Samstag, 17. September 2005 18:13
Lesername: Bernado
Beiträge: 326
Bernado: bertcd versicherte, er sei
„zuhause im Neuen Ritus – der schließlich, wie an einigen Orten bewiesen, auch sehr ehrfurchtsvoll begangen
werden kann“.
„An einigen Orten“; „kann“ – ist es wirklich so schlimm? Dann sollte man den Ritus Modernus vielleicht doch abschaffen. [mehr…]
„An einigen Orten“; „kann“ – ist es wirklich so schlimm? Dann sollte man den Ritus Modernus vielleicht doch abschaffen. [mehr…]
Freitag, 12. September 2008 11:45
Bernado: @clarissa
Sie schrieben:
„Dabei wurde (z.B. in der Ausgabe Mainz 1742) dem Hauptteil des Miss. Rom. der (separat approbierte) Faszikel mit den ritus proprios Ecclesiae et Archi-Dioecesis Moguntinae beigebunden.“
Das ist so nicht ganz richtig: Jede Diözese hatte (und hat) ihre Diözesan-Proprien, und diese wurden jedem Missale Roman beigebunden, nicht nur in Mainz.
Der Hauptunterschied des Mainzer-Missale zum „gewöhnlichen“ römischen bestand in der Tat in den gesungen Teilen des Ordinariums: Das waren nicht nur eigene Melodien, sondern sie waren auch in einer von der üblichen Quadratnotenschrift abweichenden Schreibweise, den sog. „Hofnagelnoten“ notiert.
M.W. ist die Ausgabe von 1742 die lezte, in der diese Notation benutzt wurde. Da die Mainzer Singweise ab Mitte des 18. Jh. (mit Ausnahme von Kiedrich) schnell außer Gebrauch kam, findet man heute oft Exemplare dieses Missales, in denen z.B. die Seiten mit den Präfationen herausgetrennt und durch Seiten aus neueren Messbüchern mit den allgemein üblichen Melodien in Quadratnotenschrift ersetzt wurden. [mehr…]
„Dabei wurde (z.B. in der Ausgabe Mainz 1742) dem Hauptteil des Miss. Rom. der (separat approbierte) Faszikel mit den ritus proprios Ecclesiae et Archi-Dioecesis Moguntinae beigebunden.“
Das ist so nicht ganz richtig: Jede Diözese hatte (und hat) ihre Diözesan-Proprien, und diese wurden jedem Missale Roman beigebunden, nicht nur in Mainz.
Der Hauptunterschied des Mainzer-Missale zum „gewöhnlichen“ römischen bestand in der Tat in den gesungen Teilen des Ordinariums: Das waren nicht nur eigene Melodien, sondern sie waren auch in einer von der üblichen Quadratnotenschrift abweichenden Schreibweise, den sog. „Hofnagelnoten“ notiert.
M.W. ist die Ausgabe von 1742 die lezte, in der diese Notation benutzt wurde. Da die Mainzer Singweise ab Mitte des 18. Jh. (mit Ausnahme von Kiedrich) schnell außer Gebrauch kam, findet man heute oft Exemplare dieses Missales, in denen z.B. die Seiten mit den Präfationen herausgetrennt und durch Seiten aus neueren Messbüchern mit den allgemein üblichen Melodien in Quadratnotenschrift ersetzt wurden. [mehr…]
Samstag, 6. September 2008 13:29
Bernado: Gotthard giftete:
„Der Pius-Verein simuliert Kirche – und verführt viele einfache Seelen.“
Das ist aber kein besonders gelungener Taschenspielertrick.
Am 5. 9., 17:35 hatten Sie behauptet: „Herr Fellay simuliert die Feier der Eucharistie“. Damit hatten Sie einen klaren Tatbestand angesprochen: Das so tun als ob durch eine nicht gültig geweihte Person – also die sogenannten „Womanpriests“ oder die in vielen deutschen und österreichischen Gemeinden in unangebrachter Weise am Altar tätigen Gemeindereferenten und Gemeindereferentinnen. Da die Priester und Bischöfe der Piusbruderschaft sämtlich gültig geweiht sind, wenn auch im Ungehorsam gegenüber dem Papst verharren, sind sie gar nicht imstande, „die Eucharistie zu simulieren“. Jede ihrer Messfeiern ist gültig und tatsächlich.
Nun versuchen Sie, Ihre Unwahrheit damit zuzudecken, daß Sie mit ähnlich klingenden Worten etwas ganz anderes behaupten: Die Piusbruderschaft „simuliere“ Kirche. Da mag sogar etwas dran sein. Aber erstens ist damit kein klar beschriebener Rechtstatbestand angesprochen, und zweitens wäre das, sollte es den zutreffend sein etwas ganz anderes als eine „Simulation der Eucharistie“. [mehr…]
Das ist aber kein besonders gelungener Taschenspielertrick.
Am 5. 9., 17:35 hatten Sie behauptet: „Herr Fellay simuliert die Feier der Eucharistie“. Damit hatten Sie einen klaren Tatbestand angesprochen: Das so tun als ob durch eine nicht gültig geweihte Person – also die sogenannten „Womanpriests“ oder die in vielen deutschen und österreichischen Gemeinden in unangebrachter Weise am Altar tätigen Gemeindereferenten und Gemeindereferentinnen. Da die Priester und Bischöfe der Piusbruderschaft sämtlich gültig geweiht sind, wenn auch im Ungehorsam gegenüber dem Papst verharren, sind sie gar nicht imstande, „die Eucharistie zu simulieren“. Jede ihrer Messfeiern ist gültig und tatsächlich.
Nun versuchen Sie, Ihre Unwahrheit damit zuzudecken, daß Sie mit ähnlich klingenden Worten etwas ganz anderes behaupten: Die Piusbruderschaft „simuliere“ Kirche. Da mag sogar etwas dran sein. Aber erstens ist damit kein klar beschriebener Rechtstatbestand angesprochen, und zweitens wäre das, sollte es den zutreffend sein etwas ganz anderes als eine „Simulation der Eucharistie“. [mehr…]
Freitag, 5. September 2008 11:50
Bernado: Lieber Joberens,
Sie haben wieder Ihre Signatur vergessen, die ich hiermit gerne nachreiche: „Ich glaube jedenfalls nicht daran, daß es einen Gott in Drei Personen gibt,“ joberens am 1. September, 10:59, [mehr…]
Freitag, 5. September 2008 11:43
Bernado: @Sirilo
Sie schrieben @joberens: „Wenn Sie vorgeburtliche Kindstötungen befürworten, dürfte es sich bei Ihnen
wohl kaum um einen „denkenden Katholiken“ handeln.“.
Neuheide Joberens hat bloß wieder seine Signatur vergessen, die ich hiermit gerne nachreiche: „„Ich glaube jedenfalls nicht daran, daß es einen Gott in Drei Personen gibt,“ joberens am 1. September, 10:59, “ [mehr…]
Neuheide Joberens hat bloß wieder seine Signatur vergessen, die ich hiermit gerne nachreiche: „„Ich glaube jedenfalls nicht daran, daß es einen Gott in Drei Personen gibt,“ joberens am 1. September, 10:59, “ [mehr…]
Donnerstag, 4. September 2008 11:28
Bernado: @joberens
Sie sind ja schon wieder da.
Nehmen Sie gefälligst Ihr „Ich glaube jedenfalls nicht daran, daß es einen Gott in Drei Personen gibt,“ vom 1. September, 10:59, in die Signatur, damit jeder weiß, was Sie sich so einfach denken. [mehr…]
Nehmen Sie gefälligst Ihr „Ich glaube jedenfalls nicht daran, daß es einen Gott in Drei Personen gibt,“ vom 1. September, 10:59, in die Signatur, damit jeder weiß, was Sie sich so einfach denken. [mehr…]
Montag, 1. September 2008 11:36
Bernado: Einfaches Denken
Auf Blindgänger wie den Landorganisten oder Joberens einzugehen ist nicht sinnvoll. Aber diese Selbstauskunft
von jb verdient doch festgehalten zu werden:
„Ich glaube jedenfalls nicht daran, daß es einen Gott in Drei Personen gibt, wie es lange vertreten worden ist. Das ist sicherlich auch heute keinem wirklich selbst denkenden Katholiken mehr glaubhaft zu vermitteln.
Gott dürfte überhaupt keine Person in unserem Sinne sein, weder weiblich noch männlich. Was und wie er ist, dürfte bei uns Menschen immer nur zu Spekulationen animieren.“
Damit hat der einfach denkende jb sich nicht nur von seinem Anspruch als Katholik verabschiedet, sondern ist auch aus dem Christentum ausgetreten, das auf dem lebendigen Wort Gottes Jesus Christus beruht. Ob nun hin zum Islam oder nicht doch eher zum Buddhismus, ist ziemlich gleichgültig.
Ein erschütterndes Ergebnis von 40 Jahren Theologie und Glaubens“vermittlung“ im Zeichen der „Verheutlichung“ der Religion.
Ende der Durchsage. [mehr…]
„Ich glaube jedenfalls nicht daran, daß es einen Gott in Drei Personen gibt, wie es lange vertreten worden ist. Das ist sicherlich auch heute keinem wirklich selbst denkenden Katholiken mehr glaubhaft zu vermitteln.
Gott dürfte überhaupt keine Person in unserem Sinne sein, weder weiblich noch männlich. Was und wie er ist, dürfte bei uns Menschen immer nur zu Spekulationen animieren.“
Damit hat der einfach denkende jb sich nicht nur von seinem Anspruch als Katholik verabschiedet, sondern ist auch aus dem Christentum ausgetreten, das auf dem lebendigen Wort Gottes Jesus Christus beruht. Ob nun hin zum Islam oder nicht doch eher zum Buddhismus, ist ziemlich gleichgültig.
Ein erschütterndes Ergebnis von 40 Jahren Theologie und Glaubens“vermittlung“ im Zeichen der „Verheutlichung“ der Religion.
Ende der Durchsage. [mehr…]
Freitag, 15. August 2008 13:05
Bernado: Jemand behauptete:
„Meßtraubensaft darf also, approbiert durch den Papst, als Meßwein verwendet werden.“
Das ist nicht richtig. Was mit Sondergenehmigung verwendet werden darf, ist sog. „mustum“ (Most) – ein Traubensaft, bei dem die Gärung unmittelbar nach dem Einsetzen abgebrochen worden ist und der deshalb nur über einen sehr geringen Alkoholgehalt verfügt.
Völlig alkoholfreier Traubensaft ist nicht zugelassen, wo er doch verwandt wird, ist das ein schwerwiegender Missbrauch wegen verwendung ungeeigneter Materie. [mehr…]
Das ist nicht richtig. Was mit Sondergenehmigung verwendet werden darf, ist sog. „mustum“ (Most) – ein Traubensaft, bei dem die Gärung unmittelbar nach dem Einsetzen abgebrochen worden ist und der deshalb nur über einen sehr geringen Alkoholgehalt verfügt.
Völlig alkoholfreier Traubensaft ist nicht zugelassen, wo er doch verwandt wird, ist das ein schwerwiegender Missbrauch wegen verwendung ungeeigneter Materie. [mehr…]
Freitag, 15. August 2008 10:12
Bernado: Das 2. Hochgebet ist nicht der Kanon Hippolyts
Der unter dem Namen Hippolyts überlieferte Text wurde stark redigiert und um mehr als die Hälfte seines
Umfangs gekürzt.
Gestrichen wurde u.a. die ganze Einleitung: „Wir sagen Dir Dank, Gott, durch Deinen geliebten Sohn Jesus Christus, den Du uns in diesen letzten Zeiten als Erlöser, Retter und Boten Deines Willens gesanst hast. Er ist Dein von Dir untrennbares Wort; durch Ihn hast Du alles zu Deinem Wohlgefallen geschaffen, ihn hast Du vom Himel gesandt in den Schoß einer Jungfrau. Im Leibe getragen wurde er Mensch und erzeigte sich als Dein Sohn, geboren aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau.“
Hoch interessant sind auch die Streichungen im teilweise übernommenen Teil:
„Der deinen Willen erfüllen und Dir ein heiliges Volk erwerben wollte, hat in seinem Leiden die Hände ausgebreitet, um die vom Leiden zu befreien, die an Dich geglaubt haben. Als er sich freiwillig dem Leiden auslieferte, um den Tod aufzuheben, die Fesseln des Teufels zu zerreißen, die Unterwelt niederzutreten, die Gerechten zu erleuchten, eine Grenze zu ziehen und die Auferstehung kundzutun, nahm er Brot, sagte Dank…“
Ob dieser Text jemals im Gottesdienst als Präfation benutzt wurde, ist unbekannt – die Traditio apostolica muß nicht Bestandteile eines Missale enthalten.
