Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Sehe ich anders, – würde auch ich sagen Um die gesamte Arbeit des früheren Bischof von St. Pölten objektiv
würdigen zu können müssen noch einige Jahre vergehen. Sie werden es nicht leugnen können, dass jede
Veröffentlichung zu diesem Thema auch heute noch zu viele Emotionen frei setzt, die eine objektive wissenschaftliche
Arbeit unmöglich machen. Die Aufgabe der Visitation beschränkte sich auf die Untersuchung der Mißstände
in der letzten Zeit seiner Arbeit in St. Pölten und konnte keine Rücksicht auf seine frühere Tätigkeit
nehmen. Diesen Satz möge man nicht als Vorwurf an die Arbeit des Visitators verstehen. Die Problemen
waren himmelschreiend und man musste konkrete Schritte zur Beseitigung dieser Mißstände setzen – was
ich auf jeden Fall begrüße. Hat aber mir einer Wissenschaft nicht zu tun. Würde man die gesammte Zeit
des Bischofs in St. Polten nur aus dieser Perspektive sehen, so würde man der Aufforderung einer wissenschaftlichen
Arbeit nicht gerecht. In der Erkenntnistheorie nennt man so etwas „genetischer Fehlschluss“.
Turk! Festschriften sind „per se“ nicht dazu da, dem Jubilar die Leviten vorzulesen. Das zu verlangen
ist einfach dumm. Nur diesen Fehler kann man der Rezension des Herrn Dr. Pataky vorwerfen. Übrigens,
wie @catholicus richtig feststellte: die Zeit ist noch nicht reif genug, um sich der „causa St. Pölten“
mit der notwendige objektivität, ohne emotionaler Befangenheit nähern zu können um alles in Form eines
niveauvollen Pro und Contra zu analysieren.
Zweierlei Maß Der Papst ist offenbar der Auffassung, daß eine Aufhebung der Exkommunikationen möglich
ist, weil sie an zeitlich bedingte Umstände gebunden gewesen seien. Sie seien zu einem gewissen geschichtlichen
Zeitpunkt verhängt worden. Heute würde sich die Sache anders verhalten. Also bitte. Das ist sehr gut.
Die Wahrheit steht über der Zeit. Sie ändert sich nicht. Wann ist eine Wahrheit unabänderlich? Wenn
sie einem in den Kramm passt? Sonst kann man sich beliebig auf die „gewisse geschichtliche Zeitpunkte“
berufen? Und diese Inkonsequenz – kaum einige Sätze danach, in der selben Ansprache – soll für einen
„aufrichtigen“ Mann sprechen? Fazit: Wahr ist, was wahr sein muss – und umgekehrt. (wenigstens bei den
Piusbrüdern)
Murx: Die Wortmeldung war, glaube ich, an mich gerichtet. Wenn ein Buch von einem Anonymus veröffentlicht
worden ist, dann ist es noch lange nicht wertlos, Dem stimme ich zu. 1X1=1; egal ob das ein Mathe-Professor
bahauptet oder der schwächster Schüler. Allerdings, würde ich das Ergebnis nicht wissen, würde ich
dem Auskunft des Professors den Vorrang geben, auch wenn er behaupten würde: 1X1=2 allerdings natürlich
umso wertvoller, desto nachprüfbarer die Quellen sind Sagen Sie, sind die Quellen nachprüfbar, die Malachias
angeführt hatte? Oder handelt es sich um eone willkommene Theorien, die in den Kramm einiger Ideologen
am Rande der Kirche passt und dadurch keine Nachprüfbarkeit bedürfen und somit automatisch „Richtig“
sind?
Malachias Wie schon @wolfgan e. es erwähnte: in Büchern steht viel… Etwas zu behaupten auf Grund einer
Nachricht oder Berichts aus einem Buch oder Zeitung, dazu muss man sich der Quellen sicher sein. D.h.:
die Kompetenz des Autors prüfen. Sagen Sie: wer sind die Herren Les Amis du Christ Roi? Können Sie sie
nennen? Was haben sie studiert? Im welchen Bereich sind sie tätig? Oder handelt es sich um eine Pseudowissenschaftler,
die auf hohe Verkaufsquoten abgesehen haben? Das gleiche betrifft auch Roberto Fabiani, den Autor von
„I Massoni in Italia“. Wer ist er? Was ist sein Fachgebiet? Können Sie mit diesbezüglich eine Auskunft
geben? Wo wird er zitiert – außer „Anonymus“? Ohne solcher Vergewisserung kann ich meine Behauptung nicht
zurücknehmen, nämlich: Es ist eine Dummheit Zitate eines „Anonymus“ als verkässliche Quelle zu handhaben.
Papier ist nämlich geduldig. Was Dan Brown betrifft: sein Roman basiert auf den Ergebnissen von Untersuchungen
einiger Pseudowissenschaftlern rund um das „Problem des Hl. Grals“ – er präsentiert diese Ergebnisse
in seinem Roman als „wissentschaftlich bewiesene“ . Sie werden es einsehen – der Vergleich zwischen Ihnen
um ihm ist nicht „zu weit hergeholt“.
Malachias „Die Zugehörigkeit Franziskus Königs, der seit 1956 Erzbischof von Wien war, zur Freimaurerei
ist besonders gut dokumentiert… Der – stets ausgezeichnet informierte – Roberto Fabiani schreibt beispielsweise
ohne Umschweife, Kardinal König sei Freimaurer, und gibt weiter an, er gehöre der Geheimloge ‘Giustizia
e Libertà’ der Freimaurerei von der Piazza del Gesù an. (R. Fabiani, I Massoni in Italia, L’Espresso
1978, Farigliano, S. 78 und 130)“ (Anonymus, Die Verfinsterung der Kirche, Durach 2004, 78 Anm. 64) Außerdem
war Kard. König einer der Hauptpromotoren einer „Aussöhnung“ zwischen Kirche und Freimaurerei… (dokumentiert
aaO, 135-136) Was ich dazu sage? Dan Brown läßt grüßen! Jesus dürfte also doch Kinder mit Maria-Magdalena
gehabt Haben. Was glauben Sie, wieso ist dieses Zitat vom „Anonymus“? Es ist eine Dummheit Zitate eines
„Anonymus“ als verkässliche Quelle zu handhaben. Woher hat „Anonymus“ seine beweise? Können Sie sie
Anführen? Können Sie sie Verifizieren? Gibt es ein Mitgliedschaftsbuchbuch? Oder bloß die Behauptung
des „Anonymus“ dessen Kompetenz auf Grund des „Anonymus“ nicht feststellen kann? Übrigens: noch eine
Meldung des „Anonymus“: die „Stimme aus Wien“ ist auch ein Freimaurer, denn es gibt keine Beweise, dass
er keiner ist.
Malachias Dass Kard. König auf Wojtyla aufmerksam gemacht hat, das bestreite ich nicht – ich bestreite
nur die Behauptung: (Hochgrad-?)FM Kard. König Denn, wie wir alle wissen, für die Nichtmitgliedschaft
zu einer Organisation gibt es keine Zertifikate. Dies einzufordern ist die Grundlage jeder „Dichtung“
so wie beim Dan Brown.
Malachias Machen Sie Witze?? Ihre Behauptungen sind der selben Sorte wie die von Dan Brown im Sakrileg:
solange nicht das Gegenteil erwiesen ist, kann jede Behauptung als wahr angesehen werden – oder das Gegenteil.
… (Hochgrad-?)FM Kard. König war, dem er seine Wahl zu einem wesentlichen Teil zu verdanken hatte…
So ein Quatsch!! Hoch lebe die Verschwörung!! Dan Brown könnte von Ihnen noch manches lernen!!
Athanasius-chen Suspendierte Priester sind nach wie vor Mitglieder der katholischen Kirche – die exkommunizierten
Personen, unbeachtet ihrer ev. Weihen, aber nicht. Ihr Vergleich mit den suspendierten Priestern – Weihbischof
Fellay beansprucht keineswegs normale Jurisdiktion zu haben, oder gar Autorität. Zumindest nichts mehr
als die eines suspendierten Priesters. – ist also nicht zutreffend.
Dr. Carlo Was ist nun mit der „Unfehlbarkeit des Papstes“? – meines Wissens wurde dieses Dogma auf einem,
auch von Ihnen anerkannten Konzil formuliert. Oder zeigte sich die „zerstörerische“ Arbeit der Freimaurer
bereits im 19. Jh. und sind daher alle vatikanischen Konzilien abzulehnen?
wi-bi Die Kirche hat doch nichts mehr zu sagen. So war das bei der Ehescheidung. Bei der Schwangerschaftsunterbrechung.
Bei Verhütungsmitteln. Bei der Homo-Ehe. Bei der Stiefkindadoption. Und letztens sogar bei Popetown.
Nun, so einfach ist das nicht. Sie hatte was zu sagen beim Krieg gegen Irak, Afghanistan, Bosnien, Serbien…
Sie schaffte die Aufmerksamkeit auf das Problem in Darfur (wo es weder Öl noch andere Ressourcen gibt,
die für die „Weltgemeinschaft von Interessen wären) zu lenken und, und, und… Sogar Joshcka Fischer
war der Meinung als der Krieg gegen Irak losging: „wir und der Vatikan haben den 3. Weltkreig verhindert“ (
freies Zitat – an den genauen Wortlaut kann ich mich nicht ganz erinnern).
Athanasius Auch berufte man sich bei der FSSPX auf den Notzustand. Nun, die Chinesen haben halt eine andere
Ausrede, um unerlaubt eine Bischofsweihe zu feiern. Übrigens: die beiden – die FSSPW von Lefebvre und
die „Volksrepublik“ haben eines gemeinsam: sie sind gegen die „böse“ V2 Kirche – jeder auf seiner Art.
Von Seiten der FSSPX müsste man eigentlich viel mehr Verständnis den bösen „Chinesen“ entgegenbringen.
Malachias Wo Diskussionen nicht zugelassen werden, sind wir nicht in einer Demokratie, sondern in einer
Diktatur! Nun, was eine Diktatur ist, das müssten Sie ganz genau wissen: das 3. Reich konnte leider nicht
wegen dieser Eigenschaft glänzen.
Berlin-Neukölln So wie ich es erfahren konnte – Das Tragen von Messern oder das Rauchen von Haschisch
war nicht nur ein Problem der „multi-kulti Gesellschaft“ von heute. Ich erlaube mir Wikipedia zu zitieren:
Wir Kinder vom Bahnhof Zooist ein 1978 vom Magazin „Stern“ herausgebrachtes autobiographisches Buch, welches
die Situation drogenabhängiger Kinder und Jugendlicher am Beispiel der 14jährigen Christiane Felscherinow
aus der Gropiusstadt im Berliner Bezirk Neukölln (!) darlegt. Dieses Problem gab es also bereits in den
70ern – wieso wird davon erst heute berichtet. Ist man in den deutschen Medien den französischen Journalisten
neidisch, da man in Deutschland nicht mit den gleichen Problemen zu kämpfen hat als heuer in den Gettos
von Paris und Umgebung?
Dr. Carlo Regazzoni Ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Habe auch mit keinen Wort gesagt, dass am 2. WK
schuld die damalige Liturgie war. Ich wollte nur sagen, dass es größere und dringendere Probleme in
der Welt gibt als die Frage nach der Liturgie. Aus der Wortmeldung von E.S. ist zu entnehmen, dass mit
der Wiedereinführung der alten Liturgie, alle Probleme der Welt gelöst wären. Mein Beispiel mit dem
2. WK spricht dagegen. Denn, die Aufgabe der Liturgie,den Christen in seinem Glauben zu stärken, wird
nicht nur durch die tridentinische Messe gewährleistet. Sie wissen schon: die KAth. Kirche kennt einige
Riten und Liturgien.
Elendester Sünder In dem Maß, in dem der Glaube verloren geht und die Gnade verspielt wird, nimmt auch
die Ungerechtigkeit in der Welt zu. Damit haben Sie recht. Fraglich ist jedoch ob der „Rückkehr“ zur
„Messe aller Zeiten“ dieses Problem beheben würde. Es gab Zeiten wo ausschließlich Tridentinisch zelebriert
wurde – die Katastrophe des 2. WK konnte man jedoch nicht abwenden. So allmächtig ist auch diese Liturgie
nicht.
Alt-68er nicht mehr auf der Höhe des Zeitgeistes? Gott sei Dank! Es gibt anscheinend noch kath. Kleriker,
die die Krise der Kirche nicht von der Anzahl der Kniebeugen bei der Hl. Messe abhängig machen und versuchen
auch auf andere Fragen Antworten aufzutreiben. Ich wünsche allen in diesem Forum gesegnete Feiertage.
LG aus Wien
Die Pius Bruderschaft ist eine Sekte und Schismatisch @Angelo,ihre Tastatur, glüht schon nach ihren Schießübungen
@Tridentinus:Sie weisen auf ein Nervenleiden hin, an dem Sie leiden. @Athanasius: Ihr selbstzufriedenes
Verhalten zeigt sich auch darin, daß anstatt Argumente zu geben, Sie Ihre irrigen Positionen und Beschimpfungen
einfach noch mal wiederholen. Wie ein kleines Kind. @AngeloIII:[fett]Aber eben die Pius Anhänger sind
schon immer Beleidigend gewesen und können nicht in einem normalen Dialog verhandeln, weil diese in einer
Unrealen Welt leben![fett] Wie könnte man AngeloIII widersprechen?
Pat – die Opfer Haben sie schon mal etwas von den 3 Opfern des Odin gehört? Nein noch nicht. Der Vergleich
zu Opfer Christi hingt ein bischen: der Opfer am Kreuz erhebt den Anspruch, geschichtlich zu sein – die
von Odin nicht. Über die Erlösung durch Jesu müssten wir eine lange Unterhaltung führen. Hier nur
zu unserem Thema: die Erlösung ist nicht der Grund unseres Glaubens sondern die Frucht des Glaubens.
Hrodgar a) erklärt wird, was sie angeblich wollen b) sie doch nur wieder geben sollen c) sie als billiger
Reflektor herhalten sollen nach dem Motto: Ich bitte Gott im öffentlichen Gebet, was der Christ neben
mir tun soll. Ich gebe es zu – es handelt sich um ein falsches Verständnis des Gebetes. Im Christentum
sind die Bittgebete, wie um etwas bitten wie „unser täglich brot“ Ausdruck unseres Vertrauens in Gott
und keine Kundmachung unserer Wünsche. Wird aber sehr oft flasch verstanden – eine Tatsache. Es würde
wahrscheinlich einige Stunden persönlicher Unterhaltung dauern, um auf den Grund Ihrer Glaubensentscheidung
zu kommen – der chrisliche Grund der persönlichen Beziehung ist der, in Geschichte sich zeigende verletzter,
bemitleidenswerter Gott. So etwas kann keine andere Religion zeigen oder anbieten.
Pat: wahr oder unwahr Ich empfinde es als gut, da es vielen Menschen Trost und Hoffnugn auf Erlösung
schenkt. Nur leider tut es mir das nicht. Da steckt der Unterschied in unserer Glaubensauffassung: die
Christen glauben nicht an ihren Gott weil er etwas leistet und sie von ihm etwas erwarten – sie Glauben
an Ihn auf Grund ihrer Beziehung zu Ihm – das würden sie tun auch dann, wenn er Überhaupt nichts „leisten“
würde. Sie jedoch verlangen vom Gott eine gegenleistung, trost, hoffnung, leichtere Bewältnigung ihres
Daseins, Sinn für das Leben, usf. – egal ob es sich um germanische oder keltische Götter handelt. Hier
von einer persönlichen Beziehung zu sprechen ist unsinnig. Es handelt sich vielmehr um „Ausbeutung Gottes“.
