Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@ Przybislav Iamesseblo Was haben Sie denn nur immer mit Ihren Anglikanern? Ist da eine entscheidende
Info an mir vorbeigegangen und haben die HeinrichVIII-Nachfahren die Westminster Cathedral übernommen?
@ Deutscher Michel Ihrem letzten Beitrag kann ich nur voll zustimmen. Die 5 Punkte müssten alle bejaht
werden, jeder weitere Kampf um und für die Wahrheit wird dann fruchtbar stattfinden. Andernfalls schadet
die PB der Kirche und der Wahrheit in erheblicher Weise. Dann werden nämlich die Feinde der katholischen
Glaubenswahrheiten und Positionen, die die PB prominent vertritt, ein noch viel leichteres Spiel haben.
Alle anderen kirchlichen Gruppen, die sich für die katholische Rechtgläubigkeit und die Tradition einsetzen,
werden es noch schwerer haben, und nicht weniger der Heilige Vater. Die PB muss positiv auf die 5 Punkte
reagieren, aus Gründen der Wahrheit und Liebe.
auf offizielles warten Es ist erst noch einmal abzuwarten, bis die offizielle Antwort der FSSPX in veröffentlicht
ist und damit auch klar wird, wie die römischen 5 Punkte exakt lauten. Aber wenn die medialen Vorboten
wirklich der Wahrheit entsprechen, dann Gute Nacht. Ich habe kein Verständnis für die Kritik an angeblich
unklaren Forderungen Roms. Was ist wohl daran unklar, wenn der Papst das fordert, was für alle Katholiken,
eigentlich alle Christen gilt: die grundsätzliche Anerkennung seiner Primatialgewalt bzgl. Lehramt und
Jurisdiktion, und zwar unabhängig von weiteren Fragen und nur spezifiziert durch die üblichen dogmatischen
und moralischen Klauseln. Ich muss Theophil zustimmen. Auch ich bin, sollte die Meldung stimmen, sehr
enttäuscht. Ab diesem Punkt ist eine neue Stufe erreicht und man muss sich die Frage neu stellen, wie
es noch um die Katholizität der PB steht.
Eichendorff Danke für den Beitrag. Sie nehmen mir damit das Wort aus dem Mund. „Bastionen geschliffen“
gehört in dieselbe Kategorie wie „das verbiete ich mir!“; kann man natürlich auch, trifft aber gerade
nicht zu, wenn man sich etwas „verbittet/verbat“. Naja, Deutsch eben.
Benedikt Zunächst ist es nicht richtig, daß sich RS nicht hätte auf den alten Ritus beziehen können,
da er a. nie abrogiert war und b. nach wie vor „römischer Ritus“ war. Auch kann von einer „fingierten
Rechtsordnung“ für das Meßbuch von 62 kann nicht die Rede sein, weil die Rechtsbestimmungen für eine
Liturgie selbst Teil ebendieser Liturgie sind. Daraus ergibt sich eben auch das Prinzip der Nichtvermischung
zweier Riten oder meinetwegen Formen. Was der Hl. Vater mit der „gegenseitigen Befruchtung beider Formen“
meint, ist gerade keine Vermischung der Formen und Rechtsbestimmungen, sondern findet auf intellektueller
und emotionaler Ebene statt; für eine rechtliche Ausgestaltung ist dann allein der Heilige Stuhl zuständig.
Benedikt Nochmals: hier ist es nicht von Belang, ob man von „Ritus“ oder „Form“ spricht. Man kommt nicht
darum herum zu akzeptieren, dass es für den röm. Ritus derzeit je Form zwei unterschiedliche rechtsrelevante
Regelsysteme gibt. So ist es schlicht gegenstandslos, Redemptionis Sacramentum auf den „alten Ritus“ anzuwenden,
schlicht weil er sich auf die Probleme mit dem „neuen Ritus“ bezieht. Dass der CIC 1983 kein ausdrückliches
Verbot der Frauenministranten kennt, sondern dass diese Frage partikularrechtlich hinsichtlich des neuen
Ritus geregelt wird, berührt nicht das interne und externe Regelwerk für das Meßbuch von 62, das hier
völlig klar in der Sache ist.
Benedikt Von einer Gesetzeslücke kann nicht die Rede sein, denn wenn das gesamte Meßbuch von 62 gilt,
dann auch seine Rubriken und liturgischen Bestimmungen, die im Meßbuch selbst stehen oder extern publiziert
sind und auf es bezogen sind. Entscheidend ist für die Geltung, welche zuletzt gültigen Bestimmungen
für das 62er Meßbuch erlassen sind. Zu Ihrer Generalisierung des Problems: ich sehe zwar die Sache so,
daß Frauen prinzipell keinen Altardienst tun sollen, aber dennoch ist es eine den jeweiligen Ritus bzw.
Form betreffende Angelegenheit, insofern nämlich, als die Frage den Geist und das kultische Gesamtkonzept
einer Liturgie betrifft. Ob nun Mädchenministranten der neuen Liturgie entsprechen, würde ich persönlich
ebenso ablehnen, aber dass sie der alten Liturgie widersprechen, zeigt der für das 62er Meßbuch geltende
Regelwerk.
benedikt Sie übersehen, daß die liturgischen Bestimmungen im alten nicht anders als im neuen römischen
Meßbuch rechtlicher Natur sind, und wie der CIC von 1983 den neuen Ritus (ich nenne es eben doch mal
so) voraussetzt, setzt z.B. das Verbot von Frauen im Altarraum im CIC von 1917 den alten Ritus voraus.
Nun kommen Sie mir in diesem speiziellen Punkt nicht damit, dass der 1917er ausgedient habe (was aufs
ganze gesehen natürlich stimmt): denn als liturgische Vorschrift, die sich auf den alten Ritus bezieht,
ohne für diesen je aufgehoben worden zu sein, hat dieses Verbot den Rang einer Rubrik bzw. denselben
Wert für den alten Ritus, wie die Instruktion Redemptionis Sacramentum für den neuen.
dreigliedriges Weiheamt Konrad irrt mit seinen Schlussfolgerungen. Wenn die Priesterweihe als 2. Stufe
des einen einzigen Weiheordo gültig nur Männern gespendet werden kann, dann gilt das für das gesamte
Weiheamt auf allen drei Ebenen. Das müsste seit dem Vat II bzw. dem Wegfall aller nichtsakramentaler
„Weihen“ noch klarer geworden sein, als es ohnehin schon war.
Na, Gotthard Sie ziehen aber auch jeden Schuh an, den man Ihnen hinstellt, oder? Lesen Sie mit Verstand,
was ich geschrieben habe, und Sie erkennen schnell, dass das nichts mit angeblichen „Vorzügen“ der Versus-Populum-Zelebration
zu tun hat, sondern einfach mit der Segensrichtung. Die war früher auch stets in Richtung Segensempfänger.
Und das „lauter Sprechen“ des Confiteor nimmt einfach eine Möglich des zweiten Confiteor bei dessen Wegfall
in das erste hinein, da das erste die Bedeutung des zweiten dann mit übernimmt. Alles klar jetzt? Und
wenn nicht, dann frischen Sie doch mal Ihre Erinnerung auf und gehen Sie in eine Messe nach altem Ritus.
Wer weiß, vielleicht bekommen Sie dort etwas geschenkt, was Sie gar nicht vermutet hätten.
pro Confiteor Ich würde das zweite Confiteor und die folgende Absolution der läßlichen Sünden sehr
vermissen. Es ist sehr segensreich. Anderenfalls müsste das Confiteor im Stufengebet lauter gesprochen
und die Absolution versus Ministranten und Volk erteilt werden.
clair Frauen können die Weihe nicht empfangen. Das wissen Sie allerdings selber auch. Und bevor jetzt
ein Hinweis auf irgendwelche montanistischen Gepflogen der Antike kommt, gebe ich zu bedenken, dass es
sich dabei nicht umsonst um eine häretische Sekte gehandelt hat und dass es sich, wo Häresie vergesellschaftlicht
wird, meist um ein ganzes Bündel von Schräg- und Falschheiten handelt.
Claire Kölsch Also jetzt bleiben Sie mal am Boden. Ich weiß ja nun nicht, was Sie zu Art, Tonfall und
Umfang Ihrer, zugegeben mitunter nicht uninteressanten, Postings veranlasst. Aber regen Sie sich hier
mal nicht über die joviale Anrede durch Sozialkatholisch auf. In Sachen unbegründeter und ungebetener
Familiarität sind Sie doch unübertroffen.
doncamillo Nein, wer hier offenkundig nicht mit Rechtstexten umgehen kann, sind Sie. In can. 1248 § 2
ist die Rede vom „Fehlen eines geistlichen Amtsträgers“. Dass ein solches Fehlen vorliegt, wenn z.B.
direkt vor Ort kein Priester verfügbar ist, ist hier gar nicht ausgesagt. Hier muss man zur richtigen
Bewertung die Frage einbeziehen, welche Umstände für einen Gläubigen zumutbar sind, zu einer Sonntagsmesse
zu gelangen. Es ist kein „schwerwiegender Grund“, um fernzubleiben, wenn nicht gleich vor der Haustüre
die nächste Gelegenheit zur Messe ist.
ruhrgebietler Das heißt, daß das Original gegenüber der deutschen Übersetzung leider keine Entlastung
darstellt. Bleibt nun nur noch zu hoffen, daß das Zitat schlicht falsch ist. Man darf gespannt sein.
hat doch so keinen Zweck! Die Frage ist, was Fellay wirklich gesagt hat und ob es sich bei der „Beitritts“Aussage
um eine falsche Übersetzung handelt oder nicht. Wenn nicht, ist das mehr als ernüchternd. Dann muß
man davon ausgehen, daß die FSSPX für eine wie auch immer geartete Profilschärfung auf Unversöhnlichkeit
setzt, die letztlich unweigerlich ins Sektenwesen führen würde, und dafür sogar eine ekklesiologische
Kehrtwende in Kauf nimmt. Bis auf weiteres hoffe ich noch auf eine falsche Übersetzung oder Berichterstattung.
Lieber Engelhardt, nun kann ich mich nicht erinnern, dass ich Ihnen das Du angeboten hätte, aber seis
drum. Der Sache nach vermischen Sie Dinge, die nicht notwendig zueinander gehören. Eine Sache wird weder
richtig noch falsch durch den, der sie behauptet. Höchstens der Vorgang des Bahauptens selbst kann je
nachdem erfreulich, berechtigt, abgeschmackt etc. werden. Noch etwas: wenn jemand schreibt, ich sei ein
„Idiot“, dann muss nicht ich ihm nachweisen, dass er es böse gemeint hat, sondern er muss, falls er das
überhaupt gegendarstellen will, erklären, wie er das anders als herabwürdigend gemeint haben will.
Dann bleibt aber immer noch die Frage, wie ernst die Erklärung genommen werden kann, auch vor dem Hintergrund
allgemeinen Sprachgebrauchs.
Lieber Engelhardt Wen meinen Sie denn mit „Nazipack“? Und von wem muss die Relevanz, die Sie beschreiben,
nachgewiesen bzw. widerlegt werden: von denen, die das Vorhandensein solcher Textstellen benennen, oder
von denen, die das primäre Anrecht auf diese Texte geltend machen? Werden Sie doch mal deutlicher!
@ Kurt K. Ihre differenzierte Antwort ehrt sie. Gleich vorneweg: ich sehe keinen Änderungsbedarf an der
bisherigen Fürbitten von 1962. Aber das tut jetzt nichts zur Sache. Ich denke, dass dieses „wir nur,
wenn ihr auch“ zwar nicht zur Handlungsmaxime taugt, dagegen aber sehr zur Motivklärung. Etwaige Fragen
könnten hier an die jüdische Seite sein: 1’) seid ihr wirklich so verletzt oder 2’) gehts doch eher
um ein Machtspiel? Wenn 2’) zutrifft, was interessiert das dann noch? Wenn 1’) zutrifft, dann die Frage:
seid ihr verletzt, 1’’) weil es speziell euch trifft oder 2’’) weil ihr es generell unschön findet, über
andere despektierlich zu sprechen? Wenn 21’) zutrifft, dann mündet die Sache in 2’). Wenn dagegen 1’’)
Wenn 2’’) zutrifft, dann bleibt immer noch zu klären, ob das angeblich Verletzende einer Fürbitte, die
mit biblischen Worten das Heil im christlichen Sinn für Juden erbittet, gleichzusetzen ist mit Verunglimpfungen
wie „Bastard“, die keinen positiven Wert erkennen lassen. Erst hier beginnt die ganze Geschichte für
mich überhaupt erst sachlich diskussionswürdig zu sein. Da ich mir u.a. diese Fragen bereits gestellt
und beantwortet habe, bin ich auch zu dem Ergebnis gekommen, das ich oben schon genannt habe.
tja lieber Student Richtig, es gibt Gewichtsklassen beim Boxen. Aber es ist doch schon so, dass der erste
Sieger beim Bundesschachwettbewerb nicht besser sein wird als der zweite, fünfte oder meinetwegen zehnte
bei den Weltmeisterschaften, es sei denn, er ist selbst einer unter den erste zehn. Und nochmals etwas,
was hier gerne übersehen wird: in den Medien wird (wie toll, wie toll!!!) hervorgehoben, dass die teutschen
Ladies nicht ein einziges Tor kassieren mussten. Bei der gesamten WM kein einziges Tor! So schlecht waren
also die anderen Mannschaften. Und soo gut die teutonische? Gleich noch viel besser gar als die (ernst
zu nehmenden) deutschen männlichen Kollegen? Alles Unsinn. Mit schwachen Gegner kann man schlecht seine
Stärke unter Beweis stellen. Schon mal mitbedacht? Also: „Wenn hier die Damen dem direkten Vergleich
mit dem Männern nicht standhalten, dann sollte auch keine Gleichheit behauptet werden.“ Beim guten Koch
entscheidet, ob es gut schmeckt, und nicht, ob er gemessen an seinen natürlichen Voraussetzungen beim
Kochen sein Bestes gibt. Weiterlernen, Student.
Sagen Sie mal, Wandregisel: Ist das so furchtbar schwer zu sehen, dass die ganze Vergleicherei wirklich
Unsinn ist? Wenn man Ihren Beitrag liest, könnte man bis zur vor Schluss meinen, Sie hättens wenigstens
kapiert. Doch dann kam der eine Satz, mit dem Sie die Katze aus dem Sack lassen: „Die Leistung der Frauen
ist allein auf Grund des ersten Platzes nun mal mindestens genauso hoch einzustufen, wenn nicht sogar
höher.“ Zum Thema „sinnvoller Vergleich“ lesen Sie doch bitte mal mein vorangegangenes Posting.
@ heinz josef jaja, böse Natur, ungerechte Schöpfung… Jetzt reden Sie halt nicht einen solchen Schmarrn.
Es geht hier doch nicht um eine Benefizveranstaltung, dass man immer alle Leistungen gleichermaßen beklatschen
muss. Wie dämlich wäre es denn, den Bundessieger von „Jugend musiziert“ und mit dem Bundessieger von
„unmusikalische Jugend musiziert“ auf dasselbe Treppchen zu stellen (nun stoßen Sie sich bitte nicht
wieder am Vergleich). Grundsätzlich: Die ganze Auftrumpferei gegenüber dem Männerfußball (von wegen
„die waren ja nur dritter“ u.ä.) kommt nicht von der normalen Fußballwelt; wenn man derlei unter „Kindergarten“
verbuchen kann, dann stört es mich nicht weiter, ernst nehmen wird man es aber nicht. Und wie es mit
der Qualität und der Vergleichbarkeit der Männermannschaften und der Frauenmannschaften je untereinander
aussieht? Astronomische Tortreffer auf deutscher Seite und NULL Gegentore – da scheint es mit einem ordentlichen
Wettkampf auch nicht weit her zu sein (kein Wunder, dass ein Blümchen unter lauter Gras einsam herausragt…
poetisch, gell?).
@ Heinz Joseph Na, den Mädels sei ihr Erfolg ja wirklich vergönnt. Aber bei den Tatsachen sollte man
schon noch bleiben. Es ist einfach kindisch bzw. mädi-like, diese Art Fußball aufs Treppchen des Männer-Fußballs
stellen zu wollen, wie es manche Girlies (nicht nur hier) tun. Wie gesagt, ein direkter Vergleich würde
hier schnell Klarheit bringen.
@ sweetdragon Zitat: „Frauenfußball ist klasse – und wesentlich besser und erfolgreicher als die Männer
sind sie auch.“ Was für ein Schmarrn. Dann lass mal die „Weltmeister“-Mädels da mit irgendeinem Verein
aus der Bundesliga spielen, ohne Gentleman-Rücksichten und ganz normal, dann wird sich ganz rasch zeigen,
dass hier nicht vom selben Niveau die Rede ist. Vom Vergleich mit einem WM-Sieger (Männer) sehe ich ab,
um die Vorstellung nicht zu grotesk zu machen.
Rudolfus, danke für die Gedächtnisstütze. Ich habe das Kleingeschriebene (=mein 3 Monate altes Zitat)
nicht gelesen, mich nur gewundert, dass Sie mir in einem anderen Thread „antworten“ als dort, wo ich Sie
kurz zuvor angeschrieben habe. Zur Sache. Sie schreiben: „Außerdem werden, wie man weiß, gottesfürchtige
und kirchentreue Nationen (wie Irland und Österreich) innerhalb der Heilsgeschichte mit Katastrophen
geschlagen, während andere, widergöttliche Nationen (wie England und die USA) unbeschadet, im Verbund
mit dem Teufel, die Welt regieren dürfen.“ Die integralistische Weltsicht, die hier durchscheint, halte
ich für sehr problematisch und befinde mich damit durchaus in (vorkonziliarer!) päpstlicher Gesellschaft.
