Samstag, 10. September 2005 11:08
Lesername: Frl.Ilse
Beiträge: 189
Frl.Ilse: @sirilo: Frage an den Fachmann
Ich muss Dir hier mal völlig außerhalb des Kontextes eine literarische Frage stellen, wenn ich schon
den Fachmann zur Hand habe: Habe ich das richtig mitbekommen, dass das Kapitel über die schreckliche
Familie Gaunt im aktuellen „Harry Potter“ eine Remineszenz an „Wuthering Heights“ ist? Daran fühlte ich
mich sofort bei der Schilderung der Personen und der Atmosphäre erinnert.
Wenn ja, Glückwunsch an Rowling, dann macht mir der Harry noch mehr Spaß. [mehr…]
Wenn ja, Glückwunsch an Rowling, dann macht mir der Harry noch mehr Spaß. [mehr…]
Samstag, 12. November 2005 18:46
Frl.Ilse: @an alle Diskutanten
Ich staune, dass ein Kinder- und Jugendbuch in irgendeiner Form für die Kirche relevant sein sollte.
HP ist kein theologisches Traktat, sondern reine Fiktion. H.P. hat mit Kirche oder Papst überhaupt nichts
zu tun. Einige Diskutanten erinnern mich wirklich an diejenigen, die, als die ersten Kinofilme Anfang
des 20 Jhts. liefen, die Filme für Realität hielten. Leute, Romane sind keine Realität! Spielfilme,
Opern oder Musicals auch nicht. Sie können vielleicht in einer Welt spielen, die der realen nachgebaut
ist, aber gerade HP spielt in einer eigenen Fantasy-Welt (weil er zu dieser Gattung gehört). Alles, was
darin vorkommt, Handlung u. Personen, hat Rowling sich ausgedacht (oder abgekupfert), um uns zu unterhalten
u. uns die Botschaft zu vermitteln, dass am Ende das Gute gewinnt und Freundschaft und Ehrlichkeit einen
hohen Stellenwert haben. Das hat sie in bester angelsächsischer Schreibtradition sehr witzig und spannend
gemacht. Wenn man HP mit solchen Ernst verurteilt, was ist mit „Faust“, „Macbeth“, „Sommernachtstraum“
und vielen anderen Werken der Weltliteratur? Sollte man die etwa auch nicht lesen?
Die Leute, die die HP-Welt ernst nehmen, rufen auch gerne bei der Polizei an, weil sie grüne Teufelchen in der Wohnung haben (und landen alle über kurz oder lang in Betreuung oder Klapse). Ich spreche aus dienstlicher Erfahrung. Genießt HP, er ist echt gut!!!! [mehr…]
Die Leute, die die HP-Welt ernst nehmen, rufen auch gerne bei der Polizei an, weil sie grüne Teufelchen in der Wohnung haben (und landen alle über kurz oder lang in Betreuung oder Klapse). Ich spreche aus dienstlicher Erfahrung. Genießt HP, er ist echt gut!!!! [mehr…]
Donnerstag, 10. November 2005 18:17
Frl.Ilse: @Empfehlung
Ich empfehle allen, die am Thema interessiert sind, einen Besuch in der Kirche der hl. Ursula in Köln.
In der Kapelle, in der Ursula und ihre vielen Tausend Jungfrauen dargestellt sind, habe ich mich wie in
einem hinduistischen Tempel gefühlt. Die Ähnlichkeiten waren wirklich frappierend, obwohl die Erbauer
sicherlich nichts vom Hinduismus wussten. Also: Etwas gelassener bleiben, wenn andere Kulturen ihre eigenen
Heiligen aufstellen wollen.
Denkt an den im Orient verehrten hl. Joasaphat – das ist der originale Buddha (= Bodhisattva), der sich in die christliche Hagiographie eingeschlichen hat. Das Christentum ist daran nicht zugrunde gegangen und wird es nicht tun. [mehr…]
Denkt an den im Orient verehrten hl. Joasaphat – das ist der originale Buddha (= Bodhisattva), der sich in die christliche Hagiographie eingeschlichen hat. Das Christentum ist daran nicht zugrunde gegangen und wird es nicht tun. [mehr…]
Donnerstag, 10. November 2005 16:55
Frl.Ilse: @Thema AIDS
AIDS ist eine Krankheit, die es tatsächlich gibt – in Westeuropa ist die Ansteckungsrate in der heterosexuellen
Bevölkerung geringer, eben w e i l in den 80er Jahren über die Krankheit und den Schutz davor (Kondome)
aufgeklärt wurde, bzw. „Propaganda gemacht wurde“. Die homosexuellen Männer traf es als erste, weil
über AIDS und den Schutz davor noch wenig bekannt war. Die Gesellschaft ist aufgewacht, hat reagiert
und Therapien und Medikamente entwickelt, die denjenigen, die es sich leisten können, das Leben verlängern
helfen.
In anderen Weltgegenden ist die gesamte Bevölkerung betroffen, also die mehrheitlich heterosexuelle. Das betrifft Afrika, Indien und Teile Osteuropas. Die Infektion verbreitet sich durch ungeschützten Sex und Kontakt mit Blut und Blutprodukten. Auf diesem Weg haben sich in 80er Jahren auch viele Deutsche angesteckt, als sie mangelhaft getestete Blutkonserven erhielten. Diese Menschen waren weder homosexuell, noch untreu noch drogensüchtig.
Der einzige Schutz bisher sind Kondome. In Afrika wird derzeit auch ein Gel getestet, dass sich Frauen vor dem Sex in die Vagina geben können. Wenn dies wirklich schützt, dann sind wir beim Kampf gegen die Krankheit auf gutem Wege. Dann sind die Frauen nicht mehr darauf angewiesen, dass ihre Männer/Partner Kondome benutzen, sondern können sich selbst schützen. [mehr…]
In anderen Weltgegenden ist die gesamte Bevölkerung betroffen, also die mehrheitlich heterosexuelle. Das betrifft Afrika, Indien und Teile Osteuropas. Die Infektion verbreitet sich durch ungeschützten Sex und Kontakt mit Blut und Blutprodukten. Auf diesem Weg haben sich in 80er Jahren auch viele Deutsche angesteckt, als sie mangelhaft getestete Blutkonserven erhielten. Diese Menschen waren weder homosexuell, noch untreu noch drogensüchtig.
Der einzige Schutz bisher sind Kondome. In Afrika wird derzeit auch ein Gel getestet, dass sich Frauen vor dem Sex in die Vagina geben können. Wenn dies wirklich schützt, dann sind wir beim Kampf gegen die Krankheit auf gutem Wege. Dann sind die Frauen nicht mehr darauf angewiesen, dass ihre Männer/Partner Kondome benutzen, sondern können sich selbst schützen. [mehr…]
Montag, 17. Oktober 2005 10:34
Frl.Ilse: @Ignatius und andere
Hier noch ein paar Fakten:
„Die neuztl. Hexenverfolgung beschränkte sich mit wenigen Ausnahmen auf das Territorium des Hl. Röm. Reiches, Schweiz, Niederlande, Lothringen, Schottland u. Polen.
Die Verfolgung forderte in Europa nach neueren Forschungen etwa 40.000 bis 60.000 Todesopfer, davon allein 25.000 auf dt.Boden. 80 % der Opfer waren Frauen. Theol.Grundlage f. d. Verfolgung i. d. kath. Landesteilen des Reiches bildete der von dem Dominikaner H. Institoris verfasste „Malleus Maleficarum“ (1487).Laien u. Kleriker, die die Hexenjagd ablehnten, wurde im Hexenhammer zu Häretikern erklärt und der Verfolgung preisgegeben: „Hairesis maxima est opera maleficarum non credere“.
Hexenbulle: Die 1484 von H. Institoris verfasste und von Innozenz VIII. unterzeichnete Bulle „Summis desiderantes“ hatte nur in den kath. bleibenden Gegenden Einfluss. Die Verfolgung von Hexen wurde von allen westlichen Kirchen bejaht und unterstützt. Die regionale Verfolgung war unterschiedlich; es gab hierbei Schwerpunkte wie z. B. das Rheinland und das Schweizer Wallis. Aber es gab auch andere Gegenden, in denen kaum Verfolgung stattfand.“
Ich empfehle dazu auch die neueste Studie von Wolfgang Behringer.(„Hexen, Glaube,Verfolgung“).
Ich empfehle, endlich erwachsen zu werden und sich aus der Märchenwelt zu verabschieden. Ich werde das tun, indem ich mich einem erwachsenen, nämlich protestantischen Glauben zuwende.
