Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Kraut es gab genügend Staatsmänner, die anders mit dem Vertrag von Versailles umgegangen sind, als
der Gröfaz. Notwehr war H’s Tun nur in seiner paranoiden Weltsicht.
Ich verstehe nicht, warum Herr Annen sich so aufregt. Er soll Gott danken, der ihn der Gnade des Martyriums
und des Zeugnisses für würdig gefunden hat. o^/ o^/ o^/ Oder sollte man es anders ausdrücken: „Wer
sich in gefahr begibt, sollte sehen, dass er daran nicht umkomme.“ Etwas drastischer: „Wer den beschwört,
braucht sich nicht darüber wundern, dass er nach Schwefel stinkt.“ (Achtung: obige Äußerung könnte
Ironie enthalten)
Nochmal Tänze in der Kirche Irgendwie scheint es kein Mensch hier zu wissen: im Ritus aller Kirchen der
Patriarchate von Konstantinopel, Alexandrien und Antiochien im zweiten Teil der Trauung (der Krönung)
immer getanzt wird. M.W., aber ganz sicher bin ich mir nicht, wird darüber hinaus im äthiopischen Ritus
ausgiebig getanzt.
@Lateiniheini „Verantwortung“ ist so ein Schlagwort bei kreuznet, mit dem niemand etwas anfangen kann.
Keiner hier will – den Juden – Levinas zu lesen, zu modernistisch, der dazu das Beste seit 200 Jahren
geschrieben hat. Also bleibt es hier beim Schlagwort.
@Leon Die „Lösung“ ist vor allem,Kinder vor solchen Sexualneurotikern und religiösen Fanatikern zu beschützen,
wie sie sich hier tummeln. Ich ergänze:… und die unter „Verantwortung“ die Weitergabe eigener Neurosen
an die nächste Generation verstehen . @Kunstmaler Ihre Position Sie haben keine Ahnung von der kindlichen
Psyche und das ist eine Tatsache und keine Beleidigung.passt besser zu Ihnen Ein Kind denkt anders, als
ein Erwachsener – und das ist eine TATSACHE. diese Auffassung ist längst überholt, und obendrein häretisch.
Denn wenn ein Kind völlig anders denken würde als ein Erwachsener, wäre die Identität der Person –
auch als „Seele“ bekannt- nicht möglich. Halten Sie also besser den Mund, bevor Sie wie ein Blinder von
der Farbe sprechen- Sie Anstreicher! NB. Hatte nicht auch ein sehr berühmter österreichischer Katholik
aus Braunau am Inn (gest. durch Suizid 1945) den gleichen Beruf, wie Sie?
@Kunstmaler werden Sie bitte nicht persönlich beleidigend, wenn es um pädagogische Sachfragen geht.
Ihre Pädagogik ist aus den 50ern und wirklich nicht tauglich, wenn es um diese Fragen heute geht.
@wassers Wir sind uns wahrscheinlich ziemlich nahe und Frauen am Altar das war – auch in weltlicher Hinsicht
(kann ich gerne erläutern, wenn es jemand interessiert) – die größte Dummheit, die die Protestanten
je gemacht haben. Bei den Russen bin ich skeptisch, sie als Führungsmacht der Orthodoxie anzuerkennen.
Sie betreiben mehr Machtpolitik als gute Theologie. Auffälligerweise kommen die gute Theologie in der
Orthodoxie aus Rumänien (Staniloae – unbedingt lesenswert, weil er auch z.T. selbst auf Deutsch veröffentlicht
hat), Lupasch (nur eine deutsche Diss. zugänglich) und Mogilas sind nur einige Beispiele und Ägypten
(sehr viel zur Pädagogik). Das mag aber auch daran liegen, dass ich kein Russisch kann.
@Kunstmaler Ich und viele andere auch, wären sehr dankbar, wenn Sie einen besseren Vorschlag zur Vermeidung
solcher Abscheulichkeiten hätten, als einen Aufklärungsuntericht. Was Sie vorschlagen halte ich aus
pädagogischer Sicht für unrealistisch. Und Sexualität – nicht im Sinne von Geschlechtsverkehr – sondern
als Teil der persönlichen Identität als männlich oder weiblich, ist schon mit der Geburt gegeben. Und
damit ist das ein Thema für Kinder.
@Kunstmaler Es tut mir leid, Sie leben in einer Traumwelt. Ich weiß von 60jährigen, die als Kinder vom
eigenen Vater mißbraucht wurden (katholisch übrigens, aber das ist Zufall). Als die Mutter das erfuhr
war ihr Kommentar: „Das ist gut so, dann muss ich sie schon nicht aufklären.“ Wie Menschen damit für
ihr Leben gezeichnet werden, kann man sich kaum vorstellen. Um solche scheußlichen Mißbräuche zu verhindern
brauchen wir Aufkläung schon im Kindergartenalter. Vor solchen Eltern müssen die Kinder geschützt werden
und da müssen auch konservative Eltern in ihren Vorstellungen zurückstecken, wenn möglich aus Einsicht,
aber wenn es gar nicht geht, mit Zwang.
Keine Ahnung Der Herr Prälat hat keine Ahnung von den Fortschritten in der Ökumene seit dem Tiefpunkt
des I. Vaticanums, vor dessen Beschlüssen die Orthodoxie bekanntlich warnte. Im Verhältnis evangelisch-katholisch
sind enorme Fortschritte gemacht worden, siehe die Regensburger Erklärung. Besondere Fortschritte aber
hat es in der Ostkirche gegeben: das Schisma mit dem Patriarchat von Alexandria ist überwunden, die Armenier
sind nicht mehr Aussenseiter und die – vernünftigen – katholischen Bischöfe respektieren den Schwur
vom schiefen Kreuz der Thomaschristen. Ich könnte noch sehr viel mehr aufzählen. Nur die Frage des Abendmahls
wird so hoch aufgehängt, als gäbe es nur dieses eine Sakrament. Für alle, die es vergessen haben: es
gibt mehr! Also, deutlich größere Fortschritte, als 1870 zu erwarten waren.
@Thomasius Sie haben völlig recht und in der Offenbarung des Joh. finden Sie auch die einschlägigen
Stellen, ebenso Röm. 9- 11 und öfter. Nur gibt es hier genügend Menschen, die katholisch, aber nicht
christlich sind.
@Paulaner Sie mögen Recht haben aber: in der Praxis der meisten Kirchgänger ist das Problem des Bösen
drängender und es gilt in der Seelsorge, wie in der Pädagogik der Grundsatz: vom Leichten zum Schweren.
Wenn man aber schon das Leichte vernachlässigt…
@Gottsuchender so einfach, wie Sie es sehen, kann man mit dem Problem des Bösen nun wirklich nicht umgehen.
Selbst Immanuel Kant, der Ihnen geläufig sein sollte, hat vom „absoluten Bösen“ gesprochen, was ihm
Goethe bekanntlich sehr übel nahm. Mit dem Motto „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb. Jeder esse
was er kann, nur nicht seinen Nebenmann.“ kommen wir in dieser Frage nicht weiter, das können schon Kindergartenkinder
einsehen.
@wassers Ich hatte eigentlich vor, im Urlaub mein Griechisch wieder etwas aufzufrischen, da wäre das
Nachprüfen der Lutherübersetzung schon reizvoll. Wo Luther in seiner Übersetzung Mt 16, 18 falsch übersetzt
hat, kann ich nicht erkennen – die Interpretation ist eine andere Sache. Haben Sie nicht irgeneinen Literaturhinweis,
der mir weiterhelfen könnte, wenn Sie die Bibelstellen nicht parat haben?
@wassers aus echtem Interesse: können Sie mir die Bibelstellen nennen, die Luther verfälscht hat? Ich
möchte das gerne mal in meinem griechischen Neuen Testament nachvollziehen. Vielen Dank im Voraus :(3
mal ein Rundumschlag @Alois Bischof Das Verwenden des gesäuerten Fladenbrotes ist seit dem Konzil von
Florenz erlaubt und kommt aus ostkirchlicher Tradition. Erst in den 70er Jahren wurde es auch bei den
Protestanten Mode @sanfrancesco Bezieht sich Ihre Anmerkung zur Gruppenliturgie nur auf die Kommunion
oder auf die gesamte Liturgie? @wassers Mit dem Begriff Lüge sollte man vorsichtig sein – auch die Protestanten
sagen das von den Katholiken – möchte das nicht vertiefen. @alle anderen Natürlich kann man mit kleinen
Kindern vom Teufel reden, schon dreijährige Kinder hören gerne Kindermärchen, auch die die vom Teufel
erzählen. Und Märchen sind eine durchaus sinnvolle Form, an das Thema heranzugehen (keine Ironie). Die
biblischen und kirchlichen Texte sind für Kinder bis ca. 15 Jahre oft zu schwer.
