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Eine Frage der Definition? „wenn die Linke jedoch das EU Parlament weiterdominiert sehe ich neue Christenverfolgungen
am Horizont dämmern…“ Schon mal die aktuelle Sitzverteilung im EP angesehen? Wo dominieren da denn
die Linken? Möglicherweise ist das aber auch ein Frage der Definition von „links“.
Unterschiede Es kommt schon ein wenig darauf an, was ich predige. Ich kann doch nicht als Priester – egal
welcher Konfession – den moralischen Zeigefinger erheben und dann erwarten, dass ich bei Kindesmissbrauch
einfach mal so davonkomme und die Medien gleich zum Tagesgeschäft übergehen. Ein Architekt oder Maurer
befindet sich da in einer nicht so exponierten Lage; von daher sind die Fälle von Missbrauch für die
Medien hier nicht ganz so spektakulär. Im Falle von Lehrern/Schülern handelt es sich immer um ein Abhängigkeitsverhältnis,
das hier ausgenutzt wird. Im Übrigen haben Architekten, Maurer und viele andere Berufsgruppen weitaus
weniger mit Jugendlichen zu tun, als dies bei Lehrern oder Priestern der Fall ist. Schon auf Grund dieser
Tatsache dürften sie weniger in den entsprechenden Statistiken auftauchen.
Wischiwaschi „Wenigstens sehen die Homos ein, daß die multikulturelle Gesellschaft gescheitert ist und
es Konsequenzen geben müße. Obwohl sie von ihrem Treiben nicht lassen können.“ (Alois Hudal) Ich verstehe
den letzten Satz in diesem Zusammenhang nicht. Spielt es in puncto multikulturelle Gesellschaft (bzw.
deren Scheitern) denn eine Rolle, ob Homo- und Heterosexuelle „von ihrem Treiben lassen“? Was hat denn
das eine mit dem andern zu tun?
„Angriff der Meinungsfreiheit“ Dass die Redaktion Schwierigkeiten hat, Sachverhalte korrekt darzustellen,
ist uns allen ja hinlänglich bekannt. Dass sie es auch immer wieder schafft, Überschriften unpassend
oder gar falsch zu formulieren, zeigt sich heute wieder an dem oben zitierten Beispiel. Frage: Wen oder
was greift die Meinungsfreiheit denn an?
Wiedergeboren Nachdem ich den Originalartikel von Herrn Glatze gelesen habe, kann ich nur feststellen,
dass er sich eindeutig so verhält, wie es typisch für wiedergeborene Christen ist. Nur: Er scheint ja
immer noch nicht zu sich selbst gefunden zu haben. Außerdem: Er verallgemeinert seine persönlichen Erfahrungen
und Probleme und unterstellt, dass sie so exakt auf alle Homosexuellen zutreffen. Das allerdings kann
ja nicht stimmen – auch wenn mir unsere Pius-Fundis hier energisch widersprechen werden. Wenn der frühe
Verlust der Eltern (13/19) eine (mögliche?) Ursache für Homosexualität wäre, müsste ich auf jeden
Fall heterosexuell sein. (Meine Eltern leben beide noch gut und gerne und sind Mitte 80.) Vielleicht liegt
es bei mir aber daran, dass ich Gott nicht erst (mit 30) wiedersuchen musste, sondern in einem katholischen
Elternhaus aufgewachsen bin und auch heute noch das bin, was allgemein als „praktizierender Katholik“
bezeichnet wird (wenn auch – natürlich – ein „VII-Katholik“). Zudem lebe ich, anders als Herr Glatze,
seit Jahren in einer festen Beziehung, hatte auch viel früher schon zu mir selbst gefunden und mit keinem
der persönlichen Probleme zu kämpfen gehabt wie er. Fazit: Ein persönliches Einzelschicksal, das sicher
so wenig repräsentativ für alle Schwulen ist, wie mein eigenes. Möge Herr Glatze mit seinem neuen Leben
glücklich werden (was ich bezweifle) – ich bin es mit meinem bereits.
Die Gesellschaft und ihre Probleme „Die ganze sexualisierung die in unserer Gesellschaft gerade abgeht
müssten sogar sie mitkriegen, eigentlich die Homosexualisierung auch. Sehen sie eigentlich keine gesellschaftlichen
Probleme bei uns im Moment?“ (Sozialkatholisch) Der Begriff „Homosexualisierung“ ist ja wohl absoluter
Schwachsinn. Ich kann nur die Frage eines Vorredners wiederholen: Wie homosexualisiert man denn einen
Menschen? Soll damit etwa gemeint sein, dass man junge Menschen schwul macht? Seien Sie beruhigt: Das
geht nicht. Oder soll es bedeuten, dass man jungen Menschen Werte wie Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlich
Liebenden beibringt, dass man sie lehrt, dass jeder Mensch Respekt verdient, egal ob er katholisch ist
oder nicht? Dann wäre diese so genannte „Homosexualisierung“ ja etwas durchaus Positives. Hinsichtlich
gesellschaftlicher Probleme bei uns: Ja, die sehe ich durchaus: zunehmende Gewalt, mangelnder Respekt
gegenüber Personen und Sachen, das so genannte Komasaufen. Steigende Akzeptanz von und Toleranz gegenüber
Homosexuellen zähle ich sicher nicht zu den Problemen; hier sehe ich eher noch einen großen Nachholbedarf,
insbesondere bei Fundamentalisten jeglicher Couleur.
Zustimmung Ich kann Frau Senftleben nur zustimmen. Ein solches Rollenspiel ist für Neuntklässler absolut
ungeeignet, da es überhaupt nicht ihrer Lebenswirklichkeit entspricht und ebenso wenig dazu beiträgt,
sie auf eine solche vorzubereiten. Es verbreitet die Klischees, dass Schwule sich 1. grundsätzlich in
Schwulenbars herumtreiben, 2. immer darauf aus sind, Männer aufzureißen. Die Tatsachen, dass die so
genannte „Szene“ nur eine Minderheit anspricht und dass es auch stabile langjährige (z.T. lebenslange)
Partnerschaften gibt, wird hier einfach ignoriert. Selbst in einen heterosexuellen Kontext übertragen,
hielte ich dieses Rollenspiel für welchen Zweck auch immer für ungeeignet. Schulische Erziehung zur
Toleranz gegenüber Homosexuellen, gegen jegliche Diskriminierung ist durchaus angebracht, wie ja auch
Frau Senftleben in diesem Zusammenhang betont. Allerdings gibt es dazu sicher geeignetere Wege.
Mal wieder sachlich falsch. „…Aids-Seuche, die praktisch nur durch sexuelle Unzucht, in erster Linie
homosexueller Natur, verbreitet wird, …“ Auch die +net-Readkation sollte allmählich mal die Tatsache
zur Kenntnis nehmen, dass die AIDS-Epidemie in Afrika eben nicht durch in erster Linie gleichgeschlechtlichen
Geschlechtsverkehr, sondern durch heterosexuellen bedingt ist. Nicht ohne Grund sind ja gerade so viele
Kinder dort mit HIV infiziert. Da Schwule aber, wie +net uns ja immer wieder in Erinnerung ruft, auf Grund
der biologischen Vorgaben keine Kinder miteinander bekommen können, müssen diese Kinder wohl aus heterosexuellen
Verbindungen hervorgegangen sein, in denen die Mutter mit HIV infiziert war.
Typisch „… Obersten Gerichtshof zum Ausdruck, der die Parade erst am Mittwoch abend erlaubt hatte: „Der
Israelische Oberste Gerichtshof zerstört die Heilige Stadt.““ Na, Jerusalem steht ja wohl noch. Also
mal wieder alles maßlos übertrieben. Und die Krawallmacher waren ja dann auch unter den Gegendemonstranten,
während die Schwulen selbst friedlich waren.
Der Vatikan liest mit „Diejenigen, die die Fakten genauer kennen, mögen bitte ihre Pficht tun & die Angelegenheit
dem Heiligen Stuhl vortragen.(Aufgrund der bescheidenen Info. des Artikels kann & werde ich das nicht
tun.)“ (Tarcisius) Ich bin sicher, Benedetto liest auch regelmäßig die Ergüsse auf +.net und ist so
über das Treiben hier bestens im Bilde.
Bibel und Offenbarung „Die Offenbarung der Kirche steht über allem, selbst heute noch über der Deutung
der Hl. Schrift durch das Lehramt.“ (Rudolfus) Dann verstehe ich aber nicht, warum einige, die sich für
besonders katholisch halten, hier immer so mit Bibelsprüchen, dann auch noch vorzugsweise aus dem AT,
um sich werfen.
Bücher „Die Kirche ist keine Buchreligion wie etwa Islam (Mohammedanertum) oder Protestantismus (Luthertum
etc.).“ (Rodolfus) Was habe ich denn jetzt darunter zu verstehen?
Kombination „Zum Vergleich: die Liebe schaffte es nur 1’710 Mal. Echt katholisch!“ Noch katholischer wäre
natürlich die Kombination: homosexuelle Liebe. Aber die existiert für +.net ja bekanntlich nicht.
Wichtigeres „So ist es. Warum definiert kreuz.net einen guten Christen eigentlich nur noch über sein
Denken über Homosexualität? Das ist nun WIRKLICH nicht der Kern unserer Religion. Homosexualität ist
ein Randthema, mit dem sich auf kreuz.net viel zu oft und viel zu ausführlich beschäftigt wird.“ (litterae
sunt divitiae) Genau dies hat ja auch Bischof Tutu „seinen“ Anglikanern dieser Tage gerade wieder ans
Herz gelegt. Es gibt für Christen weitaus wichtigere Dinge – aber man kann ja auch schon mal zweifeln,
ob die „Hardcore“-Kreuz.netter von ihren Einstellungen her überhaupt noch Christen sind.
Ist es etwa die Frisur? Der Mann hat doch richtig gesunde christliche, gut-katholische Einstellungen.
Ich weiß gar nicht, was Kreuz.net an dem jetzt schon wieder nicht gefällt. Auch Protestanten können
gute Musik machen.
Komisch? „Die betroffenen Homosexuellen sollen dazu aufgerufen werden Mut zur Wahrheit zu haben um ihr
Leiden als das zu akzeptieren was es ist. „ (VirFortis) Komisch, dass ich gar nicht den Eindruck habe,
von einem Leiden befallen zu sein. Wie Linu86 es in einem seiner Beiträge schon beschrieb, ging es wohl
den meisten von uns: Niemand hat sich gewünscht schwul zu sein, niemand ist es freiwillig, sondern akzeptiert
irgendwann, dass Gott uns so erschaffen und gewollt hat. Wer ernsthaft etwas anderes behauptet, zeigt
nur, dass er von der ganzen Materie nicht die geringste Ahnung hat, und alles, was er von sich gibt, ist
ein Schmarrn. Für diese Leute gilt der Aufruf „Mut zur Wahrheit“.
Unzucht? „Zur Hölle mit Stich und seiner Unzuchtskampagne!“ (matt2) Worin genau besteht denn nun diese
Unzuchtskampagne? Darin, dass er die Gefahr einer Ansteckung mit HIV wieder ins Gedächtnis ruft? Darin,
dass er darauf hinweist, dass Kondome vor einer Ansteckung schützen können? Ich verstehe die Logik (?) /
Weltsicht der kreuz-netter nicht.
Widerlich? Schande über Stich, … Was treibt dieser Chaot? … jetzt macht er mit so einem Dreck auf
sich aufmerksam. Anscheinend macht Tennisspielen doch irgendwie dumm, … Diesem Typen haben die Ballkontakte
anscheinend die Gehirngrütze aus dem Kopf gehämmert. Eitle und dumme Profilierungssucht reiten diesen
Menschen ins Verderben. Wenn er dabei nur stolz im Designer-Anzug posieren kann: lächerlich! (matt2)
Jemand, der mit seiner Stiftung AIDS-kranken Kindern hilft, die ja sicher am wenigsten für ihre Krankheit
können, soll ein lächerlicher, widerlicher Chaot ohne Hirn sein??? Manche Leute hier brauchen sich wirklich
über mangelndes Urteilsvermögen nicht zu beklagen. Aber Michael Stich könnte von kreuz-net-Seite wohl
nur Zustimmung erfahren, wenn er das Geld seiner Stiftung für die Förderung der so genannten Alten Messe
einsetzen würde. Lächerlich!
Unzucht wo ist also das problem? es wird hier von unzucht gerdet – was soll denn das sein? alles gesetzlich
geregelt. Nee, amadeus, so läuft das hier auf kreuz.net nicht. Kreuz.netter ticken nämlich anders als
normale Menschen. Wenn die Bibel sagt „Unzucht“, dann wird hier draufgehauen. Staatliche Gestze interessieren
die wenig bis überhaupt nicht.
Küsse Einzig die drei Begrüßungsküsse – links-rechts-links – hätten daran erinnert, daß hier ein
Treffen von Männern stattfand, „die sich aufgrund ihrer Lebensform zu einem Netzwerk zusammengeschlossen
haben“ – so das homo-unkritische ‘St. Galler Tagblatt’ Ach wirklich? Könnten aber doch auch orientalische
Hetero-Männer gewesen sein. Bei denen sieht man sowas auch. Selbst Judas begrüßte Jesus laut Bibel
auf diese Weise. Aber vielleicht waren die dann auch schwul?
Wozu? Ich frage mich, was der Tenor dieses Artikels sein könnte. Etwa: Muslims („Muselmanen“) sind alle
dumm, können kein Deutsch, sind grundsätzlich problematische Ausländer, denn deutsche Muslims gibt
es ja nicht? Oder: Die Konfessionsschulen im Ruhrgebiet sind deshalb so gut in Sachen Bildung unserer
Kinder, weil sie katholisch (oder zumindest doch christlich) sind und nicht etwa deshalb, weil sie sich
ihre Schüler aussuchen können? Oder: Haben wir doch schon immer gewusst: Die christlichen, insbesondere
die katholischen Werte sind den islamischen weit überlegen? Mein Fazit: ein weiterer nichtssagender Artikel
auf kreuz.net-Niveau.
Manche kapieren’s nie! Dabei ist’s doch gar nicht so schwer. … Das angebliche Kinderbuch soll vier-
bis elfjährige Schüler verderben und ihnen beibringen, daß die Sodomie normal sei. Es erzählt von
Thronfolger Bertie, der sich in keine Frau verlieben kann. Schließlich heiratet er den Prinzen Lee. Die
letzte Seite zeigt, wie sich die Lippen der beiden Männer hinter einem roten Herz berühren. Kirchen
und Elternverbände kündigten Widerstand an. Das haben die Kreuz-netter doch mal wieder völlig falsch
verstanden! Irgendwie kriegen die das immer noch nicht auf die Reihe. Also hier nochmal ganz langsam und
schrittweise: 1. Das Buch hat keineswegs die Absicht, die Schüler zu verderben. 2. Es soll ihnen auch
nicht beibringen, dass „Sodomie normal“ sei. 3. Es zeigt vielmehr, die Realität dieser Welt wie sie ist.
4. Es gibt nun mal – auch wenn manche Menschen (wie z.B. viele Kreuz-netter) die Augen davor verschließen –
Männer, die Männer lieben, und Frauen, die Frauen lieben. 5. Niemand wird durch dieses „Märchen“ schwul
oder lesbisch, genau so wenig, wie jemand durch das Märchen von Hänsel und Gretel zur Hexe wird oder
„Rapunzel“ die Jungs dazu verleitet, an den Haaren ihrer Angebeteten in Häuser einzusteigen. 6. Die Schüler
werden aber wahrscheinlich denken, wenn sie dann Schwule in der Realität treffen: Das ist ja wie im Märchen
von King & King. Und die beiden haben’s ja wirklich gut getroffen. Und wenn sie nicht gestorben sind,
dann leben sie noch immer glücklich zusammen …
Bewusste Fehlinterpretation Tja, wie soll ein Kind zwei Homosexuelle nennen, denen es von irgendeiner
verantwortungslosen Behörde überlassen worden ist (zum Glück noch nicht in Deutschland, aber woanders
soll das ja schon möglich sein). Eigentlich mal wieder typisch. In der Kreuz.net-Meldung ist ja gar nicht
die Rede davon, wie die Kinder ihre Eltern anreden sollen. Vielmehr geht es wohl um den offiziellen Sprachgebrauch
seitens der Ärzte/Gesundheitsbehörde. Übrigens ist dies eine Sache, die so neu gar nicht ist. Schon
seit Jahrzehnten ist es auf der Insel Brauch, dass Schulen ihre Schreiben an die Eltern mit „Dear Parent
or Guardian“ einleiten, weil es einfach Fakt ist, dass viele Schüler nicht mehr bei ihren leiblichen
Eltern leben bzw. nicht mehr mit beiden Elternteilen zusammenleben.
#3 Krzyszek 10:11:13 | Donnerstag, 1. Februar 2007
Journaille In erster Instanz wurde Vanneste zu 3.000 Euro Strafe verurteilt. Jedem der drei Nebenkläger
mußte er 2.000 Euro für deren Kampf gegen die Homophobie sowie 1.000 Euro Anwaltskosten bezahlen. Komisch,
vor exakt einem Jahr hier es in dem verlinkten Kreuznet-Artikel zum gleichen Thema noch, er habe über
12.000 Euro Strafe zahlen müssen. Nach Adam Riese wären 2.000 Euro für jeden der drei Nebenkläger
ja schonmal 6.000 Euro, dazu dann noch die 1.000 Euro Anwaltskosten, macht 7.000 Euro. Mal wieder ein
typisches Beispiel für die Qualität des Kreuznet-Journalismus. Da erübrigt sich jede Diskussion.
Fragwürdig Doch die Kirche verwendet das Geld, um den Armen zu helfen. Ich bestreite ja gar nicht, dass
die Kirche das Geld sinnvoll ausgibt oder anlegt. Jedoch: Da ich nach wie vor nicht davon überzeugt werden
konnte, dass dem Vatikan eine regelmäßig von Gott aktualisierte Preisliste vorliegt, in der steht, wie
viel Geld jemand für wie viel Fegefeuer-Ermäßigung zu zahlen hat, ist und bleibt der Ablasshandel ein
äußerst fragwürdiges Mittel der Geldbeschaffung. In anderen Worten: Diejenigen, die daran glauben,
werden regelrecht verarscht.
Ja, wenn das sooo ist … Falsch, mein lieber! Es geht gar nicht darum, den Himmel zu kaufen und der Hölle
zu entgehen. Wer im Fegfeuer ist, kommt ohnehin in den Himmel, früher oder später. Aber je früher desto
besser! Oder? … dann ist und bleibt es reine Geldmacherei seitens der Kirche. Denn wer möchte Gott
vorschreiben, nach wie viel Euro er jemanden aus dem Fegefeuer zu entlassen hat? Oder gibt er etwa regelmäßig
eine aktualisierte Preisliste raus, die im Vatikan einsehbar ist?
Gekauftes Seelenheil? Ja ich glaube allen Ernstes, man kann sich von seinen Sünden bzw. vom „Fegefeuer“
frei kaufen? Warum ich das glaube? Weil ich katholisch bin! Dann haben Ihrer Meinung nach Reiche also
eine größere Chance in den Himmel zu kommen als Arme, die nicht die nötigen Mittel besitzen, sich von
ihren Sünden freizukaufen? Seltsam. Irgendwie war Jesus da anderer Auffassung – falls man der Übersetzung
seiner Worte in der Bibel trauen darf.
Interpretieren Krzyszek@ Was reden Sie da? Sie stellen sich ins Abseits! Sie vergessen den Heiligen Geist!
Oder glauben Sie nicht an den Heiligen Geist? Ich redete Folgendes: „Das haben die Päpste, die zu Luthers
Zeiten den Ablasshandel unterstützten, auch behauptet. Nicht ohne Grund waren sie seinerzeit ja so energisch
gegen die Übersetzung der Heiligen Schrift ins Deutsche.“ Und: „Übersetzen ist immer auch interpretieren.
Erkundigen Sie sich mal bei Fachleuten.“ Auf den Heiligen Geist haben sich schon viele berufen. Das heißt
aber dann nicht, dass er dort auch wirklich geweht hat. Selber denken hat in noch keinem Fall geschadet.
Wozu hat Gott dem Menschen diese Gabe wohl gegeben? Was gefällt Ihnen nicht am Ablasshandel? Reinste
Geldmacherei zu Luthers Zeiten. Glauben Sie allen Ernstes, man könne sich von seinen Sünden bzw. vom
„Fegefeuer“ frei kaufen?
Übersetzungen Joseph Kardinal Ratzinger hat einmal gesagt, dass das Neue Testament, so wie wir es in
der Einheitsübersetzung haben, richtig lehrt und verbindlich ist. Das haben die Päpste, die zu Luthers
Zeiten den Ablasshandel unterstützten, auch behauptet. Nicht ohne Grund waren sie seinerzeit ja so energisch
gegen die Übersetzung der Heiligen Schrift ins Deutsche. Also gehe ich davon aus, dass die wichtigsten
Dinge richtig übersetz worden sind, immerhin geschah das, wenn wir Jesus glauben wollen, nicht Übersetzen
ist immer auch interpretieren. Erkundigen Sie sich mal bei Fachleuten.
Sicher? Wenn es richtig war was der Heilige Paulus sagte, und es war natürlich richtig, dann stehe ich
auf der richtigen Seite. Wenn es richtig ist, wie die Briefe des Heiligen Paulus in Bezug auf seine Aussagen
zur Homosexualität übersetzt wurden, und darüber gibt es natürlich unterschiedliche Meinungen, dann
steht der Schnabeltierkönig gar nicht mal so sicher auf der richtigen Seite.
Liebe! Nicht Hass. Ohne ein schlechtes Gewissen zu haben kann ich sagen dass Schwule schlechte Menschen
sind. Sie sind böse! Gleiches gilt übrigens auch für Menschen, die alles verallgemeinern und begeisterte
Anhänger des Schubladendenkens sind.
Groß – klein und @ Werter Ketzerjäger, auf Ihrer Rechnertastatur ganz links die 2. Taste von unten –
das ist die Umschalttaste von Groß- auf Kleinbuchstaben. Die direkt darüber ist die Feststelltaste.
Wenn Sie diese lösen, klappt’s auch wieder mit der Groß- und Kleinschreibung und Sie setzen sich nicht
weiter dem Vorwurf aus, hier herumzuschreien. Das Zeichen @ bedeutet auf Englisch „at“, zu Deutsch „bei“
und wird gerne als Kürzel verwendet, um zu kennzeichnen „an“ wen man sich wendet; logischerweise sollte
es deshalb vor dem Namen des Angesprochenen stehen.
GROSSBUCHSTABEN, werter Ketzerjäger, als dringende Bitte, dass man Ihnen Ihren Schmarrn auch glauben
möge? Auch dadurch wird Unsinn nicht zur Tatsache.
#4 Krzyszek 13:20:54 | Sonntag, 10. September 2006
Überschrift Bei KATH.NET heißt die Überschrift passender. „Die Welt braucht Gott. Wir brauchen Gott.“
Mal wieder ein gutes Beispiel dafür, was für Stümper hier bei kreuz.net die redaktionelle Arbeit machen.
Läve on läve losse. Dies scheint ein bundesdeutsches Phänomen zu sein, in Österreich können alle
ganz gut mit den Homosexuellen leben – sie tun uns ja nichts uns wollen eigentlich nur in Ruhe gelassen
werden. (Arnulf Jursa) In Bundesdeutschland können wir es auch – sieht man von diesen pseudo-katholen
Kreuznettern einmal ab.
Zustimmung Endlich einmal ein Titel, der auch der Wahrheit entspricht. Und ein großes Lob an die in dem
Artikel erwähnten Verantwortlichen für ihr sehr pragmatisches Vorgehen. Davon wünsche ich mir in der
katholischen Kirche viel mehr.
