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@gute Lösung! Ich finde es prima, dass im Artikel gleich eine Lösung für das allgemeine Problem Priestermangel
angeboten wird: Die Pfarrer sollen sich anders kleiden! Jetzt wird alles gut!!! Seltsam finde ich immer
wieder, dass die Kirchen, die Frauen und Verheiratete als Priester zulassen, zwar auch unter Gläubigenschwund
und mangelndem Kirchenbesuch leiden mögen, aber komischerweise genug Priester habe; mitunter sogar mehr,
als sie brauchen können. Die Römer möchten es aber mit allen Problemen einer Kirche in der säkularen
Welt zugleich aufnehmen. Mal schauen, wie weit Kirche und Priesterzahl weiter schrumpfen. Ist übrigens
ein tolles Argument, was hier gegen die Weihe für Frauen irgendwo angebracht wurde: „Das ist unmöglich“.
Das ist genauso schlau, wie am Hafen zu stehen und zu behaupten, dass Schiffe nicht schwimmen können.
Man kann es auch komplexen Realitätsverlust nennen.
#10 Frl.Ilse 09:52:17 | Donnerstag, 24. August 2006
@Rudolfsohn Aber Rudolfsohn, „Rock gegn Rechts“ ist doch eine ehrenvolle Angelegenheit, die jedem Christen
gut zu Gesicht steht. Ich wüßte nicht, weswegen man sich da schämen sollte. Nicht jeder mag und wählt
die Grünen, aber sooo schlimm sind ja nun auch wieder nicht (also, ein Händedruck mit Gregor Gysi oder
Holger Apfel würde mir schwerer auf dem Herzen liegen). Noch weiter viel Spaß mit ihrer Band – Musik
macht Laune.
#27 Frl.Ilse 09:19:01 | Donnerstag, 24. August 2006
@Matt Ich spure den Geist den alten Reiches – er ist gewaltig. er ist erhaben und tief. Matt, gehen Sie
zum Arzt!! Der kann Ihnen sicher helfen (oder kommt der Arzt ohnehin jeden Tag zum gucken, weil sie gar
nicht da wegkommen, wo sie sitzen?)
#6 Frl.Ilse 09:07:36 | Donnerstag, 24. August 2006
@Musik und Music Der Autor, selbst Musiker, hat sicher von Klassik eine Menge verstanden, aber die moderne
Popular-Musik (kurz „Pop“) blieb ihm fremd. Er kann nur 3 Richtungen in ihrer Vielfalt erkennen, darunter
Heavy-Metal, was wahrhaftig eine Randerscheinung ist. Die moderne Popmusik entstand, aus dem Jazz, der
wiederum in den USA afrikanische Rhythmik mit europäischer Harmonik zu einer bezeichnenden neuen Musik
vereinigte. Dieser Jazz zweigte sich auf zu verschiedenen Spielarten, hat als „Verwandte“ den Blues (urspr.
eine Arbeitslied) und Gospel (Kirchenlied, wie der Name schon sagt) und gebar unzähigen Formen von Popmusik.
Wie jede Musik hat Pop Eintagsfliegen produziert und Werke für die Ewigkeit. Auch ist der Themenkreis
der Popmusik längst nicht so beschränkt, wie der Autor glaubt (was ist mit „Imagine“, „Bohemian Rhapsody“,
„Frozen“ oder „Feel“?). Übrigens: Wer kein Englisch kann, sollte es lassen. „Sympathy for the Devil“
heißt immer noch „Mitleid mit dem Teufel“ – weil er so ein armer, unsympathischer Typ ist.
@Madonna Die Abneigung des Vatikan gegenüber Madonna beruht auf Gegenseitigkeit. Die streng katholische
Erziehung, die Madonna genossen hat, hat ein Gutteil dazu beigetragen. Vielleicht sollte man sich im Vatikan
darüber mal Gedanken machen. Ebenso bedenklich finde ich, dass der „streng katholische“ Mel Gibson ein
erbärmlicher Antisemit ist. Es gibt also allerhand Stoff zum Nachdenken für die Kirche. Ich jedenfalls
bin nach dem Konzert hoffnungsloser Madonna-Fan geworden und habe gleich zwei CDs gekauft. Dabei habe
ich mich gefragt, warum sich alle Welt dmals über „Like a Prayer“ aufgeregt hat – ist doch völlig in
Ordnung, was Text und Melodie angeht. War sicher auch wieder viel Wind von denen, die das Lied nie gehört
haben.
@alle Wer hat die Show in Düsseldorf denn gesehen? Wahrscheinlich keiner der Poster, aber immerhin war
ich da. Ich kann dem werten Publikum versichern, dass die Show von Anfang bis Schluss aus Bild, Tanz,
Gesang, Video und religiöser und politischer Symbolik komponierte Kunst war – und zwar so grandios, dass
ich jetzt zum Madonna-Fan wurde. Wenn ich bedenke, was mir hier in Düsseldorf schon alles als Kunst verkauft
wurde, das schafft Madonna allemal. Madonna hat immer provoziert, das war ihre Absicht. Zu denen, die
nicht glauben, dass Madonna Künstlerin ist: Es soll mittlerweile schon Dissertationen über die Verwendung
und Bedeutung von religiöser Symbolik bei Madonna geben. Leider sagten sie das bloß im Fernsehen, so
dass ich keine Quelle habe. Die Dame denkt sich, da bin ich mir sicher (da Madonna nachweislich hochintelligent
ist), schon seit 25 Jahren etwas bei dem, was sie tut.
@Regina Wilden Linksfaschisten? Ich bin mir 100% sicher, dass Stalin schon seit über 50 Jahren tot ist.
In England sollen noch einige Trotzkisten hausen, habe ich gehört. Aber Linksfaschisten? Wenn sie welche
sehen, sagen sie mir doch Bescheid – ich würde so was gerne mal sehen.
@Ich hatte es befürchtet… … natürlich kann mir hier von den Kreationisten keiner erklären, was
Linguistik mit der Theologie zu tun hat. Den Anhängern des „intelligent design“ sei angemerkt: Wer Angst
vor der strengen Wahrhaftigkeit der Wissenschaft hat, der scheint es wohl doch für möglich zu halten,
dass diese Gott letztendlich nur eine menschliche Illusion ist. Ihr Kleingläubigen Illusionisten! Und
so was nennt sich Christen, ist sich aber Gottes selbst nicht sicher sind !! Entweder gibt es etwas, dass
Gott ist, dann kann keine Wissenschaft des menschlichen Geistes ihn wegleugnen (und man braucht das auch
nicht zu fürchten) oder er ist eben doch nur vom Menschen selbst ersonnen. Dann kann die Wissenschaft
nur die Wahrheit fördern.
Q???? Mir ist nicht ganz klar, was Theorien über Sprachentstehung mit der Evolutionstheorie und was die
wiederum mit der Theologie zu tun haben. Kann mir da einer helfen? Das sind völlig unterschiedliche Kategorien.
Theologie beobachtet das Unbeobachtbare, Naturwissenschaft versucht die Deutung der Vorgänge unserer
Umwelt. Ich erwarte von der Theologie keine Erklärung naturwissenschaftlicher Zusammenhänge, das kann
sie überhaupt nicht; genausowenig erwarte ich, dass die Naturwissenschaft mir etwas über Gott erzählt.
Naturwissenschaft beobachtet und mißt, wer jedoch Gott messen will, beleidigt ihn und den eigenen Verstand.
Sie soll mir die Entwicklung des Lebens auf der Erde erläutern. Messen lässt sich die Wirklichkeit Gottes
nicht – die Wissenschaft tut das auch nicht. Leider verwechseln hier einige die Kategorien und pfuschen
der Wissenschaft in ein Handwerk, wo Theologen nichts verloren haben. Übrigens eignen sich Sprachen auch
nicht zum vermessen (wieviel Fälle, wieviel Deklinationen) Was habe ich davon, wenn ich das weiß?
Wer in den Himmel kommt… … das würde ich Gott überlassen und nicht den Konzilien oder Möchtegern-Theologen
auf kreuz.net. Für die ist sicherlich Gottes barmherzige Liebe zu jedem Geschöpf schon nicht vereinbar
dem Laterankonzil oder Florentinum oder irgendeinem Erguss von Past Sixtus dem Folgenreichen. Juden sind
keine Christen, sie wissen von Christus und bleiben Juden. Ja und? Macht sie das zu etwas anderem als
Buddhisten, Muslime, Hinduisten, Shintoisten, Atheisten, usw. usw.? Wer hier also Juden besonders abscheulich
findet, beweist in diesem Forum nur, dass er verkappter oder offener Antisemit ist. Und die, wage ich
mal ins Blaue hinein zu behaupten, die Hass verbreiten statt Liebe zu geben, werden an der Himmelspforte
abgewiesen ).
@stat crux Wie unmöglich die Frauenordination ist, sieht man ja an der evangelischen Kirche, an der Anglican
Communion, an den Altkatholiken, an den Mennoniten … Es gibt sogar Rabbinerinnen. Die Frauenordination
ist genauso unmöglich wie vor 100 Jahren eine Universitätsstudium oder vor 30 Jahren die Arbeit als
Polizeibeamtin für Frauen war – nämlich nur eine Frage der Zeit.
Hoffnungszeichen Der Bischof ist ein Hoffnungszeichen, noch nicht so eingeengt und verbohrt wie seine
Kollegen. Hoffentlich kann er etwas bewegen! Ob es auch damit zusammenhängt, dass St. Gallen seinen Bischof
selber wählen kann und der Papst nicht zu hereinpfuscht wie z. B. bei „meinem“ allseits beliebten Kardinal
Meisner (den die Kölner nicht wollten und wollen und der selbst nicht nach Köln wollte)?
@Graf von Galen Na, das sind aber keine Argumente, sondern blühender Unsinn. Zerstörung der Sexualmoral
u.der Familie? Meines Wissens gibt es bis heute Familien – die zerstören sich in der Regel selber, und
dass zu allen Zeiten. Ich habe sogar im Sinn, dass Ehe u. Familie hier besonders geschützt sind. Homounkultur?
Es stört sie, dass Homosexuelle nicht mehr mehr diskriminiert u. bestraft werden? Das macht unsere Welt
entschieden menschlicher und christlicher! Das klingt, als ob sie die „Behindertenunkultur“ auch nicht
wollen? Auch denen, den vorher grundlos Ausgegrenzten, wird das Leben erleichtert. Sie werden nicht mehr
weggesperrt und besser behandelt – seit 1968 und neugefasstem PsychKG. Wo ist da der Unterschied zur Emanzipation
der Homosexuellen? Wieso zerstören die Familien? Sie haben vor 1968 keine klassischen Familien gegründet
und es bis vor kurzem auch nicht getan. Erst jetzt erlaubt man es ihnen und die Christen sollten darüber
jubilieren, wie sich das Ehebild durchgesetzt hat bis in Ecken, wo man es nicht unbedingt vermutet hat.
Zur angeblichen Kollektivschuld (die niemand außer dem rechten Rand postuliert): Warum diskutiert man
überhaupt darüber – war da nicht was vor 1968? wie sah die Welt wohl da aus – und welcher Geist herrschte
da? Denken sie mal drüber nach.
@Jawohl! Oh, ich werde ganz rot…aber Sie kommen zu spät, ach! Übrigens dürfen sie auch weiterhin
„Fräulein“ sagen, dass ist ja nicht verboten. Auch mein alter Fahrlehrer ließ sich davon nicht abbringen.
Es klingt halt ein bißchen veraltet, so als ob man zu einem Junggesellen „Hagestolz“ sagen würde. Wenn
das alles ist, kann ich damit gut leben, und weiß leider immer noch nicht, warum die Welt ausgerechnet
nach 1968 schlechter geworden ist – ich persönlich sehe, dass sie wie immer in vielem besser und in ein
paar Dingen schlechter geworden ist.
Ja was denn? Ratlos frage ich mich, was den so Schlimmes 1968 passiert ist, dass die Welt seitdem schlechter
geworden ist. Ich kann beim besten Willen nichts entdecken. Vielleicht hilft mir hier einer weiter. Das
einzige, was hier genannt wird, ist, dass die Leute nicht mehr so brav in die Kriche gehen. Ja nun, da
sollte die Kirche mal was tun und nicht jammern! Auch in den USA hat es ein „1968“ gegeben, und da rennen
sie alle in die Kirchen, daran liegt es also nicht. Warum jetzt Freiheit sich seit 1968 in Egoismus verwandelt
haben soll, kann ich auch nicht nachvollziehen. Der Egoismus und die Unfreiheit waren 1940 gewiß größer
und die Welt allemal schlechter als heute. Also: Stereotypes Gejammer ohne Hand und Fuß, vor allem ohne
einen Beweis, dass die Welt seit 1968 schlechter sei.
@Ätsch! Die GayPride-Parade in Riga hat stattgefunden, dank der Intervention der lettischen Staatspräsidentin
Freiberga. Freiberga wird übrigens als Kandidatin für das UNO-Generalsekretariat gehandelt. Hoffentlich
klappt es! Ich kenne mittlerweile einige Letten persönlich, die sind ganz normal im Kopf. Durchgedreht
sind in Lettland nur die Kirchen, aber da geht ohnehin kaum einer rein. Offenbar müssen sie deswegen
so einen Krach schlagen, damit sie überhaupt jemand wahrnimmt.
@ an Abu Ich wollte was zu den Methodisten schreiben, aber das derzeitige Thema ist viel spannender. Vor
allem ist es mal eine Diskussion mit unterschiedlichen Meinungen und ohne Pöbeleien – eine Wohltat! Danke
an alle Mitwirkenden. Abu, Homosexuelle haben normalerweise keine Unsicherheiten in Bezug auf ihre Geschlechtsidentität.
Geschlecht, Geschlechtsidentität und sexuelle Neigung sind drei verschiedene Dinge, die man auseinander
halten muss – und die alle völig unterschiedlich in einer Person aussehen können! Es gibt (wenige) heterosexuelle
Männer, die sich in Frauenkleidern am wohlsten fühlen! Nicht, dass ich das verstehen würde, aber wenn’s
ihnen damit besser geht… Allerdings haben die allermeisten Menschen, gleich welcher Neigung, mit der
Geschlechtsidentität keine Probleme. Zum Thema, das Kinder beide Geschlechter brauchen, um gut aufzuwachsen
(Rollenvorbilder!), muss ich zugeben, dass sich darüber wirklich streiten lässt. Ich glaube, auch die
Wissenschaft ist sich nicht einig. Allerdings sieht es in vielen traditionellen Ehen immer noch so aus,
dass die Kinder ihren Vater erst spät am Abend oder am Wochenende sehen, und praktisch die meiste Zeit
mit ihrer Mutter oder Oma verbringen. Man sollte einmal drüber nachdenken, ob das für Kinder gut ist.
@Demographie Wie erklärt es sich denn, dass die Länder, die seit Jahrzehnten das liberalste Abtreibungsrecht
haben (Skandinavien) auch die höchsten Geburtenraten in der westlichen Welt vorweisen können? Nicht
die Abtreibungsgesetzgebung ist Ursache für zunehmende Kinderlosigkeit, sondern die Rahmenbedingungen
für Familien und die mangelnde Unterstützung und Wertschätzung von berufstätigen Frauen. An der Verbesserung
dieses Zustands sollten alle gesellschaftlichen Gruppen, auch die Kirchen, arbeiten und nicht fruchtlose
Scheingefechte über Themen wie Homosexualität ausfechten.
@heuchlerische Doppelmoral Aus den Zeilen einiger Chatter springt einem hier die heuchlerische Doppelmoral
förmlich ins Gesicht. 800 Qassam Raketen auf Israel? Na und! Entführte israelische Wehrdienstleistende?
So what! Selbstmordattentäter in den israelischen Städten? Stört uns nicht! Noch mal für alle: Jede
israelische Militäraktion wurde bis jetzt durch die Gewalttätigkeit und abgrundtiefe Dummheit der palästinensischen
Führung verursacht, die sich weigern, in Israelis gleichwertige Menschen zu sehen. Ich bezweifle, dass
dies dem Willen den palästinensischen Volkes entspricht. Aber die können es ja nicht besser wissen,
in palästinensischen Schulbüchern wird ja auch nur Hass geschürt – in israelischen komischerweise nicht.
Apropos Doppelmoral und Heuchelei: Wenn irgendwo auf der Welt eine angemeldete, genehmigte Demonstration
stattfindet, wenn also Menschen ihre verbrieftes Recht wahrnehmen, das Thema aber gleiches Recht für
Homosexuelle ist, dann ist die Demo natürlich gräßlicher Extremismus und Terrorismus. Da kommen ein
paar Hundert Raketen auf Israel nicht gegen an.
@Benedikt Ich glaube nicht, dass man in 250 Jahren über den Schiedsrichter in der Gesellschaft lacht.
Eine solche Rolle ist nämlich ziemlich nützlich für alle. Gäbe es den Schiedsrichter nicht, würde
immer der Stärkere gewinnen und das Faustrecht unser einziges Rechtsgut sein. Um beim Bild zu bleiben:
Ohne Polizei wären die Innenstädte von Dortmund und Köln während der WM von den Hools zerlegt worden.
Das zeigt sehr plastisch, wie eine Welt ohne Polizei (männlich wie weiblich) aussieht. Ein Grund für
die Aggressivität von Hooligan-Gruppen ist übrigens, dass es unter ihnen so gut wie keine Frauen gibt.
Männer sind nun mal diejenigen, die aggressiver und krimineller sind, dass ist eine alte Einsicht der
Polizei, ganz besonders, wenn sie unter sich sind.
@an Sulpicius Ich glaube, hier muss ich mal ein wenig Ordnung in den Polizeibegriff bringen: Die Polizei
ist ein durch und durch ziviler Beruf, das haben Vorredner schon ausgeführt. Die Polizei übt, wie andere
staatliche Verwaltungen auch, Eingriffe in die Grundrechte aus – bei der Polizei ist es jedoch am sichtbarsten
und unmittelbarsten, weil sie das Gewaltmonopol hat. Das muss sie haben, weil sie der „Schiedsrichter“
der Gesellschaft ist, ohne den es nicht geht. Aber auch das Bauamt greift in die Grundrechte ein, wenn
es dem Bürger vorschreibt, wo und wie er sein Haus zu bauen hat. Sollten deswegen keine Frauen mehr Bauanträge
bearbeiten? Oder kann es sein, dass es ihnen nicht passt, dass es Situationen gibt, in denen eine Frau
einen Mann sagt, wo’s langgeht? Ich denke, sie sind froh, wenn eine Polizeibeamtin erscheint, den Unfall
aufnimmt und ihre Rechte wahrt, weil Ihnen jemand die Vorfahrt genommen hat. Die Polizei ist jedenfalls
sehr zufrieden damit, dass es viele Frauen ihren Reihen gibt und wünscht sich den Zustand von vor 25
Jahren nicht zurück. Frauen sind die Hälfte der Menschheit, auf diese Hälfte und ihre Talente sollte
man nicht verzichten. Die fotgeschrittensten Gesellschaften auf der Erde sind die, die Frauen voll emanzipiert
haben (z. B. Skandinavien). Also: Frauen als Bischöfe – natürlich, sofort! In 25 Jahren werden sich
die Anglikaner fragen, wie heute die Polizei, warum sie darüber überhaupt diskutieren mussten.
@Befangenheit Der Betroffene, der selbst öffentlich angab, homosexuell zu sein, trat wenig später vor
Gericht als Hauptzeuge gegen die Seminarleitung auf, ohne daß dessen einschlägige Befangenheit gehörig
berücksichtigt worden wäre. Ich weiß ja nicht, wie es im österreichischen Recht aussieht, aber die
Unterschiede zum deutschen Recht werden doch eher gering sein. Und dort muss derjenige, der das Urteil
spricht, unbefangen sein. Der Zeuge muss bloß wiedergeben, was er gesehen oder gehört oder erfahren
hat. Der Zeuge ist i m m e r in das Geschehen involviert und somit „befangen“. Angesichts des doch recht
lockeren Umgangs mit Rechtsbegriffen ist der Artikel mit großer Vorsicht zu genießen.
@Durchschnittsalter 68 Gibt es nicht auf gleicher Seite einen hämischen kreuz.net-Artikel darüber, wie
schlecht es der evangelischen Kirche in Deutschland geht? Gut, dass die Katholische Kirche in Deutschland
und Spanien so glänzend da steht.
@Hamas „Zwei Familien in Schlafkleidung mitten in der Nacht auf der Straße. Soll das etwa die Hamas bewegen,
den israelischen Soldaten auszuhändigen?“ Mit Sicherheit nicht. Die Hamas kümmert sich einen feuchten
Kehricht darum, wie es dem palästinensichen Volk geht, ob es vielleicht Frieden, ruhige Nächte, Arbeitsplätze
und Bildungschancen erhält. Die Hamas kümmert sich um so essentielle Dinge, wie einen 19-jährigen Wehrdienstleistenden
zu entführen und vermutlich sinnlos zu ermorden, nachdem erst einmal sinnlos mehrere palästinensische
Zivilisten während dieser ganzen Dummheitsaktion getötet wurden. Zu der Eheschließung in Holland: Wo
ist das Problem? Der Mann ist doch umoperiert, wenn die Meldung stimmt. Also ist er mittlerweile eine
Frau und verkleidet sich nicht nur als solche – wenn sie jetzt einen Mann heiratet, was in aller Welt
soll daran denn schon wieder falsch sein?
@Annette Here it is: 1 Kor. 11,5: Frauen als Prediger der Gemeinde Röm.16, 1f: Diakonin Phoebe (hierzu
auch: Kol. 1, 28: darin bezeichnet sich Paulus auch als Diakon) Röm. 16, 3: Prisca, „Mitarbeiterin in
Christus“ Röm. 16,7: Junia, „hervorragend unter den Aposteln“ (Die katholische Kirche hat aus Junia den
Mann Junias gemacht, aber leider kannten die Kirchenväter Hieronymus und Chrysostomus noch den richtigen
Originaltext). Das soll reichen: Man erkennt, in der frühen Kirche waren Frauen in verschiedenen Ämtern
tätig, bis hin zum Apostelamt (das heißt nicht, dass es Paulus gepasst hätte). Da das nicht zu bestreiten
ist, die katholische Kirche aber immer noch auf ihrer (falschen) Meinung beharrt, kann sie nicht anders,
als schlichtweg zu behaupten, „dann gilt eben in diesem Fall das NT nicht für uns“. Das ist natürlich
intellektueller und theologischer Schwachsinn. Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen.
