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hervorragend Montag, 12. Juli 2010 21:03, wickerl: sehr unwürdig Bischof ist Herr Williamson übrigens
nicht, er hat nur die Bischofsweihe höchstwahrscheinlich gültig erhalten, und Bischof wird man erst,
wenn bei oder nach der Weihe rechtsgültig eine Ordinariats- oder eine Titulardiözese zugewiesen bekommt
Alle Bischöfe sind Weihbischöfe; deshalb sollte man dieses überflüssige Wort vermeiden und ‘Hilfsbischof’
sagen, wenn man so unterscheiden will. insofern nennt er sich zu Unrecht Bischof, und nimmt den Titel
Exzellenz, der im alten Kirchenrecht dem Oridnariatsbischof vorbehalten war, zu Unrecht in Anspruch 1.
Die betreffende Anrede ist mit der deutschen Sprache verbunden; anderswo werden Bischöfe anderswie, z.
B. mit Monseigneur oder my Lord angesprochen. 2. In der deutschen Sprache werden auch andere Amtsträger,
z. B. Botschafter, mit Exzellenz angeredet. 3. Weder Kirchenrecht noch alt/neu. 4. Hausaufgaben tun, bevor
Mund so weit aufmachen.
ne episcopus ultra baculum Die erste Periode [Beethovens] beinhaltet die verhältnismäßig ruhigen Werke
seiner Lehrzeit bei Wolfgang Amadeus Mozart († 1791) und Josef Haydn († 1809). Woher hat der Bischof die
Idee bekommen, daß Beethoven nicht nur bei Joseph Haydn (Achtung auf die Schreibweise des Vornamens!),
sondern auch bei Mozart gelernt hat? Übrigens gibt es genug von peinlicher, dilettantischer Musikkritik
schon. Exzellenz sollte bei den Gaskammern bleiben.
ejus divinitatis esse consortes, qui humanitatis nostræ fieri dignatus est particeps Donnerstag, 29.
Oktober 2009 12:51 Lycobates: Lex orandi = lex credendi: „Die meisten Bischöfe haben Angst davor, ihre
Theologie ändern zu müssen.“[…] Im NOM ist Christi Opfer schon beim Offertorium weg. Und so wollten
und wollen es die Neuerer! Das haben die modernistischen deutschen Bischöfe und „Bischöfe“ klar gesehen.
Warum wird es nicht öfter betont? Weil auch in der vorkonziliaren Zeit die Wichtigkeit der Offertoriumsgebete,
vor allem des Deus qui humanæ substantiæ dignitatem mirabiliter condidisti et mirabilius reformasti,
nicht vorgeführt wurde; weil die Leute, von der Sonntagspredigt erschlagen, auch noch daran denken mußten,
nach ihrem Geld zu suchen. Das mit den Klingelbeuteln war und ist eine riesige Ablenkung! Um 1951 war
ich oft in einer Kirche, wo die Predigt (die sowieso überall nur an Sonntagen und Hochfesten gehalten
wurde!) statt zwischen Evangelium und Credo nach der ebenfalls eingeschobenen Kommunion der Herumstehenden
(aus dem Rituale, im vorkonziliaren Missale nur mit der Rubrik „si qui communicandi sunt, communicet eos,
antequam sibi manus lavet“ erwähnt) eingeschoben wurde. Eine gute Idee, aber auch da war immer noch das
Getue der Geldsammler am Offertorium.
fremde Federn Samstag, 24. Oktober 2009 10:53, Brandenburgis: ICh habe gar nicht gesagt daß Mendelssohn-Bartholdy
ein Jude war. Er war Christ und ist in einer christlichen Fanmilie aufgewachsen. Die Mendelssohns (einschl.
von Moses) waren Juden. Die Eltern von Felix und Fanny hatten ihr Haus auf einem Grundstück, das früher
den christlichen Bartholdys gehört hatte. Nur auf neudeutsch heißt Felix ‘Mendelssohn-Bartholdy’, und
das auch nur in der dt. Musikindustrie; dt. Musiker, wie auch sämtliche Musikbeflissene nichtdeutscher
Zunge, nennen ihn ‘Mendelssohn’. Cf.: ‘v. Weber’; C. M. Webers Vater, Constanze Mozarts Onkel, der sich
kurzerhand privat geadelt hat; ‘v. Gluck’; wenn man das sagt, muß man auch ‘v. Mozart’ sagen, da dieser
den 1. Grad seiner Ritterschaft hatte, Gluck aber nur den 3. (es geht um dieselbe Ritterschaft); ‘v. Nissen’,
der sich zeitlebens nur ‘Nissen’ nannte, den 2. Mann von ‘Constantia Etatsräthin v. Nissen, gewesene
Wittwe Mozart, gebohrne v. Weber’, deren Vater, Carl Mariens Vaters Bruder, an der Burgtheaterkassa gesessen
war. Sowohl Danton als auch Robespierre waren Rechtsanwälte und nannten sich vor der Revolution ‘M. de
Danton’ resp. ‘M. de Robespierre’.
Meilenstein Der Papst hat vor Jahren als Präfekt der Glaubenskongregation in der ehemaligen Jesuitenkirche
in Weimar zusammen mit Petrusbrüdern ein großes Pontifikalamt im alten Ritus zelebriert. Wenn er das
noch nicht in St. Peter gemacht hat, so kann der Grund dafür nicht sein, daß er grundsätzlich dagegen
ist.
Papst hört Klavier Heute Samstag abend wird der Heilige Vater in der vatikanischen Audienzhalle ein Klavierkonzert
anhören. Die chinesische Pianistin Jin Ju spielt auf historischen Instrumenten. Es geht wohl um einen
Klavierabend. Ein Klavierkonzert ist etwas für ein einziges Klavier, historisch oder nicht.
réponse pieuse à la recette intéressante Dienstag, 28. Juli 2009 11:23, Gunsenum: Zur allgemeinen KENNTNISNAHME:
[…] Versez le jus de la marinade au Madère dans le jus de cuisson des biftecks et préparez une sauce
légère en ajoutant du roux (que vous avez préparé au préalable à l’aide de beurre et de farine)
pour épaissir la sauce si nécessaire. […] Merci, j’en ai pris connaissance. Mais pourquoi préparer
le roux au préalable, puisque la nécessité absolue d’épaissir la sauce est exclue par le texte ? La
sauce fait grossir, et surtout la sauce avec du roux. Il vaut mieux laisser tout cela au Ciel.
Kelten habe riesige Schwänze! Dienstag, 28. Juli 2009 12:10, Kapituliernix von Koppelschloß: […] In
Irland […] treten die unverheirateten katholischen Damen mancherorts nach der Messe im Pfarrsaal auf
und präsentieren sich vor der anwesenden Jungmännerschar mit nacktem Oberkörper. Darüber hat sich
bisher noch keiner beschwert. Komisch, das ist nicht das Irland, das ich kenne. Ich dachte, St. Patritius
hätte zusammen mit den Schlangen mit all dem aufgeräumt. Vielleicht in einem winzigen Dorf am wilden
Meer im fernsten Connemara, wo die Keltinnen riesige Brüste haben… Εἶθε γενοίνην, would
I were In Grantchester, in Grantchester!
Ein discriminierender Schwule ist einem undiscriminierenden Schwulen vorzuziehen Dienstag, 28. Juli 2009
08:46, ichbinschwulunddasistgutso: Eure „grundrichtigen“ Werte kann man hier im Detail ablesen. Diskrimminierung,
Aufruf zum Mord, […]. Verfolgung ist das eine, Discriminierung das andere. Ohne Discriminierung (z.
B. zwischen der röten und der grünen Ampel) ist das Leben unlebbar. Und Aufruf zum Mord, obwohl zu bedauern,
ist wenigstens nicht Mord.
zu: ‘Informationen zum Priesterjahr’ Vatikan. Die Kleruskongregation[-]Webseite ist auf Italienisch, Englisch,
Deutsch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch abrufbar. nicht aber lateinisch, also muß man nicht
glauben, was man dort liest.
Pius ist nicht von ungefähr in Linz Der Linzer Artikel ist zwar durch das Kotau in Richtung Homosexualität
und die angegebene Links an lebensfeindliche Organisationen mit dem Zeitgeist kontaminiert, scheint mir
aber sonst nicht weit vom richtigen Pfad zu sein – sowohl für Leute, die nicht dem zölibatären Leben
bestimmt sind, wie auch für deren Berater. Das Wichtigste, das darin gesagt wird, könnte auch aus dem
Mund eines dogmatisch strengen, aber evangeliumsgmäß sünderfreundlichen Pius-Beichtvater kommen.
Kirchengriechisch: @St. Anton Kirchengriechisch ist alles andere, als klassisches Attisch. Das Griechisch
von St. Paul ist ziemlich klobig. St. Peter schreibt besser. S. Hieronymi Übersetzung des NT ist eine
sehr treue, eigentlich ein Meisterstück der selbstlosen Übersetzungskunst.
Bischof-Williamson-Videolinks Mittwoch, 15. Juli 2009 07:41, Dani California @ […]pamino: Nicht nur
das ist merkwürdig, sondern auch, daß die Videos (inzwischen auch Part II) nicht bzw. nicht mehr dort
zu sehen sind: „While these videos are not available for download, you may purchase them from True Restoration
Press on DVD for $10.Ich konnte noch I (1. Hälfte) sehen“. Wieso? Teil 1 und 2 laufen doch einwandfrei,
also bei mir zumindest. Vielleicht trat ein kurzzeitiges Problem auf der Seite auf und Ihr konntet es
deshalb nicht öffnen. Vermutlich hast Du meinen Link benutzt (s. unten). Der geht, auch für Part II,
der frühere von Domenico Tuttisanti aber nicht mehr, auch andere, die ich versucht habe. Dominici Frage,
warum das Video nicht gleich im Artikel verlinkt würde, ist immer noch relevant.
jetzt auch noch Wikipädophilie … Mittwoch, 15. Juli 2009 17:03, Homosexuelle unterwandern Internet-Enzyklopädie:
[…] In ‘Wikipedia’ gibt es Rudel von Ideologen, die gezielt jedes Sachargument niedermachen. Und nicht
nur in dieser, sondern auch oft in historiographischer Hinsicht, besonders, was die deutsche Geschichte
betrifft. […] Zum Thema „Heterosexualität“ – das neue Wort für die Sexualität – gibt es nur einen
Miniartikel ohne Bilder. Die einschlägigen befinden sich ja anderswo im Internet.
Was – ist wo-man, was – ist er …? Samstag, 11. Juli 2009 18:38, Nixnutz @Seefeldt: Mann und Frau: Zu
Gen […] 2,22: … baute aus der Rippe, die er vom „adam“ genommen hatte, eine Frau („ischa“) und führte
sie dem „adam“ zu. 2,23: Und der „adam“ sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein … „ischa“ soll
sie heißen; denn vom Mann („isch“) ist sie genommen. Vgl. Ne. woman < Ae. wifman ‘Weibmann’.
Weihegewalt des Priesters Dienstag, 14. Juli 2009 22:46, wassers @Lutheranerin – […] Bischof und befugt
Laien durch die Weihen in den Klerikerstand zu erheben. Für den ritum extraordinarium dictum ist die
Situation von 1962 maßgeblich, wobei man mit der ersten Tonsur zum Kleriker wird. Nun, die erste Tonsur
und die niederen Weihen können von einem einfachen Priester gültig verliehen werden. S. die dogmatischen
Standardwerke.
launisch ist die Forelle In diesem Sinn zu verstehen ist wohl auch das neueste Video von Bischof Williamson,
der offensichtlich keinen allzustrengen Maulkorb mehr tragen muß. SZ vom 14. Juli, S. 5: „27 900 Menschen –
Kinder, Frauen und Männer – soll John Demjanjuk in die Gaskammer von Sobibór getrieben haben.“ Im Rahmen
der gerichtlichen Meinungsbildung in der Frage der Schuld Demjanjuks ist es zu hoffen, daß sich der Staatsanwalt
Hans-Joachim Lutz, Sonderermittler für NS-Gewaltverbrechen, diesmal nicht auf die StPO und den Begriff
der „Offenkundigkeit“ verläßt, sondern harte Beweise vorliegt, daß es in Sobibór eine oder mehrere
Gaskammern tatsächlich gab und daß diese technisch in der Lage war/en, die 27 900 Menschen innerhalb
des betreffenden Zeitraumes zu vergasen. Mir ist dabei nur die Wahrheit wichtig, wie sie immer auch sein
mag. Die Williamson-Affäre und meine eigenen damaligen Versuche, an die Fakten zu kommen, haben mich
davon überzeugt, daß wir bei weitem nicht über genug Fakten verfügen. Solche schweren Vorwürfe müssen
in einem Rechtsstaat in jedem einzelnen Fall konkret bewiesen werden. N. B.: Samstag, 11. Juli 2009 09:37,
Domenico Tuttisanti: Merkwürdig, dass kreuz.net das Interview nicht >>>> verlinkt <<<< hat! Nicht nur
das ist merkwürdig, sondern auch, daß die Videos (inzwischen auch Part II) nicht bzw. nicht mehr dort
zu sehen sind: While these videos are not available for download, you may purchase them from True Restoration
Press on DVD for $10. Ich konnte noch I (1. Hälfte) sehen…
de missa privata dicta Der englische Sprachgebrauch ist hier lehrreich. Es gibt Privatmessen nur in Unterscheidung
zum Konventsamt, also nur im klösterlichen Sprachgebrauch. Sonst gibt es levitierte Hochämter (‘High
Mass’, immer mit Diakon und Subdiakon), Tiefämter (‘Low Mass’; es gibt keine *‹silent Mass›) und
die Mischform ‘Missa cantata’. Es kann beim ‘Tiefamt’ ein Publikum geben oder nicht; jede Messe ist teilweise
privat und teilweise öffentlich.
im Gatten und im Jaten Montag, 13. Juli 2009 20:18, Gotthard @r.ruhrgebietler: Sie sind (und bleiben es
wohl auf ewig!) von Satan besessen! Was mach Dich heute Abend so nervös und agressiv? Heute ist doch
mal wieder gutes Wetter: warum machst Du keine „gattenpatty“? Faszinierend! Ich kannte das bisher nur
von Sauerländern: „Mein Vatter macht eine Patty in seinem Gatten in Annsbesch“.
[…] auch 12 Riesen, die müssen noch stärker sein, als wie der starke Christoph im Dom zu Cöln a.
Rh… Man lese auch die Bulle „Cantate Domino“ des Konzils von Florenz (1438-1445): „Die Kirche zeigt
an, daß alle, die nach diesem Zeitpunkt [der Verkündigung des Evangeliums] die Beschneidung, den Sabbat
und die übrigen Gesetzesbräuche beachten, vom Glauben an Christus ausgeschlossen sind und keineswegs
des Ewigen Heiles teilhaftig werden können, es sei denn, sie kämen einmal von Ihren Irrtümern weg wieder
zur Einsicht.“ Ich hoffe, das heißt „[…] die Beschneidung plus den Sabbat plus die übrigen Gesetzesbräuche“
und nicht „[…] die Beschneidung oder den Sabbat oder einen der übrigen Gesetzesbräuche“, denn sonst
sind nicht nur alle jüdischen und alle muslimischen, sondern auch Millionen beschnittener englischsprachiger
katholischer Männer wohl ewiglich verdammt, da sie schwerlich von ihrem diesbezüglichen Irrtum weg wieder
zur Einsicht kommen können. Cantate Domino canticum vetus, quia mirabilia fecit : In te, Domine, speravi ;
non confundar in æternum. [N. B. : confundar : et conj. et indic.]
Who, me? Yes, you, visitator. Freitag, 10. Juli 2009 19:33, visitator: Geballt[e] Dummheit von […] Pamino:
Freitag, 10. Juli 2009 02:20: Was, schon wieder am deutschen Wesen soll die Welt genesen?…Es ist kaum
glaublich aber wahr, daß es hierzulande noch Leute gibt, die es für eine self-evident truth halten,
daß das ‘deutsche Gesetz’ überall in der Welt gelten soll. Das dürfte wohl eine der dämlichsten Aussagen
sein, die ich je gehört habe! Natürlich [s]ollen in den USA keine Deutsche [recte: deutschen] Gesetze
gelten – ich bin der Letzte, der das will. Pamino hat mal wieder den ganzen Zusammenhang überhaupt nicht
begriffen! Doch. Wohlweislich zitierst Du Dich selber nicht: Verkriecht Euch dorthin, wo das deutsche
Gesetz nicht umgesetzt werden kann!
Credo Sonntag, 12. Juli 2009 11:24, Seefeldt: Das Große Glaubensbekenntnis bestimmt, daß Christus Gott
ist, NICHT Jude! Deutscher Graffito: Freiheit statt Volkszählung Englisches Plakat: No loitering or bicycles
Großes Glaubensbekenntnis weiter: Et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria virgine, et homo factus
est. Also war Unser Herr ein Mensch, und da er von einer jüdischen Mutter geboren wurde, war er ein jüdischer
Mensch.
Du, Jüngling, glaubst dem Zungenspiel? Sonntag, 12. Juli 2009 19:17, Kunstmaler @pamino: Mozart war schwer
rheumakrank und das seit seiner Kindheit. Warum wollen Sie das nicht sehen? Zuerst: Fragen sollten ihre
Antworten nicht schon in sich tragen. Dann: Ich will es nicht glauben, weil ich es nie belegt gesehen
habe; und jetzt möchte ich es bitte schön von Dir belegt haben. Glauben Sie dass er jetzt weniger wert
ist? Wieder so eine Frage. Streck Deinen Kopf noch ein bißchen weiter aus. Er starb mit 35 Jahren. Ja –
sicher das ist ein Zeichen von ausgezeichneter Gesundheit. a) Er wurde am 27. Januar 1756 geboren und
starb am 5. Dezember 1791. b) Sterben mit knapp 36 Jahren sagt an sich nichts über den Gesundheitszustand
aus. Jeder Gesunde kann etwas zu sich zuziehen und daran schnell sterben, auch heute noch.
Fragen über Fragen Sonntag, 12. Juli 2009 14:41, Vineta: Diese verkommene Gesindel in Mitteleuropa 1)
läßt sichs gut gehen auf Kosten künftiger Generationen, denen es, ohne sich im geringsten einzuschränken,
Schulden in tabuisierter Billionenhöhe hinterläßt, z. B. […] d) mit immer neuen Versionen einer zig
Milliarden Euro teuren grammatikalisch falschen Rechtschreibung. […] Ich denke seit langem an den vergleichbaren,
von V-II ausgelösten, jahrelang anhaltenden gigantischen Aufschwung im katholischen Verleger- und Druckergewerbe
…
Mozarts Gesundheit Sonntag, 12. Juli 2009 14:38, Kunstmaler: zum Nachdenken: www.youtube.com/watchv=HhPPQaXx7K8
Nur zur Info: Mozart war zeitlebens gebrechlich und gesundheitlich sehr angeschlagen. Schönes ruhiges
Tempo für diesen 1. Satz, man kann für einmal beim erzbekannten Stück in die Werkstatt hineinhören.
Danke! Aber was Du da sagst, ist blanker Unsinn. Daß Mozart als Kind die Blattern und alles Mögliche
sonst überlebt hat, zeigt, wie gesund er war. Wegen seiner notgedrungen übertriebenen Sitzerei mußte
er eine Zeitlang während seiner Wiener Jahre am Stehpult arbeiten und ausreiten gehen, aber sonst war
er fast immer ganz gesund, wie nicht nur seine Musik sondern auch seine Briefe bezeugen. Am hitzigen Frieselfieber
(Sterbeurkunde) sind im Winter 1791-92 schließlich auch viele anderen Einwohner der Stadt Wien gestorben.
Seine Frau war es eher, die kränkelte, aber sie hat ihn um ein gutes halbes Jahrhundert überlebt, und
der beiden älterer Sohn Carl Thomas, geb. 1784 in Wien, arbeitete zur Zeit von Verdis opere popolari
im Mailand und starb dort erst nach den Erscheinungen von Lourdes 1858.
Die Würde des Menschen ist offenkundig antastbar Soviel fürs GG. Ich weise seit Jahren darauf hin, daß
dieser Satz eine leere Phrase ist, da die Würde des Menschen offenkundig seit eh und je überall angetastet
wird. Wenn man dagegen etwas sagen will, dann muß es in der Form sein: Die Würde des Menschen (s. Definition)
darf nicht angetastet werden. Und wenn man dagegen nicht nur reden, sondern auch etwas unternehmen will,
muß in den Ausführungsbesimmungen stehen: Wer die Würde des Menschen (s. Definition) antastet, wird
mit […] bestraft.
zu: Moralisches Polen Immer mehr Polen sind gegen die Schlachtung ungeborener Kinder und die Scheidung
von Ehen. […] Seit 1998 sei das Vertrauen in die Geistlichen geschrumpft. Dagegen sei die Akzeptanz
der katholischen Morallehre gestiegen. Die Schafe kontrollieren die Hirten; sehr schön. Nur dürfen die
Schweine nicht die ganze Gesichte an sich reißen, wie bei Orwell.
un Ricard, sinon rien „Als ich das Motu Proprio ‘Ecclesiae Unitatem’ gelesen habe, kam mir folgende Idee:
Warum den Dialog, der sich mit der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. eröffnen wird, nicht der Fürsprache
der Heiligen Katherina von Siena anvertrauen, die in der Zeit einer großen Kirchenkrise eine wahrhafte
Leidenschaft für die Einheit gelebt hat?“ Aus einer Stellungnahme von Jean Pierre Kardinal Ricard von
Bordaux[ sc. ‹Bordeaux›] Mes amis les Français ont été en fin de compte toujours plus réalistes
que mes amis les Allemands.
zu: Audienz kurz nach dem Sakrileg: num missa canibus? Der protestantische Premierminister hatte kürzlich
im Rahmen der in der Konzilskirche üblichen wahllosen Verteilung konsekrierter Hostien eine solche entgegengenommen
aber anschließend nicht konsumiert. Was ich gestern aber nicht verstanden habe und auch heute nicht verstehe:
Was hat er mit der Hostie, non mittenda canibus, gemacht, und was ist aus Ihr geworden?
bescheidene Frage, denn heut zu Tage würckt das viel Freitag, 10. Juli 2009 20:27, Antipacelli: […]
den Apostaten Eugenio Pacelli […] Das ist wirklich ausgelesener Sedisvakantismus. Wer war also der letzte
gültige Papst?
ein Lyoner Globke Als ich in der 80er Jahren in Lyon lebte, starb der hochangesehene Stadtrat für Kulturelles,
ein prominenter Rechtsanwalt, und wurde mit großen Ehren zu Grabe getragen. Erst sechs Monate oder so
danach kam es heraus, daß er den Kommentar zur Übersetzung ins Französische der Nürnberger Gesetze
verfaßt hatte, daß in der Vichy-Zeit alle französische Jurastudenten das Buch hatten kaufen müssen
und daß er daraus sehr reich geworden war.
was, schon wieder am deutschen Wesen soll die Welt genesen? Freitag, 10. Juli 2009 01:05, visitator: […]
Kreuznet versteht aber die Bibel wie folgt: Habet Angst und fürchtet euch – vulgo: Verkriecht Euch dorthin,
wo das deutsche Gesetz nicht umgesetzt werden kann! Es ist kaum glaublich aber wahr, daß es hierzulande
noch Leute gibt, die es für eine self-evident truth halten, daß das ‘deutsche Gesetz’ überall in der
Welt gelten soll.
(@Fr. Zypries geschickt, 08.07.09.:) Ihre angeblichen Aussagen zur Pius-Brüderschaft S. v. gn. Fr., Sie
werden auf einer Webseite, wo ich eben las, mit folgenden Worten indirekt zitiert: „Frau Z[…] begründete
ihre Haltung mit einer Aussage im ‘Mitteilungsblatt’ der [PB]. Diese hatte die Homo-Perversion nach normaler
kath. Lehre als ‘geschlechtliche Perversion’ und ‘sodomitische Sünde’ bezeichnet“. Jeder orth. Jude oder
Muslime denkt auch so über die [HS], was freil. normalerweise nicht bedeutet, daß solche Personen die
Verfolgung [HSer] befürworten, oder a fortiori, daß sie [HSe] verfolgen möchten oder gar verfolgen.
Vor einigen Jahrzehnten, als Sie wohl noch Schülerin waren, konnte man im Falle der Chr. und insbesondere
der Kath. so generalisieren. Es gibt, wie Ihnen anscheinend aufgefallen ist, heute noch solche Kath. Unter
der Masse der „Kirchensteuer“-Christen, besonders der kath., gibt es mit gr. Wahrscheinlichkeit nicht
wenige Individuen, die denken, der Kult der [HSen] in der westl. Gesellschaft sei viel zu weit gegangen.
Es ist auch mehr als möglich, daß die öffentliche Meinung in dieser Frage allmählich wieder traditioneller
wird. [Irland u. Abtreibung …]. Diese ist allerdings (ich sage es natürlich nicht Ihnen, sondern mir
selber) mit wenigen Ausnahmen auch in der Bundesrepublik verboten – wohl aus ähnlichen Gründen, wie
in Irland, wo immerhin illegale Abtreibungen noch strafrechtlich verfolgt werden. Ich bin mir sicher,
daß Sie als Politikerin die verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten der jetzigen Situation abzuschätzen
wissen. [MfG, pa.]
clarissæ Abrechnung inter eruditos mit pamino (2) Donnerstag, 9. Juli 2009 00:39, clarissa colonia:[…]
(postscriptum: Vielleicht, werter pamino, sollten Sie Ihre Zuschriften wenigstens gelegentlich auf ein
breiteres Fundament stellen als sprachliche Betrachtungen und rein emotional begründete Meinungen? In
diesem Fall erst recht nicht. Ich werde meine Zeit nicht damit verlieren, die nackten, wackelig gekreuzten
Standbeine dieses in sich kollabierten Satzes aus nächster Nähe zu betrachten. Aber aufgepaßt, Du machst
mit Deinem „sollen“ wieder Deinen kompulsiven Fehler, denn ich werde es nicht. Gelegentlich weitergehende
Sachkenntnis wäre da bestimmt kein Fehler, oder?). Das ist etwas, das im eigenen Interesse ernst zu überlegen
wäre, bevor Du die nächste Probe Deiner unnachahmlichen lateinischen Prosa hier ausstellst. Werter Lucius,
obzwar mir der θ-lapsus ex post bewußt war (obwohl ich diesbezüglich tatsächlich auf eine ältere
Lexikon-Ausgabe rekurrieren konnte), bin ich natürlich uneingeschränkt bereit, diesen Fehler als solchen
einzuräumen und danke Ihrer diesbezüglichen Zuschrift. (Aha, Lucius auch noch? Ich hatte nur Achrestum
bzw. Panurgum zur Kenntnis genommen.) Wie großherzig! Es geht schon um einen Fehler. Die Frage ist nur:
Wessen?
zu: Berufungen gibt es im Alten Ritus Lyon fit la guerre à la liberté ; Lyon n’est plus. (Dekret des
Konvents, 1793) Vive le cardinal Barbarin ! pamino alter Lyoner
clarissæ Abrechnung inter eruditos mit pamino (1) Donnerstag, 9. Juli 2009 00:39, clarissa colonia: zu
Duzen; ? Erstens: Keine Extrawurst. Zweitens: Ich bin adelig genug, um mal ins Proletarische auszuweichen,
Du nicht? Drittens: heuchle nicht; mein Kriterium ist und war immer ein rein grammatisches. Keine sozialen
Spiele meinerseits; im Gegenteil, ich will sie nach Möglichkeit unterbinden. Im staatlichen Recht kommt
der Begriff des Sakrilegs nicht vor; Meinst Du das Wort? und meinst Du etwa: kommt nicht mehr vor? obwohl
Juristen natürlich keinen Alleinanspruch auf Begriffe haben, sollte man doch inter eruditos aber dennoch
wohl voraussetzen können, daß ihnen die Bedeutung der verwendeten Begriffe bekannt ist, so sie sie denn
nutzen. Es geht um Wörter, und es geht um deren normale Bedeutung, deren Existenz und Primat echte eruditi,
ob Juristen oder sonstwas, nicht in Frage stellen. Das hiermit implizierte etiamnunc ruda es hat sich
nur so ergeben, aber angesichts Deiner Worte oben lass ich’s stehen.
l’Académie, je m’en fous Mittwoch, 8. Juli 2009 23:29, clarissa colonia: Nun, werter pamino; Donnerstag,
9. Juli 2009 00:17, Nixnutz: @ clarissa colonia Nixnutz ὁ χρῆστος hat etwas bestätigt, was
ich vermutet hatte und eben zu verifizieren im Begriff war. Zu seinen Beispielen kann ich ‹autochtone›
hinzufügen (N. B. « mon ophtalmo » wie « mon otorhino[laryngologue] »). Nun, weder die Frz. noch
die Dt. sind die Eigenthümer griechischer Wörter, sondern es ist ein Fall von λόγων γὰρ ἐπιφανῶν
πᾶσα γῆ τάφος. Die Engländer wenigstens scheinen keinen Drang zu verspüren, die Schreibweise
der Gr. zu verbessern. Ich weise nochmal darauf hin, daß es nicht um Deine ‘Gesetze’ geht, sondern einfach
um eine Machtfrage. Also: Ich werde weiterhin in auf frz. wie in auf dt. verfaßten Schriftstücken die
richtige, seit zweieinhalb Millennia feststehende Schreibweise benutzen; und merke bitte a), daß keiner
mich davon abhalten kann, b), daß ich mir das sowieso leisten kann, und c), dasz es zweclos ist, mit
analfabetischen quatschlexicis zu komen. ‹apophtegme, parole mémorable ayant une valeur de maxime›
(Rob.) hilft zu zeigen, welches Land die Quelle dieses Quatsches ist. Hoffentlich kommt nichts mehr wie
(würg!) ‹platzieren› (platz!), worüber man bei Campe (1819) liest, daß ‹placiren› ‘plassiren’
auszusprechen ist. Ich hatte schon stark Vermuthet, daß entgegen dem little knowledge der Schreibreform-Stümper
dieses Verb nicht von ‹Platz› (direkt vom Lat. [via] platea), sondern von ‹placer› kommt, und
voilà, ich Hatte rech…
nun, Wertheste … Mittwoch, 8. Juli 2009 23:29, clarissa colonia: Nun, werter pamino, wenn Sie denn schon
mit dem Begriff des Sakrilegs operieren, sollten Sie ihn doch, freundlicherweise, erst einmal definieren …
Nein, clarissa, so bekommst Du mich nicht. Solche Definitionen sind Deine Sache: dâr an gedenkent ri[h]ter
es ist iuwer dinc ir tragent diu liehten helme und manegen herten rinc dar zuo diu vesten schilte und
diu gewîhten swert Offensichtlich gibt es noch Sakrileg im StGB und ich freue mich darüber. Her also,
zur Allgemeinbildung, mit der juristischen Definition. Aber: Daß ich im Gegenteil nicht vom juristischen
Sakrileg sprach, ist vom Rest meines Beitrags klar, und auch daran, daß ich von einem ungeheuren Sakrileg
sprach, was kein sehr juristischer Ausdruck ist. Wie oft muß ich Dich in dieser Hinsicht korrigieren?:
Ich operierte nicht mit einem Begriff, sondern mit einem Wort. Auch Du kannst nur mit Worten operieren,
mögest Du sie auch Begriffe nennen, bis Du blau im Gesicht bist. Nun, man kann Worte nicht begreifen;
man kann sie nur, wie Wasser, schöpfen. Erst recht können Juristen sie nicht zum juristischen Alleinbesitz
erklären. Der Sinn, in welchem ich dieses Wort einsetzte, war aus dem von mir gewobenen Kontext klar:
Es war der Sinn, in dem alle normale, nichtjuristische Katholiken das Wort immer benutzt haben. Diese
Prosa ist langweilig und ich empfehle meinen ersten Beitrag zu diesem Draht, die Strophe von St. Thomas
von Aquin, die unten um 22.40 unter meinem Namen erscheint…
a muliere victa sunt hæc viri Mittwoch, 8. Juli 2009 21:56, Mrs.Cologne: Achtung! Nicht auf die Verlinkungen
klicken! – es sei denn, man schreibe unter Mac OS X. Ich hätte gern berichtet, aber es war schon alles
weggeräumt.
nicht anzeigen @Begeisterter und wickerl: Strafanzeige erstatten wäre, ich glaube, keine gute Idee, denn
das weltliche Etikett ‘Vergehen’ – mehr gäbe der Vorfall wohl nicht her – würde in dem Fall das ungeheure
Sakrileg verdecken. @st.niketas: Als ich drei Deiner Briefe unten nacheinander las, kristallisierte sich
folgender Gedanke: Ehe sich der Eich- als Fachmann niederließ, studierte er gründlich den Judaismus
und lernte sogar Hebräisch. Wie ist Dein Latein?
du jamais vu ! Mittwoch, 8. Juli 2009 19:30, Begeisterter: sie wird schon sehen, was sie davon hat. diese
heidin. sumunt boni, sumut mali, sorte tamen inæquali: vitæ, vel interitus. Wer hat diese Person überhaupt
„geweiht“?
kleine Hülfe Mittwoch, 8. Juli 2009 15:38, Der gute Hirte: […] self fulfilling prophecy self-fulfilling
prophecy Man braucht hier den Bindestrich, sonst beginnt der Leser etwas zu verstehen wie das Etikett
eines Photos, etwa „self drinking beer in the Augustinerkeller“.
Spectabilität Er hat von [x] zwar keine Ahnung, spielt aber dennoch den Experten. In Zukunft wird er
als Hochschulprofessor [y] lehren. Das ist aber heute überall die Regel, nicht die Ausnahme.
geschickt an Johan Schloemann (‘Latein: Die schwierige Amtssprache’, SZ 8. Juli 2009) Sehr geehrter Herr
Schloemann, es hat mich selber sehr überrascht, daß der Heilige Vater seine Enzyklika nicht […] eigenhändig
auf lateinisch verfaßt […], denn wie sonst kann jeder Übersetzer, ungeachtet seiner Muttersprache,
die gleiche, verpflichtende Vorlage haben? […] Etwas […] Kritik […]: 1. Ihr pecuniis mutuis per
mundum nimis currentibus für ‘durch eine zunehmende Mobilität des Finanzkapitals’ weckt angesichts der
Herkunft der pecunia von pecus eine schlafende Metapher und läßt so an in der Welt hin- und herlaufendes
Vieh denken (nimis in diesem Kontext dann ‘überflüssigerweise’). Vielleicht aber gehen wir sowieso wieder
in diese Währungsrichtung, denn pecus, Vieh und engl. fee ‘Gebühr’ kommen alle drei von PIE *pekᵂ-
‘Vieh’. 2. Ihr peregrinatio quæ dicitur libidinosa für ‘der sogenannte Sex-Tourismus’; da ‘sogenannt’
hier sowieso nur ein Latinismus ist (lästige Entschuldigungspflicht bei Metaphern), sollte man als Übersetzung
der päpstlichen Wortwahl peregrinatio quædam libidinosa oder peregrinatio ut ita dicam libidinosa nehmen.
In anderen Umständen würde ich aber für Ihr peregrinatio libidinosa als Neologismum stimmen. Sie sollten
P. von Gemmingen nicht so ernst nehnem. Was man von ihm und dem Hw. Gero Weishaupt täglich als Latein
serviert bekommt, ist oft von lamentabler Qualität und im zweiten Fall häufig mit gröbsten grammatischen
Fehlern beladen. Es ist Zeit, daß man im Vatikan das Lateinredigieren wieder den Kompetenteren unter
den Italienern ließe […].
@pius.inquisitor sine potestate et sine potentia Mittwoch, 8. Juli 2009 16:56, pius.inquisitor: pamino –
nennen sie mir einen einzigen legalen sakramentalen akt der piomanen! Aber keine Panik. Sie dürfen erst
einmal 24 stunden recherchieren. Bist Du legasthenisch? Die sind seit zwar (?1974) illegal, ABER GÜLTIG,
und darum geht’s in erster Linie, was immer auch aus diesen Diskussionen kommt.
bravo Paulaner Mittwoch, 8. Juli 2009 14:40, Paulaner: Wenn die neunmalklugen Deutschen nicht wären,
dann gäbe es keinen Luther… Theodiscus tu dixisti.
weder häretisch noch schismatisch, sondern nur illegal! Mittwoch, 8. Juli 2009 14:09, pius.inquisitor:
[…] Der deutsche Distrikt-Obere der FSSPX (Fraternitas schismatica Sancti Pii X), Franz S., genannt
„Schmiddi“ […]. Der Hw. Schmidberger ist ein früherer Mathematiklehrer, so daß man gelegentlich Verständnis
aufbringen muß. Aber kirchenamtlich ist nie behauptet worden, die FSSPX sei schismatisch. Du scheinst
etwas lässig mit wichtigen Details umzugehen.
zum Kotzen Dienstag, 7. Juli 2009 12:51, pius.inquisitor: ach, pamino, meinen sie wirklich, noch beweisen
zu müssen, dass sie fehler nicht zugeben können? es hindert sie niemand, sich in ihren lügengespinst
einzurichten. spinnen sie wohl. Bildest Du Dir ein, hier ein Sportpalast-Publikum vor Dir zu haben, erbärmlicher
Lügner? Du hättest Deinen blamierenden Fehler ohne mich nie bemerkt, geschweige denn „zugegeben“! Ich
habe hier Fehler gemacht und sie zugegeben, aber aus gutem Grund keinen lächerlich trumpflos auftrumpfenden
Deiner Art. Sitze Deine Zeit im Schneider schweigend ab und blamiere Dich nicht noch weiter. Du schuldest
auch der Reaktion eine untertänigste Bitte um Entschuldigung. Wer sich gedemütigt hat, soll sich gefälligst
eine Zeitlang demütig benehmen.
erbärmliches Spektakel eines ertappten Heuchlers Dienstag, 7. Juli 2009 12:25, pius.inquisitor: wissen
sie nicht, pamino, dass es auch für den hiesigen schreiberling keine schande, war einen fehler zu machen
und ihn zu korrigieren? www.spiegel.de/…,1518,477458,00.html Ja, was soll man dazu sagen? Du hast Dich
ganz groß blamiert. Du wolltest sosehr einen Fehler finden, daß Du einen fandst, der nicht da war; Du
machtest ihn gleich selber, und es geschah Dir recht, so daß weder d Ware Papst noch Deine Korrektur-Lüge
Dir da helfen kann.
Oktoberrevolution? Dienstag, 7. Juli 2009 12:01, Carl: Gott schütze Bischof Williamson!… und sehr gut
ausgeführt, Przybislav Iamesseblo. […] Ab Oktober brechen die weltlichen Dämme (nicht nur) in Europa.
U.a. werden dann auch die „Konzilskirche“ und andere Ideologie weggespült. Nicht schad drum. Meinst Du,
Bischof Williamson wird im Rosenkranzmonat seinen eigenen Rosenkranzkreuzzug ausrufen?
peinlich genau Dienstag, 7. Juli 2009 10:59, pius.inquisitor: ob der schlichte schreiberling dieses artikels
in dem Absatz Nach Angaben von ‘Golias’ ist es „sehr wahrscheinlich“, daß die Römische Kurie bereits
in der Vergangenheit ein Dokument ausgearbeitet hat, das neben der Aufhebung der Pius-Exkommunikationen
auch die Suspension des Piusklerus vorsah wohl etwas vergessen hat? Nein, der schlichte Schreiberling
bist Du. Nemesis hat Dich mit Myopie bestraft.
zu: Zuviel der Ökumene [Die Welt:] „Fast zeitgleich hatte Papst Benedikt XVI. die vor Jahren vollzogene
Exkommunikation von Bischof Richard Williamson und drei weiteren Bischöfen rückgängig gemacht und ihnen
damit etwa die Teilnahme am kirchlichen Abendmahl ermöglicht.“ Das scheint mir aber trotz der bescheidenen
(„etwa“) protestantischen („Abendmahl“) Ausdrucksweise nur einer wichtigen philosophischen Korrektur („ermöglicht“
in „erlaubt“) zu bedürfen, um akzeptabel zu sein. Oder habe ich etwas verpaßt?
weitere Fabulierungen Samstag, 4. Juli 2009 15:44, HwstVaterAbt: Wer treu arbeitet hat das verdient !
[…] hier sollten mal alle an die bewusst zu Kirchenbettelmäusen degradierten franz. Priester und Kleriker
denken, die ja nur deshalb so darben müssen, weil sie heute immer noch die versalzene Suppe des grössten
Religionsfeindes der jüngeren Geschichte dieses total despotischen Napoleon geworden sind. Dieser Napoleon
hat soviel Schaden angerichtet, dass es nicht mehr als ein Akt der schwächsten Widergutmachung an der
röm.-kath. Kirche wäre, wenn der franz. Staat den Klerikern ein ihrem Stande angemessenes Akademikergehalt
zahlen würde. Aber sowas kommt den kirchenfernen Franzmännern erst gar nicht in den Sinn. Was für ein
Unsinn! Napoleon hat mit dem Konkordat von 1802 der Kirche die Pfründen zurückgegeben, die aufgrund
einer peinlich detaillierten Aufstellung durch den kebsenreichen Abbé de Périgord, später Bischof von
Autun und Weiher konstitutioneller Bischöfe, citoyen Außenminister Talleyrand, Herzog von Dino, Fürst
von Bénévent, Botschafter von Louis-Philippe an den Hof von St. James, usw. usw., von der Assemblée
Législative säkularisiert worden waren. Die nächste Änderung kam erst mit der 2., immer noch außer
in Elsaß-Lothringen gültigen Säkularisation von 1905.
wie es wirklich war Samstag, 4. Juli 2009 21:38, Elijahu: Der Höhepunkt der Aufklärung: die französische
Revolution: „Es lebe die Göttin Vernunft!“… so haben schon die französischen Revolutionäre anno 1789
geschrien und haben sie in Gestalt einer nackten Hure in der Kathedrale Notre Dame in Paris auf den Altar
gesetzt. So ungefähr. Aber ich glaube, das war eine kostümierte Schauspielerin. Das alles hat nicht
so lange gedauert. Die bürgerlichen Revolutionäre haben sowas gemacht, aber dann kam die Schreckensherrschaft,
der auch sie zum Opfer fielen, und die lief auf den Kult des Obersten Wesens aus, ein paar Wochen vor
dem 9.-10. thermidor An II, also 27.-28. Juli 1794, was nicht nur dem Hohenpriester dieses Kults sondern
auch dem Kult selber sein Tod war. Einige Wochen später marschierten die Revolutionstruppen hinter dem
Stadtrat und Magnifizenz Hw. Wallraf durch de Hahnepooz ins hillije Cöllen ein, haben aber nichts dergleichen
gemacht.
to Mrs.Cologne, God bless her! Samstag, 4. Juli 2009 13:00, Mrs.Cologne: @Ben Sirwau: Wie Pamino Ihnen
ja erst gestern (oder war es vorgestern?) trefflichst nachgwiesen hat. dear collie sirwau will nur daß
du daß corrigirst aber halt fest am riche do cöllner boorin et si soß of soorin pa – mi – no – – le –
bet noch
et nova et vetera Samstag, 4. Juli 2009 13:17, Pompim: Berichtigung: Papst wird natürlich mit P und nicht
mit B geschrieben. Walther: ahi sagete der bâbest […] ir tiutsches silber vert in mînen welschen schrîn
zu: Kardinal mit Cappa Magna die Kardinalsschleppe Cappa Magna Soweit ich weiß, steht die cappa magna
traditionsgemäß allen Bischöfen zu, allerdings in der jeweils zutreffenden Farbe.
colonius weitsichtig; Freitag, 3. Juli 2009 19:59, colonius: Fehldarstellung: Das Kloster kehrt nicht
zum Alten Ritus zurück, sondern feiert beide Formen des Römischen Ritus. Das Stundengebet ist von dieser
Umstellung nicht betroffen. Sehr richtig. Auch gibt es, und zwar colonionäher in der kleinen alten Stadt
Flavigny-sur-Ozerain hoch auf einem steilen Hügel in Burgund, seit einigen Jahren wieder ein Benediktinerkloster
wie vor der Revolution, nunmehr St-Joseph de Clairval, unweit vom pianischen Lacordaire-Seminar entfernt.
Bei diesen Mönchen sind Stundengebet und Privatmessen alt und nur das Konventsamt – auf Bitte des Ortsbischofs –
neu (allerdings lateinisch, würdig, versus Deum und nicht konzelebriert). Das sehr lange, dreiränginge
Chorgestühl ist zum Stundengebet ungefähr zu 2/3 besetzt und (von Abt und Prior abgesehen) das Singen
sogar im Nachtoffizium gut. Auf französisch geschieht nur die monotonierte Vorlesung im Refectorium,
in den Tagen meines Besuches aus einer Biographie Pii IX.
mer losse de Dom in Kölle, ävver nor den Donnerstag, 2. Juli 2009 22:48, Der gute Hirte: […] damit
ist jetzt bald Schluss auf der Baustelle.[klein] Seit dem Mauerfall und die Privatisierung fast aller
städtischer Dienste ist die ganze Stadt ja nichts als eine gigantische, planlose Baustelle.
hinkt heute hinterher Freitag, 3. Juli 2009 00:08, Ben Sira: Danke, geehrter Pamino, dass Sie mir die
Möglichkeit geben, noch etwas anzufügen. Ich hoffe, Sie haben mich und meine „battuta“ verstanden, ohne
mir böse zu sein!? Tutto musicista d’orchestra deve l’ubbidienza alla battuta. Ed io non sono mai malvagio.
collegium logicum Hähä, die Hausaufgabe von Aliatus zu bearbeiten wird etwas Mühe erfordern! auf das
Ergebnsi darf man sicherlich gespannt sein. Haa? Aliate, nove homo, τίς πόθεν εἶς ἀνδρῶν;
πόθι τοι πόλις ἤδε τοκῆες; num et tu collegium logicum præbes ? pamino: Was tippen
Sie, werden wir über den erwähnten – mir persönlich völlig unbekannten und daher vermutlich auch nicht
sehr wichtigen – P. Eichhorn etwas erfahren? Er war hier und schien sich selber recht wichtig zu sein.
Er ist lic. theol. (vgl. Goethe lic. juris und – viel später – Dr. med. h. c. von Jena). Der Beitrag
Aliati ist etwas dithyrambisch, aber vielleicht bin ich mit dessen Ende einverstanden. Ich halte den gelehrten
Theologen für einen Petrus-Karrieristen. Wie weit er kommt, steht auf einem anderen Blatt.
@Ben Sira: cos’è codesta grammatica? Donnerstag, 2. Juli 2009 23:58, Ben Sira: salve pamincello Cos’è
codesto strepito? Grazie di tutto quel elenco di ipotesi. Prego, non tanti elogi; non è mio. Ma non aspettare
che soddisfi la curiosità. After much unpaid thought of the sort required when marking important examination
papers, I have come to the conclusion that what was meant was ‹[…] ch’io soddisfaccia […]›. If
my supposition is correct, be assured that I am not curious (except in the Latin sense of the word). Haben
Sie genügend Resonanz gefunden auf Ihre heute Vormittag geußerten Erkenntnis, dass Lesen und schreibne
von Vorteil sind? Zuviel auf einmal. Überhaupt keine Resonanz erlebt, da keine Zeit gehabt, die Ohren
meiner Augen aufzumachen. Kann also nichts eußern außer: Lesen und schreibne sind dem Meßna von Vorteil,
wenn er in seinem Mebsuch den Priester kontrollieren will. Attenzione: ‹pamincello› non è come ‹violoncello›.
L’analogia sarebbe piuttosto ‹paminone›. Ma aspettiamo.
collegium logicum schon wieder Donnerstag, 2. Juli 2009 20:35, clarissa colonia: Verhältnismäßigkeit …
[…] Wer überzeugt ist, Recht zu haben, eifert nicht; wer eifert … kann Recht haben.
Cos’è codesto strepito? Donnerstag, 2. Juli 2009 21:24m Ben Sira: compagna mia: te aspettavo, te cercavo
e, finalmente, te ho trovata – bensì con qualche difficoltà. nota il romanesco! – in cantina qualche
cosa è caduta. – Io non intesi niente. – Convien che abbiate i gran pensieri in mente. – Di che? – Là
v’è qualcuno. – Chi volete che sia? – Lo chiedo a voi. Io vengo in questo punto.
aus dem Keller, über den dt. Sprachgebrauch Donnerstag, 2. Juli 2009 21:11, Denk: „Kinder schlachten“:
Im deutschen Sprachgebrauch steht Schlachten eher für „Töten, um das getötete Subjekt zu essen“, daher
ist der Ausdruck auf kreuz.net unpassend. Der Ausdruck Töten reichte voll aus, ohne damit Abtreibung
zu verharmlosen. Abschlachten also. Oder gibt’s im deutschen Sprachgebrauch neben Schlachter/Schlächter
auch schlachten/schlächten?
@Mrs.Cologne Donnerstag, 2. Juli 2009 22:45, Mrs.Cologne @Pamino: Ist das ein Scherz? Wer weiß? Ich habe
es einfach von der Radio-Vaticana-Rubrik rechts hineinkopiert.
kleine Berichtung in usum Californensium Durham ist eine 200.000-Seelen-Stadt im zentralen, nördlichen
US-Bundesstaat North Carolina. North Carolina, einer der „Südstaaten“, d. h., der südöstlichen Bundesländer
der Vereinigten Staaten, liegt an der Atlantik. Schaut maps.google.de/maps?f=q&source=s_q… nur:
wer Augen hat, der lese Donnerstag, 2. Juli 2009 11:14, Mannheimer: Borgorus: Kommt drauf an, von welcher
Zeit wir reden. […] unsere „Väter“ waren nicht „dumm“, sie waren meistens (kommt auf die Schicht an)
schlicht nicht gebildet. Das ist was ganz anderes. Wer nicht lesen kann kann auch mit „Meßbüchern“ nix
anfangen. Es gibt seit dem 19. Jh. die allgemeine Schulpflicht, und damals lernten unsere Väter neben
Rechnen noch richtig Lesen und Schreiben.
ich sehe schwarz Donnerstag, 2. Juli 2009 11:53, HwstVaterAbt: Homos können gar nicht „zurück-schlagen“
!!! Hochwürdigsten Vater Abts Beitrag steht zu 3/4 in Schwarz, was, wie sogar der fromme Defendor weiß,
den Wert des Schwarzen herabsetzt.
Vnam Sanctam II Mittwoch, 1. Juli 2009 19:54, HugoDrax: Die Aufgabe der unam, sanctam et apostolicam ecclesiam
ist es u. a., HugoDrax dazu zu motivieren, „die Aufgabe der unius, sanctæ et apostolicæ ecclesiæ ist
es“ zu schreiben.
Bischof-Küng-Strafanzeige Der Verfasser der Anzeige wirft dem Bischof laut „News“ vor, dem ehemaligen
Regens des St. Pöltner Priesterseminars und Propst von Stift Eisgarn, Prälat Ulrich Küchl, unter Androhung
der Vernichtung der Existenz eine psychiatrische Zwangsbehandlung sowie ein Aufenthaltsverbot im Raum
Eisgarn auferlegt zu haben. Heißt ‹unter Androhung der Vernichtung der Existenz› ‘unter Mordandrohung’
oder weniger Dramatisches, etwa ‘unter Androhung des Gefeuertwerdens’?