Bitte nicht velwechsern und das kath. net hat nichts besseres zu tun als einen artikel von einem menschen
einzustellen, welcher mit schimpfereien und unmoral, wie schlechter wortwahl nicht vorhandene weisheit
vorspielen möchte. schadet dies nicht dem kreuz.net? Bitte wirf nicht kath.net und kreuz.net durcheinander.
Das sind zwei völlig unterschiedliche Netzauftritte. kath.net hat eher mit katholisch zu tun, kreuz.net
mit Hetze jeglicher Art.
Auslaufmodell? „Auch in Deutschland wird die Homosexualität in der Schule gefördert.“ (Beobachterin)
Wieder mal, wie meistens bei Ihnen, falsch beobachtet. Es soll die Akzeptanz der Homosexualität gefördert
werden. Homosexualität als solche lässt sich genau so wenig fördern wie Heterosexualität. Beide sind
einfach da – ohne dass die Schule etwas dafür oder dagen tun kann. „Das hat für mich nichts mit Hardcore-Katholizismus
zu tun sondern mit der Tatsache, daß sich die traditionelle Familie und ihre Lebensform in naher Zukunft
ganz auflösen werden.“ (Dani California) Halten Sie die so genannte „traditionelle Familie“ wirklich
für so unattraktiv?
Na und? Das, werter Benedikt, ist doch keine Frage des Glaubens, sondern historischer Tatsachen. Ob der
alte Ford die NSDAP unterstützt hat – wie viele deutsche Großindustrielle auch – hat aber doch rein
gar nichts mit der Haltung der heutigen Konzernleitung zur Akzeptanz von gesellschaftlichen Minderheiten
zu tun. Insofern finde ich es schon bezeichnend, dass hier schon wieder die Verbindung zwischen Homosexualität
und Nazis konstruiert wird.
Typisch? „So installierte der Künstler Michael Batz in den letzten Wochen in Frankfurt an Bürohäusern,
Hotels und anderen Gebäuden über hundert „Blue Goals“ als sogenanntes Kunstprojekt zur Weltmeisterschaft.“
Ist ja interessant, dass Werner Thissen als Hamburger Erzbischof auch in Frankfurt einen Dom hat. Oder
hat Michael Batz sein in Hamburg in Deutschland einzigartiges Projekt auch in Frankfurt am Main noch einmal
installiert? Oder ist dieses „Lapsus“ wieder nur typisch für die Arbeit der kreuz.net-Redaktion?
Thema? Ging es in dem Artikel, der hier diskutiert wird, eigentlich um den LSVD und seine Haltung zur
AIDS-Prävention oder, wie die heutigen Beiträge von „Beobachterin“ vermuten lassen, um die Werbung für
so genanntes Barebacking bei Queer.de?
Brille? „Und was finden Sie daran so positiv, daß sich Homosexuelle in Bars und Saunen treffen, um queerbeet
herumzusauen? (Beobachterin)“ Werte Beobachterin, ich empfehle Ihnen doch sehr, beim Beobachten Ihre Brille
aufzusetzen. Ich habe hier lediglich einen Link auf die entsprechenden Aussagen des LSVD angegeben, damit
sich jeder ein ungefiltertes (!) Bild davon machen kann, was der LSVD aktuell zum Thema HIV und Kondome
sagt. Eine Wertung meinerseits stand dort überhaupt nicht.
Paarungen „Der biologische und anthropologische Sinn einer Ehe ist die Sicherung des Artbestandes.“ Vielleicht
verstehe ich ja etwas falsch, aber ist Arterhaltung nicht auch außerhalb einer Ehe möglich? Meines Wissens
kommt es doch nur auf den Akt der „Paarung“ an. Die könnte auch in „wilder Ehe“ stattfinden, in polygamen
Ehen usw. Ich denke nicht, dass zur Arterhaltung à la Beobachterin unbedingt das christliche Ehemodell
vonnöten ist.
Rechtlich gesehen „Eine Straffreiheit von Homosexualität bedeutet für ihn also Gleichstellung von „Hetero“-
und Homosexualität. Das ist eine interessante Konklusion.“ (Beobachterin) Was ist daran so interessant?
Rechtlich gesehen hat er doch völlig Recht. Im Übrigen ist es dem Staat – rechtlich gesehen – egal,
ob jemand Ehebruch begeht.
Immer wieder die gleicher Leier … „Das wissen Sie doch sehr gut! Im NT z.B. bei Paulus in der schärfsten
Weise. Im AT an zahlreichen Stellen, so, daß bei den Juden darauf die Todesstrafe stand…“ (Peccator)
Haben Sie sich denn auch mal genauer angesehen, was in der Bibel zum Thema Ehe steht? Nämlich – dass
die Ehe aus einem Mann und einer oder mehreren Frauen besteht; – dass nichts einen Mann davon abhält,
zusätzlich zu seiner Frau oder seinen Frauen noch weitere Konkubinen zu haben; – dass eine Frau, von
der zu Begin der Ehe nicht nachgewiesen werden kann, dass sie noch Jungfrau ist, gesteinigt werden soll;
– dass ein Vergewaltiger sein Opfer heiraten muss, es sei denn, die Frau sei schon verlobt gewesen; in
diesem Falle sein die Frau zu töten, wenn die Vergewaltigung auf dem Lande stattfand; wurde die Frau
in der Stadt vergewaltigt, seien beide zu töten; – dass, wenn ein Mann kinderlos stirbt, sein Bruder
die Witwe heiraten muss; – dass eine Frau ihrem Vater gehört, bis sie heiratet, danach ist sie das Eigentum
ihres Mannes. Und das alles hat bei uns heute noch Gültigkeit! …
Propaganda „diese typische Propaganda ein böses Radio, es wurde weder vom Vatikan kritisiert wegen antisemitismus
(was für ein Unsinn!),“ (Belisar) Kuckst du mal hier www.netzeitung.de/medien/396278.html. Siehst du
Propaganda. Bist du vielleicht schlauer.
Gesprochene Sprache – geschriebene Sprache Satzzeichen wären hilfreich – oft sind sie notwendig (weil
man Sprechpausen in der geschriebenen Sprache nicht hören kann). „Das sagen die richtigen nicht in Polen
ist Hitler an die macht gekommen, die Deutschen sollten sich schämen, das Land zu beschimpfen was sie
selber angegriffen haben …“ Soll das heißen: „Das sagen die Richtigen nicht. In Polen ist Hitler an
die Macht gekommen.“ Oder etwa: „Das sagen die Richtigen! Nicht in Polen ist Hitler an die Macht gekommen.“
In der Bibel steht aber auch zum Thema Ehe (u.a.): – dass die Ehe aus einem Mann und einer oder mehreren
Frauen besteht; – dass nichts einen Mann davon abhält, zusätzlich zu seiner Frau oder seinen Frauen
noch weitere Konkubinen zu haben; – dass eine Frau, von der zu Begin der Ehe nicht nachgewiesen werden
kann, dass sie noch Jungfrau ist, gesteinigt werden soll; – dass ein Vergewaltiger sein Opfer heiraten
muss, es sei denn, die Frau sei schon verlobt gewesen; in diesem Falle sein die Frau zu töten, wenn die
Vergewaltigung auf dem Lande stattfand; wurde die Frau in der Stadt vergewaltigt, seien beide zu töten;
– dass, wenn ein Mann kinderlos stirbt, sein Bruder die Witwe heiraten muss; – dass eine Frau ihrem Vater
gehört, bis sie heiratet, danach ist sie das Eigentum ihres Mannes.
Typisch unklar „… erklärte sich das Europaparlament „ernsthaft besorgt“ über eine angebliche Diskriminierung
von Homos in Polen.“ Das ist wieder die typische ungenaue und verzerrende Schreibe von kreuz.net. Von
„angeblicher“ Diskriminierung war im EP keineswegs die Rede, sondern von „Intoleranz gegenüber Homosexuellen“.
Das EP … „4. ist ernsthaft besorgt über den allgemeinen Anstieg rassistischer, fremdenfeindlicher und
antisemitischer Intoleranz sowie von Intoleranz gegenüber Homosexuellen in Polen, der teilweise auch
durch religiöse Stellen wie Radio Maria geschürt wird, das auch vom Vatikan wegen seiner antisemitischen
Ansichten kritisiert wurde; vertritt die Ansicht, dass die Europäische Union geeignete Maßnahmen ergreifen
sollte, um ihre Sorge zum Ausdruck zu bringen und insbesondere die Frage der Regierungsbeteiligung der
Liga der Polnischen Familien anzusprechen, deren Führer zu Hass und Gewalt auffordern; erinnert Polen
an seine Zusagen und Verpflichtungen im Rahmen der Verträge, insbesondere von Artikel 6 des EU-Vertrags, … ;
ersucht die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, eine Untersuchung
des entstehenden Klimas der rassistischen und fremdenfeindlichen Intoleranz und der Intoleranz gegenüber
Homosexuellen in Polen durchzuführen und fordert die Kommission auf, zu überprüfen, ob die Maßnahmen
und Erklärungen des polnischen Bildungsministers mit Artikel 6 des Vertrags über die Europäische Union
vereinbar sind;“
Gegenveranstalter? „Wenigstens müssen sich die Gegenveranstalter nach den Terminen des kirchlichen Kongresses
richten.“ (Evelin) Warum? Leben nicht auch die Spanier inzwischen in einer pluralistischen Gesellschaft?
Genüsslich Ein sprachlich wiederum sehr gelungenes Traktat, mit dem Kreuz.net seiner Linie treu bleibt.
Da wie immer alles, was irgendwie nach Fakten aussehen könnte, betont wischiwaschi bleibt, würde mich
exemplarisch mal interessieren, worin im Zusammenhang von „Die Aggressionen gegen die Kirche stehen –
nach Angabe derselben Quellen – mit einer von militanten Kräften betriebenen Kampagne im Zusammenhang,
die sich auf Plakaten und Manifesten äußert, die über die ganze Stadt verteilt wurden und Drohungen
gegen einheimische Priester und den Papst verbreiten.“ diese Drohungen gegen Papst und Priester denn nun
bestehen?
Mal was Vernünftiges Um dem von Herrn Trebuhr hier verzapften Unsinn mal was Vernünftiges entgegenzustellen:
Persönliche Erfahrungen von Eltern „Warum gerade mein Kind?“ www.dradio.de/…dungen/kritik/508143/
Entweder … oder … Büßer, Sie sind ein Satiriker erster Güte! (Oder, falls ich mich irren sollte
und Sie das ernst gemeint haben, was Sie da gerade geschrieben haben, ein Riesenschwachkopf.)
So geht’s! Wenn ich Sie, werter Rudolfsohn, richtig verstehe (in fast jedem Ihrer Sätze fehlt mindestens
ein Wort, was das Verständnis nicht gerade erleichtert), meinen Sie vielleicht so etwas? „Leser Befreier
schickt Ihnen folgende Nachricht: Klingeling, klingeling, hier kommt der Eiermann Klingeling, alle Abnormalen
sind jetzt dran Bei allen Schwulen in der Stadt und auf dem Land sind wir als Eiermann und Eiermann bekannt.
Klingeling, klingeling, hier kommt der Eiermann. Klingeling, alle Abnormalen sind jetzt dran. Und jede
schwule Drecksau, die uns jemals sah, hat keine Eier mehr und das ist wunderbar. An alle Homos hier im
Land, da hilft auch kein Gezeter, denn ihr wisst, wir kriegen euch früher oder später. Wir stürmen
eure Tuntenbars und bringen euch zur Strecke, wir säubern unser schönes Land, Du schwule Sau verrecke!
Klingeling, klingeling, hier kommt … Was Aids noch nicht hinweg gerafft, dem nehmen wir uns an, weil
kein Normaler hier im Land die Brut ertragen kann. In Deutschland darf es keinen Platz für Abnormale
geben und kleine Tunte siehst Du uns, dann renne um Dein Leben. Klingeling, klingeling, hier kommt …“
Auch nicht schlecht „Kein Verbot der Homo-Ehe in den USA 07. Jun 19:04 Ein Verbot der gleichgeschlechtlichen
Ehe wird es in der US-Verfassung vorerst nicht geben. Dennoch stimmte im Senat eine Mehrheit für die
von Präsident Bush unterstützte Initiative gegen Homo-Ehen. Im US-Senat gibt es noch keine erforderliche
Zweidrittelmehrheit für ein Verbot der Homo-Ehe. In einer Abstimmung über eine Verfassungsänderung,
die die Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau definiert, gab es am Mittwoch allerdings eine knappe Mehrheit
von 49 zu 48 Stimmen. Es fehlen noch elf Stimmen, um eine Verfassungsänderung auf den Weg zu bringen.
«Wir gewinnen dazu», sagte der republikanische Senator David Vitter, der ein Verbot der Homo-Ehe unterstützt.
Zuletzt war 2004 über die Initiative abgestimmt worden. Eine Mehrheit der Amerikaner definiert die Ehe
zwar ebenfalls als Gemeinschaft von Mann und Frau. Eine Verfassungsänderung zu diesem Thema lehnt aber
eine genau so große Mehrheit ab. (nz)“
Alles nur Sex? „Liegt doch wohl am Begriff und Inhalt von „Homo-Sexualität“…“ Dann geht es – nach Ihrem
Sprachverständnis – in einer heteroSEXuellen Ehe wohl auch nur um Sex. „Die Homos gehen ja nicht einfach
für Freundschaft zwischen zwei Männern bzw. zwei Frauen auf die Barrikaden und in die Lobbies. Das Unterscheidende
ist und bleibt hier die sexuelle Dimension des Ganzen.“ Es geht in der Tat darum, dass unsere Lebenspartnerschaften
ebenso vom Staat anerkannt werden wie die heterosexuellen Lebenspartnerschaften – mit gleichen Rechten
und Pflichten. Die sexuelle Dimension spielt da überhaupt keine Rolle. Um mit einem Mann oder einer Frau
Sex zu haben, braucht niemand eine Partnerschaft/Ehe einzugehen.
Auf 180 Werte Beobachterin, wenn Sie sich ereifern: „Merkt euch doch endlich: Euer Sex ist uns schnurzegal,
ganz egal, scheißegal. Euer Sex ist zu nichts nutze, genauso wenig, wie wenn ihr mit euch selber masturbiert.
Euer Sex ist nicht gesellschaftsrelevant, er ist wertlos und dient nur euch selbst.“, dann frage ich mich,
was bringt Sie nun wieder so auf die Palme? Eine Partnerschaft ist nach meinem Verständnis mehr als Sex,
egal ob es sich um eine zwischen zwei Männern, zwei Frauen oder Mann und Frau handelt. Ich finde es schon
recht bezeichnend, wenn ihnen zur Eingetragenen Partnerschaft nur Sex, Sex, Sex einfällt. Wissen Sie
eigentlich, was es heißt, Verantwortung für einander zu übernehmen? Haben Sie sich schon einmal sachkundig
gemacht, wie das Verhältnis zwischen Rechten und Pflichten bei der ELP aussieht? Nach Ihren Äußerungen
zu urteilen, kann dem keineswegs so sein. Vielleicht hilft Ihnen dieser Link auf die Seite des LSVD typo3.lsvd.de/230.0.html.
Das erspart Ihnen zumindest das Googeln.
Verdrehte Fakten „ Es sei bekannt, daß rechtliche Lösungen wie die sogenannten eingetragenen Lebensgemeinschaften
immer stärker akzeptiert werden – sogar wenn sie die gleichen Rechte wie Ehepartner beanspruchen, ohne
deren Verantwortung zu übernehmen. Das Dokument warnt auch vor der Kinderadoption durch Homos.“ Ich wüsste
ja auch gerne, wo Eingetragene Lebenspartner wirklich die gleichen Rechte wie Eheleute haben, aber doch
weniger Pflichten. Zumindest in Deutschland wird erst umgekehrt ein Schuh draus: Hier überwiegen die
Pflichten (immer noch) die Rechte. Aber das passt kreuz.net ja natürlich nicht in sein eingeengtes Weltbild.
Die Warnung vor einer Adoption durch Homosexuelle entbehrt ebenfalls jeglicher (seriöser) Grundlage.
Nachdenklich … Vielleicht gibt dieser www.spiegel.de/…,1518,419376,00.html Artikel unserer fundamentalen
Kreuz.net’lern ja mal einen Anlass zum Nachdenken. Obwohl – ich glaube nicht, dass sie zum (Um-)Denken
in der Lage sind.
Hoffnung „Es gebe in der Heiligen Schrift einen sehr schönen Satz: „Siehe, ich mache alles neu.“ Wenn
man Neues mache, müsse man auch Altes aufgeben können: „Kirche ist nicht starr, sondern ändert sich
permanent. Wie sich Gesellschaft verändert, so muß sich Kirche auch ändern.“ Es braucht zwar alles
seine Zeit, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Noch viel schlimmer als gedacht „Ihrer Argumentation zufolge, müssten Sie auch den ADAC auf die SodomistenLobbyListe“
(derfux) Der ADAC? Niemals! Mein Weltbild bricht zusammen.
Mengenlehre oder Höhere Mathematik? „… jeder Wachsame Christgläubige erkennt die Schnittmengen zwischen
den Homoliten und den Glatzen klar und deutlich.“ (Institoris) Dann klären Sie uns doch freundlicherweise
mal auf. Wir sind gespannt.
Rote Karte für Neonazis „Gleich drei Gegendemonstrationen sind angekündigt: Die Haupt-Demo, bei der
3.000 Menschen erwartet werden, fängt um 10 Uhr am Oberbilker Markt an. Des weiteren gibt es von 10 bis
17 Uhr eine Veranstaltung des Asta der Uni Düsseldorf am Worringer Platz. Zwischen 10 und 12 Uhr organsiert
sich die WASG am Mintrop Platz. Auch die beiden Kirchen rufen unter dem Motto „Rote Karte für Neonazis“
zum Protest auf: Treffpunkt ist um 12 Uhr vor der Johanneskirche (Martin-Luther-Platz). Durch Absperrungen
will die Polizei verhindern, dass Neonazis und Gegendemonstranten aufeinander treffen. Der CSD hat sich
mit den geplanten Aktionen gegen die Rechten solidarisiert. „Wir sprechen die gleiche Sprache wie die
Gegner der Nazi-Demo“, so Julia Magerkurth vom Organisationsteam zu queer.de Es werde geplant, bei der
CSD-Bühne ab 17 Uhr Aktivisten zu Wort kommen zu lassen. Außerdem sei die Veranstaltung vor der Johanneskirche
nicht weit vom Straßenfest entfernt. Wichtig sei vor allem, Flagge zu zeigen gegen Rechts, so Magerkurth. „
(Quelle: www.queer.de) Wo der Knecht da die gemeinsame Allianz (!) von Nazis und Schwulen entdeckt haben
will, wird für uns alle ein Rätsel bleiben (steht aber durchaus im Einklang mit dem Unsinn, den er sonst
hier verzapft).
Gegen Rechts Beziehen Sie, werter Knecht, sich auf die Demo gegen den Naziaufmarsch in Düsseldorf am
morgigen Sonnabend? Zählt das schon unter das von Ihnen genannte Datum „am pfingsten“? Ich könnte mir
nicht Löblicheres vorstellen, als wenn möglichst viele Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung
oder Glaubensausrichtung, diesen Nazihohlköpfen zeigen, dass sie bei uns nicht erwünscht sind.
Unzucht –> Unsinn „Da praktizierte, widernatürliche Unzucht eine Todsünde ist, besteht höchste Gefahr
für das Heil der Seele, nämlich ewig verdammt zu werden und andere durch Verführung mitzureißen.“
(Graf von Galen) 1. Diese Einschätzung, werter Graf, gilt aber nur für Menschen, die die Auffassung
der katholischen Kirche teilen. Allen anderen ist das ziemlich schnurz und sie verzichten deshalb gerne
darauf, ihre Seele durch Leute wie Sie retten zu lassen. 2. Für einen Homosexuellen ist die Homosexualität
nicht widernatürlich, sondern so natürlich wie für einen Heterosexuellen seine Heterosexualität. Der
von Ihnen so gerne gebrauchte Begriff kann deshalb qua Definition nur auf Heterosexuelle zutreffen, die –
entgegen ihrer Natur (!) – mit Männern Sex haben. 3. Wann haben Sie sich entschieden, heterosexuell zu
sein? Oder sind Sie dazu verführt worden?
Noch mehr Kamelle „Wenn man Becks Position in der Diskussion über sexuellen Mißbrauch und Pädophilie
verstehen will, müßte man die gesamte Diskussion (Stand der Sexualwissenschaft, BKA-Studie von Baurmann,
Votum des Strafrechtssonderausschuss des Bundestages) in Rechnung darstellen und bewerten. Dafür dürfte
hier nicht der richtige Platz sein. Sicher ist allerdings, dass es weder eine Initiative von Volker Beck
zur Entkriminalisierung der Pädosexualität gab, noch eine Diskussion in der Partei über seine Diskussion.
Beck wandte sich von Anfang an, seit ich ihn der Schwulenbewegung wahrgenommen hatte gegen die damals
mehrheitlich geforderte Streichung des Sexualstrafrechtes und insbesondere des § 176 StGB. Er erwirkte
bei den Grünen bereits 1986 durch Parteibeschluß, also vor diesem obskuren Buch, die Auflösung der
BAG Schwule und Päderasten bei den Grünen und die Neugründung einer BAG Schwulenpolitik, die sich nur
für die Streichung des § 175 StGB einsetzte. Deshalb sind die im Artikel behaupteten Vorgänge unrichtig,
aber durch die Willkür eines Sysop offensichtlich in Stein gemeißelt.“ Oder hier www.biologie.de/…Beck_%28Politiker%29
klicken
Alles alte Kamelle „[Volker] Beck wandte sich schon früh gegen Forderungen aus der Homosexuellenbewegung
der 1980er Jahre nach Streichung des Sexualstrafrechtes oder des § 176 StGB. Er hielt jedoch die damals
auch in Sexualwissenschaft und Kriminologie vertretene Unterscheidung zwischen Pädophilie und sexuellem
Mißbrauch von Kindern für denkbar. Mit dieser Sichtweise brach er Ende der 1980er Jahre aufgrund einer
Auseinandersetzung mit den Erkenntnisssen von Kinderschutzeinrichtungen wie Zartbitter und Wildwasser.
Beck wirkte, auch in seiner Funktion als Rechtspolitischer Sprecher der Grünen, aktiv an mehreren Reformen
des Sexualstrafrechtes mit. Insbesondere die Schaffung eines eigenständigen Straftatbestandes des schweren
sexuellen Mißbrauches von Kindern (§ 176 a StGB) geht auf seinen Vorschlag zurück.“ Oder hier www.biologie.de/…Beck_%28Politiker%29
klicken
Lehre „Dummes Geschwätz! Zum letzten Mal: Katholiken haben sich an die Lehre der Kirche zu halten. So
steht es geschrieben, so soll es geschehen!“ (Schnabeltierkönig) Dann sollten Sie und Ihresgleichen sich
mal zu Gemüte führen, was der KKK ( = Lehre der katholischen [!] Kirche) zum Thema „Umgang mit homosexuell
veranlagten Menschen“ sagt. Anschließend vergleichen Sie das bitte mit dem Verhalten, was die kreuz.net-Redaktion
in ihren Artikeln zum Thema Homosexualität propagiert, und der Einstellung, die Diskutanten wie Sie hier
ständig zum Besten geben.
