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#14 St. Anton † 17:25:40 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Nunja, Geschmacksfrage… Nach den deutschen Standards von vor 70 Jahren muss man konstatieren: Ja, die
Figur ist reichlich „entartet“. Allerdings finde ich diese Standards nicht geeignet, um Kunst zu beurteilen.
„Kirchenfeindlich“ ist jedoch etwas anderes. Kirchenfeindlich ist, wenn jemand ins Weihwasserbecken uriniert
und dabei blasphemische Lieder singt.
#15 St. Anton † 14:29:17 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Genaugenommen… Genaugenommen wissen wir nicht, ob Jesus heterosexuell war. Offenbar hat der Sohn Gottes
keine Veranlassung gesehen, sich zu sexuellen Themen zu äußern. Er hatte auch kein Problem damit, daß
seine Jünger Frau und Kinder zuhause zurückließen. Von Petrus wissen wir, daß er verheiratet war (seine
Schwiegermutter wird erwähnt), aber die Frauen der Männergesellschaft wurden nur erwähnt, wenn sie
mit einer der biblischen Geschichten in Zusammenhang standen. Was soll man also davon halten? Ich würde
sagen: Nichts. Die christliche Botschaft hat im Kern wichtigeren Inhalt als Sex. Sogar Geschichten wie
diejenige Onans werden heutzutage unzulässig „sexuell“ interpretiert, obwohl die Botschaft eine andere
ist: Onan wurde von Gott verurteilt, weil er seiner anvertraute Zweitfrau kein Kind gönnen wollte – aber
in der konservativen Lesart wurde aus dem polygamen Gebot ein Verbot der Masturbation…
#5 St. Anton † 12:00:19 | Donnerstag, 28. Mai 2009
Hm, finde den Bericht unausgewogen … und etwas einseitig: Was waren denn nun die Probleme zwischen Abt
Zeller, dem Bischoff Scheuer und Pater Sirach? Das deutet doch auf ein eklatantes Problem hin, das zur
Beurteilung der Sachlage viel wichtiger ist als vieles andere, was hier berichtet wurde. Ohne Hintergrundwissen
kann man zu dem Vorgang unmöglich eine Meinung haben.
#50 St. Anton † 10:59:30 | Donnerstag, 28. Mai 2009
@ FioreGraz Danke für diesen Hinweis. Die Vorstellungen von „Himmel“ und „Hölle“ sind von unterschiedlichen
Religionen beeinflusst, etwa von den „heidnischen“ Götterwelt der Griechen und Römer. Im Judentum kamen
diese Vorstellungen erst sehr spät auf und waren vom Zoroastrismus, sowie den griechisch-römischen Begriffen
entlehnt, soweit ich weiß. Bin allerdings kein Experte für Religionswissenschaft, wer Genaueres weiß,
möge mich bitte korrigieren. Soweit ich weiß, ist der Begriff „Hölle“ auch stets ein Übersetzungsproblem
der Bibel gewesen. Auch bei den Übertragungen der Begriffe ins Deutsche: Luther fing damit an, den griechischen
Hades als „Hölle“ zu übersetzen, was in späteren Übersetzungen dann doch mit „Totenreich“ übersetzt
wurde. Dann gibt es noch die Gehenna (eine Metapher) bzw. den Scheol, wo es – anders als im Hades – der
Überlieferung nach feurig zugeht, wohingegen der Hades eher kalt sein soll. Nicht nur die Übersetzung
bereitet Schwierigkeiten: Hier für theologische Klarheit zu sorgen ist ein ganz eigener feuriger Pfuhl
für sich, da die Quellen dieser Idee – nunja – unklar sind. Die Höllenvorstellung, die heute gelehrt
wird, entspringt eher den Alpträumen wohlmeinender Kirchenväter als der göttlichen Botschaft selbst.
Nur Gott selbst weiß, woher wir Menschen wissen, wie es in der Hölle aussieht. Satan wird es uns ja
kaum verraten, schließlich würde er uns damit zu mehr Moral verhelfen, nicht wahr?
Religion und Politik Ich bin strikt GEGEN eine Vermischung von Religion und Politik. Die Geschichte zeigt,
daß diese Mischung nicht geeignet ist, um das Zusammenleben von unterschiedlichen Religionen zu gewährleisten.
Man muss den Realitäten ins Auge sehen: Politik kann heute – und in der Zukunft – nur funktionieren,
wenn sie Religionen fair und neutral behandelt. Wer anderes behauptet, geht seinen abendländisch-christlichen
Wunschvorstellungen nach, mehr nicht.
@ Marcellus Sie verstehen das falsch. Luther wollte nicht die guten Taten schmähen, sondern sagen: TROTZ
guter Taten ist der Gläubige dennoch auf die reine Gnade angewiesen.
@ Marcellus Ich bin zwar Katholik, aber trotzdem will ich Ihrer Darstellung des lutherischen Glaubens
widersprechen. Luther sagt nicht, daß „es reicht, Christ zu sein“, sondern daß selbst Glaube UND gute
Taten nicht reichen, sondern der Mensch immer allein auf die Gnade Gottes angewiesen ist. (In Wahrheit
ist es noch komplizierter, aber ich will Sie hier nicht überfordern) Der Streit ist akademisch, ihm liegt
aber ein entscheidender Unterschied im Gottesbild zugrunde: Bindet sich Gott an die Taten des Menschen?
@ Marcellus Ach, Marcellus… Sie scheinen ja einen schlechten Tag zu haben heute. Ich werde Sie in meine
Gebete einschließen. Aber bitte vergessen Sie nicht: Nicht der Glaube an die Hölle macht sie zum Christen
(daran glauben schließlich auch Nichtchristen, die sich ohne Höllenangst morgens nicht zum Gebetshaus
aufraffen können), sondern der Glaube an die Liebe und die Gnade Gottes. Ich spare hier nähere Ausführungen,
will nur daran erinnern…
@ Marcelus Falls Sie sich irren, Marcelus (allein Ihr letztes Posting ist eine Sünde), sind es wohl eher
Sie, der in die Hölle fährt. Und wenn wir Pech haben, treffen wir uns dort. (In diesem Fall sind wir
aber nicht allein, sondern können womöglich dem versammelten kreuz.net-Team Gesellschaft leisten). Halten
Sie sich erstmal selbst an grundlegende christliche Gebote, anstatt sich ihr Maul über andere zu zerreißen…
@ Marcus Riten werden doch maßlos überschätzt. Die Kirche ist mehr als Liturgie: Priester sind schließlich
keine altgewordenen okkulten Harry-Potter-Figuren, die den richtigen Zauberspruch auf den Lippen haben
müssten, damit Gott uns Gnade und Gehör schenkt… womöglich ist es Gott völlig egal, welchem rituellen
Zirkus wir gerade nachhängen. Jedes Zeugnis hierüber ist von Menschenhand. Klar: Ein Kleriker sieht
das anders – ist ja sein Beruf. Aber ob das wirklich die Essenz unseres Glaubens ist? Wohl kaum. Zumindest
wäre diese Vorstellung sehr, sehr weit weg von den Lehren Jesu Christi, von denen sich die Kirche doch
immer weiter entfernt. Die Pius-Brüder braucht die Kirche also garantiert nicht. Wäre die Kirche auf
diese Spinner angewiesen, wäre sie längst verloren . Am unverschämtesten finde ich die Idee, daß sich
jemand selbst „Rechtgläubigkeit“ attestiert. Da könnte ja jeder kommen. Zeugt nicht gerade von Geist,
ehrlich gesagt.
Respekt Ich habe großen Respekt vor Christen, die sich von einem unterdrückerischen Regime nicht unterkriegen
lassen. Gerade deswegen nervt es mich ungemein, wenn hier auf kreuz.net manchmal so getan wird, als würden
Katholiken jetzt und heute in Deutschland verfolgt. Damit beschmutzt man diejenigen, die TATSÄCHLICH
unter Verfolgung zu leiden hatten: Christen in der DDR oder – um mal von wirklich mörderischer Verfolgung
zu reden: Urchristen im alten Rom, die sich für ihren Glauben hinrichten ließen. Ich begrüße es daher
sehr, wenn durch Berichte wie diesen die Verhältnisse und Realitäten wieder zurechtgerückt werden.
Ausnahmsweise mal ein kreuz.net-Artikel, den ich überwiegend gut finden kann…
Warum, um Himmels willen, kann dieser Kermani nicht einfach gegen Juden wettern, wie wir es bei muslimischen
Fanatikern erwarten (Ahmadinedjad etc)? Kann er sich nicht integrieren und ein Teil unserer Gemeinschaft
sein? Aber nicht vergessen, die provokantesten www.gulli.com/img/jesusrolle.jpg Gotteslästerungen kommen
noch immer aus dem Herzen unseres Landes, nicht von außerhalb.
Kleidungsfragen Ich finde, solche Fragen betreffen vor allem Äußerlichkeiten. Mir ist es doch völlig
egal, was ein Priester anhat. Wenn man mal die Kleidungsfrage stellt, so muss ich sagen, daß ich manche
Mess-Tracht – so historisch sie auch sein mag – heutzutage als eher peinlich ansehe. Früher war das vielleicht
ein schöner Effekt, um dumme Bauern zu beeindrucken, aber heute wirkt das ziemlich tuntig. Anzug und
römischer Kragen – das sieht gut aus und ist dem Amt angemessen.
Ein anderer Blog Ein anderer Blog berichtete gestern, daß in China ein Sack Reis umgefallen sei. Dies
sei zuvor schoneinmal passiert. Eine kirchliche Stellungnahme zu diesem Vorfall steht noch aus.
@ Pamino Wenn, dann haben mich mangelhafte altsprachliche Kenntnisse, eine dürftige Kunde archäischer
Mythen oder eine Rechtschreibschwäche lächerlich gemacht. Durch Ignoranz kann man sich – leider – nicht
lächerlich machen. Ich wünschte jedoch, es wäre so. @ Galatea: Verzeihung.
@ Paulaner Da haben sie vermutlich Recht. Diesmal. Wären Sie hingegen Fundi, hätten Sie immer recht!
(Und falls doch nicht, sind Satan oder Medien schuld)
@ Elijahu Absolute Wahrheiten gibt es sowieso nicht. Wenn Ihnen diese Erkenntnis nicht ins Weltbild passt,
sind sie, was Wissenschaft anbelangt, ohnehin nicht diskussionsfähig. Übrigens habe ich noch nie einen
Wissenschaftler getroffen, der eine Theorie als absolute Wahrheit bezeichnet hätte. Ihr Behauptungen
diesbezüglich sind völlig aus der Luft gegriffen. Ich vermute, Sie haben mit ihrem Glauben ein Problem –
und versuchen, Ihren Glauben zu stärken, indem sie andere Menschen mit Überzeugungen, die nicht ihrem
Glauben entsprechen, herabzusetzen, um sich damit selbst in einem günstigeren Licht sehen zu können.
Warum ist es Ihnen so wichtig, Wissenschaft als Kartenhaus zu diffamieren? Fahren Sie Auto, sind sie jemals
im Flugzeug geflogen? Ja? Sie haben das überlebt? Na, dann kann das Kartenhaus ja nicht ganz so wackelig
gewesen sein, wie Sie behaupten.
@Elijahu Ich kenne zahlreiche Atheisten, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Ihrer Verstandeskraft
um Lichtjahre voraus sind. Garantiert aber Ihrem beschränkten Wissen. Ihre Behauptung, Glaube sei nötig,
um über Verstand zu gebieten, dürfen wir damit als hinreichend widerlegt betrachten. Allerdings gefällt
mir ihre Metapher „Affen, die versuchen, Romane zu schreiben“. PS: Schade, daß wir vom Thema Eichstätt
so weit abgekommen sind.
@ Arkanum Falsifizierbarkeit ist immer relativ. So ganz falsch ist die Theorie ja nicht – aber sie ist
anderen Erklärungen gegenüber ziemlich lahm. Das Modell erklärt, warum ein verletzter Mensch verschiedenfarbige
Säfte verliert – aber es erklärt nicht, warum es verschiedene Blutgruppen gibt. Das zeigt: Jedes Modell
hat seine Grenzen. Das gilt für alle Modelle, auch für die besten und modernsten. Zugegeben: Die meisten
Aussagen des Vier-Säfte-Modells sind – äh – heutzutage schwer zu verteidigen. Das Modell wurde von besseren
Erklärungsmodellen mehr als nur überholt, sondern zerstört. Stünden die vier Säfte in der Bibel –
da können Sie ganz sicher sein – würden sich Tausende empörte Gläubige aber genau um diese Verteidigung
bemühen, selbst wenn diese keine Ahnung von Säften hätten. Ein Problem: Daß Nicht-Wissenschaftler
denken, daß Theorien etwas unbewiesenes, etwas „nicht praktisches“ darstellen. „Das ist ja nur eine Theorie“
hört man oft umgangssprachlich. Da fehlt vielen Menschen die nötige Bildung, muss man leider sagen.
@ Tagchen, Vier-Säfte-Theorie Ich kenne die genannte Theorie nicht. Aber es wird wohl so sein, daß man
als Wissenschaftler sagen muss: „Die vier-Säfte-Theorie eignet sich zur Erklärung von Phänomenen nicht
oder nur unzureichend im Vergleich zu anderen, besseren Erklärungsmodellen“. „Besser“ heißt: Breiter,
tiefer, knapper, eleganter. Beispiel: Theorie A: Der Mond wird von einem unsichtbaren Geist bewegt. Theorie
B: Nö, es sind Gravitationskräfte. Theorie A wirft mehr Fragen auf als sie Antworten liefert – und ist
damit abzulehnen. Ob es diesen Geist gibt oder nicht, ist genaugenommen völlig wurscht. Widerlegt im
engeren Sinn werden Erklärungsmodelle nur insoweit, wie sie faktisch überprüfbar Falsches behaupten.
Das kommt aber tatsächlich nur selten vor. Es ist wichtig, sich klarzumachen, daß es der Wissenschaft
nicht um „wahr“ oder „unwahr“ geht, sondern um Erklärungsmodelle und deren Nützlichkeit, Klarheit, meinetwegen:
Eleganz. Wirklich gesichert „falsch“ ist selten etwas, das ist aber auch nicht das Kriterium
@Elijahu Ich bin für gewöhlich nie Ihrer Meinung, aber hier haben sie mal recht: Wissenschaft kann den
„Glauben“ an die Schöpfung nach den beiden Bibeldarstellungen nicht widerlegen – aber eben auch nicht
stützen. Persönlich betrachte ich solche biblischen Geschichten als metaphorisch, aber wenn jemand das
„naiv“, nämlich wörtlich auslegen möchte: Bitte. Ein Problem habe ich allerdings mit Leuten, die „Glauben“
und „Wissen“ miteinander verwechseln: Solche Leute halte ich für ignorant, für dumm und letztlich für
gefährlich. PS: Die Wissenschaft kann auch nicht widerlegen, daß die Welt von einem Toastbrot regiert
wird, das auf der Rückseite des Mondes lebt… das ist aber kein Plädoyer gegen das Wissen – eher eines
für die Phantasie.
