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Dieser Artikel stimmt leider im Wesentlichen Der Bischof hat leider das Talent, sich die Gegner in seinen
engsten Mitarbeiterstab zu holen. Sodann ist er vergesslich oder nimmt es mit der Wahrheit nicht so ganau.
Die Initiative überlässt er medial den Gegnern. Und so kommt es, wie es bei Generalvikar Rellstab kommen
musste. Jetzt ist der Bischof ratlos. Anstatt nach dem Grundsatz „Die Hunde bellen, die Karavane zieht
weiter“ zu handeln, holt er sich Rat von allen Seiten. Das gibt den Gegnern Zeit, sich zum Hauptangriff
zu formieren. Letztlich wird daher Rom entscheiden, und dort stehen die Karten leider nicht sehr gut für
den Bischof. Zum Medienprecher der Bistums, der einen seiner Gegner als „blöden Hund“ bezeichnet hat –
der Bischof belässt ihn im Amt – vergleiche seine geistige Herkunft unter www.aargauerzeitung.ch/…h-ans-bett-105167718
#74 Morus 15:01:57 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
@ mighty Counsellor – Bitte wählen und antworten Wir sehen das durchaus. Die Scharia wird in unseren
Breitengraden nie herrschen, es sei denn, die Moslems erhalten die Mehrheit. Wir müssen also dafür sorgen,
dass sie keine Mehrheit erreichen. Es gibt zwei Wege: eigene Geburtenrate erhöhen oder Moslems zur Auswanderung
zwingen. Wogegen müssen wir ausserdem kämpfen?
@ Mighty Counsellor – Selbst in der Messe ist es so Da pflichte ich Ihnen bei. Selbst in den Messen ist
es oft so, wie Sie schreiben. Auch dort muss man sich oft durchkämpfen. Wir stecken in einer gravierenden
Krise des Papsttums. Die Kirche lässt zurzeit das Kraut nebst dem Weizen praktisch unbehelligt wachsen.
Schauen Sie sich den Sexskandal in der irischen Kirche an. Rom begnügt sich mit ein paar Beschämungsformeln.
Das versteht ein durchschnittlicher Mensch nicht mehr. Alle anderen Bischofskonferenzen schweigen. Der
damals zugständige Papst wird bald seliggesprochen… In der katholischen Tradition ist das Messopfer
an sich wichtiger als der Amtsträger. Am Amtsträger soll man sich nicht definitiv festnageln. Die Talsole
der Dekadenz ist noch nicht erreicht. Trotzdem findet man immer noch Messen, die in beiden Riten korrekt
gefeiert werden. Das genügt mir. Den Kern des Glaubens kann uns auch die katholische Amtskirche nicht
nehmen.
@ mighty Counsellor – Schön, dass Sie noch da sind Die Weltwoche hat natürlich auch recht, indem sie
schrieb, dass, wenn die Kirche eine Unternehmung wäre, ihre CEO schon längst entlassen wären. Man muss
in den heutigen Medien immer anhand der Lehre der RKK schauen, was richtig und was falsch ist. Die Lage
ist derart verworren, dass die normalen Menschen darob verzweifeln und den Hut nehmen.
@ Mighty Counsellor Meine Position kann ich erläutern. Der Artikel von Keller enthält neofaschistische
Elemente, weil er Gewalt im Namen der Religion legitimiert. „Das ist das Schwert, das der Heilige Dominikus
gebraucht hat.“ Daran soll man sich erinnnern? Von der Kirche haben sich nur die Fundamentalisten entfremdet,
nicht aber die anständigen Leute. Die Fundamentalisten werden im Artikel denn auch benannt. Ich nenne
diese Entwicklung nicht „Zerfallserscheinungen“, sondern notwendige Katharsis, weil sie zum Gemeinwohl
beiträgt.
#62 Morus 22:26:15 | Donnerstag, 10. Dezember 2009
@ Simon Boccanegra Der Artikel von Keller ist ein typisch kirchenfeindlicher Artikel. Er kritisert letztlich
immer die katholische Lehre und den Papst. Leider gehen manche sogennannte konservativen Christen diesen
und ähnlichen Artikeln auf den Leim.