Auch wenn die Völker im Großen vollziehen sollen, was der Einzelne für sich tun soll, nämlich Gott
die Ehre zu geben, geschieht es doch nicht (und das ist wesentlich!) in derselben Weise: Der Einzelne
kann und muss dem Gebot unmittelbar folgen, eine soziale Einheit kann das nur mittelbar über die Einzelpersonen
in deren jeweiligen Positionen (andernfalls, wenn der Weg über die Einzelglieder umgangen wird zugunsten
einer davon unabhängigen Insitutionalisierung, gilt das Wort Christi, dass sein Reich nicht von dieser
Welt sei). Die Durchsetzung der Ehre Gottes wird zwar nie das Ziel aller Glieder einer Gesellschaft, eines
Staates etc. sein, aber die Durchsetzung der Ehre Gottes entbindet nicht von der eigentlich primäre Mühe
des Überzeugens. Alles andere ist kontraproduktiv
nun ja… Rudolphus … dass das Dogma nicht nur Klärung, sondern immer auch selbst erklärungsbedürftig
ist, ist ein Faktum, das sich aus der Natur menschlicher Sprache ergibt. Diese Aussage hat nichts mit
metaphysischem Relativismus zu tun, sondern mit der Tatsache, dass selbst klipp und klare Aussagen erst
einmal auf die unterschiedlichsten Denk- und Existenzprobleme angewandt werden müssen, was umgekehrt
zu einem tieferen Verständnis des Glaubenssatzes führt. Das ist auch der Job u.a. der Dogmatiker, und
ist es immer gewesen. Die große Kunst ist dann, bei der Anwendung des Dogmas auf eine konkrete weiterführende
Fragestellung weder das Dogma zu verwässern noch die Frage zu marginalisieren. Was hat das nun mit Ihnen
zu tun? So, wie Sie das Depositium Fidei zu verstehen scheinen, wäre jede Theologie schon immer überflüssig
gewesen, inkl. Athanasius, Gregor, Thomas, Bonaventura etc. Und unsachlich wäre eine solche Sicht obendrein,
da sie verkennt, dass die Verkündigung von Dogmen so gut wie immer durch theologische Streitfragen herausgefordert
wird.
@ Burgorus Gut, dann kann ich Ihre Reaktion besser verstehen, wenn Sie einen ähnlich gelagerten Fall
aus eigener Erfahrung kennen. Nun weiß ich natürlich nicht, ob es im hier diskutierten Fall auch jemanden
gab, der sich ähnlich aufführte wie die Dame, die Sie zitiert haben. Die strittige Aussage legt die
Vermutung aber nicht nahe. „Im Übrigen ist ‘Beleidigung’ immer eine Ausrede. Wem’s um die Sache geht,
der sieht drüber hinweg.“ Da ist was dran.
@ Burgorus „audiatur et altera pars“ – zugegeben. Trotzdem stimmt, was ich eben Maledica geschrieben habe.
Es geht da weniger ums Rechthaben als darum, keine atmosphärischen Dünste auszusondern, die es – meinetwegen
schwachen – Zeitgenossen schwer machen, ins Boot zu kommen. Freilich ist es auch ein Unterschied, ob etwas
in die Runde hineinverdächtigt wird oder ob jemand mehr oder weniger direkt angesprochen ist (nach wie
vor gilt, dass mein „Beispiel“ eben nicht Sie persönlich gemeint haben kann). Ob sich aber der Unterschied
im konkreten Fall auch so haarscharf zeichnen lässt bezweifle ich. Ob zurecht oder nicht werden sich
zunächst die anwesenden Damen attackiert fühlen. Und so groß war die Schar der Teilnehmer wohl nicht,
dass man sich hätte unangesprochen fühlen können. Ich sags nochmal, es geht um die Effizienz und nicht
ums Auseinanderdividieren möglicher Bündnispartner. Außerdem, einen bairischen Gruß dem Landsmann.
Maledica Natürlich „lieber mal im Ton vergriffen als…“. Das Problem dabei ist nur, dass so etwas sehr
schnell völlig unnötige Spannungen schafft und einen persönlichen Keil in Gruppen treiben kann, die
das Zeug hätten zusammen zu arbeiten. Also Anstand wenigstens im Sinne der Effizienz.
@ Burgorus – Beispiel „Sie sind doch sicher Onanist!“ – Na, empört?? Nur weil ich etwas unterstelle,
was wahrscheinlich schon einmal passiert ist, und weil Sie dies als Bloßstellung empfinden, selbst wenn
die Aussage stimmt? Mit so etwas treibt man Menschen schnell in die Defensive. Auch wenn ich recht hätte,
wäre es unmöglich, Sie in dieser Weise anzugehen. Schließlich haben Sie derlei Verhalten hier niergends
beworben. Vielleicht haben Sie sogar Gewissensprobleme. Wenn das bei solchen Fragen schon beklemmend für
den munter drauf los Verdächtigten werden kann, um wieviel mehr dann bei Fragen wie Abtreibung und Co.?
Zuletzt „pardon“ für das Beispiel, es war nicht persönlich gemeint. Dem Anliegen des genannten Herrn
ist völlig beizupflichten, sein Stil ist schlecht und kontraproduktiv.
@ oh Marina… Ich wollte sicher gehen, dass Sie heute nicht einfach einen schlechten Tag haben, und habe
mir ein paar weitere ihrer Postings angesehen. Sie schreiben ja in einer herzzerreißenden Unbekümmertheit
vor sich hin. Muss man auch können.
@ Kommentarschreiberling Im obenstehenden Elaborat heißt es mit Bezug auf die sog. „Neokonservativen“:
„Sie sind inwendig genauso leer, gottlos und verweltlicht wie die Linken. Ihr Versuch, Fassaden zu polieren
statt sich um den Kern des Gebäudes zu kümmern, macht die Täuschung nur noch größer.“ Verleumderischer
und dummer Unflat. Soweit reichte es aber beim Schreiberling noch, dass er wenigsten nicht so dämlich
war, noch seinen Namen dazuzuschreiben. „Klug wie die Schlange“ und „einfältig wie die Taube“ ist etwas
anderes als „bauernschlau“ und „dumm wie Brot“. Kann sich der Schreiberling mal überlegen. Wenn er kann.
@ Rudolfus Die Kardinäle wählen den Papst und nicht der eine Papst den nächsten. So ist es katholische
Sitte. Und das päpstlich-monarchische Prinzip verträgt sich mit keiner irgendwie gearteten Erbmonarchie.
Ein Blick in die Geschichte erhellt, warum das so ist. Von theologischen Argumenten ganz zu schweigen.
@ litti-jungabiturient Du wiederholst dich. Findest Du Deine Frage so wichtig, um sie gleich in zwei Strängen
zu stellen? Mach doch mal richtig Polemik, wenn Du kannst! Und nicht so langweiliges Ankratzen…
@ matt2 Sorry, aber es ist sicher nicht kreuz.net, das hier „Aufklärungsarbeit leistet“. Es erinnert
lediglich an einen Vorgang, der schon vor einem guten Monat stattgefunden hat und worüber auch die Presse
berichtet hatte. Dennoch, schaden kann’s ja nicht, wenn man die Erinnerung immer mal wieder aufweckt.
@ czibo Naja, so „verdient“, wie Sie Herrn Küng darstellen, ist er nun auch nicht. Noch nicht einmal
sonderlich originell. Interessant war er, allerdings auch nur durch die am Ende marginale Tatsache, daß
er als Priester und Theologieprofessor Unerwartetes, der Sache nach aber Oftgehörtes verlauten ließ.
Also wirklich „verdient“?? Interessant ist es allemal, dass sich dieser Mann nicht zu fein ist, Auszeichnungen
von mutmaßlichen Geistesgenossen verschiedener Logen entgegenzunehmen. Immerhin: dann sollten wir uns
auch nicht zu fein sein, diesen Zugang zu seinem Denken, den er uns da öffnet, zu betreten. Finden Sie
nicht?? Das Herr Küng doch so „verdient“ ist, wäre alles andere schändliche Missachtung. Gell?
@ Rudolfus Das ist ja alles unbestritten. Aber Sie sprachen im Zusammenhang mit dem Tsunami von Strafgerichten
Gottes. Diese hätten prinzipiell eschatologischen Charakter und nicht einen kirchenrechtlichen. Schon
gar keinen sekularrechtlichen. Oder möchten Sie sagen, man sollte – die technischen Möglichkeiten und
einen entsprechenden Richterspruch vorausgesetzt – künftig Tsumanis auf prominente Sündenpfuhle losschicken,
wurscht, was diese sonst noch außer Sündern unter sich begraben? Sie haben außerdem noch nicht genügend
gezeigt, dass Ihre Äußerungen einen Unterschied kennen zwischen Sünde und Straftat/Ordnungswidrigkeit.
@ Rudolfus Warum, um alles in der Welt, sind Sie nur so berechenbar! Zitat: „Es gibt sehr wohl auch irdische
Gerichtsinstanzen – nämlich innerhalb der Kirchenordnung und innerhalb der Staatsordnung, selbst in der
Hl. Schrift.“ Sind Sie Papst oder Bischof? Arbeiten Sie als Diözesanrichter? Beides erstere glaube ich
nicht, letzteres hoffe ich nicht. Sie haben wohl kaum Anteil an der von Gott dem Weiheamt verliehenen
Jurisdiktion, oder? Und vielleicht kennen Sie auch den tieferen Sinn, warum die geistliche Jurisdiktion
an Amt und Weihe gebunden ist und eine Prolepse des Gottesgerichts darstellt, aber auch nur insofern bestand
hat, als es von zweiterem her gedeckt ist? Anders gesagt: Gott ist die gerichtliche Letztinstanz. Wenn
nicht, denken und schlagen Sie nach. Literatur dazu gibt es genügend. Vom weltlichen Recht rede ich hier
nicht, da es keine Bedeutung speziell mit Blick auf das Jüngste Gericht hat.
@ Rudl und Co „Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet.“ Ums Urteilbilden kommt kein Mensch
herum, ums Verurteilen allerdings. Lasst mal besser dem Herrgott selbst den Jüngsten Tag! Und darüber
hinaus hört mal auf, euer Unvermögen so unvorteilhaft und peinlich zur Schau zu stellen. Man ist ja
schließlich auch noch Ästhet!
Rudl spinnt wieder Hören Sie doch endlich auf mit Ihrem ungekonnt-abartigen Schwachsinn. Sehen Sie es
ein, Sie haben nicht das Zeug zu einem Propheten. Dazu versprühen Sie viel zu viel Genugtuung bei Ihren
Strafinterpretationen gegenüber Fremden. Ernster nehme ich sowas dann, wenn jemandem etwas Schweres zustößt
und dieser selbst es als Strafe versteht und entsprechend aufopfert. Aber bitte, bleiben Sie mit Ihrer
Erklärerei weg.
@Kurt Was ich gesagt habe, trifft noch immer: Warum soll ein Verein, der es sich zur Aufgabe macht, ungeborene
Kinder und deren schwangere Mütter zu unterstützen, gleich ein Rundumpaket anbieten müssen, um als
gerechtfertigt zu gelten? Ist mir nicht einsichtig. Eine Gesellschaft ist auf eine Vielzahl verschiedener
Hilfsprojekte und Betreiber angewiesen. Die Aktivitäten können ineinandergreifen – und tun es ja auch! – ,
ohne daß alles „aus einer Hand“ angeboten wird. Nun kenne ich nicht genau die Situation in anderen Ländern,
aber in Deutschland werden Alleinerziehende staatlich massiv unterstützt. Private und kirchliche Aktivitäten
ergänzen das Angebot nicht unbeträchtlich.
@ Kurt Sie tun ja so, als wäre die Hilfe des genannten Vereins nur als Rundumsorgepaket etwas wert. Oder
glauben Sie, daß z.B. ein Professor, der einem gefährdeten Studenten durch die Abschlußprüfung hilft,
auch gefälligst für dessen künfigen Arbeitsplatz zu sorgen hat… Wollen Sie denn den Rest der Gesellschaft
aus der Verantwortung nehmen?
@ tja… Was der gute Williamson da so alles vom Stapel lässt… 1. Die FSSPX sollte sich, wie schon
mehrfach hier erwähnt, umgehend dazu äußern. 2. Williamson sollte weniger fadenscheinig darlegen, warum
er meint, der Heilige Vater sei zwar häretisch, aber nicht willentlich bzw. wissentlich. Also einfach
so passiert? Ein ahnungsloses Opfer dieser ganzen „falschen Philosophie“? Wer, bitte, glaubt denn dieser
Williamson zu sein? Ein zweiter Aquinate? Oder des Papstes Beichtvater und Inquisitor in einer Person?
3. Wollen wir mal nicht hoffen, daß Williamson auf die Idee kommt, eine der unendlich vielen gegenpäpstlichen
Sedisvakanzen zu beenden. Willi I.? Wäre doch schrecklich. Also, mal ohne Spaß: die Priesterbruderschaft
hat hier dringenden Klärungs- und Aufklärungsbedarf. Bitte nicht versäumen!
Fee med. dent. Sag doch mal, was bist du denn nur so ungezogen zu Theophil? Und gleichzeitig so auf ihn
fixiert? Fehlt dir was oder jemand? Oder sind es einfach die Monatsbeschwerden? Mal im Ernst: hast du
es nötig, deine Argumente so vorzubringen?
@ Benedikt mit „k“ Sorry, Benedikt, dass ich mich mit dem „k“ vertippt habe. Ich meinte natürlich den
mit „c“. Aber bei dessen Postings ist eine Verwechslung ohnehin ausgeschlossen.
@ Benedict Zum Nachfragen muss man aber erst einmal Fragen, was wiederum eine Frage voraussetzt, die ihrerseits
das Produkt von Nachdenken ist, was seinerseits Denken voraussetzt usw… Sie sind mir zu langweilig.
Sorry. Dann schon lieber Rudolfus.
Benedikt Bevor Sie drauf los salbadern und mich hier so unqualifiziert angehen, lesen Sie erst mal, was
ich geschrieben habe. Wenn Sie dann immer noch der Meinung sind, dass „römisch-katholisch“ ein dogmatisch
brauchbarer Begriff ist, dann machen Sie sich bitte die Mühe einer Gegendarstellung. Schon jetzt viel
Glück dabei!
@ Typ Machen Sie sich nicht weiter die Mühe, Rudolfus vom Unsinn seines „römisch-katholisch“ überzeugen
zu wollen. Ich habe es im Diskussionsstrang „Alte Messe / Giftschrank“ auch versucht und bin kläglich
gescheitert. Aber vielleicht finden Sie ja doch das Kraut, das gegen diese spezielle Form von Ignoranz
gewachsen ist. Wer weiß?
@ Rudolfus „Es ist anzuerkennen, daß Sie inzwischen erfaßt haben, daß die Kirche Christi mit der römisch-katholischen
Kirche ident ist. Tatsächlich ist „römisch-katholisch“ eine genau „eingeengte“ Konfession – wer sollte
denn sonst noch damit gemeint sein?“ Gut, jetzt bin ich mit meinem Latein am Ende. Gegen solche Ignoranz
kommt man schlicht nicht an. Entweder Sie sind zu begriffsstutzig oder zu stolz. Nichts für ungut, aber
jeder weitere Versuch scheint mir im Augenblick zwecklos.
@ ne, Rudolfus Lieber Mann, erst nix kapieren, sich alles lang und breit erklären lassen und dann immer
noch nix kapieren – aber dafür immer schon alles gewusst haben! Wo lernt man denn sowas?? Haben Sie immer
noch nicht begriffen, was der Aussagegehalt meiner Postings ist, oder stellen Sie sich bewusst bockig?
Dann nochmal ganz langsam: Mit ihrer nur scheinbar orthodoxen Wortwahl „römisch-katholisch“ gerät Ihnen
das „katholisch“ – ich hoffe ungewollt! – zu einem relativierten, weil standesamtlich-konfessionell verkürzten
Begriff. Das kann nie und nimmer in Ihrem Sinne sein. In meinem ist es jedenfalls nicht! Eben weil ich
katholisch bin und als solcher natürlich römisch. Vergleichbares gilt für Ihren unsäglichen Begriff
„Amtskirche“. Aber dazu wiederhole ich mich wirklich nicht auch noch. Bei Interesse siehe unten – oder
besser: einfach mal selber nachdenken.
Rudolfus Och nee, langsam wird’s langweilig. Jetzt finde ich doch gerade Ihre klägliche Antwort auf mein
Posting vor. Wieder nix verstanden! Ich nehme ja zur Kenntnis, dass nicht ich, sondern das Lehramt definiert,
was die Kirche ist. Mehr noch, ich glaube das sogar! Genau deshalb haben Sie recht, dass „katholisch“
immer „römisch“ ist im Sinne von „päpstlich“. Und natürlich ist das Gegenstück zu „griechisch“ der
Begriff „lateinisch“ und nicht etwa „römisch“, wenn Sie nicht zufällig „stadtrömisch“ (und so unter
der Hand doch wieder „lateinisch“) meinen. Wenn Sie also ständig von „römisch-katholisch“ faseln, warum
dann nicht auch immer von „Bischof-Bischof“, „Kirche-Kirche“, „Papst-Papst“ – ich meine: bei Ihrer Vorliebe
für Pleonasmen! Jetzt kapiert?
Wissen Sie was, Rudolfus? Gestern schon der ständige Ausrutscher mit „römisch-katholisch“, dann Ihr
offensichtliches Missverstehen meines Postings. Und jetzt wieder der Begriff „Amtskirche“. Können Sie
mir sagen, was und in welchem Unterschied wozu der Begriff „Amtskirche“ bedeutet? Gibt es auch eine „Volkskirche“,
quasi ohne Amt? Oder bildet das kirchliche Amt eine eigene Kirche? Gibt es also zwei oder noch mehrere
Kirchen? Mein Tipp: bringen Sie doch einmal Ihre ekklesiologische Begrifflichkeit in Ordnung. Vorab schon
vielen Dank.
@ Sentinel Ich kann keinen Anhaltspunkt für Ihre These im Text finden. Hier will doch keiner irgendwen
beschwichtigen. Steiner wird zwar ausführlich zitiert, aber doch keineswegs mit echter oder vorgetäuschter
Sympathie. Ob nun speziell Steiners Rahner-Rezeption richtig wiedergegeben wird oder nicht, lässt sich
wegen fehlender Zitate an dieser Stelle nicht sagen. Jedenfalls hat Steiner nichts direkt oder indirekt
mit den Pius-Leuten zu tun. Mir bleibt daher Ihre Aussage nach wie vor unklar.
@ Sentinel Ich habe Ihren Beitrag jetzt zweimal gelesen und werde daraus nicht schlau. Entweder kapiere
ich ihn einfach nicht – oder, was wohl eher der Fall ist, Sie haben in dem Bericht irgendetwas auf die
falsche Reihe gebracht.
