Gratianus
Erstellt: 12:17:16 | Dienstag, 13. September 2005
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7 Lesermeinungen
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Pfarrei oder Erzdiözese?
#8   Gratianus   16:52:19 | Sonntag, 19. November 2006
Aus Steinen Priester?
Ich würde gerne wissen wieviele der hier Diskutierenden dem Bischof von Essen schon Söhne ins Priesterseminar oder in ein im Bistum ansässiges Ordensinstitut bringen konnten. Soll der Bischof sich Priester aus Steinen hauen? Desweiteren wäre es höchst interessant, wenn dieselben mir sagen könnten wievel Geld sie dem Bischof nebst Kirchensteuer jährlich zu Verfügung stellen, bzw. was sie gedenken dem Bistum Essen zu vererben.
Wenn man mal über den kleinen Rahmen des eigenen Heimatlandes hinausschaut, so wird man sehen, dass es in anderen Ländern und Städten durchaus Pfareien gibt mit mehr Seelen als die neuen Essener Pfarrein. Da brauchen sie nur mal nach Paris zu schauen, von den USA gar nicht zu reden. Der Vergleich mit dem Erzbistum Vaduz, welches zur Lösung der schwierigen Churer Situation als Meisterstück vatikanischer Diplomatie geschaffen wurde, ist dabei doch wohl nur lachhaft.
Redaktion benachrichtigen Wer war Kardinal Pompedda?
#7   Gratianus   16:31:10 | Freitag, 20. Oktober 2006
Das Wichtigste vergessen!
Nun muss ich verschiedenen Kreuz.net Kritikern Recht geben. Die hier aufgeführte Berichterstattung über den Tod eines der grössten Kanonisten der letzten 50 Jahre ist doch wohl sehr blamabel. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass der Verstorbene vor seiner Ernennung zum Präfekten der Apostolischen Signatur langjähriger Dekan der Römischen Rota war. Während seiner Zeit als Richter und Dekan hat er sich in unzähligen Urteilen, welche die kirchliche Rechtsprechung beeinflussten, und in brillanten wissenschaftlichen Werken um eine genaue Auslegung des Ehe- und Prozessrechtes bzw. um deren Weiterentwicklung bemüht.
Er war desweiteren jahrelang oberster Kurat der Vereinigung katholischer Juristen.
Der scharfe Intellekt, sowie der Sinn für Gerechtigkeit des Kardinals werden der Kurie und dem Kirchenrecht fehlen!
Requiescat in pace.
Redaktion benachrichtigen Alle Zutaten für ein Martyrium
#8   Gratianus   23:33:41 | Freitag, 10. Februar 2006
Geschmacklos und beleidigend
@ Evelin
Mann kann ja hier auf kreuz.net des Öfteren abstruse Kommentare lesen, aber was Sie sich hier geleistet haben ist äusserst geschmacklos und beleidigend. Am Tage der Beerdigung, eines wegen seines Bekenntnisses zu Christus ermordeten Priesters, solche Ansichten von sich zu geben, zeigt wie verblendet Sie sind.
Kardinal Ruini ist nicht gerade der typische emotionsgeladene Italiener, der sofort Santo subito schreien würde… Desweiteren hat er über einen Priester seines Bistums gesprochen (ich habe das Sterbeamt heute morgen im Fernsehen verfolgt), einen Priester dessen Vorgesetzter er seit Jahren war, und den er gut kannte… Wenn Kardinal Ruini also seine Überzeugung kundgibt, dass die Kriterien des Martyriums gegeben sind, darf man ihm vertrauen. Die 5 Jahre bis Prozessebeginn werden zeigen, ob die für eine Eröffnung notwendige Verehrung sich durchsetzen wird.
Sie sollten sich für Ihre Aussagen schämen. Ich werde es jedenfalls nicht versäumen bei nächster Gelegenheit das Priestergrab des Erzbistums Rom auf dem Campo Verano zu besuchen und am Grab dieses Glaubenszeugen zu beten.
Redaktion benachrichtigen Keine Korrektur – im Gegenteil – eine Bestätigung
#4   Gratianus   10:42:06 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Augenwischerei
Meiner Meinung nach sind die Aussagen dieses Neokatechumenen pure Augenwischerei. Die Bewegung befindet sich natürlich nun im Rechtfertigungsdruck und macht plötzlich aus Negativem, Positives. Der Mann hat echt das Zeug zum Bischof!
Hier von schriftlicher Approbation zu sprechen ist lächerlich, es handelt sich keinsfalls um ein Approbationsdekret, sendern um ein Schreiben, welches die bestheneden liturgischen Normen festschreibt und die bisher tolerierten Auswüchse dieser Bewegung unterbindet.
Bezeichnend ist, dass über die Anordnung zur Rückkehr zum vorgesehenen Kommunionempfang und zu Zelebration am geweihten Altar nicht gesprochen wird! Augenwischerei ist auch, wenn behauptet wird die Kleingruppen würden schon an den Pfarreigottesdiensten teilnehmen: die angegeben Beispiele sind Feiertage ausserhalb von Sonntagen, die Entscheidung des Hl. Vaters spricht aber vom Sonntag!