@Clarissa: Ihre Weigerung, den gegenüber dem bereits mißverständlichen Latein noch einmal verwässerten deutschen Text interpretieren zu lassen, ist angesichts der didaktischen Hochschätzung der Volkssprache im NO unverständlich. [mehr…]
Gestrichen wurde u.a. die ganze Einleitung: „Wir sagen Dir Dank, Gott, durch Deinen geliebten Sohn Jesus Christus, den Du uns in diesen letzten Zeiten als Erlöser, Retter und Boten Deines Willens gesanst hast. Er ist Dein von Dir untrennbares Wort; durch Ihn hast Du alles zu Deinem Wohlgefallen geschaffen, ihn hast Du vom Himel gesandt in den Schoß einer Jungfrau. Im Leibe getragen wurde er Mensch und erzeigte sich als Dein Sohn, geboren aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau.“
Hoch interessant sind auch die Streichungen im teilweise übernommenen Teil:
„Der deinen Willen erfüllen und Dir ein heiliges Volk erwerben wollte, hat in seinem Leiden die Hände ausgebreitet, um die vom Leiden zu befreien, die an Dich geglaubt haben. Als er sich freiwillig dem Leiden auslieferte, um den Tod aufzuheben, die Fesseln des Teufels zu zerreißen, die Unterwelt niederzutreten, die Gerechten zu erleuchten, eine Grenze zu ziehen und die Auferstehung kundzutun, nahm er Brot, sagte Dank…“
Ob dieser Text jemals im Gottesdienst als Präfation benutzt wurde, ist unbekannt – die Traditio apostolica muß nicht Bestandteile eines Missale enthalten.
@Clarissa: Ihre Weigerung, den gegenüber dem bereits mißverständlichen Latein noch einmal verwässerten deutschen Text interpretieren zu lassen, ist angesichts der didaktischen Hochschätzung der Volkssprache im NO unverständlich. [mehr…]
Mittwoch, 13. August 2008 12:22
Bernado: FioreGraz behauptete:
„Blödsinn die Kirchenbesuchszaheln in Deutschland genauso vorher „kraß“ (bzw. in Zahlen 1948 55%, 1952
50%, 1960 45%, …) die Entwicklung geschieht Exponentiell zumindest eine Zeitlang. Denn komischerweise
als das Vat II sich durchsetzen anfängt flacht die Kurve ab???? So war der Abfall der Kirchenbesucher
zwischen 46-72 fast 30% und zwischen 72 und 2004 „nur“ 10%“
Aus welchem Finger haben Sie sich denn diese Zahlen gesogen? Nach Auskunft der deutschen Bischofskonferenz blieb die absolute Zahl der Gottesdienstteilnehmer in den Jahren 1950 bis 1965 nahezu konstant, um dann bei im großen Ganzen leicht abnehmender Katholikenzahl deutlich abzunehmen – von ca 12 Mio in 1965 auf 3,5 Mio in 2006.
Damit ist zwar noch nicht bewiesen, daß das Konzil ursächlich für den Rückgang gewesen wäre – zur Rede von einem „neuen Frühling“ besteht aber keinerlei Grund.
Das gilt auch für Außereuropa, wo der Anstieg der Katholikenzahlen meistens nur eine Funktion des allgemeinen Bevölkerungswachstums darstellt. Darüber wird dann gene übersehen, daß z.B. in Südamerika evangelikale Sekten und in Afrika der Islam stärker wachsen als das Christentum, dessen relativer Anteil an den Gesamtbevölkerungen fast überall zurückgeht. [mehr…]
Aus welchem Finger haben Sie sich denn diese Zahlen gesogen? Nach Auskunft der deutschen Bischofskonferenz blieb die absolute Zahl der Gottesdienstteilnehmer in den Jahren 1950 bis 1965 nahezu konstant, um dann bei im großen Ganzen leicht abnehmender Katholikenzahl deutlich abzunehmen – von ca 12 Mio in 1965 auf 3,5 Mio in 2006.
Damit ist zwar noch nicht bewiesen, daß das Konzil ursächlich für den Rückgang gewesen wäre – zur Rede von einem „neuen Frühling“ besteht aber keinerlei Grund.
Das gilt auch für Außereuropa, wo der Anstieg der Katholikenzahlen meistens nur eine Funktion des allgemeinen Bevölkerungswachstums darstellt. Darüber wird dann gene übersehen, daß z.B. in Südamerika evangelikale Sekten und in Afrika der Islam stärker wachsen als das Christentum, dessen relativer Anteil an den Gesamtbevölkerungen fast überall zurückgeht. [mehr…]
Donnerstag, 7. August 2008 00:46
Bernado: clarissa schrieb
„Ein Baldachin über dem (umschreitbaren) Altar gehört zu den Privilegien der Basiliken.“
Ich wüßte nicht, daß es eine solche Regelung gibt. In Rom haben viele zwar altehrwürdige, aber doch weit von der Basiliken-Ehre entfernte Kirchen wie z.B. San Nicola in Carcere einen Baldachin. In den USA und England haben die meisten Kirchen, die groß genug dafür sind, ebenfalls einen Baldachin über dem Altar. [mehr…]
Ich wüßte nicht, daß es eine solche Regelung gibt. In Rom haben viele zwar altehrwürdige, aber doch weit von der Basiliken-Ehre entfernte Kirchen wie z.B. San Nicola in Carcere einen Baldachin. In den USA und England haben die meisten Kirchen, die groß genug dafür sind, ebenfalls einen Baldachin über dem Altar. [mehr…]
Mittwoch, 6. August 2008 16:23
Bernado: Kunst wider den Zeitgeist
Neu geplant, gebaut und gerade eingeweiht: Kirche unserer Lieben Frau von Guadaloupe in LaCrosse, wisconsin.
Hier ein Kurzbericht zur Einweihungsfeier, dort viele Bilder.
Sicher so nicht überall angebracht – aber als Kontrapunkt zu der Nachäfferei der Zeitgeist-Blähungen sehr willkommen. [mehr…]
Sicher so nicht überall angebracht – aber als Kontrapunkt zu der Nachäfferei der Zeitgeist-Blähungen sehr willkommen. [mehr…]
Samstag, 2. August 2008 19:55
Bernado: messdiener schrieb
„Tja, wer für sich das Recht auf Religionsfreiheit beansprucht, der muss still sein, denn immerhin nutzt
er auch Grundrechte der EU-Charta.“
Die Grundrechte der Bürger der Mitgliedstaaten der EU sind nicht in irgendwelchen EU-Dokumenten, sondern in ihren Nationalen Verfassungen begründet. Es ist durchaus vorstellbar – das Bundesverfassungsgericht hat das schon mehrfach angedeutet – daß Regelungen auf EU-Ebene, die nicht mit den nationalen Verfassungen vereinbart sind, demnächst in Karlsruhe überprüft ung ggf für Deutschland auch gekippt werden. Die EU ist kein souveränes Subjekt und besitzt keine eigene Staatlichkeit. [mehr…]
Die Grundrechte der Bürger der Mitgliedstaaten der EU sind nicht in irgendwelchen EU-Dokumenten, sondern in ihren Nationalen Verfassungen begründet. Es ist durchaus vorstellbar – das Bundesverfassungsgericht hat das schon mehrfach angedeutet – daß Regelungen auf EU-Ebene, die nicht mit den nationalen Verfassungen vereinbart sind, demnächst in Karlsruhe überprüft ung ggf für Deutschland auch gekippt werden. Die EU ist kein souveränes Subjekt und besitzt keine eigene Staatlichkeit. [mehr…]
Dienstag, 22. Juli 2008 13:20
Bernado: mehr Informationen
zur Namensänderung der Redemptosristen von Papa Stronsay und zur Situation des in der Tat aussterbenden Redemptoristenordens vermitteln die Links auf Summorum Pontificum. In Deutschland ist die Situation des Ordens so verzweifelt, daß sie – nachdem sie aus Nachwuchs- und Personalmangel ihre Hochschule in Geistingen schließen mußten – noch nicht einmal in der Lage waren, die bedeutende Bibliothek zu behalten oder auch nur sachgerecht aufzulösen. Die Bücher (viele über 400 Jahre alt) wurden bei Ebay verschleudert. [mehr…]
Freitag, 18. Juli 2008 15:21
Bernado: Benedikt schrieb
„Alles ziemliche Spekulation, oder?“
Nun, die Pastoral Provision ist keine Spekulation. Das ist eine von Papst Johannes Paul II. getroffene Regelung, die Geistlichen und Gemeinden der Episkopalkirche ermöglicht, unter Beibehaltung einiger anglikanischer Besonderheiten katholisch zu werden. Diese Regelung gilt bisher nur für Nordamerika.
Sie eröffnet Ordinierten einen „abgekürzten“ Weg zur Priesterweihe, ohne allerdings pauschal die Zusage zur Weihe zu geben. Verheiratete Episkopal-Geistliche werden wohl meistens geweiht, wiederverheiratete Geschiedene definitiv nicht.
Die Liturgie dieser Gemeinden des „Anglican Use“ entspricht der der traditionellen Anglikaner, d.h. sie sieht sehr tridentinisch aus. Als Missale findet vielfach eine leicht dogmatisch überarbeitete Fassung des Book of Common Prayer Verwendung, Liturgiesprache ist gepflegtes Englisch mit elisabethanischem Anklang.
Eine der bekannten Gemeinden des Anglican Use ist Our Lady of the Atonement in San Antonio, Texas, auf deren Website man noch mehr zum Thema erfahren kann. [mehr…]
Nun, die Pastoral Provision ist keine Spekulation. Das ist eine von Papst Johannes Paul II. getroffene Regelung, die Geistlichen und Gemeinden der Episkopalkirche ermöglicht, unter Beibehaltung einiger anglikanischer Besonderheiten katholisch zu werden. Diese Regelung gilt bisher nur für Nordamerika.
Sie eröffnet Ordinierten einen „abgekürzten“ Weg zur Priesterweihe, ohne allerdings pauschal die Zusage zur Weihe zu geben. Verheiratete Episkopal-Geistliche werden wohl meistens geweiht, wiederverheiratete Geschiedene definitiv nicht.
Die Liturgie dieser Gemeinden des „Anglican Use“ entspricht der der traditionellen Anglikaner, d.h. sie sieht sehr tridentinisch aus. Als Missale findet vielfach eine leicht dogmatisch überarbeitete Fassung des Book of Common Prayer Verwendung, Liturgiesprache ist gepflegtes Englisch mit elisabethanischem Anklang.
Eine der bekannten Gemeinden des Anglican Use ist Our Lady of the Atonement in San Antonio, Texas, auf deren Website man noch mehr zum Thema erfahren kann. [mehr…]
Dienstag, 8. Juli 2008 01:25
Bernado: Was Kardinal Castrillon Hoyos sagte:
„Lassen sie mich das ganz klar sagen: Der Heilige Vater will, daß die überlieferte Form der Messe regulärer
Bestandteil des liturgischen Lebens der Kirche wird, damit alle Gläubigen – die jungen wie die alten –
sich mit den alten Riten vertraut machen und von ihrer spürbaren Schönheit und Transzendenz profitieren
können. Der Heilige Vater will das sowohl aus pastoralen als auch aus theologischen Gründen.“
Journalistenfrage: „Das heißt, der Papst wünscht, daß viele normale Pfarreien sich darauf einrichten, den Gregorianischen Ritus zu feiern?