Hrodgar Gotteserfahrungen gab es vor dem Christentum und auch vor der Erfahrung Israels mit seinem Gott
Jahwe – das steht außer Frage. Der Unterschied zu einer persönlichen Beziehung und einer Beziehung nur
wegen der Befriedigung der Bedürfnisse ist, dass ich in einer persönlichen Beziehung nicht irgend ein
Vorteil oder Nutzen aus der Beziehung im Vordergrund steht, sondern die betreffende Person selbst. So
ein Nutzen wäre auch die Befriedigung Ihrer Bedürfnisse – egal welcher Art auch immer. Dass es religiöse
Praktiken gibt, die diese Bedürfnisse besser befriedigen als das Christentum, das ist eine Tatsache –
sie können jedoch keine persönliche Beziehung stiften, das ist auch eine Tatsache – sie dienen nur dem
Versuch des Menschen mit den unbegreiflichen Mächten umzugehen und diese irgendwie für sich in Dienst
zu stellen.
Pat – „richtig“ oder „falsch“ Man kann nicht beweisen, dass es eine falsche Religion gibt und das glaube
ich persönlich auch nicht. Da bin ich einer anderen Meinung: wenn eine Religion dazu dient, die persönlcihe
religiöse Bedürfnisse eines Menschen zu befriedigen, dann haben sie recht; es gibt keine falsche Religion –
alle Religionen schaffen es, diese Bedürfnisse auf irgend einer Weise zu befriedigen. Im Christentum
geht es aber nicht nur um die Befriedigung dieser Wünsche – da geht es vielmehr um eine Beziehung zu
einem persönlichen Gott. Aus dieser Hinsicht kann man sehr wohl von falscher und richtiger Religon sprechen.
Da diese persönliche Beziehung nur durch das Kreuz Christi möglich ist, deswegen kann man das Christentum
als „richtige Religon“ bezeichnen.
Brandenburgis Die Todesstrafe ist mit kirchlichen und katholischen Maßstäben ohne Weiteres vereinbar
Was die amerikanischen Freikirchen als „christliche Lehre“ verkünden, sei dahingestellt – nach der Lehre
der kath. Kirche ist die Todesstrafe nur dann zulässig, wenn sie das „kleinere Übel“ bedeutet. Bitte
nennen Sie das „größere Übel“, das durch die Todesstrafe vermeidbar wäre und nicht durch „lebenslänglich“
gewährleistet wäre!
FiliusDei Todesstrafe grundsätzlich akzeptabel So ein Quatsch! Jemand, der brutale Taten begeht, und
andere ermordet, der solche grausamen Dinge verübt, für den haben wohl sämtliche Staatsgesellschaften
stets die Todesstrafe vorgesehen. Ja, das stimmt – weil früher diesen Gesellschaften keine andere Möglichkeit
zur Verfügung stand, die Gesellschaft vor solchen Tätern zu schützen. Heute gibt’s dieses Problem nicht
mehr – daher ist auch die Notwendigkeit der Todesstrafe nicht mehr gegeben.
Revolution Es müsse laut dem suspendierten Priester die primäre Aufgabe der Kirche sein, dafür einzutreten
„daß die Unterdrückten befreit werden, daß es Gerechtigkeit gibt und daß die Armut bekämpft wird“.
Also, dem kann man nur zustimmen. Oder ist die einzige Aufgabe der Kirche: eine Klarheit im „Streit“ zu
schaffen, ob das Messbuch zu Beginn der Messe links oder rechts steht?
Gatte Aus dem selben Grund aus dem Sie diese Messe „Kasperltheater“ nennen, betiteln die „anderen“ die
„Messe aller Zeiten“ als „Hocus Pocus“. Denken Sie bitte nach und legen Sie sich selber Rechenschaft darüber
ab, wieso Ihre Gründe überzeugender sein sollen, als die von den „bösen Jugendlichen“.
katakombus Ich glaube nicht, dass alle diese, angeblich 1.000 Jugendlichen, irgendwo in den Kirchen von
Wien ihrer Sonntagspflicht nachgekommen wären, wenn es diese „schlimme Jugendmesse“ nicht gegeben hätte
und, dass sie nur deswegen von diesen Messen fernblieben, weil’s diese Messe gab.
Athanasius Meine Wortmeldung war als Antwort auf Pero & Co. mit ihrer mitelalterlichen „erzieherischen
Maßnahmen“ gemeint. Aber eine Schule wegen eines Lehrers zu schliessen heisst einfach antikatholische
Tyrannei. Ob Sie dabei richtig liegen oder falsch, kann ich nicht sagen – ich kenne die staatlichen Regelungen,
betreffend der Privatschulen in Deutschland nicht.
Pero; Laurentius2; und alle „coolen und realitätsbewussten“ Herren Als ich zur Schule ging – allerdings
in den 70ern, als die Welt nicht mehr so in Ordnung war, wie damals Anfang der 60ern – habe ich meinen
Lehrern und Professoren einigemale Gelegenheit geboten, mich mit einer gesunden Ohrfeige zur Raison zu
bringen. Allerdings wurden diese „erzieherischen Maßnahmen“ nie mit dem Hl. Don Bosco in Verbindung gebracht
worden, der lange vor den „Frankfurter Schule“ ganz ohne ähnlichen „erzieherischen Masßnahmen“ auskam.
Es genügte sein Birette auf dem Lehrertisch, um in der Klasse für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Wenn ein
Pädagoge seine Autorität nur auf die getätigte oder angedrohte Ohrfeige stützen kann – dann hat er
den falschen Beruf gewählt – und hier ist es gleichgültig, ob er Sonntags die Messen der FSSPX besucht
oder die „Jugendmessen in Wien“.
Beobachterin Die Ehe ist nicht eingeführt worden, weil es dabei um Gefühle oder irgendetwas Ominöses
geht, sondern die Ehe ist eine Institution, weil es dabei um den Artbestand geht. Also, Ihrer Meinung
nach ist eine Ehe die unfruchtbar ist (die Frau kann keine Kinder bekommen oder der Mann kann keine zeugen)
in die Gruppe von den Briefmarken- oder Waldpilzsammlern oder Leuten mit irgendwelchen sonstigen Liebhabereien,
die den Kreis ihrer Interessenten vergrößern möchten, damit sie mehr Kommunikationsmöglichkeiten haben –
zu rechnen. Glauben Sie nicht, dass eine Partnerschaft an sich – auch ohne die geforderten Leistungen
zu erbringen – eine hohes gesellschaftliches Gut darstellt?
Lieber Gatte von Evelin Ich wiederhole meinen Beitrat von „Spinnt er?“ Als Verschwörungstheorie bezeichnet
man den Versuch, Ereignisse, Zustände oder Entwicklungen durch eine geheime Verschwörung zu erklären,
also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von zwei oder mehr Personen zu einem verborgenen, illegalen
oder illegitimen Zweck. Zu meinem Entsetzen bin ich draufgekommen, dass in manchen Zitaten vatikanischer
Dokumente V2 einfach als ökumenisches Konzil zitiert wird. Das ist glatte Geschichtsfälschung und ein
Beleg dafür, dass der Geist der Lüge mitten in der Hl. Kirche wirkt!Ein klassischer Beispiel einer solchen
Theorie. Evelin, sagen Sie mal, gibt es ein Kompendium für die hier benutzte Verschwörungstheorien?
GerdEric und bei den Nazis haben sich die „Christen“ angeboten, wegen der Rettung der sogenannten christlich-abendländischen
Kultur, die ja auch so manch anderer conservativer Politiker sich an den Kragen heftet. Nun mein Lieber –
im deutschen Sprachraum würde man schon erwarten, dass man mit dem 2.WK etwas differenzierter umgeht.
GerdEric Greultaten werden nicht begangen, weil Krieg ist, Kriege werden entfacht, weil Menschen Greultaten
tun wollen… Leider ist die Erklärung des Krieges nicht so einfach – eine traurige Tatsache: fast jeder
normaler Mensch kann unter bestimmten umständen zum Massenmörder werden – auch Christen. Aber auch Deutschland
hatte seine Zeit, als „Christen“ beifallklatschend an den Strassenrändern standen. Die Tatsache dieses
Beifalls steht außer Diskussion – aber dieser Beifall ist nicht ausschließlich auf das „Christ-sein“
der Betreffenden zurückzuführen – ganz im Gegenteil. Ich glaube, in der gleichen Situation würde dieser
Beifall in jeder Gesellschaft stattfinden.
Benedikt Danke für die Erklärung – allerdings war die Fragestellung rethorisch gemeint. Allerdings:
dass Allah als einziger Bildner angesehen wird ist eine nette Erklärung für die heutige Zeit – Danke
für den Impuls. Das Bilderverbot hat meiner Meinung nach aber sowohl im Judentum als auch im Islam andere
Wurzel: in einer politheistischen Umgebung soll Jahwe (im Judentm) oder Allah (im Islam) nicht zu einem
Götze – also etwas von Menschen Greifbares, Verfügbares oder Beeinflußbares – werden. Aus dieser Hinsicht
ist die christliche Ikonografie erklärbar und die islamische Kurzsicht (betreffend Drefalltigkeit u.ä.)
hinterfragbar. Aber die Fixierung Gottes (sei es Jawe oder Allah – aus islamischer Sicht) ist im Fall
der Abbildung eines der Propheten – in dieserm Fall des Mohammeds – nicht gegeben.
Bilderbot? Im Islam gibt es – trotz gegenteiliger Behauptungen – kein grundsätzliches Bilderverbot. Es
ist aber untersagt, Gott und den Propheten Muhammad bildlich darzustellen. Ich kenne mich im Koran nicht
aus – könnte man mir die Stelle zitieren, wo dieses Verbot ausgesprochen wurde? Es würde mich wundern,
wenn es so eine geben würde, denn auf diesem Link www.zombietime.com/…hammed_image_archive/ gibt es
einige Abbildungen des Propheten aus dem islamischen Raum – auch mit Gesichtszügen. Wie erklärt man
das?
R.B.Stadler: Eine Bitte an einen echten Theologen (und keinen Scheintheologen): worin besteht, Ihrer Meinung
nach – bitte, positiv definiert – der Unterschied der „echten Kath. Kirche“, also nicht der V2 Kirche,
zum Protestantismus?
Irenäus Ich habe ihn einmal persönlich erlebt und habe nicht den Eindruck gewonnen, daß er sehr eingebildet
ist, sondern vielmehr gebildet. Das mag sein – ich habe ihn noch nicht persönlcih erlebt. Sie müssen
mir zustimmen, die Berichte auf dieser Seite widersprechen meiner vorherigen Behauptung nicht. Aber ich
kann mich glücklich schätzen, dass ich den jetzigen Benedikt XVI. einigemale persönlich erlebt habe,
als einen kleinen, demütigen, netten Herrn. Seine wissenschafltiche Kompetenz kam mir erst aus seinen
Büchern entgegen.
Irenäus Sorry wenn mit „unsere Möchtegerntheologen“ nicht ich gemeint war – der Ausdruck ist halt missverständlich.
Was das Herziehen über Fellay betrifft, muss ich anmerken, dass der hochwürdiger Herr, so wie ich das
aus den Berichten des kreuz.net entnehmen kann, eine ziemlich eingebildete Persönlichkeit sei. Sie müssen
mir zustimmen, wenn ich sage, einen Theologen (hier nicht Möchtegerntheologen) Ratzinger, der zufälligerweise
Benedikt XVI. ist, über den vollen, unverkürzten katholischen Glauben belehren zu wollen ist eine Anmaßung.
Ganz zu schweigen von den Rettungsringen, die man in Rom austeilen wollte, anläßlich des ersten Treffens
mit dem Hl. Vater (das stammt allerdings nicht von Fellay, sondern von einem seiner engsten Mitarbeiter).
Irenäus An alle großen und alles-wissenden Theologen 2X2=4; daran kann man nichts rütteln. Egal ob
diese Gleichung von einem Schüler der 1. Volksschulklasse oder von einem Univesitätsprofessor aufgestellt
wird. :)
Ansgar Bischof Fellay, fall auf die Knie und entschuldige dich, beichte, komm zurück und wirke dann segensvoll
für dein Anliegen. Kompliment! Hut ab! Ich kann Ihrer Wortmeldung nur zustimmen.
Josef No, ja: die ältere Herren mit Prostatabeschwerden wissen sehr wohl, wieso das Kernöl so ein lukratives
Geschäft ist. Bitte in den Reihe der Piusbrüder nachfragen.
Gotthard- „Nicht im Ablaßhandel oder in der Teufelsaustreibung ist der Platz der Kirche, sondern dort,
wo die Menschen sind, damit sie Gott im Alltag entdecken und finden können.“ unterschreib…! Keine Frage!
Hier Stimme aus Wien
Toby. Also: die Worte von Paulus: „Für die Juden ein Ärgernis, für die Heiden eineTorrheit“ würde
ich genau so übersetzen – auch „Gott, der Gangster da oben“ wäre eine sehr gelungene Übersetzung, die
das, was Paulus in der Antike sagen wollte, heute treffend zum Ausdruck bringt.
Irenäus Z.B. wurde der Marxismus-Leninismus als „Wissenschaft“ an osteuropäischen Universitäten gelehrt;
soll ich gleich deswegen daraus schließen, daß es sich dabei um ernsthafte Wissenschaft handelt? Ein
sehr gutes Beispiel, das uns zeigt, was passiert, wenn eine Universität nicht der Wissenschaft sondern
der vorgefassten Lehrmeinung einer Institution verplichtet ist. Ob diese Instiution die KP ist oder die
Kirche, ist hier eigentlich gleichgültig. Mal abgesehen davon, sollte man hier noch erwähnen, daß in
etwa die Hälfte der Theologieprofessoren in Oxford evangelikal sind. Wieso die Konfessionszugehörigkeit
etwas über die Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit aussagt, ist mir schleierhaft.
Rudolphus Wenn wir von einer „Ideologie – freier Wissenschaft“ sprechen wollen, müssen wir uns auf die
„alleinige Kompetenz der Universität“ verlassen – in Wissenschaftsfragen hat halt die „Uni“ die Kompetenz.
Das ist allerdings keine „Paralell – Hierarchiekirche“. Kirche ist das eine – „Uni“ was anderes. Die wissenschaftliche
Kompetenz der Modernisten ist jedenfalls lehramtlich geklärt. Um welche Klärung es sich handelt, müssen
Sie mir noch erklären. Um die eigene Kompetenz auf dem Gebiet der Bibelexegese betreffend muss ich Ihnen
sagen: ohne dieser Kompetenz könnte ich mit Ihnen nicht diskutieren. Ich kenne jedoch die Grenzen dieser
„Kompetenz“. Richtlinienkompetenz?: die Kirche hat sie gezeigt – sprich: Bibelexegese die Sie heute auf
Ihrer Uni hören.
