ordnung nicht konzentrieren
und so am Ende sehr wenig mitbekommen habe. In einer Messe nach der alten Ordnung muß ich mich mindestens
konzentrieren, um alles folgen zu können. Ein wenig mehr Anstrengung schadet nie.
#157 für die Kirche 17:58:18 | Dienstag, 19. August 2008
@Aleph @Gotthard Aleph: Solange es dem kirchlichen Gebot konform ist, können Sie doch tun, wie Sie wollen.
Und als Katholik kann man nicht leugnen, daß wir in einer Kontinuität der alttestamentlichen Überlieferung
stehen. Allerdings muß ich Gotthard Recht geben. Denn der Sonntag ist die dies Dominica, und ist der
Tag, wo der Herr auferstanden ist. Allerdings wird deshalb das dritte Gebot auf den Sonntag hin umgedeutet.
Der „Sabbat“ wird eben als ein Gebet- und Ruhetag dargelegt, und somit wird auch die Sonntagsruhe der
Christen durch die Gesetztafel Moses gleichfalls legitimiert. Das alte Gesetz, sagt auch unser Herr Jesus
Christus, hebt er ja nicht auf. Aber als Christen dürfen wir es mit Hilfe des neuen Testamentes umdeuten.
#154 für die Kirche 17:33:15 | Dienstag, 19. August 2008
@Aleph Als jüdisch gesinnter Katholik kann man aber auch am Samstag in die Kirche zur Vorabendmesse gehen.
Dann hat an doch so ziemlich alles auf einmal. Ist ein sehr guter Vorschlag! herzlich grüßend
eine scharfe Predigt Ein Gedicht von Eduard Mörike, der selber Pastor war und Predigten oft von seinen
Kollegen abgeschrieben hat: (fürs Schmunzeln) Pastoralerfahrung Meine guten Bauern freuen mich sehr;
Eine »scharfe Predigt« ist ihr Begehr. Und wenn man mir es nicht verdenkt, Sag ich, wie das zusammenhängt.
Sonnabend, wohl nach elfe spat, Im Garten stehlen sie mir den Salat; In der Morgenkirch mit guter Ruh
Erwarten sie den Essig dazu; Der Predigt Schluß fein linde sei: Sie wollen gern auch Öl dabei.
#151 für die Kirche 16:50:12 | Dienstag, 19. August 2008
@joberens Wieso denn nichts mit Gott zu tun? Die Gesetztafel hat doch Gott selber Moses übergeben. Aber
wie wir die Gebote umsetzen, brauchen wir halt die Priester, Rabbis, und die Kirche. Wie ich Sie verstehe,
sind Sie für eine Art „privaten Glauben“. Aber ich zweifle gerade, ob eine rein private Frömmigkeit
möglich ist. Die menschliche Gemeinschaft hat einen hohen ethischen Wert: die Intersubjektivität hütet
uns vor Wahn und Trug (wenn auch nicht auf eine absolute Weise und eine Institution ist immer korrigierbar).
Aber die Religionsgemeinschaft und ihre Gebräuche verleihen einem Individuum Halt und Orientierung.
#148 für die Kirche 16:33:08 | Dienstag, 19. August 2008
Sabbat „Sabbat ist der Samstag“. So meinen auch die Adventisten. Für die Juden beginnt der Sabbat bereits
am Freitagabend. Und man darf nicht mehr reisen oder ein Feuer anzünden usw. Für uns Katholiken ist
der Sabbat dann Sonntag. Und es ist der sonntägliche Kirchenbesuch die christliche Art, den Sabbat zu
heiligen. Wenn Sie damit nicht zufrieden sind, können Sie auch die jüdische Art ausprobieren, oder Sie
können auch Adventist werden, dann müssen Sie aber statt am Sonntag schon am Samstag in die Kirche gehen.
Wenn Sie sich immer noch „katholisch“ nennen, dann bleibt leider der sonntägliche Messbesuch für Sie
verbindlich. Es ist Ihre Freiheit, dies nicht wahrzunehmen, oder einer anderen Religionsgemeinschaft beizutreten.
Aber es steht eigentlich außerhalb Ihrer Macht, die Sonntagsmesse auch für die anderen Katholiken als
unverbindlich zu erklären.
#142 für die Kirche 16:15:41 | Dienstag, 19. August 2008
Sünde eigentlich gehört die Unterlassung schon zur Sünde. Nämlich gegen das dritte Gebot: Gedenke,
dass du den Sabbat heiligst. Natürlich gibt es Auslegungsmöglichkeit. Aber der sonntägliche Messbesuch
gehört schon eindeutig dazu. Für die Juden hat die Heiligung des Sabbats auch eine sehr hohe Bedeutung.
Bei meiner vormaligen Antwort auf Ihre Bemerkung habe ich diesen Punkt vergessen.
