Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Richtig so! Zitat: „Man muß alles tun, damit sie durchhalten.“ Denn wenn ein Schüler bereits von seinen
Lehrern aufgegeben worden ist, findet sich all zu oft niemand, der dabei hilft, das Ruder herumzureißen,
dem Schüler in den Hintern zu treten und den richtigen Weg zu zeigen. Ich verstehe daher nicht, was +.net
hieran auszusetzen hat. Aber wahrscheinlich sollte sich ein älterer Pfarrer Ihrer Ansicht nach wohl ins
Kloster verziehen und dort im scheinheilig anmutenden Gebet versauern, anstatt wirkliche Seelsorge zu
betreiben. Diesen jungen Menschen hat die Kirche geholfen – und ich behaupte, dass dies eine nachhaltige
Wirkung haben wird. Übrigens, wie war das noch mit: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt…“?
Kritik unangebracht?! Liebe „clarissa colonia“, bei allem Verständnis für Ihre Kritik an +.net, ich
meine, diese ist in diesem Artikel nicht angebracht. Ein Mensch ist offenbar ermordet worden. Dabei ist
es doch völlig egal, ob er „Modernist“ oder „Altgläubiger“, katholisch, orthodox, evangelisch oder was
auch immer war und mit wem er wann, wo oder wie lange um was auch immer gestritten hat. Selbst der Person,
die ich persönlich am wenigsten leiden kann, wünsche ich ein langes und gesundes Leben…
Da muss jemandem langweilig gewesen sein Das dämlichste, was ich seit Langem zum Lesen vorgesetzt bekommen
habe. Ich bedanke mich bei der Redaktion recht herzlich für diese unnötige Zeitverschwendung.
Man könnte meinen… …einige hier Schreibende haben den lieben langen Tag lang zu wenig zu tun. Sollte
man als angeblich aufrechter Katholik diese Zeit nicht besser ins Gebet investieren, anstatt seine geistig
in weiten Teilen niveaulosen Ergüsse hier wechselseitig aufeinander abzulassen? Wie dem auch sei, Nichts
für ungut…
@vox e luce und @Gallowglas Zitat „vox e luce“: „Der erste, der die Krankheit hatte und sie wohl auch
verbreitet hatte…“ Antwort von Gallowglas: „der ursprünglich als ‘Patient Zero’ erfasste Gaëtan Dugas
war lediglich der Erste, bei dem HIV als neue Krankheit betrachtet wurde.“ Der „Indexpatient“ ist nicht
derjenige, bei dem eine Krankheit „zum ersten Mal“ oder gar als „neu“ betrachtet wurde, sondern (vereinfacht)
diejenige Person, zu welcher eine Reihe von Ansteckungen zurückverfolgt werden kann. Dies bedeutet weder,
dass es sich beim Indexpatienten um den Ersten mit dieser Infektion handelt, noch, dass er der Einzige
ist, von dem eine Epidemie ausgegangen ist. Gaëtan Dugas wird heute nicht mehr als Indexpatient betrachtet,
auch nicht von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde. Worauf ich aber eigentlich mit meinen Kommentaren
hinaus wollte: Es ist bedauerlich, dass zahlreiche Menschen ohne weitere Fachkenntnisse Halbwahrheiten,
Hörensagen, Wunschvorstellungen oder (i.d.R. nicht selber gelesene) Sekundär- oder Tertiärquellen zum
Besten geben, bei Nennung anderslautender Primärquellen aber in ein Muster von „nichts sehen, nichts
hören, aber trotzdem weiter Maul aufreißen“ verfallen. Verwerflich wird es in meinen Augen spätestens
dann, wenn dies zu Lasten Dritter geht. In dieser Diskussion sind dies im Übrigen weniger die „Homos“,
sondern ebenso die mit HIV infizierten „Heteros“, die (epidemiologisch betrachtet) weltweit die Mehrheit
der Infizierten – und damit der Aids-Patienten ausmachen.
@Marcelus Ich muss Sie leider enttäuschen: Richtig ist, dass Anfang der 80er-Jahre in den USA gehäuft
bei Homosexuellen ein Syndrom vorgefunden wurde, welches dann als AIDS bezeichnet wurde. Daraus dürfen
Sie jedoch nicht folgern, dass innerhalb dieser Gruppe auch die ersten Erkrankungen aufgetreten sind.
Krankheitsverläufe, die heute als AIDS diagnostiziert werden, finden sich seit den 60er-Jahren in zahlreichen
Krankenakten in den USA und zwar, wie ich bereits bei Worobey zitierte, innerhalb der heterosexuellen
Bevölkerung. Die von Worobey vorgelegten Ergebnisse sind wohlbegründet und nachprüfbar. Ihr als absoute
Wahrheit hier proklamiertes (Un-)wissen, natürlich ohne jegliche Quellennennung, hingegen entbehrt jeder
wissenschaftlichen Grundlage und ist daher nicht geeignet, irgendeine Ihrer Thesen zu stützen. Die Erde
ist für mache Menschen eben auch heute noch eine Scheibe. Beten Sie, dass Sie nicht aus Versehen über
den Rand fallen!