Rudolphus „Ich weiß, was ich nicht weiß“ hatte schon Sokrates damals gesagt – ich halte mich an dieser
Weisheit. Denn, obwohl ich kein Student der Theologie bin – habe bereits absolviert – kenne ich die Grenzen
meines Wissens, ich bin nämlich kein Bibliker. Da muss ich mich auf die Erkenntnisse Anderer verlassen,
die auf diesem Gebiet über wesentlich mehr Wissen verfügen als ich, oder auch Sie. Aber ich bin fest
überzeugt, dass ich, während meines Studiums die Kompetenz erworben habe, um sagen zu können, dass
Ihnen, als Student der Hl. Theologie, eindeutig die Kompetenz und das Wissen dazu fehlt, den Satz zu sprechen:
Die modernistische Bibelexegese ist jedenfalls eine sich wissenschaftlich gebende Ideologie. Lieber Kollege:
die moderne Exegese läßt vieles offen – keine Frage – sie ist aber als Wissenschaft aufrichtig (was
im Fall einer Ideologie nicht möglich wäre). Übrigens: die kirchliche Lehre, die Überlieferung und
das Lehramt hat die Bibel zur Grundlage und nicht umgekehrt.
Rudolphus Modernistische Bibelexegese ist Willkür und Pseudowissenschaft pur. Um das sagen zu können,
müsste man ein Biblwissenschaftler sein – das überschreitet meine Kompetenz. Es ist aber eine Tatsache,
dass die s.g. „Modernistische Bibelexegese“ eine Antwort auf die, nicht zu unterschätzende, Herausforderung
des 19. Jh. war und für die, die ein Ohr für die Meinung und Vorurteile der „Welt von heute“ haben werden
mir zustimmen, diese Heruasforderung ist auch heute noch aktuell. Die antiken Autoren standen nicht vor
dieser Herausforderung daher ist es nicht verwunderlich, dass sie andere Zugänge zur Materie hatten.
Vor den Fragen den Kopf in den Sand sätzen und gebetsmühlenartig die antiken Antworten zu wiederholen
würde die Aktualität dieser Herausforderung nicht mindern – sondern jede Vermittlungsmöglichkeit der
Offenbarung unmöglich machen.
Rudolphus Das Problem ist, daß nahezu kein einziger Professor auf Linie ist. Das dürfte bekannt sein,
unabhängig davon, privat in den Büchern nachzuschlagen. Auch wird gegen diese Entscheidungen polemisiert.
Kein Wunder: Die Professoren sind der Wissenschaft verplfichtet und nicht irgend einer Ideologie – Paul
VI hatte doch einige positive Züge.
Athanasius Nein, Athanasius, Sie haben recht: Sie können an der Röm. Kath. Kirche nicht zweifeln – denn
notfalls machen Sie sich Ihre eigene Kirche, die Sie dann Röm. – kath. benennen – so wie z.B. FSSPX –
jetzt ist die die „wirkliche kathlolische Kirche“.
turk – akademische Qualifikation Um einen Artikel beurteilen zu können, bedarf es keine Legitimation
des Verfassers: Ein Beitrag kann ausgezeichnet sei, ohne dass der Verfasser irgend einen akademischen
Grad besitzt – und auch umgekehrt – wie vielleicht in diesem Fall. Auch wenn Fr. Küble das Recht hätte
DDDr. vor ihren Namen zu setzen, ändert sich nichts daran – dass ihr, ausgehend aus ihrem Beitrag – an
theologischem Hintergrundwissen sehr vieles abgeht.
Konrad Er hat dafür gesorgt, dass der wahre Glaube und die wahre Kirche Bestand hat. Dieser Satz hat
wirklich nichts mir Sturheit zu tun aber, wenn nicht mit Dummheit dann mit einer beispiellosen Überheblichkeit.
Sprachlos? Ich glaube es kaum, dass der jetztige Hl. Vater, Benedikt XVI. und der damalige, Paul VI.,
nach der Meinungäußerung von Erzbischof Lefèbvres sprachlos geblieben sind. Was haben sie wohl geantwortet?
Ich befürchte, auf dieser Seite werde ich das wohl nie erfahren – denn diese Antworten könnten den Heiligenschein
des sturen Erzbischofs trüben.
Fabianus Eigentlich würden auch die heterosexuelle Partnerschaften sehr schnell in die Brüche gehen,
gäbe es keine gesetzliche Regelungen dieser Partnerschaften. Promiskuität ist der Traum der Mehrheit
der Männer zwischen 15 – 30 Jahre. Natürlich ist sie nicht gesellschaftskonform, sie ist sogar gesellschaftschädlich.
Daher auch der rechtliche Schutz der Ehe. Den häufigen Partnerwechsel der Homosexuellen mit einer stärkeren
sexuellen Bedürfnis der Betreffenden zu begründen ist Quatsch. Gäbe es auch für diese Partnerschaften
von der Gesellschaft anerkannte Regel mit Pflichten und Rechten der betreffenden Partner, so gäbe es
weniger Partnerwechsel und weniger AIDS.
Lieber Herr Doktor Ich könnte zum jeden Punkt mit Ihnen diskutieren – ist aber auf dieser Seite nicht
möglich. Ich halte mich deshalb an den Grundsatz: „Ubi Petrus, ibi ecclesia.“ Wo der „jetzige Petrus“
ist, ist für uns, „V2 Christen“ klar. Sie haben dazu 2 Möglichkeiten: 1. Der Nachfolger des Petrus wird
von den bösen V2 Kardinälen in Gefangenschaft gehalten – so dass er das machen muss, was die wollen
(eigentlich eine Theorie, reif für die Seite: www.weltverschwörung.de) oder: 2. aus irgend einem Grund:
es gibt zur Zeit keinen Petrus. Auch diese Meinung ist legitim, aber bitte um Aufrichtigkeit: bekennen
Sie sich öffentlich dazu: Sie sind ein „Sedisvakanitst“. Nun, der jetzige „Petrus“ hat den FSSPX klar
gemacht: ohne der Anerkennung des V2 gibt es keine volle Gemeinschaft mit der Mutter Kirche. Also, Herr
Doktor, bitte wählen Sie: Entweder Punkt 1 (die bösen V2 Kardinälen und Petrus als Geisel) oder Punkt
2 (kein Petrus). Allerdings, bei Punkt 2 bitte auch um die Begründung, wo war der Hl. Geist beim Papstwahl
von Paul VI. – und wieso Er gerade bei diesem Papstwahl auf Urlaub war und bei den anderen Wahlen nicht!
Copertino In Aachen dachte der verantwortliche Bischof offenbar anders. Jedenfalls hatte er nichts dagegen,
dass die katholische St. Martinskirche einer frei-evangelischen Denomination verkauft wurde. Das Gleiche
wie bei den Sciethologen: auch diese Freikirche behauptet von sich nicht, sie sei katholisch. Also: keine
„Paralell – Kirche“ wie im Fall der FSSPX.
Niclaas Sollte der Immobilien-Makler recht haben, ist die Aussage des erzbischöflichen Presseamtes nur
als feige bis schäbig zu bezeichnen. Dem stimme ich zu. Da spielt kaum noch eine Rolle, daß dies die
inhaltlich optimalste Nachnutzung wäre, da die Liegenschaft quasi innerhalb der Familie verbliebe. Bitte
quasi zu betonen. Quasi ist nicht gleich das „Gleiche“ oder „Selbe“ (nach dem neuen „DUDEN“)
Lieber Herr Doktor Die Scienthology behauptet wenigstens nicht von sich, sie sei „katholisch“, in Gegensatz
zur FSSPX – was den Tatsachen widerspricht. Die Röm. Kath. Kirche ist die von Ihnen genannte V2 Kriche.
Und mit dieser Kirche ist die FSSPX nicht in voller gemeinschaft – auch wenn Sie auf dem Kopf stehen.
Sie können es wenden wie Sei wollen: das ist die Lehre der Röm. Kath. Kirche. Keineswegs habe ich die
FSSPX mit der Schiethology gleichgestellt, ich wollte nur zeigen, das ich es einleuchtend finde, wenn
ein Bischof, als Hauptverantwolrtiche für die Verkündigung und Pastorale in einer Teilkirche, auf dem
Gebiet seiner Diözese keine „Paralell – Kichre“ zulässt.
Wer hat recht? Es ist schon komisch, dass auf dieser Seite, wenn’s notwendig ist, ein Makler eher glaubwürdig
ist, als dem Erzboschof von Köln. Na gut, nehmen wir den Fall, der Makler sagt die Wahrheit, der Erzbischof
lügt. Was glauben sie, meine Herren, wieso wurde der Verkauf der Anlage an die FSSPX unterminiert? Könnte
es vielleicht damit zu tun haben, dass der Hwst. Herr Erzbischof etwas dagegen hat, in einer Pfarre seiner
Diözese eine Paralell – Kirche zu beheimaten, über die er keine Verfügungsgewalt hat? Wenn Sie, meine
Herren, diese Toleranz von Seiten des Hwst. Herrn Erzbischof verlangen, dann begründen Sie bitte, wieso
sollte er nicht zustimmen, diese Anlage den Scienthologen oder irgend einer anderen Sekte oder religiösen
Gemeinschaft zu verkaufen – die vielleicht mehr boten als die FSSPX.
Meiner Herren – wozu die Aufregung Der vorhergehender Beitrag hat uns gelernt, in der Kath. Kirche darf
jeder tun und lassen was er will: ein Bischof weiht vier Bischöfe ohne Zustimmung und Erlaubnis des Bischofs
von Rom – das sei erlaubt und auch kein Schisma. Wieso ist dann die Messe des Bischofs von Wien so problematisch?
Rudolphus Es gibt fast schon Nationalkirchen: die Lehmann-Kirche und die Schönborn-Kirche. Also: über
„Lehmann – Kirche“ kann ich keinen Urteil fällen, aber dass die „Schöborn-Kirche“ keine homosexuelle
Machenschaften in den Seminaren duldet, ist meines Erachtens, positiv zu bewerten – auch wenn diese Duldung
in manchen Kreisen als heroisches „Querdenkertum“ bezeichnet wird.
Krzyszek Eingetragene Lebenspartnerschaften mit gleichen Rechten (!!) und (nicht nur) Plichten bringen
für eine Gesellschaft nur Vorteile. Übrigens: Danke für die Blumen. Ist man auf dieser Seite nicht
gewohnt. Betreffend „gleiche Rechte“: soweit es um die Rechte innerhalb der Partnerschaft betrifft – Sie
haben meine Unterschift. Würde das aber die Rechte betreffend der Ehe betreffen, da habe ich meine Bedenken.
Z.B.: Adoption In dieser Hinsicht bin ich Konservativ – auf dieser Seite heißen diese Typen: neokonservativ.
Ich bin der Überzeugung, ein Kind braucht sowohl eine Mutter wie auch einen Vater, also das weibliche
und auch das männliche Prinzip. Z.B.: Sie sind wahrscheinlich aus einer heterosexuellen Ehe hervorgegangen.
Über den Grund Ihrer Homosexualität ist hier der falsche Ort zu diskutieren. Um das zu begründen sind
einige Liter an Tinte verbraucht wurden – beidseitig – ich maße mir die Autorität nicht an, darüber
einen verbindlichen Urteil zu fällen. In einer homosexuellen Gemeinschaft fehlt entweder der Vater oder
die Mutter. Sie werden durch Surrogate ersetzt. Soweit dieses „Surrogat“ nicht unbedingt notwendig ist,
bin ich gegen die „Adoption“ von Homosexuellen.
AIDS und die Homosexuellen Die Verbreitung des AIDS auf homosexuelles Verhalten zurückzuführen ist zu
billig. Auch ein Heterosexueller kann diese Krankheit auf die gleiche Weise weiterverbreiten wie ein Homosexueller –
da gibt es keine Unterschiede. Dass unter den Homosexuellen so ein großes Prozentsatz an AIDS erkrankten
gibt, ist nicht auf ihre Homosexualität, sondern auf den häufigen Partnerwechsel zurückzuführen. Was
wiederum die fehlende Regulierung dieser Partnerschaften zur Ursache hat. Denn, der Partnerwechsel eines
Homosexuellen hat in der Regel keine rechtliche Konsequenzen – da es dafür keine rechtliche Grundlage
gibt. Gäbe es eine rechtliche Regelung von Rechten und Pflichten der Partner in einer homosexueller Partnerschaft,
dann gäbe es auch weniger Partnerwechsel und auch weniger AIDS – Erkrankte – ähnlich wie in den heterosexuellen
Partnerschaften. Wohlgemerkt: diese rechtliche Regelung hätte mit der Gleichstellung mit der EHE überhaupt
nichts zu tun. Der Ausdruck: HOMO-EHE stammt übtigens aus dem chritlichen Vokabular.
evelyn Das ist auch nicht erforderlich: Da es nur einen Gott gibt, ist die Erwähnung des Wortes „Gott“
immer eindeutig: Entweder christlich oder häretisch.“ Diese Wortmelung betrifft mich. Betreffend der
„enzigen Wahrheit“ des Christenutms habe ich mit catholicus ausgiebig unter dem Beitrag: Kurzmelungen
von 06. November 2006, 08:37, ausgiebig diskutiert. Bitte dort nachzulesen und eventuell Ihre Meinung
kundzutun. L.G. und Gottes Segen aus Wien
Stimme aus dem Tradiland Die von Ihnen angefürten Stellen sprechen von den Gottesbildern und Erlösungsversuchen
der verschiedenen Religionen – die unserem Gottesbild und unserer Erlösungslehre nicht gleich sind. Mit
keinem Wort wird es gesagt, es handelt sich um den gleichen Gott oder um das gleich Gottesbild. Dass man
vor der religiösen Überzeugung Anderer eine Hochachtung hat und haben sollte ist eigentlich die Grundlage
der Tolleranz und augangspunkgt jeder Dislussion. Ich habe auch eine große Hochachtung vor der Überzeugung
der FSSPX und aller, ihr nahestehender Meinungen – auch wenn ich diese Überzeugungen nicht Teile. Ich
nehme die Träger dieser Überzeugungen als vernünftige, aufrichtige und moralisch integre Perönlichkeiten
wahr. Ohne dieser Hochachtung könnte ich, z.B. mit Ihnen nicht diskutieren. Ich muss jeden in seiner
Meinung und Überzeugung ersnt nehmen – Grundvoraussetzung einer echten Auseinandersetzung – ohne dieser
Voraussetzung ist jede Argumentation nur Manifestation der eigener Meinung. Dass, das V2 lehren würde,
wir alle beten zum einen Gott, – d.h. Nivellierung der verschiedenen Überzeugungen – das muss ich aber
entschieden ablehnen.
#32 Stimme aus Wien 17:37:14 | Donnerstag, 10. November 2005
Laurentius2 ad 1.) Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Johannes XXIII. ursrünglich andere Vorstellungen
vom Konzil hatte, als das, was dann letztendlich heruaskam – das schmälert aber nicht die gütligkeit
des Konzils. ad 2.) :„Die Muslime beten mit uns gemeinsam zu dem einen Gott.“ Wo steht denn das in den
Konzilsdokumenten? Das ist zwar die These vieler Theologen – es gibt zwar viele Gründe die dafür- und
viele die dagegen sprechen – in diese Diskussion möchte ich mich nicht einlassen – aber das ist nicht
die offizielle Lehre des Konzils.
Catholicus Es gibt keine objektiven Gründe gegen die Wahrheit der christlichen Religion. Das stimmt,
wir suchten allerdings positive Gründe für die Wahrheit des Christentums. Als Christ stimme ich Ihrer
Aussage:Weil er durch seine Wunder, seine Lehre, seine Weissagungen, sein Leiden und Sterben und durch
seine Auferstehung ausgewiesen hat, dass er der Sohn Gottes ist und uns von allem Bösen erlöst hat!
vorbehaltslos zu. Ich weiss jedoch, das ich dieser Wahrheit nur auf Grund des Glaubens zustimmen kann.