Kardinal: Alle Pfarreien. Nicht viele; alle Pfarreien, weil das eine Gabe Gottes ist. Er bietet uns diesen Reichtum an, und es ist für die neuen Generationen sehr wichtig, die Vergangenheit der Kirche zu kennen. Diese Art des Gottesdienstes ist so vornehm und so schön – die größten Theologen haben darin unseren Glauben zum Ausdruck gebracht. Der Gottesdienst, die Musik, die Architektur, die Gemälde – das bildet ein Ganzes von höchstem Wert. Der hl. Vater will diese Möglichkeit allen Gläubigen eröffnen, nicht nur den wenigen Gruppen, die danach verlangen, sondern so, daß alle in der Katholischen Kirche diese Weise zur Feier der Eucharistie kennen.
Frage: In diesem Zusammenhang: Wollen Sie erreichen, daß alle Seminare in England und Wales die Seminaristen in der Feier der außerordentlichen Form unterrichten?
Kardinal: Das möchte ich, das wird notwendig sein.
(London, 14. 6. 2008)
Mehr dazu auf Summorum Pontificum. [mehr…]
Journalistenfrage: „Das heißt, der Papst wünscht, daß viele normale Pfarreien sich darauf einrichten, den Gregorianischen Ritus zu feiern?
Kardinal: Alle Pfarreien. Nicht viele; alle Pfarreien, weil das eine Gabe Gottes ist. Er bietet uns diesen Reichtum an, und es ist für die neuen Generationen sehr wichtig, die Vergangenheit der Kirche zu kennen. Diese Art des Gottesdienstes ist so vornehm und so schön – die größten Theologen haben darin unseren Glauben zum Ausdruck gebracht. Der Gottesdienst, die Musik, die Architektur, die Gemälde – das bildet ein Ganzes von höchstem Wert. Der hl. Vater will diese Möglichkeit allen Gläubigen eröffnen, nicht nur den wenigen Gruppen, die danach verlangen, sondern so, daß alle in der Katholischen Kirche diese Weise zur Feier der Eucharistie kennen.
Frage: In diesem Zusammenhang: Wollen Sie erreichen, daß alle Seminare in England und Wales die Seminaristen in der Feier der außerordentlichen Form unterrichten?
Kardinal: Das möchte ich, das wird notwendig sein.
(London, 14. 6. 2008)
Mehr dazu auf Summorum Pontificum. [mehr…]
Montag, 7. Juli 2008 15:53
Bernado: Bugoros schrieb:
„Ich kann mich an Konstitutionen erinnern aus Rom erinnern, wo es heißt dass Laienkommunionausteilung
zum Zwecke der Verkürzung der heiligen Messe, wie heute üblich, ausdrücklich nicht erlaubt ist.“
Das ist richtig. Der Einsatz von Kommunionhelfern ist laut Redemptionis Sacramentum 158 nur dann statthaft, wenn ohne dieses die Austeilung unzumutbar lange dauern würde. Die gerne geübte Praxis, nur KHs auftreten zu lassen, während der Pfarrer die Sedilien hütet, ist nicht erlaubt.
Es ist auch nicht erlaubt, einen Priester, der keine Ministrantinnen einsetzen will, dazu zu veranlassen.
Soweit die vielstrapazierten Ausnahmegenehmigungen tatsächlich den Rang von „Erlaubnissen haben“, können sie natürlich jederzeit rückgängig gemacht werden. Es gibt auch Anzeichen dafür, daß das geplant ist.
Verboten werden könnte auch die im Widerspruch zum klar geäußerten Konzilswillen durchgesetzte Praxis, die hl. Messe ausschließlich in der Volkssprache zu feiern – siehe hier.
Aber hier besteht im vorliegenden Zusammenhang letztlich kein Diskussionsbedarf: Wie man mit diesen Mißbräuchen fertig wird, müssen die klären, die sie eingeführt haben – oder der Papst wird es für sie tun. Völlig illusorisch ist die Vorstellung, daß diese und andere Mißbräuche legaler Bestandteil des alten Ritus werden könnten. Auch dann nicht, wenn einzelne Bischöfe ihre Kompetenzen überschreiten, um das zu erzwingen.
Rom hat in den letzten Wochen einige dieser Übeltäter bereits zur Ordnung gerufen. [mehr…]
Das ist richtig. Der Einsatz von Kommunionhelfern ist laut Redemptionis Sacramentum 158 nur dann statthaft, wenn ohne dieses die Austeilung unzumutbar lange dauern würde. Die gerne geübte Praxis, nur KHs auftreten zu lassen, während der Pfarrer die Sedilien hütet, ist nicht erlaubt.
Es ist auch nicht erlaubt, einen Priester, der keine Ministrantinnen einsetzen will, dazu zu veranlassen.
Soweit die vielstrapazierten Ausnahmegenehmigungen tatsächlich den Rang von „Erlaubnissen haben“, können sie natürlich jederzeit rückgängig gemacht werden. Es gibt auch Anzeichen dafür, daß das geplant ist.
Verboten werden könnte auch die im Widerspruch zum klar geäußerten Konzilswillen durchgesetzte Praxis, die hl. Messe ausschließlich in der Volkssprache zu feiern – siehe hier.
Aber hier besteht im vorliegenden Zusammenhang letztlich kein Diskussionsbedarf: Wie man mit diesen Mißbräuchen fertig wird, müssen die klären, die sie eingeführt haben – oder der Papst wird es für sie tun. Völlig illusorisch ist die Vorstellung, daß diese und andere Mißbräuche legaler Bestandteil des alten Ritus werden könnten. Auch dann nicht, wenn einzelne Bischöfe ihre Kompetenzen überschreiten, um das zu erzwingen.
Rom hat in den letzten Wochen einige dieser Übeltäter bereits zur Ordnung gerufen. [mehr…]
Montag, 7. Juli 2008 15:10
Bernado: Pünktchen schrieb
„Wie Sie wissen, stellt das II. Vatikanum für mich keine Hürde dar!“
Das sollte für niemanden eine Hürde darstellen, soweit es in Übereinstimmung mit der Tradition verstanden wird.
Eine Hürde stellt jedoch sehr wohl der sog. „Geist des Konzils“ dar, der teils in direktem Widerspruch zu den Wortlauten von Konzilsdokumenten und in den meisten Fällen in eklatantem Widerspruch zur Tradition heraufbeschworen ist und viele Zerstörungen angerichtet hat – z.B. die Indulte zur Handkommunion oder zum Einsatz von Messdienerinnen.
Diese u.a. verhängnissvollen Ausnahmegenehmigungen, die dem Papst durch Ungehorsam abgetrotzt worden sind, können daher in keinem Fall als Bereicherung der gewachsenen Liturgie betrachtet werden und stehen – die Entwicklung bei der Handkommunion macht das ja ganz deutlich – jetzt für das neue Missale zur Disposition.
Solange die Rezeption des 2. Vatikanums noch durch die wissenschaftlich höchst anfechtbaren und manipulativen Arbeiten der Bologna-Schule bestimmt wird, ist es im übrigen gar nicht so leicht, zu bestimmen, wo denn der „Boden des Konzils“ ist, auf den sich zu stellen man immer wieder von den Leuten aufgefordert wird, die sich den „Geist des Konzils“ herbeiphantasiert haben.
Da muß man sich nicht von beeindrucken lassen und studiert besser Ratzingers fundierte Konzilskritik, die im Epilog zu seiner „Theologischen Prinzipienlehre“ auf der Grundlage von teilweise bis ins Jahr 1969 zurückreichenden Aufsätzen zusammengefasst ist. Sehr lesenswert. [mehr…]
Das sollte für niemanden eine Hürde darstellen, soweit es in Übereinstimmung mit der Tradition verstanden wird.
Eine Hürde stellt jedoch sehr wohl der sog. „Geist des Konzils“ dar, der teils in direktem Widerspruch zu den Wortlauten von Konzilsdokumenten und in den meisten Fällen in eklatantem Widerspruch zur Tradition heraufbeschworen ist und viele Zerstörungen angerichtet hat – z.B. die Indulte zur Handkommunion oder zum Einsatz von Messdienerinnen.
Diese u.a. verhängnissvollen Ausnahmegenehmigungen, die dem Papst durch Ungehorsam abgetrotzt worden sind, können daher in keinem Fall als Bereicherung der gewachsenen Liturgie betrachtet werden und stehen – die Entwicklung bei der Handkommunion macht das ja ganz deutlich – jetzt für das neue Missale zur Disposition.
Solange die Rezeption des 2. Vatikanums noch durch die wissenschaftlich höchst anfechtbaren und manipulativen Arbeiten der Bologna-Schule bestimmt wird, ist es im übrigen gar nicht so leicht, zu bestimmen, wo denn der „Boden des Konzils“ ist, auf den sich zu stellen man immer wieder von den Leuten aufgefordert wird, die sich den „Geist des Konzils“ herbeiphantasiert haben.
Da muß man sich nicht von beeindrucken lassen und studiert besser Ratzingers fundierte Konzilskritik, die im Epilog zu seiner „Theologischen Prinzipienlehre“ auf der Grundlage von teilweise bis ins Jahr 1969 zurückreichenden Aufsätzen zusammengefasst ist. Sehr lesenswert. [mehr…]
Donnerstag, 3. Juli 2008 23:00
Bernado: RRR schrieb:
Das 2. Hochgebet, das immerhin fast wörtlich so in Rom im 3. Jahrhundert gebetet wurde
Dieser Mythos gewinnt auch durch dauernde Wiederholung keine Glaubwürdigkeit.
Erstens ist sehr zweifelhaft, ob die Aufzeichnungen, die unter dem Namen Hippolyts überliefert sind, Auszüge aus einem tatsächlich benutzten Messformular darstellen – oder nicht vielleicht eher Lehrbuchcharakter hatten.
Zweitens wurde der Originaltext Hippolyts stark und teilweise sinngefährdend gekürzt, etwa in der Passage: „Als er sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, um den Tod aufzuheben, die Fesseln des Teufels zu zerreißen, die Hölle niederzutreten, die Gerechten zu erleuchten, eine Grenze zu ziehen und die Auferstehung kundzutun, da nahm er das Brot…“
Teufel und Hölle waren den Redakteuren des Consilium wohl zu anstößig.
Auch andere „problematische“ Bestandteile des Originals wurden weggesäubert, so z.B. in der Präfation das fett gedruckte: „der Deinen Willen erfüllen und Dir ein heiliges Volk erwerben wollte, hat in seinem Leiden die Hände ausgebreitet, um die vom Leiden zu befreien, die an Dich geglaubt haben.
Das grenzt schon an Verfälschung. Also mit Hippolyt braucht niemand zu kommen. Das ist 100% Bugnini, der sich hinter Hippolyt versteckt. [mehr…]
Dieser Mythos gewinnt auch durch dauernde Wiederholung keine Glaubwürdigkeit.
Erstens ist sehr zweifelhaft, ob die Aufzeichnungen, die unter dem Namen Hippolyts überliefert sind, Auszüge aus einem tatsächlich benutzten Messformular darstellen – oder nicht vielleicht eher Lehrbuchcharakter hatten.
Zweitens wurde der Originaltext Hippolyts stark und teilweise sinngefährdend gekürzt, etwa in der Passage: „Als er sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, um den Tod aufzuheben, die Fesseln des Teufels zu zerreißen, die Hölle niederzutreten, die Gerechten zu erleuchten, eine Grenze zu ziehen und die Auferstehung kundzutun, da nahm er das Brot…“
Teufel und Hölle waren den Redakteuren des Consilium wohl zu anstößig.
Auch andere „problematische“ Bestandteile des Originals wurden weggesäubert, so z.B. in der Präfation das fett gedruckte: „der Deinen Willen erfüllen und Dir ein heiliges Volk erwerben wollte, hat in seinem Leiden die Hände ausgebreitet, um die vom Leiden zu befreien, die an Dich geglaubt haben.