#59 Morus 20:18:10 | Donnerstag, 10. Dezember 2009
@ MartinBieger Der Papst kennt den Koran beinahe auswendig, interpretiert ihn allerdings etwas anders
als viele Teilnehmer auf diesem Forum. Darum sollten wir alle überflüssigen Diskussionen lassen und
ihm folgen.
#52 Morus 18:07:41 | Donnerstag, 10. Dezember 2009
@ r. ruhrgebietler Eine Verurteilung des Islam durch den Papst wird es nie geben. Der Papst hat in seiner
Regensburger Rede die Gewalt im Zusammenhang mit der Religion verurteilt. Das genügt, wenn man bedenkt,
dass gemäss katholischer Lehre in jeder Religion Elemente der Wahrheit liegen.
@ LM. Jedenfalls liegt Ihrer Optik auch die Strategie der katholischen Kirche zugrunde. Aber diese ist
bei den Forumsteilnehmern oft nicht sehr gefragt. Die meisten interpretieren Bibel, Geschichte und Lehre
der katholischen Kirche auf eigene Faust.
@ Domenico Tuttisanti. Islam – Religion der Erhabenheit Danke für den Artikel Flaig. Wenn man ihn richtig
liest, so sieht man die Spannweite des real existierenden Islam. Er geht vom Abschlachten bis zur Religion
der Erhabenheit. Wegen letztem haben sich viele Aufklärer an ihm erfreut. Dass ist martialische Seite
des Islam sich in Europa durchsetzen wird, ist völlig unwahrscheinlich. Mit zunehmender Integration der
Moslems werden sich auch die Geburtenraten stabiliseren oder sie gehen gar zurück. D a s Bollwerk gegen
den ungemütlichen Islam sind die Grundrechte. An die müssen sich zweifellos gewisse Muslime noch gewöhnen.
Die diesezügliche Entwicklung läuft aber in die richtige Richtung. Haben die islamischen Staaten die
universalen Grundrechte politisch anerkannt und durchgesetzt, werden sie politisch christianisiert sein.
Diejenigen Menschen, welche im Islam nur noch die „Erhabenheit“ sehen, sind es heute schon.
@ Domenico Tuttisanti – Schön wär’s Die Flaig-Theorie erscheint wirklichkeitsfremd. Schön wäre es,
wenn der Islam nur politische Ziele hätte, die Christen aber in ihrem Glauben beliesse. Dann hätten
wir keine Christenverfolgung in islamischen Staaten. Umgekehrt belässt die katholische Kirche nicht alle
Staaten in ihren Ordnungen, sondern greift ein. Sie hat eingegriffen beim Bolschewismus und Kommunismus,
greift heute ein gegen den Säkularismus. Papst Bendedikt XVI. greift in die Klimadebatte ein, weil er
dort ein Feld für die Verteidung der Gesetzt Gottes sieht. Die katholische Kirche betont die Menschenrechte,
weil ohne sie eine staatliche Ordnung jede Orientierung verliert und weil die Menschenrechte Teil der
Rechte Gottes sind.
Islam. Judentum und Christentum sind wesensverwandt Alle drei Religionen sind abrahamitischen Ursprungs.
Jede Religion hat einen – auch politischen – Welteroberungsauftrag, weil jede behauptet, im Besitz der
umfassenden Wahrheit zu sein. Man kann nur sagen, dass das Christentum seinen Auftrag bislang am intelligentesten
wahrgenommen hat – heute aber kaum mehr wahrnimmt. Und weil das so ist, kann ein Konkurrent in diese Herde
einbrechen. Das ist aber weniger das Verschulden des Konkurrenten, sondern liegt vielmehr an der Schwäche
der Herde.
Buruma und Schweizer Bischöfe stimmen überein Buruma sieht einiges richtig. Die Schweizer Bischöfe
haben die Minarettvorlage ganz ähnlich kommentiert. Sie sehen das Problem primär nicht bei den Moslems,
sondern bei der Identität der Christen, ausgedeutscht im fehlenden Glauben der Christen. Interessant
ist nun, dass sich vor allem sogenannt konservative Christen für das Minarettverbot ausgesprochen haben.