#137 für die Kirche 15:54:32 | Dienstag, 19. August 2008
joberens Nun ja, folgen wir Ihrer Logik, dann gestehen wir mal zu, unterlassener Sonntagsmessbesuch ist
keine Sünde. Gut, aber der Kirche gegenüber verfehle ich trotzdem. Wenn ich z.B. bei einem Familientreffen
mich nicht sehen lasse, werden meine Verwandten auch über mich maulen. Und ich werde trotzdem schlechtes
Gewissen haben, auch wenn ich nichts verbrochen habe. Solange man katholisch ist, bzw. ein Mitglied der
römisch-katholischen Kirche ist, hat man auch ihr gegenüber Verpflichtungen. So einfach ist es. Außer,
man tritt aus. Dann ist man von solchen Pflichten befreit, aber dann gibt es auch keinen Sinn mehr, sich
über die Kirche zu klagen.
orthodoxos naja, Aleph, schon recht. Dann hat Marcelus aber doch recht. Denn wenn man nicht rechtgläubig
ist, ist man ja doch häretisch, wie kann man noch katholisch sein? Das ist doch eine sich gegenseitig
ausschließende Distinktion.
orthodox-katholisch Marcelus hat schon recht. Denn orthodox auf Grieschisch heißt richtig, und katholisch
heiß auf Griechisch allgemein gültig. Im Grunde gleichbedeutend, daher übersetzt man manchmal das Grieschische
Werk des Johannes von Damaskus auch als „De fide catholica“, manchmal als „De fide orthodoxa“. Johannes
von Damaskus ist griechischer Kirchenvater und hat große Einflüsse auf die heutige orthodoxe Kirche.
#134 für die Kirche 15:19:11 | Dienstag, 19. August 2008
Lust oder Unlust Sonntags in die Kirche zu gehen ist Pflicht, keine Angelegenheit der Lust oder Unlust.
Ich kann auch nicht sagen, daß ich heute keine Lust habe, in die Arbeit zu gehen, also bleibe ich daheim.
Gewiß, ich verfehle selber, indem ich einige Sonntage die Messe nicht besucht habe. Aber mir ist bewußt,
daß ich dadurch verfehlt habe. „Kirche muß Freude sein“, dieser Satz klingt, als ob Kirche eine Unterhaltungsfirma
wäre. Dabei weiß jeder, daß er die Übung, sei es körperliche oder geistige Art, nicht unterbrechen
darf, wenn er dadurch etwas erreichen will. Die Kirche regelmäßig zu besuchen ist wie eine Übung, wie
die Menschen morgens joggen gehen. Man muß trotz manchmal auftretender Unlust und Trägheit durchhalten.
Und erst dann kann man echte Freude erfahren. Es gibt nämlich keine echte Freude ohne Mühe.
#129 für die Kirche 13:40:06 | Dienstag, 19. August 2008
dann fahren Sie mal nach Stuttgart, Zuffenhausen Dort wird anders gestaltet! Oder fahren Sie mal nach
Frankfurt, St. Leonhard, oder Heidelberg, Herz-Jesu-Kappele.
#120 für die Kirche 13:27:22 | Dienstag, 19. August 2008
Lieber Wiener, ich habe auch lateinische Messe in der neuen Ordnung gerne. Aber Sie haben wohl ganz andere
alte Messe als ich erlebt. Offensichtlich kann man die alte Messe auch anders gestalten. Die von Ihnen
erwähnte Form ist die im 19. Jh. übliche. Aber die alte Messe, die ich u.a. bei den Petrusbrüdern erlebt
habe, läßt die Laien „Asperges me“, „Gloria“, „Credo“, „Sanctus“ und „Agnus Dei“ aus dem Kyriale singen.
Dabei haben sie noch einen Chor aus Laien (Mädchen und Frauen), die noch die Zwischengesänge und den
Introitus auf Latein singen. Die Ministranten sind Buben, die dann auch die ihnen zustehenden Messformeln
im Lateinischen auswendig lernen müssen. Und jeder hat ein Schott, sodaß man zu Hause noch genau nachlesen
kann. Die alte Messe kann sehr hohes Laienengagement bedeuten, nicht das Latein, nicht die Liturgie hält
die Laien von der Beteiligung zurück, sondern die Mentalität der Beteiligten.
#103 für die Kirche 12:56:54 | Dienstag, 19. August 2008
oh lieber Joberens was für einen Unsinn haben Sie uns erzählt: ist denn Latein eine Sprache, wenn ja,
dann kann man sie verstehen. Vorausgesetzt: man gibt mal ein kleines bißchen Mühe. Ich habe mir alles
in einem Monat angeeignet: es geht sehr einfach. Man ahmt die anderen Gottesdienstbesucher nach, man liest
in Schott dem alten Messbuch, mit ganz rudimentären Lateinkenntnis kommt man bald sehr zurecht mit der
alten Messe. Einmal saß ich in Dom, hinter mir zwei spanische Damen. Sie konnten die neue Messe im Deutschen
nicht mitverfolgen. Aber als wir alle aufstanden und das Credo doch im Latein sangen (Gotteslob nr. 423),
konnten sie alles auswendig mitsingen. Das ist dann das Schöne am Latein: wirklich univerell. Übrigens:
alte Bauern aus China können auch Latein singen. Wundert es Sie vielleicht? Übrigens noch viele liebe
Grüße an Sie Aleph, ich freue mich sehr, Sie wieder in diesem Forum zu sehen.
#40 für die Kirche 15:28:38 | Donnerstag, 14. August 2008
die Stadt ist ohnehin zuvorkommend genug Benedikt hat sehr gut gesprochen. Es gibt keinen Grund, wieso
der Stiftsdekan Wachter so tun, als ob er noch soviele Sondernrechte und Privilegien wie in dem feudalen
Mittelalter genießen würde! Völlig lächerlich. Wir haben Gott sei Dank eine Demokratie. Und die Stadt
Regensburg ist sowieso so stolz auf ihren Papst und behandelt seinen Bruder mit Hochachtung und Nachsicht.
