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gilbert (Czibo) sieht Gespenster Bestimmt keine Verschwörung der Kirchenfeinde Da interpretieren Sie
mehr in den Artikel als überhaupt drinsteht. Von einer „Verschwörung der Kirchenfeinde“ ist in dem ganzen
Artikel nicht ein Mal die Rede. Vielmehr bringt man dort lediglich sein Bedauern zum Ausdruck, weil Kirchen
der Stadt Bochum scheinbar nicht so wichtig sind wie Tankstellen, Toilettenhäuschen und Fabrikgebäude
aus den 50er Jahren. Das ist doch klar, bei Tankstellen und Toilettenhäuschen spiegelt sich der architektonische
Zeitgeist wieder. Die sind besser instandzustalten wegen ihrer Größe und verschlingen keine Geldunmengen
für den Unterhalt. Ihr Geldargument ist zwar nicht pauschal von der Hand zu weisen, jedoch ist zu beachten,
daß der Denkmalschutz nun mal nicht gratis zu haben ist. Wenn auch Tankstellen und Toilettenhäuschen
deutlich günstiger in ihrem Unterhalt sind, so frage ich mich doch, warum Sie die ebenfalls im Artikel
genannten Fabrikgebäude nicht erwähnen, um Ihre Logik zu untermauern. Glauben Sie, daß diese im Unterhalt
wirklich so viel günstiger sind als eine Kirche?
@ Gotthard diese Frage wird die Kirche verändern! Tun Sie doch nicht so. Wenn die Kirche die genannte
Enzyklika von ‘72 ernst nähme, dann wären Sie doch einer der Ersten, der laut aufschreien würde.
Heute hü, morgen hott. Der Vatikan und die Karfreitagsfürbitten Vor einigen Tagen sprach Radio Vatikan
mit Mons. Camille Perl, dem Sekretär der Kommission „Ecclesia Dei“. In diesem Interview wurde u.a. folgende
Frage gestellt: In der Karfreitagsliturgie von 1962 […] wird für die Bekehrung der Juden gebetet. Riskieren
wir mit der Wiederzulassung des alten Ritus nicht den Dialog mit dem Judentum? Mons. Perl antwortete:
„Ich glaube, daß diese Frage künstlich hochgespielt wird, ich frage mich in meinem Inneren, warum fürchtet
man sich vor den Gebeten, daß die Juden sich zu Christus bekehren sollen? Das ist ein altes Thema des
Christentums. Man hat es nie anders gehalten. Die Texte, die von einem Schleier über dem Herzen der Juden
sprechen, stammen vom Heiligen Paulus. Er sagt, wenn in den Synagogen das Wort Gottes gelesen wird, sei
ein Schleier über ihren Herzen, und daß die Christen beten, daß dieser Schleier weggenommen werden
müsse, gehört dazu, daß sie allen das Evangelium verkünden, auch den Juden. Sogar im Gegenteil, nach
der Apostelgeschichte sind sie zuerst zu den Juden gesandt und dann zu den Heiden. Die Kirche würde also
ihre Aufgabe verleugnen, wenn sie nie mehr für die Bekehrung der Juden beten würde.“ Ich meine, daß
dem nichts hinzugefügt werden muß. Wer bei der Frage der Karfreitagsfürbitten vor dem Judentum einknickt,
der würde Gefahr laufen, die Wahrheit zu verraten und ein großes Werk der geistigen Barmherzigkeit zu
unterlassen. Auch die Juden müssen bekehrt werden,weil sie nicht die Fülle des Heils besitzen!
@ semper reformandus & Charlotte Bongartz An „gilbert“ (Czibo) gerichtet:…erlauben Sie mir bitte eine
persönliche Frage: Was haben Sie studiert bzw. machen Sie beruflich? Würde mich echt mal interessieren!
So, und jetzt Sie! Herrlich naiv, Czibo eine solche Frage zu stellen und gleichzeitig ernsthaft auf eine
Antwort zu hoffen. Das „naiv“ meine ich übrigens wirklich nicht böse. Vielmehr macht es Sie unglaublich
sympathisch,:(3 weil ich nämlich vor nicht all zu langer Zeit noch die gleiche Naivität bei Czibo an
den Tag gelegt habe. Auch völlig harmlose Fragen meinerseits blieben seinerseits jedoch immer unbeantwortet.
Nachdem er beispielsweise meinte, regelmäßig als „Experte“ für den alten Ritus auftreten zu müssen,
wagte ich es, ihn zu fragen, wie gut er diesen Ritus denn aus eigener Erfahrung kenne. Das Einzige, was
ich bekam, war ein Hinweis, daß er solch persönliche Fragen nicht in aller Öffentlichkeit beantworten
wolle. Im übrigen ginge mich das auch gar nichts an. Gleiches antwortete er mir auch auf die „ungeheuerliche“
Frage, was er den für das Wesen der Messe halte. Wenn Sie also wirklich an einer Beantwortung der gestellten
Frage interessiert sind, dann ist es gewiß ratsamer, selber zu recherchieren oder Leute zu fragen, die
dies bereits getan haben. @ Charlotte Bongartz Natürlich kann man unglücklich bis ans Ende seiner Tage…
Schon mal überlegt, daß diese Menschen vielleicht noch viel unglücklicher wären, wenn sie einfach
die (von ihnen erkannte) objektive Ordnung ignorieren würden?
@ Gotthard: Frommer Wunsch… Es waren jedenfalls keine bösen Mächte am Werk – sondern der tiefe Wunsch
und die tiefe Sehnsucht der Gläubigen, die hl. Messe besser verstehend mitzufeiern. Na wenn das so ist,
dann müssten die Katholiken von heute ja geradezu ein Heer von Experten in liturgischen Fragen sein.
Leider ist davon jedoch weit und breit nichts festzustellen. Es gibt wohl nur wenig, wovon die „modernen“
Katholiken so wenig Ahnung haben wie von Liturgie. Ganz besonders gilt dies im übrigen für die Gebiete
Deutschlands, wo die Liturgie am freiesten begangen wird und wo garantiert kein Latein verwendet wird.
@ semper reformandus Wissen Sie positiv, dass „Gilbert“ wirklich der gleiche Teilnehmer ist wie dieser
„Czibo“? Spätestens jetzt wissen Sie es auch von Czibo persönlich. Czibo zu semper reformandus: Perfide
und hinterhältig sein, wegen mangelnder Argumente Czibo (gilbert), der ist wirklich gut. Den muß ich
mir gleich aufschreiben. Sie werfen anderen „mangelnde Argumente“ vor…haben Sie noch mehr von denen
auf Lager? Keine Forumsteilnehmer verweigert das Äußern von Argumenten schließlich so formvollendet
wie Sie. „Das geht Sie gar nichts an“, „Warum wollen Sie das wissen?“ oder „Lassen Sie mich bitte in Ruhe!“,
sind hier im Forum doch ganz besondere Klassiker, die Sie regelmäßig auffahren, wenn andere von Ihnen
Argumente einfordern. Dafür gibt es Freunde an deren Busen Sie sich satt ausweinen können. Tja, wenigstens
habe ich Freunde.
@ semper reformandus: gilbert (alias Czibo) Wissen Sie positiv, dass „Gilbert“ wirklich der gleiche Teilnehmer
ist wie dieser „Czibo“? Jener hatte es nämlich auch schon geschafft… Da bin ich mir ziemlich sicher.
Als ich – zugegebenermaßen in einer provokanten Art – anklingen ließ, daß ich die Vermutung hätte,
daß er mit „Czibo“ identisch sei, antwortete mir „gilbert“ nur: „Dass Sie eine Dumpfbacke dieses Kalibers
sind, enttäuscht nicht.“ Auf meine ganz konkrete Nachfrage, ob denn Identität vorläge hat „gilbert“
nicht mehr geantwortet. Dafür hat er jedoch ein paar Beiträge von Pünktchen und mir löschen lassen,
die sich mit seiner Identität beschäftigten. Auch sonst gibt es gewisse Parallelen zwischen „Czibo“
und „gilbert“. So hat „gilbert“ etwa am 12. Juli 2007 um 12:12 Uhr das verräterische „G’tt“ verwendet.
Bisher haben das nur GerdEric und Czibo getan. GerdEric ist jedoch grundehrlich und würde nicht heimlich
unter einem anderen Namen auftreten. Beachten Sie außerdem, daß Czibo seit dem 7. Juli 2007 nicht mehr
im Forum aufgetaucht ist. Nun raten Sie mal wann sich „gilbert“ hier angemeldet hat? Genau, am 7. Juli
2007. Glauben Sie etwa, daß das alles Zufall ist? Pünktchen und ich glauben es jedenfalls nicht. Grund
für das Untertauchen von „Czibo Nieznany“ ist vermutlich die Tatsache, daß es relativ leicht war, ihn
als „Czibo“ zu identifizieren. Nachdem Pünktchen „Czibo“ dies deutlich machte, wurde aus „Czibo“ einfach
„gilbert“. Man beachte also: Wo „gilbert“ draufsteht ist immer „Czibo“ drin.
@ gilbert (alias Czibo) Aber wenn es die Scheidung im Rechtssystem gibt, kann sie auch von jedem Bürger
in Anspruch genommen werden Nur weil die Scheidung de lege lata möglich ist, heißt das doch längst
noch nicht das es moraltheologisch auch gut ist. Die Todesschüsse an der Mauer waren auch im Gesetz vorgesehen.
Wollen Sie in dem Zusammenhang etwa auch die Behauptung aufstellen: „Wenn es die Todesschüsse im Rechtssystem
gegeben hat, dann konnte auch jeder Grenzsoldat (mit gutem Gewissen) auf Flüchtlinge schießen?“ Aktive
Sterbehilfe & Beihilfe zum Suizid sind in einigen Ländern auch erlaubt. Das heißt aber noch längst
nicht, das es gut und richtig ist. Scheidung kann nie Sünde sein Wenn man von Scheidung spricht, dann
betrifft dies eh nur bürgerlich-rechtliche Aspekte. Auf die sakramentale Ehe hat diese Scheidung gar
keine Auswirkungen. Hier liegt höchsten eine (dauerhafte) Trennung von Tisch und Bett vor. Wenn diese
Trennung sittlich vertretbar oder sogar geboten ist, dann liegt sicherlich keine Sünde vor. Sonst schon,
weil der Zweck der Ehe unterlaufen wird. Christus war bestimmt um vieles klüger, als Sie Und Sie sind
bestimmt noch viel klüger als Christus und drehen ihm deshalb auch das Wort im Munde herum. Am Ende ist
nach Ihrer Logik die Scheidung nur noch ein hinnehmbares Übel, das aber nicht weiter tragisch ist und
deshalb vielleicht sogar von Christus gewollt war. Klar! Das Töten Unschuldiger ist demnach wohl auch
ärgerlich, aber wenns halt gar nicht anders geht…warum nicht.
@ Charlotte Bongartz: In guten, wie in schlechten Tagen…oder: Die sakramentale Ehe Hier wird der Trauschein
gerne als Pflichtdokument ggü. Gott dargestellt Darum geht es sicher nicht. Das entscheidende ist die
Sakramentalität der Ehe. Die christliche Ehe ist keine bloße Zweckgemeinschaft zweier sich sinnlich
Liebender. Wer dies annimmt, der verkennt nicht nur den Begriff der christlich sakramentalen Ehe, sondern
auch den der christlichen Liebe. Die Naturehe mag ohne Gott denkbar sein. Eine sakramentale Ehe ist es
nicht. Denn nichts anderes ist eine Ehe ohne Liebe, Zuneigung und Vertrauen: Eine Täuschung. Die eheliche
Liebe muß, um sich vollenden und in allem bewähren zu können, eine gekreuzigte Liebe sein. Christliches
Eheleben ist Nachfolge des gekreuzigten Heilandes. Der Treubund der Liebe zwischen Christus und Seiner
Kirche, den das Sakrament der Ehe versinnbildlicht, ist am Kreuz besiegelt worden; im bittern Leiden unseres
Heilandes über allen Undank seiner Freunde und Feinde. Nur von Kalvaria aus kann der eigentliche christliche
Sinn der Ehe erschlossen werden. Ebenso kann nur in der vom Kreuzesopfer Christi ausströmenden Kraft
das ständige Ehekreuz getragen und fruchtbar gemacht werden. In der Schau des Glaubens, in der Kraft
des Gebetes und des Empfangs der Opferspeise der heiligsten Eucharistie sind die Opfer der „glücklichen“
Ehe, ja selbst die großen, beständigen Leiden der „unglücklichen“ Ehe nicht ein Fluch, sondern Nachfolge
Christi, Darstellung der im Leiden sieghaften, treuen Liebe Christi.
@ Kurt K.: Schockierend!? Auch diese www.ullahaussmann.de/…2006/03/DSCF3984.JPG Bilder sind schockierend
und zeigen, wie peinlich und abnormal Heteros sind. Woher wissen Sie eigentlich, daß es sich bei den
Personen auf dem Bild um Heteros handelt? Der von Ihnen gemachte Rückschluß war somit unzulässig. Wir
können höchsten davon ausgehen, daß es sich bei den Personen auf dem Bild um Sozis handelt. Wenn diese
Bilder also überhaupt etwas zeigen, dann, wie peinlich und abnormal Sozialdemokraten sind. P.S.: 80%
der Sozialdemokraten sind schwul. (Für diese Äußerung wird keine Gewähr übernommen. Mögliche Abweichungen –
auch nach unten – werden nicht ausgeschlossen)
@ methusalix Wenn aber Mixa so „zahm“ war, warum dann dieses rauschen im Blätterwald? Alles antikatholische
Verschwörungen? Interessante Schlußfolgerung. Sie meinen also, weil es dieses Rauschen im Blätterwald
gegeben hat, müsse Mixa eine besondere Aggressivität an den Tag gelegt haben? Wenn Sie das ernsthaft
behauten, dann behaupte ich meinerseits, daß der Völkermord seinerzeit in Runda und Zaire so schlimm
nicht gewesen sein kann. Auch bei Darfur handelt es sich demnach um eine gemütliche Gegend zum Ausreiten.
Von einem Rauschen im Blätterwald konnte und kann in den betreffenden Fällen nämlich nicht die Rede
sein. Allenfalls vernehme ich dort ein leichtes Säuseln.
@ Schopenhauer2 Er betont nur (und völlig zurecht!), daß man mit dieser Haltung keinen Dialog führen
kann. Das kommt ganz darauf an, was Sie unter Dialog verstehen. Was soll das Ziel eines Dialoges sein?
Der Kompromiß? Dann kann man mit dieser Haltung sicherlich keinen Dialog führen. Oder aber soll das
Ziel des Dialoges die Wahrheit sein, die von beiden Seiten als solche erkannt wird? Wenn die Wahrheit
das Ziel sein soll, dann muß sogar jede Seite mit der entsprechenden Haltung in den Dialog hineingehen.
Verträte nur ein Dialogpartner die Ansicht, daß es gar keine Wahrheit gäbe, dann könnte das Ziel nie
erreicht werden. Auch machte eine Wahrheitssuche keinen Sinn, wenn ein Dialogpartner sagte, daß er noch
keine Wahrheit gefunden habe, weil es dann keine Position gäbe, die er verteidigen könnte. Deshalb fordert
er zumindest die Realität insoweit anzuerkennen, daß man zugibt, daß andere Kirchen andere Meinungen
vertreten. Wenn sie die Meinung der protestantischen Gemeinschaften nicht ernst nähme, dann hätte sie
die Protestanten in der Vergangenheit nie für ihre Irrtümer verurteilen können. Verurteilen kann man
nämlich nur jemanden, den man mit seiner Meinung ernst nimmt. Und wegen mir könnt Ihr Deppen euch getrost
gegenseitig die Schädel einschlagen für euren depperten Jesus. Erfüllt diese Äußerung die von Ihnen
aufgestellten Voraussetzungen für einen Dialog? Wo sagt der Papst das? Wo sagt er das Gegenteil?
Die Kirche steht klar und sichtbar vor allen Menschen da; denn sie ist die Stadt auf dem Berge, die nicht
verborgen sein kann. Augustinus Nach der Lehre des Konzils v. Trient gibt es in der Kirche ein „sichtbares
Opfer“ & ein „sichtbares, äußeres Priestertum“. Nach der Lehre des Vaticanums hat Christus den Apostel
Petrus zum „sichtbaren Fundament“ der Einheit der Kirche bestellt. Es ist ein dreifaches Band, das die
Glieder der Kirche miteinander verbindet & dadurch erkennbar macht: das Bekenntnis des e i n e n Glaubens,
der Gebrauch d e r s e l b e n Gnadenmittel und die Unterwerfung unter d i e s e l b e Autorität. Pius
XII. bekräftigte in „Mystici Corporis“ die äußere Sichtbarkeit der Kirche & wies damit die Anschauung
zurück, daß die Kirche „nur etwas Pneumatisches ist, wodurch viele christl. Gemeinschaften, obgleich
im Glauben voneinander getrennt, doch durch unsichtbares Band untereinander verbunden sind. Die Kriterien
Luthers sind völlig unbrauchbar, weil ohne ein autoritatives Lehramt der sichere Maßstab für die Reinheit
von Lehre & Sakramentenspendung fehlt. Die Verwerfung der Hierarchie mußte zwangsläufig zur Lehre von
der unsichtbaren Kirche führen. Hier liegt das eigentliche Problem. Neben dieser äußeren, sichtbaren
Seite hat die Kirche auch eine innere, unsichtbare Seite. Unsichtbar ist die innere Heiligung der Menschen &
die Heilsgüter, die die Kirche vermittelt. Unsichtbar ist das innere Lebensprinzip, der Hl. Geist & seine
Gnadenwirksamkeit. Während die äußere Seite Gegenstand der sinnlichen Wahrnehmung ist, ist die innere
Seite Gegenstand des Glaubens.
Lapsus bei der Verlinkung / @ Michael van Laack Da ist bei meiner Verlinkung wohl was schiefgelaufen…mea
culpa. Verlinkt werden sollte natürlich nur der Brief des Generaloberen an die Gläubigen. @ Michael
van Laack Sollte, wie Sie es nennen, die Excommunio für „nichtig“ erklärt werden, setzt dies voraus,
dass sie zuvor „de iure“ und „ de facto“ bestand. Beachten Sie den Unterschied zwischen „rechtswidrig“
und „nichtig“. Die Nichtigkeit ist die völlige Unwirksamkeit einer Handlung. Sie bewirkt, daß die Handlung
von Anfang an die angestrebten Rechtswirkungen nicht hervorbringen kann. Wird also die Nichtigkeit einer
Handlung bzw. eines Rechtsaktes festgestellt, dann hat diese Erklärung keine gestaltende Wirkung Rechtswirkungen,
weil auch schon ohne die Feststellung der Akt als solcher nicht wirksam war, sondern eben nichtig. Etwas
anderes gilt bei der Rechtswidrigkeit. Ein rechtswidriger Rechtsakt ist so lange gültig bis er aufgehoben
wird.
Aus dem Kontext gerissen Den Begleitbrief des Papstes an die Bischöfe wertet Bischof Fellay als Produkt
der gewohnten, kurialen Schaumsprache. Diese Wertung durch Fellay ist etwas mißverständlich und muß
in den Gesamtkontext eingeordnet werden. Bischof Fellay setzt sich dabei mit der Rechtfertigung auseinander,
die Benedikt XVI. in seinem Begleitbrief www.fsspx.info/ticker/more.php?show=118413911… für das Motu
Proprio gibt. Dies wird aus dem Brief des Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. an die Gläubigen
sehr schön deutlich. Wenn Bischof Fellay also von kurialer Schaumsprache oder einem politischen Text
spricht, dann deshalb, um Kritikern aus den eigenen Reihen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Den Papst
kritisieren möchte er mit dieser Formulierung nicht. Im Begleitbrief www.fsspx.info/ticker/more.php?show=118413911…
heißt es: „Die Behauptung des Bestehens eines einzigen Ritus unter zwei Formen, dem Recht nach gleichgestellt
und vor allem das Verwerfen der ausschließlichen Feier der überlieferten Liturgie können zweifellos
als Ausdruck eines politischen Willens interpretiert werden, die jegliche Freigabe der tridentinischen
Messe offen ablehnenden Bischofskonferenzen nicht zu brüskieren. Aber man kann darin auch den Ausdruck
der „Reform der Reform“ sehen, die der Papst wünscht, wonach die Messe des hl. Pius V. und jene Pauls
VI. sich gegenseitig befruchten sollen, wie er selbst in diesem Brief sagt.“
@ gilbert Sockenpuppe Soll das heißen, daß Sie mich durch Ihre Antwort bestätigen würden? Gilberts
antwort: S C H W E I G E N. Tja, qui tacet, consentiere videtur. Sind Sie eigentlich mit Czibo verwandt?
Der bockt auch immer so rum. Gilberts antwort: Dass Sie eine Dumpfbacke dieses Kalibers sind, enttäuscht
nicht. Zumindest inhaltlich liegt auch hier wieder ein Schweigen vor. Der Form nach spricht die Reaktion
dagegen eine ganz eigene Sprache. Meine Schlußfolgerung: B I N G O…Czibo ist gilbert und beide sind…*piep*…die
drei Buchstaben hat Czibo ja löschen lassen. Seis drum. Czibo / gilbert, Sie sind eine Sockenpuppe und
das ist doch selbst unter Ihrem Niveau, oder? Hatten Sie das wirklich nötig? Noch ein kleiner Tip fürs
nächste Mal: „G’tt „ schreibt hier neben Czibo nur einer und zwar GerdEric, dessen Ehrlichkeit hier nicht
angezweifelt werden soll. Also: In Zukunft einfach ehrlich sein und sagen, daß Sie einen neuen Namen
benutzen. Dann gibt es hier auch nicht so einen Aufstand. Und wenn Sie dann in Zukunft auch mal bereit
sind, sich inhaltlich zu verteidigen, dann werde ich bestimmt noch friedlicher
#203 Defensor Fidei 22:01:37 | Donnerstag, 12. Juli 2007
@ Pünktchen Knallhart nachjefracht :)3 Bringen Sie Czibo nicht noch auf dumme Ideen. Sonst tritt
er hier tatsächlich noch als „Horst“ (mit harden „D“ am Ende) auf. Sein Motto jedoch: „Knallhart nixjesacht“.
Bleibt zu hoffen, daß auch der Main-Schlemmer eine Bildschirmpause einlegt.
#195 Defensor Fidei 18:27:54 | Donnerstag, 12. Juli 2007
@ gilbert & Luther Sie wollen sich doch nur bestätigt fühlen Soll das heißen, daß Sie mich durch Ihre
Antwort bestätigen würden? Verständnis für andere Meinungen bringen Sie nicht auf Das kommt darauf
an, was Sie unter Verständnis subsumieren. Verständnis kommt von verstehen. Es geht also in erster Linie
um einen intellektuellen Akt. Man will begreifen, warum jemand eine bestimmte Position einnimmt. Wenn
jemand an Gott verzweifelt, weil er ihn für ungerecht hält, dann ist es regelmäßig äußerst mühsam,
beim Verzweifeln anzusetzen. Das Problem ist meist der Begriff der Gerechtigkeit. Der eigentliche Dissens
liegt also oft viel tiefer. Diesen tiefer liegenden Dissens gilt es zu erkennen, weil er der eigentliche
casus belli ist. Wenn ich Fragen stelle, dann eigentlich nur, um genau diesem casus belli auf den Grund
zu kommen. Was habe ich mit Spaemann zu tun? Hätten Sie den Beitrag von Pünktchen gelesen, dann wüßten
Sie es. Spaemann hat Ihren Thesen Argumente entgegengesetzt. In einem klassischen Diskurs wäre es nun
Ihre Aufgabe, sich mit diesen Argumenten auseinanderzusetzen. Können Sie es nicht, dann haben Sie das
Streitgespräch verloren. Ich habe Ihnen nichts, aber auch gar nichts zu erklären. Sind Sie eigentlich
mit Czibo verwandt? Der bockt auch immer so rum. @ Luther Schlimm nur, daß „Geburtskatholiken“, das
oft nicht glauben wollen und Konvertiten damit einreden wollen, daß die Konversion eigentlich völlig
unnötig war.
#191 Defensor Fidei 15:23:32 | Donnerstag, 12. Juli 2007
@ gilbert Wie geht das? Wie kann man sich wiederholen, wenn man nicht antwortet Sie schaffen das. „Bitte
lassen Sie das“, „verschiedene Perspektiven“, „Katechismusweisheiten“, „Lehramt“…immer das gleiche.
Wie schon gesagt. Den einfachen Plebs können Sie damit vielleicht beeindrucken, mich nicht. Irgendwann
hatte ich mal den Eindruck, auf einem gewissen Niveau, mit Ihnen argumentieren zu können. Aber der Eindruck
hat sich dann doch rasch verflüchtigt. Interessant. Zu welchem Zeitpunkt hatten Sie denn diesen Eindruck
gewonnen? Davon habe ich nie etwas mitbekommen. Wie auch? Sie selber haben doch oben noch gesagt, daß
Sie nie geantwortet hätten. Trotzdem bedauere ich natürlich zutiefst, daß sich dieser Eindruck bei
Ihnen verflüchtigt hat. Sie müssen jedoch verstehen, daß es ausgesprochen mühsam ist, wenn jemand
seine Nicht-Katechismus-Weisheiten nicht begründen will und auch nicht bereit ist, auf Verständnisfragen
einzugehen. Wie soll ich Ihr Denken nachvollziehen können, wenn Sie es nicht verständlich machen? Außerdem
ist Ihr Problem, daß Sie sich gleich zurückgesetzt fühlen, wenn ich Ihre Auffassung für falsch halte.
Pünktchen hat ganz Recht, wenn er/sie (?) schreibt, daß Sie Indifferentismus mit „Toleranz“ verwechseln.
Äußern Sie sich doch mal zu den „Anschuldigungen“. Setzen Sie sich z.B. mit der Behauptung Spaemanns
auseinander und erklären Sie uns Ihren Relativismus. Machen Sie uns klar wie man voll und ganz katholisch
und gleichzeitig doch protestantisch sein kann.
@ sentinel Die üblichen Häresien halt, die ich hier nun schon mehr als ein Dutzendmal aufführte! Die
Piusbruderschaft hat keine Sonderlehren. Sie benutzt den Katechismus, der auch in der „Amtskirche“ bis
lange nach dem Konzil verwendet wurde. Wenn die FSSPX also Häresien lehren würde, dann hätte die Kirche
fast 2000 Jahre lang Häresien gelehrt.
Weser Kurier II. Hw. Ansgar Lüttel, Propst der katholischen Kirche in Bremen, kann dieser Tradition nichts
abgewinnen. Interessanterweise hat man im katholischen Gemeindeverband in Bremen, dem Ansgar Lüttel vorsteht,
dagegen mit der ostkirchlichen Liturgie weniger Probleme. In einem Artikel www.kgv-bremen.de/…e-gottesdienste.html
wird geradezu von dieser Liturgie geschwärmt: „An Segen mangelt es den orthodoxen Christen nicht, sie
werden vielmehr überreich mit ihm bedacht, wie der staunende Katholik lernt, dem am Ende seines römisch-katholischen
Gottesdienstes lediglich ein einziger Segen zugesprochen wird. Die Orgel schweigt. Auf der Orgelbühne
ist aber ein Frauenchor aktiv. Ansonsten singen abwechselnd, ein Diakon, die Priester oder der Erzbischof.
Kurzum: Der Gesang beherrscht den Gottesdienst. Allerdings gibt es kaum Gemeindegesang. Die Gläubigen
beschränken sich darauf, leise mitzubeten und unzählige Kreuzzeichen über ihre Brust zu schlagen. Die
Gemeinde singt lediglich das Glaubensbekenntnis und das Vater unser mit. Der Protodiakon Vitali Sadakov
dominiert es mit seinem tiefen Bass. Mit seiner Rechten dirigiert er dabei das Volk Gottes, Abteilung
russisch-orthodox in der katholischen Kirche an jenem Samstagmorgen. Eindrucksvoll sind die beiden Lesungen,
die der Diakon und der Erzdiakon vortragen.“
Erzbischof? Ist Gerhard Ludwig Müller jetzt schon zum Erzbischof ernannt worden? Das wäre mir ja ganz
neu. So schnell geht das dann auch wieder nicht. Aber warten wir mal, ob er seinem „Gemurmel“ auch Taten
folgen lässt.
@ sentinel Es war umgekehrt, wenn man die auf der Seite der FSSPX veröffentlichten Briefe kennt. Bischof
LeFebvre lehnte das gute Angebot von Kardinal Ratzinger ohne rechte Begründung ab. Naja, so ganz ohne
rechte Begründung lehnte er das Angebot nicht ab. Das ganze war schon ein ziemliches Hin und Her. Abgesehen
davon sagt der Papst selber, daß er in seinem Leben zwei Dinge am meisten bereut: Die Sache mit Fatima
und die Sache mit der Piusbruderschaft. Warum sollte er etwas bereuen, wenn er der Überzeugung wäre,
daß nur Erzbischof Lefebvre sich nicht korrekt verhalten habe? Fakt ist jedoch, daß die FSSPX sich zuerst
einmal beim jetzigen Papst Benedikt XVI. für ihre Häresien entschuldigen müßte Welche „Häresien“
meinen Sie? In Rom scheint man von Häresien nämlich nichts zu wissen.
@ marina: Korrektur Selbst ich, der ich den alten Ritus nicht schon als kleines Kind gefeiert habe, fühle
mich mittlerweile nicht unwohl, wenn ich zentrale Gebete der Messe auf deutsch höre. Das war natürlich
ein Lapsus. Richtig muß es natürlich heißen: Selbst ich, der ich den alten Ritus nicht schon als kleines
Kind gefeiert habe, fühle mich mittlerweile nicht mehr wohl, wenn ich zentrale Gebete der Messe auf deutsch
höre.
#189 Defensor Fidei 11:56:21 | Donnerstag, 12. Juli 2007
@ Kurt K. Natürlich kritisieren wir nicht den einzelnen Physiker… Also kritisieren Sie auch nicht den
einzelnen Katholiken, der das annimmt, was vom Lehramt vorgelegt wird. Wissenschaft besteht im Gegensatz
zum Glauben Meinen Sie etwa, daß Theologie nichts mit Wissenschaft zu tun hätte? Der Papst hat das Verhältnis
zw. Glaube, Vernunft & Wissenschaft in seiner Regensburger Rede www.vatican.va/…y-regensburg_ge.html
glänzend dargelegt. Nehmen wir mal an, ich würde irgendeine Unstimmigkeit… Sie tun gerade so, als
wie wenn die Menschen in den letzten 2000 Jahren blöd gewesen sind & wir heute erst die ganzen „Unstimmigkeiten“
bemerken. Genau so war es nicht. Die Kirchengeschichte zeigt uns sehr schön, daß ständig Fragen gestellt
worden sind. Neben den vielen Fragen haben wir in den letzten 2000 Jahren aber auch schon viele Antworten
erhalten, auf die wir uns verlassen können. Diese ganzen Fragen, die hier regelmäßig aufgeworfen werden,
wurden oft schon vor einer halben Ewigkeit diskutiert. Wenn jetzt immer wieder irgendwelche Klugscheißer
daherkommen & meinen, diese Fragen immer wieder stellen zu müssen, dann ist dies einfach nur müßig &
bringt gar nichts. Natürlich kann man sich selber immer wieder diese Fragen stellen, aber man kann von
der Kirche nicht erwarten, daß sie eine abgeschlossene Diskussion immer wieder neu beginnt. Darf denn
Glauben nicht auch irgendwie logisch sein? Er ist ja auch logisch, aber natürlich nur, wenn er aus einem
Guß ist. Modernistischer Patchworglaube ist natürlich absurd & widersprüchlich
@ marina: Muß es immer deutsch sein? zum Altare Gottes will ich treten, in meiner deutschen Mutter- und
Vatersprache kann ich das viel inniger als auf Latein. Zum Glück müssen Sie als Frau dieses Gebet ja
nicht so häufig sprechen. Aber Spaß beiseite. Das ist nur eine Frage der Gewohnheit und wäre gewiß
anders, wenn Sie gar nichts anderes kennen würden. Selbst ich, der ich den alten Ritus nicht schon als
kleines Kind gefeiert habe, fühle mich mittlerweile nicht unwohl, wenn ich zentrale Gebete der Messe
auf deutsch höre. Die Umstellung geht schneller als man glaubt. Das Gloria kann ich beispielsweise nur
auf Latein auswendig und muß immer simultan ins deutsche übersetzen. Die heute offizielle deutsche Übersetzung
kann ich dagegen nicht. Außerdem klingt es fade. Latein macht schizophren. Eine gewagte These. Glauben
Sie denn, daß auch alle Juden schizophren sind, weil sie bei ihrem Kult immer Hebräisch benutzen oder
die Muselmanen, weil sie arabisch beten? Halten Sie Ihre Eltern und Großeltern auch für geisteskrank?
#184 Defensor Fidei 10:10:11 | Donnerstag, 12. Juli 2007
@ gilbert: „Die Wahrheit ist nur eine andere Perspektive des Irrtums“ Wenn sich jemand ständig wiederholt,
dann sind Sie es. Vor allem beim Nichtbeantworten von Fragen. um andere Perspektiven in Erfahrung bringen
zu können Was Sie wollen, ist lediglich Beliebigkeit. Sie nehmen Theologie nicht ernst, sondern halten
das ganze für eine reine Gefühlssache. Egal was man für eine Ansicht vertritt: Alles ist richtig. Mit
dieser Auffassung sind Sie vielleicht der König in Ihrer Müsligruppe, aber stoßen allen vor den Kopf,
die Ihre Religion ernst nehmen; ob nun Protestant oder Katholik. Sie können nicht ernsthaft glauben,
daß Protest. & Kathol. sich nur in der Perspektive unterscheiden. Wenn man in Grundsatzfragen das Gegenteil
behauptet, dann hat das mit verschiedenen Perspektiven nichts zu tun. Was Sie betreiben, ist frommes Wunschdenken.
Weil alles wenigstens seine zwei Seiten hat Wo haben Sie denn diese Weisheit her? In gewissen Punkten
(u.a. versch. alte Riten in der Kirche) mag dies ja zutreffen, aber es ist doch keine Regel. Die haben
immer nur eine Seite, weil Sie lehramtliches Denken verkünden Dann sagen Sie mir doch bitte mal, was
so schlimm daran ist, wenn ein Katholik mit dem Lehramt übereinstimmt. Kritisieren Sie einen Physiker
auch, wenn er die ihm vorgelegten Formeln benutzt & die einzelnen Formeln nicht regelmäßig kritisch
hinterfragt? Kritisieren Sie ihn auch für sein eindimensionales Denken, weil er immer wieder die gleichen
Naturgesetze anwendet? Nicht alles im Leben ist relativ. Wenn dem so wäre, dann gäbe es keine Wahrheit
#158 Defensor Fidei 00:36:26 | Donnerstag, 12. Juli 2007
@ methusalix Dass der gemeinsame Besuch der Messe unmöglich ist, na ja, der Gedanke, den meine Freunde
dazu haben fällt wohl unter Ihr katholisches Denkverbot. Lassen wir es lieber. Sie müssen schon genau
schauen, was ich unten geschrieben habe. Ich sagte, daß die verschiedenen Konfessionen in einer Beziehung
ein Problem darstellen, wenn die Partner ihren Glauben ernst nehmen. Daß dies bei lauen Geistern anders
ist, will ich nicht bestreiten. Ihre Freunde sind somit nur ein Maßstab, wenn sie fest im Glauben verwurzelt
sind. Gemischt-konfessionelle Beziehungen sind keine Bereicherung, sondern eine Belastung für das Glaubensleben.
Bedenken Sie nur, was alles nicht möglich ist. Der getrennte Besuch der Sonntagsmesse ist dabei nur ein
Punkt. Kein gemeinsamer Rosenkranz, kein gemeinsamer Sakramentenempfang, keine gemeinsamen Wallfahrten,
Engagement für zwei verschiedene Gemeinden usw. Ein ganz wesentlicher Teil des Lebens kann nicht gemeinsam
gelebt werden. Ganz zu schweigen von den Problemen bei gemeinsamen Kindern. Kein Katholik kann zulassen,
daß sein Kind nur Teil einer protestantischen Gemeinschaft wird. Er würde sich schwer versündigen.
Umgekehrt wird ein überzeugter Protestant kaum damit einverstanden sein, daß das Kind in der Papstkirche
aufwächst. Wo man also hinschaut…nur Belastungen, die den Glauben gefährden und die Beziehung belasten.
Ich kenne kein Beisp., wo das gutgegangen ist.
@ Pünktchen: Russ.-orth. Kirche und „Ökumene“ @ gilbert Die von Ihnen genannte Abgrenzung der russisch-orthodoxen
Kirche vom Protestantismus ist kein Einzelfall. Schon Ende des letzten Jahres hat Alexej II. in einem
Interview mit dem Magazin Paris Match die protestantischen „Kirchen“ wegen ihrer «Permissivität» gerügt.
Die Vision des modernen Protestantismus sei die Folge eines Besorgnis erregenden permissiven Geistes,
der die westliche Gesellschaft präge mit einer Lauheit und Freizügigkeit, die alles durchdringe. Die
Orthodoxen – so der Patriarch – verurteilten geläufige protestantische Gewohnheiten wie die Ordination
von Frauen und Homosexuellen oder die Segnung von gleich- geschlechtlichen Paaren. Er hoffe, mit der Römisch-Katholischen
Kirche zusammen die traditionellen christlichen Werte zu verteidigen und zu bekräftigen. Mit Ihren Ammenmärchen
und hilflosen Erklärungsversuchen schon gar nicht. Lassen Sie es, bitte…! Lassen Sie Ihre Bettelei
und werden Sie doch wenigstens ein Mal konkret. Was ist ein Ammenmärchen? Warum handelt es sich dabei
um Ammenmärchen? Was ist der Protestantismus? Wie verhält er sich zum Katholizismus? Warum ist ein Nebeneinander
problemlos möglich? Wenn Sie alles nur „gemein“ finden, ist das ein bißchen wenig. Inhalt Gilbert, Inhalt!
@ methusalix & gilbert Daß Sie das Wort Ökumene an sich gräßlich finden, kann ich gut verstehen Naja
ganz so schlimm ist dieses Wort nun auch nicht. Ich bin natürlich sehr für Ökumene, jedoch verstehe
ich darunter wohl etwas komplett anderes. Vom verlogenen Nebeneinander mit gemeinsamem Grillfest, bei
dem es massenweise Beteuerungen gibt wie viel man doch gemeinsam habe, halte ich tatsächlich nicht viel.
Ein „richtiger“ Protestant ist mir um einiges lieber als so ein protest. Heuchler oder gar ein Taufscheinkatholik.
Wenn es Unterschiede gibt, dann müssen diese klar beim Namen genannt werden. Anders macht ein Dialog
keinen Sinn & man betrügt sich nur selber. Bezügl. des „ernst nehmen“ des Glaubens machen Sie sich bei
Ehepaaren mal keine Sorgen. Solange die ihre Liebe ernst nehmen, ist alles in Ordnung Das sehe ich freilich
anders. Wenn noch nicht mal der gemeinsame Besuch der Messe (geschweige denn von anderen Dingen) möglich
ist, wie soll dort eine Beziehung auf einem stabilen Fundament stehen? Schon gleich im ersten Satz beginnen
sie unqualifizeirt zu schimpfen Hören Sie doch mit dem Geheule auf. Ihre Sensibelchennummer nehme ich
Ihnen nicht ab. Sie müssen ja nicht Und Protestanten müssen nicht katholisch sein. Dann ist das Problem
tatsächlich behoben. Ich kann meine Zeit mit anderen Forumsteilnehmern viel geistreicher & konzilianter
verbringen Wenn Sie nur zum kuscheln hier sind bitte – laaangweilig! Geistreich setzt aber voraus, daß
man auf Fragen eingeht. Das tun Sie leider nicht
@ gilbert: Antworten statt Sprüche! Sie memorieren den Katechismus Wenn man wissenschaftl. Themen diskutiert,
dann saugt man sich nicht irgendeinen Blödsinn aus den Fingern & erfindet das Rad jedesmal neu. Wenn
sich die Gedanken eines Katholiken im Ergebnis mit der Lehre der Kirche decken, dann sehe ich daran nichts
Verwerfliches. Außerdem sind Sie von einer Diskussion eh weit entfernt, weil Sie statt Argumenten nur
oberfl. Protestantensprüche bringen. Im übrigen, wie kommen Sie zu der Unterstellung… Wenn Sie Ahnung
hätten, dann würden Sie wissen, daß der Protestantismus von ganz anderen Vss ausgeht & eine Negation
des kath. Glaubens ist. Ansonsten erklären Sie mir doch, wie man etwas sein will & gleichzeitig auch
das Gegenteil! was Sie denken & empfinden hinter dem Katechismus sorgsam verbergen Auch wenn Sie es nicht
glauben können, aber es gibt tatsächl. Menschen, die aus freien Stücken das Glauben, was uns die Kirche
lehrt. Nur weil Sie hierzu nicht in der Lage sind, dürfen Sie dies nicht auch gleich anderen unterstellen.
Ich kann von mir jedenfalls sagen, daß ich mich ganz bewußt für den kath. Glauben entschieden habe.
Warum sollte ich das tun, wenn ich mich nur dahinter verstecken wollte? Es nimmt Ihnen doch niemand etwas
weg Als wenn nicht irgendwelche Pseudokatholiken die Kirche protestantisieren wollten. Erasmus v. Rotterdam…
Wenn Erasmus der Reformation gegenüber anfangs auch offen war, so wandte er sich doch von ihr ab als
er Luther in einem unüberbrückbaren Gegensatz zur kath. Kirche sah.
gilbert, Sie haben vom Wesen des Protestantismus keine Ahnung Wer es als Katholik anders in seiner angestammten
Kirche nicht aushält Niemand ist gezwungen in der Kirche zu bleiben. Jedem steht es frei aus- oder einzutreten.
Genauso steht es jedoch auch der Kirche frei ihren Glauben zu definieren. Entweder man glaubt mit der
ganzen Kirche & bezeichnet sich dann auch zu Recht als katholisch oder man glaubt etwas anderes. Damit
schließt man sich aber SELBER aus der Kirche aus. ohne daß er das Katholischsein aufgeben muß Wenn
ich zu prot. Positionen komme, dann gebe ich das Katholischsein automatisch auf, weil der Protestantismus
eine Negation des kath. Glaubens ist. Wenn er sich an der Bibel orientiert… Es ist ausgesprochen schäbig,
wenn man versucht, die Bibel gegen die Kirche auszuspielen. Beide sind untrennbar miteinander verbunden.
Schon Augustinus sagte: „Ich würde nicht einmal dem Evangelium trauen, wenn mich die Autorität der Kirche
nicht dazu bewegen würde“ Wenn Sie die (Kritikpkt.) nicht sehen, ist es Ihr Vergnügen Ich wüßte nicht,
was das mit Vergnügen zu tun hat. Im Gegensatz zu den Protestanten schaue ich in diesen Fällen jedoch
auf die Aussagen des Lehramtes, um die entsprechenden Stellen zu interpretieren & reime mir nicht selber
etwas zusammen. Dadurch gibt es auch keine Widersprüche. In jedem Fall kommt es Ihnen nicht zu, kath.
Protestanten zu verketzern & sie in die schizophrene Ecke zu stellen Jemand, der behauptet, daß er kath.
ist, gleichzeitig aber auch genau das Gegenteil, der stellt sich selber in diese Ecke
„Katholischer Protestant“ Als einer von diesen „katholischen Protestanten“ sehe ich mich Katholischer
Protestant? Wie soll das denn gehen, wenn man nicht unter Schizophrenie leidet? Will man den Protestantismus
mit einer mathematischen Formel ausdrücken, dann müßte diese so aussehen: Katholizismus – X = Protestantismus.
Das was den Protestantismus also als Protestantismus auszeichnet st das „- X“. Man kann also gar nicht
protestantisch und gleichzeitig katholisch sein. Möglich ist es höchstens, daß man Protestant ist bei
dem das „X“ nur eine geringe Abweichung darstellt. Protestant bleibt man deshalb aber trotzdem, weil man
nicht zum GANZEN katholischen Glauben „Ja“ sagen kann und statt dessen davon ausgeht, daß ein Minus zum
Glauben der Kirche grundsätzlich möglich ist. Die Gläubigen vor Ort lassen sich die gelebte Ökumene
sowieso nicht verbieten „Gelebte Ökumene“ ist auch so ein gräßliches Wortgebilde. Eigentlich will man
damit doch nur ausdrücken, daß man auf dogmatische Trennendes einfach pfeift, weil es einem entweder
egal ist oder aber weil man schlicht keine Ahnung davon hat. Statt dessen lügt man sich lieber in die
Tasche und tut so als wie wenn man an der Basis ohne Probleme den Glauben miteinander Leben könne. Sowohl
für Protestanten als auch für Katholiken, die den jeweiligen Glauben ernstnehmen ist dies jedoch alles
andere als leicht. Genaugenommen gibt es etliche Hindernisse. In Beziehungen klappt dies regelmäßig
nur, wenn ein (mind.) ein Partner seinen Glauben nicht so ernst nimmt.
@ gilbert: Die Messe IST ein Mysterium, aber… Nach wie vor gilt die Messe als Geheimnis (= Mysterium)
des Glaubens Das will auch niemand ernsthaft bestreiten. Ihr Einwand geht deshalb an meiner Anmerkung
vorbei. Casel hat nicht unrecht, wenn er die Messe mit einem Mysterium in Verbindung bringt. Das Problem
ist nicht, daß Casel die Messe mit einem Mysterium in Verbindung bringt, sondern etwas ganz anderes.
Bei Casels Mysterientheorie handelt es sich nicht um irgendwelche meditativen Gedanken zur Messe, sondern
um einen Erklärungsversuch zur Meßopfertheorie. Derlei Theorien kamen im Zuge von Trient immer wieder
auf. Bleibt die Frage zu klären, ob die Mysterientheorie von Casel das Wesen des Meßopfers richtig beschreibt.
Eben dies tut sie nicht. Zum andern sind auch die Zeitumstände einzubeziehen[…]. Zu dem Zeitpunkt […]
lag das Thema einfach in der Luft Stimmt! Deshalb mache ich Casel selber auch keinen Vorwurf. Er machte
sich Gedanken zu einer Frage, die es zu klären galt. Das ist mehr als legitim. Jedoch hat im Laufe der
Zeit das Lehramt einige Meßopfertheorien verworfen. Die von Casel gehörte nunmal dazu. Wenn ich also
jemandem einen Vorwurf mache dann jenen, die auch nach der lehramtlichen Entscheidung weiterhin die verworfenen
Theorie vertreten. Jetzt an ihm Kritik zu üben oder ihn zu schmähen, ist mehr als unredlich Wie bereits
dargelegt, schmähe ich Casel nicht, sondern kritisiere lediglich die von im entwickelte Theorie zum Charakter
des Meßopfers. Das ist ein großer Unterschied.
Gotthard und das Mysteriengedächtnis wir feiern das Opfer (des) Sohnes, das er ein für alle mal gebracht
hat Dieses Opfer wird (in sakramentaler Form) bei jeder Messe erneut dargebracht. Zu sagen, daß es sich
bei der Messe nur um ein „gegenwärtigmachendes Gedenken“ dieses EINEN Opfers handeln würde, wäre eine
unzulässige Verkürzung. Sein Leiden, sein Tod am Kreuz, sein Hinabsteigen zu den Toten und seine Auferstehung
ist DAS Mysterium. DIESES Mysterium wird in der Eucharistie gefeiert Die Theorie des Mysteriengedächtnisses
von Odo Casel, wonach in der Messe das Leiden & Sterben, aber auch die Auferstehung & Himmelfahrt (mystisch-)real
gegenwärtig werden, ist spätestens nach der Verurteilung durch Pius XII. in „Mediator Die“ nicht mehr
vertretbar, wo es heißt: „Diese Geheimnisse sind gewiß nicht auf jene unsichtbare & sehr nebelhafte
Weise, wie bestimmte jüngere Schreiber daherschwatzen, sondern auf die Weise, wie es die katholische
Kirche uns lehrt, beständig gegenwärtig & wirken.“ Da die Mysterienfeier nach Casel eine Kultform neben
Gebet & Opfer ist, kann sie nicht den Opfercharakter der Messe erklären. Die Messe ist für ihn dann
eben kein Opfer. Nach der Lehre der Kirche ist die Messe jedoch ein wahres & eigentliches Opfer. Im Meßopfer
wird das Kreuzesopfer Christi sakramental dargestellt, das Gedächtnis desselben begangen & die Heilskraft
desselben zugewendet. ja gefeiert… und das kann niemand alleine Wenn die Messe ihrem Wesen nach ein
Opfer ist, kann dies auch vom Priester alleine dargebracht werden
Czibo sorgt mal wieder für das rechte Maß an Unterhaltung Genoveva, Baron, Defensor sind die erklärten
Hardliner, die Troika des Forums und dann wuselt noch eine irrlichternde Ministrantin rum. Kaum ist man
ein paar Tage weg gewesen, muß man auch schon so lustige Beiträge wie diesen hier lesen. „Troika des
Forums“ – klingt gar nicht schlecht. Immerhin eine Art Dreifaltigkeit Ob Czibo wohl weiß, was „Dreifaltigkeit“
bedeutet? bösartig, verleumdend, rechthaberisch Köstlich, wirklich köstlich. Ich wüßte doch zu
gerne, was Czibo mit „bösartig“ und „verleumdend“ meint. Wenn ich ihn jedoch fragte, dann würde er mir
vermutlich wieder nur antworten, daß er solch persönliche Fragen nicht beantworten wolle.
@ Genoveva & Pünktchen Wir sollten uns mal wieder zusammensetzen und unsere geheime Strategie abstimmen
OK…dann bis Sonntag 7:00 in der Krypta von Sankt E. P.S.:Die schwarzen Kapuzen nicht vergessen.
Gott weiß alles…Czibo alles besser inwieweit können Sie für sich in Anspruch nehmen, dass Sie das
Messverständnis der Kirche vertreten Im Gegensatz zu den Protestanten haben Katholiken ein gemeinsames
Meßverständnis, welches uns durch die kirchliche Lehrgewalt offenbart wurde. Was ist die Kirche = die
Gemeinschaft der Getauften Wenn Sie die hierarchische Ordnung dieser Getauften damit nicht leugnen wollen,
haben Sie in gewissem Maße Recht. Natürlich ist man kaum angefochten, wenn man an schönen Sonntagen
in einer stilreinen Kirche einer ebensolche stilreine Messe an einem wunderschönen Altar beiwohnen kann.
Woher wollen Sie das wissen? Aus Erfahrung etwa? Aber mal unterstellt, daß dem so wäre, dann frage
ich mich, warum Sie sich so stark gegen stilreinen Messen an einem wunderschönen Altar wehren? Als hätte
er, der Ritus, etwas G’ttliches? Und Sie bezeichnen sich als katholisch? Sie sollten sich schämen. Wenn
die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers nichts göttliches ist, dann Frage ich mich, was denn sonst
göttlich sein soll? Warum hören Sie nicht auf zu insistieren? Ich habe Ihnen diese Frage schon etliche
Male beantwortet. Das machen Sie doch auch nicht. Sie geben doch auch nur Binsenweisheiten aus dem Katechismus
zum Besten Ich beantworte solcherlei Fragen eigentlich meistens. Wenn Ihre Ansichten dagegen regelmäßig
vom Katechismus abweichen, dann Frage ich mich, mit welchem Recht Sie sich als katholisch bezeichnen?
Aber antworten Sie mir um Himmels willen nicht darauf. Ups…überlesen.
Czibo, warum scheuen Sie die Antworten so? Gibt es da eine Jumelage? Sie stellen die Fragen, weil die
andere Person, von mir überhaupt keine Antwort bekäme, nicht einmal diese Zeilen Zwischen mir & Pünktchen
besteht keine Verbindung. Beim Stellen meiner Fragen & Erstellen meiner Beiträge bin ich vollkommen souverän.
Im übrigen wäre „Jumelage“ in diesem Kontext wohl eh nicht der richtige Begriff. Was hilft es, wenn
ich Ihnen mitteile, wie häufig ich an der altrituellen Messe teilgenommen habe Ich möchte wissen, ob
Sie wissen, wovon Sie reden. Bei neugierigen Leute reagiere ich immer allergisch Wie schon gesagt, mit
Neugier hat das gar nichts zu tun. Wenn Sie jedoch beispielsweise behaupten, daß Gospelgesang oder Tanz
in der Messe völlig in Ordnung sei, dann kann ich dies aufgrund meines (kath.) Meßverständnisses nicht
nachvollziehen. Das ist der Grund, warum ich Sie nach Ihrem Meßverständnis frage. Ich tue dies, um Ihre
Ansicht verstehen zu können. Würden Sie mir auf meine Frage antworten, daß aus Ihrer Sicht die Messe
lediglich eine Versammlung der Gläubigen sei, die unter dem Vorsitz eines Priesters zusammenkommt, um
das Gedächtnis des Herren zu feiern, dann könnte ich Ihre Ansicht vielleicht verstehen. Bei diesem Verständnis
wären Tanz & Gospelgesang relativ unproblematisch, weil es nur um Geschmacksfragen ginge. Auf der anderen
Seite würden Sie auch klar machen, daß Ihr Meßverst. nicht das der Kirche ist. Wir würden somit das
eigentliche Problem diskutieren können & würden nicht nur an der Oberfläche kratzen.
Czibo: Meine Fragen wieder mal nicht beantwortet, aber dafür falsche Behauptungen aufgestellt Sie sollten
von sich nicht auf andere schließen und nicht mit hanebüchenen Unterstellungen arbeiten Wo schließe
ich denn Ihrer Ansicht nach von mir auf andere? Was für Unterstellungen meinen Sie? Auf die Frage, wie
viele Messen im Alten Ritus Sie schon besucht haben, schwiegen Sie immer beharrlich. Meiner daraufhin
gemachten Vermutung, daß Sie noch nie eine solche Messe besucht haben, wurde auch nicht widersprochen.
Also konnte ich davon ausgehen, daß meine Vermutung zutrifft: Qui tacet, consentiere videtur. Eine andere
„Unterstellung“ habe ich in meinem ganzen Beitrag nicht gemacht. Das macht ihren Beitrag unglaubwürdig,
weil Sie sich noch nicht mal die Mühe gemacht haben nachzuschlagen Im Gegensatz zu Ihnen habe ich den
Alten Ritus schon an ca. 12 verschiedenen Standorten & in 4 verschiedenen Ländern miterlebt. Auch kenne
ich diverse Gesangbücher. Ich habe in meinem Beitrag Ihre Behauptungen bzgl. der Angabe des Gesangbuches
auch nicht bestritten. Im Gegenteil: Ich habe sie sogar als richtig unterstellt. Trotzdem ändert dies
nichts an meinen Aussagen. Es handelte sich bei der von Ihnen geschilderten Praxis nicht um die Regel
in der kath. Weltkirche – damals nicht & heute schon gar nicht. So etwas wie Gesangbücher gab & gibt
es außerhalb des deutschen Kulturkreises so gut wie gar nicht. Wenn man in Frankreich am Ende der Messe
ein Salve Regina singt, dann ist das auch schon das höchste der Gefühle. Während der Messe sang/singt
nur der Chor oder das Volk auf Latein.
Mystischer Leib Rosenkranzsoldat: Obeilx, die katholisch Kirche ist mystischer Leib Christi … obelix:
So sehe ich das auch. Deswegen eben Glauben und nicht Wissen. Auch wenn Rosenkranzsoldat und obelix den
gleichen Begriff verwenden, so meinen sie bestimmt nicht das Gleiche. Unter „mystisch“ versteht obelix
wohl eher ein schönes Traumgebilde, das real jedoch nicht existiert.
Czibos Hilfskonstruktion mit dem Gesangbuch von 1951 Die liturgische Praxis der alten Messe sah folgender
Maßen aus, dabei beziehe ich mich auf die Messeinführung des Speyerer Diözesangesangbuchs „Salve Regina“
von 1951 Da Sie selber noch nie eine Messe im außerordentlichen Ritus besucht haben und daher auch von
der Praxis keine Ahnung haben, versuchen Sie es nun mit einem Verweis auf ein Gesangbuch. Fakt ist jedoch,
daß Ihre Schilderungen mit der heutigen Praxis nichts zu tun haben und sicherlich auch damals eine (regionale)
Ausnahme bildeten. Gloria, Credo und Agnus Dei werden regelmäßig auf Latein gesungen. Anderenfalls singt
man – vor allem in gewissen Regionen – gerne deutsche Messen (z.B. Schubert-Messe), was aber eine deutsche
Besonderheit war/ist. Das Pater noster wird im 62er-Ritus regelmäßig nicht vollständig laut mitgebetet.
Der „Dolmetscher“ betet …das Gebet über die Gaben… Ein Gabengebet gab es nicht. …fremden, toten
Sprache gehalten wurde? Für einen Katholiken war Latein nicht fremd. Da sie gar nichts anderes kannten,
war es für sie ganz normal. Einen heilsnotwendigen Sinn kann ich nicht erkennen. Den gibt es ja auch
nicht. Auf den Ritus kommt es an. Eine Alte Messe in der Volkssprche ist mir daher auch 1000x lieber als
eine Neue Messe auf Latein. Die fremde Sprache im GD war keineswegs geeignet, Vertrauen zu schaffen…
Komisch nur, daß man das im Judentum und im Islam so ganz anders sieht. Dort mault niemand und keiner
würde auf den Gedanken kommen, die ALLE verbindende Kultsprache aufzugeben
@ methusalix Ich hasse die Kirche nicht. Das geht gar nicht, weil die Kirche aus einzelnen Personen. Die
Kirche ist weit mehr als nur die Gesamtheit ihrer Mitglieder. Man kann die Kirche mit all dem was sie
verkörpert deshalb sehr wohl hassen, ohne daß man gleich auch die einzelnen Glieder haßt. Na dann sollten
Sie sich mal aufmachen und aus dem katholischen Denk-Ghetto herauskommen. Das hat mit Ghetto nichts zu
tun, sondern mit einem in sich geschlossenen Denken, das nicht zuläßt, daß ich von etwas überzeugt
bin und gleichzeitig das Gegenteil genauso gut finde. Also ich habe Herrn Schmidt-Salomon schon aus „Deus
Caritas Est“ zitieren hören und zwar ZUSTIMMEND! Wenn im Ergebnis beide Seiten zum gleichen Ergebnis
kommen, dann ist es natürlich möglich auch den Gegner zu zitieren, wobei man nie vergessen darf, daß
die Herleitung eine andere ist und man sich damit zwar die These, aber nicht das Argument zu Eigen macht.
Ja ja, die alte kath. Kampfleier (Hier gibt es kein „sowohl-als-auch“) Wie bitte wollen Sie sowohl an
Gott glauben als auch Atheist sein. Diese Quadratur des Kreises müssen Sie mir aber mal genauer erläutern.
Wirklich grotesk? Natürlich grotesk! Genauso wenig wie Sie sagen können: „Ich glaube an Gott, halte
es aber nicht für wahr, daß er existiert.“ Wenn man seine Existenz für wahr hält, dann muß man aber
auch konsequent nach dieser Erkenntnis handeln. Genau das tun Sie nicht, indem Sie die Gegenseite für
gleichberechtigt halten und die Vorrangstellung Gottes ablehnen.
@ Benedikt Es zwingt Sie (methusalix) niemand, diese Wahrheit anzunehmen oder zu verkünden. Sie können
tun was Ihnen beliebt. Ja, das kann er. Ich frage mich jedoch, wie sich jemand als Katholik bezeichnen
kann, obwohl er vieles was uns die Kirche lehrt doch so sehr hasst. Als gläubiger Christ kann man doch
nichts ernsthaft den IBKA als Kronzeugen für seine Ansichten anführen. Umgekehrt wäre es ja auch völlig
undenkbar, daß man als Atheist zur Untermauerung seiner Thesen die Enzyklika eines Papstes zitiert. Eine
Vereinigung von Kirche und IBKA kann es nicht geben. Hier gibt es kein „sowohl-als-auch“, sondern nur
ein „Entweder-Oder“. Methusalix muß sich entscheiden. Er kann auch kein Rosinenpicken betreiben und mal
die eine und mal die andere Ansicht für richtig halten. Wenn er meint, dies tun zu können, dann übersieht
er, daß beide Auffassungen auf zwei sich ausschließenden Grundüberzeugungen beruhen.
obelix kneift (mal wieder) Das war der eigentliche Sinn des Beitrags aus der anderen Ecke der Philosophie.
Naja…ob das wirklich der eigentliche Sinn des Beitrages war, sei mal dahingestellt. Aber seis drum.
Unabhängig davon haben Sie es erneut versäumt, meine Fragen zu beantworten, was Sie jedoch meines Erachtens
der Diskussion schuldig sind. Wer die Existenz des Naturrechts leugnet, aber trotzdem regelmäßig von
Menschenwürde oder gar von Menschenrechten spricht, der muß sich die Frage gefallen lassen, woraus er
denn sonst – wenn nicht aus dem Naturrecht – die Menschenwürde ableitet. Bei dieser Gelegenheit können
Sie mir auch gleich sagen, warum Ihre Herleitung der Menschenwürde (Rechtspositivismus bzw. Konsensprinzip)
nicht der Beliebigkeit unterliegt, die Sie dem Naturrecht unterstellen. Viel Spaß bei der Darlegung.
Es wird Ihnen nicht gelingen!
@ methusalix: Kellermann ist für’n A… Wollen Sie mich veralbern? Nach eigenen Angaben ist die Kellermann-Stiftung
strikt an den Grundsätzen von Rationalität, Menschenrechten und Liberalität orientiert. Wesentliche
inhaltliche Orientierungsmarken ergeben sich aus den Werken von Locke, Hume, Schopenhauer, Kelsen und
Topitsch. 2004 war u.a. der Gottesfeind Michael Schmidt Salomon Preisträger der Stiftung. Die Stiftung
setzt sich das Ziel, eine rationale, säkulare, humane und liberale Ethik zu pflegen und zu verbreiten.
Und nun wagen Sie es ernsthaft, mir einen Beitrag dieser Stiftung vorzulegen? Falls Sie es noch nicht
wissen sollten, dann sei zu Ihrer Information klargestellt, daß ich katholisch bin. Wenn Sie statt Gott
jedoch lieber der Göttin Freiheit opfern wollen und statt Christus lieber die Freiheit auf dem Thron
sitzen sehen, bitte, aber behaupten Sie dann nie wieder, daß Sie katholisch seien. Entweder Sie hängen
Gott an ODER dem Liberalismus. Der Liberalismus jedoch haßt Gott. Er ist das Prinzip des Teufels, Wesen
der Erbsünde und hat Christus ans Kreuz geschlagen. Abgesehen davon haben Sie meine Fragen nicht beantwortet.
Sie haben lediglich zum Ausdruck gebracht, daß Sie das Naturrecht ablehnen. Woraus Sie jedoch die Würde
des einzelnen Menschen ableiten, haben Sie nicht gesagt. Bleibt auch nur noch der Rechtspositivismus (den
hatten aber auch die Nazis) oder das Konsensprinzip. Beide Prinzipien können aber nicht zeitlose und
absolute Geltung haben. Ohne Gott ist alles relativ.
@ methusalix Ohne kath. Werte, gibts gar keine Werte! Ein immer gerne wiederh. Unsinn Sie dürfen nicht
den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Meine Behauptung lautete schlicht, daß die Menschenwürde
von Gott stammt. Sie ist Teil des Naturrechts (NR). Das NR wiederum ist die Gesamtheit der der Natur innewohnenden,
zeitlos gültigen, vernunftnotwendigen Rechtssätze, die über den vom Menschen gesetzten Rechtssätzen
(positives Recht) stehen. (Vgl. Rechtswörterbuch) Weil das NR seiner Definition nach über dem pos. Recht
steht, frage ich Sie & eben jene „Spinner“ wie das überhaupt denkbar sein soll, wenn denn der Mensch
das höchste Wesen ist. Woher soll dieses zeitlos gültige Recht stammen, an das sich der Mensch von Natur
aus zu halten hat? Der Gedanke des NR ist mit dem aufklärerischen Konsensgedanken nicht vereinbar. Atheisten
können das NR nur auf pos. – also vom Menschen gesetztes – Recht stützen. Damit ist das Recht aber nicht
mehr zeitlos gültig & bindet nur jene, die unter der Autorität jener stehen, die dieses Recht angenommen
haben. Es hat damit keine absolute Geltung mehr, sondern ist nur relativ & könnte jederzeit auch wieder
abgeschafft oder abgeändert werden. Unveränderlich & zeitlos kann nur etwas sein, was nicht vom Menschen,
sondern von einer höheren Macht geschaffen worden ist. Wenn Sie das anders sehen, dann bin ich auf Ihre
Herleitung des NR aber mal gespannt. Wo diese Werte verwirklicht sind, ist eine ganz andere Frage, die
hier aber nicht zur Diskussion stand.
@ Kurt K. Wenn Gott uns nicht die Würde verliehen hätte, dann gäbe es gar keine Menschenwürde. Glauben
SIE! Wer an Gott glaubt und trotzdem behauptet, daß sich der Mensch selber seine Würde verleiht, der
begeht die Ursünde: Das „Herr-sein-wollen“. Wer dagegen nicht an Gott glaubt, aber trotzdem eine Menschenwürde
annimmt, der ist ein Spinner. Weshalb sollen irgendwelche Zufallsprodukte des Urknalls irgendeine Würde
besitzen? Weil ein paar dieser Zufallsprodukte dies behaupten? Wer gibt ihnen das Recht hierzu? Zu welcher
dieser beiden Gruppen zählen Sie sich?
@ Kurt K.: Menschenwürde ist nicht Freiheit Ich habe Menschenwürde schon definiert (bzw. ich habe diese
Definition vom BVG gefunden): danach ist der Mensch nach der Wertordnung des Grundgesetzes, ein Wesen,
das „in Freiheit (über) sich selbst bestimmt.“ Was? Das soll die Definition von Menschenwürde sein?
Aber Kurt…damit will das BVerfG nicht die Menschenwürde definieren, sondern den naturrechtlichen Menschenrechtsbegriff
relativieren. Im übrigen verleiht die Freiheit als solche überhaupt gar kein Recht und schon gar keine
Würde. Diese ergibt sich ausschließlich aus der Ebenbildlichkeit Gottes. Wenn Gott uns nicht die Würde
verliehen hätte, dann gäbe es gar keine Menschenwürde. Das Wesen der Menschenwürde besteht nicht,
wie beispielsweise die Aufklärer meinten, im Gestaltungsauftrag. Der Gestaltungsauftrag ergibt sich vielmehr
aus der Menschenwürde. Da meines Erachtens bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht von einem Menschen gesprochen
werden kann, ist Abtreibung bis zu genau dem Zeitpunkt keine Beendigung eines Menschenlebens. Sie stehlen
sich hier aus der Verantwortung. Ein Mediziner kann nur feststellen. Sie müssen ihm jedoch vorgeben,
was er feststellen soll. Sie müssen also definieren, wann das „Menschsein“ anfängt. Unabhängig davon
ist es natürlich völlig absurd anzunehmen, daß der Mensch nicht von Beginn an die Würde einer Person
besäße. Entweder sind Menschen immer Personen, oder sie werden es nie www.kath.net/detail.php?id=17069,
wie Robert Spaeman so richtig sagt.
@ Kurt K.: Versuchen Sie doch nicht krampfhaft die Quadratur des Kreises Definieren Sie bitte mal ganz
genau den Begriff Menschenwürde. Versuchen Sie doch nicht ständig Interesse und Würde gleichzusetzen.
Weil Sie es selber nicht können, hoffen Sie nun, daß Pünktchen diese Arbeit für Sie übernimmt. „Menschenwürde“
kann gar nicht mit „Interesse“ deckungsgleich sein, weil die Menschenwürde einen Status beschreibt aus
dem sich Rechte ableiten. Das Interesse dagegen ist völlig wertneutral, beschreibt aber keinen Status.
Die Würde eines jeden Menschen ergibt sich daraus, daß Gott ihn als vernunftbegabtes Wesen erschaffen
und ihm die Würde einer Person verliehen hat, die aus eigenem Antrieb handelt und über ihre Handlungen
Herr ist. Dadurch ist der Mensch Ebenbild Gottes. Hierin liegt seine Würde. Aus dem Interesse dagegen
kann man kein Recht ableiten. Das Interesse spielt erst bei der Abwägung/Verhältnismäßigkeitsprüfung
eine Rolle. Eine solche Abwägung findet aber nur dann statt, wenn sich zwei Rechte gegenüberstehen,
die sich aus der Menschenwürde heraus ergeben, wobei sich die Bedeutung der Interessen an der jeweiligen
Bedeutung des Rechtes orientiert.
@ Kurt K. Für mich ist das „Interesse“ der Geborenen Mutter auch eine „Würde“. Interesse und Würde
sind doch nicht miteinander identisch. Bsp.: Es mag zwar durchaus im Interesse von Sohn S liegen, daß
sein alter Vater V stirbt, weil S dringend Geld braucht. Aber deshalb verstoßen doch die Pflegekräfte,
die den V noch über Jahre hinweg am Leben erhalten nicht gegen die Würde des S. Oder sehen Sie das etwa
anders? Selbst wenn Sie das nicht als Verletzung der Würde ansehen – eine extreme Verletzung von „Interessen“
mag da auch genügen. Seit wann rechtfertigt den ein bloßes Interesse einen so massiven Eingriff wie
das Töten eines anderen Menschen? Sie legen die Hürde zur Rechtfertigung eines Rechtsgutseingriffes
viel zu niedrig an. Vergessen Sie außerdem nicht, daß es neben dem Interesse der Frau auch noch die
Würde des ungeborenen Kindes gibt (gleicher Fall wie oben). Diese Würde müssen Sie bei Ihrer Abwägung
stets mitberücksichtigen. Ergebnis einer solchen Abwägung wird immer sein, daß das Lebensrecht des
Kindes dem Selbstbestimmungsrecht der Frau vorgeht.
@ Czibo: Chance vertan! @ All jene, die sonst noch gespannt auf Czibos Selbstdemontage warteten Ihre –
unser aller – Ahnung hat sich erfüllt. Die Antwort von Czibo ist ein schlechter Witz. Ich weiß das,
Sie wissen das und Czibo weiß das auch! Da kann man nur die Feststellung treffen: Quod erat demonstrantum.
Czibo IST eine inhaltliche Nullnummer. Er klopft regelmäßig „schlaue“ Sprüche, aber inhaltlich steckt
absolut nichts dahinter. Wenn Czibo seine Expertisen über die Messe und die FSSPX abgibt, dann können
wir diese Äußerungen in Zukunft mit gutem Gewissen in die Tonne kloppen. Er redet wie ein Blinder von
den Farben. Czibo, Czibo…in einem Dialog müssen Sie sich solche Fragen schon gefallen lassen. Mit schnüffeln
hat das rein gar nichts zu tun. Leblhuber: „Sie (Pünktchen) und Ihre Gesinnungsfreunde sind nicht in
der Lage, eine „Watschn“ auszuteilen. Dazu fehlt Ihnen die Kompetenz.“ Weshalb sollte man zum „Watschn“
austeilen nicht in der Lage sein, nur weil einem die Kompetenz hierzu fehlt? Im übrigen ist es nicht
schlimm, wenn die Feinde der Kirche regelmäßig gedemütigt werden. Das gilt für Klugscheißer wie Czibo
genauso wie für jene, die beispielsweise so dummes Zeug reden wie: „Das Judentum ist neben dem Christentum
ein Weg zum Heil. Wir haben das anzuerkennen.“ Wie sagte nämlich schon Paulus: „Denn es gibt viele Freche,
unnütze Schwätzer und Verführer, besonders die aus den Juden, denen man das Maul stopfen muß, weil
sie ganze Häuser verwirren und lehren, was nicht sein darf, um schändlichen Gewinns willen.“
@ Czibo Nieznany: Wollen Sie weiterhin nur heiße Luft von sich geben? Soll ich wirklich annehmen, dass
sie für die perpetuelle Indulenz schreiben. Was hat den jetzt diese Homo-Gruppe mit meinen Fragen zu
tun? Mit welchem Recht sind Sie ausgestattet, eine Frage dieser Art an mich zu richten Im Zweifel berufe
ich mich auf Art. 2 GG. und auch noch die Chuzpe zu besitzen anzunehmen, ich würde sie auch noch beantworten.
Das hat mit Dreistigkeit nun wirklich nichts zu tun. Die Beantwortung der Fragen liegt ganz bei Ihnen.
Aber überlegen Sie mal: • Sie bringen hier eine „Expertise“ nach der anderen zum Alten Ritus, wollen
aber nicht sagen wie oft Sie schon eine tridentinische Messe mitgefeiert haben. • Sie äußern sich
regelmäßig zur Liturgie, wollen aber nicht sagen was aus Ihrer Sicht das Wesen der Messe ist. • Schließlich
stören Sie sich auch noch daran, wenn man Ihnen nahe legt zu konvertieren. Auf die Frage warum Sie denn
unbedingt „katholisch“ bleiben wollen, möchten Sie aber auch nicht antworten. Was sollen die Forumsteilnehmer
denn von Ihnen halten? Außer dummen Sprüchen kommt von Ihrer Seite nicht viel. Wenn es dann mal konkret
wird und Sie Farbe bekennen müssten, dann ziehen Sie regelmäßig den Schwanz ein und kneifen. Nun können
Sie dieses Image behalten und weiterhin schweigen oder aber Sie fangen endlich mal damit an, einen inhaltlich
konstruktiven Beitrag zu schreiben. Wenn Sie es einfach nur nicht können, dann sagen Sie es: Ultra posse
nemo obligatur.
@ GerdEric @ Czibo @ GerdEric: Es könnte sein, dass dann die katholische Kirche ins Bedeutungslose ver-fällt.
Wie definieren Sie Bedeutungslosigkeit? Anhand der Anhängerzahl, anhand des Einflusses auf das Weltkapital
oder welche Kriterien legen Sie als Maßstab an? Falls Sie die Bedeutungslosigkeit an der Menge der Anhänger
festmachen wollten, dann lehnen Sie sich als Rotmeerfußgänger aber ziemlich weit aus dem Fenster. @ Czibo
Nieznany: Kann ja sein, dass sie mit der Dame identisch sind? Zum x-ten Male: Nein…ich bin nicht Pünktchen!
Interessant ist jedenfalls, daß Sie mal wieder keine Antwort auf konkrete Fragen gegeben haben. Deshalb
noch einmal meine Frage: Sie leugnen ein Dogma nach dem anderen und erklären uns regelmäßig wie super
der Protestantismus ist. Trotzdem wollen Sie unbedingt „katholisch“ bleiben. Sind Sie masochistisch veranlagt
oder was hält Sie sonst in der Kirche?
@ Czibo Nieznany Es nervt genauso, wenn selbsternannte Superkatholen Tag für Tag ihre unreflektierten
Glaubenswahrheiten von neuem herunterbeten und versuchen, andere Katholiken noch katholisch zu machen.
Was heißt hier selbsternannt? Die Kirche definiert ihren Glauben. Wenn nun jemand diesen Glauben annimmt
und somit kirchlicher und persönlicher Glauben eine Einheit bilden, dann ist es schlicht eine Feststellung,
wenn man sagt, daß diese Person (materiell) katholisch ist. Wenn Sie alle Dogmen der katholischen Kirche
als wahr annehmen würden, dann wäre ich der letzte, der Ihnen abspräche, katholisch zu sein. Das Problem
ist nur, daß ich genau dies bei Ihnen nicht feststellen kann. Es ist für jeden ersichtlich, daß Sie
wesentliche katholische Positionen nicht als die Ihrigen annehmen und stattdessen protestantische Positionen
vertreten. Auf Dauer könnte das bei Superkatholen zu einem großen Frusterlebnis führen. „Könnte“,
„könnte“, „könnte“…kann aber auch sein, daß nicht… Meines Erachtens ist es viel frustrierender,
wenn jemand, der protestantisch denkt, sein ganzes Leben lang versucht, die katholische Kirche zu protestantisieren,
statt aus ihr auszutreten. Was hält Sie in der Kirche? Im Übrigen habe ich die herzliche Bitte, auf
Hinweise von .chen-Beiträgen grundsätzlich zu verzichten, weil ich mit dieser Dame wegen ihres flegelhaften
Auftretens in Fehde bin und keinen Gedankenaustausch pflege. Diesen Wunsch kann ich Ihnen leider nicht
erfüllen, weil wir hier nicht im Kindergarten sind.
Anheben des Meßgewandes Anfangs hatte das Anheben des Meßgewandes durch den Ministranten einen ganz
praktischen Grund: In den langen Glockenkaseln, wie sie ca. vor 1250 üblich waren (andere Form als die
heutigen Glockenkaseln) war es schlicht fast unmöglich, die Arme zur Elevation emporzuheben, wenn der
Ministrant nicht durch das Anheben der Kasel half. Dies lag jedoch nicht am Gewicht des Stoffes, sondern
an der Form des Gewandes. So gab es meines Wissens noch nicht einmal Löcher für die Arme. Das Gewicht
verstärkte den Effekt höchstens. Erst später deutete man diesen Ritus als Zeichen dafür, daß die
Gnaden des Meßopfers vom Priester auf das Volk übergehen. Auch kann das Berühren des Meßgewandes als
Nachempfindung dessen gedeutet werden, was die blutflüssige Frau tat, als sie den Saum des Gewandes Christi
berührte und dabei sprach: „Wenn ich nur sein Kleid berühre, werde ich gesund“ (Mt 9, 21).
