Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Bischof Jaschke Diser Bischof, dessen herausragenster Beitrag zur theologischen Wissenschaft im Vorschlag
zu Frauen-Kondomen besteht, ist eine fortwährende Zumutung. Er soll schnellsten pensioniert werden und
von der Szene verschwinden.
@ Kritiker: Geistesarm „Selig die Armen im Geiste…“ ist eine der Seligpreisungen und, indem Sie diese
mit den Pius-Brüdern verbinden, ein von ihnen verdientes Kompliment. „Geistesarm“ zu sein, ist keine
Seligpreisung und scheint eine Ihrer Eigenschaften zu sein. Sorry!
@ Die Pius-Brüder: pawlowsche Reflexe. Man fragt sich, warum die einfache Vorstellung der Pius-Brüder
manche Zeitgenossen zum Weißglut bringt, welche mit Religion nichts am Hut haben, und der Katholischen
Kirche nur Haß und Häme entgegenbrigen können. Man fragt sich auch, warum die gleiche Erfahrung bei
einigen Katholiken zu machen ist, die ihre stupiden Beschimpfungen immer wieder hervorbringen, ohne einen
Hauch von Argumentationswille. Einfach so, deklaratorisch. So verläßt man die blöde Szene verwundert
und irritiert über die Fülle von pawlowschen Reflexen, die der Name „Pius-Brüder“ bei manchen hervorbringt.
Clarissa: Spitze? Wovon? Wovon soll Clarissa Spitze sein? Sie hat wahrscheinlich zuerst Germanistik studiert,
dann einige Jahre als Pfarrsekretärin verbracht. Da hätte sie die dämlichen lateinischen Sprüche mitbekommen,
die sie ab und zu zitiert. Latein beherrscht sie nicht, da sie noch Schwierigkeiten mit der 3. Deklination
hat („hominorum“ statt „hominum“). Damit wäre für Clarissa sogar das kleine Latinum nicht zu schaffen
gewesen. Auf dem 2. Bildunsweg hätte sich dann die nicht völlig unbegabte Clarissa auf Kirchenrecht
kapriziert, dessen Paragraphen sie, nicht ganz fehlerfrei, ab und zu zitiert. Von Philosophie scheint
Clarissa völlig unberührt zu sein. Theologisch vertritt sie auf dem Wege der Deklaration statt der Argumentation
eine völlig laxistische Richtung. Vermutlich trillert sie während des täglichen Spaziergangs unentweg:
„Do your thing! ‘Spress yourself. Everything’s okay!!!!!“ So, nochmals die Frage, wovon soll die völlig
überbewertete Clarissa eigentlich die Spitze sein?
#68 newtube 14:52:21 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
@ Onkel Abt Sie zitieren jedoch v. Hermanovsky-Orlando, und beziehen sich dazu auch zu den Beiträgen
von Sycamore: sind Sie etwa ein wenig verwirrt? Das „viel Schlimmere“ stammt vom Kollege v. Herzmanovsky-Orlando.
Seine Behauptunng ist übrigens völlig zutreffend. Sie schreiben:„Ungerechtfertigten Kontext erzwingen
ist nicht zulässig.“ Alles „Individuelle“ steht in einem mannnigfachen Kontext: diesen zu beleuchten,
in allen seinen Facetten, ist nicht nur gerechtfertigt, wie die Phänomenologie uns lehrt, sondern auch
geboten. Ich denke ein bißchen nach, wieso Sie zu bestimmten Aspekten dieses Kontexts so allergisch reagieren,
was Sie benigne aber in törichter Weise entschuldigen wollen, und wieso Ihnen der Aspekt der juristischen
(weltlichen) Legalität oder der Richtigkeit des prozedere des „Fleischlichen“ wichtiger ist, als die
massiven nicht nur mediatischen Konsequenzen seiner Handlung zu Lasten all dessen, was dieser arme Mann
in seinem Leben vertreten hat, zu Lasten des Glaubens, der Kirche und des Seelenheils vieler Menschen.
#59 newtube 14:18:36 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
@ Onkel Abt an v. Herzmanovski-Orlando „Also schliessen Sie bitte nicht von diesem Eizelfall auf ein Ansichtsdesaster
der Kirche…“ Erstens, ist das Ansichtsdesaster der Kirche und des katholischen Priestertums da! Jeder,
der nicht von Blindheit geschlagen ist, kann dies feststellen. Zweitens, alle Fälle von Pädophilie,
Unzucht etc. sind „Einzelfälle“ – es gibt keinen „Allgemeinfall“, es sei denn in Ihrer dementialer Logik.
Die Einzelfälle jedoch summieren sich und bewirken einen desaströsen Eindruck, die viele Menschen vom
Glauben abhält. Daß die antikatholische Propaganda gezielt dies aufgreift und gegen die Kirche und das
Christentum verwendet, indem sie ihnen Heuchelei und Unglaubwürdigkeit vorwirft, ist klar. Die Frage
bleibt jedoch nicht erspart: sind solche Vorwürfe nicht z.T. zumindest begründet?
#51 newtube 13:38:58 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Eine Professur für Dr. Guillotin Es ist natürlich eine große Ehre für die kreuz.net Gemeinschaft,
daß eines ihrer geschätztesten und international anerkanntesten Mitglieder, Herr Dr. Francois Marie
Guillotin, eine Professur in Chirurgie an dem berühmten Sloan Ketterman Hospital in Boston erhalten hat.
Wie in „Lancet“ zu lesen ist, ist die Kastrationsmethodik von Professor Dr. Guillotin inzwischen zum internationalen
Standard geworden und eröffnet ungeahnte Horizonte auch bei der Therapie von Patienten, die an Altersdemenz,
Alkoholismus, Kretinismus, Entartungen allerlei Art etc. leiden. Diesen Patienten bringt die von Herrn
Professor Dr. Guillotin entwickelte Therapie eine endgültige Besserung, wie der Direktor der Max Peterson
Gesellschaft für Medizin und Chirurgie in Berlin erklärte.
@ Damenschuh: meine Blöde … Meine Blöde, es geht um das Leben von Kindern! Früher oder später werden
sogar die am meisten Zurückgebliebenen wie Sie verstehen, daß das Kind, das eine Frau in ihrem Körper
trägt, kein Körperteil von ihr ist, worüber sie nach ihrem Gutdünken verfügen kann. Selbst die idiotischste
unter den Frauen wird einsehen, daß das Leben eines Menschen UNVERFÜGBAR ist. Indem Sie noch die Dummheit
besitzen, den instrumentale Gebrauch eines Menschenlebens, im Sinnne seiner Beendigung, zugunsten anderweitiger
Ziele wie die Privatisierung der Religion, zu rechtfertigen, entziehen Sie sich dem humanen Diskurs. Jeglischer
menschlicher Maßstab ist Ihnen abgegangen. Das Leben eines Menschen ist stets Ziel und kann nie Zweck
werden.
@ Damenschuh /Defendor Ich bin auch der Meinung, daß Damenschuh reichlich Gelegenheit haben wird, sich
in der Hölle gedeihlich auszuruhen, mit Satan, dem Herrn des Todes, dem Lügner und grausamen Feind der
Menschen. Damenschuh ist eifrig dabei, sein Werk unter uns zu betreiben – es wird nicht gelingen. „Die
Kräfte der Hölle werden nicht obsiegen!“ Wort des Herrn.
#86 newtube 02:22:19 | Sonntag, 27. September 2009
@ Gretchen (II) /Sycamore Ich habe meinen Freund und Kollege newtube darum gebeten, sein Konto für die
Fortsetzung benutzen zu dürfen. … vergesst eure Sexualität, und während eure heterosexuell veranlagten
Mitmenschen jede Nacht mit der Segnung der Kirche Sexualverkehr ausüben dürfen, dürft ihr zuschauen
und Abstinenz euer ganzes Leben lang praktizieren. Daß es so nicht geht im Lichte der Kenntnisse, die
wir heute über die Sexualität und das Phänomen der Homosexualität besitzen, springt jedem ins Auge.
Wie konkret eine systematische Einbeziehung dieser Kenntnisse in die Morallehre und die damit verbundene
„Vertiefung“ traditioneller ethischer Kategorien des Actus und seiner Geordnetheit etc. vonstatten gehen
soll, entzieht sich meiner Vorstellungskraft. Ich gewinne jedoch mehr und mehr die Einsicht, daß der
gegenwärtige Zustand nicht haltbar ist. Ich denke diesbezüglich auch an den Qualen gläubiger Menschen
mit homosexueller Veranlagung, die der katholischen Kirche treu bleiben wollen und gleichzeitig sich nicht
in der Lage sehen, auf ein Sexualleben zu verzichten. Was m.E. hier nicht geben darf, ist das Vorpreschen,
das Problem voluntaristisch lösen zu wollen: dies wird die Kirche nie akzeptieren. Sie will an der traditionellen
Lehre festhalten, bis ihr selbst klar geworden ist, was philosophisch und theologisch zu tun sei. Man
darf das Gewissen der Kirche nicht vergewaltigen, auch wenn es sich später herausstellen wird, daß dieses
Gewissen der Vertiefung und der Verbreiterung tatsächlich bedarf…
#70 newtube 15:06:36 | Samstag, 26. September 2009
@ Paulaner: Lebenserfahrung & Philosophie Der Satz des Aristoteles muß in Hinsicht auf seine Wissenschaftslehre
verstanden werden, wobei jede Wissenschaft sowohl ein formales als auch ein materielles Objekt hat, das
sie als solche definiert. Materielles Objekt der Ethik ist das menschliche Verhalten. Dieses wird aus
dem Gesichtspunkt (formelles Objekt) siner Hinordnung zum Guten (als causa finalis) untersucht. Das menschliche
Verhalten wird uns durch die Lebenserfahrung dargeboten. Ohne Lebenserfahrung daher kein Objekt der philosophischen
Untersuchung, weder in materieller noch in formeller Hinsicht – und damit keine Wissenschaft der Ethik.
Dies ist es eigentlich, was mein Freund Sycamore sagen wollte.
#64 newtube 14:39:32 | Samstag, 26. September 2009
@ Student…na ya Mein Blöder, haben Sie nichts besseres zu tun, als sich hier herumzutreiben und ästhetische
Urteile über einen Kirchenmann auszustößen, anstatt in Ihrer Stube die Bücher, die schon lange und
vergeblich auf Sie warten,in die Hand zu nehmen und zu lesen? So werden unsere Steuergelder verschwendet.
#53 newtube 11:20:53 | Samstag, 26. September 2009
@ Anton: PS / Wie dämlich kann man sein? „PS: Weiß jemand, welche Drogen der Bischof nimmt? Auf dem
Foto …“. Wollen Sie dem Bischof unterstellen, daß er Drogen nimmt, Sie Lümmel und Ignorant? Hier greifen
Sie wohl in die unterste Schublade. Fällt Ihnen nichst besseres ein, Ihre Dämlichkeit, als Ihre stupide
Beobachtungen wie Fäkalien über die geneigten Leser zu streuen?
#31 newtube 20:21:05 | Freitag, 25. September 2009
@ Amanda Ich teile völlig Ihre Meinung. Sie müssen wissen, daß manche Herrschaften gern in der Scheiße
suhlen. In jedem Text der „Psychopathologia sexualis“ können Sie darüber nachlesen.
#21 newtube 19:25:01 | Freitag, 25. September 2009
@ Damenschuh Vorsicht, die Schwulen kommen mit ihrem Trompetenkonzert! Damenschuh, wie eine läufige (brünstige,
geschlechtlich erregte) Hündin, ist angelaufen und sieht nur und überall …Sex, Sex, Sex. Ihr Gehirn
ist zu einer Vagina mutiert.
#16 newtube 19:09:36 | Freitag, 25. September 2009
@ Thomasius an Defendor Ach, lieber Thomasius, jetzt laufen Sie aber Amok und schlagen irrational einfach
zu. Ein Beitrag, der zu einem heiteren Abend beim Zusammensein mit meiner Gattin gewiß „beitragen“ wird!
#26 newtube 11:30:15 | Freitag, 25. September 2009
@ fides et ratio Dieselbe Frage stellt sich jedem, der diese Geschehnisse betrachtet. Ich bin völlig
Ihrer Meinung und Teile mit Ihnen die Vermutung der Eitelkeit, der solche Apparatschiks besonders anfällig
sind. Der Nuntius ist zudem Diplomat. Er soll also wissen, wann er den Mund zu halten hat, auch und gerade
dann, als er vieles sagen könnte. Der Staatssekretär sollte ihn sofort zurückbeordern und als Erzbischof
von Lappland befördern.
#20 newtube 11:17:25 | Freitag, 25. September 2009
@ unbestechlicher: zuerst Denken, dann reden! Ob Sie wirklich unbestechlich sind, sei dahingestellt. Daß
Sie logisch denken können, ist jedoch auf heftigsten zu bestreiten. Wenn Sie den Beitrag überhaupt gelesen
haben, haben Sie trotzdem kein Wort davon verstanden!
Wo bleibt „Servo di Dio“ alias Comissario? „Servo di Dio“ meldet sich nicht. Der entlaufene Irre ist wieder
eingefangen worden und steht wohl behütet in der Irrenanstalt „Testa di Cazzo al Testaccio“ in Rom unter
Sedation. Dies hat Comissario Giacometti, Leiter der Abteilung „Sonderbehandlungen“ am gleichen Krankenhaus
auf Anweisung „von höchster Stelle“ in einer Presseerklärung soeben gemeldet. Schade! Es war lustig,
testa di cazzo bis auf seiner Schlangenhaut auszuziehen! Geschlechtsorgane hat er auch keine.
@ Servo di Dio: der super-Fake als „testa di cazzo“ Allora, testa di cazzo, una lezione d’italiano! –(Comissario):„Il
mio italiano ho distorto nella misura in cui nessuno riesce a ricordare il mio stile linguistico“. –(Italienisch):„Ho
modificato il mio italiano in modo che nessuno riesca ad identificare il mio stile linguistico.“ –(Commissario):“…e
fa esplodere la mia copertura“ –(Italienisch):“… e scopre la mia copertura“ –(Comissario):„Come un dipendente
della Propaganda del Vaticano Ministero…“ –(Italienisch):„Come un dipendente del ministero vaticano
della propaganda…“ –(Comissario):„Ho fatto un sacco di compiti di intelligence…“ –(Italienisch):„Ho
espletato un sacco di attivita’ investigative…“ [14:44 Uhr] –(Comissario):„Scarso livello d’istruzione
e culturali a dorthinaus ulteriormente…“ –(Italienisch):„Scarso livello d’istruzione ed anche culturale…“
[13:37 Uhr] [Con due lauree ed una docenza universitaria, testa di cazzo?] Es reicht für heute. Gute
Nacht!
@ Servo di Dio: der super-Fake Eine letzte Anmerkung zum super-Fake. Die Tätigkeit, die er als Commissario
(Brunetti) ausüben soll, nämlich die Überwachung des Netzes, um auf relevante Nachrichten rasch seitens
des Vatikans reagieren zu können, ist eigentlich Kompetenz des Staatssekretäriats (3. Abteilung, wenn
ich mich nicht irre), keineswegs der „Heiligen Kongregation für die Evangelisierung der Völker/ ehem.
Sacra Congregatio de Propaganda Fide“, wo der Commissario angeblich am Werk sein soll. Also, nicht nur
beim Kardinalpräfekten Diaz anrufen, sondern auch beim Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone, um diesem
doofen Angeber das Handwerk zu legen! Auf italienisch könnte man ihn förmlich als „testa di cazzo“ bezeichnen!
Der Fake ist hier wiederum Opfer seines Kretinismus. Komisch, daß er sich nicht meldet!
#38 newtube 23:15:51 | Sonntag, 20. September 2009
@ Servo di Dio: der super-Fake Ich finde es seltsam, daß einer, der sich im Net als offiziellen Beauftragten
für „die Sonderaktivitäten“ (sic) ausgibt, sich Kommissar nennt (in der Kurie gibt es keine Kommissare/Commissari),
eine falsche Adresse angibt – denn ein „ Ministero della Propaganda“ gibt es weder im Vatikan noch bei
der Regierung der Italienschen Republik – und schließlich nicht mit Klarname sondern unter Pseudonym
auftritt, kretinoide Anmerkungen in seinen Beiträgen macht und offensichtlich des Italienischen nicht
mächtig ist, sich nicht als Fake outen soll. Der „pagliaccio“ soll das endlich tun!
#93 newtube 19:44:39 | Dienstag, 15. September 2009
Pierre: ja Blut! Armer Pierre, Sie scheinen ein sehr Sensibelchen zu sein. Einer von denen, die in Ohnmacht
fallen, wenn sie eine Spritze vom Onkel Doktor bekommen! So brutal waren die Worte Jesu gewesen, als Er
von seinem Körper als Speise und von seinem Blut als Trank sprach, daß viele von seinen Anhängern ihn
verliessen. Daraufhin hat sich Jesus keineswegs entschuldigt oder versucht zu erklären, es sei doch nur
eine Metapher, sondern fragte er die übriggebliebenen Jünger, ob sie auch weggehen wollten. Ja, lieber
Pierre, gar nicht nett war auch der Kreuzestod Jesu, als Er mit Wunden übersät, mit dem Speichel von
seinen Verächter im Gesicht, auf dem Kreuz so brutal ausgestreckt, daß seine Glieder herausgerenkt wurden,
nicht mit Ziernägeln, lieber Pierre, sondern mit echten Henkernägeln draufgenagelt wurde. Und in diesem
Zustand war er noch drei Stunden lang am Leben. Ja, lieber Pierre, diese wahre Geschichte kann nur in
einer Dimension gelesen werden, um einigermassen verstanden zu werden – in der Dimension der Liebe. Dann
wird Jesus Blut, sein geschundener Körper, seine Wunden, das Kreuz selbst, einfach Liebe. Und, lieber
Pierre, es gibt nichts schöneres als die Liebe, oder? Gesicht
#76 newtube 18:02:13 | Dienstag, 15. September 2009
@ Krak des Chevaliers: das Heilige, die Bischöfe Ich stimme Ihnen völlig zu. Die heilige Hostie, nachdem
sie vom Priester ins Blut des Herrn eigetaucht worden ist, wird dem Gläubigen auf der Zunge gespendet.
Der Ministrant hält bei diesem Vorgang die Patena unter der heiligen Hostie, bis diese eigenommen worden
ist. So wird die der Heiligkeit des Vorgangs angemessene Würde gewährleistet. Die Bischöfe ermahnen
die Laien zu Verantwortung. Dabei merken sie nicht, welche zerstörerische Kraft ihre eigene Verantwortungslosigkeit
in der Kirche entfaltet hat.
#71 newtube 17:41:14 | Dienstag, 15. September 2009
@ clarissa… Clarissa, was ist heute in Sie gefahren? Auf Grund Ihrer kindlichen Erfahrungen neigen Sie
doch dazu, das Problem vom Mißbrauch in der Liturgie zu banalisieren. Dieses Problem gibt es jedoch.
Sie sollen ab und zu das Kloster verlassen und Gottesdienste in den Pfarreien in city und Land besuchen,
um ein praktisches Korrektiv Ihrer Theorie der Verniedlichung und der Verharmlosung zu finden.
@ Alois Bischof: Ultramontanismus Noch immer lesenswert zum Thema: Der antirömiscche Affekt, von Hans
Urs von Balthasar (Johannes Verlag, Einsiedeln, 2. erw. Aufl., 1989), das einigen Lesern noch unbekannt
sein durfte.