Der Stiftsdekan nimmt jedoch den ortssässigen Bischof zum Vorbild und fängt mit nichts eine Stänkerei
an. Dabei müssen sie aber denken, daß sowohl Bischof als auch Priester von Steuerngeldern bezahlt werden.
Als normale Bürger haben sie kein Recht, sich höher als die anderen zu stellen.
#119 für die Kirche 16:34:00 | Donnerstag, 17. Juli 2008
Sozialkath. Niemand hat doch behauptet, daß nur Juden gut und die anderen schlecht sind. Richtig ist,
daß wir alle Menschen sind und unsere Fehler und Schwäche haben. Außerdem kann ich mich schwer erinnern,
wann die Juden den anderen was angetan haben.
#115 für die Kirche 15:08:58 | Donnerstag, 17. Juli 2008
wozu denn soviel Haß? (das meinen Sie wohl doch nicht ernst?) Der Sinn des Witzes ist doch dies: Selbstironie
braucht man, um nicht überheblich zu werden. Wer Selbstironie hat, hat auch ein weites Herzen für andere
Menschen und Völker. Und echter Humor besteht darin, Freundlichkeit zu den Mitmenschen zu haben.
exbochumer „es geht um ungezügelte Geschlechtsverkehr …“ Auch was, die Leute, die ich kenne, und in
den Weltjugendtag fahren, sind gerade die ganz brave. Die treiben doch keine voreheliche Geschlechtsverkehr.
Die Sexualität ist doch nicht von der Kirche abgelehnt. Die natürliche Sexualität ist eben biologisch
gegeben, und soll gelenkt, aber nicht unterdrückt werden. Sonst wird daraus wohl Neurose entstehen. Die
eigene Sexualität zu akzeptieren und trotzdem zolibatär oder keusch zu leben, ist die eigentliche Leistung.
Nicht die erzwungene Abwehr dagegen. Bejaht nicht die Enzyklika von Papst Paul VI „Humanae Vitae“ die
sexuale Praxis zwischen Ehepaar als ein Ausdruck der Liebe?
das kann sein, daß die Formulierung nicht gut ist Natürlich ist das Verbrechen nicht heilig. Aber das
ist ein Verbrechen gegen Gott, daher gehört in das Gebiet des Religiösen. Das Andenken an den Holocaust-Opfer
zu profanisieren, ist falsch. Das meinte ich. Aber natürlich, in der Eile macht man halt solche sprachlichen
Fehler. Das Verbrechen ist nicht nur an den Juden geschehen, sondern auch an der ganzen Menschheit. Warum?
Da die Untaten der Menschverachtung zugleich eine Verachtung Gottes ist. Denn ER hat jeden Menschen nach
seinem Bild geschaffen. Handelt jemand gegen einen Mitmenschen, sündigt er gegen Gott (vgl. die Zehn
Gebote), und so geht mich auch als einen Mitmenschen an. Außerdem zeigt dieses Verbrechen, wie tief die
Humanität sinken kann. Da aber unsere Humanität (bzw. humanitas, d.h. , was uns als vernünftige Lebewese
ausmacht) dadurch geschändert wird, ist es zugleich ein Sakrileg gegen Gott.
Florian: wie der Heilige Franz von Assisi Der Heilige Franz von Assisi hat sich von der Frömmigkeit der
Muslime beeindrucken lassen und so eine große religiöse Bewegung zu Hause gestartet. So sollen wir Christen
von allem, was gut ist, Kraft schöpfen.
es ist alles so lange her! Ach Leute! Warum zankt man über Ereignisse, die 500 Hundert Jahre zurücklagen?
Ich habe einmal einen Türken getroffen. Er ist sehr nett, dann erzählte er mir, er lese ein Buch über
den Kreuzzug. Ich habe spontan gesagt, na, ist doch interessant? Aber dann besinne ich mich und fügte
dazu „ist wohl für Euch nicht so gut“. Dann zuckte er die Achsel und gab mir die klassische Antwort:
„Ach Gott! Das ist doch lange her“.
ich habe die „holocaus-postings“ gelesen ich bin dem Rat von Rocko gefolgt, und habe viele Seiten mit
Holocaust als Stichwort angeschaut (aber nicht alle, denn so hat niemand die Zeit). Für die Postings
von einigen Usern will ich diese Seite nicht verantwortlich machen. Ein Paar Braunen gibt es schließlich
überall, und Marcelus, einer bekennende Konservative Katholik, hat einen davon noch zurechtgewiesen.
