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#75 josefmaria † 15:48:33 | Samstag, 3. September 2005
ekelhaft! man kann wirklich nachvollziehen, wie card. meisner es gehen muß, wenn er gegen festgefahrene
halbwahrheiten vorgehen muß. er wird auch oft ähnlichen beschimpfungen ausgesetzt. peinlich, daß sich
seperatisten sowas erlauben. ich bitte darum, meinen account zu löschen. @ redaktion: die methoden des
neonazismus zu benennen, nämlich den geschichtsrevisionismus, ist wichtig und richtig. aber sie ziehen
es vor, staats- und menschenfeindliche ideologien zu verteidigen und stattdessen ein wenig hetze gegen
minderheiten zu unterstützen. adieu!
#73 josefmaria † 15:39:29 | Samstag, 3. September 2005
@ miles christi: eben! aber juristisch is kaum was zu machen du sagst es! verleumdung ist ein personalbezogener
tatbestand. selbst wenn ein teilnehmer hier verleumdet worden wäre, was nicht der fall ist, wäre dies
unerheblich, da keine person in ihrem ansehen verletzt wird angesichts der anonymen accounts! der tatsächliche
tatbestand ist die volksverhetzende leugnung des massenmordes. aber da es sich um ausländische politik
handelt, würde ein solche verfahren eher eingestellt. insofern, christfidel, kann in diesem forum leider
niemand für irgendwas belangt werden, höchtens die redaktion für die publikation solchen gedankengutes.
das wäre zu prüfen.
#56 josefmaria † 00:07:01 | Samstag, 3. September 2005
@ miles christi: „pinochet ist kein massenmörder“ das waren ihre worte lesen sie doch nach! wenn das
keine leugnung ist, was dann? aber wenn sie ihre eigenen postings ignorieren, gibt das abgesehen von einem
gewissen grad an schizophrenie durchaus auch irgendwie grund zur hoffnung…
#54 josefmaria † 23:54:36 | Freitag, 2. September 2005
@ evelin: ich fasse es nicht! die machen haß und terror an zahlen fest! die zahl 80.000 ist wikipedia
entnommen (evtl. kritik an dieser quelle lasse ich zu!). denn allein von den mordzahlen her wäre pinochet
„harmloser“ als viele andere verbrecher des 20. jh. was ihn zu einem der größten verbrecher macht, ist
die perverse geißelung seines volkes, die ausdruck fand in zigtausendfachen folterungen, deportationen,
in mord und diskriminierung und unterdrückung. es ist nicht die numerische hülle die ihn auch in der
öffentlichen meinung zu einem der größten verbecher macht sondern die systematik des terrors, die in
lateinamerika ihres gleichen sucht und bis heute wie ein schleier über chile liegt. im übrigen sehe
ich keinen weiteren anlaß mit ihnen zu diskutieren. wenn sie mord und terror nur an zahlen festmachen
und relativieren, ist das zu verschmerzen. inakzeptabel war mir vor allem die leugnung, v.a. durch miles
christi, der bezeichnenderweise schweigt. auch bezeichnend die zensur von kreuz.net, die die redaktion
entlarvt hat als ideologisch durchsetzt, da die verteidigung von mord über die benennung der wahrheit
gestellt wurde.
#51 josefmaria † 23:34:14 | Freitag, 2. September 2005
und der relativismus geht weiter die rede war von 80.000 toten und „verschwundenen“. ich bin gern bereit
diese herauszunehmen, wenn sie mir sagen, wo sie sind! fühlen sie sich im übrigen nicht schmutzig, hier
über die zahl von morden zu diskutieren, als ob ein toter weniger das terrorregime pinochets auch nur
irgendwie besser machen würde. miles christi sprach vorhin noch davon, daß es keinen massenmord gegeben
habe. nun gestehen sie anhand der austriapresse schon tausende ein. was wollen sie eigentlich? geht es
doch darum zu sagen, daß pinochet nicht so schlimm ist, weil er kein schwuler konzilfreimauer war?