@ Czibo Nieznany: Warum machen Sie sich und anderen das Leben so schwer? Wer kann verlangen, glauben zu
müssen. Ein Dogma ist nichts anderes als eine festlegende Definition des Glaubens in einer konkreten
Frage. Durch die formelle Erklärung wird dem Glauben (in der Form des Dogmas) ein unumstößlicher Wahrheitsgehalt
zugeschrieben. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß die kath. Kirche auch den kath. Glauben definiert.
Wenn Sie diesen Glauben nicht annehmen wollen, dann ist das Ihre freie Entscheidung. Jedoch frage ich
mich, warum Sie dann Angst vor den Konsequenzen haben. Seien Sie ehrlich zu sich selber und stellen Sie
fest, daß Ihr Glaube nicht der der Kirche ist. Es nervt unglaublich, wenn Protestanten mit katholischem
Taufschein ständig versuchen, aus der Kirche eine protestantische Glaubensgemeinschaft zu machen, statt
einfach zu konvertieren. Es kann doch wirklich nicht zu viel verlangt sein, wenn die katholische Kirche
von ihren Mitgliedern erwartet, daß diese ihren Glauben teilt. Oder was würden Sie von einem Herzensfan
des 1. FCN halten, der offiziell Mitglied des FC Bayern ist und dort ständig raushängen lässt wie scheiße
er die Bayern eigentlich fände? Das macht noch nicht mal G’tt, aber die Kirche. Jetzt fangen Sie auch
schon mit diesem Blödsinn an. Was bezwecken Sie damit? Wollen sie mit dieser jüdischen Schreibweise
zum Ausdruck bringen, daß Sie von der Trinität nicht viel halten? Man muss nicht alle Dogmen glauben.
Alles was es hierzu zu sagen gab, hat Pünktchen bereits getan.
Gotthard: Ein Rückblick Gotthard jetzt: Mich berührt dieses MP und sein Inhalt herzlich wenig Gotthard
früher: • 5. 5. 07 Ent-Täschungen dienen immer wieder dem Realitätserwerb. Dieses monströse Motu
propio war ein Gedanken-konstrukt interessierter Kreise … die immer mal wieder vermeintliche Quellen
zitierten. Ein Pius-Hansel-„Bischof“ will nun Erkenntnisse aus dem Vatikan haben … *grins* -Wichtigtuer
• 10. 4. 07 dann lass diese Liturgie bitte in der Kiste der Geschichte, denn sie hat in Jahrhunderten
auf der ganzen Linie versagt… • 10. 4. 07 die Redaktion liegt goldrichtig: das behauptete MP ist eine
reine Satire – und ebenfalls alles, was sich darum herumrankt. Dieses MP ist ein Ergebnis durchzechter
Nächte, schlafloser Tage und schlechter Träume… Wie sich erwachsene Menschen nur so verbohrt zeigen
können – schon seit mehr als einem Jahr… • 21. 3. 07 Damit wird der Rückzug bezüglich dieses vollmundig
angekündigten MP seitens des Pius-Vereins eingeläutet!!!!! BRAVO … Einsicht ist der erste Schritt
zur Wieder-Eingliederung. • 28. 1. 07 Beten und bitten wir für den Papst die Kardinäle und Bischöfe
das Er/Sie den Mut und die Kraft vom lieben Gott bekommen für die alte hl. Messe! Dein lateinisches Gebet
wird wohl nicht erhört! • 2. 5. 06 Die Antwort ist doch ganz einfach: die Sehnsucht nach der tridentinischen
Liturgie ist minimal … mit dem Papst und Rom und dem Vatikanum II verbundene Katholiken feiern die heutige
Liturgie gerne und haben keinen Bedarf nach einer rückwärtsgewandten Änderung
@ Czibo Nieznany Da studieren Sie am besten Mal schon Ihren solistischen Auftritt ein. Für Sie als NOM-Besucher
mag ein solistischer Auftritt in der Messe sicher denkbar sein. Mit meinen Grundsätzen ist es jedoch
völlig unvereinbar, daß ich als Laie die Rolle des Priesters übernehme.
Da gilt es wohl bald, ein festliches Te Deum anzustimmen Da ist doch zu fragen, was denn daran so brisant
sein soll. Von dem Motu Proprio war schon seit Monaten die Rede. zwar wußten alle daß es kommt Brisant
ist die Tatsache als solche. Im übrigen wurden sämtliche Meldungen, die das motu proprio angekündigt
haben, von den Modernisten auch hier in kreuz.net regelmäßig verlacht. Da muß man nur mal die Beiträge
von Gotthard nachlesen. Es wurden 1000 Gründe vorgebracht, warum der Papst diesen Schritt niemals gehen
würde. Nunja…von denen, die damals noch gelacht haben, lachen heute vermutlich nur noch wenige.
Wunder gibt es immer wieder…auch wenn Kurt K. nicht daran glaubt Wunder sind etwas schönes. Sie können
beim Glauben helfen. Aber selbst wenn sie im Einzelfall nicht wahr sein sollten, dann würde dies nicht
beweisen, daß Gott nicht existiert. Kardinal Schönborn hat eine interessante Rede zum Thema Wunder gehalten.
Vor allem geht er dort auf ihre Bedeutung für den Glauben ein, sowie auf Fragen, die von Skeptikern immer
wieder gestellt werden, wie z.B.: • Die Menschen früher hatten ein primitiveres Weltbild als wir, ein
vorwissenschaftliches, und sie haben vieles für „Wunder“ gehalten, was wir heute ganz natürlich erklären
können. • Die Naturgesetze sind was sie sind. Wieso sollte Gott die Naturgesetze, die er selber seiner
Schöpfung gegeben hat, durchbrechen • Ja wenn Gott heute die Wunder wirken würde, die er zur Zeit
Jesu gewirkt hat oder in der frühen Zeit der Kirche, dann wären unsere Kirchen voll, dann würden alle
Menschen glauben. Der Vortrag „Zeichen und Wunder Jesu“ kann hier www.kirchenweb.at/…he5/katechese507.htm
eingesehen werden. Weitere Informationen zu den bereits erwähnten Wundern habe ich auch mal verlinkt:
Die Tilma von Guadalupe web246m.dynamic-kunden.ch/maria/guadalupe.html Das Sonnenwunder von Fatima web246m.dynamic-kunden.ch/maria/fatima.html
Neben diesen bereits erwähnten Wundern gibt es aber noch zahlreiche andere wundersame Ereignisse. Eine
besondere Erwähnung soll an dieser Stelle noch das Hostienwunder von Lanciano web246m.dynamic-kunden.ch/…nschaft.glauben.html
erfahren.
Der Gottesbeweis Allen Menschen, die guten Willens sind und die sich für Philosophie interessieren sei
an dieser Stelle der Beitrag „Der Gottesbeweis“ www.welt.de/…er_Gottesbeweis.html von Robert Spaemann
empfohlen.
@ Kurt K. @ Zahnfee Die Existenz von Dingen hängt doch nicht von ihrer sinnl. Wahrnehmbarkeit ab. Stellen
Sie sich nur vor, daß wir alle blind wären. Wären Farben dann objektiv nicht existent? Wer hat Gott
erschaffen? Gott ist doch nicht erschaffen worden. Sonst wäre er ja nicht Gott. Das Problem mit der Endloskette
haben vielmehr jene, die Gott leugnen. Stellen Sie sich vor, sie hätten Allmacht Wollen Sie etwa, daß
ich meine beschränkten menschl. Fähigkeiten zum Maßstab des göttl. Handelns mache? Was er tat, reicht
aus, um ihn zu erkennen. Warum sollte er mehr tun als er muß? Er drängt sich uns nicht auf. @ Z. Wenn
du dir die Modelle anschaust, wirst du sehen, daß diese Gesetze nicht überall gültig bzw. anwendbar
sind Naturges. haben sich nicht evolutionär „entwickelt“. Woher stammen sie? Sie müssen von Anbeginn
der Zeit existent gewesen sein. Sie sind immer & überall gültig. Daran ändert auch die Quantenphysik
nichts, die lediglich ein Teilbereich der Physik ist. Auch im „Schwarzen Loch“ gelten die Naturges. Der
Vergleich ist nicht besonders gelungen Warum ist es aus Ihrer Sicht logisch, daß etwas so primitives
wie ein Tischglobus erschaffen worden sein muß, etwas viel komplexeres wie das Universum mit all seiner
Ordnung jedoch durch Zufall entstanden ist? Würde mal behaupten, ohne Wasser gibt es Durst Das ist reine
Spekulation & unlogisch dazu. Ohne Wasser macht Durst keinen Sinn. Nennen Sie mir nur einen einzigen Drang
des Menschen nach etwas, was nachgewiesenermaßen nicht existier
@ Zahnfee: Der Atheismus ist unvernünftig Wenn Sie am Strand entlang gehen & Steine herumliegen sehen &
eine Stunde später wieder vorbeikommen & die Steine ordentlich zu einem Turm aufgeschichtet sind, dann
sagen Sie auch nicht: „ Schau mal, was hier zufällig passiert ist“, sondern: „Schau, was jemand da gemacht
hat.“ Sie wissen, daß hier jemand mit Geist gearbeitet haben muß, denn nur ein erkennender Geist kann
verschiedene Teile zu einer Ordnung zusammenfügen. Auch das Universum hat Gesetze, die Ordnung schaffen:
Physikalische Gesetze, die Gesetze der Chemie oder auch die Gesetze der Biologie. Diese Gesetze können
sich nicht „entwickelt“ haben, denn sie sind zeitlos konstant. Ohne ihre Unveränderlichkeit könnte weder
das Leben noch das Universum bestehen. Gesetze bedürfen aber eines Gesetzgebers – Gott. Wenn jemand sagt:
„Siehst Du da den Globus? Er hat sich selbst gemacht“, wird man ihm nicht sagen, er hätte den Verstand
verloren? Also ist es doch wohl noch verrückter, zu glauben, die Erde hätte sich selbst gemacht. Der
Atheist jedoch sagt: „Der kleine Globus braucht einen Hersteller. Der echte Globus aber braucht keinen
Schöpfer.“ Deshalb sagt die Schrift: „Nur der Törichte spricht in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott!“
Die Oase in der Wüste kann ein Wahngebilde sein, dem der Durstige nachjagt. Aber daß Menschen Durst
haben, ist ein Beweis dafür, daß es Wasser gibt. Ohne Wasser gäbe es so etwas wie Durst gar nicht.
Kann nicht das unsterbliche Gerücht von Gott eine Weise Gottes sein, sich bemerkbar zu machen?
@ VorFortis, Czibo @ VirFortis es gibt kein erstes und zweites sondern ein Altes und Neues. Das alte ist
nicht so wesentlich – das kann man getrost als Sitzunterlage verwenden ! Das ist nun wirklich grober Unfug.
Alleine wenn Sie einen Blick in das Brevier werfen, werden Sie auch schnell merken warum. Außerdem wird
im Alten Testament schon vieles wunderbar angedeutet, was dann im Neuen Testament verwirklicht wurde.
Gerade durch Christus hat das Alte Testament eine ganz neue Bedeutung bekommen. @ Czibo Das Zweite Testament
folgt auf das Erste Testament, so einfach ist das. Oder soll da eine neue Denrichtung eingeführt werden?
Warum bestehen Sie denn so sehr darauf, „Erstes“ und „Zweites“ Testament zu sagen, statt „Altes“ und „Neues“?
Wie bestimmen Sie denn das Verhältnis der beiden Testamente?
@ Czibo Nieznany, den größten Schnacker vorm Herrn Auf die inquisitorischen Fragen kann ich schweigen
wie ein Grab, weil Sie die Antworten darauf nichts angehen Aber Czibo, da hätte ich von Ihnen nun wirklich
eine bessere Antwort erwartet. Daß von Ihrer Seite aber eine derartige Nullnummer kommt, hätte selbst
ich nicht für möglich gehalten. Nach dieser Antwort interessiert mich nun sogar Ihr Alter. Die 5-jährige
Tochter einer Bekannten antwortet mir nämlich auch gerne, daß sie die Antwort zwar wisse, mir aber gerade
nicht sagen wolle. Bei ihr lasse ich dieses Verhalten oft mit einem Schmunzeln durchgehen. Aber Sie lehnen
sich mit Ihren „Expertisen“ – vor allem über die „Alte“ Messe & die FSSPX- regelmäßig dermaßen aus
dem Fenster, daß Sie es den Mitdiskutanten mit der Zeit wirklich schuldig sind, gewisse Auskünfte zu
geben. Wir wollen schließlich wissen, ob Sie das sind, wofür Sie hier die meisten halten – ein unglaublicher
Klugscheißer nämlich – oder aber ob Sie tatsächlich Ahnung von dem haben, wovon Sie reden. Nur dumm
rumschnacken kann jeder. Ernstzunehmende Diskutanten (wie z.B. Benedikt, Pünktchen, (wenn er will auch
obelix) u.a.) hätten diese Gelegenheit jedenfalls genutzt & ihre Sichtweise dargelegt. Sie werden aber
sicher Ihren Grund haben, weshalb Sie diese Fragen nicht beantworten. Nur ist dies sicher nicht meine
„inquisitorische“ Befragung, sondern vielmehr Ihr Nichtwissen bzw. das Wissen darum, daß Sie mit Ihrer
Auffassung noch nicht mal mehr mit der derzeit herrsch. Meinung in der Kirche übereinstimmen.
@ Czibo Was haben Sie sich für eine Mühe gemacht Die Mühe hielt sich um ehrlich zu sein doch sehr in
Grenzen. Schade, dass der Beitrag für eine Diskussion nicht ausreichend ist. Schade, daß Sie die Antwort
scheuen. Trotzdem wäre es ausgesprochen interessant zu wissen, wie viele „tridentinische“ Messen Sie
schon mitgefeiert haben. Ihren Bemerkungen zufolge können es so wenige ja nicht gewesen sein. Sie scheinen
ja geradezu ein richtiger „Experte“ auf diesem Thema zu sein. Mindestens genauso interessant wäre es,
wenn Sie mal konkret sagen würden, was aus Ihrer Sicht das Wesen (nicht der Inhalt) der Messe ist. Was
ist der Höhepunkt der Messfeier?
@ Czibo Es ist nicht erforderlich wegen der Erscheinungsformen wie Bandmessen oder Händchenhalten mit
Kanonen auf Spatzen zu schießen. Oh doch…die Kanonen sind erforderlich. Bei den genannten Erscheinungsformen
geht es nämlich nicht um bloße Geschmacksfragen, sondern um die Botschaft, die dahinter steht. Es sind
Formen, über die man reden kann, man braucht es nicht, z. B. muss man keine Bandmesse besuchen. Dann
geht man halt in eine andere, ganz einfach. Über diese Formen von „Messe“ kann man noch nicht einmal
reden. Sie sind völlig indiskutabel. Im Übrigen zeigt Ihre Äußerung, dass Sie vom Wesen der Messe
gar nichts verstanden haben. Es geht in der Messe nicht darum, dass sie uns anspricht. WIR stehen nicht
im Mittelpunkt. Wenn diese „Mess“formen also eine Beleidigung Gottes sind, dann bleiben sie das auch,
wenn man sie nicht besucht. Das war doch weitverbreitete Sitte zur großen Zeit der Trident-Messe. Sie
scheinen sich da ja gut auszukennen. Wie viele tridentinischen Messen haben Sie denn schon mitgefeiert?
Vielleicht kommen weniger Menschen zu NOM? Die kommen dann aber nicht nur wegen der Wandlung, sondern
gehen, wenn sie Lust danach verspüren gleich in die Wirtschaft. Das ganze Wesen der Messe wird in der
Wandlung zusammengefasst und findet dort seinen Höhepunkt. Wenn jemand nicht wegen der Wandlung kommt,
dann kann er gleich ganz zu Hause bleiben.
@ landorganist die gute alte Zeit des Königtums in Frankreich um 1770, als das Volk Hunger litt …als
Marie-Antoinette den Bauern in Ermangelung von Brot empfahl, doch einfach Kuchen zu essen Ach ja. Nach
der Revolution ging es den Franzosen ja soooo viel besser: In vielen Gegenden Frankreichs hat sich die
Bevölkerung deshalb auch gegen die Revolution gewandt. Man wollte unbedingt wieder Hunger leiden. Die
Guillotine fand man natürlich auch klasse. Ganz abgesehen von den revolutionären Feldzügen eines Napoleon.
Danach haben sich die Franzosen wirklich gesehnt. Sie sind doch wirklich von Blindheit geschlagen! Alles
was Sie uns hier als historische Tatsachen verkaufen wollen, sind mehr oder weniger historische Märchen,
die nachgewiesenermaßen mehr mit revolutionärer Propaganda als mit der Wirklichkeit zu tun hatten. als
die Kirche nicht nur Ort des Gottesdienstes war, sondern auch Ort der Geschäftsabschlüsse Wovon reden
Sie konkret? die gute alte Zeit, als Klerus und Gemeinde während der hl. Messe Mysterienspiele aufführten
Von welchen Mysterienspielen während der Hl. Messe sprechen Sie? die gute alte Zeit, in der man mißliebige
Kunst als entartet bezeichnen konnte Haben Sie etwas gegen meinungsfreiheit? die gute alte Zeit, in der
Bischöfe und Päpste sich mehr mit Ihren Mätressen als mit der Lektüre der hl. Schrift befassten Welcher
Konservative hat dies je begrüßt? Liturgische Missbräuche vor dem Konzil Von welchen Missbräuchen
sprechen Sie hier konkret?
„Das haben wir nicht gewollt“ Natürlich war nicht davon die Rede, das Latein würde abgeschafft. (Vgl.
Czibo) Warum ist es dann heute in den einfachen Pfarren faktisch abgeschafft? Natürlich war nicht davon
die Rede, einen Volksaltar aufzustellen. Warum steht er dann heute fast überall? Natürlich war nicht
die Rede davon, kreative Gottesdienste zu halten. Warum geschieht das dann trotzdem allerorten? Natürlich
war nicht davon die Rede, dass man sich an den Händen hält. Warum ist auch dies heute weit verbreitet?
Natürlich war nicht die Rede davon, schmucklose Messgewänder zu tragen. Warum sind sie dann beim Plebs
so beliebt? Der Grund scheint mir eine Bewegung zu sein, die man mit Recht eine Revolution nennen kann.
Diese Revolution war mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht abgeschlossen, sondern lediglich eingeleitet.
Bis heute ist diese Welle der Revolution immer weitergerollt und hat verschlungen, was es zu verschlingen
gab. Die Revolution wurde zum Selbstläufer. Nun beginnt sie sogar schon damit, ihre eigenen Kinder aufzufressen.
Wer damals noch bereit war, dem Liberalismus den kleinen Finger zu reichen, der ist angesichts der Ergebnisse
heute oft am zetern:„Das haben wir nicht gewollt.“ Das Problem ist nur, dass diese (konterrevolutionären)
Mahnungen heute meist ungehört bleiben. Die Karawane ist schon längst weitergezogen und arbeitet weiterhin
fleißig daran die ewige Wahrheit, die Christus ist, mit der Hure Freiheit zu vermählen.
@ juergen Wie das „eph’ho“ zu übersetzen ist, ist durchaus zweideutig – nicht weil Paulus sich nicht
klar ausgedrückt hat, sondern weil er sich manche neuzeitlichen Fragen nicht gestellt hat. Was wollen
Sie damit sagen? Leugnen Sie die kirchliche Erbsündenlehre?
Gerechtigkeit Gottes Ja, ich sag ja: DAS nennt man dann „Gerechtigkeit Gottes“ Wie daher durch einen einzigen
Menschen die Sünde in die Welt eintrat und durch die Sünde der Tod, und so auf alle Menschen der Tod
überging, weil alle sündigten… (Röm 5, 12) Nicht Gott ist die Ursache für das Elend, sondern der
Mensch und SEINE Sünde!
Kirche, Tanz und Liturgie Zu Tanz und Beifall im Gottesdienst schreibt Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger)
in seinem Buch „Der Geist der Liturgie“: „Der Tanz ist keine Ausdrucksform christlicher Liturgie. Gnostischdoketische
Kreise haben ihn etwa im 3. Jahrhundert in die Liturgie einzuführen versucht. Für sie war die Kreuzigung
nur Schein … Vollkommen widersinnig ist es, wenn bei dem Versuch, die Liturgie ‘attraktiv’ zu gestalten,
Tanzpantomimen womöglich von professionellen Tanzgruppen eingelegt werden, die dann häufig (von ihrer
Anlage her zu Recht) in Beifall münden. Wo immer Beifall für menschliches Machen in der Liturgie aufbricht,
ist dies ein sicheres Zeichen, dass man das Wesen der Liturgie gänzlich verloren und sie durch eine Art
religiös gemeinter Unterhaltung ersetzt hat. Solche Attraktivität hält nicht lange; auf dem Markt der
Freizeitangebote, der zusehends Formen des Religiösen als Kitzel einbezieht, ist die Konkurrenz nicht
zu bestehen“ (S. 170).
@ seraphincgn: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil Haben die Geschichtsbücher diese Straßenkämpfe vergessen
oder was waren das für Ausschweifungen der Homosexuellen grade speziel in den 80s Gemeint waren nicht
die kollektiven Ausschweifungen DER Homosexuellen, sondern die individuellen Ausschweifungen des Edwin
Cameron. Ist er es net wert, oder bemesst ihr Leben nun schon mit geld? Die Tatsache, daß die Behandlung
monatlich 370 Euro kostet, ist völlig wertneutral und soll lediglich die danach gemachten Äußerungen
von Cameron zur „Ungerechtigkeit“ einleiten. So So tut er das, also ist er der auslöser für aids in
Afrika na wenn dem so ist. Ihr seit echt armselig mit solchen wort kreationen. Sie leiden wirklich unter
Paranoia. Die Wortkreation „Aids-Aktivist“ stammt sicher nicht von kreuz.net und ist als solche vollkommen
unproblematisch. Als Aktivist (lat. activus = „tätig, aktiv“) wird eine Person bezeichnet, die ohne finanziellen
Anreiz, also aus innerer Überzeugung oder aus persönlichen Motiven, in besonders intensiver Weise, mit
Aktivismus, für die Durchsetzung bestimmter Ziele eintritt. Cameron wird auf etlichen Seiten im Netz
als Aids-Aktivist bezeichnet. Er IST Aids-Aktivist. Ich sagte ja schon mal Ruft den Busch der unterstützt
euch mit sinem „Anti Terror Trupp“. Da seit ihr ja mit ihm auf einer Linie, intelektuell und geistig und
auch in der gesinnung. Was für einen Bus(c)h meinen Sie?
@ methusalix Soso, es gibt Menschenrechte, die den Herren genehm sind und welche, die es nicht sind. Wenn
es ein „Menschenrecht“ gibt, das sagt, dass jeder ein Recht darauf hat, den richtigen Gott anzubeten,
dann ist dieses „Menschenrecht“ sicherlich gut, obwohl es streng genommen kein Menschenrecht, sondern
ein Gottesrecht ist. Besagt das „Menschenrecht“ dagegen, dass man auch mit Recht einen Blumentopf anbeten
darf, dann kollidiert dieses „Recht“ mit den Rechten Gottes und ist somit abzulehnen. Das bedeutet übrigens
nicht, dass der „Blumentopfanbeter“ bei sich zu Hause diesen Kult nicht u.U. ausüben darf. Der Grund
für dieses „dürfen“ ist jedoch kein Recht, sondern das Ergebnis einer Tolerierung. Rechtsphilosophisch
ist diese Unterscheidung äußerst wichtig, weil sein falsches Tun nicht gut geheißen wird, sondern man
lediglich aus Klugheit oder Barmherzigkeit sein falsches Tun duldet. Kommt drauf an, welche Rechtsgüter
ihm wichtiger sind Nein! Es kommt darauf an, welche Rechtsgüter objektiv wichtig sind. Subjektive Befindlichkeiten
sind dabei unwichtig. Deswegen gehört Zwang in die Hände des neutralen, absolut laizistischen Staates
Natürlich sind die Gesetze und ihre Durchsetzung Sache des Staates. Nur absolut laizistisch sollte dieser
Staat natürlich nicht sein. Wie sollte jemand, der Gott komplett ausschließt denn in der Lage sein,
gerechte Gesetze zu machen? Unser Staat ist übrigens nicht laizistisch organisiert, sondern ist mehr
(Berlin) oder weniger (Bayern) neutral.
@ sacerdos helviticus Ob mittlerweile alle Priester im deutschen Sprachraum den Brief erhalten haben oder
die Aktion, die in Etappen ausgeführt wird/wurde, bereits noch im Gange ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Für die Aktion waren insgesamt drei Etappen (für Deutschland) vorgesehen. Die letzte Aussendung steht
noch bevor.
@ obelix Wenn die Menschenrechte doch dem Willen Gottes entsprechen? DÜRFEN wir dann Zwang ausüben,
um sie durchzusetzen, oder MÜSSEN wir das nicht sogar? Wenn, wenn, wenn…Das lässt sich ja nachprüfen
bzw. ist schon geprüft worden. Nennen Sie das Kind doch beim Namen. Wenn Sie sagen welche „Menschenrechte“
Sie meinen, dann kann man „Recht“ für „Recht“ durchprüfen. Ich selber habe mich nie besonders intensiv
mit „Menschenrechten“ beschäftigt. Ich halte sie auch für unnötig. Die Gebote Gottes und die sie konkretisierenden
Gesetze sind völlig ausreichend. Daneben braucht es nichts und alles was den Geboten Gottes widerspricht,
das lehne ich sowieso ab. Wenn jemand absolut überzeugt ist, den wahren Willen Gottes zu kennen und dieser
Wille Gottes den Menschenrechten entspricht, MUSS er dann nicht zu jedem zur Verfügung stehenden Zwangsmittel
greifen um die Menschenrechte, also Gottes Willen, durchzusetzen? Müssen tut er gar nichts. Ob Zwang
geboten ist, ist eine Frage des Einzelfalls. Der Ratgeber ist die Kardinaltugend der Klugheit. Wichtige
Rechtsgüter gilt es dabei sicherlich stärker zu schützen. Sie sehen, Zwang ist eine sehr gefährliche
Angelegenheit So gefährlich ist der Zwang nun auch wieder nicht. Der Staat arbeitet ständig mit Zwang,
wenn man die Gesetze nicht einhält. Schlimm wird es erst, wenn die Herrschenden von justitia und prudentia
noch nicht viel gehört haben. Das Problem ist nicht der gerechte Zwang.
@ obelix Ist es schlimm, jemanden zu zwingen die Menschenrechte einzuhalten? Nein! Zuerst steht ja die
Frage, ob es sich bei den Menschenrechten um etwas gutes oder um etwas schlechtes handelt. Stehen die
Menschenrechte im Widerspruch zu den Rechten Gottes? Wenn dem so sein sollte, dann wären die Menschenrechte
auch nicht gut. Abgesehen davon würde es den Menschenrechten auch an jeglicher Legitimation fehlen, weil
niemand Gesetze als verbindlich erklären kann, die den Rechten Gottes zuwiderlaufen. Ist es schlimm,
jemanden zu zwingen, andere Menschen nicht wegen ihrer Religion zu verachten? Nein! Ich verachte falsche
Religionen, nicht aber jeden, der diesen Religionen anhängt. Diese Menschen bemitleide ich höchstens
und bete für ihre Bekehrung. Fakt ist jedoch, daß niemand das Recht besitzt, einen Götzen anzubeten.
So ein „Recht“ wäre nicht mit den Rechten Gottes vereinbar. Man denke nur an die Geschichte vom goldenen
Kalb. Da sagte Moses auch nicht: „Ok! Betet halt zum goldenen Kalb, wenn ihr wollt. Das ist eure Sache.“
Nein! Stattdessen hat er diese Götzenanbetung scharf verurteilt. Also muss der Papst gezwungen werden,
die Menschrechtskonvention der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und in Zukunft peinlichst genau zu
beachten. Da ich daran zweifele, daß die Menschenrechte dem Willen Gottes entsprechen, würde es sich
beim Zwang zur Unterzeichnung auch nicht um einen guten Zwang handeln. Der Zwang wäre somit ein ungerechter.
@ Zahnfee Die Frau wurde gezwungen das Kind auszutragen, obwohl gesundheitliche Risiken für die Schwangere
bekannt waren! Das ist Menschenverachtung, wie es nur „Christen“ fertig bringen. Zwang als solches muß
nichts schlechtes sein. „Frage nicht ob du gezwungen wirst, sondern wozu du gezwungen wirst; zum Guten
oder zum Bösen!“ (Augustinus) Ist es nun schlimm jemanden zu zwingen, kein Leben zu vernichten? Nein!
Sind die gesundheitlichen Komplikationen der Mutter unbeachtlich? Nein! Jedoch muss abgewogen werden:
Was ist schlimmer? Die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung auf Seiten der Mutter oder das
Töten eines Kindes? Das Töten stellt immer einen stärkeren Eingriff dar als die gesundheitliche Beeinträchtigung.
Daran ist nicht zu rütteln, auch wenn eine gewisse Tragik nicht zu leugnen ist. Nur darf man nicht so
tun als wenn mit der Tötung des Kindes gar kein Unrecht begangen worden würde. Dieses Unrecht darf nicht
kleingeredet werden.
@ Brigitte Bussmann Der Messiasbegriff ist für die Judenchristen etwas ganz anderes […] Paulus konnte
nur eins tun: die Idee der Juden mit seiner Idee zu kombinieren. Das ist Subjektivismus pur. Christus
WAR der Messias. Das IST die Wahrheit. Die Juden hatten zwar eine andere Erwatung, aber nach dieser Erwartung
hat sich Gott nicht gerichtet. Weil Christus so anders war, als alle erwartet haben, wurde er von vielen
nicht erkannt (die Seinigen nahmen Ihn nicht auf). Wenn man nun die Ansicht vertritt, dass es Paulus bloß
um eine Kombination von verschiedenen Ideen ging, so leugnet man damit implizit, dass dieser andere Weg,
der nicht den Erwartungen der Juden entsprochen hat, der wahre Wille Gottes war. Genau dagegen wendet
sich Paulus. Er wollte, dass die Juden endlich erkennen, dass ihre Erwartung falsch war und nicht dem
wahren Willen Gottes entsprochen hat. Durch die objektiv wahre Tatsache der Auferstehung, sollten die
Juden erkennen, dass Jesus wirklich der wahre Messias war. Mit dieser Erkenntnis mussten sie zu dem Schluss
kommen, dass ihre Vorstellung vom Messias falsch war. Diese Wahrheit galt es zu erkennen. Alles andere
hieße, verstockt im Irrtum zu verharren. denn auch andere Religionen haben ein Stück Wahrheit wenn es
um Gott geht Das ist natürlich grober Unfug. Es sei denn, dass Sie Gott unterstellen, dass er schizophren
ist oder nur in Ihrer Vorstellung existiert.
@ Charlotte Bongartz Laizismus ist ein Unding-was nur der Gläubige so empfindet Um Empfindungen geht
es nicht: „Nun aber ist es Gottes Recht, den Staaten zu befehlen wie den Individuen. Allein um dessentwillen
ist Unser Herr auf die Erde gekommen. Er muss hier herrschen, indem er die Gesetze inspiriert, die Sitten
heiligt, den Unterricht erleuchtet, die Beratungen leitet, das Handeln von Regierung und Regierten lenkt.
Überall, wo Jesus Christus diese Herrschaft nicht ausübt, ist Unordnung und Verfall. […] Wohl stellt
das öffentliche Recht fest […], daß die anderen Kulte Anrecht auf den gleichen Schutz haben. […]Nun
gut, Sire – wissen Sie, was Jesus Christus diesen Regierungen antwortet (…)? Er antwortet ihnen: „Auch
ich, ihr Regierungen, die ihr aufeinander folgt, indem ihr euch gegenseitig stürzt – auch ich gewähre
euch den gleichen Schutz.[…] Der Kaiser unterbrach den Bischof: „Aber glauben Sie, daß die Zeit, in
der wir leben, einen solchen Zustand gestattet und dass der Augenblick gekommen ist, diese ausschließlich
religiöse Herrschaft zu errichten, die Sie von mir verlangen?[…] „Sire, wenn die großen Politiker
wie Ihre Majestät mir einwenden, daß der Augenblick nicht gekommen ist, so kann ich mir nur verneigen,
weil ich kein großer Politiker bin. Aber ich bin Bischof, und als Bischof antworte ich Ihnen: Es ist
also für Jesus Christus nicht der Augenblick gekommen zu herrschen; nun gut! Dann ist auch für die Regierungen
nicht der Augenblick gekommen, zu bleiben.“ Mrg.Pie zu Napoleon III.
@ juergen Die Willensfreiheit gilt nicht nur für den Irrenden, sondern für alle. Und damit kann der
Mensch sich für oder gegen Gott entscheiden. „Können“ ist das eine. „Dürfen“ etwas ganz anderes. Sie
müssen bei dem Begriff „Freiheit“ genauer differenzieren. Es gibt die psychologische Freiheit – den freien
Willen – die den intelligenzbegabten Wesen zu eigen ist und die die Fähigkeit beschreibt, sich nach dem
oder jenem Gut hin zu wenden. Daneben gibt es die sittliche Freiheit, welche den Gebrauch des freien Willens
betrifft: ein guter Gebrauch, wenn die gewählten Mittel zur Erlangung eines guten Zwecks dienen, ein
schlechter Gebrauch, wenn sie nicht dazu führen. Die sittliche Freiheit, so sagt Leo XIII., ist „die
Fähigkeit, sich zum Guten zu bewegen“. Schließlich gibt es noch die physische Freiheit (Handlungsfreiheit).
Die Religionsfreiheit beschreibt ein doktrinelles Prinzip und sagt nichts über die psychologische Freiheit
(„Willensfreiheit“) aus. Wer die heutige Religionsfreiheit leugnet, der leugnet nicht die Willensfreiheit,
sondern sagt, dass nur die objektiv wahre und richtige Religion vor Gott ein Recht auf Existenz hat. Dieses
Recht haben die falschen Religionen nicht. Natürlich können wir töten, lügen und stehlen. Dürfen
tun wir es nicht. Wir können uns für den einen (dreifaltigen) Gott entscheiden oder aber für andere
Götter (Götzen). Ein Recht haben wir nur, uns für den richtigen Gott zu entscheiden. In der ganzen
Hl. Schrift gibt Gott dieses Recht nicht!
@ obelix Wo kämen wir denn da hin, wenn sich die römisch-katholische Kirche urplötzlich an die Menschenrechte
halten müsste. Da sei Gott vor! Nunja, schlimm wäre dies nur dann, wenn die „Menschenrechte“ von denen
Sie sprechen nicht mit den Rechten Gottes im Einklang stünden. Sollte dem etwa so sein? Wenn dem so
sein sollte, dann müsste man sich schließlich fragen, wer denn auf dieser Welt überhaupt das Recht
besitzt, „Rechte“ zu proklamieren, die nicht mit den Rechten Gottes im Einklang stehen. Wenn niemand dieses
Recht besitzt, dann würde es sich bei den „Menschenrechten“ nicht wirklich um „Rechte“ handeln. Ergo:
Niemand müsste sich daran halten!
@ Kurt K. Schauen Sie sich mal den grandiosen Film „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ an… ein schöner
Unterhaltungsfilm mit AHA-Erlebnis am Ende. Jetzt sagen Sie mir bitte nicht, dass Sie ernsthaft einen
nett gemachten Spielfilm als Kronzeugen für die Verwendung von Tongefäßen anführen wollen! Letztendlich
ist es aber auch ziemlich egal, welchen Kelchtyp Christus verwendet hat. Darum geht es nicht. Fragen Sie
sich stattdessen lieber mal, warum wir diese reichlich geschmückten Kelche benutzen. Wir benutzen diese
Gefäße, weil für das Heilige nur das Beste gut genug ist. Jeder normal denkende Mensch verspürt dieses
Bedürfnis. Wenn Sie diese Frage für sich beantwortet haben, dann beantworten Sie mir bitte die Frage,
warum Menschen das dringende Bedürfnis verspüren sollten, die Kostbarkeiten in den Schrank zu sperren
und stattdessen Tongefäße verwenden zu wollen. Historische Gründe werden da doch nur vorgeschoben.
Die Ursachen liegen regelmäßig viel tiefer und heißen Häresie oder einfach „nur“ Respektlosigkeit.
Genauso wie mir niemand glaubhaft vermitteln kann, dass er sich aus Gründen der Ehrfurcht bewusst gegen
die Mundkommunion und für die Hand- und Stehkommunion entscheidet.
@ Gunsenum Ein Hoch auf das Wächteramt der Piusbrüder! Dafür braucht es die gar nicht erst die Piusbruderschaft.
Rom selber hat ganz klare Vorschriften bezüglich der Eucharistie erlassen. In der INSTRUKTION Redemptionis
sacramentum heißt es ausdrücklich: „Die sakralen Gefäße, die zur Aufnahme des Leibes und Blutes des
Herrn bestimmt sind, müssen streng gemäß der Norm der Tradition und der liturgischen Bücher hergestellt
werden. […] Es wird jedoch streng erfordert, daß diese Materialien gemäß dem allgemeinen Empfinden
des jeweiligen Gebietes wirklich edel sind, so daß durch ihre Verwendung dem Herrn Ehre erwiesen und
gegenüber den Gläubigen jede Gefahr vermieden wird, die Lehre über die wirkliche Gegenwart Christi
in den eucharistischen Gestalten abzuschwächen. Daher ist jedweder Brauch zu verwerfen, zur Meßfeier
gewöhnliche Gefäße, Gefäße mit schlechter Qualität, Gefäße ohne jeden künstlerischen Wert, einfache
Körbe oder andere Gefäße aus Glas, Ton, Lehm oder anderen leicht zerbrechlichen Materialien zu verwenden.“
Es ist aber auch ein wirkliches Ärgernis, daß dieser freche Abt, nicht wie unser Herr Jesus Christus
das Heilige Opfer mit einem prachtvoll-glorwürdigen, barocken, mit Gold und Edelsteinen besetzten Meßkelch
feiert. Sie haben entweder gar nichts verstanden oder es geht Ihnen lediglich darum, Ihrer Respektlosigkeit
oder Ihrem Unglauben einen historischen Anstrich zu geben.
Czibo und die guten Sitten Selbst Jesus war da kein gutes Beispiel Wie soll das bitte möglich sein? Wenn
Jesus Gott ist, dann ist es völlig undenkbar, dass er kein gutes Beispiel gewesen sein soll. Wenn er
Gott ist, dann ist alles das, was er denkt, sagt und tut schon alleine deshalb gut WEIL er Gott ist. Er
MACHT die Maßstäbe. er hat sich soll sich während eines Gastmahls die Füße von einer Prostituierten
haben küssen und salben lassen Ob es sich bei Maria Magdalena nun um eine Prostituierte gehandelt hat
oder nicht ist schon mal sehr umstritten. Selbst wenn man aber davon ausgehen sollte, dass Maria früher
einmal der Prostitution nachgegangen sein sollte, dann ist dieses Kapitel seit der Begegnung mit Jesus
abgeschlossen. Soll sich nun Christus von einer reuigen Sünderin nicht verehren lassen? er soll am Sabbat
Ähren gerupft haben; er soll sich von einer Samaritanerin Wasser haben reichen lassen; Wer sagt denn
dass dies gegen Gottes Willen verstoßen hat? Gott? Nein! Die religiösen Führer der vorbereitenden Religion
waren es. er soll seine Mutter angefaucht haben Christus hat seine Mutter nicht angefaucht. Im Gegenteil!
Bei der Hochzeit zu Kana wird Marias Mittlerstellung in einzigartiger Weise hervorgehoben.
@ Czibo Nieznany Wenn eine tote Statue beweihräuchert wird, ist das Häresie. Ach ja? Wer sagt das? Sie?
Ich verlasse mich dann doch lieber auf die Lehre der Kirche, die sich schon vor einigen Jahren zu diesem
Problem geäußert hat. Im Zuge des byzantinischen Bilderstreits erfolgte vor allem durch Johannes von
Damaskus und Theodor Studites die theologische Begründung der Ikonendarstellung durch den Gedanken der
Inkarnation: Die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus ermögliche die bildliche Darstellung. Das mit
der Unsichtbarkeit Gottes in vorchristlicher Zeit begründete biblische Bilderverbot (Exodus 20,4f.) werde
gerade nicht verletzt, denn Gott selbst habe es im sichtbaren Christus durchbrochen. Die Ikonenverehrung
in Form von Proskynese, Kuss, Kerzen und Weihrauch richtet sich demgemäß nicht auf das Bild, sondern
auf die „hinter“ dem Bild präsente Wahrheit. Neben Christusbildern dürfen auch Heiligenbilder verehrt
werden, denn in den Heiligen wirkt der Heilige Geist, der selbst Gott ist und daher zurecht so verehrt
wird. Wenn das in Ihrem Pius-Clubso gehandhabt wird, tangiert mich das nicht. Blöd nur, dass das in der
gesamten katholischen Kirche so gehandhabt wird.
@ Czibo Nieznany Eines der Herrenworte ist: Nicht die, die Herr, Herr sagen werden in das Himmelreich
kommen… Wollen Sie damit etwa allen Katholiken, die es mit der Verehrung ihres Herrn und König ernst
nehmen, unterstellen, dass sie nur eine Show abziehen? Sie dürfen nicht immer gleich von sich auf andere
schließen. Wenn der Priester die Madonnenstatue beweihräuchert tut er nichts anderes als wenn in früheren
Zeitläufen dem römischen Kaiser Weihrauch gespendet wurde. Es ist Personenkult, unchristlich und blasphemisch.
Können Sie zur Abwechslung auch mal eine qualifizierte Bemerkung machen? Wenn Sie schon keine Ahnung
vom Sinn der Beweihräucherung haben, dann unterlassen Sie doch wenigstens die peinlichen Kommentare.
Sie selber werden vor der Präfation schließlich auch beweihräuchert. Nun muss man aber schon ein rechter
Esel sein, wenn man glaubt, dass dadurch die Wichtigkeit der eigenen Person (Personenkult) zum Ausdruck
gebracht werden soll. Diese Beweihräucherung hat mit Personenkult oder einer Anbetung Ihrer Person nun
wahrlich nichts zu tun.
@ möchtegern-kathole das was Czibo da postet ist – glaube ich – die protestantische Sicht der Dinge Im
Ergebnis ist die Behauptung, daß die Messe eine Mahlfeier sei natürlich protestantisch. Die Begründung
ist aber so schlecht, daß sie – so vermute ich – noch nicht einmal von den Protestanten vertreten wird.
Die kath. Sicht der Dinge ist natürlich eine andere. Da gebe ich Ihnen in vollem Umfang Recht
@ methusalix Nein, es geht einzig und allein darum, dass die Kirchenfürsten über ihrem Machthunger,
ihre Hauptaufgabe vergessen haben, die Seelsorge. Ein Bischof hat nicht EINE, sondern DREI Hauptaufgaben:
1) Das Priesteramt 2) Das Lehramt 3) Das Hirtenamt (Seelsorge) Heute wird gerade Punkt 2 gerne ausgeblendet.
Auch Sie lehnen die Hierarchie zwar nicht offiziell ab, aber wenn ein Bischof dann mal davon gebrauch
macht, dann ist das Geschrei groß und es wird ihm sofort Machthunger vorgeworfen. Mixa geht es bei seinem
Befehl „Frauen an den Herd, sonst seid ihr Gebärmaschinen“ nicht um Seelsorge. Bischof Mixa macht seine
Äußerung als Lehrer und Hirte, der (richtigerweise) fest davon überzeugt ist, dass diese Dinge gesagt
werden mussten. Zur Natur ist zu sagen, dass das alte Bild vom Überleben der stärksten und der hierarchischen
Ordnung schon vor einigen Jahren als falsch erkannt wurde. Innerhalb der verschiedenen Tierfamilien herrscht
meines Wissens in den seltensten Fällen Gleichberechtigung im Sinne der Aufklärung. Selbst bei den Spatzen
gibt es eine klare Hierarchie.
@ obelix Herrjeh! „psychologische Freiheit“ und „sittliche Freiheit“, demnächst erfinden Sie noch die
exorzistische Freiheit oder die Freiheit des Weihrauchfasses; Ihnen graust es auch vor keiner Wortverschandelung
Diese Reaktion wundert mich gar nicht. Sie sind ein Liberaler, der die phys. Freiheit (Handlungsfreiheit)
zu einem Absolutum macht. Wenn Sie von Freiheit sprechen, dann meinen Sie fast immer diese Freiheit. Gesetze
empfinden Sie daher tendenziell als einen (notwendigen) Eingriff in DIE Freiheit. Ich unterscheide dagegen
im klassischen Sinne drei Arten von Freiheit: Die psychologische Freiheit (liberum arbitrium), die sittliche
Freiheit und eben die physische Freiheit. Und das ganze Gewürge mit psych. Und sittl. „Freiheit“ nur,
weil sie eine derartige Panik vor dem einfachen Wort Freiheit haben? Ich merke schon, daß Sie in Philosophie
gepennt haben oder erst ab der Aufklärung eingestiegen sind. Das Problem ist nicht meine genaue Differenzierung
des Freiheitsbegriffes, sondern Ihre (aufklärerische) Banalisierung. Na, ist unser grosser Inquisitor
jetzt zufrieden, oder droht mir noch eine peinliche Befragung? Ich bin zwar zufrieden, nur verstehe ich
dann folgenden Satz von Ihnen nicht:„Alle Ideologien, die meinen, das Paradies im Jenseits versprechen
zu können, lügen den Menschen etwas vor.“ Bezüglich der peinlichen Befragung haben Sie mich auf eine
Idee gebracht. Ich werde mich die Tage mal im Rathaus erkundigen, ob man die gut erhaltene Fragstatt stundenw.
mieten kann
@ Czibo Nieznany Jesus hat… mit der Tempelreinigung ein wirksames Zeichen gesetzt, dass das Zeitalter
der Opfer ein Ende hat und dafür hat er die Mahlfeiereingesetzt. Also den modernen Exegeten ist ja schon
viel eingefallen, aber auf die Verbindung Tempelreinigung/Mahlfeier ist wohl noch niemand von ihnen gekommen.
Zumindest hat es noch niemand laut ausgesprochen. Das mag natürlich auch daran liegen, dass sich niemand
freiwillig bis auf die Knochen blamieren möchte. Falls Sie es nicht wissen sollten: Jesus hat nicht die
Priester aus dem Tempel rausgeschmissen, sondern die Händler!
@ obelix Aber ich „unterstelle“ keinen Machthunger oder Herrschsucht; ich kann Ihnen den sehr gut nachweisen
im Lauf der Kirchengeschichte, bis heute Da bin ich aber mal gespannt, wie Sie mir nachweisen wollen,
daß das einzige Motiv für die hierarchische Ordnung „Machthunger“ und „Herrschsucht“ waren. Die hierarchische
Ordnung der Kirche ist gottgewollt. Auch die Natur geht mittels Autorität und Ungleichheit vor und widerspricht
damit geradewegs der närrischen liberalen und demokratischen Hypothese. Die „rein materielle Ordnung
des Gemeinwesens“ betrachten sie als Freiheit? Was meinen Sie den damit? Verkehrsampeln? Die Feuerwehr?
So einen verschwiemelten Freiheitsbegriff kann auch nur ein Katholik haben. Die „rein materielle Ordnung
des Gemeinwesens“ betrachte ich doch nicht als Freiheit. Verstehen Sie denn einen mittelschweren deutschen
Satz nicht mehr? Ich sagte, daß für den Liberalen die individuelle Freiheit das Gut par excellence sei,
dem alles zu weichen habe und daß der Liberale hiervon nur Ausnahmen mache, wenn es für die materielle
Ordnung des Gemeinwesens erforderlich sei. Einfach ausgedrückt: Einschränkungen von seinem Prinzip macht
der Liberale nur, weil es sonst zum Chaos käme. –> Auf eine Kurzformel gebracht: Die Freiheit des anderen
ist die Grenze der eigenen Freiheit. Gott…hat damit nichts zu tun. Der soll damit nichts zu tun haben?
Schon mal überlegt, was Sie an Christkönig feiern? Christus muß herrschen. Er muß die Gesetze inspirieren.
Er ist das A und O
@ Gunsenum Ich darf ja wohl mal stark bezweifeln, dass seit 1900 Jahren „pro multis“ gesagt wurde Stimmt…wahrscheinlich
waren es noch ein paar Jahre mehr! und ich bezweifele auch, dass Christus beim letzten abendmahl pro multis
sagte! Ich bezweifel dass nicht nur, es ist sogar bar jeder realität, dass er, der Stifter der „Message“
(Wort und Inhalt!) dies sagte… Dann würde mich aber doch brennend interessieren, was er denn statt
dessen gesagt hat. Haben Sie etwa auf geheime Quellen Zugriff, die uns unbekannt sind? Oder woher rührt
Ihr „begründeter“ Zweifel?
@ obelix …dann formulieren wir die Fragen eben positiv Das ist eine hochinteressante Aufzählung, Defensor.
Rein psychologisch selbstverständlich. Leugnen kann man nur etwas, was man positiv WEISS. Selbst wenn
es dem Bedeutungsgehalt des Wortes nach nur möglich sein sollte, Dinge zu leugnen, die man weiß, so
hält das Menschen nicht davon ab, auch Dinge zu leugnen, die Sie nicht wissen. Leugnen kann man somit
alles. Auch Dinge, die man nicht positiv weiß. Zugegeben, man begibt sich dabei auf dünnes Eis, aber
das tun die meisten Häretiker. Meine Fragen hätten von Ihnen daher relativ leicht beantwortet werden
können – zu einfach vermutlich. Wenn Sie aber unbedingt wollen, dann formuliere ich die Fragen positiv.
• Halten Sie es für objektiv wahr (=glauben Sie), daß es eine Auferstehung von den Toten gibt? • Halten
Sie es objektiv für wahr, daß es ein ewiges Leben gibt, wie es die hl. Kirche lehrt? • Halten Sie
die Existenz des Himmels für objektiv wahr? • Besteht Ihrer Ansicht nach die Aufgabe eines Christen
einzig und allen darin, das Leben auf dieser Welt „menschlicher“ zu gestalten? P.S.: Bitte sagen Sie mir
jetzt nicht, daß Sie sich weigern mit diesem Glaubensbegriff zu arbeiten. Auch wenn „glauben“ heute oftmals
mit „meinen“ oder „vermuten“ verwechselt wird, so ist es doch etwas komplett anderes.
@ methusalix (Teil 2) Alle Ideologien, die meinen, das Paradies im Jenseits versprechen zu können, lügen
den Menschen etwas vor. Sie schaffen nur neue Kontrolleure und Beherrscher der Gehirne. • Leugnen Sie
die Auferstehung von den Toten? • Leugnen Sie das ewige Leben? • Leugnen Sie die Existenz des Himmels?
• Glauben Sie, daß die Aufgabe eines Christen einzig und allen darin besteht, das Leben auf dieser
Welt „menschlicher“ zu gestalten? Wenn Sie diese Fragen mit „JA“ beantworten, dann frage ich mich, warum
Sie unbedingt katholisch sein wollen. Dafür ist Gott nicht Mensch geworden, dafür hat er nicht gelitten,
dafür ist er nicht gekreuzigt worden und dafür ist er nicht auferstanden und in den Himmel aufgefahren.
Mit dieser Ansicht schimpfen Sie jeden Märtyrer einen Dummkopf.
@ methusalix Letztendlich weiß aber nur Gott wer diese Kriterien erfüllt. Und Ratzinger natürlich!
Er sagte ja in Südamerika, dass sich die Eigentümer des gesamten Subkontinents „im Stillen nach Erlösung“
sehnten Sie verwechseln da zwei Dinge. Mein oben aufgeführtes Zitat bezog sich auf das Vorliegen der
Voraussetzungen bei der Begierdetaufe. Der „Täufling“ muss sich klar ausdrücken, dass er gerne getauft
werden will und darf nicht „im Stillen“ darauf hoffen. Nun phantasieren Sie aber. Wo habe ich das denn
gesagt? Sie glauben doch nicht, daß ich mich darauf einlasse, „Zitate“ zu kommentieren, die ich so nie
gemachte habe. Hier scheinen Sie Ratzinger zu widersprechen. Das glaube ich nicht! Das klärt es natürlich
wieder auf. Die Eigentümer Südamerikas wollten „erlöst“ werden, kamen mit diesem Wunsch aber nicht
in den Genuss der „Begierdetaufe“ Die Begierdetaufe erfordert ein aufrichtiges Bemühen um ein gerechtes
Leben und aufrichtige Suche nach dem wahren Gott. Die Sehnsucht, erlöst zu werden, reicht nicht aus.
Das hat der Papst aber auch nie gesagt. Wenn die Sehnsucht nach Erlösung schon ausreichen würde, dann
bräuchte es die Missionierung nicht. Diese wurde von unserem Herrn aber ausdrücklich angeordnet. Man
hätte sie vielleicht taufen sollen, bevor man sie umbrachte und beraubte. Diese Polemik ist es nun wirklich
nicht wert kommentiert zu werden.
@ methusalix Daß dies jemanden nicht in den Kram passen kann, der über alle anderen herrschen will,
ist klar Ein typischer Komplex von Liberalen. Immer wenn keine absolute Gleichheit gepredigt wird, dann
unterstellt man Machthunger und Herrschsucht. Was Ihnen dagegen nicht klar ist, daß meine Freiheit genau
dort endet, wo Ihre beginnt Wenn Sie meinen Beitrag genau durchgelesen hätten, dann wüßten Sie, daß
ich dies sehr wohl beachtet habe. Ich sagte ausdrücklich: „…außer vielleicht was durch die rein materielle
Ordnung des Gemeinwesens gefordert ist“. Trotzdem hält der Liberale die Handlungsfreiheit für das oberste
Prinzip, das nur durch die Freiheit der anderen eingeschränkt wird. Diese Einschränkung hat aber nur
pragmatische Ursachen (öffentliche Ordnung). Gott wird dabei völlig ausgeblendet. weil man damit nur
immer mehr Menschen aus dem Glauben drängt Das oberste Prinzip ist die Wahrheit. Die Handlungsfreiheit
ist dagegen kein katholisches Prinzip. Wenn das den Leuten nicht paßt, dann ist das nicht mein Problem.
Die Kirche wäre jedenfalls schön blöd, wenn sie die Wahrheit aufgäbe, nur weil dann vielleicht mehr
Leute in die Sonntagsmessen kämen. „Die Freiheit ist immer die Freiheit des anders denkenden!“ Rosa Luxemburg
Durch ein Zitat dieses Flintenweibes wird es auch nicht richtiger. OHNE FREIHEIT GIBT ES KEINE SÜNDE
Wenn Sie ihre (gottgewollte) psychol. Freiheit auf der Ebene der sittlichen Freiheit gut gebrauchen, dann
steht am Ende des Freiheitsgebrauchs auch keine Sünde.
@ nachtlaterne adam und eva liesen sich einflüstern sie könnten autonom sein von gott, ja sie liesen
sich sogar vom teufel gegen gott aufhetzen. Das von Ihnen genannte Prinzip hat auch einen Namen: L I B
E R A L I S M U S. Das Grundprinzip des Liberalismus ist die Freiheit von jedem wie auch immer gearteten
Zwang, die Freiheit von sozialen Abhängigkeiten und Notwendigkeiten, die Freiheit von den Banden jeder
Art, die den Menschen hindern, nach seiner natürlichen Neigung zu handeln. Für den Liberalen ist diese
individuelle Freiheit das Gut par excellence Sie ist das fundamentale, unverletzliche Gut, dem alles zu
weichen hat, außer vielleicht was durch die rein materielle Ordnung des Gemeinwesens gefordert ist; die
Freiheit ist das Gut, dem alles untergeordnet ist. Im theologischen Bereich ist der Liberalismus konsequent
gedacht immer eine Leugnung der Majestät Gottes. Er führt zwangsläufig in die Häresie. Nichts anderes
ist damals im Paradies geschehen. Adam und Eva wollte frei sein. Sie wollten frei sein von den Geboten
Gottes. Das Verbot Gottes war ihnen nicht einsichtig, also haben sie sich nicht daran gehalten. Sie haben
sich selber an die Stelle Gottes gesetzt, indem sie entscheiden wollten was gut und was schlecht ist.
Gott hat diese Haltung damals nicht gutgeheißen und er tut es auch heute nicht. Im Gegenteil. Nichts
ist dem Wesen Gottes wohl sehr zuwider wie das Prinzip des Liberalismus – der Ursünde!
@ nachtlaterne Erbsünde meint m.e. dass jeder mensch die veranlagung zur sünde in sich trägt und nicht
schuldfrei aus diesem dasein herauskommt. Ups…wenn das mal nicht die Erbsündenlehre der Reformatoren
ist Sie dürfen die Konkupiszenz nicht mit dem Wesen der Erbsünde verwechseln. Die Konkupiszenz ist
lediglich eine Folge der Erbsünde.
@ methusalix mich an der Seite dieses Jesuitenzöglings Geissler in den Reihen von attac Nunja, die Jesuiten
sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren. Trotzdem: Alle Ketzereien eines H. Geißler will
ich den Jesuiten nun auch wieder nicht anlasten. Schüler entwickeln sich eben nicht immer so, wie es
sich die Lehrer vorgestellt haben. Bei den Jesuiten scheint dieses Problem vor allem bei Schülern mit
dem Anfangsbuchstaben „G“ aufzutreten. Damit will ich jedoch nicht sagen, daß ich jede sozialpolitische
Forderung Geißlers auch im Ergebnis für falsch halte. Eine Begierdetaufe muss also mit Worten verlangt
werden? Sie dürfen die Kundgabe nicht mit dem Verlangen verwechseln. Ich habe lediglich gesagt, daß
man danach verlangen müsse. Das Hl. Offizium erklärte 1949 das implizite Votum für notwendig und hinreichend.
Erforderlich ist demnach mindestens ein aufrichtiges Bemühen um ein gerechtes Leben und aufrichtige Suche
nach dem wahren Gott. „Ich bin nun mal Moslem und das wird schon stimmen“ reicht nicht aus. Letztendlich
weiß aber nur Gott wer diese Kriterien erfüllt. Der „Täufling“ muss sich klar ausdrücken, dass er
gerne getauft werden will und darf nicht „im Stillen“ darauf hoffen. Sie vermischen da zwei Dinge miteinander.
Nicht jeder Mensch, der den aufrichtigen Wunsch verspürt, den richtigen Gott anzubeten, empfängt damit
schon die Begierdetaufe. Er bringt dadurch lediglich seinen Wunsch nach Christus zum Ausdruck, möglicherweise
ohne es zu wissen.
@ Jörg Guttenberger: Was ist daran so schwer zu verstehen? …und empfängt deswegen die Geist- bzw.
Begierdetaufe! Entschuldigung, aber das ist doch nun wirklich Unsinn. Mit Ihrer Logik hätte jeder Mensch
auf dieser Erde mit seiner Empfängnis schon das Taufsakrament erhalten. Wozu bräuchte es dann noch die
Wassertaufe (ordentliche Form) nach der Geburt? Glauben Sie, daß Christus diese ordentliche Form des
Sakramentes eingesetzt hat, obwohl sie gar nicht erforderlich ist? Erforderlich ist bei der Begierdetaufe
(außerordentliche Form!!!) nicht das Vorhandensein einer Seele, sondern die Möglichkeit des Vernunftgebrauches!!
@ Rudolfus Ungeborene Kinder haben bereits eine Seele ab dem Moment ihrer Empfängnis. Wenigstens die
Seele wird doch das Verlangen nach Christus haben. Die Taufe ist für das Heil absolut notwendig, wie
Christus selber mit göttlicher Autorität klarstellt. Die Wasser- und die Bluttaufe scheiden bei ungeborenen
Kindern offensichtlich aus. Bei der Begierdetaufe ist nun das ausdrückliche Verlangen nach dem Empfang
des Sakramentes erforderlich. Ungeborene selber können dieses Verlangen nicht haben, da sie des Vernunftgebrauches
noch nicht fähig sind. Daran ändert auch die bereits vorhandene Seele nichts.
@ Jörg Guttenberger @ obelix Warum sollen ungetaufte Erwachsene die Geisttaufe empfangen können, Kinder
jedoch nicht? Weil die Begierdetaufe das Verlangen nach dem Empfang der Taufe (verbunden mit der Reue
über seine Sünden) voraussetzt. Ungeboreren Kindern fehlt nun aber die Fähigkeit zu einer solchen Willensbildung.
Wie schon in einem anderen Beitrag festgestellt, halte ich die Lehre vom Limbus für einen grundlegenden
Zweifel an der Liebe Gottes! Das sehe ich anders. Die Lehre vom Limbus ist nur konsequent, wenn man den
Charakter der Erbsünde und die Heilsnotwendigkeit der Taufe ernstnimmt. Viele Gegner des Limbus verweisen
auf den umfassenden Heilswillen Gottes. Warum sollen, so fragen sie, unzählige unschuldig dahingeschlachtete
Kinder nicht in den Himmel kommen? Ich kann diese Frage zwar verstehen. Trotzdem dürfen wir nicht in
eine Falle tappen. Ein frommer Wunsch kann nicht die Lehre der Kirche ändern. Wir dürfen nicht die Theologie
durch das Gefühl ersetzen. Gott selbst will zwar, daß alle Menschen gerettet werden, trotzdem läßt
er es aber zu, daß einzelne Menschen nicht in den Himmel kommen. @ obelix „im Stillen“ hoffen ja alle
Menschen, dass sie katholisch werden und in den Himmel kommen Stimmt! Nur reicht diese stille Hoffnung
nicht für die Annahme einer Begierdetaufe bei ungeborenen Kindern aus. P.S.: Sie hier? Ich dachte Sie
wären zum Steineschmeißen in Rostock
@ Freekkk Es tut mir leid, ich bleibe bei meiner meinung, dass sie mit ihren äußerungen gegen das gg
verstossen. Das muß Ihnen nicht leidtun. Falsch ist es trotzdem. man darf menschen, egal welche sexuelle
orientierung sie inne haben, nicht unter dem deckmantel der kath. kirche als perverse bezeichnen. Lesen
Sie meine Beiträge doch bitte genauer durch bevor Sie falsche Anschuldigungen vorbringen. Ich habe immer
zwischen der Handlung und der Person unterschieden. Die homosexuellen Handlungen habe ich als pervers
bezeichnet. Dabei bleibe ich auch. „Pervers“ heißt widernatürlich. Die Bezeichnung homosexueller Handlungen
ist somit pervers. Wenn ich diese Wahrheit laut ausspreche, dann wird das vom GG voll und ganz gedeckt.
vielleicht sollten sie mal die grundpfeiler des christlichen glaubens, nämlich der bedingungslosen nächstenliebe
und der barmherzigkeit etwas näher untersuchen, anstatt sich hier in dogmen zu ergehen Im Volksmund heißt
es: Schuster bleib bei deinen Leisten. Als Buddhist sollten Sie nicht versuchen mir den katholischen Glauben
zu erklären. Die Dogmen stehen hierzu nämlich bestimmt nicht im Widerspruch. Vielmehr drücken sie den
Glauben aus. ich bin ein schwuler mann und gläubiger buddhist Ich werde für Sie beten.
@ Freekkk @ Harmageddon Es ist immer wieder köstlich mit anzusehen, wie sich juristische Laien blamieren,
wenn sie versuchen, mit dem GG zu argumentieren. Zu Artikel 2 (1) merke ich an, dass es nicht die Aufgabe
der katholischen Kirche ist, das genannte Sittengesetz in irgendeiner Form zu bestimmen oder auszulegen.
Schon mal was von einem unbestimmten Rechtsbegriff gehört? Selbstverständlich kann jeder sagen, wie
solche Begriffe auszulegen sind. Ob diese Auslegung dann vom BVerfG übernommen wird, ist etwas anderes.
Die Definition von Begriffen wie Menschenwürde, Sitte oder Freiheit gehört zur Kernaufgabe der Kirche.
Wenn Sie der Kirche dieses Recht absprechen wollten, dann würde nur einer gegen das GG verstoßen und
zwar SIE (Art. 4 und 5 GG). @ Harmageddon Logik ist in diesem Forum vergebens zu suchen! Sie müssen aber
zugeben, daß die Fraktion der Homofreunde daran auch nicht ganz unschuldig ist. Und Ihre Ausschweifungen
haben schon lange nichts mehr mit dem Thema zu tun. Wollen Sie denn wirklich immer nur über die Homoproblematik
diskutieren? Ich finde dieses Thema nicht nur langweilig, sondern auch ziemlich unwichtig. Im übrigen
kommt es oftmals nun mal nicht auf Detail-, sondern auf Grundsatzfragen an.
@ Harmageddon @ Veritatis Und WER legt die Wahrheit fest? Würde man strikt nach der Bibel gehen… Aber
wir sind doch hier nicht bei den Protestanten Und ihr Vergleich mit Tierkreuzungen etc. ist lächerlich
und stellt klar wie verquert Sie denken! Ach ja…meinen Sie wirklich? Erst vor wenigen Tagen erklärte
die britische Regierung …ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=134374, das Verschmelzen von tierischen
und menschlichen Zellen zulassen zu wollen, um Grundlagenforschung zu betreiben? Die Kreuzungen sollen
zu 99,9 % aus menschlichem Genmaterial und zu 0,1 % aus tierischen Zellen bestehen. Ich meine, daß dies
zutiefst pervers ist und gegen die Menschenwürde verstößt – völlig unabhängig davon in welchem Jh.
wir leben. Nach Ihrer Logik kann sich diese Einschätzung mit der Zeit ändern. Nach meiner nicht! Ich
stelle mich hier nur an der Front wo Homos durch Dreck Ihresgleichen verbal beleidigt werden Tapferer
kleiner Frontsoldat! Glauben Sie wirklich, daß Sie Ihren Leidensgenossen damit einen Gefallen tun? Sich
gegen Beleidigungen wehren und selber am laufenden Bande ausfällig werden. Das ist nicht sehr glaubhaft!
Ihre Ausdrucksweise ist bei genauerem Hinsehen viel unschöner. Da helfen auch keine pseudointellektuellen
französischen Floskeln. Ich gehöre hier übrigens nicht unbedingt zu jenen, denen Ihr Kampf eigentlich
gilt. Mehr als ein Mal habe ich schon die Ausdrucksweise einzelner angemahnt und statt dessen eine stärkere
Sachdiskussion gefordert. Wenn ich also ausfallend werde, dann muß das nicht immer an mir liegen.
@ Veritatis, unser Sprachgenie Ich diskutiere nicht mit Ihnen Da bin ich jetzt aber wirklich schwer getroffen.
das wäre Zeitvergeudung, denn auch für dieses Verb fehlt es Ihnen am Sprachverständnis Veritatis,
Sie sind wirklich ein ganz, ganz Großer. Wenn Sie sich mit der Sprache so gut auskennen, dann sei es
Ihnen aber vergönnt. Wenigstens ein Gebiet, auf dem Sie sich auskennen. Außer den Homoartikeln ist von
Ihnen hier ja sonst nicht viel zu lesen. Ich teile Ihnen einfach etas mit Ich merke schon…Sie sind ein
ganz Entschlossener. Richtig autoritär. Übernehmen Sie in Ihrer Homopartnerschaft auch den dominanten
Part? …Ihre Reaktion dazu ist mir ziemlich egal! Deshalb haben Sie meine letzte Bemerkung ja auch zum
Anlaß genommen nicht zu reagieren. Veritatis, Sie sind mir schon so ein ganz Lustiger! Solche Trotzreaktionen
habe ich nur bei pubertären Kindern erwartet. Scheinbar ist diese Verhaltensweise aber auch bei zickigen
Homos verbreitet. Was aber Ihre rabulistisch doch so spritzige Frage zum Zeitpunkt der Ehe mit Tieren
betrifft Da rühmt sich unser großer Sprachwissenschaftler gerade noch seines Sprachverständnisses und
kennt noch nicht einmal mehr den Unterschied zwischen Ehe und Kreuzung. … :)3
@ Harmageddon @ Veritatis Wo schreiten Sie denn bitte voran? Sie sind auf dem Standpunkt des Mittelalters
und bewegen sich keinen Meter vorwärts Sie bringen gerade einiges durcheinander. Begriffe wie „gut“,
„richtig“ und „wahr“ sind vollkommen zeitlos. Die Wahrheit ändert sich nicht. Sie ist nicht der Evolution
unterworfen. Oder sehen Sie das anders? Wann glauben Sie denn, daß wir soweit sind und uns mit Tieren
kreuzen sollten? In5 Jahren, in 50 Jahren? Ist es später richtiger als heute? Wenn also die wahre Liebe,
die Solidarität und die Wahrheit gerade modern sind, dann will ich gerne modern sein. Wenn aber der Haß,
der Egoismus und die Lüge modern sind, dann bekenne ich mich dazu, altmodisch zu sein und schäme mich
dessen nicht. Voranschreiten soll man lediglich in der Diskussion, indem man nicht alle zwei Tage wieder
die gleichen Argumente miteinander austauscht. Da aber alles Blöde … Wer so blöde Fragen stellt, der
bekommt auch die entsprechende Antwort. Man sollte von einem durchschnittlich gebildeten Menschen schließlich
erwarten können, daß er weiß was „objektiv“ bedeutet. Ob nun etwas in Ihrer schlichten Denkungsart
„ungeordnet“ ist, will ich gar nicht weiter hinterfragen. Ungeordnet ist hier nur eines: Die Neigung der
Homos. Wie schon Erzbischof Dyba so treffend feststellte: „Vor 20 Jahren waren wirklich nur Geistesgestörte
der Ansicht, Gleichgeschlechtliche können eine Familie bilden.“ P.S. Das Wörterbuch empfehlen Sie besser
Leuten, die nicht wissen was „objektiv“ & „vernünftig“ ist
@ psycho ein biblisches Argument hat für mich als Atheisten wenig Erklärungswert Hier müßte man eigentlich
ansetzen, weil hier auch das eigentliche Problem liegt. Ohne diese Basis können wir gar nicht auf einen
gemeinsamen Nenner kommen. Das Problem ist, daß Sie lieber unvernünftig sind und Gott leugnen. Was bedeutet
„objektiv ungeordnet“? Objektiv heißt ganz einfach objektiv. Alles was wir nicht ändern können, weil
es uns vorgegeben ist, ist objektiv. Was bedeutet in diesem Zusammenhang „vernünftigerweise“? Erwarten
Sie jetzt wirklich, daß ich Ihnen „Vernunft“ erläutere? Sind kinderlose Ehen „in der Lage, die Fortpflanzung
und den Fortbestand der Menschheit zu gewährleisten“? Um eine gültige sakramentale Ehe schließen zu
können, dürfen die Partner das Kinderkriegen nicht von vorneherein ausschließen. Tun sie dies nicht,
so sind sie potentiell zu Fortpflanzung in der Lage. auch in homosexuellen Lebensgemeinschaften gewähren
sich die Partner Hilfe und wären, wenn möglich, auch für die Weitergabe des Lebens offen Hilfe alleine
reicht nicht aus! Sie müssen grundsätzlich zur selbständigen Weitergabe des Lebens fähig sein. Ein
sterilisiertes heteros. Paar kann auch keine sakramentale Ehe eingehen. diese Ansicht wurde widerlegt
Wenn es so eindeutig wäre, dann dürfte es keine gegenteiligen Studien geben. Mehr Argumente für die
„Verderblichkeit“ habe ich leider nicht gefunden Die ganze nat. Ordnung haben Sie beiseite gelassen. Gegen
die wird verstoßen. Das ist schon das Entscheid
@ psycho es ist nicht unbedingt gute Praxis, in Diskussionen auf andere Publikationen zu verweisen. Ist
Diskussion nicht AKTUELLER Austausch von Argumenten? Wo sind sie bei Ihnen? Ich halte es für ziemlich
sinnlos ein Thema in aller Breite zu diskutieren, das schon 1000x diskutiert worden ist. Ich habe bereits
in früheren Diskussionen meine Meinung zu diesem Thema geäußert. Dies tat ich in einem Maße, daß
meines Erachtens bei diesem Thema angemessen ist. Bestimmt lasse ich mich an dieser Stelle nicht auf eine
Diskussion ein, die wieder bei Null anfangen möchte. Dafür ist mir die Zeit zu schade. Ein guter Diskurs
besteht nämlich nicht darin, daß man alte Argumente wieder und wieder austauscht, sondern daß man immer
weiter voranschreitet. die Argumente, die ich in dem erwähnten Papier gefunden habe, haben mich nicht
überzeugt. In der zweiten Klasse wäre dies in einem argumentativen Aufsatz schon mal ein guter Anfang
gewesen. Wenn Sie uns jetzt auch noch mitteilen würden, weshalb Sie die Argumente nicht überzeugt haben,
dann würden wir uns darüber bestimmt auch noch ganz doll freuen.
@ Harmageddon Wiederholungen? Meinen Sie etwa damit das ständige zitieren aus der Bibel? Dann sind wir
einer Meinung. Werden Sie jetzt doch Homo-freundlich? *auf die Schulter klopf* Ihre Auffassungsgabe ist
bemerkenswert. Wenn Sie schon so pfiffig wie ein Fuchs sind, dann lesen Sie den Text bitte noch einmal
und versuchen Sie dieses Mal ihn auch zu verstehen. Ein Boykott endet mit einem Ergebnis :)3 Was für
eine Erkenntnis! Da wäre ich von alleine gar nicht drauf gekommen. SIE sind derjenige der sich anpassen
muß, nicht mehr die Homosexuellen! Klar doch. Ich kann mich nicht daran erinnern, daß ich mich diesbezüglich
auch nur ein Mal angepaßt hätte. Oder meinen Sie, daß wir jetzt gesetzlich dazu verpflichtet werden,
schwul zu werden. Ich ich grinse gerade bei dem gedanken daran, lehne mich zufrieden zurück und danke
dem Herrn im Himmel daß er uns ALLE liebt Er liebt ALLE aber NICHT ALLES. Das ist der kleine aber feine
Unterschied.
@ psycho Ich weiß nicht, wie Sie darauf kommen, ich würde mich meist nicht als faul bezeichnen…Aber:
diese Zitate sind Behauptungen… All Ihre Fragen werden in dem entsprechenden Dokument direkt oder mittelbar
beantwortet werden. Voraussetzung dafür ist natürlich, daß Sie das gesamte Dokument lesen und nicht
nur zwei Sätze herausnehmen, um zu „beweisen“ was für ein schlaues und fleißiges Kerlchen Sie doch
sind. Der Verweis, daß es sich dabei „nur“ um Behauptungen handeln würde, ist jedenfalls ganz schwach.
Das Dokument heißt schließlich „ERWÄGUNGEN ZU DEN ENTWÜRFEN…“. Ein Dokument, das Erwägungen beinhaltet,
ist in der Regel so aufgebaut, daß Behauptungen aufgestellt werden, die im Anschluß argumentativ untermauert
werden. Mit diesen Argumenten müssen Sie sich auseinandersetzen und sie widerlegen, um die am Anfang
aufgestellte Behauptung als falsch zu entlarven. Wenn Ihnen das immer noch nicht ausreichen sollte, dann
lesen Sie halt mal in einem guten moraltheologischem Handbuch nach!
@ Harmageddon Ist schon klar, kommen wir auf die negativen Eigenschaften der Christen so werden Sie von
Ihnen gleich verhamlost. Laaaaangweilig! Diesen Mist hört man hier ständig. Durch das permanente Wiederholen
wird er aber auch nicht richtiger. Sonnen Sie sich also nicht zu sehr mit dem Gedanken: Millionen stehen
hinter mir! Im übrigen würde mich mal interessieren wo ich „negative Eigenschaften“ der Christen „verharmlost“
habe, ohne es sachlich zu begründen. Ihre Auffassungsgabe ist bemerkenswert. Wenn Sie schon so pfiffig
wie ein Fuchs sind, dann lesen Sie den Text bitte nocheinmal und versuchen Sie diesesmal ihn auch zu verstehen.
Ich glaube schon, daß ich den Text sehr genau verstanden habe und Sie haben die passende Antwort darauf
auch erhalten. Ich boykottiere was ich will und Sie selber haben gesagt, daß Sie mir das auch nicht verbieten
wollen. Wenn dem so ist, dann frage ich mich, wo das Problem liegt? Ihre kindischen Wortspiele. Da ist
aber jemand ziemlich dünnhäutig.
@ psycho SCHADE, daß Sie zu faul sind, selber mal nachzulesen. Das Rad muß nicht immer wieder neu erfunden
werden. Alles wesentliche zu dieser Frage ist von der Kirche schon vorgetragen worden. Besonders lesenswert
ist in diesem Zusammenhang das relativ aktuelle Dokument „Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen
Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen www.vatican.va/…exual-unions_ge.html“.
Dort wird Ihr Wissensdurst sicherlich befriedigt.
@ Harmageddon Meidet die Läden der Menschen, die eine Regenbogenfahne im Schaufenster haben. Meidet die
Läden die, die einen David-Stern im Schaufenster haben. Erkennen Sie parallelen zwischen den beiden Sätzen,
Defensor Fidei? In diesen beiden Sätzen sind exakt 9 Wörter identisch. Insofern gibt es Parallelen.
Inhaltlich hinkt der Vergleich jedoch total. Den Stern mußten die Juden tragen. Zur Regenbogenfahne greifen
die Homos freiwillig und sind sogar noch stolz drauf. Trotzdem mache ich mir die Fahne als Erkennungszeichen
zunutze. Wollen Sie mir das etwas verbieten? Wollen Sie mir vorschreiben, daß ich Homoläden unterstützen
muß? Vielleicht wollen Sie auch noch eine gesetzliche Mindestquote von Homosexuellen am Arbeitsplatz?
