Freitag, 29. Oktober 2004 17:36
Lesername: Tridentinus
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Mittwoch, 17. Mai 2006 17:10
Tridentinus: @Benedikt
Concedo. Jedoch: Wenn „Mischformen“ zu definitiver Ritengestalt gefunden haben, kann es auch bei diesen keine weitere Durchmischung mehr geben. Besser wäre mE sogar, von kanonischer Ritengestalt zu sprechen. Auch bei den biblischen Schriften kann man historisch-kritische Überlegungen anstellen. Doch letztlich verbindlich ist die kanonische Textgestalt. [mehr…]
Mittwoch, 17. Mai 2006 16:46
Tridentinus: @Benedikt
Unsere Sichtweisen konvergieren sehr. Nur glaube ich, man kann sehr wohl von eigenständigen Riten etwa in Trier (Missale von 1608/10), Köln, Münster oder Mainz sprechen. Es scheint mr falsch, nur gravierende Unterschiede als identitätsstiftend für einen eigenständigen Ritus gelten zu lassen. Eine gewisse Beeinflussung hat es zwischen den Liturgien lange gegeben. Doch in Das Fest des Glaubens sprach Ratzinger bereits sehr treffend von „definitiver Ritengestalt“. Ein Gedanke, den man weiter reflektieren sollte. Dabei wäre besonders auf die tridentinische Kodifikation Rücksicht zu nehmen. [mehr…]
Mittwoch, 17. Mai 2006 12:29
Tridentinus: @Benedikt
Hinsichtlich der faktischen Entwicklung stimme ich Ihnen zu. Es gibt angesichts des historischen Befunds auch keine andere Möglichkeit. Leider habe ich gerade keinen DH zur Hand. Sonst könnte ich einen tridentinischen Canon zitieren, aus dem hervorgeht, daß die ritus recepti et probati dort, wo sie intakt erhalten waren, beibehalten werden sollten. Deswegen wohl auch die 200-Jahre-Grenze: die protestantischen Tendenzen waren ja schon damals schleichend, gerade über liturgische Veränderung eingedrungen. Daß schließlich doch der röm.-trid. Ritus sozusagen zur Universalliturgie wurde, halte ich für eine Fehlentwicklung. Auch hier hätte eine Reform der ‘Reform’ Hausaufgaben zu machen! Der Zentralismus hat sich dann ja nach I. Vaticanum nochmals in einer Welle liturgischer Vereinheitlichung manifestiert. Allerdings war zuvor vielfach der Mißstand eingetreten, alte Eigenliturgien mit dem römischen Ritus zu vermischen. Daß die Ritenkongregation hier einschreiten mußte, ist verständlich. Nur hätte sie auch auf die gewissenhafte Einhaltung der reinen Eigenliturgie drängen können. [mehr…]
Mittwoch, 17. Mai 2006 12:01
Tridentinus: Sollten
Ich würde eher meinen, die ritus recepti et probati sollten (!) nach der ursprünglichen Intention des Tridentinums erhalten werden. Dort, wo kein solcher ritus receptus et probatus bewahrt worden war, sollte derjenige der römischen Mutterkirche übernommen werden. [mehr…]
Mittwoch, 17. Mai 2006 11:54
die Seminaristen jetzt in die Erzdiözese zurückgekehrt sind, kann man aus dieser Nachricht leider nicht entnehmen. [mehr…]
Mittwoch, 17. Mai 2006 10:47
Tridentinus: @Benedikt
Tatsächlich ist es richtig, daß – besonders nach 1870 – viele der Eigenriten von Diözesen und Orden, die Trient noch akzeptiert und sogar ausdrücklich geschützt hat, zentralistisch durch den röm.-trid. verdrängt wurden. Fehlentwicklungen bibt es in der Kirche nicht erst seit 1962, 1965 oder wo auch immer man die Grenze zieht. [mehr…]
Montag, 8. Mai 2006 18:25
Tridentinus: @Karl Murx
Eine erstgemeinte Verständnisfrage: Was versteht man unter Sexualmagie und welche Eingeweihten haben Sie im Auge? Danke für eine orientierende Beantwortung!

