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#30 Fridericius † 16:27:00 | Dienstag, 18. August 2009
Ach Domenico Sie wissen schon, dass man im Mittelalter Musik als Vorgeschmack auf den Himmel sah? Je klarer
und schöner die Musik, desto näher an den himmlischen Chören sozusagen – und das Volk hat auch „nur“
zugehört. Hier mal ein Beispiel www.youtube.com/watch?v=MLFN-RVpLtk, hier noch eines www.youtube.com/watch?v=A-apSehviiQ&….
Und wo nimmt hier das Volk teil? Man geniesst das – und freut sich darüber. Es gibt Lieder, da kriege
ich „Gänsehaut“ beim Zuhören, so schön ist die Musik, wahrlich, ein himmlisches Gefühl. Wenn Ihnen
das abgeht, so ist das schade – versuchen Sie aber dann nicht, diese wunderschönen Erfahrungen anderen
vorzuenthalten und diese mieszumachen, weil sie Ihrer Meinung nach „nicht genug Ehrfurcht ausdrücken“
oder dergleichen.
#18 Fridericius † 15:51:35 | Dienstag, 18. August 2009
An Domenico Tuttisanti Ihr verlinktes Video ist in der Tat auch nicht mein Geschmack – das hier www.youtube.com/watch?v=6HffoSg-1YE
aber schon. Wie Sie sehen gibt es auch bei liturgischen Tänzen sone und solche.
#95 Fridericius † 22:12:58 | Montag, 17. August 2009
An Leo Miles Haben Sie einen Fetisch was den Holocaust angeht? Also in meiner Lebenswirklichkeit kommt
dieses Thema nie zur Sprache – die einzigen, die da alle paar Monate was zum Besten geben sind Politiker,
die auf irgendeiner Gedenkveranstaltung einige Worte sagen – und die Kreuznet-Leser, die sich jeden Tag
das Maul darüber zerreißen. Sonst niemand. Von „Kult“ kann also keine Rede sein – ausser bei Ihnen und
Ihresggleichen vielleicht.
#68 Fridericius † 19:27:33 | Montag, 17. August 2009
Feige Kleriker? Hier wird immer so getan, als seien die Kleriker zu feige, ihre Meinung zu Abtreibungen
zu sagen. Kann es nicht aber auch sein, dass sie eben nur nicht eure Meinung haben und somit eben nicht
feige sind, sondern… nunja, eben anderer Meinung?
An Colombe de la paix Wenn Du es nicht willst, dann laß es. Aber was ein seltsamer Vorschlag für die
Feministinnen… ich wette, es geht nicht um „Sünderinnen und Sünder“ sondern um das „Vater unser“,
was dann, in der neuen Fassung, Gleichberechtigung – Gleichberechtigung, wohl „Mutter unser“ heißen wird.
Fände ich zwar albern, das tatsächlich zu ändern, aber gut finde ich die Denkanregung, die solche Aktionen
mit sich bringen. Gott ist weder männlich noch weiblich – das sind Kategorien, in denen wir Menschen
denken müssen, weil uns nichts anderes vorstellen können.
#105 Fridericius † 22:21:58 | Sonntag, 16. August 2009
Antipacelli Gehen Sie mal zum Onkel Doktor, ihr Judenhass ist ja schon krankhaft. Sind Sie bescheuert?
Was bitte anderes als Jüdin soll Maria denn bitte sonst gewesen sein? Wie die Römer, Verehrerin von
einem Götterpantheon? Atheistin? Oder was?
#77 Fridericius † 20:22:36 | Sonntag, 16. August 2009
Biene Maja: Unfair? Sagen wir’s mal so: Wir älteren haben deutlich über unsere Verhältnisse gelebt –
und wir waren es auch, die diesen Schuldenberg angehäuft haben (bzw anhäufen lassen haben, ohne die
Verantwortlichen abzuwählen).
#75 Fridericius † 19:24:52 | Sonntag, 16. August 2009
Sinn? Nein, das was Leo hier verzapft, ergibt keinen Sinn, ausser für die Verlierer der Gesellschaft,
die halt irgendwen als Sündenbock für ihr eigenes verbocktes Leben brauchen, damit sie sich als unschuldige
Opfer fühlen können und sich nicht eingestehen müssen, dass niemand anderer als sie selbst an ihrem
Elend schuld sind.
#61 Fridericius † 19:10:18 | Sonntag, 16. August 2009
An leo Miles Beleidigungen haben noch nie zur Meinungsfreiheit gehört. Oder konnten Sie jemals zu einem
Polizisten sagen, Sie seien der Meinung, er als Polizist gleiche Schnittlauch, außen grün, innen hohl
und meistens in Bündeln auftretend?
#324 Fridericius † 17:02:07 | Sonntag, 16. August 2009
Leo Miles: Alternative? Sie würden es also „nicht akzeptieren“. Nur, was bedeutet das? Ändern könnten
Sie es eh nicht, Sie würden also was tun? Ihr Kind verstoßen? Das würde an dessen Homosexualität nichts,
aber auch gar nichts ändern. Das einzige, was sich ändern würde, ist, dass Sie Ihr Kind verlieren.
Und nach Ihrem Glauben würde es trotzdem „in die Hölle“ kommen. Und Sie selber dann vielleicht auch,
wegen Hartherzigkeit (was für mich eine weit höhere Wahrscheinlichkeit des „in der Hölle landens“ hat,
weil man das selber beinflussen kann.
#245 Fridericius † 18:44:12 | Samstag, 15. August 2009
Du bist ein Nazi! Nein, Du! Nein, Du! Nein, Du! Nein, Du! Nein, Du! Nein, Du! Nein, Du! Nein, Du! Nein,
Du! Nein, Du! Nein, Du! Nein, Du! Immer einmal mehr Du! Sind wir hier im Kindergarten?
#81 Fridericius † 13:06:11 | Samstag, 15. August 2009
An Kunstmaler Dass ein Sünder keinen Segen sprechen darf ist falsch. Die Sakramente sind gültig, unabhängig
vom Lebenswandel des spendenden Priesters. Das leigt einfach daran, dass ALLE Menschen Sünder sind, alle.
Aogar alle Heiligen waren Sünder. Niemand ist sündenfrei. Nach Ihrer Meinung wäre als kein einziger
Segen, kein Sakrament gültig, weil die Spender Sünder sind?
#55 Fridericius † 11:10:58 | Samstag, 15. August 2009
Die Kirche wird sich der Realität stellen müssen. Es gibt immer mehr Priester, die die Heuchelei – ihre
eigene sowie die der Kirchenoberen – satt haben und ihre Liaisionen öffentlich machen. Alle entfernen
aus dem Amt? Dann siehts bald duster aus.
#93 Fridericius † 17:17:07 | Freitag, 14. August 2009
An scietnon: QED Sehen Sie, jetzt passiert genau das, was ich unten schrieb – und das war auch der EINZIGE
GRUND, mit Burgorus überhaupt darüber zu schreiben. „Witzfigur Harald Lesch“. Was will Verschwörungstheoretiker
Burgorus uns damit mitteilen? Dass er Herrn Lesch, einen Astrophysik-Professor, für einen Trottel oder
für einen „Eingeweihten“ der Verschwörung hält? Eins von beidem muss es sein. Es macht keinen Sinn,
mit solchen Leuten zu diskutieren, ganz egal, was für Belege man bringt, sie werden sie nicht anerkennen.
Zur Not wird eben der belegende Wissenschaftler abgelehnt. Ist ganz praktisch, so eine Herangehensweise,
denn da kann man handstreichartig alle Argumente gegen die eigene Theorie von Tisch wischen. Und genauso
funktioniert der Revisionismus (eigentlich ein zu harmloser Begriff dafür). Die Grundthese dieser Leute
ist: Die Juden sind schuld. Und das ist nicht diskussionswürdig. Das ist strafwürdig, und sonst nichts.
#84 Fridericius † 16:05:52 | Freitag, 14. August 2009
An Borgorus und an scietnon An Borgorus: Was für ein „Raketenblasen“ denn bitte? Versuchen Sie mal, in
ein Vakuum hineinzublasen und überprüfen Sie, wieviel „Wind“ noch nach einigen Zentimetern ankommt.
