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Es ist eine Katastrophe, was mit Bischof Koch in der Schweiz angestellt wird. Doch da befindet er sich
wohl auf dem Wege der Nachfolge Christi. Man erinnere sich, nächste Woche feiern wir die Karwoche. Bischof
Koch wird zwar nicht gegeisselt und mit Dornen gekrönt, doch die Verhöhnung durch die Medien und die
vereinten Pharisäer sowie seine Einsamkeit gemahnen mich sehr daran.
@Giazinta „"„Wer nicht zur Kirche und zum Papst und seinen direkten Untergebenen stehen kann, soll die
Kirche wechseln und uns endlich in Ruhe lassen!“"“ Das sehe ich auch so, Giazinta, doch das Problem liegt
wohl in der Realität, dass keine andere Kirche die Röschenzer aufnehmen will. Jedenfalls ist von solchen
Bestrebungen nichts zu vernehmen.
Ein sonderbares Schauspiel der Macht wird uns da in der Schweiz mit ihrem Sonderstatus innerhalb der Römisch-Katholischen
Kirche vorgeführt. Da verbreitet ein Priester in einer ihm anvertrauten Pfarrgemeinde Glaubensgut, welches
in entscheidenden Punkten eindeutig der Römisch-Katholischen Lehre widerspricht. Der ihm übergeordnete
Bischof entzieht ihm nach erfolgloser Zurechtweisung die Missio canonica, wonach sich praktisch alle (?)
‘Gläubigen’ der Kirchgemeinde hinter den Pfarradministrator stellen und somit seine von der Römisch-Katholischen
Lehre abweichende Amtsauslegung unterstützen. Da wäre nun doch längst ein Machtwort von Rom aus zu
erwarten. Statt dessen lässt man Bischof Koch im Schilf stehen. Eigenartig ist auch das Verhalten des
Evangelisch-Reformierten Kirchenbundes der Schweiz, der keine Anstalten zu zeigen gedenkt, den abtrünnigen
Priester in seinem Bund mit offenen Armen zu empfangen. Wäre doch ein gefundenes Fressen, oder ? Oder
doch nicht ?
@Rudolfus Also der Katholik war ein waschechter Eidgenosse – aus der Gegend in der Nähe von Appenzell.
Ueber die Nationalität des Reformierten ist mir nichts bekannt. Vermutlich wird es ein Nordire gewesen
sein
Ein verwandter Missionar erzählte mir einst während seines Urlaubs eine köstliche (angeblich wahre)
Anekdote von seinem reformierten Kollegen in Afrika. Als die Katholiken eine neue, komfortablere Kirche
bauen wollten, ersuchten sie den evangelischen Missionar in Hinsicht auf das sehr angenehme Einvernehmen
um eine Spende. Meinte der, das wäre dann doch zuviel der Oekumene. Er könnte sich aber allenfalls zu
einem finanziellen Beitrag für den Abriss der alten Kapelle bereit erklären.
@Elendester Sünder Sorry, aber der Zwischenname „Adolf“ ist ein Schweizer Medienwitzchen Er heisst natürlich
Frank André Meyer – nach dem Mädchenname seiner Mutter Frau Meyer-André.
Richtig, Rudolfus ! Für den Geldbeutel des Staatsbürgers ist es eine „Erleichterung“. Doch der Schweizer
Souverän will eben nicht, dass man es ihm SCHWER macht) NOCH nicht !