Ohne diesen Glaubens sind diese Wahrheiten gleichrangig mit den Wahrheiten anderer Religionen. Daher können
wir die Wahrheiten anderer Religionen nicht pauschal als „Irrtum“ bezeichnen – denn das sagen wir auf
dem Hintergrund einer „christlichen“ Plausibilitätsstruktur die die „Anderen“ nicht haben. Sie haben
nämlich eine andere Plausibilitätsstruktur.
Catholicus Warum sollen wir an Jesus Christus glauben? Weil er durch seine Wunder, seine Lehre, seine
Weissagungen, sein Leiden und Sterben und durch seine Auferstehung ausgewiesen hat, dass er der Sohn Gottes
ist und uns von allem Bösen erlöst hat! Wir bräuchten dafür unumstößliche historische Beweise –
die wir leider nicht haben, nur Indizien – der „garstig breiter Graben“ bleibt unüberwindbar (Lessing).
Warum werden Andersgläubige nicht sofort Christen? Ich kenne sehr viele Atheisten oder Andersgläubige,
die die Bibel und die Lehre der Kirche wesentlich besser kennen, als manch ein Katholik. Diese als Unaufrichtige
einzustufen würde ich nicht wagen – denn auch ihre moralische Integrität könnte in der Öffentlichkeit
ohne Scham hergezeigt werden. Betreffend Sprache: Das Problem ist nicht, das uns die Sprache hindern würde
die Wirklickeit zu erkennen, sondern dass die Wirklichkeit nur durch die Sprache zugänglich ist.
Catholicus & Leo @Catholicus Wenn Sie die Gültigkeit des Wahrheitsanspruchs Christi und der Kirche einschränken
auf eine Perspektive innerhalb des christlichen Glaubens… Nennen Sie halt die „wahre“ Sätze des Christentums,
die eine Wahrheit besitzen, die auch außerhalb des Chritenums bindend sind! Sagen Sie, wieso soll jemand
ein Christ und nicht lieber Moslem, Buddhist, Mormone etc. sein! Und wenn Sie diese Sätze aufgezählt
haben, dann beantworten Sie mir die Frage, wieso die Muslime, Buddhisten, Mormonen usw. nicht sofort Christen
weden? Aus „Dummheit“ oder aus moralischen Unaufrichtigkeit? Zum Vorwurf Relativismus: Ich wiederhole:Wie
soll z.B. eine Übereinstimmung hergestellt werden, wenn die Wirklichkeit gar nicht außerhalb der Sprache
wahrgenommen werden kann? Was ist hier Sachverhalt, oder Sein, wie Sie sagen? Was ist hier Relativismus?
Das zeigt nur, dass die Definition der Wahrheit als Adequatio nicht ausreicht. @Leo: „Nicht apodiktische
Sätze“ heißen nicht, dass sie kein Wahrheitsgehalt besitzen – sie sind nur nicht unumstößlich.
MilesChristi Was ist aber, wenn viele (nicht alle!) Aussagen dieses Konzils genau das Entgegengesetzte
sagen, wie die Kirche immer gelehrt hat ? Wie z.B.? – Bitte um Beispiele.
Laurentius2 Für Sie sind also alle traditionellen Katholiken keine Katholiken mehr ? Habe nie behauptet,
sie seien es nicht – so lange, bis sie die Gültigkeit und Verbindlichkeit de V2 anerkennen. Wie Sie V2
bezeichnen und wie nicht, ist hier eigentlich zweitrangig – ich wiederhole: die Hl. Mutter Kirche betrachtet
diese Versammlung der Bischöfe als Konzil und die Äußerungen dieser Versammlung sind so bindend, wie
sie gemeint sind. Die die damit nicht mit-können oder mit-wollen, die sind de facto nicht mehr in der
Gemeinschaft der Hl. Mutter Kirche.
Catholicus Kehren wir – abseits des Relativismus und Historismus – zurück zur Wahrheit Christi! Lieber
Catholicus! Dieser Satz könnte von einem Priester stammen. Nämlich: wenn’s brennzlig wird, gibt man
ein Pauschal – Urteil (Relativismus und Historismus) ab und man wechselt das Thema (zurück zur Wahrheit
Christi!. Ich bitte mich nicht falsch zu verstehen – ich kenne und schätze die Würde dieses Amtes –
jedoch, die Diskussionskultur vieler Würdenträger läßt einiges zum Wünschen übrig. Nun, andere Zugänge
zur Wirklichkeit als die der Scholastik oder Neuscholastik als Relativismus und Historismus zu verurteilen
ist, wenn man vernünftig aufrichtig bleiben will, nicht zulässig. Es gibt andere Zugänge auch außerhalb
der thomistischen Metaphysik. Zum Themenwechsel: nun gut – aber gehen wir ganz zum Anfang unserer Diskussion:
die Stimme aus dem Tradiland schrieb: Recht zur Religionsausübung beinhaltet keine Freiheit zur Darstellung
des Irrtums Ich behauptete daraufhin, dass das, was wir hier als „Wahrheit“ und als „Irrtum“ bezeichnen,
Gültigkeit nur auf Grund des Christentums haben. Ebenso wie Ihre sätze:Jeder Mensch ist eingeladen,
im Glauben Ja zu sagen zu seiner Person und seinem Erlösungswerk sowie zu allem, was er uns um unseres
Heiles willen verkündet hat und …! Außerhalb unseres Glaubens sind diese Sätze nicht schlüssig –
oder ebenso schlüssig, wie für uns der Universallanspruch des Korans.
Catholicus & Evelin Die Theorie der Adequatio hat ihren Platz innerhalb des metaphysisch-ontologischen
Reflexionsmodells. Die Grenzen dieses Modells wurden bereits mit der Einführung der Geschichtlichkeit
in die philosophische Reflexion aufgezeigt und wurde nach anderen Denkmodellen gesucht. So wurde dieses
Modell durch z.B. sprachanalytische oder kommunikationstheoretische Reflexion auf Sprache, Wissenschaft
und Wirklichkeit abgelöst und somit auch die Theorie der Wahrheit, als Korrespondenz zwischen Vernunft
und Sachverhalt, durch andere Theorien ersetzt. Wie soll z.B. eine Übereinstimmung hergestellt werden,
wenn die Wirklichkeit gar nicht außerhalb der Sprache wahrgenommen werden kann? Was ist hier Sachverhalt?
Angesichts sollcher philosophischen Schwierigkeiten von einer Wahrheit, die im Kern für jeden bindend
ist, so wie 2+2=4, zu sprechen ist illusorisch. Denn, außer der Mathematik, kann keine Wissenschaft,
auch keine Naturwissenschaft, apodiktische Sätze liefern.
Catholicus Wahrheit ist die Übereinstimmung von Denken und Sein, von Erkennen und Wirklichkeit! Diese
thomistische Theorie der Adequatio ist seit längerer Zeit nicht mehr schlüssig in der Erkenntnistheorie.
Die von Ihnen zitierten Sätze sind zwar sehr schön, die Wurzel ihrer Legitimität haben sie aber im
Christentum. Sie sind schlüssig im Christentum, außerhalb des Christentums sind sie eine Anmaßung.
Nicht gerettet werden können hingegen jene, die um die Heilsnotwendigkeit der von Christus gestifteten
Kirche wissen, aber nicht in sie eintreten oder in ihr ausharren wollen. Logo: 2+2=4, wer das nicht anerkennt
liegt falsch. Aber auf Grund von was kann ich dieser Gleichung zustimmen? Diese mathematische Gleichung
ist jedem einleuchtend, ohne Kultur- und Erziehungsunterschiede – die Glaubenssätze nicht. Daran ändert
nichts, auch wenn Sie die Bibel oder das Vatikanum zitieren. Wahrheit, in ihrem Wesen, fordert die Zustimmung
der Vernunft. Eine Nicht-Zustimmung wäre somit moralisch verwerflich. Nennen Sie Sätze des Christentums,
die ohne Umgebung und entsprechende Erziehung dieser Zustimmung gerecht werden könnten!
Catholicus Die Wahrheit definiert sich nicht danach, ob sie von allen erkannt wird, sondern ob sie prinzipiell
von allen erkannt werden kann. So ein Wahrheitsbegriff ist zu breit – auch die „Wahrheit“ der Muslime
könnte prinzipiell von allen erkannt werden: unter bestimmten Umständen und nach einer bestimmten Erziehung
wären die Worten des „Propheten“ die einzige Möglichkeit, das Heil zu erlangen. Nur die Möglichkeit
der Erkenntnis einer Wahrheit aufzuzeigen ist zu wenig. Sie haben schon ganz bestimmt von der Unterscheidung
von „persönlicher“ und „objektiver“ Wahrheit gehört und gelesen. Außerdem würde das bedeuten, dass
alle die diese Wahrheit nicht annerkennen entweder Geistig unterbelichtet sind, oder moralisch schlechte
Personen, denn sie wollen die Wahrheit nicht erkennen. Wollen Sie sagen, alle Atheisten und Andersgläubige
gehören zur einer dieser Kategorie, also: entweder unterbelichtet (kurz:blöd) oder sie seien moralisch
keine aufrichtigen Personen (kurz: Sünder)?
Catholicus Jesus Christus ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). – ist die Kurzfassung
Ihres Beitrags. Bitte, das Ganze, als Wahrheit so zu formulieren, dass diese allgemein verbindliche Wahrheit
auch außerhalb des Christentums als verbindlich angesehen werden kann! ich weiss, dieser Aufforderung
werden Sie nicht nachkommen – Sie können das nicht – daher gebe ich gleich die Antwort: das ist unmöglich.
Denn, alle Ihre Zitate haben ihre Selbstverständlichkeit und Vebindlichkeit aufgrund des Christentums,
außerhald des Christentums sind sie nette Meinungen.
Laurentius2 Aha, Sie geben also zu, daß man heute von den Bischöfen den anti-traditionellen Kurs verlangt
?! Nein, ich gebe es nicht zu: ich weiss es und ich finde das richtig. Was wäre denn aus der Hl. Kath.
Kirche geworden wenn sie die verschiedene Irrtümer in der Geschichte aus Nächstenliebe tolleriert hätte?
(z.B. Arianismus) oder wenn sie die Ignoranz gegenüber dem höchsten Lehramt tolleriert hätte (z.B.
die Altkatholiken)? Wenn die Kirche ein Konzil als Koknzil definiert, ist diese Versammlung der Bischöfe
als Konzil anzusehen und die Außerungen dieser Versammlung sind so bindend, wie sie gemeint sind. Aber:
unter dem Strich gesagt: eine Sympathie zur Tradition hat noch für niemanden die Exkommunikation mir
sich gezogen so wie für Anno dazumal für Loysie (in umgekehrten Richtung) – außer wenn man iuristisch
seine Befugnisse überschritten hatte (Léfébvre) und man die Iuristiction Roms beschnitten hatte.
Stimme aus dem Tradiland Recht zur Religionsausübung beinhaltet keine Freiheit zur Darstellung des Irrtums
So lange, bis wir keine allgemein gültige Definition der „Wahrheit“ haben, ist dieser Satz nicht zulässig.
Wer kann schhon vor einer „Wahrheit“ sprechen, die nicht widerlegt werden kann? Von welcher Wahrheit sprechen
Sie? Von der Christlichen? Nennen Sie Gründe, wieso nicht die moslemische „Wahrheit“ die Richtige ist!
In einer kulturell katholischen Gegend haben Minarette nichts verloren! Die kulturell bedingte „Wahrheit“
ist noch kein Gewähr der Wahrheit – daher auch Ihre richtige Frage nach den Kirchen in Saudi-Arabien –
dort ist nämlich die „Wahrheit“ auch kulturell bedingt – sprich: nur für das Land, Religion etc. verbindlich.
Eine universelle „Wahrheit“ können weder Christen noch Muslime zur Zeit leifern – nur immer ihre, jeweils
eigene, innerhalb ihrer Welt und Religion verbindliche „Wahrheiten“.
Petrus II Sehen wir die Zeichen der Zeit! Bekehren wir uns wieder zum überlieferten katholichen Glauben
Jawohl – und nachher können wir alle zusammen fröhlich „Türken klatschen“ gehen.
Laurentius2 Auch wenn die betreffende Institution die Mutter Kirche ist, kann sie sich irren oder fehler
begehen. Es bedeutet nicht, dass ich ein schlechter Sohn bin, wenn ich die fehler meines Vaters oder meiner
Mutter als solche benenne und verurteile. Wenn ich ein „bravwer Sohn“ bin heißt es nicht, dass ich meinen
Kopf vor den Fehlern der Eltern in den Sand stecken muss. Im übreigens, diese fehler der Mutter Kirche
beziehen sich nicht auf die Glaubenslehre sondern auf Ihre politische Entscheidungen. Sie kann seligmachend
sein auch wenn sie politisch eine falsche Priorität gesetzt hatte. zu 3.) Tut mir leid, damit kann ich
Ihnen nicht dienen – denn die „Stimme aus Wien“ sitzt tatsächlich in Wien. Ich kenne die deutschen Bischöfe
nicht. Wenn Sie mich aber fragen, ob ich welche aus Österreich aufzehlen könnte, so wäre ich wieder
in Verlegenheit, denn ich weiss nicht, was sie unter katholischen Diözesanbischof verstehen. Dass zu
den Kriterien einer Bischofsernennung die „Loyalität“ gegenüber dem 2.V. gehören, ist für mich selbstverstänlich –
auch in der „heilen Vergangenheit“ forderte man von den Bischöfen den sicheren „antimodernistischen“
Kurs.
Josefus Woher wollen sie denn wissen, in wie weit sich Traditionalisten im Sinne des heiligen Don Boscos
engagieren? Geben Sie ein Beispiel für dieses Engagement oder zählen sie nach, wie oft wurde der Hl.
Don Bosco auf dieser Seite erwehnt.
Dr. Regazzoni & Laurenzius2 Wer die Kirche für sämtliche Sünden der Kinder Israels verantwortlich hält,
beweist einen Mangel an Selbstkritik. Herr Doktor 2 Punkte: 1. Ich habe die Kirche nicht für das Holocaust
schuldig gemacht. 2. Das Geschehene als Konsequenz der Sünden der Kinder Israels zu betrachten ist meines
Erachtens empörend – ich bin mir sicher, Sie haben sich vertippt. an Beide: Es ändert nichts an der
eigener Schuld, wenn jemand sich etwas Größeres zu Schulden kommen ließ – wir brauchen also nicht von
der Schuld der Sowjets, Amerikaner oder der Roten Kreuzes sprechen – unser Versagen wird deswegen nicht
kleiner. Wir können zwar die Situation der Amtsträger von damals leichter verstehen, an der Tatsache
ändert es aber nichts. Sie müssen mir verzeihen, ich kann die Meineung nicht gelten lassen, das Christenum
sei machtlos: Christus kam zur Welt um die Welt zu verändern und besser zu machen – das Christentum hat
eine ennorme gesellschaftsgestalterische Machr – nach jedem Christen müsste die Welt besser sein als
vor ihm. Das war jedoch nicht der Fall. Und daran ist das Versagen der Einzelnen ebenso beteiligt wie
das Versagen der Institution, die falsche Prioritäten setzte – auch wenn es hunderte andere Institutionen
gab, die das gleiche machten. Zu 3.) Hätte man nach dem 2.Vat. die gleiche „Inquisition“ auf die „Tradis“
ins Rollen gebracht, so wie damals gegen die Modernisten, hätten wir auch heute keine „Kluft“.