So weit kommt es noch. Aber solange K. Pobereit noch nicht Kanzler dieser Republik ist, haben wir diesbezüglich
hoffentlich nichts zu befürchten. Deshalb wiederhole ich noch einmal meinen Aufruf an alle Homosexuellen:
Fahne raus!
@ AD_MELIOREM Wie viele Schwule oder Lesben trifft man pro Tag und weiß es noch nicht einmal? Das ist
jetzt nicht Ihr ernst, oder? Die Zahl der unbekannten Homosexuellen nimmt doch kontinuierlich ab, seitdem
man sich in diesen Kreisen dazu entschlossen hat, sich mit der Homofahne selbst zu outen. Wer also Augen
hat zum Sehen und mit einem aufmerksamen Blick durch die Straßen geht, dem dürften die meisten Homos
nicht entgehen. Dann kommen noch die hinzu, die sich zwar nicht durch die Fahne outen, denen man aber
sofort anmerkt was Sache ist. Die Dunkelziffer dürfte somit ziemlich gering sein. Wer besitzt ein Mobiltelefon
(Handy)? Ich bin mir mehr als sicher das mindestens ein Schwuler oder eine Lesbe mit an dieser Technologie
gearbeitet hat. Ist das nun eine Sünde, wenn man es trotzdem verwendet? Nach der allgemein vorherrschenden
Meinung hier denke ich ja. Da irren Sie. Da es nicht um die gezielte Förderung einer bekennenden Homobewegung
geht, kann man Mobiltelefone verwenden, ohne Gewissensbisse zu bekommen. Es dürfte reichen, wenn man
die Läden und Restaurants meidet, die eine Regenbogenfahne im Schaufenster haben.
@ paschut, den Anhänger des absurden Liberalismus Zu 1) Nein, es bedeutet, daß nicht zu sagen ist, wie
sich das ereignis zugetragen hat und es sich möglicherweise auch nicht zugetragen hat Ich gab vor, daß
sich das Ereignis zugetragen hat. Somit ist es natürlich grober Unfug, anzunehmen, daß sich das Ereignis
bei sich widersprechenden Aussagen gar nicht stattgefunden haben könnte. Beachten Sie den Unterschied
zwischen Tatsachen- & Erkenntnisebene. zu 2) solange es keine berechtigten zweifel an einer der beiden
gibt, ja Es können gar nicht beide Aussagen richtig sein. Eine MUSS denklogisch falsch sein. Das Problem
liegt wieder NUR auf der Erkenntnisebene. zu 3) es gilt in der rechtspr.: in dubio pro reo Sie müssen
mir meinen Beruf nicht erklären. Es ist offensichtlich, daß Sie nicht verstehen was ein Beweis ist.
Ein Beweis ist allgemein die Darlegung der Richtigkeit/Unrichtigkeit einer Vorstellung durch Gründe.
Es würde sich bei BEIDEN Aussagen um Beweise in einem Prozeß handeln. Ein Beweis soll beim ERKENNEN
der objektiven Wahrheit helfen. Wenn zwei Beweise sich widersprechen, dann sitzt ein Richter nicht dumm
auf seinem Stuhl rum und sagt einfach: in dubio pro reo. Dann gäbe es fast keine Urteile. Stattdessen
WÜRDIGT er die Beweise. Natürlich kann er sagen, daß er einer der beiden Aussagen keinen Glauben schenkt,
will sie unglaubhaft ist. Hierfür bedient er sich seines Verstandes! Zu 4) ja und wo sind die nun? Sind
Sie so blöd oder tun Sie nur so? Als wenn es keine Zeugenberichte und noch heute Wunder geben würde.
@ GerdEric: Auch wenn Sie nicht davon ausgehen…es ist Fakt! Davon gehe ich nicht aus… Ob Sie davon
ausgehen oder nicht, ist relativ egal. Fakt ist, daß es so war. Die Tatsache an sich, daß die Hohenpriester
Jesus wegen eines angeblichen Religionsverbrechens an den Statthalter auslieferten, ist nicht ungewöhnlich.
Vgl. Sie nur Jesus, den Sohn des Ananus bei Josephus. Ähnlich Rabbi Elieser ben Hyrkanos, der wegen Umgang
mit Abtrünnigen vor den röm. Statthalter gestellt wurde. Nach Joh 18,31 weigerten sich die jüdischen
Ankläger jedenfalls, Jesus nach ihrem Gesetz zu richten mit der Begründung: „Wir dürfen niemand töten“.
Wenn diese Behauptung sachl. zutreffend war, dann kann es hierfür mehrere Gründe geben haben. Mögl
ist, daß die Juden das Recht zur Verhängung der Todesstrafe ganz verloren hatten, so daß offizielle
Hinrichtungen nicht mehr möglich waren. Z.T. wird als Begründung auch eine Stelle aus dem Babyl. Talmud
herangezogen: „40 Jahre vor der Zerstörung des Tempels wanderte der Hohe Rat aus und ließ sich in den
Kaufhallen nieder … Dies besagt, daß sie keine Strafsachen mehr gerichtet haben … Sage vielmehr,
sie haben keine Todesurteile mehr gefällt.“ Schließlich kann man die Johannesstelle auch so verstehen,
daß die Prozeßordnung eine Hinrichtung an diesem Tag nicht zugelassen hätte. Oder aber die jüd. Autoritäten
haben Jesus aus pol. Gründen nicht selber töten wollen. Dann mußten Sie einen Grund vorschieben. Gotteslästerung
hätte PP nicht gereicht. Die Hinrichtung wegen revolutionären Umtrieben war ihm jedoch vorbehalten.
@ GerdEric Wer behauptet, daß das Judentum erst durch das Christentum vollendet sei, behauptet, daß
GOTT sein Volk in die Irre geführt hat Wie schrieb Paulus schon an Titus: „Denn es gibt viele Freche,
unnütze Schwätzer und Verführer, besonders die aus den Juden, denen man das Maul stopfen muß, weil
sie ganze Häuser verwirren und lehren, was nicht sein darf, um schändlichen Gewinns willen.“ und eine
Frau durften sie steinigen? Was soll diese Frage noch? Pünktchen hat doch schon alles erklärt. Der Hohe
Rat beschuldigte Jesus der Gotteslästerung. Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er
hat Gott gelästert!…Was ist euer Urteil? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Nun
durfte aber nur der Statthalter Todesurteile fällen und vollstrecken. Man brachte Jesus deshalb zu PP.
Dieser fragte, was man gegen Jesus vorbringe. Die Juden antworten ihm: Wäre dieser nicht ein Übeltäter,
wir hätten ihn dir nicht überantwortet. Als PP daraufhin antwortete, daß man Jesus wieder mitnehmen
solle, um ihn nach dem jüdischen Gesetz zu richten, sprachen die Juden: Wir dürfen niemand töten. Man
wollte sich die Finger nicht selber schmutzig machen und sich nicht in eine verzwickte Situation bringen.
Wäre es nach einer eigenmächtigen Tötung nämlich zu Unruhen gekommen, dann hätte Pilatus hiervon
erfahren und der Hohe Rat hätte ziemlich blöd dagestanden. Außerdem wollte man eine Hinrichtung mit
abschreckender Wirkung. Das war nur bei einer öffentlichen Hinrichtung möglich.
@ Czibo Nieznany Das ist völlig unwesentlich und daher irrelevant. Nein, das ist es nicht, weil die äußere
Form immer auch eine Form ist, die innere Haltung zum Ausdruck zu bringen. Beides steht in einer Wechselwirkung
zueinander. Oder gehen Sie zur Beerdigung eines nahen Verwandten auch in zerschlissener Kleidung und Badehose
und verweisen dann auf Ihre tiefe innere Trauer, die Sie aber auf gar keinen Fall mit Äußerlichkeiten
zum Ausdruck bringen möchten, weil dann vielleicht jemand auf den Gedanken kommen könnte, daß Sie es
nicht ernst meinen könnten? Es ist das ewige Getratsche … um ja keinen Anlass zu geben, die Feier könnte
ungültig sein. Ungültig ist das eine. Unwürdig das andere. Gerade letzteres dürfte oftmals viel wichtiger
sein.
@ Leblhuber: Danke für die Märchenstunde Flavius Josephus beschreibt die grausame Amtsausübung von
Pontius Pilatus Na und? Das bestreitet doch auch niemand. Nur weiß ich nicht, was das mit dem Leiden
Jesu und der Rolle der Juden dabei zu tun hat. Wenn Sie des Lesens mächtig sind und eine Bibel (eine
richtige natürlich und nicht so einen Müll wie die „Bibel“ in „gerechter“ Sprache) bei sich zu Hause
im Bücherregal haben sollten, dann holen Sie diese mal wieder hervor, pusten den Staub von ihr und fangen
ganz vorsichtig an, sie aufzuschlagen. Schauen Sie ins Inhaltsverzeichnis und lesen Sie dann die Geschichten
von Jesu Gefangennahme und Prozeß nach. Danach können Sie sich dann noch einmal bei mir melden und wir
reden über den Verlauf des Prozesses und die Rolle der dort beschriebenen Juden und über die Rolle von
Pontius Pilatus. Nur soviel schon vorweg: Nicht Pilatus hat Jesus verhaften lassen, sondern die Juden.
Diese haben Ihn nur deshalb nicht selber getötet, weil es ihnen verboten war. Der Anklagepunkt war Gotteslästerung.
Nicht die Römer schrieen „ans Kreuz mit ihm“, sondern die versammelte Masse. Wenn Pontius Pilatus auch
grausam war und ihn letztendlich das persönliche Schicksal Jesu weniger wichtig war als seine eigenen
Interessen, so hat er doch einiges unternommen, um die Menge von ihrer Forderung abzubringen. Er wollte
Jesus öfters freilassen, weil er „keine Schuld am ihm fand“. Ich erinnere nur an das „Ecce homo“. Christus
selber hat gesagt: „Der mich dir (PP) überantwortet hat, der hat größere Sünde.
@ paschut ganz genau, WENN sie stimmen – andere religionen haben wohl ebenfalls ihre beweise und das führt
dann dazu, dass deren anhänger diese sog. wahrheit haben und sie als sog. christ einer irrlehre anhängen,
den ganzen aufwand umsonst betreiben Ja, WENN sie stimmen und ich sehe keinen Anlaß daran zu zweifeln.
Ich habe sie unten auch schon gefragt, was für eine Auswirkung es hat, wenn zwei Personen über das gleiche
Geschehen etwas anderes aussagen. Und ich frage Sie nochmal: 1) Bedeuten unterschiedliche Schilderungen
eines Geschehens, daß dieses Geschehen dann auf beide Weisen stattgefunden hat? Bedeutet es, daß dieses
Geschehen gar nicht stattgefunden hat? 2) Stehen bei Unterschiedlichen Aussagen beide Versionen gleichberechtigt
nebeneinander? Sind beide Versionen richtig? 3) Würde ein Richter in einer solchen Situation (unterschiedliche
Aussagen) sagen: Tut mir leid, aber es gibt keine feststellbare Wahrheit, also spreche ich kein Urteil?
Oder würde er demokratisch abstimmen lassen und schauen welche Aussage mehr Anhänger hat? Beantworten
Sie diese Fragen und Sie sehen, daß Ihre These, daß sich alle einig sein müssen, damit man die Wahrheit
bestimmen kann, blanker Unsinn ist. Die Wahrheit existiert unabhängig von allen äußeren Umständen.
Beweise gibt es genug.
@ GerdEric…aber natürlich…träumen Sie weiter! Auf Lästerung G’TT des HERRN steht Steinigung, gekreuzigt
wurden Rebellen gegen Rom. ?:) Ach so…die Juden fanden Jesus also eigentlich super und wollten lediglich
ihrer staatsbürgerlichen Pflicht nachkommen und haben Jesus deshalb bei Pontius Pilatus verpfiffen? Und
Pontius Pilatus hat sich anschließend auch ganz herzlich bei den Juden dafür gedankt, daß ihm den Staatsfeind
Jesus nun auch endlich ausgeliefert haben, weil er ganz wild darauf gewesen ist, ihn zu kreuzigen? Pardon,
aber ich habe selten so einen Unsinn gelesen. Jesus hielt die Speisegebote, doch Paulus brach mit diesen
Geboten, und er brach auch das Wort Jesu. Da wissen Sie aber mehr als wir hier alle zusammen. Wie erklären
Sie sich dann die Äußerungen Jesu, die bei Markus im 7. Kapitel niedergeschrieben worden sind. Da sagt
er nämlich ausdrücklich:„Alle Speisen rein“! Im Bund vom Sinai zu bleiben heisst Treue gegen G’TT den
HERRN, denn der sogenannte Bund bricht mit allem, was IHM wichtig war und ist. Bis Christus den neuen
Bund eingesetzt hatte, mag dies gestimmt haben. Danach nicht mehr. Der alte Bund ist ausgelaufen. Punkt
um! Ich frage Sie außerdem noch mal woher Sie „wissen“, daß Jesus nur ein Mensch war und daß der alte
Bund noch immer besteht?
@ GerdEric: Die Juden können auf ihren Messias warten bis sie schwarz werden. Der war schon längst da
Jesus war ein Mensch, nicht mehr, nicht weniger Woher wissen Sie das denn so genau? Aus der Bibel bestimmt
nicht. Jesus einen Gott nennen wäre Abfall von G’TT Das behaupten die Rotmeerfußgänger auch. Na und?
G’TT hat den Bund mit dem Volk Israel geschlossen, unbegrenzt Können Sie diese Behauptung auch untermauern?
Natürlich ist der Bund beendet! Jedesmal wenn wir das „Tantum ergo sacramentum“ singen, bekennen wir
das auch. Ein Christ kann Jesus folgen, aber Paulus widerstehen.folgen dem Beispiel, konsequent als Jude
leben, wie es Jesus tat (Paulus/Petrus taten es nicht) Jesus hat also in allem streng jüdisch gelebt
und hat für sich keine besondere Stellung in Anspruch genommen? Er hat das Judentum nicht vervollkommnet?
Warum glauben Sie dann, hat man ihn kreuzigen lassen? Nun noch zu Petrus & Paulus. Beide sind Apostel
Jesu Christi. Ihre Aufgabe bestand darin, Christus in allem zu folgen was sie taten. Wenn Petrus und Paulus
sich also nicht mehr mit dem Alten Bund zufriedengegeben haben, dann hat das wohl nur einen einzigen Grund
und dieser Grund heißt Jesus Christus! Wenn Jesus sagt, er habend en Bund erfüllt, so besagt das nur…
Jesus sagt ausdrücklich, daß er einen neuen Bund eingesetzt hat. Dieser Bund soll durch die Mission
in die ganze Welt hinausgetragen werden. Jesus folgen, heißt, den Neuen Bund zu leben. Das Judentum hatte
nur vorbereitenden Charakter (s.u.). In diesem Bund zu verharren, hieße Gott einen Lügner schimpfen &
Jesus erneut ans Kreuz schlagen
@ Burgorus: Pater Pio am Volksaltar?! P. Pio hat erst am Ende seines Lebens die Liturgie-Reform erlebt.
Damals feierte er die Messe bereits auf einem Stuhl. Ob es nur eine oder mehrere Messen waren, weiß ich
nicht, auf jeden Fall hat er seine letzte Messe am Volksaltar gefeiert, oder: man hat ihn dort hingesetzt.
Ob er auch wirklich den Novus ordo zelebriert hat, ist mir unbekannt. Das müssen Sie mir aber mal erklären.
Pater Pio ist am 23. September 1968 gestorben. Wie soll er denn da die Liturgiereform noch miterlebt haben.
Der NOM ist meines Wissens erst ab 1970 gefeiert worden, nachdem man ihn 1969 fertig zusammengebastelt
hatte. Für den „Volksaltar“ gibt es zwei mögliche Erklärungen. Entweder Pater Pio hat nach dem ‘65er-Ritus
zelebriert, wo ein Volksaltar meines Erachtens schon erlaubt war oder aber der Altar an dem Pater Pio
die Messe gefeiert hatte, stand frei in der Kirche, wie es bei vielen Kirchen z.B. in Rom auch der Fall
ist. Hierbei handelt es sich aber nicht um „Volksaltäre“ im klassischen Sinn. Diese Kirchen sind nämlich
meist gewestet. Der freistehende Altar sollte lediglich eine Zelebration nach Osten hin ermöglichen.
Daß auch das Volk dort stand, war absolut nebensächlich.
@ paschut und welche beweise sind das? wo sind diese beweise, die ganz klar machen, dass alle anderen
religionen irren? Sie sind wirklich mühsam. Muß man denn immer wieder bei Adam & Eva anfangen? Sie haben
doch selber gesagt, daß man die Wahrheit erkennen kann und daß es hierfür verschiedene Möglichkeiten
gibt. Unter anderem haben Sie den Zeugenbeweis genannt. Ich habe Ihnen daraufhin gesagt, daß es genügend
Zeugenberichte gibt. Wenn diese Zeugenberichte wahr sind, dann impliziert das natürlich auch, daß alle
anderen Religionen irren. Jetzt werden Sie fragen, woher wir wissen, daß die Zeugenaussagen wahr sind.
Ich stelle gleich die Gegenfrage: Woher wissen wir es im weltlichen Bereich? Trotzdem handelt es sich
bei Zeugen um das meistgebrauchteste Beweismittel!!
@ paschut und wie soll man dann wissen welcher der einzig wahre ist? Hierfür gibt es Beweise und unseren
Verstand. einfach nur zu behaupten, man wäre überfallen worden reicht einem normalen gericht nicht.
Meine Frage war, wie sich die Nichtbeweisbarkeit auf die Wahrheit auswirkt. Der Überfall hat natürlich
völlig unabhängig davon stattgefunden, ob ich es beweisen kann oder nicht. dazu müssen beweise angeführt
werden wie zb ein zeuge Na also…um die die Wahrheit erkennen zu können, brauchen wir Beweise und unseren
Verstand. Und jetzt sagen Sie mir bitte nicht, daß es keine Zeugenberichte über Jesus und sein Wirken
gibt. Was ist nun mit den gegenteiligen Behauptungen? Ich sage, daß alleine Tatsache, daß andere etwas
anderes behaupten, unerheblich ist. Ich fragte Sie ja auch schon, was ein Gericht machen würde, wenn
T den Aussagen von Z und mir widersprechen würde. Die Wahrheit existiert immer unabhängig von den Aussagen.
Es gibt vielmehr ein Problem der Beweiswürdigung. Eine Verurteilung setzt voraus, daß der Richter davon
überzeugt ist, daß der T der Täter war. Kommt der Richter zu der Überzeugung, daß T lügt, dann wird
er ihn verurteilen. In seinem Urteil wird er einen Sachverhalt als objektiv wahr unterstellen. Ein gleichberechtigtes
Nebeneinander der verschiedenen Sichtweisen gibt es nicht. Der Katholik macht es ganz genauso. Er ist
davon überzeugt, daß der kath. Glaube objektiv wahr ist. Und niemand kann von ihm verlangen, daß er
alle anderen Religionen für gleich gut hält.
@ GerdEric …Ja, ja…die Wurzeln… Die Wurzeln werden Sie aus dem Haus Israel nicht reissen können,
auch wenn andere zuvor schon versuchten das Haus Israel zu vernichten. Das Judentum war vor Christi eine
noch unvollständige Religion. Die Offenbarung und die Erfüllung waren noch nicht abgeschlossen. Nach
Christus galt die Heilsbotschaft nun allen Menschen dieser Welt. Ganz besonders aber den Juden. Diese
waren und sind aufgefordert, die Offenbarung Gottes anzunehmen. Die Fülle des Heils ist nicht im Judentum.
Juden, die das erkannt haben wurden deshalb Christen. Das Christentum ist quasi das vollkommene Judentum.
Nichts was vorher richtig war ist heute falsch. Alles, was unvollkommen war, haben wir durch Christus.
Petrus, Paulus und all die anderen Apostel sind diesen Schritt gegangen. Alle anderen Juden der damaligen
Zeit hätten ihn auch gehen sollen. Das wird in den Briefen des NT immer wieder betont. Für die heutigen
Juden gilt das auch noch – dieser Bund (der neue) wird ewig währen und der alte hat ein End! Das was
das Christentum aus dem Messias gemacht hat ist einen Gott Nicht das Christentum hat aus Christus einen
Gott gemacht. Das war Gott schon selber. Da haben wir keinen Einfluß drauf gehabt. und damit nicht genug,
gibt es in ihren Kirchen, Domen und Kathedralen gleich mehrere Altäre… Donnerwetter…das ist wirklich
ein unglaublicher Skandal.
@ paschut ich sagte: beobachtbar und nachprüfbar Nein, Sie sagten erlebbar und nachprüfbar. Das kann
jeder nachlesen. will also heißen, daß es auch andere gottheiten gibt? Natürlich heißt es das nicht.
Es kann objektiv nicht verschiedene wahre Götter geben. Das ist denklogisch völlig unmöglich. ich nehme
mal an, daß andere religionsgemeinschaften ihre gottheiten ebenfalls erleben Auf „erleben“ kommt es aber
nicht an. zeugen…gleich wahr? (Wahrheit/Nachprüfbarkeit) Ich habe bereits das Beispiel eines Überfalls
gebracht, den niemand beobachtet hat. Es gab nur mich und T. Glauben Sie, daß ein Gericht sagen wird,
daß das geschilderte Erlebnis objektiv nicht wahr sein kann, weil es nicht für jedermann beobachtbar,erlebbar
und nachprüfbar ist? Wenn jetzt noch Zeuge Z dabei war…glauben Sie, daß das etwas an dieser Beurteilung
ändert? Was ist, wenn sich die Aussagen von T und Z widersprechen? Gab es dann keine Wahrheit und müssen
alle Versionen gleichberechtigt nebeneinander stehen? Der Zusammenhang von Verstand und Glaube ist übrigens
in der Regensburger Rede …ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=94864 des Papstes sehr schön
dargelegt worden. das bedeutet nur, dass paulus die anderen apostel kannte Nein, das bedeutet, daß die
anderen Apostel die göttliche Sendung des Paulus akzeptierten. traditionen =menschengemacht Neben der
Hl. Schrift ist die Tradition eine authentische Glaubensquelle. Wie schon gesagt: Nicht alles, was Jesus
getan und gesagt hat, konnte man aufschreiben. Dies kann aber auf andere Weise überliefert werden
@ paschut Wahrheit ist völlig unabhängig davon, ob sie von allen gleichermaßen erlebt und beschrieben
werden kann. Auch wenn gemeinsames Erleben und Beschreiben nicht möglich ist, kann das Geschehen objektiv
trotzdem wahr sein. Wenn ich von T beklaut und verprügelt werde, dann hat das Geschehen wahrhaft stattgefunden,
auch wenn es sonst niemand mitbekommen hat. Mit Gott ist es ganz genauso. Die Behauptung, daß Gott nicht
existiert, nur weil er nicht von allen erlebt und beschrieben werden kann, ist nun wirklich absurd. Er
existiert vollkommen unabhängig davon, ob Menschen ihn erleben oder auch nicht. Um herauszubekommen,
was stimmt, gibt es Zeichen und Zeugen, die uns berichten und unseren Verstand. nicht ihr ernst, oder?
Doch. Absolut! Wenn es keine Instanz über mir gibt…warum nicht? Wenn es mir nützen würde. Nach Ihrer
Ansicht wäre es im übrigen auch völlig ok, wenn ein Mensch sich mit einem anderen triff,t um sich schlachten
zu lassen, weil er darauf sexuell steht. Schließlich dürften sie sich auch nicht beschweren, wenn der
Staat mehrheitlich beschließen sollte, alle Menschen jenseits des 80. Lebensjahres umzubringen. Wenn
es doch die Mehrheit der Menschen so will… er hat jesus nicht getroffen, oder? Paulus ist von den anderen
Aposteln vollkommen akzeptiert gewesen. wo hat [Jesus] denn zu homosexualität was gesagt? Glauben Sie
etwa, daß Christus nur das gesagt hat, was in der Bibel steht und sonst gar nichts? Dafür haben wir
die Tradition und die Briefe des NT.
@ paschut nein, da naturgesetze von allen gleichermaßen erlebt und beschrieben werden können Ach so…alles
das, was nicht alle empfinden können, das kann auch nicht wahr sein, oder wie?? Sehr merkwürdige Ansicht.
Glauben Sie eigentlich, daß die Relativitätstheorie von allen erlebt und beschrieben werden kann? wenn
keine gottheit SIE persönlich zurückhält, dann sind SIE zu mord, perversion und was weiß ich noch
alles fähig und würden sie ohne gewissen auch verüben? Warum sollte ich davor zurückschrecken? Wer
könnte mir verbindlich sagen, daß es schlecht ist? Wenn Menschen die oberste Instanz sind, dann können
Sie nicht mit gut und schlecht argumentieren. Warum sollten denn Sittengesetze nicht absolut gelten? weil
menschengemacht und moden unterworfen. Das behaupten Sie. Ich behaupte das Gegenteil. dann gelten doch
auch die vorschriften für homosexualität nicht mehr und im nt spricht nur paulus darüber. Und weil
„nur“ Paulus davon spricht, kann es nicht stimmen? Wie oft muß es denn in der Schrift stehen, bis es
glaubhaft ist? …nicht jesus! Woher wissen Sie, daß Jesus diesbezüglich nichts gesagt hat? Jesus wirft
also nur die speißegesetze über bord? was ist dann mit beschneidung und dem tragen von mischgeweben?
Lesen Sie mal die Briefe im NT. Da steht die Antwort drin – den Reinen ist alles rein; nicht achten auf
die jüdischen Fabeln, usw. Außerdem überlegen Sie mal, was die Tatsache, daß der Neue Bund auch mit
Nichtjuden bestanden hat, alles für Konsequenzen mit sich brachte.
@ paschut „Wenn es Menschengemacht ist, dann ist es subjektiv.“ dem muß ich sogar zustimmen – bedeutet
aber auch, daß die heiligen schriften und götter subjektiv sind, da von menschen niedergeschrieben und
damit wandelbar, ebenso wie deren interpretation Nach dieser Logik sind auch die Naturgesetze subjektiv,
weil sie von Menschen entdeckt und Niedergeschrieben wurden. als menschen sind wir uns, unseren mitmenschen
und unserer umwelt verantwortlich, nicht einer gottheit So ein Unsinn! Warum sollte ich irgendeinem anderen
Menschen irgend etwas schulden, wenn es keine Gottheit gibt, die dem Menschen seine Würde verleiht. gesetzte
sind wandelbar, es sei denn, es handelt sich um naturgesetze, sonst würden wir wirklich noch in der steinzeit
leben Was ist das denn für eine Logik. Warum sollten denn Sittengesetze nicht absolut gelten? man kann
also nicht rk sein und liberal? Nein! „oberste katholische Prinzip die Wahrheit ist – die objektive Wahrheit“…
ja genau… die erde steht im mittelpunkt des universums das innerhalb von 6 werktagen geschaffen wurde
und schlappe 5767 jahre alt ist… die katholische kirche ist wirklich eine großartige verteidigerin
der wahrheit Und Sie zeigen mit dieser Äußerung, daß Sie überhaupt gar nichts begriffen haben. Die
Wahrheit besteht unabhängig von ihrer Erkennbarkeit. Bezüglich der Verkündung erhebt die Kirche nur
den Anspruch in Glaubens- und Sittenfragen unfehlbare Lehren vorzulegen. Und selbst hier müssen bestimmte
Anforderungen erfüllt sein.
@ GerdEric Nun, das sah das Judentum zur Zeit eines gewissen Jesus genauso (da ist es wenig einleuchtend,
dass Jesus glatt vergessen hatte den Jüngern zu sagen, dass sie nun alles Essen können was sie wollen,
auch jenes, was G’TT dem HERRN zuwider ist Da lohnt es sich doch gleich mal wieder, wenn man erst in der
Bibel nachliest und dann seine (richtigen) Behauptungen aufstellt. Lesen Sie doch mal bei Mk im 7. Kapitel.
Da äußert sich Jesus nämlich zu den jüdischen Reinheitsvorschriften. Unter anderem heißt es dort:
„Damit erklärte er alle Speisen für rein.“ und wer sagt denn, dass Jesus dann nicht genauso gesagt hat:
„…und das mit dem Verbot der Homosexualität, das werft gleich mit über Bord!“ Es gibt in der Schrift
und der Tradition nicht den geringsten Hinweis darauf, daß Jesus hier irgend etwas relativiert hätte.
Es wäre auch völlig widersinnig, weil die Homosexualität der göttlichen Ordnung offensichtlich widerspricht.
Wenn ein Extremist, wie es Paulus war Paulus war „Extremist“ wie Jesus auch. Das ändert aber nichts daran,
daß er Apostel war, der von Christus selber berufen worden ist.
@ paschut 1) Glauben Sie eigentlich an ein objektiv geltendes Sittengesetz gut und schlecht gefällt mir
nicht – richtig oder falsch sollte es heißen, denn nicht alles was gut ist ist automatisch richtig „Gefällt
MIR nicht“ – Das ist unwichtig. Wenn es ein objektives Sittengesetz gibt, dann ist dieses auch gut, nicht
aber richtig oder falsch. Das ist höchstens unser Tun. objektiv im sinne von naturgesetz? objektiv im
sinne von übereinkunft? moral/sitte ist menschengemacht Sie hätten meine Frage somit auch mit einem
kurzen „Nein“ beantworten können. Wenn es Menschengemacht ist, dann ist es subjektiv. Objektiv ist nur
das, was wir nicht zu ändern vermögen. 2) Was ist Ihrer Ansicht nach die höchste Instanz? Gott oder
die Menschen? höchste instanz für was? Für uns Menschen! 3) Soll der Mensch nur Sittengesetze annehmen,
die er selber auch einleuchtend und gut findet? der frage liegt anscheinend auch die vermutung zu grunde,
dass es ohne eine gottheit keine gesetze gäbe Zumindest gäbe es keine absolut geltenden Gesetze, ja!
4) Beizeichnen Sie sich selber als liberal oder als römisch-katholisch? bisschen ein vergleich zwischen
birnen und äpfeln Oh, nein! Katholisch sein und liberal sein, ist völlig unvereinbar miteinander, weil
das oberste katholische Prinzip die Wahrheit ist – die objektive Wahrheit! Das oberste liberale Prinzip
dagegen ist die Freiheit.
@ Charlotte Bongartz, Rockhard68, Sweetdragon, Jasmina und Santo Domingo 1) Glauben Sie eigentlich an
ein objektiv geltendes Sittengesetz oder meinen Sie, daß die Menschen selber entscheiden was moralisch
gut und was schlecht ist? Wenn Sie angeben, an ein obj. Sittengesetz zu glauben, dann Frage ich mich,
warum Sie bei der Homosexualität eine Ausnahme machen und hier alle Aussagen aus der Bibel in den Wind
schießen? Bei den Agnostikern kann ich das noch verstehen, aber bei jenen, die sich als katholisch bezeichnen
nicht. 2) Was ist Ihrer Ansicht nach die höchste Instanz? 3) Soll der Mensch nur Sittengesetze annehmen,
die er selber auch einleuchtend und gut findet? Wenn Gott die höchste Instanz ist, dann haben Sie nicht
darüber zu Urteilen, ob Ihnen die Sittengesetze bzgl. Homosexualität, Ehe, Sexualität, usw. gefallen.
Sie müssen diese Gesetze schlichtweg annehmen, ob Ihnen das nun paßt oder nicht. insbesondre @ Jasmina
4) Beizeichnen Sie sich selber als liberal oder als römisch-katholisch? *Liberal, aber in Grenzen. Toleranz
gilt nicht mehr für den Versuch, Toleranz zu bekämpfen.* Ein bißchen liberal gibt es nicht. Genausowenig,
wie ein bißchen leer. Sie können höchstens sagen, daß Sie liberal sind, aber das liberale Prinzip
nicht immer konsequent durchziehen. Das ist zwar absolut inkonsequent und absurd, aber heutzutage eine
weit verbreitete Ansicht. Ihre Aussage zur Toleranz (ein wichtiger Wert, den es zu schützen gilt) zeigt
aber, daß Sie das liberale Prinzip voll und ganz verinnerlicht haben.
Senfkorn Das Senfkorn IST nicht kleiner als alle anderen Samen! Da hat Jesus wohl schlecht aufgepasst
bei der Schöpfung… Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, daß Jesus nur die Samenkörner gemeint
haben könnte, die in der damaligen Zeit in Palästina bekannt gewesen sind? Ein Vergleich mit einem Samen,
den niemand seiner Zuhörer kannte, hätte wohl herzlich wenig Sinn gemacht. Jesus wollte mit diesem Gleichnis
außerdem keine unfehlbare Aussage über die Größe von Senfkörnern im Vergleich zu anderen Samen machen.
P.S.: Trotzdem dürfen Sie jetzt noch drei mal raten welche Pflanze, die zur damaligen Zeit in Palästina
ausgesät worden ist, die kleinsten Samenkörner hatte.
@ Charlotte Bongartz, Rockhard68, Sweetdragon, Jasmina und Santo Domingo 1) Glauben Sie eigentlich an
ein objektiv geltendes Sittengesetz oder meinen Sie, daß die Menschen selber entscheiden was moralisch
gut und was schlecht ist? 2) Was ist Ihrer Ansicht nach die höchste Instanz? Gott oder die Menschen?
3) Soll der Mensch nur Sittengesetze annehmen, die er selber auch einleuchtend und gut findet? 4) Beizeichnen
Sie sich selber als liberal oder als römisch-katholisch?
@ GerdEric Wissen Sie wie gross/klein ein Senfkorn ist? Halten Sie es neben andere Samen und dann sehen
auch Sie, dass Mt versuchte in Bildern zu schreiben, die ihm aber wie hier, misslangen, weshalb ihm und
die auf ihn aufbauenden auf Sand gebaut haben. Nicht Matthäus hat dieses Bild gebraucht, sondern Christus.
Wollen Sie Christus etwa einen mißlungenen Vergleich vorwerfen? Wenn ja, dann sagen Sie uns doch mal,
was an diesem Vergleich nicht gelungen sein soll? Das würde mich jetzt nämlich wirklich interessieren.
@ Leblhuber Sie sollten sich zuerst einmal über Apostasie und Häresie kundig machen, bevor Sie hier
los bellen. Ich zahle fleißig meine ganz beträchtliche Kirchensteuer und bekenne mich noch immer zum
kath. Glauben. Ich habe weder meinen Glauben gewechselt, noch bin ich Agnostiker oder Atheist. Sie können
mich vielleicht der Ketzerei beschuldigen. Sie sind mir schon so ein Spaßvogel, Leblhuber: Als Häretiker
wollen Sie sich nicht bezeichnen lassen, aber der Ketzerei darf man Sie beschuldigen. Da frage ich mich
doch gleich, wer sich hier erst einmal über Häresie kundig machen sollte. Ketzerei und Häresie sind
nämlich so ziemlich das Gleiche. Schließlich frage ich Sie: Wie kann man sich zum röm.-kath. Glauben
bekennen und gleichzeitig Ketzer sein?
Kochrezepte… Ich kann alle an dieser Diskussion Beteiligten nur ermuntern, sich nicht von den peinlichen
Kochrezepten von Adamis irritieren zu lassen. Sie können der Homofraktion nämlich gar keinen größeren
Gefallen tun, als wenn Sie sich über die Rezepte aufregen oder die Diskussion abbrechen, weil Sie sich
gestört fühlen. Einfach weiterdiskutieren und sich nicht stören lassen. Das ist für die Vertreter
der Homofraktion definitiv am schlimmsten. Das Vorurteil über die Intoleranz der Homos gegen das gesunde
Volksempfinden, das normalen Menschen mit ihrem Gewissen von Gott in die Wiege gelegt worden ist, wird
durch die Kindergartenaktionen von Adamis und Kollegen jedenfalls regelmäßig bestätigt.
@ GerdEric Na,dann erklären Sie mir mal, wozu die katholische Kirche (und all die anderen) menschengemachte
Kirchen Da vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Es gibt die eine (wahre) Kirche, die von dem Gottmenschen
Jesus Christus selber gestiftet worden ist. Daneben gibt es dann die vielen anderen menschengemachten
Gruppierungen, bei denen es sich aber nicht um Kirchen im eigentlichen Sinn handelt. Wozu dann die Dogmen?
Ein Dogma ist eine festlegende Definition, nicht eine neue Regel. Entweder der Mensch versteht Jesus und
das NT oder eben nicht. Was für eine wertvolle Erkenntnis. Was wollen Sie uns damit denn sagen? Daß
alle Glaubenswahrheiten für jeden verständlich in der Bibel stehen müssen? Da haben Sie Christus aber
gründlich mißverstanden. Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem
Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Joh 14, 26 Und
die katholische Kirche zeigt, mit all ihrem „Schmuck“, daß sie von Jesus nichts verstanden hat Da glaube
ich aber, daß vielmehr Sie etwas nicht richtig verstanden haben. Wo hat Christus denn gesagt, daß der
Schmuck in der Kirche mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar sei? Als kleinen Denkanstoß empfehle
ich in dem Zusammenhang mal die intensive Auseinandersetzung mit Joh 12, 1-8. Bei der „Salbung in Betanien“
wird Ihrer Interpretation und den „einfachen Kirchen nämlich gründlich widersprochen.
@ GerdEric da hätt’ er auch blöd dagestanden, denn das „Kreuz“ hatten Tausende Andere schon hinter sich,
also wäre es für einen „Gott“ wohl mehr als peinlich das nicht auch wie Tausende Menschen zu überstehen…
Diese Äußerung ist jetzt nicht wirklich Ihr Ernst, oder? Christus hätte Ihrer Ansicht nach blöd dagestanden,
wenn er nicht bereit gewesen wäre auszuhalten, was Tausende vor ihm auch durchgestanden hätten? Meinen
Sie wirklich, daß es „peinlich“ gewesen wäre, wenn Gott sich nicht hätte kreuzigen lassen? Wissen Sie
eigentlich was Sie damit sagen. Das ist eine ganz schlimme Form der Anmaßung und Gotteslästerung. P.S.:
Was wollen Sie eigentlich mit den Anführungszeichen beim Wort Gott ausdrücken?
@ Alanus ab Insulis Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber das ist nun wirklich Quatsch. Nur weil das
besagte Konzil in Ephesos seinen Tagungsort gehabt hat, heißt das doch noch längst nicht, daß man der
dort lebenden Bevölkerung, die lange vorher mal an Artemis glaubte (wie man im ganzen Römischen Reich
an andere Götter glaubte) entgegenkommen wollte und einen Artemis-Ersatz geschaffen hat. Diese Vermutung
wäre nur dann überhaupt eine Überlegung wert, wenn der dort tagende Klerus vor seiner Bekehrung mehrheitlich
auch dem Artemis-Kult angehangen hätte, was jedoch nicht der Fall war. Einer der schärfsten Gegner von
Nestorius kam beispielsweise gar nicht aus der Gegend. Es handelte sich dabei um den hl. Cyrill v. Alexandrien.
Daß man auf dem Konzil keinen Artemis-Ersatz schaffen wollte, wird aber schon allein dadurch klar, daß
man sich auf dem Konzil gegen Nestorius wendete, der lehrte, daß in Christus zwei für sich bestehende
Wesen und zwei Söhne zu unterscheiden seien. Der Logos wohne im Sohn der Jungfrau wie auf einem Thron
oder wie in einem Tempel. Folglich, so Nestorius, habe Maria nur den Menschen Jesus geboren und nicht
Gottes Sohn. Als nun das Dogma von der Gottesgebärerin verkündet wurde, hat man dabei nur mittelbar
eine Aussage über Maria getroffen. Im Mittelpunkt des Dogmas stand vielmehr Christus. Von einem Artemis-Ersatz
kann also überhaupt gar keine Rede sein.
@ Gotthard: Vorschlag abgelehnt! ich bin für den urchristlichen Ausdruck „Brotbrechung“ … Ich nicht!
Was früher normal gewesen ist und aus heutiger Sicht damals auch nicht falsch war, das kann heute bei
seiner Wiedereinführung falsch sein. Ich frage: Was soll mit der Wiedereinführung zum Ausdruck gebracht
werden? Vieles ließe sich einfacher (urchristlicher) ausdrücken, wenn es im Laufe der Zeit nicht diese
furchtbaren Irrlehren gegeben hätte. Wegen dieser Irrlehren und wegen der Gnadengabe des Geistes, die
es uns ermöglichte den Glauben immer besser zu entfalten, haben wir heute andere Begriffe. Wenn einzelne
Leute nun die Rückkehr zu ursprünglichen Begriffen fordert, dann klingt dies verführerisch, ist aber
sehr gefährlich. Entweder die Vorschlagenden selber sind bösgläubig und wollen bestimmte Lehren der
Kirche bestreiten oder aber andere sind es und mißbrauchen den neuen alten Begriff, um Ihre Irrlehren
damit zu rechtfertigen.
@ Leblhuber: Maria ist wahrhaft Gottesmutter! Gott hat ex definitione keine Mutter. Der Marienkult ist
eine heute nicht mehr verständliche Projektion, die sich aus heidnischen Einflüssen herleitet und mehr
Aberglauben als Glauben bewirkt hat. Da sollte sich aber mal jemand intensiver mit Kirchengeschichte und
Dogmatik befassen und nicht nur an der Oberfläche kratzen. Der Titel Gottesgebärerin (griechisch: theotokos)
für Maria, die Mutter Jesu, wurde erstmals auf dem Konzil von Ephesos im Jahre 431 gegen Nestorius verwendet,
der lehrte, Maria habe nur den Menschen Jesus geboren und nicht Gottes Sohn. Bei der Formulierung des
Dogmas sollte also keine Aussage über Maria gemacht werden, sondern lediglich über Jesus Christus. Direkt
wurde die Gottesmutterschaft Mariens von den Nestorianern bestritten, die Maria den Titel Gottesgebärerin
aberkannten und sie nur als Menschengebärerin oder Christusgebärerin bezeichneten. Maria ist jedoch
wahrhaft Mutter, weil sie zur Bildung der menschlichen Natur Christi all das Beigetragen hat, was jede
andere Mutter zur Bildung der Leibesfrucht beiträgt. Sie ist auch wahrhaft Gottesmutter, weil sie die
zweite göttliche Person der Gottheit empfangen und geboren hat. Freilich nicht der göttliche Natur nach,
sondern der angenommenen menschlichen Natur nach. Die Evangelien bieten dafür keine Grundlage. Aber natürlich!
Die Hl. Schrift lehrt die Gottesmutterschaft Mariens der Sache nach, indem sie einerseits die wahre Gottheit
Christi und andererseits die wahre Mutterschaft Mariens bezeugt.
@ r.ruhrgebietler Haben Sie heute einen schlechten Tag erwisch? was denn für DARBRINGUNG? Die hlg. Messe
ist ganz klar und absolut unmißverständlich eine OPFERMESSE. Das hat Genoveva doch gar nicht bestritten.
Sie wollte nur sagen, daß im Offertorium selber nichts geopfert wird, weil überhaupt kein Teil vor der
Wandlung die wesentliche Opferhandlung darstellen kann. Und das ist vollkommen richtig. Lesen sie außerdem
mal das „Suscipe, sancte Pater“ aufmerksam durch. Hier wird sogar ausdrücklich gesagt, daß die Opfergabe
dargebracht wird. Das „Darbringen“ ist im Sinne von „Opfern“ zu verstehen. Und insofern wird da absolut
nix gefeiert! Es gibt keinen Anlaß dazu! Es wird in höchstem Maße ehrwürdig und demütig vor dem Angesichte
des hlg. Altares zelebriert! Das ist doch nun wirklich Unfug. Natürlich begehen wir eine Opferfeier.
Zelebration kommt schließlich von „celebratio“ und das heißt im Lateinischen „Feier“. Wenn der Priester
die Messe zelebriert, dann feiert er sie also. Da ist kein PLatz für charismatischen, protestantischen,
evangelikalen Müll. Da gebe ich Ihnen Recht, aber das hat Genoveva auch nie gefordert. Es gibt auch keine
Eucharistiefeier! Diese Aussage ist so pauschal auch nicht richtig. „Eucharistia“ ist griechisch und heißt
„Danksagung“. Da nun die Messe aber auch ein Dankopfer ist, so kann man selbstverständlich auch von einer
Eucharistiefeier sprechen, wenn man hiermit nicht zum Ausdruck bringen will, daß die Messe „nur“ eine
Danksagung ist.
@ Gotthard Wunderbar haben wir ein Dankgebet aus dem jüdischen Gottesdienst erhalten, dass für die Gaben
dankt, die wir anschließend darbringen. Das ist nun wirklich Unfug. Wir bringen ja kein Brot oder Wein
dar, sondern erneuern das Kreuzesopfer in sakramentaler Form. Die Opfergabe ist also Christus. Es ist
also völlig widersinnig, ein Tischgebet zu sprechen. Nicht wir sind diejenigen, die beim Opfer etwas
empfangen, sondern wir bringen Gott etwas dar. Das ist genau der Unterschied zwischen Sakrament und Opfer.
Sende Deinen Geist über Brot und Wein … der Geist ist es, der wandelt -nicht eine dem Priester innewohnende
Kraft… Natürlich wandelt Gott. Christus ist die Opfergabe und der Opfernde. Er spricht aber durch ein
Werkzeug, dessen er sich bedient. Dieser vollzieht die Opferhandlung. Er kann dies Kraft seiner heiligen
Weihe, die es Ihm ermöglicht, bestimmte Handlungen an Christi statt zu vollziehen.
@ GerdEric Nix mit Scheidung? Also grundsätzlich nix mit Scheidung. Wobei man noch dazu sagen muß, daß
eine Scheidung gemäß den bürgerlichen Gesetzen theologisch betrachtet als eine Trennung von Tisch und
Bett angesehen werden kann, was unter Umständen auch sittlich zulässig ist. Eine zweite sakramentale
Ehe kann es aber nun mal nicht geben, weil die Ehe – genauso wie die Taufe – ein Dauersakrament ist. nix
mit zweiter Ehe, wenn der Partner verstorben ist? Doch! Eine Wiederverheiratung des hinterbliebenen Gatten
nach dem Tod des anderen ist sehr wohl möglich, weil der Tod das Band der Ehe auflöst (Röm 7, 2). wobei
mir entgeht, wie Jesus das Leben für den Menschen, der nun mal seine Fehler hat, einfacher macht, entlastet,
von all den Geboten, und dann doch solch ein Extrem schafft, das dann das ganze Leben belasten kann Schauen
Sie, genau das ist heutzutage das Problem. Der moderne Mensch glaubt, daß Christus von ihm keinerlei
Opfer verlangt. Das ist aber gerade nicht so. Im Gegenteil! Das Opfer aus der rechten Gesinnung heraus,
ist Gott sehr wohlgefällig. Oder wie erklären Sie sich sonst den Tod Jesu am Kreuz? Wir dürfen uns
an diesem Kreuz nicht ärgern oder es für eine Torheit halten. Der Feiertag ist für den Menschen da,
nicht andes, so ist auch die Ehe für den Menschen da Natürlich dient die Ehe der Heiligung. Aber der
Mensch muß auch alles tun, damit diese Heiligung fruchtbar wird. Die Partner müssen aus den Sakramenten
leben. Dann werden sie Gottes reiche Gnade erlangen
@ Gotthard an dieser Stelle der Eucharistiefeier wird nichts geopfert – oder? wenn nichts geopfert wird,
können eigentlich auch keine begleitenden und deutenden Gebete gesprochen werden – oder? Auf den ersten
Blick ist Ihr Einwand zutreffend. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, den Mittelpunkt der Messe im Auge
zu behalten. Im Mittelpunkt der ganzen Feier steht die Darbringung des heiligen Meßopfers. Daraufhin
ist alles ausgerichtet. Da es der Herrgott nun aber einmal so gefügt hat, daß wir neben der Dimension
des Raumes auch die Dimension der Zeit haben, ist es uns leider nicht möglich alle Gebete in diesem einen
Moment der Doppelkonsekration zu sprechen. Wenn also auch für unser Empfinden diese Opferungsgebete schon
vor der eigentlichen Darbringung des Opfers gesprochen werden, so sind sie doch enzig und alleine auf
diesen Moment der Opferdarbringung bezogen. Das gleiche gilt auch für alle anderen Gebete im Kanon. So
wird ja z.B. die Epiklese auch vor der Wandlung gesprochen, obwohl der Geist erst im Moment der Wandlung
wirken soll.
@ matt2: „Heilsgeschichtliche“ Bedeutung der Vielehe Hat die Vielehe eine heisgeschichtliche Relevanz?
Ich meine, daß man diese Frage mit einem klaren „Nein“ beantworten muß. Der Schöpfer hat die Ehe im
Paradiese als einen Bund zwischen einem Mann und einer Frau (Einehe) gestiftet. Diese Schöpfungsordnung
wurde von Gott nie eigentlich aufgehoben. Wenn Gott die Vielehe bei den Patriarchen und später durch
Moses beim israelitischen Volk zuließ, so ist das wohl nicht im Sinn einer ausdrücklichen Genehmigung
oder eines Dispens gemeint, sondern bloß als ein Tolerieren beziehungsweise als eine gesetzliche Eindämmung
eines unter den gegebenen Umständen schwer abzustellenden Mißbrauchs. Die Einehe ist so sehr vom Wesen
der ehelichen Gemeinschaft als Liebesgemeinschaft und als würdige Stätte zur Erziehung der Kinder gefordert,
daß jede andere Form sogar schon dem Naturrecht widerstreitet. Die Polygamie ist auch im gefallenen Zeit
noch als der Würde des Menschen höchst unangemessen zu erkennen. Auch das Alte Testament zeigt schon
klar genug, daß einzig die Einehe der Schöpfungsabsicht Gottes entspricht. Das ist der ausgesprochene
Standpunkt der Weisheitsbücher. Klar steht das Bild der Einehe am Anfang der göttlichen Offenbarung:
Eva ist aus der Rippe des Mannes«; beide werden ein Leib« [Gen 2, 18ff.]. Christus hat durch die Erhebung
der Ehe zum Sakrament – zur Darstellung Seiner eigenen Liebe zu der einen Kirche – die Einehe in aller
Absolutheit wiederhergestellt.
@ pfarrverweser1 Zunächst ist festzuhalten, daß das 2. HG auf die Traditio Apostolica des Hippolyt von
Rom aus dem 2. Jh. zurückgeht und somit das älteste ist. Diese These finde ich dann aber doch ein wenig
gewagt. Wo steht denn geschrieben, daß der Canon des Hippolyt der älteste ist? Können Sie ausschließen,
daß wesentliche Teile des 1. HG nicht noch älter sind? Im übrigen muß das älteste HG nicht zwangsläufig
auch das beste sein. Schließlich sei noch gesagt, daß das 2. HG nicht identisch mit dem Canon des Hippolyt
ist, sondern nur an dieses angelehnt worden ist. „Problematische“ Stellen wurden natürlich geglättet.
Schließlich fehlen beim NOM die Opferungsgebete, die das Wesen der Messe in unvergleichbarer Weise dargelegt
haben. Statt dessen haben wir jetzt abgewandelte jüdische Tischgebete, die sich Gabenbereitung nennen.
„Beleidigung“ Beleidigungsfähig ist jeder Mensch als Einzelperson. Mehrere Einzelpersonen als Angehörige
einer Personenmehrheit können unter einer Kollektivbezeichnung beleidigt werden. Daneben sind aber auch
Personengemeinschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit (jur. Personen des privaten Rechts) und sogar
nichtrechtsfähige Vereine beleidigungsfähig, wenn sie rechtlich anerkannte soziale Aufgaben erfüllen
und einen einheitliche Willen bilden können. Zu guter letzt sind auch Behörden beleidigungsfähig. Anonymität
schützt dabei selbstverständlich vor Strafe nicht.
@ obelix: Glauben Sie wirklich, daß sich Ehe und gekreuzigte Liebe widersprechen? So einen Schmarrn über
Ehe und Liebe kann auch nur ein wahrer und starkgläubiger Katholik schreiben! Liebe ist nur dann echt
katholisch, wenn sie weh tut! Oh, methusalix. So einen Unsinn kann nur schreiben, wer ein Problem mit
Gott hat und nichts anderes im Sinn hat, als gegen Christus zu Felde zu ziehen, indem man ihm die Worte
im Munde herumdreht. Ich habe nicht die christliche Ehe charakterisiert, sondern gesagt, worin die christliche
Liebe in der (zeitweise) „unglücklichen“ Ehe besteht. Nur so kann man überhaupt verstehen, warum Christus
in der Bergpredigt (die Sie doch sonst auch so hoch schätzen) so radikale Grundsätze bezüglich der
Ehe aufgestellt hat. Wer die Ehe nicht unter dem Licht des Kreuzes sieht, der versteht nicht ihren sakramentalen
Charakter und begreift auch nicht, daß es sich bei den hohen Anforderungen, die Christus aufstellt um
wahre Liebe handelt. Darum muß mit Augustinus immer wieder betont werden: „Nicht sinnliche, triebhafte
Liebe (libido), sondern die in Gott gegründete Liebe (caritas conjugalis) macht das Gattenverhältnis
aus. Eine wahre Ehe läßt sich nicht auf bloß sinnliche Zuneigung – die natürlich auch bestehen sollte –
gründen, sondern nur auf absolute Treubindung wahrer, verantwortlicher Gattenliebe. Es gibt nun mal kaum
eine Ehe ohne zeitweise bittere Enttäuschungen der allzu hoch gespannten Erwartungen der ersten Liebe.
Mit Masochismus hat das rein gar nichts zu tun. Sie verkennen nur total die Bedeutung des Opfers im christl.
Glauben.
Die Liebe in der unglücklichen Ehe Die christliche Ehe ist keine Zweckgemeinschaft zweier sich sinnlich
Liebender. Wer dies annimmt, der verkennt nicht nur den Begriff der christlich sakramentalen Ehe, sondern
auch den der christlichen Liebe. Die eheliche Liebe muß, um sich vollenden und in allem bewähren zu
können, eine gekreuzigte Liebe sein. Christliches Eheleben ist Nachfolge des gekreuzigten Heilandes.
Der Treubund der Liebe zwischen Christus und Seiner Kirche, den das Sakrament der Ehe versinnbildlicht,
ist am Kreuz besiegelt worden; im bittern Leiden des Heilandes über allen Undank seiner Freunde und Feinde.
Nur von Kalvaria aus kann der eigentliche christliche Sinn der Ehe erschlossen werden. Ebenso kann nur
in der vom Kreuzesopfer Christi ausströmenden Kraft das ständige Ehekreuz getragen und fruchtbar gemacht
werden. In der Schau des Glaubens, in der Kraft des Gebetes und des Empfangs der Opferspeise der heiligsten
Eucharistie sind die Opfer der »glücklichen Ehe, ja selbst die großen, beständigen Leiden der »unglücklichen«
Ehe nicht ein Fluch, sondern Nachfolge Christi, Darstellung der im Leiden sieghaften, treuen Liebe Christi.
@ Maledica @ Czibo Nieznany @ Maledica Die Ehe bei den Protestanten ist zwar gültig, wie unter Heiden
eine Naturehe auch. Ein Sakrament ist sie deshalb noch lange nicht. Das ist falsch Meledica. Der Text,
den Sie zitiert haben, erklärt wie die Protestanten eine kirchliche Eheschließung theologisch beurteilen.
Er erklärt jedoch nicht, wie diese Ehen aus katholischer Sicht zu beurteilen sind. Überlegen Sie doch
mal: Eine ledige Katholikin kann mit einem geschiedenen Protestanten (mit Protestantin verheiratet gewesen)
keine (neue) sakramentale Ehe eingehen. Der Grund ist darin zu sehen, daß der Protestant bereits vorher
eine sakramentale Ehe eingegangen ist. Voraussetzung für die Annahme einer sakramentalen Ehe ist natürlich,
daß die üblichen materiellen Voraussetzungen für eine sakramentale Ehe vorliegen. Das Formerfordernis
bindet die Protestanten nicht. Die Ehe zwischen zwei nicht-katholischen Christen wird somit bei Vorliegen
der entsprechenden Voraussetzungen als sakramental angesehen. @ Czibo Nieznany Frau Käßmann hat als
Bischöfin der Landeskirche in Niedersachsen stets gute Arbeit geleistet, stets sachlich, umsichtig, eine
sophisticated Lady im Blütenkranz des deutschen Protestantismus. Sie hat ihm Herz und Seele gegeben.
Wenn ich solche Lobeshymnen von einem Katholiken über eine bekennende Häretikerin und Schismatikerin
lesen muß, dann haut’s mich wirklich bald vom Stuhl. Das schlimmste an der ganzen Sache ist noch, daß
Sie es vermutlich ernst meinen und sich gar nichts Schlimmes dabei denke
Rosige Aussichten? Wohl eher braune … Wer sich selber ein Bild machen möchte, sollte das hier lesen…
www.tvaktuell.com/…ente/CSU-Beweise.pdf Mit „katholisch“ hat das beim besten Willen nichts mehr zu tun.
@ Sirilo @ obelix Der Protestantismus hat sich ab 1517 entwickelt, der Liberalismus ab 1688. Wie kann
da der Protestantismus ein theologisches Kind des Liberalismus sein? Sie Verwechseln das Prinzip mit den
verschiedenen Ausformungen. Das Prinzip des Liberalismus Ist schon uralt. Das Motiv für den Fall des
Engels und für den Sündenfall war schon der Liberalismus. Der Protestantismus (seinem Prinzip nach)
ist eine theologische Ausformung des Liberalismus. Daneben gibt es dann noch den (jungen) politischen
Liberalismus. Das Grundprinzip des Liberalismus ist die Freiheit von jedem wie auch immer gearteten Zwang,
von sozialen Abhängigkeiten und Notwendigkeiten, die Freiheit von den Banden jeder Art, die den Menschen
hindern, nach seiner natürlichen Neigung zu handeln. Für den Liberalen ist diese individuelle Freiheit
das Gut par excellence, das fundamentale, unverletzliche Gut, dem alles zu weichen hat, außer vielleicht
was durch die rein materielle Ordnung des Gemeinwesens gefordert ist; die Freiheit ist das Gut, dem alles
untergeordnet ist, sie ist das notwendige Fundament jedes Gesellschaftsbaues. Im theologischen Bereich
ist der Liberalismus konsequent gedacht immer eine Leugnung der Majestät Gottes. Das höchste Wesen und
Prinzip ist im Liberalismus der Mensch und seine Gesetze (=contract social) @ obelix Leider kann ich Ihre
Fragen im Rahmen dieses Forums nicht alle beantworten, da mir hierfür nicht genügend Platz zur Verfügung
steht. Ich trete schließlich nur unter einem Namen hier auf.
@ methusalix Wenn die protestant. Evangelikalen der USA LIBERAL sind, dann ist George W. Bush ein gottloser …
Kommunist! Liberal heißt nicht, daß man unglaublich tolerant und weltoffen ist und konservativ sein,
heißt nicht, daß man sittenstreng, unnachgiebig und rückwärtsgewandt ist. Diese Formeln würden beiden
Begriffen nicht gerecht. Der Liberalismus hat verschiedene Ausprägungen. Es gibt den politischen, den
philosophischen & den theologischen Liberalismus. Das Grundprinzip (die Unabhängigkeit) ist allen Zweigen
zueigen. Innerhalb des Liberalismus gibt es schließlich noch Abstufungen und Ausprägungen. Der Protestantismus
ist seinem Prinzip nach ein theologisches Kind des Liberalismus. Ohne Liberalismus keinen Protestantismus.
Natürlich sind somit auch die Evangelikalen in den USA liberal. Liberal dem Prinzip nach, nicht in jeder
einzelnen Frage. Politisch würde man bei den Evangelikalen von Neokonservativen sprechen. Der Neokonserv.
ist jedoch alles andere als wirklich wertkonservativ. Dazwischen liegt ein himmelweiter Unterschied. Ob
Bush wertkonservativ oder aber neokonservativ ist (wie die meisten in seinem Unfeld), weiß ich nicht.
Ich vermute eher letzteres. Ich lege aber großen Wert auf eine genaue Unterscheidung diesbezüglich.
Mit einem Neokonservativen habe ich nämlich oft viel größere Probleme als mit einem Liberalen. Letzterer
gibt zu, daß er liberal ist, der Neokonservative verschleiert seine Prinzipienlosigkeit durch einen Etikettenschwindel.
@ stimme der vernunft Die Leute rennen zu den Evangelikalen, weil die ihnen erzählen:… Ich meine, daß
man zwischen den protestantischen Gruppierungen und der Theologie der Befreiung doch noch genauer unterscheiden
muß. Beide haben zwar das Prinzip des Liberalismus als Grundlage, aber sind völlig andere Ausprägungen.
Die Evangelikalen „bieten“ Abwechslung, soziale Wohltaten und haben keinen Personalmangel. Schließlich
sind sie weniger streng und versprechen materiellen Reichtum aus eigener Kraft, weil man ein Auserwählter
Gottes ist. Die Befreiungstheologie (zumindest die problematische) verkürzt die Theologie, reduziert
sie auf das menschliche, predigt absolute Gleichheit und Klassenkampf. Der Begriff der Erlösung wird
pervertiert, indem man Christus das Wort im Munde herumdreht und unter Erlösung in erster Linie die Erlösung
der Menschen hier auf Erden versteht. Diese Befreiungstheologie hat Johannes-Paul II bekämpft und verboten,
die evangelikalen Rattenfänger füllen die Lücken Das wäre zu kurz gesprungen. Außerdem erweckt es
den Eindruck als wenn Sie meinen, daß die Befreiungstheologie mit dem kath. Glauben ohne weiteres in
Einklang zu bringen sei. Mit lateinischem Gemurmel und barockem Schnickschnack gewinnt man dort nicht
eine einzige Seele…vollgefressen und in Goldbrokat gekleidet Sie haben doch von den dortigen Verhältnissen
keine Ahnung. Das eine darf nicht gegen das andere Ausgespielt werden. Die Befreiungsth. braucht es nicht.
Die katholische Soziallehre ist völlig ausreichend.
@ Czibo Nieznany Um ehrlich zu sein, hat sich meine Mühe mit Ihrem Beitrag dann doch sehr in Grenzen
gehalten. Sie können von mir aus Wahrheiten verteidigen so viel Sie wollen, wenn Sie nicht beleidigend
werden Wenn das so ist, dann frage ich mich, warum Sie Ihren ersten Beitrag an mich überhaupt geschrieben
haben und nicht einfach geschwiegen haben. Dafür verzichten sie (Pünktchen) gern darauf, eigene Beiträge
zu liefern Hören Sie doch einfach auf, hier eine peinliche Bemerkung nach der anderen zu machen. Pünktchen
hat hier nachweislich deutlich mehr konstruktive Beiträge geschrieben als Sie, der Sie sich mit dem Wiederholen
von Straßenparolen zufriedengeben. Wenn sie jetzt auf die Mehrheit verweisen, die genauso denke, dann
kann ich das nur mit einem müden Lächeln quittieren. Der Applaus beim Plebs und erklärten Feinden Christi
interessiert mich nicht die Bohne, weil schon Christus sagte: Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um
meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid
fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt
die Propheten, die vor euch gewesen sind. Mt 5, 11 ff. Zudem strotzen Ihre Beiträge nunmal von einem
grandiosen Halbwissen über den kath. Glauben. Das kann ich leider auch nicht ändern, sondern nur feststellen.
Theologie ist jedoch keine Wissenschaft, die das Absondern von jeder dahergelaufenen Behauptung als „richtig“
akzeptieren muß.
@ Czibo Nieznany Haben Sie schon einmal überlegt, daß Sie mit Ihrem Namen ein Phantom verteidigen, an
das kaum mehr jemand glaubt Und haben Sie schon mal überlegt, daß ich dieses „Phantom“ verteidige, gerade
weil kaum mehr jemand daran glaubt? Oder glauben Sie, daß auch ich so blöd bin und die Wahrheit aufhöre
zu verteidigen, nur weil sie nicht mehr „up to date“ ist? Ihre herablassende Art Wenn ich meine Beiträge
hier so lese, dann wahre ich weitestgehend die Form. Ich kann es jedoch nicht leiden, wenn jemand offensichtlich
Unsinn erzählt, der gegen theologisch und philosophische Grundsätze verstößt und damit Lügen verbreitet.
weil sie auf anderen Wegen zum Glauben gefunden haben als Sie Wie die Leute zum Glauben finden, ist mir
relativ egal. Die Hauptsache ist, daß sie zu dem Glauben finden und einfach nur zu irgendeinem Glauben.
Ihre Schmähreden sollen wohl verletzend sein Erstens schreibe ich keine Schmähreden und zweitens will
ich auch nicht verletzend sein. der sich als Defensor Fidei bezeichnet Kennen Sie die Geschichte des „Defensor
Fidei“? Glauben Sie nicht auch, daß es gut ist, wenn man die Wahrheit verteidigen will? Oder leugnen
Sie etwa das Vorhandensein einer objektiven Wahrheit bzw. ihre Erkennbarkeit? Ich wünsche Ihnen eine
Kirche mit hoher Kanzel und leeren Bänken Wenn die Wahrheit leere Bänke zur Folge hat, dann muß ich
damit leben. Volle Kirchen heißen doch gar nichts. Die bekomme ich nämlich auch, wenn ich einen dressierten
Affen an den Alter stelle.
@ Fragender und aus jedem Wort dieses wertvollen Textes spricht christliche Nächstenliebe …Bravo! Diese
Nächstenliebe, lieber Fragender, besteht nicht darin irgendwelche sündhaften Sauereien schönzureden.
Frömmigkeitsformen und sind heute sehr unverständlich. Na prima! Und weil sie heute keiner mehr versteht,
lassen wir sie lieber gleich ganz bleiben oder wie? Wenn dem Tatsächlich so sein sollte, dann ist dies
ein Armutszeugnis für all jene, die Verantwortung für die Religiöse Bildung tragen: Bischöfe, Priester,
Eltern und Lehrer. Dies sind alles sehr selektive Frömmigkeitsformen, bei deren Fehlen auch nichts entbehrt
wird. Es wäre aber unklug, wenn man von diesen Mitteln keinen Gebrauch machte. Im übrigen ist es ein
großer Unterschied, ob man selber diese nicht unbedingt heilsnotwendigen Inhalte des Glaubens selber
nicht praktiziert oder diese ablehnt.
@ Gotthard @ Sirilo Hätte die FSSPX eigentlich auch an dieser Feier teilgenommen, wenn das Erzbistum
organisiert und der Erzbischof dazu eingeladen hätte? Warum wollen Sie eine rein hypothetische Frage
beantwortet haben? Das Erzbistum hat es ja vorgezogen lieber gar nichts zu unternehmen. Dafür haben aber
auch Priester der sogenannten „Amtskirche“ an der Feier der FSSPX teilgenommen Wenn schon die gesamte
Menschheit seit 1899 dem Herzen Jesu geweiht ist, wieso muß dann Bayern noch extra dem Herzen Mariens
geweiht werden? Diese Frage meinen Sie jetzt nicht wirklich ernst, oder? Wissen Sie überhaupt, was eine
Weihe bedeutet? Wenn Sie es täten, dann würden Sie so eine Frage nicht stellen. Nichts spricht demnach
nämlich gegen verschiedene Weihen. Warum wurde nur Bayern geweiht, und nicht gleich ganz Deutschland?
Gegenfrage: Warum beten Sie bei Fürbittgebeten nicht immer für alle Probleme der ganzen Welt, sondern
statt dessen für ganz spezielle Anlässe? Warum beten Sie überhaupt neben dem „Vater Unser“ noch etwas
anderes, wenn doch mit dem „Vater Unser“ alles wesentliche abgedeckt ist? Warum beten Sie das Vater Unser
nicht nur 1x in Ihrem Leben? Hat Gott nach einem Tag Ihr Gebet vom letzten Abend schon wieder vergessen?
Wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, dann merken Sie bestimmt auch wie unsinnig Ihre Frage
war. Folgen jetzt nach und nach weitere Weihen der anderen Bundesländer? Warum eigentlich nicht? Nur
werden die heutigen Bischöfe diese Weihen sicherlich nicht vornehmen
@ Gotthard …Abstände der Erneuerungen In welchen Abständen sollten solche „Weihen“ abgehalten werden?
In seiner Botschaft zum 100. Jahrestag der Weihe der Menschheit an das Heiligste Herz Jesu schrieb Johannes
Paul II. u.a.: Die Gültigkeit des Geschehens vom 11. Juni 1899 hat in den Schreiben meiner Vorgänger
ihre maßgebliche Bestätigung gefunden; sie lieferten lehramtliche Erläuterungen zur Herz-Jesu-Verehrung
und verfügten die periodische Erneuerung des Weiheakts. Unter ihnen erinnere ich besonders gerne an folgende:
den heiligen Nachfolger Leos XIII., Papst Pius X., der 1906 eine Erneuerung der Weihe alle zehn Jahre
bestimmte; Papst Pius XI. ehrwürdigen Angedenkens, der in seinen Enzykliken Quas primas www.stjosef.at/…ente/quas_primas.htm –
im Zusammenhang mit dem Hl. Jahr 1925 – und Miserentissimus Redemptor darauf Bezug nahm; an seinen Nachfolger,
den Diener Gottes Pius X II., der sich in den Enzykliken Summi Pontificatus www.vatican.va/…pontificatus_en.html
und Haurietis aquas mit diesem Thema befaßte. Die Weihe des Menschengeschlechts im Jahr 1899 stellt einen
außerordentlichen Schritt auf dem Weg der Kirche dar, und es ist auch heute wertvoll, sie jedes Jahr
am Fest des Heiligsten Herzens zu erneuern. Das gilt auch für den Akt der Erneuerung, den wir am Christkönigsfest
vollziehen. Die Worte Leos XIII. klingen auch heute zeitgemäß: »Wir müssen uns also an den wenden,
der Weg, Wahrheit und Leben ist. Wir sind fehlgegangen: Nun müssen wir auf den Weg zurückkommen.
@ Czibo Nieznany: „Quid est veritas?“ Kommt mir irgendwie bekannt vor? Diese Frage hat Pilatus damals
auch schon gestellt. Besonders klug war sie damals nicht und ist es heute auch noch nicht. Im Gegenteil.
Sie war der Ausdruck des liberalen Denkens. Eines Denkens, daß dem Wesen der Kirche – dem Wesen Gottes –
zutiefst zuwider ist. Aber was ist Wahrheit, wenn die ungeschminkte Wahrheit nach Möglichkeit ständig
mit der Bibel kollidiert, weil sie nur eine für wahr gehaltene Lehre ist. Wenn man Ihre Beiträge hier
so liest, dann sondern Sie schon ziemlich viel theologischen Unsinn ab. Von den „Widersprüchen“, die
angeblich zwischen der katholischen Wahrheit und der Bibel bestehen sollen, kann ich weit und breit nichts
erkennen. Dagegen ist Ihre Verachtung der Gottesmutter (oder wie Sie es wohl ausdrücken würden: des
Menschen, der Schwester, der Frau Maria) schon eine Form von Gotteslästerung, was aber nur folgerichtig
ist, weil es konsequenterweise zum Prinzip eines Liberalen dazugehört – das gleiche Prinzip, daß auch
schon die Ursache für die Erbsünde war und unseren Herrn Jesus Christus ans Kreuz genagelt hat. Auf
diesem Bild wird ganz offensichtlich die Muttergottes angebetet. Ihre Zustimmung zu diesem Satz zeigt
schon, daß Sie noch nicht einmal den Unterschied zwischen anbeten und anrufen begreifen, sondern lieber
die abgedroschene protestantische Schmalspurtheologie vertreten.
@ stimme der vernunft @ Sirilo …solange bis es ALLE glauben, daß es VIELE heißen muß Wenn man das
alles so wörtlich nehmen muß, wie kommt es dann, daß sich die Wortlaute der verschiedenen Einsetzungsb.
in den Evangelien widersprechen? Sie widersprechen sich eben gerade nicht. Sie sind sogar ausgesprochen
deckungsgleich. Z.T. haben Sie lediglich ein „Mehr“, indem noch „für viele“ erwähnt wird. Widersprechen
täten sie sich nur, wenn manchmal von „vielen“ & an anderer Stelle von „allen“ die Rede wäre. Die Tatsache,
daß der Wortlaut nicht bis in das kleinste Detail deckungsgleich ist, spricht übrigens noch dafür,
daß nicht einfach nur voneinander abgeschrieben worden ist, was die „historisch-kritisch“ Gesinnten ansonsten
wohl als erstes annehmen würden. „Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich *alle* an mich ziehen.“
Was hat Jesus damit wohl gemeint? Durch den Sühnetod Jesu wurde die Herrschaft Satans gebrochen, wenn
auch sein wirken noch spürbar bleibt bis zur Vollendung des Gottesreiches. An Stelle Satans wird nunmehr
mit seiner Erhöhung am Kreuze Jesus das Königtum ausüben und alle Heilswilligen in seinem Reiche sammeln.
Mit Interesse stelle ich fest, daß seit Montag 19:16 Uhr kein Vertreter der Viele-Fraktion sich zu Jesu
Wort Jo 12,32 geäußert hat Nicht Ratlosigkeit, sondern Urlaub war der Grund Im übrigen glaubt doch
wohl niemand ernsthaft, daß die Evangelisten beim Abfassen der Evangelien bei so einer entscheidenden
Frage dermaßen geschlampt haben und ganz nach Lust & Laune mal die eine und mal die andere Formulierung
gewählt haben, oder?
@ stimme d vernunf:Wenn Jesus „für viele“ gesagt hat, dann lehrt die Kirche seit Paulus eine Häresie
Wie kommen Sie denn da drauf? Warum sollte Paulus dem „für viele“ widersprechen? Es könnte natürlich
auch sein, daß die [Evangelisten] den exakten Wortlaut nicht mehr so genau wussten Haben Sie schon mal
etwas von der Inspiration durch den Hl. Geist gehört? Wenn ja, dann verstehe ich Ihren Einwand nicht.
Im übrigen haben die die Wandlungsworte bevor sie aufgeschrieben wurden nicht in einer Kiste vor sich
hingeschlummert, sondern wurden regelmäßig in der Messe verwendet und waren deshalb sehr präsent. Mit
„stiller Post“ hat das gar nichts zu tun. Auch das Argument mit der veränderten Wortbedeutung ist nicht
wirklich überzeugend, weil ja maßgeblich nicht die deutsche Übersetzung ist. Und da die Wandlungsworte
eh kein wörtliches Zitat aus der Schrift sind, ist es Unfug, mit „Wortlaut“ zu argumentieren Überhaupt
nicht. Die Berichte über die Wandlungsworte decken sich weitgehend. Wenn ein Bericht die „vielen“ nicht
ausdrücklich erwähnt, dann ist dies noch lange kein Indiz, daß diese Bezeichnung falsch ist. Wenn,
dann ist nämlich immer nur von „vielen“ aber nie von „allen“ die Rede. der Sinn ist nunmal „für alle“
Eben gerade nicht! Manchmal sagt Christus, daß er für alle stirbt und manchmal für viele. Dies ist
kein Widerspruch, sondern läßt sich damit erklären, daß er manchmal das Heilsangebot und manchmal
die Effizienz des Erlöserleidens meint. Bei den Wandlungsworten ist vom Bund die Rede. Gemeint ist also
die Effizient des Erlöserleidens, weshalb es „für viele“ heißen muß
@ agmen …War das letzte Abendmahl die erste heilige Messe? …JA Im unmittelbaren Anschluß an die Paschafeier
setzte der Heiland die Eucharistie ein. Er stiftete den neuen und ewigen Bund Gottes mit den Menschen
durch die Einsetzung des neuen Opfers. Schon hier sprach Christus die Wandlungsworte. Schon hier war Christus
selbst das Opferlamm, das mit seinem Blut der Welt Sünden tilgte. Da aber das wirkliche Osterlamm Christus
zugleich stetes Opfer und ewiger Hohepriester nach der Ordnung Melchisedechs war, so hielt er am Vorabend
seiner wirklichen blutigen und tödlichen Schlachtopferung am Kreuzaltar eine nicht bloß vorbildliche,
sondern auch wirkliche, aber mystische, nicht sinnliche Opferung seiner selbst am Tischaltar, um den Seinigen
seinen Opferleib in Brotgestalt zu essen, sein Opferblut in Weinesgestalt zu trinken gegeben. (Vgl. „Das
hl. Meßopfer“; A. Reiners, Pfarrer – Imprimatur erhalten und Danksagung des Papstes durch Card. Merry
del Val)
@ Genoveva …Die Bezeichnunf „für viele“ ist keine Ausnahme oder Zufall Mich würde interessieren, ob
Sie mir Stellen aus der Dogmatik nennen können, in denen dieser Gedanke genauer behandelt wird. Man kann
ja die Frage stellen, ob der Neue Bund nicht alle Menschen einschließt. Wenn Christus auch für alle
Menschen gestorben ist, insofern er allen die Möglichkeit des Heils verdient hat, so gehören zum Neuen
Bund eben doch nicht alle, sondern nur diejenigen, die an ihn glauben und in seine Kirche eintreten. So
erklärt der Römische Katechismus: „Es ist also mit Recht geschehen, daß nicht gesagt wurde „für alle“,
da hier bloß von den Früchten des Leidens die Rede war, welches doch den Auserwählten die Frucht des
Heiles gebracht hat“ (2. Teil, IV, 24). In Jo 17, 9 sagt Christus: „ Ich bitte für sie (die an mich Glaubenden)
und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast.“ In Hebr. 9, 28 sagt der Apostel
Paulus:“…so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen. Unpassend finde
ich die Wortwahl „Heilsangebot“. Wir treten Gott nicht auf einem Markt gegenüber. Die Sprache der Kirche
ist nicht immer banal. Vor allem dogmatische Sachverhalte werden oft „besonders“ ausgedrückt. Das ist
nicht weiter schlimm, sondern notwendig. Ein Bund ist immer etwas Zweiseitiges; quasi ein Vertrag. Ein
Vertrag besteht immer aus zwei sich deckenden Willenserklärungen: Angebot und Annahme. Deshalb ist der
Begriff „Heilsangebot“ nicht unpassend. Der Unterschied zum Basar liegt darin, daß das Angebot nicht
verhandelbar ist.