@Elijahu: Größeren Blödsinn lese ich selten! Zitat: „Die Homoperversen sind für das Aufkommen der
AIDS-Seuche verantwortlich, […] Die AIDS-Seuche trat zuerst in westlichen Großstädten ausschliesslich
bei den Schwulen auf, und zwar in dem Jahrzehnt und in den Regionen in denen der Homoparagraph zuerst
gekippt wurde.“ Das HI-Virus 1 vom Subtyp B tauchte erstmals in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts in
Zentralafrika auf. Bis in die 60er-Jahre breitete sich dieses Virus über Haiti in die USA aus. In den
USA breitete sich das Virus zunächst gleichmäßig unter der heterosexuellen Bevölkerung aus, bevor
es sich dann unter dem homosexuellen Teil der Bevölkerung ausbreitete. Als Quellen können unter anderem
die Veröffentlichungen von Michael Worobey vom „Department of Ecology and Evolutionary Biology“ der Universität
von Arizona herangezogen werden. Die Veröffentlichungen der WHO zeigen darüber hinaus, dass sich die
HI-Viren weltweit nicht gleichmäßig schnell ausbreiten. In Asien begann die Epidemie erst Ende der 80er-
bis Mitte der 90er-Jahre. Südlich der Sahara, wo weltweit der größte Teil der HIV-Infizierten lebt,
breitet sich das Virus hauptsächlich unter der Heterosexuellen Bevölkerung aus. Wenn Sie, lieber Elijahu
meinen, hier nachprüfbare und falsifizierbare Aussagen zur „Homoseuche“ AIDS machen zu müssen, hätten
Sie besser einmal zuerst die Quellenlage sondiert und studiert und anschließend begründete Aussagen
gemacht anstatt Ihre Leser mit religiös angehauchten Halbwahrheiten für Dumm zu verkaufen.
@Gotthard Welcher Journalismus? Ich habe mir vor einigen Monaten schonmal erlaubt, den nicht vorhandenen
journalistischen Stil dieser Seite zu kritisieren. Einige Leser waren damit nicht einverstanden, es sei
schließlich nichts auszusetzen…
@Marranenjäger und @Toter Alter Mann Genau darauf wollte ich hinaus… Andererseits muss ich aber ergänzen:
Wer eine Messe – gleich in welcher Form – nur in der Absicht besucht, alle Fehler des Zelebranten zu notieren,
um dann das „Fehlerprotokoll“ mit der Bitte (oder vielleicht besser: Mit dem Befehl?), diese Mißstände
abzustellen dem Bischof vorzulegen, oder einfach gleich einen bösen Artikel hier einzustellen, der hätte
auch gleich zu Hause bleiben können…
V-II vs. „feierlich“ vs. Latein „Freunde des Lateinischen und einer besonders feierlichen Liturgie können
weltweit jeden Sonntag, ja jeden Tag an einer lateinischen Messe gemäß der durch die Liturgiereform
erneuerten Liturgie teilnehmen.“ Das ist doch wohl nicht etwa ernst gemeint? Besonders feierlich ist also
nur eine Messe auf Latein? Ich wette, dass sich auch für diesen Fall ein Priester findet, der die Messe
mal eben schnell nebenbei in einem Atemzug vom Blatt liest und an den von den Rubriken geforderten Stellen
noch etwas mit den Händen fuchtelt. Völlig egal, ob überlieferte Messe oder „neue“ Messe. Und ebenso
egal, ob Deutsch oder Latein als Sprache Verwendung findet. Nur mal ein Beispiel: Wie schnell konnten
früher manche Priester das Schlussevangelium lesen? Wahrlich sehr feierlich. Obwohl es die „alte“ Messe
war…
Der wahre Katholizismus wird doch vom Leser „Elijahu“ hier deutlich vertreten: Nur mal ein paar Zitate
von ihm der letzten zwei Tage: „Ändert euer schamloses und dreistes Verhalten bevor es zu spät für
euch ist, bevor der Staat euch umhaut und ins Feuer wirft.“ „Ich rufe hier nicht zum Mord auf, sondern
zur Wiedereinführung der Todesstrafe und deren Anwendung auf schamlose Homosexuelle.“ „Die Homos sind
das Problem, und ich habe die Lösung: staatlich verordnete Todesstrafe.“ „Todesstrafe für Homosex, möglichst
brutal und maximal abschreckend, ist genau das richtige Mittel um dem moralischen Verfall unserer Gesellschaft
entgegenzuwirken. Die Kirche war nie gegen Todesstrafe, im Mittelalter wurden sogar Hexen und Ketzer dem
Staat zu genau diesem Zwecke übergeben.“ „Todesstrafe für Homos ist Dienst am Nächsten“ „Ihr Homoschwuchteln
werdet bald alle gekeult werden“ Nicht, dass ich ihn (den Leser „Elijahu“) besonders ernst nehmen würde,
aber von dieser Sorte laufen in JEDER Gemeinde genug herum. Die meisten sind eben nur zu feige, das auch
offen auszusprechen. Dies soll kein Lob oder Unterstützung für unseren Mitleser „Elijahu“ sein, aber
es zeigt doch, wie recht Frau Ranke-Heinemann mit Ihren Bemerkungen hat – und zwar nicht bloß aus historischer
Perspektive.