Laurentius2 Zu 1. Das Tragische ist, der Kirche war ein günstiges Konkordat lieber als ein Apell zu Gunsten
der Juden. Im übrigen: ich kritisiere überhaupt nicht die Kirche – wie ich schon erwähnt hatte: man
hatte falsche Prioritäten, allerdings aus jetziger Sicht. Die Verantwortlichen handelten nach bestem
Wissen und Gewissen – die Prioritätensetzung war trotzdem falsch. Es geht nicht um eine moralische Schuld
sondern um Versagen, wie der Herr Kardinal sagte. Das darf man doch sagen, ohne dass man sofort als „Kritiker
der Kirche“ absgestempelt wird. Muss man sogar sagen, damit sich so etwas nicht wiederholen kann. zu2.
Diese 10.000 wurden weder 1933 noch 1934 oder … bestraft oder in den Tot geschickt, sondern als der
Damm der Verfolgung losgebrochen wurde. Ich sprach von der Zeit, wo dieser Damm noch hielt, aber niemand
etwas gegen die Erosion unternahm – da es „wichtigere Dinge“ gab: z.B. das Konkordat. zu 3. Kann ich nichts
sagen – denn, wo die Emotionen die Stelle der Argumenten einnehmen sind richtige Argumente zwecklos.
Zur Anatomie einer Diskussion Es scheint symptomatisch für dieses Forum zu sein, Wortmeldungen die Einem
nicht in den Kram passen, einfach zu ignorieren. Tut mir leid, ich will es nicht dabei lassen. Ich wiederhole
hier meine Wortmeldung an Herrn Trottel: Ich würde Ihrer radikalen Einstellung ohne weiteres zustimmen,
würde ich die Praxis der Orthodoxie und die Einstellung der lateinischen Kirche zu dieser Praxis nicht
kennen.Nun, obwohl die Orthodoxie ein radikaleres Verständnis der Ehe als die Kath. Kirche hat – gibt
es dort die Praxis der legalen Zweit- oder Drittehe. Und die Kath. Kirche hatte diese Praxis nie verurteilt
(weder vor, noch nach dem 2. Vatikanum) oder diese zweite oder dritte Partnerschaft als illegal angesehen.
Also, in Anlehnung an das Wort Gottes gibt es auch andere Lösungsmodelle, als die der Kath. Kirche. Das
war zwar schon mal zu lesen, erhielt aber keine Rückmeldung. Ich glaube, würde mir Herr Trottel zustimmen,
so wären seine weitere Meldungen sinnlos.
Rudolphus Seine Forderungen (Mons. Fellay): Freigabe für alle Priester weltweit, die Korrektur der Irrtümer
des Pastoralkonzils und die Annullierung der Exkommunikation des Erzbischofs. Wer ist Mons Fellay und
wer ist Benedikt XVI.? Wer kann wem Forderungen Stellen?
Trottel Ich würde Ihrer radikalen Einstellung ohne weiteres zustimmen, würde ich die Praxis der Orthodoxie
und die Einstellung der lateinischen Kirche zu dieser Praxis nicht kennen. Nun, obwohl die Orthodoxie
ein radikaleres Verständnis der Ehe als die Kath. Kirche hat – gibt es dort die Praxis der legalen Zweit-
oder Drittehe. Und die Kath. Kirche hatte diese Praxis nie verurteilt (weder vor, noch nach dem 2. Vatikanum)
oder diese zweite oder dritte Partnerschaft als illegal angesehen. Also, in Anlehnung an das Wort Gottes
gibt es auch andere Lösungsmodelle, als die der Kath. Kirche.
Laurentius2 1. P.S… u.a eindeutige und verbindliche Verurteilungen der NS-Ideologie in den 20er (!)
Jahren Ich habe mich nur zweimal zu diesem Thema gemeldet. Bitte machen Sie sich die Mühe und lesen beide
Wortmeldungen durch. Ich schrieb nämlich:Die katholische Kirche stand dem Nationalsozialismus in Deutschland
bis im Jahr 1933 sehr ablehnend gegenüber. Beispiele dafür sind ,dass Nationalsozialisten nicht zu den
Sakramenten zugelassen waren und auch nicht kirchlich beerdigt werden durften. Also ihr P.S… ist sinnlos.
2. Sie werden mir zustimmen: die Kirche ist nicht = Vatikan. Dass eine Enzyklika nicht sofort folgt, das
weiß ich auch. War auch nicht die Frage – hätten sie alles aufmerksam gelesen. Die Feststellung war,
die offizielle Kirche am Ort hat nicht schnell genug gehandelt – bzw. die Ausgrenzung der Juden verurteilt(oder
glauben sie, man muss auf eine Enzyklika warten oder meinen Sie, diese Aussage sei nicht richtig?) 3.
Apropos, nennen Sie mir doch mal EINEN liberalen Widerstandskämpfer. Bin gespannt ! Was Sie hier fordern,
davon habe ich keine Ahnung. Allerdings, wenigstens etwas Positives kann man aus der Zeit von damals berichten:
es gab noch keine Schlucht zwischen „Liberal“ und „Konservativ“.
Dr. Carlo, wolfgang e. @Dr.Regazzoni: Es wäre zu einfach, das Thema: „Kirche und Nationalsozialismus“
nur auf die Person des heldenhaften Papstes Pius XII zu konzentrieren. Als er 1939 die Leitung der Weltkirche
übernommen hatte, waren die Karten längst verteilt. Er hätte nie die Möglichkeit gehabt, das ins rollengebrachte
Morden zu stoppen. Er tat was er tun konnte. Daher auch die Dankbarkeit der Juden nach dem 2.WK. @wolfgang
e. Dass Pius XI die Rassenlehre verurteilte, das ist mir auch bekannt, obwohl es fraglich ist, welche
Wirkung diese Enzyklika 1937 auf die Haupttäter hatte oder haben konnte. Denn die Ausgrenzung und Verdrängung
der Juden begann schon viel früher und zu diesem Zeitpunkt war die Diskriminierung in Deutschland bereits
selbstverständlich. Niemand hat sich aber gemeldet als die Juden von den Hochschulen, aus den Sportvereinen,
aus dem öffentlichem Leben usw. ausgeschlossen wurden – also bei den ersten SChritten der Nazis. Da hätte
man noch nicht mit Rückschlägen von den Nazis rechnen müssen. Und außerdem hätte so eine Aktion maßgeblich
zur Meinungsbildung der deutschen Katholiken beigetragen. Man hätte sie für das Unrecht sensibilisieren
können – bevor das selbstverständlich wurde.
Benedikt78 Könnten Sie einem Atheisten Gründe nennen (solche, die auch für ihn bindend sind – also
allgemeingültig, d.h. auch außerhalb der Kirche gültig sind), wieso er lieber Angehöriger der Kath.
Kirche sein soll und wieso nicht lieber Moslem, Mormone oder Budhist usw.?
Versagen der Kirche Die katholische Kirche stand dem Nationalsozialismus in Deutschland bis im Jahr 1933
sehr ablehnend gegenüber. Beispiele dafür sind ,dass Nationalsozialisten nicht zu den Sakramenten zugelassen
waren und auch nicht kirchlich beerdigt werden durften. Doch die Kirche bezog weder Stellung zu der“Germanischen
Rassenlehre“ noch zu der langsam aufkommenden Diktatur. Es ist eine Tatsache: nachträglich ist man immer
gescheiter. Das ändert aber nichts an der Behauptung, die Kirche hätte auch anders reagieren können.
Natürlich konnte man im Jahre 1933 nicht mit den Vorgängen im Jahre 1942 rechnen – doch, der Holocaust
war die logische Konsequenz der Vorgänge 1933 (Beginn des Ausschlusses der Juden aus der Gesellschaft).
Es ist klar, als das Verbrechen am Höhepunkt stand, konnte man nichts machen – weder der Papst, noch
die Bischöfe noch Priester oder Ordensleute. Dass sie trotzdem vieles geleistet haben, ist ihrer heroischen
Haltung zu verdanken. Aber, dass es soweit gekommen ist, kann man die Institution „Kirche“ von der Schuld
des „Verabsäumens“ nicht restlos freisprechen.
Der Tradition Verbunden die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften und FSSPX haben den Kalender nicht „zusammengebastelt“
sondern lediglich so bewahrt, wie er schon im wesentlichen seit dem Konzil von Trient im 16. Jahrhundert
galt. Ah so? Ich habe soeben gelesen, das Christkönigfest wurde vom Pius XI.eingeführt – wann lebte
er schon – vor dem Tridentinum? Meine Herrn rund herum um der „Tradition“ – schaut’s ein bischen nach,
woher und wie die Tradition entsteht. Es ist nämlich nicht jedem erlaubt, festzulegen was zur Tradition
gehört und was nicht – das lehrt uns die selbe „Tradition“. Welche Legitimation besitzt Ihr, die sich
von der von Luther und der übrigen Reformatoren unterscheidet?
Benedikt Mea culpa für die Kreuzzüge. Im Gegenzug sei auch die islamische Welt gefordert, ihre Fehler
einzugestehen. Da bin ich aber mal gespannt. Könnte meine Rede sein. Jedoch: meine Schuld ist nicht kleiner,
wenn die andere Seite sie ihre nicht eingesteht.
Heimatland des demokratischen Priestermordes Dafür wurde er von der Liste der Nobelpreiskandidaten gestrichen,
die seitdem von Affen und Abartigen bevölkert wird. Ob das stimmt, kann ich nicht mitreden. Aber dem
Rest Ihres Beitrages kann ich nur zustimmen. Sehr verwunderlich: 90% der Mexikaner sind Katholisch (siehe:
Wikipedia).
Selber Schuld Während seiner Predigten habe der ermordete Priester vor allem über den Dienst am Nächsten,
die Liebe Gottes und die Gerechtigkeit gesprochen. Hätte er von der unbedingten Notwendigkeit der Feier
der Tridentinischen Messe gesprochen, wäre ihm das nicht passiert. Wie kann sich wohl ein Priester Christi
so tief herunterlassen und von so etwas wie Gerechtigkeit, Liebe Gottes und Nächstenliebe zu sprechen,
in einer Zeit, in der die Christenheit viel wichtigere Probleme hat: die Lösung der Frage, ob der traditionelle
Ritus allgemein erlaubt wird oder nicht. Gott sei Dank: es gibt noch solche „kurzsichtige“ Priester. Ein
Grund für Hoffnung – „die Kirche lebt noch.“
Athanasius Ah Stimme aus Wien will intellektuell spielen? Nein – er will nicht – er ist. (tut leid, ist
nicht meine Art, aber bei dieser Bemerkung kann ich nicht anders) Wie erklärst du denn die Dogmengeschichte?
Alles aus dem Himmel – womöglich in Geheimschrift, nur einigen Päpsten und Ausgewählten zugänglich
(als letzter von ihnen Bischof Lefebvre)?
Benedikt Ja das stimmt – die Ablehnung der Liturgiereform wurde aber als „Markenzeichen“ für die, von
FSSPX behauptete, volle Katholizität benüntzt. Mit der Petrusbruderschaft ist diese Einzigartigkeit
verlorengegangen – man kann das Vatikanum anerkennen und im „alten Ritus“ die Hl. Messe feiern.
Benedikt Was ist eigentlich das Problem mancher Leute mit dieser Messe? Wem schadet sie? Wie kann es sein,
dass ein Teil unserer Tradition dermaßen dämonisiert wird Vielleicht klingt es manchmal so, ist aber
nicht so gemeint: ich dämonisiere diese Messen nicht – ich habe auch befreundete Priester, die ausschließlich
diese Messe feiern. Möchte aber mit meinen Wortmeldungen zum Nachdenken bewegen. Ich bin nämlich entschieden
dagegen, wenn es behauptet wird, an der Krise der Kirche sei ausschlißlich NOM schuld und einzig die
Wiederienführung der Tridentinischen Messe der Ausweg aus der Krise sei. Diese Behauptungen sind einfach
kurzsichtig und dumm. Sie werden es nicht leugnen können – diese Meinungen ist auf diesem Forum sehr
verbreitet. P.S.: Auch Ihre Aussage, der Ritus sei bis 1981 verboten gewesen ist mE nicht zutreffend.
Würde das zutreffen, hätten wir heute keine FSSPX – denn diese Priesterbruderschaft konnte ihre Identität,
als Opposition gegenüber Vatican, nur durch das Festhalten am überlieferten Ritus aufrechterhalten.
Hier liegt auch die Wurzel der Ablehnung der Petrusbruderschaft von Seiten FSSPX.
Benedikt Ja Indultmessen auch nicht, wie einem das Wort bereits verrät. Es ist fraglich, ob alle Besucher
dieser Gottesdienste das wissen. Und außerdem wurde das Indult, also die vorübergehende Befreieung vom
Gesetz, erst 1981 eingeführt – bis dorthin waren diese Messen verboten.
Benedikt78 Aber die Leute gehen da in die Kirche, weil sie sich am Verbotenen aufgeilen wollen (entschuldigt
dieses Wort)! Das kann man am Fall Röschenz – Franz Sabo – sehen. Das, was im Fall Röschenz zutrifft,
trifft auch bei den Feiern der Indult-Messen zu. Geht es hier nicht um „aufgeilen am Verbotenem“ in erster
Linie? Die NOM Messen sind nämlich nicht verboten.
Toby Glaubst Du im Ernst, unsere Vorfahren im Glauben hätten 1500 Jahre lang die „Sprache der Esoteriker“
gesprochen??? Nein, das galube ich nicht. Aber Du weißt, dass die selbe Sprache, die selbe Handlungen
im Laufe der Zeit ihre Deutung ändern. Ein parade Beispiel dafür ist der Ausdruck „hocus-pocus“ für
das allerheiligste Moment der Hl. Messe. Was vor 1500 Jahren gesprochen wurde kann heute sehr wohl die
„Sprache der Esoteriker“ sein. Damals war sie Ausdruck der innigste Frömmigkeit – heute leider nur ein
Werkzeug, um die religiöse Bedürfnisse einiger zu befriedigen. Was übrigens auch viele exotische Religionen
und Pseudo-Religionen sehr gut können und sogar noch besser als die, die ausschließlich die Indult-Messe
feiern.
Toby Vielleicht spricht der klassiche Ritus als „Avantgard der Tradition“ gerade im Zeitalter der Globalisierung
eine „zeitgemäßere Sprache“ als die sonst üblichen liturgischen „Anpassungen“ Ja, genau, sie spricht
genau die Sprache der Esoteriker und anderer pseudo-religiöser Strömungen die heute bekanntlich einen
großen Zulauf haben – mit einem unteschied: diese „Avantgard der Tradition“ behauptet von sich, sie sei
katholisch. Deine These:Je traditioneller die (neue) Liturgie ausgerichtet wird, desto größer ist die
Zahl der Gottesdienstbesucher und auch des Priesternachwuchses! könnte man restlos unformulieren: je
exotischer die neue Liturgie ausgerichtet wird, desto größer ist die Zahl der Gottesdienstbesucher und
…
Toby Aber was haben jetzt die Opelwerke in Deutschland und das Wirtschaftswachstum in China mit der konkreten
Ausgestaltung des katholischen Messritus zu tun??? Damit wollte ich sagen, das Christenum hat größere
Herausforderungen, als die Frage, im welchen Ritus der Allmächtige gefeiert wird. Würde die Kirche eine
zeitgemäße Sprache haben (Sprich: Antworten auf die Frage der Zeit haben), wären die Kirchen voll.