Sie werden überrascht sein. An scietnon: All diese Verschwörungstheorien haben eines gemeinsam (und
sind daher nicht ernsthaft diskussionswürdig): Sobald den Verschwörungstheorie-Anhängern etwas nicht
in den Kram passt, Zeugenaussagen etwa oder Expertenaussagen, Geständnisse und dergleichen, behaupten
diese (hier im Falle des Holocaust) z.B., die Aussagen wären unter Folter zustande gekommen, die Protokolle
der Aussagen seien gefälscht und ähnliches. Im Falle der Mondlandung kommt dann immer etwas wie „diese
Wissenschaftler stecken alle unter einer Decke“, wenn einer was sagt, was den Theoretikern nicht ins Bild
passt. Daher ist es absolut sinnfrei, mit solchen Leuten eine, wie Sie es nennen, „ergebnisoffene Diskussion“
führen zu wollen, denn durch obige Taktik machen sie ihre Ansicht unangreifbar. Was wollen Sie da noch
ergebnisoffen diskutieren, wenn jegliches Gegenargument als „gefälscht“ oder „der Wissenschaftler ist
mit in der Verschwörung drin“ vom Tisch gewischt wird? Leute, die den Holocaust leugnen, gehören einfach
weggesperrt (bicht wegen der Leugnung, sondern wegen dem, was da dranhängt) und solche, die die Mondlandung
abstreiten, von Seiten der Wissenschaft ignoriert und von anderen ausgelacht.
#62 Fridericius † 16:32:30 | Donnerstag, 13. August 2009
An Kunstmaler Wieso betonen Sie dann so sehr die Wehrlosigkeit eines Kindes, wenn das objektiv gesehen
auf beinahe jedes Opfer von Gewalttaten zutrifft?
#159 Fridericius † 14:29:47 | Donnerstag, 13. August 2009
An cim Also Gott will Sie nicht tot sehn, da können Sie sicher sein. Manch Arschloch hier auf dieser
Seite mag das so sehen, aber Gott gewiss nicht. Ob Homosexuelle Handlungen nun eine Sünde sind oder nicht,
das kann ich nicht beantworten, da bin ich mir unschlüssig – aber ganz gleich, ob es eine ist oder nicht,
JEDER von uns ist ein Sünder und Gott ist barmherzig.
#60 Fridericius † 11:42:31 | Donnerstag, 13. August 2009
An Kunstmaler Die von Ihnen so beschworene Wehrlosigkeit von Kindern ist ein sinnfreies Argument, denn
die meisten Opfer von Vergewaltigungen / Gewalttaten sind wehrlos – oder wie wollten Sie sich wehren,
wenn jemand eine Waffe gegen Sie richtet oder einfach nur im Gewaltausüben erfahren ist? Also ich jedenfalls
wäre auch wehrlos gegenüber einem geübten Schläger, da ich keinerlei Erfahrung in diesen Dingen habe –
und das obwohl ich über 40 Jahre und kein Kind bin. Eine Gesellschaft hat die Pflicht, JEDEN zu schützen,
nicht nur Kinder.
#13 Fridericius † 10:41:39 | Donnerstag, 13. August 2009
An sensus catholicus Es geht hier aber nicht um die Anerkennung der Partnerschaften durch die Kirche,
sondern um das Kindeswohl in einer Partnerschaft, die de facto bereits besteht, ganz gleich, was die Kirche
dazu sagen mag. Es geht um eine rein staatliche Anerkennung dessen, dass das Kind beim Tod der einen Bezugsperson
bei der anderen bleiben kann und darum, dass beide Bezugsperonen Entscheidungen für das Kind treffen
können. Um nichts anderes.
#10 Fridericius † 10:24:02 | Donnerstag, 13. August 2009
An sensus catholicus Darf ich Sie fragen, was Sie gegen die im Artikel beschriebenen Adoptionen für Argumente
ins Feld führen können? Im Allgemeinen ist es hierbei so: Partner A hat ein leibliches Kind und lebt
mit dem gleichgeschlechtlichen Partner B zusammen. Beide sind die Bezugspersonen des Kindes. Stirbt nun
der leibliche Elternteil, dann hat das Kind das Problem, dass es trotz der eventuell starken Bindung an
Partner B in ein Heim kommen kann, weil eben jener Partner B nicht als Erziehungsberechtigter gilt. Bei
Heterosexuellen nicht-ehelichen Partnerschaften ist das im übrigen kein Problem.
#2 Fridericius † 09:53:16 | Donnerstag, 13. August 2009
Zum Thema Interdikt Ich finde es unfair, dass auch jene Menschen, die diesen dämlichen Brauch nicht mitmachen,
ebenso wie die Mitmachenden für diesen bestraft werden. Das unheilvolle Wort „Sippenhaft“ kommt mir hier
in den Sinn. Wäre dies meine Gemeinde und meiner Großmutter würde die Messe vorenthalten, weil andere
der Kirche nicht gehorchen, dann würde ich dem entsprechenden Verantwortlichen aber gehörig die Meinung
geigen.
#71 Fridericius † 00:41:35 | Donnerstag, 13. August 2009
An Dr. Heger Paulus ist aber nicht der Nabel der Welt. Auch ein Heiliger muss nicht in allem Recht haben,
was er so sagt bzw. schreibt. Christus selbst hat so etwas jedenfalls nicht gefordert. Wäre es ihm so
wichtig gewesen, dann, so meine ich, hätte er es erwähnt. Aber im Grunde ist es mir gleich: das einzige
was mir beim Zölibat aufstößt ist die Heuchelei, mit der er nicht eingehalten wird – mit dem Wissen
und der Duldung der Oberen, es sei denn es kommt an die Öffentlichkeit.
#57 Fridericius † 22:12:30 | Mittwoch, 12. August 2009
An freddi schenk Danke für Ihren Beitrag. Er erklärt sehr anschaulich, was mit der persönlichen Schuld
gemeint ist. Ohne jetzt den Fall, den Sie geschildert haben, näher zu kennen würde ich einfach mal tippen,
dass die Wiederholungsgefahr bei beiden Tätern eher gering ist. Natürlich müssen diese auch streng
bestraft werden, das ist ja klar, denn Alkoholeinfluss entschuldigt die Tat ja nicht, aber eben nicht
„für immer weggesperrt“ werden, denn ich wette drauf, dass diese beiden sich demnächst 3mal überlegen,
ob sie sich sinnlos besaufen wollen.
#44 Fridericius † 19:10:49 | Mittwoch, 12. August 2009
An Kunstmaler Gut gut, dann kommen wir nicht überein. Meine Meinung: Jeder Mensch kann sich ändern,
und die meisten tun dies auch. Und daher darf man niemanden „für immer wegsperren“, es sei denn, es ist
nahezu sicher, dass er wieder eine ähnliche Straftat begehen wird. Doch dies festzustellen, wenn der
Täter sich verstellt, dürfte beinahe unmöglich sein.
#41 Fridericius † 19:01:41 | Mittwoch, 12. August 2009
An Kunstmaler Ich glaube nicht, dass das falsch ist. Sie geifern (entschuldigung, mir fällt keine andere,
treffende Bezeichnung ein) gegen Kinderschänder, aber was ist mit Mördern? Was mit Räubern? Auch alle
für immer wegsperren? Wieso sind Sie ausgerechnet gegen Kinderschänder so hart? Für mich ist darin
keinerlei Logik zu finden, wieso Kindesmißbrauch ein lebenslanges Wegsperren rechtfertigen soll, Mord
aber nicht. Denken Sie mal drüber nach. Diese Ungleichheit ists, die mich zum Nachdenken brachte, noch
vor einigen Stunden hätte auch ich Kinderschänder für immer eingesperrt. Und dann fragte fragte freddi
schenk seine Frage.
#39 Fridericius † 18:50:46 | Mittwoch, 12. August 2009
An Freddi schenk: Eine gute Fragestellung Dürfen wir einem Täter – so unbestritten schlimm seine Tat
auch ist – verweigern, aufrichtig zu bereuen und sich nach Verbüßen seiner Strafe erneut als geläutertes
Mitglied der menschlichen Gesellschaft zu bewähren? Ich meine: Prinzipiell nein. Andererseits, das muss
man leider konstatieren, gibt es Fälle von Kinderschändern, die einfach untherapierbar sind, die irgendwann
wieder eine ähnliche Tat begehen werden. Das zu Unterscheiden mag allerdings beinahe unmöglich sein.
Daher ist es wahrscheinlich so, dass wir als Gesellschaft mit einem Restrisiko werden leben müssen, wenn
wir uns die Werte Verzeihen und Barmherzigkeit bewahren möchten, so bittere Folgen das auch für einige
wenige Opfer haben kann.
#34 Fridericius † 18:11:37 | Mittwoch, 12. August 2009
An freddi schenk, an Kunstmaler freddi schenk, Ihnen kann ich zustimmen. Kunstmaler: Versuchen Sie bitte
zu verstehen, dass der Täter immer, also auch bei einer Vergewaltigung, nach seiner persönlichen Schuld
bestraft wird und werden darf. So ist das bei uns und es ist gut so wie es ist. Mein Beispiel eines Verkehrstoten
ist doch einleuchtend, oder etwa nicht?