Nur keine Panik! „Die Wölfe im Schafspelz, die auf einem „Katholikentag“ Jugendliche zu widernatürlichen
Unzucht verführen wollen, sollten sofort öffentlich exkommuniziert werden !“ (Graf von Galen) Ich kann
Sie beruhigen, Graf. Diese „Wölfe“ werden Sie auf dem Katholikentag nicht finden. Im Übrigen sind Ihre
Befürchtungen auch außerhalb des Katholikentags völlig unbegründet, weil niemand zur Homosexualität
verführt werden kann. Man ist homosexuell oder man ist es nicht. Basta.
Verschieden katholisch? „Das heißt korrekt: „katholische“ Jugendarbeit.“ (Sulpicius) Warum, werter Sulpicius,
die Anführungszeichen? Wollen Sie damit ausdrücken, dass es zwischen katholisch und katholisch noch
einen Unterschied gibt? Und dass Ihnen womöglich das katholisch der Jugendarbeit nicht behagt?
Löblich „Als Tabuthema macht Homosexualität Jugendlichen und Eltern gleichermaßen ein Coming-out schwer.
Katholische Jugendarbeit hat den Anspruch, Jugendliche zu stärken und zu unterstützen.“ Da kann ich
nur sagen: Ein großes Lob auf die katholische Jugendarbeit!
Homo-Zeremonie? „Es geht bei jeder hl. Messe zuerst um Gott. Um sich mit IHM zu versöhnen, bedürfen
wir Sünder den Beichtstuhl und keine Homo-Zeremonie.“ (Frasim) Von „Homo-Zeremonie“ kann bei einem Gottesdienst
doch überhaupt nicht die Rede sein! Es sei denn, sie bezeichnen Gott plötzlich als Homo – was ich Ihnen
aber nicht unterstellen möchte. Wenn nach Ihrer Auffassung also ein Gedenkgottesdienst für an AIDS Verstorbene
nicht stattfinden darf, wie verhält es sich dann denn mit einem so genannten Sechswochenamt oder einem
Jahresamt für einen Verstorbenen?
Fromme Sprüche „ … Es gibt zig stellen in Gottes Wort, der Bibel, wo die Homosexualität verdammt wird,
…“ (Guntram) Es sind zwar nicht „zig“ Stellen, sondern nur einige wenige. Und auch für diese gilt,
dass eine sachgemäße Bibelauslegung heute die Aussagen des AT und NT nicht als zeit- und geschichtslos
ansehen kann, sondern, um sie als Gottes Wort heute recht zu verstehen und anzunehmen, nach ihren kulturellen,
sozialen und religiösen Zeitbedingungen fragen muss. So gibt es eine ganze Reihe alt- und neutestamentlicher
Stellen und Aussagen, deren Zeitbedingheit allgemein in Theologie und Kirche akzeptiert ist. Es wird sicher
niemand bestreiten, dass solche Stellen heute keine verbindliche Qualität mehr haben, weil sie dem Zeugnis
Christi widersprechen. An viele Regelungen, Gebote und Verbote des AT und NT halten sich deshalb auch
die meisten Christen nicht mehr, auch wenn sie die Bibel als höchste Autorität anerkennen.
Strafen „… aber wer weiß schon was Gottes Plan war, …“ (Guntram) Genau. Niemand von uns weiß es –
dennoch maßen sich einige hier an, es zu wissen. Guntram selbst offensichtlich eingeschlossen. 1. verbreitet
er immer noch die Mär, dass AIDS eine Homosexuellen-Seuche sei. Schauen sie doch mal nach Afrika! 2.
behauptet er, der Tsunami sei eine Strafe Gottes gewesen. Der Tsunami war die Folge natürlicher Vorgänge
in der Erdkruste. Dass so viele Menschen sterben mussten – Schuld am Tsunami hatte keiner von ihnen –
ist eher auf ein nicht vorhandenes bzw. mangelhaftes Warnsystem zurückzuführen.
Gay Pride „aber bitte schön für den Weg zum Beichtstuhl und nicht für eine Gay Pride Parade vor dem
Altar!“ Ging es denn nicht um einen Gedenkgottesdienst für an AIDS verstorbene Freunde?
Fehlinterpretation „Man könnte sagen dass sich das „not“ auch auf die Folgende Zeile bezieht… Also:
Flügel auf meinem Rücken Ich habe Hörner auf dem Kopf Meine Fänge sind scharf Und meine Augen sind
rot Nicht gerade ein Engel Oder derjenige der fiel Nun wähle uns zu folgen oder gehe direkt in die Hölle.
Diese Bedeutungsänderung hieße, dass er kein Engel ist und schon gar nicht der gefallene Engel.“ (Lilith)
Lilith hat völlig Recht! Man könnte es nicht so übersetzen, man muss es so übersetzen. Alles andere,
d.h. die von Kreuz.net angebotene Übersezung, ist eine gewollte Fehlinterpretation oder Falschübersetzung!
‘n bisschen September und fast ganz Oktober „Der Kaniballe von Bochum war ebenfals ein Sünder, den kein
Mensch wird als Kaniballe geboren. Meine Fragen zum Kaniballen hat keiner beantwortet, lieber Krzysiek!“
(28.IX – 28.X) Die Antwort erfolgte recht ausführlich von private-notes. Da die Frage „an alle Homos“
gerichtet war und mir ausreichend beantwortet schien, meinte ich, dem nichts mehr hinzufügen zu müssen.
Also: Einfach nochmal weiter unten nachlesen. !:)
Indoktrination! „Wie auch immer, GOTT hat uns alle in unendlicher Liebe geschaffen, und ich weiss, dass
mein Vater mich nicht verstösst, nur weil ich so lebe wie er mich geschaffen hat.“ (Xixax) Sie sagen
das doch nur, weil man Sie in einem Gottesdienst für Homosexuelle entsprechend indoktriniert hat! Ich
kann jedes Wort in Ihrem Beitrag unterschreiben. Aber: Hier treffen unterschiedliche Welten aufeinander.
Krank? „Genau wie alle Psychopathen krank sind, sind es auch ALLE Homosexuellen! genauso wenig gibt wie
die Deutschen oder die Katholiken? Dies zu praktizieren ist auch keine Sünde Ihre Logik ist einfach umwerfend!
Wenn in einer Gruppe von Menschen einer eine Sünde praktiziert (nach Ihrem Verständnis: Schwule), dann
darf man von einem auf alle schließen? Wenn ein angeblicher (!) Homosexueller merkt, dass er in Wirklichkeit
ein psychisches Problem mit seiner Männlichkeit hatte, dann trifft das auf alle Schwulen zu? Willkommen
in der Wirklichkeit!
Einer für alle „Die Liebe hört demnach bei Ihnen dann auch auf, wenn das kribbeln weg ist Der geistige
Horizont der Schwulen hängt wohl sehr tief.“ (Maledica) Halten Sie das für eine zulässige Verallgemeinerung?
Haben Sie noch nicht gemerkt, dass es die Schwulen genauso wenig gibt wie die Deutschen oder die Katholiken?
Aber bei Ihrem „geheilten Homosexuellen“ schließen Sie ja auch von einem auf alle. Jeder weitere Kommentar
scheint mir überflüssig.
Weltbild „Ach ja und so sind dann die geheilten Homosexuellen einfach gar nicht wirklich homosexuell gewesen“
(Maledica) Sie dürfen mir schon glauben, dass meine Erfahrungen mit meiner Homosexualität gänzlich
andere sind als die des „geheilten Homosexuellen“ aus Ihrem Link. Dieser Mann sagt ja selber von sich,
dass er gar nicht von Geburt an homosexuell war, sondern sich wegen Problemen mit seiner Männlichkeit
wie ein Kannibale anderen Männern zugewandt hat, um ihre Männlichkeit in sich aufzusaugen. Sie können
das natürlich gerne ignorieren und weiterhin nur die Wirklichkeit zur Kenntnis nehmen, die in ihr enges
Weltbild passt.
Maledicas Antwortversuch Christoph W. Kiehne meint: „Und noch wichtiger: homosexuell empfindende Menschen
müssen nicht so bleiben. Veränderung ist möglich!!! Ich möchte allen, die betroffen sind und die vor
sich selbst ehrlich erkennen, dass sie damit nicht glücklich sind, Mut machen, Veränderung zu suchen.“
Hier gibt es schon mal einen Riesenunterschied zwischen uns: Ich bin nicht unglücklich mit der Tatsache,
dass ich schwul bin! „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass homosexuelles Empfinden nicht angeboren ist –
ich bin nicht von Geburt an schwul. Mir ist klar geworden, dass ich einen ziemlichen Minderwertigkeitskomplex
im Bereich der Männlichkeit hatte, der sich nicht allein auf meine Sexualität bezog, sondern auf meine
Persönlichkeit. „Ich war nicht männlich genug“, konnte mich ín vielen Bereichen nicht mit anderen Jungs
messen und fühlte mich deshalb nicht dazugehörig.“ Dies ist der zweite große Unterschied: Einen solcher
Minderwertigkeitskomplex war und ist mir fremd. „Das aber wollte ich unbedingt. Ich habe versucht, meine
eigenen Defizite durch die Beziehung zu anderen Männern zu kompensieren. So wie Kannibalen sich die Kraft
ihrer Feinde einzuverleiben versuchten, habe ich versucht, die Männlichkeit meiner Partner in mich aufzunehmen,
indem ich Geschlechtsverkehr mit ihnen hatte.“ Dieser Mann war nicht wirklich homosexuell, sondern hat
versucht ein psychologisches Problem durch homosexuelles Verhalten zu kompensieren.
Was die Bibel lehrt … „Widernatürliche homosexuelle Praktiken sind sehr wohl Sünde! Das lehrt auch
die Kirche!“ (Maledica) Aha! Jetzt sprechen Sie auf einmal wieder von Praktiken; eben sprachen Sie von
Homosexualität an sich, die angeblich von Gott verdammt würde. Ich kann Sie aber beruhigen: Homosexuelle
Praktiken sind nicht widernatürlich. „Die Homos wollen dies nur nicht wahr haben und in ihrer Verblendung
versuchen diese ihren abartigen Lebensstil zu rechtfertigen.“ (Maledica) Sind Sie schon mal auf den Gedanken
gekommen, dass Sie auch derjenige sein könnten, der verblendet ist? Sie sind mir immer noch eine konkrete
(!) Antwort schuldig, warum Homosexualität Sünde sein soll. Der pauschale Verweis auf die Heilige Schrift
bringt uns hier leider nicht weiter. Da steht ja z.B. auch drin, dass Frauen im Gottesdienst Schleier
tragen müssen, dass Schweinefleisch und Muscheln auf einer Speisenkarte nichts verloren haben oder dass
man sonnabends unter Todesstrafe nicht arbeiten darf. Wer hält sich heute bei uns an diese Regeln? Wollen
Sie etwa im Ernst einer unverschleierten Frau im Gottesdienst vorwerfen, sie pflege einen „abartigen Lebensstil“?
Oder jemandem der sonnabends arbeitet? Oder jemandem der Schweinefleisch verzehrt? Wann kommen Sie in
der Realität an?
Wo bleibt die Logik? „Für was soll Homosexualität gut sein!“ Für was, bitte schön, sind denn blaue
Augen, dunkle Haut, asiatische Abstammung, Rechts- oder Linkshändigkeit etc „gut“? Würden sie diese
Merkmale deswegen auch als Krankheit bezeichnen? „Gott liebt den Sünder, der umkehrt! Also Ihr armen
Geschöpfe, erkennt Eure Krankheit und laßt Euch heilen!“ (beide Zitate von Maledica – und er/sie scheint
wirklich schlecht zu sprechen) Sie haben mir immer noch nicht verraten können – möglicherweise, weil
Sie es nicht wissen und hier nur Phrasen dreschen – woher Sie die Erkenntnis haben, dass Gott Homosexualität
als Sünde ansieht. (Das tut ja übrigens nicht einmal die katholische Kirche.)
Normale Unterschiede „Für die Haar-, Augen- und Hautfarbe kann jeder persönlich nix. Diese Unterschiede
sind normal und Gott gewollt! Doch die widernatürliche perverse Homosexualität ist heilbar. Gott liebt
die Menschen, aber er haßt die Homosexualität!!!“ (Maledica) Hat er Ihnen das selber so gesagt? Warum
dann nicht auch mir als quasi direkt Betroffenem? Ich kann in der Tat nichts für meine Haarfarbe. Auch
nicht für meine Augenfarbe. Auch nicht für meine Hautfarbe. Auch nicht für mein Geschlecht. Auch nicht
für meine sexuelle Orientierung. Sie sind alle normal und von Gott so gewollt. Homosexualität ist so
wenig widernatürlich oder pervers wie helle oder dunkle Hautfarbe, Rechts- oder Linkshändigkeit, Mann-
oder Frausein. Keines von diesen Merkmalen muss deshalb geheilt werden.
Der ganze Mensch! „Begreifen Sie doch endlich: … Gott will Sie … als ganzen Menschen, und nicht als
Teil von Ihnen, …“ (Ansgar) Sie sagen es zwar, aber Sie scheinen es selber nicht zu begreifen: Gott
will den ganzen Menschen. So wie er ihn erschaffen hat. Dabei ist es ihm egal, ob er blaue, braune oder
grüne Augen hat, ob er blond, brünett oder schwarzhaarig ist, ob er Rechts- oder Linkshänder ist, ob
er eine dunkle oder helle Hautfarbe hat, ob er gleich- oder gegengeschlechtlich liebt, ob er Kind, Erwachsener
oder Greis ist, ob er Europäer, Amerikaner, Asiat oder Afrikaner ist, …
Leseverständnis „Gott verurteit Homosexualität. Sie glauben’s nicht? Lesen Sie die Hl.Schrift. (28.IX.-28.X.)
Nirgendwo (!) in der Hl. Schrift steht, dass Gott die Homosexualität verurteilt. Und warum soll ich den
Kanibalen aus Bochum nicht mit Homos vergleichen? Die Fragen aus meinem letzten Beitrag bleiben von Ihnen
immer noch nicht beantwortet.“ (28.IX.-28.X.) Beantwortet wurden sie sehr wohl. Sie haben’s nur (mal wieder)
nicht verstanden.
Alles eine Frage der Definition? Mörder – sind Menschen, die andere Menschen töten; in den seltensten
Fällen werden sie als Mörder geboren. Diebe – sind Menschen, die anderen Menschen etwas wegnehmen; in
den seltensten Fällen werden sie als Diebe geboren. Homosexuelle – sind Menschen, die Menschen des gleichen
Geschlechts lieben und niemandem (!) damit irgendeinen Schaden zufügen. Sie werden als solche geboren
und entscheiden sich nicht freiwillig dafür, schwul oder lesbisch zu sein. (Und wer etwas anderes behauptet,
hat keine Ahnung!)
Was ist „Homo-(Un-)Kultur“? „So wie es der Artikel darstellt, stehen Exponenten der Homo- Unkultur hinter
diesem Projekt.“ (Graf von Galen) Dieser Artikel stammt aus der Kreuz.net-Redaktion. Schon allein auf
Grund dieser Tatsache wäre ich vorsichtig, was die Übereinstimmung von Wirklichkeit und Geschriebenem
angeht. Sie glauben ja sicher auch nicht alles, was in der BILD-Zeitung steht. Die tägliche Lektüre
von Artikeln aus der Feder der Kreuz.net-Redaktion zeigt uns doch immer wieder aufs Neue, dass Objektivität
hier nur in den seltensten Fällen als Maßstab genommen wird.
Theorie oder Praxis? „Praktizierte Homosexualität ist schwerste Sünde. Wer ihr verfallen ist, ist in
sehr großer Gefahr der ewigen Verdammnis anheimzufallen. Von daher darf die Kirche keine Gottesdienste
durchführen, die bei den Betroffenen den Eindruck erweckt, ihr böses Handeln wäre in Ordnung.“ (Graf
von Galen) Woher wissen Sie denn so genau, dass die schwulen und lesbischen Katholiken, die diese Gottesdienste
besuchen, ihre Homosexualität praktizieren? Was wäre denn, wenn sie nach den Regeln der Mutter Kirche
leben und in einem solchen Gottesdienst Stärkung für ihr keuschen Leben finden möchten?
Anders „… heben jedoch die Abartigkeit in den Vordergrund …“ (Maledica) Es müsste hier heißen: „…
heben jedoch die Andersartigkeit in den Vordergrund …“ oder „… heben jedoch die sexuelle Identität
in den Vordergrund …“
Verwechslung Ich glaube, werter 28.IX.-28.X., Sie verwechseln da etwas. Nicht die „Homobande“ verbrennt
in Indien Bücher, sondern eine katholische Gruppierung. Das zeigt doch mal wieder, wozu Fanatismus führt.
Empfehlenswert. Vielen Dank, derfux, für den Hinweis auf dieses Dokument der EKHN. Ich frage mich, warum
es unseren katholischen Cheftheologen so schwerfällt, sich diesen Erkenntnissen öffentlich anzuschließen.
Des Weiteren teile ich die Sorge von Xixax, dass dieses Dokument, schon allein weil es von der prostestantischen
Kirche stammt, gleich – und wahrscheinlich ohne es gelesen zu haben – in Grund und Boden verdammt werden
wird.
Katholisch? „Die gottlose kapitalistische Ausbeutung der Natur hat einen katholischen Aspekt, …“ Sollte
es da nicht besser heißen: „… hat ein christlichen Aspekt“? – wenn man der Sache schon einen religiösen
Touch vermitteln will. Meiner Meinung nach sollte sich jeder, ganz gleich, welcher Relion er angehört
oder auch nicht, darum bemühen, die Zerstörung unserer Lebensgrundlage auf ein Minimum zu beschränken.
Wir wissen ja alle, dass wir nur diese eine Erde haben.
Demokratische Spielregeln „Sie schreckten nicht davor zurück, eine staatliche Autorität und damit die
Demokratie zu mißachten (das Grundprinzip einer Demokratie ist die Anerkennung der demokratisch gewählten
Regierung!), …“ (Beobachterin) Sie müssten da etwas genauer beobachten. Frau Roth hat ja keineswegs
der polnischen Regierung ihre Legitimation abgesprochen, sondern zu Recht darauf verwiesen, dass hier
europäische Spielregeln missachtet werden, zu deren Einhaltung sich Polen mit dem Beitritt zur EU verpflichtet
hat. Die muss einem EU-Bürger ja noch erlaubt sein. Und wie sehen Sie nach Ihrer Definition von Demokratie
die Proteste, die kürzlich in Frankreich stattfanden – und z.T. recht gewaltsam – gegen ein Gesetz, dass
die dortige demokratisch gewählte Regierung im besten Glauben zur Verminderung der Jugendarbeitslosigkeit
erlassen hatte?
Kannitverstaan „Allerdings werden zwei Männer mit Ehering genauso bewertet wie zwei homosexuelle Männer
ohne Ehering, insofern war die eingetragene Partnerschaft (anstelle der Homo-Ehe, die eigentlich gefordert
wurde) kein Erfolg. Sie konnte der Natur der Sache nach auch gar keiner sein.“ (Beobachterin) Diese Aussage
verstehe ich nicht. Sind Sie so nett und machen sich die Mühe, sie zu erläutern?
#34 Krzyszek 13:38:40 | Donnerstag, 27. April 2006
Allgemein „Das setzt m.E. einen gewissen Allgemeingültigkeitsanspruch voraus.“ Und den erhebt die katholische
Kirche ja nun mal. Denn wie wir alle wissen, bedeutet „katholisch“ ja „allgemein“.
Animierboys „…, daß die Schüler in einer sensiblen Phase zur Homosexualität animiert werden, was
sich schlecht wieder rückgängig machen lasse.“ Ich lache mich gleich scheckig. Ausgerechnet Schüler,
bei denen kaum ein Wort so negativ besetzt ist wie das Wort „schwul“, sollen durch Aufklärungsunterricht
zur Homosexualität animiert werden? Wirklichkeitsfremder kann man die Welt wohl nicht mehr sehen.
Erziehungskompetenz „Warum maßt sich der Staat die höhere Kompetenz als die Familien in punkto Kindererziehung
an?“ Tut er das denn? In Frau von der Leyens Konzept für eine moderne Familienpolitik kann ich das nicht
erkennen.
Das Katholische an dieser Nachricht ist bestimmt die Tatsache, dass das Frauenbild unserer Ministerin
nicht mehr dem so genannten „traditionellen“ Frauenbild von den drei Ks entspricht, sondern dass Frau
von der Leyen versucht, es Frauen und Männern zu erleichtern, Kindern zu haben und ihre Fähigkeiten
im Beruf zu entfalten. Sie weiß eben, dass junge Frauen Kinder haben und ihren Beruf weiter ausüben
wollen. Sie weiß auch, dass junge Väter heute erziehende Väter sein wollen und nicht mehr nur Ernährer.
Ich verstehe die Aufregung über Frau von der Leyen hier nicht. 1. Es schreibt eine Kinderärztin/Schulärztin/Familientherapeutin,
die im Hauptberuf Mutter von drei Kindern und Hausfrau ist, etwas von Berufsverbot, weil die Ausweitung
des Angebots an Ganztagsschulen ihr angeblich ihre Aufgaben als Mutter wegnimmt. Frage: Wann übt diese
Frau denn ihren Beruf als Ärztin/Therapeutin aus? Zwischen 8 und 13 Uhr? 2. In vielen Familien ist die
Berufstätigkeit beider Eltern heutzutage eine Notwendigkeit, weil ein Gehalt oft nicht ausreicht. Diese
Familien nehmen sicher gerne das Angebot der Ganztagsschule an (die ja übrigens auch spätestens um 16
Uhr zu Ende sein dürfte). Dann bleibt noch ausreichend Zeit für das Familienleben. Es ist den Familien
aber nach wie vor freigestellt, ob ein Elternteil zu Hause bleibt. 3. Warum sollen gut ausgebildete Frauen
gezwungen werden, sich auf die Arbeit der Hausfrau und Mutter einzulassen? Ist dies nicht vielleicht ein
Grund dafür, warum Frauen heute weniger Kinder bekommen? Lässt nicht die Vereinbarkeit von Beruf und
Famile bei uns zu wünschen übrig? Warum wird nicht (auch) von den Vätern erwartet, dass sie sich der
Frage „Beruf oder (und) Familie?“ stellen? Warum sollen Frauen ihre teure Ausbildung brach liegen lassen,
„bis die Kinder aus dem Haus sind“? 4. Was soll der Satz „Einverdienerfamilien können sich Familienerziehung
kaum noch leisten?“ Hier widerspricht sich die gute Frau Dr. Steuer doch! Will sie nun „Haufrau und Mutter“
sein oder will sie doch eine so genannte „berufstätige Mutter“ sein?
Formsache? „… muss erkennen das Homosexualität der Heterosexualität unterlegen ist (1+1=2). Sie kann,
will und wird nichts gutes hervorbringen, weil sie die Liebe Gottes ablehnt.“ Eine Form der Sexualität
lehnt die Liebe Gottes ab? Wie geht das denn?
Trailer Ich habe mir gerade mal auf der Webseite www.popetown.com/ einen so genannten „Trailer“ angesehen.
Das scheint mir so ein Zeichentrickfilm untersten Niveaus zu sein, den vielleicht noch präpubertäre
Hirne lustig oder gar ansprechend (?) finden könnten – für mich ist es der reinste Schwachsinn. Da schaue
ich mir doch lieber South Park oder Schwammkopf Sponge Bob an.
Antwort für rudolfsohn rotwang: @rudolfsohn: „Machen’s homosexuelle Frauen auch anal? Wäre mir neu…“
Homosexuelle Frauen? Sowas gibt’s doch gar nicht! Meinst du etwa Lesben? Die sind doch nicht schwul! [v.d.Red.zens.]