@ Alois Bischof: Ultramontanismus Wie konnte der Dogmatiker Schmaus 1956 bestätigen, daß die Wahl Joseph
Ratzingers 2005 [an der Vernichtung vom Ultramontanismus] nichts geändert hat?
#84 newtube 21:01:10 | Freitag, 11. September 2009
@ Sycamore: und deine Sünden? So, so, Sycamore steht ganz alleine da ohne Sünde, und hat von Frau Beichterin
nichts zu befürchten: nicht von leshandl 1, von unbestechlicher, von Brandenburgis, von Job, von Elijahu,
von Braut, von der Biene Maja, von Anmut, von al-Muschrik (dem Schwein), von Sefirot, von DJM, von der
Luteranerin, von Leon, von wassers, vom Kunstmaler und vom pneumat. Frau Beichterin wird ja ihnen schon
längst berichtet haben, daß Sycamore ohne Sünde ist! Der Krawattenprälat aus dem geilen Österreich
könnte schon recht haben!
@ Thomasius: die Mörder Jesu nach seinen eigenen Worten. Was Jesus beschreibt in der von Sycamore zitierten
Gleichnis (Mt 21, 33-46) war Mord, wie es im deutschen Recht schön heißt, Tötung aus niedrigen Beweggründen.
Und die Mörder waren, nach Jesus Worten, die Hohenpriester und die Pharisäer, d.h. die religiöse Spitze
des jüdischen Volkes. An dieser Feststellung führt kein Weg vorbei.
@ Josef Berens gegen den Rest der Welt Vielleicht sind Sie katholisch, Joe, aber das Denken ist Ihnen
schon lange abgegangen. Sie haben es nur nicht bemerkt. Gegen die wisssenschftliche Autorität eines Herrn
Dr. Green setzten Sie außer brustklopfenden und sich ins Unendliche wiederholenden Aussagen gar nichts.
Ich wiederhole: gar nichts! Ihre Überzeugungen sind von der Wissenschaft widerlegt, also sollen Sie Ihren
Mund endlich halten, innehalten, um den Zugang eines Minigedankens in Ihren verbohrten Kopf zu ermöglichen.
Ich verweise Sie auf Gaspode für die weitere Behandlung!
@ Gaspode – was nun, daß die Wissenschaft und die Logik Sie in Stich gelassen haben? Es ist immer gefährlich,
Gaspode, eine wissenschaftliche Kompetenz vorzugaukeln, die man tatsächlich nicht hat, und sich so weit
aus dem Fenster lehnen, ohne genügende Kenntnisse dessen, was man so betulich arrogant vertritt. Ihre
Aussage:„Und hierbei wird er [der Papst] von [Dr.] E.[dward C.] Green keinesfalls unterstützt.“ müssen
Sie wohl als unzutreffend zurückziehen. Ihre Bischofsschelte [Hochwürdigem] Herrn [Bischof Pascal] N’Koues,
Bischof von Natitingou, gegenüber müssen Sie auch zurückziehen. Der Hochwürdige Herr drückt sich
vorsichtig aus, wenn er sagt:“…Vorzüge [der Kondome] sind zweifelhaft und ihre Wirksamkeit gleich null.“
In der deutschen Sprache bedeutet „gleich null“, wie der Duden uns lehrt, nicht einfach „null“ sondern
„gleich null sein = sich wegen seiner Geringfügigkeit als Wert, Ergebnis gar nicht feststellen lassen.“
Dies begründet in vollkommenster Logik die Zweifelhaftigkeit der (so angepriesenen) Vorzüge dieses skurrilen
Instruments. Ihre Schlußfolgerung:„Die Vorzüge wären in diesem Fall nicht zweifelhaft sondern überhaupt
nicht existent.“ ist dagegen unlogisch, da der Hochwürdigste Herr eine geringfügige Wirksamkeit der
Kondomen ja zugibt. Eine geringfügige Wirksamkeit ist nicht keine – würden Sie nicht zugeben? Es könnte
also wohl sein, daß „argumentatives Denken keine Kernkompetenz [des Herrn Bischofs, von dem nicht bekannt
ist, ob er in Philosophie promoviert hat] ist.“ Bewiesen ist dies jedoch nicht. Ihre logische Inkompetenz
liegt jedoch vor…
@ Gaspodes Probleme mit der Wissenschaft. Danke, Sycamore, für den I. Teil Ihres Beitrags. Sie beziehen
sich offensichtlich auf den Artikel von Kathryn Jean Lopez „From Saint Peter’s Square to Harvard Square“,
erschienen im März 2009 in der „National Review Online“. Damals war Gaspode damit beschäftigt zu beweisen,
daß Jesus doch verheiratet war. Eine skurrile Angelegenheit, wie Sie sehen. In diesem Artikel erklärt
Dr. Green, führender amerikanischer Aids-Forscher an der Harvard University und Direktor des „Forschungsprojekts
AIDS-Prävention am „Harvard Center for Population and Development Studies“ im Hinblick auf die Äußerungen
des Papstes im Flugzeug: „Wir haben keine konsistente Korrelation zwischen Kondomgebrauch und niederigere
HIV-Infektionsraten gefunden. 25 Jahren nach Beginn der Pandemie, hätten wir sie sehen müssen, wenn
diese Intervention Erfolg gehabt hätte.“ „Ich habe auch gemerkt, daß der Papst gesagt hat, Monogamie
sei die beste Einzelantwort auf afrikanisches AIDS. Eher als Abstinenz. Die beste und neueste empirische
Evidenz zeigt in der Tat, daß eine Verminderung mehrzähliger und gleichzeitiger Sexualpartner die wichtigste
einzelne Verhaltensänderung ist, die mit der Verminderung von HIV-Infektionsraten zusammenhängt.“ Lassen
Sie sich diese Aussagen der Wissenschaft auf der Zunge zergehen, Gaspode, bevor Sie sich wieder über
ein Thema äußern, worüber Sie, wie gewohnt, nicht die blasseste Ahnung haben.
@Caldonazzi: shuka / Mariologie Zur Klärung Ihrer Mißverständnisse und zur Aufhebung Ihres Unwissens
zum Thema Maria in der Ökonomie des Heils darf ich Ihnen die Lektüre des vorzüglichen „Court traite
sur la Vierge Marie“ von Rene Laurentin (für Ausgaben 1-5, Lethielleux, Paris; für die 6. Ausgabe, Francois-Xavier
de Guibert / 3, rue Jean-Francois Gerbillon / 75000 Paris) empfehlen.
@Gottsuchender(?):edwin???/adventure Natürlich hat Edwin vollkommen recht und darf Ihre Lektüre der
Evangelien als ganz selektiv bezeichnen! Nicht erst Johannes, sondern Petrus selbst, unmittelbar nach
der Pfingsterfahrung der Jünger, bezichtigt die Juden des Mordes an Jesus von Nazareth. „Israeliten,
hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, den Gott vor euch beglaubigt hat durch machvolle Taten, Wunder
und Zeichen, […] habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht“ (Apg 2,22-23).
In Ihrer Eifer, in Johannes den Schelm ausgemacht zu haben, scheinen Sie Jesus selbst völlig vergessen
zu haben, in seinen polemischen Reden gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer, die in unerhörter
Schärfe z.B. im Matthäusevangelium vorkommen (Mt 23). Ist Jesus antisemitisch, wenn er sagt:„Das Reich
Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt. Als die
Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, daß er von ihnen sprach“ (Mt
21,44).
@ Kunstmahler: Vergebung der Sünden Im NT sagt Jesus selbst, daß nur die eine Sünde nicht vergeben
wird, und das ist die Sünde gegen den Heiligen Geist. Im Umkehrschluß sagt also Jesus, daß alle übrigen
Sünden vergeben werden können. Denken Sie daran: wirkliche Reue gibt es nicht ohne den Entschluß, sein
bereutes Verhalten aufzugeben und ein Leben nach Gottes Gesetz zu führen. Der Satz Jesus: „Es wäre besser,
daß ein solcher Mensch nicht geboren wäre…“ will die Verabscheuenswürdigkeit der von Ihm erwähnte
Sünde verdeutlichen. Er will nicht der göttlichen Barmherzigkeit, die unendlich ist, Grenzen setzen.
Wenn Sie allerdings Gewißheit und Seelenfrieden über solche Dinge erreichen wollen, dann halten Sie
sich doch, als gläubigen Katholik, an der Lehre der Kirche und an dem Ratifizierungsversprechen Jesu
ihren Entscheidungen gegenüber:„Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird
auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst
sein“ (Mt 18,18). Dies gilt auch für die Morallehre der Kirche. Zweifeln Sie noch daran, dann denken
Sie über diese Worte Jesu nach:„Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung
verweigert, dem ist sie verweigert“ (Jo 20, 23). Das Problem, über einen Beichtenden zu urteilen und
ihm Sündenvergebung zu gewähren oder nicht, betrifft den Priester und keinen anderen. Lassen Sie doch
Gott Richter sein, nach seinen eigenen Kriterien, die nicht die Kriterien des Menschen sind.
@ Kunstmahler: Sünden Lieber Kunstmahler, ich gebe nur die traditionelle Morallehre der Katholischen
Kirche wieder und bestreite vehement Ihre Unterstellungen. Es scheint, daß Sie sich selbst als Maß für
das göttliche Urteil setzen wollen. Natürlich sind die Sünden, die Sie erwähnen, in höchstem Maße
verabscheuenswürdig. Tatsache bleibt jedoch, daß die Katholische Kirche sie nicht als Sünden gegen
den Heiligen Geist einstuft. Außer dieser Sünde werden, nach katholischer Lehre, alle anderen Sünden –
gleichgültig wie verabscheuenswürdig – von Gott vergeben werden, wenn reumütig gebeichtet. Lycos spricht
zu Recht über die Schwierigkeit der Reue in bestimmten Fällen. Aber dies ist nicht das Thema. Ist Reue
vorhanden -was auch eine göttliche Gnade darstellt – so werden diese Sünden von Gott vergeben, ohne
wenn und aber. Das Gegensätzliche zu behaupten entspricht nicht der Lehre der Kirche und dem Evangelium.
Sind Sie damit nicht einverstanden, so streiten Sie sich mit Gott selbst, und lassen Sie sich von Ihm
zum Endrichter ernennen!
@kunstmahler: Sünden Lieber Kunstmahler, ich verstehe Ihre Gefühle. Trotzdem irren Sie sich und wollen
der göttlichen Barmherzigkeit ungebührliche Grenzen setzen. Die von Ihnen genannten Sünden werden nicht
von der Kirche als „Sünde gegen den Heiligen Geist“ verstanden. Die im NT nicht näher definierte Sünde
gegen den Heiligen Geist scheint eine Sünde des Intellekts zu sein, womit der Mensch sich gegen die von
Gott ihm gewährte Erleuchtung wendet, also das Licht Gottes verneint und ablehnt, das ihm von der göttlichen
Gnade zu seinem Heil gewährt wurde. Diese Sünde ist in der Nähe der Sünde der gefallenen Engel zu
stellen, die auch eine „intellektuelle“ war. Wobei ist es Wert anzumerken, daß in der Bewertungsskala
Gottes die Sünden des Fleisches nicht an erster Stelle stehen. Es scheint, als ob Gott Verständnis für
die Gebrechlichkeit des Fleisches seines Geschöpfes hätte. Viel mehr Gewicht besitzen dagegen die Sünden
des Geistes, die „intellektuellen“ Sünden, die sich gegen das von Gott jedem Menschen gewährte Licht
der Wahrheit wenden. So zum Beispiel die Verneinung und Ablehnung Gottes als Schöpfer und der göttlichen
Ordnung der Dinge, Sünden des Übermuts, d.h. die Verneinung und Ablehnung unseres Seins als Geschöpfe
Gottes, die Weigerung, Gott zu kennen, zu lieben, anzubeten; Sünden des Hasses, der Lieblosigkeit, der
Lüge, etc. Beim Nachdenken über den „Rex tremendae majestatis, qui salvando salvas gratis“ sollte man
dies auch in Erinnerung rufen.
@ kunstmahler: „Das Gericht ist mein, sagt der Herr.“ Laut der Schrift wird nur „eine“ Sünde nicht vergeben,
die Sünde gegen den Heiligen Geist. Alle anderen Sünden, auch die von Ihnen genannten, werden vergeben,
wenn sie bereut und gebeichtet werden. In Notfällen, wenn die Beichte nicht unmittelbar möglich ist,
reicht die Reue aus. Die immerwährende Bereitschaft Gottes, den reuigen Sünder zu vergeben,anzuzweifeln,
ist selbst eine Sünde. Man versündigt sich gegen Gott, indem man seine unendliche Barmherzigkeit bezweifelt.
Es ist stets zu empfehlen, daß jeder sich um seinen eigenen Sünden kümmert und nicht um die Sünden
der anderen: das Urteil darüber muß Gott überlassen werden. Gebeichtete Sünden sind schon abgeurteilt.
Sie kommen beim Endgericht nicht wieder vor.
@ Sycamore: Beichte Dem wäre die Absolutionsformel hinzuzufügen, die, als juristischer Akt gleichsam,
vom Priester dem Beichtenden gesprochen wird: „Kraft der Vollmacht… spreche ich dich los von deinen
Sünden im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Lat.: „Ego te absolvo a peccatis tuis
in nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti.“ „Ego“ te absolvo. „Ich“ spreche dich los. Der Priester
ist Träger der von Christus gegebenen Vollmacht; er ist, in mystischer Weise, der vergebende Gekreuzigte
selbst, vor dem der Sünder hinkniet und um Vergebung bittet. In diesem Sinne ist die Beichte auch keine
bloße „Empfehlung“ sondern Sakrament als sichtbares Zeichen der göttlichen Gnade. Der Beichende ist
nicht nur „psychisch“ erleichtert, sondern ontologisch „erneuert“, indem seine Sünden von ihm weggenommen
und im Feuer der göttlichen Barmherzigkeit verbrannt und vernichtet werden, die stets bereit ist, jedem
reumütigen Menschen unendliche Male zu vergeben, wenn er nur darum bittet. „Cor contritum et humiliatum,
Deus, non despicies… In Te, Domine, speravi: non confundar in aeternum… Asperge me hyssopo et mundabor,
lavabis me et super nivem dealbabor.“ Was nach den Naturgesetzten nicht möglich ist, etwas restlos zu
vernichten, dies tut die göttliche Gnade mit den bereuten und gebeichteten Sünden eines Menschen. Sie
gibt diese dem Nichts preis: es gibt sie nicht mehr. Dies ist die großartige Antwort des liebenden und
barmherzigen Gottes auf das Erlösungsbedürfnis des sündigen Menschen.
@ Bernd-Jupp Danke für Ihre Antwort. Daß man ab 75 nicht mehr predigen darf, finde ich albern. Benedikt
XVI. ist über 80 und seine Predigten sind in ihrer inhaltlichen und stilistischen Brillanz bewundernswürdig.
Die offensichtliche Illoyalität von Herrn Lehmann dem Papst gegenüber während der „Williamson-Chaos-Tage“
am Jahresanfang in Deutschland wurde von Kard. Cordes in einem offenen Brief angeprangert. Es ist mir
nicht klar, inwiefern Kirchenrecht Illoyalität rechtfertigen kann, oder inwiefern Kirchenrecht in diesem
Fall überhaupt zum Tragen kommt.
@ Bernd-Jupp Könnten Sie, mein Herr, Ihre allzukluge Anmerkungen einzeln explizieren, artikulieren und
begründen? Mich würde interessieren, von Ihnen zu erfahren, wieso und weshalb Personen in der Kirche
mit 75 von ihren Ämtern zurücktreten sollten, und inwiefern die Person von Herrn Wachter zur Verdeutlichung
dieses Grundsatzes beitragen kann. Mich würde weiterhin interessieren, warum Ihrer Meinung nach Fahrer
besser fahren sollten anstatt zu predigen. Erblicken Sie einen Widerspruch zwischen den beiden lobenswerten
Tätigkeiten, wenn Fahrer und Prediger in einer Person vereint sind? Schließlich, verzeihen Sie mir meine
Neugierde, erzählen Sie mir doch, wie es in Brüssel gewesen ist. Vorwarnung: mit Narren habe ich wenig
Geduld!
@ Domenico: Mord (… und Schluß) Das StGB unterscheidet bei den vorsätzlichen Tötungsdelikten zwischen
Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen. Die fahrlässige Tötung wird im § 222 StGB behandelt. Ändert
dies etwas daran, daß eine vorsätzliche Tötung nicht gleich Mord ist, sondern auch Totschag (und Tötung
auf Verlangen) sein kann? Bedeutet dies nicht, daß sowohl Konzil, Enzyklika und Glaubenskongregation,
wenn sie von vorsätzlicher Tötung eines Kindes reden, nicht gleich von Mord sprechen? „Formalissime
loquitur Divus Thomas“: es ist die gängige Praxis der Katholischen Kirche in ihren Lehraussagen „formalissime“
zu sprechen. Dies verhindert allerlei Konfusionen. Auch in diesem Fall. Ich sehe den Diskussionsgehalt
bisweilen als erschöpft an und beende damit die Diskussion. Jeder kann und will die eigenen Schlußfolgerungen
aus dem Gesagten ziehen.
@ Domenico: Mord In der juristischen Literatur wird „Totschlag“ als „die vorsätzliche Tötung eines Menschen
ohne die strafschärfende Merkmale des Mordes“ (§212 StGB) definiert. „Mord“ dagegen „ist im Strafrecht
der Bundesrepublik Deutschland im Unterschied zum Totschlag die vorsätzliche Tötung eines Menschen,
die hinsichtlich Tatmotiv, Tatausführung oder Tatzweck durch besondere (Mord-)Merkmale gekennzeichnet
ist. Nach § 211 StGB ist Mörder, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebes (Lustmord),
aus Habgier oder sonstigen niedrigen Beweggründen (d.h. wenn sie als Motive einer Tötung nach allgemeiner
sittlicher Anschauung verachtenswert sind und auf tiefster Stufe stehen, z.B. krasse Eigensucht), heimtückisch
oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu
verdecken einen Menschen töten.“ Wie Sie sehen, Vorsatz ist sowohl bei Totschlag als auch bei Mord vorhanden:
damit ist er beiden gemeinsam und damit kann er nicht die „differentia specifica“ sein, welche die beiden
voneinander unterscheidet. Diese meine Ansicht haben Sie irrtümlich bestritten.
@ Domenico: Mord Sorry, aber hier irren Sie sich wieder, Domenico. Was Mord von Tötung unterscheident
ist nicht der Vorsatz sondern sind die „niedrigen Bewegsgründen“, wie ein Blick sowohl im Duden als auch
in der deutschen Strafrechtslehre deutlich macht. Vielleicht hilft es doch, das lateinische Original der
Enzyklika anzuschauen und der geneigten Leserschaft im Net zur Verfügung zu stellen. Leider habe ich
es nicht zur Hand.