@ rudolfus Jetzt hören Sie doch endlich mal auf mit Ihrem bismarckschen „römisch-katholisch“. Oder kennen
Sie etwa noch eine andere katholische Kirche als die eine? Oder gibt es noch ein anderes „römisch“ als
das katholische? Zu dem ganzen anderen Zeug von Ihnen zum laufenden Thema äußere ich mich gar nicht
erst.
@ Sirilos Aufstand Jetzt muss man sich doch mal als Altbaier einschalten. Dass manche Franken nicht gerne
zu Ba“y“ern gehören, insbesondere die Mittelfranken, ist weniger einer ominösen Protzerei von Altbaiern
anzulasten als eher dem giftelnden Undank benefizbayrischer Provenienz… Aber um den Franken nicht allzu
große Identitätskrisen zuzumuten, hat man den Unterschied zwischen dem Stamm der Baiern und dem Staat
Bayern unter Rekurs auf völkerverbindende Gräzität, i.e. „y“, markiert. Im übrigen gilt im aktuellen
politischen Bayern: Die Franken sind – leider – im Kommen. Ob sie auch ankommen, wird sich zeigen müssen.
Bei Beckstein weiß man es noch nicht, bei Herrmann wird man sehen, bei Söder und Pauli – wer war das
noch? – gings mächtig schief. In diesem Sinne – Es lebe Bayern!
Staunen Man muss sich nur wundern über den Vorschlag aus Frankreich. Und nicht minder darüber, daß
noch kein Gewitter von Seiten der hier postenden Freunde der Piusbruderschaft losgebrochen ist. Der Pater
scheint die Zelebrationsrichtung für ein primär geographisches Problem zu halten. Und wer bitte soll
legitime volkssprachige Meßtexte verantworten? Das könnte letztlich nur Rom. Aber würde man sich denn
auch an Rom wenden? Und wäre eine volkssprachige Alte Messe überhaupt zu wünschen?
@ stat Wenn Sie sich wieder etwas abgeregt haben, dann nehmen Sie doch mal ein x-beliebiges Dogmatiklehrbuch
oder das LThK zur Hand und machen sich über den (aber sowas von gängigen) Unterschied zwischen Erlaubtheit
und Gültigkeit schlau. Ich sehe es hier jedenfalls nicht als meine Aufgabe an, noch weitere theologische
Elementarnachhilfe zu geben.
@ stat Nun ja, der Wortlaut, auf den Sie hier hinsichtlich Nr 39 anspielen, ist im Deutschen schlecht
oder vielmehr falsch übersetzt. Der lateinische Text spricht nicht von Gültigkeit, sondern von Rechtmäßigkeit
(celebratio legitima). Alles andere wäre auch sehr verwunderlich gewesen.
@ Alexandra Zayadeh Vielen Dank für die Blumen! Sie wissen mein Verständnis angenehm zu würdigen…
:(3 Allerdings, was die KathL angeht, glaube ich nicht, daß es recht intelligent ist, mit der gußeisernen
Bratpfanne durch die Gegend zu stolpern.
Aber, KathL, bitte… Ich sag’s ja gerne nochmal: Keiner verübelt es Ihnen, wenn Sie sich etwas zurückziehen,
bis es wieder besser ist. Dauert ja nur ein paar Tage.
@ hudal zwecks kathL Nicht schön, mit ansehen zu müssen, welch peinliche Mixtur eine halbschlaue Gosche
und weibliche Monatsbeschwerden ergeben. KathL, gönnen Sie sich halt ein wenig Ruhe und ruhen Sie aus.
Wir haben alle Verständnis dafür.
@ Benedikt @ Aurelius @ Benedikt: So gewinnbringend ich Ihre Beiträge oft finde – aber in Ihrem letzten
haben Sie sich leider in eine rein rechtspositivistische Argumentation verrannt. Als käme es nicht auch
darauf an, was zwischen den beiden Buchdeckeln steht, wenn nur „Missale Romanum“ draufsteht! Solches Vorgehen
ist in der Kanonistik zwar nicht selten, daran krankt aber diese Disziplin auch oft genug… Die Bedeutung
von Quo primum läßt sich gewiß nicht auf die rein formale Aussage reduzieren, der Papst habe sich darin
nur die Kompetenz zur Ordnung der Meßliturgie reserviert. @ Aurelius: Danke für Ihren tätigen Beweis,
daß man hier auch bei divergierenden Auffassungen fair und unaufgeregt diskutieren kann.
@ Aurelius Eine Bulle für sich kann grundsätzlich aufgehoben werden, da sie ein Rechtsakt und kein Dogma
ist. Die Frage ist hier aber: läßt sich die Apost. Konst. Pauls VI. zweifelsfrei und eindeutig auf die
Bulle bzw das Missale von 1570 beziehen? Oder wird mit der Apost. Konst. einfach ein weiterer, in diesem
Fall neuer, Ritus anerkannt, während die genannte Aufhebung in der Sache ins Leere läuft (Stichwort
„anderer Ritus“)? Denn, so die theolog. Preisfrage mit kanonist. Folgen: Wann hört eine Reform auf, eine
Reform zu sein, und wann beginnt die simple Andersheit?
@ KathL Es gilt nach wie vor: Sie gehen an die Frage einfach (auch kirchenrechtlich) zu unreflektiert
heran, von Ihrer geschäftigen Überheblichkeit sehe ich einmal ab. Ob und inwieweit der neue Ritus unmittelbarer
Nachfolger des im Lauf der Jahrhunderte immer wieder bearbeiteten Ritus ist und sein kann, ergibt sich
nicht nur aus der Apost. Konst. Papst Pauls VI. vom 3.4.1969, sondern genauso aus der Bulle Quo primum,
die bzgl. des Missale von 1570 sagt, daß sein (integrer) Gebrauch künftig von niemandem untersagt werden
darf. Davon unabhängig ist das unbestrittene Recht des Papstes, einen weiteren rechtgläubigen Ritus,
neu oder alt, für den allgemeinen Gebrauch anzuerkennen, ob dies nun wünschenwert ist oder nicht. Wenn
Paul VI. also die „Aufhebung jedweder entgegenstehender Konstitutionen und Verordnungen Unserer Vorgänger“
verkündet, dann bleibt zunächst immer noch die Frage offen, ob damit der Ritus von 1570 gemeint sein
kann – ob also die „Aufhebung“ mangels Bezugsgröße ins Leere läuft.
@ Katharina L. Sie haben ja immer wieder intelligente Beiträge, deren Resultate ich unbeschadet dessen
sehr oft nicht teile. Das zur Formel erstarrte, anarroganzte „lesen hilft“ in Variationen habe ich allerdings
schon lange über. Jetzt zur Sache. Sie gehen zu unreflektiert und m.E. fälschlich davon aus, dass sich
das Meßbuch von 1970 als überarbeitete Auflage des Meßbuches von 1965 versteht. Vor dem Hintergrund
stellt sich die Frage nach Gültigkeit und Bedeutung der Bulle Quo primum von 1570 nochmals neu.
@ möchtegern Reden Sie doch bitte keinen Stuss: wenn sie den Neuen Ordo nicht kennen, heißt das noch
lange nicht, dass deswegen dort nicht von „Opfer“ gesprochen wird. Und wenn Sie sich mal das neue 4. Hochgebet
ansehen, ist dort von fast nichts anderem die Rede. Also wenn Sie über den neuen Ordo reden, dann unterscheiden
Sie zuerst die Vorgabe des Messbuches von dem, was vielerorts ungedeckt daraus gemacht wird. So schwer
kann das doch nicht sein. Dann erst wird eine Diskussion substantiell.
@ Maledica War mir klar, dass gleich jemand dieses Herrenwort zitieren würde. Aber haltet doch mal das
Wort Jesu neben das von „laikos“, dann fällt euch gewiss schnell etwas auf. Die Version von „laikos“
hat etwas ungesund maßloses und ist, gewollt oder nicht, zynisch. Keines von beidem lässt sich vom Wort
aus der Hl. Schrift behaupten.
laikos – wahrlich stümperlich Verraten Sie mir doch bitte eines: Haben Sie beim Tippen Ihres wundersamen
Beitrags eben nicht vielleicht einen Krampf in den Fingern erlitten?
@ pseudotradi-stimme Ihre Ungeheuerlichkeit gegen den Papst ist unglaublich. Man kann dem Vorposter Benedikt
nur recht geben: Solche „Gebete“ sind niemals an Gott gerichtet. Schlagen Sie die Hand aus, die Ihnen
da der Böse hinhält. Bereuen Sie bitte und beten Sie für Heil und Wohlergehen des Hl. Vaters.
@ stimme aus dem tradiland Denn die Irrlehre, dass Ungetaufte (einschließlichlich der Begierde- und Bluttaufe)
in den Himmel kommen könnten, ist schwere Häresie Haben Sie sich da falsch ausgedrückt oder wollten
Sie ernsthaft sagen, dass Begierde- und Bluttaufe nicht heilsvermittelnd seien?? Im übrigen wurde hier
neulich von jemandem die interessante Frage aufgeworfen, ob der limbus puerorum (entsprechend dem limbus
patrum) nicht auch dynamisch denkbar sei; d.h., dass das endgültige Wort über die Ungetauften ohne persönliche
Schuld am Jüngsten Tag gesprochen wird – zumal die verbindliche Kirchenlehre lediglich zwei endgültige
Zustände danach nennt: Himmel und Hölle. Welches grundlegende Problem käme denn beim limbus puerorum
hinzu, so dass dieser nicht mit dem limbus patrum parallelgedacht werden dürfte? (Jetzt aber bitte nicht
das – absolut unverzichtbare – Geschichtlichkeitsprinzip gedankenlos anwenden).
@ priest Ist es Ignoranz oder einfach mangelnde Persönlichkeitsbildung, was Sie da vom Stapel lassen?
Die Heilssehnsucht für sich und andere halten Sie also für irrelevant bei der Suche nach theologischer
Klarheit? Glauben Sie denn, es gäbe eine zweitausendjährige, sehr komplexe christliche Theologie, wenn
nicht die lebendige Sorge um das Seelenheil, die Frage nach berechtigter und unberechtigter Hoffnung auf
Seligkeit immer zentral mitlaufen würde? Natürlich lässt sich aus bloßen Wünsche keine Wahrheit gewinnen.
Aber was sollte Theologen und andere Gläubige sonst zur Frage nach limbus patrum/puerorum etc. veranlassen,
wenn nicht der Stachel der Heilssorge? Sicher nicht die Lust an theologischen Denkspielchen, sondern die
existentielle Frage, wie Gottes Gerechtigkeit und Liebe zusammengehen!
arme Vernunft Stimme der Vernunft. So ist das mit den Vulgos; kaum äußert sich einer mal auffällig,
schon hat er seinen Spitznamen weg, auch wenn der sonst wenig mit der benannten Person zu tun hat. Auf
andere Modi der Vulgofindung braucht in diesem Zusammenhang ja wohl nicht eingegangen zu werden.
#111 Jean 15:55:41 | Donnerstag, 28. September 2006
@ Evelin „Abgesehen davon, wird eine Frau irgendwelche Peinlichkeiten wie Totenkopfbespucken wirklich
nicht mitmachen.“ Pardon, wenn ich widerspreche. Aber Frauen machen noch ganz andere Peinlichkeiten mit.
Ein Blick auf die sommerlichen Straßen einer x-beliebigen deutschen Stadt kann das belegen…
Einfach rührend… … wie sich ddl immer wieder – quasi fingerschnippend – in die Diskussion drängt,
um sich mit seinem artikulierten Unverstand wichtigzumachen. Ts,ts,ts…
@ketzerjäger Sie müssen ja nicht dieselbe Einschätzung wie Chrysostomus haben. Aber das Niveau Ihrer
Antwort sollte doch nicht so eklatant weit hinter dem von Chrysostomus zurückbleiben. Irgendwie peinlich.
obelix sollen’s gar Schwäne sein?? Bitte dringend um Aufklärung! Aber dass Sie argumenttragende Aussagen
von gegenteiligen nicht unterscheiden können, das erkenne ich allemal noch. Deshalb wohl in weiser Bescheidenheit
der Hau-drauf-Nick „Obelix“. So viel Selbstkenntnis macht wieder sympathisch.
nun ja Heute ist man davon weitgehend abgekommen, weil man gemerkt hat, dass man seinen Gott auf diese
Weise der unaufhaltbaren Verkleinerung und Zurückdrängung preisgegeben hatte. Man verlagert ihn desahlb
weitgehend auf naturwissenschaftlich unzgängliches Terrain. Soweit also ddl. Nun ist es ja nicht so,
als hätte sich die christliche Religionsphilosophie vornehmlich auf empirische Wissenschaften gestützt.
Den Methodenfehler begingen vor allem und begehen teils immer noch die Empiriker. Ändert aber nichts
daran, dass die Diskussion um die Erstursache bei den Religionsphilosophen gerade nicht linear-empirisch
geführt wird – z.B. Anselm, auch über Thomas sollte man sich nicht täuschen.
tja, wo ist das Problem Ich habe auch die Lupe angesetzt – und nichts gefunden. Die Schöpfung des Menschen
erklärt Spaemann keineswegs evolutionistisch – wie das Bild mit den Wildgänsen suggerieren möchte – ,
weil er Leben, Geist und auch Beseeltheit gerade nicht evolutionistisch versteht. Ontologisch gibt es
somit keinen Vorläufer des Menschen nach dem dynamischen Muster „immer ein bisschen mehr Mensch“. Nichts
anderes sagt Spaemann, nichts anderes sagt die katholische Anthropologie. Die ewige Wahrheit ist einfach;
aber niemand hat behauptet, die Wirklichkeit, die auf sie verweist, sei simpel.
guldin weiß es nicht besser Natürlich ist die Fürstin keine eingeheiratete Adelige, wie Guldin zu wissen
meint, sondern geborene. Davon abgesehen hat sie in der Sache richtig gesprochen. Und amüsant, weil unverhohlen
ist es obendrein. Ein Bonmot eben.
Babylon Deine gröhlend zur Schau getragene Dummheit stört mich weniger als die Beschränktheit eines
Bobby Henderson. Aber die philosophischen Trauerspiele empirischer Wissenschaftler sind sattsam bekannt.
Sein „fliegendes Spaghettimonster“ scheitert rein sprachlich dadurch, dass es ein synthetischer Begriff
ist. Wenn Henderson gegen alle Erwartung mit dem Wortungetüm meint: „id quo maius cogitari nequit“, dann
soll er es meinetwegen nennen wie er will. Aber dann redet er von Gott, und sein Witz ist nicht mehr witzig.
Was sagt man einem solchen Henderson? Die Methodik richtet sich nach dem Untersuchungsgegenständen und
nicht umgekehrt. An der Grenze der Empirie endet einfach die Empirik, aber nicht die Wissenschaft.
@fritze Mit Vergnügen habe ich festgestellt, dass Du es tatsächlich für nötig befunden hast, auf meine
kleine Stänkerei zu antworten! Und prompt war schon wieder ein sachlicher Schnitzer drin. Wie kommst
Du nur darauf, dass Katakomben als Gottesdiensträume gedient hätten?
fritze, bleib realistisch „Als er im Fernsehen predigte, fegte er die Straßen in den USA leer.“ Dann
hätten sie sich wenigstens nicht in der Kirche rumgetrieben Kirchen sind selten Tunnelkonstruktionen.
Warum also sollten sich die Leute nicht in der Kirche „rumgetrieben“ haben, wenn der Bischof die Straßen
leerfegte?? Wenn Du einfach mal was loswerden musst, tu’s anderswo.
@Catherine Dito. Was den vermuteten Geheim-Code betrifft, ist der feministische Hintergrund dieser Ausdrucksweise
zwar rätselhaft, aber alles andere als geheimnisvoll. Eher sogar matt und langweilig. Es gibt eben auch
Rätsel, die nicht gelöst werden müssen.
@ Jawohl Jaja, die Aschera… aber ein bissl unausgeglichen ist sie halt und unsicher. Bissl sehr mit
sich selbst beschäftigt eben. Aber das kann sich ja noch etwas legen.
@ Jawohl „Kann denn aus Rom etwas Gutes kommen?“ – fragt sich Aschera wohl. Hoffentlich kommt sie zum
gleichen Ergebnis wie hier – mutatis mutandis – ihr biblisches Vorbild.
@loah „Wichtigheimer“ – Damit lässt sich leben, und wenn es aus deinem Mund kommt, allemal. Aber Vorsicht:
Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Gilt besonders für echte „Wichtigheimer“!
@schera Mensch, Mädel! Was muss die Hitze bei Ihnen Langeweile und zickige Gereiztheit auslösen… 08/15-Exegese
und dann auch noch blind wie ein Huhn, was die Beobachtungsgabe angeht! Wären Sie Theologe von „Profession“ –
wie Sie sich so schön ausdrücken – , hätten Sie ein bisschen mehr „Stallgeruch“ und wüßten ebensolchen
wahrzunehmen.
@schera Sie sind mir vielleicht ein Freizeittheologe! Das bisschen Griechisch mit „basileia“ soll wohl
exegetische Kenntnis insinuieren. Dann sollten Sie aber auch die terminologischen Fragen und Lösungsansätze
zum zitierten Nadelöhr-„Kamel“ kennen. Woher im übrigen nehmen Sie ihre bemerkenswert schwachen Behauptungen
zum sog. „Einsetzungsbericht“?
@ ddl Hören Sie doch einfach auf, wie der Blinde von der Farbe zu reden. Wir haben doch jetzt alle von
Ihrer Präsenz Notiz genommen. Damit sollte es gut sein.
@ Lima Ich muss sagen, als katholische Christin bin ich von den hier vertretenen Meinungen schockiert…
Und wie, wenn Sie es einfach mal als katholischer Christ versuchen? Vielleicht denken „Katholiken (weiblich,
männlich)“ normaler als „Katholikinnen (weiblich, männlich – hä??)“…
@ Gulaschkanone Die Auferstehung ist nicht die Wirkung der Kreuzigung! Die Kreuzigung ist nicht die Ursache
der Auferstehung! Ich hoffe, Sie verstehen selber, was Sie sagen wollen. Kreuzigungen gab es sicherlich
viele; eine Kreuzigung, die das gewollte sühnende/erlösende Opfer des inkarnierten Logos war, gab es
allerdings genau einmal. In diesem Fall ist der Kreuzestod konkret ursächlich. Von Bedingung zu reden
ist dagegen irreführend, weil das den Schluß nahe legt, Gott hätte die Erlösung ausschließlich in
der geschehenen Weise bewirken können.