Preisfrage Also, in der Theorie klingt das ja alles ganz schön mit dem Kinderwunsch. Aber wie sieht denn
die Praxis aus für junge Familien? Beispiel 1: Kollegin, 1 Kind, arbeitet Teilzeit am Wochenende, wenn
der Mann sich um den Nachwuchs kümmern kann. Mann hat Studium beendet, findet aber keine Anstellung,
hat erst für’n Praktikantenlohn „gejobbt“, macht jetzt Zusatzstudium. Halbes Gehalt reicht aber wohl
kaum für eine 3-köpfige Familie. Beispiel 2: Kollegin, 1 Kind, arbeitet Vollzeit, Mann auch. Sie möchte
sich beruflich verändern, bekommt aber keine Chance: „Was, Sie haben ein Kind? Wer kümmert sich denn,
wenn es mal krank ist?“ Kind ist in 5 Jahren selten krank gewesen, Oma springt zur Not ein. Kollegin bekommt
den neun Job trotzdem nicht. Preisfrage: Wie groß ist die Chance, dass die Kinder dieser Kollegen noch
Geschwister bekommen?
Spekulation „Da die Wissenschaft sich darüber noch nicht einig ist ob Homosexualität genetisch festgelegt
oder erst später gemacht wurde halte ich beide Möglichkeiten für gegeben.“ (Sozialkatholisch) Ist die
Wissenschaft sich denn einig darüber, wie Heterosexualität entsteht? Genetisch festgelegt oder erst
später gemacht?
Fehler Sie haben ja eine seltsame Logik, werter rudolfsohn. Weil Gott laut Genesis den Menschen als Mann
und Frau erschuf, soll er etwas gegen gleichgeschlechtliche Liebe haben? Richtig ist ja ohne Zweifel,
dass Fortpflanzung nur verschiedengeschlechtlich erfolgt. Aber dass deshalb Menschen, die Gott als gleichgeschlechtlich
empfindend geschaffen hat – Sie können da offensichtlich nicht aus eigener Erfahrung reden, sonst würden
Sie nicht immer so einen Unsinn von sich geben – kein Gottesgeschenk sein sollen? Macht Gott also Fehler?
„Ich mache „Reklame“ für Gott, Jesus Christus, die Schöpfung, Ehe und Familie.“ Ich ich mich nur auf
Ihre Reklame verlassen würde, müsste ich von Antireklame sprechen.
Forum „Ich plädiere dafür, liebe Freunde von kreuz.net, das Forum abzuschalten und nur die Nachrichten
zu veröffentlichen. Kommentare lese ich ohnehin kaum noch.“ (Peccator) Das wird sicher nicht geschehen,
denn 1. nur dank der Beiträge im Forum auch von kritischen Stimmen schafft es kreuz.net im Ranking vor
kath.net zu bleiben 2. Nachrichten gibt es auf kreuz.net nicht. Das, worauf Sie sich offenbar beziehen,
sind Meinungsäußerungen der Redaktion oder selbsternannter Fachleute auf meist schlecht recherchierter
Grundlage.
Ergänzung Ich schrieb eben: „Was ihren Neffen und dessen Freunde angeht: Falls sie wirklich heterosexuell
sein sollten, dann sind sie es, gegen die sich die Bibel wendet, weil es für sie dann „widernatürliche
Unzucht“ wäre.“ Bevor ich Ihrem Neffen und seinen Freunden Unrecht tue: Es kann natürlich auch gut möglich
sein, dass diese jungen Leute ganz einfach bisexuell sind. Diese Variante existiert in der Natur ja durchaus
auch.
Rudolfsohn weicht aus Werter rudolfsohn, gestern fragte ich Sie bereits: „Wenn Sie, werter rudolphsohn,
hier schon Reklame für Ihre eigene Moralität machen wollen, dann lassen Sie sich bitte etwas Substantielleres
einfallen als Ihre Heterosexualität. Sie haben nichts getan, um sie zu verdienen; sie wurde Ihnen geschenkt.
Falls Sie mir nicht zustimmen, würde ich gerne mit großem Interesse Ihre Geschichte hören, weil Sie
Ihre Heterosexualität sicherlich ohne jegliche Anstrengung Ihrerseits erhalten haben. Sie ist bestimmt
so sehr mit Ihrem Wesen verwoben, dass nichts sie jemals ändern könnte. Für diejenigen unter Ihnen,
die die sexuelle Orientierung auf eine einfache Wahl, eine Charakterfrage, eine schlechte Angewohnheit
oder etwas, das mit Hilfe eines 10-Punkte-Programms geändert werden kann, reduziert – ich bin erstaunt.“
Sie stimmten mir gestern zu, dass Ihre Sexualität ein Geschenk Gottes sei. Wie kommen Sie dann also darauf,
dass das ausgerechnet bei Homosexuellen nicht so ist? Und wenn Sie von Homosexuellen erwarten, dass sie
ihre Sexualität mal einfach so ändern, wie steht das dann mit Ihrer eigenen Heterosexualität? Was ihren
Neffen und dessen Freunde angeht: Falls sie wirklich heterosexuell sein sollten, dann sind sie es, gegen
die sich die Bibel wendet, weil es für sie dann „widernatürliche Unzucht“ wäre.
Wahlweise ? „Nochmals: Homosexualität ist nicht angeboren, sondern eine krankhafte Störung. Etwas, was
erworben ist, ist also reversibel, d.h. umkehrbar. Es lässt sich therapieren, da es nicht genetisch bedingt
ist. Homosexuelle können sich mit der Hilfe Gottes ändern, sofern sie das aufrichtig wollen. Dies ist
aber mindestens genauso schwer wie bei anderen Suchtkranken auch,…“ (rudolfsohn) Dazu fragte gestern
an dieser Stelle Deusexmachina: „Jetzt ‘mal wirklich eine ehrliche Verständnisfrage, mir ist da nämlich
etwas nicht klar: Also, Sie meinen, es gälte als „hip“, schwul zu sein? Nun, „hip“ sind Sachen, die man,
der Mode folgend, macht. Sie werden verzeihen, aber das wirft bei mir schon die Frage auf, als wie manipulierbar
Sie die eigene Sexualität erachten? Ich meine, man schließt ja zunächst einmal gerne von sich auf andere –
wer selbst felsenfest davon überzeugt ist, dass seine eigene Sexualität unverrückbar (oder mindestens:
von ihm selbst unbeeinflussbar) feststeht, der kann ja aeigentlich gar nicht auf den Gedanken kommen,
modische Aspekte könnten hier eine Rolle spielen. Also, mit Verlaub: MIR ist der Gedanke nie gekommen.
Wie kommen SIE darauf?“ Eine Antwort haben wir bisher von niemandem, der eine Position wie die Ihre vertritt,
erhalten.
Verschwörung „Erst kürzlich wurde ‘Radio Maryja’ vom polnischen Rat für Medienethik wegen angeblich
„primitiver antisemitischer Aussagen“ attackiert.“ Das ist im katholischen Polen natürlich alles nur
eine Verschwörung gegen den Katholizismus. Alles frei erfunden und von Antisemitismus keine Spur. Ich
bin mir sicher, da stecken die Freimaurer mit drin.
Vielsagend Angesichts der zahllosen Gerüchte um eine Versöhnung mit der Piusbruderschaft erklärte Pater
Gabet: „Jene, die wirklich etwas wissen, sagen nichts und jene die reden, wissen nichts.“ Einen vielsagenderen
Ausspruch hätte Pater Gabert kaum machen können. Er deutet damit an, dass er nichts weiß.
Die Welt, erklärt nach Uwe Schmidt … Diejenigen, die hier ein Weltbild à la Uwe Schmidt vetreten oder
beklatschen, haben in meinen Augen jegliches Gespür für die Realität auf diesem Planeten verloren.
Es fehlte nur noch der auf kreuz.net sonst immer übliche Hinweis auf die Französische Revolution, das
2. Vatikanische Konzil und die Freimaurer, dann wäre die Sache komplett gewesen. Also, Leute, do get
real! Macht doch mal eure Augen auf, wenn ihr durch die Weltgeschichte lauft, und benutzt wenigstens eine
eurer Gehirnzellen mal zum selbständigen Denken. Das wäre dann schon mal ein hoffnungsvoller Anfang.
Vergeblich Ich sagte schon mal, lieber Anonym123, dass du hier vergeblich auf die erhoffte Antwort warten
wirst. Das würde bei den entsprechenden Leuten etwas voraussetzen, was sie nicht haben.
Einfach fabelhaft! Und was, werte Beobachterin, wollen Sie uns mit dieser Anekdote sagen? Etwa dass Sie
Ihre Heterosexualität aus freiem Willen gewählt haben und sie jederzeit wieder ändern könnten, wenn
die Mode es verlangt? Oder dass es durchaus in Ordnung ist, jugendliche Homosexuelle, die gar nicht wissen,
warum sie anders sind, zu Selbstmordgedanken zu treiben, weil ihre Umwelt sie wegen ihrer Andersartigkeit
ablehnt? Sie sind mir ja ein schöne Christin!
6. Gebot „Für sie gilt halt das 6. Gebot: Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“ (bonifatius) Und habe
mal gelernt, dass das 6. Gebot lautet: Du sollst nicht ehebrechen. Naja, so biegt sich offensichtlich
jeder kreuz.net-ler seine Religion zurecht, wie er sie gerade braucht. Erst gestehen Sie Schwulen nicht
mal eine „Homo-Ehe“ zu, dann wollen Sie es uns auch noch als Sünde anrechnen, wenn wir selbige brechen.
Und auf die Fragen von Anonym123 und Deusexmachina hat von Ihnen immer noch niemand eine Antwort gegeben.
Wohl weil Sie dann zugeben müssten, dass Ihr Argumentationsgebäude dem nicht standhält und in sich
zusammenfällt.
Wirklichkeitsfremd „Es gilt doch heute in der Welt als hipp, schwul zu sein.“ (Elendester Sünder) Erzählen
Sie das mal einem schwulen Jugendlichen, der in der Schule wegen seiner Homosexualität gemobbt wird.
Der wird Sie gleich für verrückt erklären, noch bevor er weiß, dass Sie ein Fan der kreuz.net-Fundis
sind.
Wirklich traurig Anonym123 hat völlig Recht. Allerdings bezweifle ich stark, dass er diejenigen hier
zum Nachdenken anregt, die es nötig hätten. Die meisten von denen scheinen ja nicht einmal zu wissen,
was Denken überhaupt ist, geschweige denn eigenes Denken. Sie beten lieber das nach, was sie in irgendwelchen
Fundiquellen gelesen haben, und verwechseln somit Ursache und Wirkung. Für sie sind die Selbstmordversuche
homosexueller Jugendlicher ein Anzeichen dafür, dass es sich bei Homosexualität um eine psychische Krankheit
handelt. Nie würden sie zugeben, dass es Leute wie sie selbst sind, die diese Jugendlichen durch ihre
ablehnende Haltung in diese Verzweiflung treiben. Mit Christsein hat diese Einstellung nach meinem Dafürhalten
nichts mehr gemein.
Gottgewollt „Sie haben in diesem Punkt Recht: Ich habe wahrlich nichts besonderes tun müssen, um mir
meine Hetrosexualität zu verdienen; sie wurde mir geschenkt. Richtig, und dafür bin ich dem Herrgott
als dem Stifter der Ehe dankbar. Meine Heterosexualität habe ich mir in der Tat ohne jegliche Anstrengung
erhalten, weil sie für mich als katholischer Christ eine natur- und gottgewollte Einrichtung ist.“ (rudolfsohn)
Sehen Sie, genau so verhält es sich mit meiner Homosexualität. Ich habe wahrlich nichts besonderes tun
müssen, um mir meine Homosexualität zu verdienen; sie wurde mir geschenkt. Richtig, und dafür bin ich
dem Herrgott dankbar. Meine Homosexualität habe ich in der Tat ohne jegliche Anstrengung erhalten, weil
sie für mich als katholischer Christ eine natur- und gottgewollte Einrichtung ist.
Unsinn Wenn Sie, werter rudolphsohn, hier schon Reklame für Ihre eigene Moralität machen wollen, dann
lassen Sie sich bitte etwas Substantielleres einfallen als Ihre Heterosexualität. Sie haben nichts getan,
um sie zu verdienen; sie wurde Ihnen geschenkt. Falls Sie mir nicht zustimmen, würde ich gerne mit großem
Interesse Ihre Geschichte hören, weil Sie Ihre Heterosexualität sicherlich ohne jegliche Anstrengung
Ihrerseits erhalten haben. Sie ist bestimmt so sehr mit Ihrem Wesen verwoben, dass nichts sie jemals ändern
könnte. Für diejenigen unter Ihnen, die die sexuelle Orientierung auf eine einfache Wahl, eine Charakterfrage,
eine schlechte Angewohnheit oder etwas, das mit Hilfe eines 10-Punkte-Programms geändert werden kann,
reduziert – ich bin erstaunt. Wollen Sie damit wirklich sagen, dass Ihre eigene sexuelle Orientierung
nichts mehr ist als etwas, was Sie gewählt haben, etwas was Sie jederzeit ändern könnten? Falls dem
nicht so ist, warum erwarten Sie dann von anderen, dass sie das können?
Privilegien oder gleiches Recht? „Sie können weiter nicht geltend machen durch die Privilegierung der
Ehe benachteiligt zu sein. Nennen Sie diese Nachteile doch einmal.“ (Benedikt) Ich habe nirgendwo geäußert,
durch den „besonderen Schutz“, unter dem Ehe und Familie in Deutschland laut GG stehen, benachteiligt
zu sein. Allerdings sehe ich gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften benachteiligt, wenn ihnen vom
Gesetzgeber zwar die gleichen Pflichten auferlegt werden wie Eheleuten, aber nicht auch die gleichen Rechte
gewährt werden. Im Übrigen dürfte es Ihnen auch nicht gelingen, uns hier überzeugend klar zu machen,
wo Ehe und Familie dadurch geschwächt werden, dass gleichgeschlechtliche „Ehen“ und Familien neben den
gleichen Pflichten auch die gleichen Rechte erhalten.
Privilegien „Obwohl es in unserem Land ein wachsendes Klima der Gleichberechtigung und der Unterstützung
für Anti-Diskriminierungsaktionen gibt, merke ich auch, daß Mitglieder der Homo-Gemeinschaft nach wie
vor ausgegrenzt, schikaniert und mißhandelt werden.“ (Ahern) Beobachter kritisierten den Premierminister,
daß mit der staatlichen Bevorzugung einer winzigen Minderheit genau das geschehen werde. Vor dem Gesetz
müßten alle gleich sein. So, und wenn nun die irische Regierung damit ernst macht, dass vor dem Gesetz
endlich alle gleich sind – und auch so behandelt werden, dann regt kreuz.net sich natürlich wieder darüber
auf – wohl weil die katholische Kirche dabei ist, ihre privilegierte Stellung in diesem Lande zu verlieren,
wie auch zuvor schon in Spanien. „Ich darf selbstverständlich Menschen „diskriminieren“, deren Verhalten
einen Schaden für eine Gesellschaft darstellen, wie z.B. Bankräuber, …“ (Semi.) Ihr Denkfehler besteht
nur darin, dass man z.B. Bankräuber nicht von Geburt aus ist. Der Staat privilegiert die Ehe nicht, weil
er so nett ist, … sondern weil … nicht zuletzt daraus, dass aus einer Ehe Kinder hervorgehen können,
aus einer HS-Lebenspartnerschaft nicht. (Ben.) Der Staat privilegiert aber auch Ehen, die kinderlos sind.
Auch homosexuelle Lebenspartnerschaften können Kinder groß ziehen, eigene oder adoptierte, und sollten
deshalb gegenüber Ehen, in denen dies geschieht, nicht von Staats wegen benachteiligt werden.
Schubladen „Wenn Schwule sogar Schwule nerven …? Wenn es praktizierende tiefgläubige Homos gibt, …?“
(Kreuzritter) Sie sind jetzt nicht wirklich erstaunt, oder? Sie haben doch bisher nicht wirklich geglaubt,
dass „die Homosexuellen“ eine homogene Gruppe seien, oder? So ein simples Weltbild kann doch niemand wirklich
haben – selbst wenn es die kreuz.net-Redakteure gerne so malen. Die Welt ist nun mal nicht schwarz und
weiß, sondern bunt wie der Regenbogen.
Chacun à son goût „Wer schützt uns … vor Eurem zersetzenden Einfluss?“ Werter Herr Kugler, nun regen
Sie sich mal wieder ab. Wir Schwulen zersetzen weder etwas noch wollen wir jemanden zum Schwulsein bekehren.
Wir wenden uns lediglich gegen Ignoranz. Wir machen niemandem Vorschriften, wie jemand leben soll, und
lassen uns auch von Ihresgleichen keine Vorschriften machen, wie wir zu leben haben. Wenn Sie meinen glauben
zu müssen, dass Homosexualität Sünde sei, dann ist das Ihre Sache. Wenn Juden und Moslems meinen, Schweinefleisch
sei unrein, interessiert mich das genau so wenig; ich darf es trotzdem weiterhin essen.
Mit dem Schwert? „Da z.B. Petrus, Paulus, Andreas, Matthias, Thomas,… alle damals existenten Religionen
achteten und als ebenbürtige Gesprächspartner schätzten, blieben sie in Jerusalem und eröffneten ein
New-Age-Center.“ Sie unternahmen ihre Missionsreisen aber auch nicht mit dem Schwert und zwangen Andersgläubige
das Christentum anzunehmen. Ich verstehe nun wirklich nicht, was gegen einen friedlichen Dialog mit den
anderen Religionen sprechen soll.
Toleranz? Was ist das? „dieser Artikel ist schon 2 Tage alt, aber die Homos müssen ihr letztes Wort behalten,…“
Die „selbsterklärten Sodomisten“ könnten natürlich auch bis morgen warten, wenn der nächste kreuz.net-Artikel
wieder gegen Schwule hetzt. Ausgerechnet uns mangelnde Toleranz vorzuwerfen, grenzt schon ans Parodistische.
Sie bedienen sich doch der Religion, um sich Ihrer Verantwortung als denkende Menschen zu entledigen.
Es gibt eine sehr große Zahl religiöser Menschen, die Ihre Einstellung widerwärtig findet. Gott ist
nicht für die priviliegierte Mehrheit der Heterosexuellen da und er weiß, dass wir Schwulen durch das
Akzeptieren unserer sexuellen Orientierung keine Sünde begehen.
Nachbeten? „@ Krzyszek Ihre Bibelkenntnisse in allen Ehren, aber aufrichtig gelesen sagt die Bibel was
anderes. Meine Wünsche für das Eichhörnchen gelten auch für sie.“ (Kreuzritter) Wenn Sie mit „aufrichtig
lesen“ meinen, dass Sie dabei ihr Gehirn ausschalten und nur das Nachbeten, was andere Ihnen vorbeten,
ist keine anderes lautende Antwort von Ihnen zu erwarten. Ich behaupte aber mal, ohne Sie zu kennen, dass
Gott auch Ihnen ein Gehirn gegeben hat, damit Sie denken können. Ich finde, es ist höchste Zeit, dass
Sie genau damit endlich anfangen. Zu Brandenburgis kann ich nur sagen: Sie befinden sich auf einen sehr
hohen moralischen Ross. Lassen Sie sich aber für Ihre eigene Moralität bitte etwas Substantielleres
einfallen als Ihre Heterosexualität. Sie haben nichts getan, um sie zu verdienen; sie wurde wurde geschenkt.
Falls Sie mir nicht zustimmen, würde ich gerne mit großem Interesse Ihre Geschichte hören.
Bibelverständnis „@Krzyszek Ich weiß nicht warum sie das nicht verstehen, praktizierte Homosexualität
ist Sünde und wenn 2 Männer in einer sexuellen Beziehung zusammenleben ist das Sünde.“ (Kreuzritter)
Ich will Ihnen das gerne erklären: Praktizierte Homosexualität ist nur dann Sünde, wenn man die Bibel
nicht richtig und zudem nur selektiv zu lesen versteht.
Selbstverwirklichung „Was mich stört, oder was ich Denke was viel in den Familien kaputt macht, ist der
antichristliche Egoismus und das den Leuten immer mehr eingeimpft wird sie sollten sich selbst verwirklichen
und das nehmen viele Homos gerne an.“ (Kreuzritter) Und wieso stört es dann, wenn Schwule gegenseitig
auf Lebenszeit Verantwortung füreinander übernehmen wollen (so genannte „Homo-Ehe“) oder sogar Verantwortung
für die Erziehung von Kindern (eigenen oder adoptierten)? Diese Menschen müssten doch, völlig ungeachtet
ihrer sexuellen Identität, Ihre vollste Unterstützung haben. Warum werde ich den Eindruck nicht los,
dass Ihre Argumentation einen logischen Knacks hat?
Eindrücke „Ich versuche mir objektive Eindrücke in meiner Arbeitswelt und priv. Bekanntschaften zu verschaffen.“
(Kreuzritter) Eindrücke, die man sich verschafft, sind – wie Erfahrungen, die man macht – immer subjektiv.
Alles Schuld der 68er und der Freimaurer „Heutzutage sind die seelischen Verletzungen aber mehr auf antiautoritäre,
vernachlässigte und unchristliche Erziehungsformen zurückzuführen.“ (Kreuzritter) Quod demonstrandum
esset. Sie stellen hier doch Behauptungen in den Raum, die keiner wissenschaftlichen, d.h. an der Realität
ausgerichteten Überprüfung standhalten.
Die Psyche … „In den einen oder anderen verschiedenen, möglichen Erziehungsformen gibt es nun mal mehr
oder weniger Möglichkeiten an verschieden starke psychische Verletzungen zu kommen.“ (Kreuzritter) Da
haben Sie wohl Recht. Besonders bei einer streng überkatholischen Erziehung bleiben starke psychische
Folgen zurück, von denen sich einige nie ganz erholen.
Sehr geehrte Beobachterin, die vier Heterosexuellen, die ich einmal nach ihrem Kinderwunsch gefragt habe,
gestanden mir freimütig, dass sie nicht im Traum daran dächten, sich mit so etwas zu belasten. Diese
Einstellung dürfte der Mehrzahl der Heterosexuellen sehr nahe kommen, deshalb stirbt das deutsche Volk
ja auch aus. (geschrieben nach der Logik einer scharfsinnigen Beobachterin unserer Gesellschaft) Glauben
Sie eigentlich wirklich im Ernst, was Sie da schreiben?
Hallo, Kreuzritter In Beantwortung Ihrer Frage: „Ich möchte die Homos hier mal fragen, ob sie die bewusste
Zerstörung der Familien, die im Moment bei uns herrscht, nicht sehen.“ Nein, ich sehe sie nicht. Vor
allem werden Familien nicht von Homosexuellen zerstört, weder bewusst noch unbewusst. Wenn Sie sich einmal
damit beschäftigen, wofür Schwule und Lesben sich z.B. in Deutschland derzeit u.a. einsetzen, werden
Sie – wahrscheinlich zu Ihrem großen Erstaunen – feststellen, dass dies die Familie ist. Zwar handelt
es sich – logischerweise – nicht um die traditionelle katholische Familie von Vater, Mutter und Kind(ern),
sondern um so genannte Regenbogenfamilien bestehend aus einem schwulen oder lesbischen Paar und Kin(ern),
entweder eigenen oder adoptierten. Da dieses Bild der Familie, nach dem Motto „Familie ist dort, wo Kinder
sind“, den „traditionellen“ Familien nichts wegnimmt, kann auch von der Zerstörung der Familie, wo immer
Sie sie auch sehen, überhaupt keine Rede sein.