Abtreibung: Pius XII. Ansprache v. 27.11.1951 „Wenn z.B. die Rettung des Lebens der zukünftigen Mutter,
unabhängig von ihrem Zustand der Schwangerschaft, dringend einen chirurgischen Eingriff oder eine andere
therapeutische Behandlung erfordern würde, die als keineswegs gewollte oder beabsichtigte, aber unvermeidliche
Nebenfolge den Tod des keimenden Lebens zur folge hätte, könnte man einen solchen Eingriff nicht als
einen direkten Angriff auf schuldloses Leben bezeichnen. Unter solchen Bedingungen kann die Operation
erlaubt sein wie andere vergleichbare ärztliche Eingriffe, immer vorausgesetzt, daß ein hohes Gut, wie
es das Leben ist, auf dem Spiele steht, daß der Eingriff nicht bis nach der Geburt des Kindes verschoben
werden kann und kein anderer wirksamer Ausweg gangbar ist.“
@ Domenico Tuttisanti: Zum Problem der Abtreibung In der „Klarstellung zur Abtreibungsfrage“ der Glaubenskongregation
wird ein längeres Zitat aus der bereits erwähnten Enzyklika von Johannes Paul II. wiedergegeben. „Gewiss
nimmt der Entschluss zur Abtreibung für die Mutter sehr oft einen dramatischen und schmerzlichen Charakter
an, wenn die Entscheidung, sich der Frucht der Empfängnis zu entledigen, nicht aus rein egoistischen
und Bequemlichkeitsgründen gefasst wurde, sondern weil manche wichtigen Güter, wie die eigene Gesundheit
oder ein anständiges Lebensniveau für die anderen Mitglieder der Familie gewahrt werden sollten. Manchmal
sind für das Ungeborene Existenzbedingungen zu befürchten, die den Gedanken aufkommen lassen, es wäre
für dieses besser nicht geboren zu werden. Niemals jedoch können diese oder ähnliche Gründe, mögen
sie noch so ernt und dramatisch sein, die vorsätzliche Vernichtung eines unschuldigen Menschen rechtfertigen“
(Evangelium vitae, 58).
@Domenico: nol Domenico, ich bewundere i.d.R. Ihre ausgeglichene Rationalität. Jetzt, plötzlich, beim
Kind, schmilzt Ihre Ratio in einem Meer von Gefühlen. Glauben Sie tatsächlich, daß dieses Kind in dieser
durchweg säkularisierten Gesellschaft je stygmatisiert werden wird? Von wem denn? Wird das Kind mit einem
blauen Stern am Ärmel und mit einem Schild „Ich bin der Sohn eines Priesters“ in der Fußgängerzone
eines bayrischen Dorfes herumlaufen? Glauben Sie wirklich, daß mit Millionen Singleerzieherinnen das
Kind irgenjemandem auffallen wird? Also, was ist der Sinn Ihren emotionalen Plädoyers?
@Sycamore & Leon Was soll das, Sycamore? Ich hatte Ihnen empfohlen, den Leon nicht so hart anzufassen.
Und was machen Sie? Sie fassen ihn an den …, indem Sie ihm eine Liebesbeziehung zur Biene Majy unterstellen!
Versuchen Sie doch die rationale Ebene: da ist der Junge am besten angreifbar. Seine Beiträge weisen
doch manisch-obsessive Elemente auf: dieses ständig nach frischer Luft Schnappen, wo der Wind sogar in
seinem Klo weht, wie er in einem Beitrag verraten hat; dieses sich von Fundamentalisten,Engstirnigen,
Dogmatikern, Fanatikern Eingekesselt-fühlen. Dieses Hilfesuchen bei ewiggestrigen der sozialistischen
Literatur; dieses Greifen nach Befreiungsthelogen, die längst verstorben sind. Es ähnelt ein bißchen
dem sog. Franziskaner-Syndrom, sich von Jesuiten eingekesselt zu fühlen, wo man keine Jesuiten weit und
breit zu sehen sind. Das hat Freud selbst schließlich als Traum entlarvt. Ja, ja, der arme Leon!
@ Leon & Bernd Als Propheten seid ihr einfach lächerlich! Das „biologische Argument“ bezieht sich auf
alles Lebendige, also auch auf euch, die letzten Helden im sinkenden Schiff des Vaticaum II-Verdreher.
Die „Zeichen der Zeit“ sind ziemlich klar lesbar an der Wand. Sie sehen nicht gut aus für euch, alt-60ger!
@ Sycamore: Leon Setzen Sie bitte dem Leon nicht so zu. Bleiben Sie anständig! Streiten Sie mit ihm auf
der rationalen Ebene. Dann werden Sie merken, daß er Ihnen stets einer Antwort schuldig bleibt und von
der Bildfläche verschwindet. Um irgendwo wieder afzutauchen, wo es wirklich konfus und emotional zugeht.
In diesem Pfuhl such er sich gerne ein Paar Dummköpfe, die ihm in seiner wirren Logik folgen. Also, einen
guten Rat, Sycamore: just relax!
@kirchgänger: Gotthard Da haben Sie völlig recht. Jesus Christus hat sein Blut für die Vergebung der
Sünden vergossen (Mt 26,28), nicht aus politisch-soziologischen Gründen oder aus psychologischen Erwägungen
der Solidarität, wie der gute freiburger Erzbischof zuerst meinte. Er hat er seinen durchbohrten Leib
dem Vater als Quelle des Heils für die Menschen dargebracht, wie die Katholische Kirche jeden Tag im
Kanon der Hl. Messe tausendfach wiederholt. „Aus seinen Wunden werden wir geheilt.“ Wie kann die Kirche
Gerechtigkeit und Frieden der Welt geben, wenn nicht durch die Heilung des Inneren des Menschen, woraus,
wie Jesus sagt, jegliche Bosheit stammt (Mt 15,11)? Die Instrumente der Kirche, mystischer Leib Christi,
können also nur die Instrumente der Gnade sein, durch die Anwendung der Sakramente, besonders durch die
Versöhnung des sündigen Menschen mit Gott durch das Sakrament der Beichte. Wahrlich nicht indem die
Kirche das Instrumentarium der Gnade mit dem Instrumentarium der Politik austauscht, wie die irregeleiteten
Befreiungstheologen behaupteten.
@ Leon: da hat der Leon wieder seine Sprache gefunden! Leon, ich warte immer noch auf Ihre Antworten auf
meine Leserbeiträge im auf Sie zugeschnittenen Beitrag „Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen“. Sie
feigling! Ich sehe, daß Sie wieder Begriffen um Sie herumwerfen, wovon Sie keine Ahnung haben. Sie bringen
wieder flott irrelevante Scheinargumente hervor und mit der üblichen Verbalinkontinenz eines Agitator
reden Sie von „Steinpilzkatholiken“. Haben Sie etwas gegen Steinpilze? Oder gegen Katholiken, die sie
gerne essen? Ach, Leon!
@ Siegfried II Während die Theologie des Hl. Thomas von Aquin vom Predigerorden der Dominikaner (dessen
Mitglied er war) gepflegt wird, haben die Franziskaner eher den Weg und den Denkstil des Hl.Augustinus
befolgt. Unter den Franziskanern sind solche großartigen Persönlichkeiten wie Duns Scotus, William of
Ockham und der Hl. Bonaventura u.a.m. zu erwähnen. Kann man den heutigen katholischen Theologen einen
guten Rat geben? Gewiß! Ich kenne keinen besseren als den folgenden, der von Pius XII stammt: „ In necessariis
unitas; in dubiis libertas; in omnibus caritas.“ Was die Grundwahrheiten des Glaubens angeht, so ist Einheit
angesagt. Bei dem, was im Zweifel steht, soll die Freiheit der Meinungen gelten. Bei allem soll jedoch
die Liebe herrschen. So, sinngemäß, der große und heilige Papst Pius XII.
@ Siegfried Die Vielfältigkeit der theologischen Schulen in der kath. Kirche soll richtig verstanden
werden. Der Mensch beschreitet, wie Anselm schreibt, zwei geistige Wege: den Weg der Vernunft, die den
Glauben sucht, und den Weg des Glaubens, der die Vernunft sucht. Die zweite ist auch der Weg der Theologie,
katholisch verstanden. Aus dem Glauben heraus versucht sie, ihn zum rationalen Diskurs zugänglich zu
machen. Es geht also darum, das Mysterium Gottes und das Mysterium Christi, so weit es uns möglich ist,
aufzuleuchten. Kein einzelner Mensch und keine einzelne theologische Schule wäre in der Lage, dieses
Mysterium in allen seinen Facetten zu vertiefen und darzustellen. Es ergeben sich also, wie auch in der
Philosophie, verschiedene Herangehensweisen, verschiedene Betonungen, das Aufleuchten von unterschiedlichen
Aspekten in der Immensität des göttlichen Mysteriums. Die verschiedenen theologischen Schulen also ergänzen
einander, schließen sie keineswegs einander aus und in den Grundwahrheiten des Glaubens widersprechen
sie einander nicht. Es gibt theologische Schulen, wie z.B. die Theologie des Hl. Thomas von Aquin, dessen
begriffliche und logischen Werkzeuge weitgehend von Aristoteles stammen. Hier wird die Rationalität betont,
die der aristotelischen Tradition eigen ist. Es gibt andere theologischen Schulen, die sich nach dem Gedanken
des Hl. Augustinus richten – eher platonisch und plotinianisch – mit einem Hauch von Mystik und einer
Betonung der Liebe. (folgt)
@ Gotthard: marianische Interventionen Darunter sind hauptsächlich Mariens Erscheinungen u.a. mit ihren
immer eindringleren Botschaften zu verstehen. Warum so häufig in letzter Zeit? Hier kann man nur spekulieren.
Wir stellen die besondere Wucht, die der Kampf gegen alles Christliche gegenwärtig angenommen hat, fest,
die ungefesselte Macht des Widersachers und seiner Verbündeten bei der Leugnung Gottes und seiner Gesetze,
bei der Verabsolutierung des endlichen Geschöpfes mit der Freigabe seiner ungezügelten Leidenschaften,
Machtgier, Habgier, Streit, Hass, bis zum massenhaften Tod. Die überwuchernde, jeden geistigen Impuls
erstickende, obsessive und schamlose Förderung einer vom menschlichen Kontext völlig herausgerissenen,
hedonistisch verselbstständigten, Sexualität mit ihren infamen Anhängsel, die nicht einmal vor der
Unschuld von Kleinkindern halt macht. Die satanische Hybris eines Menschen, der sich, als Manipulateur
der Naturkräfte, selbst als Schöpfer empfindet und den wirklichen Schöpfer leugnet und spottet… Die
Häufigkeit der marianischen Erscheinungen und Zeichen in letzter Zeit läßt vermuten, daß Maria selbst
den Kampf der gottesgeneigten Kräfte gegen die Kräfte des Bösen übernommen hat, nach dem apokalyptischen
Bild des Kampfes der Frau mit dem Ungeheuer, mit der berühmten Voraussage von Fatima:„Schließlich wird
mein unbeflecktes Herz den Sieg davon tragen!“ Daß dieser Kampf das Blut der Christen erfordern wird,
bis hin zu den Bischöfen und zum Papst, sagt Fatima auch.
@ möchtegern-kathole: Leon Darf ich fragen, was Sie damit meinen, daß „eigentlich das alles im ‘Binnenbereich’
der kath. Kirche nicht strittig“ sei. Was ist „das alles“? Was heißt für Sie „strittig“? Daß katholische
Theologen über bestimmte Aspekte dogmatischer Aussagen bisweilen miteinander streiten, ist eine Banalität.
Das macht das Dogma jedoch nicht „strittig“. Über allerlei Aspekte der Themen „apostolische Sukzession“,
„geweihtes Priestertum“, „Eucharistie“, „Sühneopfer Christi“ etc. etc. wird geschrieben, diskutiert,
gestritten. Die Sachen selbst werden jedoch nicht in Frage gestellt, also sind sie nicht „strittig“. Sie
gehören, nach katholischem Verständnis, zum „depositum fidei“, wie das II. Vaticanum immer wieder betont
(s. Lumen Gentium). Auch „im Binnenbereich“ darf es kein Zweifel darüber bestehen: es geht um Kernaussagen
des katholischen Glaubens, die immer gegolten haben und immer gelten werden. Eine Relativierung dieser
Lage ist mit dem Verlust des Glaubens verbunden. In „alten Zeiten“ wäre es Grund für die Exkommunikation
des Irrenden und in seinem Irrtum Beharrenden gewesen. nicht „strittig“. Kein katholischer Theologe würde
sie in Frage stellen. “
#52 newtube 23:08:03 | Donnerstag, 13. August 2009
@ v. Zwiefalten / @ Ach, Gotthard! @ Ernst von Zwiefalten: Ich danke Ihnen für den Hinweis und hoffe
sehr, daß Sie richtig liegen mit dem Ökumenismus. Auf der theologisch-wissenschaftlichen Ebene bin ich
davon überzeugt. Aber wieviele Leons spuken in unseren Gemeinden mit der treuherzigen Behauptung, sie
seien noch das, was sie nicht mehr sind: Katholiken. @ Ach, Gotthard! Transubstantiation ist der philosophische
Begriff eines mystischen Vorgangs. Er ist zwar aristotelisch, aber ich kenne keinen anderen. Sie etwa?
Fakt ist, daß was früher Brot war, ist nunmehr Leib Christi; was früher Wein war, ist nunmehr Blut
Christi. Die „species“ von Brot und Wein bleibt. Ist es ein Vorgang? Jedenfalls ein „admirabile commercium“,
dem man nur in schweigender, liebender Anbetung gerecht wird.
#49 newtube 22:41:14 | Donnerstag, 13. August 2009
@ Leon der Aufgeforderte Nichts wird Sie von der Erfüllung elementarer Pflichten des wissenschatlichen
Diskurses befreien können, Leon: genaue Quellenangabe, genau definierte Begriffe, bei der Sache bleiben
und nicht auf Verbalinjurien ausweichen (sie sind ja Zeichen von Hilflosigkeit und keine Argumente, wie
Aristoteles in der Analytik bemerkt). Wenn das Bestehen auf genaue Kenntnisse, klare Begriffe, stichhaltige
Argumente, Zeichen von Engstirnigkeit, Dogmatismus, ja Fanatismus sein sollen, so laß uns wirrköpfe
wie Sie als Lehrer an unseren Grundschulen anstellen, damit die Kinder schon in frühem Alter lernen,
wie man nicht denken soll. Wenn das theologische Kartoffelbrei, das Sie anbieten, ein Zeichen dessen ist,
was ökumenisch zu denken bedeutet, so ist der Ökumenismus völlig diskreditiert. Einer Antwort auf meine
Leserbeiträge bleiben Sie mir weiterhin schuldig. Kommen Sie dem nicht nach, so können Sie in keinem
Forum mehr ernst genommen werden. Denken Sie daran, Leon!
#43 newtube 22:20:58 | Donnerstag, 13. August 2009
@ Leon der Ahnungslose Sind patristische Studien Ihnen nicht bekannt, Leon? Darf man die Kirchenväter
nicht mehr zitieren? Seit wann haben Sie so entschieden? Ich stelle fest, daß Sie nicht in der Lage sind,
meiner Aufforderung, doch die kath. Theologen zu nennen, welche die Lehre der Kirche „De Eucharestia“,
„De sacramentis“, „De sacerdotio“, etc. ablehnen nachzukommen. Nicht einmal eines ihrer Werke haben Sie
in Ihrem konfusen Kopf real präsent. Ignorant! Sie haben sich für die frei Erfindung des Begriffes „Wiederholung“
in meinem Text nicht entschuldigt. Lümmel! Sie verwechseln die „Lehre“ der Realpräsenz, die gewiß z.B.
bei den Lutheranern vorhanden ist, mit der „Realpräsenz“ selbst, die keine protestantischen Glaubensgemeinschaften,
mangels eines geweihten Priestertums, haben können. Wirrer! Sie bezeichnen Grundlehren der katholischen
Kirche, die Ihre Kirche sein soll, als strittig in der kath. theologischen Diskussion, ohne uns einen
einzigen kath. Theologen nennen zu können, die soche Lehren ablehnt. Steinzeitkatholik! Und jetzt als
Strafe für diese Ignoranz werden Sie zu einem Proseminar zu den Grundlehren der Katholischen Kirche verdonnert.
Marsch! (… und nicht motzen, Leon!)
#27 newtube 22:01:14 | Donnerstag, 13. August 2009
@ confiteor Also gibt es doch eine Hoffnung für Sie: daß Sie sich der Geschichte des Altertums wenden.
Dann werden Träume durch Erinnerungen ersetzt. Und die Träume werden Träume bleiben (frei nach Garcia
Lorca)!
#38 newtube 21:50:43 | Donnerstag, 13. August 2009
Leon: Blüten Vielleicht sind Sie Mitglied der katholischen Kirche. Die Mitgliedschaft verleiht leider
nicht eo ipso auch die Kompetenz, über theologische Themen zu sprechen. Die Blüten, die Sie hervorbringen,
und immer abenteuerlicher werden, entsprechen weder der Lehre der Kirche, noch den apostolischen Schriften,
noch der patristischen Tradition. In Grunde sind solche Blüten als irrelevante Spinnerei einzustufen.
Woher Sie den Begriff „Wiederholung“ geholt haben, weiß ich nicht – aus meinem Leserbeitrag gewiß nicht.
Sie hätten sich eine völlig überflüssige Belehrung ersparen können. Das nur nebenbei. Daß man für
jede gleichgültig wie hirnrissige Meinung auf „nahmhafte“, jedoch nicht näher bezeichnete, Theologen
hinweisen kann, weiß jeder. Könnten Sie gnädigst ein Paar Namen nennen, deren Werke, und welche These
dort aufgestellt sind? Die apostolische Sukzession, die Transsubstantiation des Brotes und des Weines
durch die Einsetzungsworte des Priesters, die Realpräsenz Christi in der geweihten Hostie und im geweihten
Wein usw. sind unstrittig Kernelemente des katholischen Glaubens. Es geht nicht darum, das ev. Abendmahl
zu diskriminieren. Es geht lediglich darum, klar zu sagen, was es nicht ist: eine echte, also nicht nur
symbolische, Eucharistie. Diese sind beileibe keine „Formalismen“ sondern Kerninhalte des katholischen
Glaubens. Wenn Sie sie nicht teilen, sollen Sie doch aufhören, sich Katholik zu nennen. Denn Sie haben
Kernelemente Ihres Glaubens aufgegeben. Ganz objektiv!