Tschüss, zurückgebliebene Gespenster-Gläubige [mehr…]
„Die neuztl. Hexenverfolgung beschränkte sich mit wenigen Ausnahmen auf das Territorium des Hl. Röm. Reiches, Schweiz, Niederlande, Lothringen, Schottland u. Polen.
Die Verfolgung forderte in Europa nach neueren Forschungen etwa 40.000 bis 60.000 Todesopfer, davon allein 25.000 auf dt.Boden. 80 % der Opfer waren Frauen. Theol.Grundlage f. d. Verfolgung i. d. kath. Landesteilen des Reiches bildete der von dem Dominikaner H. Institoris verfasste „Malleus Maleficarum“ (1487).Laien u. Kleriker, die die Hexenjagd ablehnten, wurde im Hexenhammer zu Häretikern erklärt und der Verfolgung preisgegeben: „Hairesis maxima est opera maleficarum non credere“.
Hexenbulle: Die 1484 von H. Institoris verfasste und von Innozenz VIII. unterzeichnete Bulle „Summis desiderantes“ hatte nur in den kath. bleibenden Gegenden Einfluss. Die Verfolgung von Hexen wurde von allen westlichen Kirchen bejaht und unterstützt. Die regionale Verfolgung war unterschiedlich; es gab hierbei Schwerpunkte wie z. B. das Rheinland und das Schweizer Wallis. Aber es gab auch andere Gegenden, in denen kaum Verfolgung stattfand.“
Ich empfehle dazu auch die neueste Studie von Wolfgang Behringer.(„Hexen, Glaube,Verfolgung“).
Ich empfehle, endlich erwachsen zu werden und sich aus der Märchenwelt zu verabschieden. Ich werde das tun, indem ich mich einem erwachsenen, nämlich protestantischen Glauben zuwende.
Tschüss, zurückgebliebene Gespenster-Gläubige [mehr…]
Samstag, 15. Oktober 2005 04:17
Frl.Ilse: @Benedikt
Letzte Woche habe ich noch in einer Zeitung (ich meine, die Düsseldorfer „Rheinische Post“) gelesen,
dass es bei den Protestanten mehr Pfarrer gibt, als sie brauchen können. Ich gebe aber zu, dass ich die
Quelle jetzt nicht genau überprüft habe.
Aber vielleicht stehen die Prostestanten besser da, weil auch Frauen Pfarrerinnen werden.
Mittlerweile geht sogar meine Mutter (katholisch) lieber zur evangelischen Pfarrerin in den Gottesdienst, als zu dem alten, schon recht tattrigen Herrn, der hin und wieder in der zuständigen katholischen Kirche erscheint, um die Messe zu lesen (einen festen Pfarrer gibt es dort seit Jahren nicht mehr). Meine Mutter fühlt sich bei der Pfarrerin wesentlich besser seelsorgerisch und geistlich betreut und verstanden. Vermutlich ist sie schon längst kein Einzelfall mehr unter den Katholiken [mehr…]
Aber vielleicht stehen die Prostestanten besser da, weil auch Frauen Pfarrerinnen werden.
Mittlerweile geht sogar meine Mutter (katholisch) lieber zur evangelischen Pfarrerin in den Gottesdienst, als zu dem alten, schon recht tattrigen Herrn, der hin und wieder in der zuständigen katholischen Kirche erscheint, um die Messe zu lesen (einen festen Pfarrer gibt es dort seit Jahren nicht mehr). Meine Mutter fühlt sich bei der Pfarrerin wesentlich besser seelsorgerisch und geistlich betreut und verstanden. Vermutlich ist sie schon längst kein Einzelfall mehr unter den Katholiken [mehr…]
Samstag, 15. Oktober 2005 04:08
Frl.Ilse: @Ignatius
Schon eine Frau oder ein Mann, die im Namen der christlichen Religion aus reinem Aberglauben als „Hexen“
getötet wurden, sind einer oder eine zuviel. Hier mit Zahlen herumzuwerfen, rechtfertigt gar nichts.
Auch in protestantischen Europa gab es Hexenverbrennungen, auch Calvin hat in Genf Miguel Servet verbrennen lassen – im Namen der Religion der Liebe und Barmherzigkeit und ebenso skandalös. Die Protestanten haben das aber schon lange erkannt, welchen Irrweg sie gegangen sind und dies auch öffentlich kundgetan. Hier im Forum tummeln sich jedoch immer noch Menschen, die an Hexen, Dämonen oder die Marsmännchen glauben – und offenbar von kirchlichen Kreisen in ihrer Harry-Potter-Welt noch bestärkt werden. [mehr…]
Auch in protestantischen Europa gab es Hexenverbrennungen, auch Calvin hat in Genf Miguel Servet verbrennen lassen – im Namen der Religion der Liebe und Barmherzigkeit und ebenso skandalös. Die Protestanten haben das aber schon lange erkannt, welchen Irrweg sie gegangen sind und dies auch öffentlich kundgetan. Hier im Forum tummeln sich jedoch immer noch Menschen, die an Hexen, Dämonen oder die Marsmännchen glauben – und offenbar von kirchlichen Kreisen in ihrer Harry-Potter-Welt noch bestärkt werden. [mehr…]
Freitag, 14. Oktober 2005 15:45
Frl.Ilse: @Dämonen
Nee, Leuten, dieser Damönen- und Hexen-Unfug beleidigt wirklich meinen von Gott gegebenen Verstand. Da
kann ich nicht bei bleiben (und mein hart verdientes Geld
d a f ü r in Form von Kirchensteuer ausgeben).
Das Mittelalter ist ein faszinierendes Thema, über das man viel diskutieren könnte. Aber das ist ja eigentlich nicht unser Thema. Vielleicht sollte mal jemand ein Mittelalter-Thread aufmachen.
In Sachen Frz. Revolution ist die Aussage möglicherweise richtig. Aber die Ideologen der Revolution waren Menschen und folgten einer menschengemachten, in menschenverachtende abgleitende Idee. Die Hexen wurden im Namen der Kirche Jesu Christi, im Namen der Religion der Nächstenliebe und Barmherzigkeit getötet, und das ist ein ungeheurer Skandal. So etwas hätte niemals passieren dürfen. [mehr…]
d a f ü r in Form von Kirchensteuer ausgeben).
Das Mittelalter ist ein faszinierendes Thema, über das man viel diskutieren könnte. Aber das ist ja eigentlich nicht unser Thema. Vielleicht sollte mal jemand ein Mittelalter-Thread aufmachen.
In Sachen Frz. Revolution ist die Aussage möglicherweise richtig. Aber die Ideologen der Revolution waren Menschen und folgten einer menschengemachten, in menschenverachtende abgleitende Idee. Die Hexen wurden im Namen der Kirche Jesu Christi, im Namen der Religion der Nächstenliebe und Barmherzigkeit getötet, und das ist ein ungeheurer Skandal. So etwas hätte niemals passieren dürfen. [mehr…]
Freitag, 14. Oktober 2005 15:36
Frl.Ilse: @Internet
Tja, Leute, das hier ist das Internet. Das freieste und ungebundendste Medium, dass es gibt. Da muss man
entweder ertragen, dass es Menschen gibt, die andere Meinungen vertreten oder zum reinen Vergnügen hier
teilnehmen oder den Chat in eine Newsgroup mit exklusivem Zugang umwandeln.
Ich staune aber wirklich über Richards genaueste Kenntnisse aus dem Bereich Analsex. Wo hat er die her? Veröffentlicht der Vatikan solche wissenschaftlichen Ergüsse?
Auch hier sei angemerkt: Nicht alle Schwulen (Männer, wohlgemerkt) haben Analsex, sehr viele Hetero-Paare hingegen schon. Lesben fallen hier ganz raus. Und schon fällt die schöne Theorie in sich zusammen. [mehr…]
Ich staune aber wirklich über Richards genaueste Kenntnisse aus dem Bereich Analsex. Wo hat er die her? Veröffentlicht der Vatikan solche wissenschaftlichen Ergüsse?
Auch hier sei angemerkt: Nicht alle Schwulen (Männer, wohlgemerkt) haben Analsex, sehr viele Hetero-Paare hingegen schon. Lesben fallen hier ganz raus. Und schon fällt die schöne Theorie in sich zusammen. [mehr…]
Freitag, 14. Oktober 2005 15:25
Frl.Ilse: „unter Verwendung der kirchlichen Code-Wörter“
Was soll das denn heißen? Können oder wollen die sich nicht klar ausdrücken? Die Botschaft Jesu und
der Kirche braucht doch keine geheimnisvollen Verschlüsselungen.
