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Die Suche nach der Seele Ich frage mich, ob man es sich leisten kann, heutzutage noch so arrogant und
chauvinistisch der Tierwelt gegenüber zu sein. Es gibt genügend Beispiele von Tieren, die durchaus fähig
sind, Strategien zur Problemlösung zu entwickeln und diese dann in praktischen Situationen anzuwenden.
Nicht aus irgendeinem Überlebenstrieb heraus, sondern um für sich selbst einen Vorteil zu erlangen,
was – mit Verlaub – auch für die meisten Menschen nicht anders ist. Manche Tiere können sich auch selbst
von ihrer Umwelt abgrenzen, wissen, dass sie nur ein Teil von einem großen Ganzen sind. Wenn es Seelen
gibt, stellt sich die Frage nach der Definition. Der Atem Gottes ist es nach meiner Meinung auf keinen
Fall. Seele ist für mich eher mit Bewusstsein, Emotionen, auch Problemlösungsstrategien in Einklang
zu bringen. Somit ist die Frage, wo die Seele aufhört, wo das bloße exstieren anfängt. Was wir sind
lässt sich nicht erklären durch eine nebulöse Substanz, die uns angeblich durch Gott eingehaucht wurde,
sondern durch eine Sammlung von Instinkten, Erfahrungen, Emotionen, die den Menschen, oder eben auch das
Tier ausmachen.