@leon Nein, Leon, Marx ist und bleibt ein unbelehrbarer Antisemit, wie seine Frühschriften („Über die
Fähigkeiten der Juden freizuwerden“) und seine Briefe zeigen. Da ist mir einfach zu Vieles, was mich
an Stürmerparolen erinnert. Es ist für mich nur ein quantitativer Unterschied zwischen Marx und den
Nazis, die Strukturen sind so ähnlich und es hieß nicht umsonst National – Sozialismus. Engels ist etwas
anders gelagert, aber er soll ja auch im Alter Reue gezeigt haben.
Antipacelli ist ein Neonazi, der im Leserbereich für Gedenkveranstaltungen für den unbelehrbaren Nazi
und Selbstmörder Rudolf Hess wirbt Dafür könnte sich auch die Staatsanwaltschaft interessieren.
@Leon Wenn Sie wirklich einen Einblick in Marx haben wollen (ich gebe zu, er liest sich schwer) empfehle
ich folgende Bücher: Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde Bd. 2 E. Voegelin: Der Gottesmord
und Richard Wurmbrand KARL MARX UND SATAN www.horst-koch.de/joomla_new/index.php?option=com_con…
@level up Zur Allgemeinbildung gehört ganz einfach die Tatsache, dass Christen und Juden zum selben Gott
beten, aber seine Offenbarung an anderen Punkten festmachen. Es gibt immer wieder Menschen, die meinen
katholisch zu sein und ein paar Grundtatsachen, die man spätestens im Firmuntericht lernen sollte( aber
der Geschichtsuntericht reicht auch), vergessen. Ich könnte das lang begründen, aber hier reicht es
erst einmal darauf hinzuweisen, dass diese Ansicht vom äußersten linken (Marx) bis äußersten rechten
Rand geteilt wird. Sonst gäbe es das rechtsradikale Symbol des Adlers mit dem Fisch in den Klauen nicht.
@level up Wollen Sie sich hier als marcionitischer Ketzer äussern? Lesen Sie nur Röm 9 -11 nach, bei
Johannes heißt es: „Das Heil kommt von den Juden.“ und was würde die Kirche, was die Orden ohne den
Psalter machen? Also Ihre Bemerkung spricht nicht gerade für ein großes Katechismuswissen. :(3 Tipp:
Holen Sie Ihren Firmuntericht nach.
@Leo Miles Ich nehme Ihre Entschuldigung an. Ich hatte vergessen, dass Ironie manchmal falsch verstanden
wird. Und vielleicht die größten Sünden Karl Barths sind sein unreflektiertes Lob des Sozialismus und
seine Ehe zu dritt mit Charlotte von Kirschbaum und Nancy Barth. Wobei – seine Allversöhnungslehre ist
auch nicht ohne. ( Achtung: Ironie, diesmal warne ich.)
@Leo Miles Ich weiß nicht, was Sie,darauf lege ich Wert, meinen wenn Sie von e (!)urer promiskuitiven
Lebensführung sprechen. Schwul bin ich jedenfalls nicht, sondern nach byzantischem Ritus getraut. Ob
Sie christlich sind, wage ich nach Ihrer Injurie zu bezweifeln. Vielleicht bekommen Sie nach dem jüngsten
Gericht ein Einzelzimmerchen, ganz für sich allein, weil ausser Ihnen niemand den Himmel verdient, und
merken nicht, dass Sie in der tiefsten Hölle sind. Was Barth angeht hier zur ersten Informationde.wikipedia.org/wiki/Karl_Barth
Karlshöhe Man sollte sich einfach mal ein Beispiel an der diakonischen Einrichtung Karlshöhe in Ludwigsburg
nehmen: www.karlshoehe.de/index.php?id=831 Ohne große Schnörkel, präzise dargestellt- da kein Rechtsanwalt
etwas holen.
@Gretchen Ihre Auffassung ist – mit Verlaub gesagt – ein ziemlicher Unsinn. Es gibt genügend Hinweise
im Neuen Testament, die sich genau in die andere Richtung deuten lassen. Und ohne Peter vom Felsen zu
nahe treten zu wollen, muss man doch sagen, dass die DDR noch eine harmlose sozialistische Diktatur war
in Rumänien und Bulgarien war es wesentlich schlimmer, zu der UdSSR habe ich zu wenig Einblick. Wollen
Sie, Gretchen, ernsthaft eine Diktatur empfehlen, die in Rumänien für mehr als 60 000 Tote verantwortlich
ist (lt. Gerichtsurteil gegen Ceaucescu), die von Marx her antisemitisch und daraus schlussfolgernd antichristlich
ist? Im Übrigen ist der Bigamist Karl Barth ein gutes Beispiel christlicher Lebensführung.
@Jotef Natürlich ist es eine Häresie, das alte Testament als unkathholisch abzulehnen. Aus diesem Grund
(gegen Marcion) hat die Kirche den Kanon (mit dem AT) geschaffen. Jesaia und Jeremia so zu verbinden finde
ich problematisch, weil die beiden Propheten zu unterschiedliche Positionen und Themen haben. (Jes. ist
Verwaltungsbeamter, Jer. Priester) Der Akzent des Jes. Textes liegt m. E. vor allem in der Kritik an Propheten,
die Israel zu einer aggressiven Großmachtspolitik aufforderten.
@Sigfried, Dr. Schlämmer Ich werfe mal eine Überlegung in die Diskussion – vielleicht ist sie falsch.
Kann es sein, dass – besonders in Deutschland – das katholische Christentum unter dem unausgesprochenen
Einfluss von F. D. E. Schleiermacher (in der ev. Theologie sehr beliebt) und seines Gefühlschristentums
steht? Immerhin gilt Schleiermacher im Protestantismus als der Kirchenvater des 19Jhds. Dann sollte vielleicht
Hegels „Vorrede zur Hinrichschen Religionsphilosophie“ zu neuen Ehren gelangen.
@newtube Sie denken zu schlecht vom Ökumenismus. Auch der verbohrteste Protestant wird stringenter argumentieren
und sich zumindest auf die Bibel berufen. Vielleicht gibt es in der tiefsten thebäischen Wüste Einsiedler,
die so denken wie Leon – doch die haben kein Intenet
@Sigfried 1. Wir haben keine Schweine miteinander gehütet – ich bitte um das Sie. 2. Dass es nur eine
katholische Theologie geben kann ist Nonsens, sonst könnte es weder eine Entwicklung noch eine Diskussion
geben. Die akademische Theologie ist von den Kirchenvätern der Alten und rechtgläubigen Kirche bis in
die Moderne von Diskussionen geprägt und eine einheitliche Theologie gibt es bei einem Vergleich von
Bonaventura und Thomas von Aquin nun einmal nicht. Der Heilige Geist wird in alle Wahrheit führen, aber
dafür braucht es erst einmal eine Landebahn, die über das Nachplappern hinaus geht. 3. Auch wenn Sie
zu Luther und Calvin anderer Ansicht sind: die Wahrhaftigkeit gebietet, die Positionen einigermassen fair
darzustellen.
Bitte zur Sache sprechen Leider stelle ich bei den Diskutanten hier im Forum eine fürchterliche Unkenntnis
im Abendmahlsverständnis von Protestanten und Orthodoxen fest. Zur Versachlichung der Debatte einfach
die theologischen Lehrmeinungen. 1. Lutheraner und Calvinisten (Reformierte) haben ein unterschiedliches
Abendmahlsverständnis. Man kann nicht, wie es hier geschieht, beide Auffassungen vermengen. 2. Die Calvinisten
legen großen Wert auf den Gemeinschaftsaspekt (das tut zu meinem Gedächtnis) die Lutheraner großen
Wert auf die Vergebung der Sünden und die Realpräsenz in der Eucharistie (Das ist mein Leib…das ist
mein Blut, das vergeben ist zur Vergebung der Sünden). Deshalb ist bei den meisten Lutheranern auch noch
die Mundkommunion üblich. Einig sind sich beide aber darin, dass die Wirksamkeit des Abendmahls – zum
Heil oder zum Gericht !- nicht vom Priester abhängt, weil die Priesterweihe nach biblischem Zeugnis nicht
von Jesus eingesetzt wurde. Den Opfercharakter des Abendmahles lehnen die meisten Protestanten unter Berufung
auf den Hebr.brief ab. Unwürdig empfängt das Abendmahl: a. Ungetaufte b. wer vor dem Abendmahl nicht
gebeichtet hat, bzw. das Abendmahl empfängt, ohne Erwartung der Sündenvergebung. (Das hat pastorale
Gründe) 3. Die Orthodoxie hat ein völlig anderes Verständnis des Abendmahls, ohne den Opfercharakter
zu leugnen: der Akzent liegt auf dem Abendmahl als „Medizin des ewigen Lebens“, wichtig ist die Präsenz
Christi in Wort und Sakrament, das Wie wird bewußt nicht reflektiert
Schade, schade dass der Hww. Herr Pfarrer seine Mitteillungen nur im toskanischen Dialekt veröffentlicht
hat. Ich bitte um eine Übersetzung in die lateinische Hochsprache, ersatzweise- sofern Hochwürden mit
dieser Sprache Schwierigkeiten haben sollte, in den dakischen (vulgo rumänischen) oder sizilianischen
Dialekt dieser Sprache, weil ich dieser Mundarten besser mächtig bin.
