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#20 nomen_domini 16:02:09 | Montag, 9. Februar 2009
Wie schön zu sehen… …dass ein Kardinal von seinem dogmatisch verbrieften Recht gebrauch macht, die
Liturgie in seiner Diözese zu ordnen und dabei den unordentlichen Ritus auf ein Minimum beschränkt.
Da kann der Papst sich jetzt auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln – er ist nicht Diözesanbischof
von Manila und wird es wohl auch nicht mehr werden.
#2 nomen_domini 10:34:19 | Montag, 12. Januar 2009
Rote Karte? Soso, die Piusbruderschaft ist also Schiedsrichter in Sachen Glaubenslehre und nur derjenige
darf mitspielen, der dem alten Ritus anhängt. Das ist ja interessant, nur leider nicht katholisch.
#49 nomen_domini 16:55:05 | Montag, 5. Januar 2009
@Kunstmaler Was haben denn die Mütter in vorigen Zeiten gemacht? Sie haben ihre Kinder bis zum 6. Lebensjahr
eben nicht wie Glucken von der Außenwelt abgeschirmt. Und sie sollten es auch heute nicht tun, wenn sie
auch nur ein kleines Bisschen Verantwortungsgefühl für ihr Kind haben.
#47 nomen_domini 16:49:36 | Montag, 5. Januar 2009
@Kunstmaler Ein 4jähriges Kind ist natürlich dann total von der Mutter abhängig und zu keinen anderen
sozialen Kontakten fähig, wenn es von der Mutter 4 Jahre lang psychisch so vergewaltigt wurde, dass es
garkeine anderen Bezugspersonen mehr annehmen kann. Da geht es dann aber um Kindesmisshandlung und nicht
um den Sinn oder Unsinn von Kindergärten. Hätten sie Recht, müsste man jeder Bauernfamilie, bei der
die Kleinkinder bei den Großeltern waren wärend die Mutter den ganzen Tag auf dem Feld war, vorwerfen
sie hätten massiv gegen das Wohl des Kindes gehandelt, weil das Kind ja nur eine Beziehung zur Mutter
haben darf. Kindergärtnerinnen sollen und wollen keine Mutterliebe ersetzen. Die muss die Mutter schon
selber geben. Aber kein Kind nach dem Säuglingsalter braucht diese Mutterliebe 24 Stunden am Tag. Eine
gute Mutter ist keine Glucke.
#43 nomen_domini 16:32:12 | Montag, 5. Januar 2009
@Kunstmaler ja glauben Sie denn, dass eine Mutter keine Freunde und Bekannte hätte, mit denen sie sich
öfters treffen? Ich hoffe doch sehr, dass jede Mutter Freunde und Bekannte hat, mit der sie sich öfters
trifft. Aber wie oft ist das denn? Einmal pro Woche? Alle 3 Tage? Das ersetzt doch nicht die Großfamilie,
wie sie einmal war, bei der das Kind täglichen Kontakt zu Großeltern usw. hatte. Letztlich kann nichts
die früheren Familienstrukturen ersetzen und natürlich ist auch ein Kindergarten nicht perfekt. Das
behauptet niemand. Aber ein guter Kindergarten ist immer noch das beste, was eine durchschnittliche Kleinfamilie
(Eltern und Kinder) für die Entwicklung ihrer Kinder im Vorschulalter tun kann. Denn dort hat das Kind
täglichen Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen. Das nimmt den Eltern nichts von ihrer Erziehungsverantwortung
und der Mutter nicht ihre unersetzliche Rolle. Aber es ist eben besser als nichts. Und wie gesagt: Ein
Kindergarten ist kein Kinderabstellgleis.
#41 nomen_domini 16:20:19 | Montag, 5. Januar 2009
@möchtegern-kathole Ich finde genau das problematisch. Bauen wir uns einmal in Gedanken Familie Müller
(wahlweise auch Schmidt, Mayer oder Schuster) aus Bochum. Er arbeitet als Angestellter im Schichtbetrieb,
sie ist Hausfrau. Die Beiden haben eine Tochter (Johanna, 2 Jahre alt). Die Großeltern wohnen in Köln
und in Münster. Jetzt hat das Kind – was gut und richtig ist – seine Mutter den ganzen Tag um sich. Aber
wenn Johanna erst mit 4 in den Kindergarten soll, fehlen ihr über 4 Jahre lang zusätzliche Bezugspersonen.
