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#9 Catholicus 16:16:12 | Dienstag, 23. September 2008
Anfrage bezüglich Kirchlichkeit Jene, welche die „forma ordinaria“ der heiligen Messe im lateinischen
Ritus einfach rundweg ablehnen, sollen sich fragen, wieso sie etwas verurteilen können, was die Kirche
für gültig und rechtmäßig erklärt hat!
#68 Catholicus 14:02:24 | Montag, 15. September 2008
Abschlussreplik II Bei solcher Art von Freundlichkeit bleibt mir doch die Spucke weg Ist es nur ein Vorurteil
meinerseits, dass ehemalige Ordensfrauen und übriggebliebene ältere Jungfern oft zu ätzendem und verletzlichen
Spott neigen? Es scheint fast, als wären diese Leute mit sich selbst nicht ganz im Reinen!
#65 Catholicus 10:18:35 | Montag, 15. September 2008
Abschlussreplik Die Ausführungen von Berengeria bieten „nichts Neues unter der Sonne“ mehr. Sie wirken
ermüdend und geisttötend. In gewissem Sinn ist es noch erheiternd, wenn sie ihre Kritiker einerseits
schon fast in die Nähe der Muselmanen setzt und andererseits der Häresie bezichtigt. Also dann: Behüt
Sie Gott, Frau Berengeria!
#61 Catholicus 13:04:47 | Sonntag, 14. September 2008
Nicht im Dienste der Wahrheit Dass es Berengeria nicht um die Wahrheit geht, sondern nur ums Rechthaben,
zeigt ihre unchristliche Verballhornung des Realnamens eines St. Pöltner Priesters, der sie kritisiert.
Frau Berengeria, Sie haben sich in etwas verrannt und müssen sich einreden, dass Ihr Konstrukt der Geschehnisse
von St. Pölten der Wahrheit entspricht. Wenn Sie hingegen dem Bischof guten Willen bei der Untersuchung
der Ereignisse zubilligen würden, müsste Ihre Analyse zwangsläufig anders aussehen!
#59 Catholicus 22:06:31 | Samstag, 13. September 2008
Zum Nachdenken – für Berengeria und andere! Ja, das 8. Gebot Gottes gilt auch für den Heiligen Vater,
ebenso wie für jeden Bischof, Priester und Laien! Nun steht hier aber Meinung gegen Meinung, dass Bischof
Küng durch die Art und Weise der Wahrheitsfindung bei der im Auftrag des Papstes erfolgten kanonischen
Visitation der Diözese St. Pölten gegen das 8. Gebot Gottes verstoßen habe. Das Buch „Der Wahrheit
die Ehre“ ist diesbezüglich eine einzige Anklage gegen den rechtmäßigen Bischof von St. Pölten, und
zwar aus der Perspektive der Außenwahrnehmung. Bischof Küng weiß bestimmt mehr als die Hauptautorin
des Buches und kann daher – so meine feste Überzeugung – die Dinge besser und gerechter beurteilen als
jene, die ihn deshalb kritisieren und sich nicht scheuen, selbst nach erfolgtem päpstlichem Dekret der
Bestätigung der bischöflichen Maßnahmen medial eine Kampagne gegen Bischof Küng (und einschlussweise
auch gegen den Papst) zu starten. Wie haben Heilige reagiert, denen Unrecht widerfahren ist? Nicht so,
Frau Berengeria, sondern anders! Und wenn Sie in der Sache in allem recht hätten, so würden Sie sich
doch durch Ihr Vorgehen ins Unrecht setzen. Also: Es gibt keine Alternative, als die Einheit mit dem Papst
und Bischof in Wahrheit und Liebe zu wahren und wenn nötig wieder herzustellen. Über jene Priester,
die von den kanonischen Massnahmen betroffen sind, wollen wir nicht urteilen, sondern für sie beten.
Sie aber um den Preis eines öffentlichen Angriffs auf Papst und Bischof verteidigen zu wollen, ist nicht
recht!
#57 Catholicus 17:59:33 | Samstag, 13. September 2008
Werte Berengeria … … Ihre Person in Ehren – aber Sie reden Unsinn! Wie kann denn der Papst das Kirchenrecht
ausschalten, wenn er von einer im Kirchenrecht selbst vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch macht? Und selbst
wenn er eine Ausnahme im Kirchenrecht verfügte – steht ihm das nicht aufgrund der päpstlichen Jurisdiktionsgewalt
dort zu, wo es sich nicht um göttliches, sondern um rein kirchliches Recht handelt? Im übrigen zeigen
Ihre verbalen Ausfälle gegen Kritiker Ihrer Position, wie wenig Sie von der christlichen Liebe erfüllt
und wie sehr Sie bereits in der Defensive sind. Nein, Gehorsam gegenüber dem päpstlichen Dekret in der
besagten Causa, das man nicht – wie Sie es tun – einmal ablehnen, dann (scheinbar) in Teilen wieder bejahen
kann, besagt uneingeschränkt, das zu akzeptieren, was der zuständige Bischof (Exz. Küng) in der Sache
verfügt hat: gerade zum Wohl der davon Betroffenen (selbst wenn sie dies subjektiv als Unrecht empfinden
mögen). Mit dem Buch „Der Wahrheit die Ehre“ wurde das päpstliche Anliegen völlig konterkariert und
den Personen, die damit verteidigt werden sollten, ein Bärendienst erwiesen. Der kranke Bischof Krenn
kann im übrigen nichts dafür, dass er so vereinnahmt wird; er kann sich hier nicht mehr wehren. Seine
Linie aber war: Immer mit dem Heiligen Vater, nie gegen ihn!
#55 Catholicus 13:27:20 | Samstag, 13. September 2008
Zickzackkurs Berengeria widerspricht sich selbst, wie ihre Stellungnahmen in diesem Forum und anderswo
zeigen! Im Buch „Der Wahrheit die Ehre“ kritisiert Dr. Gabriele Waste das päpstliche Dekret in der Causa
St. Pölten als „Ausschaltung des Rechts unter Einschaltung des Papstes“ (112) und führt wahrheitswidrig
an: „(D)as Kirchenrecht [wurde] unter Einschaltung des Papstes außer Kraft gesetzt, damit Bischof Küng
‘gerettet’ werden konnte. Denn das sogenannte ‘Dekret’ der Kleruskongregation ist gar kein kirchenrechtlicher
Entscheid im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr ein kirchenpolitischer.“ (114) Ja, was nun Frau Berengeria?
Wo bleibt Ihre Logik? Was wollen Sie eigentlich behaupten? Dass der Papst richtig entschieden hat, indem
er die pastoralen und rechtlichen Maßnahmen von Bischof Küng bestätigt hat, oder doch nicht?
#52 Catholicus 10:55:41 | Samstag, 13. September 2008
@Berengeria Entsprechend dem päpstlichen Dekret zur Causa St. Pölten ist die Sache dergestalt definitiv
entschieden, dass die vom Bischof getroffenen Maßnahmen von den Betroffenen anzunehmen sind. Jede Polemik
gegen den Bischof, schon gar wenn sie öffentlich geschieht, wie von Berengeria und anderen hartnäckig
betrieben, verbietet sich von da aus. Offenbart sich darin nicht eine schismatische Grundhaltung?
#50 Catholicus 10:35:05 | Freitag, 12. September 2008
@Berengeria Die Autorität des Bischofs als Amtsträger wird nicht in Frage gestellt, auch seine Person
greift niemand an. Haben Sie jetzt auf einmal Kreide geschluckt?
#110 Catholicus 16:41:45 | Donnerstag, 11. September 2008
Lieber Hugo … mit solchen disqualifizierenden Einschätzungen, die mehr über Sie selbst aussagen als
über jene Person (Bischof Küng), die Sie angreifen, stehen Sie – denke ich – wohl „außerhalb des kirchlichen
Verfassungsbogens“ eines dem Bischof geschuldeten Minimums von Ehrfurcht und Gehorsams
#36 Catholicus 13:47:27 | Donnerstag, 11. September 2008
Die Stellungnahme von Herrngraf … … der nichts anderes tun kann, als die Namen zweier Priester, die
nicht mit ihm übereinstimmen, zu verballhornen, zeigt, wes Geistes Kind manche Kritiker von Bischof Küng
sind! Und da meint er, mit einer solchen Art der Wahrheit und der christlichen Liebe zu dienen?
#25 Catholicus 09:41:02 | Donnerstag, 11. September 2008
An den sog. Gutgläubigen Bischof Krenn ist schwer krank und schweigt schon längst, weil er kaum mehr
sprechen kann. Er selber hat die Situation im Priesterseminar falsch eingeschätzt – leider! – und ist
in gewissem Sinn Opfer seiner Gutgläubigkeit geworden; das unmoralische Tun wollte er nie decken und
unterstützen. Jetzt Steine auf ihn zu werfen, zeugt von schlechtem Charakter.
#5 Catholicus 11:28:51 | Dienstag, 9. September 2008
Einseitige Kritik setzt den Kritisierten nicht automatisch ins Recht Zugegebenermaßen sind viele in der
Kirche blind für wirkliche Abweichungen vom Dogma des katholischen Glaubens (Irrlehren, Häresien). Insofern
sind die Attacken des Bistumssprechers unverhältnismäßig, wenn er einseitig bloß die sog. Piusbruderschaft
kritisiert und ihr das Katholisch-Sein abspricht. Er müßte vielleicht einmal bei jenen beginnen, die
das sog. Kirchenvolks-Begehren unterstützt haben oder die auf der Linie von Publik-Forum denken und leben.
Allerdings: Die Positionen der Priesterbruderschaft St. Pius X. sind aufgrund der Einseitigkeit ihrer
Kritiker nicht deshalb schon in allem als „katholisch“ anzusehen, vor allem wenn sich die fehlende Gehorsamsbereitschaft
gegenüber dem Papst noch weiter schismatisch verfestigen sollte und auf diese Weise – trotz aller Dementis –
in der Realität eine „praktische Häresie“ gegeben wäre. Und etwas wird man dem Bistumssprecher zugute
halten müssen: Aus aktuellem Anlass bestand tatsächlich Klärungsbedarf über den Status der Bruderschaft!
#108 Catholicus 10:09:35 | Mittwoch, 27. August 2008
Interessante Wortwahl Während P. Michael Wildfeuer als „altgläubig“ bezeichnet wird, wird das Videoportal
gloria.tv als „neokonservativ“ tituliert. Auch wenn die Vorliebe der Verantwortlichen von kreuz.net den
sog. „Altgläubigen“ gilt, darf die Wortwahl hinterfragt werden: Hat sich denn der Glaube der Kirche geändert,
sodass jetzt auf einmal die wirklich Rechtgläubigen (im Unterschied zu den sog. „Neokonservativen“) nur
bei den „Altgläubigen“ zu finden wären? Wird hier nicht unter der Hand eine Terminologie eingeführt,
ähnlich wie bei den „Altkatholiken“, die ja als von Rom getrennte Gemeinschaft inzwischen immer mehr
von der Wahrheit des Katholischen Glaubens abgekommen sind? Sollte es nicht genügen, einfach „katholisch“
zu sein – ob jemand nun eine Präferenz für die sog. „alte“ Messe hat oder nicht? Pater Wildfeuer ist,
wie ich ihn kenne, ein zwar traditionsverbundener, aber ganz katholischer Priester; dass er „altgläubig“
sein will und mit kreuz.net etwas zu tun hat, bezweifle ich stark!
#11 Catholicus 15:34:12 | Sonntag, 24. August 2008
Eine Beleidigung der Opfer … … und zwar sowohl der jüdischen als auch der anderen, darunter nicht
wenige katholische Glaubenszeugen, sind die Behauptungen, es habe keine nationalsozialistischen Vernichtungslager
gegeben etc. – Ein gewisser Johannes Lerle mag sich im übrigen noch so sehr (berechtigt!) für das Lebensrecht
der Ungeborenen einsetzen und angesichts der Missachtung dieser Grundrechte Proteste organisieren: Dies
alles wird jedoch von ihm selbst radikal infrage gestellt, wenn er im selben Atemzug andere schreckliche
Verbrechen an Unschuldigen leugnet!
#86 Catholicus 11:50:13 | Samstag, 23. August 2008
Der Wahrheit die Ehre? Eine Rezension zum Buch „Der Wahrheit die Ehre“ kann unter diesem Link stjosef.at/…of.k.krenn/index.htm?wahrheit_ehre_…
gelesen werden. Durch die hier verlaufende Diskussion, bei der die Hauptautorin mit beteiligt ist, wird
die dort vertretene Einschätzung voll und ganz bestätigt! – Was wollen Sie eigentlich, Frau Berengeria:
Wirklich der Wahrheit die Ehre geben oder eine Rachefeldzug gegen Bischof Küng und dessen Mitarbeiter
durchführen, der am Schluss nur noch verbrannte Erde zurücklässt? Ihr Wahrheitsethos ist in Bezug auf
Ihre falschen Behauptungen zu Dr. Pytlik und DDr. Knittel radikal in Frage gestellt. Sie sollten sich
eigentlich schämen, denn solche (schlechten) Verteidiger haben sich Altbischof Krenn, Propst Küchl und
Dr. Rothe nicht verdient!
#6 Catholicus 12:32:12 | Donnerstag, 21. Februar 2008
Von kreuz.net instrumentalisiert Vom anonymen und rufmordschädigenden Portal kreuz.net zitiert und instrumentalisiert
zu werden in einem „Kampf“ gegen Erzbischof Zollitsch, den ich nicht führen will, ist keine besondere
Ehre und Auszeichnung. Daher möchte ich auf den Wortlaut meiner Stellungnahme hinweisen, die unter diesem
Link www.stjosef.at/…fnews/singlenews.php?lang=de&catego… nachgelesen werden kann! Zugleich möchte
ich dazu aufrufen, für Erzbischof Zollitsch und auch die anderen Bischöfe zu beten. Jede Kritik, die
man natürlich vorbringen kann, muss ein gewisses Niveau haben. Dazu ist ein anomymes Portal wie kreuz.net
sicher nicht berechtigt und in der Lage. – Mfg Dr. theol. habil. Josef Spindelböck.
#20 Catholicus 07:06:26 | Mittwoch, 26. September 2007
kreuz.net agiert unfair und beschmutzt heiligmäßige Menschen kreuz.net kämpft mit „verdecktem Visier“
(da anonym) und bringt auch Personen ins Zwielicht, die dies nicht verdienen. Das ist in höchstem Maße
unfair! Wacht auf, liebe Verantwortliche von kreuz.net: So erweist Ihr der Wahrheit des katholischen Glaubens
und dem Wohl der Kirche keinen Dienst! Ist es nicht heroisch, dass ein persönlich untadeliger Priester
wie Rosmini, der sich gedanklich in manchen Dingen geirrt hat, dennoch stets bereit erklärt hat, dem
maßgeblichen Urteil der Kirche zu folgen? Ein Ketzer wäre er nur dann, wenn er in einem Irrtum, welcher
der Glaubenslehre widerspricht, hartnäckig verharrt hätte. So aber ist er ein Mann, der fromm war und –
Gottseidank – auch über Gott und die Welt nachgedacht hat, sich dabei aber (leider) auch in manchen Punkten
geirrt hat. Aber ist das eine Schande oder gar ein Verbrechen, wenn er zugleich bereit war, einen möglichen
Irrtum zu korrigieren? – Dr. theol. habil. Josef Spindelböck.
Kein Kardinal für eine Schablone Eminenz Lustiger war eine herausragende, aber auch kantige Persönlichkeit.
Er hat vieles bewegt und so manche Scheidung der Geister bewirkt. Seine Treue zu Christus und zur Kirche
ist unbestreitbar. R.I.P.
#9 Catholicus 20:40:17 | Donnerstag, 26. Juli 2007
Sog. Ethikkodex nicht mehr in Kraft Der „Ethikkodex“ der Barmherzigen Brüder, welcher in einigen Punkten
nicht mit dem Lehramt der Kirche übereinstimmte, wurde 2005 durch die für alle kirchlichen Krankenhäuser
geltenden Leitlinien der Österreichischen Bischöfe „Leben in Fülle www.bischofskonferenz.at/…cle_detail.siteswift?so=all&do=all&…“
abgelöst.
Lob an die Verfasserin Ein sehr guter Beitrag – ein wirkliches Glaubenszeugnis! Möge Frau Block zum katholischen
Glauben finden und ihn ebenso beherzt bezeugen wie jetzt ihre christliche Glaubensauffassung.
Ethik-Codex Der Ethik-Codex der „Barmherzigen Brüder“ ist nicht mehr aktuell, sondern bereits Geschichte
web.archive.org/…brueder.at/ethik.htm (wie dieser Link ins Web-Archiv beweist). Er enthielt vieles Wertvolle
(darum bezog sich Bischof Küng im Vorwort von „Leben in Fülle“ darauf), leider auch Manches, was dem
Lehramt der Kirche widersprach (siehe insbesondere Thematik der Empfängnisregelung, Reproduktionsmedizin,
Sterilisation …) – deshalb wollten die Bischöfe mit ihrem Dokument ja eine Verbesserung vornehmen.
Von einer Neuauflage des „Ethik-Codex“ durch die Barmherzigen Brüder ist mir nichts bekannt! Kann uns
der Autor dieses Artikels hier näher aufklären?
@Rudolfus Die Kirche ist weder eine Demokratie noch eine Diktatur. Paul VI. mag manches falsch eingeschätzt
haben, ein schlechter Papst war er deswegen nicht!
Was kümmert es den Mond … … wenn der Hund ihn anbellt? Dieses Sprichwort darf getrost angesichts
dieses Kommentars eines – wie jemand bemerkt hat – „frechen Bürschchens aus Innsbruck“ Anwendung finden,
in welchem besagter Ignorant sein eigenes unmaßgebliches Urteil höher stellt als das der Kirche, die
im Hinblick auf die Person und auf das Verhalten Franz Jägerstätters durch die offizielle päpstliche
Bestätigung seines Märtyrertodes auf „selig“ erkannt hat und dies auch bald offiziell deklarieren wird!
Widerstand gegen ein Unrechtregime verdient immer Anerkennung, vor allem dann, wenn dieser – wie im Fall
Jägerstätter – aus der katholischen Glaubensüberzeugung begründet war und sich bis zum Opfer des eigenen
Lebens in der Treue zu Gott ausgewirkt hat.
#186 Catholicus 07:22:31 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Angesichts dieses Interviews … … drehen und winden sich manche „Tradis“, so wie es nur geht, nach
dem Motto: Nicht sein kann, was nicht sein darf! – Und doch hat Bischof Williamson diese Aussagen wirklich
so getroffen, kaum zu glauben, nicht wahr? Wie jetzt klug damit umgehen? Als „Piusbruder“ oder Anhänger
der „Piusbruderschaft“ täte ich mich jetzt auch schwer damit, und auch ich würde (vielleicht) stereotyp
wiederholen: Die „Piusbruderschaft“ ist (weiterhin) katholisch, sie leugnet kein Dogma, abgefallen sind
die anderen etc. Und dennoch gilt: „Ubi Petrus, ibi Ecclesia!“
Offenheit und Klärung Bischof Williamson ist jedenfalls für seine offenen Worte zu danken: Der Mann
gibt nach außen hin kund, wovon er im Herzen überzeugt ist! Im Hinblick auf die inhaltliche Bewertung
seiner Aussagen wird es nicht zuerst ein Problem für die katholische Kirche sein, wie man mit seinen
extremen Standpunkten umgeht, sondern es ist innerhalb der Priesterbruderschaft St. Pius X. ein Diskussions-
und Klärungsprozess über solche, den Sedisvakantismus begünstigenden Aussagen nötig! Auf das Ergebnis
darf man gespannt sein.
Lochner gibt Fakten nicht korrekt wieder Im „Zur Zeit“-Interview behauptet Lochner irrtümlicherweise,
Jägerstätter sei nicht bereit gewesen, einen zivilen Ersatzdienst zu leisten. Das Gegenteil ist wahr.
Dies wurde ihm von den Nazis jedoch verwehrt. Zitat: Am 14. März erhält Franziska Jägerstätter einen
Brief ihres Mannes, in welchem es u.a. heißt: Teile Dir auch mit, daß ich mich zur Sanität bereit erkläre,
denn hier kann man ja eigentlich doch Gutes tun und die christliche Nächstenliebe im praktischen Sinne
ausüben, wozu sich auch mein Gewissen nicht mehr sträubt. Strafe werde ich deswegen schon erhalten.
Für Franz Jägerstätter überraschend wird er am 4. Mai in das Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis Berlin-Tegel
überstellt, seine Frau Franziska konnte ihn in Linz nicht mehr besuchen. (Quelle www.dioezese-linz.or.at/…n/jaegerstaetter.asp)
Einheit mit Rom gegeben Im Vorwort des bischöflichen Dokuments heißt es wörtlich: Eine Erklärung des
Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte zum »formellen Abfall von der Kirche«, welche den Vorsitzenden
aller Bischofskonferenzen zugemittelt wurde, gibt einen Impuls zu neuen pastoralen Initiativen und hat
die Österreichische Bischofskonferenz veranlasst, ihrerseits eine »Erklärung zum Kirchenaustritt«
zu beschließen und im Einvernehmen mit dem genannten Päpstlichen Rat eine Regelung zu treffen.
Gottgewollte Einheit im ehelichen Akt Wollte jemand den ehelichen Akt allein um der Zeugung willen ausführen
und ihn von der ehelichen Liebe trennen, so wäre dies eine Instrumentalisierung eines oder beider Ehegatten,
welche der gottgegebenen Würde des Menschen widerspricht. Nimmt jemand dem ehelichen Akt als Ausdruck
der Liebe aktiv die Möglichkeit, sich in Kindern als wahrhaft fruchtbar zu erweisen, dann wird der Ehepartner
gleichfalls erniedrigt und in seiner Würde verletzt – auch dann, wenn dies in gegenseitigem Einverständnis
geschieht. Hier gilt in Weiterführung des ursprünglichen Sinnes des Schriftwortes: Was Gott verbunden
hat, das darf der Mensch nicht trennen!
@Tridentinus Im Innsbrucker Diözesanblatt, Jänner/Februar 2006, hieß es: „Der Provinzial der Tiroler
Franziskanerprovinz, P. Rupert Schwarzl OFM, und das Bischöfliche Ordinariat legen wert auf die Klarstellung,
dass der mit dem Namen P. Fridolin Außersdorfer OFM verbundene und im Tauhof Axams angesiedelte „Orden
der Buße“ weder eine kirchliche Anerkennung besitzt noch mit dem Franziskanerorden bzw. der Diözese
Innsbruck in Verbindung steht. Dr. Franz Federspiel ist ein in der Diözese St. Pölten inkardinierter
Diakon.“
Dank an kreuz.net … für diesen aufklärenden und erhellenden Artikel, der endgültig zeigt, dass besagte
Gemeinschaft nicht mehr römisch-katholisch sein kann, sondern statt einer „neuen (bzw. erneuerten) Kirche“
eine „neue Sekte“ geworden ist!
Gretchenfrage Propagiert kreuz.net jetzt eine neue Religion? Auf der Homepage www.communaute-dame.qc.ca/…_oeuvres-hist_AL.htm
der nun als Sekte offenbaren Gemeinschaft ist zu lesen: 9. Juni [1991]. Die Seele von Marie-Paule dringt
in das Lebendige Licht ein, das Gott das Licht ist. 22. Juni [1991]. Marie-Paule „bekommt“ die Erklärung
dieser Gnade, die den Sinn des Wortes „Reinkarnation“ erklärt.
Persönliche Anteilnahme Mir war der Priester persönlich bekannt. Ich hatte schon vor Jahren den Eindruck,
dass der gute Gunnar mit den Nerven ganz fertig war. Wo die Problematik letztlich gelegen ist, weiß nur
der liebe Gott, den es jetzt um sein Erbarmen für den Verstorbenen anzurufen gilt! RIP.
Danke, Papst Benedikt! Ich bin dem Heiligen Vater dankbar für dieses Buch, in welchem er – wie es seine
Aufgabe als Nachfolger Petri ist – ein deutliches Bekenntnis zu Jesus Christus, dem Herrn und Messias,
ablegt. Vielleicht wird gerade der neue, unaufdringliche Stil viele zu einem vertieften Nachdenken führen
und damit das Tor für die Annahme der Glaubensgnade öffnen. Wer das Papstbuch deshalb kritisiert, weil
es zu theologisch ist (in der kreuz.net-Diktion: „Wer soll das verstehen?“), der stellt den theologischen
Auftrag der Kirche als solchen in Frage, welcher stets ein gläubiges Nachdenken sein soll über das,
was Gott uns um unseres Heiles geoffenbart hat.
Wohin geht die Reise? Ich frage mich inzwischen ernstlich, welche inhaltliche Linie kreuz.net vertritt:
Das 2. Vatikanische Konzil wird nicht anerkannt, die Liturgiereform in Frage gestellt, die Priesterbruderschaft
St. Pius X. in ihren inneren Spannungen thematisiert und genüßlich zur Schau gestellt sowie jetzt –
als Krönung? – Sedisvakantist Lingen offenbar zustimmend zitiert (noch dazu mit seiner Eigenbezeichung
„Pater“). Kreuz.net, quo vadis?
Tradi-Kontroversen Eine Tragik eigener Art liegt über der Vorgangsweise bestimmter Verantwortlicher der
Priesterbruderschaft St. Pius X. im Hinblick auf jene katholische Schule, welche jetzt geschlossen werden
soll. Mir als Außenstehendem offenbart die Diskussion vor allem dies, dass es – sobald der gemeinsame
Gegner fehlt (Vaticanum II, sog. Konzilskirche) – die sog. „Tradis“ alles andere als untereinander „lieb“
sind, sich vielmehr gegenseitig fast bis aufs Blut bekämpfen. Damit schaden sie aber ihrem eigenen Anliegen
(das allein bei der Kirche gut aufgehoben wäre) mehr als sie nützen!
kreuz.net berichtet falsch! Das letzte Zitat „Wichtig ist, dass diejenigen, die sich an der gesetzlichen
Beratungsregelung beteiligen, und diejenigen, die das aus Überzeugung nicht tun, sich gegenseitig respektieren
und nicht die Autorität der Kirche als amtlich verfasster Kirche in Anspruch nehmen“ stammt nicht von
Kardinal Levada, sondern von prominenten Donum-vitae-Befürwortern www.donum-vitae-bayern.de/zwischenruf.html!
Ob es klug war … Muslime im Dom von St. Pölten beten zu lassen, möchte ich bezweifeln. Allerdings
stellen sich die Gegebenheiten, von denen kreuz.net angeblich zu berichten weiß, doch etwas anders presse.kirche.at/…/2007/archivinfo.php?link=120320071…
dar. Insbesondere macht der kreuz.net – Beitrag keinen Unterschied zwischen Pfr. Burmettler und Mag. Bruckner,
dem Organisator der Begegnung. Dieser war es, der den Muslimen die Bilder und Säulen des Domes zu erklären
versuchte.
#33 Catholicus 19:26:28 | Montag, 19. Februar 2007
Neue Perspektiven Die Haltung Erich Feigls zum armenischen Völkermord war mir bis jetzt nicht bekannt.
Dies wirft ein trübes Licht auf den Habsburg-Historiker Feigl. – Interessant ist in diesem Fall auch,
dass kreuz.net seine Informationen fast 1:1 vom ansonsten viel geschmähten Wikipedia abgekupfert de.wikipedia.org/wiki/Erich_Feigl
hat
Ein wichtiger Dienst von WB Laun! Was „st.georg“ hier Weihbischof Laun unterstellt, sind unbewiesene Behauptungen.
Im übrigen war es vielleicht nicht „klug“, in der Causa, für die primär der Hirte einer anderen Diözese
zuständig ist, Stellung zu nehmen. Vor lauter „Klugheit“ unserer Hirten entsteht dann aber der (falsche)
Eindruck, diese Hirten wären einverstanden mit dem Abtreibungsmord. Ein Dank an Weihbischof Laun, dass
er diese „Schweigespirale“ durchbrochen hat und dass er auch dem Kardinal indirekt zu seiner nunmehr deutlichen
Stellungnahme für das Leben verholfen hat!
Weiteres Eintreten für das ungeborene Leben nötig Ich gebe gerne zu, dass manche Klärungen – auch vonseiten
des hwst. Herrn Kardinals – noch ausstehen, insbesondere auch, was das autonome Vorpreschen seines Pressesprechers
betrifft, und dass es auch mitunter scheint, er wäre zu verhalten und zu zögerlich in seinen Reaktionen.
Man darf ihn dennoch nicht – so wie kreuz.net das tut – als „Abtreibungskardinal“ bezeichnen!
Kein „Abtreibungskardinal“! Mit dieser Stellungnahme für das ungeborene Leben, für die wir dem Herrn
Kardinal dankbar sein müssen, wird die kreuz.net-Hetze gegen den angeblichen „Abtreibungskardinal“ www.kreuz.net/article.4648.html
Lügen gestraft. Wäre kreuz.net nicht anonym, wären solche böswilligen und unwahren Verunglimpfungen
der apostolischen Hirten schwer möglich! – Dr.theol. Josef Spindelböck, Dozent für Ethik, 3107 St.
Pölten-Tr, Österreich.
#10 Catholicus 13:37:37 | Samstag, 27. Januar 2007
Nicht ganz richtig im Detail, doch unverkrampfte und positive Sichtweise Trotz mancher inhaltlicher Unschärfen
des Kommentars von Pater Eberhard von Gemmingen finde ich die Stellungnahme bemerkenswert! P. v. Gemmingen
bemüht sich, das Thema „Tridentinische Messe“ unverkrampft und grundsätzlich positiv zur Sprache zu
bringen. Allein dies wäre vor 10 Jahren noch nicht möglich gewesen. Er weist auch auf Aspekte hin, welche
an der Ursache der gegenwärtigen Krise liegen: auf den vielfach ehrfurchtslosen Umgang mit dem Heiligen,
auf die nicht den Vorgaben der Kirche entsprechende Feier der heiligen Messe, ob nun im „alten“ oder im
„neuen“ Ritus!
Wer folgt dem Kirchen-Revolutionär noch? Die Dialektik von P. Udo Fischer OSB wandelt auf geschlungenen
Pfaden! Selbst für seine Anhänger dürfte es schwer geworden sein, ihm noch zu folgen. Es fehlt ihm
halt momentan etwas „Zündendes“. Und der jetzige Bischof vertraut ähnlich wie Bischof Krenn darauf,
dass er ihn „aussitzen“ kann …
#6 Catholicus 13:11:07 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Unkirchlicher Geist? Von „Blamage-Bischof“ (Titel, gesetzt durch Redaktion von kreuz.net), „Skandalbischof“
oder gar „Idioten-Bischof“ (so Lesermeinungen) zu reden ist – wie immer man das Wirken eines von Gott
bestellten, in der Nachfolge der Apostel stehenden Hirten einschätzen mag – keineswegs angemessen. Darin
offenbart sich ein unkirchlicher Geist, nicht ganz fern jener Haltung, mit der viele den Priester Andreas
Golatz in Verbindung bringen. Unbeschadet dessen darf man der Meinung sein, der Bischof möge hier wirksam
handeln und um der Gerechtigkeit und Liebe für Ordnung in seiner Diözese sorgen!
#2 Catholicus 10:14:19 | Mittwoch, 17. Januar 2007
Verleumdet kreuz.net ein kirchliches Institut? Wenn kreuz.net ohne Belege von „Misswirtschaft“ schreibt,
so grenzt dies an Verleumdung. Da kreuz.net jedoch anonym tätig ist und dies sogar als „Ehrensache“ ansieht,
wollen sich die Verantwortlichen vor keinem irdischen Richter verantworten. Und der ewige Richter? Dieser
erwartet tatsächlich die Umkehr jener, die Böses tun! Also, lieber Redakteure, denkt nach, ob Ihr das
verantworten könnt so zu schreiben. Wenn nicht, dann löscht Eure unbewiesene Behauptung!
#11 Catholicus 10:51:11 | Freitag, 12. Januar 2007
@Wolkenstein Dollfuss hat angesichts der Gefahr des Nationalsozialismus versucht zu retten, was noch zu
retten war. Dass er KZ’s etabliert hätte, ist unwahr. Dass seine Regierung den Erfordernissen einer modernen
Demokratie nicht genügt hat, können und müssen wir aus heutiger Sicht zwar bedauern; diese seine damalige
politische Entscheidung ist jedoch eher als „Notmaßnahme“ zu verstehen denn als grundsätzlich „antidemokratische“
politische Option. Dollfuss war kein Diktator, sondern ein Märtyrer des Nationialsozialismus!
#27 Catholicus 20:33:54 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Mythen- und Legendenbildung auf kreuz.net In diesem Artikel werden, anhand weniger Fakten, die man so
oder so interpretieren kann, Mythen gegen den Sankt Pöltner Bischof und gegen das Opus Dei weiter gestrickt,
die offenbar einer bestimmten Strategie dienen sollen. Unrichtig ist jedenfalls, dass Prof. Ludger Müller
rechtlich oder faktisch die Leitung des St. Pöltner Diözesangerichts innehabe. Er ist dort nur fallweise
als Vernehmungsrichter und Bandverteidiger tätig. Bischof Küng ist ein ganz und gar katholischer Bischof,
dem – wie es übrigens auch bei Bischof Krenn der Fall war – natürlich auch nicht jede Personalentscheidung
„gelingt“!
Limbus-Theorie Angesichts der klaren Ausführungen von P. Wildfeuer ist zu fragen, ob sich die Limbus-Theorie
wirklich mit dem allgemeinen Heilswillen Gottes vereinbaren läßt. Wenn es stimmt, dass es nicht an Gott
liegt, wenn nicht „alle“ gerettet werden, sondern „nur“ an der freien Entscheidung der einzelnen Menschen,
die sich dem Heil auch verweigern können, läßt sich eine Heilsmöglichkeit für ohne Taufe verstorbene
Kinder schwer ausschließen. „Die ohne Taufe verstorbenen Kinder werden von der Kirche in ihrer Liturgie
der Barmherzigkeit Gottes anvertraut.“ (KompKKK 262) Denn „die Taufe ist für jene Menschen heilsnotwendig,
denen das Evangelium verkündet worden ist und die die Möglichkeit haben, um dieses Sakrament zu bitten.“
(KompKKK 261) Ungetauft verstorbenen unmündigen Kindern fehlte diese Möglichkeit jedenfalls, selber
um das Geschenk der Taufe zu bitten! Wenn es die Kirche an ihrer Stelle tut, dieses Begehren aber durch
Hindernisse verschiedener Art (z.B. Unterlassung der Taufe ihrer Kinder durch die Eltern, natürlicher
oder gewaltsamer Tod schon im Mutterleib etc.) nicht verwirklicht wurde oder werden konnte, sollte da
die Fürbitte der Kirche nicht im Sinne einer „Begierdetaufe“ wirksam sein? Es sage niemand, dies könne
deshalb nicht möglich sein, weil sonst das Dogmengebäude der Kirche zusammenfallen würde. Wie schwach
wäre doch unser Glaube, wenn er es dem lieben Gott nicht zutraut, innerhalb seiner Gnadenordnung auch
Vorkehrung für das Heil dieser Kinder getroffen zu haben!
Bischof Müller gibt eine korrekte Auslegung von Vaticanum II! Das 2. Vatikanum lehrt keineswegs, dass
Christen und Muslime ein- und denselben Gott anbeten. In den zitierten Texten wird Bezug genommen auf
die muslimisch anerkannte Einzigkeit Gottes (Monotheismus) sowie auf gewisse Gemeinsamkeiten der Gottesvorstellung
zwischen Christen und Muslimen, die es ja bei aller fundamentalen Differenz dennoch gibt. Nicht aber wird
gesagt, Gott sei so, wie ihn sich die Muslime im Unterschied zum christlichen Glauben vorstellen. Das
wahre Gottesbild erhalten wir aus der jüdisch-christlichen Offenbarung, wie sie uns von der römisch-katholischen
Kirche authentisch vorgelegt und ausgelegt wird!
#16 Catholicus 12:17:28 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
Rufmord an Bischof Küng Was kreuz.net hier gegenüber Diözesanbischof DDr. Klaus Küng betreibt, ist
schlicht und einfach Rufmord! Im Namen des Rechts und der Wahrheit: Ich protestiere gegen diese Vorgangsweise
anonymer Schreiberlinge, die auf diese Weise ein verantwortungsloses Handeln an den Tag legen. Bischof
Küng ist kein Lügner und Glaubensverräter, als der er hier von manchen dargestellt wird, sondern ein
guter Hirte, der im Namen Christi wirkt. Weil er auch nur ein Mensch ist und nicht alles richtig machen
kann, braucht er unser Gebet! Mfg Dr. theol. habil. Josef Spindelböck.
#38 Catholicus 16:22:48 | Freitag, 1. Dezember 2006
kreuz.net wird der Größe des Wirkens des Heiligen Vaters nicht gerecht Mit diesem Kommentar, der wie
so viele andere Beiträge auf kreuz.net die Ehre des Heiligen Vaters beschmutzt, hat sich kreuz.net tatsächlich
wieder einmal als Nachrichtenseite bloß katholischen Anscheins, aber nicht von wirklich katholischem
Geist erwiesen.
#4 Catholicus 11:06:53 | Montag, 25. September 2006
Politik und Verantwortung Es ist jedem katholischen Christen unbenommen, in Übereinstimmung mit den Grundsätzen
des natürlichen und übernatürlichen Sittengesetzes eine politische Option zu entwickeln und vorzustellen.
Wer die Wahlmöglichkeit überhaupt nicht wahrnimmt, setzt im gegenwärtigen demokratischen Kontext ein
vielseitig interpretierbares Zeichen und akzeptiert jedenfalls (gewollt oder ungewollt) das Resultat der
Wahl. Auch andere Optionen scheinen möglich: ungültig wählen, das kleinere Übel wählen, die Partei
mit dem Maximalinhalt christlicher Werte gemäß dem jeweiligen Programm wählen!
#42 Catholicus 14:27:19 | Samstag, 23. September 2006
Anerkennung für Pater Karl Wallner Daran, dass Mönche (Kraft-)Sport praktizieren, ist per se nichts
einzuwenden. Konkret kenne ich Pater Karl Wallner seit meinen Studientagen und schätze ihn als einen
frommen Priester, intelligenten Denker und brillianten Theologen, der in allem mit dem Lehramt der Kirche
übereinstimmt. Er könnte vieles Gute im geistigen und geistlichen Bereich sicher nicht so leisten, wenn
er nicht (zur Ehre Gottes!) auch ein gewisses Körpertraining praktizierte. Er hat es nicht verdient,
dass er so heruntergemacht wird wie hier von manchen Kommentatoren!