@Luther, Wesley u.a Jede Konfession zeigt uns doch nur ihren Weg, das an sich unbegreifliche Phänomen
„Gott“ irgendwie begreiflich und erfahrbar zu machen. Alle habe dieselben Quellen, die jeweils anders
interpretiert werden. Ich sehe aber nicht, dass die Protestanten, Orthodoxen, Methodisten, Römer, Anglikaner
den Kern des christlichen Glaubens verfehlen. Keine hat für sich den wahren Weg gepachtet, jede geht
ihn anders zum gleichen Ziel. Der eine Christ findet Gott mit dem katholischen Katechismus und er katholischen
Messe, weil er sich Gott nur nahe fühlen kann, wenn es ihm ganz genau erklärt wird. Der nächste ist
sieht’s anders und sagt sich, was sich in der Kirche abspielt, ist nicht so wichtig, wie die aktive Nächstenliebe –
nur so kann ich Christus im Mitmenschen sehen und ihm folgen. Insofern ist Ökumene eine sehr gute Einrichtung,
um den Menschen die verschiedenen Wege zu Gott zu zeigen und vielleicht denen, die den Weg schon aufgegeben
haben, einen neuen, bisher unbekannten, zu eröffnen.
Artikel? Gibt es hier eigentlich noch Meinungen zum Artikel selbst? Was ist an ihm eigentlich bemerkenswert?
Er zeigt einen normalen demokratischen Prozess in einem Rechtsstaat. Die Politik hat ein Gesetz gemacht,
dass mittlerweile fast 30 Jahre alt und seinen Zweck nicht mehr erfüllen k a n n , weil Wissenschaft
und Politik mittlerweile eine andere Richtung für besser halten. Also wird sich das Parlament mit dem
Gesetz befassen und es möglicherweise ändern. Bemerkenswert ist wahrscheinlich, wie einige strenge Katholiken
vor dem Rechtsstaat stehen und staunen: Es dauert keine 500 Jahre, ehe man erkennt, dass das alte Gesetz
nichts mehr taugt. Eine demokratische Versammlung von Leuten, die für diese Aufgabe gewählt wurden,
erkundigt sich bei maßgebenden Stellen, wie man’s anders machen könnte, damit mehr Menschen damit gedient
ist und man nicht mir uralten und unwissenschaftlichen Annahmen herumwerkeln muss. Schön. so ein demokratischer
Rechtsstaat – offenbar erkennen das sogar die Macher von kreuz.net!
Rosenkranz Jetzt muss ich die Katholiken leider enttäuschen, aber der Rosenkranz ist keine Erfindung
der Kirche. Er kam mit den Kreuzfahrern im hohem Mittelalter nach Europa, die im Nahen Osten die musliminischen
Gebetsketten kennengelernt hatten. Und die Muslime wiederum haben ihre Gebetsketten den Buddhisten abgeschaut.
Das nennt man Inkulturation. Darin ist das Christentum genauso gut wie alle anderen Religionen. Man kann
es aber auch positiv formulieren: Eine gute Idee der Konzentration auf das Gebet kann man auch mal von
anderen übernehmen. Das orthodoxe Pendant zu zum Rosenkranz ist das Jesus-Gebet.
@Benedikt, Ansgar, DDL Hier haben alle recht – wir werden es nie wissen, welcher Glaube richtig ist, und
mir Mathematik lässt sich dieser Glaube auch nie beweisen. Das wollte DDL auch gar nicht darlegen, sondern
nur, das jeder Glaubende recht haben kann – der Muslim, der Buddhist, der Amish-Mennonit, der Apollon-Anbeter…
Nur scheint noch nicht jeder mitgekriegt zu haben, dass jeder Glaubende Respekt verdient, weil er ja recht
haben könnte, und niemand wegen seiner Überzeugung geschmäht oder beschimpft werden darf. Wenn die
Anglikaner also meinen, Homosexualität sei keine Sünde, haben sie vielleicht recht und dürfen nicht
kübelweise Hass ernten von den Chattern. Vielleicht haben sie auch unrecht, aber wir werden es, so lange
wir leben, nie erfahren. Da Homosexualität weder ansteckend noch kriminell, noch gesellschaftschädigend
ist, ist es also müßig, darüber zu diskutieren, ob es richtig ist oder nicht. Es soll halt jeder so
halten, wie sie/er es für recht hält.
@homo-ideologisches Bekenntnis? Was in aller Welt ist ein homo-ideologisches Bekenntnis? Ist das eine
Glaubensrichtung oder eine politische Weltanschauung? Wann und wie lege ich so etwas ab? Und vor allem –
warum sollte ich das tun? Mann, hier wird aber auch ein Stuss zusammengeschrieben – kommen Menschen, die
so was von sich geben, eigentlich in der Welt ohne Hilfe zurecht? Vielleicht werden sie da, wo sie ihren
ständigen Aufenthalt haben, schon gar nicht mehr rausgelassen.
@Sakrileg Nachdem ich als ungefähr drittletzter Mensch in Deutschland den Roman auch gelesen habe, kann
ich ja mitreden. Ich habe festgestellt, dass jeder Mensch, der mehr als zwei Gehirnzellen hat, spätestens
auf der ersten Seite feststellt, dass es sich um eine reine Fiktion handelt, die nicht die Wirklichkeit
darstellen will. Das bezieht sich nicht nur auf die Kirche – auch die Darstellung der Polizeiarbeit liegt
weit jenseits der Realität auf sehr niedrigem Samstag-Abend-Krimi-Niveau. Hat man den donnernden Aufschrei
der Polizei Frankreichs und Englands gehört? Nein; nur die Kirche jammert, weil sie Fiktion und Realität
nicht, wie jeder vernünftige Mensch, auseinanderhalten kann. Wäre das Gejammer nicht gewesen, hätten
sich nicht Millionen Leser für einen durchschnittlichen, wenngleich spannend konstruierten Roman, interessiert.
@Beobachterin Was Sie „einschüchtern, diskreditieren und zum Schweigen bringen“ auf dieser Seite nennen,
nennt man in der normalen Welt „Diskussion“ – den Austausch von Argumenten. Das ist nichts Schlimmes,
Sie brauchen sich nicht davor zu fürchten. Sie müssten nur Argumente parat haben und in der Lage sein,
Gegenargumtente anzuhören und anzuerkennen, wenn sie bewiesen sind. Übrigens muss ich sie enttäuschen:
Es gab schon in der römschen Antike die Möglichkeit für Männer, sich zu heiraten. Die Anzahl der Kulturen
auf dem Erdenrund, die Homosexualität nicht verbietet, ist viel größer als die Gegengruppe (ca. 2/3
gegen 1/3). Man merkt es nur nicht direkt, weil die westlich-abendländische Kultur im Augenblick die
dominante ist.
Antworten? Irgendwie habe ich es geahnt – eine vernünftige Antwort auf meine Fragen ist hier nicht zu
kriegen. Stattdessen wird der Chat mal wieder von anaerotischen und sonstigen sexuellen Fantasien von
„rudolfsohn“ und „Beobachterin“ zugemüllt. Ich frage mich, was diese diese Pornoschreiber noch mit Katholizismus
zu tun haben und was diese Menschen im wahren Leben so treiben.
@Pünktchen und DDL Erst einmal beiden ein Lob, dass in Eurer Diskussion über Kant überraschenderweise
mal Niveau in kreuz.net geriet, auch wenn ihre keine Einigkeit erzielen konntet (damit es aber nicht zu
arg wurde, schaltete sich schnell Beobachterin mit ihren Sex-Fantasien dazwischen; ich glaube, sie hat
das böse S-Wort auch als erste benutzt). Ich frage mich, warum in den skandinavischen Staaten, die ja
höchst unkatholisch sind, die als erste die Lebenspartnerschaft einführten und dafür die höchsten
Zahlen aufzuweisen haben, für die die Ehe eine reine Privatangelegenheit ist – warum in diesen Staaten
die meisten Kinder zur Welt kommen? Na los, katholische Kämpfer, ich will eine Antwort – aber bitte mit
Niveau !
Bischöfe und Papst Das Bischofe dem Papst nur dann folgen, wenn es ihnen passt, wird doch zur Zeit in
Deutschland deutlich. Der Papst hat feststellen und mitteilen lassen, dass eine Beendigung der Kirchensteuerzahlungen
vor einer staatlichen Behörde kein Glaubensabfall sei. Der sei erst gegeben, wenn man dies auch vor einem
Pfarrer vermeldet. Daher darf die automatische Exkommunikation der vielen deutschen Kirchensteuersparer
kann nicht erfolgen. Die deutschen Bischöfe ziehen es allerdings vor, dies zu ignorieren und die päpstliche
Meinung nicht weiter zu verbreiten. Ist ja klar, sonst könnten sie sich ihre Einnahmen abschminken. Das
Geld geht also vor päpstlichen Weisungen, im Falle Österreichs vertritt man wohl auch eine ganz eigene
Meinung zur Taufe. Das kommt dabei heraus, wenn man Staat und Kirche nicht sauber trennt.
@Belisar Ich muss Sie enttäuschen, aber jüdische Rabbinerinnen gibt es schon lange. Sie vergleichen
übrigens Äpfel mit Birnen, aber sehr leicht durchschaubar. Dass ein Mann niemals Kinder bekommen kann,
ist sonnenklar, weil biologisch unmöglich – verlangt auch keiner. Das eine Frau Priesterin werden kann,
ist schon lange in vielen Kirchen bewiesen und hat ja auch mit Biologie nichts zu tun. Letztenendes kommt
immer wieder dasselbe heraus: Es gibt kein Argument, warum Frauen nicht Priester werden sollten in einer
Religion, dessen Gründer Jesus als einziger bekannter Religionsgründer niemals Frauen als ungleich oder
minderwertig behandelt hat. @c. a. Eine schöne und nachvollziehbare Erläuterung. Aber Sie sehen ja,
wie weit Sie mit Wissenschaft oder gar Logik hier kommen. Hier hat schon der Papst so manches einstecken
müssen, weil man der Meinung war, er sei nicht katholisch genug.
So what? Ja, und? Jedes Jahr zu Karneval gibt es allüberall Messen im Kostüm und Predigten in Form von
Büttenreden. In meiner alten Heimat gab’s und gibt es Pferdesegnungen, Bikermessen und Autosegnungen.
Zu Hubertus kommen die Jäger in die Kirche und blasen ein Halali. Warum also soll das Abendland (mal
wieder) untergehen, wenn Geistliche eine Zirkusmesse feiern und dabei Kleidung tragen, die in einem Zirkus
vollkommen normal ist?
Mozart und andere… Ich persönlich halte Mozart für das größte musikalische Geschenk Gottes an die
Menschheit – ich verlange aber nicht, dass alle es genauso sehen. Den tiefsten musikalischen Eindruck,
der mich bis heute nicht losgelassen hat, war ein echtes Gospelkonzert mit Chor und allem drum und dran
vor 23 Jahren. Wenn ich versuche, die Wirkung dieser Musik mit Worten zu beschreiben, springe ich heute
noch (wie damals) vom Stuhl und kann nicht ruhig bleiben. Wir sollten so unendlich dankbar sein für die
Vielfalt, die der Mensch aus den 12 Tönen gemacht hat, aus dene im Grunde die abendländische Musik besteht,
statt darüber zu meckern, was uns nicht gefällt – so ist das mit der Kunst eben. Statt zu maulen sollte
man sich lieber die Mühe machen, ein Instrument oder Singen zu lernen, das fördert das Verständnis
enorm. Zugegeben: bei Penderecki hat mir das allerdings auch nicht mehr geholfen – aber ich muss so wenig
wie alle anderen alles gut finden.
@großes Staunen 339 Einträge zu dem für den christlichen Glauben so wahnsinnig wichtigen und teifgründigen
Eintrag, das MdB Beck auf einer Demo in Moskau verletzt wurde. Ich bezweifle sogar, das Beck katholisch
ist – also warum regen sich so viele auf? Gibt es nicht wahrhaftig wichtigere Themen: Frieden und Gerechtigkeit,
Armut? Auch wenn man kein Psychotherapeut ist, springt es einem hier förmlich ins Gesicht: Wer sich so
entsetzlich über eine Schwulendemo im fernen Moskau aufregt, hat ein massives psychisches Problem. Entweder
eine Neurose oder Probleme, die eigene Homosexualität anzuerkennen (weil das ja laut Lehre der Kirche
böse sein soll). Daraus folgt massive Angst vor der bösen Welt, die einen immer wieder in Versuchung
führt, und vor sich selbst, weil man nicht so ist, wie die Kirche gern hätte. Das ist BEHANDLUNGSBEDÜRFTIG.
Ganz ernsthaft. Wer seine Schäden nicht behandeln lässt, wird zur Gefahr für sich oder die Gesellschaft.
Also, Kreuz-Netter: Fresst euren Hass, eure Depressionen und Neurosen nicht in euch hinein, sondern lasst
euch helfen. Ihr seit schwer krank – und solltet nicht, wie viele mit gleicher Krankheit, als unbekannter
Selbstmörder Nr. 78 in der der Zeitung enden. Und schreie jetzt keiner, Selbstmord sei verboten – das
hat noch keinen abgehalten. Denkt mal drüber nach, ob möglicherweise nicht mit Euch was nicht stimmt,
sondern mit angestaubten Ansichten der Kirche.
@Tommasino Teilen Sie uns den auch die Antwort des Innenministeriums mit? Würde mich mal interessieren.
Im übrigen gilt in diesem Land (durch GG geschützt) die Vereinsfreiheit. Jeder kann einen Verein gründen,
der nicht mit seinen Zielen gegen das GG verstößt. So z. B. auch die lesbischen und schwulen Polizeibeamten
in NRW und den Rest der Republik. Das nennt sich Demokratie und funktioniert hervorragend.
@virOblationis Sag ich ja! Inkonsequent und unprofessionell – erinnert an die alten kommunistischen Zeiten.
Offenbar haben die übriggebliebenen Kommunisten jetzt ein Bündnis mit den Hardcore-Katholiken geschlossen,
weil sie nun so einhelliger Meinung sind.
@unprofessionell Als Fachfrau kann ich das Vorgehen der Moskauer Polizei nur als absolut unprofessinell
beurteilen. Ich nehme mal an, dass es auch in Russland eine Art Versammlungsrecht gibt. Wenn eine Versammlung
verboten wurde, aber trotzdem stattfindet, wird sie aufgelöst – das ist überall so. Allerdings gilt
das für alle Versammlungen in diesem Zusammenhang, also auch für die Gegenveranstaltung. Diese wurde
nicht nur nicht aufgelöst, sondern sogar unbehelligt gelassen, obwohl von ihr (klar im Fernsehen zu erkennen),
die Gewalt und damit die Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausging. Aufgabe jeder Polizei ist es,
egal wo, Gefahren für die öff. Sicherheit zu verhindern – hier hat die russ. Polizei eindeutig versagt,
indem sie nicht in der Lage u. offenbar nicht willens war, Gewalt zu verhindern. Ein Armutszeugnis! Zum
Glück ist das Dank EU in Polen mittlerweile anders. Im Mai konnte eine Gay’s Lib-Demo unter Polizeischutz
stattfinden. Es geht also doch!
@????? Also ich habe jetzt den Text mehrmals gelesen, aber ich finde immer noch nciht die Stelle, in der
Elton John die katholische Kirche für den Tod Mercurys verantwortlich macht – der ja bekanntlich nicht
katholisch, sondern Parse war. Bin ich jetzt blind oder haben die Eiferer hier (mal wieder ) dummes Zeug
verfasst, weil sie den Text nicht gelesen haben?
QHetze Na, die Klage ist ja wohl reichlich übertrieben. Seit dem Tod von Papst Johannes Paul II. und
der Wahl Ratzingers zum Papst ist noch nie so viel über die Kirche, ganz besonders die katholische, in
Fernsehen und anderen Medien gewesen. Das darunter etwas mit Hetze war, ist mir, als eifriger Zeitungsleserin,
nicht erinnerlich (und seit Rudolf Augstein tot ist, ist auch der Ton des „Spiegel“ ein ganz anderer geworden).
Wenn mit Hetze natürlich die eine oder andere Kritik oder gar ein dümmlicher Comic namens „Popetown“
gemeint sind, der die Aufmerksamkeit der Medien nur durch das Gejammer der Kirche erst erhalten hat, dann
kann ich die mimosenhafte Weltsicht der Kirche nur beklagen. Jeder Politiker, jeder Schauspieler, jeder
Sportler und der Bundestrainer der Fußball-Nationalmannschaft müssen (und können!) täglich mehr Spott
ertragen als die Kirche. Wie heißt es so schön: Das muss eine demokratische Gesellschaft abkönnen.
Und sie tut es, Tag für Tag.
@Sodomie? Ich lese in diesem Artikel kein Wort über Sodomie, also (streng verbotenen) Geschlechtsverkehr
zwischen Mensch und Tier. Ich lese nur was von Prostitution und darin verwickelt einen Kleriker und einen
Transvestiten. Bitte bei den Beiträgen doch etwas mehr Klarheit in der Sprache – aber hier redet (bzw.
schreibt) man ja gegen Wände, wenn man so was fordert…
Veränderung notwendig Schön, dass Kardinal Glemp Veränderung im Verhältnis der polnischen Katholiken
zur katholischen Kirche anmahnt, was offenbar nötig ist. Erst diese Woche habe ich von einer lettischen
Katholikin erfahren, dass sie aus ihrer Gemeinde in Lettland herausgemobbt wurde – sie ist nun mal lettischsprachig,
die Gemeinde (es gibt ihrer ohnehin nicht viele) ist polnischsprachig und besteht nur aus Polen. Die Gemeinde
wollte sie nicht haben und gab ihr zu verstehen, dass Letten, die kein Polnisch beherrschen, ohnehin nicht
richtig katholisch sind. Wird wohl Zeit, dass sich was ändert!
@private-notes und Brandenburgis …perverse Ausnutzung des Autoritätsverhältnisses… schrieb private-notes.
Da kann ich mich nur anschließen. Wir wäre es, wenn man die Autoritätsverhältnisse endlich einmal
aufgeben würde und wieder zu dem Zustand zurück ginge, den Jesus haben wollte – das keiner über dem
anderen stehe und Letzten die Ersten sein werden… Nachzulesen bei Matthäus. Dann hätte es vielleicht
ein Ende mit dem Vertuschen und Totschweigen. Wie wäre es, wenn man endlich nicht mehr Leute zulassen
würde, die ihren verqueren sexuellen Problemen ausweichen wollen ins Zölibat, was natürlich nicht funktioniert?
Wie wäre es, mit dem Zölibat aufzuräumen? Ich behaupte nicht, dass es dann sexuellen Kindesmißbrauch
nicht mehr gäbe, den gibt es leider auch woanders – aber die überdurchschnittliche Häufung bei katholischen
Geistlichen ist bedenklich und spricht für sich. Und über horrende Entschädigungssummen zu klagen in
einem Land, wo das nun mal üblich ist, ist müßig. Jeder Amerikaner weiß das und sollte sich vorher
überlegen, was er tut.
Geschichte schreiben die Sieger… …aber zum Glück ist man nicht von denen abhängig. Wir leben in
einem Land, in dem sich jeder frei über historische Zusammenhänge informieren kann. Von der Kolonialpolitik
Englands in Indien weiß ich nicht viel, aber wenn die Infos stimmen, dann war das Völkermord. Was die
Kritik an Disraeli angeht, so vermisse ich den Hinweis, dass D. in einem parlamentarischen System gewählt
und abgewählt wurde. Die Engländer, die damals wählen durften, hatten also schon ein Wahl, im Gegensatz
z. B. zur k.u.k.-Monarchie. Die Kolonialpolitik der anderen europäischen Mächte ist ein ebenso trübes
Kapitel, besonders schlimm hausten die Belgier im Kongo. Und bevor die Engländer die Buren unterdrücken
konnten, waren diese erst einmal ins Land gekommen, um die dort lebenden Völker zu „kolonialisieren“
(= ihrer Unabhängigkeit zu berauben). Wir sollten uns den Artikel als Mahnung bewahren, gegen Unterdrückung
der Freiheit und Demokratie weltweit aufzustehen.
@alter Hut „Weiche, zartbesaitete oder feminine Männer mit einer unterentwickelten Männlichkeit werden
vom Priestertum besonders angezogen und sind in ihm deshalb auch zweifellos überrepräsentiert.“ Das
hat doch schon Drewermann vor über 10 Jahren fundiert bewiesen, ebenso die These, dass der Priesterberuf
eine Flucht aus sozialen und emotionalen Problemen sein kann. Damals war das Geschrei über „Kleriker“
groß, aber wie’s aussieht, weiß kreuz.net ja jetzt, dass er recht hatte.
Schulenglisch Hoppla, da ist der Autor an die Grenzen seines Schulenglisch gestoßen. „Wafer“ heißt in
diesem Zusammhang natürlich nicht „Waffel“, sonder „Oblate“ bzw. „Hostie“ (engl. consecrated wafer).
Lieber Autor, das ihre Übersetzung nicht stimmt, hätten Sie selber merken müssen. Ansonsten ist Paisley
ein übler Bursche, der den Nordirlandkonflikt noch zusätzlich anheizt. Auf den Papst reagieren allerdings
alle Engländer, mit Ausnahme der katholischen, bis heute allergisch. Sie haben dem Papsttum das 16.Jahrhundert
immer noch nicht verziehen.