Sie braucht regelmäßige soziale Kontakte nicht erst mit 4, sondern schon früher. Natürlich kann die
Mutter (bzw. können die Eltern) auch dafür sorgen, dass Johanna in der Krabbelgruppe, auf dem Spielplatz,
beim Babyschwimmen oder im Kindergarten die Kontakte bekommt, die sie für ihre Entwicklung braucht. Aber
dazu fehlt vielen Familien offensichtlich der finanzielle Anreiz. Es gibt noch zu viele Eltern, die den
Kindergarten als Verwahranstalt für ihre Kinder sehen und nicht als Beitrag zur Erziehung – auch wenn
die Mutter zu Hause ist. Deswegen kann der Staat Kindergärten und andere Angebote für Kinder garnicht
genug fördern. Von ihnen profitieren Familien mit einem Verdiener genauso wie Familien mit 2 Einkommen.
Außerdem würde ich mich davor hüten, aus der Debatte um Kindergärten und Ganztagsschulen ein religiöses
Problem zu machen. In den meisten entwickelten Ländern gibt es seit Jahrzehnten nur Ganztagsschulen und
dort entwickelt sich die Familie nicht schlechter als bei uns.
#36 nomen_domini 15:40:50 | Montag, 5. Januar 2009
@Kunstmaler Ich habe nicht bestritten, dass die Mutter die wichtigste Bezugsperson eines Kindes ist. Sie
kann aber nicht die einzige Bezugsperson sein. Genauso ist für uns Katholiken der wichtigste Termin der
Woche die Sonntagsmesse. Trotzdem wirst du niemandem Empfehlen wollen, keine anderen Termine mehr wahr
zu nehmen, also nicht mehr zur Arbeit zu gehen, keine Freunde und Familienangehörige zu treffen, nicht
einzukaufen, sondern nur noch von einem Sonntag bis zum nächsten Sonntag im Bett zu liegen. Ein Mensch,
der seine Termine auf die Sonntagsmesse reduziert verwahrlost und verhungert nach einiger Zeit. Und exakt
so ist es bei einem Kind, das nur seine Mutter als Bezugsperson hat. Es hat zwar das Wichtigste aber trotzdem
nicht alles, was es für ein gutes Heranwachsen braucht. Es verwahrlost und verhungert sozial. Eine Blume
braucht auch nicht nur Wasser, sondern auch Sonne und Dünger. Auch wenn das Wasser das wichtigste sein
mag.
#34 nomen_domini 15:28:14 | Montag, 5. Januar 2009
@möchtegern-kathole Worum es mir ging ist folgendes: Früher waren Familien mit nur einem Einkommen meistens
arm und so ist es auch heute. Natürlich gab und gibt es früher wie heute Ausnahmen aber das ändert
an der Regel nichts. Wenn man als Familie komfortabel leben will, braucht man wie eh und je ein zweites
Einkommen. Da kann man nicht jammern, dass der Staat heute nur Familien mit 2 Verdienern unterstützen
würde und früher alles besser gewesen wäre. Das eigentliche Problem sind heute die 2-Generationen-
bzw. Klein-Familien. Also dass Großeltern und ggf. Tanten und Onkel nicht mehr im gleichen Haushalt leben.
Das ist der Hauptunterschied zur Geschichte. Und dadurch ist es heute notwendig, eine externe Betreuungseinrichtung
für Kinder zu schaffen. Nicht nur als Abstellplatz, sondern auch um das Weniger an sozialen Kontakten
der Kleinkinder auszugleichen. Früher gab es mit Großeltern oder bei Familien wie der deiner Vorfahren
den Heimarbeitenden Vater, Kundschaft und Zulieferer mehr Bezugspersonen. Wenn heute aber der Mann außer
Haus ist und die Mutter alleine zu Hause die Kinder hütet, fehlt es diesen an eben solchen erwachsenen
Bezugspersonen. Das kann die Mutter alleine nicht leisten. Deswegen ist es heute eben in den meisten Fällen
wichtig, dass Kinder einen Kindergarten besuchen – auch wenn die Mutter nicht außer Haus arbeitet.
#26 nomen_domini 14:10:17 | Montag, 5. Januar 2009
@möchtegern-kathole Wie ich geschrieben habe, waren in der Geschichte meist die Großmütter mit der
Erziehung beauftragt. Eine Bauersfrau hatte vor der Einführung von modernen Maschinen garnicht die Zeit,
sich zwischendurch um die Kinder zu kümmern. Das ging – wie heute auch – höchstens am Abend. Und bei
Handwerkern konnte die Frau nur dann den Haushalt führen, wenn das Einkommen des Mannes so hoch war,
dass er die Familie alleine ernähren konnte. Das war aber die absolute Ausnahme und nie der Regelfall.
