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De Latinitate Qua de causa Latinitate abstineamus? Sacerdotes multos Latine loqui non iam posse verum
est, quod valde doleo. Sed e.g. hic eos, qui possunt, Latinitate uti non ineptum putaverim.
Salvete, Latinitatis periti Ubi conventus eius societatis, quam Amicitiam Catholicam Pro Latinitate nominant,
factus est? Iam de nonullis conventibus Latinis, sed de supra dicta societate Catholica nondum audivi.
Valete
uinculum electronicum Vinculum electronicum sub quo hoc colloquium publicatum est, hoc est: ….pro-missa-tridentina.org/aktuell/presse.htm
Valde gaudeo hic homines esse, qui linguae Latinae periti sunt. Valete quam maxime
#8 Lykophron 15:52:01 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Immer… … wieder erstaunlich, daß sich die Leute hier gleich beschimpfen. Ich bin zwar kein Spezialist
auf dem Gebiet der protestantischen Theologie, aber jedenfalls sind Luther und Zwingli beim Marburger
Religionsgespräch betreffend das Abendmahl zu keiner Einigung gekommen. Wenn ich mich recht erinnere,
glauben Lutheraner an die Gegenwart Christi „in, mit und unter“ Brot und Wein, wogegen Zwinglianer jede
Verbindung zwischen Brot und Wein sowie Leib und Blut Jesu Christi ablehnen. Für sie ist das sogenannte
Abendmahl nur ein Gedenken an das letzte Abendmahl. Aber wenn sich jemand auf diesem Gebiet besser auskennt,
lasse ich mich gern korrigieren.
#1 Lykophron 11:13:26 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Schön… … daß dem Fernsehkonsumenten Josef H. Zweifel gekommen sind. Allerdings hätte er besser
einen Text von Zwingli statt Luther gesucht, denn die Schweizer Protestanten sind Zwinglianer, nicht Lutheraner.
#69 Lykophron 00:02:29 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
Stil und Orthographie Es wäre schon angemessener, sich nicht mit orthographischen Nachlässigkeiten seiners
Diskussionspartners aufzuhalten und sich statt dessen mit dem Kern seiner Argumentation auseinanderzusetzen.
Karolus Magnus, epistola de litteris colendis: … qui deo placere appetunt recte vivendo, ei etiam placere
non neglegant recte loquendo. scriptum est enim: aut ex verbis tuis iustificaberis, aut ex verbis tuis
condemnaberis (Matth. 12,37).
#64 Lykophron 18:06:43 | Dienstag, 27. Dezember 2005
Natürlich… …kann man überall Verschwörungen sehen. Vor einem Jahr, anläßlich der Wahl des neuen
ukrainischen Präsidenten und der damit einhergehenden Wirren, hieß es bei den Anhängern von Juschtschenko,
die Juden und die Russen hätten die Wahlergebnisse gefälscht, während es in der Ostukraine hieß, die
Juden und die Amerikaner hätten die Wahlen gefälscht. Alles ganz einfach. Im Zweifelsfall sind immer
die Juden schuld. Im Übrigen glaube ich an die heilige Katholische Kirche, da hinterfrage ich nichts.
#62 Lykophron 17:32:42 | Dienstag, 27. Dezember 2005
die Pläne Diese sogenannten Pläne waren Initiativen von Einzelkämpfern, außer Morgenthau hatte keiner
eine offizielle Funktion, Kaufmann veröffentliche seine Broschüre im Eigenverlag. Erst die Propaganda
der Nationalsozialisten hat ihn zum Berater des amerikanischen Präsidenten gemacht. Verwirklicht wurde
denn auch keiner dieser Pläne. Solche Gedanken scheinen aber zu dieser Zeit verbreitet gewesen zu sein,
so war es die Absicht der nationalsozialistischen Führung, in Polen und Rußland die Oberschicht auszurotten,
Deutsche anzusiedeln, und die sogenannten slawischen Untermenschen zu versklaven.
#58 Lykophron 13:30:52 | Dienstag, 27. Dezember 2005
@kali 1. Vielleicht benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand zuerst einmal für eine korrekte Orthographie,
dann haben auch die andern Forumsbesucher etwas davon. Wenn Sie schon gegen Antigermanismus wettern, wäre
es nicht schlecht, das in einem akzeptablen Deutsch zu tun. 2. Internationale Universität? Ich weiß
nicht, worauf Sie hinauswollen. Studiert habe ich in Zürich, Wien, St. Petersburg, St. Gallen, promoviert
in Hamburg. Mein Fach war allerdings nicht Verschwörungstheorie.