Thema „Innere Bekehrung“ Zitiat Udo Rauchfleisch (Professor für Klinische Psychologie an der Universität
Basel): „Die eigentliche sexuelle Orientierung mit den daran geknüpften Gefühlen, den erotischen und
sexuellen Phantasien sowie den sozialen Präferenzen lässt sich nicht verändern. Die vielen Beispiele
von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen, die unter massivem Druck von außen eine Veränderung
vorgenommen haben (d.h. angeblich „geheilt“ waren) und über kurz oder lang wieder entsprechend ihrer
ursprünglichen sexuellen Orientierung leben, legen ein beredtes Zeugnis für diese prinzipielle Unveränderbarkeit
der sexuellen Orientierung ab. Häufig wird die Änderung im Sexualverhalten mit schweren Depressionen,
zentralen Selbstwertproblemen und tiefer Verzweiflung erkauft und kann bis zum Suizid der betreffenden
Menschen führen, …“ Seht es endlich ein: Homosexualität ist angeboren, wie blaue Augen oder schwarze
Haare, und damit von Natur und Gott gewollt. Es wird Zeit, dass auch die katholische Kirche sich damit
anfreudet. Schließlich hat sie auch eingesehen, dass sich die Erde um die Sonne dreht, und sich mit Eisenbahn
und Gasbeleuchtung abgefunden.
Sklave der Aufklärung? Elender Sünder, ich kann Ihnen versichern, dass ich mich durch die Aufklärung
nicht versklavt fühle. Auch ohne von Adel, reich oder Mann zu sein, konnte ich eine Schule besuchen,
mein Abitur machen, ein Studium abschließen und einen freigewählten Beruf ergreifen. Ich bin nicht versklavt –
ich verdiene sicheres Geld, der Staat schützt durch Justiz und Polizei meine Grundrechte (jaja, das tut
er! Schauen sie nach Afrika, da gibt es in vielen Ländern keinen „Staat“, der das tut), er baut Straßen
und öffentlichen Nahverkehr, damit ich zur Arbeit komme. Ich bin krankenversichert und werde behandelt,
wenn ich zum Arzt gehe. Ich habe den Menschen geheiratet, den ich liebe, ohne das mir jemand dreingeredet
hat – also ich bin zufrieden mit 200 Jahren Aufklärung. Wenn ich in die Zeit davor möchte, so kann ich
mich ins Flugzeug setzen und nach Saudi-Arabien oder Afghanistan fliegen. Aber warum?
@Spiegel Die Idee mit dem Spiegel-Artikle war schon richtig, aber es war der falsche. Überall liegt diese
Woche der aktuelle Spiegel aus, dessen Titel genau E. Hermans Thema beleuchtet. Wer ihn liest, wundert
sich doch über Frau Herman. Es ist mittlerweile nachgewiesen, dass in den Ländern, in denen die Emanzipation
in den Köpfen der Menschen am weitesten fortgeschritten ist (und nicht nur auf dem Papier) die Kinderzahl
am höchsten ist: Island, Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark. Es ist weiter erwiesen, dass das auch
an der klugen Politik der Staaten liegt und an der Angstfreiheit der dortigen Männer – die fürchten
sich nicht vor ihren Frauen und wollen auch nicht, dass sie als unliebsame Konkurrenten am Herd verschwinden.
Hier sieht’s leider anders aus. Die Männer und auch einige Frauen haben Angst vor der vollen Emanzipation
und nehmen lieber in Kauf, dass Fähigkeiten und Potential der Frauen verschleudert werden, sobald sie
als Mütter zwangsweise aus dem Beruf aussteigen müssen (und sie die Rente fortan nur über ihre Männer
erwirtschaften können, ein volkswirtschaftlicher Irrsinn).
@Recht? Warum meint die Kirche eigentlich, sie habe Recht und Grund, sich in das einzumischen, was zwei
erwachsene Menschen einverständlich im Bett tun? Ich meine die Frage ganz ernsthaft, auch wenn sie provozierend
klingt. Natürlich gibt es Fälle, in denen Staat (Strafrecht) und Kirche (Moral) sich einmischen müssen –
wenn einer der Partner minderjährig, abhängig ist oder gezwungen/erpresst wird, etwas zu tun, was er/sie
nicht will. Auch hat die Kirche das Recht, den Ehebruch zu verurteilen, schließlich steht das schon in
den 10 Geboten, aus guten Grund. Aber alles darüber hinaus – alles in Richtung Sexualpraktiken unter
(verheirateten) Erwachsenen? Warum ist das interessant? Warum könnte das Gott interessieren? Ich kann
mir keinen Grund vorstellen, außer dem ketzerischen Gedanken, dass die zölibatäre Fantasie daran Spaß
hat. Wer gibt mir Antworten?
@Satansbraten Gute Frage! Ich sehe auch keinen Unterschied, Ziel ist immer die Verhütung von Nachwuchs,
nur die Wirksamkeit ist eine andere. Aber auf gute Fragen kriegt man hier selten eine gute Antwort, meist
wird ein Zitat irgendeines Pius in die Runde geworfen, das nix damit zu tun hat. Abgesehen davon, dass
sich ohnehin kaum einer darum schert, welche Gedanken sich ein unverheirateter Seniorenclub im Vatikan
tagtäglich zum Gebrauch von Kondomen macht, sehe ich doch mit Freude, dass selbst diese Herren an den
Realitäten nicht mehr vorbeikönnen. Weiter so!
#12 Frl.Ilse 18:26:28 | Donnerstag, 20. April 2006
@Und wieder hat Gott dazu nichts zu sagen. Wieder wird ihm vorgeschrieben, welche Eucharistie er anzuerkennen
hat und welche durch einen Theologen einer anderen alten christlichen Richtung er nicht zu hören hat.
Leute, merkt ihr denn nicht, dass ihr Gott kleinkarierte Vorschriften macht? Man gewinnt den Eindruck,
dass für Euch der Allmächtige nicht allmächtig ist, kein souveräner Herrscher der Welt, sondern ein
Knecht einer Auffassung von Eucharistie (unter vielen). Was soll es Gott stören, wenn auch ein anglikanischer
Theologe, um ein Zeichen des Friedens zwischen verfeindeten Nationen zu setzen, die Eucharistie feiert?
Da macht er sowieso regelmäßig jeden Sonntag, ob mit oder ohne katholische Patres dabei. Man gewinnt
hier den Eindruck, dass es nicht um Gott geht und um den Glauben, sondern an Lehrmeinungen und irgendwelche
alten Papstschreiben. Das ist doch nicht Christentum, dass ist kleinkarierte Angst.
@Blasphemie Was ich hier von ultrakatholischer Seite so über den Hostienempfang lese, ist für mich die
pure Blasphemie. Da wird von Seite der Kirche dem Schöpfer des Universums (oder dem Urheber des Urknalls)
vorgeschrieben, wie er sich bitteschön in Form einer Hostie in den Menschen hineinzubegeben habe!! Das
ist ja ungeheuerlich – hier werden der einenden Kraft des Universums Vorschriften von einem Teil der Bewohner
eines kleinen Planeten im Weltall gemacht – als ob Gott nicht selbst alle Macht hätte, mit dem Menschen
in kontakt zu treten, wie, wo und wann er will!! Und das auf dem Rücken eines kleinen behinderten Jungen.
Dieser Bischof verdient den Namen Christ nicht und gehört auf der Stelle suspendiert. Ich hoffe, die
Familie des Jungen findet eine christliche Gemeinde, die Gott wirklich dient u. nicht blasphemisch ist.
@Inkulturation Bei diesem Thema fällt mir immer eine vorchristliche Vase ein, die ich in Paestum, einer
griech. Tempelanlage südlich von Neapel vor einigen Jahren gesehen habe. Da war auf der einen Seite ein
geflügelter Götterbote (Hermes) zu sehen, der mit der sitzenden Hera spricht. Auf der anderen Seite
saß Hera allein mit einem Kind auf dem Schoß. Hat natürlich nichts mit dem christlichen Glauben zu
tun – dass es aber aussieht wie die Verkündigungsgeschichte aus der Bibel, kann jeder erkennen. Alles
Zufall? Natürlich hat sich auch das Christentum mehr als kräftig bei anderen Religionen und Traditionen
bedient, um sich populär zu machen. Warum es also nun so plötzlich verbieten?
@zur Klarstellung Ich glaube, hier ist bei einigen Chattern etwas Klarstellung nötig (ob es sie hingegen
intellektuell erreicht…): 1. Der Zweite Weltkrieg wurde von Deutschland ausgelöst. Niemand hat Hitler
gezwungen, Polen, Frankeich, Dänemark, Norwegen, England, Jugoslawien, Griechenland, die UdSSR usw.,
usw., anzugreifen 2. Deutsche Wehrmachtstruppen und sonstigen Verbände (Einsatzgruppen, SS) sowie ihre
kollaborierenden Helfer haben Kriegsverbrechen in bis dahin ungekannten Ausmass begangen, gewaltige Zerstörungen
verursacht und Raubzüge veranstaltet. 3. Die deutsche Regierung hat ihre jüd. Mitbürger und alle europäischen
Juden, derer sie habhaft werden konnte, getötet. Ohne Unterschied: Männer, Frauen, Kinder, Senioren,
Säuglinge, Arme, Reiche, Beamte, … Niemand hat Deutschland dazu gezwungen, die Deutschen haben teilnahmslos
dabei zugesehen. Das Gejammere über die Leiden der Deutschen kann ich nicht mehr hören – sie hätten
das alles lassen können, wenn sie nicht Hitler und seine menschenverachtende Politik so toll gefunden
und mitgemacht hätten. Sie sind selber Schuld!
@Erstes Gebot So einfach sehe ich das nicht – der Gott des ersten Gebotes ist auf jeden Fall im Judentum
und Christentum derselbe. Auch der Islam bekennt strikt und konsequent, dass es nur einen Gott gibt, der
auch so genannt wird (auf arabisch: Allah). Auch der Islam beruft sich auf das ALte und Neue Testament.
Allah vom Gott des ersten Gebotes einfach zu trennen hieße, es sich viel zu einfach machen. Die Wirklichkeit
ist komplexer, aber da müssten mal einige sehr mutige und vorurteilsfreie Theologen aus allen drei Religionen
ran. Übrigens beten die maltesischen (sehr katholischen!) Christen auch zu Allah, denn auf Malta spricht
man neben Englisch auch einen aus dem arabischen stammenden Dialekt.
@Islam In einem Standardwerk von Annemarie Schimmel über den Islam habe ich gelesen, dass Muhammad zu
Anfang seiner Berufung und Predigerzeit fest davon überzeugt war, die christliche Lehre zu verkünden.
Erst später soll er von dieser Vorstellung wieder abgerückt sein. Im Lichte dieser Erkenntnis wäre
eine enorme Entspannung im Verhältnis zum Islam möglich – nur leider wollen davon weder die Majorität
der christlichen Seite noch die islamische Welt etwas wissen. Meine persönliche Meinung ist allerdings
(ohne Experte zu sein), dass der Islam eher ein modifiziertes Judentum ist und diesem näher steht als
dem Christentum. Dieses allerdings ist unleugbar ein Abkömmling des Judentums, damit schließt sich wieder
der Kreis.
@klarer Antisemitismus Jeder halbwegs gebildete Mensch erkennt, das mit der Wortwahl des polnischen Senders
antisemitische Klischees bedient und damit Vorurteile evoziert werden. Wer Ausdrücke wie „Judäer“ (was
soll das denn!) statt der eteiligten Organisation (Jüdischer Weltkongreß) und „Schutzgelderpressung“
benutzt, statt einen Rechtsstreit um Entschädigungszahlungen auch als einen solchen zu benennen, zeigt
sehr deutlich, wes Geistes Kind er ist. Er steckt wohl geistig noch immer in der Zeit, als das Abendland
wirklich kurz vor seinem Untergang stand – und das ist noch gar nicht lange her. Für einen polnischen,
angeblich katholischen Sender ist das besonders beschämend, wenn man bedenkt, wie sehr Polen unter dem
Zweiten Weltkrieg gelitten hat. Die Konsequenz wäre, diesen unsäglichen Sender zu schließen. Zumindest
sollte der Vatikan ein Machtwort sprechen und klarstellen, dass diese rechte antisemitische Hetze mir
Katholizismus nichts zu hat.
@Benedikt Aus welchen Gründen eine Ehe scheitert, insbesondere die 1. Ehe des im Artikel genannten Mannes,
wissen wir nicht. Vielleicht hat ihn seine Frau für einen anderen verlassen, vielleicht hat er zuviel
gearbeitet und seine erste Frau und sein Kind kaum gesehen. Gründe für ein Scheitern gibt es viele,
längst nicht alle sind selbstsüchtig. Das Argument, dass Jugendkriminalität ursächlich mit geschiedenen
Ehen tun hat, lasse ich nicht gelten. Nach meiner dienstl. Erfahrung tut der Familienstand der Eltern
nicht viel dazu, sondern Einkommen und gesellschaftliche Schicht sind ausschlaggebend. Die meisten jugendl.
Täter, insbesondere die Intensivtäter, kommen aus armen, bildungsfernen Haushalten und haben dort reichlich
Gewalterfahrungen gemacht. Ob die Eltern miteinander verheiratet sind, in 1. oder 2. Ehe, spielt dabei
eine Nebenrolle. Gerade viele Täter mit Migrationshintergrund kommen i. d. R. aus Elternhäusern, in
denen Scheidung unmöglich wäre. Hilft aber auch nichts. Ist also kein Argument für eine bombenfest
zementierte Partnerwahl. Dabei gehe ich schon davon aus, das jeder, der heiratet, es ernst meint und den
Partner ein Leben halten möchte. Aber das Leben spielt nicht immer mit, und Entscheidungen, die in einem
jungen Alter getroffen werden, müssen nicht immer die Richtigen gewesen sein – wenn ich meinen Beruf
wechsele, stelle ich doch auch fest, dass meine erste Entscheidung nicht richtig war. Und auch eine Berufswahl
ist eine höchst verantwortungsvolle Entscheidung!
@Maledica Es soll also Gottes und des Christentum Wille sein, zwei Menschen ein Leben lang aneinander
zu ketten, die nicht mehr zusammen gehören und sich nur noch den Rest ihres Lebens unglücklich machen?
DAS kann niemals sein. Und wenn doch, dann brauche ich das Christentum nicht mehr, wenn es in diesem Fall
mein Unglück will. Da werde ich lieber Buddhistin oder bete Wotanseichen an. Zum Glück glaube ich nicht,
dass ihre Deutung irgendwie mit Gottes Willen zun haben könnte.
@Bravo! Respekt vor dem Pfarrer, der die Segnung erteilt hat. Respekt auch vor dem Mann, der sich weigerte,
seine erste Ehe annulieren zu lassen und damit so zu tun, als ob sie bedeutungslos gewesen sei. Das hieße
ja, einen Teil seines eigenen Lebens zu verleugnen. Respekt auch vor der Frau, die auf eine „volle“ kirchliche
Trauung aus Liebe zu ihrem Mann verzichtet hat. Die Tatsache, dass die Eheleute eine kirchliche Segnung
wollten, zeigt, wie ernst ihnen die Ehe ist. Manchmal scheitern Beziehungen eben, aus den unterschiedlichsten
Gründen, manchmal klappt es wirklich erst im zweiten Anlauf. Wer will zwei Menschen zwingen, in einem
Fehler, den sie begangen haben, bis zum Tod zu verharren und unglücklich zu werden? Ist das etwa Gottes
Wille, den Rest seines Lebens im Unglück zu verbringen? Wohl kaum! Da mit dem Gesetz und Kirchenrecht
zu winken, wenn zwei Menschen sich lieben und für einander vor der Öffentlichkeit Verantwortung übernehmen
wollen, ist wirklich armselig. Es erinnert fatal, wie Hrodgar schreibt, an genau die kleingeistige Buchstabenklauberei,
die Jesus immer kritisiert hat. Auch ich glaube, dass Jesus der Segnung zugestimmt hätte.
@Geschmack Über Geschmack lässt sich nicht streiten, was dem einen gefällt, ärgert den anderen tierisch.
Die Stunksitzung ist politisches Kabarett, und da sind eben alle mal dran; diesmal auch die Kirche. Sonst
trifft es immer die Politiker und die Beamten.
@Sodomisten? Wer darf denn jetzt wieder Blutspenden? Sodomisten? Also Menschen, die zur Zoophilie neigen?
Oder Homosexuelle? Männer oder Frauenm Männer und Frauen? Also ich finde, der Text schafft es meisterhaft,
sich auf ein paar Zeilen verworren und unklar asuzudrücken. Übrigens tendiert das HIV-Ansteckungsrisiko
von homosexuellen Frauen gegen null und liegt ungefähr gleichauf mit dem von Nonnen. Frauen durften also
schon immer spenden, und weibliche Homosexualität wird ja dann, nach den Weltbildern einiger Poster hier,
wohl von Gott nicht so streng bestraft.
@Aaaah, das Lieblingsthema… …von kreuz.net! Endlich einmal ein Artikel über das drängendste Problem
in unseren Ländern: die Tatsache, dass es Schwule und Lesben gibt – manche sogar mit Kindern! Vergessen
sind die wirtschaftliche Lage, die Integrationspolitik, die Kriminalität, die Bildung, die Weltlage…
Dummerweise weigert sich das Abendland aber noch immer hartnäckig, unterzugehen, weil Schwule und Lesben
nicht mehr kriminalisiert und diskriminiert werden. Man könnte ja frecherweise behaupten, dass die Gleichbehandlung
Homosexueller in rechtlicher und gesellschaftlicher Hinsicht überhaupt keine negativen Auswirkungen hatte
(ich kann jedenfalls keine erkennen) und deswegen richtig war. Aber das wäre sicher ein zu unkatholischer
Schluss. Wir sollten daher über unser entspanntes Verhältnis zu Schwulen/Lesben ernsthaft nachdenken
und bald wieder Strafgesetze und gesellschaftliche Nachteile einführen. DANN klappt es endlich mit dem
Untergang des Abendlandes.
@Posten verloren Sieht so aus, als ob die Fundamentalisten, die sich hier so gerne tummeln, auf verlorenem
Posten kämpfen. Wenn es sogar in Irland langsam möglich wird, als Homosexueller wie alle anderen zu
leben, dann macht mir das Hoffnung, dass die Vernunft endlich siegt! Weiter so!
@Theologen und Biologen Vielleicht sollte man zu diesem Thema eher die Biologen und Verhaltensforscher
zitieren als Thomas von Aquin – die haben von tieren einfach mehr Ahnung. Es weiß ja sowieso keiner,
was die Seele eigentlich ausmacht. Man weiß allerdings, dass viele Tiere lernen können, kommunizieren
(allerdings ohne Sprache), sich in komplexen sozialen Gruppen organisieren (Wölfe versorgen alte und
kranke Meutenmitglieder mit Futter!), Tiere fühlen. Sie können können Menschen klarmachen, was sie
wollen und fühlen, sie trauern. Meine Katze kann einfache folgerichtige Gedankengänge tun und danach
handeln, nach dem Motto: Was muss ich bei diesem Menschen tun, damit der mir noch mal Futter gibt, obwohl
der andre Mensch das vorhin erst getan hat? Meine Katze träumt, also hat sie auf jeden Fall ein Bewußtsein.
Das ist eine ganze Menge, was Tiere können, und in jedem Fall mehr, um nur zu überleben. Also spricht
doch nichts gegen die Vermutung, dass auch Tiere als lebende Wesen eine Seele haben. Wir wissen ohnehin
nicht genau, woraus dieses bestehen könnte.
@Traue keiner Statistik… …und insbesondere keiner statistischen Korrelation, die Du nicht selbst herbeigeredet
hast. Korrelationen zeigen keine Kausalzusammenhänge auf (Grundwissen Statistik), sie müssen interpretiert
werden. Genauso existieren die berühmten Korrelationen zwischen der Zahl der Geburten und der Zahl der
Störche in einer Region oder zwischen Einkommen und Schuhgröße. Ursachen für die niedrige Geburterate
werden eher die äußeren Umstände, unter denen heute Kinder erzogen werden, sein (mangelnde Vereinbarkeit
von Familie und Beruf, unsichere wirtschaftliche Lage, kinderfeindliche Umgebung…). Also, Herr Politiker:
Besser nichts zu Dingen sagen, von denen man nichts versteht, z. B. Wissenschaft.
@Schlüsselfrage Abgesehen davon, dass der Vorposter völlig recht hat, ist die im Text genannte „Schlüsselfrage“
doch eine völlig andere: Wieso nimmt sich ein demokratischer, angeblich ach so christlicher Staat noch
immer das Recht heraus, seine Bürger zu töten? Warum gibt es in den USA noch die Todesstrafe? Beispiele
dafür, wie oft tatsächlich Unschuldige getötet wurden oder in letzter Minute dem Henker entkommen sind,
sind Legion. Die Kriminalität hat durch die Todesstrafe in den USA wahrhaftig nicht abgenommen, sie liegt
weit höher als in Europa. Und selbst wenn ein Mörder getötet worden ist: Damit wurde noch kein Opfer
wieder lebendig gemacht. Die Todesstrafe befriedigt primitive Rache- oder Lynchgelüste und ist eines
Rechtsstaates auf christlichem Fundament nicht würdig.
@Georg Der Terror begann 1948 damit, dass der Staat Israel von seinen arabischen Nachbarn angegriffen
wurde – nachdem diese den Teilungsplan der UNO (ein israelischer und ein palästinensischer Staat, wie
sie es heute gerne hätten) abgelehnt hatten. Es folgten noch weitere Kriege, die Israel aber alle gewinnen
konnte. Daraufhin verlegten sich die Palästinenser auf blanken Terror gegen Unschuldige – der Flugkapitän
der „Landshut“ oder der behinderte, an den Rollstuhl gefesselte Renter, der auf der „Achille Lauro“ getötet
wurde, sind nur 2 Beispiele. Sicherlich ist die Siedlungspolitik Israels nicht das die Lösung, aber im
Gegensatz zu den Palästinensern zeigt Israel ja derzeit, dass es in der Lage ist, seine Politik zu ändern.
Außer „Tod Israel“ hört man von der derzeitigen Parlamentsmehrheit der Palästinenser keinen konstruktiveren
Vorschlag.