ChMH
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Donnerstag, 4. Mai 2006 18:40
Tridentinus: @Athanasius
Ob im Fall der Beichte der von der FSSPX angenommene Notstand tatsächlich gegeben ist, bezweifele ich lebhaft. Ein Gläubiger, der über die kanonische Rechtslage im Bilde ist, kann erst dann bei der FSSPX gültig beichten, wenn ein anderer moraltheologisch verlässlicher Beichtiger nicht erreichbar ist. Der Hinweis auf „Gastpriester“ bei der FSSPX ist natürlich berechtigt. Ansonsten ist es sehr schwierig, zu beweisen, dass man gar keine andere Wahl als einen FSSPX-Beichtvater hat. [mehr…]
Donnerstag, 4. Mai 2006 15:22
Tridentinus: Beichte
Aufgrund eines error communis scheint mir auch die sakramentale Lossprechung in der Beichte in der Regel gültig zu sein. Wenn ein Priester im Beichtstuhl sitzt, geht der durchschnittliche Gläubige zurecht davon aus, dass man bei diesem Priester beichten kann. Fraglich ist höchstens, ob die Priester der Bruderschaft diesen error communis bewusst erzeugen und aufrechterhalten dürfen. [mehr…]
Donnerstag, 4. Mai 2006 12:27
Tridentinus: Valentin Thalhofer
Herr Dr. Otterbeck hat durchaus einen richtigen Punkt angesprochen. Ich wundere mich, warum in der FSSPX Valentin Thalhofers (1825-1891) Meßopfertheorie, niedergelegt in „Das Opfer des alten und des neuen Bundes“, Regensburg 1870, so wenig ekannt ist. Großartig! Ein ganz wesentlicher Beitrag, der zeigen könnte, daß dogmatische Belange die Legitimität der Liturgiereform in Frage stellen. Und zugleich eine Möglichkeit, zu erkennen, daß das Pascha-Mysterium nicht das Problem der Liturgiereform ist und rechtgläubig versdtanden werden kann. Gleichzeitig reicht die Typik des Paschaopfers nicht aus, das Meßopfer dogmatisch in etwa aufzuschlüsseln; der Ritus des Versöhnungstages ist mindestens gleichwertig hinzuzuziehen. Der besondere Wert der Teorie Thalhofers liegt gerade darin, weit im Vorfeld der sogenannten Liturgiereform und unbelastet von diesem Problemzugang argumentieren zu können. Ich lade wärmstens alle Interessierten zur Lektüre ein! [mehr…]
Mittwoch, 3. Mai 2006 14:48
Tridentinus: Zahlen
offenbaren oft tieferliegende Dimensionen:

Einstmals 120 Priester in einem Kloster. Demnach käme die FSSPX knapp auf 4 Niederlassungen; und ein Christkönigsintitut mit 50 Priestern? Die Blüte der Tradition der Kirche ist doch sehr relativ.
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Freitag, 28. April 2006 16:22
Tridentinus: Konkrete Beispiele
nannte Msgr. Prof. Dr. Rudolf Michael Schmitz also bezeichnenderweise nicht. Der offizielle Charakter eines kirchlichen Dokumentes kann sich in mannigfaltigen Abstufungen manifestieren. Deswegen ist ja auch die Nota explicativa praevia das eigentliche Schlüsseldokument des II. Vaticanums und seiner Verbindlichkeit. Das gilt besonders für seine thematisch (!) dogmatischen Konstitutionen. Eine vordergründige Harmonisierung von Spannungen kann nicht zielführend sein. Vor allem bleibt dann doch nur eine ästhetische Bevorzugung als Argument für das Festhalten an bestimmten liturgischen Formen, ein Argument, das isoliert nicht überzeugt und das Ringen für den überlieferten Glauben auch in seiner liturgischen Gestalt, das die vergangenen 40 Jahre kennzeichnet, nicht hätte motivieren und bis zur Stunde vital erhalten können. [mehr…]
Mittwoch, 26. April 2006 15:35
Tridentinus: @Brandenburgis
Und wer befindet Ihrer Meinung nach derzeit verbindlich über die Gliedschaft an „der Gemeinschaft der Recht- und Christgläubigen“? [mehr…]
Freitag, 14. April 2006 19:36
Tridentinus: @AngeloIII
Werter Angelo!