Stadtfamilien waren schon immer auf das zweite Einkommen durch die Arbeit der Mutter angewiesen. Die Arbeit
der Männer wurde im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten nicht (wie hier behauptet wurde) besser bezahlt
als heute.
#23 nomen_domini 13:49:24 | Montag, 5. Januar 2009
@möchtegern-kathole Du färbst dir die Geschichte so schön, wie du sie gerne hättest. Mit der Realität
hat dein romantisches Familienbild vergangener Zeit aber nur im Ausnahmefall zu tun. Kindererziehung war
in der durchschnittlichen Familie früher Sache der Großmutter. Die Mutter hat im besten Fall (bei Bauern)
auf dem Feld gearbeitet, in den meisten Fällen aber als Angestellte in einem Laden, einer Fabrik oder
eben als Haushälterin, Köchin, Magd oder Dienstmädchen bei reicheren Familien. Da konnte sie die Kinder
genausowenig mit hin nehmen wie eine berufstätige Frau heute. Und wenn es keine Großmütter, Großtanten
oder Angestellten zur Kindererziehung gab, haben die Kinder gegenseitig auf einander aufgepasst. Da will
ich den Aufschrei aber mal hören, wenn der Staat den Familien sagt, sie sollen ihre Kinder doch sich
selbst überlassen.
#20 nomen_domini 13:30:57 | Montag, 5. Januar 2009
@möchtegern-kathole Du musst aber auch sehen, dass es in den letzten 2000 Jahren fast ununterbrochen
üblich war, dass beide Elternteile einer Familie berufstätig waren. Wenn das heute – nach einer kurzen
Unterbrechung – wieder so ist, so wird nur eine Abnormalität wieder aufgehoben. Frauen, die nichts zum
finanziellen Familieneinkommen beitragen, waren eine (Gott sei Dank keine 100 Jahre andauernde) Fehlentwicklung.
Das Schlimme ist, dass manche Hetzer heute versuchen, dieses Zerrbild einer Familie als Jahrhunderte alte
katholische Tradition zu verkaufen und ihnen das auch noch geglaubt wird.
@Samurai Danke, mir ist durchaus bewusst, dass ein rheinischer Katholik keine Einwände gegen Mundartmessen
hat. Dennoch bin ich immer wieder schockiert, wie wenig Sensus bei einigen Menschen für das Thema vorhanden
ist. @Josberens Lern zwischen den Zeilen zu lesen!
Oh mein Gott! Wie können die nur! Dabei versteht Gott Deutsch nur im Notfall und Kölsch rein garnicht.
Das Latein hingegen ist Gottes Muttersprache und er hat schon das Schöpfungswort in lateinischer Sprache
gesprochen.
#27 nomen_domini 08:50:49 | Montag, 5. Januar 2009
Soll das Tradition sein? Was uns hier mal wieder als sogenannte Tradition aufgetischt wird, ist eine familiäre
Lebensform, die es innerhalb der gesamten Geschichte der katholischen Gesellschaft für 50-70 Jahre mit
einem Höhepunkt in den 1950er Jahren gegeben hat. Familienmütter haben in der Vergangenheit in den allermeisten
Fällen gearbeitet und waren nur selten die vor „den Gefahren der Welt“ geschützte Hausfrau. In den ärmeren
Gesellschaftsschichten wurden die Kinder von der Großmutter erzogen. In den reicheren Familien wurden
Kindererziehung und Haushalt von Bediensteten übernommen. Die hochgejubelte Kleinfamilie mit der Frau
am Herd ist eine Erfindung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und hat mit katholischer Tradition rein garnichts
zu tun.
#20 nomen_domini 08:15:41 | Montag, 5. Januar 2009
Falscher Film? Jetzt kommen die ach so glaubenstreuen Kommentatoren, die angeblich für den vollen katholischen
Glauben eintreten, mit Ideen das Bischofsamt de Facto abzuschaffen. Dabei ist es unzweifelhaft ein katholisches
Glaubensdogma, dass das Bischofsamt von göttlichem Recht ist und auch der Papst nicht befugt ist, sämtliche
andere Diözesen aufzulösen und dem Bistum Rom einzuverleiben. Gerade der Selige Pius IX. hat im Bezug
auf die von ihm erlassene Bulle Pastor Aeternus betont, dass der Papst weder Bischof von Köln, noch von
irgendeinem anderen Bistum sein könne, diese auch nicht ersetzen könne und dass es nicht katholisch
sei zu glauben, man bräuchte wegen der Universaljurisdiktion des Papstes keine Bischöfe mehr. Die Kommentare
zeigen aber sehr schön was von sogenannten Traditionalisten zu halten ist, die von Tradition nicht die
geringste Ahnung haben und meinen, die tridentinische Messe sei schon in den Katakomben gelesen worden.