Glaube und Wissenschaft Es gibt zwischen Wissenschaft und Glauben deswegen keinen Widerspruch, weil Wissenschaft
sich mit Glaubensinhalten nicht auseinandersetzt, sich nicht auseinandersetzten möchte und sich nicht
auseinandersetzen kann: Ein Glaube kann prinzipiell nicht wissenschaftlich widerlegt werden – aber genau
das – die Falsifizierbarkeit einer Aussage – ist Voraussetzung, um als Wissen gelten zu dürfen. Alles
andere ist nur eine Vermutung, eine Annahme. Ein bibeltreuer Wissenschaftler könnte beispielsweise über
die Schöpfung sagen: „Ich glaube zwar (= ich vertraue darauf), dass Gott die Welt in 6 Tagen erschaffen
hat – aber wissenschaftlich beweisen kann ich das nicht. Beweisen kann ich, dass es die Welt nicht länger
als soundso viele Milliarden Jahren gegeben haben kann, weil …“ Und wenn ein anderer dieses „weil …“
überzeugend widerlegen kann, wird die Aussage modifiziert. Auf diese Weise werden wissenschaftliche Irrtümer
schrittweise ausgeräumt, das ist ein bestimmtes System, in dem sich jeder einbringen kann, der die Grundlagen
und Axiome eines Faches verstanden hat. Dabei gibt es gesichertes Wissen – und solches, worum noch gerungen
wird, weil noch keine Widerspruchsfreiheit hergestellt ist.
@ brandenburgis Zu Ihrer Frage Warum muss den ein Präsident das Kollegium zusammenhalten? Habe ich leider
übersehen. Nun, an Universitäten gibt es zahlreiche Egos – die einzelnen Professoren nämlich. Ich war
selbst schon mit Hochschulpolitik befasst und kann Ihnen versichern: Die vermutlich schwerste Aufgabe,
die ein Rektor/Präsident einer Uni wahrzunehmen hat, ist der, für einen Burgfrieden zwischen den einzelnen
Profs und deren Fakultäten zu sorgen: Die ziehen leider nur selten an einem Strang (und jeder hält sein
Fach für das wichtigste). Professoren sind kaum kündbar, können im Prinzip tun und lassen, was Ihnen
gefällt. Für einen Präsidenten gleicht die Aufgabe dem Hüten von Flöhen. Von „oben herab“ kann ein
Rektor keine Entscheidungen treffen – und gute Profs sind schneller weg, als man gucken kann. Freiwillig
bleiben immer nur nur die schlechten. Ein Präsident einer Uni darf daher kein „Verwalter“ sein, man braucht
einen charismatischen „Macher“, der das Kollegium zusammenhält. Meist haben die Rektoren/Präsidenten
neben ihrer politischen dann auch weiterhin reguläre Aufgaben in der Lehre, weswegen der Job sooo attraktiv
dann auch wieder nicht ist. Wegen dem Geld jedenfalls macht das keiner: Der Zugewinn ist i.d.R. erstaunlich
gering und als Präsident beliebt zu werden ist eine seltene Kunst.
@ Frl. Rottenmeyer So sehe ich das auch: Wissenschaft widerspricht dem Glauben nicht. Der Meinung war
nicht nur Max Planck, sondern viele weiter nahmhafte Wissenschaftler, die gläubig waren. Ein Problem
hat man erst, wenn man naiverweise biblische Schöpfungserzählungen als detailgetreue Ablaufbeschreibung,
statt als Metapher… oder wenn man glaubt, dass Wissenschaft einen Absolutheitsanspruch hegen würde
(tut Wissenschaft niemals: Alle Erkenntnis ist systembedingt immer nur vorläufig, bis sich eine bessere
Erklärung findet). Aber offenbar gibt es Menschen, für die zwei Wahrheitsebenen genau eine zuviel ist…
PS: In Eichstätt gibt es 4.500 Studierende – 52 davon studieren Theologie – aber der Präsident muss
natürlich kath. Theologe sein – denn die kann man wenigstens erpressen (Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis
beispielsweise). Es gibt gute Gründe, warum auf den Job kaum jemand Lust zu haben scheint. Woanders prügeln
sich Professoren um Rektorsposten – in Eichstätt nicht.
@ Galathea Das erzählen Sie doch mal den Studenten und den Professoren in Eichstätt, sowie der akademischen
Öffentlichkeit. Ich zitiere zur Illustration mal Sp. On.: Die Bischöfe wünschen sich eine stärkere
Profilierung der Hochschule als katholische Bildungseinrichtung: „Dieses Profil meint nicht nur das Konfessionelle“,
sagte der Münchner Erzbischof Reinhard Marx. Vielmehr bedeute diese Profilierung, „aus dem Horizont des
christlichen Glaubens heraus“ Wissenschaft zu betreiben. Das mögen Sie vielleicht gut finden – das kann
man aber auch mit einem sehr, sehr tiefen Stirnrunzeln hinterfragen: Was soll denn das sein, Wissenschaft
„aus dem Horizont des christlichen Glaubens heraus?“. Es gibt Menschen, die Glaubens- und Wissenshorizonte
lieber getrennt betrachten. Man nennt sie Wissenschaftler. Auf die zukünftigen Rankings der Uni Eichstätt
darf man jedenfalls gespannt sein.
@ Galathea Ich nahm Bezug auf „irgendeinen Priester“ und meine Aussage war: Als Präsident taugt irgendein
Priester nicht… Übrigens sehe ich selbst bei einem Theologie-Professor große Probleme: Die Uni hat
ohnehin schon genug zu tun, der akademischen Welt zu beweisen, daß sie ihren guten Ruf und ihre wissenschaftliche
Unabhängigkeit – TROTZ – der Anbindung an die Kirche weiterführen kann. Das wird nun ein wenig schwer
werden, wenn zum wiederholten Male designierte (!!!) Präsidenten wieder aussteigen. Es wäre – hm – außerst
unwahrscheinlich, wenn eine solche Berufung an Pensionierungsforderungen scheitert – der Hintergrund dürfte
vielmehr der sein, daß sich der aktuell ausgestiegene Bewerber dagegen versichern wollte, von vornherein
nur als Interims-Präsident zu wirken…
@ brandenburgis Das ist in der Tat die Wurzel des Problems: Die Stiftung (also die Kirche) wünscht sich
einen Präsidenten, der sich unterordnet. Wer sich aber gerne unterordnet, wird selten ein brillianter
Wissenschaftler. Anders aber hat es der Präsident einer Uni schwer (gibt ohnehin nur noch sehr wenige
Unis mit Präsidialverfassung – könnte sein, daß Eichstätt die letzte ist). Ein Uni-Präsident (genauso
auch ein Rektor) muss das Kollegium zusammenhalten, er muss Respekt genießen. Fragen wir uns mal: Egal,
wer nun als Präsident antritt: Er ist von vornherein beschädigt, weil jeder weiß: Der war allerhöchstens
dritte Wahl…
@ möchtegern Ich bin mir sicher, dass es irgendwo im Bistum Eichstätt einen Priester gibt Den gibt es
bestimmt. Allerdings ist ein Präsident einer Hochschule eine Art Top-Manager, der sehr vieles falsch
machen kann. Noch dazu, wenn es sich um eine Universtät handelt, die bisher einen sehr guten Ruf genießt.
Den will selbst ein Bischof nicht verspielen. „Irgendein bescheidener Priester“ tut es also nicht. Es
braucht einen brillianten Wissenschaftler und befähigten Wissens-Manager, der über exzellente Kommunikationsfähigkeiten
verfügt. Oder, um es anders auszudrücken: Der Markt für potentielle Bewerber ist klein. Erst recht,
wenn man nur katholische Arschkriecher in die engere Auswahl zu nehmen bereit ist.
Unsachlichkeit Die Debatte um Schwangerschaftsabbrüche besticht vor allem durch eins: Durch fahrlässige
Unsachlichkeit. Da werden auf Websites von Abtreibungsgegnern Embryos aus dem dritten Monat gezeigt (wo
nach Übereinstimmung fast aller gesellschaftlicher Gruppen eine Abtreibung weder legal ist, noch legal
sein sollte – sofern das Wohl der Kindsmutter nicht in Gefahr ist). Und um das Ganze noch abzurunden,
wird von Dummschwätzern dann noch ein Nazi-Vergleich in den Topf geworfen, damit verständigere, nachdenklichere
Menschen garantiert keine Lust mehr haben, mit zu diskutieren – damit die Ideologen unter sich bleiben
können.
Keine Gebete wegen dem 1. Mai? Ich fasse zusammen: Weil es am 1. Mai dieses Jahres – wie an jedem ersten
Mai – Krawalle gegeben hat, trauen sich die Ulmer nicht mehr, für ungeborenes Leben zu beten? Aber man
hofft, „dass nie mehr eine Frau so schwer in Bedrängnis gerät, dass sie als einzigen Ausweg die Tötung
ihres eigenen Kindes ansieht.“ Ha! Wie man allerschwerste Bedrängnis tapfer erträgt, kann man doch von
Bischof Mixa lernen: Besteht der leiseste Hauch einer möglichen Gefahr, sagt man die Schwangerschaft
einfach im Vorfeld ab!
Die armen Pius-Brüder Die armen Pius-Brüder, denen von den bösen, bösen Medien immer so übel mitgespielt
werden tut! Ich werde eine Kerze für die armen Pius-Brüder entzünden und den Herrgott bitten, ihnen
ein klein wenig mehr Hirn zu schenken.
Es gibt für mich nichts nervigeres Es gibt für mich nichts Nervigeres und Sinnloseres, als mit bibeltreuen
Gläubigen über ihr Bild von der Schöpfung zu diskutieren. Soll doch jeder glauben, was er/sie will.
Persönlich finde ich wissenschaftliche Erklärungen recht überzeugend, wenn es um das WIE geht. Religiöse
Erklärungen finde ich dagegen reizvoll, wenn es um das WESHALB oder um das VON WEM geht.
Hach, diese unweltlichen Dinge… Wenn ich lese „Je mehr ein Bischof seiner Diözese schadet und sich
vor der Welt in den Staub beugt, desto mehr wird er von den Herren der Welt gelobt.“ muss ich mich stets
daran erinnern: Die Gemeinten ernähren sich nicht von Manna, das vom Himmel fällt, nein! Sie ernähren
sich von Kirchensteuer, pfui, wie weltlich.
Die Welt ist schlimm, weil Abtreibung? Der Beitrag behauptet Die dümmste Propaganda behauptet, daß erst
die alliierten Sieger den Deutschen die Regeln von Menschenrechten, Demokratie und Föderalismus hätten
beibringen müssen… Allerdings habe ich von dieser angeblichen Propaganda noch nie gehört oder gelesen.
Es ist ein beliebter Trick, Gegnern falsche Aussagen in den Mund zu legen, die man dann als falsch brandmarken
kann, obwohl sie nie getätigt worden sind. Genausowenig gibt es keine „Neurologen“ oder andere Wissenschaftler,
die den Menschen „zum Affen“ degradieren wollen. Ich zumindest kenne keinen und musste noch nie entsprechendes
lesen. Und das alles nur, um die Kurve zum Thema „Abtreibung“ hinzubekommen? Ein seriöser Diskussionsbeitrag
sieht anders aus.
Für Kinder und Jugendliche Für Kinder und Jugendliche tut die Mutter Kirche doch schon viel zu viel,
wie man dem folgenden Artikel entnehmen kann: Link zum Artikel www.spiegel.de/…,1518,626068,00.html
Blöd, daß wir Katholiken uns um Ungeborene mehr sorgen als um Kinder.
Die USA Ja, die USA sind kreuzgefährlich. Sie hinderten Saddam Hussein, Osama bin Laden und Ahmachdinednass
an der freien Entfaltung… schrecklich. Ganz besonders schlimm für uns kreuz.net-Katholiken ist aber,
daß die USA geholfen haben, einen der Unseren, einen Glaubensbruder im Herzen abzusetzen: Unseren alten
Freund und Lieblingsideologen Adolf Hitler, den wir für seine Judenmission klammheimlich bewundern, hier,
auf kreuz.net, wenn wir anonym posten, nicht wahr?
Marienplatz Es ist doch völlig egal, wie so ein Platz heißt. Namen dienen der Erinnerung – und es wird
doch wohl keiner behaupten wollen, mithilfe eines Straßennamens oder einer Platzbezeichnung an die Mutter
Gottes erinnert werden zu müssen? Dieser Eisner hingegen ist kaum bekannt und braucht die Erinnerung
nötiger. Christliche Nächstenliebe gebietet es also, den Namen „Marienplatz“ freizugeben. Maria ist
überall, ein Mensch Eisner nicht.
Verwechslung? Sind Sie sicher, daß Father Weslin für Ungeborene demonstiert? Ich hatte eher den Eindruck,
daß er für Euthanasie-Opfer eintritt und für mehr Verständnis für Behinderte und Gebrechliche werben
möchte.
Glaube und Jugendliche Ich fürchte, Jugendliche sehen im Glauben keinen Sinn mehr. Der routinemäßige
Volksglaube fehlt ihnen – und die Weltfremdheit der Kirche schafft eine unüberbrückbare Distanz, die
es interessierten Jugendlichen schwer macht, auf die Kirche zuzugehen. Die Kirche reibt sich meiner Meinung
zu sehr auf. Sie ist mehr mit Negativem, mehr mit Ablehnung von diesem und jenem beschäftigt (Sexualität
und Geist), statt für Positives (Vertrauen auf Gott, Liebe) zu stehen. Früher stand die Kirche und ihre
Vertreter mitten im Leben – aber heute? Versuche wie der oben geschilderte („mitmache ohni Di z’verpflichte“)
sind nur eines: Peinlich. Früher war die Kirche für den Dummen ein Ort, der Sicherheit gab, für die
Intellektuellen ein Ort, der Ihnen zu Denken gab. Heute sind die Dummen mit X-Box 360 und Handyklingeltönen
und ähnlich hedonistisch-sinnfreien Dingen beschäftigt, während die Intellektuellen über das Gebrabbel
von kirchlichem Personal nur noch die Köpfe schütteln können. Meiner Meinung muss die Kirche zurück
zu den Wurzeln, die ihre Stärke und die Stärke des Glaubens begründet haben. Aber dazu ist die Kirche
zu feige, sie hängt noch Zeiten nach, in denen sie sich glorreich wähnte, obwohl ihr Niedergang doch
schon Jahrhunderte dauert.
Die Wahrheit? Der einzige, der die tatsächliche Wahrheit kennt, bin ich: Mir ist im Traum der Erzengel
Gabriel erschienen und er wies mir die Art und Weise, wie ein Himmelsgefährt zu fertigen sei, mit welchem
hernach der Raumfahrer Richard Williamson in eine erdnahe Umlaufbahn zu verbringen sei, auf daß er ungestört
seinen „Gedanken“ nachzuhängen im Stande sei. Unterstützer mit Erfahrungen im Raketenbau sind mit zur
Mitarbeit herzlich willkommen. Gott wird es uns danken.