Diese geben sich regelmässig als besonders fromm und kirchentreu. In Tat und Wahrheit dürfte ihr Glauben
wackeliger sein als anderswo. Sobald nicht die defininierte Anzahl Kerzen im Gottesdienst brennen, ein
Minarett in der Nähe steht oder sie das Gebetbuch zu Hause vergessen haben, werden sie irritiert. Die
Gebetsstimmung wird getrübt. Mit der Wahl von Abt Eleganti zum Weihbischof von Chur haben diese Christen
nun einen Gottesmann, der ebenfalls für ein Minarettverbot gestimmt hat. Er tat dies freilich noch als
Privatmann und sagt heute, er sei nicht grundsätzlich für ein Verbot von Minaretten, er hätte nur die
Minarettgegner und ihre Ängste ernst nehmen wollen. Jetzt wird man also sehen, wie Weihbischof Eleganti
diese Ängste wird abbauen helfen. Die Ausgangslage ist nicht vielversprechend, denn der neue Weihbischof
spricht mit den Verängstigten ebenfalls von „dem Islam“, den es so nicht gibt, von der fehlenden Trennung
von Staat und Religion im Islam, die es im real existierenden Islam ebenfalls so nicht gibt (vgl. Türkei,
Schweiz).
Counsellors sind von Natur aus intelligent Danke für Ihr Kompliment. Counsellor hielt ich seit langem
als einen der intelligenteren und anständigsten Teilnehmer dieses Forums.
Liturgiemissbräuche keine Frage der Religionsfreiheit Religionsfreiheit betrifft das Verhältnis zwischen
Staat und Bürger und indirekt zwischen einzelnen Religionsgemeinschaften. Missbräuche in der Liturgie
sind indes eine Frage der Disziplin innerhalb der Kirche.
KVP hat gesagt, wer nicht hineinpasst @ seppi KVP hat offenbar nur gesagt, dass Leute wie Seppi nicht
in diese Partei passen. Gemäss Nachrichten auf einem evangelikalen Sender dürfte Seppi bereits mit einem
neuen Mitglied ersetzt sein.
@Priesterkandidat Das ist das Phantastische an dieser Kirche: es menschelt immer und überall und trotzdem
gibt es einen roten Faden, der zuverlässig und zukunftsfähig ist. Diesen Glauben und diese Übersicht,
aber auch eine grosse Durchhaltekraft müssen Sie haben, damit Sie erfolgreich Priester sein können.
Ob Sie das bereits besitzen oder noch ganz erwerben können, ist eine rein geistige Frage, die Sie mit
Jesus Christus lösen müssen. Ich wünsche Ihnen dazu alles Gute und viel Gnade.
Mikrige Zahl Es erstaunt, wie wenige Kommentare zur Enzyklika in diesem Forum eingegangen sind, handelt
es sich doch um eine weiteres Schlüsseldokument der Kirche, das viele entscheidende Frage aufwirft und
beantwortet und zu einer Unzahl weiterer Übelegungen und Schlussfolgerungen Anlass gibt. Die Kommentatoren
in diesem Forum sind – das haben schon andere bemerkt – aber offenbar auf Themen wie Homosexualität,
Freimaurerei und alte Messe richtiggehend „abgefahren“ und übersehen den gesamten Rest unseres Glaubens.
So macht es jedenfalls den Anschein und deshalb besteht auch der Anschein eines katholischen Sektierertums.
Widersprüchlich Einerseits wird behauptet, es könne nur jene Religion an staatlichen Schulen Religionsunterricht
halten, welche die Verfassung respektiere. Anderseits wird zugestanden, man müssen nicht jegliche Grundrechtsinterpretationen
übernehmen (z.B. Homoidelogie). Was gilt jetzt? Der Isalm ist unter anderem im Widerspruch mit dem Staat,
weil er die Trennung zwischen Religion und Staat nicht akzeptiert. Die Katholische Kirche gerät zunehmend
in Widerspruch mit dem Staat, weil sie in wesentlichen Punkten (Lebensschutz, Eheordnung) ein anderes
Grundrechtsverständnis als der Staat hat. Näher dem Staat als der Islam ist sie gleichwohl noch, aufgrund
der christlichen Tradition in Europa. Aber die Verkündigung ihrer Lehre selbst ausserhalb der Schulen
ist vom Staat her aufgrund der Meinungsäusserungsfreiheit nicht mehr gesichert, weil der Staat diese
Lehre jederzeit verbieten kann, weil diskriminierend und verfassungswidrig. Es werden ungemütliche Zeiten
auf die Kirche zukommen.