Alles im Text kann ich nicht nachvollziehen – doch man erkennt, dass ziemlich viel diskutiert wird, das ist schon mal gut. Aber was meint die Lebensrechtlerin aus Honduras mit Erziehung zur Weiblichkeit? Als Frau weiß man durchaus, dass man weiblichen Geschlechts ist. Ich wüsste nicht, warum noch extra dazu erzogen werden sollte (oder meint die Dame etwa: Nach den Vorstellungen anderer, wie eine Frau zu sein hat, geformt werden?). In diesem Zusammenhang bleibt auch die Frage, was mit den Frauen ist, die nicht Mutter werden können oder wollen? Die werden gar nicht erwähnt, obwohl das doch ziemlich viele sind.
Auch in Sachen Zölibat gäbe es einiges zu bemerken. So kann die Aufhebung sicherlich neue Probleme mit sich bringen, aber die Beibehaltung führt ja ganz deutlich auch zu gewaltigen Schwierigkeiten. Was die Berufungen angeht: Die deutschen Protestanten, die ja heiraten dürfen, wissen nicht mehr, wohin mit ihren Pfarrern, weil es mehr gibt, als sie brauchen. Also gibt es wohl keinen zwingenden Zusammenhang zwischen der Einführung der Ehe für Pfarrer und dem Rückgang von Berufungen. [mehr…]
Alles im Text kann ich nicht nachvollziehen – doch man erkennt, dass ziemlich viel diskutiert wird, das ist schon mal gut. Aber was meint die Lebensrechtlerin aus Honduras mit Erziehung zur Weiblichkeit? Als Frau weiß man durchaus, dass man weiblichen Geschlechts ist. Ich wüsste nicht, warum noch extra dazu erzogen werden sollte (oder meint die Dame etwa: Nach den Vorstellungen anderer, wie eine Frau zu sein hat, geformt werden?). In diesem Zusammenhang bleibt auch die Frage, was mit den Frauen ist, die nicht Mutter werden können oder wollen? Die werden gar nicht erwähnt, obwohl das doch ziemlich viele sind.
Auch in Sachen Zölibat gäbe es einiges zu bemerken. So kann die Aufhebung sicherlich neue Probleme mit sich bringen, aber die Beibehaltung führt ja ganz deutlich auch zu gewaltigen Schwierigkeiten. Was die Berufungen angeht: Die deutschen Protestanten, die ja heiraten dürfen, wissen nicht mehr, wohin mit ihren Pfarrern, weil es mehr gibt, als sie brauchen. Also gibt es wohl keinen zwingenden Zusammenhang zwischen der Einführung der Ehe für Pfarrer und dem Rückgang von Berufungen. [mehr…]
Freitag, 14. Oktober 2005 00:19
Frl.Ilse: @Benedikt
Seriöse Mittelalter-Historiker gibt es mengenhaft, daher nur eine kleine Auswahl: Hartmut Boockmann,
Josef Fleckenstein, Rudolf Schieffer, Theo Kölzer, Jacques LeGoff, Steven Runciman, Frantisek Graus usw…
Sagen aber alle dasselbe: MA war ein finstere Zeit, in der so ziemlich alles verkam, was in der Antike aufgebaut worden war – aus den verschiedensten Gründen. Einzige positive Ausnahme, die mir spontan einfällt: Die Abschaffung der Sklaverei im Laufe des Hochmittelalters.
Zu den Dämonen: Sollte es in der katholischen Kirche tatsächlich ein Dogma sein, dass es solchen Unfug wie Damönen, Hexen usw. gibt, bin ich die längste Zeit katholisch gewesen. Schließlich bin ich noch klar genug im Kopf, um einen solchen Mist nicht zu glauben. Ich habe schon lange den Verdacht, dass die Protestanten in vielen Recht haben, u. a. damit, Irrsinn und Aberglauben auszumerzen, der dem menschlichen Verstand wahrlich nicht würdig ist. [mehr…]
Sagen aber alle dasselbe: MA war ein finstere Zeit, in der so ziemlich alles verkam, was in der Antike aufgebaut worden war – aus den verschiedensten Gründen. Einzige positive Ausnahme, die mir spontan einfällt: Die Abschaffung der Sklaverei im Laufe des Hochmittelalters.
Zu den Dämonen: Sollte es in der katholischen Kirche tatsächlich ein Dogma sein, dass es solchen Unfug wie Damönen, Hexen usw. gibt, bin ich die längste Zeit katholisch gewesen. Schließlich bin ich noch klar genug im Kopf, um einen solchen Mist nicht zu glauben. Ich habe schon lange den Verdacht, dass die Protestanten in vielen Recht haben, u. a. damit, Irrsinn und Aberglauben auszumerzen, der dem menschlichen Verstand wahrlich nicht würdig ist. [mehr…]
Donnerstag, 13. Oktober 2005 18:06
Frl.Ilse: @Erschrecken
Ich dachte, wenn man sich hier am Chat beteiligt, verpflichtete man sich, zumindest völligen Unsinn zu
unterlassen. Aber ofenbar gibt es hier Chatter, die völligen Unsinn im Kopf haben und an Hexen und Dämonen
(vielleicht auch Trolle, Werwölfe, Würgeeichen, Marsmännchen und Nessie) glauben. Die exsitieren im
„Harry Potter“ oder in us-amerikanischen Horrorfilmen, aber nicht in der realen Welt. Wer sich von solchen
Wesen umgeben sieht, ist behandlungsbedürftig. Aus meiner Erfahrung als Streifenpolizistin weiß ich,
dass solche Leute, die Gespenster sehen, in aller Regel harmlos sind und Ruhe geben, wenn man die „Gespenster“
oder „Marsmännchen“ mit irgendeinem Schnickschnack vertreibt. Was aber, wenn das nicht mehr reicht? Wenn
sie plötzlich mit der Axt in der Hand im Nachbarhaus stehen, weil sie dort Trolle oder Hexen vermuten?
Da macht mir zuweilen Sorgen.
Übrigens: Das Mittelalter endet geschichtswissenschaftlich zwischen der Mitte des 15. und der Mitte des 16.Jahrhunderts. Es ist also definitiv vorbei, auch wenn das einige hier noch nicht glauben können. Das Mittelalter w a r eine dunkle und trübe Zeit für die europäische Menschheit, das wird jeder seriöse Historiker bestätigen. [mehr…]
Übrigens: Das Mittelalter endet geschichtswissenschaftlich zwischen der Mitte des 15. und der Mitte des 16.Jahrhunderts. Es ist also definitiv vorbei, auch wenn das einige hier noch nicht glauben können. Das Mittelalter w a r eine dunkle und trübe Zeit für die europäische Menschheit, das wird jeder seriöse Historiker bestätigen. [mehr…]
Donnerstag, 13. Oktober 2005 17:46
Frl.Ilse: @alle
Hui, da kommen aber Emotionen auf. Einer der Chatter schreibt, er sei Satanist und schicke einen Fluch
vorbei, und schon bricht hier das Chaos auf den Seiten aus! Keine Angst, auch verlinkte Flüche (hübsche
Idee!) sind unschädlich. Lasst Euch nicht so verladen von Chattern, die Euch hier aufziehen wollen.