An Herrn Lingen Zitat: Das Neue Testament ist voll von Warnungen vor falschen Propheten, die nicht von
Gott berufen worden sind und die christliche Wahrheit auf den Kopf stellen. Das sollten Sie, Herr Lingen,
sich mal ganz groß auf Ihre Fahnen schreiben! Am besten, Sie kleben es sich zusätzlich an den Badezimmerspiegel.
Schließlich ist Selbsterkenntnis der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung!
Das ist wohl nach hinten losgegangen! Zitat: In redaktionellen Beiträgen und anonymen Diskussionsforen
des Internets werde die angebliche Familie von „vermeintlichen Christen“ beschimpft [… und] verunglimpft.
Also prinzipiell genau so, wie im hier von Herrn Lingen zitierten früheren kreuz.net-Artikel, in welchem
besagte ev. Pfarrerin von einem anonymen „vermeintlichen Katholiken“ beschimpft und verunglimpft worden
ist. Es ist schon doof, wenn die eigene Weitsicht nicht über das heimische Fensterbrett hinausreicht…
@HarroMeyer Ich fürchte, Sie haben zuerst geschrieben und dann nicht weiter über Ihr Zitat nachgedacht…
Das sollten Sie zügig nachholen und evtl. auch mal auf andere Kontexte ausweiten!
Bitte die Landkarte nicht durch den Spiegel betrachten Nur als Korrektur am Rande: Arizona liegt im Südwesten,
nicht im Südosten, wie angegeben. Ist zwar nebensächlich, aber aus Gründen der Präzision auch nicht
irrelevant.
Herr Lingen… …erhält meiner Meinung nach viel zu viel Aufmerksamkeit… (Aber auf dieser Seite sollte
ich mich darüber wohl eher weder wundern noch aufregen.)
@clarissa colonia (und ansonsten leicht OFF TOPIC) Da eine ungerade Zahl sich immer als Summe einer geraden
Zahl plus eins darstellen lässt, folgt unter Anwendung des ersten binomischen Lehrsatzes, dass das Quadrat
JEDER ungeraden Zahl ebenfalls ungerade sein muss. Da außerdem das Quadrat jeder geraden Zahl immer gerade
sein muss, folgt, und aus mathematischer Sicht ist dies das eigentlich Interessante, dass die Menge der
geraden Quadratzahlen und die Menge der ungeraden Quadratzahlen gleichmächtig sind (denn es folgt ja
auf jede gerade Zahl eine ungerade…). Sorry, wenn das etwas am eigentlichen Thema vorbei geht, aber
bei Mathematik kann ich mich nur schwer zurückhalten.
@Lutheraner Allerdings ist einem seriösen Magazin, egal ob gedruckt oder im Internet zuzumuten, dass
Herausgeber und Autoren unter ihrem vollen Namen auftreten. So verlangen es im übrigen auch die Gesetze
in der BRD. Alle seriösen Journalisten tun es, +.net nicht. Wäre ja auch doof, wenn der Staatsanwalt
morgens zwischen sechs und sieben Uhr mit einem roten Formular in der Hand an der Tür klingeln würde,
nur weil hier mal wieder einem angeblichen Journalisten der braune Farbtopf umgekippt ist. Auf den Rest
ihres wenig geistreichen Beitrages gehe ich hier nicht weiter ein; dieser hoffnungslose und unnötige
Rechtfertigungsversuch ist mir zu niveaulos.
@Lutheraner In der BRD hat ein Journalist das Grundrecht auf Aussageverweigerung. In Österreich und der
Schweiz existieren ähnliche Regelungen, teilweise nur im Gesetzesrang, der Effekt ist aber derselbe.
Dieses Recht habe ich nie in Abrede gestellt, auch wenn Sie dies hier so dargestellt haben. Das Impressum
dieser Seite sagt ganz eindeutig: Schreibt, was ihr wollt, schreibt wie ihr wollt, wer es war, wird niemand
herausfinden! Und das hat nichts mit Informantenschutz zu tun, sondern ist ein Zeichen von Feigheit. Die
Artikel auf kreuz.net sprechen leider zu oft gegen die Seriosität des/der „Journalisten“. Sie haben diesen
Zusammenhang treffend bemerkt! Dieser Artikel ist der bisher verachtenswerteste und widerlichste, den
ich in den vergangenen Monaten auf dieser Seite gelesen habe. Sollte Ihnen das hier verwendete Vokabular
zusagen, dann möchte Ich Ihnen hiermit mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Wenn es Ihnen jedoch ebensowenig
zusagt, wie mir, warum lenken Sie dann vom Thema ab?