Das grenzt schon an Verfälschung. Also mit Hippolyt braucht niemand zu kommen. Das ist 100% Bugnini, der sich hinter Hippolyt versteckt. [mehr…]
Donnerstag, 26. Juni 2008 21:01
Bernado: Pünktchen schrieb:
„ein kurzes privates Video vom Auszug des Zelebranten nach der Messe!“
Dieses Video zeigt nicht den eigentlichen Auszug, sondern den Rückweg vom Portal zur Sakristei. Die Sakristei liegt in Westminster auf der Höhe der Vierung. Der Zelebrant und die Assistenz zogen nach dem Amt vom Altarraum durch den Mittelgang in Richtung Hauptportal, verließen dann jedoch nicht die Kathedrale durch dieses, sondern wandten sich zum Gang im Seitenschiff, um so zur Sakristei zurück zu gehen.
Offenbar hatten sich die Beteiligten nicht klar darüber abgesprochen, ob dieser Weg noch zum feierlichen Auszug gehören sollte. Einige der Kleriker schienen es relativ eilig zu haben, zurück zur Sakristei zu kommen – das Hochamt hatte ja auch geraume Zeit gedauert. Aber da sich immer wieder Gläubige zum Empfang des bischöflichen Segens niederknieten, sah sich der Kardinal auch immer wieder zur Spendung des Segens veranlaßt – und so kam es zu dieser etwas unfeierlichen Mischung von feierlicher Prozession und Rückweg zur Sakristei.
Wenn erst wieder jeden Sonntag feierliche Pontifikalämter nach dem Ritus des hl. Papstes Gregor in unseren Kathedralen stattfinden, werden solche Unsicherheiten sicher bald der Vergangenheit angehören.
Jeder, der römische Prozessionen, Aus- und Umzüge kennt, weiß übrigens, daß nur die vom preussisch/protestantischen Ordnungswahn befallenen Nordgermanen Prozessionen für Paraden halten und den Bischofsstab gerne wie einen K98er-Karabiner präsentiert sehen. [mehr…]
Dieses Video zeigt nicht den eigentlichen Auszug, sondern den Rückweg vom Portal zur Sakristei. Die Sakristei liegt in Westminster auf der Höhe der Vierung. Der Zelebrant und die Assistenz zogen nach dem Amt vom Altarraum durch den Mittelgang in Richtung Hauptportal, verließen dann jedoch nicht die Kathedrale durch dieses, sondern wandten sich zum Gang im Seitenschiff, um so zur Sakristei zurück zu gehen.
Offenbar hatten sich die Beteiligten nicht klar darüber abgesprochen, ob dieser Weg noch zum feierlichen Auszug gehören sollte. Einige der Kleriker schienen es relativ eilig zu haben, zurück zur Sakristei zu kommen – das Hochamt hatte ja auch geraume Zeit gedauert. Aber da sich immer wieder Gläubige zum Empfang des bischöflichen Segens niederknieten, sah sich der Kardinal auch immer wieder zur Spendung des Segens veranlaßt – und so kam es zu dieser etwas unfeierlichen Mischung von feierlicher Prozession und Rückweg zur Sakristei.
Wenn erst wieder jeden Sonntag feierliche Pontifikalämter nach dem Ritus des hl. Papstes Gregor in unseren Kathedralen stattfinden, werden solche Unsicherheiten sicher bald der Vergangenheit angehören.
Jeder, der römische Prozessionen, Aus- und Umzüge kennt, weiß übrigens, daß nur die vom preussisch/protestantischen Ordnungswahn befallenen Nordgermanen Prozessionen für Paraden halten und den Bischofsstab gerne wie einen K98er-Karabiner präsentiert sehen. [mehr…]
Freitag, 20. Juni 2008 14:50
Bernado: Lochner steht nicht allein
Da ist es schon bemerkenswert, daß S.E. Kardinal Hoyos bei seinem Pressegespräch in London inhaltlichganz
ähnliche Kritik wie Hw.P. Lochner geübt hat. Auf die Frage, ob man den neuen Ritus denn nicht würdig
feiern könne, sagte er:
„Ja, aber die Erfahrungen dieser 40 Jahre waren nicht immer so gut. Viele Menschen haben den Sinn für die Verehrung Gottes verloren. Es stimmt schon, wir sind Brüder, aber wir sind nicht als Brüder erlöst worden. Wir sind durch das Opfer erlöst worden. Wir müssen uns dem Geheimnis stellen. Wir singen, weil wir Brüder, sind wir singen, wenn wir feiern – aber wir schweigen angesichts des Geheimnisses. Der neue Ritus kann das zum Ausdruck bringen, aber es hat überall in der Kirche so viele Mißbräuche gegeben, daß viele Menschen sie verlassen haben. Viele Kinder wissen nicht, wie man sich in der Gegenwart Gottes verhält und wie man beten soll.“
Und darum steht jetzt die Reform der Reform auf der Tagesordnung, die sich zunächst und zuallererst am vermeintlich abgeschafften Alten Ritus orientieren wird. [mehr…]
„Ja, aber die Erfahrungen dieser 40 Jahre waren nicht immer so gut. Viele Menschen haben den Sinn für die Verehrung Gottes verloren. Es stimmt schon, wir sind Brüder, aber wir sind nicht als Brüder erlöst worden. Wir sind durch das Opfer erlöst worden. Wir müssen uns dem Geheimnis stellen. Wir singen, weil wir Brüder, sind wir singen, wenn wir feiern – aber wir schweigen angesichts des Geheimnisses. Der neue Ritus kann das zum Ausdruck bringen, aber es hat überall in der Kirche so viele Mißbräuche gegeben, daß viele Menschen sie verlassen haben. Viele Kinder wissen nicht, wie man sich in der Gegenwart Gottes verhält und wie man beten soll.“
Und darum steht jetzt die Reform der Reform auf der Tagesordnung, die sich zunächst und zuallererst am vermeintlich abgeschafften Alten Ritus orientieren wird. [mehr…]
Freitag, 20. Juni 2008 11:51
Bernado: HBR fragte sich
„warum in einer veralteten Messe in Einheit mit der Kirche die Handkommunion oder Ministrantinnen nicht
zugelassen sein sollten. Der veraltete Ritus wurde doch als ausserordentlicher Ritus wieder aufgegriffen,
damit sich Alt – und Neu befruchten…nicht nur einseitig.“
Was im Verstoß gegen das Kirchenrecht ertrotzt und dann widerstrebend und als Ausnahmegenehmigung zugestanden worden ist, kann wohl schwerlich als „Befruchtung“ oder „Bereicherung“ für die Liturgie des hl. Gregor dienen. Auch dann nicht, wenn es (derzeit noch) rechtlich möglich ist. [mehr…]
Was im Verstoß gegen das Kirchenrecht ertrotzt und dann widerstrebend und als Ausnahmegenehmigung zugestanden worden ist, kann wohl schwerlich als „Befruchtung“ oder „Bereicherung“ für die Liturgie des hl. Gregor dienen. Auch dann nicht, wenn es (derzeit noch) rechtlich möglich ist. [mehr…]
Donnerstag, 19. Juni 2008 15:54
Bernado: Hat sich ausgetrötet
Wenn der vom Papst mit einer Aufgabe beauftragte Kardinal sich zu einem Gegenstand äußert, der in dieses
Aufgabengebiet fällt, und seine Rede mit „Der Papst will, daß…“ einleitet, können Sie sich darauf
verlassen, daß er den Willen des Papstes zum Ausdruck bringt.
Wenn er keinen solchen Bezug herstellt oder es nicht um seinen unmittelbaren Arbeitsbereich geht, können Sie ggf. auch mit seiner Privatmeinung rechnen.
@maliems. Sie Schrieben: „Ab nach Rom mit diesem lustigen Dokument.“
Der Kardinal sagte in London unter anderem – ich verweise noch einmal auf summorum-pontificum.de – das folgende:
„Der Heilige Vater ist sich dessen bewußt, daß an vielen Orten der Welt die Bitten von Priestern und Laien, die nach den alten Riten verfahren wollten, unbeantwortet geblieben sind. Daher hat er nun mit seiner Autorität bestimmt, daß die Feier der älteren Form der Liturgie – des heiligen Messopfers ebenso wie der Sakramente und anderer liturgischer Riten ein gesetzmäßiges Recht für alle und nicht nur ein eingeräumtes Privileg ist.“
Hier spricht er wieder im Namen des hl. Vaters, und offenbar will er diejenigen, die glauben, ungestraft gegen den in Gesetzesform gefassten Willen des Papstes verstoßen zu können, klar machen, daß die Geduld des hl. Vaters begrenzt ist.
Nicht, daß er gleich die Schweizergarde an den Rhein schicken wird. Aber er wird den Bischöfen, die endlich darangehen, ihre Ordinariate auszumisten, den Rücken stärken – und wenn die Moderno-Mafia Zeter und Mord schreit… [mehr…]
Wenn er keinen solchen Bezug herstellt oder es nicht um seinen unmittelbaren Arbeitsbereich geht, können Sie ggf. auch mit seiner Privatmeinung rechnen.
@maliems. Sie Schrieben: „Ab nach Rom mit diesem lustigen Dokument.“
Der Kardinal sagte in London unter anderem – ich verweise noch einmal auf summorum-pontificum.de – das folgende:
„Der Heilige Vater ist sich dessen bewußt, daß an vielen Orten der Welt die Bitten von Priestern und Laien, die nach den alten Riten verfahren wollten, unbeantwortet geblieben sind. Daher hat er nun mit seiner Autorität bestimmt, daß die Feier der älteren Form der Liturgie – des heiligen Messopfers ebenso wie der Sakramente und anderer liturgischer Riten ein gesetzmäßiges Recht für alle und nicht nur ein eingeräumtes Privileg ist.“
Hier spricht er wieder im Namen des hl. Vaters, und offenbar will er diejenigen, die glauben, ungestraft gegen den in Gesetzesform gefassten Willen des Papstes verstoßen zu können, klar machen, daß die Geduld des hl. Vaters begrenzt ist.
Nicht, daß er gleich die Schweizergarde an den Rhein schicken wird. Aber er wird den Bischöfen, die endlich darangehen, ihre Ordinariate auszumisten, den Rücken stärken – und wenn die Moderno-Mafia Zeter und Mord schreit… [mehr…]
Donnerstag, 19. Juni 2008 11:24
Bernado: Hat sich ausgetrötet
S.E. Kardinal Dari Castrilón Hoyos, vorsitzender der Kommission Ecclesia Dei, am 14. 6. in London:
„Lassen sie mich das ganz klar sagen: Der Heilige Vater will, daß die überlieferte Form der Messe regulärer Bestandteil des liturgischen Lebens der Kirche wird, damit alle Gläubigen – die jungen wie die alten – sich mit den alten Riten vertraut machen und von ihrer spürbaren Schönheit und Transzendenz profitieren können. Der Heilige Vater will das sowohl aus pastoralen als auch aus theologischen Gründen.“ (…)
„Es ist sehr wichtig, sich darüber im klaren zu sein, daß Summorum Pontificum in der Kirche eine neue rechtliche Wirklichkeit hergestellt hat. Das Dokument gibt den gewöhnlichen Gläubigen und den Priestern Rechte, die von allen Amtsträgern respektiert werden müssen. (…) Es ist höchst bedauerlich, wenn Priester durch einschränkende rechtliche Verfügungen, die im Widerspruch zu den Absichten des Papstes und dem universellen Kirchenrecht erlassen worden sind, daran gehindert werden, die außerordentliche Form der hl. Messe zu zelebrieren.“
Der ganze Text auf summorum-pontificum.de [mehr…]
„Lassen sie mich das ganz klar sagen: Der Heilige Vater will, daß die überlieferte Form der Messe regulärer Bestandteil des liturgischen Lebens der Kirche wird, damit alle Gläubigen – die jungen wie die alten – sich mit den alten Riten vertraut machen und von ihrer spürbaren Schönheit und Transzendenz profitieren können. Der Heilige Vater will das sowohl aus pastoralen als auch aus theologischen Gründen.“ (…)
„Es ist sehr wichtig, sich darüber im klaren zu sein, daß Summorum Pontificum in der Kirche eine neue rechtliche Wirklichkeit hergestellt hat. Das Dokument gibt den gewöhnlichen Gläubigen und den Priestern Rechte, die von allen Amtsträgern respektiert werden müssen. (…) Es ist höchst bedauerlich, wenn Priester durch einschränkende rechtliche Verfügungen, die im Widerspruch zu den Absichten des Papstes und dem universellen Kirchenrecht erlassen worden sind, daran gehindert werden, die außerordentliche Form der hl. Messe zu zelebrieren.“
Der ganze Text auf summorum-pontificum.de [mehr…]
Dienstag, 20. Mai 2008 18:08
Bernado: Benedikt schrieb:
Offenbar oblag ihm doch die Planung, während die Society nur Gast war, ergo war auch der vorgesehene
Zelebrant nur ein Gastpriester. Der Domdekan aber ist aller Wahrscheinlichkeit als Kirchenrektor aufgetreten.