#25 newtube 18:32:03 | Donnerstag, 13. August 2009
@ Leon: wie flott kann man sein? Über Ihre flotte Theologie ist nur Kopfschütteln angesagt. Daß all
das, was Sie sagen, der 2000-jährigen Lehre der katholischen und der orthodoxen Kirche in keiner Weise
entspricht, ist ja klar. Bei der Eucharistie unterschlagen Sie, typisch protestantisch, das Opfer-Character
der Handlung zugunsten eines sentimentalen Gastmahl Character, dessen Phantasie keine Grenze kennt. Mt.26,27-28:„Dann
nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet und reichte ihm den Jüngern mit den Worten: Trinkt alle daraus;
das ist mein Blut, das Blut des Bundes, daß für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“ In
Lk.22,19 dazu:„Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Jeder kann sich eine ihm genehme Theologie zusammenbasteln
und die eigenen Bräuchen exemplarisch finden. Wir Katholiken folgen der Lehre, die wir aus der apostolischen
Nachfolge empfangen haben, einer Eucharistie, die von einem geweihten Priestertum stammt – alle Elemente,
welche die Protestanten nicht haben. Wir empfangen nicht ein Stück Brot sondern den Leib Christi, und
tauchen dies nicht in Wein sondern im Blut des Herrn: alle Dinge, die Sie nicht haben, auch wenn Sie sie
so symbolisch nennen. Der „real thing“ einen symbolischen Ersatz entgegenzuhalten und diesen als überlegen
zu preisen, ist ja nicht weniger als ignorant. als Protestant
#48 newtube 17:47:13 | Donnerstag, 13. August 2009
@ „Sozial- und Friedenskirche“ „Nicht das V.II hat die Kirche zur Sozial- und Friedenskirche definiert
sondern der Zeitgeist.“ Schade, daß dieser Zeitgeist in manchen Zeilen von „Gaudium et Spes“ geradeaus
frech herumspukt. Auch ohne Pius-Bruderschaft wäre eine kritische Betrachtung vom II. Vaticanum längst
fällig gewesen. Um nicht alles im Bausch und Bogen zu verwerfen, aber auch um nicht jede Buchstabe für
absolut gelungen und unantastbar zu erklären. Dies soll „sine ira et studio“ geschehen. Aus Liebe zur
Wahrheit, das Christus selbst ist („Ich bin die Wahrheit, das Licht und das Leben“), und mit absoluter
Gelassenheit, die aus der Gewißheit stammt, daß „die Kräfte des Bösen (gegen die Kirche) nicht obsiegen
werden“- non praevalebunt. Das ist auch die marianische Botschaft von Fatima:„Schießlich wird mein unbeflecktes
Herz (gegen Satan und seine aufgestellten Heerscharen) obsiegen.“ Selten zuvor traten die satanischen
Kräfte mit so geballter Mach zum Kampf hervor wie heute. Aus den marianischen Botschaften der letzten
Jahrzenhten zeichnet sich, daß diese vielleicht endgültige Phase des Kampfes zwischen Gott und seinen
Freunden, einerseits, und dem Widersacher und seinen mächtigen Verbündeten, andererseits, als der entscheidende
Kampf zwischen dem Ungeheuer und der Frau zuspitzt und daß Maria selbst die Führung dieses Kampfes übernommen
hat. Anders ist die Häufigigkeit und die Eindringlichkeit der marianischen Interventionen in letzter
Zeit nicht zu verstehen.
#46 newtube 16:35:58 | Donnerstag, 13. August 2009
@ Kirchgänger: neue Definition der Kirche ? Ihre Behauptung ist unzutreffend. Das II. Vat. hat ein wundervolles
Dokument über die Kirche hervorgebracht, Lumen Gentium (im Internet auch in dt. Übersetzung zugänglich,
wie sämtliche Dokumente von Vat. II), dessen Lektüre unabdingbar ist bei Diskussionen über das Thema.
Bei einer sorgfältigen Lektüre von LG werden Sie mit Freude die ungebrochene Kontinuität mit der 2000-jährigen
Lehre der Kirche feststellen. Ihre Kritik soll sich gegen etwas anderes richten: z.B. die anthropologische
Wende bei der neuen kath. Pastoral, die Verschandelung der römischen Liturgie, die naive Unterschätzung
dessen, was „Welt“ ist und der sich daraus ergebenden Gefahren für ein christliches Empfinden und Verständnis
der Dinge (Säkularisierung, Relativismus), Verlust des Bewußtseins der eigenen Sündhaftigkeit und Schuld,
Verlust des Bewußtseins der Notwendigkeit und Primat der Gnade vor jeglichem menschlichen Aktivismus,
usw. All dies stammt jedoch nicht vom Konzil, sondern von dem, was Theologen, Priester und einfache Christen
daraus gemacht haben. Die dringliche Einladung des Papstes, zu den christlichen Wurzeln zurückzukehren,
zur Wiederentdeckung des Primats der Gnade im Leben der Kirche, der Priester, der Christen, wird von vielen
der Adressaten als „Weltfremdheit“ und „mystische Abgehobenheit“ des Papstes diffamiert. Diese Menschen
haben die Substanz dessen, was Christ-sein und Kirche bedeuten, verloren. Die Folge ist in der Verödung
des Glaubens und des Lebens zahlloser Christen zu sehen.
@ Gotthard: „petitio principii“, mein Freund! Der Wille des immer noch Gläubigen ist, die Kirchensteuer
nicht mehr zu bezahlen, wie Prof. Zapp vorzüglich klargestellt hat, nicht die Kirche als Glaubensgemeinschaft
und „mystischen Leib Christi“ zu verlassen. Dies gibt der sich auf seinem Glauben kaprizierende, keine-
Kirchensteuer-zahlen-wollende Katholik der staatlichen Stelle oder seinem Pfarrer bekannt. Diese Information
werden sodann die Letztgenannten miteinander austauschen und akribisch beurkunden, wie es sich eben bei
deutschen Beamten in Kirche und Staat gehört. Daß es auch so geht, hat das Verwaltungsgericht Freiburg
eben bestätigt Daß eine solche Erklärung für das Weiterbestehen der (theologisch) nie-rückgängig-zu-machende
Mitgliedschaft in der kath. Glaubensgemeinschaft völlig irrelevant ist, hat der Päpstliche Rat für
die Auslegung von Gesetzestexten ebenfalls bestätigt. Ihr Vorschlag scheint wohl auf einer „petitio principii“
zu gründen. Die Regelung, daß auch Taufen und Konversionen dem Standesamt gemeldet werden müssen, ist
Kirchensteuersystem-immanent. Es gibt weder dogmatische noch zivilrechtliche Gründe dafür, daß die
Kirche dem glaubensneutralen Staat solche Dinge mitteilt. Gäbe es kein Kirchensteuersystem in Deutschland,
so würde sich auch die Notwendigkeit solcher Meldungen erübrigen. Daß es sich um einen, wie Sie sagen,
„ehemals“ Gläubigen handelt, setzt schließlich eben das demonstrandum voraus, da der sich so Meldende
auf seinem Glauben keineswegs verzichtet hat oder verzichten will.
@ confiteor „Das kann aber doch nicht Allgemeingut sein, denn nicht alle Katholiken sind dem Trappistenordenideal
(= Schweigen) verpflichtet.“ Eine hirnrissigere Begründung haben ich selten gelesen. Im Umkerhschluß
kann man nach Ihrer Logik behaupten, daß wenn das „Trappistenordenideal“ nicht das Schweigen wäre, eine
Messe nach dem Missale Romanum von 1962 wohl Allgemeingut sein könnte. Was Sie wohl ablehnen müßten (
„… und das ist nicht gut so! …“). Das Schweigen, übrigens, ist für die Trappisten nicht ein Ideal
sondern ein Mittel um dem Ideal näher zu kommen, das die innige Vereinigung mit Gott ist, ungestört
vom Lärm der Welt oder des Klosters, nach dem Motto: „non in commotione Dominus“
@ Kirchensteuer Kirchensteuer gibt es nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Italien z.B.
finanziert sich die Kirche so: der Steuerzahler kann (!) am oberen Rand seines Steuererklärungsformulars
ein Kästchen ankreuzen und damit einwilligen, daß der Staat 8 p.M. seiner Steuerschuld an eine öffentl.
rechtl. Institution seiner Wahl bezahlt. Dies kostet dem Steuerzahler keinen Cent. Die kath. Kirche Italiens
muß dafür werben. Ergebnis: sie ist keine verfettete, verbürokratisierte Institution sondern eine volksnahe
Kirche, die von den Gläubigen gemocht und unterstützt wird. Zur Unterstützung seiner Position kann
sich Prof. Zapp auf das „Päpstliche Rat für die Auslegung von Gesetzestexten“ berufen, der im März
2006 dem Vorsitzenden der US Bischofskonferenz mitteilte:„Eine Kirchenaustrittserklärung, die nur vor
einer staatlichen Behörde abgegeben wurde, ist kirchenrechtlich nicht wirksam und bedeutet keinen Austritt
aus der Katholischen Kirche.“ Die Freiburger widersprechen Rom mit der ungeheuerlichen Behauptung: „man
könne die Kirche nicht in eine öffentl. rechtl. Körperschaft einerseits und eine Glaubensgemeinschaft
andererseits aufspalten“. Damit ist der „mystische Leib Christi“, der die Kirche ist nach dem Hl. Paulus
und Jesus selbst, zu einer Körperschaft (sic) des öffentlichen Rechts mutiert, und der Gläubige, der
den Freiburgern keine Kirchensteuer bezahlen kann oder will, zwangsweise, per Beschluß einer staatl.
Behörde, zum Apostaten gemacht. Was man nicht alles macht fürs Geld…
@ Kirchensteuer Das Kirchensteuersystem existiert nur in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz.
Wie finanziert sich die kath. Kirche in anderen Ländern? In Italien läuft es so: diejenige, die es tun
wollen, kreuzen, bei der Abgabe der Steuererklärung, ein Kästchen am oberen rechten Rand des Steuerformulars.
Damit willigen sie ein, daß der Staat .008% ihrer Steuerschuld an eine von ihnen designierte Institution
fließt. Dies kann die kath. Kirche sein, die evang. Kirche, die Valdenser, die Juden, eine humanistische
Stiftung, etc. So finanziert sich die kath. Kirche in Italien, die für das sog. acht pro Mill bei den
Italienern werben muß. Ergebnis: in Italien gibt es keine verfettete, verbürokratisierte Kirche, sondern
eine volksnahe Kirche, die von den dortigen Katholiken gemocht und gerne unterstützt wird. Die Behauptung
des Erzbistum Freiburg, daß man die Kirche nicht „in eine öffentlich-rechtliche Körperschaft einerseits
und eine Glaubensgemeinschaft andererseits aufspalten“ könne, ist ungeheuerlich, da das Erzbistum die
Gläubige, welche die Kirchensteuer entweder nicht bezahlen können oder es nicht wollen, zum Austritt
auch aus der Glaubensgemeinschaft zwingt, zur Apostasie also. Im März 2006 schrieb der „Päpstliche Rat
für die Auslegung von Gesetzestexten“ an den Vorsitzenden der US Bischofskonferenz:„Eine Kirchenaustrittserklärung,
die nur vor einer staatl. Behörde abgegeben wurde, ist kirchenrechtlich nicht wirksam und bedeutet keinen
Austritt aus der Katholischen Kirche.“ Amen…
@ Lycos Ehrlich gesagt, Lycos, mein einziges Problem ist zu verstehen, was Sie mit „Butter bei de Fische“
meinen. Das ist sprachlich ein hoch interessanter Ausdruck. Der sprachliche Hintergrund ist aber mir unklar.
Vielleicht gelingt es Ihnen, meinem Nachdenken auf die Sprünge helfen. Ich danke Ihnen.
@ Lycos Haltung bewahren, Lycos! Haltung bewahren! Es hilft beim Nachdenken! Eigentlich will ich von Ihnen
das Gleiche, das Sie von mir wollen: bessere Lesersbeiträge! So haben Sie sich doch geäußert, oder?
@ Leo Miles: „Vernunft“ Die „Vernunft“, worüber sämtliche Säkularisten, in E ideologisch und politisch
von den Linken, Grünen, Liberalen, etc. angeführt, schwärmen, ist die abstrakte Vernunft der Aufklärung,
die schon die Französische Revolution, ihre Jakobiner, denTerreur der „Reinen“ geboren hatte. Notre Dame
wurde zum Tempel der Göttin „Vernunft“ umfunktioniert, der die Guillotine ihre blutigen Opfer darbrachte.
Abstrakte Vernunft bedeutet, ein Menschenvermögen von sämtlichen übrigen Dimensionen des Menschen zu
trennen und zu verselbstständigen – ein „Monstrum“ also, das sich schließlich gegen den Menschen selbst
wendet und zu dessen Selsbtverstümmelung führt. Die radikale Wiederlegung dieser Art von Vernunft und
des Selbstverständnisses der von ihr geprägten Gesellschaften war der II. Weltkrieg. Nach dem Krieg
fragten sich Intellektuelle, ob es dies sei, was eine Zivilisation der Vernunft zu gebären vermochte.
Der europäische Existentialismus war die Antwort auf diese Frage. Der Krieg ist längst vergessen und
eine Generation ist herangewachsen, die, trunken an der eigenen Freiheit, nichts über und neben sich
duldet. Wegen ihrer ideologischen Prägung ist sie von Blindheit geschlagen nicht nur über Gott und die
unsichtbare Welt, sondern über ihr eigenes Menschsein, dessen unwandelbare Struktur und Gesetzmäßigkeiten.
Orientierungslosigkeit, sittlicher Verfall, unaussprechliche Verbrechen wie die Tötung von Millionen
Kindern im Mutterleib, sind die Folgen, worauf Sie dankenswerterweise hinweisen.
@ Jörg Guttenberger, Köln Ich danke Ihnen für den Hinweis. Hier machen sich kulturelle und sprachliche
Unterschiede bemerkbar. In den USA, woher ich stamme, existiert eine solche Unterscheidung nicht. Webster’s
lapidar: „catholicism“ – „the faith, system and practice of the Catholic Church, esp. of the Roman Catholic
Church“ (Webster’s Encyclopedic unabridged Dictionary). Neulich ist ein erfolgreiches Buch erschienen,
dem die Ehre einer Rezension im Times Literary Supplement zuteil wurde, verfasst von Ian Linden, das den
Titel trägt „Global Catholicism“. Es geht um die katholische Kirche in allen ihren Dimensionen. „Katholizität“
ist nun was anderes, und wird mit „catholicity“ im Englischen wiedergegeben als „the Roman Catholic Church,
or its doctrines and usages“. Die verhängnisvolle Entscheidung der theologischen Kommission im II. Vat.,
die von P. Tromp, SJ vorgeschlagene Formulierung, nach der die Kirche Jesu Christi in der katholischen
Kirche „subsistiert“, anstatt „ist“, zu akzeptieren, hat vierzig Jahre vermeidbarer Verwirrung im Selbstverständnis
der Weltkirche hervorgebracht, die man nun durch bisweilen abenteuerliche lexikalische Verrenkungen zu
korrigieren versucht. Es wäre viel einfacher und stimmiger gewesen zu sagen, „die Kirche Christi ist
die katholische Kirche richtig verstanden als mystischer Leib Christi“ (Pius XII als meistzitierter Autor
im Vaticanum II). Die Erklärungen des Konzils dazu wären dann Selbstverständlichkeiten gewesen. Aber
das ist wiederum ein anderes Thema.
@ solagratia: die Weihe Die Weihe ist natürlich die „conditio sine qua non“ zumindest der Eucharistie
und der Beichte. Das hat ebenso natürlich nichts mit „Unmündigkeit“ zu tun sondern mit dem NT selbst(Jo
20, 22-23, Lk 22,19 etc.). Das Vorgehen Jesu läßt an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig. In der
katholischen Kirche wird dieses Procedere zur Bischofs- und Priesterweihe verwendet. Ist das für Sie
„schamanenhafter Unfug“, so bezichtigen Sie indirekt Jesus Christus selbst des Schamanentums, da Er so
verfahren ist (das Anhauchen über den Jüngern, der Empfang des Heiligen Geistes, die Ermächtigung,
Sünden zu vergeben oder nicht zu vergeben, etc). Als „mündiger“ Christ lutherischer Konfession machen
Sie wahrlich keine gute Figur an dieser Stelle. Als letzte ironische Pointe könnte man darauf hinweisen,
daß Jesus dem Vater dafür dankt, daß er die Geheimnisse des Himmelreiches nicht den Gelehrten und Mächtigen
sondern den Unmündigen geoffenbart hat. In diesem Sinne soll jeder katholische Christ stolz darauf sein,
als evangelisch „unmündig“ bezeichnet zu werden und die ach so gepriesene aufklärerische Mündigkeit
denjenigen zu überlassen, die aus dem Werk Jesu ein Menschenswerk menschlichen Maßes gemacht haben.
@ Ansgar / solagratia Ich danke Ihnen, Ansgar, für Ihre Unterstützung. In der Tat ist es in den lutherischen
Kirchen umstritten, ob die Beichte als Sakrament bewertet werden kann oder nicht. Aus einer angeblichen
„sakramentalischen Inflation“ sind wir also bei den Lutheranern zu einem „sakramentalischen Hungersnot“
angelangt. Wobei, ob es überhaupt von „Sakramenten“ im echten Simme bei den Protestanten (einschließlich
Lutheranern) die Rede sein kann, würde ich bestreiten. Warum? Keine protestantische Glaubensgemeinschaft
kann die apostolische Sukzession (im echten, nicht im symbolischen Sinne) vorweisen. Ohne apostolische
Sukzession, aber, gibt es kein geweihtes Priestertum. Ohne geweihtes Priestertum gibt es aber keine Eucharistie
und, in der Norm, keine Sündenvergebung (20,22-23), also keine Beichte, welcher Art auch immer. Protestantische
Prediger, Pastoren, oder wie sie sich auch nennen mögen, sind keine geweihten Priester, Stola hin oder
Stola her. Ihre Bischöfe stammen nicht aus der direkten Nachfolge der Apostel: ihre „Weihe“ hat daher
keine sakramentale Bedeutung, sondern lediglich eine symbolische. Dies gilt auch für die Anglikaner,
wie Papst Leo XIII zum Chagrin derselben feststellen musste.
@ wolfgang e.: joberens Danke für die Anmerkung. Es ist ja traurig, daß solche Menschen sich gerade
als „denkende“ bezeichnen, wobei sie offensichtlich noch nicht entdeckt haben, daß das Denken sich in
logischen Prozessen vollzieht. Traurig auch, daß sie sich als „Katholiken“ bezeichnen, als ihr Denken
und Fühlen bereits völlig protestantisch geworden sind. Die katholische Kirche kann auf solche „Katholiken“
gut verzichten. Hygienisch, wäre dies auch die sauberste Lösung für die „noch nicht infizierten“ katholische
Christen.
@joberens Anstatt in die ewige Wiederholung des Gleichen zu verfallen, schauen Sie sich doch das NT an
und versuchen Sie doch, meine Frage zu beantworten. Wenn Sie „katholisch“ sind, so ist das Neue Testament
für Sie maßgeblich, oder? Wenn Sie ein denkender Mensch sind, so soll es nicht zu schwer sein, ein Paar
logische Schritte zu vollziehen. Es bleibt nur die „Einfachheit“ – dazu fällt mir nichts ein, außer
dem, was ich bereits gesagt habe. Das Festhalten an das evident Falche ist jedoch kein Zeichen von Einfachheit
sondern ehen von „Schlichtheit“ und Starrköpfigkeit.
@ joberens: die Beichte Erlauben Sie mir, sehr geehrter „einfacher“ Katholik, Ihnen zu widersprechen.
In Johannes, 20,22-23 liest man, daß der auferstandene Jesu bei verschlossenen Türen zu seinen aufgeschrekten
Jünger kam und sagte: „Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine
Seite. Da freuten sich die Jünger, daß sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede
sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte
er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie
vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ Könnten Sie mir nun sagen, wie die
Jünger einem die Sünden vergeben oder die Vergebung verweigern sollen, wenn derjenige seine Sünden
den Jüngern nicht beichtet? Aus dem Text ergibt sich auch, daß der Herr die Vergebung von Sünden in
die Hände von Menschen stellt, die den Heiligen Geist empfangen haben und zu dieser Vergebung ermächtigt
wurden, also geweihten Personen. Es gibt keinen Text im NT, der die protestantische Auffassung der Vergebung
von Sünden als eines individuellen Vorgangs zwischen Mensch und Gott, ohne die Mittlerschaft des Priesters,
im Regelfall, stützt. Bei den frühen Christen war es sogar üblich, die eigenen Sünden nicht nur dem
Bischof sondern der ganzen versammelten Gemeinde laut preiszugeben. Fazit: Man darf als Katholik „Einfachheit“
nicht mit „Ignoranz“ verwechseln.