@ zeitundewigkeit @ Genoveva …einiges durcheinandergebracht Das Kreuzesopfer ist reines Sühnopfer.
Darum gilt: für alle Das Kreuzesopfer ist kein reines Sühnopfer. Meßopfer und Kreuzesopfer sind ja
wesensgleich. Im übrigen verstehe ich das „darum“ nicht. Aus dem Sühnopfercharakter ergibt sich nicht,
daß es „für alle“ heißen müsse. Gemeint ist bei den Wandlungsworten nicht das Heilsangebot, sondern
die Effizienz des Erlöserleidens, die eben gerade nicht „allen“ zukommt. Die Heilige Messe ist Sühnopfer
und Opfermahl und Dankopfer Nein! Die Heilige Messe ist dem Wesen nach nur ein (Bitt-, Lob-, Dank- und
Sühn-)Opfer. Das Opfermahl ist nur der Abschluß der Opferfeier, aber kein Wesensbestandteil. Der Empfang
des Opfermahles ist… an Bedingungen gebunden, die nicht alle erfüllen und damit wird auch die Frucht
des Sühnopfers nicht allen, sondern nur vielen gewährt. Unter einer Meßfrucht versteht man jene Wirkungen
ex opere operato, welche der Messe entspringen, insofern sie Bitt- und Sühnopfer ist. Man unterscheidet
die allgemeine, die persönliche und die besondere Meßfrucht. Die bei der Kommunion genossenen Opferfrüchte
(im dinglichen Sinne) sind hiervon streng zu trennen und hängen mit dem Wortlaut der Wandlungsworte nur
mittelbar zusammen. Die Wandlungsworte über den Kelch sprechen eindeutig nur von denjenigen, für die
das Blut Christi vergossen wird – und das sind … alle Menschen. Nein! Die Wandlungsworte sprechen eindeutig
vom Blut des Neuen Bundes. Dieser Bund meint nicht das Heilsangebot, sondern besteht nur mit „vielen“.
@ Jörg Guttenberger Vom Neokonservativen zeichnen Sie ein äußerst negatives Bild, er ist, sofern ich
Ihre Ausführungen richtig verstehe, völlig von seinen Meinungsführern abhängig, also zu selbständigen
Denken unfähig. Ich halte von den Neokonservativen tatsächlich nicht viel. Der Konservative kann keine
Vermählung mit dem Liberalismus eingehen. Genausowenig wie man Feuer und Wasser miteinander verbinden
kann. Aber wie schon gesagt: Die Neokonservativen sind keine homogene Gruppe. Nur weil sie im Ergebnis
die ein oder andere richtige Meinung vertreten, ändert sich meine Ansicht nicht. Bei den Protestanten
ist es ähnlich. Da gibt es auch solche und solche. Im Ergebnis stimme ich mit streng „konservativen“
Hochkirchlern zwar in vielen Einzelfragen überein, aber das ändert nichts an meiner grundsätzlichen
Einstellung zum Protestantismus. Neokonservative denken mir oft tatsächlich zu wenig. Zumindest sind
sie nicht stringent. Der Begriff „konservativ“ wird von ihnen gefährlich verkürzt. Zum Bischof Fürst
persönlich kann ich aus eigener Kenntnis nichts sagen. Bischof Fürst? Da haben wir wohl aneinander vorbeigeredet.
Ich für meine Person habe den Stadtrat Dr. Thomas Fürst aus Regensburg gemeint, von dem in dem Artikel
die Rede war. Bedenken habe ich gegen Ihr Verständnis von „nationalkonservativ“. Müßte man hier nicht
von Reaktionären sprechen? Würde ich nicht unbedingt sagen. Der Nationalkonservative kann reaktionär
sein, aber der Reaktionär ist nicht zwangsläufig nationalkonservativ.
@ Bruder Theophil Habe den Artikel von n-tv auch in die Leserzeitung gesetzt und mit der offiziellen Antwort
des Senats auf die „kleine Anfrage“ verlinkt.
@ Jörg Guttenberger …Jetzt noch einmal etwas ausführlicher… Unter Neokonservatismus faßt man in
der Regel heterogene politische Strömungen zusammen, die sich neben einer Rückbesinnung auf konservative
Werte, in Verbindung mit liberalen / neoliberalen Konzepten in der Wirtschaftspolitik, scharfer Ablehnung
der Politik der 68er-Generation und häufig auch durch Betonung einer gemeinsamen westlichen Zivilisation
auszeichnen. Im Idealfall trifft dies auf Fürst zu. Aber wie ich schon sagte, ist bei Fürst vieles unklar,
weil er nie durch konstuktive Sacharbeit aufgefallen ist. Der Neokonservative ist selten aus Überzeugung
konservativ. Oft spielt das Gefühl eine große Rolle. In der Kirche fallen diese Leute regelmäßig dadurch
auf, daß sie Gehorsam mit blindem Gefolge verwechseln. Personen werden oft wichtiger als Inhalte. Aussagen
des Bischofs sind dann schon alleine deshalb richtig, weil sie der Bischof gemacht hat. Sagt der Bischof
später das Gegenteil, dann wird dies genauso verteidigt. Außerdem versucht man eine Versöhnung der
Kirche mit den „guten“ liberalen Werten. Daneben betont der Wertkonservatismus(„strukturkonservativ“ trifft
es wohl nicht so) bestimmte inhaltl. Positionen. Wichtig ist, daß beim Wertkonservativen der Inhalt im
Mittelpunkt steht und die konservative Einstellung in allen Lebensbereichen maßgebend ist. Wenn Fürst
wertkonservativ katholisch wäre, dann hätte er viele Dinge nicht sagen dürfen und müßte auch den
Kontakt zu Leuten abbrechen, die lediglich reaktionäre, nationalkonservat. Saufbolde sind und sonst nichts
@ möchtegern-kathole @ Jörg Guttenberger … Fürst ein Nazi ist, oder ist das nur ein Gerücht, um
ihn zu demontieren? Wann ist man Nazi? Fürst ist sicherlich kein typischer Vorzeigenazi. Was er aber
genau ist und was nicht, daß ist nur schwer zu sagen, weil Fürst in Regensburg nicht unbedingt durch
Sacharbeit aufgefallen ist. Stattdessen vermittel er den Eindruck, daß es in der Politik nur um Macht
und Einfluß geht. Posten waren und sind ihm immer wichtiger gewesen. Es besteht mittlerweile schon ein
wirkliches „Fürst“-Netzwerk. Dieses arbeitet so, daß es kurz vor Ortsvorstandswahlen massenweise Eintritte
neuer (junger und völlig unpolitischer) Mitglieder gibt, die dann bei der anstehenden Wahl die Mehrheit
bilden und „Fürstlern“ zu den Posten verhelfen. Die Rekrutierung dieser Leute findet regelmäßig in
der Regensburger Partyszene statt. Zum engen Umfeld von Thomas Fürst gehören außerdem auch solche Leute,
die ohne jeden Zweifel sehr stark braunem Gedankengut anhängen, was Thomas Fürst auch bekannt ist. Wer
Fürst und seine Lebensweise kennt, sieht wie er mit Menschen umgeht und wer seine Freunde sind, der zweifelt
jedenfalls sehr an seiner wirklich katholischen Einstellung. Nur weil er viele kirchl. Würdenträger
kennt, heißt das noch längst nicht, daß er ein guter Katholik ist. Was haben Sie an den Neokonservativen
auszusetzen? Leider gehen mir die Buchstaben aus. Ich unterscheide zwischen neo- und strukturkunservativ.
Vgl. USA. Wenn konservativ sein „chic“ ist, dann ist es Fürst auch. Sonst nicht unbedingt.
@ Romulus Wenn jemand vom dem Käsblättle „Junge Welt“ kritisiert wird, dann muss er wirklich gut sein.
In 99 von 100 Fällen mag diese Aussage zutreffen. Thomas Fürst ist aber Fall Nr. 100 Wir sollten uns
den Namen Fürst gut merken. Das braucht es nicht! Im besten Fall ist er neokonservativ und auch dort
weiß man nie so recht, ob aus wirklicher Überzeugung oder aber aus anderen Gründen.
@ Gotthard Die Äußerungen von Hoyos sind klar diplomatisch veranlaßt… DAS ist seine Aufgabe. Sie
glauben doch wohl selber nicht, daß Card. Hoyos in aller Öffentlichkeit ständig Lügen verbreitet,
die er selber nicht glaubt, nur um die FSSPX nicht zu verärgern?! Seine Kommission soll den Pius-Verein
in die Kirche zurückholen – also sind sie jetzt außerhalb. Seine Kommission soll in erster Linie die
sog. „Ecclesia Dei“-Gemeinschaften betreuen, die alle innerhalb der Kirche stehen. Wäre die FSSPX nicht
innerhalb der Kirche, dann wäre Card. Kasper für sie zuständig. Um diese Aufgabe eventuell zu einem
guten Ende zu führen, darf er nicht mit Kopfnüssen arbeiten, sondern mit werbenden – aber unscharfen
und nicht verletzenden – Beschreibungen Das ist völlig unnötig. Die FSSPX ist hart im Nehmen. Unter
Pius X. wäre eine solche Gruppe wie der Pius-Verein kurzerhand exkommuniziert worden Eine Gruppe wie
die FSSPX hätte es damals gar nicht gegeben, weil sie nicht erforderlich war und der Papst wäre bestimmt
nicht auf die verrückte Idee gekommen 99% der Priester zu exkommunizieren. Die Pius-Fritzen Warum unterstützen
Sie eigentlich Card. Hoyos nicht in seinen „diplomatischen“ Bemühungen? fordern das für alle anderen
heute auch, die nicht „auf Linie“ sind … nur für sich selbst fordern sie salbadernde Beschreibungen…
„Auf Linie“ heißt nicht blinder Kadavergehorsam, sondern in erster Linie treu gegenüber der ewigen Wahrheit.
Kompromisse mit dem Liberalismus darf es nicht geben.
@ Gotthard die Freunde der klaren Sprache und der harten Darstellung von Fakten ziehen sich plötzlich
auf diese weichgespülten, diplomatischen und nichtssagenden Aussagen zurück Ich ziehe mich überhaupt
gar nicht auf irgendwelche weichgespülten Forderungen zurück. Wenn aber „Ministrant“ von ganz klaren
Fakten spricht, dann muß dieses Zitat schon mal erlaubt sein. Zeigt es doch, daß diese Behauptungen
eben gerade nicht „Fakt“ sind. Kardinal Hoyos macht stattdessen drei klare Aussagen: 1) Die Piusbruderschaft
ist nicht häretisch 2) Ein formales Schisma liegt nicht vor 3) Die FSSPX ist „Innerhalb der katholischen
Kirche“ Und jetzt kommen Sie. Diese Aussagen stehen im Raum. Nennen Sie mir einen ebenso kompetenten Kurienkardinal,
der das Gegenteil behauptet. Dann reden wir weiter. Ich habe daran immer meine ungetrübte Freude! Zeigt
das doch, daß die Freunde dieses Pius-Vereins genau wissen, wie prekär die kirchenrechtliche Lage ist.
Daß die Situation nicht unproblematisch ist, behauptet auch niemand. Jedoch zeigt „das“ überhaupt gar
nichts. In einem Rechtsstreit kann ich eine ganz klare Position haben, die ich nicht anzweifele und trotzdem
von einer unsicheren Situation sprechen. Rein aus diplomatischen Rücksichtnahmen, werden all die suspendierten
Priester, die sich Sakramentenspendungen anmaßen, nicht per Spruch exkommuniziert. Das ist eine Vermutung,
bei der wohl in erster Linie der Wunsch Vater des Gedanken ist. Oder können Sie diese Behauptung belegen?
@ Ministrant Die Priester müssen aber exkommuniziert sein Das klingt ein wenig nach: Weil nicht sein
kann, was nicht sein darf! Die Priester sind nicht exkommuniziert! , sonst würde ihnen ein kirchl. Begräbnis
zustehen bei eurem P. Isenmann war das aber nicht der Fall. P. Isenmann ist nicht das Begräbnis verweigert
worden, sondern der Priesterbruderschaft ist das Benutzen der Kirche für das Requiem untersagt worden.
Das ist ein großer Unterschied. Für die Kirche es es aber egal ob da nun ein beurlaubter Priester ist
oder ein exkommunizierter. Egal ist das überhaupt nicht. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Pater
Pio ist zeitweise auch verboten worden öffentlich die Messe zu zelebrieren oder die Beichte zu hören.
Fakt ist und das möchte ich noch einmal festhalten: Die FSSPX ist KEIN Teil der römisch- katholischen
Kirche, die Bischöfe sind exkommuniziert. Das ist ganz bestimmt nicht „Fakt“. Der Präsident der Päpstlichen
Kommission Ecclesia Dei sieht das jedenfalls ganz anders: „Wir stehen nicht vor einer Häresie. Man kann
auf eine korrekte, exakte und präzise Weise nicht sagen, daß ein Schisma vorliegt.“ Eine Bischofsweihe
ohne päpstliche Erlaubnis zeige eine „schismatische Haltung“, erklärte der Kirchenfürst. Die FSSPX
befinde sich jedoch „innerhalb der Grenzen der Kirche.“ Das Problem sei lediglich, daß eine vollkommenenere
Gemeinschaft fehle.
@ Ministrant Auch wenn dieses Dekret kein Dogma ist, ist ein Ignorieren dieser Schriften ein Ungehorsam
gegenüber dem Papst. Wer in einer Einzelfrage dem Papst gegenüber „ungehorsam“ ist, ist aber noch längt
nicht exkommuniziert. Noch nicht mal für die Annahme eines Schismas reicht der Ungehorsam aus. Falls
Sie mir das nicht glauben, dann schauen Sie mal beim Kommentar von Cajetan zu der Summa von Thomas nach.
Einem suspendierten Priester ist es verboten die Heiligen Sakramente zu feiern, da ihm die Amtsgewalt
entzogen wurde. Natürlich. Das ist ja Sinn und Zweck einer Suspendierung! Trotzdem sind die Messen gültig!
Ein Verstoss des Priesters gegen dieses Verbot kann auch mit der Exkommunikation bestraft werden. Sie
schreiben es selber Ministrant: KANN!
@ Ministrant Ich kann eine Suspension sehr wohl von einer Exkommunikation unterscheiden Wieso sagen Sie
dann, daß die Priester der FSSPX außerhalb der Kirche stehen? Was ist mit den Priestern, die vor 88
geweiht wurden? Was ist mit denen, die der FSSPX erst später beigetreten sind? ich studiere im dritten
Semester Theologie. Das heißt heutzutage gar nichts mehr! Der Punkt ist wenn ein Priester einem Bischof
der außerhalb der Kirche steht, bei der FSSPX ist das zweiffellos der Fall, die Treue schwört dann erkennt
er dessen Lehren öffentlich an. Wenn nun dieser Bischof aber gar keine eigenen Lehren hat, sondern nur
das lehrt, was bis 1965 in der ganzen Kirche gelehrt worden ist? In diesem Fall die Ablehnung des VII.
99 % von VII werden von der FSSPX gar nicht abgelehnt. Die problematischen Sätze lassen sich kurz zusammenfassen.
Dies stellt ein ungehorsam gegenüber dem römischen Bischof dar und hat die Tatstrafe des Exkommunikation
zur Folge. Dann erklären Sie mir doch bitte, warum in Rom noch niemand auf diese Sichtweise gekommen
ist? Das sollte Sie schon stutzig machen. Der Grund ist jedoch einfach. Sie liegen mit Ihrer Sichtweise
falsch, weil die Bischöfe der FSSPX eben grade nicht glauben, daß es außerhalb der FSSPX keine wahre
Kirche gibt.
@ Ministrant Das ist ja egal ob sie Mitglied der Kirche sind Ach, auf einmal ist es egal? Das hörte sich
aber gerade noch ganz anders an. Fakt ist jedenfalls, daß die Messen der Priesterbruderschaft gültig
sind und daß man dort seine Sonntagspflicht erfüllen kann! Es wäre interessant zu wissen ob die Priester
bei ihre Weihe dem weihenden Bischof die Treue schwören, in diesem Fall wären sie exkommuniziert. Das
ist ja interessant. Auf diese Logik ist man in Rom noch gar nicht gekommen. Dafür gibt es zwei Erklärungsmöglichkeiten:
1) Die in Rom kennen sich in der Materie nicht gut genug aus. Dann würde ich Ihnen empfehlen, daß Sie
mal in Rom anrufen und sagen, daß die offiziellen Äußerungen zum Status der Priester der FSSPX alle
falsch sind. Oder aber 2) Sie irren sich. Bei jemandem, der Suspendierung nicht von Exkommunikation unterscheiden
kann, liegt diese Ansicht ziemlich nahe
@ Ministrant Die Priester sind auch kein Teil der Kirche, da sie suspendiert sind Seit wann bitte sind
Priester, die suspendiert sind, nicht mehr Teil der Kirche? Das wäre mir ja ganz neu. und wenn sie in
der FSSPX die einzig wahre Kirche sehen , wovon man ausgeht wenn sie sich dort zum Priester weihen ließen,
sind sie auch exkommuniziert. Sie sind wieder dran. Den Kausalzusammenhang (Weihe bei der FSSPX=Ansicht:
FSSPX einzig wahre Kirche) müssen Sie uns aber mal genauer erläutern. Das ist nämlich Blödsinn. Jemand,
der sich dafür entscheidet, einer Bruderschaft oder einem Orden beizutreten und nicht auf dem „normalen“
Weg Priester zu werden, der glaubt doch nicht, daß diese Gruppe (Dominikaner, Franziskaner, FSSPX, FSSP)
die einzig wahre Kirche ist. Eine Ausnahme mögen die Gruppen seien, die ausdrücklich sagen, daß sie
der Ansicht sind, daß sie die einzig wahre Kirche sind. Das genau tut die FSSPX aber nicht
@ Heinz Josef Sehr geehrter Herr Pater Hönisch, dass Sie sich als Generaloberer ausgerechnet bei Kreuz.net
zu Wort melden, belegt eindrucksvoll, dass der Bischof von Fulda Recht gehandelt hat. So ein Unsinn! Sie
melden sich doch hier auch zu Wort. Dürfen wir deshalb darauf schließen, daß Sie auch so ein ganz böser
fundamentalistisch, reaktionärer katholischer Antisemit sind?
Keiner schadet den jüd. Interessen in Deutschl. so sehr wie der Zentralrat mit seinem Verhalten Die Äußerungen
von G. Oettinger waren vielleicht in dem ein oder anderen Punkt mißverständlich. Diesbezüglich hat
Oettinger sein Bedauern zum Ausdruck gebracht. Er hat klargestellt, wie seine Äußerungen verstanden
werden sollten. Den MP in die Nazi-Ecke zu stellen, ist jedenfalls mehr als abwegig. Noch problematischer
als diese (bedauerten) Mißverständnisse waren jedoch die Reaktionen in der Öffentlichkeit. Wieder einmal
ist die Moralkeule Auschwitz ganz ordentlich zum Zuge gekommen und unsere oberste moralische Instanz,
der Zentralrat der Juden, hat natürlich gleich die Maßstäbe gesetzt. In jeder Phase der Diskussion
wurde genau vorgegeben, wie eine „angemessene“ Entschuldigung auszusehen habe. Die Anforderungen wurden
dabei kontinuierlich nach oben geschraubt. Jetzt darf der MP (offiziell natürlich freiwillig) auch noch
zum Rapport vor dem „Hohen Jüdischen Rat“ antreten. Eine „Absolution“ könne aber nicht erwartet werden,
so der der Generalsekretär des Zentralrats. Stattdessen warnte er davor, nun einfach zur Tagesordnung
überzugehen. Die Debatte der letzten Tage habe nicht nur Günther Oettinger, sondern auch die Demokratie
in D beschädigt. Der Zentralrat erwarte deshalb auch, daß sich Oettinger künftig aktiv an der Bekämpfung
von Rechtsextremismus und Revisionismus beteilige. Mich wundert es bei so einem Auftreten überhaupt gar
nicht, wenn sich zunehmend wieder mehr Menschen fragen, ob sich die Juden in unserem Land nicht eine Rolle
anmaßen, die ihnen nicht zukommt.
niemand? niemand der hier seine Meinung so nachdrücklich gepostet hat, hat das Buch bisher in Händen
gehabt! NIEMAND!! Sicher??? Aber vielleicht haben ja einige schon Ausschnitte in der Süddeutschen gelesen.
!:)
methusalix glaubt doch ernsthaft, daß ein ein konservativer Katholik alles was im CIC steht als eine
von Gott geoffenbarte Wahrheit annehmen muß und seinen Grundsätzen widerspricht, wenn er es nicht tut.
methusalix schreibt unten: [Defensor] behauptet glatt, obwohl es [=das Zinsverbot] im CIC stand, sei es
„nicht wahr“ (sic) gewesen. Was soll man nun davon halten? Ist methusalix der große Checker oder hat
er sich mal wieder bis auf die Knochen blamiert?
@ Bruder Theophil Ihre Argumentation lässt ja sogar noch Spielraum für die Tötung von Babys und Kleinkindern.
Das sehe ich aber ganz anders. Der Verstand und der freie Wille unterscheidet uns von den Tieren. Die
Tatsache, daß bei Ungeborenen oder Kleinkindern diese Kräfte noch nicht voll ausgeprägt sind oder daß
sie bei machen Menschen geschwächt oder scheinbar außer Kraft gesetzt worden sind, ist eine Folge der
Erbsünde. Maßgebend ist nur die Tatsache, daß der Mensch in seinem Naturzustand diese Gaben besitzt
und sie in jedem Mensch angelegt sind. Das habe ich in meinem Beitrag weiter unten auch so geschrieben.
Man kann sich also gerade nicht darauf berufen, daß Verstand und freier Wille bei Ungeborenen und Kleinkindern
(noch) nicht voll ausgeprägt sind. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird in unserer Gesetzgebung die Entführung
von Kindern aus dem Kinderwagen […] Da Babys noch keinen eigenen Willen und Verstand haben, können
sie auch nicht wirklich entführt werden. Was Sie meinen, ist nicht die Entführung, sondern Freiheitsberaubung.
Das ist ein großer Unterschied. § 239 StGB schützt die Fortbewegungsfreiheit. Geschützt ist das Selbstbestimmungsrecht
der Person über ihren Aufenthaltsort. Voraussetzung ist hier, einen natürlichen Willen zur Ortsveränderung
bilden zu können. Auf die Anlage kommt es nicht an. Wer nun also keinen Ortsveränderungswillen bilden
kann, der kann diesbezüglich auch nicht eingeschränkt werden. Das gleiche gilt z.B. auch bei Schlafenden.
Logisch, oder?
@ Lutheraner Es ist zwar wirklich ein Drama, daß methusalix von dem „sogenannten Leben“ spricht, wenn
er „ungeborenes Leben“ meint, aber wir sollten uns nicht wünschen, daß er umgebracht worden wäre. Man
muß sich aber schon fragen, wie jemand die Tötungshandlung an ungeborenem Leben so gering schätzen
kann. Das gewaltige Unrecht liegt doch auf der Hand. Genauso wie die absolute Unvergleichbarkeit mit der
Todesstrafe. Ein ungeborenes Kind wird sich nämlich in der seltensten Fällen einer schwerwiegenden Rechtsgutverletzung
schuldig gemacht haben, wie es die Kirche als Mindestvoraussetzung für die gerechtfertigte Todesstrafe
fordert. Auch die Abwägung mit dem Selbstbestimmungsrecht der Frau ist völlig daneben. Wenn die Frau
das Kind schon nicht haben will (die Frage, warum sie dann bei der Zeugung mitgewirkt hat, sei erlaubt),
dann geht es lediglich um die Abwägung: Selbstbestimmungsrecht auf der einen und Lebensrecht auf der
anderen Seite. Diese Abwägung sollte nicht schwer fallen.
@ C. Hüller Auch wenn ich es nur ungerne tue, so muß ich methusalix doch in einem Punkte Recht geben.
Die Rechtmäßigkeit der Todesstrafe ist katholische Lehre. Sie stellt jedoch gewisse Anforderungen auf.
So muß ein Verstoß in einem schwerwiegendem Fall vorliegen, damit eine rechtmäßige öffentliche Gewalt
die Todesstrafe verhängen und vollstrecken darf. Daran ändert auch die Erklärung von den amerikanischen
Bischöfen nichts. Diese Lehre ist natürlich auch mit der Hl. Schrift vereinbar. Es ist jedoch zu beachten,
daß damit nur gesagt ist, daß die Todesstrafe als solche der katholischen Lehre entspricht. Das bedeutet
jedoch nicht, daß die Verhängung im Einzelfall auch immer gerechtfertigt ist. Wird jemand zu Unrecht
verurteilt und hingerichtet, dann begeht man natürlich ein sehr schweres Unrecht. Das ist auch genau
das Problem bei der Todesstrafe. Wenn man diese Gefahr vermeiden will, dann muß man auf die Vollstreckung
der Todesstrafe verzichten. Somit kann man sich dazu entschließen, gegen die Todesstrafe zu sein, obwohl
ihre Verhängung im Einzelfall durchaus gerechtfertigt wäre. Voraussetzung ist jedoch immer, daß der
Verurteilte in einer schwerwiegenden Angelegenheit gegen die Rechtsordnung (die in diesem Punkt mit der
göttlichen Ordnung im Einklang stehen muß) verstoßen hat.
anima intellectualis Ich meine, daß Thomas von Aquin mit“anima intellectualis“ nicht nur den Intellekt
meinte, sondern vielmehr den „Verstand“ und den „(freien) Willen“. Verstand und freier Wille sind es nämlich,
was uns zu Menschen macht. Hierbei handelt es sich um göttliche Eigenschaften, die wir Menschen im Gegensatz
zu den Tieren besitzen. Wie stark diese im Einzelfall (schon) ausgeprägt sind oder von einer Krankheit
unterdrückt oder eingeschränkt werden, ist dabei unbeachtlich, weil dies eine Folge der Erbsünde ist.
Maßgebend ist aber die Natur. Somit kommt jedem Menschen die Menschenwürde zu. Diese leitet sich einzig
und alleine davon ab, daß es Gott gibt und wir nach seinem Bilde erschaffen worden sind, wodurch uns
eine besondere Würde zuteil wurde.
Leseordnung Ich halte von der neuen Leseordnung auch nicht besonders viel. Es geht in der Messe ja nicht
darum, daß ich die Bibel von vorne bis hinten einmal durchlese. Dafür dient die regelmäßige Schriftlesung
alleine oder in der Gruppe. In der Messe soll dagegen in erster Linie etwas gelesen werden, was zum entsprechenden
Sonntag paßt. Daran hapert es heute oftmals. Ganz zu schweigen von den Teilen, die heute ausgelassen
werden, weil sie mit der neuen Theologie nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Außerdem spricht viel
für einen Wiedererkennungswert von Texten. Denken wir an Weihnachten. Oft wird Lk gelesen, weil die Gläubigen
diese Geschichte erwarten. Würde man dagegen Mt lesen, dann würde sich schnell Unmut ausbreiten. Daß
bei der alten Leseordnung nur ein kleiner Teil der Bibel in der Messe vorkommt, ist deshalb nicht besonders
tragisch. Außerdem wage ich die kühne Behauptung, daß die meisten Menschen oft schon nach wenigen Tagen
nicht mehr wissen, was für Lesungen am Sonntag in der Messe dran waren. Das wir durch noch mehr Texte
bestimmt nicht besser.
methusalix: Ich glaube an Gott, halte es aber nicht für wahr, daß er existiert. Die Wahrheit zu verkünden
ist nicht arrogant. Würde ich die kath. Lehre nicht für wahr halten, dann hätte ich mich nicht aus
freien Stücken für das „Katholischsein“ entschieden. Was mir möglich ist, das traue ich den anderen
Menschen auch zu. Karfreitag haben wir doch erst für diese Bekehrungen gebetet und ich für meine Person
habe es auch genau so gemeint. Christus sagte: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Einen kleinen
Unterschied zwischen Ihren göttl. Wahrheiten und Naturges. gibt es. Naturges. sind beweisbar. Daher die
Bezeichnung Glauben Glauben heißt nicht „meinen“ oder „für möglich halten“. Glauben heißt, daß man
etwas für wahr hält. Entweder Gott ist dreifaltig oder er ist es nicht. Nur eine Aussage kann objektiv
wahr sein. Sie können nicht sagen: Ich glaube an Gott, halte es aber nicht für wahr, daß er existiert.
Unsere Aufgabe ist es, diese Wahrheit zu erkennen und entsprechend zu handeln. Es ist nicht nur das wahr,
was man naturwissenschaftl. beweisen kann. Wir haben auch unsere Vernunft mit der wir die Wahrheit erkennen
können. …ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=94864 Richter machen es übrigens genauso. Obwohl
sie nicht selbst dabei waren, verurteilen sie jemanden, weil sie einen bestimmten Sachverhalt als wahr
unterstellen. Würde der Richter dagegen sagen: Ich bin überzeugt, daß T den O getötet hat, halte es
aber nicht für objektiv wahr, dann hatte sein Urteil nicht lange bestand. Nur weil er T obj. für den
Täter hält, darf er ihn auch verurteilen. Er handelt entsprechend seiner Erkenntnis.
@ methusalix, wir sind auf Erden, um Gott zu erkennen, ihm zu dienen, ihn zu lieben und einst in den Himmel
zu kommen. Leider gelten nicht alle christlichen Moralvorstellungen für alle Menschen Selbstverständlich
gelten christl. Moralvorst. für alle Menschen. Sonst wäre die Werteordnung ja nicht objektiv, wie ich
es gesagt habe. Die „christl. Moralvorst.“ sind nicht deshalb richtig, weil sie katholisch sind. Vielmehr
lehrt die Kirche diese Moralvorst., weil sie objektiv wahr und richtig sind. kann Ihre kath. Wunschmoral
nicht 1 zu 1 im StGB wiedergegeben werden Sagt ja auch keiner. Das StGB kann und soll die Wertvorstellungen
jedoch unterstützen. Vor allem sollen durch das StGB aber die wichtigsten Rechtsgüter geschützt werden.
Für mich gehört das menschl. Leben dazu. Im übrigen müssten dann alle anderen Religionen ebenso ihre
Moralvorstellungen im Gesetz verankert bekommen Eben gerade nicht! Nur die Wahrheit hat Rechte, nicht
der Irrtum. Falsche Religionen bzw. falsche Moralvorstellungen können natürlich keine Rechte für sich
in Anspruch nehmen. Ihr Problem ist, daß Sie im philosophischen Sinn ein Liberaler sind, der entweder
die Objektivität der Wahrheit oder aber zumindest ihre Erkennbarkeit leugnet. Das tue ich nicht. Außerdem
gehen Sie nicht davon aus, daß der dreifaltige Gott wirklich der einzig wahre Gott ist. Zumindest handeln
Sie nicht entsprechend. Sie glauben, daß wir frei sind unsere eigene Wahrheit zusammenzustellen. Ich
glaube das nicht. Wir müssen stattdessen die vorgegebene Wahrheit erkennen und danach leben. Bei Naturgesetzen
ist es doch genauso.
Das Judentum, die Kollektivschuld und das Heil Ich lese hier im Zusammenhang mit den Großen Fürbitten
am Karfreitag ständig etwas von Kollektivschuld und dem noch andauernden Heilsweg Judentum. Beides verwundert
mich sehr. Der Vorwurf der Kollektivschuld läßt sich aus den Großen Fürbitten nämlich nun wahrlich
nicht ableiten. Es ist lediglich von dem Schleier auf den Herzen und der Verblendung die Rede. Dies jedoch
trifft den Kern genau. Das galt früher, gilt heute und wird auch für alle Zeiten gelten, solange sich
nicht alle Juden zu Christus bekehrt haben. Die Sache ist doch nun wirklich einfach. Das Judentum war
vor Christi eine noch unvollständige Religion. Die Offenbarung und die Erfüllung waren noch nicht abgeschlossen.
Nach Christus galt die Heilsbotschaft nun allen Menschen dieser Welt. Ganz besonders aber den Juden. Diese
waren und sind aufgefordert, die Offenbarung Gottes anzunehmen. Die Fülle des Heiles ist nicht im Judentum.
Juden, die das erkannt haben wurden deshalb Christen. Das Christentum ist quasi das vollkommene Judentum.
Nichts was vorher richtig war ist heute falsch. Alles, was unvollkommen war, haben wir durch Christus.
Petrus, Paulus und all die anderen Apostel sind diesen Schritt gegangen. Alle anderen Juden der damaligen
Zeit hätten ihn auch gehen sollen. Das wird in den Briefen des NT immer wieder betont. Für die heutigen
Juden gilt das auch noch – dieser Bund wird ewig währen und der alte hat ein End! Die Auslegung der Konzilsdokumente
wird sich an der älteren Liturgie messen müssen!
@ obelix: Nehmt euer Kreuz auf euch und folget mir nach Sie könnten auch Politiker sein. Ich fragte nicht,
ob Sie gewisse Einzelentscheidungen gut heißen, sondern ob Sie die unten von mir aufgeführten Grundsätze
des BVerfG, voll und ganz bejahen oder nicht! Wenn Sie verstärkten „Lebensschutz“ wollen, müssen Sie
etwas für Frauen tun Ich glaube an eine objektive Wertordnung und meine, daß diese einzuhalten ist.
Schlechte Lebensumstände rechtfertigen nicht zum Verletzen dieser Ordnung. Ein Mensch, der sich gewisse
Dinge nicht leisten kann und diese deshalb stiehlt, dem muß klar gemacht werden, daß sein Verhalten
unrecht war. Das gleiche gilt auch für alle anderen Verstöße gegen die Werteordnung. Umstände rechtfertigen
nur unter sehr engen Vss. Normalerweise sind sie nur bei der Beurteilung der Schuld beachtlich. Jemand,
der einen anderen umbringt, weil er ihm lästig ist oder weil er seinem materiellen Wohl nicht förderlich
ist, handelt sittlich auf unterster Stufe. Wir leben nicht auf Erden, um uns selber zu verwirklichen oder
ein schönes Leben nach weltlichen Maßstäben (Karriere, Geld, Unabhängigkeit) zu haben. Ein Christ
hat ganz andere Maßstäbe. Er will alles zur größeren Ehre Gottes tun. Die göttliche Werteordnung
hat er nicht in Frage zu stellen. Nehmt euer Kreuz auf euch und folget mir nach, so wollte es Christus.
Das gilt auch für Frauen, die ihr eigenes Geld verdienen. Oder glauben Sie, daß Gott einer Mutter, die
sein Geschöpf getötet hat, weil es nicht genügend Krippen gab, vergeben wird? Ohne Reue sicherlich
nicht!
@ obelix Frauen, egal welche, als „Pelztierchen“ zu bezeichnen wiest auf Ihr grundlegendes Problem mit
Frauen hin Das muß ich mir hier von jemandem sagen lassen, der uns alle eigentlich eh nur für gut entwickelte
Affen hält! Das weist auf Ihr grundlegendes Problem mit Gott hin: ABGRUNDTIEFE GOTTESVERACHTUNG Im übrigen
ist der Schutz keineswegs NUR mit Strafen zu erreichen Sage ich ja auch nicht, aber sagen Sie mir, wie
Sie Frauen/Familien, die in keiner materiellen Notlage stecken, wo das Kind jedoch trotzdem stört, anders
von dem Unrecht der Abtreibung abhalten wollen! Im Gegenteil; mit Strafe begründen Sie den geringsten
Schutz des werdenden oder vergehenden Lebens Das Problem ist nur, daß jeder, der einen Freifahrtschein
für den Tod ausstellt, sich einer schweren Sünde schuldig macht. Genauso wie all jene, die einem anderen
aktive Sterbehilfe leisten. Ändert nur nichts an den Fakten Eben doch, Sie Hobby-Kriminologe! Wie viele
Schwangerschaften/SSA gab es früher, wie viele jetzt? Dann erst können Sie das prozentuale Verhältnis
bestimmen. Absolute Zahlen interessieren nicht. Schließlich müssen Sie auch noch die Kausalität nachweisen.
Viel Spaß dabei! Ihr Einklang mit unserer Rechtsordnung, mein angeblicher Dissens dazu hör ich wohl,
allein mir fehlt das Vertrauen in sie Dann sagen Sie doch hier vor allen Leuten, daß Sie ALLE unten aufgeführten
Thesen des BVerfG ohne wenn und aber teilen! Außerdem ist für mich die Rechtsordnung nur Mittel zum
Zweck. Maßstab ist allein Gott
@ RodolfoPanetta Für Sie gilt das gleiche was ich auch schon „timpressum“ geschrieben habe (s.u.). Es
ist ein großer Unterschied, ob man vor dem Neuen Bund Jude (der Religionszugehörigkeit nach) war oder
danach!!
@ methusalix Was in Oregon zu weniger, wie würden Sie als Gerechter das nennen? „abgespritzten Alten“
führte und in Holland zu weniger Abtreibungen. Die Schutzpflicht des Staates ist auf das konkrete menschliche
Leben bezogen und nicht nur auf das menschliche Leben allgemein (so auch BVerfG). Unter dem Strich weniger
Abtreibungen reicht deshalb nicht aus. Ich will, daß jedes Kind – auch das von kuchenfressenden Pelztierchen –
geschützt wird. Wenn dieser Schutz nur durch das StGB gewährleistet werden kann, dann muß man ihn dadurch
gewährleisten. Oder mit welchen Anreizen wollen Sie diejenigen, die keine finanziellen Sorgen haben,
zum Austragen bewegen? Wer im Geld schwimmt und einfach nur keine Lust auf das Kind hat, der scheißt
auf Krippenplatz und Kindergeld! Im übrigen sind Ihre Behauptungen (weniger Tote, weil keine Strafe)
sehr kühn. Ich bin sicher, daß Sie einem statistischen Artefakt unterliegen. Es geht ja nicht um weniger
Sterbehilfe oder weniger Abtreibungen, es geht Ihnen ja nur darum, das jemand bestraft wird. Mir kommt
es zum einen auf die von der Strafe ausgehende Schutzwirkung (siehe BVerfG) an und zum anderen auf die
Wiederherstellung der Gerechtigkeit. Damit befinde ich mich im Einklang mit der Rechtsordnung Und ihr
juristisches Geschwafel, das nur den Zweck hat, zu fordern jemanden zu bestrafen, gehe ich hinweg Ist
ja auch wirklich zu blöd, wenn das BVerfG dem Ungeborenen menschliche Würde zukommen läßt und auch
sonst Ihre abenteuerlichen Thesen verwirft.
@ timpressum Haben Sie schon mal etwas vom Neuen Bund gehört? Haben Sie vielleicht auch schon mal „tantum
ergo sacramentum“ gesungen? So richtig voller Inbrunst? Dann übersetzen Sie den Hymnus mal. Ein Blick
ins Gotteslob reicht dafür übrigens nicht aus. Die Übersetzung ist nämlich – sagen wir mal – geschönt.
Richtig heißt es: Laßt uns tiefgebeugt verehren ein so herrlich Sakrament. Dieser Bund wird ewig währen
und der alte hat ein End. Denken Sie daran, wenn Sie es beim nächsten Mal singen. Wenn Sie dagegen behaupten
wollen, daß die Juden nach Christi Tod, Auferstehung und Himmelfahrt sich nicht bekehren sollen, sondern
weiterhin verstockt bleiben dürfen, dann schimpfen Sie Petrus, Paulus, Johannes und all die anderen Apostel
damit Lügner. Oder können Sie mir eine – wirklich nur eine – Stelle in der ganzen Bibel nennen, wo die
Genannten die Juden nicht dazu auffordern, sich zu Jesus Christus zu bekennen?
obelix: Ein Ungeborenes als Kind zu bezeichnen ist eine kühne Behauptung Eine kleine Anregung für Sie:
möglicherweise betrachtet das (BVerfG), das was Sie hier immer so kühn als Kind titulieren doch noch
nicht als fertigen Menschen und stellt den geborenen Menschen unter einen stärkeren Schutzschirm des
Gesetztes als einen Embryo? Genau das tut es eben nicht! Das BVerfG kennt wie auch das GG nur Menschen.
Es unterscheidet nicht zwischen 1. & 2. Klasse. Das gabs früher mal. Art. 1 GG sagt, daß die Würde
des Menschen unantastbar sei. Ist jetzt das Ungeborene ein Mensch iSd GG? Das BVerfG sagt: JA! Die Menschenwürde
komme auch schon dem ungeborenen menschl. Leben zu Ferner sagt das BVerfG, daß der SSA für die gesamte
Dauer der Schwangerschaft als Unrecht angesehen werden müsse. Ein Schutz des Kindes sei nur möglich,
wenn der Gesetzgeber den SSA grundsätzlich verbiete und der Frau damit die grundsätzliche Rechtspflicht
auferlege, das Kind auszutragen. Das Untermaßverbot lasse es nicht zu, auf den Einsatz des StrafR und
die davon ausgehende Schutzwirkung für das menschl. Leben frei zu verzichten (so wörtl. BVerfG). Wenn
Ihre Logik „weniger Strafe –> weniger Verbrechen“ stimmen würde, dann machen Sie doch den Vorschlag das
StGB abzuschaffen. Ich sage, daß das großer Unsinn ist. In der Schweiz gab es ein liberales Drogengesetz.
Das Ergebnis war Bahnhof Letten & in Holland gibt es höchstens deshalb weniger Abbrüche, weil man eine
Schwangerschaft dort durch widernatürliches Verhalten gar nicht mehr zuläßt und damit gegen Gott rebelliert.
@ Lutheraner Kinderkriegen scheint für Sie (methusalix) eine Art Prügelstrafe zu sein Folgende Äußerung
von methusalix spricht diesbezüglich wohl Bände: „In Ihren Beiträgen kommen Frauen praktisch nicht
als Mensch vor; immer nur als irgendein Teil, das einem Zweck dient, Kinder zu bekommen.“ Als wenn der
„Zweck“ Kinder zu bekommen, gegen die Menschenwürde der Frauen verstoßen würde
@ methusalix: Ich bin auch gegen Abtreibung, aber kämpfe nur mit stumpfen Waffen Ein SSA ist (u.U.) STRAFBAR.
Unter anderen Kriterien ist eine Abtreibung NICHT STRAFBAR Super! Das habe ich noch gar nicht gewußt.
Woraus Sie sich zusammenfantasieren, daß, nach den Gesetzen dieser Republik, ein Abbruch IMMER BESTRAFT
WERDEN MUSS […] ist denkenden Menschen unergründlich Im Gegenteil. Für einen denkenden Menschen stellt
sich die Frage wie die hehren Worte des BVerfG mit dem geltenden „Recht“ vereinbar sein sollen. Wenn das
BVerfG sagt, daß – das GG den Staat verpflichtet, menschl. Leben, auch ungeborenes, zu schützen – die
Menschenwürde auch schon dem ungeborenen menschl. Leben zukommt – rechtl. Schutz dem Ungeborenen auch
gegenüber seiner Mutter gebührt & – der Lebensschutz der Leibesfrucht grundsätzlich für die gesamte
Dauer der Schwangerschaft Vorrang vor dem Selbstbestimmungsrecht der Frau genießt, dann frage ich Sie,
warum es möglich sein soll einen Mensch in den ersten drei Monaten seiner Existenz faktisch straffrei
umzubringen? Wie drückt sich hier die die staatliche Schutzpflicht (Punkt 1) aus? Von einem Vorrang des
Lebens vor dem Selbstbestimmungsrecht (Punkt 4) kann ich nichts feststellen! Die Beratung ist völlig
ungeeignet das konkrete Leben in jedem Einzelfall zu schützen. Genau dieser konkrete (!) Schutz ist dem
Gesetzgeber jedoch vom BVerfG aufgetragen worden. Im übrigen lesen Sie mal genau den Sinn und Zweck der
Strafe nach. Vergeltung ist nur einer von vielen Aspekten. Wichtiger ist der Gedanke der Prävention!
Methusalix findet Abtreibung nicht gut. Sagt er zumindest. Lügt er? Auf meine Behauptung, daß es für
Abtr. keine Rechtfertigung gebe: Für Sie nicht, für andere Menschen schon. Was sagte er sonst noch?
– Es ist ja auch kein Mord. Sonst würde nach §§ 211 StGB angeklagt – Was der Gesetzgeber als Mord einstuft,
was als Totschlag, oder anderes Verbrechen, haben Sie nicht zu entscheiden – Wer gibt Ihnen das Recht,
festzulegen, daß ab der Befruchtung ein Mensch existiert? Das ist die blanke Willkür – Die Mehrheit
entscheidet, was getan wird. […] Andere Menschen sehen genau das Gegenteil von Ihren Erkenntnissen als
objektiv richtig oder objektiv falsch an Methusalix verwies immer wieder auf den Gesetzgeber & die Gerichte,
um damit Gott & die Kirche zu widerlegen. Also konfrontierte ich ihn mit Aussagen des BVerfG: – Das GG
verpflichtet den Staat, menschl. Leben, auch ungeborenes, zu schützen – Menschenwürde kommt schon dem
ungeborenen menschl. Leben zu – Rechtl. Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner Mutter
– Der Lebenschutz der Leibesfrucht genießt grundsätzlich für die gesamte Dauer der Schwangerschaft
Vorrang vor dem Selbstbestimmungsrecht der Frau Reaktion von methusalix: Ihre ganze, kath. Einstellung
zu Frauen, ist eine einzige Katastrophe. In Ihren Beiträgen kommen Frauen praktisch nicht als Mensch
vor; immer nur als irgendein Teil, das einem Zweck dient, Kinder zu bekommen. Für Sie sind nur Beschlüsse
des BVG existent in denen die Frauen ausschließlich als untergeordnete & nachrangig berechtigte Wesen
vorkommen
@ Benedikt …Fristenlösung Deshalb muss die Abtreibung noch nicht „gut“ sein. Was ist denn das für
eine verquere Logik? Obwohl diese Logik absolut verquer ist, so ist sie doch weit verbreitet. Fragen Sie
mal obelix/methusalix. Der ist nämlich der gleichen Ansicht. Aber das ist wohl das Ergebnis einer anderen –
einer subjektiven – Morallehre!
@ Luther Vielleicht sehen Sie auch einmal, dass es menschliche Fehlentwicklungen in der Kirche gab, so
z.B. eine viel zu große Verehrung Heiliger, eine falsche Ansicht über das Messopfer (die Leute schauten
nur zu und gingen dann wieder), eine falsche Zusprache von Heil und eine unbiblische Art, Heil verteilt
zu wissen (von wegen gegen Geld etc.)! Hinzu kommen noch andere historische Untaten! Das alles wären
Argument, wenn es Luther tatsächlich nur um unschöne Praktiken im praktischen Leben der Kirche gegangen
wäre. Wenn er nur kritisiert hätte, daß der damals praktizierte Ablaßhandel mißbrauchsanfällig war
und daß in der Messse keine wahre Frömmigkeit herschen würde, dann hätte ich damit kein Problem, aber
er hat die Lehre als solche kritisiert und geleugnet. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Die Lehre
vom Meßopfer ist übrigens keine Erfindung des Konzils von Trient. Etwas anderes als die Meßopfertheologie
ist nie gelehrt worden. Anders ist wohl nicht zu erklären, daß es in der gesamten Kirche (Ost und West)
diesbezüglich keinerlei Differenzen gibt. Auch die Realpräsenz ergibt überhaupt nur einen Sinn, wenn
das Meßopfer die Erneuerung des Kreuzesopfers ist.
@ Luther …Luther, ein wahrer Katholik? Ja, Luther hat grosse Unwahrheiten in der kath. Kirche entdeckt,
ich denke, wir brauchen darüber nicht zu streiten, oder doch?! Doch! Er hat gewisse Mißstände angegriffen.
Das mag sein. Es war bestimmt auch nicht schlecht, daß es in der Folgezeit zu einer Reform der Kirche
durch das Konzil von Trient kam, aber hat hat schließlich den Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben. Der
Ablaßhandel steht für mich nicht im Mittelpunkt. Für Luther war das nur ein Aufhänger. Seine Irrlehren
in anderen Bereichen wiegen viel schwerer: Eine falsche Erbsündenlehre, eine falsche Rechtfertigungslehre,
eine falsche Lehre von den Sakramenten, eine falsche Lehre von der Kirche, ein falsches Verständnis von
der Rolle des Priesters, eine falsche Lehre vom freien Willen, eine falsche Lehre von der Verdienstlichkeit
der Werke, eine falsche Lehre von den Heiligen und schließlich eine falsche Lehre über den Opfercharakter
der Messe… Alles schwerwiegende Irrlehren, die die Seele des Menschen höchster Gefahr aussetzen!! Ja,
der „NOM“ ist tatsächlich protestantisiert worden, was per se nichts Schlimmes bedeutet. Was ich mit
einem Verweis auf oben vehement bestreiten will. Es gibt diesen bekannten Satz, dass wenn Luther heute
leben würde, er voll und ganz guter Katholik wäre. Oh ja…den gibt es. Jedoch gilt es wohl nur für
die kath. Kirche nach dem II. Vat. Katholiken sollte das sehr zu denken geben.
@ Luther Der Name Luther verbindet sich bei mir nicht mit einem Kirchenspalter, sondern einem Menschen,
der die Wahrheit erkannte Ganz langsam, sozusagen zum Mitdenken! Luther hat aus Ihrer Sicht die Wahrheit
erkannt? Das habe ich doch wohl falsch verstanden, oder? sie kundtat und damit die Kirche reformiert hat
Also kundgetan hat Luther in der Tat etwas und die katholische Kirche ist in der Folge auch reformiert
worden. Das Ergebnis dieser Reform ist aber das Konzil von Trient. Es verbindet sich damit NICHT ein Bekenntnis
zur heutigen protestantischen Gemeinschaft, der ich persönlich nichts mehr abgewinnen kann! Könne Sie
ihr deshalb nichts abgewinnen, weil die protestantischen Gruppen per se von falschen Grundlagen ausgeht
oder weil die lutherische Orthodoxie nicht gewahrt worden ist? Ein Opfercharakter gibt es heute noch,
wobei viel eher der „protestantische“ Gemeinschaftcharakter und die Wiederbelebung des letzten Abendmahls
im Vordergrund steht. In dieser Richtung wird ja auch das Hochgebet gesprochen und damit auch der eigentliche,
tridentinische Gedanke der Messe nicht mehr konkret ausgesprochen. Mariologie wurde sehr stark geändert.
Höchst interessant! Sie wären mein Kronzeuge in einer Diskussion, die ich vor kurzem mit einem anderen
Forumsteilnehmer zum Thema NOM geführt habe. Eine „Protestantisierung“ der Messe ist von ihm vehement
abgestritten worden. Vielleicht deshalb, weil er nicht aus dem Protestantismus kommt.
@ Luther wie will der Papst das zentrale Element dieser Messe, d.h . den Opfergedanken, mit dem II. Vatikanum
verbinden? Interessante Frage! Wenn es so ist, wie uns einige „konservative“ Verteidiger des 2. Vat immer
wieder weiß machen wollen, dann hat die Kirche die Lehre über den Opfercharakter der Messe ja immer
uneingeschränkt beibehalten. Oder hat sich bei der Lehre über das Meßopfer etwa doch etwas geändert?
Eines ist jedenfalls sicher: Nach einer Freigabe müßte man Farbe bekennen und die Liturgiewissenschaftler
hätten für die Auslegung des NOM einen neuen (alten) Maßstab, an dem sie sich orientieren könnten/müßten.
wie will der Papst die Marialogie des II. Vatikanums einbauen? Hat das 2. Vat etwa die Lehre über Maria
relativiert? Glaubt man den „Konservativen“, dann gab es keine Relativierungen. wie will der Papst die
Ostung der Kirche, die Unwissenheit Lateins und vor allem den Einbau (Ausbau) der Laien wiederherstellen
bzw. fördern? Tja, da sieht man mal, was innerhalb von 40 Jahren zerstört worden ist, wenn es jetzt
schon oftmals nicht mehr möglich ist, in modernen Kirchenbauten eine Messe zu feiern. Es hat sich doch
viel theologisch verändert! Wer glaubt, daß die Wahrheit den Gesetzen der Evolution unterliegt, hat
in jedem Falle ein Problem. Insgesamt, wenn er das macht […] wird doch nur eine zusammengesetzte, nicht
mehr wirklich „alte“ Messe rauskommen Das ganz sicher nicht, weil man dann nur ein Problem mehr hätte,
aber kein einziges weniger.
@ Benedikt Ich möchte mich am Sonntag auch nicht ärgern. Deshalb gehe ich ja auch in eine Messe im Alten
Ritus. Ich kenne den NOM jedoch auch recht gut. Warum denn? Ich meine, daß muß sich doch irgendwie beschreiben
lassen Ich dachte, daß ich das getan hätte. Ich meine das „Mehr“ sehr wörtlich. Legen Sie die beiden
Meßbücher nebeneinander und vergleichen Sie: – Asperges: fehlt – Stufengebet: fehlt – Confiteor: fehlt
meistens und wenn nicht, dann ist das neue nicht so schön wie das alte – Kyrie: Auch dort hatten man
früher „Mehr“ 3x3x3 – Gloria: ausnahmsweise mal das Gleiche – Opferung: Heute ein schönes abgewandeltes
Tischgebet…mehr nicht – HG: Entweder deckungsgleich oder aber einzelne (wichtige) Worte fehlen („Te
igitur“ heute „bitten“ wir, früher baten wir „demütig“; „Hanc igitur“). Z.T auch ganz andere Formulierungen
(„Quam oblationem“). – Usw., usw. Der alte Ritus hatte somit nichts, was der neue nicht auch hat. Umgekehrt
ist das anders. Die Kirchen mit Vierungsaltar waren in der Regel gewestet. Da stand der Altar frei, damit
man nach Osten zelebrieren konnte. mehrerer HG kein Problem Wozu? Weil andere Gebete auch schön sind?
Was ich kritisiere ist […] Wahlmöglichkeiten […] von denen nun aber kein Gebrauch gemacht wird Ein
Schelm, wer Böses dabei denkt. Alles zufällig Dinge, die Liberale nicht wollten, die man aber zum Abnicken
durch die Glaubenskongreg. pro forma drin haben mußte: „Confiteor“(Schuld des Menschen), „Orate fratres“(Lehre
vom Opferpriester und Sühnopfercharak
@ Benedikt Ich kann weder die Motive noch den tats. Umfang und seine Bedeutung beurt. Muß man dafür
immer Prof. sein? Ich glaube, daß der gesunde Menschenverst. schon sehr hilfreich ist. Ich bin auch kein
Liturgiewissenschaftl. Aber die Liturgie liegt mir sehr am Herzen, weil sie der Ausdruck des Glaubens
ist. Was mich […] bisweilen stört ist die etwas schlichte Sprache […] Ist es vielleicht das, was
Sie meinen? Nein, das ist es nicht. Wenn Sie eine Messe im neuen Ritus (1. HG) nehmen und diese mit dem
alten Ritus vergleichen, dann haben Sie nirgendwo ein Mehr. Streckenweise ist es das Gleiche oder aber
es ist weniger. Dazu noch der Volksaltar und Handkommunion. Insgesamt ist es also ein Weniger, das ich
niemals dem Mehr vorziehen kann. Wenn ich dann noch hinschaue, was genau weggel. oder anders formuliert
wurde, dann wird durch diese Änderung nie der kath. Glauben besser zum Ausdruck gebracht. Stattdessen
kommt man nur prot. Bedenken entgegen. Frei nach dem Motto: Naja, eigentlich hattet ihr ja doch Recht.
Das kann ich nicht akzeptieren. Das 2. HG ist sowieso indiskutabel. Zumal es nicht, wie oft behauptet,
der Canon des Hippolitus ist. Vergleichen Sie mit dem echten Canon www.kreuz.net/…ticle.4582-page.html
und Sie bemerken, daß wieder entschärft worden ist. Die HG 3 & 4 haben interessante Gedanken (z.T. aus
der Ostkirche). Trotzdem weiß ich nicht ob die Röm. Kirche verschiedene HG haben sollte. Problematisch
sind aber auch hier die Wandlungsworte. Außerd. bleibt es bei diesen HG bei den Unzulänglichk. außerh.
d HG
@ Don Camillo @ Benedikt Können Sie mir bitte erklären, was eine Doppelkonsekration ist? Ich habe natürlich
nichts Neues kreiert. Die Doppelkonsekr. gehört ins Zentrum der Meßopfertheologie. Bei der Wandlung
wird ja sowohl die Hostie als auch der Wein konsekriert (=Doppelkonsekration). Obwohl in beidem der ganze
Christus gegenwärtig ist, so ist doch die gew. Hostie sakrament. Zeichen für den Leib und der gew. Kelch
sakr. Zeichen für das Blut Christi. Was für einen Sinn das hat, erklärt Pius XII. in „Mediator Dei“
mit folgenden Worten: Durch die Wesensverwandl. des Brotes in den Leib und des Weines in das Blut Christi
ist nämlich sein Leib ebenso gegenwärtig wie sein Blut; die eucharistischen Gestalten aber, unter denen
er gegenwärtig ist, versinnbilden die gewaltsame Trennung des Leibes und des Blutes. So wird das Gedächtnis
seines Todes, der sich auf Kalvaria wirklich vollzogen hat, in jedem Opfer des Altares neu begangen, insofern
durch deutliche Sinnbilder Jesus Christus im Opferzustand dargestellt und gezeigt wird. @ Benedikt Das
kann ich leider nicht beantworten Diese Antwort geben mir viele. Zu viele, was mich an der Qualität des
NOM noch mehr zweifeln läßt. Zumindest in meiner Umgebung sind aber Marienandachten und Litaneien üblich
Bei mir ist es auch noch rel. verbreitet. Aber selbst die feierlichste NOM-Feier bringt aus meiner Sicht
die kath. Wahrheiten nicht in der Fülle zum Ausdruck wie der alte Ritus. Niemand gibt etwas Wertvolles
auf, wenn er dafür nicht etwas viel besseres bekommt
@ Benedikt Der Messdiener betet aber: „orare pro me“[…] Der Meßdiener spricht das, was jeder einzeln
sagen würde. Das „Euer“ bezieht sich klar auf das zuvor gesagte. Da gibt es nicht viel falsch zu verstehen.
Was ist, wenn sich ein anderer Papst anders entscheidet? Was ist eine Enzyklika überhaupt noch wert,
wenn ihre Kernaussagen schon 20 Jahre später völlig ignoriert wird? Früher haben sich Päpste & Konz.
auf einige hund. Jahre berufen. Nach dem II. Vat könnte man meinen, daß die Kirche erst seit 1962 besteht.
Als ich „Mediator Dei“ zitiert habe, wollte ich aufzeigen, daß die von Ihnen genannten Motive „Rückbesinnung“
und „Vereinfachung“ schon lange ein Thema in der Kirche waren. Der Papst zeigt sehr schön auf, daß alles,
was früher einmal gut war bei seiner Wiedereinführung schlecht sein kann. Die gesamte Theol. um Maria
z.B. hat Zeit gebraucht, um sich zu entfalten. Mit der Zeit hat dies auch in der Liturgie seinen Ausdruck
gefunden. Wenn man also heute schlicht von „Maria“ spricht, dann ist das etwas anderes als wenn man dies
früher tat. Und wenn schon Vereinf.; warum werden dann system. Majestätsbez. Gottes und Demütigkeitsbezeugungen
der Gl. relativiert? Sein eigener Altar in St. Peter besteht ebenfalls nur aus der Mensa Historisch gewachsenes
wollte der Papst nicht beseitigen. Er wollte aber die „back to the roots“ Bewegung stoppen. Außerdem
hatte der Altar in St. Peter früher noch Aufbauten. Was Pius XII. in vermeiden wollte, war die Umformung
der Messe in eine Mahlgemein
@ Tridentinus @ Bruder Theophil Ich kann ich Anliegen sehr gut nachvollziehen, jedoch glaube ich, daß
es sinnvoller ist, wenn man die Redaktion direkt benachrichtigt (über Kontakt). Auf Löschanträge, die
nur im Forum gestellt werden, reagiert man dort meines Wissens auch nicht. Dafür gibt es ja extra den
Link „Redaktion benachrichtigen“.
@ SALOMON …Helfen Sie doch bei der Müllbeseitigung! Wenn Sie glauben, daß Sie es besser gekonnt hätten
als Papst Pius XII., dann lassen Sie uns doch an Ihren Überlegungen teilhaben! Ich für meine Person
finde die Aussagen, die der Papst in seiner vielleicht wichtigsten Enzyklika gemacht hat, jedoch sehr
sinnvoll!
@ SALOMON …Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser Wie schon Jesus sagte: „Der Teufel geht umher wie
ein brüllender Löwe und sucht wen er verschlingen kann!!!“ Ich glaube ja, daß dieser „Jesus“ eigentlich
„Petrus“ hieß und dies in seinem 1. Brief geschrieben hat (1. Petr 5, 8).
@ Benedikt …Mediator Dei; reif für den Mülleimer? Alle? Der Meßdiener steht immer stellvertretend
für die Gläubigen. Das sieht man schon daran, daß die Gläubigen in einer rezitierten Messe alles das
sprechen, was sonst auch der Meßdiener sagt. Auch aus den Texten wird dies klar ersichtlich. Nach dem
Bekenntnis betet der Priester: Es erbarme sich Euer… Es scheint mir folgende Kriterien zu geben: […]
Es gibt tatsächlich Leute, die bei der Darbringung des hochheiligen eucharistischen Opfers sich der Volkssprache
bedienen […] Gleich zu beurteilen sind die Versuche und Bestrebungen, alle möglichen alten Riten und
Zeremonien wieder in Gebrauch zu bringen. Ganz gewiß, die Liturgie der alten Zeit ist zweifelsohne verehrungswürdig.
Aber ein alter Brauch ist nicht allein schon deshalb, weil er Altertum ausstrahlt, in sich oder für spätere
Zeiten und neue Verhältnisse als geeigneter und besser zu betrachten. […] So würde z. B. vom rechten
Weg abweichen, wer dem Altar die alte Form der Mensa, des Tisches, wiedergeben wollte; wer die liturgischen
Gewänder nie in Schwarz haben wollte; wer die Heiligenbilder und Statuen aus den Kirchen entfernen wollte;
wer die Nachbildung des gekreuzigten Erlösers so machen ließe, daß sein Leib die bitteren Qualen, die
er erduldete, nicht zum Ausdruck brächte […]Denn solch verkehrtes Beginnen geht nur darauf aus, die
heiligmachende Tätigkeit zu beeinträchtigen und zu schwächen, durch welche die Liturgie Gottes Gnadenkinder
auf dem Wege des Heils dem himmlischen Vater zuführt. (Mediator Dei; Pius XII.)
@ sacerdos helveticus Stimmt so nicht ganz, wenn man die Gesungene Messe oder das Hochamt betrachtet,
die als das Liturgische Ideal gelten können. Dort wird sehr Viel für Alle vernehmlich gesprochen. So
gesehen haben Sie natürlich Recht. Es kommt jedoch ganz auf die Perspektive an. Ich bin auch vom Hochamt
ausgegangen. Im Vergleich zum neuen Ritus wird auch im Hochamt relativ wenig gesprochen. Die Lesungen
habe ich gar nicht bedacht, weil diese zusätzlich immer noch in der Landessprache vorgetragen werden.
Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei ist für mich absolutes „Standardrepertoire“. Zumal in den größeren
Kirchen bei mir in der Gegend diese Teile oft auch im NOM auf Latein gesungen werden. Es fällt mir deshalb
nicht als „zusätzliches“ Latein auf. So kam ich zu meiner Aussage. Wenn jemand sonst natürlich nie ein
Wort auf Latein in der Messe hört, dann mag es ihm auch im Alten Ritus als viel erscheinen.
@ DieFidele …ein Vergleich, der hinkt… Vater/Mutter = 1 Eltern – unmöglich voneinander zu trennen,
gleiches Wesen von der Natur her (Mensch), jedoch jeder eine eigenständige Person. Das ist meines Erachtens
Tritheismus. Ich habe es weiter unten bereits geschrieben: Wenn ich sage, daß die drei göttlichen Personen
drei göttliche Individuen sind, so wie drei Menschen drei Individuen der Spezies Mensch sind, dann ist
das Tritheismus. Dieser ist jedoch häretisch und deshalb abzulehnen. Wir dürfen uns bei dem „Personenbegriff“
gar keine Menschen vorstellen, weil wir sonst immer wieder in diese Falle tappen. Der Vater zeugt das
ewige Wort und somit die zweite Person, indem er sich selbst erkennt. Die Zeugung des Sohnes durch den
Vater ist eine rein intellektuelle Zeugung.
@ hähnchen …Messe unverständlich? Ob Latein nun witzig ist oder nicht, darauf kommt es nicht an. Außerdem
ist das fehlende Latein nicht das Zentrum der Kritik. In erster Linie geht der Streit um den Ritus. Eine
Alte Messe in der Volkssprache ist für Traditionelle demnach besser als eine Neue Messe auf Latein. Trotzdem
spricht einiges für Latein. Dagegen spricht meines Erachtens nur wenig. Ganz bestimmt aber nicht die
Unverständlichkeit. Gerade in der Alten Messe spricht der Priester nur relativ wenige Stellen wirklich
laut. Das bisschen kann dann eigentlich jeder verstehen, auch wenn er sonst kein Latein kann. Wer regelmäßig
am Sonntag die Messe besucht, der kennt die feststehenden Teile (Wechselgruß, Gloria, Glaubensbekenntnis,
Vater Unser usw.) sowieso mehr oder weniger auswendig. Da ist es ziemlich egal ob man die Landessprache
verwendet oder Latein. Die wechselnden Stücke (z.B. Tagesgebet, Opferungsvers) kann jeder in seinem Messbuch
nachlesen. Dort ist die ganze Messe auf Latein und in der Landessprache nebeneinander abgedruckt.
@ hähnchen Ein Motu Proprio (Latein: (aus) eigenem Beweggrund, sinngemäß: „selbst veranlasst“) ist
ein Apostolisches Schreiben des Papstes der katholischen Kirche, das ohne förmliches Ansuchen anderer
ergangen ist und vom Papst persönlich (und nicht von einem seiner Kardinäle, Amtsorgane oder anderer
Berater) entschieden wurde. Meist handelt es sich dabei um die Bekanntgabe kirchenrechtlicher oder administrativer
Entscheidungen, geringer Änderungen des kanonischen Rechts oder die Gewährung von Privilegien an Personen
oder Institutionen. Normalerweise ist ein motu proprio ein Dekret, das ohne Siegel (vgl. Bulle) versehen
ist und nicht gegengezeichnet wurde. Das erste motu proprio wurde von Papst Innozenz VIII. im Jahr 1484
verfasst. Ein motu proprio beginnt mit der Darstellung des Grundes, warum es verfasst worden ist. Es folgt
die Beschreibung der Gesetzesänderung oder der Privilegiengewährung. Das Dokument wird vom Papst persönlich
unterschrieben (mit Datum und seinem Namen in Latein). Anschließend wird das motu proprio veröffentlicht.
Es ist selbst dann gültig, wenn es nicht dem vorherigen Kirchenrecht oder früheren päpstlichen Entscheidungen
entspricht. (Quelle: Wikipedia)
@ Benedikt Es ist aber nicht möglich, gegenüber dem Volk den Opfercharakter dadurch zu verwässern,
daß man eine Armstellung streicht, die vorher nicht zu sehen gewesen ist Es kommt mir auf das Volk auch
nur in zweiter Linie an. Wenn ich objektiv etwas verwässere oder relative, dann reicht das völlig aus.
Der Kult dient ja schließlich Gott. Und der sieht alles! Das soll der Sinn dieser Dopplung sein? Warum
hat man das Confiteor sonst doppelt gebetet? Früher bekannte zuerst der Priester alleine seine Schuld
und dann alle Gläubigen. Wenn einer alleine betet, dann wird dadurch immer eine besondere Stellung ausgedrückt.
Heute ist der Priester beim Bekenntnis einer von vielen. Genau das wollte man mit der Abschaffung der
Doppelung auch erreichen. Wenn die heutigen Seelsorger … es gut katholisch verstehen und interpretieren,
dann ist es irrelevant, was irgendein Liturgiereformer sich möglicherweise vorgestellt hat. Sie meinen
es gut, aber es darf nicht alles am rechten Verständnis aufgehängt werden. Es kommt mir auf das Objektive
an. Maßstab ist dabei immer der Alte Ritus. Hieran muß sich alles messen. Wenn ich bei der Meßreform
etwas ändere, dann muß man immer fragen: Warum wurde das gerade so geändert. Es doch idiotisch zu sagen:
Die Änderung ist gar nicht so schlimm, weil ich mir das, was gestrichen wurde, nachträglich ja wieder
hinzudenken kann. Dann hätte man sich Neuerung auch sparen können. Für mich sind es 4 neue HG. Außerdem
ist die Gebenbereitung heute überall völlig unzureiche
@ Christian Hüller Meiner Meinung nach geht diese Position in Richtung Tritheismus; sie führt letztlich
zu einer Infragestellung der Einzigkeit oder zuminest der Einheit Gottes – es sei denn, Sie können überzeugend
darlegen, was Sie unter „Person“ verstehen. Nein! Ganz sicher nicht. Meine Aussagen decken sich mit den
Lehren der Kirche. Ich habe mich bei meinen unten gemachten Aussagen auf den römischen Katechismus und
die berühmte Dogmatik von Ott gestützt. Wie die Zeugung der zweiten göttlichen Person zu vertstehen
ist, habe ich bereits dargelegt. Wenn Sie sich selber erkennen, dann ist dieser Erkenntnisakt ja auch
kein neues Wesen, sondern untrennbar mit ihnen verbunden und ohne sie nicht vorstellbar. Ebenso wie beim
Vater und dem Sohn. Tritheismus hätten wir nur, wenn ich sagen würde, daß die drei göttlichen Personen
drei göttliche Individuen wären, so wie drei Menschen drei Individuen der Spezies Mensch sind. Das ist
jedoch als Häresie abzulehnen.
@ Fabianus Hat Gott, weil er sich selbst erkannt hat Christus „hervorgebracht“ oder benötigte er ihn
zur Selbsterkenntnis? Richtig! Gott (der Vater) hat sich selbst erkannt und diese Selbsterkenntnis ist
das „Wort“, die zweite göttliche Person. Wenn er das „Wort“ zur Selbsterkenntnis gebraucht hätte, dann
wäre das Wort von Gott ja nicht gezeugt, sondern geschaffen worden. Im Glaubensbekenntnis wird jedoch
ausdrücklich gesagt, daß das Wort gezeugt und nicht geschaffen worden ist. Von „Christus“ würde man
zum Zeitpunkt der Zeugung wohl noch nicht sprechen. Hier ist es besser vom Sohn oder der zweiten göttliche
Person – dem Wort – zu sprechen. Für uns wurde der Sohn ja erst nach der Menschwerdung zum Christus (=Messias).
@ Benedikt Wenn etwas aus sich heraus schwer zu verstehen ist, dann kann ich das natürlich nicht so erklären,
daß es ein Kleinkind verstehen kann. Aber wenn ich etwas „entwerfe“, dann darf ich mich nicht immer zweideutig
ausdrücken und beschwichtigen, daß man es ja erklären könne. Das kotzt mich schon beim II. Vat an.
Andere Konzilien waren da viel eindeutiger. Die Armstellung beim Hanc Igitur konnte früher niemand sehen
Deshalb war sie objektiv trotzdem da. Auf das Sehen kommt es nicht an. Was relativiert jetzt die Stellung
des Priesters? Ähnlich wie bei „mein Vater“ & „euer Vater“, so kommt auch beim doppelten Confiteor die
besondere Stellung des Priesters zum Ausdruck. Wenn es nun gemeinsam gebetet wird, soll damit doch eine
„Gleichschaltung“ zum Ausdruck gebracht werden. Logisch, wenn der Priester nur der „Vorsitzende“ der Gemeinde
ist. Es ist also gar nicht der Ritus, sondern der dahinterstehende Geist Natürlich kommt es auf den Ritus
an. Sie selber sagten, daß einiges interpretationsbedürftig sei. Nun kann man natürlich naiv sein und
glauben, dass die Liturgiereformer alles gut katholisch verstanden haben wollten. Dann nehme ich jedoch
die Einleitung her und werde eines besseren belehrt, weil ich erkenne, wie es wirklich gemeint war. Dann
darf ich es nicht schönreden! Was hat das jetzt damit zu tun? Ich halte Ottaviani natürlich nicht für
Bugninis Kollaborateur, sondern sehe, daß die Neuerer Ottaviani ab einem gewissen Zeitpunkt gar nicht
mehr ernstgenommen haben.
@ Christian Hüller Sagen wir doch, um tritheistische Missverständnisse auszuschließen, besser, der
göttliche Logos hat „Fleisch angenommen“ und nennen den Gottmenschen Jesus Christus eine göttliche „Person“.
Das wäre so nicht richtig, weil die zweite göttliche Person nicht erst seit der Menschwerdung besteht.
Durch die Menschwerdung kam es nur zu einer Vereinigung der menschlichen Natur Christi mit dem göttlichen
Logos (=Hypostatische Union). Diese Union wird nie mehr aufhören. Christus ist nicht erst dadurch zu
einer göttlichen Person geworden, dass er auch eine menschliche Natur angenommen hat. Es bleibt daher
festzuhalten: 1) In Gott sind drei Personen, der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Jede der drei Personen
besitzt numerisch dieselbe göttliche Wesenheit. (de fide) 2) Die zweite göttliche Person geht aus der
ersten durch Zeugung hervor und verhält sich deshalb zu ihr wie der Sohn zum Vater. (de fide) 3) Der
Sohn geht aus dem Intellekt des Vaters hervor. (Sent. certa.) Wie nämlich unser Geist, sich selbst erkennend,
ein Bild von sich selbst hervorbringt, das die Theologen „Wort“ genannt heben, so zeugt auch Gott, soweit
sich menschliches mit Göttlichem vergleichen lässt, indem er sich selbst erkennt, das ewige Wort. Die
Zeugung des Sohnes durch den Vater ist sonach als eine rein intellektuelle Zeugung oder als Erkenntnisakt
aufzufassen. (Vgl. Ott, Grundriss der Dogmatik)
@ Fabianus wie paßt es zusammen, daß gott vorher alles weiß, judas aber sich frei entscheinden konnte?
Gott weiß zwar alles vorher, aber er steuert den Menschen nicht wie eine Marionette. Er weiß, wie sich
der Mensch in jeder einzelnen Situation frei entscheiden wird. Er weiß es, weil die Dimension Zeit für
Gott kein Hindernis ist. Gott kann alles das, was für uns hintereinander abläuft, auf einmal betrachten.
Wie passen die Aussagen über Judas (…) mit der Barmherz. Gottes überein? Unterscheiden Sie zw. Gerechtigk. &
Barmherz. Die Barmherz. besagt nicht, daß er immer ein Auge zudrückt, damit jeder gerettet wird. Ohne
die Barmherz. wären wir alle verloren, weil wir nur vor der Gerechtigk. Gottes nicht bestehen könnten.
Durch die Barmherz., die Gott uns nicht schuldet, haben wir jedoch die Mögl., gerettet zu werden. Man
muß diese Barmherz. aber auch annehmen. Bsp.: Katholiken dürfen beichten und können dort durch die
Barmherz. Gottes die Sündenschuld verlieren. Die Nachlassung der Sündenstr. ist aber auch Teil der Gerechtigk.,
da Gott vom Sünder als Gegenleistung Buße verlangt. Niemand wird jedoch in den Beichtstuhl gezwungen,
um so die Barmherz. zu erlangen. Wer nicht kommt, hat sich aus freiem Willen dafür entschieden, die Barmherz.
Gottes nicht anzunehmen. So war es auch bei Judas. Gott ändert oft seinen Plan (Unveränderbarkeit?)
Gott ist unveränderbar. Für die Menschen schien es nur anders, weil sie zeitlich gedacht haben (s.o.).
Deshalb sind die Formulierungen oft mißverständlic
@ Fabianus @ Hüller Ist das nicht platonisch? Jede Seele ist präexistent? Stimmt! Der Präexistenzialismus
wurde von Platon begründet und lehrt, daß die Seelen schon vor ihrer Verbindung mit dem Leib existieren.
Die Mehrheit der Väter lehnte diese Idee jedoch ab. Mehrheitlich wird der Kreatianismus vertreten, der
besagt, daß jede einzelne Seele im Augenblick ihrer Vereinigung mit dem Leib von Gott aus nichts erschaffen
wird. Wäre es demnach möglich gewesen, daß vor Maria eine andere bereits abgesagt hätte? Rein theoretisch
wäre das natürlich möglich möglich gewesen. Auch Maria wurde das göttliche Kind ja nicht aufgedrängt.
Sie mußte ihr „Ja“ sprechen. Hierin war sie frei. Das heißt aber nicht, daß Gott völlig passiv geblieben
ist. Er hat Maria natürlich auch mit besonderen Gnaden ausgestattet. Gnade und freier Wille wirken immer
zusammen. Gott wollte jedoch Mensch werden. Es hätte demnach keinen Sinn gemacht, wenn er eine Frau ausgewählt
hätte, von der er wußte, daß sie nicht ja sagen wird. Er hat Maria somit bewußt ausgewählt. Wenn
ich sie richtig verstanden habe, war Maria nicht präexistent? Dabei kann ich auf oben verweisen. Auch
Marias Seele ist wohl erst im Augenblick ihrer Vereinigung mit dem Leib von Gott erschaffen worden. Gott
wußte jedoch in diesem Moment schon, dass sie einst die Gottesmutter sein wird. Deshalb ist Maria ja
auch ohne Sünde empfangen worden. Das geschah schon im Hinblick auf Christus. @ Hüller Nur die zweite
göttl. Person hat Fleisch angenommen. Nicht der Vater!