Recht auf Nudeln Erlaubt ist, was verboten ist. Mord ist verboten. Abtreibung ist kein Mord, aber auch
verboten. Es gibt in zeitlichen Grenzen Ausnahmen. Ich lehne Abtreibung ab. Aber ich finde es richtig,
daß eine Schwangere die Entscheidung selber treffen muss, ob sie den Embryo, der da in ihr heranreift,
auf die Welt bringen möchte. Die katholisch-christliche Sicht war übrigens Jahrhunderte lang die, dass
die Beseelung des Menschen nicht mit der Befruchtung beginnt. Dieser Meinung bin ich ebenfalls. Sonst
müsste man in letzter Konsequent auch Frauen verurteilen, die während des (Stunden und Tage dauernden)
Befruchtungsprozesses nicht mit hochgereckten Beinen auf dem Rücken liegen… Wem Gott ein Kind schenkt,
dem schenke Gott auch den Willen, es auf die Welt zu bringen.
Aha, so ist das. und wen interessiert das nun? Übrigens werde ich den hessischen Kulturpreis auch nicht
entgegennehmen können – an diesem Tag habe ich bereits einen Zahnarzt-Vorsorgetermin.
Schönes Nebenthema Leider kann ich im Leserzeitungsbereich nicht schreiben, aber bei Sp.On. ist ein schöner
Artikel, den ich den Deutschen Christen hier auf kreuz.net nicht verheimlichen will. Zuerst ein Zitat:
Vor 1939 war jeder dritte deutsche Siedler in Palästina Mitglied der NSDAP, die Hitler-Jugend von Haifa
bot Hebräisch-Kurse an. Na, wie gefällt Euch das? Link zum Artikel einestages.spiegel.de/…ergemeinde_hier.html
@ gutpfad Danke für die Präzisierung. Ich wollte mit meiner Frage weniger ironisch oder anzweifelnd
wirken, als es vielleicht rübergekommen ist. In diesem Punkt gibt es viele Katholiken, die selbst Biologie
und Schuld durcheinanderbringen, daher meine Frage. Ich hätte sie längst gelöscht, wenn das im Nachhinein
möglich wäre. Das gemahnt mich – und hoffentlich auch andere – daran, dass man vor dem Absenden von
Beiträgen vielleicht nochmal liest, was man da gerade heruntergetippt hat…
Oh, stimmt Ich habe in meinem vorigen Posting Blödsinn geschrieben, sorry, ich meinte eigentlich die
alte Streitfrage, ob Maria auch NACH Jesu’ Geburt keusch blieb. Blöd, daß man unbedachte Beiträge nicht
mehr ändern oder löschen kann. Die Frage nach der unbefleckten Empfängnis ist biblisch unzweifelhaft,
auch Mathäus 1:25 bekräftigt ihre Jungfräulichkeit (zumindest bis Jesu’ Geburt). Vielen Dank für die
rasche Auskunft! @ für die Kirche
Unbefleckte Empfängnis? Kann mir jemand von den bibelfesteren Mitlesern kurz verraten, wo genau in der
Bibel steht, dass Marias Schwangerschaft „ohne Zutun eines Mannes“ vonstatten ging? Kann diese Textstelle
auf Anhieb nicht finden…
Unpassender Vergleich Es gibt einen ziemlich großen Unterschied zwischen einer Abtreibung und einem Mord.
Wer den nicht sieht, ist mehr als blind. Ein mehrwöchiger Fetus ist ein Zellhaufen ohne Seele, kein fertiger
Mensch. Das war übrigens auch sehr sehr lange Auffassung der Kirche, bis sich aus politischen Gründen
andere Auffassungen durchgesetzt haben.
@ Heger Wer sagt denn, daß wir uns nicht kennen? Aber das ist nicht das Thema: Ich lese durchaus von
Umtrieben der Pro-Köln-Volksgenossen, bei denen ich mein Urteil „verkappte Halb-Nazis“ keineswegs zu
Unrecht angebracht sehe. Wie der Verfassungsschutz ja ebenfalls: Da reicht ein Blick auf manche Einladungsliste.
Mercedarierorden schön und gut – aber vor Fehlern schützt Sie das auch nicht. Übrigens bin ich darüber
nicht ganz so beeindruckt, wie Sie es vielleicht wünschten. Bei jemandem, der die Vernichtung des Deutschtums
im Osten dräuen sieht, hätte ich als Joker eher ein Eisernes statt dem Ordenskreuz erwartet…
@ Bodo11 Journalisten stellen in Interviews vor allem Fragen. Wie, werter Bodo, stellen Sie sich eine
destruktive Frage vor, was soll das sein? Wer keine kritischen Fragen beantworten kann, wird womöglich
auch in anderen schwierigen Dingen überfordert sein: Warum man Jesu nachfolgen soll, warum man an Gott
glauben soll – diese Glaubenswahrheiten sind noch wesentlich schwerer zu vermitteln und sind noch wesentlich
weniger offenkundig als die Stolpersteine, über die das kirchliche Personal in letzter Zeit so gestolpert
ist. Und dann wundert man sich, warum die Kirche und der Glaube heute im Herzen der meisten Menschen kaum
noch eine Rolle spielt?
Faul im Staate Dänemark Ich zitiere: Wenn die Vorsitzende einer katholischen Organisation sich mit kirchenhassenden
Kommunisten verbündet, dann ist etwas faul bis aufs Mark im Staate Dänemark. Ja, und genauso faul ist
es, wenn Christen sich von einer proto-rechtsradikalen Organisation wie „Pro Köln“ und „Pro Deutschland“
einspannen lassen. Das sind verkappte Halbnazis, die im Grund ihres Herzens nicht weniger antikirchlich
sind wie die Kommunisten. Da dient nur die Islamophobie als einendes Band. Aber wie sagte der Papst noch
so schön, laut Spiegel Online? „Religion wird entstellt, wenn sie in den Dienst der Ignoranz oder des
Vorurteils, der Verachtung, der Gewalt und des Missbrauchs gepresst wird“, mahnte Benedikt am Samstag
bei der Segnung des Grundsteins. „In diesem Fall sehen wir nicht nur eine pervertierte Religion, sondern
auch eine Verfälschung der menschlichen Freiheit, einen verengten und blinden Geist“, sagte der Papst.
@ Bodo11 Ich widerspreche: Journalisten sind KRITISCH, das ist ihr Job. Wer meint, in der Öffentlichkeit
eine Rolle spielen zu müssen, wer im öffentlichen Diskurs mitmischen will, der muss kritischen Fragen
gegenüber gewappnet und vorbereitet sein. Wer nichtmal ein Interview geben kann, ohne „in Fallen zu tappen“,
der ist als Führungskraft eines Unternehmens oder als Bischof einer Kirche untragbar, da unfähig. Übrigens
glaube ich genausowenig, daß gewisse Leute wie z.B. Williamson von den Medien unfair angepackt wurden:
Die Journalisten haben lediglich ans Tageslicht gebracht, was ein Williamson so denkt. Und GENAU DAS ist
die Aufgabe eines guten Journalisten. So einfach ist das.
Eine Auswahl von Chomsky höchstpersönlich und von seiner eigenen Website veröffentlicht: www.chomsky.info/…www.chomsky.info/…erviews/1990----.htm Man kann sich nicht mit Autoren schmücken, denen man einerseits
Autorität zumisst, dessen sonstige Meinungen man aber verteufeln würde.
@ lux in tenebris Ich finde es bewundernswert, daß Sie keinerlei Smiley-Kosten scheuen, um Ihren Abscheu
zu verdeutlichen. Leider gibt es kaum mitfühlende Smileys, mit denen man mehr für die Dritte Welt tun
könnte.
Schrecklich Ich finde es ganz, ganz schlimm, daß die armen Araber und deren Terrororganisationen wie
Hisballah und Hamas von Nichtkatholiken unterdrückt werden. Vielleicht kann der Papst die Israelis bekehren:
Dann wäre Israel endlich (mal wieder) in christlicher Hand, dann brauchen wir uns über den Nahostkonflikt
nicht mehr weiter empören. Und anschließend „kümmern“ wir uns dann auch um die „armen“ Araber, die
wir dann natürlich nicht mehr so lieb haben: Weil diese dann „uns“ mit Raketen und Selbstmordanschlägen
drohen. Problem gelöst!
Freimaurer-Nachrichten Hat eigentlich schon mal jemand den Link gepostet? Die braunen Lehrer des Papstes
www.tagesanzeiger.ch/…pstes/story/15943687 Damit man mal drüber diskutieren und den Kirchenfeind besser
auseinandernehmen kann. Ich finde es natürlich auch abscheulich, den unsäglichen Holocaust zu instrumentalisieren…
wird ja auf kreuz.net oft genug getan, da muss nicht auch noch der schweizer Tagesanzeiger mitmachen. PS: Kann mir mal jemand erklären, was Leute wie Bodo gegen Freimaurer haben? Verstehe ich nicht, dieses
Feindbild, wurde mir nie vermittelt.
Freimaurer-Nachrichten Hat eigentlich schon mal jemand den Link gepostet? Die braunen Lehrer des Papstes
www.tagesanzeiger.ch/…pstes/story/15943687 Damit man mal drüber diskutieren und den Kirchenfeind besser
auseinandernehmen kann. Ich finde es natürlich auch abscheulich, den unsäglichen Holocaust zu instrumentalisieren…
wird ja auf kreuz.net oft genug getan, da muss nicht auch noch der schweizer Tagesanzeiger mitmachen. PS: Kann mir mal jemand erklären, was Leute wie Bodo gegen Freimaurer haben? Verstehe ich nicht, dieses
Feindbild, wurde mir nie vermittelt.
Stört der Überbringer – oder die Nachricht? Wenn dieser Journalist Recht hätte… würde das jemanden
bei kreuz.net stören? Ich meine: Inhaltlich stören? Das würde doch von der rechtsradikalen Fraktion
eher bejubelt werden. Daß es stört, wenn Kirchenfeinde über Kirche schreiben: Klar. Das stört ja immer.
#25 St. Anton † 16:36:42 | Donnerstag, 7. Mai 2009
@Antipacelli Über ihr krudes, meiner Meinung nach zum Himmel schreiend blödes Weltbild will ich hier
gar nicht diskutieren. Aber eines will ich doch festhalten: Es macht in Deutschland sicherlich mehr Sinn,
gegen Nazis vorzugehen, die hier ein enormes Gewaltpotential gegen vermeintliche Gegner und Fremde entfalten,
als gegen einen Ihrer eingebildeten Bolschewistenweltfinanzhalachajuden. Denn letztere laufen nicht mit
dem Baseball-Schläger durch Brandenburg… Klingelt es bei Ihnen? Wenn nicht, kann ich Ihnen auch nicht
mehr helfen…
#15 St. Anton † 16:17:11 | Donnerstag, 7. Mai 2009
@ Antipachelli So ein Quark. Wenn Sie sich aus alten Ausgaben des Stürmers „informieren“, ist es kein
Wunder, wenn Ihnen die Welt so rätselhaft vorkommt… Katholisch sind Sie wohl eher nicht: „Rechtsradikal
verblendet“ trifft es eher.
#140 St. Anton † 16:10:01 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Lust und Sünde Ich fühle mich christlichen Werten sehr verpflichtet, aber mit konservativen pseudo-christlichen
Regeln konnte ich noch nie viel anfangen. Da ist zum Beispiel das Verhältnis der Kirche zum Sex. Da möchte
ich gar nicht erst in die Details gehen, aber ich vertrete hier folgenden Standpunkt: Es mag gesellschaftlich
und moralisch wertvoll sein, sich an gewisse konservative Regeln zu halten, gut. Aber ich glaube zum Beispiel
nicht, daß Sex vor der Ehe Sünde ist. Das war es mal, was die Ehe noch die soziale und wirtschaftliche
Absicherung war. Ist sie nicht mehr. Und ich darf mal gestehen: Ich habe sogar außerordentlich viel Sex
vor der Ehe… und ich kenne KEINEN einzigen Menschen, der auf Sex vor der Ehe verzichtet hat und dem
ich abnehmen würde, daß er ein besseres Liebesleben hätte als der sündige Rest der Gesellschaft. Und
zuletzt: So ein paar Jahre Fegefeuer ist mir das durchaus wert. Glaube ich aber nicht: Denn die kleinen
Sünden mache ich mit guten Tagen und reinem Herzen wieder wett. Zumindest mal mangelt es mir an der hier
üblichen Heuchelei…
#10 St. Anton † 16:02:07 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Peinlich Peinlich schlecht, dieser Beitrag. Finde es ziemlich unverschämt, auf diese Weise über katholische
Jugendliche herzuziehen, die sich gegen Rassismus und Fremdenhass engagieren. Glaube, das ist wesentlich
christlicher als der Quark, der hier auf kreuz.net täglich herausgewichst wird.
#132 St. Anton † 03:21:11 | Donnerstag, 7. Mai 2009
Problem der „Familienlobby“ Das Problem der angeblichen „Familienlobby“ ist doch, daß sie in Wirklichkeit
etwas ganz anderes propagieren möchte: Nämlich ein Leben nach traditionellen Werten, die für sie –
natürlich – identisch sind mit christlichen Werten. Ich persönlich glaube nicht, daß es Kindern schadet,
den Umgang mit Kondomen zu lernen – warum sollte es? Kondome reduzieren ungewollte Schwangerschaften,
damit gibt es auch weniger Abtreibungen. Und außerdem wird die Ausbreitung von Viren wie HIV verhindert.
Daran ist nichts Schlechtes. Die Familienlobby stört sich an etwas anderem: Sie stört sich an Sex. Sie
hat ein Problem mit Sex – vor allem, wenn er außerhalb der Ehe stattfindet, wenn er Lust bereitet, wenn
es nicht allein um Fortpflanzung geht. Das aber kann sie so laut nicht sagen, drum werden Nebenkriegsschauplätze
attackiert, wie eben zum Beispiel Sexualkunde oder Kondome. Obwohl man es eigentlich besser wissen müsste
(Fallbeispiel USA…).
Opfer oder Nichtopfer? Wen kümmerts? Mir ist es eigentlich egal, ob Jesu mit/für/sonstwie gestorben
ist, denn mit Wunderglauben kann man sich meiner Meinung nach gerne den Podex wischen. Viel wichtiger
ist doch etwas ganz anderes: Wichtig ist, ob Jesu Recht hatte: Ob es sich lohnt, ihm nachzufolgen, seine
Lehren zu befolgen. Weswegen er starb… nunja, das sind Spekulationen der verängstigten Frühchristen.
Wäre interessant zu wissen, was Jesus dazu sagen würde. Und nun: Kreuzigt die Ungläubigen!