#31 nomen_domini 16:33:08 | Freitag, 2. Januar 2009
@Elijahu Da ich weder für die Priesterausbildung in Augsburg zuständig bin, noch in diesem Bistum wohne
(Gott bewahre mich vor Bischöfen, die mit M anfangen), stört mich der lustige +.net-Skandal über die
Sperrmüll-Entsorgung wenig. Überhaupt kann ich nichts schlimmes daran finden, wenn in einem Priesterseminar
oder sonstwo eine Kapelle neu gestaltet wird. Und woher sie sich so gut mit dem Teufel auskennen, wird
der Teufel wohl am besten wissen.
#9 nomen_domini 15:31:15 | Freitag, 2. Januar 2009
Keep it running! Und so macht sich kreuz.net zum Selbstläufer: Man stiftet Seminaristen zu Indiskretionen
an. Das gibt eine Story. Über die Reaktionen wird wieder berichtet als wären sie die heißesten Nachrichten.
Der Seminarist wird dann rausgeworfen und es gibt weniger Neupriester, worüber +.net auch schreiben kann.
Und dann geht natürlich die Anzahl der Sonntagsmessen zurück. Auch darüber beschwert sich wer? Kreuz.net!
Und so läuft der Laden und läuft und läuft und läuft wie der Duracell-Hase. Und ganz böse sind natürlich
die Leute, die das alles nicht für eine Dokumentation des Untergangs halten, sondern Wortgottesdienste
am Sonntag, neue Seminarkapellen, nichtpapistische Bischöfe und Ökumene treibende Päpste gut und sinnvoll
finden.
#55 nomen_domini 14:49:58 | Dienstag, 23. Dezember 2008
So kommen wir weiter. Jetzt müssen wir aber beachten, dass es sich hier beim Primat des Papstes nicht
um eine Verwaltungsvorschrift handelt, sondern um eine Frage der Religion. Die Entscheidungen und Lehren
des Papstes sind nicht nur formal legitim, sondern auch vor Gott. Hier geht es genau um die Binde- und
Lösegewalt, von der Christus zu Petrus spricht.
#33 nomen_domini 14:38:16 | Dienstag, 23. Dezember 2008
@Marcelus Universaljurisdiktion hat nichts mit Unfehlbarkeit zu tun. Wann verstehen Sie das endlich? Wenn
Herr Lingen den Papstsitz für vakant hält, weil er die Lehren der letzten Päpste nicht anerkennen mag,
dann befindet er sich außerhalb des katholischen Glaubens. Denn der Papst übt seine universelle Amtsgewalt
auch dann aus, wenn er einen neuen Messritus einführt oder ebem die Handkommunion erlaubt.
#53 nomen_domini 14:33:53 | Dienstag, 23. Dezember 2008
@Marcelus: Runter vom Schlauch! Wenn der Papst die Handkommunion oder ein neues Messbuch einführt und
in einer Rede die Weltjugendtage verteidigt, ist das sehr wohl eine legitime Ausübung seiner Lehrgewalt.
Den Universalprimat übt der Papst eben nicht nur aus, wenn er unfehlbar Ex Cathedra ein Dogma verkündet.
Und Pastor Aeternus beinhaltet beides: Den Universalprimat und die Unfehlbarkeit.
#31 nomen_domini 14:26:16 | Dienstag, 23. Dezember 2008
@Marcelus Mit Ihnen diskutiere ich noch einmal über die Universaljurisdiktion des Papstes. Ist es Ihnen
genauso wurscht, wenn man das Dogma von der unbefleckten Empfängnis leugnet oder gilt das nur für Pastor
Aeternus?
#50 nomen_domini 14:20:48 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Mir ist sehr klar, dass es bei der Unfehlbarkeit um die Verkündigung von Dogmen geht und bei der Jurisdiktion
um die oberste Amtsgewalt in der Kirche. Genau diese Amtsgewalt betrifft es aber, wenn Sie behaupten,
dass der Papst sakrilegische Messen zelebriert oder die Handkommunion erlaubt. Sie sprechen dem Papst
nämlich ab, dies vor Gott rechtmäßig tun zu können.