Müllabfuhr Mittwoch, 1. Juli 2009 18:48, Freinsberg: Pascendi: Der Modernismus ist doch eine Erfindung
Pius’ X. und seiner Berater. Mach doch Deine Hausaufgaben, Mülltransporter.
nochmals zu Cod.Just.6.23.3 Mittwoch, 1. Juli 2009 00:28, clarissa colonia: Werter pamino, Wie gewünscht:
Liebe clarissa, vielen Dank für die ausführliche Begleitinformation. Leider ist Deine Übersetzung nicht
wörtlich genug, um mir in meiner Schwierigkeit vollends behliflich zu sein. Ich darf an diese erinnern:
[…] dieser kurze Text gibt mehrere grammatische Rätsel auf. Da er […] offensichtlich kein im bestmöglichen
Latein verfaßter ist, könntest Du bitte eine Übersetzung liefern und gleichzeitig die beiden von mir
fett gesetzten Stellen kommentieren? [jetzt nur noch die zweite Stelle:] Licet lex imperii sollemnibus
iuris imperatorem solverit, nihil tamen tam proprium imperii est, ut legibus vivere ‘zwar entbindet das
Gesetz über die Herrschergewalt den Kaiser von den Formvorschriften; gleichwohl ist nichts sosehr ein
Merkmal des Kaisertums, als nach Maßgabe der Gesetze zu handeln’. Also: 1. Bestimme ausführlich Akzidenz
und Syntax von vivere im obigen Kontext. 2. Erfinde eine Übersetzung, die den lexematischen Parallelismus
imperii – imperatorem – imperii behalte. (‘Herrschergewalt’ – ‘Kaiser’ – ‘Kaisertums’ gilt nicht, denn
das erste und dritte Glied sind eben wegen des Parallelismus des Originals semantisch zu restriktiv, so
daß deren Auswahl willkürlich, wenn nicht tendentiös anmutet.) Anhand dieser Information werde ich
dann selber einen Übersetzungsvorschlag machen. Nota: vivere wurde schon Deiner Selbstkorrektur unterzogen.
Eine korrupte Textstelle? Gibt es überhaupt eine textkritische Ausgabe?
was es alles in Berchtesgaden gibt Mittwoch, 1. Juli 2009 12:51, Ben Sira @ pamino: Der andere, „skandalisierte“
Ministrant … Wieso ausgerechnet nach Berchtesgaden, wo es weder ein bischöfl. noch ein erzb. Ordinariat
gibt noch den Distriktsitz der FSSPX? (Bin Norddeutscher …) Dort in der Nähe gibt es doch den Berg
der Konziliarschamanen!
Posch Blisch! Den sogenannten christlichen Fundamentalismus charakterisiert [Posch] damit, „daß er die
Dekadenz, die Entartung oder den Verfall an der individuellen Moral […] festmacht“. […] Der katholische
Nachrichtendienst ‘kathnews.de’ kontert in einem Februar-Artikel: „Wenn der Massenmord an den Ungeborenen,
Experimente an Embryonen und Promiskuität kein Zeichen einer gesellschaftlichen Dekadenz sind, dann möge
der Autor erklären, wo Dekadenz beginnt.“ kathnews bleibt hier auf der von Posch für sie vorgegebenen
Ebene. Die tiefere ist: Die von ihm nicht verleugneten Symptome (weil es endlich soweit ist, daß nicht
einmal er sie verleugnen kann) sind nicht dem jeweiligen Individuum anzulasten, sondern der Herde, dem
Volk Gottes, denen da oben oder sonst wem. Es gibt nur die Kollektivverantwortlichkeit (also letzten Endes
keine). – Warum? Wieso denn? – Du bist ein Ketzer!
urbi Westmonasteriensi et orbi Britannico Mittwoch, 1. Juli 2009 11:42, Ben Sira @ pamino: Der kleine
Ministrant erteilt im Namen des Hl. Vaters des Segen Vrbi Westmonasterio. ‹den Segen› hob i freili
gmoant. Auf welches der drei Fotos bezieht sich bitte Ihre Äußerung? Aufs Gruppenbild mit Bischof. Der
Nachbarministrant ist skandalisiert und wird das bestimmt nach Berchtesgaden melden.
E se la donna lo permette o no, Mittwoch, 1. Juli 2009 10:36, Ben Sira: Hallo Hexchen!!! Weshalb diese
Doppelung? Prendilo come un’espressione di simpatia! (Se permetti!!!) la doppia salutazione non è permessa
ai cani che non sanno coniugare correttamente i verbi umani.
περὶ Χάους Mittwoch, 1. Juli 2009 00:51, Ben Sira @nixnutz: Danke für den exzellenten Hinweis!
Ich hatte das nur so auf die Schnelle und aus dem Gedächtnis zitiert, ohne auf die Genauigkeit zu achten.
Sie haben natürlich Recht! Was Dein Gedächtnis geliefert hat, ist eine Parodie des Originals von In
principio erat Verbum: ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ Λόγος. Mittwoch, 1. Juli 2009 00:46, DJM @Nixnutz:
Der Kosmos und das Chaos? Der Kosmos als die Ordnung. D. A. S. – Die Armen Seelen (@Nixnutz: at cur effugiat
tuos iambos?) Altare majus, Tabernaculum immobile, oft benutztes Mythos (τὸ μῦθος -ους), ὁ
κόσμος ‘Ordnung [ohne ‘als’], Schönheit’, plus τὰ κοσμητικά und Cleopatraæ leider
nicht überlieferte Monographie Περὶ κοσμητικῶν. Mittwoch, 1. Juli 2009 00:43, Nixnutz @
Ben Sira: en arche en … ho chaos? nach meinen Wörterbüchern heißt es: to chaos, tou chaous n. Nach
meinen auch, von χαίνω ‘gähne’. Ich denke, deshalb heißt es auch im Deutschen „das Chaos“. hihi
Dieses Chaos ‘Gähnen’ ist das erste Prinzip der Schöpfung in der dem Hesiod zugeschriebenen Theogonie.
Sollte ein Vorsokratiker davon abgewichen sein, so hätte ich eigentlich einen Vermerk dazu finden sollen.
Aber auch Wörterbücher können Lücken haben. hihihi cf. Gen.1.2 [ἦν] σκότος ἐπάνω τῆς
ἀβύσσου ‘[erant] tenebrae super faciem abyssi’. ἄβυσσος ‘Vntiefe’.
What The Pope Should Do Dienstag, 30. Juni 2009 23:43, Ben Sira @ werter Pamino: Die Piusbruderschaft
beugt nichts, sondern verstößt offen gegen geltendes kanonisches Recht. Der Papst tut gar nichts dagegen.
Die Formulierung war ja nicht für Sie geschrieben, ansonsten hätte ich auf größere genauigkeit geachtet. –
Bin ich denn der einzige hier, die Genauigkeit verdient? Dass die Piusbruderschft seit (mindestens) 1975
offen gegen den CIC verstößt, ist nun ncit gerade neu, aber doch genau das m. E. größte Ärgernis
in dieser unsäglichen Angelegenheit. Ärgerlich ist ebenfalls, dass man den Eindruck hat, es handele
sich um eine „never ending story“, etwa so wie beim zauberlehrling, dem alles entgleitet. – Ich glaube,
es geht um eine comparatively soon-ending story. Was sollte der Papst denn Iher Meinung nach gegen den
Ungehorsam der FSSPX tun? Nichts zusätzliches zu dem, was er schon aus anderen Gründen getan hat (Motu
proprio, Aufhebung der Exkommunikationen, fortschreitende Vorbereitung der dogmatischen Diskussionen).
Vnd wieso ist eine alte Vngehorsamsgeschichte, die seit 1975 läuft, plötzlich zu einem unsäglichen
Ärgernis geworden?
@clarissa colonia wg. Cod.Just.6.23.3 Dienstag, 30. Juni 2009 20:50, clarissa colonia: Werter Ben Sira,
nachdem ich etwas in meinen Digesten geblättert habe, bin ich – unter gleichzeitiger Selbstkorrektur –
des Zitates mächtig: „Kaiser Alexander Severus an Antigonus [CodJust 6,23,3]: Licet lex imperii sollemnibus
iuris imperatorem solverit, nihil tamen tam proprium imperii est, ut legibus vivere. – Proposita XI kalendas
ianuarius[sc.-as] Lupo et Maximo consulibus.“ Liebe Clarissa, dieser kurze Text gibt mehrere grammatische
Rätsel auf. Da er a) ein juristischer und b) offensichtlich kein im bestmöglichen Latein verfaßter
ist, könntest Du bitte einer Übersetzung liefern und gleichzeitig die beiden von mir fett gesetzten
Stellen kommentieren? Ich weise vorgreifend darauf hin, daß sich das nihil tam proprium auf das Reich
bezieht und nicht, wie Du im früheren Beitrag sagtest, auf den Kaiser.
Der Papst und das Kirchenrecht Dienstag, 30. Juni 2009 19:42, Ben Sira: Wenn aber ein Summus Pontifex
das Kirchenrehct beugt, dann sind „irgendwie“ alle Dämme gebrochen. Absurdum quod dicis, quia Papa toti
Ecclesiæ summus legislator, summus executor, summus judex. Der Papst kann in kirchenrechtlichen Dingen
vieles tun, nur kein Unrecht. Im vorliegenden Fall scheint er mir auch sehr vernünftig zu handeln. (Das
ist aber eine ganz andere Frage.) Die Piusbruderschaft beugt nichts, sondern verstößt offen gegen geltendes
kanonisches Recht. Der Papst tut gar nichts dagegen. Hör auf zu bellen wie ein langsam denkender deutscher
Bischof.
an einen böswilligen Menschen Dienstag, 30. Juni 2009 16:11, JMX: Lesen Sie demnächst Teil 2: Wie ich
ein Nazi und Holocaustleugner wurde… Du verdammter Lügner und Wortverdreher. Lerne Englisch und höre
Dir das Video an. Und dann warte mit Deinen Definitionen von ‹Holokaust›, ‹Holocaust› und ‹Leugner›
auf. Bis dann halt Dein schmutziges Maul.
in revolutionären Wirren sind Juristen unerwünscht, es sei denn, als willige Helfer Dienstag, 30. Juni
2009 12:01, Regina 1961: […] CC zeichnet sich eigentlich immer durch profundes Wissen, übergroße Höflichkeit
und reichtige Freundlichkeit aus. Jeder wird Dir da beipflichten. Aber sie weigert sich absolut, zu sehen,
daß der Kampf zwischen den V2-Opportunisten und der Piusbruderschaft außerhalb ihrer Rechtssysteme verläuft,
wennschon die Piusbrüder soweit wie möglich nach den Regeln operieren. (Hierfür handeln sie sich allerdings
nur clarissæ Verachtung für ihre Inkonsequenz ein, da sie diese als frei gewählte Verlogenheit auslegt.)
Die Anführer der anderen Faktion haben ohne jede Skrupel versucht, aus der katholischen Kirche etwas
ganz anders zu machen, als sie war (und Gott und Mgr Lefebvre sei dank noch irgendwo ist). Zu diesem Zweck
handelnd haben die V2-Leute immer versucht, Pium auszumerzen. In so einer Situation konnte dieser nur
das Handtuch werfen oder einen Machtkampf eingehen. Dieser (männliche) Machtkampf befindet sich im Endstadium.
Bis er aus ist, sind clarissæ Rechtssysteme nur von sehr untergeordneter Relevanz; man handelt nach den
taktischen Prinzipien der Machterhaltung bzw. -eroberung. In einer vollkommenen Welt wäre das nicht so,
aber in einer vollkommenen Welt hätte sich der Machtkampf nicht ergeben. Wenn clarissa das zugeben könnte,
und dazu sehen, daß der Machtkampf bald ein Ende haben wird, würde sie nicht um ihre Juristerei so bangen.
Sie müßte nur zugeben, daß diese nur ein sehr schlechtes Abbild der Gerechtigkeit Gottes ist.
man muß alles tun können, was man zu mögen braucht Dienstag, 30. Juni 2009 15:05, timpressum: Mal so
relativ gesehen: Also, ich hab das richtig verstanden? Nein. Die Pius-Brüder „weihen“ in diesem Jahr
weltweit 25 Priester, die ihren Dienst in den Diözesen nicht antreten können, weil sie suspendiert sind?
Die können das schon. Die tun es auch, und das diözesane Volk kommt in die illegale Messe. Frage: Wieviele
Priester weiht die römisch-katholische Kirche in diesem Jahr, die ihren Dienst in den Diözesen antreten
können? Ich bin mir sicher, das sind mehr als 25! Kann es sein, daß du können und dürfen durcheinanderbringst?
Ihr versucht doch nur mit lautem Getöse zu überbrüllen, was andere längst verstanden haben: Die Mitglieder
der FSSPX haben kein Amt in der Kirche, deren Bestandteil sie nun wieder sind. Die Weihen sind nichterlaubt.
In Deiner degenerierten Schule hast Du von Machtanbetern und Kleinmachtmeiern gelernt, daß alle Machtspiele
korrupt sind. Hierbei wurde der Begriff wohlweislich nur schattenhaft definiert. Es ist höchste Zeit,
um Dich zu schauen und für Dich selbst zu denken. Ein Kreuzzug ist zwar kein Machtspiel um des Machtspiels
willen, aber immerhin ein Machtspiel. Das heiß, daß das, was Du in der Schule gelernt hast, FALSCH ist
(quod absit! – sed adest…). Wer zu Mutti ans Buffet darf, muss auch essen, was auf den Tisch kommt.
Du scheinst eine echte Schwierigkeit mit den Modalverben zu haben (hier müssen und sollen). Mach mal
n Punkt, Papst. Gut, die Schweizer kommen in den grauen Morgenstunden Dich holen, ge…
an Jos. Berens inter magistros compositores adscribendus sit Dienstag, 30. Juni 2009 12:40, Elijahu: Physiognomie
eines Perversen: Fallbeispiel Josef Berens www.musikbibliothek.de/composerDetail.php?compid=10644 Eine
Bewertung dieser interessanten Analyse muß ich Anderen überlassen. Aber sein Vor dem Essen nimmt mir
den Appetit. Ich vermisse auch ein solides Graduale, von seiner Männerschola aufgeführt.
non autem myxa in tenebris, sed lux vera non tantum aliis et tibi aliquid, quam alios et te revelan…
Dienstag, 30. Juni 2009 11:58, Ben Sira @lux in tenebris: Sie verstehen sich wohl als „Licht zur Erleuchtung
der Heiden“ – was? Ev.Luc.2.32 φῶς εἰς ἀποκάλυψιν ἐθνῶν καὶ δόξαν λαοῦ
σου Ἰσραήλ ‘lumen ad revelationem Gentium et gloriam plebis tuæ Israel’: Das Nunc dimittis
geht auf folgende Isaias-Stellen zurück, die ich aus der Septuaginta zitiere; wenn jemand des Hebr. mächtig
ist (Nixnutz? gar Ben Sira?), vielleicht wäre er/sie so nett, am Original zu kontrollieren: Is.40.5 καὶ
ὀφθήσεται ἡ δόξα κυρίου, καὶ ὄψεται πᾶσα σὰρξ τὸ σωτήριον
τοῦ θεοῦ· ὅτι κύριος ἐλάλησεν ‘et revelabitur [videbitur? cf. pass.] gloria
Domini, et videbit omnis caro [salutare Dei,] pariter quod os Domini locutum est’, Id.42.6 ἐγὼ κύριος
ὁ θεὸς ἐκάλεσά σε ἐν δικαιοσύνῃ καὶ κρατήσω τῆς χειρός
σου καὶ ἐνισχύσω σε καὶ ἔδωκά σε εἰς διαθήκην γένους,
εἰς φῶς ἐθνῶν ‘ego Dominus vocavi te in justitia et apprehendi manum tuam et servavi et
dedi te in fœdus populi, in lucem Gentium’ und Id.52.10 καὶ ἀποκαλύψει κύριος τὸν
βραχίονα αὐτοῦ τὸν ἅγιον ἐνώπιον πάντων τῶν ἐθνῶν, καὶ
ὄψονται πάντα τὰ ἄκρα τῆς γῆς τὴν σωτηρίαν τὴν παρὰ
τοῦ θεοῦ ‘paravit Dominus brachium sanctum suum in oculis omnium Gentium, et videbunt omnes fines
terrae salutare Dei nostri’; Übs. des gr. wäre allerdings ‘revelabit Dñs’ (m. Hh. durchweg). Es heißt
nicht εἰς ἀποκάλυψιν/εἰς φῶς ἔθνεσιν ‘ad revelationem/ad lucem Gentibus’
sondern eben ἐθνῶν ‘Gentium’. Also nicht zur ‘Erleuchtung’ der Heiden, sondern zu deren Entschleierung
und so Beleuchtung…
Gott erhalte crucis.rete! Dienstag, 30. Juni 2009 11:45, Ben Sira: Vielleicht sollte man – und das meine
ich ganz allgemein – dieses Forum kreuz.net einmal für mehrere Tage loslassen, damit man mal wieder klar
denken kann! Es ist manchmal hier schon konfus, wie auf dem Marktplatz zu Athen (vgl. St. Paulum). Aber
der Redaktion entkommt praktisch nichts an relevanten Nachrichten, und alle können praktisch alles dazu
sagen! Das schätze ich hoch. Ceterum censeo, dass ein seriöses kirhclches Forum – etwa unter katholisch.de –
indiziert wäre. Schaun wir mal! (‹Schaun wir mal!› paßt nicht so gut zu ‹ceterum censeo›.) Wer
würde es denn indizieren?
SS-Priester mit Dolch, in Spitzenalben getarnt Dienstag, 30. Juni 2009 12:42, timpressum: Fakten: […]
Nazis in schwarzen Röcken und Tüllgardinen haben sowieso nix in der Kirche zu suchen. […] Dieser Beitrag
ist ein Bankrott-Beweis für das ‘liberale’ Schulsystem, das seinen Verfasser hervorgebracht hat. Die
Priester, Deutsche oder Barbaren, die die Nazis bekämpften, trugen fadengenau dieselben Paramente wie
ihre Amtsbrüder, die dies aus dem einen oder anderen Grund nicht taten. Die betreffende sakrale Kleiderordnung
geht überall in der Welt – dank Mgr Lefebvre ununterbrochen – weiter, wo immer die traditionelle Messe
gesungen bzw. gelesen wird. Man soll allerdings keine Spitzen tragen, wenn die liturgische Farbe schwarz
oder violett ist. In dem Fall sollen auch keine Blumen auf dem Altar stehen.
Gretchenantwort für simplicium Montag, 29. Juni 2009 23:15, Gretchen: @Ohhh. Luftschamanen verdicken
die Luft und erschaffen Winde! Vielen Dank für die Aufklärung, denn nun weiß ich: ich bin ein Windschamane!
Und zwar immer dann, wenn ich Erbseneintopf, Linsensuppe, Bohnengemüse oder viel Zwiebeln verzehrt habe!
Der Ober-Windschamane war übrigens der Ritter Prunzelschütz! Man lese selbst: […]. Echt aristophanisch
oder rabelaisianisch. Ich hoffe, simplicius findet diesen Beweis, daß die Deutschen, die sowas mögen,
nicht alle Kinder sind.
pædicabo ego vos et irrumabo Sonntag, 28. Juni 2009 23:23, Simplicius: pamino und Aristophanes – Hinweis:
Ich empfehle zur Einführung: Kenneth Dover, Homosexualität in der griechischen Antike, München 1983
Ich sehe, daß Ben Sira schon auf die Dich frappierende Rache der Götter gekönnt hingewiesen hat; so
muß Dich der Leser von ganz Aristophanes nicht mehr auf engl. ins Gesicht schlagen. Ich sehe jetzt, wo
Du das abgeschrieben hast. Die englischen Altphilologen, die solche Bücher schreiben, sind immer alte
Oxbridger Knaben, die ihre Schwulität in den public schools gelernt haben und mit Vorliebe Kontaktsports
wie Rudern und Rugby treiben, wenn sie nicht vom Orchideentyp sind. Deine Abschrift setzt wohl einen kreuz.net-Rekord
in petitione principii. Ich hatte sowieso immer den Eindruck, daß es hier kaum schwule Altphilologen
gibt. So muß man halt solche wichtigen Sachbücher einf- ich meine, importieren. Hoffentlich hat wenigstens
ein saupreüßischer Anglist-Schwuler übersetzt und ist dafür von der Bogenhausener Freiwilligen Feüerwehr
verprügelt worden.
Archieṗs Colonien: und die überlieferte Liturgie Sonntag, 28. Juni 2009 22:56, Ben Sira: […]@pamino:
Ich hätte Sie jünger geschätzt. Tun viele; hat Vor- und Nachteile. O:O: ♪♬♪♬♪♬♪ Der Kölner
Kardinal gilt doch als einer der traditionellsten Bischöfe, die es in Deutschland z. Zt. gibt. Deshalb
verstehe ich den Schluss Ihrer Überlegung nicht. Ich bin immer von der Liturgie ausgegangen, und – Os,
lingua, mens, sensūs, vigor Confessionem personent – innerhalb der Liturgie immer von Wort/Ton. Der Kardinal
ist dogmatisch konservativ, was ich natürlich begrüße, aber auch gegen die traditionelle Liturgie;
er hat einem Petrus-Priester bei dessen Antrittsaufwartung gesagt: „Warum will ein junger Priester wie
Sie diese alte Messe lesen?“ – die er immerhin schon vor Jahren hier zugelassen hat, wenn auch einige
Jahre lang unter Schweigepflicht (!). Andererseits: Das Dreikönigsfest-Pontifikalamt, das unter seinem
Vorsitz von drei auswärtigen Ordinarien zelebriert wurde, sah und hörte sich in großen Teilen fast
wie ein altes aus. Ich argwöhne, daß fehlende Lateinkenntnisse hier eine Rolle spielen könnten. Die
monatliche (neue) Sonntagsvesper op lateinisch ist sprachlich und musikalisch ein Graus. Auch war der
C. am Anfang wegen seines parachutages aus Berlin beim Domkapitel verhaßt. Dass die groß- oder bildungsbürgerliche
Elite immer über den Tellerrand schaute – auch vor 45 Jahren – ist doch beruhigend. Das verstehe ich
wiederum nicht. Die Predigt ist kein Teil des vorkonz. Amtes, sondern nur ein Einschub. „It’s the Mass
that matters!“
gelinde gesagt: No common sense Montag, 29. Juni 2009 21:14, Mrs.Cologne: Diese Arroganz und Selbstherrlichkeit
erinnert mich da an wen. Was für einen dirty trick von ‹wer›! Du hast richtig getan, das zur Kenntnis
Aller zu bringen.
@Galatea Montag, 29. Juni 2009 21:02, Galatea: Bitte lassen Sie mich hinzufügen, Herr pamino: [Gerne.]
d. Dem Papst ist die Presse egal, da er die Freiheit hat, nicht nur von heute auf morgen zu denken und
zu handeln. Das meine ich auch. Die Presse imponiert ihm wenig, denke ich. Aber was die deutschen Bischofe
betrifft, da sehe ich es als eine göttliche Fügung, daß dieser Papst ein Deutscher ist. Und wie er
es tut, potzblitz. ad multos annos! Ich rechne damit, dass er als nächstes priesterliche Kleidung für
geweihte Priester empfiehlt, damit sie sich nicht mehr als Laien verkleiden. Sehr gute Idee, aber da hätte
ich beinahe gerner eine Vorschrift, als eine Empfehlung. Die Zeit ist dazu fast reif. Ich vermute, er
wird hier sowieso eher in der Priesterausbildung ansetzen.
S. Thomas dixit: Montag, 29. Juni 2009 20:24, Ben Sira @ Bodo11: Was ist das Heilige: die Religion, und
besonders das Wichtigste an der Religion: das Allerheiligste Altarssakrament, also die gewandelten, geweihten
Hostien. Wenn du Schweine füttern willst, musst du Kartoffelschalen nehmen!!! ECCE PANIS ANGELORVM factus
cibus viatorum, vere panis angelorum, non mittendus canibus. Das ist in der Tat das Ziel dieser Leute.
Fronleichnam konnten sie nicht abschaffen, also haben sie dessen Proprium mit etwas politisch Korrekterem
ersetzt.
L’Etat, c’est Elle (à l’attention particulière de mon amie clarice de cologne) Das Papsttum möchte
Kohlmaier – nach dem Vorbild der englischen Queen – in eine repräsentative Monarchie umwandeln […].
Da irrt H. Kohlmeier wie andernorts und wie viele andere gewaltig. Die britische Demokratie basiert nicht
auf Recht und Gesetz sondern ganz informell auf common sense. Die Vorfahren der Königin waren gute Hannoveraner,
Thüringer und sonstige Despoten. Die Königin ist nicht „des Staates erste Dienerin“; sie ist ja der
Staat. Nach Recht und Gesetz ist die britische Monarchie reinste Tyrannie. Die Königin ist Kirchen- sowie
Staats- und Regierungsoberhaupt mit unbegrenzter Macht. Sie ist oberste Gesetzgeberin, oberste Gesetzesausführerin,
oberste Richterin, oberste Henkerin und oberste Befehlshaberin der Streitkräfte. Für das, was auf Großbritannien
und in Nordirland und ihren anderen Reichen und Gebieten passiert, ist sie trotz 1776, 1789 usw. immer
noch nur Gotte verantwortlich: The Queen can do no wrong. Der Papst ist der Aufforderung bundesdeutscher
Kirchenanwältchen mit Bischofsmütze, die Piusbruderschaft wegen kecker Übertretung des kanonischen
Rechtes aufs exemplarischste zu bestrafen, nicht nachgekommen. Das kann mehrere, sich gegenseitig nicht
ausschließende Gründe haben: a) Der Papst ist ein netter, frommer, kluger und weitsehender Mann, b)
Der Papst weiß, daß la loi canonique, c’est lui, c) Der Papst denkt an König Carl I von England und
Schottland, dem es etwas an common sense mangelte.
in der Tat, nicht so ganz neu Sonntag, 28. Juni 2009 22:14, Ben Sira: Abstimmung mit den füßen: […]
Ansnsten sit die Entdeckung, dass esauch in de Papstoral eine „Abstimmung mit den Füßen“ gibt, nun auch
nicht so ganz neu … In einem früheren Kölner Leben (SS 1964) mietete ich eine Wohnung in Lindenthal
im Hause einer sehr korrekten westfälisch-gutbürgerlich-katholischen Familie. Die naheliegende große
Pfarrkirche St. Albertus Magnus hatte jeden Sonntag ein fabelhaftes Hochamt. Es gab eine große, sehr
gute Schola für das Proprium (einschl. Gradualis!) und das die Kirche füllende Volk konnte gut sieben
oder acht Choralordinarien. Wie himmlisch das klang! Sowas hatte ich vorher nie erlebt und lobte es überschwenglich
der Dame des Hauses, die übrigens fast jeden Tag Klavier, ich meine Flügel spielte. „Wir gehen zu [vergessen]“,
sagte sie mit einer Prise Verachtung, „wir mögen die Predigt hier nicht“. Das war das erste Mal meines
Lebens, wo ich sowas von einem Katholiken gehört hatte, und ich verstand es nicht – noch nicht … Ich
bin froh, auch das sich zeichnende Ende der babylonischen Gefangenschaft in Köln zu erleben.
Tonsatz hat mir hier gereicht; in Altphilologie wäre ich durchgefallen Sonntag, 28. Juni 2009 21:18,
Simplicius: Pamino und Aristophanes: Wenn Clisthenes sich in die Nähe der Frauen rückt, dann wird das
wohl heißen, daß er nicht (anal) koitiert, sondern sich koitieren läßt – also im homosexuellen Akt
die sozial minderwertigere Frauenrolle übernimmt. Und diese weibische Rolle haben die Alten bei einem
Mann lächerlich gefunden. Nicht aber, weil Frauen ihre (leicht unterschätzbare) physische Rolle minderwertig
machte; so dumm war die Menschheit noch nicht. Eben deshalb Moment mit diesem deshalb wurden die jüngeren
Männer von den älteren nicht anal, sondern zwischen den Schenkeln koitiert Zitat(e)?, um ihnen ihre
männliche Würde zu lassen auch hier Zitat(e)?. Was lernen wir daraus Moment mit diesem daraus ? Homosexualität
ist bei den Griechen einem ganz anderen Bewertungssystem unterworfen als bei uns, so daß Moment mit diesem
so daß, erst beweisen man nicht vergleichen kann (es geht bei der antiken Sexualmoral weniger um die
Limitierung der Lust als um die Bewahrung der Standesehre) So? Beweisen. Ansonsten: die Lustspieldichter
der Neuzeit klagen immer wieder, daß die modernen Regeln des Anstandes den antikischen Freimut verbieten
und deshalb das Komödienschreiben so schwer geworden ist (August von Platen beispielsweise). Platen war
schwul, Ar. nicht; s. hierzu Heine. Daß die Alten die Ausscheidungsvorgänge so komisch gefunden haben
wie bei uns die Kinder oder die Frauen , zeigt uns, wie fremd uns die Alten sind. Sie sind uns erst verfremdet
fremd…
Socrates an Protagoras: „Hättest du lieber ein Argument (λόγον), oder eine Geschichte (μῦθος)?“
Sonntag, 28. Juni 2009 20:32, Paulaner: So wie das Beherrschen der Sprache in deutsch ein ganz normaler
Begriff ist, nicht überheblich sondern – da müßte einer schon nachdenken, um einen verleichbar passenden
Begriff in deutsch zu finden. Nicht lange. Il parle/écrit bien l’espagnol, ses connaissances en espagnol
sont bonnes ‘er spricht/schreibt gut Spanisch, seine spanischen Sprachkenntnisse sind gut’. Ich bleibe
bei meiner leichten moralischen Warnung. Der Überschwinger kommt aus der Regeltechnik. Ich bringe ein
leicht verständliches Beispiel: […] Herzlichen Dank für Deine Mühe! Aber etwas Feedback: Ich habe
das Beispiel erst mit Hilfe Deines Schlußabsatzes verstanden: Zurück zur Kirche: die Verbindung zwischen
den Konservativen und Papst und Bischöfen ist so miserabel, dass die Maßnahmen beim jeweils anderen
zuerst eine träge Wirkung und danach eine Überschwingerwirkung haben. Komisch, denn normalerweise finde
auch ich Beispiele verständlicher, als Erklärungen. Aber jetzt verstehe ich wenigstens, danke.
Müllabfuhr Sonntag, 28. Juni 2009 20:43, timpressum: Was ich hier so lese… Ich lese hier immer „Patres“
und „Bischöfe“ und „Priester“… Sind die doch gar nicht nach Kirchenrecht! Da kann ja jetzt also jeder
katholische Gläubige hingehen und rumweihen und Messen lesen… Volle Anarchie bei den Katholen! Sowas
find ick mal richtig cool! Lies doch eine Woche lang hier, bevor Du wieder schreibst, Du ignoranter, arroganter
Idiot!
Kirchensteuer ist peanuts Sonntag, 28. Juni 2009 19:30, Antipacelli @chico: […] So lange die Konzilssekte
an „Haupt“ („Papst“) und Gliedern ausgesprochen häretisch und apostatisch ist, werde ich ihr nicht auch
noch die „Kirchensteuer“ hinterherwerfen! Deshalb bin ich vor ca. vier Jahren aus diesem „katholische
Kirche“ genannten Kirchensteuerzahlerverein ausgetreten! Ich wiederhole: Bischof Müllers uppiger Sold
kommt aus Deiner Steuerzahlertasche und hat nichts mit Kirchensteuer zu tun!
Man muß nicht die Homosexualität gutheißen, um Homosexuelle zu tolerieren Sonntag, 28. Juni 2009 18:34,
Kunstmaler: Antipacelli – Sie irren: Wir […] leben in einem Rechtsstaat und hier gelten die Menschenrechte
und diese lauten: jeder Mensch darf und soll leben wie er will. Sonst sind wir wieder im Mittelalter und
diese Zeit darf nie wieder kommen, wo Menschen wegen ihrer Lebensweise oder Meinungen getötet werden.
Homosexuelle behaupten immer, daß im Athen des 5. vorchristlichen Jh. nicht gegen Homosexuelle diskriminiert
würde. Objektiv haben sie Recht. Aber ich habe ganz Aristophanes gelesen (11 Stück + Fragmente, alles
Komödien), und seine Charaktere machen immer wieder Homosexuellenwitze, die heute höchstens politisch
inkorrekt sind, Witze, an die ich mich von früher erinnere und die heute als diffamierend verschrien
werden. Ich gebe nur ein Beispiel: Eine der wichtigen Rollen in den Thesmophoriazusen, einem Stück, dessen
Chor aus lauter Frauen besteht, ist die des Clisthenes, eines stadtbekannten Homosexuellen. Er tritt relativ
spät im Stück auf und sein erster Vers ist: φίλαι γυναῖκες, συγγενεῖς τοὐμοῦ
τρόπου ‘liebe Frauen, Nachbarn meiner Lebensart’, worauf das Publikum offensichtlich so mächtig
gelacht hat, wie bei den wiederholten Furz- und Scheißwitzen am Anfang der Frösche. Vermutlich nahmen
sich die klassischen Athener Schwulen nicht ganz so ernst, wie die modernen Berliner.
please, what means this? Sonntag, 28. Juni 2009 16:51, Paulaner: […] Ich sehe in solchen Reaktionen
das, was ich in meinem Beruf einen Regel-Überschwinger nenne. Der entsteht entweder durch falsche Parameter
(Zeiten, Differenzial- und Proportionalitätsfaktor), Hysterese oder durch ein kaputtes Stellglied. Im
Fall „Pius-X“ trifft alles zu.
Achtung, Nemesis Sonntag, 28. Juni 2009 15:51, Arkanum/kreuts.net: […] Carlosmiguel domina el idioma
bien. ¿So, auch die Spanier ‘beherrschen’ eine Sprache? Hochmütig, dieser Ausdruck.
Osteuropäische Seligpreisungen Sonntag, 28. Juni 2009 12:09, Stephanus: Das Malteserkreuz und die Kardinalstugenden:
Die Seligpreisungen verweisen auf das, was Gott schenkt: Leben in Fülle. Das dürfen wir von Gott erwarten.
Die vier innenliegenden Ecken wurden den vier Kardinaltugenden zugeordnet: Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit
und Mäßigung. Sie bilden Angelpunkte des sittlichen Lebens und regeln menschliches Tun, ordnen die Leidenschaften,
lenken das Verhalten der Vernunft, dem Glauben entsprechend. Diese interessanten Beiträge erinnern mich
daran, daß die Seligpreisungen Teil des östlichen ‘Meßordinariums’ sind (solange es, wie fast immer,
um die Liturgie S. Joannis Chrysostomi geht). Ich mag das immer sehr, aber die wie durch ein Wunder weiterhin
überlieferte westliche Liturgie muß sakrosankt bleiben. Wer das hören möchte, sollte zu den Russen
gehen, wo vierstimmig a cappella in Spätrenaissance-Ars Nova-Stil gesungen wird, mit gleichbleibendem
harmonischen Schema innerhalb jedes Verses.
um die Kirchensteuer geht’s nicht! Shuca, Ben Sira, wassers etci: Staatsbischöfe gibt es im HRR nicht,
aber staatlich besoldete Bischöfe schon. Es wäre außerordentlich schwierig, ihnen den Geldhahn abzudrehen.
Kirchenaustritte gehen sie nichts an, sie pfeifen drauf.
griaß Di, Paulana, wo worstn? Samstag, 27. Juni 2009 18:33, Paulaner: Der Aufruf an den Papst, Latein-Nachhilfe
zu nehmen, war eine Frrrächheut! […] War das jezt deutsch genug? (Entschuldige die Unterbrechung! –
aber der andere Draht schläft seit Stunden.) Jawoi, mei Fira, deütsch is des deütli. Aba i hob net
aufkruaffa ze nix! Des is a bese Valaimdung von gwisse Leüt. I woaß scho, de Babst is a oida Dogmadiga!
Card. Levada sowieso wohl bald ersetzt Der Informant erklärt auch, daß der altliberale Kardinal [Schönborn]
als Präfekt der Glaubenskongregation nach Rom gerufen werden könnte. Beobachter halten diese These aber
für unwahrscheinlich. Der Kardinal habe durch unzählige Skandale in seiner Erzdiözese bewiesen, daß
er dort „den antirömischen Kräften freien Lauf läßt“ – wie der Vatikanist Sandro Magister kürzlich
bemerkte. Ich halte es nicht für unwahrscheinlich, daß Card. Levada als Präfekt der wichtigen Glaubenskongregation
bald ersetzt wird, da er in seiner [VS-]Diözese kurz vor strafrechtlicher Verfolgung stand und unter
irgendeinem Vorwand schnell nach Rom gerettet werden mußte. Der Papst muß sich in Dogmatikern wohl auskennen.
Muß es wirklich Card. Schönborn sein? Oder ex Oriente lux (nicht ganz so weit, wie Böhmen)?
„Wir leben nun mal in der Gegenwart und nicht im Zeitalter der Katheder“ Samstag, 27. Juni 2009 17:54,
Ursus @ pamino: […] sei dahingestellt… Vrse, be not so bearish; dahin stellte ich das schon lange
her, wo es hingehört. […] Vorstellung erschreckend, Sklave meiner Sprache zu sein[…]. Es geht nicht
um Seine ‘Findung’, sondern um eine practische Thatsache, die in den letzten fünfzig Jahren nichts an
Actualität eingebüßt hat. Vnd wieso affectirt Er, nicht gesehen zu haben, daß ich nicht Seinen eigenen
Analphabetismum, sondern den Seiner (daß Gott erbarm) Lehrer tadele? Bastard und Kebse mögen präzise
Begriffe sein sie sind es iṁer und überall , aber darum geht es nicht. sagt Er. Es geht vielmehr oder
weniger darum, daß diese historischen Begriffe bleib Er lieber bei den Worten, damit der geneigte Leser
besser begreife! […] abwertenden und menschenverachtenden Klang diese haben den bestiṁten Klang, welchen
sie jeweils haben und iṁer hatten, und bestiṁen thut nicht Papst Vrsus I., sondern derjenige, welcher
heüte den Context zusammenwiebt oder, gegebenen Falles, damals zusammenwob. und deshalb auf einer christlichen
Website nichts verloren haben. in der That, unter Christmenschen eher etwas zugewonnen. Mich dünkt, in
der Gegenwart leben alle iṁer, mit iṁer neuen Kathedern. [Kraftausdrücke auch präzis; mich dennoch
nicht schämen?] Συγχάρητέ μοι, ὅτι εὗρον τὸ πρόβατόν μου τὸ ἀπολωλός
‘congratulamini mihi quia inveni ovem meam, quæ perierat’: Dom. III post Pent., ad Ev. Ich thäte erröthen,
wenn ich jemals einen Vocum zu einem bloßen Nomo werden ließe.
@Paulaner; @Nixnutz Samstag, 27. Juni 2009 17:24, Paulaner: Deswegen bin ich so sauer: die unglaubliche
Arroganz des Pädagogen sogar gegen den Papst. Was war da arrogant? ich weiß überhaupt nicht, wie es
im gegenwärtigen Fall beim päpstlichen Latein bestellt ist. Ich sprach ganz allgemein, und ich vermisse
bei Deiner Antwort jede sachliche Auseinandersetzung mit dem, was ich sage; vielmehr scheinst Du mit Deinen
argumentis ad hominem eine solche Auseinandersetzung von seiten Anderer nach Möglichkeit verhindern zu
wollen. Natürlich, freilich, selbstverständlich habe ich aus den Postings das Professorenmuster längst
erkannt: nie ein richtiges feedback bekommen. Professor war ich nie; aber wo ich herkomme, ist ein solches
feedback (hier lebensgefährlich, und nicht nur in Universitäten) gang und gäbe. @Nixnutz: Du hast recht
mit ὁ κλῆρος, tut mir leid. Ich hatte mich eben mit der Frage klass. lat. Neutrorum beschäftigt,
die später zu Masculinis werden, cf. frz. passim und Missale Dómine, diléxi decórem dómus túæ (wo
das -ŏ- von klass. decus -ŏris neutr. analog zu den Masc. in -ō- angepaßt und die Betonung des gen.
entsprechend verschoben wird) und hatte die Anomalien von ‹Altar› und ‹Tabernakel› wohl auch irgendwie
präsent (N. B.: von dem H. und gelehrten H. Muttersprachler Deneke hörte ich einmal in einer Predigt
‹das Tabernakel›, aber er schreibt ‹der›) und habe offensichtlich überkompensiert, wohl unter
dem Einfluß von τὸ κλέος -ους ‘Ruhm’. Lat. clerus -i masc. ist allerdings erst christlich.
@Paulaner: Die Amtssprache der Kirche ist heute noch Latein, und wie könnte es anders sein? – @Vrsu…
Etwas studiert zu haben ist an sich nichts Anrüchiges, besonders wenn das Studium als etwas Lebenslängliches
angesehen wird; daß diese keine besonders deutsche Sichtweise ist, zeigen u. a. die Ausdrücke ‘fertig
studieren’ und ‘eine Sprache beherrschen’. Von studierten Rotznasen habe ich mehr Erfahrung, als Du, und
zwar von beiden Seiten der Katheder. Auch habe ich mehr Erfahrung im Ganz-Allein-Stehen, als Du. Mich
interessiert – vom Standpunkt des Lesers her – die Integrität der Enzyklika. Dieser ist viel besser gedient,
wo der Papst nicht in seiner Muttersprache schreibt, d. h., 1. wenn er sich besonders gut überlegen muß,
was er schreibt, und 2. wo alle volkssprachlichen Versionen auf die Urfassung des Papstes zurückgehen,
statt auf eine Mittelmann-Übersetzung ins Küchenlateinische der Sorte, die täglich auf der kreuz-Seite
rechts erscheint. Die Ausführungen eines Vrsi sind typisch deren des modernen Menschen, der von seinen
nunmehr halbalphabetischen Lehrern gelernt hat, daß er sein eigener Meister und seine Sprache seine Sklavin
ist. ‹Bastard› und ‹Kebse› sind präzise und daher nützliche Wörter; man sollte sich nicht schämen,
präzise Wörter zu gebrauchen, wenn man etwas präzises sagen will; und sonst sollte man mit Wittgenstein
lieber nichts sagen.
oratio obliqua ûf tiutsch Samstag, 27. Juni 2009 12:30, HwstVaterAbt: Der Glaube drohe […], Die Bruderschaft
wolle […]. Die Priesterweihen seien […]. Man anerkenne und bete für den Papst und wolle […]. Laudabilis
oratio obliqua, aber ‹anerkennen› ist ein trennbares Verb und gehört hier getrennt. Oh nein, syntaktische
Umstellung? Doch. Pech, hwst. Vater.
zu: Probleme mit dem Latein Der Papst soll wie seine Vorgänger (mindestens bis einschließlich Pius XII.)
seine Enzyklika eigenhändig auf lateinisch schreiben. Wenn er sich nicht dazu traut, soll er Nachhilfeunterricht
nehmen.
Opfer Samstag, 27. Juni 2009 14:31, Samurai: Jaja, ich wusste es! Die armen Piusbrüder sind in Wahrheit
Opfer einer Verleumdung seitens deutscher Bischöfe. So ist es, aber opfernde, bescheidene, alphabetische,
intelligente. Soll ich lachen über den Witz oder empört sein üvber soviel Unverfrorenheit seitens der
FSSPX? Egal.
zu: Die Häresie wiederentdeckt Der emeritierte, altliberale Regensburger Dogmatiker Wolfgang Beinert
(76) fordert am Montag vor dem ‘Deutschlandradio’ „Konsequenzen“ für die Priesterweihen der Piusbruderschaft.
Der radikale Dogmatiker wünscht sich sogar eine Exkommunikation. […] Die Frage sei angeblich, ob es
sich bei der Piusbruderschaft um eine mehr oder weniger schismatische Bewegung handle. Dieser Mann ist
ein unverschämter Lügner, denn er weiß ganz gut einerseits, daß (nicht „Bewegungen“, sondern) Aussagen
und Handlungen nicht „mehr oder weniger“ schismatisch sein können, sondern entweder es sind oder nicht,
und andererseits, daß die vier noch Lebenden unter den damals exkommunizierten Pius-Brüdern wieder in
Kommunion mit Rom sind, was beweist, daß sie eben keine Schismatiker sind; und, was den Rest der Pius-Leute
betrifft, waren sie sowieso nie exkommuniziert. Dieser sogennante Dogmatiker will nur – egal, mit welchen
Waffen – den von seinesgleichen angezettelten Krieg noch irgendwie gewinnen. In seinem Alter sollte er
lieber sein Gewissen erforschen.
„Arrived Prince Hyde; departed Lord Jekyll“ Donnerstag, 25. Juni 2009 00:21, Denkender: Gretchen: Otto
von Habsburg-Lothringen ist auch BRD-Bürger, und heißt als solcher von Habsburg-Lothringen … Ich wenigstens
hatte diese Familien-Feinheit vergessen, obwohl alle Wiener Habsburger jetzt so heißen, natürlich ohne
‹von›. Otto aber heißt als BRD-Bürger doch nicht so, sondern, wie ich sage, Dr. Otto von Habsburg.
Wenn Du mir eine E-Mail-Adresse per PN gibst, kann ich Dir einen Scan seines bundesdeutschen Briefkopfes
schicken. Soviel ich weiß, heiß niemand mehr ‹von› + ‹Habsburg-Lothringen›. Kaiser Franz I.
heißt in Frankreich entweder l’empereur François Ier oder (häufiger) François de Lorraine. daneben
ist er noch kroatischer und ungarischer Staatsbürger, Es leben die Chorvaten! (Tito war k. u. k. Offizier
gewesen); ich vermutete es nur bei den Ungarn. Wie steht es mit den Italienern und den Westslawen? und
natürlich Österreicher, wo er ohne „von“ seinen Familiennamen trägt. er er trägt den dort ja Das mit
Habsburg-Lothringen hat eine Analogie im VK. Der Familienname von Königin Victoria war zuerst v. Hannover
und dann v. Sachsen-Coburg und Gotha. 1917 anderte ihn König Georg V in Windsor und den seines Verschwägerten
des Prinzen v. Battenberg in Markgraf v. Milford Haven mit Familiennamen Mountbatten. Wo ein späterer
Mountbatten Prinzessin Elizabeth heiratete und diese Königin wurde, hätte der Name des Hauses Mountbatten
werden sollen, ist aber lange Windsor geblieben. Jetzt heißt es Mountbatten-Windsor.
doch küßt Dich ein weiblicher Mund, so bist Du schon wieder gesund Donnerstag, 25. Juni 2009 01:38,
St. Anton @pamina aus der Zauberflöte: Falls Sie sich jemals in der Lage sehen, zu einem Text sogar inhaltlich
etwas beizutragen, statt ihrem freudschen Analtrieb nachzugehen, informieren Sie mich bitte per Mail:
Diesen denkwürdigen Moment will ich auf gar keinen Fall verpassen… Anton, ich sehe, daß drei B noch
zuviel für Deine kleinen Finger sind. Also: Eine Abwertung der Kommission hat schon stattgefunden. Zuerst
steht sie nunmehr nicht unmittelbar unter einem Card. (Castrillón), sondern sehr mittelbar unter Card.
Levada, brandneuem Präfekten der Glaubenskongregation. (Dieser mußte laut traditio.com schnell nach
Rom geholt werden, weil er sonst von der US-amerikanischen Justiz vor ein Strafgericht gezerrt worden
wäre.) Dann wird der neue Sekretär der Kommission nicht mehr wie erwartet der bisherige sein, also der
erfahrene Luxemburger Mgr Perl, sondern der italienische Kurial-, eig. Glaubensbeamte Mgr Pozzo, der angesichts
der Unerfahrenheit des Card. Levada wohl lange in den Hinterzimmern der Piazza del Sant’ Uffizio schalten
und walten wird. Drittens, die seit dem Anfang existierende aber durch das Motu proprio merklich hervorgehobene
Ombudsman-Funktion der Kommission soll nur noch auf Glaubenskongregationsebene ausgeübt werden, das heißt
wohl, so gut wie gar nicht. Diese Konstellation päpstlicher Änderungen ist mir nicht ganz geheuer.
zur Einheit des Styles Mittwoch, 24. Juni 2009 21:20, catholic: Eine Orgel wird geschändet, das von einem
Weibe oder Laien gespielet wird […]. catholisch, im Chore, irritiren, Nothlösung, castrierte, Celebrant,
daß er versus populum celebrire, verträget. P. S. licet laudentur tradita; ipsa autem traditio neque
laudatur neque damnatur.
Socrates, zu Hilfe! Mittwoch, 24. Juni 2009 17:59, St. Anton: Was hat eigentlich die Überschrift mit
dem Text zu tun? Die Überschrift legt nahe, die Personalie würde die Kommission „eher“ abwerten. Warum,
weshalb, warum? Einfach mal in den Rücken schießen, obwohl man nichtmal weiß, weshalb man eigentlich
schießen soll? So eine Art Vorverurteilung auf Verdacht? Wenn kreuz.net wirklich dagegen wäre, daß
Personalien vorab an Journalisten gesteckt werden, warum wird diese dann hier veröffentlicht? Ziemlich
viel gesagt, ehe Du die Antwort auf Deine Frage hast, oder?
o sit, sit, o lux; quod scripsisti, scripsisti Mittwoch, 24. Juni 2009 09:21, lux in tenebris: @gretchen
and pamino: quod scripsi,scripsi: ich halte mich an das adelsrecht und an die guten sitten. was kümmern
mich diktatorische proletengesetze Aber ich halte mich meistens auch so. Du kannst doch nicht glauben,
daß ausgerechnet ich gegen Deinen übernationalstaatlichen Patriotismus bist; ich wünsche mir sogar
den Churfürsten von Cöllen zurück (die Bonner Studenten werden rheinabwärts ummatrikuliert, der Hof,
Poppelsdorf und Brühl nicht mehr zweckentfremdet). Was mich interessierte, war die beiden Unterschiede
in der Anrede zwischen den beiden deutschen Diktaturen des Proletariats. Was den hohen Mann betrifft,
habe ich gegen ihn nur, daß er auf seine österreichisch-ungarischen Ansprüche verzichtet hat, aber
sein Ur-Ur-Ur-Großvater hat 1806 einen viel schlimmeren Verzicht gethan, den der Ur-Ur-Ur-Großenkel
hat mit ausbaden müssen. Ich wollte eigentlich, daß ‘Europa’ zu einem größeren HRR würde, in dem
die Staatsoberhäupter (damals war die Hälfte davon noch königlich) – nicht die Regierungschefs! – sich
periodisch als Kaiser(in) auswechselten, und natürlich, daß gleich am Anfang Otto eine Art Alterskaiser
wäre. Aber die Gelegenheit wurde verpaßt. Fuit homo missus a Deo, cui nomen erat Joannes. Heute ist
mein Namenstag. Ich gehe jetzt zur Vesper bei den Benediktinerinnen der ewigen Anbetung auf dem Raderberg.