Toby Sie wäre aber ohne V2 noch weniger in der Lage gewesen, diese Antwort zu geben. In diesem Zusammenhang
gebe ich zu, ich muss den Beweis erbringen. Tu ich auch gerne, würde ich genügend Platz haben. Ich versuche
es: Das V2 hatte eine Öffnung des Gesprächs mit den verschiedenen Ideologien der 60ern ermöglicht,
was bis dahin nicht der Fall war. Hier konnte die Kirche gleichberechtigt mirsprechen. Seit Mitte der
80ern und dann bis heute hat sich das Paradigma geändert – es ist nicht mehr die Ideologie, die die Entscheidungen
der Weltpolitik beeinfußt, sondern die Wirtschaft. Hier ist die Kirche sprachlos geblieben. Z.B. Wirtschaftswachstum
in China – was ist mit den Menschrechten? Alles gleichgültig – hauptsache die Kassa stimmt. Oder: Opelwerke
in Deutschland – hat jemand von der Seite der Kirche ein Wort fallen gelassen? (ein Wihbischof in Deutschland).
Wir haben es verschlafen, den Paradigmenwächsel mitzumachen, und eine christlich-geprägte Wirschaft
als Muster aufzuzeigen – es ist zwar dumm, aber leider eine Tatsache. Jedoch: ohne V2 hätte man nicht
einmal in den 60ern und 70ern die Möglichkeit gehabt, die Welt zu verändern. Sich auf die Lehrentscheidungen
des Tridentinums zu berufen, wäre hier natürlich sinnlos gewesen. Die Kath.Kirche hatte im 20. Jh. nach
dem V2 großartiges geleistet (z.B. Fall der Mauer), aber auch vieles verabsäumt.
Toby Rein juristisch: man muss nicht seine Unschuld beweisen sondern umgekehrt: die Schuld muss bewiesen
werden. Dass sich die Paradigmen der Welt seit den 60ern grundlegend geändert haben, ist jedem bekannt –
die Kirche versuchte nach dem V2 eine Antwort auf diese geänderte Situation zu geben – nicht genügend –
das stimmt. Sie wäre aber ohne V2 noch weniger in der Lage gewesen, diese Antwort zu geben.
Toby & Benedikt & daffi „Abstimmung mit den Füßen“. würde Stimmen, wenn die 2/3 Ferngrbliebenen regelmäßig
bei den Messen der FSSPX oder bei den Messen der Petrusbruderschaft anwesend wären – was aber nicht der
Fall ist. @Benedikt:Wie kommen Sie darauf, dass die Kirchen leer wären, wenn die Tridentinische Messe
wieder allgemein zugelassen wäre? Aus dem gleichen Grund wie es behauptet wird, an den leeren Kirchen
ist das V2 schuld. Beide Sätze sind empirisch nicht überprüfbar und daher nicht zulässig (in der Geschichte
gehört jede Behauptung mit „was wäre, wenn…, in die Welt der Phantasie – reine Vermutung und sonst
nichts). Auf dieser Seite wird jedoch eine Vermutung als die einzige, volle Wahrheit dargestellt (an allem
ist V2 schuld) – das wollte ich mit meinem Satz in Frage gestellt haben. P.S.: @daffi: verzeihung wegen
„daffu“ – war ein Tippfehler.
Der Gatte der Evelin Dafür gibt es sonst in Wien kaum noch regelmäßige Beichtzeiten. Das stimmt nicht
ausnahmslos, in der Innenstadt gibt es überall Beichtgelegenheit wenigstens vor den Messen. Ich kann
jedoch nicht für ganz Wien sprechen – da fehlen mir die Informationen. Dass im Stephansdom nicht ausschließlich
die Angehörigen der Dompfarre zur Beichte gehen, ist richtig. Die Pfarre ist realtiv klein – und für
sie bräuchte man kein 9 Messen Sonn- und Feiertags. Ich wollte nur zeigen, dass es nicht zulässig sei,
alles durch den selben Kamm zu ziehen. Sprich: „V2 Kirche pfui, alles geht unter“ – das stimmt schlicht
und einfach nicht.
ottaviani No ja – wie man’s nimmt! Kath press Bericht Nr. 32 aus dem Jahre 2003, (Sonntag, der 9. Februar
2003,S.6): Zahl der Priesterseminaristen weltweit steigend. Diese Tatsache ist ganz bestimmt nicht auf
die Traditionalisten zurückzuführen.
Joshua & st. theodul Es ist eine Tatsache, dass das Sündenbewusstsein in der Öffentlichkeit zurückgegangen
ist – aber, es ist eine Frage ob das der Verdienst des 2. Vaticanums ist. Ich könnte auch ein anderes
Beispiel zeigen: Im Wiener Stephansdom gibt es eine Beichtgelegenheit von 7:00 in der Früh bis 22:00
am Abend – durchgehend. Samstags und Sonntags mir einer Unterbrechung von 13:00 bis 17:00 Uhr. In der
„Hauptsaison“, also vor Ostern und Weihnachten, stehen gleichzeitig 3 und sogar 4 Beichtväter zur Verfügung –
trotzdem ist eine Wartezeit von über 1 Stunde keine Seltenheit. Und: werder von der Geistlichkeit rund
um dem Stephansdom, noch von der Diözesanleitung könnte man sagen, sie hätte eine traditionalitstische
Einstellung.
Gottes-Dienst In der hl. Messe leistet zunächst einmal Gott an uns einen Dienst… ohne seine Hinwendung
zu uns wäre all unser Tun hohl klingendes Gedöns … in welchem Ritus auch immer. Völlig richtig. Bei
der Hl Messe wiederholen wir das, was Gott vor 2000 Jahren für die Menschen getan hat – er hatte sich
als „menschenfreunlicher Gott“ offenbart. Also, sie ist ein „Gottesdienst (von Menschen her) und ein Dienst
Gottes (von Gott her). Woher nehmen wir uns das Recht, Kriterien aufzustellen, wer Gottes Gemeinschaft
würdig ist und wer nicht?
Benedikt Zur Fragestellung: Für uns Menschen steht Gott im Mittelpunkt – klar. Daher, keine Kommunion
an die „Ehebrecher“ (so wie zwobbel argumentiert). Gott hat den Menschen erschaffen – er ist Mensch geworden,
hat in erlöst … Wer steht also für Gott im Mittelpunkt? Er selbst oder der Mensch?
Ignatius (Marlenchen : „Was Ihr abzieht grenzt an faschistoidem Gedankengut.“) Hast Du deinen Beitrag
vor „Absenden“ gelesen? Wenn nicht, tu’s einfach und entschuldige Dich. P.S.: den rosaroten lass ich nicht
gelten. Rot vielleich, weil bei den nächsten Wahlen wahrscheinlich wieder SPÖ gewinnt. Aber mit „rosa“
habe ich so meine Probleme.
Bonaventura Wenn Sie die „Wahrheit und der absoluten gültigkeit der vollen Katholischen Lehre“ hier suchen,
dann sind Sie HIER vollkommen falsch! Denn, die findet man hier nur in kleinen Dosen vor. Zum Glück,
der liebe Gott und die volle katholische Lehre ist viel größer als der Blickwinkel der FSSPX Sekte.
Benedikt Bitte um Verzeihung, wegen meiner Abwehrhaltung – auf diesem Forum ist es nicht immer einfach,
einen kühlen Kopf zu behalten. Wir wissen alle, dass in einer Partnerschaft Vieles passieren kann, auch
aus eigener Schuld, das nicht rückgänglich gemacht werden kann. So etwas kann auch zu Ende einer Ehe
führen. Ich kann z.B. noch so stark eine Tat bereuen, zur Beichte gehen usw. – das verletzte Vertrauen
meiner Partnerin kann ich trotzdem nicht wiederherstellen – und die Ehe funktioniert nicht mehr. In so
einer Situation nach wie vor über Sakramentalität zu sprechen, finde ich falsch – diese Ehe ist kein
Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen mehr. Die nächste Frage: was passiert mit dem Übeltäter, der
das verschuldet hatte? Bleibt er aus der Gemeinschaft für immer ausgeschlossen? Hat er keine Möglichkeit
wieder neu anzufangen? Ein Mörder schon!
Benedikt Eine Ehe, nach dem göttlichen Recht, in der die Partner getrennt vom „Tisch und Bett“ leben:
wie kann diese Ehe als Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen gelten? Wie kann man in dieser Situation
behaupten, diese Partnerschaft ist noch immer ein Sakrament? Und dann noch mit gutem Gewissen zur Hl.
Kommunion gehen?
virOblationis Ein Irrtum: Jesus hatte zwar die Ehescheidung verboten – die Geschiedenen dürfen aber trotzdem
zur Hl. Kommunion. Eigentlich ist dies nur den Wiederverheirateten verboten. Also mit dem „göttlichen
Recht“ zu argumentieren ist hier etwas fehl am Platz.
#18 Stimme aus Wien 06:53:50 | Donnerstag, 29. September 2005
zum Impostur Vorwurf Sie schrieben, dass das Schema der Modernisten zur Liturgiereform eine Impostur war.
Dazu möchte ich von Ihnen Beweise haben – sonst handelt es sich nur um leere Vorwürfe.
Benedikt Dass das System der Autokephalen Kirchen nicht die beste Lösung ist – das habe ich nicht bestritten.
Ich weiß es ganz genau, dass die Orthodoxen, wenn auch nicht offiziel, die Katholiken sehr wohl um Vatican
beneiden. Ich wollte mit diesem Beispiel nur zeigen – die Zersplitterung muss nicht ausschließlich auf
die fehlende Zentralmacht zurückgeführt werden.
Benedikt Naja: diese Splitterung ist aber nicht mit Splitterung der Evangelischen vergleichbar. Obwohl
in Nationalkirchen aufgesplittert haben die Othodoxen die gleiche Lehre und eine sehr ähnliche Kirchendisziplin
und Vorschiften. Da könnte man ohne weiters Paralellen zu den Teilkirchen in der Kath. Kirche finden.
Von den verschiedenen Gruppen der Evangelikalen kann man das keineswegs behaupten.
Benedikt Soweit ich weiß wird das System der Autokephalkirchen in der Orthodoxie auch zunehmend kritischer
gesehen. Mag sein – ich weiß es nicht – könnte ich mir aber sehr gut vorstellen. Allerdings ist die
Orthodoxie, ohne dass sie in zahllose Gruppen und Grüppschen zerrissen wurde, ohne einer richtigen Zentrale
ausgekommen.
Benedikt Dass die Katholische Kirche nicht in zahlreiche Gruppen und Grüppchen zerfallen ist, so wie
die Kirche der Evangelischen, ist nicht unbedingt auf den Aufbau der Kirche zurückzuführen – es reicht
nur der Blick in die Welt der Orthodoxie – die kommen auch ohne einer richtigen Zentrale aus. Viel wichtiger
für die Katholische Kirche ist nämlich die zentrale Instanz der Galubenslehre – diese Instanz ermöglicht,
außer der Bewahrung des wahren Glaubens, auch eine Weiterentwicklung des Glaubensgutes – dies geht der
Orthodoxie allerdings ab. Was der richtige Galube ist und was nicht – darüber kann man natürlich nicht
abstimmen – das wird aber auch vom Papst nicht einfach vorgelegt – hier ist die Kollegialität aller Bischöfe
der Welt sehr wohl im Spiel. Ob der Hl. Vater wirklich ein absoluter Monarch sein muss, oder ob es auch
andere Lösungsmodelle gäbe, ist hier zweitrangig. Meines erachtens ist diese Regierungsart besser; stellen
Sie sich vor, alle 4 oder 5 Jahren gäbe es Parlamentswahlen in Vatican – wer wird der Kanzler, wenn die
Stimmen nicht eindeutig verteilt wurden (so wie jetzt in Deutschland). Die absolute Monarchie ist zwar
eine altmodische – aber im Fall des Vatican noch die effizienteste Lösung.
Irenäus Bei uns existieren doch auch Gruppen und Grüppchen, die sich bis aufs Messer bekämpfen, weiter
aufspalten, sich für die alleine seligmachenden halten und alle anderen zum Teufel wünschen. Das beste
Beispiel sind doch die Lefebvristen selbst. Jedenfalls ganz klar ein Beweis der Protestantisierung der
Kirche seit V2. Alles klar!
Petrus II Bei einer grossen Veranstaltung bei der der hl. Vater, viele Bischöfe und Priester teilnehmen,
kommt es zu einem Zwischenfall. Die Lautsprecher werden überprüft. Jemand redet in das Mikrofon: Wir
bitten Sie lieber hl. Vater, ihr Bischöfe und Priester, feiert die hl. Messe wieder im überlieferten
Ritus, so wie es fast 2000Jahre war. Ich frage mich nur: was für ein Bild auf dem Hochaltar war, als
Christus die letzte Abendmahl feierte?
methusalix Wenn eine einzige Person die ganze Macht, gesetzgebende, rechtsprechende und executive in Händen
hält und keinerlei Kontrolle unterliegt – diese Staatsform heißt nicht Diktatur sondern Absolute Monarchie.
Unter Diktatur versteht man die Zwangsgerrschaft einer Person oder einer Partei oder Minderheit über
das Volk – dies trifft für die Katholische Kirche nicht zu.
Benedikt Naja: Ihre Logik ist zwar einleuchtend aber nicht bindend – zwischen Ratzinger und Benedikt XVI.
ist ein qualitativer Unterschied – so wie zwischen einem Professor der Theologie und dem Hl. Vater.
Sarto Es gibt wohl noch einen Unterschied: das Treffen von Msgr. Fellay dauerte nur 35 Minuten, das Treffen
mit Hans Küng aber etwa 2 Stunden. Ich glaube die Wertung der beiden im Augen des Hl. Vaters ist somit
ganz klar.
Benedikt In der Bibel steht auch der Satz: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“ – die Früchte
der Christenheit sollte eine bessere Welt sein – oder? Exakt. Nie aber darf in Vergessenheit geraten,
aus welcher Kraft dabei geschöpft wird. Religion ist nicht gleich Ethik. In diesem Punkt sind wir uns
einig. Was machen wir aber im Fall eines „richtigen Gottesdienstes“, der aber keine Früchte trägt? Auf
die Frage, ob die Menschheit heute in einer besseren Welt lebt als vor 2000 Jahren, wage ich nicht mit
„Ja“ antworten. Ich glaube, hier ist die Forderung nach den sichtbaren Früchten vorrangiger als die Überlegung
mit welchem Ritus der Schöpfer gefeiert wird. Und auch, dass in diesem Kontext die Frage nach dem Ritus
sehr wohl zweitrangig ist.
Benedikt „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ Als Jesus dies sagte, glaube ich kaum, dass er die Indult-Messe
vor Augen hatte. Dass der Gottesdienst der Mittelpunkt der Christen ist, ist mir sehr wohl klar – er ist
aber kein Selbstweck. Die Befriedigung der religiösen Bedürfnisse allein reicht nicht aus – das können
auch die „Gottesdienste“ in anderen Religionen – machmal sogar besser als die unsrigen. Der richtige Gottesdienst
hat zum Ziel seine Teilnehmer Gott näher zu bringen, sie mit Gott in verbindung zu setzen, was wiederum
das bewirkt, dass diese Menschen nach dem Gottesdienst besser, vollkommener werden als vorher. Man könnte
auch sagen „menschlicher“. Dass danach die Welt besser sein müsste als vorher, ist eine logische Schlussfolgerung –
auch ohne der Großorganisation mit dem Namen „UNO“. In der Bibel steht auch der Satz: „An ihren Früchten
werdet ihr sie erkennen“ – die Früchte der Christenheit sollte eine bessere Welt sein – oder? Und ich
bitte, die Verschwörungstheorie über die Unterwanderung der Kirche durch den Freimauern jetzt nicht
als Antwort angeben – sie ist lächerlich. Diese Bitte war an alle Teilnehmer des Forums gerichtet, nicht
explizit an Sie. Ich gebe aber zu, man hätte sie auch so verstehen können, wie Sie sie verstanden haben –
war mein Fehler – bitte um Entschuldigung.