@ aschera @ Gulaschkanone Was Sie sagen, ist Häresie! Quatsch. Dieses Opfer ist ein für alle mal erbracht
und unwiederholbar. Korrekt, darum reden wir ja von Vergegenwärtigung des einen Opfers in der mit dem
Opfer identischen Messe. Die objektive Erlösungstat Christi am Kreuz ist bereits vollkommen. Ich würde
die Messe aber in erster Linie als Danksagung der Menschen verstehen wollen (nichts anderes meint ja auch
das Wort „Eucharistie“). Ja dann, wenn Sie das wollen… die Kirche will (und lehrt) das jedenfalls nicht.
@ Gulaschkanone Preisfrage: Unterschied zwischen Zeugung und Schwangerschaft? Zwischen Ursache und Wirkung?
Selber nachdenken macht schlau! Gilt auch für Sie.
@ Lima Die Messe ist nicht das Opfer Christi – das Opfer Christi ist der Tod am Kreuz! Das Opfer Christi
ist die Mitnahme der Sünden im Tod am Kreuz. Das Opfer Christi wird vollkommen durch seine Auferstehung!
Die Messe ist die Feier der Kirche im Gedenken daran! Nein. Die Messe ist das Opfer Christi, real und
identisch in die Gegenwart gestellt, mit dem einzigen Unterschied der unblutigen Darbringung. Das Sühnopfer
selbst ist bereits vollkommen am Kreuz. Folge der Erlösungstat, damit die Wirklichkeit der Erlösung
ist die Auferstehung. Bitte die beiden Dinge (Ursache / Folge) logisch auseinanderhalten.
@ daughter Also denn, bevor ich Sie mit fiesen Begriffsspaltereien noch weiter ärgere… Ich kann mir
nach Ihrem letzten posting der Feststellung sogar anschließen, dass Sie (ansonsten) keinen unsympathischen
Eindruck machen.
daughter Irrtum, ich wollte nur wissen, ob Sie tatsächlich sagen können, dass Sie sich wissenschaftlich
mit der Lehre der Ästhetik befassen. Mehr nicht. Und ich vermute nach wie vor, das ist nicht der Fall.
Also bleibt wohl für Ihre Selbstsicht das – nicht minder wohllautende – Wort „Ästhet(in)“.
@ daughter Manchmal mildert man einen offensichtlichen Ausrutscher durch Schweigen oder sportliches Eingeständnis.
Beides wohl nicht Ihre Sache… @Maurice Corvisier: Hörte ich da was im semantischen Umfeld von „einpauken“…?
@ daughter Was Ihre „Sinne“ alles „inspiriert“, möchte ich so genau gar nicht wissen. Im übrigen vermute
ich, dass Sie einfach nur „Ästhetin“ sind, und nicht „Ästhetikerin“. Immer diese Aufschneiderei…
@ daughter … na wenn sich ein Haufen von 20-30Jähriger Hühnern über einen 16Jährigen kumulativ begeistern
und das ganze mit „Ooch, ist der süüüß!“, „Der is’ sooo süüüß!“ bzw. einem sottovoce „Süß, ne?“
garnieren – was sollte das denn noch so alles bedeuten?
@ Sulpicius bzw. Daughter Dass „Daughter“ schlampenhaft daherredet, ist peinlich, aber nicht so sehr das
Problem. Mehr dagegen, dass sie und ihre Co-Tussies ihe erotischen Bedürfnisse völlig ungeniert auf
einen 16-Jährigen projizieren. Loliterich-Komplex von Petra Pan, oder so ähnlich…
@ Artois Wenn Sie das sagen, dann schließe ich mich natürlich dieser Position gerne an. Na wunderbar!
Allerdings war es gar nicht meine Absicht, das Autoritätsargument für mich zu beanspruchen… – sondern
auf meine paar Beiträge im Diskussionsstrang zu „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen
möglich“ aufmerksam zu machen.
@ Artois Bezüglich der NOM-Messe ist zu sagen, daß sie „gültig“ sein mag, jedoch keinesfalls verpflichtend
ist. Im Gegenteil, es ist zu fragen, ob der Besuch der NOM-Messe nicht vielleicht das Sonntagsgebot verletzt …
Wenn gültig – und das ist der Fall – , dann ist der Besuch der Sonntagsmesse, ob nach würdig zelebriertem
Alten oder Neuen Ordo, verpflichtend. Wer da lieber nicht zur Messe geht statt zum sog. „NOM“, hat seine
Sonntagspflicht vorsätzlich verletzt. Weil ich es an anderer Stelle schon mehrfach ausgeführt habe,
beschränke ich mich hier nur auf folgende Aussage: Die Übersetzung des „pro multis“ mit „für alle“
verungültigt nicht die Wandlung. Also auch von hier aus keine „Dispens“. Auf das unterirdisch schlimme
Geschwafel von Herrn/Frau Stadler gehe ich besser nicht ein.
rückenprobleme Er (sc. Russo) erklärte, daß die Zelebration am sogenannten Volksaltar mit Rücken zum
Tabernakel den Gemeinschaftsaspekt der Messe fördere. Journalistisch untragbare Manipulation. Ich glaube
kaum, dass Russo der Zelebration am „Volksaltar“ unter der speziellen Rücksicht, dem Sanctissimum den
Rücken zuzukehren, besonders gemeinschaftsstiftende Qualität zuschreibt. Zumal es vielerorts gar keinen
mittigen Tabernakel mehr gibt -unglücklicherweise. Russo schreibt dem „versus ad populum“ die genannte
„Qualität“ zu. Bitte künftig nicht mehr solch unnötige Ehrenrührigkeits-Verstärker in die Berichterstattung
einbauen! Danke.
@ ddl Na, hat man sich vom gestrigen Tief langsam wieder erholt? Wenn’s denn nur auch mit Genesung verbunden
wäre! Sie lassen aber auch keine kackbare Korinthe aus, wie? In Sachen Korinthen brauchen Sie keinen
Lehrmeister, mein Bester. Schließlich haben Sie mit Ihrem Kluggekacke einen beachtlichen Auftakt gegeben.
In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei „Muselman“ um ein türkisch-persisches Fremdwort handelt
Was Sie alles wissen! „Kirche“ ist auch ein griechisches Fremd- bzw. Lehnwort – was nicht hindert, dass
es einen korrekten deutschen Plural gibt. Weder „Kirchee“ noch „Kirch(e)s“, sondern einfach „Kirchen“.
Irgendwie nachvollziehbar, oder?
@ Hódmezövásárhelykutasipuszta Dass ich mit Ihren Meinungen ganz und gar nicht konform gehe, wissen
Sie vielleicht. Und wenn nicht, dann tun Sie es jetzt. Nichtsdestoweniger habe ich mich über Ihre kleine
Kabaretteinlage eben ausgesprochen amüsiert.
ddl x Die andere Alternative wäre: Sie nehmen den jenseits technischer Um- und Durchsetzungsfragen erkennbaren
Wunsch der Admins wahr und ziehen einfach die Konsequenzen daraus. Wäre aber schlicht un-trollig und
damit auch langweilig, wie?
diesmal also… … ddl’s sanfte Masche: Man schleimt sich ran und mischt sich in eine fremde Kontroverse
mit vorhandenen Parteiungen (wie praktisch!). Es bleibt peinlich.
Ralf B. Sie täten gut daran, wenn Sie den Gesamtkontext zur Kenntnis nähmen. Verwechseln Sie christliche
Liebe bitte nicht mit Himbeersirup oder Samtpfötchen.
ddl –’&/§$ etc. Du meine Güte, jetzt dreht einer langsam aber am Rad! Nach wie vielen Namensvarianten
heischt ihr ach so „göttliches“ Ego denn noch? Peinliches Kerlchen.
freut mich, … dass Sie ein Einsehen haben und sich – wenigstens unter einem ihrer mehreren Namen – aus
dem Forum verbaschiedet haben. Mal sehen, wie lange Sie es aushalten.
Kryszek Eine Partnerschaft ist nach meinem Verständnis mehr als Sex, egal ob es sich um eine zwischen
zwei Männern, zwei Frauen oder Mann und Frau handelt. Ich finde es schon recht bezeichnend, wenn ihnen
zur Eingetragenen Partnerschaft nur Sex, Sex, Sex einfällt. Liegt doch wohl am Begriff und Inhalt von
„Homo-Sexualität“… Wir reden hier ja nicht von Freundschaft/Philia, oder? Die Homos gehen ja nicht
einfach für Freundschaft zwischen zwei Männern bzw. zwei Frauen auf die Barrikaden und in die Lobbies.
Das Unterscheidende ist und bleibt hier die sexuelle Dimension des Ganzen. Und zu ddl: Lassen Sie doch
einfach Ihre primitiven Ausfälligkeiten. Ihr Anwurf gegen „Beobachterin“ – Selbstgefälligkeit eines
Sandkastenkönigs mit Wappenspruch „Ätsch-bätsch“.
und wieder macht ddl lustige Purzelbäumchen: aber exakt 100% aller Eltern von Homosexuellen haben heterosexuellen
Verkehr gehabt. Würde ich auf Pseudologik á la Rudi stehen, könnte ich daraus sogar – mit deftigem
Zahlenmaterial im Rücken – ableiten, dass Heterosexualität Homosexualität erzeugt Aber klar doch. Davon
ganz abgesehen, dass künstliche Befruchtung genausowenig „heterosexueller Verkehr“ ist wie Garant gegen
HS (der Erzeuger wie der Gezeugten) – haben Sie nicht den Hauch eines Arguments gegen die „Pseudologik
á la Rudi“ hervorgehustet. Lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass das Elternhaus längst nicht der
einzige Sozialisations-/Prägungsfaktor ist.
Genau lesen schadet nicht ddl – auch Ihnen nicht. Die Antwort können Sie gern im in meinem letzten Posting
bewundern (Lesetipp: zweite Hälfte). Grundvoraussetzung für das soziale, moralische etc. Leben eines
Menschen ist trivialerweise, dass er überhaupt lebt. Das Lebensrecht ist daher jedem anderen Recht und
jeder Pflicht vorgelagert. Vergleichbare Fragen – von wegen todsicherer Zukunftsschau und Handlungskonsequenzen –
an Sie sparen wir uns lieber. Ich wäre mir nicht sicher, ob Sie in jedem Fall die Milde walten ließen
wie bei Ihren „SChwuppen“.
ddl alias dem alias irgendwas Wäre ‘mal interessant zu wissen, wie gewisse Troglodyten sich verhalten
würden, wenn man in die Zukunft schauen und genau prophezeihen könnte, dass ein bestimmter Embryo im
späteren Leben eine 1a-Schwuppe werden würde. Tja, da setzen Sie mal wieder irgendein unbewiesenes „Fakten“
voraus, erklären es für absolut und schäumen das leidlich witzig auf. Man hat aber weder so etwas wie
ein „Schwuppen“-Gen gefunden, noch würde eine genetische Disposition sich unabhängig von sozialen, psychologischen
etc. Faktoren zwangsläufig verwirklichen. Außerdem gewähren Sie einmal mehr einen Blick in Ihre Gedankensümpfe.
Sie können sich natürlich nicht vorstellen, warum ein Kind nicht abgetrieben werden sollte, wo es doch
den Vorstellungen dessen „Erzeuger“ nicht entspricht. Christliche Männer und Frauen, die gegen Abtreibung
sind, denken da erheblich anders… Luftnummer, mit Salto rückwärts. Unterhaltsam, bringt aber nicht
vorwärts.
Schüttel Sie kennen das Magazin offenbar sehr gut, so, wie Sie schreiben. Da wird mal wieder klar, was
Ihr Vulgo sagen möchte: Ein paar Dauer-Sentimenti neu durchgeshaked. Fertig ist der Antwort-Cocktail.
Zwischenruf: „schüttel“ Mensch, sagen Sie doch endlich mal „ich“, wenn Sie von sich reden, und lassen
Sie es, so verquast von sich in 3. Person zu schreiben. Das ist ja nicht auszuhalten.
@ Freitag Benehmen sie sich nicht wie ein Rotzlöffel… Dito. Sagen Sie nicht „du“, wenn Sie „ich“ sagen
wollen, kleiner Tipp zur Sprachverwendung. Ansonsten war Freitag gestern. Nun haben Sie ja wieder Pause.
@ Jörg Guttenberger Nennen Sie es Mission oder nicht: aber es wäre durchaus angebracht, wenn sich die
katholische Pastoral z.B. bei den Protestanten wieder gezielter um Konversionen und um Konvertiten kümmern
würde. Es wäre höchste Zeit. Mit lutherischen/calvinistischen Bekenntnissen hat die katholische Religion
sakramental nur die Taufe gemeinsam, das Credo in entscheidenden Teilen nur dem Wortlaut nach.
@ knecht dummspecht Vergessen Sie nicht, dass der Mensch zweigeschlechtlich geschaffen ist. Die Beziehung,
die sich spezifisch zwischen Mann und Frau ergibt, ist geschlechtlich, die männlichen und weiblichen
Geschlechtsorgane verweisen komplementär aufeinander. Mann- und Frausein ist aber bekanntlich mehr als
Monatszyklus und Ejakulation, daher kann das Ganze auch Thema für moralisches Urteil werden. Es gibt
also eine naturale Grundlage für die darauf aufbauende Fragestellung, wie die Geschlechter miteinander
umgehen sollen und wie nicht. Mit gesellschaftlicher, v.a. ethischer Herausschälung (die nicht ohne Generalaussagen
auskommt) der Eigenart dieses Miteinanders klärt sich auch das Wesen von gleichgeschlechtlichem Miteinander,
mit allem, was unter speziell sexuellem Aspekt dort stattfinden darf oder eben nicht. Ein Thema wie Freundschaft
hat übrigens mit dieser Sache zunächst nichts zu tun. Zwar sind zwei Freunde immer auch geschlechtliche
Wesen, aber zur Erklärung von „Freundschaft“ ist Sexus unerheblich.
@ Beobachterin Habe nochmals Ihren Beitrag gelesen und festgestellt, daß Sie unter soziologischem Aspekt
(sehr bedenkenswert) geschrieben haben. Folglich ging meine Antwort an Ihrer Fragestellung vorbei, sorry.
@ deep Einfach nochmal lesen, was ich geschrieben habe, und feststellen, daß Ihre Antwort gegenstandslos
ist. Es gibt derzeit über HS keine Erklärung, die gegenüber der Krankheits-These im argumentativen
Vorsprung wäre. Und unabhängig davon – Krankheit, Prägung, genetische Belastung etc. – wiederhole ich
zum x-ten Mal: Keine der empirisch möglichen Erklärungsmodelle entbindet per se von der moralischen
Fragestellung.
@ deep Sie haben unrecht. So einfach kann Wahrheit sein. Wenn die Mehrzahl der Forscher zum Schluss kommt,
dass HS keine Krankheit ist und einige wenige zum gegenteiligen Resultat, dann sind natürlich alle jene,
die nicht auf Krankheit tippen, indoktriniert Um bei Ihrem Lieblingsbeispiel zu bleiben: Hätten Sie der
Community der Sternkundigen um 1300 erzählt, daß die Erde um die Sonne kreist, hätten Sie – mit lustigem
Mützchen auf dem Kopf – sehr zur Erheiterung beigetragen. Und natürlich hatten die damals recht. Oder
wie war das noch gleich? Die Wissenschafts-Community hat bis heute noch nicht herausgefunden, wodurch
HS bedingt ist und wie sie folglich einzustufen ist. Man hat auf sachlich ganz unsicherer Basis die Krankheits-These
ausgeschlossen. Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun, das zeigt schon das Verdikt allein schon gegen
die Fragestellung.
@ deep Ich sprach von „global“, Sie von der „Schweiz“. Na, kennen Sie den kleinen Unterschied? Ganz zu
schweigen davon, daß Sie im vorletzten Beitrag schon wieder die Ebenen durcheinander geworfen haben.
Ihr astronomischer Vergleich taugt nicht bei moralischen Fragestellungen. Daß es das Phänomen HS gibt,
ist ein nicht geleugnetes Faktum (unabhängig von Erklärungsmodellen zur Herkunft). Wie es moralisch
zu bewerten ist, ist keine Frage der Empirie sondern der Bedeutungsbeimessung. Unterschied verstanden?
@ ein fan Sind Sie sicher, daß Ihre Antwort mir gegolten hat? Habe ich was von Verschwörung gesagt?
Ich wünschte, Ihre Mutter hätte nochmal geantwortet. Sie hat sich wenigstens auf meine Aussagen bezogen.
@ deep Tja, Lobbyarbeit wird aber auf von der kath. Kirche fleissig betrieben (inkl. Beobachter bei der
UNO). Die Kirche hat sogar rund 1900 Jahre Vorsprung auf die Schwulen. Ist schon komisch, dass das nix
bringt! Der Prozess ist global in vollem Gang und über den Ausgang wäre ich mir da noch nicht so sicher,
eben weil Lobby-Arbeit, auch die der Homo-Ideologen, nicht alles ist. Oder lass es mich „katholisch“ sagen:
Da sind längst noch nicht alle Messen gesungen…
@ ein fan Eine Krankheit kann es ja nicht sein, sonst hätte die WHO sie 1992 nicht von ihrer Liste genommen,
also versuchen wir es mal mit Störung oder Abweichung. Geht’s noch naiver?? Stellen Sie sich dumm oder
haben Sie von Politik und Lobbyarbeit tatsächlich keine Ahnung? – Naja, wenigstens in diesem Punkt unschuldig
wie ein Blümchen.
@ Beobachterin Mit naturalistisch verstandener „Normalität“ kommt man bei der ethischen Fragestellung
nicht sehr weit. Auch naturrechtlich Nicht-Gesolltes kann in ganzen Gesellschaften völlig „normal“ oder
sogar „normativ“ gelten. Das „allemeine Moralempfinden“ ist nicht nichts, aber es bleibt ein anfängliches
Empfinden, auf das ethische Reflexion aufbaut. Es gilt grundsätzlich: Nicht, ob etwas häufig oder selten
vorkommt, bestimmt den moralischen Wert einer Handlung (aus dem Vorkommen folgt nicht ein Sollen, aus
dem nicht-Sein von etwas folgt nicht sein nicht-Sollen). Wenn man das berücksichtigt, dann erübrigen
sich auch Diskussionen auf dem Niveau von „Auch im Tierreich gibt es Homosexualität“ oder „Die Alten
Griechen haben’s auch getan“.
thema krankheit Eine radikale Alternative „Krankheit oder Sünde“, wie sie hier u.a. von Benedikt dargestellt
wird, gibt es so nicht. Sprechen wir vielleicht statt von „Krankheit“ besser und umfassender von „Störung“.