#26 Catholicus 17:48:38 | Sonntag, 17. September 2006
Irreführend und keineswegs harmlos Ein derartiger „Scherz“ wie obiger Artikel verkennt sowohl die Problematik
explosiver Gewalt bei islamischen Extremisten als auch die definitive Absage an jede Form von Gewalt durch
die katholische Kirche bei der Missionierung der Völker!
#7 Catholicus 15:18:11 | Samstag, 16. September 2006
@Peter Enderfers Der von Ihnen kritisierte „Josefus“ ist nicht identisch mit mir, der ich als „Josephus“
im kath.net-Forum präsent bin. Selbstverständlich bejahe ich in jeder Hinsicht die Aussagen des Konzils,
die sich auch der gegenwärtige Papst zu eigen macht!
#2 Catholicus 09:12:38 | Freitag, 15. September 2006
Viele Möglichkeiten des Mitwirkens mit der Gnade Gottes Die Stellungnahme von „matt“ verkennt die Aussagen
des Heiligen Vaters, wo dieser auf die Begrenztheit seiner menschlichen Kräfte hinweist. Was können
wir persönlich tun? 1. Beten, und zwar besonders für den Heiligen Vater (ich habe eben die heilige Messe
für ihn gefeiert). 2. An allem gläubig festhalten, was die Kirche in ihrem Lehramt (Papst, Bischöfe)
als Wort Gottes verkündet und auslegt. 3. Sich bemühen, mit der Gnade Gottes Früchte des Glaubens,
der Hoffnung und der Liebe im Leben zu bringen! – Für Pessimismus bleibt da kein Raum.
#29 Catholicus 21:22:39 | Mittwoch, 13. September 2006
Dank an Gott und an Papst Benedikt ! Der Papstbesuch war ein großartiges Ereignis, das bestimmt viel
bewirkt hat – nicht nur im Äußeren, sondern auch in den Herzen der Menschen! Gott allein weiß, wie
viele Gnaden der Bekehrung geschenkt und auch angenommen wurden.
#4 Catholicus 11:55:09 | Donnerstag, 7. September 2006
Interessant, dass … … die meist FSSPX-freundliche Linie von kreuz.net in letzter Zeit durch manche
Beiträge konterkariert wird. Ist das bloß Taktik oder steht dahinter eine echte Trendwende? Falls letzteres
zutrifft, so müßte man nochmals fragen, ob es eine Wende zum Besseren, nämlich zur vollen Einheit mit
dem Bischof von Rom ist, oder zum Schlechteren, d.h. zum Sedisvakantismus. kreuz.net bleibt jedenfalls
bis auf weiteres „undurchschaubar“
@Mazzella Das „Übermass an Gnaden“, das aus dem heiligen Messopfer fließt, ist deshalb gegeben, weil
es sich um die unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi handelt. Und niemand soll uns weismachen,
dass diese wesentliche Identität des Opfers und seiner Gnadenfrüchte eine Frage des Ritus wäre. „Treu
der Überlieferung erklärt das Heilige Konzil schließlich, daß die heilige Mutter Kirche allen rechtlich
anerkannten Riten gleiches Recht und gleiche Ehre zuerkennt. Es ist ihr Wille, daß diese Riten in Zukunft
erhalten und in jeder Weise gefördert werden, und es ist ihr Wunsch, daß sie, soweit es not tut, in
ihrem ganzen Umfang gemäß dem Geist gesunder Überlieferung überprüft und im Hinblick auf die Verhältnisse
und Notwendigkeiten der Gegenwart mit neuer Kraft ausgestattet werden.“ (2. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution
„Sacrosanctum Concilium“, Nr. 4)
@Bernardo Danke vielmals für Ihre klaren Darlegungen! Die Kontroverse, will sie denn eine kirchliche
sein, kann also nicht darüber geführt werden, dass der sog. „Neue Ritus“ der Messe etwa ungültig, sündhaft
und glaubensgefährdend sei, wie einige hier behauptet haben, sondern nur darüber, ob jedes seiner Elemente
bzw. auch seine Gesamtgestalt – vor allem im Hinblick auf die konkrete liturigische Praxis – geeignet
ist, den katholischen Glauben auf bestmögliche Weise auszudrücken. Ich würde sagen: Insgesamt drückt
die Messe Pauls VI. tatsächlich den katholischen Glauben in seiner Integrität aus und führt – wenn
sie in voller Einheit mit der Kirche und gemäß den liturgischen Vorschriften gefeiert wird – sowohl
den Priester als auch die mitfeiernden Gläubige durch ein Übermaß an Gnaden, welche aus der Identität
des Messopfers mit dem Kreuzesopfer herkommen, hin zu Gott!
@Cyprian Mein Anliegen ist es, die Verbundenheit mit dem Lehr- und Hirtenamt von Papst und Bischöfen
herauszustellen; diese tragen die primäre Verantwortung für die Liturgie. Niemand ist zu tadeln, wenn
er sich als Priester oder auch als mitfeiernder Gläubiger bemüht, dass die liturgischen Weisungen der
Kirche eingehalten werden, ob im sog. „Tridentinischen Ritus“ oder im „Novus Ordo Missae“, ob mit oder
ohne „Volksaltar“, vorausgesetzt dass der unverkürzte Glaube der Kirche an den Opfercharakter der heiligen
Messe bewahrt wird! – Mit Realitätsferne hat das ganze überhaupt nichts zu tun; mir ist wahrscheinlich
nicht weniger als Ihnen bekannt, wie schwierig es mitunter sein kann, die kirchliche Ordnung einzuhalten.
Und doch darf man auch angesichts vielfacher Mißbräuche bzw. des eigenen und fremden Versagens nicht
das Ziel aufgeben, die heilige Liturgie stets würdig gemäß den Weisungen der Kirche zu feiern. Gottes
Segen!
@Maledica Sagen Sie es offen: Sollen wir uns an die Instruktion „Redemptionis Sacramentum www.vatican.va/…-sacramentum_ge.html“
halten oder nicht? Nur der Weg in Einheit mit der Kirche bewirkt echte Erneuerung!
@Maledica Was würden Sie einem Priester raten, der zwar (mit der Tradition der Kirche) den Hochaltar
bevorzugt, aufgrund der pastoralen Situation jedoch angehalten ist, des öfteren am Volksaltar zu zelebrieren?
Soll er einfach „stur“ sein und nur mehr am Hochaltar zelebrieren, auch mit der Gefahr, dass ihn viele
nicht verstehen, ja dass er mit großer Wahrscheinlichkeit ganz aus seinem pastoralen Wirkkreis „vertrieben“
wird? Kann es nicht auch ein Ausdruck von Verantwortung für das Heil der Seelen zu sein, bestimmte Vorgegebenheiten
zu akzeptieren und sich mit Liebe und Geduld um jene Verbesserungen zu bemühen, die möglich sind?
Aus Liebe zur Kirche maßvoll argumentieren! Maledica erweist ihrem Namen alle Ehre, indem sie das „schlecht“
nennt, was die Kirche immerhin als Möglichkeit zulässt: die Zelebration am „Volksaltar“ mit Blick auf
das Volk! Wer jedoch etwas, das die Kirche im Rahmen ihrer liturgischen Ordnung ermöglicht, als „in sich
schlecht“, ja sogar als „sündhaft“ ansieht, ist nicht mehr in Einheit mit der Kirche. Ich bin dafür,
dass man sich mit Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger) Gedanken darüber macht, wie die fast exklusive Zelebration
am Volksaltar wieder einen Ausgleich erfährt durch die Möglichkeit, auch am Hochaltar zu zelebrieren!
Billige Polemiken und Verketzerungen nützen der Sache nicht. Gegenüber den unkirchlichen Schimpftiraden
von Maledica lobe ich mir den Beitrag von Don Reto, der es versteht, sachlich zu argumentieren, auch wenn
ich nicht in allem mit ihm übereinstimme (siehe unten)!
@Maledica Ein rechtmäßiger Grund für den Priester, am sog. „Volksaltar“ in Blickrichtung zu den Gläubigen
zu zelebrieren, kann darin liegen, dass es in jener Kirche, in der der Priester die Messe feiert, so üblich
ist. Bevor er überhaupt daran denkt, nach praktischen Möglichkeiten zu suchen, die Gottesdienstgemeinde
zu einem Verständnis einer fallweisen oder gar regelmäßigen Zelebration am Hochaltar hinzuführen,
wird er gut daran tun, die gegebenen Verhältnisse zu berücksichtigen.
Falsche Alternative Die Alternative „entweder zum Volk oder zum Herrn“ hin trifft im Hinblick auf die
Zelebrationsrichtung so nicht zu. Aus eigener priesterlicher Erfahrung zehnjähriger Zelebration im „Novus
Ordo Missae“ sowohl am Hochaltar als auch am Volksaltar kann ich bezeugen, dass es in beiden Fällen mit
Gottes Gnade möglich ist, das Herz zu Gott zu erheben und auch die Gläubigen auf das Opfer Christi hinzulenken,
das am Altar vergegenwärtigt wird! Unbeschadet dessen bin ich dafür, dass die Zelebration versus Orientem
wieder mehr zu ihrem Recht kommt, da sie in der frühkirchlichen Tradition verankert ist und besser geeignet
ist, die Wahrheit von der sakramentalen Vergegenwärtigung des Todes und der Auferstehung Christi im Opfer
der heiligen Messe darzustellen!
@Tridentinus Ja, der lateinische Text von can. 13 des Konzils von Trient über die Sakramente ist maßgeblich
(DH 1613), und da wird exakt unter Androhung des Anathems ausgeschlossen, wer behauptet: „receptos et
approbatos Ecclesiae catholicae ritus in sollemni sacramentorum administratione adhiberi consuetos aut
contemni, aut sine peccato a ministris pro libito omitti, aut in novos alios per quemcumque ecclesiarum
pastorem mutari posse“. Nun aber ist hier die willkürliche Abänderung eines Ritus durch einen Spender
gemeint, die auch vom 2. Vatikanischen Konzils ausgeschlossen wird. So heißt es in „Sacrosanctum Concilium“,
Nr. 22: „§ 1. Das Recht, die heilige Liturgie zu ordnen, steht einzig der Autorität der Kirche zu. Diese
Autorität liegt beim Apostolischen Stuhl und nach Maßgabe des Rechtes beim Bischof. § 2. Auch den rechtmäßig
konstituierten, für bestimmte Gebiete zuständigen Bischofsvereinigungen verschiedener Art steht es auf
Grund einer vom Recht gewährten Vollmacht zu, innerhalb festgelegter Grenzen die Liturgie zu ordnen.
§ 3. Deshalb darf durchaus niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, nach eigenem Gutdünken in der
Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern.“ – Exakt der letzte Absatz trifft den Sinn des Canons
von Trient; sonst hätten auch alle jene Päpste seither dagegen verstoßen, die Ergänzungen und Modifikationen
vorgenommen haben, was Sie wohl kaum zu behaupten wagen. Die Liturgie ist immer etwas auch geschichtlich
Gewordenes; sie entspricht dem „depositum fidei“.
@Tridentinus Was den Umfang der päpstlichen Unfehlbarkeit betrifft, so sollten Sie meine Stellungnahmen
zuerst genau lesen, bevor Sie mir eine „naive“ Auffassung davon unterstellen. Ich orientiere mich voll
und ganz an dem, was die Kirche selber darüber sagt – und da gibt es nun sowohl das außerordentliche
als auch (unter bestimmten Bedingungen) das ordentliche Lehramt, das die Lehre Christi in unfehlbarer
Weise verkünden kann! Der von Ihnen angeführte Canon des Konzils von Trient, mit dem Sie die Rechtmäßigkeit
eines Papstes, liturgische Normen zu erlassen bzw. auch Reformen durchzuführen, in Frage stellen wollten,
lautet (DH 1613): „Wer sagt, die überkommenen und anerkannten Riten der katholischen Kirche, die bei
der feierlichen Spendung der Sakramente gewöhnlich angewendet werden, könnten entweder verachtet oder
ohne Sünde von den Spendern nach Belieben ausgelassen oder durch jeden beliebigen Hirten der Kirchen
in neue, andere geändert werden: der sei mit dem Anathema belegt.“ Damit schließt die Kirche jede willkürliche
Änderung der Liturgie durch eine Privatperson aus, nicht jedoch durch denjenigen Hirten, der gemäß
der Definition des 1. Vatikanums über die höchste, volle und unmittelbare Jurisdiktion über die ganze
Kirche verfügt! Wäre es anders, so hätte kein früherer Papst nach dem Konzil von Trient irgendeine
liturgische Änderung verfügen dürfen, was absurd ist.
@mariokin Die Unfehlbarkeit der Kirche in Fragen des Glaubens und der Sitten äußert sich nicht nur auf
außerordentliche Weise (in ausdrücklichen Definitionen eines Konzils bzw. des Papstes ex cathedra),
sondern für gewöhnlich in der Weise des ordentlichen Lehramtes: „Die einzelnen Bischöfe besitzen zwar
nicht den Vorzug der Unfehlbarkeit; wenn sie aber, in der Welt räumlich getrennt, jedoch in Wahrung des
Gemeinschaftsbandes untereinander und mit dem Nachfolger Petri, authentisch in Glaubens- und Sittensachen
lehren und eine bestimmte Lehre übereinstimmend als endgültig verpflichtend vortragen, so verkündigen
sie auf unfehlbare Weise die Lehre Christi.“ (2. Vatikanisches Konzil, Lumen gentium, 25) Die Unfehlbarkeit
der Kirche ist – wie die Tradition der Kirche bestätigt – verbunden mit der gültigen Spendung der Sakramente:
Wenn es möglich wäre, dass ein Sakrament, dessen „ritus celebrandi“ der Papst anerkannt hat, ungültig
sein könnte, dessen Spendeworte nicht rechtgläubig wären und dass es die Gnade Christi nicht vermitteln
würde, dann wäre die Kirche nicht die heilige Kirche, und die Pforten der Hölle hätten sie längst
überwunden.
@Tridentinus Wie auch immer Sie es auch drehen und wenden wollen: Ohne die Gemeinschaft mit dem römischen
Papst kann man nicht katholisch sein. Wenn der Papst einen liturgischen Ritus approbiert, so ist dies –
wenn man an den wirksamen Beistand des Heiligen Geistes glaubt, der die Kirche in der Wahrheit und Heiligkeit
erhält – ein sicheres Zeichen dafür, dass jener Ritus gültig, rechtgläubig und gnadenvermittelnd ist.
Wer dies nicht anerkennt, steht nicht in voller Gemeinschaft mit dem Papst als Stellvertreter Jesu Christi
auf Erden!
@mariokin Es geht wesentlich um die Heiligkeit der Kirche. Es ist unmöglich, dass die unverlierbar heilige
Kirche durch ihre rechtmäßig von Christus eingesetzte Autorität (Papst) einen Ritus des Messopfers
approbiert, der nicht gültig, nicht rechtgläubig und nicht gnadenvermittelnd ist! – Wollte man anders
urteilen, so macht man sich zum Richter in eigener Sache, gibt den päpstlichen Primat auf und landet
schließlich konsequenterweise beim Sedisvakantismus.
Aufruf zur Kirchlichkeit Gehen wir von einem „worst case“-Szenario aus: Die Liturgiereform des römischen
Ritus sei maßgeblich von Freimaurern und „Modernisten“ beeinflusst worden, die damit ihre eigenen Ziele
durchzusetzen versuchten; sogar Papst Paul VI. habe aktiv an der „Glaubenszerstörung“ durch den „Neuen
Ritus“ mitgewirkt etc.etc. Was folgt daraus? Nicht unbedingt das, was die Vertreter sog. Traditionalisten
meinen, also nicht einfach das Recht zur Ablehnung dieses Ritus der heiligen Messe. Denn gemäß katholischem
Glaubensverständnis hat auch diesen Ritus die Kirche vorgelegt und nicht irgendeine Privatperson oder
Gruppe (Paul VI. war gültiger Papst und handelte bei der Approbation des „Novus Ordo Missae“ im Rahmen
seiner Kompetenz). Von daher muss man als gläubiger Katholik sagen: Selbst wenn Freimaurer und „Modernisten“
am „Neuen Messritus“ mitgearbeitet haben etc.etc., so ist doch jede von der Kirche approbierte Form der
Messfeier ist gültig, rechtgläubig und gnadenvermittelnd, und das nicht weniger als andere von der Kirche
anerkannte Liturgieformen!
@mariokin Die Frage der rechten Intention des zelebrierenden Priesters (nämlich das zu tun zu wollen,
was die Kirche tut, wenn sie Eucharistie feiert) wurde von mir nicht erwähnt, da sie zu den subjektiven
Bedingugen für die gültige Feier des heiligen Opfers gehört. In objektiver Hinsicht zeigt die päpstliche
Approbration eines bestimmten Ritus jedoch sehr wohl, dass alle Wesenserfordernisse vorhanden sind (was
Form und Materie betrifft), damit die gültige Feier der heiligen Messe zustandekommt. Die von Ihnen ins
Spiel gebrachte angebliche neue Definition der heiligen Messe besitzt keinen lehramtlichen Status und
hebt frühere Definitionen nicht auf. Es besteht also jedenfalls eine wesentliche Kontinuität in der
Liturgie der Messe, welche in der unblutigen Erneurung und Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers zu sehen
ist!
@Tridentinus Jede Form der hl. Messe, die von der Kirche approbiert ist, ist selbstverständlich gültig
und in keiner Weise als sündhaft anzusehen. Darum sind Zweifel an der Gültigkeit einer sog. „Novus-Ordo-Messe“
in der Volkssprache absolut unberechtigt!
Und weiter gehts … Diesmal direkt auf Wikipedia, Artikel kreuz.net de.wikipedia.org/wiki/Kreuz.net (soeben
neu angelegt). Ich hoffe, der Artikel als solcher hat eine Chance, dass er bleiben kann; Veränderungen/Verbesserungen
werden selbstverständlich erwartet
@deusexmachina Danke für die Anregungen, von denen ich jedoch nicht weiß, ob sie technisch durchführbar
sind! – Außerdem bin ich nicht zuständig für Kathpedia www.kathpedia.com/, wohl aber ein fallweiser
Mitarbeiter … Dass sich die Verantwortlichen von Kathpedia bemühen, innerhalb des katholischen Glaubens
objektiv zu sein, zeigt der Kathpedia-Artikel über „Medjugorje www.kathpedia.com/index.php?title=Medjugor…“.
Wem der Unterpunkt „Kritik“ zu kurz ist, kann diesen ja ausbauen
Eine Alternative zu Wikipedia … … ist KATHPEDIA www.kathpedia.com/. Freilich wird es vom Verein „kath.net“
verwaltet und kontrolliert, mit dem kreuz.net möglichst wenig zu tun haben will
@Dorothea Wir sind uns doch – abseits aller von Ihnen ins Spiel gebrachten Polemik – einig darüber, dass
der Widerstand der Geschwister Scholl heldenhaft und die Manipulationen des „Stürmer“ Ausdruck primitivster
und unmenschlicher Hetze sind? Hat dies aber mit meiner Kritik an der Anonymität der für kreuz.net letztverantwortlichen
Personen direkt zu tun, wie von Ihnen insinuiert? Man soll doch nicht Äpfel und Birnen vergleichen! Doch
wenn die Letztverantwortlichen für kreuz.net (ein Medium, das sich selbst als „katholisch“ verstehen
will und nicht selten Attacken auch gegen Papst [+ Johannes Paul II.] und Bischöfe und die von ihnen
verkündete „nachkonziliare“ Lehre reitet) sich nicht deklarieren, so nenne ich das schlicht und einfach
unseriös. Als zitierfähige Quelle scheidet es für mich daher im Normalfall aus!
kreuz.net ist insofern unseriös … … als es bis jetzt niemanden gibt, der dafür die öffentliche
Letztverantwortung übernimmt: siehe das anonyme Impressum. Nicht nur für Wikipedia, auch für kath.net,
stjosef.at und so manche andere Medien ist kreuz.net daher keine zitierfähige Quelle! – Mit besten Grüßen
und Segenswünschen, Dr.theol. habil. Josef Spindelböck, Webmaster von stjosef.at.
@Gotthard Tatsächlich ist die Frage des sog. Frauenpriestertums von der Kirche definitiv entschieden.
Lesen Sie das Apostolische Schreiben „Ordinatio sacerdotalis www.stjosef.at/…tio_sacerdotalis.htm“,
wo es heißt: „Obwohl die Lehre über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe sowohl von der beständigen
und umfassenden Überlieferung der Kirche bewahrt als auch vom Lehramt in den Dokumenten der jüngeren
Vergangenheit mit Beständigkeit gelehrt worden ist, hält man sie in unserer Zeit dennoch verschiedenenorts
für diskutierbar, oder man schreibt der Entscheidung der Kirche, Frauen nicht zu dieser Weihe zuzulassen,
lediglich eine disziplinäre Bedeutung zu. Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit,
die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes,
die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe
zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“
Wer katholisch sein will, wird sich daran halten!
Überrascht Als Mitherausgeber der Festschrift für Altbischof Krenn stelle ich fest, daß das Schreiben
des Heiligen Vaters Benedikt XVI. ohne Autorisierung der Herausgeber auf kreuz.net erscheint! – Dr. Josef
Spindelböck.
Dank für klare Worte Der erste Schritt zur Überwindung eines moralischen Übels, das das Verbrechen
(!) der Abtreibung nun einmal darstellt, ist es, dieses klar zu sehen und zu benennen. Herr DI Kirchmair
tut dies auf klare Weise, wobei er zugleich zwischen Sünde und Sünder unterscheidet. Mit der Sünde
kann man keinen Pakt schließen; dem Sünder – und sei es auch der größte – kann sehr wohl vergeben
werden, wenn er aufrichtig bereut und den Vorsatz hat, mit der Gnade Gottes ein besseres Leben zu beginnen!
#48 Catholicus 18:52:57 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Zur Intention einer Festschrift Dr. Pataky hat den Versuch unternommen, aufgrund der ihm durch die allgemeine
Vorstellung und Ankündigung auf hippolytus.net sowie kath.net bekannt gewordene Übersicht der Mitarbeiter
und Beiträge eine „kirchenpolitische Einordnung“ der Ende Juni erscheinenden Festschrift für Altbischof
Krenn vorzunehmen. Die Festschrift als solche liegt Dr. Pataky bis jetzt nicht vor. Klarerweise wird eine
solche kirchenpolitische Betrachtungsweise je nach Standpunkt immer gewisse Defizite des präsentierten
Werkes zutage bringen; die Natur einer Festschrift, die eine bestimmte Person (in diesem Fall Exz. Krenn)
aufgrund persönlicher, pastoraler und wissenschaftlicher Leistungen ehren will, kann nicht das leisten,
was aus zeitlich distanzierter Perspektive einmal möglich sein wird: eine historische Aufarbeitung aller
Vorgänge rund um den ehemaligen Bischof von St. Pölten!
Ganz ausgezeichneter Kommentar! Danke an DI Kirchmair für diesen hervorragenden Kommentar! Nicht nur
unsere Bischöfe, sondern alle, die wir zur katholischen Kirche gehören wollen, sind gut beraten, diese
Aussagen ernst zu nehmen und das Thema der Kinderabtreibung nicht länger zu verharmlosen oder mit zudeckendem
Schweigen zu übergehen.
Alt-68er nicht mehr auf der Höhe des Zeitgeistes Die Bewahrer haben Recht behalten www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=c&ress…
(interessanter Kommentar von Michael Fleischhacker). Gesegnete Ostern!
#27 Catholicus 22:16:42 | Dienstag, 11. April 2006
@Marcel Der Preis ist hoch zwar – der „Gewinn“ unmeßbar. Kann der „hohe Preis“ darin bestehen, dass sich
die fanatischen und unbelehrbaren Reste einer zur Einheit mit der Kirche eingeladenen, diese aber bis
jetzt verweigernden Bruderschaft ihre „eigene Kirche“ schaffen, die sie mit der „Kirche der Tradition“
und dem „ewigen Rom“ gleichsetzen, das man dann dem konkreten Rom unter dem realen Stellvertreter Christi
auf Erden entgegen stellt?
#20 Catholicus 20:39:49 | Dienstag, 11. April 2006
Kirchentrennend Wenn das der Geist der Priesterbruderschaft St. Pius X. ist, wie er sich im Interview
mit P. Lang offenbart, dann ist die Bruderschaft als solche „schismatisch“, abgesehen vom bereits erfolgten
schismatischen Akt der gegen den Willen des Papstes erfolgten Bischofsweihen durch Erzbischof Lefebvre
am 30. Juni 1988! Ein von der Kirche anerkannter bzw. in Kraft gesetzter liturgischer Ritus (wie es die
durch Paul VI. approbierte lateinische Form der Messe ist, einschließlich auch der von Rom rekognoszierten
volkssprachlichen Fassungen) kann und darf niemals als in sich schlecht, für den Glauben gefährlich
und als in seiner Gnadenwirksamkeit gegenüber dem sog. „Tridentinischen Ritus“ wesentlich reduziert angesehen
werden. Wenn das wie im konkreten Fall doch geschieht, macht eine Bruderschaft einen Ritus zum Grund einer
Kirchentrennung. Jegliche Brücken, die der Heilige Vater zu bauen versucht, werden abgelehnt. Wo wird
man da wohl enden? Nirgendwo anders als im kirchlichen Abseits, „extra Ecclesiam“.
@Evelin mulier non vult. Frau Evelin Danke für dieses Zeugnis der Gerechtigkeit und Liebe! Gottes Segen
für Sie und – trotz aller Differenzen – auch Ihren Gatten.
Nestbeschmutzer In Ermangelung jeder echten Pietät und einer kindlichen Verbundenheit mit dem verstorbenen
Stellvertreter Christi auf Erden, Johannes Paul II., können es manche, die von sich mit einer gewissen
Überheblichkeit beanspruchen, ganz und gar katholisch zu sein, es nicht unterlassen, ausgerechnet am
Gedenktag des Heimgangs von Johannes Paul II. das eigene katholische Nest zu beschmutzen, indem sie das
Andenken des hoffentlich bald seliggesprochenen Papstes verunglimpfen. RIP.
@Niedermünster Mir mißfällt der Ton, in dem Sie über den verstorbenen Heiligen Vater Johannes Paul
II. sprechen! Sind Sie der Kritiker von „Über-drüber“, dem über seine Person und Taten ein letztes
Urteil zusteht?
Inkonsequenz von kreuz.net Es ist inkonsequent, sich über diesen Film zu beschweren, zugleich aber zuzulassen,
dass der Heilige Vater auf dem Forum von kreuz.net wiederholt beschimpft wird als Häretiker etc. Siehe
die Beiträge mancher unserer „Tradis“, die jetzt das von kreuz.net ermöglichte eigene Forum betreiben
(„Tradi-Tratsch“=kreuzforum.net)!
Ein Ärgernis – wann gibt es Abhilfe? Noch schlimmer als jene Traditionalisten, die ständig die Autorität
des Papstes in Frage stellen und das 2. Vatikanum sowie den Messritus Pauls VI. ablehnen, sind die sog.
„Homo-Poster“. kreuz.net wäre gut beraten, derartige Beiträge kompromisslos zu löschen, da ein katholisches
Forum durch diese Propaganda für die Sünde der aktiv gelebten Homosexualität auf unerträgliche Weise
mißbraucht wird. So seltsam es klingt: Hier gebe ich jenen Traditionalisten Recht, die eine unbegrenzte
Freiheit der Meinungsäußerung unter Umständen für schädlich halten Das Schwesterforum kath.net praktiziert
diesen Ausschluß jedenfalls wirkungsvoller als kreuz.net.
An „Pater“ Lingen Ich bin überrascht, dass Sie noch Beiträge über das Internet absetzen können, da
sie doch – nach eigener Aussage auf Ihrer Internetseite – längst im Gefängnis sitzen „sollten“ Mögen
Sie dort zur wahren Kirche Christi zurückfinden!
kreuz.net hat schlecht recherchiert Es ist gut im Sinne der Klärung der Positionen, dass kreuz.net nun
seinen geistigen Hintergrund etwas deutlicher darlegt. Den Mut zur vollen Offenlegung ihrer Identität
haben die Betreiber von kreuz.net jedoch bisher noch nicht aufgebracht! – Mit freundlichen Grüßen Josef
Spindelböck.
kreuz.net und sein kreuzforum.net Dieser kreuz.net-Artikel, der sich wie eine Distanzierung vom besagten
Forum liest, ist in Wirklichkeit eine Werbung dafür. Wollen uns die Verantwortlichen von kreuz.net wirklich
weismachen, dass sie mit besagtem kreuz.net – Forum nichts zu tun haben? Dass es sich also nur um „entlaufene
Kinder“ aus diesem Anmerkungsbereich handle, die nun endlich ihre lefebvristische Spielwiese gefunden
hätten? Dass sie zwar das kreuz.net – Logo verwenden und kreuz.net umgekehrt brav darauf hin verlinkt,
aber im übrigen die Mutter nicht wisse, was das Kind tue? O sancta simplicitas! Wie lange wollt Ihr uns
noch ein X für ein U verkaufen?
Hugh! Evelins Gatte hat gesprochen. Sein Wort gilt und ist unfehlbar. Wehe, wer ihm künftig noch widerspricht!
Denn dieser ist ein Häretiker und vom Glauben abgefallen. So auch der jetzige Papst. Punkt. (Vorsicht:
Ironie!)
#22 Catholicus 07:21:11 | Donnerstag, 9. März 2006
Nochmals als dringende Bitte: BLASPHEMISCHE BILDER LÖSCHEN! Es ist sündhaft, derartige bildhafte Ärgernisse
ohne ausreichend schweren Grund zu verbreiten.Dieser Grund dürfte hier nicht gegeben sein, denn über
die „Schweinerei“ weiß man aus der Verbalbeschreibung auch ausreichend Bescheid. Daher nochmals: Bitte
löschen! Oder sind die anonymen Verantwortlichen von kreuz.net wirklich so uneinsichtig?
@Evelin Wie aus dem nun von kreuz.net veröffentlichten Interview mit Mutter Teresa www.kreuz.net/article.2832.html
hervorgeht, war ihr sehr wohl an der echten Bekehrung der Menschen zu Christus gelegen. Der Wunsch nach
der Taufe muss bei erwachsenen Personen aber diesen selber kommen und kann ihnen weder eingeredet noch
aufgedrängt werden! Sonst gibt es bloß „Scheinbekehrungen“.
@Catharina Besagtes Zitat verstehe ich so, dass Mutter Teresa nicht einfach einen rein äußeren Konfessionswechsel
anzielte, sondern die innere Verwandlung des Menschen zum Besseren. Diese kann nur geschehen durch die
Gnade Jesu Christi. Von daher ist es nicht vorstellbar, dass Mutter Teresa jemanden „definitiv“ als Hindu
sehen wollte; sie war sicher eine gute Mitarbeiterin der göttlichen Vorsehung und tat alles, um den ihr
Anvertrauten den Weg der göttlichen Liebe zu weisen!
@Gotthard Es ist mir nicht bekannt, dass wir miteinander „Bruderschaft“ getrunken hätten oder dass ich
„Dich“ als Interpret für meine Aussagen angestellt hätte …
@Evelins Gatte An der objektiven Heiligkeit des Anderl v. Rinn, die von der Kirche (!) festgestellt wurde,
ist für gläubige Katholiken nicht zu zweifeln. Können Sie den zweiten Satz ebenso unterschreiben wie
den ersten? Ja, tatsächlich unterschreibe ich diesen Satz: Wenn die Kirche die objektive Heiligkeit einer
Person feststellt, dann gilt dies auch wirklich, unbeschadet des historischen Hintergrundes. Im konkreten
Fall gehe ich davon aus, dass es den sog. Ritualmord durch Juden am Anderl nicht gegeben hat. Denn die
„Ritualmordlegende“ diente vielfach als Begründung des mit dem Christentum nicht zu vereinbarenden Antisemitismus,
und gerade auf dem Hintergrund der Schoah steht es uns gut an, auf derartige, historisch nicht haltbare
Behauptungen zu verzichten. – Aber hier reden wir nicht vom seligen Anderl, sondern von der seligen Mutter
Teresa!
@Dorothea Den Synkretismus-Vorwurf gegenüber Mutter Teresa vermag ich nicht nachzuvollziehen. Ja, es
ist klar, dass sich manche missionarisch ausgerichtete Katholiken ein direkteres, expliziteres „Werben“
für den christlichen Glauben erwarten würden. Andererseits gilt es zu bedenken, dass Mutter Teresa gerade
durch ihr Wirken der christlichen Nächstenliebe viele Menschen zu Jesus Christus bekehrte, weil ihnen
die Liebe Gottes nicht nur gesagt, sondern erfahrbar gemacht wurde. Und können Eltern bei ihren Kleinkindern
gleich mit der Katechese beginnen? Wichtig ist hier die Atmosphäre der Liebe und des Gebets der Eltern.
Dann kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo das Kind eine Ahnung von Gott und vom Gebet erhält und wo man
ihm dann auch etwas in Worten sagen kann. So ähnlich stelle ich es mir auch bei Mutter Teresa und ihren
Schwestern gegenüber den Ärmsten der Armen vor. Solange nicht die erfahrbare Liebe Christi ins Herz
dieser Menschen gedrungen war, konnte ihnen einfach noch nicht gepredigt werden. Gott ist geduldig; sind
wir es auch immer? Mutter Teresa hat Christus nicht verleugnet, sondern ihn durch die Tat der Liebe entschiedener
bekannt als viele andere, die zwar seine Worte im Mund führen, ihn aber durch ihr Handeln verleugnen
und so mitschuldig werden am Unglauben anderer.
Zusammenfassendes der Diskussion Als Fazit der Diskussionen bleibt: An der objektiven Heiligkeit von Mutter
Teresa, die von der Kirche (!) festgestellt wurde, ist für gläubige Katholiken nicht zu zweifeln. Dass
bei jedem Heiligen verschiedene Akzente besonders hervortreten und anderes zurücktritt oder weniger klar
konturiert ist (wie dies Catarina aufgezeigt hat), sei unbestritten. Mutter Teresa hat durch ihre in der
Anbetung Gottes verankerte gelebte Nächstenliebe viele Menschen zu Jesus Christus geführt und tut dies
auch weiterhin vom Himmel aus! Beata Teresa de Calcutta, ora pro nobis!
Zu fragen ist … … unter anderem, ob es sich bei der nur halb sichtbaren Statue wirklich um eine Buddhastatue
handelt, wie kreuz.net und die verlinkte englische Quelle behaupten. Es ist definitiv auszuschließen,
dass Mutter Teresa den Götzen Buddha angebetet hätte. Alle Umstände sind höchst aufklärungsbedürftig! –
Der Vorfall als solcher, dass man hier eine Selige „anpatzt“, diskreditiert das anonyme Unternehmen kreuz.net
in beachtlichem Ausmaß!
#11 Catholicus 22:44:12 | Donnerstag, 23. Februar 2006
@Malachias Sie sind offenbar ein Freund unbewiesener und unbeweisbarer Spekulationen! Im Hinblick auf
den Tod von Johannes Paul I. ist ja von verschiedenster Seite schon Gegensätzlichstes gemutmaßt worden;
neue, gewagte Theorien – wie von Ihnen vertreten – runden das Bild ab, dass man aufgrund seines schnellen
und unerwarteten Todes und der mißglückten vatikanischen Informationspolitik unmittelbar danach und
auch viel später noch hilflos oder auch gezielt nach Indizien suchte, die einen natürlichen Tod des
Papstes widerlegen sollten. Dass Sie, lieber Malachias, nun aber das Attentat auf Johannes Paul II. als
bloß „gespielte Theater-Szene“ ansehen, ist eine Auffassung, bei der Ihnen wohl nur wenige beipflichten
werden
#10 Catholicus 22:44:03 | Mittwoch, 22. Februar 2006
@Yersinia wobei mir noch niemand den Unterschied in der Intention erklären konnte, der zwischen der Benützung
eines Verhütungsmittels und der Beachtung des weiblichen Zyklus liegen soll Wer verhütet, sagt zumindest
für eine bestimmte Zeit Nein zur weiblichen Fruchtbarkeit als solcher, indem der Körper der Frau entsprechend
„präpariert“ wird; wer den natürlichen Zyklus beachtet, respektiert die Gesetze des Schöpfers, die
er dem Menschen eingestiftet hat. Nur im letzten Fall ist die grundsätzliche „Offenheit für das Kind“
gegeben, wie sie für den ehelichen Akt der Intention nach nötig ist, um Ausdruck gegenseitiger personaler
Ganzhingabe in Liebe sein zu können.
#94 Catholicus 21:05:02 | Sonntag, 19. Februar 2006
Stellungnahme der Piusbruderschaft Ich finde die Stellungnahme der Piusbruderschaft zur drohenden Schließung
der Schule www.fsspx.info/news/index.php?next=114019383… richtig und ausgewogen. Besonders wichtig scheint
mir diese Feststellung – allen Apologeten der körperlichen Züchtigung gegenüber, die hier auf unerleuchtete
Weise meinten, die Gewaltanwendung gegenüber Kindern verteidigen zu müssen: Ohrfeigen sind gesetzlich
verboten und widersprechen diametral der Pädagogik des heiligen Don Bosco, die dem Schulkonzept zugrunde
liegt.
#72 Catholicus 09:43:47 | Samstag, 18. Februar 2006
Gerechtigkeit für Kinder Manche Reaktionen von Personen, die der „Piusbruderschaft“ nahestehen, zeigen
eine ungewöhnliche Parteilichkeit, wonach man sich fast unreflektiert in der bloßen Opferrolle sieht.
Ich lehne die Anwendung körperlicher Gewalt (zur „Züchtigung“) sowohl in der Schule als auch in der
Familie ab (wobei ich es schon verstehen kann, dass einer gestreßten Mutter einmal die Hand ausrutscht,
aber das rechtfertigt diese Handlung dennoch nicht; siehe Don Bosco, der Schläge abgelehnt hat). Auch
Piusbruderschafts-Anhänger haben als Eltern ein Recht auf die freie Wahl der Schule und der Erziehung
ihrer Kinder, jedoch in Achtung der Würde und Rechte des Kindes, die diesem vom Schöpfer gegeben ist.
