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#9 Ultramontes 17:23:58 | Montag, 31. Oktober 2005
Warum ausgerechnet in einer Heiligen Messe? Ich stimme den Kommentaren hier vollkommen zu, daß eine auch
noch so sehr pervertierte Messe als Unterhaltungs-Massen-Jugend-Event niemals mit einer säkularen Diskothek
mithalten könnte, sondern daß die Messe das betonen sollte, was sonst nichts geben kann, nämlich den
fasziniernden Schauer der Heiligkeit der eucharistischen Realpräsenz Gottes. Abgesehen von der Frage
aber, ob Jugendliche mit solchen Pseodo-Disko-Spektakeln in die Kirche gelockt werden können, stellt
sich hier eine andere Frage: Wenn man in den Kirchenleitungen schon der Meinung ist, solche Spektakel
müßten sein: Warum ausgerechnet in einer Heiligen Messe? Es gibt viele Möglichkeiten, Wortgottesdienste
und andere Andachten ohne sonderliche Gefahr für die liturgische Korrektheit in diesem Stil zu gestalten –
die Ehrfurcht gebietet aber, bei solchen Experimenten das allerheiligste Sakrament des Meßopfers außenvorzulassen.
#24 Ultramontes 18:17:35 | Montag, 24. Oktober 2005
Europarat sägt am eigenen Ast… Dieses typisch liberalistische Verhalten, die Menschenrechte gegen die
katholische Lehre auszuspielen, zeugt wieder einmal von dem alten Irrglauben, aus den sogenannten „Werten
der Aufklärung“ ließen sich ohne die Berücksichtigung des christlichen Menschenbildes die Menschenwürde
ableiten. Im Gegenteil: Der Mensch ist aus atheistisch-darwinistischer Perspektive Produkt des Zufalls
und der Selektion – woher sollte ein solcher Zellhaufen seine Würde nehmen? Die Menschenrechte in ihrer
heutigen Form leiten sich doch letztendlich von der katholischen Naturrechtslehre ab, demzufolge der Mensch
wegen seiner Gottesebenbildlichkeit und als ein von Gott gezielt gewolltes und geschaffenes Individuum
seine unantastbare Würde habe. Wenn man versucht, mit fadenscheinigen Menschenrechtsargumenten die katholische
Kirche anzugreifen, sägt man an dem Ast, auf dem man selber sitzt. Ansonsten scheinen Menschenrechte
aus postchristlich-europäischer Perspektive wieder einmal gleichbedeutend mit dem Recht auf uneingeschränkten
Spaß im Bett zu sein: Recht auf Abtreibung, Verhütung, vorehelichen Sex…alles alte Ladenhüter.
#1 Ultramontes 11:51:17 | Donnerstag, 20. Oktober 2005
Politik ohne Prinzipien… Man sieht wieder deutlich: Über Parteipolitik kann man gar nichts verändern.
Sämtliche Berufspolitiker sind so sehr auf Partei- und Eigeninteressen fixiert und fürchten die berüchtigten
Hetzkampagnen der Medien gegen alles, was auch nur entfernt nach konservativ oder christlich-konservativ
riecht, so sehr, daß sie entweder selber umfallen und ihre Überzeugungen verleugnen oder von ihren Parteien
unter dem Druck der Medien im Stich gelassen werden. Man erkennt nicht, daß die Medien und die „Political
Correctness“ der Verteidigungsmechanismus der geistig-kulturellen Hegemonie der 68er sind – wenn man sich
nie auf die offene Auseinandersetzung mit ihr einläßt und sich an die PC hält, wird man niemals christliche
oder konservative Politik gegen den Zeitgeist durchsetzen können. Wir brauchen einen den 68ern entgegengesetzten
Marsch durch die Institutionen! Eine geistig-moralische Wende ist nur über Familie, Schule, Medien und
die akademische Elite zu bewerkstelligen – über Parteipolitik und das parlamentarische System wird man
ein gesellschaftliches Umdenken nie herbeiführen können. www.neokon.de.vu www.neokon.de.vu/ – die christlich-konservative
Denkfabrik für junge Leute im Internet
#4 Ultramontes 22:17:44 | Mittwoch, 19. Oktober 2005
Währet den Anfängen… Diejenigen, welche in derartigen Fragen – sei es Euthanasie, Abtreibung, therapeutisches
Klonen oder was auch immer – eine Liberalisierung der Gesetze fordern, erkennen nicht, daß auf diese
Weise unser aller Leben potentiell zur Disposition steht. Denn selbst wenn in den Ohren der Nichtchristen
der Verweis auf das Leiden und den mangelnden Lebenswillen der Kranken und Alten oder auf die ach so schwierige
Situation von werdenden Müttern, die abtreiben wollen, in diesen Fällen eine Relativierung des Lebensrechtes
recht einleuchtend nahelegen mag: Es ist jederzeit möglich, daß in diesem Land irgendjemand auf vernünftige
Weise begründen kann – und sei es mit humanitären Floskeln –, daß es für diesen oder jenen von uns
besser sei zu sterben als zu leben. Und wenn die Entscheidungsgewalt in einem rechtspositivistischen Staatswesen
dann bei den Relativierern liegt – dann gnade uns Gott! www.neokon.de.vu www.neokon.de.vu/ – die christlich-konservative
Denkfabrik für junge Leute im Internet
#17 Ultramontes 21:09:55 | Dienstag, 18. Oktober 2005
Si Christe videsse… Ich kann meinen Vorgängern nur zustimmen – Dyba war ein Bischof, welcher sich stets
ohne Rücksicht auf die Beleidigungen und Beschimpfungen durch die Anwälte der geistig-kulturellen Hegemonie
der 68er für die Wahrheit des Glaubens einsetzte. Was gäbe ich für einen Mann wie ihn – seit seinem
Tod hat er leider keinen gefunden, der seine Stelle auch nur ansatzweise ausfüllen könnte. Das Verhalten
des Domkapitels gegen ihn steht der Diözese Fulda wahrhaftig schlecht an, zumal deren Bischof Algermissen
sich selbst keineswegs zu den rom- und glaubenskritischen Modernisten innerhalb des deutschen Episkopats
zählt… @ Detlef Rose: Ihre Meinung über Kardinal Döpfner kann ich leider nicht nachvollziehen. Döpfner
ist immerhin derjenige, welcher durch die von ihm geschaffene „Königsteiner Erklärung“ aus dem Jahre
1968 die päpstliche Enzyklika „Humanum Vitae“ de facto durch die Hintertür außer Kraft setzte und relativierte.
Dyba wäre so etwas nie eingefallen. Hier auch ein wenig Werbung für meine Privat-Internetseite: www.neokon.de.vu
www.neokon.de.vu/