#43 josefmaria † 22:52:45 | Freitag, 2. September 2005
@ evelin: sie ergreifen partei für mord, terror und unterdrückung und reden sich aus @ christfidel:
Da allein hunderttausende schlimmere Verbrecher im 20. Jahrhundert gelebt haben und leben, ist Ihre Behauptung
eine Relativierung: Sie stellen Pinochet verbal mit Stalin und Hitler auf eine Ebene und begehen damit
eine Geschichtslüge. relativierung ist ist nicht die beiordung zu anderen mördern, sondern erhöhung
oder erniedrigung. pinochet gehört genau wie die anderen mörder des 20. jahrhunderts (mao, ) die abtreibungen,
stalin und hitler bilden zweifelsohne eine andere qualität. das wurde nie bestritten. pinochet bleibt
mit 80.000 morden einer der GRÖßTEN VERBECHER DES 20. JAHRHUNDERTS. und sie alle male leugnen oder revidieren
die verbrechen dieses massenmordes und verhöhnen alle opfer und gott, der sich am kreuz für uns hingegeben
hat.
#37 josefmaria † 22:40:46 | Freitag, 2. September 2005
Relevanz des Kreuz.net-Forums für den Staatsschutz Ich halte diese Diskussion ausgehend von der Monarchieliga-Homepage
für extrem bedenklich. Ich werde aus diesem Grund der Landesbehörde für Verfassungsschutz den Link
www.kreuz.net/remark.1787.html zusenden, um eine Prüfung vornehmen zu lassen. Die Autoren sind rein juristisch
wahrscheinlich fein raus, aber die Kreuz.net-Redaktion könnte sich fragen lassen, warum sie braune Ideologie
publiziert. Ich hoffe, daß diese perversen Ergüsse verschwinden – so oder so. Aber das wird kommen,
da seid sicher!
#75 josefmaria † 23:25:17 | Donnerstag, 1. September 2005
@ ChrFid: sich das Thema nicht verbieten lassen Außerdem hast Du grade im Gespräch mit Lilith doch betont,
daß die Unterscheidung zwischen Praxis und Veranlagung eine „Phantomdiskussion“ (Dein O-Ton) ist, weil
die Klärung des Zusammenhangs bzgl. verwischender Grenzen und Praxistrieb hier nicht zu klären ist –
nicht zuletzt aufgrund mangelnder Qualifikation. Also ich kann an Deinen Ausführungen auch nichts Brisantes
oder grob unwahres festmachen. Wichtig war eben die Kenntlichmachung der eigenen Meinung. Das im Bereich
der Homosexualität (bewußt etwas allgemeiner gefaßt!) Sündhaftigkeit vorliegt, steht außer Frage.
Alles andere ist moralischer Relativismus und nicht mit der Lehre vereinbar. Die Details (da stimme ich
Dir weiter zu) können hier kaum geklärt werden – angesprochen in jedem Fall!
#20 josefmaria † 23:52:47 | Dienstag, 30. August 2005
@ gotthard: nicht so weiteres von sich auf andere schließen und mehr braucht wohl der jetzige hl. Vater
auch nicht. Ich habe bisher nur Eucharistiefeiern von ihm gesehen, die diesem AEM folgen. der heilige
vater ist keineswegs derart theologisch minimalistisch (ich könnte auch sagen: anspruchslos), wie sie
sich hier darstellen. dieses urteil wäre ihnen auch nicht so locker aus der „feder“ geschossen, wenn
sie neben ihrem aem auch mal in seine schriften (gott und die welt, geist der liturgie) blickten, in denen
er eindeutig und ausdrücklich gewichtige lateinische elemente in der messe fordert. dies wurde auch in
köln deutlich, wo er trotz der regie des sehr (nennen wir ihn mal) kreativen zeremonienmeisters erzbischof
marini einige lateinische texte einbrachte, darunter an stellen, an denen man es gar nicht gewohnt ist
(z.b. embolismus des vaterunser). grade der römische pontifex pflegt das lateinische traditionell sehr,
weil ein andere sprache dem universalitätsdenken des amtes nicht entspräche.
#70 josefmaria † 23:49:25 | Montag, 29. August 2005
@ chairochin: erst dummheiten in umlauf bringen, dann frech werden!!! es ist doch lächerlich, welch einen
unfug sie hier von sich geben und mit welcher selbstverblendung sie nach ihrer argumentativen demontage
dann persönlich werden (s. christfiedl)! ein armutszeugnis dann über die vermeintliche selbstüberschätzung
anderer zu spekulieren! wie peinlich für sie! ihrem ARGUMENTATIVEN SCHLINGELKURS (den begriff übernehme
ich sehr gerne!) zu folgen, ist in der tat nicht schwer, weil sie ihre meinung ja regelmäßig wechseln.