Wieder mal nur die halbe Meldung Mal wieder so eine typische kreuz.net-Halbmeldung: „Portugal hat das
Blutspendeverbot für selbsterklärte Sodomisten aufgehoben.“ Der Vollständigkeit halber hätte darauf
hingewiesen werden müssen, dass der Grund dafür darin liegt, dass das HIV-Übertragungsrisiko bei selbsterklärten
Normalen inzwischen höher ist als bei Schwulen. „Bei Heterosexuellen sei nun das Risiko, HIV zu übertragen,
höher als bei Schwulen, so José de Almeida Gonçalves, Chef der Blutspendebehörde Instituto Português
do Sangue. „Wir wollen alle Spender gleich behandeln und trennen nicht mehr nach sexueller Orientierung“,
erklärt Gonçalves gegenüber AFP. Durch neue Testverfahren sei das Risiko, eine HIV-infizierte Transfusion
zu erhalten, ohnehin praktisch gleich null.“ (zitiert nach AFP)
Freude Sollte Freude in ihrer Religion erlaubt sein! Natürlich ist Freude bei den Katholen erlaubt.
Das Problem hier im Forum ist nur, dass die Tradis/Fundis aus irgendeinem Grund in der Mehrzahl als sehr
verbittert rüberkommen.
Besser beobachten Es ist schon erstaunlich, wie hier jemanden die „Formulierungskünste“ von kreuz.net
zu erstaunen vermögen. Falsch gelesen, Frau Beobachterin. Sie erstaunen mich nicht, sie begeistern mich.
Endlich! Die Heterosexualität ist die Norm. Daß man Ihnen und anderen das wirklich erklären muß…
Genau! Endlich scheinen Sie es verstanden zu haben! Das ist die Norm – aber das macht das, was von dieser
Norm abweicht, doch nicht unnatürlich, sondern bestenfalls „nicht der Norm entsprechend“. Natürlich
ist die Homosexualität ebenso wie die Heterosexualität und die Bisexualität.
Chapeau! Außerdem wird erwartet, daß seine Regierung noch in diesem Jahr die sexuelle Spielart des Sodomismus
gesellschaftlich zu privilegieren gedenkt. Die Formulierungskünste der kreuz.net-Redaktion begeistern
mich immer wieder.
Ganz verschämt Dennoch empfehle ich Ihnen, Ihren unverschämten Fragebogen nochmals zu lesen. Was für
Reaktionen erwarten Sie darauf? Als intelligenter, ausgewogener, glücklicher Mensch, als der Sie sich
darstellen, sollten sie in der Lage sein, das objektiv Unnatürliche an der Homosexualität zu erkennen.
Und anderen Leuten zugestehen, dazu ihre Meinung zu äußern. Was, bitte schön, sollte an diesem Fragebogen
denn unverschämt sein? Er dreht doch nur die Fragen einmal um, die wir schwule Menschen uns von heterosexuellen
ständig anhören dürfen. Wenn Sie das bereits als Unverschämtheit empfinden – sei’s drum. Es war ja
auch etwas provokativ gemeint. Als Reaktion erwarte ich, dass der Leser sich einmal mit diesen Fragen
auseinandersetzt und dadurch seine Haltung Schwulen gegenüber kritisch hinterfragt. Möglicherweise könnten
Sie sich sogar einmal in einem Schwulen hineinversetzen und dann verstehen, wie unsinnig solche Fragen
in Grunde genommen doch sind. Sie würden dann vielleicht auch akzeptieren, dass Homosexualität – entgegen
Ihrer bisherigen Auffassung – gar nicht unnatürlich ist, sondern allenfalls nicht der heterosexuellen
Norm entspricht. Ich gestehe hier ja jedem seine Meinung zu; erwarten Sie aber bitte nicht, dass ich sie
immer uneingeschränkt teile. Genau so wenig erwarte ich, dass ich in diesem Forum mit meiner Meinung
auf uneingeschränkte Gegenliebe stoße. Aber davon lebt eine Diskussion ja schließlich.
Gekeife??? „Das wütige Gekeife bei Kritik daran zeigt, daß Sie innerlich tief beunrhigt sind über sich
selbst.“ Sehr geehrter Herr Ansgar, ich wüsste nicht, wann ich hier auf kreuz.net schon mal wütend herumgekeift
hätte. Das liegt gar nicht in meiner Natur. Ich bin im Großen und Ganzen sehr ausgeglichen und mit mir
selbst im Reinen. Ich akzeptiere mich so, wie Gott mich erschaffen hat. Ich habe weder einen psychischen
Knacks, noch hege ich Selbstmordgedanken (und habe dies auch in der Vergangenheit nicht getan); ich habe
weder das Bedürfnis kleine Jungs zu vernaschen (auch keine Mädchen) noch kann ich mich für die so genannte
schwule Szene begeistern; ich lebe mit meinem Partner seit Jahren in einer monogamen Beziehung (im Sommer
sind wir vier Jahre „verheiratet“), und lasse getreu dem Motto des Alten Fritz jeden nach seiner Façon
selig werden – solange er meine eigene Freiheit dadurch nicht einschränkt. Wenn Sie auch so ausgeglichen
und rundum zufrieden mit Ihrem Leben sind, gratuliere ich Ihnen. La vita è bella!
11 Fragen für Heterosexuelle 1. Was verursacht deiner Meinung nach Heterosexualität? 2. Wann und wie
hast du beschlossen, dass du heterosexuell bist? 3. Könnte es sein, dass deine Heterosexualität nur
eine vorübergehende Phase ist? 4. Beruht deine Heterosexualität möglicherweise auf einer neurotischen
Angst vor anderen Mitgliedern des gleichen Geschlechts? 5. Warum bestehst du darauf, deine Heterosexualität
zur Schau zu stellen? Kannst du nicht einfach du selbst sein und es für dich behalten? 6. Warum betonen
Heterosexuelle so sehr alles, was mit Sex zu tun hat? 7. Warum fühlen Heterosexuelle sich gezwungen,
andere in ihren Lebensstil einzuführen? 8. Eine unverhältnismäßig große Mehrheit von Kinderschändern
ist heterosexuell. Hältst du es für richtig, Kinder heterosexuellen Lehrern auszusetzen? 9. In Anbetracht
der gegenwärtigen Scheidungsrate, warum gibt es so wenige stabile Beziehungen zwischen Heterosexuellen?
10. Es scheint nur sehr wenige glückliche Heterosexuelle zu geben. Es sind aber Techniken entwickelt
worden, die es dir ermöglichen könnten, dich zu ändern, wenn du es wirklich willst. Hast du schon einmal
eine Aversionstherapie in Erwägung gezogen? 11. Würdest du wollen, dass dein Kind heterosexuell ist,
wo du doch weißt, welche Probleme damit auf es zukommen?
Grundrechte In Polen gibt es innerhalb der Gesellschaft massive Berührungsängste mit Schwulen und Lesben.
Die Regierungspartei und Präsident Kaczynski fordern beispielsweise, dass Schwule nicht Beamte oder Lehrer
werden dürfen. Darüber hinaus wird Schwulen seit Jahren das Demonstrationsrecht verweigert, während
Rechtsradikale auch von der Polizei noch darin bestärkt werden, gegen friedlich Demonstrierende gewaltsam
vorzugehen. Versammlungs-, Meinungs- und Redefreiheit sind elementare Grundrechte in der Demokratie. Wer
Lesben und Schwulen solche zentrale Grundrechte verweigert, verlässt den europäischen Konsens.
Noch ein Sodomie-Staat Ausgerechnet das katholische Irland hat nun auch vor, Schwulen gleiche Rechte zuzugestehen.
Das lässt ja weiter hoffen … Irgendwann ist Polen dann sicher auch so weit.
Die Wurzel allen Übels Aber hier scheint Homophobie ja ausreichend Grund für Publikation zu sein…
„Homophobie“ ist hier auf kreuz.net der immerwährende Kampf gegen die Sünde der Sodomie. Schwule (oder
richtiger „selbsterklärte Sodomisten“) sind das Feindbild schlechthin, denn sie sind für die Gesellschaft
die Wurzel allen Übels und als solches gleichzusetzen mit dem 2. Vaticanum, das nach Auffassung der hiesigen
Redaktion die gleiche Rolle in der Kirche von heute spielt.
Erzbischöflicher Experte? Was, liebe Redaktion, macht denn jemanden zu einem „katholischen Experten“?
Und was muss z.B. ein katholischer Erzbischof oder ein katholischer Pater getan haben, um nicht als solcher
zu gelten? Reicht es schon, ganz einfach nicht mit der Meinung des (wie immer bei kreuz.net) anonymen
Artikelschreibers übereinzustimmen?
Familienfördeung „Ihr Versuch durch ein „Bündnis für Erziehung und Familie“ die Zukunft Deutschlands
zu sichern, wird sich unfehlbar als Flopp erweisen.“ Was macht Herrn Hoffmann da so sicher? Lediglich
die Tatsache, dass ein solches Bündnis nicht seinen konservativen Vorstellungen entspricht? „Sie entlastet
die berufstätigen Frauen in keiner Weise, denn nach Feierabend heißt es für die Frau, die ja einen
vollen Arbeitstag hinter sich hat: Zuhause weitermalochen – mit dem Haushalt. Das bedeutet: Null Freizeit
für die betroffenen Frauen.“ (Beobachterin) Wieso muss denn die Mutter zu Hause allein den Haushalt machen?
Wäre es nicht mal an der Zeit, dass sich endlich auch alle Männer daran gewöhnen, selbstverständlich
ihren Teil dazu beizutragen? „Auch die Förderung unfruchtbarer Partnerschaften, die nicht gesellschaftsrelevant
sind, war ein politischer Fehler und ein falsches Signal.“ (Beobachterin) Schließt das nun auch die Ehen
ein, die (gewollt oder ungewollt) kinderlos bleiben? Sollten wir dann nicht doch besser die Familien mit
Kindern (steuerlich) fördern/entlasten statt die Ehe? Egal ob es sich dabei um die traditionelle christliche
Familie handelt oder um Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil oder gar mit zwei gleichgeschlechtlichen
Eltern? Ist nicht Familie da, wo Kinder sind? Das wäre doch der Ansatz, mehr Kinderfreundlichkeit (=
Familienfreundlichkeit) zu schaffen.
Einfach umpolen „Diese sind gezielt gemacht um die Völker in ihrer Grundsubstanz zu zerstören, um dann
die Herrschaft über die „One World“ zu erreichen. Wie könnte man dies besser erreichen als wenn man
alle Männer seiner Feinde zu Homosexuellen macht und auch die „gefährliche“ kath. Kirche ausrottet.“
(kali) Eine seltsame Auffassung von der menschlichen Sexualität tut sich hier auf. Kann man denn wählen,
ob man hetero- oder homosexuell ist? Homosexualität muss ja wirklich verlockend sein, dass so viele Heterosexuelle
befürchten, man könnte sie so ganz einfach durch entsprechende „Propaganda“ (= die berühmt-berüchtigte
„Homo-Agenda“?) umpolen. „Frage: Werden diese Bericht in Homo-Foren gepostet? (Benedikt78)“ Den besten
wird diese Ehre in der Tat zuteil. Auf queer.de www.queer.de/ oder auch im Pressespiegel von lsvd.de www.lsvd.de/
finden sich ab und an entsprechende Verweise.
Die ganz normale Wahrheit? „Vorab: … gibt es keine weiterführenden Informationen über ihn?“ Na, wenn
er das Thema Propaganda schon seit über 50 Jahren studiert, schätze ich mal, dass er in die 70 sein
wird. Herkunftsland dürfte Amiland sein, da dieser Artikel dort schon seit Wochen die Runde auf christlichen
Webseiten macht. „Zur Sache: … Der Film ist nicht nur ärgerlich, sondern gefährlich, weil er das Gute
schlecht und das Schlechte gut macht.“ Tut er das denn wirklich? Macht er die Liebe zwischen zwei homosexuellen
Männern, die sie zu ihrer Zeit vor der Gesellschaft nicht eingestehen konnten, schlecht? Zeigt er die
Intoleranz der damaligen Zeit als etwas Gutes? „Ärgerlich ist eben, daß es nicht gelingt, mit gleichen
Mitteln die Wahrheit zu vermitteln.“ Darf ich an dieser Stelle ganz ketzerisch fragen, welche Wahrheit
Sie meinen? „Wir brauchen Filme zB über die homosexuelle Subkultur, damit der Ekel davor sich schön
verbreitet.“ 1. beinhaltet das Wort „Subkultur“, dass es wohl auch ein schwule Kultur gibt. 2. bewegen
sich nicht alle Schwulen in dieser klischeehaften „Subkultur“. „Denn daß die Linken und die Schwulen
gegen die Familie sind ist normal.“ Schon mal was von „Regenbogenfamilien“ gehört? Davon, dass Familie
dort ist, wo Kinder sind? Auch wenn die Eltern 2 Väter oder 2 Mütter sind? Diese Familien sind gar nicht
so selten, deshalb ist es Unfug zu behaupten, Schwule seien generell gegen die Familie.
Niveau??? „Könnten sie vielleicht in Zukunft mal ein bißchen niveauvoller argumentieren?“ (Parzifal)
Da sind Sie hier aber im falschen Forum. Niveau gibt’s woanders, aber nicht bei den „reaktionellen Beiträgen“
vom anonymen kreuz.net-Team.
Gebeugt „Die Ehe hat den Homo-Cowboy in ein gebeugtes Lasttier verwandelt. Diese Aussage bläut der Film
fortwährend ein.“ Und Recht hat er! Das kommt halt davon, wenn man gegen seine Natur handelt und als
Schwuler eine Frau heiratet statt eines Mannes.
Organisiert? „Daß es unter den Heteros genug Schweine gibt, will ich keinesfalls leugnen. Hier geht es
aber um die gesellschaftspolitischen Dimensionen der Homosexualität. Freier organisieren sich nämlich
nicht und verlangen keine Jobquoten und Kinderadoption.“ (Midshipman Casey) Es geht mir darum, dass Sie
nicht alle Menschen, die ein bestimmtes Charakteristikum aufweisen (z.B. blaue Augen, katholisch, schwul,
hetero, deutsch, …), in eine Schublade stecken bzw. ihnen ein Etikett aufdrücken. Keine dieser Gruppen
ist homogen. Wir erleben es ja täglich hier auf kreuz.net, dass es sogar unter Katholiken sehr unterschiedliche
Meinungen gibt. Was haben Sie denn dagegen, dass bestimmte Gruppen sich organisieren? Die katholischen
Laien tun das, die FSSPX ebenso, Liberale, Sozialisten, Kommunisten und – welche Frechheit – auch Schwule
und Lesben. Und letztere dürfen das natürlich auf gar keinen Fall, weil sie schädlich für die Gesellschaft
sind. Haben Sie mal über diesen Unsinn nachgedacht? Kinderadoption durch Schwule als Einzelperson ist
ja heute schon möglich, allerdings nicht durch ein schwules Paar. Letzteres bedeutet dann, dass nur ein
Elternteil voll erziehungsberechtigt ist, was m.E. nicht im Interesse des Kindes sein kann. Wo Homosexuelle
Jobquoten verlangen, müssten Sie mir noch erklären. Das habe ich außer von Ihnen noch von niemandem
gehört. (Und man hört ja, auch dank Zeitgenossen wie Ihnen, jeden Tag allerlei Unsinn über Schwule.)
Etiketten-Liebhaber „Daß Heteros in Trauben auf Klos rumhängen und nach Sexualpartnern suchen, ist mir
bis jetzt noch nicht untergekommen. Ich habe meine Partnerinnen jedenfalls nicht vom Klo. Die Homos tun
mir irgendwie leid.“ Midshipman Casey Ich verweise in diesem Zusammenhang nur mal auf den heutigen Kreuz.net-Artikel
zum „europäischen Hurenmarkt“. Sind natürlich alles Schwule, die sich hier über die armen Mädels aus
dem Osten Europas hermachen. Ist natürlich auch bezeichnend, dass Casey hier gleich von seinen Partnerinnen
in der Mehrzahl spricht, sich dann aber gleichzeitig über Promiskuität bei Schwulen mokiert. Man muss
es nur anders nennen, dann ist es nicht mehr das Gleiche. Und nochmal zur Erinnerung (nach dem Motto „Steter
Tropfen höhlt den Stein“): Es mag zwar bequem sein, Menschen Etiketten aufzukleben, aber es trifft die
Wirklichkeit in den seltensten Fällen. Es gibt die Homos genau so wenig wie die Heteros oder die Katholiken
oder die Deutschen oder die …
Schubladendenken „Denn echtes Glück, echte Erfüllung in friedlichem Miteinander, solches kann ein Katholik
aufgrund seiner Indoktrination und der internalisierten Konflikte garnicht empfinden… In Wirklichkeit
sind Katholiken seelisch Krank, oder wie Tillmann Moser es bezeichnet: Gottesvergiftet. Sie können nicht
anders. Die Frage ist nur, wie man die Gefahr, die von Katholiken für den gesellschaftlichen Frieden
ausgeht, entschärft.“ (Hrodgar) Ich wehre mich entscheiden dagegen, dass Katholiken hier alle in einen
Topf geworfen werden. Wenn du das verallgemeinernde „Katholiken“ in deinem Beitrag durch „Kreuz.net-ler“
oder „FSSPX-Anhänger“ ersetzt, könntest du durchaus Recht haben. Ich bin weder als Katholik noch als
Schwuler seelisch krank noch geht von mir eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden aus. Es gibt
immer solche und solche, und Menschen lassen sich generell nicht in Schubladen packen, auch wenn viele
das so praktisch finden.
Sechstens … Wie richtig bemerkt wurde, pflanzen sich Homosexuelle natürlich nicht fort. Das verschärft
die bestehende demographische Krise aber keineswegs, da es schon immer Homosexuelle gegeben hat. Die Gründe
für die Krise müssen also woanders liegen. Gerade deshalb sollte man die so genannten „Regenbogenfamilien“
nicht diskriminieren, sondern wie jede andere Familie behandeln.Es gibt nämlich durchaus kinderfreundliche
Homosexuelle, die gerne bereit sind, finanzielle Nachteile für ihre Kinder (eigene oder adoptierte) in
Kauf zu nehmen, während andere Menschen vorleben, dass es sich ohne Kinder materiell piekfein leben läßt.
Dass viele schwule Paare gerne für Kinder sorgen würden, obwohl die nicht nur eine Freude, sondern auch
eine starke finanzielle Belastung und eine Einschränkung der individuellen Lebensplanung (das muss man
ehrlich aussprechen) sind, verwundert immer noch viele Menschen, die gerne dem Schubladendenken verhaftet
bleiben. Homosexualität beeinflusst also auch in dieser Hinsicht ihr Umfeld in keinster Weise moralisch
und verdient es deshalb logischerweise auch, nicht weiter diskriminiert zu werden. Vielmehr sollten schwule
Partnerschaften auch in Ländern wie Polen anerkannt werden, denn jede Liebe verdient Respekt.
Menschen? 1.) Heteros untergraben die öffentliche Moral. Wenn Heteroexualität akzeptabel ist, warum
dann nicht Pädophilie, Sadomasochismus und Sodomie? Kleptomanen wären auch eine nette Opfergruppe, die
gefördert gehören würde. Usw. usf. 2.) Heterosexuelle versuchen sich mit Hinweis auf angebliche Verfolgung
(v.a. Frauen) Sonderrechte zu erschleichen. Z.B. Jobquoten. Das schädigt die Allgemeinheit. Menschen
sollten weder positiv noch negativ diskriminiert werden. 3.) Heterosexuelle tragen durch ihren im Vergleich
zu Homosexuellen ebenso promiskuitiveren Lebensstil zur Verbreitung von sexuell übertragbaren Krankheiten
(AIDS, Hepatitis, …) bei. „4.) Homosexuelle schädigen so wie Drogensüchtige ihr unmittelbares Umfeld.
Familie und Freunde schämen sich für sie…“ … Wozu natürlich überhaupt kein Grund besteht, was
ja auch immer mehr Menschen bei uns erkennen. Denn die Homosexuellen können ihren Mitmenschen – entgegen
der landläufigen Meinung von kreuz.net’lern – durchaus Zuneigung zurückgeben. Zusammengefaßt könnte
man sagen, Homosexuelle sind Menschen wie du und ich.
Meinung = Wahrheit? „Wie erfrischend zu hören, daß ein Politiker – wenn auch kein deutscher – einfach
nur die simple Wahrheit einfach so ohne Hemmungen ausspricht.“ (Beobachterin) Der polnische Präsident
hat nicht die Wahrheit gesagt, sondern lediglich seine Meinung zur Homosexualität zum Besten gegeben,
die Sie zwar teilen mögen – wie wahrscheinlich auch viele Polen, die ihn zu ihrem Präsidenten gewählt
haben –, die aber weder den Menschenrechten entspricht noch den Tatsachen. Es ist doch schlichtweg Unsinn
zu behaupten, Homosexualität sei ansteckend, oder dass (geschätzte) 5 – 10% der Bevölkerung, die sich
auf Grund ihrer Sexualität nicht fortpflanzen, den Untergang der Zivilisation herbeiführen.
#27 Krzyszek 14:55:40 | Dienstag, 28. Februar 2006
Tief blickend? Sulpicius: „Es bleibt dabei: der „nachäffende Geschlechtsverkehr“ (Perversion) soll von
der Homo-Lobby hof- und staats-, kirchen (?)-fähig gemacht werden. Um etwas anderes geht es bei Euch
nicht.“ Interessant, dass ausgerechnet Sie so genau wissen, worum es „bei uns“ geht.
#24 Krzyszek 14:37:43 | Dienstag, 28. Februar 2006
Argumente, Herr Doktor? Die Privilegierung …, die auf die gleichgeschlechtliche Nachäffung des menschlichen
Geschlechtsverkehrs sich bezieht, ist nicht im GG vorgesehen. Sie trotzdem einzuführen bedeutet eine
grundgesetzwidrige Diskriminierung anderer Gemeinschaften, die nicht auf Geschlechtsverkehr bzw. seine
Nachäffung gegründet sind …, obwohl nicht begründet werden kann, wieso diese Personen nicht einander
lieben sollten. Bei so einer Art von Argumentation könnte man sich ja wirklich fragen, wie Sie zu Ihrem
Doktortitel gekommen sind. Mir hat bisher noch niemand erklären können – und auch das BVG vermochte
dieser Argumentation ja nicht zu folgen – inwiefern die Eingetragene Lebenspartnerschaft der Ehe etwas
wegnehmen soll bzw. wieso ihre Einführung die Ehe diskriminiert. Vielleicht gelingt es ja dem Herrn Doktor.
Er müsste dann aber zunächst einmal seine Grundannahme ändern, dass es bei der ELP um die „gleichgeschlechtliche
Nachäffung des menschlichen Geschlechtsverkehrs“ gehe. Es geht vielmehr darum, dass hier zwei Menschen
für einander Verantwortung übernehmen (so wie Eheleute auch) und dafür neben den gleichen Pflichten
auch gleiche Rechte einfordern. (Für die bloße „gleichgeschlechtliche Nachäffung des menschlichen Geschlechtsverkehrs“
bräuchte es übrigens keine staatlich anerkannte Partnerschaftsform; das ließe sich bestimmt genau so
unbürokratisch regeln wie „Sex außerhalb der heterosexuellen Ehe“, den es ja auch geben soll.)