Wo Frank A. Meyer (das „A“ steht für Adolf) Recht hat, haht er Recht. Das Vaticanum II fand tatsächlich
von 1962 – 1965 (eröffnet unter Johannes Paul II) statt. Und so hat er es wohl gemeint. Der Rest ist
eigentlich nicht der Diskussion wert. FAM (wie wir in hier liebevoll zu nennen pflegen) steht in der grössten
Sonntags-Zeitung der Schweiz mit gnädiger Erlaubnis des Ringier-Konzerns eine Kolumne zur Verfügung,
die zwei Drittel bis drei Viertel der Leser masslos aufregt, aber eigenartigerweise die Auflage dieses
Blattes auf erstaunlicher Höhe hält. Unter anderem spricht er dem Souverän in der Schweiz das demokratische
Recht ab, über Einbürgerungs- und Steuergesetze zu bestimmen, da nach seiner Ansicht solche Gesetze
übergeordneten EU-Bestimmungen, ja sogar nicht näher umschriebenen weltumspannenden „Bürgerrechtsgesetzen“
unterstehen sollten. Na ja, wir Eidgenossen könnten noch schlimmere Kerle ertragenJ Josef
Richtig, Rex Ornithorhynchum ! Tatsächlich habe ich keine Ahnung, woher Du die Gewissheit nimmst, dass
ich keine Ahnung hätte. Bist Du ein Auserwählter ? Und warum tut Dir das leid ?
Kein Begräbnis für Show-Selbstmörder ? Was für eine erbärmliche, dem christlichen Gedanken zuwiderlaufende
Berichterstattung über ein tragisches Ende eines Menschen ! Einen Menschen, der seit Jahren unter seinem
Gebrechen litt und sich dessen Ende herbeisehnte, als einen „Show-Selbstmörder“ zu bezeichnen und ihm
das Recht auf ein christliches Begräbnis abzusprechen, ist ja wohl aus der tiefsten bigotten Schublade
gezogen. Traurig, fast fühle ich mich ins Mittelalter zurückversetzt, aber Gott wird für sein letztes
Wort solche Pharisäer wohl nicht um Rat fragen.
@Gastus Sollte ich mich je mit ein paar Jugendlichen an einem Fussballfeld treffen, die mir weismachen
wollen, sie wären aufgrund meiner Aussage in SEINEM NAMEN hier, werde ich die Wahrheit sehr schnell an
„ihren Früchten“ erkennen. Falls sie Flaschen aufs Feld würfen oder ausrasteten, weil die eigene Mannschaft
am verlieren ist, wüsste ich sofort, dass sie nicht IN SEINEM Namen zusammen gekommen sind. Das wäre
aber dann deren Problem, nicht meines. Mit ihnen an einer Frittenbude zu stehen und darüber zu diskutieren,
warum die Mannschaft verloren oder gewonnen hat, bereitete mir keine Gewissenszweifel. Hat doch Jesus
nach der Bergpredigt selbst für genügend Nahrung gesorgt, oder nicht ? Wenn Sie natürlich nicht glauben,
dass das damals wirklich geschah oder dass ER nicht sagte, ER sei mitten unter uns, wenn wir in SEINEM
NAMEN zusammenkämen, dann leben Sie doch einfach nach Ihrem Glauben. Da haben Sie Ihr volles Recht dazu.
Ein wunderbarer Beitrag ! Dieser Ansicht bin ich eigentlich schon seit meines beginnenden Erwachsenseins.
Wenn ich die Evangelien so durchlas, fand ich wenige Stellen, da Jesus im Tempel lehrte. Er war eher in
privaten Gesellschaften und in der Natur auf Bergen und an Seen anzutreffen. So hat er auch gelehrt, dass
er mitten unter jenen sei, welche sich in seinem Namen träfen;wo auch immer. Die einziges Szene, in welcher
er ausnahmesweise seine Beherrschung verlor, fand dagegen ausgerechnet in einem Tempel statt. Demgegenüber
steht allerdings auch die Ueberlieferung, dass er seine Kirche auf Petrus baute, welcher wiederum – wohl
mit Paulus und den Nachfolgern zusammen – dann den zeremoniellen Gottesdienst ins Leben rief. Vielleicht
war dies für führungsabhängige Gläubige gedacht ? Das Ueberdauern der Papsttums bis in die heutige
Zeit kann einem also schon überzeugen, dass die Befolgungen der päpstlichen Kirchengesetze so oder so
nicht schlecht sein kann.
