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#69 Gewitterrabe 20:54:19 | Samstag, 25. April 2009
@ möchtegern-kathole Ich habe nicht gemeint, dass die Zeit vorher und nachher friedlicher war. Ob Katholiken
oder Protestanten einem Pseudoglauben gefrönt haben oder nicht, ist völlig irrelevant, wenn sich beide
im Krieg auf Jesus Christus berufen. Möchten Sie entscheiden, wer von beiden aus „Notwehr“ gehandelt
hat, doch wohl beide, oder? Und was das Aushandeln von Differenzen angeht, so meinte ich nicht Staaten,
sondern die Kirchen. Muss jetzt weg, mit Freunden ein Bierchen schlabbern. Prost und einen schönen Abend
noch!
#60 Gewitterrabe 20:44:58 | Samstag, 25. April 2009
@ biomlich Natürlich war der Dreissigjährige Krieg ein Religionskrieg. Damals gab es noch keine Trennung
zwischen Kirche und Staat, also waren territoriale Fragen immer auch mit dem Glauben an die wahre Konfession
verbunden. Wie kommen Sie darauf, dass diese Einsicht auf Kommunisten und grüne Ideologen zurückgeht?
Das ist Geschichtswissenschaft, das hat nichts mit kommunistischer oder grüner Ideologie zu tun. Außerdem
sind die Kreuzzüge ein weiterer Beleg dafür, dass man im Namen der Religion Andersgläubige (Juden,
Moslems) abschlachten konnte – autorisiert von höchster Stelle (Papst).
#57 Gewitterrabe 20:34:07 | Samstag, 25. April 2009
@ möchtegern-kathole Doch, so ist es leider nun einmal. Seitdem es Religion gibt, gibt es auch damit
verbundene kriegerische Auseinandersetzungen. Die Kreuzzüge sind ein weiteres Zeichen dafür. Gerade
aber in der Frühen Neuzeit, also im Zeitalter der Konfessionalisierung, gab es ein Höchstmaß an Kirchlichkeit
und Glauben sowohl unter Katholiken als auch unter Protestanten. Felsenfest an Gott glauben und andere
Menschen töten (auch Christen) hat sich in der Zeit nicht ausgeschlossen. Sich zusammensetzen und ein
eine Differenz lösen, das ist ein eher neueres Phänomen.
#52 Gewitterrabe 20:22:08 | Samstag, 25. April 2009
@ Der Rabe Die kriegsführenden Parteien im Dreissigjährigen Krieg waren keine Taufscheinchristen, sondern
von ihren Feldzügen im Namen ihrer Konfession überzeugt. Der Dreissigjährige Krieg hat als Religionskrieg
angefangen. Auch die Inquisitoren im Mittelalter haben zehntausende Ketzer (Waldenser, Katharer usw.)
umgebracht, alles im Namen Gottes. Ergo: Der Glaube an Gott ist keine Garantie gegen Terror und tausendfachen
Tod.
#41 Gewitterrabe 20:06:08 | Samstag, 25. April 2009
@ möchtegern-kathole Zu Ihrem Atheismus-Kommentar: Atheist zu sein bedeutet nicht automatisch, keine
festen Moralprinzipien zu haben und das zu tun, worauf man gerade Lust hat. Und Christ zu sein bedeutet
nicht zwangsläufig, moralisch zu handeln. Die meisten meiner Freunde und Verwandten sind Nichtchristen
und tun dennoch nicht, was sie wollen, sondern haben in meinen Augen oft ein wesentlich höheres Ethos
als die x-net-Fraktion, die in ihrem Glauben einen Freifahrtsschein zur Diskreditierung Andersdenkender
mit geschmackloser Polemik sieht.
#36 Gewitterrabe 19:57:30 | Samstag, 25. April 2009
@ Orlando Wenn die Art und Weise, wie x-net über Schwule und Lesben herzieht, kriminalisiert wird, finde
ich das absolut richtig, denn die ist weit jenseits der guten Sitten. Sie können gerne die Lebensform
der Homosexuellen kritisieren, nur sollte das in einer Art und Weise geschehen, die sachlich und nicht
beleidigend sind. Wenn es Ihnen darum geht, Homosexuelle für Ihre Sache zu gewinnen, kommen Sie mit dem
Stil à la x-net nicht weit. Damit werden Sie niemanden bekehren, nur abschrecken. @ möchtegern-kathole
Die Kirche, vor allem die im traditionalistischen Verständnis, ist ein geschlossenes hierarchisches System.
Damit kommt es wesentlich auf die Leitungsebene an. Wenn die versagt (in Deutschland während der NS-Zeit
vor allem der Episkopat als Gremium), kann man sich nicht allein auf die armen kleinen Seelsorger berufen,
die ins KZ wanderten, wenn es um einer Beschwörung der Widerstandsfähigkeit der kath. Kirche geht. Die
KZ-Priester standen mit ihrem Widerstand weitgehend allein auf weiter Flur.