#48 nomen_domini 14:04:30 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Mit der Universaljurisdiktion hat das sehr wohl zu tun. Denn diese sichert dem Papst eben die Leitungsgewalt
über die Kirche. Und genau diese Gewalt sprechen Sie dem Papst ab, wenn sie behaupten, dass seine öffentlich
zelebrierten Messen sakrilegisch seien. Mit der gleichen Begründung könnte ich sagen, dass es sakrilegisch
sei, die Kommunion mit dem Mund zu empfangen. Denn das alte römische Messbuch kann ja von Pius in einem
Akt der Sünde eingeführt worden sein.
#46 nomen_domini 13:50:42 | Dienstag, 23. Dezember 2008
@Marcelus Da der Papst selbst oberster Hirte der katholischen Kirche ist und nicht der CIC (gleich welcher
Jahreszahl) oder das Messbuch, liegt es im Ermessen des Papstes, ob die Feier der Eucharistie auf den
Weltjugendtagen dem katholischen Glauben entspricht oder nicht. Was da ein Sakrileg ist und was nicht,
haben weder Sie noch ich zu entscheiden. Wenn der Papst aber weder die Handkommunion verbietet, noch die
Zelebration bei Weltjugendtagen einstellt, können wir dem wohl vertrauen. Oder leugnen Sie das Dogma
von der päpstlichen Unfehlbarkeit?
#13 nomen_domini 13:46:14 | Dienstag, 23. Dezember 2008
@Marcelus Das hat prada aber nie behauptet. Wer lesen kann, ist deutlich im Vorteil. Er hat nur geschrieben,
dass die Ordination der evangelischen Pfarrerin in der Praxis dreimal mehr wert ist, als die „Priesterweihe“
des Pseudopaters.
#44 nomen_domini 13:42:17 | Dienstag, 23. Dezember 2008
@Marcelus Gott hat sich selbst erniedrigt. Er ist aus seiner Allmacht in die Armut des Stalles von Bethlehem
gekommen. Er hat alle Würde fahren lassen, um ein Mensch zu werden, der in dreckigen Windeln in seinen
eigenen Exklementen liegt. Und selbst das hat unserem Gott nicht gereicht, denn er wird für uns in der
Eucharistie täglich zum Brot. So sehr erniedrigt sich Gott für uns. Und Sie glauben, dass es diesem
Gott etwas ausmacht, auf einer Großveranstaltung verteilt zu werden?
#6 nomen_domini 13:35:02 | Dienstag, 23. Dezember 2008
So ist das eben Wer weder einer Kirche (mystisch oder real) angehört, noch je von Christus und dem Christentum
gehört hat, kann gut darüber richten, was die evangelische Kirche falsch macht und wo die katholische
Kirche zu lasch ist. Es würde Herrn Lingen gut tun, sich einer Religionsgemeinschaft anzuschließen,
statt weiterhin an seiner Privatreligion zu basteln und diese auf kreuz.net unter dem falschen Etikett
„katholisch“ zu verbreiten.
#3 nomen_domini 09:39:17 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Ach Herrje… …was für eine schreckliche Gotteslästerung. *schulterzuck* Dabei könnte es uns Katholiken
doch egal sein, ob Maria jetzt ein Mann oder eine Frau war. Gebärende Jungfrauen sind genauso natürlich
oder widernatürlich wie gebärende Männer. www.telegraaf.nl/…_in_Amsterdam__.html
#53 nomen_domini 16:41:53 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Gekreuzigte Frösche… …die man in Lourdes kaufen kann sind also OK, weil man bei Oma Frida annehmen
darf, dass sie es nicht bös’ gemeint hat. Wenn aber ein Künstler in Deutschland zu seinem Wert dazu
sagt, dass er damit nicht Gott beleidigen, sondern auf die Kommerzialisierung des Sakralen hinweisen will,
ist das Gotteslästerung. Selig die arm sind an Geiste.