Seit „Scopes Monkey Trial“ 1925, verfilmt 1960 unter dem Titel „Wer den Wind sät“, sollte eigentlich
die Grenze zwischen Glaube und Wissen um die Entstehung der Menschheit erkannt und das Thema somit abgehakt
sein. Aber das hört wohl nie auf – und das scheint mir auch gut so
@DDL, über die 10 Gebote habe ich auch schon viel nachgedacht. Jedes fängt mit DU an. So sollte man
sie eigentlich auch verstehen: Auf sich persönlich bezogen, auf MICH. Hätte Gott gewollt, dass wir besorgt
sind, dass der Nächste die Gebote einhält, hätte er uns doch geboten: ER soll… ja ? Es fragt uns
keiner, ob es uns gefällt, ob wir das Leben lieben oder hassen. Wir werden ungefragt in diese Welt gestellt
und müssen sie auch ungefragt verlassen. Mascha Kaleko
Frau Doktor Uta Ranke-Heinemann als blöde Kuh oder als Suppenhuhn zu bezeichnen, geht nun doch wesentlich
an einer sachlichen Qualifikation vorbei, denn sie ist zweifellos eine hochintelligente Frau. Aber man
darf sich natürlich fragen, wieso eine Frau, die in verschiedensten Richtungen evangelisch-reformierter
Glaubensgemeinschaften ihre theologischen Ansichten erfolgreich hätte zum Tragen bringen können, zum
römisch-katholischen Glauben konvertierte. Da muss wohl ein gerütteltes Mass an Machthunger dabei gewesen
sein. Um aber einzusehen, dass sie ihr Lebensziel, die erste Päpstin zu werden, unmöglich erreichen
können wird, dafür war ihre Intelligenz aber auch ihr religiöses Verständnis dann doch zu niedrig.
Arme Frau !
@Blueberry: Warum müssen wir so ängstlich sein, uns die Rechtssprechungen des Iran, der Saudis und der
Sudanesen als Vorbild zu nehmen ? – Schade, kann man Mutter Teresa nicht mehr fragen, ob sie etwas dagegen
hätte, eine Muslimin mit Kopftuch als Lehrerin an irgendeiner Schule im Westen zu akzeptieren. Sie schiene
mir in christlicher Nächstenliebe kompetenter als ein evangelischer Theologieprofessor.
Zum Glück für uns Männer, Aphrodite, entscheiden sich nicht alle christlichen Frauen für diesen Schritt)
Aber es gibt christliche Frauen, die zum Islam konvertieren und dann freiwillig den Schleier nehmen, obwohl
das von ihrer Herkunft her nicht nötig wäre. Oder Musliminnen, die sich von der Kultur ihrer Heimat
trennen aber das Kopftuch als Zeichen für ihre ‘besondere’ Gesinnung der Schamhaftigkeit behalten möchten.
Und um diese Menschen geht es mir. Warum müssen wir so ängstlich sein, denen eine Verschleierung zu
verbieten ?
@Aldo Garigiet Man kann sehr wohl einen Apfel mit einer Birne vergleichen. Man MUSS das sogar tun, um
den Unterschied festzustellen. Man muss auch eine Beere mit einer Erdbeere vergleichen um festzustellen,
dass letztere gar keine Beere, sondern eine Nussfrucht ist. Und man muss ehrlich eine Nonnentracht mit
einem Muslimaschleier vergleichen, um die Gesinnung der Trägerin dahinter zu erkennen. Wenn natürlich
ein Vorurteil besteht, ist dieser Vergleich sinnlos.