#28 Gewitterrabe 19:26:58 | Samstag, 25. April 2009
@ Orlando Ihrer Berufung wird es in hohem Maße gerecht, wenn man sie auf die Sündhaftigkeit ihres Tuns
hinweist und sie auffordert von ihrem Treiben abzulassen. Dies ist gerade unter dem Gesichtspunkt des
ewigen Heils keine Diskriminierung, sondern eine Hilfestellung, Man tut dies aber nicht, indem man sie
mit Hasstiraden überzieht. Wenn Sie die kreuz.net-Artikel über Schwule und Lesben nicht als bösartige
Diffamierung empfinden, finde ich dies ziemlich bedenklich. Wie ist Jesus denn den Sündern entgegengetreten?
Er hat sie nicht als „billige Nutten“, „Sodomisten“, „Geizkrägen“ usw. beschimpft, sondern ist ihnen
positiv begegnet. Außerdem wäre ich vorsichtig, irgendwelchen Leuten die sichere Hölle zu verkünden,
das ist allein die Sache Gottes. Er schaut in die Herzen und ihm allein obliegt die Entscheidung. Niemandem
sonst.
#26 Gewitterrabe 19:19:09 | Samstag, 25. April 2009
@möchtegern-kathole Was „Klosterschüler“ geschrieben hat, stimmt in dieser Pauschalität nicht. Dennoch
haben die KZ-Priester kaum Hilfe von ihrer Amtskirche erfahren. Zwar hat die Kirche als Ganze den Nazis
vergleichsweise viel entgegengesetzt. Dennoch kann man die katholische Kirche in Deutschland nicht – wie
es der Artikel tut – zu einem geschlossenen Bollwerk gegen den NS stilisieren. Das stimmt historisch so
nicht. Die evangelischen und katholischen Märtyrer wurden von der breiten Masse der Gläubigen – auch
der katholischen – sowie der jeweiligen Kirchenführung, im Stich gelassen. Widerstand war die Sache Einzelner –
Leider!
#23 Gewitterrabe 19:02:36 | Samstag, 25. April 2009
@ JungeFREIHEIT-Leser Homosexuelle wurden unter den Nazis bestraft aber in der heiligen Kirche heisst
es im Katechismus „…man hüte sich, diese Menschen in irgendeiner Weise zurückzustellen und zu diskriminieren.
Auch sie sind zum ewigen Heil Berufene…“ Vom zweiten Teil Ihres Postings ist auf kreuz.net allerdings
so gar nichts zu spüren. Wenn sich für Katholiken die Diffamierung von Homosexuellen verbietet, warum
wenden Sie sich dann nicht an die kreuz.net-Redaktion und blasen der mal ordentlich den Marsch?
#21 Gewitterrabe 18:48:33 | Samstag, 25. April 2009
@ HBR Sehr richtig. Und nicht zu vergessen… Die Kirchen haben sich nach dem Krieg auch massiv für eine
Amnestie von schwersten NS-Kriegsverbrechern eingesetzt, obwohl diese ihre Untaten in den meisten Fällen
nicht ansatzweise bereuten und bis zum Schluss von der NS-Doktrin überzeugt waren…
#16 Gewitterrabe 18:19:34 | Samstag, 25. April 2009
DJM… Tja, und diese christlichen Beispiele standen allein auf weiter Flur, ohne Unterstützung der Amtskirche
und der breiten katholischen Masse. Braunes Gedankengut auf kreuz.net: – Diskriminierung und Diffamierung
von Homosexuellen – Nationalistisches Pathos mit „patriotischer“ Apologetik – Verbreitung von antisemitischen
Verschwörungstheorien – Relativierung bzw. Leugnung des Holocaust… – Aufrechnung von deutschen Bombenopfern
mit in KZs ermordeten Juden Angeschärft genug? So long…
#12 Gewitterrabe 18:04:02 | Samstag, 25. April 2009
@ Grottenschlecht und dumm Dieser schwarz-weiße Artikel ist wieder mal ein Beleg dafür, dass an der
kreuz.net-Redaktion Jahrzehnte der Forschung und des gesellschaftspolitischen Diskurses komplett vorbeigegangen
sind. Dass das katholische Milieu in vielerlei Hinsicht sich als resistent gegenüber der NS-Doktrin erwies,
stellt niemand in Zweifel. Dass katholischer Glaube und braunes Gedankengut für manche „Katholiken“ aber
durchaus kompatibel sind, dafür ist kreuz.net der lebende Beweis. So spurlos ist der Nationalsozialismus
an Teilen des Katholizismus dann doch wieder nicht vorbeigegangen…
#244 Gewitterrabe 11:42:10 | Samstag, 18. April 2009
@ kunstmaler Der entscheidende Punkt ist nur, dass Sie und alle anderen Menschen nicht in der Lage sind,
vollkommen in die Herzen der Menschen zu schauen. Das kann allein Gott und nur er weiß, warum die entsprechende
Person sündigt und event. nicht anders kann. Hier auf kreuz.net wird aber über alle möglichen Menschen
der Stab gebrochen, es werden Vorverurteilungen gesprochen, obwohl es allein Gott zukommt, über Verdammung
und Erlösung des Individuums zu entscheiden. Da sollten sich mit vorschnellen Urteilen alle zurückhalten,
vor allem die „Frommen“, die sich selbst allzuschnell auf der sicheren Seite wähnen.