Das Konkordat muss gekündigt werden Ob Koch Erfolg haben wird, hängt nicht zuletzt vom Vatikan ab. Dieser
hätte das Konkordat schon längst kündigen und dem Staat und der Christlichdemokratischen Volkspartei
die Vogteirechte entziehen sollen. Bischof Koch kann sein Kader zusammenziehen und ihm direkt, privatrechtlich,unterstellen,
langsam und sukzessive. Die Gläubigen können gemäss neuem Bundesgerichtsurteil aus den Kirchgemeinden
austreten und trotzdem katholisch bleiben, und die finanziellen Beiträge direkt in Solothurn abliefern.
Es entsteht über die Jahre eine freie katholische Gemeinde nach der andern. Ganz friedlich. Am Schluss
könnte dann das Volk noch pro Kanton beschliessen, dass die staatsrechtlichen Kirchgemeinderuinen als
aufgehoben gelten.
Koch wählte die dritte Möglichkeit Natürlich kann man ein Rechtsmittel einlegen oder nicht. Ob Bischof
Koch dazu legitimiert gewesen wäre – Hauptpartei war der Landeskirchenrat – erscheint fraglich. Er konnte
aber auch das Urteil nicht anerkennen und mit dieser Methode die politische Debatte lancieren. Das hat
er getan und dies ist ihm gelungen. SVP, SP und FDP helfen ihm im Sinne von unheiligen Allianzen schon.
Mit der SP und den Grünen hat er ja offene Sympathien.
Morbides System In der Schweiz tut man so, als ob nur das aktuelle System die Kirche garantieren könnte.
Dabei ist es weltweit einzigartig skuril. Sowohl die karitativen wie die lehrmässigen Dienste der Kirche
werden weltweit ohne Hilfe des Staates erbracht. Die Kirche steht auch mit ihrer Lehre im Gegensatz zum
modernen dekandenten Staat. Da drängt sich eine weitere Trennung geradezu auf. Damit stärkt sich die
Kirche. Frage ist, ob Bischof Koch den Prozess durchhält.
Kommen Sie zur Sache Sie können der „Minipartei“ ja beitreten, dann ist sie bereits weniger „mini“. Bezüglich
Territorialprinzip sollte man nicht päpstlicher sein als der Papst. Die Mobilität der Gläubigen ist
heute schon sehr gross. Ein bisschen Flexibilität würde nichts schaden. Und: stellen Sie sich vor, man
könnte jene Pfarrei wählen und mithelfen zu finanzieren, die tridentinische Messen anbietet. Das könnte
zum Hit werden und etwas Konkurrenz in die lahmen Kirchenstrukturen bringen.
Sirilo: Edel sei der Mensch und gut Wenn die Piusbruderschaft dem Welttheater folgen wollte und eine Partnerschaft
mit einem Medienkonglomerat unterhalten würde, das auf seiner Website ein Pornoprogramm unterhält, wäre
es um die Bruderschaft geschehen. Dann würden ihr die Gläubigen auch davonlaufen, wie sie der Konzilskirche
davonlaufen.
Naiver lifecons Christus selbst hat für gewisses Verhalten bereits Strafen in Aussicht gestellt. Der
Staat muss das ebenfalls tun. Sonst müssten Völkermord, Diebstahl, fehlerhaftes Parkieren nie bestraft
werden, sondern nur in reiner Liebe als unerlaubt unterrichtet werden. Das ist unbrauchbares Soft-Christentum.
Folge einer solchen Gesellschaftsordnung ist das Chaos. Pornographie wird in einem reduzierten Mass heute
schon bestraft, und die Gesellschaft hält sich auch daran. Es ist daher zu erwarten, dass auch ein verschärfter
Pornographieartikel Beachtung finden würde.
Sie zeigen mir, dass die Partei ein Profil hat Herr Blocher hat keineswegs nur das Wörtchen „mutmasslich“
vergessen, sondern seine Aussagen bestätigt. In einem andern Land mit weniger Filz müsste ein Minister,
welcher von einer parlamentarischen Geschäftsprüfungskommission der Lüge bezichtigt wird, zurücktreten.