@ Fabianus Sie sagen, Gott war schon im AT dreifaltig, die zweite Person habe Fleisch angenommen. Was
war sie denn vorher? Es gibt dem Wesen nach nur einen Gott: Die Hl. Dreifaltigkeit. Dieser eine Gott besteht
aus drei Personen: Vater, Sohn und Hl. Geist. Der Sohn (=das Wort) [Er war schon im Anfang] ist (bei der
Inkarnation) Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt: Jesus Christus. Jesus Christus wiederum hat zwei
Naturen: Eine göttliche und eine menschliche. Er ist untrennbar wahrer Gott und wahrer Mensch in der
Einheit seiner göttlichen Person (=Hypostatische Union). Christus wurde also der Gottheit nach vor den
Zeiten aus dem Vater gezeugt, andererseits der Menschheit nach in den letzten Tagen aus Maria, der Jungfrau,
geboren. Maria ist Mutter, weil sie zur Bildung der menschlichen Natur all das beigetragen hat, was jede
andere Mutter zur Bildung der Leibesfrucht beiträgt. War sie Bestandteil des göttlichen Heilsplanes
vor aller Zeit? Wenn ja, müsste sie doch in einer gewissen Weise präexistent gewesen sein. Oder fiel
die „Berufung“ eher spontan auf sie? Gott sieht und weiß alles von Anfang an. Das heißt aber nicht,
dass er vorherbestimmt. Nach katholischer Auffassung ist der Mensch mit einem freien Willen ausgestattet.
Er ist deshalb nicht von Beginn der Zeit an von Gott auserwählt oder verworfen. Gott weiß jedoch im
vornherein wie sich der Mensch immer entscheiden wird. Vorsehung ist nicht das Gleiche wie Vorherbestimmtheit!!
P.S. Antw. sehr knapp, aber nicht mehr Platz
@ Fabianus Wurde der Schöpfer geboren von einer Gestalt? Hat Maria dann auch den Gott des AT geboren,
oder „nur“ dessen irdische Erscheinungsform? Herzlichen Dank schonmal an alle, die sich die Mühe machen,
mir etwas Licht ins Dunkel zu bringen! Da bringen Sie einiges durcheinander. Die meisten Ihrer Fragen
werden bestimmt schon bei der aufmerksamen Lektüre des Nicäno-Konstantinopolitanum beantwortet werden.
Wenn dann noch Fragen offen bleiben sollten, wird ein gutes Dogmatiklehrbuch oder der Katechismus weiterhelfen.
Aber schon mal vorweg: 1) Gott war schon immer dreifaltig. Auch im AT. Dort hatte er sich lediglich noch
nicht als solcher offenbart. 2) Der eine Gott besteht aus 3 Personen. Die zweite Person ist Mensch geworden
und hat Fleisch angenommen „durch den Hl. Geist aus der Jungfrau Maria“. Jesus Christus ist somit nicht
nur die irdische Erscheinungsform Gottes (Irrlehre des Modalismus!!) 3) Die zweite Person der Hl. Dreifaltigkeit
ist „aus dem Vater gezeugt (nicht geschaffen) worden vor aller Zeit“ (vgl. Credo & Joh 1). Der Vater,
der Sohn und der Hl. Geist sind der einzige und unzertrennliche Ursprung der Welt, auch wenn das Werk
der Erschaffung der Welt insbesondere Gott Vater zugeschrieben wird. Unzertrennlich in ihrem Wesen, sind
die göttlichen Personen auch unzertrennlich in ihrem Tun die Dreifaltigkeit hat nur ein und dasselbe
Wirken. Doch in dem einen göttlichen Tun wirkt jede Person so, wie es ihrer Eigenart in der Dreifaltigkeit
entspricht (KKK-Kompendium).
Muß das sein? Auch wenn in dem Kommentar von Herrn Lingen einige richtige Äußerungen und Anmerkungen
gemacht werden, so frage ich doch, ob es denn wirklich nötig ist, daß man Herrn Lingen hier eine Plattform
bietet? Dem Inhalt nach hätte man diese Predigt bestimmt auch von einem richtigen Priester bekommen und
nicht nur von dem Vorsitzenden einer Ich-AG.
@ Gotthard Für die Konsekration in Leib und Blut sind diese Worte VÖLLIG bedeutungslos Du hast doch
soooo recht … Jesu Ziel war in der Tat allein seine Anbetung im Tabernakel bzw – viel würdiger!! –
in der ausgesetzten Monstranz! Eine der unqualifiziertesten Äußerungen, die ich hier je gelesen habe.
Erstens zeigt Ihr ordinäres und demonstratives Gedutze schon, wie primitiv Sie sind. Zweitens vermittelt
Ihre Aussage sehr stark den Eindruck, daß Sie von der gesamten Meßopfertheologie nicht den Hauch einer
Ahnung haben. Realpräsenz und Doppelkonsekration schweben theolog. nicht im luftleeren Raum, sondern
haben ihren Zweck. Ohne Realpräsenz kein wirkliches und wahres Opfer (katholisch, vgl. Trient). Es wäre
nur ein geistiges Opfer (protestantisch). Und durch die Doppelkonsekration soll das Opfer sakr. dargestellt
werden (Trennung von Leib und Blut). Für die Konsekration zum Zwecke des Opferns ist der Zusatz „nehmet
und esset alle davon“ völlig bedeutungslos. Essen und Trinken hat mit dem Opfer nichts zu tun!! Essen
und Trinken entwürdigt die Eucharistie Finden Sie? Finde ich nicht. Sie müssen jedoch Opfer und Sakrament
voneinander trennen. Die Opferfeier findet schließlich im Genuß der Opferfrüchte ihren feierlichen
Abschluß. Hier (aber erst hier!) geht es um Essen (und Trinken), wie vom Heiland aufgetragen (Joh 6,
48-59) bitte nur einmal im Jahr in der österlichen Zeit, wenn es denn schon sein muß Diese Ansicht ist
spätestens seit Pius X. „out“. Das sollten Sie wissen!
@ methusalix :Abtreibung ist Menschenrecht Sind Frauen für Sie überhaupt als ganzer Mensch existent,
oder geht es immer nur um deren Bauch und das was dort drin ist? Eben weil Frauen als ganzer Mensch gesehen
werden müssen, will ich sie ja auch nicht zu Gebärmaschinen degradieren. Ich war schon dabei, jeden
Beschluss des Gerichtes, den Sie hier aufgeführt haben, zu kommentieren. Davon kann ich jedoch nichts
feststellen. Vermutlich wissen Sie aber selber, dass Sie sich verrannt haben. Für Sie sind nur Beschlüsse
des BVG existent in denen die Frauen ausschliesslich als untergeordnete und nachrangig berechtigte Wesen
vorkommen. Jetzt ist also aus Ihrer Sicht auch noch das BVerfG frauenfeindlich? Mit Verlaub, aber Sie
haben doch wirklich einen leichten Knall…pardon! Im übrigen waren Sie es doch, der mich immer und immer
wieder auf unsere demokratischen und rechtstaatliche Instanzen hingewiesen hat; wie wichtig das doch alles
sei, contract social usw… Gebetsmühlenartig haben Sie mir diese Instanzen vor die Nase gehalten und
wollten damit Gott und die Kirche widerlegen und nun auf einmal sind auch die alle ganz böse. Seien Sie
versichert, unser oberstes Gericht hat auch Beschlüsse gefasst, in denen Frauen nicht nur als untergeordnete,
nachrangige Existenzen vorkommen. Auch in seinen SSA-Urteilen hat das BVerfG die Frauen nicht als untergeordnete
Wesen behandelt. Im Gegensatz zu Ihnen vermochten die Richter/innen jedoch zu erkennen was Priorität
genießt.
@ obelix …ungeborene Kinder keine Menschen?? Da können Sie mal sehen, dass uns verschieden Dinge wichtig
sind. Ihnen sind ungeborene „Kinder“, wie Sie das einzuordnen belieben, wichtiger, mir geborene Frauen.
Reden Sie nicht so einen Unsinn. Mir sind geborene Menschen genauso wichtig wie ungeborene. Sie jedoch
haben gerade zugegeben, daß Ihnen das Selbstbestimmungsrecht der Frau wichtiger ist, als das Lebensrecht
eines ungeborenen Kindes. Dafür sollten Sie sich wirklich schämen. Ich frage Sie noch einmal: Was macht
es moralisch für einen Unterschied, ob ich ein Kind 1 Minute vor der Geburt töte oder danach? Sagen
Sie es mir! Sagen Sie mir auch, wie Sie ernsthaft katholisch sein wollen und trotzdem das Selbstbestimmungsrecht
höher schätzen können als das Lebensrecht. Das geht in meinen Kopf nicht rein. Und suchen Sie keine
Ausflüchte beim Gesetzgeber und den Gerichten. Das BVerfG hat ausdrücklich gesagt: – Das GG verpflichtet
den Staat, menschliches Leben, auch ungeborenes, zu schützen. – Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. – Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner Mutter. – Der
Lebenschutz der Leibesfrucht genießt grundsätzlich für die gesamte Dauer der Schwangerschaft Vorrang
vor dem Selbstbestimmungsrecht der Frau. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
@ Benedikt Naja, dass Liturgie einfach ist, hat ja auch niemand behauptet. Mit der nötigen Katechese
wäre das alles kein Problem. Aber da liegt eben wirklich der Hund begraben. Eine Verdunklung kann man
natürlich auch schön reden. Wenn man etwas schafft, dass so leicht falsch verstanden werden kann und
auch wird, dann ist es nichts Gutes. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen! Haben Sie Beispiele (Gesten)?
Die Kniebeugen, die neue Handstellung beim „Hanc igitur“, die weggelassenen Kreuzzeichen, die das Opfer
verdeutlicht haben und die Haltung von Daumen und Zeigefinger… Was relativiert denn da (Confiteor) die
Stellung des Priesters? Sie wissen schon, wie man es früher betete, oder? Es war ein doppeltes Confiteor.
Naja, also das (Einführung Messbuch) ist nun wirklich nichts, was im Ritus irgendwie bemerkbar werden
könnte Aber es zeigt, welcher Geist dahintersteckt! Können Sie das vielleicht genau am Text belegen?
Früher hieß es in der Opferung z.B.: Ich opfere sie (die makellose Opfergabe) Dir für alle Umstehenden
und alle Christgläubigen, für die Lebenden und Verstorbenen. War Ottaviani jetzt vielleicht schon Bugninis
Kollaborateur? Nein, der wurde mit Hohn und Spott überzogen, nachdem ihm das Mikrofon schon auf dem Konzil
abgedreht wurde. Nach dem Konzil wurde er dann ja mehr oder weniger aufs Abstellgleis gestellt. Und worauf
wollen Sie hinaus? Die Meßreformer wollten den Opfercharakter relativieren und den Mahlcharakter in den
Mittelpunkt stellen.
@ Benedikt Der Opfercharakter wird verdunkelt, zumindest jedoch relativiert Bezüglich dem Wortlaut des
HG II würde ich dem sogar noch zustimmen, eine Analyse des Texte stellt aber schnell klar, dass auch
HG II das Opfer bejaht. Da muß man sich aber schon gewaltig einen für abbrechen. Außerdem sind neben
dem Wortlaut auch die begleitenden Gesten interessant! Relativierung der Stellung des Priesters Wie das
denn? Als Beispiel möchte ich nur das Confiteor und die Kommunionausteilung nennen. Wie betete man das
Confiteor früher und wie macht man es heute? Außerdem muß man nur die Einführung zum Messbuch lesen.
Ein Opfer für Lebende und Verstorbene Also das geht mW aus allen Hochgebeten klar hervor. Ich meine nicht
ein Gedenken für Verstorbene, sondern den klaren Zusammenhang mit dem Opfer! Was hat man sich dabei gedacht?
Woher soll ich das wissen? Sind so wirklich so naiv? Wenn ein Bugnini 65 (?) davon spricht, daß man alles
aus der Messe tilgen müsse, woran die anderen Konfessionen Anstoß nähmen und dies ein paar Jahre später
unter seinem Vors. geschieht, dann liegt das Motiv doch klar auf der Hand. Es war falsche Rücksichtnahme
(Ökumenismus). „NEHMET UND ESSET ALLE DAVON“ ist auf einmal Teil der Wandlungsworte Warum soll das auf
einmal die Messe zum Mahl machen? Man wird sich bei der Einbeziehung doch etwas gedacht haben. Und…so
ein Zufall aber auch, wird das essen und trinken erwähnt. Für die Konsekration in Leib und Blut sind
diese Worte VÖLLIG bedeutungslos!
@ methusalix Sie meinen halt den ganz speziellen päpstlichen Relativismus. Ich meine den Relativismus,
den jeder versteht. Ich meine nicht den päpstlichen Relativismus, sondern DEN Relativismus. Die Definition
können Sie in jedem Lexikon oder philosophischen Handbuch nachlesen. Was Sie meinen, ist nicht Relativismus,
sondern relativieren. Das ist ein himmelweiter Unterschied!! Den müssen Sie schon beachten, wenn Sie
einem den Vorwurf machen, daß man mit zweierlei Maß messen würde, weil man zwar selber gegen den Relativismus
sei, ihn aber trotzdem betreiben würde. Nicht jeder, der etwas relativiert, ist auch ein Relativist.
Wenn es Todesopfer gibt, die die katholische Kirche mit zu verantworten hat, dann ist das für Sie relativ
bedeutungslos Unsinn. Das sagt auch keiner! wenn „Kinder“ bei einem Schwangerschaftsabbruch Die Anführungszeichen
können Sie sich sparen. Schreiben Sie einfach Menschen! Und SSA ist auch ziemlich verharmlosend. Als
wenn man die Schwangerschaft nach einer kurzen Pause wieder fortsetzen könnte. in einem „Kinderschlachthof
ermordet“ werden, dann ist das „der schlimmste aller Morde!“ Er ist schlimm. Sehr schlimm sogar. Erst
das Leben entstehen lassen (das Kind wurde den Eltern ja nicht aufgezwungen) und dann ein völlig unschuldiges
Lebewesen auf grausame Art und Weise töten. Viel schlimmer geht es nicht. Den Verweis auf 211 können
Sie sich sparen! Was ist moralisch denn der Unterschied, ob ich ein Kind 1 Minute vor der Geburt töte
oder danach? Sagen Sie es mir!
@ Benedikt Nein, keine Neuauflage…mein Fehler. Ich war unaufmerksam & so naiv zu glauben, dass das 1.
HG auch an erster Stelle stehen müsste. Was ist an den Texten heute nicht katholisch? Der Opfercharakter
wird verdunkelt, zumindest jedoch relativiert. Genauso wie die Stellung des Priesters. Im Übrigen reicht
es nicht aus, dass man ein Opfer darbringt und dies erwähnt. Bitt-, Lob- und Dankopfer können auch die
Protest. voll bejahen. Es geht darum, daß die Messe die wirkliche und unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers
ist. Also auch ein Sühnopfer. Ein Opfer für Lebende und Verstorbene. Geopfert durch die Hand des Priesters.
Schließlich ist die Messe ihrem Wesen nach kein Mahl. Bei der Alten Messe gab es da kein Drumherumreden.
Nicht umsonst hat sich Luther so sehr auf diese Messe eingeschossen. Die Reform wäre nur dann in Ordnung,
wenn dadurch nichts verdunkelt oder relativiert werden würde. Der offizielle Name lautet Offertorium
Hier heißt es Gabenbereitung und das trifft es auch auf den Kopf. Ich sagte es bereits. Es handelt sich
um leicht abgewandelte jüdische Tischgebete. Wenn d Messe aber kein Mahl ist, sondern ein Opfer, warum
benutzt man dann solche Gebete statt der alten Opferungsgebete. Bitte: Vergleichen Sie!! Was hat man sich
dabei gedacht? Außerdem hat man, nicht hörbar, aber nachzulesen, eine kleine aber bedeutsame Änderung
bei den Wandlungsworten vorgenommen. „NEHMET UND ESSET ALLE DAVON“ ist auf einmal Teil der Wandlungsworte.
Warum, wenn die Messe den kein Mahl ist?
@ Benedikt …Das 1. HG nehmen die Protest. doch schon gar nicht mehr ernst Kein Wunder! Es steht ja noch
nicht mal mehr im Gotteslob! Daß die dt Version einen Weichspülgang hinter sich hat ist nun allgemein
bekannt. Doch wird ein Ritus dadurch nicht protest. Es geht nicht nur um die dt Fassung. Schauen Sie was
vorher gesagt wurde & was heute nicht mehr oder andres gesagt wird. Die Verschiebungen gehen immer nur
in eine Richtung: Hin zum Protestantismus. Auch früher musste den Gläubigen das alles erklärt werden
Erklären schön & gut, aber das meine ich nicht. Es geht mir um das was gesagt & getan wird – das Verständnis
schon vorausgesetzt. Das sprach für sich & war durch & durch katholisch. unwahrscheinlich, dass jeder
den Sinn jeder Knieb. erkannt hat Erkennen ist das Eine. Obj. Beurteilung etwas ganz anderes. Es gab nichts,
das aus sich heraus schon Zweifel geweckt hat. Das ist heute anders. Die Unterlassungen sind oft das Schlimmste.
Es ist einfach nicht glaubhaft, wenn ein Pr mir im Rahmen einer Alten Messe etwas von Realpräsenz & Opfer
erzählt & danach das gleiche im Rahmen des NOM erzählt, weil seine Handlungen & Worte nicht mehr mit
dem übereinstimmen was er sagt. Genauer gesagt, muß man auf den Untersch. schauen. Die interessante
Frage ist doch: Warum sagt & macht er alles das anders, was er anders macht. Welches Motiv steckt dahinter?
Beispiel: Wenn man die Opferungsgebete streicht & stattdessen leicht abgewandelte jüdische Tischgebete
verwendet & das nun Gebenbereitung nennt, dann muß man sich doch fragen: Warum das Ganze?
@ DocRöntgen Auch, wenn der Islam einen anderen Überbringer der Heilsbotschaft hat: Ihr werdet Euch
letzlich mit den Strukturen anfreunden. Denn für Euch zählt nicht der Glaube an Christus und christliche
Werte, Ihr wünscht Euch viel mehr eine autoritär strukturierte Ideologie. Diese Unterstellung ist eine
bodenlose Frechheit. Zwar mag ist hier Leute geben, denen es mehr um eine autoritäre Struktur ankommt
als auf Inhalte, aber alle Traditionellen hier über einen Kamm zu scheren, ist nicht angebracht. Außerdem
hat der Islam nicht einen anderen Überbringer der Heilsbotschaft. Er hat genau den gleichen wie wir:
Jesus Christus. Mohammed war zwar ein Überbringer, aber nicht der Überbringer einer Heilsbotschaft,
sondern von satanischen Versen – eine große Lügenbotschaft, die den Menschen Sand in die Augen streut.
Der Islam (wie jede andere nichtchristliche Religion) hält den Menschen eher von der Wahrheit, die Christus
Jesus ist, ab, als daß er zu ihr hinführt. Wer außerhalb der kath. Kirche das Heil erlangt – und das
mag in dem einen oder anderen Fall durchaus mögl. sein –, der erlangt es einzig und allein durch die
katholische Kirche, durch das Kreuz Jesu Christi, vom dem jede Gnade und aller Segen ausgeht. Man kann
sich nicht durch eine andere Religion retten; man kann sich allenfalls in einer anderen Religion retten,
oder sagen wir es noch deutlicher trotz einer anderen Religion, wenn man nämlich in einem entschuldbaren
Irrtum lebt. Für wen dies zutrifft, weiß Gott allein.
@ methusalix Ein ganz wunderbarer, katholischer Relativismus, Nachtlaterne! Methusalix, begreifen Sie
es endlich!!! Was Sie als „Relativismus“ bezeichnen, das hat mit „Relativismus“ nichts, aber auch gar
nichts zu tun!!! Der Relativist geht davon aus, daß die Wahrheit von Aussagen stets bedingt ist, und
daß die Reihe der Bedingungen von Bedingungen in historisch bedingten Festsetzungen oder in subjektiven
Überzeugungen endet, nicht aber in unbedingten Wahrheiten. Folglich vertritt der Relativist die Auffassung,
daß wir (gar) keine absoluten Wahrheiten kennen und keine absoluten ethischen Werte. Kommt Ihnen das
irgendwie bekannt vor?
@ Benedikt …Das Wesen (nicht der Inhalt) der Messe ist die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers …Jesu
Christi. Nicht mehr, aber auch nicht weniger! Der Canon ist das Herz der Messe. Hiermit steht und fällt
alles. Zur Auslegung desselben kann noch der sog. „kleine“ Canon mit herangezogen werden. Hier wird das
Wesen der Messe besonders deutlich. Die Änderungen im Text sind gravierend. Aber auch die Riten müssen
beachtet werden. irgendwelche Teile, denen Protest. zust. könnten finden Sie in jedem Ritus Auf irgendwelche
Teile kommt es aber nicht an, sondern auf die Teile, die das Wesen zum Ausdruck bringen. als ganzes gesehen
müssten die Protest. den [neuen] Ritus ebenso mit ihrer Lehre für unvereinbar halten Tun sie aber nicht!
Ich kann weiterhin kein prot. Indiz erkennen Das meinen Sie nicht ernst, oder? Legen Sie die beiden Messbücher
mal nebeneinander und vergleichen Sie. Achten Sie vor allem auf alles das, was nicht gesagt wird! Warum
sollte es nicht ein Ergebnis mieser Bildung sein? Es ist auch eine Frage der Bildung, aber überlegen
Sie mal. Wenn Sie früher in die Messe gingen, was hat Ihnen Anlaß geben können an die Realpräsenz
und den Opfercharakter zu Zweifeln? Nichts! Und genau das ist heute anders. Die alte Mutti wird sich nach
der Reform doch gefragt haben, warum weniger Kniebeugen, warum Kommunion im Stehen, warum Handkommunion,
warum keine Patene mehr, warum hält der Priester die Finger nicht mehr zusammen und warum nimmt man es
mit der Purifikation nicht mehr so genau? Als Indiz für die Realpräsenz kann sie diese Neuerungen bestimmt
nicht heranziehen.
@ Benedikt Spätestens ab dem Zeitpunkt, wo es u.a. deutschen Lutheranern erlaubt worden ist, das 2. Hochgebet
(ohne die Einheit mit dem Papst zu erwähnen) Aha! Also Sie wollen damit doch nicht etwa sagen, daß ein
Ritus schon alleine dann durch und durch katholisch ist, wenn die Einheit mit dem Papst erwähnt wird.
Das macht in formell, aber noch nicht materiell seinem ganzen Wesen nach katholisch. Auf genau das Wesen
kommt es aber maßgeblich an. Und dort ist die Entwicklung doch nun wirklich sehr Eindeutig. Auch frühere
Formen der Röm. Ritus ließen sich „protestantisieren“, wenn man nur lange genug daran herumschneiden
würde. Genau deshalb hat man ja nicht so viel daran verändert, wie dies 1969 geschehen ist. Nun haben
wir den Salat. Zunächst einmal: Der Glaube an die Realpräsenz ist sicher oft nicht mehr vorhanden, aber
ausgelöscht ist er keinesfalls. Das kommt darauf an wo Sie leben. Das ist regional schon sehr unterschiedlich.
Die Tendenz ist aber überall die gleiche. Der Glaube nimmt ab. Da es auch schon früher disziplinäre
und bildungsbezogene Probleme gab (ganz besonders in der Vorreformationszeit) kann dieser Vorwurf ebenso
der damaligen Liturgie gemacht werden. Nein! Damals sind haben die Leute den Glauben trotz der Liturgie
verloren, heute behalten einige den Glauben an die Realpräsenz (und andere kath. Wahrheiten) trotz der
Liturgie bei. Das ist ein großer Unterschied!
@ Benedikt Der Römische Ritus ist keine protestantische Liturgie. Er ist von den rechtmäßigen Stellen
der Kirche ordnungsgemäß approbiert worden. Damit ist er zwar formal ein römischer Ritus, ja…aber…materiell
ist er nun wirklich sehr protestantisch angehaucht. Das müssen Sie zugeben. Spätestens ab dem Zeitpunkt,
wo es u.a. deutschen Lutheranern erlaubt worden ist, das 2. Hochgebet (ohne die Einheit mit dem Papst
zu erwähnen) zu verwenden, hätte man in Rom skeptisch werden müssen.
@ methusalix Benedikt und DF befleißigen sich hier eines Relativismus, der schon lächerlich ist Von
der Empairia – der Erfahrung, dem unmittelbaren Erleben von Handlungs- und Sachzusammenhängen, mögen
Sie als Naturwissenschaftler Ahnung haben. Dabei handelt es sich aber nicht um das ganze philosophische
Handwerkszeug. Die Theologie/Philosophie arbeitet jedoch auch noch auf anderen Ebenen. Naturwissenschaftler
neigen leider dazu, nur die Erfahrung gelten zu lassen, weil alles andere nicht zu beweisen sei. Folglich
werden alle Überlegungen, die sich nicht von der Empairia ableiten, als weniger glaubhaft abgelehnt.
Der Papst hat in seiner „Regensburger Rede“ auch hierzu etwas gesagt. Es ging um das Verhältnis von Glaube
und Vernunft, was beides natürlich voll vereinbar ist. Seine naturwissensch. Kollegen an der Uni Rgbg
haben das schon damals als er noch Prof. war nicht begreifen können. Sie dürfen nicht allen philosophischen
Überlegungen die „Gesetze“ der Empairia zugrunde legen und eindimensional denken. Ach ja, noch kurz zum
Relativismus: Was das genau ist, das haben Sie wohl auch noch nicht so recht begriffen. Der Relativist
geht davon aus, daß die Wahrheit von Aussagen stets bedingt ist, und daß die Reihe der Bedingungen von
Bedingungen in historisch bedingten Festsetzungen oder in subjektiven Überzeugungen endet, nicht aber
in unbedingten Wahrheiten. Folglich vertritt der Relativist die Auffassung, daß wir keine absoluten Wahrheiten
kennen und keine absoluten ethischen Werte.
@ methusalix Sie schrieben Benedikt: Wirr ist Ihre schiedliche Trennung in „Auffassungen“ und Dogmen,
die uns signalisieren soll: An dieser ganzen Kirchengeschichte […] waren ja nur durch die damaligen
„Aufassungen“ […] schuld, weil die katholischen Dogmen so eine Katastrophe nicht rechfertigen. Wenn
Sie tatsächlich nur halb so schlau sind, wie Sie tun, dann begreife ich nicht, warum Ihnen das abstrakte
denken so schwer fällt. Verstehen Sie den Unterschied der verschiedenen Ebenen wirklich nicht? Aber unterstellt,
daß es wirklich so ist, wie Sie uns hier weismachen wollen: Dann sagen Sie uns doch endlich, welcher
katholische Glaubenssatz sich nach der Hexenverfolgung als Irrtum herausgestellt hat! Sagen Sie und doch
welches katholische Dogma die Hexenverfolgungen forderte. Sagen Sie es uns, geben Sie die Fundstelle im
Katechismus an und wir werden es uns hier alle aufmerksam durchlesen. Aber bitte tun Sie uns den einen
Gefallen…werden Sie endlich konkret und sondern Sie nicht nur heiße Luft ab!
@ Bodo @ methusalix @ Bodo Manche Irrtümer verbreitete man gerne, auch wenn man wusste, dass es kein
Irrtum war. […] Denken Sie z. B. an die Pest. Wem gab man die Schuld? Handelsreisende, Zigeuner, Juden,
…nein, das kam nicht alles aus einem „Irrtum“ zustande. Dass man Geister und Gespenster …okay, das
kann man noch als Irrtum abtun. Die Irrtümer waren z.T. auch mittelbar. Man kannte beispielsweise keine
Mikroorganismen. Keine Bakterien, keine Viren…nichts! Würden Sie sich da nicht auch fragen wie es zu
der einen oder anderen Krankheit kommt. Eine einfache Erklärung sind Hexen und Geister. Die kompliziertere
Erklärung waren Herumreisende (Handelsreisende, Zigeuner), weil man glaubte, dass sie die Krankheiten
verbreiten. Gar nicht mal so abwegig, oder? Der Dank für den Stil geht zurück. @ methusalix Es lebe
der Zeitgeist! Eben gerade nicht! Benedikt hat es bereist richtig geschrieben. Und auch ich habe es implizit
bereits gesagt (genau lesen!). Dieser Irrtum hat mit Dogmen oder Glaubenssätzen nichts zu tun. Aber was
mühe ich mich eigentlich ab. Sagen Sie mir doch, welcher Glaubenssatz (vielleicht sogar noch einer „de
fide“) sich nach der Hexenverfolgung als Irrtum herausgestellt hat! Wenn ein Richter ein Fehlurteil fällt,
weil er z.B. Beweise falsch gewertet hat, so ist dies ja auch kein Indiz für die Fehlerhaftigkeit des
Gesetzes. Das sind zwei völlig verschiedene Ebenen!
@ Bodo Das „nicht unbedingt kirchenfreundliche“ Wikipedia schreibt etwas mehr: Stimmt! In dem Artikel
„Hexenverfolgung“ schreibt Wikipedia z.B. noch: Erste Verurteilungen von Hexen gibt es im 13. Jahrhundert
mit dem Aufkommen der Inquisition, die jedoch ihr Hauptaugenmerk nicht auf Hexen, sondern auf Glaubensabweichler
(Häretiker) richtete. Die staatliche spanische Inquisition lehnte ausdrücklich Hexenverfolgung ab. Hexerei
war für die Kirche zunächst kein derart bedrohendes Vergehen wie die Häresie. Dies wird deutlich in
der Anweisung Papsts Alexander IV. vom 20. Januar 1260 an die Inquisitoren, Hexen seien nicht aktiv zu
verfolgen, sondern auf Anzeigen hin festzunehmen. Prozesse gegen Hexen sollten bei Zeitmangel zurückgestellt
werden, die Bekämpfung von Häresien habe Vorrang. Später verurteilte die Inquisition sogar zeitweise
die Hexenprozesse. Das so scheinbar finstere Mittelalter war somit ziemlich friedlich. Auch verbietet
sich die Gleichsetzung von Inquisition (rechtspolitisch übrigens unstreitig ein großer Fortschritt)
und Hexenverfolgung. Erst in der frühen Neuzeit setzte die eigentliche Verfolgung der Hexen ein. Die
Kirche ist hier nicht der Urheber, sondern vielmehr Teil des Ganzen. Auch heute kann sie sich Zeitströmen
ja nicht immer entziehen. Wir dürfen deshalb heute auch nicht so arrogant sein und den Menschen von damals
allgemein akzeptierte Irrtümer auf der Tatsachenebene vorhalten, denen man vermutlich auch aufgesessen
wäre.
@ obelix … Also ich habe mir den Burger* jetzt mal angetan. Der Mann ist irrelevant. Ein Furz. Sehr
interessante Reaktion. Nicht ein einziges Argument gegen Burgers Artikel. Nicht eins! Dafür aber schnell
versucht, ihn zu diffamieren (obwohl Sie ihn vermutlich überhaup nicht kennen) und als völlig unbedeutend
hinzustellen. Die Reaktion wundert mich aber gar nicht. Burgers Thesen sind einfach schlüssig. Schon
die griechischen Philosophen hatten die gleiche Erkenntnis. Was ich aber glaube ist, dass übertriebener
religiöser Eifer Menschen zum Schaden gereicht. Wenn Sie mit „übertrieben“ mehr als 100% meinen, dann
ja. Sonst nicht! In den abrahamitischen Religionen vor allem den Frauen. So ein Unsinn. Sie meinten aber
wahrscheinlich im Islam. Bedenken Sie, daß das Christentum auch eine abrahamitische Religion ist. Wie
ein eben ergangenes Urteil gegen die „Lebensschützer“ in Polen wieder einmal beweist Als „Beweis“ ist
das Urteil völlig ungeeignet. Und auch sonst. Der gleiche Mist wie so oft aus Brüssel. Wenn die Freimaurerreligion
„Liberalismus“ abgegriffen wird, dann versteht der Liberale nämlich keinen Spaß. Dann rollen Köpfe.
*Rudolf Burger… …ab 1973 Leiter der Abteilung am Battelle-Institut für sozial- und geisteswissenschaftliche
Forschung in Wien; 1979 Habilitation, seit 1990 Professor für Philosophie an der Universität für angewandte
Kunst in Wien, von 1995 bis 1999 deren Rektor. Staatspreis für Kulturpublizistik 2000. Hauptarbeitsgebiete:
Ästhetik, politische Philosophie
@ Bodo @ obelix …Es gibt keine demokratischen Werte @ Bodo Warum wurden dann scharenweise schwangere
Frauen als Hexen verbrannt? Glauben Sie nicht jedes Ammenmärchen. Natürlich gab es Vorfälle, die so
nicht zu rechtfertigen sind. Aber die Kirche muß im Dorf belassen werden. Zur so berüchtigten spanische
Inquisition schreibt das nicht unbedingt kirchenfreundliche Wikipedia: Die spanische Inquisition lag beinahe
vollständig in der Hand der Monarchen. Die römische Kurie hatte auf ihren Verlauf nur einen sehr begrenzten
Einfluss. […] Viele ältere Schilderungen der spanischen Inquisition waren Propaganda religiöser und
politischer Gegner Spaniens – insbesondere seit der Französischen Revolution – und sprachen von Zehntausenden
oder gar Hunderttausenden auf dem Scheiterhaufen verbrannter Opfer. Neuere Forschungen ergeben etwa 1.200
bis 2.000 Todesurteile, etwa zwei Prozent der Fälle, welche die spanische Inquisition bearbeitete. @ obelix
Sie vergleichen im Ernst die Regenbogenfahne der Homosexuellen direkt mit dem rosa Winkel Nein, weil der
Vergleich hinkt. Das Dreieck mußte im KL getragen werden. [Ich würde es nicht anordnen.] Zur Fahne greifen
die Homos freiwillig und sind noch stolz drauf. Trotzdem mache ich sie mir auch zunutze. Doch doch, auch
wenn Sie die Hexenverbrennungen nicht wahr haben wollen Ich bin dafür auch in der Lage sie in den historischen
Kontext einzuordnen. den Rest schenken wir uns Das hätten Sie gerne. Bloß weil Rudolf Burger in seinem
Beitrag zeigt, daß es keine demokratischen Werte www.dradio.de/…ungen/signale/540466/ gibt, kneifen
Sie!
@ Bodo Bedeutende Katholiken waren stets ganz unterschiedlicher Meinung darüber. Diese Antwort ist richtig
und doch wieder nicht. Unterschiedlicher Meinung war man nicht in Bezug auf der Wertungsebene. Die Ansicht,
daß das menschliche Leben grundsätzlich unantastbar ist, ist von der Kirche nie anders gesehen worden.
Ob nun menschliches Leben vorliegt oder nicht, ist dagegen eine Tatsachenfrage. Beginnt das Menschsein
mit der Existenze der Seele, von der wir alles und doch nichts wissen? Ich denke, daß ich diese Frage
aus theologischer Sicht mit einen ganz klaren JA beantworten kann! Der Patron der katholischen Hochschulen
und Kirchenlehrer Thomas von Aquin als Beispiel sagte seinerzeit: „Ein männlicher Fötus wird nach 40
Tagen, ein weiblicher nach 80 Tagen ein Mensch.“. Sie geben mir sicher Recht, wenn ich sage, dass das
ein völliger Blödsinn sei. Aus heutiger Sicht mag das nur schwer nachvollziehbar sein. Der Doctor angelicus
ging jedoch davon aus, dass die Seele nicht schon bei der Empfängnis mitgegeben wurde, sondern eben erst
später (Wenn Irrtum, dann auf Tatbestandsebene). Somit kam er – folgerichtig – zu diesen Aussagen. Heute
wissen wir dagegen, dass wir eigentlich nichts wissen. Wann der Mensch beseelt wird, ist uns nicht bekannt.
Deshalb wäre jede Frist willkürlich. Im Zweifel müssen wir davon ausgehen, dass die Beseelung mit der
Empfängnis einhergeht. Alles andere wäre grob fahrlässig. Die Konsequenz kann deshalb nur lauten: Lebensschutz
ab Empfängnis!
@ obelix den rosa Winkel wollen Sie aber hoffentlich nicht zurück? Das übernehmen unsere bekennenden
Homosexuellen mit ihrer Regenbogenfahne (Auto, Fahrrad, Geschäft, Restaurant usw.) schon selber! Da muß
man die gar nicht zu zwingen Verbot der Ehescheidung Verbietet die Kirche die Scheidung oder nur eine
erneute sakramentale Eheschließung? Unterscheiden Sie außerdem zwischen der sakramentalen und der bürgerlichen
Ehe. Das ist nicht das Gleiche! Was bürgerlich eine Scheidung ist, um bestimmte Rechtsfolgen zu erzielen,
ist aus kirchlicher Sicht oft nur eine Trennung von Tisch und Bett. Trotzdem wäre ich nicht gegen eine
Verschärfung der Vss, weil dann einige auch noch ein zweites Mal nachdenken würden. vor, wie mit Hexen
zu verfahren ist? Einfach verheizen? Oder resozialisieren? So mit Exorzismus und Co.? Geschichte zählte
wohl auch nicht zu Ihren Strärken. Im übrigen habe ich gegen Exorzismus überhaupt gar nichts einzuwenden.
Ist die eigentlich konsequent angeklagt und unter Ausschöpfung des vollen Strafmasses verurteilt worden?
Keine Ahnung, aber diesbezüglich neige ich nicht zu Gefälligkeiten. Dann versuchen Sie mal die „NICHT-WERTE“
der Demokratie in Deutschland zu bekämpfen. Wollen Sie das etwa leugnen? Das behandelt man in allgemeiner
Staatslehre oder Politik. Eine Domokratie per se hat keine Werte. Lesen Sie dazu mal den Beitrag „Das
Risiko der modernen Demokratie“ von Rudolf Burger* www.dradio.de/…ungen/signale/540466/ bei Deutschlandradio
Kultur. * übrigens auch ein Naturwissenschaftler
@ Bodo Das erinnert mich an irgendwelche Fans von Elvis Presley …oder an den Präsidenten der Republik,
wenn er sagt:„Vive la France“. Das können Sie sich aussuchen. In jedem Falle scheinen Sie von der Feier
des Christkönigsfestes noch nie etwas gehört zu haben. Aber diese Arroganz, tsts, „Ich habe nicht weitgehende,
sondern weitergehende Kompetenzen. Lernen Sie lesen und schauen Sie genauer hin. Der Verlauf meiner Diskussion
mit obelix für Sie noch einmal zusammengefaßt: obelix: Ihre und meine direkte Kompetenz endet an der
Wahlurne und auf der Geschworenenbank. Daraufhin habe ich gesagt, daß meine direkte Kompetenz da noch
ein bißchen weiter ginge. obelix: Wenn Sie so weitgehende Kompetenzen haben, warum dann das hysterische
Gejammer über den sogenannten „Abtreibungsmord“? Ich: ich habe nicht weitgehende, sondern weitergehende
Kompetenzen. Dies bezog ich auf die Geschworenenbank und die Wahlurne. Beachten Sie die Wortbedeutung.
Sprich: Es gibt auch noch ein passives Wahlrecht und eine Berufsgruppe, die nicht nur in ihrer Freizeit
im Gericht sitzt. Mit Arroganz hat das nichts zu tun. Ein Konditor hat beim Backen von Torten und Kuchen
ja auch eine weitergehende Kompetenz als Ottonormalbürger. Na und? Wenn er darauf verweist, weil ihm
irgendeine Mutti sagen will, wie er seinen Kuchen zu backen hätte, dann ist das mehr als nachvollziehbar,
oder?
@ Gotthard …Zusatzvorschlag Vorschlag…eine wichtige Massnahme gegen Abtreibung wäre: wenn aus Steuermittel
an Kinder so viel bezahlt würde, dass sie leben können, gekleidet werden können und alle Aktivitäten
unternehmen können… KEIN Kind mehr auf Hartz IV!!!! Eine wichtige Maßnahme gegen Diebstahl, Betrug
und andere Vermögens- und Eigentumsdelikte wäre: wenn aus Steuermitteln an jeden Bürger so viel bezahlt
würde, daß er leben kann, gekleidet sein kann und alle Aktivitäten, die ihn interessieren unternehmen
kann…5000,- € für jeden Bürger. Das sollte fürs erste reichen. Entschuldigung, aber so eine Argumentation
ist unsinnig!
@ obelix …Hiermit erkläre ich feierlich… Jetzt fangen Sie aber an, mit Steinen zu schmeissen! Dabei
sitzen Sie selbst im Glashaus! Hiermit erkläre ich feierlich, dass ich nur mit einem Namen hier auftrete.
Mit Pünktchen oder möchtegern-kathole bin ich nicht identisch! Von unserem Rechtssystem und der Rechtsphilosophie
haben Sie jedenfalls absolut NULL Ahnung Das gilt doch eher für Sie! Tja, das sahen meine Prüfer damals
bei meinen beiden Staatsprüfungen aber ganz anders! Die Frauen und Männer, die dieses Rechtssystem aufgebaut
haben und es weiterführen und mit Leben erfüllen, haben so entschieden Entschieden ja, aber schlecht,
weil zunehmend (gottlose) Stümper entscheiden. Wenn Sie so weitgehende Kompetenzen haben Ich habe nicht
weitgehende, sondern weitergehende Kompetenzen. Mit Schöffendienst (s.u.) gebe ich mich jedenfalls nicht
zufrieden. Verbieten Sie doch einfach jeden SSA unter der gleichen Strafandrohung wie Mord Konsequent
anklagen und Strafrahmen ausschöpfen reicht fürs erste aus. Daneben Hilfsinitiativen unterstützen und
den rechtlichen Widerspruch aufzeigen. Dann werden wir dem die Macht des Rechtsstaates demonstrieren Wenn
Sie den contract social favorisieren, dann ist der Rechtsstaat nur relativ, genauso wie die Demokratie.
Hitler kam auch demokratisch an die Macht. Eine konsequente Demokratie hat keine Werte. Es lebe daher
daher Christus und sein soziales Königtum über unsere Gesellschaft. Aufgabe des Katholiken ist es, entsprechende
Gesetze zu verabschieden.
@ methusalix …Der Bundetag kann beschließen was er will; die Moral bestimmt er nicht Und die CDL-Frauen
sollen entscheiden, was für fast fünfzig Millionen Frauen in Deutschland Recht und Gesetz sein darf
und was nicht? Da haben Sie aber etwas falsch verstanden. Ich habe nicht gesagt, daß die Mehrzahl der
Frauen eine Verschärfung des StgB wollen. Das wollen die meisten Männer meines Erachtens aber auch nicht.
Die CDL-Frauen zeigen aber, daß es bei den engagierten Lebensschützern genauso viele Frauen wie Männer
gibt. Was der Gesetzgeber als Mord einstuft, was als Totschlag, haben Sie nicht zu entscheiden. Ihre und
meine direkte Kompetenz endet an der Wahlurne und auf der Geschworenenbank. Naja, meine direkte Kompetenz
geht da noch ein bißchen weiter, aber das ist ein anderes Thema und gehört hier nicht her. Jedoch kann
unabhängig davon natürlich auch jeder Bürger der Einschätzung des Staates entschieden wiedersprechen,
wenn sie offensichtlich falsch ist. Oder hätten Sie die Nürnberger Gesetze auch mit dem Argument verteidigt,
daß der Staat selber defenieren kann, was eine bürgerlich-rechtliche Ehe ist? Die Übereinkunft der
Mehrheit Super! Den Mist vom contract social können Sie gleich wieder einpacken. Wenn die Mehrheit für
Euthanasie ab 70 ist, dann bin ich trotzdem dagegen, weil es objektiv FALSCH ist. Nicht die Mehrheit entscheidet,
was wahr ist. Das ist die blanke Willkür Willkürlich ist die (faktische) Fristenlösung! SAGT ABER KEINER,
Sie Komiker! Tja, und wenns aber einer tut, dann stehen Sie mit Ihrer Argumentation ziemlich blöd da!
@ methusalix …Von mir aus können Sie sich… soviel in die Tasche lügen wie Sie wollen, aber bitte
verschonen Sie uns mit diesem Blödsinn. Wer wie Sie ernsthaft behauptet, daß das Verhältnis der Frauen,
die sich für den Lebensschutz einsetzen 500:50 Mio ist, der hat doch wirklich absolut jeden Bezug zur
Realität verloren. Ich frage mich wirklich was für Bestien Sie kennen, um einen solchen Eindruck von
der Frauenwelt zu bekommen. Die Frauen, die ich kenne, denken da aber ganz anders! Die CDL sind nur ein
Beispiel dafür, daß vor allem Frauen im Lebensschutz engagiert sind. Aber das wollen Sie natürlich
nicht wahrhaben, weil es nicht in Ihr krankes Weltbild paßt. Und Ihre Behauptung, daß Abtreibung kein
Mord sei, ist der größte Scheiß, den ich seit langem gehört habe. Wenn der Gesetzgeber unter gewissen
Umständen erlauben würde, behinderte Menschen abzuschlachten und das dann als „erlösen“ bezeichnen
würde, dann wäre es moralisch betrachtet trotzdem Mord und sonst nichts. Abtreibung ist nur deshalb
kein Mord iSd StgB, weil der Gesetzgeber festgelegt hat, daß ein Kind im Mutterleib noch kein Mensch
ist. Wer gibt dem Gesetzgeber das Recht so etwas festzulegen? Wenn ich Ihrer Unlogik folge, dann würde
es auch reichen, wenn man sagt, daß Juden und Neger keine Menschen sind, sondern Sachen. Wäre die Tötung
dieser Menschen dann Sachbeschädigung? Von unserem Rechtssystem und der Rechtsphilosophie haben Sie jedenfalls
absolut NULL Ahnung, was Sie hier regelmäßig demonstrieren. P.S. Wer fair ist, benutzt übrigens nur
1 Namen!
@ Benedikt Ich frage mich immer, woher die FSSPX die Mittel hätte, um solche Gebäude zu kaufen. An den
Schuldiskussionen sah man doch, dass es finanziell nicht so toll aussieht. Trotzdem hat man den Eindruck,
dass die FSSPX für jede zum Verkauf stehende Kirche ein Kaufangebot einreicht. Sie sind kein Witschaftswissenschaftler,
oder? Macht nichts. Ich auch nicht. Trotzdem ist die „Schuldiskussion“ kein Indiz dafür, daß die FSSPX
finanziell klamm wäre. Nehmen Sie ein großes Unternehmen mit verschiedenen Sparten. Da kann es auch
vorkommen, daß eine Sparte wirtschaftlich nicht besonders gut dasteht. Das heißt jedoch nicht, daß
es dem ganzen Unternehmen schlecht geht. Ein gutes Beispiel dafür ist BMW. Obwohl Rover stark defizitär
war, ging es der Marke BMW immer sehr gut. Auch das Gesamtunternehmen war immer ziemlich solide. Trotzdem
war es nötig, Rover abzustoßen. Nicht, weil man sonst insolvent geworden wäre, sondern weil es wirtschaftlich
nicht länger sinnvoll war, die Sparte Rover zu subventionieren. Schließlich darf man auch nicht vergessen,
wie Immobilien finanziert werden. Da muß man keine 10 Mio € bar auf den Tisch legen.
Eine traurige Wahrheit… Ich habe es wirklich satt, daß man sich hier von methusalix immer wieder als
unsozial oder als Frauenverachter hinstellen lassen muß, wenn man für das Leben eintritt. Wer hat denn
die Aussagen in dem Artikel gemacht? War es ein alter, katholischer frauenverachtender Priester? Nein!
Monika Hoffman – Medienbeauftragte der Christdemokraten für das Leben – hat das himmelschreiende Unrecht
der Abtreibung angeprangert. Methusalix sollte mal einen Blick auf die Seite der CDL werfen und die Frauen
im Vorstand zählen. Die Vorsitzende, die Ehrenvorsitzende, eine Stellvertreterin, die Pressesprecherin,
die Schriftführerin, die Jugendbeauftragte u.v.m…alles Frauen!! Und selbst wenn dem nicht so wäre,
dann wäre das auch völlig egal, weil es kein weibliches und kein männliches, sondern nur ein göttliches
Sittengesetz gibt. Das ist einzuhalten, völlig unabhängig davon, wer sich dafür engagiert. Schließlich
ist es auch pervers, wenn man – wie methusalix – Milliarden für Kinderkrippen ausgeben will und das dann
noch damit begründet, daß die Frauen dann weniger Grund zum Abtreiben hätten. Diese Argumentation ist
schäbig. Schließlich sollte wir Christen auch immer bedenken, daß Christus uns eben nicht das Reich
Gottes auf Erden versprochen hat und auch kein Leben ohne Leiden. Nein! Stattdessen wollte er, daß wir
unser Kreuz auf uns nehmen und ihm nachfolgen. Gott wird es uns 1000fach vergelten!
@ methusalix Was sagen die „Lebensschützer“? Schützen wir das Leben des Mädchens? Nein! Das ist uns
nicht so wichtig! Ist ja nur ne Frau. Ich kann Ihren ewigen Kampf gegen die Lebensschützer beim besten
Willen nicht nachvollziehen. Als wenn es sich dabei nur um männliche Bestien handeln würde, die es lieben,
Frauen zu quälen. Obwohl ich mich immer bemühe, sachlich zu bleiben, so muß ich doch ehrlich mal sagen,
daß ich diesen Mist nicht mehr hören kann. Gerade Frauen sind in der Pro Life Bewegung besonders engagiert!
Außerdem geht nicht darum, daß man ein gutes Anliegen gegen ein anderes ausspielt; frei nach dem Motto:
Kümmert euch nicht so viel um die Abtreibungen, sondern kümmert euch um Harz IV. Es geht beim Lebensschutz
auch nicht darum, Frauen zu quälen. Es geht statt dessen einzig und allein darum, das himmelschreiende
Unrecht der Abtreibung anzuprangern und dagegen vorzugehen. Es gibt dafür keine Rechtfertigung. Es ist
völlig egal, ob die Frau jung ist, ob sie eine Berufsausbildung hat oder ob es dem 17jährigen Herrn
Papa gerade in den Kram paßt, Vater zu werden. Nichts von alledem rechtfertigt einen Mord. Nichts! Und
kommen Sie mir nicht mit Perspektivlosigkeit oder sozialer Schwäche. In anderen Ländern haben die Leute
kaum genug zum Essen und sie bekommen ihre Kinder trotzdem. Außerdem muß man sich nur mal anschauen
wer abtreibt. Den Großteil macht doch die Mittel- und Oberschicht aus. Pfui, Teufel kann ich da nur sagen.
Zumindest das Austragen muß man verlangen!
@ Крокодил Wie können Christen überhaupt noch an Jesus als Messias glauben, obwohl er nachweislich
sämtliche Erwartungen, die man an den Messias stellt, nicht erfüllte Mit „man“ sollen wohl all jene
gemeint sein, die immer noch so verstockt sind und nicht glauben wollen, weil IHRE Erwartungen, die sie
an Gott hatten nicht erfüllt worden sind. Blöd nur, daß es Gott nicht interessiert was für Erwartungen
einige verstockte an ihn haben. Gott hat seine eigenen Vorstellungen. Daran werden auch der Zentralrat,
die JCC und all die rabulistischen Interpretationen der göttlichen Vorstellungen nichts ändern. Aber
wenn Sie wollen, dann warten Sie halt noch auf den von Gott angekündigten Messias. Da können Sie jedoch
warten bis Sie schwarz werden. Der war nämlich vor 2000 Jahren schon da. Wie dichtete deshalb auch Thomas
v. Aquin so schön und richtig: Et antiquum documentum Novo cedat ritui – Dieser Bund wird ewig währen,
und der alte hat ein End. Aber seien Sie gewiß, daß wir auch für Sie beten. Karfreitag heiß es dann
wieder: Lasset uns auch beten für die Juden: Gott, unser Herr, möge den Schleier von Ihren Herzen wegnehmen,
auf daß auch sie unseren Herrn Jesus Christus erkennen. […] Allmächtiger ewiger Gott, Du schließt
auch die Juden nicht aus von Deiner Erbarmung: erhöre unsere Gebete, die wir ob der Verblendung jenes
Volkes vor Dich bringen: mögen sie das Licht Deiner Wahrheit, das Christus ist, erkennen und ihrer Finsternis
entrissen werden. Durch Ihn, unseren Herrn. Amen
@ Bruder Theophies @ Крокодил @ Bruder Theophies Mithin also nicht heilsnotwendig! Nein, Latein
ist nicht heilsnotwendig. Das hat auch niemand behauptet! Der Herr der Kirche, ein gewisser Jesus, hat
KEIN LATEIN GESPROCHEN.Herr der Kirche sind nicht irgendwelche Päpste des Mittelalters, die Latein als
Messsprache einsetzten. Herr und Haupt der Kirche ist Jesus, der KEIN LATEIN sprach. Also jetzt mal langsam!
Erstens sagte ich bereits, daß Latein nicht heilsnotwendig ist und zweitens spricht die römisch-katholische
Kirche nicht erst seit dem Mittelalter Latein. Auch wenn Jesus damals kein Latein sprach, so kann es eben
heute trotzdem angemessen sein, daß wir es tun! Die Gründe nannte ich bereits. @Крокодил Versuchen
Sie etwa witzig zu sein auf Kosten der jüdischen Gläubigen? Jetzt mal halblang! Wer macht den hier die
Witze? Sie sind entlarvt! Sie Judenhasser Ich?…Ein Judenhasser?… ?:) Ach so…ich hätte Sie bald
ernst genommen…dabei sind Sie nur ein Scherzkeks …Defensor holocausti… Sie werden immer besser!
@ Крокодил Zurück zu den Ursprüngen! Meinen Sie etwa, daß die Kirche Ihre Messen auf hebräisch
halten sollte? Der ist wirklich gut…den muß ich mir aufschreiben
@ Bruder Theophies Wenn wir hier systematisch die Foreneinträge der ProPiusUser lesen, die Leitartikel
auswerten, so dreht sich hier überwiegend das Bestreben der Piusbrüder um a) Homosexualität ausrotten
Sind Sie sich da ganz sicher? Wollen die „ProPiusUser“ wirklich die Homosexualität ausrotten oder wollen
sie lediglich eine andere Einstellung zur Homosexualität. Sündiges Verhalten kann man nicht ausrotten.
Das zu wollen, hieße die Erbsünde leugnen oder ihre Folgen zu unterschätzen. Nein, es geht den traditionellen
Katholiken hier lediglich darum, daß man das Kind beim Namen nennt und die Förderung oder Verharmlosung
der Homosexualität gestoppt wird. b) Latein in der Messe als Allheilmittel So ein Unsinn! Dr. Heger hat
es bereits gesagt. Es geht den Traditionellen sicherlich nicht bloß um eine bestimmte Sprache. Kennen
Sie eigentlich den Unterschied zwischen der Alten Messe und dem NOM? Der entscheidende Unterschied liegt
in den Texten und der Gestik, nicht im Latein. Mit einer Alten Messe in der Volkssprache hätte man wohl
weniger Probleme als mit dem NOM auf Latein. Als ob der Chef oben es nicht verstünde, wenn wir ihn auf
Deutsch bitten Darum geht es doch gar nicht. Natürlich versteht er uns, aber trotzdem kann die Verwendung
des Latein angemessen sein. Die Lateinische Sprache ist: *geheimnisvoll *unveränderlich *ehrwürdig *Symbol
und Band der Einheit *die „katholische“ Sprache In anderen Religionen ist eine Kultsprache selbstverständlich.
Da beschwert sich niemand!
@ Peter-Pan Vielleicht lege ich menschliche Maßstäbe am biblischen Gott an, weil die Bibel ihn so menschlich
schildert: Rachsüchtig und zornig, gewaltätig und verdammt nachtragend. Was für eine Bibelausgabe haben
Sie den? Beachten Sie, daß das AT anders zu lesen ist als das NT. Beim AT handelt es sich meist um Berichte
von Menschen. Wenn Menschen Gott hier Attribute und Eigenschaften zusprechen, dann dürfen diese nie aus
dem Textzusammenhang gerissen werden. Außerdem ist die Bibel immer im gesamten Kontext zu lesen. Maßstab
ist natürlich das NT, weil Gott hier selber Mensch geworden ist und sich offenbart hat. Die Eigenschaften
Gottes sind deshalb auch nicht rachsucht und zorn. Auch nachtragend ist Gott nicht. Barmherzigkeit dürfen
Sie nicht mit trotteliger Gutmütigkeit verwechseln. Außerdem müssen Sie die Gerechtigkeit Gottes ernst
nehmen. Beides schließt sich übrigens nicht aus. Er ist halt Gott und kann nicht Unrecht haben. Leuchtet
Ihnen tatsächlich nicht ein, warum ich mit dieser Argumentation ein Problem habe? Nein, tut es nicht!
Wer selber der Maßstab ist, der kann kein Unrecht haben. Das wäre so als wie wenn ich behaupten würde:
5+3=9, weil ich nicht will, daß 8 herauskommt oder weil ich den Zahlenwert von 3 nicht akzeptieren wollte.
@ Peter-Pan Ich stelle fest, dass Sie nicht näher auf ihren lückenhaften Kenntnisstand des Alten Testaments
eingegangen sind. Was ich sehr schade finde. Tut mir Leid, aber ich habe beim besten Willen keine Ahnung
von was Sie reden. Aber Sind sicherlich so freundlich und erklären uns gleich, was genau Sie meinen.
Und bitte tun Sie mir einen Gefallen: Bringen Sie nicht einen scheinbaren Widerspruch zwischen AT und
NT. Der wird uns hier nämlich nicht aus der Bahn werfen…
@ Peter-Pan Und es belegt um ein weiteres die Unmoral dieses Gottes. Gott kann gar nicht unmoralisch sein.
Genauso wie er nicht ungerecht sein kann. Sie machen den Fehler, daß Sie Ihre Maßstäbe auf das Handeln
Gottes anwenden. Da aber alles von Gott ausgeht, ist ER auch der alleinige Maßstab. Wenn er also etwas
als gerecht erachtet, dann ist es auch gerecht, weil er der Maßstab ist. Wir haben diesen Maßstab zu
übernehmen. Auch ER ist es, der bestimmt was moralisch ist und was nicht. Beachten Sie also das Verhältnis:
Gott steht über den Menschen. Warum Menschen für etwas veranwortlich machen, was ihre Vorfahren getan
haben. Allein das Wort: Erbsünde! Es geht bei der Erbsünde nicht darum, daß uns Gott für etwas verantwortlich
macht. Das Wesen der Erbsünde ist etwas ganz anderes! Die Erbsünde besteht in dem Zustand des Gnadenberaubtseins.
Auf Gnade, das Wort sagt es bereits, hat man keinen Anspruch. Wenn Sie das genauer verstehen wollen, dann
lesen Sie in einem guten Lehrbuch nach. Ansonsten unterlassen Sie in Zukunft bitte verurteilende Kommentare
zu Themen , von denen Sie schlicht gar keine Ahnung haben. Ganz davon abgesehen, dass mir die Erbsünde
nie besonders dramatisch erschien. Die Erbsünde bestand nicht im Essen von verbotenen Früchten. Das
war zweitrangig. Die Sündentat war eine andere – viel gravierendere!
@ Aurelius ich nehme an, Sie sprechen über Wilhelm II.? Nun, immerhin hat Seine Majestät im niederländischen
Exil jeden Tag mit einem Gottesdienst begonnen, den er selber gehalten hat Recht so Aurelius! Leider hat
aber auch Dagmar das vollkommen verzerrte Geschichtsbild übernommen, das über Wilhelm II. verbreitet
wird. Um Bismarck weiter hochleben zu lassen, muß der Kaiser schlechtgemacht werden. Aber: Wer hat denn
mehr Kriege geführt? Wem haben wir die eine gepflegte Erbfeindschaft mit Frankreich zu verdanken gehabt?
Wer hat den unehrlichen Makler gespielt und sich damit Rußland verärgert? Wer hat die Sozialistengesetze
erlassen und sie dadurch erst stark gemacht? Wer hat den Kulturkampf geführt? Bismarck war es, nicht
der Kaiser. Unter dem gab es dann die längste Friedenszeit seit langem. Nach dem Krieg wurde er dann
zum Sündenbock. Ich finde es eine gute Sache, wenn Politiker öffentlich für ihren Glauben Zeugnis ablegen
So ist es. Nur leider machen es viel zu wenige. Mag aber auch daran liegen, daß nicht mehr besonders
viele wirklich eng mit der Kirche verbunden sind. Ich möchte noch kurz was zum letzten Mitteilungsblatt
der FSSPX anmerken […] sehr lesenswert. Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Das letzte Mitteilungsblatt
war wirklich sehr gelungen. Islam und Christentum sind sehr gut gegenübergestellt worden. Wenn man es
liest, dann wird schnell klar, was die beiden Religionen unterscheidet. Für die Freunde der interkonfessionelle
Ökumene wird die Luft da ziemlich dünn
@ Dagmar Kunze wie standen die deutschen militärhelden 1990 und stotterten und schluckten vor den kameras
auf die frage, wozu noch bundeswehr? Das ist kein Argument gegen eine Armee, sondern höchstens ein Argument
für eine bessere Bildung der Soldaten. Vermutlich wird man aber noch nicht einmal einen Offizier gefragt
haben, sondern lediglich Soldaten der unteren Ränge. Wäre ja auch schlimm, wenn die mehr denken würden
als die Offiziere. wie sagte kanzelredner jung in hamburg im feinen übersee-club Bloß keinen Neid. Ich
selber schätze die hanseatischen Tugenden aber auch die Lebensart sehr. Das hat noch Stil! unter warmen
beifall, wir sind jetzt schon an 10 stellen militärisch in der welt tätig… …und die Bevölkerung
vor Ort ist heilfroh über den Einsatz der Bundeswehr. heh, wie sagte brecht den müttern, sagt nein!
Brecht sagte viel, wenn der Tag lang war. Als aber die Arbeiter 1953 beim Volksaufstand in der Ostzone
zu ihm kamen und wirklich mal etwas hätte sagen können, da hat er sein Maul nicht aufgemacht. hoffentlich
sagen alle rechtzeitig NEIN! Genau. Und wenn sich die strategische Großwetterlage ändert, dann haben
wir halt alle Pech gehabt. Oder aber wir bitten um einen Aufschub, damit wir auch wir noch unsere Verteidigungsarmee
aufbauen können. Wenn man uns diese Zeit nicht geben will, dann können wir nur noch auf unsere Freunde
hoffen. Vielleicht sind die ja so blöd und halten dann die für uns den A… hin. Auch für SIE !!
@ landorganist …„Besetzung“ ein Segen Schade um das Gebäude Diese Bemerkung zeigt, daß Sie keine Ahnung
vom Zustand der Kirche in Frankreich haben. Fakt ist, daß es sich bei St. Nicolas um die wohl meist genutzte
Kirche in ganz Paris handelt. Bei den vormittaglichen Sonntagsmessen – es gibt insgesamt 5 Messen am Sonntag –
ist die Kirche jedesmal zum Bersten voll. Selbst an Werktagen ist sie ungewöhnlich gut gefüllt. Welche
Kirche in Paris kann das noch von sich sagen. Außer den vielen Besichtigungen durch Touristen ist in
ihnen oft nicht mehr viel los. Ganz abgesehen davon unter welch unwürdigen Umständen oftmals Messen
gefeiert werden. Bei der Grand Messe in Notre Dame beispielsweise werden während der Messe tausende Touristen
durch die Kirche geschleust. Es ist wirklich eine Schande. St. Nicolas dagegen ist ein Hort wahrer Frömmigkeit.
Diese Kirche ist ihrer Bestimmung treu geblieben. Eine Messe in ihr ist unglaublich schön. Sie ist ein
wunderbares Beispiel für den besonderen französischen Katholizismus. Eine Schade wäre es, wenn die
Kirche genauso verfallen würde wie die anderen Pariser Kirchen. Eine Schande wäre es, wenn sie genauso
wenig genutzt werden würde. Für diese Kirche (und für ihre Besucher) hat sich die „Besetzung“ als wahrer
Segen erwiesen!
#44 Defensor Fidei 00:28:19 | Mittwoch, 28. Februar 2007
@ Gotthard woher stammt Deine Erkenntnis? Sie stimmt einfach nicht … Natürlich stimmt sie. Ich selber
kenne Erzieherinnen, Lehrer und Lehrerinnen, die zunehmend feststellen, daß immer mehr Eltern (natürlich
nicht alle) erwarten, daß die eigentliche Erziehung in der Schule oder im Kindergarten stattfindet. Wenn
die Eltern es auch nicht immer ausdrücklich sagen, dann handeln sie jedoch entsprechend, indem sie ihre
Erziehungsaufgaben zunehmend vernachlässigen oder delegieren. Diese Beobachtung gilt übrigens vor allem
für Ganztageseinrichtungen, weil Eltern oftmals der Ansicht sind, daß das Kind hier ja schließlich
die meiste Zeit des Tages verbringt. Am Abend will man dann die wenige Zeit mit den Kindern genießen
und sich nicht mit ihnen streiten. Problemen wird immer öfter aus dem Wege gegangen. Ein schlechtes Gewissen,
weil man sich so selten um die Kinder kümmert, wird mit materiellen Geschenken ausgeglichen. Wie sollen
nun diese Kinder später einmal selber in der Lage sein, ihre eigenen Kinder zu erziehen?
#42 Defensor Fidei 23:56:48 | Dienstag, 27. Februar 2007
@ obelix Davon, daß die Bruttoeinkommen mit den Gewinnen der Unternehmen explodieren, haben wohl nur
Sie mit Ihrer schwarzen, katholischen Brille mitbekommen Da ich selber AN bin, würde ich mir auch etwas
anderes wünschen, weiß jedoch, daß man schon genauer hinschauen muß. Explodierende Gewinne haben in
den letzten Jahren nur die wenigsten verzeichnen können. Die kleinen und mittelst. Unternehmen jedenfalls
nicht. Was nutzen die besten Arbeitsbedingungen, wenn die Arbeitsplätze und mit ihnen ganze Familien
mit ihrer Existenzgrundlage vernichtet werden So weit ich es überblicken kann, haben in den letzten Monaten
wieder mehr Menschen einen Arbeitsplatz. Unternehmensgewinne sind leider (!) nur relativ. Wenn andere
noch besser sind, dann wird man geschluckt. Denken Sie an Mannesmann. Dann kommt es für die Arbeitnehmer
meist noch viel schlimmer. Siehe BenQ. Wünschenswert ist dies zwar nicht, aber ich kann es nicht ändern.
Dafür braucht es eine geistig-moralische Wende! Schon mal was von der Doppelinstitution von Thron und
Altar gehört? Oh ja…mir fällt in diesem Zusammenhang als erstes der Aufstand der Bauern und des einfachen
Volkes in der Vendee ein. Diese kämpften dort aus eigenem Antrieb für „Thron und Altar“ und wurden von
revolutionären Truppen zu hunderttausenden hingemätzelt. Nein! Keine Frau ist eine Maschine! Wer Krippen
baut, nur weil er hofft, daß Frauen so mehr Kinder für die Vokswirtschaft produzieren, der degradiert
Frauen zu Gebährmaschinen. Nicht Bischof Mixa!
Dieses ständige „Stöhr“feuer nervt langsam Was haben die Pseudo-Konservativen und die Sedisvakantisten
gemeinsam? Beide verstehen das Unfehlbarkeitsdogma völlig falsch. Die einen sagen: Der Papst ist unfehlbar
und deshalb ist auch alles was er sagt richtig. Eine kritische Prüfung in der Sache findet nicht mehr
statt. Es ist nach Ansicht dieser Leute alles was der Papst sagt schon alleine deshalb richtig und gut,
weil es der Papst sagt. Die Sedisvakantisten dagegen ziehen folgende Logik auf: Der Papst kann nicht irren,
dieser Benedikt XVI. aber irrt in der ein oder anderen Frage, also kann er nicht Papst sein. Dumm nur,
daß diese Leute wahrscheinlich nie wieder einen Papst bekommen werden, weil niemand mehr da ist, der
ihn wählen kann. Außerdem setzen die Sedisvakantisten die Hürde für die Annahme von einer Häresie
viel zu niedrig an. Demnach gibt es wohl auf der ganzen Welt nicht mehr einen einzigen rechtgläubigen
Katholiken
#34 Defensor Fidei 22:49:22 | Dienstag, 27. Februar 2007
@ Gotthard Kindertageseinrichtungen verstehen sich immer als elternbegleitende Einrichtungen…nie als
Ersatz. So sollten sich diese Einrichtungen verstehen. Tun sie aber immer weniger. Und die Eltern übrigens
auch. Eltern erwarten vom Kindergarten und der Schule immer mehr Erziehungsaufgaben. Wenn die Kinder kriminell
werden…wer hat Schuld? Na klar, die Schule! Wenn die Kleinen Drogen nehmen, wurde natürlich zu wenig
aufgeklärt…die Schule ist schuld. Wenn das Kind nicht aufs Gymnasium kommt…wer ist schuld? Die Lehrer
natürlich. Die Eltern erwarten zunehmend, daß die Gesellschaft ihre Elternaufgaben übernimmt. So sieht
es aus. Und am Ende wundert man sich, daß man mit dem Kind nicht mehr zurechtkommt, was dann im übrigen
wieder als Argument hergezogen wird, das Kind wegzugeben. Fragen Sie mal Lehrer und Erzieher wie oft sich
diese Vorwürfe in dieser Art anhören müssen.
#32 Defensor Fidei 22:33:31 | Dienstag, 27. Februar 2007
@ methusalix Haben Sie vielleicht schon einmal von Herrn Kleinfeld gehört? Oder von ständig sinkenden
Realeinkommen, bei explodierenden Gewinnen? Äh…und warum sinken die Realeinkommen? In erster Linie
doch wegen der ständig steigenden Steuer- und Abgabenlast. Wenn einer dann noch das Glück hat bei BENQ
oder EADS oder ALCATEL oder der TELEKOM…zu arbeiten Die wenigsten Menschen arbeiten bei Großunternehmen.
Und auch die kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Z.T. sind die Arbeitsbedingungen dort alles
andere als schlecht. Die Maßlosigkeit, die in letzter Zeit immer öfter in den oberen Etagen anzutreffen
ist, soll damit natürlich nicht gerechtfertigt werden. Aber die katholische Amtskirche hat ja schon immer
zu den Reichen und Mächtigen gehalten So ein Unsinn. Klingt zwar gut und bringt viel Applaus, ist aber
trotzdem nicht richtig. …als Frauen als Gebärmaschinen zu verunglimpfen Bischof Mixa hat keine Frau
verunglimpft. Er hat lediglich auf die Perversität der Diskussion hinweisen wollen. Alle fordern von
den Frauen mehr Kinder, damit die Rente gesichert wird und auch in Zukunft Arbeitskräfte da sind. Nur
deshalb will man das Kinderkriegen materiell attraktiver machen. Wer so denkt, der macht Frauen zu Gebährmaschinen.
Das hat der Bischof kritisiert. Sonst nichts. KEINE FRAU, EGAL IN WELCHER SITUATION SIE SCHWANGER IST
UND WIEVIELE KINDER SIE HAT, IST EINE GEBÄRMASCHINE Doch! Wer nur für die Volkswirtschaft produziert,
ist eine Gebährmaschine.
#27 Defensor Fidei 22:07:41 | Dienstag, 27. Februar 2007
@ methusalix Nein, der Oberhexenverbrenner von Augsburg In dieser Weise von einem kirchlichen Würdenträger
zu sprechen, halte ich für unangemessen. Vor allem Bischof Mixa hat dies nicht verdient. Nein, es geht
nicht darum, Wenn Frauen viele Kinder bekommen, schätze ich dies sehr. Wenn eine Frau nicht viele Kinder
bekommen kann, oder will, dann schätzen Sie sie weniger bis gar nicht? Da haben Sie mich jetzt aber falsch
verstehen wollen. Der Begriff „Gebährmaschine“ kritisiert nicht, daß Frauen viele Kinder bekommen, sondern,
daß sie diese nur bekommen sollen, weil es uns wirtschaftlich von Nutzen ist. Die Kinderfrage nicht wirtschaftlich
zu sehen, ist ein Verbrechen an Kindern Kinder nur der Rente wegen? Davon halte ich nicht viel. Wenn ich
mich für Kinder entscheide, dann mache ich das aus Überzeugung und nicht nur weil ich dann möglichst
viel Geld vom Staat bekomme und dieser auch gleich die Erziehung übernimmt. Das soll nicht heißen, daß
ein gewisses Maß an sozialer Sicherheit für die Familie nicht erforderlich wäre. Komisch nur, daß
die Mittelschicht und die Besserverdiener/Doppelverdiener am lautesten jammern. Eine schäbigere Drückebergerei
vor dem Windeln wechseln und der Hausarbeit habe ich noch nie gelesen Nehmen Sie mich beim Wort, aber
werden Sie nicht rabulistisch. Ich habe nichts gegen eine Unterstützung bei der Hausarbeit, sondern ich
bin gegen das Führen von Strichlisten. Im übrigen halte ich Kinderbetreuung im Gegensatz zu Ihnen nicht
für rangniedrigere Arbeit.
#22 Defensor Fidei 21:25:46 | Dienstag, 27. Februar 2007
@ Kurt K. Die Krippenbetreuung soll doch kein MUSS sein, sondern ein KANN. Niemand wird dazu gezwungen,
sein Kind in eine Krippe zu geben Derzeit wird aber einseitig auf die Förderung der Weggabe von Kindern
gesetzt. Krippenplätze sollen kostenlos zu haben sein. Wer sein Kind dann noch zu Hause behält, ist
selber Schuld, daß er/sie die Chance zum Geldverdienen nicht nutzt und so blöd ist, seine Zeit mit der
Kindererziehung zu verschwenden. Die SPD hat ja schon vorgeschlagen, auf die geplanten Kindergelderhöhungen
zu verzichten und das Ehegattensplitting zu verändern. Verlierer sind bei diesem Modell all jene Familien,
die das „Geschenk“ der kostenlosen Krippe nicht in Anspruch nehmen wollen. Der Staat freut sich dann über
geringere Ausgaben. Hauptsächlich angesprochen werden sollen alleinerziehende Mütter/Väter, Eltern,
die sich überfordert fühlen, Jugendliche Eltern (keine Ausbildung oder mittendrin) Wenn dies schon immer
Argumente gewesen wären, dann frage ich mich, wie die Menschheit wirklich schwere Zeiten überstanden
hat. Ich habe ein paar Jahre in einer Schule für Erziehungshilfe gearbeitet – wenn man manche Eltern
kennenlernt, weiß man, warum deren Kinder Verhaltensstörungen an den Tag legen Diese Fälle gibt es
und sie sind tragisch. Eine wertneutrale Erziehung durch die säkulare Gesellschaft ist aber kein gleichwertiger
Ersatz für eine Familie. Stellen Sie sich mal vor die hl Gottesmutter und ihr Gemahl hätten auch schon
so gedacht und das kleine Jesuskind weggegeben
#18 Defensor Fidei 21:04:06 | Dienstag, 27. Februar 2007
@ methusalix …eine anscheinend spezifisch katholisch-konservative Beleidigung von Müttern Sie sind
drauf angesprungen. Nein, es geht nicht darum, daß ich Frauen beleidigen will. Das Gegenteil ist der
Fall. Wenn Frauen viele Kinder bekommen, schätze ich dies sehr. Ich finde es nur fürchterlich, wenn
man die Kinderfrage immer mit volkswirtschaftlichen Fragen verknüpft & so tut als wenn dies der einzige
Grund wäre, mehr Kinder zu bekommen. Genau dies ist momentan der Fall. Man ist deshalb auch bereit allen
Überzeugungen zum trotz alles dafür zu tun, daß wieder mehr Kinder geboren werden. Wer so denkt macht
Frauen zur Gebährmaschine. gut ausgebildeten Frauen, die von ihren Männern erwarten, daß sie ihnen
den halben Haushalt und die Hälfte vom Kindergroßziehen abnehmen Gott schuf uns als Mann und als Frau.
Beide sind nicht gleich. Es geht nicht darum, daß beide von allem gleich viel machen. Sie finden es wohl
auch ungerecht, daß nur Frauen Kinder bekommen können? So ist es aber nun mal. Einige Aufgaben kann
der Vater gar nicht übernehmen. Und dann zu argumentieren „Wenn ich jetzt schon nicht arbeiten kann,
dann sollst du auch nicht in diesen „Genuß“ kommen“, finde ich einfach nur billig. Wer so argumentiert
hat Minderwertigkeitskomplexe. Sie Chauvinist! Oben haben Sie noch geschrieben … geht beide gleich viel
an … Richtig! Die Kinderfrage geht beide gleich viel an. Das heißt jedoch nicht, daß jeder gleich
oft dem Kind den Hintern abwischen muß, sondern daß jeder seine Aufgaben erfüllen soll & das gleiche
Maß (nicht die gleiche Art) von Verantwortung tragen muß.
#13 Defensor Fidei 20:29:37 | Dienstag, 27. Februar 2007
@ Kurt K. Klingt nach Deutschland. Ist fast überall so. GENAU DAS ist der Grund, warum wir Krippen brauchen. Diese Logik müssen Sie mir aber nun wirklich mal erklären. Wenn ich sage, daß ein intaktes Familienleben
in Frankreich fast gar nicht mehr stattfindet und Ausnahmen hiervon oftmals auf dem Lande vor allem aber
in traditionellen Schichten zu finden sind, dann ist dies gerade kein Argument für das Outsourcen von
Kindern, weil diese Gruppen ihre Kinder in der Regel viel intensiver selber betreuen. Im übrigen sind
die franz. Verhältnisse mit denen in Deutschland nun wirklich nicht vergleichbar. In Frankreich ist die
Gesellschaft, vor allem die Familien, in einer viel größeren Krise. Dies weiß jeder, der die franz.