Regulierung? Um Gottes Willen! Sexualität ist meiner Meinung nach nichts, was „reguliert“ gehört. Versuche
von konservativen, für ihr tradiertes Weltbild pseudochristliche Argumente zu finden, finde ich hochgradig
peinlich. Ich halte mich da an Jesus Christus – und der hat jedenfalls andere Dinge im Sinn gehabt, als
sich permanent über anderer Leute Unterleib zu äußern.
Völlig richtig Ich fand die Reaktion der Delegierten auf die Propagandarede des iranischen Präsidenten
völlig richtig. Wer verquasteten Unsinn a la Ahmadinedschad als ernsthafte Politik darstellen will, hat
meiner Meinung nach entweder nicht sehr viel Ahnung – oder nimmt es mit der Realität ohnehin nicht genau.
Aber wer deutscher orthodox-chassidischer Jude mit preußisch-schlesischen und pfälzischen Wurzeln und
Vater von sechs Kindern mit völlig säkularer Erziehung sozialdemokratischer Prägung ist, der ist da
natürlich über jeden Zweifel erhaben…
#122 St. Anton † 01:08:07 | Mittwoch, 29. April 2009
Typisch Ich finde diesen Beitrag von Preßlmeyer sehr typisch für die Art von Entrüstung, wie sie auf
kreuz.net als Monstranz vor sich hergetragen wird. Zwei Punkte möchte ich nennen, von denen die Rede
ist: a) Österreich: Superbrutal, ein sadistisches Schlächterparadies, Mord und Totschlag, Völkermord,
Holocaust, Blutbad ohne Grenzen. Und Perverse und Pornographen gibts auch noch. b) Der Autor: Vom Schicksal
verfolgt: Durch „Klatschen“ am „operierten Ohr“ vertrieben! Der Strafantrag: Abgelehnt trotz „vorherigen
Einspruchs“! Fazit: Die Welt ist schlecht und gemein; der Autor vom Schicksal verfolgt – und wir (zumindest
diejenigen unter uns, die genauso denken wie der Autor) Möchtegern-Erzkatholiken: Wir haben natürlich
besseres verdient als den „Psychoterror“ der Andersdenkenden, nicht wahr?
#73 St. Anton † 00:58:14 | Mittwoch, 29. April 2009
@ Caritatem, Mannheimer Das ist aber auch ein sehr schönes Zitat – eines, das auf das Angebot Jesu’ abzielt.
Allerdings gibt es – und das sehen wir auf kreuz.net besonders schön – auch Tendenzen, wo Manche gerne
Gift und Galle speien, wenn sie meinen, daß andere Menschen Jesu’ Angebot ausgeschlagen hätten, also
von Ihrer Wahlfreiheit Gebrauch gemacht hätten. (Oft ist das ja gar nicht der Fall, aber Gift und Galle
werden dennoch gespritzt, im Glauben, man hätte selbst die Glaubenswahrheit für sich gepachtet)
#23 St. Anton † 00:48:08 | Mittwoch, 29. April 2009
14 Tage später? Die Dame wurde eine Weile nicht künstlich ernährt – und ist dann 14 Tage später erst,
nach der Entdeckung, ist sie plötzlich gestorben? Hm, womöglich war es ein ganz natürlicher Tod. Nicht
jeder, den Gott zu sich ruft, wurde ermordet… er passiert auch mal, daß ein Mensch durch Gottes Willen
stirbt, nicht immer ist eine menschliche Hand die Ursache.
#224 St. Anton † 23:12:27 | Sonntag, 26. April 2009
@ LOGdingsbums Ich wundere mich ein wenig über Ihre Aufregung. Mir wird in diesem Forum übrigens des
öfteren speiübel – schön, daß wir hier eine Gemeinsamkeit haben. Aber nun zum Thema: Ich mache niemandem
einen Vorwurf, schon gar nicht Menschen, die sich vor eine Diktatur lieber geduckt haben, statt zu sagen,
was sie denken. Das war innerhalb Deutschlands nicht möglich, das ist richtig. Aber dann muss man das
auch zugeben und nicht behaupten, die Kirche wäre geradezu eine Widerstandsorganisation gewesen – und
noch dazu angeblich die Einzige. Das war sie nicht. Besonders kritisch sehe ich die Haltung des Vatikans
nach 1933. Da hätte ich mehr erwartet. Wenn Sie hingegen mit der Rolle der Kirche glücklich und zufrieden
sind: Bitte sehr. Das steht Ihnen frei. Spielt heute ohnehin keine Rolle mehr.
#213 St. Anton † 22:06:38 | Sonntag, 26. April 2009
Nachdem Nachdem wir das geklärt hätten, so möchte ich darauf hinweisen, daß dem Vatikan eine ganze
Reihe von Möglichkeiten zu Gebote gestanden haben, außer dem Einmarsch der Schweizer Garde… Auf diplomatischer
Ebene beispielsweise hätte sich vieles erzielen lassen – die guten Kontakte der Kirche ins Reich habe
ich schon erwähnt. Dies ist vielleicht nicht der richtige Ort für eine ernsthafte Diskussion – die leider
alles andere als rühmliche Rolle der Kirche wurde ja von Historikern leidlich beleuchtet. Ich möchte
nochmals, weil das vielleicht zu kurz kam, meine tiefempfundene Hochachtung aussprechen gegenüber einzelnen,
die tatsächlich dem Regime widerstanden haben, obwohl das hohe persönliche Risiken mitsichbrachte. Die
Behauptung „Die Kirche widerstand alleine“ ist jedoch falsch. Weder widerstand die Kirche im Rahmen ihrer
(teils auch sehr risikoarmen) Möglichkeiten, noch waren die kirchlichen Widerständler alleine – Gott
sei Dank. Ich würde mir sehr wünschen, wenn kreuz.net sich mal wieder etwas weniger als Pseudo-Geschichtsmagazin
begreifen würde, auch wenn es offenbar schwerfällt.
#210 St. Anton † 21:52:32 | Sonntag, 26. April 2009
@Galatea Nachdem Sie ihre Kritik recht persönlich halten, möchte ich doch feststellen, daß Sie nichts
über mich wissen, auch nichts über meine Familie und deren Rolle heute oder während des dritten Reiches,
geschweige denn über meinen Wissensstand. Es wäre daher angebracht, wenn Sie aufgrund gemeingültigerer
Argumente urteilen würden und die Beispiele selber nennen würden, die Sie sich (zurecht) wünschen.
#204 St. Anton † 20:54:40 | Sonntag, 26. April 2009
Zur Präzisierung Ja, es gab sehr viele katholische Geistliche, die vom Regime verfolgt wurden, weil sie
nicht mitgemacht haben. Mit „Kirche“ meine ich die Gesamtheit, die Organisation als Ganze. Diese hat den
einzelnen Priester viel zu oft allein gelassen. Obwohl die katholische Kirche wohl eine der wenigen international
tätigen Organisationen war, die das Ausmaß der Verfolgungen in Deutschland sehr gut kannte, kam vom
Vatikan viel zu wenig: Dort hat man sich schlicht und einfach nicht getraut, sich klar gegen das Regime
zu stellen – aus Angst, selbst verfolgt zu werden. Tatsächlich aber wurde so der Druck auf die wenigen
einzelnen, die sich gegen die Nazis gestellt haben, noch größer.
#113 St. Anton † 19:00:47 | Sonntag, 26. April 2009
Wahnsinn Das muss man sich mal vorstellen: „Pius XII. sagte: »Wenn sie mich verhaften, müssen sie mich
aus dem Vatikan schleppen«“- berichtet der Geistliche. Wahnsinn! Dieser Mut, dieses Draufgängertum des
Papstes! Statt „Wenn Adolf kommt, lecke ich ihm erstmal demütig den Anus“ ist er widerstandsbereit –
und lässt sich notfalls von den Nazi-Schergen sogar aus dem Palast schleppen! Ich wünschte, die Kirche
wäre insgesamt etwas mutiger gesesen.
#199 St. Anton † 18:28:54 | Sonntag, 26. April 2009
So ein Quark Die katholische Kirche war mucksmäuschenstill während der Nazi-Diktatur. Es ging ihr nur
darum, eigene Privilegien zu sichern, was sie sich vom sog. Reichskonkordat versprach. Pius XI. brachte
dann 1937 noch die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ vor, als ihm klar war, daß sich die Nazis ans Reichskonkordat
nicht halten würden. Aber das wars dann auch schon. Später wurde noch gegen die Euthanasie protestiert –
gegen die Judenverfolgung oder die Verfolgung der Zeugen Jehovas hatte die Kirche allerdings erst spät
etwas einzuwenden. Da kam dann manche verschämte, indirekte Kritik in manche Predigt – und das wars es
dann auch. Unsere heilige Mutter Kirche bekämpfte lieber Hexen, Ungläubige, Kondome und Abtreibungen –
Nazis hat sie eher ungern bekämpft, sondern ihnen im Gegenteil nach Ende des Krieges auch noch bei der
Flucht nach Südamerika geholfen. Zugegeben: Die protestantischen Kirchen haben höhere Schuld auf sich
geladen – die Katholiken wahrten mehr Distanz zum Regime – aber mehr war nicht.
#51 St. Anton † 18:18:10 | Sonntag, 26. April 2009
Kein Widerspruch Ich finde es langsam langweilig und anödend, wenn angebliche Christen nach wie vor nichts
besseres zu tun haben, als sich an der Evolutionstheorie abzuarbeiten. Es ist sinnlos! Die Evolutionstheorie
erklärt besser als alle anderen wissenschaftlichen Theorien, wie sich die verschiedenen Arten entwickelt
haben, Punkt. Das ist ihr Zweck. Wer an einen anderen Fortgang der Schöpfung glaubt, soll das doch bitte
in aller Ruhe tun, er möge jedoch nicht Glaube mit Wissenschaft verwechseln – Kirche und Gesellschaft
sind da nämlich längst weiter.
#182 St. Anton † 00:42:58 | Donnerstag, 23. April 2009
Ist doch egal, ob kreuz.net nun christlische oder islamische Fundamentalisten zu Wort kommen lässt: Hauptsache
richtig auf die Kacke gehauen! Nachdenklich sein kann man ja auch woanders im Netz.
#94 St. Anton † 19:39:23 | Dienstag, 21. April 2009
Recht Hier wird behauptet: „Homo-Unzüchtige haben ein Recht, sich therapieren lassen zu können.“ Der
Witz ist nur: Es ist höchstens eine Minderheit der Homosexuellen, die unter ihrer Neigung leidet – was
aber Voraussetzung wäre, um von einer Krankheit sprechen zu können. Homosexualität ist daher keine
Krankheit per se. Und Forderungen nach Therapie werden meistens von Leuten erhoben, die selber nicht homosexuell
sind und denen eine solche Neigung derart fremd ist, daß man aus geistiger Faulheit einfach mal von einer
Krankheit ausgeht. Oder – wiederum geistige Faulheit – man geht fälschlich davon aus, daß Homosexuelle
„sich so entschieden“ hätten. Beides ist nachweislich falsch. Darum ist das in der wissenschaftlichen
Debatte schon seit Jahren gar kein Thema mehr – auch wenn das manchen Menschen mit einem ausgeprägt alttestamentarischem
Weltbild unverständlich erscheinen mag.
#41 St. Anton † 02:11:53 | Dienstag, 21. April 2009
Israel Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten und der einzige Rechtsstaat in der Region. Wenn
Länder wie Iran und Syrien sich erdreisten, die angeblich rassistische Lage in Israel oder Palästina
kritisieren zu wollen, dann doch nur, um von eklatanten Defiziten im eigenen Land ablenken zu wollen.
In Israel gibt es keine Foltergefängnisse, in den Nachbarländern schon. In Israel gibt es faire Gerichtsverfahren,
in den Nachbarländern nicht. In Israel kann auch ein Arabischstämmiger gewählt werden – in den Nachbarländern
gibt es gar keine freien Wahlen. Man kann zur Situation im Gaza-Streifen und im Westjordanland stehen,
wie man will… jeder andere Staat, der von einem Zwergnachbarn mit tausenden Raketen beschossen wurde,
würde vermutlich ganz genauso handeln wie Israel handelt. Wenn einige dieser arabischen Staaten meinen,
sie könnten eine UNO-Konferenz zum Thema Rassismus dazu mißbrauchen, sich in die Schale des Entrüsteten
zu werden und mit dem Finger auf Israel zu zeigen, ist es völlig richtig und konsequent, wenn Länder
wie Deutschland, Kanada und Dänemark diesem Kasperletheater fernbleiben. Die anderen europäischen Teilnehmer
haben bereits am ersten Tag den Versammlungssaal verlassen, weil sie keine Lust mehr hatten, einem Ahmadinedschad
beim Fantasieren zuzuhören.
#57 St. Anton † 08:28:26 | Samstag, 18. April 2009
Liturgie… Finde, Liturgie wird hier deutlich überbewertet. Muss ein Pius-Spleen sein. Ich wäre schon
froh, wenn manche Pfarrer etwas mehr von Homiletik verstünden. Dann könnten sie auch gerne die Liturgie
frei erfinden, mir wäre es wurscht.
#280 St. Anton † 08:24:16 | Samstag, 18. April 2009
„Extremistische Grüne Jugend“ Ich finde sehr gut, was der junge Herr von der Landjugendbewegung geäußert
hat: „Wenn man nicht in der Lage ist, ernstzunehmende Diskussionsbeiträge abzugeben und nicht über die
intellektuellen Kompetenzen oder über die Muße verfügt, Äußerungen zu komplexen Zusammenhängen vollends
zu erfassen, und dennoch meint dazu Stellung beziehen zu müssen, sollte man vielleicht selber seine Äußerungen
zurückzunehmen und sich aus der aktuellen Politik heraushalten.“ Hoffentlich beherzigen auch einige kreuz.net-Schreiberlinge
diesen Rat…
#55 St. Anton † 20:07:31 | Donnerstag, 16. April 2009
„Pius-Juden“? Da wird mal eine Wiesenpredigt verboten und schon meinen die offensichtlich zu Selbstmitleid
und Masochismus neigenden Pius-Brüder (oder deren kreuz.net-Verteidiger) sie wären die Verfolgten der
Gegenwart. Lächerlich. Und peinlich. Und außerdem völlig widersprüchlich mit der sonstigen Haltung
gegenüber dem jüdischen Glauben. So nach dem Motto: Wir sind die neuen Juden, die damals zwar nicht
verfolgt wurden, aber durchaus verfolgt gehören… Welche Schlüsse man daraus eigentlich ziehen müsste,
wenn man dieser zynischen, verblendeten und von tiefstem Antisemitismus zeugenden Argumentation folgt,
bleibt dem intelligenten Leser selbst überlassen…
#18 St. Anton † 03:28:11 | Sonntag, 12. April 2009
Professionalität Ich bin bass erstaunt über den hohen Grad der Professionalität in der Parteiarbeit,
die die Partei „Die Christen“ vorlebt: Als erster Schritt dazu ist geplant, wöchentlich eine E-Mail-Newsletter
zu verschicken und auch Hinweise auf die Veranstaltungen anderer christlicher Gruppen aufzunehmen. Also,
wenn die Partei „Die Christen“ damit nicht bald mehrheitsfähig ist, weiß ich auch nicht weiter.