Nein, vielmehr handelt es sich hier um vom Papst angebrachte Korrekturen, die umso nötiger waren, als dass bei der rezenten Bischofsynode selbst 2 Neokat.-Bischöfe sich erdreisteten von der Weltkirche zu verlangen, eine NeoKat-Eucharistie zu feiern…
Hier nun die Antwort des Papstes.
Der Herr erhalte uns lange unseren Hl. Vater Benedikt XVI.!
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#10   Gratianus   18:28:23 | Dienstag, 13. September 2005
Verantwortung
@ Benedikt
Lesen Sie bitte meine Argumentation ab meiner ersten Bemerkung:mir ging es nicht in erster Linie um das Problem der Umnutzung der Marienkirche, sondern um die unsachgemässe Kritik des Peccator. Aber da auch Copertino mich in dem Sinne angefragt hat:
@ Copertino:
Ich kenne Mgr Genn tatsächlich seit 1993, werde Ihm aber nicht zur Frage der Marienkirche schreiben, da ich Ihm erst vor ein paar Monaten versichert habe, den von Ihm begonnen Prozess (siehe Hirtenwort) im Gebet mit zu tragen. Ich bin mir sicher, dass dieser tief fromme Bischof lange gerungen hat und nun das von ihm als richtig Erkannte durchführt. Dieser Mut zu unpopulären Entscheidungen ist doch eigentlich bei einem Bischof nur zu begrüssen.
Es wäre ja gut wenn die Marienirche würdig umgenutzt werden könnte, und ich verstehe die Bochumer, die ein Loch in ihrem Stadtbild befürchten. Nur, man lese mal die Vorschläge des FDP Rates: www.kreuz.net/article.1755.html. Ich habe in Utrech katholische Kirchen gesehen, die zu Bürohäusern umgebaut wurden, und in Dublin eine frühere anglikanische Kirch, welche jetzt Touristeninformationshaus mit Café im Chorraum ist. Also ehrlich geagt, das veletzt meine religiösen Gefühle mehr, als ein Abriss und der Bau eine kirchlichen Seniorenheims.
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#8   Gratianus   18:04:15 | Dienstag, 13. September 2005
Wenn’s so einfach wäre!
@ Peccator:
Ich hoffe, dass Sie inzwischen das Hirtenwort von Mgr Genn gelesen haben. Vor dem Schreiben Ihrer Antwort scheint das nicht der Fall gewesen zu sein. Aber ich schrieb ja auch, das diejenigen, welche um eine „wirkliche Urteilsbildung bemüht sind“, es lesen sollten. Zu der von Ihnen angesprochen Demut als Tugend innerhalb der hierarchisch verfassten Struktur der Kirche, scheint mir zu allererst einmal zu gehören, dass man die „Worte und Schreiben“ der von Gott bestellten Hirten hört und respektiert. Das schliesst nicht aus, dass, ausserhalb von Glaube und Moral, diese Worte stets ohne Kritik bleiben müssen. Ihre Pauschalkritik an den Bischöfen, verbunden mit dem Hinweis auf die hierarchische Verfassung der Kirche und auf die Demut scheint mir, mit Verlaub, schizophren zu sein. Oder besteht die Demut darin, dass der Bischof auf Ihre Meinung zu hören hat? Das wäre alledings eine sehr progressistische These, welche nicht mit der Ablehnung der durchaus vom Kirchenrecht vorgesehen Räte, welche von Ihnen als „unkatholischer demokratischer Apparat“ tituliert werden, in Einklang gebracht werden kann.
Wenn Sie den den Hirtenbrief gelesen hätten bzw. das Schreiben an die Priester,welches Sie ebenfalls auf der Homepage des Bistums Essen finden, wüssten Sie besser um die finanzielle und demographische Situation des Ruhrbistums. Wieviel finazielle Opfer für den Unterhalt zu viel gewordener Kirchen wollen sie den von einem Arbeitslosen des Ruhrgebietes verlangen?
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#5   Gratianus   12:34:10 | Dienstag, 13. September 2005
Böse und unberechtigte Kritik
An peccator:
Ich kenne wenige deutsche Bischöfe, aber den Bischof von Essen, Mgr. Dr. Genn kene ich seit vielen Jahren persönlich, noch bevor er Weihbischof in Trier war. Er ist nicht nur ein theologisch hochgebildeter, sondern auch ein tieffrommer Priester und Bischof, dessen erstes Herzensanliegen mit Sicherheit ist, den Ihm Anvertrauten ein guter Hirte zu sein. Deshalb ist die ausgesprochenen Pauschalkritik unzutreffend und böse.
Was soll denn ein Bischof tun, dessen Bistum finanziell vor dem Bankrott steht? Abwarten bis plötzlich gar nichts mehr geht, oder mutige, wenn auch schwere und schmerzliche Entscheidungen treffen?
Jene, die um eine wirkliche Urteilsbildung bemüht sind, mögen das Hrtenwort des Essener Bischofs lesen:
www.bistum-essen.de/…50116hirtenbrief.pdf
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