Vt, re-, mi-, fa-, sol-, la- (SI ist des Teufels).
collegium logicum Dienstag, 23. Juni 2009 15:40, Pascal123: […] eines ist klar die Weihen sind Unerlaubt
und bleiben dies auch. […] Aber stellt jemand das in Frage? Eins verstehe ich nicht, wenn der Papst
sagt die Weihen sind unerlaubt, was gibt es daran zu deuteln. Richtig rein gar nichts. Richtig. Wenn der
Vater sagt Nein, dann ist das ein Nein und nicht ein vielleicht oder ja. Nur sagt er nicht Nein. Warum
nicht? Da liegt der Has im Pfeffer begraben.
Gretchenantwort Montag, 22. Juni 2009 21:34, Gretchen: @lux in tenebris: Ist längst vorbei mit Titelanspruch!
Siehe Adelsaufhebungsgesetz der Republik Österreich vom 3. April 1919. Danach heißt der besagte Mann
schlicht und einfach Otto Habsburg. 1. Als früherer Nachbar kann ich bestätigen, daß ein Brief der
österreichischen Bundesregierung, in welchem die Herausgabe damals der Geburtsurkunde verweigert wurde,
schlicht und einfach an ‹Dr. Otto Habsburg› adressiert war. 2. Der besagte Mann ist seit langem Bürger
der Bundesrepublik und heißt als solcher ‘Dr. Otto von Habsburg’. 3. Des besagten Mannes Eintrag in Wer
ist wer? enthält unter der Rubrik ‹Eltern›: „Karl v. Österreich u. Zita“.
bye bye now Dienstag, 23. Juni 2009 23:14, noch ein Landorganist: sanfrancesco, ratzeputz, abbé: Englischunterricht
für alle Möchtegernbesserwisser! good-by Yes, don’t buy that from them, that’s not a good buy.
philippicula Dienstag, 23. Juni 2009 12:39, St. Anton: […] Nicht vergessen: Es sind die Pius-Spinner,
die sich von der Kirche abgewandt haben. Bist Du ein krimineller Lügner, oder nur eine fauler, oberflächlicher,
junger Idiot? Wer ist bei der jahrhundertealten Lehre der Kirche geblieben, wer hat sich davon abgewandt?
@lux i. t.: Information und Frage Montag, 22. Juni 2009 13:17, lux in tenebris: „Otto von Habsburgo“ und
ich kann ihnen nur empfehlen schnellstens ihren nick zu ändern! es ist eine bodenlose unverschämtheit,
den namen seiner kaiserlich königlichen hoheit für ihre statements zu mißbrauchen. daran ändert auch
das angehängte „o“ nichts! u. s. w. 1. Andere haben ihn so genannt. Er nennt sich selber aber ‹Otto
von Hamburgo›. 2. Also zu S. H.; vielleicht wirst Du, o lux, die Antwort wissen. War er vom Tode Kaiser
Carls wenigstens bis zum Ende des Horthy-Regimes mit dem dt. Einmarsch vielleicht in aller Form König
von Ungarn, wie Horthys Titel von Regent und Verweser nahelegen?
hängsten und verhängstet werden Montag, 22. Juni 2009 12:56, sct: Fein „Herr“ von Habsburgo: Schon mal
darüber nachgedacht in der Pornobranche anzufangen? Es werden doch bestimmt junge, standfeste Hängste
gesucht, oder? Da muß man allerdings… wie soll ich es sagen… flexibel sein, oder?
HgF?? Montag, 22. Juni 2009 12:16, hildegardfan: […] Polen, ein gutes, ein katholisches Land!!!! Da
läßt man Frauen dank Schwangerschaft erblinden […]. ??
ejus divinitatis consortes facti sumus, qui humanitatis nostræ factus est particeps Montag, 22. Juni
2009 09:56, HBR: Personenkult? Ionesco: Ich will jemanden vor mir haben, der außerhalb der Welt ist;
in der Welt, aber zugleich außerhalb der Welt. Eines verstehe ich nicht ganz. Was wollen die sogenannten
„Altgläubigen“ eigentlich. Wollen sie Gott, wollen sie Christus heiligen? Oder wollen sie den Priester,
einen Menschen aus Fleisch und Blut anbeten? Die Gläubigen denken nicht anders, als sie immer gedacht
haben. Wir sind alle sowohl Götter, als auch Menschen, und bei einem Priester ist das Anteil am Göttlichen
in gewissen gut definierten Umständen größer, als beim sonstigen Menschen. Das heißt natürlich lange
nicht, daß Priester automatisch bessere Menschen sind, als Nichtpriester; es gibt z. B. für sie die
sehr menschliche Versuchung, das non meis meritis zu vergessen oder es als fromme Floskel abzutun und
sich in allen Umständen für göttlicher, weiser, gebildeter, klüger… oder sogar keuscher zu halten,
als andere. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ein Priester besser wird, wenn er eine Soutane trägt.
Warum soll sich ein Priester nicht ganz normal kleiden? Um Mißverständnisse zu vermeiden, weil er eben
mehr, als ein normaler Mensch ist.
Du holde Kunst! ich danke dir … Montag, 22. Juni 2009 00:51, clarissa colonia: Nun, mi care pamine,
man „könnte“ nicht nur „fast denken, die Pius-“ Brüder „spönnen“, schrieben Sie. Nein, Werthe, Du hast
Dich verlesen (warum wohl?). Ich schrieb (als Kontrapunkt zu M. Antoni die Pius-Spinner schänden): Man
könnte fast denken, die Pius-Schänder spönnen. Aber leider kann man dieser Einsicht und Erkenntnis
nur so schwer ausweichen … „Die Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Doch manchmal lohnt sich
die Arbeit; am meisten wohl, wenn es der Kunst gelingt, überzeugender zu sein, als Theologie, Juristerey
und Philosophey.
grammar, logic, rhetoric; arithmetic, astronomy, geometry, music Sonntag, 21. Juni 2009 23:36, St. Anton @
pamino: Bist Du sicher? Ja, St. Anton, ich bin mir sicher. Als Laie und Ahnungsloser, der ich Deiner Meinung
nach wohl bin, nach wessen denn nicht? hätte ich vermutet: Das Kirchenrecht nennt nur Priester „Priester“.
Diese Vermutung ist richtig. Wenn man kein richtiger Priester ist, wird man auch nicht so benannt, oder
doch? Doch, doch, gewiß. Richtiger Priester wird man durch eine gültige Weihe, Richtig. Die Pius-Priester
sind nicht gültig geweiht. Götter! ist es möglich, daß sich der Papst im Irrtum befindet? Sich nicht
ans Kirchenrecht zu halten ist recht ironisch, eigentlich halten sie sich in diesem Fall unironisch ans
Kirchenrecht nicht. wenn man bedenkt, welche Verdienste sich ausgerechnet Pius X. ums Kirchenrecht erworben
hat: Ja, man hätte die Finger vom Codice lassen sollen. Die Pius-Spinner schänden damit ihren eigenen
Namen. Ich erinnere nur an Can. 1382… Welchen Codicis? Man könnte fast denken, die Pius-Schänder spönnen.
veuillez agréer mes hommages Sonntag, 21. Juni 2009 22:37, EvaHermanFan akaFreimaurerin: Genau. Fickdrang:
‘Nen anderen Grund zum Heiraten, oder eine Freundin, pardon Kebse zu haben, gibt’s ja auch nicht. Madame
alias la franche-maçonne, je vous sais gré d’avoir si bien attiré l’attention des lecteurs sur cette
vérité fondamentale.
Schlappschwänze? Sonntag, 21. Juni 2009 22:28, Galatea: […] Schlappschwänze, die jeder Versuchung
nachgeben […]. Wie sind diese Versuchungen beschaffen?
sacerdos in Sonntag, 21. Juni 2009 21:37, Gotthard: […] Nach Kirchenrecht sind ALLE Pius-Männer, die
sich Priester nennen, vom Amt suspendiert – und ihre Handlungen sind illegal… Das Kirchenrecht nennt
diese Männer Priester.
@-@-ha @Fred Duswald:: Katholische Priester haben unter keinen, rpt keinen Umständen Nebenfrauen, und
‹Kebse› schon ‘Konkubine’. @Marcelus: Die alte Messe ist de toujours. Der Dorfkatholizismus ist nicht
de toujours.
Apfelfrage Sonntag, 21. Juni 2009 14:46, Marcelus: Die Absolution rentiert sich […] Die große Frage
ist nur, ob es auch nichtmenschliche Materiekreaturen gibt – außerirdische Intelligenzen, die nicht der
Erbsünde unterliegen. Oder die Apfelfrage anders gelöst haben.
Elebophile? Sonntag, 21. Juni 2009 13:34, Denkender: Das müßte leider der Papst tun … Es wird Zeit,den
Verleumdern das dreckige Handwerk zu legen. Höchste Zeit. Aber diese liberale Modernismus-Mahlfeiersekte
ist nicht fähig, weiter Priesternachwuchs heranzubilden – deren Priester wurden in den USA haufenweise
als Pädophile bzw. Elebophile verurteilt […]. Was liebt ein Elebophile?
Glaube und Vernunft Sonntag, 21. Juni 2009 15:55, Paulaner: Unser christlicher Glaube ist nicht mit Wissen
vereinbar. Er ist schon mit Wissen und Vernunft vereinbar, steht aber wie die Kunst über diesen. Quod
non capis, quod non vides, Animosa firmat fides Præter rerum ordinem.
O gute alte Zeit, wo die Fr***n *hre H**r* nicht zeigten! Mir kommt diese ganze Diskussion wahnsinnig
vor. Meine Mutter war praktizierend katholisch, aber keine Frömmlerin, so daß ihre Tante mir später
oft zu sagen pflegte: „Manchmal frage ich mich, was die Religion deiner Mutter ihr überhaupt bedeutet“.
Sie trug aber wie andere Frauen immer ein Kopftuch, wenn sie lokal einkaufte. Wenn sie in die Sonntagsmesse
ging oder auch unter der Woche in die Stadtmitte fuhr, setzte sie einen Hut auf, zog den einen Handschuh
an und trug den anderen mit der Handtasche in der beschuhten Hand. Ausgehen ohne Kopfbedeckung tat damals
überhaupt keine normale Frau. Wenn an der Kirche vorbeigehende Weibspersonen, auch kleine, „einen Besuch
[beim Allerheiligsten]“ abstatteten und ausnahmsweise keine Kopfbedeckung bei sich hatten, breiteten sie
einen Taschentuch über ihre Haare aus oder mangels dieses hielten, so lange sie drinnen waren, eine Hand
auf dem Kopf. Die Nonnen, die meine Grundschullehrerinnen waren, kamen täglich von ihrem Kloster mit
der Bahn zur Pfarrschule. Sie sahen auf der Straße von hinten genauso aus, wie heute besonders fromme,
von Kopf bis Fuß in Schwarz gehüllte Musliminnen. So kommt es, daß ich letztere heute zwar als anders,
aber überhaupt nicht als ‘outlandish’ angezogen erlebe.
en, duræ quarcus sudabunt roscida mella Samstag, 20. Juni 2009 12:38, St. Anton @ Pamino: und für diesen
Quark hast Du nun eineinhalb Stunden gebraucht und bist bis fünf Uhr wachgeblieben? Gott vergelt’s. Thank
you for this pious optative; I hope He will see fit to fulfil your wish. I’m writing in English to save
time this time, because time’s getting on and I have to get up for Mass when the time comes. Now translate
that into German or, as thou writest, german. Im Deutschen dutzt[sic] man Fremde nicht. Wenn Du von zuhause
keine Manieren beigebracht bekommen hast, ist das Dein Problem. Bequemlichkeit ist jedenfalls keine Rechtfertigung.
That reminds me of the times in France when I used to say something in good French which is not normally
said by the French and was told « Cela ne se dit pas en français ! », to which I used to answer «
Si, parce que je viens de le dire » (to which, provided one has not made a mistake in one’s French, there
is no answer, something which the French accept but doltish Germans like you don’t). 1. As I’ve already
explained, I ‘thou’ (and ‘ye’) everyone in this forum, including foreigners, which disproves what you
say. 2. I’ve read enough of you now to see that my upbringing in manners was less superficial than yours
is, even allowing for the fact that you’re at a difficult age. 3. And as for Bequemlichkeit not being
jedenfalls(!) a Rechtfertigung, what makes you think I need a Rechtfertigung? In your eyes? For taking
care? Überhaupt? Redaktion benachrichtigen No! (stamps foot)
Flavigny-sur-Ozerain in Burgund Samstag, 20. Juni 2009 22:09, chico flojo @r.ruhrgebietler: Ein herzliches
Vergelt’s Gott! Und schauen Sie sich mal das hier an! Vielen Dank für diesen schönen Link. Es gibt in
dieser kleinen alten Stadt auf einem steilen Hügel nicht nur dieses Pius-Seminar sondern, nur einige
hundert Meter entfernt, ein relativ neues Benediktinerkloster, im dem das einzige ‘Neue’ das Konventsamt
ist (sehr dezent; auf mein ‘warum?’ wurde geantwortet ‘weil der Bischof darum gebeten hat’). Die privaten
Messen sind natürlich ‘alt’ und das ganze monastische Offizium wird natürlich lateinisch gesungen (von
einigen hoch auf der Evangeliumseite nicht so gut wie von den Seminaristen im Video). Es gibt relativ
viele Mönche, ich würde sagen an die 40. Auch gibt es eine sehr schöne aber leider arg renovierungsbedürftige
Pfarrkirche, in der ich an meinem letzten Tag die moderne Form eines Requiems für ein Mitglied der Anis-Familie
beigewohnt habe. Bis zur Revolution gab es ein großes Benediktinerkloster, wo u. a. Anis-Likör hergestellt
wurde. Nach der Revolution wurde das Kloster außer deren Kirche von einer Familie gekauft, die darin
die Anis-Herstellung heute noch weiterführt. Von der Klosterkirche bleibt leider nur soviel übrig, daß
man sich eine Idee machen kann. Das neue Kloster ist in einem Palais aus dem XVII. Jh. einquartiert und
die jetzige Klosterkirche ist neu, aber angenehm, mit schönem großen Chorgestühl. Die Spezialität
der Mönche ist ignatianische Exerzitien, zu einer Woche komprimiert…
περὶ ὕψους ‘de sublimitate’ Samstag, 20. Juni 2009 19:51, noch ein Landorganist: @pamino: Das
Wunder der „Alten Messe“ ist eben, dass sie ohne Kaffeklatsch auskommt! „Was ist ein Inhalt? Bitte antworte
nicht in Sprache!“ Guckst du hier – Ganz ohne Sprache weiß jeder bescheid! Aber gerade sowas meinte ich,
natürlich. Von mir anvisiert war die Absurdität der Behauptung, man könne über den Inhalt von Texten
reden, ohne über die Texte zu reden. Natürlich ist die Kunst, einschließlich der Dichtkunst, etwas
Höheres, deren Aussage in ihre Form liegt und folglich nur über eine Wahrnehmung dieser Form angänglich
ist, worauf natürlich von Seiten des Kritikers Dekonstruktion und Rekonstruktion unter ständiger Leitung
dieser Wahrnehmung folgen soll.
Sonntag beginnt am Samstag Samstag, 20. Juni 2009 13:48, Bodo11: chico flojo Sie meinen sicher die Vigil.
Ruhig werden,entspannen, und dann in die eigene Stille lauschen. Die Bibel,(und als Kommentar Guardini)
lesen. Näherliegend für den traditionellen Katholiken: Die I. Vesper vom Sonntag. Die Vigil beginnt
erst am Sonntag, allerdings valde mane.
unbürokratische Nachhilfe Samstag, 20. Juni 2009 12:57, St. Anton: Das weise ich mit Entrüstung zurück.
Ich würde mich sehr freuen, wenn hier auch mal Positives berichtet würde. Es gibt viele Beispiele für
gottbejahenden, positiven Glauben, der Jesu’ Gebote verkörpert… Lieber Sonntagsredner! ‹Jesu› ist
hier gen., so daß die Apostroph überflüssig ist. Ein trickreicher Fall eben.
@möchtegern-sprachbenutzer Samstag, 20. Juni 2009 16:43, möchtegern-kathole: @ihrseidnichtkatholisch:
Das Sühneopfer unseres Herrn Jesus Christus aus den Texten rauszuwerden, ist aus der Perspektive des
kath. Glaubens falsch. Es geht nicht so sehr um die Sprache, es geht um die theologischen Inhalte der
Texte. Kannst Du erklären, wie man an den theologischen oder anderen Inhalt der Texte kommt, ohne über
die Sprache zu gehen? Was ist ein Inhalt? Bitte antworte nicht in Sprache!
die nichtdeutschen Katholiken und das Kanonrecht Samstag, 20. Juni 2009 14:21, Clemens Paul: Reaktion
der USA-Bischöfe: Gibt es eine offizielle Stellungnahme des zuständigen Ortsbischofs oder der US-Bischofskonferenz
zu den Weihen? Ich habe davon bislang nichts gehört. Wahrscheinlich macht man dort nicht so viel Aufhebens
um die illegitimen Weihen wie in Deutschland. Ich glaube, die ganzen Amerika-Bewunderer hier haben nicht
begonnen zu verstehen, wie Englischsprachige Rechtsvorschriften sehen: Sie seien notwendig, aber ein notwendiges
Übel, und man solle soweit wie möglich ohne sie auskommen. Hier werden sie als Dogmen angesehen, die
man in einer Art Dreißigjährigem Krieg entweder befolgt oder bekämpft.
Übung macht den Meister Samstag, 20. Juni 2009 17:34, catholic: Liebe Brüder Michel Maria Gunther und
Chico Flojo: […] Ich versichere Ihnen, dass ich mit Hingabe eine lateinische Messe mitfeiere [dost Do
da mitfiere oder wat?], mitsingen kann, ebenso eine mit Gospeln und muttersprachlichen Texten oder in
einem kath.orientalischen Ritus. Das ist alles sehr erfreulich. Aber ein englischsprachige Katholik der
Messe von 1570 und früher meint, wenn er ‹Gospel› sagt, aussschließlich ‘Evangelium’.
hommage à l’abeille Maïa vriedel der snelle der vil mineclîche singet wol aber der bâbest singet baz
am ende alsô sol der bâbest der bezzere sîn ahi sagete der bischof zuo sîn vriedel ir singet vil mineclîchen
aber ze hôhes lûtes diu maja hat mich angeruofen ez kömt bî langen diu polizî
nein, Paulaner, eher Luft- und Erdenprobe diesmal Samstag, 20. Juni 2009 03:28, St. Anton @ pamino …
ach, Deine Ansammlung an Spekulationen geht noch weiter? Ich bewundere Deinen Mut zur Wissenslücke. Keine
Spekulation. Jetzt Knirpis 2. PN: With a little bit more understanding – and some thoughts You mean: some
thought – you would have understood my intention to teach you the german difference You mean; the difference
in German between „Du“ and „Sie“, which is a question of respect. It is above all a question of number
and person. My degree of respect for you has nothing to do with my use of pronouns when writing to you.
In my native language I have no choice but to address everyone in every case as ‹Euch›. In forum correspondence
in German, a language which I have been speaking considerably longer than you have, I have decided to
address all single persons as ‹Du› and all groups of persons as ‹Ihr›, so as not to have to pretend
to be talking about 1. them (‹Sie›), 2. them (meaning him/her: ‹Sie›), 3. them (meaning him: ‹Er›,
or her: ‹Sie›), and so as not to have to use a cumbrous opt. and/or jussive subj. 3. pl. (Seien Sie
gegrüßt!) instead of an impv. 2. sg./pl. (sei/seid gegrüßt!) As it seems, you were not very fond of
my hands-on demonstration. ‹hands-on›; meaning? If you deny others the respect they deserve, – I decide
what they deserve, not you – you are going to loose theirs as well. loose ‘lösen’, lose ‘verlieren’.
Pronunciation! As you did. But how can I lose something I’ve already lost? One lie after another!
noblesse oblige Samstag, 20. Juni 2009 02:57, St. Anton: @ pamino: Wenn ich Deinen Namen lese, muss ich
immer an Pamina und Tamino aus der Zauberflöte denken… Ich muß es wohl aushalten, daß ich auch Dich
Halbstarken dazu gebracht habe. Von einem Möchtegernphilologen, der auf Details pocht, hätte ich eigentlich
etwas mehr Sensibilität erwartet, als sich ausgerechnet nach einer Freimaureroper zu benennen… Jetzt
willst Du besser wissen auch über Mozart und sogar die Freimaurerey. Wieviele Leser, denkst Du, werden
Dir das abnehmen? Bist Du im dritten oder im vierten Semester? Deine Sorte hat ja Besseres zu tun, als
über Details zu pochen, aber man hat das schon genug heute vorgeführt bekommen, oder? Wenigstens kann
ich etwas Philologie, weil ich seit langem nicht vorgebe, das zu wissen, was ich nicht weiß. Und wenn
Du mal wieder nach „Lügen“ suchst, – ich habe sie gefunden, ohne nach ihnen gesucht zu haben; im Gegenteil –
um Dich moralisch zu erheben, – Um Dir ein paar Ohrfeigen zu geben, muß ich mich nicht sonderlich erheben –
so wirst Du hier zweifelsfrei in Hülle und Fülle fündig werden – aber im Gegensatz zu Dir und anderen
stehe ich zu meinen Fehlern und gestehe sie auch ein. Ich höre… Passiert mir glücklicherweise nicht
allzu oft. Das war mir schon aufgefallen. Jetzt zu Deiner 2. unerwünschten PN (folgt)…
Nachschrift an einen feigen, heuchlerischen Lügner Samstag, 20. Juni 2009 01:12, St. Anton: Ups, den
§ 103 hatte ich übersehen. Wird nicht wieder vorkommen, nächstesmal prüfe ich genauer. Das hilft Dir
nicht. Du hast nicht gesagt: „Ich glaube, die Beleidigung fremder Staatsoberhäupter ist hier keine Straftat“,
sondern, daß die Beleidigung von Staatsoberhäuptern hier keine Straftat sei (d. h., sogar des heimischen,
was ein vorgehender § regelt!), und darin besteht Deine Lüge; Du ließest vorsätzlich glauben, Du wüßtest
Bescheid. Weil ich Dir glaubte, habe ich meine Zeit verschwendet, eine Aussage zu kontrollieren, die von
vornherein verlogen war. Und es geht weiter, denn schau, was Du oben geschrieben hast: „genauer“ [m. H.].
Du bist ein dummer Lügner. Ich werde das nicht erklären, weil a) Du es nicht wert bist und b) alle außer
Dir verstehen, warum. (Oder alle mit Dir, wenn Du ein noch größerer Lügner bist, was immerhin möglich
ist.) Du bist auch feig. Soll ich Deine PN veröffentlichen? Denkst Du, Du könnest mich einschüchtern?
Ich kenne Deinen Typ.
Kardinal Arinzes Dilettieren mit der Sprache Freitag, 19. Juni 2009 10:34, clarissa colonia: Ungehorsam
gegen den Pontifex? Francis Kardinal Arinze, an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen der Welt über
die Übersetzung der Worte „pro multis“ im Einsetzungsbericht der Eucharistiegebete vom 17.10.2006, Prot.
N. 467/05/L: „2. […] In der Tat würde die Formel „für alle“ zweifellos einer richtigen Interpretation
der Intention des Herrn entsprechen, die in diesem Text zum Ausdruck kommt. Es ist ein Glaubensdogma,
dass Christus für alle Menschen am Kreuz gestorben ist (Joh 11, 52; 2 Kor 5, 14-15; Titus 2, 11; 1 Joh
2, 2).“ Arinze ist ein Stümper. Der Übersetzer hat sich nicht mit dem zu beschäftigen, was die Intention
des Herrn gewesen sein mag, sondern mit dem, was der Herr gesagt hat. Wenn Arinze etwas anderes, als ein
Stümper wäre, wäre es ihm eingefallen, daß er seine ‘Intention des Herrn’ aus den Worten des Herrn
leitet, wie ein Hund, der seinen eigenen Schwanz jagt. Seine darauffolgende Totschlag-Belegung eines Dogmas
hat mit der Übersetzungsfrage gar nichts zu tun. Außerdem zersetzt seine Instruktion den päpstlichen
Auftrag, den er auszuführen angibt. Ein schönes Beispiel von Parkinsons Gesetz.
St. Anton ληκύθιον ἀπώλεσεν Freitag, 19. Juni 2009 13:20, St. Anton: @ Pamino Θαυμάζομεν
τὸν γεωργόν. Γεωργοὶ τὸν πόνον οὐ φεύγουσιν. Möge Ihre Mühe
auf fruchtbare Leser fallen! If you weren’t a contemptible, pretentious little liar, I’d say: it was for
people like you I translated the Euripides. Let me know when you get beyond your beginners’ book with
the present indicative active, the second declension and parataxis.
bitte bitte Freitag, 19. Juni 2009 14:25, clarissa colonia: Schon einmal fragte ich’s, und tu’es wieder:
Wer oder was hindert die Bruderschaft, sich an das Kirchenrecht zu halten? Liebe Clarissa: Entweder verstehst
Du nichts von Machtkämpfen, oder Du machst nur so. Im einen wie im anderen Fall solltest Du mit den Juristereien
jetzt aufhören, denn JuristInnen sind in Machtkämpfen nicht gefragt – wenigstens qua JuristInnen.
Galatea??? Freitag, 19. Juni 2009 23:55, Galatea: Bitte sehr, Herr St. Anton: Paragraph 103 StGB gibt
sicherlich nichts her, da der Hl. Vater sich gerade nicht im Inland befindet, Wer sagt, er muß sich im
Inland befinden? aber immerhin: es gibt freilich die Verunglimpfung eines ausländischen Staatsoberhauptes.
Aber gerade darum geht’s ja im § 103!
@St. Anton, gemeinen Lügner Freitag, 19. Juni 2009 18:50, St. Anton: @ Pamino und andere: Der Straftatbestand
„beleidigung eines Staatsoberhauptes“ gibt es im deutschen Recht nicht. Daher wird ein Staatsanwalt auch
keinen Anlass für Ermittlungen haben. § 103 StGB BRD: Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer
Staaten (1) Wer ein ausländisches Staatsoberhaupt […] beleidigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei
Jahren oder mit Geldstrafe, im Falle der verleumderischen Beleidigung mit Freiheitsstrafe von drei Monaten
bis zu fünf Jahren bestraft. Ich wiederhole: Du bist ein gemeiner Lügner.
juristische Frage Warum also hat noch niemand bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Strafantrag wegen
Beleidigung eines ausländischen Staatsoberhauptes gestellt? Weil der Papst aus Bayern kommt?
hm, hm, nun plaudre ich wieder Freitag, 19. Juni 2009 12:05, lux in tenebris: wenn ich solches lese, muß
immer an das bonmot seiner exzellenz kurt krenn denken, der da sagte: „mir genügt’s, wenn die lügner
das maul halten.“ Bekämen doch die Lügner alle Ein solches Schloß vor ihrem Mund*, Statt Haß, Verleumdung,
schwarzer Galle, Bestünde Lieb und Brüderbund. *Moz. setzt ‹Munde›, aus bes. Grunde.
darum Freitag, 19. Juni 2009 12:04, Ghiseppe: Tradi-Notstandsmodernisten: Warum können nicht Diözesanbischöfe
wie z.B. Erzbischof Haas die Weihe vollziehen? Er kann das schon. Er dürfte es auch, wenn irgendein Ordinarius
ihn bäte, es an seiner Stelle zu tun.
κλῆρος, -ους, τό, ‘Los, Teil, Portion’ Freitag, 19. Juni 2009 11:45, Pontifex: Verkehrte +net-Welt:
Die Pius-Brüder fallen dem Papst in den Rücken, sind ungehorsam und verlogen und wer trägt die Schuld?
Natürlich die rechtmäßig geweihten und amtierenden Bischöfe! Dieses Portal ist schon irre! Die Anbetung
von Behörden ist hierzulande sehr, sehr tief verwurzelt und darf nicht besprochen werden. In Ländern
des Westminster-Systems heißt vergleichsweise der Beamtengrad -rat (wie in ‹Regierungsrat›) clerk,
was ursprünglich nichts anders ist, als ‹Kleriker›. Es gibt bei den Anglikanern heute noch das Vergehen
conduct unbecoming a clerk in Holy Orders. Wie könnte das in Linz heißen?
utinam comprehendαnt tenebræ! Freitag, 19. Juni 2009 09:57, lux in tenebris: sehen wir es sportlich,
lieber phillip: […] alle verzagten mögen sich am leben der heiligen orientieren und aufrichten. an
ihrem geschick kann man ablesen, was der schlußchor der griechischen tragödie besingt: DAS ERWARTETE
ERFÜLLTE SICH NICHT – DEM UNERWARTETEN ABER FAND EIN GOTT DEN WEG Ich drücke meine Bewunderung des oben
zitierten Kunstwerkes lucis in tenebris aus, indem ich opere supererogationis keineswegs als Literaturkritiker,
sondern als literaturhistorischer Packesel den Kontext ausfülle, E.Alc.1159sqq. bis Stückende: ΧΟ.
πολλαὶ μορφαὶ τῶν δαιμονίων, πολλὰ δ’ ἀέλπτως κραίνουσι
θεοί· καὶ τὰ δοκηθέντ’ οὐκ ἐτελέσθη, τῶν δ’ ἀδοκήτων πόρον
ηὗρε θεός. τοιόνδ’ ἀπέβη τόδε πρᾶγμα ‘viele sind die Formen des Göttlichen,
und vieles unverhofft vollbringen die Götter; und das Erwartete erfüllte sich nicht, und dem Unerwarteten
fand der Gott einen Weg. Derartig ging diese Sache aus’. Es ist eine Situation, die in der Zauberflöte
nachklingt: Hercules bringt dem Admetus seine Frau Alcestis zurück, die selbstlos für ihren todgeweihten
Mann gestorben war, damit er länger lebte; allerdings ib.1144sqq.: ΗΡ. οὔπω θέμις σοι
τῆσδε προσφωνημάτων κλύειν, πρὶν ἅν θεοῖσι τοῖσι νερτέροις
ἀφαγνίσηται καὶ τρίτον μόλῃ φάος ‘noch kein Recht für dich, der Anreden
dieser zu lauschen, bis sie denen unteren Göttern geläutert sei und das dritte [Tages-]Licht sich nähere’.
Interessanterweise kam dieses Stück als comic relief nach einer tragischen Trilogie.
Das ἀδύνατον ist in diesem Fall leider möglich Freitag, 19. Juni 2009 07:17, rums: @wickerl:
Ich halte Linz inzwischen für ein Pilotprojekt des Heiligen Stuhles für eine ganz andere neue Kirche.
[…] ich weiß dass Papst Benedikt nicht undurchsetzungsfähiges Opfer, sondern Teilnehmer ist. Das ist
Unsinn! Wenn dem so wäre – wie geschrieben – dann steht ein Schisma von einer ungeahnten Dimension ins
Kirchen-Haus. Aber hier ziemt sich die Stilfigur nicht, weil die Möglichkeit tatsächlich gegeben ist,
und die Dimension sogar aus der Kirchengeschichte geahnt werden kann. […] Ich gehe jetzt in die Hl.
Messe „Alter Peter“ in München – versus Deum – und werde dasselbe Tun, beten für unseren Papst Benedikt
XVI. Das kann nie verkehrt sein. Aber Ein Koryphäe des Wortes und der Liebe. Der coryphæus war der Wortführer
des Chors… Immerhin ist der Papst Widder (oder in seiner Sprache Schafbock).
pro sedula ape Freitag, 19. Juni 2009 02:02, Matthäus drei: @Mannheimer: Mannheimer: Matthäus drei:
Und die Biene? Ich fürchte sie geniesst ihr Leiden (der nicht unübliche streng katholische Masochismus,
nur ja keinen Spass haben!) und benutzt es als Ausrede, um anderen zu zeigen wie gut, ja schon beinahe
heilig sie ist.
Jot jeseit, Jalatea Donnerstag, 18. Juni 2009 22:07, Galatea: Sehr geehrte Mrs. Cologne, vergessen Sie’s.
[…] Austreten aus der Kirche: warum sollte er. Tritt die Kirche doch gerade selber aus der Kirche aus,
leider, da sie die Wahrhaftigkeit, die Schönheit und die Weisheit des Glaubens vergessen hat.
καὶ νῦν καὶ ἀεὶ καὶ εἰς τοὺς αἰῶνας τῶν αἰώνων / и нъіне
и приснω и во веки вековъ Donnerstag, 18. Juni 2009 21:08, gunther maria michel: @wassers,
auch ich halte die Orthodoxie für katholisch (wie sie ja selber täglich im Glaubensbekenntnis bekennt:
pistévo … is mían ajían katholikín ke apostolikín eklisían). – ohne Filioque, natürlich. […]
schlechte Priester und Bischöfe – neben guten – gibt es auch dort die Menge. Man findet sich letztlich
in der gleichen Situation wie hier vor. Mit dem zusätzlichen Problem der weiblichen Intrigen um die Matuschka
und „Ich bin die erste Sängerin!“. Hinzu kommt, dass man nicht schlechthin zur Orthodoxie konvertiert,
sondern zu einer bestimmten stark national geprägten Jurisdiktion. Richtig, und zu was für einem Nationalismo
bei den Russen! So besteht das Exarchat der orthodoxen russischen Gemeinden in Westeuropa, das dem Patriarchat
von Konstantinopel unterstellt ist, in Deutschland zum großen Teil, mehr als die Hälfte, aus konvertierten
Deutschen. […] Würde ich mich zur Konversion entschließen (weil ich dem Leidensdruck in der römischen
Kirche nicht weiter standhalten kann), dann zu diesem Exarchat. Aber inzwischen ist die russische Auslandskirche,
die für den Tsaren betet, theoretisch mit dem Moskauer Patriarchat fusioniert, der für Medwedew betet…
Warum übrigens haben die Orthodoxen nicht Sicut erat in principio?
nochmals zu wassers’ Irrlehren Donnerstag, 18. Juni 2009 20:41, wassers: Gunther – JA! Da Sie ein denkender
Mensch sind, wäre es verwunderlich, wenn Sie nicht in Zweifel wären, ob die Organisation, der Sie offenbar
noch angehören, tatsächlich noch die katholische Kirche ist, aber Sie sollten Ihr den Geldhahn abdrehen,
denn die unermesslichen Finanzen sind es, die die Zerstörung erst in diesem Maße ermöglicht. Daß Du
nach meiner an Dich dirigierten räsonnierten Erklärung immer noch *‹Lefébvre› schreibst, zeigt,
daß Du ein überheblicher und ignoranter Besserwisser bist. Du ziehst auch nicht meine wiederholten,
gleichfalls räsonnierten Erklärungen der Tatsache in Betracht, daß die Kirchensteuer nur ein Teil des
realen Einkommens der Kirche innerhalb des Heiligen Römischen Reiches ist. Dahinter steht ein riesiges
Geflecht von Zahlungen in bar und in Dienstleistungen. Ich adressiere mich nur formell an Dich, um an
Deine Leserschaft zu kommen. Du persönlich befindest Dich im Zustand ignorantiæ invincibilis.
Missionarsstellung Donnerstag, 18. Juni 2009 20:32, wassers: 30 Jahre Unzucht: und nun soll er seine Triebe
beherrschen können, das glauben Sie doch selbst nicht und seine Sexualpartnerin schläft weiter nebenan,
wie naiv denken Sie. Wenn ein Bischof ins Bordell geht, dann sicher nicht, um dort zu missionieren? Ein
Bischof ist angehalten, in einem Bordell die Missionarsstellung anzunehmen (geh. Protokoll zum CIC). Ein
französischer Kardinal starb zwischen den Kriegen im Bordell, wohl deshalb, weil er das nicht tat.
wichtiges Theologische: @wassers Donnerstag, 18. Juni 2009 20:30, wassers: Lateinheini – Protestantisch:
Sie […] mögen gern glauben, Sie haben den direkten Zugang zu Christus, dass ist ein gängiger protestantischer
Irrtum. Ich bin kein Protestant, sondern habe eine sehr solide katholische Erziehung genossen, nach der
Deine implizite Leugnung der hl. Kommunion als direkten Zuganges zu Christo die reinste Häresie ist.
Du verwechselst auch dauernd die Keuschheitsgelübde des Ordensmitglieds, Priesters wie Nichtpriesters,
mit dem einfachen Versprechen des Weltpriesters gegenüber seinem Bischof, nicht zu heiraten.
nein, ich lasse mich nicht so aufhalten Donnerstag, 18. Juni 2009 00:00, clarissa colonia: Nun, werter
pamino, sie können gerne aus dem Codex im Vergleich zwischen can. 1017 CIC und den cann. 41, 138, 168,
193 § 1, 270, 310, 464, 478, 508 § 1, 689 § 3, 953, 961 § 1, 1015 § 2, 1038, 1349, 1358 § 1, 1405,
1485, 1573, 1639, 1675 § 1 und 1747 verifizieren, daß der Gesetzgeber mit der Formulierung „non potest“
stets inhabilitierende Normen erlassen hat. Du bist sehr hoch auf dem falschen Baum geklettert. Komm runter!
Da jeder außer Dir weiß, daß der Bischof es sehr wohl kann, entweder hat der gelehrte Verfasser einfach
das falsche lat. Wort genommen, oder er behauptet etwas, was unwahr ist. Was der „Gesetzgeber“ hier „erlassen“
hat, ist der typische ignorante, arrogante Unsinn eines durchschnittlichen, halbgebildeten Ärmelschonerträgers.
clarissens Creutzzug Donnerstag, 18. Juni 2009 01:04, clarissa colonia: Nun, werter Selbstdenker … das
ist wohl die Folge davon, sich selbst für schlau zu halten oder als schlau zu bezeichnen … (bedauerlich
nur, daß man hier nur vor Idioten umgeben ist) Niemand kann gleichzeitig dem Rechte und dem Creutzzuge
dienen. Entweder wird er/sie das eine lieben und den andern hassen, oder das eine hassen und den anderen
lieben. Ich glaube, c liebt den Creutzzug mehr, als billig und insonders als recht ist. Also, auch für
Sie nochmals: Wer behauptet, zur katholischen Kirche zu gehören, unterliegt zweifelsfrei auch ihrer Rechtsordnung,
und die sieht eben vor, daß man, um in fremdem Territorium überhaupt das Weihesakrament spenden zu können,
der Genehmigung des örtlich und sachlich zuständigen Diözesanbischofs bedarf. Die Rechtsordung wird
von den jeweiligen Machthabern bestimmt, und die von c zitierte wurde von den Machthabern von gestern
bestimmt. Wenn […] die Lumumbakirche, die sich irgendwann und irgendwie eine apostolische Sukzession
ergaunert hat, aber eben nicht zur katholischen Kirche gehören will, irgendwelche liturgischen Handlungen
vornimmt, interessiert das niemanden. Was wagt c hier zu sagen? Gewisse gültige Messen brauchen niemanden
zu interessieren. Wer das sagt, stellt sich außerhalb der kath. Kirche. Niemand aber sonst denkt mehr,
die Piusbruderschaft befinde sich außerhalb der Kirche. Es kommt ein neues kanonisches Recht; Pius wird
es mitformulieren, clarissa es dem Volk wie sonst erläuter…
οι [oi], œ [oi], ö [ø] Donnerstag, 18. Juni 2009 00:43, Denkender: Man kann sich das Wort auch mit
der englischen Schreibweise und Aussprache „diocese“ merken – das ist keine Gefahr, „ö“ mit „e“ zu vertauschen.
Das geht leider nur fürs Auge und nicht für das allwichtige Ohr, denn das englische Wort wird entweder
[d’aiəsəs] oder, sehr sorgsam, [d’aiəsiːz] ausgesprochen, d. h., das, was auf dt. nach der lat. Transkription
des original οι ‹ö› ist, wird auf englisch schwindend (und natürlich unbetont) mit [ə] wie in
Denkender wiedergegeben; deshalb bin ich für meine Eselsbrücke direkt zum Original gegangen.
hier irrt der gelehrte Kanonist Donnerstag, 18. Juni 2009 00:06, clarissa colonia: Mi care pamine, can.
1017 CIC – „Episcopus extra proprium dicionem nonnisi cum licentia Episcopi dioecesani ordines conferre
potest.“ Ich sage, es stimmt nicht: nam potest, non obstante quod non ei liceat; er mag nicht dürfen,
aber er kann schon. Das Wunschdenken des §-Verfassers scheint hier seine wohl ohnehin mangelnde Latinität
in Mitleidenschaft gezogen zu haben (potestas ≠ potentia, weshalb in §§ große Vorsicht vor dem den
beiden Substantiven gemeinsamen Verb posse angesagt ist). Ich kann übrigens auch hier nur wiederholen:
Es geht schließlich nicht um Recht, sondern um Macht, und ich versichere Dir, daß jeder Bischof weihen
kann, egal, ob das dem Ordinario genehm ist oder nicht. Das Recht ist nur eine (bestenfalls) schöne Soße,
die man über die jeweiligen Machtverhältnisse gießt. Natürlich hat man das im Studium nicht gelernt,
denn wie könnte ein moralischer Mensch als Jurist existieren, wenn er wirklich wüßte, was er täte?
Das heißt aber nicht, daß man Juristen ernstnehmen soll, oder sie gar tolerieren. Die Ernstzunehmenden
sind allein die Leute, in deren Interesse die Juristen ihre verworrenen §§ aushecken.
diezösen, diözösen und diözesen Tut mir leid, Finger rutschte während früherer Mitteilung aus. Mittwoch,
17. Juni 2009 12:13, Ernst von Zwiefalten: Werter tridentinus: […] Wenn die Weihe in dieser Diözöse
stattfände, könnte man über ein zeichenhaftes Handeln diskutieren. Als ich vor einigen Jahren auf einer
Alte-Messe-Tagung von einer sehr katholischen und sehr gut erzogenen, in Vatikan tätigen dt. Gräfin
in ihrem Vortrag ‘Di-ezöse’ hörte, war mir klar, daß es mit diesem Wort hierzulande ein großes Problem
gibt. ‹Diözöse› ist mir neu. Das Wort διοίκησις, diœcesis, kommt von οῖκος ‘Haus’.
Wer daran denkt, denkt gleichzeitig an Laut und Stelle (direkt vor ‹k›) des ‹ö› von ‹Diözese›,
hat also die beste Chance, das Wort richtig auszusprechen. Schwierig ist das an sich nicht.
diezösen, diözöd Mittwoch, 17. Juni 2009 12:13, Ernst von Zwiefalten: Werter tridentinus: […] Wenn
die Weihe in dieser Diözöse stattfände, könnte man über ein zeichenhaftes Handeln diskutieren. Als
ich vor einigen Jahren auf einer Alte-Messe-Tagung von einer sehr katholischen und sehr gut erzogenen,
in Vatikan tätigen dt. Gräfin in ihrem Vortrag ‘Di-ezöse’ hörte, war mir klar, daß es mit diesem
Wort hierzulande ein großes Problem gibt. ‹Diözöse› ist mir neu. Das Wort διοίκησις, diœcesis,
kommt von οῖκος ‘Haus’. Wer daran denkt, also an das ‹ö› von ‹Diözese›, hat die beste
Chance, das Wort richtig auszusprechen.
es ist ganz einfach: Mittwoch, 17. Juni 2009 12:10, clarissa colonia: Es ist ganz einfach: Can. 1017 CIC:
Außerhalb des eigenen Gebiets kann ein Bischof keine Weihen spenden außer mit schriftlicher Genehmigung
des Diözesanbischofs. Dieser Can. stimmt nicht.
rem tene, verba sequentur Mittwoch, 17. Juni 2009 23:19, clarissa colonia: Mi care timpressum, [… in
gewissen Umständen,] sind die Weihen ungültig (weil der Weihespender rechtlich gehindert ist, Weihen
zu spenden – also nicht kann) Ich habe diese karikaturale Winkeljuristerei satt. Aus der Tatsache, daß
jemand am Weihen rechtlich gehindert ist, ergibt es sich nicht, daß er ungültig weiht!
Latein ist schön, macht aber viel Arbeit Mittwoch, 17. Juni 2009 22:53, clarissa colonia: […] Bis zum
geplanten Weihetermin gilt daher: facta verbis validior. Vnd danach auch, und vor allem für Dich. P.S.:
was dieses prädikative validior betrifft, weißt Du was für ein genus, oder doch wenigstens was für
einen numerum Deine facta haben? Vnd komme mir nicht mit triste lupus stabulis, denn dann hieße es validius.
to Mr. Catholic, with love from Cologne Mittwoch, 17. Juni 2009 22:29, catholic: Der theologisch und politisch
ultrakonservativen Piusbruderschaft sind nun vom Vatikan die Priesterweihen verboten worden. Die waren
schon verboten, weißt Du? Die Bruderschaft lehnt Teile des 2. Vaticanums ab und hat in der Römisch katholischen
Kirche keinen kirchenrechtlichen Status. Aber natürlich, selbstverständlich, immerhin. Es hat dem Heiligen
Geist gefallen, dass der Papst kein Placet für die Weihen gibt. So, hat Er’s Dir erzählt? Vnd, da er
Latein gut kann, hat er Dir erklärt, warum der Papst die Weihenden nicht wieder exkommuniziert? ich meine,
vielleicht tut dieser nicht alles, was ihm gefällt, oder es gefällt ihm nicht alles, was er tut, oder
irgendeine andere Permutation. Was sagt lodenjacke dazu? ‘Ave, Virgo! Grr – you swine!’ (Browning, ‘Fra
Lippo Lippi’)
@Marcelus: pßt Mittwoch, 17. Juni 2009 21:59, Marcelus: Das ist alles zutreffend und macht mich ja gerade
zum „Denkenden“! „agitator“, wahlweise „cupidus rerum novarum“. „agitator“ … „cupidus rerum novarum“ …
res novas movere ‘Revolution machen’
mea culpa Mittwoch, 17. Juni 2009 22:11, Marcelus: pamino: Der Ordinarius bestimmt immer noch, wer überhaupt
in seinem Ordinariatsterritorium wirken darf … und nur jene, also sehr wenige, dürfen dann wählen,
ob sie die Ritusform ordinaria oder extraordinaria wählen … A, Marcele, natürlich hast Du recht. Ich
werde hier fat and lazy, weil nicht nur erlaubt Card. Meisner seit langen Jahren die alte Messe, sondern
inwischen die Ecclesia Dei Köln e. V. einen Vertrag mit der Erzdiözese hat, die Kirche Maria-Hilf, die
keine Pfarrkirche mehr ist, auf einige Jahre exklusiv zu benutzen; außerdem sind die beiden säkularen
und der eine reguläre Priester, die für uns früher zelebrierten, jetzt weg (resp. tot, alt und weggezogen
wegen Verkaufs seines Konvents), so daß wir (nicht in der Theorie, sondern) praktisch eine Personalpfarrei
der FSSP haben, weil auch zur kritischen Zeit eine fromme alte Lindenthaler Dame gestorben ist und ihr
großes Haus der FSSP vermacht hat. Ich hatte vergessen, welche Schwierigkeiten es andernorts noch gibt.
natürlich Mittwoch, 17. Juni 2009 21:28, Denkender: Natürlich findet sich in den PBSP-Liturgien nichts,
was einem PBSPX-Traditionalisten zuwider sein könnte. Das Problem ist nur, daß PBSP nur dort wirken
darf, wo’s der Ortsordinarius erlaubt … und das ist für einen Katholiken in der heutigen Kirchenkrise
inakzeptabel! (Sei doch nicht so ‘korrigierend’ modern, sondern mach’s mir nach und schreib FSSP und FSSPX,
damit alle Welt gleich versteht, was gemeint ist.) Seit dem Motu Proprio hat der Ordinarius da nichts
mehr zu sagen. Er wird erst dann relevant, wenn man eine unter seiner Jurisdiktion stehende Kirche benutzen
wird, aber dann nur als Hausherr.
actio criminalis in clarissam coloniam Mittwoch, 17. Juni 2009 20:08, clarissa colonia: Werter „Professor“
(?), sollten Sie, obwohl Sie doch so alert die Position der hiesigen Latinistenfraktion vertreten, übersehen
haben, daß das in can. 926 CIC verwendete Prädikat des Hauptsatzes im Konjunktiv Präsens steht, das
als Optativ aufzufassen ist? – Oder ist es mit Ihrem Latein doch nicht so weit her, wie Sie gerne glauben
machen wollen? Ego auctoritate qua fungor et mihi inter alios a populo Rhenano septentrionali necnon Vestphalico
concessa contra Clarissam Coloniam ab alta cathedra mea sic ordior: Ein Hauptsatzverb im præs. conj.
seu subj. ist das, was es ist, d. h., sowohl optativ als auch jussiv. Der Kontext entscheidet; oder, wie
hier, nicht. Entweder weiß man das, oder man weiß es nicht. Wer es nicht weiß, ist unfähig, sich über
irgendwelche Frage der Latinität zu äußern. Wer es weiß und trotzdem so schreibt, wie oben, lügt
opportunistisch. Hier ist immerhin ein Satz mit lauter Indikativen, auf den Du Dich auch im gegenwärtigen
Kontext berufen kannst, obwohl er sich bei weitem nicht nur darauf bezieht: Es ist, gelinde gesagt, mit
Deinem Latein nicht so weit her, wie Du gerne glauben machen willst.
Pius und Petrus Mittwoch, 17. Juni 2009 14:02, wickerl: falsch : Die Richtigen beim Richtigen: […] Wem
es jetzt in der Kirche Österreichs nicht mehr gefällt kann nur noch zu den Lefebrevianern gehen. Nichts
gegen diese, aber auch Petrus ist in Österreich, in der Kapuzinerkirche in Wien sogar und in St. Sebastian
in Salzburg. Ich habe in Jahren bei Petrus in Köln nie etwas erlebt, was einem Pius-Anhänger zuwider
wäre.
acta, non verba Mittwoch, 17. Juni 2009 16:57, clarissa colonia: Nun, bei den bisher gespendeten „Weihen“
handelte es sich nur um nichtsakramentale „niedere Weihen“ […]. Nun, liebe Clarissa, Du weißt ganz
gut, daß die Piusbruderschaft bis 1988 fast alle, und seit dem Jahr sämtliche mögliche Weihen spendet.
Also was heißt das Obige? Auch wenn Du recht hättest: Subdiakon ist keine niedere Weihe. Du redest;
Pius handelt. Wer sich der Legalitätsverpflichtung unterwirft (und nicht illegitim weiht), will keine
Parallelkirche. Wer die Parallelkirche will, wird sich nicht der Legalitätsverpflichtung unterwerfen
(und trotzdem weihen). Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht! Ach nein? Ich nehme die ganzen Karten auf
und gebe aufs neue: Wie ist es, wenn der, der illegitim weiht, keine Parallelkirche will? Der Vatikan
hat diesen Zustand der Dinge offensichtlich stillschweigend erkannt. Quousque tandem also?