#119 St. Anton † 03:10:16 | Sonntag, 12. April 2009
@Gretchen Ja, so sehe ich das auch. Die Beurteilung der „Gültigkeit“ eines Abendmahls kann man getrost
dem Schöpfer überlassen: Dieses kleingeistige Festhalten an fragwürdigen, dem Urchristentum ohnehin
völlig fremden Vorschriften hat mit lebendigem Glauben nichts zu tun und ist theologische Haarspalterei,
nichts weiter.
#206 St. Anton † 14:25:44 | Freitag, 3. April 2009
Sexualität und Geist Es ist durch zahlreiche Studien zweifelsfrei erwiesen (kreuz.net customs apply here),
daß ein unausgefülltes Sexualleben zu geistiger Verkümmerung führt, da der menschliche Hormonhaushalt
aus dem natürlichen Takt gerät. Das führt zu Verhaltensveränderung und Triebkompensation; zu einer
Sublimierung und Überhöhung des unterdrückten Triebs in eine andere, ungesunde Richtung. Anders ausgedrückt:
Wer sich der Natur des Menschen entgegenstellt, muss sich nicht wundern, wenn er einer krankhaften geistigen
Entwicklung anheimfällt. Sexualität ist nämlich NICHT nur Fortpflanzung (Essen ist ja auch nicht nur
Ernährung – beides erfüllt beim Menschen wichtige soziale Bedürfnisse). Zölibat führt zu einer krankhaften
Einstellung zur Sexualität selbst – was man von Priestern diesbezüglich so zu hören bekommt, spricht
Bände. Desweiteren entsteht ein starkes Bedürfnis nach Ersatzbefriedigung – was für Priester natürlich
schwer zu leisten ist. Generell neigen Menschen, die sich selbst etwas entsagen, dazu, anderen dasselbe
zu neiden oder zu mißgönnen. Das ist eine ganz natürliche und teil unterbewusste Reaktion, die man
bereits bei Kindern beobachten kann. Ebenfalls ist es kein Zufall, daß der Marienkult entstand, nachdem
das Zölibat durchgesetzt wurde. (Das beschreibt nur den Prozess innerhalb der Kirche – da das Christentum
synkretistische Züge trägt, hat die Marienverehrung teils auch vorchristliche „Göttinnen“ ersetzt,
wo die Bevölkerung vorher entsprechende Sitten hatte).
Die wahre Messe… …kann doch zweifelsfrei nur in Altgriechisch gelesen werden. So wie es in unserer
Mutter Kirche die ersten Generationen über üblich war. Wider den Modernisierungswahn!
Leben oder Glaube? Wenn eine Frau in Gefahr ist, dann sagt die Kirche: Fürchte Dich nicht, lass Gottes
Wille geschehen, Dein Glaube gebietet Dir, Dich auch auf Risiken einzulassen. Beispiel: Risikoschwangerschaft,
die Frau nur mit 80% Wahrscheinlichkeit unbeschwert übersteht: „Gott will das Kind, also hast Du Dich
ohne Sorge der Herausforderung zu stellen“. Szenenwechsel: Der Papst winkt den Gläubigen zu… und wird
gefahren in einem Papamobil. Er steht hinter zentimeterdicken Panzerglasscheiben und wird von einer Horde
Bodyguards begleitet. Wie hoch ist das Risiko des Papstes, einem Attentat zum Opfer zu fallen? Warum besitzt
der Papst sowenig Gottvertrauen, daß er sich im gläsernen Panzerschrank durch die winkende Menge fahren
lässt? Man kann nicht Glaube und Gottvertrauen predigen, jungen, verängstigsten Frauen Lebensrisiken
anempfehlen und gleichzeitig selbst ein Angsthase sein.
#105 St. Anton † 12:10:46 | Freitag, 3. April 2009
Vorwürfe an Johannes-Paul II? Über den Altpapst steht: Das führte dazu, daß bei dem späteren Papst
weniger Christus und die Kirche als der Mensch und die Politik im Zentrum standen. Ich verstehe die Anklage
in diesem Satz nicht. Bei Jesus, dem Vater und dem heiligen Geist steht der Mensch auch im Mittelpunkt –
und nicht verstaubte theologische Streitereien. Eine Zuwendung zum Menschen kann so falsch also nicht
sein und es gehört sich für einen Mann des Glaubens – und erst recht gehört sich das für Gottes Stellvertreter
auf Erden – den Menschen vor die theologische Wissenschaft zu stellen. Es geht um Gott und Menschen im
Glauben – die Theologie ist nur die theoretische Basis. Die Theologie liebt niemanden, die Theologie verzeicht
auch niemandem. Die Theologie ist nicht der heilige Gral der Kirche – es ist positiver, lebensbejahender,
lebensfreudiger Glauber, der der Kirche heutzutage fehlt. So gesehen sind die Vorwürfe gegen den Altpapst
einseitig und verzerrt.
Grenzen der Prophezeihung Bei der Auswahl der eigenen Frisur war der protestantische Prophet offensichtlich
deutlich weniger treffsicher. Schade, daß die heilige röm./kath. Kirche keinen solchen Propheten hat.
Er hätte ja einiges zu tun, könnte beispielsweise PR-Disaster unseres Papstes vorhersagen und diesem,
wenn er den Mund öffnet, rechtzeitig einen Wink geben. (Benedikts Vorgänger hatte das nicht nötig –
der war zwar kein Intellektueller, aber den Umgang mit den Medien beherrschte er weit besser)
kreuz.net Bisher war kreuz.net vor der deutschen und europäischen Gesetzgebung recht gut geschützt.
Lustigerweise aber häufen sich hier Beiträge von gewissen Usern, die durchaus auch in den Vereinigten
Staaten von strafrechtlicher Relevanz sein dürften… schließlich darf man in den USA auch nicht jeden
Quark von sich geben, bei sog. hate speeches ist da auch irgendwann Schluss mit lustig… Es wird also
der Tag kommen, an dem sich amerikanische Gesetzeshüter auch einmal ein Server-Log vorlegen lassen…
und dann wird für den einen oder anderen hier – im Zuge eines transatlantischen Rechtshilfeverfahrens –
das böse Erwachen kommen.
#175 St. Anton † 04:28:58 | Sonntag, 29. März 2009
@caritatem Meinen Vorwurf der Unsachlichkeit nehme ich gerne zurück – diese Aussage wird Ihrem Text zugegebenermaßen
nicht gerecht und war – meinerseits schlampigerweise – eher auf den Zusammenhang mit „Killerspielen“ gemünzt.
Ich teile vollständig Ihre Auffassung, wonach solche Taten von einem Versagen der Gesellschaft zeugen.
Aber Amokläufe gab es auch vor 30 Jahren, durchaus auch an Schulen. Was heute sicherlich zugenommen hat,
ist die Aussicht der verirrten Täter, nach ihrer Tat weltweiten „Ruhm“ zu ernten. Was außerdem zugenommen
hat, ist die soziale Isolation von Jugendlichen. Daß irgendwelche sog. „Killerspiele“ nicht gesund sind,
wenn man sie stundenlang am Stück spielt: Geschenkt. Aber das ist vor allem auf die fehlende Zeit zurückzuführen,
die der Jugendliche dann nicht mehr mit seinesgleichen verbringt. Es gibt mehrere Studien zum Thema „Killerspiele“ –
Menschen, die sich in den Medien mit einem Verbot solcher Ego-Shooter profilieren wollen, wissen oft gar
nicht, wovon sie eigentlich reden. Ganz früher waren es profane Bücher, dann war es das böse Fernsehen
oder vermeintlich „satanistische“ Rockmusik und heute ist es eben das Internet oder böse Computerspiele –
ein Schuldiger für fehlgeleitetes Verhalten ist immer schnell gefunden. Und wenn dann ein Jugendlicher,
der sich oder andere tötete, weder Rockmusik gehört hat, noch Fernsehen oder Computer hatte oder schlechte
Bücher las… dann… war er bestimmt Mitglied einer üblen Sekte, die ihn in den Tod trieb.
@caritatem Ihr Beitrag ist höchst unsachlich. Verbrechen – auch dieser Art – gab es bereits zu Zeiten,
wo es weder Computer, noch öffentliche Schulen, noch gewählte Politiker gegeben hat. Irgendwelchen „Killer“-Computerspielen
die Schuld zu geben ist geradezu lächerlich. Die Opfer wurden mit einer echten Waffe getötet und nicht
mit einem Joystick – außerdem spielt ein Großteil der männlichen Jugend solche Spiele, wenn diese derartige
Aggressionen auslösen würden, müssten solche Vorfälle ja bedeutend häufiger auftreten.
Das Böse Ein „personalisiertes Böse“ mag theologisch interessant sein und war früher auch wichtig,
um unverständliches plakativ erklären zu können. Aber um zu erklären, warum ein geistig verwirrter
Pubertärer eine Wahnsinnstat begeht, kann man andere Theorien besser gebrauchen. „Das Böse“ in Form
des Leibhaftigen hat für Erklärungen jenseits der Theologie ausgedient. Oder glaubt hier jemand, der
Teufel sei in den armen Irren von Winnenden geschlüpft? Ich glaube das jedenfalls nicht.
#116 St. Anton † 22:53:31 | Donnerstag, 26. März 2009
Interpretation der Verfassung? Ich bin ziemlich erleichtert darüber, daß nicht irgendwelche Patres entscheiden,
was verfassungsgemäß ist und was nicht… da haben wir zum Glück die Robenträger in Karlsruhe, denen
ich mehr vertraue als jedem Kleriker…
#74 St. Anton † 04:32:51 | Mittwoch, 25. März 2009
Unrecht? Jaja, die Presse ist natürlich an allem schuld. Wäre die Presse nicht, dann wären wir alle
ganz glücklich und die Welt wäre wieder ein großes Stückchen besser usw. Ich fürchte, Herr Williamson
hat nichts kapiert.
Sehr aufschlussreiche Analyse Ich habe eine interessante Beobachtung gemacht, die ich mit Ihnen allen
teilen möchte und die sehr präzise zu dem obenstehenden Bericht passt. Ein ehemaliger Bewohner meiner
Straße hat erfahren, daß der Vater seiner Schulfreundin die Mitgliedschaft in der Waffen-SS nie zugeben
wollte. Seit einigen Jahren (etwa 20) kommt hinzu, daß er eine krankhafte Neigung zu süßen Brotaufstrichen
entwickelt hat, beispielsweise „Nutella“ und andere. Nutella beginnt mit dem Buchstaben „N“ – genauso
wie die NSDAP – Zufall? Ich denke nicht.
#114 St. Anton † 05:01:46 | Sonntag, 22. März 2009
Liebe kreuz.net – Redaktion… ich muß mal – völlig inhaltsneutral – auf eine große Schwachstellle
jeglicher kreuz.net-Fundi-Diskussion aufmerksam machen: Also, wir steigen mit einem Beispiel ein. Sagen
wir, der Spiegel schreibt „X = Inquisition“ als sprachliche Metapher – was meint der Autor dann? Richtig:
X ist unnachgiebig und blutgierig wie die Kirche früher, die ja auch anachronistisch ist, aber die Inquisition
aufgeben musste. Nun, kreuz.net-Schreiberlinge: Eine Metapher kann man nicht verwenden, wenn der Originalkontext
auch inhaltlich vorkommt. Negativbeispiel: Der Badeurlaub fiel ins Wasser… Das geht sprachlich nicht,
da keine Abgrenzung von Metapher und Inhalt. Darum: Nie mehr wieder Worte wie „Inquisition“, „Märtyrer“
und ähnlichen Quatsch (erst recht nicht zum Selbstbemitleiden. Das ist pietätlos gegenüber den echten
Opfern, den echten Märtyrern, die sich nicht in der Anonymität amerikanischer Webserver verstecken…)
#172 St. Anton † 22:48:59 | Mittwoch, 18. März 2009
Ich applaudiere… dem deutschen Rechtsstaat. Von Dr. Johannes Lerle, in Deutschland rechtskräftig verurteilter
Volksverhetzer. Richtig so. Finde, Herr Lerle sollte noch mehr Zeit zum Nachdenken erhalten.
#16 St. Anton † 19:42:55 | Mittwoch, 18. März 2009
Juhu, erneut ein Lindemann! Jaja, die Sprache vor 6000 Jahren: Sie bot Ausdrucksmöglichkeiten, von denen
wir heute nur noch träumen können. …und tatsächlich träumen heute auch so manche Autoren von genau
diesen Ausdrucksmöglichkeiten… es bleibt ihnen ja nichts anderes übrig.
#12 St. Anton † 19:32:59 | Mittwoch, 18. März 2009
Juhu, erneut ein Lindemann! Jaja, die Sprache vor 6000 Jahren: Sie bot Ausdrucksmöglichkeiten, von denen
wir heute nur noch träumen können. …und tatsächlich träumen heute auch so manche Autoren von genau
diesen Ausdrucksmöglichkeiten… es bleibt ihnen ja nichts anderes übrig.
#156 St. Anton † 00:36:25 | Mittwoch, 18. März 2009
@galatea Sehr geehrter Herr Anton, die katholische Kirche macht dann nicht mehr viel Sinn, wenn Sie ihre –
in der Tat schwer einzuhaltenden – Moralvorschriften einfach aufgibt, nur weil sie keiner mehr einhält.
Niemand fordert das Aufgeben von Moral – im Gegenteil. Meine Kritik an den päpstlichen Verkündigungen
fußt doch gerade auf christlichen Moralvorstellungen – sonst könnte es mir doch völlig egal sein, welche
Krankheiten sich irgendwelche Afrikaner einholen. Es ist mir eben nicht egal! Und Gott sicher auch nicht.
Gerade das Neue Testament reiht Beispiel um Beispiel, wo Jesus den Einzelfall („das Menschliche“) über
das abstrakte Prinzip stellt. Zwischen dem Festhalten an Moralvorstellungen und dem Verbreiten von hahnebüchenem
Unsinn gibt es ja – Gott sei Dank! – einen sehr großen Unterschied… Unserem Papst aber beliebt das
Gegenteil. Er erhebt das abstrakte Prinzip – und übersieht die menschliche Schwäche und das menschliche
Leid, daß er damit auslöst. Der 08/15-Afrikaner (gläubig, aber untreu) geht dann trotzdem fremd und
benutzt aber keine Kondome – denn das Gebot der Enthaltsamkeit fällt leichter als das Verbot von Kondomen –
mit tragischen Konsequenzen. So sieht’s aus – und das predigen Entwicklungshelfer und Experten (die ihm
Vatikan wohl unbekannt sind) schon seit Jahren. Mit Religion und Moral hat das NICHTS zu tun. Was die
Kirche als Idealvorstellung hat, weiß man auch in Afrika. Das Problem des Vatikans ist ein anderes: Das
Kondom an sich.