@freddie schenk: Dann sehen Sie doch mal in das Impressum dieser Seite: „‘kreuz.net’ akzeptiert ohne Namen
eingereichte Informationen und betrachtet es als Ehrensache, die strikte Anonymität seiner Informanten
zu wahren.“ Das hat mit Journalismus nichts zu tun, mit Objektivität schon gar nicht. Soetwas ist auf
dieser Seite ja auch unerwünscht. Wenn Sie dann schon dabei sind, beachten Sie bitte auch die US-amerikanische
Adresse. Derartigen volksverhetzenden und hirnlosen Müll könnten die Damen und Herren, die uns hier
an manchen Tagen hier mit ihren „Artikeln“ beglücken / belustigen / wie oder was auch immer, sich in
keinem europäischen Land leisten. Berücksichtigt man dann noch die Herkunft der meisten „Autoren“ (und
jene, die sich dafür halten) hier, sieht man, dass diese hauptsächlich aus Deutschland und Österreich
kommen. Ich nenne so etwas Feigheit.
Tiersegnungen Langsam weiß man bei +.net aber nicht mehr so ganz, was man noch vor wenigen Wochen geschrieben
hat. Da wird in mehreren Artikeln der Vergangenheit daraug hingewiesen, Protestanten würden keine Segnungen
kennen. Und was lese ich hier über der Bilderserie? „Tiersegnungen bei protestantischen Gemeinschaften.“
Etwas mehr Konsequenz bitte. Als ich noch in Bayern gewohnt hatte, war es in meinem Dorf übrigens üblich,
dass der katholische Priester einmal im Jahr die Höfe, Felder und auch das Vieh der Bauern segnete. Aus
Österreich und der Schweiz kenne ich ähnliches Brauchtum. Tiersegnungen sind also keineswegs sinnloser
protestantischer Unfug. Ob die hier beschriebene Praxis aus falsch verstandenem Brauchtum herrühren mag,
oder nicht, mag ich nicht beurteilen. Ob man Tiere unbedingt in die Kirche führen muss, mag ich allerdings
auch bezweifeln.
Er war stets bemüht… Das klingt ja fast wie ein mittelmäßiges Arbeitszeugnis: „Er hat sich stets
Mühe in der Leitung der Diözese gegeben…“ Das hat der arme Kardinal Lehmann trotz aller Kritik nun
wirklich nicht verdient. Das ist auch der Grund, warum ich in Vereinen und meinem sonstigen Umfeld das
Verfassen einer Laudatio liebend gerne ablehne…
Persönlich und freiwillig vs. austauschbar und überflüssig Das Problem ist doch weniger, „dass für
die Menschen Religion zur persönlichen, freiwilligen Sache geworden“ ist, somdern vielmehr, dass Religion
oft als beliebig austauschbar oder gar überflüssig angesehen wird. Eine „persönliche und freiwillige
Sache“ muss der Glaube schließlich sein, freiwillig, weil niemand zum Glauben gezwungen werden kann,
persönlich, weil mein Glaube nicht außenstehende Dritte etwas angeht, sondern vor Gott nur mich und
meinen Priester / Seelsorger / Beichtvater (setzen Sie ihre Bezeichnung hier selber ein)… Auch wenn
+.net sich scheinbar in einigen Artikeln über anderer Leute Glauben zu urteilen anmaßt.
@Kusntmaler Das um jeden Preis am Leben hängen, welches Sie beschreiben, ist sicher nicht richtig. Andererseits
ist die Reaktion dieser Mutter auch verständlich, denn normalerweise sollten Eltern nicht erleben müssen,
wie ihre Kinder sterben. Bitte bedenken Sie, dass schwere Krankheit und die dabei empfundene Hilflosigkeit
durchaus derartige Reaktionen hervorrufen kann und nur vor diesem Hintergrund kann dieses Verhalten bewertet
werden – falls dies einem von uns überhaupt zusteht (was ich zurückweise). Bedenken Sie bitte auch,
dass der Empfänger nach einer Organspende nicht wieder so leben kann, wie bisher: Er muss starke Medikamente
nehmen, die sein Immunsystem unterdrücken, um eine Abstoßung zu vermeiden. Oft kann die Abstoßung damit
auch nur um einige Jahre (ich habe mal etwas von ca. zehn bis zwanzig Jahren gehört, gestehe aber ein,
hier keine kompetenten Angaben machen zu können) hinausgezögert. Ich bezweifele, dass ein Betroffener
danach so weiterlebt, als sei nichts gewesen, oder das fremde Organ eine Selbstverständlichkeit. In den
meisten Fällen erlaubt eine Organspende aber bis auf diese Einschränkungen ein fast normales Leben.
Und wenn diese Zeit beispielsweise dazu reicht, dass der Betroffene für seine Kinder in einer der wichtigsten
Lebensphasen – nämlich dem Erwachsenwerden – da sein kann, dann ist diese Überlegung in meinen Augen
sehr wohl ein Grund, seine Haltung zur Organspende zu überdenken.