Was Blocher landauf und landab in den Sälen für die Ausländervorlagen geworben hat, ist meines Erachtens
keine bundesrätliche Information, sondern reine Parteipropaganda für eine Vorlage, die mit der katholischen
Soziallehre in wesentlichen Teilen unvereinbar ist. Den Gipfel der Realitätsferne erreichen Sie dort,
wo Sie von der KVP verlangen, sie müsste sich mit der Abtreiberpartei SVP zusammentun, um gegen die Abtreibung
vorzugehen. Das wäre etwa dasselbe, wie wenn Sie vom SVP-Präsidenten Schweiz verlangen würden, dass
er mit einer abtrünnigen CVP-Sektion gegen die Ausländervorlagen anzutreten habe .
#20 Morus 20:44:05 | Donnerstag, 28. September 2006
Selbstbewusste KVP – ein Fehler? Ich glaube, die KVP weiss den Wert von Blocher schon zu schätzen. Wahrscheinlich
wollte sie sich mit ihrem jüngsten Kommentar aber von den anderen Parteien abgrenzen, wie das Parteien
landläufig immer wieder tun, indem sie den anderen die Leviten verlesen. KVP ist nun mal nicht einfach
gleich SVP. Möglicherweise meinte die KVP auch das Fakt, dass die Geschäftsprüfungskommission des Parlamentes
Blocher der Lüge überführt hat, weil er zwei Albaner als Kriminelle bezeichnete, obwohl sie es gar
nicht waren – und damit Abstimmungspropaganda machte. Die Presse hat ausführlich darüber berichtet.
Auch hat Blocher vor seinem Amtsantritt gesagt, Bundesräte sollten keine Abstimmungspropaganda machen.
Jetzt, wo er im Amt ist, macht er es genau gleich wie seine Vorgänger. Also so dumm, wie in diesem Forum
unterstellt wird, ist die Argumentation der KVP gar nicht.
Die KVP ist links Guldin ist auf beiden Augen blind. Man kann auch behaupten, die KVP sei linksaussen:
zum Asylgesetz hat sie Stimmfreigabe beschlossen und ausserdem lanciert sie eine Volksinitiative für
eine Solidaritätsabgabe, die unter anderen von Prof. Charls Probst unterstützt wird, einem anerkannten
Vatikanexperten. Linksaussen + Rechtsaussen = Mittepartei
Wohl richtiges Urteil Nach den vorliegenden Informationen hat das Urteil einiges für sich. Insbesondere
fordert jemand, der die Straflosigkeit der Abtreibung beseitigen will, noch keine hemmlungslose Kindstötung.
Wenn jedoch die Folge der Straflosigkeit hemmungslose Kindstötung wäre, gehörte das in ein anderes
Kapitel. Auch sagt die Kirche zu Recht, Abtreibung sei ein Verbrechen. Das darf man so zitieren. Für
den Staat ist Abtreibung indes kein Verbrechen. Folglich muss man mit diesem Begriff umsichtig vorgehen.
Man kann dem Staat nur vorwerfen, dass er die Kindstötung nicht bestraft und nicht als Verbrechen bestraft.
Die Lebensschutzorganisationen täten gut daran, dieses Unterschiede zu beachten – im Interesse der Glaubwürdigkeit
ihrer Botschaften.
Immer und ewig Alles ist eine Frage der Sicht. Mit Demokratie, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit
hat sich die Kirche bis heute nicht angefreundet und auch der Staat setzt diesen Freiheitsrechten Schranken.
Wenn die Demokratie das natürliche Sittengesetz nicht achtet, z.B. bei Abtreibungsvoten, dann kann man
sich mit dieser Staatsform nicht anfreunden. Wenn der Islam Terrorismus betreibt, dann kann man sich mit
dieser Religion nicht anfreunden. Wenn mit der Meinungs- und Pressefreiheit Angriffe auf die Ehre, den
lauteren Wettbewerb und anderes mehr gefahren werden werden, kann man sich mit diesen Freiheitsrechten
nicht anfreunden, und der Staat selbst setzt ihnen klare Schranken. Zulehners Interpretation schein böswillig
zu sein. Die Kirche hat immer anerkannt, dass es mehrere Staatsformen gibt, sie hat der Monarchie indes
gerne den Vorzug gegeben. Eine gute Monarchie ist zweifellos besser als eine schlechte Demokratie. Churchill
fand freilich, dass die Demokratie von allen Staatsformen das geringste Übel sei. Viele Staaten sind
heute nur noch dem Namen nach Demokratien. Faktisch sind sie Oligarchien, die ab und zu per Akklamation
vom Volk bestätigt werden. Die faktische Macht liegt heute meist bei Oligarchien oder gar Einzelpersonen.