@Erinnerung Im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt weise ich hier darauf hin, dass vor wenigen Monaten
israelische Grenzsoldaten einen 14-Jährigen, geistig behinderten (!) palästinensichen Jungen entwaffnet
haben, den die Hamas als lebende Bombe logeschickt hatte. Soviel zur Kinderliebe der Palästinenser, die
bislang jeden Friedensschluß mit Terror gegen Israel und die ganze Welt torpediert haben. Ein Israeli
erzählte mir einmal, dass sich israelische Familien normalerweise mindestens 3-4 Kinder wünschen, damit
man nicht alles verliert für den Fall, dass eines bei einem Attentat umkommt!!! Das ist die Realität
im Nahen Osten.
@gut gemeint reicht oft nicht Das Gesetz hatte ursprünglich den Sinn, mit der Abschaffung der Sittenwidrigkeit
den Prostituierten zumindest den Lohn zu sichern, d. h. vom Freier einklagbar zu machen. Es diente also
dem Schutz der Frauen. Man muss dem Gesetzgeber allerdings den Vorwurf machen, nicht zuende gedacht zu
haben und den Frauen, insbesondere den ausländischen meist Zwangsprostituierten nicht geholfen zu haben.
Das hat sie Politik ja mitterweile erkannt und es gibt Überlegungen, nun die Freier strafbar zu machen.
Ob das klappt, sei dahingestellt, aber immerhin packt es das Übel an der Wurzel, denn Prostitution gibt
es nur solange, wie es Männer gibt, die in den Puff gehen – also eine Nachfrage besteht. Daher muss hier
zwingend angesetzt werden. Die Feministinnen kämpfen da schon lange für. Der Vorschlag des Arbeitsamtes
Berlin, wenn er denn so gemacht wurde, ist eine grobe Dreistigkeit und so etwas gehört untersagt.
@Spanien Wenn mich nicht alles täuscht, ist die Eheannulierung nach einer staatlichen Scheidung in Spanien
üblich – oder war es zumindest bis vor 20 Jahren. Da fragt man sich schon, warum das so ist. Leben in
Spanien andere Katholiken, haben die Spanier eine andere Auffassung in dieser Angelegenheit oder wie ist
das zu bewerten. Ich meine mich auch erinnern zu können, dass Jesus sehr wohl von der Unauflöslichkeit
der Ehe spricht, daran ist nichts zu rütteln; aber gleichzeitig als große Ausnahme den Ehebruch nennt.
Wird ein Partner also betrogen, so ist es für Jesus gerechtfertigt, die Ehe zu scheiden. Ich denke mir,
im realen Leben kommt der Betrug recht häufig vor (traurig genug!), also müsste es eigentlich viel häufiger
auch Eheannulierungen geben.
@Beobachterin Mir scheint, es sind nicht immer nur die Frauen, die in der Kritik stehen, sondern die Männer
könnten sich auch ein wenig bemühen und die Familie genauso unterstützen. Aber warum nicht einfach
ein paar Vorschläge annehmen, die in anderen Staaten bereits umgesetzt wurden oder bis jetzt keine Chance
hatten: -statt steuerlicher Bevorteilung von Eheleuten, die vor dem Standesamt die Ehe geschlossen haben
und vielleicht gar keine Kinder haben, die Bevorteilung von Familien mit Kindern, ob mit Trauschein oder
ohne – wie wäre es, wenn Familien ab dem 3.Kind keine Einkommenssteuern mehr zahlen – so geschehen in
Frankreich. Hier stürzt man Familien mit steigenden Lebenshaltungs- und Energiekosten sowie hohen Mieten
lieber in die Armut – warum nicht bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Mehr Halbtagsstellen für
Männer und Frauen, die n i c h t gesellschaftlich belächelt werden; mehr Betreeungsangebote, damit nicht
ein Partner das ganze Geld herbeischaffen muss und seine Kinder kaum noch sieht und der andere überhaupt
nicht mehr arbeiten kann? Es wäre so einfach, wenn man nur wollte…
@Athansius und kali Zu dem Artikel äußere ich mich nicht, denn von Ökonomie habe uch echt keine Ahnung.
Ich weiß nur, dass der US-Konsum völlig auf Pump aufgebaut ist, und mein beschränktes wirtschaftliches
Wissen sagt mir da, dass das irgendwie nicht gut sein kann. Allerdings gehört Israel nicht auf die Liste
der staatsterroristischen Länder. Israel ist, trotz aller Schwierigkeiten, immer noch eine Demokratie
mit freien Wahlen. Allerdings steht diese Demokratie ganz anderen Herausforderungen gegenüber als wir
hier im friedlichen Westen. Die Nachbarn Deutschlands erklären nicht jede Woche öffentlich, dass sie
unser Land mit all seinen Einwohnern vernichten wollen und arbeiten auch noch fleißig daran. Die „Staatsbriefe“
sind keine gute Quelle für welche Informationen auch immer. Sie gehören zu den ganz rechten Publikationen
und tauchen regelmäßig in den Verfassungsschutzberichten auf. Da bei den Rechten seit einiger Zeit der
Antiamerikanismus ausgebrochen ist (und Saddam Hussein der neue Held ist), verbreiten sie unter all ihrem
anderen Unsinn eben auch solche Töne.
@Autroität und Vaterschaft? Steht nicht bei Matthäus, dass Jesus seinen Jüngern verbietet, übereinander
zu herrschen und Hierarchien auszubilden? Steht nicht bei Matthäus an selbiger Stelle auch, sie sollen
sich nicht mit „Vater“ anreden lassen, den dies gebühre nur Gott? Habe ich die falsche Bibel – oder ist
Jesus eigentlich eher auf der Seite der autoritätsskeptischen „68er“ zu finden? Übrigens äußert sich
Jesus in meinem Matthäus sehr kritisch über den „Tempelgroschen“ („Kirchensteuer“), diese Stelle wurde
offenbar bislang schamhaft verschwiegen.
@Marcel Wenn ein buddhistischer Mönch in Nepal sich vornimmt, zu meditieren, kann man das ja nun wahrhaftig
nicht der katholischen Kirche, vor oder nach dem 2. Konzil anlasten. Da können alle Päpste zusammen
nichts dran tun – aber warum sollten sie auch? Die Buddhisten meditieren schon seit einigen Jahrhunderten
vor Christi Geburt friedlich vor sich hin.
@autoerotischer Unfall Zur Klarstellung: Hier handelt es sich wohl um einen sogenannten „autoerotischen
Unfall“. Diese Form von Selbstverletzung bis hin zur meist versehentlichen Selbsttötung im Zusammenhang
mit sexuellen Handlungen kommt ziemlich häufig vor – so häufig, dass sie in der Polizeiausbildung extra
behandelt wird, damit man die Spurenlage am Tatort gleich besser einsortieren kann. Mit Homosexualität
hat das nichts zu tun, es betrifft Schwule und Heteros gleichermaßen. Allerdings hat es viel mit Männern
zu tun, denn so was tun i. d. Regel nur Männer. Die brauchen das wohl. Verstehe einer die männliche
Sexualität!
@Find ich auch! Ich finde auch, dass Faschisten das Hinterletzte sind. Hier hat die Redaktion recht. Schließlich
ist uns allen noch präsent, wie das Experiment „Faschismus“ in Europa ausgegangen ist, letzte Woche konnte
man sich davon im Fernsehfilm „Dresden“ ein Bild machen. Wie man an Frau Mussolini allerdings leider feststellen
muss, ist der Faschismus in den Köpfen einiger noch sehr fest verankert. Das ist äußerst bedauerlich,
das heißt, dass die Aufklärung über den Faschismus und seine Folgen noch intensiviert werden muss.
Was ist denn mit dem Begriff „Kastrat“ gemeint? Ein Transsexueller? Wenn ja, dann bitte etwas präziser,
liebe Redaktion – sonst ist das ganz schlampige Arbeit.
Fragen Bei den vielen Fragen der Vor-Poster hätte ich noch eine hinzuzufügen: Warum reduziert man nicht
die hohe Zahl der Abtreibungen durch die kostenlose Ausgabe von Verhütungsmitteln? Da vermindert die
gesundheitlichen Risiken und psychischen Folgen erheblich. Aber das kostet ja wieder mehr Geld und mit
der Pharmaindustrie will man sich nicht anlegen.
@Evelin Ich meinte auch befruchtete Eizellen. Aber das sind immer noch keine Menschen – sie befinden sich
noch nicht einmal da, wo sie die Möglichkeit hätten, Menschen zu werden, nämlich im menschlichen Körper.
Ich wehre mich dagegen, hier befruchtete Eizellen als Kinder zu bezeichnen, weil sie das nicht sind. Davon
abgesehen empfinde ich die die juristische Lösung dieses Problems als äußerst unbefriedigend, da müsste
man schon eine Regelung finden, die allen Beteiligten gerecht wird. Schließlich kann die Frau, die die
„Verliererin“ des Verfahrens ist, nie wieder etwas revidieren, wenn diese befruchteten Eizellen wirklich
vernichtet werden – und das ist ungerecht.
@????? Welche Mutter und welche Kinder? Wenn ich den Text richtig verstanden habe, geht es hier um tiefgekühlte
Eizellen – von Kindern habe ich da nichts gelesen. Ist natürlich unbefriedigend, wenn dieser Fall, der
ja auch in der Rechtsgeschichte neu ist, noch ungeklärt ist. Aber ein paar bessere Argumente für eine
Lösung dieses Dilemma als die Behauptung, eingefrorenden Eizellen seien Kinder und deren Spenderin eine
Mutter (dann hätten wir aber reichlich mehr Mütter auf der Wetl als angenommen) muss man für eine ernsthafte
Diskussion schon aufbringen.
@zwobbel Sie haben ausführliche Infos zum Thema Hexenverbrennungen gegeben – aber ich galube, woman meinte
etwas anderes: Als Frau fühlt man sich in der katholischen Kirche nämlich ziemlich verarscht, weil man
nicht Pfarrerin (Bischöfin, Päpstin) werden kann. Offenbar halten die Männer einen für zu dumm oder
zu unfähig. Eigenartig dabei ist nur, dass Frauen sonst in fast allen christlichen Konfessionen Pfarrer
werden können und dort genauso gut oder schlecht sind wie die Männer auch (wie übrigens in allen anderen
Berufen ebenso). Jetzt komme mir keiner mit dem abgestandenen Argument, Jesus habe das so gewollt, was
man mühsam in die Bibel hineininterpretiert. Jesus hatte Jünger und Jüngerinnen, die frühe Kirche
hatte Diakoninnen und Gemeindeleiterinnen, aber die Machos haben sie alle wieder verdrängt. Daher ist
es ein leicht schizophrenes Unterfangen, als Frau katholisch zu sein – man lässt sich quasi als Mensch
2. Klasse abstempeln und zahlt auch noch dafür.
@Info Was viel nicht wissen: Eine Adoption ist für Einzelpersonen in Deutschland schon möglich – dabei
spielt die sex. Orientierung keine Rolle. Entscheidet sich ein homosexuelles Paar also dazu, kann einer
der beiden einen Antrag stellen. Wenn die beiden jedoch heiraten, um ihrer Beziehung und dem Kind rechtliche
Sicherheit zu geben, dann ist eine Adoption in diesem Land untersagt. Pflegekindschaft hingegen ist möglich,
ob verheiratet oder nicht. Also: Es gibt in diesem Land schon hunderte Kinder, die in homosexuellen Familien
aufwachsen, ob nun adoptiert oder leiblich. Es ist mir aber nicht bekannt,dass diese Kinder besonders
leiden oder mit psychischen Problemen kämpfen. Ich verstehe auch nicht, warum ein homosexuelles Paar
keine Kinder großziehen können soll – sie sind dafür genauso viel oder wenig geeignet, wie andere auch.
Einige Poster hier scheinen zu glauben, das Homosexuelle ein ganz besonderer, gefährlicher Menschenschlag
sind. Schaut euch doch mal in eurer Nachbarschaft um (beim Bäcker, Friseur, in der Kfz-Werkstatt, auf
der nächsten Polizeiwache…) und prüft mal an der Realität. Ihr werdet keine Unterschiede feststellen.
#13 Frl.Ilse 20:16:00 | Dienstag, 21. Februar 2006
@richard Meines Wissens haben die Palästinenser 1948 die Aufteilung des Landes in zwei unabhängige Staaten
abgelehnt – das war ein Vorschlag der UNO gewesen. Israel war dazu bereit. Meines Wissens haben die ersten
Einwanderer aus Europa in der Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis 1920 ihr Land ganz legal vom damaligen
Herrscher, dem türkischen Sultan, gekauft. Den scherten nämlich die dort lebenden Araber nicht, genauso
wenig, wie die Nachbarländer Ägypten und Jordanien viel für die Palästinenser übrig haben. Sie wissen,
warum. Ägypten hat mit Israel schon lange Frieden geschlossen und lebt sehr gut damit. Jordanien hat
die Palästinenser Anfang der 70er Jahre mit einem blutigen Massaker aus dem Land getrieben, weil sie
versuchten, einen Staat im Staate Jordanien zu errichten. Die Palästinenser gingen in den Libanon und
stürzten dieses Land, die ehemalige „Schweiz des Nahen Ostens“ in den Bürgerkrieg, der erst in den 90er
Jahren mit dem Frieden von Taifa endete. Die Palästinenser entführten Flugzeuge, Schiffe, richteten
das Olympia-Massaker in München an u. gaben sich alle Mühe, möglichst viele unbeteilgte Zivilisten
zu töten. Als die Twin Towers fielen, tanzten die Massen auf den Straßen; als Saddam Hussein Kuweit
überfiel, gab es auch Freudentänze. Soviel zu den „armen“ Arabern und den „bösen“ Isaelis.
@Die Geschichte mit den Störchen… Seit die Zahl der Störche abgenommen hat, gibt es in Deutschland
weniger Kinder – der Klapperstorch kommt einfach nicht mehr vorbei! Soviel zu unsinnigen Statistiken.
Bislang konnte auch keiner der Diskutanten erkären, warum so unkatholische und un-konservative Länder
wie Schweden, Finnland, Norwegen und Dänemark eine so erfolgreiche Familien- und Sozialpolitik machen.
Es liegt von kaum an der katholischen (autoritären?) Erziehung. Zudem ist in diesen Ländern auch noch,
oh weh!, die Ehe für Homosexuelle seit über 10 Jahren existent. Es liegt eben einfach daran, dass diese
Länder Kinder gerne sehen und nicht als lästige Schreihälse betrachten; den Frauen ermöglichen, ihre
Arbeit beizubehalten durch kluge Betreuung und den Männern kein Zacken aus der Krone fällt, wenn sie
mal ein Jahr auf den Nachwuchs aufpassen. Erzähle jetzt keiner, Betreuung außer Haus sei schädlich,
denn da werden die Kinder eben nicht am Nachmittag vor PC oder Fernsehen geparkt, sondern beschäftigt.
Von diesen unkatholischen, sehr liberalen Ländern können wir noch viel lernen. Bei „katholischer Erziehung“
fällt mir auch gleich das berühmte „kathoische Bildungsdefizit“ ein, das Deutschland von Mitte des 19.
Jahrhundert bis fast in die 50-ger Jahre des 20. Jdhts. geprägt hat.
@Bedrohung? Homosexualität ist eine Bedrohung für’s Überleben der Menschheit? Da haben wir aber, seitdem
wir auf der Erde sind, verdammtes Glück gehabt! Und wunderbarerweise wächst die Menschheit weiter, bis
die Erde bald aus allen Nähten platzt. Ehrlich, wer als erwachsener Mensch, der sicherlich lange Jahre
eine Schule besucht hat, einen derartigen unqualifizierten Unsinn von sich gibt, an dessen Verstand kann
man wahrhaft zweifeln. Da ist es genauso sinnvoll, sich an eine Ecke zu stellen und „Ich bin gegen das
Wetter!“ zu schreien. Ein Politiker, der sich so selbst disqualifiziert, sollte schleunigst aus dem Verkehr
gezogen werden.
@Letztes Abendmahl Mir scheint, dass sich die Gemeinschaft eng am Neuen Testament orientiert. Auch Jesus
und die Apostel haben das letzte Abendmahl, dass ja ein Seder-Abend war, im Sitzen, vielleicht sogar liegend
eingenommen. Jesus hatte gewiß keine Hostien, sondern Brot (ungesäuert) und Wein gereicht, wie auch
oben geschildert wird. Dazu meinte Jesus, dass wir es genauso tun sollte. Daher finde ich das, was die
Gemeinschaft macht, gut und richtig. Alle sollten es so halten.
#28 Frl.Ilse 16:26:08 | Donnerstag, 26. Januar 2006
@E. Sünder Auch wenn es manchem zu hoch ist, ist es dennoch so, dass das Gehirn so gebaut ist. Aber wer
keine Ahnung hat, sollte sich nicht in Schmähungen flüchten, weil ihm keine Argumente mehr einfallen,
sondern besser Schweigen.
@Intelligenter Schöpfer? Wenn das, was auf der Erde so herumläuft, bewußtes Werk eines intelligenten
Schöpfers ist, dann muss ich mich schon fragen, warum er/sie/es sich nicht ein bißchen mehr Mühe gegeben
hat? Warum habe ich einen Blinddarm (Wurmfortsatz), den ich nicht brauche, der mir aber viel Ärger machen
kann? Warum habe ich überflüssige Fußknochen, die allenfalls brechen können, aber sonst zu nichts
mehr nutze sind? Warum besteht mein Gehirn aus dem limbischen System und ist damit dem aller Säugetiere
und Reptilien gleich, und dem Neokortex, der nur dem Menschen so eigen ist? Diese beiden stehen in ständiger
Spannung zueinander, weil das eine noch auf die Vorzeitstufe programmiert ist und das andere schon an
die Jetztzeit angepasst – das erzeugt Stress, psychische und körperliche Erkrankungen. Warum erschafft
der Schöpfer etwas wie Homosexualität, die ihm doch angeblich nicht passt? Wenn ich an den intelligenten
Schöpfer glauben müsste, statt an die Evolutionstheorie, dann hätte ich diesen Schöpfer schon vor
Jahren wegen Stümperhaftigkeit abgehakt.
@Benedikt Ich hoffe ja nicht, die Kirche glaubt ernsthaft, dass ich nicht in der Lage bin, der Messe zu
folgen, nur weil vorne eine Frau steht und kein Mann und ich deswegen die Eucharistie nicht verstehe,
weil Jesus doch auch ein Mann war. Schließlich hat Jesus selbst damals ein jüdisches Pessach-Mahl gehalten –
das sieht ganz anders auch als eine Eucharistiefeier und niemanden in der Kirche stört es. Nein, der
einzige Grund, warum Frauen keine Priester werden sollen, ist die Frauenfeindlichkeit der Katholiken.
Frauen sollen Kinder kriegen, aber bloss nicht mitreden. Und Priester sollen mit dem Weibsvolk schon überhaupt
nichts zu tun haben – das ist Frauenverachtung, und sonst nichts. Komisch, dass die Protestanten damit
keine Probleme haben. Aber genau deswegen bin ich ja auch in die evangelische Kirche eingetreten.
@Herr Heger Hallo Herr Heger! Der Fall spielt sich in den USA ab. Hier in Deutschland, dem „Verbrecherstaat“,
leben wir in einem Rechtsstaat. Dessen Gesetze verbieten es, Menschen lebenserhaltende Maßnahmen zu entziehen.
Freuen Sie sich, dass Sie bei den „Verbrechern“ hier sicher sind.
@Neue Probleme Tja, und was machen wir in all dem Wust auch noch mit den homosexuellen Paaren, die eigene
Kinder haben – z. B. aus früheren Beziehungen? Da kenne ich einige. Ist das jetzt schlimmer für die
Kinder (weil die eigene Mutter/der eigene Vater homosexuell ist)? Oder besser als ein Heim, weil sie ja
bei den Eltern aufwachsen? Was sagt denn der Papst dazu, der Kenner von Beziehungen, Ehen und Kindererziehung?
Wenn man eben die Welt nur mit Scheuklappen betrachtet, wie einige hier, dann ist das sicher ein Problem.
Wenn Kinder in einer intakten Familie aufwachsen, sehe ich aber nichts, was dagegen spricht.
#8 Frl.Ilse 16:13:01 | Donnerstag, 19. Januar 2006
@catharina Der Papst soll erklären,was Liebe ist? Ein Mann und Vorsteher einer ganzen Gruppe von Männern,
die nie im Leben verliebt waren, nie eine Beziehung zu einem anderen Menschen mit allen Höhen und Tiefen
geführt haben, nie eine Ehe eingegangen sind und Kinder aufgezogen haben? Die keine Ahnung von Frauen
haben -haben dürfen? Nein danke, dann kann ich mir auch von einem Blinden einen van Gogh erkären lassen.
Lasst die Menschen lieben und redet Ihnen nicht ein, wen sie lieben dürfen und wen nicht.
#4 Frl.Ilse 16:07:23 | Donnerstag, 19. Januar 2006
@schöne Christen Na, das sind mir ja schöne und barmherzige Christen, die sich so verhalten wie abgezockte
Politiker – und das im formal christlichsten Staat der Erde oder als Mitglied einer christlichen Gemeinschaft.
Die einzige Lösung für die Kirche, um noch galubwürdig zu bleiben, ist der sofortige Rausschmiss und
ein Ende der Mauscheleien und Strippenziehereien im Dunkeln im christlichsten Staat der Welt.
#6 Frl.Ilse 16:03:41 | Donnerstag, 19. Januar 2006
@„sogenannt“ Wieso „sogenannte Evolutionstheorie“? Meines Wissens heißt sie tatsächlich so, genauso
wie die Relativitätstheorie oder die Quantentheorie. Eine naturwissenschaftliche Theorie gilt so lange,
bis bewiesen ist, das sie nicht stimmt. Das ist bis heute nicht geschehen – nur zu behaupten, in der Bibel
stehe es anders, ist ja nun mal kein naturwissenschaftlicher Beweis. Bislang erklärt die Evolutionstheorie
die Entstehung der Arten auf der Erde am besten, niemand hat bis jetzt eine bessere Erklärung gefunden.