Verhältnisse ein wenig kennt. Ganz unbescheiden will ich mich an dieser Stelle mal zu dieser Gruppe hinzuzählen.
Die vorrangige Betreuung durch andere als die Eltern darf nur dort Vorrang haben wo die Eltern dem Wohle
des Kindes schaden. Wenn jedoch mehrere Generationen die Kinder nicht mehr selber erziehen, dann werden
Eltern irgendwann gar nicht mehr zur Erziehung der eigenen Kinder in der Lage sein. Das können wir doch
nicht ernsthaft wollen.
@ obelix …die franz. Gebährmaschinerie läuft auf Hochtouren Die Französinnen haben es geschafft.
Die Franzosen haben ja wohl auch ihren Teil dazu beigetragen. Die Kinderfrage geht ja schließlich beide
(Ehe-)partner gleich viel an. Die Zahl der Kinder pro Frau im gebärfahigen Alter ist im Jahr 2006 auf
2,1 angestiegen. Die Zahl als solche ist doch nichtssagend. Natürlich können wir mit den entsprechenden
Mitteln auch genügend „Gebährmaschinen“ heranziehen. 80 Prozent der Frauen geben ihr Kind kurz nach
der Geburt in die „Ecole Maternelle“, um wieder eigenes Einkommen zu erarbeiten. Da haben wir es wieder.
Grund für das „Outsourcen“ ist eben nicht das Wohl des Kindes, sondern das Streben nach materiellen Gütern
sowie die „Rückversicherung“ für eine evtl. bevorstehende Scheidung. Im übrigen kommen die franz. Kinder
nicht kurz nach der Geburt in die ecole maternelle, sondern frühestens ab dem 2. Lebensjahr. Was werden
die in zehn bis zwanzig Jahren für Probleme mit einer Generation pychisch gestörter junger Frauen und
Männer bekommen. Die Gesellschaft der Franzosen ist ja nun wirklich kein besonderes Vorbild für uns.
Diese Gesellschaft ist bereits jetzt ziemlich kaputt. Ein Familienleben gibt es oftmals gar nicht mehr
und Trennungen sind an der Tagesordnung. Von intakten Familien kann man in Frankreich oftmals nur noch
auf dem Lande oder aber in traditionellen Schichten sprechen.
@ Johann Gambolputty Grüß Gott Johann Gambolputty, wie ich sehe, sind Sie neu hier. Herzlich willkommen!
Wenn Sie mit Ihrem Beitrag jedoch die Redaktion ansprechen wollten, dann ist es bestimmt sinnvoller, sich
direkt an diese zu wenden. Die Beiträge im Forum werden nicht zwingend gelesen bzw. beantwortet. Ansonsten
wünsche ich Ihnen noch viel Freude und interessante Diskussionen auf dieser Seite.
@ nonnobisdomine Homos sind Sünder. Dabei bleibt es. Und auch ein Verteidiger des Glaubens kann dazu
nichts entgegensetzen. Wenn ich mit dieser Bemerkung gemeint gewesen sein soll, dann kann ich Ihnen da
nur Zustimmen, verstehe aber Ihre Intention nicht. Ich selber bin sehr traditionell eingestellt und würde
nicht im Traum daran denken, daß es anders wäre. Haben Sie vielleicht bei meiner Bemerkung zu „landorganist“
etwas falsch verstanden?
@ landorganist da werden sich Tradis aber wohl kaum wohlfühlen, da es denen weniger um Theologie als
um dogmatisches Einhalten von Regelwerken, Zelebrationsrichtungen, Bekleidungsvorschriften u. a. geht.
So ein Unsinn! Natürlich geht es den traditionell gesinnten Katholiken (eigentlich eine Tautologie, ich
weiß) um Theologie. Die Dogmatik ist ein wichtiger Teil der katholischen Religion. Pastorales Handeln
und Dogmatik sind dabei keine Widersprüche oder Gegensätze. Regelwerke, Kleidungsstile und die Art des
Zelebrierens stehen nicht für sich. Sie sind kein Selbstzweck, sondern ein nach außen kundtun der inneren
Überzeugungen. Bei Leuten, die scheinbar nur einige „unbedeutende“ Äußerlichkeiten verändern wollen,
ist das nicht anders. Auch hier stehen diese scheinbaren Äußerlichkeiten meist auch für eine bestimmte
innere Überzeugung. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Das gilt aber für beide Seiten. Von
den Traditionellen wird somit nicht eine bloße Äußerlichkeit kritisiert, sondern die neue Theologie,
die hiermit zum Ausdruck gebracht werden soll.
@ Jörg Guttenberger @ Dorothea In allen mir bekannten östlichen Liturgien wird die hl. Kommunion (unter
beiderlei Gestalten als Mundkommunion) stehend empfangen! Wenn es nie etwas anderes gegeben hätte oder
wenn das Stehen in unserem Kulturkreis die Körperhaltung für die Anbetung wäre, dann wäre auch die
Stehkommunion kein Problem. Das Problem ergibt sich erst durch die Entwicklung in der Vergangenheit. Was
früher normal gewesen ist und auch aus heutiger Sicht damals auch nicht falsch war, das kann heute bei
seiner Wiedereinführung falsch sein. Ich frage: Was sollte mit der Wiedereinführung zum Ausdruck gebracht
werden? Was will der Katholik mit seiner bewußten Entscheidung für die Steh- und Handkommunion zum Ausdruck
bringen? Warum entscheidet er sich gegen die Kniekommunion? Doch bestimmt nicht, weil er dadurch seine
besondere Verehrung zum Ausdruck bringen will. Dann müßte er nämlich auch bei der Wandlung stehen.
Die Gründe sind vielmehr der fehlende Glaube an die Realpräsenz und Gottheit Christi oder aber falsche
Scham. Derselbe Ranjith, der in Polen die Einführung der Handkommunion mit seiner Unterschrift gefördert
hat, ist also jetzt plötzlich dagegen. Schlüpfrig wie ein Aal? Nein, sondern „nur“ der Sekretär der
Gottesdienstkongregation und damit nicht immer ganz frei in dem, was er unterschreiben muß und was nicht.
Erzbischof Albert Ranjith Patabendige hat bezüglich der Alten Messe ein glasklare Haltung. Er ist kein
Fähnchen im Wind.
#11 Defensor Fidei 11:39:01 | Donnerstag, 22. Februar 2007
@ Benedikt …Familienplanung Ich höre immer Familienplanung – das hört sich nach langfristigen Strategien
und Plänen an. …und langfristige Pläne und Strategien schließen oftmals Gott aus, obwohl es doch
heißt: Dein Wille… Mittelpunkt der ganzen Planung ist ja selten das Kind, sondern das materielle Wohlergehen
der Eltern. Zuerst die Karriere und dann vielleicht – sozusagen als Krönung – noch das eigene Kind produzieren.
Mit 37 oder 38 – frühestens. Aber auf gar keinen Fall vor Fertigstellung des eigenen Hauses. Ein Kind
braucht schließlich eine solche Umgebung. In einer schnöden Mietwohnung wäre das Leben ja nicht wirklich
lebenswert. Schließlich aber bitte auch nicht mehr als ein Kind, höchstens zwei, weil sonst die Urlaubspl.
und die Freizeitgestaltung zu stark durcheinandergerät. Aber auch dieses eine Kind nur, wenn sichergestellt
wird, daß es spätestens ab dem ersten Lebensjahr „outgesourst“ werden kann, indem man es um 7:30 abgibt
und nicht vor 17:00 wieder abholen muß. Und wehe, wenn das Kind von der Schule nicht fürs Abitur fit
gemacht wird. Dann ist aber was gefällig. Blöd nur, daß im fortgeschrittenen Alter und verbunden mit
dem Streß im Beruf die Aktion „Kind“ nicht gleich auf Anhieb klappen will. Zum Glück gibt es da ja noch
die künstl. Befruchtung. Schließlich hat man ja ein Recht auf sein eigenes Kind! Das läßt man sich
von niemandem verbieten. Schon gar nicht von der Kirche, die sich aus diesen Privatangel. eh rauszuhalten
hat. Erst zur Ausgestaltung der Tauffeier braucht man sie wieder.
#164 Defensor Fidei 17:03:14 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@ Giuseppecittadina In seiner Ansprache fand Hw Faber sehr klare Worte zur Situation: Gehet nun hin und
sündiget fortan nicht mehr! Wir sind keine Tiere, sondern Menschen Das will niemand bestreiten, aber
der Begriff Sodomie bezeichnete im christlichen Mittelalter und der frühen Neuzeit eine ganze Reihe von
sexuellen Praktiken, die nicht der Fortpflanzung dienten, insbesondere aber den Verkehr unter Männern.
Lediglich im heutigen umgangssprachlichen deutschen Sprachgebrauch wird unter Sodomie nur noch die sexuelle
Handlung mit Tieren verstanden.
#38 Defensor Fidei 10:52:12 | Donnerstag, 15. Februar 2007
@ methusalix …Studie hin, Studie her Europa ist eben kein einheitliches Gebilde. Unterschiede wird es
immer geben – und das ist auch gut so. Das Leben in Schweden wird nie mit dem in Italien vergleichbar
sein. Jedes Land hat seine Vorzüge. Wer aufgrund der Attraktivität für Kinder lieber nach Lappland
ziehen möchte, den will ich nicht aufhalten. Obwohl Frankreich in der Studie relativ weit hinten liegt,
glaube ich kaum, daß die fr. Kinder/Jugendlichen tauschen möchten. Im Grunde ist man in Fr. doch immer
noch davon überzeugt, daß es sich bei ihrem Land um ein Geschenk Gottes an den Planeten Erde handelt
(was ich in gew. Maße auch nachvollziehen kann). Man hat dort andere Vorzüge. Interessant ist z.B. das
schlechte Abschneiden der Nordeuropäer in der Dimension 4 (Beziehung zu Eltern & Gleichaltrigen). Auch
die eigene Einschätzung ist nicht überragend. Bei Lebensweise & Risiken schneidet D so schlecht ab,
weil hier der Konsum von Tabak und Alkohol weit überdurchschnittlich ist. Nach dem Konsum anderer Drogen
wurden zum Glück für das ein oder andere europ. Land nicht gefragt. Kriterien für die „Gesundheit“
waren lediglich a) Säuglingssterbl. & Geburtsgewicht, b) Anteil geimpfter Kinder, c) Unfälle und Verletzungen.
Meine Schlüsse hieraus: Schweden ist nicht das Maß aller Dinge. Die Eltern-Kind-Bez. schätze ich beispielsweise
viel höher ein, als einen eigenen Schreibtisch und regelmäßige Urlaubsreisen. Was folgern Sie nun eigentlich
aus der Spitzenstellung v. Bay & B-W? Vorbilder für Deutschland?
#36 Defensor Fidei 23:45:56 | Mittwoch, 14. Februar 2007
@ methusalix …richtig und nicht gefälscht, aber auch nicht der Wahrheit letzter Schluß »Ich glaube
nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe…«, so sagte schon W. Churchill zu Recht. Er wollte
damit zum Ausdruck bringen, daß man Zahlenangaben des Gegners mit einem Gewissen Mißtrauen begegnen
sollte. Diese Aussage hat ihre Berechtigung. Bei Umfragen oder Statistiken muß man schon sehr genau hinschauen
und darf nie völlig unkritisch („kritisch“ iSv „untersuchen“) sein. Die Fragestellung, die Art der Untersuchung,
die Aufmachung und viele andere Aspekte sind beim Lesen einer statistischen Untersuchung von enormer Bedeutung.
Daran wollte ich mit meinem Zitat lediglich erinnern. Exemplarisch genannt habe ich den Begriff der „materiellen
Armut“. Wo fängt diese an, wie will man sie beurteilen und was für Schlüsse kann man schließlich daraus
ziehen? All diese Fragen muß man sich stellen. Grundlage für die Unicef-Studie waren u.a. Urlaubsfahrten,
Bücher und ein eigener Platz für Hausaufgaben. Ich wollte mit meinen angemeldeten Zweifeln also nicht
die Zahlen als solche in Zweifel ziehen, sondern vor einer „blinden“ Kenntnisnahme und falschen Schlußfolgerungen
warnen. Schließlich habe ich aber Ihren Hinweis aufgegriffen und mir die betreffende Unicef-Studie angeschaut.
Dabei sind mir nun gewisse Dinge aufgefallen. Unter anderem die Tatsache, daß Bayern und Baden-Württemberg
in der betreffenden Studie von allen Bundesländern am besten abgeschnitten haben. Das nehme ich freudig
zur Kenntnis. Interessant wäre jetzt was Sie hieraus für Schlüsse ziehen?
#34 Defensor Fidei 20:45:02 | Mittwoch, 14. Februar 2007
Einen Blick wert?! Studien wie die, die methusalix hier zitiert, sind immer mit einer gewissen Vorsicht
zu genießen. Wir wissen alle, daß man nur solchen Statistiken trauen sollte, die man selber gefälscht
hat. Genaues hinsehen ist also angesagt. Vor allem der Begriff „materielle Armut“ ist äußerst problematisch.
Wer „materiell reich“ ist, kann geistig ausgesprochen arm sein. Was ist nun schlimmer? Trotzdem ist ein
Blick in die Unicef-Studie ganz interessant. Die im Artikel gemachten Äußerungen der grandios gescheiterten
Ministerpräsidentin (,Tänzerin) und jetzigen Vorsitzenden von Unicef-Deutschland Heide Simonis kann
man dabei ja getrost überspringen. Interessant ist bei dieser Studie vor allem ein Vergleich der einzelnen
Bundesländer. Es darf mal geraten werden wer die Plätze 1 und 2 belegt: Baden-Württemberg und Bayern.
Kein Wunder. Sind es doch die Bundesländer, die am wenigsten Kinder „outsourcen“. Scheinbar ist in dieser
Studie die Erziehung durch die Eltern also noch nicht von vornherein als Malus gewertet worden. Trotzdem
hat unsere Bundesfamilienministerin nichts besseres zu tun, als den Eindruck zu vermitteln, daß die Union
nur noch das Familienmodell der (voll) erwerbstätigen Frau fördern wolle.
#45 Defensor Fidei 20:03:10 | Mittwoch, 14. Februar 2007
@ obelix …die NL oder Dänemark als Vorbild? Nein, danke! Ich lehne eine GS aus Überzeugung ab. Sie
sagen nur was heute schlecht sei, aber nicht warum die GS besser ist. Studien & Lehrerverbände sagen
jedenfalls regelmäßig das Gegenteil. Warum können wir nicht den Erfolg der Skandinavier übernehmen
Wer sagt uns denn, daß wir mit der GS auch den gleichen „Erfolg“ haben wie die Skandinavier und nicht
den gleichen Mißerfolg wie die USA, GB oder Frankreich? Das Modell der GS hat sich bei uns nicht bewährt.
Ich sagte es bereits. GS ist teuer, leistungsschwächer und sozial nicht gerechter. Im Gegenteil. Die
BIJU-Studie zeigt es: Wenn für ein und denselben formalen Schulabschluß, für ein und dieselbe Berechtigung
ein so unterschiedlicher Leistungspreis gezahlt werden muß, so ist dies ungerecht. Ungerecht ist es auch,
daß Schüler der GS offenbar eindeutig schwächer gefördert und schlechter auf nachfolgende Bildungswege
vorbereitet werden. Schließlich dürfen wir nicht immer das föderale D mit andern (zentral.) Ländern
vergleichen. Beim Vergl. der BL trennt sich die Spreu v Weizen: Spiel, Satz und Sieg beim innerdeutschen
Schulvergleich für den Freistaat. Die bay. Schüler wurden bei PISA 2003 in allen vier Testkategorien
Spitzenreiter – mit deutlichem Abstand vor den 15 Rivalen. Auch die von Ihnen zitierte Studie zeigt es:
Bay hat die geringste relative Kinderarmut und folgt insgesamt auf Rang 2 im BL-Vergleich. Wie man daraus
den Schluß ziehen kann, daß Bay sich ein Beispiel an „Looser-Ländern“ nehmen sollte, ist mir absolut
schleierhaf
#43 Defensor Fidei 23:36:01 | Dienstag, 13. Februar 2007
@ obelix …Schauen Sie nach vorne und machen Sie die Augen auf Die Tatsache, daß im internationalen
Vergleich Länder mit Einheitsschulen gut abgeschnitten haben, sagt überhaupt nichts aus über das Leistungsvermögen
der GS in D. GS in D ist vielmehr „out“, das weiß sogar die SPD, bei der die Gesamtschule nicht einmal
mehr als Begriff in den Grundsatzpapieren des Jahres 2001 vorkommt. Auch die Empirie hat eindeutig nachgewiesen,
daß deutsche GS zu teuer und zu leistungsschwach ist. Die im Herbst 1998 aufgelegte BIJU-Studie des Max-Planck-Institut
weist eindeutig aus: Gesamtschule in NRW rangiert leistungsmäßig und auch hinsichtlich sozialen Lernens
um zwei Jahre hinter der Realschule, und zwar trotz vergleichbarer sozialer Provenienz der Schülerschaft
und trotz einer um 30 Prozent besseren personellen und sächlichen Ausstattung. Wenn linke Kräfte jetzt
erneut von der GS schwärmen, weil sie soziale Selektion vermeide, dann verschweigt sie, daß knallharte
soziale Selektion nach dem Geldbeutel der Eltern nicht in Deutschland, sondern in Ländern mit Gesamtschulen
stattfindet: In GB, Frankreich und in den USA laufen die Eltern der GS davon, wenn sie es sich leisten
können, ihr Kind für viel Geld in eine Privatschule zu schicken. Außerdem sollten wir uns nicht von
der Bequemlichkeit mancher Eltern verleiten lassen, die nach dem Motto denken: Für die Schule zahle ich
eine Menge Steuern, also möchte ich mein Kind auch um 7.30 Uhr dort abliefern und um 17 Uhr abholen können:
vokabelabgefragt, gefälligst konfliktgelöst und erkennbar abiturtauglich.
#41 Defensor Fidei 15:30:38 | Dienstag, 13. Februar 2007
@ obelix der gesamte weitere Lebensweg festgelegt wird, oder, wie besonders in Bayern der Fall, die soziale
Herkunft den Lebensweg betoniert Jörg Guttenberger hat es meines Erachtens sehr gut auf den Punkt gebracht.
Die Strukturen sind zweitrangig. Es kommt dagegen entscheidend auf den Inhalt an. Die Durchlässigkeit
muß verbessert werden. Das habe ich bereits mehrfach gesagt. Dies ist jedoch auch bei einem gegliederten
Schulwesen möglich. Durchlässigkeit schließt aber nicht das Erfordernis einer gewissen Stetigkeit aus.
Es macht keinen Sinn, daß Schüler ständig zwischen zwei Stufen hin und her wechseln. Schon heute kann
jeder höhere Schulabschlüsse nachholen. Gerade für „Spätzünder“ ist dieser Weg oftmals gar nicht
so schlecht. Besonders erfolgreich, wie in der Schweiz, waren wir ja mit diesem Schulsystem nicht Aber
die Schweiz zeigt in sehr schöner Weise, daß nicht das System das Problem ist – meine These! Haben Sie
Angst, daß zu viel Pöbel aus dem „Prekariat“ Ihnen Ihre schönen Gymnasien und Universitäten versaut?
Ich erwarte von allen, daß sie sich ihrer Stellung in der Gesellschaft entsprechend benehmen. Dass Ihre
Eliten nicht mehr elitär genug unter sich bleiben? Elite ist kein Schimpfwort. Mein Geschichtslehrer
(humanistisch-katholischer-Kommunist, wie er sich selber bezeichnete) sagte uns regelmäßig: „Seien Sie
sich Ihrer gesellschaftlichen Stellung bewußt. Sie sind die geistige Elite unseres Landes. Hiermit sind
Pflichten verbunden, denen Sie nachkommen müssen.“
@ obelix – Sie haben mich wieder falsch verstanden. Lesen Sie im letzten Artikel 2 Abs. weiter unten Beim
Deutschen Philologenverband handelt es sich um einen gewerkschaftlichen Zusammenschluß von Lehrern an
Schulen/Bildungseinrichtungen, die auf das Abitur vorbereiten und damit sicher nicht um ein Sprachrohr
der Kirche. Die Ergebnisse der neuen PISA-Studie zeigen, daß die Gymnasien besonders bei der Förderung
leistungsschwächerer Schüler Fortschritte verzeichnen. Diese Gruppe von Schülern hat bei PISA 2003
in Deu die größte Leistungssteigerung erreicht. Dies ist auch deshalb bemerkenswert, weil in der Vergangenheit
dem Gymnasium häufig vorgeworfen wurde, sich nicht genügend um Schüler mit Lernproblemen zu kümmern.
Absurd ist deshalb die Forderung nach Abschaffung des gegliederten Schulwesens. Das ungelöste Problem
der schulischen Förderung von Migrantenkindern, das hauptverantwortlich für das nur durchschnittliche
Abschneiden Deutschlands bei PISA 2003 ist, hat nichts mit der deutschen Schulstruktur zu tun. Die Schweiz,
die ebenfalls ein gegliedertes Schulwesen aufweist, hat bei der PISA-Studie hervorragend abgeschnitten.
Nicht die Vereinheitlichung von Bildungsgängen ist „die bessere Schule“. Wer dies heute immer noch behauptet,
negiert jahrzehntelange Negativerfahrungen, auch und insbesondere in der beruflichen Bildung. Die rechtzeitige
begabungs- und leistungsgerechte Differenzierung in verschiedenen Schularten in Verbindung mit Offenheit
und Durchlässigkeit zwischen den Schullaufbahnen ist der richtige Weg. Die meisten Lehrerverb. sehen
es auch so!
@ obelix @ Jörg Guttenberger Sowohl die Gemeinschafts- oder Gesamtschule als auch die Orientierungsstufe
sind Modelle, die in Deutschland bereits mehrfach gescheitert sind und zwar sowohl leistungsmäßig als
auch hinsichtlich der Akzeptanz durch Eltern und Schüler. Dies haben nicht zuletzt die PISA-Ergebnisse
in Deutschland drastisch aufgezeigt. Nun soll das Gymnasium, das bei der PISA-Studie zur internationalen
Spitzengruppe gehörte, zerschlagen werden. Dies zeigt, daß es den Urhebern dieser Vorschläge nicht
um wirkliche Qualitätsverbesserung geht, sondern um die Durchsetzung ideologischer Ziele. Wir erleben
derzeit leider die Rückkehr der Ideologien in die Schulpolitik. Dabei hat PISA schonungslos aufgezeigt,
daß nicht die Struktur, sondern die Verbesserung der Unterrichtsqualität im Zentrum der Bemühungen
stehen muß. Seinen Erfolg bei PISA verdankt Finnland seinem herausragenden individuellen Förderprogramm
und nicht der Struktur, denn auch die fünf Staaten, die bei PISA am schlechtesten abgeschnitten haben,
besitzen integrierte Schulsysteme. Wollen wir uns dort einreihen? Fruchtlose Strukturdebatten lenken aus
Sicht des DPhV den Blick von den wirklich bedeutsamen inhaltlichen Fragen ab. Statt diese Debatten weiter
zu führen und damit die Zukunftschancen der Schüler aufs Spiel zu setzen, ist es dringlicher, die Qualität
des bestehenden Schulsystems zunehmend weiter zu verbessern. Quelle: Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender
des Deutschen Philologenverbandes zu den SPD-PDS Schulreformplänen
@ obelix Wieder einmal ist den Katholiban der äußere Schein wichtiger, als die Zukunft unserer Kinder
Das hat niemand gesagt. Lesen Sie halt die Beiträge der Benutzer aufmerksamer durch! Der demographische
Wandel, den Sie als Chance anpreisen, hat eine Ursache: Eine egoistische, materialistische und lebensverneinende
Gesellschaft. Diese Ursachen gilt es zu bekämpfen. Wir dürfen uns mit den „neuen“ Verhältnissen nicht
einfach so abfinden und nur an den Folgen rumdoktern. Die gesellschaftlichen Verhältnisse der einzelnen
europ. Länder sind viel zu unterschiedlich, als das in allen europ. Ländern der gleiche Schultyp der
richtige wäre. Fakt ist vor allem auch, daß es nicht die Gesamtschule war, die als Sieger bei PISA hervorgegangen
ist. Der Verweis auf skandinavische Länder hinkt. Schauen wir doch bei uns vor der Haustür. Auch hier
gibt es BL mit vielen Gesamtschulen. Wie haben diese abgeschnitten? Sie waren alles andere als unsere
Spitzenreiter!! Die Formel „Mehr Abiturienten=gerechteres Schulsystem“ ist jedenfalls großer Schwachsinn.
Das Problem ist doch nicht die Hauptschule oder die Realschule an sich. Das Problem sind schlechte Schulen.
Das Ergebnis sozialistischer Schulpolitik war und ist, daß viele Firmen nur noch bereit sind, Abiturienten
oder gute Realschüler einzustellen. Ein vormals gesundes System wurde von der 68’ern auf dem Altar linken
Wunschdenkens (alle Menschen sind potentiell gleich) geopfert. Entstehen in diesen BL unsere Arbeitsplätze?
Nein!
@ obelix Besonders ausgeprägt im katholischsten aller Bundesländer. In Bayern, wo die Kruzifixe in den
Klassenzimmern wohl wichtiger sind, als Ganztagsschule und Gerechtigkeit. Da haben Sie doch nun endlich
einmal ein Diskussionsthema, das Ihnen gefallen dürfte. Und so wie man bei diesem Thema versucht, sachlich
zu bleiben, versuchen Sie es bitte auch bei der nächsten SSA-Diskussion. Ich gebe die Hoffnung nicht
auf. Nun noch kurz zur Lage in Bayern. Es geht nicht um ein „entweder oder“, sondern um ein „sowohl als
auch“. Nicht Kreuz oder Gerechtigkeit, sondern Kreuz und Gerechtigkeit. Selbst wenn es bei der Gerechtigkeit
fehlen sollte, wäre dies noch kein Grund, beim Kreuz zu diskutieren; frei nach dem Motto: Wenn schon
keine Gerechtigkeit, dann auch kein Kreuz in allen Klassenzimmern. Beim Kreuz würde ich keinen Millimeter
nachgeben. Fakt ist, daß Bayerns Schüler den Anschluß an die internationale Weltspitze geschafft haben.
[www.km.bayern.de/km/aktuelles/03341/index.shtml] Fakt ist auch, daß es noch Schwächen gibt. Hier muß
ständig versucht werden, diese zu verringern. Ein gut organisiertes dreigliedriges Schulsystem hält
locker mit der Weltspitze mit und bietet Chancengerechtigkeit. Was bringt es, wenn 80% Abitur machen?
Der Schuß geht nur nach hinten los. Hierdurch werden die Menschen nicht schlauer, sondern man macht ihnen
was vor. Ich selber habe nicht in Bayern Abitur gemacht. Meine Erfahrung sagt mir, daß bei mir nichts
wirklich besser, aber dafür vieles schlechter war.
@ Sirilio Bitte weichen Sie nicht aus! Ich kenne die FSSPX und ihre Positionen relativ gut. Ich kenne
offizielle Positionen, ich kenne inoffizielle Meinungen einzelner, ich kenne viele Ansichten von Laien,
die der FSSPX wohlgesonnen sind. Die Bandbreite ist groß. Das alles hat aber nichts mit dem zu tun, was
ich Sie gefragt habe. Lesen Sie meine Frage noch einmal in Ruhe durch. Meistens spreche ich Sie persönlich
an. Ich frage nach Ihren Quellen, frage nach Ihrer Meinung zu Problemen grundsätzlicher Art und möchte
von Ihnen wissen, wie Sie den einen oder anderen Begriff verstehen, um ausschließen zu können, daß
wir aneinander vorbeireden. Da Sie im Forum auf diese Fragen nicht geantwortet haben, hat es für mich
keinen Sinn dort stundenlang zu lesen, was ich bereits weiß. Also: Meine Fragen bleiben aktuell und sind
an Sie persönlich gerichtet. Scheuen Sie die Antwort nicht!!
@ Sirilio …gehört das Privatleben einer Stripperin in den Bereich „Katholische Nachrichten“? Es geht
hier wohl weniger um eine Stripperin, sondern viel mehr um den Rocker an ihrer Seite: Einen (ehemaligen?)
Priester der „Church of Satan“ und bekennenden Satanisten.
@ Sirilo…nun mal Butter bei die Fische Die Forderung nach Wiederzulassung der Alten Liturgie ist nur
die Spitze des Eisbergs. Liest Websites von Anhängern der FSSPX, dann findet man viele weitere Ziele
dieser Bewegung Aha, interessant, daß Sie auf die Aussagen von „Anhängern“ der FSSPX im Internet vertrauen,
wenn Sie die Ziele der Bruderschaft herausfinden wollen. – Abschaffung der Demokratie Wo steht das genau?
Was verstehen Sie unter Demokratie? Ist die Demokratie die einzige gottgewollte Staatsform? Lesen Sie
mal einige interessante Überlegungen von Rudolf Burger nach, die er beim Deutschlandradio gemacht hat:
[www.dradio.de/dkultur/sendungen/signale/540466/] – Wiedereinführung der Monarchie Wo wird diese Wiedereinführung
gefordert? Was für eine Form der Monarchie wird angestrebt? – Abschaffung der Religionsfreiheit Was verstehen
Sie unter Religionsfreiheit? Viele reden davon, aber nur die wenigsten wissen, was damit religionsphilosophisch
gemeint ist. – Abschaffung der Meinungsfreiheit, Abschaffung der Pressefreiheit Abschaffung oder Einschränkung?
Ist die Einschränkung bei uns absolut verboten? – Abschaffung der Gleichberechtigung der Frau Was verstehen
Sie unter Gleichberechtigung? Meinen Sie nicht vielmehr Gleichmachung? – Wiedereinführung der Todesstrafe
In welchem Rahmen wird die Wiedereinführung der Todesstrafe gefordert? Ist die Verhängung der Todesstrafe
durch die staatliche Gewalt in der Bibel verboten worden? Was steht zur Todesstrafe im KKK? Schauen Sie
mal im Sachverzeichnis.
@ Stimme aus Wien Kommen Sie nach St. Stephan in Wien – dort habe Sie alles was Sie fordern Und nicht
nur das. Nein! Dort bekomme ich sogar noch eine Segensfeier für homosexuelle Partnerschaften gleich mit
dazu…klasse! Glauben Sie nicht? Dann schauen Sie mal hier: [www.leopfisterer.com – unter Privat] Was
die Architektur des Domes angeht, haben Sie sicher Recht. Diese ist sehr würdig. Aber haben Sie auch
schon mal darüber nachgedacht für welchen Meßritus diese Kirche gebaut wurde?
@ landorganist, den treuesten „Papisten“ in der Kirche Status der Piusse klar definiert, egal was ein
Prof. May oder ein Kardinal wohlmeinend von sich gibt Sagen Sie uns doch bitte, warum wir Ihnen mehr Glauben
schenken sollten, als einem renommierten Kirchenrechtler und einem Kardinal, der zudem auch noch der Kommission
„Ecclesia Dei“ vorsteht. Die wollen doch gesellschaftliche Veränderungen herbeiführen Wie furchtbar!
Eine katholische Gemeinschaft, die der Überzeugung ist, daß man die Gesellschaft, so wie sie jetzt ist,
verändern sollte. Wirklich unerhört! Humanismus Def.: In negativer Abgrenzung enthält der Humanismus
fast stets die Verneinung jeglicher Kraft (oder moralischer Werte), die dem Menschen übergeordnet sind,
also auch die Zurückweisung und Ablehnung von Religion zu Gunsten der Meinung, daß sich der moderne
Mensch aus eigenem Antrieb weiter zu entwickeln vermag und nur dann „Mensch“ ist. Soll die kath. Kirche
diesem Humanismusbegriff etwa annehmen? Humanität – JA Humanismus – NEIN Demokratie Reden tun auch Sie
viel davon, und weil ein bisschen Pathos nicht schaden kann, werden auch gleich die „demokratischen Grundwerte“
beschworen: die Menschenrechte und die Humanität. Aber so wertvoll diese Werte auch sind, demokratische
Werte sind sie nicht. [vgl. Quelle:dradio.de/dkultur/sendungen/signale/540466/] Gleichberechtigung – JA
Gleichmacherei – NEIN am liebsten würden die Piusse ihr Gedankengut schon den Kindern so früh als möglich
einimpfen Die konsequente Erziehung im kath. Glauben ist d Aufgabe aller Eltern!
@ Gotthard …und dieser Kardinal wird beschissen von vorne und hinten … und findet immer noch nette
Worte. Klar, daß Ihnen die Äußerungen von Card. Hoyos sauer aufstoßen und Ihnen nicht in den Kram
passen. Aber Gotthard, glauben Sie denn wirklich, daß sich ein so honoriger, erfahrener und langjähriger
Kurienkardinal von der FSSPX einfach mal so eben „bescheißen“ läßt, ohne es zu merken? Diese exkommunizierten
Typen, die sich Bischöfe nennen Meines Erachtens sind es gültig geweihte Bischöfe. …führen diesen
gutmütigen Menschen unendlich vor Meines Wissens wird dem Cardinal von der Priesterbruderschaft St. Pius
X. viel Respekt entgegengebracht. Der Umgang miteinander ist ausgesprochen fair. Die FSSPX meines Wissens
dem Cardinal gegenüber nie wortbrüchig geworden. Aber nennen Sie uns doch mal konkrete Beispiele, wo
die FSSPX den Card. „vorgeführt“ hat. Jede Predigt dieser bischöflichen Typen ist keine Glaubensverkündigung,
sondern ein Kampf-Pamphlet Mit diesem Vorwurf muß auch Bischof Müller von Regensburg leben. Er kann
dies ganz gut und bleibt seiner Linie treu. Auch hunderte von Demonstranten auf dem Domplatz konnten das
nicht ändern. Ein Bischof muß kämpfen! Schließlich würde mich noch interessieren, wie viele der tausenden
von Predigten Sie schon gehört/gelesen haben, um sagen zu können, daß jede Predigt der Bischöfe nichts
mit Glaubensverkündigung zu tun hat? Das ist nämlich ziemlicher Blödsinn.
@ Rottenburg Gibt es denn auch ein uneigentliches Schisma? „Uneigentlich“ ist untechnisch und soll in
diesem Zusammenhang bedeuten, daß sich die FSSPX nicht ein einem formalen Schisma befindet. Um sich in
einem „eigentlichen“ Schisma zu befinden, muß sich jemand formell und materiell vom Papst und der röm.
Kirche losgesagt haben. An der formellen Komponente fehlt es im Fall der FSSPX. Bloßer Ungehorsam begründet
kein Schisma (vgl. nur Cajetan, Kommentar zur Summa v. Th. v. Aquin). Ungehorsam sind viele Priester,
Bischöfe und Gläubige auch, ohne daß jemand auf den Gedanken käme, daß sich diese Leute gleich in
einem Schisma befänden. Wenn dem so wäre, so würde wohl die kath. Kirche in Deutschland nur noch aus
einer winzigen Gruppe bestehen.
@ Benedikt Ich steige noch nicht so ganz durch, warum das so ist. Die Begründungen …mir zu einfach.
Es muß konkreter zu beschreiben sein Ich glaube, daß die Liberalen, die den Traditionellen vorwerfen
aufgrund des Ungehorsams schismatisch zu sein, dieses Argument nur vorschieben. Selber leugnen sie ja
mehr oder weniger unverhehlt unzählige Glaubenswahrheiten. Sie sind somit ja selber ungehorsam. Man ist
sogar sehr darum bemüht ein aus Prinzip kritischer und aufgeklärter Christ zu sein. Hier ist der Vorwurf
des Schismas nur Mittel zum Zweck. Dahinter steckt eine andere Art des Denkens. Man verachtet das traditionelle
Glaubensgut, weil man der Irrlehre des Liberalismus (und all seiner Kinder) verfallen ist. Die Erklärung
ist hier wirklich so „einfach“. Bei (pseudo-)konservativen Katholiken ist der Grund der ablehnenden Haltung
den Traditionellen gegenüber in erster Linie ein anderer: Sie haben eine übersteigerte und falsche Auffassung
von der Unfehlbarkeit des Papstes. Der Inhalt von Glaubensaussagen tritt bei dieser Gruppe in den Hintergrund.
Wenn der Papst etwas sagt, dann wird dieser Aussage völlig unkritisch zugestimmt. Man geht davon aus,
daß die Aussage richtig sein muß, weil der Papst es sagt. „Konservativ sein“ bedeutet für diese Gruppe
unbedingter und völlig unkritischer Gehorsam ohne sachliche Prüfung.
@ Hacki Warum sind dann nicht alle „Donum Vitae“- MitarbeiterInnen nicht aussätzig und exkommuniziert,
so wie die Piusbrüder? Ich habe zwei Kinder im Gymnasium, 8. + 10. Klasse, daher weiß ich genau, welcher
gotteslästerilche Unsinn den Jungendlichen als „r.k. Religion“ verkauft wird, im Namen der Bischöfe!
Genau so ist es. Ständig wird der FSSPX vorgeworfen, daß sie den Papst nicht vollumfänglich anerkennt.
Explizit wird die Haltung der Bruderschaft zur Religionsfreiheit, zum Ökumenismus und zur neuen Form
der Liturgie genannt. Ich kann da immer nur den Kopf schütteln. 90% jener, die die Haltung der Priesterbruderschaft
zur Religionsfreiheit kritisieren, wissen gar nicht genau was eigentlich das Problem ist, weil sie nicht
verstehen, was Religionsfreiheit eigentlich bedeutet. Es geht hierbei um eine sehr theoretische Frage
rechtsphilosophischer Art. Beim Ökumenismus begreift auch kaum jemand, daß das Problem vor allem darin
begründet ist, daß das II. Vat. den Begriff Dialog verwendet aber nicht mehr mit dem klassischen Bedeutungsinhalt,
sondern im aufklärerischen Sinne. Gleichzeitig werden aber von diesen Kritikern etliche katholische Glaubenswahrheiten
komplett ignoriert oder schlicht für überholt, veraltet oder unhistorisch angesehen. Der Papst könnte
sich zu Themen wie Beichte, Abtreibung, kath. Eheverständnis oder Opfercharakter der Messe äußern wie
er wollte. Die Modernen interessiert das herzlich wenig. Aber mit dem Finger auf andere zeigen, das können
sie
Definition des Meßopfers Ich laß mal einen sehr guten Vergleich in Bezug auf die ursprüngliche, problematische
Definition der Messe in der IGMR 1969: Das Herrenmahl oder die Messe ist die heilige Zusammenkunft oder
die Versammlung des Volkes Gottes, das sich vereinigt, um unter der Leitung des Priesters die Gedächtnisfeier
des Herrn zu begehen. Was würde wohl ein gesund denkender Mensch bei folgender Definition sagen: Eine
Symphonie ist die Versammlung von Musikfreunden unter dem Vorsitz eines Dirigenten zur Feier des Gedächtnisses
des Komponisten und ihrer Erstaufführung? Nein, eine Symphonie ist keine Versammlung von Musikfreunden,
sondern ein Musikstück, dazu komponiert, daß Menschen stets neu seine Aufführung erleben. Und so ist
die hl. Messe keine Versammlung, sondern die unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Jesu Christi, wobei
der Herr als ewiger Hohepriester durch den menschlichen Priester hindurch handelt und die Gläubigen sich
dazu versammeln, um am heiligen Geschehen teilzuhaben und aus ihm Gnade und Segen zu schöpfen. Aber selbst
wenn sich niemand versammelt, wenn der Priester also ganz alleine zelebriert, ist die hl. Messe ihrem
vollen Gehalt nach das Opfer des Gottmenschen. Aus: Theologie und Spiritualität des heiligen Meßopfers,
P. Franz Schmidberger.
Beratung schützt nicht konkret Sie läge i.ü. auch auf der Linie der Entscheidung des BverfG… Das
BVerfG hat sich ja auch zum SSA geäußert. Die meisten Leitsätze klingen hervorragend – gut katholisch,
wenn man so will. Der Rest des Urteils, naja. Es strotzt nur so vor Widersprüchen und es ist nicht zu
übersehen, daß der (politische) Wille Vater der Gedanken war. So sagt das BVerfG: – Die Schutzpflicht
für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschl. Leben allgemein.
[Das Argument, daß die Beratung „unter dem Strich“ Leben rettet (allgemeiner Schutz), ist somit nicht
ausreichend. Das einzelne Leben muß im konkreten Fall geschützt werden. Wie soll dieser konkrete Schutz
gewährleistet werden, wenn die Frau (+ Familie und Umfeld) das Kind definitiv nicht austragen möchte
und nicht unentschlossen ist? Ein Schutz im konkreten Fall ist hier durch die Beratung nicht gegeben.]
– Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner Mutter. – Der Staat muß zur Erfüllung
seiner Schutzpflicht ausreichende Maßnahmen normativer und tatsächlicher Art ergreifen… – Der Lebensschutz
der Leibesfrucht genießt grundsätzlich für die gesamte Dauer der Schwangerschaft Vorrang vor dem Selbstbestimmungsrecht
der Schwangeren und darf nicht für eine bestimmte Frist in Frage gestellt werden. Dem ist aus katholischer
Sicht eigentlich nichts hinzuzufügen. Bleibt nur die Frage, wie es trotzdem zum derzeit gültigen Abtreibungsrecht
kommen konnte.
@ Gotthard @ Aurelius @ Daniel Stöhr Ja, es gab eine im gläubigen Volk weitverbreitete häretische Definition:
die Messe ist die unblutige Wiederholung des Kreuzesopfers Aber ist es nicht genau das, was das Konzil
von Trient lehrt? Genau so ist es, Aurelius. Eine Definition dessen, was die Messe ausmacht, ihres Wesens
also, darf man nicht mit einer Aufzählung der diversen Bestandteile verwechseln. Außerdem ist ja schon
immer zwischen Vor- und Opfermesse unterschieden worden. Damit wollte man nicht trennen, sondern inhaltlich
ordnen. Das Herz der Messe war und ist das Opfer. Alles andere (Gebet, Lob, Dank, Lesungen, Bitte, Sündenbekenntnis
und Genuß der Opferfrüchte) hängen nicht in der Luft, sondern sind eben Teil der Opferfeier. Im Opfer
findet alles seinen Höhepunkt, seine Berechtigung und Zusammenfassung. Der Opfercharakter ist nicht unterbelichtet
Ich kann Aurelius nur Recht geben. Der Opfercharakter wird von vielen völlig ausgeblendet oder kleingeredet.
Der großen Mehrheit der Katholiken in Deutschland ist der Begriff „Meßopfer“ meist schon völlig fremd.
Im Erzbistum Hamburg würden wohl keine 5% mehr davon sprechen, daß die Messe die unblutige Erneuerung
des Kreuzesopfers ist. An den Opfercharakter glaubt dort so gut wie niemand mehr!!! Kein Wunder, wenn
man nur zwischen dem zweiten und einem selbstgebastelten Hochgebet wählt. @ Daniel Stöhr: Wenn Sie immer
nur einzelne Ausschnitte und nicht den Gesamtzusammenhang betrachten, dann ist es leicht Häresien zu
finden. Lesen Sie die Bibel auch so selektiv?
@ Daniel Stöhr @ Aurelius Kann ein Arianer Papst sein? Nein, aber der Papst ist auch kein Arianer. Eine
Äußerung, die ich nicht im Zusammenhang lesen kann und die vor Jahren von einer Privatperson gemacht
worden ist, die zu diese Zeit noch gar nicht Papst war, überzeugt mich auch bestimmt nicht vom Gegenteil.
Lesen Sie sich die Definition von Paul VI. Jetzt spielen Sie nicht mit ganz offenen Karten. Diese Definition
ist von Paul VI. wegen genau dieses Problems noch einmal geändert worden. Paul VI. hat die Messe ganz
offensichtlich häretisch definiert Das hätte er nur getan, wenn er ausdrücklich den Opfercharakter
geleugnet hätte. Wie das Schisma so muß auch die Häresie in formeller und materieller Hinsicht vorliegen.
Leugnung durch Nichterwähnung reicht nicht. Aus vielen protestantischen „Kirchen“ gab es ja dann auch
die Rückmeldung, daß der „NOM“ nun auch von Protestanten zur Abendmahlsfeier benutzt werden könne Das
stimmt nur zum Teil und soweit ich weiß nur für Lutheraner in Deutschland und den USA. Auch galt es
nicht für den ganzen NOM, sondern nur für das 2. Hochgebet und auch das nur mit Einschränkungen. Das
Mahl schließt die Opferfeier ab, gehört aber keineswegs zum eigentlichen Opfer selbst Ich glaube, daß
in diesem Punkt bei den an der Diskussion Beteiligten gar keine Differenzen bestehen. Das Zentrum ist
das Opfer, das im Opfermahl seinen Abschluß findet. Vom Mahlcharakter der Messe kann man dabei natürlich
nicht sprechen. Auch gehört das Opfermahl nicht zur Opferhandlung.
@ Daniel Stöhr „Dominus Iesus“ steht mit den Lehren des „Konzils“ völlig in Übereinstimmung. Das stimmt.
Ich habe auch nie etwas anderes behauptet. Ich habe lediglich gesagt, daß die Lehren des Konzils nicht
abschließend waren. „Dominus Iesus“ ist sehr viel konkreter als der Konzilstext. Er denkt ihn weiter
bzw. konkretisiert ihn. Das wäre nicht möglich, wenn der Konzilstext abschließenden Charakter hätte.
So problematisch die Zweideutigkeit der Aussagen des Konzils auch ist, so liegt darin auch eine Chance.
Diese Chance dürfen wir nicht den Liberalen überlassen, die sich Ihr Konzil formen. Sprache vermag viel.
Machen wir es uns zu nutze und versuchen das Konzil traditionell zu interpretieren. Durch entsprechende
Konkretisierungen ist dies möglich. Nicht zuletzt dafür haben wir einen Papst.
@ Aurelius Die Gemeinschaft mit Rom könnte noch vollkommener sein. Das ist richtig. Aber man sollte schon
genau hinsehen in welchen Fragen die FSSPX besonders ungehorsam ist und in welchen nicht. Es gibt wohl
nicht eine einzige Glaubenswahrheit, die von der FSSPX geleugnet wird. Probleme gibt es bei genau drei
Fragen: – Religionsfreiheit – Ökumenismus – Liturgie Alle drei Dinge hängen irgendwie miteinander zusammen.
Es gibt eine Wechselwirkung. Die eigentliche Ursache der Probleme ist wohl der Modernismus. Hierbei handelt
es sich nicht um eine Lehrmeinung, sondern um eine bestimmte Art des Denkens, die offiziell abgelehnt
wird, aber viele Anhänger hat. Das II. Vat. war bestimmt keine abschließende Lehrmeinung zu den oben
genannten problematischen Themen. Sonst würde man heute in Rom nicht über die Alte Messe reden und „Dominus
Jesus“ hätte es auch nicht gegeben. Noch zum Stichwort Lippenbekenntnisse: Wie steht es mit der Anerkennung
bei den restl. Kath.? Sind diese nicht erst recht ungehorsam? Wer glaubt denn heute noch in vollem Umfang
an die katholische Lehre? Warum sind die Stars der Kirchentage immer Leute, die mit der kirchlichen Lehre
nicht viel am Hut haben (Drewermann, Küng, Dalai Lama)? Warum wurde beim WJT 2000 zuerst dem Papst zugejubelt
und dann die Wiese voller Kondome zurückgelassen? Gibt es nicht oftmals eine große Sympathie mit prot.
Meinungen (Beichte, bloße Mahlgemeinschaft, Frauenordination, usw.)? Der „aufgeklärte“ Ungehorsam ist
in diesen Kreisen doch normal.
@ Gotthard Die Beweislast liegt bei Ihnen. Kein gültig geweihter Bischof oder Priester muß positiv darlegen,
daß er den Papst anerkennt. Davon geht man aus. Aber ich will mal nicht so sein. Wenn nur (materieller)
Ungehorsam nachgewiesen werden kann, ist das nicht ausreichend um ein Schisma anzunehmen. Achten Sie genauer
auf die Begrifflichkeiten. Wenn kirchenrechtliche Fragen besprochen werden, dann müssen Sie auch rechtlich
denken und nicht pastoral, politisch oder wie ein Psychologe. Sie müssen abstrakt denken und die genaue
Wortbedeutung erkennen. Die Unterschiede von materiell und formell sollten glasklar sein. Wenn dem nicht
so ist, dann hat es wenig Sinn über kirchenrechtliche Fragen zu streiten. Wenn die FSSPX sagen würde,
daß der Papst nicht Papst ist, wenn sie eine formelle (!) Parallelkirche aufgebaut hätten, wenn sie
sagen würden, daß der Bischof von Rom nicht die Vollmachten eines Papstes habe, dann würde sie die
(formelle) Autorität des Papstes nicht anerkennen. (Bsp. schismatische Ostkirche) Dem ist aber nicht
so. Die FSSPX sagt, daß der Papst Papst ist, sie betet für und mit ihm und sie erkennt Rechtsakte und
Ernennungen des Papstes an. So z.B. wird das neue Kirchenrecht als gültig anerkannt. Auch geht man von
der grundsätzlichen Gültigkeit der Sakramente und des NOM aus, wenn der Spender/Priester jeweils die
rechte Intention hat. Nicht Häresie, sondern zur Häresie neigend. So lautet oft die Kritik. Schismatiker
klingen anders. –> Ein form. Schisma liegt nicht vor.
@ Aurelius…Schisma Ich wollte in meinem Beitrag die… zitierte Aussage Prof. Mays in Frage stellen,
daß die FSSPX die Unterordnung unter den Papst nicht ablehne. Es ging nicht um „nicht-anerkennen“. Schon
klar. Ich meine aber, daß die Unterordnung ein Unterfall des Anerkennens ist, weil die Anerkennung die
Unterordnung zur Folge hat. Wenn man sich jemandem dagegen nicht unterordnet, dann kennt man seine (formelle)
Autorität auch nicht an. Sie haben die Ansicht vertreten, daß die FSSPX sich grundsätzlich nicht unterordnen
würde und Prof. May deshalb im Unrecht sei. Dem habe ich mit Verweis auf Cajetan wiedersprochen. Die
FSSPX war ungehorsam und ist dies in der einen oder anderen Frage noch immer, aber sie lehnt eben nicht
die Unterordnung ab, weil sie den Papst und seine Vollmacht (formell) anerkennt. „Es kommt in der Tat
oft vor, daß man der Anordnung eines vorgesetzten nicht Folge leisten will (also ungehorsam ist), obwohl
man gleichzeitig seine Autorität anerkennt (und damit grundsätzlich auch zur Unterordnung bereit ist).“
Cajetan Wer aber nur ungehorsam ist, nicht aber die Unterordnung als solche ablehnt, der befindet sich
nach Cajetan nicht im Schisma. Kurz gesagt: Schismatiker ist man erst, wenn man formell und materiell
den Papst und die Unterordnung unter seine Autorität ablehnt. Bloßer Ungehorsam in Einzelfragen kann
niemals ein formelles Schisma begründen. Das zeigt Cajetan sehr schön auf. Somit hat Prof. May Recht.
@ Aurelius…Schisma/Ungehorsam Und genau aus diesem Grunde hat sich die FSSPX immer in Demut und Gehorsam
den Weisungen des Papstes gebeugt und geltendem Kirchenrecht in Gehorsam gefolgt Kennen Sie den Unterschied
zwischen Ungehorsam und „Nicht-annerkennen“? Nein? Sollten Sie aber. Ist nämlich wichtig für die Frage,
ob ein Schisma vorliegt oder nicht. Schauen Sie einfach mal im Kommentar v. Cajetan zu der Summa des hl.
Thomas v. Aquin nach. Cajetan: „So hartnäckig der Ungehorsam auch immer sein mag, er ist kein Schisma,
solange er keine Auflebung gegen die Funktion des Papstes und der Kirche in sich schließt. Selbst wenn
der Ungehorsame im schweren Unrecht ist durch seinen Ungehorsam, so ist er deswegen nicht schon schismatisch.
Es kommt in der Tat oft vor, daß man der Anordnung eines vorgesetzten nicht Folge leisten will, obwohl
man gleichzeitig seine Autorität anerkennt.“ „Hat jemand gewisse Gründe, die ihn dazu drängen, die
Person des Papstes als verdächtig zu halten und deshalb sein Urteil nicht annimmt, so kann keine Anklage
des Schismas oder eines anderen Lasters gegen ihn erhöben: werden. Die Person des Papstes kann als Tyrann
herrschen, und dies um so leichter, als sie über mehr Macht verfügt.“
Wie könnte ich den vergessen haben, obelix? Dort habe ich geschrieben, dass man hier immer nur den Unterleib,
vor allem den von Frauen im Blick habe und weniger das himmelschreinden Unrecht… Ich habe Ihnen schon
gesagt, daß von mir aus das Themenspektrum erweitert werden könnte, aber nicht als Ersatz, sondern als
Ergänzung. Wenn das Thema Abtreibung zur Debatte steht, dann diskutiere ich darüber und wenn über Kinderarbeit
in China diskutiert wird, dann werde ich darüber diskutieren. In diesem Artikel lautet das Thema Abtreibung
und deshalb diskutiere ich nur darüber und über alles, was damit zu tun hat. Ein Thread über die Ungerechtigkeiten
im bayerischen Schulsystem? Da wäre ich jetzt lieber vorsichtig. Das grenzt an Majestätsbeleidigung
Ich sehe zwar auch gewisse Mängel im bayerischen Schulsystem, aber ich kenne auch diverse andere Systeme
und wage die Behauptung, daß man in Bayern im Vergleich dazu geradezu paradiesische Zustände vorfindet.
Man klagt in Bayern also auf sehr hohem Niveau. Haben Sie inzwischen bei Sigmund F. nachgeschlagen? Sigmund
F.? Noch nie gehört! So etwas steht nicht in meiner Bibliothek. Wirkt unglaublich befreiend auf verklemmte
Psychen, die immer nur auf und in den Unterleib von Menschen starren. Ich schaue nicht ständig auf den
Unterleib der Damenwelt. Ich habe aber den Eindruck, daß Sie sich ständig einbilden, daß ich es täte.
Projizieren Sie aus Ihrem Unterbewußtsein? Im übrigen Bauch & Geschlecht jener, die töten völlig egal.
Mir kommt es nur auf die Handlung an.
Opfer und Opfermahl, nicht vordergründig Mahlgemeinschaft Ich frage mich immer öfter, ob die „Modernen“
eigentlich das Anliegen der „Traditionellen“ begreifen. Ich glaube immer seltener daran. Können sie es
nicht oder wollen sie es nicht? Oder warum werden immer wieder die gleichen falschen These gebetsmühlenartig
wiederholt? Für Ring-Eifel persönlich bedeutet Alte Messe, wenn der Priester „mit dem Rücken zum Volk
lange lateinische Gebete spricht“. Ich würde niemals auf den Gedanken kommen, daß der Priester mir den
Rücken zuwendet. Wir wenden uns alle nach Osten. Nicht ich bin der Mittelpunkt der Feier, sondern Gott.
Warum empfinden die „Modernen“ dies als persönliche Brüskierung? Sie werde nicht als „Gemeinschaftsmahl“,
sondern vor allem als „Opferhandlung“ begangen. Aber genau das ist sie ja auch in erster Linie – eine
Opferhandlung. Die Kommunion ist ein hochheiliges Sakrament, aber eben nicht der Mittelpunkt der Messe.
Der Mittelpunkt ist das Opfer und die Kommunion ist der Genuß der Opferfrüchte. Es ist nie anders gelehrt
worden. Deshalb die Realpräsenz , deshalb das kath. Priestertum. So macht dies überhaupt nur Sinn. Christus
hat dieses neue und ewige Opfer beim Pessachmahl eingesetzt. Mittel- & Höhepunkt d Pessachfestes war
das Opfer, nicht dagegen das gemeinsame Essen und Trinken der Opferfrüchte. Ist nun die Lehre eine andere
geworden? Das wäre merkwürdig, weil ja immer behauptet wird, daß der NOM eine Fortentwicklung sei &
kein Bruch. Oder aber verstehen einfach nur viele den NOM falsch? Wenn ja, warum??
@ obelix…Sagen Sie doch nicht „nein“, wenn mein Vorwurf gerechtfertigt war. Ich habe es Ihnen doch nachgewiesen.
Die Ihnen nicht passende Themenwahl rechtfertigt noch lange nicht, die Aussagen anderer zu verfälschen.
… bestimmte Liturgieform …eher Marginalie Wichtig ist die Grundhaltung, die hinter den verschiedenen
Formen steht. Diese muß mit dem kath. Glauben im Einklang sein, damit auch die Früchte des Glaubens
rein sind. Aber welcher Teufel … Über die Ausdrucksweise (beider Seiten) im Forum habe ich mich auch
schon kritisch geäußert. Die Themen praktizierte HS & Abtr. haben aus meiner Sicht ihren Platz in einem
kath. Forum. Diese Themen dürfen nicht ausgeblendet werde, nur weil sie für einige Menschen unangenehm
sind. Die HS wird in der Bibel deutlich angesprochen. Die Aussagen hierzu sind genauso eindeutig wie die
Aussagen in der Bergpredigt. Jetzt zu sagen, daß die Bergpredigt „Original Jesus“ ist, die „unmodernen“
Aussagen dagegen unhistorisch, zeitbedingt & für den Glauben unerheblich, halte ich für sehr kühn.
Homobeziehungen sind keine Ehe. Es geht nicht nur darum, daß sich zwei Menschen gerne haben. Abtr. bleibt
sittl. auf der untersten Stufe. Ob der Staat es nun erlaubt oder anders bezeichnet, ändert daran nichts.
Die Kirche muß sich natürlich auch den sozialen Fragen und der Bewahrung der Schöpfung widmen. Ich
hätte keine Probleme, wenn dem hier auch mehr Platz eingeräumt wird. Da wir hier aber nicht alles diskutieren
können, sollten im Vordergrund auch weiterhin Themen stehen, die sonst nur selten diskutiert werden.
@ methobelix – Mit Verlaub aber ich vermute, daß Sie hier langsam den Überblick verlieren 1. Ich bin
nicht HeinrichvonOfterdingen. Wenn Sie es schon nicht fertigbringen, daß Sie meinen Namen schreiben,
sondern ständig auf andere Bezeichnungen ausweichen, dann sollte man wohl erwarten können, daß Sie
selber nicht den Überblick verlieren. 2. Sie vermischen meine Aussagen total, reißen sie aus dem Zusammenhang
und basteln einen völlig neuen Kontext, den Sie mir den zum Vorwurf machen. Das ist unredlich. Die Teile,
die Sie bei meinen Aussagen weggelassen haben, habe ich in Klammern hinzugefügt. Dadurch wird klar, wie
unfair Sie argumentieren. Heinrich von O. Aussage 1: aber das Töten von unschuldigen Kindern [diese Aussage
bezog sich auf ungeborene Kinder] ist noch furchtbarer, [als das Hungerelend (nicht Hungertod) dieser
Welt] Heinrich von O. Aussage 2: Das Töten im Mutterleib ist genauso schlimm [wie das Töten außerhalb
des Mutterleibes] Ihre Vorhaltung: Sie scheinen sich nicht entscheiden zu können, welche von Ihren Wahrheiten
jetzt „wirklich wahr“ ist. Deshalb lassen wir es lieber. Sie konstruieren einen Widerspruch, wo es keinen
gibt. Entweder aus Nachlässigkeit oder weil Sie schnell den Überblick verlieren und nicht mit Texten
umgehen können oder aber aus purer Böswilligkeit. Ich habe nie behauptet, daß „ein Abbruch „noch furchtbarer“
als alles andere“ sei. Schließlich ist es aus moraltheologischer Sicht völlig egal, wie der Gesetzgeber
etwas betitelt. Oder meinen Sie auch, daß die Euthanasie im 3. Reich O.K. war, nur weil der Gesetzgeber
es erlaubt hat
@ methusalix Da haben Sie mich in der Tat völlig falsch verstanden. Wenn unschuldiges Leben ausgelöscht
wird, dann ist dies objektiv immer das gleiche Maß an Unrecht. Das subjektive Unrecht muß für jeden
Fall gesondert ermittelt werden. Das Töten im Mutterleib ist genauso schlimm wie das Töten danach. Wenn
Sie auf das Hungerproblem anspielen und meine Behauptung Hunger < Abtreibung, dann ist zu ergänzen, daß
ich wirklich „nur“ den Hunger meinte und nicht den dadurch verursachten Tod.
@ stat crux & Sirilo Dafür, daß die Meinung von Professoren so unmaßgeblich ist, haben die Bischöfe
nach dem Konzil diesen Professoren aber ziemlich viel Narrenfreiheit bei der Umsetzung der Beschlüsse
zugestanden.
Oh, Katharina L. Mit Etikette (franz.) werden im engeren Wortsinn angeheftete Zettel bezeichnet. Nach
den am französischen Königshof früher verwendeten Aufschreibzetteln, auf denen die Rangfolge der am
Hofe zugelassenen Personen notiert war, bezeichnet Etikette inzwischen auch: * das Zeremoniell * das diplomatische
Protokoll * die Umgangsformen * selten das Etikett (insbesondere im schweizerischen Hochdeutsch) Die Etikette,
die zur Warenauszeichnung dient, wird auch als Etikett bezeichnet. franz.: étiquette f. –> das Etikett
& franz.: étiquette f. –> die Etikette
@ landorganist Fakt ist, was Johannes Paul II. festgelegthat Papst Johannes Paul II. hat nicht festgelegt,
sondern festgestellt. Das ist kirchenrechtlich ein himmelweiter Unterschied. „Festlegen“ kann ein Papst
oder Bischof eine Exkommunikation nur als Beugestrafe. Geht es um die Exkommunikation als Tatstrafe, dann
kann er nur feststellen. Diese Feststellung kann nun aber natürlich auch falsch sein. Und zwar dann,
wenn die Voraussetzungen für die Exkommunikation, die im Gesetz festgeschrieben sind, tatsächlich nicht
vorliegen.
@ christstollen gott respektiert also den freien willen… warum schaffen das dann seine anhäger nicht
Nehmen Sie einfach mal ein gutes theologisches Lehrbuch zur Hand, dann wissen Sie es. Kleiner Tipp: Schauen
Sie unter „freier Wille“, „Erbsünde“ und „Konkupiszenz“ nach.
@ Katharina L. Das ist Unsinn. SC 51 fordert eine erweiterte Leseordnung. Diese liegt 1965 noch nicht
vor. Somit ist die vom Konzil geforderte Reform NICHT im Messbuch von 1965 verwirklicht. Stimmt, da haben
Sie Recht. Aber forderte das Konzil auch, daß die Texte in der neuen, erweiterten Leseordnung teilweise
einer Täuschung gleichkommen, indem die Lesung an „problematischen“ Absätzen endet oder Halbsätze oder
Abschnitte mitten im Lesetext ausgelassen werden? Kann das Konzil das wirklich gewollt haben? Wenn ja,
dann hätten wir ein kleines Problem. Denn wahrlich ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen,
wird nicht ein einziges Jota oder ein einziges Häkchen vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.
Matthäus 5, 18 Ich bezeuge jedem, der der die prophetischen Worte dieses Buches hört: Wenn einer ihnen
etwas hinzufügt, über den wird Gott all die Plagen bringen, von denen geschrieben ist in diesem Buche.
Und wenn einer etwas wegnimmt von den Worten dieses prophetischen Buches, dem wird Gott seinen Anteil
wegnehmen am Baum des Lebens und an der heiligen Stadt, wovon geschrieben ist in diesem Buche. Offenbarung
22, 18 f. Ist nun der Schluß zulässig, daß auch die Reform von 1969 nicht die war, die das Konzil forderte?
Denn so etwas kann dieses Konzil doch nicht gewollt haben, oder? Das Problem in der heutigen Liturgie
ist ja selten der Text an sich. Zum Problem wird er nur, wenn man ihn vergleicht; mit der Quelle oder
den entsprechenden Gebet/Text vor der Reform.
@ obelix Das ist billig und selbstgerecht, Heinrich Nein das ist es gerade nicht. Menschen suchen nach
Erklärungen. Heute können wir Krankheiten, Epidemien und Seuchen mit Bakterien oder Viren erklären.
Damals ging das nicht. Die Menschen konnten sich dieses Elend nur mit Geistern und dem Einfluß des Bösen
erklären. Etliche Naturvölker machen es heute noch so. Der Schluß, daß es Menschen gibt, die mit dem
Bösen im Bunde waren, lag somit nahe. Von Kindesbeinen an wurde ihnen dies so gesagt. Deshalb sage ich.
Objektiv war es Unrecht. Subjektiv glaubte man sich oftmals im Recht. Das muß berücksichtigt werden.
Na da haben wir wieder die altböse Abtreibung Das ist ungerecht Metobelix. Sie haben mit dem Vergleich
Hexen/Abtreibung angefangen (30. Jan 19:45). Ich habe diesen Gedanken nur aufgegriffen. Heinrich, wenn
SSA wirklich das größte Problem ist, das Sie auf der Erde heute erkennen können, dann haben Sie wirklich
ein Problem Wollen Sie dieses himmelschreiende Unrecht jetzt etwa verharmlosen. Der Hunger von Millionen
Kindern auf dieser Welt ist furchtbar, aber das Töten von unschuldigen Kindern ist noch furchtbarer,
auch wenn dies im Verborgenen geschieht und viele nichts davon mitbekommen. Daß Sie mir meinen Beichtvater
mies machen, nehme ich Ihnen übel Das ist wieder eine ungerechte Unterstellung. Ich sagte ausdr., daß
ich Ihrem Beichtiger nichts unterstellen möchte. Aber die pausch Gleichung „riecht Übel meilenweit gegen
den Wind, weil Dominikaner“ habe ich in Zweifel gezogen.
#198 Defensor Fidei 00:39:35 | Mittwoch, 31. Januar 2007
@ obelix Mit genau diesen Argumenten, Wahrheit ist objektiv, man muss sie nur sehen wollen, dann ist sie
für jedermann erkennbar, erklären auch die Muslime ihren Koran und die Juden ihre Thora für die allein
selig machende Wahrheit. Und ich würde keinen Moslem oder Juden dafür kritisieren, weil es für mich
logisch ist, daß diese Menschen so denken. Glauben heißt in der katholischen Glaubenslehre so viel wie:
(subjektiv) etwas für (objektiv) wahr halten. Wenn das so ist, dann muß ich aber auch konsequent danach
handeln, weil ich ja sonst nicht glauben würde. Glauben heißt nicht wissen, aber eben auch nicht meinen.
Wer glaubt, der muß von der (obj) Richtigkeit dessen, was geglaubt wird, überzeugt sein. Das schließt
nicht aus, daß jemand auch etwas falsches Glauben kann. Diese Gefahr besteht immer. Damit konnten einige
Menschen nicht leben. Deshalb gibt es so etwas wie Relativismus. Dem Glauben liegt immer ein objektiv
richtiger Sachverhalt zu Grunde, der nicht selber wahrgenommen wurde. Wenn ich nun glaube, daß sich der
Sachverhalt so zugetragen hat, wie es tatsächlich der Fall war, dann Glaube ich an die Wahrheit. Wenn
meine Überzeugung vom (obj) richtigen Sachv. abweicht, dann liege ich im Irrtum. An dem objektiv feststehenden
Sachverhalt ändert dies nichts. Wer aber nun davon überzeugt ist, daß seine Überzeugung mit der objektiven
Wahrheit übereinstimmt, der muß konsequent sein und auch danach handeln. Täte ich dies nicht würde
ich ja nicht wirklich glauben, sondern zweifeln.
@ methusalix Also das überlasse ich anderen Dann betonen Sie auch nicht ständig, daß sich andere im
Forum wohl für „gute“ Katholiken hielten. Damit bringen Sie nämlich gleichzeitig implizit zum Ausdruck,
daß Sie es erstens anders sehen und daß Sie ihre Sichtweise für die „besser“ katholische halten. Oder
meinem Beichtiger. Der riecht Übel meilenweit gegen den Wind, weil Dominikaner Oh, oh. Die Dominikaner
von heute sind auch nicht mehr das, was sie mal gewesen sind. Leider! Das soll nicht heißen, daß ich
Ihrem Beichtiger etwas unterstellen möchte, aber die Gleichung Dominikaner = domini canes gilt leider
nicht mehr so pauschal. Vollkommen einverstanden! Ich werde diesen Tag rot im Kalender anstreichen. Also
jetzt enttäuschen Sie mich schwer, Heinrich. Was Sie da schreiben ist nichts anderes als, zugegeben,
fein verbrämter, Relativismus! Nein. Das hat mit Relativismus überhaupt gar nichts zu tun. Das ist allgemeine
Rechtslehre. Das können Sie in jedem Strafrechtslehrbuch (Allgemeiner Teil) nachlesen. Wer jemanden hinterrücks
umbringt, der unschuldig ist, der handelt objektiv rechtswidrig und subjektiv mit Vorsatz. Er ist ein
Mörder. Wer dagegen jemanden umbringt, von dem er glaubt, daß dieser ihn angreift, was aber objektiv
nicht stimmt, dem fehlt die Vorsatzschuld. Er wird höchstens nach den Grundsätzen der fahrlässigen
Tötung bestraft. Dies aber auch nur, wenn der Irrtum für ihn (auch) subjektiv erkenn- und vermeidbar
war. War auch dies nicht der Fall, folgt ein Freispruch.
#156 Defensor Fidei 21:20:40 | Dienstag, 30. Januar 2007
@ Gallowglas Wenn das, was du hier so gerne als „Wahrheit“ propagierst, wirklich DIE „Wahrheit“ wäre,
würdet ihr doch nicht so auf verlorenem Posten stehen, oder ? Auf verlorenem Posten?? Da irren Sie sich
aber gewaltig. Wahrheit und Mehrheit haben nämlich nichts miteinander zu tun. Die Botschaft vom Kreuz
haben Sie jedenfalls nicht begriffen. Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis
und den Heiden eine Torheit 1. Kor. 1, 23 Christus hat uns nie versprochen, daß wir in der Welt die Mehrheit
bilden werden. Oder ist „Wahrheit“ vielleicht doch nicht so objektiv, sondern liegt mehr im Auge des Betrachters ?
Das können Sie ja ganz einfach selber überprüfen. Tatsachen sind nachvollziehbar und damit immer objektiv.
Wenn jemand blonde Harre hat, dann ist das objektiv wahr und liegt nicht im Auge des Betrachters. Die
Zugspitze ist der höchste Berg Deutschlands. Diese Aussage ist objektiv wahr. Wenn ich objektiv wahre
Tatsachen erkenne und ausspreche, dann sage ich die Wahrheit. So einfach ist das.
@ obelix…Der kleine aber feine Unterschied Es ist aber interessant wie hier von den „besonders guten“
Katholiken, die Verbrechen an den „Hexen“ relativiert werden. Sie lieben es ja zu betonen, daß sich hier
einige für „gute“ Katholiken halten. Sie verschweigen dagegen gerne, daß Sie sich für den „viel besseren“
Katholiken halten. Sei es drum. Die Tötung unschuldigen Lebens läßt sich objektiv nie rechtfertigen.
Wer objektiv keine Schuld trägt und umgebracht wird, dem geschieht ein großes Unrecht. Um das Unrecht
in seiner vollen Dimension zu erkennen und zu beurteilen, gibt es aber auch noch einen subjektiven Aspekt.
Wer weiß, daß er jemanden umbringt, der ohne Schuld ist, der ist ein Mörder und muß auch so bestraft
werden. Wer aber nicht weiß, daß die Person unschuldig ist, dem fehlt es am Tötungsvorsatz. Auf das
Maß der Schuld hat dies einen ganz erheblichen Einfluß! Vor Gott, aber auch vor den weltlichen Gerichten.
Und jetzt sagen Sie mir bitte nicht, daß Sie damals schon in der Lage gewesen wären, die zeitbedingten
Irrtümer zu erkennen. Das wäre schon eine gewaltige Anmaßung. Für viele Dinge gab es einfach keine
logische Erklärung. Dieses Problem hatten aber nicht nur Katholiken. Wer damals jedoch erkannt hat, daß
der Delinquent unschuldig ist, der hatte die gleiche verwerfliche Gesinnung wie jeder andere Mörder.
Das stimmt! Er hat genauso stark gegen die göttliche Liebe verstoßen wie eine Person, die abtreibt,
dabei hilft oder dazu anstiftet.
#146 Defensor Fidei 20:22:28 | Dienstag, 30. Januar 2007
@ maureen Sagen Sie mal Defensor, geht es Ihnen gut? Tief durchatmen bitte…bevor Sie durchdrehen! Ich
drehe nicht so schnell durch. Keine Angst. Kommen Sie von Ihrem hohen Roß runter! Ihnen gehört nicht
die Wahrheit. Wie kann man nur so anmaßend und eingebildet sein?!? Sollte ich jetzt beschämt zu Boden
schauen? Ich glaube nicht. Sie haben nämlich gar nichts begriffen. Wahrheit ist objektiv. Sie ist für
jedermann erkennbar. Sie dürfen sich nur nicht dagegen wehren. Machen Sie die Augen auf!! Euch ist’s
gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist’s nicht gegeben. Denn mit sehenden
Augen sehen sie nicht und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es nicht. Und an ihnen
wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt: „Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht
verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen. Denn das Herz dieses
Volkes ist verstockt: ihre Ohren hören schwer, und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa
mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen
helfen.“ Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören. Wahrlich, ich sage
euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, zu sehen, was ihr seht, und haben’s nicht gesehen, und
zu hören, was ihr hört, und haben’s nicht gehört. Matthäus 13, 11 ff. Demütig will ich diese Worte
annehmen & nicht arrogant zurückweisen wie Sie.
#132 Defensor Fidei 18:47:53 | Dienstag, 30. Januar 2007
@ maureen Ihre Quellen werden ja immer besser. Wenn es darum geht, die Kirche in den Dreck zu ziehen,
dann scheuen Sie auch den Pakt mit dem Teufel nicht, oder? Zuerst berufen Sie sich auf die Spinner von
Universellen Leben mit der „Prophetin“ Wittek an der Spitze. Schenken Sie dieser Gruppe eigentlich auch
Gehör, wenn es um die Rettung durch Ufo’s geht? Teilen Sie auch die antisemitischen Vorurteile dieser
Organisation? Was halten Sie von den faschistoiden Methoden, wenn es darum geht, Gegener und Aussteiger
zu bekämpfen? Schließlich verweisen Sie auch noch auf den „IBKA“ – den Internationalen Bund für Konfessionslose
und Atheisten“. Super! Die nächste Quelle, die ein großes Interesse an einer neutralen Berichterstattung
hat. Atheisten sind nicht neutral, sondern sind auch Anhänger einer Ideologie. Es handelt sich dabei
meist um furchtbare Zeitgenossen. Voll von Haß und mit Komplexen beladen. Schauen Sie doch mal, wer so
alles für diese Gruppe in der Öffentlichkeit auftritt und auf wen diese Gruppe so alles verweist: Schwulenverbände,
Abtreibungsbefürworter, und zahlreiche andere „Ritter von der traurigen Gestalt“.
#129 Defensor Fidei 16:52:46 | Dienstag, 30. Januar 2007
@ maureen Universelles Leben An Ihrer Stelle würde ich Informationen nicht so unkritisch aus dem Internet
übernehmen. Die von Ihnen zitierte Seite ist nämlich alles andere als neutral. Dahinter verbirgt sich
die Sekte „Universelles Leben“. Die „Informationen“ des UL sind – um es vorsichtig auszudrücken – mit
größter Vorsicht zu genießen. Sie haben sich jedenfalls mit dieser Quelle wirklich selber disqualifiziert.
Informieren Sie sich einfach mal was das UL sonst noch für „seriöse“ Lehren verbreitet.
Priestermangel Auch traditionalistische Gruppen leiden in Deutschland unter dem Priestermangel Ja, aber
man sollte schon genauer hinschauen. Wie viele Katholiken wissen sich mit der Piusbruderschaft verbunden
und wie viele Katholiken gibt es in Deutschland? Wenn man diese Zahlen hochrechnet, dann relativiert sich
das ganze schon wieder etwas. Bei den Traditionalisten (kein schönes Wort für eine bestimmte Gruppe,
weil ja eigentlich alle Katholiken der Tradition verbunden sein sollten) gibt es außerdem neben der Piusbruderschaft
noch andere Gruppierungen. Schließlich darf auch nicht vergessen werden, daß die traditionelle Ausbildung
in der Regel härter ist und den Kandidaten mehr abverlangt wird; physisch wie psychisch. Trotzdem will
ich natürlich nicht behaupten, daß die traditionellen gar keine Probleme haben. Trotzdem leisten sich
die traditionellen Gruppen den „Luxus“ und schicken viele Kanditaten wieder nach Hause, wenn man feststellt,
daß keine Berufung vorliegt. Das sollte zwar eigentlich selbstverständlich sein, kann aber in den „regulären“
Seminaren deutlich seltener Beobachtet werden. Hier wären genaue Zahlen mal sehr interessant.