Diese Version ist durch den Wortlaut der Erklärung nicht gedeckt – dort wird ausdrücklich der „Priester“ genannt – und das kann nach Lage der Dinge nur der Zelebrant sein.
Im übrigen schärft die Kongregation im genannten Papier den Bischöfen ein, bei der Genehmigung von Messdienerinnen die „Empfindungen der Gläubigen , die jeweiligen Gründe für eine solche Erlaubnis und das jeweilige liturgische Umfeld und die jeweilige Gemeinde“ zu berücksichtigen. Von daher hat sich auch der Bischof, der den Domdekan gewähren ließ, nicht korrekt verhalten. [mehr…]
Diese Version ist durch den Wortlaut der Erklärung nicht gedeckt – dort wird ausdrücklich der „Priester“ genannt – und das kann nach Lage der Dinge nur der Zelebrant sein.
Im übrigen schärft die Kongregation im genannten Papier den Bischöfen ein, bei der Genehmigung von Messdienerinnen die „Empfindungen der Gläubigen , die jeweiligen Gründe für eine solche Erlaubnis und das jeweilige liturgische Umfeld und die jeweilige Gemeinde“ zu berücksichtigen. Von daher hat sich auch der Bischof, der den Domdekan gewähren ließ, nicht korrekt verhalten. [mehr…]
Dienstag, 20. Mai 2008 16:45
Bernado: Dr. Schlämmer: Zum Thema …
Ein allgemeines Verbot des Ministrantendienstes für Mädchen und Frauen gibt es seitdem nicht mehr.
Das ist richtig – es gibt nur ein Kirchenrecht. Von daher besteht kein rechtliches Hindernis für Messdienerinnen in der forma extraordinaria. Aber es gibt eine authentische Auslegung des hier anzuwendenden Rechtes durch die Gottesdienstkongregation, und darin (Notitiae – 421-422 Vol 37 (2001) Num/ 8-9 – pp 397-399) stellt die Kongregation allerdings ausdrücklich fest, daß Laien kein „Recht zum Altardienst“ haben und daß es da, wo der Bischof den Altardienst von Frauen erlaubt, dem Priester obliegt, ob er von dieser Erlaubnis Gebrauch machen will. Der Bischof kann die Priester in beiden Formen des Ritus also nicht verpflichten, Messdienerinnen zu beschäftigen – der Domdekan, der seine Kompetenzen in schikanöser Weise überschritten hat, erst recht nicht. [mehr…]
Das ist richtig – es gibt nur ein Kirchenrecht. Von daher besteht kein rechtliches Hindernis für Messdienerinnen in der forma extraordinaria. Aber es gibt eine authentische Auslegung des hier anzuwendenden Rechtes durch die Gottesdienstkongregation, und darin (Notitiae – 421-422 Vol 37 (2001) Num/ 8-9 – pp 397-399) stellt die Kongregation allerdings ausdrücklich fest, daß Laien kein „Recht zum Altardienst“ haben und daß es da, wo der Bischof den Altardienst von Frauen erlaubt, dem Priester obliegt, ob er von dieser Erlaubnis Gebrauch machen will. Der Bischof kann die Priester in beiden Formen des Ritus also nicht verpflichten, Messdienerinnen zu beschäftigen – der Domdekan, der seine Kompetenzen in schikanöser Weise überschritten hat, erst recht nicht. [mehr…]
Freitag, 16. Mai 2008 09:07
Bernado: Alter Ritus – neues Lektionar?
Unter diesem Titel hat summorum-pontificum.de inzwischen einige kritische Anmerkungen zu den entsprechenden Überlegungen des Kardinals veröffentlicht. [mehr…]
Freitag, 22. Februar 2008 12:13
Bernado: Dr. Otterbeck schrieb:
Jedenfalls erkennen wir im Rückblick, dass es disziplinarisch völlig unverzichtbar war, dass Papst Paul
VI. die völlige Ersetzung der alten Messe durch das MR 1970 durchsetzte (von 1974-1984 nur mit Ausnahmen
für „Privatmessen“).
Josef Ratzinger schrieb: „Das nunmehr erlassene Verbot des Missale, das alle Jahrhunderte hindurch seit den Sakramentaren der alten Kirche kontinuierlich gewachsen war, hat einen Bruch in die Liturgiegeschichte getragen, dessen Folgen nur tragisch sein konnten. Eine Revision des Missale, wie es sie oft gegeben hatte und die diesmal einschneidender sein durfte als bisher, vor allem wegen der Einführung der Muttersprache, war sinnvoll und mit Recht vom Konzil angeordnet.
Aber nun geschah mehr: Man brach das alte Gebäude ab und baute ein anderes, freilich weitgehend aus dem Material des Bisherigen und auch unter Verwendung der alten Baupläne. Es gibt gar keinen Zweifel, daß dieses neue Missale in vielem eine wirkliche Verbesserung und Bereicherung brachte, aber daß man es als Neubau gegen die gewachsene Geschichte stellte, diese verbot und damit Liturgie nicht mehr als lebendiges Wachsen, sondern als Produkt von gelehrter Arbeit und von juristischer Kompetenz erscheinen ließ, das hat uns außerordentlich geschadet. Denn nun mußte der Eindruck entstehen, Liturgie werde „gemacht“, sie sei nichts Vorgegebenes, sondern etwas in unseren Entscheiden Liegendes.“ (Aus meinem Leben, S. 172 – 174) [mehr…]
Josef Ratzinger schrieb: „Das nunmehr erlassene Verbot des Missale, das alle Jahrhunderte hindurch seit den Sakramentaren der alten Kirche kontinuierlich gewachsen war, hat einen Bruch in die Liturgiegeschichte getragen, dessen Folgen nur tragisch sein konnten. Eine Revision des Missale, wie es sie oft gegeben hatte und die diesmal einschneidender sein durfte als bisher, vor allem wegen der Einführung der Muttersprache, war sinnvoll und mit Recht vom Konzil angeordnet.
Aber nun geschah mehr: Man brach das alte Gebäude ab und baute ein anderes, freilich weitgehend aus dem Material des Bisherigen und auch unter Verwendung der alten Baupläne. Es gibt gar keinen Zweifel, daß dieses neue Missale in vielem eine wirkliche Verbesserung und Bereicherung brachte, aber daß man es als Neubau gegen die gewachsene Geschichte stellte, diese verbot und damit Liturgie nicht mehr als lebendiges Wachsen, sondern als Produkt von gelehrter Arbeit und von juristischer Kompetenz erscheinen ließ, das hat uns außerordentlich geschadet. Denn nun mußte der Eindruck entstehen, Liturgie werde „gemacht“, sie sei nichts Vorgegebenes, sondern etwas in unseren Entscheiden Liegendes.“ (Aus meinem Leben, S. 172 – 174) [mehr…]
Mittwoch, 20. Februar 2008 17:33
Bernado: k.sachs schrieb:
„womit meine Frage beantwortet wäre und ich nun weiß, woher der Wind bei IHnen weht.“
Mit Ihnen zu diskutieren ist ja noch schwieriger, als einen Pudding an die Wand zu nageln – immer, wenn man Sie an der einen Stelle getroffen hat, glitschen Sie woanders hin. Igitt.
Wenige Tage, nachdem der neugewählte DBK-Vorsitzende Erzbischof Zollitsch den Zölibat im Widerspruch zu dem vielfach bekräftigten „Dekret über Dienst und Leben der Priester“ Artikel 16 des 2. Vatikanums als „Denkverbot“ ins Gespräch gebracht und sich offen gegen den Kirchenbegriff von „Dominus Jesus“ gewandt hat, kann ich Ihre Entrüstung nur als geheuchelt empfinden. Sie – oder auch der Erzbischof – mögen ja den Zölibat als überwindenswert und die Gemeinschaften der Reformation als Kirchen ansprechen, wir haben Glaubens- und Redefreiheit. Aber versuchen Sie bitte nicht, den darin liegenden Widerspruch zu dem, was die hl. Kirche uns immer wieder erklärt hat, wegzulügen. Römisch-katholisch ist das nicht. [mehr…]
Mit Ihnen zu diskutieren ist ja noch schwieriger, als einen Pudding an die Wand zu nageln – immer, wenn man Sie an der einen Stelle getroffen hat, glitschen Sie woanders hin. Igitt.
Wenige Tage, nachdem der neugewählte DBK-Vorsitzende Erzbischof Zollitsch den Zölibat im Widerspruch zu dem vielfach bekräftigten „Dekret über Dienst und Leben der Priester“ Artikel 16 des 2. Vatikanums als „Denkverbot“ ins Gespräch gebracht und sich offen gegen den Kirchenbegriff von „Dominus Jesus“ gewandt hat, kann ich Ihre Entrüstung nur als geheuchelt empfinden. Sie – oder auch der Erzbischof – mögen ja den Zölibat als überwindenswert und die Gemeinschaften der Reformation als Kirchen ansprechen, wir haben Glaubens- und Redefreiheit. Aber versuchen Sie bitte nicht, den darin liegenden Widerspruch zu dem, was die hl. Kirche uns immer wieder erklärt hat, wegzulügen. Römisch-katholisch ist das nicht. [mehr…]
Mittwoch, 20. Februar 2008 16:03
Bernado: k.sachs schrieb:
„Dieses Nebulöse „einige Leute hierzulande“ und das ebenso Nebulöse „Nationalkirche“ vs. „römisch-katholisch“.
Wollen Sie damit behaupten, daß die DBK in ihren Ausführungsbestimmungen/„Leitlinien“ sich nicht an
das motu proprio hält?“
Die bei der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei zur Veröffentlichung anstehenden authentischen Ausführungsbestimmungen werden diese Frage mit größerer Autorität beantworten, als ich das könnte.
Im Übrigen wären diese „Leitlinien“ nicht der erste und nicht der letzte Fall, in dem die DBK sich offen oder versteckt klaren römischen Rechtsvorgaben, disziplinären Entscheidungen und theologischen Erklärungen widersetzt.
Wofür sie ja denn auch in diesem höchst durchwachsenen Diskussionformum begeisterte Zustimmung von Seiten der hier reichlich vertretenen Nationalkirchler findet. [mehr…]
Die bei der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei zur Veröffentlichung anstehenden authentischen Ausführungsbestimmungen werden diese Frage mit größerer Autorität beantworten, als ich das könnte.
Im Übrigen wären diese „Leitlinien“ nicht der erste und nicht der letzte Fall, in dem die DBK sich offen oder versteckt klaren römischen Rechtsvorgaben, disziplinären Entscheidungen und theologischen Erklärungen widersetzt.