Mit einer Krankheit oder Störung lässt sich – auch je nach Grad – verschieden umgehen. Eine bestimmte
sexuelle Vorliebe mag da existieren (egal wodurch), was aber nicht ohne weiteres heißt, daß diese auch
ausgelebt werden „soll“ oder daß dieses Ausleben ein solches Naturereignis wäre wie evtl. die Störung.
In der Forensik gehört diese Erkenntnis bekanntlich zum Tagesgeschäft. Ob eine Krankheit oder Störung
vorliegt, ist die eine Frage. Inwieweit eine Krankheit oder Störung die Willensfreiheit konkret einschränkt –
und nur darauf kommt es bei unserer Diskussion hier an –, ist eine andere, von der ersten zu unterscheidenden
Frage!
@ Herr Gruber @Jean: Bitte dutzen Sie mich nicht. „Sie“ statt „Du“ – wenn das „Ihr“ erstes Anliegen ist:
aber gerne doch. Im übrigen wäre ich wohl ein schlechter Gäubiger, wenn ich nicht an ein Leben im Himmelreich
Gottes glauben würde. Kennen Sie im Zusammenhang mit dem Glauben ans Himmelreich auch den Unterschied
zwischen berechtigter Hoffnung und selbstgerechter Vermessenheit? Vielmehr würde ich ja dann so wie viele
andere Leugner hier als Häretiker in der Hölle landen. Basale Logikübung: „Alle Europäer sind Menschen“,
aber nicht „alle Menschen sind Europäer“… Glauben Sie wirklich, daß nur Häretiker „in der Hölle“
landen können? Wenn ja, dann ist das gerade so gefährlich wie das glatte Leugnen der Hölle.
@gallowglas Das HS „erworben“ ist, müssten sie erstmal belegen, dafür gibt es bekanntlich keinerlei
Hinweise. Dann beweisen Sie erst mal, daß HS angeboren sei. Und falls sie es schaffen, vergessen Sie
nicht die ethische Erklärung, warum etwas einen positiven moralischen Wert darstellen sollte, nur weil
es ein Faktum ist. Also bitte: keinen „naturalistischen Fehlschluß“.
@ Hans Gruber Sie sehen, so einfach kann man sich einig werden. Meinesgleichen wird in der Ewigkeit von
Ihresgleichen verschont sein und Ihresgleichen kann dann in der Hölle mit dem Vater der Sünde nach belieben
Unzucht treiben. Sag mal, Du spinnst wohl !!! Ist etwa dein Seligsprechungsprozess schon am Laufen? Geh
mal besser in dich. Klar, du hast provoziert und bist provoziert worden. Aber lass dich doch nicht zu
einer solchen Hybris verleiten!
Konsequent Die Dinge standen ja schon länger im Raum, die Konsequenzen, die Rom zieht, überraschen daher
nicht. Es ist gut, daß hier nichts unter den Teppich gekehrt wird, ebenso gut ist es, daß LC und RC
nicht unter das Verdikt fallen sollen. Am angebrachtesten scheint mir das Gebet zu sein, daß die guten
Katholiken, die in LC und RC beheimatet sind, keinen Schaden an ihrem Glauben nehmen und gut weiterwirken
können.
@Daniela 1) Daß der Rosenkranzpsalter der Psalter für Dumme sei, ist natürlich Unfug. 2) Ebensowenig
kann man sagen, daß er für den, der beides betet, eigentlich eine Doppelung sei. ad 1) Der Rosenkranz
läßt sich von Klug und Einfältig gleichermaßen beten. Zudem wird man bei einem Gebet, das eine so
überaus differenzierte Entwicklungsgeschichte hinter sich hat, wie der Rosenkranz, nicht von ursprünglichen
Intentionen auf die spätere Verwendung folgern. Die ganze Gebetsgestalt ist beim Rosenkranz anders als
beim Psalmgebet. ad 2) Der Rosenkranz ist im wesentlichen die Betrachtung der Heilsgeheimnisse entlang
der Vita Christi, eingebettet in Vaterunser, Ave Maria und Doxologie (evtl. erweitert um Zwischengebete).
Das trifft bekanntlich in dieser komprimierten Form nicht auf die Psalmen und das Breviergebet zu. Daher:
Ergänzung – ja, Doppelung – nein. Gebet für alle – ja, Gebet für Dumme – nein.
@ Wolfgang K. Sie haben sicher Verständnis, wenn ich jetzt nichts mehr verstehe… Erst „sola scriptura“,
dann unter völliger Paralysierung des Wortsinns von „sola“ und „scriptura“ ihr Satz: Es kommt schließlich
darauf an was uns das Evangelium sagen will, nicht unbedingt auf den Wortlaut. Was soll denn das Bezeichnete
hinter dem Zeichen sein, wenn dieses sich bereits verflüchtigt hat? Die Schrift lebt naturgemäß vom
Wort(laut). Und dieses Wort ist seinerseits authentisch auszulegen. Die Authentizität der Auslegung ist
gewährleistet durch die Instanz, die die Hl. Schrift als solche (an)erkannt hat. Kurz: Man sollte nicht
die Begriffe („Schrift“) so flachhauen, nur damit sie sich in Regionen ausdehnen, die eigentlich anderen
Begriffen vorbehalten sind.
Wolfgang k. Sagen Sie uns doch bitte, wer die Hl. Schrift(en) als inspiriert erkannt, anerkannt und kanonisch
festgelegt hat? Etwa die Bibel selber? „Sola scriptura“ ist blanker Unsinn. Das lebendige Lehramt unterfängt
auch die Hl. Schrift. Das eigentliche Wort Gottes ist nicht Buchstabe, sondern die Person Jesus Christus.
Wenn Sie so wollen, dann ist das Neue Testament die verschriftlichte Ikone Christi und das unhintergehbare,
aber auszulegende Dokument der apostolischen Lehre. Zudem gilt der schon genannte Hinweis am Ende des
Johannesevangeliums. Was also, wenn zB die immaculata Conceptio Mariens nicht in der Bibel steht? In Ihrer
Diktion würde das wohl bedeuten: „das widerspricht der Bibel“. Das tut es aber keineswegs. Maria ist
„voll der Gnade“. Was heißt es wohl, wenn Gott von diesem einen Menschen in allem Ernst und wörtlich
bestätigt, er sei „voll der Gnade“? Und das zeitlich vor, wenn auch sachlich nicht unabhängig von dem
Erlösungstod Christi? Diese Gnadenfülle ist bei Maria einzigartig, auch über ihr irdisches Dasein hinaus,
da Gott mit dem „gratia plena“ über Maria eine Seinsaussage getroffen hat, der Maria in ihrem ganzen
Leben entsprochen hat und auch als himmlische Mutter entspricht.
Brandenburgis Gut, dann bringe ich es mal auch auf eine sachliche Ebene. Es gibt in der Tradition, gerade
in der Väterzeit, mehrere Erklärungsmodelle für die „Brüder“ Jesu. Um die zwei wichtigsten zu nennen:
Die „Brüder“ sind, da die Gottesmutter ja semper virgo ist, nach orientalischem Sprachgebrauch unspezifisch
als nähere Verwandte (Vettern) zu verstehen. Eine andere Erklärung besagt, daß der hl. Joseph in fortgeschrittenerem
Alter und nach vorheriger Ehe, aus der Kinder hervorgegangen seien, die Jungfrau Maria zu sich genommen
habe; mit Maria hat er jungfräulich gelebt. Auch dies würde dem Nährvater Christi nicht notwendig seine
Keuschheit schmälern. Allerdings hat sich die erste Erklärung als die angemessenere Sicht durchgesetzt.
Jedenfalls ist Joseph einer der größten Heiligen.
machina Sie liegen falsch. Galilei hatte die auch damals bekannte Möglichkeit, seine Aussagen als Hypothesen
zu markieren. Das hat er unterlassen, und das machte die Sache schwierig.
@ k.Murx Erst mal danke für das faire Wort. 1. Wie sollte man es nicht als „Formkompetenz“ bezeichnen,
wenn die Kirche sich in der Lage sieht, aus zwei Evangelien eine Kompilation herzustellen und dann mit
der Quelle „Überlieferung“ als „Erklärerin und Bewahrerin der katholischen Wahrheit“ (Catech. Rom.)
nicht-biblische Worte in die Wandlungsworte selbst einzufügen? – Ich spreche ja nicht von Formbeliebigkeit.
2. Zum „für alle“: Es stimmt, daß der Catech. Rom. die beiden Ausdrücke „für viele“ und „für alle“
kurz nebeneinanderhält, natürlich zugunsten des ersten. Allerdings sollte man hier genauer hinschauen:
der CR legt ganz konkret die faktischen Worte Jesu aus, ohne eine ausgefeilte Systematik zu bieten. Die
„Not“, die Sie beim „für alle“ nennen, sieht der CR auch beim Herrenwort „für euch“ (Lukas), da ja Judas
mit anwesend war. Das „für euch“ (zunächst einmal: „für euch, die ihr anwesend seid“=„ihr alle“) differenziert
der CR: es gilt nicht für Judas. Das ist beim wörtl. „für viele“ (Matth./Markus) nicht nötig; aber
auf die Version „für alle“ läßt sich die „für euch“-Erklärung des CR (=„alle Auserwählten“) analog
anwenden. Ein verungültigendes Defizit ist also durch „für alle“ nicht gegeben.
@ k.Murx Erst nochmal eine Klärung zur allgemeinen Info. Sie hatten in den Raum gestellt, die Wandlungsworte
seien im neuen Missale nicht als Form hervorgehoben. Dem ist nicht so, wie ein Blick in die Rubriken leicht
zeigen würde, so man diese denn mal „lesen“ wollte. „In formulis quae sequuntur, verba Domini proferantur
distincte es aperte, prouti natura eorundem verborum requirit“ Es folgt: „Qui pridie“; dann in Kapitälchen
und doppeltem Zeilenabstand die Wandlungsworte „ACCIPITE …“. Unmittelbar darauf die Rubrik: „Hostiam
consecratam ostendit (sc. sacerdos) populo, reponit super patenam, et genuflexus adorat.“
@ K. Murx Es ist eine bekannte philologische Lüge, dass „für alle“ und „für viele“ im Aramäischen
dasselbe sei. Natürlich ist das eine Lüge, vor allem aber ein sprachphilosophischer Unsinn höchster
Güte. Eine Sprache, die beide fraglichen Kategorien nicht auseinanderhalten kann, kann es aufgrund der
Struktur menschlicher Erkenntnis gar nicht geben. Nur wollte ich diesen Unsinn gar nicht andeuten. Sondern
das, was ich an anderer Stelle schon mal geschrieben habe: 1. Die Wandlungsworte im Canon sind eine durch
die Autorität der Kirche verbürgte Zusammenstellung mehrerer Christusworte, die im Neuen Testament eben
nicht an einer einzigen Stelle stehen (Mt 26,26ff (pro multis, ohne: pro vobis); Mk 14,22f (pro multis,
ohne: pro vobis); Lk 22,19f (nur: pro vobis); 1Kor 11,24f(quod pro vobis est, ohne: effundetur)). Weiter
ginge es mit der Frage nach dem „Mysterium fidei“, mit dem – biblisch nirgends verbürgten – „enim“ vor
„corpus“. Ein Problem? – Wie gesagt nein, weil die Kirche die Formkompetenz hat. 2. Röm 8,32: sagt: „pro
nobis omnibus tradidit illum“.Ferner 1Tim 2,4: „qui omnes homines vult salvos fieri“; 1Tim2,6: „qui dedit
redemptionem semetipsum pro omnibus“. 3. Einerseits hat die kirchliche Autorität die Wandlungsworte angepasst
und komprimiert. Andererseits sagt der Glaube, dass der Leib Christi nicht nur für viele zur tatsächlichen
Erlösung hingegeben wurde, sondern auch für alle, sofern allen die Heilsmöglichkeit erschlossen wurde.
@ K. Murx „…dass jetzt das „für alle“ in grellem rot so gut zu lesen ist. Selbstredend macht das eine
Messe ungültig…“ Nein, macht es natürlich nicht. Sie können das „für alle“ so richtig verstehen
wie das „für viele“. Von Allerlösung ist hier so wenig notwendig die Rede wie dort von Prädestination.
Beide Ausdrücke samt Inhalt sind neutestamentlich und durch die katholische Lehre gedeckt. Dadurch, daß
der Apostolische Stuhl die zB deutsche Wiedergabe „für alle“ approbiert hat, ist ein zweifaches damit
ausgesagt: diese Wiedergabe ist erstens authentisch und muß zweitens in Übereinstimmung mit der katholischen
Lehrtradition verstanden und ausgelegt werden. Natürlich wäre „für viele“ theologisch hier richtiger
und philologisch einzig richtig. Aber der Punkt, auf den es im Moment ja ankommt: durch diese abweichende
Übersetzung ist kein Defekt in der Weise gegeben, daß dadurch die Wandlung, dh die Messe ungültig würde.
Darauf ist das Siegel der Apostolischen Autorität.
@ k. Murx „Druckliche Hervorhebung“ – sowohl im derzeitigen Missale Romanum wie auch im deutschen Meßbuch
sind die Wandlungswort aber sowas von hervorgehoben. Nicht anders als im alten Missale zB von 1962 auch.
Allein, ich verstehe Ihren vorigen Kritikpunkt immer noch nicht.
@ malachias, also bitte! ROTHKRANZ! Auaa!!! Was muß ein Denksimulant wie Rothkranz eigentlich von sich
geben, daß er hier keine ernsthafte Fürsprache findet?? Von wegen Bild“analyse“! Bild“paranoia“ wäre
da wohl das angemessene Wort.
ex machi … Sie in keinster Weise über die Kompetenz, meinen Horizont beurteilen zu können … Dzdzdz…
Ein Halbsatz und zweimal logischer Mist: 1) „keinst“, 2) „Kompetenz, … zu können“. Mal durchatmen,
wenn die Lämpchen wieder glühen. Gell?
ex machina Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte bauen auf einem vorgängigen Recht auf: der Unantastbarkeit
der vitalen Basis, sprich des Lebens. Dieses Recht ist primär, die anderen sekundär. Dürfte selbst
Ihnen einleuchten, Ethik“en“ hin, Ethik“en“ her.
ex machina … der übliche relativistische Unsinn, den Sie hier verzapfen. Von ethischen Prinzipien nicht
das einfachste kapiert. Sie langweilen einfach.
parzidings Wie man ohne Hirn so viel schreiben kann wie Sie, ist ein großes Naturwunder! Angesichts dessen –
wen stört es da schon, dass Sie nur Unterirdisches in die Tasten hauen? Respekt, weiter so.
@hlux Mit dem „ertragen“ meine ich, dass, wer eine starke Schulter bieten kann, meistens auch einen starken,
jedenfalls eigenen Charakter hat. Die „starke Schulter“ genießt eine Frau heute immer noch gern in Momenten,
wo sie es hilfreich oder attraktiv findet, ist aber schnell unwillig, wenn der Mann auch einen starkes
Rückgrat ihr gegenüber beweist. Klartext: viele heutige Frauen haben in ihrem kollektiven Opfergehabe
allzu viel an nüchterner Selbstkritik eingebüßt, diese wird ihnen sogar ausgeredet von Schule, Medien
etc. Viele haben einen getrübten Blick, kennen nur maßlose Selbstüberschätzung oder maßlose Selbstzweifel.
In manchen Dingen braucht ein Mann die Führung durch die Frau; bei einer solchen Aussage eckt man z.Zt.
nicht an. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass eine Frau in so einigen Dingen auch der Führung des
Mannes braucht. Und Führung genießt man eben nicht nur, sondern „erträgt“ sie auch. Das ist nicht zuletzt
für hochgezüchteten und zugleich selbstunsicheren Stolz deshalb so schwierig, weil damit die Anerkennung
einer solch verzerrten Selbstwahrnehmung mit gefordert ist.
Erstaunen Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Nebensatzhaftigkeit immer gesagt wird, dass Frauen
selber das Recht hätten zu entscheiden, ob und wie sie als Familienmütter erwerbstätig sein möchtenoder
nicht. Entscheiden dürfen sie natürlich selber (zusammen mit dem Ehemann, sowei vorhanden), aber eine
andere Sache ist es, für die Entscheidung einer Familienmutter, ohne finanzielle Not arbeiten gehen zu
wollen, den Staat in die Pflicht nehmen zu wollen. Und ob bei dem allzu schnellen Zugeständnis, dass
eine Familienmutter das (einklagbare?) Recht habe auf freie Entscheidung „erwerbsarbeiten – ja oder nein“ –
ob also da auch mal mitbedacht wird, dass für die allergrößte Zahl der Familienväter diese Alternative
gar nicht besteht, ohne Not von den Frauen auch gar nicht gewährt würde?
@private notes Und: Kann der Mann nur dann eine starke Schulter entwickeln, wenn seine Gattin von ihm
finanziell abhängig ist? Ja und nein. Damit eine „starke Schulter“ geboten wird, muss sie nicht nur situativ
gewollt, sondern auch durchwegs gewollt bzw. ertragen werden. Ein Mann ist ja doch kein Automat für die
Befriedigung weiblicher Stimmungslagen. Wenn Frauen die berühmte „starke Schulter“ vom sonstigen „starken“
Mann abstrahieren, geht es ihnen da oft mehr um sich allein als um echte Partnerschaft; da wird der Mann
leicht zum bloßen Faktor im Umfeld, deren Zentrum selbstverständlich die Frau selbst ist. Solches Denken
gibt es natürlich bei Männern auch, aber bei Frauen ist es momentan gesellschaftlich keineswegs verpönt.