#76 St. Anton † 22:05:41 | Dienstag, 17. März 2009
Empörend. Jaja, wenn wir nur alle zu Heiligen werden, sind die Probleme der Welt gelöst. Von Papst Benedikt
hätte ich mir ehrlich gesagt mehr erhofft, als ominöse „Studien“ (von denen ich noch nie etwas gelesen
habe) zu erwähnen, um eine spirituelle Erweckung zu fordern. Genauso gut könnte man alles mögliche
fordern: Tote im Straßenverkehr? Pah, wenn wir nur alle mit Gottes Segen und christlicher Vorsicht fahren
würden, gäbe es doch kaum Unfälle mehr! Genauso ist es mit Kondomen in Afrika. NATÜRLICH wird AIDS
nicht von anständigen Männern und Frauen weiterverbreitet, die ihrem Partner treu sind. Aber diejenigen,
die sündigen (und gesündigt wird offenbar), sollten wenigstens Kondome nutzen. Sehr oft werden Unschuldige
angesteckt (beispielsweise die treue, nichtsahnende Ehefrau von ihrem untreuen, verlogenen, fremdgehenden
Ehemann). Doch was empfiehlt der Papst? Ach, Enthaltsamkeit. Das wird der braven, treuen Ehefrau aber
viel helfen, wenn ihr Gatte eine todbringende Seuche nach Hause bringt. Und wo sind all die Heuchler,
die sich über jede Abtreibung aufregen? Ist es nicht genauso empörend, wenn Kinder von ihrer „viel herumgekommenen“
Mutter zuallererst mal HIV erben? Ehrlich gesagt schäme ich mich ein wenig für die Dummheit und Borniertheit
der Kirche. Hier wird das Prinzip über die Realität erhoben – der Mensch gerät aus dem Blickfeld. Nur
der Idealmensch wird berücksichtigt, der einfache Sünder (oder dessen Familie!!!) wird übersehen.
#283 St. Anton † 04:59:41 | Sonntag, 15. März 2009
Latein als Kirchensprache Es ist vielleicht nicht jedem Kartholiken bekannt, dürfte aber interessant
sein: In den ersten 200 Jahren römisches Christentum war die Liturgiesprache G R I E C H I S C H. Latein
setzte sich dann erst später durch. Warum? Weil es am weitesten verbreitet war, also aus rein praktischen
Gründen. Vermutlich gab es damals auch Ewiggestrige, die dem Verlust der geliebten Liturgiesprache bittere
Tränen nachweinten…
#156 St. Anton † 04:50:32 | Sonntag, 15. März 2009
Banal Die Realpräsenz Christi in der Eucharistie wurde in der Alten Messe unzweifelhaft gesichert. Tatsächlich?
Kann das jemand beweisen? Wohl kaum. Irgendwie haben die Ultras Recht: Ein gläubiger Katholik, der 1960
eingeschlafen und vierzig Jahre später aufgewacht wäre, hätte seine Kirche kaum mehr erkennen. Die
Grammatik hätte auch nicht mehr erkennen. Und nicht nur die lebendige Mutter Kirche, auch in Sachen Gesellschaft,
Telekommunikation, Finanzwesen und Wissenschaft hätte der 40-jährige Komapatient umlernen müssen. Überraschend,
nicht? Viel interessanter ist doch die Frage: Würde jemand von Jesu’ Jüngern die heutige Kirche noch
wiedererkennen? Und wenn nein, warum nicht?
Peinlich Es scheint manchen kreuz.net-Autoren ein großes Bedürfnis zu sein, leichtgewichtige Meinungen
mit Halb- und Viertelwissen zu beschweren, um sie im Brustton der Eigenüberzeugung als seriösen Beitrag
zu verpacken. Bevor man die Linguistik als evolutionskritisch betrachtet, sollte man Linguistik und Evolutionstheorie(n)
erst einmal verstanden haben. Es ist ohnehin ein Sturm im Wasserglas, denn: Wem wissenschaftliche Theorien
nicht gefallen, der soll sich die Welt eben anders erklären. Es braucht nicht jeder Mensch ein Wissenschaftler
sein. (Die Anforderungen für den „Dr. med.“ sind bekanntermaßen nicht die höchsten…) Wenn Amateure
mit fremden Disziplinen jonglieren, um ihre Weltsicht darzulegen, wird’s schnell peinlich – so wie in
diesem Fall.
#371 St. Anton † 03:15:47 | Mittwoch, 11. März 2009
Ärzte und Mafiosi Es gehört zu den Wundern unserer heiligen Mutter Kirche, warum sogar italienweit bekannte
Mafiosi immer gern zum Abendmahl gerufen werden, während Ärzte (wie in diesem Fall) für eine schwere
Gewissensentscheidung exkommuniziert werden dürfen… Lustig auch, daß sich Geistliche ein Urteil zu
Themen erlauben, von dem sie nichteinmal die zum Urteil notwendigen Informationen besitzen – von der Kompetenz
einmal ganz abgesehen. Über Sexualität weiß ja jeder Pfaffe bestens Bescheid. Was ist eigentlich mit
dem Auftrag, Gottes Schöpfung zu schützen? Klimaschutz, Energiesparen? Zu komplizierte Themen für unsere
Geistlichkeit? Oder einfach nicht interessant genug?
#232 St. Anton † 02:54:55 | Mittwoch, 11. März 2009
Soso. Ich bin sehr erheitert. …die ehelichen Pflichten müsse man auch dann erfüllen, wenn man einen
Ehepartner hasse. Er warnt auch davor, den ehelichen Akt zu romantisieren. Die Leute dächten, daß es
niemanden etwas angehe, was sie in ihrem Schlafzimmer tun: „Das ist falsch.“ Der Staat – und auch die
Kirche – hätten das Recht, die Kinderverhütung zu verbieten. Ich würde gern mal wissen, auf welcher
wackeligen theologischen Grundlage sich ein Priester solchen Quark ausdenken darf.
#51 St. Anton † 17:22:35 | Freitag, 27. Februar 2009
@Defendor Sebstverständlich bin ich dagegen, wenn Abtreibungen verharmlost oder relativiert werden. Ich
würde es empörend finden, wenn jemand entgegen besseren Wissens behaupten würde, daß Abtreibungen
niemals stattgefunden hätten, sondern eine Erfindung irgendwelcher Interessengruppen wären. Aber um
falschen Erwartungen vorzubeugen: Die Gleichsetzung eines Schwangerschaftsabbruchs mit „Mord“ lehne ich
ab. Solange ein Embryo nicht lebensfähig ist, kann man das nicht mit der Tötung eines beseelten und
geborenen Menschen vergleichen. Als Christen könnten wir viel gegen Abtreibungen tun – und tun leider
so wenig. Es werden gern die Ärzte und die Mütter, die solches erwägen, kritisiert und verurteilt –
aber wer hilft tatsächlich?
#48 St. Anton † 16:39:01 | Freitag, 27. Februar 2009
Lefebvristen sind unbedeutend Hier auf kreuz.net heißt es oft, die Lefebvristen, die Soundso und hierundda …
würden totgeschwiegen. Die Wirklichkeit ist: Ohne die zahlreichen Entgleisungen von Möchtegern-Bischof
Williamson wären die Lefebvristen genauso unbedeutend in Zahl und Wirkung für die Katholische Kirche,
wie sie es auch in Bälde wieder sein werden, sobald die Berichterstattung sich wieder wichtigeren Themen
zuwendet. Die absolute Mehrheit der Katholiken kann über das verquere und isolationistische Weltbild
dieser Spinner doch bloß den Kopf schütteln. Auch der Vatikan hat mittlerweile begriffen, was zu tun
ist… Dieser Sturm im Wasserglas wird beendet werden – und es werden Länder, so wie in absehbarer Zeit
Argentinien, der Verhöhnung und Verächtlichmachung der Opfer des Massenmords der Nazis ebenfalls einen
juristischen Riegel vorschieben, der die juristische Sühne solcher Frechheiten vereinfachen wird, wo
wie wir das in Deutschland pflegen. Wer das Andenken Verstorbener schändet, hat nichts anderes verdient.
Für Spinner wie Williamson – und einiger kreuz.net-Spinner – wird es in Zukunft etwas enger werden. Ich
begrüße und unterstütze diese Entwicklung aus vollem Herzen.
#23 St. Anton † 16:18:13 | Freitag, 27. Februar 2009
Was ist denn eigentlich Blut und Homo-XY? Dieses Prädikat ist mir unklar. Das klingt doch ganz ähnlich
wie „Blut und Boden“ – was ja recht nah an der kreuz.net-Philosophie zu liegen scheint.
#163 St. Anton † 06:13:20 | Freitag, 27. Februar 2009
Prognose Also, eines kann ich den hier Anwesenden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit voraussagen:
Möchtegern-Bischof Williamson wird eher nicht selig gesprochen, trotz angeblichen Märtyrerstatus’ und
angeblicher heiligenwürdiger Verfolgung… Wer – wie Williamson – das Andenken von Ermordeten in den
Dreck zieht – und sich mit angeblichen Wissenslücken herauszureden versucht – ist eine Schande für die
Kirche. Es ist übrigens eine besondere Ironie, daß Hetzer – wie hier auf kreuz.net – gewöhnliche Medienberichterstattung
als „Hetze“ empfinden, während sie selbst jeglichen Anstand im Umgang mit vermeintlichen „Gegnern“ verloren
haben.
#170 St. Anton † 23:57:22 | Donnerstag, 26. Februar 2009
Zitat „On Swedish television I gave […] an opinion formed 20 years ago on the basis of evidence then
available“ zu deutsch: „Im schwedischen Fernsehen gab ich meine Meinung kund, die ich mir vor 20 Jahren
aufgrund der damals verfügbaren Beweise [bildete]“ Das ist keine echte Reue, das ist nur ein weiterer
unseliger Schachzug der Pius-Brüder, die sich wohl werweißwas von dieser Scharade versprechen. Eines
ist sicher: Sie werden damit – außer Aufmerksamkeit, aber vielleicht ist das ja bereits das Ziel – nichts
erreichen.
#190 St. Anton † 23:04:42 | Donnerstag, 26. Februar 2009
SZ hat Recht Ich wundere mich, denn die Zitate der Süddeutschen Zeitung sind meiner Auffassung nach völlig
zutreffend. kreuz.net ist – gottseidank – kein Organ der katholischen Kirche. Wer kreuz.net kritisiert,
kann das überhaupt gar nicht in einer antikirchlichen Weise tun, denn kreuz.net selbst ist antikirchlich.
Man müsste kreuz.net womöglich loben, um als Kirchenfeind gelten zu dürfen.
#150 St. Anton † 22:53:39 | Donnerstag, 26. Februar 2009
@defendor Defendor schrieb: dass die Macht des wahren Glaubens an die alleinige Wahrheit JESUS CHRISTUS
und an Seinen mystischen Leib, die heilige Mutter Kirche stets zur Einsicht in Demut und Reue führt Ich
glaube nicht, daß es wahrer Glaube oder Jesus Christus waren, die bei Herrn Williamson die historischen
Kenntnisse aufgefrischt waren, sondern Taktik – oder der beherzte Tritt ins Hinterteil durch seine Vorgesetzten.
Seine Entschuldigung ist vergiftet, dadurch, daß er sich dergestalt aus der Affaire zu ziehen versucht,
indem er behauptet „vor 20 Jahren“ wären seine Ansichten Wissensstand gewesen und das ist – Verzeihung –
völliger Unsinn – und das weiß der gute Mann hoffentlich auch. Im übrigen hätte er seiner Sekte viel
Unheil erspart, wenn er den Blick in die Geschichte ein wenig beschleunigt hätte. Vermutlich war er mit
Beten und Buße tun so beschäftigt, daß ihm dafür gar keine Zeit blieb…
#17 St. Anton † 16:35:38 | Donnerstag, 26. Februar 2009
kreuz.net kreuz.net ist zweifellos unchristlich und pflegt ein manichäisches Schwarz-Weiß-Denken, das
die Kirche eigentlich überwunden hat (und zwar schon Jahrhunderte vor einem gewissen Konzil, an dem sich
hier manche gerne aufgängen…). Wenn man kreuz.net ernst nimmt, müsste man meinen, die größten christlichen
Herausforderungen wäre die Homosexualität, wäre ein Anti-Glaube. Nicht die christliche Botschaft (Liebe)
steht hier im Vordergrund, sondern die zynische Verächtlichmachung vermeintlicher „Kirchengegner“.
#14 St. Anton † 14:49:13 | Donnerstag, 26. Februar 2009
@matt3 Oh, stimmt, ich habe das falsch dargestellt: Es gibt die „Pille danach“, die ich meinte – und die
„RU 486“ – letztere kann man tatsächlich als Abtreibungspille bezeichnen, denn diese wirkt in der Tat
auch noch lange nach der Einnistung. Sorry.
#7 St. Anton † 14:24:29 | Donnerstag, 26. Februar 2009
Was macht denn eigentlich… ein Gesundheitspsychologe? Die „Sehnsucht des Menschen nach Autorität, Orientierung
und Ordnung“ fördern? Ich kann’s nur nochmal betonen: Wer ein Welt möchte, in der weniger altliberale
Kirchenfeinde leben, der muß doch Abtreibung befürworten: Denn Abtreibungen nehmen i.d.R. nur liberal-denkende
Mütter vor, deren Kinder dem segensreichen Zugriff der hl.röm.kath. Mutter Kirche ohnehin verschlossen
bleiben: Und wieder gibt es einen Kirchenfeind mehr. Abgetrieben haben die kleinen Bratzen gar nicht erst
die Chance, sich an unserem Herrgott zu versündigen und kommen – mit Fegefeuer oder nicht – ohne Umwege
ins Licht. Ich lehne Abtreibungen persönlich ab, finde es aber richtig, daß diese Praktik legal ist.
Die sogenannte „Abtreibungspille“ ist übrigens gar keine, denn sie treibt nicht ab, sondern verhindert
lediglich eine mögliche, noch ausstehende Einnistung einer Eizelle – ein Prozess, der in den meisten
Fällen schon aus natürlichen Gründen scheitert. Es passiert also nichts, was nicht auch ohnehin passiert,
von „Mord“ und ähnlichem kann hier keine Rede sein.