in ihrem allerersten beitrag zum thema sprachen sie von „katholikenpest“ und kritisierten die LEHRE der
kirche, später dann konnten sie gegen die wahrheit und unveränderlichkeit der lehre nicht mehr anreden
und bemängelnden dann den sprachstil und brachten begriffe wie haß ins spiel, wobei sie mit ihrer unsachlichen
entgleisung doch die ursache aller aggressivität waren und sind! ihnen scheint es, nachdem sie den boden
der tatsachen, fakten und inhalte verlassen haben, nur noch darum zu gehen, noch den einen oder anderen
persönlichen punkt zu landen, um dann mit blauem auge doch noch sagen zu können: „diesen konservativen
säcken hab ichs aber gegeben“… inhaltlich sind sie längst k.o.
#58 josefmaria † 05:20:46 | Samstag, 27. August 2005
@ cairochon: bodenlose unverschämtheit! ungeachtet der publizierten inhalte: die stimme als „ungezogenes
kind“ usw. zu beschimpfen, ist angesichts deiner widerlichen ausfälle unter dem kardinal-pujats-artikel
eine dreistigkeit ohne gleichen. es gibt nämlich einen himmelweiten unterschied zwischen polarisierung/provokation
und infamer lüge! deine haßausfälle gegen die kirche und ihre kinder veranlaßt mich, dir jegliches
recht abzusprechen, hier einen kommentar loszuwerden ohne den verweis auf deine antikirchliche gesinnung
folgen zu lassen! was das thema betrifft, so ist es schwer, eine definitive antwort zu finden, wenn man –
wie ich – die medizinischen hintergründe nicht studiert hat. in jedem fall ist homosexualität eine sündhafte
perversion des sexuellen, die die seele vergiftet. aber ich denke, für medizinische spitzfindigkeiten
fehlt hier einfach der rahmen und die fachkompetenz (jedenfalls bei naturwissenschaftlichen laien wie
mir)!
#26 josefmaria † 05:05:15 | Samstag, 27. August 2005
@ cairochon: niveau ist die kreditkarte des intellektuellen! zunächst mal mein bedauern zu ihrem bankrott!
ihre pauschalen halbwahrheiten/lügen sind unterste schublade! die kirche als haus des menschen ist immer
auch ein ort der sünde, der schwäche (vgl. fehltritte in der geschichte). es erhebt sich keiner über
die sünder, weil wir alle sünder sind. äußerungen wie die des kardinals sind gewiß nicht haßerfüllt,
sondern deuten hin auf sein interesse am menschen und dessen heiligung! mahnende und durchaus auch harte
worte dürfen nicht gleich als haß mißgedeutet werden, vielmehr sind sie correctiones fraternae und
insofern auf liebe gebaut. das billige klischee der „pädophilenkirche“ o.ä., das sie so hilflos bedienen,
ist weithergeholt und gotteslästerlich: der mensch verrät die kirche und damit dem herrn täglich durch
seine sünden, aber es ist ein lachhaftes wunschdenken der anti-ekklesialen, daß die zahl derer, die
perverse phantasien hegen und sie womöglich gar ausleben, in der kirche derart bedeutend sei. ich weiß
von statistiken, wonach z.b. die schule (~ der beruf des lehrers) weitaus signifikanter ist und die kirchen
(übrigens kaum schwankungen ev/kath!) den schluß ausmachen. die überrepräsentanz klerikaler vergehen
in den medien ist einerseits linke hetze, andererseits auch ausdruck tiefempfundender anerkennung des
wertes der kirche, in die das sündhafte nicht gehört. perversion ist kein merkmal der kirche, sondern
wird von außen – auch von leuten wie ihnen – an die kirche herangetragen. verwechseln sie das nicht!
#76 josefmaria † 23:53:42 | Freitag, 26. August 2005
Einen echten Kommentar vonmir dann doch noch für heut Lieber LUTHER, ich kenne philosophierende Haltungen
wie die Ihre, wonach jeder Glaube, solang er aufrichtig ist zum Heil ist, und das jeder, der an Christus
glaubt, schon das ausschließlich Wesentliche erkannt hat, also, daß jeder nach seiner Meinung glücklich
werden kann. Damit haben Sie recht! Jeder kann mit seinem Glauben glücklich werden – aber nur auf dieser
Welt. Denn die eine Wahrheit bleibt die eine Wahrheit und der muß man sich stellen. Jetzt werden Sie
wahrscheinlich schon auf den Lippen haben, WAS? SEIT WANN BESTIMMT DER JOSEFMARIA WAS WAHRHEIT IST??!!!