#54 Lykophron 18:19:19 | Montag, 26. Dezember 2005
Interessant… …wieviel Verschwörungstheorien und historisches Halbwissen sich im Netz tummeln. Und
warum muß das alles noch so gehässig vorgebracht werden? Interessant ferner, wieviele Leute es gibt,
die unfehlbarer als der Papst sind (der von diesem Privileg äußerst sparsam Gebrauch macht). Der Hexenwahn
z.B. ist v.a. eine frühneuzeitliche Erscheinung. Aber das widerspricht eben dem simplen Konzept von finsterem
Mittelalter und lichter Neuzeit. Und mit simplem Konzepten scheinen es hier einige zu halten.
#16 Lykophron 22:37:20 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@richard Woher wollen Sie wissen, daß Carla del Ponte eine Bäuerin ist? In der Schweiz gibt es nicht
mehr sehr viele Bauern, das Land ist mittlerweile eines der höchstindustrialisierten der Welt.
Unpassender Titel Mozart gefällt mir auch nicht. Frau del Ponte soll übrigens schon vor einiger Zeit
aus der katholischen Kirche ausgetreten sein. Ich finde auch sonst, daß sie nicht besonders kompetent
ist. Abgesehen davon ist der Titel des Artikels unpassend, unhöflich, im Stil eines Boulevardblattes.
Auch wenn die Frau Blödsinn gemacht hat, gibt das keinem das Recht, sie zu duzen. Bildzeitungsstil, wie
gesagt.
Monika Spring Frau Spring mußte heute (einen Tag nach dem Zeitungsartikel) zurücktreten. Offenbar hatten
die Protestemails, die wir geschrieben haben, doch einige Wirkung
#3 Lykophron 20:09:16 | Mittwoch, 30. November 2005
Latein Wenn man wie im Artikel Latein als Sprache der alten Römer bezeichtet, trägt man zu ihrer Musealisierung
bei. Latein ist die Sprache, in der Petrarca, Erasmus von Rotterdam, Ludwig Holberg und viele andere Schrifsteller
und Gelehrte geschrieben haben, nicht zuletzt ist es die Sprache der katholischen Kirche. Wenn man sie
nun wie gesagt nur als Sprache der alten Römer bezeichnet, tut man sie als etwas Vergangenes und Irrelevantes
ab.
#7 Lykophron 22:35:45 | Samstag, 26. November 2005
Vorbild Busch? Man könnte ja auch an Pius XII erinnern. Dem wird von Kritikern der Vorwurf gemacht, er
hätte lauter gegen die nationalsozialistische Judenverfolgung protestieren sollen. Wenn ich mich nicht
täusche, hieß es auch schon auf Kreuz.net, ein solcher Protest hätte die Lage nur verschlimmert. Vielleicht
hat sich Kardinal McCarrick ein Beispiel an diesem Papst genommen. Man darf wohl bezweifeln, daß ein
wie auch immer lautender Protest Positives bewirkt hätte. Merkwürdig, daß Kreuz.net empfiehlt, der
Kardinal solle sich nicht nach dem Heiligen Vater, sondern nach dem Protestanten Busch richten.
#43 Lykophron 17:00:49 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Form und Inhalt Die Abqualifizierung des Kommentars von Dr. Spindelböck durch einen Anonymus gehört
zu den – leider nicht seltenen – sehr schwachen Leistungen von kreuz.net. In Stil und Inhalt völlig daneben.
Dem kann ich nur zustimmen. Wenn man das, was man sagt, nur in eine solch unbeholfene Form bringen kann,
wird auch der Inhalt nicht ernst genommen, auch wenn er bedenkenswert sein könnte.
#17 Lykophron 21:28:06 | Dienstag, 27. September 2005
@Rosa von Lima Fribourg ist durchaus offiziell – auf französisch. Der offzielle Name von Stadt und Staat
ist auf deutsch Freiburg. www.freiburg.ch Vgl. die Verfassung: admin.fr.ch/…pdf/publ/035_d11.pdf Egal,
ob Sie mit dem Wagen oder Zug dorthin fahren, die Stadt ist immer zweisprachig ausgeschildert, die Namen
in beiden Sprachen sind offiziell. Und auch wenn nur der französische Name offiziell wäre, ist das noch
lange kein Grund, in einem deutschsprachigen Text einen französischen Namen zu benutzen. Wenn von Moskau
die Rede ist, schreibt man nicht Moskwa, obwohl wahrscheinlich nur der russische Name offziell ist. Wenn
in einer englischen Zeitung die Rede von München ist, wird Munich geschrieben – und das ist auch gut
so. Nur die Deutschen stehen ihrer Sprache offenbar so ablehnend gegenüber, daß sie alle möglichen
Fremdwörter und fremdsprachigen Namen benutzen.