Ladies and gentlemen, here is – Regina! Mittwoch, 17. Juni 2009 15:55, Regina 1961: Ich ziehe das Original
aus dem Vatikan vor! Zitat aus dem Vatikan: […] Quelle: Vatican Information Service vom 18.06.2009 Regina
Aber woher weißt Du, was die Originalsprache war? Wozu diese Angeberei mit Deinen Schulenglischkenntnissen,
die wohlweislich hier nicht zur Schau gestellt werden? Ich habe in Deinem Zitat nichts anders gelesen,
als in den Zitaten in deutscher Sprache. Man sollte freilich schon zu der früheren Praxis zurückkehren,
daß es ein lateinisches Original gibt für alles, was aus dem Vatikan kommt, und daß dieser Urtext maßgeblich
und damit selbstverständlich die Vorlage für alle Übersetzungen ist.
es geht augenblicklich um Macht, insbesondere um die Macht, nicht übermächtigt zu werden: @hildegardfan,
Pascal123, sankt niketas mit dessen Satelliten Ernst von Zwiefalten etci einerseits, Krak des Chevaliers
etci in der Mitte und noch ein Landorganist, Przybislav Iamesseblo etci andererseits: 1. Der Vatikan hat
seine heutige Stellungnahme erst nach seinem Treffen mit Bischof Fellay abgegeben. 2. Er hat nichts zu
den Weihen gesagt und lediglich auf seine frühere allgemeine Äußerung hingewiesen. 3. (besonders für
Przybislavs Mannschaft:) Wenn irgendeine Gruppe gefunden werden könnte, der imstande wäre, soviel Druck
auf den Vatikan zu üben, wie die deutschen Bischofskonferenzen, würde dieser wohl ein Fatwa in Auftrag
geben (z. B. an c.c.), in dem u. a. stünde, ein Bischof dürfe nach den §§ n, o und p CIC 19yy nicht
dulden, daß ein ihm untergebener Priester öffentlich mit einer Kebse im Pfarrhaus wohne und den Eindruck
gebe, es sei gut so. Die Frage ist nur, ob es eine gute Idee wäre, diesen Druck zu üben.
mehr als ein Diffamierer hier Pater Schmidberger habe sich von der „Holocaust-Leugnung“ des Bischofs Richard
Williamson distanziert, diffamiert Facius […]. Wieso dieses spiegelhafte ‘diffamiert Facius’? Der hochwürdige
deutsche Priester Schmidberger hat umgehend und mit vorauseilenden Gehorsam den hervorragenden englischen
Bischof Williamson zu den supranationalen Löwen geworfen.
O Demuth! dein Genus ist weiblich Zuerst: In meinem letzten Beitrag habe ich vom Demuth gesprochen. Es
hätte natürlich sein sollen, von der Demuth. Inzwischen aber sind die klassischen Demüthigen weniger
demüthig geworden. Montag, 15. Juni 2009 15:29, RT73: Ob das soviel ausmachen würde… […] Weitaus
fraglicher ist die Praxis mancher Ordensgemeinschaften (natürlich nicht aller), eine Kommunitätsmesse
mit bis zu 10 Konzelebranten zu feiern […]. Die Konzelebration findet man in den neuen Klöstern traditioneller
Observanz aber nicht, und die anderen sterben aus und verschachern ihren Besitz. So löst sich zumindest
dieses Problem von selber.
Hochmuth und Demuth Montag, 15. Juni 2009 15:04, St. Anton: Man bräuchte Toleranz, aber daran mangelt
es auf allen Seiten. Problem: Die Piusse überschätzen sich und ihre Bedeutung und übertreiben es, statt
sich in gebotener Demut zu üben. Dieser Leser ist offensichtlich zu jung, um a) eine Zeit gekannt zu
haben, wo es nur die sog. Alte Messe gab, und daher b) um die Hochmuth der ‘Erneuerer’ realistisch einschätzen
zu können. Er sollte sich daher selber in Demuth üben und den Hl. Geist um Erleüchtung bitten.
Hinweis Es ist unklar, was die vatikanische Kurie mit der – in deutscher Sprache abgefaßten – Sendung
machen wird. Es gibt eine Person im Vatikan, der Deutsch versteht.
Ungeißböckisches Erforderliche Montag, 15. Juni 2009 09:32, Siegfried: zu Paulaner Ich finde Siegfrieds
Beitrag hervorragend, besser als des ruhrgebietlers (heiliger Zorn), des Paulaners (gegen Rechthaberei
und Legalismen) und dieses (Besserwisserei). Dies gesagt: Wer die erste Stufe im Weihesakrament vernichtet,
der zerstört das ganze Weihesakrament. Das ist ein a-fortiori-Argument, allerdings ein gültiges, richtiges
und sehr wichtiges. Die Postkonziliaren haben die ersten vier (kleinen) und die erste der großen Weihen
abgeschafft; das heißt, für sich abgeschafft, denn es gibt alle überlieferten Weihen noch in gültiger
Form bei Petro usw. (erlaubt) und Pio (nicht erlaubt aber zur impotenten Rage der dt. Bischöfe toleriert).
Diese Anmerkung stammt vom Heiligen Pfarrer von Ars, dem Patron des Priesterstandes. Wer aber als Bischof
dem Patron seines Standes nicht glaubt, dem ist unbekannt, auch als Bischof, an welchem göttlichen Geheimnis
er Anteil hat. Sehr richtig. Nur ist der saint curé augenblicklich Patron weder der Priester noch der
Bischöfe, sondern der Pfarrer, obwohl einige ihn zum Patron aller Priester erheben wollen. Ich weiß
nicht, wer Patron der Bischöfe ist; St. Petrus?
grassierender Umstreit Um an den Zaster heranzukommen, hat der Verein den zweifelhaften ehemaligen Staranwalt
Michael Witti mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt. Ich dachte: Wie kann dieser Mann nicht umstritten
sein? Später dann las ich in der Tat: Witti ist alles andere als unumstritten. Letztes Jahr wurde er
wegen Untreue zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
Pudelnärrisches Deutschland. Die Piusbruderschaft soll jede weitere „Provokation“ vermeiden. Das forderte
Bischof Stephan Ackermann von Trier vor dem ‘Saarländischen Rundfunk’. Jede Spaltung schwäche das Zeugnis
der Kirche, usw. Das Jappen kleiner Pudel ist lästig.
Die Legitimität Freitag, 12. Juni 2009 17:18, St. Anton: Durchsichtig Die Schwierigkeit: Die Legitimität
wird immer definiert als der Status derjenigen, die in Amt und Würden sind. Diese Definition ist nicht
sehr hilfreich in der Prävention von Revolutionen; vielmehr werden diese dadurch noch blutiger.
zu: Die eigene Türe? Deutschland. Der emeritierte Neutestamentler Klaus Berger spielt Staatsanwalt und
kritisiert die geplanten Priesterweihen der Piusbruderschaft als „reinen Ungehorsam“ gegenüber dem Papst.
Zwei Bemerkungen: 1) Zu den FSSPX-Weihen hat der Papst gar nichts gesagt. Spricht Ayatollah Berger etwa
als Stellvertreter des Stellvertreters Christi? 2) Mgr Lefebvre war Franzose und hatte wohl eine andere
Einstellung zur Kirchendisziplin.
vivat archiepiscopus Bononiensis! Zu Bologna wurde 1770 ein 14jähriger deutscher Schüler des autochthonen
P. Martini O.F.M.Conv. „inter Magistros Compositores“ der Philharmonischen Akademie eingeschrieben. Meisterstück:
Die Antiphon Quærite primum regnum Dei, et hæc omnia adjicientur vobis in Klausur im vierstimmigen Kontrapunkt
auszusetzen. Möge die Nachwelt diese spätere, wichtigere Leistung am selben Ort auch nicht vergessen!
die Amtssprache des Vatikans ist nicht dialekthaftes Latein Donnerstag, 11. Juni 2009 21:52, Mrs.Cologne:
„Somit ist eigentlich egal, aus welchem Land der Papst kommt.“ Nur somit, oder auch generell und überhaupt
und sowieso? Der Papst würde den überströmenden Einfluß der Italiener etwas dämmen, wenn er wieder
darauf bestünde, daß alle aus dem Vatikan stammenden Schriften ausschließlich auf lateinisch verfaßt
werden. Rom mag Avignon gewesen sein, aber es ist nicht Straßburg. Es ist z. B. skandalös, daß das
Original des wichtigen exkommunikationsaufhebenden Dekretes der Bischofskonferenz ein italienisches sei.
@ stephanus und clarissa colonia, ein teilweise gleiches und teilweise ungleiches Paar Mittwoch, 10. Juni
2009 22:07, RT73 @Stephanus: […] Das moralische und das iuristische Recht sind zwei Paar Stiefel. Ob
man wirklich „Recht“ hatte, wird man wohl erst am Tag des Gerichts erfahren. Denn auch wenn menschliche
Richter und Gesetzte irren können, Gott ist letztlich unser aller Richter. *‹iuristisch›: der erste
Buchstabe ist kein Vokal und soll daher in einem deutschen Wort nicht mit ‹i› dargestellt werden,
wie Eure majores wußten; cf. Ev.Matth.5.18 […] donec transeat caelum et terra, […] unus apex non
praeteribit a lege, donec omnia fiant. Also bitte ‹juristisch›.
Dr. jur. h. c. (Oxon.) Samuel Johnson (1709-1784) Mittwoch, 10. Juni 2009 09:54, Gotthard: Gipfel des
Abfalls: Er leugnete den katholischen Glauben,… und ließ Frauen predigen. Frauen-Predigten sind der
Gipfel des Glaubensabfalls … und des Verstoßes gegen die kirchliche Disziplin. Dagegen verblassen alle
unerlaubten Priesterweihen und unerlaubte Sakramentenspendungen zu Marginalien… echte Petitessen! Dr.
Johnson, Verfasser des ersten Wörterbuchs des Englischen (1755), zu Boswell, seinem Eckermann: „Sir,
a woman’s preaching is like a dog’s standing on its hind legs. It is not done well; but one does not expect
to see it done at all“.
üble Gesellen? Dienstag, 9. Juni 2009 10:01, Przybislav Iamesseblo: zwei üble Gesellen: es gab unter
den Kaisern und Königen Heilige wie Ludwig IX aber auch ganz üble Gesellen wie Philippe den Schönen,
Franz I, Ludwig XIV (wurde vom Papst exkommuniziert ohne dass die Exkommunikation je ausgesprochen wurde),
Joseph II ganz zu schweigen Napoleon I. Daher war es richtig die Namen weltlicher Herrscher aus den Karfreitagsfürbitten
zu entfernen 1. Wer sind also die zwei besonders üblen? 2. Von all diesen gehört nur Joseph II. zur
HRR, es sei denn, Du meinest mit ‘Franz I’ dessen Vater Franz von Lothringen; aber der war, obwohl Freimaurer,
sehr brav. Die fromme Maria Theresia liebte den Vater ihrer vielen Kinder so sehr, daß sie die päpstliche
Bulle gegen die Freimaurer nicht in ihrem Österreich veröffentlichen ließ. Also höchstens 2 von 5.
3. Meine Ausführungen galten, wie die betreffenden in die Osterliturgie einzusetzenden Namen, allein
dem Hl. Röm. Reich (also im betreffenden Fall Franz Josephs I. von Österreich nur gleichsam ‘i. V.’).
Sedanstag in Australien? Mittwoch, 10. Juni 2009 17:09, Ernst von Zwiefalten, Aussiedler: Es ist allen
Auslandsgruppen eines Volkes so, dass die Volksgruppen im Ausland viel strenger an den Gebräuchen ihrer
Heimat festhalten. So feiern Deutsche in Australien noch heute den Sedanstag […]. Ich weiß von dem
früheren S.A.-Chef in Feldafing am Starnberger See, Scharf, der 1899 im Melbourne geboren wurde und jetzt
auf dem Feldafinger Friedhof liegt, daß sein Vater, bis 1916 (ins KZ als feindlicher Ausländer) Klavierlehrer
in der Musikfakultät der dortigen Universität, vor dem 1. Weltkrieg jedes Jahr Kaisers Geburtstag und
Sedantag zusammen mit Landsleuten zu feiern pflegte. Nie aber habe ich sonst von Sedan in Verbindung mit
Australien gehört. (Der Kontext meines Gespräches mit Scharf Sohn war, daß sein Vater ganz apolitisch
und diese Feiern sowieso nur Vorwände für geselliges Zusammensein gewesen seien.)
„Unser Fürst Colloredo Hat weder Gloria noch Credo“ Mittwoch, 10. Juni 2009 02:35, Vineta: Was einem
schon zu denken gibt: Wir schreiben inzwischen das Jahr 2009, aber noch immer kann man Bischöfe erleben,
die ein Verhalten an den Tag legen wie manche Fürstbischöfe zur Zeit Mozarts: autoritär auftrumpfend
statt überzeugen wollend, arrogant statt demütig und bescheiden, schroff abweisend statt dialogbereit,
rechthaberisch statt selbstkritisch, widersprüchlich statt folgerichtig, feindselig statt versöhnungsbereit,
formalistisch statt inhaltlich, phrasendreschend statt konkret werdend und auf Details sich einlassend.
Sehr richtig! aber was an diesem fürstbischöflichen Benehmen altmodisch ist, ist gerade das Aufgeklärte
daran. Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo von Salzburg www.salzburgcoins.at/…ml/L18_colloredo.htm,
der die Mozarts mißhandelt hat, war ein eifriger Durchsetzer von Kaiser Josephs ‘W2’ (Prunkverbot, zur
Schau gestellte Kargheit, Aufhebung ‘überflüssiger’ Kloster und Orden, Fleischwölfe für Leichen usw.).
Colloredos Vorgänger, der barocke Sigismund von Schrattenbach († 1771), hatte Leopold Mozart bei vollen
Bezügen beurlaubt, um ihn es zu ermöglichen, mit Frau und den begabten Kindern den Grand Tour zu machen
sowie später mit dem Sohn Studienreisen nach Italien zu unternehmen, und wann immer dieser wieder in
Salzburg war, durfte er, bis 1772 (æt. 16), Messen in der von ihm gewünschten Länge schreiben. FürstEB
Colloredo stand eben am Anfang eines kirchlichen Prozesses, der spätestens 1815 abgebrochen und erst
mit V2 wieder richtig aufgenommen wurde.
Veni, sancte Spiritus, riga quod est aridum Mittwoch, 10. Juni 2009 00:53, Paulaner: circulus vitiosus,
zu clarissa colonia: Die Wahrung des Glaubens, werter zeitgeist, und seine Wahrheit konkretisieren sich
gerade in der Ausübung hoheitlichen kirchlichen Verwaltungshandelns im Rahmen des pflichtgemäßen Ermessens
der Inhaber legitimer wie legaler Weihe- und Hirtengewalt. Betriebsblindheit als Firmenphilosophie. Weihegewalt
ist Weihegewalt; entweder hat man sie oder man hat sie nicht. Es geht hier nicht um „Darf er weihen?“,
sondern um „Kann er weihen?“ und – wenn man für solche Feinheiten die Zeit hat – „Soll er weihen?“ In
der jetzigen Situation sind nicht Legalismen gefragt, sondern common sense, ein Gewissen und die Gnade
Gottes.
de modo subjunctivo vel conjunctivo Dienstag, 9. Juni 2009 21:40_zeitgeist: Es wird ja von Seiten der
Amtskirche alles daran gesetzt, das Motu Proprio Summorum Pontificum zu desavouieren. Art. 5, § 1. In
paroeciis, ubi coetus fidelium traditioni liturgicae antecedenti adhaerentium continenter exsistit, parochus
eorum petitiones ad celebrandam sanctam Missam iuxta ritum Missalis Romani anno 1962 editi, libenter suscipiat.
libenter suscipiat. Wirklich? Nun, eher ein optativus als ein jussivus.
Leo XIII., wickerl und μίαν, ἁγίαν, καθολικὴν καὶ ἀποστολικὴν ἐκκλησίαν
Es ist so. Leo XIII. hat unter dem Einfluß des Oxford Movement eine Kommission eingesetzt, um die Sache
genau zu prüfen. Die Priester von Heinrich VIII. waren noch sacerdotes in æternum secundum ordinem Melchisedech.
In der kurzen Regierungszeit des jungen Thronfolgers Eduard VI. wurde in England der Weiheritus dahingehend
geändert, daß die Opfererrolle des Priesters ausgeschlossen wurde. Von dem Zeitpunkt an gab es keine
gültigen Weihen mehr. Viel später wurde die Änderung rückgängig gemacht, aber inzwischen waren alle
gültig geweihten Priester und Bischöfe ausgestorben. Die Apostolische Sukzession war damit unwiederbringlich
abgebrochen. Die Anglikaner ließen darauf von orthodoxen Bischöfen Priester weihen. Auch diese Weihen
wurden aber von Rom für ungültig erklärt, allerdings nicht, weil der weihende Bischof keine Weihegewalt
gehabt hätte, sondern wegen eines defectus intentionis: Er hatte in solchen Fällen nicht vorgehabt,
einen katholischen Priester zu weihen.
Amiens, frz. Pendant zu Fulda Der Bischof behauptet, er könne der Piusbruderschaft keine Kirche zur Verfügung
stellen, weil sie keinen kirchenrechtlichen Status habe. Warum durften dann vor einigen Jahren die Anglikaner,
die nach Aussage von Papst Leo XIII. nicht einmal ein Priestertum haben, im Dom von Fulda zelebrieren?
Genau das gleiche ist im vergangenen Winter in Amiens passiert. Die Piusbruderschaft, dem ihr Mietvertrag
für die nunmehr dem Staat angehörenden früheren geräumigen Kapelle des Klosters der Schwestern vom
Guten Hirten gekündigt worden war, angeblich weil man aus ihr eine Kita machen wollte, bat den Bischof,
ihnen eine der vielen leerstehenden Kirchen der Stadt zum Gebrauch zu überlassen. Die Bitte wurde mit
genau derselben Begründung wie oben abgeschlagen, obwohl es ebenfalls in Amiens den Anglikanern erlaubt
worden war, im Dom zu zelebrieren. Die Pius-Gemeinde von Amiens hat den ganzen Winter hindurch und bei
jedem Wetter auf dem Vorplatz des Domes oder einer anderen Kirche der Innenstadt ein Sonntagshochamt zelebriert,
mit Ausnahme eines Sonntags, wo der Platz mit Glatteis bedeckt war und der Dompfarrer auf eigene Verantwortung
den Gebrauch einer Seitenkapelle des Domes erlaubte. Die Gemeinde, die ich aus der Zeit kenne, wo sie
noch in der Kapelle des früheren Klosters beheimatet war, ist absolut frei von Fanatismus und besitzt
eine gute Männerschola, eine gute Frauenschola und einen guten gemischten Chor mit einem Repertoire aus
Renaissance, Barock, Klassik, Romantik und Moderne.
Der Papst und der Kaiser Montag, 8. Juni 2009 23:27, Gotthard: @sinah: […] Ist die Wahl Pius X. zum
Papst überhaupt rechtmäßig? Sie kam erst nach einer verbotenen Intervention Kaiser Franz Josephs zustande.
Im tausendjährigen Reich, im echten, mußte theoretisch der Gewinner der Konklave-Wahl dem Kaiser genehm
sein, um zum Papst gekrönt zu werden, wie der erwählte König der Römer dem Papst genehm, um zum Kaiser
gesalbt und gekrönt zu werden. Der Reichsthron war seit 1806 zwar vakant, aber Rom scheint 1903 den seit
1804 existierenden erblichen Kaiser von Österreich als Platzhalter für den des HRR angesehen zu haben,
denn die Opposition Kaiser Franz Josephs I. gegen Kardinal Rampolla (der in den ersten drei Wahlgängen
zwar nicht genüg Stimmen, wohl aber die meisten davon bekommen hatte) führte mittelbar zur Wahl Pii
X. Als Papst erklärte dieser dann die Platzhalter-Idee für illegitim, und als 1914 Franz Joseph um den
päpstlichen Segen für seine Truppen bat, bekam er die Antwort, der Papst segne den Frieden, nicht den
Krieg. Zur Hl. Röm. Sedisvakanz: Bis zur Karwoche-Reform Pii XII. in den 1950er Jahren stand im Exultet
nicht nur una cum beatissimo Papa nostro N. et Antistite nostro N., sondern auch: Respice enim ad devotissimum
Imperatorem nostrum N., cujus tu, Deus, desiderii vota prænoscens, ineffabili pietatis et misericordiæ
tuæ munere, tranquillum perpetuæ pacis accommoda : et cælestem victoriam cum omni populo suo. (S. auch
Karfreitagsfürbitte pro Christianissimo Imperatore nostro N.)
Bodo: don’t lose sight of what your ears hear Montag, 8. Juni 2009 19:10, Bodo11: Er kann nur verlieren:
Der Papst in einer klassischen „Loose-Loose“ Situation Loose ‘lösen’/‘locker’; lose ‘verlieren’; und
das von jemand, der hier häufig auf englisch schreibt (oder vielleicht nur einsetzt). Etwas geht mit
Bodos Gehör nicht: [luːs] ‹loose› [luːz] ‹lose› Aber man spricht normalerweise von einer ‘no-win
situation’.
zu einer friedensverträglichen Verfassung Selbst im Jahr 2009 hat Deutschland noch keine Verfassung,
noch nicht mal einen Friedensvertrag. Zur 2. Behauptung: Hw. Lingen hat unrecht. Genau wie das allerwichtige
Reichsgesetz von 1803 (Stichwort: ‘Bischofsgehälter’) keinen Namen hat, sondern unter dem seiner Vorlage
zitiert wird (‘Reichsdeputationshauptschluß’, korrekter ‘Hauptschluß der außerordentlichen Reichsdeputation’,
im heutigen Sprachgebrauch etwa ‘Hauptempfehlung des Sonderausschusses des Reichstags’), heißt der Friedensvertrag,
der den Zweiten Weltkrieg (1939-1990) beendete, „4+2-Vertrag“; es gibt eben Dinge, über die man nicht
laut reden möchte. Zur 1. Behauptung: Richtig. Aber der letzte Artikel des Grundgesetzes sieht eine vor,
und seit 1990 haben die Siegermächte nichts mehr damit zu tun. Also … Fußnote: Das Heilige Römische
Reich wurde nicht 1803, nicht 1804, nicht 1806 und auch nicht sonst aufgehoben und existiert weiterhin.
Weitere Fußnote: Das Heilige Römische Reich ist nicht nur deutscher, sondern auch italienischer und
burgundischer Nation. Noch Weitere Fußnote: Das sog. deutsche Reich (1871-1990) enthielt nicht einmal
1938-1945 die ganze deutsche Nation. Vorläufig Letzte Fußnote: Die Inschrift auf der Fassade des heutigen
Bundestagsgebäudes in Berlin wurde erst 1916 dorthin gesetzt.
DJM DJM Sonntag, 7. Juni 2009 19:27, DJM: so ein quatsch; Patron der Priester wäre vom Titel her „Hohepriester“
und das ist Christus selbst. Intelligenz bedeutet nicht ergo „Klugheit“. zB. wären emotional intelligente
Priester wünschenswert und nicht bloß solche, die mind. drei Sprachen fliessend sprechen können. Die
Talente sind unterschiedlich verteilt. Sieben tut der Teufel. Dein schon wieder zur Schau gestellter,
zombiehafter proletarischer Antiintellektualismus verblendet Dich. Der saint curé war vor allem gerade
das, was Du ‘emotional intelligent’ nennst, woher sein immenser Ruf als Beichtvater. Er kam aus dem Dorf
Dardilly bei Lyon, war überhaupt kein Intellektueller, hat es nur mit Schwierigkeiten durch das Priesterseminar
geschafft und sprach wohl nicht sehr brillant Französisch, geschweige denn Latein. Meinetwegen wäre
er auch Dir als Kandidat für Patron (trad. kath. Wortschatz, den Du offensichtlich nicht kennst) aller
Priester geeignet erschienen, wenn nicht gerade dieser Besserwisser pamino sich dafür ausgesprochen hätte.
die Gedanken sind insofern frei, als sie nicht gebunden sind (Animal Farm, die Schweine, Inedita) Freitag,
5. Juni 2009 22:41, Arkanum/kreuts.net: schauen wir doch mal in die Presse, speziell in den Abschnitt
Die Gegenseite www.taz.de/…itter-der-dummheit/. Dort liest man ganz am Ende: In Deutschland steht es
schließlich unter Strafe, die Vernichtung der Juden zu leugnen. Mit Meinungsfreiheit hat das nichts zu
tun. Die Idee, es habe mit Meinungsfreiheit nichts zu tun, daß die Strafrecht den Ausdruck einer bestimmten
Meinung verbietet, ist schon eine kuriose. Noch bizarrer wird sie aber, wenn die Frage im gegebenen Fall
„Was heißt hier ‘die Vernichtung der Juden’?“ deshalb nicht diskutiert werden darf, weil die Antwort
offenkundig sei …
So, keine Sau interessiert sich für Abtreibung … (kreuz.net) „Keine Sau interessiert sich für Abtreibung!“
Dieser treffende Spruch der Regensburger Fürstin Prinzessin Gloria von Thurn und Taxis kennzeichnet auch
die Motivation der österreichischen Christdemokraten, gegen die Massenvernichtung ungeborener Kinder
vorzugehen. „Man treibt sich ab und fertig“ beschreibt Fürstin Gloria lakonisch den Abtreibungs-Alltag.
Ich möchte darauf hinweisen, daß Gloria verw. Fürstin von Thurn und Taxis Mitglied des sog. „Forums
Deutscher Katholiken“ ist und sich damit unter den teilweise noch adligeren Urhebern der Bewegung „Freude
am Glauben“ befindet, welcher auch ihr Bischof, der umstrittene Ordinarius von Regensburg, nahesteht.
N. B. Fürst ≠ Prinz.
Die Kirche will keine Heiligen mehr „Nebenbei bemerkt: Jean-Marie Vianney [der Pfarrer von Ars] würde
heutzutage wegen seines »unmodernen« Auftretens und seiner »rückständigen« Ansichten vermutlich
in keinem deutschen Priesterseminar mehr aufgenommen werden. Wenn der Papst ihn dennoch (oder vielleicht:
deswegen?) zum Patron der Priester erklärt, so könnte dieses Signal Hirten und Herde nachdenklich machen.“
Er ist schon Patron der Pfarrer. Ihn zum Patron der Priester zu machen, wäre nur noch ein kleiner Schritt.
la preuve Freitag, 5. Juni 2009 22:08, Parmenas: Es gibt keine „katholischen Theolginnen“. Sie sind wohl
verrückt???? Mulieres in Ecclesiis taceant!!! Licet taceant, sed non tacent; la preuve.
die Redaktion ist doof Die Skandal-Aktion benützt auch die türkisch sowie kroatische und serbisch Sprache
in dem Versuch, die Migrantenjugend ebenfalls zu verderben. Von den Abbildungen mit ihren drei Sprachen
einschließlich der dt. nehme ich an, daß die richtige Lesart folgende ist: „[…] benützt auch die
türkische sowie die serbokroatische Sprache […]“. Wenn ich mich nicht irre, nimmt die redaktionelle
Analphabetismus ständig zu. Das ist aber in Artikeln wie diesem insofern besonders zu bedauern, als man
nicht umhinkommt, an vulgäres Homo-Bashing zu denken. Dorthin wollen wir bei aller Ablehnung gleichgeschlechtlicher
Perversionen wohl doch nicht zurück.
Prädikatsergänzung Freitag, 5. Juni 2009 03:27, Accusator: Clarissus Colonius usw. Dieser Satz ist unvollständig.
Clarissus Colonius non est clarissa colonia?
@Redaktion In Wahrheit ist das Kreuz ein Bild der Menschheit, nicht der Gottheit Christi. St. Thomas v.
Aquin sagt es so: In cruce latebat sola Deitas, At hic latet simul et humanitas; Ambo tamen credens atque
confitens, Peto quod petivit latro pænitens.
Realpolitik kann durchaus moralisch sein Donnerstag, 4. Juni 2009 09:39, Gallowglas @Pamino: träum weiter
Ich bin kein Träumer. … selbst wenn sie nicht wiedergewählt werden sollte (was zugegeben, recht wahrscheinlich
ist), so kommt sicher keine Partei an die Regierung, welche die entsprechenden Gesetze ändert. Die meisten
Leute in GB wie anderswo sehen nicht gern, daß Waisen in die Obhut Homosexueller gegeben werden. Diese
Partei kann es sich nicht leisten, das Gesetz rückgängig zu machen; die anderen aber schon, wenn es
ihnen zweckmäßig erscheint. Und der Tag ist nicht mehr weit entfernt.
frons turgida cornibus primis Donnerstag, 4. Juni 2009 09:14 Über diesen Clown darf man nicht lachen,
Josefus: Die Form der Kritik lässt sehr zu wünschen übrig; Ich finde die Reaktion […] überzogen
und vor allem im Stile beleidigend. Die Kasel ist im Stile beleidigend, und war so gemeint. Wieso kann
man nicht sachlicher Kritik üben mit etwas mehr Liebe, so dass man einen jungen Bischof, der ein schwieriges
Amt angetreten hat, nicht gleich von traditionalistischer Seite vor den Kopf stößt? Der neue Bischof
stößt mit seinem jungen Kopf gegen die Tradition. Nun, das bringt Kopfweh. Aber er wird überleben.
So kann man ihn sicher nicht für die Sache der Tradition gewinnen. Noch nicht. Überdies denke ich, dass
das Gewand nicht so schlimm war, als dass man es anlässlich der Bischofeinführung so in den Mittelpunkt
einer beißenden Kritik stellen muss. Der hat es selber vorsätzlich ins Maul der Kritik gestellt, damit
die Kritik zubeißt. Aber diese Art Rechnung geht immer weniger auf. Er hat das Rampenlicht gesucht und
bekommen, und seine Salve gegen die Tradition ist zum unvergeßlichen Rohrkrepierer geworden.
@Navon Du schreist im Dunkeln. Dein Gesetz ist kein Recht und wird nicht dauern. Die Partei, die solche
Gesetze durchgesetzt hat, ist verrufen und wird abgewählt.
Das Marsfeld Mittwoch, 3. Juni 2009 10:05, Domenico Tuttisanti: Herrlich! So haben sich die Sozialisten
durch ihre eigene Bosheit zu Fall gebracht! Finde ich auch; aber es ist komisch, daß die Widersacher
nicht auch die andere Route sperren lassen konnten, oder alternativ, daß es ihnen gelungen ist, die alte
sperren zu lassen; wahrscheinlich das zweite, denn die FSSPX hat die alte für nächstes Jahr schon beantragt.
Gott habe den dt. General selig, der seinen Befehl nicht durchgeführt hat, Paris zu zerstören. Dinge
wie die Kirche des ehem. Karmeliterklosters, in der im September 1792 die nichtschwörenden Priester eingepfercht
waren, bevor sie einzeln in den Klostergarten geschickt und dort erschlagen wurden, stehen noch als physische
Monumente, Brennpunkte der neuen wie der alten Lügen. In Anwesenheit des Königs wurde am 14. Juli 1790
auf eben diesem Marsfeld von Talleyrand, damals noch Ordinarius von Autun, ein Pontifikalamt zelebriert,
für das der Zelebrant am Abend des 13. auf einer Party geprobt hatte (so sein moderner Biograph Jean
Orieux).
ohne Wortspiele, keine Lyrik Mittwoch, 3. Juni 2009 13:41 Paulaner: Lesen Sie erstmal seine Aussagen genau,
MartinBieger @Williamson: Distanzieren sie sich erstmal von ihren Holocaustleugnungen, bevor Sie so kaltschnäuzig
über Williamson herfallen. Damit kein Mißverständnis aufkommt: ich mag den Williamson nicht, besonders
wegen seiner Schlauheit und seiner Wortspielereien. Die Schützenhilfe war nie notwendig und kommt außerdem
zu spät, um als Trost wirksam zu sein. Was die Schlauheit betrifft: Es ist nicht verboten, offen schlau
zu sein, aber schwierig und eifersuchtserregend. Was die Wortspiele betrifft: Schulenglisch reicht nicht,
um zu verstehen, was dieser Mann schreibt. Simulare ‘vormachen, das zu sein, was man nicht ist’, dissimulare
‘vormachen, das nicht zu sein, was man ist’. Pauschal gesagt: Die Deutschen simulieren gern, die Engländer
dissimulieren gern. Wenn der Dissimulierende den Simulierenden in der Schlacht schlägt, beschwert sich
dieser lauthals, daß jener sich nicht fair benommen hat. Die vorauseilende Reaktion des Hw. Schmidberger
war vorprogrammiert. Nicht zu vergessen: Ohne Wortspiele, keine Lyrik!
nicht nur λόγος sondern auch, aus Platzgründen, μῦθος Mittwoch, 3. Juni 2009 17:27, Jubärens:
Zu Pamino: Übertreibung zur staatlichen Zivilreligion bzw. Kirchenverfolgung Du übertreibst, nicht ich.
Du solltest nicht alles schlucken, was die Wikipädiater Dir verschreiben, sondern, wenn Du in solchem
Ausmaß recht haben willst, Französisch lernen, nach Frankreich gehen und nach einigen Jahren beginnen,
Bibliotheken und Archive zu besuchen und Leute zu befragen. So fändest Du heraus, daß es tausend und
abertausend solche Gesetze gab, wovon viele man wenig oder gar nicht beachtete. Alles freilich, was Du
sagst, ist irgendwo mindestens einmal passiert, und ich selber habe auf das Massaker des Karmeliterklosters
in der rue de Vaugirard im September 1792 hingewiesen. Wegen Zeichenquota nur noch eine Geschichte: Im
letzten Sommer war ich wegen des Roten Kampffliegers in Bertangles bei Amiens. Dort fiel mir ein großes,
sehr prächtiges Schloß auf, das man besichtigen konnte. Auf den Rundgang wartend, sprach ich lange mit
einem schäbig gekleideten älteren Mann, den ich zuerst für den Gärtner hielt. Im Gespräch aber ergab
es sich, daß er der Castellan war. Seine gräfliche Familie sitzt seit Jahrhunderten auf dem Schloß.
In der Schreckensherrschaft ist ihnen nichts passiert, außer daß eines Tages die lokalen Jakobiner vors
Haupttor kamen und dessen steinerne Löwen köpften; mehr wagten sie nicht, da sie sonst von den arbeitslos
gewordenen Dörflern gelyncht worden wären. Der Graf sagte mir, daß sowas damals in der Gegend durchaus
normal war.
die Anfänge, denen es zu wehren gilt, sind in erster Linie sprachliche Mittwoch, 3. Juni 2009 14:19,
Simplicius @pamino: Wer übersetzt, bearbeitet nicht. Das versteht sich von selbst. Als eirenischer Mensch
frage ich mich aber, ob es nicht gestattet sein kann, eine rein erbauliche Schrift zu aktualisieren. Es
gibt Texte, die durch die Autorität des Autors geschützt sind (und deshalb sollen etwa Romane Coopers
nicht gekürzt werden, um sie unterhaltsamer zu machen – der Leser liest vermeintlich ein Buch Coopers,
das es in Wirklichkeit nie gegeben hat). Eirenisch oder polemisch, darum geht’s hier nicht, und auch nicht
darum, ob ein Autor Autorität hat oder nicht, denn alle Autoren haben in diesem Sinne Autorität. Ich
weiß nicht, warum Du nicht Deinen eigenen Gedanken weiterführst. Man kann natürlich das machen, was
Du sagst; aber man muß es offen machen, was zu Folge hat, daß man nicht sagen darf, daß das, was man
vorlegt, eine Übersetzung ist. Ein Plagiat muß nach dem 8. Gebot als solches erkennbar bleiben.
fonetische Phrage Mittwoch, 3. Juni 2009 16:50, stimme der vernunft: Bodo et. al.: ein „o“, es ist ein
„o“, gesprochen „o“ wie in Otto. Aber wie welches „o“ in Otto?
@Antipacelli Mittwoch, 3. Juni 2009 13:18, Antipacelli @pamino: Eine zweite Vesper gibt es nur dann, wenn
es eine erste Vesper gibt, und das ist nur an Sonntagen und hohen Feiertage der Fall. Ja; ich habe es
so herum gelernt, daß alle Tage eine II. Vesper und Tage der ersten Klasse auch noch eine I. Vesper haben.
Wenn Ostermittwoch gemeint ist: Alle Tage der Osteroktav sind 1. Klasse, aber ihre I. Vesper entfällt,
da sie die gleichwertige II. Vesper des vorangehenden Tages nicht verdrängen kann. Es ist also wohl eher
an die Vesper am Mittwoch in der 2. Woche nach Ostern gedacht gewesen… Sicher hat aber ein Leser gerade
das Stundenbuch zur Hand, so dass er es uns genau sagen kann…?! Wenn Mittwoch nach dem Weißen Sonntag
gemeint ist, dann: Breviarium Romanum www.officiumdivinum.org/ Septies in die laudem dixi tibi… « Feria
Quarta – Decimo Kalendas Maii » [2009] Ss. Soteris et Caii (Summorum Pontificum et Martyrum), Classis:
3 Im einen wie im anderen Fall ist die Schlampigkeit der Red. bedauerlich.
Redaktionelle Mühe, minimales Niveau von 1. Spaemann erwähnt, daß das reformierte Brevier in der Vesper
des zweiten Mittwochs der Osterwoche für die Bekehrung der Juden betet. Das heißt vermutlich: In der
zweiten Vesper von Ostermittwoch, ist aber auf jeden Fall offensichtlich falsch. Auch, wenn man hetzt:
Zuerst denken, dann schreiben. 2. Katarer: Katharer, von κάθαρος ‘rein’. Katarrh, von κατάρρους
‘Niederfluß’ ist was anders. 3.Unabhängig von der Geschichte kann Spaemann Brenners Logik nicht folgen,
daß die Juden – weil sie einmal von Christen diskriminiert wurden – jetzt weiter diskriminiert werden
sollen. Im gepflegten englischen Stil spricht man in solchen Fällen von discrimination against s.o. Wenn
die Dt. hier einen arroganten/ignoranten/‘demokratisch’ faulen Fehler aus Nordamerika auf servile Weise
in ihrer eigenen Sprache nachmachen, helfen sie mit, Redewendungen wie a discriminating person und discernment
zu zerstören. Das sollten sie aber möglichst nicht tun.
heu, amicæ nonnumquam inintelligibiles sunt o ignorantiam invincibilem ! nam sicut lex de minimis, de
vanitate non curat vates. sed philosophus forsitan rogaret: a) interrogationis neuma facile suppleri potest;
sed quem ad finem ‹nequaquam› vel etiam ‹nequiquam›, cum ‹quamquam› sequitur? b) si judici
bis repetita ne argumenta quidem placent, quousque tandem, quæso, istud ‹vanum› totiens sine ullo
argumento repetitum ? eheu, oportet me cum latinitate tua hesterna versari, ut videas opera mea bona et
glorifices Patrem, qui in cælis est. sed prius saltem capiti mitram decentem impone.
Fidei Defensor, Defendor und Defensor Fidei Mittwoch, 3. Juni 2009 01:15, Vineta: […] Als ob Sie nicht
um das feine und untrügliche Gespür von HenryVIII wüßten, um seine hohen Verstandesgaben und geschulte
Denkfähigkeit, die ihn als Defensor Fidei berühmt machten! In der letzten Zeit ist in der Sache Defendor
von mir der von britischen Monarchen geführten Titel Fidei Defensor erwähnt. Danach hat sich jemand
Defensor Fidei genannt. Jetzt sagen alle Defensor Fidei, wenn sie von Heinrich VIII reden, aber dies ist
falsch; der Titel kommt nur in der Reihenfolge Fidei Defensor vor. Als es noch £.s.d. gab und Silbermünzen
im Gesamtwert von £1 immer noch aus reinem Silber waren und tatsächlich zusammen 1 lb. wogen, stand
auf (älteren) Münzen um den Kopf herum: (z. B.) GEORGIVS VI D:G: BRIT: OMN: REX F:D: IND:IMP: 1938,
d. h. Georgius VI Dei gratia Britanniæ omnis Rex, Fidei defensor, Indiæ Imperator, 1938; nach 1947 (z.
B.) GEORGIVS VI D:G: BRIT: OMN: REX FIDEI DEF: 1951, und jetzt einfacher ELIZABETH II D·G·REG·F·D·1992.
„Vous êtes de la merde dans un bas de soie“ (Napoleon an Talleyrand) Dienstag, 2. Juni 2009 21:40, clarissa
colonia: Mon amis, hatte der Antragsteller in der Nationalversammlung, Mr de Autun, diesen nicht damit
begründet, daß die Kirche Eigentum nicht als Privatbesitz, sondern nur zur Erfüllung öffentlicher
Aufgaben halte, weshalb es sich also strenggenommen gar nicht um eine Enteignung handle? Mgr d’Autun (c’est
en cette qualité qu’il a sacré les évêques) hatte schon vor der Revolution als Mr l’abbé de Périgord
(geb. Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord, nachher le citoyen ministre Talleyrand, nachher le Duc
de Dino, le Prince de Bénévent, etc.) im Auftrag der Kirche das Dokument hergestellt, auf dessen Basis
die Säkularisation später reibungslos durchging. Ich habe es nie zu Augen bekommen, aber es würde mich
nicht wundern, wenn er „zur Erfüllung öffentlicher kirchlicher Aufgaben“ (z. B. Festessen im bischöflichen
Palast zu Autun, wo er fast nie war) und ohne „nur“ formuliert hätte.
nonne hoc, quod furorem teutonicum vocant ? Nonne Teucri vati Cassandrae, cum magna voce diceret equo
inesse hostes armatos, fides habita non sunt. O syntaxin vere impenetrabilem ! num ipsa prosam tuam intelligis,
o cara ? Cui ergo vates, quem nemo crediturus est, prodest? Vatis est enim vaticinari.
Paulaner der trigger-happy, man sollte Dir eine Zeitlang den Waffenschein wegnehmen Dienstag, 2. Juni
2009 19:05, Paulaner: Ihr zwei mögt das Buch nicht, habt aber keine Argumente. Wie ich aus den beiden
Beiträgen pamino: und Parmenas: sehe, spritzt eine Menge Gift herum aber kein Argument über den Inhalt.
Das Buch ist also nur ideologisch falschrum. Parmenas’ Beitrag ist zu kurz, um giftig zu sein; er ist
ein Nicken in meine Richtung. Was meinen betrifft, scheinst Du gar nichts verstanden zu haben. Meine ‘Leider’
am Ende zeigt, daß ich es für schade halte, daß das Original verfälscht wurde (ich kenne natürlich
weder das Buch im Original, noch näher das, was das Paar(!) daraus gemacht hat; ich rede nur nach dem,
was die Redaktion sagt, was in diesem Fall übrigens zeigt – nicht zum ersten Mal! – daß sie nicht mehr
Ahnung davon hat als Du, was die Sprache alles in sich zusammenhält. Gift? Haß? Du hast wirklich nichts
verstanden. Es geht ja gar nicht darum, was der Autor geschrieben hat, sondern darum, wie sich diese Stümper
sich benommen haben (wenn die Redaktion das uberhaupt richtig erzählt hat!).
den listigen Schlangen zum Opfer erkoren? Manchmal wache ich in Laocoon-Pose auf, bis jetzt allerdings
ohne Schlangen. Die besprochene Mai-Nr. des FELSen enthält einen Aufsatz des FSSP-Pendants zum Hw. Schmidberger,
des Hw. Maußen („geboren am 01.03.1968 in Bad Godesberg“; man versteht, warum es bei den Herren des Forums
Deutscher Katholiken nicht „Bonn“ heißt), ‘In Treue zum Papst – die Priesterbruderschaft St. Petrus.
Ihr besonderes Charisma: Feier der außerordentlichen Form des römischen Ritus’. Da passiert das eine
oder das andere von zwei Dingen: ich weiß noch nicht, welches. Warnungen sollen allenfalls eher etwas
zu dick als etwas zu dünn aufgetragen werden.
Das Pferd auf dem Felsen (3) (Libertas Ecclesiæ, Parmenas, es tut mir leid, aber ich mußte was essen.
Ich sehe jetzt, ich hätte zur selben Zeit wie die anderen essen sollen. Vielen Dank für Eure Hilfe und
ich hoffe, der Rest wird Euch interessieren.) [Forts.] Der Kurfürst-Primas und Reichserzkanzler für
Deutschland, rund wie seine Sekundanten, kam mit Mitra und Stab die zehn oder so Schritte vorwärts über
die Öde schwarzen Marmors zur Kante der obersten Stufe, pflanzte sich so mittig vor dem ‘Volk’, daß
er einem eventuell vorhandenen Tabernakel seinen Rücken gezeigt hätte, und sprach ohne weitere Bewegung
zwanzig Minuten lang schnell und pausenlos, in einer nie versiegenden, klaren, monotonen Stimme, schnell
und druckreif abstruses Akademisch-Theologisches. Die Regensburger Domspatzen waren da, aber nicht mehr
unter Monsignore Ratzinger, und sie haben keine Messe gesungen. Sie haben ja kaum gesungen. Ich hatte
in meiner Einfalt gedacht, daß mindestens eine dieser Messen vor der crème de la crème der deutschen
katholischen Tradition ein traditionelles Pontifikalamt mit allem Drum und Dran sein würde. Es ist klar,
was passiert. Die Herren steigen rechtzeitig um und haben vor, den ganzen Traditionalismus elegant zu
sich zu ziehen. Creditis avectos hostes ? aut ulla putatis Dona carere dolis Danaûm ? sic notus Ulixes ?
Aut hoc inclusi ligno occultantur Achivi, Aut hæc in nostros fabricata est machina muros, Inspectura
domos, venturaque desuper urbi ; Aut aliquis latet error : equo ne credite, Teucri.
μῦ! MY! Dienstag, 2. Juni 2009 21:11, DJM: Ihr stürzt nieder, Millionen? Ahndest du den Schöpfer,
Welt? Der eleusische Mysterienruf. Wenn Du weißt, was der war, bist Du sehr klug. Es war den Initiaten
freimaurerartig strengstens verboten, etwas über die Mysterien preiszugeben. Wir haben nur ein paar sehr
vage, herablassende Angaben von christlichen Autoren, z. B. von Clemens Alexandrinus die Aussage, daß
mitten in der Incubationsnacht die Priester plötzlich mit Fackeln und den Kultobjekten lärmend hereinbrachen,
so daß die fastenden und schlafbedürftigen Neophyten Angst bekamen und μῦ ‘Hu!’ schrien, woher die
ganze Wortgruppe μεμυημένος ‘Initiat’ (wörtl. ‘μῦ zu sagen Gezwungener’), ‹mystisch›,
‹Mystiker› usw.
la fille aînée de l’Église Die Vorstellung einer politischen Zivilreligion hatte erstmals der Aufklärungs-Ideologe
Jean-Jacques Rousseau († 1778) in seinem Werk „Gesellschaftsvertrag“ ins Spiel gebracht. Mit der Säkularisierung
der Kirchengüter und Zivilkonstitution des Klerus setzte die Französische Revolution erstmals eine staatlich
regulierte Zivilreligion ins Werk. […] Die Pfarrer mußten den Eid auf die Revolutionsverfassung schwören,
später wurden die Kirchen zu Tempeln der Vernunft verschandelt und die Priester durch Kultdiener der
Vernunft ersetzt. Revolutionsverfassung ist gut! Der Rest ist eine Verallgemeinerung von dem, was plakativ
in Notre-Dame de Paris passiert ist, mit einer Göttin der Vernunft (ich glaube, einer Schauspielerin).
[…] Wie man sieht, haben die Propagandisten der Zivilreligion eine Tendenz zum Totalitarismus. Das war
schon die Theorie, aber man hat sich meistens damit begnügt, von den Priestern unter Todesdrohung den
Eid auf die bürgerliche Verfassung des Klerus zu verlangen (viele Priester, insbesondere die von St Nicolas
du Chardonnet, verweigerten diesen und wurden zerhackt); außer für eine kleine Gruppe Ideologen um Robespierre
war die Verstaatlichung der Kirchengüter die Hauptsache. Erst 1794, nach Dantons Tode, führte Robespierre
den Kult des Höchsten Wesens ein, mit sich selbst als Hohepriester. Einige Wochen danach aber kam seine
Hinrichtung am 10. Thermidor, dann die reaktionäre Republik, dann der Konsulat, dann Napoleon und das
Konkordat, dann die Restauration.
Das Pferd auf dem Felsen (2) (Danke, o libertas ecclesiæ, ich wartete auf Dich, um fortführen zu können,
da die Red. nicht auf mein Bitte reagierte. Würdest Du auch diesmal so nett sein, ein paar Chorverse
dazwischenzustreuen, da ich sehe, daß es eine (3) geben muß?) [Forts.] Unter der Anzeige heißt es:
„Das Forum Deutscher Katholiken e. V. kann durch Spenden gefördert werden. Wir bitten Sie herzlich um
Unterstützung. Forum Deutscher Katholiken • Eichendorffstr. 17 • 86916 Kaufering • Spendenkonto
[…]“. Diese Adresse ist die im Impressum (S. 153) als Redaktionsadresse angegebene. Vor einigen Jahren
ließ ich mich meine Neugier um diese Organisation viel Geld kosten und fuhr nach Regensburg zum jährlichen
„Freude am Glauben“-Kongreß. Er fand in einem riesigen Kongreßzentrum unter actuosissima participatione
des hohen und höchsten deutschen geistlichen und weltlichen Adels, worunter ein Kardinal (der Papst war
immer noch Pole), mehrerer Bischöfe, Otto v. Habsburg, die Fürstin v. Thurn und Taxis (nicht nur als
genia loci), etci. Es gab viel Publikum, Dutzende von Informationsbuden aller möglichen katholischen
Gruppen um den Rand herum für die Pausen, eifrigen Absatz von Büchern, DVDs und dezenten Kultobjekten.
Die Organisierung muß sehr viel Geld in Anspruch genommen haben. An jedem der drei Tage gab es eine von
Bischof Müller gelesene[sic] Messe im Dom, deren Zentrum eine ellenlange Predigt war. In der Mittenachse
des nunmehr gestühllosen Chors stand vor dem Mahltisch die cathedra. [wird gleich fortgesetzt…
Ars optimam partem elegit, quæ non auferetur ab ea Dienstag, 2. Juni 2009 15:08, Simplicius: pamino und
Trinität: Es mußte heißen: da beide ihre Einheit denken… Das ist nur noch schwierig und nicht mehr
unmöglich. Man kann die Trinität als Mysterium glauben und auf sich beruhen lassen (was ich persönlich
für sinnvoll halte) oder sich rational abmühen. Wie ich schon halb gesagt habe, weiß ich irgendwie
zu verstehen. Aber man hat immer die Angst, man habe irgendeine begreifbare Kontrollmöglichkeit übersehen.
So denkt man weiter, als ob man reines Geschirr abspülte; nicht also, um einem offenkundigen Reinigungsbedarf
nachzukommen, sondern um alle möglichen Abspültechniken eine nach der anderen durchzunehmen, für den
Fall, daß eine sich nicht überflüssig zeigte. Differenz = Einheit. Der Vater ist nicht der Sohn, aber
sie sind wesensgleich. Heißt das nicht, das mit der Differenz zugleich die Einheit gedacht ist? Ich kann
da nur denken: Wie Zwillinge? Und die Logik? Darf man Hegel zu Hilfe nehmen? Da bin ich Nichtlogiker überfragt.