#47 St. Anton † 20:20:52 | Dienstag, 24. Februar 2009
Und wieviele Punkte haben Atheisten? Achja, ich vergaß: Atheisten, Liberaljüdischefreimaurerbolschewistendemokraten
et cetera sind natürlich von Geburt an Anhänger der Konzilsgemeinschaft, wie jeder Kirchenfeind
#73 St. Anton † 17:40:33 | Samstag, 21. Februar 2009
Entsetzlich! 4000 Abtreibungen, das klingt hart und unmenschlich. Aber andererseits: Wenn man mal überlegt,
daß von diesen 4000 Unschuldigen ja später vermutlich 3995 zu Kirchenfeinden geworden wären (Sozialisten,
Atheisten, Freigeister, Altliberale, Demokraten, Menschenrechtler, …), dann dürfte der durchschnittliche
kreuz.net – Leser ja nicht allzu traurig sein. Reine Logik, denn: Abtreibende Mütter werden ja in den
allerseltesten Fällen echtkatholische Kinder aufzuziehen, oder? Die restlichen 5 sind eben Märtyrer,
so wie Wagner und Williamson! Wir dürfen also auf fünf dieser abgeschlachteten Seelen richtig stolz
sein.
#13 St. Anton † 13:25:30 | Freitag, 20. Februar 2009
kreuz.net, die Drama-Queen? Der Leichnam des Ende Januar vom Papst ernannten und am letzten Sonntag durch
eine österreichische Intrige abgesägten Linzer Weihbischofs beginnt mehr und mehr zu stinken. Leichnam?
Welcher Leichnam? Hat der Vatikan einen Dan-Brown-Opus-Dei-Killer engagiert? Nein. Hat er nicht. Sondern:
Einem für ungeeignet befundenen Mitarbeiter der hl.röm./kath. Kirche wurde eine zuvor leichtfertig versprochene
Beförderung versagt. Aber er lebt noch, putzmunter ist er! So etwas passiert im Arbeitsleben – das wohl
nicht jedem Verfasser auf kreut.net bekannt sein dürfte – täglich. Ihm, dem Nichtbeförderten, wurde
nicht Böses, sondern Gutes getan: Sind wir doch mal ehrlich. Ihm wurde, im Sinne christlicher Nächstenliebe,
die bittere Erfahrung erspart, sich in einem verantwortungsvollen Amt überfordert zu fühlen. Und überfordert
wäre er gewesen, wir sprechen ja nicht gerade vom hellsten Licht in unserer Mutter Kirche.
#84 St. Anton † 04:28:06 | Freitag, 20. Februar 2009
Märtyrer Um ein richtiger Märtyrer zu werden, fehlt leider noch etwas: Körperliche Qualen und Tod.
So etwas wünsche ich Williamson allerdings nicht, es sei denn, er möchte das gerne.
#51 St. Anton † 07:56:51 | Donnerstag, 19. Februar 2009
Rassismus Dieser Rassismus im religiös verbrämten Mäntelchen, wie er von Warbreit, Elli und Konsorten
verspritzt wird, geht mir deutlich auf die Nerven. Als wäre deren klebriges, pubertätes Geklecker tauglich,
ihren spirituellen Priapismus zu lindern… vergeblich. Gibt es keine Anstalten, die sich ihrer annehmen
könnten? Finde, das wäre aus Fürsorgegründen, wie sie jedem Christenmenschen gut zu Gesicht stehen,
dringend geboten.
#43 St. Anton † 07:46:54 | Donnerstag, 19. Februar 2009
Rassismus? Und wo genau wurde der afrikanische Pius-Sektierer nun aufgrund seiner ethischen Zugehörigkeit
beleidigt oder angegangen? Ich kann da keinen Rassismus erkennen. (Was mir hier – auf kreuz.net – sonst
selten schwerfällt…)
#132 St. Anton † 07:50:00 | Mittwoch, 18. Februar 2009
Vergleichen wir mal… Die beliebteste Nachrichtenseite in deutscher Sprache schreibt: „Aus Endzeitstimmung,
Paranoia, Verschwörungstheorien, Ablehnung der Aufklärung und der Moderne bauen sich viele am linken
Rand der Gesellschaft ein extremistisches, von Haß durchtränktes Weltbild zusammen.“ Gegenfrage: Was
genau ist an dieser Behauptung falsch? Paranoia, Verschwörungstheorien? Ist doch wohl korrekt, hier auf
kreuz.net wimmelt es nur davon. Die bösen, „jüdisch“ gesteuerten Medien usw… Ablehnung der Aufklärung,
der Moderne? Aber klar doch. Am linken Rand? Na, das ist natürlich ein kleiner unbedeutender Fehler der
kreuz.net-Redaktion, kleine Schlamperei, wie üblich, es muss natürlich heißen: „Am rechten Rand“, wie
im Original. Stimmt natürlich. Von Haß durchtränktes Weltbild? Ohhh ja. Das stimmt leider – unchristlicherweise –
auch. Ich gebe es ungern zu, aber Spiegel Online hat Recht.
#20 St. Anton † 14:44:12 | Dienstag, 17. Februar 2009
Wenn Williamson… …ein Einzelfall war, warum haben sich die Pius-Hanseln dann so schwer damit getan,
sich von seinen Aussagen zeitnah zu distanzierren? Denen glaubt doch keiner mehr.
#353 St. Anton † 14:04:18 | Dienstag, 17. Februar 2009
Dieser Artikel… …ist doch völliger Unsinn. Die genannten Beispiele lassen sich wesentlich besser
als Beleg für die Natürlichkeit der Homosexualität lesen. Von ernsthaften Wissenschaftlern behauptet
heute niemand mehr, daß es sich bei Homosexualität um eine Krankheit handelt. Eine Krankheit besteht
erst dann, wenn vom Betroffenen ein Leidensdruck besteht. Besteht dieser nicht, ist alles in Ordnung –
ob es pseudokatholischn Fundis gefällt oder nicht, das ist nicht das Kriterium. Möglicherweise hat Homosexualität
durchaus ihre gesellschaftliche Berechtigung – das versteht man nur heute noch nicht wirklich, weil man
nach wie vor ideologischen Vorstellungen des Mittelalters nachhängt. Als Christ sollte man sich um die
eigenen Fehler kümmern, als stets auf den vermeintlichen Splitter im Auge des Nächsten hinzuweisen.
Homophobe, hasserfüllte Pseudichristen haben einen derart veritablen Balken im eigenen Auge, daß deren
Hetze fast schon lächerlich erscheint, so weitab neben der Spur ist das.
#64 St. Anton † 16:22:12 | Freitag, 13. Februar 2009
Ermutigend Ich will mit den Altkonservativen hier im Forum folgende frohe Botschaft teilen: Als ich neullich
im Bus fuhr, da hörte ich einen Kommentar von zwei muslimischen Extremistensymphatisanten, die sich lobend
über die Pius-Brüder äußerten… (glaube ich. Mein Arabisch ist recht dürftig). Diese ermutigende
Nachricht, diesen kleinen Lichtblink wollte ich Euch nicht vorenthalten!
#955 St. Anton † 00:35:49 | Freitag, 13. Februar 2009
Komisch… Im Jahr 2007 mußte die kanadische Zeitschrift ‘Catholic Insight Magazine’ wegen angeblicher
„Haß-Predigt“ gegen radikale Homo-Ideologen umgerechnet knapp 12.000 Euro für Anwaltskosten bezahlen.
Seit wann muß man wegen angeblicher Hasspredigten „Anwaltskosten“ bezahlen? Bezahlt werden muss nur aufgrund
eines Urteils im Falle einer gerichtlich festgestellten und bestätigten Hasspredigt… Schön bei der
Wahrheit bleiben, liebe Fundamentalisten, auch wenn es mal weh tut.
#208 St. Anton † 22:50:36 | Donnerstag, 12. Februar 2009
Outing Ich möchte mich hier nur mal kurz als Homo-Ideologen outen. Warum soll ich nicht der Meinung sein,
daß es mir egal ist, was andere sexuell so treiben? Mir schadet es nicht – ist also eine private Sünde
sozusagen. Jesus hat – soweit ich weiß, aber meine Kenntnisse des Neuen Testaments sind lückenhaft –
keine Predigten über Sexualität gehalten. Mich wundert, daß solche Predigten heutzutage so schwer in
Mode sind.
#20 St. Anton † 17:54:27 | Dienstag, 10. Februar 2009
Katholische Lehren Finde es gut, daß die katholische Website kreuz.net sich in so aufopferungsvoller
Weise um die Verbreitung fundierter Kenntnisse über Verderben und Krieg kümmert. Das ist ein wichtiger
Bestandteil der katholischen Morallehre. Die homo-liberalen Freimaurermedien kümmern sich einfach viel
zu wenig um Mord und Totschlag. Da ist es gut, wenn eine christliche Website hier einspringt und uns aufklärt,
damit wir als Christen nicht so viel Erbsünde von unseren Großvätern übernehmen…
#52 St. Anton † 10:20:25 | Montag, 9. Februar 2009
@Philipp Kann sie ja. Niemand zwingt sie, schwanger zu werden. …auch diese Entscheidungsfreiheit ist –
leider – nicht immer gegeben. Ansonsten gebe ich Ihnen natürlich recht. Wie ich schon sagte: Von der
eigenen Verantwortung wird man nie entbunden…
#34 St. Anton † 00:01:31 | Montag, 9. Februar 2009
@Philipp Wie schon gesagt wurde: In Gesellschaften, wo Wert auf Sexualkunde etc gelegt wird, gibt es weniger
unerwünschte Schwangerschaften und damit auch weniger Schwangerschaftsabbrüche. (Und weniger Kriminalität…).
Das habe ich mir nicht ausgedacht, das ist empirisch gut belegt. Warum man Schwangerschaftsabbrüche nicht
verbieten kann? Weil das weltfremd ist. Man kann eine Frau nicht zum Wohle ihres ungeborenen Kindes zu
etwas zwingen, was sie nicht möchte. Wie sollte solch ein Zwang auch aussehen? Ein Kind braucht eine
Mutter, die es liebt. Und eine Mutter, die keine Drogen nimmt, die sich gesund ernährt während der Schwangerschaft
usw. Das geht nur mit Eigenverantwortung. (Zum Zwecke des Kindeswohls müsste man ansonsten alle Mütter
in Schutzhaft nehmen). Abtreibung ist aus christlicher Perspektive grundfalsch – natürlich! – aber ich
finde dennoch richtig, daß eine Frau die Entscheidung selber treffen kann, ob sie ein Baby in ihrem Bauch
heranwachsen lassen möchte oder nicht. Das ist eine große Verantwortung – aber wer keine Verantwortung
hat, sollte ohnehin keine Kinder bekommen. Durch Gesetze kann man Menschen nicht zur Verantwortung zwingen –
Verantwortung ist eine Frage der eigenen Moral. Wer gegen Abtreibung ist, sollte jungen Müttern zur Seite
stehen, statt wohlfeile Reden zu halten. Oder über Verhütung aufklären. Aber der Ruf nach restriktiven
Gesetzen hilft meiner Meinung nach rein gar nichts.
#20 St. Anton † 20:57:28 | Sonntag, 8. Februar 2009
Abtreibung Abreibung ist wohl eines der schwierigsten gesellschaftlichen Themen, finde ich. Man will es
nicht – aber verbieten kann man es auch nicht. Von daher ist es doch gut, wenn Jugendliche heutzutage
kompetent über Verhütung aufgeklärt werden: Verhütung ist immerhin der beste Schutz vor Abtreibungen…
#98 St. Anton † 17:53:41 | Sonntag, 8. Februar 2009
üble Nachrede? Diese Menschen wurden durch die kollektive Behauptung, sie seien aktiv antisemitisch,
würden gewalttätig mit Worten gegen Juden hetzen und seien Nationalsozialisten, von Friedmann in strafrechtlich
relevanter Weise beleidigt. Das stimmt, es könnte sich um üble Nachrede handeln, Voraussetzung ist aber,
daß Friedmann unrecht hat. Und nach meinen Eindruck sind Antisemiten und Hassredner – auch hier auf kreuz.net –
zwar eine kleine, aber dafür umso lautstarkere Minderheit, die kaum in ihre Schranken gewiesen wird.
Von daher hat Friedmann zwar unzulässig übertrieben – aber so ganz fern der Wahrheit ist seine Polemik –
leider! – nicht.
#21 St. Anton † 02:50:59 | Samstag, 7. Februar 2009
kreuz.net anglikanisch? Alle sollen sich ausnahmslos in der Kirche aufgenommen fühlen, wo auch immer
sie im breiten Spektrum menschlicher Verschiedenheit stehen, was immer sie auch glauben oder tun: Sie
gehören zur Familie des Herrn. Das denke ich auch, aber so ökomenisch (schreibt man das so?) denkt nicht
jeder. Der eine versteht unter „Kirche“ etwas Spirituelles, der andere etwas Organisatorisches und die
Dritten (die meisten Katholiken, sowie die Organisation Kirche selbst) denken, beides wäre eh dasselbe.
Mit „Exkommunikation“ verbanden sich Bilder unterdrückter Wahrheiten, freidenkender Einzelkämpfer gegen
geistige Tyrannei, von Glocken, Gebetbüchern, Kerzen, Inquisition, Kerkern, Scheiterhaufen – also von
dem, was die Aufklärung am Lehramt am meisten verachtet. Zwischen Scheiterhaufen und Exkommunikation
gibt es ja nochmal einen großen Unterschied. Und ob Ex- oder Ex-Ex: Kommt immer darauf an, wer warum
betroffen ist. (Übrigens gab es auch zwischen Ketzer und Hexen einen Unterschied: Die einen durften widerrufen
und kamen frei, die einen wurden mit oder ohne Eingeständnis verbrannt…) Warum setzen sich gerade Anglikaner
so für Willliams ein – werden da Sehnsüchte artikuliert? Von mir aus dürfen sich die Pius-Spinner
gerne aufgenommen fühlen – aber bei dem Gefühl sollte man es dann auch belassen dürfen. Wenn man die
Pius-Bischöfe aufnimmt, müsste man auch alle anderen (Küng, …) wiederaufnehmen – und das will von
den Pius-Befürwortern sicher niemand. Also: Gleiches Nicht-Recht für alle…
#124 St. Anton † 01:03:57 | Samstag, 7. Februar 2009
@Wahrheit Sie sind ein erstaunlicher Mensch. Gestern noch Chemieprofessor, jetzt schon Geschichtsexperte!
Womit überraschen Sie uns morgen? Astronomie, Astrologie? (Gibt es im Stürmer überhaupt eine Astrologie-Ecke?)
Bestimmt wissen Sie auch, daß der PC, mit dem ich gerade tippe, ganz, ganz anders funktioniert, als es
nichtsahnenden Informatikstudenten von den [kursiv]gleichgeschalteten[/kursiv] Informatikfakultäten beigebracht
wird. [Sie wissen es sicher besser, allein schon, weil sie womöglich nie auf einer Hochschule waren!]