#9 Catholicus 17:57:30 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@Christin Die Hauptsünden werden von Ihnen keineswegs richtig beschrieben: Es handelt sich in Wirklichkeit
um tiefverwurzelte negative Haltungen, welche jeweils auf ihre Weise die Ablehnung der Liebe zu Gott und
zu den Menschen zum Ausdruck bringen, ob es sich nun um Stolz, Habsucht, Neid, Zorn, Unkeuschheit, Unmäßigkeit
oder die geistliche Trägheit handelt. Als Wurzelsünden oder Stammsünden bezeichnen sie Grundverfehlungen,
die das Verhältnis zu Gott oder zu den Menschen in der Wurzel stören.
#9 Catholicus 14:38:23 | Donnerstag, 16. Februar 2006
@Justus Unbeschadet der persönlichen Rechte der Betroffenen, die auch von einem Bischof zu achten sind,
halte ich Vergleiche zwischen den von Bischof Küng vorgeschlagenen Maßnahmen mit Aktionen, die an die
NS-Zeit erinnern, für absolut fehl am Platz!
#17 Catholicus 21:40:30 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Aufklärung für Marcel Lieber Marcel, da es Ihnen offenbar Probleme bereitet, will ich gerne aufklären,
was es mit dem Rückzug aus diesem Forum und mit meinem Wiedereinstieg zu tun hat. Am 19.09.2005 nahm
ich mit folgender Begründung Abschied von diesem Forum: „Die Anonymität von kreuz.net und dessen Forum
wird zunehmend dazu mißbraucht, gegen die Kirche und ihre Hirten sowie gegen ihre Lehre zu polemisieren!“
Am 25.10.2005 wurde ich durch einen redaktionellen Beitrag von kreuz.net www.kreuz.net/article.2099.html,
der meine kritische Stellungnahme auf kath.net zum Experiment der Wiener „Jugendkirche“ als zu wenig kritisch
und couragiert beschrieb, veranlaßt, klärende Hinweise zu geben und meinen, von kreuz.net trotz mehrmaliger
Aufforderung nicht stillgelegten Account „Catholicus“ wieder zu benutzen. Da damit der „Bann“ meiner Abstinenz
von kreuz.net „gebrochen“ war , sah ich in der Folge fallweise wieder die Möglichkeit, mich hier einzubringen.
Ich werde dies in der Zukunft auch weiterhin nach persönlichem Ermessen in Anspruch nehmen, und zwar
unbeschadet dessen dass ich dem Projekt kreuz.net als solchen weiterhin wegen der Anonymität der Verantwortlichen
und der in verschiedener Form artikulierten Kirchenkritik in distanzierter Weise gegenüber stehe!
#11 Catholicus 17:09:53 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@Marcel Ihre Reaktion mit Ihrem eigenartigen Exkurs, in dem Sie mich anweisen wollen, wann, wo und wie
ich Stellung nehmen soll, zeigt nur, dass ich ins Schwarze getroffen habe Gottes Segen!
#7 Catholicus 16:31:41 | Mittwoch, 15. Februar 2006
@Marcel Genau dies ist die Schwachstelle des sog. Traditionalismus, dass mitunter menschliche Traditionen
als göttliche ausgegeben werden. So werden dann vermeintliche „Traditionsbrüche“ als Abfall vom Glauben
interpretiert, wobei es sich in Wirklichkeit um Änderungen disziplinärer Natur handelt, die in Wirklichkeit
in der Geschichte der Kirche immer wieder vorgenommen worden sind und von der kirchlichen Autorität tatsächlich
angeordnet oder zugelassen werden können. Natürlich kann man dann über die Angemessenheit dieser Änderungen
und ihre Sinnhaftigkeit diskutieren; wer der kirchlichen Autorität diese Vollmacht zur Änderung derartiger
(rein menschlicher) Traditioinen aber grundsätzlich abspricht bzw. dahinter sogar einen Bruch mit der
göttlichen Tradition sieht, wo es doch nur um einen anderen Modus der Bestellung z.B. des Vorsitzenden
der italienischen Bischofskonferenz geht, der verwechselt die Ebenen und hat nicht begriffen, welche heilige
und apostolische Tradition die Kirche wirklich zu hüten und hat und auch hütet!
#56 Catholicus 21:10:27 | Dienstag, 14. Februar 2006
@Gatte der Evelin Für mich ist es ein Phänomen, dass Sie entgegen all dem, was die Kirche selbst festhält
(Papst, Bischöfe), das 2. Vatikanische Konzil nicht als Konzil anerkennen und dieser feierlichen Kirchenversammlung
obendrein noch Häresie unterstellen! Wie denkt eigentlich Ihre Gattin darüber? Oder darf Evelin unter
ihrem Namen gar nicht mehr schreiben, weil der Gatte ständig vor dem Computer sitzt?
Link zum ORF-Bericht Hier der direkte Link zum ORF-Bericht your.orf.at/…play…offset=00:17:55! Vielleicht
kann ihn jemand im Wortlaut transskribieren und zur Verfügung stellen? Wichtig ist der O-Ton von Pfr.
Faber!
ORF-Beitrag Im ORF Wien hat Pfr. Faber ausdrücklich erklärt, dass auch homosexuelle Paare in den Stephansdom
zu dieser Feier für Liebende eingeladen sind; gesegnet würden diese aber nur als einzelne … Ein Mißbrauch
der bischöflichen Leitlinien und ein Verstoß gegen die Lehre der Kirche – entgegen allen Beteuerungen!
@DemonDeLuxe Übrigens: Freimaurerei und Christentum widersprechen sich überhaupt nicht. Oh doch! Denn
die Grundannahme der Freimaurerei ist der Relativismus. Der christliche Glaube lehrt jedoch, dass es nur
in Jesus Christus das Heil gibt – in keinem anderen!
@Malachias Derartige Behauptungen sind völlig unhaltbar! Offenbar brauchen die Vertreter des Sedisvakantismus
derartige abstruse Theorien, um ihren Standpunkt begründen zu können. Alles angeführten Päpste standen
treu im katholischen Glauben und gehörten selbstverständlich nicht irgendeiner glaubensfeindlichen Vereinigung
an!
@MK28 Natürlich ist die neue Messe in sich schlecht, weil sie kein vollgültiger Ausdruck der kath. Theologie
ist. Die sog. „Neue Messe“ wurde vom Papst approbiert und ist darum sowohl als rechtgläubig als auch
als gültig anzusehen. Die Kirche kann und wird keine Liturgie anerkennen oder approbieren, die „in sich
schlecht“ ist. Dies würde der Heiligkeit der Kirche widersprechen. Eben darum muss im Fall einer Einigung
der FSSPX mit der Kirche die Polemik gegen den „Novus Ordo“ auf ein Maß reduziert werden, das jedenfalls
seine Gültigkeit und Rechtgläubigkeit anerkennt, ihn daher nicht als „intrinsece malum“ kategorisch
ablehnt!
Falsche Maßstäbe Man könnte fast meinen, die „Lefebvrianer“ seien davon überzeugt, „quod Ecclesia
Catholica subsistit in communitate Lefebvriana“! Wo aber bleibt die notwendige Einheit mit Petrus?
#50 Catholicus 09:39:09 | Freitag, 3. Februar 2006
@Vir oblationis Es ist richtig, dass es in der „Summa contra Gentiles“ des heiligen Thomas von Aquin vor
allem um die philosophischen Voraussetzungen des Glaubens geht (siehe die Darlegung der natürlichen Erkennbarkeit
der Existenz Gottes und seiner Wesenseigenschaften im Liber I des Werkes), d.h. um das, was man heute
in der Fundamentaltheologie bzw. Apologetik als „demonstratio religiosa“ behandelt (dieser folgt, auch
bei Thomas, der Sache nach die „demonstratio christiana“ und die „demonstratio catholica“). Gerade im
Bereich der natürlichen Erkenntnis Gottes ergeben sich viele Anknüpfungspunkte auch mit jenen, die die
Offenbarung Christi nicht kennen oder sie ablehnen. Es wäre falsch, dieses Gemeinsame zu leugnen. Der
heilige Thomas spürt vielmehr alles als wahr Erkannte auf und bemüht sich, seine Dialogpartner auf einen
Weg zu führen, der sie mit der Gnade Gottes befähigen soll, die Fülle der Offenbarung in Jesus Christus
anzunehmen!
#30 Catholicus 10:55:40 | Donnerstag, 2. Februar 2006
@Evelins Gatte Das heißt, Christus steht nach Auffassung von Catholicus im Irrtum, wenn er im Johannesevangelium
meint: „Wer den Sohn nicht hat, hat auch den Vater nicht“. Catholicus deutet das – unzulässig – um in:
„Wer den Sohn nicht hat, hat doch den Vater“ Absurd, einfach sinnlos papalistisch, verblendet! Die Kirche
hat stets zwischen Menschen unterschieden, die die Wahrheit Christi klar erkennen und dennoch nicht glauben
oder in ihrer falschen Religion verharren, und denen, die aus unüberwindlichem Irrtum in einer falschen
Religion leben. Wenn die letzgenannten aufgrichtig die Wahrheit suchen und sich mit Hilfe der Gnade Gottes
um ein rechtes Leben bemühen, dann sind sie in einer unvollkommenen, aber doch wirklichen Weise mit Gott
verbunden und können – durch Christus, den sie noch nicht kennen – das Heil erlangen. Dass Muslime einen
Begriff Gottes haben und auch Wahres an ihm erkennen, ist nicht zu leugnen – auch wenn sie Gott nur unvollkommenen
und mit Irrtum vermischt erkennen.
#23 Catholicus 21:07:04 | Mittwoch, 1. Februar 2006
Nostra aetate Man kann der Erklärung „Nostra aetate“ vorwerfen, sie zeige nur die eine Seite der Medaille
auf, d.h. sie stelle die nichtchristlichen Religionen zu positiv dar. Doch auch hier sollte man sich zurückhalten
mit einem solchen „Vorwurf“, der uns gegenüber einer Äußerung des höchsten Lehramtes der Kirche (Papst
und Konzil) nicht zusteht und der die Intention dieses Dokumentes verkennt: den respektvollen Dialog mit
den Andersdenkenden und Andersgläubigen zu suchen, um sie auf diesem Weg für die Wahrheit des Evangeliums
vorzubereiten! Häresie ist sicher keine in „Nostra aetate“ enthalten. Auch der von manchen kritisierte
Satz, dass die Muslime mit uns den einen Gott anbeten, läßt sich der Wahrheit gemäß in Übereinstimmung
mit dem katholischen Glauben interpretieren: Es gibt ja nur einen einzigen wahren Gott, den Dreifaltigen;
von diesem wahren Gott, an den wir glauben dürfen, erkennen die Muslime zwar seine Existenz und Einzigkeit,
aber nicht das Geheimnis seiner Dreifaltigkeit. Wahrheit und Irrtum sind im islamischen Gottesbegriff
also vermischt. Die Aussage, in anderen Religionen finde sich neben dem Irrtum dennoch Wahres und Heiliges,
ist gut katholisch: Genau so hat auch Thomas von Aquin argumentiert (siehe „Summa contra Gentiles“). Das
dort vorfindliche Wahre und Heilige ist der Anknüpfungspunkt für den missionarischen Dialog. An den
Irrtum als solchen kann ich nicht anknüpfen; darum auch die Aussagen von „Nostra aetate“ in der gegebenen
Form!
#60 Catholicus 13:57:31 | Dienstag, 31. Januar 2006
@Kannibalismus-Vorwurf Der Kannibalismus-Vorwurf gegen die heilige Eucharistie ist unbegründet und resultiert
aus einem Mißverständnis. Der katholische Christ glaubt, dass nach der Wandlung unter der Gestalt des
Brotes und Weines der Leib und das Blut Christi, d.h. Christus als wahrer Gott und Mensch wirklich und
wahrhaft gegenwärtig ist. Sein Fleisch ist insofern eine wahre Speise und sein Blut ist wirklich ein
Trank (vgl. Joh 6,55), als wir uns durch den Verzehr der heiligen Gestalten (!) mit Jesus Christus auf
geheimnisvolle Weise verbinden. D.h. aber: Wir „essen“ Jesus Christus nicht „auf“ bzw. fügen seiner Gottheit
und auch seiner Menschheit durch das Essen der Gestalten von Brot und Wein keinerlei Schaden zu. Es ist
keineswegs ein Kannibalismus, worum es hier geht, sondern durch die wahre Speise unter der Gestalt des
Brotes und den wahren Trank unter der Gestalt des Weines werden wir in Liebe mit dem ganzen Christus vereint,
der sich uns schenkt und sich mit uns verbindet. Ist das nicht ein erhabenes und großes Geheimnis des
Glaubens – ein Geheimnis, das wert ist, angenommen zu werden, und um dessen willen man katholisch werden
müßte, wenn man es nicht längst schon ist?!
#8 Catholicus 11:48:54 | Dienstag, 31. Januar 2006
@Clemens Schisma oder Nicht-Schisma, das ist hier die Frage! Vom rechtlichen Standpunkt waren die ausdrücklich
gegen den Willen des Papstes gesetzten unerlaubten Bischofsweihen durch EB Lefebvre ein schismatischer
Akt, der als solcher nicht gerechtfertigt werden kann, wie das päpstliche Schreiben „Ecclesia Dei www.vatican.va/…ecclesia-dei_ge.html“
feststellt. Außerdem gibt es – zumindest in Teilen der „Piusbruderschaft“ – meiner Einschätzung nach
auch das, was man als „formale Zustimmung zu einem Schisma“ bezeichnen kann. Nur die Rückkehr zur vollen
Einheit mit dem Papst kann der „Piusbruderschaft“ die ersehnte „Heilung in der Wurzel“ bringen!
#4 Catholicus 10:41:00 | Dienstag, 31. Januar 2006
@MK28 Die Petrusbruderschaft gibt Zeugnis für eine doppelte Treue: erstens und in allem gegenüber der
Kirche, mit deren hierarchischer Leitung sie verbunden ist; zweitens für das Anliegen der Liturgie in
der traditionellen Form, immer aber in Einheit mit der Kirche. Die Treue zur Kirche wird höher gestellt
als die Treue gegenüber einer bestimmten Person (Lefebvre). Sofern man das als „Verrat“ bezeichnet, sollte
man fragen, wem zu dienen ist: Gott und seiner Kirche oder einem bloßen Menschen?
#56 Catholicus 13:03:40 | Samstag, 28. Januar 2006
@Evelins Gatte „Gestalt“ im Sinn des Sakraments ist tatsächlich nicht nur das äußerlich Sichtbare,
nicht nur das, was den Augen als „Gestalt“ erscheint, sondern alles, was „Akzidens“ ist, d.h. was zur
„Substanz“ im metaphysischen Sinn dazukommt. Die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Brotes bleiben
ja nach der Wandlung erhalten, obwohl dadurch die Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi
verwandelt wird (daher das Wort „Trans-Substantiation“). Mir scheint, wir können als Menschen tatsächlich
nur von daher argumentieren: Wie weit bin ich als Priester, als Gläubiger verantwortlich für den Umgang
mit den heiligen Gestalten und für evtl. anfallenden Partikel? Was die Frage der Mund- und Handkommunion
betrifft, so wissen wir beide, welche Form aus dem Grund, das Wegfallen von Partikeln zu vermeiden, vorzuziehen
ist. Insofern die Kirche jedoch die Handkommunion erlaubt hat (unter einschränkenden Bedingungen), nimmt
die Kirche dem Priester bzw. dem Gläubigen eine gewisse Verantwortung für jene Partikel ab, die ohne
seine Schuld kraft der Natur der Handkommunion verloren gehen können. Ich beauftrage meinen Schutzengel,
hier den stellvertretenden Dienst der Anbetung zu leisten, wo ich als Priester nicht verhindern kann,
dass vonseiten eines Gläubigen Partikel eventuell zu Boden fallen!
#51 Catholicus 09:11:16 | Samstag, 28. Januar 2006
@DemonDeLuxe Mir ist schon klar, lieber „D.“, dass Sie da nicht mehr mitkönnen: Meine Argumentation richtete
sich prinzipiell an jene, die das katholische Glaubensverständnis von der Eucharistie teilen. Es geht
hier um die Objektivität der eucharistischen Gegenwart Christi. „Jede theologische Erklärung, die sich
um das Verständnis dieses Geheimnisses bemüht, muß, um mit unserem Glauben übereinstimmen zu können,
daran festhalten, daß Brot und Wein der Substanz nach, in der objektiven von unserem Denken unabhängigen
Wirklichkeit, nach der Konsekration zu bestehen aufgehört haben, so daß nunmehr der anbetungswürdige
Leib und das anbetungswürdige Blut unseres Herrn vor uns gegenwärtig sind – unter den sakramentalen
Gestalten von Brot und Wein. So hat es der Herr gewollt, um sich uns zur Speise zu geben und uns einzugliedern
in die Einheit Seines mystischen Leibes.“ – Paul VI., Credo des Gottesvolkes www.padre.at/credo.htm, Nr.
32.
#49 Catholicus 08:46:07 | Samstag, 28. Januar 2006
Hostienpartikel Metaphysisch ist Jesus Christus unter der Gestalt eines jeden Hostienpartikels so lange
gegenwärtig, als die Gestalt des Brotes andauert. Der Begriff „Gestalt“ darf hier nicht bloß als sinnlich
wahrnehmbare Kategorie aufgefaßt werden, sodass man nicht sagen kann: Ab dem Zeitpunkt, wo ich nichts
mehr „sehe“, ist Christus nicht mehr gegenwärtig … Dies würde zum Subjektivismus führen. Aber Christus
ist hier objektiv gegenwärtig, unabhängig vom Glauben des Menschen! Daher wird wohl gelten: Auch wenn
wir Menschen die Gestalt des Brotes nicht mehr wahrnehmen können, beten die Engel Christus an unter der
Gestalt des Brotes, solange bis sich diese nicht mehr vorfindet. Zum Skrupulanten im Umgang mit den heiligen
Gestalten braucht indes weder der Priester noch der Gläubige zu werden: Von uns ist nur das Menschenmögliche
und Vernünftige verlangt; Partikel, die wir bei gewöhnlicher Beobachtung nicht mehr wahrnehmen, sind
unserer Verantwortung entzogen.
#51 Catholicus 07:32:18 | Samstag, 28. Januar 2006
@Clemens Leider wurde die Bezeichnung „der Schlechte“ von Evelins Gatten bis zuletzt für Papst Paul VI.
mehrmals erwähnt. Wie ich sehe hat kreuz.net dies jetzt redaktionell in Paul VI. umgeändert. Danke!
#26 Catholicus 22:38:07 | Freitag, 27. Januar 2006
@Krauts Literaturhinweise Frank Hills sieht die Form der Messfeier, welche Papst Paul VI. in Kraft gesetzt
hat, als Zeichen der Endzeit und als Wegbereitung für den Antichristen an! Da vertraue ich doch lieber
der Kirche und ihren Hirten als einem so zweifelhaften Autor.
#23 Catholicus 21:50:50 | Freitag, 27. Januar 2006
@Kraut Kein Papst war jemals Freimaurer! Bitte nicht leichtgläubig alles annehmen, was sich so in der
„Verschwörungsliteratur“ findet. Zur Weihe der Welt an die Gottesmutter Maria: Pius XII. hat diese vorgenommen,
die nachfolgenden Päpste haben diese erneuert, Johannes Paul II. in bisher unübertroffener Weise – und
der Himmel hat diese Weihen angenommen. Natürlich könnte man sagen, vieles hätte noch besser, noch
vollkommener sein können. Aber wo ist dies nicht der Fall? Gottes Segen!
#46 Catholicus 21:32:05 | Freitag, 27. Januar 2006
@Gatte der Evelin Können Sie die Titulierung von Papst Paul VI. als „Paul den Schlechten“ bitte ab sofort
unterlassen? Ich setze doch voraus, dass Ihnen erstens an Sachlichkeit und zweitens an einem guten Gesprächsklima
gelegen ist!
#18 Catholicus 20:45:28 | Freitag, 27. Januar 2006
@Evelins Gatte Paul VI. war nicht „der Schlechten“, als den Sie ihn immer wieder titulieren. Es gilt vielmehr
die vielen guten Seiten dieses Papstes und seiner Lehr- und Hirtentätigkeit in der Kirche anzuerkennen.
Er war der Papst, der die Unversehrtheit des katholischen Glaubens in der Lehre gegenüber den Häresien
der Zeit bewahrt hat (siehe „Credo des Gottesvolkes“, siehe seine Approbation der Dokumente des 2. Vatikanischen
Konzils und deren Interpretation im ganz und gar katholischen Sinn). Zugleich mußte er dem Druck von
allen Seiten standhalten (siehe Modernismus in Holland, etc.), war vielleicht manchmal überfordert, hat
aber gerade in dieser Situation der Not und der scheinbaren Ausweglosigkeit das Vertrauen auf Christus
als den Herrn der Kirche stets bewahrt und ein großartiges Zeugnis eines seeleneifrigen Papstes gegeben.
Gebe Gott, dass er bald selig gesprochen wird!
#4 Catholicus 11:34:30 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@Gatte der Evelin Es ist eine Sache, über die theologische Haltbarkeit des Limbus zu diskutieren (der
nie kirchliche Lehre war, sondern bloß eine von vielen vertretene „probable“ theologische Aufassung),
und eine andere, der Kirche zu unterstellen, sie würde mit der sittlichen Zulässigkeit der Abtreibung
spekulieren, falls es keinen Limbus gibt. Entsprechend jener (verkehrten) Logik müßte man dann auch
fragen, warum es denn weiterhin verboten sein sollte, getaufte Kinder gleich danach zu töten (da diese
ja unfehlbar in den Himmel kommen); dies wäre ja vielleicht sogar eine Pflicht … Wie absurd! Dahinter
steht ein konsequentialistisches Denken, das keine in sich schlechten Handlungen mehr anerkennt und eine
Handlung allein aufgrund des (erwarteten positiven) Ergebnisses als sittlich zulässig ansieht. Mord,
d.h. die bewußte und willentliche Tötung Unschuldiger, bleibt jedenfalls ein Verbrechen, ob es nun den
Limbus gibt oder nicht, ob man ihn für theologisch zwingend, für theologisch vertretbar oder für theologisch
unhaltbar ansieht!
#14 Catholicus 10:32:28 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Weitere Hinweise @Benedikt78 Die kirchliche Lehrerlaubnis würde Hans Küng nicht wegen der Konzeption
eines (durchaus mangelhaften und teilweise irrigen) „Weltethos“ entzogen, sondern wegen seiner ausdrücklichen
Leugnung der päpstlichen Unfehlbarkeit. @Evelins Gatte Weil Benedikt XVI. ein guter Missionar und Katechet
ist, setzt er beim Zentralen der christlichen Glaubensbotschaft an. Nur wenn wir wirklich begreifen, dass
„Gott die Liebe ist“ (1 Joh 4,8.16), können wir auch die übrigen Wahrheiten des Glaubens annehmen und
durch Wort und Zeugnis verkünden.
#21 Catholicus 09:58:22 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@DemonDeLuxe Der Entschluss zum jungfräulichen bzw. zölibatären Leben geschieht aus übernatürlichen
Motiven, „um des Himmelreiches willen“. Dabei verzichtet die betreffende Person nicht deshalb auf den
Vollzug sexueller Liebe, weil die Ehe als solche etwas Schlechtes wäre oder weil der Leib oder die Sexualität
wären. Leib, Sexualität und Ehe sind vielmehr gottgewollt und partizipieren an der Gutheit der Schöpfung
insgesamt. Wenn sich zölibatär lebende Menschen (wie hier der Papst) zum Thema von Ehe und Sexualität
äußern, so tun sie dies aus der „Kernkompetenz“ der Kirche heraus, die sowohl die Würde der Person
wie auch die der ehelichen Liebe bekräftigt und in ein neues Licht stellt. Auch Jesus Christus nahm –
obwohl unverheiratet – zur ehelichen Liebe wiederholt Stellung und bekräftigte: „Was Gott verbunden hat,
das darf der Mensch nicht trennen.“ Nichts spricht dagegen, dass diejenigen, die in seiner Nachfolge zu
den Menschen gesandt sind, dies ebenfalls tun!
#1 Catholicus 09:49:43 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Unhaltbare Verdächtigungen Was soll die reißerische Überschrift, die in der Frage formuliert ist, ob
denn „der Vatikan“ die Kinderabtreibung als Glücksfall betrachte? Derartige Unterstellungen und Spekulationen
sind völlig gegenstandslos und bringen die Glaubwürdigkeit jener ins Zwielicht, die sie erheben.
#18 Catholicus 09:36:52 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@DemonDeLuxe Gut, dass Sie nun mit Ihrer Kritik konkret auf einen Satz der Enzyklika Bezug nehmen, den
Sie nicht akzeptieren! Es geht, wie der Kontext (Nr. 5) zeigt, um die Kritik an einem hedonistischen Verständnis
der Sexualität, bei dem die Person zu einem Objekt des Genusses und der Befriedigung entwürdigt wird.
Wenn der Papst gegenüber dem materialistischen Fehlverständnis der Sexualität seinen Einspruch anmeldet,
dann tut er dies gerade um die Würde des ehelichen sexuellen Aktes hervorzuheben, der in personaler Liebe
vollzogen werden soll!
#15 Catholicus 08:32:47 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@DemonDeLuxe Wenn Sie schon meinen, dass Ihre unmittelbare Kompetenz in Sachen ehelicher und sexueller
Liebe den Papst „widerlegen“ könne: Zeigen Sie doch konkret auf, worin er (angeblich) nicht recht hat
und warum!
#12 Catholicus 07:30:45 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Mittelbare und unmittelbare Erfahrung im Hinblick auf Ehe und Sexualität „Manchmal hört man, dass sich
nur jene, die selber ein eheliches Leben führen, zum Thema der Ehe äußern könnten, und nur die, die
sie erfahren hätten, könnten sich zur Liebe von Mann und Frau zu Wort melden. In dieser Sichtweise müssen
alle Aussagen über derartige Angelegenheiten auf persönlicher Erfahrung gegründet sein, sodass Priester
und andere Personen, die ein zölibatäres Leben führen, zu Fragen der Liebe und der Ehe nichts zu sagen
haben können. Dennoch sprechen und schreiben sie oft über derartige Dinge. Das Fehlen einer persönlichen
Erfahrung ist für sie kein Hindernis, denn sie besitzen einen großen Anteil an Erfahrung aus zweiter
Hand, welche sich aus ihrer pastoralen Arbeit ableitet. In ihrer pastoralen Arbeit begegnen sie nämlich
diesen bestimmten Problemen so oft und in einer solchen Vielfalt von Umständen und Situationen, dass
dadurch ein unterscheidbarer Typus von Erfahrung geschaffen wird, welcher gewiss weniger unmittelbar ist
und natürlich ‘fremd’, aber zur selben Zeit sehr viel umfassender. Eben diese reiche Fülle an Tatsachenmaterial
über das Thema regt die allgemeine Reflexion darüber an und ebenso das Bemühen, all das, was bekannt
ist, in eine Zusammenschau zu bringen.“ (Karol Wojtyla, Liebe und Verantwortung, Vorwort zur Erstausgabe
Lublin 1960) Diese Feststellung kann auch helfen, die vorliegende Enzyklika besser zu verstehen und zu
würdigen!
#7 Catholicus 22:45:32 | Mittwoch, 25. Januar 2006
@Dorothea Danken wir Gott und dem Heiligen Vater für diese großartige Enzyklika, die beim Wesentlichen
des christlichen Glaubens ansetzt und dieses vertieft darstellt und vermittelt! Zu Ihren Fragen: – Der
Eros wird in der Enzyklika als sinnliche Grundkraft aufgefaßt, die vergeistigt werden muss. Insofern
darf der eheliche Geschlechtsakt als Ausdruck der Liebe eben nicht bloß „animalisch“ sein, sondern er
soll auf humane Weise vollzogen werden, d.h. er muss von Erkenntnis und Wollen getragen sein und darf
nicht zum bloß triebhaften Ereignis verkümmern. Nur das entspricht der Würde des Menschen und seiner
göttlichen Berufung. – Insofern Gott „die Liebe“ ist, kann man wohl sagen, dass in der heiligen Eucharistie
Gott „als Liebe“ gegenwärtig ist, da er sich uns hier auf besondere Weise schenkt.
#4 Catholicus 14:26:46 | Dienstag, 24. Januar 2006
Respektlosigkeit Die ständige Bezeichnung einer möglichen Selig- oder Heiligsprechung Papst Johannes
Pauls II. als „Eiligsprechung“ empfinde ich als Respektlosigkeit gegenüber dem Menschen Karol Wojtyla,
den wir mit gläubigem Vertrauen in Gottes himmlischen Vaterhaus annehmen dürfen, aber auch gegenüber
jenen kirchlichen Personen und Organen, die mit der Prüfung des Lebens und Wirkens einer Person vor einer
möglichen Selig- oder Heiligsprechung betraut sind, letztlich auch gegenüber dem jeweiligen Papst, der
eine solche bestätigt bzw. durchführt.
@DemonDeLuxe Jener Mann läßt sich genau so leicht oder schwer widerlegen, wie man einen selbsternannten
„Dämon de Luxe“ widerlegt! Austreiben kann man Dämonen indes nur durch Gebet und Fasten …
#107 Catholicus 14:23:22 | Samstag, 21. Januar 2006
@Evelins Gatte Wie gesagt, bestehen Widersprüche zwischen den beiden besprochenen Äusserungen nur, wenn
man sich aus Unkenntnis oder wegen fehlenden Willens nur eine wörtliche Auslegung zuläßt. Die Beschränkung
auf nur diese Auslegungsmethode ist bei jedem Text ein Fehler, auch bei diesen. Lieber Herr X, sollte
man dann dieses Prinzip der Auslegung nicht auch auf lehramtlichte Texte anwenden und z.B. den scheinbaren
Widerspruch zwischen vor- und nachkonziliaren Texten nicht auf diese Weise auflösen? Ich werde den Verdacht
nicht los, dass man dies deshalb nicht tut, weil man unbedingt recht haben will – gegen das lebendige
Lehramt der Kirche, wie es derzeit von Papst Benedikt und den mit ihm verbundenen Bischöfen verkörpert
wird. Das katholische Prinzip lautet aber nicht, das Lehramt der Kirche zu verdächtigen, sondern mit
der Kirche übereinzustimmen („sentire cum Ecclesia“) und dem Lehramt der Kirche jedenfalls jenes Vertrauen
zu gewähren, das ihm im Hinblick auf dessen göttliche Einsetzung und den zugesagten Beistand des Heiligen
Geistes zusteht. Mit „Papalismus“ hat eine solche Haltung nicht das Geringste zu tun!
#60 Catholicus 16:05:33 | Freitag, 20. Januar 2006
Die Kirche ist auf den Felsen Petri begründet Nicht ein persönlich frommer und in vielfacher Weise um
die Kirche verdienter Erzbischof, der dennoch in wichtigen Fragen der Einheit mit dem Papst nicht klar
genug sah, sodass er einen schismatischen Akt der Weihe von Bischöfen gegen den Willen des Papstes setzte,
kann den Weg in die Zukunft weisen, sondern Petrus tut dies in der Person von Benedikt XVI., der längst
darauf hingewiesen hat, wie das 2. Vatikanische Konzil richtig zu interpretieren ist: nämlich in vollem
Einklang mit dem überlieferten Glauben der Kirche, wie ihn das Lehramt des Papstes und der Bischöfe
auslegt. Daher, liebe „Traditionsfreunde“, worin liegt eigentlich noch das Problem – außer im Eingeständnis,
dass man sich in grundloser und billiger Polemik doch selber ein wenig verrannt hat?
#97 Catholicus 18:57:53 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Wahrheit und Irrtum Es ist falsch, dass die sog. nachkonziliare katholische Kirche Wahrheit und Irrtum
einander gleichsetzt bzw. der Wahrheit und dem Irrtum in der konziliaren Lehre von der Religionsfreiheit
(die nicht mit der von Pius IX. verurteilten Vorstellung von „Religionsfreiheit“ identisch ist!) dieselben
Rechte gewähren würde. Vielmehr geht es um die Ermöglichung des Menschen als Person, die Wahrheit in
Fragen des Glaubens zu suchen und an ihr festzuhalten. Diese notwendige persönliche Freiheit als Bedingung
der Wahrheitserkenntnis wäre eingeschränkt, wenn der Staat hier eine Vorgabe inhaltlicher Art machen
würde, die mit Vorteilen für die katholisch Gläubigen und mit Nachteilen für die nichtkatholischen
Bürger verbunden wäre. Es gäbe dann viele/einige, die katholisch wären nicht aus Überzeugung, sondern
weil sie damit im „katholischen Staat“ Karriere machen könnten bzw. weniger zeitliche Nachteile hätten.
Heute ist es ja umgekehrt, was auch eine Verzerrung darstellt! Schon Francisco de Vitoria (1483-1546)
hatte die kaiserlichen Maßnahmen in Spanien beklagt, wonach muslimische Bürger entweder zur Auswanderung
oder zur Konversion zum Katholizismus angehalten wurden. Weil vielen die Auswanderung zu umständlich
war, konvertierten sie – aber nicht aus voller Überzeugung. Seit damals, schrieb Vitoria, gibt es in
Spanien so viele schlechte (weil nicht überzeugte) Katholiken – als Folge eines ungebührlichen Religionszwanges!
#78 Catholicus 15:24:03 | Mittwoch, 18. Januar 2006
@Stimme aus dem Tradiland Würde der Staat Unglaube bestrafen bzw. das Bekenntnis zum katholischen Glauben
„belohnen“, dann wäre die Freiwilligkeit des Glaubensaktes indirekt in Frage gestellt. Viele würden
dann nämlich vortäuschen, besonders katholisch zu sein, was sie in Wirklichkeit nicht sind – und damit
wäre dem Zeugnis für die Wahrheit ein schlechter Dienst geleistet!
#18 Catholicus 22:27:47 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@DemonDeLuxe Sie sind ein Meister der Dialektik! Zuerst geben Sie zu, dass jede Grenzziehung, ob Mensch
oder nicht willkürlich ist, da das Leben ein Kontinuum ist, dann aber meinen Sie plötzlich, uns bleibe
nur die willkürliche Grenzziehung. Genau dies stelle ich in Frage: Weil uns eben nichts zu einer solchen
willkürlichen Grenzziehung berechtigt, müssen wir diese unterlassen und den Menschen von Anfang an (d.h.
ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle) als Menschen respektieren und ihm auch das Recht auf Leben
nicht vorenthalten. – Zur Frage der Hölle: Ja, die gibt es – nämlich als Zustand ewiger Gottferne (und
daher der qualvollen Unerfülltheit des Menschseins), die vom Menschen selber gewählt wird, wenn er endgültig
nichts mit Gott zu tun haben will. Übrigens will Gott definitiv nicht, dass wir dort landen: Denn er
beruft alle Menschen zu Heil; er respektiert aber auch unsere Freiheit. Ich lade Sie ein, es einfach mit
dem Beten zu versuchen (z.B. des Vaterunsers)! Warum denn nicht? Oder läßt es der eigene Stolz nicht
zu, nicht einmal in den eigenen vier Wänden, wo Sie ganz allein sind?
#16 Catholicus 20:13:28 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@DemonDeLuxe @Methusalix Wenn Sie behaupten, man könne nicht sagen, ab wann denn der Mensch ein Mensch
sei und ob dies schon auf den (Prä-)Embryo unmittelbar nach der Befruchtung zutreffe, dann sind Sie im
Beweisnotstand! Es gibt nämlich keinen Versuch der Grenzziehung, der nicht als willkürlich erscheinen
müßte. Vielmehr muss man sagen: Das menschliche Leben ist ein Kontinuum, der Mensch entwickelt sich
nicht zum Menschen, sondern als Mensch, und dieser Mensch ist in jedem Augenblick seiner Existenz, in
jeder Phase seines Menschseins schützenswert! – Es ist übrigens bemerkenswert, wie manche Nichtkatholiken
und Nichtgläubige ihren Hass und ihre Vorurteile gegenüber der katholischen Religion an katholischen
Gläubigen abladen. Hier nicht von Anzeichen beginnender Christenverfolgung zu reden, scheint mir naiv
zu sein.
#30 Catholicus 13:33:39 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@DemonDeLuxe Ihre Argumentation ist ein typisches Ausweichmanöver: Unangenehme Fragen wie die nach dem
Personstatus des Embryos werden als nicht existent bzw. als nicht erwünscht, nicht opportun erklärt.
Damit aber wird dann das ermöglicht, was Sie vorexerzieren: Eine Güterabwägung zwischen Rechten einer
unterschiedlichen Ebene – nämlich dem Recht einer menschlichen Person darauf, dass sie leben darf (dem
Kind wird dieses Recht in der Abtreibung genommen; es ist schwach und unschuldig und dennoch schutzlos!),
und dem (mißverstandenen und falsch angewandten) Recht der Frau auf Selbstbestimmung im Hinblick auf
ihr eigenes Leben und das des ihr anvertrauten Kindes. Nun ist es einmal so: Dort wo es menschliches Leben
gibt, ist dieses zu respektieren! Wenn jemand sagt: Du zwingst mich ja dazu, das Lebensrecht des anderen
zu respektieren, so kann man nur sagen: Ja, wenn Du es nicht freiwillig respektierst, dann muss es auch
möglich sein, hier einen Rechtszwang auszuüben, denn sonst herrscht die Willkür und nicht mehr das
Recht!
#28 Catholicus 09:23:12 | Mittwoch, 11. Januar 2006
@methusalix @DemonDeLuxe Wem es wirklich zweifelhaft ist, ab wann denn nun der Embryo beseelt ist (die
Ergebnisse der Humangenetik und Embryologie zeigen, dass ab der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle gleichsam
„in nuce“ die ganze Potenz des Menschseins enthalten ist, was philosophisch zur Annahme einer Simultanbeseelung
führt), der darf einen Menschen – gerade auch im Zweifel daran, ob es einer ist – nicht töten! Was ist
denn das für eine Art von Humanismus, der einem Wesen, von dem er (subjektiv) nicht klar erkennt, ob
es (schon) ein Mensch ist, einfach das Leben nimmt? Das wäre so ähnlich, wie wenn der Jäger in der
Nacht auf etwas schießt, was sich bewegt, ohne zu wissen, wer oder was es ist. Er macht sich hier zumindest
der fahrlässigen Tötung schuldig! Daher: Die (meiner Auffassung nach unhaltbare) Annahme der Sukzessivbeseelung
erlaubt keineswegs die straflose Tötung eines menschlichen Embryos im Frühstadium!