#46 nomen_domini 15:16:42 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Mariokin Vielen Dank für den Hinweis. Wenn der Frosch als Kritik an der Kommerzialisierung von Christusdarstellungen
gedacht ist, muss ich diese Darstellung sogar begrüßen. Wo ist der komische Verein und hält Mahnwachen,
wenn in Lourdes die Mutter Gottes als Flasche mit abschraubbarem Kopf verkauft wird? Wo ist die Mahnwache,
wenn in italienischen Kirchen Jesus mit einer Lichterkette in der Dornenkrone am Kreuz hängt? Wo sind
diese Leute, wenn Jesus und die Heiligen im Alpenraum als in beleidigender Weise verkitschte Holzfiguren
unter dem Deckmantel der „Volkskunst“ verhohnepiepelt werden? Diese millionenfache Lästerung soll in
Ordnung sein aber ein einziger Frosch am Kreuz erregt hier die Gemüter?
#19 nomen_domini 14:17:13 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Bitte beim Thema bleiben Irgendwelche mit Kot verschmierten Fotos haben doch nicht das geringste mit dem
Frosch in München zu tun. Auf der Plastik ist weder Jesus noch ein Foto von ihm zu sehen. Und als Christ
und Katholik muss ich ganz klar sagen, dass es noch mehr Opfer von Kreuzigungen gab als unseren Herrn
Jesus Christus. Wir können also keinen Exklusivanspruch auf Kreuzigungsdarstellungen für uns geltend
machen. Eine Argumentation in die Richtung, dass es sich bei dem Frosch um Jesus Christus handeln müsse
ist daher eher eine Blasphemie desjenigen, der beim Anblick dieses Frosches mit Ei und Bierkrug an Christus
denkt als umgekehrt. Die Kritiker sollten sich da mal an die eigene Nase fassen. Oder denkt Friedrich
Spee bei jedem mit Kot beschmierten Gesicht gleich es sei seine Mutter?
#63 nomen_domini 13:18:21 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Mundkommunion Ich verstehe dieses ganze Gezerre um die „wahre“ Kommunionform nicht. Ist es denn eine andere
Kommunion? Ist denn Christus geteilt? Wo beide Formen des Empfangs zugelassen sind, so liegt es in der
Verantwortung des Empfängers, wie er kommunizieren möchte. Ich Empfange die Kommunion gerne im Knien
in den Mund. Aber ich fühle mich auch nicht schlechter, wenn ich sie im Stehen in die Hand empfange.
Wieso auch? Meine Verehrung ändert sich ja nicht durch meine Körperhaltung. Und wenn ich während der
Wandlung an der Orgel sitze um die Akklamationen zu begleiten, so bin ich dort doch genauso andächtig,
fromm und ehrerbietend (oder eben genauso wenig) als wenn ich knie.
#39 nomen_domini 11:38:52 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Alois Was römisch-katholisch ist, bestimmt in der Kirche immer noch der Papst oder ein Konzil. Ein vom
Papst erlassener Ritus kann also garnicht unkatholisch sein. Nicht katholisch sind die jenigen, die ohne
den amtierenden Papst eine andere Kirche bauen wollen.
#37 nomen_domini 11:35:03 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Pünktchen OK, dann spreche ich jetzt von einem Notstand an sonntäglichen Wortgottesdiensten mit Kommunionspendung.
Wenn jeder Katholik jetzt selbst festlegt, wie er kirchlich versorgt werden muss, haben wir bald ein Recht
auf Musikantenstadl statt Messe. Es ist Blödsinn zu behaupten, es könne einen Messnotstand geben, wenn
es ausreichend Angebote zum Besuch des ordentlichen Ritus gibt.
#12 nomen_domini 09:15:31 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Kappes Da muss niemand vor der Tür stehen bleiben. Drinnen findet eine römisch-katholische Messe statt,
zu der alle eingeladen sind. Wenn ich mich als Katholik mit einem Currywurst-Stand vor den Kölner Dom
stelle, wirst du doch auch nicht behaupten, dass man mich zu unrecht nicht hinein ließe.
#6 nomen_domini 09:07:12 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Pünktchen Eine Messe, die von einem nichtkatholischen Priester zelebriert wird, ist zwar gültig aber
kann nie erlaubt sein. Genauso ist der Schuss eines als Polizist verkleideten Mörders zwar gültig (weil
tödlich) aber trotzdem verboten.
#1 nomen_domini 08:52:06 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Gut besucht Das nennt man also gut besucht? Wenn die Pius-Bruderschaft 40 Hansel in ihre vielleicht gültige
Messe bekommt? Bei einer ordentlichen Messe der römisch katholischen Kirche mit 100 Teilnehmern wird
hingegen laufend von Gläubigenschwund geredet. Aber natürlich.