@ Paulaner: o je!… Guter Mann, sind Sie wieder da? Wer kümmert sich um die Kühe im Stall, während
Sie mit der üblichen Inkompetenz und verbaler Inkontinenz durch die threads „sailen“? „Supermartkatholiken“
habe ich aus einem Leserkommentar in der FAZ entnommen. Paulaner, bleiben Sie bei Ihren Hopfen und seien
Sie getrost: ich werde Sie nicht zu einem Religionskurs zur katholischen Religion verdonnern! Ist das
nicht was?!
@lateiniheini: Heiligsprechungen Sie geben Ihre Meinung als Protestant zu katholischen Dingen, wie dem
Sinn der Heiligenverehrung, dem Wert des Sakramentes der Beichte als Versöhnung der Mitglieder der Gemeinde,
die, wie wir alle, Sünder sind, mit Gott (was könnte dies als „sich um die Gemeinde kümmern“ übertreffen?)
etc., wieder. Das ist Ihr gutes Recht. Keiner zwingt Sie dazu, ihr protestantisches Verständnis von Kirche
und Glauben aufzugeben und das katholische anzunehmen. Ein katholischer Christ wird Ihnen jedoch sagen
müssen, daß Ihre Behauptungen nur für Sie als selbstverständlich gelten, nicht für ihn. Eine vertieftes
Verständnis dessen, was sie irrtümlicherweise als Katholizismus betrachten, tut Not, wenn Sie Kompetenz
beanspruchen wollen.
@ Das Ende der Heuchelei Das Kreuz tritt immer klarer als Zeichen des Widerspruchs hervor und als Unterscheidung
der Geister. Das ist schmerzhaft für Manche, die sich dabei wohl fühlten, als erklärte Feinde des Evangeliums
in unserer medialen Welt nur Nettigkeiten für Christentum und Kirche übrig hatten. Nun ist die Maske
gefallen und es wird mit offenem Visier gekämpft. Wie Kierkegaard sagen würde: „Entweder, oder.“ Das
ist zu begrüßen. Man weiß zumindest, mit wem man es zu tun hat. Der Papst, seinem Amt als oberstem
Lehrer und Hirte der Kirche gemäß, arbeitet für die Vertiefung des katholischen Glaubens, für die
Wiederbelebung einer individuellen Existenz aus dem Glauben und aus den Sakramenten unter den katholischen
Christen, eine Schärfung des Profils der Kirche als mystischen Leibes Christi (und nicht als Agentur
für Kulturelles und Soziales), eine Schärfung von Werten, die nicht die Werten der „Welt“ sind, als
Sammelbegriff all dessen, was das Evangelium ablehnt. Die Zeiten lauer Christen, die zwischen allen Stühlen
sitzen und allen Recht machen wollen, oder der sog. „Supermarktkatholiken“, die aus der christlichen Lehre
dies und jenes pflücken, was ihnen gefällt, und die Kirche nach ihrem Gefallen umgestalten wollen, sind
-Gott sei dank!- vorbei. Daher der Hass der Antagonisten und die Wut der angesprochenen Christen, die
nicht im Traum daran denken, die Bequemlichkeiten eines verwässerten Glaubens und Glaubenspraxis, die
sie als Gewinn von Vaticanum II irrtümlich betrachten, aufzugeben.
@ mens insana in corpore sano Anderen Menschen unehrenhafte Absichten zu unterstellen gehört auch nicht
zum christlichen Glauben. Manche Kleriker können jedoch ohne ihre tägliche Dosis an Beschimpfungen der
Pius-Bruderschaft einfach nicht leben. Bei jeder derartigen Beschimpfung wird mir (keinem Anhänger der
Pius-Bruderschaft) diese immer sympathischer. Der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupery bemerkt an
einer Stelle:„Es muß Riten im Leben geben.“ Das haben manche flotten Kleriker immer noch nicht begriffen.
Die Liturgie beschreibt die Regeln kultischer Handlungen. Es ist das Buch der guten Manieren Gott gegenüber.
Es geht also um Gott. Wer casula mit Poncho austauscht, hat nichts verstanden. Es wäre seriöser gewesen,
wenn der Urlaubspfarrer auf ein solches lächerliches Imitat litugischer Bekleidung ganz verzichtet hätte.
Kindisch sein mit den Kindern ist kein Gebot katholischer Pastoral, eher den Kindern einen würdevollen
Umgang mit Gott beizubringen. Das Zitat aus dem phantomatischen Buch eines phantomatischen „älteren“
Pfarrers habe ich schon lange her als „bon mot“ gehört. Es scheint sich im Schatzbuch der Zitate für
dumme Kleriker eingenistet zu haben. Was mich immer wieder beim Hören diesen Zitats irritiert hat, war
die Frage: wie will er das wissen? Es könnte genau das Umgekehrte der Fall sein! Flotte Kleriker finden
jedoch diesen Satz als standard Eingabe bei ihren Treffen nicht nur weise sondern auch komisch. Komisch!
@ der unbotmäßige Erzbischof Der Erzbischof von Cagliari, eben von „Confiteor“ zum Kardinal befördert“,
verbietet eine Tagung über ein päpstliches Dokument. Das ist starkes Tobak! Wäre Putin Papst, so würde
er den unbotmäßigen Kirchenmann an den Eier hängen – zu Recht – bis er „Gospodi pomilui“ schreit und
die Tagung genehmigt. Ob er eine Tagung überhaupt zu genehmigen hat, ist übrigens fraglich. Für die
Zelebration der Messe nach dem Missale Romanum von 1962 sieht „Summorum Pontificum“ kenerlei Genehmigungsbedarf
seitens des Ortsbischof vor. Anderen die freie Ausübung von Versammlungs- und Rederecht – egal über
welches Thema – zu verbieten, ist ein Zeichen von Schwäche und Willkür. Das hat sich in Sardinien noch
nicht herumgesprochen. Wie heißt nun ihre steinzeitliche Behausung? Die Entscheidung des komischen Erzbischofs
gehört vor der Bischofskongregation in Rom. Aber flott!
@ Gallowglas V Zum Thema Sekte muß ich Sie auf ein Proseminar zum Thema verweisen. Haben Sie überhaupt
im HWdPH nachgeschaut oder ist es Ihre Sitte, als wahrer cowboy aus den Hüften zu schießen und danach
Fragen zu stellen? Eusebius, wie bereits gesagt, benutzt den Terminus nicht in Ihrem Sinne. Also sehe
ich nicht, inwiefern Sie sich bestätigt fühlen. Lesen Sie doch mindestens den Beitrag zum Begriff „Sekte“
im HWdPH (Bd. 9, 274-287); dann werden Sie merken, daß Ihre Aufforderung eine „petitio principii“ darstellt.
Und, in diesem Fall saudumm ist nicht nur der, der den Bock melken will, sondern auch der, der den Eimer
darunterstellt, wie …(wer, Gallowglas?) einmal (singemäß) schrieb. Zum Thema „katholische Kirche“
ist es wirklich verlorene Mühe, mit jemandem darüber zu diskutieren, der nicht die blasseste Ahnung
dessen hat, was er so inbrünstig ablehnt. Wenn die Lektüre von ernsthafter Sachliteratur zum Thema Katholizismus
Ihnen zu lästig ist, vielleicht weil sie die unerträgliche Gefahr in sich birgt, Ihre Vorurteile zu
widerlegen, dann bleiben Sie doch bei den Skandalblätterchen antikirchlicher Propaganda stehen. Die Welt
wird es nicht merken. „For that matter, every once in a while, as e.e.cummings observed, the moon rattles
like a fragment of angry candy in the box of sky above Cambridge.“ In the box of sky above Gallowglas
muddled mind, as well. Good bye, cowboy!
@ Gallowglas IV Punkt (4) läßt sich am schnellsten abhandeln. Die Bedeutung von „Sekte“ läßt sich
nicht auf die ethymologische Wurzel des Namens reduzieren. Ein Blick in das Historische Wörterbuch der
Philosophie zu diesem Begriff wird Sie davon überzeugen. Eusebius nennt die „wahre Kirche“ die „allumfassende
Sekte“ (airesis katholike) – jedoch nicht in Ihrem Sinne (Hist.eccl. 10.5.21.MPG 20,888C) Man könnte
sogar die These aufstellen, die christliche Religion sie die Vollendung der jüdischen, und dafür Belege
im NT und in den apostolischen Schriften finden. Zu (1) Wenn Staat und Land NRW sich an der Finanzierung
des WJG in Köln mit dem bescheidenen Betrag von € 30 M bei Gesamtausgaben von € 115 M beteiligen,
so bedeutet dies, daß die mediale Weltaufmerksamkeit auf die BRD und der damit verbundene Prestigegewinn
es ihnen wert waren. Die Ehrungen der Organisatoren mit Verdienstkreuz am Bande bzw. Verdienstorden des
Landes NRW deuten darauf hin. Zu (3) & (5) sei auf John Lindens Buch „Global Catholicism“ hingewiesen.
Rupert Schorrt vom Times Literary Supplement bemerkt dazu:„Secularists might be surprised to learn that
the Church is the largest single supplier of healthcare and education on the planet, the principal glue
of civil society in Africa, the strongest bulwark of opposition to the caste system in India, and a leading
player in global campaigns for sustainable living. It provides the only charitable presence in Chechnya,
and other black spots often forgotten by the rest of the world.…
@ Gallowglas III (1) Können Sie bitte Ihre Evidenz vorlegen, daß die Kosten für den WJG und sämtliche
Papstbesuche von der deutschen Regierung getragen wurden? (2) So weit mir bekannt, stammen die Gelder,
die an die kath. Kirche vom Staat fließen, vornehmlich von der kath. Kirchensteuer. Sie wird von Katholiken
bezahlt, nicht von Ihnen. Andere staatl. Gelder fließen der Kirche zu für Gegenleistungen der Kirche
in vom Gesetz vorgesehenen Bereichen, wie anderen Institutionen auch. (3) Nur blinder Hass kann die massiven
Leistungen der kath. Kirche im Mildtätigkeitsbereich (wie es schön heißt), in der Seelsorge, in der
Erziehung und in sozialen Einrichtungen aller Art, als „keine Gegeleistungen“ der Kirche betrachten. (4)
Sie können natürlich Termini definieren, wie Sie wollen, so auch „Sekte“. Keiner ist gezwungen, Ihnen
bei Ihren eigenwilligen Definitionen zu folgen. Die katholische Kirche ist, im maßgeblichen Sprachgebrauch,
keine Sekte, sondern der Stamm, woraus sich die christlichen Sekten, direkt oder indirekt, abgespaltet
haben. (5) Es wird Ihnen nicht gelingen, die großartige zivilisatorische Leistung der katholischen Kirche
nicht nur den europäischen Völkern gegenüber zu bagatellisieren und zu verleumden. Europa ist auf ihrem
Schoß gewachsen. Daß sie nunmehr von den undankbaren, geschichtsvergessenen, ihre eigene Identität
Leugnenden, so gerne bespuckt und verleugnet wird, ist für die geistige Orientierungslosigkeit Europas
und ihren Sittenverfall ursächlich verantwortlich.
@ Gallowglas II Es ist bewährte diplomatische Praxis, daß der zum Staatsbesuch einladende Staat die
Kosten des Staatsbesuchs selbst bezahl und nicht dem Staatsgast aufbürdet. Wenn Papst Benedikt XVI. nach
Deutschland zum Staatsbesuch käme (davon zu unterscheiden sind die apostolischen Besuche an die Katholiken
eines Landes, deren Kosten von den Katholiken selbst und vom Vatikan getragen werden), so (1) käme er
hierher als Staatsoberhaupt des Staates der Vatikanstadt (SCV)und nicht als Kirchenoberhaupt der Katholiken,
(2) er würde ferner der Einladung der deutschen Regierung folgen, also käme er als Staatsgast. Sollte
er eine solche Reise unternehmen, (was ich ihm dezidiert abraten würde, nach der medialen Hinrichtung
seitens seiner „lieben Landsleute“ vom Jahresanfang), wäre sie wahrscheinlich eine „gemischte Reise“,
mit von der deutschen Regierung finanziell getragenem Staatsanteil und mit einem rein religiösen Anteil
(Besuch von deutschen Diözesen, z.B.), dessen Kosten von den hiesigen Katholiken getragen würden. Das
Gefühl soll nicht ihren Konzertgenuß trüben, daß aus ihrer Tasche auch nur ein Cent für die religiösen
Belange der großen römisch-katholischen Mutterkirche (wahrlich keine Sekte!) zweckentfremdet werden
könnte. Wenn man nicht nur musikalisch begabt ist sondern auch etwas historisch gebildet, wird man zu
würdigen wissen, was diese Kirche seit Jahrhunderten bis auf heute für die Deutschen getan hat und noch
tut. Insofern kommt mir Ihre Sorge etwas schäbig vor.
@ Jörg Guttenberger Ich stimme Ihrer Analyse völlig zu. Deshalb war es einfach genial vom Papst, gerade
eine „intellektuelle Niete“, wie der heilige Pfarrer von Ars, als Vorbild für die katholischen Priester
von heute zu nehmen. Was ihnen mangelt, ist nicht die „Kultur des Verstandes“ sondern die „Kultur des
Herzens“ und den Zugang zum Glauben und zur priesterlichen Praxis nicht aus dem „Intellektuellen“ sondern
„aus dem Existentiellen“, die Wiederentdeckung typisch priesterlicher Tugenden, den demütigen Dienst
an den Menschen. Um damit anzufangen,würde ich die Priester dazu auffordern, ihre akademischen Grade
und Titel nicht öffentlich zu tragen sondern sich nur durch ihr Priestertum zu definieren und öffentlich
zu erkennen zu geben. Wenn ich zur Beichte gehe, gehe ich nicht zum Oberschulrat Dr. Maier sondern zum
katholischen Priester Maier zur Beichte. Dieser Maier soll sich auch unter den Menschen als Priester zu
erkennen geben, und nicht in die Anonymität der Masse schlüpfen wollen. Das ist Feigheit im Dienst.
Er soll unter den Menschen „Zeuge“ sein, zu Zeit und zu Unzeit. Jesus Christus hat sich auch nicht verkleidet,
um unerkannt zu bleiben, etc., etc. – Ich sehe, daß die deutsche Bischofskonferenz einen Thread geöffnet
hat (www.dbk-priesterjahr.de): vielleicht wird sich daraus etwas ergeben, das Buchform annehmen könnte.
@Gallowglas / ruhrgebietler Da blüht wieder eine typisch deutsche Diskussion auf – wer soll das bezahlen
und billig ist geil. Wahrscheinlich werdet ihr nie € 50,00 für ein Konzert ausgeben. Lang lebe das
deutsche Proletariat!
@ stimme … Alle diese Nettigkeiten zwischen den beiden wiedern mich an. Es gibt nur eine Spitze gegen
die Pius-B., die dem intellektuellen Niveau der „Korrektheits- Kretins“ entspricht. Sorry, stimme, abgelehnt!
Versuchen Sie es bei einer anderen Zeitung…
Der Papst nach Deutschland? Warum soll der Papst nach Deutschland kommen? Was sollen sich der Papst und
die deutsche (noch?) Kanzlerin, die ihn in so betulich-unverschämter Weise „angepinkelt“ hat, sagen?
Papst:„Es war nett, daß Sie mich angepinkelt haben!“ Kanzlerin:„Ich spürte einen unwiderstehlichen Drang
dazu, Heiliger Vater, wegen des ZRdJD und der Holocaust-Verehrer! Sie wissen ja, sie gehören, seit ich
Kanzlerin bin, zur deutschen Staatsraison und zur neuen Staatsreligion, die wir Deutsche uns zusammengebastelt
haben. Dazu wurde ich auch von der wankelmutigen Haltung der dt. kath. Bischöfe, angeleitet vom Superstar
Karl Lehmann, ermutigt.“ Papst:„Ah ja, der Lehmann! Er hat mich auch prächtig angepinkelt! Ihm war das
katholisch-jüdische Verhältnis in Deutschland ja sehr wichtig, ja sogar wichtiger, als seine Loyalität
zum Papst.“ Es wird die Präsenz der Medien im Thronsaal des Schlosses Pinkelburg, wo der offizielle Empfang
des Papstes in Deutschland stattfindet, angekündigt. Papst:„Ach ja, die Medien!“ „Heiliger Vater,“ flüstert
der päpstliche Sekretär, „hier das Würgverhütungsmittel!“ „Heiliger Vater, hier sind sämtliche Journalisten
und Herausgeber des Münchner Abendblattes, der Süddeutschen Zeitung, der Zeit, der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung, usw., usw. geleitet vom geistlichen Beirat Weihbischof Jaschke aus Hamburg.“ Papst:„Ach, Jaschke!
(Zum Sekretär gewandt: „Ist er nicht der mit den Frauen-Kondomen?“ [Würganfall]). „Und, Heiliger Vater,
die Vertreter der Fernsehanstalten!“ (folgt …)
@hildegardfan Man könnte sagen, daß der auferstandene Jesus die erste Bischofsweihe vollzogen hat, wie
in Jo. 20, 21-23 beschrieben:„Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt
hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünde vergebt,
dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ Dies ist mit Lukas 22,19
in Verbindung zu bringen werden: „Und er nahm das Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte
es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“
Gleichweise sei an die Aussendung der Jünger, das Evangelium zu predigen, die Dämonen auszutreiben,
und allen Menschen die trinitarische Taufe zu spenden, erinnert.
#163 newtube 21:09:22 | Donnerstag, 6. August 2009
@ Jörg Guttenberger, Köln Ich bin ein Transplantierter aus den USA und auch nicht mehr der jüngste.
Ich kenne mich in theologischen Kreisen deutschsprachiger Länder überhaupt nicht aus. Es müsste jemand
sein, der sich da auskennt, um die richtigen Menschen ansprechen zu können. Ich dachte an kölner Kreisen
um Kard. Meisner, um der päpstlichen Intention zu genügen. Sie hätten gewiß Beziehungen zu sämtlichen
theologischen Fakultäten und zu katholischen Verlagen. Ob jedoch irgendjemand Interesse daran hätte?Was
würden Ihre alten Freunde dazu sagen?
@tomsi: In der Tat II / Jorges Jorges: der Hl. Jean-Marie Vianney wurde vom Papst als Vorbild für die
Priester (im Priesterjahr 2009-2010) vorgestellt, nicht für Jugendlichen. Die Priester sollen wieder
lernen, was es heißt, Priester zu sein – da spielt die Epoche wirklich keine Rolle. Für die Jugendlichen
gibt es gewiß eine ganze Menge Vorbilder in einer Zeitspanne von 2000 Jahren – es geht nicht um das Zeitgemäße.
Tomsi- II. Es geht hier um Symbole. Das Wesen vom Symbol its es, den Betrachtenden mit dem Symbolisierten
unmittelbar in Verbindung zu setzen. Die Betrachtung bleibt nicht beim Symbol hängen, sondern geht sofort
zum Symbolisierten über. Ein banales Beispiel: das eingerahmte Foto meiner Mutter am Nachttisch. Kommt
ein Fremder in mein Schlafzimmer und sieht das Bild, so sieht er das Bild einer beliebigen Frau. Komme
ich herein und sehe das Bild: ich sehe meine Mutter. Beide Betrachter sehen das gleiche Objekt, und doch
jeder sieht etwas wesentlich anders als der andere. Etwas ähnliches mit dem Kreuz. Der Ungläubige sieht,
wie Sie es formulieren, einen beliebigen gekreuzigten Leib. Das Kreuz ist für ihn nicht Symbol sondern
Objekt der Betrachtung. Der Gläubige dagegen sieht im Kreuz den gekreuzigten und wiederauferstanden Herrn.