#22 Catholicus 20:42:12 | Dienstag, 10. Januar 2006
@DemonDeLuxe Bei der Abtreibung handelt es sich nicht um eine Frage, die nur katholische Christen „pro
life“ beantworten sollen, sondern alle Menschen! Der Staat hat die Aufgabe, das menschliche Leben wirksam
zu schützen – und nicht die straffreie Tötung Unschuldiger zu ermöglichen.
#77 Catholicus 10:12:48 | Mittwoch, 4. Januar 2006
@MK 28 Mittel des Heils sind die von der Kirche Christi getrennten Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften
nach der Lehre des Konzils nicht aus sich heraus,sondern nur insoweit, als sie trotz ihrer Trennung von
der Kirche Christi noch so manche Gnadenmittel bewahrt haben, die die katholische Kirche in ihrer Fülle
verwalten darf und die die einzelnen sowie die nichtkatholischen Gemeinschaften auf die Wíederherstellung
der vollen Einheit mit der wahren Kirche Christi hindrängen. Diese Aussage des Konzils ist daher keineswegs
eine Häresie, sondern eine nähere Entfaltung und Auslegung des Dogmas der Heilsnotwendigkeit Christi
und seiner Kirche!
#40 Catholicus 11:22:51 | Dienstag, 3. Januar 2006
Die Kirche Christi ist dort, wo Petrus ist! Meines Erachtens besteht der Irrtum von Bischof Williamson
darin, dass er den Modernismus als solchen, den es in der Kirche zweifellos gibt und der tatsächlich
eine „neue Religion“ darstellt, mit dem identifiziert, was das kirchliche Lehramt des Papstes und der
Bischöfe als authentische und verbindliche Glaubenslehre vorlegen. Der Theorie von Williamson nach wären
Papst und Bischöfe im Prinzip vom Glauben abgefallen und gehörten einer neuen Religion an, während
die Priesterbruderschaft und die mit ihr verbundenen Gläubigen die wahre Kirche Christi repräsentierten.
Nötig sei daher nicht die Bekehrung der Bruderschaft hin zu Rom, sondern die Bekehrung Roms zum wahren
Glauben, den allein die Piusbruderschaft vertrete! Unter diesen Voraussetzungen fällt es schwer, die
Grenzlinie zum Sedisvakantismus zu sehen, und es würde mich nicht wundern, wenn Bischof Williamson und
mit ihm verbundene Priester und Gläubige bei einem positiven Fortschritt der Annäherung zwischen der
Piusbruderschaft und dem „modernistischen“ Rom die Konsequenzen zögen und erklärten: Das ist nicht mehr
unser Papst und unsere Kirche, und: Wir wollen auch mit der Piusbruderschaft nichts mehr zu tun haben,
denn sie verrät das Erbe des Gründers. Aber da müsste man dann doch fragen: Wem gilt es treu zu bleiben?
Einem einzelnen Bischof, der guten Glaubens, aber teilweise auf objektiv falsche Weise Widerstand geleistet
hat gegen den Modernismus, oder dem Nachfolger Petri und dem mit ihm verbundenen Bischöfen?
#30 Catholicus 10:42:37 | Samstag, 17. Dezember 2005
@Yersinia Der christliche Glaube umfaßt immer auch ein geschichtliches Element: Gott ist in der Geschichte
Mensch geworden aus der Jungfrau Maria. So betet und glaubt es die Kirche, und wer katholisch sein will,
schließt sich diesem Bekenntnis an!
#29 Catholicus 10:41:20 | Samstag, 17. Dezember 2005
Heilsnotwendigkeit der Kirche Lieber steymard, würde Ihre Interpretation zutreffen, dass in jedem Fall
die (sichtbare und ausdrückliche) Zugehörigkeit zur Kirche zum Heile notwendig ist, dann könnten auch
viele Menschen nicht gerettet werden, die ohne ihre Schuld nie den katholischen Glauben kennengelernt
haben oder die dessen Wahrheit nicht erkannt haben. Dem widerspricht aber die Aussage der Offenbarung,
dass „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntins der Wahrheit gelangen.“ Solche
Menschen hätten dann von vornherein nicht die Möglichkeit des ewigen Heils (ohne ihre Schuld). Gott
würde diese vom Heile ausschließen. Wie stehen Sie dazu? Die römisch-katholische Kirche jedenfalls
lehnt eine solche Auffassung ab!
#27 Catholicus 22:39:41 | Freitag, 16. Dezember 2005
Heilsnotwendigkeit der Kirche Lieber Steymard, hier noch ein älteres Zitat, das Sie überzeugen soll,
dass Ihre Meinung in besagtem Punkt nicht die katholische Auffassung widergibt, sondern ein Irrtum ist:
„Wir alle wissen, dass jene, die mit unüberwindlicher Unwissenheit im Hinblick auf unsere heilige Religion
behaftet sind, dann wenn sie sorgsam die Gebote des natürlichen [sittlichen] Gesetzes halten, die von
Gott in die Herzen aller Menschen geschrieben worden sind, wenn sie bereit sind, Gott zu gehorchen und
wenn sie ein tugendhaftes und pflichtgemäßes Leben führen, durch die Macht des göttlichen Lichtes
und der Gnade das ewige Leben erlangen können. Denn Gott wird in Übereinstimmung mit seiner unendlichen
Güte und Barmherzigkeit nicht zulassen, dass jemand, der nicht einer willentlichen Verfehlung schuldig
ist, ewige Bestrafung erleidet. Jedoch ist das katholische Dogma ebenso wohlbekannt, dass niemand außerhalb
der katholischen Kirche gerettet werden kann, und dass jene, die sich hartnäckig der Autorität und den
Definitionen jener Kirche widersetzen und die hartnäckig von der Einheit der Kirche und vom Nachfolger
Petri, dem Römischen Papst, getrennt bleiben (denen der Erlöser die Sorge für seinen Weinberg anvertraut
hat), das Heil nicht erlangen können.“ (Pius IX., Enzyklika „Quanto conficiamur moerore“, 1863). – Können
Sie der Lehre Papst Pius IX. zustimmen?
#28 Catholicus 07:18:40 | Freitag, 16. Dezember 2005
@Gotthard Die Geburt des Sohnes Gottes aus der Jungfrau Maria gehört nun einmal definitiv zum Glaubensgut
der Kirche! Die Berufung auf den frühen Ratziinger hilft hier nichts; wir müssen der Kirche mehr folgen
als einem ihrer Theologen. Im übrigen hat Ratzinger an jener Stelle das Dogma gar nicht geleugnet, er
hat vielmehr in einer Art des „was wäre wenn“ darüber spekuliert, ob die wahre Gottessohnschaft Jesu
auch dann gegeben gewesen wäre, wenn Gott einen anderen Weg gewählt hätte, als Mensch zu uns zu kommen
als durch die Jungfrau Maria. Seine Antwort: Natürlich. Zugleich hat er aber die historische Faktizität
und die im Plan Gottes liegende Angemessenheit der Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria anerkannt!
#4 Catholicus 21:31:09 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
Ganz katholisch Der Beitrag ist ganz und gar katholisch. Von Angstmache ist hier überhaupt keine Rede.
Vielmehr geht es um den „timor filialis“ (die kindliche Gottesfurcht), die sehr wohl mit der Liebe vereinbar
ist. Demjenigen, der sich von Gott abwendet in der Todsünde, nützt auch eine eventuell vorhandene „timor
servilis“ (knechtliche Furcht) solange nichts, bis er sich nicht mit Hilfe der Gnade Gottes für die Umkehr
öffnet und seine Sünden von Herzen bereut und bekennt! Dann aber, wenn Schuld vergeben wird, wandelt
sich die Furcht in Liebe. 1 Joh 4,18: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt
die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen
in der Liebe.“
#18 Catholicus 21:08:17 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
@steymard Ich spüre Ihre echte Sorge auch um mein Seelenheil und danke für Ihr Gebet, das ich gerne
erwidere. Aber: Ich vertrete keineswegs die (häretische) Theorie der Allerlösungslehre; es geht nur
darum, mit der Tradition der Kirche daran festzuhalten, dass auch „einige“ (wie viele wissen wir nicht)
gerettet werden, die nicht der sichtbaren Kirche Christi angehört haben, einfach deshalb weil sie nach
bestem Wissen und Gewissen die Wahrheit gesucht haben, ohne dass sie diese in der katholischen Kirche
erkannt haben. Lesen Sie bitte den Brief des hl. Offiziums an den Erzbischof von Boston theol.uibk.ac.at/…um/texte/250-58.html
aus dem Jahre 1949 und sagen Sie mir, ob Sie diesem Text zustimmen können oder nicht! Gottes Segen.
#13 Catholicus 13:27:46 | Donnerstag, 15. Dezember 2005
@steymard Entweder mißverstehen Sie mich oder Sie wollen nicht wahrhaben, dass Sie in einem Punkt irren,
der von der Lehre der Kirche ganz klar festgelegt ist: dass nämlich auch Menschen gerettet werden können,
wenn sie sich außerhalb des sichtbaren Gefüges der katholischen Kirche befinden, dann nämlich wenn
sie in einem unüberwindlichen Irrtum hinsichtlich der wahren Religion sind, aber dennoch all das zu tun
sich bemühen, was ihnen aufgrund ihrer im Gewissen gegebenen Einsicht als wahr und gut erscheint und
zur Verwirklichung im Leben aufgegeben ist. Wohlgemerkt: Auch solche Menschen werden durch Jesus Christus
und durch die Kirche gerettet, auch wenn sie selber das hier auf Erden noch nicht erkennen! Denn: „Extra
Ecclesiam nulla salus.“
#11 Catholicus 22:04:29 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
@Steymard Wie man sieht, leugnen Sie selber die von der Kirche (auch schon von vorkonziliaren Päpsten
und Theologen) wiederholt erklärte Heilsmöglichkeit für unüberwindlich irrende Nichtkatholiken, die
nach bestem Wissen und Gewissen die Wahrheit suchen und sie verwirklichen. Ein Kronzeuge für die katholische
Lehre sind Sie also keineswegs! – Sind Sie sich eigentlich selber Ihres ewigen Heils ganz gewiß?
#27 Catholicus 11:51:51 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@steymard Ihre Stellungnahmen richten sich sowohl gegen jene, die das 2. Konzil bejahen, wie auch gegen
jene, die diesem gegenüber Vorbehalte haben (sog. Lefebvrianer), sofern sie den gegenwärtigen Papst
als rechtmäßigen Stellvertreter Jesu Christi auf Erden anerkennen. Sie täten gut daran, Ihren eigenen
(sedisvakantistischen) Standpunkt zu überdenken. Denn das scheint mir das Hauptproblem des Sedisvakantismus
überhaupt zu sein: In Ermangelung der Anerkennung eines rechtmäßigen Papstes setzen die Sedisvakantisten
die eigene Einsicht absolut und stellen sich selber praktisch an die Stelle des Papstes.
#14 Catholicus 15:50:05 | Montag, 12. Dezember 2005
2. Vatikanisches Konzil Die Kirche selber – und nicht der „Gatte der Evelin“ – definiert, was als Konzil
zu gelten hat und was nicht. Von daher ist die Antwort auf die Frage klar, ob das 2. Vatikanische Konzil
ein Konzil war oder nicht! Entsprechend diesem Selbstverständnis ist auch die Auffassung falsch, das
2. Vaticanum habe „nichts Verbindliches“ in Fragen des Glaubens, der Sitte und der kirchlichen Ordnung
erklärt oder festgelegt. Wer katholisch sein will, muss die Gültigkeit und Rechtgläubigkeit auch dieses
Konzils (so wie aller anderen) bejahen!
#2 Catholicus 20:17:52 | Sonntag, 11. Dezember 2005
Dank an + Kardinal Scheffczyk … für diese kurze, aber klare Analyse der Dokumente des 2. Vatikanischen
Konzils! Auf diesem Grund der Einheit von Schrift, Tradition und Lehramt müssen wir uns neu besinnen.
Möge der Kirche ein „neuer Frühling“ oder ein „neues Pfingsten“ geschenkt werden!
#30 Catholicus 17:09:01 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Evelins Gatte Gäbe es für das Lehramt der Kirche in Bezug auf die Limbus-Theorie tatsächlich nur die
Alternative in Richtung Hölle inklusive „poena sensus“ und nicht in Richtung eines möglichen Heilswegs
für diese Kinder, so müßte man sagen: „Der Heilswille Gottes erstreckt sich nicht auf alle Menschen.“
Vom übernatürlichen Heil gäbe es dann einen Ausschluß nicht nur durch die freie Ablehnung der rettenden
Heilsgnade durch den, der in der unbereuten persönlich begangenen Todsünde stirbt, sondern auch durch
das „Mißgeschick“ (das dennoch in Gottes Plan lag), ohne Taufe vor Erlangung des Vernunftgebrauchs gestorben
zu sein. Es gäbe dann zwei Klassen von Menschen: jene, die für das Heil Gottes berufen sind und die
übernatürliche Vollendung erreichen können, wenn sie die Gnade annehmen, und jene, die von vornherein
nur für ein natürliches Ziel geschaffen sind.
#26 Catholicus 15:20:02 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Gatte der Evelin Im lateinischen Text des Katechismus heißt es: „… nobis permittunt sperare“, d.h.
wörtlich: „lassen uns hoffen“. Es ist also der deutsche Wortlaut entschiedener („berechtigen uns zu der
Hoffnung“). Ich halte diese unterschiedlichen Akzente aber letzlich nicht für entscheidend.
#24 Catholicus 15:08:59 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Gunther Maria Michel Sie haben recht: Der Limbus gilt streng genommen als Teil der Hölle, insofern es
jedenfalls die „poena damni“ (die Strafe des Gottverlustes) zu „erleiden“ gilt (der Gottverlust werde
nicht wahrgenommen, da die Kinder in der rein natürlichen Glückseligkeit nichts davon wüßten). Eine
mögliche Revision der traditionellen Theorie darf sicher nicht leichtfertig erfolgen, nur unter der Leitung
des Lehramtes. Wenn das Lehramt aber hier entscheidet, dass die Limbus-Theorie überholt ist, habe ich
nichts dagegen einzuwenden! (Unsere Freunde von der Pius-X-Fraktion werden freilich sagen, hier hätte
sich das Lehramt wieder einmal von der Tradition abgewandt …)
#20 Catholicus 14:52:22 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Gatte der Evelin Auch wenn es sich beim Limbus um eine begründete theologische Meinung handelt, ist
es möglich, beim Auftauchen neuer Gesichtspunkt in Übereinstimmung mit Schrift und Tradition und unter
Leitung des kirchlichen Lehramtes die Theorie neu zu bedenken. Pius XII. hat in seiner Ansprache an die
katholischen Hebammen vom 29. Okt. 1951 bekräftigt, dass „der Stand der Gnade im Augenblick des Todes
unbedingt notwendig zur Erreichung des Heiles“ ist. „Ohne ihn ist es nicht möglich, zur übernatürlichen
Seligkeit in der beseligenden Schau Gottes zu gelangen.“ Daraus leitet er die strenge Pflicht der Eltern
und in der Gefahr des Todes der Hebammen ab, das Kind taufen zu lassen bzw. im Notfall selbst zu taufen.
„In der gegenwärtigen Heilsordnung gibt es keinen anderen Weg, dem Kind, das noch nicht den Gebrauch
der Vernunft hat, dieses Leben zu vermitteln.“ Im KKK 1261 heißt es: „Was die ohne Taufe verstorbenen
Kinder betrifft, kann die Kirche sie nur der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen, wie sie dies im entsprechenden
Begräbnisritus tut. Das große Erbarmen Gottes, der will, daß alle Menschen gerettet werden, und die
zärtliche Liebe Jesu zu den Kindern, die ihn sagen läßt: ‘Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie
nicht daran!’ (Mk 10,14), berechtigen uns zu der Hoffnung, daß es für die ohne Taufe gestorbenen Kinder
einen Heilsweg gibt. Die Kirche bittet die Eltern eindringlich, die Kinder nicht daran zu hindern, durch
das Geschenk der heiligen Taufe zu Christus zu kommen.“
#16 Catholicus 11:40:28 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Evelins Gatte Dogma des Glaubens ist nur die Aussage, dass niemand ohne heiligmachende Gnade zur Anschauung
Gottes gelangen kann. „Diese ganze Frage ist deswegen nicht so quälend, selbst wenn wir keine sichere
Lösung geben können, weil nach der gut begründeten Meinung der Theologen die ohne Taufe sterbenden
Kinder zwar nicht zur Anschauung Gottes gelangen, wohl aber eine natürliche Seligkeit genießen, also
wirklich glücklich sind und in keiner Weise einen Schmerz erleiden.“ (Matthias Premm, Kath. Glaubenskunde
I, Wien 1956, S. 198). Der Limbus ist also eine „Meinung“, hat daher prinzipiell Theoriestatus! Die Wassertaufe
kann unter Umständen auch durch die Blut- und Begierdetaufe ersetzt werden. So kann Gott, der das Heil
aller will (1 Tim 2,4 ff), einen möglichen Heilsweg auch für ungetauft verstorbene Kinder vorgesehen
haben!
#10 Catholicus 07:18:40 | Samstag, 3. Dezember 2005
@Pelagius Danke für diese wichtige Stellungnahme! Das eigentliche Problem mancher Lehramtskritiker ist
es ja, dass sie es offenbar dem Heiligen Geist nicht zutrauen, die Kirche Gottes sicher und ohne Irrtum
durch die Zeit zu lenken, bis zur Wiederkunft des Herrn als Richter über Lebende und Tote. Möge uns
die Fürsprache des hl. Franz Xaver begleiten, der sich von der Liebe gedrängt sah, den Heiden das Evangelium
zu verkünden und an die 30000 Menschen die heilige Taufe gespendet hat!
#17 Catholicus 15:24:47 | Donnerstag, 24. November 2005
@Stimme aus dem Tradiland Uneingeschränkte Zustimmung zur Kritik an den Erzeugnissen eines Herrn Nitsch!
Und großes Lob für Martin Humer und seine Helfer, die sich hier und anderswo für die Würde des Menschen
einsetzen, der nach dem Bild Gottes geschaffen und zur Kindschaft Gottes berufen ist!
#3 Catholicus 22:23:42 | Dienstag, 22. November 2005
Die heilige Caterina von Siena auf Deutsch! Im Rahmen eines größeren Editionsprojekts des Verlags St.
Josef, A-3107 Kleinhain 6, sind unter der Verantwortung und Herausgeberschaft von Werner Schmid bereits
wichtige Quelltexte in deutscher Sprache erschienen: * Tommaso Caffarini – Erinnerungen eines Zeitzeugen.
Die Legenda Minor, Verl. St. Josef, gebunden, 400 Seiten, ISBN 3-901853-06-5, EUR 19,10 * Tommaso Caffarini –
Das Supplementum. Biographische Ergänzungen zu Caterina von Siena, gebunden, 498 Seiten, ISBN 3-901853-10-3,
EUR 25,00 Nunmehr liegen aus der Reihe „Sämtliche Briefe“ der heiligen Caterina von Siena die ersten
beiden Bände vor: * An die Männer der Kirche I (Dominikaner, Franziskaner, Augustiner-Eremiten, Benediktiner,
Olivetaner, Vallombrosaner, Wilhelmiten),gebunden, 595 Seiten, ISBN 3-901853-07-3, EUR 23,80 * An die
Männer der Kirche II (Kartäuser, Weltpriester, Prälaten, Bischöfe, Kardinäle, Päpste), gebunden,
564 Seiten, 20 × 13 cm, ISBN 3-901853-08-1, EUR 23,80 Die Texte der heiligen Caterina von Siena sind
von tiefem Glauben, Begeisterung für das Reich Gottes und hingebungsvoller Liebe für die Kirche Christi
erfüllt. Sie scheut es nicht, auch konfliktträchtige Themen aufzugreifen und wendet sich in prophetischer
Weise an Menschen unterschiedlichen Lebensstandes, darunter auch an Päpste, Bischöfe und Fürsten. Die
Lektüre ihrer Schriften kann auch dem nach geistlicher Vertiefung strebenden Menschen von heute eine
Hilfe sein. Zu bestellen bei verlag.stjosef.atwww.stjosef.at/verlag/shop2/ oder über den Buchhandel!
#6 Catholicus 11:30:41 | Sonntag, 20. November 2005
Wichtiges Buch über den heiligen Josef Der heilige Josef, Bräutigam der seligsten Jungfrau und Gottesmutter
Maria und jungfräulicher Vater des Jesuskindes, ist keine Randfigur in der Heilsgeschichte. Wer sich
tiefer mit dem Geheimnis der Fleischwerdung des ewigen Wortes Gottes befasst, kommt nicht daran vorbei,
seine Bedeutung im Heilsplan Gottes zu würdigen. Dies unternimmt auf hervorragende Weise P. Tarcisio
Stramare OSJ. Der Angehörige der Oblaten des heiligen Josef ist Dozent der Heiligen Schrift, Professor
der Päpstlichen Theologischen Akademie, Beauftragter des Heiligen Stuhls für die Erstellung der „Nova
Vulgata“ und Direktor des „Movimento Giuseppino“. Ausgehend von einer soliden Exegese der Heiligen Schrift
in Übereinstimmung mit der Tradition der Kirche und ihrem Lehramt versteht es Stramare, die verschiedenen
Aspekte des Lebens des heiligen Josef und seiner Sendung in der Kirche aufzuzeigen. Gewidmet ist die deutsche
Ausgabe dieses Buches zwei Päpsten: dem seligen Johannes XXIII., der den heiligen Josef in den Kanon
der heiligen Messe aufgenommen und ihn zum Schutzpatron des 2. Vatikanischen Konzils erwählt hat, sowie
dem kürzlich verstorbenen Johannes Paul II., welcher uns das Apostolische Schreiben „Redemptoris Custos“
geschenkt hat. – Titelangabe: Er gab ihm den Namen Jesus. Der Hl. Josef in Leben und Lehre der Kirche.
Übersetzt von Claudia Reimüller, gebunden, 246 Seiten, Verlag St. Josef, Kleinhain 2005, ISBN 3-901853-11-1;
Preis: EURO 13,50; verlag.stjosef.atverlag.stjosef.at/ .
#2 Catholicus 11:24:07 | Sonntag, 20. November 2005
@Regazzoni Die Kirche ist groß genug, dass sie alles Wertvolle – auch von problematischen Theologen –
aufnimmt und anerkennt. Man darf es dem gegenwärtigen Heiligen Vater zutrauen, dass er wohl zu unterscheiden
versteht. Im übrigen darf man die drei genannten Theologen nicht einfach nebeneinanderstellen: Zu verschieden
sind ihre jeweiligen Verdienste und auch die möglichen Defizite!
#35 Catholicus 07:14:45 | Donnerstag, 17. November 2005
@Elendester Sünder Im Übrigen ist es wie in der Kindererziehung auch leider manchmal nötig, die Ehefrau
zu züchtigen. Diese Aussage entspricht nicht dem, was uns das Evangelium und die Kirche über die christliche
Ehe lehren!
#66 Catholicus 22:10:52 | Sonntag, 13. November 2005
Differenzierte Betrachtungsweise Sollte man nicht im Zusammenhang mit Harry Potter die direkte Frage stellen:
Wie wirken die Texte auf Kinder? Und da lässt sich Verschiedenes feststellen: Viele werden zum Lesen
angeregt; sie finden Spannendes und Fesselndes und sind sich bewusst, in eine Fantasiewelt einzutauchen,
die für sie ihren Reiz hat. Sie werden nicht weiter beunruhigt und negativ beeinflusst. Manche aber werden
zweifellos von bestimmten Schreckensbildern und in den Büchern beschriebenen Grausamkeiten bedrängt;
sie können das Gelesene nicht richtig verarbeiten, weil sie noch zu jung sind oder niemand mit ihnen
spricht. Ich meine, wenn das Elternhaus gut ist und der Glaube praktiziert wird, wenn man über das Gelesene
in pädagogisch kluger Weise spricht und nicht überdramatisiert, kann selbst ein Harry Potter nicht viel
schaden. Wo dieser Rückhalt allerdings nicht gegeben ist, da wird Harry Potter zur Gefahr, ja da lauern
gewiss noch viele andere, schlimmere Gefahren, die man nicht übersehen darf! Als Hinführung zum Okkultismus
sehe ich die Harry-Potter-Bücher nur in einem explizit oder latent okkulten Milieu. Tatsächlich nehmen
im Sog der esoterischen Welle diese Milieus allenthalben zu. Von daher kann man dann die Bücher auch
als „subtile Verführung“ wahrnehmen und wird davor warnen, wie es Frau Kuby getan hat!
#44 Catholicus 22:36:25 | Mittwoch, 9. November 2005
@Stimme aus Wien Es gibt keine objektiven Gründe gegen die Wahrheit der christlichen Religion.Was sehr
wohl bei konkreten Menschen vorhanden sein kann, ist ein persönliches Hindernis (obex) für die Annahme
der Wahrheit des Glaubens. Dies kann entweder darin liegen, dass – wie zuvor dargestellt – die Glaubenswahrheit
den Menschen noch nicht wirklich erreicht hat (auch wenn er sie vielleicht „gehört“ hat etc.) oder aber,
dass er im Herzen nicht glauben will (siehe die unten angegebene Begründung des Joh-Evangeliums). Über
einen Menschen zu urteilen oder gar zu richten, steht uns selbstverständlich nicht zu, sondern nur Gott
allein! Aber in der Wahrheitsfrage als solcher gilt es klar zu sehen.
#41 Catholicus 21:50:26 | Mittwoch, 9. November 2005
@Stimme aus Wien Warum sollen wir an Jesus Christus glauben? Weil er durch seine Wunder, seine Lehre,
seine Weissagungen, sein Leiden und Sterben und durch seine Auferstehung ausgewiesen hat, dass er der
Sohn Gottes ist und uns von allem Bösen erlöst hat! Warum werden Andersgläubige nicht sofort Christen?
1.) Weil nicht alle die Wahrheit des Evangeliums in ausreichendem Maß kennen („Wie sollen sie nun den
anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie
sollen sie hören, wenn niemand verkündigt?“ – Röm 10,14). 2.) Weil nicht alle die Wahrheit Gottes annehmen
wollen („Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten
die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.“ – Joh 3,19). Zum Problem der Sprache:
Die Sprache hindert uns nicht, die Wirklichkeit zu erkennen, sondern ist „wahrheitsfähig“. Eine realistische
Hermeneutik vermag dies aufzuweisen!
#37 Catholicus 21:05:35 | Mittwoch, 9. November 2005
@Stimme aus Wien Wenn Sie die Gültigkeit des Wahrheitsanspruchs Christi und der Kirche einschränken
auf eine Perspektive innerhalb des christlichen Glaubens und behaupten, andere Religionen hätten dasselbe
Recht, ihren Wahrheitsanspruch zu erheben, in Wirklichkeit gäbe es aber die allgemeingültige Wahrheit
als Übereinstimmung von Denken und Sein gar nicht, dann klingt das relativistisch! Außerdem geraten
Sie in einen performativen Widerspruch, der im Sprechakt Ihrer Behauptung als solcher mit eingeschlossen
ist: Dadurch, dass Sie sagen, der absolute und universale Wahrheitsanspruch Christi und der Kirche bestehe
nicht zu Recht, setzen Sie eine Behauptung, dass es sich so verhalte, wie Sie es darstellen. Indem Sie
diese Behauptung kundtun, anerkennen sie in Ihrem Sprechakt die klassische Wahrheitsdefinition, die sich
im übrigen nicht auf die Schule des Thomismus einengen läßt, sondern ein wesentliches Element jeder
„philosophia perennis“ sein muss, will sie ihren eigenen Anspruch als „Liebe zur Weisheit“ nicht selber
ad absurdum führen! Gottes Segen.
#35 Catholicus 17:09:45 | Mittwoch, 9. November 2005
@Stimme aus Wien Kehren wir – abseits des Relativismus und Historismus – zurück zur Wahrheit Christi!
Entweder Du bist seiner Botschaft und seiner Person bereits begegnet oder Du bist noch auf der Suche.
Jeder Mensch ist eingeladen, im Glauben Ja zu sagen zu seiner Person und seinem Erlösungswerk sowie zu
allem, was er uns um unseres Heiles willen verkündet hat und durch die von ihm gestiftete Kirche zu glauben
lehrt!
#26 Catholicus 22:42:29 | Dienstag, 8. November 2005
@Irenäus: Friedensgebet von Assisi Meinen Sie wirklich, dass die Aufstellung der Buddhastatue vor dem
Tabernakel auf die persönliche Initiative von Johannes Paul II. zurückging? Jeder Papst braucht Mitarbeiter,
genauso wie jeder Bischof. Diese können versagen, und es muss nicht in jedem Fall mit mangelnder Wahrnehmung
der Aufsichtspflicht zu tun haben, wenn dies geschieht! Das Anliegen des Papstes, zum Gebet nach Assisi
einzuladen, war lauter. Gemeinsam gebetet haben nur die Christen, die anderen sollten je auf die ihnen
mögliche Weise zu Gott beten. Nicht um sie im Irrtum zu bestärken, lud sie der Papst ein, sondern weil
er wusste, dass jeder Mensch eine „anima naturaliter Christiana“ besitzt, die prinzipiell offen ist für
die Gnade Gottes. Und wer dürfte sich anmaßen, dass ein Irrgläubiger der Gnade Gottes endgültig verschlossen
ist? Das Gebet so vieler religiöser Verantwortlicher für den Frieden sollte auch zeigen, dass ein Krieg
im Namen der Religion künftig nicht mehr zu rechtfertigen ist.
#32 Catholicus 21:44:14 | Dienstag, 8. November 2005
@Stimme aus Wien Die Behauptung, dass die „klassische Wahrheitsdefinition“ plötzlich hinfällig geworden
sei, bedarf der näheren Erläuterung. Was gestern schwarz war, kann heute nicht weiß sein und umgekehrt!
Der christliche Glaube ist seinem Wesen nach universal, d.h. er inkulturiert sich zwar, richtet sich aber
zugleich über die konkrete Verleiblichung in dieser jeweiligen Kultur hinaus auch an andere Kulturen,
um sich dort wiederum zu inkulturieren. Dies geschieht unter Wahrung der substanziellen Einheit des Glaubens.
Im Hinblick auf andere Religionen gilt: Es gibt dort Wahres und Heiliges, das die Kirche als solches anerkennt.
Man darf aber Wahrheit und Irrtum nicht gleichsetzen. Sind Sie vielleicht ein Anhänger der pluralistischen
Religionstheorie?
#30 Catholicus 20:28:30 | Dienstag, 8. November 2005
Heilsnotwendigkeit Christi und der Kirche Liebe „Stimme aus Wien“! Wahrheit ist die Übereinstimmung von
Denken und Sein, von Erkennen und Wirklichkeit! Jesus Christus, der einzige Retter der Menschen, sagt:
„Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“ (Mk 16,16)
Der ordentliche Heilsweg ist die Zugehörigkeit zur wahren Kirche Christi, die in der Katholischen Kirche
verwirklicht ist (vgl. 2. Vatikanisches Konzil, „Lumen gentium“, Nr. 8) und der wir durch Glaube und Taufe
angehören. Wer ohne seine Schuld nicht zum Glauben an Christus und seine Kirche gelangt, der kann dennoch
gerettet werden, wenn er Gott von Herzen sucht und seinem Gewissen folgt. Das gilt sogar für Atheisten,
wenn sie wirklich schuldlos an ihrem Irrtum sind, sofern sie nur die Wahrheit und das Gute suchen (vgl.
„Lumen gentium“, Nr. 16). Nicht gerettet werden können hingegen jene, die um die Heilsnotwendigkeit der
von Christus gestifteten Kirche wissen, aber nicht in sie eintreten oder in ihr ausharren wollen. Nicht
gerettet wird auch jener Gläubige, der zwar den Glauben bewahrt, aber die Liebe verliert, wenn er eine
schwere Sünde begeht und stirbt, ohne sie zu bereuen (vgl. „Lumen gentium“, Nr. 14). Ein letztes Urteil
über einen Menschen, ob lebend oder verstorben, steht nicht uns zu, sondern nur Gott, dem Richter der
Lebenden und der Toten.
#28 Catholicus 18:50:42 | Dienstag, 8. November 2005
@Stimme aus Wien Die Wahrheit definiert sich nicht danach, ob sie von allen erkannt wird, sondern ob sie
prinzipiell von allen erkannt werden kann.Dies gilt auch für die Glaubenswahrheit von der Einzigartigkeit
Jesu Christi, für die die Kirche ihr missionarisches Zeugnis ablegt für alle Menschen aller Völker
und Nationen. Beim letzten Gericht (nach dem Sterben jedes einzelnen Menschen) sowie beim allgemeinen
Gericht am Jüngsten Tag, wenn der auferstandene und erhöhte Herr wiederkommt, werden alle erkennen (dürfen
bzw. „müssen“): Jesus Christus ist der Herr!
#25 Catholicus 16:35:09 | Dienstag, 8. November 2005
@Stimme aus Wien Jesus Christus ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). Von diesem Anspruch,
den er durch seine Wunder, seine Lehre und seine Weissagungen erfüllt hat, kann die Kirche nicht dispensieren.
Sie hält in „Dignitatis humanae konzil.stjosef.at/DH.htm“, dem Dekret über die Religionsfreiheit des
2. Vatikanischen Konzils daran fest: „Gott selbst hat dem Menschengeschlecht Kenntnis gegeben von dem
Weg, auf dem die Menschen, ihm dienend, in Christus erlöst und selig werden können. Diese einzige wahre
Religion, so glauben wir, ist verwirklicht in der katholischen, apostolischen Kirche, die von Jesus dem
Herrn den Auftrag erhalten hat, sie unter allen Menschen zu verbreiten.“ Dieser Standpunkt ist vereinbar
mit der Anerkennung einer gewissen, vom Staat zu garantierenden Glaubens- und Gewissensfreiheit auch für
die Angehörigen anderer Bekenntnisse und Religionen: „Diese Freiheit besteht darin, daß alle Menschen
frei sein müssen von jedem Zwang sowohl von seiten Einzelner wie gesellschaftlicher Gruppen, wie jeglicher
menschlichen Gewalt, so daß in religiösen Dingen niemand gezwungen wird, gegen sein Gewissen zu handeln,
noch daran gehindert wird, privat und öffentlich, als einzelner oder in Verbindung mit anderen – innerhalb
der gebührenden Grenzen – nach seinem Gewissen zu handeln.“ – Unter diesem Link www.stjosef.at/…pnews/singlenews.php?lang=de&catego…
Näheres zum geplanten Minarett in Telfs!
#19 Catholicus 20:45:19 | Dienstag, 25. Oktober 2005
Unverantwortliche Methoden von kreuz.net Ich möchte die kreuz.net-Attacke auf mich zum Anlaß nehmen,
die Methoden des anonymen kreuz.net generell in Frage zu stellen. Während ich dafür Verständnis habe,
dass es mehr oder weniger anonyme Diskussionsforen im Internet geben kann, finde ich es schlechthin unverantwortlich
und mit dem Geist des Evangeliums unvereinbar, dass bei kreuz.net niemand bereit ist, namentliche und
persönliche Letztverantwortung für die redaktionellen Beiträge zu übernehmen. Mitunter gibt es Beiträge
von namentlich gezeichneten Autoren. Die meisten Beiträge sind jedoch anonym. Allein die Art und Weise,
wie gegen Frau Dr. Kugler-Lang vorgegangen wurde (sie sei eine Wölfin im Schafspelz, habe sich selber
abgetrieben etc.) oder auch gegen manche Bischöfe, zeigt, dass mit kreuz.net vieles nicht in Ordnung
ist!
#5 Catholicus 17:23:14 | Dienstag, 25. Oktober 2005
Danke an die „Stimme aus dem Tradiland“ … für die hilfreiche Ergänzung! Tatsächlich ist es nicht
leicht, als Priester, aber auch als Laie in der derzeitigen Krise der Kirche zu wirken und dabei im Glauben
standhaft zu bleiben. (Ich bitte alle ums Gebet für einen Priester, der seine diesbezüglichen Unzulänglichkeiten
selber am besten kennt.) Wie weit man in der Frage praktischer Kompromisse nachgeben darf oder nicht,
wird generell strittig bleiben. Für mich selber löse ich das Problem dadurch, dass ich mich bemühe,
mit dem Lehramt des Papstes und der Bischöfe verbunden zu sein (auf der Grundlage des im Licht der Tradition
verstandenen 2. Vatikanischen Konzils und in Beachtung der kirchlichen Weisungen zur Liturgie). Was jedenfalls
tröstet, ist die Verheißung Christi, dass seine Kirche nicht untergehen wird!
#2 Catholicus 16:41:17 | Dienstag, 25. Oktober 2005
Stellungnahme des kritisierten Kommentators Im Gegensatz zu den Betreibern des anonymen kreuz.net gibt
der kritisierte Kommentator seinen Namen für das her, was er schreibt. Dass er sich selber in einer Position
befindet, die es ihm nicht leicht macht, seine Kritik in angemessener Weise zu artikulieren, hat ihn zu
dieser Art von vorsichtig-kritischer Stellugnahme zur Wiener Jugendkirche bewogen, die bei den Verantwortlichen
zumindest so etwas wie Nachdenklichkeit erzeugen könnte. Besser ein leiser Protest als gar keiner! –
Dr. theol. habil. Josef Spindelböck.
#214 Catholicus 14:27:18 | Montag, 19. September 2005
Abschied Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich von diesem Forum. Einen wesentlichen Grund für den
Rückzug möchte ich benennen: Die Anonymität von kreuz.net und dessen Forum wird zunehmend dazu mißbraucht,
gegen die Kirche und ihre Hirten sowie gegen ihre Lehre zu polemisieren! – Mit freundlichen Grüßen und
Segenswünschen an alle Leser Dr. Josef Spindelböck spindelboeck.net/.
#211 Catholicus 22:35:47 | Sonntag, 18. September 2005
@Irenäus Man muss wohl sagen, dass die eigentliche Krise der Kirche im Modernismus gründet, dass aber
die Piusbruderschaft insofern eine falsche Antwort darauf gibt, als sie meint, sie müsse Rom widerstehen,
um den Modernismus zu überwinden. Selbstverständlich müssen Worte und Taten des Papstes eine wohlwollende
Auslegung im Sinne der katholischen Lehre und Tradition erfahren, was in diesen Kreisen zu wenig geschieht.