#30 Fridericius † 17:48:29 | Mittwoch, 12. August 2009
An Gunsenum Sebstverständlich wird JEDE EINZELNE Blutspende auf Krankheitskeime untersucht. Somit ist
es in der Tat ganz egal, ob der Spender Homosexuell oder Heterosexuell ist – jede nicht astreine Sprende
wird sowieso vernichtet. Ich denke, diese Richtlinie ist überholt. 1980 mag sie sinnvoll gewesen sein,
denn in den Anfängen war HIV tatsächlich hauptsächlich ein Homosexuellen-Problem UND die Nachweismethoden
bei geringer Keimzahl war noch unsicher. Heute hingegen – na, wie ich schon sagte: JEDE Spende wird untersucht.
#17 Fridericius † 13:12:23 | Mittwoch, 12. August 2009
An Kunstmaler Wir haben in Deutschland ein Rechtssystem, das überwiegend nach der persönlichen Schuld
des Täters urteilt, nicht nach den Folgen für das Opfer. Und dass das richtig ist, so wie es ist, kann
man gut ablesen an „Todesarten“, wie ich es mal nennen will. Fall A) Ein Mann geht über die Strasse,
es ist dunkel und der Mann hat dunkle Kleidung an. Da, wo er läüft, liegt viel nasses Laub. Ein Autofahrer
kommt, sieht ihn spät, will bremsen, das Auto schlittert im nassen Laub, überfährt den Mann. Er ist
tot. Der Autofahrer kommt mit einer milden Strafe davon. Fall B) Heller Tag, trockene Strasse, Autofahrer
fährt zu schnell und telefoniert dabei. Überfährt den Mann. Auch tot. Ergebnis in beiden Fällen genau
dasselbe. Mann tot. Dennoch bekommt der Autofahrer aus Fall A eine weitaus mildere Strafe als der aus
Fall B – eben weil seine persönliche Schuld weitaus geringer ist. Was ich sagen will: Ich wäre auch
dafür, Kinderschänder von der Gesellschaft fernzuhalten, einfach aus Selbstschutz, aber nicht aus dem
Rachegedanken heraus, wie Sie das begründen. Strafe macht nichts wieder gut. Man muss diese Leute ihrer
persönlichen Schuld angemessen bestrafen – und danach in einer menschenwürdigen Umgebung unterbringen,
soll heissen: Eine Art Hotel, sozusagen. Keine Strafe mehr, sondern eben Schutz der Gesellschaft.
#14 Fridericius † 12:55:22 | Mittwoch, 12. August 2009
An Kunstmaler Darf ich Sie fragen wo Sie leben? Ich jedenfalls sehe das ganz anders, Kindesmißbrauch
wird keineswegs als „nicht so schlimm“ angesehen. Im Gegenteil, die Gesellschaft sieht in Kindesmißbrauch
eines der schlimmsten Verbrechen überhaupt.
#9 Fridericius † 12:32:42 | Mittwoch, 12. August 2009
Zum Thema Kindesmißbrauch Der Verfasser des Artikels, sowie auch viele Schreiber hier und in anderen
Foren, verstehen anscheinend eines nicht: Es geht bei den Anklagen gegen die Kirche nicht darum, dass
einige Priester Kinder geschändet haben. Das passiert in der Tat auch in Sportvereinen, Kinderbetreuungseinrichtungen,
Schulen, etc. Es geht dabei um den Umgang der Hierarchie mit diesen Vorfällen, also Versuche der Vertuschung,
Umgang mit den Tätern, Umgang mit den Opfern. Dieser Sportverein um den es im Artikel geht, wird diesen
Täter sicher ausschliessen, es wird seitens der Oberen des Vereins wahrscheinlich nicht zum Versuch der
Vertuschung kommen, man wird mit der Polizei zusammenarbeiten und helfen, aufzuklären. Und das hat, bei
aller Liebe, unsere Kirche in der Vergangenheit eben nicht getan. Darum geht es bei der Kritik an der
Kirche, nicht um die Fälle an sich. Denn das kann die Kirche nicht verhindern, dass einige Priester sich
an Kindern vergreifen.
#315 Fridericius † 10:43:46 | Mittwoch, 12. August 2009
An Lycos Ich glaube, wir sollten es lassen, denn ich habe das Gefühl, wir reden aneinander vorbei, aber
ich kriege das Missverständnis nicht zu packen.
#131 Fridericius † 10:41:09 | Mittwoch, 12. August 2009
An Kali Die deutschen Juden waren also plötzlich Feinde, weil einige Spinner in den USA zum Boykott deutscher
Waren aufgerufen hatten? Und das rechtfertigte dann, die deutschen Juden, vom einfachen Krämer bis hin
zum Großbankier, vom Säugling bis zum Greis einzusperren? Was für eine hochstehende Moral, die man
bei Ihnen ablesen kann. Gratulation Kali. Und dass die Juden nach dem Krieg seltsamerweise alle verschwunden
waren… die haben sich wahrscheinlich alle zu Tode gefuttert in den KL, gelle?
#312 Fridericius † 10:25:34 | Mittwoch, 12. August 2009
An Lycos Es geht doch nicht darum, was Sie glauben, oder was ich. Es geht mir darum, dass Sie von Gretchen
verlangen, sie solle ihr Tun wertneutral beurteilen und dann zu dem selben Schluss kommen, wie Sie, Lycos,
der ihr Tun aber nach christlichen Werten und eben nicht wertneutral beurteilt. Und das ist paradox. Sagen
Sie mir doch, wonach, wenn nicht nach irgendwelchen Werten, man irgendeine Verhaltensweise beurteilen
soll. Be-urteilen hat es schon in sich, man fällt ein Urteil. Und das geht nur, indem man nach irgendeinem
Maßstab be-urteilt. Völlig wertneutral müsste man auch Mord tolerieren, weil der zugrundeligende Wert
bei der Verurteilung von Mord der „Wert Leben“ ist.
#309 Fridericius † 10:05:13 | Mittwoch, 12. August 2009
An Lycos Das kann man versuchen, klar. Das wäre aber auch keine Wertneutralität, sondern eben in Gedanken
das Übernehmen der Wertvorstellungen des anderen. Aber Ihr letzter Satz zeigt schon, dass Sie es bei
der Beurteilung von Gretchens Tun eben nicht wertneutral versucht haben („Satan“). Ihr Beurteilungs-Hintergrund
ist eben nicht wertneutral, sondern christlich geprägt. Was ich ja auch nicht als falsch ansehe, aber
dann sollten Sie das auch sagen und nicht von Ihr Wertneutralität fordern und indirekt behaupten, Sie
selber würden das ganze wertneutral bedenken, denn das tun Sie nicht. Und es geht ja auch nicht, einen
Lebensentwurf wertneutral zu überdenken. Wie sollte man da beurteilen, ob das wünschenswert ist oder
nicht?
#304 Fridericius † 09:52:40 | Mittwoch, 12. August 2009
An Lycos Wenn man über irgendetwas wertneutral nachdenkt, dann hat man aber auch nicht Ihre Werte im
Kopf, das sollten Sie bedenken. Sie selber beurteilen das, was Gretchen vertritt, ja auch nicht wertneutral,
sondern im Licht Ihrer Werte. Gretchen im Licht ihrer Werte, so ist das immer. Beinahe nichts kann der
Mensch wertneutral betrachten, immer sind die eigenen Erfahrungen, Werte, Normen mit dabei.
#63 Fridericius † 21:45:08 | Dienstag, 11. August 2009
An Jörg Guttenberger Ich möchte keineswegs die elterliche Erziehung ersetzen. Ich möchte, dass es so
bleibt wie es ist, nämlich dass die Kinder BEIDES bekommen. Und so ist es ja auch oder sind Ihre Kinder
24 Stunden lang in der Schule? Also so weit ich das in Erinnrung habe, und soo alt bin ich dann auch noch
nicht, sind die Kinder nur einige Stunden lang in der Schule und den Rest der Zeit dem Einfluss der Eltern
unterstellt. Und genau so ist es gut, so können die Eltern mit den Kindern nicht machen was sie wollen,
die Schule/der Staat aber auch nicht.