Dies stärkt mich in der Meinung, daß Katholizismus ganz wenig mit Antisemitismus zu tun hat. Und dann
ist ein Artikel von 2007 über das Holocaust-Mahmal. Wenn man ihn bloß überfliegt, wird man vorschnell
meinen, es sei was faules daran. Liest man den Artikel genauer, dann sieht man, daß der Autor gegen die
Kommerzialisierung der unaussprechlichen Leiden der Juden ist. Und das wohl zu recht! Einmal habe ich
eine Familiengeschichte von einer Bekannten gelesen, sie ist zum Viertel jüdisch. Und sie schrieb über
ihre Tanten und Onkeln, wie sie überlebt oder ermordet werden. Das ist erschütternd, und ich habe in
der Kirche für sie, mir unbekannten Menschen geweint. Das ist ein fast heiliges Gefühl, das Trauern
und das Solidalitätsgefühl als Mitmensch. Dieses unerhörte Verbrechen an den Juden und somit an der
ganzen Menschheit darf nicht von einigen gut meinenden aber blöd denkenden Menschen profanisiert werden.
Antisemitismus Phillip, so ist es eben. Wenn man einem einen Vorwurf macht, soll mit dem handgreiflichen
Beweis kommen. Da kann ein anderer als mündiger Bürger dann auch besser für sich beurteilen, statt
von Gutmenschen bevormunden zu lassen.
der Streit hier ist sinnlos ich finde, daß man als Christen und Muslime über solche Themen lieber schweigen
soll. Es gibt keinen Konsens, der erzielt werden kann. Ein Konsens ist erst möglich, wenn man bereit
ist, die anderen zu akzeptieren. Auch genaue Kenntnisse der historischen Tatsache helfen einem, die Sache
objektiv zu betrachten.
Sollte es wahr sein? lieber Rocko, ich kenne diese Seite noch nicht lange. Aber ich kann mir schwer eine
Holocaust-Verleudnung vorstellen. Denn ich kenne viele konservative und traditionalistische Katholiken.
Aber von Ausländerfeindlichkeit keine Spur! Und Holocaust-Verleudnung scheint mir auch keine Spezialität
der traditionellen Christen zu sein. Sollte es wahr sein, dann ist es natürlich schlimm.
rockdino Die Meinung von Ihrem Freund ist doch noch nicht das Kriterium, nach dem wir unser Handeln und
Tun richten muß? Die Katholische Kirche faßt so viele unterschiedliche Menschen unter sich. Und das
ist gerade das Schöne daran. Und warum soll Philipp Neri diese Seite nicht unterstützen dürfen. Wenn
Homosexuellen für sich werben dürfen, dann müßte in einer freien Demokratie wohl auch dagegen gesprochen
werden dürfen. Sie vergessen, daß in der Kirche selber auch strenge feministische Schwesterorden gibt,
und der Vatikan hat sich auch nicht offiziell von denen distanziert. Ich bin für Toleranz, für Gleichberechtigung.
Aber gegen eine Diktatur des „Gutmenschen“ habe ich auch was.
Aleph, da haben Sie recht. Lieber Aleph, da muß ich Ihnen recht geben. Meinungsfreiheit muß auch gewährleistet
sein. Daher finde ich die Trennung vom Staat und Kirche eigentlich nicht schlecht.
ecclesia semper reformanda … sind eh nicht so viele, die die Alte Messe besuchen. Es ist zur Zeit noch
so, aber wir werden mehr Werbungen dafür machen. Ist alles noch nicht entschieden. Bisher ist nur negativ
über die Alte Messe geredet worden. Möchte gern sehen, wie es sich weiter entwickelt, wenn man anfängt,
Leute für sie zu werben.
Aleph! Lieber Aleph: zuerst ein Kompliment, Sie sind ein großes Sprachegenie und hat mich durch Ihre
Schlagfertigkeit oft sehr unterhalten. Aber dann zur Antike: man sucht in der Aufklärung ein Weltbild,
das von dem mittelalterlichen distanziert. Aber beim weiten ist die Antike nicht so, wie die Aufklärer
und dann Goethe und Winkelmann sie so darstellt. Historische Studien zeigen, daß der Einfluß des Christentums
größer ist als die meisten Menschen zugeben. Und hier ein Beispiel: der Sklavenhandel, der war zur Zeit
des Aristoteles als normal angesehen, und Aristoteles sah nur die Freiheit für Menschen, die frei geboren
sind, aber nicht für die Sklaven. Barockscholastik hat aber den Sklavenhandel angeprangert und theoretische
Grundlage geliefert, um diesen unmenschlichen Zustand zu beenden. Und ein Gegener des Sklavenhandels wie
Molina wurzelt gerade tief im Kirchenrecht und in der scholastischen Philosophie.
ecclesia semper reformanda das ist gut gemacht! eigene Schwester und Brüder mit Dreck zu bewerfen, und
dann sagen: „HERR, wir danken Dir, daß wir nicht so sind wie diejenigen, die Alte Messe besuchen, die
für christliche Werte eintreten …“. Aber natürlich, Sie sind die Gerechten in der Kirche, und Leute,
die Sie nicht so gerne haben, sind dann die schwarzen Schafe. Ich finde, daß Sie die christliche Lehre
wohl sehr großzügig auslegen. Übrigens über die Alte Messe: ich protestiere gegen jede Verleumdung
dieser würdigen Liturgie! Und wer interessiert sich für die Alte Messe? Hier sind ein paar Beispiele:
ich habe einigen Leute benachrichtigt, daß es bei uns wieder die Alte Messe gibt. Die Reaktion ist unterschiedlich:
alte Damen über 70 interessieren sich NICHT dafür, einige sind sogar skeptisch. Aber zwar sehr jungen
aber sehr guten Organisten engagieren sich sehr dafür. Mittlerweise empfängt einer von denen jetzt nur
knieend in der Frühmesse nach der Neuen Ordnung die Kommunion (er nahm früher stehend die Kommunion).