@ durchfuxt Die Förderung rechtfertigt sich dadurch, daß zum einen die Ehe schon an sich förderungswürdig
ist… Warum? Ich kann es mir einfach machen und sagen: Weil es im GG steht. Außerdem ist das Zusammenleben
von Mann und Frau das auf Lebenszeit angelegt ist von der Gesellschaft gewünscht und wird als förderungswürdig
angesehen. Mit „Subventionen“ ist es nun einmal so, daß der Zweck ihrer Zahlung jeder gesellschaftliche
Konsens sein kann. Eine Subvention rechtfertigt sich immer schon dadurch, daß die Mehrheit es will. Vor
allem gilt aber das Keimzellenargument. Der Wille zur Familiengründung kann dabei kein Ausschlußkriterium
sein, weil sich dieser Wille ändern kann und kaum zu ermitteln ist. Außerdem sind Adoptionen möglich,
die dem Kind das Aufwachsen mit Mutter & Vater ermöglichen. Eine Beschränkung nur auf die Zeit der Elternschaft
ist auch unsinnig. Die finanziellen Nachteile, die eine Familie hat, werden jedenfalls bestimmt nicht
überkompensiert. Ich kenne eine Ehe, da hat sich der Mann schon vor der Eheschließung unfruchtbar machen
lassen und trozdem wurden sie katholisch getraut und genießen steuerliche Förderung. Zur Förderung
verweise ich auf oben. Was die Sakramentalität der Verbindung in ihrem Beispiel angeht, kann kurz und
knapp festgestellt werden, daß diese Ehe das Papier nicht wert ist, auf dem sie steht. Sie ist schlicht
und ergreifend ungültig, weil absolutes Unvermögen, die Ehe zu vollziehen ein Ehehindernis darstellt.
Die Zeremonie ändert daran gar nichts.
@ kleingeist & Agathenon Ich bin inhaltlich auf eurer Linie, aber was den sprachlichen Ausdruck anbetrifft,
so waere mit einer respektvolleren Sprache auch christlich mehr gewonnen. Stellt euch bitte nicht auf
dieselbe (tiefe) Stufe. Ich verstehe was Sie meinen. Das Wort „Homo“ sehe ich aber eher als wertneutral
an. Wenn mich jemand als „weiß“ oder als „hetero“ bezeichnet, dann betrachte ich das ja auch nicht als
Respektlosigkeit. Ich habe mich außerdem auch schon öfter zu der Sprachproblematik geäußert. Ein gewisses
Niveau sollte man in der Tat nicht unterschreiten. Wenn ich dabei selber mal über die Stränge schlage,
dann möge man mir dies verzeihen. Ich versuche das einzuhalten, was auch offizielle Ansicht der Kirche
ist und zwischen der Person als solcher und ihrem Verhalten zu trennen. Homosexuellen ist mit Achtung,
Takt und Mitleid zu begegnen. Bei solchen, die mit sich selber ringen und ihren homosexuellen Neigungen
nicht ungezügelt nachgeben bzw. diese aufdringlich in der Öffentlichkeit präsentieren und verteidigen,
fällt mir dies auch recht leicht. Menschen die unter solchen Versuchungen leiden und trotzdem aus Liebe
zu Gott widerstehen verdienen sich unglaublich große Gnaden. Jene jedoch, die noch auf ihre widernatürlichen
Praktiken auch noch stolz sind und gar nicht daran denken, dieses Verhalten zu ändern, machen es einem
nicht gerade einfach die guten Vorsätze (Achtung und Takt) in die Tat umzusetzen. Hier gilt es schließlich,
das Verhalten auf das schärfte zu verurteilen.
@ durchfuxt Solche Sachen werden ja vorher angekündigt. Zum Glück wird so etwas angekündigt und zum
Glück haben die Homosexuellen auch überall ihre Fahne als Erkennungszeichen. Das macht es einem deutlich
leichter, wenn man entscheiden muß, welchen Laden man betritt, welchen Handwerker man beauftragt, wem
man seine Kinder anvertraut, usw… Wo ist denn Familie bei (gewollt)kinderlosen Heteroehen? Und deren
Leben fördert der Staat auch noch steuerlich… Das Wort „Heteroehe“ ist eine Tautologie. Die Ehe besteht
immer nur zwischen Mann und Frau. „Homoehe“ dagegen gibt es nicht. Das ist ein Phantasiewort, das durch
Benutzung auch nicht richtiger wird. Die sakramentale Ehe hat als Wesensmerkmale: – Einheit – Unauflöslichkeit
– Hinordnung auf Fruchtbarkeit – Ordnung der Liebe Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, dann kommt
keine sakramentale Ehe zustande. Neben der sakramentalen Ehe gibt es dann noch die Naturehe. Diese muß
nicht alle oben genannten Voraussetzungen erfüllen. Die Naturehe ist in Deutschland grundgesetzlich geschützt.
Hierunter versteht der Gesetzgeber die mit Ehewillen eingegangene, staatlich anerkannte Lebensgemeinschaft
zwischen Mann und Frau, die auf lebenslange Verbindung abzielt. Unterscheiden Sie bitte ferner Ehe und
Familie. Nicht jede Ehe ist auch schon Familie. Hierzu bedarf es noch Kinder. Die Förderung rechtfertigt
sich dadurch, daß zum einen die Ehe schon an sich förderungswürdig ist & außerdem jede Ehe eine potentielle
Keimzelle für die Familie bildet.
@ Agathenon Wie Sie dem zuletzt verlinkten Text entnehmen können, kommen Berechnungen auf 80.000-90.000
illegale Abtreibungen. Demzufolge sind sie nicht weniger, sondern teurer geworden. Diese Schätzung stammt
von der polnischen „Föderation für Frauen und Familienplanung“. Diese Gruppierung ist nicht neutral.
Außerdem wurde die Hochrechnung auf 210 befragte Frauen gestützt. Das ist absolut nicht repräsentativ.
Wenn Sie sich daran stören, daß die illegalen Abbrüche zu teuer sind, dann kann man dem leicht dadurch
abhelfen, daß die Folgekosten nicht von den Versicherungen getragen werden müssen. Am besten wäre es
meines Erachtens, durch gezielte Verhütung gar nicht erst die Voraussetzungen entstehen zu lassen. Das
hatte ich schon ganz zu Anfang der hiesigen Debatte (bevor Sie eingestiegen waren) geschrieben. Ich weiß
von Ihrer Forderung. Ich habe Ihre Diskussion verfolgt. Aber ich meine, daß man das eine Thema streng
von dem anderen trennen muß. Außerdem folge ich der Kirche in ihrer Einschätzung zur Verhütung. Sowohl
die Abtreibung als auch die Verhütung haben eines gemeinsam: Es fehlt in beiden Fällen an der radikal
positiven Einstellung zum Leben. Im Centrum steht jeweils das „Ich“ und nicht das „DU“.
@ Agathenon Ich verstehe Ihre Argumentation nicht. Sie meinen, daß man alleine deshalb legale Abtreibungen
durchführen solle, damit die Frau nicht beim Töten des Kindes zu Schaden kommt? Niemand zwingt diese
Frau, eine Abtreibung durchzuführen. Sie verwechseln Täter und Opfer, sowie Ursache und Wirkung.
@ christstollen @ Pünktchen @ christstollen was habe ich bitte mir homosexuellen chat/kontaktprotalen
zu tun??? Tja, das frage ich Sie. Unterstellen tue ich gar nichts. Aber es ist doch schon merkwürdig,
daß sie gerade heute hier auftauchen und sich gleich auch noch auf die „richtigen“ Themen stürzen. Maureen
wollte mir da ja lieber nicht drauf antworten. @ Pünktchen zur Strafandrohung müßte natürlich auch
ein adäquates Strafmaß treten. Das Strafmaß ist das eine. Viel wichtiger ist aber, daß dieses Strafmaß
eigentlich nur in der Theorie existiert, weil die §§ 218 ff. StGB löchrig sind, wie ein Schweizer Käse.
Ein kurzer Besuch bei Pro-Familia und drei Tage Wartezeit reichen schließlich aus, damit die Beteiligten
straffrei ausgehen.
@ Katharina L. das wissen Sie doch hoffentlich Sie dürfen nicht davon ausgehen, daß alle hier so schlau
sind wie sie. Damit es aber allen möglich ist, hier mitzureden, nennen Sie uns doch zweifelsfrei belegte
Beispiele und ihre Quellen für: – gültige Laienbeichten, die Sakramentscharakter hatten – gültige Priesterweihen
durch Priester, die nicht mehr nachträglich geweiht worden sind – gültige Priesterweihen ohne Handauflegung,
wo doch schon die Apostel darauf wert gelegt haben; vgl nur (Apg. 14,23; 2Tim. 1,6). – gültige sakramentale
Krankensalbungen durch Laien Dann weiß man auch von welchen Fällen Sie sprechen und kann entsprechend
darauf antworten. Wir wollen doch alle wissen, ob sie kirchliche Mißstände, eine damals noch nicht vollständig
entwickelte Lehre oder aber die vor Trient gängige Praxis meinen.
@ Agathenon Und nun bitte einen Beleg, wie viele Abtreibungen durch eine Strafverschärfung verhindert
wurden – oder durch eine Liberalisierung hinzukamen. Beweisen Sie doch das Gegenteil! Einen Beleg dafür,
wie viele Abtreibungen durch eine Strafverschärfung verhindert wurden, kann man gar nicht erbringen.
In den Vergleichsjahren müßten dafür exakt die gleichen Verhältnisse vorgelegen haben. Aber es ist
natürliche keine Frage, daß durch das Strafrecht Abtreibungen verhindert worden sind. Genau das ist
der entscheidende Punkt. Niemand würde dies ernsthaft in Zweifel ziehen. Wenn die Zahl der geretteten
Kinder nicht hoch genug ist, dann liegt es möglicherweise daran, daß der Abschreckungseffekt nicht hoch
genugist. Kein Wunder, wenn es 1000 Schlupflöcher gibt. Im übrigen: Schon ein durch die Strafandrohung
gerettetes Kind ist eines genug, um die Strafandrohung zu rechtfertigen!
@ maureen @Pünktchen @ Agathenon Mir ist sehr wohl klar, daß es sich bei GR um ein Chatportal/Kontaktportal
handelt. Aber das ist es ja gerade. Entscheidend ist nicht um was für eine Art von Portal es sich handelt,
sondern über was die Leute dort reden. Bei den dort angestrebten „Kontakten“ wird es sich ja vermutlich
um homosexuelle Kontakte handeln; also Schweinereien. Und man wird dort im Chat wohl kaum über das Wetter
reden. Wenn der Club „kreuzbrave Sünder“ heißt, muß man vermuten, daß hier wohl Religion und homosexuelle
Praxis, bzw. deren Schnittpunkt, Thema Nummer eins sein werden. Falls nicht, können Sie uns hier ja eines
Besseren belehren. Somit ginge es in diesem Club darum, ein widerchristliches Verhalten schönzureden
und andere noch in diesem Verhalten zu bestärken. Haben Sie „christstollen“ auch schon in Ihrem neuen
Club rekrutiert?? Das wird mir jetzt allerdings echt zu doof… Schon klar, wenn man erkennt, daß mein
Vergleich nicht hinkt, muß man natürlich so tun als ob es einem jetzt zu doof wird. @ Pünktchen @ Agathenon
Die Analogien von Pünktchen sind absolut einwandfrei. Beim Strafrecht geht es auch um den Schutz von
moralischen Werten und nicht um die banale Frage von Zahlen. Alleine wenn sich jemand nicht abschrecken
läßt, rechtfertigt dies noch lange nicht, daß man das Verhalten straffrei stellt.
@ maureen Sauereien…Eigentlich ja eine Frechheit das zu unterstellen! (Oder hat Gott Ihnen das wieder
gesagt?) Wieso unterstellen, wieso Frechheit? Gott mußte mir da gar nichts sagen, weil er mich mit der
Gabe der Kombinationsfähigkeit ausgestattet hat. Deshalb unterstelle ich auch nicht, sondern stelle lediglich
Vermutungen an, die sich auf begründete Verdachtsmomente stützen. Wenn jemand bei „GR“ (dem laut Wikipedia
größten deutschsprachigen Chat- und Kontaktportal für schwule, bisexuelle und transsexuelle Männer)
einen Club gründet, dann liegt es doch nahe, daß es in diesem Club darum geht, ein widerchristliches
Verhalten (Schweinereien eben) schönzureden und andere noch darin zu betärken. Sagen Sie mal, haben
Sie wirklich ein so gestörtes Bild Ihrer Mitbürger? Mit der „Störung“ ist es auch so eine Sache. Ich
möchte jedenfalls nicht zu der Fraktion gehören, die unnatürliche Störungen nur deshalb als sittlich
gut bezeichnet, weil sie bei dem einen oder anderen vorliegen und das Nachgeben leichter ist als das Widersagen.
Nur weil jemand Kleptomane ist und den starken Drang verspürt zu stehlen, darf man den Diebstahl noch
längst nicht als sittlich gut bezeichnen. Er bleibt objektiv schlecht. Für Homosexuelle Praktiken gilt
das gleiche.
Glückwunsch??? Glückwunsch an alle Teilnehmer?? Wie man es nimmt. Glückwunsch vor allem für so viel
Müll wie nie zuvor. Die Homofraktion hat mal wieder ganze Arbeit geleistet. Übrigens: Sprecht nicht
so in Rätseln, sondern nennt das Kind (GR-Club) doch beim Namen. Soll doch jeder wissen, was für Sauereien
sich dahinter verbergen.
@ wickerl Schau ma mal, dann seh ma scho… Ich wüßte jedenfalls nicht, warum der Papst die Kommission
„Ecclesia Dei“ beauftragen sollte, einen Dokument zu entwerfen, das die erweiterte Freigabe des Alten
Ritus regelt und sich diese Kommission anschließend die Mühe machen sollte, ein solches Dokument zu
verabschieden, wenn der Papst es nicht wirklich ernsthaft wollen würde. Von der Änderung der Wandlungsworte
haben wir auch erst erfahren als das Ergebnis auf dem Tisch lag. Einen Tag vorher hätte dies wohl niemand
für möglich gehalten.
@ Graf von Galen @ Gotthard Gotthard hat Ihnen schon mal einen guten Hinweis gegeben als er sagte: Feiert
am erstern Zählsonntag eine Familienmesse mit allen Kommunionkindern – verbindlich, zB mit Segnung der
Kerzen; und feiert am zweiten Zählsonntag eine Messe mit einer Band und modernen Liedern … PLUS 20%
sind gesichert! Ich möchte ergänzen: Stellt vorne an den Altar einen dressierten Affen hin. Die Leute
würden Ihnen die Kirche einrennen. Ich prognostiziere mindestens ein PLUS von 100%. Danach kann sich
der Pfarrer dann fragen, ob die Steigerung der Besuchszahlen der Sache, der er dient, hilfreich war. Zahlen
sagen über die Qualität einer Messe oft nur wenig aus. Eher noch über ihren Unterhaltungswert. Was
bringen denn Gemeinden, die bis auf den letzten Platz gefüllt sind, wo aber niemand mehr zur Beichte
geht, niemand mehr an den Opfercharakter der Messe glaubt, niemand mehr den Rosenkranz betet, niemand
mehr gewillt ist eine Ehe zu schließen, die ALLE Bedingungen einr gültigen sakramentalen Ehe erfüllt,
kein Firmkind mehr zur Messe kommt, nachdem das Sakrament gespendet wurde (und das Geld geflossen ist)
und die Monstranz in einer Ecke verstaubt. Kurz gesagt: Nichts! Es kommt einzig und allein auf die Sache
an und nicht auf die Besucherzahlen. Wenn diese infolge einer unverkürzten Glaubensverkündung um 50-60%
sinken würde, dann wäre dies nur ehrlich und würde den heutigen Zustand realistisch wiedergeben. Mir
jedenfalls wäre das lieber, als wenn man sich ständig in die Tasche lügen würde.
@ Gotthard Sorry, du kennst absolut nur die Kuschelecken-Liturgie, welche die Pius-leute an wenigen Stellen
anbieten. Nein, ich komme relativ viel umher und habe den Alten Ritus schon an etlichen Orten gefeiert.
Oft mit der Piusbruderschaft, aber auch schon mit diversen anderen Bruderschaften, Instituten und Ordensgemeinschaften.
Ich kenne den Alten Ritus auch im Ausland. Ich kenne die Messe in wohl allen nur erdenklichen Formen.
Von der Stillen Messe über die Singmesse bis hin zum levitierten Hochamt. Selbst in kleinen, runtergekommenen
Hinterhof-Kapellen habe ich schon gefeiert.Wie viele Messen gibt es in Deiner Kapelle pro Sonntag?Es gibt
zwei Messen.Wie viele Messe gibt es dort unter der Woche?Unter der Woche (Montag-Samstag) gibt es zwölf
Messen.Wie viele Taufen – und Trauungen – und Firmungen – und Beerdigungen?Kann ich nicht genau beziffern,
weil ich nicht bei jeder Taufe, Trauung, Firmung und Beerdigung dabei bin. Aber relativ viele. Außerdem
bin ich auch schon auf Beerdigungen im Alten Ritus gewesen, die außerhalb meiner Kapelle stattfanden.Wie
viele Leute zählen sich zu dieser Kapelle?Sie haben fragen. Ich zähle eigentlich nicht, aber es sind
deutlich über 100.Wie viele Leute hast du kommen – und nie wiederkehren sehen?Auch so eine Frage. Jedenfalls
sind mehr Leute geblieben und nicht wieder gegangen als umgekehrt.Also Sohn von 68er Eltern mal Butter
bei die Fische![kursiv] Oh, meine Eltern waren und sind keine 68er. Da waren die schon viel zu alt
@ Rüdesheim Okay, und trotzdem wird der heutige Ritus von 90 % der Katholiken gefeiert! Dann schlage
ich den anderen 10 % vor, im alten Ritus die Eucharistie zu feiern…wo ist das Problem? Wenn wir erst
mal soweit wären. Für die allermeisten Modernen ist es nämlich sehr wohl ein Problem, wenn jemand den
Alten Ritus besucht. Man wird sofort ausgegrenzt und in eine sektiererische Schmuddelecke gestellt. Bis
vor einigen Monaten wurde man auch noch höhnisch ausgelacht, wenn man seine Hoffnung auf eine offizielle
Freigabe aus Rom zum Ausdruck brachte. Von denen, die damals gelacht haben, lachen heute aber nur noch
wenige. Statt dessen reagieren sie immer gereizter. Vor allem die Alt-68er, die mitansehen müssen, wie
die Alte Messe erneut das volle Bürgerrecht in den Kirchen Roms erhalten wird, sind oft sogar voller
Haß. P.S.: Ich bin über das Verhältnis 90/10 zwar nicht besonders glücklich, aber guter Dinge, daß
sich dieses Verhältnis mit der Freigabe relativiert. Nicht von heute auf morgen, aber doch stetig. Dafür
habe ich genügend überwältigende Reaktionen auf den Alten Ritus miterlebt, die sogar hin bis zur Konversion
geführt haben. Beim NOM waren Gäste, die ich mitnahm, vieleicht angetan, aber nie so fasziniert.
Eine Antwort …an all unsere Gesprächsteilnehmer, die den Alten Ritus so schätzen…wie war das eigentlich
vor dem Trienter Konzil…haben die Leute eigentlich auch so für den vormaligen Ritus gekämpft? Da mußte
man nicht viel kämpfen, weil sich gar nicht so viel verändert hat. Die Änderungen waren für die allermeisten
Katholiken minimal. Es gab zwar vereinzelt regionale Besonderheiten aber der Kern war doch bei allen der
gleiche. Im Prinzip ist die „tridentinische“ Messe somit nichts wirklich neues gewesen. Ich besitze beispielsweise
ein Faksimile vom Sakramentar von Metz. Dieses stammt aus der 2. Hälfte des 9. Jh. und wurde wahrscheinlich
für Kaiser Karl den Kahlen angefertigt. Dieses Sakramentar diente wohl als Anweisung, wie der Kaiser
in seinem Reich die Messe zu feiern habe. Bis auf einige wenige, meist unbedeutende Abweichungen, entspricht
schon dieses Sakramentar dem normalen römischen Kanon.
@ Gotthard Ich weiche konkreten Mängeln in der alten Liturgie nicht aus, sondern sage, daß ich meine,
daß die Probleme nun wirklich geringer sind, als in der neuen Form. Warum wohl sind die Priester mit
Jubel auf die neue Liturgie umgestiegen? Erstens sind bei weitem nicht alle Priester mit Jubel umgestiegen
und zweitens wissen Sie selber sehr genau, daß die Welt in den 60er und 70er Jahren ganz anders „getickt“
hat. Die damalige Fortschrittsgläubigkeit und damit weit verbreitete Haß auf tradierte Formen, vor allem
bei den Jüngeren, ist ja nun wirklich kein Geheimnis. Wie oft müssen sich junge Menschen, die anders
als ihre 68er-Eltern denken, heute anhören: „Wie könnt ihr nur? Wofür haben wir damals gekämpft?“.
Diese Alt 68er können es halt nicht begreifen, wenn ihre Spößlinge es heute absolut schei… finden,
was man „für uns“ erkämpft hat. Wir pfeifen drauf!! Wann geht das endlich in das Hirn dieser Leute?
Klar ist das für diese Leute frustrierend, aber darauf kann und darf die Jugend keine Rücksicht nehmen.
Zumindest in dieser Hinsicht sind wir den 68ern ähnlich Jetzt mussten sie bei der Predigt nicht mehr
das Messgewand auf dem Altar ablegen WOW…was für ein wahnsinns Fortschritt. Darauf hat die Welt gewartet.
:)3 Du sprichst wie ein Blinder über Farben… keine Ahnung von nix! Ja, ja…wie schlimm die Alte Messe
ist, haben mir schon viele 68er gesagt. Zum Glück habe ich irgendwann nicht mehr auf sie gehört. Zumindest
weiß ich wie es jetzt ist.
@ Rüdesheim Allein der Begriff „gelesen“ stört mich…eine Eucharistiefeier oder Messe wird nicht gelesen,
sondern gefeiert!!!! Mit dem Begriff „feiern“ ist es halt so eine Sache. Dieser Begriff wird heute so
inflationär gebraucht, daß er schon nichts Besonderes mehr ist. Wenn jemand in eine Diskothek geht,
dann bezeichnet er das animalische Rumgehopse verbunden mit reichlich Alkohol und Drogen meist auch als
„feiern“. Bei so manchem Gottesdienst, der heute „gefeiert“ wird, möchte ich nicht wissen, wie die „Trauerspiele“
ausschaut. Früher war es dagegen so selbstverständlich, daß die Messe feierlich ist, daß man es gar
nicht mehr explizit erwähnen mußte.
@ Gotthard Ihr letzter Kommentar war nun wirklich ausgesprochen unsachlich. Ich habe in meinem Beitrag
sehr genau zwischen dem NOM im allgemeinen und der einzelnen Meßfeier unterschieden. Sie dagegen konstruieren
einen seltenen Extremfall und denken überhaupt gar nicht daran zu differenzieren. Sie kritisieren die
Art und Weise einer einzelnen Meßfeier und machen daraus gleich die Regel. Da kann ich nur sagen: Alls
ist relativ! Wenn Priester die alte Liturgie zu schnell gelesen haben und dann trotz eines Gottesdienstes
am Hauptaltar in die Sakristei gingen bzw. aus dieser kamen, dann mag dies suboptimal gewesen sein…,ABER
im Vergleich zu den Mängeln in vielen modernen Messen, dann doch wieder kaum erwähnenswert. Wie war
das gleich noch mit dem Splitter und dem Balken??? (Luk 6, 39ff.) Im allgemeinen ist der NOM jedenfalls
ein Rückschritt. Im konkreten Fall oft sogar ein kultureller Niedergang. Dabei bleibe ich. Selbst Pater
von Gemmingen schrieb ja von den heutigen Messen, die oft als banal empfunden würden – zu wenig vom Mysterium
geprägt. Daher wünschten sich vor allem Christen mit Stilgefühl wieder mehr klassische Verbindlichkeit
sowie das Mysterium. Dahinter vermutet der Jesuit auch eine Sehnsucht nach dem verbindlich hochstehend
Europäischen. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. :)3
@ Rüdesheim „Dekadenz“ Dekadenz (v. frz.: décadence; < lat.: de- ab, cadere fallen) beschreibt einen
kulturellen Niedergang. Der Begriff setzt aufgrund seiner Semantik, die besagt, dass ein besserer Zustand
sich in einen schlechteren verkehrt hat, voraus, dass es objektiv „bessere“ oder „wünschenswertere“ gesellschaftlich-kulturelle
Zustände gebe. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff oft kritisch angewandt auf das Verhalten
von Personen mit Vorbildfunktion. Anders als wickerl würde ich den neuen Meßritus zwar nicht grundsätzlich
als dekadent bezeichnen, aber ich kann sehr wohl nachvollziehen, was wickerl meint. Insgesamt ist der
NOM gegenüber dem Alten Ritus auch aus meiner Sicht ein Rückschritt zur alten Liturgie. Auch und gerade
in kultureller Hinsicht. Den weitergehenden Begriff „Niedergang“ würde ich aber nicht pauschal verwenden.
Wenn man aber konkret einzelne Meßfeiern betrachtet, dann kann in vielen Fällen schon von einem „kulturellen
Niedergang“ und somit von Dekadenz gesprochen werden. Die Anwesenheit des Herrn ändert daran nichts,
sondern macht es nur noch schlimmer.
@ rebekka Hopla, ich habe in der Eile die von Ihnen kritisierte Textpassage falsch aufgefaßt. Trotzdem!!
Die Kausalitätsketten von Prof. Richter bleiben abenteuerlich. Die Wandlungsworte aus der Messe sind
eine Verbindung der unten genannten Berichte. Sie fassen zusammen. Kein einziger Bericht widerspricht
ihnen. Von „allen“ ist nie die Rede. Das Kelchwort lautet – bei Markus 14, 22-26: Das ist mein Blut des
Bundes, für viele vergossen. – bei Matthäus 26,26-28: Das ist mein Blut des Bundes, für viele vergossen
zur Vergebung der Sünden. – bei Paulus 1 Kor 11, 23-26: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut.
– bei Lukas 22,19-20: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, für euch vergossen. 2 Quellen berichten,
daß Christus von „vielen“ sprach. Die anderen Quellen äußern sich hierzu nicht. Wie Prof. Richter trotzdem
die Ansicht vertreten kann, daß die Übersetzung mit „für alle“ eine Verbindung der verschiedenen Berichte
sei, obwohl nicht eine einzige Quelle von „allen“ berichtet, ist mir völlig schleierhaft. Mit Wissenschaft
hat das nicht viel zu tun. P.S.: Die häufig angeführte Behauptung, daß „nur“ 2 Berichte von den „vielen“
sprechen und daß dies nicht ausreichend sei, um von der Richtigkeit auszugehen, ist natürlich blanker
Unsinn. Das weiß jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dem Problem der Beweiswürdigung auskennt.
Wie oft muß denn in der Bibel etwas behauptet werden, damit es glaubhaft ist? Der hl. Geist hat sich
außerdem nicht 2x geirrt
#18 Defensor Fidei 15:22:13 | Donnerstag, 25. Januar 2007
Was für eine Logik Ich kann es einfach nicht begreifen. Man höre und staune: In den Hochgebeten der
Messe würden die neutestamentlichen Einsetzungsberichte des Herrenmahls nicht wortwörtlich wiedergegeben.
Woher er das nur weiß; war er dabei? Reine Spekulation! Die Übersetzung „für euch und für alle“ sei
ein Versuch, die verschiedenen biblischen Berichte miteinander zu verbinden. Aha! Er meint damit wohl
„für viele“+„für viele“ = „für alle“ Die Wendung „hyper pollon“ heiße wörtlich übersetzt zwar tatsächlich
„für viele“. Im lateinischen Text heißt es „für viele“, im griechischen Text auch, den hebräischen
Text haben wir nicht. Daraus folgert er nun, daß Christus in jedem Fall „für alle“ meinte. Was für
einer Logik wird hier gefolgt. Selbst wenn es in den hebräischen Texten „für alle“ heißen sollte, wäre
das aber auch völlig wurscht. Dieser Text ist nicht maßgebend.
#21 Defensor Fidei 11:44:49 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@ wickerl Ich kritisiere nicht Ihre Meinung zur Kommunionreichung, spreche mich nur gegen die Begründung
diesbezüglich aus. Wenn Ihnen nur dieser Teil der Begründung nicht paßt, dann solls mir recht sein.
Trotzdem würde ich das von ihnen kritisierte Zitat auch erneut in einer Diskussion anführen. Der Grund
ist die Vergleichbarkeit dahingehend, daß es sich beide Male – bei Maria Magdalena und bei der Kommunion –
um Momente höchster Ehrfurcht Gott gegenüber handelt, bei denen es angemessen sein kann/ist, daß man
auf eine unnötige Berührung verzichtet.
#17 Defensor Fidei 00:12:48 | Donnerstag, 25. Januar 2007
@ Katharina L. @ wickerl @ Gotthard nein Maria von Magdala durfte ihn nicht anrühren weil er noch nicht
beim Vater war Das mag ja stimmen, aber widerlegt es nicht, was ich gesagt habe. Ich habe ja nicht gesagt,
daß es ein Sakrileg sei, wenn man den Herren berühren würde und daß Christus es Maria Magdalena aus
genau diesem Grunde verboten hätte. Meine Ausgangsthese war, daß es angemessen sei, daß wir das Sakrament
aus geweihter Hand empfangen. Joh 20, 17 sollte diese These nur zusätzlich dahingehend unterstützen,
daß es Momente gibt, in denen nicht jeder ohne weiteres den Leib unseres Herren anfassen sollte – Momente
der Ehrfurcht! Aus Ehrfurcht dem Vater gegenüber sollte Maria den Leib nicht berühren. Auch die Darreichung
der Opferfrucht, die Spendung des Sakramentes, ist ein Moment höchster Ehrfurcht. Auch hier könnte eine
gewisse Zurückhaltung angemessen sein. „Nehmt und trinkt alle daraus.“ Daraus folgt nicht, daß die Kommunion
unter beiden Gestalten gereicht werden muß. Oft hat Christus, wenn er von dem Sakrament sprach, auch
nur eine Gestalt (das Brot) erwähnt. Gegen die Kelchkommunion spricht auch die Gefahr des Verschüttens,
das Probl der Lagerung & die schwere Abschätzung der richtigen Menge. Schließlich wollte man verdeutlichen,
daß Christus auch nur unter der Gestalt des Brotes schon ganz gegenwärtig ist. wie soll ohne Kommunionhelfer
der Kelch gereicht an die Gemeinde gereicht werden? Ganz einfach: Der Priester taucht die Hostien in das
Blut Christi, um anschließend die Mundkommunion zu reiche…
@ Johann Gerhard ist eine Tradition die eindeutige Aussagen der Schrift unberücksichtigt lässt Ich behaupte,
daß eindeutige Aussagen der Schrift von der kath. Kirche nicht unberücksichtigt gelassen werden. Im
Gegenteil! Luther hat doch die Probleme mit ganz konkreten Aussagen der hl. Schrift. Die Apokryphen, der
Jakobusbrief, der Hebräerbrief und die Offenbarung des Johannes haben doch nie die wirkliche Beachtung
Luthers gefunden, um er einmal vorsichtig auszudrücken. Den Jakobusbrief hielt er für so wertvoll, daß
man ihn in den Ofen werfen könne. Und warum das ganze? Weil diese Bücher nicht mit seiner Theologie
vereinbar gewesen sind. Luther hat die Bibel viel zu einseitig ausgelegt und sich dabei in seiner Rechtfertigungslehre
verrannt. Statt einmal darüber nachzudenken, daß seine Lehren vieleicht nicht mit der ganzen Bibel in
Einklang zu bringen ist, war er davon überzeugt, daß die Bücher, die mit seinen Überlegungen nicht
vereinbar waren, eigentlich gar nicht in die Schrift hineingehören würden. Eine merkwürdige Ansicht.
Ihm ging es genauso wie all jenen, die mit ihren Überlegungen zu den Sternen nicht recht weiter kamen,
weil sie annahmen, daß sich die Sonne um die Erde dreht , ohne auch nur einen Moment daran zu denken,
daß ihre Grundannahme falsch war. …Christus offen gelassenen Fragen mit der menschlichen Vernunft eigene
Regeln aufstellt. Zu der Problematik der Vernunft, dem Wesen der Erbsünde und der Gnade sage ich später
was…muß weg. Hängt aber alles miteinander zusammen.
@ Johann Gerhard Die Bibel als alleinige Erkenntnisquelle und Norm anzusehen ist eine Einseitigkeit. Es
gibt noch vieles andere, was Jesus tat; wollte man dies einzeln niederschreiben, so, glaube ich, würde
selbst die Welt die Bücher nicht fassen, die zu schreiben wären. (Joh 21, 25) Dafür haben wir die Tradition!
Woher wissen wir denn, was alles zur Schrift gehört und was nicht? Sie ist ja nicht vom Himmel gefallen.
Erst die Kirche hat uns gesagt, welche Schriften dazugehören. Wer nun die Vollmacht hat, uns zu sagen,
was zur Schrift gehört, der hat erst recht die Vollmacht, diese Schrift auslegen. Daß Kinder getauft
werden, geschieht durch die Autorität der Kirche, nicht der Schrift. Daß der Sonntag, nicht der alttestamentl.
Sabbath gefeiert wird, ist in der Schrift nicht gefordert, sonder eine Einrichtung der Kirche. Die Ordnung
der Feste, der Gottesdienste, der Zeremonien und vieles andere mehr ist kirchliche Tradition, nicht Lehre
der Schrift. Sogar die tägliche gebrauchten Ausdrücke Dreieinigkeit, Sakrament u.a. finden sich nicht
in der Schrift. (vgl. H. Hansen: Stimuli et Clavi) Wenn alles in der Schrift so klar ist, warum gibt es
dann unzählige prot. Gruppierungen? Der Prot. baut auf dem Prinzip des Subjektivismus auf. …eindeutig
widersprechen, gerade…Gnadenlehre So eindeutig scheint es ja nicht zu sein. Gerade die kath. Gnadenlehre
läßt die Herrlichkeit Gottes besonders schön erscheinen. Durch die protest. Lehre dagegen werden göttl.
Eigenschaften Gottes geleugnet bzw. relativie
@ freddie schenk Ist der „Leib Christi“ dann weniger wert oder ist es dem „Leib Christi“ nicht zumutbar
durch Laienhände bei den Gläubigen zu landen? Den Wert des Leibes kann die Laienhand bestimmt nicht
mindern, aber Kommunionhelfer sind nicht angemessen. Jesus Christus, unser Herr und Gott, verlieh im Abendmahlssahl
„den Aposteln und ihren Nachfolgern im Priestertum“ die Vollmacht seinen Leib und sein Blut „auszuteilen“
(DH 1764). Daher „war es in der Kirche Gottes immer Brauch, daß die Laien die Kommunion von den Priestern
empfangen“. Dies „muß als aus apostolischer Überlieferung herrührend mit Fug und Recht beibehalten
werden“ (Konzil von Trient, DH 1648). Die Spendung des Altarsakramentes „in persona Christi“ ist an das
Weiheamt (Bischof, Priester, Diakon; DH 1776) gebunden. Die Berührung des Allerheiligsten mit den Händen
sollte dem Priester vorbehalten sein (vgl. hl. Th. v. Aquin, Summa theologica III, 82,3). Bei der Austeilung
des Leibes Christi handelt es sich um die Spendung eines Sakamentes. Mit Ausnahme von Taufe & Ehe erfordert
die Spendung eines Sakramentes den Weihecharakter des Spenders. Verunehrung ist das Berühren des himmlischen
(1 Kor 15, 44) Leibes Christi mit ungeweihten Händen. Der Auferstandene sprach zu Maria Magdalena: „Rühre
mich nicht an!“ (Joh 20,17). Und zur hl. Brigitta: Ich habe die Priester erwählt „meinen makellosen Leib
mit ihren Händen zu berühren und auszuteilen“ (Offenbarungen, Buch 4, Kapitel 132).
@ iustus Mindestens ein Priester machte es sich, nachdem er selbst als Konzelebrant kommuniziert hatte,
auf seinem Sitz bequem und ließ die Laienkommunionhelfer die Kommunion an die Gläubigen verteilen Obwohl
ich die Messe im neuen Ritus relativ selten besuche, habe ich in der Vergangenheit diese Erfahrung auch
schon gemacht. Am Ende teilen dann nur noch Laien die Kommunion aus. Außerdem kommt in dem ein oder anderen
Bistum immer mehr die Kommunion unter beiderlei Gestalt wieder in Mode. Nicht als Ausnahme, sondern als
Regel. Nebeneffekt: Man braucht doppelt so viele Kommunionhelfer wie sonst.
@ adoro te devote aber tritt nicht Philippe de Villiers als Präsidentschaftskandidat in diesem Jahr wieder
an? Soweit ich weiß, ist Philippe de Villiers am 20. Jan. von seiner Partei offiziell für die Kandidatur
um die Präsidentschaft (2007) aufgestellt worden. Die 200 Delegierten der Bewegung für Frankreich (MPF)
nominierten ihn auf einem außerordentlichen nationalen Kongress einstimmig. Soweit ich weiß, vertreten
er und seine Partei durchaus katholische Positionen in der Familienpolitik. Vielleicht kann hierzu jemand
etwas sagen. Oh ja, das tun sie. Wundert mich auch nicht. Schließlich kommt er aus der Vendée.
#221 Defensor Fidei 11:42:53 | Mittwoch, 24. Januar 2007
@ Johann Gerhard … für den christlich orientierten Teil der hiesigen Leserschaft wird sein, wie lange
zumindest in unserem Land noch die ungeschminkte Verkündigung biblischer Wahrheiten von den Kanzeln möglich
sein wird. Ich gehe davon aus, dass unter der Führung der Skandinavier und Niederländer eine rigorose
Zwangsliberalisierung durchgeführt werden wird, Stimmt! Hier liegt in der Tat eine gewisse Gefahr. Ich
würde aber neben den Skandinaviern und Niederländern auch noch die Briten und in gewisser Weise auch
die Franzosen mit hinzuzählen. Die Begriffe „Freiheit“ und „Toleranz“ haben in diesen Ländern eine ganz
neue Bedeutung bekommen. Der Grundgedanke, das Grundübel, ist der Liberalismus. Wenn wir nicht wollen,
daß auch Deutschland von Europa politisch gezwungen wird, seine christlichen Wurzeln komplett auszureißen,
dann müssen wir viel wachsamer sein. Statt dessen glauben immer noch die meisten Bürger, daß Europa
sie nur am Rande betrifft. Irgendwann wird es zu spät sein und keiner will etwas gemerkt haben. Mich
wundert es daher auch nicht, wie gleichgültig und unkritisch viele Bürger der geplanten EU-Verfassung
gegenüberstehen. Etwa 200 Lesermeinungen (und diverse Kochrezepte) weiter unten habe ich auf einen mahnenden
Kommentar unseres Alt-Bundespräsidenten Herzog verwiesen, der vor der schleichenden Entmachtung durch
Europa warnt. Der Kommentar im Wortlaut: [www.welt.de/data/2007/01/13/1176169.html] P.S.: Sie „schulden“
mir noch eine Antwort. Beitrag: „Verkehrte Welt“
@ PhilomenaWolkenstein @ Kurt K. u.a Wenn Sie unbedingt Kochrezepte austauschen wollen, dann können Sie
das gerne machen, aber bitte nicht auf dieser Seite. Ich empfehle dafür [www.kochrezepte.de]. Ich finde
es jedenfalls ausgesprochen lächerlich, wenn Sie versuchen, Diskussionen, die Ihnen nicht passen, durch
das posten von Rezepten, Gedichten oder ähnlichem Sch… „sprengen“ zu wollen.
Eine solche EU will ich nicht Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hat gemeinsam mit dem Direktor
des Centrums für Europäische Politik (CEP), Lüder Gerken, in der WamS massive Kritik an der Europäischen
Union geübt (…) Die Politik der Europäischen Union „leidet in besorgniserregender Weise unter einem
Demokratiedefizit und einer faktischen Aufhebung der Gewaltenteilung“, schreiben Herzog und Gerken in
der „WamS“. Der BT sei in die für Deutschland relevante EU-Gesetzgebung nicht so eingebunden, wie es
das GG für das deutsche Parlament verlange. Viele Bundestagsabgeordnete seien über diese Entwicklung
ebenfalls beunruhigt, scheuten aber davor zurück, dies öffentlich zu äußern. Hinzu komme, daß die
EU immer weitere Kompetenzen erlange, obwohl dies sachlich häufig nicht angebracht sei. Die heutigen
politischen Strukturen, die „dieser schleichenden Zentralisierung“ Einhalt gebieten sollen, hätten versagt.
Der derzeitige Verfassungsentwurf sei abzulehnen. Das sind weise Worte, die man sich vor allem auch von
den heutigen Entscheidungsträgern erhoffen würde. Aber die trauen sich natürlich nicht. Es ist heutzutage
der eigenen Partei- und Politkarierre nämlich nicht förderlich, EU-kritisch zu sein. Wenn man sich dann
auch noch als Katholik outet…oh, oh. Ich erinnere nur an Rocco Buttiglione. Lieber macht man sich mitschuldig
an der Abschaffung der Demokratie & an der im Artikel beschriebenen Politik. Den Gastkommentar im Wortlaut
kann man [www.welt.de/data/2007/01/13/1176169.html] lesen.
@ Nanny Ogg…wer suchet, der findet I. ferner in der Erwägung, dass weitere Maßnahmen auf Ebene der
EU und der Mitgliedstaaten nötig sind, um Homophobie auszumerzen und eine Kultur der Freiheit, Toleranz
und Gleichheit unter den Bürgern sowie in ihren Rechtsordnungen zu fördern,
Fortsetzung des echten Kanon des Hippolytos Auch bitten wir Dich, Deinen Heiligen Geist auf die Gabe der
heiligen Kirche herabzusenden. Du versammelst sie zur Einheit, so gib allen Heiligen, die sie (sc. die
Opfergabe) empfangen, Erfüllung mit dem Heiligen Geist zur Stärkung des Glaubens in der Wahrheit, daß
wir Dich loben und verherrlichen durch Deinen Knecht Jesus Christus, durch den Herrlichkeit und Ehre ist
dem Vater und dem Sohn mit dem Heiligen Geist in Deiner heiligen Kirche jetzt und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen
@ Athanasius…Die Mär vom antiken Kanon des Hippolytos Der tatsächliche Wortlaut des historischen Kanon
[„Hippolitos, Traditio apostolica Kap. 4; Txt & Übers. W. Geerlings, Fontes Christiani1/1991“] Vom Unterschied
zum heutigen 2. Hochgebet kann sich jeder selber überzeugen: Wir sagen Dir Dank, Gott, durch Deinen geliebten
Knecht JC, den Du uns in diesen letzten Zeiten als Retter, Erlöser und Boten Deines Willens gesandt hast.
Er ist Dein von Dir untrennbares Wort, durch ihn hast Du alles geschaffen zu Deinem Wohlgefallen, ihn
hast Du vom Himmel gesandt in den Schoß einer Jungfrau. Im Leib getragen, wurde er Mensch und offenbarte
sich als Dein Sohn, geboren aus dem Hl. Geist und der Jungfrau. Der Deinen Willen erfüllen und Dir ein
hl. Volk erwerben wollte, hat in seinem Leiden die Hände ausgebreitet, um die von Leiden zu befreien,
die an Dich geglaubt haben. Als er sich freiwillig dem Leiden auslieferte, um den Tod aufzuheben, die
Fesseln des Teufels zu zerreißen, die Unterwelt niederzutreten, die Gerechten zu erleuchten, eine Grenze
zu ziehen und die Auferstehung kundzutun, nahm er Brot, sagte Dir Dank und sprach:„Nehmt, eßt, dies ist
mein Leib, der für euch zerbrochen wird“. Ebenso nahm er den Kelch und sprach:„Dies ist mein Blut, das
für euch vergossen wird. Wenn ihr dies tut, tut ihr es zu meinem Gedächtnis“. Seines Todes und seiner
Auferstehung eingedenk bringen wir Dir das Brot und den Kelch dar. Wir sagen Dir Dank, daß Du uns für
würdig erachtet hast, vor Dir zu stehen und Dir als Priester zu dienen. (Fortsetzung folgt)
Laienpredigt & @ Katharina L. Ob jetzt den Frauen das Predigen aufgrund ihres Geschlechtes verboten sein
sollte, steht auf dem einen Blatt. Im Ergebnis handelt es sich bei dem hier beschriebenen Fall aber auch
um eine Laienpredigt, was noch sehr viel problematischer ist. Die für die Gesamtkirche geltenden Bestimmungen
lassen keine Ausnahme vom Verbot der Predigt von Laien in der Eucharistiefeier zu. Nach can. 767 § 1
CIC ist die Homilie in der Eucharistiefeier als Teil der Liturgie dem Priester oder Diakon vorbehalten.
Diese Vorschrift ist wohlbegründet. Die Verkündigung als solche gehört zum Grundauftrag des Priesterseins.
Warum in anderen Gottesdienstformen etwas anderes gelten sollte ist für mich nicht so recht einsichtig.
Rein pragmatische Argumente werden es doch hoffentlich nicht sein, oder? Zumal die religiöse Bildung
des Kirchenvolkes schon jetzt kaum noch zu unterbieten ist. Das gilt vor allem für solche Gegenden, die
einen besonders großen Priestermangel zu verkraften haben und daher die Laienpredigt aus rein pragmatischen
Gründen am notwendigsten wäre. @ Katharina L. Wann, wo und warum es vor 1962 eine Vorabendmesse gab,
würde mich auch interessieren. Ich selber habe davon noch nie gehört, will aber nicht zu 100% ausschließen,
daß es in der Geschichte schon mal vorkam. Sind Sie sicher, daß es nicht vorgezogene oder nachgeholte
Feste niederer Ordnung gewesen sind, die sonst ausgefallen wären und deshalb am Samstagabend im Rahmen
der Abendmesse gefeiert wurden?
@ Agathenon Leider stimmt auch das mit der „Einstellung aller Untersuchungen“ nicht. Laut Presseerklärung
der Staatsanwaltschaft laufen noch Ermittlungen gegen einen 41-jährigen Lehrer. Um die Verwirrung komplett
zu machen: Die Ermittlungen waren (zum Zeitpunkt der von Sulpicius kommentierten Pressemitteilung) abgeschlossen,
aber eben nicht eingestellt. Abgeschlossen sind auch die Ermittlungen gegen den Lehrer. Wenn es zu einem
Verfahren kommt – ob jetzt Strafbefehl oder Anklage – müssen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
vorher immer abgeschlossen sein. Rechtskräftig ist meines Wissens bisher nur ein Strafbefehl, wie ihn
Lauschi verlinkt hatte. Den sollte man allerdings ernst nehmen. Ein Strafbefehl wurde rechtskräftig.
Ob der Angeschuldigte den Strafbefehl angenommen hat, weil er wirklich schuldig war oder aus prozeßtaktischen
Gründen, weiß ich nicht. Man muß wohl leider ersteres annehmen. Dann gibt es aber noch einen „Freispruch
zweiter Klasse“, eine Ablehnung (durch das Gericht) auf Erlaß eines Starfbefehls und eine Verfahrenseinstellung;
zwar noch nicht rechtskräftig, wird sich aber nicht mehr ändern.
@ Agathenon @ Sulpicius Ich möchte ja nicht rabulistisch sein, aber Sulpicius hat nie behauptet, daß
das Verfahren eingestellt worden sei. Er sagte vielmehr, daß in besagter Angelegenheit alle Untersuchungen
eingestellt worden seien. Die besagte Pressemitteilung sagt uns, daß die Ermittlungen (Untersuchungen)
abgeschlossen seien. Ich gebe jedoch zu, daß Sulpicius sich zweideutig ausgedrückt hat. Ob er jetzt
meinte, daß die Untersuchungen abgeschlossen seien oder ob er meinte, daß das Verfahren eingestellt
wurde, kann man nicht mit abschließender Sicherheit sagen. Wahrscheinlich hat sich Sulpicius jedoch einer
modernistischen Ausdrucksweise bedient. Man kann alles reininterpretieren, ohne das es falsch ist. Niemand
kann ihm eine böse Absicht unterstellen. Geschickt eingefädelt, kann ich da nur sagen. Respekt Sulpicius:
Sie haben bei den „Modernen“ schnell gelernt Im übrigen: Um auf das eigentliche Thema dieses Artikels
zurückzukommen. Das besagte Manifest ist sogar Radio Vatikan eine Meldung wert. Man hat es also in Rom
wahrgenommen. :)3
@ Agathenon: Laut dieser Pressemitteilung… …der Staatsanwaltschaft wurden mehrere Strafbefehle versendet
bzw.Anklagen erhoben. Der wichtigste Satzt steht dort ganz am Ende. Man kann sich deshalb das Lesen des
Anfanges sparen. Die Staatsanwaltschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass das Urteil über die Schuld
nur den Gerichten zusteht und dass jemand solange als unschuldig zu gelten hat, wie ihm nicht durch rechtskräftiges
gerichtliches Urteil seine Schuld nachgewiesen ist.
@ Aurelius Sekteninfo-Bayern Ihr Hinweis auf die Internetseite Sekteninfo-Bayern sieht ja auf den ersten
Blick sehr seriös aus, aber auf den zweiten Blick…mein Gott, ist das ein Schwachsinn! Neben der „Sekte“
der Piusbruderschaft, werden dort nämlich auch die „Sekte“ der Petrusbruderschaft und die „sektiererischen“
Bischöfe Müller, Mixa und Stimpfle aufgelistet. Die Piusbruderschaft befindet sich somit in guter Gesellschaft.
Interessant ist lediglich ein Satz, der zudem auch noch wahr ist. Es heißt dort:„Die Zahl der Anhänger
der Lefebvre – Bewegung ist auch in Deutschland mittlerweile sehr beachtlich. Besonders in Bayern ist
diese Bewegung auch sehr aktiv.“ Das wird sonst von den Gegnern ja immer vehement geleugnet. Man spricht
lieber von einer kleinen unbedeutenden Minderheit.
@ landorganist Wirklich? Gibt es dafür eine sichere Quelle? Ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Darauf
gebe ich Ihnen mein Ehrenwort. Ich wiederhole. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort. Und wenn Sie es selber
nicht glauben. Dann schauen Sie einfach mal selber vorbei. Das haben vor Ihnen schon ganz andere gemacht.
Solche, denen man es noch vieeeel weniger erwarten würde.
@ landorganist Ja, Priester spielen Fußball Oh je…was werden sie tragen? Die Pius-Brüder würden wahrscheinlich
im Spitzenkleidchen und mit Collar auflaufen, aber sicher ist ihnen das Spielen generell verboten. Da
irren Sie sich. Den Mitgliedern der FSSPX ist es nicht verboten, Fußball zu spielen. Im Gegenteil. Vor
allem die Seminaristen spielen es sogar sehr gerne. In liturgischer Kleidung habe ich jedoch noch nie
einen Seminaristen spielen sehen. Meistens tragen sie zum Spiel passende Sportkleidung. Im Einzelfall
auch mal eine Soutane. Das ist aber eher die (sehr seltene) Ausnahme. Zumindest in Deutschland. In Econe
mag das anders sein. Das vermag ich nicht zu sagen. P.S.: Die Seminaristen sollen auch gar nicht so schlecht
sein. In den jährlichen Duellen gegen das Dorf, gehen sie jedenfalls oft als Sieger von Platz. Liegt
vermutlich an der internationalen Besetzung
@ unteroktav Eine würdige Feier der erneuerten Meßliturgie mache die Forderung nach der „Alten Messe“
unnötig. Diese Argumentation hört man oft, aber dadurch wird sie nicht richtiger. Mir jedenfalls ist
völlig schleierhaft, wie man diese These aufstellen kann. Natürlich kann eine Messe im neuen Ritus für
sich betrachtet sehr würdig begangen werden. Die grundsätzlichen Probleme bleiben jedoch. Ich selber
kenne sowohl die alte als auch die neue Liturgie gut. Dem neuen Ritus habe ich in der Vergangenheit schon
an zahlreichen Orten im In- und Ausland beigewohnt. Dabei habe ich alle Höhen und Tiefen erlebt, die
man sich nur denken kann. Darum geht es mir aber nicht, wenn ich den alten und den neuen Ritus miteinander
vergleiche. Theoretisch könnte ein Priester auch mit dem alten Ritus Schindluder treiben. Beim Vergleich
beider Riten muß man schon genauer hinschauen. Ich bin sogar bereit mich bei diesem Vergleich fürs erste
darauf zu beschränken, den alten Ritus mit dem 1. Hochgebet der neuen Meßordnung zu vergleichen. Schon
hier fällt auf, daß kein guter Geist für den NOM Pate stand. Das soll nicht heißen, daß ich etwas
dagegen gehabt hätte, wenn die alte Liturgie im Anschluß an das Konzil konsequent und ohne Bruch bereichert
worden wäre. Das ist aber nicht geschehen, sondern es ist etwas neues gemacht worden. Der Opfergedanke,
das kath Priestertum, das Verhältnis Mensch/Gott…alles anders!! Das zeigt sich in vielem, oft „Kleinigkeiten“,
aber eben doch konsequent.
@ methusalix alias obelix Na schön, ich habe frei übersetzt. Dann holen wir mal wieder das Küchenlatein
extra für Sie aus dem hinteren Winkel des Cortex. Schauen Sie, mir ging es nicht wirrklich darum, daß
Sie nun Ihre Lateinkenntnisse demonstrieren. Mein Anliegen ging tiefer. Warum übersetzen Sie einen eher
defensiv orientierten Begriff mit „Glaubenskrieger“? Eine psychologische Erkl. gibt es. Sie spiegeln in
mich Ihre Aggressionen Sie sehen sich also als Verteidiger des Glaubens,., so wie Heinrich VIII., der
Begründer der Anglikanischen Kirche. Der Titel wurde Heinrich damals in Anerkennung des Buches „Assertio
Septem Sacramentorum“ verliehen. Dies wurde als wichtige Gegenmaßnahme zu den Anfängen der Reformation
und besonders den Vorstellungen Martin Luthers gesehen. Die Ironie des Schicksals wollte es dann, daß
dieser König von der Kirche abgefallen ist. Meine Biographie verläuft genau anders herum. Dabei bin
ich bemüht den Glauben der Kirche gegen Angriffe zu verteidigen. Wenn ich mir so anschaue, was Menschen
Ihres Schlages die letzten fünfzig Jahre angerichtet haben Wenn ich zurückblicke, sehe ich nur, daß
mich die Modernisten samt ihrer Irrtümer bald um den Glauben gebraucht hätten. Sie haben nicht erreicht,
was Sie sich zum Ziel gesetzt haben. Im Gegenteil! Ich habe erreicht, daß ich sehr viele modern. Irrtümer
überwunden und die Kirche gefunden habe. Das war nur durch mutige Kämpfer möglich. Nun möchte auch
ich meinen bescheidenen Beitrag dazu leisten, indem ich die Kirche verteidige.
@ methusalix Für meinen Ruhestand plane ich, so Gott mir die Zeit und Kraft schenkt, das Studium des
Hebräischen Planen Sie mal gleich auch einen Lateinkurs mit ein. Dann lernen Sie, „Defensor Fidei“ richtig
zu übersetzen. Mit „Krieger“, wie Sie es verstehen, hat das nämlich nicht unbedingt etwas zu tun. Oder
haben Sie einfach nur so viele unterdrückte Aggressionen, daß Sie ständig so gereizt reagieren? „Methusalix“
war ja auch so ein ständig rumnörgelnder, alter Mann, der auch einen gewaltigen Hang zu jungen Frauen
hatte. Ist deshalb der Eros Ihr Lieblingsthema?
@ Katharina L. Der „alte Ritus“: Ja, er geht auf ältere Vorlagen zurück. Aber in der Form, wie er dann
seit 1570 gefeiert wurde, stammt er eben erst von 1570. Das ist noch maßlos untertrieben. In seinen wesentlichen
Elementen ist der Ritus vor 1570 auch mit dem danach identisch gewesen. Das Sakramentar von Metz (9. Jh.)
z.B. weist schon eine weitgehende Übereinstimmung mit den Texten von 1570 auf. Die Unterschiede sind
minimal.
@ methusalix Alle, die an Jesus Christus glauben, waren für Paulus „Heilige“ (1 Kor 1,2; Röm 1,7 und
öfter). Also auch der Papst. Nun zur Anrede „Vater“: Auch hier kann uns Paulus weiterhelfen. Er sah kein
Problem darin, sich als geistlichen „Vater“ der Christengemeinde in Korinth zu bezeichnen: „…In Christus
Jesus bin ich durch das Evangelium euer Vater geworden.“ (1 Kor 4,15; vgl. auch 1 Thess 2,11) Niemand
wird Paulus deswegen ernsthaft einen Verstoß gegen das Jesus-Wort in Matthäus 23,9 vorwerfen. Gleiches
gilt für Stephanus vor dem Hohen Rat (Apg 7,2; auch Paulus verwendet diese Anrede in Apg 22,1). Aus dem
Verhalten der Freunde Jesu dürfen wir schließen, daß Matthäus 23, 9 nicht wortwörtlich zu befolgen
ist. Würde man Matthäus 23,9 wirklich ganz wörtlich verstehen, dürfte nicht einmal ein Kind zu seinem
leiblichen Vater „Vater“ sagen. Jesus geht es gewiß nicht darum, bestimmte Anreden oder Titel zu verbieten,
sondern er hat uns mit seinem Wort wohl Wichtigeres und Tieferes zu sagen: Gott ist euch näher als irgendjemand
sonst. Er ist eure erste und letzte Autorität! Die Würde eines christlichen Amtsträgers leitet sich
deshalb schließlich ja auch besonders aus der Weihe ab. Sie ist somit auf Christus bezogen! Von Liebe
kann der Papst keine Ahnung haben…nicht vollumfänglich Das müßte dann ja auch für Christus gelten.
Wie dürfen wir 1 Kor.7, 6ff. verstehen? Ein Redaktionsversehen? Die Liebe kann auch ohne Eros vollkommen
sein.Sie dürfen nicht immer nur von sich auf andere schließen.
@ Katharina L. – Priester nicht nur Sprecher Der Canon ist Teil der Opfermesse. Im Centrum der Opfermesse
steht die Wandlung; das Opfer Christi, das Opfer der Kirche. Die Gebete davor und danach sind alle im
Zusammenhang mit diesem Opfer zu sehen. Das Meßopfer kann nur durch den geweihten Priester dargebracht
werden. Insofern sind die Canongebete natürlich Gebete der Kirche, aber der Priester muß diese Gebete
sprechen. Alle Anwesenden können sich dem Wortlaut anschließen, müssen es aber nicht. Insofern ist
es richtig, zu sagen,, daß diese Gebete in erster Linie Gebete des Priesters sind. Diese Tatsache ergibt
sich schon daraus, daß der Priester das Opfer auch ohne das Volk wirksam darbringen kann, weil er nicht
nur Christus repräsentiert, sondern auch für das Kirchenvolk opfert. Wenn das Volk diese Gebete alleine
spräche, würde dagegen nichts geschehen. Den Priester lediglich als einen „Sprecher“ zu bezeichnen wäre
unangemessen. In der urspr. Fassung des Art. 7 der „Institutio Generalis“ hieß es zwar: „Das Herrenmahl
oder die Messe ist die heilige Zusammenkunft oder die Versammlung des Volkes Gottes, das unter dem Vorsitz
des Priesters zusammenkommt, um das Gedächtnis des Herrn zu feiern.“ Dieser Unfug mußte jedoch geändert
werden. Der Priester ist nicht nur ein Vorsitzender wie etwa ein prot. Pastor. Er leiht vielmehr Jesus
Christus Zunge und Hände, Christus selbst opfert durch ihn hindurch. Darum sagt er in den Wandlungsworten:
„Das ist mein Leib – das ist mein Blut“, obwohl es sich um Leib und Blut Christi handel
Canon @ Katharina L. Der ganze Canon in der 1. Plural an Gott gerichtet. In gewissem Maße schon, aber
man sollte doch genauer hinschauen. Wenn man den „kleinen Canon“ mit einbezieht, dann stimmt die Aussage
schon nicht mehr. Außerdem ist der Canon auch nicht nur plump in der 1. Pers. Pl. geschrieben, so daß
ihn alle gleichberechtigt beten könnten. Die Stellung des Priesters beim Beten wird klar hervorgehoben.
Er wird klar, daß hier in erster Linie der Priester betet. Mit dem „wir“ sind z.T. auch die Priester/Altardiener
im allgemeinen gemeint. So heißt es im „Memento“: Gedenke, Herr, Deiner Diener und Dienerinnen N. und
N. und aller Umstehenden, deren Glauben und Opfergesinnung Du kennst. Für sie bringen wir dieses Lobopfer
dar, und sie selbst opfern es Dir für sich und alle die Ihrigen… Mit diesem „wir“ kann überhaupt gar
nicht die ganze Gemeinde gemeint sein, wie sich aus dem Textzusammenhang ergibt. Danach wird die Gemeinde
ja mit dem „sie“ noch einmal ausdrücklich erwähnt. Beim „Hanc igitur“ heißt es:„So nimm denn, Herr,
wir bitten Dich, diese Opfergabe huldvoll an, die wir, Deine Diener, und Deine ganze Gemeinde…“ Hier
wird die Stellung des Priesters hervorgehoben. Im „Unde et memores“ heißt es:„Daher sind wir denn eingedenk,
Herr, wir Deine Diener, aber auch Dein hl. Volk…“ Hier bezieht sich das „wir“ in erster Linie auf die
Altardiener. Im übrigen verlangen Gebete in der „Wir-Form“ noch lange nicht ein lautes Vorsprechen. Man
kann auch gemeinsam aber leise beten.
@ methusalix Ihnen hat die katholische Kirche ihre völlige Verklemmtheit auf dem Gebiet der Liebe zu
verdanken. Sie scheinen mir da etwas noch nicht ganz verstanden zu haben. Liebe ist nicht gleich Liebe.
Weil aber nicht nur Sie auf diesem Feld Probleme haben, hat uns der Hl. Vater vor einiger Zeit eine Enzyklika
geschenkt:„Deus caritas est“! Da können Sie sich mal über den katholischen Begriff der Liebe informieren,
statt ständig Lügen und Halbwahrheiten zu verbreiten. Der Papst schreibt so richtig: „Das Wort ,,Liebe’’
ist heute zu einem der meist gebrauchten und auch mißbrauchten Wörter geworden, mit dem wir völlig
verschiedene Bedeutungen verbinden.“
@ semper reformandus Ich bringe nochmals mein Beispiel mit den falschen Ärzten, die sich weiße Kittel
anziehen – von denen muss man warnen. Dieses Beispiel hinkt etwas. Ein Arzt, der keiner ist und sich trotzdem
einen Kittel anzieht, ist nämlich bösgläubig. Vor einem solchen Arzt muß man nicht nur warnen, sondern
man muß ihn auch zurechtweisen (3. Werk der geistigen Barmherzigkeit). Nimmt aber jemand gutgläubig
an, im Recht zu sein und macht etwas, das für sich genommen richtig ist, dann sind die erste beiden Werke
der Barmherzigkeit angezeigt. Der Zweifler soll beraten und der Unwissende belehrt/unterrichtet werden.
Das ist natürlich etwas anderes, als wenn man ihn zurechtweist. Die unterschiedliche Behandlung rechtfertigt
sich mit der unterschiedlichen Motivation der beiden. Wer bösgläubig ist, braucht kein Lob. Es gibt
auch gar keinen Grund dazu. Auch wenn er im Einzelfall richtig handelt. Der Einwand, daß der Patient
bei beiden falschen Ärzten aber in gleicher Gefahr ist, stimmt natürlich. Deshalb ist der Patient in
beiden Fällen gleichermaßen zu warnen. Das ist aber streng davon zu unterscheiden, wie man mit den verschiedenen
Ärzten umgeht. Deshalb meine ich, daß eine Versöhnung mit dem Protestantismus nicht möglich ist. Die
Lehre des Protestantismus ist zurückzuweisen, aber im Umgang mit dem einzelnen Protestanten ist viel
Gespür gefragt.
Korrektur @ Johann Gerhard ich meine natürlich Pastor Sten Sandmark [kreuz.net/article.3681.html] Ich
will nicht bestreiten, daß es bei bekenntnistreuen Protestanten eine Dogmatik gibt, aber wie kann man
streng nach Luther sein eigener Papst, Bischof und Priester sein und sich dann einer Bekenntnisschrift
unterwerfen müssen? Wer soll denn sagen was verbindlich ist und was nicht? Warum werden bestimmte Konzilen
scheinbar ganz selbstverständlich als verbindlich angesehen, andere dagegen nicht, nur weil sie der (später)
entwickelten protestantischen Dogmatik widersprechen? Sagte nicht auch Augustinus, den die Protestanten
so gerne Luther an die Seite stellen:„Ich würde nicht einmal dem Evangelium trauen, wenn mich die Autorität
der Kirche nicht dazu bewegen würde“? Recht hat er!!
@ ganz viele…ich kann sie hier gar nicht alle nennen @ Johann Gerhard ich bitte ganz gewiß an dem Tag
um Konvertitenunterricht, an dem ich davon überzeugt sein sollte, daß der Glaube der römisch-katholischen
Kirche der wahre ist. Aufgrund meiner häretischen Herkunft wahrscheinlich aber bei der FSSPX, da ich
auch für römisch-katholische Amtskirchen-Liberalisten nichts übrig habe. Nehmen Sie sich Pastor Sten
Sandmarkb (www.nauso gekreuz.net/article.3681.html) zum Vorbild. Der hat es gemacht! @ Benedikt Unter
diesem Aspekt haben die meisten diesen Artikel noch gar nicht gelesen. Viele haben sich nur gefragt, ob
es gut ist, wenn ein Protestant so etwas macht. Statt dessen war der Artikel wohl dazu gedacht, daß sich
moderne Katholiken mal Gedanken über ihr Verständnis von Liturgie machen sollten. Wenn Protestanten
nämlich katholischer sind als Taufscheinkatholiken, dann stimmt irgend etwas nicht. @ semper reformandus & @
Alois Hudal A. Hudal hat vollkommen Recht. Kein Protestant wird von heute auf morgen katholisch. Trotzdem
gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein. Ich rede aus eigener Erfahrung. Außerdem kenne ich viele Konvertiten.
Sten Sandmark (vgl oben) ist ein Paradebeispiel für einen hochkirchlich und bekenntnistreuen Protestanten,
der zur Kirche gefunden hat. Auch er hat Jahrzehnte dafür gebraucht. Nun ist er katholisch. Auch als
er noch Protestant war, ist man ihm aber – auch und gerade von Seiten der Piusbruderschaft – mit dem gebotenen
Respekt gegenübergetreten. Das Ergebnis können wir nun alle sehen!
@ landorganist @ Katharina L. @ landorganist: aber Sie wissen doch was ich meine, irgendeiner fummelt
da doch immer an den Kaseln, Rauchmänteln, etc (richtig?) herum. Besonders nett bei der Erhebung von
Brot und Wein. Da kniet dann hinter dem Priester einer und hebt den Saum des Gewandes. Sehr nett… Auch
wenn ein Hanseat (aufgrund Ihrer Ausdrucksweise halte ich Sie für einen solchen) nicht so für Schnörkeleien
und zu starke menschliche Nähe ist, so hat der doch in der Regel einen sehr guten Geschmack und einen
Sinn für Dinge die formvollendet sind. Ich verstehe Ihre Kritik deshalb nicht. So oft „fummelt“ man dem
Priester beim Alten Ritus gar nicht an den Gewändern herum. Wenn, dann läßt sich das alles liturgiegeschichtlich
Begründen. Es ist eben formvollendet. Haben Sie dagegen schon mal Messen im neuen Ritus genauer verfolgt?
Vor allem die Messen Im Freien? Da gibt es doch ständig jemanden, der am Zelebranten rumzupft oder die
verlorene Kopfbedeckung zurückbringt. @ Katharina L.: Warum ist der Canon eigentlich in der 1. Person
Plural formuliert? Ist er das wirklich???
@ semper reformandus…Natürlich besteht immer die Gefahr, daß… der Weg nicht zum Ziel führt, aber
was hätten wir dann verloren? Nichts! Es besteht aber eben auch die andere Möglichkeit. Was hätten
wir dann gewonnen? Alles! Diese Chance gilt es zu ergreifen. Denken Sie an das Gleichnis vom verlorenen
Schaf. Ein unglaublicher Aufwand für ein Schaf und das alles trotz der nur geringen Wahrscheinlichkeit,
daß man es wiederfindet. Wie groß die Freude Gottes über die Rückkehr nur eines Abgefallenen ist,
zeigt uns das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Der Vater war so froh über die Rückkehr, daß er seine
Sohn festlich kleiden ließ und ein großes Fest ausrichtete. Darüber ärgerte sich der ältere Sohn,
doch der Vater sagte zu ihm: „Du bist immer bei mir gewesen, was mein ist, ist dein. Freue dich über
die Rückkehr deines Bruders, der tot war und wieder lebendig geworden ist.“ Genau darum geht es auch
in unserem Verhältnis zu Protestanten. Es sind Menschen, die Gott retten will. Wir sollen dabei sein
Werkzeug sein. Wir sollen Seelen retten. Eine zustimmende Bekräftigung beim richtigen Tun kann dabei
Wunder wirken. Wäre es nicht abartig und würde es nicht der besorgten Liebe widersprechen, wenn wir
Chancen vertun, nur weil wir keine ausreichende Erfolgswahrscheinlichkeit sehen? Wir können doch nicht
ernsthaft einen Protestanten kritisieren, der aus der richtigen Gesinnung heraus z.B. an einem Hochaltar
betet. Sollen wir ihn auffordern das bitte sein zu lassen und statt dessen einen Volksaltar zu benutzen,
damit uns die Abgrenzung leichter fällt?
@ HeinrichvonOfterdingen Außerdem glaube ich nicht, dass nicht irgend jemand den Irrtum gutgläubig praktiziert.
Also das sehe ich nun wirklich anders. Davon gibt es leider sogar viele. Die Gründe sind vielfältig.
Vorweg will ich jedoch klarstellen, daß ich den Protestantismus ganz klar ablehne. Er stellt einen Abfall
vom Glauben dar. Ein Dialog mit dem Protestantismus kann es wohl nicht geben. Mit einzelnen Protestanten
dagegen sehr wohl. Wenn der Abfall im ein oder anderen Fall nicht so gravierend ist, mag das den Dialog
erleichtern, aber falsch bleibt es letztendlich doch. Als Sie weiter unter von Selbstbetrug und der Gewissensberuhigung
gesprochen haben, dann trifft das wohl bei vielen zu. Aber: Als Katholik sollten wir nicht nur kritisieren.
Ein Lob an der richtigen Stelle platziert kann viel fruchtbringender sein, wenn es unser Ziel ist, die
Seelen zu retten. Natürlich kann man an einem Protestanten, der Weihrauch verwendet, liturgische Gewänder
benutzt und evtl. sogar ein röm. Hochgebet benutzt einiges kritisieren, aber man sollte auch erkennen,
daß man hier jemanden vor sich hat, dessen Seele vieleicht sehr viel leichter zu retten ist, als die
von vielen anderen. So sollte man hier Lob und die Kritik miteinander verbinden. Man kann anerkennen,
daß er vieles richtig erkennt und auf einem guten Weg ist. Hinzufügen sollte man aber ein paar (kritische)
Fragen, die ihn zum Nachdenken anregen. An der guten Absicht sollten wir nicht immer zweifeln. Diese kann
nur Gott vollkommen erkennen.
#9 Defensor Fidei 16:52:26 | Donnerstag, 18. Januar 2007
@ Katharina L. – Naturgesetze Gottes Handeln kann im Rahmen der Naturgesetze geschehen (Fall a), aber
auch außerhalb (Fall b). Im Zeitalter der Aufklärung durchforstete man alle biblischen Texte danach,
ob die berichteten Ereignisse auf natürliche Weise erklärbar seien, d. h., ob sie zu Fall a gehören.
Wunder gemäß Fall b wurden als unmöglich und die entsprechenden Berichte damit als unwahr verworfen.
Die moderne Theologie knüpft an diesen Gedanken an und stuft die meisten Berichte als mythologisch ein.
Die Ereignisse der Bibel aber wollen und können in den meisten Fällen gar nicht im Rahmen der Naturgesetze
verstanden werden. Gott handelt souverän, er handelt frei nach seinem Willen. Er ist der Geber der Naturgesetze
für diese Schöpfung, darum ist er selbst diesen nicht Untertan. In seinem Handeln unterliegt er keiner
Einschränkung, denn „bei Gott ist kein Ding unmöglich“ (Lk 1,37). Sein Wille geschieht. Die Schöpfung
selbst, so wie sie in 1. Mose 1 beschrieben ist, ist das erste in der Bibel berichtete Wunder. Gott handelt
souverän; er schafft in einem Sechstagewerk nach seinen Ideen und nach seinem Plan einen wunderbaren
Kosmos. Als Modellvorstellung innerhalb der Schöpfungswoche könnten wir formulieren: Nur das bereits
fertig Geschaffene läuft innerhalb der Naturgesetze ab, das noch zu Schaffende unterliegt diesen Gesetzmäßigkeiten
nicht. Auch beim „Geschaffenen“ sind aber „Wunder“ nicht ausgeschlossen. Sie können lediglich aus Unwissenheit
nicht wissenschaftlich erklärt werden.
#65 Defensor Fidei 00:47:43 | Donnerstag, 18. Januar 2007
Mal was anderes & @ Katharina L. Die Idee, einen Hymnus zu dichten, finde ich eigentlich ganz interessant…und
amüsant. Da hat mal jemand eine neue Idee gehabt. Das will ich nicht schlechtreden, sondern sehe es einfach
als einen ganz persönlichen Beitrag des Dichters für die Freigabe der Alten Messe. 1000x besser als
die Gedichte der Homofraktion zu „ihren“ Beiträgen. schlechtes Latein, fragwürdige Theologie („Miterlöserin“),
liturgische Inkompetenz Ob das Latein nun wirklich so schlecht ist, weiß ich nicht. Hymnen haben immer
besondere Regeln. Das ist bei Gedichten auch nicht anders. Da sollte man dem Dichter eine gewisse Freiheit
zugestehen. @ Katharina L. Stattdessen ist ständig kniendes Rosenkranzbeten während der Messe bei Piussekte
und Petrusbruderschaft SEHR GERNE gesehen! Das wäre mir ja ganz neu. Man kann den Rosenkranz während
der Messe beten, aber das ist nicht unbedingt so gerne gesehen, wie Sie glauben. Statt dessen wird man
angehalten der Messe andächtig beizuwohnen, indem man passende Gebete verrichtet. Die Gebete im Meßbuch
werden hierzu besonders empfohlen. Mitsingen ist im Amt sehr gerne gesehen; man ermutigt sogar dazu. Hass
auf die Volkssprache, Hass auf participatio actuosa Wo Sie überall Haß erkennen wollen. Ein traditionell
gesinnter Katholik haßt die Volkssprache nicht, er will sie nur nicht überall verwenden, wie andere
Religionen/Konfessionen ja auch nicht. Nur kritisiert da keiner. Und „participatio actuosa“ wurde von
den Päpsten, die Sie zitieren, auch anders verstanden!
Mitterlöserin II. @ wolfgang e. @ wolfgang e. : Ich meine, daß Sie mit Ihrer Einschätzung ganz richtig
liegen. „Sie hat ihn“, wie Pius XII. in der Enz „Mystici Corporis“ bemerkt, „auf Golgatha zusammen mit
dem gänzlichen Opfer ihrer Mutterrechte und ihrer Mutterliebe dem Vater dargebracht als neue Eva für
alle Kinder Adams“. Als „neue Eva“ ist sie, wie derselbe Papst in „Munificentissimus Deus“ sagt, „die
hehre Gehilfin unseres Erlösers“. Christus hat aber allein das Versöhnungsopfer dargebracht; Maria stand
nur als geistig Mitopfernde an seiner Seite. Christus hat „den Feind des Meenschengeschlechtes allein
(solus) überwunden“ (DH 1347); ebenso hat er allein die Erlösungsgnade für die ganze Menschheit einschl.
Marias erworben. Ambrosius lehrt ausdrücklich: „Das Leiden Christi bedurfte keiner Unterstützung“ (De
inst. virg. 7). In der Kraft der von Christus verdienten Erlösungsgnade hat Maria durch ihr geistiges
Eingehen auf das Opfer ihres göttl. Sohnes für die Menschheit Sühne geleistet und die Zuwendung der
Erlösungsgnade Christi verdient. Auf diese Weise hat sie an der subjektiven Erlösung der Menschen mitgewirkt.*
Nicht mehr, aber auch nicht weniger!! Maria wirkte also nicht an der geschichtlich einmaligen objektiven
Erlösung mit. Stattdessen wirkt sie „nur“ durch ihre (auch gegenwärtige) Fürbitte an der subjektiven
Erlösung der Menschen mit. Für diese Erkenntnis braucht es aber kein neues formelles Dogma. *Die gemachten
Äußerungen können auch in der Dogmatik von Ludwig Ott nachgelesen werden.
„Miterlöserin“ Ein sehr problematischer Begriff!! Ich bin selber klar gegen eine Dogmatisierung, halte
ihn aber auch nicht unbedingt für häretisch (wenn man ihn nur recht versteht), sondern nur für sehr
mißverständlich. Der seit dem 15. Jh. gebräuchliche Coredemptrix-Titel darf nicht im Sinne einer Gleichstellung
der Wirksamkeit Mariens mit der Erlösungstätigkeit Christi verstanden werden. Der Zusatz des Präfixes
„co“ zu dem früher benutzten Redemptrix-Titel hebt die rechtmäßige Unterordnung unserer Lieben Frau
unter den göttlichen Erlöser hervor. Einer der führenden Theologen des Tridentinischen Konzils, der
Jesuit Alphonsus Salmerón, verteidigt wiederholt die Rechtmäßigkeit des Coredemptrix-Titels ebenso
wie ihre sich daraus ergebenden Titel Mediatrix (Mittlerin) und Advocata (Anwältin). Während des 17.