@Gallowglas Gallowglas schrieb: „Der Betroffene kann entscheiden, ob er spendet oder nicht, die Angehörigen
haben sich dieser Entscheidung zu beugen. Falls der Betroffene etwas dagegen gehabt hätte, hätte er
das in seinem Spenderausweis eintragen brauchen.“ Richtig, meine Angehörigen haben sich meinem Willen
zur Organentnahme zu beugen, allerdings habe ich sie auch darüber informiert. Ihnen ist bekannt, dass
ich einen Organspendeausweis besitze und was darin steht. Ich habe allerdings auch eine Vorsorgevollmacht
ausgestellt, in der ich meine Angehörigen in die Pflicht nehme, sollte ich mich nicht mehr selber äußern
können. Meine Angehörigen haben sich meinem Willen zu beugen, aber sie haben sich den Ärzten, die mich
an meinem Lebensende betreuen sollen, mit Sicherheit nicht zu beugen. Es ist genau umgekehrt: Meine Ärzte
müssen sich meinem Willen beugen, geht dies nicht mehr, haben sie sich dem Willen meiner Angehörigen
zu beugen. Eine Regelung wie in Österreich muss in Deutschland keinesfalls eingeführt werden: Wer Organe
nicht spenden möchte, kann dies auf dem von BgZA und DSO angebotenen Organspendeausweis-Formular ankreuzen.
Warum haben viele Leute keinen Spendeausweis? Weil dieses Thema nicht im öffentlichen Bewusstsein ist.
Aufklärungsarbeit und Selbstbestimmung sind hier die Stichworte und nicht Gesetze und Bevormundung! Mit
religiösem Humbug hat das nichts zu tun.
@Navon Ihren Ausführungen stimme ich zum großen Teil zu, möchte aber eines anmerken: Ein Gesetz, dass
die Organentnahme für den Fall, dass der Betroffene nicht ausdrücklich widersprochen hat, erlaubt, ohne
dass die Angehörigen konsultiert werden müssten oder ein Mitspracherecht hätten, ist in meinen Augen
respekt- und würdelos und unter keinen Umständen zu akzeptieren. Jeder Mensch muss für sich die Entscheidung
treffen, ob er (so wie ich) Organspender ist, ob er diese Entscheidung seinen Angehörigen zumuten mag
oder ob er gegen die Entnahme seiner Organe ist. Nicht jeder Mensch beschäftigt sich mit dieser Frage.
Der Staat darf dann aber nicht davon ausgehen, dass „keine Angabe“ mit einer Erlaubnis gleichzusetzen
ist. Wenn wir mehr Organspender möchten – und die Langen Wartelisten von Betroffenen sprechen hierzu
eine eindeutige Sprache – dann hat ein demokratischer Rechtsstaat die Aufgabe, umfassende Aufklärung
und Überzeugungsarbeit zu leisten. Außer dumpfer Polemik nach dem Motto „wer nicht Organspender ist,
soll auch keinen Anspruch auf ein Organ haben“ habe ich von umfassender, öffentlichkeitswirksamer Aufklärung
in der jüngeren Vergangenheit wenig gesehen. Halbwegs sinnvolle Links – auf +.net vielleicht von einigen
nicht gerne gesehen – sind: www.organspende-info.de/ www.dso.de/ Meine Ansicht: Organspende JA, aber bitte
selbstbestimmt!
Altkatholische „Prediger“ und „geändertes“ Credo Altkatholische Priesterweihen sind (sofern sie an Männern
vollzogen werden) auch aus römischer Sicht gültig. Oder irre ich da etwa? Wenn nein, ist die Herabsetzung
zu „Prediger“ unangemessen und polemisch: Hw. Dolezal ist Priester – wenn auch altkatholisch. Die Tatsache,
dass sich die Altkatholiken weit vom katholischen Glauben entfernt haben, ändert daran zunächst einmal
nichts! Und so weit vom heutigen „Mainstream-Katholizismus“, wie er in zahlreichen Gemeinden zu beobachten
ist, sind die Altkatholiken in Wirklichkeit doch gar nicht entfernt… Zur „Änderung des Credos“ möchte
ich darauf hinweisen, dass die volkssprachlichen Übersetzungen bereits lange vor der Reformation bis
weit ins 19. Jahrhundert hinein auch in der katholischen Kirche die „allgemeine christliche Kirche“ bekannten.
(Ein röm-kath. Katechismus aus der Reformationszeit schreibt etwa: „eine heylige allgemeine christliche
kirchen / gemeinschaft der heyligen“) Ein Gang in Bibliotheken mit Büchern aus dieser Zeit (vielleicht
ist ja auch in der ein oder anderen Pfarrei derartiges erhalten) schafft Aufklärung. Wie war doch gleich
die Übersetzung von „katholikos“? Und was war noch mal eine Bibliothek?
#33 MarkX 09:01:11 | Donnerstag, 25. September 2008
@Gandalf_der_Graue Hier gibt es keine „verkappte Mar(k)Xisten“, sondern vielmehr Leute, die mit den HEUTE
geläufigen Umgangsformen vertraut sind und diese, allein aus Gründen der Höflichkeit, auch anwenden.