Der Geist ist die Reflexion dieser Einheit. Auch das ist hegelianisch… Komischerweise finde ich das
mit dem Geist leichter, vielleicht, weil der Vogel sympathisch ist. Der spiritus vehemens und das Feuer
kommen später, aber der Vogel hat nach wie vor die Aufsicht. Ich stimme Dir zu. Die Entfernung von der
natürlichen Sprache durch den Computer hat ihre Tücken. Es gibt Leute, die gute (und übersichtliche)
Textverarbeitungsprogramme erfinden, und andere, die diese mit dummen und unübersichtlichen ersetzen…
Quadratur des Kreises Paul und Christine Karl hoben diesen Schatz für den deutschsprachigen Leser. Das
Buch wurde nicht nur übersetzt, sondern auch einfühlsam überarbeitet. Schon verdächtig. Dann aber
der Hammer: [1]Ohne den Stil des Autors zu verfremden, [2]wurden viele Beispiele dem heutigen Alltag und
dem veränderten Kirchenrecht angepaßt. Paul und Christine Karl hoben Gold und verwandelten es in Blei;
so klingt es wenigstens, und in diesem Fall: Wieder ab in die Versenkung. Leider.
Das Pferd auf dem Felsen (1) Die FSSP wirbt aktuell für DER FELS. Katholisches Wort in die Zeit“, hrsg.
vom Fels-Verein e. V., Postfach 11 16, D-86912 Kaufering. Aus der beiliegenden Prospekt-Postkarte („Bitte
ausreichend frankieren“): „Liebe Leser des Informationsblattes der Priesterbruderschaft St. Petrus, „Wir
möchten Sie mit der katholischen Monatszeitschrift DER FELS bekannt machen. Fordern Sie mit dieser Postkarte
ein Probeexemplar an, wir freuen uns über Ihr Interesse. „‘Der Fels’, eine katholische Monatszeitschrift,
ist das Sprachrohr des ‘Forums Deutscher Katholiken’, das die Kongresse ‘Freude am Glauben’ veranstaltet.
Diese Zeitschrift wurde [1970] von Pater Gerhard Hermes SAC* gegründet. Sie hat ihre klare römisch-katholische
Linie nie geändert. […]“ *Societas Apostolatus Catholici [Pallottiner], eine Gesellschaft apostolischen
Lebens mit als Hauptaufgabe der Förderung des Laienengagements in der Kirche. Verantwortlicher Redakteur
des FELSen ist Prof. Dr. Hubert Gindert vom abtrünnigen Initiativkreis Augsburg. Trotz der üppigen Aufmachung
„kann [die Zschr.] kostenlos www.kreuz.net/ bezogen werden“ (weder auf Karte noch im Impressum). Die untere
Hälfte von S. 132 der 26seitige Mai-Nr. wirbt für den Kongreß „Freude am Glauben“ 2009, vom 11. bis
13. September in Aschaffenburg mit dem Thema „Mit einer starken Kirche die Gesellschaft verändern“ und
den Bischöfen Hofmann, Nuntio J.-C. Périsset, Card. Rouco Varela (Madrid), Müller Ratisbonensi (πῶς
γὰρ οὔ;), Hanke und Wiesemann (Speyer). [wird gleich fortgesetzt]
ad excusandas excusationes in peccatis Dienstag, 2. Juni 2009 01:59, clarissa colonia: Mi care amice,
nonne legeretur „corporis et sanguinis [tui sacra mysteria venerari]“? legendum sane, o cara, sicut mones.
heu, digitus noster humanus est, licet propter Incarnationem digiti Dei consors, attamen nimis fallibilis.
alios textus quidem inspeximus, hunc autem a prima juventute cognotum nimis insipienter jam satis probatum
censuimus. nunc autem de sententia exaratoris infradicti canonis 1108 CIC 1917, cui ipsa adhærere videaris,
argumentum ponimus quod sequitur: quere significat posse; satis constat alios et Marcellum Illum Fabrum
archiepiscopum episcopos consecrasse, nec Papa id dementitur, quod ne Ratisbonensis quidem episcopus amplius
urget; ideo alii et ipse Marcellus, nam fecerunt, facere quibant, ita ut ipse canon 1108 CIC MCMXVII lata
sententia explosus sit. vale et me ama.
1 und 3 göttlich, 2 teuflich Sonntag, 31. Mai 2009 21:01, Simplicius: pamino und das zeitliche Element
des filioque: Der Vater kann sich nur als Vater wissen, wenn es eine Differenz gibt. Logisch ist „ich
bin ich“ auf „das bin nicht ich“ angewiesen. Dieses Andere ist der Sohn. Das verstehe ich. Mit der Differenz
ist aber zugleich die Identität von Vater und Sohn gedacht. Wie kann Differenz = Identität? Dieses Denken
der Identität ist der Geist, der aus Vater und Sohn zugleich hervor geht, da bei ihre Einheit denken.
Ich verzweifle, weil die Akzidenz und Syntax von „da bei ihre Einheit denken“ selbstzerstörerisch ist.
Dem wohnt kein zeitliches Element inne, da der Vater sich schon immer und seit Ewigkeit als Vater weiß.
Aber der Geist? Danke für die Mühe, aber ich verstehe immer noch nicht, ob ich schon aus dem Leben beobachtet
habe, daß 2 nur ein Konstrukt ist, um zu erklären, warum 3 auch 1 ist. Deshalb hat übrigens der Computer,
sobald man ihn unabhängig von der natürlichen Sprache walten läßt, teufliche Tendenzen.
im Text enthalten Dienstag, 2. Juni 2009 00:26, Paulaner: Ausgesprochen willkürliche Deutung des Sinns
der Hl. Messe: […] Andererseits verstehe ich den Kontext „Kreuzesopfer“ nicht. Davon ist im Text nichts
enthalten, das ist freie Dichtung. Es geht um das letzte Abendmahl „zur Erinnerung“. Wie ist es mit folgenden
Texten der Hl. (Fronleichnams-)Messe?: Epist. I Cor.11.28 Quotiescumque enim manducabitis panem hunc vel
calicem bibetis, mortem Domini annuntiabitis, donec veniat. Ev.Joh.6.56sq. Caro mea vere est cibus, et
sanguis meus vere est potus : qui manducat meam carnem et bibit meam sanguinem, in me manet, et ego in
eo. Oratio: Deus, qui nobis sub Sacramento mirabili passionis tuæ memoriam reliquisti : tribue, quæsumus,
ita nos Corporie et Sanguiis tui sacra mysteria venerari, ut redemptionis tuæ fructum in nobis jugiter
sentiamus. oder aus der Mette desselben Festes: Hymnus: Sic sacrificium istud instituit […]. in I. Nocturno,
3. Ant.: Communione calicis, quo Deus ipse sumitur, non vitulorum sanguine, congregavit nos Dominus. ib.
Resp. 1, Vs. Pascha nostrum immolatus est Christus. in II. Nocturno, 1. Ant.: Memor sit Dominus sacrificii
nostri, et holocaustum nostrum pingue fiat. ib. Lectio IV, Sermo sancti Thomæ Aquinatis: […] Corpus
[…] suum pro nostra reconciliatione in ara Crucis hostiam obtulit Deo Patri, sanguinem suum fudit in
pretium simul et lavacrum […], es sei denn, Du messest solchen Texten weniger Autorität bei, als einem
Dekret des 2. Vatikanischen Konzils …
pro Antistite h. c. nostro Gulielmo „Ich habe auch Vertreter der Bruderschaft eingeladen, nachdem sie
darum gebeten haben,“ Hw. Schmidbeaga is a Gschaftlhuoba! „und sie dann darauf hingewiesen, daß das im
Widerspruch zum Kirchenrecht steht und daß man sich doch in einer solchen prekären Situation die Regeln
von Rom vorgeben läßt, wie in der nächsten Zeit vorzugehen ist.“ Aber Rom antwortet nicht, wenn Bischof
Müller um Anweisungen bittet, und das macht sowohl den dt. Bischof wie auch dt. Pius nervös. Der dt.
Papst scheint allerdings stärkere Nerven zu haben. „Man hat mich informiert von seiten der Bruderschaft,
daß die Priesterbruderschaft in Zaitzkofen und anderswo betet, daß sie in der Gemeinschaft in der Heiligen
Messe, in Gemeinschaft mit dem Papst und dem konkreten Bischof steht. „Das hat mich eigentlich gewundert –
angesichts sonstiger Äußerungen, die von dorther gekommen sind.“ Bischof Müller lügt hier. Er weiß
sehr gut, was gemeint war: „pro Papa nostro Benedicto et Antistite nostro Gerardo Ludovico“, wie jeder
Pius-Priester in Zaitzkofen jeden Tag im Kanon der Messe betet (und Bischof Williamson während seines
Besuches im Januar). „Die Bruderschaft hat ja auch in dem Brief, den sie im Januar an den Papst geschrieben
hat, zum Ausdruck gebracht, daß sie voll und ganz den Primat bejaht. „Mir ist einfach unverständlich,
daß man nicht bereit ist, daraus auch die Konsequenzen für sich selber zu ziehen.“ Welche Konsequenzen?
Der Papst schweigt. Er kennt seine Pappenheimer.
@ günther maria michel […] gegen Ende des 1. Jt.s ([…] Machtvakuum im Westen infolge des Zusammenbruchs
des weström. Reiches, in das die Frankenherrschaft […] hineinstieß) […]. Gegen Ende des 1. Jh.??
@Marcelus wg. der cousins und cousines Sonntag, 31. Mai 2009 21:56, Marcelus: vH-O: Die männliche Mehrheitsform
meint normalerweise implizit auch die weibliche Mehrheitsform mit, außer man möchte alle Zweifel ausräumen.
Im österreichischen Deutsch spricht man immer nur von Cousins und Cousinnen, und ich nehme an, auch im
schweizerischen Deutschen, nachdem die Schweizerdeutschen immer so viele französische Wörter verwenden.
Aber die Franzosen sagen: mon cousin, ma cousine!
@Elijahu wg. Hitlers Montag, 1. Juni 2009 14:55, Elijahu: Wer sagt denn das ich Hitler so schlecht finde?
Vielleicht ist er für mich garnicht der „Grösste Bösewicht aller Zeiten“ (GröBaZ). Vielleicht finde
ich es ganz gut dass er mal kräftig aufgeräumt hat. Da hätte er auch mit Dir aufgeräumt, wie er, so
oft er es konnte (mit dem Bischof von Münster ging es am Ende doch nicht), mit allen anderen Katholiken
getan hat, die irgendwelche eigene Ideen hatten und sie laut aussprachen.
sancta simplicitas! Montag, 1. Juni 2009 14:22, catholic: Paulaner, der Text von Frau HinzoderKunz (Collogne)
ist geistiger Diebstahl. Die Dame hat eine Kritik von Schamane40 abgefeilt und statt „Schamanismus“ „Katholizismus“
eingesetzt. Es wundert mich nicht, bei den Geistesprodukten dieser Staublappenkatholin. – oder eher sacra
calliditas, denn der Schreiber weiß gut, daß die ihm sattsam bekannte Mrs.C. den Spieß umgedreht hat:
immo fieri sentit et excruciatur (man vergebe mir die hexametrische Klausel in diesem besonderem Fall).
Ein umgedrehter Spieß, das tut nämlich weh.
Töter getötet Bedingungen des Prinzips der doppelten Wirkung nach St. Thomas von Aquin: 1. Die Handlung
darf nicht an sich übel sein. 2. Die üble Wirkung (hier: Tod eines Menschen) darf nicht Mittel zur guten
Wirkung (hier: mittelbare Rettung der abzutreibenden Babys) sein. 3. Ein verhältnismäßig guter Grund,
die üble Wirkung zu erlauben, muß vorhanden sein. Alle drei dieser Bedingungen müssen erfüllt sein,
damit eine solche Handlung statthaft ist. Anwendung auf den vorliegenden Fall: Bedingung 1. (Verbot an
sich übler Handlungen) ist erfüllt. Bedingung 2. (Verbot der Erzeugung einer üblen Wirkung als Mittel
zu einem guten Zweck) ist nicht erfüllt. Bedingung 3. (Verhältnismäßigkeitsgebot) ist möglicherweise
nicht erfüllt. Wegen der Nichterfüllung von Bedingung 2. allein war der „finale Rettungsschuß“ nicht
erlaubt. Abgesehen davon, bin ich eher Elijahus Meinung: Wenn der Staat das Unrecht nicht mehr bestraft,
wie er es soll, dann nimmt eben Gott das Recht selbst in die Hand und holt die Pfeile aus dem Köcher.
incuria incuriosissima (mit ignorantia invincibili nahe verwandt) kreuzmeldungen Annäherung? [+Ratisbonensis/Pius:]
Man seien Argumente ausgetauscht und Mißverständnisse ausgeräumt worden.
Lütz(e)lenburg (vulgo Lëtzebuerg) und das deutsche Gemeinwohl Sonntag, 31. Mai 2009 20:36, B.Theophilus89:
RTL ist nicht Deutschland! ‘Radio Television Luxemburg’, kurz RTL genannt, ist nicht Deutschland und hat
mit dem deutschen Gemeinwohl nichts zu tun. Historische Anmerkung: 1815 wurde alles, was jetzt Belgien
(ohne Eupen-Malmédy) plus Luxemburg ist, unter die neue niederländische Krone gestellt. 1830 ist nach
einem Aufstand zum ersten Mal ein Staat Belgien entstanden, mit als Amtssprache Französisch wie zur Zeit
sukzessive Burgunds, der spanischen und der österreichischen Niederlande. 1839 hat sich das deutschsprachige
jetzige Luxemburg, das übrigens König Wilhelm der Niederlande gestellt hatte, vom größeren historischen
Luxemburg und damit vom restlichen Belgien abgespalten. Heute kaum mehr vorstellbarer Grund: Sie wollten
Hochdeutsch als Amtssprache haben! Nicht zugereiste Luxemburger sind Moselfranken und sprechen dementsprechend
wie die Trierer. Lëtzebuergsch ist moselfränkisches Deutsch. Die Tatsache, das Hochdeutsch immer noch
eine luxemburgische Amtssprache ist, wird wegen der Aktivitäten der großherzöglichen Familie, besonders
im 1. Weltkrieg, möglichst verschwiegen. Luxemburg hat sehr wohl mit Deutschland, dieses aber nichts
mit Staatszugehörigkeit zu tun; man kann das gleiche über die deutsche (aber nicht die tschechische)
Bundesrepublik sagen. Oder, bescheidener, über den mecklenburgischen Teil von Meck(e)lenburg-Vorpommern;
meckel/lützel ‘muckle/little’.
Arroganz? Sonntag, 31. Mai 2009 17:09, Paulaner: Ihr Wortklauber möchtet nur die Lufthoheit über der
Christenheit besitzen. gunther maria michel: Das Konzil von Konstantinopel hatte es ausdrücklich untersagt,
am Wortlaut des Credo irgendetwas zu ändern. Stillschweigend räumte Kardinal Ratzinger dies ein, als
eer in „Dominus Jesus“ das Große Credo ohne Filioque zitierte. Was für eine Arroganz eines Buchstabenzählers,
der den Papst zurechtweisen möchte. Aber ist anarithmetischer Alphabetismus nicht womöglich arroganter,
als alphabetischer Arithmetismus? Ich hätte persönlich gern ein Zitat des betreffenden Passus von Dominus
Jesus.
Filioque Sonntag, 31. Mai 2009 16:37, Lycos @ gmm: […] nach dem von Karl dem großen proklamierten Filioque
lebten Ost und Westrom damit ja noch ca. 250 Jahre ohne Probleme. Das ist wohl die Zeit, wo bei der Rekonziliationsmesse
die Griechen dreimal hintereinander im Credo καὶ ἐκ τοῦ Υἱός (‘Filioque’) singen mußten?
Ich muß gestehen, daß ich ohne ein (häretisches) zeitliches Element dieses ‘Hervorgehen’ noch gar nicht
verstehen kann, und das am Pfingstsonntag!
Stellt das Fronleichnamsmeßformular wieder her! Sonntag, 31. Mai 2009 14:32, catholic: Das historische
Abendmahl Jesu Christi war ein jüdische Festmahl: […] Nebenbei: Mozarts Messen wurden seinerzeit von
den verschrobenen Frommen als „Theatermusik“ beschimpft.- Also nichts neues unter der Sonne. Diese Beschimpfung
bekamen Mozarts Messen erst lange nach seinem Tod, und zwar im Rahmen der Reaktion im späten 19. Jh.
zu den überladenen Messen der dekadenten Romantik, eine Reaktion, die am Anfang des 20. Jh. im kirchenmusikalischen
Motu proprio Pii X. gipfelt. Mozarts Messen wurden mit einigen Ausnahmen (die beiden Salzburger „Krönungs-“
und „Dominikus-“ Messen, die unvollendete große in c-moll und das unvollendete Requiem) für seinen salzburgischen
Fürsterzbischof sowie Landes- und Dienstherrn Colloredo geschrieben, einen Prälaten, der die Anti-Prunk-Dekrete
Kaiser Josephs II. eifrig umsetzte. Umfang und Mittel von Mozarts Salzburger Messen, also von fast allen
seinen Messen, sind durchweg bescheiden und keineswegs theatralisch im abwertenden Sinn des (Ab-)Schreibers.
Nebenbei: Es ist wahr, daß Mozart judenfreundlich war – der reiche Wiener Jude Raimund von Wetzlar stand
Pate für sein erstes Kind, Raimund Leopold, und sein berühmtester Librettist (Figaro, Don Giovanni,
Così), Lorenzo da Ponte geb. Geremia Conegliano, war Jude (und kebsenbedingt suspendierter katholischer
Priester, ex-Seminarprofessor usw.) –, aber die Lektüre seiner vielen Briefe und deren seiner Familie
zeigt, daß wenigstens er ein orthodoxer Catholic war.
kommunale Busen Sonntag, 31. Mai 2009 09:47, monti: das wäre ja auch noch schöner… Eigentlich wollten
die Gottlosen ihre Sprüche auf kommunalen Busen anbringen. Doch 17 angefragte deutsche Städte lehnten
ab. Wie hat sich der Initiator das auch gedacht ? Sollen etwa die Mitarbeiterinnen der entsprechenden
Stadtverwaltungen während der Dauer der Kampagne „oben ohne“ in ihren Büro sitzen und ihrer Tätigkeit
nachgehen ? Nein, nein, Du hast „kommunalen“ falsch verstanden: Es sollte natürlich um käufliche Busen
gehen, aber das wäre den Gottlosen denn doch zu teuer zu stehen gekommen. Eine Schnapsidee, nichts mehr.
Eupen ist eine deutsche Stadt in Belgien Ja, richtig, und weiter: Lützlenburg (vgl. Mecklenburg) oder
Luxemburg ist eine deutsche Stadt im hl. röm. Großherzogtum gleichen Namens; Metz, Straßburg und Mühlhausen
sind deutsche Städte in der französischen Republik; Basel, Zürich und Bern sind deutsche Städte in
der helvetischen Konföderation; Liechtenstein ist eine deutsche Stadt im hl. röm. Fürstentum gleichen
Namens; Feldkirch, Salzburg, Eisenstadt und Wien sind deutsche Städte in der Republik Österreich – dann
wird’s a bisserl schwierig, bis man (wohl über Lemberg mit dem Schiff von Königsberg oder Danzig) nach
den deutschen Städten Amsterdam und Rotterdam im Königreich der Niederlande („ben ik van duitschen bloed“),
Antwerpen und Brügge im Königreich Belgien, Felixstowe im Königreich Angelsachsen-Welschland, Ostende
wieder im Königreich Belgien und Dünkirchen in der französischen Republik, dann noch in dieser über
Land nach Reißel und so allmählich wieder nach Eupen im Königreich Belgien kommt. Aber auch in der
deutschen Bundesrepublik (wo sich gestern noch die deutsche Bundespost und die deutsche Bundesbahn in
voller Pracht entfalteten) gibt es sehenswürdige und historisch wichtige deutsche Städte, als da sind:
Cöllen am Rheine, Frankfurt am Maine und Regensburg an der Donau, all drei mittels Kanals bequem zu besichtigen.
P. S.: Malmédy, Lüttich, Namen, Carlkönig und Bergen sind französische Städte in Belgien.
Grammatica, logica, rhetorica; arithmetica, astronomica, geometria, musica Ganz schnell, da es für mich
leider eher spät, als früh ist: Der tonus peregrinus ist ein Bastardton; die erste Hälfte des Psalmverses
hat Anfang, tenorem (Rezitierton) und mediationem praktisch wie im 1. oder im 6. Ton; auch ist die terminatio
wie im 1. Ton, aber der tenor der zweiten Vershälfte ist nicht mehr das a des 1. Tons, sondern das g
einen Ganzton tiefer, was sonst nirgendwo in der Psalmodie vorkommt. Deshalb heißt dieser Ton peregrinus:
Der tenor ‘pilgert’ mitten im Vers von a bis g hinunter, dann zurück auf a für den Anfang des nächsten
Verses. Der Ton ist deshalb bekannt, weil der 5. Psalm der normalen Sonntagsvesper, In exitu Israel, darauf
gesungen wird. Auch wird das erste Sopransolo des Mozart-Requiems, der Psalmvers des Introitus, Te decet
hymnus, Deus, in Sion, et tibi reddetur votum in Jerusalem, mit nur zwei kleinen Abweichungen in tono
peregrino gesungen. Die tonos irregulares kenne ich mehr aus der Praxis, als aus der Theorie. Sie kommen
selten vor, z. B. hier und da in der Karwoche, sind einfach und werden ohne Antiphonen gesungen, d. h.,
sie gehören dem kanonischen Tonvorrat nicht an. Den Tönen im Sinne von 1. bis zum 8. (kanonisch) und
später bis zum 12. Ton entsprechen Tonleitern, und in dem Sinne sind der peregrinus und die irregulares
keine Töne, da sie keine Tonleitern haben. Musicorum et cantorum magna est distancia; iste canit, ille
sapit que componit musica; nam qui canit, quod non sapit, diffinitur bestia. (sed quid sapit is, qui non
canit?)
mea cara clarissa, Freitag, 29. Mai 2009 02:02, clarissa colonia: Mi care pamine, wenn es eine traditionelle
Doktrin gibt, müßte es auch eine „moderne“ geben. […] Können Sie mir diesen Widerspruch auflösen?
Da es wieder so spät ist, bin ich froh, einfach sagen zu können: Alles, was auf den Anfang folgt, ist
falsch, weil auf diese Protasin nur eine Scheinapodosis folgt; mit anderen Worten, ‘müßte’ gilt nicht.
Abgesehen davon: Ich bin viel älter, als das Konzil, und sehe mit Genugtuung, daß es traditionelle Dinge
gibt, die miro modo das Konzil unversehrt überlebt haben, wie der Noten- und mithin der Buchstabentext
des Graduale Romanum. Unter diesen Dingen ist – gleichsam die unversehrte Loggia des im Kriege sonst so
gut wie total zerstörten Kölner Rathauses (ich erinnere mich an sie 1964, noch total angeschwärzt und
freistehend) – die katholische Lehre über Geschiedene und die Kommunion. Geschiedensein ist an sich kein
Kommunionshindernis; nur das ‘Wiederverheiratet’-Sein ist es. Da ich mir sicher bin, daß Du das weißt,
verstehe ich nicht, warum Du Deinen Brief geschrieben hast, wenn nicht in einem von vornherein zum Scheitern
verurteilten Versuch, dem ignorantdreistigen sanctulo Antonio Schützenhilfe zu gewähren; er blabbert
auch noch von Anathema oder Exkommunikation. Halte ihm lieber ein paar Vorträge in Katechismo, und lerne
ihn gut, wie κατηχεῖν die Ἠχώ umgeklammert hält.
Exegeten stolpern über skandalöse Übersetzungen Donnerstag, 28. Mai 2009 20:48, chico flojo @Kunstmaler:
Hier das […] Zitat: Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: […] 6
Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass
ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist. […] Der
Schreibfaulheit wegen habe ich die Stelle aus dem 18.Kap. des Matthäusevangeliums einfach mal per C&P
‘reingesetzt. Ich weiß jetzt nicht, welcher Übersetzung dieser Textausschnitt zugrunde liegt. Ich glaube
sogar, daß man es hier mit nicht mit einer im katholischen Raum üblichen Übertragung zu tun hat. Ich
habe Sie[ sc. sie] trotzdem genommen, weil mir die Bezeichnung „Abfall“ statt „Ärgerniss“ besser gefällt
bzw. eher den Kern trifft. [m. H.] Zum 1. Grund: Es geht nicht darum, was dem Leser einer oder mehrerer
Überss. gefällt, sondern darum, was das Original sagt. Jenes ‘zum Abfall verführt’ geht in gleich zwei
Richtungen viel weiter, als Ev.Matth.18.6 σκανδαλίσῃ, wörtl. ‘mit einem Stolperstein [σκάνδαλον]
zum Fall bringt’, fig. ‘in einer Falle fängt, verstrickt’, denn das gr. Verb a) macht keine moralische
Aussage über den Stolpernden und b) hat nichts mit der raison d’être der Abfallwirtschaftsbetriebe K
zu tun. Zum 2. Grund: Trifft eher den Kern von was? Kann man denn ein solches Urteil fällen, ohne – wie
ehrlich zugegeben – zu wissen, was der Text sagt? Das ‹bzw.›; soll das hier ‘und’ heißen? Denn sonst
muß gewählt werden…
ignorantia invincibilis? Donnerstag, 28. Mai 2009 19:44, St. Anton: […] Eine Schwangerschaft fällt
meistens erst ab dem vierten Monat (?) auf, nicht nach vier Wochen. Fällt wem auf, Du ewiger Besserwisser?
[…] Und als Geschiedene darf sie strenggenommen nicht mal mehr die heilige Kommunion empfangen und würde
von der Kirche ausgeschlossen. Wenn ich die Redaktion wäre, würde ich Dich ausschließen, bis Du eine
leichte Aufnahmeprüfung in traditioneller katholischer Doktrin bestanden hättest.
Proprium Missæ: von der Schola zu singender bzw. vom Celebranten zu sprechender Text Ich war eine Zeitlang
mehr da und werde mich später mit den Neuheiten beschäftigen; dazu vorläufig nur: Daß J. Guttenberger
den Gotteslob als wiss. Quelle benutzt, ist noch besser, als seine Wikipädiatrie. Es gibt eben Leute,
die nicht wissen, die sie nichts wissen, wie jemand vor mir irgendwo gesagt hat. Was ich in meinem Hauptbeitrag
zu sagen vergessen habe: Der im Graduale Romanum befindliche amtliche Singtext des Propriums ist nicht
immer genau der gleiche, wie der im Missale Romanum befindliche amtliche Lesetext. Bsp.: Die Antiphon
zur Weihwasserprozession am Karsamstag, Sicut cervus, von deren 4st. Palestrina-Vertonung bestens bekannt,
heißt im Missale Quemadmodum cervus (Vulgata-Text des betreffenden Psalmes). Die aus der Vetus Latina
stammenden Texte des Graduale sind wegen der auch damals schon längst vorliegenden Vertonungen nie auf
das Missale von 1570 standardisiert worden und stehen, allerdings in der neuen, besserwissenden Reihenfolge,
zusammen mit den ihnen zugehörigen Noten auch im postkonziliarischen Graduale. Hic est digitus Dei.
zu: Mehr Propaganda aus Linz Dabei behauptete er[ P. Bruno C.SS.R], daß es bei den Byzantinern „undenkbar“
sei, daß ein Bischof ohne Einbindung der Diözesen ernannt werde. Ich möchte dieses Zitat kommentieren,
kann es aber ohne ein paar Definitionen nicht: ‹„undenkbar“› (möglich?), ‹Einbindung› (in was?)
und vor allem ‹der Diözesen› (Mehrzahl)
zu lobende sprachwissenschaftliche Akribie: Dienstag, 26. Mai 2009 19:46, wassers: Handbibilothek und
Computer! Wie schön, wenn man nicht nur geistig, sondern auch materiell so ausgestattet ist, das neben
dem Computer gleich die Handbibliothek steht, so dass mit zu lobender wissenschaftlicher Akkribie gearbeitet
werden kann. Haben Sie den wunderbar in einem früheren nicht wissenschaftlichen Begriff „Allerwertesten“
auch der wissenschaftlichen Literatur entnommen? ἀκριβής -ές
‹Kosmetika› kommt von κόσμος, forma ‘Ordnung, Schönheit’ Dienstag, 26. Mai 2009 07:08, St.
Anton: @ pamino: Hast Du eigentlich – über die Form hinaus – auch inhaltlich etwas zu sagen? Sehr viel
sogar; meine Beiträge können auch von Dir eingesehen werden, obwohl … Ich habe mich auch schon zum
Thema Form/Inhalt geäußert. Folgendes scheint Dir noch nicht eingeleuchtet zu haben: Jedesmal, wo jemand
behauptet, über Inhalt zu sprechen, kann gezeigt werden, daß er über Form spricht. Wo man einmal formen
kann, kann man auch förmlich über Form sprechen und Formen kommentieren. Als ich klein war, hieß Taiwan
noch Formosa ‘die Schöne [Insel]’. Die Antwort auf Deine halbstarke Frage: Es gibt nichts über die Form
hinaus. Man muß innerhalb der Form suchen. Wer sucht, findet. Wer sucht nicht, findet nicht. Suche und
schweige.
creepy Dienstag, 26. Mai 2009 20:48, Arkanum/kreuts.net: vermute ich richtig, daß wir es gegenwärtig
wieder mit dem Original-Marranenjäger zu tun haben? Der Accountklauer klingt irgendwie anders. Wie Schalom.
Dr. eccl. Livius: Dienstag, 26. Mai 2009 20:30, clarissa colonia: […] Wann in der kirchlichen Tradition
hätte es den Präzedenzfall gegeben, daß ein einziger von 2.500 die „sanior pars patrum“ darstellt?
ut plerumque fit, major pars meliorem vicit.
Fragen über Fragen Freitag, 28. März 2008 11:07, bubogans: Nuntius in Deutschland – zuständig auch
für Österreich? Seit wann ist der Nuntius in Deutschland (wieder) zuständig als Nuntius in Österreich?
Wann wird der Nuntius in Wien wieder zuständig für ganz Deutschland sein?
IN·PRINCIPIO·ERAT·VERBVM Wie ich dachte, hat keiner auf mich zugehört. Was ich gesagt habe, gehört
in eine virtuelle Saalschlacht nicht, da es der Saalschlacht ihr Tod wäre. Also sage ich was anders:
*‹Kreatonist›, was ist das für ein Wort? Da ‹create›, ‹creation› und jetzt auch noch ‹creationism›
und ‹creationist› aus irgendeinem Grund auf dt. immer noch in aller Regel nur dt. gesagt werden, muß
man zu ‹schöpfen› und ‹Schöpfung›/‹Schöpfungsprozeß› jetzt ‹Schöpfungsglaube› und
‹Schöpfungsgläubiger› hinzufügen, oder sklavisch ‹kreieren›, ‹Kreation›, ‹Kreationismus›
und ‹Kreationist› sagen und schreiben. Nur zu.
ich bin entweder ein Evoluzzer oder ein Kretinist. Egal. Ich verstehe all diese Polemik nicht. Es ist
wie die Situation nach der Veröffentlichung 1795 in Halle von Wolfs Prolegomena ad Homerum, wonach sich
die Altphilologen in „Liederjäger“ (vgl. „Evoluzzer“) und „Einheitshirten“ (vgl. „Kretinisten“) spalteten
in einem das ganze 19. Jh. hindurch dauernden Streit, den Wilamowitz (Berlin) im frühen 20. Jh. mit dem
Satz: „Die Geschichte des Epos, das ist die homerische Frage“ auf den Punkt brachte, nämlich: Die homerische
Frage ist eine müßige; sie ist künstlich und zeitraubend. Interessant sind die Ilias und die Odyssee
an dem, was sie sind, nicht daran, wie sie enstanden sind, und interessant an der Welt ist das, was sie
ist; infantil ist die Obsession von Evoluzzern und Kretinisten mit ihrer Herkunft. Ich erhielt noch in
der Regierungszeit Papst Pii XII. eine ausführliche Unterweisung in katholischer Doktrin. Zur Kreationsfrage
lernte ich von den altmodischen, bigotten, brutalen Brüdern und Priestern, daß es einem Katholiken freisteht,
an die Evolution zu glauben oder nicht; nur müsse man glauben, daß Gott den ganzen Prozeß begonnen
hat und ihn ständig überwacht. Alors, on cultive son jardin?
Rechte und Pflichten Montag, 25. Mai 2009 15:33, Jena-boy: @Elijahu: […] Das Recht auf leben besitzt
jeder! Also stirbt jeder zu unrecht? Kann ein Gestorbener also Strafantrag gegen den lieben Gott stellen,
oder können nur Lebende das? … aber halt, die sind noch nicht gestorben! Ein Rätsel! Vielleicht dürfen
die Überlebenden den lieben Gott wegen Schmerzensgeld verklagen! Aber vor welchem Gericht? Es ist absurd
von dem Recht auf Leben zu reden. Was Du meinst, ist die Pflicht anderer, Dich nicht zu töten. Das Wort
‹Recht› ist überflüssig und gefährlich. Alles was man über Rechte sagen will, kann viel besser
mit dem Wort ‹Pflicht› gesagt werden; meine Pflichten gegenüber anderen, notfalls die Pflichten anderer
mir gegenüber.
Sprachglaube und Sprachwissenschaft Montag, 25. Mai 2009 23:48, Marranenjäger: […] Ja, manche glauben
sogar Gott hat alle Fossilien bewusst so platziert, dass alles nur nach Evolution aussieht. Dieses Verb
kommt schon aus dem Lat. [viam] platēam (von πλατύς πλατεῖα πλατύ ‘breit’), aber nicht
direkt über ‹Platz› wie die halbalphabetischen Pseudosprachwissenschaftler uns sagen, die uns die
Schreibreform beschert haben, ins Deutsche, sondern indirekter, über Frz. place, weshalb es bei der Eindeutschung
‹placiren› geschrieben wurde, welches nach dem Wörterbuch von Campe (1819) plassiren ausgesprochen
werden soll. Nun, wir können die ignorante Aussprache von ‹placiren› oder ‹placieren› als [plats’i:ren]/[plats’i:rən]
und sogar deren Kanonisierung mit der Schreibung ‹plazieren› wohl achselzuckend annehmen, aber ‹platzieren›
ist eine sprachwissenschaftliche ὕβρις.
@ St. Anton Montag, 25. Mai 2009 21:22, St. Anton: @ Galathea Galatea heißt ‹Galatea› (eine Meeresnymphe),
wie sie schreibt, und nicht *‹Galathea› (vielleicht ‘Milchgöttin’? – aber besser wäre in dem Fall
*‹Galactothea›). Deine ‘Korrektur’ wäre auch geschmacklos, wenn Du recht hättest; aber Deine prätentiöse
Ignoranz hat Dich – wohl nicht hier zum ersten Mal – öffentlich lächerlich gemacht.
Der Papst und Levada; ein Rätsel Denn kürzlich wurde bekannt, daß die vatikanische Kommission ‘Ecclesia
Dei’ zukünftig an die Glaubenskongregation angeschlossen werden soll. Die Kommission kümmert sich um
die Altgläubigen. Kürzlich! Der Papst hat es vor langer Zeit schwarz auf weiß geschrieben. Vielleicht
will er mit der unvermeidlichen Diskreditierung von Levada, dessen Untaten seit langem detailliert von
traditio.com ausposaunt werden, der Glaubenskongregation die altliberalen Zähne ziehen (traditio sagt
u. a., daß L. deshalb schnell in den Vatikan geholt werden mußte, weil er sonst recht bald auf der Anklagebank
eines US-Strafgerichtes Platz hätte nehmen müssen).
Entspiegelung erwünscht „Es ergibt sich – im Widerspruch zur klassischen Interpretation – eine interne
Lenkung des Evolutionsprozesses in Richtung auf den optimalen Wertgipfel, und diese ist – bedingt durch
die hochgradige Vernetzung der Wege im multi-dimensionalen Sequenzraum – außerordentlich wirksam.“ Auf
Deutsch: Die Evolution ist auf Ziele ausgerichtet. Das ist – weiß Eigen – „im Sinne der klassischen Interpretation
Darwinscher Selektion eine reine Häresie“. Aber ob Eigen es weiß oder nicht, darum geht’s eben. Liebe
Redaktion, Du hast recht, auf den aufgeblasenen Uneigenstil mit dem Finger zu zeigen. Und es ist Dir,
Gott weiß, erlaubt, den spiegel zu lesen. Aber erspare uns bitte diesen vorsintflutlichen Manierismus,
der heute sogar bei den demagogischen Erfindern verpönt ist!
wohlverdienter Verriß Der Beitrag von Jörg Guttenberger ist von mehreren halbverstandenen wikipediaähnlichen
Quellen zusammengeschrieben. Zuerst: wiederentdeckt und neu herausgegeben, und zwar im Auftrag des Vatikans,
nachdem dieser dem Stümper Pustet (Regensburg) die missionem abzegogen hatte. Wenn die alte Ausgabe irgendwo
noch gesungen wird, so explizit gegen das Dekret der Ritenkongregation vom 07.08.1907 (s. vorne im Graduale
Romanum). Die von mir inkriminierte Beuroner Volksausgabe fußt schon auf der vatikanischen (Solesmes),
hat aber diese entgegen dem Dekret nach Gusto geändert. Daß die vatikanische aber auf die Medicea aufgebaut
ist, ist ein Nonsens; die Behauptung zeigt, daß der Verf. rein gar nichts über die Recherchen der Solesmenser
weiß. Und was, bitte, ist ‘der griechische Choral’? hier werden Praxis und doppelt falsch verstandene
Theorie durcheinandergebracht. Die Kirchentonarten: es gab modos auf d, e, f und g beginnend, jeden mit
einer authentischen (1., 3., 5. und 7. Ton) und einer plagalen Form (2., 4., 6. und 8. Ton). Das sind
die einzigen, die in den liturgischen Büchern stehen. Später kamen die modi auf a (9. und 10. Ton; unser
Moll) und c (11. und 12. Ton; unser Dur) dazu. „a“ hat es immer gegeben, nur wurde es erst gegen Ende
des 19. Jh. in Hz festgelegt (und dann wieder geändert). Der Kammerton ist nicht der Kirchenton! Temperierungssysteme,
i. e. Lügen, damit Tasteninstrumente überhaupt erträglich werden, haben auf Singen a cappella Gott
sei dank keine Macht. Laus Deo.
Erschwerung von Verfassungsänderungen Sonntag, 24. Mai 2009 00:02, Paulaner: Die Bayrische Verfassung
kann auch nur mit einem Volksentscheid geändert werden. pamino: Die Politiker allein sollten das Grundgesetz
nicht ändern können! Wenn ich nicht falsch informiert bin. Ich glaube es auch gehört zu haben. Aber
das ist nicht schwierig genug. Zuerst Wahlpflicht wie in AUS und B; dann müßte a) eine Mehrheit aller
bayrischen Wähler plus b) eine Mehrheit der Wähler in einer Mehrheit der bayrischen Regierungsbezirke
mit Ja stimmen, damit die Änderung durchgeht. Sonst ist es für die Politiker zu leicht, Demagogie zu
treiben. In AUS ist seit dem Anfang 1901 nur ein kleiner Bruchteil der vorgeschlagenen Verfassungsänderungen
durchgegangen. Seit meinem gestrigen Beitrag habe ich in den Informationen gehört, daß auch der Präsident
der Bundesrepublik glaubt, es sollte nicht so viele Verfassungsänderungen geben. Meine Lösung: Die Prozedur
erschweren. Wenn das Volk wirklich von sich aus etwas will, geht es trotzdem durch. Fußnote: Die Bundesländer
haben in AUS nicht nur Ministerpräsidenten sondern auch Landesoberhäupter. Wie wäre es mit dem Herzog
von Bayern ex officio? Er ist sowieso der Stuart-Prätendent zum schottisch-englischen Thron, weshalb
vor dem Krieg jedes Jahr eine Abordnung schottischer Offiziere nach Schloß Berg kam, um Kronprinzen Rupprecht
zu huldigen.
@chico flojo Warst Du heute da? Die Schola, die heute gesungen hat, ist die, die global die wenigsten
Nachteile hat, und auch die, die am wenigsten dran ist. Leider haben die da eine Tendenz, das, was nach
der Epistel kommt, zu kürzen. Heute z. B. haben sie nur die zweite Alleluia gesungen. Die anderen beiden
Scholen singen alles. Gut an diesem Leiter ist es dazu, daß er beim Orgeln im Ordinarium Feuer unter
das Volk setzt.
Gott! erhalt das Lied der Deutschen Diese erste gesamtdeutsche Konstitution war selbst schon Ergebnis
der Bürgerbewegung für Einigkeit und Recht und Freiheit, die sich seit 1810 entwickelt hatte. Der Ausdruck
‘Einigkeit und Recht und Freiheit’ entstand zusammen mit den vorhergehenden Strophen vom ‹Lied der Deutschen›
(nicht ‘Deutschlandlied’) erst 1841 auf dem damals britischen Helgoland als Kontrafaktur durch Heinrich
Hoffmann (aus Fallersleben) von ‹Gott! erhalte Franz den Kaiser› von L. L. Haschka (1797), vertont
von Joseph Haydn und zuerst aufgeführt im selben Jahr im Wiener Hofburgtheater in Anwesenheit des Kaisers
des Hl. Römischen Reiches Franz II. aus Anlaß dessen 29. Geburtstages. Die erste gesamtdeutsche Konstitution
ist auch die einzige solche, es sei denn, man sehe die Jahre 1938-1945 als eine Zeit, in der sowohl Österreicher
als auch Restdeutsche die Vorteile der demokratischen Weimarer Konstitution von 1919 genossen. Es wird
immer wieder vergessen, daß die meisten Ausländer nur die Musik von Nationalhymnen verstehen, nicht
deren Worte. Bei dieser Musik denken sie, wenn sie durchschnittlich musikalisch sind, an Haydn († 1809)
und Wien. Das scheint mir zumindest heuer nur richtig.
Cöllscher Choral Samstag, 23. Mai 2009 23:24, chico flojo @pamino: Das Domine, non sum dignus haben Sie
aber nicht mit einbezogen, oder? Doch, das extramissale (aber natürlich nicht das vorhergehende, das
des Priesters). Und ich bin gerade was Liturgie anbelangt noch ein Neuling – also verzeihen Sie mir noch
mal. Keine Ursache. Ein vielversprechender, wenn ich’s sagen darf. Und was die Kölner Schola anbelangt –
ich sehe das relativ. Gut – vielleicht nicht hervorragend. Aha, die kennst Du? Jetzt aber frage ich mich,
welche der dreien Du meinst; wohl die, die am häufigsten singt. In der Schola gibt es nur einen Mann,
der durchweg sauber singt, und man hört ihn leider nicht. Da ist der Leiter zu faul, um dem eigenen lauten
und falschen Schreien zuzuhören. Aber sind das alles ausgebildete Spezialisten, die sich mit fast nichts
anderem beschäftigen? Nein (obwohl zwei Leiter ausgebildete Kirchenmusiker sind), und das ist an sich
gut so; die heutigen ‘Spezialisten’ gehören der neo-konservativen Szene an. Aber es gibt Arroganz (‘ich
bin alter Kirchenmusiker’); Faulheit (nur schnelles Durchsingen vor der Messe, keine richtige Probe);
Geltungs’bedürfnis’ seitens von Leuten, die kein musikalisches Gehör haben; fehlende Lateinkenntnisse
(fällt sehr auf, wenn ein ganzer Ps. gesungen werden muß, wie in der Karwoche), usw. Die Zauberflöte-Leute,
die von vorne singen (nichts dagegen, im Gegenteil – aber sie sollten Chortracht tragen) haben faule Intonationsverderber
unter sich. Die beste Schola kommt selten…
Die Politiker allein sollten das Grundgesetz nicht ändern können! Heute befürwortete behutsam der am
Rande der Bundesversammlung interviewte Vorsitzende des Bundesverwaltungsgerichtes eine Änderung des
Grundgesetzes, wobei auch das Volk ermächtigt würde, gegen Gesetze zu klagen. Andere dort Interviewte
lobten die Initiative der Grundgesetzesmacher, die Macht des Bundespräsidenten sehr viel enger zu beschränken,
als die damaligen des Reichspräsidenten unter der Weimarer Verfassung. Ich bin in beiden Fällen einverstanden.
Aber es ist viel zu leicht, das Grundgesetz der BRD zu ändern. Ich möchte ein Vergleich bringen mit
einem anderen Bundesstaat, nämlich Australien. Die am 01.01.1901 (also am wirklichen 1. Tag des 20. Jh.)
in Kraft getretene Verfassung schreibt für Verfassungsänderungen folgende Prozedur vor: 1. Die Änderung
muß von zumindest einer Kammer des Bundesparlamentes beschlossen werden. 2. Sie muß dann dem Volk vorgelegt
werden. Zu diesem Zweck funktioniert jedes der sechs Bundesländer als ein Wahlkreis. 3. Damit die Änderung
durchgeht, muß a) eine Mehrheit der Wähler in ganz Australien und b) eine Mehrheit der Wähler in einer
Mehrheit der Bundesländer zustimmen. Das ‘Bundesverfassungsgericht’ hat ‘in einer Mehrheit der Bundesländer’
als ‘in vier der sechs Bundesländer’ ausgelegt. Es ist also sehr schwierig, die Verfassung zu ändern.
Dieser Mechanismus garantiert, daß nur solche Änderungen durchkommen, die das Volk wirklich will, z.
B. der früheren Vorschrift, daß die Aborigines in einer Volkszählung nicht mitgezählt werden sollten…
bis orat, qui – bene ! – cantat @Paulaner: Ja, besser als die meisten Artikel. @Freinsberg: Ja, die eigentliche
Messe ist das levitierte Hochamt. @Gotthard: Aber, aber; z. B., der 14jährige Mozart mußte als Meisterwerk
in Bologna die Magnificat-Antiphon von Dom. XV p. Pent. im 4st. strengen Kontrapunkt aussetzen. @möchtegern-kathole:
Ja, was erwartest Du denn? @Gotthard: Die Deutsche Messe von Schubert ist ein VNICVM. Credoteile, mit
denen er nicht einverstanden ist, vertont er oft auch nicht. @Freinsberg: Natürlich. Bei (dt.) Pius hat
man nur Ordinarium. meistens abominabel gesungen. Neumenkunde ist zuviel gesagt. Auch im Kloster wird
das Proprium (und die Responsorien der Mette) von einer Schola gesungen. @chico flojo: Petrus, natürlich,
bei uns in Köln hat man auch immer das ganze Proprium. Aber hervorragend… wo bist Du? Vielleicht migriere
ich. @Freinsberg: Mir wäre lieber, die editio magis critica bliebe aus, bis die moderne Besserwisserei
wieder abgeflaut ist. Es reicht mir schon, daß hier in Köln das Volk aus anti-Solesmes-Büchlein von
Beuron singt, mit anderen rhythmischen Werten, als im Graduale Romanum. (Man hatte sie gratis bekommen.)
@chico: Du hast Sanctus vergessen. Und was ist dieser Confiteor-Quatsch? Du denkst wohl an Confiteor,
Absolution und Domine non sum dignus vor der Kommunion des Volkes; aber diese ist kein Teil der trad.
Messe und steht deshalb nicht im Missale, sondern im Rituale. @möchtegern-kathole: O actuosam insipientiam !
Wer nicht sauber singen kann, soll schweigend mitbeten…
ich glaube, doch kein Zufall Freitag, 22. Mai 2009 21:23, Paulaner: Die „sexuelle Revolution“ geschah
zeitgleich mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das war ein teuflischer Zufall, mehr nicht. Ich kann
nur berichten, daß zu meiner Studienzeit das Unter-den-Talaren-der-Muff-von-tausend-Jahren-Ethos sich
noch nicht in der Universität allgemein verbreitet hatte, in der katholischen Studentenschaft aber schon
kräftig am Wirken war; etwas verschleiert schon, indem man noch nicht den Papst (Pius XII.), den steinalten
Ortserzbischof oder andere Hierarchen direkt angriff (wie man dann kurz danach den päpstlichen Nachfolger
auch nicht direkt anpries), aber man hörte in den katholischen Veranstaltungen nur Namen wie Congar,
Suenens, Küng usw. All das wurde energisch vom Universitätskaplan propagiert, einem weißhaarigen älteren
Teddybär-Jesuiten, der privatim seine Maske fallenließ und mich furchtbar angriff, als ich geltend machte,
daß Liturgie in der Volkssprache die Verschrottung des ganzen Corpus der Meßvertonungen bedeuten würde.
(Glücklicherweise trat dann nach einem Jahrzehnt oder so Mgr Lefebvre auf, dem wir auch noch letzten
Endes das Überleben der liturgischen E-Musik verdanken.)
Schüler und Studenten also Freitag, 22. Mai 2009 00:37 Paulaner: Wissenschaft und Handwerk: pamino: lernen
und studieren: Das Studieren würde ich doch der wissenschaftlichen Tätigkeit zuordnen, nicht nur dem
möglicherweise intensiven oder höheren level des Könnens. Ich habe es zB. für falsch gehalten, dass
Diplomingenieure von der Uni und von der FH kommen können und beide haben (sogar) „studiert“. Ich halte
Letzteres auch für falsch, und analog für falsch, daß FH-Professoren Professoren heißen. Aber der
Zug ist wohl abgefahren, eine Errungenschaft von ‘68. (Übrigens: ‘68 wurde nach meiner Theorie vom Konzil
verursacht). Es geht mir darum, wenigstens den deutschsprachlichen Unterschied zwischen Schülern und
Studenten aufrechtzuerhalten. Was das Engl. betrifft, ist dieser Unterschied schon in Nordamerika und
nachfolgend zumindestens in Australien kaputtgegangen (man rate nur, auf Kosten welches der beiden Wörter).
Was in Großbritannien passiert, da bin ich nicht auf dem laufenden. Aber F ist wie D: élèves vs. étudiants.
P.S. Jede KVNST ist auch eine Handwerk und umgekehrt. Denken wir en passant an die Herkunft von ‹Chirurgie›:
χεῖρ ‘Hand’, ἔργον ‘Werk’, χειροῦργος ‘Handwerker’.
lernen und studieren Freitag, 22. Mai 2009 00:00, Paulaner: eine Nebensache über die Bildungsinflation
…die mich etwas erheitert hat: Das liegt wohl daran, dass ich viel mit Menschen zusammenkomme, deren
Muttersprache Englisch ist und dass ich diese Sprache auch studiert habe… Ich unterschreibe das mit
der lächerlichen Bildungsinflation gern, besonders im zitierten Fall, aber: Früher hat man eine Fremdsprache
gelernt, nicht studiert. Kürzlich habe ich eine Geigerin kennengelernt, die das Violinspielen studiert
hat. Früher hat man das Geigenspielen gelernt (und danach auch so gut gekonnt). In beiden Fällen lernt
man als Schüler und studiert man als Student an der Musikhochschule. Hierin ist der dt. Sprachgebrauch
(noch) beispelhaft. Wenn man noch weiter geht, heißt man wieder Schüler („Menuhin war Schüler von Enesco“).
a nudge in the rips Donnerstag, 21. Mai 2009 23:22, Großwildjäger: Werte Galatea, ohne Ihnen zu nahe
zu treten, möchte ich sie darauf aufmerksam machen, dass man das „McRib“ schreibt… She schreibt, wie
sie spricht. Ich bin mir sicher, daß auch Du so sprichst. Was bringt es, die englische Form eines westgermanischen
Wortes zu schreiben, wenn man sowieso die deutsche Form ausspricht (wie hier; wie in ‘Bahn cart’; eig.
passim)? Was bringt Dein schwerfälliges, schadenfrohes, karikatural-deutsches Auftrümpfen? Schule Dein
Gehör und spare Deine Augen!
gelungenes sprachliches Selbstmordattentat Donnerstag, 21. Mai 2009 16:17, Doriano @ HBR: […] das Latein
ist dadurch, daß es eine eigentlich „tote Sprache“ ist, keinen Veränderungen mehr unterworfen – außer
im Gebrauch.