Kurzum, einer solchen Frau bietet ein Mann nicht gern die „Schulter“, wenn diese nur gebraucht und nicht
auch geduldet wird. Damit kommt dann auch ein Habitus langsam außer Gebrauch und mit ihm wohl z.T. die
Fähigkeit.
an[n]us versucht sich in Papsthähme Völlig durchgeknallt scheinen Sie wohl gleich mit dazu. Von wegen
Armbinde mit Hakenkreuz. Nehmen Sie erst mal Ihre Augenbinde ab und schauen Sie, welchen Unfug Sie da
einem jungen Buben von damals andichten!
@ katja @ navon Na, von Demokratie haben Sie noch nicht allzuviel verstanden, wie? Dass sich der Staat
nicht in die kirchlichen Belange einzumischen hat, was Glaubens-, Sittenlehre und Selbstorganisation anbelangt,
ergibt sich aus dem Selbstverständnis des säkularen Staates. Das heißt selbstverständlich nicht, dass
sich einzelne Kirchenglieder, kirchliche Verbände oder die Kirche als Teil der Gesellschaft nicht nach
Herzenslust politisch betätigen dürften. Selbstbeschränkungen ergeben sich hier nur aufgrund kirchlichen
Selbstverständnisses, in die der Staat aber schon gar nichts hineinzureden hat.
@beobachterin Das habe ich nicht bestritten. Unbeschadet dessen gilt eben auch Abs. 1. Sie sollten aber
sehen, dass der von Ihnen zitierte Satz von einem Mutterrecht handelt. Im Gesamtkontext von Art. 6 GG
zielt dieses Mutterrecht auf das Kindeswohl ab, nicht auf irgendwelche Selbstbestimmungsrechte von Frauen,
ob diese nun Mütter sind oder nicht. Der Unterschied ist eklatant und zieht ganz unterschiedliche finanzielle
Folgen für die Solidargemeinschaft nach sich.
@ Beobachterin Jede Mutter, auch die unverheiratete, hat Schutz und Anspruch auf die Fürsorge der Gesellschaft.
Zunächst einmal hat die Ehe Anspruch auf Schutz (Art. 6 Abs. 1 GG), da sie als der privilegierte Rahmen
angesehen wird für die schutzbedürftige Familie. Davon abgeleitet läßt sich auch ein Anspruch der
Frau ableiten, die alleinerziehend das Sorgerecht ausübt. Ich lege auf diese Gewichtung deshalb Wert,
weil der Fürsorge- und Schutzanspruch nur der erziehenden Mutter als Erziehungsberechtigten und damit
auch dem Vater gelten kann, sich aber nicht auf die Frau als solche bezieht. Unter den genannten Anspruch
fallen sicher nicht persönliche Verwirklichungswünsche, die eine Frau nun mal auch hat, sondern die
genuinen Aspekte von Mutter-/Vaterschaft. Darum muss bei Leistungen der Solidargemeinschaft schon ein
Unterschied gemacht werden zwischen dem Arbeitenwollen beider Eltern und dem ökonomisch bedingten Arbeitenmüssen.
Klar, Gerhard Bei welcher Partei das ist, spielt keine Rolle! Und wenn es bei der PDS ist. Je vielseitiger,
desto besser! – und bei der NPD, bei der DVU, bei der MLPD. Klar, alles zusammen vielseitig, alles „desto
besser“. Geht’s noch? Wenn Sie die pfarrherrliche SPD-Kandidatur verteidigen wollen, dann generalisieren
Sie doch bitte nicht so unerträglich stumpf.
@benedikt Weniger ein logischer Fehler meinerseits, als einfach die verkürzte Nennung eines faktischen
Dilemmas, das u.a. nach politischer Auflösung verlangt. Nur, dass mir die Lösung einer Ministerin v.d.Leyen
gerade nicht als die richtige erscheint.
Thema v.d. Leyen Nein, nein, die gute Frau v.d. Leyen ist durchaus keine „Wohltat“. Sie betreibt nur weit
intelligenter als die Vorgängerregierung den Abriß der Einverdienerfamilie und verkauft die Doppelverdienerei
auch noch als tolle Sache für die Familien. Doppelverdienen macht bei dem Einkommen der „v.d.Leyens“
sicher viel Spaß, man könnte auch im Notfall darauf verzichten. Aber wo sind wir angelangt, wenn ein
leidlich qualifizierter Familienvater nicht mehr in der Lage ist, seine Familie zu ernähren? Und das
bei so unsicheren und zu wenigen Arbeitsplätzen? Die Hauptverdienerlast liegt unverändert bei den Männern –
weil viele Männer und die meisten Frauen das gar nicht anders wollen. Und vor dem Hintergrund sollen
also noch mehr Frauen auf den Vollverdiener-Arbeitsmarkt gedrängt werden? Das private Familienmodell
einer v.d.Leyen ist nicht allgemeinheitsfähig, da die Ministerin noch nicht einmal die normalen Aufgaben
einer normalen Mutter wahrnimmt.
@fiore Nochmals: es geht bei der von mir genannten Unterscheidung um zwei Aspekte einer Tathandlung: Um
die Intention (2) und die Mittel zur Verwirklichung (1). Ein Defekt an der Intention ist kein Defekt am
Medium. Im einen Fall unserer Diskussion ist das Kondom das Medium, im andern die Enthaltsamkeit. Zur
Versagerquote: beim Kondom kann sie eintreten, bei der Enthaltsamkeit nicht; denn ein poröses, fehlerhaft
gebrauchtes Kondom hört nicht auf, Kondom zu sein, aber Enthaltsamkeit hört bei Nicht-Enthaltsamkeit
auf, Enthaltsamkeit zu sein. Der andere Aspekt berührt die Intention bzw. den Intentionswechsel: bei
jemandem, der sich grundsätzlich der Enthaltsamkeit bedienen möchte, es dann aber nicht tut, liegt ein
Defekt der Intention, nicht des Mittels vor. Das selbe gilt für einen, der grundsätzlich Kondome verwenden
will, es aber nicht tut. Entweder Sie rechnen nur den Aspekt des Mittels, dann schneidet die Enthaltsamkeitsoption
in jedem Fall besser ab; oder sie beziehen den intentionalen Aspekt mit ein, dann ist es doch sehr fraglich,
ob die Versager-Quote beim grundsätzlich Enthaltungsbereiten beim Enthalten höher ist als die des grundsätzlichen
Kondomkandidaten beim Kondombenutzen. Bedenken Sie auch: dem Kondombefürworter geht es darum, die Möglichkeit
sexueller Aktionen quantitativ zu steigern, was die absolute Zahl der technisch wie intentional bedingten
Versager begünstigt. Wie Sie es auch rechnen, Enthaltsamkeit ist der sicherste Weg.
@ fiore bitte sehen Sie sich meine Argumentation nochmal in Ruhe an. Dann stellen Sie fest, dass ich zwischen
(1) technisch-anwenderischem und (2) persönlichem Versagen unterscheide. (2) kann bei der Entscheidung
für Kondom wie für Enthaltsamkeit eintreten, (1) dagegen ausschließlich bei der Kondom-Option.
@ fiore Das meinte ich ja. Es ist Unsinn, eine „Nichteinhaltung der Enthaltung“ in die Rechnung einzubeziehen,
einfach weil Nichtenthaltung nicht ein Versagen der Enthaltung als solcher ist, sondern dessen, der sich
zu dieser Verhaltensweise grundsätzlich entschlossen hat. Da stehen also persönliche Faktoren den technischen
gegenüber. Auf Kondome gemünzt heißt das: die „technischen“ Versager sind materialbedingt oder anwendungsbedingt
(aber eben Anwendung!). In beiden Fällen schleichen sich erhebliche „Versager“ ein. Bei der Anwendung
(!) der Enthaltsamkeit kann (!) kein Versager auftreten. Wenn also man die Nicht-Anwendung eines Mittels,
für das man sich grundsätzlich entschieden hat, in die Rechnung einbeziehen würde, dann sähe es wohl
noch viel übler aus für die Kondom-Option! Allein schon deshalb, weil die prinzipiellen Komdom-Nutzer
derzeit in krasser Überzahl gegenüber den Enthaltuns-Befürwortern sein dürften.
@navon Damit die Rechnung auch wirklich stimmt, muss man bei der Kondom-Versagerquote auch die Fälle
einrechnen, wo die Beischlaf-Willigen grundsätzlich Kondome benutzen, aber gerade zufällig keines „dabeihaben“
oder in der Hitze des Gefechts darauf verzichten. Dann sieht nämlich die Sache schon wieder ganz anders
aus.
@ murx Ich kenne mehrere Distrikte und viele Priorate. Es ist nicht wahr, daß alle Priester der Bruderschaft
die Kniebeuge machen. Niemand sprach von „alle“. Wenn es aber die einen in der FSSPX tun, die anderen
nicht, dann heißt das doch, dass die „anderen“ mit der Praxis der „einen“ keine entscheidende Schwierigkeit
haben. Q.e.d. Und nun?
@ athanasius … Ja, will ich und tu ich auch. Ach ja, und ganz offenbar sieht noch nicht einmal die FSSPX
eine Schwierigkeit darin, zu der Kniebeuge aufzufordern. Zum Glück gibt es aber noch edle Ritter wie
Sie.
Kniebeuge Die Kniebeuge ist selbstverständlich angebracht und ihre Einführung (noch im alten Ritus!)
wenn auch spät, so doch völlig richtig. Es geht hier um ein aufrichtiges Gebet an den Allmächtigen,
ohne jede reservatio mentalis, folglich bitte auch ohne reservatio „corporalis“.
@ athanasius Nun lassen Sie doch mal den alten Cato zuhause. So kann man natürlich jede gute Entwicklung
madig machen. Und natürlich ist eine solche Entwicklung Grund zur Freude und zur Dankbarkeit! Nichts
sonst. Fallen verdammt nicht zum Liegenbleiben!
@ps.-deus ist es ihnen langweilig auf „demondeluxe“? Seien sie getrost, den Unterschied zwischen Aktiv
und Passiv kenne ich. Aber ist ihnen schon mal ein Reflexiv begegnet? Nein, im Ernst. Ich dachte nur,
da sie sich scheints gern mit sich selbst beschäftigen und andere zu wenig Interesse an einer eingehenderen
witzigen Beschäftigung mit ihnen haben, sollten sie aktivisch-passivisch selbst an sich demonstrieren,
was Veräppelung ist. Und zum Drüberlach-Effekt finden sie dann allemal genügend Leute.
@paula; ps.-deus paula, Sie sprechen gerade von sich selber. Oder ist mir da etwa ein feinsinniges Argument
Ihrerseits entgangen? ps.-deus, …und echte Kritik wäre mir allemal lieber als Ihr aufgebratener Schmarrn.
Im übrigen: wundern dürfen sie sich ja. Aber lassen sie doch Angezielte entscheiden, ob sie sich getroffen
fühlen oder nicht. Ansonsten gehen Sie bitte mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie (mal nicht unfreiwillig)
etwas von Ihrer Kunst der Selbstveräppelung.
@ lieber Sulpicius … vor allem scheint Paula nicht nur geschmacklich unterirdisches Niveau zu haben.
Um ihre Intellektualität mache ich mir da noch größere Sorgen. Sie versteht ganz offenbar nicht. Ich
vermute, Sie würde es auch für eine pari-pari-Situation halten, wenn sie eine Beziehung zu einem Mann
wollte, er aber nicht… Ist Vernunft am Ende doch Glückssache?
@domenicus …auch das stimmt so nicht ganz, weil bei weitem nicht jeder, der sich hier über Popetown
aufregt, ansonsten gern unter die Gürtellinie zielt. Zudem finden sich im Forum nicht zu wenige unflätige
und vermleumdende Diskutanten von der „anderen“ Seite. Im übrigen bin ich für „hart in der Sache, zivilisiert
im Ton“. Ob aber der verleumderische Grundton der Comicserie, um die es hier geht, zivilisiert genannt
werden kann? Wohl kaum. Nochmal: die britische BBC weiß und will genau das, was sie tut. Und wie viele
andere Katholiken will ich das nicht.
jajaja, domenicus … schon wieder reden wir im Unverhältnis. Der Vatikan hat der von Ihnen zitierten,
in Ton und Wortwahl ätzenden Aussagen nicht zugestimmt und die meisten überzeugten Katholiken im Land
würden es wohl auch nicht tun. Welche Beweiskraft soll also Ihr Beispiel haben?
@ domenicus, fiilia So ganz überzeugen mich Ihre Aussagen nicht. @domenicus Überzeugten Katholiken haben
hierzulande mittlerweile über Jahrzehnte hin Erfahrung in Einstecken. @filia Reden bringt dann evtl.
Klärung, wenn einer nicht recht eingeschätzt hat, wie sehr er einen anderen provoziert. Gerade bei einer
BBC-Produktion ist solche Naivität nicht zu vermuten, ganz im Gegenteil. Hier geht es auch nicht um Gespräche
von Mensch zu Mensch, die Dialogstruktur ist hier eine völlig andere. Sondern es geht einfach um ein
Tauziehen, wo Katholiken gefordert sind mitzuzuziehen und dadurch Kraft und Präsenz zu zeigen. Die Konsequenz
soll sein, dass der Preis und damit das Risiko für künftige Provokationen steigt. Ins Fäustchen lacht
sich BBC nur solange, wie die kath. Kampagne keine finanziellen Einbußen für den Sender und die werbenden
Firmen bringt. Dann wäre es tatsächlich noch kostenlose Werbung. Darum, Katholiken: Dranbleiben!
@filia o.k., machen wir es mal anders: Wenn Sie jemand als „Dummchen“ oder „Flittchen“ bezeichnet, und
das immer wieder und öffentlich, wären Sie nicht gut beraten, das tatenlos auf sich sitzen zu lassen
oder dabei noch anbiedernd mitzulachen. Nicht der Klügere gibt nach, sondern der Resignierte bzw. der
Schwächere. Wer Verleumderisches unwidersprochen lässt, begünstigt deren Verfestigung.
@ filia nocte; yehuda … hat euch denn die Mami heute schon vom Kindergarten abgeholt, dass ihr so früh
wieder am PC sitzen und so lustige Sachen posten könnt?
@Benedikt: staatl. – private Schulen Es gibt sicher den von Ihnen beschriebenen Unterschied in der Funktion
einer privaten und einer staatlichen Schule. Aber es ist nicht einzusehen, warum hier Vorkommnisse an
einer Privatschule nicht analog zu solchen an einer staatlichen behandelt werden sollen. Es reicht, die
Lehrkraft zu entlassen (was geschehen ist); evtl. kann eine Schulvisitation stattfinden, um sicherzustellen,
dass Prinzipien und Praxis der Schulleitung mit dem Gesetz in Einkling stehen. solange das der Fall ist,
ist die Schließung einer ganzen Schule staatlicher Willkürakt.
@ finthen Hören Sie doch auf mit Ihrer primitiven Dreckschleuderei. Ich habe mir Ihre übrigen Beiträge
angesehen, um zu sehen, ob Sie heute einfach einen schlechten Tag haben. Aber leider, leider, von daher
gab es keine Entlastung für Sie.
@Ansgar Naja, die Wette hätte ich ja gern mal verloren. Aber bei Adel-Po Wolfi-Warmsporn war das nicht
zu erwarten. Doch irgendwie putzig, wie er sich ins Zeug legt … finden Sie nicht, Ansgar?
@ Ansgar Ansgar munterte den „Bruder“-Macher zum kühlen Gedanken: „Courage, Sie schaffen es!“ Gut gemeint,
aber ich wette dagegen: Er schafft es nicht. Denn wehe, wem die Tucke zürnt!
dinzelbacher Bei der Lektüre von Peter Dinzelbacher stellt sich allerdings die Frage, wie wissenschaftlich
seriös er vorgeht. So übersetzt er etwa die mittelalterliche Dedikation „divae Mariae“ als „der göttlichen
Maria“ und schließt daraus die Vergottung Mariens im katholischen Kult. Wer mit offenen Augen die Kirchen
Roms aufsucht, wird auch Inschriften wie „Divo Thomae“ finden. Daraus eine klamheimliche Vergottung des
hl. Thomas zu folgern, wäre schon recht abenteuerlich.
rosi – dr. heger Was war denn Dein Promotionsthema? Würde mich brennend interessieren. Falls Du das nicht
beantworten kannst, lass eine solch billig Anmache doch einfach bleiben, ja?
Rosi „Männer kümmert Euch um Euren eigenen Kram und haltet Euch endlich aus der Abtreibungsdebatte heraus“
… deshalb halten wir Männer uns ja gerade nicht aus Abtreibungskampf heraus. Capito?
ein demon als prophet „Wenn in 100 Jahren jemand nachforscht, was denn die Ursachen für die Religionskriege
waren, die ab 2010 die Welt vewüsteten“, … dann würde er feststellen, dass es keine Religionskriege
waren, sondern ein Krieg zwischen Kulturen. Aber wozu dem Christentum auf Biegen und Brechen ein Zukunftsszenario
ans Bein binden. Halten wir uns doch an die Fakten. Dann sehen wir, dass die größten Mordmaschinerien
der Geschichte von den gottlosen bzw. selbstvergottenden Regimen des ach so aufgeklärten 20. Jahrhunderts
in Gang gesetzt worden sind. Deren Auswirkungen würden zum Verständnis dieses – noch – fiktiven Krieges
der Zukunft dann gewiss das meiste beitragen. Derweil sollte man eher hoffen, handeln und – wer es kann –
beten.
@ demon „Natürlich MEINT der Rationalist, vernünftig zu handeln“. Rationalismus“ … „ist kein Patentrezept
gegen Irrtümer“ Dito. Darum meint wohl auch ein Anhänger eines sog. rationalistischen Satanismus, seine
Position rational vertreten zu können. Es lässt sich auch die Haltung der Irrationalität rational vertreten,
wie sich auch Skeptizismus begründet diskutieren lässt; ob Irrationalität sich aber als vernunftgemäß
verkaufen lässt, ist eine andere Sache. Eine „gesellschaftlich unverträgliche“ Denkart werten Sie als
„höchst irrational“ – was sie aber nicht ist, wenn sie rational vorgeht. Allerdings ist sie unvernünftig –
eben aufgrund des kategorischen Imperativs und der ihm zugrundeliegenden ontologischen Voraussetzungen.
Ihre begrifflichen Mengenlehre-Spielchen von vorhin helfen da nicht.