Und dann eine junge Studentin. Skeptisch sind aber Studenten der Theologie, die befürchten wohl Nachteil.
Aber ein junger südamerikanischer Priester nimmt auch an der alten Messe teil.
die Würde des Menschen liebe Stimme der Vernunft, Sie haben gut begründet! Aber bitte erlauben Sie mir
zu sagen, daß genau dieser Begriff aus dem christlichen Erbe hervorgegangen ist! Das haben die meisten
modernen Menschen vergessen. Aber Menschenwürde ist eben unbegründbar, wie Sie ganz richtig sagen. Denn
nur als imago Dei hat sie eine Berechtigung. Ich las gerade ein Buch, darin gibt eine Abhandlung über
die Entwicklung der subjektiven Rechte. Und diese Abhandlung zeigt, daß die positiven subjektiven Rechte,
die bei dem großen Rechtsgelehrten Savigny im Willensrecht begründet sehen, nur metaphysisch begründbar
ist. Das heißt, kein Naturalismus, keine Naturwissenschaft wird im Stande sein, die subjektiven Rechte,
die eine Person ausmachen, zu begründen. Nur der Personenbegriff eines Kants ist im Stande, als Grundlage
solcher Rechte zu dienen. Und das stammt wiederum vom Christentum. Kants Personenbegriff ist sozusagen
die Grundlage des klassischen Liberalismus. Und Kants Philosophie ist ohne das Christentum undenkbar,
speziell ohne die christliche Moralvorstellung, die bereits in dem mittelalterlichen kanonischen Recht
zum Ausdruck kommt, nicht denkbar.
liebe Stimme der Vernunft Leider gibt es in jeder Lage Menschen, die gerne ihre Meinung auch gerne mit
Gewalt durchzusetzen wünschen. Und das muß man wohl verhindern. Denn bereits die Kirchenväter und Scholastikern
haben vor gezwungener Bekehrung gewarnt. Ohne persönliche Willenszustimmung ist das Christentum nicht
Christentum, sondern eine Ideologie. Ich leuge nicht, daß es in der Kirche auch Ideologen gibt. Aber
hier im Forum? Ich habe nur Worte gelesen, aber wie die Menschen sind, muß man an ihren Taten sehen.
Ich hoffe, daß Sie in dem nicht-digitalen realen Leben mal ein positives Erlebnis machen könnten. Denn
das ist auch das beste Zeugnis, was ein Christ von seiner Religion geben kann. liebe Grüße
zu Stimme der Vernunft es kann sein, daß unter uns Menschen gibt, die nicht perfekt sind. Auf einem Internet-Forum
polemisiert man auch gern. Mich amusiert eher die Diskussion hier. Manche Äußerungen sind radikal, aber
sie sind so, daß man eher angeheitert wird als sich ärgern muß. Nein, ich finde alle Menschen hier
eigentlich ganz lieb, egal aus welcher Lage sie stammen. Ich finde bei jedem Witz und gewiße Begabung.
zu Stimme der Vernunft Nein, es ist nicht gut so. Es ist schrecklich! Aber weltweit ist die Gesamtzahl
der Katholiken stark gewachsen. Hier in Europa hat man offensichtlich eine Politik getrieben, die die
Wurzel der europäischen Kultur rauswerfen will. Ich kenne einen angehenden Religionslehrer, der studierte
Theologe ist. Er weiß nicht, was für Unterschied zwischen Konzil und Synode gibt. Aber sein Examen hat
er bereits hinter sich. Ich betrachte das alles mit großer Besorgnis. Was einmal weg ist, kann man schwer
wieder zurückholen, wie auch man später bereut. Andererseits, haben die Angestellten der Kirche in Europa
tatsächlich Mühe gegeben, die Menschen in die Kirche zurückzuholen? Es scheint nicht der Fall zu sein.
Sie scheinen eher ihre Behaglichkeit in eigenen Gemeindezentren zu genießen und wollen eher unter sich
sein und lieber einen Film zusammengucken als das Evangelium zu lesen. Und so, muß man nicht wundern,
daß die Kirchegänger wegbleiben. Bei manchen Messen habe ich den Eindruck, daß der Priester selber
keine Lust hat. Und so wird Europa immer weniger christlicher. Nicht, daß die Menschen keine christliche
Religion mehr brauchen. Sondern wir tun zu wenig! und das ist der Punkt.
das II Vatikanum den faktischen Zustand anzuerkennen ist doch beim weiten kein Relativismus. So viele
Protestanten und so viele Menschen anderer Religionen zur Unterwerfung aufzufordern ist einfach irrealistisch
und von langer Sicht her unklug. Die Erfahrung der Mission in anderen Ländern, wo der Katholizismus schwach
ist, zeigt, daß die religiöse Toleranz, die das II. Vatikanum lehrt, durchaus von großem Vorteil sein
kann für die Kirche. Wird die Kirche durch unliebsames Reden sich überall in der Welt Feinde schaffen?
Dann fürchte ich sehr für die Sicherheit unserer Mitbrüder und Schwestern in anderen Erdteilen.
da stimme ich ja zu lieber Möchte-Gern: die von Ihnen vorgeschlagenen Punkte heiße ich durchaus gut.