@„HBR“, mit Verspäthung Donnerstag, 21. Mai 2009 14:19: „HBR“: pamino: Allerdings ist „Bischof“ Williamson
von allen seinen kirchlichen Pflichten offiziell entbunden! So, welche hatte er denn, als er noch offiziell
verbunden war?
@ „HBR“: Lügen haben kurze Beine Donnerstag, 21. Mai 2009 13:47, HBR: Entweder „Bischof Williamson“ oder
„Pater“ Lingen Diese Gänsefüßchen erinnern mich an Springers „DDR“. Springer hatte allerdings technisch
recht (wenn er auch aus demselben Grund damals noch „BRD“ hätte schreiben sollen). Soll der Leser aber
hier verstehen, daß es keinen Bischof Williamson gibt? Hw. Lingen dagegen, dessen Existenz wenigstens
nicht angezweifelt wird, ist vermutlich kein Pater, wohl aber ein gültig geweihter katholischer Priester,
wie der exzellente Williamson ein gültig geweihter katholischer Bischof.
das Prinzip der Doppelwirkung Mittwoch, 20. Mai 2009 13:18, Mannheimer: Anmut, Marranenjäger; Danke Großwildjäger
[…] wenn ich (konstruiertes Beispiel) sehe, dass ein Lastwagen, dessen Fahrer ohnmächtig geworden ist,
in eine Menschenmenge zu rasen droht, dann darf und muss ich diesen mit allen mir zur verfügung stehenden
Mitteln aufhalten – und auch wenn das bedeutet, dass ich ihn mit meiner Bazooka (die ich zuällig dabei
habe) abschiesse und damit den unschuldigen Fahrer töte. Das wäre eine sittlich Schlechte Handlung (töten)
um etwas Gutes zu erreichen. Nein, denn b) die böse Wirkung Deiner Handlung ist nicht Mittel zur deren
guter Wirkung, sondern ‘nur’ sog. Kollateralschaden; Du sagst selber ‘dass ich ihn [den Lastwagen] abschiesse’.
Du schießt um den Lastwagen aufzuhalten, nicht um den Fahrer zu töten. Die anderen beiden Bedingungen
sind hier erfüllt, denn: a) Es ist keine an sich böse Handlung, mit der Bazooka auf einen Lastwagen
zu schießen, und c) es gibt einen verhältnismäßig gewichtigen Grund, die böse Wirkung zuzulassen.
Also darfst Du schießen, und das einmal festgestellt: In den gegebenen Umständen ist Schießen sogar
Deine Pflicht.
pizz. Mittwoch, 20. Mai 2009 16:00, JungeFREIHEIT-Leser: […] Graf Arco war ein Halbjude. Heißt das,
daß das jüdische Blut von den Valleys kommt? Das Geschlecht der „von Arco“ ist heute in der katholischen
Kirche sehr aktiv. Das ist nichts neues. Ein früherer Graf Arco war Chambellan des Fürsterzbischofs
von Salzburg, in welcher Eigenschaft er den jungen fürsterzbischöflichen Diener Mozart mit einem Arschtritt
hinauswarf, wo dieser seinen Rücktritt einreichen wollte.
2 Richtigstellungen Mittwoch, 20. Mai 2009 12:04, Paulaner: Nennt sie nicht ALTE und TRIDENTINISCHE sondern
LATEINISCHE Messen. Dann kennen sich die/wir Gläubigen aus. Die Schwierigkeit hier ist, daß der amtliche
Text der Neuen Messe auch ein lateinischer ist (denn wie nicht?), und daß es folglich auch Neue Messen
auf lateinisch gibt. Und macht viel Musik, Marianische! Es gibt ein unüberschaubares Corpus von katholischer
liturgischer Musik. Nur ein kleiner Teil davon ist marianisch.
Der neue Cato zum international isolierten Rejektionismus Die Abstimmung machte den – international isolierten –
gemeinsamen Rejektionismus von Amerika und Israel deutlich. Verba tenete, res sequetur.
de forma et ministris matrimonii 1. Kann das berühmte nequit nicht sowas Ähnliches heißen, wie wenn
jemand vor einer unbestreitbaren Tatsache, die nach seiner Auffassung zu einer solchen nie hätte werden
sollen, schreit: „Das kann doch nicht sein!“? 2. Welcher der beiden folgenden Sätze ist absurd? a) Es
ist erlaubt, aber nicht gültig. b) Es ist gültig, aber nicht erlaubt. 3. In dieser ganzen Diskussion
ist nicht ein einziges Mal zur Sprache gekommen, daß nicht der Ordinarius, nicht der Pfarrer, nicht der
delegierte Kaplan und erst recht nicht ein X-beliebiger wilder, suspendierter, piusfreundlicher Pseudobenediktinermönch
am äußersten Rand des Staatsgebietes das Sakrament der Ehe ministrieren kann (quit), sondern einzig
und allein die Braut und der Bräutigam zusammenhandelnd; wobei ich nicht weiß, ob die genaue Form der
sakramentalen Handlung in aller Fülle in irgendeinem CIC-§ für jeden zu lesen steht. Hier ist allenfalls
ein Auszug aus einem Textbuch, das von einem suspendierten jüdischen katholischen Priester aus dem Theaterstück
eines katholischen Edelmannes für einen komponierenden päpstlichen Ritter ersten Grades zwecks der Erbauung
der Bevölkerung einer großen, erzkatholischen Stadt gemacht wurde: ER: Orsù, non perdiam tempo : in
questo istante io ti voglio sposar. SIE: Voi? ER: Certo, io. Quel casinetto è mio : soli saremo, e là,
gioiello mio, ci sposeremo. [dominante, tonica; segue il Duettino]
Cara Clarissa, Dienstag, 19. Mai 2009 02:59, clarissa colonia: Mi care pamine, über musikalische Fragen
kann ich als diesbezüglich „Unterbetonte“ nicht wirklich etwas sagen. mir sagt die Kunst, insbsondere
die musikalische, mehr als jede Juristerei. Der Jurist findet auf Knopfdruck jedes nur erdenkbare Argument
für jede mögliche Sachlage; das ist das Ziel seiner ganzen Ausbildung. Festgemacht kann er nicht werden.
Wie höllisch! Trotzdem ist mir die Antwort auf die Frage bekannt, ob man katholisch sein kann ohne (oder
gar gegen) den zuständigen Ortsbischof. Antwort: Nein! Aber ich antworte Ja, weil ich hier nicht mit
Argumenten zu tun habe, sondern mit einer Wahrheit oberhalb von Argumenten, an die Argumente nicht herankommen.
Entweder hat man mit so einer Wahrheit Kontakt, oder man hat damit keinen Kontakt. Der Jurist vermeidet
einen solchen Kontakt, da er dann nicht mehr Jurist sein kann. Man kann sehr wohl ein guter Katholik gegen
den Willen des Ortsbischofs sein, und wenn der Ortsbischof katholische Kirchen profaniert und schließt,
dann kann es nicht moralisch unrechtens sein, wenn katholische Mönche ein katholisches Kloster aufmachen.
Du redest immer von dem, was rechtens und was unrechtens ist. Das ist letzten Endes eine kriegerische
Sprache, und so eine Sprache macht keinen Sinn, wenn man nicht genug Macht hat, um glaubhaft sagen zu
können: Wenn Du das machst, kommen Sanktionen. Wichtiger als die Frage, rechtens oder unrechtens? ist
die Frage, gültig oder ungültig? Ende meiner Zeiche…
de favillis quasi ad Kalendas Græcas differendis Dienstag, 19. Mai 2009 01:41, clarissa colonia: Sed,
quid, care pamine, thomas ille clarissimus celanus carentia favillarum diceret? haud scio an recitasset:
frigora mitescunt zephyris, ver proterit æstas interitura, simul pomifer autumnus fruges effuderit, et
mox bruma recurrit iners, i. e., Feria IV. Cinerum recurret, in qua cessaverint omnia, ut aiunt Agrippinenses
nimis fallibiles; nam quotannis hac die iracundula redeunt, ‘immortalia ne sperent’ isti, ipsæ suæ favillæ.
Im Interesse der Klarheit (für Jägeraugen) Montag, 18. Mai 2009 21:09, lateiniheini: Ernst nehmen…
Es gibt in Deutschland weder ein „Abtreibungsrecht“ noch ein „Recht auf Abtreibung“. Es gibt auch zum
Glück in Deutschland kein Recht, welches mich verpflichtet, Herrn Annen ernst nehmen zu müssen! Viele
Leute möchten Dich abschießen, ich meine das natürlich figurativ. Wenn Du wirklich ein lateiniheini
wärest, wäre das wohl leichter. Es wäre also eine Tat christlicher Nächstenliebe, wenn Du Dich auf
lateinisch ausdrücken würdest.
Gotthards Nöte in Gehörbildung? Dienstag, 19. Mai 2009 00:18, Gotthard: @brandenburgis; es gab eine
sogenannte Primiz in der Eifel … Hier ist das Epitheton recht am Platz, denn es war in der Tat keine
Primizmessse; der dt. Sprachgebrauch ist in dieser Hinsicht häufig falsch. den Menschen die kamen, wurde
die rechtliche Situation nicht erklärt … Nicht nur wurde ihnen nicht eine falsche rechtliche Situation
„erklärt“, aber die Situation bedurfte keiner Erklärung. Die Aufklärung dachte diesem Kloster sein
Tod zu sein. Nun ist dasselbe Kloster den Exzessen der Aufklärung ihr Tod. Ich sehe, daß das Dir nicht
paßt, und wünsche Dir eine schnelle Genesung. der Pius-Verein bescheisst die Gläubigen … er führt
sie hinter das Licht … die Pius-Leute betrügen die Gläubigen… Deine Unterscheidung zwischen ‹bescheißen›
und ‹betrügen› ist beispielhaft. Aber diese Benediktiner sind nicht die Kreaturen des sinistren Pius-Vereins,
sondern nur seine Freunde. Jedes Benediktinerkloster ist ein Individuum. freut euch, dass das Bistum Aachen
so zurückhaltend argumentiert … Ich fürchte, das 2. Bistum Aachen (geb. 1930) hat hier sowenig zu
sagen, wie 1802 das junge 1. Reichenstein ist ein Ort geistlichen Lugs und Betrugs … Reichenstein ist
ein Ort reiner Intonation. Ich bin nie einem mit reiner Intonation musizierenden Menschen begegnet, der
löge oder betröge.
@zölibat, gutpfad &c.: Si cum Jesuitis itis, non cum Jesu itis Montag, 18. Mai 2009 00:48, zölibat:
Pamino hast Du Probleme; Menschen verhungern auf der Welt ! Wir haben heute zu dritt Kommunion ausgeteilt.
Keiner wollte die Zungenkommunion. Dir empfehle ich die Entkrampfung Deines bigotten Hirns. Jesusnachfolge!
Was hat es hier zu sagen, a) daß Menschen auf der Welt verhungern, b) ob jemand das Erlaubte oder das
Erschlichene will? Könnt Ihr Kommunionshelfer auf wunderbare Weise erklären, warum Eure Herrchen das
Meßformular von Fronleichnam emaskuliert haben? warum Texte wie quicumque manducaverit panem hunc, vel
calicem biberit indigne, reus erit corporis et sanguinis Domini nicht mehr dort in Euren Missalibus steht?
Welch Schauspiel! Montag, 18. Mai 2009 10:30, Gotthard: armer Neupriester; dieser arme Mann! Er wurde
vom suspendierten „Bischof“ Fellay geweiht – und ist dadurch sofort selbst suspendiert… somit war seine
„Primiz“ ein Schauspiel … Hoffentlich (ich war nicht rechtzeitig da). Doch nicht „ein Schauspiel nur“,
sondern eine gültige Messe …
@clarissa colonia Montag, 18. Mai 2009 14:59, clarissa colonia: Müssen jetzt schon innerjüdische religiös-politische
Streitigkeiten herhalten um die Meinung der Redaktion zu stützen? Drei Fragen: 1. Streitigkeiten als
Stützen von welcher Meinung der Redaktion? 2. Religiös oder politisch? 3. Innerjüdisch oder innerisraelisch?
Kloster Reichenstein 17.00 Uhr gesungene Vesper mit Verehrung der Benediktsreliquie Ich war zur Vesper
dabei. Sie wurde von vier Mönchen (plus dem Celebranten) ohne Orgelbegleitung gesungen. Zum ersten Mal
in meinem Leben hörte ich eine Stunde von Mönchen gesungen, wo alle durchweg gut sangen, mit vorbildlicher
Intonation und Diktion (und italienischer Aussprache). Anwesende Weltkleriker in Chortracht sangen nicht
mit. Die Reliquienverehrung galt nur den Mönchen. Reichenstein ist ein kleines, sehr altes Prämonstratenserkloster,
1802 von den Franzosen aufgehoben. Die Rur, aus dem nur ein paar hundert Meter entfernten Belgien kommend,
rauscht in einem tiefen, steilen, engen Tal in Richtung Monschau dicht vorbei. Im Winter ist es dort wohl
sehr kalt!
Handkommunion gab es 1962 nicht! Sonntag, 17. Mai 2009 17:12, turk: […]: Das lateinische Kirchenrecht
ist keine Privatmeinung […]. Doch. In der Kirche wie in anderen Autokratien geht gar keine Macht vom
Volk aus, und ‘weitergeführt’ ist richtig; der traditionelle Ritus war nie verboten. Außerdem ist der
Codex juris canonici, ein Erzeugnis des 20. Jh., überhaupt kein demokratisches Dokument. Er entstand
willkürlich; er kann willkürlich geändert werden. Es gibt kein Recht auf Handkommunion, aber wohl ein
Recht auf Mundkommunion, da diese die einzige legitime Form ist. Ebenso ist es nicht möglich, einem knienden
Mundkommunikanten in der ordentlichen Form alleine deshalb die Kommunion zu verweigern. Es ist sehr wohl
möglich, da es passiert; der Priester geht einfach vorbei. Das Problem der sogenannten Handkommunion
wird realistischerweise erst dann gelöst sein, wenn diese im lateinischen Bereich insgesamt nicht mehr
gestatten wäre. Ja, aber noch realistischer ist die Realität: Die (richtig so genannte, wieso denn sonst?)
Handkommunion ist illegal; sie ist nicht gestattet sondern nur toleriert, und das nur post factum, was
hier heißt: post scelus commissum. Daß Rechtswidriges vom Recht nicht sanktioniert wird, ist ein merkwürdiger,
bundesdeutschen Katholiken von ihrem weltlichen Strafrecht her bekannter Klüngel.
Handkommunion im Alten Ritus? Freitag, 15. Mai 2009 15:20, sankt niketas: Irreführend: Das erklärt […]
Rothe […]. […] Weishaupt […] vertritt […] eine andere Meinung […]: „Der Gläubige, der auf die
Handkommunion […] besteht, müsste [conj. sic] […] von der Notwendigkeit der Mundkommunion i[m alten]
Ritus überzeugt werden. Eine Ermahnung ist dabei nicht ausgeschlossen. Hat der Gläubige trotz[dem …]
unüberwindliche Schwierigkeiten […], hat der Priester mit can. 915 CIC/1983 keine rechtliche Basis,
ihm die Kommunion zu verweigern.“ Fazit: Handelte der Artikel nicht von der Privatmeinung des Herrn Rothe,
sondern von der des Herrn Weishaupt, dann müsste die Überschrift lauten: „Handkommunion im Alten Ritus
erlaubt.“ Natürlich. Aber hier können Privatmeinungen nicht maßgebend sein. Es ist wahrheitswidrig,
den vorkonziliarischen Ritus als „außerordentlich“ zu bezeichnen. Als die „ordentlichen“ Riten eingeführt
wurden, waren sie so außerordentlich, daß nach einigen Jahren die meisten Leute nicht mehr in die Messe
gingen. Unter den Innovationen war die (illegal eingeführte) Handkommunion am schockierendsten. Die kanonischen
Bücher von 1962 unterliegen dem neuen kanonischen Recht nicht; vielmehr wurden durch das Motu Proprio
Benedicti XVI. die Indulte Joannis Pauli II. auf jeden Priester erweitert. G. Weishaupt ist übrigens
der… Latinist der „Ephemeris nuntii“. Was für einer, ist schon am Titel zu erkennen (noch viel schlimmere
Bspp. auf Verlangen). Was also für einen peritum juris canonici dürften wir hier haben?
Etikettenschwindel „Wir sind zwei getrennte Ordensgemeinschaften, die aber eins sind in der Verteidigung
des überlieferten Glaubens und der Tradition der Messopfers“ – so Pater Franz Schmidberger, der Obere
des deutschen Distriktes der Bruderschaft. Die Benediktiner sind in der Tat eine Ordensgemeinschaft, und
zwar die älteste. Hw. Schmidberger weiß aber als genauer Mathematiker, daß die Piusbrüder (wie auch
die Petrusbrüder) eben keine Ordensgenmeinschaft sind, so daß ihm der Titel ‹Pater› nicht zusteht.
Mannheimer hat recht Dienstag, 12. Mai 2009 18:14, Bodo11 @Mannheimer: Luzifer ist die Venus, der Morgenstern.
Er ist auch der Hesperus, der Abendstern. Dienstag, 12. Mai 2009 18:01, Mannheimer @Bodo11: So wie Luzifer,
dessen Name übersetzt Lichtträger oder Lichtbringer bedeutet? Ἄστηρ πρὶν μὲν ἔλαμπες
ἐνὶ ζῴοισιν Ἐῶος· νῦν δὲ θανὼν λάμπεις Ἕσπερος ἐν φθιμένοις.
Manchmal sollte man nicht zu spezifisch sein.
‘vielmehr bleibt jedem, was er […] weiter zu bewilligen sich veranlaſst findet, unbenommen’. Montag,
11. Mai 2009 00:06, clarissa colonia: Werter Erwin […] Vielleicht nehmen Sie […] den Reichsdeputationshauptschluß
vom 27. April 1803 näher unter die Lupe? ‘Reichsdeputationshauptschluß’ lautet im amtlichen Text Recès
principal de la députation extraordinaire de l’Empire, was im heutigen Deutsch etwa ‘Haupt-Rückzug [=Empfehlung
an den Kaiser] des Sonderausschusses des Reichstages’ wäre. Sie ist vom 25. Februar 1803 datiert und
wurde am 24. März 1803 von der Kurfürstlich-Mainzischen Reichskanzlei (also der für Deutschland) an
den [‘guten] Kaiser [Franz’ von Haydns Volkslied] mit der Bitte um Annahme befördert. 27. April 1803
ist der Tag, an dem kraft der Mitteilung dem Reichstag in Regensburg durch den Fürsten von Thurn und
Taxis über die Annahme der Empfehlung durch den Kaiser diese nunmehr als (bis zum heutigen Tage namenloses)
Säkularisationsgesetz in Kraft trat. Nach Martens (Recueil des principaux Traités […], Göttingen
1831, tome VII, pag. 508) ist die Originalsprache der Ausführungsbestimmungen (§§ 48-90 des Gesetzes)
die deutsche: §. LI. Die Sustentation der geistlichen Regenten […]; a. Für Fürstbischöfe das minimum
auf 20,000, und das maximum auf 60,000 Gulden; b. Für Fürstäbte und Pröbste […]; c. Für Reichsprälaten
und Aebtissinnen, auch d. Für unmittelbare Äbte das minimum auf 2000, das maximum auf 8000 Gulden bestimmt.
Bei allen diesen Bestimmungen wird jedoch der Groſsmuth der künftigen Landesherren kein Ziel gesetzt;
[Forts. in d. Kopfzeile; m. HH.]
Die Kirche über die Abtreibung, in nuce Sonntag, 10. Mai 2009 23:03, St. Anton: […] Ein mehrwöchiger
Fetus ist ein Zellhaufen ohne Seele, kein fertiger Mensch. Das war übrigens auch sehr sehr lange Auffassung
der Kirche, bis sich aus politischen Gründen andere Auffassungen durchgesetzt haben. Das klingt, als
ob die Kirche ihre Auffassung geändert hat. Dies ist aber nicht der Fall. Die Kirche lehrt, daß ein
menschliches Spermatozoon allein oder ein menschliches Ei allein keine menschliche Seele hat; daß irgendwann
zwischen Befruchtung und Geburt der menschliche Embryo eine menschliche Seele bekommt; daß man diesen
Zeitpunkt nicht bestimmen kann; und daß man daher keinen Embryo töten darf.
gegenseitige sprachliche Willfährigkeit ohne Fahrschein (Erschleichung einer Fahrleistung) Freitag, 8.
Mai 2009 00:09 DJM: @Schamane40: Die ursprünglich besagte „Bersekerwut“ soll ebenso auf den „Bärlauch“
zurück gehen, die sich vor einer Schlacht wie der Bär mit Bärlauch einrieben. Bärlauch soll auch soviel
bedeuten wie „Heiliger, starker Bär“. Freitag, 8. Mai 2009 00:30 schamane40 @DJM: bar laf, zwei Runen.
bar=mutter, gebären[,] laf= Leben, lauch. Diese Hobbysprachwissenschaft ist wie die der Diskutanten in
Platonis Cratylus, oder Über die Korrektheit der Namen, nur ohne deren Unterhaltungswert (es sei denn,
für Schadenfrohe). ‹Bär› von gebären anzuläuten, das bricht alle Rekorde. Such barefaced ignorance
is barely bearable even by the weakest of bears: Vrsus at silva cogitat Sabina… also beim nächsten
voralpinischen 30-km-Marsch (zumal mit Gepäck) gut aufpassen. Übrigens: Runen sind keine Ideogramme,
sondern stabförmige Ritze, die man in Buchholz zog. ‹Berserker›; das zweiterer Element ist mit ae./an.
shirt/skirt verschwistert; die Berserker haben sich mit Ganzbärenfellen verkleidet, um die Kraft des
Bären in sich hineinzubekommen und ihre Feinde die Gottesfurcht zu lehren. Sie mögen gern alpinische
Gegenden.
@Elijahu: Typographischer Vorschlag Donnerstag, 7. Mai 2009 23:07 Elijahu: […] WEHE EUCH! EINE LAWINE
DES UNHEILS WIRD EUCH WEGRAFFEN W E N N I H R N I C H T B U ß E T U T UND AUF EUREM WEGE BLEIBT! Es gibt
kein großes ‹ß›. Ich würde schreiben: EINE LAWINE DES UNHEILS WIRD EUCH WEGRAFFEN W E N N I H R
N I C H T B U SZ E T U T UND AUF EUREM WEGE BLEIBT! Oder gar ganz bei den Römern bleiben mit: EINE·LAVVINE·DES·VNHEILS·VVIRD·EVCH·VVEGRAFFEN
VV E N N · I H R · N I C H T · B V SZ E · T V T VND·AVF·EVREM·VVEGE·BLEIBT! Ich denke übrigens
wie veralina, daß Du stark bist; aber jeder hat seine Grenzen. Wenn Du Deine Stärke überschätzt, kannst
Du nicht mehr wirksam militieren, und das wäre schade. Es tut mir leid, daß man (wer das immer sein
mag) Dich heute dauernd mit technischen Mitteln mundtot macht.
clarissens præterea zu +Ricardo W. Donnerstag, 7. Mai 2009 21:44, clarissa colonia: Schon lange habe
ich es vermutet […] (Praeterea: Die – hier schon behauptete – Promotion Richard Williamsons, wohl weil
er ohne selbiger peinlich nackt schien, hat sich ja nun definitiv als inexistent erwiesen. Vielleicht
kann er hier ja auch nur deshalb als „persona gratissima“ durchgehen, weil er als „Mann des Volkes“ zu
gelten hat – so nammten das m.W. ja die Roten Khmer in ihrem Steinzeitkommunismus. Außerdem: Bei Williamson,
dem Mann aus dem Volke, nimmt man es mit der Berichterstattung genau – ansonsten berichtet man selbst
auch schon mal sinnentstellend!) Bischof Williamson ist allerdings von seiner Herkunft und seinem Werdegang
her alles andere, als ein ‘Mann aus dem Volke’: Sohn eines anglikanischen Pfarrers, Winchester-Schule,
Cambridge; das macht erhobenen Mittelstand, was entsprechend aus seinem Akzent herauszuhören ist. Das
mit seiner ‘Promotion’ wußte ich nicht, aber einem, der sowohl das alte dt. Humboldt-System als auch
das damalige englische gekannt hat, scheint es mehr als billig, einen Grad von Oxford oder (in seinem
Fall) Cambridge mit einem dt. Doktorgrad aus der Zeit zu vergleichen, wo dieser der einzige akademische
Abschluß war. Das Wort ‘Promotion’ bezieht sich übrigens auf die Aufforderung des Dekans an den Kandidaten,
die Stufen (gradūs) zum Plattform der Aula hinaufzugehen, um vom Rektor, der auf engl. ‘Kanzler’ heißt,
bzw. von dessen Stellvertreter zum ‘Graduierten’ erklärt zu werden.
Heiligenkreuz: insider report Donnerstag, 7. Mai 2009 18:22, lux in tenebris: es wäre den ehrwürdigen
mönchen von heiligenkreuz sehr zu wünschen, dass sie sich nicht zu sehr in ihre restriktive haltung
gegenüber dem überlieferten ritus verbeißen. Ein Insider berichtet mir, daß es dort noch drei oder
vier alte Mönche gibt, die auf zisterziensich zelebrieren.
was hat 1968 überhaupt ausgelöst? Nicht das Zweite Vatikanum, sondern die Mentalität der 68er Jahre
des letzten Jahrhunderts habe die Kategorie des Schönen und Geordneten regelrecht denunziert. Seit Jahren
glaube ich aber (als Zeitzeuge), daß diese Mentalität nichts anderes ist, als der von Papst Johannes
XXIII. gleich bei der Ausrufung seines Konzils plakatierte aggiornamento-Geist. 1792: Que la Terreur soit
mise à l’ordre du jour ‘das Schrecken werde auf die Tagesordnung gesetzt’; dies ist dann tatsächlich
passiert. 1958: Que la Mise à Jour soit mise à l’ordre du jour ‘die Aktualisierung werde auf die Tagesordnung
gesetzt’; auch dies ist dann tatsächlich passiert. Die Schreckensherrschaft ist nach knapp zwei Jahren
am 9-10 thermidor an II mit Schrecken für die Schreckensherren ausgegangen. Die Aktualisierung ist nach
gut fünfzig Jahren so ewiggestrig fett und faul geworden, daß sie auseinanderfällt. So haben die ergrauten
aggiornanti keinen schrecklichen Ausgang zu fürchten. Und nun zur Tagesordnung …
kreuz.net als Zensoren „Aufgrund von massiven Verstößen gegen die Netiquette wurde die Kommentarfunktion
für diesen Artikel abgeschaltet.“ Die interessante und für die ‘Welt’ wenig schmeichelhafte Diskussion
wurde erfolgreich abgewürgt. Ihr habt aber auch Eure Netiquette. Das habt Ihr eben selber gemacht, und
zwar nur weil er die Dinge auf gut deutsch beim Namen genannt hat, mit Elijahus (belegten) Sex-und-Drogen-Vorwürfen
gegen die papstkritischen EU-Abgeordneten. „Doch die Kastraten klagten, als ich meine Stimm erhob; „Sie
klagten und sie sagten, ich sänge viel zu grob“. (Heine)
zu: Die breite Masse 85% [der Franzosen] befürworten die Einschläferung unheilbarer Kranker, die sowieso
sterben müssen. Aber was will diese Mehrheit mit den anderen Menschen machen, also mit denen, die nicht
sowieso sterben müssen?
isch bin ein Börrlina (Neu-England-Akzent) Donnerstag, 7. Mai 2009 02:50, Bodo11 @pamino: The ideological
basis for Big Brother comes from the freemasons Leo Tolstoy’s novel War and Peace, particularly the discussion
of the science of history in part two of that book’s epilogue. Napoleon Bonaparte and various other military
and political figures traditionally revered as geniuses, are presented in the theory of history Tolstoy
opposes as the cause of the movement of humanity and nations. Orwell appears to call upon this previous
work by his invention of just such a patriarchal figure. O weh! Danke, aber diese lange, gelinde gesagt
indirekte Antwort auf meine kurze direkte Frage riecht stark nach deutscher Anglistik auf der Oberstudienrat-Ebene.
Lassen wir Tolstoy beiseite, zumal der lange Satz zwei auf unterschiedliche Weise sinnzerstörende Ellipsen
(fett) enthält. Bekomme ich eine einfache Antwort auf meine einfache Frage? Wenn Du die Antwort nicht
weißt, sag einfach ‘ich weiß nicht’. Eigentlich ist es viel leichter, das auf engl. zu sagen (was man
im Studium der Anglistik nicht zu lernen scheint). Also, wenn Du es so sagst, werde ich Verständnis dafür
haben.
to out someone as a … Mittwoch, 6. Mai 2009 16:27, Tränen fürs Vaterland: Übrigens ist Outing englisch
und bedeutet soviel wie Geständnis (ohne Schuld). Da gibts, oder ich finde gerade kein passendes Wort,
keine deutsche Umschreibung, hat aber mit schwul nichts zu tun. Vielleicht verwechselst du es mit „coming-out“
Outing ist schon das bringing out von jemand, der nicht selber outgecome is. Es muß nicht mit Schwulität
zu tun haben; aber das ist oft der Fall, und ich habe den Eindruck, daß der Ausdruck dort begonnen hat.
Big Brother Mittwoch, 6. Mai 2009 20:16, Bodo11: […] It was Disraeli who first officially used the term
„big brother“ (a Masonic term) about a dictator. What is a ‘big brother’ in the Masonic sense?
uns Antisemiten Facius geht mit dem Zweihänder vor: „In Internetmagazinen greifen Traditionalisten alles
an, was ihnen an der Kirche als »verrottet« erscheint – auch Antisemiten mischen mit“ – brüllt er.
Wir wissen natürlich, daß das nicht die ganze Geschichte ist; aber, daß sie mitmischen – das ist wahr.
Schalom, Schprachliche Scharlatan schon wieder Dienstag, 5. Mai 2009 23:47, Schalom: Dominus regit me,
et nihil mihi deerit: in loco pascuae ibi me collocavit. Super aquam refectionis educavit me, me super
semitas iustitiae, animam meam convertit. Deduxit propter nomen suum. Quid aut quem deduxit propter nomen
suum, Du Scharlatan? Und aus welcher Latinität has Du ‹educare› genommen?
Extra Vaticanum nulla salus Mittwoch, 6. Mai 2009 09:32, wassers: @ruhrgebietler – Wann begreifen die
konizilaren Kirchensteuerzahler endlich, dass diese den Geldhahn abdrehen müssen, dann geht es den obersten
Glaubenszerstörern so, dass sie sich zügeln müssen, katholisch werden diese aber trotzdem nicht, sondern
sie werden nur ein wenig besser heucheln und nicht so dreist agieren. Grüße an Sie! Quousque tandem,
o aquæ ? Zum x-ten Mal: Auch wenn niemand mehr Kirchensteuer zahlt, bekommen +Z. etci immer noch ihre
Bezüge, da diese wie die von Staatssekretären letzten Endes aus Steuern kommen, die alle zahlen müssen.
Richtigstellung Dienstag, 5. Mai 2009 22:15, Galatea: Sehr geehrter Herr pamino, verzeihen Sie, wenn ich
Sie so durchaus unaufgefordert frage, ob diese Überschrift vielleicht der Auftakt zu einem Requiem ist?
Meine liebe Galatea, sie ist ein Citat! Außerdem kenne ich kein Requiem, das mit einem Auftakt beginnt.
Ein anderer als ich würde vielleicht direkter fragen: ob ein dies irae bevorstünde? Ja, was könnte
ich wohl diesem anderen antworten? Die dies iræ steht uns allen bevor! oder ßahnS’ kadholiesch? oder
Alle Nymphen Hosen runter! oder Wenn es draußen stürmt und schneit, Ist der Winter nicht mehr weit,
wobei für ‹draußen› lies ‘im Seelenamt’ für ‹stürmt und schneit› lies ‘brummt und pfeift’
für ‹der Winter› lies ‘die Sequenz’; dabei geht leider das schöne Metrum kaputt, aber der fragende
andere hält wohl die Philosophey für wichtiger. Ich sehe, daß der küene recke al-Muschrik mit dem
Angebot einer Breitseite aufwartet. Offensichtlich weißt Du mitten in all dieser Paßwortknackerei nicht,
daß das kein anderer ist, als der kreisäugige Polyphem schon wieder. An Deiner Stelle würde ich mich
vor Rohrkrepierern in acht nehmen und untertauchen.
Wir sind der Pöbel! Dienstag, 5. Mai 2009 19:37, wolfgang11: piamo: Warum sollte man auch Belege vor
den Pöbel werfen ? Damit er die Aussagen des Werfers kontrollieren könne. Die Praxis ist ausnahmsweise
eine normale.
Kirchenstaaten und Staatskirchen Dienstag, 5. Mai 2009 17:07, Prof Rempremmerding: […]Über solchen
Köhlerglauben sind Sie natürlich haushoch erhaben. Hauptsache, Sie können auf Kosten dieser Trottel
Ihr feistes Bäuchlein weiterhin mit Kirchensteuermitteln mästen, dann ist ja alles paletti, oder? (m.
H.) 1. Dies hier ist das erste Mal, wo ich Mgr Lefebvres « la foi du charbonnier » auf dt. sehe; allerdings
bei Mgr Lefebvre war der Ausdruck immer positiv beladen. 2. Prof und andere Zuschreiber scheinen zu glauben,
daß Erzb. Zollitschens Bezüge aus Kirchensteuermitteln bestritten werden. Weit verfehlt! Sie kommen
kraft eines Gesetzes des Hl. Röm. Reiches von 1803 direkt vom Staat, und zwar als ein Teil des in Ewigkeit
zu zahlenden Preises für die im selben Gesetz verfügte Säkularisierung des Kircheneigentums.
der Dativ ist dem Genitiv sein Todt Dienstag, 5. Mai 2009 21:50, hieronymus333: […] vielleicht hilft
ihm beim Lesen sein auch dem Lesen unkundiger Vorgänger.
noch mal ἑκὼν ἔδυ ἀνάγκας λέπαδνον Dienstag, 5. Mai 2009 20:20 Kunstmaler: pamino:
„Die Genitalien sind ebenso Gesetzmäßigkeiten unterworfen: ja…schon, aber wir sind auch Lebewesen,
die denken können und wir müssen uns nicht zum Sklaven unseres Geschlechtstriebes machen. Nicht zu Sklaven,
sondern zu Nachmitbestimmern des schon Bestimmten.
Allgemeine sowie spezielle Theorie der Liebe Die Liebe hat ebenso ihre Gesetzmäßigkeiten, wie die Physik
oder die Mathematik. Nur wer sich anpaßt, kann die Sache meistern. Für sehr junge und sehr alte Menschen
ist das eine Selbstverständlichkeit. Die zahlreiche Gruppe dazwischen soll die spezielle Fassung, die
auf sie Anwendung findet, möglichst wenig aus den Augen verlieren: „Die Genitalien sind ebenso Gesetzmäßigkeiten
unterworfen, wie die Gegenstände der Physik oder der Mathematik. Nur wer sich anpaßt, kann die Sache
meistern“. Denn: Wer die ‹Sache› von vornherein so definiert, daß keine Anpassung möglich ist, verliert
seine Zeit (wenigstens).
wie bitte? • Das Konzil von Trient stellt fest: „Verdienstursache der Rechtfertigung ist sein vielgeliebter
Sohn, unser Herr Jesus Christus, der uns, „als wir Feinde waren“ (Röm 5,10) „wegen der übergroßen Liebe
mit der er uns geliebt hat“ (Eph 4,2), durch sein heiligstes Leiden am Holz des Kreuzes Rechtfertigung
verdiente und Gott dem Vater für uns Genugtuung leistete.“ Da mir ‹Verdienstursache der Rechtfertigung›
auch, oder wohl besonders, neben ‹Rechtfertigung verdiente› relativ unverständlich bleibt, wüßte
ich gerne, wo das Konzil von Trient das gesagt hat. Ich vermute, das es im Original klarer ist, vielleicht
so klar, wie in der zitierten Stelle des Römerbriefes im Original sowie in der Vulgata-Übersetzung,
denn die Kirche ließ im 16. Jahrhundert ein besseres Latein schreiben, als sie das heute tut (s. z. B.
die abominable Ephemerida nuntii rechts). Es ist schade, daß weder die Altliberalen wie Erzbischof Zollitsch,
noch die Altkonservativen wie der Hw. Hr. Rat Lang, noch die Jungkonservativen wie die redactores von
kreuz.net, noch die Neobraunen, Homos etc. unter den Kommentatoren es für der Mühe wert halten, Belege
vor den Pöbel zu werfen.
Großfamilie Einstein Montag, 4. Mai 2009 12:43, MartinBieger @pamino: War Albert Einstein nicht Jüdischer
Abstammung und musste deshalb vor den Nazis fliehen. Jüd. Abstammung war er schon. Aber so weit ich als
Nichtfachmann weiß wurden seine Theorien von den Nazis als wertlos abgelehnt. Sein Vetter, der bedeutende
Musikwisssenschaftler Alfred Einstein, ist auch 1933 ausgewandert, durfte aber 1937 aus der Emigration
die 3. Ausgabe des Köchel-Verzeichnisses vorlegen, da sonst eine weltweite Blamage für die dt. Regierung
unvermeidlich gewesen wäre. Vielleicht hat da Reichssicherheitshauptamt-Heydrich, Judenverfolger und
großer Liebhaber des judenfreundlichen Mozart, ein Erklärungswort gesprochen.
zweierlei Maß Montag, 4. Mai 2009 11:43, Zweifler @Legolas: Weil es gegen geltendes Recht verstößt.
Und wenn der gute Germar Rudolf von seinen Meinungen so überzeugt war, warum hat er sich dann ins Ausland
abgesetzt anstatt für seine Meinungen einzutreten? Wenn 1933 Einstein von seinen Meinungen so überzeugt
war, warum hat er sich dann ins Ausland abgesetzt anstatt für seine Meinungen einzutreten?
@Alois Bischof περὶ ὁλοκαύ(σ)των Montag, 4. Mai 2009 11:33, Alois Bischof: […] Von dieser
angeblichen lebendigen Verbrennungslegende stammte auch das Wort Holocaust selbst. Nein, das stimmt nicht.
Es geht um die Verbrennung des ganzen (ὁλο-) Opfers, während bei einer normalen Opferfeier nur die
besten Teile zur Ehre der Götter verbrannt, der Rest aber an die Gemeinde verteilt wurde (was die Beliebtheit
von Opferfeiern teilweise erklärt). Das Wort sagt über Lebendigkeit des Opfers nichts aus. Es war aber
nicht üblich, noch lebende Opfertiere zu verbrennen.
@Alois Weihbischof Montag, 4. Mai 2009 11:14, Alois Bischof: Holocaust-Beweise Exzellenz! An Deinen hervorragenden
Argumenten, wie man sie von einer Exzellenz erwarten darf, habe ich natürlich nichts auszusetzen. Nur:
Alle Bischöfe sind Weihbischöfe, so daß die Vorsilbe gänzlich überflüssig ist. Wenn es um einen
episcopum auxiliarium geht und es notwendig ist, auf die helfende Art der bischöflichen Tätigkeit hinzuweisen,
sollte man lieber, wie in anderen Sprachen üblich (z. B. évêque auxiliaire, auxiliary bishop), mit
‹Hilfsbischof› übersetzen. Sonst sollte man sich mit ‹Bischof Williamson› usw. begnügen. Und
Ausdrücke wie ‹Weihbischof Emeritus Dr. Klaus Dick› sind nicht nur bedeutungslos, sondern einfach
grotesk; einmal Bischof, immer Bischof.
Pilati, Ihr solltet nicht (kreuz.net) Die Präsidentin des kirchenfeindlichen ‘Zentralrats der Juden in
Deutschlands’, Charlotte Knobloch, sondern Die Präsidentin des umstrittenen ‘Zentralrats der Juden in
Deutschland’, Charlotte Knobloch schreiben.
die nächste Lektion Montag, 4. Mai 2009 00:38, Freier Geist: Sexualität, also auch Homosexualität,
hat mit Religion nix zu tun. Sexualität hat wie Religion mit Liturgie viel zu tun. Sexualität, also
auch Homosexualität ist eine petitio principii, denn diese ist eine Abart (perversio) von jener, wie
glücklicherweise der Name noch nahelegt. Ihre Verurteilung ist Teil einer willkommenerweise wiederaufgenommenen
Invasion des Bettchens, in dem der Nachbar die Jugend korrumpiert. Homosexualität als eine natürliche
Erscheinung ist über jeglicher ideologischer Normierung einzuordnen, sozusagen „unantastbar“. Das ist
noch dümmer, als der Satz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, da die Würde des Menschen wenigstens
nicht angetastet werden sollte. Diejenigen, die Homosexualität mißbilligen[,] können ja gleich auch
Haarfarben oder Appetit auf Spaghetti miesmachen: Es ändert nichts daran, dass hier ein unerschütterliches
Merkmal gegen eine erfundene Moral steht. Doch. Der Appetit auf Spaghetti ist produktiv; der Appetit auf
den gleichgeschlechtlichen Nachbarn ist zu allen Seiten hin destruktiv. Die menschlichen Organe sind zwecks
Weiterlebens für die Verdauung von Spaghetti geeignet, aber nicht im selben Sinne für die Verdauung
von Gift. „Glaube“ hingegen ist tatsächlich austauschbar. Der Glaube ist eine Gabe Gottes und kann nicht
freigeistlich ausgewählt, sondern nur dankbar angenommen werden. Gute Nacht & bis zur nächsten Lektion,
liebe (z.Zt. Katholizismus-)Gläubige Adsumus. Guten Morgen, und voilà…
le voyeur à la penseuse Montag, 4. Mai 2009 08:49, clarissa colonia: Schade nur, daß dem „Merker“ der
„Denker“ abhandengekommen zu sein scheint … Immerhin besser ein Merkmal, als ein Denkmal.
zu: Pius-Patres als Volksmissionare in den Gemeinden? Soso. Wenn der Hw. Hr. Schmidberger das auf traditionelle
Weise haben möchte (und so klingt’s), müßte er seine piam unionem in einen richtigen Orden umwandeln,
wie die Redemptoristen oder Passionisten. So hätte er zwar endlich das Recht, sich „Pater“ zu nennen;
allerdings hätten wir dann nicht mehr mit der von Mgr Lefebvre gegründeten Priesterbruderschaft zu tun,
sondern u. a. mit einer leichter zentral zu gängelnden Organisation. Ich hoffe, daß er hier nicht als
Bischof Fellays Strohmann spricht.
@c.c. de promotione amovendorum etc. Sonntag, 3. Mai 2009 23:39, clarissa colonia: Caro pamino, müßte
es nicht korrekterweise heißen: „promovetur, ut amoveatur“? Ignosce bona, o cara; tandem video. Das ist
es gewiß, das die redactores übersetzen, und nicht das, was sie abdrucken und zu übersetzen meinen.
Aber bei diesem amüsanten und sehr brauchbaren anonymen Spruch (vgl. engl. to kick s.o. upstairs) scheinen
mir je nach den Umständen folgende Umformungen möglich: promovetur ut amoveatur promoveatur ut amoveatur
amoveatur ut promoveatur amovetur ut promoveatur, quos ego… sed motos præstat componere fluctus. Ein
Original kenne ich nicht. ‘Promōverunt, quo facilius amŏverent’?
@Paulaner, d’un agent provoqué Sonntag, 3. Mai 2009 17:57, Paulaner: Da habe ich provoziert, aus Sorge,
pamino. Danke jedenfalls für die Reaktion. Gut. Ich habe mich gefragt, ob Du provozierst, und mir gesagt:
In dem Fall lasse ich mich provozieren.
der Gute Hirt kam nicht überall zu spät Sonntag, 3. Mai 2009 22:54, Sefirot: Ach jetzt wird es deutlich,
heute ist ja der Gute-Hirte-Sonntag: Guter Hirte willst Du nicht, Deiner Schäflein Dich erbarmen… durfte
dann im tridentinischen Ritus immer vom Volk gesungen werden… Im extraordentlichen Ritus kam der Gute-Hirte-Sonntag
vor einer Woche, an seinem ordentlichen, angestammten Platz.
letztes Wort am Sonntag, pour un furieux Sonntag, 3. Mai 2009 20:06, vonHerzmanovsky-Orlando @Pamino:
Blöde selbstverliebte Sprachpolizei, der Jüngling heißt Narkissos, die Selbstverliebtheit aber trotzdem
Narzissmus. Warum? Dreimal darfste raten. Es geht hier nicht ums Raten. Die Aufnahmeprüfung für die
Sprachpolizei ist eine schwierige, aber ich habe sie bestanden. Die Antwort auf das Warum: Es gibt hierzulande
zuviele ignorante Wortbildner, sowie vor hundert Jahren zuviele Kraftfahrer, die nicht fahren konnten.
Abhilfe: Führerschein. Er heißt nur in griechischen Buchstaben Νάρκισσος. In lateinischen Buchstaben
heißt er ‹Narcissus›. Die Tatsache, daß dieser Form nhd. auf ‹Narziß› gekürzt wird, erlaubt
nicht mehr, eine Form *‹Narzismus› zu erfinden, als es erlaubt ist, das, was zwischen 1780 und 1790
im Hl. Röm. Reich passierte, als *‹Josephmus› zu nennen. Das heißt: Man muß das -ismus vom richtigen
Stamm ableiten und darf Stamm und Suffix nicht durcheinanderbringen. Wie gesagt: Erst Führerschein, und
dann etwas Geschmack und Feingefühl. Obiges gehört eigentlich auch ins Frz. übersetzt; die entsprechende
engl. Form ist richtig erfunden.
das Wort zum Sonntag Sonntag, 3. Mai 2009 18:53, Paulaner: Mit Selbstverliebtheit (Narzissmus) fängt
es an. Nicht auf das System abschieben! Die Sprachpolizei: Da der Selbstverliebte Narcissus heißt, heißt
die Selbstverliebtheit ‹Narzissismus›.
@Anmut Sonntag, 3. Mai 2009 18:13, Anmut: Wieso wurde mein Beitrag gelöscht? Weil ich geschrieben habe,
dass Homosexuelle nicht per se“pervers“ sind? Oder weil [ich] Kritik gegen Diskriminierung wie Homophobie
nicht als Rassismus sehe? Ich kam zu spät, um Deinen Beitrag zu lesen, war aber überrascht, daß einer
von Dir gelöscht worden war. Ich bin natürlich dagegen, wenn das Löschen aus einem der beiden von Dir
oben angegebenen Gründen geschah. Das ist das Eine. Aber das Andere ist: In einem Land, wo unter dem
Offenkundigkeitsparagraphen der StPO Leute ins Gefängnis kommen, soll laut gesagt worden, daß nichts
offenkundiger ist, als daß genitale Annäherungen zwischen Menschen des gleichen Geschlechts pervers
sind. Man braucht dies nicht zu beweisen, weil es offenkundig ist. Dieses Prinzip ist im bundesdeutschen
Strafrecht verankert.
@paulaner Ich redete vor allem realpolitisch. Was ich voraussage, wird geschehen; ich weiß nur nicht,
wie. Das aber gesagt: FSSPX-Priester arbeiten sehr hart für wenig Geld, obwohl sie keinem Armutsgelübde
unterliegen. Das meiste, was sie tun, ist Seelsorge, wie der abbé de Cacqueray sagt (s. in der Leserzeitung
übersetzten Artikel; aber ich habe es auch immer selber aus einer gewissen Ferne beobachtet). Selbstverteidigung
ist für sie eine notwendige, aber weniger zeitaufwendige Beschäftigung. Das Altmodisch-Herablassende
(das, was an den altliberalen Bischöfen als einzig noch Traditionelles außer dem Fressen und Saufen
bleibt) war am Anfang bei der FSSPX noch da, ist aber – sogar hierzulande! – inzwischen fast gänzlich
abgelegt worden. Inwiefern das gemeinsame Unterschlupfen unter den Mantel Mariæ unerträglich ist, weiß
ich nicht, aber die unsuspendierte FSSP schlüpft genausoviel dorthin, wie die suspendierte FSSPX, und
ich kann mir nicht gut vorstellen, daß es – besonders in diesem Monat – mit den SJM usw. viel anders
ist.
kirchenjuristische Haarspaltereien Die Bischöfe, deren Exkommunikation aufgehoben wurde, „gehören auch
gemäß dem Dekret von Papst Benedikt dadurch nicht in voller Weise der Kirche an.“ Das ist ein Nonsens.
Die Bischöfe gehören der Kirche deshalb an, weil sie nie aufgehört haben, der Kirche anzugehören,
auch nicht, wo sie Bischöfe geworden sind. Sie gehören der Kirche seit 1988 als Bischöfe an. Man kann
die Mantra ad nauseam widerholen, sie üben ihre Bischofsamt illegal aus; sie über es genauso gültig
aus, wie die Bischöfe, die Talleyrand gegen Rom geweiht hat, und wie die hunderte von illegalen Priestern,
die diese illegalen Bischöfe gültig geweiht haben, und ohne die die weitergehende Katholizität Frankreichs
nach der Großen Revolution nicht denkbar ist. Was hört man heute noch von diesen Bischöfen und Priestern?
Nichts, und das ist nicht überraschend. Wer wird sich in hundert Jahren noch überhaupt um die Haarspaltereien
dieser kanonischen Winkeladvokaten kummern? Die Kirche wird weitergehen, und zwar mit den inkriminierten
Bischöfen und Priestern, und zwar mit irgendeiner Rechtfertigung, die die Winkeladvokaten finden werden,
sobald das ihnen karrieredienlich erscheint.
@Mr le Dr Guillotin, communication grammaticale amicale Samstag, 2. Mai 2009 18:17, Dr. Guillotin: Il
n est pas bien élevé de tutoyer les autres. Doctor, where hast thou been all this time? We have missed
thee. There is work for thee here. As for me, I thee my victims just as thou dost thine. But I thee everyone
else as well, except schizophrenics. I’m surprised thou hastn’t noticed.
quæ est unio hypostatica? Freitag, 1. Mai 2009 19:45, gunther maria michel @paulaner: […] Das mohammedanische
Paradies besteht zum größten Teil aus Coitus ad infinitum […]. Mit dem christlichen Himmel und der
beseligenden Gottesschau hat das nichts zu tun. Ich bin mir da nicht so sicher. War die Sancta Sedes also
vakant, als St. Theresia von Avila heiliggesprochen wurde? Man muss halt wissen, wohin man will. Ja. Schwierig.