Es reicht, dass sich hier einige von der katholischen Kirche verladen lassen, die immer noch behauptet, Homosexualität sei unnatürlich und schade der Gesellschaft. Der polnische Politiker pustet seine Behauptungen ins die Welt, weil er damit im konservativen Polen eine Wahl gewinnen will (mit ziemlich unlauteren Mitteln, denn er nutzt bewußt Vorurteile und Diskriminierungen – dass ist wirklich mehr als unchristlich!!). Warum allerdings Homosexuelle für die Gesellschaft so schlimm sind, hat mir noch keiner hier erklären können. Jedenfalls ist Homosexualität keine Krankheit, ist nicht ansteckend und in irgendeiner Form gefährlich. Wenn überhaupt, schadet sich der Homosexuelle selbst, wenn er wider Erwarten doch in die Hölle kommt und den Rest der Ewigkeit Buße tun muss. Könnte aber auch sein, dass die vorurteilsbeladenen und abgezockten Politiker dort landen und büßen müssen – das halte ich für eher wahrscheinlich. [mehr…]
Es reicht, dass sich hier einige von der katholischen Kirche verladen lassen, die immer noch behauptet, Homosexualität sei unnatürlich und schade der Gesellschaft. Der polnische Politiker pustet seine Behauptungen ins die Welt, weil er damit im konservativen Polen eine Wahl gewinnen will (mit ziemlich unlauteren Mitteln, denn er nutzt bewußt Vorurteile und Diskriminierungen – dass ist wirklich mehr als unchristlich!!). Warum allerdings Homosexuelle für die Gesellschaft so schlimm sind, hat mir noch keiner hier erklären können. Jedenfalls ist Homosexualität keine Krankheit, ist nicht ansteckend und in irgendeiner Form gefährlich. Wenn überhaupt, schadet sich der Homosexuelle selbst, wenn er wider Erwarten doch in die Hölle kommt und den Rest der Ewigkeit Buße tun muss. Könnte aber auch sein, dass die vorurteilsbeladenen und abgezockten Politiker dort landen und büßen müssen – das halte ich für eher wahrscheinlich. [mehr…]
Montag, 10. Oktober 2005 09:53
Frl.Ilse: @Ignatius
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen:
Pädophilie ist ein Verbrechen und wird es bleiben – die Gesetzgebung bzgl. Sexualdelikten gegenüber Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen ist in den letzten Jahren noch verschärft worden. Homosexualität ist keine Straftat, weil dadurch bei niemandem ein Schaden für die Person oder Gesellschaft entsteht – übrigens war man im Mittelalter davon überzeugt, dass es Hexerei gibt oder das ein Exorzismus psyschiche Krankheiten heilt. Da ist heute aber auch nicht mehr strafbar bzw. üblich. Die Menschheit schreitet in ihrem Wissen eben voran. Die Täter von Sexualstraftaten sind zu über 90% Männer, von denen wieder die überwiegende Mehrheit heterosexuell, wie es der Verteilung in der Bevölkerung entspricht. Wenn Frauen der Pädophilie oder anderer Sexualstraftaten überhaupt strafbar werden, dann in 99% der Fälle als Anstifterinnen, Mittäterinnen, in der Gehilfeneigenschaft oder als Verdeckerinnen bzw. durch Nichtanzeige einer Strafttat.
Ich sitze an der Quelle (nämlich bei der Polizei) und kenne die Statistiken und Täterprofile. Übrigens werden auch alle anderen Straftaten zu 2/3 von Männern begangen. Gäbe es eine Welt nur mit Frauen, konnte sich die Polizei bald auflösen. [mehr…]
Pädophilie ist ein Verbrechen und wird es bleiben – die Gesetzgebung bzgl. Sexualdelikten gegenüber Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen ist in den letzten Jahren noch verschärft worden. Homosexualität ist keine Straftat, weil dadurch bei niemandem ein Schaden für die Person oder Gesellschaft entsteht – übrigens war man im Mittelalter davon überzeugt, dass es Hexerei gibt oder das ein Exorzismus psyschiche Krankheiten heilt. Da ist heute aber auch nicht mehr strafbar bzw. üblich. Die Menschheit schreitet in ihrem Wissen eben voran. Die Täter von Sexualstraftaten sind zu über 90% Männer, von denen wieder die überwiegende Mehrheit heterosexuell, wie es der Verteilung in der Bevölkerung entspricht. Wenn Frauen der Pädophilie oder anderer Sexualstraftaten überhaupt strafbar werden, dann in 99% der Fälle als Anstifterinnen, Mittäterinnen, in der Gehilfeneigenschaft oder als Verdeckerinnen bzw. durch Nichtanzeige einer Strafttat.
Ich sitze an der Quelle (nämlich bei der Polizei) und kenne die Statistiken und Täterprofile. Übrigens werden auch alle anderen Straftaten zu 2/3 von Männern begangen. Gäbe es eine Welt nur mit Frauen, konnte sich die Polizei bald auflösen. [mehr…]
Freitag, 7. Oktober 2005 19:32
Frl.Ilse: @Mir scheint,
dass wohl an dem Gerücht, etwa ein Viertel aller katholischen Geistlichen sei homoseuxuell, offenbar
doch was dran ist, sonst würde sich der Vatikan nicht so intensiv damit beschäftigen. Wenn dem so ist:
Welch ein Gipfel der Heuchelei! Nach außen alles gegen Homosexualität unternehmen und den Untergang
des Abendlandes darin sehen, und nach innen alle Augen zudrücken! Unglaublich, dieser Laden, der sich
katholische Kirche nennt.
Zum allgemeinen Verständnis sei noch mal erwähnt, das Homosexualität und Pädophilie zwei völlig verschiedene Dinge sind. Homosexualität ist die Neigung zum gleichen Geschlecht, zur erwachsenen Person, ist straffrei und wird von den Partnern freiwillig ausgeübt. Pädophilie ist ein Verbrechen, bei dem der Täter (es sind praktisch nur Männer) Kinder gegen deren Willen sexuell mißbraucht. Der Täter kann dabei hetero- oder homosexuell sein, die meisten Täter sind heterosexuell. [mehr…]
Zum allgemeinen Verständnis sei noch mal erwähnt, das Homosexualität und Pädophilie zwei völlig verschiedene Dinge sind. Homosexualität ist die Neigung zum gleichen Geschlecht, zur erwachsenen Person, ist straffrei und wird von den Partnern freiwillig ausgeübt. Pädophilie ist ein Verbrechen, bei dem der Täter (es sind praktisch nur Männer) Kinder gegen deren Willen sexuell mißbraucht. Der Täter kann dabei hetero- oder homosexuell sein, die meisten Täter sind heterosexuell. [mehr…]
Donnerstag, 6. Oktober 2005 16:03
Frl.Ilse: @Wahrheit und Weisheit
Thaumaturgos hat Recht und es sehr schön ausgedrückt – wir sollen die Bibel nicht wörtlich nehmen, aber die Wahrheit, die darin ausgedrückt wird, annehmen. Schließlich muss ich nicht wörtlich nehmen, dass die Väter des Volkes Israel alle mehrere hundert Jahre alt wurden. Wahrheit dahinter ist doch die, dass sie im Vertrauen auf Gott ein gutes und langes Leben hatten und wir uns das zum Vorbild nehmen sollten. Die biblischen Bücher wurden von Menschen geschrieben, die uns mittels des Werkzeugs der Sprache und Literatur die Wahrheit Gottes nahebringen. Die Genesis oder die Psalmen zählt anerkanntermaßen zu den größten Werken der Weltliteratur. Die Genesis ist aber kein Geschichtsbuch in unserem heutigen Sinne. Daher muss sie auch mit den Mitteln und Möglichkeiten der Litertur und natürlich der Theologie interpretiert werden. Ich persönlich finde, dass die Bibel dann noch tiefere Wahrheiten ausspricht als durch das schnöde „Wörtlichnehmen“ – denn in jeder großen Literatur steckt eine große Wahrheit und Weisheit. Nur dadurch wird erst die Wahrheit der Bibel universal und unabhängig von zeitgemäßen Interpretationen; und die Frage, wie man denn den wiederkäuenden Hasen einsortiert, stellt sich gar nicht. [mehr…]
Mittwoch, 5. Oktober 2005 12:04
Frl.Ilse: @Froh über Kommunionhelfer
Ich bin sehr froh, dass es Kommunionhelfer gibt. Vor Jahren habe ich selbst beobachtet, wie der damalige
Gemeindepfarrer kurz vor Meßbeginn, allerdings noch in zivil, schnell in die Büsche hinter der Kirche
gesprungen ist. Es war wohl ein dringendes Bedürfnis, kann jeden mal packen – aber dann hat er die Messe
gelesen, ohne sich die Hände zu waschen. Das ist unhygienisch. Offenbar sind Männer, selbst wenn sie
Pfarrer sind, in diesem Punkt doch Schweine. Seitdem nehme ich die Kommunion, wenn irgend möglich, nur
von Frauen in Empfang, denen ich auf diesem Gebiet mehr zutraue. Da packt mich nicht der nagende Zweifel
vorne an der Bank: „Hat er sich wohl die Hände gewaschen…“
Ich bin sehr dankbar, dass es insbesondere Frauen als Kommunionhelfer gibt. [mehr…]
Ich bin sehr dankbar, dass es insbesondere Frauen als Kommunionhelfer gibt. [mehr…]
Dienstag, 4. Oktober 2005 17:14
Frl.Ilse: @Lilith
Im Prinzip hast Du recht. Wahrscheinlich ist aber die Gelegenheit in einer rein weiblichen oder männlichen
Umgebung für Homosexuelle etwas größer als im normalen Leben.