Das Kreuz ist ihm wesentlich Symbol: es stellt ihn in unmittelbarer Verbindung mit dem Symbolisierten,
den gekreuzigten Herrn. Beide sehen materiell das Gleiche und doch wesentlich Unterschiedliches. Ihre
Betrachtungen gründen auf einem Mißvertändnis dessen, was Symbol is…
@ tomsi: in der Tat – I Das Kreuz Christi, dessen Zurschaustellen nicht nur eine katholische sondern alle
allgemein christliche Vorliebe ist, kann so oder so verstanden werden. Für den Ungläubigen, der in der
Psychologie nicht besonders bewandert ist, kann das Kreuz Jesu wohl auf „Vorliebe für masochistische
Praktiken“ hindeuten, wie Sie schreiben. Für den Gläubigen gilt die Anmerkung des Joh. Chrysostomos:
„Denn ich betrachte nicht das, was den Augen des Leibes erscheint, sondern das, was es für die Augen
der Seele darstellt… Denn vor dem Mysterium unterscheidet sich meine Reaktion als Gläubige von der
des Ungläubigen. Ich höre, daß Christus gekreuzigt wurde und bin voll Erstaunen vor seiner Liebe für
uns Menschen; der Ungläubige hört dies, und sagt, es sei eine Torheit. Ich höre, daß Er sich zum Sklaven
gemacht hat, und bewundere seine Weisheit; der andere hört es, und betrachtet es als eine Niederträchtigkeit.
Ich höre, daß Er gestorben ist, und staune vor seiner Macht, die vom Tod nicht bezwungen wurde, sondern
den Tod zerstört hat. Hört es der andere und urteilt, es sei ein Wahnsinn… So geschieht es dem Mysterium
gegenüber; die Ungläubigen hören, als ob sie nicht hörten; die Gläubigen, dagegen, die vom Geist
die Fähigkeit empfangen haben zu verstehen, dringen in die verborgene Bedeutung ein. Dies meinte Paulus,
als er sagte: „Wenn unser Evangelium dennoch verhüllt ist, ist es nur denen verhüllt, die verloren gehen“
(2Kor, 4,3-4). (Joh. Chrysostomos, Predigten zum 1 Korintherbrief, PG 61, 55-56…
#161 newtube 11:08:31 | Donnerstag, 6. August 2009
@Jörg Guttenberger Es gibt eine katholische Leserschaft in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz,
die ein solches Buch gerne lesen würde. Andere Christen und Nicht-Christen wären auch sehr daran interessiert.
Es kommt natürlich auf die Qualität des Buches an.
@Gotthard Wieso sehen Sie da einen theologischen Unterschied? Gibt es nicht einen, der die Worte „Sende
etc…“ spricht? Ist er nicht der Priester? Ohne die Einsetzungsworte wäre das Brot der Leib Christi
und der Wein das Blut Christi geworden? Und wer spricht diese Worte, wenn nicht der zelebrierende Priester?
Was anderes sagt der Hl. Pfarrer von Ars?
Puchil 2 – Ihre Anmerkung v. 19:28 Uhr Ich glaube, kein Mensch kann behaupten, die Erfahrung der eigenen
Gebrechlichkeit und des eigenen Versagens nicht gemacht zu haben. Es ist Teil unserer Endlichkeit. Deshalb
stimme ich Ihrer Anmerkung völlig zu. Auch die Lösung, die Sie gefunden haben, findet meine respektvolle
Anerkennung. Sie führen in der Praxis Teile Ihrer priesterlichen Charismen fort, und, wie man aus Ihrem
Web ersehen kann, mit großem Einsatz und großer Intensität – für das Reich Gottes. Diese Ehrlichkeit
ist nicht nur Zeichen seelischer Größe sondern ein Zeichen der Gnade und Barmherzigkeit Gottes, worauf
wir alle angewiesen sind. Dies setzt Sie auch wohltuend vom im Beitrag beschriebenen Fall ab. Ich kann
mir trotzdem nicht vorstellen, daß in der Tiefe Ihres Herzens nur eine reine, ungetrübte Freude herrscht,
ungemischt mit einer gewissen Sehnsucht und einer gewissen Trauer nach dem „verlorenen Paradies“, nach
dem, was hätte sein können, und nun nur im Ozean der göttlichen Barmherzigkeit versunken weiterexistieren
kann, in dieser „pax et reconciliatio“, die alles Übrige relativiert und deklassiert. So, mindestens,
stelle ich es mir vor, als ich mich Ihrem Gebet empfehle.
@ Jörg Guttenberger Ich danke Ihnen. Ich würde mir Wünschen, daß das vom Beitrag angestossene Thema,
gerade in diesem Priesterjahr, theologisch, mit großer Tiefe und mit großer Liebe, gleichsam aus dem
Herzen Jesu fornax ardens caritatis, von verschiedenen Autoren in einem Buch behandelt würde, als Teil
der breiteren Thematik vom katholischen Priestertum, als Beitrag des deutschen Klerus für das Priesterjahr.
Vielleicht gelingt es Ihnen, so etwas zu organisieren. Es wäre eine tolle Sache, und nicht so schwer
zustande zu bringen.
@ gaspode IV Es bleibt mir noch eine Liebensbringschuld übrig, nachdem Sie wie eine liebe Oberlehrerin
meinen Text so fleißig korrigiert haben, und sogar mich mit der Erinnerung am dativus commodi meiner
Kindheit erfreut haben. Ich habe vom zweidimensionalen Spiel Gottes gesprochen. Eine an sich sehr einfache
Sache. Die Apostel fragten einmal Jesus, warum er stets in Parabeln redete. Die Antwort ist bemerkenswert:
damit sie zwar hören aber nicht verstehen. Puzzling indeed! Am Jakobsbrunnen ereignet sich auch ein bemerkenswerter
Dialog zwischen Jesus und der Samariterin. Ich könnte dir Wasser geben, das deinen durst auf immer stillen
würde! Auf welcher Ebene denkt Jesus? Die Samariterin dazu: gib mir doch von diesem Wasser, damit mir
die Mühe des zum Brunnen kommen müßen erspart bleibt. Auf welcher Ebene denkt die Samariterin? Ein
solches Nebeneinanderreden geschieht immer wieder in den Evangelien. Das Gleiche geschieht wenn die selben
Dingen von einem gläubigen und von einem ungläubigen Menschen betrachtet werden. „Ich höre daß Christus
gekreuzigt wurde und ich bin voll Erstaunen vor seiner Liebe für uns Menschen. Ein Ungläubiger hört
das Gleiche und sagt es sei eine Torheit …“ (Hl. Joh.Chrysostomos, Predigten über den I. Brief an die
Korinther v. Hl. Paulus). Daraus der Spruch des Apostels, daß der „geistige Mensch“ allein versteht,
was auch der „psychischer Mensch“ zwar sieht aber nicht imstande ist zu verstehen. Darauf wies meine Rede
über das „zweidimensionale göttliche Spiel“ hin.
@ gaspode III In der Regel übersieht man solche Fehler, zumal es leicht bemerkbar ist, daß der Schreiber
kein „native speaker“ ist. Ich sehe trotzdem mit Genugtuung, daß Sie auch ohne meine Umschreibung in
der Lage gewesen sind, meinen ersten Satz zu verstehen. Kommen wir zur Sache. (1) Die Verwendung des Begriffes
„Ideologie“ in Bezug auf die Nachfolge Christi hat mich etwas irritiert. Daß der Begriff „Ideologie“
keineswegs eindeutig ist, wird ein Blick in das Historische Wörterbuch der Philosophie zu diesem Begriff
jeden überzeugen. (2) Zum Thema Maria Magdalena geben Sie K.H.Deschner, der weder Bibelwissenschaftler
noch Dogmatiker ist, sondern Kirchenhistoriker mit allzuoft sehr persönlichen Ansichten, und ansonsten
unbenannte Theologen und Journalisten (sic!) an. Sie werden mir nicht böse sein, wenn ich als Wissenschaftler
solche „Autoritäten“ als nicht aussagekräftig ansehen muß. (3) Unter Historikern gilt das sog. Argument
„a silentio“. Es bedeutet, daß, wenn nirgendwo in den Quellen über etwas berichtet wird, worüber man
gewiß berichtet hätte, man getrost annehmen darf, daß es so etwas nicht gegeben hat. Es gibt einfach
keine Quellen, wo es berichtet wird, direkt oder indirekt, daß Jesus verheiratet war. Wäre er, wüssten
wir gewiß davon. So zumindest in der historischen Wissenschaft. Weitere Belege, also, außer Deschner,
ungenannter Theologen und sogar Journalisten, haben Sie nicht anzubieten zur Unterstützung einer Meinung,
die der ganzen Tradition widerspricht. Das ist zu wenig.
@ Puschil2 Ich freue mich für Sie aufrichtig! Bedauernswert ist, daß die von Ihnen erwähnte Einsicht
über die Unmöglicheit für Sie zölibatär zu leben, erst nach anstatt vor der Priesterweihe und der
damit verbundenen Verpflichtungen stattgefunden hat. Mein letzter Satz war eine indirekte Anerkennung
Ihrer Aufrichtigkeit.
@ gospode II (1) Der Satz, der Sie überfordert, ist jedem, der der deutschen Sprache mächtig ist, zugänglich.
Eine Paraphrase davon erübrigt sich deshalb. Wenn Sie sich nicht nur im theologischen sondern auch im
sprachlichen Bereich als begriffstützig erklären, kann ich Sie zwar bedauern aber eine wirkliche Hilfe
bleibt mir wohl verwehrt. Niemand zwingt Sie, an diesen Foren teilzunehmen. (2) „Die Imitatio besteht…“
In Ihrem dümmlichen Syllogismus, den Sie den bedauerswerten Miles aufgetischt haben, haben Sie es anders
gesehen. Übrigens bezweifle ich, daß Sie wirklich verstanden haben, was ich mit dem „hegelschen Vorgang“
meinte. (3) Daß Jesus unverheiratet war, ist die allgemein vertretene Ansicht der Evangelien, der apostolischen
Schriften, der Patristik und der Tradition. Wenn Sie eine davon abweichende Meinung vetreten wollen, so
fällt das „onus probandi“ auf Sie, nicht auf mich, wie Sie, bar jeglichen logischen „Anstands“ von mir
verlangen. Also auf mit den Beweisen! (4) Ihre Frage, wie ich ausgerechnet auf zwei Dimensionen im göttlichen
Spiel käme, läßt mich erblicken, wie sehr in die Tiefe Ihre theologische Ignoranz eigentlich hineinreicht.
Als Nicht-Mitglied des Caritas-Verbandes, sehe ich ich mich nicht in der Pflicht, jedem Kretin über die
Höhen und Tiefen der göttlichen Weisheit zu unterweisen. Seien Sie mir bitte nicht böse, aber ich verspüre
wirklich keine Neigung, mit Ihretgleichen meine Zeit zu verschwenden. Die von Ihnen aufzubringenden Belege
lese ich trotzdem gern!
@ gospode Könnten Sie liebenswürdigerweise (1) Ihren folgenden Ausdruck explizieren:„ideologiekonformes
Handeln“, und (2) Ihre folgende Aussage konkretisieren: „Die Rolle Maria Magdalenas […] wird durchaus
unterschiedlich bewertet und interpretiert.“ Auf welche der diesbezüglich letzterschienenen Romanen weisen
Sie hin? Schließlich seien Sie doch so gut und klären Sie uns auf, auf welchen Quellen in den Evangelien,
in den apostolischen Schriften und in der patristischen Tradition Ihre Aussage gründet: „[…] es ist
nicht einmal klar, ob Jesus tatsächlich zölibatär gelebt hat.“ Für Ihre Mühe werde ich Ihnen ewig
dankbar sein, gospode del cazzo.
@ gospode (pomilui) Wollen Sie uns alle für narren halten? Die Nachfolge Christi hat nichts mit der Fortschreibung
materieller Umständen, die im Leben Christi gegolten haben, im Leben des Jüngers. Die Imitatio besteht
im Versuch eines Nach-Vollzugs der geistigen Einstellung und der Tugenden des Herrn im Jünger selbst –
ein fast hegelscher Vorgang. Jesus zölibatäres Lebensstil hat deshalb wirklich nichts mit Zivilstand
zu tun (was für eine Banalität!) sondern mit dem „Eunuch sein für das Reich Gottes“, das nur derjenige
verstehen wird, der es verstehen kann (Evangelium) d.h. der „anthropos pneumatikos“ des Hl. Paulus. Der
„psychikos“, wie Sie, sieht zwar alles, versteht aber nichts, im göttlichen zweidimensionalen Spiel,
wie das Evangelium uns immer wieder vorführt.
@ Kunstmahler Gut, daß Sie es wissen. Ich muß erhlich sagen, daß ich es nicht weiß und Descartes Beispiel
eher befolgen möchte: „hypotheses non fingo“. Übrigens, Ihr Zwiegespräch mit Kreuzverhör wird wohl
ein Klassiker zum Thema „Zölibatäres Dasein in einer veruhrten Welt“ bleiben. Thanks a lot!
@ Puchil2 – Wer wovon abgefallen? Wenn Sie die Frage so stellen, als Priester, der Sie noch sind und ewig
sein werden, auch wenn laisiert, dann fällt die Antwort nicht schwer, auch wenn äußerst schmerzhaft
und ohne einen Hauch von Selbstgerechtigkeit: Sie sind vom Kreuz Christi abgefallen, worauf Sie sich aus
freiem Willen und aus Liebe zu Ihm auf ewig nageln ließen, und sind davongelaufen. Die Erfahrung des
Golgotha wird keinem Priester erspart: aus diesem Holz fließt letztendlich seine priesterliche Fruchtbarkeit.
Ich wage es nicht und es steht mir nicht zu, die Motive für Ihre Entscheidung zu beurteilen und es liegt
mir nichts ferner, als Sie zu verurteilen. Beides ist Sache des Herrn. Als Laie, sehe ich jedoch die immense
Belastung einer solchen Entscheidung auf einem Priester und sein Versuch, in irgendeiner Weise mit dem
Herrn wieder klarzukommen, auch durch seine Arbeit in kirchlichem und sozialem Bereich. Ich sehe auch
die Verantwortung der Sie umgebenden katholischen Laien: haben sie für ihren Priester gebetet, haben
sie ihn unterstützt, sind sie ihm nahe gestanden, auch emotional, bei seiner schwierigen Aufgabe, die
fast übermenschliche Kräfte verlangt in der so plastisch von zwei Mitforisten beschriebenen Umgebung
einer „modernen, verhurten Gesellschaft“, … in seiner Einsamkeit? Worauf der Beitrag sich bezieht ist
der abgefallene Priester der noch nicht zu sich selbst gefunden hat, der für seine menschliche Schwäche
die Kirche verantwortlich macht und seine Lebenslüge damit fortschreibt.
Abgefallene Priester Ich stimme dem Verfasser dieses Beitrags völlig zu. Die tragikomische Geschichte
wiederholt sich immer wieder von Menschen, die gewiss nicht in Kinderjahren sondern nach etwa drei Jahren
philosophischen Studiums, etwa vier Jahre theologischen Studiums, nach unzähligen Stunden des Gebets,
der Selbstprüfung unter der Leitung von kompetenten Seelenführern, sich doch für die Liebe Christi
im priesterlichen Amt entschieden haben, und die plötzlich das „supplementum psychologicum“ vermissen,
die ihnen eine nette Referentin, Beichttochter, Pfarreidame oder wer auch immer weiblichen oder männlichen
Geschlechts anbieten, schwach werden und sich dann idealisierend „für die Liebe“ entscheiden. Zugunsten
wessen Liebe die Entscheidung dann fällt, ist ja klar. Dann kommt die Tragikomödie, mit stets äußersts
pathetischen Zügen, die besonders Journalistinnen dazu reizen, einen Liebesroman darüber zu schreiben.
Anstatt ehrlich zu bedauern, daß es vielleicht doch eine falsche Entscheidung war, Priester zu werden,
oder daß man in der Ausübung des Amtes schwach wurde, wird die Verantwortung auf die Grausamkeit einer
Kirche aufgebürdet, die das verlangt, was er freiwillig und aus Liebe zu Jesus Christus damals geopfert
hatte. Um die Heuchelei zu vervollständigen, will sich der an sich selbst Gescheiterte, großzügig und
in Freiheitskämpfer-Pose, sodann für die Reform dieser grausamen Institution verwenden oder sie bekämpfen,
wie ein Renan, ein Loisy und ihre heutigen Epigonen zeigen.
@kreuzverhör Pardon my stupidity, but … was hat Ihr jüngstes Leserkommentar mit dem Thema zu tun?
Oder wollen Sie einfach etwas gedankliches loswerden, wofür dann eigentlich jedes thread dienlich wäre?
Rom und der Verstand – wer nicht verstanden hat. Hat Rom den Verstand verloren? Mitnichten. Rom hat keinerlei
Interesse daran, nach einer eventuellen Implosion der anglikanischen Kirche, von high church Priestern
oder gar Bischöfen, die um Aufnahme in der katholischen Kirche bitten, wie bei früheren kontroversen
Entscheidungen der angl. Kirchenleitung bereits geschehen, überschwommen zu werden. Diese Personen, meistens
verheiratet mit Kindern, in den Klerus der kath. Kirche in England zu integrieren, ist sehr schwierig
und mit vielen problematischen Nebenwirkungen für den engl. Katholizismus verbunden. Deshalb möchte
Rom mit aller Kraft das Auseinanderbrechen der angl. Kirche verhindern und die bisherige Praxis der Aufnahme
von Anglikanern in die kath. Kirche beibehalten. Dafür heißt sie auch diese sog. Zirkellösung der Anglikaner
gut. So scheint es, daß es die Verfasser des Beitrags sind, die an Verstand mangeln. Rom hat in der Regel
wohl überlegte Gründe für ihr Handeln. Das sollte man ihr auch, als methodologisches Prinzip, i.d.R.
unterstellen.
@ „stimme der vernunft ?“ Ihre hochtrabende, anmaßende Selbstbezeichnung steht im krassen Widerspruch
mit den geistigen Fäkalien, die Sie in Ihren Beiträgen regelmäßig ausschütten, zu Leiden von allen
vernünftigen Leserinnen und Lesern, die das Glück haben, an Jesus Christus zu glauben und sich beehrt
fühlen, den Namen „Christen“ zu tragen. Zumal ich sehr bezweifle, daß Sie überhaupt in der Lage sind,
uns eine Begriffsbestimmung von „Vernunft“ anzubieten, die nicht auf einer schnellen Suche beim Duden
zurückgeht. Vielleicht fangen Sie beim sokratischen Vernunftbegriff an. Ich höre Sie gern, mit gespannter
Freude!
@ Paulaner Ich bin kein Theologe! Theologischen Scharfsinn kann auch ein nicht-Theologe durchaus besitzen:
meine Bemerkung war allerdings ironisch gemeint. Bierernsten Menschen fällt es manchmal schwer, solche
Feinheiten zu registrieren. Dafür müsste man ein Ohr für die Zwischentöne haben. Pascal würde es
„esprit de finesse“ nennen. Ich hätte dies einem Österreicher durchaus zugetraut. Sie sind nicht so
geometrisch verfasst wie ihre nördlichen Nachbarn. Ich stelle allerdings fest, daß unser Austausch zu
nichts Vernünftiges führt und förmlich für ein Ende plädiert. So sei es. Es lebe die Verwirrung!