Genau das ist nämlich die von Ihnen angesprochene „wenn wir sonst keine Probleme hätten“: Mangelnder
Respekt voreinander, verstärkt oder verschlimmert durch angeblich „politisch korrektes“ Verhalten gegenüber
Leuten mit anderer Position und auf der anderen Seite reines A…kriechertum gegenüber Personen, die
mit uns konform zu gehen scheinen. Nichts anderes gilt für Frau Fürstin von Thurn und Taxis: Sie wird
angehimmelt, weil sie eine ach so katholische Linie zu vertreten scheint. Das hier nur blind einem von
angeblich katholischen Medien aufgemachten Idol hinterhergerannt wird, wird dabei gerne vergessen. Sie
haben recht, wir haben andere Probleme. Frau Fürstin von Thurn und Taxis Medienpräsenz ist ein Ausdruck
von diesen. Ihnen, Gandalf der Graue, weiterhin viel Spaß in Ihrer Traumwelt von Mittelerde – ich bitte
nebenbei um Quellenangaben zum katholischen Glauben in J.R.R. Tolkiens Literatur…
„Durchlaucht“ gibt es nicht mehr… Aus dem „Ratgeber für Anschriften und Anreden“, Stand Oktober 2004,
herausgegeben vom Bundesministerium des Innern (Protokoll Inland), Az.: 115 012, Seite 19, „Familiennamen
mit ehemaligen Adelsbezeichnungen“: „[…] Dies bedeutet, dass ehemalige Adelsbezeichnungen nur als Teil
des Familiennamens gelten und nicht mehr verliehen werden dürfen. Inhaber von Familiennamen, zu deren
Bestandteil eine ehemalige Adelsbezeichnung gehört, werden daher in Anschrift und Anrede mit dem vollständigen
Namen genannt. In der Anschrift ist daher folgende Reihenfolge bei der Namensnennung üblich: Anrede,
Akademischer Grad, Vorname, ehemalige Adelsbezeichnung, Familienname. Beispiel: „Herrn Dr. Theo Graf von
Hinckelstein“. Für die Anrede in einem Brief bedeutet dies zum Beispiel: „Sehr geehrte Frau Fürstin
von Hinckelstein“ […] Anredeformen wie „Königliche Hoheit“, „Hoheit“, „Durchlaucht“ und dergleichen
haben keine rechtliche Grundlage. Das Recht auf solche Prädikate wurde beispielsweise in Preußen aufgehoben
durch § 1 Abs. 2 Nr. 3 des ‘Gesetzes über die Aufhebung der Standesvorrechte des Adels und die Auflösung
der Hausvermögen vom 23. Juni 1920’, Pr.GS S. 367. Diese Anredeformen wurden auch nicht Namensbestandteil;
sie dürfen weder als solche noch als Berufsbezeichnung in die Personenstandsbücher eingetragen werden.
[…]“ (Quelle: www.bmi.bund.de/www.bmi.bund.de/…ften_und_Anreden.pdf)
Mäßigung auf beiden Seiten… Zitat aus einem offenen Brief von Hw. Jung an Kardinal Meisner, veröffentlicht
vom Kölner Stadtanzeiger am 16.09.2008: „Dazu darf ich Sie an mein Einschreiben vom 12.02.2008 erinnern,
in dem ich Ihnen schrieb: ‘Sollten Sie dennoch darauf bestehen, dass die Visitation schon im April 2008
durchzuführen ist, werde ich diese selbstverständlich voll und ganz mittragen, falls Ihre Visitationsordnung –
was noch nachzuprüfen wäre – dem kanonischen Recht entspricht.’“ (Nachzulesen im Internet www.ksta.de/…/1221541599318.shtml)
Ich finde den Ton (des gesamten Briefes) äußerst anmaßend, von einer Bitte um einen Aufschub ist hier
nichts zu lesen, ganz im Gegenteil: Weil im Erzbistum Köln Visitationen alle sechs anstatt wie im CIC
gefordert fünf Jahre stattfinden, scheint Hw. Jung die Rechtmäßigkeit der Visitationsanordnung anzuzweifeln
und hat damit eine Visitation abgelehnt. Ich kann mich nur einigen Vorpostern anschließen: Wer sich in
der freien Wirtschaft ein solches öffentliches Auftreten gegenüber seinem Arbeitgeber erlaubt, lebt
fristlos von Arbeitslosengeld 2 (und mit dem zu erwartenden Zeugnis dann wohl sehr schnell von Hartz IV).
Hier ist wohl ein Sturkopf (Jung) auf einen anderen Sturkopf (Meisner) getroffen – dummerweise sitzt einer
von beiden am längeren Hebel. Bleibt zu hoffen (oder besser zu beten), dass beide Seiten das einvernehmliche
und höfliche Gespräch wiederfinden.
@Franz Kappes: Milchmädchenrechnung 2. Teil Nur knapp ein Drittel der deutschen Bevölkerung ist römisch-katholisch,
denen ist es egal, ob eines der anderen Drittel fremdgeht… Was dann wohl die Leere in den Beichtstühlen
erklärt…
#135 MarkX 18:15:21 | Donnerstag, 18. September 2008
Ich habe da mal eine Frage… … die aber auch ein klein wenig vom Thema wegführt. Trotzdem hoffe ich,
dass ich hier die ein oder andere Antwort bekomme. Gloria von Thurn und Taxis hat in dieser TV-Sendung
angegeben, mit dem Thermometer ihren Zyklus „überwacht“ zu haben. Ist das nicht auch eine Form der Verhütung?