Irrtum: Was wahr ist, ist uns von Gott selbst offenbart. Das Christentum ist nämlich eine -Achtung Überraschung-
Offenbarungsreligion. Gerade da beginnt nämlich der potestantische Bibel-Fundamentalismus/-Absolutismus
gefährlich zu werden. Dann wenn die Offenbarungsreligion durch Ablehnung von Tradition und Lehramt zur
Buchreligion verformt und damit pervertiert wird! Wie schon gesagt: Nur wer die Kirche zur Mutter hat,
kann Gott zum Vater haben. Und wer die Kirche zur Mutter haben will, muß das gesamte Glaubensgut annehmen
(auch die „uncoolen“ Deposita wie Jungfrauengeburt und Engelexistenz), ansonsten wird der religiöse Selektismus
zu einem blasphemischen Isolationismus!
#74 josefmaria † 23:40:28 | Freitag, 26. August 2005
Sorry an alle Ich gebe ganz unverblümt zu, daß es mir grade hauptsächlich darum geht, meinem Freund
ChrFid die rasche publikation der fortsetzung zu ermöglichen
#67 josefmaria † 23:43:19 | Montag, 22. August 2005
@piusbrüder wenn ihr nicht in die vollständige gemeinschaft zu rom zurückkehrt, ist es nur eine frage
der zeit, daß die zuständigkeit für euch von ecclesia dei zum kasperle wandert (bestenfalls!!)
#48 josefmaria † 00:06:12 | Montag, 22. August 2005
Widersprüche ohne Ende Es geht nicht um soziologisch-politologische oder journalistische Einstufungen,
sondern um die Frage: Was ist die Wahrheit? Und wenn ein Einziger etwas behaupten würde In Wahrheit geht
des darum, Abstand zu nehmen von diesen peinlichen Selbstbeweihräucherungen. Letztendlich interpretiert
der Stellvertreter Christi, was wahr ist, und das sind nicht Sie! Und wenn Sie es vorziehen, fernab der
Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater, eine reaktionäre, ungehorame Privattheologie zu propagieren, die
sei es aus gut gemeinten Motiven, sei es nur um ihrer selbst willen, nichts weiter bleibt als eine Privatmeinung;
und da gehört es sich einfach nicht, diese so darzustellen, als gehe es um die Verteidigung von Kirche
und Abendland. Sie nehmen sich so die kirchlichen Autoritäten der Gegenwart zum Gegner. Das ist gleichermaßen
ein erster Schritt Richtung Versatzstückreligion a la New Age.
#21 josefmaria † 22:17:11 | Sonntag, 21. August 2005
@ Athanasius Die Meßgewandung war doch durchaus feierlich. Auch sonst denke ich, legen Sie zu viel Wert
auf äußeres: Der Papststuhl, im übrigen handgefertigt in deutschen Landen, zeugt von einer Bescheidenheit,
die einerseits zu Joseph Ratzinger paßt und andererseits der Kirche Jesu Christi gut zu Gesicht steht!
Mir ist auch nicht ganz klar, warum Musik von protestantischen Musikern schlecht bzw. wertmindernd sein
kann. Solange nicht gesunden wird „Oh, welch Freud, daß wir Transsubstantiation nicht anerkennen“. Spaß
bei Seite: Der künstlerische Wert z.B. Bachs ist beinahe unübertroffen und Stücke wie solche Bachs
tragen dazu bei, daß Meßfeiern würdevoll gestaltet werden können, da wo katholische Gesangsbücher
u. dgl. schlicht und ergreifend nicht ausreichen! Sehr gelungen war in diesem Zusammenhang übrigens auch
das Orgelnachspiel bei der Amtseinführung Benedikts XVI. (Toccata d-Moll, v. BACH).
#9 josefmaria † 21:29:41 | Sonntag, 21. August 2005
@ Evelin, „MilesChristi“ et al. Die Handkommunion hat ihren Ursprung tatsächlich in der alten Kirche
und diese Form der Kommunion wurde nunmal (wenn auch ohne lebendige Praxis) in die Neuzeit tradiert. Insofern
handelt es sich um einen Gegenstand kirchlicher Tradition und um kein kreatives Konstrukt des II. Vatikanums.