#3 Lykophron 12:11:22 | Dienstag, 27. September 2005
Fribourg? Freiburg! Ich habe bis jetzt gedacht, daß nur die politisch Korrekten „Fribourg“ schreiben.
Warum ist diese Unart in Deutschland so verbreitet? Normalerweise schreibt man auch nicht Geneve, Warszawa,
Milano, sondern Genf, Warschau, Mailand. Will man zeigen, daß man Französich kann? Vom deutschen Freiburg
im Breisgau kann man das schweizerische Freiburg durch den Zusatz „im Üchtland“ (i.Ü.) unterscheiden.
Wenn man sich übrigens dem deutschen Freiburg von der französischen Seite des Rheins her nähert, ist
die Stadt als „Fribourg en Brisgovie“ ausgeschildert. Außerdem ist die Stadt in der Schweiz zweisprachig,
meine dortigen Verwandten regen sich regelmäßig auf, wenn in deutschsprachigen Publikationen von „Fribourg“
die Rede ist.
#45 Lykophron 14:07:51 | Samstag, 24. September 2005
bonifatius – historisch-kritische Forschung Wenn Sie den Begriff „historisch-kritische Methode / Forschung“
nicht kennen, schlage ich vor, Sie gehen zuerst mal in die nächste Universitätsbibliothek und machen
sich mit einigen wissenschaftlichen Grundbegriffen vertraut. Die historisch-kritische Methode ist übrigens
eine deutsche Errungenschaft. Für eine erste Orientierung: www.bautz.de/bbkl/r/ranke_l.shtml ….klassiker.historicum.net/19/niebuhr.htm
#40 Lykophron 00:18:37 | Freitag, 23. September 2005
nachvollziehbare Quellen Eben das, finde ich, stimmt nicht. Die Quellenhinweise sind für einen Westeuropäer,
der des Russischen nicht mächtig ist, nicht nachvollziehber, da Solschenizyn fast nur russische Quellen
anführt. Er hat zwar einige Jahre in den USA gelebt, Englisch spricht er trotzdem nicht, kann deshalb
die entsprechende Literatur nicht lesen. Seine Quellenauswahl ist überhaupt recht beschränkt; es wird
zwar viel zitiert, aber immer wieder aus denselben Werken. Andererseits kann ein westlicher des Russischen
unkundiger Leser seine Quellen nicht überprüfen. Zu seiner Arbeitsweise: Solschenizyn will seine These
belegen, biegt dafür Widersprechendes zurecht. Anders ein echter Historiker: dieser untersucht die Quellen
und kommt sine ira et studio zu einem Schluß, den er zu Anfang vielleicht noch nicht für möglich gehalten
hätte. Schließlich gibt es schon einige seriöse Werke zum Thema „russische Revolution“, auch von westlichen
Historikern. Halten Sie sich an die. Solschenizyn ist zwar wie gesagt ein großer Schriftsteller, aber
von historisch-kritischer Forschung versteht er nichts.
#38 Lykophron 11:04:09 | Donnerstag, 22. September 2005
Nochmals russische Revolution Wenn in den Reihen der Bolschewiken v.a. Juden waren, denen das gewöhnliche
russische Volk ablehnend gegenüberstand, wie haben die Bolschewiken es denn geschafft, den Bürgerkrieg
gegen die Weißen zu gewinnen? Die Weißen standen für orthodoxe Kirche, Zar etc., also hätten sie die
ungeteilte Unterstützung des einfachen russischen Volkes, dessen Anhänglichkeit an den Zaren und das
alte System Solschenizyn zu betonen nicht müde wird, genießen müssen. Nun, die Weißen verloren den
Bürgerkrieg, obwohl sie in ihren Reihen viele fähige Militärs mit Weltkriegserfahrung hatten (z.B.
Denikin, Wrangel, Judenitsch) und auch vom Ausland unterstützt wurden (im März 1918 besetzten Truppen
der Entente Murmansk und Wladiwostok). Die russische Revolution scheint also doch eine einigermaßen russische
Erscheinung gewesen zu sein.
#36 Lykophron 01:18:41 | Donnerstag, 22. September 2005
bonifatius Sein Vorwort in Bd. I beginnt mit folgender Bemerkung: „Ein halbes Jahrhundert lang hat meine
Arbeit an der Geschichte der russischen Revolution gedauert…“ Nun, ganz genau lautet es so: Сквозь
полвека работы над историей российской революции я множество
раз соприкасался с вопросом русско-еврейских взаимоотношений.