Also ist sie gültig.
@Seminar Wer kann da noch widerstehen? Ich wüsste jedenfalls nicht, was dagegen sprechen könnte, „das
Frausein mit noch mehr Intensität und Lust zu leben“. Sauertöpfische zölibatäre Männer mögen das
vielleicht nicht verstehen (wie sollten sie von Frauen auch die leiseste Ahnung haben?) aber ich bin gerne
Frau und will mich wohlfühlen in meiner Haut. Ich sollte mich wie Yersinia gleich anmelden. Dieses Seminar
ist jedenfalls allemal wichtiger als so brennende Fragen, wie groß oder klein (oder rund oder eckig)
eine Hostie auszusehen hat.
@zu LeTrot Ich wundere mich langsam über den Chatter LeTrot. Egal, um welches Thema es geht, und sei
es Neu-Heidentum, bei LeTrot kommen in seinen Kommentaren immer nur anal-erotische Phantasien heraus.
Ich glaube, man muss kein Psychologe sein, um zu erkennen, dass dies behandlungsbedürftig ist. LeTrot
sollte sich schleunigst einen Psychotherapeuten suchen, ehe seine Seele wirklich irreparabel geschädigt
ist.
@Benedikt Ich meinte damit bloß, dass es doch nicht gut sein kann für die Kirche, wenn der gewöhnliche,
zeitungslesende Nicht-Theologe ihne Erläuterungen der feinen Unterschiede in den Fällen Schütz und
Hasenhüttl zur Überzeugung kommt, da wird mit zweierlei Maß gemessen. Da muss sich die Kirche klarer
ausdrücken, was denn jetzt Sache ist, sonst gewinnt sie das Christenvolk nicht. Der gewöhnliche Christ
versteht ohnehin nicht, warum nicht auch ein Protestant zur Kommunion gehen sollte, schließlich ist der
Katholik ja auch zum Abendmahl eingeladen.
@Historie Sollte Sharon tatsächlich aufgrund der Verfluchung und nicht wegen eines Herzfehlers, Übergewichts
und Stress im Krankenhaus liegen, dann sind diese Flüche offenbar wirksamer als die Methode des Bischofs
von Trier, Philipp von Sötern. Der hat im 30jährigen Krieg lange versucht, Kaiser Ferdinand II. totzubeten,
aber ohne Erfolg. Ich glaube, der Erzbischof starb in Hft und vor Kaiser Ferdinand II. )!!
@Benedikt Danke für die Aufklärung, aber ich muss ehrlich gestehen, dem Nicht-Theologen erschließt
sich das so recht nicht, wenn er nur die Zeitungsmeldungen liest. Kann das im Sinne der Kirche sein? Über
LeTrots Meinung muss ich mich doch wundern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Ratzinger entfallen
sein könnte, dass Frère Roger Protestant ist. Er mag vielleicht nicht wissen, wie das neueste Album
von Madonna heißt, aber Roger Schutz gehört eindeutig in seinen (Wissens-)Bereich.
@Benedikt Sie haben recht, in der juristischen Wirklichkeit wird es noch Anwendungsschwierigkeiten geben.
Deswegen ist das Gesetz ja schon seit Monaten, und nicht erst seit Dezember, in der Diskussion. Die Grundidee
ist allerdings tatsächlich, dass eine Minderheit gegenüber einer Mehrheit privilegiert wird, und zwar
solange, bis es nicht mehr nötig ist, also keine Diskriminierung mehr stattfindet. Prozesshanseleien
in der Realität kann das leider nicht verhindern. Ich erinnere an das Theater, als im öffentlichen Dienst
die ersten Frauenförderpläne vorgestellt wurden (heute redet übrigens niemand mehr davon). Berechtigte
juristische Einwände gibt es (Was ist Diskriminierung? Wo fängt sie an, wo hört sie auf?), aber in
diesem Forum hört man außer von Ihnen nichts davon. Hier stürzen sich alle auf die Tatsache, dass unter
vielem anderen a u c h die Diskriminierung von Homosexuellen verboten wird – als ob davon jetzt das Abendland
abhinge, wenn man nicht mehr ungestraft über andere Menschen, die vielleicht schwul sind, herziehen darf.
@????? Wieso wird denn Hasenhüttl rausgeschmissen, weil er Protestanten zur Kommunion einlädt und Ratzinger
wird Papst, wenn er dem evangelisch-reformierten Pfarrer Roger Schutz die Kommunion spendet? Kann mir
das mal einer erklären?
@Einwände? Was ist denn gegen das Antidiskriminierungsgesetz einzuwenden, besonders von katholischer
Seite? Es schützt doch auch ebenso religiöse Überzeugungen. Davon profitiert jeder Chatter hier. Aber
einige können wohl nicht ertragen, dass es auch die Überzeugungen derjenigen schützt, die damit nichts
am Hut haben. Aber damit müsst ihr alle leben, wollt ihr ein gedeihliches Miteinander in diesem Land.
Bislang hat es jedenfalls gut funktioniert, das Gesetz wird dafür sorgen, dass es noch besser wird. Wem
Homosexuelle nicht passen, hat eben Pech gehabt, sollte sich aber in der Öffentlichkeit in Zukunft mit
Beleidigungen zurückhalten. Umgekehrt genauso! Da es die Gebote der Höflichkeit bis jetzt nicht schafften,
dafür zu sorgen, muss dies ein Gesetz leisten. Es gibt also keinen Grund zur Klage, sondern für alle
Beteiligten nur zur Freude.
@Skandinavien Warum verlegen wir uns nicht erst mal auf naheliegendere Lösungen und nehmen uns Skandinavien
zum Vorbild? Da gibt es keine Probleme mit dem Nachwuchs, obwohl diese Länder zu den liberalsten der
Welt gehören.Aber dort ist die Unterstützung für Familien mit Kindern viel größer, man wird als Mutter
nicht schräg angeguckt (weil offenbar „asozial“) wenn man in den frühen Zwanzigern schon einige Kinder
hat. Kinder ziehen die Familien dort nicht an den Rand der Armut und werden nicht als lautes Hindernis
für das Funktionieren der Alltags gesehen wie bei uns. Aber so etwas würde ja Geld, Zeit, Mühe und
eine Änderung der Haltung gegenüber Kindern kosten, und dafür sind die Deutschen zu geizig – aber langsam
merken sie, dass sie so nicht weiterkommen. Übrigens hat die geringe Nachkommenquote in Deutschland nichts
mit Abtreibung zu tun – die Skandinavier haben auch die liberalsten Abtreibungsgesetze überhaupt, was
sie nicht hindert, Kinder in die Welt zu setzen.
@Ignatius Ihre Ehe scheint ja auch nicht bestens zu laufen, wenn sie sie als „Last“ bezeichnen – und die
Kinder machen wohl auch keine reine Freude. Das tut mir leid, denn die Regel ist das nicht. Daher sollte
man individuelle Erfahrungen mit nicht so glanzvollen Ehen nicht auf alle verallgemeinern. Da die meisten
Menschen noch immer freiwillig heiraten, obwohl sie nicht müssten, scheint diese Lebensform den meisten
wohl doch gut zu gefallen. Man sollte sie Priestern daher nicht vorenthalten.
#4 Frl.Ilse 17:12:43 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
@sulpicius Für die Nicht-Rheinländer sei an dieser Stelle erwähnt, dass das Tragen von Narrenkappen,
-orden, Kostümen oder der Titel „Jungfrau“ in der 5. Jahreszeit keineswegs despektierlich, sondern normal,
bzw. eine große Ehre sind. So wird das Lehmann als Mainzer sicherlich auch empfunden haben. Rückschlüsse
auf den Zustand der deutschen Bischöfe lassen sich daraus also nicht ziehen. Ich gebe aber zu, dass das
auf Nicht-Rheinländer (und -Bayern) befremdloich wirken kann.
#16 Frl.Ilse 11:17:20 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
@Zwingli und Luther Die Kenntnis des Protestantismus ist hier schon ein bisschen mager ausgefallen – aber
hier melden sich ja auch feste Katholiken zu Wort. Wenn sie allerdings keine Ahnung haben, dann sollten
sie besser schweigen. Zwingli begann unabhängig von Luther schon 1516 seine Theologie zu predigen. Er
hat sich später an Luther orientiert, aber seine eigenen Positionen nicht aufgegeben und diese an die
reformierte Kirche der Schweiz weitergegeben. Die evangelischen Messe wird nicht nur manchmal, je nach
Region, so bezeichnet; in Hannover wird die Liturgie sogar gesungen. Da kann man mitunter den Unterschied
zur katholischen Messe nur an der „Berufskleidung“ erkennen und daran, dass es eine Frau Pfarrerin ist,
die den Gottesdienst hält. Die protestantischen Kirchen sind halt nicht so ängstlich und geraten auch
nicht gleich in Panik, wenn man mal etwas anders bezeichnet oder auf alte Riten zurückgreift, solange
es der Ehre Gottes dient. In einigen reformierten Kirchen Zürichs, also im Zwingli-Land, wird auch wieder
Weihrauch eingesetzt, ohne dass die Gottesdienstbesucher entsetzt aus der Kirche fliehen. Die Protestanten
brauchen können halt mal Fehler in Theologie und Liturgie einsehen und korrigieren. Für manche Katholiken
bricht ja z. T. schon die Weltordnung zusammen, wenn man die Hostie mit der Hand nimmt oder Brot dafür
nimmt. Als ob das Christus nicht völlig egal wäre!!!
#38 Frl.Ilse 14:28:34 | Freitag, 23. Dezember 2005
@Es gibt ihn also immer noch, den katholischen Antisemitismus, in Verbindung mit den wildesten, völlig
sinnfreien Verschwörungstheorien. Ich wüßte gerne, wer von den Chattern, die hier von der unterdrückten
historischen Wahrheit fabulieren, jemals in einem Archiv gesessen und die Originalquellen aus dem Dritten
Reich gelesen hat, jemals Dachau oder Buchenwald von innen gesehen oder Vernehmungen mit den Opfern und
Tätern geführt hat. Wahrscheinlich keiner, ich habe das alles schon gemacht. Die Wahrheit über das
Dritte Reich ist genau so, wie es in den Geschichtsbüchern steht, nur noch viel schecklicher. Die Spende
an eine jüdische Gemeinde ist nur eine klägliche Wiedergutmachung für Demütigung, Entrechtung, Enteignung
und Mord an Juden in Deutschland. Und eine klägliche moralische Wiedergutmachung für zwei Kirchen in
Deutschland, die dabei zugesehen haben, anstatt jeden Sonntag von den Kanzeln donnernd das „Du sollst
nicht töten“ und „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“ einzufordern. Jesus, Petrus (Schimon), Johannes
(Jochanaan) und Maria (Mirjam) hätte die Spende sicher gefallen, sie waren nämlich allesamt Juden.
#17 Frl.Ilse 11:22:30 | Freitag, 23. Dezember 2005
@Evelin Niemand hindert sie, die Wahrheit zu suchen und zu verkünden. Niemand verbietet ihnen, diejenigen
zu Wählen, die gegen die eingetragenen Partnerschaft votieren. D a s ist Demokratie. Sie ist uns nur
schon so selbstverständlich geworden wie die Luft zum Atmen, dass wir gar nicht mehr erkennen, welch
ein hohes Gut sie ist. Man muss nur akzeptieren, dass andere das tun und wählen, was sie selbst für
richtig halten. Das ist der Grundpfeiler unseres Miteinanders. Offensichtlich war die Mehrheit der Bundesbürger
der Ansicht, dass die eingetragene Partnerschaft bleiben soll, sonst hätten sie ja bei der letzten Wahl
anders entschieden. Deswegen dürfen Sie immer noch dagegen sein, ja sogar politsch aktiv werden, wenn
sie wollen, um ihre Vorstellungen durchzusetzen. Man sollte mal den Papst fragen, was ihm lieber war:
Unter einer Diktatur als halbes Kind in einen Krieg eingezogen zu werden, die Flak-Artillerie zu bedienen,
mit dem Risiko, andere zu töten oder getötet zu werden; und das, ohne das man eine Chance hatte, selbst
zu entscheiden. Oder besser in einer demokratischen Republik seiner Berufung zu folgen und Theologie zu
studieren, woran ihn niemand hindern wollte und konnte?
#23 Frl.Ilse 11:10:26 | Freitag, 23. Dezember 2005
@Clemens Ich stimme ihnen in Sachen „Exorzismus“ zum Teil zu. Nicht, dass ich an Dämonen oder Geister
glaubte, aber an psychische Krankheiten und das quälende Problem der menschlichen Schuld. Damit haben
sich seit Jahrhunderten die Seelsorger mit Hilfe der Beichtstühle befasst – und das durchaus erfolgreich,
ohne Frage! Aber als die Ärzte und Wissenschaftler im 19./20. Jahrhundert etwas mehr über die Seele
herausbekamen, vor allem, wie sie krank wird und wie man sie heilen kann, da hat die Kirche eine große
Chance verpasst, ihre Erfahrung mit den neuen Entdeckungen zu erweitern. War wahrscheinlich wieder die
große Angst vor allem, was neu ist, wie schon die Eisenbahn und die Gasbeleuchtung. Ich würde mir wünschen,
dass der heutige Seelsorger auch in Richtung Psychotherapie ausgebildet würde, dann bräuchte man wirklich
nur noch für die Nicht-Christen ärztliche Psychotherapeuten. Denn das es eine Seele gibt, die krank
werden kann, darin sind sich ja Theologen und Wissenschaftler einig. Nur der Budenzauber mit Dämonen
etc. ist ja heute überholt. Die Dämonen haben sich als Zwänge, Ängste, Depressionen oder Phobien herausgestellt,
für die die Psychotherapeuten heute die angemesseneren und erfolgreicheren Heilmittel besitzen.
@Musik und Kunst Vor ein paar Wochen haben wir uns schon mal heftig über Musik, sakrale Musik im besonderen,
in diesem Forum gestritten. Zu diesem Thema will ich nun ein Zitat aus dem aktuellen, so vielgescholtenen
„Spiegel“ anführen, es stammt aus dem (wirklich guten!) Leitartikel über Mozart. Der Autor ist fest
davon überzeugt, „dass das ‘Credo’ aus der ‘Missa Solemnis’ von 1780 im Stande ist, auch den Hartgesottensten
den Glauben an den lieben Gott zurückzugeben, ja sogar den Glauben daran, dass er tatsächlich lieb ist“.
Hier wird die Funktion von sakraler Musik treffend und verständlich deutlich gemacht.
#15 Frl.Ilse 16:23:06 | Donnerstag, 22. Dezember 2005
@tradi Ich kann Dir nur zustimmen. Insbesondere die Meinung, Demokraten an die Wand zu stellen, sei eine
gute Lösung, ist ein höchst unchristlicher Mordaufruf. Natürlich habe wir eine Demokratie in diesem
Land. Jeder Bundesbürger, jeder Forums-Chatter, darf den Abgeordneten wählen, den er möchte, z. b.
den, der gegen Abtreibung votiert. Das taten die Bundesbürger allerdings in ihrer Mehrheit nicht, weil
sie das nicht wollen. In den Medien darf sich jeder äußern und seine Meinung kundtun, ohne Angst, dass
das böse ausgeht. Auch dies tut das Forum hier. Niemand wird daran gehindert, sich seine Meinung selbst
zu bilden, sozusagen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit herauszukommen. In einer Demokratie
sind ein Hitler, ein Stalin oder Pinochet nicht möglich, weil es unveräußerliche Rechte und Werte gibt,
die nicht angetastet werden dürfen. Aber vielleicht ist es ja gerade das, was einigen nicht gefällt?
Das Freiheit auch immer die Freiheit des anderen ist? Das andere eben mal nicht meiner Meinung sind? Die
preußischen oder russischen Katholiken wären jedenfalls 1864 froh gewesen, hätten sie in einer Demokratie
und nicht in einer Monarchie gelebt.
#4 Frl.Ilse 16:05:30 | Donnerstag, 22. Dezember 2005
@Reif Statt diesen alten Herrn weiter solchen hanbüchenen Unsinn verbreiten zu lassen, sollte er dringend
in psychotherapeutischen Behandlung gebracht werden. Reif dafür ist er wohl, denn er scheint ja tatsächlich
zu glauben, was er sagt und schreibt.
#1 Frl.Ilse 08:50:41 | Mittwoch, 21. Dezember 2005
@Nie und nimmer Ist ja erschreckend, wie die Kirche 1864 noch hinter’m Mond gelebt hat. Da kann man ja
richtig froh sein, das sich was bewegt hat. Wo der Trost für die Frauen sein, soll nicht ordiniert zu
werden, weiß ich aber auch nicht. Vielleicht erspart es ihnen ein einsames, familienloses Leben im Pfarrhaus…
@???? Wieso soll denn die Ford Motor Co. laut Artikel neutral bleiben? Sie ist ein Wirtschaftsunternehmen
und kann tun, was sie für richtig hält, um den Verkauf anzutreiben. Da wird sie sich schon ausrechnen,
ob das Gemaule von evangelikalen Rechten sich stärker in den Zahlen niederschlägt als höhere Verkaufsziffern
bei der homosexuellen Kundschaft. Dennoch würde ich vom Fordkauf abraten, ich hatte zwei und die waren
ziemlicher Mist. Dem Auto-Hasser und Mittelalter-Fan Ignatius sei gesagt: Laut Polizeistatistik gehen
die Zahlen der Verkehrsunfalltoten seit Jahrzehnten zurück. Außerdem frage ich dann doch, ob er im Falle
eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls lieber mit der Kutsche zum mittelalterlichen Bader oder mit dem
Rettungswagen ins nächste Krankenhaus gebracht werden möchte.
@Traurig! Was soll der Artikel? Er will einen Spiegel-Artikel über einen tatsächlich so vorgefallenen
Sachverhalt madig machen (was nicht geht) und verweist auf eine US-Studie, die den traurigen Zustand des
katholischen Klerus für alle offenbar macht. Was will man damit beweisen? Und was soll der Hinweis, dass
sich katholische Kleriker hauptsächlich an Kindern zwischen 11 und 17 vergreifen, wie in der Studie steht?
Das beweist allenfalls, dass es unter kath. Priestern einen überdurchnittlichen Anteil an Pädophilen
gibt (das sagt nichts über Homosexuelle, das ist was anderes). Ein überdurchschnittlicher Anteil derjenigen
(Männer), die ein gottgeweihtes Leben führen wollen, ist also krankhaft pervers und kriminell. Darüber
sollte man sich mal Gedanken machen, statt über einen richtig recherchierten Spiegel-Artikel herzuziehen.
Oder ist der Abgrund, in den die Kirche da blickt, so schaurig, dass sie’s lieber lässt? Das Wetter ist
heute schlecht, also verbiete ich eben das Wetter! Denkt mal drüber nach.
@Very british Baroness Nicholson ist erstens Britin und zweitens keine Theologin, sondern Politikerin.
Aus diesem Grund spricht sie für ihre Landsleute, die einen sehr viel größeren Anteil an muslimischen
Mitbürgern haben. Auch ist die Zahl der Ehen zwischen Christen und Muslimen in Großbritannien viel höher –
und damit der Anteil der Ehen, die funktionieren, auch. Nicholson sieht ssehr wohl, das es kontraproduktiv
ist, Unfrieden zu schüren. Abgesehen davon ist das, was sie hier äußert, einfach Kritik und noch lange
kein „echter“, britischer Antikatholizismus. Wenn der wahre eingefleischte Tory gegen die „papists“ vom
Leder zieht, hört sich das ganz anders an.
#28 Frl.Ilse 10:24:59 | Dienstag, 13. Dezember 2005
@Artois Wenn ich das richtig verstehe, dann steht auf das Anblicken eines nackten Körpers die Todesstrafe?
Au weiah, da wird sich Europa aber bald entvölkern! Abgesehen davon, dass mir der Anblick von nackten
Menschen in einer Kirche ein ungutes Gefühl verleiht (es sieht wirklich nach schnödem „sex sells“ aus),
befremden mich hier einige Meinungen in der sonst endlich mal sehr interessanten Diskussion. Die Einteilung
in „ehrbare“ und „unehrbare“ Körperteile ist schon ziemlicher Unsinn, denn sie gehören ja alle zum menschlichen
Körper. Aus einer solchen Äußerung spricht nicht Glaube, sondern viktorianische Prüderie. Aber aus
einigen Meinungen lese ich auch heraus, dass sexuelle Lust etwas Schlechtes oder Gefährliches sein soll.
Was soll denn dieser Unfug? Ohne sexuelle Lust kein Sex, und damit keine Kinder und keine Fortpflanzung.
Das gehört schon dazu und wurde mit bedacht so in den Menschen hineingelegt. Schließlich sind wir keine
Amöben und können uns nicht einfach teilen. Zum Essen und Trinken gehören Hunger und Durst, da hat
ja auch keiner was dagegen. Mir scheint, auch bei der Verurteilung von sexueller Lust hat die Prüderie
wieder zugeschlagen oder mit den Zölibatären ist irgendetwas durchgegangen.
@Vernichtung? Gott soll New Orleans mit einem Wirbelsturm gestraft und zerstört haben für seine Sünden?
Und was ist mit Las Vegas? Was ist mit Washington, der Kriegshauptstadt. Und warum hat er den schrecklichsten
und sündigsten Ort auf Erden stehen lassen bis zum Schluss – Auschwitz? Alles kindischer, alberner Aberglaube.
Vor allen, da sich da noch massiv heidnischer Schamanenglaube manisfestiert (die bösen Geister bestrafen
die schlechten Menschen, der Schamane = Priester muss sie nur richtig beschwören). Für diesen Unsinn
hat uns Christus nicht für Gott befreit!
#26 Frl.Ilse 16:01:07 | Donnerstag, 1. Dezember 2005
Weltbild Es ist ja bekannt, dass man keiner Statistik trauen kann, die man nicht selbst gefälscht hat.
Wie passt es denn ins Weltbild einiger Schwulenhasser auf diesen Seiten, dass die niedrigste AIDS-Rate
überhaupt bei den homosexuellen Frauen zu finden ist? Ist deren „Verfehlung“ jetzt doch nicht so schlimm?