@pneumat und Jurij Below Leider kann ich Ihre Ausführungen nicht verstehen. Zum Verhältnis von NS- Staat
und dem Marxismus empfehle ich unbedingt Hegels Analyse der französichen Revolution zu hinzuzuziehen,
dort sind die Abläufe und Strukturen brillant analysiert. (auch wenn hier viele Hegel ablehnen, diese
Analyse ist brillant) Empfehlenswert auch, auch wenn er Protestant ist, der Rumäne Richard Wurmbrand.
@Paulaner Naja, es gibt eine alte Küchenregel: alles, was man in den Topf wirft, kommt auch wieder heraus –
fragt sich nur in welchem Zustand (Aber heute bin ich nur zu Sprüchen aufgelegt.)
@HwstVaterAbt: Sie müssen eines sehen: Das Recht (egal ob kirchlich oder staatlich) kann keine Gerechtigkeit,
sondern nur Rechtsfrieden schaffen. Volle Gerechtigkeit bleibt Gott im jüngsten Gericht vorbehalten.
Das sollte uns als Christen nicht hindern, uns im Rahmen des Möglichen für Gerechtigkeit einzusetzen,
aber wir sollten um die begrenzten Möglichkeiten wissen. Ich kann nur für Deutschland sprechen: durch
die Wiedervereinigung ist in der Frage des §218 eine völlig andere Auffassung aufgekommen, die mit einer
strengen Auffassung politisch und rechtlich nicht aus der Welt zu schaffen war. Es ist Aufgabe christlicher
Bildung, hier ein anderes Bewußtsein zu schaffen – und hier versagen alle christlichen Institutionen
in Deutschland, dass sie diese Bildungsaufgabe nicht bewältigen – aber das Mittel des Rechtes ist meines
Erachtens zu stumpf.
Nietzsche man sollte einfach mit Nietzsche vorsichtig sein – auch mit der Frage seines Abfalls. Es wird
wohl bis zum jüngsten Tag unklar bleiben, ob er einfach psychisch krank war, wie sein Vater, oder ob
er wirklich abgefallen war, oder ob diese Zweifel nur ein Durchgang waren, wie ihn viele erlebt haben
und er sich gegen Ende seines gesunden Lebens bekehrte. Für billige Polemik ist seine Biographie zu tragisch.
@Mannheimer wenn Sie natürlich die Bibel selektiv lesen, finden Sie alles, was Sie finden wollen. Bei
Shakespeare finden Sie sicherlich prozentual mehr Morde als in der Bibel und trotzdem regt sich niemand
über Shakespeare auf. Und wenn Sie die nordische Literatur Edda, Niebelungenlied, isländische Sagas
lesen, haben Sie mehr Morde und Gräueltaten. Schieben Sie nicht Gottes Willen vor, wenn die Menschen
sündigen. So primitiv, wie Sie und Ihre homepages hat nicht einmal Nietzsche in den Zeiten seines Wahnsinns
argumentiert.
@von Hermanowsky Orlando Ich bestreite das, was Sie sagen, nicht.Das ist sicher noch etwas Zusätzliches.
Was ich allerdings auf der homepage des Pfarrers entdeckt habe, reicht aus – wenn man sich etwas an den
Rändern der Pastoraltheologie auskennt – um eine sofortige Amtsenthebung zu begründen. Ich habe das
in früheren Post ausführlicher begründet und will hier nicht alles wiederholen.
Einfach die Fakten Wie aus seiner homepage hervorgeht, hat sich Hw. Sirch in schwerer Weise vergangen:
Er hat den Brief eines offensichtlich psychisch kranken Menschen mit sehr negativen Anmerkungen im Internet
vröffentlicht und dabei Details preisgegeben, die jedem Kenner der Gemeinde veraten müssen, wer der
Autor dieses Briefes ist. Ein solcher Bruch des Seelsorgegeheimnisses (ob es ein Bruch des Beichtgeheimnisses
ist, kann ich aufgrund dieser Informationen nicht beurteilen) und der Amtsverschwiegenheit kann weder
vom Bischoff noch vom Abt einfach so hingenommen werden und muss sofort und um größeren Schaden zu vermeiden
mit Amtsenthebung geandet werden. In jedem weltlichen Unternehmen rechtfertigt ein solches Vorgehen die
fristlose Kündigung. Also bitte bleiben Sie hier sachlich. Pfr. Sirch ist kein Opfer sondern Täter!
Äusserlichkeiten Mensch, all’s was ausser dir, das gibt dir keinen Wert; Das Kleid macht keinen Mann,
der Sattel macht kein Pferd So dichtete im 17. Jhd der katholische Dichter Angelus Silesius und das gilt
heute immernoch
@chico flojo Ich halte es nur für sinnvoller, dieses Sakrileg nicht zu sehr aufzubauschen, damit dritte
nicht auf dumme Gedanken kommen. Merke: „Man kann sich den ganzen Tag ärgern, aber man ist nicht dazu
verpflichtet.“ Zur Beruhigung der Gemüter www.youtube.com/watch?v=muBv-vRmewI&…
@ Shuca Ganz leuchtet mir Ihre Argumentation nicht ein: Man kann doch – ohne dass man die Lehre von der
Immaculata animmt – immer noch an Jesus als Sohn Gottes glauben. Das haben doch viele Heilige getan, wie
z.B. johannes Chrysostomus oder Bernhard v. Clairvaux.
adiaphoristischer Streit also irgendwie erinnern mich manche Diskussionen an die adiaphoristischen Streitigkeiten
der Lutheraner im 16. Jhd. Streit darüber, wann eine Choralbe getragen werden darf
@Denkender Da ich das Hebraicum habe, bin ich nicht auf die Übersetzungen angewiesen. Mir scheint deshalb
diese Interpration, die Sie als modernistisch einordnen plausibel und diskussionswürdig
Weihwasser und Weihrauch Das Folgende ist kein Witz, sondern ich habe es von einem Anwalt Vor einem Amtsgericht
im Süden wurde eine Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts auf Schadensersetz verklagt. Der
Priester hatte bei der Segnung einer Wohnung einen Computer so unter Wasser gesetzt, dass dieser unrettbar
zerstört wurde. Die Kirche wurde nun verklagt, weil sie für ihren Erfüllungsgehilfen, den Priester
haftbar sei. Ausserdem kenne ich einige Menschen, die die Kirche beim Gebrauch von Weihrauch verlassen
müssen, weil sie den Weihrauch nicht vertragen, der ja durchaus psychotrope Wirkungen hat. Also ist die
Weisung des Parlamentes durchaus verständlich
Gottessöhne Die plausibelste Erklärung für diese Stelle bislang scheint mir zu sein: Die Könige des
vorderen Orients bezeichneten sich als Göttersöhne (1. Mose 6,4) Die Stelle bezieht sich auf den sexuellen
Machtmissbrauch durch die Herrscher. (näfäl ist ein ziemlich abwertender Begriff)
@Denkender Ich möchte – als Anregung – Folgendes zur Diskussion stellen. Die Kirche war zu Luthers Zeiten
hochgradig korrupt und simonistisch. Das Zitat eines Papstes: „Jedermann weiß, wie viel uns diese Fabel
von Jesus eingebracht hat.“ gibt, ob echt oder nicht, gut die Sicht der einfachen Gläubigen auf das Papstum
an. Hinzu kommt, dass diese Kritik schon lange fruchtlos geäußert wurde (z.B. Walter von der Vogelweide).
Luthers Schlussfolgerung war: die Organisation muss grundsätzlich geändert werden, von top-down zu bottom-up,
um die Simonie zu verhindern.
@Alexander von Eich 1. der von Ihnen angegebene Link zu JP II funktioniert nicht. 2. Der Primat des Papstes
widerspricht den Bestimmungen des heiligen und allgemein rezipierten Konzils von Chalzedon, wonach der
Patriarch von Konstantinopel dem Papst gleich an Ehren ist. 3. a) Die Ostkirchen stören sich vor allem
daran, dass das „filioque“ quasi durch die Hintertür, nicht aber durch ein ordentliches Konzil eingeführt
wurde. Und kommen Sie mir bitte nicht mit dem Konzil von Florenz und Ferrara! In praktischer Hinsicht
war dieses Konzil ein viel größeres Fiasko als das II Vaticanum es je sein könnte. b) inhaltlich wendet
sich die Ostkirche gegen das filioque, weil damit die Unterscheidung der drei Personen der Trinität unmöglich
wird und Luk 4, 18 spricht nun für die ostkirchliche Tradition @Paulaner Es gibt nicht den einen ostkirchlichen
Ritus, sondern die Liturgiefamilie der Byzantiner (Russen, Rumänen, Griechen, Serben, Bulgaren, Finnen,
Amerikaner), die antiochenische Gruppe (z.B. Syrer, Thomaschristen, sonst kenne ich davon wenig) und die
alexandrinische Gruppe (vor allem Kopten und Äthiopier)
Es ist nicht nur die Gier nach Fleisch, sondern auch die Gier nach Macht und Geld, die danebentreten.