Benedikt Doch, man darf auch über Nebensächlichkeiten debattieren – nur, man sollte die Dinge klar benennen:
als „nebensächlich“ eben. Sie werden mir ganz bestimmt zustimmen, wenn ich sage, dass Jesus Christus
seine Aufgabe nicht in der Etablierung eines Gottesdienstes sah, sondern in der Rettung der Welt. Bei
kreuz.net und auch bei vielen Teilnehmern des Forums wird aber das Problem der Kirche und der Welt einzig
und alleine auf die Frage nach der „Indult-Messe“ reduziert. In Kurzform: „Wird in der Kirche wieder die
Indult-Messe gefeiert, dann sind alle Probleme der Kirche und der Welt gelöst. Die Kirchen werden wieder
voll – in der Gesellschaft wird es keine Probleme mehr geben.“ Ich habe schon bei einem anderen Thema
geschrieben: „Es gab Zeiten, wo die Tridentinische Messen gefeiert wurden (überall auf der Welt) und
die Kirchen voll wahren – 2 Weltkriege und ein Holocaust haben trotzdem stattgefunden.“ Und ich bitte,
die Verschwörungstheorie über die Unterwanderung der Kirche durch den Freimauern jetzt nicht als Antwort
angeben – sie ist lächerlich.
Ts, ts, ts, ts, Das größte Problem der Christenheit ist: mit welchem Ritus der Schöpfer gefeiert wird.
Ungerechtigkeit hin oder her – Kriege hin oder her… usv. alles gelichgültig – uninteressant (auf wienerisch:
Wurst). Hauptsache, wir alle feiern die Hl. Mysterien gemäß der Vorschriften der Vätern aus der Zeit
des Tridentinums. Wie kurzsichtig – ts, ts, ts, ts
Athanasius Tut leid, wegen der Verwechslung – mein Gerät spinnt und ich habe es nicht gemerkt. Die Mauer
wurde abgerissen vom Volke, zumindest materiell. Das II. Vaticanum entworfen von einer modernistischen,
progressistischen Elite. Was sind die Parallele? Man kann sich mit einem Schmetterling nicht über den
Winter sprechen und mit einem Frosch nicht über das Meer. (Ein chinesisches Sprichwort) In unseren Breiten
würde man sagen – wer sehen kann, der sieht ohnehin das, was zu sehen ist – wer aber diese gabe nicht
hat, dem kann man es nicht erklären. Daraus, dass Sie zwischen dem friedlichen Vorgang der Wende und
dem Christentum nach dem V2 keine Verbindung sehen, muss ich schließen – Sie gehören zu der zweiten
Gruppe. Diese Tatsache stimmt mir zwar traurig, ich kann aber nichts dagegen tun.
Athanasius Die V.II-Kirche brach mit der hl. Überlieferung. Die neue Lehre ist ein Neues Evangelium,
von Menschen passend gemacht zu Lessing, der in seiner Ringparabel dem Freimaurer“gott“ huldigte. Wenn
Sie mit dieser Verschwörungstheorie ihre Freude haben und sich als einzige Vertreter des wahren Christentums
betrachten – von mir aus, kein Problem. Ich freue mich, jemandem auf eine so billige Weise eine Freude
zu machen. Sie können aber die Tatsache nicht leugnen, dass überall dort, wo das 2.V. rezipiert wurde,
die gesellschaftliche Veränderungen wesentlich leichter waren, als dort wo das nicht der Fall war. Der
Fall der Mauer ging ganz und gar unblutig über die Bühne. Über solche friedliche Umbrüche kann die
Zeit, wo die „einzig wahre und unverfälschte Tradition“ hochgechalten wurde, nicht zurückblicken.
#21 Stimme aus Wien 19:39:03 | Donnerstag, 22. September 2005
Athanasius Also, danke für den Hinweis – Wein mag ich trotzdem nicht – auch wenn der aus der Wachau kommt.
Zum Thema: Was Häresie ist und was nicht, das bestimmen Gott sei Dank nicht Sie! Nämlich: Dogmen werden
nicht von Gott offenbart, sie sind eine Klärung der Offenbarung mit Hilfe der Vernunft. Jedes Dogma hat
die Wurzel in der Offenbarung – von dort wird es abgeleitet und deswegen ist es auch vebindlich – wieso
aber zu einem bestimmten Zeitpunkt diese Klärung notwendig wurde, ist sehr wohl von Kultur, Umwelt und
Geschichte abhängig. Nur ein Beispiel: im Judentum ist die Inkommunikabilität eines einzigen, vollkommenen
und alles übersteigenden Gottes kein Thema – sehr wohl war das aber ein Thema der griechischen Philosophie.
Für die griechen schließt die Vollkommenheit die Kommunikation aus. Ein Gott also, der vollkommen ist,
braucht mit den Menschen nicht zu kommunizieren – also, wenn es so einen Gott gäbe, könnten wir Menschen
das nicht wissen. Auf dieses Problem antworteten die Christen mit dem Dogma der Dreifaltigkeit. Sie meinten
damit: unser Gott ist vollkommen, aber zu seinem Wesen gehört auch die Kommunikation. Für den Islam
stellte sich im 7. Jh. dieses Problem nicht – andere Zeit, andere Geschichte, andere Kultur – daher konnten
sie auch dieses Dogma nicht richtig verstehen.
#18 Stimme aus Wien 18:26:26 | Donnerstag, 22. September 2005
Athanasius Ich trinke kein Wein – ich sage aber nichts gegen den Vergelich mit dem Esel, das kann manchmal
sitmmen. Jetzt aber zur Logik: Wir wissen alle, dass die menschliche Sprache es nicht in der Lage ist
das auszudrücken, was wir mit Gott – Dreifaltigkeit auszudrücken versuchen. Auch bei diesen Termini
handelt es sich um Hilfswörter. Wenn Paulus über den UNBEKANNTEN GOTT spricht, heißt es nicht, dass
dieser, von den heidinischen Athener verehrter Gott der Gott Jesu Christi sei – es ging ihm nur um einen
Anknüpfungspunkt, wo er seine Verkündigung ansetzen konnte. Das Problem der Muslime mit der Dreifaltigkeit
ist eigentlich ein Problem der Kulturen – wäre das Christentum nur im jüdischen Rahmen geblieben und
hätte keinen Kontakt mit dem Helenismus, so hätten wir auch kein Dogma von der Dreifaltigkeit nötig.
#12 Stimme aus Wien 17:44:53 | Donnerstag, 22. September 2005
Altar für den UNBEKANTEN GOTT Ich kenne noch einen Heiligen – er hatte zwar nur an einem Konzil teilgenommen,
trotzdem ist er Mitglied einer Konzilskirche – der für den christlichen Gott die Benennung eines heidinischen
Gottes verwendete. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit
der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. (Apg
17,23) Aber wie gesagt, der Hl. Paulus war auch Mitglied einer Konzilskiche – also gehört dieser Satz
ganz bestimmt nicht zur Offenbarung.
Stimme aus dem Tradiland Das Problem der Verschwörungstheorien ist, dass sie durch monokausales Erklärungsmuster
die komplexe historische und gesellschaftliche Zusammenhänge vereinfachen. Und dadurch, dass sie eine
Scheinerkläung liefern, machen sie für die Möglichkeit die Sachlage richtig zu erfassen blind.
Stimme aus dem Tradiland ich wiederhole meine Wortmelung aus einem anderen Theard: Als Verschwörungstheorie
bezeichnet man den Versuch, Ereignisse, Zustände oder Entwicklungen durch eine geheime Verschwörung
zu erklären, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von zwei oder mehr Personen zu einem
verborgenen, illegalen oder illegitimen Zweck. Sie haben in bestimmten Kreisen ihre Berechtigung, um die
Gruppenzugehörigkeit zu stärken, als Argumentationsgrundlage sind sie aber unbrauchbar.Wenn Sie lieber
an den Zufall glauben statt an die in der Geschichte tätigen Leute, zu denen auch jene gehören, die
im Verborgenen wirken (wie die Freimaurer), ist das ihre Sache. Es gibt jedenfalls keine zwangsläufige
Entwicklung der Geschichte, alles wird von den Menschen (wenn auch unter Beeinflussung oder Beistand übernatürlicher
Mächte) gemacht. Z.B.: eine dieser Theorien.
Stimme aus dem Tradiland Weil die Freimaurer die Grundlagen geschaffen hatten, durch die Zerstörung des
Hl. Römischen Reiches, des französischen Königreiches, des Kaiserrreiches Rußland und Österreich-Ungarns
und die Verbreitung antichristlicher Lehren, nämlich Liberalismus, Nationalismus, Sozialismus, Kommunismus,
Modernismus etc. Wo waren die Freimaurer während der Kreuzzüge? oder waren die Kreuzzüge ein Versuch
die universelle Christkönigsherrschaft herzustellen? Wohl kaum. weil der Herrscher der Welt der Satan
ist. Bitte die kirchliche Lehre betreffend der legitimen Gewalt genauer zu studieren.
Marcel Erst wenn die beständige Lehre der vorkonziliaren Päpste wieder Einzug in die Kirche findet –
die universelle Christkönigsherrschaft über Kirche und Gesellschaft –, werden die Staaten aus der selbstverschuldeten
menschlichen Auswegslosigkeit befreit, in der wir uns heute befinden. War das nicht der Fall vor dem V2?
Wieso gab es in Europa 2 Weltkriege und ein entsetzliches Holocaust? Mit der universellen Christkönigsherrschaft
hatten die kaum was zu tun – nicht war?
Evelin Als Verschwörungstheorie bezeichnet man den Versuch, Ereignisse, Zustände oder Entwicklungen
durch eine geheime Verschwörung zu erklären, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von
zwei oder mehr Personen zu einem verborgenen, illegalen oder illegitimen Zweck. Zu meinem Entsetzen bin
ich draufgekommen, dass in manchen Zitaten vatikanischer Dokumente V2 einfach als ökumenisches Konzil
zitiert wird. Das ist glatte Geschichtsfälschung und ein Beleg dafür, dass der Geist der Lüge mitten
in der Hl. Kirche wirkt! Ein klassischer Beispiel einer solchen Theorie. Evelin, sagen Sie mal, gibt es
ein Kompendium für die hier benutzte Verschwörungstheorien?
Evelin Dogmengeschichte: Ganz einfach. Was schon immer in der Offenbarung enthalten war – und sei es 1.900
Jahre lang – wird eines Tages, weil als kirchliche Lehre in Frage gestellt, für alle als verpflichtend
erklärt. Das heißt nicht, dass ein Dogma, welches 1950 erklärt wurde, sich weniger auf die Offenbarung
stützt als ein Dogma des 4. Jh. n. Chr. Gnaz richtig! Woher nehmen sie dann das Recht, einem Konzil diese
Autorität abzuerkennen – als würde die Tradition bis V2 alles notwendige bereits erklärt haben und
keine Weiterentwicklung der Tradition notwendig sei? Weltverschwörungstheorien – bleiben Weltverschwörungtheorien:
also, eine grobe Verkehrung der Realität.
Evelin Ohne den Papst haben sie keine Autorität und gegen die Tradition auch nicht. Der Papst ist der
Bischof von Rom – also sehr wohl Gemeinschaft aller Bischöfe. Alles, was verpflichtend gelehrt werden
darf, ist in der Offenbarung bereits enthalten und insoferne auch nicht neu Wie würden Sie die „Dogmengeschichte“
erklären? Da ist auch der Grund dafür, dass die Tradition nie eine statische Größe bleibt, sondern
immer weiter entwickelt wird. Ihr Inhalt bleibt nicht stehen – sie wird immer reicher. Nein, hingegen
lassen sich viele durch die V2-NOM-Propaganda täuschen! Bitte, Argumente ohne Weltverschwörungstheorien
benützen – die sind lächerlich. Und übrigens: es scheint, aus Ihren Wortmeldungen folgend, dass ich
wesentlich mehr von der Lehre der Römisch Katholischen Kirche verstehe als Sie.
Evelin Der Gemeinschaft aller Bischöfe der röm.kath. Kirche die Autorität abzuerkennen etwas vebindliches
und neues zu lehren – da das nicht in den eigenen Kram passt – ist das nicht vieleicht ebenso Zeichen
dafür, dass man vom Relativismus bereits verdorben wurde? Wenn diese Gemeinschaft lehrt, dass die Ökumene
ein wichtiger Bestandteil der Kirche ist, dass sich die Kirche nicht in die eigene Wände zurpckziehen
darf, sondern Ansprechpartner für die Welt bleiben muss, dann meinen sie ganz bestimmt nicht dass diese
Forderungen den Seelen schaden können, sondern ganz im Gegenteil. Ihre Meinung betreffend der irrigen
Ideologie mag für Sie persönlich plausibel vorkommen, ist aber weder mit der Vernunft und auf keinem
Fall mit der Lehre der Römisch Katholischen Kirche vereinbar. Das Festhalten an dieser Meinung als Rechtgläubigkeit
und Traditionstreue zu bezeichnen ist ganz einfach eine Selbstblendung.
Evelin Es gibt eine ganze Reihe von Rektoratskirchen, selten oder kaum benützten Kapellen. Auch dort,
wo kaum Messen stattfinden, kommt die FSSP nicht hinein. Glauben Sie nicht, dass die in der Kapuzienerkirche
angebotene Gottesdienste für die von den FSSP betreute Gemeinde ausreicht? Oder meinen sie die Anzahl
dieser Gemeindemitglieder sich irgendwo bei 100.000 bewegt? Jetzt mal ehrlich: wie viele Messbesucher
gibt es bei einer Werktagsmesse?
Der Gatte der Evelin Viele Gemeinden in Wien haben keine eigene Kirche. Z.B.: außer der kroatischen Gemeinde
besitzt in Wien keine einzige fremdsprachige Gemeinde eine eigene Kirche – obwohl die einzelnen Gemeinden
zahlenmäßig weit stärker sind als die Gemeinde, die von dieser Priesterbruderschaft betreut wird. Wieso
muss die Priesterbruderschaft unbedingt eine Kirche besitzen – und, da das nicht der Fall sein kann, wieso
ist der wiener Erzbischof deswegen unbedingt so „schlecht“?
Marcel: Quatsch Die Priesterbruderschaft feiert jeden Werktag um 8.00 Uhr und jeden Sonn- und Feiertags
um 18:00 Uhr die Indult-Messe in der Kapuzienerkirche in der wiener Innenstadt.
benedikt Ich kenne sehr wohl die Lehre der Kirche betreffend der Gewalt und Gewaltlosigkeit. Dass die
Terroristen, die sich bei der Rechtfertigung ihrer Tat auf den Koran beziehen ebenso falsch liegen wie
christliche Extremisten im Irland (egal welcher Konfession) – ist klar. Ich kritisiere weder das Christentum,
noch den Islam oder eine andere Religion. Und ich hütte mich davor, einer dier Religionen oder Konfesssionen
als gewalt – fördernd darzustellen (trotz dem 11.9. oder 11.3. oder den Juli dieses Jahres, oder Bagdad
seit langen). Alle dieser vorgänge sinde eine Perversion der betreffenden Religion, so wie die Kreuzzüge,
30-Jähriger Krieg, usw. Ich behaupte aber, dass das Christentum (egal welche Konfession) ebenso wie der
Islam oder irgend eine andere Religion sehr leicht dazu missbraucht werden kann, als Fundgrube für eine
Doktrin atemberaubender Religionskriege zu werden.