Aber wie will man es anstellen, Homosexuelle zu erkennen und auszuschließen? Das steht ihnen ja nicht auf der Stirn geschrieben.
Was ist mit denen, deren Coming-Out erst viel später erfolgt, wenn sie schon einem Orden angehören? Die kann man ja nicht auf die Straße setzen.
Und ist es gerecht, einem Menschen, der als sein Lebensziel eine Ordensgemeinschaft sieht, dieses Ziel zu verwehren? Schließlich verspricht auch der/die Homosexuelle die Enthaltsamkeit, die er/sie genauso wie der/die Heterosexuelle brechen kann. Ich meine, es widerspricht der Gerechtigkeit, Homosexuelle, die sich berufen fühlen, von ihrem Ziel auszuschließen. [mehr…]
Aber wie will man es anstellen, Homosexuelle zu erkennen und auszuschließen? Das steht ihnen ja nicht auf der Stirn geschrieben.
Was ist mit denen, deren Coming-Out erst viel später erfolgt, wenn sie schon einem Orden angehören? Die kann man ja nicht auf die Straße setzen.
Und ist es gerecht, einem Menschen, der als sein Lebensziel eine Ordensgemeinschaft sieht, dieses Ziel zu verwehren? Schließlich verspricht auch der/die Homosexuelle die Enthaltsamkeit, die er/sie genauso wie der/die Heterosexuelle brechen kann. Ich meine, es widerspricht der Gerechtigkeit, Homosexuelle, die sich berufen fühlen, von ihrem Ziel auszuschließen. [mehr…]
Dienstag, 4. Oktober 2005 17:08
Frl.Ilse: @Kleiderordnung?
Wer kann mir denn mal die Kleiderordnung für eine Messe erklären?
Ich dachte, es gibt den farbigen Umhang für „drüber“, der je nach Anlass wechselt, und ein weißes Gewand für „drunter“. Jedenfalls sehe ich als Laie nicht mehr.
Bislang war ich immer der Meinung, dass es sich bei der Berufsbekleidung für Pfarrer um so was wie die deutsche Polizeiuniform handelt: Im Prinzip einheitlich und für alle erkennbar, aber individuell immer der Gelegenheit und dem Wetter angepasst (weiße oder die seltene grüne Mütze; Parka oder Lederjacke oder Blouson, usw…). Individuell gibt es so gut wie keine Vorschriften. Hauptsache ist, man hat erkennbar die Uniform an.
Habe neuerdings sogar erfahren, dass es auch bei protestantischen Pfarrern Unterschiede in den weißen Schleifen (Beffchen) gibt – hatte ich gar nicht gewußt.
Damit wir uns verstehen: Ich bin ein Verfechter der Berufsbekleidung für Pfarrer (ev. und kath.) wie für Polizeibeamte, um die Aufgabe und das Amt für alle nach außen sichtbar zu machen. Mit der amerikanisch-freikirchlichen Sitte, in zivil zu kommen, kann ich mich nicht anfreunden. [mehr…]
Ich dachte, es gibt den farbigen Umhang für „drüber“, der je nach Anlass wechselt, und ein weißes Gewand für „drunter“. Jedenfalls sehe ich als Laie nicht mehr.
Bislang war ich immer der Meinung, dass es sich bei der Berufsbekleidung für Pfarrer um so was wie die deutsche Polizeiuniform handelt: Im Prinzip einheitlich und für alle erkennbar, aber individuell immer der Gelegenheit und dem Wetter angepasst (weiße oder die seltene grüne Mütze; Parka oder Lederjacke oder Blouson, usw…). Individuell gibt es so gut wie keine Vorschriften. Hauptsache ist, man hat erkennbar die Uniform an.
Habe neuerdings sogar erfahren, dass es auch bei protestantischen Pfarrern Unterschiede in den weißen Schleifen (Beffchen) gibt – hatte ich gar nicht gewußt.
Damit wir uns verstehen: Ich bin ein Verfechter der Berufsbekleidung für Pfarrer (ev. und kath.) wie für Polizeibeamte, um die Aufgabe und das Amt für alle nach außen sichtbar zu machen. Mit der amerikanisch-freikirchlichen Sitte, in zivil zu kommen, kann ich mich nicht anfreunden. [mehr…]
Sonntag, 2. Oktober 2005 15:06
Frl.Ilse: @Röschenz
Ich habe den Fall nicht so genau verfolgt, aber in der Schweiz geht es ja hoch her!
Was mich interessiert: Ist der Bischof Koch eigentlich mal persönlich vor Ort gewesen, um sich mit dem Pfarrer und er Gemeinde zu unterhalten?
Wenn ja, dann sind sicher alle Mittel ausgeschöpft. wenn nicht, wäre es doch eine Möglichkeit, die Position und Argumente mal direkt auszutauschen. Das Interesse ist sicherlich riesig. [mehr…]
Was mich interessiert: Ist der Bischof Koch eigentlich mal persönlich vor Ort gewesen, um sich mit dem Pfarrer und er Gemeinde zu unterhalten?
Wenn ja, dann sind sicher alle Mittel ausgeschöpft. wenn nicht, wäre es doch eine Möglichkeit, die Position und Argumente mal direkt auszutauschen. Das Interesse ist sicherlich riesig. [mehr…]
Freitag, 30. September 2005 08:40
Frl.Ilse: @kreuz.net
Warum muss sich kreuz.net verstecken und kann nicht darlegen, wer wirklich der Betreiber ist? Warum sitzen
die Betreiber in Kalifornien, genauso hunderte Kinderporno- oder Rechtsradikalen-Seiten? Offenbar, weil
sie Angst haben! Wie verträgt sich das mit Gottes Wort? Na, gar nicht. Das verträgt sich aber mit einigen
Artikeln und Äußerungen auf diesen Seiten, die z. T. offenen Antisemitismus predigen. Da möchte man
sich schon vor der Justiz verborgen halten. Und wie die Pädophilen- oder Rechtsradikalen-Gruppen packt
man das unter das Deckmäntelchen der bedrohten Meinungsfreiheit. Ist das Absicht oder pathologische Paranoia?
Das kreuz.net in Artikeln und Lesemeinungen aggressiv ist, ist nicht zu bestreiten – ob das christlich ist im Sinne Jesu ist, ist eine andere Frage. Aber wer jeden Homosexuellen, der für seine legitimen Rechte im Rahmen der Gesetze demonstriert, als militant bezeichnet (was ist Wirklichkeit etwas ganz anderes bedeutet); wer konsequent statt „Lebenspartnerschaft“ den Ausdruck „Homo-Konkubinat“ benutzt, muss sich schon vorwerfen lassen, aggressiv zu sein. [mehr…]
Das kreuz.net in Artikeln und Lesemeinungen aggressiv ist, ist nicht zu bestreiten – ob das christlich ist im Sinne Jesu ist, ist eine andere Frage. Aber wer jeden Homosexuellen, der für seine legitimen Rechte im Rahmen der Gesetze demonstriert, als militant bezeichnet (was ist Wirklichkeit etwas ganz anderes bedeutet); wer konsequent statt „Lebenspartnerschaft“ den Ausdruck „Homo-Konkubinat“ benutzt, muss sich schon vorwerfen lassen, aggressiv zu sein. [mehr…]
Donnerstag, 29. September 2005 04:54
Frl.Ilse: @Priesterin
Also wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist der Mann schon seit 10 Jahren eine Frau. Damit wurde sie korrekt als Priesterin bezeichnet. Ich wüßte nicht, was dagegen spricht. Paulus musste sich mit diesem „Problem“, das keines ist, nicht befassen, weil es operative Geschlechtsumwandlungen noch nicht gab – allenfalls freiwillige oder erzwungene Eunuchen. Die letzten der Eunuchen in Europa lebten es übrigens Anfang des 20 Jahrhunderts im Vatikan als Sänger! [mehr…]
Mittwoch, 28. September 2005 15:21
Frl.Ilse: @Kirche und die USA
Das Verhältnis Kirche und Staat ist in den USA ein ganz anderes als bei uns. Die Trennung ist in der
Tat viel strikter als in der Bundesrepublik – oder war es, bis die Bush-Regierung erschien. Eine der ersten
Taten der Regierung war es, soziale Projekte der in den USA starken evangelikalen Kirchen durch Staatsgelder
zu unterstützen. Hätte in Deutschland keinen interessiert, in den USA hat das für viel Unruhe gesorgt,
weil das nicht üblich war. Wie die religiöse Regelung in der Armee ist, weiß ich nicht, aber offenbar
geht die Regierung jetzt dazu über, auch andere Regligionsgruppen mit staatlichen Geldern zu unterstützen.