Und manchmal habe ich den Eindruck, das sich diese drei Motive verbinden. Nicht ohne Grund ist der Ehebruch
im AT ein Eigentumsdelikt
@Shuca Ich verstehe und respektiere Ihre Auffassung. Nur praktisch denke ich, dass weder Zölibat noch
Ehe ein Schutz vor dem Ehebruch sind. Ausser, dass das alles mit Sexualität zu tun hat. Aber, das sind
praktisch-theologische Überlegungen.
@möchtegern-kathole Das Problem ist heute aber, dass viele das Joch verkehrt herum (mit der Wölbung
nach oben) tragen und keinen haben, der sie darauf hinweist. Und dann drückt das Joch, man kann nichts
ziehen und macht sich lächerlich.
@möchtegern-kathole Da überfordern sie den Menschen, der der Priester auch ist, siehe die folgende Legende:
Der entspannte Bogen Es heißt, dass der alte Apostel Johannes gern mit seinem zahmen Rebhuhn spielte.
Nun kam eines Tages ein Jäger zu ihm. Verwundert sah er, dass ein so angesehener Mann wie Johannes einfach
spielte. Konnte der Apostel seine Zeit nicht mit viel Wichtigerem als mit einem Rebhuhn verbringen? So
frage er Johannes: „Warum vertust du deine Zeit mit Spielen? Warum wendest du deine Aufmerksamkeit einem
nutzlosen Tier zu?“ Verwundert blickte Johannes auf. Er konnte gar nicht verstehen, warum er nicht mit
dem Rebhuhn spielen sollte. Und so sprach er: „Weshalb ist der Bogen in deiner Hand nicht gespannt?“ Der
Jäger antwortete: „Das darf nicht sein. Ein Bogen verliert seine Spannkraft, wenn er immer gespannt wäre.
Er hätte dann, wenn ich einen Pfeil abschießen wollte, keine Kraft mehr. Und so würde ich natürlich
das anvisierte Ziel nicht treffen können.“ Johannes sagte daraufhin: „Siehst du, so wie du deinen Bogen
immer wieder entspannst, so müssen wir alle uns immer wieder entspannen und erholen. Wenn ich mich nicht
entspannen würde, indem ich z.B. einfach ein wenig mit diesem – scheinbar so nutzlosen – Tier spiele,
dann hätte ich bald keine Kraft mehr, all das zu tun, was notwendig ist. Nur so kann ich meine Ziele
erreichen und das tun, was wirklich wichtig ist.“
Zölibat Wie sagen meine orthoxen Freunde: „Es gibt nur zwei Arten des Martyriums: die Ehe oder das Kloster!“
Der ehelose Weltpriester ist in der Ostkirche nicht vorgesehen und ich halte ihn aus sozialen Gründen
nicht mehr für zeitgemäss. Was soll der Priester machen, der abends nach Hause kommt und sich nur mit
der Mikrowelle unterhalten kann.
@Lutheranerin&Shuca @Lutheranerin Schon recht-ich musste mir nur überlegen, wie ich es formuliere. (Vorwiegend
männliche)Kandidaten, die beim Examen noch zölibatär leben, müssen bei den Protestanten immer mit
dem Generalverdacht der Kirchenleitungen leben, homosexuell zu sein. Da ist der Druck, überstürzt zu
heiraten oft riesig und führt zu Ehen, die scheitern müssen. Das ist die abstrakte Negation des katholischen
Zölibats und abstrakte Negationen sind immer falsch. @Shuca Bevor Sie einen Anfall kriegen. Es ging mir
nur um die Treue in der Ehe. Hierin ist er wirklich vorbildlich. Über das andere können wir streiten,
aber das stand nicht zur Debatte
@Shuca Die Scheidungsrate evangelischer Pfarrrer werde ich heute abend nicht mehr kommentieren- das würde
hier extrem unsachlich Zu Bismarck: die Ehe gebrochen hat er sicher nicht.
So, jetzt muss ich einfach mal eine irische Anekdote posten Die Konkubine eines Priesters war gestorben.
Man legte sie in den Sarg und wollte sie darin aus dem Haus tragen, aber auch die stärksten Männer konnten
zusammen den Sarg nicht bewegen. Man fragte einen klugen Mann. Dieser gab den Rat: „Nehmt vier Priesterkonkubinen
und lasst sie den Sarg tragen!“ Man holte vier Priesterkonkubinen und siehe da, sie konnten den Sarg hinaustragen.
Man fragte den Weisen, wie er denn auf diese Lösung gekommen sei: „Nun“, sagte er, „es braucht vier Teufel,
um einen Teufel aus dem Haus zu treiben.“ Da diese Geschichte recht alt sein dürfte, zeigt sich, dass
auch das Problem des nicht eingehaltenen Zölibates recht alt ist (auch im frommen Irland)
Es geht doch um etwas anderes, als um den Bruch des Zölibates. Nein, ich vermute, die Bischöfe haben
Angst, dass dem verheirateten Priester auch noch Familienzuschlag und der Witwe eine Pension gezahlt werden
müsste. (Erfahrung von evangelischer Seite: Pfarrwitwen haben die höchste Lebenserwartung und das macht
einigen Pensionskassen erheblich Probleme) Wenn sich aber jemand besser im Besoldungsrecht in Österreich
auskennt, bitte ich darum, mir zu widersprechen.
@Leo Miles Was ich nicht verstehe, akzeptieren Sie nur den tridentischen Ritus oder doch auch die anderen,
mit Rom unierten ostkirchlichen Kirchen der Tradition?
Zwiefalten und die Reformation Sehr geehrter Seefeld, Sie geben mir das Stichwort, um gleich zwei Dinge
zu beantworten. 1. Die Spaltung der Kirche wurde leider von beiden Seiten vorangetrieben. Katholische
Äbte, wie Nikolaus Buchner von Zwiefalten de.wikipedia.org/…i/Kloster_Zwiefalten, die versuchten, durch
saubere theologische Arbeit die Spaltung aufzuhalten, wurden von anderen Äbten (z.B. Weingarten) davon
abgehalten. In den „Blättern für württembergische Kirchengeschichte“ gibt es einen Artikel dazu, den
ich aber gerade nicht zur Hand habe, die Angaben kann ich gern nachreichen. 2. @r.ruhrgebietler Zu meinem
Nick: ERNST von Zwiefalten: hl. Benediktinerabt, gest. 1148 am 2. Kreuzzug, Fest: 7.11. (früher in der
Abtei Zwiefalten). – Der Überlieferung nach war E. ein Edler von Steußlingen und wurde im Jahre 1141
Abt von Zwiefalten. 1146 legte er dieses Amt nieder. 1147 nahm er im Gefolge des Bischofs Otto von Freising
am 2. Kreuzzug teil. 1148 „litt er für Christus“ den Tod. Seine Passio aus dem Ende des 12. Jh. läßt
ihn in Mekka grausam ermordet werden. In Zwiefalten althergebrachter Kult, der jedoch nicht approbiert
wurde. In der Kunst wird er dargestellt in Abtskleidung mit Haspel und Wind. Siehe: www.bautz.de/…l/e/ernst_v_zw.shtml
@R. Ruhrgebietler Normalerweise ist wirklich nicht meine Art, in dieser Weise „herauszulangen“, aber da
ich gerade ein Gespräch mit einem Unierten des byzantinischen Ritus hatte, der immer noch sehr unter
den Katholiken und Orthodoxen seines Landes zu leiden hat, bin ich schärfer geworden, als sonst meine
Art ist. Tut mir leid. Wenn nämlich jetzt auch noch die braven Byzantiner von den Tradis beschimpft würden,
wäre das wirklich eine Katastrophe.
@R. Ruhrgebietler An den Mahltischen bin Ich nicht anwesend, nur an Meinen Opferaltären, wo Mein Opfermahl
in der Tridentinischen Heiligen Opfermesse gefeiert wird. Nur in dieser Liturgie, nur in diesem Opfermahl,
kann Ich anwesend sein, weil es nicht geändert wurde, weil diese Priester, die das Heilige Opfermahl
in aller Ehrfurcht feiern Wenn Sie nur die Tridentische Messe anerkennen und alle anderen Formen (Chrysostomus,
Markus, Jakobus, Gregor etc.) der katholischen Kirche als nicht real anerkennen, sind Sie ein Ketzer und
Häretiker, hängen möglicherweise der donatistischen Irrlehre an und beleidigen viele treue Priester,
Bischöfe und Märtyrer. Sollte ich Sie allerdings in dieser Hinsicht missverstanden haben, bitte ich
um eine kurze Klarstellung Ihrerseits und Ihre Nachsicht und Vergebung Ihrerseits.
@hildegardfan Sicherlich hat Jesus gesäuhertes Fladenbrot (enzyma) verwendet. Das Problem ist nur, heute
hat das gesäuerte Brot im ostkirchlichen Ritus eine andere Verwendung, so dass einem Gläubigen der ostkirchlichen
Tradition diese Verwendung absolut missbräuchlich erscheinen muss. Zu Details siehe meinen vorigen post.