Sie weisen auf ein Nervenleiden hin, an dem Sie leiden.
Ferner haben Sie scheinbar persönlich negative Erfahrungen mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. gemacht. Diese beiden sozusagen autobiographischen Vorprägungen potenzieren sich in Ihren Äusserungen zu einem sehr verschobenen, um nicht zu sagen: verrückten, Fanatismus. Schonen Sie besser Ihre angegriffenen Nerven und die noch nicht unbedingt angegriffenen der anderen Kreuz.net-Leser und versuchen Sie, gegenüber der genannten Priesterbruderschaft zu mehr Gelassenheit zu finden. Kanonisch lässt sich ein Bündel an Argumenten beibringen, dass die Bruderschaft nicht schismatisch ist. Soziologisch bedeutet der Sektenbegriff etwas anderes. Es mag auch in der Bruderschaft Tendenzen geben, die diese Kriterien erfüllen. Diese gibt es aber auch in der restlichen katholischen Kirche, und sie zeigen sich insbesondere in Ihrem eigenen Verhalten.

Gesegnete Ostern!
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Mittwoch, 12. April 2006 17:22
Tridentinus: @AngeloII
Gut, dass in Rom nicht nur so gleichzeitig naive und positivistische Läästermäuler sitzen wie Sie, werter Angelo! Dann wäre es menschlich mehr als verständlich, freudig auf die plena communio zu verzichten. Bemühen Sie sich ferner um korrekte Orthographie und Interpunktion! Gute Besserung! [mehr…]
Mittwoch, 12. April 2006 16:30
Tridentinus: @Johannes Auer
Vermutlich wollte P. Lang mit der Rede von den „zwei Seelen“ auf das Goethewort „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“ anspielen, nicht aber eine philosophische oder theologische Aussage treffen. Solche Dialektik ist in der Tat typisch für gewisse Exponenten der gegenwärtigen Hierarchie. Man denke etwa an die gleichzeitige Seligsprechung Johannes’ XXIII. und Pius’ IX. Mehrere Phasen im Denken Ratzingers gibt es unzweifelhaft, aber er ist sicher nicht das beste Beispiel zweier Seelen. Deswegen glaube ich auch nicht das Johannes Paul II. zusammen mit Erzbischof Lefebvre beatifiziert werden wird. Sehen wir uns nach der Fastenzeit mal wieder im Johannesstüberl oder doch eher in der Mausefalle mit anschliessender Fronleichnamsprozession? [mehr…]
Mittwoch, 12. April 2006 15:56
Tridentinus: Tabakgenus
Als Pfeifenraucher freue ich mich, auf die orative Dimension des Tabakgenusses aufmerksam gemacht worden zu sein. Nur leider ist mein Lieblingstabak „Pergamon“, gleichzeitig Name einer in der Hl. Schrift genannten Stadt, in der ein satanistischer Kult praktiziert wurde. Sehr bedauerlich! Oder können das die Minderbrüder auch in ihre Theorie einbinden? [mehr…]
Mittwoch, 12. April 2006 12:17
Tridentinus: @Angelo
Wenn sich denn etwas vollzieht! [mehr…]
Freitag, 7. April 2006 15:36
Tridentinus: Dogmatisch gefährlich
finde ich nicht Hw. DDr. Knittels Predigten, die ich nicht höre und deswegen nicht beurteilen kann, sondern, wenn ein tridentinisch anmutendes Zeremoniell den NOM einem Überlieferten Ritus der Kirche „kosmetisch“ so annähert, daß die dogmatischen Unterschiede „zugedeckt“ werden. Bei den Anglikanern gibt es teilweise Gottesdienste, die ein Christkönigsinstitut nicht tridentinisch-barocker gestalten könnte. Die subjektive Frömmigkeit mag dadurch sogar befruchtet werden. Aber was nützt es in den Kategorien der objektiv-sakramentalen Gnadenordnung? Ist hier der Schaden nicht größer als der Nutzen? So möchte ich mein „zunehmend dogmatisch gefährlich“ verstanden wissen. Übrigens geht es immer um den Ritus der Kirche. Insofern kann auch ein Bi- oder Multiritualismus niemandes persönliche Sache sein. [mehr…]
Freitag, 7. April 2006 11:09
Tridentinus: Wohlklang
Dieses Worte besitzen aus dem Mundes eines Paters der Petrusbruderschaft wirklich Wohlklang. In der Vergangenheit gab es Aussagen über die Piusbruderschaft von dieser Seite – der man die eigene Existenz verdankt! – die den Eindruck zu erwecken vermochten, der hauptsächliche Feind sei nicht der (Neo-)Modernismus, sondern die Gründung Erzbischof Lefèbvres!