Mir konnte noch niemand darlegen, warum Koexistenz von Hand- und Mundkommunion nicht möglich sein soll.
Doch wieder der Absolutismus der sog. Traditonalisten? Lehnen Sie auch die Fürbitten ab, weil diese auch
nicht Teil der Missa Tridentina waren/sind?! Ich halte es wie Papst Benedikt XVI., der sagt, daß beide
Formen der Kommunion tiefe Würde in sich tragen und man in dieser Frage im übrigen „nicht kleinlich“
(O-Ton!) sein soll.
#7 josefmaria † 20:45:36 | Sonntag, 21. August 2005
@Evelin In der Tat interessant, was Sie da herausgefunden haben. Ich kann Ihre Kritik nachvollziehen,
wobei wir uns sicherlich einig sind, daß der Heilige Vater 1. weiß, wie’s richtig ist, und 2. auch daran
glaubt. Aber ich frage mich trotzdem, wie es zu diesen Fehlern kommen konnte: Vielleicht nur Unkonzentriertheiten
infolge von nicht geplanten Abweichungen vom Redemanuskript…
#9 josefmaria † 20:40:58 | Sonntag, 21. August 2005
@Evelin Bitte genau lesen! Ich halte es ebenfalls für bedenklich, die Missa Tridentina quasi zu verbieten.
Insofern kritisiere ich die absolute Tendenz des V2, aber: Die häufig grade auch bei kreuz.net veröffentlichten
Stellungnahmen von Anhängern des alten Ritus neigen völlig parallel dazu, die tridentinische Messe als
einzig wahren und allein zu pflegenden Ritus zu proklamieren. und genau in diesem Ritenabsolutismus liegt
die Ursache, warum die Anhänger der alten Messe kaum Gehör finden. Ein anderer mag die Nähe zur Piusbruderschaft
sein, die sich leider z.Zt. nur am Rand der Kirche bewegt.
#4 josefmaria † 20:33:11 | Sonntag, 21. August 2005
@Athanasius „Und solange durch Handkommunion bei diesen Papstmessen und Mahlbenachdrückung der Eindruck
gegeben wird die Referenzen zu Leib und Blut seien irgendwie nur geistlich und nicht substantiell mit
der Hl. Kommunion verbunden, bleibt auch die wahre Liebe zur Eucharistie fern oder entartet.“ Wieso sprechen
Sie Handkommunizierenden ihren Glauben an Transsubstantiation und ihre Liebe und Wertschätzung zur Eucharistie
ab? Diese Behauptungen halte ich angesichts der langen Tradition der Handkommunion und ihrer lehramtlichen
Gleichwertigkeit zur Mundkommunion, die ich hinsichtlich des geringeren Mißbrauchspotentials durchaus
auch schätze, für haltlos. Gott sei Dank ist dies auch nicht Lehre oder Praxis der Kirche!
#7 josefmaria † 20:24:56 | Sonntag, 21. August 2005
Beichte & Pro Missa Vaticana @ Irenäus und Romulus: Ihre Berichte bzgl. der mangelnden Wertschätzung
des Beichtsakramentes hierzulande decken sich sehr mit meinem Erfahrungen. Ist hier nicht die dt. Bischofskonferenz
gefragt? @ Marcel: „…sondern derjenige, der den Startschuß zur Rückkehr zum ganzen apostolischen Glauben
geben wird.“ Ich halte die Position für gewagt, daß der Glaube der Kirche steht und fällt mit der Rolle
des alten Ritus. Ich selbst empfinde die Diskriminierung des alten Ritus zwar auch als unsinnig hinsichtlich
seines de-facto-Verbotes (!), welches niemals der Tradition der Kirche entspricht, aber auf der anderen
Seite ist genau dies der Fehler, der oft von den Anhängern des alten Ritus begangen wird: nämlich jede
Form von Ritenpluralismus (den es in der Kirche immer begründet gegeben hat und der nicht unbedingt gleich
unwünschenswert ist) zugunsten einer einseitigen und überbewerteten Fokussierung auf den alten Ritus
zu verneinen. Es gilt, den neuen Ritus zu korrigieren und nicht, diesen abzuschaffen.