Wofür sie ja denn auch in diesem höchst durchwachsenen Diskussionformum begeisterte Zustimmung von Seiten der hier reichlich vertretenen Nationalkirchler findet. [mehr…]
Mittwoch, 20. Februar 2008 15:38
Bernado: k.sachs schrieb:
„Abschließend, liebe Mitbrüder, liegt mir daran zu betonen, daß diese neuen Bestimmungen in keiner
Weise Eure Autorität und Verantwortlichkeit schmälern, weder hinsichtlich der Liturgie noch was die
Seelsorge an Euren Gläubigen anbelangt. In der Tat steht jedem Bischof das Recht zu, in der eigenen Diözese
die Liturgie zu ordnen (vgl. Sacrosanctum Concilium, …).“ Noch Fragen Kienzle?“
Ich bin zwar nicht Kienzle, aber eine Frage hätte ich denn doch: Wieso zitieren sie unvollständig und verschweigen den danach kommenden Satz: „Nichts wird folglich der Autorität des Bischofs weggenommen, dessen Aufgabe in jedem Fall jene bleibt, darüber zu wachen, daß alles friedlich und sachlich geschieht. Sollten Probleme auftreten, die der Pfarrer nicht zu lösen imstande ist, kann der Ordinarius immer eingreifen, jedoch in völliger Übereinstimmung mit den im Motu Proprio festgelegten neuen Bestimmungen.“
Der Papst setzt den Rahmen, an den die Bischöfe gebunden sind – und diesen Rahmen hat er mit dem MP verändert. Dabei hat er – oh welch feine Ironie – den Bischöfen in der Tat nichts von Ihrer Autorität weggenommen – denn der Verhinderungskurs gegen die formas extraordinaria war spätestens seit 1988 eine Überschreitung der ihnen zustehenden Vollmachten.
Einige Leute hierzulande werden sich entscheiden müssen, ob sie Nationalkirche werden oder römisch-katholisch bleiben wollen. [mehr…]
Ich bin zwar nicht Kienzle, aber eine Frage hätte ich denn doch: Wieso zitieren sie unvollständig und verschweigen den danach kommenden Satz: „Nichts wird folglich der Autorität des Bischofs weggenommen, dessen Aufgabe in jedem Fall jene bleibt, darüber zu wachen, daß alles friedlich und sachlich geschieht. Sollten Probleme auftreten, die der Pfarrer nicht zu lösen imstande ist, kann der Ordinarius immer eingreifen, jedoch in völliger Übereinstimmung mit den im Motu Proprio festgelegten neuen Bestimmungen.“
Der Papst setzt den Rahmen, an den die Bischöfe gebunden sind – und diesen Rahmen hat er mit dem MP verändert. Dabei hat er – oh welch feine Ironie – den Bischöfen in der Tat nichts von Ihrer Autorität weggenommen – denn der Verhinderungskurs gegen die formas extraordinaria war spätestens seit 1988 eine Überschreitung der ihnen zustehenden Vollmachten.
Einige Leute hierzulande werden sich entscheiden müssen, ob sie Nationalkirche werden oder römisch-katholisch bleiben wollen. [mehr…]
Mittwoch, 20. Februar 2008 15:18
Bernado: „Libertas Ecclesiae“ schrieb
„Sehr interessant zu beobachten, wie sich die Traditionskritiker auf einmal auf vermeintliches „liturgisches
Recht“ berufen wollen, um die legitime Anwendung der Bestimmungen des Motu Proprio zu untergraben.“
Ja, aus früheren Vorkämpfern der Liberalität sind Möchtegern-Diktatoren geworden, die nur noch mit angeblichen Vollmachten der Hierarchie argumentieren. Freilich umsonst, denn wo das Motu Proprio selbst vielleicht noch unklar sein sollte (sehe ich eigentlich nicht), schafft der Begleitbrief an die Bischöfe Klarheit: „diese Normen beabsichtigen, gerade auch die Bischöfe davon zu entlasten, immer wieder neu abwägen zu müssen, wie auf die verschiedenen Situationen zu antworten sei.“
Der Papst hat die Entscheidung an sich gezogen und die Praxis in die Händer der Priester gelegt – die Päpstliche KOmmission Ecclesia Dei wird das demnächst noch einmal in aller wünschenswerten Deutlichkeit bekräftigen.
Der Einsatz von Messdienerinnen beruht auf einer Ausnahmegenehmigung (Indult), die dem Papst 1994 von vielen Bischöfen Deutschlands und Frankreichs zur Heilung bereits lange vorher geübter Rechtsbrüche abgetrotzt wurde. Gleichzeitig bekräftigte die Gottesdienstkongregation jedoch ihren Aufruf, den Einsatz von Messienerinnen nach Möglichkeit zu vermeiden. Das kanonische Recht gestattet es nach wie vor jedem Priester, vom Einsatz weiblicher Messdiener abzusehen – auch in Diözesen, deren Bischöfe von der Ausnahmegenehmigung Gebrauch machen. [mehr…]
Ja, aus früheren Vorkämpfern der Liberalität sind Möchtegern-Diktatoren geworden, die nur noch mit angeblichen Vollmachten der Hierarchie argumentieren. Freilich umsonst, denn wo das Motu Proprio selbst vielleicht noch unklar sein sollte (sehe ich eigentlich nicht), schafft der Begleitbrief an die Bischöfe Klarheit: „diese Normen beabsichtigen, gerade auch die Bischöfe davon zu entlasten, immer wieder neu abwägen zu müssen, wie auf die verschiedenen Situationen zu antworten sei.“
Der Papst hat die Entscheidung an sich gezogen und die Praxis in die Händer der Priester gelegt – die Päpstliche KOmmission Ecclesia Dei wird das demnächst noch einmal in aller wünschenswerten Deutlichkeit bekräftigen.
Der Einsatz von Messdienerinnen beruht auf einer Ausnahmegenehmigung (Indult), die dem Papst 1994 von vielen Bischöfen Deutschlands und Frankreichs zur Heilung bereits lange vorher geübter Rechtsbrüche abgetrotzt wurde. Gleichzeitig bekräftigte die Gottesdienstkongregation jedoch ihren Aufruf, den Einsatz von Messienerinnen nach Möglichkeit zu vermeiden. Das kanonische Recht gestattet es nach wie vor jedem Priester, vom Einsatz weiblicher Messdiener abzusehen – auch in Diözesen, deren Bischöfe von der Ausnahmegenehmigung Gebrauch machen. [mehr…]
Freitag, 15. Februar 2008 11:28
Bernado: andreas schrieb
…die gleichen, die … alles relativieren und damit gegen eindeutige Gesetze der Kirche verstoßen und
auch die kirchliche Lehre bewußt oder unbewußt übergehen, kennen in Punkten Missa Tridentina alle Punkte
des MP auswendig und können direkt gleich der ehemaligen Inquisition alle bürokratisch notwendigen Schritte
aufzählen.
Noch nicht einmal das. Das MP spricht bei den Gruppen von „continenter exisitit“ – das ist zu übersetzen etwa mit „beständig besteht“, d.h. daß wirklich jeden Sonntag eine gewisse Mindestzahl (es müssen nicht immer die gleichen sein) anwesend ist.
Daß die Gruppen schon vorher bestanden haben müßten ist eine der Erfindungen der wenig wahrheitsliebenden DBK-Bürokratie.
Was das Argument des Priestermangels betrifft: Es wäre glaubhafter, wenn sich nicht die meisten Diözesen strikt weigern würden, Priester der in voller Einheit mit dem Papst stehenden Ecclesia-Dei-Gemeinschaften als Aushilfen für die Feier der forma extraordinaria zuzulassen.
Aber die Diözesen tun es nicht, weil sie es nicht wollen, und sie wollen es nicht, weil ihnen die Gemeinschaft mit dem Papst nicht nur wenig wert ist, sondern zunehmend lästig wird. Nicht nur beim Motu Proprio, auch beim Zölibat, bei der „Schwangerschaftsberatung“, bei der Zulassung zu den Sakramenten, bei der „Frauenordination“, bei der Praxis des Bußsakraments.
Luther hat seinerzeit die Zahl der Sakramente auf 2 reduziert – mehr scheinen auch die meisten heutigen deutschen Bischöfe nicht mehr für wichtig zu halten. [mehr…]
Noch nicht einmal das. Das MP spricht bei den Gruppen von „continenter exisitit“ – das ist zu übersetzen etwa mit „beständig besteht“, d.h. daß wirklich jeden Sonntag eine gewisse Mindestzahl (es müssen nicht immer die gleichen sein) anwesend ist.
Daß die Gruppen schon vorher bestanden haben müßten ist eine der Erfindungen der wenig wahrheitsliebenden DBK-Bürokratie.
Was das Argument des Priestermangels betrifft: Es wäre glaubhafter, wenn sich nicht die meisten Diözesen strikt weigern würden, Priester der in voller Einheit mit dem Papst stehenden Ecclesia-Dei-Gemeinschaften als Aushilfen für die Feier der forma extraordinaria zuzulassen.
Aber die Diözesen tun es nicht, weil sie es nicht wollen, und sie wollen es nicht, weil ihnen die Gemeinschaft mit dem Papst nicht nur wenig wert ist, sondern zunehmend lästig wird. Nicht nur beim Motu Proprio, auch beim Zölibat, bei der „Schwangerschaftsberatung“, bei der Zulassung zu den Sakramenten, bei der „Frauenordination“, bei der Praxis des Bußsakraments.
Luther hat seinerzeit die Zahl der Sakramente auf 2 reduziert – mehr scheinen auch die meisten heutigen deutschen Bischöfe nicht mehr für wichtig zu halten. [mehr…]
Montag, 21. Januar 2008 00:45
Bernado: @unteroktav
Sie schrieben:“Wie gesagt: wo kaum Auswirkungen vorhanden sind, kann man auch nichts erzählen.“
Es gibt durchaus Erfreuliches aus Eichstätt zu erzählen: Vor Weihnachten hat Bischof Hanke ein Rektorat für die Gläubigen des alten Ritus unter Leitung von Dr. Alexander Pytlik eingerichtet, das faktisch eine Art Personalpfarrei darstellt. Mehr dazu auf http://…ww.summorum-pontificum.de/ unter Datum vom 22.12.07 [mehr…]
Es gibt durchaus Erfreuliches aus Eichstätt zu erzählen: Vor Weihnachten hat Bischof Hanke ein Rektorat für die Gläubigen des alten Ritus unter Leitung von Dr. Alexander Pytlik eingerichtet, das faktisch eine Art Personalpfarrei darstellt. Mehr dazu auf http://…ww.summorum-pontificum.de/ unter Datum vom 22.12.07 [mehr…]
Freitag, 7. Dezember 2007 10:13
Bernado: Wohlmeinender Rassismus
Zum Trommeln in der Messe eine Auskunft von Jaqueline Nujuki, gefunden auf Summorum Pontificum (33). Die Kenianerin, Angestellte einer Luftverkehrsgesellschaft, pendelt zwischen Hannover und Berlin hin und her. Sie hat die tridentinische Messe durch Bekannte kennengelernt und sagt: „Es ist ein Vorurteil, dass wir Afrikaner unsere Spiritualität nur beim Trommeln und Tanzen erfahren. Wann immer ich die Gelegenheit habe, besuche ich in Berlin täglich die tridentinische Messe im Institut St. Philipp Neri.“ [mehr…]
Montag, 19. November 2007 01:05
Bernado: „feste Gruppen“
Es ist im Text des MP nirgendwo gesagt, wie fest oder groß solche Gruppen sein sollen und daß ihre Angehörigen
nur aus einer Pfarrei kommen müssten. Das Gesetz zielt lediglich darauf ab, daß keine regelmäßigen
Messen angeboten werden müssen, wenn keine Gruppen für einen einigermaßen regelmäßigen Besuch da
sind. Hat was.
Eine kompetente Auskunft eines Kirchenrechtlers dazu findet sich hier auf Summorum Pontificum
Im Übrigen ist Ecclesia Dei dabei, dem Unfug der unterschiedlichen „Ausführungsbestimmungen“ durch mehr oder weniger selbstherrliche Ordinariate ein Ende zu setzen, indem sie selbst die Fragen, die bisher anlaß zu Mißverständnissen oder bewußten Verdrehungen waren, zentral und mit Autorität klären.
Bestandteil des Klärungsvorganges wird übrigens auch sein, daß Schulung im usus antiquior des römischen Ritus Bestandteil der regulären Seminarausbildung zu sein hat. Man wird freilich abwarten müssen, ob diese Vorgabe dann nicht ebenso mißachtet wird wie die klare Vorschrift des kanonischen Rechtes (Can 249), allen Priestern ausreichende Lateinkenntnisse zu vermitteln.