@ Paulaner Meine „ausschweifenden Ableitungen“ bestehen, wie Sie in Ihrem theologischen Scharfsinn zwifelsohne
bemerkt haben, in (1) der Theorie der Gnade, (2) der Theorie des „corpus mysticum Christi“ und (3) meine
Kritik an einem rein „horizontalen“ Verständnis von Religion und Glaube. Ich bin mir nicht bewußt, Ihre
Beiträge dafür als Steibruck verwendet zu haben. Sie selbst kritisieren mein Denken als eines eines
„bechränkten und vernebelten Kopfes“, wobei ich mich lediglich auf die Evangelien und auf die Paulusbriefe
stütze, die damit ebenfalls in Ihrer Kritik als „beschränkt und vernebelt“ eingeschlossen werden müssten.
Es geht mir nicht darum „zu brillieren“ – soli Deo honor et gloria – sondern darum, Sie auf Ihre Widersprüche
aufmerksam zu machen, auf Ihre Wissenslücken im Feld, dass Sie gegenwärtig in Ihren Beiträgen beackern
wollen. Auch hier ist Kompetenz gefragt. Wer sie nicht hat, soll sich bescheiden und das Zuhören üben.
@ Paulaner Mein Kopf ist weder beschränkt noch vernebelt, sondern, in aller Bescheidenheit, wage ich
es, ohne Beschränkungen jeder Art kristall klar zu denken und zu urteilen. Bisher, Paulaner, haben Sie
es zu keinem rationalen Argument gebracht – das soll doch was sagen. Sie zeigen sich auch als jeglicher
Selbstkritik unfähig. Also nochmals, Paulaner, bleib bei deinen Hopfen und hör auf, die Wissenden und
Denkenden mit deiner Ignoranz immer wieder ins Staunen zu verstzen.
@ confiteor/Medard „non in commotione Dominus“ – Medard hat recht. Mit dem Suchen ist es so eine Sache:
es setzt das Gesuchtwerden seitens Gottes stets voraus (Jean Marie Vianney): ich würde Gott nicht suchen
(können), wenn Gott mich nicht als erster gesucht hätte. Auch im Bierzelt? Warum nicht? Hier hat „confiteor“
nicht Unrecht.
@ Paulaner Das ist natürlich keine Antwort! Ich muß gestehen, daß ich von einem Helden des Wissens,
wie Sie sich gerne ausgeben, etwas mehr erwartet habe – zumindest einen kleinen Ansatz von theologischer
Argumentation. Stattdessen, eine banal-psychologische Bemerkung, die einer sorgfältigen Lektüre meines
Beitrags nicht standhält. Ich gestehe, dies hinterläßt in mir einen bitteren Geschmack – nicht des
Wissens, wohlbemerkt, noch weniger der Wahrheit, sondern des Unvermögens eines die Vernunft Preisenden,
in eine rationale Argumentation einzutreten. Fortan kann ich Ihr Geplapper nicht mehr ernst nehmen.
@ Paulaner Wenn ich an Religion denke, so reicht mir die ciceronische Begriffserklärung aus „religare“:
Religion ist die Bindung zwischen Mensch und Gott, zwischen Geschöpf und Schöpfer. Das liegt auch in
der Wahrheit der Dinge, denn eine solche Bindung ist „gegeben“, wenn die Welt als Schöpfung eines Schöpfers
verstanden wird. Im Christentum erreicht diese Bindung eine ungeahnte Höhe durch die „Adoption“ des geschaffenen
Menschen zum Kind Gottes und eine ungeahnte Intimität durch die Einverleibung desselben Menschen im mystischen
Leib Christi. Hier von „Überdosis“ zu sprechen ist völlig fehl am Platze. Wenn ich an Glaube denke,
so denke ich paulinisch an einem „rationabile obsequium“, das der glaubende Mensch Gott erweist durch
das Festhalten an der „Substanz dessen, was unsichtbar ist“. Dieser Glaube ist der Sieg des Christen einer
Welt gegenüber, die an lauter „visibilia“ festhält und von Blindheit den „invisibilia“ gegenüber geschlagen
ist. Auch an dieser Stelle scheint mir es völlig deplaziert, von Überdosis zu sprechen. Ihre Einstellung
ist mir erst dann einleuchtend, wenn die Kirche und das historische Christentum a la Denzer als Kriminalgeschichte
gesehen werden. D.h. sich auf beide als menschliche Konstruktionen zu beschränken und ihre übernatürliche
Dimension völlig außer Acht zu lassen. Dann ist jede Art Überdosis möglich und das sich davon abwenden
zu wollen und (hygienisch) zu müssen auch verständlich. Aber redet man dann noch von „Religion“ und
Glauben“ im echten Sinne?
@ wassers oder „Wer beeinflusst wen?“ Sie schreiben: „Lenin beeinflusst das Denken von Marx zu stark.“
Ist „das Denken von Marx“ in Ihrem Satz Subjekt oder Objekt? Ist der Marx, den Sie meinen, Karl Marx (1818-1883),
der von Lenin (1870-1924) gewiß nicht beeinflusst hätte sein können, oder Reinhard Marx, der münchner
Erzbischof? („Mean what you say and say what you mean!“)
Harpprecht, Paulaner et al. Ich finde es rührend, wie der 82-jährige das II. Vaticanum verteidigen zu
müssen glaubt, mit Argumenten, die den Verdacht aufkommen lassen, der gute Mann habe Lumen Gentium eigentlich
nie gelesen, oder, wenn doch gelesen, nie verstanden. Der gleiche Verdacht beschleicht mich, wenn ich
die stets bewegten Leserkommentare vom altehrwürdigen österreicher Paulaner lese. Könnte es sein, daß
diese Art „psychopathologia theologica“ mit dem (gestörten) Verhältnis alternden Männern zur katholischen
Kirche zu tun hat?
Kirche und Kirchenmänner Es war schon Napoleon eingefallen, Kirchenmänner seien das beste Argument dafür,
daß die katholische Kirche nicht eine menschliche sondern eine göttliche Institution sei. Wäre sie
eine menschliche Institution, so wäre sie, bei solchen Kirchenmännern längst untergegangen. Stattdessen
lebt die alte Dame fröhlich und flott seit zweitausend Jahren weiter. Wäre ich Herrn Breitenbachs Bischof,
so würde ich rigoros das etwas abgeflachte und durchgewirbelte priesterliche Gehirn zu einem strengen,
mehrjährigen Theologiestudium verdonnern – bunte Stola hin oder her!
@ niketas Nicht nur Ihr Stil ist nicht der beste, sondern auch Ihre Textinterpretation weist gravierende
Mängel auf. Eine Wiederholung des Hermeneutikkurses wird dringend empfohlen. (1) „ Fromm allein genügt
nicht.“ Sie rennen offene Türen ein: so etwas wird auch nicht behauptet. (2) Was hat Bischof Fellay mit
meinem Beitrag zu tun? Die Unterstellung ist paranoid: Albtraumleiden über die Pius-B.? Jede Nacht? (3)
„Womit weder Frömmigkeit noch Rechtgläubigkeit in Frage gestellt sind.“ Richtig! Haben Sie etwas anderes
erwartet? Fragen darüber sind aber wohl zu stellen. „Ich glaube nicht an die Kirche.“ steht in direktem
Widerspruch zum apostolischen Glaubensbekenntnis. Herrn Lehmann ist das Kunststück gelungen, laut Bericht
des anwesenden FR-Journalisten, eine Rede über Religion zu halten, ohne Gott auch nur einmal zu erwähnen.
Eine Glaubenswahrheit einzuklammern, heißt wohl, sie nicht zu bekennen. Und der Apostelnachfolger soll
doch „Sein Zeuge sein“. (4) Mit Amusement fällt mir auf, daß Sie die Vorhaltungen von JungeFREIHET nicht
widerlegen konnten. Kein Wort aus Ihrem Munde über die schweren Vorwürfe, die jeden Priester, der nicht
ein Sodomist ist, erröten ließen. Ein wunderliches Schweigen Ihrerseits, vielleicht aus Solidarität
mit den Getadelten? Stattdessen zünden Sie eine Nebelkerze auf einem Nebenschauplatz an… Sehr schwache
Leistung! Durchgefallen und an Clarissa zur Weiterbildung überwiesen!
@ clarissa Ihr Kommentar liegt voll daneben (lat.: petitio principii; engl.: begging the question). Bei
der Auseinandersetzung zwischen JungeFREIHEIT und sanktniketas geht es nicht um die intellektuellen (Fähigkeiten)
oder die akademische (Kompetenz / im Singular, bitte! „Kompetenzen“ heißt wohl was anderes, u.z. Befugnisse)
des Kardinals sondern um die angeblich erbärmlichen Zustände in seinem Bistum. Die Frage von JungeFREIHEIT
ist, ob der Kardinal seine kostbare und knapp bemessene Zeit nicht lieber seinen pastoralen Verpflichtungen
widmen soll, als seinem akademischen Vergnügen. Sie ignorieren die Frage und zünden eine Nebelkerze,
die Ihnen die polemische Spitze gegen die Pius-Bruderschaft erlaubt. Mir ist ein eintellektuell bescheiden
ausgestatteter Bischof, der sich mit Herz und Seele um seinem Bistum kümmert und an Frömmigkeit und
Rechtgläubigkeit nichts zu wünschen übrig läßt, viel lieber als der intellektuelle Superstar, dessen
projizierter Glaubensstandort vor lauter „distinguo“ in einem großen Fragezeichen besteht, und dessen
„credo … in unam sanctam, catholicam et apostolicam ecclesiam“ in einer husserlschen „epoche“ verwandelt
wird. Ihre rührende Wertschätzung für akademische Leistung, liebe Clarissa, verkennt die wirkliche
Aufgabe eines Priesters und eines Bischofs, die im betulichen „sich ums Seelenheil der ihm anvertrauten
Menschen kümmern“, besteht. Beim jüngsten Gericht wird es weniger um Lehmanns Dissertation gehen, als
um sein apostolisches Wirken. Gruß!
@ niketas Kommen Sie in Ihren Kommentaren ohne Beleidigungen nicht aus? Welchen Unterschied hätte es
gemacht, was die Stärke Ihrer Argumentation betrifft, wenn Sie auf das „Piushänsel“ verzichetet hätten,
und stattdessen von der „Pius-Bruderschaft“ gesprochen hätten? M.E. keinen, und Ihr Beitrag hätte an
Stil und Niveau gewonnen. Sind gute Manieren unter Christen verpönt, … oder unbekannt? Man erinnert
sich vage an einem Wort Jesu, das sinngemäß wie folgt lautet: nennst du deinen Bruder „Dummkopf“, so
gehörst vors Gericht…“.
@ clarissa colonia Welchen Kardinal meinen Sie? Und wie wollen Sie wissen, daß der Kardinal, den Sie
meinen, tugendhaft ist? Denke ich an deutsche Kardinäle, die noch am Leben sind, so käme für mich nur
Kardinal Meisner in Frage, der Medienliebling.
Hektische Wiederbelebungsversuche einer Dahingeschiedene Finde ich gut, daß ein bißchen Leben in die
brave, angepasste, vor jedem goldenen Kalb der „political correctness“ sich beugende, vor dem ZRdJD hinkniende,
sog. „Lehmann-Kirche“ der einender widersprechenden Botschaften, hereinströmt. Ein wenig Widerspruch
führt die Scheintote zu konfusen Bewegungen, als ob sie sagen wollte: „Ich bin noch da! Die Gläubigen
laufen mir zwar davon. Nachwuchs habe ich auch nicht. Meine laue Glaubenssuppe will keiner mehr essen.
Aber ich lebe doch noch – seht ihr das nicht, ihr Undankbare?“ Man soll die Toten ihre Toten begraben
lassen. Sie sind, trotz hektischer Wiederbelebungsversuche, endgültig dahin. Das muß man mit Respekt
aber ohne Bedauern, eigentlich mit Genugtuung, zur Kenntnis nehmen. Unter den Lebenden geht es um die
Wiederentdeckung eines unverfälschten Glaubens, der sich an den Quellen ernährt. Die Zeiten des angepassten,
bundesrepublikanischen Katholizismus in Deutschland sind vorbei.
@ clarissa sterilis Frau Knobloch „ist es unverständlich, daß ein Papst die Entscheidung eines anderen
Papstes einfach aufheben kann.“ Einige Mitforisten teilen Frau Knoblochs Kritik. Das ist das Thema. Dazu
die Aufforderung. „Ihre Meinung zum Thema.“ Ich halte Frau Knoblochs Kritik für falsch, da sie auf Unwissen
zumindest einer Funktion der Exkommunikation beruht. Es geht here nicht darum, die Gesamtlehre der Exkommunikation
wiederzugeben. Ich halte Frau Knoblochs Unbelehrbarkeit darüber – da meine Aussagen nur eine Wiederholung
dessen sind, was bereits mehrfach von den verschiedensten Quellen gesagt worden ist – und ihre fortgesetzten,
ungerechtfertigten Attacken gegen den Papst, als mehr als die Halsstarrigkeit einer alten Dame, sondern
als eine bewußte Provokation seitens des ZRdJD, begünstigt durch die Feigheit unserer Bischöfe. Meine
Meinung habe ich als informierter Laie geäußert. Ich bin mir sicher, daß Sie das Problem viel besser
behandelt hätten als ich. Ich frage deshalb: warum tun Sie es nicht? Sie kritisieren meine Äußerungen,
verzichten jedoch darauf, sie zu berichtigen und zu ergänzen, wie eine positive Kritik es verlangt hätte.
Es handelt sich doch um die zentrale Thematik des Beitrags. Sie verlieren sich stattdessen in Nebenschauplätzen
und begnügen sich oberlehrerhaft mit der Benotung geäußerter Meinungen. Denken Sie doch positiv, Clarissa!
Sie können uns Ignoranten viel beibringen! Nur Mut, und statt nur Fragen zu stellen, wagen Sie doch ab
und zu auch eine klare Aussage!
@ Wolfgang 11 Wolfgang11, halten Sie sich doch ein bißchen zurück! Die Keule, die Sie in allen Foren
herumschwingen, die sog. „Steinzeitkatholiken“, taugt nicht viel und sie wird allmählich langweilig.
Alle Christen sind darauf fixiert, was vor 2000 Jahren in Palästina geschehen ist. Sind sie deshalb „steinzeitlich“?
Jesus Christus selbst hat seiner Kirche eine apostolische Verfassung gegeben und Petrus als den Fels auserwählt,
worauf Er seine Kirche bauen will, damals wie heute. Die Kirche wird von Jesus stets organisch gedacht;
Paulus denkt sie als mystischer Leib Christi. In einem Leib werden die verschiedenen Funktionen der Glieder
nicht „demokratisch“ per Mehrheitsbeschluß sämtlicher Glieder bestimmt, sondern ergeben sich aus der
Verfaßtheit des Organismus selbst. Organisches Modell und demokratisches Modell passen nicht zueinander.
Die Kirche Jesu ist weder demokratisch noch monarchisch sondern theokratisch – das Haupt ist Christus,
sein Stellvertreter ist Petrus. Natürlich besteht die Kirche aus geweihten Priestern und aus Christen,
die es nicht sind (Laien). Wenn die Grundlagen des Glaubens und der Kirche Jesu feststehen, können sich
die Laien jegliche Organisationsform geben, die für die Kirche (den Gesamtorganismus) förderlich sind
und als ratsam und geboten erscheinen. Daß die Kirche auch ohne Laiengremien funktionieren kann, zeigt
das katholische Leben in anderen Ländern, wo die Kirche blüht. Die verbeamtete deutsche Kirche ist nicht
ohne weiteres das katholische non plus ultr…
@ Oh clarissa, won’t you pray for me? Ihr hormoneller Spiegel muß ungeahnte Höhen in diesen Tagen erreicht
haben, wenn man von Ihrem förmlich chaotischen Herumschlagen und Herumstechen in allen Foren beurteilen
kann. Was mir an Ihnen fehlt ist weniger der Säureinhalt Ihrer bescheidenen Kritikversuche als der Honig
eines positiven, konstruktiven Beitrags zu irgendetwas. Sie verteilen Zensuren links und rechts,wie eine
alternde, ausgetrocknete Lehrerin, verlangen von den Mitforisten die Dissertationen, die Sie selbst entweder
nicht bereit oder wegen Ihres Alters nicht mehr in der Lage sind zu schreiben, über Themen, worüber
kein junger Wissenschaftler seine Zeit verschwenden würde (z.B. Kard. Lehmann); selbst aber sind nicht
in der Lage einen einzigen Satz zur Kenntnisgewinnung unserer geneigten Leserschaft zu schreiben. Wenn
Sie so weiter machen, werden Sie als alte Zicke in die rühmreiche Geschichte der Kreuznetter eingehen
und von positiver eingestellten Naturen als pedantische Grufty, die sich darauf erpicht, der ignoranten
Schülerschaft das passivum zu erklären – ein großartiger wissenschaftlicher Beitrag eines scheinbar
ausgetrockneten Geistes – eingestuft zu werden. Ich bleibe übrigens bei meinem Lob an Defendor (jeder
darf sich nennen, wie er will) für die Veröffentlichung des großartigen Textes des Großen Glaubenbekenntnisses,
das zwar allgemein bekannt (welche Banalität!), aber im Bewußtsein katholischer Gemeinden in Deutschland
und in deren liturgischen Praxis kaum eine Rolle mehr spielt, dabei.
@ Danke, Defendor! Viele Menschen nicht nur in Europa lesen diese Kommentare. Es ist deshalb äußerst
verdienstvoll von Ihnen, den Text des in deutschen Landen beinah vergessenen Großen Bekenntnisses mit
seinen großartigen dogmatischen Formulierungen dieser Leserschaft zur Verfügung zu stellen. Manche Mitforisten
finden den Text unverständlich, entweder aus gedanklicher Faulheit oder weil sie tatsächlich Verständnisschwierigkeiten
haben. Das ist vielleicht auch das Argument unserer Kleriker dafür, diesen Text und andere Schätze des
katholischen Glaubens und Frömmigkeit über Bord zu werfen und die Ignoranz obsiegen zu lassen. Daß
sie dadurch eine geistige Verarmung verursachen zum Schaden der Kirche, kann heute am Zustand derselben
im Missionsland Deutschland auch ein Blinder wahrnehmen.
Charlotte Knobloch, halten Sie endlich den Mund! Man sollte Charlotte, Caritatem und Antipacelli erklären,
was Exkommunikation bedeutet und bezweckt? Die Verhängung dieser Strafe bezweckt, daß der Bestrafte
dadurch zur Besinnung kommt und umkehrt. Geschieht dies, so wird die Strafe aufgehoben. Diese Strafe ist
also per se stets revidierbar. Zu behaupten, Benedikt XVI. habe durch die Auhebung der Exkommunikation
einer Entscheidung Johannes-Paul II. aufgehoben, ist zwar materiell richtig, verkennt jedoch, daß dies
in der Natur der Sache selbst liegt. Benedikt dies vorzuwerfen, ist also mehr als infam: es ist dumm.
Johannes-Paul selbst hätte die Exkommunikation liebend gern aufgehoben, wenn die Bedingungen dazu zu
seinen Lebzeiten vorgelegt hätten. Bischof Williamsons Infragestellung der Holocaustzahlen und der Vernichtungsmethoden
der deutschen Schergen ist nach Kirchenrecht für die Verhängung der Exkommunikation völlig belanglos.