#7 josefmaria † 18:34:03 | Samstag, 20. August 2005
@Athanasius Ich störe ja nur ungern in deinen etwas einseitig-nostalgischen Überlegungen (An dieser
Stelle bitte mir nicht böse sein!), aber 1. redete ich nie vor einer Rückkehr zum alten Ritus u. 2.
hat J. Ratzinger, wie du weißt, eine Entwicklung gemacht, die ihn weitaus mehr sensiblisiert hat für
die Tradition der Kirche als dies noch in den 50/60ern der Fall war. Seine Schriften (vgl. Gott u. die
Welt) neigen ja da durchaus zur Selbstkritik. Vor diesem Hintergrund halte ich nach wie vor fest an der
Meinung, daß jemand, der die vorkonziliare Kirche kennt u. gleichermaßen das V2 mitgestaltet hat, in
einer besseren Ausgangslage ist als jemand, der dies nicht mehr miterlebt hat. Für einseitig halte ich
die Meinung, der alte Ritus sei ohne jeden Mangel u. müsse unbedingt wiedereingeführt werden. Dies ist
im übrigen auch nicht Lehre der Kirche. Gleichwohl bin ich wie viele (vielleicht darf ich dich da einschließen)
der Meinung, daß manchen Tendenzen der heutigen Liturgie gegengesteuert werden muß, um dem Ritus wieder
mehr Würde u. Festlichkeit zu verleihen. Dazu ist die Liturgiekonstitution des V2 u. ihre tatsächliche
Umsetzung aber zunächst einmal eine gute Ausgangsbasis. Die Diskriminierung des alten Ritus allerdings,
die man daran erkennen kann, daß ein Diözesanpriester eine Dispens benötigt, um nach ihm zu zelebrieren,
ist nicht richtig. Insofern denke ich nähern wir uns an, wenn ich sage, daß der alte Ritus als bedeutender
Teil der kirchlichen Tradition einen anderen Umgang verdient.
#5 josefmaria † 18:05:00 | Samstag, 20. August 2005
@Romulus Ich stimme völlig zu, was das Benehmen vieler Seminaristen angeht. Man beachte auch, wie schwer
es für den Papst und seine Begleiter war, die Kirche wieder zu verlassen angesichts derer, die den Papst
an der Soutane festzuhalten versuchten. Unmöglich! Befremdlich auch, daß der päpstliche Reisemarschall
derart häufig dazwischen gehen mußte. Was den WJT 2008 angeht, so bin ich sehr zuversichtlich, daß
auch dieser in der lebhaften Tradition des diesjährigen und der letzten stehen wird. Ich hoffe nur, daß
der Journalist Peter Seewald sich täuscht, der auf die Frage eines Reporters nach der größten Schwäche
Benedikts XVI. jüngst antwortete, daß dieser zu viel Fruchtlimonade trinke und „nicht nein sagen kann“.
Die letzte Einschätzung kann ich zwar im Grunde nicht nachvollziehen, aber die zahlreichen Einladungen
aus aller Welt, über die kreuz.net berichtet, rufen mir sie immer wieder sorgenvoll ins Gedächtnis:
Denn ich hoffe, daß Papst Benedikt XVI. gemäß der oft genannten Vermutung weniger reisen wird als sein
Vorgänger und verstärkt innerkatholische Thematiken angeht. Man bedenke auch: Nach Papst Johannes Paul
II. als letztem Konzilsbischof wird Papst Benedikt XVI. als Konzilstheologe wohl letzter Papst sein, der
am II. Vatikanum teilnahm und von daher mit anderen Voraussetzungen an Themen wie „Reform der Liturgiereform“
herantritt als ein Papst, der die vorkonziliäre Zeit lediglich aus seiner Schulzeit kennt (Bischöfe
und Kardinale ab Jahrgang 1944).
#4 josefmaria † 17:48:28 | Samstag, 20. August 2005
@Kardinal Danneels Streng genommen ist das ungehorsame und selbstbezogene Verhalten Danneels’ nicht vereinbar
mit den Treueversprechen des Weihesakramentes und der Kardinalskreation, was insofern ein völlig anderes
Vorgehen des Hl. Stuhls ermöglicht hätte, mindestens doch eine öffentliche Rüge. Der Kardinal scheint
ein Kirchenverständnis zu haben, das dem von Gruppen wie „Wir sind Kirche“, die im übrigen ja auch im
Rahmen des WJT ihr Unwesen treiben, nicht allzu fremd zu sein scheint. Wie seht ihr das?