#53 Fridericius † 21:16:10 | Dienstag, 11. August 2009
Über Homeschooling Bei dieser Fragestellung geht es nicht um das Recht der Eltern, sondern um das Recht
der Kinder. Das Recht auf Bildung nämlich, auf gleiche Startchancen wie alle anderen. Auch wenn letztere
nur theoretisch gegeben ist. Aber man muss versuchen, allen Kindern dieselben Startchancen einzuräumen
und das ist, bei allen Mängeln im System, mit der Schulpflicht am besten zu realisieren, weit besser
zumindest, als die Bildung den Eltern zu überlassen. Manch einer mag dazu genauso gut oder gar besser
in der Lage sein, als die staatliche Schule, viele aber auch nicht. Zudem würden Eltern willkürlich
irgendwas weglassen können – Pius-Bruderschafts-Anhänger würden wohl den Sexualkunde-Unterricht weglassen
und „ersatzweise“ noch etwas Traditionskunde vermitteln. Gut, möchte man sagen, ist nicht so dramatisch.
Das stimmt. Aber was würden Anhänger des Kreationismus weglassen, was Zeugen Jehovas, was Muslime, was
Nazis, was Rassisten, was Punks? Und durch welche Ideologie würden sie das Weggelassene ersetzen? Kinder
sind nicht das Eigentum der Eltern, wenn Eltern etwas zum dressieren wollen, dann sollen sie sich einen
Hund zulegen.
#66 Fridericius † 23:31:32 | Montag, 10. August 2009
Gott hat die Menschen als sein Abbild nur heterosexuell erschaffen. Gott ist also Heterosexuell? Interessant,
was man hier so alles lernt. Und welche Frau liebt er heterosexuell?
#68 Fridericius † 22:38:17 | Montag, 10. August 2009
An „Wahrheit“ Was wollen Sie erreichen? Dass Hitler rehabilitiert werde oder was? Das wird nicht geschehen,
Sie können Ihre Energien also in sinnvollere Bereiche investieren, statt immer dieselben Geschichten
von an Krankheiten zugrunde gegangener Häftlinge weiterzuspinnen.
#20 Fridericius † 11:39:09 | Freitag, 7. August 2009
An Lycos Und was ist mit Lügnern, Gedanken-Ehebrechern und Mördern? Auch alle raus? Das bedeutet dann
in letzter Konsequenz, dass die katholische Kirche keine Mitglieder hat, ja, noch nie welche hatte.
#112 Fridericius † 11:18:42 | Freitag, 7. August 2009
An Kunstmaler Bei allem Respekt, das, was sie hier „dem Priester an sich“ freundlich unterstellen, trifft
allerhöchstens auf 30% derselben zu. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Zölibat nur von den allerwenigsten
wirklich eingehalten wird. Viele sind schwul und viele haben eine Freundin, geheim, selbstverständlich.
#157 Fridericius † 11:14:48 | Freitag, 7. August 2009
An Paulaner Ich teile Ihren Pessimismus nicht. Wir standen einmal am Abgrund – sie erinnern sich vielleicht
an die Kiba-Krise? – und der Überlebens-Instinkt der Menschen hat uns gerettet.
#74 Fridericius † 01:19:03 | Freitag, 7. August 2009
Martin Bieger: Hölle Letztendlich müssen wir sagen: Wir wissen nicht genau, was die Hölle ist, wie
wir sie uns vorzustellen haben. In früheren Zeiten stellten sich die Menschen die Hölle als einen realen
Ort mit körperlicher Folter und Flammen und so vor, heute spricht man von selbstauferlegter Gottesferne…
naja, angenehm ist sie jedenfalls sicher nicht.
#70 Fridericius † 00:40:07 | Freitag, 7. August 2009
An gunter maria michel: Auf ein Letztes Trotzdem: die Verhütung hat die Familie u Deutschland kaputtgemacht.
Ganz im Gegenteil. Also ohne die Möglichkeit zur Verhütung hätten die meisten Familien so 8-10 Kinder,
wie das früher, also bei meinen Ur-Großeltern zum Beispiel, der Fall war. Das war früher kein Problem,
Krankheiten, Kriege, Hungersnöte, Kindersterblichkeit, frühe Tode etc haben das Bevölkerungswachstum,
tja, wie soll man sagen, reguliert. Heute hingegen leben die Menschen weit länger, es gibt kaum noch
Kindersterblichkeit, Kriege und Hungersnöte wurden auch von uns abgeschafft (also zumindest in Europa)
und nur wenige Krankheiten sind noch letal. Und jetzt überlegen Sie mal, versuchen Sie es mal auszurechnen,
wie groß die Bevölkerung heute in Deutschland wäre, hätten wir nicht die Möglichkeit zu verhüten.
Jede Generation würde sich selber vervier- bzw verfünffachen… Das ginge nicht lange gut, vielleicht
ginge es jetzt gerade noch, aber in Bälde dann schon nicht mehr. Unsere Dörfer und Städte würden bald
den Rest der Natur zugepflastert haben, naja, und irgendwann, da würden dann wieder Hungersnöte und
Kriege um Lebensraum und Ressourcen für eine natürliche Regulation sorgen, nicht wahr. Also Sie können
doch nicht ernsthaft annehmen, dass DAS Gottes Wille sei, oder?
#67 Fridericius † 00:12:47 | Freitag, 7. August 2009
An gunter maria michel Wissen Sie, was ich für verantwortlich dafür halte, dass die Kirche so viele
Mitglieder verliert? Ich denke, es ist die konzentration auf den Bereich unter der Gürtellinie. Die Kirche
ist zu einer Sex-Kirche verkommen. Das unwichtigste Thema überhaupt in der ganzen Morallehre. Früher
hat die Kirche auch andere Themen gehabt, vernünftige und weit wichtigere Theme, wie z.B. die Anpragerung
von Wucher, ja, von Zinsen überhaupt. Heute hat der Vatikan eine eigene Bank… Hier auf diesem Portal
ist Sex DAS Thema überhaupt – und soll ich Ihnen was sagen? Sex wird total überbewertet, von der Gesellschaft,
genauso wie von der Kirche. Sex ist toll und schön und all das, aber Drachenfliegen und Wandern in den
Bergen ist das auch. Seit meine Frau vor etwas mehr als 11 Jahren verstarb, hatte ich keinen mehr – und
was soll ich sagen, es verlangt mich auch nicht danach. Ich vermisse meine Frau, na klar. Aber der Sex…
unwichtig. Und traurigerweise, gmm, reiten Sie durch meine Erwähnung des Kondomgebrauchs als Beispiel,
nun auch auf dem Sex-Thema rum und vergessen das eigentliche Thema – und so ist das dauernd, jedenfalls
hier.
#63 Fridericius † 23:41:32 | Donnerstag, 6. August 2009
An LM Ich glaube, es sind viele in der Hölle, weil viele einfach Arschlöcher sind/waren. Ich glaube
nicht, dass auch nur ein einziger in der Hölle ist, weil er Kondome benutzt hat.
#61 Fridericius † 23:36:11 | Donnerstag, 6. August 2009
An gunter maria michel Na, sehen Sie, Sie scheinen das Phänomen des moderater werdens des Glaubens aus
dem ureigenen Umfeld zu kennen. Was glauben Sie denn, warum Ihre Geschwister nicht zu Ihrer Art des Glaubens
gefunden haben? Und Ihre Tante, meinen Sie, die hat nur für Sie und nicht für Ihre Geschwister gebetet?
#57 Fridericius † 23:25:14 | Donnerstag, 6. August 2009
An gunter maria michel Ich habe nicht falsch gelebt. Jedenfalls nicht in diesem Punkt. Ich finde die Unterscheidung
zwischen künstlicher und natürlicher Epfängnisverhütung, die die Kirche da betreibt, einfach nur albern,
sorry. Und was Ihre Neigung zum Zwang angeht, ich glaube nichtmal, dass Sie das absichtlich und bewußt
machen, aber jetzt mal ehrlich: Wieso, meinen Sie, entscheiden sich die Menschen gegen den Glauben, so
wie Sie ihn anstreben (also ich auch, beispielsweise was die Verhütungsthematik angeht)? Sie sehen, daß
es so ist. Und anstatt sich zu fragen, warum dies so ist bei freier Entscheidungsfähigkeit und zu versuchen,
die Menschen in Konkurrenz zu den anderen möglichen Denk- bzw Glaubensweise, von Ihrem Glauben zu überzeugen,
möchten Sie ein geschlossenes System aufbauen, in dem es quasi gar keine andere Möglichkeit zu denken
gibt, zumindest für die Kinder. Das ist, so muss ich das sehen, der Versuch einer Gehirnwäsche, wie
das bei Sekten oft der Fall ist, wo die Mitglieder oft abgeschottet von der Welt leben, um ja keine rebellischen
Gedanken aufkommen zu lassen. Und das lehne ich entschieden ab.