Die Erneuerung der Kirche kann nur in einer Rückkehr zu den Quellen des Glaubens erfolgen, wie sie unter
anderem durch das neue „Kompendium“ des KKK aufgezeigt wird! Der Heilige Geist wird seine Kirche nicht
verlassen, die Fürbitte und das Beispiel der Heiligen ermutigt uns.
#208 Catholicus 21:13:45 | Sonntag, 18. September 2005
@Irenäus Nicht alles, was man dem Papst in die Schuhe schiebt, hat er persönlich zu verantworten (z.B.
die Buddhastatue auf dem Altar in Assisi). Auch gibt es Dinge, die eine verschiedene Interpretation zulassen,
z.B. die Aussage, dass der heilige Johannes den Täufer den Islam schützen möge (ich verstehe es so:
Der Heilige möge für alle Menschen bei Gott eintreten, die sich zum Islam bekennen, weil sie den wahren
Glauben noch nicht erkannt haben). Ich habe kein persönliches Problem mit Ihnen, nur werde ich meine
Nichtübereinstimmung im Hinblick auf bestimmte Sichtweisen auch weiterhin kundtun. Wenn ich mich z.B.
an Positionen von FSSPX-Anhängern reibe, so drückt das auch die Hoffnung aus, dass hier noch nicht alles
verloren ist bzw. dass ein gewisser Grundrespekt für das katholische Anliegen dort anerkannt wird.
#12 Catholicus 20:33:09 | Sonntag, 18. September 2005
An die Redaktion: Bitte überlegen, ob …! Die Redaktion täte gut daran, den Beitrag einfach aus dem
Netz zu nehmen. Denn hier zeigt sich, wie man die eigene Anonymität mißbrauchen kann, um einen verdienten
Priester ins Zwielicht zu stellen (und indirekt auch den Heiligen Vater, der ihm vertraut).
#205 Catholicus 20:00:11 | Sonntag, 18. September 2005
@Irenäus Ich antworte in aller Freundlichkeit jenem aus dem Schatten der Anonymität heraus agierenden
Herrn, für den ich „ein echtes Problem“ darstelle: Es ist richtig, dass ich in diesem Forum meist Stellung
nehme zu Beiträgen sog. FSSPX-Anhänger (diese dominieren nämlich das Forum). Wenn Sie von mir etwas
lesen wollen gegen die Forderungen des modernistischen Kirchenvolks-Begehrens, so lesen Sie hier stjosef.at/artikel/kivobe.htm
nach. Eine Fundamentalkritik an Johannes Paul II. in dem Sinn wie, er sei ein Häretiker gewesen oder
ein Götzendiener werden Sie allerdings bei mir vergeblich suchen. Mit freundlichen Grüßen Dr. Josef
Spindelböck.
#17 Catholicus 16:09:40 | Sonntag, 18. September 2005
@Marcel Im Verhältnis der Kirche zum Staat bzw. zur Gesellschaft geht es klarerweise um die Frage, wie
sich denn das Reich Christi, das nicht von dieser Welt ist, und sein Königtum auswirken könne schon
unter den gegenwärtigen sozialen und politischen Verhältnissen. Bei der Darlegung dessen kennt die Soziallehre
der Kirche sowohl unverrückbare Prinzipien wie auch zeitbedingte Anwendung auf die sich jeweils verändernden
sozialen und politischen Verhältnisse. Neue Fragen erfordern eben neue Antworten unter Beibehaltung der
geltenden Grundsätze. Dem hat sich sowohl das Lehramt der „vorkonziliaren“ wie auch der „nachkonziliaren“
Päpste gestellt, und diese haben – je auf ihre Art und Weise – gültige Antworten gegeben auf die Probleme
ihrer Zeit. Ich sehe nicht ein, warum man sich hier nur auf die sog. vorkonziliaren Päpste stützen dürfe
und wieso man etwas, das von der Kirche selbst als zeitbedingt angesehen wird (z.B. die monarchische Ordnung),
absolut setzen müsse, so als ob sich seit dem 19. Jh. politisch-gesellschaftlich nichts geändert hätte.
Daher empfehle ich vor allem die Sozialenzykliken Johannes Pauls II. „Sollicitudo rei socialis“ und „Centesimus
annus“, worin Neues und Altes jene Einheit findet, wie sie im Lehr- und Hirtenamt der Kirche ihre Grundlage
hat.
#1 Catholicus 13:57:08 | Sonntag, 18. September 2005
Verwunderlich Ist das nicht schon der dritte kreuz.net – Artikel über Msgr. Gänswein? Will ihm vielleicht
damit jemand schaden, indem man ihn immer wieder auf zweifelhafte Weise ins Gespräch bringt?
#14 Catholicus 13:36:27 | Sonntag, 18. September 2005
@Gatte der Evelin Danke für diese wichtige Klarstellung! Im Grunde könnte man als katholischer Christ
nur dankbar sein für eine staatliche Ordnung, in der die Gebote Gottes die Grundlage sind und weitestgehend
beachtet werden. Eine weitere Frage ist die nach der praktischen Möglichkeit der Durchsetzung bzw. nach
den Sanktionen für jene, die sich nicht daran halten. Wie weit kann und darf hier ein Staat gehen? Kann
er z.B. Verhütung (sofern nicht frühabtreibend) sanktionieren? Es gibt ja einen grundlegenden Unterschied
zwischen dem Bereich der Moral und dem des Rechts. Das Recht kann nur jenes Minimum von Moral schützen,
das für das geordnete Zusammenleben nötig ist. Wollte man mit Hilfe des staatlichen Rechts jede Sünde
sanktionieren, so wäre der Staat überfordert und würde zu vielen ungerechten Urteilen kommen. Eine
weitere Frage ist, wie es bei Staaten aussehen könnte, wo die Mehrheit nicht katholisch ist bzw. wo der
öffentliche Friede eine Durchsetzung dieser Ansprüche nicht ermöglicht. Hier sind wir dann aber schon
wieder (fast) in der Gegenwart: viele sind nur nominell katholisch bzw. ein Durchsetzen katholischer Ansprüche
ist nur schwer möglich. Insofern denke ich, dass die Erklärung des 2. Vatikanischen Konzils über die
Religionsfreiheit den heutigen Verhältnissen besser gerecht wird als die Vorstellung eines „katholischen
Staates“! Von naturrechtlichen Mindeststandards kann die Kirche jedoch in keinem Fall absehen.
#11 Catholicus 23:09:36 | Samstag, 17. September 2005
Religionsfreiheit @Gatte der Evelin Wie ist es nach Ihrer Meinung vorstellbar, dass die Freiheit des Glaubensaktes
gewahrt bleibt, wenn von außen her eine bestimmte Religion „vorgeschrieben“ ist und man z.B. nur dann
in einem Staat bestimmte Stellen einnehmen kann, wenn man Katholik ist? Diese Regelungen tragen ja offensichtlich
dazu bei, dass viele nicht entsprechend ihrer wirklichen Überzeugung handeln, sondern etwas nach außen
hin vorgeben, was sie im Herzen nicht bejahen.
#173 Catholicus 16:19:55 | Freitag, 16. September 2005
@Stimme aus dem Tradiland Die Texte selbst sprechen eine solche nicht aus. Oh doch! Studieren Sie die
Texte konzil.stjosef.at/. Besagter Pater von der Petrusbruderschaft heißt übrigens P. Lugmayr (nicht
Lügmayr). Er hat meiner Auffassung nach überzeugend dargelegt stjosef.at/…rchliche_umschau.htm, wieso
die Kirche in ihrer Anerkennung eines Hochgebets als gültig auf unfehlbare Weise urteilen muss. Die Wandlungsworte
sind übrigens vorhanden, allerdings in indirekter Form.
#169 Catholicus 13:52:27 | Freitag, 16. September 2005
@Gatte der Evelin De facto wird auch V2 von Catholicus & Consorten als unfehlbar angesehen, obwohl es
nur eine Synode war, die ein paar genaugenommen zu schubladisierende Ergüsse von sich gegeben hat. Dass
das 2. Vatikanische Konzil in allen seinen Aussagen unfehlbar sei, haben weder dieses Konzil noch die
es promulgierenden Päpste jemals behauptet. Es war aber erstens ein wirkliches gültiges Konzil der Kirche
(und nicht einfach eine unverbindliche Generalsynode), zweitens hat es die bisherigen Glaubensaussagen
bestätigt und vertieft und schließlich wichtige und entscheidende Anwendungen aus dem „Depositum fidei“
auf die pastorale Situation der Kirche in der heutigen Welt vorgenommen. Was das Konzil uns vorlegt, „müssen
alle und jeder der Christgläubigen als Lehre des obersten kirchlichen Lehramtes annehmen und festhalten
entsprechend der Absicht der Heiligen Synode selbst, wie sie nach den Grundsätzen der theologischen Interpretation
aus dem behandelten Gegenstand oder aus der Aussageweise sich ergibt“ (Bekanntmachung, die der Generalsekretär
des Konzils in der 123. Generalkongregation am 16. November 1964 mitgeteilt hat).
#123 Catholicus 22:48:24 | Mittwoch, 14. September 2005
@Gatte der Evelin Aber in der Badehosenfrage weiche ich nicht, mag dies auch Stoff für Gotthards Büttenreden
oder nächtelanges Gelächter von Didimus, Hw. Pytlik, Yersinia & Konsorten sein … Auch nicht gegenüber
den Ansichten Ihrer Gattin?
#80 Catholicus 17:00:34 | Mittwoch, 14. September 2005
@Stimme aus dem Tradiland Auch wenn „Evelin“ hier etwas anders denkt und argumentiert als Sie, hat mich
das Kompliment Ihrer Gattin für Sie doch gefreut: Mit der Stimme aus dem Tradiland ist es übrigens sehr
unterhaltsam zu „chatten“. Sehr intelligent, sehr gebildet, viel Humor, auch wenn man nicht immer einer
Meinung ist.
#94 Catholicus 16:44:48 | Dienstag, 13. September 2005
@Marcel: Korankuss Der Korankuss, den der Heilige Vater vorgenommen hat, war ein falsches Zeichen. Er
wird dies getan haben aus menschlicher Reverenz vor den Überzeugungen gläubiger Muslime, ohne deren
Irrtümer zu teilen. Ihm eine Intention des Abfalls vom Christentum dabei zu unterstellen, halte ich nicht
für zulässig. – Bitte, das war ein (einmaliger) Lapsus in guter Absicht, der dem Papst vielleicht selber
nachher in seiner Problematik bewußt geworden ist. Warum soll man sich ständig dabei aufhalten und dem
Papst damit einen Vorwurf machen? Wem dient das? Und sagt nicht Christus, der Herr, wir sollten uns zuerst
bemühen, den Balken im eigenen Auge zu entfernen, bevor wir den Splitter im Auge des Bruders sehen?
#92 Catholicus 15:35:43 | Dienstag, 13. September 2005
@Marcel @Stimme aus dem Tradiland Auch die sprachlich mögliche Übersetzung mit „jedes Volk“, d.h. alles
Völker, schließt keine häretische Aussage mit ein. Der Papst spricht im missionarischen Kontext seiner
Ansprache von jenen Menschen aus allen Völkern, die das Evangelium Christi erreicht hat und die getauft
worden sind! – Warum nur wollen manche unbedingt eine Häresie oder einen Glaubensirrtum in päpstlichen
Aussagen finden? Vielleicht nur, damit sie selber recht haben?
#59 Catholicus 14:55:51 | Dienstag, 13. September 2005
@Stimme aus dem Tradiland Auch wenn Sie die kurze Zusammenfassung der Ergebnisse von Frau A. v. Teuffenbach
in der „Tagespost“ nicht überzeugt: es ist offenbar doch mehr dahinter, als es scheint. Siehe die Rezension
von Florian Kolfhaus in „Theologisches“ www.theologisches.net/kolfhaus.htm, wo angemerkt wird, dass sich
die Dissertation auf die Sitzungsprotokolle der Theologischen Kommission und die Akten des Konzils stützt,
d.h. sachlich sehr wohl begründet ist.
#22 Catholicus 13:10:55 | Dienstag, 13. September 2005
Sport und Gesundheit Sportliche Ertüchtigung ist etwas sehr Wichtiges und fördert die Gesundheit. Die
Art und Weise, wie diese wahrgenommen wird, erfordert jedoch bei Personen mit einem öffentlichen oder
gar kirchlichen Amt (und insbesondere beim Priester) gewisse Rücksichtnahmen auf die Umstände, unter
denen man sich diese sportliche Ertüchtigung zuteil werden läßt. Dieser Grundsatz ist hw. Pytlik sicher
bekannt. Es ist nicht unsere Aufgabe, über ihn zu urteilen, ob er dies richtig macht oder nicht. Wer
Kritisches sieht, sollte für ihn beten. Dass ausgerechnet auf dem anonymen kreuz.net ein derartiger Beitrag
über den „Padre“ erscheint, läßt auf gewisse Interessen von Personen schließen, die ihm nicht gewogen
sind und ihn auf diese Weise in seiner Ehre herabwürdigen wollen. Dies ist ein viel schlimmeres Ärgernis,
als das „Problem“, ob denn der „Padre“ nun in der Badehose herumhüpft oder nicht.
#10 Catholicus 09:46:38 | Dienstag, 13. September 2005
@Miles Christi Gegen den Gründer der Ordensgemeinschaft „Legionäre Christi“, P. Marcial Maciel, läuft
„weder ein kanonischer Prozess noch ist ein solcher in Aussicht genommen“. Dies teilten die „Legionäre
Christi“ am 22.05.2005 unter Berufung auf den Vatikan mit; der stellvertretende Pressesprecher des Heiligen
Stuhls, P. Ciro Benedettini, bestätigte die Angaben der „Legionäre“ im Gespräch mit amerikanischen
Medienvertretern.
#43 Catholicus 16:22:25 | Montag, 12. September 2005
@Athanasius Wo man die Wahrheit Christi verloren hat oder sie noch nicht in ihrer Fülle besitzt, muss
man sie sich schenken lassen – in der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche. Anders wird
Ökumene nicht möglich sein, und das weiß auch der Papst.
#41 Catholicus 15:37:28 | Montag, 12. September 2005
@Stimme aus dem Tradiland Wenn es wirklich einen Widerspruch in den Auffassungen Kardinal Kaspers zur
Lehre der Kirche gibt, müssen wir jedenfalls auf Seiten der Kirche stehen. Mir scheint, er wollte sagen,
dass es Elemente gibt, die von Natur aus der einzigen Kirche Christi zugehören, die sich aber aufgrund
der unheilvollen Trennung bestimmter christlicher Gemeinschaften von der Kirche nun auch faktisch, aber
unrechtmäßig außerhalb ihrer finden. Diese Elemente drängen jedoch ihrer Natur nach zur vollen Einheit
des Glaubens in der katholischen Kirche, also zur „Rückkehr“ zur vollen Wahrheit Christi.
#49 Catholicus 15:26:09 | Montag, 12. September 2005
@Stimme aus dem Tradiland Bischofsweihen gegen den erklärten Willen des Papstes sind nun einmal per se
mit der Exkommunikation verbunden und stellen von sich aus einen schismatischen Akt dar. Wer hat also
die betroffenen Bischöfe auf die Anklagebank gesetzt, wenn nicht sie selber – durch ihren Akt? Hier wäre
Umkehr nötig!
#39 Catholicus 15:01:43 | Montag, 12. September 2005
@Marcel Wenn Prof. May sagt, „im Namen des Ökumenismus erscheint es statthaft, alle die protestantischen
Irrtümer in der Kirche vorzubringen, die seit Jahrhunderten vom Lehramt der Kirche verworfen worden sind“,
dann hat er einen anderen Ökumenismus vor Augen als den, welchen die Kirche vorgibt. Die Enzyklika „Ut
unum sint“ spricht von der „Einheit in der Wahrheit“, was natürlich einschließt, dass ein von der Kirche
verworfener Irrtum in Fragen des Glaubens und der Sitte nicht plötzlich mit Recht unter dem Deckmantel
eines falsch verstandenen Ökumenismus in die Kirche eingebracht werden darf.
#47 Catholicus 14:38:51 | Montag, 12. September 2005
In dubio pro reo Da in den Diskussionbeiträgen auf kreuz.net regelmäßig das sog. nachkonziliare Lehramt
der Päpste bzw. auch deren persönliches Verhalten auf dem Prüfstand steht und die Päpste in ihren
Aussagen und ihrem Verhalten regelrecht auf die Anklagebank verwiesen werden, gilt es hier, ein wichtiges
Rechtsprinzip festzuhalten: „In dubio pro reo“, d.h. im Zweifel für den, dem etwas vorgeworfen wird.
So müßte man bei allen wirklichen oder scheinbaren Mehrdeutigkeiten der Aussage oder des Verhaltens
zunächst versuchen, alles in Einklang mit der Lehre der Kirche auszulegen. Viele Probleme lassen sich
auf diese Weise bereinigen. Was dann immer noch an Unklarheiten und subjektiv empfundenen Ärgernissen
bleibt, ist vor allem dem Gebet anzuempfehlen; der laute Protest dagegen setzt nur allzu leicht diejenigen
selber ins Unrecht, die in Ermangelung echter kirchlicher Gesinnung und eines minimalen Wohlwollens auf
Seiten bestimmter Personen nichts Gutes sehen wollen und als selbst berufene Ankläger des kirchlichen
Lehramts bzw. der kirchlichen Autorität auftreten.
#37 Catholicus 14:30:53 | Montag, 12. September 2005
@Stimme aus dem Tradiland Entgegen allen Versuchen juristischer Art, den Status des 2. Vatikanischen Konzils
„herabzudrücken“, ist das kirchliche Bewußtsein jener zu befragen, die dieses Konzil durchgeführt bzw.
anerkannt haben. Vonseiten der Konzilsväter, aber auch der Konzilspäpste sowie der folgenden Päpste
wurde kein Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Konzils und seiner Beschlüsse gelassen. Von daher gibt
es keinen vernünftigen Zweifel am rechtlichen Status des 2. Vaticanums: Es ist und bleibt ein vollgültiges
Konzil der Kirche!
#75 Catholicus 08:01:12 | Montag, 12. September 2005
„Allah segne den Sudan“ Der Papst fügte in einer Ansprache 1993 spontan (auf Arabisch) die Worte ein
„Baraka Allah as-Sudan“. Das Mißverständnis, hier habe der Papst „Allah“ angerufen, kann dadurch aufgeklärt
werden, dass auch Christen arabischer Herkunft Gott mitunter als „Allah“ bezeichnen. D.h. es handelt sich
um keinen spezifisch moslemischen Gottesnamen, schon gar nicht auf dem Mund des Papstes!
#70 Catholicus 23:08:31 | Sonntag, 11. September 2005
Lieber virOblationis! Ich hatte bereits unten die deutsche Quelle (in: Der Apostolische Stuhl 1983, S.275-281)
angegeben und einen längeren Abschnitt daraus zitiert. Entsprechend dieser Fassung muss es heißen „das
ganze Volk“ und nicht „alle Völker“. Auch die italienische Fassung www.vatican.va/…a-auditorium_it.html,
aus der ich zuletzt übersetzt habe, formuliert es in dieser Weise! Der Kontext ist meines Erachtens klar,
und wieso sollte Johannes Paul II. auch so eine ungeheuerliche Häresie aussprechen, wie ihm das manche
unterstellen? Er würde damit ja auch viele seiner sonstigen rechtgläubigen Ansprachen, Dokumente etc.
in Frage gestellt haben.
#68 Catholicus 22:35:24 | Sonntag, 11. September 2005
@virOblationis „Im Heiligen Geist ist jeder einzelne und das ganze Volk – durch das Kreuz und die Auferstehung
Christi – Kind Gottes geworden, teilhaft des göttlichen Lebens und Erbe des ewigen Lebens.“ – Die besagte
Aussage Johannes Pauls II. bezieht sich auf jene, die durch die Taufe tatsächlich zu Kindern Gottes geworden
sind im einen Volk Gottes, das die Kirche ist – nicht auf jeden Menschen, so als ob mit dem Menschsein
als solchen die Teilhabe an der Übernatur bereits gegeben wäre. Also keine Allerlösung!
#64 Catholicus 22:09:20 | Sonntag, 11. September 2005
Aufforderung an kreuz.net An die Damen und Herren von kreuz.net ergeht die höfliche, aber bestimmte Aufforderung,
Ernst zu machen mit ihrem Anspruch, „rechtswidrige sowie dogmatisch oder moralisch bedenkliche Beiträge
sowie Anmerkungen, die dem Ansehen des Mediums schaden, zu löschen“. Dies trifft sicher in jenem Fall
zu, wo jemand den verstorbenen Papst Johannes Paul II. als Götzendiener bezeichnet! Mit freundlichen
Grüßen und besten Segenswünschen Dr. theol. habil. Josef Spindelböck.
#59 Catholicus 20:50:09 | Sonntag, 11. September 2005
@Marcel 1) Der Satz wurde nicht richtig übersetzt, wie Heinz-Lothar Barth …esterseminar-herz-jesu.de/…Nr.%209-Internet.htm
aufzeigt. Im Original heißt es: „… la dichiarazione non può essere intesa con sicurezza nel senso
dell’ eterna dannazione“, deutsch: „Die Erklärung kann nicht mit Sicherheit im Sinne der ewigen Verdammnis
aufgefasst werden.“ Es gab schon vor dem Konzil exegetische Deutungen des Herrenwortes, wonach dieses
nicht eindeutig auf eine Verdammnis des Judas schließen lasse. Freilich heißt das nicht, dass er gerettet
ist. Die Kirche hat besagte exegetische Auffassung nie als Häresie bezeichnet. Der + Salzburger Dogmatikprofessor
Matthias Premm hat in seiner Kleinschrift über die 12 Apostel die These als mögliche Auffassung erörtert,
die dem katholischen Glauben nicht widersprechen muss. 2) Die aus „Evangelium Vitae“ zitierte Übersetzung
gibt den ursprünglichen lateinischen Text wieder. Die später amtlich in den AAS veröffentlichte Version
der Enzyklika lautet so: „Euer Kind aber könnt ihr demselben Vater und Seiner Barmherzigkeit mit Hoffnung
anvertrauen.“ Damit wurde das Missverständnis beseitigt, als ob Johannes Paul II. eine positive Aussage
über die sichere Rettung ungetaufter Kinder machen habe wollen. Die Kirche lehrt im Kompendium des KKK,
Nr. 262: „Die ohne Taufe verstorbenen Kinder werden von der Kirche in ihrer Liturgie der Barmherzigkeit
Gottes anvertraut.“
#54 Catholicus 18:45:51 | Sonntag, 11. September 2005
@virOblationis Hier werden zwei verschiedene Texte zitiert und nebeneinander gestellt, die nicht einfach
miteinander verbunden werden dürfen (man beachte den Kontext). Es geht, wie bereits bemerkt, um die Unterscheidung
zwischen „objektiver“ und „subjektiver“ Erlösung. Dass sich Jesus Christus kraft seiner Menschwerdung
mit jedem Menschen verbunden hat, ist ja nicht falsch. Das schließt jedoch nicht ein, dass die Gnade
des Erlösers gleichsam „automatisch“ auf jeden einzelnen überfließt oder gar mit seiner Natur gleichzusetzen
wäre!
#52 Catholicus 17:47:32 | Sonntag, 11. September 2005
@Gatte der Evelin Wie Konrad gezeigt hat, läßt sich besagter Satz (und muss es auch) ganz „orthodox“
d.h. rechtgläubig (= römisch-katholisch) verstehen. Zu unterscheiden ist eben zwischen objektiver Erlösung
(wirklich „für alle“ ausnahmslos) und deren subjektiver Annahme (d.h. nur jene „vielen“ werden gerettet,
die sich von Jesus Christus retten lassen, indem sie die heiligmachende Gnade annehmen und in der gnadenhaften
Verbundenheit mit Gott sterben).
#47 Catholicus 06:42:29 | Sonntag, 11. September 2005
Bemühen um Sachlichkeit und Fairness Danke, Marcel, für Ihr Bemühen um Sachlichkeit. Wäre es denn
so schlimm für die Anhänger der „Piusbruderschaft“, wenn Johannes Paul II. entgegen manchen Behauptungen
die häretische „Allerlösungslehre“ doch nicht vertreten hätte? Ich habe mich bemüht, an einigen Beispielen
zu zeigen, dass der Nachweis dessen doch nicht so einfach ist, wie manche glauben. Ich persönlich bin
überzeugt, dass der verstorbene Papst in seiner Glaubensüberzeugung ganz und gar katholisch war!
#31 Catholicus 20:23:33 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel „Im Heiligen Geist sind jeder einzelne und das ganze Volk durch das Kreuz und die Auferstehung
Christi Kinder Gottes, Teilhaber der göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens geworden.“ Nun, in
diesem Satz sehe ich überhaupt kein Problem. Es handelt sich hier um das Volk Gottes! Hätte ein „Traditionspapst“
die Ansprache gehalten, würde man alle Worte ohne weiteres im Sinn des überlieferten Glaubens der Kirche
deuten. Weil es aber Johannes Paul II. war, wird ihm unterstellt, er vertrete eine „Allerlösungslehre“!
#28 Catholicus 16:50:42 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel – Papstbotschaft an die Völker Asiens 21.02.1981 Mir steht besagtes Dokument in der zitierten
gedruckten Fassung zur Verfügung. Hier einige Sätze, um den näheren Kontext der Aussagen zu illustrieren:
„Meine Mission ist ihrer Natur nach religiös und spirituell. Wenn ich mich an alle Völker Asiens wende,
tue ich das nicht als Staatsmann, sondern als Diener und Apostel Jesu Christi und ‘Verwalter von Geheimnissen
Gottes’ (vgl. 1 Kor 4,1). Ich bin nach Asien gekommen, um Zeuge des Geistes zu sein, der in der Geschichte
der Völker und Nationen am Werk ist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht und von dem geschrieben steht:
‘Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt,
nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat’ (Joh 3,16). Im Heiligen Geist sind jeder einzelne und
das ganze Volk durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes, Teilhaber der göttlichen Natur
und Erben des ewigen Lebens geworden. Alle sind sie erlöst und berufen – ohne Unterschied der Sprache,
Rasse, Nation oder Kultur –, an der Herrlichkeit Jesu Christi teilzuhaben. Die Frohbotschaft, welche Christus
verkündet hat und welche die Kirche weiterhin verkündet, muss, dem Willen des Herrn gemäß, ‘allen
Geschöpfen’ (Mk 16,15) und ‘bis an die Grenzen der Erde’ (Apg 1,8) verkündet werden.“
#26 Catholicus 13:32:50 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel Hochwürden, zitieren Sie bitte den Absatz Ihres erwähnten Dokumentes, oder einen URL, woraus
mein Satz JP2s stammt. Ich bezog mich in meiner letzten Kritik auf die von Ihnen angegebene Darstellung
www.fsspx.org/…ecum/kapitel%201.htm! Im übrigen habe ich meinen Ausführungen vorerst nichts hinzuzufügen
und überlasse sie einfach Ihrem (wohlwollenden) Nachdenken! Gottes Segen!
#41 Catholicus 11:28:10 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel Die Kirche Christi ist nicht in der katholischen Kirche neben anderen verwirklicht, wie das V.II-„subsistit
est“ es behinhaltet. Schon wieder ein Auslegungsfehler, der dem 2. Vatikanischen Konzil ein Behauptung
unterstellt, die nie gemacht wurde. In „Dominus Iesus www.vatican.va/…ominus-iesus_ge.html“ (Nr. 16)
können Sie nachlesen, wie das „subsistit“ korrekt zu verstehen ist: „Mit dem Ausdruck ‘subsistit in’
wollte das Zweite Vatikanische Konzil zwei Lehrsätze miteinander in Einklang bringen: auf der einen Seite,
dass die Kirche Christi trotz der Spaltungen der Christen voll nur in der katholischen Kirche weiterbesteht,
und auf der anderen Seite, ‘dass außerhalb ihres sichtbaren Gefüges vielfältige Elemente der Heiligung
und der Wahrheit zu finden sind’, nämlich in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in
voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen. Bezüglich dieser Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften
ist festzuhalten, dass ‘deren Wirksamkeit sich von der der katholischen Kirche anvertrauten Fülle der
Gnade und Wahrheit herleitet’.“ Es ist also keine Relativierung der einzigen Kirche Christi mit dem Ausdruck
„subsistit“ durch das Konzil beabsichtigt oder erfolgt!
#24 Catholicus 11:20:31 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel Abschnitt bitte vollständig im Kontext lesen. Was nützt das, wenn in diesem Abschnitt aus päpstlichen
Schreiben und Botschaften eben nicht im Kontext zitiert wird? Z.B. wird der Satz Johannes Pauls II. als
Beweis für eine angebliche Allerlösungslehre angesehen: „Auf diese Weise ‘sind jede Person und jedes
Volk im Heiligen Geist durch das Kreuz und die Auferstehung Christi Kinder Gottes geworden, Teilhaber
an der göttlichen Natur und Erben des ewigen Lebens.’“ – Wenn ich im Originaldokument nachlese (in: Der
Apostolische Stuhl 1983, S.275-281), beschreibt der Papst dort den Weg, den die Verkündigung und Annahme
der Frohbotschaft in Asien genommen hat. Es handelt sich also dem wirklichen Kontext nach um jene, die
das Evangelium Christi durch seine Kirche angenommen und durch die Taufe das göttliche Leben empfangen
haben bzw. empfangen werden! – Lieber Athanasius, lieber Marcel und Ähnlichdenkende: Ihr verfälscht
sowohl den Wortlaut wie auch die Intention dessen, was Johannes Paul II. verkündet hat. Läutert Euer
Herz und seid nicht mehr länger „Wölfe im Schafspelz“, die uns ein X für ein U vormachen!
#39 Catholicus 10:14:24 | Samstag, 10. September 2005
@Marcel In der Ökumene geht es um die Wiederherstellung der vollen Einheit mit den getrennten Brüdern
und Schwestern, welche zwar an Christus glauben, jedoch nicht zur wahren Kirche Christi gehören, welche
in der katholischen Kirche verwirklicht ist. Diese Einheit ist auch nach den Aussagen der Päpste seit
Pius XII. nur in der Wahrheit möglich. Der recht verstandene Ökumenismus, wie ihn die Kirche verwirklichen
möchte, kann und wird auf kein einziges Dogma des katholischen Glaubens verzichten. Dass der Papst jene
Bischöfe zu einer Synode einlädt, die sich auf dem Weg zur vollen Einheit befinden, kann man nur befürworten!
Oder sollte man den verlorenen Sohn abweisen, wenn er zum Vater kommen will? – Der Bruder des verlorenen
Sohnes grollte, weil er sich schlechter behandelt fühlte, als der zurückgekehrte. So ähnlich scheinen
mir manche, die sich überhaupt nicht freuen können über jene, die eine Bereitschaft zur Rückkehr nach
Rom bekunden!
#21 Catholicus 10:00:29 | Samstag, 10. September 2005
@Athanasius Unter dem (sedisvakantistischen) „Athanasius-Link“, den Sie angegeben haben, findet sich auf
S.11 folgende „Interpretation“ der päpstlichen Aussagen in „Redemptor hominis“: „Durch die Menschwerdung
des Wortes wäre dann jeder Mensch mit der heiligmachenden Gnade versehen, da die menschliche Natur Anteil
an der göttlichen Natur gewonnen hätte. Die Folge dieser Theorie wäre, daß jeder Mensch ohne sein
eigenes Zutun und auch ohne seine eigene Zustimmung durch den einmaligen Akt der Menschwerdung Christi
gerechtfertigt, erlöst wäre.“ Diese Irrtümer, ja Häresien werden jedoch in der besagten Enzyklika
mitnichten behauptet. Es ist vielmehr eine verfälschende Interpretation des päpstlichen Dokuments durch
besagte Sedisvakantisten, welche hier zutage tritt. Klar, dass jemand, wenn er sich auf solche Interpretationen
stützt und sie für bare Münze nimmt, zu unhaltbaren Vorwürfen gegenüber der Rechtgläubigkeit päpstlicher
Dokumente und Aussagen kommen muss! Lieber Athanasius, bitte besinnen Sie sich und seien Sie im guten
Sinn maßvoll. Dazu gehört es, dem „Gegner“ nicht Dinge vorzuwerfen, die er nie behauptet hat. Noch besser
wäre es allerdings, Sie würden auch im nachkonziliaren Lehramt der Päpste nicht einen modernistischen
„Feind des Glaubens“ sehen, sondern das vom Geist Christi mit dem sicheren Charisma der Wahrheit ausgestattete
Amt des Stellvertreters Christi auf Erden aus ganzem Herzen anerkennen!
#5 Catholicus 22:45:35 | Freitag, 9. September 2005
@Athanasius Sie mögen mitbedenken, dass die Kirche zwischen einem schuldhaften Irrtum in Glaubensfragen
und einem schuldlosen Irrtum unterscheidet: „Daher wird niemand gerettet werden, der, obwohl er weiß,
daß die Kirche von Christus göttlicherseits gegründet wurde, es dennoch ablehnt, sich der Kirche zu
unterwerfen oder dem Römischen Bischof, dem Stellvertreter Christi auf Erden, den Gehorsam verweigert.“
Doch: „Damit einer nämlich das ewige Heil erlangt, wird nicht immer erfordert, daß er tatsächlich der
Kirche als Glied einverleibt wird, sondern mindestens das wird verlangt, daß er ebendieser durch Wunsch
und Verlangen anhängt. Dieser Wunsch muß jedoch nicht immer ausdrücklich sein, wie es bei den Katechumenen
der Fall ist, sondern wenn ein Mensch an unüberwindlicher Unkenntnis leidet, nimmt Gott auch den einschlußweisen
Wunsch an, der mit einem solchen Namen bezeichnet wird, weil er in jener guten Verfassung der Seele enthalten
ist, durch die der Mensch will, daß sein Wille dem Willen Gottes gleichförmig sei.“ – Ich zitiere hier
aus einem Dokument, das auch von „Traditionalisten“ anerkannt werden müßte: aus dem im Auftrag Pius’
XII. verfaßten Brief des Hl. Offiziums an den Erzbischof von Boston theol.uibk.ac.at/…um/texte/250-58.html.
Wer daher als Jude in einem unüberwindlichen Irrtum in bezug auf den wahren Erlöser der Menschen lebt,
aber dennoch will, „dass sein Wille dem Willen Gottes gleichförmig sei“, kann gemäß der Lehre der Kirche
gerettet werden!
#17 Catholicus 22:24:55 | Freitag, 9. September 2005
@Athanasius Das „Heil aller“ wird in „Redemptor hominis“ in dem Sinn angesprochen, wie es in 1 Tim 2,4
ausgedrückt ist: Gott „will, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.“
Dass sich „der Sohn Gottes … in seiner Menschwerdung gewissermaßen mit jedem Menschen vereinigt“ hat
(RH 8; vgl. RH 13), ist auch nichts Häretisches. Ich verstehe nicht, wo hier die Erbsünde geleugnet
wird! Unterstellen wir Papst Johannes Paul II. nicht dort eine Irrlehre, wo jemand etwas nicht versteht!
#14 Catholicus 21:26:43 | Freitag, 9. September 2005
@Athanasius … da es ihrer Allerlösungslehre widerspricht, jene Irrlehre die man leider auch in „Redemptor
Hominis“ von JP II. zurückfindet. Jetzt reicht’s! Den Heiligen Vater lassen wir katholischen Christen
uns nicht als „Irrlehrer“ beschimpfen, zumal sich in „Redemptor hominis“ für die häretische Allerlösungslehre
wirklich keine Grundlage findet. Ein bißchen Logik sei dem werten (Pseudo-)Athanasius auch empfohlen:
Wenn Johannes Paul II. tatsächlich die Allererlösungslehre vertreten hätte, warum gibt es dann von
ihm wiederholt klare Aussagen, wonach wir unser Heil sowohl mit Zuversicht, als auch mit Furcht und Zittern
wirken sollen? Warum hätte er dann in dem von ihm approbierten „Katechismus der Katholischen Kirche“
die Lehre der Kirche von der Todsünde und der Hölle deutlich zum Ausdruck gebracht? Bitte, wachen Sie
auf und kämpfen Sie nicht länger geben selbst konstruierte Feindbilder!
#19 Catholicus 18:59:02 | Freitag, 9. September 2005
Situation der Verfolgung @Miles Christi Mir ist die Situation der Verfolgung der Kirche in China bewußt,
die bis in die Gegenwart heranreicht. Sollte Rom aber übersehen, dass sich viele der „schwach Gewordenen“
doch nach der vollen Einheit der Kirche sehnen? Soll das alles nur Simulation sein, wenn so und so viele
„patriotische“ Bischöfe, nachdem sie von der Regierung ernannt wurden, auch noch das „Placet“ des Papstes
erhalten wollen, damit sie mit ihm in Einheit stehen? Ich fürchte, wenn man über diese Menschen den
Stab bricht, macht man es sich zu einfach. Das Martyrium in Ehren – aber nicht alle haben die Berufung
dazu. Und so wie es in der Kirchengeschichte Roms die „lapsi“ gab, die in Verfolgungen versagt haben,
dann aber wieder die kirchliche Gemeinschaft gesucht haben und von der Kirche als barmherzige Mutter in
Gnaden und ohne Vorwürfe aufgenommen wurden, so ähnlich scheint es auch jetzt in China zu sein: eine
breite Bewegung der Rückkehr zu Rom hat längst eingesetzt, und diese schließt auch Menschen ein, die
„patriotisch“ waren oder sind! Der Papst hat ganz Recht, wenn er diesen gegenüber eine offene Bereitschaft
der Annahme bekundet.
#14 Catholicus 17:55:08 | Freitag, 9. September 2005
Hintergründe Wenn inzwischen Rom, sprich: der Papst, etwa 80 Prozent der 74 Bischöfe der offiziellen
katholischen Kirche Chinas, die ohne seine Zustimmung eingesetzt wurden, als geweihte Oberhirten in der
Apostel-Nachfolge anerkannt hat, so ist dem sicher eine Bekundung ihrer prinzipiellen Einheit mit dem
Heiligen Vater, auch unter schwierigen Bedingungen, vorausgegangen. Das bedeutet in keiner Weise eine
Abwertung des Glaubenszeugnisses jener, die in den vergangenen Jahren Verfolgungen, ja selbst das Martyrium
auf sich nehmen mußten. Auch Rom weiß um die schwierige Situation vieler Bekenner des katholischen Glaubens
auch heute noch in China. Es müssen aber Wege der Zusammenführung und der Einheit unter dem Stellvertreter
Christi gefunden werden, sodass ein Zustand innerer Zerrissenheit schrittweise überwunden wird, der der
Kirche Chinas eher aufgezwungen wurde, als dass sie ihn gesucht hätte.