@Matt Vielleicht versuchst Du’s mal mit Goethes Faust: Goethe lässt Faust sprechen: „Geschrieben steht:
»Im Anfang war das Wort!« Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort? Ich kann das Wort so hoch
unmöglich schätzen, Ich muß es anders übersetzen, Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin. Geschrieben
steht: Im Anfang war der Sinn. Bedenke wohl die erste Zeile, Dass deine Feder sich nicht übereile! Ist
es der Sinn, der alles wirkt und schafft? Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft! Doch, auch indem ich
dieses niederschreibe, Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe. Mir hilft der Geist! Auf einmal
seh ich Rat Und schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!“
@Aphrodite Insofern hat Koch NICHT recht ! „"„Das eine ist die Folge einer individuellen, bewussten Entscheidung,
die als erwachsener Mensch nach Vorbereitung und reiflicher Überlegung getroffen wurde, das andere ist
die Folge eines Hineingeboren-Seins in eine Religionszugehörigkeit, die sich im Umfeld anderer Kulturen
befindet.“"“ Wo bitte, liebe Aphrodite, liegt da der Unterschied ? Meinen Sie tatsächlich, eine Muslima,
die aus der Geborgenheit ihres Heimatlandes hierher nach Europa verpflanzt wurde, hätte als ‘öffentliche’
Person – wie zum Beispiel eine Lehrerin – nicht auch eine bewusste Entscheidung getroffen, verschleiert
zu sein ?
@Alexandra Das ist schön, was Sie uns da über die Freude sagen. Aber hätten Sie es Matt nicht auch
etwas schöner sagen können, als bei ihm Paranoia zu vermuten ? )
@nochmals Navon Die Gesetzgebung ist in diesem Fall eindeutig ? Dann geht es also nicht nur darum, dass
unter gewissen Umständen straffrei abgetrieben werden darf, sondern dass die Abtreibung auch durchgesetzt
werden muss – GEGEN die Ueberzeugung eines Arztes, unter Androhung der Schadenersatzpflicht ? Bedenklich,
bedenklich. Man könnte befürchten, dass – wenn denn z.B. Sterbehilfe legalisiert sein wird – Klagen
gegen Verweigerung derselben geführt werden können, oder ?
@Navon Grundsätzlich ginge ich mit Ihrer Stellungnahme zum Artikel einig, wenn im vorliegenden Fall das
behinderte Kind auf Veranlassung der Eltern tatsächlich abgetrieben worden wäre. Die Krux an den sogenannten
„Fristen- und Indikationenlösungen“, die in vielen Ländern eingeführt wurden, ist das unterschiedliche
Verständnis der Befürworter und Gegner. Die Hardliner kennen keine Einschränkung, wollen jede Art von
Empfängnisverhütung und Schwangerschaftsabbruch verbieten und – das ist ihnen besonders wichtig – die
Betroffenen bestrafen. Die Ultraliberalen dagegen kennen keine Skrupel und möchten es allein der Mutter
überlassen, was zwischen Empfängnis und Geburt mit dem Kind zu geschehen hat. Die mehrheitsfähigen
Lösungen wurden von Menschen ermöglicht, die unter gewissen Umständen betroffenen Eltern Straffreiheit
gewähren möchten. Leider hat man bei den Ausführungsbestimmungen der Gesetze vergessen, dass Aerzte
und Assistenzen faktisch gegen ihr Gewissen handeln müssten, wenn sie gläubige Katholiken sind. Ob dies
im vorliegenden Fall zutrifft, weiss ich natürlich nicht. Störend ist jedenfalls, dass durch die Unterlassung
eines Eingriffes ein Schadenersatz geltend gemacht werden kann.
Alfredo Ottaviani Können Sie mir sagen, wann und in welchen Worten ein Papst „ex cathedra“ das von Ihnen
erwähnte Dogma von der Angeschlossenheit der Offenbahrung verkündet hat ? Das – und generell alle „ex
cathedra“-Dogmen würden mich sehr interessieren. !:)
@apex Sind Sie einer der wenigen Auserwählten aus den vielen Auserlesenen, die uns das Evangelium verkünden
sollen ? Die entsprechenden Gebote kenne ich, und ich versuche, sie einzuhalten. Da ich aber kein Auserwählter
bin, erachte ich es nicht als meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass auch die anderen Gläubigen die Gebote
einhalten. Ich habe tatsächlich in dieser Beziehung genug mit mir selbst zu tun. Das andere überlasse
ich Gott und den Auserwählten. Ist das zu wenig ? Josef
Wenn sich einer wie ich dann und wann in dieses Forum verirrt, muss er immer wieder zur Kenntnis nehmen,
dass da nicht sehr viel tiefer Glaube zu erkennen ist. Das soll kein Vorwurf sein, eher eine Feststellung
des Bedauerns. Aber vermutlich habe ich mir da selber eine Falle gestellt: Ich suche nach einer Antwort
auf die Frage, was Gott von MIR möchte; und eine solche gelehrige Antwort bekommt man relativ häufig.