#53 Fridericius † 22:44:19 | Donnerstag, 6. August 2009
An Leo Miles Falls es Ihnen in IIhrem Elfenbeinturm noch nicht aufgefallen sein sollte: wahrscheinlich
90% der Katholiken verhüten und haben Geschlechtsverkehr auch nur zum Spass – nur als Beispiel. So wie
ich und meine Frau früher auch. Und dennoch sind wir, also ich und die 90%, Katholiken. Und wie Sie das
interpretieren, dass das damals 18jährige Mädel von zu Hause geflohen ist, ist mir sowas von… egal.
#51 Fridericius † 22:18:06 | Donnerstag, 6. August 2009
An gunter maria michel Sehen Sie, jetzt verweigern Sie aus gutem Grund die Beschreibung der praktischen
Ausformung dieser Gemeinschaft. Der gute Grund ist der folgende: Sie müssten, um so etwas zu erreichen,
genau das machen, was Sie abzulehnen angeben, nämlich Zwang ausüben. Wieso gibt es solche Familien nicht
sehr viele? Weil die Menschen sich eben entscheiden können. Und sie entscheiden sich in der Überwiegenden
Mehrheit gegen ein solches Leben, auch dann, wenn sie aus einer der wenigen in Ihrem Sinne katholischen
Familie kommen. Ich kann Ihnen da zwei Beispiele aus meinem Bekanntenkreis nennen. 1) Ich habe eine gute
Bekannte aus Bayern, deren Eltern wirklich streng katholisch sind. Sie hat 10 geschwister. Sie selber
ist Atheistin und sagt, dass ihre Geschwister den Glauben ihrer Eltern nicht teilen. Atheisten sind die
anderen wohl nicht, aber eben auch keine so strengen Katholiken wie die Eltern. 2) Ich kenne über meine
Vereinstätigkeit ein 19jähriges Mädel aus einer ebenso streng gläubigen Familie, die ist mit 18, sofort
als sie es konnte, zu Hause aus- und in die große Stadt, nach Stuttgart, gezogen und lässt jetzt richtig
„die Sau raus“ – eben weil sie sich eingeengt gefühlt hat. Ihr Konzept beruht im Grunde darauf: „Ich
kann die Kinder nicht überzeugen, also muss ich „Gewalt“ anwenden.“ Gewalt ist hier nicht körperlich
gemeint.
#48 Fridericius † 21:53:08 | Donnerstag, 6. August 2009
An gunter mara michel Ja, schön, aber praktisch, damit meinte ich: Wie würden Sie das organisieren wollen?
Sie müssten ja eine geschlossene Gemeinschaft bilden, mit eigenen KiGas, Schulen, Arbeitsplätzen, naja,
eben alles.
#42 Fridericius † 21:25:53 | Donnerstag, 6. August 2009
An Gunter maria michel Na, dann träumen Sie mal weiter. Ich glaube, eine solche Gemeinschaft würde in
ganz kurzer Zeit ein unmenschliches System des Terrors werden, ja, werden müssen, um zu überleben. Stimme
der vernunft hat die Amish genannt, die nur so als Gemeinschaft überleben können. Da sag ich nur: nein
danke.
#39 Fridericius † 21:11:28 | Donnerstag, 6. August 2009
Weil, gunter maria michel die lieben Kinderchen der kinderreichen wirklich katholischen (also nach Ihrem
Verständnis) irgendwann auch erwachsen werden und feststellen, dass sie nicht so leben wollen und auch
nicht so leben müssen. Und dann gehen die einfach.
#92 Fridericius † 18:21:42 | Donnerstag, 6. August 2009
An gunter maria michel Lesen Sie die geistlichen Schriftsteller, beginnend mit dem Altertum, den Wüstenvätern,
zum Beispiel die Leiter des Paradieses von Johannes Klimakus, oder den seligen Johannes Kassian. Nein
danke, ich kann mir ausgehend vom Studium der Bibel meine eigenen Gedanken machen.
#90 Fridericius † 18:00:57 | Donnerstag, 6. August 2009
An gunter maria michel Johannes 8,1-11 Jesus aber ging zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder
in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es. Da brachten die Schriftgelehrten und
die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten
zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben,
solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du? Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen,
um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die
Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde
ist, werfe als erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie
seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein
zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind
sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich
verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr! Ich lese da nichts von langer Buße.
#105 Fridericius † 17:46:08 | Donnerstag, 6. August 2009
An pneumat Wieso sollte der Herr so um den heissen Brei reden und nicht konkret sagen, was er meint? Mit
Prophezeiungen www.bibelzitate.de/up.html dieser Art hatten wir (also wir Christen) schon häufiger „kleine“
Problemchen. Ich halte alle Prophezeiungen für Menschenwerk.
#83 Fridericius † 16:41:39 | Donnerstag, 6. August 2009
An pneumat An was für einen Gott glauben denn Sie? An den christlichen, vergebenden Gott wohl offensichtlich
nicht. Mein Gott jedenfalls will nicht, dass wir wegen unserer Sünden unser restliches Leben permanent
wie ein Wurm im Staub kriechen, uns hassen und in ständiger Furcht leben – genau dafür ist ja die Beichte
da. Hat man gebeichtet und die auferlegte Buße getan, so wird diese Sünde von Gott nicht mehr beachtet,
sie ist vergeben. Und da ist es völlig gleich, welche Sünde man begangen hat. Man muss es nur bereuen.
Selbst einen Mord vergibt Gott.
#31 Fridericius † 16:13:59 | Mittwoch, 5. August 2009
Ich suche ein Kirchenlied Vielleicht kann mir ja jemand von Ihnen helfen, ich habe es neulich bei einem
Konzert eines evangelischen Kirchenchores gehört und es hat mich sehr berührt, nur leider weiss ich
weder den genauen Text noch den Namen oder den Autor. Ich versuche mal das Textfragment, das mir noch
ungefähr einfällt, niederzuschreiben. Vielleicht weiss ja jeman von Ihnen, wie es heissen könnte (auch
google lieferte keine Antwort, wahrscheinlich, weil auch dieses Textfragment nicht ganz korrekt ist).
Also: …hält mich fest in seinen Armen, wie ein Vater der sein Kind so liebt…(?)
#150 Fridericius † 15:18:27 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler Jetzt wo ich KZH bin hab ich beim surfen bei Youtube anscheinend Ihre Hymne www.youtube.com/watch?v=gswnUf7hkbw&…
gefunden. Beachten Sie bitte den qualitativ hochwertigen Refrain.
#132 Fridericius † 11:58:46 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler: Berichtigung Sehen Sie, Puchil ist gar nicht gegen den Zölibat an sich. Also fällt auch
noch der Grund für Ihre Bösartigkeiten weg. Spätestens jetzt wäre eine Entschuldigung angemessen.
#130 Fridericius † 11:54:38 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler Soso, es stört Sie, daß Puchil2 gegen den Zölibat ist. Und weil Sie das stört, nennen
Sie seine Frau eine Nutte, ihn einen dreckigen, verzogenen Fratz. Nennen Sie jeden, der schon mal gesündigt
hat, so? Ich habe zum Beispiel neulich gesündigt, als ich jemanden angelogen habe. Bin ich jetzt auch
ein dreckiger, verzogener Fratz für Sie, weil ich ein Sünder bin? Und wie Jesus sagte: Wer ohne Sünde
ist, werfe den ersten Stein. Sind Sie sündlos, Kunstmaler?
#126 Fridericius † 11:45:18 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler Was wollen sie denn dann von Puchil2? Der ist doch, wie er selber sagt, kein Priester mehr,
er hat sich laiisieren lassen, oder? Er hat gemerkt, daß die zölibatäre Lebensweise von ihm nicht eingehalten
werden kann und ist ehrlich gegangen. Und zudem, Kunstmaler, der Wunsch mit einer Frau zusammenzusein,
zu heiraten und Kinder zu bekommen ist keine Sünde, das einzige, was hier Sünde sein könnte, ist das
Brechen eines Versprechens. Und hier bin ich sicher, dass beispielsweise Puchil das sicher bereut, wenn
auch anders, als Sie das gerne hätten. Ich denke, er bereut, ein Versprechen gegeben zu haben, welches
er nicht einzuhalten in der Lage ist. Jesus wird ihm seinen Irrtum vergeben. Und wie Jesus sagte: Wer
ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Sind Sie sündlos, Kunstmaler?