Ich meine zum Beispiel… …die Verleihung des Coudenhove-Kalergi-Preises an den bosnischen Bischof Komarica
im Jahre 2002. Die Überreichung fand am 10. April 2002 im Rahmen des Festkongresses der Internationalen
Paneuropa-Union durch deren Präsidenten, Otto von Habsburg, statt. Richard Graf Coudenhove-Kalergi propagierte
1922 in einem Artikel in der „Neuen Freien Presse“ die Paneuropa-Idee und gründetet 1923 die Paneuropa-Bewegung
(Radio Vatikan 09.04.2002). Coudenhove-Kalergi ist der berühmt-berüchtigte Vordenker der Logen, der
in seinem Buch „Praktischer Idealismus“ frank und frei für die Herstellung einer eurasisch-negroiden
Mischrasse der Zukunft plädierte, deren Kommen er als sicher hinstellte. „Der Mensch der fernen Zukunft
wird Mischling sein.“ (S.160). Weitere Freimaurer? Hier ein paar Muster: Heinrich Heine, Mozart, Puschikn,
George Washington, Helmut Zilk, alt Bürgermeister Wien, Kemal Atatürk, Winston Churchill, Henry Dunant,
Henry Ford.
Ottos Warenposten Otto von Habsburg ist eine zwiespältige Figur. Er kann die frömmsten Gedanken publizieren,
steht aber gleichzeit eben leider in der Nachfolge der Coudenhoven-Kalgeri-Stifung und der Paneuropa-Union.
Letztere ist nach unseren Informationen sehr Freimaurer-zugewandt, und es gibt etliche Stimmen, die nachwesen
wollen, dass Otto von Habsburg letztlich ein Freimaurer ist. Da es aber auch Bischöfe, Kardinäle und
Professoren katholischer Universitäten gibt, die der Freimaurerei verpflichtet sind, ist es müssig,
auf Otto von Habsburg zu fokussieren. Das Problem ist, wie wir wissen, ein generelles und damit aber auch
viel ernster zu nehmen als ein einzelner Freimaurer.
Europas Fünfzacksterne Katholiken haben schon viel Gutes geleistet, aber auch schon alles erdenklich
Schlechte. Hitler war bekanntlich Katholik. Ob Katholiken die Europafahne kreiert haben, sagt daher noch
nichts aus. Um die Schaffung der Flagge ranken sich Legenden. Leider gibt der Artikel seine Quellen nicht
an. Lévi soll ursprünglich 15 Sterne vorgeschlagen haben. Die Reduktion auf 12 war ein politischer Entscheid,
mit den 12 Tierkeiszeichen und anderen 12er-Symboliken im Zusammenhang, Symbol der Vollkommenheit. Das
tönt nach Freimaurerei. Der Fünfzackstern ist ein Freimauerer-Symbol. Christliche Sterne sind sechszackig.
Die ursprünglich von Richard Graf von Coudenhoven-Kalgeri vorgeschlagene Version mit einem Kreuz in der
Mitte, wurde von der Türkei zurückgewiesen. Coudenhoven-Kalgeri war nach unserem Kenntnisstand ein Freimaurer.
Was der Europäische Gedanke und die europäische Praxis bislang ausserem geleistet haben, sieht ebenfalls
nicht gerade nach christlicher Philosophie aus. Vielmehr dürfte es sich im besten Fall um einen christlichen
Hybrid handeln, genau so wie Sozialismus, Aufklärung und Kommunismus immer auch Narren gefunden haben,
welche diese Ideologien nachträglich noch christlich verbrämten.
Heilloses Durcheinander Kardinal Scheffcsyk war einer, der aus dem Trümmerfeld durch Interpretation das
Beste daraus machen wollte. An den Grundübeln des II Vatikanums hat auch er nichts ändern können. Das
Grundübel bestand in der Abkehr oder zumindestens Verstümmelung der Tradition, sodass man heute nicht
mehr weiss, was gilt. Gilt die Konstitution, gilt diese Enzyklyka, gilt jene? Re-ligo kommt von „Zurückbinden“.
Das Konzil hat diese Bindungen geschwächt oder gar zerrissen. Die meisten Menschen sind damit verwirrt
worden und wissen nicht mehr, wo Jesus Christus steht, was wahr ist, und woran sie sich halten können.
