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Leider musste ich (als Tradi) die geäusserten sieben Todsünden, die HW. Bischof Rifan festgestellt hat,
selber schon erfahren. Allerdings sollte berücksichtigt werden, daß auf uns seit Jahren eingedroschen
wird (und nicht gerade zimperlich – wer kritisiert eigtl. das?). Und nicht jeder ist in der Lage solche
Angriffe galant/rhetorisch zu parieren oder einfach wegzustecken. Ausserdem kommt die Gemeindesituation
(lange Anfahrt usw.) erschwerend hinzu. Wir arbeiten an uns!
Äusserer Schein Dem stimme ich nicht zu: wir gehen in ein Konzert anders wie zur Bergtour und zur Arbeit
anders wie in den Garten – und gerade das drückt sich in der Liturgie aus! Die heilige Messe ist kein
banaler Anlass! Es gibt ja den oft zitierten Satz „ich kann auch im Wald beten, dazu muss ich nicht in
die Kirche“. Gerade weil dieser Unterschied nicht mehr gemacht wird (weil er wohl nicht erkannt wird)
ist alles wurscht
Geduld Erheben wir doch nicht immer gleich die Finger! Hier ein Missbrauch, da ein Unwürdigkeit! Wir
wissen, dass es sie gibt. Wenn ich manchmal auch schon den Gesang (alte Messe) in einigen „unserer“ Gemeinden
gehört habe oder das Rosenkranzgebet: auch nicht immer erbaulich oder erhebend! Aber ich weiss, warum
ich in die alte Messe gehe! Mit unserer Besserwisserei überzeugen wir nicht! Gehen wir unseren Weg (in
die alte Messe), voll Überzeugung und voll Freude über das Glück, das wir haben, um diese Schätze
zu wissen! Bei vielen Menschen ist noch ein Grundstock an Religiosität vorhanden, aber wie ein Forumsteilnehmer
richtig bemerkt: „Vieles hätte ich Euch jetzt zu sagen, aber Ihr könnt es noch nicht tragen…“! Wer
will es verantworten, diese Leute vollends aus der Kirche zu vertreiben?
Keine Verallgemeinerungen Nachdem es viel Negatives über moderne Gottesdienste zu berichten gibt (selber
miterlebt – aber manchmal lässt es sich einfach nicht vermeiden, z.B. Verwandtschaft usw.) und ich fast
nur die alte Messe besuche so habe ich immer wieder auch Gutes angetroffen. Die Priester der „modernen
Kirche“ haben schliesslich ein ganz anderes „Publikum“ vor sich (das ist nun mal Fakt) und sind dadurch
unter Zugzwang: die, die überhaupt noch kommen wegzupredigen oder ihnen das eine oder andere mit auf
den Weg zu geben. Und so habe ich gestern bei einer „Bergmesse“ ein wirklich gute Predigt gehört, die
mit Sicherheit bei vielen der rund 1000 Anwesenden etwas bewegen wird. Ausserdem hat der Pfarrer vor der
Kommunion darauf hingewiesen, dass diese nur „vorbereitet“ empfangen werden darf. Er hat ausdrücklich
das Wort „Beichte“ erwähnt, woraufhin auch nur wenige die Kommunion empfangen haben. Bei allem Negativen:
eine Verallgemeinerung ist nicht erlaubt.