„Während eines halben Jahrhunderts Arbeit an der Geschichte der russischen Revolution bin ich oftmals
mit der Frage der russisch-jüdischen Beziehungen in Berührung gekommen.“ Wie lange sich jemand mit etwas
beschäftigt hat, kann, muß aber nichts über die Qualität des Ergebnisses aussagen. Sie urteilen über
Solschenizyn pauschal, anmaßend und überheblich. Nun, wir urteilen alle. Warum ich pauschal, anmaßend
und überheblich? Ich habe immerhin gesagt, daß er ein großer Schriftsteller ist. Noch etwas zum…
#33 Lykophron 22:30:01 | Mittwoch, 21. September 2005
staatsbriefe www.staatsbriefe.de/…pest_und_cholera.pdf Interessant, dieser Brief. Wir sind hier offenbar
unter Verschwörungstheoretikern. Ist ja alles ganz einfach. Wenn man sich etwas nicht erklären kann,
man mit etwas nicht einverstanden oder mit etwas unzufrieden ist, sind wahlweise die Juden, der Vatikan,
die Jesuiten, die Freimaurer, die Amerikaner, die Russen oder Micky Maus schuld.
#14 Lykophron 00:58:51 | Mittwoch, 21. September 2005
Hohmann – Solschenizyn Das Schlagwort Antisemitismuskeule mußte ja noch kommen… Ich schreibe hier zum
ersten Mal, von einer anderen beschämenden Diskussion weiß ich nichts. Von Hohmann habe zum ersten Mal
anläßlich dieser unsäglichen Rede gehört. Den Ausdruck „vaterlandslose Gesellen“ hat bis jetzt hier
noch niemand gebraucht. Eine solche Diskussion überlasse ich den Deutschen (wobei ich durchaus finde,
daß sie sich nicht dauernd Asche auf das Haupt streuen müssen, sondern selbstbewußter auftreteten könnten;
allerdings ist einer wie Hohmann m.E. auf dem Holzweg, wenn er es so probiert: „Was mit den Juden unter
den Nazis passiert ist, ist nicht so schlimm, da die Juden selbst sich einiges haben zuschulden kommen
lassen.“) M.E. disqualifiziert dieser Hohmann sich damit, daß er sich auf solche abstrusen Quellen wie
Henry Ford und Solschenizyn verläßt (wenn er seine Quellen überhaupt angibt, bei Solschenizyn ist das
ja nicht sicher). Nur weil jemand berühmt ist, heißt das noch lange nicht, daß das, was er sagt, vernünftig
ist. Über Rußland wissen die meisten sowieso wenig, und bevor man sich zu einem solchen Thema wie dem
Beitrag der Juden an der Revolution äußert, sollte man sich mal überlegen, welche Quellen überhaupt
vertrauenswürdig sind. Solschenizyn jedenfalls ist mit Vorsicht zu genießen. Sicher ein großer Schriftsteller,
aber als politischer Denker und Historiker hat er seine Eigenheiten. Schließlich ist es immer problematisch,
sich nur an ein Buch zu halten. Kann zu Einseitigkeiten führen.
#5 Lykophron 13:49:04 | Dienstag, 20. September 2005
Mutiger Christdemokrat Nun, mutig, das will ich nicht beurteilen, jedenfalls war die Rede sehr unglücklich,
um nicht zu sagen dumm. Warum soll z.B. Henry Ford eine verläßliche Quelle sein? Dieser war zwar ein
erfolgreicher Unternehmer, was nichts über seine Qualität als Historiker sagt. Wenn sich Hohmann schon
als Historiker versucht, sollte er wenigstens eine Ahnung von dem haben, wovon er spricht. Zuerst einmal
genügt es nicht, einfach einige Zitate beizubringen, wenn man beweisen will, daß der Sozialismus wirklich
eine jüdische Erfinfung ist. Es gibt genug Sozialisten, die keine Juden waren (Fourier, Proudhon, Owen,
Engels waren m.W. keine Juden). Des weiteren kann man sich fragen, warum denn Juden – wenn es denn wirklich
so war – einen so großen Anteil an der russischen Revolution hatten. Während des 19. Jahrhunderts gab
in Rußland immer wieder Pogrome, Antisemitismus war und ist in Rußland gesellschaftsfähig. Ist es da
verwunderlich, daß sich Juden in einer Bewegung engagieren, die eine gesellschaftliche Umwälzung und
eine bessere Zukunft verspricht? Nun, diese Hoffnung war von kurzer Dauer, schon unter Stalin kam es wieder
zu antijüdischen Säuberungen, und es wird kein Zufall sein, daß seit dem Fall des eisernen Vorhangs
viele russische Juden in den Westen (Deutschland, USA, Israel) ausgewandert sind.