Es ist dann eine Frage der Methode, wie wir sie dann wirksam umsetzen können. Aber viel Geduld und Nächstenliebe
werden sicher manche Früchte einbringen.
Naturrecht, Sünde, Gesetz Zu möchte-gern: gut, daß Sie dieses Thema ansprechen. Ich finde, daß man
eine Unterscheidung zwischen staatlichem Recht und kirchlichen (christlichen Geboten) machen soll. Handelt
man gegen die Gebote, muß man zu beichten gehen. Und die Priester legt einem die passende Buße auf.
Bei großem Vergehen (wie Inzest) wurde einem im Mittelalter vielleicht eine Pilgerfahrt nach Jerusalem
aufgelegt. Handelt man gegen die weltlichen Gesetze, muß man Gefängnis absitzen, Strafgelder zahlen
usw. Aber heute ist die Homosexualität nicht mehr vom Staat her verfolgt, und recht so, denn wenn man
die Greueltaten gegen sie in den totalitären Regimen betrachtet, muß man sagen, daß der Staat nicht
mit seiner Gewalt Leute strafen dürfen, die den anderen nicht schaden. Klar, von unserem Sicht her schaden
sie sich selbst. Und Sündigen gegen sich selbst ist eine schwere Sünde! Aber dann sollen sie zur Beichte
gehen, wenn sie Christen sind. Und darüber hinaus kann die Kirche und soll die Kirche auch wenig tun.
Wieso Wort Jesu ausklammern? Gestern las ich in der Bibel, Lukas-Evanglium: Als der HERR mit seinen Jüngern
unterwegs nach Jerusalem war, wurde ihnen die Herberge verweigert. Die Jünger fragten Jesus, den himmlischen
Vater Feuer vom Himmeln herabschicken zu lassen, damit diese hartherzigen Leute vernichtet wurden. Der
HERR wies sie zurecht. Und so handelte unser HERR mehrfachs. Und sagte er nicht, daß die Apostel, wenn
sie das Evangelium kündeten, nicht erhört wurden, sollte sie doch den Staub von ihren Schuhen abklopfen
und weiter ziehen? Wieso sollen wir anders handeln? Rache und Vergeltung hat der Herr für sich selber
reserviert. Und solange die Gerichtsengel nicht kommen, und der HERR die Lebenden und die Toten zum Gericht
ruft, dürfen wir nicht verurteilen, damit wir nicht verurteilt werden. Und noch weniger dürfen wir als
Christen andere Menschen zwingen. Nur das Evangelium verkündigen und gute Werke tun heißt uns unser
HERR.
das finde ich nicht Solange die Homosexuellen nicht glaubend sind, sind sie ja nicht verpflichtet, nach
den Geboten zu leben. Und ich finde, daß der Staat als eine von Religion getrennte Institution, alle
seinen Bürger schützen soll. Und darunter fallen auch die Homosexuellen. Aber wenn sie Christen sind,
müssen sie wohl ihre sexuelle Neigung in Zaum halten. Nicht die Zivil-Ehe ist schlimm, schlimm ist eine
kirchliche Trauung homosexueller Paare. Was können wir für diese Menschen tun? Ich finde, Schimpfen
hilft ja nichts. Am Besten ist, das Evangelium zu verkünden, und auch durch Akte der Nächstenliebe andere
Menschen davon zu überzeugen. Erst wenn die Homosexuellen gläubig Menschen werden, können sie ihr Verhalten
ändern. Alles andere verhilft ihnen nur dazu, die Kirche als Feind zu betrachten. Und was haben wir dadurch
gewonnen?
ganz normale Menschen werden als anormal dargestellt Die Satire von bluworld habe ich wohl verstanden.
Aber das Komische an der Sache ist, daß gerade durch solche Aktionen Schwulen und Lesben als anormal
dargestellt werden! Wer von den Heterosexuellen macht so ein Geschrei und schrille Darstellung von seiner
sexuellen Neigung. Und so sehe ich auch diese ganze Homo-Aktion: sie macht die Homosexuellen zu einer
komischen Randgruppe, die man genauso wie die schwächeren Gruppen wie Farbigen, Behinderten usw. nicht
mehr schimpfen darf. Aber normal und gleichberechtigt? Sind alle diesen Gruppen längst noch nicht.
wieso nicht vorkommen darf? Der Papst hat doch gerade das ernste Problem von pädophilen Priestern in
seiner U.S.A.-Reise angesprochen. Jetzt in Sydney wird er wieder dieses Problem erwähnen. Ich glaube,
da will er wirklich diesem Mißstand Einhalt bieten.
Die Falschen Feinde Lieber Pascal, Du hast die falschen Personen als Feinde. Konservativ gleicht nicht
traditionalistisch gleicht nicht pädophil. Wie ich weiß, sind die Konservativen und von meisten Menschen
als herb betrachteten Priester gerade die guten und aufrichtigen. Ich habe nichts gegen Homosexuellen.