Oder ist es so, dass Sex mit Männern einfach gefährlicher ist, unabhängig vom Weltbild und Theologie?
#35 Frl.Ilse 17:16:32 | Mittwoch, 30. November 2005
@Erbsünde? Haben Tiere auch was ausgefressen und wurden deshalb mit der Erbsünde belegt? Säugetiere
erleiden nämlich auch Geburtsschmerzen. Ich finde es sehr schmerzlich, dass ein so großartiger und tiefsinniger
Text wie der Schöpfungs- und Paradiesbericht der Genesis hier verhunzt wird, indem man ihn wörtlich
nimmt. Dadurch gelangt man nie zur eigentlichen Aussage – Literatur muss interpretiert werden. Die Genesis
ist Literatur, da ist sich die Wissenschaft einig, und diese Literatur handelt von Gott, der Schöpfung
und dem Wesen des Menschen. Sie handelt n i c h t davon, warum Frauen Schmerzen bei der Kindesgeburt erleiden,
dass ist nur ein Bild.
#12 Frl.Ilse 18:35:57 | Dienstag, 29. November 2005
@Mgr.Scatizzi Also mit Verlaub, auch wenn man dem Monsignore Scatizzi sicherlich furchtbar unrecht tut,
er sieht wirklich aus, als habe er sich gerade für die CSD-Parade feingemacht. Was lehrt uns das? Die
Vorstellung, Schwule schon auf einen Blick zu erkennen, ist Unsinn. Wer das glaubt, hat wahrscheinlich
nur die im Sinn, die sich ganz offen „schwul“ benehmen. Die Mehrheit tut das nicht, und erst recht nicht
schwule katholische Pfarrer, die sich damit nur Probleme einhandeln würden. Wie viele es nun sind, weiß
tatsächlich keiner. Die Schätzungen gehen davon aus, dass es mehr sind, als der Bevölkerungsdurchschnitt
erwarten ließe. Es wäre wirklich interessant und wichtig, die Zahlen durch eine seriöse Erhebung zu
ermitteln, damit wir alle mal klar sehen und uns von einigen Vorurteilen, in welche Richtung auch immer,
verabschieden können.
@keine Einigung Man erkennt deutlich an der Diskussion, dass es hier um reine Geschmacksfragen geht. Dem
einen gefällt der Mozart, dem anderen eben nicht. Dem einen gefällt der Pop, dem anderen nicht. Jeder
sollte das hören, was ihm gefällt, und jede Messe sollte sich ihre Musik aussuchen. Bei denjenigen,
die dennoch meinen, Pop habe in der Kirche nichts zu suchen, weil es eben „ anders „ ist als es früher
war, empfehle ich, ihre Angst vor allem Neuen endlich abzulegen – so kann man nicht leben, vor allem kommt
man so nie voran im Leben, wenn man sich nostalgisch in der Vergangenheit einrichtet (wo angeblich alles
besser war). Denjenigen, die überhaupt keine Musik im Gottesdienst wollen, empfehle ich den Übertritt
zur „Altreformierten Kirche“. Dort werden ganz im Sinne Calvins nur ein paar Psalmen intoniert.
#17 Frl.Ilse 17:11:20 | Sonntag, 27. November 2005
@Sulpicius + Isidor Natürlich ist Popmusik auch Kunst. Sie ist der Musikstil unserer Zeit, der Anfang
des 20. Jh. aus der Verschmelzung der westlichen Harmonielehre mit den amerikanischen Jazzrhythmen langsam
entstanden ist. Der Musikbetrieb im „klassischen Wien“ war nicht wesentlich anders als heute: Es gab unzählige
Komponisten, von denen nur die besten bis heute bekannt sind (wer kennt noch Stamitz oder Clementi?).
Auch dort wurde das neue gefordert, eine Oper lief nur eine Saison (und sei es „Figaros Hochzeit“), dann
musste was neues her – wie heutige LP/CD-Charts. Man komponierte damals die gewünschten Formen (zB. keine
Fugen mehr, weil die total „out“ waren). Heute wird der „Song“ verlangt oder das Musical. Die guten der
heutigen Pop-Branche haben es reichlich bewiesen, dass sie ihre Kunst u. ihre Instrumente beherrschen
(man denke an die „Bohemian Rhapsody“). Jede Musik zu ihrer Zeit. Da ist nichts boshaftes oder ideologisches
dahinter, bzw. nicht mehr, als es schon hinter „Figaros Hochzeit“ oder „Fidelio“ war. Auch heute läuft
viel Mist, dass man das Radio nicht mehr anmachen möchte – früher hatten’s die Leute leichter, die wurden
mit der schlechten Musik nicht dauernd berieselt, aber die gute konnten sich auch nur wenige leisten.
#13 Frl.Ilse 14:54:34 | Sonntag, 27. November 2005
@Geschmäcker Ich glaube, hier streitet man sich völlig unnütz über Geschmacksfragen. Schon Barockmusik
ist etwas anderes, moderneres als eine Messe mit Musik von Guillaume de Marchaux. Schon Mozart und Haydn
waren für ihre Zeit so modern wie heute Beatles, Stones oder Queen. Damals galt Bach als total verstaubt,
weswegen er nicht gespielt wurde und Mozart selbst ihn erst im Erwachsenenalter zu Hören bekam. Heute
hat sich daran ncihts geändert. Es gibt eine reiche musikalische Tradition von der Gregorianik (die bis
heute gesungen wird) bis hin zu Pop. Es gibt heute wie damals gute und schlechte Musik. Vermutlich wird
Popmusik in 100 Jahren zur „guten, alten Musik“ gezählt. Natürlich ist auch Pop Kunst, es muss ja nicht
jedem gefallen. Und natürlich gibt es mittlerweile moderne Kirchenlied-Klassiker, die bleiben werden.
Jede gute Musik kann dem sakralen Zweck auf ihre Weise dienen. Ich persönlich kann für mich nicht entscheiden,
ob Mozarts „Laudate Dominus“ oder echter, amerikanischer Gospel die Menschen näher zu Gott bringen. Beide
Formen tun dies auf je ihre Weise.
#101 Frl.Ilse 14:18:52 | Freitag, 25. November 2005
@Natur Unabhängig von der Diskussion, ob Homosexualität zum natürlichen Verhaltensrepertoire des Menschen
gehört, will ich an dieser Stelle einmal einige Chatter abbremsen: Es scheint einigen nicht ganz klar
zu sein, dass Homosexualität weder strafbar noch individuen- oder gesellschaftsschädigend ist, ganz
im Gegensatz zu Verbrechen wie Mord, Vergewaltigung usw. Eben aus diesem Grund ist Homosexualität ja
auch nicht verboten. Was die Natur angeht: Wie ordnet man denn Gesellschaften ein, die institutionalisierte
Homosexualität kannten oder kennen (hellenische Antike, Samurai-Erziehung, diverse arabische Beduinen-Stämme
usw…). Ist das unnatürlich – oder seit Jahrhunderten so normal, dass es noch niemandem aufgefallen
ist?
#10 Frl.Ilse 14:04:26 | Donnerstag, 24. November 2005
@Sulpicius Ja, wo sind sie denn dann, die Priesterinnen, Bischöfinnen und Päpstinnen? Man mag es begründen,
wie man will – das Faktum bleibt und auch der Eindruck, dass Katholiken Frauen nicht so wertschätzen,
dass sie sie gleichberechtigt behandeln.
#6 Frl.Ilse 13:49:54 | Donnerstag, 24. November 2005
@Abtreibung Die Abtreibung eines Kindes, weil es weiblich ist, ist ein Verbrechen – keine Feministin würde
das leugnen, daher fehlt hier auch der Aufschrei. Grund für diese Abtreibungen sind patriarchalische
Gesellschaftsordnungen, in denen Männer mehr zählen und mehr Rechte haben als Frauen. Gerade sollte
sich die katholischen Kirche an die eigene Nase fassen und mal überlegen, ob sie diese archaischen Vorstellungen
nicht noch durch i h r Verhalten fördert und zementiert. Schließlich sind Frauen für die Kirche auch
nicht würdig und fähig genug, Priesterin, Bischöfin oder Päpstin zu werden. Dieses schlechte Beispiel
macht natürlich Schule – insofern hat auch die katholische Kirche ihren kleinen Anteil an der Abtreibung
von weiblichen Föten.
#32 Frl.Ilse 04:44:23 | Donnerstag, 24. November 2005
@Bonifatius Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder? Das Gefährliche an denen, die andere für sich
denken lassen, ist ja, dass sie jeden Mist glauben müssen. Dann kommen so verquere Kommentare zustande,
weil das Oberstübchen nicht trainiert wird.
#30 Frl.Ilse 16:42:33 | Mittwoch, 23. November 2005
@Hallo Sünder Ich ziehe es immer noch vor, meinen von gegebenen Verstand dazu zu benutzen, mir meine
eigenen Gedanken zu machen. Ich ziehe es nicht vor, aus Denkfaulheit in selbstverschuldeter Unmündigkeit
zu verharren. Würden wir uns nur das Vordenken lassen, was andere uns vor hunderten von Jahren produzierten,
würden wir wahrscheinlich immer noch mit der Keule in der Hand in unserer Höhle kauern. Der Mensch ist
Mensch geworden durch seine Vernunft.
#10 Frl.Ilse 14:35:22 | Mittwoch, 23. November 2005
@Fabianus Ich glaube, da gerät bei Ihnen etwas durcheinander. Zum einen ist es völliger Quatsch, dass
Homosexuelle ein stärkeres sexuelles Verlangen hätten als hetero-Männer. Ich weiß gar nicht, wer so
was behauptet. Außerdem kann man ja wohl eine Straftat (Vergewaltigung) nicht mit einer angeborenen Eigenschaft
(Homosexualität), die strafrechtlich irrelevant ist, verwechseln. Das sind zwei völlig unterschiedliche
Dinge. Vergewaltigungen können sowohl von hetero- als auch homosexuellen Kriminellen begangen werden,
und beide gehören hart bestraft. Im übrigen sei aus polizeilicher Sicht angemerkt: Vergewaltigung ist
zwar eine Sexualstrafttat, dahinter steht aber weniger das sexuelle Verlangen des Täters, als sein Drang
zur Machtausübung und Demütigung des Opfers.
#17 Frl.Ilse 14:12:35 | Mittwoch, 23. November 2005
@Rechte Die Fundamentalisten sollten froh, dankbar und glücklich sein, dass es Menschenrechte wie Meinungs-,
Versammlungs-, und Religionsfreiheit gibt. Sonst könnte ja jemand auf die Idee kommen, dieses Forum oder
die katholische Kirche wegen ihrer sektenhaften, undemokratischen Struktur zu verbieten. Zum Glück ist
Freiheit immer die Freiheit des Andersdenkenden (huch, das hat auch noch einen Frau (!) und Kommunistin
(!!) gesagt). Zu Zeiten Bismarcks hätten die Katholiken liebend gerne die Menschenrechte gehabt. Ich
wundere mich auch, dass die Grünen plötzlich Feindbild sind. Den Grünen ist es hauptsächlich zu verdanken,
dass Deutschland sich nicht am Irak-Feldzug beteiligt, im Gegensatz zur Haltung der Christdemokraten.
War nicht auch der Papst gegen den Krieg? Sollte nicht jeder Christ entschieden gegen jeden Krieg sein?
So habe ich das Neue Testament jedenfalls verstanden.
#7 Frl.Ilse 14:02:26 | Mittwoch, 23. November 2005
@Verständnis Abgesehen davon, dass diese Dokument Lichtjahre von wissenschaftlichen Erkenntnissen zur
Homosexualität ist, ist es doch völlig gleich, ob der Pastor hetero- oder homosexuell ist. Er hat sich
doch ohnehin verpflichtet, ohne eine persönliche Beziehung und ohne Sex zu leben. Da ist ja ziemlich
egal, ob er auf einen Mann oder eine Frau verzichtet. Verstehen muss ich das nicht. Und ich höre immer,
dass Ratzinger so ein intelligenter Mensch sein soll.
#37 Frl.Ilse 17:47:41 | Dienstag, 22. November 2005
@Katholiken Also ich denke, dass mindestens 80% der Katholiken keine Ahnung von den feinen theologischen
Haarspaltereien haben, wenn sie zur Kommunion gehen. Sie gehen zur Kommunion, weil sie es im Gedächtnis
des Herrn dazugehört, weil es sonst kein Gottesdienst wäre. Übrigens war ich in meinem katholischen
Leben 2 mal beichten, einmal mit 8 Jahren vor der Erstkommunion und einmal mit 12 Jahren vor der Firmung.
In diesem Alter war ich noch sehr katholisch und habe alles mitgemacht, was sich in der Eifel für Katholiken
gehörte. Ich habe erst hier im Forum gehört, dass man vor jeder Kommunion beichten sollte – aber wenn
man jede Woche in die Kirche geht? Soo viele Sünden kann man jetzt in einer Woche auch nicht begehen.
Und zur Buße nach meinen zwei Beichten: Das war ja nun wirklich lächerlich – statt das mir aufgetragen
wurde, etwas Positives zu t u n, sollte ich ein Gebet sprechen, das war’s. Unter diesen Umständen kann
ich der Beichte nichts abgewinnen, obwohl ich zutiefst davon überzeugt bin, dass diese Einrichtung eigentlich
für Menschen aller Konfessionen unverzichtbar ist.Sie müsste aber dringend anders gehandhabt werden
.
@Abendmahl Wenn ich das richtig im Kopf habe, hat Jesus selbst keine Hostien beim letzten Abendmahl zu
sich genommen. Strenggenommen hat er ein Pessach-Mahl gefeiertm schließlich war er Jude, und uns gesagt,
wir sollten dies in seinem Gedächtnis wiederholen. Ich halte es daher für ziemlich unerheblich, ob man
nun Brot oder Hostien zum Gedächtnis an Jesus benutzt. Somit hatte Frère Roger vollkommen recht, indem
er das der Welt öffentlich gezeigt hat.
#89 Frl.Ilse 23:24:49 | Freitag, 18. November 2005
@Rudolphus Ich dachte immer, die Vorstellung von der Auserwählung stammt von Johannes Calvin – er nannte
sie die Prädestination. Wenn ich auch vieles an Calvins Theologie sehr gut finde und nachvollziehen kann,
die Prädestinationslehre gehört nicht dazu. Ich finde, abgesehen von der hasserfüllten Wortwahl und
dem intoleranten Denken einiger Poster besonders bedenklich, dass hier wohl Menschen nach ihrer gesellschaftlichen
„Nützlichkeit“ gemessen werden – und zwar schärfer, als dies J. Bentham und John Stuart Mill, die utilitaristischen
Philosophen, es je getan haben. Offenbar hat für einige der Mensch nur ein Lebensrecht, wenn er nützlich
ist und nicht viel kostet. Denkt daran, das hatten wir vor 60 Jahren schon mal. Damals, und nicht etwa
heute, waren wir tatsächlich kurz vor dem moralischen Verfall des Abendlandes und nur die alliierten
Armeen haben uns davor bewahrt. Ich dachte, gerade Christus nimmt jeden Menschen an, wie er ist, und nicht,
wie nützlich er sein könnte. Für mich ist das die größte und dauerhafteste Errungenschaft des Christentums.
#33 Frl.Ilse 21:59:10 | Mittwoch, 16. November 2005
@alle Haben die Leser gemerkt, was hier im Thread passiert ist? Der Chatter „Elendester Sünder“ hat Gewalt
gegen Frauen gutgeheißen!!!!!! Das ist doch nicht normal, nirgends! Schon gar nicht in einem Chat, der
sich als christlich bezeichnet – schließlich ist das Christentum d i e Religion der Nächstenliebe und
Gewaltlosigkeit. Ich nehme an, damit hat sich der „Sünder“ auch exkommuniziert. Ich hoffe nur, dass ich
so was nicht mehr lesen muss auf einer angeblich katholischen Seite.
#56 Frl.Ilse 12:42:27 | Mittwoch, 16. November 2005
@evelin Tja, hab ich’s mir doch gedacht – ich kriege keinen Antwort, nur einen billigen Verweis auf andere
Threads. Und warum? Weil es nun mal keine gibt, und einige das nicht so gern zugeben möchten. Aber es
ist nun mal so, das keine Schaden für die Gesellschaft entsteht, wenn Homosexualität erlaubt ist. Es
mag von einigen hier als Sünde angesehen werden – aber das ist eine andere, eine theologische und nicht
gesellschaftliche Kategorie. Seht es endlich ein: Es gibt keine Argumente gegen Homosexualität.
#50 Frl.Ilse 04:50:12 | Mittwoch, 16. November 2005
@keine Antwort Tja, bis jetzt kam keine Antwort. Keiner der ehrenwerten Experten konnte mir bis jetzt
sagen, was so schädlich an der Homosexualität sein soll. Ganz im Gegenteil, wurde doch hier von fleißigen
Postern bewiesen, dass die europäischen Staaten, die die liberalsten Gesetze (und die emanzipiertesten
Frauen) haben, auch die höchste Geburtenrate aufweisen. Ich bleibe bei meiner Meinung: Einigen hier passt
Homosexualität einfach nicht ins Weltbild, frei nach Zarah Leander :„zu meiner Zeit gab es sowas nicht“,
und deswegen soll es das auch jetzt nicht geben.
#42 Frl.Ilse 17:26:04 | Dienstag, 15. November 2005
@an die kompetente Leserschaft Endlich habe ich die „kompetente“ Leserschaft hier mal versammelt, die
meine Frage beantworten kann: Was ist schlimm an der Homosexualität? Warum führt sie uns alle in den
Untergang? Kommt jetzt nicht mit dem Argument, Homosexuelle hätten keine Kinder. Erstens gibt es welche
mit Kindern (ich kenne persönlich ein Paar), zweitens gibt es auch genügend Heterosexuelle, die freiwillig
oder unfreiwillig keine Kinder haben. Das hat es seit Jahrtausenden immer gegeben, und die Welt ist davon
nicht untergegangen. Ich gebe auch zu bedenken, dass in den liberalsten Ländern Europas (Skandinavien,
NL), wo die Schwulen die meisten Rechte haben, trotzdem viel mehr Kinder auf die Welt kommen als in Deutschland
und auch Italien! Dieses Argument zieht nicht. So lange ich nichts Schlüssigeres höre, kann ich nur
annehmen, dass hier einige das Abendland untergehen sehen, einfach weil ihnen Homosexualität nicht passt.
Mir passt auch eine Menge nicht, aber so lange dies alles nicht gegen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
und die Gesetze verstößt, muss ich da eben mit leben.
#102 Frl.Ilse 05:03:32 | Dienstag, 15. November 2005
@Evelin Wer jeden Humbug glaubt, ist selber schuld, weil er eine wirklich gut gemachte und geschriebene
Romanreihe verpasst. Ich warne auch dringend vor Homer:In der Odyssee kommen auch schräge Gestalten vor
und der Papst wird nicht e i n m a l erwähnt )!!!! Wer immer noch glaubt, das die Zahl 666 was zu sagen
hätte, leider seiner Zeit hinterher. Die ist nämlich schlicht ein Übersetzungfehler, in den in Ägypten
neu aufgefundenen Papyri steht sie als 616. So ein Pech, Flamel ist also doch eine rein fiktionale Romanfigur.
Der existiert genauso, wie Madame Mauretania aus der BILD-Zeitung am Telefon Karten legt – nänlich gar
nicht.
@jetzt mal ernsthaft Der Text des Vorgängers ist vollkommen richtig. Die Berechnung von Rentenansprüchen
und der Stellenwert von Familien mit Kindern in einer Gesellschaft hängt von der Regierung ab. Dabei
sind die (so überhaupt nicht katholischen) Skandinavier vorbildlich, was Familienpolitik, Kinderzahl
und soziale Sicherung angeht. In Sachen AIDS: Was ist dem mit den Folgekosten, die Raucher verursachen,
Übergewichtige, Alkoholkranke, betrunkene Autofahrer…? Schließlich: Was ist mit homosexuellen Frauen?
Die haben allen Gesellschaften die niedrigste Aids-Ansteckungsrate überhaupt. Aus dem Artikel würde
dann die absurde Folgerung gezogen werden müssen, dass alle Frauen im Sinne der Gesundheitskosten unserer
Gesellschaft lesbisch werden und möglichst noch einige Kinder bekommen sollten. Die Ansteckungsrate innerhalb
der männlichen Bevölkerung ginge dann natürlich auch zurück. Woran man erkennt: Der Artikel ist überflüssiger,
hirnloser Quatsch. Leider werden ihn einige hier im Forum wieder ernst nehmen.
@keine Panik Nur keine Panik – vor einigen Tagen habe ich in diesem Froum von den versierten Theologen
noch lesen dürfen, dass es die Krankheit AIDS gar nicht gibt. Alles nur eine Erfindung der Medien, wie
die Mondandung. Also keine Aufregung: keine AIDS, keine Folgekosten, keine Probleme )!
@Scheuklappen Ach, was ist das Leben doch schwer, wenn man sich ständig die Scheuklappen neu richten
muss, jetzt sogar in Richtung eines Kinder- und Jugendbuch (eines sehr guten!). Ich stelle es mir sehr
anstrengend und unbefriedigend vor, verängstigt vor allem und jedem, und wenn’s ein Buch mit fiktiven
Figuren ist, durch die Welt zu laufen. Man könnte dabei völlig vergessen, zu leben. Seien wir der Refomation
und vor allem Johann Calvin alle dankbar, dass mit dem mittelalterlichen Dämonzoo aufgeräumt wurde.
#61 Frl.Ilse 14:29:38 | Sonntag, 13. November 2005
@sirilo: Frage an den Fachmann Ich muss Dir hier mal völlig außerhalb des Kontextes eine literarische
Frage stellen, wenn ich schon den Fachmann zur Hand habe: Habe ich das richtig mitbekommen, dass das Kapitel
über die schreckliche Familie Gaunt im aktuellen „Harry Potter“ eine Remineszenz an „Wuthering Heights“
ist? Daran fühlte ich mich sofort bei der Schilderung der Personen und der Atmosphäre erinnert. Wenn
ja, Glückwunsch an Rowling, dann macht mir der Harry noch mehr Spaß.