Die Arroganz des Zentralrates der Juden in Deutschland bei seiner Einmischung in inneren Angelegenheiten
der katholischen Kirche und seinen Anspruch auf ein diesbezüglichen Mitentscheidungsrecht, wird einmal
durch die Feigheit des deutschen Episkopats genährt, das jedesmal eine tiefe Kniebeuge macht, wenn der
Name „Juden“ erklingt, und zweitens durch die Feigheit deutscher Politiker, die sich vom ZRdJD herumkommandieren
und demütigen lassen. Die amerikanischen Juden heben sich wohltuend von ihren teutonischen Glaubensbrüdern
in ihrer Besonnenheit, Maßigung und fehlendem Hang zur Hysterie ab.
@ Schalom hat Probleme! Ich stelle amüsiert fest, daß Sie selbst nicht mit eigenen Namen auftreten,
kein einziges Argument zugunsten Kardinal Lehmanns anbieten, und sich darauf beschränken, die Kritiker
des Kardinals zu verunglimpfen. Sie tun also genau das Gleiche, was Sie den besagten Kritikern vorwerfen.
Gute Nacht, Schalom, schlafen Sie ruhig weiter und träumen Sie vom „korrekten“ Christentum des Kardinals.
@ lux in tenebris Es wäre schon viel gewonnen, wenn dieser Weg von denjenigen, die Ihn kennen, angeschlagen
würde. Im mystischen Leib Christi hat jeder sein Charisma. Die Verkündigung und die Verwaltung der Sakramente
sind in der katholischen Kirche primär Aufgabe des geweihten Priestertums. Jesus selbst, im von Ihnen
erwähnten Zitat, beauftragt seine Apostel – deren Nachfolger bekanntlich die Bischöfe sind – damit.
Es wäre schon viel gewonnen, wenn unsere Lehmänner und Zollitschen das unverkürzte Evangelium verkündeten
und nicht ein von den Regeln der „political correctness“ domestiziertes und verwässertes Christentum.
Alle übrige Christen können, jeder in seiner Weise und nach dem ihm eigenen Charisma, Zeugnis ablegen
und Frucht tragen im Leib Christi. Die kontemplativen Frauen- und Männerorden üben ihren Apostolat durch
Gebet und liebende Vereinigung mit dem Herrn. Dem Einsiedler kann man nicht den Vorwurf machen, er verkünde
das Evangelium nicht. Die mystische Realität der Kirche als Leib Christi ist deutlich genug auch als
Metapher, um derartige gedankliche Einengungen auszuschließen. Für den einfachen Christen ergibt sich
das Problem der Identität und der Orientierung dadurch, daß mehr und mehr Inhalte der Theologie, der
Liturgie und der Frömmigkeit in der Westkirche über Bord geworfen werden, weil der Gesichtspunkt der
Kleriker und „liberaler“ Katholiken nach dem 2. Vaticanum anthropologisch und politisch geworden ist,
bis zur Absurdität, Gott sei dem modernen Menschen nicht zumutbar.
Wozu brauchen wir Lehmann, Zollitsch et al.? Ich habe längst damit aufgehört, meinen religiösen Glauben,
meine Andachtspraxis, meine katholische Identität danach zu richten, was diese Windbeutel in Rot vor
sich herumblabbern. Wir haben die Heilige Schrift, die patristische Tradition , die Lehre der Päpste,
die Heiligen der West- und der Ostkirche, die heilige Liturgie der Ostkirche, all das, was Jesus Christus
und die Muttergottes über die Jahrhunderte hinweg bis zu unserer Zeit uns durch heilige Männer und Frauen
mitgeteilt haben, die „große Andachtsformen“ katholischer Frömmigkeit wie den Kreuzweg, die Verehrung
der heiligen Wunden, des heiligen Blutes, des heiligen Herzens Jesu, die Marienverehrung, die Sakramente
der Kirche… Was brauchen wir noch, um Gott wie Christen der einen, heiligen, katholischen und apostolischen
Kirche anzubeten und zu lieben? Anstatt meine Zeit mit einer Rede von Kard. Lehmann, von Erzb. Zollitsch
und wie sie alle heißen zu verschwenden, hole ich mir meinen Augustinus, meinen Thomas von Aquin, die
Schriften meiner Heiligen und meiner Lieblingstheologen heraus und lese sie. Ich habe längst aufgehört,
mich darüber aufzuregen, was Alt- oder Jungliberalen, mit oder ohne Kutte, über Gott, Religion und Kirche
an Ignorantes und Verbohrtes täglich zu verkünden haben. Ich gehe meinen Weg mit meinen guten Weggefährten,
mache die Tür zum Lärm der Welt und einer verweltlichten Kirche deutscher Sprache zu, und bin restlos
glücklich.
@ Martin Bieger: Dogmen & Wissen darüber Also sind Sie nicht in der Lage, mir ein Beispiel zu nennen,
wo ein Dogma der Schrift widerspricht. Sie stellen tatsächlich einen Popanz auf! Daß Dogmen lediglich
Mittel zur erhalt der kirchlichen Macht seien, ist eine, angesichts der Dogmengeschichte, eher ignorante
Meinung. Vielleicht geben Sie sich die Mühe, Ihre Meinung zu begründen, ohne sich selbst der Lächerlichkeit
preiszugeben. Dies wird Ihnen, so befürchte ich, wieder nicht gelingen! Was suchen Sie eigentlich in
diesem Meinungsaustausch?
@ Martin Bieger Die von Ihnen implizierte Dichotomie zwischen Dogma und Wort Gottes ist ein Popanz. Ein
Dogma verkündet, was die Kirche als von Gott offenbarten Glaubens- bzw. Sitteninhalt hält. Kennen Sie
einen Fall, wo ein Dogma dem Wort Gottes widerspricht? Auch Ihre Kenntnisse darüber, was Unfehlbarkeit
bedeutet, scheinen mangelhaft zu sein (s. die Zurechtweisung von „defendor“). Der theologische Hintergrund
der Unfehlbarkeitslehre besteht aus zwei leicht einzusehenden Elementen: (1) Petrus ist der Fels, worauf
Jesus seine Kirche bauen will. Dessen Aufgabe ist es, Jesu „Schafen“ und „Lämmer“ zu hüten bzw. seine
Brüder im Glauben zu stärken. Dafür wird Petrus mit Macht ausgestattet, zu binden und zu lösen, und
mit dem Ratifizierungsversprechen Jesu. (2) Jesus selbst verspricht dieser Kirche seinen Beistand, bis
zum Ende der Welt („Ich werde bei euch sein …“). Ein Irrtum in den zwei für das Seelenheil der Menschen
wesentlichen Dimensionen des Glaubens und der Sittenlehre widerspräche dem Beistandsversprechen Jesu
an seine Kirche, denn dadurch wären die Menschen in die Irre geführt und damit von den Quellen des Heils
entfernt. Dieser Beistand Jesu seiner Kirche gegenüber konkretisiert sich im besonderen Beistand Jesu
Petrus gegenüber, den Er als obersten Hirte und Lehrer seiner Kirche eingesetzt hat. Dies bewahrt Petrus
(und seine Nachfolger im Amt) um des Seelenheils willen vor Irrtum im oben erklärten Sinne. Ansonsten
bleibt Petrus ein fehlbarer und sündiger Mensch, wie wir alle.
Erzb. Zollitsch und kein Ende Erb. Zollitsch hört nicht auf zu überraschen. Bald wird er uns erklären,
Karfreitag sei gar nicht historisch zu deuten sondern rein symbolisch, um zu zeigen, wie sehr Gott sich
um uns kümmert, also wie nett und sympathisch Er eigentlich ist. Die Diskrepanz zwischen Gottes Sympathiebekundung
dem Menschen gegenüber und der extrem blutigen Form, welche diese am Karfreitag (symbolisch, versteht
sich) angenommen haben soll, will der adrette, mediengerechte erzbischöfliche Vermittler erst in einer
Folgesendung zu erklären versuchen. Wir sind gespannt. Letztendlich hätte der liebe Gott den Menschen
seine Sympathie durch ein freundliches Lächeln bezeugen können und seine Solidarität mit dem eigentlich
von Ihm bei dem Schöpfungmythos so gewollte schwache Kreatur durch einen ermunternden Klaps auf dem Po
derselben Kreatur auch zum Ausdruck bringen können. Wozu, also, die blutrünstige Symbolik der Kreuzigung
und einer dreistündigen Agonie des (metaphorischen) „Sohn Gottes“? Der erzbischöflichen Phantasie sind
keine Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, eine dem heutigen Menschen „zumutbare“ Nacherzählung solcher
Geschichten anzubieten. Daß der liebe Gott auch ein gerechter Gott sei, dem der Sohn aus eigenem Entschluß,
aus Liebe für das gefallene Menschengeschlecht, sich als Sühneopfer darbietet zur Rettung desselben,
ist ja eine archaische Vorstellung, die bei modernen Kirchenmännern keine Gnade mehr findet.
@ wolfgang11 – Das Blut des Lammes Da dieser Vergleich aus der alttestamentarischen Tradition von Jesus
selbst angewendet wurde, hat Jesu, nach Ihrer Logik, sich selbst lächerlich gemacht. Lächerlich dagegen
ist der Versuch, die Antike mit den Augen der Moderne zu sehen, ohne sich die Mühe zu machen, durch fleißigem
Studium dieselbe Antike überhaupt zu verstehen. Aber, wenn Sie darauf bestehen, könnte man das Neue
Testament neu schreiben und alles, was Ihre Empfindlichkeit im geringsten stört, einfach tilgen. Ein
bißchen schwierig wird es bei Jesus Aussage werden, daß wer sein Fleisch nicht isst und sein Blut nicht
trinkt, des ewigen Lebens nicht teilhaftig wird. Schon damals hatten viele daran Anstoß genommen und
Jesus verlassen. Anstatt seine Aussage zu revidieren oder zurückzunehmen, fragte Jesus die anderen, ob
sie auch gehen wollten. So sehr hat er sich um die „Annehmbarkeit“ seiner Aussagen durch die Menschen
gekümmert, im Gegensatz zum heutigen kirchlichen „correctnes“. So, Wolfgang, bleiben Sie Christ, oder
sind Sie überhaupt einer?
Fatimas 3. Geheimnis Lt. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone ist das 3. Geheimnis bereits veröffentlicht
worden. Diese Behauptung des Kardinals kann nach Meinung kritischer Autoren nur für die eine Hälfte
des 3. Geheimnisses gelten. Die andere Hälfte sei weiterhin nur dem Papst und einem engen Kreis von Mitarbeitern
bekannt, weil sie zu fürchterlich wäre, um allgemeinbekannt gemacht werden zu können. Worum handelt
es sich? Unter den vielen Hypothesen gibt es eine, die von der Apostasie der Kirche redet. Wenn man so
sieht, wie wichtige katholische Persönlichkeiten und Verbände sich von wesentlichen Elementen katholischen
Dogmas, mit Behauptungen, die in anderen Zeiten als häretisch gegolten hätten (z.B. über die singulare
und einzige Heilsmittlerschaft Jesu Christi oder seinen Sühnetod für die Rettung der Menschen u.a.m.),
verabschieden, so gewinnt diese Hypothese an Plausibilität. Der stigmatisierten Laienschwester Maria-Martha
Chambon (1841-1907) offenbarte der Herr u.a. Folgendes:“ Von der Rechten des Vaters im Himmel nahm ICH
diese Qual an, um der göttlichen Gerechtigkeit Sühne zu leisten und das Menschengeschlecht zu retten.
ICH wollte deshalb auch…den Schmerz ertragen, um die verlorenen Seelen zu retten und ihnen den rechten
Pfad und den Eintritt ins Paradies zu öffnen.“ M.-M. Chambon, „Die Wunden unseres Herrn“ (mit Vorwort
von eh. Erzb. Karl Braun und Gutachten von Leo Kard. Scheffczyk), Christiana Verlag 2006. Die protestantische
Deutung der „Solidarität“ vertritt nun Erzb. Zollitsch…
@ Paulaner (Richtet nicht!) Ohne Urteil, kein Denken! Sie wollen gewiß nicht die geneigten Leser dazu
aufforden, auf ihr Denken zu verzichten. Vie überzeugender wäre es gewesen, wenn Sie gesagt hätten:„Urteile,
die auf einem Paar vom Kontext möglicherweise herausgerissener Zitate basieren, sind nicht seriös. Lest
euch doch die Gesamtinterview von Zollitsch im Hessischen Rundfunk, und dann urteilt.“ Das Urteil, wovon
Sie sprechen, meint ganz anderes als das Urteil, wovon hier die Rede ist – es hat mit dem Richten über
die Gesamtperson, deren Tiefen nich einmal der Person selbst, sondern nur Gott bekannt sind. Hier wäre
es für einen Menschen, sich als Richter über andere Menschen (oder gar über sich selbst) zu stellen,
wahrlich vermessen und vom der Schrift („Das Urteil ist mein“, sagt der Herr.) verboten.
@ Schalom Pius XI. verfasste die Enzyklika „Mit brennender Sorge“, unter maßgeblicher Mitwirkung vom
Kardinal Staatssekretär Eugenio Pacelli. Pacelli wurde am 2. März 1939 zum Papst gewählt.
@ caritatem (mit verminderter veritate) Die Losung soll sein: „caritatem in veritate“. Zur Botschaft Jesu
Christi gehören beide Elemente: die frohe- und die droh-Botschaft. Als Beleg dafür reichen die Evangelien.
Den „netten“ Jesus gibt es nicht: Er gibt alles und Er fordert alles. Die eschatologische Perspektive
verspricht nicht nur „Fröhlichkeit“, es sei denn auch die Hölle eine lustige, nie-endende Party darstellt,
mit einem nur winzigen Schmerz, daß man es nicht in den Himmel geschafft hat, so wie beim Abi. Der enge
Weg ist der breiten und lustigen auf jedenfall vorzuziehen, Pius-Bruderschaft hin oder her. Da werden
sich manche der „let’s go out and sin, there is no hell“- Bruder- und Schwesterschaft schon wundern (Reaktion
von Studenten der Universität Notre Dame, USA, nach einem Vortrag von Hans Küng 1964 (?).
@ Clarissa Colonia Sind Sie wirklich eine geistige Tochter der Hl. Clara von Assisi? Pardon my stupidity,
aber erklären Sie mir doch Ihren zweiten Namen „Colonia“. Warum nicht „Coloniae“ oder einfach „colonica“.
Vielleicht sollte ich Ihren Pamino dazu fragen.
@ Dr. Guillotin Sie meinen wohl chemisch! Nein, es wäre kein Verlust, eher ein Gewinn für die Kirche –
für die römisch-katholische, meine ich. Sie müßten jedoch auch ein Paar Bischöfe der Behandlung unterwerfen
bevor sie, wie man schön sagt, natürlich aus dem Dienst ausscheiden.
ZdK Pamphlet zur Judenmission von dt. Bischofskonferenz zurückgewiesen! Die Deutsche Bischofskonferenz
durch ihren Ökumene Beauftragten, Bischof Gerhard Müller, distanziert sich scharf von der ZdK Erklärung
zur Judenmission (www.bistum-regensburg.de). In seiner umfangreichen theologischen Stellungnahme „Das
Christus-Bekenntnis der Kirche im christlich-jüdischen Dialog“ wirf Bischof Müller der ZdK vor, „wesentliche
christliche Glaubensaussagen zu den Mysterien der Trinität und der Inkarnation, zur Erlösung und Rechtfertigung
des Sünders, zu Gnade und Erbsünde, zur universalen und einzigen Mittlerschaft Christi, zur Heilsnotwendigkeit
der Kirche, des Christusbekenntnisses und der Verbindung mit Christus in den Sakramenten, zum Verhältnis
von universalem Heilswillen und seiner ekklesialen und sakramentalen Vergegenwärtigung entweder relativiert
oder ungenau wiedergegeben“ zu haben. Das ZdK- Pamphlet „kann in keiner Weise als ein offizielles Dokument
der katholischen Kirche oder als authentische Darstellung des katholischen Glaubens und Bekenntnisses
angesehen werden.“ Eine Abfuhr erster Klasse! Die Lektüre des Gesamttextes von Bischof Müllers Stellungnahme
zum ZdK Pamphlet ist unbedingt zu empfehlen. Das ZdK soll dazu aufgefordert werden, sein unorthodoxes
Pamphlet zuückzunehmen, aus Sorge um Christen und Juden und um der katholischen Lehre willen, wozu auch
diese Verbandsvertretung von Funktionärskatholiken verpflichtet ist. Der Eindruck soll nicht entstehen,
daß das ZdK aus politischen Gründen (Judenverständnis), wie Pilatus, Jesus verkauft hat.
@ Eva B. Theologisch gesehen, befindet sich die Kirche Jesu stets im von Johannes Bosco beschriebenen
Zustand der Anfeindung durch den „Fürsten dieser Welt“ und seine Verbündete, im Sinne von: der Knecht
darf nicht eine bessere Behandlung erwarten als sein Herr. Dies hat Jesus im NT auch ganz klar vorausgesagt.
Auf welche konkrete, historische Situation sich eine Prophezeiung bezieht, ist immer äußerst schwer
zu beantworten (siehe Fatima). Wichtig und bleibend im Text von Don Bosco ist jedoch seine implizite Ermunterung
an alle Katholiken: die Kirche, der mystische Leib Christi, wird, wie Christus selbst, immer von denen,
die ihn ablehnen, bekämpft. Den Sieg wird die Kirche nur dann erringen, wenn sie an den zwei Säulen
gebunden bleibt: die Gottesmutter und Mutter der Kirche, Maria, und die Eucharistie, d.h. Jesus Christus
unter uns leibhaftig präsent. Don Boscos prophetischer Traum ist für alle Christen eine Ermunterung,
keine Angst um das Schicksal der Kirche zu haben. Eine Beteuerung von Jesus Beistandsversprechen: „ Ich
werde bei euch sein bis zum Ende der Welt… Die Kräfte der Hölle werden nicht obsiegen!“ Hier kommt
auch die salesianische Spiritualität zum Tragen, basiert auf drei Säulen: Unverbrüchliche Loyalität
zum Nachfolger Petri (wer immer er sei!), die Gottesmutter, die Eucharistie. Heute besonders aktuell!…
Don Boscos prophetischer Traum Aus der Biographie des Heiligen Don Bosco geht hervor, daß die Kommunikation
zwischen dem Himmel und dem Heiligen in der Gestalt von Träumen stattfand. Diese Träume pflegte Don
Bosco seinen Mitarbeitern und in manchen Fällen (z.B. wenn es sich um bevorstehende Todesfälle unter
seinen Schülern handelte) der versammenten Schülerschaft bei der traditionellen „Gute Nacht!“ Rede (eine
kleine Rede, die Don Bosco vor gesammelter Jugendschar vor dem ins Bett Gehen zu halten pflegte), zu erzählen.
Es sind Prophezeiungen mit verschiedenem Inhalt. Der Traum der Kirche als vom Papst gelenktem Schiff in
der Seeschlacht, die ihre Rettung in der Marien- und in der eucharistichen Frömmigkeit findet (die zwei
Säulen), ist eine der berühmtesten prophetischen Träumen Don Boscos, der, nebenbei gesagt, eine bedeutende
Rolle im I. Vatikanischen Konzil als starker Verfechter des Dogmas der päpstlichen Unfehlbarkeit spielte,
wie aus den „Memorie Biographiche“ des Don Boscos Biographs, P. Giovanni Battista Lemoyne, hervorgeht.