Ich bin überzeugt, daß ihre Lebensgemeinschaft vom Staat durch einen rechtlichen Status geschützt werden
soll. Aber muß man die Homosexualität so darstellen, als ob sie einen „Mehrwert“ hätte? Ist es nicht
besser, zu denken, daß die Homosexuellen auch ganz normale Menschen sind? Sie sind auch nicht immer mit
dem Sex beschäftig, und haben auch einen Beruf und manche haben große geistige Fähigkeit. Wenn jemand
schöne Musik komponiert, wird es mich wenig kümmern, welche sexuelle Neigung er hat. Muß man die Homosexuellen
immer als Geil darstellen? Ist das nicht bereits eine Diskriminierung? Warum stellen die Homosexuellen
sich selber so dar? Fühlen sie dies nicht gerade als eine Herabwürdigung ihrer Menschenwürde?
warum solche Leute aggressiv werden Es ist klar, warum abgefallene Priester und Leute wie die Predigerin
aggressiv werden: sie wollen eben durchs Schimpfen und Sich als Opfer-Darstellen dann eine Existenz sichern.
Wenn ein Laie nicht mehr glaubt, er tritt aus und zahlt keine Kirchensteuern mehr. Aber ein Priester,
wenn er nicht mehr glaubt, wovon soll er leben? Kein Betrieb wird ihn anstellen. Daher schnell wie möglich
sich in Medien als Opfer der Kirche darstellen, so gewinnt man wahrscheinlich noch einen Lebensunterhalt.
Wie Drewemann und co.
Die tridentinische Messe ist schön, man muß nur für sie werben Die meisten jungen Leute kennen gar
nicht, wie die alte Messe ist. Dabei gibt es ein reichen Schatz zu entdecken: die Rezitation auf Latein,
die Gregorianik, die theologische Bedeutung der symbolischen Handlungen des Priesters… Ja, um die alte
Messe würdigen zu können, muß man vielmehr Arbeit leisten, um sich als Laie der altwürdigen Meßform
anzueignen. Und natürlich müssen auch Sachkundigen einem dabei behilflich sein. Aber was tun die meisten
Pfarrer? Sie verschweigen den Gläubigen, daß es die alte Messe gibt. Wenn sie doch davon reden, dann
sagen sie, das sei veraltes Zeug für Rechtsextremisten. Aber bitte, was hat eine liturgische Form überhaupt
mit der politischen Gesinnung zu tun? Ich bin politisch liberal, aber ich gehe trotzdem in die Alte Messe,
weil ich sie schön finden, und weil ich mich dabei besser konzentrieren kann. Aber ich gehe auch in die
neue Messe, ich sehe überhaupt keinen Widerspruch dabei. Ein Musikprofessor (ein weltberühmter Kenner
der Gregorianik) schreibt in seiner Monographie: „Die Gregorianik als eine liturgische Musik kann man
erst verstehen, wenn man sie im Kontext der liturgischen Handlung betrachtet“. Dann fängt seine viel
gelesene und hoch gerühmte Monographie mit einer Erklärung des katholischen liturgischen Kalenders (vor
1962 natürlich) an! Wenn ich nicht die alte Messe gekannt hätte, würde ich dieses Werk über Musik
gar nicht richtig verstehen! Für mich allerdings ist es ein großes Geschenk, daß es die Alte Messe
noch praktiziert wir…
Standpunkt einer Frau Wenn die Theologie und die Tradition immer so verflacht und vernachlässigt wird,
wie man heute gerne tut, dann frage ich mich, warum soll ich noch einer Kirche beitreten, wenn die Kirche
nicht mehr anders als die Gesellschaft draußen ist? Ich meine, ich bin für die Gleichberechtigung der
Frauen. Aber daß man unbedingt auch Frauen als Priesterinnen und Bischöfe sehen will, verstehe ich nicht.
Es gibt zum Beispiel Kulte aus der Antike, wo Frauen als Priesterinnen wirkten, aber die Gesellschaft
damals war durchaus nicht „frauenfreundlich“. Wenn man in der Kirche alles abschaffen will, was man schätzt,
was soll man noch tun? In einer solchen Kirche bleiben? Nein! Denn so kann man gleich so gut ein Heide
sein, und das, noch aufrichtiger als Pseudo-Christ zu bleiben.
junge Leute neigen zur Mundkommunion Ich gehe manchmal in die Frühmesse, und beobachte gerne mal die
Leute dort. Zu meinem Erstaunen (ich bin noch nicht lange katholisch), nehmen die alten Leutechen oft
Handkommunion, aber die jungen (20-30), nehmen meistens Mundkommunion. Ich meine, die sind ja fromm, denn
sonst würden sie nur den Sonntagsgottesdienst besuchen. Aber zeigt das nicht auch, daß Mundkommunion
doch gut ankommt?
Piusbrüder Sie sind katholisch. Das sagt ganz offiziell die Heilige, Apostolische Kirche zu Rom! Die
vier illegitim geweihten Bischöfe sind exkommuniziert, aber nicht die Priester. Wir als Rom treue Katholiken
dürfen zu ihnen in den Gottesdienst. Die Priester sind nach der Meinung von Rom gültig geweiht, aber
sie sind in Sicht der Kirche suspendiert, daher soll man nicht bei ihnen zur Beichte gehen. Aber am Gottesdienst
teilzunehmen ist erlaubt. Ich habe zwei Pfarrer gefragt, und beiden sagen so (einer davon ist eher progressiv,
der andere ist ein Pater). Wer das nicht glaubt, soll man sich informieren. Manche Pfarrer werden dies
verneinen, aber ganz offiziell ist es soll. Vielleicht soll man selber durchs Internet bei offiziellen
Webseiten des Vatikans oder andere katholischen Nachrichtendienste informieren.
