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Keine Inflation Mich freut es, dass wieder zwei Menschen mit Österreichbezug selig gesprochen werden.
Wer Seligen- und Heiligenverehrung in der rechten Weise betreibt, lenkt damit auch nicht vom HERRN ab,
sondern erweist IHM damit die größte Ehre. ER wird gepriesen und gefeiert, wenn anerkannt wird, dass
ein sterblicher Mensch sich als wertvolles Werkzeug erwiesen.
„Die Leichname werden nach Berlin zurückgekarrt und dort verscharrt.“ Ist eine solche Wortwahl wirklich
notwendig? Auch dem Leichnam eines Menschen, der Suizid begangen hat, schuldet man m.E. einen pietätvollen
Umgang und eine pietätvolle Berichterstattung. Diese letzte Zeile ist sehr kontraproduktiv.
Detail am Rande Der im Bild zu sehende, vom Abfasser des Artikels „Drahtgestell“ genannte „Mahltisch“,
wurde von Hw. Roger Ibounigg selbst dorthin gestellt und löste den vor der Ankunft von Hw. Ibounigg jahrzehntelang
dort stehenden besser in den Kirchenraum passenden Volksaltar ab.
Von „Skandal“ zu sprechen, ist wohl unangebracht Es ist erfreulich, dass es kreuz.net gibt. Hier ist man
am Laufenden, was sich so alles in der Weltkirche tut. Schade finde ich, dass immer öfter mit dem Finger
auf Menschen, ob Priester oder Laien, gezeigt wird, die in einer schwierigen Situation sind. Das stimmt
mich sehr nachdenklich. Auch wenn man über Priester, die daran denken, ihr Amt niederzulegen, schwer
enttäuscht sein darf (vielleicht sogar enttäuscht sein muss), ist es nicht angebracht, einen solchen
Schritt mit den Vorfällen im St. Pöltener Priesterseminar auf eine Stufe zu stellen. Auch ich plädiere
dafür, für die beiden betroffenen Priester zu beten und von Vorverurteilungen Abstand zu nehmen. Außerdem:
Eine Rückversetzung von Priestern in den Laienstand gibt es (zur Zeit) nicht. Es ist allgemein bekannt,
dass seit Johannes Paul II. diesbezügliche Ansuchen (Laisierungsverfahren) nicht beantwortet wurden.
Außerdem gilt: Wer einmal gültig zum Priester geweiht wurde, bleibt Priester (unauslöschliches Prägemal).
Ein Priester ohne Amt ist kein Laie und wird auch nie wieder ein Laie sein. Es gibt lediglich die Möglichkeit
eines Weihenichtigkeitsverfahrens (vergleichbar mit der Ehe-Annulierung), falls der Weihekandidat nicht
wirklich frei von Furcht und Zwang u.dgl. war, als er die Weihe empfing. Der Autor weiß dies sicher alles,
hat sich aber sehr ungenau ausgedrückt.