Soll der der eheliche Verkehr nicht auch immer den Kinderwunsch mit einschließen und wird mit dieser
„Methode“ nicht der Kinderwunsch vom ehelichen Verkehr abgetrennt? Ich meine, wenn schon christiliche
Sexualmoral, dann doch bitte konsequent…
Seltsames Bild des „Protestantismus“ Zum Zitat „die protestantische Glaubenslehre anerkennt keine Segnungen“
hätte ich aber gerne mal ein paar Belege angeführt. Selbstverständlich kennt zum Beispiel die ev.-lutherische
Kirche (bzw. Gemeinschaft) Segnungen. So endet jeder Gottesdienst mit einem Segen, werden Verstorbene
ausgesegnet und werden in vielen Regionen selbstverständlich auch neue Friedhöfe und die dazugehörigen
Friedhofskapellen gesegnet. Entweder verstehe ich diesen oben zitierten Satz nicht, dann bitte ich um
kurze Erläuterung, oder er ist in die unbelehrbare +.net-Unsinn-Schublade einzuordnen, dann belassen
wir es einfach dabei…
Künstlich aufgebauschte, nicht existierende Probleme Mathilde schrieb: „Der Herr sieht in die Herzen
der Menschen, ich glaube kaum, dass ein Gesunder über das Fernsehen seine Sonntagspflicht erfüllen kann.“
Und genau hierauf hat Hw. Buschor ebenfalls in einer seiner Tagsthema-Sendungen ausdrücklich hingewiesen.
Für alle Gesunden, die sonntags eine Messe in erreichbarer, dem Einzelnen zumutbarer Entfernung besuchen
können, ersetzt auch laut Hw. Buschor eine Fernsehmesse NICHT die Sonntagspflicht. Aber, und das bezieht
sich weniger auf meine Vorposterin Mathilde, als vielmehr auf +.net, es ist vermutlich schöner und einfacher,
sich ein oberflächiches Feindbild herauszupicken und lückenhaft zu zitieren als sich die Mühe zu machen,
in Ruhe zu recherchieren oder gar die Betroffenen anzuhören und zu Wort kommen zu lassen.
Schlechte Übersetzung… Den Seitenhieb kann ich mir nicht ersparen: Auf einer Seite, die in Sachen „pro
multis“ sehr viel Wert auf präzise Übersetzung legt, hätte ich aber erwartet, dass ein Plural (traitors)
auch als solcher erkannt und übersetzt wird. Korrekte Flexion sollten für Lateiner außerdem auch noch
machbar sein. Es muss heißen: „Eine wahre und vollkommene Erzählung des gesamten Prozesses gegen die
verstorbenen, höchst barbarischen Verräter Garnet, einem Jesuiten, und seinen Verbündeten.“
Das Spektakel dieses Mannes… …ist/war ja per DVB-S (Astra) über Daystar-Television zu bewundern.
Nur wo bei dem Gebrülle und Gehampel die „Predigt“ zu suchen ist, bleibt rätselhaft.
@pietdh Vorsicht! Konsekration kennen sowohl evangelische als auch die katholischen Kirchen, haben aber
fundamental unterschiedliche Auffassungen: Die Wandlung gibt es in evangelischen Kirchen nicht, weil sie
„unmöglich“ wäre, sondern weil sie in diesen Konfessionen in der Regel abgelehnt wird. Lediglich die
Lutherischen Kirchen sind nicht so weit von der katholischen Auffassung entfernt, wie es auf den ersten
Blick scheint. Sie „können“ es also schon aus katholischer (dies fasst meiner Ansicht nach die Orthodoxie
mit ein) richtig machen, sie „wollen“ aber nicht. Das ist ein großer Unterschied. Die fehlenden Weihen
sind wohl teilweise der Geschichte geschuldet, da sich im deutschen Raum kein Bischof zum Protestantismus
bekannt und von Rom abgewendet hat. Die lutherische Kirche in Schweden hat aber bis heute gültig geweihte
Bischöfe. Ein anderer Grund ist ein unterschiedliches Kirchenverständnis, vergleicht man evangelische
und katholische Theologie. Leben und Leben lassen ist ja ein netter Ansatz, aber er funktioniert nur,
wenn erstens gegenseitige, deutliche Kritik erlaubt ist und zweitens nicht alles nach dem Motto „ist ja
gar nicht so schlimm“ schöngeredet wird. PS: Wie konnten die Urgemeinden „konsequent biblisch“ handeln,
wenn die Bibel erst auf einem ökumenischen Konzil im vierten Jahrhundert festgelegt wurde? Wie wäre
es mit der Besinnung auf die Tradition der Kirche? Die spielt in evangelischen Kreisen leider auch nur
eine eher untergeordnete Roll
@Samurai Tatsächlich spielt Ihre feinfühlige Unterscheidung bei meiner Kritik eine ziemlich untergeordnete
Rolle. Nur in sehr wenigen evangelischen Gemeinden, selbst in ev.-luth. Gemeinden wird nur sehr selten
Wert auf eine würdige Liturgie gelegt. Nur zu gerne wird mit „Feierabendmahlen“, inhaltsleeren „Familiengottesdiensten“
etc. dem Zeitgeist nachgerannt. Eine genaue Differenzierung in Sachen Denomination ist hierbei nicht nötig,
eine „Liturgie“, die „missbräuchlich“ verwendet werden könnte, ist in der Praxis schlicht nicht vorhanden.