@ demon „Rationalist handelt rational“ Geht’s noch dümmer, Oberprimaner? ach halt: „(oder meint es zumindest)“
Da hat er ja doch noch was gemerkt und ungeschickt unterzuwurschteln versucht. Schlechte Arbeit. Das gab’s
von Ihnen schon mal schlauer.
demon im spiegelkabinett „Rationalistisch“ heißt nicht „rational“. Sie bringen wieder die Ebenen durcheinander,
als deren Scheider Sie sich gerne aufspielen. Und Ihre platte Identifiaktion von Ratio und Sittlichkeit
ist so naiv wie fatal.
demon’s willkür Die scharfe Trennung eines „eigentlichen“ Satanismus von einem nur vulgär gleichnamigen
(Teufelsanbetung) ist Begriffsjongliererei. Wohl, eine rationalistische Spielart von Satanismus ein bisschen
aus der peinlichen Schmuddelecke herauszuhalten. Fakt ist, dass das amorphe Phänomen „Satanismus“ in
allen seinen Formen vom Christentum bzw. Theismus eine Gegenschablone darstellen will. Einmal steht halt
die Person des Teufels im Mittelpunkt des Interesses, das andere Mal die vom Christentum als teuflisch
qualifizierte Maxime „non serviam“ – und die geht ohne weiteres mit atheistischer Grundhaltung zusammen.
Da kann einer noch so lange versuchen, den Atheismus als positive, vom Theismus unabhängige Denk- und
Lebensart zu profilieren. Das wird nie gelingen, schon durch die bloße lebensweltliche Tatsache, dass
die meisten Menschen nicht atheistisch sind und ein ganz beträchtlicher Teil sogar theistisch ist. Somit
kommt der Atheist aus seiner Absetzbewegung nicht heraus, was ihn natürlich kräftig wurmt. Das hat schon
Günther Anders arg gewurmt.
@ demon Naja, offenbar greifen Sie ganz gern in die untere Schublade, wenn Ihnen wieder kein rechtes Argument
einfällt. Aber was soll’s – bevor Sie’s zu sehr wurmt…
@ demon „Der ‘gewisse Grad’ findet sich in den Schranken durch andere Rechtsgüter; dies zu bestimmen,
ist Sache von Gesetzgebung und -sprechung.“ Klar, und was sind bei der Verhältnis-/Wertbestimmung die
Erkenntnisquellen von Gesetzgebung und -sprechung? Kommen Sie jetzt bloß nicht wieder mit der Konsenskiste.
„Ich nannte ausdrücklich ‘muslimische Sakralbauten’. Die Hagia Sophia wurde nicht von Muslimen erbaut“
Nun seien Sie halt nicht so begriffsstutzig! Wenn Sie genuin moslemische Sakralbauten meinen, dann sagen
Sie es halt auch so. Ansonsten zählen zu moslemischen Sakralbauten alle Gebäude, die dem islamischen
Kult dienen. Endlich kapiert?
@ Y. Khosrovian Danke für Ihren Beitrag, der auch deshalb interessant ist, weil er aus einer anderen
Perspektive heraus geschrieben ist als die bisherigen. Wenn ich nicht irre, deutet Ihr Name auf eine Abstammung
aus dem armenischen Volk hin, dessen Geschichte größte Achtung verdient.
@ demon „Inwieweit … relevant sein mag, wissen wohl nur Sie allein.“ Weiß ich nicht allein. Allein,
Sie wissen es nicht. „Es ist Sache ALLER Staaten, religiöse Auffassungen bis zu einem bestimmten Grad
zu respektieren. Das kann aus Sachgründen unterbleiben…“ Bis zu einem – von Ihnen? – bestimmten Grad?
Heiße Luft. „… finde allerdings auch die Karikaturen (die ja als Provokation GEWOLLT waren) daneben…“
Seit wann gehen Sie denn so hart mit gewollter Provokation ins Gericht? Demnach ist nach Ihrer eigenen
Meinung vieles „daneben“, was Sie so von sich geben. Aber nein, sie wollen das ja alles nicht, es passiert
Ihnen quasi als zwangsläufiger Reflex auf all das Dumme hier. Stimmt’s? Die Qualifizierung „dumm“ wäre
dann auch wieder nur „passiert“. Hagia Sophia … „Die ja bekanntlich so sehr ein muslimischer Bau ist
wie das römische Pantheon ein christlicher… „ Hab ich das behauptet? Sie sollten allerdings schon wissen,
was Sie sagen: Sie sprachen von „muslimischen Sakralbauten“ – und ich habe das aufgegriffen. Bekanntlich
standen im Pantheon ursprünglich kein christlicher Altar und christliche Bildnisse – dann keine christliche
Kirche? – und in der Hagia Sophia wurden die christlichen Mosaiken zu Moschee-Zeiten nicht zerstört,
sondern gemäß „Bilderverbot“ überputzt, was später in Museums-Zeiten wieder rückgängig gemacht wurde.
Wenn Kritik an meinem „Hagia-Sophia“-Beispiel, dann doch hier, und nicht so – ungewollt – „daneben“ wie
geschehen.
@ demon „… Traditionen gibt, die ggf. gar nicht so im Wortlaut im Koran zu finden sind, die aber nichtsdestotrotz
elementarer Bestandteil des Glaubens …“ 1. Das katholische Lehramt (Papst, Gesamtheit der Bischöfe)
hat kein wirkliches Gegenstück in der islamischen Welt, schon deshalb nicht, weil dem Islam der ekklesiale
Gedanke und das damit verbundene Traditionsverständnis fremd ist. Die Umma versteht sich meines Wissens
nicht als eine Art Kirche, die Lehrarten nicht als Kirche“n“. Außerdem sind Bibel und Koran in ihrer
Bedeutung für die jew. Religion nicht identisch; das Christentum ist nicht eine Buchreligion wie etwa
der Islam. „Foto-Bilderrahmen flach (mit dem Foto nach unten) auf der Kommode …“ Die islam. Lehrarten
haben ein unterschiedliches Verhältnis zum Bild. Sache nichtislamischer Staaten und Gesellschaften ist
es nicht, über eine „richtige“ Lehrart zu entscheiden. Daher ist es nicht deren Aufgabe, ein angebl.
Bilderverbot zu respektieren. Davon zu unterscheiden ist aber die Verächtlichmachung einer Religion in
Bild und Wort. Da wüßte ich allerdings nicht, warum die Christen da dickhäutiger sein sollten als die
Anhänger Mohammeds. „In muslimischen Sakralbauten hingegen wird man ausschließlich abstrakte Ornamentik
finden“ Gegenbeispiel: Hagia Sophia.
@ romano Die Rechtswissenschaft wird sicher nicht beantworten können, warum genau die vollendete Geburt
einen Nichtmenschen zum Menschen machen soll. Es ist aber bezeichnend, dass das BGB den Menschen pragmatisch
definiert, dabei Rechtsfähigkeit und prinzipielle Geschäftsfähigkeit ident setzt, aber das Strafrecht
eben den Nasciturus kennt. Interessant auch, dass das GG gerade keine Spezifizierung zum Begriff „Mensch“
liefert, wo es von der Würde und deren Unantastbarkeit bezieht.
@ demon Abschreiben aus Wikipedia und sich daraus einen flotten Reim machen, reicht bei einer solchen
teils kirchenrechtlichen, teils sakramententheologischen Frage nicht aus. Ob sich jemand „selbst exkommuniziert“,
hat nicht ausschließlich seine Ursache darin, ob derjenige aus der Kirche „austreten“ will. „Schwer sündige“
Akte schließen per se zumindest vom Kommunionempfang aus. Und zwar so lange wie man in der so geschaffenen
als „schwer sündig“ qualifizierten Realität verharrt und nicht wieder sakramental rekonziliiert ist.
Bedenken Sie, dass die Glaubenskongregation einen Negativbescheid zur Loge gegeben hat, ebenso hierzulande
die Gesamtheit der deutschen Bischöfe, und wenden Sie das mal auf den Fall eines „kath.“ Logenbruders
an. Dann klingelt’s hoffentlich.
@ herr stadler „una cum Satanam“ – womit Sie den Heiligen Vater verortet haben wollen und gleich mal einen
lateinischen Bock schießen. Kann es sein, dass Sie da in der lateinischen Tradition noch mehr nicht so
genau wissen? Ob Ihr Gezeter so sehr „in Christo“ geschieht, wie Sie vor Ihrer Unterschrift beteuern?
Na, ich weiß ich, ich weiß nicht…
@ demon. Tatsächlich gibt es keinen Punkt, an dem man sagen kann: „JETZT ist es ein Mensch – gerade eben
war’snoch kener“. Darum also: keine überflüssigen Definitoren von außen herantragen (z.B. Bewußtsein,
Rasse etc.), da der Mensch zeitgleich mit seiner natürlichen Individualität beginnt, nach der einfachen
Regel: Die Leibesfrucht des Menschen ist selber Mensch.
@ demon In der in Deutschland bei Abtreibungen erlaubten Frist ist das, was da im Mutterleib ist, so „unschuldig“
wie ein Laib Brot, denn so bewusst (und ergo so „menschlich“) ist es. Wenn Embryonen in den ersten zwölf
Wochen so viel Mensch sind wie Brot, dann sind Sie, Allerwertester, so dumm wie Brot. Sie verteidigen
die Friestenpraxis in Dtl.; einen Tag über der Frist ist der Embryo also Mensch und vorher nicht? Weil
er bis zum Fristtermin des allerweisesten Gesetzgebers sich auch noch zum Elephanten hätte entwickeln
können? Ach ja, jetzt kommt das Bewußtseins-„Argument“! Klar, ethisch relevantes Handeln setzt Bewußtsein
voraus. Aber erklären Sie doch mal, warum und wieviel „Bewußtsein“ nötig ist, um grundsätzlich Rechtsträger
zu sein? Nur zu dumm, wenn man unter antimetyphysischen Vorzeichen doch noch ein Surrogat des Personbegriffs
erhalten möchte, um noch irgendwie ethisch argumentieren zu können… Den Menschen läßt der eine halt
mit dem Bewußtsein anfangen und aufhören, der andere mit einer bestimmten Rasse. Da sind Sie ja in schöner
Gesellschaft, Demon! Sowas kommt von sowas – wenn man den Anfang des Menschenlebens anderswo ansetzt als
am naturalen Beginn seiner Individualität.
@ demon So viel kluge Antwort für einen schwurbelnden Intellekt. Zu viel der Ehre… Ach übrigens, meinen
Respekt haben Sie trotzdem. Nicht weil ich Sie für so schlau, so integer oder sonst etwas hielte, sondern
unverdientermaßen, weil sie Mitmensch sind.
@ demon Dafür dass Sie Religion so sehr doof finden, bringen Sie hier sehr viel Treue für diese Site
auf, inkl. Zeit. Wie kommt’s? Ist da wohl ein kleiner Missionar unterwegs? Steckt vielleicht ein pikantes
Plaisierchen dahinter? Arbeiten Sie sich doch nicht so ab…
Meister Lingen Einfach nur staunenswert – dieser Egozentrismus. Ein Kosmos im Kleinen. Hallo? Es geht
hier um Don Gregor Hesse und nicht um Herrn Lingen.
@ demon Welcher Tritt ist subjektiv „knackiger“? Ich glaube nicht, dass sich das einfach entscheiden lässt.
Das spezifisch Erniedrigende eines Fremdangriffs steht dem spezifischen Erniedrigenden eines Missbrauchs
von Nähe gegenüber. … aber ein Hinweis könnte sein, wessen Worte in der Bibel stehen und wessen nicht.
Die Wortes des Papstes stehen natürlich nicht in der Bibel, zumal er sie ja authentisch auslegensoll.
Die Bibel als Buch hat im – altkirchlichen – Christentum auch nicht den exklusiven Stellenwert wie der
Koran im Islam, was weniger am „lebendigen Lehramt“ liegt als an der sakramentalen Struktur des Glaubens.
Das Christentum unterscheidet zwischen Christus, dem personalen Wort Gottes, und der Bibel, dem Zeugnis
vom Wort. Und der Koran versteht sich nicht als Wort Mohammeds, da er nur dessen Bote sein kann. Mohammed
im Koran entspricht keineswegs dem, was Christus in der Bibel ist.
@ Groschen gefallen Vielen Dank für das Weisheitswort! Wenn Sie also jemand berühren darf, ist ein Tritt
in den Bauch weniger „knackig“ als der Tritt von jemandem, bei dem Sie sich Berührung verbitten. Stimmt’s
jetzt so? Und nochmal zum Verständnis Ihrer Prophet-Stellvertreter-Pyramide, mal auf ganz simpel, also
zum besseren Verständnis, Sie wissen schon: Der Postbote ist also „mehr“ als der stellvertretende Postchef?
@ demon Welche Logik! Weil die (meisten) Christen kein Bilderverbot kennen, sei also z.B. Christus mit
Recht Vorlage für Karikaturen. Aha. Praktische Anwendung: Sobald Sie also einem Menschen erlauben, dass
er mit Ihnen spricht, dann geben Sie ihm dadurch auch das Recht, Sie schon mal mit Verbalinjurien zu belegen?
Ach, Rosi… wie habe ich doch dein Dummerl-Gerede vermisst! Irgendwie süß… Aber immerhin gibst du
damit eine Illustration dessen ab, was ich in meinem Beitrag gezeigt habe.
@demon Dass das Wandlungswort tatsächlich wörtlich gemeint ist, darauf deutet u.a. das – nicht-synoptische –
Johannesevangelium an einer Stelle außerhalb der Abendmahlsschilderung hin. Joh 6,55.57.58 heißt es:
„Mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut ist wirklich ein Trank … so wird jeder, der mich
isst, durch mich leben … Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.“ Aufschlussreich ist die
Reaktion vieler Zuhörer. Vv. 60.66: „Viele nun seiner Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine
harte Rede; wer kann sie hören … Von da an wandten sich viele seiner Jünger ab und gingen hinfort
nicht mehr mit ihm.“ Diese Aussage wurde also nicht als bloß bildhaft verstanden. Und Christus verdeutlicht
hier statt abzuschwächen.
@evelin Ihre Antwort auf Benedikt halte ich nicht für zutreffend. Dass der Hl. Vater ein Lehrschreiben
über die Liebe verfasst, ist wohl kaum „Zeitverschwendung“, zumal es ihm gerade um den Konnex von Liebe
undWahrheit geht. Vor diesem Hintergrund unterscheidet er die verschiedenen Arten der Liebe, ohne die
eine auf die andere zu reduzieren. Er setzt aber die Liebesarten in wertende, also hierarchische Beziehung
zueinander – Maßstab dabei ist die Bedeutung der jeweiligen Liebesart für das Glücken eines Menschenlebens
vor dem Anspruch der Göttlichen Wahrheit, d.h. für die Seligkeit. Außerdem fordert der Hl. Vater durch
Stil und Inhalt seines Schreibens ein, dass auch von Säkularen die Religion als Religion ernstgenommen
wird – und nicht nur als zufällige Unterfütterung zu konkreten politischen Zielen. Das ist umso glaubwürdiger,
als der Papst die politische Auseinandersetzung (z.B. Bioethik-Referendum in Italien)durchaus nicht scheut
und sich keineswegs durch innerkirchliches „Bravo“ oder „Buh“ steuern lässt, wo es um die Lehre der Wahrheit
geht. Ganz getreu dem Spruch „Cooperatores Veritatis“. Wenn das
@demon …dass ich Ihre philosophischen Lücken nicht hopplahopp füllen kann, liegt wohl am Umfang Ihrer
Lücken – wiederum nicht nur quantitativ, sondern qualitativ. Hatten wir ja nun schon ein paar Mal. Und
zur Lichtung des „Verschwurbelten“ fragen Sie halt mal jemanden Ihres Vertrauens, der Ihnen das nochmal
erklärt. Mit dem Verstehen ist das so eine Sache. Einem, der keine Ahnung von Musik hat, einen Dreiklang
als Terzenschichtung zu erklären, hat eben wenig Sinn. Mit dem setzt man sich besser ans Klavier und
spricht mehrere Sinne an. Für solche „Fingerübungen“ auf Philosophisch habe ich bei Ihnen aber weder
die Zeit noch die Muße.
@ Benedikt Das versteht „demon“ leider nicht, was Sie schreiben. So wahr es auch ist. Aber die ontologische
Unmöglichkeit eines unendlichen kausalen Regress muss ihm schleierhaft bleiben, weil er vor sich vorsichtshalber,
sprich: irrationalerweise ontologische Argumentation vom Leib hält. Er verwechselt Kausalität mit Dominospiel,
und Ursachen mit Dominosteinchen. Und Anselm v. Canterbury findet er doof. Schade auch, nicht?
@demon Na… außer Behauptungen war da aber nicht viel los und vom üblichen Witz war auch nur noch ein
müder Hauch vorhanden. Dass übrigens in der Philosophiegeschichte die Orden nicht immer nur nach Originalität
vergeben werden, sondern auch danach, wie treffend ein Gedanke die Geistesbewegungen einer Zeit wiedergibt
und festschreibt, ist Ihnen bisher entgangen. Das schmälert keinen Philosophen, sondern macht ihn sichtbar
als Teil eines weitverzweigten Dialogs. Gälte das für Kant nicht, wäre er wohl weit stummer geblieben.
Soweit.
@demon Wie soll ich Ihnen denn noch helfen, wo Sie doch es vorziehen, langsam ins Persönlich abzurutschen,
statt mal nachzudenken oder wenigstens die namegedropten Hilfeleistungen aufzufangen? Warum das 2.Semester-Niveau?
Weil Sie die Renitenz eines Bakkalaureanden an den Tag legen. Allerdings muss ich mich für einen Fehler
entschuldigen: ich habe nicht bedacht, dass Ihnen der rein gedankliche Nachvollzug ontologischer Argumente
so schwer fallen könnte (wiederholter Rückfall in das quantifizierende Missverständnis bzgl. Gottesexistenz –
oder wozu sonst das „Rasiermesserchen“?). Und existenzphilosophisches Denken scheint bei Ihnen auch ein
weißer Fleck zu sein – was Sie gewiss wieder „absolut nicht in die Verzweiflung stürzt“. Na denn. Und
schönen Gruß übrigens an Ihre alte Freundin, vorausgesetzt sie ist nett, nicht allzu alt, immer noch
schlau und trotzdem noch mit Ihnen in Kontakt.
