Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#18 Jan Maroske 16:08:07 | Donnerstag, 4. August 2005
Existenz? Er selbst könnte es beweisen. Du ja auch nicht. Nur er tut es nicht. Die Widersprüche die
ich meine, sind zum Beispiel goldene Altare, prunkvolle Bauten, Kirchensteuern… Damit, ein guter Christ
zu sein, hat eine erzwungene Zahlung an die Kirche ja wohl nichts zu tun! Ich erkenne den Nutzen eines
Gottes an, ziellosen Menschen einen Grund zu geben. Doch meine Wahrheit ist, daß es keinen Grund gibt.
Nur mit dieser Tatsache umzugehen fällt nicht jedem leicht. Jesus Christus hat viele sinnvolle, moralisch
durchdachte Dinge überlegt, die ich schätze und zu großen Teilen lebe. Ich finde es traurig, daß der
ritualisierte Götzendienst den totalen Glauben so extrem verfolgt. Können wir nicht einfach Ideale haben?
Warum muß es Gott sein?
#8 Jan Maroske 16:00:21 | Donnerstag, 4. August 2005
Offenheit Damit es in Zukunft nicht mehr zu so lapidaren Auseinandersetzungen zwischen der Kirche und
ihren Gegnern kommt, sollte man doch ein paar Maßnahmen ergreifen. Wie wäre es zum Beispiel im Falle
der Finanzierungsgeschichte, wenn die Kirche ihre gesamten (!) Finanzhaushalt offen darlegt und für Jedermann
einsehbar macht. Schließlich ist es das (gespendete oder durch Steuern eingenommene) Geld der Bürger,
daß im Sinne Gottes verteilt wird. Wenn es eine solche genaue Auflistung schon gibt, würde ich sie gerne
einsehen. Ansonsten kann ich nur erwähnen, daß die Streitgespräche zwischen Atheisten und der Kirche
auf einem ziemlichen Kindergartenniveau stattfinden.
#16 Jan Maroske 15:30:24 | Donnerstag, 4. August 2005
Tierische Intelligenz Leider stehen mir jeweils nur 1500 Zeichen zur Verfügung. Daher versuche ich mit
auf einzelne Aspekte zu beschränken. Aus dem Tierreich ist uns durchaus bekannt, daß Tiere Werkzeuge
benutzen. Daß der Mensch das evolutionär am meisten entwickelte Tier ist, steht außer Frage, dennoch
steht es ihm deshalb nicht an, sich in arroganter Weise über sie zu stellen und zu behaupten, er sei
womöglich „überlegenes“ Leben! Wie primitiv ist diese Ansicht? Abgesehen davon sehe ich Die Ähnlichkeit
von Mensch und Tier in keiner Weise als Grund, aus der Kirche auszutreten. Dafür spricht vielmehr, daß
die Kirche im Widerspruch zu ihren eigenen christlichen Lehren steht und zudem kein Gott existiert. Möge
er mich auf der Stelle erschlagen, sollte es ihn doch geben. Huch… ich lebe noch.
#14 Jan Maroske 19:29:08 | Mittwoch, 3. August 2005
Gallileo Ein interessanter und amüsant zu lesender Text… leider sind seine Ansichten offenbar so veraltet,
wie der Tod des Autors zurückliegt. Wie jeder Mensch sträubt er sich gegen Veränderung und versucht
fadenscheinige Ausreden zu finden, die die Theorien (die in diesem Fall allerdings auch icht vollständig
sind) derer, die sein Weltbild in Frage stellen, widerlegen. Wie damals, als gesagt wurde, die Erde sei
eine Kugel. Schade.
#9 Jan Maroske 19:08:50 | Mittwoch, 3. August 2005
Freiheit Guten Tag. Ich bin auf diesen Artikel gestoßen, als ich nach einer Möglichkeit des Kirchenaustritts
gesucht habe. Ich bin als evangelischer Christ getauft, habe mich nach reichlichen Überlegungen jedoch
stark von der Kirche distanziert. Ich möchte mit diesem Schreiben niemanden provozieren, nur meinen Standpunkt
darlegen, da ich den Eindruck hatte, junge Menschen, die aus der Kirche austreten würden vornehmlich
als popkultur-verseuchte, irregeleitete, unerfahrene Menschen gesehen. Meine Gründe liegen anders. Ich
sehe zum Beispiel keinen Grund, einen Teil meines Gehaltes für etwas zu bezahlen, das mir keinen Gegenwert
gibt. Gott kann nicht gekauft werden, oder? Wer wird gekauft? Die Pfarrer? Lieber lade ich von dem mir
dann erhaltenem Geld, Bedürftige ein, eine warme Mahlzeit mit mir einzunehmen. Ich sehe Jesus Christus
nicht als Heiligen. Schon gar nicht als eine Art „Sohn Gottes“. Er ist ein äußerst(!) weiser Philosoph,
ein Mann, der grundlegendes Gedankengut angestoßen und verbreitet hat. Die Kirche hat ihren Teil dazu
beigetragen, Ideale und Werte zu festigen. Doch sie ist überholt. Die Welt hat neue Medien. Es ist nicht
mehr die Kirche, in der sich die Menschen ihre Richtlinien holen. Ein Mann Gottes ist in meinen Augen
nicht jemand, der hinter einemgoldenen Altar steht und predigt, sondern jemand, der tut. Jemand, der dort
ist, wo Not herrscht. Unsere Ärzte, Krankenschwestern, Psychologen, Feurwehrleute, Polizisten.