Fladenbrot Die meisten Diskutanten hier im Forum sind im westkirchlichen Ritus aufgewachsen, der nur ungesäuertes
Brot kennt. Das Fladenbrot der ostkirchlichen Ritenfamilie ist um Einiges älter als Döner und Co. Wenn
Kardinal Schönborn der Gemeinde den ostkirchlichen Ritus nahebringen will, ( immerhin ist er Mitglied
der Congregatio pro Ecclesiis Orientalibus) ist das grundsätzlich richtig und zu befürworten. Nur: das
Fladenbrot muss liturgisch anders behandelt werden, als das ungesäuerte Brot (Oblate, Hostie) des westlichen
Ritus. Es wird in einer Vormesse (Proskomidie) für den liturgischen Gebrauch vorbereitet. In diesem Teil
der Liturgie (hinter der Ikonostase) wird die Inkarnation liturgisch dargestellt und das Lamm für die
Opferung vorbereitet, indem der Priester Stücke aus dem Brot herausschneidet. Diese Stücke werden bei
der Opferung verwendet. Die übrigen Brote, die nicht für die Vormesse verwendet werden, werden nach
der Messe als antidoron an die Gläubigen und die Armen ungewandelt ausgegeben. Diesen Unterschied sollte
Schönborn schon kennen und vermitteln können.
Werter tridentinus mein Pseudonym verdankt sich der Verehrung eines Heiligen bzw. Seligen www.bautz.de/…l/e/ernst_v_zw.shtml
Was den Linzer Zirkus angeht: ich glaube nicht, dass sich das Problem durch diese Priesterweihe lösen
lässt. Wenn die Weihe in dieser Diözöse stattfände, könnte man über ein zeichenhaftes Handeln diskutieren.
So, wie der Notstand aktuell diskutiert wird, kann ich ihn noch nicht erkennen. Die Piusbruderschaft scheint
mir stillschweigend mit der protestantischen Lehre von adiaphoren und status confessionis zu argumentieren.
Leider fehlt mir die Zeit, das genau zu erklären, deshalb – Entschuldigung- ein Verweis www.bbkl.de/f/flacius_m.shtml
Ich habe den Verdacht, dass sich die Piusbrüder in einer kollektiven Psychose befinden und aus dieser
psychischen Störung heraus den Notstand konstruieren. Dann wären die Weihen sowieso ungültig, oder
kann ein psychisch verwirrter Bischof gültige Weihen spenden?
@caritatem methodische Rückfrage: liegt das nicht daran, dass es sie sollten sind und am Reiz des exotischen?
Die orthoxen Kirchen sind bei uns auch immer voll, in den Heimatländern ist oft – auch in sehr frommen
Gegenden – gähnende Leere
Weihen der alten Patriarchate Im Unterschied zu den Piusbrüdern wollen die Kirchen der alten Patriarchate
des Ostens (Byzanz, Alexandria, Antiochien ) nicht wieder unter die alleinige Oberherrschaft des Römischen
Bischofs. Die Piusbrüder müssten nach ihrem eigenen Verständnis schon die Geschäftsordnung der römischen
Kirche anerkennen, die ihnen – zur Zeit! – die Weihen verbietet. Die Ostkirchen sind mit der Geschäftsordnung
und dem päpstlichen Primat nicht einverstanden. (Und aufgrund des Konzils von Chalzedon haben sie auch
recht, es sei denn Rom würde das Chalzedonense für unrechtmässig erklären)
Jungfrau bei Jesaia Zum Verständnis dieser sehr schwierigen Stelle: bei Jesaia im hebraischen Urtext
steht ein Wort ( ‘alma) das sowohl Jungfrau, wie junge Frau bedeuten kann. Der Prophet vermeidet das eindeutige
Wort für Jungfrau (bethula). Im Kontext des Jesaiazitates sind beide Möglichkeiten offen: das Zeichen
besteht entweder aus dem – biologischen- Wunder, oder das Zeichen straft den Unglauben des Königs, weil
nichts Übernatürliches geschieht (wie der König und das Volk erwarten). Eine weitere Möglichkeit wäre,
dass das Kind ein Konkurrent für die Prinzen ist. Die griechische Übersetzung hatte diese Möglichkeit
des Changierens nicht: es musste eindeutig entweder nymphä oder gynä sein. Der jüdische Übersetzer
entschied sich für gynä – Jungfrau. Zum Kanon habe ich mich schon hier geäußert: www.kreuz.net/…ticle.9302-page.html
Keine Ahnung Dies „Monstranz“ in Linz kommt wohl daher, dass man – unverstanden – Elemente des byzantischen
Ritus übernommen hat. Hinweis an alle Liturgen des westlichen Ritus: Einfach Elemente der Ostkirchen
zu übernehmen geht nicht. Man muss sich schon mit dem Symbolsystem im Zusammenhang des ganzen litugischen
Gefüges befassen. Vor Einführung liturgischer Formen aus anderen Traditionen befrage man einen kompetenten
Liturgiker!!!
@Mannheimer Ich verstehe Ihre Bedenken sehr gut. Die Lehre vom Sühnopfer Christi ist zwar möglicherweise
aus der Bibel abzuleiten (Problemanzeige für Experten: Christus stirbt nicht am Versöhnungstag, sondern
an Passah) und altes Traditionsgut der Kirche; sie hat aber erst in der Germanenmission ihre überragende
Bedeutung bekommen. Den Germanen musste die Frage nach der Bedeutung des Todes Jesu in solchen rechtlichen
Konstruktionen nahegebracht werden. Erträglich wird diese nur, wenn man sich klar macht, dass Christus
nicht ausschließlich für uns (pro nobis) sondern gleichzeitig mit uns (nobiscum) leidet. Beides gehört
zusammen und kann nicht (wie Zollitsch und Konsorten auf der einen und die Masse der konservativen Christen
auf der anderen Seite) voneinander abgelöst werden. Eine der beiden Seiten zu isolieren und absolut zu
setzen, ist häretisch. Die Osterliturgie des Westens spricht ja im Exsultet von der „glücklichen Schuld“,
die Voraussetzung für das Kommen Jesu sei. Vielleicht eine Möglichkeit
Nachrichten aus Linz Linz, 2011, Die Diözöse Linz hat gestern beschlossen, zum Calvinismus zu konvertieren,
da der Calvinismus dem Glauben der Christen besser entspreche. Alle Priester und Ordensleute sind aufgefordert,
umgehend zu heiraten. Zur Finanzierung eines Grundstocks der nun notwendig werdenden Pfarrwitwen- und –
waisenkasse sollen die überflüssigen Kunstwerke aus Linzer Kirchen verkauft werden. Der Wiener Regierung,
die für den Fall des Verkauf kunsthistorisch bedeutsamer Gegenstände mit einem Veräusserungsverbot
drohte, entgegnete ein Diözesansprecher: „Dann tritt Linz eben aus Österreich aus und schließt sich
an die Schweiz an.“ Die Lutherischen Kirchen bedauerten einen solchen Schritt. Bislang habe es in der
Frage der Realpräsenz mehr Gemeinsamkeiten zwischen Lutheranern und Katholiken gegeben.
Byzantinischer Ritus Nur zum Vergleich und um die hier kursierenden falschen Zahlen zu korrigieren: 60
000 (1,1 %) der Finnen feiern den byzantinischen Ritus – garantiert ohne II. Vaticanum. Die paar Hansel(
max 1000), die der tridentinischen Messe hinterherjammern, fallen dagegen überhaupt nicht ins Gewicht.
Dabei sind die Finnen der lateinischen Sprache gegenüber sehr aufgechlossen und versuchen, Latein zur
Amtssprache in Europa zu machen. Wer eine schöne Liturgie in Finnlannd erleben will, kann zu den Byzantinern
und Lutheranern gehen. Den tridentischen Ritus braucht dort niemand. So – und nun gute Nacht
Neuer Bund Ohne Zweifel ist der Neue Bund besser als die alten Bünde, aber die alten Bünde, es gibt
mehrere, sind damit nicht abgeschafft. Meinetwegen aufgehoben, in dem Sinne, dass die alten Bünde in
den den neuen Bund aufgegangen sind. Das sind fundamentaltheologische Definitionsfragen. Ich habe keinen
Zweifel, dass Christen Gott in besserer und vollständigerer Weise haben, als die Juden, aber wir „haben“
(diese Analogie sei mir einmal erlaubt) Gott als Pflückobst, während ihn die Juden nur als Fallobst
„haben“. Es gibt keinen substantiellen Unterschied zwischen dem Gott der Juden und dem der Christen, wohl
aber einen akzidentiellen. Der Hebräerbrief zeigt das in eindrücklicher Weise. Das Judentum bleibt immer
die Wurzel des Christentums. Als im 2. Jhd pCn. der Ketzer Marcion das bestritt, war die Reaktion der
Kirche die Formierung des Kanons der biblischen Bücher unter Einschluss der Bücher des Alten Testaments.