#9 Catholicus 17:28:36 | Freitag, 9. September 2005
Misstrauen gegenüber Rom Manche wollen offenbar um keinen Preis glauben, dass der Papst mit dieser Einladung
an chinesische Bischöfe etwas Gutes für die Kirche tun will und beabsichtigt! So raubt man dem Amt,
das die Einheit der Kirche stiftet und versinnbildet, seinen eigentlichen Sinn. Beten wir für den Heiligen
Vater und die Kirche Chinas!
#7 Catholicus 17:07:31 | Freitag, 9. September 2005
Glaubenseinheit mit dem Bischof von Rom Wofür haben diese Märtyrer ihr Blut vergossen? Wohl für die
Unversehrtheit des Glaubens und die Einheit mit Rom. Wenn diese Einheit nun auch von schismatischen Bischöfen
verstärkt gesucht wird und Rom diesem Bemühen entgegen kommt, dann erledigt sich das Schisma gleichsam
von innen her und wird schrittweise überwunden. Auch so kann das Blut der Märtyrer Frucht bringen!
#4 Catholicus 15:27:18 | Freitag, 9. September 2005
Annäherung begrüßenswert Wenn es eine Dynamik der Annäherung ehemaliger oder noch bestehender Schismatiker
an die Katholische Kirche mit dem Papst gibt, so kann man das nur begrüßen. Ein unseliges Erbe muss
ja nicht für immer weitergeführt werden. Insofern freue ich mich, dass Papst Benedikt die Bischöfe
eingeladen hat, von denen er voraussetzt, dass sie alle die päpstliche Autorität anerkennen wollen!
Auch Papst Pius XII. würde sich freuen.
#20 Catholicus 21:19:37 | Donnerstag, 8. September 2005
@Evelin Das war aber jetzt Ihr Gatte (= Stimme aus dem Tradiland) Man kann sich sehr leicht sein eigenes
Lehramt schaffen (auch mit der Berufung auf die Tradition) und dabei die Kirche in ihrer lebendigen, auch
mit und nach dem 2. Vatikanischen Konzil fortdauernden Lehrverkündigung außer acht lassen. Ich bin sehr
froh über die (dogmatisch einwandfreien) Texte des 2. Vatikanischen Konzils konzil.stjosef.at/ und ebenso
über die Dogmen und Verlautbarungen früherer Konzilien. Es gibt ja doch nur eine einzige heilige katholische
Kirche, vor und nach dem 2. Vatikanischen Konzil!
#5 Catholicus 20:17:29 | Donnerstag, 8. September 2005
Humorlos Welches Gottesbild steht hinter dieser Satire? Gott wird als jemand dargestellt, der sadistisch
seine Freude darin findet, andere zu täuschen und dann zu quälen: hier eben Bill Gates, den Gründer
von Microsoft! Wozu das ganze dienen soll, weiß ich wirklich nicht. Oder habe ich zu wenig Humor? Dann
bitte ich jemanden, mir etwas nachzuhelfen
#13 Catholicus 15:02:37 | Donnerstag, 8. September 2005
@Stimme aus dem Tradiland … der Umstand, dass unter der Leitung des Papstes Häresien verkündet wurden:
Religionsfreiheit, Ökumenismus, Lehre der „abrahamitischen Religionen“, beliebig veränderbare Liturgie,
Fortschrittsglaube usw. In keinem dieser Punkte wurde unter der Leitung des Papstes eine Häresie verkündet.
Ich kann der (in der Sache zum Sedisvakantismus tendierenden) „Traditionsstimme“ nur raten: Studieren
Sie die Texte des 2. Vatikanischen Konzils, bevor Sie mit hingeworfenen Schlagworten derartige Ungeheuerlichkeiten
verbreiten!
#18 Catholicus 13:09:19 | Donnerstag, 8. September 2005
@Marcel Was der heutige Ortsbischof im Alleingang macht, ist Ungehorsam gegen Rom. So scheint es tatsächlich.
Gerade bei Privatoffenbarungen hat die Kirche immer eine weise Zurückhaltung geübt. So ist man gut beraten,
sich auf die von der Kirche anerkannten Erscheinungen zu beschränken und alles übrige sein zu lassen.
#59 Catholicus 22:41:58 | Mittwoch, 7. September 2005
Aufklärung Danke, Marcel, für die Bereitstellung der Warnung der FSSPX vor den Schriften von Johannes
Rothkranz. Dieser Mann, der sich nun offenbar völlig im Sedisvakantismus und Antisemitismus verrannt
hat, war ursprünglich ein hochtalentierter, sehr kirchlich eingestellter Theologe (Studium an der Phil.-Theol.
Hochschule Heiligenkreuz, Diplomarbeit über den Opfercharakter der hl. Messe bei + Prof. Holböck). Was
zu seinem Wandel geführt hat, weiß ich nicht. Beten wir für ihn und andere Verirrte!
#61 Catholicus 16:06:01 | Mittwoch, 7. September 2005
@Stimme aus dem Tradiland In sämtlichen deutschsprachigen Diözesen gibt es keine eingesetzten Exorzisten.
Ich weiß, dass es sowohl in jener Diözese, der wir beide angehören, wie auch in der entsprechenden
Metropolitandiözese je einen bischöflich bestellen Exorzisten gibt!
#14 Catholicus 22:13:23 | Dienstag, 6. September 2005
Unverantwortliches Vorgehen Gehen wir vom „worst case“ aus, der besagt, dass die Vorwürfe stimmen würden
(was grundsätzlich im Bereich des Menschenmöglichen liegt, da nur unser Herr Jesus Christus und die
Gottesmutter Maria frei sind von jeder Sünde): Wäre es dennoch verantwortungsvoll, mit eventuell belastenden
Informationen in der Weise umzugehen, wie es der von kreuz.net zitierte Autor tut? Ich denke nicht. Was
jedenfalls gegen die Glaubwürdigkeit der Vorwürfe spricht: die bereits erfolgte, zu keinem belastenden
Ergebnis gekommenen kirchlichen Untersuchungen; die integre Persönlichkeit Pater Maciels, die von vielen
innerhalb und außerhalb der Legion Christi bezeugt wird; die Widersprüche der Ankläger.
#99 Catholicus 22:11:04 | Donnerstag, 1. September 2005
@Gatte der Evelin Eine Bischofsweihe gegen den ausdrücklichen Willen des Papstes ist ein „intrinsece
malum“, ein in sich schlechter Akt. Das Bischofsamt als solches ist „kirchenstiftend“: dies gilt im Vollsinn
für Diözesanbischöfe, und im abgeleiteten Sinn auch für Weihbischöfe. Daher liegt in einem solchen
Weiheakt ein schismatisches Handeln. Das 2. Vatikanische Konzil war von seinem Selbstverständnis her
ein „pastorales“ Konzil, was jedoch eine lehrmäßige Ausrichtung nicht ausschließt. Es hat erstens die
bisherige Lehre und Tradition der Kirche bestätigt und zweitens neue Akzente gesetzt in wichtigen Fragen.
Ein Widerspruch zur Tradition ist nicht nachzuweisen. Als katholische Christen sind wir im Gewissen verpflichtet,
dem Lehramt des Papstes und der Bischöfe zu folgen. „Dieser religiöse Gehorsam des Willens und Verstandes
ist in besonderer Weise dem authentischen Lehramt des Bischofs von Rom, auch wenn er nicht kraft höchster
Lehrautorität spricht, zu leisten; nämlich so, daß sein oberstes Lehramt ehrfürchtig anerkannt und
den von ihm vorgetragenen Urteilen aufrichtige Anhänglichkeit gezollt wird, entsprechend der von ihm
kundgetanen Auffassung und Absicht“ (Lumen gentium, 25). Der Beistand des Heiligen Geistes verleiht dem
Lehramt das „sichere Charisma der Wahrheit“.
#81 Catholicus 07:50:05 | Donnerstag, 1. September 2005
@Ignatius Ihr Standpunkt in Ehren; jedoch: Die Kirche Christi ist auf den Felsen Petri gegründet und
nicht auf jene, die dem Lehramt des Papstes und der Bischöfe die Kompetenz absprechen, verbindliche Urteile
in Fragen des Glaubens und der Sitte auszusprechen! Daher muss sich ein jeder entscheiden, wo er dazugehören
will. Unser Herr Jesus Christus sagte, wer auf seine Apostel (und ihre Nachfolger) höre, der höre auf
ihn!
#37 Catholicus 13:21:40 | Dienstag, 30. August 2005
Unzulässige Projektionen Marcel spricht von den Päpsten des V.II, die folgendes behaupteten: einen „latitudinaristischen“
und ökumenischen Begriff von der in ihrem Glauben gespaltenen Kirche; eine kollegiale Regierung und eine
demokratische Ausrichtung der Kirche; einen falschen Begriff der Naturrechte des Menschen (Religionsfreiheit);
ein irrigen Begriff von der Gewalt des Papstes; eine protestantische Auffassung des heiligen Meßopfers
und der Sakramente; die freie Verbreitungsmöglichkeit der Häresien, die durch die Abschaffung des Heiligen
Offiziums gekennzeichnet ist; uam.Zu einer sachlichen Auseinandersetzung gehört es, dass man dem „Gegner“
(in diesem Fall dem Lehramt der nachkonziliaren Päpste) nicht etwas unterstellt, was sie selber gar nicht
behaupten. All das nämlich, was Sie hier behaupten, sind bloße Projektionen gewisser Traditionalisten,
die auf diese Weise ein Feinbild haben, gegen das sie ankämpfen können und damit (scheinbar) im Recht
sind. Was aber wäre (und in Wirklichkeit ist es so!), wenn das Lehramt der Kirche all diese Irrtümer
und Häresien gar nicht in der Weise vertritt, wie sie Marcel beschreibt?
#31 Catholicus 10:17:14 | Dienstag, 30. August 2005
„Urmeter“ und „depositum fidei“ Wenn man meint, die Priesterbruderschaft St. Pius X. würde gleichsam
das „Urmeter“ der Kirche hüten, dann frage ich mich, ob denn das „depositum fidei“ wirklich nur dieser
Bruderschaft anvertraut wurde oder nicht doch dem Nachfolger Petri und den mit ihm in Gemeinschaft stehenden
Bischöfen!
@Stimme aus dem Tradiland Es übersteigt meinen „papalistischen“ Horizont, die Einheit der wahren Kirche
Christi anderswo zu suchen als in der Einheit mit dem Papst und den Bischöfen, die in Kontinuität stehen
mit der auf die Apostel zurückgehenden Tradition. Nicht der Priesterbruderschaft St. Pius X. gilt die
Verheißung Christi, dass die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden, sondern der auf den
Felsen Petri gegründeten „römischen“ Kirche! Was ist übrigens aus Ihrer zum Sedisvakantismus neigenden
These geworden, Johannes Paul II. sei gar kein echter Papst gewesen, da er (angeblich) nicht getauft war?
Rede von der V2-Kirche offenbart schismatischen Geist Die Redeweise von der „V2-Kirche“ offenbart den
Geist mangelnder Einheit mit dem Papst und den Bischöfen, die das 2. Vatikanische Konzil als gültigen
und rechtgläubigen Ausdruck der Glaubensverkündigung anerkannt haben. Wer den Begriff „Konzilsgedächtniskirche“
oder „Konzilskirche“ oder „V2-Kirche“ verwendet, suggeriert, es gäbe konkurrierende „Kirchen“, ja noch
schlimmer, als ob jene Gemeinschaft der Gläubigen, die in Einheit mit dem Papst und den Bischöfen das
2. Vatikanum als rechtmäßiges Konzil der Kirche anerkennt, gar nicht die von Christus gestiftete eine,
heilige, katholische und apostolische Kirche repräsentiere. Wo wenn nicht hier zeigt sich ein schismatischer
Geist, der beweist, dass sich die Priesterbruderschaft St. Pius X. und ihre Anhänger je länger desto
mehr von der Einheit der Kirche entfernen!
#20 Catholicus 14:08:04 | Mittwoch, 24. August 2005
Verbindliche Glaubensauslegung Anstatt sich mit fiktiven Schreiben des Heiligen Vaters zu befassen, ist
es gut und fruchtbringend, das neue „Kompendium“ des Katechismus der Katholischen Kirche zu studieren.
Uner Nr. 16 heißt es: „Wem steht es zu, das Glaubensgut verbindlich auszulegen? Die verbindliche Auslegung
des Glaubensgutes obliegt allein dem lebendigen Lehramt der Kirche, das heißt dem Nachfolger Petri, dem
Bischof von Rom, und den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm. Dem Lehramt, das im Dienst des Wortes Gottes
das sichere Charisma der Wahrheit besitzt, steht es auch zu, Dogmen zu definieren: Das sind Formulierungen
von Wahrheiten, die in der göttlichen Offenbarung enthalten sind. Diese Autorität erstreckt sich auch
auf Wahrheiten, die mit der Offenbarung in einem notwendigen Zusammenhang stehen.“
Fundamentalkritik am Papst ist nicht katholisch Mir scheint, gewisse Herrschaften werden nie mit dem zufrieden
sein, was der Heilige Vater sagt oder tut, so lange sie nicht selber auf dem Stuhl Petri sitzen können!
Aber die Verwirklichung dieses (unmöglichen) Ansinnens wird zumindest teilweise dadurch erreicht, dass
man sich in mehr oder minder schismatischen Bewegungen wie der FSSPX ein Richteramt über die höchste
geistliche Gewalt auf Erden anmaßt, das nur Gott allein zusteht. Katholisch ist eine solche Haltung schon
lange nicht mehr!
#38 Catholicus 22:14:10 | Sonntag, 21. August 2005
Das Petrusamt als Dienst der Einheit Über die Jahrhunderte hinweg hat die Kirche das Wort Gottes bewahrt
und den Glauben unversehrt weitergegeben. Dabei leitet sie der Heilige Geist, der sie in alle Wahrheit
einführt. Das Petrusamt ist das Fundament der Einheit der Kirche, da auf diese Weise die Einheit des
Glaubens bewahrt wird. Als Papst Benedikt am 19.08.2005 mit Angehörigen anderer christlicher Konfessionen
zusammengetroffen ist, hat er erklärt, dass es die Einheit im Glauben nur in der Wahrheit geben kann
und darf. Im Lauf der Jahrhunderte sind viele Abspaltungen von der einen wahren Kirche Christi erfolgt.
„Spaltungen stehen im Kontrast zum Willen Jesu und machen uns vor den Menschen unglaubwürdig“, sagte
der Papst in Köln. In dem Maß, als man sich vom Felsen Petri getrennt hat, ist auch die Einheit des
Glaubens verloren gegangen. Nur eine Neubesinnung auf das geistliche Dienstamt des Nachfolgers Petri,
des Papstes, kann der Christenheit helfen, ihre Einheit in Christus noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen
und zu verwirklichen. „Die katholische Kirche erstrebt das Erreichen der vollen sichtbaren Einheit der
Jünger Christi …Diese Einheit besteht nach unserer Überzeugung unverlierbar in der katholischen Kirche.“
Das Papstamt ist kein „Stolperstein“ auf dem Weg zur Einheit der Christen, sondern in Verbindung mit dem
Glaubensbekenntnis zu Jesus Christus als dem Sohn des lebendigen Gottes zum Felsen, auf den der Herr seine
Kirche bauen wollte und den die Pforten der Hölle nicht überwältigen können.
Extra Ecclesiam Leider zeigen manche Kommentatoren durch die Art und Weise ihrer antipäpstlichen Polemik,
wo sie stehen: „Extra Ecclesiam!“ Dies ist noch beschämender als die (in gutem Glauben oder aus Schwachheit
geschehenden) Unvollkommenheiten, Fehler oder gar Ärgernisse auf dem Weltjugendtag, der als solcher trotz
allem ein Segen für die Kirche ist! mfg Dr. Josef Spindelböck.
@Romulus Überall, wo Menschen Verantwortung tragen, gibt es Schwachstellen und mitunter auch Ärgernisse.
Dennoch ist die Grundidee und das Grundanliegen des Weltjugendtages gut! Beten wir, dass die jungen Menschen
durch Gottes Heiligen Geist erleuchtet und im Glauben der einen, heiligen, katholischen und apostolischen
Kirche gestärkt werden mögen!
#13 Catholicus 09:07:23 | Freitag, 19. August 2005
@hcr „ An ihren Dienstgewändern werdet ihr sie erkennen !“ So sehr das Zeugnis des Glaubens und der priesterlichen
Identität sich (in Normalfall) nach außen hin kundtun soll, darf man dennoch daraus nicht schließen,
dies sei das Entscheidende und Wesentliche überhaupt. Ich kenne Priester und Mönche, die zwar korrekt
gekleidet sind, aber nicht in allen ihren Überzeugungen für die Lehre der Kirche einstehen; umgekehrt
kenne ich einige Priester, die es (leider) mit der priesterlichen Kleidung nicht so genau nehmen, aber
doch absolut zuverlässig sind in dem, wie sie die Lehre der Kirche verkünden und die Menschen seelsorglich
begleiten. Betreffend die priesterliche Kleidung (die keine lehrmäßige, sondern eine disziplinäre Frage
ist) gilt daher: Die Prinzipien hochhalten, aber im Einzelfall gut hinschauen auf die Person und niemanden
zu Unrecht verdächtigen! – mfg Dr. Josef Spindelböck.
#11 Catholicus 08:46:11 | Freitag, 19. August 2005
@Miles Christi Dabei bleibe ich aber: ein Mönch sollte stets seine Kutte tragen Ja, da stimme ich mit
Dir überein! Doch dürfen wir im Einzelfall nicht den Fehler machen, jemanden abzuwerten oder etwas Böses
zu unterstellen, der dies ausnahmsweise oder gar generell nicht so hält.
Ad personam Resch P. Laurentius Resch ist sicher kein „Möchtegern-Playboy“. Wer ihn nicht kennt, soll
hier schweigen. Mir ist er persönlich bekannt, und ich schätze ihn (auch wenn er auf dem Bild ohne Habit
abgebildet ist; im übrigen trägt er ihn meistens, somit ist die Darstellung nicht repräsentativ). Möge
er ein gutes Wirken im Priesterseminar St. Pölten entfalten!
#28 Catholicus 12:00:31 | Donnerstag, 18. August 2005
@Athanasius Natürlich beten wir dafür. Jeden Tag. Für alle. Aber die Heilseffektivität ist nicht gross.
Es werden nur wenige gerettet. Behaupten Sie anders? Dann verwerfen Sie die Aussagen der Kirche und vor
allem vieler Heiligen. Ja, ich behaupte, dass es aus Schrift, Tradition und Lehre der Kirche nicht feststeht,
wie viele gerettet werden. Die entsprechenden Aussagen sind eben konditional (bedingungsweise) zu verstehen,
wie vorher dargelegt: Wenn sich die Sünder nicht bekehren bzw. wenn nicht ausreichend für sie gebetet
wird, dann kann es so ausgehen, dass nur wenige gerettet werden. Würde man im voraus eine „geringe Heilseffektivität“
annehmen, dann stellt man erstens die Überfülle der göttlichen Erlösungsgnade in Frage und andererseits
die Hoffnung auf das eigene Heil und das anderer Menschen. Ich kann nur sagen: Wenn ich fix davon ausginge,
dass nur wenige gerettet würden, dann wäre ich entmutigt und ohne Freude. So aber kann ich in gläubigem
Gottvertrauen mit der Gnade Gottes das eigene Heil wirken und für das Heil aller anderen beten. Dass
das Gebet für die Sünder nicht unwirksam ist, zeigen die Heiligen und sagt auch die Gottesmutter in
Fatima!
#26 Catholicus 07:52:31 | Donnerstag, 18. August 2005
Werden nur wenige gerettet? Die Hinweise Christi auf die Wirklichkeit der Hölle und die ewige Verdammnis
für einen jeden, der bewußt und freiwillig im Unglauben verharrt oder zwar im rechten Glauben lebt,
durch die Todsünde(n) jedoch die Liebe zu Gott verliert und in dieser Unbußfertigkeit bis zum Tode verharrt,
sind ernst zu nehmen. Wenn man nun aber beginnt, mit Berufung auf die Heilige Schrift und die Tradition
sowie auf Aussagen einzelner Heiliger Spekulationen über die absolute oder relative Zahl der Geretteten
bzw. der Verdammten anzustellen, so hilft das wenig. Gottes Offenbarung dient dem Heil der Menschen, und
so sind alle aufgerufen, sich zu bekehren und auch für andere zu beten. Man kann die Höllenworte der
Heiligen Schrift in dem Sinn konditional verstehen, dass es dann heißt: Wennihr euch nicht bekehrt bzw.
wenn ihr nicht für die vielen betet, die in Gefahr sind verloren zu gehen, dann kann es so ausgehen,
dass nur wenige gerettet werden. Die Kirche hat jedenfalls zu allen Zeiten die Gläubigen ermutigt, an
ihrem ewigen Heil nicht zu verzweifeln, sondern im Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit und Gerechtigkeit
täglich neu das Gute zu wirken. Im Fatima-Gebet beten wir darum, dass Gott uns vor dem „Feuer der Hölle“
bewahren und „alleSeelen in den Himmel“ führen möge – auch wenn nicht alle diese Gnade Gottes annehmen.
#14 Catholicus 20:13:52 | Mittwoch, 17. August 2005
@Athanasius Die Mehrheit der Menschen geht direkt in die Hölle. Woher haben Sie diese Gewißheit? Gottseidank
gibt es einen einzigen barmherzigen Richter für alle, den lieben Gott. Wie viele gerettet werden und
verloren gehen, ist sein Geheimnis und nicht das unsere. Wir wissen aber, dass Christus für jeden Menschen
gestorben ist und daher einem jeden Menschen soviel Gnade gibt, dass er gerettet werden kann.
@Miles Christi Ja, die Abtreibung als solche ist mit der Exkommunikation verbunden: Jede wissentlich und
willentlich durchgeführte Abtreibung zieht die kanonische Strafe der Exkommunikation nach sich. Siehe
dazu die wichtige und erhellende Stellungnahme von Erzbischof Haas www.livenet.ch/…D/article/191/1976/!
Gottes Segen und herzliche Grüße.
Richtigstellung zur Exkommunikation Lieber Miles, die von Dir angegebenen Stellen im CIC und im KKK sind
sehr wichtig und zeigen, dass es innere und äußere Hindernisse gibt, die es – solange diese bestehen –
unmöglich machen, die heilige Eucharistie zu empfangen. Allerdings stimmt die von dir aufgestellte Behauptung
nicht, dass jeder, der eine schwere Sünde (Todsünde) begeht, damit automatische exkommuniziert sei.
Vermutlich steht dahinter eine Unklarheit über das, was mit Exkommunikation gemeint ist! Klarerweise
ist jeder Exkommunizierte vom Kommunionempfang ausgeschlossen, doch gibt es darüber hinaus auch noch
anderes, was vom Kommunionempfang ausschließt, wie eben die unbereute, nicht gebeichtete Todsünde. Die
Exkommunikation ist eine „Beugestrafe“ und wird von der Kirche „nur mit allergrößter Zurückhaltung
und nur für schwerere Straftaten“ aufgestellt (vgl. CIC, can. 1318).
Halbinformationen und Verdächtigungen Mit diesem kreuz.net – Bericht wird in einen ganz gewöhnlichen
Vorgang etwas hinein“geheimst“, was nicht zutrifft. Es handelt sich meines Wissens um minimale Adaptionen
des Statuts, die als echte Verbesserungen bzw. sinnvolle Kompromisse dem jetzigen Diözesanbischof Küng
vorgeschlagen werden. Die wichtige Initiative von Bischof Krenn im Hinblick auf das Statut wird dadurch
in keiner Weise in Frage gestellt. – Mit den Studiengebühren verhält es sich übrigens so, dass deren
Einführung keineswegs schon beschlossen ist. Ich bin der Überzeugung, dass Bischof Küng das katholische
Profil der Hochschule stärken und nicht schwächen will und stehe auch namentlich dafür ein! – Dr.theol.
habil. Josef Spindelböck, Dozent für Ethik an der Phil.-theol. Hochschule St. Pölten.
Bischof Küng ist ein katholischer Bischof Ich halte es für ungerecht, dem jetzigen Bischof von St. Pölten
die Verantwortung für dieses Ärgernis zuzuschieben. Es mag sein, dass Pater Udo die Güte des neuen
Bischofs ebenso mißbraucht wie die seines Vorgängers. Verantwortlich dafür ist aber der besagte Benediktiner
und nicht sein Ordinarius!
@Laurentius2: Vorsicht mit fixen Behauptungen Das auf der Homepage von Dr. Rothe www.wfrothe.com/ publizierte,
vom Gericht nicht übernommene Gutachten von Prof. Waldhäusl sagt aus, dass es aufgrund der Perspektivenverschiebung
möglich sei, dass es kein Zungenkuss war. Es ist das gute Recht eines medial und kirchlich Beschuldigten
(Dr. Rothe), sich zu verteidigen. Ich will mich nicht zum Verteidiger derartiger Bilder machen, die von
den Dargestellten jedenfalls grundsätzlich als echt anerkannt werden!
Dank an Eminenz Schönborn Dem hwst. Herrn Kardinal ist zu danken, dass er diese wichtige Klarstellung
im Hinblick auf die Evolutionstheorie getroffen hat: Die Annahme einer Entwicklung der Lebenwesen ist
als solche nicht mit dem Schöpfungsglauben unvereinbar, wohl aber die ideologisch motivierte neo-darwinistische
Auffassung, diese Entwicklung sei planlos und „zufällig“ geschehen. Es gibt ein „göttliches Design“
dessen, was lebt und existiert; die Welt und was auf ihr lebt, verdankt sich nicht dem Zufall, sondern
dem Schöpfungswirken Gottes. Insbesondere ist der Mensch aufgrund seiner geistigen Seele durch einen
eigenen Schöpfungsakt Gottes ins Dasein getreten und nicht einfach ein aus der Evolution gleichsam von
selbst entstandenes „höheres Tier“. Er ist und bleibt „animal rationale“ und als solches berufen, den
Schöpfer in Freiheit und Liebe anzuerkennen! Glaube und Wissen widersprechen sich nicht, wenn die jeweiligen
Grenzen ihrer Zuständigkeit beachtet werden.
Zivilehe und Formpflicht @Miles Christi Was Du hier schreibst, stimmt nicht! Die katholische Kirche erkennt
eine Zivilehe gemäß und seit dem CIC 1983 nur dann als gültige Ehe an (auch unter Getauften, und dann
ist sie sogar Sakrament!), wenn die beiden Partner nicht der Formpflicht der Kirche unterliegen. Dies
ist bei aus der Kirche Ausgetretenen der Fall oder auch bei Menschen, die von vornherein nicht der Kirche
angehören. Wer jedoch der kirchlichen Formpflicht unterliegt, kann noch so oft zivil heiraten: eine vor
Gott und der Kirche gültige sakramentale Ehe kommt in diesem Fall nur dann zustande, wenn die Kirche
aus berechtigtem Grund im Einzelfall von der Formpflicht dispensiert.
Gruß an den Autor Ich grüße den unter kreuz.net-Pseudonym schreibenden Autor dieses Beitrags herzlich.
Er ist mir persönlich bekannt, und ich schätze ihn als einen ernsthaften und gläubigen Menschen! –
Generell freilich kann ich mit der Anonymität von kreuz.net nicht viel anfangen; es wäre besser und
würde die Seriosität erhöhen, wenn wenigstens eine Realperson bereit wäre, für das gesamte Unternehmen
kreuz.net öffentliche Verantwortung zu übernehmen. – Mfg Dr. Josef Spindelböck.
Kein liberaler Bischof, sondern ein katholischer! Ich finde es schade, dass der gute Bischof Schwarz nun
ins „Zölibats-Fettnäpfchen“ getreten ist, das ihm die Gegner der kirchlichen Disziplin gelegt haben.
Dennoch ist er für mich jetzt nicht einfach ein „liberaler“ Bischof geworden. Wir müssen einfach beten,
dass er Kraft bekommt, katholische Positionen und Rechtsfestlegungen der Kirche auch dort zu vertreten,
wo es gegen den Zeitgeist geht!
Mögliche Erklärung Ich kann mich Yersenia nur anschließen und nach dem thematischen Zusammenhang dieses
Beitrags mit den übrigen Themen auf kreuz.net fragen. Aber ich vermute, dass kreuz.net der betroffenen
Frau eine Gelegenheit zur Stellungnahme geben wollte. Insofern sich hier eine gewisse Fairneß ausdrückt,
ist das zu begrüßen!
Titelwahl ist verräterisch Die Titelwahl und Aufbereitung bestimmter kreuz.net – Artikel ist suggesitiv
und verräterisch. Was oft fehlt, ist ein Minimum an Respekt gegenüber dem Heiligen Vater und den mit
ihm verbundenen Bischöfen! Weil sich niemand namentlich dazu bekennen will (die Anonymität von kreuz.net
ist leider schon chronisch), ist das Produkt relativ wertlos. mfg Dr. Josef Spindelböck.
Mögliche Hintergründe Ich kann es mir nicht anders vorstellen, als dass – EB Dziwisz zuerst vorhatte,
dem letzten Willen des verstorbenen Papstes vorbehaltlos zu entsprechen und wirklich alle Aufzeichnungen
zu vernichten; – dass sich jedoch a) aufgrund der spezifischen Natur der hinterlassenen Schriften (in
denen das Persönliche vom allgemein Wichtigen zu trennen ist) eine besondere Gewichtung ergeben hat,
welche dann b) im Hinblick auf die Eröffnung des Seligsprechungsprozesses eine Neubewertung nötig machte;
– und dass diese Neubewertung und die Entscheidung, tatsächlich nichts zu vernichten in Abstimmung mit
dem jetzigen Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. erfolgt ist. Wenn das so ist, wird EB Dziwisz wohl richtig
gehandelt haben!
@Stimme aus dem Tradiland Ihre Behauptungen zur angeblichen Nicht-Taufe von Papst Johannes Paul II. veranlassen
mich zur Frage: Sind Sie jetzt Sedisvakantist geworden oder vertreten Sie noch die Positionen der Priesterbruderschaft
St. Pius X.?
Zur Taufe Karol Józef Wojtylas @Stimme aus dem Tradiland Bei George Weigel (Zeuge der Hoffnung. Johannes
Paul II. Eine Biographie, Paderborn 2002) ist im Hinblick auf die Taufe des kleinen Karol Józef Wojtyla
folgendes zu lesen: „Seit 1919 wohnten Karol und Emilia mit ihrem Sohn Edmund im zweiten Stock des Hauses
Rynek-Straße 2, heute Koscielna-Straße 7. Es lag gegenüber der Marienkirche und gehörte Chaim Blamuth.
Dort wurde am 18. Mai 1920 das dritte Kind des Ehepaares geboren. Lolek, wie ihn Familie und Freunde später
nannten, wurde von dem Militärkaplan Franciszek Zak am 20. Juni 1920 in der Marienkirche getauft und
erhielt offiziell die Namen Karol Józef, aus Pietät für die Habsburger Monarchie, in deren Diensten
sein Vater gestanden hatte.“
#39 Catholicus 18:43:51 | Donnerstag, 19. Mai 2005
Die christliche Liebe nicht verletzen Sehr geehrter Herr Mag. Lintner! Die lieblose, selbstgerechte und
rechthaberische Art und Weise, wie Sie über den verstorbenen Papst Paul VI. urteilen, läßt mich fragen,
ob Sie selber den Frieden des Herzens mit Gott haben können. Diese eine solche Vorgangsweise, immer nur
das Schlechte bei anderen zu suchen oder zu vermuten, kann keinen Segen bringen. Der Apostel Paulus schreibt:
„Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes
Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und
alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte
aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen
Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.“ Mit besten Grüßen und
Segenswünschen Josef Spindelböck
#37 Catholicus 17:25:25 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@Stimme aus dem Tradiland Ich bin erschüttert, dass Sie dem verstorbenen Papst Paul VI. Verstockung vorwerfen
und den möglichen Verlust des ewigen Lebens wegen seiner angeblichen Uneinsichtigkeit unterstellen. Gott
der Herr ist mit Sicherheit gerechter und barmherziger als die ominöse „Stimme“! Vor Gottes Augen können
wir dann in Zuversicht hintreten, wenn wir demütig unsere Schuld bekennen.
#21 Catholicus 13:33:40 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@Stimme aus dem Tradiland bzw. Paul Mayer Erzbischof Lefebvre gilt meine Hochachtung, insoweit er wirklich
seinem an der Lehre der Kirche gebildeten Gewissen gefolgt ist und auch bereit war, für seine Haltung
so manches Ungemach auf sich zu nehmen. Ob und inwieweit das so ist, weiß Gott allein, der die Herzen
kennt und der ihm sicher ein barmherziger und gerechter Richter gewesen ist. Unbeschadet dessen muss die
Kirche nach objektiven Gesichtspunkten urteilen und ist eben der Auffassung (die ich vollinhaltlich teile),
dass Bischofsweihen gegen den Willen des Papstes ein schismatischer Akt sind, der mit der von selbst eintretenden
Exkommunikation verbunden ist. In dieser Frage der dafür zuständigen päpstlichen Autorität zu folgen
ist keine Verletzung des Prinzips „Audiatur et altera pars“, zumal ich bereit bin, die Argumente von Erzbischof
Lefebvre auf gebührende Weise zu würdigen. Das Ergebnis kann freilich nicht sein, dass ich mich auf
eine Linie verpflichten lasse, die der Einheit mit dem Lehr- und Hirtenamt des Papstes und der Bischöfe
widerspricht. – „Pro Sancta Ecclesia“ setzt sich für die „alte Liturgie“ ein, anerkennt aber zugleich
auch die sog. „Neue Messe“ als rechtgläubig. Oder irre ich mich da, dass Ihr Standpunkt in jener Frage
von dem von „Pro Sancta Ecclesia“ vertretenen abweicht, obwohl Sie dort mitarbeiten?
#13 Catholicus 09:09:40 | Donnerstag, 19. Mai 2005
@Paul Mayer Im Hinblick auf homosexuelle oder gar pädophile Aktivitäten von Priestern oder kirchlichen
Mitarbeitern kann man nicht genug wachsam sein; kein Unrecht darf gutgeheißen werden. Mir ging es aber
um jenen Punkt, dass man Erzbischof Levada hier einfach auf die Aussage einer einzelnen Person hin schon
alles mögliche Schlechte unterstellt, so als habe er all das bewußt toleriert oder gar gefördert. Als
Jurist, lieber Herr Mag. Lintner, sollten Sie sich dem Prinzip verbunden wissen: „Audiatur et altera pars.“
Nur dann kann man – soweit es uns Menschen möglich ist, gerecht urteilen. Und bedenken Sie dies: Auch
Sie sind nicht allwissend und schon gar nicht unfehlbar. – Mit freundlichen Grüßen Dr. Josef Spindelböck.
Kritische Zurückhaltung ist angebracht Ich finde es unverantwortlich, jedem Gerücht und jeder Aussage
zu glauben und hätte vielleicht ähnlich gehandelt wie Erzbischof Levada. Vielleicht hatte Erzbischof
Levada ernsthafte Gründe, an der Seriosität der Aussagen seines angeblichen Informanten zu zweifeln?
Und wenn sich im Nachhinein manches als berechtigt herausstellte: Konnte dies vorher vom verantwortlichen
Erzbischof alles durchschaut werden?
Woher kommen die Zitate? kreuz.net hat sie offenbar aus der bei YAHOO dokumentierten englischen Zusammenfassung
dailynews.yahoo.com/…shop_levada_quotes_1 der Associated Press ins Deutsche übersetzt (es handelt sich
dabei teilweise um redaktionelle Verkürzungen). Im Original findet sich die Ansprache vom 5. März 2002
mit dem Titel „A new Apologetics for the New Millennium“, abgehalten im Rahmen der Saint Ignatius Institute
Lecture Series der University of San Francisco, direkt auf der Webseite der Erzdiözese von San Francisco
unter dem Menüpunkt „Statements www.sfarchdiocese.org/statements/“. Das besagte Zitat ist im Anhang in
etwas ausführlicherer Fassung zu finden, die eine katholische Interpretation nahelegt und keine häretische.
Interpretation im Einklang mit dem Glauben Gemäß der Regel des heiligen Ignatius von Loyola, die Worte
oder Sätze anderer Personen sachlich-wohlwollend zu interpretieren, sehe ich keinen Anlaß, beim Islam-Zitat
von Erzbischof Levada sofort „Häresie!“ zu rufen. Levada geht es um den Dialog zwischen katholischen
Christen und islamischen Gläubigen. Dafür verlangt er erstens eine genaue Kenntnis der eigenen und der
anderen Auffassung („die Chance ins Geheimnis des jeweiligen Glaubens tiefer einzudringen“) und dann den
intellektuell redlichen Versuch, die jeweiligen Inhalte miteinander zu vergleichen („um zu sehen, wie
ein Glaube im anderen Glauben widerhallt und zu ihm in Beziehung steht“). Das Ergebnis einer solchen Prüfung
steht nicht von vornherein in der Richtung fest, die Paul Mayer benennt und befürchtet (nämlich dass
es keinen Unterschied gäbe zwischen Islam und Christentum). Der Folgesatz von Levada läßt vielmehr
darauf schließen, dass die Einzigartigkeit der Offenbarung Gottes in Jesus Christus diesen Dialog immer
nur als missionarischen begreifen läßt. – Sicher, ich bin nicht Levada; aber bis zum Erweis des Gegenteils
hindert mich gemäß dem Widerspruchsprinzip nichts und niemand daran, die Aussagen Levadas übereinstimmend
mit der katholischen Lehre auszulegen!
@Herr und Frau Mayer Es ist unhaltbar, die Meinung z.B. eines Kardinal Ottaviani zu einem Entwurf des
NOM gegen die tatsächliche päpstliche Anerkennung und Inkraftsetzung dieser Liturgieform auszuspielen.