Wahrscheinlich hülfe mir die Antwort eines tief Gläubigen mehr, der mir erklärt, was Gott von IHM will
und wie er/sie das zu erfüllen versucht. Aber eben, das ist wohl zu viel verlangt. Da muss ich wohl wieder
mehr den „direkten Draht“ anwählen.
Wie oft müssen Leser hier noch nachfragen, welcher Art der angezeigte Liturgiemissbrauch eigentlich gewesen
ist, bis man aufgeklärt wird ? War der Missbrauch so schrecklich, dass die Umschreibung nicht ausgesprochen
werden darf ?
@Bernadin „„Du bist Petrus der Fels, und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten
der Hölle werden sie nicht überwältigen.““ Ist das nicht eine Struktur ? Und ist es evangeliumsbezogen,
einen Menschen seiner Haltung und Mimik wegen als Problem zu betrachten ?
@Stephan Fusst Ihr Glaube ausschliesslich auf dem Alten Testament, und ist tatsächlich nichts von der
Christlichen Botschaft in Ihre Gesinnung durchgedrungen ?
Mir wird speiübel, wenn ich die Beiträge von Brandenburgis und filiusdei lese; nicht weil sie für die
Todesstrafe sind, sondern weil sie sich dabei auf Christus berufen. Welch einer Bigotterie bedarf es,
um die Lehre Christi derart zu missbrauchen. Eine Tat als Mord zu klassifizieren setzt meines Wissens
beim Täter unter anderem den Vollbesitz des Bewusstseins voraus. Morales war zur Tatzeit betrunken, hat
diese Voraussetzung also nicht erfüllt; ein Staat, der ein Todesurteil vollstrecken lässt – und dazu
noch auf diese Art und Weise – jedoch schon.
Präsident Lech Kaczynsk behauptet ja oft genug, nach christlichen Grundsätzen zu politisieren. Nachdem
man aber zu wissen bekam, dass er die Todesstrafe in Polen wieder einführen will, muss man zum Schluss
kommen, dass er bigott ist. Da wäre es möglich, dass er auch bezüglich Homosexualität bigott denkt.
Die Demonstrationen der Schwulen sind für mich deshalb verständlich. Immerhin fand ich in den Evangelien
bisher noch kein Christuswort gegen Homosexualität, dagegen die Weisung: „Wer von Euch ohne Fehler ist,
der werfe den ersten Stein“, eine klare Meinungsäusserung, ob „Menschen“ die Vollstreckung eines Todesurteils
zustehe oder nicht.
Eine ausgezeichnete Stellungnahme von Gabriele Nettej. Bei ihrer Bemerkung: „"„Im Falle meines Sohnes
hätte ich einen Lehrer verstehen können, wenn ihm die Hand ausgerutscht wäre. Nicht im Traum wäre
mir eingefallen, einen solchen Vorfall zur Anzeige zu bringen.“"“ muss ich schmunzeln, wenn ich an meine
Schulzeit vor 50 Jahren zurück denke. War einem meiner Lehrer an meinem „würdigen“ Haupt mal die „Hand
ausgerutscht“, hütete ich mich, dies zu Hause zur Sprache zu bringen. Es hätte verständlicherweise
kontraproduktive Folgen gehabt. Andererseits freute ich mich wie ein Rohrspatz, wenn mal ein „Vergehen“
meinerseits ungeahndet blieb – was ich daheim natürlich auch nicht an die grosse Glocke hängte. Unter
dem Strich kann ich heute sagen, dass mir die paar Dosen Rohrstock keinen seelischen Schaden zugefügt
haben. Jedenfalls bin ich bis zur Stunde ohne jede psychiatrische Hilfe über die Runden gekommen, und
doch meint meine Tocher, ich wäre gar nicht schlecht herausgekommen)
Na, Berti, wenn das kein Talent ist, was Du vom lieben Gott erhalten hast, wo passest Du denn in das Gleichnis
von den Talenten hinein ? EINES zumindest hat doch jeder bekommen, oder ?