#19 Krzyszek 13:52:30 | Dienstag, 28. Februar 2006
Gleichstellung für Schwule???? Auch wenn der Staat Alleinerziehenden die eigenen Kinder nicht wegnimmt,
spricht nichts dafür, sie an homosexuelle Paare auszuliefern, die nicht biologische Eltern sind! Das
Wort „ausliefern“ sagt ja schon wieder alles. An wie vielen Fällen von Kindesmisshandlungen, die in der
letzten Zeit durch die Presse gingen (und immer noch gehen) waren denn schwule Paare beteiligt? Auch die
bekannt geringe Dauer homsexueller Verbindungen spricht gegen eine solche Regelung. Es gibt bekannterweise
schwule Paare, die seit Jahrzehnten (!) zusammenleben. Aber die passen ja nicht in diese Diskussion. Übrigens
wohl genau so wenig wie die 55-Minuten-Ehe von Britney Spears. Bei all diesen Wortmeldungen aus dem verbands-homosexuellen
Bereich geht es in erster Linie um „Gleichstellung“. Die Belange der Kinder sollen auf dem Altar der „gay
liberation“ geopfert werden. Natürlich geht es um Gleichstellung! Mit welchem Recht sollen denn Schwulen
gleiche Rechte vorenthalten werden? Wenn ein schwuler Vater/eine lesbische Mutter sein/ihr Kind mit seinem/ihrer
Lebenspartner/in in einer so genannten „Regenbogenfamilie“ großziehen will, warum soll der/die nicht-leibliche
Vater/Mutter dann nicht auch vor dem Gesetz erziehungsberechtigt sein dürfen?
#15 Krzyszek 13:17:41 | Dienstag, 28. Februar 2006
Gute Gründe gegen das „Homo-Konkubinat“ Ne, is ja klar. Die Ehe ist nur zwischen Mann und Frau möglich,
weil nur dort Kinder geboren werden. Schwule Paare, ebenso wie unfruchtbare Paare und ältere Menschen
sollten auf keinen Fall heiraten dürfen, weil unsere Heime noch nicht voll sind und die Welt dringend
mehr Kinder braucht. Der Widerstand der Kreuz.netler gegen die Eingetragene Lebenspartnerschaft ist deshalb
so immens, weil ja ganz offensichtlich schwule Eltern nur schwule Kinder großziehen können, genau so
wie heterosexuelle Eltern nur heterosexuelle Kinder großziehen. Kinder können es ohne ein männliches
und weibliches Rollenvorbild in der Familie nie zu etwas im Leben bringen. Deshalb nimmt unsere Gesellschaft
auch ausdrücklich alleinerziehenden Eltern die Kinder weg. Die „Schwulen-Ehe“ wird die Grundfesten der
Gesellschaft erschüttern, weil wir uns ja noch nie an neue gesellschaftliche Normen haben anpassen können.
Schließlich haben wir uns ja auch weder an Autos gewöhnt noch an die Dienstleistungsgesellschaft oder
eine längere Lebenserwartung. Das „Homo-Konkubinat“ wird von der Religion abgelehnt. In unserer Theokratie
werden schließlich die Werte einer Religion dem ganzen Land aufgezwungen. Deshalb haben wir ja auch nur
eine Religion in Deutschland.
#1 Krzyszek 10:09:08 | Donnerstag, 16. Februar 2006
Übergroßes Erstaunen „Von den etwa tausend anwesenden Personen seien – laut Dompfarrer Toni Faber –
rund zehn Prozent homosexuell gewesen. Sie hätten keine auffallende Kleidung getragen.“ Das kann überhaupt
nicht sein! Homos tragen immer auffällige Kleidung! Wie sollte man sie denn sonst erkennen können? Fragt
doch mal die Experten von kreuz.net, die sagen euch, wie auffällig Homos immer – ohne jede Ausnahme –
auftreten.
Beobachten mit geschlossenen Augen „… leistet damit einer Ideologie Vorschub, die unverbindlichen schnellen
Sex mit jedem und überall propagiert. Der Vorwand, daß es sich um „Liebe“ handle, mag allenfalls in
Einzelfällen zutreffen.“ Die Beobachterin zeigt wieder einmal, dass sie mitten im Leben steht – allerdings
mit geschlossenen Augen. Die Bemühungen der „Homo-Lobby“ um die Eingetragene Lebenspartnerschaft (= „Homo-Konkubinat“)
haben sicherlich den „unverbindlichen schnellen Sex mit jedem und überall“ zum Ziel. Was auch sonst?
Liebe kann es ja nicht sein. „Die betroffenen … Menschen, insbesondere die noch jungen unter ihnen,
werden damit unfähig für eine dauerhafte Bindung …“ Natürlich, wenn ich Schwulen jedes Recht auf
eine auch staatlich abgesegnete dauerhafte Bindung abspreche, brauche ich mich nicht zu wundern, wenn
sie sich dann nicht in dem Maße binden, wie es wünschenswert wäre. Sollte unsere Beobachterin hier
schizophrene Tendenzen erkennen lassen? „Es handelt sich bei der massiven Werbung für Homosexualität
nicht um die „Gleichstellung“ (…), sondern darum, die Zahl der möglichen Sexualpartner zu erhöhen,
…“ Es ist mir ein Rätsel, wie jemand darauf kommen kann, dass man für Homosexualität Werbung machen
könne. Sollte die Erfolg haben, dürfte es auf Grund der viel stärkeren Werbung für Heterosexualität
schon überhaupt keine Schwulen mehr geben! Wer entscheidet sich denn – bei aller Diskriminierung – freiwillig
dafür, schwul zu sein?
Ein guter Rat für alle Kreuz.net-Fundis „„Dasselbe hoffen wir für die in einigen Ländern früher gepflegte
Praxis, Menschen mit politisch anderen Ansichten als krank zu klassifizieren.“ Das sollten sich die Berufs-Vor-V2-Katholiken
hier mal zu Herzen nehmen und damit beginnen, Homosexualität nicht weiterhin als eine (Geistes-)Krankheit
anzusehen, die geheilt werden muss.
Die Fragen an den Knecht bleiben … Lieber Knecht Ruprecht, Sie haben weder etwas dazu geschrieben, was
Sie persönlich gegen die partnerschaftliche Bindung zweier sich liebender Menschen einzuwenden haben,
noch äußern Sie sich zur Frage der Solidarität, noch erklären Sie mit irgendeinem Wort, warum Ihnen
selbstbewusste Schwule unheimlich sind. Ist es Ihnen möglich, auf den Punkt zu kommen anstatt um den
heißen Brei herumzureden?
Unwissenheit Falls Catharina mit den „Sodomiten“ Schwule im Allgemeinen meint, muss ich sie sich die Frage
gefallen lassen, was sie dazu treibt, ihre eklatante Unwissenheit hier so zur Schau zu stellen. Zur Erklärung:
Schwule sind Männer, die Männer lieben; Lesben sind Frauen die Frauen lieben; Sodomiten sind Menschen
die Geschlechtsverkehr mit Tieren haben. Falls Catharina aber mit Sodomiten die Bewohner von Sodom meint,
so sei sie darauf hingewiesen, dass deren Sünde darin bestand, die damals sehr strengen Regeln der Gastfreundschaft
gegenüber Fremden verletzt zu haben. Um so erfreulicher ist es doch in diesem Zusammenhang zu werten,
dass die Gemeinde Maria Hilf die Gastfreundschaft sehr hoch hält; eine Tugend, die vielen Anhängern
der reinen katholischen Lehre offensichtlich sehr schwer fällt.
Fragen an den Knecht – Was haben Sie gegen die partnerschaftliche Bindung zweier sich liebender Menschen
einzuwenden? – Was missfällt Ihnen am Prinzip der Solidarität? – Warum sind Ihnen selbstbewusste Schwule
unheimlich?
Gleiche Rechte vs Privilegien Es geht bei der Eingetragenen Lebenspartnerschaft nicht ums Ausleben der
Sexualtriebe (dafür braucht es weder eine Ehe noch eine ELP), sondern um die gegenseitige Übernahme
von Verantwortung zweier Personen füreinander.
CSD Stuttgart Ganz interessant in diesem Zusammenhang dürfte die Stellungnahme der IG CSD Stuttgart e.V.
sein. Nachzulesen hier. typo3.lsvd.de/341.0.html?&no_cache=1&tx…
Prager Entscheidung „Es blieb unklar, welche Interessen der Tschechische Staat besitzt, um das Zusammenleben
von Homosexuellen zu privilegieren.“ Typische Fehlinterpretation der kreuz.net-Redakteure. Es geht hier
wieder einmal nicht um Privilegien, sondern um gleiche Rechte für Eingetragene Lebenspartnerschaften.
Diese ewigen Verallgemeinerungen … „Warum definieren sich Homosexuelle nahezu ausschließlich über
ihre Sexualität? … Schwule definieren sich oft so: Zuerst bin ich schwul, dann schwul, dann schwul –
ad infinitum. Das zeugt von pathologischer Identitätsstörung, und ist tatsächlich krank.“ Nicht alle
Schwulen tun dies. Die meisten sind wahrscheinlich sogar „auch“ schwul – aber eben auch Deutsche, Christen,
Katholiken, Partner, Väter, Politiker, Priester, Lehrer, Metzger, Frisöre, Muslims, Europäer, Asiaten…
Es gibt sie überall – und das ist auch gut so und keinesfalls widernatürlich.
militant militant bedeutet: mit Gewaltanwendung für Ideen eintretend Das tut meines Wissens weder die
HuK noch der LSVD, haben die auch gar nicht nötig. Diese Aussage in dem Artikel ist also mal wieder der
größte Schmu – wie auch der ganze Rest.
Militante Hassprediger „Die Strategie militanter Homo-Gruppen wie ‘Lesben- und Schwulenverband in Deutschland’
und ‘Homosexuelle und Kirche’,…“ Wenn diese Gruppen militant sind, ist der Papst ein gemeingefährlicher
Terrorist. Also mal ehrlich: Was ist am LSVD militant? Und was an der HuK? Das ist doch mal wieder ein
absolut lächerlicher (oder besser: lachhafter) Beitrag von den kreuz.net-Schreibern zu ihrem Lieblingsthema.
#61 Krzyszek 10:39:15 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Wissen „Naja, dann wissen Sie ja schon alles.“(Le Trot) Zumindest haben wir Schwulen (= „Homos“ in eurer
Lingo) im Gegensatz zu euch rechtsfundamentalen Schismatikern kein Problem mit unserer Sexualität im
Besonderen bzw. mit Homosexualität im Allgemeinen.
#2 Krzyszek 10:30:27 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Gute Wahl Da scheint unser Benedikt ja wirklich eine sehr gute Personalentscheidung getroffen zu haben.
Endlich mal wieder ein Katholik an exponierter Stelle, der die Dinge beim Namen nennt.
Gleich? „Doch letztlich dient auch der Sex dem Geld. Das versteht man spätestens, wenn die Homepage trotz
der Verkaufserfolge auch noch um Spenden für das Projekt bittet.“ Verstehe ich das richtig, dass kreuz.net
hier Nacktheit mit Sex gleichsetzt? Das sind doch nun wirklich zwei verschiedene Paar Schuhe.
#23 Krzyszek 13:18:10 | Sonntag, 18. Dezember 2005
Hoffnungslose Fälle Was man hier von den Anhängern der FSSPX lesen kann, insbesondere zu ihrem Lieblingthema
„Homos“, ist fast noch besser als das tägliche Wort von F. J. Wagner in der BILD-Zeitung. Diese Leute
scheinen in ihrer eigenen Scheinwelt zu leben – und es gibt wohl kaum Hoffnung ihr zu entrinnen.
#29 Krzyszek 22:02:38 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
Vorbild Natur „Schon das natürliche Verhalten der Tiere, z.B. das gegenseitige Sich-Auffressen, ist kein
Vorbild für den Menschen, geschweige denn abnormes Verhalten, das es in der Natur auch gibt.“ (gmm) Ach,
und deshalb sind wir auch alle Vegetarier?
Künstliche Aufregung! Wieso regen sich hier einige wieder künstlich auf? Papst Johannes Paul II.: „Weil
Gott ihn geschaffen hat, kann der menschliche Körper nackt und unbedeckt bleiben und bewahrt unberührt
seinen Glanz und seine Schönheit. Sexueller Anstand kann also nicht einfach irgendwie identifiziert werden
mit der Verwendung von Kleidung, noch Schamlosigkeit mit der Abwesenheit von Kleidung und totaler oder
teilweiser Nacktheit… Nacktheit als solche darf nicht gleichgesetzt werden mit physischer Schamlosigkeit.
Unanständigkeit ist nur gegeben, wenn Nacktheit eine negative Rolle in Hinsicht auf den Wert einer Person
spielt… Der menschliche Körper ist nicht an sich beschämend, noch sind es sinnliche Reaktionen aus
dem selben Grund, und menschliche Sinnlichkeit im Allgemeinen.“ So hat die Kirche z.B. die öffentliche
Nacktheit des Franz von Assisi, intendiert (und von seinen Zuschauern auch verstanden) als provozierend-schroffe
Absage an jede Art von Materialismus und Konsumismus nicht nur nicht verurteilt, sondern als Hinweis auf
seine Heiligkeit anerkannt. Sie wurde assoziiert mit der Nacktheit der Propheten und nicht mit der der
Prostituierten.
#60 Krzyszek 15:15:48 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
Natur „Ich bin weder zwanghaft noch haßerfüllt, aber es muß doch auch im 21.Jahrhundert möglich sein,
Homosexualität als das zu bezeichnen, was es ist: nämlich unnormal. Die sexuelle Kraft der Natur ist –
man kann es drehen und wenden, wie man will – zur Weitergabe des Lebens bestimmt, und das geht normalerweise
nur mit Mann und Frau. Wer andere Positionen vertritt, spricht gegen die Natur.“ (Sulpicius) Lieber Sulpicius,
selbstverständlich ist es auch im 21. Jahrhundert möglich, Homosexualität als das zu bezeichnen, was
sie ist – nämlich ein eine Variante der Sexualität, die überall in der Natur vorkommt. Im Hinblick
auf die Weitergabe des Lebens hat die Natur (Gott) es so eingerichtet, dass die Mehrheit (= Norm) heterosexuell
ist, damit das Überleben der Art gesichert ist. Etwas, was in der Natur vorkommt, kann aber nicht unnatürlich
sein. Wer andere Positionen als die Ihre vertritt, spricht damit nicht gegen die Natur, sondern die Norm.
#53 Krzyszek 14:13:09 | Mittwoch, 7. Dezember 2005
Einfluss Genau so ist es, cairochon. Hätte die Kirche zu Galileis Zeiten zugegeben, dass das von ihr
seit Jahrhunderten propagierte Weltbild nicht mehr stimmte, wäre noch einiges anderes mehr in Frage gestellt
worden, was ihren Einfluss und ihre Meinungshoheit sehr in Mitleidenschaft gezogen hätte. So verhält
es sich auch in der Frage der Homosexualität. Würde man die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse
zu diesem Thema akzeptieren, hätte man wahrscheinlich mehr Probleme, den Gläubigen zu erklären, warum
die seit ca. 2000 Jahren vertretene Lehre hierzu falsch war, als wenn man einfach weiter auf dem bisherigen
Standpunkt beharrt. Wohlgemerkt: An der Bibel lässt sich die derzeitige Lehre keineswegs festmachen,
am Neuen Testament noch weniger als am Alten.
#11 Krzyszek 13:54:52 | Dienstag, 6. Dezember 2005
Der Wert der Tradition Jünger der schwarzen Kunst, man kann das nur verstehen, wenn man sich in dem ideologischen
Konstrukt von FSPXX bewegt. D.h. die Wirklichkeit der Welt total ausblenden und ohne Nachzudenken das
nachbeten, was eine unaufgeklärte, mittelalterliche, weil den Erkenntnissen der Wissenschaft verschlossene
Bibelauslegung einem vorgibt. Und dabei nicht vergessen: 1789 fing das ganze Unheil dieser Welt an!
Unverstand Das, Sulpicius, ist natürlich (wie alles hier) deine Privatmeinung. Ich vermute mal, dass
es Menschen mit ideologischen Scheuklappen generell schwer fällt, bei den lieben Mitmenschen Verstand
in irgendeiner Form zu entdecken.
< 5%?! Erstens hat Knecht Rupprecht natürlich mal wieder Unrecht, wenn er die Parlamentarische Versammlung
des Europarates mit dem EU-Parlament verwechselt. Aber Hauptsache erst mal draufschlagen. Zweitens ist
es schon bezeichnend, wenn die von ihm favorisierten Parteien nicht einmal die 5%-Hürde schaffen. So
überzeugend können deren Argumente für Menschen mit gesunden Menschenverstand dann ja wohl nicht sein.
Genau Da kann ich dir, private-notes, nur vollinhaltlich zustimmen. Gegenrede zu deiner Auffassung ist
seit drei Tagen auch ausgeblieben. Daraus folgere ich mal, dass ich nicht alleine dastehe mit meiner Zustimmung.
Spielerfoto Ein schönes Foto. Was es allerdings mit dem Gedicht zu tun hat, ist mir nicht ganz klar.
Aber unpassende Fotos kennen wir ja auch von Kreuz.net-Artikeln zur Genüge, besonders zum Thema Schwule.
#7 Krzyszek 12:24:35 | Donnerstag, 1. Dezember 2005
Propaganda? „Eine katholische Kirche steht jedem offen, selbstverständlich auch den Homosexuellen. Aber
nicht, um ihre Ausrichtung oder ihre Vorlieben dort zu propagieren.“ Liebe Beobachterin, offensichtllich
waren Sie als Beobachterin in diesem Gottesdienst, sonst wüssten Sie ja nicht so genau, was dort propagiert
wurde. Nach meinem Dafürhalten ist ein Gottestdienst immer noch ein Gottesdienst und keine Propagandaveranstaltung –
und so wird es auch in diesem Fall gewesen sein. Wie Sie ganz richtig anmerken, steht ein katholische
Kirche allen Menschen offen. Es gibt also keinen Grund, Homosexuellen die Teilnahme an einem Gottesdienst
zu verwehren. Wie sagt die römische Kirche doch immer: Nich die homosexuelle Neigung ist sündhaft, sondern
die Praxis. Ich halte es für ausgeschlossen, dass die Schwulen in diesem Gottesdienst Sex miteinander
hatten.
#39 Krzyszek 13:43:55 | Dienstag, 29. November 2005
Bibelstelle? „Ihr aber ärgert Euch darüber, daß Christus und Seine Kirche gegen die Sünde der Homosexualität
predigt. Doch daran kann die Kirche nunmal nichts ändern.“ (Peccator) Nenne mir doch bitte eine einzige
Stelle in der Heiligen Schrift, an der Christus selbst sich zur Homosexualität äußert.
#1 Krzyszek 13:25:32 | Dienstag, 29. November 2005
LSVD und HuK: Der Vatikan – Weisung fehlt es an Weisheit Der Vatikan setzt ein weiteres fatales Zeichen
in seinem Kampf gegen die Akzeptanz von Homosexuellen. Es betrifft die Priesteranwärter, zielt aber auf
alle Homosexuellen. Bekannt sind die früheren Versuche des Vatikans, durch Druck auf katholische Politiker
die Gleichstellung von Homosexuellen im staatlichen Bereich zu verhindern. Jetzt wird auch gegen Homosexuelle
in den eigenen Reihen vorgegangen. Dass Homosexuelle nicht zum Priesteramt zugelassen werden sollen, stellt
ein Signal dar, dem deutlich widersprochen werden muss… Die Weisung widerspricht sogar der eigenen Forderung
„Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen“ (Weltkatechismus, 1994). Das Papier
verlangt von Priesteramtskandidaten, dass sie keine „tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen“ haben. Dies
wird dazu führen, dass schwule Kandidaten, selbst wenn sie wie gefordert zölibatär leben, ihre Identität
verleugnen und versuchen werden, sich eine heterosexuelle Persönlichkeit zuzulegen. Kontakte, auch seelsorgerlicher
Art, zu Schwulen werden sie unterlassen, um sich keinem Verdacht auszusetzen. Vergleichbare Forderungen,
die weit über den allgemeinen Pflichtzölibat hinausgehen, werden an heterosexuelle Kandidaten nicht
gestellt. Mit Ignorieren heutiger Erkenntnisse der Humanwissenschaften und mit Verboten setzt der Vatikan
auf die Dominanz einer einseitig auf Fortpflanzung gerichteten Sexualmoral. Der Weisung fehlt es an Weisheit…
Dr. Reinhold Weicker, HuK Renate H. Rampf, LSVD
#10 Krzyszek 11:25:30 | Dienstag, 29. November 2005
Bildlich Ich finde die Fotoauswahl zu schwulen Themen bei kreuz.net immer sehr gelungen – auch ganz besonders
wieder zu diesem Beitrag. So sehen also die Pius-Homos aus. Die Redaktion verfügt da wahrlich über einen
tollen Fundus an einschlägigem Bildmaterial.
Fortschrittlich! Gute Kampagne! Und auf den Fotos werden, anders als bei von kreuz.net „bearbeiteten“
Artikeln, Schwule mal so dargestellt wie sie wirklich sind – wie Menschen wie du und ich. Und selbst auf
die Gefahr hin, dass die Pius-Jünger jetzt gleich wieder auf mich einschlagen: Wir sind mittlerweile
im 21. Jahrhundert angekommen. So wie die Kirche im Laufe der Geschichte erkannt und akzeptiert hat, dass
die Erde keine Scheibe ist und nicht der Mittelpunkt des Universums, sondern sich in der Tat um die Sonne
dreht, so wird sie auch noch akzeptieren, dass Homosexualität keine Krankheit ist. (Davon schließe ich
selbstredend die so genannten Vor-V2-Traditionalisten ausdrücklich aus; mögen sie meinethalben ewig
im Vormittelalter verharren, sie scheinen sich dabei ja ganz wohl zu fühlen.)
#5 Krzyszek 13:12:00 | Mittwoch, 23. November 2005
Bemalte Unterwanderung „Ich finde es gut und richtig das Kreuz.net uns zeigt wie ein Homo aussieht damit
wir ihn erkennen können wenn er sich in die Kirche einschleicht und versucht mit seiner lächerlich wirkenden
Bemalung im Gesicht die Kirche zu unterwandern.“ Ja, echt gut, dass es kreuz.net gibt. Da bleibt uns doch
so manches Leid erspart. Jetzt können wir mögliche Homo-Einschleicher und -Unterwanderer der Kirche
sofort identifizieren und entfernen.
#8 Krzyszek 12:10:04 | Mittwoch, 23. November 2005
Unsinn! „Weder Meinungsfreiheit, noch Demonstrationsfreiheit sind Rechte, so was gibt es gar nicht und
beruht auf reiner Willkür.“ Dat is ja woll absoluter Kappes! „Jede Person hat das Recht auf freie Meinungsäußerung…“
„Jede Person hat das Recht, sich insbesondere im politischen, gewerkschaftlichen und zivilgesellschaftlichen
Bereich auf allen Ebenen frei und friedlich mit anderen zu versammeln und frei mit anderen zusammenzuschließen,
…“ „Diskriminierungen, insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der ethischen oder
sozialen Herkunft, der genetischen Merkmale, der Sprache, der Religion oder Weltanschauung, der politischen
oder sonstigen Anschauung, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt,
einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung, sind verboten.“ (Art. 11, 12 und 21 der
Charta der Grundrechte der Europäischen Union) Dies gilt somit auch für unsere polnischen Freunde.
#4 Krzyszek 10:59:00 | Mittwoch, 23. November 2005
Naturrecht „Der Erzbischof von Posen, Mons. Marek Jedraszewski, hatte zuvor erklärt, daß der Homo-Aufmarsch
dem Naturrecht widerspreche.“ So, jetzt widersprechen Demonstrationen schon dem Naturrecht. Dinge gibt’s!
Und das auch noch bei unserem direkten östlichen Nachbarn. Ich bin erstaunt.
#47 Krzyszek 11:06:05 | Samstag, 19. November 2005
Seelsorge? Ist es denn nicht besser, die Schwulen in „Kirchennähe“ zu haben, um sie (weiterhin) seelsorgerlich
begleiten zu können, als sie völlig von der Kirche zu entfremden, so wie es Ihnen, werter Toby, offenbar
vorschwebt?