#51 Frl.Ilse 18:46:33 | Samstag, 12. November 2005
@an alle Diskutanten Ich staune, dass ein Kinder- und Jugendbuch in irgendeiner Form für die Kirche relevant
sein sollte. HP ist kein theologisches Traktat, sondern reine Fiktion. H.P. hat mit Kirche oder Papst
überhaupt nichts zu tun. Einige Diskutanten erinnern mich wirklich an diejenigen, die, als die ersten
Kinofilme Anfang des 20 Jhts. liefen, die Filme für Realität hielten. Leute, Romane sind keine Realität!
Spielfilme, Opern oder Musicals auch nicht. Sie können vielleicht in einer Welt spielen, die der realen
nachgebaut ist, aber gerade HP spielt in einer eigenen Fantasy-Welt (weil er zu dieser Gattung gehört).
Alles, was darin vorkommt, Handlung u. Personen, hat Rowling sich ausgedacht (oder abgekupfert), um uns
zu unterhalten u. uns die Botschaft zu vermitteln, dass am Ende das Gute gewinnt und Freundschaft und
Ehrlichkeit einen hohen Stellenwert haben. Das hat sie in bester angelsächsischer Schreibtradition sehr
witzig und spannend gemacht. Wenn man HP mit solchen Ernst verurteilt, was ist mit „Faust“, „Macbeth“,
„Sommernachtstraum“ und vielen anderen Werken der Weltliteratur? Sollte man die etwa auch nicht lesen?
Die Leute, die die HP-Welt ernst nehmen, rufen auch gerne bei der Polizei an, weil sie grüne Teufelchen
in der Wohnung haben (und landen alle über kurz oder lang in Betreuung oder Klapse). Ich spreche aus
dienstlicher Erfahrung. Genießt HP, er ist echt gut!!!!
#9 Frl.Ilse 18:17:13 | Donnerstag, 10. November 2005
@Empfehlung Ich empfehle allen, die am Thema interessiert sind, einen Besuch in der Kirche der hl. Ursula
in Köln. In der Kapelle, in der Ursula und ihre vielen Tausend Jungfrauen dargestellt sind, habe ich
mich wie in einem hinduistischen Tempel gefühlt. Die Ähnlichkeiten waren wirklich frappierend, obwohl
die Erbauer sicherlich nichts vom Hinduismus wussten. Also: Etwas gelassener bleiben, wenn andere Kulturen
ihre eigenen Heiligen aufstellen wollen. Denkt an den im Orient verehrten hl. Joasaphat – das ist der
originale Buddha (= Bodhisattva), der sich in die christliche Hagiographie eingeschlichen hat. Das Christentum
ist daran nicht zugrunde gegangen und wird es nicht tun.
#35 Frl.Ilse 16:55:43 | Donnerstag, 10. November 2005
@Thema AIDS AIDS ist eine Krankheit, die es tatsächlich gibt – in Westeuropa ist die Ansteckungsrate
in der heterosexuellen Bevölkerung geringer, eben w e i l in den 80er Jahren über die Krankheit und
den Schutz davor (Kondome) aufgeklärt wurde, bzw. „Propaganda gemacht wurde“. Die homosexuellen Männer
traf es als erste, weil über AIDS und den Schutz davor noch wenig bekannt war. Die Gesellschaft ist aufgewacht,
hat reagiert und Therapien und Medikamente entwickelt, die denjenigen, die es sich leisten können, das
Leben verlängern helfen. In anderen Weltgegenden ist die gesamte Bevölkerung betroffen, also die mehrheitlich
heterosexuelle. Das betrifft Afrika, Indien und Teile Osteuropas. Die Infektion verbreitet sich durch
ungeschützten Sex und Kontakt mit Blut und Blutprodukten. Auf diesem Weg haben sich in 80er Jahren auch
viele Deutsche angesteckt, als sie mangelhaft getestete Blutkonserven erhielten. Diese Menschen waren
weder homosexuell, noch untreu noch drogensüchtig. Der einzige Schutz bisher sind Kondome. In Afrika
wird derzeit auch ein Gel getestet, dass sich Frauen vor dem Sex in die Vagina geben können. Wenn dies
wirklich schützt, dann sind wir beim Kampf gegen die Krankheit auf gutem Wege. Dann sind die Frauen nicht
mehr darauf angewiesen, dass ihre Männer/Partner Kondome benutzen, sondern können sich selbst schützen.
@Ignatius und andere Hier noch ein paar Fakten: „Die neuztl. Hexenverfolgung beschränkte sich mit wenigen
Ausnahmen auf das Territorium des Hl. Röm. Reiches, Schweiz, Niederlande, Lothringen, Schottland u. Polen.
Die Verfolgung forderte in Europa nach neueren Forschungen etwa 40.000 bis 60.000 Todesopfer, davon allein
25.000 auf dt.Boden. 80 % der Opfer waren Frauen. Theol.Grundlage f. d. Verfolgung i. d. kath. Landesteilen
des Reiches bildete der von dem Dominikaner H. Institoris verfasste „Malleus Maleficarum“ (1487).Laien
u. Kleriker, die die Hexenjagd ablehnten, wurde im Hexenhammer zu Häretikern erklärt und der Verfolgung
preisgegeben: „Hairesis maxima est opera maleficarum non credere“. Hexenbulle: Die 1484 von H. Institoris
verfasste und von Innozenz VIII. unterzeichnete Bulle „Summis desiderantes“ hatte nur in den kath. bleibenden
Gegenden Einfluss. Die Verfolgung von Hexen wurde von allen westlichen Kirchen bejaht und unterstützt.
Die regionale Verfolgung war unterschiedlich; es gab hierbei Schwerpunkte wie z. B. das Rheinland und
das Schweizer Wallis. Aber es gab auch andere Gegenden, in denen kaum Verfolgung stattfand.“ Ich empfehle
dazu auch die neueste Studie von Wolfgang Behringer.(„Hexen, Glaube,Verfolgung“). Ich empfehle, endlich
erwachsen zu werden und sich aus der Märchenwelt zu verabschieden. Ich werde das tun, indem ich mich
einem erwachsenen, nämlich protestantischen Glauben zuwende. Tschüss, zurückgebliebene Gespenster-Gläubige
@Benedikt Letzte Woche habe ich noch in einer Zeitung (ich meine, die Düsseldorfer „Rheinische Post“)
gelesen, dass es bei den Protestanten mehr Pfarrer gibt, als sie brauchen können. Ich gebe aber zu, dass
ich die Quelle jetzt nicht genau überprüft habe. Aber vielleicht stehen die Prostestanten besser da,
weil auch Frauen Pfarrerinnen werden. Mittlerweile geht sogar meine Mutter (katholisch) lieber zur evangelischen
Pfarrerin in den Gottesdienst, als zu dem alten, schon recht tattrigen Herrn, der hin und wieder in der
zuständigen katholischen Kirche erscheint, um die Messe zu lesen (einen festen Pfarrer gibt es dort seit
Jahren nicht mehr). Meine Mutter fühlt sich bei der Pfarrerin wesentlich besser seelsorgerisch und geistlich
betreut und verstanden. Vermutlich ist sie schon längst kein Einzelfall mehr unter den Katholiken
@Ignatius Schon eine Frau oder ein Mann, die im Namen der christlichen Religion aus reinem Aberglauben
als „Hexen“ getötet wurden, sind einer oder eine zuviel. Hier mit Zahlen herumzuwerfen, rechtfertigt
gar nichts. Auch in protestantischen Europa gab es Hexenverbrennungen, auch Calvin hat in Genf Miguel
Servet verbrennen lassen – im Namen der Religion der Liebe und Barmherzigkeit und ebenso skandalös. Die
Protestanten haben das aber schon lange erkannt, welchen Irrweg sie gegangen sind und dies auch öffentlich
kundgetan. Hier im Forum tummeln sich jedoch immer noch Menschen, die an Hexen, Dämonen oder die Marsmännchen
glauben – und offenbar von kirchlichen Kreisen in ihrer Harry-Potter-Welt noch bestärkt werden.
@Dämonen Nee, Leuten, dieser Damönen- und Hexen-Unfug beleidigt wirklich meinen von Gott gegebenen Verstand.
Da kann ich nicht bei bleiben (und mein hart verdientes Geld d a f ü r in Form von Kirchensteuer ausgeben).
Das Mittelalter ist ein faszinierendes Thema, über das man viel diskutieren könnte. Aber das ist ja
eigentlich nicht unser Thema. Vielleicht sollte mal jemand ein Mittelalter-Thread aufmachen. In Sachen
Frz. Revolution ist die Aussage möglicherweise richtig. Aber die Ideologen der Revolution waren Menschen
und folgten einer menschengemachten, in menschenverachtende abgleitende Idee. Die Hexen wurden im Namen
der Kirche Jesu Christi, im Namen der Religion der Nächstenliebe und Barmherzigkeit getötet, und das
ist ein ungeheurer Skandal. So etwas hätte niemals passieren dürfen.
@Internet Tja, Leute, das hier ist das Internet. Das freieste und ungebundendste Medium, dass es gibt.
Da muss man entweder ertragen, dass es Menschen gibt, die andere Meinungen vertreten oder zum reinen Vergnügen
hier teilnehmen oder den Chat in eine Newsgroup mit exklusivem Zugang umwandeln. Ich staune aber wirklich
über Richards genaueste Kenntnisse aus dem Bereich Analsex. Wo hat er die her? Veröffentlicht der Vatikan
solche wissenschaftlichen Ergüsse? Auch hier sei angemerkt: Nicht alle Schwulen (Männer, wohlgemerkt)
haben Analsex, sehr viele Hetero-Paare hingegen schon. Lesben fallen hier ganz raus. Und schon fällt
die schöne Theorie in sich zusammen.
„unter Verwendung der kirchlichen Code-Wörter“ Was soll das denn heißen? Können oder wollen die sich
nicht klar ausdrücken? Die Botschaft Jesu und der Kirche braucht doch keine geheimnisvollen Verschlüsselungen.
Alles im Text kann ich nicht nachvollziehen – doch man erkennt, dass ziemlich viel diskutiert wird, das
ist schon mal gut. Aber was meint die Lebensrechtlerin aus Honduras mit Erziehung zur Weiblichkeit? Als
Frau weiß man durchaus, dass man weiblichen Geschlechts ist. Ich wüsste nicht, warum noch extra dazu
erzogen werden sollte (oder meint die Dame etwa: Nach den Vorstellungen anderer, wie eine Frau zu sein
hat, geformt werden?). In diesem Zusammenhang bleibt auch die Frage, was mit den Frauen ist, die nicht
Mutter werden können oder wollen? Die werden gar nicht erwähnt, obwohl das doch ziemlich viele sind.
Auch in Sachen Zölibat gäbe es einiges zu bemerken. So kann die Aufhebung sicherlich neue Probleme mit
sich bringen, aber die Beibehaltung führt ja ganz deutlich auch zu gewaltigen Schwierigkeiten. Was die
Berufungen angeht: Die deutschen Protestanten, die ja heiraten dürfen, wissen nicht mehr, wohin mit ihren
Pfarrern, weil es mehr gibt, als sie brauchen. Also gibt es wohl keinen zwingenden Zusammenhang zwischen
der Einführung der Ehe für Pfarrer und dem Rückgang von Berufungen.
@Benedikt Seriöse Mittelalter-Historiker gibt es mengenhaft, daher nur eine kleine Auswahl: Hartmut Boockmann,
Josef Fleckenstein, Rudolf Schieffer, Theo Kölzer, Jacques LeGoff, Steven Runciman, Frantisek Graus usw…
Sagen aber alle dasselbe: MA war ein finstere Zeit, in der so ziemlich alles verkam, was in der Antike
aufgebaut worden war – aus den verschiedensten Gründen. Einzige positive Ausnahme, die mir spontan einfällt:
Die Abschaffung der Sklaverei im Laufe des Hochmittelalters. Zu den Dämonen: Sollte es in der katholischen
Kirche tatsächlich ein Dogma sein, dass es solchen Unfug wie Damönen, Hexen usw. gibt, bin ich die längste
Zeit katholisch gewesen. Schließlich bin ich noch klar genug im Kopf, um einen solchen Mist nicht zu
glauben. Ich habe schon lange den Verdacht, dass die Protestanten in vielen Recht haben, u. a. damit,
Irrsinn und Aberglauben auszumerzen, der dem menschlichen Verstand wahrlich nicht würdig ist.
#27 Frl.Ilse 18:06:11 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
@Erschrecken Ich dachte, wenn man sich hier am Chat beteiligt, verpflichtete man sich, zumindest völligen
Unsinn zu unterlassen. Aber ofenbar gibt es hier Chatter, die völligen Unsinn im Kopf haben und an Hexen
und Dämonen (vielleicht auch Trolle, Werwölfe, Würgeeichen, Marsmännchen und Nessie) glauben. Die
exsitieren im „Harry Potter“ oder in us-amerikanischen Horrorfilmen, aber nicht in der realen Welt. Wer
sich von solchen Wesen umgeben sieht, ist behandlungsbedürftig. Aus meiner Erfahrung als Streifenpolizistin
weiß ich, dass solche Leute, die Gespenster sehen, in aller Regel harmlos sind und Ruhe geben, wenn man
die „Gespenster“ oder „Marsmännchen“ mit irgendeinem Schnickschnack vertreibt. Was aber, wenn das nicht
mehr reicht? Wenn sie plötzlich mit der Axt in der Hand im Nachbarhaus stehen, weil sie dort Trolle oder
Hexen vermuten? Da macht mir zuweilen Sorgen. Übrigens: Das Mittelalter endet geschichtswissenschaftlich
zwischen der Mitte des 15. und der Mitte des 16.Jahrhunderts. Es ist also definitiv vorbei, auch wenn
das einige hier noch nicht glauben können. Das Mittelalter w a r eine dunkle und trübe Zeit für die
europäische Menschheit, das wird jeder seriöse Historiker bestätigen.
#22 Frl.Ilse 17:46:52 | Donnerstag, 13. Oktober 2005
@alle Hui, da kommen aber Emotionen auf. Einer der Chatter schreibt, er sei Satanist und schicke einen
Fluch vorbei, und schon bricht hier das Chaos auf den Seiten aus! Keine Angst, auch verlinkte Flüche
(hübsche Idee!) sind unschädlich. Lasst Euch nicht so verladen von Chattern, die Euch hier aufziehen
wollen. Es reicht, dass sich hier einige von der katholischen Kirche verladen lassen, die immer noch behauptet,
Homosexualität sei unnatürlich und schade der Gesellschaft. Der polnische Politiker pustet seine Behauptungen
ins die Welt, weil er damit im konservativen Polen eine Wahl gewinnen will (mit ziemlich unlauteren Mitteln,
denn er nutzt bewußt Vorurteile und Diskriminierungen – dass ist wirklich mehr als unchristlich!!). Warum
allerdings Homosexuelle für die Gesellschaft so schlimm sind, hat mir noch keiner hier erklären können.
Jedenfalls ist Homosexualität keine Krankheit, ist nicht ansteckend und in irgendeiner Form gefährlich.
Wenn überhaupt, schadet sich der Homosexuelle selbst, wenn er wider Erwarten doch in die Hölle kommt
und den Rest der Ewigkeit Buße tun muss. Könnte aber auch sein, dass die vorurteilsbeladenen und abgezockten
Politiker dort landen und büßen müssen – das halte ich für eher wahrscheinlich.
@Ignatius Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Pädophilie ist ein Verbrechen und wird es bleiben –
die Gesetzgebung bzgl. Sexualdelikten gegenüber Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen ist in den
letzten Jahren noch verschärft worden. Homosexualität ist keine Straftat, weil dadurch bei niemandem
ein Schaden für die Person oder Gesellschaft entsteht – übrigens war man im Mittelalter davon überzeugt,
dass es Hexerei gibt oder das ein Exorzismus psyschiche Krankheiten heilt. Da ist heute aber auch nicht
mehr strafbar bzw. üblich. Die Menschheit schreitet in ihrem Wissen eben voran. Die Täter von Sexualstraftaten
sind zu über 90% Männer, von denen wieder die überwiegende Mehrheit heterosexuell, wie es der Verteilung
in der Bevölkerung entspricht. Wenn Frauen der Pädophilie oder anderer Sexualstraftaten überhaupt strafbar
werden, dann in 99% der Fälle als Anstifterinnen, Mittäterinnen, in der Gehilfeneigenschaft oder als
Verdeckerinnen bzw. durch Nichtanzeige einer Strafttat. Ich sitze an der Quelle (nämlich bei der Polizei)
und kenne die Statistiken und Täterprofile. Übrigens werden auch alle anderen Straftaten zu 2/3 von
Männern begangen. Gäbe es eine Welt nur mit Frauen, konnte sich die Polizei bald auflösen.
@Mir scheint, dass wohl an dem Gerücht, etwa ein Viertel aller katholischen Geistlichen sei homoseuxuell,
offenbar doch was dran ist, sonst würde sich der Vatikan nicht so intensiv damit beschäftigen. Wenn
dem so ist: Welch ein Gipfel der Heuchelei! Nach außen alles gegen Homosexualität unternehmen und den
Untergang des Abendlandes darin sehen, und nach innen alle Augen zudrücken! Unglaublich, dieser Laden,
der sich katholische Kirche nennt. Zum allgemeinen Verständnis sei noch mal erwähnt, das Homosexualität
und Pädophilie zwei völlig verschiedene Dinge sind. Homosexualität ist die Neigung zum gleichen Geschlecht,
zur erwachsenen Person, ist straffrei und wird von den Partnern freiwillig ausgeübt. Pädophilie ist
ein Verbrechen, bei dem der Täter (es sind praktisch nur Männer) Kinder gegen deren Willen sexuell mißbraucht.
Der Täter kann dabei hetero- oder homosexuell sein, die meisten Täter sind heterosexuell.
#16 Frl.Ilse 16:03:43 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
@Wahrheit und Weisheit Thaumaturgos hat Recht und es sehr schön ausgedrückt – wir sollen die Bibel nicht
wörtlich nehmen, aber die Wahrheit, die darin ausgedrückt wird, annehmen. Schließlich muss ich nicht
wörtlich nehmen, dass die Väter des Volkes Israel alle mehrere hundert Jahre alt wurden. Wahrheit dahinter
ist doch die, dass sie im Vertrauen auf Gott ein gutes und langes Leben hatten und wir uns das zum Vorbild
nehmen sollten. Die biblischen Bücher wurden von Menschen geschrieben, die uns mittels des Werkzeugs
der Sprache und Literatur die Wahrheit Gottes nahebringen. Die Genesis oder die Psalmen zählt anerkanntermaßen
zu den größten Werken der Weltliteratur. Die Genesis ist aber kein Geschichtsbuch in unserem heutigen
Sinne. Daher muss sie auch mit den Mitteln und Möglichkeiten der Litertur und natürlich der Theologie
interpretiert werden. Ich persönlich finde, dass die Bibel dann noch tiefere Wahrheiten ausspricht als
durch das schnöde „Wörtlichnehmen“ – denn in jeder großen Literatur steckt eine große Wahrheit und
Weisheit. Nur dadurch wird erst die Wahrheit der Bibel universal und unabhängig von zeitgemäßen Interpretationen;
und die Frage, wie man denn den wiederkäuenden Hasen einsortiert, stellt sich gar nicht.
@Froh über Kommunionhelfer Ich bin sehr froh, dass es Kommunionhelfer gibt. Vor Jahren habe ich selbst
beobachtet, wie der damalige Gemeindepfarrer kurz vor Meßbeginn, allerdings noch in zivil, schnell in
die Büsche hinter der Kirche gesprungen ist. Es war wohl ein dringendes Bedürfnis, kann jeden mal packen –
aber dann hat er die Messe gelesen, ohne sich die Hände zu waschen. Das ist unhygienisch. Offenbar sind
Männer, selbst wenn sie Pfarrer sind, in diesem Punkt doch Schweine. Seitdem nehme ich die Kommunion,
wenn irgend möglich, nur von Frauen in Empfang, denen ich auf diesem Gebiet mehr zutraue. Da packt mich
nicht der nagende Zweifel vorne an der Bank: „Hat er sich wohl die Hände gewaschen…“ Ich bin sehr dankbar,
dass es insbesondere Frauen als Kommunionhelfer gibt.
@Lilith Im Prinzip hast Du recht. Wahrscheinlich ist aber die Gelegenheit in einer rein weiblichen oder
männlichen Umgebung für Homosexuelle etwas größer als im normalen Leben. Aber wie will man es anstellen,
Homosexuelle zu erkennen und auszuschließen? Das steht ihnen ja nicht auf der Stirn geschrieben. Was
ist mit denen, deren Coming-Out erst viel später erfolgt, wenn sie schon einem Orden angehören? Die
kann man ja nicht auf die Straße setzen. Und ist es gerecht, einem Menschen, der als sein Lebensziel
eine Ordensgemeinschaft sieht, dieses Ziel zu verwehren? Schließlich verspricht auch der/die Homosexuelle
die Enthaltsamkeit, die er/sie genauso wie der/die Heterosexuelle brechen kann. Ich meine, es widerspricht
der Gerechtigkeit, Homosexuelle, die sich berufen fühlen, von ihrem Ziel auszuschließen.
@Kleiderordnung? Wer kann mir denn mal die Kleiderordnung für eine Messe erklären? Ich dachte, es gibt
den farbigen Umhang für „drüber“, der je nach Anlass wechselt, und ein weißes Gewand für „drunter“.