Das jüdische Lobbygruppen in den USA so stark sind, hat viele Gründe. Die USA haben einen für Europa ungewohnt hohen Anteil an Einwohnern jüdischen Glaubens (d. h. es sind tatsächlich allerdings nur ein paar Kleckerprozent der Bevölkerung). Darüberhinaus sind die die USA ein Land mit freier Meinungsäußerung und ohne eine lange Geschichte des Antisemtismus, so dass sich Lobbygruppen, auch jüdischen, viel freier und stärker zu Wort melden als bei uns. Bei uns in Europa sind im Gegenzug die Bauern immer im Gespräch, obwohl sie nur 1,5 % der arbeitenden Bevölkerung ausmachen. Dafür kriegen sie aber Subventionen in Höhe der Hälfte des EU-Haushalts. Damit will ich sagen, dass Lobbyarbeit die tatsächlichen Verhältnisse gewaltig verzerren kann. [mehr…]
Das jüdische Lobbygruppen in den USA so stark sind, hat viele Gründe. Die USA haben einen für Europa ungewohnt hohen Anteil an Einwohnern jüdischen Glaubens (d. h. es sind tatsächlich allerdings nur ein paar Kleckerprozent der Bevölkerung). Darüberhinaus sind die die USA ein Land mit freier Meinungsäußerung und ohne eine lange Geschichte des Antisemtismus, so dass sich Lobbygruppen, auch jüdischen, viel freier und stärker zu Wort melden als bei uns. Bei uns in Europa sind im Gegenzug die Bauern immer im Gespräch, obwohl sie nur 1,5 % der arbeitenden Bevölkerung ausmachen. Dafür kriegen sie aber Subventionen in Höhe der Hälfte des EU-Haushalts. Damit will ich sagen, dass Lobbyarbeit die tatsächlichen Verhältnisse gewaltig verzerren kann. [mehr…]
Mittwoch, 28. September 2005 15:08
Frl.Ilse: @„Zwangstötungen“
Zur Klarheit sei zum Artikel „Zwangstötungen“ erwähnt, dass es sich nicht um Kinder handelt, sondern
um Embyonen vor der Nidation. Es sind Zellen, die vielleicht unter glücklichen Umständen zu Menschen
heranwachsen könnten – aber es sind keine Menschen.
Davon unbenommen ist das rechtliche Problem, dass sich um diese Embryonen rankt, dass ist in der Tat ungelöst und bedarf dringend nicht nur in England der Klärung.
Aber nochmal: Es sind keine Kinder, die hier in Gefahr sind getötet zu werden, dass würde den völlig falschen Eindruck erwecken. [mehr…]
Davon unbenommen ist das rechtliche Problem, dass sich um diese Embryonen rankt, dass ist in der Tat ungelöst und bedarf dringend nicht nur in England der Klärung.
Aber nochmal: Es sind keine Kinder, die hier in Gefahr sind getötet zu werden, dass würde den völlig falschen Eindruck erwecken. [mehr…]
Sonntag, 25. September 2005 14:41
Frl.Ilse: @schwieriges Thema
Die Frage nach dem Verbleib der ex-jugoslawischen Kriegsverbrecher ist ein ungemein schwieriges und komplexes Terrain. Viele Staaten habe da ihre Hände im Spiel. Tatsache ist, dass Carla del Ponte sicherlich eine solche Information nicht in die Welt hinausposaunt, wenn sie nicht überzeugt wäre, dass etwas dran sein könnte (was nicht heißt, dass es tasächlich so ist, aber die „Rattenlinie“ und den dahinterstehenden Bischof Hudal hat es nach dem 2. Weltkrieg ja auch gegeben). Tatsache ist auch, dass in der serbisch-orthodoxen Kirche einige dieser Kriegsverbrecher als Helden und Märtyrer verehrt werden. In der aktuellen Ausgabe der „Zeit“ befindet sich dazu ein Artikel. Also, lassen wir Frau del Ponte weiterarbeiten, sie führt einen für Europa ungemein wichtigen Prozess. [mehr…]
Sonntag, 25. September 2005 14:10
Frl.Ilse: @Erinnerung
Ich möchte in dieser Diskussion daran erinnern, dass es bei Aufdeckung des Skandals Meldungen in der Presse gab, auf Rechnern des Seminars hätten sich kinderpornographische Seiten gefunden. Ich weiß nicht, ob sich das bestätigt hat und ob heute noch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen bestehen. Man sollte aber bedenken, dass Homosexualität zwar von der Kirche nicht gern gesehen wird, aber strafrechtlich nicht relevant ist. Kinderpronopgraphie hingegen ist eines des scheußlichsten Verbrechen, die die Welt kennt – und wird auch entprechend bestraft. Mit Personen, die in den Geruch der Kinderpornographie geraten, wollte ich nichts mehr zu tun haben – die Kirche sicherlich auch nicht. [mehr…]
Donnerstag, 22. September 2005 22:12
Frl.Ilse: @Andrija
Es gibt etliche Straftatbestände, die aus dem StGB herausgenommen wurden, weil sie nicht mehr nachvollziehbar
waren (z. B. Kuppelei). Das die Abschaffung des § 175 irgendwelche negativen Folgen für die Sicherheit
in Deutschland gehabt hätte, ist mir nicht bekannt.
Die Entkriminalisierung der Homosexualität hat die Anzahl der Homosexuellen nicht erhöht, genausowenig wie durch die Einführung der Lebenspartnerschaft – wie auch? Genausowenig sinkt dadurch die Geburtenrate – dazu trugen früher und tragen heute die Homosexuellen nur in sehr geringem Maße bei. Deswegen ist es absurd, auf Kinder von Westerwelle zu hoffen. Das Beispiel Skandinavien soll zeigen, dass die Veränderung der Rahmenbedingungen durch den Staat (Bereich Kinderbetreuung, Akzeptanz von Eltern durch den Arbeitgeber, Schulsystem, kinderfreundliche Gesellschaft, usw.) durchaus Erfolge haben kann. Ich halte einen Streit um Zahlenwerte für irrelevant – Gesellschaften wurden in der Geschichte immer wieder mal größer oder kleiner – je nach Lebensumständen. [mehr…]
Die Entkriminalisierung der Homosexualität hat die Anzahl der Homosexuellen nicht erhöht, genausowenig wie durch die Einführung der Lebenspartnerschaft – wie auch? Genausowenig sinkt dadurch die Geburtenrate – dazu trugen früher und tragen heute die Homosexuellen nur in sehr geringem Maße bei. Deswegen ist es absurd, auf Kinder von Westerwelle zu hoffen. Das Beispiel Skandinavien soll zeigen, dass die Veränderung der Rahmenbedingungen durch den Staat (Bereich Kinderbetreuung, Akzeptanz von Eltern durch den Arbeitgeber, Schulsystem, kinderfreundliche Gesellschaft, usw.) durchaus Erfolge haben kann. Ich halte einen Streit um Zahlenwerte für irrelevant – Gesellschaften wurden in der Geschichte immer wieder mal größer oder kleiner – je nach Lebensumständen. [mehr…]
Donnerstag, 22. September 2005 18:48
Frl.Ilse: @Abendlandes Untergang
Oh weh, die Schwulen sollen in Italien endlich auch die Ihnen zustehenden Rechte bekommen, und schon geht
das Abendland wieder unter. Allerdings ist das noch nicht passiert, seit 1989 nicht, als die ersten Gesetze
in Dänemark in Kraft traten. Die Menschen wurden nicht scharenweise schwul oder lesbisch, flohen die
heterosexuelle Ehe und setzten keine Kinder mehr in die Welt. Ich weiß gar nicht, warum dieses Thema
hier so aufregt. Niemandem wird etwas weg genommen, sondern einigen etwas gegeben. Niemand wird von einer
Ehe abgehalten, nur einigen auch die Möglichkeit dazu eingeräumt. Sollte Homosexualität tatsächlich
eine Sünde sein, werden sich die Betroffenen im Jenseits damit auseinandersetzen müssen – hier auf Erden
richten sie keinen Schaden.