#16 Krzyszek 10:27:29 | Donnerstag, 17. November 2005
Demokratie „Wer daran glaubt, daß es Demokratie in unseren Staaten gibt, der sieht nicht die Wirklichkeit.“
Das kann nur jemand sagen, der noch nie in einer Diktatur gelebt hat.
#13 Krzyszek 15:32:44 | Mittwoch, 16. November 2005
Örtchen „… wenn ein Gast hierfür nicht das vorgesehene Örtchen benutzt?“ Wo, werter Benedikt, ist
denn Ihrer Meinung nach das „vorgesehene Örtchen“ für Nacktheit?
#10 Krzyszek 10:55:31 | Mittwoch, 16. November 2005
Umerziehung? „Damals habe ein brasilianischer Solotänzer seine Produktionen fast unbekleidet im Presbyterium
und vor dem Tabernakel zur Schau gestellt“ „Umerziehung der Gemeinde zu mehr Nacktheit in der Kirche!?
FKKatechese durch den Gemeindepfarrer??“ Wir werden alle nackt geboren – als Ebenbild Gottes. Ich verstehe
nicht, wie man sich über Nacktheit aufregen kann. Das ist doch das Natürlichste auf der Welt.
#8 Krzyszek 10:36:00 | Mittwoch, 16. November 2005
„Ehrenwerte Gesellschaft“ Machen wir das doch auch mit der sehr „ehrenwerten Gesellschaft“. Und was passiert?
Nüscht! Alles nur seichtes Gerede – und danach fühlt man sich besser.
#2 Krzyszek 10:29:41 | Mittwoch, 16. November 2005
Schon wieder viel Stuss „…will eine von ihm kreierte Weinmarke durch einen Blasphemieskandal in die
Verkaufsregale bringen.“ Wo ist denn da schon wieder der Skandal? Das ist doch ein witziger Werbeeinfall.
„Ein Grund, warum Frauen nicht predigen können…“ Wie man einen Zusammenhang zwischen der Länge von
SMS-Nachrichten und Predigten herstellen kann, ist mir persönlich schleierhaft. Offensichtlich ist den
Anhängern der tridentinischen Messe als vehementen Gegnern von Frauen am Altar aber jeder billige Versuch
recht, ihre Ablehnung der Mitwirkung von Frauen in der Kirche darzustellen. Wo echte Sachargumente fehlen,
müssen dann halt solche Peinlichheiten an den Haaren herbeigezogen werden.
#39 Krzyszek 14:19:51 | Dienstag, 15. November 2005
Skandalös!!! NL: Zahl der Homo-Paare steigt Amsterdam. Derzeit leben 53.000 Homopaare in den Niederlanden
zusammen, 14.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Das hat die niederländische Statistikbehörde Centraal
Bureau voor de Statistiek (CBS) mitgeteilt. Es gebe 29.000 schwule und 24.000 lesbische Familien. Damit
machen die zusammenlebenden Homo-Paare knapp über ein Prozent aller Lebensgemeinschaften aus. Ein Viertel
der schwulen und lesbischen Paare seien verheiratet oder lebten in einer Eingetragenen Partnerschaft.
Insgesamt hätten neun Prozent der Homo-Haushalte ein Kind – hierbei gibt es aber große Unterschiede
zwischen Schwulen und Lesben: Während 18 Prozent der Frauenpaare Nachwuchs groß ziehen, sind es bei
den Männern nur ein Prozent. Die Statistikbehörde stellte ferner fest, dass Homo-Paare eher in Großstädten
wohnen als die Durchschnittsbevölkerung. (dk)
#37 Krzyszek 11:48:17 | Dienstag, 15. November 2005
Pharisäer! Wenn ich hier nicht einiges gewohnt wäre, würde mir bei dem Beitrag von XIX ja glatt die
Spucke wegbleiben. Welche Überheblichkeit und Selbsgerechtigkeit!
#35 Krzyszek 10:57:55 | Dienstag, 15. November 2005
Immer noch widersprüchlich EGa (sorry, aber manche Leute können sich nicht einmal einen eigenen Lesernamen
anlegen), es geht hier doch gar nicht ums Kinderkriegen. Es wurde kritisiert, dass „die Homos“ sich nicht
an der gesellschaftlichen Aufgabe der Kinderaufzucht beteiligen, als Beispiel wurde die Möglichkeit der
Adoption genannt. Ich erlaubte mir deshalb noch einmal darauf hinzuweisen, dass Sie und Ihresgleichen
denjenigen „Homos“, die dazu willens sind, genau dies ja mit aller Vehemenz streitig machen. Ist es nun
besser, wenn Kinder in Heimen aufwachsen oder in einer Familie (der Keimzelle der Gesellschaft), in der
sie geliebt werden? Ist es besser, wenn „die Homos“ nur der Lust frönen und ihre doppelten Einkommen
für ein Leben in Luxus verprassen oder wenn sie ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten, in dem sie Verantwortung
für die Zukunft von Kindern und der Gesellschaft übernehmen? Nehmen Sie doch mal Ihre Scheuklappen ab
und besinnen Sie sich auf die christlichen Tugenden, die Sie hier in der Theorie immer so lautstartk propagieren.
#33 Krzyszek 10:13:50 | Dienstag, 15. November 2005
Die große Verunsicherung „Einfach zB. den Evelins Gatten mit lauten schreien nidermachen, um den Gegner
zu verunsichern und kaputtzumachen, ist normal in euren Kreisen“ (Zitat IX-X) Soso, gute Argumente sind
bei euch gleich „mit lautem schreien niedermachen“ und durch eben diese Argumente werdet ihr „verunsichert“.
Wenn ihr bei einer solch simplen Diskussion schon mit eurem Latein am Ende seid, ist das das beste Zeichen
dafür, auf welchem Sand euer antiquiertes Weltbild gebaut ist. Wie einer der Mitdiskutierenden hier schon
ganz richtig anmerkte: Ihr könnt nicht einerseits gegen „die Homos“ pöbeln, andererseits aber gleichzeitig
kritisieren, dass sie nichts zur Gesellschaft beitragen, weil sie keine Kinder erziehen, ihr ihnen aber
gerade diese Möglichkeit mit allen Mitteln verwehren wollt. Ihr könnt doch nicht ernsthaft einerseits
monieren, dass „die Homos“ ein verantwortungsloses Gesindel seien, andererseits aber denen, die Verantwortung
für einander und für (Adoptiv-)Kinder übernehmen wollen, eine gesetzliche Regelung der Partnerschaft
und der Adoption verweigern. Ein solches Verhalten ist doch im höchsten Maße schizophren!
Verfassungsgemäß Lieber Benedikt, das BVG hat ganz klar festgestellt, dass das deutsche Gesetz zur Eingetragenen
Lebenspartnerschaft verfassungskonform ist und dass die Regelungen ruhig durchaus noch weiter gehen dürften
als bisher beschlossen, weil der Familie dadurch nichts weggenommen wird und Ehe und Familie nach wie
vor unter dem besonderen Schutz des GG stehen. Dem Vorsitzenden des Rechtsausschusses ist seine Meinung
natürlich unbenommen, sie ändert aber nichts an der Verfassungsmäßigkeit der ELP. Natürlich regen
sich jetzt viele in D darüber auf, dass der Haushalt für 2006 nicht verfassungskonform sein wird. Das
ist allerdings Scheinheiligkeit hoch 10 (mindestens). Der Geschrei wäre mit Sicherheit noch größer,
wenn schon in 6 Wochen noch mehr gekürzt und gespart würde. Außerdem: Hätten alle „richtig“ gewählt,
hätten wir dieses Problem in der Form jetzt nicht in D.
Renten und Partnerschaften Evelin sein Gatte, mit etwas Kenntnis der Sprache unseres (?) östlichen Nachbarn
wär’s halb so schwer. Mein „richtiger“ Name war leider schon vergeben. „Außerdem: Werden Erziehungszeiten
dort, wo du und Evelin leben, denn nicht auf die Rentenansprüche angerechnet? Der Gatte der Evelin: Antwort
allenfalls später“ Ich glaube, das haben Rentenansprüche so an sich, dass sie erst nach dem Berufsleben
wirksam werden. Es ist damit fast so wie mit dem Glauben: Ob alles „richtig“ war, stellt sich erst viel
später raus. Die „Stimme aus Wien“ hat völlig Recht. Eingetragene Lebenspartnerschaften mit gleichen
Rechten (!!) und (nicht nur) Plichten bringen für eine Gesellschaft nur Vorteile. Warum gerade die so
genannten Konservativen hier gleich immer die Familie in Gefahr sehen und den Untergang des Abendlandes
heraufbeschwören, hat mir noch niemand plausibel erklären können. Und das Erstaunlichste ist: Obwohl
es Regelungen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften einigen Ländern schon relativ lange gibt, besteht
das Abendland weiterhin.
Achtung, Schwule! Das Verderben naht! Jetzt mal im Ernst: Glaubst du den Quatsch, den du da gerade geschrieben
hast, etwa selber? Doch wohl nicht. Es sind hier ja wohl mehr Fundamentalkatholiken anzutreffen als Schwule,
Lesben und emanziperte Frauen zusammengenommen. Und wie, bitte schön, sollten wir euch denn „verderben“?
Durch einfache Diskussionbeiträge, die euch aufzeigen, dass ihr jenseits des gesunden Menschenverstandes
argumentiert? Diese Hoffnung habe ich bei Fundis jeglicher Gesinnung längst aufgegeben.
Milchmädchenrechnung! „Beide asoziale Gruppen werden belohnt: Die Homos durch den um Dimensionen höheren
Verbrauch an Mitteln der sozialen Krankenversicherung.“ 1. Denkfehler: Nich alle Schwulen und Lesben sind
mit HIV infiziert oder an AIDS erkrankt und benötigen deshalb mehr Mittel aus der Krankenversicherung.
„Die Dinks dadurch, dass sie zwei fette Pensionen aus der sozialen Pensionsversicherung beanspruchen.“
2. Denkfehler: In diese Rentenversicherung haben sie dann aber auch beide (!) eingezahlt. „Die kinderreichen
Mütter gehen überhaupt leer aus, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben und zwar nicht acht – zehn
Stunden täglich wie andere Vollbeschäftigte, sondern 24 Stunden täglich und das noch ohne freien Sonn-
und Feiertag. Nichteinmal eine soziale Anerkennung bekommen sie, im Gegenteil.“ Das ist aber beschämend,
wenn sie nicht einmal von ihren treuesorgenden christlichen Ehemännern Anerkennung finden. Und von diesen
auch nicht einmal am Feierabend und am Wochenende entlastet werden, sondern sogar rund um die Uhr für
die Familie schuften müssen. Da lobe ich mir dann doch die emanziperteren Familien, wo sich die Väter
zumindest einen Teil der Familienarbeit mit den Müttern teilen und die Mütter dies auch einfordern.
Außerdem: Werden Erziehungszeiten dort, wo du und Evelin leben, denn nicht auf die Rentenansprüche angerechnet?
„So asozial wie die Gesetzgebung ist, schaut auch die Gesellschaft aus.“ Hat denn nicht jedes Volk die
Regierung, die es verdient?
Adoptionen Christin, bei allem Respekt, aber mir erscheinen ihre Vorstellungen doch etwas weltfremd zu
sein. Während ich es uneingeschränkt bejahe, dass Frauen, die mit dem Gedanken spielen, ihr Kind abzutreiben,
dazu angehalten werden sollen, es stattdessen lieber zur Adoption freizugeben, finde ich den Vorschlag,
ihnen ein Adoptionsgeld zu zahlen doch reichlich naiv. Wer soll das denn bezahlen? Und an welchen „Preis“
für den „Kinderkauf“ hatten Sie denn gedacht? Es ist ja heute schon schwer genug, in Deutschland jedenfalls,
ein Kind zu adoptieren. Auf jeden Fall ist aber eine Adoption einem Aufwachsen in einem Heim vorzuziehen.
Familie ist dort, wo Kinder sind: traditionell in der Konstellation (leibliche) Eltern und Kind(er). In
der Wirklichkeit sieht das heute aber oft anders aus, da in vielen Familien gar nicht mehr beide Elternteile
vorhanden sind. Wenn nun ein Kind die Chance hat in einer homosexuellen Familie aufzuwachsen (bei 2 Müttern
od. 2 Vätern), so ist das doch kein Nachteil! Studien belegen ja, dass sich dies auf die Entwicklung
des Kindes nicht negativ auswirkt. Da die Lebenspartnerschaft von zwei gleichgeschl. Partnern heute in
den meisten europ. Staaten rechtlich abgesichert ist, dürften hier keine Probleme entstehen. „Trotzdem
sollten „normale“ Fam… Strecke bleiben könnte.“ Das müssen Sie mir aber mal erläutern? Wo werden
denn „normale“ Familien diskriminiert, wenn gleichgeschl. ein Kind adoptieren? Und was ist denn „die Würde
des natürlichen Zusammenlebens“???
Wat’n Stuss! In Belgien sollen Adoptivkinder in Zukunft auch adoptionswilligen Homos ausgeliefert werden.
Der Justizausschuß des Parlaments hat eine entsprechende Gesetzesänderung am Mittwoch mit knapper Mehrheit
befürwortet. Das Parlament wird in kürze über das familien- und kinderfeindliche Gesetz abstimmen.
Wer kann mir denn jetzt mal erklären, was genau daran familienfeindlich und kinderfeindlich sein soll.
Gegenwärtig sind ähnliche Regelungen bereits in Schweden, den Niederlanden, England und Spanien sowie
Teilen der USA, Kanadas und Australiens in Kraft. Und in den Ländern ist das Abendland schon untergegangen.
Alles klar! Absoluter Stuss!
#20 Krzyszek 14:40:16 | Mittwoch, 9. November 2005
Geist und Unheil? Und weshalb sollte ausgerechnet der Zeitgeist von vor fast 40 Jahren heute noch so relevant
sein?… Und warum sollte der Geist des Konzils heute noch relevant sein… weil sich beide Ideenschulen
in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben und dort Unheil verursachen… In den Köpfen „der Menschen“.
Das ist mir viel zu verallgemeinernd. In den Köpfen der Pius X.-Anhänger sitzt er ja offenbar nicht,
höchstens als Schreckgespenst. Unheil verursachen. Auch viel zu allgemein und wischiwaschi. Worin besteht
denn das Unheil? Darin, dass die heilige Messe in der Muttersprache und nicht mehr auf Latein gefeiert
wird, so dass der nicht altphilologisch Vorgebildete ihr besser folgen kann? Oder besteht „das Unheil“
darin, dass einige hier lieber (bildlich gesprochen) die Asche anbeten anstatt das Feuer zu bewahren?
#17 Krzyszek 13:33:15 | Mittwoch, 9. November 2005
Paulus und der 68er Zeitgeist So weit ich weiß, Andrija, ist Paulus nicht verheiratet gewesen. Er nahm
aber für sich das Recht in Anspruch, heiraten zu dürfen, wenn er wolle. (1 Kor. 9,5) Ich hätte allerdings
ein Problem mit Priestern, die nichts vom wirklichen Leben verstehen („und nicht gleichzeitig in allzu
weltliche Belange verwickelt sein“). Wie wollen die denn ihre Gemeinde verstehen? „wir sollten aufhören
nur symptomtherapie zu betreiben.“ Ich bin mir keiner Therapie bewusst, von der hier die Rede war/wäre/ist.
Was genau meinst du? Was ist denn „68er Zeitgeist“? Ist das der gleiche wie der der „No-Future-Generation“
und der „Generation Golf“? Und weshalb sollte ausgerechnet der Zeitgeist von vor fast 40 Jahren heute
noch so relevant sein?
#14 Krzyszek 13:13:05 | Mittwoch, 9. November 2005
Nichts dagegen Weil nichts dagegen spricht, ausser dem verblödenden Zeitgeist, das hohe Ideal des Zölibats
und der Ganzhingabe an den HERRN nicht zu leben. Es spricht in der Tat nichts dagegen, das Zölibat zu
leben – aber deshalb muss man es ja nicht zur Pflicht machen. Genau das sagt ja die Bibel: Wer das höhere
Gut (!) der Ehelosigkeit leben möchte, mag es tun; wer verheiratet dem Herrn als Priester dienen möchte,
soll dies tun – nur soll er nicht mehr als eine Frau haben. (Warum allerdings der so genannte „Zeitgeist“
immer verblödend sein muss, vermag ich nicht nachzuvollziehen.)
#14 Krzyszek 13:06:06 | Mittwoch, 9. November 2005
Andeuten Genau das ist aber die bevorzugte Arbeitsweise von kreuz.net: möglichst viel Wischiwaschi, noch
mehr Anti-V2-Gemaule, eine gute Portion Pro-Pius X-Gejammere.
#10 Krzyszek 12:43:20 | Mittwoch, 9. November 2005
Wo bleibt die Mitte? Skandalös ist aber die Person des Seelsorgers. Was, bitte schön, ist an der Person
des Seelsorgers skandalös? Wie kann denn jemand, der sich um Kranke und bedürftige Seelen kümmert,
skandalös sein? Ihr Linken könnt nur bei solchen Sachen was abgewinnen; am Katholichen leider nicht.
Wieso denn „ihr Linken“? Geht es in dieser Diskussion jetzt neuerdings um „links“ und „rechts“? Existiert
eure Welt nur in schwarz und weiß? In Deutschland gelten Katholiken generell als „rechts“, in den USA
als „links“.
Unverheiratete Apostel? Und ich dachte immer, zumindest Petrus sei verheiratet gewesen. (Mt. 8, 14-15;
Mk. 1, 29-31; Lk. 4, 38-39). Und wenn der das durfte, und Jesus das ja offenbar nicht verborgen geblieben
sein konnte und er trotzdem nichts dagegen hatte, dann ist meines Erachtens nicht einzusehen, warum Priester
nicht verheiratet sein dürften. Außer der Jahrhundete alten Tradition der römischen Kirche und der
Furcht, dass bei einem Aufgeben des Zölibats schnell weitere Traditionen auf den Prüfstand gestellt
werden könnten, gibt es keinen guten Grund daran festzuhalten. Die Bibel formuliert im 1. Brief an Timotheus
ganz klar, dass sogar Bischöfe und Diakone verheiratet und Familienväter sein dürfen. (1 Tim. 3, 1-7
und 8-13)
Interessant Die Antworten sind nicht nur interessant, sondern zeugen auch von einem sehr gesunden Menschenverstand –
wobei man im Hinterkopf behalten sollte, dass Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat.
Skandal! Natürlich ist das ein Skandal! Und was für einer! AIDS ist schließlich eine Schwulenkrankheit –
und mit denen darf die katholische Kirche doch nichts zu tun haben. Zumindest nicht nach Auffassung der
„vorkonziliaren Pius X-Kirche“.
Natürlich, Tradi-Stimme, hast du persönlich mit dem Pater über diese Angelegenheit gesprochen und weißt
deshalb aus erster Hand, dass die Meldung nur mal wieder von kreuz.net falsch wiedergegeben wurde. Hätte
ich mir ja auch gleich denken können!
Auch ‘ne Art von Kritik Klar, wenn mir keine gescheiten Sachargumente einfallen, kritisiere ich erst einmal
das Aussehen oder die Kleidung. Etwas bleibt ja sowieso immer hängen. Und einer der sooo aussieht oder
auftritt, kann ja schon mal gar nicht Recht haben…
#20 Krzyszek 08:49:08 | Mittwoch, 9. November 2005
Nicht nur Google Es ist doch schon erstaunlich, wie weit entfernt manche unserer Zeitgenossen vom aktuellen
Geschehen sind. Vor nicht einmal zwei Monaten gab es im vergangenen Bundestagswahlkampf ein Riesenbohei
um ein Grußwort des Berliner Regierenden Bürgermeisters zu dem diesjährigen Treffen von Folsom Europe,
das in Berlin stattfand. Den Hintergrundinformationen war seinerzeit auch zu entnehmen, dass sich der
Name vom Folsom Street Festival in den USA herleitet. Große Empörung und Pfui bei allen, die immer noch
meinen, anderen vorschreiben zu müssen, wie sie zu leben haben. Freiheit ist immer auch die Freiheit
der Andersdenkenden.
#10 Krzyszek 12:24:36 | Dienstag, 8. November 2005
Frauenpriestertumadvent??? … was macht diese Frau da in Priestergewändern??? Da es sich laut Bericht
um die Verabschiedung eines Pfarrers handelte, vermute ich mal, dass es sich bei der Dame möglicherweise
um die evangelische Pastorin der Nachbargemeinde handelt.
Advent Muß nicht unbedingt der Advent sein. In der neuen Kirche wird des öfternen nicht auf die korrekten
liturgischen Farben geachtet. Wenn das Bild angeblich nicht aus der Adventszeit stammt, warum hängt dann
hinten rechts im Bild ein Adventskranz? Probt man in der „neuen Kirche“ etwa mitten im Sommer für die
Vorweihnachtszeit? Lächerlich!
Der große Prophet hat gesprochen Neben vielen neg. Aspekten – über die man nicht allzuviele Worte verlieren
muß – wird es auch positive geben: Mit Love-Parades und hs. Prostitution wird es vorbei sein. Deine prophetische
Gabe in allen Ehren – aber du gehst dabei fälschlicherweise davon aus, dass es in anderen Kulturen keine
Homosexualität gibt. Dies ist natürlich absolut falsch. Folglich dürften sich die von dir erwarteten
positiven Aspekte nur zum Teil erfüllen. Und die Love Parade steht ja heute schon in Berlin auf äußerst
wackeligen Beinen.
Wie Recht sie doch haben … Der Papst sprach auch von einem „biblischen Frühling“, der durch das Konzil
entstanden sei. „Es gibt viele wunderbare und ausgezeichnete Priester in der Kirche, die eine Gay-Ausrichtung
besitzen, keusch und zölibatär leben und sehr wirksame Diener des Evangeliums sind. Hexenjagd und Gay-Beschimpfung
haben in der Kirche keinen Platz.“
Schon wieder ein Problem? Wenn man dem Artikel Glauben schenken darf, gibt es doch offensichtlich in der
katholischen Kirche einen eigenen Ritus um eine Kirche (das Gebäude) zu profanisieren. Ergo ist dieses
Gebäude dann kein Heiligtum mehr. Völliger Humbug ist es natürlich das Gebäude Kirche mit der Institution
Kirche gleichzusetzen und zu behaupten, die Kinder verkauften die Mutter.
Schon wieder Probleme? Aus dem Artikel geht ja nicht hervor, warum sich die Pfarrgemeide St. Martin entschieden
hat, ihre Kirche der Vineyard-Gemeinde und nicht der Priesterbruderschaft zu verkaufen. Möglicherweise
stimmte der Kaufpreis, möglicherweise stimmte die Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde. Ich
verstehe nicht ganz, wo das Problem liegt.
#58 Krzyszek 19:56:07 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Die Entscheidung „Beantworte mir folgende Frage: Wie sollen in einer Ehe zwischen Mann und Frau Entscheidungen
getroffen werden, wenn beide sich gleichberechtigt fühlen?“ 1. Du scheinst davon auszugehen, dass Mann
und Frau grundsätzlich unterschiedlicher Meinung sind. Wieso? Hast du persönlich diese Erfahrung gemacht?
2. Sollten wirklich unterschiedlich Auffassungen in einer Frage bestehen, was spricht dagegen einen Kompromiss
zu schließen? I.d.R. dürften sicher die Sachargumente den Ausschlag bei der Entscheidungsfindung geben.