Kerngeschäft ? Vor mehr als zwanzig Jahren fragte ich mal eine Kernöl-Händlerin in der Steiermark,
warum sie nicht die ganzen Kürbisse verkaufe. „Ja siegst, ich hob mi eb’n aufs Kerng’schäft verlegt.“
Schade, Kürbisse wären ja eigentlich auch sehr gesund, und sei’s nur als Suppe – aber eben nicht so
ein lukratives Geschäft.
@LukreciaB Damit wir uns richtig verstehen, werte Lukrecia: ICH habe die internationale „Bedeutung“ Pipilottis
nie in Frage gestellt, sondern in Hinsicht auf deren Zustandekommen nur bedauert. Als ähnliches Beispiel
wäre noch Hirschhorn zu nennen. Früher gab es Schweizer, die auch internationale Bedeutung hatten, aber
aus etwas anderen Gründen, wie etwa Henri Dunant. Ihr PS ist etwas zum Schmunzeln. Sie überschätzen
die Wahlwirkung des kleinen Schweizermanns ganz entschieden
@LukreciaB Es ist gut, dass Sie mich daran erinnern, wer für die Feststellung internationaler Bedeutung
zuständig ist. Bei uns in der Schweiz ist das die Kulturstiftung Pro Helvetia, die es Künstlerinnen
wie Pipilotti Rist ermöglicht, ihre Werke an international „bedeutenden“ Plätzen wie dem Time Square
auszustellen. Zu dieser Stiftung hat der kleine Mann von der Strasse wenig bis gar nichts zu sagen. Er
kann höchstens Politiker wählen, die solchen Stiftungen die Beiträge aus Steuergeldern streichen, was
wiederum in der Kunstszene sehr schlecht ankommt. So war es denn für mich ein kleiner Trost, im vorstehenden
Artikel folgenden Satz zu lesen: „"„Venezianische Katholiken, für welche echte Kunst eine Alltagserfahrung
ist, waren von Frau Rists Mühen nur mittelmäßig beeindruckt.“"“
Stimme aus der Schweiz ! Es tut einem wohl, aus dem Ausland zu vernehmen, dass Frau Rist nicht die Prophetin
ist, die im eigenen Land verkannt wird, wie sie uns die hiesigen „Kunstsachverständigen“ zu verkaufen
versuchen. – Aber tragisch bleibt es alleweil.
@Athanasius Mir wird kalt, wenn ich Ihren Beitrag lese. Gerade fing ich an, mich wieder in das einzige
Gebet zu vertiefen, das wir von Jesus lernten: „…und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.“ Sie scheinen sehr grossen Wert darauf zu legen, dass dieser Bitte durch die staatliche
Gewalt nicht nachgekommen wird. Mir wird kalt, wenn ich das Schweigen der höchsten Instanzen der Katholischen
Kirche zur Regierungsgewalt in Polen zur Kenntnis nehmen muss, die da sagt, sie wolle sich zum Katholizismus
hinwenden und die Todesstrafe wieder einführen. Mir wird kalt; dabei suchte ich in diesem Forum etwas
Wärme.