Jh, der „Blütezeit“ des Glaubens an die Miterlöserschaft Mariens, wurde die Lehre und der Titel in etlichen
theologischen Werken verteidigt. Die Päpste des 19. und 20. Jahrhunderts nahmen das Wertvollste dieser
übereinstimmenden Entwicklung der Lehre von Maria als Coredemptrix in die Lehre des ordentlichen Lehramts
auf, indem diese Lehre durch Enzykliken und andere päpstliche Lehrschreiben weitergegeben und ihr Titel
immer wieder vom Heiligen Stuhl verwendet wurde. Während des Pontifikats des hl. Papstes Pius des X.
und ausdrücklich von Pius dem XI. bei drei Gelegenheiten und von Johannes Paul dem II. bei sechs Gelegenheiten.
Ich halte diese Päpste nicht für Häretiker.
@ Dr. Carlo Regazzoni @ Gotthard Seine Wahl habe ich zwar begrüsst, doch kam gleich am nächsten Tag
die kalte Dusche. Ich war über derartige Äußerungen von Papst Benedikt XVI. auch nicht begeistert,
aber mittlerweile bringen mich diese nicht mehr so schnell aus der Ruhe. Wollen wir den Papst doch auch
dort an seinen Taten messen. Die Deutschlandreise startete am Münchner Flughafen auch mit einem Bekenntnis
zur Ökumene. Und was kam? Eine ganz, ganz kalte Dusche für alle Protestanten. Nicht unbedingt durch
ausdrückliche Lehrverurteilungen, aber Seitenhiebe gab es reichlich. In allen Stationen hat der Papst
die Marienfrömmigkeit und die Heiligenverehrung ausgesprochen stark betont. Nur bei einer Messe hat der
Papst das 2. Hochbebet benutzt. In Regensburg hatte er das 1. Hochgebet verwendet, wie er er auch früher
regelmäßig bei seiner täglichen Messe in Regensburg getan hat, wenn er hier zu Besuch war. Sehr viele
Elemente der Messe in Regensburg waren auf Latein. Für viele liberale Gläubige auf dem Feld eine gewaltige
Enttäuschung. Schließlich die Rede in der Universität. Vielen ist nur (noch) das berühmt gewordene
Mohammed Zitat in Erinnerung. Aber es ging dabei ja noch um sehr viel mehr. So hatte der Papst beispielsweise
den Hellenismus in der katholischen Philosophie verteidigt. Für jeden Protestanten eine herbe Enttäuschung.
@ Gotthard: Dafür, daß die FSSPX so unbedeutend ist, müssen Sie ihr aber eine gewaltige Tatkraft attestieren.
Stellen Sie sich mal vor, wenn die gesamte Kirche so aktiv wäre.
@ Gotthard Ich wüßte nicht, was es da falsch zu verstehen gab. Absichtlich habe ich es jedenfalls bestimmt
nicht falsch verstanden. vis fragte: was würden sie machen wenn wer etwas was ihnen lieb und teuer ist
entehrt (ihre frau zb) freddie antwortete: Dennoch empfinde ich einen gewaltigen Unterschied, ob jemand
sich an der konsekrierten Hostie oder an meiner Frau vergreift. Sie ergänzten: Der sakramental gegenwärtige
Christus in der Hostie ist leidensunfähig – Deine Frau bei einer Gewalttat nicht. Für mich klingt das
wie eine Erklärung, warum die beiden Schändungen nicht vergleichbar sind. Sie haben für mich den „gewaltigen
Unterschied“, von dem fredddie sprach lediglich offenlegen wollen. Also eine Rechtfertigung für eine
Ungleichbehandlung beider Sachverhalte. Und obwohl es eigentlich nichts falsch zu verstehen gab, habe
ich trotzdem nochmal nachgefragt? Eine Antwort habe ich bis jetzt noch nicht erhalten.
@ Gotthard Der sakramental gegenwärtige Christus in der Hostie ist leidensunfähig – Deine Frau bei einer
Gewalttat nicht. Verstehe ich das richtig? Wenn Ihre Frau keine Schmerzen beim Angriff verspüren würde
und deshalb nicht leiden müßte, dann würden Sie den Angriff auf Ihre Frau auch nicht als so schlimm
empfinden? Nach dem Motto: Wenn sie nichts spürt, dann wird es schon nicht so schlimm sein.
@ Agmen…Mit der Handkommunion und der derzeitigen Praxis ist es wieder so eine Sache. Wenn es nie etwas
anderes gegeben hätte oder wenn das Stehen in unserem Kulturkreis die Körperhaltung für die Anbetung
wäre, dann wären auch Hand- und Stehkommunion kein Problem. Das Problem ergibt sich erst durch die Entwicklung
i d Vergangenh. Was früher normal gewesen ist und auch aus heutiger Sicht damals auch nicht falsch war,
das kann heute bei seiner Wiedereinführung falsch sein. Ich frage: Was sollte mit der Wiedereinführung
zum Ausdruck gebracht werden? Wenn Sie sagen, daß es auch Gläubige gibt, die die Kommunion auf diese
Weise würdig empfangen, dann kann ich das nicht pauschal bestreiten. Das dürfte vor allem für jene
gelten, die gar nichts anderes kennen. So einfach darf man es sich meines Erachtens aber nicht machen.
Die Kommunion ist Teil der Liturgie. Im allgemeinen gibt es in der kath. Kirche Regeln, die besagen, wann
man sich wie in der Liturgie verhält. Zum Evangelium steht man. Zum Hochgebet kniet man. Das ist alles
wohlbegründet. Nun könnte man argumentieren und sagen, daß das Knien beim Hochgebet nicht nötig wäre,
weil man auch im Stehen oder Sitzen sehr andächtig beten kann. Aber ich frage Sie: Was drückt jemand
aus, der heute beim Hochgebet sitzen bleibt? Sollte beim Empfang der Kommunion, dem Moment höchster Anbetung,
etwas anderes gelten? Es geht also zum einen um die Frage, was obj. angemessen ist. Zum anderen sollte
man eine gewisse Einheitl. gewährleisten. Auch um das zu verhindern, was Ihnen widerfahren ist. Niemand
soll sich b d Mundk schäme
@ Agmen Wie man sieht, ist das Entscheidende nicht ob Hand- oder Mundkommunion – stehen oder kniend –
sondern die Ehrfurcht, die persönliche Vorbereitung etc. Jesus Christus, unser Herr und Gott, setzte
im Abendmahlssaal das Sakrament des Altares ein. Alle Gläubigen müssen „diesem heiligsten Sakrament…den
Kult der Gottesverehrung, der dem wahren Gott geschuldet wird, erweisen“ (Konzil v. Trient, DH 1643) Anbetung
gebührt dem Allerheiligsten vor allem bei der hl. Kommunion. „Davon sagt der hl. Augustinus:,…niemand
ißt dieses Fleisch, bevor er es nicht angebetet hat. Der Protestant Lavater erklärte: „Könnte ich an
die Gegenwart Christi im Sakrament glauben, ich würde mich vor Anbetung nicht mehr von meinen Knien erheben.“
Kniebeugung ist sichtbare Anbetung. Es gibt in unserem Kulturkreis keine Körperhaltung, welche die Anbetung
des gegenwärtigen Gottmenschen wirksamer zum Ausdruck bringt als die Kniebeuge. (Prof. Georg May) Abschaffung
der Steh- und Mundkommunion ist geboten. Vor Christus müssen sich „alle Knie beugen im Himmel, auf Erden
und unter der Erde“ (Phil 2,10). Die Seelsorger haben gewissenhaft die Verpflichtung zu lehren, daß die
hl. Kommunion „devotissime“ (unterwürfigst) zu empfangen ist (Can. 898 CIC 1983). Sie können mir nicht
glaubhaft machen, daß sich die Meßbesucher heute aus Gründen der Erfurcht für die Steh- und Handkommunion
entscheiden und gegen die Mundkommunion. Damals kannte man es nicht anders. Außerdem war Die Praxis nicht
mit der heutigen vergleichbar.
@ Dr. Carlo Regazzoni gilt es wirklich den Laden zusammenzuhalten… Natürlich muß der Papst alles nur
erdenklich mögliche dafür tun, daß die Kirche nicht auseinanderfällt. Auf der anderen Seite ist er
natürlich der Bewahrung des Glaubens verpflichtet; keine Frage. Aber bedenken Sie, daß der Papst mit
Schnellschüssen auch sehr viel kaputt machen kann. Die Kardinaltugend der Klugheit verbietet solche Schnellschüsse.
Der von mir so geschätzte Pius X. hatte es da deutlich einfacher. Die Zeiten waren noch ein wenig anders
und die Kirche war in einem anderen Zustand. Er mußte „nur“ hüten und zurückweisen. Der jetzige Papst
muß zurückerobern und zurückgewinnen. Das ist sehr viel schwieriger. Es lastet dabei eine unglaubliche
Verantwortung auf ihm. Schließlich dürfen Sie auch nicht vergessen, daß es bei einem Papst auch nicht
damit getan ist, daß er etwas anordnet. Der Rest im Vatikan und im weltweiten Episkopat sind nicht alles
zahme, willige und ausführungsbereite Schafe. Ein Papst – und das war auch früher nicht anders – ist
ein einzelnes Rad in einem großen Machtapparat – zugegeben, das wichtigste und stärkste von allen. Trotzdem!
Wer nur schon weiß, wie Politik auf Kreisebene funktioniert, der beginnt zu ahnen, welchen Problemen
der Papst gegenübersteht. Ungeduld wäre hier ein schlechter Ratgeber. Auch habe ich schon diverse Priester
der Piusbruderschaft erlebt, wie sie mäßigend auf ungeduldige Gläubige einredeten. Wir sollten den
Papst deshalb im Gebet unterstützen, statt uns über ihn zu ärgern.
@ Benedikt Natürlich bleibt es seine Meinung. Aber so lange er kein offizielles Dokument mit diesem Inhalt
veröffentlicht ist es seine Privatmeinung. Eben.Es bleibt seine Meinung. Aber Gotthard wollte ja selbst
dies leugnen. Daß es sich dabei nicht um eine verbindliche Meinung handelt, ist mir schon klar. Deshalb
warte ich ja auf ein offizielles Schreiben. ABER die (private) Ansicht und Meinung des Papstes, des damaligen
Präfekten der Glaubenskongregation und des Universitätsprofessors Joseph Ratzinger ist mindestens so
interessant, wie die von…wie hieß er noch…Eberhard Amon. Das war ja mein Ausgangspunkt als ich Sr.
Maria Andrea geschrieben habe. Es dürfte mittlerweile offensichtlich sein, dass der Papst nicht all das
umsetzen kann oder möchte, was er noch in „Der Geist der Liturgie“ kritisiert hat. Auch das sehe ich
dann doch ein wenig anders. Der Papst ist noch nicht einmal zwei Jahre im Amt. Die Kirche dagegen besteht
seit 2000 Jahren. Die letzten beiden großen Mariendogmen brauchten fast 2000 Jahre, um lehramtlich definiert
werden zu können. Offensichtlich ist deshalb noch lange nichts. Der Papst hat schon viele wichtige und
gute Entscheidungen getroffen. Besonders hervorheben möchte ich hier die Änderung der Wandlungsworte,
die er gegen die übergroße Mehrheit der Bischofskonferenzen durchgesetzt hat. Den Mut besitzt er. Nur
muß er darauf achten, daß er „den Laden“ zusammenhält. Der angedrohte Ungehorsam einzelner Bischöfe
bezügl. der Alten Messe macht das nicht leichter.
#55 Defensor Fidei 23:31:51 | Donnerstag, 11. Januar 2007
@ Gotthard nein, Du schließt mit der privaten Meinung eines Kardinals … DAS ist ein erheblicher Unterschied!
Nein, nein…die WORTE des Papstes bleiben es. Durch seine Wahl zum Papst mag Joseph Ratzinger einen anderen
Namen angenommen haben, aber der Mensch ist der gleiche geblieben. Sie glauben doch wohl selber nicht,
daß der Papst seine Meinung bzgl. der Alten Messe geändert hat? Oft genug hat Joseph Ratzinger alias
Benedikt in der Vergangenheit betont, daß er in seiner Biographie keinen Bruch sieht. Wer ihn genauer
kennt, bestätigt das auch. In Salz der Erde wird er gefragt: Könnte es sein, daß sich Card. Ratzinger
einmal widersprechen müßte? Das heißt, daß Sie einerseits zu einem Problem Ihre Privatmeinung äußern,
die Sie dann als Präfekt möglicherweise nicht halten können? Sagen wir, temporal sich entwickelnde
Korrekturen sind schon möglich. Daß ich einfach durch Gespräche lerne, daß ich diese oder jene Sache
nicht richtig gesehen hatte. Nicht dagegen könnte ich eine jetzige Überzeugung, die ich mit meinen Möglichkeiten
gewonnen habe, verleugnen. Also, das geht nicht. Dr. Carlo Regazzoni: Sie stellen sich das regieren der
Weltkirche aber auch ziemlich einfach vor. Schon die Kardinaltugend der Klugheit verbietet irgendwelche
Schnellschüsse. P.S.: Die Alte Messe war natürlich nur bis 1970 allgemein gültig…nicht 1979…da
war wohl der Wunsch Vater des Gedanken
#52 Defensor Fidei 22:54:19 | Donnerstag, 11. Januar 2007
@ Gotthard…antworten Sie eigentlich immer als erster, wenn ich Sr. Maria Andrea anspreche? In der von
mir angegebenen Literatur handelt es sich nicht nur um irgendwelche Erwägungen eines Kardinals. Er äußert
sich ganz konkret zu Dingen, die Thema des Artikels bei Radio Vatikan gewesen sind. Vgl. nur den Beitrag
von Credo 11. Januar 2007 15:52. Wie Josef Ratzinger und Papst Benedikt XVI. zur heutigen Liturgie steht,
erkenne ich in seinen Eucharistiefeiern. Ich habe nie bezweifelt, daß er die Messe im neuen Ritus feiert.
Er will diesen Ritus auch bestimmt nicht abschaffen. Da mache ich mir keine Illusionen. Das sagt aber
nichts darüber aus, wie er zu den Äußerungen von Eberhard Amon stehen würde. Wie er zu diesen Äußerungen
stehen würde, das kann man aber in den genannten Büchern lesen. Im übrigen hat er selber oft genug –
auch in den Jahren nach der Liturgiereform – die Messe öffentlich im Alten Ritus gefeiert. …- kindisch.
Diese Äußerung finde ich dann doch ein wenig verletzend. Natürlich erwartet man etwas, das man sehr
liebt, auch mit kindlicher Freunde. Schließen will ich mit den Worten des Papstes: Wichtig … ist auch,
daß endlich die Ächtung der bis 1979 gültigen Form der Liturgie aufhören muß. Wer sich heute für
den Fortbestand dieser Liturgie einsetzt…wird wie ein Aussätziger behandelt; hier endet jede Toleranz.
Derlei hat es in der ganzen Kirchengeschichte noch nie gegeben, man ächtet damit ja auch die ganze Vergangenheit
der Kirche. Wie soll man ihrer Gegenwart trauen, wenn es so ist?
#50 Defensor Fidei 21:54:47 | Donnerstag, 11. Januar 2007
@ Sr. Maria Andrea Danke an RADIO VATICAN! Sicher besser informiert als +NET! Rom wird sicherlich den
Ideologen von +NET nicht entsprechen! Sind Sie eigentlich immer so leichtgläubig? Wie kann man etwas
glauben, was in vielen Dingen offensichtlich den Tatsachen widerspricht. Das wird auch nicht dadurch richtiger
nur weil Radio Vatikan davon berichtet. Wenn Radio Vatikan verkündet, daß 1+1=3 ist, dann glauben Sie
es doch auch nicht. Aber wenn Sie unbedingt wollen…dann glauben Sie halt Radio Vatikan. Ich schließe
mich in dieser Hinsicht lieber dem Hl. Vater an. Wie Benedikt XVI. zu dem Thema „tritentinische“ Messe
steht, das können Sie in „Aus meinem Leben“, Stuttgart 1998, S. 172 und in Gott und die Welt“, München
2000, 356 f. sehr schön nachlesen. Der sieht das nämlich auch ein wenig anders als sein „Haussender“.
#3 Defensor Fidei 17:52:31 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Enttäuschend Naja…eine wirkliche Klarstellung ist das leider nicht. Da bin ich von unserem Bischof
nun aber doch ein wenig enttäuscht. Da hat er schon bessere Tage gehabt. Wenn selbst er sich sich schon
so schwammig ausdrückt, dann ist das im Prinzip nur ein weiteres Indiz dafür, daß man sich durch die
Konzilsdokumente und ihre Formulierungen ein ziemliches Ei gelegt hat.
#57 Defensor Fidei 17:40:42 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Ups…falsche (alte) Zahlen Mea culpa…die von mir genannten Zahlen stammten aus dem Jahre 1995. 2003
sieht es aber nicht wesentlich besser aus…im Gegenteil: Medizinische Gründe: 2,7 Eugenische Gründe:
gibt es nicht mehr…war ja auch eine Schande Kriminologische Gründe: 0,0 % Beratungsregelung (entsp.
sozialer Indikation) : 97,3 % @ Sulpicius: Stimmt. Die ärmeren Leute tragen die Kinder meist aus und
ernten dafür noch Hohn und Spott von den Besserverdienern.
#55 Defensor Fidei 17:26:44 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Abtreibungsstatistik Interessant ist neben den absoluten Zahlen auch die rechtliche Begründung für die
Abtreibungen: Medizinische Gründe: 5,0 % Eugenische Gründe: 0,7 % Kriminologische Gründe: 0,1 % Beratungsregelung
(entsp. sozialer Indikation) : 93,8 % Fast 94 von 100 Kindern werden also abgetrieben, weil das Kind gerade
nicht zur passenden Zeit kommt. Nichts anderes steckt hinter diesem „Grund“. Die von Abtreibungsbefürwortern
so oft angeführten Vergewaltigungsopfer, denen noch nicht einmal zugemutet werden dürfe, daß sie das
Kind austragen um es dann evtl. zur Adoption freizugeben, machen gerade einmal 0,1 % aus.
#8 Defensor Fidei 12:20:22 | Donnerstag, 11. Januar 2007
Unsinn ja…trotzdem hat auch landorganist Recht Naja, ich muß landorganist insofern Recht geben, daß
wenn man einen Artikel mit der Behauptung einläutet, daß es sich bei dem darin Zitierten um „Schwachsinn
pur“ handele, eine Begründung für diese Behauptung ziemlich angebracht wäre. Auch wenn es sich um offensichtlichen
Unsinn handelt, was ich gar nicht bestreiten will. Natürlich hätte man den Artikel auch ohne die Behauptung
in der Einleitung veröffentlichen können. Dann wäre das völlig in Ordnung gewesen, weil es sich dann
um eine Meldung gehandelt hätte. So aber fehlt wirklich etwas, weil der Bericht als Kommentar beginnt
und als einfache Meldung endet. Trotzdem: Schwachsinn ist es wirklich. Da führt kein Weg dran vorbei.
Nur ein Beispiel: Die Kirche habe in die Gegenrichtung reagiert und den Gottesdienst dem Priester überantwortet.
War das davor denn anders? @ Maledica: Einem vernünftigen Menschen braucht das nicht erklärt zu werden.
Verwechseln Sie da nicht etwas? Einem gebildeten Menschen braucht das nicht erklärt zu werden. Mit Vernunft
hat das nichts zu tun. Gerade wenn sich jemand auf diese Seite „verirrt“, der sich weniger in dieser Materie
auskennt, aber weiterbilden möchte, der fragt sich schon, warum denn die Behauptungen bei Radio Vatican
so unsinnig sind.
#42 Defensor Fidei 11:58:56 | Donnerstag, 11. Januar 2007
@ methusalix…klammern SIE bitte nichts aus Da steht noch mehr drin als Schuld, Strafe, Sünde und Vergeltung.
Eben die Bergpredigt. Ein zentraler Glaubensinhalt der römisch katholischen Religion. Den darf man nicht
ausklammern… Die Bergpredigt hat Ihre Bedeutung, aber sie ist eben nicht das Zentrum des röm.-kath.
Glaubens. Die Liebe Gottes zeigt sich in anderen Bereichen auch viel besser: Inkarnation, Passion, Kreuzigung,
Auferstehung! Zweck des Ganzen war die Heiligung der Menschen durch die Vergebung der Sünden. Das Motiv
war Liebe Wer den Begriff der Sünde nur in der Bibel gelten läßt, aber sonst nichts davon hören will,
der hat definitiv ein Problem. Ich dagegen bin eine glückliche Natur, weil ich unermüdlicher Optimist
bin und keine Komplexe habe. Auch wenn ich das „böse“ S-Wort höre, verliere ich nicht gleich den Verstand,
sondern bin in der Lage zu erkennen, daß Liebe und Sünde (=Mangel an Liebe) zwei Seiten der selben Medaille
sind. Das habe ich auch schon in einem früheren Beitrag so geschrieben. Sie ist für mich zentraler Glaubensinhalt
meiner römisch-katholischen Religion. Es gibt nur die röm.- kath. Religion, aber nicht Ihre oder meine,
wenn es auch verschiedene Wege innerhalb dieser Religion gibt. Lesen Sie mal „Das Ich im Glauben bei Martin
Luther“ von Paul Hacker. Der hat das nämlich auch nicht verstanden. Sie sehen also: ICH klammere bestimmt
nichts aus. ICH habe mit dem zentralen Begriff der Liebe ebensowenig Probleme wie mit den S-Wörtern.
Wie eng beide zusammengehören, zeigt 1 Joh 1, 5ff
@ methusalix…und das ist 1 Joh 1, 5ff. Sie Schmalspurtheologe: Und das ist die Botschaft, die wir von
ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. Wenn wir sagen,
dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.
Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das
Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so
betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so
ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn
wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
Viel Spaß beim herausfiltern der „bösen“ S-Wörter. Die Bibel besteht eben nicht nur aus der Bergpredigt.
Da gehört noch ein „wenig“ mehr dazu. Das darf man nicht ausklammern. Sie scheinen damit aber ein Problem
zu haben. Oder sind Sie etwa so ein Spinner vom Universellen Leben? Für die gibt es nämlich auch nur
die Bergpredigt.
@ methusalix So wie Sie sich hier präsentieren, erwecken Sie den Eindruck eines frechen und böswilligen
Menschen. Diese plumpe propagandistische Verfälschung meines Beitrages zeigt, daß Sie ein ganz gewaltiges
Problem zu haben scheinen. Ein Problem mit der Wahrheit. Mit Ihrem zweifelhaften „Talent“ könnten Sie
selbst bei den Wannsee-Protokollen den Eindruck erwecken, daß es sich dabei um eine Liebeserklärung
an sämtliche Juden dieser Welt handelte. Wer sich so verbissen auf die Begriffe Schuld und Sünde konzentriert,
ohne den Kontext wahrzunehmen, der muß unter unerklärlichen Ängsten leiden. Warum verdrängen Sie den
Begriff der Sünde so? Interessanterweise haben aber selber Sie an einer Stelle meines Beitrages den Begriff
„Sünde“ nicht besonders hervorgehoben. Als ich nämlich die Wandlungsworte – die Worte Jesu Christi –
zitiert habe und vom Blut gesprochen habe, daß Christus für viele vergossen hat zur Nachlassung der
Sünden. Wäre ja auch peinlich gewesen, wenn Sie selbst Christus für das Benutzen dieses „bösen“ Wortes
Vorwürfe gemacht hätten. Lesen Sie einfach mal die Bibel etwas genauer und setzen falls nötig eine
Sehhilfe auf! Dann werden Sie erkennen wie oft die Begriffe, an denen Sie sich so stören, darin vorkommen.
Beschwerden richten Sie bitte an GOTT.
#204 Defensor Fidei 19:37:47 | Mittwoch, 10. Januar 2007
@ Alle 7x wurden innerhalb dieser Diskussion Beiträge von der Redaktion entfernt, 1 Beitrag wurde von
der Redaktion zensiert, etliche Beiträge waren in ihrer Qualität schon kaum noch zu unterbieten. Wirklich
eine Schande. Zwei Gruppen haben sich hierbei besonders hervorgetan: Die Homo-Lobby, die sich hier nur
tummelt, um destruktive Kommentare abzugeben und um die Diskussionen über „ihre“ Beiträge zu sprengen,
auf der der einen und die hirnlos-reaktionäre Fraktion auf der anderen Seite, die meint ein guter Katholik
sei man erst, wenn man die Piusbruderschaft rechts noch mit 180 km/h überholt. Zur ersten Gruppe sei
gesagt: Ignoriert diese Leute einfach. Das ärgert die doch am meisten. Einfach so tun als wenn sie gar
nicht da wären. Es sei denn, daß sie sich mit konstruktiven Beiträgen zu Wort melden. Zur zweiten Gruppe:
Gehen Sie mal in sich. Ich finde es sehr schön, wenn man bemüht ist, ein guter Christ zu sein und dabei
keine Abstriche machen will. Aber bitte machen Sie sich bewußt, daß man „nur“ zu 100 % katholisch sein
kann und nicht mehr. Wenn Sie noch selber 50 % draufpacken wollen, dann weichen Sie ebenso von der rechten
Lehre ab, wie einer, der von den 100% die Hälfte streicht. Lassen Sie sich außerdem nicht so leicht
provozieren und achten Sie auf Ihre Wortwahl. Stellen Sie sich einfach vor, daß ein würdiger Priester
neben Ihnen steht und mitbekommt wie sie sich ausdrücken. Zeigen Sie mehr Souveränität. Wer die Argumente
auf seiner Seite hat, der muß nicht so tief sinken
@ obelix Ach obelix! es ist doch nun wirklich nicht sooo schwer, daß nicht auch Sie es begreifen könnten,
wenn Sie ein Mensch sind, der guten Willens ist. Die Liebe und die Sünde, das sind zwei Seiten von der
selben Medaille. Ohne die Liebe gäbe es doch die Sünde gar nicht. Ich hätte meinen letzten Beitrag
auch schreiben können, ohne die Wörter Schuld und Sünde in den Mund zu nehmen, indem ich von Verstößen
gegen die Liebe Gottes gesprochen hätte. Wenn ich das Wort Sünde benutze, dann einfach nur deshalb,
um das Kind beim Namen zu nennen. Ich will diesen schrecklichen Verstoß gegen die Liebe Gottes nicht
durch irgendwelche Verklausulierungen schön reden. Wenn ich für bestimmte Verhaltensweise eine Bestrafung
fordere, dann nicht nur weil ich eine Sühneleistung fordere. Ich sagte ja, daß die Strafe mehrere Zwecke
verfolgt. Schauen Sie mal in ein Lexikon. Da werden Sie auch etwas von Spezial- und Generalprävention
lesen. Man möchte durch Strafe also verhindern, daß überhaupt erst ein Unrecht geschieht und so der
schutzbedürftigen Person helfen. Wie können Sie nur so böswillig sein und glauben, daß ich mich nicht
in diese Frauen hineinversetzen kann. Natürlich sind diese Frauen zum Teil in einer schlimmen Situation.
Aber das war Christus auch. Und trotzdem hat er das Kreuzesopfer aus Liebe erbracht. Er hat sein Blut
vergossen zur Nachlassung der Sünden. So sehr hat Christus die Sünde gehaßt. Wer aus der christlichen
Liebe heraus Opfer bringt, der erlangt übergroße Gnaden.
@ Beiwort „Wahrheit Gottes“ heißt, dass sie für ALLE, d.h.für jeden Menschen ohne Ausnahme Geltung
haben muß und nicht nur für VIELE! Das ist wohl so, nur leider ist dies als Beweis dafür, daß es in
den Wandlungsworten „für ALLE“ heißen muß, völlig ungeeignet. Der Pater hat es doch sehr gut dargestellt.
Es muß zwischen dem Heilsangebot, das für ALLE gilt und den Bundesgenossen, die dieses Angebot im Glauben
annehmen, unterschieden werden. Letztere sind dann eben nicht mehr ALLE, sondern nur VIELE. Ich weiß
nicht was daran so schwer sein sollte. Christus selber behauptet an keiner Stelle, daß ALLE gerettet
werden. Ansonsten hätte er sich die eine oder andere Rede sparen können. Oder warum predigt er vom Weltgericht,
wenn doch alle gerettet würden? Aus purer Böswilligkeit, um den Menschen Angst zu machen? Ich glaube
kaum. Stattdessen wollte er die Menschen, angetrieben durch die Liebe, warnen. Schließlich unterscheidet
auch die Hl. Schrift sehr genau.An bestimmten Stellen spricht sie von „ALLEN“ an anderen Stellen von „VIELEN“,
wenn es um die Rettung der Menschen geht. Wenn von „VIELEN“ gesprochen wird, dann ist immer die Effizienz
des Erlöserleidens gemeint. Wenn also die Bibel selber genau unterscheidet, dann sollten wir diese Unterscheidung
nicht aufgeben.
#138 Defensor Fidei 11:44:56 | Mittwoch, 10. Januar 2007
@ muschi u.a. Krank sind ja wohl Sie. Laufen Sie noch im Höhlendress herum und gehen auf die Jagd? HugaHugaBabalabala.
Willkommen im 21. Jahrhundert. Sie hätten Komiker werden sollen! Eigentlich wollte ich mich zu diesem
Artikel nicht mehr äußern. Vor allem nicht zu einem Zeitpunkt, wo das Niveau schon nicht mehr unterschritten
werden kann. Meine Damen und Herren: Ich wundere mich wirklich, daß Sie Sich hier nicht schämen. Das
gilt übrigens für beide Seiten. Diesbezüglich wäre die Äußerung „Willkommen im 21. Jahrhundert“
sehr viel angemessener. Nun zu muschi: Wenn jemand Homosexualität als widernatürliche Unzucht bezeichnet,
dann hat das noch längst nichts mit Rückständigkeit zu tun. Wenn es sich dabei nämlich um Unzucht
handelt, weil es Gott nicht wohlgefällig ist, dann war das so, ist das so und wird das immer so bleiben,
auch wenn wir im 30 Jh. leben würden. Da das Moralgesetz – zumindest in seinen Grundzügen – objektive
Geltung hat, ändern die zeitlichen Umstände hieran überhaupt gar nichts. Und wenn die ganze Welt schwul
wäre. Sünde bliebe es trotzdem. Das zeitliche Umstände irrelevant sind, zeigt uns die Geschichte übrigens
sehr schön. Wenn ich an die griechische Antike denke, dann war Homosexualität dort sogar sehr weit verbreitet
und gesellschaftlich akzeptiert. Und trotzdem ist Homosexualität von den (griechischen) Christen in der
damaligen Zeit als schwere Sünde angesehen worden.
@ Gotthard Ja, Jesus war „Contra“ die Sünde … und stellte sich „pro“ in die Reihe der Sünder bei Johannes.
Für sich genommen absolut richtig, aber es bedarf der wichtigen Ergänzung, daß Jesus nicht den Sünder
in seinem falschen Verhalten unterstützen wollte. Er hat sich nicht mit den verstockten Sündern eingelassen,
sondern nur mit den reuigen. Diesen hat er die Schuld vergeben und hinzugefügt, daß sie hinfort nicht
mehr sündigen sollen. Ja, Jesus war „Contra“ den Tod … und erweckte den Lazarus und den Jüngling von
Naim … und starb am Kreuz … ehlendiger als jeder anderer Mensch, aber als Mensch. Als Gottmensch,
ja! Er starb aber nicht um des Sterbens willen, sondern um den Menschen das ewige Leben zu schenken. Allen,
so wollte er es, aber – und das wußte Christus auch und hat es uns gesagt – es wird halt eben auch Menschen
geben, die diese Angebot nicht annehmen und deshalb verworfen werden. Ja, Jesus hat eindeutig nur die
Frohe Botschaft Gottes verkündet er war eindeutig PRO Gott… wo wäre da Platz für ein Contra gegen
den Teufel gewesen? Nur die „Frohe Botschaft“? Ja und nein. Natürlich will Gott nur das Gute und die
Rettung des Menschen. Diese „Frohe Botschaft“ hat Jesus uns verkündet. Alleluja! Er hat aber eben auch
aufgezeigt, was geschieht, wenn der Mensch dieses wunderbare Angebot nicht annimmt. Nicht weil er es gut
fand, sondern um den Menschen zu warnen. Keine Frohbotschaft ohne Drohbotschaft. Wer nichts zu befürchten
hat, der braucht keine Frohbotschaft.
@ Sr. Maria Andrea Pro, pro, pro…klingt wahnsinnig sympathisch. Aber „pro“ war für Jesus kein Selbstzweck.
Jesus war „pro“ Gott. Im Umkehrschluß hat er deshalb aber auch alles abgelehnt, was nicht „pro“ Gott
war. Folglich war Jesus auch „contra“. „Contra“ den Teufel, die Sünde, den Tod. Das dürfen Sie dabei
nicht vergessen. Gott ist nach katholischem Verständnis eben nicht irgendein gutmütiger alter Trottel,
der zu allem ja und Amen sagt. Wenn man auf dieser Seite also mal Dinge anspricht, die gegen die göttlichen
Gebote verstoßen und Sünde sind, dann ist es gut, wenn man hier „contra“ ist und kein „pro“ an der falschen
Stelle platziert.
@ Islam…friedliche…Religion…Haha: Welcher Glaubensgemeinschaft gehören Sie denn an? – Katholik?
Kann ich mir nicht vorstellen. Sonst würden Sie nicht ein solches Vokabular benutzen. Selbst inhaltlich
wären Ihre Anmerkungen eine ganz schwere Entgleisung. Die Kirche betrachtet die gelebte Homosexualität
als schwere Sünde, aber sie unterscheidet sehr genau zwischen dem Menschen und dem was er tut. Nicht
umsonst sagte Papst Benedikt, daß wir Homosexuellen mit Achtung, Takt und Mitleid begegnen sollten. Das
heißt natürlich nicht, daß man Perversitäten nicht auch anprangern darf, aber das christliche Motiv
soll immer die aus der Liebe entspringende Barmherzigkeit sein. Beim Sünder das 3. Werk der geistigen
Barmherzigkeit. Das ist bei Ihnen nun wirklich nicht der Fall. Schließlich scheinen Sie es amüsant zu
finden, wenn man den Islam als friedliche Religion bezeichnet. Das tue ich auch öfter. Aber Sie selber
vermitteln auch nicht gerade den Eindruck, daß die Religion, der Sie angehören, besonders friedlich
ist. Aus diesen genannten Gründen bin ich zu der Überzeugung gekommen, daß sie zumindest kein Katholik
sein können…oder sind Sie es etwa doch? Wenn ja, dann benehmen Sie sich bitte auch so.
@ Gotthard ich habe keinerlei Übersetzung zitiert, sondern mich zu den theologischen Gedanken dieses
Paters geäußert. Tatsächlich? Dann würde mich mal interessieren, was sie denn aussagen wollten? Das
wird nämlich aus Ihrer Anmerkung nicht besonders deutlich. Für mich wiederholen Sie lediglich den Textabschnitt
aus dem Artikel, den Sie kursiv gedruckt auch in Ihrer Anmerkung übernommen haben.
@ Sulpicius Zunächst einmal sind die beiden Personen in der Pflicht, die ohne Sinn und Verstand rumpoppen.
Diese Ausdrucksweise nicht gerade besonders angemessen, wenn man die Problematik differenziert und aus
katholischer Sicht betrachten will. In der Sache ist es aber natürlich richtig, daß diese Personen in
der Pflicht sind. Das wollte wohl auch niemand bestreiten. Ich meine auch obelix nicht. Selbstverständlich
habe ich das Recht, für Abtreibung STRAFE zu fordern (wie es halt bei jedem Mord ist). Natürlich kann
man aus vielen Gründen das derzeitige Abtreibungsrecht kritisieren. Einen wirklichen Lebensschutz bietet
es sicherlich nicht. Ich gehe sogar soweit, daß ich behaupte, daß das derzeitige Abtreibungsrecht verfassungswidrig
ist. Nur aus politischen Gründen hat das Bundesverfassungsgericht die aktulle Regelung passieren lassen.
Der berühmte Strafrechtler Herbert Tröndle (ehem. Verfasser des bekanntesten deutschen Strafrechtskommentares)
hat dies wunderbar und sehr ausführlich in seiner Kommentierung zu den Abtreibungsparagraphen dargestellt.
Wer die Möglichkeit hat, sollte es unbedingt nachlesen. Ständig nur helfen, ohne wie in diesem Fall
auch zu bestrafen, ist sinnlos für alle Beteiligten! Sie vergessen, daß die Strafe nicht für sich steht.
Sie verfolgt auch verschiedene Zwecke. Einer davon ist es, dem Ungeborenen zu helfen. Will man dagegen
die „Hilfe“ nur der Mutter zukommen lassen und das Kind dabei außer Acht lassen, dann ist „nur helfen“
sicherlich der falsche Weg.
@ Paulchen Wenn etwas ein kleineres Übel ist, dann ist es auch besser. Ich muß es aber negativ ausdrücken,
um nicht die Verhütungsmittel automatisch für sittlich zulässig zu erklären. Die Problematik mit Verhütungsmitteln
sind von der Kirche sehr schön aufgezeigt worden. Außerdem es gibt nicht nur die Alternative Verhütungsmittel
oder Abtreibung.
@ Paulchen ES GIBT VERHÜTUNGSMITTEL !!! SO ETWAS SCHRECKLICHES MUSS NICHT SEIN !!! So etwas schreckliches
muß in der Tat nicht sein. Wobei ich, wenn ich nach Alternativen überlege, nicht unbedingt als erstes
auf Verhütungsmittel komme. Austragen ist da beispielsweise eine schöne Alternative. Sie haben nur insofern
Recht, als Verhütungsmittel ein kleineres Übel darstellen als die Abtreibung. Ein Übel bleiben aber
auch sie!!! Man sollte Verhütungsmittel nicht durch die Hintertür für gut erklären, indem man argumentiert,
daß hierdurch Abtreibungen verhindert würden. Es gibt natürlich auch Ausnahmesituationen. Es tut mir
Leid, aber ich kann keine erkennen. Es mag Situationen geben, die für die Frau ganz furchtbar sind, aber
eine wirkliche Rechtfertigung für die Tötung eines unschuldigen Lebens sind sie nicht.
@ obelix Na das ist doch einmal ein Wort! Da sucht man jahrelang „die Schuld“ bei sich selbst und dann
waren es doch die Umstände. Oder etwa nicht? Eben nicht. Nein! Sie scheinen es nicht begreifen zu wollen
oder zu können. Schuld ist natürlich ein ganz zentraler Begriff des Glauben, den vor allem der moderne
Mensch nicht mehr gerne hört. Genausowenig wie er will, daß Christus für seine Sünden gestorben ist.
Er lehnt das Opfer am Kreuz ab, weil es seiner Ansicht nach keines Opfers bedurfte. Das ist nur konsequent
gedacht. Doch hat diese Sichtweise mit dem christlichen Glauben herzlich wenig zu tun. Die Frohbotschaft
des Evangeliums wird durch den Begriff der Sünde nicht verdunkelt, sondern erhält erst ihre volle Dimension.
…suchen Sie nicht absolut immer die Schuld bei anderen. Ist zwar bequem, aber falsch. Das ist nun wirklich
eine ziemlich abwegige Unterstellung. Ich habe genau das Gegenteil gesagt. Die personale Schuld, sollte
eben gerade nicht durch eine nicht genau zu definierende gesellschaftliche Schuld ersetzt werden. Was
nicht heißt, daß nicht auch andere Schuld auf sich laden. So etwas nennt sich dann Mitschuld und jeder
sollte auf seinen Teil schauen. Um nochmal auf die Frauen zurück zu kommen: wirklich nicht immer sind
die Frauen an allem Schuld. Wenn Frauen abtreiben lassen, dann laden bei diesem Akt sicher viele Menschen
Schuld auf sich. Die Frauen dort auszunehmen, hieße ihren freien Willen zu leugnen. Mitschuldig (meist
in hohem Maße) sind sie in jedem Fall.
@ obelix Natürlich soll man Frauen, die in schwierigen Situationen sind, helfen. Das ist doch überhaupt
gar keine Frage. Hier sind alle gefragt. Vor allem die Familien und das nähere Umfeld der Frauen. Wenn
es das nicht gibt, dann sind vor allem caritative Einrichtungen gefordert. Aber bitte machen auch Sie
nicht den Fehler und verharmlosen durch eine Versteifung auf „Entschuldigungsgründe“ die personale Schuld
des Einzelnen. Wenn man so argumentiert, dann kann man letztendlich alles „rechtfertigen“. Am Ende ist
niemand mehr persönlich verantwortlich, sondern nur die bösen Umstände und die Gesellschaft um ihn
herum.
@ Stöhr Ich freue mich, daß Sie selber eingesehen haben, daß Sie mit Ihrer Äußerung wohl doch deutlich
über das Ziel hinausgeschossen sind. [Kann jedem passieren] Mit Ihren nun geäußerten Bedenken machen
Sie ja zu Recht auf einige problematische Askekte in diesem Zusammenhang aufmerksam. Ihre pauschal formulierte
Äußerung war aber geeignet, viele fromme und rechtschaffene Menschen, die Kinder auf diese Art und Weise
aufgenommen haben, sehr zu verletzen und ihnen Unrecht anzutun. Ich möchte in diesem Zusammenhang nur
auf Mutter Theresa verweisen. Die Kardinaltugend der Klugheit gebietet es deshalb auch, gerade auf einem
so emotional besetztem Gebiet mit großer Umsicht zu agieren und genau zu differenzieren.
@ Stöhr …steht womöglich sittlich noch tiefer, als manche Kindermörder. Ich kann nachvollziehen,
wenn Sie einen moralisch problematischen Aspekt bei der Babyklappe feststellen, aber die im Anschluß
gemachte Behauptung läßt mich dann doch schaudern. Natürlich ist es prinzipiell zu verurteilen, wenn
Mütter ihre Kinder nicht selber aufziehen, sondern weggeben. Das ist doch gar keine Frage. Ob die Frauen
(und natürlich auch die dazugehörigen Männer) bei diesem Akt Schuld auf sich laden, steht aber auf
einem ganz anderen Blatt. Wenn keine absolute Notsituation vorliegt, dann ist dies bestimmt der Fall.
Das Maß der Schuld ist in jedem Fall einzeln zu beurteilen. Aber, wenn durch die Babyklappe eine Abtreibung
verhindert werden kann, dann ist das zu begrüßen. Die Babyklappe für sich genommen ist moralisch völlig
unbedenklich. Früher sind Kinder oft vor Klöstern ausgesetzt worden. Die Idee ist also nicht neu. Ich
kenne keinen Papst, Bischof oder Ordensmann, der sich jemals gegen diese Praxis ausgesprochen hat. Was
wäre denn die Alternative? Ein Kindermörder tötet Kinder. Durch die Babyklappe werden Kinder gerettet.
Ob dem ein sittlich nicht vertretbarer Akt vorausgeht, ist für die moralische Beurteilung der Babyklappe
völlig irrelevant.
@ Benedikt Die FSSPX schafft es ja nicht mal, zwischen innerer und äußerer Religionsfreiheit zu unterscheiden.
Das sehe ich ein wenig anders. Statt dessen scheinen mir die allermeisten modern ausgebildeten Theologen
nicht in der Lage zu sein, zu bestimmen, was denn mit Religionsfreiheit überhaupt ausgesagt werden soll.
Sie unterscheiden nicht zwischen innerer und äußerer Freiheit. Letztens erst fragte mich wieder einer:
Wie können Sie den Aussagen der Kirche zur Religionsfreiheit nur kritisch gegenüberstehen? Wir dürfen
die Menschen doch nicht zum Glauben zwingen. Stimmt, aber das hat mit der äußeren Religionsfreiheit
nichts zu tun. Außerdem ist das noch lange kein Grund die Religionsfreiheit als Recht (im rechtsphilosophischen
Sinn) auszugestalten. Der rechtstheoretische und rechtsphilosophische Unterschied zwischen Recht & Tolerierung
ist den meisten Theologen gar kein Begriff mehr. Wenn das schon in den 60er Jahren nicht mehr verstanden
wurde, dann wundert es mich gar nicht, warum man sich zur Religionsfreiheit in dieser Weise geäußert
hat. Die Kirche hatte auch schon vor dem Konzil eine ziemlich geschlossene Lehre von der Religionsfreiheit.
Eine Zusammenfassung und Weiterentwicklung auf dem Konzil war deshalb aber sicher trotzdem zulässig –
keine Frage. Dabei wäre es aber ratsam gewesen, wenn man sich die Bedeutung der damals üblichen Begriffe
vor Augen gehalten hätte. Man darf nicht die gleichen Begriffe im anderen Zusammenhang verwenden, ohne
die neue Bedeutung zu klären.
Gute Alternative zum Mülleimer Das ist doch mal ein schöner Bericht, der alle, die sich hier so tummeln,
erfreuen dürfte. Das Essener Babyfenster: Eine wirklich gute Alternative zum Mülleimer. Hoffentlich
können hierdurch viele Abtreibungen verhindert werden. Möge sich diese Idee noch weiter verbreiten!
:)3
Konzil ist eindeutig…oder alles ist relativ Einstein sagte einmal, daß alles nur relativ sei. Relativ
betrachtet, kann man bestimmt auf eine gewisse Art auch sagen, daß das II. Vat aus heutiger Sicht – zumindest,
wenn man es recht und wohlwollend betrachtet – in seinen Aussagen so gedeutet werden kann, daß man den
Eindruck bekommt, daß es eindeutig ist. Merkwürdigerweise müssen sich nur all jene, die diese Ansicht
vertreten, immer gewaltig einen abbrechen, um dies im Einzelfall zu begründen. Machen wir uns doch nichts
vor. Der Episkopat war zur damaligen Zeit tief gespalten. Wenn man sich auf dem Konzil so hätte ausdrücken
wollen, wie man es früher immer getan hat, dann würden die Bischöfe vermutlich noch heute beieinander
sitzen. Man hat sich damals hinter offenen Formulierungen versteckt und tut es heute auch noch. Das Ergebnis
waren pastoral formulierte Dokumente, die positiv formuliert waren, um damit mehr Menschen anzusprechen.
Eine interessante Idee – zugegeben! Aber meines Erachtens nicht praktikabel. Gut gemeint ist halt oft
das Gegenteil von gut gemacht. Versuchen Sie doch mal die 10 Gebote, die das Hauptgebot der Liebe konkretisieren,
positiv zu formulieren. Die Menschen müssen sofort erkennen können, welchen Grad der Verbindlichkei
die Texte haben. Die Kernaussagen dürfen nicht verklausuliert werden. @HansUrs: Unterschied Tradition/Revolution:Entwicklung/Zerstörung
Trad muß immer aufeinander aufbauen. Warum wird aber heute so oft nur mit/ab dem II. Vat argumentiert
und keine längere Kette gebildet?
@Stöhr @HansUrs Versuchen wir doch einmal das ganze ein wenig anschaulicher zu machen: A ist objektiv
betrachtet der Vater von Max. A ist 180 cm groß, hat blaue Augen und blonde Haare. B ist nicht der Vater
von Max. Er ist 170 cm groß, hat grüne Augen und braune Haare. Die oberen Tatsachen sind dem C bekannt.
Max kennt A und B nicht und weiß auch nicht, wer von beiden sein Vater ist. Er weiß nur, daß es einer
von beiden ist. Wenn Max nun dem C sagt, daß er seinen Vater verehrt, dann würde C diese Aussage sofort
auf den A beziehen. Die Aussage von Max ist klar und Max hat kein defizitäres Bild von seinem Vater.
Nehmen wir nun an, der A und der B werden Max von dem C vorgestellt. Anschließend sagt Max zu dem C,
daß er auch weiterhin seinen Vater verehre, aber nicht den, der 180 cm groß ist, blaue Haare und blondes
Haar hat. Wen verehrt Max nun? Immernoch den A? Er ist ja objektiv betrachtet sein Vater. Oder aber den
B? Auf ihn paßt die Beschreibung. Wie würden Sie entscheiden, wenn Sie C wären? Ich als C würde wohl
überlegen müssen, weil die Aussage objektiv betrachtet ja nicht in allen Punkten der Wahrheit entsprechen
kann. Schließlich würde ich aber meinen, daß Max nicht seinen tätsächlichen Vater verehrt, sondern
den B. Nehmen wir jetzt noch den Moritz (Zwillingsbruder von Max) dazu, der in der gleichen Situation
wie Max war, aber nach der Vorstellung von A und B durch C im Gegensatz zu seinem Bruder sagt, daß er
den A als Vater verehre. Verehren jetzt beide die gleiche Person?
Bitte liebe Konzilsfreunde…entscheidet Euch!! Diese Diskussion zeigt vorzüglich, daß die Vorwürfe,
die ich gegen das Zweite Vatikanische Konzil erhoben habe voll ins Schwarze treffen. Vergleicht man nämlich
die Aussagen von zwei Diskussionsteilnehmern, die dem II. Vat. grundsätzlich wohlwollend (sic!) gegenüberstehen,
behaupten doch beide genau das Gegenteil. Außerdem sind beide fest davon überzeugt, daß das Konzil
im betreffenden Punkt völlig „eindeutig“ sei. Eine interessante „Eindeutigkeit“. Catholicus schreibt:
Bischof Müller gibt eine korrekte Auslegung von Vaticanum II! Das 2. Vatikanum lehrt keineswegs, dass
Christen und Muslime ein- und denselben Gott anbeten. HansUrs dagegen behauptet: 1. Das Vat. II ist bezüglich
der Frage nach dem Gottesglauben der Muslime eindeutig:Muslime glauben an denselben Gott, den allmächtigen,
allbarmherzigen Schöpfer. Liebe Freunde des II. Vat.: Könnt Ihr Euch bitte einigen, was den jetzt so
eindeutig auf dem Konzil erklärt worden ist? Hat man überhaupt etwas gesagt? Wenn man nichts genaues
gesagt hat und auch nichts konkretes sagen wollte, warum hat man sich dann überhaupt geäußert? Hat
man beide Ansichten für richtig erklärt? Darf sich jeder aussuchen, was er glauben will? Kann man das
Konzil auch begreifen, ohne es dialektisch zu betrachten?
Dialektik HansUrs empfahl all jenen ein Seminar zu besuchen, die nicht wissen, was der Unterschied zwischen
Dialektik und Zweideutigkeit ist. Wem hierfür die Zeit fehlt, dem will ich an dieser Stelle zumindest
ein kurzes Beispiel für Dialektik geben. Es kommen Kolchosenbauern zum Pfarrer: „Genosse Pfarrer, unser
Parteisekretär spricht täglich von Dialektik. Was ist das?“ Der Pfarrer sagt: „Das ist nicht so einfach
zu erklären. Ich erzähle Euch ein Beispiel: Es kommen zwei Genossen, der eine ist rein, der andere schmutzig.
Ich biete ihnen ein Bad an. Welcher von beiden wird das Bad annehmen?“ Die Bauern sagen: „Der Schmutzige“.
Der Pfarrer sagt: „Nein, der Reine: denn der Reine ist gewohnt, zu baden, der Schmutzige legt keinen Wert
daruf. Wer nimmt also das Bad?“ Nun sagen die Bauern: „Der Reine“. „Nein,“ sagt der Pfarrer, „der Schmutzige,
denn er bedarf das Bades. Also, wer nimmt das Bad an?“ Jetzt sagen die Bauern verdutzt: „der Schmutzige“.
„Nein, alle beide; denn der Reine ist gewohnt zu baden, und der Schmutzige bedarf des Bades. Wer nimmt
als das Bad an?“ Die Bauern sagen verwundert: „alle beide“. „Nein, keiner von Beiden; denn der Schmutzige
ist nicht gewohnt zu baden, und der Reine bedarf des Bades nicht“. „Aber Genosse Pfarrer, was soll das
heissen? Jedesmal sagst Du etwas anderes, und jedesmal drehst Du es so, wie es Dir passt.“ „Ja“, sagt
der Pfarrer, „das ist eben Dialektik“. …alles klar?
@ HansUrs Sie beherrschen die (zweifelhafte) „Kunst“, wortwörtlich „recht zu haben“ bei einer Sache,
die inhaltlich unehrlich ist, was Sie auch wissen. Sie haben dabei übrigens nach einem klassisch modernistische
System verfahren, indem Sie Irrtum und Wahrheit gemischt haben. Die von Ihnen angesprochenen Un-Eindeutigkeiten
beim Alten Ritus in Ehren, aber da begeben Sie sich nun wirklich auf ganz dünnes Eis. Wenn es beim NOM
nur solche Kleinigkeiten zu kritisieren gäbe, dann würde ich mir die Mühe vermutlich gar nicht machen.
Das nennt sich dann höchstens Feinschliff. Die Grundaussagen sind im Alten Ritus ganz klar erkennbar.
Jeder weiß, was den Mittelpunkt der Feier darstellt. Die von Ihnen genannte Passage hanc immaculatam
hostiam meint übrigens sicherlich nicht nur das Brot, sondern auch schon Christus selber, denn die Verzeihung
der Sünden und das Heil aller Christgläubigen kann man nur vom Opfer Christi und nicht von einem Brotopfer
erwarten. Der Ritus faltet hier einfach das aus, was sich in der Wandlung augenblicklich vollzieht. Kraft
für den Glauben darf man sicherlich nicht daraus ziehen, daß man anderen sagt, daß sie das Heil nicht
erreichen können. Trotzdem muß über die rechte Lehre gestritten werden dürfen. Nur ihre Verbreitung
bringt den Menschen Heil. Apg 10 zeigt das sehr schön. Der Text will die große Bedeutung der Heidenmission
hervorheben. Gott selbst zeigt hier das Ende des jüdischen Zeremonialgesetzes, um so ALLEN Menschen den
Weg ins Gottesreich zu eröffnen.
@ Katharina L. Über die Auslegung des christologischen Dogmas von Chalkedon wird heute immer noch gestritten,
ebenso… Na und? Was soll uns das sagen? Nur weil Streit herrscht, sind die „umstrittenen“ Texte doch
noch lange nicht unbestimmt. Beachten Sie bitte den Unterschied zwischen „unbestimmt“ und „inhaltlich
erschöpfend“! M. Luther hat auch alles mögliche bestritten. Er hat sich dabei auch von eindeutigen Formulierungen
nicht abhalten lassen. Trotzdem ist das kein Indiz für schlampiges Arbeiten auf vorangegangenen Konzilien,
sondern schlicht Häresie. Frühere Konzilien hatten meist den Zweck eine aktuelle Streitfrage zu klären.
Vor dem Konzil gab es demnach mind. zwei Meinungen. Nach dem Konzil dann nur noch eine, die als rechtgmäßig
angesehen wurde. Wer diese Meinung hartnäckig leugnete, war Häretiker. Zumindest die damals vorliegende
Streitfrage war nach dem Konzil immer entschieden. Wenn sich aus dieser Antwort Folgefragen ergaben, dann
war das nur normal, aber kein Indiz für Unbestimmtheit. Nie kam es vor, daß beide Streitparteien als
„Sieger“ aus einem Konzil hervorgingen. Hier handelt es sich um einen substantiellen Unterschied zum II.
Vat. Wenn ich heute zu wesentlichen Kernaussagen des Konzils einen liberalen und einen konservativen Katholiken
befrage, ist es sehr gut möglich, daß ich zwei entgegengesetzte Antworten bekomme, obwohl sich beide
auf ein und dieselbe Textstelle beziehen. Ich wüßte nicht, wie dies bspw. in Ihrem Beispiel von Chalcedon
möglich sein sollte.
@ Franz-Josef Klapdor Die Überschrift ist vieleicht nicht optimal, aber nicht unbedingt eine Falschaussage.
Besser wäre es gewesen, wenn man sie als eine Frage formuliert hätte. Aber Sie müssen zugeben, daß
etliche Priester – und nicht nur die – steif und fest behaupten würden, daß das II. Vat. genau das Gegenteil
von Bischof Müller behauptet habe. Wenn also deren Deutung vom II. Vat. als richtig unterstellt wird,
dann hat Bischof Müller dem Konzil auch widersprochen. Jetzt können Sie natürlich sagen, daß dies
lediglich an der Unkenntnis der Leute läge. Ich sage, daß lehramtliche Texte niemals so formuliert werden
dürfen. Das II. Vat. ist selber für dieses Durcheinander verantwortlich. Es handelt sich sozusagen um
eine durch das Konzil selbstverschuldete Unkenntnis des Gottevolkes. So schlampig hat davor noch kein
Konzil gearbeitet. Auch die Ausrede, daß es sich bein II. Vat. um pastorale Texte handele, zieht nicht.
Denn wenn es darum geht, die Verbindlichkeit zu diskutieren, dann wird aus den pastoralen Texten ganz
schnell ein Superdogma. Ja, was denn nun???? Schließlich noch zu Ihrer Ansicht, daß man keine Sichtweise
verabsolutieren sollte. Diesbezüglich würde Bischof Müller wohl energisch widersprechen. Er wandte
sich heute nämlich auch gegen die Diktatur des Relativismus. Er würde neben der lehramtlichen Ansicht
der Kirche zu Glaubensfragen sicher keine gleichberechtigte andere Ansicht gelten lassen. Daran ändert
auch das Heilsangebot Christi an alle nichts.
@HansUrs Sie versuchen mir die Worte im Munde herumzudrehen. Ich habe nie gesagt, daß der Alte Ritus
auf jede theologische Frage bis ins kleinste Detail eine eindeutige Antwort gibt. Dieser Ritus beantwortet
natürlich nicht alles. Aber alles, was er sagt, ist eindeutig!! Wer Messen in diesem Ritus besucht, merkt
schnell, wie schlecht die Texte des II. Vat. sind. Nicht umsonst wird mir von Gegnern des Alten Ritus’
immer wieder entgegengehalten, daß dieser Ritus nicht mit den Neuerungen des II. Vat. vereinbar sei;
vor allem mit der Religionsfreiheit, dem Ökumenismus und dem modernen Eucharistieverständnis nicht.
Wer die Texte kennt, der weiß nur zu genau, wie berechtigt dieser „Vorwurf“ ist. Um Nachzuweisen, daß
diese Aussage richtig ist, braucht es nur einen Schott, Augen im Kopf und einen klaren Verstand. Muslime
werden in den Gebeten der Kirche von jeher unter den „paganis“ (den Heiden) eingeschlossen. Schauen wir
doch, was der Alte Ritus zu den Heiden sagt…Karfreitag z.B: Lasset uns auch beten für die Heiden: Gott
der Allmächtige möge das Sündenelend von ihren Herzen nehmen, damit sie ihre Götzen verlassen und
sich bekehren zum lebendigen und wahren Gott und zu dessen eingebohrenen Sohn Jesus Christus, unserem
Gott und Herrn. […] Allmächtiger ewiger Gott…; befreie sie vom Götzendienst und vereinige sie mit
Deiner hl. Kirche… Eindeutig sind auch die Aussagen zu den Juden, die zeigen, daß der Alte Bund heute
nicht mehr gleichberechtigt neben dem Neuen Bund steht.
@ golfi eine sehr gute Entscheidung: Der Alte Ritus ist etwas, das zu jeder Zeit in allen Punkten im völligen
Einklang mit dem katholischen Glauben gestanden hat und steht…ohne wenn und aber und im Gegensatz zum
II. Vat. in jedem Punkt absolut eindeutig. Wer die Hl. Messe in diesem Ritus feiert, der wird über kurz
oder lang sehr genau wissen, wie man die Aussagen des II. Vat. zu bewerten hat.
@ Christian Hüller Als ein vorläufiges Fazit darf ich festhalten, dass die Aussage des Bischofs dem
II. Vat. NICHT widerspricht. Na, wenn das mal so klar wäre. Meiner Ansicht nach, liegt gerade hier das
Problem. Jeder kann in das II. Vat. reininterpretieren was er will. Der eine Professor, Priester bzw.
Bischof sagt das eine; der nächste genau das Gegenteil. Wenn niemand genau sagen kann, was wirklich gemeint
ist, dann ist das dem II. Vat. nicht positiv anzurechnen. Stattdessen ist es an der Zeit, daß aus Rom
endlich mal klar gesagt wird, was denn wirklich gemeint ist. Müsste ich mich entscheiden, was das Konzil
genau sagen wollte, dann könnte ich es nicht mit 100 %iger Gewißheit tun. Fakt ist jedoch, daß es etliche
Katholiken gibt, die behaupten, daß wir mit den Moslems zum gleichen Gott beten und sich dabei auf das
II. Vat berufen. Dieser Deutung wurde durch Bischof Müller nun widersprochen. Wenn das II. Vat. deshalb
sagen wollte, daß wir zum gleichen Gott beten, dann hätte Bischof Müller dem Konzil auch tatsächlich
widersprochen. Sagt das Vat. dagegen etwas anderes, dann hätte der Bischof eine Interpretation vorgelegt.
Beides wäre zu begrüßen! :)3 Die Predigt ist schließlich überhaupt nicht aus dem Zusammenhang gerissen
worden. Aufhänger der Predigt war das vielfach kritisierte Verhalten von Cardinal Meisner gegenüber
multireligiösen Feiern. Bischof Müller hat dem Card. den Rücken gestärkt und anschließend begründet
warum solche Feiern aus kath. Sicht nicht möglich sind.
#12 Defensor Fidei 17:31:27 | Sonntag, 10. Dezember 2006
Papst betet in Moschee *Zum ersten Mal habe ein Papst in einer Moschee Gott angerufen* Begeistert bin
ich davon nicht, aber mich tröstet die fromme Hoffnung , daß er bei dieser Gelegenheit den Dreifaltigen
Gott um die Bekehrung der Moslems angerufen hat. o^/
#47 Defensor Fidei 17:03:23 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
@ Inabikari Extra ecclesiam nulla salus ist die gewöhnlich zitierte Abwandlung eines Satzes von Cyprian
von Karthago, der im Original lautet Extra ecclesiam salus non est – Außerhalb der Kirche gibt es kein
Heil. Cyprian versteht „salus“ in diesem Zusammenhang vermutlich nicht in erster Linie als „ewiges Seelenheil“,
sondern im Blick auf die in der Kirche vorfindbaren Heilsgüter, nämlich die rechtmäßigen Sakramente
(legitima sacramenta) und die rechte Lehre (recta doctrina). Beides ist nach Cyprian nur in der Kirche,
die von einem rechtmäßigen Bischof geleitet wird, zu finden. Menschen können demnach durch die kath.
Religion und ihre Heilsmittel zu Gott gelangen. Durch andere Religionen können sie das nicht. Können
also Heiden nach kirchl. Lehre zu Gott gelangen? Ja, aber nur wenn sie ein sittlich gutes Leben führten
und ohne Schuld Gott nicht gekannt/erkannt haben. Wer diese Personen sind, weiß nur Gott. Haben diese
Menschen anderen Göttern angehangen, dann sind sie nicht durch sondern trotz ihrer falschen Religion
zu Gott gelangt. Grund ist auch in diesen Fällen allein das Heilswirken Christi. Nun noch kurz zur Frage
der Gerechtigkeit. Ja, es wäre gerecht, weil es gerecht wäre, wenn alle Menschen aufgrund ihrer Sündhaftigkeit
(Stichw. Erbsünde) von Gott verworfen werden würden. Wenn er die Menschen trotzdem rettet, dann nicht
weil sie ein Recht darauf hätten, sondern alleine aus Barmherzigkeit. Hierauf jedoch hat man kein Recht.
Stark komprimiert. Aber mehr Platz hab ich nicht
#63 Defensor Fidei 16:28:18 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
@ landorganist Möglicherweise sind die Begrifflichkeiten im Kirchenrecht anders, aber entscheidend ist
nicht der Name, sondern das, was sich dahinter für eine rechtliche Konstruktion verbirgt. Die Grundsätze
im deutschen Recht und im Kirchenrecht sind diesbezüglich absolut gleich. Sie sind Teil der allgemeinen
Rechtslehre; zumindest der europäischen, die ja ihren Ursprung im Kirchenrecht hat. Das weiß jeder,
der auch nur ein Semester lang Vorlesungen in Rechtsgeschichte besucht hat. Ein Blick in den CIC bestätigt
das auch. Dort wird genau unterschieden zwischen einer Exk, die sich schon aus dem Gesetz ergibt (excommunicatio
latae sententiae) und der Exkommunikation, die erst durch ausdrückliche Erklärung durch Bischof oder
Papst verhängt wird (excommunicatio ferendae sententiae). Im ersten Fall wird in einer Erklärung nur
noch festgestellt, daß sich jemand die Tatstrafe der Exk zugezogen hat. Die Erklärung hat keinen regelnden
Charakter. Ob das dann letztendlich VA, Erklärung, Dekret oder motu proprio heißt, ist völlig wurscht.
Maßgeblich für die Exk ist nur das Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen. Im zweiten Fall verhängt
die Kirche durch eine ausdr. Erklärung die Exk. Sie ergibt sich nicht automatisch aus dem CIC. Da im
Fall der FSSPX die Exk gem. can. 1364 § 1 eingetreten sein soll, kann sie sich nur aus dem Gesetz ergeben
und sonst gar nicht! So ist nunmal die Rechtslage. Ob es Ihnen gefällt oder nicht. Dafür gibt es ja
das Kirchenrecht.
#59 Defensor Fidei 12:08:29 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
@ landorganist *wie kann etwas festgestellt werden was nicht bewirkt wurde? Also bitte, die Fakten sind
völlig eindeutig.* So eindeutig sind die Fakten ja nun offensichtlich nicht. Sonst würde es die Äußerungen
des Cardinals ja nicht geben. Was nun die Bedeutung des Motu proprio angeht, so muß man rechtlich unterscheiden:
Es gibt gestaltende Verwaltungsakte (Rechtsverhältnis wird begründet oder geändert) und es gibt feststellende
Verwaltungsakte (Feststellung eines Rechtsverhältnisses, ohne es zu ändern). Can. 1364 – § 1 heißt:„Der
Apostat, der Häretiker oder der Schismatiker ziehen sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu…“ Das
Motu proprio ist als nur ein feststellender Verwaltungsakt und bewirkt aus sich heraus nichts. Tb-Vss
des can. 1364 § 1 sind entweder Apostasie, Häresie oder Schisma. Liegen diese Vss vor, dann hat man
sich bereits selber Exk. Liegen sie jedoch nicht vor, dann hat es nie eine Exk gegeben. Das Motu proprio
würde daran überhaupt nichts ändern, weil es eben kein gestaltender VA ist. Wie in jedem anderen Rechtssystem
kann eine Feststellung aber auch falsch sein. Wenn nun Card. Hoyos sagt, daß Häresie und formales Schisma
nicht vorliegen, dann wird man ja wohl noch seine Zweifel anmelden dürfen. PS Die Geschichte des Nicks
ist mir genau bekannt. Richtig müßte es aber heißen: Bis heute maßt sich der brit. Monarch diesen
Titel an.
#56 Defensor Fidei 10:59:12 | Donnerstag, 7. Dezember 2006
@ alle, die sich über die rechtliche Situation der FSSPX streiten Ich befürchte, daß man sich hier
nicht einigen wird. Das einzige was bei der rechtlichen Situation der FSSPX feststeht, ist, daß nichts
feststeht. Mal sagt Rom dies und dann wieder genau das Gegenteil. Meine Vermutung ist, daß man sich auch
im Vatikan selber nicht ganz sicher ist. Das Motu Proprio ist jedenfalls kein ausreichender Beweis; höchsten
ein Indiz. Selbst die FSSPX-Gegner bestreiten wohl nicht, daß die „Exkommunikation“ durch dieses Schreiben
nicht bewirkt, sondern höchstens festgestellt worden ist. Wenn die Voraussetzungen für die Feststellungen
nicht vorgelegen haben sollten, dann gäbe es nur noch einen Rechtsschein, der zu beseitigen wäre – übrigens
eine gute „Hintertür“, die man sich in Rom bewußt offenhalten will. Anders kann ich mir die Äußerungen
von Card. Hoyos nicht erklären, der sagte:„Wir stehen nicht vor einer Häresie. Man kann auf eine korrekte,
exakte und präzise Weise nicht sagen, daß ein Schisma vorliegt.“ Wenn das so ist, dann frage ich mich,
was denn die Grundlage für die Exk. gewesen sein soll? Ferner sagte Card. Hoyos: „Die Priesterbruderschaft
St. Pius X. befinde sich jedoch „innerhalb der Grenzen der Kirche. „Das Problem sei lediglich, daß eine
vollkommenere Gemeinschaft fehle.“ Ich denke, daß dies sehr gut zeigt, daß nichts klar ist. Hinzu kommt
noch viel Halbwissen. Nicht umsonst bedauert Card. Hoyos, daß innerhalb der Kirche – auch in deren obersten
Rängen – unglücklicherweise nicht immer eine völlige Kenntnis der Bruderschaft bestehe.
#50 Defensor Fidei 19:18:45 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@ Sirilo Wie die Vereinbarung zwischen der Familie des Grafen und den Armen Schulschwestern im einzelnen
ausgesehen hat, kann ich nicht sagen. Juristisch sind verschiedene Konstrukte denkbar: Entweder es wurde
lediglich eine Nutzungsüberlassung vereinbart oder aber es hat tatsächlich eine Schenkung gegeben, die
aber unter eine auflösende Bedingung gestellt worden ist. Auflösende Bedingung könnte z.B. gewesen
sein, daß der Orden den Standort aufgibt und auch die Diözese keinen Bedarf anmeldet. Diese Bedingungen
wären jetzt eingetreten. Im Ergebnis laufen beide Konstrukte auf das gleiche Ergebnis hinaus. Das Schloß/Kloster
fällt (inklusive der vollen Nutzungsrechte) an die Familie zurück.
#47 Defensor Fidei 17:11:07 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@ Sirilo Vor rund 150 Jahren hatte Carl von und zu Fraunhofen, das Schloss Poxau dem Orden der Armen Schulschwestern
als Kloster zur Verfügung gestellt. Der Orden hatte dort eine Hauswirtschaftsschule betrieben. Wegen
Nachwuchsmangel mußte der Orden das Kloster jetzt aber aufgeben. Weil auch der Regensburger Bischof dafür
keine neue Verwendung hatte, fiel es gemäß der alten Vereinbarung wieder in den Besitz der Familie zurück.
Da nun die Kapelle integraler Bestandteil des Schlosses ist und nicht außerhalb der Mauern steht, kann
sie nicht ohne weiteres von der Öffentlichkeit genutzt werden, wenn der Rest des Schlosses leersteht.
Ein dringendes Bedürfnis gibt es dafür auch nicht. Wie schon gesagt: Die Gemeinde hat eine eigene Pfarrkirche.
Diese steht, genauso wie die Schloßkirche, in Marklkofen-Poxau. Dazu muß man wissen, daß Poxau ein
Ortsteile von Marklkofen (3.700 Ew.) ist. Daneben gibt es noch weitere Kirchen vor Ort. Eine der Hauptsorgen
des örtl. Pfarrers (Mitglied bei „Wir-sind-Kirche“) ist übrigens die fehlende Heizung in der Filialkirche.
Der Graf dagegen muß sich jetzt den Kopf darüber zerbrechen, wie er den GANZEN Komplex in Zukunft nutzen
will. Wahrlich keine leichte Aufgabe! Wenn er in der Zwischenzeit seine (private) Schloßkapelle zur Feier
der Hl. Messe im altehrwürdigen Ritus zur Verfügung stellt, so kann ich das nur begrüßen, zumal auch
den Poxauern damit regelmäßig die Gelegenheit geboten wird, die Sonntagsmesse in St. Karl zu feirn.
#42 Defensor Fidei 10:01:06 | Mittwoch, 6. Dezember 2006
@ Sirilo „Verschweigen“ ist wohl nicht das richtige Wort. Es war nur für diesen Artikel nicht interessant.
kreuz.net wollte davon berichten, daß in der Schloßkapelle Poxau zum ersten Mal (nach einer ca. 35-jährigen
Pause) wieder eine Hl. Messe im „tridentinischen“ Ritus gefeiert worden ist. Die von Dir beschriebene
Vorgeschichte gibt den Sachverhalt außerdem nur sehr einseitig wieder. Ganz nach dem Motto: Der böse
Graf nimmt den Poxauern IHRE Schloßkirche weg. Fakt ist aber: Das Schloß befindet sich in Privatbesitz.
Bei St. Karl Borromäus handelt sich um eine Hauskapelle, die nur deshalb von der Gemeinde genutzt werden
konnte, weil das Schloß von den Schulschwestern bewohnt und genutzt worden ist. Nach dem Auszug der Schwestern
ist es wohl selbstverständlich, daß damit die Nutzung einer PRIVATkapelle, die in ein (nunmehr) leerstehendes
Gebäude integriert ist, für die Öffentlichkeit nicht mehr ohne weiteres möglich ist. Die Entfernung
der lit. Gerätschaften dürfte deshalb auch in erster Linie im Interesse der Gemeinde gewesen sein, da
sie wohl nicht die Absicht hatte, dem Grafen eine Schenkung zu machen. Schließlich wurde aus dem von
Dir zitierten Artikel ja auch klar, daß die Gemeinde noch über 2 andere Kirchen verfügt – unter anderem
ihre Gemeindekirche. Das dürfte wohl fürs erste ausreichen. Andere wäre froh darüber! Ich meine jedenfalls:
Die Poxauer sind zu beneiden. Eine winzige Gemeinde, 2 Kirchen, eine Kapelle, alten und neuen Ritus. Was
wollen sie mehr?
#31 Defensor Fidei 19:08:49 | Dienstag, 5. Dezember 2006
@ Benedikt Ein Volksaltar in der Schloßkapelle in Poxau? Bestimmt nicht! Dort gibt es keinen Volksaltar
und hat es auch nie einen gegeben. Die Bilder zu diesem Artikel zeigen nicht die Schloßkapelle in Poxau
(Bildunterschrift lesen!). Trotzdem hast Du insofern Recht, als in Poxau tatsächlich auch in letzter
Zeit Messen gefeiert worden sind. Aber eben nicht im altehrwürdigen Ritus.
Alles halb so wild… Ich weiß gar nicht, was das alles hier soll? Offensichtlich sind doch höchstens
die Begriffe in der Gegendarstellung schlecht gewählt. Aus kirchlicher Sicht ist Prof. Berger noch gültig
verheiratet. Die Scheidung ändert daran nichts. Theologisch betrachtet, kann diese Scheidung auch als
dauerhafte Trennung von Tisch und Bett betrachtet werden, die lediglich die bürgerlichen Wirkungen der
Ehe aufheben will. Dies kann unter Umständen auch sittlich zul. sein. Wenn Prof. Berger im Anschluß
daran mit einer anderen Frau eine bürgerl. Ehe schließt, dann ist von entscheidender Bedeutung, ob es
zwischen beiden Ehepartnern auch eine Geschlechtsgemeinschaft besteht. Wäre dies der Fall, dann wäre
auch die Behauptung, daß Prof. Berger im Konkubinat lebt, richtig. Lebt er mit dieser Frau jedoch nur
wie Bruder und Schwester zusammen, dann bricht er auch nicht seine weiterhin gültig bestehende (sakramentale)
Ehe und lebt auch nicht im Konkubinat*. Genau dies scheint im Fall von Prof. Berger auch der Fall zu sein
und sollte in der Gegendarstellung durch den (unglücklichen) Begriff „Josefsehe“ zum Ausdruck gebracht
werden. Solange nicht das Gegenteil erwiesen ist, sollten wir dies auch glauben! Freut Euch lieber über
den Neueintritt! *Als Konkubinat wird eine dauerhafte und nicht verheimlichte Form der geschlechtlichen
Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau, mehreren Männern oder mehreren Frauen bezeichnet, die in
der Regel rechtlich nicht abgesichert ist (wie z. B. durch eine Eh
#4 Defensor Fidei 12:38:14 | Donnerstag, 17. November 2005
Wichtige Klarstellung Ich freue mich über die Äußerungen von Card.Hoyos. Der Cardinal stellt in dem
betreffenden Interview einige Dinge klar, die eigentlich ganz selbstverständlich sein sollten. Nicht
zu Unrecht beklagt er die weit verbreitete Unwissenheit über den Status der FSSPX. Gläubigen, die sich
mit der Tradition verbunden fühlen, schallt daher in der Diskussion auch ständig entgegen, daß man
sich mit Schismatikern nicht über längst geklärte Fragen unterhalten müsse. Anschließend wird man
noch auf das 2. Vatikanum verwiesen. Eben jenes „pastorale“ Konzil, das im Laufe der Zeit scheinbar zum
Superdogma mutiert ist, in dessen Angesicht alles andere nicht mehr zählt. Bei dieser Abschottung – oder
soll ich sagen Angst? – vor der eigenen Vergangenheit (Tradition) ist es auch keineswegs verwunderlich,
daß bezüglich der entscheidenden Fragen, die von der FSSPX aufgeworfen werden, oft nur Halbwissen vorhanden
ist. Anders lassen sich Äußerungen wie:„Der NOM muß nur feierlich gestaltet werden, dann steht er dem
vorkonziliaren Ritus in nichts nach.“ (jeder, der das sagt, kennt den alten Ritus nicht) gar nicht erklären.
Schlimmer noch, wenn 90% glauben, daß die Ablehnung der Religionsfreiheit gleichbedeutend mit „Zwang
zum Glaube“ sei. Das ist natürlich kompletter Blödsinn. Natürlich muß der Akt frei getroffen werden.
Das leugnet auch die FSSPX nicht. Bedauerlicherweise kommen solche Ansichten aber nicht nur aus der liberalen
Ecke, sondern auch von Katholiken, die sich selber als konservativ bezeichne…