In der Kirche Gottes hat nun einmal der Papst die Autorität, die Liturgie zu regeln. Dass die „alte Messe“
faktisch nie verboten wurde, gilt es dankbar zu würdigen; zugleich ist auch die „neue Messe“ in ihrer
Rechtmäßigkeit anzuerkennen (erst dann kann man über eine „Reform der Reform“ reden, wenn dies grundsätzlich
feststeht, wie auch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. – dieser noch als Kardinal – festgestellt haben).
Das ist der Unterschied zwischen der Haltung der mit Rom verbundenen Petrusbruderschaft und der nicht
in voller Einheit mit Rom stehenden Piusbruderschaft! Viele Priester geben ihr Glaubenszeugnis für die
Einheit der Kirche und den katholischen Glauben dadurch, dass sie die Messe im „Novus Ordo“ entsprechend
den Vorgaben und der Intention der Kirche feiern und dabei in allem mit dem katholischen Glauben übereinstimmen.
Auch jene Priester geben Zeugnis für die Einheit der Kirche und den katholischen Glauben, welche die
Messe in der Form des „Tridentinischen Ritus“ in voller Einheit mit dem Papst und den Bischöfen feiern.
Wo diese Haltung bei Priestern und Gläubigen fehlt, da mangelt es an der vollen Katholizität – unabhängig
davon, ob jemand die Messe im „alten“ oder „neuen“ Ritus feiert oder mitfeiert!
Opfer Christi und nicht „Luthermesse“ Wenn ich als Priester die heilige Messe feiere, wird durch die dem
Priester von Gott verliehene sakramentale Vollmacht das Opfer Christi gegenwärtig gesetzt. Sofern ich
mich dabei an die liturgischen Vorgaben der Kirche halte, ist dies in keinem Fall eine „Luther-Messe“,
selbst dann nicht wenn sie am sog. „Volksaltar“ gefeiert wird!
@Marcel Solange die von der Kirche approbierte Form der Messfeier von bestimmten traditionalistischen
Kreisen als „Luther-Messe“ bezeichnet wird und diese damit sowohl in ihrer Rechtmäßigkeit wie auch in
ihrer Rechtgläubigkeit, möglicherweise sogar in ihrer Gültigkei in Frage gestellt wird, ist etwas defizitär
am Standpunkt besagter Gruppe. Wer meint, die Katholische Kirche abseits des Felsens Petri finden zu können,
hat sein Haus auf Sand gebaut!
@Paul Mayer zum 2. Vatikanischen Konzil, das er nur als „(Räuber-)Synode“ akzeptiert Aber „Pro Santa
Ecclesia“, wo Sie ebenfalls mitarbeiten, anerkennt doch sowohl die Rechtmäßigkeit wie die Rechtgläubigkeit
des 2. Vatikanischen Konzils. Jedenfalls lese ich aus deren Mitteilungsblatt, das ich regelmäßig erhalte,
nichts Gegenteiliges heraus!
@Paul Mayer Soweit ich weiss, vertritt die Priesterbruderschaft St. Pius X., der Sie zugeneigt sind, nicht
die Auffassung, das 2. Vatikanisches Konzil sei gar kein Konzil gewesen, wie Sie dies behaupten. Haben
Sie diese Frage schon mit kompetenten Personen innerhalb der Priesterbruderschaft diskutieren können?
Für mich, der ich mich nicht in dieser Weise der Priesterbruderschaft St. Pius X. verbunden weiß, ist
es ohnehin klar (aufgrund der Autorität der Päpste und des geltenden Kirchenrechts), dass das 2. Vaticanum
tatsächlich ein rechtmäßiges und auch rechtgläubiges Konzil der Kirche war!
Rechtmäßigkeit des 2. Vatikanums Das 2. Vatikanische Konzil verkündete keine neuen Dogmen, sondern
bestätigte die bisher geltenden und wandte sie auf die Situation der Kirche in der Welt von heute an.
Über die Gültigkeit und Rechtmäßigkeit eines Konzils der Kirche entscheidet nach geltendem Kirchenrecht
jedenfalls der Papst; und dieser hat das 2. Vatikanische Konzil einberufen (sel. Johannes XXIII.) bzw.
seine Beschlüsse als rechtmäßig und als mit dem Glauben der Kirche übereinstimmend anerkannt (Paul
VI.).
Die Kirche Christi hat Bestand Es ist falsch und irreführend, eine Trennung zwischen der vorkonziliaren
und der nachkonziliaren Kirche vorzunehmen. Katholisch ist nur, wer das kirchliche Lehramt in seiner Gesamtheit
bejaht: sowohl die „vorkonziliaren“ Päpste wie auch diejenigen seither lehrten im Namen und in der Autorität
Jesu Christi, der seiner Kirche im Petrusamt Bestand verheißen hat, auf dass sie die Pforten der Hölle
nicht überwältigen!
@Paul Mayer Liebe Frau „Mayer“, die Frage ist, ob wir, um wirklich katholisch sein zu können, die gegen
den Willen des Papstes erfolgten Bischofsweihen von Erzbischof Lefebvre gebraucht haben oder ob es nicht
doch einfach genügt, in Einheit mit den Päpsten aller Zeit (und daher auch mit den unmittelbar vergangenen
und dem jetzigen) am Glauben der Kirche treu festzuhalten. EB Lefebvre hat viel Gutes getan, aber er hat
sich „verrannt“, als er meinte, sich in der Ablehnung des 2. Vatikanischen Konzils und in der Eigenmächtigkeit
von Bischofsweihen gegen das päpstliche Lehr- und Hirtenamt stellen zu müssen. Gottes Segen und freundliche
Grüße!
Freude und Dankbarkeit über den neuen Papst Ich freue mich, dass Gott der Kirche wieder einen würdigen
Nachfolger auf dem Stuhl Petri geschenkt hat. Benedikt XVI. wird die theologische Grundlinie des Pontifikates
Johannes Pauls II. fortführen und sich auch für jene Werte einsetzen, die von traditionellen Katholiken
vertreten werden. Eines hat er aber bereits klargestellt: Das 2. Vatikanische Konzil gilt, und es muss
noch mehr und besser verwirklicht werden – anhand seiner Dokumente und in Einklang mit dem, was die Kirche
seit 2000 Jahren im Auftrag Christi lehrt!
Guter Rat ist nicht teuer Lieber Bruno-Maria, bitte nicht zu stark polemisieren, sondern einfach den
Glauben der Kirche vertreten. Dann ist der Platz hier im Forum gesichert, so hoffe ich für Dich. Gottes
Segen!
Anmerkung zum Korankuss des Papstes Ein guter Bekannter stellte vor kurzem fest: „Der Papst küsste den
Koran nicht in Anerkennung einer falschen Sicht Gottes, die der Koran festschreibt, sondern in Liebe zu
unseren Brüdern, denen die Wahrheit noch verschlossen ist.“ Da könnte doch etwas daran sein, meint Catholicus,
der dennoch anmerkt, das Zeichen war mißverständlich und hätte unterlassen werden sollen. Aber wer
von uns darf sich das Recht herausnehmen, den verstorbenen Heiligen Vater deshalb zu verurteilen? Er hat
seinen barmherzigen Richter bereits gefunden!
Einseitigkeit des Berichts Nicht erwähnt wird im Artikel von kreuz.net, dass sich das „Genau so handeln“
des Bistums Bamberg auf den Entzug der „missio canonica“ bezieht, wie dies Bischof Koch gegenüber Pfr.
Sabo angekündigt hatte. Im Artikel entsteht der Eindruck, genau so handeln heiße „nicht handeln“, d.h.
sich einfach zur faktischen oder angeblichen Machtlosigkeit des bischöflichen Dienstes gegenüber einem
Pfarrer, der die kirchliche Einheit zerstört, zu bekennen.
Liebe zur Kirche Ein Vorschlag für das Anbringen kritischer Meinungen: Der Grundrespekt und die Grundehrfurcht
sowohl gegenüber dem Amt des Papstes wie auch gegenüber der Person des verstorbenen Heiligen Vaters
sollte gewahrt bleiben. Kritik sollte eher als Anfrage oder als Problem mit offenem Ausgang formuliert
werden denn als apodiktische Behauptung nach dem Motto „Ich habe immer recht, der Papst nie.“ Häresievorwürfe
sind kontraproduktiv, ebenso Behauptungen, der verstorbene Papst habe sich gegen die Tradition der Kirche
gestellt oder ihre Lehre verraten etc. Nun wird vielleicht mancher sagen: Da wird ja unsere Meinungsfreiheit
eingeschränkt. Dem würde ich antworten: „Bist Du noch katholisch und willst Du es bleiben? Was hält
Dich noch an der Kirche, wenn Du Dir aus Liebe zur Kirche nicht auch eine Grenze für Deine persönliche
Kritik auferlegen willst?“
Offen auftreten! Nun, guter St Polterer, meinen Namen kennen Sie ja! Wie wär’s mit Ihrem Namen und den
Namen der für kreuz.net – Verantwortlichen? Muss sich hier vielleicht jemand verstecken, weil er keine
lauteren Absichten hat? mfg Dr. Josef Spindelböck
Namen sind gefragt! Kann kreuz.net den Namen des römischen Moraltheologen nennen, der die besagte Stellungnahme
abgegeben hat? Oder muss dieser anonym bleiben wie das kreuz.net – Team?
Mißbräuche bedauerlich Die leider auch bei Papstmessen geschehenden Missbräuche und Entehrungen der
heiligen Eucharistie sind jedenfalls bedauerlich. Dass dazu auch die Handkommunion beitragen kann, wenn
die kirchlichen Vorschriften nicht eingehalten werden, muss man nüchtern und betrübt zur Kenntnis nehmen
und nach Wegen wirksamer Abhilfe suchen. Nicht nur, aber auch aus diesem Grund hat die Kirche über viele
Jahrhunderte hinweg ihre Präferenz für die Mundkommunion dadurch zum Ausdruck gebracht, dass diese als
die rechtlich allein mögliche Form galt. Unhaltbar ist es jedoch, wenn manche nun für alles Schlimme
den verstorbenen Heiligen Vater persönlich haftbar machen wollen und sich dabei – wie Paul Mayer – mit
einer Kühnheit ohnegleichen auf einen Vergleich mit Adolf Hitler einlassen, welcher seltsamerweise von
der Redaktion des anonymen kreuz.net nicht zensuriert wird.
#24 Catholicus 11:29:57 | Dienstag, 12. April 2005
Katechismus Viele wissen, dass ich die Entscheidung der mir bis unbekannt gebliebenen Verantwortlichen
von kreuz.net nicht verstehen kann, anonym zu bleiben. Der Ärger darüber ist wohl zu verstehen; von
Beschimpfungen, wie von einigen (meist ebenfalls anonymen Personen) zum Ausdruck gebracht, halte ich dennoch
nichts. Zu Marcels Frage nach der Version des „Katechismus der Katholischen Kirche“: Sicher muss man Bezug
nehmen auf die lateinische Ausgabe des KKK, entsprechend derer die Übersetzungen der einzelnen Landessprachen
im Nachhinein nochmals überarbeitet wurden. Ich würde aber meinen, dass die „Fehler“ früherer Versionen
sich nicht auf Glaubensaussagen beziehen und schon gar nicht mit dogmatischen Irrtümern zu tun haben.
Zu unterscheiden ist ja immer zwischen einer Glaubenswahrheit und der darauf bezogenen sprachlichen Formulierung.
Diese kann durchaus verbessert werden, was auch geschehen ist!
#19 Catholicus 09:14:54 | Dienstag, 12. April 2005
@Paul Mayer Der Begriff „gegenwärtiges Lehramt“ soll zum Ausdruck bringen, dass es zur Kontinuität des
kirchlichen Lehramts, das im Namen Christi vom Papst und den Bischöfen ausgeübt wird, gehört, dass
es fortdauert auch bis in unsere Zeit. Natürlich kann kein späterer Papst ein früheres Dogma aufheben
und wird dies auch nicht tun. Johannes Paul II. hat jene Irrlehren, die ihm von selbsternannten Kritikern
unterschoben werden, nicht vertreten. Man möge doch bitte den vom Papst selber approbierten „Katechismus
der Katholischen“ Kirche zur Hand nehmen und aufzeigen, ob darin wirklich Häresien enthalten sind! Ich
meine, nein!
Tradiland-Kritik an angeblichen Papalisten Sehr geehrter Herr Mag. Lintner! Durch Ihre Feststellungen
zeigen Sie, dass Sie einer anderen Kirche angehören wollen als jener des verstorbenen Papstes Johannes
Pauls II., der ein großer Papst war, ja – vorbehaltlich des Urteils der Kirche – sogar ein Heiliger!
Ich lasse mich von Ihnen gerne als Papalist beschimpen und mir das Katholischsein absprechen; mir ist
jedoch die katholische Grundüberzeugung in Übereinstimmung mit der katholischen Tradition, aber auch
mit dem gegenwärtigen Lehramt der Kirche wichtiger als die Übereinstimmung mit „Taferl-Vettern“ oder
„Stimmen aus dem Tradiland“. Freundliche Grüße und Segenswünsche Dr. theol. Josef Spindelböck spindelboeck.net/.
@Sulpicius Ich bejahe die Forderung nach Nüchternheit, was ein ordentliches kirchenrechtliches Verfahren
zur Selig- oder Heiligsprechung einer Person betrifft. Vergessen darf man aber nicht, dass auch bei den
großen Heiligen der Vergangenheit die Verehrung des gläubigen Volkes der amtlichen Feststellung der
Kirche immer schon vorausgeeilt ist. Eben das scheint auch hier zuzutreffen, und das Schlagwort, es sei
bloß „Personenkult“ klingt in diesem Zusammenhang eher protestantisch als katholisch. Wir haben ja jetzt
einen Fürbitter bei Gott mehr, und alles Große, was Johannes Paul II. auf Erden wirken durfte, verdankt
er der Gnade Gottes, die uns diesen Papst geschenkt hat!
Rechtgläubigkeit von Johannes Paul II. Man kann sicher sagen, den Koran zu küssen, war unnötig und
mißverständlich. Die Absicht des Papstes, hier etwas auszudrücken, was dem katholischen Glauben widerspricht,
war jedoch nicht gegeben, sondern war die der menschlichen (nicht dogmatischen) Wertschätzung für das,
was anderen heilig ist. Beim Thema Assisi sollte man auch die Intention des Papstes von der Außenwirkung
unterscheiden. Zur korrekten Wahrnehmung gehört es auch festzustellen, dass in Assisi nur christlich
Glaubende zusammen gebetet haben, während die Gebete der anderen Religionen jeweils getrennt stattfanden.
Von einer Allerlösungslehre kann ich beim gegenwärtigen Heiligen Vater nichts finden; im „Katechismus
der Katholischen Kirche“ finden sich vielmehr klarer Worte auch zur Lehre der Kirche von der Hölle. Ich
bleibe dabei: Papst Johannes Paul II. war ein sowohl subjektiv wie auch objektiv rechtgläubiger Papst,
der uns gerade in seiner Glaubenstreue das Beispiel eines guten Hirten gegeben hat!
@Paul Mayer In keinem Punkt des Glaubens und der Sittenlehre hat Papst Johannes Paul II. eine Irrlehre
verkündet (oder ist etwa der von ihm promulgierte „Katechismus der Katholischen Kirche“ häretisch? Wenn
jemand dies behauptet, so ist er dazu angehalten, es nachzuweisen). Vielfach hat er die Wahrheit Christi
verkündet. Auch hat er Zeugnis für Christus gegeben durch ein vorbildliches Leben im Streben nach Heiligkeit.
Ich hoffe und bete, dass die Kirche durch einen der nächsten Päpste in einer Selig- bzw. Heiligsprechung
sein Leben als vorbildlich anerkennt und damit bestägt, dass wir einen Fürsprecher im Himmel haben!
Ein ganz Großer der Kirchengeschichte ist er jedenfalls.
Bitte genau lesen Entsprechend meiner ursprünglichen Intention, die von der „Stimme aus dem Tradiland“
mißverstanden wird, erinnere ich hier an meine weiter unten angeführte Aussage: „Heiligsprechungen gelten
in der Kirche als definitive Akte des Papstes, welche nicht aufgehoben werden können.“
@Stimme aus dem Tradiland Die besagte Bulle Papst Urbans VIII. betont ja gerade die Alleinzuständigkeit
des Apostolischen Stuhls für Kanonisationsverfahren. Früher kanonisierte Heilige werden dann in ihrer
öffentlichen Verehrung nicht eingeschränkt, wenn diese Kanonisation durch den Papst erfolgt ist oder
mit dessen nachträglicher Bestätigung.
Heiligsprechungen Heiligsprechungen gelten in der Kirche als definitive Akte des Papstes, welche nicht
aufgehoben werden können. Das von Paul Mayer angeführte Breve Urbans VIII. behauptet nichts Gegenteiliges.
Das Volk Gottes hat aufgrund einer Selig- und Heiligsprechung die Sicherheit, dass jene Personen, die
es verehrt, auch wirklich im Himmel sind.
Ein Heiliger Für mich war und ist Johannes Paul II. ein Heiliger, der sicher auch seine Fehler gehabt
hat, wie jeder Mensch, der sich aber redlich um das Gute gemüht und es mit der Gnade Gottes auch verwirklicht
hat. Sein Zeugnis für den katholischen Glauben ist auch zu den Menschen anderer Religionen gedrungen!
Dank und Anerkennung Die laufende, von Respekt und Wohlwollen getragene Berichterstattung zum Sterben
des Papstes ist anzuerkennen. Doch wann werden die anonymen Damen und Herren von kreuz.net endlich Farbe
bekennen, wer sie sind? Es wäre jedenfalls vertrauensstiftend und könnte dazu beitragen, dass unterschiedliche
Positionen mit mehr Respekt voreinander ausgetragen werden.
Wahrheitssuche Kein Mensch kann über das Herz eines anderen urteilen: Gott allein ist der Richter. Um
die katholische Religion als die einzig wahre zu erkennen, müssen bei einem Menschen das Erkennen und
Wollen mit der göttlichen Gnade zusammenwirken. Da es viele Hindernisse gibt, welche das Erkennen und
Wollen einschränken können, kann der Anteil subjektiver Schuld bei einzelnen durchaus geringer, aber
umgekehrt auch größer sein, als wir von außen vermuten. Und noch etwas: Die eigene Rechtgläubigkeit
wird uns nichts nützen, wenn wir nicht danach leben und vor allem, wenn wir nicht den Geist der Liebe
haben – auch zu den Feinden!
@Spectator Die Kirche weist mit Liebe und Geduld darauf hin, dass es für Sünder nötig ist, sich zu
bekehren. Sie betet für die Irrenden, dass sie das Licht der Wahrheit finden, und gibt Zeugnis für die
Wahrheit durch die Verkündigung des katholischen Glaubens.
@jolie Darf man es nicht begrüßen, wenn jemand klüger wird und öffentlich seine bisherigen Thesen
zurücknimmt bzw. zu größerer Klarheit in Übereinstimmung mit dem kirchlichen Lehramt gelangt? Will
Gott, dass der Sünder in seiner Sünde verharrt oder sich bessert? Er hat genauso wenig Gefallen am Tod
des Schuldigen wie am Verharren des Irrenden im Irrtum oder des Häretikers in der Häresie, sondern will,
dass alle zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen und gerettet werden!
#5 Catholicus 16:25:38 | Donnerstag, 24. März 2005
Eucharistie als Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi Abgesehen von dem hier angesprochenen Übersetzungsproblem
drückt gerade das aktuelle Gründonnerstagsschreiben des Papstes an die Priester besonders wichtige Wahrheiten
aus: Klar wird ausgesagt, dass die heilige Messe ein Opfer ist und dass in ihr das Kreuzesopfer Christi
auf geheimnisvolle Weise vergegenwärtigt wird.
Begrüßenswerte Geste Es ist erfreulich, dass es vor dem Tod P. Adlers und anläßlich seines Begräbnisses
zu Gesten der Versöhnung vonseiten der Diözesanleitung gekommen ist. Vergessen sollte man jedoch nicht,
dass – abgesehen von als antisemitisch angesehenen Publikationen – die von Adler angesprochenen (von mir
nicht geteilten) sachlichen Einwände gegen das Gottesbild des gegenwärtigen Papstes prhl.crosswinds.net/adler.png
in ihren offen gelassenen sedisvakantistischen Konsequenzen aus der Natur der Sache heraus eine Distanz
zwischen Adler und der damaligen Diözesanleitung bedingten. – Frage an kreuz.net: Hat der Autor dieser
Würdigung von P. Adler den Mut, sich namentlich kenntlich zu machen? So schlecht ist der Beitrag nämlich
nicht, dass er sich hier verstecken müßte …
#5 Catholicus 20:59:15 | Donnerstag, 10. März 2005
„Jesus ist Jude und bleibt es für immer!“ In seiner Botschaft zum 100. Jahrestag der Errichtung der römischen
Synagoge stellte Papst Johannes Paul II. am 22. Mai 2004 wörtlich fest: Durch das vom seligen Papst Johannes
XXIII. eröffnete Zweite Vatikanische Konzil, insbesondere durch die Erklärung Nostra aetate (28. Oktober
1965), hat die katholische Kirche Euch ihre Arme ausgebreitet, eingedenk der Tatsache, daß »Jesus Jude
ist und es immer sein wird« (vgl. Kommission für die Religiösen Beziehungen zum Judentum, Anmerkungen
und Hinweise [1985]: III, § 12). Dies zeigt, dass die Einzigkeit der göttlichen Person des Erlösers
kein Argument gegen sein „Jude-Sein“ ist, da dieses wesentlich mit seinem wahren Menschsein zu tun hat,
das er angenommen hat aus der Jungfrau Maria.
#1 Catholicus 16:48:13 | Donnerstag, 10. März 2005
Anfrage an die anonymen Autoren von kreuz.net Der Priester Manfred Adler, der im sedisvakantistischen
„Verlag Anton Schmid“ („Pro Fide Catholica“) mehrere Bücher publiziert hat, wird unbeschadet der Tatsache,
dass er den gegenwärtigen Papst Johannes Paul II. für einen Häretiker gehalten hat, als „glaubenstreuer
Priester“ beschrieben. Wie lässt sich das vereinbaren? Ist das die Linie von kreuz.net?
#5 Catholicus 11:33:01 | Donnerstag, 10. März 2005
Es geht um den katholischen Glauben, nicht um „links“ oder „rechts“ Das entscheidende Kriterium für die
Neubestellung von Mitarbeitern in der Diözese St. Pölten ist nicht, ob sich eine bestimmte kirchliche
Richtung und Gruppe durchsetzt („die Linken“, „die Rechten“ – wer sind sie?), sondern ob die Neubestellten
gemeinsam mit dem Bischof für den katholischen Glauben eintreten werden oder nicht. Dass Bischof Küng
ein wirklich katholischer Bischof ist, steht für mich außer Zweifel. Sein Ziel ist es nicht, die Diözese
umzuformen zu einer „linken Diözese“ (wie von manchen unterstellt), sondern sie in der Einheit des katholischen
Glaubens zu erneuern. Dabei werden alle gebraucht: ehemalige Mitarbeiter des Altbischofs ebenso wie sogenannte
„Kirchenrebellen“ a la Pater Udo Fischer, wenn sie sich nur in Einheit mit dem Bischof auf das gemeinsame
katholische Anliegen verständigen können. Dass das nicht nur ein frommer Wunsch bleibt, dafür sollen
wir beten! Proteste wie von manchen angeregt und vom anonymen kreuz.net gefördert, bringen überhaupt
nichts, sondern tragen dazu bei, das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit des verantwortlichen Bischofs wie
der Kirche insgesamt zu erschüttern. Jeder, der sich für den katholischen Glauben einsetzt, hat in Bischof
Küng einen wirklichen Mitstreiter, der im Rahmen seiner bischöflichen Verantwortung die dafür nötige
Unterstützung geben wird.
@Sebastian Lieber Sebastian! Insofern der Mensch eine Einheit aus Leib und Seele ist und die Seele in
philosophisch-theologischer Betrachtung die „Form des Leibes“ („anima forma corporis“) darstellt, läßt
sich eine Wechselbeziehung der jeweiligen Aspekte des Menschseins herstellen. D.h. konkret: Wenn nun die
genetische Prägung der befruchteten Eizelle ganz eindeutig die eines neuen Menschen ist, dann ist anzunehmen
(und es gibt, soweit ich das sehe, keinen vernünftigen Einwand dagegen), dass ab dem Augenblick des Vorliegens
dieser neuen biologischen Wirklichkeit auch die geistige Seele des Menschen gegeben ist. Die Geistseele
ist freilich nicht einfach das Resultat der Biologie (auch wenn sie der biologischen Wirklichkeit entspricht),
sondern wird – wie die Kirche lehrt – bei jedem Menschen unmittelbar von Gott erschaffen. So kann jeder
von uns ganz persönlich sagen: Gott hat mich gewollt und bejaht; er liebt mich und lenkt mein Leben!
Kirche in Spanien: Zusammenarbeit ja, aber mit Grenzen Ergänzend bzw. korrigierend zum kreuz.net-Bericht
ist festzustellen, dass der neue Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Bischof Ricardo Blazquez
Perez, die kirchliche Position gegen Abtreibung, Sterbehilfe und gleichgeschlechtliche Partnerschaften
bekräftigt hat. Man dürfe den Weg des Lebens von der Empfängnis bis zum Tod an keiner Stelle beschneiden,
sagte Blazquez am Mittwoch dem kirchlichen Hörfunksender COPE. Zu den gleichgeschlechtlichen Partnerschaften
erklärte der Bischof laut Kathpress, im christlichen, ethischen und kulturellen Sinne sei die „Homo-Ehe“
keine Ehe. Diese bestehe zwischen einem Mann und einer Frau und zum Zweck der Fortpflanzung.
@Sebastian Aufgrund der unzureichenden medizinischen Kenntnisse und einer philosophischen Anthropologie,
die diese Daten im Anschluß an Aristoteles in bestimmter Weise interpretierte, wurde tatsächlich lange
Zeit von vielen (nicht allen) katholischen Theologen die sog. Sukzessivbeseelung vertreten. Demgemäß
würde der Mensch am Anfang eine „anima vegetativa“ erhalten, nach einiger Zeit die „anima sensitiva“
und schließlich die eigentliche Geistseele („anima intellectiva“). Diese Auffassung hatte die Konsequenz,
dass im kirchlichen Strafrecht die für Abtreibung gültige Exkommunikation vom 12.-19. Jh. nur ab dem
Zeitraum, ab welchem man davon ausging, dass die Geistseele präsent war, angewandt wurde. Jedoch: Auch
für den Zeitraum vor der Beseelung mit der „anima intellectiva“ war es von Seiten der Kirche nicht erlaubt,
ein ungeborenes Kind zu töten; es gab zwar keine Exkommunikation dafür, wohl aber andere kirchliche
Strafsanktionen unterschiedlichen Ausmaßes. Aus heutiger Sicht scheint es, gestützt insbesondere auf
die Ergebnisse der Genetik und der Embryologie, nicht mehr möglich, die Sukzessivbeseelung zu vertreten.
Es ist vielmehr von der Simultanbeseelung in dem Sinn auszugehen, dass aber der Vereinigung von Ei- und
Samenzelle in der Zygote bereits der neue Mensch sowohl in seiner biologischen Grundverfaßtheit (genetisch)
wie auch hinsichtlich seiner Ausstattung mit einer geistigen Seele vorliegt. Der Mensch wird nicht zur
Person, sondern er ist Person von Anfang an und entwickelt sich als Person, deren Recht auf Leben vom
ersten Augenblick der Existenz an unbedingt zu achten und zu schützen ist!
Geistliche Dimension beachten Der Kommentar reduziert die Kirche auf Kirchenpolitik. Es ist keine Rede
vom Streben nach Heiligkeit, zu dem alle verpflichtet sind, ob sie nun „links“ oder „rechts“ stehen. Wenn
Personen mit einem kirchlichen Amt und einer Aufgabe betraut werden, so ist es möglich, dass diese durch
ihr Amt und mit der Gnade Gottes darin wachsen, sodaß sie dann Gutes und Heilsames wirken für die Kirche.
Ich nehme mir fest vor, für die Ernannten und den Bischof zu beten! Das Gebet für die mit dem Amt Betrauten
jetzt zu unterlassen wäre jedenfalls der Sieg des Bösen; umgekehrt kann Gott auch mit Werkzeugen Gutes
wirken, denen wir das nie zugetraut hätten …
Anonymität von kreuz.net Genau bei diesem Kommentar vermisse ich, dass sich jemand mit Namen dafür deklariert.
Ich denke, es ist das Beste, für den Bischof und auch für die neue Leitung des Seminars zu beten!
Friedenspfeife! Mir ist an einem guten Auskommen mit der „Taferl-Familie“ gelegen, die ich persönlich
kenne; nur sollte klar sein, dass unterschiedliche Meinungen in Fragen des Glaubens auch zum Ausdruck
gebracht werden dürfen, ohne deshalb auf persönliche Weise angegriffen zu werden. Meinerseits entschuldige
ich mich für jede Form der persönlichen Attacke auf Vetter Taferl, sofern dies so empfunden wurde.
@Sigrid Meine Stellungnahme bezieht sich tatsächlich nicht speziell auf diesen Artikel, sondern auf die
generelle redaktionelle Verantwortung bei kreuz.net, für die niemand den Namen hergeben will. Es gibt
hier also einen Roß, aber keinen Reiter, der sich dazu bekennt. Genau das kritisierte ich.
@Vetter Taferl Zur weiteren Klarstellung: Es gibt nur diesen einen Leserbrief von mir zum Thema, keine
Leserbriefe! Diese hatten in keiner Weise die Intention, das berufliche Fortkommen von Herrn Wagner zu
gefährden, sondern brachten ein sachliches Anliegen zum Ausdruck, nämlich die Förderung des guten katholischen
Religionsunterrichtes.
Zur Dokumentation: Ein Leserbrief Zur Anschuldigung von Vetter Taferl, ich hätte seinerzeit durch Leserbriefe
(!) daran mitgewirkt, dass Herr Wagner aus seiner diözesanen Stellung entlassen worden sei, dokumentiere
ich im Wortlaut den von mir und drei anderen Religionslehrern an die „Salzburger Nachrichten“ gerichteten
Brief, der auf die Person von Herrn Wagner nicht ausdrücklich Bezug nimmt, sondern als grundsätzliche
Antwort auf dessen Vorwürfe gegen den Religionsunterricht zu verstehen ist! Hier der Text des Leserbriefes:
„Der Religionsunterricht ist besser als sein Ruf!“ Der römisch-katholische Religionsunterricht an Österreichs
Schulen ist so schlecht nicht wie sein Ruf. Freilich gibt es in Einzelfällen bedauerliche Defizite hinsichtlich
der Übereinstimmung vertretener Positionen mit dem Lehramt des Papstes und der Bischöfe, welches sich
zuletzt in umfassender Weise im großartigen „Katechismus der Katholischen Kirche“ geäußert hat. Aber
eine Pauschalverurteilung des Religionsunterrichts ist in mehrfacher Hinsicht ungerecht. Thema Lehrpläne:
Bezüglich der Hauptschule können wir feststellen, daß der Lehrplan einen sinnvollen Rahmen für den
Unterricht bietet, in dem jeder Lehrer nach Klassensituation bestimmte Schwerpunkte setzen kann. Einen
Widerspruch zum Glauben entnehmen wir den Lehrplänen nicht. Sie sind vielmehr im Sinne ihrer Urheber
(d.h. der approbierenden Bischöfe) stets gemäß der Lehre der Kirche zu interpretieren und zu verwirklichen!
Sie helfen, eine Entsprechung (Korrelation) von Glaubens- und Lebenswirklichkeit zu finden. Die Erteilung
der kirchlichen Beauftragung zum Religionsunterricht („missio canonica“) schließt ein, die Heilsbotschaft
im Namen und gemäß der Lehre der Kirche zu verkünden. Auch muß der Religionslehrer (gemäß kirchlicher
Bestellungsurkunde) bestrebt sein, in seiner „persönlichen Lebensführung die Grundsätze des katholischen
Glaubens zu verwirklichen“. Die Aufgabe bleibt jedoch, diese unverzichtbaren Ziele stets neu mit Leben
zu erfüllen! Im direkten Kontakt mit Verantwortlichen für den Religionsunterricht erleben wir, daß
ein bestimmt ernstes Mühen um die Weitergabe des katholischen Glaubens besteht. Die oft schwierigen Vermittlungsbedingungen
des schulischen Religionsunterrichts werfen die Frage auf, wie es gelingen kann, die Schüler dort abzuholen,
wo sie sind, und wie sie zur unverfälschten Wahrheit des Glaubens und zu einem Leben gemäß der Liebe
Christi hingeführt werden können. Daher sind wir Religionslehrer manchmal überfordert und versagen
hin und wieder – durchweg aber ist ein großer Idealismus bei Kolleginnen und Kollegen festzustellen.
Es wäre verkehrt, das viele Gute, das täglich geschieht, in Bausch und Bogen zu entwerten. „Löscht
den glimmenden Docht nicht aus“ (vgl. Mt 12,20)! Die Grundregel sollte wohl sein: Den Religionslehrern
Vertrauen entgegenzubringen und nur im begründeten Einzelfall die Kinder vom Religionsunterricht abzumelden.
Guter Religionsunterricht bleibt ein wichtiges Anliegen!
Beziehungs- und Sachebene Sehr geehrter Herr Mag. Lintner! Es tut mir leid, dass durch die sachlichen
Differenzen, die offensichtlich gegeben sind, auch unsere Beziehungsebene leidet. Meine Absicht war es
stets, Sie als Person ernst zu nehmen, auch wenn ich viele Ihrer Auffassungen nicht teilen kann (das zeigt
sich unter anderem daran, dass ich immer noch mit Ihnen korrespondiere, was andere längst schon nicht
mehr tun). Dass Sie das nicht so sehen bzw. anders einschätzen, kann ich nur zur Kenntnis nehmen. Zu
den konkret gegen meine Person jetzt von ihnen erhobenen Vorwürfen: 1. Es ist nichts Verwerfliches darin,
in diesem Diskussionsforum als „Catholicus“ aufzutreten und im kath.net – Forum als „Josephus“. In beiden
Fällen ist meine wirkliche Identität für die aufmerksamen Teilnehmer der Diskussionen klar. 2. Mein
damaliger Leserbrief in den Salzburger Nachrichten war nicht gegen die Person von Herrn Wagner gerichtet,
sondern gegen seine einseitige pauschale Verurteilung des Religionsunterrichtes. Die Freiheit, eine solche
Meinung zu äußern, werden Sie mir zugestehen, zumal ich damals selber Religionsunterricht an Pflichtschulen
erteilt habe. Ein ursächlicher Zusammenhang meines Leserbriefes mit der Kündigung von Herrn Wagner besteht
nicht und ist frei erfunden. 3. Was den Kontakt mit Prof. X bezieht, so besteht dieser keineswegs in der
von Ihnen vermuteten Form. Lassen Sie es ruhig meine Sorge sein, in welcher Weise ich eine allfällige
priesterliche Mahnung an ihn zu richten habe oder nicht! Freundliche Grüße und Gottes Segen Dr. Josef
Spindelböck
kreuz.net soll sich deklarieren! Wer immer die anonymen Verantwortlichen von kreuz.net sind (möglicherweise
sind es Leute, die ich im realen Leben kenne und schätze): Sie sollen endlich den Mut aufbringen, sich
namentlich zu deklarieren und damit Verantwortung für die guten und auch für die weniger guten Beiträge
zu übernehmen, die sie unter dieser Domain ins Netz stellen. Ein Medium kann nur dann ernst genommen
werden, wenn zumindest eine Person (!) bereit ist, für das einzustehen, was verbreitet wird. Dies ist
gegenwärtig leider nicht der Fall. Weder im Domainverzeichnis von kreuz.net sind die Verantwortlichen
zu finden, noch im Impressum. Liebe Freunde, denkt von mir, was Ihr wollt, aber ich stehe mit meinem vollen
Namen für das ein, was ich hier vertrete. Gottes Segen und freundliche Grüße Dr. Josef Spindelböck
spindelboeck.net/.
@Stimme aus dem Tradiland / Vetter Taferl Danke für die klärenden Antworten! Weil Sie an anderer Stelle
in diesem Forum geschrieben haben, dass der gegenwärtige Heilige Vater Häresien vertritt und verbreitet,
stelle ich hier noch einige weitere Fragen: 1. Gehört Papst Johannes Paul II. aufgrund Ihrer Definitionen
der „Konzilsgedächtniskirche“ an oder gehört er noch zur „una, sancta, catholica et apostolica Ecclesia“?
2. Hat er aufgrund der (ihm von Ihnen und anderen vorgeworfenen) Häresien den Gnadenstand verloren?
@Vetter Taferl Ich blicke jetzt nicht mehr durch: Wenn ich das 2. Vatikanum als gültiges Konzil der Kirche
anerkenne, gehöre ich dann ipso facto zur „Konzilsgedächtniskirche“ und bin ein Irrlehrer?
@Stimme aus dem Tradiland Nirgendwo geht aus meinem Beitrag hervor, ich hätte befürwortet, ein Paar
zu segnen, das in einem Lebensstand ist, der nicht den Geboten Gottes entspricht. Selbstverständlich
ist in diesem Fall eine Segnung nur für eine Einzelperson möglich. Ich sehe nicht, dass die österreichischen
Bischöfe das anders beschrieben hätten!
Die Kirche „beleidigt“ keine Heiligen! Es zeugt nicht vom Sinn für die Kirche, wenn in der Überschrift
dieses Beitrags festgestellt wird, die Kirche würde heute drei Heilige „beleidigen“. Man mag sich gewiss
persönlich andere Prioriäten in der Heiligenverehrung wünschen, als es uns die offizielle Kirche in
ihrem liturgischen Kalender vorgibt. Es wäre aber doch eigenartig, wenn man annähme, dass durch die
kirchliche Anordnung und Festsetzung der Heiligenfest gewisse Heilige im Himmel „beleidigt“ würden. Vielmehr
freut sich im Himmel jeder Heilige an der Verehrung, die anderen zuteil wird. Es gibt keinen Neid und
kein Konkurrenzdenken, und alle freuen sich, wenn sie durch ihre Fürbitte bei Gott beitragen dürfen
zum Heil der Menschen!
Ergänzung In den „Orientierungen“ der österreichischen Bischöfe heißt es, um Missverständnisse zu
vermeiden, solle „auf den Unterschied zwischen der Segnung von Paaren und Einzelnen hingewiesen werden“.