Benedikt Ich wollte niemanden was unterstellen. So ein Pech, wenn Sie mir nicht glauben – es ist ehrlich –
wirklich. Angehörige dieser Religion zu eliminieren zwingend 2X2=4 also: 2X4=8 Man sollte die Gesetzlichkeiten
in der Weltpolitik kennen. Unsere Diskussion hat ja gezeigt, dass dies keine Rückschlüsse auf die Religion
an sich zulässt. Was isr die „Religion an sich“?
Benedikt Ich wollte niemanden was unterstellen. Lediglich wollte ich die Schusskonsequenz Ihrer Meinung
zeigen: nach der Behauptung, eine Religion sei gewalt-stiftend, ist die Forderung, die Angehörige dieser
Religion zu eliminieren zwingend (ganz so, wie im Fall der „Judenfrage“ im Dritten Reich, wobei ich anmerken
muss, in der jüngste Geschichte leider nicht der einzige Fall: Ex-Jugoslawien, Ruanda, Sudan sollen als
Belege dienen. Die Situation im „Dritten Reich“ ist allerdings wesentlich genauer erforscht als die genannte
Beispiele, deswegen beziehe ich mich auf diese. Alle diese Situationen sprechen jedoch dafür, dass die
Menschheit, leider, nichts aus der Geschichte lernt). Dass meine Meinung mit der Meinung von Splattergay
identisch sei, habe ich nie behauptet. Der Ausgangspunkt der Diskussion mit Ihnen war nämlich, dass nicht
alles dumm sei, was Splattergay behauptet. Und zwar: dass Religionen, auch das Christentum, sehr wohl
als Fundamt für gewaltsiftende Ideen missbraucht werden können. Und dass nicht alles „Quatsch sei“ (wie
bonifatius bahauptet) was Splattergay geschireben hatte.
Benedikt Islam ist nicht deckungsgleich mit der Religionsüberzeugung der Attentäter. Deine Meinung wäre
Grund für einen nächsten Kreuzzug der christlichen Welt gegen die Welt des Islam. Gott sei Dank, deine
Meinung bleibt nur eine vereinzelte Meinung.
Benedikt Der Islam kann ebenso friedensstiftend sein wie das Christentum. Was die Totalität der Religionskirege
betrifft: lies bitte im AT nach – nicht nur Menschen, sogar das Vieh der Göttzendiener wird abgeschlachtet.
Der Vergelich zwischen Ideologie und Religion ist zutreffend: in der Situation eines Krieges aus ideologischen
Gründen versucht man sehr wohl die betreffende Ideologie als den wahren, unhinterfragbaren Glauben darzustellen.
Z.B. „die Judenfrage“ vor und im 2. WK. Daher auch der Totalitätsanspruch der Lösung dieser Frage. Daher
könnte man auch sagen: die fanatischen Nazis waren auch „rechtgläubige“ Nazis – im Sinne der Nazi –
Glaubensideologie.
Benedikt „in einem Religionskrieg gebietet das Gewissen das Töten“ Es ist kein Umfug: lies mal das Alte
Testament und schau danach auf die Einstellung der islamischen Fundamentalisten, die sich als Krieger
Gottes verstehen. In einem „Religionskireg“ ist kämpft der Krieger auf der seite Gottes gegen die Widersacher
Gottes – er ist durch sein Gewissen dazu verpflichtet, sie zu bekämpfen und sie zu eliminieren. Die blutige
Beschreibungen im AT sind kein „Jüdisches“ Spezificum, solche kriege führten auch alle andere Völker
damals – ich wollte nur sagen das diese Kriege wesentlich „totaler“ waren, als die Waffengänge, die zur
Sicherung von politischen oder wirtschaftlichen Monopols auf einem Gebiet dienten. Ob die Kirche an diesen
Kriegen schuld war oder nicht, ist keine Frage – die wage ich auch nicht zu beantworten. Dass aber eine
religiöse Einstellung, nicht nur christliche, sehr leicht für die „Entfesselung der Gewalt“ missbraucht
werden kann, das ist eine tatsache.Z.B.: 11.9., 11.3., Juli dieses Jahres.
Splattergay’s Quatsch … So ein Quatsch ist das in Wahreit gar nicht: keiner kann die Tatsache leugnen,
dass eine Religion sehr leicht als Vorwand für die Entfesselung der Gewalt benutzt wurde und wird. Auch
das Christentum wurde schon sehr oft dazu mißbraucht: 30-jähriger Krieg, die Kreuzzüge… Es gibt nämlich
nichts schlimmeres als einen Religionskrieg. Im normalen Krieg muss man sich bemühen, das Gewissen irgendwie
ruhig zu stellen, in einem Religionskrieg gebietet das Gewissen das Töten.
Marcel Außer der „NOM“ gibt es noch eine ganze Reihe von „legitimen Riten“ in der kath. Kirche. Z.B.:
der Mosarabische Ritus, der Koptische, der Byzantinische, der Ambrosianische – alle älter als der Tridentinischer –
waren wohl auch hier die Freimaurer am Werk? Oder vielleicht die schlimme Protestanten oder hat gar der
Card. Bugnini es irgend wie geschafft auch bei diesen Gottesdiensten das Christenvolk in die irre zu führen?
Den, von dir genannten „Modernisten“ wie mir, geht es bei Gott nicht um die Schleifung des Glaubens sondern
ganz im Gegenteil, wir bemühen uns aufrichtig unseren Glauben in unserer Zeit und in der Geselschaft
von heute zu leben und zu begründen und wir flüchten uns nicht in irgend eine „heile Vergangenheit“,
wo alles viel schöner und besser war.
Marcel An und für sich würde der Ausdruck „Messe aller Zeiten“ bedeuten, es handle sich um eine Eucharistiefeier,
die nicht übertroffen werden kann. Dies auf die Indult-Messe zu beziehen ist aber unerlaubt.Wie würde
man alle andere, in der röm. kaht. Kirche legitimen Riten bezeichnen? Und außerdem ist es jedem bewusst,
dass auch die Tridentinische Messe eine lange geschichtliche Entwicklung hinter sich hat. So wie du den
Ausdruck gebrauchst in Anlehnung auf die Bulle „Quo primum tempore“ ist der Ausdruck „Messe aller Zeiten“
nur ein terminus technicus, eine Bezeichnung für einen Ritus. Und eine allzu große Fixierung auf den
einen Ritus zeugt tatsächlich von Unkenntnis, Blindheit und Engstirnigkeit, so wie roemkath schreibt.
Käuflicher Hochaltar Was hat diese Überschrift mir dem Bericht zu tun? Frau Verona und Herr Franjo haben
im Stephansdom geheiratet – na und? Deswegen sind die Herren im Stephansdom noch lange nicht käuflich.
Isidorus Bei weitem nicht jede Neuerung ist sinnvoll, und hier muss sorgfältig abgewogen werden. Gerade
in der Liturgie wird oft bloß um des Modernseinwillens munter gebastelt, um angeblich auf den heutigen
Menschen einzugehen. Ich denke, genau dies ist bei obiger Feier auch der Fall Dieser Aussage schließe
ich mich vorbehaltslos zu. Ein Tagesgebet und ein Kyrie-Ruf ist jedoch zu wenig, um die Gemeinde in irgend
eine Schublade zu stecken. Ich wiederhole, ich kenne die betreffende Gemeinde nicht. Es könnte aber auch
sehr wohl möglich sein, dass es sich um eine höchst aktive Gemeinde handelt, die sich mit dem Wort Gottes
und dem Gottesdienst intensiv auseinandersetzt. Ich könnte damit recht haben – ausser du hast näher
Informationen. In so einem Kreis würde ich solche „Neuerungen“ durchaus sinnvoll finden: der Rosenmonat
wird auch christlich Reflektiert (ich kann mit dem „Rosenmonat überhaupt nichts anfangen – in Wien gibt’s
so etwas nicht).
Isodorius „Wir können nur von den Geschöpfen her und gemäß unserer beschränkten menschlichen Erkenntnis-
und Denkweise von Gott sprechen“. Vollkommen richtig – das ist es auch, was weh tut, wenn man versucht
das Unsagbare auszusprechen und wieso man mit dem Gesagten nie zufrieden ist; (Augustinus: unruhig ist
mein Herz, bis…) Hier ist der Ursprung der Dogmenentwicklung und auch der Grundvoraussetzung für jede
Neuerung in der Kirche.
Isidorus Hispalensis Dass es sich um ein liturgierechtliches Problem handelt, ist mir klar. Ebenso ist
mir klar, dass der Begriff zweideutig und gefährlich ist. Aus dem Artikel geht es nicht hervor, mit welcher
Vorbereitungen diese Gemeinde diese Messe feierte oder, um was für eine Gemeinde es geht. Eine theologisch
geschulte Gemeinde hätte mit dieser Formulierung überhaupt keine Schwierigkeiten – ganz im Gegenteil.
Gebe ich aber zu – in einer anonymen Gemeinde würden solche Ausdrücke für viel Unsicherheit und Missverständnisse
sorgen. Ob der, von dir geforderter „lange theologische Kommentat“ für die Gemeinde (z.B. Vorträge über
verschiedene Gottesbilder der Kirche, biblische Theologie, usw.)stattgefunden hat oder nicht, können
wir aus dem Beitrag nicht wissen. Das kann auch der Verfasser des Beitrags nicht wissen, denn er war nur
als Gast in dieser Gemeinde anwesend. Diese Messe hätte ihn aber zum Nachdenken bringen können, anstatt
alle Anwesende und Mitgestalter gleich mit dem Stempel „Häretiker“ zu versehen. Rein theologisch ist
aber gegen diesen Terminus „Nichts“ , so wie er in dieser Messe gebraucht wurde, nichts auszusetzen. Wir
stehen hier an der Grenze der Sprachmöglichkeiten. Wie würdest du etwas ausdrücken, wofür es keine
Ausdrucksmöglichkeiten gibt? Wie würdest du sagen: Er ist alles, aber kein Etwas? Über klügere Termini
könnte man streiten – „Nichts“ ist eine der Möglichkeiten.
Toby Die frage nach der Vermietung eines privaten Festsaals gehört keineswegs in den Jurisdiktionsbereich
eines Bischofs, sehrwohl aber die liturgische Handlungen auf dem Gebiet seiner Diözese. Ich verstehe
durchaus das Problem der Diözesanleitung.
Isidorus Hispalensis: Der Kontext stimmt nicht. Über heidinische Götter als „Nichts-en“ zu sprechen,
in einer Welt wo viele über ihre Wirkung überzeugt waren, ist es richtig. Sie waren wirkungslos. Hier
geht es jedoch um ein „Nichts“, das als Ursache von Allem ist. Hier bedeutet dieses „Nichts“ vielmehr,
dass sich Gott vor jeder begrifflichen Festlegung zurückzieht – besser gesagt, sich durch Begriffe nicht
einfangen läßt. Und das ist sehrwohl auch in der theologia negativa zu finden (Cusanus).
apex Ich habe vor fünf Minuten im Kasten nachgeschaut und siehe: alle Tasse sind da. Dass das oben geschielderte
gewagt ist, ist keine Frage – die Grundintention, etwas Ewiges neu auszudrücken, ist jedoch nicht zu
verurteilen. Alles was ist, können wir nur hier und jetzt begreifen, verstehen und ausdrücken – Grundgesetzlichkeit
unseres Daseins. Beim besten willen, wir können das nicht ignorieren, auch im Angesicht der ewigen Wahrheiten
nicht.
apex Die Verkündigung der Kirche hat sich an der Wahrheit (Hl. Schrift) zu orientiern, die Tradition
dient nur dazu, wie man sich früher, in anderen Zeiten und unter anderen Umständen, daher auch mit anderer
Sprache an die selbe Wahrheit orientiert hatte. Mit Revolutionen ist die Kirchengeschichte voll – jede
neue Ordensgemeinschaft war eine davon (Benediktiner, Franziskaner…). Jede war etwas revolutionär Neues.
Und jede neue Bewegung zeigt den Mut das Einzigartige und Ewige immer wieder aufs neue in die Welt zu
setzen, so dass es die Menschen von heute (sei es im Mittelalter, in der Neuzeit oder Heuet) verstehen.
Übrigens: das Zitat vom Hl. Augustinus: „Liebe und tu was du willst“, klingt zwar abgedroschen, ist aber
für die ganze Welt wahnsinnig wichtig und aktuell. Würden wir uns daran halten, gäbe es keine „3. Welt“.
apex Ich sehe keinen Grund, maxentius Arroganz vorzuwerfen. Dein Vorschlag, das Wort Gottes zu studieren
birgt wesentlich mehr Sprengkraft: würde man deinem Rat folgen, würden die Tradis sehr leich und sehr
schnell in die Luft fliegen.
Nichts neues unter der Sonne Schon bereits Ende der 80er gab es ähnliche Massenkundgebungen in Europa:
man ging von Stadt zur Stadt, um dem „spontanen Willen des Volkes“ durch Massenkundgebungen Ausdruck zu
verleihen. Es handelte sich damals um das „christliche, serbische Volk“ – das jede Nation im damaligen
Jugoslawien über die Richtigkeit seiner Meinung betreffend „Kosovo“ überzeugen wollte. Die Folgen kennen
wir alle.
stimme aus dem Tradiland Danke für den fehlende Satz meiner Stellungnahme. Betreffend deiner Frage: ich
habe mir die Mühe genommen, das Impressume von kath.net zu lesen, und dort heißt es: kreuz.net ist die
Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholikenin Europa und Übersee, die hauptberuflich
im kirchlichen Dienst tätig sind. Nach dem ich viele deine Wortmeldungen gelesen habe, bin ich mir nicht
sicher, dass auf dieser Seite nur um katholische Wortmeldungen geht.
Ich bitte in aller Öffentlichkeit die „Stimme aus dem Tradiland“ um Entschuldigung Das, was ich geschrieben
haben, war für das Forum bestimmt, ich habe es jedoch auf sein E-Mail geleitet. Verzeihung, es war nicht
persönlich gemeint. Ich bin halt neu auf dieser Seite. Meine Wortmeldung lautete: „Sokrates sagte einst:
ich weiß, was ich nicht weiß.“ Weiß ich jedoch nicht, was ich nicht weiß, so möge ich schweigen.
In Wien plegt man sagen: „Schuster, bleib bei deinen Leisten.“ Ich bitte die „Stimme aus dem Tradiland“,
im Falle, dass meine Wortmeldung vom Original abweicht, hier richtig zu stellen.
stimme aus dem Tradiland Ich werde Dir nicht sagen, Du leigst falsch – aber begründe es, ohne dass Du
dich auf historisch – kulturell bedingte Lehren beziehst.
Eine sachliche Auseinandersetzung mit der Schirft auch mit der Hl. Schritft ist unbedingt notwendig. Die
Bibel ist nach christlichem Verständnis nicht aus dem Himmel gefallen, so wie der Koran – sie ist, so
wie alle andere Schriften, zeitlich und kulturell bedingt. Was sie vor 2 – 3000 Jahren zu sagen hatte,
sagt sie auch jetzt. Nur vor 2 – 3000 jahren hat man das Gleiche anders gesagt als vor 500 Jahren oder
heute. Überlassen wir es den Bibelwissenschaftlern herauszufinden, was damals gemeint war und wie man
das Gleiche auch heute ausdrücken würde oder könnte.