#117 Fridericius † 10:12:42 | Mittwoch, 5. August 2009
An Kunstmaler Daß viele Gläubige solche Priester verstehen können, weil sie sich erinnern können,
wie sie selber vor 10, 20 Jahre so waren und wie sich ihr Leben und ihr Denken in dieser Zeit geändert
hat, das können Sie wohl nicht verstehen? Denken Sie sich mal zurück in die Zeit, als Sie 25 Jahre alt
waren. Ich weiß nicht, wie lange es bei Ihnen her ist, bei mir knapp 20 Jahre. Und wenn ich jetzt überlege,
was ich damals dachte und welche Ideale ich verfolgte, dann muss ich sagen, dass sich davon vieles geändert
hat. Als so junger Mensch hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass sich meine Ideale und mein Denken nie
ändern werden, daß sie stählern sind und ich auch in 20 Jahren genau so denken werde. Rückblickend
kann ich nur sagen, ich hätte mich geirrt. Ich sehe vieles nun ganz anders, was ja auch ganz natürlich
ist, da ich über 20 Jahre Lebenserfahrung verfüge, über die ich als 25jähriger noch nicht verfügte.
Ein Priester, der mit 25 Jahren geweiht wird, ist meist von Mutti ausgezogen, direkt ins Seminar, hat
noch keinen Handschlag Arbeit verrichtet und noch nicht alleine gewohnt. Und von so jemandem verlangt
man, ein Versprechen für sein gesamtes Leben zu geben, obwohl der noch gar nicht gefestigt ist? Und dann
kommen Sie, Kunstmaler, und beschimpfen einen, der dann, nach einigen Jahren des Lebens und der Veränderung,
merkt, dass er das Versprechen nicht einhalten kann, als Hurenbock? Ich würde gerne mehr schreiben, aber
der Platz geht mir aus.
#426 Fridericius † 00:56:00 | Mittwoch, 5. August 2009
An mr. cologne Nichts liegt mir ferner, als die Verbrechen, die im Namen des Christentums, oft sogar durch
die Kirchen selber, verübt wurden, zu rechtfertigen oder zu leugnen. Es ist in der Tat grauenhaft, was
Christen vergangener Jahrhunderte angerichtet haben. Und wir müssen daraus lernen.
#424 Fridericius † 00:40:39 | Mittwoch, 5. August 2009
An mr. Cologne Mir geht es um das Prinzip, dass man die absoluten Opferzahlen nicht in diesem Sinne auslegen
darf, dass man sagt: Die Nazis haben 50mio Menschen auf dem Gewissen, die Kommunisten 60mio – also waren
die Kommunisten schlimmer (Zahlen nur als Beispiel, ich kenne die wirklichen Opferzahlen nicht). Das ist
offensichtlich albern, aus diesem Unterschied ableiten zu wollen, die eine Ideologie sei schlimmer als
die andere gewesen. Als Beispiel mag noch folgendes dienen: Ein Tyrann hat eine kleine Insel unter sich
und bringt im Laufe seiner Herrschaft 100 der 1000 Bewohner um. Am Festland ist ein anderer Tyrann Herrscher
und bringt von seinen 100.000 Untertanen 1000 um. In absoluten Zahlen bemessen war der Festlandsherrscher
„böser“. Aber andererseits hat er „nur“ 1% seiner Untertanen umgebracht, der andere hingegen 10%. Absolute
Zahlen sagen nichts aus. Das wollte ich mit dem Prinzip sagen.
#421 Fridericius † 00:20:50 | Mittwoch, 5. August 2009
An sct Also da wär ich mir an Ihrer Stelle mal nicht so sicher und würde schon gar keinen als Lügner
hinstellen, ohne die Zahlen zu kennen. Die Nazis und die Kommunisten haben in der Tat sehr viele auf dem
Gewissen – aber die Kirche hatte knapp 2000 Jahre Zeit. Würde man all die Opfer all dieser unzähligen
Jahre zusammenrechnen, dann kann es schon sein, dass es mehr sind als die der Nazis und Kommunisten zusammen.
Aber ich empfinde die absolute Zahl auch nicht als entscheidend, denn es geht hier um das Prinzip.
#412 Fridericius † 23:10:36 | Dienstag, 4. August 2009
An Leo Miles Also Sie denken sich, dass, wenn es verschiedene Engelschöre gibt, es auch bei den Menschen
so sein muss? Dafür wollte ich eine Bibelstelle, nicht für die Engelschöre. Und was Paulus schreibt,
nun, sagen wir, das ist mir herzlich egal, solange der Gute nicht irgendeinen Beleg dafür hat. Jetzt
mal praktisch: Wie muss ich mir das vorstellen? Angenommen, ich komme gerade so in den Himmel, meine Frau
allerdings kommt als Heilige hinein. Wären wir dann ewig getrennt, weil sie auf einer anderen Ebene des
Himmels wäre? Das wäre doch nicht schön, oder?
#406 Fridericius † 22:25:08 | Dienstag, 4. August 2009
An Leo Miles Verscheidene Stufen, soso. Glaub ich nicht dran. Entweder Anschauung Gottes – oder nicht.
Ein bisschen oder die totale megakrasse Anschauung, das geht nicht.
#404 Fridericius † 22:00:46 | Dienstag, 4. August 2009
An Leo Miles Ich habe Ihnen eine ernsthafte Frage gestellt. Wenn Sie diese nicht beantworten möchten
oder können, dann lassen Sie es. Und zu Ihrer Information, ich bin Christ. Nur bin ich kein Hass-Apologet.
#401 Fridericius † 21:35:32 | Dienstag, 4. August 2009
An Leo Miles Was da genau steht, hab ich weiter unten schon zitiert. Was Sie mir noch erklären wollten,
ist, was der „Himmel plus“ sein soll, den Sie proklamieren. Kriegt man dann zusätzlich zur ewigen Anschauung
Gottes noch einen Massagesessel dazu oder was?
#396 Fridericius † 21:00:30 | Dienstag, 4. August 2009
An Leo Miles Und genau das, worum Sie mich bitte, tue ich. Ich lese die Stelle. Und da steht, dass der
reiche Mann da, um ins Himmelreich zu kommen, die Gebote einhalten soll UND all sein Gut verkaufen soll.
Genau das steht da und nichts anderes.
#388 Fridericius † 20:31:52 | Dienstag, 4. August 2009
An Leo Miles Der Reiche Mann fragt: Guter Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?
Und Jesus antwortet: Neben dem Halten der Gebote fehlt dir noch eins.
#382 Fridericius † 20:00:09 | Dienstag, 4. August 2009
An Leo Miles Im Ganzen zitiert lautet Lukas 18ff folgendermaßen: 18 Und es fragte ihn ein Oberster und
sprach: Guter Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? 19 Jesus aber sprach zu ihm:
Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. 20 Du weißt die Gebote wohl: „Du sollst
nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden;
du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.“ 21 Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von meiner
Jugend auf. 22 Da Jesus das hörte, sprach er zu ihm: Es fehlt dir noch eins. Verkaufe alles, was du hast,
und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach! 23 Da er aber
das hörte, ward er traurig; denn er war sehr reich. 24 Da aber Jesus sah, daß er traurig war geworden,
sprach er: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen! 25 Es ist leichter, daß ein Kamel
gehe durch ein Nadelöhr, denn daß ein Reicher in das Reich Gottes komme. Der reiche Mann will wissen,
wie er ins Himmelreich gelange. Und Jesus sagt, nachdem er gehört hat, dass dieser Mann die Gebote halte:
„Es fehlt dir noch eins.“ Der Mann will „nur“ ins Himmelreich, er will keinen „noch größeren Lohn“.
Was sollte auch ein noch höherer Lohn sein, als in den Himmel zu kommen?
#323 Fridericius † 16:27:57 | Dienstag, 4. August 2009
An Stimme der Vernunft Th. v. A. muss man dennoch loben, denn er hat als einer der ersten versucht, den
Glaube an Gott logisch zu begründen. Ob ihm sein Fehler der willkürlich unterbrochenen Kausalkette bewußt
war, können wir nicht mehr feststellen. Für mich ist es einfach ein starker Hinweis auf Gott, daß nicht
Nichts ist und vor allem, daß Leben existiert. Aber auch das ist natürlich kein Beweis, schon gar nicht
im wissenschaftlichen Sinne.
#319 Fridericius † 16:17:40 | Dienstag, 4. August 2009
An Lycos Das eine schliesst das andere nicht aus. Und mal ernsthaft, ist Ihnen das nicht selber zu blöd,
etwas damit zu begründen, dass es „katholische Lehre“ sei? Das Problem bei diesem Versuch, Gott zu beweisen,
ist halt einfach, dass Th.v.A. eine Kausalkette aufbaut („Es gibt etwas, also muss einer da sein, der
es gemacht hat.“), die er dann willkürlich zu einem bestimmten Zeitpunkt unterbricht, nämlich bei Gott.
Das geht so nicht.