Jedenfalls sehe ich als Laie nicht mehr. Bislang war ich immer der Meinung, dass es sich bei der Berufsbekleidung
für Pfarrer um so was wie die deutsche Polizeiuniform handelt: Im Prinzip einheitlich und für alle erkennbar,
aber individuell immer der Gelegenheit und dem Wetter angepasst (weiße oder die seltene grüne Mütze;
Parka oder Lederjacke oder Blouson, usw…). Individuell gibt es so gut wie keine Vorschriften. Hauptsache
ist, man hat erkennbar die Uniform an. Habe neuerdings sogar erfahren, dass es auch bei protestantischen
Pfarrern Unterschiede in den weißen Schleifen (Beffchen) gibt – hatte ich gar nicht gewußt. Damit wir
uns verstehen: Ich bin ein Verfechter der Berufsbekleidung für Pfarrer (ev. und kath.) wie für Polizeibeamte,
um die Aufgabe und das Amt für alle nach außen sichtbar zu machen. Mit der amerikanisch-freikirchlichen
Sitte, in zivil zu kommen, kann ich mich nicht anfreunden.
@Röschenz Ich habe den Fall nicht so genau verfolgt, aber in der Schweiz geht es ja hoch her! Was mich
interessiert: Ist der Bischof Koch eigentlich mal persönlich vor Ort gewesen, um sich mit dem Pfarrer
und er Gemeinde zu unterhalten? Wenn ja, dann sind sicher alle Mittel ausgeschöpft. wenn nicht, wäre
es doch eine Möglichkeit, die Position und Argumente mal direkt auszutauschen. Das Interesse ist sicherlich
riesig.
#11 Frl.Ilse 08:40:36 | Freitag, 30. September 2005
@kreuz.net Warum muss sich kreuz.net verstecken und kann nicht darlegen, wer wirklich der Betreiber ist?
Warum sitzen die Betreiber in Kalifornien, genauso hunderte Kinderporno- oder Rechtsradikalen-Seiten?
Offenbar, weil sie Angst haben! Wie verträgt sich das mit Gottes Wort? Na, gar nicht. Das verträgt sich
aber mit einigen Artikeln und Äußerungen auf diesen Seiten, die z. T. offenen Antisemitismus predigen.
Da möchte man sich schon vor der Justiz verborgen halten. Und wie die Pädophilen- oder Rechtsradikalen-Gruppen
packt man das unter das Deckmäntelchen der bedrohten Meinungsfreiheit. Ist das Absicht oder pathologische
Paranoia? Das kreuz.net in Artikeln und Lesemeinungen aggressiv ist, ist nicht zu bestreiten – ob das
christlich ist im Sinne Jesu ist, ist eine andere Frage. Aber wer jeden Homosexuellen, der für seine
legitimen Rechte im Rahmen der Gesetze demonstriert, als militant bezeichnet (was ist Wirklichkeit etwas
ganz anderes bedeutet); wer konsequent statt „Lebenspartnerschaft“ den Ausdruck „Homo-Konkubinat“ benutzt,
muss sich schon vorwerfen lassen, aggressiv zu sein.
#3 Frl.Ilse 04:54:30 | Donnerstag, 29. September 2005
@Priesterin Also wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, ist der Mann schon seit 10 Jahren eine
Frau. Damit wurde sie korrekt als Priesterin bezeichnet. Ich wüßte nicht, was dagegen spricht. Paulus
musste sich mit diesem „Problem“, das keines ist, nicht befassen, weil es operative Geschlechtsumwandlungen
noch nicht gab – allenfalls freiwillige oder erzwungene Eunuchen. Die letzten der Eunuchen in Europa lebten
es übrigens Anfang des 20 Jahrhunderts im Vatikan als Sänger!
#6 Frl.Ilse 15:21:18 | Mittwoch, 28. September 2005
@Kirche und die USA Das Verhältnis Kirche und Staat ist in den USA ein ganz anderes als bei uns. Die
Trennung ist in der Tat viel strikter als in der Bundesrepublik – oder war es, bis die Bush-Regierung
erschien. Eine der ersten Taten der Regierung war es, soziale Projekte der in den USA starken evangelikalen
Kirchen durch Staatsgelder zu unterstützen. Hätte in Deutschland keinen interessiert, in den USA hat
das für viel Unruhe gesorgt, weil das nicht üblich war. Wie die religiöse Regelung in der Armee ist,
weiß ich nicht, aber offenbar geht die Regierung jetzt dazu über, auch andere Regligionsgruppen mit
staatlichen Geldern zu unterstützen. Das jüdische Lobbygruppen in den USA so stark sind, hat viele Gründe.
Die USA haben einen für Europa ungewohnt hohen Anteil an Einwohnern jüdischen Glaubens (d. h. es sind
tatsächlich allerdings nur ein paar Kleckerprozent der Bevölkerung). Darüberhinaus sind die die USA
ein Land mit freier Meinungsäußerung und ohne eine lange Geschichte des Antisemtismus, so dass sich
Lobbygruppen, auch jüdischen, viel freier und stärker zu Wort melden als bei uns. Bei uns in Europa
sind im Gegenzug die Bauern immer im Gespräch, obwohl sie nur 1,5 % der arbeitenden Bevölkerung ausmachen.
Dafür kriegen sie aber Subventionen in Höhe der Hälfte des EU-Haushalts. Damit will ich sagen, dass
Lobbyarbeit die tatsächlichen Verhältnisse gewaltig verzerren kann.
#2 Frl.Ilse 15:08:29 | Mittwoch, 28. September 2005
@„Zwangstötungen“ Zur Klarheit sei zum Artikel „Zwangstötungen“ erwähnt, dass es sich nicht um Kinder
handelt, sondern um Embyonen vor der Nidation. Es sind Zellen, die vielleicht unter glücklichen Umständen
zu Menschen heranwachsen könnten – aber es sind keine Menschen. Davon unbenommen ist das rechtliche Problem,
dass sich um diese Embryonen rankt, dass ist in der Tat ungelöst und bedarf dringend nicht nur in England
der Klärung. Aber nochmal: Es sind keine Kinder, die hier in Gefahr sind getötet zu werden, dass würde
den völlig falschen Eindruck erwecken.
#2 Frl.Ilse 14:41:54 | Sonntag, 25. September 2005
@schwieriges Thema Die Frage nach dem Verbleib der ex-jugoslawischen Kriegsverbrecher ist ein ungemein
schwieriges und komplexes Terrain. Viele Staaten habe da ihre Hände im Spiel. Tatsache ist, dass Carla
del Ponte sicherlich eine solche Information nicht in die Welt hinausposaunt, wenn sie nicht überzeugt
wäre, dass etwas dran sein könnte (was nicht heißt, dass es tasächlich so ist, aber die „Rattenlinie“
und den dahinterstehenden Bischof Hudal hat es nach dem 2. Weltkrieg ja auch gegeben). Tatsache ist auch,
dass in der serbisch-orthodoxen Kirche einige dieser Kriegsverbrecher als Helden und Märtyrer verehrt
werden. In der aktuellen Ausgabe der „Zeit“ befindet sich dazu ein Artikel. Also, lassen wir Frau del
Ponte weiterarbeiten, sie führt einen für Europa ungemein wichtigen Prozess.
#6 Frl.Ilse 14:10:16 | Sonntag, 25. September 2005
@Erinnerung Ich möchte in dieser Diskussion daran erinnern, dass es bei Aufdeckung des Skandals Meldungen
in der Presse gab, auf Rechnern des Seminars hätten sich kinderpornographische Seiten gefunden. Ich weiß
nicht, ob sich das bestätigt hat und ob heute noch staatsanwaltschaftliche Ermittlungen bestehen. Man
sollte aber bedenken, dass Homosexualität zwar von der Kirche nicht gern gesehen wird, aber strafrechtlich
nicht relevant ist. Kinderpronopgraphie hingegen ist eines des scheußlichsten Verbrechen, die die Welt
kennt – und wird auch entprechend bestraft. Mit Personen, die in den Geruch der Kinderpornographie geraten,
wollte ich nichts mehr zu tun haben – die Kirche sicherlich auch nicht.
#13 Frl.Ilse 22:12:31 | Donnerstag, 22. September 2005
@Andrija Es gibt etliche Straftatbestände, die aus dem StGB herausgenommen wurden, weil sie nicht mehr
nachvollziehbar waren (z. B. Kuppelei). Das die Abschaffung des § 175 irgendwelche negativen Folgen für
die Sicherheit in Deutschland gehabt hätte, ist mir nicht bekannt. Die Entkriminalisierung der Homosexualität
hat die Anzahl der Homosexuellen nicht erhöht, genausowenig wie durch die Einführung der Lebenspartnerschaft –
wie auch? Genausowenig sinkt dadurch die Geburtenrate – dazu trugen früher und tragen heute die Homosexuellen
nur in sehr geringem Maße bei. Deswegen ist es absurd, auf Kinder von Westerwelle zu hoffen. Das Beispiel
Skandinavien soll zeigen, dass die Veränderung der Rahmenbedingungen durch den Staat (Bereich Kinderbetreuung,
Akzeptanz von Eltern durch den Arbeitgeber, Schulsystem, kinderfreundliche Gesellschaft, usw.) durchaus
Erfolge haben kann. Ich halte einen Streit um Zahlenwerte für irrelevant – Gesellschaften wurden in der
Geschichte immer wieder mal größer oder kleiner – je nach Lebensumständen.
#11 Frl.Ilse 18:48:49 | Donnerstag, 22. September 2005
@Abendlandes Untergang Oh weh, die Schwulen sollen in Italien endlich auch die Ihnen zustehenden Rechte
bekommen, und schon geht das Abendland wieder unter. Allerdings ist das noch nicht passiert, seit 1989
nicht, als die ersten Gesetze in Dänemark in Kraft traten. Die Menschen wurden nicht scharenweise schwul
oder lesbisch, flohen die heterosexuelle Ehe und setzten keine Kinder mehr in die Welt. Ich weiß gar
nicht, warum dieses Thema hier so aufregt. Niemandem wird etwas weg genommen, sondern einigen etwas gegeben.
Niemand wird von einer Ehe abgehalten, nur einigen auch die Möglichkeit dazu eingeräumt. Sollte Homosexualität
tatsächlich eine Sünde sein, werden sich die Betroffenen im Jenseits damit auseinandersetzen müssen –
hier auf Erden richten sie keinen Schaden. Den Taliban unter den Postern sei gesagt, dass die liberalen,
protestantischen Skandinavier (die auch als erste die Ehe für Schwule/Lesben einführten) die meisten
Kinder in die Welt setzen. Es hängt halt allein von den Rahmenbedingungen ab, und die können ein Staat
u. eine Gesellschaft nachweislich herstellen.
#10 Frl.Ilse 22:41:58 | Mittwoch, 21. September 2005
@Darwinismus Vielleicht, wenn es hier um Wissenschaft geht, sollte man die Begriffe auch etwas präziser
fassen. „Darwinismus“ ist keine Ideologie, sondern ein Begriff aus der Geschichts- und Politikwissenschaft.
Er bezeichnet den besonders Ende des 19.Jh. unternommenen Versuch, eine „Light-Version“ der naturwissenschaftl.
Evolutionstheorie auf die menschliche Gesellschaft und Politik zu übertragen. Darwin wurde missverstanden
und reduziert auf den Spruch „Überleben des Stärkeren“. Dies wurde als Ziel der Politik ausgegeben.
Diese Gedanken gipfelten in der Kriegs- und Vernichtungsideologie der Nationalsozialisten. Darwin ist
der Schöpfer der Evolutionstheorie, die die Entstehung der Tier- und Pflanzenarten sowie des Menschen
erklärt. Sie ist bislang meines Wissens nicht schlüssig widerlegt worden. Mit Gott hatte und hat sie
weniger zu tun, eher damit, warum z. B. Tiere am Nordpol ein weißes Fell haben und größer sind als
deren Artgenossen in unseren Breiten. Über das „intelligent design“-Konzept war vor einigen Wochen ein
informativer Artikel in der „Zeit“, der zeigte, dass diese Idee wissenschaftlich auch so ihre Lücken
hat.
#19 Frl.Ilse 18:26:13 | Dienstag, 20. September 2005
@Benedikt Es ist mir neu, dass der Beruf, z. B. eines Arztes, der Selbstverwirklichung dient. Es ist genauso
eine Berufung wie der Priesterberuf auch, sonst würde man vieles, was mit diesem und anderen Berufen
verbunden ist, nicht auf sich nehmen. Aber es wäre interessant, den Begriff Selbstverwirklichung zu hinterfragen.
Er klingt leicht negativ im Gebrauch, aber das ist er ja gar nicht. Selbstverwirlichung heißt ja, das
zu tun, was in einem angelegt ist, was einem entspricht. Das ist für den einen der Priesterberuf, für
den anderen der des Arztes oder des Fliesenlegers. Wenn diese sich in ihren Berufen verwirklichen, dann
tun sie ihre Arbeit mir Überzeugung, Interesse, Sorgfalt und fühlen sich dabei wohl und nicht unterdrückt
oder gelangweilt. Ich kann die Argumentation gegen das Frauenpriestertum beim besten Willen nicht nachvollziehen,
sondern fühle mich als Frau für dumm verkauft und als minderwertig behandelt. Das dürfte vielen Frauen
so gehen. Dezernatsleiterinnen und Fachreferentinnen sind gut und schön, aber trotzdem nicht die Entscheidungs-
und Machtebene. Und sie haben, im Unterschied zu allen anderen Institutionen in diesem Land, auch nicht
Möglichkeit, diese Ebene jemals zun erreichen – nicht wegen mangelnder Kompetenz, sondern rein aufgrund
es Geschlechts. Das nennt man andernorts Diskriminierung.
#17 Frl.Ilse 15:53:45 | Dienstag, 20. September 2005
@Benedikt Ja, Pastoralreferentinnen gibt es, die mit den Kinderchen zur Gitarre Erntedank-Lieder üben
dürfen. Aber Frauen, die an Positionen sitzen, wo Entscheidungen getroffen werden, die Macht ausüben
können – davor hat der Männerbund katholische Kirche noch immer Angst. Was unterscheidet einen Priester
von einem normalen Christen? Er hat Theologie studiert – das können andere, sogar Frauen. Er hat sich
für einen Beruf entschieden, der ihm gewisse Vorgaben für seine Lebensführung macht – auch das können
Frauen, auch das bieten andere Berufe. Er hat ein besonderes Versprechen, ein Gelübde abgelegt, das ihn
verpflichet. Genauso wie Ärzte oder Polizisten. Warum sollte ein Priester eine Art höherer oder besserer
Christ sein? Wir sind alle gleich vor Christus, und deshalb sind Frauen genauso fähig und begabt Priester
zu werden. Auch sie können das Evangelium im vollem Umfang verkünden. Nur werden sie mit Argumenten,
die vorne und hinten schief und unhistorisch sind, von dem Priesterberuf ferngehalten. In diesem Punkt
ist die protestantische Haltung völlig richtig. Ich hoffe, die katholische Kirche braucht nicht wieder
ein halbes Jarhtausend, um dahin zu kommen
#13 Frl.Ilse 14:47:52 | Dienstag, 20. September 2005
@ Richtig! Der Bischof hat völlig recht. Es gibt keinen Grund, warum Frauen nicht Priesterinnen, Bischöfinnen
oder Päpstinnen sein sollten- nur die Angst der Männer vor ihnen. Schon Jesus hat Jüngerinnen berufen
(Maria von Magdala, Johanna), im frühen Christentum gab es ganz selbstverständlich Gemeindeleiterinnen.
Jesus ist der einzige historische Religionsstifter, der ohne Angst und Vorurteile auf die Frauen zugegangen
ist. Leider hat das patriarchalische orientalische und hellenistische Umfeld schon früh alles zerstört.
Glücklicherweise haben viele protestantische Kirchen auf den Weg Jesu zurückgefunden. Ich fürchte,
trotz des Predigt des mutigen Bischofs werden in der katholischen Kirche noch lange Frauen vor den Kopf
gestoßen werden, weil sie zwar als Gebärwerkzeug für Kinder anerkannt sind, aber nicht als die vollwertige
Menschen, die sie sind, bereit und fähig für jedes Amt.
#47 Frl.Ilse 11:32:03 | Mittwoch, 14. September 2005
@Dr. Pytlik Ich möchte an dieser Stelle mal Dr. Pytlik loben, der an dieser Diskussion selbst teilnimmt.
Das hatten wir noch nie, finde ich Klasse. Wie sind Sie denn auf diese Seite gekommen, Herr Dr. Pytlik?
Leider können sie erkennen, dass es in Ihrer Kirche wohl noch einige „Schäfchen“ gibt, die sich vor
lauter Angst darüber, dass die Welt nicht mehr wie früher ist (und früher natürlich alles besser war)
in ziemlich abstruse Gedanken hineinsteigern. Da heißt es gegensteuern, ehe es zu psychischen Schäden
kommt – ich bin froh, an Sie als Verantwortlichen appellieren zu können. Glücklicherweise war Jesus
ein Mensch ohne Angst – er würde über diese Diskussion sicher lachen.
#14 Frl.Ilse 14:04:26 | Dienstag, 13. September 2005
@Moderne Kunst Man mag zur modernen Kunst stehen, wie man will (ist auch nicht meine „special favourite“),
aber ich gebe hier zu bedenken, dass in dieser Kirche Breughel begraben liegt. Breughel hat auf seinen
damals wie heute hochgeschätzten und faszinierenden Bildern genau das gemalt, was hier als Skulptur zu
sehen ist – rätselhafte und schaurige Gestalten. Insofern passt diese Ausstellung schon sehr gut in seine
Grabeskirche, und das wird auch die Absicht der Ausstellungsmacher gewesen sein. Man sich also was dabei
gedacht. Es muss nicht jedem gefallen, aber die Kunst ist gottseidank frei. Wer’s nicht sehen will, bleibt
eben draußen. Diese Freiheit hat der Kunstbetrachter.
#24 Frl.Ilse 13:31:10 | Dienstag, 13. September 2005
@Sport Ich wundere mich ja über vieles nicht mehr, was ich hier so lese, aber was man denn nun gegen
Sport haben kann, ist mir doch ein Rätsel. Ich wüßte nicht, dass in der Bibel irgendetwas steht, was
den Sport, auch den Schwimmsport verbietet. Ich wüßte auch nicht, wie anders als in Schwimmkleidung
Dr.Pytlik denn ins Wasser steigen sollte – sicher nicht in seiner Soutane. Wenn hier einige nicht mehr
ins Schwimmbad gehen wollen wegen der „Zurschaustellung“ dort, frage ich mich, ob die sich wohl nur umgeguckt
und aufgeregt haben, statt zu schwimmen. Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt und
gelingt nun mal nur, wenn man möglichst wenig hinderliche Kleidug am Leib hat, sonst geht’s nämlich
ganz schnell abwärts.
#15 Frl.Ilse 04:50:40 | Montag, 12. September 2005
@MilesChristi Es steht in Deinem Text selbst. Hohmann spricht über die n der russischen Revolution und
unter Stalin an der Regierung und Macht beteiligten Juden – die, wie es Hohmann sagt, alle Atheisten waren.
Das ist richtig. Aber wenn man „die Juden“ nicht als Religionsgemeinschaft auffasst, als was dann? Doch
nur als eigene Rasse mit zugeschriebenen negativen Eigenschaften, die für alle Mitglieder dieser durch
Herkunft und Genetik offenbar so verbundenen Gruppe. Das ist der Rassenantisemitismus, den Hitler auch
verkündet hat. Was wäre umgekehrt, wenn man „die Katholiken’“ Hitler, Göbbels und Himmler auch als
Herkunftsgruppe nehmen würde, obwohl auch sie ihrem Glauben abgeschworen hatten? Ein Aufschrei der Empörung
wäre die Folge, und doch ist es derselbe Mechanismus.
#8 Frl.Ilse 14:01:21 | Sonntag, 11. September 2005
@Toby Ist jetzt vielleicht ein bißchen Haarspalterei, aber die Wahlergebnisse für den Reichstag im 19.Jahrhundert
sind belegt. Die antisemitische Deutsche Reform-Partei (mit Otto Boeckel, dem „hessischen Bauernkönig“)
und Hermann Ahlwardt hatte ihre größten Stimmengewinne, so um die 60%, in den Wahlkreise des Bistums
Fulda. Dann folgten die Stadt Frankfurt und das damalige Königreichs Sachsen. Aber unser Thema ist ja
Hohmann, und da war es doch frappierend, diese Sprüche wieder aus derselben geographischen Ecke zu hören.
Das Hohmann als Politiker natürlich haarscharf am Rande einer gesetzeswidrigen Äußerung vorbeispricht,
ist kein Wunder. Ich habe seine Rede gelesen, und aus ihr spricht eine erschreckende antisemitische Gesinnung.
Warum hätte die CDU ihn den sonst aus der Partei ausgeschlossen, wenn sie das nicht (endliich) erkannt
hätte?
#6 Frl.Ilse 13:29:43 | Sonntag, 11. September 2005
Hohmann Hallo? Bin ich auf der Seite der sächsischen NPD? Hohmann wurde wegen unsäglicher antisemitischer
Äußerungen aus der CDU ausgeschlossen – Äußerungen, die jeden Christen und Katholiken beschämt haben!
Es ist traurig genug, dass solche Menschen immer noch Zuspruch finden, aber Fulda war schon im 19. Jahrhundert
die stärkste Bastion der damaligen antisemitischen Parteien im Reichstag. Wir wissen mittlerweile alle,
wozu das geführt hat.
#8 Frl.Ilse 11:35:01 | Samstag, 10. September 2005
@Mittelalter… Ich möchte die (vermutlich zumeist männlichen) Chatter daran erinnern, dass das Mittelalter
vorbei ist. Da mögen einige bedauern, aber wir leben nicht mehr zu Thomas’ Zeiten. Wir lehnen ja auch
nicht moderne Medizin, Wissenschaft, Infrastruktur oder die politische Ordnung ab, weil sie nicht mehr
der mittelalterlichen entpricht. Genauso wenig leben wir noch im orientalischen Teil des Römischen Weltreichs.
Daher sollten sich einige auch von ihren Vorstellungen über Frauen verabschieden. Vor Gott sind alle
gleich – und die katholische Kirche leistet es sich, auf die Hälfte der ihr zur Verfügung stehenden
menschlichen Intelligenz, Energie, Tatkraft und Seelsorgefährigkeit, indem sie keine Frauen ordiniert.