3. In der Praxis dürfte es so sein, dass Mann und Frau sich die Aufgaben/Zuständigkeiten im „Unternehmen
Familie“ teilen. Sie sollten sich dann nicht nur gleichberechtigt fühlen, sondern der Mann sollte die
gleichen Rechte haben wie die Frau – und die Pflichten sollten sie sich auch teilen. (Bei mir und meinem
Partner klappt das übrigens wunderbar.)
#14 Krzyszek 18:30:10 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Anmaßung hoch 3 „Früher als ich noch ein willentlicher Ablehner von Gottes Offenbarung war wie du …“
Lieber Ignorantibus, du scheinst ja wirklich alles zu wissen! Du kennst mich nicht und behauptest hier,
ich lehnte Gottes Offenbarung ab? Die Pharisäer waren offensichtlich gar nichts gegen dich.
Toll Ignatius, wie lernt man es, so etwas zu schreiben? Ein „normaler“ Mensch braucht dazu sicher viel
Übung. Und wenn du das, was du tagtäglich hier schreibst, auch wirklich glaubst und lebst, bist du für
mich ein Phänomen! Marlene bezeichnete es sogar mal als „Realsatire“.
#51 Krzyszek 17:26:24 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Leben schenken Leben zu schenken ist sicher die größte Auszeichnung der Frau –- nur ein Verbogener wird
das bestreiten. Es gibt sogar den „Gebärneid“ bei manchen Männern weil wir zum Lebensschenken nicht
in der LAGE sind. (Normale katholische Männer haben den Neid nicht.) Männer sind zum Lebenschenken nicht
in der Lage? Habe ich im Biologieunterricht etwas verpasst? Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass
das eine Koproduktion von Mann und Frau sei. Offensichtlich läuft das aber bei „normalen katholischen
Männern“ (wie immer man die definiert) anders ab; dort scheinen die Frauen das allein zu bewerkstelligen.
Wie praktisch.
#48 Krzyszek 16:27:17 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Stellung der Frau als Dogma? Wer, lieber laurentius2, redet hier von Dogmen? Das Thema, das hier derzeit
diskutiert wird, lautet Menschenrechte bzw. Rolle der Frau. Bei der dazu angeführten Enzyklika aus dem
Jahre 1930 handelt es sich ebenso wenig um ein Dogma wie bei der von mir als Beispiel für eine von der
Kirche in der Geschichte vertretene falsche und inzwischen korrigierte Auffassung von der Erde als Scheibe
und Mittelpunkt des Universums.
#46 Krzyszek 15:12:34 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Olle Kamellen Evelin sein Gatte, was zitierst du einer Enzyklika von 1930? Die Kirche hat auch mal behauptet,
die Erde sei eine Scheibe. Diese Zeiten sind lange vorbei – und Papst JPII hat die Sache dann ja auch
offiziell richtiggestellt.
#18 Krzyszek 14:56:44 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Todesstrafe und christliche Moral Es ist mal wieder typisch, dass der „Gatte der Evelin“ denjenigen, die
nicht seine Meinung vertreten, das geistige Rüstzeug zum Mitdiskutieren abspricht. (Alte Diskussionsregel:
Wenn die Argumente ausgehen, persönlich werden.) Sinnigerweise sagt aber genau die von ihm zitierte Autorität
zum Thema, was einige der hier Mitdiskutierenden versuchen ihm klar zu machen: „Wenn aber unblutige Mittel
hinreichen, um die Sicherheit der Personen gegen den Angreifer zu verteidigen und zu schützen, hat sich
die Autorität an diese Mittel zu halten, denn sie entsprechen besser den konkreten Bedingungen des Gemeinwohls
und sind der Menschenwürde angemessener. Infolge der Möglichkeiten, über die der Staat verfügt, um
das Verbrechen wirksam zu unterdrücken und den Täter unschädlich zu machen, ohne ihm endgültig die
Möglichkeit der Besserung zu nehmen, sind jedoch heute die Fälle, in denen die Beseitigung des Schuldigen
absolut notwendig ist, ‘schon sehr selten oder praktisch überhaupt nicht mehr gegeben’“ Und weiter: „Dort,
wo das Gesetz die T. vorsieht, entspricht dem Geist des Christentums die Begnadigung des Verurteilten,
falls dadurch der Gesellschaft nicht ein Schaden droht (vgl. Augustinus, De mend. 14,25; PL 41,445; Thomas
v. A., S.Th. 2,2 q.67 a.4).“ (beide Zitate aus: Hörmann, a.a.O.) Im Übrigen verwundert es natürlich
nicht, wenn zur „Verteidigung“ der Todesstrafe ausschließlich auf das Alte Testament zurückgegriffen
wird.
#15 Krzyszek 14:17:04 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Zeitgeist? Das frage ich mich allerdings auch, stimme der vernunft. Wieso die Bergpredigt auf einmal „Zeitgeist“
sein soll, ist mir ebenfalls unverständlich. Ich habe sie noch nicht einmal interpretiert. Ist die Bibel
nun das Wort Gottes oder ist sie es nur da, wo es einigen der Erzkonservativen hier in den Kram passt?
#11 Krzyszek 12:33:51 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Christliche Todesstrafe? „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten;
wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder
auch nur zürnst, soll dem Gericht verfallen sein“ (Mt 5,21-22) „Ihr habt gehört, dass gesagt worden
ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut keinen
Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.“
(mt 5, 38-39) „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet
werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden. (Mt 7, 1-2)
#43 Krzyszek 11:54:51 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Menschenrechte Die Erlaubnis für die Homosexualität sei ein sexuelles Grundrecht. Mit Verlaub: 1. Was
sind sexuelle Grundrechte? Meinst du etwa das Verbot der Diskriminierung von Menschen z.B. auf Grund ihrer
sexuellen Identität? 2. Für Homosexualität braucht jemand, der homosexuell ist, genau so wenig eine
Erlaubnis von irgend jemandem wie ein Mensch der blaue Augen hat.
Todesstrafe Ich hatte in Bezug auf die Todesstrafe nicht von „kirchlicher Tradition“ gesprochen, sondern
davon, dass sie zutiefst unchristlich ist. Dass die „kirchliche Tradition“ (gemeint ist sicher die der
römisch-katholischen Kirche) zutiefst unchristlich sein kann, brauche ich wohl nur am Rande zu erwähnen.
Die Glaubwürdigkeit der Mehrheit derer, die die Todestrafe ablehnen, tut im Übrigen überhaupt nichts
zur Sache.
Todesstrafe Die Todesstrafe ist genau so unchristlich wie Abtreibung und Sterbehilfe. Die Forderung danach
ist aber ein Anzeichen dafür, was der neue polnische Präsident von den Menschenrechten hält. Nur gut,
dass die Todesstrafe in der EU verboten ist.
#41 Krzyszek 10:58:08 | Mittwoch, 26. Oktober 2005
Einfach Sulpicius, du machst es dir ein bisschen sehr einfach. So kann man natürlich auch diskutieren –
nach dem Motto: „Denk die die Gegenargumente doch selbst aus.“ Das kann ja wohl nur einer schreiben, der
entweder woanders denken lässt oder aus einem anderen Grund gar keine Gegenargumente hat. Und zu Ignatius’
Verständnis von der Rolle der Frau: Gut, dass wir in der westlichen Welt inzwischen weiter sind.
Schäfchen und Säue Für mich besteht ein Riesenunterschied zwischen „die Gemeinde zur Sau machen“ und
„seine Schäfchen ermahnen“. Letzteres halte ich für durchaus in Ordnung, während ersteres diejenigen,
die noch in die Kirche gehen, wohl eher davon abbringen dürfte.
#13 Krzyszek 14:26:53 | Dienstag, 25. Oktober 2005
Judas „… und der Judas (reueloser Kinderschänder, US-Satanist) wird bestraft.“ Die Bibelstelle, aus
der hervorgeht, dass Judas Kinder geschändet hat, muss mir während meines Studiums entgangen sein. Die
Verbindung zwischen Judas und den USA (gegründet 1776) kann ich leider nicht nachvollziehen.
Litauen Ich habe mit Freude von Priestern gehört, die die Gemeinde in der Predigt zur Sau machen und
zu den Schäfchen nach Hause kommen und streng ermahnen, trotzdem ist die Situation in den baltischen
Staaten ähnlich, wenn auch nicht so verheerend, wie die in der ehemaligen SBZ: Die Weitergabe des Glaubens
in den Familien ist unterbrochen worden. Und was ist daran so erfreulich, wenn die Gemeinde in der Predigt
„zur Sau gemacht“ wird? Damit bekommst du junge Menschen mit Sicherheit nicht in die Kirche!
#34 Krzyszek 11:57:53 | Dienstag, 25. Oktober 2005
Menschenrechte und Katholische Kirche Also, ich verstehe nicht, wieso einige hier versuchen einen Konflikt
zwischen den Menschenrechten und der katholischen Lehre zu konstruieren. Die Menschenrechte basieren auf
der Würde des Menschen. Wo ist das Problem für dich, Frank? Bist du etwa gegen gleiche Rechte für Männer
und Frauen? Soll die Frau etwa (wieder?) „dem Manne untertan“ sein? Was genau stört dich an der Resolution
1464 der Parlamentarischen Versammlung des Europarates? „Der Webmaster sollte erwägen, Krzyszek zu verwarnen
und ggf. zu sperren.“ (Frank) Darf ich darauf mit einem Zitat von Ignatius antworten? „Niemand der seriös
ist, lässt sich einen Maulkorb aufbinden.“ Auch du scheinst den Sinn eines Forum noch nicht verstanden
zu haben. Teutonico und Gotthard kann ich nur voll zustimmen, wenn sie schreiben: „Katholische Gesinnung
ersetzt noch keine anständige Recherche und Dokumentation, bestimmt keine Originaldokumente.“ und „Sie
müssen sich schon entscheiden, ob Sie als seriöser Nachrichtendienst oder als polarisierende Scharfmacher
wahrgenommen werden wollen.“ Dazu passt hervorragend der entlarvende Kommentar von Ignatius: „PS KKK –-
ab in die Tonne damit. Progressistenquatsch.“ Wie verträgt sich denn diese Haltung mit der von Frank
zitierten Vorbedingung für eine Teilnahme am Forum: „…wird auch Respekt für die katholische Glaubens-
und Morallehre gefordert.“?
Heiliger Bonifatius! Wieso liege ich in diesem Forum daneben? Was ist ein Forum? Ist es nicht, auf dem
altrömischen Marktplatz basierend, ein Ort der Erörterung in der Öffentlichkeit? Wer keine Standpunkte
verträgt, die sich nicht hundertprozentig mit den seinen decken, sollte solche Orte lieber meiden. Was
heißt denn hier Schwulengesabbel? Kennst du die Lehre der katholischen Kirche zu Homosexuellen etwa nicht?
Schau doch mal in den Katechismus! Hast du das Evangelium von gestern schon wieder vergessen? Deine Haltung
ist mir für einen Christenmenschen unverständlich.
USA-Meldung Spring, Laurentius2! Oder zweifelst du etwa an dem Wahrheitsgehalt der hier verbreiteten Meldungen?
Zugegebenermaßen: Die Meldung an sich ist ja weiter nicht besorgniserregend, schließlich akzeptiert
ja auch die katholische Kirche, dass Homosexualität als solche nichts Verwerfliches ist; schlimm wird
es ja in den Augen der Kirche erst, wenn die körperliche Liebe dabei ins Spiel kommt. Da in der Meldung
aber nun nicht steht, ob die Schwulen, die Kinder adoptiert haben, überhaupt einen Partner haben und
ob sie enthaltsam leben oder nicht, würde ich es mir mit dem Sprung vielleicht doch noch einmal überlegen.
Au weia! Hallo Lebkuchenmann! Lesen müsste man können – und dazu noch unvoreingenommen. Unter Punkt
3 der Resolution werden Menschenrechtsverletzungen genannt wie sie hauptsächlich in islamistisch geprägten
Kulturen vorkommen. Punkt 4 spricht dagegen von „subtileren und weniger spektakulären Formen von Intoleranz
und Diskrimination, die in Europa weitaus verbreiteter sind.“ Gemeint ist die Weigerung, eine patriarchalisch
geprägte Tradition in Frage zu stellen, die die 3 K als Ideal für die Frau ansieht. Von Verbrechen ist
in diesem Zusammenhang keine Rede. Es wird auch nicht so dargestellt. Und zu Richard: Wenn man von Politik
keine Ahnung hat und von Menschenrechten nichts hält, sollte man sich in manchen Fragen besser bedeckt
halten. Und noch zu Frank: Das „Machwerk“ hat ja auch ganz allgemein „Frauen und Religion in Europa“ zum
Thema und nicht etwa „Frauen und der Katholizismus“. In dem Arbeitsdokument, auf dem die Resolution basiert,
werden die diversen Einflüsse der einzelnen Religionen jedoch detaillierter beschrieben. Dennoch handelt
es sich hier keineswegs um einen „Kulturkampf“, sondern um die Aufforderung an die Mitglieder des Europarates,
die Menschenrechte zu achten, darin eingeschlossen die Religionsfreiheit, welche natürlich auch beinhaltet,
keiner Religion anzugehören. Darüber hinaus wird auf die Trennung von Staat und Religion verwiesen –
und dagegen wird ja wohl niemand etwas einzuwenden haben.
Europaratsresolution konret Lieber virOblationis, ich war davon ausgegangen, dass die Leser dieser Seiten
sich ihre Meinung selber bilden wollen und zu diesem Zwecke mal auf die Seite des Europarates –> Parlamentarische
Versammlung klicken und sich die gewünschten Informationen aus erster Hand besorgen. Damit ist doch sicherlich
hier niemand überfordert, oder? Einen kleinen Tipp will ich den Unfähigen/Faulen aber gerne geben. Es
werden zunächst kritisiert: Ehrenmorde, Zwangsverheiratungen, religiöse Kleidervorschriften von Kopftuch
bis Burka. Dann natürlich auch das Kondom-Verbot der katholischen Kirche zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten,
was gerade in Afrika zu einem Ansteigen der HIV/AIDS-Infektionen bei katholischen Frauen führt. Die Abtreibung
wird ausdrücklich als ein äußerst sensibles Thema angeführt. Alles weitere lässt sich in der Resolution
und im vorausgehenden Arbeitsdokument nachlesen, wobei ich davon ausgehe, dass diejenigen, die hier ständig
mit ihren (vorkonziliaren) Lateinkenntnissen angeben, auch des Englischen oder Französischen mächtig
sind. Des Weiteren verweise ich auch gerne noch auf das Arbeitsdokument Nr. 10673 zum Thema Religionsunterricht.
Kritik am Europarat -vorher besser informieren! Ein solch tendenziöse Stellungname war auf kreuz.net
ja eigentlich zu erwarten gewesen. Wahrscheinlich geht der Verfasser davon aus, dass die Leser dieser
Webseite sich nicht selber informieren, sondern unbesehen jeden Schmarrn glauben, der hier als Nachricht
eingestellt wird. Ziel des Europarates, dem 46 europäische Länder angehören – der Vatikan hat übrigens
Beobachterstatus –, ist der Schutz der Menschenrechte und der parlamentarischen Demokratie. (-> assembly.coe.int)
Auf der Herbstsitzung der Parlamentarischen Versammlung wurde u.a. ein Bericht zum Thema „Frauen und Religion“
diskutiert (Arbeitsdokument 10670), der untersucht, in wie weit die Rechte von Frauen in Europa auf Grund
von kulturellen und/oder religiösen Traditionen heutzutage immer noch eingeschränkt werden. Im Anschluss
daran wurde eine entsprechende Resolition (Nr. 1464) zu diesen Thema verabschiedet. Die Akzentsetzung
ist dabei eine ganz andere als es der obige Nachrichtentext glauben machen will. Es ist also der allergrößte
Unsinn, den Europarat mit einer „Sowjetunion light“ zu vergleichen, wie dies mein Vorredner tut. Entweder
meint er, damit seine Unwissenheit demonstrieren zu müssen oder seine Borniertheit oder beides.
Überraschung? 1. Frage: Wieso starb Bischof Dyba überraschend? Gab es etwa einen vorher festgelegten
Termin, zu dem er hätte sterben sollen, der dann wider Erwarten von ihm aber nicht eingehalten wurde?
2. Frage: Einfachere Menschen gegen klerikales Establishment? Sollte es nicht besser heißen: Anhänger
eines erzkonservativ-reaktionären Katholizismus gegenüber fortschrittlich gesinnten Katholiken?
Au weia! Oh je, jetzt haben wir noch etwas, für das die EU verantwortlich gemacht wird: Die Förderung
des Wohlstandes und, dadurch bedingt, die Verbreitung des Handkommunion. Das kann ja nur das Ende des
christlichen Abendlandes bedeuten! Wenn es wirklich keine größeren Probleme geben sollte, kann ich nur
sagen: O felix Europa!
#105 Krzyszek 12:11:15 | Sonntag, 16. Oktober 2005
Das Kopfschütteln hält an (Schlussbemerkung) Teil 3 Und noch eine Empfehlung zu guter Letzt: Beschäftigen
Sie sich doch ruhig einmal mit der Entstehungsgeschichte der katholischen Morallehre. Dann wird vielleicht
auch Ihnen klarer, wie viel Menschliches über die Jahrhunderte in die von Ihnen als Gottes reine Lehre
verfochtetenen heutigen Einstellungen eingeflossenen ist.
#102 Krzyszek 11:53:00 | Sonntag, 16. Oktober 2005
Das Kopfschütteln hält an (Teil 2) Teil 2 Diese Personen sind wie die anderen Christen gerufen, ein
keusches Leben zu führen. Nicht die Homosexualität an sich wird dort als Sünde bezeichnet, es heißt
dort viel mehr, homosexuelle Praktiken gehörten zu „den Sünden, die schwer gegen die Keuschheit verstoßen“.
Sie sollten also vorsichtig damit sein, mir allein auf Grund der Tatsache, dass ich schwul bin, das katholische
Christsein abzusprechen. 3. Wie können Sie behaupten, Gott habe mich nicht so geschaffen, wie ich bin?
Weshalb sollte ich mir aussuchen, schwul zu sein, wenn es mir keinerlei Vorteile bringt? Nennen Sie es
genetisch bedingt oder unbewusste, nicht beeinflussbare Prägung oder sonstwie – ich habe mich zu keinem
Zeitpunkt dafür entschieden schwul zu sein; es ist für mich natürlich und es wäre unnatürlich dagegen
anzugehen. Deshalb verlange ich ja von keinem Heterosexuellen, sich schwul zu verhalten; denn das wäre
für ihn dann unnatürlich. Gegen diese Art von widernatürlichem Verhalten wendet sich im Übrigen die
Bibel. Und glauben Sie mir ruhig: Ich bin mit meinem Gewissen im Reinen. Zu dem Einwand von „Benedikt“
(„Ich bin schwul, ich bin katholischer Christ. Ganz im Ernst: Sie kennen die Lehre. Wie gehen Sie damit
um?“) Warum stellen Sie diese Frage? Auf welchen Punkt „der Lehre“ heben Sie ab? Schlussbemerkung: Teil
3 (Dazu muss ich aber wieder warten, bis der nächste einen Kommentar eingeschoben hat.)
#100 Krzyszek 10:13:23 | Sonntag, 16. Oktober 2005
Das Kopfschütteln hält an Ich hatte ja vorgehabt, es mir zu verkneifen, mich hier nochmals zu Wort zu
melden. In gewisser Weise geht es mir wie Miriam (aus Nordelbien): Der hier vorherrschende Ton, vor allem
von denjenigen, die sich als die rechtgläubigen Christen ausgeben, ist schon recht schwer zu ertragen.
Aber dennoch … Es ist doch recht seltsam, dass jemand wie „der Gatte der Evelin“, der außer zwei Forumsbeiträgen
rein gar nichts von mir weiß, meint beurteilen zu können, ob meine Aussagen richtig oder falsch sind.
„@ Kryszek: Ich bin schwul, ich bin katholischer Christ Ersteres mag zutreffend sein, letzteres ist mit
Gewißheit falsch. Wer behauptet, das Recht auf schwere Sünde zu haben, ist nicht einmal Christ. Allenfalls
aber (warum eigentlich?) Kirchenbeitragszahler. Er (Gott) hat mich schließlich so geschaffen. Nein, das
ist ein großer Irrtum! Ich bin mir auch sicher, dass Ihnen Ihr Gewissen das Gegenteil sagt!“ 1. Wie kommen
Sie zu dem Schluss, dass ich mit Gewissheit kein katholischer Christ bin? 2. Wo und wann habe ich behauptet,
ein Recht auf schwere Sünde zu haben? Laut dem Katechismus der Katholischen Kirche ist den Männern und
Frauen mit homosexuellen Tendenzen nach der Lehre der Kirche „mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen.
Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen“. Fortsezung: Teil 2
Kopfschütteln Ich bin ja nun heute zum ersten Mal hier – und komme aus dem Kopfschütteln nicht heraus.
Religiöse Fanatiker sind immer gefährlich, egal welcher „Weltanschauung“ sie anhängen. Als Beispiele
mögen der Konflikt in Nordirland dienen, wo die Konfession in der Auseinandersetzung instrumentalisiert
wurde; der islamistisch begründete Terrorismus gegen den Westen; die gefährliche Politik eines „wiedergeborenen“
George W. Bush. Solchen Fanatikern ist mit menschlicher Logik und gesundem Menschenverstand wohl nur schwerlich,
wenn überhaupt, beizukommen. Sie haben ihr festgefügtes Weltbild – mit ebenso festen Feindbildern –
das durch nichts erschüttert werden darf. Ich halte es deshalb für müßig, die hiesigen Fanatiker von
der Ungefährlichkeit des Schwulseins überzeugen zu wollen. Oder von der Tatsache, dass Homosexualität
keine Krankheit ist, die geheilt werden müsste – genau so wenig wie Heterosexualität. Auf Grund der
langen Tradition der kirchlichen Lehre ist ja auch der Vatikan in diesen Fragen äußerst unflexibel.
Bevor jetzt von Fanatikerseite auf mich „geschossen“ wird: Ich bin schwul, ich bin katholischer Christ.
Ich habe nicht das geringste Problem damit. Ich akzeptiere mich so wie ich bin und bin überzeugt, dass
Gott das auch tut. Er hat mich schließlich so geschaffen und sicherlich ist ihm dabei kein Fehler unterlaufen.
Unnatürlich? Unsinn! 1. Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass das, was die Natur hervorgebracht
hat, nicht unnatürlich sein kann. Insofern ist entweder die Wortwahl falsch oder das Wort ist falsch
ins Deutsche übertragen worden. 2. Da die Ursachen dafür, warum manche Menschen sich zum gleichen Geschlecht
hingezogen fühlen, während die Mehrheit das andere Geschlecht bevorzugt, immer noch nicht eindeutig
geklärt sind – und möglicherweise auch nie vollständig geklärt werden können – stellt sich die Frage,
ob Gott als Schöpfer des Menschen wirklich einen solchen „Fehler“ begangen hat, dass einige aus der Mehrheitsgruppe
der Heterosexuellen sich bemüßigt fühlen, der Minderheit der Homosexuellen einfach gewisse Rechte abzusprechen.
3. – und auch darauf wurde hier ja schon hingewiesen – ist Polen als EU-Mitglied auch an gewisse Gemeinschaftrichtlinien
gebunden. Die Privatmeinung (auch) von Politikern berührt dies jedoch nicht – und seien diese Meinungen
noch so abstrus. 4. Abschließend würde mich nun noch interessieren, wo die Weigerung des Warschauer
Bürgermeisters, Ende Mai eine Demonstration zum so genannten „Christopher Street Day“ (= Demonstration
für gleiche Rechte für Homosexuelle) zuzulassen „internationale Anerkennung“ gefunden hat, wie es in
dem Bericht heißt. Im Vatikan?