Ein Gottesdienst, in dem der Schwerpunkt allein oder zumindest hauptsächlich auf der Predigt liegt, ist
keine Liturgie. Dies ist der Fall in (fast) allen Gemeinden, die heute das Wort „evangelisch“ im Namen
führen. Sie mag zwar noch in einigen Agenden vorgesehen sein, so zum Beispiel die lutherischen Messen,
die durchaus als Liturgie bezeichnet werden dürfen, aber wann werden diese gelesen? Richtig erkannt:
Sehr selten… Und bevor Sie mit „der MarkX hat doch als Katholik keine Ahnung“ ankommen: Ich bin (noch)
kein Katholik sondern (noch formal) evangelisch lutherisch…
Viele evangelische Gemeinden… …kennen gar keine „Liturgie“ mehr. Man beschränkt sich einfach auf
einen Predigtgottesdienst mit vorangehender Bibellesung, begleitet von ein paar Liedern aus dem Gesang-
und Gebetsbuch. Der einzige „Vorteil“ dabei: Wo keine Liturgie, da kein Missbrauch… Denjenigen evangelischen
Geistlichen, die derartiges noch ernst nehmen, werden dann eben „katholisierende Tendenzen“ vorgeworfen,
hauptsache, alles bleibt, wie es ist.
@Regina1961 Da bin ich ja ganz Ihrer Meinung. Nur ist in Deutschland numnal Parkverbot = eingeschränktes
Halteverbot (siehe StVO). Und wenn der lustige +.net-Redakteur nach detaillierter Recherche schreibt,
Präl. Ratzinger bekäme „Sonderrechte“, weil er mit Behindertenausweis im „Parkverbot“ parken dürfe,
dann ist das eben Stuss, weil nunmal erlaubt – auch für Begleitpersonen von Schwerbehinderten, sprich:
Dem Fahrer. Etwas anderes wäre es wohl bei Parken im „Halteverbot“, hier dürfte der Fahrer nur Ein-
und Aussteigen lassen. Nur, warum sollen Personen, die auf irgendeine Art im öffentlichen Leben stehen
(wie Präl. Ratzinger als Bruder des Papstes) das nicht dürfen, was jeder andere darf?
Was gibt es daran auszusetzen? Parkverbot ist auch als „eingeschränktes Halteverbot“ bekannt. Mit einem
Schwerbehindertenausweis ist das Parken im eingeschränkten Halteverbot erlaubt, sofern in diesem der
Vermerk „auergewöhnlich Gehbehintert“ oder „Blind“ einetragen ist. Und so weit ich weiß, ist Prälat
Ratzinger doch blind? Also darf sein Fahrer dort auch mit ausgelegtem Schwerbehindertenausweis parken,
ohne dass es ein Knöllchen gibt. Das sind keine Sonderrechte, sondern das gilt so für Jedermann!
Leben nach dem Tod und Nahtoderfahrung… …sind zwei völlig verschiedene Dinge. Der Patient, der eine
sog. Nahtoderfahrung hat, ist eben noch lange NICHT tot und hat, da er uns detailliert davon berichten
kann, offenbar – trotz dieser kritischen Situation – wieder das volle Bewusstsein erlangt. Eine Nahtoderfahrung
kann uns daher rein garnichts darüber sagen, was nach unserem Tod geschieht.
Wenn ich diese Kommentare hier lese… …kommt mir (mit Verlaub) mein Frühstück wieder hoch. Ja, es
ist an der christlichen Sexualmoral nichts auszusetzen, Enthaltsamkeit bis zur und Treue in der Ehe schützen
sehr wirkungsvoll gegen eine Ansteckung mit HIV, es verbleiben noch einige Risikofaktoren wie Blutkonserven,
etc. Aber all denen, die hier meinen, sich als vorbildlichen und wahren Katholiken darstellen zu müssen,
kann ich nur empfehlen, aus ihrem wohlbehüteten und dekadenten Westeuropäischen Luftschloss zu erwachen
und über den Tellerrand hinauszublicken. Was ist mit den zahlreichen Waisen auf dem afrikanischen Kontinent,
die HIV positiv zur Welt gekommen sind und ihre Eltern wegen AIDS verloren haben? Was ist mit brachliegenden
Volkswirtschaften auf diesem Kontinent, weil ein Großteil der erwerbsfähigen Bevölkerung aufgrund mangelnder
oder unbezahlbarer medizinischer Versorgung durch diese Krankheit nicht mehr arbeiten kann? Wie einfach
ist es doch, sich in Homosexuellen ein primitives Feindbild zu erschaffen, um darüber das wahre Ausmaß
ignorieren zu können. Wie sehr würde schließlich der eigene Lebensstandard sinken, wenn Staaten der
Dritten Welt zu starken Volkswirtschaften mit gutausgebildeten und fleißeigen Arbeitskräften aufsteigen
könnten… Hauptsache Augen zu und durch! Dass Bischofskonferenzen und auch Papst Johannes Paul II. explizit
darauf hingewiesen haben, HIV sei keine Strafe Gottes, das zählt nicht – passt schließlich nicht ins
eigene Feind- und Weltbild.