#66 Fridericius † 16:04:45 | Dienstag, 4. August 2009
An Kreuzverhör Ich muss nicht beweisen, woher das Bild da stammt. Es ist deshalb unredlich, weil ich
Bilder dieser Art, die Heterosexuelle darstellen, ebenso zu Hauf im Netz finden könnte. Aber niemand
hier käme auf die Idee, die Kindererziehung durch Hterosexuelle mit solchen Bildern zu kritisieren. Ich
glaube nämlich kaum, dass der Peitschen-Mann und der leder-Kerl zusammen scharf drauf sind, Kinder zu
haben.
#310 Fridericius † 16:00:24 | Dienstag, 4. August 2009
An Lycos Weil auch die Nichtexistenz Gottes logisch zu denken möglich ist – das eine schliesst das andere
nicht aus. Für beide Seiten gibt es Argumente.
#305 Fridericius † 15:47:22 | Dienstag, 4. August 2009
An Stimme der Vernunft und Lycos An einen Gott zu glauben ist in der Tat logisch begründbar. Nur an welchen
speziell nicht. Das ist halt Glaubenssache.
#266 Fridericius † 14:33:51 | Dienstag, 4. August 2009
An mr. cologne Ja, der Sinn ist heute ein wenig abhanden gekommen oder hat sich sogar ins Gegenteil verkehrt.
Mir persönlich würden verheiratete Priester nichts ausmachen – aber ich fordere deshalb nicht die Abschaffung
des Zölibats, denn für viele Katholiken scheint das wichtig zu sein.
#256 Fridericius † 14:19:50 | Dienstag, 4. August 2009
An mr. cologne Es gibt unzählige christliche Kirchen, in denen kein Zölibat gefordert wird. Fein, gehen
Sie dahin. Niemand zwingt Sie, Priester in der RKK zu werden. Und was die Ablehnung der Homosexualität
an sich angeht bin ich ganz auf Ihrer Seite.
#249 Fridericius † 14:11:05 | Dienstag, 4. August 2009
An mr. cologne Wenn für Sie Jesus ein bedeutender Prophet war, dann halten Sie es so. Und selbst dann,
wenn Sie Jesus „nur“ als menschlichen Philosophen sehen, ist seine Lehre doch positiv, oder nicht?
#240 Fridericius † 13:44:29 | Dienstag, 4. August 2009
An Lycos und Stimme der Vernunft Stimme der Vernunft hat leider teilweise Recht, denn manchmal wird Gott
im Alten Testament schon wie ein wahnsinniger Massenmörder beschrieben. Ich für meinen Teil nehme das
AT daher eher als eine Art Erzählung von menschlichen Autoren, deren Intention es ist, zu zeigen, dass
Gott zu seinem Volk steht und dass wir Gottes Gebote achten sollen und nicht als das Wort Gottes in dem
Sinne, dass all das, was darin steht, tatsächlich passiert ist. Für mich als Christ gilt das Neue Testament.
#205 Fridericius † 10:51:46 | Dienstag, 4. August 2009
An Stimme der Vernunft Darf ich Ihnen den Vorschlag machen, einfach zu versuchen, ein guter Mensch zu
sein und anständig mit Ihren Mitmenschen umzugehen? Damit hätten Sie dann das wichtigste Gebot Gottes
erfüllt. Wie der Papst schon sagte: Die Liebe genügt.
#140 Fridericius † 22:29:00 | Montag, 3. August 2009
An _zeitgeist Nun, von der Warte der damals lebenden Menschen war das Leben sicher auch kein Zuckerschlecken,
je nachdem, welchem Stand man angehörte und von welcher Zeit und welcher Gegend genau wir reden. Eigentlich
ist es ganz einfach, festzustellen, dass es in der Geschichte bisher offensichtlich keinen einzigen Zeitpunkt
gab, in dem die Menschen zufrieden waren, denn ab dem Moment würde sich nichts mehr verändert haben
und wir würden noch heute in jenem Traumzustand leben. Veränderungen basieren auf einer Unzufriedenheit
mit den Verhältnissen, sei es in technischer oder gesellschaftlicher Hinsicht. Und im Mittelalter wurde
eine Menge Technik entwickelt und verbessert und auch die Gesellschaftsform wandelte sich stetig. Die
Menschheit war noch nie zufrieden mit dem, was sie gerade hatte. Das ist der Motor der Entwicklung. Wo
Sie Recht haben könnten, ich weiss jedoch nicht genau, ob Sie das so meinten, ist, dass wir sicher nicht
zufriedener werden durch einen TFT-Fernseher – aber mit ihm vielleicht schon, denn hier kommt es ganz
entscheidend darauf an, was der Standart meiner Mitmenschen so ist. Zufriedenheit gründet sich nämlich
zu einem hohen Maße darauf, sich nicht arm oder benachteiligt zu fühlen. Hat keiner einen TFT dann macht
der mich auch nicht glücklich. Haben viele einen, dann macht mich dessen Abwesenheit eventuell unglücklich.
Also mich persönlich nicht, ich habe nichtmal einen Röhrenfernseher, ich meine das prinzipiell.
#119 Fridericius † 20:51:53 | Montag, 3. August 2009
An _zeitgeist Zunächst mal gab es, was die Quellenlage angeht, eines nicht, nämlich viele Leute, die
Schreiben konnten. Schreiben konnten bis in die frühe Neuzeit hinein nur Kleriker und wenige Adlige.
Und alles, was Sie behaupten, ist leider genau das, eine reine Behauptung. Wir wissen schlicht nicht,
wie es den einfachen Menschen im Mittelalter gefühlsmäßig ging. Ob der Handwerker sich wohl gefühlt
hat, das können wir weder aus Sterbe- noch aus Taufregistern, weder aus Stundenbüchern, noch aus Lohnabrechnungen
entnehmen. Sie scheinen Anhänger einer romatisierten Vorstellung des Mittelalters zu sein, der ich mich
nicht anschliessen kann. Damit betreiben Sie jene Geschichtsklitterung, die Sie in einem Ihrer letzten
Beiträge kritisierten, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Weder war das Mittelalter nur finsterl noch war
es nur strahlend.
#117 Fridericius † 20:06:24 | Montag, 3. August 2009
An _zeitgeist Also noch etwas zur gefühlten Zufriedenheit. Ich selber bin begeisterer Naturfreund, ich
liebe es, einige Tage lang ganz schlicht und einfach, ohne Strom, fliessendes Wasser, ohne Telefon und
Internet im Sommer in meinem Ferienhaus in Schweden zu leben an einem kleinen See. Das Zauberwort ist
hier „einige Tage lang“ und „im Sommer“. Wenn ich dann wieder in die Zivilisation komme, geniesse ich
es erst wieder, morgens ohne vorher den Ofen anbrennen zu müssen, warm duschen zu können. Und ich war
nur einmal im Winter dort, das ist nämlich wirklich sehr anstrengend, und das, obwohl ich mein Holz zum
Heizen schon in 1m-Stücken geliefert bekomme, die ich dann nur noch ofengerecht kleinmachen und keine
Bäume fällen muss. Da verfliegt die Romantik recht schnell, vor allem, wenn man eingeschneit wird, wie
es mir bei dem einen Mal für drei Tage passiert ist. Also wie gesagt: Einige Tage oder gar Wochen lang
im Sommer ist das Leben dort schön, unkompliziert, romantisch. Aber auch nur, weil ich mir keine Sorgen
um meine Ernährung machen muss und auch keine um meine medizinische Versorgung im Ernstfall, denn die
nächste Siedlung ist nur 15min mit dem Auto entfernt.
#114 Fridericius † 19:47:21 | Montag, 3. August 2009
An _zeitgeist Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, _zeitgeist, ich glaube, Sie machen einen Fehler, wenn
Sie vermuten, die Menschen des Mittelalters seien im allgemeinen zufriedener gewesen. Um so etwas zu mutmaßen
fehlen uns schlicht die Quellen, denn bis in die frühe Neuzeit hinein gibt es kaum Schriftstücke, die
von einfachen Leute selber verfasst wurden oder in denen deren Leben beschrieben wird. Beispielsweise
an den zahlreichen Bauern-Erhebungen, Unabhängikkeitskämpfen und Häresie-Bewegungen mancher Zeiten
lese ich etwas anderes ab. Weshalb Sie der Meinung sind, wir würden uns deziiert heute für das Lebensnotwendige
erniedrigen kann ich nicht nachvollziehen. Die Menschen mussten immer schon arbeiten und früher weit
mehr als heute, und anteilig sehr viel mehr, um das Lebensnotwendige zu erarbeiten, etwa Nahrung und Wohnung.