@Bernado: Also „dämlich“ ist für mich eigentlich ein Kompliment, da ich ein sehr grosser Verehrer ehrenwerter
Damen bin. Aber Sie werden es wohl nicht so gemeint haben ? Bei meinem Beitrag hatte ich an das Wort Jesu
gedacht: „Kommet alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will Euch erquicken.“ Als nicht
praktizierender, aber interessierter Katholik habe ich nicht bedacht, dass man dabei gleichzeitig einen
Missionierungsaufttrag erhält. Aber danke, jetzt weiss ich’s. Oder doch nicht ? Die Meinung Benedikts
scheint mir schon etwas verständlicher.
@ Rosa von Lima und Pelagius Ich dachte, die katholische Kirche sei ein Hort für Menschen, die IHR Seelenheil
suchen und nicht das anderer ? Ihre Forderung tönt schon eher nach dem Erlkönig: Und bist du nicht willig,
so brauch ich Gewalt ! Nicht sehr christlich.
@Marlene: Big Brother Da Dich das Forum hier so sehr amüsiert (comedy pur !), dachte ich, Dir mit dem
Hinweis auf die Events auf dem Petersplatz eine Freude zu machen. Scheint mir nicht gelungen zu sein.
Je nu ! Uebrigens, da Du mich zuerst mit Du angesprochen hast, darfst Du ruhig dabei bleiben.)
Ja ja, Marlene Auch Benedikt kann mit Deinem Verständnis von Ironie nicht viel anfangen. Aber soeben
habe ich in einem Schweizer Privat-Fernsehsender die Nachricht gehört, man wundere sich über das Phänomen,
dass sich seit dem Wirken von Papst Benedikt der tägliche Pilgerstrom auf den Petersplatz nahezu verdoppelt
hätte. Geh’ doch mal dorthin schauen und frag’ die Leute, was es denn da Lustiges zu sehen gäbe.
@Kryszek Wie Lilith mit Teil I bin ich mit Teil II Ihrer Erklärung einverstanden. Zur Bestätigung mein
Posting, das ich in der Zwischenzeit vorbereitet hatte: (Bin halt ein Langsamdenker) @Kryszek „"„Zwar
bin ich Römisch-Katholisch getauft, praktiziere diesen Glauben jedoch seit Jahren nicht mehr, weil er
mich – ehrlich gesagt – zu schwer für mich dünkt. Deshalb will ich mein Outing hier anders formulieren:
Ich bin heterosexuell veranlagt und ein Christ. Ich bezahle regelmässig die Kirchensteuer, aber zur Römisch-Katholischen
Kirche fühle ich mich nicht mehr zugehörig; nur noch zu meinen Verwandten, die die Regeln dieser Kirche
mehr oder weniger zu befolgen versuchen und zu jenen, die mir immer die Türe offen halten, dahin zurück
zu kehren. In dieses Forum bin ich eingestiegen, um eventuell Gleichgesinnte zu finden. Aber es scheint
hier nur zwei Gruppen zu geben: Die eine, welche alle, die sich nicht vorbehaltlos den Regeln unterwerfen,
ausschliessen will, und die andere, welche die Römisch-Katholische Lehre den eigenen Bedürfnissen anpassen
will.“"“ Für mehr hatte ich nicht Platz genug, aber ich glaube, es könnte vielleicht doch noch eine
gute Diskussion geben.
@Marlene: Warum Du hier bist ? Na, dann viel Vergnügen. Ich bin auch ein Liebhaber von Realsatire, bevorzuge
jedoch eher Stücke von Loriot oder Mr. Bean. Loriot hat einmal erklärt, eine Satire sei ihm nur dann
gelungen, wenn die Persiflierten darin herzhaft über sich selbst lachen könnten. Falls Dir das bei unserer
Realsatire nicht gelang, wird sie uns wohl misslungen sein. B’huat Di)
@Marlene: Enthaltsamkeitsgesülze ist so wenig unnatürlich wie Ihre Abneigung gegen Menschen dieser Gesinnung.