@AL-MUSCHRIK, Ali : le contenu d’une parenthèse fait partie intégrale de la citation la contenant Samstag,
2. Mai 2009 02:59, al-Muschrik: Pamino – Mich interessieren Ihre Kumpels nicht. Alors, ton français semble
être du moins au niveau de tes grec et latin. Continuons. Aber Wahrheit und Lüge sind meine Leidenschaften.
Tous les deux, à ce qu’il semble. Und verlogene, gottlose Sophismen, wie die von cc werde ich nicht unkommentiert
stehen lassen, egal wem dies mißfallen mag. Mais moi je n’en trouve pas chez elle. Il est possible que
tu ne comprennes pas toujours sa syntaxe allemande parfois un peu recherchée. Zur Antikritik werde ich
mich auf das Niveau Ihrer Kritik hinabbegeben. Mais c’est parfait. Sie glauben mein Latein beanstanden
zu sollen, weil ich […] Parenthesen setze, die Ihrem lateinischen Sprachgefühl zuwider sind. Nun, ich
habe einfach den Text des Symbolons aus einer Datei kopiert. […] die Klammerinhalte habe ich einfach
ignoriert. C’était téméraire, comme tu vois. Herrn Schönmetzer N’étant que petit philologue classique,
je n’ai pas eu le plaisir. Die [1.] Parenthese verstehe ich ehrlich gesagt nicht, aber da scheinen Sie
mir nicht das Geringste voraus zu haben. Alors, ce n’est pas la peine de répéter mon explication. Die
[2.] Parenthese enthält mit quis offensichtlich eine Variante von quisque […]. Si tu ne vois toujours
pas la différence, mon cher Ali, je ne peux pas t’aider. Ihr „Qui bona egere“ […]. Leçon alternative ;
je m’en excuse. Ihre Latinitas und Graecitas sind wohl von der gleichen Qualität. En effet, cette possibilité
ne peut pas être exclue.
@Freinsberg: Transkription von ἡμᾶς Samstag, 2. Mai 2009 10:23, Freinsberg @pamino: […] in den
[neueren] Missale-Ausgaben steht […] himás. Danke. Ja, die wollen auf zwei Hochzeiten tanzen, in der
Hoffnung, eine Halbdeckung ihrer Blöße werde die vorhergehende ignorant-prätentiöse Vollblöße vergessen
lassen. Das 1570-196* alleingültige Missale sowie alle früheren hatten, als in sich konsistente neugriechische
Transkription von Ἅγιος Ἄθἀνατος, ἐλέησον ἡμᾶς, ‹Agios Athánatos, eléison
imas›. Ich füge nicht für Dich sondern für des Gr. unkundige Leser folgendes hinzu: 1) ‹imas›
ist die neugriechische Trankription nicht nur von ἡμᾶς ‘uns’ sondern auch von ὑμᾶς ‘euch’;
2) im hiesigen Kontext muß auf dt. das Pronomen, statt wie im Original im acc., im gen. stehen, also
‘[erbarme dich] unser [bzw.(!) eurer]’. Hier hatten der anonyme Besserwisser und nach ihm der Nihil-Obstat(!)-
und der Imprimaturgeber im Namen Pii XII das ‘imas’ vom alten Missale nicht besserwissend klassisch mit
‹hemás› sondern blamierend falsch klassisch mit ‹hymás› transkribiert, wo es doch eine Absurdität
war, gegen die phonetisch richtige Transkription des traditionellen Missale eine klassische zu machen,
der nicht nur grammatisch gravierend falsch war sondern eine Aussprache reflektiert, die schon zu urchristlichen
Zeiten verlorengegangen war, und auch dabei vielsagend zu übersehen, daß ἐλέησον besserwissend
als ‹eléēson› hätte transkribiert werden müssen. Mein LV (1962) hat noch das ‹hymás› des
OHSI. Seit Jahren plappere ich. Nonne Roma audivit?
@Freinsberg Bitte! Man muß eigentlich mehrere lat. Aussprachen wenigstens passiv kennen und sie auseinanderhalten:
Das ital. für die Kirche, das klassische für Schule und Uni (allerdings ohne lokale Usus, z. B. hier
für ‹Cæsar› nicht [k’e:za:r], wie man hört, sondern [k’aisar k’aisaris]) und die entsprechenden
alten Aussprachen für lat. Tags in den Fremdsprachen, die man spricht (etwas, was der gebildete Fremde
oft vernachlässigt). Wenn ein anonymer Vatikanschreiber Pii XII diesem Rat und ein paar anderen gefolgt
wäre, hätten wir nicht das megablamable ‹Hágios Athánatos, eléison hymas› ‘Heiliger Unsterblicher,
erbarme Dich Eurer’ im Missale für Karfreitag – also, im ‘instaurierten’: das von Pio V ist richtig.
(Wird irgendwann fortgesetzt.)
quod licet Jovi, non licet bovi Freitag, 1. Mai 2009 16:52, Freinsberg @Pamino: Da kann man nur froh sein,
dass die Päpste, welche die Aussprache des Lateins regeln wollten, nicht Engländer waren. Sonst müsste
man man zB sagen: „In noumine peitris et failiai et spairitas sänktai“. (Diese englischen Ausspracheregeln
existieren! Ein Professor, der in Oxford gelehrt hat, erzählte mir davon.) Ja, aber offensichtlich war
er wie ich nicht alt genug, um es richtig zu können: [f’ailiai] ist, wie wenn bavarisierende Saupreüßn
„oa, zwoa, *droa“ sagen; die ausgestorbenen alten Engländer sagten [f’ɪliai] ‹filii›. Da das ‘System’
außerdem teilweise willkürlich war, kann man heute nur noch das richtig, was in der Ugs. oder im Jargon
bleibt, wie [si:zə] ‹Cæsar› oder [s’aini dai] in ‹adjourned sine die› (Juristenenglisch für
‘auf unbestimmte Zeit vertagt’). Das war sicherlich einer der Gründe für die sofort geleistete Folge.
Ich kann ausnahmsweise mit der Deklination von ‹Juppiter› aufwarten: [dʒ’apətə] ‹Juppiter›
[dʒəv’ɪs] ‹Jovis› [dʒəv’ai] ‹Jovi› [dʒəv’εm] ‹Jovem› [dʒ’apətə] ‹Juppiter›
[dʒəv’i] ‹Jove› Das ist noch die richtige ursprüngliche Reihenfolge der casuum, die die Deutschen
aus Pietät behalten haben; die Angelsachsen aber lernen sie seit langem in dieser Reihenfolge: bos bos
bovem bovis bovi bove boves boces boves bovium/boum bovibus/bobus/bubus bovibus/bobus/bubus Eine Schweinerei!
Es hat übrigens nur einen engl. Papst gegeben, Hadrian IV (Nicholas Breakspear, c.1110-1154-1159), der
Barbarossa zum K. krönte…
touche pas à mon pote Freitag, 1. Mai 2009 11:32, al-Muschrik: c.c. persecutrici innocenti Sie ist in
der Tat eine persecutrix, unschuldig ist sie auch noch, und in ihrer Reichweite liegen Steine. Es tut
mir leid, heute auch noch Dein Latein beanstanden zu müssen, aber sicher ist Dein Arabisch glänzend.
Auch der Denzinger zeigts, z.B. in den alten Symbola wie DS 76 Quicumque: … qui bona egerunt, ibunt
in vitam aeternam, qui vero (-! ) mala, in ignem aeternum. Haec est fides catholica: quam nisi quisque
(quis) fideliter firmiterque crediderit, salvus esse non poterit. Die altbekannte Übs. ins Lat. ist grammatisch
und stilistisch einwandfrei. Es geht um Deine beiden Parenthesen: 1. Qui bona egere […], qui vero mala
[…]: Die Adversativpartikel ist normal und hat so gut wie nichts mit verus -a -um zu tun. Der Autor
hätte ebenso gut autem, tamen, quidem etc. dorthin setzen können; was wichtig ist, ist a) die Anwesenheit
der Partikel und b) ihre Placierung. 2. Du hast Dein „Nach ne, si, num, nisi, cum, […]“ anscheinend
schlecht gelernt. Hier steht nämlich nicht aliquis ‘jemand’, sondern quisque ‘jeder’. Wenn ich ein geflügeltes
Wort von dem einem edlen Munde zweckentfremdend zugunsten der reinen Lehre der hl. Latinität in den anderen
legen darf: c.c.: Aber ich kann länger.
Kritik am Richten Freitag, 1. Mai 2009 13:47, al-Muschrik: Die Sünden anderer Menschen gehen alle an.
Eine Gesellschaft in der die Sünden nicht mehr beim Namen genannt und gerichtet werden, richtet sich
selbst zugrunde. Sie ist biblisch gesprochen eine Gesellschaft der pseudonymoi und der anomia. Die modernistische,
d.h. irenistisch pantophile, Bibelexegese der nützlichen Idioten Satans führt gerade dahin. Wir dürfen
und sollen Sünder verurteilen (κρινειν). So kritisiert Paulus in 1 Kor 5,1-3 die Straflosigkeit
eines Sünders und sagt selbstbewußt κεκρικα „ich habe verurteilt“. Jesus’ μη κρινετε
„richtet nicht“ in Mat 7,1 wird durch den meist unterschlagenen Vers 2 als Verbot des Verurteilens nach
zweierlei Maß erwiesen, nicht des Verurteilens generell. Angesichts des nicht nur von Bibel und Exegese
sondern auch Pseud- und Anonymie sowie irenistischer Pantophilie hellenisch virtuos beladenen ersten Absatzes
ist es mir unerklärlich, daß im zweiten so mit einem häufig benutzten Verb umgegangen wird. Κρίνω
heißt nämlich nicht ‘verurteile’ sondern ‘urteile’ (und nicht ‘richte’, dessen historische Bedeutung
noch weiter, als ‘verurteile’ geht und nicht nur im mhd. der richter unde sîne schergen ‘der Henker und
seine Knechte’ sondern auch in ‘er hat sich gerichtet’ und im nhd. negativ beladenen Wort ‹Kritik›
weiterlebt). Ferner ist von μὴ κρίνετε zu sagen, daß der Gebrauch des impv. præs. statt des
neutralen aor. κρίνατε eher auf das Verbot einer Gewohnheit schließen läßt: ‘Seid nicht richterisch’…
Fürbitte Freitag, 1. Mai 2009 13:27, gunther maria michel: timpressum, Heinrich Heine hat sich, ehe er
starb, von seiner Gottlosigkeit abgekehrt. Das wünsche ich auch Ihnen. Der jüdisch-protestantische Goldmund
hatte eine nette französisch-katholische Kebse, die ihn in seiner Pariser Matratzengruft bis zum Ende
gut versorgte. Als Bastard wurde er geboren, weil der Düsseldorfer Rabbi sich geweigert hatte, seine
Eltern zu trauen. Als die gottlosen sans-culottes einmarschierten, hoben sie indigniert das rabbinische
Verbot auf. Liberté, Égalité, Unité ! (wie es ursprünglich hieß.) Gott wird die Seinen erkennen
(wie ein prominenter sans-culotte in einem anderen Kontext sagte; but there’s many a true word spoken
in jest). Oremus et pro Mel peccatore publico. Flectamus genua. […] Neineinein, bleibt da!
lex orandi lex credendi Der Journalist geht davon aus, daß Mons. Ranjith von einem englischsprachigen
Bischof ersetzt wird. Eine solche Besetzung der Stelle wäre u. a. erfreulicherweise eine Bürgschaft
für die Weiterführung der italienische Aussprache des Lateinischen durch nichtitalienische leitende
Beamten der Kongregation für den göttlichen Kultus. Es wäre ein Desaster, auf diesen wichtigen Posten
einen Deutschsprachigen zu heben. Zur ‘Betensgesetzgebung’ der katholischen, also globalen Kirche gehört
nämlich auch ein Standard für das Aussprechen deren liturgischer Sprache. In diesem Sinne drang, im
Fahrwasser der liturgischen Reformen Pii X, schon Benedikt XV mit aller Kraft darauf, daß in den Priesterseminarien
der einzelnen Länder die Aussprache des Lateins nach italienischer Art gelehrt werde. Sogleich wurde
dieser Forderung besonders in Belgien und Frankreich entsprochen, vor allem aber in den englischsprachigen
Ländern. In den deutschsprachigen wurde sie, mit Ausnahme der Diözese Metz vor und nach 1919, süffisant
bis in die Gegenwart ignoriert. So hört man von den Choralscholen noch in den heutigen alten Messen neben
höchst unhochdeutschen Knacklauten (eʔis, introʔibo ʔat ʔaltare, [z’uʔus]), heute noch lauter fast
unaussprechbaren Häßlichkeiten wie [εksts’elzis] oder (von Epistelvortragenden) [n’εstsio zεt d’eus
stsɪt] ‹Nescio, sed Deus scit›. Auch für Deutsche ist es nicht nur normenfreundlicher, sondern auch
viel leichter, [n’εʃio sεd d’eus ʃit] zu sagen und vor allem zu singen.
@Paulaner Freitag, 1. Mai 2009 01:16, Paulaner: 1. Mai ist „Maria, Königin des Friedens“: Ein selten
und lokal gefeiertes Fest. In Bonn? Ihre so etikettierte Statue steht hoch über dem Regina-Pacis-Weg
in einer Nische in der Mitte der Hofgartenseite der Residenz.
das gibt’s noch Dienstag, 28. April 2009 10:06, Stephanus: Neben der Heiligen Messe, dem Heiligen Meßopfer
also, […] Ich glaube auch ans Opfer, Erzbischof Zollitsch aber nicht. Wer macht denn noch eine „doppelte“
Kniebeuge vor ausgesetztem Allerheiligsten, wer kniet noch im Strassenstaub, wird der hochheilige Leib
Christi in Prozessionen vorbei getragen? Wer faltet noch seine Hände im Gebet, statt unsicher nach einem
Halt für seine Hände zu suchen+ sei es nur in der Arschtasche seiner ausgebeulten Jeans. Wer bewegt
sich denn insgesamt noch wie ein Mensch, der sich des Ernstes+ der Würdigkeit heiliger Orte bewußt ist.
All diese Dinge ohne Ausnahme können noch überall dort erlebt werden, wo die Alte Messe gelesen wird.
Matthæusstelle nicht da Mittwoch, 29. April 2009 20:25, clarissa colonia: Wie wäre es trotzdem mit einem
Versuch der Nachprüfung des Textes anhand der ältesten bekannten Handschrift? Ich kann das nur applaudieren.
Allein, vom NT scheinen die editores nur Marcum ins Netz gestellt zu haben. Oder ist der codex unvollständig?
ein starkes Stück Verb Donnerstag, 30. April 2009 20:39, Bodo11: […] For many years club life thrived
surreptitiously in „the Red Lodge“. Thrive, throve, thriven, wie drive. Aber davon abgesehen, wie kommt
es, daß Österreicher ein viel besseres Englisch schreiben, als andere Deutsche?
meine Fellay-Übersetzung Die Redaktion hat ein zweites Mal meine Übersetzung (diesmal aus dem Frz.,
in der Leserzeitung, bis jetzt 1.018 Klicks) stillschweigend übernommen und sie nach ihrem Gusto umgearbeitet
und paraphrasiert. Dabei hat sie ihre direkten Zitate daraus stilistisch ‘korrigiert’. Wissenschaftlicher
wäre es gewesen, einen Hinweis auf die Existenz der Übersetzung zu geben, wenn nur dadurch, daß deren
Titel ausnahmsweise wieder auf der Homepage rechts erschienen wäre. Ich erwartete aus mehreren Gründen
keinen Dank von der Redaktion für meine Arbeit, möchte aber mitteilen, daß Pius (Frankreich) in dieser
Hinsicht bessere Manieren hat.
zu: Bistum schrittweise [wieder] geschlossen Ein Kirchengericht behandelt kirchliche Streit-, Straf- und
Feststellungsverfahren – meist im Zusammenhang mit der Annullierung von Ehen. So mißverständlich solltet
Ihr nicht von ‘Annullierung’ reden. Es geht hierin nämlich immer um die Feststellung, daß eine angebliche
Ehe in Wirklichkeit keine war.
nicht hier á á machen Montag, 27. April 2009 14:56, wassers: […] Ich bin es zwar gewohnt, von Berufs
wegen zu interpretieren […] aber nicht schriftlich, sonst würdest Du in einem frz. Kontext nicht ‹á›
schreiben.
Austriæ erit imperare orbi universo? Montag, 27. April 2009 14:24, Stimme aus Wien: […] Wir müssen
uns halt damit abfinden – die Piusbrüder werden sich bald endgültig von der Hl. Kath. Kirche trennen
und als Relikte einer uralten Welt in der Weltgeschichte herumgeistern und ihre einfältige Antworten
auf die schwierigsten Fragen der Theologie – wie z.B.: wieso musste Christus am Kreuz Sterben – als einzig
seligmachende anpreisen. Aber die vielen anderen Alte-Messe-Leute werden auch nicht aufgeben! Werden sie
dann exkommuniziert?
@d clarissam Montag, 27. April 2009 18:46, clarissa colonia: Werter defendor (von wem nun verteidigt?),
soll Ihre verbale Ipsation auch einen Sinn haben? at defendor defendor, inquit ergo sum, nam qui non est
non defendi censeo.
Schmidberger locutus Hw. Schmidbergers „Er hat geleugnet!“ kommt mehr als zwei Wochen nach der Aussage
von Erzbischof Zollitsch und nachdem mehrere andere spektable Persönlichkeiten ungefähr das gleiche
gesagt haben, wie jetzt Hw. Schmidberger. Sein „Ich kenne des Menschen nicht!“ (gelinde gesagt), jenes
Paradestück vorauseilenden Gehorsams eines pflichtbewußten deutschen Staatsbürgers, erschien im Falle
Williamson praktisch postwendend, obwohl das angeblich Geleugnete für Hw. Schmidberger – so müßte man
annehmen – unermeßlich geringer war, als im Falle Zollitsch (dabei nicht zu vergessen, daß Williamson
sein ‘Dogma’ nicht wie Zollitsch das seine geleugnet, sondern lediglich in Frage gestellt hat). Aber es
ist so, daß die bundesdeutsche Gesetzgebung Erzbischof Zollitsch erlaubt, das Kreuzopfer zu leugnen und
trotzdem seinen exzellenten Beamtensold (kommt nicht aus der Kirchensteuer) weiter zu beziehen. Nicht
einmal der Churfürst von Regensburg scheint etwas dagegen zu haben. Ich nehme den Hw. Hrn. Schmidberger
nicht sehr ernst.
der Glaube ist ein Geschenk Gottes Montag, 27. April 2009 06:10, Klosterschüler: Relativismus: […]
Es gibt kein Denken ohne Axiome, die wir einfach glauben. Und alles was wir danach denken und tun ist
relativ in Bezug auf diese Axiome oder diesen Glauben. Der reine Relativismus führt logischerweise zu
einer Selbstmordkrise. Wenn es dem früheren Klosterschüler (bin auch einer) rechtzeitig gelingt, zu
sehen, daß es ebensowenig Gründe gebt, sich umzubringen, als auf seinen natürlichen Tod zu warten (theatralische
Wahl „leben oder sterben“ fällt aus), muß er auf halbvergessene Axiome (‘Vorurteile’) zurückfallen,
die er von seinen Eltern und in seiner Klosterschule gelernt hat. Wenn er klug ist, wird er nur solche
als Lebensanker nehmen, die kein normaler Mensch in Frage stellt. So hat er es Gott innerhalb Dessen Plans
ermöglicht, ihn ohne sein unqualifiziertes Zutun wieder mit dem Geschenk des Glaubens auszustatten.
Londoner Bischof nach Regensburg? Montag, 27. April 2009 09:28, wickerl: nichts wird besser: Ein Problem
löst das andere ab. Hmm, es hat einen guten Effekt auf Card. Kasper gehabt (er redet jetzt viel weniger,
als früher). Wenn Monsignore Wagner immer noch seine Pfarrei behalten möchte, wäre es eine schöne
Geste, den suspendiert schwebenden Bischof Williamson als Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches
und Reichserzkankler für sowie Primas von Deutschland (richtig großes Wort) auf den Schauplatz seines
angeblichen Verbrechens herunterzulassen.
Tod und Teufel Montag, 27. April 2009 00:03, zölibat: Ein vorbildlicher Edelkatholik traf einen Liberalkatholiken
und sprach: „Wenn Du nicht so wirst wie ich, dann holt dich der Teufel.“ Da antwortete jener: „ Und wann
wirst du mich holen?“ Du, Zölibat, hast die Zeit, dieselben Worte auf mehreren Threads zu posten. Der
Priester wollte nicht mit Dir reden, aber es war nicht persönlich gemeint; er wollte nur sein Brevier
lesen. Schade, er hätte was von Dir lernen können.
Mißbrauch statistisch klingenden Blablas Ring-Eifel erinnert an die Liturgiereform von Papst Paul VI.
(† 1978): „Aus dem mystisch anmutenden Meßopfer in lateinischer Sprache wurde die stärker an eine protestantische
Mahlfeier erinnernde Eucharistie, wie sie bis heute 99 Prozent der Katholiken sonntags feiern.“ 99% der
Katholiken, die sonntags in die Kirche gehen, höchstens das kann er meinen; aber was sind das für ein
Bruchteil der Katholiken? Die meisten bleiben deshalb weg, weil ihnen die Messe in ihrer Pfarrkirche als
nur noch entkernt und protestantisch erscheint. Sie haben unrecht; aber wer kann es ihnen verübeln?
Jappen aus dem Osten Um es noch einmal zu sagen: Der Papst hat es Bischof Williamson bisher nicht erlaubt,
sein Amt auszuüben. Täte er dies, ohne daß Bischof Williamson sich von seinen Aussagen distanziert
hätte, wäre dies allerdings äußerst problematisch. Aber davon kann im Augenblick offenkundig auch
gar nicht die Rede sein. Dieser protestantische Geistliche macht den Mund zu weit auf. Mag. Williamson,
zufälligerweise ein Bischof der katholischen Kirche, hat wie jeder andere Mensch das Recht, sich zu historischen
Ereignissen zu äußern. Das die Ausübung dieses Rechtes in der deutschen Bundesrepublik strafrechtlich
verfolgt wird, ist eine Schande für die deutsche Bundesrepublik. Bischof Williamsons „Mitwiedereinkommunizierung“
hat allerdings so wenig mit seinen historischen Ansichten zu tun, als 1988 seine Mitexkommunizierung.
Die Insolenz eines kleinen Berliner Pastors, der präsumiert, dem Papst zu sagen, was er tun und lassen
soll, ist sogar heutzutage einmalig, und damit ist nicht wenig gesagt. Da er aber noch dazu das gut weiß,
was im vorletzten Absatz steht, gehört er von seinem eigenen geistlichen Vorgesetzten diszipliniert.
verspätete Antworten eines Nichtjuristen: Montag, 24. November 2008 19:14, clarissa colonia: Fragen einer
Nichthistorikerin: […] Wenn ‹ist es prinzipiell streitig?› hier ‘wird es bestritten?’ und nicht
‘kann es bestritten werden?’ heißen soll: Ist es prinzipiell streitig, daß individuelle Schuld sowohl
durch Deliktsbegehung, als auch durch as Unterlassen von Hilfeleistung entsteht? 1. Nein. Ist es prinzipiell
streitig, daß sich dann sowohl die Täter schuldig gemacht haben, als auch jene, die Mittel und Möglichkeit
gehabt haben, die Deliktsbegehung zu verhindern – dies aber unterlassen haben? 2. Nein, nicht prinzipiell,
aber so strittig sind da die Fragen, a) wer wann über welche Mittel und Möglichkeiten zur Verhinderung
eines gegebenen Deliktes verfügte, und weiter, b) ob im jeweils gegebenen Fall eine geglückte Verhinderung
unmittelbar zu weiteren, schwereren Delikten geführt hätte, also global und objektiv gesehen das Gegenteil
einer Verhinderung gewesen wäre (Bsp. im Artikel; vgl. auch das Benehmen Pii XII), daß die Originalfrage
müßig ist. Ist es dann, falls man die vorstehenden Fragen zu verneinen sich anschickt, nicht müßig,
über die Anzahl der zerstörten Immobilien bzw. der getöteten Menschen zu „feilschen“? 3. Nein; s. Antwort
2; man muß die unmittelbaren und die mittelbaren Delinquenten auseinanderhalten.
Antworten eines Nichtjuristen: Montag, 24. November 2008 19:14, clarissa colonia: Fragen einer Nichthistorikerin:
[…] Wenn ‹ist es prinzipiell streitig?› hier ‘wird es bestritten?’ und nicht ‘kann es bestritten
werden?’ heißen soll: Ist es prinzipiell streitig, daß individuelle Schuld sowohl durch Deliktsbegehung,
als auch durch as Unterlassen von Hilfeleistung entsteht? Nein. Ist es prinzipiell streitig, daß sich
dann sowohl die Täter schuldig gemacht haben, als auch jene, die Mittel und Möglichkeit gehabt haben,
die Deliktsbegehung zu verhindern – dies aber unterlassen haben? Ist es dann, falls man die vorstehenden
Fragen zu verneinen sich anschickt, nicht müßig, über die Anzahl der zerstörten Immobilien bzw. der
getöteten Menschen zu „feilschen“?
ahi sagete der bâbest Samstag, 25. April 2009 10:03, Bodo11: caritatem: 30 Silberlinge: Rom schweigt,weil
viel Geld aus Deutschland (Kirchensteuer) nach Rom fließt. Derselbe Grund dürfte dem Schweigen vieler
deutscher Bischöfe zu Grunde liegen. Es ist eine alte Geschichte, doch bleibt sie immer neu. Ein Österreicher
schrieb vor langer Zeit: ahi sagete der bâbest zuo sînen walchen […] ir tiutsches silber vert in mînen
welschen schrîn
re: Altgläubige Prozession abgesagt Der Rektor der altrituellen Prandtauerkirche, Hw. Reinhard Knittel,
gab kürzlich bekannt, vom diözesanen Bauamt erfahren zu haben, daß der Altarraum der Kirche im Mai
2009 restauriert werde. Es ist mir unklar, was eine „altrituelle Kirche“ ist. Ist es einfach eine, in
der die Alte Messe gelesenen bzw. gesungen wird, und ist es in diesem Fall so, daß z. B. die Petrusbruderschaft
die Messen veranstaltet, der rector ecclesiæ dagegen der virulent altliberalen österreichischen Linie
angehört? Hier ist es so, daß nach Verständigung mit der Erzdiözese ein „Ecclesia Dei Köln e. V.“
eine frühere Pfarrkirche ausschließlich benutzt und die (inzwischen fast nur noch von lokal ansässigen
Petrus-Priestern zelebrierten) Messen veranstaltet. Der allgemeine Angriff auf das Allerheiligste und
der besondere auf das Fest Fronleichnam (1. die Veranstaltung selber, 2. Verwässerung der Propriumstexte)
sind mir immer als die zentrale taktische Maßnahme der aktuosen „Erneuerer“ erschienen. Der jetzige Erzbischof
von Köln ist kein ausgesprochener Freund der überlieferten Liturgie, aber es ist ihm hoch anzurechnen,
daß er die Fronleichnamsprozession in der Stadt deren Erfindung inzwischen wieder zu Ehre hat kommen
lassen.
zu: Ende der exegetischen Gedankenspieler? Die Exegeten müßten die Bibel im Licht der Tradition und
der katholischen Lehre lesen. Die Heilige Schrift könne nur im kirchlichen Kontext als Wort Gottes verstanden
werden. Nach Lektüre dieses Artikels habe ich folgenden Gedanken: Entweder sind die (Original-)Worte
der Heiligen Schrift solche, die wie andere verstanden werden können und sollen, oder sie sind für alle
Hörer bzw. Leser außer solchen mit kirchlichem TÜV nutzlos oder gar irreführend und sollten deshalb
in den Kirchen nicht mehr vorgetragen werden. Im letzterem Fall könnte man die ganze Messe der Katechumenen
mit einer Predigt ersetzen. So würde nicht nur diese himmlisch lang, sondern auch die Selbstdarstellung
des Predigers endlich als Teil der Messe anerkannt. Die Reform sollte 2017 in Kraft treten.
Pesch gehabt „Außerdem ist die Evangelische Kirche für ihre Selbstdefinition auch selber zuständig“ –
fügte Pesch hinzu. Jeder kann sich selbst definieren. Aber das Selbstverständnis ist per definitionem
kein objektives.
ich glaube, weder noch Donnerstag, 23. April 2009 17:33, wolfgang11: Realpräsenz glauben bedeutet es
zu vermuten, nicht wissen. Ad firmandum cor sincerum Sola fides sufficit.
Die, welche mir am libsten wär’, der gäb’ ich gleich den Zuckre hr Donnerstag, 23. April 2009 11:28,
Elijahu: Wie interessant… […] Wir müssens wieder wie die Muslime machen: Frauen wie Gegenstände
behandeln, wie kleine Kinder, völlig entrechten und dann versklaven wie in der guten alten Zeit. Dürfen
wir wenigstens dann nett zu ihnen sein?
Kleine Schnöseley Donnerstag, 23. April 2009 09:30, Carl: Uns fehlt oft die Demut @ Panimo 1. Ich bin
nicht Die Da und auch nicht ‹Panimo›, wie 2x μετατίθεις. 2. Ich werde Dich auch weiterhin
duzen. Achte auf Singularität, Persönlichkeit, Demuth, diese Drey(, und rathe, welche die größeste
unter ihnen sey)! 3. Über meine Übersetzung werden wir erst reden, wenn Du selber eine vorlegst. Wer
redet von Leserzeitungen! [Diese …] sind für „besonders Interessierte“. 4. Von solchen gab es immerhin
schon 2.487… 5. Kontext nachreichen gilt nicht. Nun hör zu. Es ist sehr wahrscheinlich, daß ich Deutsch
spreche und schreibe seit längerem, als Du. Käse. Und: 6. ‹Käse› und ‹Und: …› oder ‹Käse›
ohne ‹Und: …›? Und überhaupt ‹Käse›? (bitte zwischen einfachen Anführungszeichen!) 7. Ich
habe vorsorglich nicht gesagt: „besser, als Du“; ich sage es jetzt. … mißt man nicht nach der Länge,
sondern nach der Tiefe. 8. Etwas fehlt hier, in der Tat, aber bei starkem Licht und mit Hilfe verläßlicher
Zeugen könnte man das Objekt vielleicht ausfindig machen. „Außerdem versteht man oft nicht, was Sie
wollen.“ 1. Man hat nicht das zu verstehen, was gewollt war (was man ja nicht wissen kann), sondern das,
was gesagt wurde. 2. Es gibt mehrere mögliche Gründe dafür, daß Du oft nicht verstehst, was ich schreibe.
Man versteht einfach oft nicht, was Sie wollen. 9. (O ignorantiam invincibilem!) Man hole sich einfach
die syntaktischen Kompetenzen nach, die man in der Schule aus dem einen oder dem anderen Grund nicht erworben
hat.
apologia pro grammatica sua Donnerstag, 23. April 2009 00:57, clarissa colonia: Meinen Sie etwa, mi amice,
Domherren des Hoch- und Deutschmeisters Max II. Franz? Wessen sonst? – aber als Churfürsten und Erzbischofs
v. Cöllen. Max II. Franz ist mir unbekannt, noch habe ich je von einem Max I. von Cöllen gehört. Als
I. von Österreich hat es nur Franz I., Ferdinand I., Franz Joseph I. und Carl I. gegeben. Max Franz v.
Cöllen geb. v. Österreich wurde deshalb Erzkanzler des HRR für Italien und Hochmeister des dt. Ordens,
weil er Archiepiscopus et Princeps Elector Coloniensis war. Außerdem, mi diserte, bin ich keineswegs
eine solche firma, daß ich den vorgenommenen Moduswechsel spontan verstünde: „defendar, …“? cc. Eben
nicht ‹defendar›. Das (semantische) Ziel der Konjugationsübung war mit 1.-3. sg. schon erreicht.
Da hat, was den modum betrifft, der pius grammaticus den Helm zum Gebet abgenommen und, was die personas
betrifft, ἓν διὰ δύς oder, besser und irgendwie auch theologisch richtiger gesagt, τρεῖς
δι’ ἕν gesetzt.
defendor, defenderis, defenditur; defendamini Mittwoch, 22. April 2009 18:21, clarissa colonia: Werter
defendor, (immer noch verteidigungslos?), Daß er verteidigt wird, schließt aus, daß er verteidigungslos
sei, und schließt nicht aus, daß er sich mitverteidige; ja, dafür gibt es sogar Indizien. wenn Sie
sich hier schon anheischig machen, die „reine Lehre“ Ihres individualistischen Privatkatholizismus verbreiten
zu wollen, fänden Sie vielleicht ja doch Anhänger, wenn Sie wenigstens eine einzige Quelle dafür angäben
(vielleicht auch nur, wo Sie Ihren Unfug abschreiben?). (Oder halten Sie sich selbst für die Quelle der
Weisheit?) In der alten Zeit gab es in jeder Pfarre, in jeder katholischen Schule usw. eine sehr vokale
Minderheit von Leuten, die genauso redeten. Wie man sich immer dazu einstellt, ein Privatkatholizismus
ist es nicht, weit davon entfernt. Es ist nur so, daß defendor den beiden alten churfürstlichen Domherren
aus Max Franzens Zeit ähnelt, die 1821 noch in Deutz saßen, als die Erzdiözese Köln wiederaufgebaut
wurde – und ihre angestammten Plätze im Chorgestühl des Domes nicht mehr in Anspruch nehmen durften.
die HomoerastInnen kommen Mittwoch, 22. April 2009 13:56, Adolf: Wenn das Kirchenvolk wieder etwas mehr
Zugang zu den lateinischen und griechischen vorkonziliaren Kirchenschätzen bekäme, hätte es den Geist
zu erkennen, das hier mit homo gleich gemeint ist. Das ist wahr, Adi, aber etwas unfair; das erstere Element
des Bastardwortes ist schon griechisch (‘gleich’, wie Du sagst), das zweitere aber lateinisch. Da lat.
sexus auf gr. φύσις heißt, wäre das Wort besser ‹homophysisch›, wenn weiterhin ‘Geschlecht’
ausgesprochen werden soll; aber eleganter wäre wohl ‹homoerotisch› als adj./adv. und ‹Homoerast/in›
als subst.
‘Apostel’ ≡ ‘Bote’? Mittwoch, 22. April 2009 20:56, DJM @zölibat: Apostel bed. Bote. Wörtlich bedeutet
ἁπόστολος ‘Abgesandter’ (von στέλλω ‘sende’). Kann das alles noch stehen? Teufel sind
keine Boten mehr. Nie in der Bibel erschien ein Teufel als Bote. Ausser einmal, als Christus die Teufel
in die Schweineherde fahren lies. Er befahl es ihnen nicht. Er lies sie gewähren, weil der Anblick des
einzigen Sohnes vom Vater ihnen Angst machte. Sie mussten fliehen. Davor fragten diese bösen Geister
noch, ob Jesu gekommen sei, sie schon vor der Zeit zu quälen. Wir sind doch auch arm vor Gott. Er allein
ist die Quelle aller Gnaden. Im alten Testament heisst es oft „Siehe, ich sende meinen Boten“. Warum sollte
Gott plötzlich Dämonen in den Stand eines Boten erheben? Das wäre in der Tat ungewöhnlich. Dämonen
haben die Aufgabe zu versuchen und die Seelen zu verderben.
@Elijahu Aha. Danke. Natürlich. Aber der Pfarrer ist dann wohl der Mithilfe zur Blasphemie schuldig.
Also kein Keller mehr, sondern gleich zur Kirchentür hinaus?
Schuld und Sühne Mittwoch, 22. April 2009 15:12, Elijahu: Wow…die „junge Frau“ hätte man an Ort und
Stelle totschlagen sollen. „Hochwürden“ Hartmann, dieses fettgemästete Schwein, sollte man in einem
Klosterkeller an die Heizung ketten und bei Wasser, Brot und täglichen Arschtritten halten bis er ein
normales Körpergegewicht hat und wieder zu Verstand gekommen ist. Was ich ich nicht verstehe, ist, warum
die junge Frau gleich totgeschlagen werden muß. Könnte sie nicht auch im Keller eines (anderen) Klosters
angekettet werden usw.? Ist sie unverbesserlich? Es ist ein bißchen wie gestern; warum die Homos nicht
in Frauengefängnisse einkerkern? (Aus den von Dir erwähnten Gründen nicht alle zusammen, natürlich.)
Könntest Du diese Themen bei Gelegenheit vielleicht mit Dr. Guillotin erörtern?
innert? Mittwoch, 22. April 2009 16:46, r.ruhrgebietler: innert Ich kenne dieses Wort sonst nur von der
NZZ. Wurde das Ruhrgebiet inzwischen von der Schweiz annektiert?
zu den Zürcher Schwulen Nach dem Zug durch das heilige Köln am Christophstraßentag liegt mehr Abfall
auf der Straße, insbesondere Glasscherben, als am Rosenmontagabend.
@Gotthard Es sei auf eine Tatsache hingewiesen, daß Deinem wie üblich vorschnellen Blick entkommen ist:
Es geht hier um die indirekte Rede, das heißt: Man erhebt die Anspruch nicht, die Worte des Kardinals
wiederzugeben, sondern nur den allgemeinen Sinn. Ich habe keinen einzigen Beitrag von Dir gelesen, der
nicht in diesem herablassenden, pubertierenden Stil gehalten wäre. Du willst gesehen werden? Gut, man
hat gesehen, aber man hat weiter geschaut, als Du.
Therapiemöglichkeit? Dienstag, 21. April 2009 21:41, Elijahu: Das einzig zuverlässige Heilmittel gegen
Homoperversion ist eine Bleikugel […] Man heilt ja auch keine Mörder und Kinderficker, man sperrt sie
weg. Bringt wegsperren aber etwas bei Homoperversen, die ihrer Neigung bekanntermassen hinter Gittern
in noch extremerem Ausmass frönen? Nein. Homoperversion kuriert man, indem man die Betroffenen an die
Wand stellt und sie mit Blei durchsiebt. Dann sind sie garantiert geheilt. Könnte man sie nicht ins Frauengefängnis
wegsperren?
Deutsche Christen, deutsche Pfaffen … Dienstag, 21. April 2009 21:22, peter von felsen @Junge Freiheit:
[…] Luther stand in seinem Glauben Christus wesentlich näher als irgendein katholischer Würdenträger
seiner Zeit. […] Ohne Luther würden auch heute die Menschen nur durch ihren Pfaffen wissen was in der
Bibel geschrieben steht, wenn sie nicht des Lateinischen mächtig wären. Die Kirche ist katholisch, und
das sind große Worte.
nmec sedeam duras janitor ante fores… Dienstag, 21. April 2009 18:42, clarissa colonia: Obwohl, werter
pamino, das Lehren der Unwissenden zu den sieben geistlichen Werken der Barmherzigkeit gehört, fürchte
ich doch, daß Sie gerade ein Paraklausithyron singen …
Amtstracht Dienstag, 21. April 2009 18:48, Freinsberg: Bild: Priester: Unter dem Foto steht: „Katholische
Priester“. Woher weiß man das? Es könnten doch auch anglikanische Priester sein. Von den Soutanen. Anglikanische
cassocks sehen anders aus.
Böser Bundestag! Dienstag, 21. April 2009 18:58, Zweifler @Philipp: niemand wird beleidigt […] Selbst
der Deutsche Bundestag verwendet in offiziellen Schreiben die Begriffe Schwule und Leseben. Wenn das wahr
ist, ist es eine Schande: Amtliche Stellen sollten sich ihren amtlichen Sprachgebrauch nicht von Randgruppen
aufzwingen lassen. „Schwulen“ und „Lesben“ sind Slangwörter und gehören somit in amtliche Mitteilungen
nicht.
A writer of dictionaries; a harmless drudge (Dr. Johnson’s Dictionary, s. v. lexicographer) Dienstag,
21. April 2009 18:34, erwin: Da bestätigt sich die alte Erkenntnis: […] Ein Blick in den Brockhaus –
das immerhin anerkannteste Lexikon-Werk der Welt – genügt: […] Man bietet der Welt dauernd Deutschtherapie
an, damit sie die Encylopædia Britannica abschwöre und zum Brockhaus übergehe, aber sie besteht auf
ihre unnatürliches Laster und will nicht.
Consuela Gräfin Ballestrem geb. Reichsfreiin v. Gagern Dienstag, 21. April 2009 17:51, clarissa colonia:
Caro pamino, daß aber ihre Durchlaucht, Consuela Gräfin Ballestrem, so einfach entkomtessisiert wurde,
ist einfach skandalös! Daß sie mit einem -o gar entfeminisiert wurde, mia cara, ist in diesem Kontext
noch bedenklicher, non è vero ? Aber sie kann es auch selber gemacht oder verfügt haben, genauso, wie
man in Wien ggf. „Mein Name ist Schwarzenberg“ sagt. Ich bin übrigens so frey, mitzutheilen, daß in
another place, where I just was, Schwerjuristisches della tua attenzione harrt.
Mein lieber Carl Thomas! Dienstag, 21. April 2009 09:12, Carl: […] Pamino, die Übersetzungsfehler von
Kreuz.net sind sehr bedauerlich. Woher weißt Du das? Aber praktisch ist es lieber ausreichend bis mangehlhaft
übersetzt, als gar nicht. Wieso gar nicht? Meine Übs. stand schon in der Leserzeitung und steht da noch.
Die armen Deutschen kennen ja Bischof Williamson nicht! Kreuz.net trägt zur Verbreitung der wichtigen
Worte des Bischof Williamson bei. Ja, manchmal le kreuz.net malgré lui, wie es scheint. Sie können offenbar
besser Englisch, Als wer oder was? Dieses Deutsch ist ungenügend. Woher weißt Du das, was Du hier zu
wissen beanspruchst (was es auch immer sein mag)? aber Ihr Deutsch ist nur ausreichend, Nun hör zu. Es
ist sehr wahrscheinlich, daß ich Deutsch spreche und schreibe seit längerem, als Du. Aber davon abgesehen:
Einem Dt. wie Dir muß man Zeugnisse von amtlichen dt. Stellen vorlegen, damit er glaubt. Komischerweise
habe ich hier genauso eins aus dem Jahre 1964, worauf steht: „Schriftlich: sehr gut. Mündlich: sehr gut“.
Hast Du auch sowas? und somit sind auch Übersetzungsfehler wahrscheinlich – in der „Zielsprache“. Warum
redest Du von Wahrscheinlichkeit, wo es um Tatsachen geht? Warum gibst Du keinen solchen Fehler von mir
namentlich an? Außerdem versteht man oft nicht, was Sie wollen. 1. Man hat nicht das zu verstehen, was
gewollt war (was man ja nicht wissen kann), sondern das, was gesagt wurde. 2. Es gibt mehrere mögliche
Gründe dafür, daß Du oft nicht verstehst, was ich schreibe…
Hochwohlgeborene Heterosexuelle Es ist beruhigend, daß der deutsche Adel, wenn auch mit etwas Verspätung,
so zahlreich seiner Pflicht gegenüber dem natürlichen Fortpflanzungswesen nachkommt. Ein Adliger muß
in guten wie in schlechten Zeiten immer seines Namens bewußt sein. So muß die dritte Unterzeichnerin,
Ludmilla Gräfin Arco-Valley, Vorsitzende von ‘Europa für Christus!’, Wien, damit leben, daß 1783 ebendort
ein Graf Arco im Namen seines Dienstherrn, des Fürsterzbischofs von Salzburg, dem jungen Herrn Mozart
einen Arschtritt versetzte, daß 1919 in München ein Graf Arco-Valley den jüdischen Revolutionsführer
Kurt Eisner auf offener Straße ermordete, und daß es 2009 überall immer noch Leute gibt, die vor allem
an diese beiden Ereignisse denken, wenn sie den Namen auf einer Liste lesen. Unterzeichnet hat auch ein
Prof. Dr. phil. Dr. theol. habil. Wolfgang Ockenfels, Theologische Fakultät, Trier, aber der Name sagt
mir nichts. „Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten ist herrlich, „Denn das Gemeine geht klanglos
zum Orcus hinab.“ (Schiller/Brahms)
Traduttore traditore, ma c’è qualche volta necessario Dienstag, 21. April 2009 06:42, Dani California
@pamino: Ich habe ernsthafte Bedenken, was die Nützlichkeit dieser Webseite betrifft. Was in den Artikeln
nicht von sich aus trivial ist, wird von Homosexuellen, Neonazis und flower-Opas zerredet bzw. blockiert.
[…] Um Missverständnisse zu vermeiden, […] lieber die Originalform lesen. Vielen Dank für diesen
sehr verständnisvollen Beitrag. Ich hoffe nur, daß Du nicht dachtest, ich riete von einer Auseinandersetzung
mit dem Original ab! „Übersetzungen sind ein notwendiges Übel“ sagen einige Wenige. Ich sage lieber,
eine Übersetzung sollte möglichst dazu anregen, die Originalsprache zu lernen bzw. besser zu lernen.
Dazu paßt es, daß man manchmal gewisse Dinge in einer verständlichen, aber leicht fremden Form lassen
muß, wenn einem nach gründlichen Versuchen nichts Besseres einfällt. In Frankreich sagte man mir manchmal
rügend, wo ich etwas korrekt auf frz. sagte, was die Frz. normalerwise nicht sagen, « On ne dit pas
cela en français », worauf ich zu antworten pflegte « Si, parce que je viens de le dire ». Ein ander
Mal hörte ich hinter meinem Rücken „Ausländer!“ murmeln. Ich drehte mich um und sagte laut und theatralisch:
« Que votre sang impur abreuve mes sillons ! ». Nach drei Sekunden erschrockenen Schweigens brachen
die Franzosen in Lachen aus. Da kann ich nur sagen, vive la France ! Paraphrasen sollten sich übrigens
offen als solche angeben und sich nicht als Übersetzungen verstellen.
Eklatantes Plagiat Ich habe ernsthafte Bedenken, was die Nützlichkeit dieser Webseite betrifft. Was in
den Artikeln nicht von sich aus trivial ist, wird von Homosexuellen, Neonazis und flower-Opas zerredet
bzw. blockiert. Heute geht es für mich aber zu weit. Wenn die Redaktion meine Übersetzung des laufenden
Eleison Comment’s übernommen und als meine etikettiert hätte, wäre das in Ordnung gewesen. Sie hat
aber etwas anderes gemacht. An all den schwierigen Stellen hat sie meine Übersetzung direkt übernommen;
für den Rest benutzt sie ebenfalls meine Übersetzung, nur sehr grob paraphrasiert und mit den üblichen
Besserwissereien gesalzen. Was – anonym! – als Übersetzung des Bischof-Williamson-Kommentars oben erscheint,
ist eine Parodie des Originals, welche die glänzend originelle gelehrte Volkstümlichkeit des Autors
in den sattsam bekannten pubertären Einheitsstil der alltäglichen kreuz.net-Artikel zwingt. Es ist nicht
leicht, Bischof Williamson zu übersetzen. Sein gesprochenes Dt. ist respektabel. Er hätte also so breiig
schreiben können, daß man ihn ohne weiteres ins Dt. hätte übersetzen können. Aber sein geschr. Eng.
liest sich überhaupt nicht wie Dt., und man kann ihn nicht in das volkstribunenhafte Dt. eines unerfahrenen
Redaktors übersetzen, ohne seine Worte zu verdrehen, seinen Stil zu verstellen und seine Persönlichkeit
unkenntlich zu machen. Ich verstehe durchaus nicht, warum eine so typisch dt. sich gebarende Webseite
soviel Angst vor der bundesdt. Justiz haben soll. A publicity gag?
Rezept für Schwarze Messe? (vgl. „Suscipiat“) Mittwoch, 10. September 2008 12:10, Suscipiat †: Информация:
подготовка эльзасца Фламменкухена Информация: подготовка
эльзасца Фламменкухена Дрожжи с сахаром решают в 250 млл
теплой воды. Муку с солью смешивают и низина hineindrücken. Дают
там дрожжевую жидкость, муку постепенно вводят в курс дела,
до тех пор пока гладкое тесто не возникло. Конечно, можно
осуществлять это также с Knethaken кухонного комбайна. Тесто
позволяют открывать платком и идти на теплом месте 30-40 минут.
Очищенный лук режут в кубик, в волосяное сито г
wohl verschworen? Sonntag, 19. April 2009 09:08, DerRabe: Unsere Medien, die beileibe nicht „unsere“ Medien
sind, berichten nicht über die Schrecken gegen Christen, würden sich umgekehrt aber selbst auf Kleinigkeiten
stürzen, wenn Christen Muslimen Unrecht antäten. Ich habe nur Eines an diesem Beitrag auszusetzen: Weiß
DerRabe eigentlich, bei Wessen Leibe er da schwört?
Ἀληθῶς ἀνέστη· Sonntag, 19. April 2009 08:41, gelobtseijesus: Christos anesti! Eine Osterrose
für ALLE! (luja) Alithós anésti. Um Kontroversen aber zu vermeiden, schlage ich mir und GSJ vor, diese
Transsonation in ‹Khristós anésti› abzuändern, damit klar ist, daß es um eben eine Transsonation
der späteren gr. Aussprache und nicht um eine Transliteration (z. B. ‹Christòs anéste_›) von Χριστὸς
ἀνέστη geht, und gleichzeitig um eine Verwechslung von ἔστη ‘er stand’ mit ἐστι ‘er ist’
zu vermeiden.
Ob eine unwissenschaftliche Theorie unwissenschaftlich demontiert werden kann? Sonntag, 19. April 2009
11:38, HBR: […] Zudem stellt sich die Frage, ob die Anhänger des Kreationismus katholisch sind. Das
ist aber keine wissenschaftliche Frage. Vielmehr muß eine angebliche wissenschaftliche Theorie, für
die es keine Beweise gibt, von der Wissenschaft (nicht unbedingt als unwahr, sondern) als unwissenschaflich
fallengelassen werden. Die offizielle Kirche zumindest hat sich die Evolutionstheorie zumindest zu eigen
gemacht. Wann? Wo? Wie? Und was ist „die offizielle Kirche“?
κλῆρος ‘Anteil’ Samstag, 18. April 2009 10:52, Gotthard @reformeifer2008: Doch in der Kirche gibt
es Theologen, Priester und hauptamtliche. zuerst einmal gibt es in der Kirche die Getauften, die Anteil
am gemeinsamen Priestertum haben. Wer hat sie getauft?
Eine Geschichte ist angenehmer, als ein Argument Pl.Prot.320c: [Socrates:] ‘Angesichts dieser Tatsachen,
Protagoras, glaube ich nicht, daß die Tugend gelehrt werden kann. Aber wenn ich dich so reden höre,
wie jetzt, da werden meine Zweifel erschüttert, da nehme ich an, es könnte wohl wahr sein, was du sagst,
denn ich sehe dich als einen Mann von breiter Erfahrung, tiefer Gelehrsamkeit und selbständigem Denken.