Die „Hermeneutiker des Bruches“ lieben nun mal Brüche aller Art und schrecken auch vor Gesetzesbruch nicht zurück. [mehr…]
Eine kompetente Auskunft eines Kirchenrechtlers dazu findet sich hier auf Summorum Pontificum
Im Übrigen ist Ecclesia Dei dabei, dem Unfug der unterschiedlichen „Ausführungsbestimmungen“ durch mehr oder weniger selbstherrliche Ordinariate ein Ende zu setzen, indem sie selbst die Fragen, die bisher anlaß zu Mißverständnissen oder bewußten Verdrehungen waren, zentral und mit Autorität klären.
Bestandteil des Klärungsvorganges wird übrigens auch sein, daß Schulung im usus antiquior des römischen Ritus Bestandteil der regulären Seminarausbildung zu sein hat. Man wird freilich abwarten müssen, ob diese Vorgabe dann nicht ebenso mißachtet wird wie die klare Vorschrift des kanonischen Rechtes (Can 249), allen Priestern ausreichende Lateinkenntnisse zu vermitteln.
Die „Hermeneutiker des Bruches“ lieben nun mal Brüche aller Art und schrecken auch vor Gesetzesbruch nicht zurück. [mehr…]
Sonntag, 18. November 2007 22:29
Bernado: In welcher Zeitung stand denn etwas von dieser Forderung?
Z.B. Frankfurter Presse vom 17. 11. [mehr…]
Mittwoch, 3. Oktober 2007 22:40
Bernado: sacerdos helveticus fragte sich:
„Warum die Bischöfe den Begriff „Leitlinien“ gewählt haben, weiss ich nicht“
Ausführungsbestimmungen sind ein rechtlich eindeutig bestimmter Begriff – Leitlinien haben eher unverbindlichen Charakter. Gero P. Weishaupt geht hier näher auf den Unterschied zwischen beiden Termini ein. [mehr…]
Ausführungsbestimmungen sind ein rechtlich eindeutig bestimmter Begriff – Leitlinien haben eher unverbindlichen Charakter. Gero P. Weishaupt geht hier näher auf den Unterschied zwischen beiden Termini ein. [mehr…]
Montag, 17. September 2007 14:02
Bernado: Interview Erzbischof Ranjith
Der stellvertretende Vorsitzende der Gottesdienstkommission, Erzbischof, Ranjith, hat jetzt in einem Interviewdie Bischöfe ausdrücklich zum Gehorsam gegenüber dem Papst aufgefordert. [mehr…]
Samstag, 15. September 2007 13:53
Bernado: Quellenangabe
Den ganzen Text des Interviews mit SEm. Kardinal Hoyos in deutscher Übersetzung findet man auf Summorum-Pontificum.de [mehr…]
Dienstag, 4. September 2007 12:34
Bernado: Moses-Altar abgerissen
In der Cathedral of St. John the Evangelist, Milwaukee, Wisconsin, gab es seit den 50er Jahren des letzten
Jh. einen Moses-Altar, der im Zug des dort offenbar verspätet stattfindenden nachkonziliaren Bildersturmes
2002 abgerissen wurde. Ein Photo davon gibt es hier.
Auch Melchisedech und Aaron wurde gelegentlich die Ehre der Altäre zu teil. Bei den anderen Großen des AT ist die Westkirche in der Tat eher zurückhaltender gewesen – teils wegen Reserven gegenüber ihrer Lebensführung (David, Salomo), teils deshalb, weil sie uns das ganze Elend ja schließlich eingebracht (Adam, Eva)
haben. [mehr…]
Auch Melchisedech und Aaron wurde gelegentlich die Ehre der Altäre zu teil. Bei den anderen Großen des AT ist die Westkirche in der Tat eher zurückhaltender gewesen – teils wegen Reserven gegenüber ihrer Lebensführung (David, Salomo), teils deshalb, weil sie uns das ganze Elend ja schließlich eingebracht (Adam, Eva)
Dienstag, 4. September 2007 09:59
Bernado: antimodernist schrieb
2. Die historische Existenz des alttestamentlichen Mose ist in der Fachwissenschaft ähnlich umstritten
wie von Abraham, Isaak und Jakob. Daß Moses von der Konzilssekte als „Heiliger“ verehrt wird, entspricht
ihrem judaisierenden Grundzug. Im („alten“) katholischen Liturgiekalender findet sich solch ein abstruses
Fest nicht!
Pech gehabt. Ausgerechnet unter dem Datum von heute, 4. Sept., schreibt das alte Martyrologium „In monte Nebo, terrae Moab, sancti Moysis, legislatoris et Prophetae.“
Seit ältester Zeit gilt Moses, der zusammen mit Elias die Verklärung Christi begleitete (Mattheus 17:1-9, Markus 9:1-8, Lukas 9:28-36), als Heiliger und „Typus Christi“ im Alten Testament.
Es ist eine der größten Dummheiten von Modernisten und Pseudotradis, die hohe Verehrung der Kirche seit ihren Anfängen für die Heiligen des alten Bundes zu unterschätzen und zu glauben, das sei eine Neuerfindung des 2. Vatikanums. [mehr…]
Pech gehabt. Ausgerechnet unter dem Datum von heute, 4. Sept., schreibt das alte Martyrologium „In monte Nebo, terrae Moab, sancti Moysis, legislatoris et Prophetae.“
Seit ältester Zeit gilt Moses, der zusammen mit Elias die Verklärung Christi begleitete (Mattheus 17:1-9, Markus 9:1-8, Lukas 9:28-36), als Heiliger und „Typus Christi“ im Alten Testament.
Es ist eine der größten Dummheiten von Modernisten und Pseudotradis, die hohe Verehrung der Kirche seit ihren Anfängen für die Heiligen des alten Bundes zu unterschätzen und zu glauben, das sei eine Neuerfindung des 2. Vatikanums. [mehr…]
Samstag, 1. September 2007 15:56
Bernado: B.S. schrieb
„Dass Theologen die lat. Sprache beherrschen sollen, hat das Zweite Vatikanische Konzil höchstpersönlich
gefordert, in „Optatam totius“, nr. 13: „Sie (die Alumnen) sollen zudem so viel Latein lernen, daß sie
die zahlreichen wissenschaftlichen Quellen und die kirchlichen Dokumente verstehen und benützen können“.“.
Diese Forderung ist durch Can. 249 in geltendes Recht übertragen worden: „In der Ordnung für die Priesterausbildung ist vorzusehen, daß die Alumnen nicht nur in ihrer Muttersprache sorgfältig unterwiesen werden, sondern daß sie sich auch auf die lateinische Sprache gut verstehen und eine ausreichende Kenntnis fremder Sprachen besitzen, deren Kenntnis für ihre Bildung oder für die Ausübung ihres seelsorglichen Dienstes notwendig oder nützlich erscheint.“
Wo heute Bischöfe oder Ordinariatsfunktionäre die fehlende Kenntnis der lateinischen Sprache als Grund heranziehen, die Feier des „usus antiquior“ zu behindern, klagen sie sich selbst des fortdauernden Verstoßes gegen das Kirchenrecht an. [mehr…]
Diese Forderung ist durch Can. 249 in geltendes Recht übertragen worden: „In der Ordnung für die Priesterausbildung ist vorzusehen, daß die Alumnen nicht nur in ihrer Muttersprache sorgfältig unterwiesen werden, sondern daß sie sich auch auf die lateinische Sprache gut verstehen und eine ausreichende Kenntnis fremder Sprachen besitzen, deren Kenntnis für ihre Bildung oder für die Ausübung ihres seelsorglichen Dienstes notwendig oder nützlich erscheint.“
Wo heute Bischöfe oder Ordinariatsfunktionäre die fehlende Kenntnis der lateinischen Sprache als Grund heranziehen, die Feier des „usus antiquior“ zu behindern, klagen sie sich selbst des fortdauernden Verstoßes gegen das Kirchenrecht an. [mehr…]
Dienstag, 7. August 2007 10:02
Bernado: Der Originaltext
der Ausführungsbestimmungen von Bischof Mixa samt kritischen Kommentaren findet sich auf „Summorum Pontificum“. [mehr…]
Sonntag, 22. Juli 2007 00:41
Bernado: möchtegern-katholie schrieb:
„ohne Taufe kein Heil“
Das möchte ich etwas modifizieren: Ohne Christus kein Heil. Wer Christus nicht kennt und von Taufe nie etwas gehört hat, kann doch gerettet werden – durch die Verdienste des Erlösers, und wenn er (was ohne Christus zu kennen schwer genug ist) aus der natürlichen Überlieferung, dem Naturrecht und anderenm gottgefällige sittliche Maßstäbe abgeleitet hat und auch danach lebt.
Das war schon vor dem Konzil Lehre der Kirche, und das Konzil hat das, da uns heute die Heiden näher gerückt sind, entfaltet – nicht ohne die Gefahr von Mißverständnissen einzugehen.
Das Problem der Juden ist, daß sie sich gegen Christus, der zuerst zu ihnen gesandt wurde, und der ihnen im Wort Gottes auf besondere Weise verkündet ist, verschlossen und verschließen. Was das bedeutet, ist hier in der Begrenzung des Platzes nicht abzuhandeln. Das ist aber auch nicht nötig – im KKK Nr. 674 steht doch das nötigste in relativ kurzen Worten.
Wenn Katholiken dem widersprechen, dann haben sie ein Problem – und manchmal eben ein kardinales Problem. [mehr…]
Das möchte ich etwas modifizieren: Ohne Christus kein Heil. Wer Christus nicht kennt und von Taufe nie etwas gehört hat, kann doch gerettet werden – durch die Verdienste des Erlösers, und wenn er (was ohne Christus zu kennen schwer genug ist) aus der natürlichen Überlieferung, dem Naturrecht und anderenm gottgefällige sittliche Maßstäbe abgeleitet hat und auch danach lebt.
Das war schon vor dem Konzil Lehre der Kirche, und das Konzil hat das, da uns heute die Heiden näher gerückt sind, entfaltet – nicht ohne die Gefahr von Mißverständnissen einzugehen.
Das Problem der Juden ist, daß sie sich gegen Christus, der zuerst zu ihnen gesandt wurde, und der ihnen im Wort Gottes auf besondere Weise verkündet ist, verschlossen und verschließen. Was das bedeutet, ist hier in der Begrenzung des Platzes nicht abzuhandeln. Das ist aber auch nicht nötig – im KKK Nr. 674 steht doch das nötigste in relativ kurzen Worten.
Wenn Katholiken dem widersprechen, dann haben sie ein Problem – und manchmal eben ein kardinales Problem. [mehr…]
Samstag, 21. Juli 2007 21:44
Bernado: Frank schrieb:
„Jesus hat einen Bund zwischen Gott und den Völkern geschlossen, ohne den Bund Gottes mit dem Volk Israel
aufzuheben. Daher ist die Mission der Juden überflüssig, denn sie haben ihren eigenen Weg zu dem einen
Gott der Christen und Juden. Folgerichtig heißt es im Katechismus, daß der Alte Bund nie widerrufen
worden ist (Nr. 121). Die US-Bischöfe sagen zum Beispiel in ihrem Dokument „Reflections on Covenant and
Missions“ zu diesem Thema klipp und klar:“
Hier geht aber wirklich alles durcheinander – fast so wie in wesentlichen Teilen des „theologischen Diskurses“ der letzten 40 Jahre.
Der zitierte Satz des Katechismus folgt natürlich nicht aus der Behauptung, die Judenmission sei überflüssig. Und aus dem Satz, der alte Bund sei nie aufgekündigt worden, folgt nur, daß es eine besondere Beziehung zwischen Gott und dem einst auserwählten Volk gibt. Nicht aber daß diese Beziehung eine Erlösung quasi an Christus vorbei vorsehe.
Weil die Menschen und eben auch die Juden der Erlösung bedürftig sind, hat Gott seinen eingeborenen Sohn zur Erde gesandt – er und er allein ist für alle der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer ihn nicht kennt, das lehrt die Kirche schon immer und das hat das 2. Vat. Konzil weiter entwickelt, kann dennoch durch die Früchte seines Opfers gerettet werden.