Das Bewußtsein für die marcionitische Häresie ging im Westen verloren – z.B. durch die Völkerwanderung
und den Streit um den Pelagianismus – im Osten blieb es erhalten. Anfang des 20. Jhd. übernahm der protestantische
Liberalismus marcionitische Positionen und lehnte das AT ab. Eine Folge war, dass der Protestantismus
den Nazis nur geringen Widerstand entgegensetzte. Sie sehen, die marcionitische Ketzerei muss immer noch
bekämpft werden und ich hoffe nicht das die Piusbruderschaft in diese Häresie verfällt. (Williamson
scheint ihr sehr nahe zu stehen).
@Leo miles Keine Kapitulation, es kam nur ein dringendes Telefonat dazwischen, das einfach wichtiger war
und jetzt bin ich müde .Es war einfach anstrengend. Ich hatte im Übrigen auch den Eindruck, eine Pause
würde evtl. die Gemüter beruhigen. Die Belege zu Macion kann ich zur Zeit nicht liefern, weil ich Unterlagen
verliehen habe. Noch einmal zu den Bibelstellen: ich glaube nicht, dass Gott den Bund mit seinem Volk
aufgekündigt hat. Das würde Gottes Treue widersprechen. Ich glaube auch, dass es im Ringen um die Wahrheit
kein Gewinnen und Verlieren geben kann. Dann wäre die Wahrheit von der Macht abhängig. Oder, mit Pilatus
zu sprechen: „Was ist (schon) Wahrheit?“ Ich werde morgen einen anstrengenden Tag haben- Gute Nacht, ein
andermal wieder
@Leo Miles Zu den Belegen für die marcionitische Ketzerei: ich habe zur Zeit ziemlich viel ausgeliehen,
Sie müssen da, wie ich schon sagte, etwas warten. Ohne Gewähr aber folgende Hinweise: de.wikipedia.org/…ki/Adolf_von_Harnack, de.wikipedia.org/wiki/Marcionwww.geocities.com/…ca/3827/Library.html und wissenschaftlich books.google.de/books?id=zT3Ivw5l2BQ…
Zu den Diskussionen über die Bibel: Sie beharren auf Ihrem Standpunkt, ich auf meinem und wir werden
uns gegenseitig die Bibelstellen „um die Ohren hauen“, ohne dass einer den anderen überzeugen wird. Vertagen
wir hier die Diskussion, es werden sich andere Gelegenheiten ergeben. :(3
@Leo Miles leider habe ich gerade sehr großzügig verschiedene Bücher verliehen( in drei Jahren habe
ich sie spätestens wieder) deshalb muss ich aus dem Gedächtnis zitieren. Die marcionitische Ketzerei
vertritt, genauso wie die liberale evangelische Theologie des 19. Jhds. die gleiche Auffassung, die Sie
hier vertreten. Benedikt XVI hat darauf in seinem Buch „Jesus“ hingewiesen. Schlagen Sie einmal in einer
beliebigen Dogmengeschichte aus dem 20. Jahrhundert (vorher hat es mangels Textzeugen keinen Sinn) einmal
zum Stichwort „Marcion“ nach. Die Trinität war im Alten Testament sehr wohl, wenn auch verborgen, bekannt.
Warum heisst es vom Hl. Geist „quia locutus es per prophetas…“ ? Rubljow hat in seiner Ikone des Besuches
bei Abraham intuitiv die Trinität erfasst. Um Joh. 1 zu diskutieren, reicht der Platz hier nicht. Deshalb
in Kürze 2 Bibelstellen, die gegen Ihre Auffassung sprechen: Acta 3, 12. 25-26 und Röm 9,1-11. Der Apostel
Paulus hat diesen Text nach der Einsetzung des Sakramentes geschrieben. @Kraut Wenn Ihre Auffassung richtig
wäre, müsste der Apostel Paulus ein Ketzer sein!!!!
@Leo Miles Es ist tatsächlich eine Unart der Lutheraner, sich immer auf Luther zu berufen. Luther selbst
hat das übrigens immer abgelehnt. Dennoch sind seine Formulierungen oft meisterhaft. z.B. gerade zum
Thema Götzendienst: „Worauf du nun dein Herz hängest und verlässest, dass ist eigentlich dein Gott.“,
„… das Trauen des Herzens macht beides Gott und Abegott( =Götze)“ Zum Thema Allah habe ich mich schon
geäußert. Jahwe ist der Vater Jesu, die erste Person der Trinität, alles andere ist marcionitische
Ketzerei und alle Kirchenväter haben nichts anderes
@Kraut Der Jude meint er ist immer noch auserwählt. Lesen Sie einmal Römer 9- 11!! o^/ Der Buddhist
geht seiner satanischen Lehre nach. Na, ja, wenn Sie es ganz einfach haben wollen. Der Hindu hat gleich
33 Millionen Götzen Richtig, war aber nicht gefragt. Der Protestant begeht laufend Häresie und hört
auf Frauchen Käßmann. Häresie = Götzendienst- wo haben Sie diesen Unsinn gelernt? Häretiker beten
den gleichen Gott an – nur in falscher Weise. Frau Kässmann hat im Übrigen weniger zu sagen als Herr
Huber. Der Atheist entlarvt sich selbst als dumm. Kein Widerspruch Die Muselmanen folgen Ihrem Götzen
Allah und verschleißen 2 Teppiche im Monat. Sie wissen, dass auch arabische Christen( z.B. die katholischen
Maroniten) die Bezeichnung Allahfür Gott verwenden und der hlg Johannes von Damaskus den Islam als christliche
Sekte ansah? 4 von 5 Fragen falsch beantwortet- schlecht. So, wie Sie fragen, könnte man meinen, der
Papst sei ihr Götze.
@möchtegern Kathole Also ich erfahre Gott in der Liturgie, in den Sakramenten und der Gemeinschaft der
Brüder und Schwestern im Glauben (trotz vieler Enttäuschungen)
@Leo Miles So hat jeder seine Götzen, der Protestant, der Moslem, der Jude, der Buddhist, der Atheist
usw. Bitte erklären Sie mir welchen Götzen hat der Protestant, der Jude, der Buddhist, der Atheist?
Den Muslim erlasse ich Ihnen, weil Sie wahrscheinlich kein Arabisch können und deshalb keine ausreichende
Basis für eine Diskussion besteht. Haben Sie in Ihrer Aufzählung nicht auch alle drei alten Patriarchate
vergessen, von denen Byzanz nach dem heiligen Konzil von Chalzedon dem von Rom gleichgestellt ist?
@Fred Schneutzer „Glauben“, lateinisch credere, griechisch pisteueinheißt „vertrauen“, „Nicht wissen“
,„vermuten“ griechisch oimaiheißt auf Deutsch „meinen“. Der angeblich Gegensatz zwischen Glauben und
Wissen ist eine aus dem Angelsächsischen heübergekommene Debatte, die durch mangelnde Griechischkenntnisse
leider befeuert wird.
@Fred Schneutzer Das aktuell Beste, was ich zum Thema „Existenz Gottes“ kenne, ist der Artikel von Eilert
Herms „Ganzheit als Geschick. Dogmatik als Begriff menschlicher Ganzheitserfahrung“ in „Phänomene des
Glaubens“. Vielleicht hilft Ihnen das weiter
Handkommunion Einfach einmal zur Versachlichung der Debatte: die Handkommunion hat eine doppelte Wurzel:
1. aus der calvinistischen Tradition. Hier wird der Gedächtnis- und Gemeinschaftsaspekt des Abendmahls
betont. Die Handkommunion dient dazu, dass alle Kommunikanten gemeinsam das Mahl nehmen. 2. Aus der lutherischen
Tradition. Hier dient die Handkommunikation dazu, dass kein Kommunikant befürchten soll, die anderen
Kommunikanten, die nach ihm aus dem Kelch trinken, mit einer Krankheit anzustecken. Er kann dann die Kommunion
sub una odersub utraque durch intinctioempfangen. Damit sich aber kein kranker Kommunikant sich seiner
Krankheit schämen muss, wird auch anderen Gemeindeglieder empfohlen, es ebenso zu halten.
Das Frauenpriestertum wird eher über lang eingeführt werden. Ich rechne mit mindestens 4- 500 Jahren,
eher länger, wenn man die protestantischen Erfahrungen damit berücksichtigt. Die Byzantiner und Russen
werden noch länger brauchen.
Aussiedler Es ist allen Auslandsgruppen eines Volkes so, dass die Volksgruppen im Ausland viel strenger
an den Gebräuchen ihrer Heimat festhalten. So feiern Deutsche in Australien noch heute den Sedanstag,
die Roma haben immer noch Gebräuche aus ihrer indischen Heimat beibehalten, die Juden ihre Traditionen
aus Israel. Daran ist grundsätzlich nichts schlechtes, auch wenn es im Einzelfall schon einmal zu Konflikten
kommen kann und es auch zu Zusammenstössen mit dem Gastland kommt, bei dem die Zuwanderer letzlich nachgeben
müssen. Verstärkt wird das durch eine weitere Tatsache: Die Aussiedler haben sehr große Opfer gebracht,
damit sie ihren Glauben leben konnten. Abgeschnitten von der Gesamtkirche blieben sie bei den alten Formen
und verwechselten sie – unter dem Druck der Verfolgung – mit den Inhalten. Aus diesem Grund neigen Aussiedler
gerne zu traditionellen Glaubensformen. Das gilt übrigens für alle Religionen und ist nichts spezifisch
christliches.