Schuld: Die Silizium-Mafia! Der Himmel übrigens, der ist gar nicht blau – das sieht nur so aus, in Wirklichkeit
heißt die blaue Farbe „grün“ und umgekehrt! Schuld: Freimaurer! Ach, es muss schön sein, in einer eigenen
Luftblase zu leben, in der die ganze Welt nur so vor Verschwörergeheimnissen wimmelt… anderseits scheint
es auch gewisse charakterliche Deformationen auszulösen, wenn man sich – wie Sie – wohl dauernd umstellt
und umzingelt fühlt. Lesen Sie mal ein gutes Buch, Wahrheit – und tauschen Sie mal dringend Ihre „Informationsquellen“
aus. Ihre Viertelbildung ist ja nicht zum Aushalten.
#122 St. Anton † 00:37:14 | Samstag, 7. Februar 2009
…die Wahrheit über Wahrheit… So lief das und all das wird uns Deutschen in die Schuhe geschoben!
Geben Sie es zu, „Wahrheit“, Sie sind in Wirklichkeit ein libertinärer, atheistischer Freigeist, der
von Kirchenfeinden bezahlt wird: Dafür, daß er die konservativ-rechte Ecke mit dümmstmöglichem Verhalten
diskreditiert. Damit haben Sie auch großen Erfolg
#86 St. Anton † 00:11:44 | Samstag, 7. Februar 2009
Vatikan und PR Zum Satz: Im Vatikan kursiert ein kurzes Dossier über die Hintergründe zur international
geschürten Medienkampagne gegen den Papst. eine Anmerkung: Würde man im Vatikan etwas zeitgemäßer
und professioneller arbeiten, dann würde dort wahrscheinlich ein sehr langes Dossier kursieren… Besser
gewesen wäre es allerdings, wenn über die Pius-„Bischöfe“ und deren Einstellung zu geschichtlichen
Ereignissen auch ein kurzes Dossier im Umlauf gewesen wäre, dann könnte man sich jetzt um wichtigere
Themen kümmern.
#77 St. Anton † 16:52:43 | Freitag, 6. Februar 2009
Antikirchlich? Niemand ist doch gegen die Kirche – die Empörung richtet sich gegen eine Gruppe (zu Recht)
exkommunizierter Ewiggestriger namens Piusbrüder, die ihre Wiederaufnahme in die Kirche mit Undank und
provokativen Äußerungen feiern – und die sich nun als arme Opfer einer bösen Medienkampagne hochstilisieren.
Es ist absolut lächerlich, diese Kritik, die man in den Medien und innerkirchlich vernehmen kann, in
derart unverantwortungsvoller Weise wie in diesem Artikel mit „Progromstimmung“ gleichzusetzen. Das ist
ein altbekanntes Muster: Man vertauscht Täter mit Opfern und versucht, beide in einen Topf zu werfen.
(Wer in einem Interview Blödsinn redet, der weiß doch, daß das nachher veröffentlicht wird. Und die
Pius-Spinner haben ja noch nie einen Hehl aus ihrem Hass gegenüber Andersgläubigen gemacht) Niemand
will dem Papst oder den Piusbrüdern Böses, soweit ich es erkennen kann. Nur ist es eben so: Wer Hass
im Herzen trägt, beispielsweise antisemitische Klischees aufwärmt, der kann kein wahrer Christ sein.
Kritik an volksverhetzenden Aussagen ist nicht illoyal gegenüber der Kirche – die Verursacher waren ja
nicht mal Teil dieser Kirche – sondern Pflicht eines Christen, der den Kontakt zur Menschlichkeit und
zur Gesellschaft noch nicht verloren hat. Wenn dem Papst dann ein solch schwerer Fehler widerfährt –
die Ex-Exkommunikation solcher Provokateure – dann ist das bedauerlich, aber deswegen kann man das ja
nicht totschweigen.
#98 St. Anton † 19:28:31 | Donnerstag, 5. Februar 2009
@biomilch Nein, Biomilch, es ist nicht das Gleiche, ob man einen Menschen der Todesstrafe (Judas Jesus)
oder berechtigter Kritik aussetzt. Im Übrigens ist der Papst nicht Gott, sondern bloß ein Stellvertreter.
Und die Kritik ist bei weitem nicht so harsch und gemein, wie es hier auf kreuz.net dargestellt wird.
Tatsächlich habe ich festgestellt, daß Benedikt sogar von Spiegel-Online und anderen achsogemeinen Medien
in Schutz genommen wird. Wenn Sie also nun mit dem Attribut „Judas“ um sich werfen wollen, so dürfen
Sie das gerne tun. Aber erwarten Sie bitte nicht, daß man Sie für diese Kinderei ernst nimmt.
#100 St. Anton † 18:51:29 | Donnerstag, 5. Februar 2009
@defendor Lieber Defendor, das ist ja alles inhaltlich richtig, was Sie da so von sich geben, aber glauben
sie nicht auch, daß der schönste Ritus nichts nützt (schon gar nicht in Latein!! – das ist ja wie in
muslimischen Koranschulen, wo die indoktrinierten Kinder nichtmal wissen, was sie da nachplappern), wenn
der jeweilige Mensch dann beispielsweise Hass sät, etwa gegen vermeintliche Ungläubige oder andere Gruppen?
Ich weiß: Das ist eine Sünde, die nicht nur in der Piusbruderschaft wie eine Seuche um sich greift…
Es nützt die schönste Tradition nichts, wenn die Inhalte unchristlich sind. Jesus hat jedenfalls nicht
gegen Homosexuelle, gegen Juden und andere Gruppen gehetzt, im Gegenteil, sein Verhältnis zu Andersartigen
Menschen muss ich Ihnen bestimmt nicht erklären, darüber wissen Sie hoffentlich genauestens Bescheid.
Und noch eins: Liturgische Traditionen, auf die wir uns heute stützen, entstanden ab dem dritten Jahrhundert
nach Christi… und Sie werden uns doch nicht erzählen wollen, daß die Christen der Urkirche keine Christen
waren? Also messen Sie bitte der Verpackung (Liturgie) nicht mehr Wert bei als dem Glaubensinhalt!
#79 St. Anton † 17:13:58 | Donnerstag, 5. Februar 2009
@defendor Ich möchte mit Ihnen ganz gewiss keine theologische Diskussion führen, aber persönlich bin
ich der Überzeugung, daß es unserm Herrn Jesus Christus ziemlich egal sein dürfte, nach welchem Ritus
er verehrt wird – das ist Menschenwerk, nichts Göttliches. Ich glaube, es kommt Gott mehr auf die Herzen
und Taten an als auf Riten. Was man aber von den Pius-Hanseln lesen und hören kann, halte ich für dumm
und überkommen. Damit erreicht man weder Gott noch die Menschen. Das ist nur eitle Selbstbespiegelung –
und, wenn ich mal etwas böse sein darf: Spirituelle Selbstbefriedigung.
#65 St. Anton † 16:36:17 | Donnerstag, 5. Februar 2009
@defendor Tridentinischer Ritus hin oder her – das ist für mich nicht entscheidend. Was die Piusbrüder
in meinen Augen zu sektiererischen Spinnern macht, der der Rest ihrer Agenda. Komisch: Die Pius-Spinner
bekommen Bonuspunkte fürs Bewahren – deren Ablehnung und Kritik am Vatikan wird also verziehen. Kommt
dann mal ein Seelsorger, der für Gott, Kirche und Menschen schon wesentlich mehr getan und Herzblut geopfert
hat und kritisiert in sachlichen Worten, was ihm am der jetzigen Affaire nicht gefällt… dann ist das
natürlich automatisch ein Verräter (ein jüdisch-bolschewistisch-relativistisch-liberaler Freimaurer
natürlich)… In meinen Augen verrät das, wie sehr hier der vernünfigte Maßstab in der Diskussion
leidet. Viel Emotion, aber wenig Verstand.
#79 St. Anton † 16:24:33 | Donnerstag, 5. Februar 2009
Sterzinsky hat recht… Sterzinsky hat völlig recht. Man wird übrigens nicht dadurch zum Judas, indem
man Kritik äußert, sondern indem man Jesus Christus den Römern ausliefert. Das ist doch ein beträchtlicher
Unterschied, oder nicht? Hier werden gerne Medien kritisiert, die sich an den skandalösen Vorgängen
weiden, die zur Zeit Mutter Kirche erschüttern. Aber so sehr überdramatisiert wie hier auf Kreuz.net
wird sonst nirgends. Sehnen wir uns vielleicht alle nach ein wenig Drama – sozusagen als Abwechlung in
unserem langweiligen Alltag?
#57 St. Anton † 16:16:53 | Donnerstag, 5. Februar 2009
So viel ist gar nicht nötig. Soviel Aufwand muss sich der Papst gar nicht antun. Lediglich unter seinen
Beratern sollte er ein paar Köpfe austauschen – das kann man ohne Zweifel festhalten. Der Vatikan als
Ganzes hat einen Fehler begangen (eine kritiklose Wiederaufnahme einer Handvoll sektiererischer Spinner),
den er immer noch nicht zurückgenommen hat – und genau solange wird es Kritik hageln. Es gibt also genau
zwei Möglichkeiten: a) Kritik aushalten oder b) Fehler ausräumen. So einfach ist das.
#60 St. Anton † 21:32:46 | Mittwoch, 4. Februar 2009
Ohne Vatikanum II sind mir die Lefebvres einerlei Ohne Anerkennung des Vatikanum II können die Lefebvre-„Bischöfe“
meinetwegen bleiben, wo der Pfeffer wächst. Es liegt absolut nicht im Interesse der Kirche, sich mit
solchen Querulanten zu „versöhnen“, insbesondere wenn diese sich dann auch noch undankbar zeigen und
sich anmaßen, „Rom bekehren“ zu wollen. Sehr schön und sehr erfreulich, daß unsere Kirche ihre Position
dahingehend klargestellt hat. Unbelehrbare und verhärtete Anbeter des Zweiten Vatikanums ? Wer soll das
sein? Ich kenne niemanden, der Konzilsbeschlüsse anbetet.
#60 St. Anton † 21:02:36 | Mittwoch, 4. Februar 2009
und noch etwas… … hier wird ja gern geurteilt. Möchte meine persönliche Meinung aber nicht unerwähnt
lassen, auch, weil sich darin meine christliche Weltsicht spiegelt: Ein Mensch, auch ein unsympatischer,
der sich schwer versündigt (indem er herumhurt und Drogen nimmt z.B.), danach aber zu seinen Fehlern
steht, sie bereut und mannhaft die Konsequenzen aus seinem Handeln zieht… …der ist mir allemal lieber
als Menschen, die Fehler nicht nur nicht verzeihen können, sondern auch eigene Fehler nicht eingestehen
können, sondern immer nur mit ihrem Finger auf andere zeigen.
#58 St. Anton † 20:57:28 | Mittwoch, 4. Februar 2009
Es nervt langsam. War Kreuz.net eigentlich schon immer ein Sammelbecken ewiggestriger Antisemiten – oder
ist das neu? Bin erst seit kurzem hier angemeldet und wundere mich ein wenig darüber, was hier als „redaktionell“
durchgeht. Jude und böse darf hier jeder sein, aber Christ nicht! Christen sind natürlich nur ganz,
ganz wenige, auserwählte Katholiken. Protestanten sind selbstverständlich keine Christen – und Katholiken,
die dieses oder jenes nicht glauben, sind auch keine. Aber ein Mensch wie Friedman ist natürlich ohne
weiteres Jude. Hat herumgehurt und Kokain genommen – da ist er natürlich erst recht Jude… unabhängig
vom Glauben, klar. Also, wenn das nicht purer, ungeschminkter, hasserfüllter Antisemitismus ist – was
dann?
#7 St. Anton † 16:14:42 | Mittwoch, 4. Februar 2009
Richtig so. Über Wortaute und Art kann man streiten, aber es ist richtig und wichtig, daß der Vatikan
reagiert. Wer von Pogromstimmung gegen Katholiken schreibt, hat vom Leben in Deutschland offensichtlich
keine Ahnung. Da kommt mal ein kleines bißchen Schadenfreude und Gegenwind seitens Spiegel-Online und
Konsorten –- und schon hagelt es hier verbale Entgleisungen. Woher kommt das? Wer wirklichen Glaubens
ist, lässt sich nicht gleich von jedem Gegenwind umwehen, meine lieben Brüder und Schwestern. Natürlich
immer ist dieser Gegenwind „antikatholisch“, zeugt von „Progromstimmung“ usw – dabei wird geflissentlich
übersehen, daß die Schadenfreude in den Medien diesselbe wäre, wenn dieses PR-Desaster nichtkatholischen
Ursprungs gewesen wäre. Aber leider scheint hier der Glaube mehr als Schach zu sein, unter jedem Stein
wird Verrat und Verschwörung vermutet. Menschen machen Fehler, auch der Papst macht welche. Und wenn
man einen Fehler macht, muss man eben in Gottes Namen auch einmal zurückrudern und diese Fehler beseitigen.
Erst recht, wenn man keinen Gegenwind aushalten kann. Blinde Aggressivität gegen vermeintliche Gegner –
wie hier auf Kreuz.net oft zu lesen – ist ein Zeichen von Schwäche und von Minderwertigkeitskomplexen.
#7 St. Anton † 10:50:27 | Dienstag, 3. Februar 2009
Kritik zulässig? Ich will ja nicht in der frischen Wunde stochern, aber wenn man sich den Zeitablauf
mal ansieht (Berichte über das unsägliche Interview: 19. Januar –- Offizielle Verkündung der Wiederaufnahme
der Piusbrüder: 24. Januar…), dann muss man leider zugeben, daß im Vatikan die Augen und Ohren nach
Draußen wohl verschlossen waren, ansonsten hätte man die Situation viel entspannter handhaben können.
Die Medien als „Dämon“ zu bezeichnen ist, mit Verlaub, kindisch. Die tun ihren Job und berichten, weiter
nichts. Als Leser muss man ohnehin immer zwischen den Zeilen lesen – Verschwörungstheorien und weinerliche
Empfindlichkeiten über vermeintliche „antikatholische Hetze“ helfen nicht weiter. Und wer wissen will,
wie Hetze richtig geht, braucht ja nur gewisse Ausfälle hier im Forum nachzulesen…
#113 St. Anton † 01:58:53 | Dienstag, 3. Februar 2009
Verwunderung und Empörung Ich bin negativ überrascht, mit welcher Wut und welchem Hass hier in diesem
Forum Diskussionen oder sogenannte „Meinungen“ ausgetauscht werden. Worte wie „Jüdling“, „satanistische
Falscherziehung“, „Vollidioten“ etc. würde ich eher auf ziemlich – äh – kirchenfernen Websites erwarten.
Verfasser solcher Texte müssen sich schon fragen lassen, ob sie selbst überhaupt die Botschaften verstanden
haben, deren Mißverständnis sie gern ihren „Gegnern“ unterstellen… Persönlich möchte ich anfügen,
daß von mir aus ein Herr Williamson gerne sein eigenes Süppchen kochen darf. In der vatikanischen Küche
braucht man ihn nicht. Er hat schon mehrmals bewiesen, daß er mit manchen Gewürzen nicht umzugehen versteht.