D.h. es darf nie um die Segnung bzw. Gutheißung einer Lebensgemeinschaft gehen, die im Widerspruch steht
zur Ordnung Gottes! Einzelne Personen hingegen können tatsächlich den Segen Gottes auch dann empfangen,
wenn sie (noch) in einer Situation leben, die objektiv nicht dem Gebot Gottes entspricht, sofern sie eine
gewisse Offenheit für die Gnade bekunden.
Lucia bestätigt Weihe der Welt an Gottesmutter Maria Schwester Lucia bestätigte persönlich, daß dieser
feierliche und universale Weiheakt dem entsprach, was Unsere Liebe Frau wollte („Sim, està feita, tal
como Nossa Senhora a pediu, desde o dia 25 de Março de 1984“: „Ja, es ist so geschehen, wie es Unsere
Liebe Frau am 25. März 1984 erbeten hatte“: Brief vom 8. November 1989). Jede Diskussion und jegliches
weiteres Bittgesuch haben daher kein Fundament. – Quelle: Dokument „Die Botschaft von Fatima www.vatican.va/…ssage-fatima_ge.html“
der Kongregation für die Glaubenslehre.
Marienweihe Rußlands ist gültig Schwester Lucia hat ausdrücklich bestätigt, dass der Himmel die von
Papst Johannes Paul II. vorgenommene Weihe mit Einschluss Rußlands angenommen hat. Wer das Gegenteil
behauptet, nimmt öffentlich abgegebene Erklärungen der Seherin sowie des Vatikans nicht zur Kenntnis
oder unterstellt diesen eine Manipulation der Wahrheit!
#65 Catholicus 13:45:18 | Sonntag, 13. Februar 2005
@Midshipman Du hast, was eine allfällige „Enttarnung“ angeht, nichts falsch gemacht. Ich habe mir nochmals
alle meine Postings hier auf kreuz.net angesehen und kann zu allen Dingen auch ganz offen stehen, die
ich behauptet und vertreten habe (wo ich mich in der Sache irre, möge man es mir nachsehen; beleidigen
wollte ich niemanden). Übrigens sei dies auch den unbekannten Damen und Herren von kreuz.net hinter die
Ohren geschrieben, dass es besser ist, mit Namen für etwas einzustehen als sich immer unter Anonymen
und Pseudonymen zu verstecken. – Liebe Grüße vom „enttarnten“ „krennmasta hippolytus.net/“
#63 Catholicus 11:19:33 | Sonntag, 13. Februar 2005
@Johannes Paul I. Ja, ich bin der Webmaster der Homepage von Altbischof Krenn! Ich darf als Antwort auf
Deine Frage auf meinen auch online auf der „Bischöflichen Homepage“ publizierten Beitrag www.stjosef.at/…_bubendummheiten.htm
zum Thema „Bubendummheiten oder schweres Ärgernis? www.stjosef.at/…_bubendummheiten.htm“ verweisen,
in dem ich sowohl gegenüber der Öffentlichkeit wie auch gegenüber Bischof Krenn in der damals möglichen
Weise klar Stellung genommen habe. Weitere damit zusammenhängende Fragen ersuche ich mir per privater
Nachricht zu übermitteln; falls „Johannes Paul I.“ dann bereit ist, sich mit Realnamen zu deklarieren,
werde ich auch antworten!
#57 Catholicus 20:28:51 | Samstag, 12. Februar 2005
@marcellus Ich finde, der gute Catholicus soll sich outen, wenn er seine Verdächtigungen und Mutmaßungen
schon hier ins Netz setzt. Nun, lieber Freund, das ist bereits geschehen, wenn Sie diesen Thread aufmerksam
gelesen hätten. Ich habe aber kein Problem damit, meine Identität spindelboeck.net/ nochmals offenzulegen.
Übrigens habe ich in diesem Thread nicht gegen Dr. Pytlik Stellung genommen: Die Aufdeckung seines Pseudonyms
war kein Akt der Bosheit, sondern ein Dienst an der Transparenz kundgetaner Auffassungen.
#34 Catholicus 11:58:59 | Samstag, 12. Februar 2005
Ernst und Komödie Lieber Padre, Du hast ganz recht: Das eigentliche Problem hier bei kreuz.net ist nicht
die (bei vielen Internetforen) übliche Anonymität der Diskussionsteilnehmer (die unter einem Nicknamen
posten) – und eben darum spielt es im Prinzip keine Rolle, ob Du unter Deinem Realnamen oder unter turk
oder unter Johannes Paul I. postest oder ich unter Catholicus hier oder unter josephus dort –, sondern
jedenfalls kritisch zu werten ist die Anonymität der für kreuz.net verantwortlichen Redakteure, die
immer noch nicht Farbe bekennen wollen, wer sie denn nun wirklich sind und wofür sie stehen. Unbeschadet
dieser eher komödienhaften Diskussion über unsere Real- und Nicknamen danke ich Dir für die (unter
Deinem Realnamen hier erfolgte) Darstellung der von Dir vertretenen Sicht der Dinge, welche das nötige
Korrektiv darstellt zu einem anonymen Artikel, aufbauend auf Informanten, die wohl in kirchenpolitischer
Absicht das anonyme kreuz.net gezielt „füttern“.
#27 Catholicus 08:58:09 | Samstag, 12. Februar 2005
turk = Pytlik Der um die Wahrheit besorgte Priester Dr. Pytlik wird es mir nachsehen, wenn ich behaupte,
dass zwischen ihm und dem Nick namens „turk“ hier im kreuz.net nicht nur kein Interessenskonflikt, sondern
eine Interessenseinheit, ja sogar eine Identität der Interessen und der Person besteht!
#23 Catholicus 21:42:29 | Freitag, 11. Februar 2005
@Ottawiani Die Stellungnahme von Dr. Pytlik sollte man nicht nur „überfliegen“, sondern gründlich lesen.
Auch wenn jemand dem guten „Padre“ keine besonderen Sympathien entgegenbringt, sollte er ihm wenigstens
Gerechtigkeit widerfahren lassen! Oder möchte Ottawiani im kreuz.net verrissen werden, ohne Gelegenheit
zur persönlichen Stellungnahme zu erhalten?
#60 Catholicus 08:31:17 | Donnerstag, 10. Februar 2005
@Vetter Taferl Die Beweislast in der Kirche Gottes liegt nicht bei denen, die das kirchliche Lehramt des
Papstes und der Bischöfe verteidigen, sondern bei jenen, die meinen, dieses Lehramt weiche von der Wahrheit
des Glaubens ab. Nach meinem Dafürhalten lassen sich die Dokumente des 2. Vatikanischen Konzils ganz
und gar in katholischem Geist auslegen. Dies schließt nicht aus, dass man sich bei einzelnen Aussagen
nicht noch bessere oder klarere Formulierungen wünschen hätte können. Auch die kritisierten Aussagen
zum Ökumenismus, zum interreligiösen Dialog und zur Religionsfreiheit verzichten nicht auf das Bekenntnis
zur Wahrheit des dreieinigen Gottes, zur universalen Heilsmittlerschaft Jesu Christi und zur von Christus
gestifteten, von seinem Heiligen Geist beseelten und geleiteten „einen, heiligen, katholischen und apostolischen
Kirche“. Lieber Herr L., bitte mäßigen Sie sich: Mit billiger Polemik ist niemandem gedient, und sie
selber entfernen sich durch Ihr Rechthabenwollen um jeden Preis immer mehr von der wahren Kirche Christi,
„quae subsistit in Ecclesia Catholica“. Gottes Segen für Sie und Ihre Familie! Übrigens: Wir kennen
uns persönlich ganz gut.
#55 Catholicus 17:10:07 | Mittwoch, 9. Februar 2005
Besonderer Dank an Petrusbruderschaft Gerade die „Petrusbruderschaft“ und ähnliche vom Apostolischen
Stuhl approbierte bzw. errichtete Vereinigungen von Priestern und auch Gläubigen haben die Aufgabe, die
Vereinbarkeit des auch bei den „Konzilspäpsten“ und im „konziliaren“ sowie im „nachkonziliaren“ kirchlichen
Lehramt zum Ausdruck kommenden Zeugnisses mit der Linie der bisherigen Tradition der Kirche aufzuzeigen
und zu leben. Für diesen sowohl von Modernisten wie auch von extremen Traditionalisten unbedankten Dienst
möchte ich meine Anerkennung aussprechen!
#53 Catholicus 15:03:52 | Mittwoch, 9. Februar 2005
Konzilsinterpretation Nicht die Küng’sche oder Krätzl’sche Interpretation des 2. Vatikanischen Konzils
ist maßgeblich, sondern die des kirchlichen Lehramtes, mit dem jeder katholische Christ verbunden sein
muss. Wer ein Konzil der Kirche nur mehr als Räubersynode bezeichnen kann, muss sich fragen lassen, ob
er noch zur „einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche“ gehört.
#30 Catholicus 15:37:41 | Dienstag, 8. Februar 2005
Vetter Taferl = Stimme aus dem Tradiland = ? Mit Vetter Taferl bin ich im Realleben nicht per Du, wohl
aber hier im Forum, ob er es will oder nicht. Heute ist schließlich Faschingsdientsag
#35 Catholicus 11:14:21 | Dienstag, 8. Februar 2005
Ehrlichkeit ist gefragt Bitte nicht um den heißen Brei herumreden und einfach zugeben: Stimme aus dem
Tradiland und Vetter Taferl sind identisch, Catholicus und Thomisticus mit Sicherheit nicht.
#32 Catholicus 10:33:07 | Dienstag, 8. Februar 2005
Nur isolierte Tradi-Stimmen … Wenn Herr X zugleich als „Vetter Taferl“ und „Stimme aus dem Tradiland“
auftritt, so stellt sich mir die Frage, warum er dies tut. Offenbar soll der Eindruck erweckt werden,
es gäbe doch mehr Traditionalisten als der gewöhnliche Katholik annimmt. Nichts gegen ein traditionsbewußtes
Christentum, in dem auch die „Alte Messe“ ihr volles Recht (wieder) hat: hier ist übrigens noch bischöflicher
Aufholbedarf entsprechend dem, was von Rom her längst möglich ist. Zugleich ist es nötig, die Vereinbarkeit
auch gegenwärtiger lehramtlicher Aussagen sowie der Dokumente des 2. Vatikanischen Konzils mit der Tradition
der Kirche aufzuzeigen. Wenn das geschieht, dann ist derartigen Traditionalisten, die lieber ein Schisma
riskieren, als dass sie zugeben, sie hätten doch nicht Recht, der Wind aus den Segeln genommen.
#5 Catholicus 09:56:42 | Dienstag, 8. Februar 2005
Richtigstellung kreuz.net ist vermutlich einem Irrtum aufgesessen: Es ist grundsätzlich schon schwer
vorstellbar, dass Kardinal Ratzinger gegenüber den Schweizer Bischöfen etwas zurücknimmt, was er an
anderer Stelle klar einfordert. Hier der Hinweis auf die kirchliche Ordnung gemäß „Redemptionis sacramentum“,
Nr. 161. Diese Aussagen im Blick lesen sich die Ausführungen von Kardinal Ratzinger doch etwas anders
als dargestellt! Redemptionis sacramentum www.vatican.va/…-sacramentum_ge.html, 161. Wie schon gesagt,
ist die Homilie innerhalb der Messe wegen ihrer Bedeutung und Eigenart dem Priester oder Diakon vorbehalten.[260]
Was andere Formen der Predigt betrifft, können christgläubige Laien, wenn es aufgrund einer Notlage
in bestimmten Umständen erforderlich oder in besonderen Fällen nützlich ist, nach Maßgabe des Rechts
zur Predigt in einer Kirche oder in einem Oratorium außerhalb der Messe zugelassen werden.[261] Dies
darf aber nur geschehen aufgrund eines Mangels an geistlichen Amtsträgern in bestimmten Gebieten und
um diese ersatzweise zu vertreten; man kann aber nicht einen absoluten Ausnahmefall zur Regel machen und
man darf dies nicht als authentische Förderung der Laien verstehen.[262] Zudem sollen alle bedenken,
daß die Befugnis, dies zu erlauben, und zwar immer ad actum, den Ortsordinarien zukommt, nicht aber anderen,
auch nicht den Priestern oder den Diakonen.
Unterwanderung katholischer Medien durch schismatische Traditionalisten Eine kleine, sehr aktive Gruppe
von Pius-X-Traditionalisten versucht derzeit, katholische Medien zu „unterwandern“. Dies ist bei kreuz.net
der Fall (jedenfalls bei den Kommentaren, weniger bei den offiziellen Beiträgen), dies wurde und wird
bei kath.net versucht, dies ist bei den Initiativkreisen teilweise bereits geschehen (so in Wien). Es
gilt wachsam zu sein gegenüber derartigen Tendenzen, welche sich als besonders katholisch ausgeben, es
aber in Wahrheit nicht sind. – Im übrigen verwickelt sich Vetter Taferl bereits in Widersprüche: Wenn
der Papst eine von ihm innerlich festgehaltene Häresie anderen auferlegen würde, dann verlöre er das
Amt, sagte er unten. Da nun der Ökumenismus in der Leseart Johannes Pauls II. eine Häresie sein soll
und der Papst diese Leseart tatsächlich der Kirche auferlegen will, wäre dieser Fall bereits gegeben.
Oder wie steht es nun damit?
Immer extremer Danke an Vetter Taferl und die Stimme aus dem Tradiland für die offenen Aussagen, denen
ich in meinem katholischen Glaubensverständnis nicht zustimmen kann. Wäre der Papst wirklich Häretiker,
dann würde daraus der Sedisvakantismus folgen, d.h. die Auffassung er wäre gar nicht mehr gültiger
Papst. Würden Sie beide diese Position für vertretbar halten?
Konzil im Licht der Tradition Der von Thomisticus angegebene Artikel von Dr. Berger weist den Weg für
eine Konzilsinterpretation und -rezeption „im Lichte der Tradition“, wie diese auch das Lehramt des Papstes
und der mit ihm verbundenen Bischöfe vorgibt. Nur in Einheit mit dem uns vom kirchlichen Lehramt gewiesenen
Weg können wir wirklich katholisch sein – so auch die Überzeugung bester katholischer Tradition. Insofern
gerade manche „Traditionalisten“ diese ekklesiologische Grundüberzeugung in Frage stellen, berauben sie
sich ihrer eigenen Basis, ohne dies jedoch vorerst zu merken. Die Folge kann nur das Schisma sein, und
letztlich die Häresie!
Danke … … für die Änderung des Titels, welche ein Indiz dafür ist, dass die Verantwortlichen von
kreuz.net (wer immer diese sind) jedenfalls das 2. Vatikanisches Konzil anerkennen und katholisch sein
wollen (im Gegensatz zu manchen „Tradi-Stimmen“).
War das Konzil etwas Böses? Durch die Wahl des Titels dieses Beitrags unterstellen die (anonymen) Redakteure
von kreuz.net, dass das 2. Vatikanische Konzil etwas Schlechtes gewesen sei. Nun gehe gleichsam die Saat
dieses Bösen auf! Es steht nun jedem frei, Standpunkte zu beziehen pro und kontra das 2. Vatikanische
Konzil. Nötig ist es freilich, dies in aller Deutlichkeit zu sagen, dass die Verantwortlichen damit die
Verbundenheit mit dem lebendigen Lehramt der Kirche verlassen haben! – Im übrigen ist gerade Weihbischof
Krätzl kein Kronzeuge für eine richtige Auslegung des Konzils und seiner Texte, sondern ein Proponent
jener willkürlichen Interpretation, die sich zu Unrecht auf einen angeblichen „Geist des Konzils“ beruft
und keine Stütze in den Texten des Konzils finden kann.
Inhaltliche und stilistische Fragen „Von einem Sakrileg kann man insofern nicht sprechen, als die Macher
und Leser der Zeitschrift wohl Mühe bekunden würden, dieses Wort zu verstehen, auszusprechen oder korrekt
zu schreiben.“ Sakrilegien können sehr wohl auch dann gegeben sein, wenn niemand diesen Begriff kennt!
Es geht um die Sache, und ein Sakrileg ist (objektiv) dann gegeben, wenn das Heilige (= Gott selber, heilige
Personen, heilige Vollzüge, Orte, Gegenstände …) in irgendeiner Form entehrt wird. Eine andere Frage
ist, ob sich jene, die so handeln, sich dessen ausreichend bewußt sind. Außerdem ist die Polemik einer
solchen Feststellung zu bedauern, womit man sich die Brücke zu jenen verbaut, die tatsächlich jene Zeitschrift
lesen bzw. jene Musik hören und die man nicht auf so primitive Weise abwerten soll. Es soll doch darum
gehen, Irrende und Sünder zu bekehren, nicht sie unnötig vor den Kopf zu stoßen!
#10 Catholicus 20:20:39 | Donnerstag, 3. Februar 2005
Letztes Abendmahl @Vetter Taferl Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, dass die Apostel beim Letzten Abendmahl
die heilige Kommunion kniend und mit dem Mund empfingen. Sie wurden durch die Worte Christi „Tut dies
zu meinem Gedächtnis“ ja zu Bischöfen geweiht, wie das Konzil von Trient festgestellt hat. Als Priester
hatten sie selbstverständlich kraft ihrer Weihe das Vorrecht, den Leib Christi auch mit ihren Händen
zu berühren. Wenn der Priester kommuniziert, so tut er dies – in den orientalischen Riten, wie auch im
lateinischen Ritus – stehend. Was jedenfalls richtig festgestellt wurde: Die Einsetzung der Eucharistie
und des Priestertums durch Christus beim Letzten Abendmahl ist vom vorhergehenden jüdischen Paschamachl
zu unterscheiden!
#2 Catholicus 15:28:30 | Donnerstag, 3. Februar 2005
Wird sich die Handkommunion wirklich durchsetzen? Wenn die Handkommunion zwar erlaubt, jedocht nicht offensiv
propagiert wurde (wie das im deutschen Sprachraum geschehen ist), dann wird sie in Polen nicht auf große
Resonanz stoßen. Die meisten Gläubigen haben (noch) den Wunsch, die Kommunion in den Mund zu empfangen.
#1 Catholicus 22:17:38 | Mittwoch, 26. Januar 2005
„Kasper-Simulation“ oder „Kasper mit Echtheitszertifikat“ Die Story ist nicht einfach „kreuzfalsch“. Tatsächlich
hat der echte, nicht von kreuz.net simulierte Kardinal Kasper „liberale Auslegungen des Christentums und
die Gleichgültigkeit von Katholiken gegenüber Grundpositionen ihres Bekenntnisses kritisiert“ (Radio
Vatikan). Statt sich hinter einem „Pseudo-Kaspar“ zu verstecken, sollte kreuz.net auch ad personam propriam
Farbe bekennen und die eigene Anonymität baldigst aufgeben. Es wäre nur zum Guten!
Enthaltsamkeit und Treue Bei AIDS ist jede Art von Sex unverantwortlich – allein aus medizinischen Gründen,
nicht erst aus theologischen! Wer kann es verantworten, den Partner dabei zu gefährden, und sei es nur
zu 1-5 Prozent? Nur Enthaltsamkeit kann hier die Lösung sein! Und wenn jemand verheiratet ist, dann muss
auch der nicht infizierte Ehepartner diese gebotene Enthaltsamkeit respektieren. Hier können die ehelichen
„Rechte und Pflichten“ nicht eingefordert werden. Wären beide Ehepartner vorehelich enthaltsam und in
der Ehe von Anfang an treu gewesen, dann hätten sie sich nicht anstecken können.
#3 Catholicus 22:53:35 | Donnerstag, 20. Januar 2005
„Offene Kirche“ – einer, der dies ernstnimmt! Man soll jetzt nicht über den alten Prälaten Lüftenegger
herfallen. Er ist ein ehrlicher Mann, der zu dem steht, was er vertreten hat, auch wenn es objektiv falsch
war. Im Gegensatz dazu gibt es andere, die zwar Aktionen gegen Glaube und Kirche durchführen, sich aber
geschickt zu tarnen wissen und im entscheidenden Moment ihre Verantwortung verleugnen. In gewisser Weise
muss man dem Priester Lüftenegger sogar dankbar sein, dass er diese Abgründe der Opposition gegen Papst
und Bischof offengelegt hat. Dass Erzbischorf Kothgasser die Verbreitung des Buches nun zuläßt, ist
in diesem Sinn nur gerecht; er würde sonst mit zweiterlei Maß messen und in Wirklichkeit den Falschen
bestrafen.
Dank an Pater Hönisch Diese klare, sachliche und faire Stellungnahme von P. Hönisch eröffnet den Weg
für ein weiteres Miteinander aller Beteiligten. Beten wir, dass sich die Kräfte wieder auf die guten
Ziele hin bündeln!
@Dolfus Mir ist schon klar, dass der Glaubensweg jedes Menschen ein anderer ist und daher niemand das
Recht hat, seinen Nächsten zu verurteilen (nur Gott sieht das Herz). Bei der angesprochenen Frage handelt
es sich jedoch um einen objektiven Sachverhalt, den die katholische Kirche (die ohne Papst nicht zu haben
ist) sehr wohl beurteilen muss. Gottes Segen für Dich – da ich Dich in jedem Fall schätze!
Hochachtung Doppelte Hochachtung für Kardinal Meisner: Erstens für das, was er in der Predigt gesagt
hat, zweitens für die Art und Weise, wie er ein mögliches Mißverständnis ausgeräumt hat, ohne seine
Worte in der Sache zurückzunehmen: Jedes Leben, auch das der Ungeborenen, muß den Schutz der Menschen
erfahren. Wo Gott mißachtet wird, ist auch der Mensch gefährdet.
@joergx2000 Deine Behauptung muss zurückgewiesen werden, wenn Du schreibst: „Man sollte die Juden zum
Katholischen Glauben bekehren, dann würde alles Leben geachtet und nicht nur das eigene.“ Erstens sind
jüdische Gläubige deshalb, weil sie nicht katholisch sind, nicht die schlechteren Menschen. Zweitens
gibt es viele Katholiken, die – Gott sei’s geklagt – nicht entsprechend ihrem Glauben leben.
#1 Catholicus 14:11:03 | Donnerstag, 6. Januar 2005
Auch die „Katholische Dogmatik“ von G.L. Müller verdient ihren Namen! Die Neuauflage ist uneingeschränkt
zu begrüßen. Dass die Besprechung des verdienten Werkes mit einer Kritik an der Dogmatik von Gerhard
Ludwig Müller verbunden wird, ist jedoch nicht zielführend. Wie immer man die formal-didaktische Anordnung
in der Dogmatik Müllers bewertet, so ist auch diese eine durch und durch katholische Dogmatik und kann
auf diese Weise den Ott nur im guten Sinn ergänzen!
#16 Catholicus 21:23:13 | Dienstag, 4. Januar 2005
Eine Anfrage an kreuz.net Als Geschichte ist die Erzählung gut. Doch wie schon Pelagius angemerkt hat:
Wieviel taugt sie für den konkreten historischen Vergleich? An die Verantwortlichen von kreuz.net ist
die Frage zu richten, ob sie sich selber mit der Sichtweise identifizieren, die hier zum Ausdruck gebracht
wird: Das 2. Vatikanische Konzil sei schlecht, weil mit ihm alles über Bord geworfen worden wäre; das
Allheilmittel liege im Weg Erzbischof Lefebvres. Ist das die Linie von kreuz.net?
Konzil und Einzelzelebration Auch wenn Dolfus nicht viel von der „Konzilskirche“ hält, so handelt es
sich bei diesen Aussagen doch um mehr als um ein „Stück Papier“. Der Fehler modernistischer Berfung auf
das Konzil war und ist es ja, einen sogenannten „Geist des Konzils“ abseits von den Dokumenten des Konzils
zu konstruieren. Insofern kreuz.net gerade die Dokumente des Konzils auf ihre Aussagen hin befragt, leistet
es einen wichtigen Dienst zum authentischen Verständnis des Konzils. Besonders wichtig im zitierten Abschnitt
ist die Aussage, dass niemand zur Konzelebration gezwungen werden darf und jeder Priester das Recht hat,
auch einzeln zu zelebrieren.
Schutzengel Das kleine Mädchen ist wohl vom heiligen Schutzengel geführt worden. Zugleich hat es Zivilcourage
bewiesen, wie sie Größeren oft abgeht. Viel kann abhängen von den kleinen Entscheidungen einzelner,
auch in der Gnadenordnung.
Mit fremden Federn geschmückt Die Fabel stammt meines Wissens von Weihbischof Andreas Laun. Frage an
kreuz.net: Ist das richtig bzw. wurde die ursprüngliche Fassung vielleicht abgewandelt?
#2 Catholicus 17:22:51 | Donnerstag, 30. Dezember 2004
Richtigstellung Es war nicht Propst Küchl, der Dr. Rothe zum Kanonikus von Eisgarn ernannt hatte, sondern
der damalige Bischof Krenn. Leider hört man in diesem Zusammenhang Unerfreuliches: Die Ernennung wurde
von Rothe zurückdatiert, damit es den Anschein hatte, Bischof Krenn habe ihn noch vor der Visitation
rechtsgültig zum Kanonikus ernannt, was in Wirklichkeit nicht der Fall gewesen ist. Insofern ist auch
die Glaubwürdigkeit von Dr. Rothe beschädigt.
#1 Catholicus 18:55:00 | Freitag, 24. Dezember 2004
Gesegnete Weihnachten! Danke für dieses schöne und kunstvolle Gespräch zum Weihnachtsgeheimnis. Den
(unbekannten) Redakteuren von kreuz.net sowie den Lesern wünsche ich gesegnete Weihnachten!
#1 Catholicus 16:43:09 | Sonntag, 19. Dezember 2004
Berechtigte Sorgen der Lebensschützer Das sind Fragen, denen sich der Herr Erzbischof jedenfalls stellen
muss. Der Konsens aller gesellschaftlichen Kräfte ist hier offenbar nicht zu erreichen. In diesem Fall
ist dann wohl das unüberhörbare Zeugnis der Kirche gefragt, das auch die Form des Protestes und der
prophetischen Anklage annehmen kann – immer letztlich zum Heil der Menschen, die auf diese Weise von ihrem
verkehrten Weg abgebracht und zur Umkehr eingeladen werden sollen. Herr Erzbischof, wir warten auf Ihre
klaren Worte!
#3 Catholicus 22:45:34 | Freitag, 17. Dezember 2004
Die volle Version des NEWS-Berichts kann man übrigens auf folgender Homepage ambrosius.patched.de/ nachlesen.
Im übrigen ist die Homepage nicht sehr seriös, denke ich …
#3 Catholicus 16:48:07 | Freitag, 17. Dezember 2004
Protestaufrufe unterstützen Die Freunde von „Jugend für das Leben“ verdienen unsere Unterstützung.
Zu Frau Burgstaller kann man nur sagen: Scheinheilige Gabi!
#1 Catholicus 11:34:29 | Donnerstag, 16. Dezember 2004
Anonymes kreuz.net kritisiert den Papst Wenn man schon so kritisch gegenüber Aussagen des Heiligen Vaters
ist, dann sollte man auch mutig genug sein, mit Namen dazu zu stehen. Warum also weiter diese Anonymität
von kreuz.net? – Im übrigen hat der Papst nicht gesagt, besagte Verse würden nicht zum Kanon der Heiligen
Schrift gehören, sondern er hat eine bestimmte redaktionsgeschichtliche Sichtweise vorgetragen, die für
ein tieferes Verständnis des Sinngehalts besagten Psalms durchaus hilfreich ist.
#1 Catholicus 21:50:51 | Mittwoch, 15. Dezember 2004
Nachruf auf einen großen Forscher Ein zugleich gläubiger wie auch der Wissenschaft verpflichteter Forscher
ist tot. Möge sein Erbe Beachtung finden und fortgesetzt werden!
#2 Catholicus 06:52:51 | Dienstag, 14. Dezember 2004
Schon vergriffen? Das Buch, das hier beworben wird, ist über den Buchhandel möglicherweise schon nicht
mehr erhältlich. Ich erhielt jedenfalls eine Antwort meines Buchhändlers, dass dieser Titel vom Verlag
aus nicht mehr lieferbar sei.
#7 Catholicus 16:55:58 | Samstag, 11. Dezember 2004
@doublemax Zu den Fragen: 1. ja – was die Unmöglichkeit der Teilnahme an der Anschauung Gottes betrifft,
2. nein. Meine Frage an doublemax: Ist es für Sie vorstellbar, dass Gott einigen Menschen überhaupt
keine Möglichkeit gibt, gerettet zu werden? Wie kann das mit dem allgemeinen Heilswillen Gottes vereinbart
werden?
#5 Catholicus 00:00:24 | Samstag, 11. Dezember 2004
@doublemax: Was will Gott? Gott will die Freiheit des Menschen, welche es tatsächlich möglich macht,
dass sich Menschen definitiv gegen ihn entscheiden und so in die Hölle kommen. Gott will aber sicher
nicht für einen konkreten Menschen, dass dieser in die Hölle kommt. Oder sehen Sie das anders? – Der
Heilswille Gottes ist also einerseits allgemein, d.h. auf jeden Menschen bezogen, andererseits konditional,
d.h. mit der Freiheit des Menschen verbunden. Mein Einwand gegen die Limbus-Theorie (es ist keine kirchliche
Lehre!) besagt, dass hier der allgemeine Heilswille Gottes eingeschränkt wird, und zwar durch einen Faktor,
der nichts mit der Freiheit des Menschen zu tun hat. Das halte ich mit dem biblischen und kirchlichen
Gottesbild für unvereinbar!
#2 Catholicus 22:26:58 | Donnerstag, 9. Dezember 2004
Frage an den Verfasser des Kommentars Wie kann man die Theorie vom Limbus mit dem allgemeinen Heilswillen
Gottes vereinbaren? Dieser würde dann ja doch nicht für alle Menschen die Möglichkeit zu ihrer ewigen
Rettung beeinhalten. Es gäbe also Menschen, die von Gott definitiv nicht zum übernatürlichen ewigen
Heil erwählt worden wären.
#4 Catholicus 09:51:25 | Samstag, 4. Dezember 2004
Humani generis, Nr. 36 „Aus diesem Grund verbietet das Lehramt der Kirche nicht, daß in Übereinstimmung
mit dem augenblicklichen Stand der menschlichen Wissenschaften und der Theologie die Entwicklungslehre
Gegenstand der Untersuchungen und Besprechungen der Fachleute beider Gebiete sei, insoweit sie Forschungen
anstellt über den Ursprung des menschlichen Körpers aus einer bereits bestehenden, lebenden Materie,
während der katholische Glaube uns verpflichtet, daran festzuhalten, daß die Seelen unmittelbar von
Gott geschaffen sind. Es sollen diese Verhandlungen in der Weise geschehen, daß die Gründe für beide
Ansichten, also dieser, die der Entwicklungslehre zustimmt, wie jener, die ihr entgegensteht, mit nötigen
Ernst abgewogen und beurteilt, vorausgesetzt, daß alle bereit sind, das Urteil der Kirche anzunehmen,
der Christus das Amt anvertraut hat, die Heilige Schrift authentisch zu erklären und die Grundsätze
des Glaubens zu schützen. Einige überschreiten nun verwegen diese Freiheit der Meinungsäußerung, da
sie so tun, als sei der Ursprung des menschlichen Körpers aus einer bereits bestehenden und lebenden
Materie durch bis jetzt gefundene Hinweise und durch Schlußfolgerungen aus diesen bereits mit vollständiger
Sicherheit bewiesen; ebenso tun sie, als ob aus den Quellen der Offenbarung kein Grund vorliege, der auf
diesem Gebiet nicht die allergrößte Mäßigung und Vorsicht geböte.“ – Text der ganzen Enzyklika unter
diesem Link www.stjosef.at/…e/humani_generis.htm
#1 Catholicus 08:33:12 | Samstag, 4. Dezember 2004
Hoffnung für die Kirche Die Kongregation der „Legionäre Christi“ sind eine echte Hoffnung für die Kirche.
Hier wird die konsequente Treue zum katholischen Glauben verbunden mit aktivem Einsatz für die Menschen
in der Welt, und dies alles im Geist frohen Zeugnisses!
#3 Catholicus 09:08:18 | Donnerstag, 2. Dezember 2004
In Linz beginnt’s … Der Linzer Bischof soll persönlich ein überaus frommer Mann sein und auch äußerst
liebenswürdig im persönlichen Umgang. Als Bischof sollte er freilich uneingeschränkt die Lehre der
Kirche vertreten und sich auch zur bewährten Selbstverpflichtung der Kirche des lateinischen Ritus auf
den Zölibat bekennen!
#1 Catholicus 08:51:12 | Dienstag, 30. November 2004
Erschütternd Man kann nur beten, dass sich diese schlimmen Vorwürfe letztlich doch als haltlos erweisen.
Andererseits muss der Wahrheit in jedem Fall die Ehre gegeben werden und darf nichts unterdrückt werden.
Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Die Kirche wird dennoch fortbestehen!
#1 Catholicus 14:53:56 | Montag, 29. November 2004
Üble Stimmungsmache Derartige Berichte sind eine ungute Sache und vergiften das Klima, da hier unter
dem Schutzmantel der Anonymität Vorwürfe erhoben werden, gegen die sich Betroffene nicht verteidigen
können. Gesetzt den Fall, es stimmt alles, was kreuz.net hier schreibt: Allein die Art, mit diesen Gerüchten
so umzugehen, ist widerlich und stinkt zum Himmel!
#1 Catholicus 14:10:12 | Montag, 29. November 2004
Bitte Lehre der Kirche korrekt wiedergeben! Die Aussage „Der Kreationismus entspricht der Aussage der
Genesis, des ersten Buchs der Bibel am besten“ gibt nicht die Lehre der Kirche wieder, sondern die Meinung
des anonymen Verfassers auf dem anonymen kreuz.net . Demgegenüber haben Papst Johannes Paul II. und vor
ihm auch anderen Päpste (wie Pius XII. in „Humani generis“) festgehalten, dass die Annahme einer Entwicklung
dem Schöpfungsplan Gottes keineswegs widerspricht, sofern nur anerkannt wird, dass der Mensch an seinem
gattungsmäßigen Anfang so wie jeder einzelne Mensch seiner geistigen Seele nach durch einen unmittelbaren
Schöpfungsakt Gottes ins Dasein tritt.
#1 Catholicus 09:07:58 | Montag, 29. November 2004
Hirten Gottes Es ist bedauerlich, dass Bischof Krenn ins kirchliche Abseits gestellt wurde. Zugleich ist
es begrüßenswert, dass er einen Nachfolger gefunden hat, der den konsequenten Kurs der Verkündigung
des katholischen Glaubens fortsetzen wird!
#2 Catholicus 20:09:07 | Samstag, 27. November 2004
Österreichische Volkspartei kreuz.net schreibt regelmäßig von den österreichischen „Christdemokraten“.
Diese gibt es als Partei zwar in Deutschland, nicht aber in Österreich, wo diese politische Bewegung
„Österreichische Volkspartei“ heißt. Laut Parteiprogramm sollten sich die Mitglieder und Funktionäre
aber zum christlichen Menschenbild bekennen.
#1 Catholicus 21:54:34 | Donnerstag, 25. November 2004
Es war nicht Bischof Aichern … Nicht der jetzige Bischof, sondern Bischof Gföllner hat diese Weisungen
erlassen. Die kritische Anfrage mag bleiben, wie weit der jetzige Linzer Bischof „Redemptionis Sacramentum“
und andere Dokumente umzusetzen bereit ist.
#1 Catholicus 21:53:05 | Donnerstag, 25. November 2004
Erneuerung gemäß dem, was das Konzil wirklich wollte Es scheint unerläßlich, zu den Texten des Konzils
zurückzukehren und diese in der Kontinuität der Tradition und in Einheit mit dem Lehramt zur Geltung
zu bringen.
#1 Catholicus 14:00:52 | Donnerstag, 25. November 2004
Latein kein Allheilmittel Gibt es denn wirklich keine andere Lösung für die Hinführung der jungen Menschen
zur heiligen Messe als die Wiederbelebung des Lateins? Wohlgemerkt: Es soll und darf lateinische Messen
geben. Aber sind diese ein „Allheilmittel“? Kommt es nicht vielmehr auf die gläubige und würdig gefeierte,
in Einheit mit der Kirche vollzogene Liturgie an, unabhängig davon, ob diese nun auf Deutsch oder Lateinisch
ist?
#1 Catholicus 17:55:26 | Sonntag, 21. November 2004
Falsche Überschrift Die Überschrift „Hinduistische Göttin erscheint in Fatima“ ist irreführend: In
Fatima ist niemand anderer als die heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria erschienen! Oder was will man
damit sagen?
#1 Catholicus 15:35:27 | Sonntag, 21. November 2004
Gebet für den Führer? Der letzte Satz („Gebet für den Führer“) wirkt anstößig. Allerdings wird man
hier sagen müssen, dass Kardinal von Galen auch in diesem machtbesessenen Christenverfolger, der als
„Führer“ den Staat leitete, noch den von Gott bestellten Inhaber der Staatsgewalt sah. Die Frage wäre,
ob es für Kardinal von Galen irgendeine Schmerzgrenze gab, ab der er gleichsam von einem Legitimitätsverlust
für den „Führer“ ausging und einen (notfalls bewaffneten) Widerstand rechtfertigte.
#1 Catholicus 22:56:16 | Samstag, 20. November 2004
Eine sehr nützliche Rubrik Das Beispiel der Heiligen und ihre Worte regen uns an zum Streben nach Heiligkeit.
Wenn diese Rubrik immer mit „Seele etc.“ eingeleitet wird, so kommt das „Seelenheil“ in den Blick. Allerdings
erwarten wir nicht nur das ewige Heil der unsterblichen Seele, sondern durch Gottes Macht einst auch die
Auferstehung des Leibes!
#1 Catholicus 09:23:56 | Freitag, 19. November 2004
Bündnis für das Leben Der regelmäßige Bericht über Pro-Life-Themen auf kreuz.net ist zu begrüßen.
Dieses wichtige Thema darf nicht verschwiegen werden. Es gilt, viele Menschen für die „Kultur des Lebens“
zu sensiblisieren!
#1 Catholicus 22:51:43 | Donnerstag, 18. November 2004
Loyalität Man sollte dem neuen GV eine faire Chance geben. Vor allem soll ein GV ja loyal zum jeweiligen
Bischof sein, der seinerseits wieder an die Grundloyalität gegenüber dem Glauben der Kirche gebunden
ist …