Wenn du uns also transparenter erklären kannst, daß die Tugend etwas ist, das gelehrt werden kann, so
bitte, hebe deine Weisheit nicht für dich auf, sondern erkläre!’. ‘Ich werde nicht ein Geizhals sein,
Socrates’ antwortete er [Protagoras]. ‘Nun; soll ich, als ein Greis, die zu Jüngeren spricht, meiner
Erklärung in der Form einer Geschichte [μῦθος], oder sie als ein begründetes Argument [λόγος]
vorstellen?’ Viele der Zuhörer antworteten, er sollte sie in der Form liefern, die ihm am meisten gefiele.
‘Dann denke ich,’ sagte er, ‘es wird angenehmer sein, euch eine Geschichte zu erzählen’. [erzählt das
Prometheus-Mythos]
die meisten Fehler sind leider nicht lustig Donnerstag, 16. April 2009 23:57, gunther maria michel @pamino,
ad „thimoty“: Gerade weil Sie so kundig sind, seien Sie doch großzügiger, und sehen Sie über die Patzer
hinweg mit ein wenig Humor, den Sie still für sich behalten… Es muß Leute geben, die Fehler sehen,
und unter diesen muß es nicht nur welche geben, die sie still für sich behalten, sondern auch welche,
die sie korrigieren. Ich mache auch Fehler, teilweise sehr blöde, und beschwere mich nicht, wenn kundige
Leser sie korrigieren. Gestern z. B. habe ich – in einer Überschrift! – sehr ungrammatisch *„quid egemus
testes“ geschrieben, ja mehr noch, „zitiert“, statt des richtigen quid egemus testibus (was allerdings
bisher keinem aufgefallen zu sein scheint). Früher habe ich solche Fehler nicht gemacht. Ohne mich weiß
übertünchen zu wollen, vermute ich, daß der Grund weniger Senilität ist, als daß wir nunmehr von
solchen Fehlern dermaßen umzingelt sind, daß die Form des Richtigen nicht mehr so weit leuchtet, wie
früher; die tenebræ sind so dicht geworden, die quotquot so viel weniger. Ich bin durchaus nicht ohne
Humor, aber um Humor geht es hier nicht.
Rosenkränzgedröhne lenkt ab Freitag, 17. April 2009 09:38, r.ruhrgebietler: innerer Friede: […] In
der ewig gültigen trid. Liturgie! Also fernab vom Lärm der Zeit in der Stille und demütigen Anbetung
und ganz auf IHN ausgerichtet. Oder aber im Rosenkranzgebet. Gerade letzteres stört die, die frühzeitig
in die Kirche gekommen sind, um die Stille zur Anbetung und zur Vorbereitung auf die Messe zu benutzen.
qui mal y pense Samstag, 18. April 2009 08:14, Mitten drin statt nur dabei: Stimmt für die sogenannte
Piusbruderschaft. Sie heißt wirklich so. Liturgiereformen gehen nie vom Kirchenvolk aus. Sie sind immer
Phänomene, die sich die Klerikerkaste ausheckt, wenn sie wieder einmal einer periodisch auftretenden
geistlichen Umnachtung anheimfällt. Das scheint ja für die Piusbruderschaft mit ihren sogenannten Patres
auch zu stimmen, wenn sie die Rückkehr zur sogenannten Alten Messe erzwingt. Diese ist wirklich alt –
und neu, während die sogenannte neue jetzt alt aussieht. Patres sind die Brüder in der Tat nicht, aber
Priester schon, und das ist das Wichtige. Zurückgegangen sind sie indessen nicht , sondern mit ein paar
Abstrichen weiterhin so geblieben, wie sie (und alle anderen) waren. Eine ihrer wichtigsten Eigenschaften
ist es, daß sie die Sprache in Ehren halten. Ein Schelm, wer beim Lesen dieses sogenannten Artikels Böses
denkt! Was man immer vom Artikel denkt, ist er richtig so genannt.
Salvator sui; quid egemus testes ? Samstag, 18. April 2009 00:41, Schalom: Cologne, geht von Ihnen auch
Rauch auf? Sie sind und bleiben ordinär dumm. Dixi et salvavi animam meam ! Da bin ich mir nicht so sicher,
da Du ein Schamane und nicht der Christus bist. An Deiner Stelle bliebe ich bei servavi, um an einen (relativ)
kühleren Platz zu kommen.
Rottet die ambones aus, zerschlagt die Mikrophone! Freitag, 17. April 2009 20:56, Marcelus: Ob Kanzel
oder Redepult, das ist das geringere Problem, das Problem ist die Verunehrung des Allerheiligsten Sakramentes
und die „Häresie der Formlosigkeit“ an Stelle dessen, was das katholische Meßopfer sein sollte. In der
Tat, aber doch zu diesem geringeren Problem: Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen Kanzel und dem,
was Du unorthodox aber richtig „Redepult“ nennst: Die Kanzel steht außerhalb des Chors. So wird klargestellt,
daß der Priester die Messe unterbrochen hat, um als Mensch zu sprechen, nicht als Christus. Aus demselben
Grund legt er, bevor er den Chor verläßt, Manipel und Kasel ab. Der Ambo war vor dem Konzil aus gutem
Grund in katholischen Kirchen nicht zu finden. Er gehört zum neukatholischen Amt des „Gottesdienstvorstehers“
und muß restlos wieder abgeschafft werden, da er etwas tut, was die alte Messe nicht tut: Er zieht die
Aufmerksamkeit (admirationem) auf den Priester als Individuum. Zu diesem Zweck dient auch das Mikrophon,
jenes Machtsymbol unserer Zeit.
die Henne und das Ei Freitag, 17. April 2009 10:29, Reformeifer2008: Sexualität ist mit Liebe untrennbar.
Als Säuglinge und Kinder lernen wir die Liebe über deren physische Bezeugungen kennen. Mit der Pubertät
wird aus zwingenden natürlichen Gründen ein natürliches Gleichgewicht vorübergehend dadurch gestört,
daß es uns möglich wird – und für uns eine Zeitlang(!) unvermeidlich ist –, physische Liebesbezeugungen
als etwas für sich allein Existierendes zu sehen und dabei zu vergessen, daß unsere Sehkraft vorübergehend(!)
arg beschränkt ist. Als Hauptproblem des verbleibenden Lebens stellt sich dann allmählich heraus: Wie
finde ich als unwiderbringlich Pubertierte(r) zur passenden neuen Form des präpubertären Gleichgewichtes
weiter/zurück? Es ist experimentell klar, daß es eine global beglückende Sexualität nicht gibt, wenn
man sich der Möglichkeit der vorgegebenen Liebe nicht ganz öffnet, und umgekehrt. Man hört über diese
Umkehrwahrheit von der Kanzel herab verständlicherweise so gut wie gar nichts und muß sie von der sinneswahrnehmbaren
Liturgie extrapolieren, von der Realpräsenz, vom Licht, von der Musik, vom Geruch, vom Tanz, von den
Gedichten S. Thomæ v. Aquin. Es ist experimentell klar, daß es eine global beglückende Liebe nicht
gibt, wenn man sich der vorgegebenen Sexualität nicht ganz öffnet. Wer ein Kondom benutzt, stellt dieser
Öffnung eine unüberwindbares Hindernis im Weg. Wer sich homosexuell betätigt, schlägt den Weg nicht
einmal an, sondern höchstens ein teuflisches Simulacrum davon.
verfallen Freitag, 17. April 2009 10:07, hildegardfan: Sososo… Sehr aktueller Bericht, wir leben ja
erst im Jahre 2009!! Da fällt das gar nicht auf, wenn die Daten, auf die man sich bezieht, mal locker
19 Jahre alt sind. Wirklich Leute, Ihr geht mit der Zeit… Dear hildegardfan: Du wurdest vor sehr langer
Zeit geboren. So ist nichts, was Du sagst, noch gültig.
Musik im Münchner Alten Peter Donnerstag, 16. April 2009 16:45, Domenico Tuttisanti: pamino „endlich
wieder“: Ich glaube, es gab nie eine Unterbrechung! Ich redete hauptsächlich von 1964-65, wo ich im damals
draußen liegenden Gräfelfing wohnte und sonntags oft in die Stadt kam um eine Messe mit großer Musik
zu besuchen. 1979-81 wohnte ich zwar viel weiter draußen, also in Feldafing, kam aber ab und zu noch
wie früher. Da habe ich allerdings in St. Peter nur 08/15-novum-ordinem erlebt. Deshalb meine Genugtuung
ob der Musik. Das mit der CDU kann ich mir ohne Schwierigkeit vorstellen. Einmal sprach Otto v. Habsburg
für die CDU im Gasthof zum Pölt in Feldafing, schräg vis-à-vis meinem Quartier. Die Messe nach dem
neuen Ordo wird im Alten Peter so würdig gefeiert, dass die Sehnsucht nach der alten Messe sich in bestimmten
Grenzen hält. Eine bayerische predigt habe ich dort noch nie erlebt. Der Vorgänger des jetzigen Stadtpfarrers
hatte allerdings die Eigenart, reine CSU-Propaganda zu betreiben. Das hat sich glücklicherweise unter
dem Hw. Prälaten Jung wesentlich abgeschwächt.
‹Khalil Gibran› Donnerstag, 16. April 2009 21:35, schamane40 @lateiniheini: […] Khalil Gibran bei
Wikipedia. (engl.Schreibweise Kahil Gibran Unsinn! Die engl. Schreibweise ist ‹Khalil Gibran›, und
das ‹Kh› statt ‹Ch› der angeblich deutschen Schreibweise legt nahe, daß es keine deutsche gibt.
guter Rath ist nicht immer theuer Donnerstag, 16. April 2009 21:30, vonHerzmanovsky-Orlando: […] du
wirst es den amerikanischen Behörden […] kaum verklickern können, dass es einen Unterschied macht
ob „you“ mit „du“ oder „Sie“ übersetzt wird. Oder ‘ihr’ (nicht zu vergessen). Oder eigentlich auch ‘Ihr’,
‘Er’ und ‘Sie[sg.]’. Im sog. ‘Süden’ der VS hört man y’all ‘ihr’ in Opposition mit you, wenn Pluralität
betont werden soll. You ‘euch’ hat nom. ye ‘ihr’, womit die vielen amerikanischen Bibelfesten ohne weiteres
umgehen können, wie sie auch mit den Fällen von thou ‘du’ schriftlich umzugehen wissen. Ich glaube,
die Amish People dort sagen immer noch sogar thou zueinander, und vielleicht auch die Quäker noch. […]
ich gebe dir den guten Rat, diese Nummer nicht ewig weiter zu betreiben. Daß eine zu schaffende dt. Schulstrafrecht
es verbäte, eine Pluralität von Personen mit Du anzureden, wäre nachvollziehbar; aber das Duzen einer
einzigen unter Strafe zu stellen, erinnert mich eher an Xerxes, der das Meer auspeitschen ließ. Lieber
per du als perdu sacht der Volksmund; schon mal überlegt, dass es eigentlich witzig ist, dass der Volksmund
noch deutsch spricht und nicht eine Mixtur aus türkisch und teutsch? Ävver just dat hân ich doch hück
in Möllem jehört!
Oremus et pro Clarissa Colonia. Flectamus genua. Donnerstag, 16. April 2009 20:22, wassers: […] ich
werde für Sie beten, gerade dort, was Sie anempfahlen in St. Nicolas du Chardonnet, am 07.06.09 und dabei
auch „Clarissa Colonia“ nicht vergessen! Levate. Bedarf dann Clarissa unserer Gebete mehr als andere?
genitale Zugänglichkeit Donnerstag, 16. April 2009 20:30, lateiniheini @gotthard: Pius-Sekte!!! Ich weiß,
amn soll eigentlich nicht auf das Äußere schauen, aber das ist schon verdächtig! Ich habe weder auf
den Internetseiten der Pius-Mädchenschule St. Theresia in Ruppichterroth, noch auf diversen Links der
Pius-Homepage, noch in sonstigen Veröffentlichungen der Sekte eine Frau/Mädchen ohne Rock gesehen (jetzt
nicht unten ohne… ),sondern nur Frauen und Mädchen mit Röcken, da hatte nicht eine eine Hose an. Es
ist offenkundig, daß die Genitalien von Frauen in Röcken leichter zugänglich sind, als die von Frauen
in Hosen. Nun, die Pius-Brüder und vor allem -Schwester sind nicht so dumm, daß sie das nicht wissen.
Wie erklärst Du also den Druck, den sie machen, Röcke zu tragen?
Würzburg historisch Fürstbistum Donnerstag, 16. April 2009 20:30, für die Kirche: […] der Kurfürst
u. Bischof von Würzburg Der Fürstbischof von Würzburg (vor 1803 kein Kurfürst)
Leseempfehlung Donnerstag, 16. April 2009 20:14 Gotthard: Sekte – Pius-Verein: der Pius-Verein verhält
sich wirklich wie eine Sekte: hinter jeder Ecke wird der Anti-Christ gewittert … jeder, der kritische
Fragen hat, wird sofort in die Hölle geschickt … wenn sie ihren Willen nicht sofort bekommen, werden
sie verfolgt … Gespräch und Diskussion werden abgelehnt, da man ja im Besitz der Wahrheit ist – und
die ist bekanntlich nicht diskutierbar … Gotthard, liest Du Französisch? Wenn ja, solltest Du Dir die
frz. Pius-Seite www.kreuz.net/ ansehen. Die verlinkte Unterseite führt zu teils sehr gute Essays in der
besten westeuropäischen akademischen Tradition. Ich habe dort nie solches Zeug gelesen, wie Du beschreibst.
der Kirche älteste Tochter Donnerstag, 16. April 2009 19:38, noch ein Landorganist: Wer erkennt sich
wieder? Garel gilt nach Angaben der bedeutenden französischen Webseite ‘leforumcatholique.org’ als „wütender
Antiklerikaler“, dem das bloße Wort „katholisch“ die Zornesröte ins Gesicht schießen läßt. Ach wie
vieler solcher blindwütiger Knallköpfe gibt es auch hier. leforumcatholique ist m. E. eher bon chic,
bon genre ‘vornehm’, als bedeutend. Die blindwütigen Knallköpfe heißen zwar auf frz. bouffeurs de curés
‘Pfarrerfresser’, aber dies wird immer mit einem kleinen Lächeln gesagt. Man ist in Frankreich immerhin
katholisch.
das Offenkundige Donnerstag, 16. April 2009 20:56, Thomasius @Pamino: Richtig. Die „Declaration of Rights“
ist der „Stolz“ der Freimaurer und der „Aufklärung“. Eine der Grundlagen der Menschenrechte, die jetzt
auch die Kirche anerkennt. Die Dokumente dieser Aufgeklärten sind aber oft nicht sehr klar, z. B. „We
hold these truths to be self-evident, […]“; wenn Sache S offenkundig ist, macht es keinen Sinn, zu sagen
„ich halte Sache S für offenkundig“, denn entweder ist sie offenkundig, oder sie ist es nicht; und da
man beweisen kann, weder, daß etwas offenkundig ist, noch, das es nicht offenkundig ist, sollte solche
Vokablen in juristischen Texten nicht vorkommen, um zu vermeiden, daß über sie diskutiert wird. Sie
sollten nur Ideen sein in den Hinterköpfen von Richtern.
le style, c’est l’homme Der Gott des Lebens und des Friedens gebe unseren Bruder Bischof Thimoty Kraft,
die Herzen der Menschen im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe zu stärken. [m. H.]
Dieses Jahr nur im engen Kreis Also ist der Papst ein Widder, wie Bach (am 1. Tag, den 21. März) und
Hitler (am letzten Tag, den 20. April, obwohl einige Astrologen sagen, der sei schon ein Stier gewesen).
artes triviales: Grammatik Logik Rhetorik artes quadriviales: Arithmetik Astronomie (=Astrologie) Geometrie
(=Landvermesserei) Musik (=Mathematik) Happy Birthday, Holy Father, B. A.!
Warum Kennedy eine Ausnahme war Die Kirche müsse sich darum gegen antikatholische Vorurteile wehren,
die „noch tief in der amerikanischen Kultur eingewurzelt“ seien: „Von Zeit zu Zeit müssen wir Katholiken
aufstehen und sagen: Es reicht.“ 1. Calvinistische Protestanten, die Neu-England (samt Hexenverbrennungen)
gegründet haben, weil sie für die Engländer zu protestantisch waren; 2. Schottische und norddeutsche
Freimaurer, bes. im 18. Jh.; die Gründungsväter der Vereinigten Staaten waren mehrheitlich Freimaurer.
Pius-Logistik Donnerstag, 16. April 2009 17:32, Eva B. Kreuz.net Klofrau: Mrs. Cologne, ist die Länge
der Predigt das Problem? In der Freilustmesse bringt es Willamson auf 34 minuten. Das mutet schon richtig
Protestantisch an. Wie löst denn die Pius Bruderschaft das Problem des Kommunionempfangs mit tausenden
von Gläubigen? Mit vielen Priestern und gelegentlich Diakonen, die die hl. Kommunion mitausteilen; aber
normalerweise sind natürlich weder soviele Gläubige, noch soviele Priester anwesend. In dem Fall wird
auch nicht so lange gepredigt. Das war ja die Weihemesse, eine festliche Angelegenheit, woher auch das
Zelt wegen der großen Circumstanz. Ich war übrigens überrascht, daß Bischof Williamson so gut Deutsch
kann, und frage mich jetzt, wie sein Französisch ist. Eine gute Idee von Mrs.Cologne, das zu verlinken.
vive la France ! Donnerstag, 16. April 2009 17:18, wolfgang11: fürdieKirche: Franzosen haben ein sehr
gutes Unterscheidungsvermögen, ob eine Organisation den Menschen in seiner Freiheit einschränkt. Die
Pius-Gesellschaft [recte: -Bruderschaft] will die geistigen und weltlichen Freiheiten einschränken um
eine Pseudo-Regierung an die Macht zu bringen. 1988 lebte ich schon seit Jahren in Frankreich. Dieses
in der Tat sehr gute Unterscheidungsvermögen wirkte sich bei den damaligen Bischofsweihen sehr zugunsten
Mgr Lefebvres aus, wie man damals aus allen Medien vernahm, da der Vatikan und die französischen Bischöfe
als Organisationen empfunden wurden, die den Menschen in seiner Freiheit einschränken wollten. Eine solche
Reaktion zu einem Akt des hierarchischen Ungehorsams wäre hierzulande undenkbar.
In Frankreich wird teilweise extrem geredet Donnerstag, 16. April 2009 17:08, für die Kirche: Die Franzosen
leben in der Vergangenheit, der stalinistischen. Ich dachte, der linke Terror sei vorbei. Dabei täusche
ich mich. Einige schon, und andere tragen am 21. Januar Trauerflor. Aber im Ernstfall sind die Franzosen
vor allem menschlich.
Wandlung und Rückwandlung Donnerstag, 16. April 2009 16:51, wassérs: Anfange in Frankreich: [… intégristes
‘Rückwärtsgewandte’,] die die neue Staatsform der Republik ablehnen [und] sich nach der Wiederbelebung
des französischen (hier deutschen Kaisertums) Königtums sehnen. Wenn dieser Vergleich wörtlich zu nehmen
ist (1871-1919), ist er absurd; wenn er auf das Hl. Röm. Reich bezogen werden soll, falsch, denn letzeres
war weder ein deutsches, noch ein italienisches, noch ein burgundisches. ‹Intégristes› sind Leute,
die gegen die Zersplitterung sind.
Päpstlicher Frevler? Donnerstag, 16. April 2009 10:39, Schalom: Werter Herr Pryzbislav J. ; sachliche
Papstkritik ist in Ordnung, aber die Päpste Johannes XIII., Paul VI. und Johannes Paul II. als „Frevler“
zu bezeichnen, ist eine Ungezogenheit, die dem sauberen Charakter und guten Dienst dieser Päpste nicht
gerecht wird. Johannes XIII., aus dem Geschlecht der Crescentier, welche die bis dahin herrschenden Senatorenfamilien
der Theophylakt und Alberich von der Macht verdrängten, wurde 965 per Wahlverfahren durch kaiserliche
Gesandte zum Papst gewählt. Er wurde von der Gegenpartei vertrieben und rief Otto I. zu Hilfe. Ob er
sonst ein Frevler war, ist nicht bekannt.
Cluny Donnerstag, 16. April 2009 10:24, Schalom: Kirchen kommen, Kirchen gehen, Kirchen kommen: Überall
in Europa finden wir auch Kirchenruinen… Berühmtes Beispiel: Reformkloster Cluny, nur noch Ruinen.
Aber aus welchem Grund? Die Mönche wurden von der Revolution vertrieben, ihr Kloster verstaatlicht. Im
Laufe des 19. Jh. wurden Stücke hierhin und dorthin verkauft und von den neuen Besitzern demoliert. Das
Beispiel ist nur deshalb berühmt, weil Cluny berühmt war und bleibt. Ironischerwise war der Vorplaner
der ersten frz. Säkularisation, Talleyrand d. J., Bischof von Autun in der Nähe von Cluny, und als solcher
wurde er 1789 in die Generalstände als Vertreter des (hohen) Klerus gewählt. Später weihte er unerlaubt
die Bischöfe der verfassungstreuen Kirche; und da die alten Bischöfe alle emigriert gewesen waren, um
ihre Köpfe auf den Schultern zu behalten, waren die meisten Priester, die im Frankreich des frühen 19.
Jh. tätig waren, von diesen sozusagen ‘Pius’-Bischöfen geweiht worden. Als der junge abbé Dupanloup
1838 zum Sterbebett Talleyrands geschickt wurde und im Rahmen der Letzten Ölung seine Handflächen versehen
wollte, machte Talleyrand Fäuste, hielt dem Priester die Handrücken entgegen und sagte: „N’oubliez pas,
monsieur l’abbé, que je suis évêque“.
@Mr Toussaint Dominique Ich bin sehr froh darüber, daß die Messen mit Chor und Orchester, die ich aus
der alten Zeit kenne, endlich wieder im Alten Peter zu erleben sind. Wann kommt aber der entsprechende
Ritus zurück? Und predigt der Pfarrer dort immer noch auf bayrisch?
P. Basilius Streithofen O.P. Donnerstag, 16. April 2009 14:20, lateiniheini: Wenn dann schon richtig…
Eine sehr lebendige Schilderung in wenigen gut gewählten Worten. Er hat einen Gemütsnachfolger in P.
Rodrigo Kahl O.P., der jahrelang das priesterliche Rückgrat der Kölner Indultmesse war und dabei blieb,
bis man ihm sein Walberberg, dessen Bibliothekar er war, über dem Kopf wegverkaufte. Trotz immensen Drucks
von Seiten der Oberen ist er immer dem alten dominikanischen Ritus und der Ordenstracht (ohne Rosenkranz)
treu geblieben. Er wohnt jetzt in der Nähe von Wigratzbad, wo er schon seit Jahren Lehrveranstaltungen
hält.
Das Konzil und die Folgen des Konzils; dieser wichtige Unterschied wird entweder vom Autor, oder von kreuz.net,
oder von beiden nicht gemacht: Eine Folge dieses Konzils war die sogenannte Liturgiereform: Die Gottesdienste
sollten nicht mehr auf Latein, sondern in der Landessprache gehalten werden. Das Konzil wollte Latein
als Hauptsprache der Kirche und insbesondere der Liturgie beibehalten. Als Folge des Konzils wurde die
Messe nicht mehr auf lateinisch, sondern in der Landessprache gelesen. Andershandelnde wurden verfemt
und verfolgt. Der Priester sollte sich im Gottesdienst nicht mehr gemeinsam mit der Gemeinde zum Altar
hin ausrichten, sondern hinter dem Altar der Gemeinde gegenüberstehen. Das Konzil hat sich mit der Zelebrationsrichtung
nicht beschäftigt, geschweige denn, sie geändert. Als Folge des Konzils hat sich der zelebrierende Priester
in der Messe nicht mehr gemeinsam mit der Gemeinde zum Altar hin ausgerichtet, sondern ist hinter dem
Altar der Gemeinde gegenübergestanden. Überall wurden alte Altare vernichtet, umgestellt oder mit Tischen
ersetzt mit dem Ziel, die alte Zelebrationsrichtung ein für allemal unmöglich zu machen.
Ü-Ton ist kein O-Ton Mittwoch, 15. April 2009 14:47, Carl: […] „ist praktisch unmöglich“ (Erzbischof
Lefebvre) […] die „praktisch schismatische Konzilskirche“ (O-Ton Erzbischof) Das sind ja kein O-Ton!
Du mußt es dem Leser ermöglichen, seine eigene Meinung zu bilden, indem Du solche Zitate, auf die Du
soviel Wert legst, auch original von der frz. Pius-Seite oder anderswoher holst und vor Deine Übersetzungen
stellst.
auf die Auswaschung des Konzils! Mittwoch, 15. April 2009 13:58, Pius XII: […] Es geht darum, [das Konzil]
zu verdauen, es durch eine Interpretation (als Pastoralkonzil ist es interpretationsoffen) zu entschärfen
und in den großen Strom der Tradition einzugliedern, auf dass es glatt geschliffen wird und als Sandkörnchen
mit zur Mündung schwimmt. Ein schönes, gelungenes Bild ist viele Argumente wert.
Müßiggang ist aller Laster Anfang Was ich hierüber in der vorkonziliaren katholischen Schule gelernt
habe, war: Ob die Evolutionstheorie stimmt oder nicht, stand Gott am Anfang und hat Er Seine Schöpfung
immer im Auge. Also sollte man seine Zeit in solchen müßigen Spekulationen nicht verlieren, sondern
etwas Nützliches tun.
sum, ergo loquor Der Verfasser (80) war Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technologie.
Er revolutionierte in den 60er Jahren die Vorstellungen über Sprache und Denken. Der sprachwissenschaftliche
Coryphäe Chomsky revolutionierte in den 60er Jahren genauso die Vorstellungen über Sprache und Denken,
wie zur selben Zeit liturgiewissenschaftliche Coryphäen die katholischen Vorstellungen über Beten und
Glauben, und mit ähnlichen chaotischen Ergebnissen, wie das so mit Revolutionen ist. Inzwischen gibt
es wieder ansatzweise die traditionelle Grammatik und die traditionelle Liturgie, da man hat einsehen
müssen, daß sie unerläßlich sind.
Präzedenzfall Redactio: Der Heilige Stuhl unterhält erst seit 1984 volle diplomatische Beziehungen zu
den Vereinigten Staaten, ein Land, das von einer langen antikatholischen Tradition geprägt ist. Paminus:
Schreibet das nicht, sondern: ‘Die Vereinigten Staaten, ein Land, das von einer langen antikatholischen
Tradition geprägt ist, unterhälten erst seit 1984 volle diplomatische Beziehungen zum Heiligen Stuhl’.
Redactio: Eheu, quod scripsimus, scripsimus.
Wäßriges Mittwoch, 15. April 2009 00:16, wassers: @pamino – Bitte nicht „Du“! Wir haben nicht zusammen
in derselben Lateinkiste gespielt, unterlassen Sie daher dies plump proletige „Du“. Ihre Belehrungen –
wertester – können Sie soviel applizieren, wie Sie mögen, Sie interssieren mich so wenig wie Aussagen
von Konzilsbischöfen. Mein Gebrauch ist nur deshalb proletisch, weil er altmodisch ist. Was Belehrungen
betrifft, kann ich das besser, als Du. Wenn ich Dich belehre, habe ich recht, und beweise es, indem ich
Deine eigene erbärmlich belehren wollende Scharlatanerie zusammen mit der des ‘hymás’-Pfaffen begründet
bloßlege. Schiebe Deine Taktik herum, wie Du willst, aber solange ich hier schreibe, wirst Du nicht mehr
mit Deinem Latiniculum zu protzen wagen. Sobald Du Dich replizierst, werde ich Euch mit Ihr demontieren,
das verspreche ich Dir.
zu ‘Neuer Konfrontationskurs’ (Manila): Manila. Die Erzdiözese Manila hat ihre Vorschriften gegen die
Alte Messe erneut veröffentlicht. Das Link geht nicht. Rom wieder aktiv? Der Text ist eine Kampfansage
an das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’. Nach einem Protestbrief des Präsidenten der Päpstlichen Kommission
‘Ecclesia Dei’, Dario Kardinal Castrillón Hoyos, verschwanden die Vorschriften kurzfristig von der Webseite.
Ist Card. Castrillón jetzt ganz verschwunden, oder ist es nur so, daß er nunmehr zusammen mit seiner
päpstlichen Kommission Ecclesia Dei dem angeblich von der amerikanischen Justiz gesuchten und darauf
in die Kurie als Präfekt der Glaubenskongregation aufgenommenen Erzb. Levada untertan ist?
@die Nymphe Galatea Mittwoch, 15. April 2009 00:12, Galatea: […] Herr pamino: eine Flöte ist ein recht
schlichtes, aber vollkommen ausreichendes Instrument. Sie müssen nicht einmal fest hineinblasen – im
Gegenteil. Händel starb gestern vor 250 Jahren. Wir kennen alle die Königliche Feuerwerksmusik. Es war
ein Massenspektakel, und eine riesige Anzahl Oboisten hat mitgeblasen, an die 50, wenn ich mich recht
erinnere. Du mußt eingestehen, verehrte diva, daß ich meine Kammerstücke für Dich anders gestalte.
ich bin verduzt. Was kann er noch thun? Dienstag, 14. April 2009 19:52, wassers: @Phobos … Lesen können!
[…] Auch für Sie gilt, mit Ihres gleiches dutze ich mich nicht.
Coventry Dienstag, 14. April 2009 14:42, Alois Bischof @Waldemar: […] die deutsche Strategie der Zerbombung
der Munitionswerke in Coventry (nicht der Arbeiterviertel! […]) […] Lag also der total verwüstete
Dom in der Nähe der Kriegsindustrie?
@wassers: Maßgeblich ist Msgr. Lefébvre […] Kompromiß á la Petrusbruderschaft Sonntag, 12. April
2009 19:56, wassers: @gotthard – Kirchenrecht – übergesetzlicher Notstand: […] Lefébvre […] wassers,
versuchst Du es dem sich selbst aufwerten wollenden aber ignoranten Vatikan-Pedanten gleichzumachen, der
die phonetisch richtige Umschreibung ‹eleison imas› des überlieferten Missale in das absurde ‹eleison
hymas› ‘erbarme dich eurer’ seines Ordo Hebdomadæ Sanctæ Instauratus verwandelte? Deine besserwissende
Korrektur von ‹Lefebvre› in *‹Lefébvre› (Wiederholungstat) ist zwar weniger blamabel, soll aber
nicht beim aufmerksamen Leser Schule machen. Also: Du hast schon in meine Richtung auf frz. gepostet.
Ist Dir das Wort orfèvre ‘Goldschmied’ bekannt? Dessen zweiteres Element stellt die normale phonologische
Entwicklung von lat. fabrum (acc. von faber ‘Metallwerker’) in frz. fevre dar, so daß der Berufsnachname
le fevre entstand. Nun gab es irgendwann später einen Lefevre, der sich auch aufwerten wollte, und dachte,
dies zu tun, indem er das ‹b› des lat. Wortes, daß seit langem durch ein ‹v› ersetzt worden war,
wieder einsetzte; hierbei ließ er wohlweislich das ‹v› stehen und sprach das ‹b› nicht aus. ‹é›
ist hier unmöglich, da [e] nur in einer offenen Silbe ausgesprochen werden kann, und von den möglichen
Aussprachen gibt weder [ləfɛvRə] noch [ləfɛvR] eine offene 2. Silbe her. ‹è› wäre möglich
gewesen, ist aber überflüssig, da ‹e› in einer geschlossenen Silbe sowieso [ɛ] ausgesprochen wird.
Erzb. L. durfte also schon seinen Namen so schreiben, wie er es tat.
mea culpa Dienstag, 14. April 2009 22:38, Simplicius: pamino pamino: Der Zölibat (nicht das) und das
von Dir. Einmal schläft auch Homer – aber dürfen wir uns auf den Heiden Horaz berufen? Doch, doch, mi
Simplici. Darf ich aber sagen, daß ich in dieser Hinsicht von meinen hier Mitbeitragenden korrumpiert
worden bin? Früher dachte ich nicht darüber. Ach, la perte de l’innocence ! Es hört nie auf. Ignosce
paucitati meæ.
die Weihe und das Zölibat sind nun mal zwei verschiedene Dinge Dienstag, 14. April 2009 18:59, für die
Kirche: die Weihe und die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft sind nun mal zwei verschiedene Dinge. […]
Die Weihe kann man nicht rückgängig machen, auch ein dispensierter Priester ist weiterhin zum Zölibat
verpflichtet, auch wenn er keine Heiligen Handlungen mehr durchführt. Das Zölibat ist keine Folge der
Weihe. Ich weiß nicht, was hier genau mit ‘dispensiert’ gemeint ist. Ein Priester kann laisiert, d. h.,
von dem Klerikerstand entlassen werden, in welchem Fall er heiraten kann und darf. Er hört aber nicht
dadurch auf, Priester zu sein.
lieber beten, als tratschen Dienstag, 14. April 2009 11:38, LOGDBC: Mel Gibson: Wenn man seine Frau betrügt
und Ehebruch begeht, ist das wohl kein Wunder. Gibson hat seit mehreren Monaten eine feste Beziehung.
Seltsam, dass kreuz.net nicht darüber berichtet. Der Alkohl ist nur das vorgeschobene Argument. Ziemlich
enttäuschend. Vielleicht hat kreuz.net nicht mehr, als unbelegte Behauptungen wie Deine gesehen, und
will nicht selber mitmachen. Kreuz.net hat sich auf die bekannte Fakten beschränkt. Wenn Deine Behauptung
wahr sein soll, und besonders angesichts dessen, was er über seine Frau sagt, so ist das ein Grund, für
alle Beteiligten zu beten, daß sie erleuchtet werden. Empfehlung: das von Mrs.Cologne verfaßte schöne
und allumfassende Gebet an den Heiligen Geist (s. Rubrik Gebete und Gedichte; aus diesem Anlaß in der
3. pers. pl.).
iotisierende Aussprache von ἡμᾶς (und ὑμᾶς) Samstag, 11. April 2009 06:52, gunther maria michel
@pamino: Der Fehler kommt aus mangelnder Griechischkenntnis, und hängt wohl mit der itazistischen Aussprache
zusammen, aber auch die ist falsch wiedergegeben. Ausgesprochen wird es nämlich: „eléison imás“. „hemás“
und „hymás“ werden gleich ausgesprochen, jeweils mit stimmlosem s. Was Du die falsche Wiedergabe der
„itazistischen“ Aussprache nennst (besser ‹iotisierende›, denn ει, η, ῃ und υ wurden alle auf
ι, also auf [i] normiert), ist ein absurder Versuch um 1950, nicht diese, sondern die klassische(!),
also vorchristliche Aussprache ins Kirchengr. einzuführen; nur konnte der besserwissend ‘korrigierender’
Pfaffe nicht genug Gr., um zwischen ἡμᾶς ‘uns’ und ὑμᾶς ‘euch’ zu differenzieren, welche beide
von den damaligen Christen korrekt phonetisch ‹imas› transkribiert wurden (Betonungszeichen auf den
lat. Buchstaben erst sehr viel später). Er hätte natürlich statt ‹hymás› ‹hemás› schreiben
müssen, aber es ist ein Glück, daß seit einem halben Jahrhundert die offene Blamage dort steht, denn
die ganze Idee war und ist wahnsinnig. Analogie: Im Hymnus Ave, maris stella die Bitte profer lumen cæcis:
Bis vor einigen Jahrzehnten sprachen alle Deutschsprachigen „zezis“ aus. Vor ein paar Wochen mußte ich
in einer dt. Schola die Aussprache „kekis“ beanstanden, die zu überhaupt keinem System gehört (klass.
wäre [k’aiki:s]). Da es eben um eine Schola ging, habe ich auf „tscheetschies“ bestanden, da daß nicht
alle Katholiken Deutsche sind.
Gott erhalte die Königin! Sonntag, 12. April 2009 21:27, Marcelus: In Großbritannien-Nordirland dürfen
keine Katholiken an der Staatsspitze stehen: […] natürlich muß sich auch das großbritisch-nordirische
Staatsoberhaupt, derzeit Königin Elisabeth II., an die staatlichen Gesetze halten, und die schließen
auch die EU-Gesetze ein, die für alle EU-Staaten und EU-Bürger gelten, einschließlich für Mitgliedsstaatenstaatsoberhäupter.
Dein ‹natürlich› ist hier fehl am Platz. Daß die Königin kein Unrecht tun kann, ist ein Grundprinzip
der britischen Justiz, deren der Souverän die Quelle ist. Du hast vergessen, daß Großbritannien, juristisch
gesehen, eine absolute Monarchie ist, ohne Verfassung. In Großbritannien geht nach wie vor nicht alle
Macht vom Volk aus. Appearances can be deceptive.
@wassers: s. auch ‘Ignorante Pedanterie –› Blamage’, Ostereier & Meßgewänder, Mo. 13.04.2009 17:20
Samstag, 11. April 2009 08:59, wassers @pamino: Sie erschrecken mich! […] Sie sind ein wenig zu arrogant,
mein Bester, denn ich schreibe im Gegensatz zu Ihnen live, d. h. sofort und ohne Nachkontrolle und benötige
keine vier Stunden wie Sie, bevor ich mich äußere, wenn ich mich äußern will. Ich sehe die Relevanz
nicht, es sei denn, Du willst ein edler Wilder sein; aber aufpassen, das Kapital von 1789 ist ziemlich
hin. Sie erinneren mich an die auch hier schreibende „Clarissa C.“ Das verstehe ich gar nicht. Die Schnelle,
mit der sie reagiert, hat mich immer erstaunt. Sonst aber scheint Dein Vergleich mich eher zu ehren, was
wohl nicht Dein Ziel war. Schminken Sie sich ein wenig von Ihrer Überheblichkeit ab, denn Sie wissen
genauso wie ich, wenn man etwas nicht verstehen will, versteht man es weder in der Muttersprache noch
in der Originalsprache, in der es verfasst wurde. Die Konzilskirche gibt uns hier das beste Beispiel.
Redest Du mit Dir selber? P. S. Diese Antwort hat gedauert, denn ich habe gegen 3.58 Uhr leider fest geschlafen
und habe Ihr Statement erst jetzt entdeckt. Ich habe das größte Verständnis dafür. Vielleicht verstehen
wir uns ja auf Espagnol besser? Ich glaube nicht, denn da scheinst Du stärker zu sein, als ich. Siehst
Du, ich versuche nicht, mich größer zu machen, als ich bin. Erschrecke doch!
Behauptungen gehören belegt die eindeutigen historischen Belege für diese Verbrechen Wenn sie Belege
wären, so wäre es unmöglich, sie in Frage zu stellen. Sie werden aber sonst Behauptungen genannt und
ggf. in Frage gestellt. Im Fall der Leugnung des Holocaust sind die mehr als zweifelhaften Motive für
die Infragestellung der Glaubwürdigkeit der Dokumente immer wieder die gleichen: Sie tragen in aller
Regel mehr oder weniger offen antijüdische Züge und sind geprägt von dem Bemühen, das Gedankengut,
das damals zu diesen Vernichtungsaktionen geführt hat, als gar nicht so schlimm, ja als salonfähig erscheinen
zu lassen. Hier sind die Worte „in aller Regel“ sehr wichtig. Ich glaube, der Ausdruck geht zu weit, und
das „oft“ oder „mehrheitlich“ besser stünde. Wie dem auch sei: Es ist keineswegs mein Anliegen (also,
wenn ich es selber sagen darf, das Anliegen Eines, dem es in erster und letzter Linie um die Wahrheitsfindung
geht), gewesenes Greuel salonfähig zu machen. Die Frage ist nicht: Warum sagt der ‘Leugner’ das?, sondern:
Hat er recht? Es gibt schon Leute, durchaus nicht antijüdisch eingestellt, die gewisse, vom Heiligen
bundesdeutschen Amt zu kanonischen Glaubensartikeln erklärte Behauptungen in Frage stellen möchten;
ja, sogar jüdische. Es ist merkwürdig, daß gerade ein Nachfolger Luthers die Legitimität einer solchen
Infragestellung bestreitet.
@wassers: ignorante Pedanterie –› Blamage Sonntag, 12. April 2009 19:56, wassers: @gotthard – Kirchenrecht –
übergesetzlicher Notstand: […] Lefébvre […] wassers, versuchst Du es dem sich selbst aufwerten wollenden
aber ignoranten Vatikan-Pedanten gleichzumachen, der die phonetisch richtige Umschreibung ‹eleison imas›
des überlieferten Missale in das absurde ‹eleison hymas› ‘erbarme dich eurer’ seines Ordo Hebdomadæ
Sanctæ Instauratus verwandelte? Deine besserwissende Korrektur von ‹Lefebvre› in *‹Lefébvre›
(Wiederholungstat) ist zwar weniger blamabel, soll aber nicht beim aufmerksamen Leser Schule machen. Also:
Du hast schon in meine Richtung auf frz. gepostet. Ist Dir das Wort orfèvre ‘Goldschmied’ bekannt? Dessen
zweiteres Element stellt die normale phonologische Entwicklung von lat. fabrum (acc. von faber ‘Metallwerker’)
in frz. fevre dar, so daß der Berufsnachname le fevre entstand. Nun gab es irgendwann später einen Lefevre,
der sich auch aufwerten wollte, und dachte, dies zu tun, indem er das ‹b› des lat. Wortes, daß seit
langem durch ein ‹v› ersetzt worden war, wieder einsetzte; hierbei ließ er wohlweislich das ‹v›
stehen und sprach das ‹b› nicht aus. ‹é› ist hier unmöglich, da [e] nur in einer offenen Silbe
ausgesprochen werden kann, und von den möglichen Aussprachen gibt weder [ləfɛvRə] noch [ləfɛvR]
eine offene 2. Silbe her. ‹è› wäre möglich gewesen, ist aber überflüssig, da ‹e› in einer
geschlossenen Silbe sowieso [ɛ] ausgesprochen wird. Erzb. L. durfte also schon seinen Namen so schreiben,
wie er es tat.
zu Bild 3 ‘Tod und Leben, die kämpften unbegreiflichen Zweikampf; des Lebens Fürst, der starb, herrscht
nun lebend’. Aus der Ostersequenz: nicht ‘unbegreiflich’ sondern ‘wunderbar’.
Premierminister und Bundeskanzler keine Staatsoberhäupter Samstag, 11. April 2009 08:11, Marcelus: [daß]
in Großbritannien-Nordirland Katholiken nicht an der offiziellen Staatsspitze stehen dürfen (was natürlich
EU-rechtswidrig ist, aber wo kein Kläger, da kein Richter), ist wahr, aber vor welchem Gericht willst
Du die Königin verklagen?
„A little knowledge is a dangerous thing“. Freitag, 10. April 2009 23:15, wassers @pamino> – La responde
en anglais! Just as well, I should think. – (later: no, forget that) Naturellement nous pouvons continuer
la correspondance en francais mais la lengue en questión est anglais. Cet la raison pourque je fait la
résponde en la lengue original. I don’t quite follow the logic of that. According to the postion of the
statement of the most Reverend The Right Reverend – he’s not an archbishop. Bishop Williamson it is obvious
he wants to […] I’m not interested in what you or anyone else thinks he wants to say, but in what he
says. as much of these theory – he calls it privileges – When he means theory, he says theory. When he
means privileges, he says privileges. in respect to the position of the catholic religion in „modern“
societies. The essence of his statement will be found by an analysis of his language, not otherwise. So
you are fully justified to believe in previliges as being defined before. Am I? This is the reason why
I cannot follow your thesis. Aha. The text is directly posted! What the devil is that supposed to mean? –
Look here, the reason why you can’t understand either Bishop Williamson’s English or mine is that you
haven’t learnt the basics of the language. Your English is incomprehensible doggerel. Your French is a
bit better, but please write to me in German, otherwise I’ll hardly understand a word of what you say.
Ἅγιος Ἁθάνατος, ἐλέησον ἡμᾶς (nicht ὑμᾶς) Freitag, 10. April 2009 23:15,
Schalom: Derleser+ Ich habe die erschütternde Passion gesehen. Ich wünsche Ihnen, die Heilige Osternacht
nicht zu verschlafen. O Theos Hagios, O Theos Ichtyros, O Theos Athanatos eleison hymas ! Frohe und Gesegnete
Ostern! eleison hymas heißt ‘erbarme dich eurer’. Den Rest korrigiere ich nicht. („Aber es steht im Buch!“ –
Ich weiß. Seit der ‘Erneuerung’ der Karwoche, als blamabler Fehler eines einäugigen besserwissenden
Griechschstümpers unter blinden.)
üppige orthodoxe Gebetsmahlzeit Freitag, 10. April 2009 14:28, wolfgang11: Das kann man auch normal sagen
und nicht immer so geschwollen Nach aufgezwungener Lektüre Deiner neuesten Beiträge habe ich diesen
Gedanken: Was für Dich orthodox ist, ist arm.
@baiserd’oiseau καὶ wassers Freitag, 10. April 2009 17:58, baiserd’oiseau @pamino: ich ahme ihn nicht
nach. Der Satz ist (auch) auf meinem eigenen Mist gewachsen, auch wenn es bei Weitem keine neue Idee gibt.
Alles wurde schon mal gedacht. Auch das hier. Deswegen ist das trotzdem meine Meinung. Ich wollte nicht
unterstellen, Du hattest den Gedanken des Cicero-Satzes nachgeahmt. Ja, in meiner Erfahrung kennen die
allerwenigsten Leute diesen Satz; ich nehme an, er würde von irgendeinem internationalen Philologenverband
indiziert. Im Gegenteil, da Du gesagt hattest, du hättest Latein (und wohl benotet wirst), wollte ich
Dich nur davor warnen, Ciceros unciceronianische Syntax in diesem seinen Satz nachzuahmen. Freitag, 10.
April 2009 18:15, wassers @pamino: – Une personne avec… Il est absoultement admirable comment vous avez
une éduction en lengue diverse et prendrez la possibilité de demonstrer cette capabilité ici. Votre
traducción du texte anglais du S. E. Msgr. Williamson et aussi trés interessant mais il ne fait pas
de sens en répest de la conclusión. Citoyen, tu sais l’espagnol beaucoup mieux que moi, alors permets-moi
de répondre en français en me restreignant à ta critique de ma traduction. Je suis d’accord qu’elle
est plus difficile à lire que celle de kreuz.net. Mais ce n’est pas le bon critère ; p. ex., Mgr W.
écrit ‘to establish her most important rights’ et non pas ‘to save […]’ comme le traduit kreuz.net.
Ma solution comporte une syntaxe plus hypotactique ; elle marche ; à toi de relire.
מלכא דיהוד(א)יא Freitag, 10. April 2009 08:13, Inabikari: Aramäisch, nicht Hebräisch Sehen
wir mal, o Aufmüpfiger. Nach Joh 19,19f wird die Inschrift τίτλος titlos genannt, lateinisch titulus
[…]. Du hast nicht weit genug recherchiert. Wikipedia reicht nicht. Τίτλος ist kein griechisches
Wort, sondern die späte Übernahme von lat. titulus. Ev.Joann.19:19-22 übersetze ich stilgerecht wie
folgt: ‘und Pilatus schrieb ein Etikett und legte es aufs Kreuz; geschrieben stand JESVS AVS NAZARETH
DER KŒNIG DER JVDEN. Also dieses Etikett lasen viele der Juden, da der Ort, wo Jesus gekreuzigt wurde,
nahe bei der Stadt lag. Und geschrieben stand auf hebräisch, lateinisch, griechisch. Die Hohenpriester
der Juden sagten also Pilato: Schreib nicht, der König der Juden, sondern, daß der sagte, ich bin der
König der Juden. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben’. Die übrigen Evangelien
machen über […] Sprache der Inschrift keine Angaben. Also vergessen wir sie hier! der Satz [wäre]
wohl damals nicht auf Hebräisch, sondern Aramäisch – der Umgangssprache der damaligen Bevölkerung Palästinas –
verfasst worden. Ich denke, wenn der jüdische Augenzeuge St. Johannes ‘auf hebräisch’ sagt, sollten
wir es ihm abnehmen. Da brauchen wir Deine Wikipedia-Konjektur Wilhelm Brandts vom 19. Jh. nicht, zumal
Du sie sowieso nicht verstehst.
Der Bischof von Rom und der Bischof nullius Freitag, 10. April 2009 13:38, Przybislav Iamesseblo @Pamino:
Der Bischof von Sitten zieht am gleichen Strick. Was wird Bischof Fellay tun, sollte Bischof Brunner am
gleichen Strick wie Bischof Müller ziehen und Benedikt XVI Bischof Fellay um Aufschub bitten? Erst mal,
hoffe ich, den Papst um einen kurzfristigen Termin für den Beginn der angekündigten Diskussionen bitten.
Aber ich glaube, der Papst wird sich nicht so in die Ecke stellen. Du scheinst zu glauben, Bischof Fellay
habe die Verlegung wegen Drucks aus Regensburg über Rom veranlaßt. Ließ meinen Beitrag noch mal. Ich
sehe seine Handlung als eine freie Geste.
Pius-Weihen Weitere Weihen von seiten der Bruderschaft wären für Berg „ein neuer, beklagenswerter Tiefpunkt“.
Er könne nur hoffen, „daß man auf diese Provokation verzichtet und statt dessen die ausgestreckte Hand
des Papstes ergreift.“ Er soll die Weihen ruhig beklagen. Für beide Seiten ist die jetzige Lage klar:
Bis auf die von beiden in Aussicht gestellten dogmatischen Diskussionen bleibt es beim status quo ante,
und von einem neuen Tiefpunkt zu reden ist unsinning, wo doch ein großer Fortschritt erzielt worden ist.
Vielleicht baut er zuviel auf die Verlegung der Zaitzkofener Weihen in die Schweiz. Ich sehe diese Verlegung
als eine handausstreckende Geste von Seiten der Priesterbruderschaft, wobei dem Papst die Unannehmlichkeit
eines offenen Streites mit dem streitsüchtigen Kurfürsten von Regensburg erspart bleiben sollte. Hier
und jetzt im empfindlichen Prozeß der Annäherung sind empörte Interventionen von Kanonjuristen und
als solche sich gebarenden Exegeten wenig hilfreich.
hebräisch, nicht aramäisch Donnerstag, 9. April 2009 22:18, Marcelus: Jeschua ist der aramäische Name
Jesu, der allerdings auch andere Formen hat, wie „Jehoschua“ und „Joschua“. Es wäre interessant einmal
zu sehen, unter welchem aramäischen Namen Jesus von Nazareth auf der Kreuzesinschrift bezeichnet wird,
auf der ja mehrere Sprachen benützt wurden, auf der ja, wenn ich mich richtig erinnere, auch die aramäische
Schriftfassung zu finden ist. Keine aramäische, nur eine lateinische, eine griechische und eine hebräische.
Die lingus franca war Griechisch, wie heute Englisch.