@Frollein Rottenmaier manchmal überlege ich gerade in diesem Forum, ob die alte Kirche nicht sehr weise
handelte, wenn sie den (Kunst)malern die Taufe verweigerte.
Mal ganz langsam Ich habe mir die Mühe gemacht, auf die Darstellung des Pfarrers im Internet zu gehen,
so komme ich zu dem Ergebnis, dass es auch ganz andere mögliche Gründe für die Abberufung gibt: der
Pfarrer hat an einen Brief (in Auszügen) an ihn eines psychisch kranken Menschen im Internet veröffentlicht
und auch noch entsprechend kommentiert.…w.pater-bernhard-sirch.de/ beim Abschnitt Tiefenpsychologie.
Ein solcher Bruch des Seelsorgegeheimnisses muss Konsequenzen haben. Hinzu kommt, dass Seelsorge an psychisch
Kranken, schwieriger ist und mindestens einer speziellen Einweisung durch in dieser Arbeit erfahrene Seelsorger
bedarf, wenn nicht sogar einer speziellen Fortbildung. Hw. Sirch hat sich aber in einer Weise über die
Tiefenpsychologie geäußert, die zeigt, dass er diese Ausbildung nicht hat. Anscheinend, das zeigt dieser
Abschnitt, scheint er sich jedoch in diesem Bereich, mit geringem Erfolg! betätigt zu haben. Konservativ
hin oder her – das geht zu weit. Seine Vorgesetzten haben richtig gehandelt und ihn abgesetzt. Dass Vorgänge
die unter Beicht- oder Seelsorgegeheimnis fallen nicht in der Öffentlichkeit verhandelt werden, sollte
jedem Christen einsichtig sein
Bischof Dyba Aufgrund des legendären Auftritts dieses Bischofs vor dem Institut für Ökumene glaube
ich, dass die Piusler Dybas Arbeitszimmer kaum lebend verlassen hätten. Hw. Dyba hat sich über die –
vergleichsweise harmlosen und historisch nur zu verständlichen – Irrtümer der Thomaschristen sehr negativ
geäußert. Was hätte er mit öffentlichen Sündern und Häretikern wie den Piuslern gemacht, die aus
seiner Sicht die gleiche Häresie wie die Thomaschristen vertreten, nur ohne mildernde Umstände?
Prophezeiung So, jetzt will ich doch einmal Prophet sein: Williamsonwird nach Deutschland zurückkehren,
aber nicht für irgendwelche Priester- oder Kirchenweihen, sondern mit einem europäischen Haftbefehl
in der grünen Minna. Während die Piusse vor seinem Gefängnis beten, holt ihn der Teufel auf der Toilette,
wie den Ketzer Arius. Die Piusse vor dem Gefängnis erleben ein Strafwunder, sie werden nämlich alle
von amerikanischen Freikirchen missioniert. Bewegt von diesem Strafwunder kehren die übrigen Piusbrüder
reumütig zum Papst und zu Rom zurück. Der ist nun von diesem Wunder so beeindruckt, dass er feststellt,
der vicarius dei sei ein Geschäftsführer Gottes. Dieses wiederum beeindruckt Protestanten und Orthodoxe
so sehr, dass sie Verhandlungen über eine Kirchenunion beginnen. Allerdings kommt mitten in den Verhandlungen
der Herr Jesus wieder und erklärt: „Genug gespielt Kinder, ich übernehme den Laden jetzt wieder in eigener
Regie!“
@Bodo 11 Ich bezog mich nicht auf konservative moralische Positionen, die ich sogar teile – aber wie er
sich über die indischen Christen geäußert hat, war – vorsichtig gesagt- unter aller Kanone und zeugte
von äußerst geringem Respekt vor diesen Christen.
@Marcellus Es tut mir leid, dass wir uns missverstehen: es gibt keine Definition im Sinne des I. Vaticanums,
die das filioque als Entscheidung ex cathedra bestätigt. Sie können, das gebe ich zu, das Konzil von
Florenz als Begründung heranziehen( ich habe inzwischen nachgeschlagen), aber das trift sich dann nicht
mit Ihrer Auffassung. Das Honorius I als Ketzer verurteilt wurde, ist im Übrigen höchst bedauerlich,
weil die Spitze seiner Aussage auf radikale Mönche zielte, die nichts anderes erreichten, als die Gläubigen
mit immer spitzfindigeren Argumenten zu verwirren. Im Übrigen, und darauf kommt es mir an, glaube ich
nicht, dass die Kirchen des Ostens zu Rom zurückwollen, wenn sie so beschimpft werden. Auch ist die römische
Art der Legaldefinitionen der griechischen Kirche schon aus sprachlichen Gründen schwer zu vermitteln.
Palamas denkt eher in Prozessen und Energieen. Was Sie vielleicht erreichen wollen, werden Sie mit Beschimpfungen
nie erreichen, deshalb verteidige ich die Orthodoxie und versuche die Einwände der byzantischen Seite
stark zu machen (auch wenn ich sie nicht teile). Nur – alle Kirchen des Patriarchats von Konstantinopel
wissen, welcher Fehlschlag in praxi das Konzil von Florenz war und wollen einen solchen zweiten Fehlschlag
vermeiden. Deshalb versuche ich hier nicht mehr, als Verständnis für die Orthodoxie zu erwecken. Im
Übrigen, ich bin katholisch, aber so, wie es alle Christen sind.
@Bodo 11 Dyba hat sich in Marburg wie der Elefant im Porzellanladen benommen und viele Christen auf das
Schwerste beleidigt. Sein Auftreten in der theologischen Fakultät war unter jedem Niveau.
@Marcellus Es ist ja genau das der Streitpunkt: 1. hat der Papst das Dogma verändert und nicht nur interpretiert?
(Staniloae hat gute Gründe dafür geliefert,das erstere anzunehmen?) 2. Hat er das Recht, gegen die Bestimmungen
des Konzils von Nikäa zu verstossen (die das Bekanntnis von Chalzedon für unveränderlich erklärten)
Selbst wenn Sie auf die päpstliche Infalibilität abheben- die unsinnig ist, weil schon einmal ein Papst
als Ketzer verurteilt wurde (Honorius I)- finde ich in meinem Denzinger keinen Beleg für eine förmliche
Erklärung. 3. Verbindlich, weil vom ökumenischen Konzil beschlossen, ist der greichische Text – ohne
filioque.
filioque @Marcelus können Sie mir den Beleg für diese päpstliche Anordnung nennen? In meinem DS finde
ich dafür keinen Beleg. Im Übrigen hat z.B. Staniloae das „filioque“ sehr scharfsinnig kritisiert. Haben
Sie die Kritik einmal gelesen?
Heilige als Saunagänger Zur Information: der Heilige Johannes Chrysostomus war begeisterter Saunagänger,
das ergibt sich aus seinen Briefen in seinen letzten Jahren.
Deus est caritas Hallo Kunstmaler, vielleicht lesen Sie erst einmal die Enzyklika „Deus est caritas“,
bevor Sie wie ein Blinder von der Farbe reden. Oder wechseln Sie Ihren Beichtvater. Was Sie da von sich
geben ist ziemlich grenzwertig.
Brautschau für die Kirche Bei den Protestanten ist das kein Stück anders. Wie sagte dazu ein kluger
Philosophieprofessor: „Das ist die abstrakte Negation des katholischen Zölibats.“ (Anmerkung für Experten
der Philosophie: Der Mann ist Hegelianer und „negative Abstraktion“ ist das schlechteste Urteil, das ein
Hegelianer aussprechen kann)
Donaufürstentümer Österreich besass Siebenbürgen, das an die Donaufürstentümer angrenzte, mit seiner
explosiven Mischung der verschiedenen Konfessionen und Volksgruppen, das nach Auffassung des Militärs
bei einem Aufstand der Ungarn oder Sekler als nahezu unangreifbarer Rückzugsraum hätte dienen können
und dazu schwer (gegen die Türken )befestigt war. Siebenbürgen gehört zwar heute zu Rumänien, politisch
gehörte es damals nicht zu den Donaufürstentümern, trotz einer starken rumänischen Volksgruppe über
deren Herkunft ich keine Diskussion führen werde. Sie werden wissen, warum.