Enthaltsamkeit ist meines Wissens im christlichen Glauben in gewissen Situationen eine unverzichtbare
Tugend. Sie mögen das für unvernünftig halten, aber unnatürlich ist es nicht. Unvernünftig ist mit
Ihrer Einstellung aber auch ganz bestimmt Ihre Teilnahme an diesem Forum. Wenn mich Fussball nicht interessiert,
nehme ich nicht an einer Diskussion darüber teil. So einfach ist das.
@alle: natürlich – unnatürlich Es gibt in unserer ganzen Welt nichts, das unnatürlich ist. Das Wort
„unnatürlich“ wird vermutlich mit dem Begriff „abnorm“ verwechselt. Jedes Wesen einer Art oder Gattung,
welches nicht den erforderlichen Normen entspricht, sich zu erhalten und fortzupflanzen, ist eben abnorm.
Abnorm zu sein, spricht einem die Daseinsberechtigung nicht ab; aber es wäre sinnlos, eine Gesellschaftsordnung
für das Abnorme zu gestalten. Das Abnormale muss sich dem Normalen unterordnen. Das ist sicher für viele
Betroffene traurig, aber unabänderlich. An den Früchten wird man es erkennen.
Danke Bernado, das Durcheinander ist jetzt wieder geordnet. So bleibt für die Katholische Kirche nur
noch zu hoffen, dass die „überzeugte“ Gemeinde von Röschenz auch zu dieser Einsicht kommt. Die Konsequenzen
wären andernfalls wohl nicht nur für die Betroffenen sondern auch für die Kirche schwerwiegend.
@Bernado: Eine unwiderrufliche Vollmacht kann doch nicht durch ein „Bewilligungsverfahren“ eingeschränkt
sein, sonst wäre sie doch eben widerruflich. Aber ich habe vermutlich die Begriffe durcheinander gebracht
und die „Messe“ (den Gottesdienst) mit dem eigentlichen „Messopfer“ verwechselt. Dieses war gültig und
deshalb nach Gottes Gesetz doch bestimmt legal. Illegal war die Durchführung des Gottesdienstes und die
damit verbundene Lehrtätigkeit des Pfarrers. Kann ich das für mich so stehen lassen ? Es ist für mich
nämlich noch von Bedeutung, inwiefern sich die Besucher des Gottesdienstes gegenüber der Kirche ungesetzlich
verhalten hatten; insbesondere jene, die die Kommunion empfingen. Mich hat es ein bisschen beängstigt,
wie schnell in diesem Forum ein Exkommunikation gefordert wird. Aber das mag vermutlich noch komplizierter
zu erklären sein.
Eine illegale Messe war es wohl nicht, aber eine unzumutbare Demonstration von Ungehorsam. Ich frage mich
nur, wo bleiben die „echt“ gläubigen Katholiken von Röschenz ? Dass die Medien sich einseitig dazu äussern
und Meinungen der anderen Seite kaum zu Wort kommen lassen, kann das „Schweigen“ hier für mich nicht
ganz erklären.
Alfredo Ottaviani: Null Toleranz ? Das tönt aber auch nicht sehr christlich ! Das besonnene Verhalten
von Bischof Koch liegt meinem Verständnis schon näher. Es geht ja auch um eine ganze Kirchgemeinde und
nicht nur um einen abtrünnigen Geistlichen.
Homosexualität Dass die Verurteilung der Homosexualität in der Katholischen Lehre irgendwo dogmatisch
verankert ist, wage ich zu bezweifeln. Dies gilt wohl auch für homosexuelles Verhalten, sofern es nicht
rein sexuelle Handlungen einschliesst. Solche rein sexuelle Handlungen sind nach meinen Kenntnissen in
der Katholischen Lehre – ex cathedra – aber auch in allen anderen nicht der Fortpflanzung dienenden Verbindungen
zweier oder mehrer Menschen ausgeschlossen. Oder verstehe ich das falsch ? – Ich bin kein praktizierender
Katholik, aber ein Mensch, den diese zweitausend Jahre alte Lehr fasziniert.