Wer ihn aber kennt und verwirft, lädt eine schwere Verantwortung auf sich.
Alles andere steht nicht im Katechismus und ist pc-Gerede – auch wenn es von Kardinälen kommt. [mehr…]
Hier geht aber wirklich alles durcheinander – fast so wie in wesentlichen Teilen des „theologischen Diskurses“ der letzten 40 Jahre.
Der zitierte Satz des Katechismus folgt natürlich nicht aus der Behauptung, die Judenmission sei überflüssig. Und aus dem Satz, der alte Bund sei nie aufgekündigt worden, folgt nur, daß es eine besondere Beziehung zwischen Gott und dem einst auserwählten Volk gibt. Nicht aber daß diese Beziehung eine Erlösung quasi an Christus vorbei vorsehe.
Weil die Menschen und eben auch die Juden der Erlösung bedürftig sind, hat Gott seinen eingeborenen Sohn zur Erde gesandt – er und er allein ist für alle der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wer ihn nicht kennt, das lehrt die Kirche schon immer und das hat das 2. Vat. Konzil weiter entwickelt, kann dennoch durch die Früchte seines Opfers gerettet werden.
Wer ihn aber kennt und verwirft, lädt eine schwere Verantwortung auf sich.
Alles andere steht nicht im Katechismus und ist pc-Gerede – auch wenn es von Kardinälen kommt. [mehr…]
Samstag, 21. Juli 2007 19:40
Bernado: sozialkatholisch schrieb:
„Es wird der jeweilige Kalender benutzt. Offenbar aber sollen dem Ritus nach der außerordentlichen Form
die neuen Heiligenfeste nicht vorenthalten werden. Ich könnte mir daher einen Annex vorstellen, der neue
Feste enthält (Una Voce hat so etwas mW schon mal beispielhaft herausgegeben).“.
Wobei diese Maßnahme damals heftig kritisiert wurde – solange der „alte Ritus“ eingefroren war, erschien jede eigenmächtige Veränderung riskant.
Auch sonst ist die Erweiterung des Heiligenkalenders eine schwierige Angelegenheit – der alte Kalender litt immer (und dem neuen wird es auf Dauer kaum anders ergehen) unter der Gefahr einer „Inflationierung“ von Heiligen und Sonderfesten. Das führte zu kaum bewältigbaren Kumulierungen und einem bedauerlichen Schwund von Ferialtagen – und das provozierte dann wieder periodische Bereinigungen, die oft viel Leid, Ärger oder zumindest Kopfschütteln verursachten.
Man denke nur an die Abschaffung des Festes der Beschneidung des Herrn (1. Januar) im neuen Kalender – und das, wo die Kirche der Nachkonzilszeit sonst soviel Wert auf ihre jüdischen Wurzeln und das Judentum Jesus legt.
Das Motu Proprio legt daher die Weiterentwicklung des Kalenders für den usus antiquior in die Hände der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, die die Sache hoffentlich im üblichen und bewährten römischen Arbeitstempo angehen wird. [mehr…]
Wobei diese Maßnahme damals heftig kritisiert wurde – solange der „alte Ritus“ eingefroren war, erschien jede eigenmächtige Veränderung riskant.
Auch sonst ist die Erweiterung des Heiligenkalenders eine schwierige Angelegenheit – der alte Kalender litt immer (und dem neuen wird es auf Dauer kaum anders ergehen) unter der Gefahr einer „Inflationierung“ von Heiligen und Sonderfesten. Das führte zu kaum bewältigbaren Kumulierungen und einem bedauerlichen Schwund von Ferialtagen – und das provozierte dann wieder periodische Bereinigungen, die oft viel Leid, Ärger oder zumindest Kopfschütteln verursachten.
Man denke nur an die Abschaffung des Festes der Beschneidung des Herrn (1. Januar) im neuen Kalender – und das, wo die Kirche der Nachkonzilszeit sonst soviel Wert auf ihre jüdischen Wurzeln und das Judentum Jesus legt.
Das Motu Proprio legt daher die Weiterentwicklung des Kalenders für den usus antiquior in die Hände der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, die die Sache hoffentlich im üblichen und bewährten römischen Arbeitstempo angehen wird. [mehr…]
Freitag, 20. Juli 2007 10:30
Bernado: Logos schrieb:
„Der falsch als Enzyklika bezeichnete Text Pauls VI. ist das motu proprio MINISTERIA QUAEDAM,“
Richtig. Dieses Motu Proprio aus dem Jahr 1972 ist hier nachzulesen. Es bestimmt die „Dienste“ des Lectors und des Acolythen als „Nachfolger“ der niederen Weihen und dekretiert, daß es für diese Ämter keine „Weihe“ gibt, sondern eine bischöfliche „Institutio“.
Und weil diese Dienste ausdrücklich Männern vorbehalten waren, setzt man sie in vielen Ländern auch nicht ein, sondern macht Gebrauch von der Regelung des CIC 230, die allerdings nur „Ersatz-Lektorinnen“ ermöglicht. „Ersatz-Acolythinnen“ sind dort nicht vorgesehen und kann es folglich auch nicht geben. Messdienerinnen wurden einigen Nationalkirchen auf Grund deren Drängens als Indult zugestanden, es wurde aber ausdrücklich festgelegt, daß kein Priester Verpflichtet ist, in den von ihm gefeierten Messen Messdienerinnen einzusetzen.
Wie so viele römische Regelungen wurde auch diese in Deutschland durch Gruppendruck (vulgo: Mobbing) weitgehend ausgehebelt.
Festzuhalten ist, daß es auch nach „Außergebrauchsetzung“ der „niederen Weihen“ in der neueren Form des römischen Ritus „iuxta venerabilem traditionem Ecclesiae“ spezielle vom Bischof übertragene Dienstämter gibt, die nur von Männern wahrgenommen werden können. So liegt es auf der Hand, daß diejenigen, die von dieser Tradition nichts halten, alles daran gesetzt haben, einen Ersatz für diese Ämter zu installieren, der sich von der Tradition abwendet. [mehr…]
Richtig. Dieses Motu Proprio aus dem Jahr 1972 ist hier nachzulesen. Es bestimmt die „Dienste“ des Lectors und des Acolythen als „Nachfolger“ der niederen Weihen und dekretiert, daß es für diese Ämter keine „Weihe“ gibt, sondern eine bischöfliche „Institutio“.
Und weil diese Dienste ausdrücklich Männern vorbehalten waren, setzt man sie in vielen Ländern auch nicht ein, sondern macht Gebrauch von der Regelung des CIC 230, die allerdings nur „Ersatz-Lektorinnen“ ermöglicht. „Ersatz-Acolythinnen“ sind dort nicht vorgesehen und kann es folglich auch nicht geben. Messdienerinnen wurden einigen Nationalkirchen auf Grund deren Drängens als Indult zugestanden, es wurde aber ausdrücklich festgelegt, daß kein Priester Verpflichtet ist, in den von ihm gefeierten Messen Messdienerinnen einzusetzen.
Wie so viele römische Regelungen wurde auch diese in Deutschland durch Gruppendruck (vulgo: Mobbing) weitgehend ausgehebelt.
Festzuhalten ist, daß es auch nach „Außergebrauchsetzung“ der „niederen Weihen“ in der neueren Form des römischen Ritus „iuxta venerabilem traditionem Ecclesiae“ spezielle vom Bischof übertragene Dienstämter gibt, die nur von Männern wahrgenommen werden können. So liegt es auf der Hand, daß diejenigen, die von dieser Tradition nichts halten, alles daran gesetzt haben, einen Ersatz für diese Ämter zu installieren, der sich von der Tradition abwendet. [mehr…]
Mittwoch, 18. Juli 2007 12:44
Bernado: gilbert schrieb
„Dass ein Priester nur für sich selbst zelebriert, ist der totale Egoismus, ein unglaublicher Widersinn.
Darüber habe ich mich echauffiert. Eine solche Art der Zelebration ist für meine Begriffe Blasphemie.“
Aha. Und um diese Blasphemie zu fördern sieht die Institutio Generalis für die Eucharistie nach dem Messbuch Paul VI. ausdrücklich die Form der „III. MESSFEIER, BEI DER NUR EIN ALTARDIENER ASSISTIERT“ vor und bestimmt darüber hinaus:
„254. Nur aus einem gerechten und vernünftigen Grund darf eine Messe ohne Altardiener oder
wenigstens einen Gläubigen gefeiert werden. Es entfallen dann die Grußworte, die
Mitteilungen und der Segen am Schluss der Messe.“
Im Missale von Pius V:/Johannes XXIII. fehlt eine solche Erlaubnis – im älteren Gebrauch ist die Messfeier ohne Anwesenheit mindestens eines Gläubigen immer unerlaubt, wenn auch selbstverständlich gültig. [mehr…]
Aha. Und um diese Blasphemie zu fördern sieht die Institutio Generalis für die Eucharistie nach dem Messbuch Paul VI. ausdrücklich die Form der „III. MESSFEIER, BEI DER NUR EIN ALTARDIENER ASSISTIERT“ vor und bestimmt darüber hinaus:
„254. Nur aus einem gerechten und vernünftigen Grund darf eine Messe ohne Altardiener oder
wenigstens einen Gläubigen gefeiert werden. Es entfallen dann die Grußworte, die
Mitteilungen und der Segen am Schluss der Messe.“
Im Missale von Pius V:/Johannes XXIII. fehlt eine solche Erlaubnis – im älteren Gebrauch ist die Messfeier ohne Anwesenheit mindestens eines Gläubigen immer unerlaubt, wenn auch selbstverständlich gültig. [mehr…]
Bernado: semper reformandus schrieb:
„Wenn der Verfasser Recht hätte, wäre dieses Bemühen des Papstes vergeblich und der Novus Ordo unrettbar
verloren. Dann müsste man in der Konsequenz wohl ernsthaft über Sedisvakanz nachdenken.“
Diese Schlußfolgerung verstehe ich nicht so ganz. Natürlich hat der Verfasser nicht recht – wenn der Papst sagt „Es gibt keinen Bruch“, dann ist der NO so zu gestalten und zu erklären, daß es keinen Bruch gibt, und diejenigen, die dazu nicht beeit sind, stellen sich selbst außerhalb der Kirche. Früher oder später wird diese Trennung dann auch in der einen oder anderen Form protokolliert werden.
Im konkreten Fall tippe ich allerdings auf „später“, denn der Verfasser des Artikels, Johannes Röser, ist schließlich nicht irgendwer, sonder Chefredakteuer der im Herder Verlag erscheinenden Zeitschrift „Christ und Gegenwart“, die sich des Wohlwiollens vieler Bischöfe erfreut.
Der Papst selbst hat jetzt eindeutig Stellung bezogen, wer ihm folgt vermeidet den Bruch, für Sedisvakantismus besteht keinerlei Anlaß – höchstens dazu die Autorität jener Bischöfe zu bezweifeln, die dem Papst nicht folgen wollen. [mehr…]
Diese Schlußfolgerung verstehe ich nicht so ganz. Natürlich hat der Verfasser nicht recht – wenn der Papst sagt „Es gibt keinen Bruch“, dann ist der NO so zu gestalten und zu erklären, daß es keinen Bruch gibt, und diejenigen, die dazu nicht beeit sind, stellen sich selbst außerhalb der Kirche. Früher oder später wird diese Trennung dann auch in der einen oder anderen Form protokolliert werden.
Im konkreten Fall tippe ich allerdings auf „später“, denn der Verfasser des Artikels, Johannes Röser, ist schließlich nicht irgendwer, sonder Chefredakteuer der im Herder Verlag erscheinenden Zeitschrift „Christ und Gegenwart“, die sich des Wohlwiollens vieler Bischöfe erfreut.
Der Papst selbst hat jetzt eindeutig Stellung bezogen, wer ihm folgt vermeidet den Bruch, für Sedisvakantismus besteht keinerlei Anlaß – höchstens dazu die Autorität jener Bischöfe zu bezweifeln, die dem Papst nicht folgen wollen. [mehr…]
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