Ich teile Ihren Pessimismus keineswegs, auch nicht, was die von Ihnen beklagte Gotteslästerung angeht.
Ich empfinde es weit mehr als Gotteslästerung, jemanden anderen dafür weltlich zu bestrafen, dass er
ein anderes oder gar kein Gottesbild hat oder weil er eine Sünde begangen hat, wie das beispielsweise
das ganze Mittelalter hindurch bis in die Neuzeit war, als heute, wo wir es akzeptieren, dass der Mensch
sich frei entscheiden kann. Heute müssen wir vom Glauben überzeugen und können nicht mehr zwingen –
ich finde das sehr positiv. Leider geht der Platz zur Neige, ich würde gerne noch etwas persönliches
zur gefühlten Zufriedenheit sagen.
#104 Fridericius † 17:52:27 | Montag, 3. August 2009
An _zeitgeist und an mr. cologne Wenn Sie, _zeitgeist, schreiben, das Hochmittelalter sei eine kulturelle
Hochzeit gewesen, dann stimmt das. Nur müssen Sie sich halt fragen lassen, welche Zeit denn dezidiert
keine kulturelle Hochzeit gewesen sei. Alle Zeitperioden haben prachtvolle Kulturleistungen hervorgebracht,
die Antike, das frühe Mittelalter, das Hochmittelalter, das Spätmittelalter, die Renaissance, der Barock,
die Neuzeit, die Moderne. In jeder dieser Epochen gab es glanzvolle Kulturleistungen ebenso wie schändliche
Machenschaften. Und, mr. cologne, im Hochmittelalter gab es praktisch noch keine Hexenverfolgungen, zumindest
keine von der Obrigkeit organisierten. Der Hexenwahn ist ein Phänomen des späten Spätmittelalters und
der beginnenden Neuzeit und keines des 13. Jahrhunderts.
Kunstmaler: Ich für meinen Teil glaube nicht, dass Glaube an JC unbedingt nötig ist. Es ist sicher hilfreich,
denn so wissen wir, was von uns „verlangt wird“, aber ich denke schon, dass Gott auch für gute Menschen
anderer Religionen einen Weg hat, in den Himmel gelangen können oder für Menschen, die aufgrund ihrer
körperlichen (z.B. kleine Kinder) oder geistigen Entwicklung (geistig Behinderte) gar nicht in der Lage
sind, an Christus zu glauben.
Kunstmaler, Sie sind frei. Sie sind glücklicherweise heute frei darin, zu glauben oder nicht zu glauben
was Sie wollen, so wie ich auch. Ich hatte gestern Abend einen kurzen Disput mit Leser Shuca über die
Marienverehrung, die ich als übertrieben ansehe. Auch das ist mir erlaubt, ich muss diesen Marien-Kult
nicht mitmachen, niemand kann mich dazu zwingen. Selbstverständlich kann man versuchen, mich zu überzeugen,
aber ich habe bisher noch keine überzeugenden Argumente für eine Beinahe-Anbetung Marias als Muttergöttin
gelesen oder gehört. Ihnen scheint es mit der Jungfrauengeburt ähnlich zu gehen, was nicht schlimm ist.
Schliesslich ist das nur ein winziger Bruchteil des Glaubens und für die eigentliche Botschaft Christi
gänzlich unwichtig.
Die absolute Macht. Niemand sollte die absolute Macht haben, das haben wir aus der Geschichte gelernt,
hoffe ich. Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut. Deshalb ist die Demokratie, bei all
ihren Schwächen, die beste Regierungsform, die wir je hatten, denn praktisch kann niemand die absolute
Macht gewinnen.
Verzeihen Sie, Kunstmaler! Ich muss Ihnen teiweise recht geben, aber auch teilweise widersprechen. Sicherlich
müssen sich die Schwulen damit abfinden, dass andere Menschen ihr lebensweise nicht für gut heißen.
Ich denke, das wissen auch die Schwulen. Was sie hingegen nicht tolerieren müssen ist alleine wegen ihres
Schwulseins zum Opfer von Gewalttaten zu werden. Die Tage las ich in einem Artikel in einem älteren Spiegel
über ein Seniorenheim für Schwule in Berlin, dass 90% der alten Menschen angaben, in ihrem Leben mindestens
einmal das Opfer von Gewalt geworden zu sein, die sich aus Ressentiments gegen Homosexuelle nährte. Und
das muss niemand akzeptieren oder tolerieren. So wie Sie es in Ihrem letzten Satz zusammenfassen hätte
wohl kein Schwuler ein Problem mit Ihrer Meinung.
Shuca: Unsere Vorfahren haben eine ganze Menge geglaubt, was wir heute nicht mehr glauben. Es spielt für
mich keine Rolle, was meine Vorfahren geglaubt haben. Ich muss es verstehen, dann kann ich etwas glauben.
Shuca: Ich kann damit nichts anfangen. Ich habe die an Anbetung heranreichende Verehrung der Mutter Jesu
noch nie verstanden und halte sie, versöhnlich ausgedrückt, für überflüssig. Beantworten Sie doch
einmal die Frage, wieso, wenn, wie wir gauben, Jesus die Liebe ist, wir seine Mutter anrufen sollten,
um „Jesu Herz zu erweichen“ oder wie man das sonst ausdrücken würde. Wir müssen Sein Herz nicht erweichen,
es ist bereits weich – was hier bedeutet, Jesus ist barmherzig und Er versteht uns, wenn wir Ihm etwas
sagen oder beichten. Er ist Gott, das bedeutet, es ist nicht so wie bei uns Menschen, dass wir, wenn wir
von jemandem etwas wollen, über dessen Mutter gehend bessere Chancen hätten, sein Herz zu erweichen
und ihn „rumzukriegen“.
Shuca: Inquisitor? Aber wenn Sie es wünschen, bitte. Auf beides ein JA. Was das allerdings mit der Beinahe-Anbetung
Marias als „Muttergöttin“ zu tun haben soll, bleibt ein Geheimnis.
Shuca: Gott tut nichts dergleichen So wie Sie das darstellen müsste Gott die Menschen gewissermaßen
wie Marionetten steuern. Das aber tut er nicht, es ist unser freier Wille. Und Ihr Nachsatz, den Sie immer
schreiben: Ich muss nicht „über Maria zu Christus“. Christus alleine ist die Liebe, der benötigt keine
Mittlerin.
Luther war ein guter Mann. Wer ihm am Zeug flicken will, sollte sich erst einmal mit den Zuständen in
unserer Kirche zur damaligen Zeit beschäftigen, die alles andere als wünschenswert waren.
#165 Fridericius † 04:59:59 | Mittwoch, 22. Juli 2009
An _zeitgeist Guten Morgen. Sie schreiben, der 30jährige Krieg sei Gottes Strafe für den Glaubensabfall
gewesen. Dem muss ich widersprechen. Theoretisch könnte das natürlich sein, das ist wahr, aber ich denke
eher nein, denn Gottvater straft nicht so. Ich versuche mal eine Analogie. Gott wird ja oft als gütiger,
gerechter Vater beschrieben. Also nehme ich einen Vater als Gott und seine Kinder als Menschen. Ein Vater
hat 10 gehorsame Kinder (die Katholiken) und 2 ungehorsame (die Protestanten). Wegen der zwei Ungehorsamen
bestraft er nun alle 12 Kindern grausam und gnadenlos, ohne etwas dazu zu sagen. Diesen vater würde ich
nicht „gütig und gerecht“ nennen, sondern „barbarisch und willkürlich“. Nein, _zeitgeist, Gott straft
nicht auf Erden. Wenn es Kriege gibt, so ist das alleine unsere Schuld, also die der Menschen. Wie, frage
ich Sie, sollte Gott die Menschen auch mit Kriegen strafen? Dazu müsste er ja in den von Ihm geschenkten
freien Willen der Menschen eingreifen und sie wie Marionetten dazu benutzen, einander den Krieg zu erklären.
Und das tut er nicht. Ihre Mutmaßungen sind zudem absolut willkürlich. Ich könnte mit genau demseben
Recht mutmaßen, dieser Krieg sei die Strafe für die Uneinsichtigkeit der Kurie gewesen, als sie Luthers
Forderungen so leichtfertig abgeschmettert hat und damit die Spaltung der Kirche mit ausgelöst hat. Luthers
anfängliche Kritik war ja nicht aus der Luft gegriffen sondern durchaus berechtigt.
#374 Fridericius † 22:35:56 | Dienstag, 30. Juni 2009
Ich bitte um Verzeihung, Anmut aber prinzipiell stimmt das, was der Mannheimer schreibt. Ich lese hier
seit heute morgen mit und habe mich eben dazu durchgerungen, mich hier anzumelden.