Brandenburgis Schön, dass man in diesem Forum auch noch vernünftig diskutieren kann. Bei Österreich
bin ich mir, was die Orthodoxie anlangt, gar nicht mal so sicher, ob sie nicht doch eine ganz vernünftige
Politik gemacht haben, immerhin waren sie eingeklemmt zwischen den orthodoxen Hohenzollern in Moldavien
und Walachien und den orthodoxen Russen in Bessarabien. In der FAZ kam letzte Woche ein Artikel zu Goethes
(dem Enkel des Dichters) Forschungen zum Konzil von Florenz. Der könnte Ihnen weiterhelfen. Die Hauptverantwortlichkeit
für diese Politik tragen eher England, die pathologisch Angst vor einem Zugriff Russlands auf die Dardanellen
hatten und Preussen, das das osmanische Reich stabilisierte. Aber ich bin in der Politikgeschichte des
späten 19 Jhds. wirklich nicht besonders kompetent. Das ist nicht mein Schwerpunkt.
@Phineas ist es für unheilbar Entartete sicherlich das beste, das Projektil aus einer Waffe ihren Kopf
zu durchdringen. Als letzte irdische Gnadentat sozusagen. Befürworten Sie etwa den Mord an Kranken wie
die Nazis in der Aktion T4???
@Marcelus Sonst landen Sie in der Hölle wie alle Apostaten. Ist o^/ Gregor der Große o^/ auch dort in
der Hölle , weil er anderes gelehrt hat, als das 1. Vaticanum?
Kirchengeschichte Sehr geehrte Mathilde, ein wenig Nachhilfe in Kirchengeschichte scheinen Sie doch nötig
zu haben: 1. Gregor der Große hat den Universalepiskopat, d.h. die unmittelbare bischöfliche Gewalt
über die gesamte Kirche, als „töricht und anmaßend“ bezeichnet. Vgl.Horst Fuhrmann „Quod catholicus
non habeatur, qui non concordat Romanae ecclesiae“. Randnotizen zum Dictatus Papae. In: Kurt-Ulrich Jäschke
und Reinhard Wenskus (Hgg.), Festschrift für Helmut Beumann zum 65. Geburtstag, Sigmaringen 1977, S.
263ff. Gregor, der sicherlich besser Griechisch konnte, als wir alle zusammen, hat also in seiner Bibel
Ihre Auslegung nicht gefunden. 2. Die Wurzel für die Ablehnung der Lateiner in Byzanz ist im 4. Kreuzzug
(1204) zu suchen, der das christliche Bollwerk gegen den Islam entscheidend schwächte. Der damalige Papst
Innozenz III.griff nicht so entscheidend durch, wie er gekonnt hätte. Er verhinderte weder die Plünderung
Konstantinopels noch setzte er eine Bestrafung des verantwortlichen Dogen durch. Damit hatte die Ostkirche
Erfahrung, wie es sich unter römischer Herrschaft lebt. Diese Erfahrung bestätigte sich in den folgenden
Jahren noch. Das Angebot des Papstes im 15 Jhd kam viel zu spät. Auch mit römischer Hilfe wäre Konstantinopel
damals nicht zu verteidigen gewesen. Ende des 19. – Anfang des 20. Jahrhunderts hätte es eventuell noch
eine Möglichkeit gegeben, wieder ein christliches Konstantinopel zu errichten. Aus Angst vor Russland
liess der Westen diese Möglichkeit verstreichen.
@Brandenburgis Grundsätzlich haben Sie schon recht, einzelne Orthodoxe haben das filioqueanerkannt, sogar
Staniloae und Mogila hätten sich unter bestimmten Umständen mit dem filioque abfinden können. Nur diese
Umstände traten nie ein. Ich wollte es aber hier etwas vereinfachen. Die aktuelle Problematik des filioqueist
Thema für ein Hauptseminar der Dogmatik, so tief kann man in einem solchen Forum einfach nicht in die
Diskussion einsteigen. Schade, aber daran lässt sich nichts ändern
@Mathilde Es gibt mehr Differenzen zwischen Rom und den Kirchen des Ostens, als Sie angegeben haben. Es
sind dies vor allem: 1. der Primat des Papstes, 2. die Frage, ob der Heilige Geist auch vom Vater ausgeht
(filioque), 3. die Frage nach dem Fegefeuer, 4. die Frage nach den Seelenmessen und guten Werken. Aus
orthodoxer Sicht ist hierzu anzumerken: Ad 1. Der Primat des Papstes widerspricht den Bestimmungen des
Konzils von Chalcedon, das Gleichberechtigung zwischen Rom und Byzanz anstrebte. Ad 2. 1.Das filioque
ist ohne ordentlichen Konzilsbeschluss in das Credo gekommen. 2. Es mindert die Rolle der ersten Person
der Trinität 3. Augustinus verwendete wohl- ohne das er es selbst bemerkte- ketzerisches Gedankengut
für seine Formulierung der Trinitätslehre. Die Punkte 3 und 4 muss ich selbst noch einmal bei Staniloae
nachschlagen, um sie richtig darzustellen. Gesegneten Feiertag
@Thomasius Meine Ausssage über Gottes große Menagerie bezieht sich auf alle Menschen, die ja – unabhängig
von der Religion – Geschöpfe Gottes sind. Und da sind wir alle seltsame Tiere und müssen mit den „Macken“
der anderen leben. Zur Theologie: es kann meines Erachtens nur eine Theologie, nämlich ein wissenschaftlich
verantwortetes Reden von Gott geben. Aber – wie in allen Wissenschaften – gibt es verschiedene Meinungen,
die erst zu wissenschaftlicher Erkenntnis zusammengebracht werden müssen. Anselm Grün ist in dieser
Hinsicht kein würdiger Vertreter. Er ist eher ein Autor von Andachtsbüchern für Kulturkatholiken. Es
gibt auch keine katholische, evangelische oder orthodoxe Theologie, sondern nur Lehrmeinungen oder Schulen.
Allerdings ist dieses Thema einfach zu umfangreich für ein solches Forum, deshalb bitte ich die knappe
und vielleicht scheinbar schockierende Aussage zu entschuldigen
Sehr geehrte Clarissa Kunstmaler fehlt einfach die Anschauung aus dem Tierreich, um zu verstehen, was
die biblischen Autoren meinen, wenn sie von „ein Fleisch werden“ sprechen. Deshalb müssen die esoterischsten
Erklärungen herhalten, um einfache biologische Tatsachen zu erklären. Ich kenne genügend Mönchspriester,
die aus der Landwirtschaft kommen, die bei striktem Zölibat!, sehr gut verstehen, was mit diesem Ausdruck
gemeint ist. Merke: auch zölibatär lebende Menschen sollten über die Biologie der Fortpflanzung Bescheid
wissen
Anselm Grün ist für mich ein Pop- Theologe: bunt, oberflächlich, seicht; der die Theologie als Wellnessprogramm
mißbraucht. Es hört sich alles sehr hübsch an – aber Substanz kann ich wenig erkennen. Wie heißt es
so schön: Unser Herrgott hat einen großen Zoo und viele seltsame Tiere.
Kunstmaler Pneumat hat nun einmal recht:Jesus hat anscheinend den Zölibat nur empfohlen, aber nicht verlangt.
Der Apostelfürst Petrus war verheiratet (Mk 1, 29 und die Parallelstellen Mt 8,14; Lk 4,38; 1.Kor. 9,5)
und Jesus scheint sich nicht daran gestört zu haben. Paulus , dass er das Recht hätte, zu heiraten(
ebd.). Der verbindliche Zölibat hat andere Gründe, Meyendorff „The meaning of marriage in orthodoxy“
hat einige angegeben, die Aufzählung ist sicherlich nicht komplett.
Unverantwortlich Selbst wenn der ProfessorLehmann recht haben sollte – was gesondert zu diskutieren wäre-
so hat der KardinalLehmann als Priester versagt. Er hat einen Muslim, der möglicherweise kurz vor der
Bekehrung steht, brüsk zurückgewiesen, anstatt sensibel auf die Glaubenszweifel des Muslims einzugehen,
die dieser hier äussert. Man sollte sich nicht täuschen: Kermani hat die Anstössigkeit des Christentums
für viele gebildetete Muslime auf den Punkt gebracht und das sehr prägnant. Es wäre Aufgabe des Kardinals
gewesen, auf diese Zweifel einzugehen und in einer öffentlichen Diskussion ihn und viele andere Muslime
von der Wahrheit des christlichen Glaubens zu überzeugen. Dafür hätte er es ertragen (tolerieren) müssen,
dass dieser Mann noch nicht die ganze Wahrheit des Christentums fassen kann. Die brüske Ablehnung ist
der falsche Weg. Vielleicht hat Gott die Muslime zu uns gesandt, damit sie volle Christen werden? Zur
Erinnerung, der heilige Johann von Damaskus, der in Fragen des Islams als wichtigste Autorität gelten
sollte, war immer der Ansicht, der Islam sei eine christliche Sekte. Einen schönen Tag noch
Alternative zur Konzilskirche Natürlich gibt es eine Alternative zur Konzilskirche: die orthodoxen Kirchen
des Byzantinischen, Antiochenischen und Alexandrinischen Ritus. Alle stehen sie dem Konzil kritisch gegenüber.
Kleiner Nachteil: nur die Rumänen (byzantinischer Ritus) sprechen eine dem Latein verwandte Sprache.
Achtung: Diese Anmerkung enthält Ironie