Demonkratie und Kirche Lieber Franziskus, Ihrem Beitrag zu der „Undemonkratischen Struktur“ in der Kirche
gebe ich zum Teil recht. Aber ich möchte die ganze Kirche nicht einfach so verurteilen. Denn, wenn man
die Kirche parallel zum Staat und Betrieb betrachtet, bemerkt man, daß man überall eine gewisse Autorität
braucht. Die Lehrer sollen die Schüler unterrichten, aber nicht ungekehrt. Und die Richter sollen eben
beim Gericht vorsitzen, nicht die Zuhörer, und im Staat hat man auch Hierarchie, in jeder demonkratischen
Partei! Daher bin ich überhaupt nicht für die Organisation „Wir sind Kirche“. Denn, um überhaupt mitreden
zu können (nicht dürfen, sondern können), braucht man eine theologische Bildung. Und auch die Weihe
muß auch in das Recht des Mitredens und Steuerns mitgedacht werden! Aber andererseits, ein bißchen mehr
Eigeninitiativ von den Laien her ist nicht schlecht, wenn man denkt, daß die wichtigen Orden- und Frömmigkeitsbewegungen
nicht selten von der „Hefe des Volkes“ stammten. Aber ich bin überzeugt, daß man auch solche „Grass-Root“-Bewegungen
mal lenken und steuern soll. Nicht gleich maßregeln, sondern mit fachmännlichen Beratungen zur Seite
zu stehen. Aber dazu brauchen wir Männer mit hoher Bildung und starkem Charakter, und für einen Kleinstadtprälat
dürfte es wohl zuviel verlangt sein.
stille Messe Lieber Rocko, Werktagsgottesdienst ist in der Regel still. Aber Hochamt ist immer mit Gregorianik
und Orgel (wenn eine Vorhanden ist). Die alte Messe ist sehr schön, und zieht viele junge Leute an. Ich
kann überhaupt nicht verstehen, warum sie so viele Feinde in der Kirche hat. Ich kenne als Erwachsene
getaufte Katholiken, sie lieben die alte Messe.
lieber Rocko lieber Rocko, der demonkratische Staat, Gott sei Dank, beschützt seine Bürger vor diesen
Fällen, die Sie gerade geschildert haben. Aber für einen demonkratischen Staat ist ein solches Verhalten
von dem ehrwürdigen Herrn Prälat Mandl sehr undemonkratisch und intolerant, im Grunde gesagt ist sein
Verhalten sehr anti-modern, auch wenn er gern Rockkonzert hört. Aber ich weiß nicht, ob er wirklich
Iron Maids usw. wirklich gerne hört.
Der arme Kaplan Sollte es wahr sein, habe ich großes Mitleid mit ihm. Der Herr möge ihn auf seinem weiteren
Lebensweg behüten! Zu dem Rockkonzert und Gospelchor des anderen Kaplans würde ich nicht gehen, denn
ich höre lieber gleich Bayern 1, da gibt es richtige Rockmusik zu hören, nicht solche möchtegern-Flotttun.
Wenn ich flott sein will, fahre ich nach Berlin und gehe in die Clubs. Oder ich fahre nach New York. Aber
nicht nach Altötting zu irgend einem altmodischen Pfarrer, der gerne über das moderne Leben redet. Wenn
ich in die Kirche gehe, möchte ich GOTT erleben. Und dazu gehört ernste Musik, dazu gehört EHRFURCHT
vor unserem HERRN. Gott sei Dank gibt es noch gute Priester! Auch wenn sie oft diskriminiert und verfolgt
werden, aber was sagt JESUS unser Herr in der Seligpreisung?
ich unterstütze den Papst, was die Bischöfe auch sagen wollen. Die westlichen Länder fühlen sich nicht
wohl mit dem echten Glauben und der dazugehörigen Ehrfurcht vor Gott. Aber in anderen Erdteilen, wo der
Glaube wächst und sich ausbreitet, ist man dem Heiligen Vater gehorsam, und ein Grabenkampf wie im Westen
ist unerhört. Die tridentinische Messe wird in Südamerika und Asian geliebt. Die „liberalen“ Christen,
ja, wenn sie wirklich liberal sind, würden gar nichts gegen die Tridentinische Messe haben. Denn meine
Freunde, die jetzt eher liberal und fern von der Kirche sind, zeigen sich eher interessiert an dieser
Form von Liturgie. Aber leider sind die „liberalen“ in der Kirche gar nicht liberal, sonder authoritär,
und wie! Sie sehen nichts gern, was ihrer eigenen Vorstellung widerspricht. Anders als sonst wo in der
Gesellschaft, wollen sie sogar noch die Meinung von den anderen Menschen nach allen Möglichkeiten sanktionieren.
Verstehen kann man schon, sie wollen ihre Ruhe eben nicht stören lassen. Ich finde, wenn man die Kirche
liebt, muß man alles Mögliche dafür tun, um die Tradition der Kirche beizubehalten. Und man darf keine
Menschen, die diese Tradition lieben, diskriminieren. Sonst würde ich gerne fragen, WER spaltet eigentlich
die Kirche?