Den Taliban unter den Postern sei gesagt, dass die liberalen, protestantischen Skandinavier (die auch als erste die Ehe für Schwule/Lesben einführten) die meisten Kinder in die Welt setzen. Es hängt halt allein von den Rahmenbedingungen ab, und die können ein Staat u. eine Gesellschaft nachweislich herstellen. [mehr…]
Den Taliban unter den Postern sei gesagt, dass die liberalen, protestantischen Skandinavier (die auch als erste die Ehe für Schwule/Lesben einführten) die meisten Kinder in die Welt setzen. Es hängt halt allein von den Rahmenbedingungen ab, und die können ein Staat u. eine Gesellschaft nachweislich herstellen. [mehr…]
Mittwoch, 21. September 2005 22:41
Frl.Ilse: @Darwinismus
Vielleicht, wenn es hier um Wissenschaft geht, sollte man die Begriffe auch etwas präziser fassen. „Darwinismus“ ist keine Ideologie, sondern ein Begriff aus der Geschichts- und Politikwissenschaft. Er bezeichnet den besonders Ende des 19.Jh. unternommenen Versuch, eine „Light-Version“ der naturwissenschaftl. Evolutionstheorie auf die menschliche Gesellschaft und Politik zu übertragen. Darwin wurde missverstanden und reduziert auf den Spruch „Überleben des Stärkeren“. Dies wurde als Ziel der Politik ausgegeben. Diese Gedanken gipfelten in der Kriegs- und Vernichtungsideologie der Nationalsozialisten. Darwin ist der Schöpfer der Evolutionstheorie, die die Entstehung der Tier- und Pflanzenarten sowie des Menschen erklärt. Sie ist bislang meines Wissens nicht schlüssig widerlegt worden. Mit Gott hatte und hat sie weniger zu tun, eher damit, warum z. B. Tiere am Nordpol ein weißes Fell haben und größer sind als deren Artgenossen in unseren Breiten. Über das „intelligent design“-Konzept war vor einigen Wochen ein informativer Artikel in der „Zeit“, der zeigte, dass diese Idee wissenschaftlich auch so ihre Lücken hat. [mehr…]
Dienstag, 20. September 2005 18:26
Frl.Ilse: @Benedikt
Es ist mir neu, dass der Beruf, z. B. eines Arztes, der Selbstverwirklichung dient. Es ist genauso eine
Berufung wie der Priesterberuf auch, sonst würde man vieles, was mit diesem und anderen Berufen verbunden
ist, nicht auf sich nehmen. Aber es wäre interessant, den Begriff Selbstverwirklichung zu hinterfragen.
Er klingt leicht negativ im Gebrauch, aber das ist er ja gar nicht. Selbstverwirlichung heißt ja, das
zu tun, was in einem angelegt ist, was einem entspricht. Das ist für den einen der Priesterberuf, für
den anderen der des Arztes oder des Fliesenlegers. Wenn diese sich in ihren Berufen verwirklichen, dann
tun sie ihre Arbeit mir Überzeugung, Interesse, Sorgfalt und fühlen sich dabei wohl und nicht unterdrückt
oder gelangweilt.
Ich kann die Argumentation gegen das Frauenpriestertum beim besten Willen nicht nachvollziehen, sondern fühle mich als Frau für dumm verkauft und als minderwertig behandelt. Das dürfte vielen Frauen so gehen.
Dezernatsleiterinnen und Fachreferentinnen sind gut und schön, aber trotzdem nicht die Entscheidungs- und Machtebene. Und sie haben, im Unterschied zu allen anderen Institutionen in diesem Land, auch nicht Möglichkeit, diese Ebene jemals zun erreichen – nicht wegen mangelnder Kompetenz, sondern rein aufgrund es Geschlechts. Das nennt man andernorts Diskriminierung. [mehr…]
Ich kann die Argumentation gegen das Frauenpriestertum beim besten Willen nicht nachvollziehen, sondern fühle mich als Frau für dumm verkauft und als minderwertig behandelt. Das dürfte vielen Frauen so gehen.
Dezernatsleiterinnen und Fachreferentinnen sind gut und schön, aber trotzdem nicht die Entscheidungs- und Machtebene. Und sie haben, im Unterschied zu allen anderen Institutionen in diesem Land, auch nicht Möglichkeit, diese Ebene jemals zun erreichen – nicht wegen mangelnder Kompetenz, sondern rein aufgrund es Geschlechts. Das nennt man andernorts Diskriminierung. [mehr…]
Dienstag, 20. September 2005 15:53
Frl.Ilse: @Benedikt
Ja, Pastoralreferentinnen gibt es, die mit den Kinderchen zur Gitarre Erntedank-Lieder üben dürfen.
Aber Frauen, die an Positionen sitzen, wo Entscheidungen getroffen werden, die Macht ausüben können – davor hat der Männerbund katholische Kirche noch immer Angst.
Was unterscheidet einen Priester von einem normalen Christen? Er hat Theologie studiert – das können andere, sogar Frauen. Er hat sich für einen Beruf entschieden, der ihm gewisse Vorgaben für seine Lebensführung macht – auch das können Frauen, auch das bieten andere Berufe. Er hat ein besonderes Versprechen, ein Gelübde abgelegt, das ihn verpflichet. Genauso wie Ärzte oder Polizisten. Warum sollte ein Priester eine Art höherer oder besserer Christ sein? Wir sind alle gleich vor Christus, und deshalb sind Frauen genauso fähig und begabt Priester zu werden. Auch sie können das Evangelium im vollem Umfang verkünden. Nur werden sie mit Argumenten, die vorne und hinten schief und unhistorisch sind, von dem Priesterberuf ferngehalten. In diesem Punkt ist die protestantische Haltung völlig richtig. Ich hoffe, die katholische Kirche braucht nicht wieder ein halbes Jarhtausend, um dahin zu kommen [mehr…]
Aber Frauen, die an Positionen sitzen, wo Entscheidungen getroffen werden, die Macht ausüben können – davor hat der Männerbund katholische Kirche noch immer Angst.
Was unterscheidet einen Priester von einem normalen Christen? Er hat Theologie studiert – das können andere, sogar Frauen. Er hat sich für einen Beruf entschieden, der ihm gewisse Vorgaben für seine Lebensführung macht – auch das können Frauen, auch das bieten andere Berufe. Er hat ein besonderes Versprechen, ein Gelübde abgelegt, das ihn verpflichet. Genauso wie Ärzte oder Polizisten. Warum sollte ein Priester eine Art höherer oder besserer Christ sein? Wir sind alle gleich vor Christus, und deshalb sind Frauen genauso fähig und begabt Priester zu werden. Auch sie können das Evangelium im vollem Umfang verkünden. Nur werden sie mit Argumenten, die vorne und hinten schief und unhistorisch sind, von dem Priesterberuf ferngehalten. In diesem Punkt ist die protestantische Haltung völlig richtig. Ich hoffe, die katholische Kirche braucht nicht wieder ein halbes Jarhtausend, um dahin zu kommen [mehr…]
Dienstag, 20. September 2005 14:47
Frl.Ilse: @ Richtig!
Der Bischof hat völlig recht. Es gibt keinen Grund, warum Frauen nicht Priesterinnen, Bischöfinnen oder Päpstinnen sein sollten- nur die Angst der Männer vor ihnen. Schon Jesus hat Jüngerinnen berufen (Maria von Magdala, Johanna), im frühen Christentum gab es ganz selbstverständlich Gemeindeleiterinnen. Jesus ist der einzige historische Religionsstifter, der ohne Angst und Vorurteile auf die Frauen zugegangen ist. Leider hat das patriarchalische orientalische und hellenistische Umfeld schon früh alles zerstört. Glücklicherweise haben viele protestantische Kirchen auf den Weg Jesu zurückgefunden. Ich fürchte, trotz des Predigt des mutigen Bischofs werden in der katholischen Kirche noch lange Frauen vor den Kopf gestoßen werden, weil sie zwar als Gebärwerkzeug für Kinder anerkannt sind, aber nicht als die vollwertige Menschen, die sie sind, bereit und fähig für jedes Amt. [mehr…]
Mittwoch, 14. September 2005 11:32
Frl.Ilse: @Dr. Pytlik
Ich möchte an dieser Stelle mal Dr. Pytlik loben, der an dieser Diskussion selbst teilnimmt. Das hatten
wir noch nie, finde ich Klasse. Wie sind Sie denn auf diese Seite gekommen, Herr Dr. Pytlik?