#235 Gewitterrabe 00:06:14 | Samstag, 18. April 2009
@ Marcelus Dass Jesus immer die Wahrheit gesagt hat, das bezweifel ich nicht im Geringsten. Die Schimpfwörter,
mit denen Andersdenkende auf kreuz.net allerdings belegt werden, sind und bleiben Beschimpfungen und aus
diesem Grund hat sich Jesus solcher Verunglimpfungen enthalten. Ausfällig wurde er nur bei den selbsternannten
„Frommen“, die sich für etwas Besseres als die Sünder hielten und beteten: „Gott sei Dank bin ich nicht
wie dieser Sünder dort“. Ich würde mir wünschen, dass die Piusbrüder auch in diesem Punkt Jesu nachfolgen
würden. Wenn ich Dich aus irgendwelchen Gründen als „Perversling“, „Nazi“ o.ä. bezeichnen würde, eben
weil Du es aus meiner Perspektive bist (rein hypothetisch natürlich), dann wärest Du sicher auch nicht
begeistert und nicht mehr gewillt, mit mir in ein Gespräch zu treten oder Deine Position zu überdenken.
Eines der großen Sünden der Piusbrüder ist ihre Überheblichkeit und Arroganz anderen Menschen gegenüber,
die wiederum durch die Rhethorik der Traditionalisten schon dehumanisiert werden. @ Wolfgang11 Bin ganz
der Ihre.
#66 Gewitterrabe 23:48:15 | Freitag, 17. April 2009
Sinn des Artikels? Was will dieser Artikel sagen? Doch nicht das, dass alle Gläubigen damals den tiefen
Sinn der alten Messe durchschaut hätten? Viel eher dies: Sie wollten sich vom Erlernten und Althergebrachten,
was ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist, nicht trennen. Es geht in dem Beitrag doch nur um ein
Umstellungsproblem, das jeder Verein hat, wenn der Vereinssaal in die andere Richtung bestuhlt oder eine
neue Klausel in die Vereinssatzung eingeflochten wird. Da können sich ganze Präsidien und Vorstände
darüber zerstreiten und nicht zu vergessen, natürlich auch das gemeine Volk…
#229 Gewitterrabe 23:38:50 | Freitag, 17. April 2009
@ wolfgang11 Dabei wundern sich die Piusbrüder, dass sie mit ihren Verwünschungen, Drohungen und Hasstiraden
gegenüber Andersdenkenden und -glaubenden genau das Gegenteil dessen bewirken, was sie eigentlich intendieren.
Indem man Schwule und Lesben als „Homo-Perverse“ und „Sodomisten“, gläubige Katholiken als „freimaurerische
V.II-Sektenanhänger“ beschimpft, gewinnt man eben keinen Blumentopf. Mir ist nicht bekannt, dass Jesus
z.B., bevor er seine „Klienten“ (SünderInnen, Zöllner) entließ, diese als „gottlose Kepse“, „perverse
Hure“ o.ä. beschimpft hätte… Womit ich nicht sagen möchte, dass der heutige 08/15-Katholik ein größerer
Sünder ist als der Piusbruder…
#227 Gewitterrabe 23:16:31 | Freitag, 17. April 2009
@ Wolfgang11 Klingt plausibel… Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag Struktur (Volker Pispers)
@ Marcelus Der Ton, der hier von den Pius-Sympathisanten angeschlagen wird, klingt für mich aber nicht
nach Liebe. Lesen Sie sich doch mal deren Kommentare durch, wenn sie sich mit ihren „Feinden“ auf kreuz.net
„face to face“ herumärgern. Wenn das Liebe sein soll, dann habe ich bis heute nicht begriffen zu lieben.
#221 Gewitterrabe 23:04:25 | Freitag, 17. April 2009
@ Wolfgang11 Ob die vielen Feinde die „Liebe“ der Pius-Brüder aber wirklich wollen? Habe da so meine
Zweifel… Möchten Sie von einem nach Weihrauch riechenden, blassen, eigenschaftslosen Mann mit gegeltem
Seitenscheitel und kalten feuchten Händen geherzt werden, der tagsüber gregoreanisch singt und Ihnen
abends zum Schlafengehen aus David Irvings Buch „Goebbels. Macht und Magie“ vorliest? UUUhhhhhhhh (Würg)
#218 Gewitterrabe 22:39:17 | Freitag, 17. April 2009
Gratulation! „Kirchenhasspartei“, „Hass gegen die Piusbruderschaft“, „kirchenfeindlicher Pariser Gemeinderat“,
„Pariser Kirchenhasser“, „Pius-uden raus“… Ein Kreuz.net-Artikel, wie ich ihn liebe. Zum Totlachen!
Ja, so ist die Welt der Pius-Brüder: Feinde, überall Feinde…