Sie sind gleichzeitig friedlos geworden. Ich betrachte das ganze als eine Katastrophe grössten Ausmasses,
die von Menschenhand gar nicht mehr repariert werden kann.
Wer verursacht das Böse? Schickt der liebe Gott die Umweltkatastrophen? Es könnte ja auch der Böse
sein oder mit andern Worten: die bösen Taten und (zum Teil infolge Erbschuld vererbten) bösen Anlagen
der Menschen und in der Natur liegenden Defekte. An diesen Taten und Folgen würde dann die Barmherzigkeit
Gottes offenbar. Das Gleiche könnte man dann zum Beispiel auch bei Krankheiten sagen.
Alle waren informiert und tun nichts Bischof Koch in Solothurn war über den Schwulengottesdienst informiert
und tat nichts. Eine Delegation der Priesterbruderschaft Pius X. hat den Papst dann persönlich informiert
über diesen Anlass. Der Vatikan reagierte nicht. Zur Strafe muss Bischof Koch nun den Fall Röschenz
aussitzen.
Unvollständigkeit Die Interpretation des Vatikan-Dokumentes dürfte in der Tat pervers sein. Aber: wenn
gemäss Instruktion Priesterkandidaten nicht zugelassen werden, welche die Gay-Kultur unterstützen, dann
müsste ja auch gesagt werden, was mit jenen bereits amtierenden Priestern geschieht, welche diese Kultur
unterstützen und welches die Formen solcher Unterstützung sind. In der Schweiz wurde anlässlich der
Abstimmung über das Partnerschaftsgesetz ein Schwulengottesdienst zugelassen. Der Widerstand der Kirche
gegen dieses Gesetz beschränkte sich auf Lippenbekenntnisse. Der Klerus ist voll von Schwulen oder Schwulensympathisanten,
und die Kirche macht sich selbst kaputt, wenn sie nicht endlich konsequent durchgreift.
In St. Gallen gibt es eine katholische Volkspartei (KVP) Wenn die glaubenstreuen Katholiken mehr Sprutz
hätten, wäre die KVP heute im Grossen Rat vertreten und könnte korrigierend eingreifen.
Das Konkordat kündigen Bitte nicht lamentieren. Der Vatikan kann das Konkordat kündigen. Solange er
das nicht tut, trägt er die Hauptverantwortung für die weitere Destruktion des Bestimms St. Gallen.
Sonntagsgeld Die Sozialisten sind deshalb gegen die Sonntagsliberalisierung, weil sie damit die Sonderentschädigung
verlieren. Ansonsten könnten sie auch am Samstag den freien Tag machen oder – in einer flexibilisierten
Arbeitswelt – an dem Tag, an dem sie arbeitsfrei haben. Der Durchschnittssozialist ist ja auch nicht derjenige,
der sonntags zur Kirche geht. Das zeigt: Die Allianz Kirchen – Linke ist eben eine unheilige.
Ein Abend ist kein Tag Es kann nicht an jedem Abend ein Abendmahl gefeiert werden. Ausserdem loben wir
nicht den Tag des Herrn, sondern wir loben den Herrn und reservieren dafür einen ganzen Tag, indem wir
die Arbeit niederlegen. Ausserdem sagt das 3. Gebot klar, wann dieser Tag zu feiern ist und dass er für
die ganze Gesellschaft verbindlich sein soll.
Realisten sind zuversichtlich Das knappe Ja zu Sonntagsarbeit wird der Motion im Nationalrat den Wind
aus den Segeln nehmen. Eine weitere Liberalisierung im ganzen Land und nicht bloss an den Bahnhöfen hätte
zum heutigen Zeitpunkt in einer Volksabstimmung keine Chance. Das ist das Ergebnis der Volksabstimmung!
Bundesrat Deiss musste daher bereits die ersten Bremsen anziehen, indem er vor überstürztem Handeln
im Nationalrat warnte. Die Christen müssten aber auch konsequent handeln, indem sie zum Beispiel die
offenen Geschäften an den Adventssonntagen – und das im ganzen Land – boykottieren. Leider findet man
sie aber genau dort wieder – und erst recht die Sozialisten. Eine gewisse Scheinheiligkeit haftet der
ganzen Debatte schon an.