Leider können sie erkennen, dass es in Ihrer Kirche wohl noch einige „Schäfchen“ gibt, die sich vor lauter Angst darüber, dass die Welt nicht mehr wie früher ist (und früher natürlich alles besser war) in ziemlich abstruse Gedanken hineinsteigern. Da heißt es gegensteuern, ehe es zu psychischen Schäden kommt – ich bin froh, an Sie als Verantwortlichen appellieren zu können.
Glücklicherweise war Jesus ein Mensch ohne Angst – er würde über diese Diskussion sicher lachen. [mehr…]
Leider können sie erkennen, dass es in Ihrer Kirche wohl noch einige „Schäfchen“ gibt, die sich vor lauter Angst darüber, dass die Welt nicht mehr wie früher ist (und früher natürlich alles besser war) in ziemlich abstruse Gedanken hineinsteigern. Da heißt es gegensteuern, ehe es zu psychischen Schäden kommt – ich bin froh, an Sie als Verantwortlichen appellieren zu können.
Glücklicherweise war Jesus ein Mensch ohne Angst – er würde über diese Diskussion sicher lachen. [mehr…]
Dienstag, 13. September 2005 14:04
Frl.Ilse: @Moderne Kunst
Man mag zur modernen Kunst stehen, wie man will (ist auch nicht meine „special favourite“), aber ich gebe
hier zu bedenken, dass in dieser Kirche Breughel begraben liegt. Breughel hat auf seinen damals wie heute
hochgeschätzten und faszinierenden Bildern genau das gemalt, was hier als Skulptur zu sehen ist – rätselhafte
und schaurige Gestalten.
Insofern passt diese Ausstellung schon sehr gut in seine Grabeskirche, und das wird auch die Absicht der Ausstellungsmacher gewesen sein. Man sich also was dabei gedacht. Es muss nicht jedem gefallen, aber die Kunst ist gottseidank frei. Wer’s nicht sehen will, bleibt eben draußen. Diese Freiheit hat der Kunstbetrachter. [mehr…]
Insofern passt diese Ausstellung schon sehr gut in seine Grabeskirche, und das wird auch die Absicht der Ausstellungsmacher gewesen sein. Man sich also was dabei gedacht. Es muss nicht jedem gefallen, aber die Kunst ist gottseidank frei. Wer’s nicht sehen will, bleibt eben draußen. Diese Freiheit hat der Kunstbetrachter. [mehr…]
Dienstag, 13. September 2005 13:31
Frl.Ilse: @Sport
Ich wundere mich ja über vieles nicht mehr, was ich hier so lese, aber was man denn nun gegen Sport haben
kann, ist mir doch ein Rätsel. Ich wüßte nicht, dass in der Bibel irgendetwas steht, was den Sport,
auch den Schwimmsport verbietet. Ich wüßte auch nicht, wie anders als in Schwimmkleidung Dr.Pytlik denn
ins Wasser steigen sollte – sicher nicht in seiner Soutane.
Wenn hier einige nicht mehr ins Schwimmbad gehen wollen wegen der „Zurschaustellung“ dort, frage ich mich, ob die sich wohl nur umgeguckt und aufgeregt haben, statt zu schwimmen. Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt und gelingt nun mal nur, wenn man möglichst wenig hinderliche Kleidug am Leib hat, sonst geht’s nämlich ganz schnell abwärts. [mehr…]
Wenn hier einige nicht mehr ins Schwimmbad gehen wollen wegen der „Zurschaustellung“ dort, frage ich mich, ob die sich wohl nur umgeguckt und aufgeregt haben, statt zu schwimmen. Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt und gelingt nun mal nur, wenn man möglichst wenig hinderliche Kleidug am Leib hat, sonst geht’s nämlich ganz schnell abwärts. [mehr…]
Montag, 12. September 2005 04:50
Frl.Ilse: @MilesChristi
Es steht in Deinem Text selbst. Hohmann spricht über die n der russischen Revolution und unter Stalin
an der Regierung und Macht beteiligten Juden – die, wie es Hohmann sagt, alle Atheisten waren. Das ist
richtig. Aber wenn man „die Juden“ nicht als Religionsgemeinschaft auffasst, als was dann? Doch nur als
eigene Rasse mit zugeschriebenen negativen Eigenschaften, die für alle Mitglieder dieser durch Herkunft
und Genetik offenbar so verbundenen Gruppe. Das ist der Rassenantisemitismus, den Hitler auch verkündet
hat.
Was wäre umgekehrt, wenn man „die Katholiken’“ Hitler, Göbbels und Himmler auch als Herkunftsgruppe nehmen würde, obwohl auch sie ihrem Glauben abgeschworen hatten? Ein Aufschrei der Empörung wäre die Folge, und doch ist es derselbe Mechanismus. [mehr…]
Was wäre umgekehrt, wenn man „die Katholiken’“ Hitler, Göbbels und Himmler auch als Herkunftsgruppe nehmen würde, obwohl auch sie ihrem Glauben abgeschworen hatten? Ein Aufschrei der Empörung wäre die Folge, und doch ist es derselbe Mechanismus. [mehr…]
Sonntag, 11. September 2005 14:01
Frl.Ilse: @Toby
Ist jetzt vielleicht ein bißchen Haarspalterei, aber die Wahlergebnisse für den Reichstag im 19.Jahrhundert
sind belegt. Die antisemitische Deutsche Reform-Partei (mit Otto Boeckel, dem „hessischen Bauernkönig“)
und Hermann Ahlwardt hatte ihre größten Stimmengewinne, so um die 60%, in den Wahlkreise des Bistums
Fulda. Dann folgten die Stadt Frankfurt und das damalige Königreichs Sachsen.
Aber unser Thema ist ja Hohmann, und da war es doch frappierend, diese Sprüche wieder aus derselben geographischen Ecke zu hören.
Das Hohmann als Politiker natürlich haarscharf am Rande einer gesetzeswidrigen Äußerung vorbeispricht, ist kein Wunder. Ich habe seine Rede gelesen, und aus ihr spricht eine erschreckende antisemitische Gesinnung. Warum hätte die CDU ihn den sonst aus der Partei ausgeschlossen, wenn sie das nicht (endliich) erkannt hätte? [mehr…]
Aber unser Thema ist ja Hohmann, und da war es doch frappierend, diese Sprüche wieder aus derselben geographischen Ecke zu hören.
Das Hohmann als Politiker natürlich haarscharf am Rande einer gesetzeswidrigen Äußerung vorbeispricht, ist kein Wunder. Ich habe seine Rede gelesen, und aus ihr spricht eine erschreckende antisemitische Gesinnung. Warum hätte die CDU ihn den sonst aus der Partei ausgeschlossen, wenn sie das nicht (endliich) erkannt hätte? [mehr…]
Sonntag, 11. September 2005 13:29
Frl.Ilse: Hohmann
Hallo? Bin ich auf der Seite der sächsischen NPD? Hohmann wurde wegen unsäglicher antisemitischer Äußerungen
aus der CDU ausgeschlossen – Äußerungen, die jeden Christen und Katholiken beschämt haben!
Es ist traurig genug, dass solche Menschen immer noch Zuspruch finden, aber Fulda war schon im 19. Jahrhundert die stärkste Bastion der damaligen antisemitischen Parteien im Reichstag. Wir wissen mittlerweile alle, wozu das geführt hat. [mehr…]
Es ist traurig genug, dass solche Menschen immer noch Zuspruch finden, aber Fulda war schon im 19. Jahrhundert die stärkste Bastion der damaligen antisemitischen Parteien im Reichstag. Wir wissen mittlerweile alle, wozu das geführt hat. [mehr…]
Samstag, 10. September 2005 11:35
Frl.Ilse: @Mittelalter…
Ich möchte die (vermutlich zumeist männlichen) Chatter daran erinnern, dass das Mittelalter vorbei ist. Da mögen einige bedauern, aber wir leben nicht mehr zu Thomas’ Zeiten. Wir lehnen ja auch nicht moderne Medizin, Wissenschaft, Infrastruktur oder die politische Ordnung ab, weil sie nicht mehr der mittelalterlichen entpricht. Genauso wenig leben wir noch im orientalischen Teil des Römischen Weltreichs. Daher sollten sich einige auch von ihren Vorstellungen über Frauen verabschieden. Vor Gott sind alle gleich – und die katholische Kirche leistet es sich, auf die Hälfte der ihr zur Verfügung stehenden menschlichen Intelligenz, Energie, Tatkraft und Seelsorgefährigkeit, indem sie keine Frauen ordiniert. [mehr…]
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.