@ Horst Metzker …persönlich oder nicht – so empfindlich darf man hier nicht sein. Und es stimmt ja:
man muss auch erkennen, wann die Argumente ausgetauscht sind, und es dann erst mal gut sein lassen. Besten
Gruß.
also denn… @ demon Dann also nochmal zum Mitschreiben. 1. „Warum“ habe ich zunächst nicht als eine
metaphysische Frage gemeint, sondern eine existentielle – deshalb ja auch das hübsche Adjektiv. Und diese
Frage lebt der Gläubige, Atheist, Agnostiker und was sonst noch so herumläuft. Daher gibt es zB auch
keinen achselzuckenden Atheisten etc. 2. Sie haben offenbar nicht verstanden, dass Sie bei Ihrem Bild
im Anschluss an den Kantischen Einwand gg. den sog. ontolog. Gottesbeweis bedient haben („100 Taler“)
argumentieren. Den Gottesbeweis finden Sie in Reinform bei Anselm (Proslogion), den klassischen Einwand
(samt Verwechslung von analyt. und synthet. Begriff) bei „Gaunilo“ und die Antwort darauf wieder bei Anselm.
Und beim Lesen aufpassen, wie spät der Sprung von der Begriffs- auf die Seins-Ebene kommt… Sie werden
sicher begreifen, dass die Behauptung, Gott gebe es nicht, ebenso axiomatisch ist, weil unter empirischen
Maßgaben weder veri- noch falsifizierbar , wie Sie es für die Annahme der Gottesexistenz formulieren.
Und würde man Gott empirisch beschreiben, wäre der Begriff „Gott“ im Sinn des „seinstragenden Grundes“
verfehlt. 3. Ihr Scherzchen „was man nicht erklären kann, muss man glauben“ trifft zwar nicht meine Argumentation,
weil Sie dabei die Intelligibilität der Erkenntnisgrenzen (s. Hegel) außer Acht lassen – aber es bringt
mich auf eine Vermutung: Ich vermute, dass die Rede von Liebe jenseits von Hormonen und Körpersäften
letztlich auch für sinnlos halten.
@ demon Teil II (Fortsetzung) …2. Ihr „Fels“-„Loch“-Beispiel verfängt nicht, da Sie „Gott“ als einen
synthetischen Begriff auffassen, also in raum-zeitlichen Kategorien fassen. Dann wäre er empirisch grundsätzlich
veri-/falsifizierbar. Das ist gerade nicht der christliche Begriff von „Gott“ (hinsichtlich der Göttlichkeit),
weswegen es auch des inkarnierten Mittlers Jesus Christus bedarf, über den hinsichtlich seines Menschseinsdann
tatsächlich synthetische Aussagen möglich sind. „Gott“ ist deshalb transempirisch zu verstehen, weil
Gott das bedingende und erhaltende Voraus zum Sein und Seinden ist und er somit nicht in den Kategorien
der Geschöpflichkeit zu fassen ist. Existentiell ist er für den Gläubigen der Gesamthorizont seines
Daseins und Handelns. Dasein und handeln wird aber auch der relig. Ungläubige, und auch er wird es vor
einem jew. übergeordneten Horizont tun in der unter Teil I beschriebenen Weise. Dieser Horizont heißt
existentiell gewendet „Sinn“. Dieser Sinn kann auch mit dem Gesamturteil „nicht-universal-sinnhaft“ identisch
sein; Sinn bleibt es dennoch, da es handlungs- und existenzprägend ist. Weder Atheismus ferif Daher:
Glauben und Nichtglauben haben qualitativ, nicht aber quantitativ unterschiedliche Voraussetzungen. @ben
sorry, sollte nicht ausgrenzend wirkend. Gelobe hiermit Besserung…
@demon Teil I 1. Dann gehen Sie schon mal teilweise von derselben Position aus wie ich: reiner Agnostizismus
ist nicht-thetisch. Doch sehe ich unter existentiellem Aspekt jeden Agnostizismus regionalisiert durch
konkrete Themen, auf die er sich bezieht. Ich bestreite damit die existentielle Möglichkeit eines universalen
Agnostizismus. Denn jeder Handelnde in einem irgendwie gearteten übergeordneten Kontext agieren, und
sei es nur temporär und regional. Aber schon das teilweise Zulassen von Handlungsnormen bricht einen
reinen Agnostizismus auf, da auf der Ebene der Existenz Handlungsfolgerichtigkeit nicht nur ein logisches
„Wie“ und „Wodurch“ beinhaltet, sondern auch ein existentielles „Warum“ – womit wir Bereich der Wertegeltung
und des moralischen Urteils auf Basis der Parameter „Gerechtigkeit“ und „Angemessenheit“ sind. … (Teil
II folgt – zuviele Zeichen…)
Selbstwiderspruch @ demon Es ist nicht konsistent, wenn Sie einerseits den Atheismus im Gegensatz zum
Agnostizismus als eine Gewissheit darstellen, um das relig. Nicht-Glauben (also inkl. Atheismus) ein paar
Zeilen als angebliche Nicht-These von einem grundsätzlich parareligiösen Odium zu befreien. Bei der
Disjunktion „Glauben“-„nicht-Glauben“ setzte ich für beides die religiöse Dimension voraus. Dem religiösen
Glauben steht aber tatsächlich nicht nur ein „thetischer“ Atheismus in der Art eines anti-religiösen
Nicht-Glaubens gegenüber. Ferner gibt es auch: nicht-religiöses Glauben (verbindet sich problemlos mit
dem thetischen Athesismus), nicht-religiöses Nicht-Glauben (des eigtl. A-Gnostikers) und (para-)religiöses
Nicht-Glauben (bringt der Agnostiker wie der Atheist zustande). „Glauben“ ist hier natürlich analog,
da der Referenzpunkt – das mögliche Geglaubte – Form und existentiellen Status des jew. „Glaubens“ und
somit den Akt des jew. „Glaubenden“ mitbestimmt. Mit „Glauben“ bezeichne ich ein existentiell bedeutsames,
weil wirksames nicht falsi-/verifikables Wissen im Modus der ver- bzw. misstrauenden Sicherheit. Nur bestreite
ich – gar nicht „sophistisch“ – einen generell a-thetischen Charakter der Agnostizismen und bestreite
diesen Charakter generell für jeden Atheismus.
@ Rosi – „Endlosschleife“ 1. Um eine solche zu vermeiden, zum Verständnis noch einmal: Ich fürchte,
ich habe da Marx so falsch nicht verstanden, ebenso wenig wie es seine revolutionären Jünger getan haben.
Es ist ja gerade die Bekämpfung „falschen“ Bewußtseins verbunden mit der rein immanentistischen Handlungs-
und Erkenntnisnorm, also der fatalen Leugnung eines transzendenzbegründeten Naturrechts. Wer siegt, hatte
vorher also recht. Das ist die dialektisch-revolutionäre, tödliche Logik zum Thema Ethik, Erkenntnis
und Anthropologie. Darin zeigt sich auch der Nationalsozialismus als artverwandt zum roten Bruderideologie.
Dass Du Marx, dessen System bei allem Verkennen des Geschichtlichen ohne die konkret-historische Dimension
nicht auskommt, von den konkret-historischen Kommunisten trennst, ist ja gerade die Misere. Und Du solltest
Jesus eben auch nicht von der christlichen Lehre trennen, die anzeigt, wer Jesus war und daher immer noch
ist. Und sein wird – da aber ärgert sich schon wieder der dialektische Marxist, der so etwas wie einen
Sinngesamthorizont nur geschichtsimmanent, aber nicht transhistorisch annehmen kann. Und wer zweiteres
tut, ist wieder subversiv und konterrevolutionär. Und braucht also Saures, oder? 2. Zum Pius-Thema noch
ein Autoren-Hinweis: Michael Feldkamp. Viel Freude und Erkenntnisse beim Lesen.
Replik @ demon @ Rosi @ demon 1. Sie verwechseln zwei Begriffe und die damit verbundenen Denkbewegungen:
Atheismus und Agnostizismus. Der Atheist, der entsprechend „handelt“ (im philos. Sinne, also inkl. Diskussion)
verbleibt in einer aktiven Beziehung zum Gottesglauben, eben in der der Negation. Der „will“ natürlich
etwas. Was Sie wohl meinten, ist der Agnostiker in seiner achselzuckenden, also nicht-verantwortenden
Ausführung. Nur diskutiert dieser auch nicht. 2. Wir sollten tatsächlich „Diskriminierung“ und „Verfolgung“
unterscheiden, auch wenn das erste die Vorstufe zum zweiten und dann Teil dessen Realität ist. Zum Stand
aktueller Christenverfolgung weltweit lesen Sie bitte zB den Bericht „Gewalt gegen Christen im Jahr 2002“
(Hg. v. Kirche in Not). @ Rosi Erst denken, dann reden. Du hast meinen Einwand bzgl. Marx offenbar nicht
verstanden. Die dialektische „Entwicklung“ via Revolution setzt den zu überwindenen, konkreten Menschen
voraus, sobald er sein Wesen nicht umdefinieren lässt. Und das endet zB im Gulags und KZs. @@ demon /
Rosi 1. Wer nicht glaubt, hat nicht weniger Präsuppositionen als der, der glaubt, sondern andere. 2.
Um das Konkordat zu begreifen, hilft euch vielleicht ein Blick in Hitlers „Tischreden“, in „Priester vor
Hitlers Tribunal“ oder einfach das Studium der Politik der Nadelstiche seit Machtergreifung. Und dass
die katholischen Reichsgebiete nicht die großen Braunwähler waren, dürfte mittelerweile auch bei euch
angekommen sein…
Lieber Markos (Teil II) …Der Anspruch des heutigen Roms jedenfalls speist sich letztlich nicht aus politischen
Kontinuitäten aus der Antike – dann bliebe Konstantinopel immer noch sekundär und Moskau mindestens
tertiär –, sondern aus der primären Tatsäche, dass der Apostelfürst Petrus seine Kathedra in Rom errichtet
hat. Dadurch wuchs die Bedeutung Roms, auch wenn es politisch von Konstantinopel überholt wurde; dadurch
schmälerte sich die Bedeutung Roms auch nicht, als vor nunmehr 200 Jahren das Hl. Römische Reich endgültig
zerfallen war. Unterscheiden wir also Reich und Kirche. Und, lieber Markos, tun Sie das ebenfalls.
Also dann, Rosi Da Du ja keine Argumente bringst, sondern lediglich Fragen stellst, ob Du etwas anmerken
darfst, hielt ich den Rat für sinnvoll, dass Su es – nein – bitte vorerst bleiben lassen solltest, solche
Anmerkungen zu tätigen, ehe der Blick in Zeitgeschichte getan ist… Jetzt aber mal ohne Jux. Es ist
mir schleierhaft, wie ein Mensch mit Intelligenz eine so geschichts- und erfahrungsblinde Aussage tätigen
kann, der Atheismus sehe die Religion zwar als Opium, möchte aber nicht das Opium, sondern das Verlangen
danach beseitigen. Da hat sich aber der Atheismus was vorgenommen! Denn das „Verlangen“ ist entwicklungstechnisch
gesehen subversiv, das „Opium“ ist es erst recht, die „Dealer“ sind es, und schließlich auch die „Abhängigen“.
Kampf allen Subversiven! – Logik der Geschichte, sag ich da nur. Und was Du bzgl. der Position der Katholischen
Kirche zum Naziregime andeutest, könntest Du mit etwas mehr Hintergrund so tatsächlich nicht tun.
Lieber Markos (Teil I) Es hilft ja nichts – Sie müssen schon erkennen, dass Rom nicht von Byzanz stammt,
sondern Konstantinopel deshalb Ostrom heißt, weil es sich von Rom her legitimiert. Da können Sie das
Hl. Römische Reich noch so sehr verunglimpfen; der Römische Pontifex verbindet das alte heidnische Rom
mit dem neuen christlichen. Dass sich der große Teil der frühen theologischen Vergewisserungen geographisch
im kleinasiatischen Bereich und denkgeschichtlich im griechischen Horizont abspielt, steht außer Frage.
Für das Deutschland des 16. Jahrhunderts und darüber hinaus gilt ähnliches. Und trotzdem sitzt weder
in Griechenland noch in der Türkei noch in Deutschland der Nachfolger Petri, der Papst. Sondern in Rom,
in „West“-Rom. Vielleicht wird man eine solche Aussage dann einmal nicht mehr als „kulturhegemonial“ auf
der Schablone „ost-west“ missinterpretieren, wenn man – namentlich die „Orthodoxien“ – die eigenen nationalen
und kulturellen Präjudizien überdenkt.
Ach, Rosi… … warum sich auch mit Sachkenntnis lange aufhalten, wo doch der Unsinn, den man verzapfen
will, ohne solche viel wirkungsvoller in Szene gesetzt werden kann, nicht wahr? Aber wenn man bei der
Beurteilung von historischen Fakten seinen Bauchgefühlen den Job zuschustert… Lies Dich erst mal ein
wenig in die Zeitgeschichte ein.
Liebe Rosi… … „Weibliche Bilder zu verwenden überlassen Sie bitte auch uns Frauen“ – Was soll man
davon nun wieder halten? Wo ich doch dankbar bin, in Ihren Einlassungen gerade einen weiteren weiblichen
Urtyp realisiert zu finden: den der klassischen „Zicke“. Ich sag es gern nochmal, selbst unwilligen Gemütern:
Charme hilft oft. Schon in kleinen Dosen…
Ach, Rosi… … etwas bißchen gewitzter und weniger verkratzt hätte Deine Replik schon ausfallen können.
Wer weiß, vielleicht auch nicht „können“. Oder sollte mit den Grazien der falsche Mythos bemüht worden
sein? Träfen gar eher die drei Erinyen zu? Das hoffe ich dann doch nicht – weder für euch noch für
eure („so sie denn existieren“) Männer… Mythos hin, Urtyp her – bleibt zu hoffen, dass Mainz nicht
demnächst mal ein Seminar anbieten muss „Der Charme der Frau – Märchen oder Wirklichkeit“?
frauen fühlen feiner Rosi, Yersi, Ilsi… Nun also, die drei Grazien. Nicht ganz so grazil in ihren verbalen
Bewegungen wie die antiken Ahninnen, trotzdem großes Ballett: Schwäne auf gefrorenem See, deren Anmut
so evident ist wie die dermatologische Behaglichkeit, zu der sich die Damen bekennen. Aber es gibt Hoffnung –
der nächste Sommer kommt bestimmt. Für Schwäne und für Frauen. Und mit dem Sommer vielleicht auch
ein junger Paris. Aber das wäre wieder ein anderer Mythos, der von der Frau als Göttin nämlich bzw.
dass selbst Göttinnen nur wieder Frauen sind… Diesem wichtigen Thema indes wird das Mainzer Referat
hoffentlich schon bald einmal intensiver nachspüren. Und viel Wohlgefühl verbreiten. Wenigstens ein
Stück weit…
Geschmacklos Über Geschmäcker läßt sich streiten – über Geschmack nicht. Bitte entfernen Sie umgehend
diese Bloßstellung eines alten Menschen! „Bloßstellend“, nicht weil menschliche Gebrechlichkeit gezeigt
wird, sondern weil sie für einen visuellen journalistischen Kalauer herhalten muß. Solche Entgleisungen
dürfen auf einer katholischen Seite nicht passieren!
Missale deficiens? Bernado schreibt: „Das Hochgebet steht demgenüber zum größten Teil überhaupt nicht
im Messbuch, sondern auf den Kanontafeln.“ Wie kommen Sie denn darauf? Wo sollte der Canon Romanus sonst
stehen, wenn nicht im Missale Romanum? Ein Blick hinein genügt.
Inkonsistenz Bild-Wort Über die Unsäglichkeit, die auf dem obenstehenden Photo dargestellt wird, muss
man gar nicht diskutieren. Allerdings sollten die Bildbeschreibungen korrekt sein. Da das Photo angeblich
vom August 2004 stammt, hingegen offenbar diese Zelebration im Advent (vgl. violett/Adventskranz im Hintergrund)
stattfand, kann da wohl was nicht stimmen!
@yersinia: Kunst des Unterscheidens Falsches wird nicht wahr durch Wiederholung. Oft ist von „Diakoninnen“
die Rede, die es in der frühen Kirche gegeben habe. Wahr daran ist, dass es Frauen gab, die so bezeichnet
wurden. Falsch ist der Schluss, dass es sich dabei um den Weihediakonat mit Handauflegung gehandelt habe,
der auch zum sakralen Handeln befähigt hätte. Das behaupten übrigens nicht einmal Kirchenhistoriker,
die kirchenpolitisch für Frauen“ordination“ eintreten. Nun behaupten Sie aber genau den frühchristlichen
Weihediakonat für Frauen – und liegen damit einfach daneben. Wir haben es also mit analoger Begriffsverwendung
zu tun – wie etwa beim „Apostolat“, zu dem ein Christ berufen ist, was ja auch nicht heißt, dass er einer
der Zwölf Apostel sein solle. Die Kunst des Unterscheidens eben…
@Romano Die Frage ist hier ja nicht, welche ungewöhnlichen fiskalischen Folgen ein so ungewöhnliches
Beschäftigungsverhältnis nach sich zieht, wie es bei Berger der Fall ist. Man mag das fragwürdig finden.
Nur macht sich „Luther“ viel, viel Mühe für nichts. Denn gute Schlußfolgerungen leben halt von zutreffenden
Prämissen. Und guter Spott auch.
Li-La-Luther Mein lieber Luther, aber hallo! Wer’s nicht besser wüßte, könnte meinen, Sie lassen da
eine Katze aus dem Sack. Von wegen, Berger sei protestantisch geworden. Doch statt irgendwelcher Katzen –
„nascetur ridiculus mus“. Bergers Thesen sind zwar konfessionell nicht immer eindeutig zuordenbar, aber
die katholische Kirche hat er nie verlassen. Daß seine Doktorarbeit in München nicht angenommen wurde
und er in Heidelberg eine Lehrtätigkeit angenommen hat, ist wahr. Wer meint, er sei deshalb Protestant,
kann Herrn Berger so gut nicht kennen. Stimmt’s, Luther?
kleine äpfel, GROßE BIRNEN Bin auch über „posthum“ gestolpert. Aber bitte: linguistische Nebenkämpfe
ebensolche sein lassen… und sich lieber besinnen auf die denkwürdigen Ereignisse, von denen im Interview
die Rede ist. Beste Grüße, Jean