Oremus pro invicem!
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Donnerstag, 6. April 2006 17:20
Tridentinus: @FiliusDei
Hw. Knittel legt den Zusammenhang mit dem Ritus selbst nahe, nicht ich. [mehr…]
Donnerstag, 6. April 2006 17:18
Tridentinus: @Evelyn
Sieht Msgr. Schmitz wirklich so gut aus ? [mehr…]
Donnerstag, 6. April 2006 12:14
Tridentinus: Aufgesetzt
Wie tief verwurzelt ist die Beheimatung eines Priesters im Überlieferten Römischen Ritus, aus dessen Gottesdienstordnung eine ganz besondere liturgische Gleich-Gültigkeit spricht? Messe nach dem Ritus von 1962, 1965, 1967,1970. Da hilft auch ein gleichbleibend starker tridentinischer Phänotypos nichts. Im Gegenteil: Er ist zunehmend gefährlich. Dogmatisch ohnehin, aber auch moralisch riskant: So zieht man Leute an, deren Ästhetizismus eine ganz besondere Wurzel hat. Die wollen dann eben mehr als bloß Zelebrationsunterricht. Tragisch für Hw. Knittel, aber vielleicht auch eine heilsame Kur gegen zu große liturgische Flexibilität eigener Art. [mehr…]
Mittwoch, 5. April 2006 11:09
Tridentinus: Pontifikalhandschuhe
sind alles, was Sie hier bemerkenswert finden?
Primitive Ironie oder einfach nur Dummheit?
[mehr…]
Mittwoch, 29. März 2006 16:39
Tridentinus: @Horst Eckner
Warum verschleiern Sie Ihre unverschämten Pauschalierungen mittels eines ironischen Plurals? Das Problem, das Sie anschneiden, mag auch dort vorkommen, einfach, weil es schlicht allgegenwärtig ist. Tragisch ist freilich, wenn es in Kreisen vorkommt, die ihre Glaubens- und Traditionstreue ostentativ vertreten. Das kommt u.a. vielleicht von einer allgemeinen Sensibilität für Ästhetik in homoerotischen Kreisen, gepaart mit einem letztlich nur spießigen Bedürfnis nach einer Fassade. Abusus non tollit usum. [mehr…]
Dienstag, 28. März 2006 14:12
nimmt ein Kardinal eine solche Auszeichnung an? Und warum hat es keine Konsequenzen seitens des Papstes für den Kardinal persönlich, wenn er es tut? Was er gesagt hat, könnte man durchaus tolerieren, denn in gewissem Umfang gibt es keine Alternative, auch wenn solche Toleranz keine Akzeptanz sein kann und darf. [mehr…]
Mittwoch, 22. März 2006 16:11
Tridentinus: Könnten…
sehr richtig. Und was haben wir ausserhalb eines fiktiven Tradilands davon? [mehr…]
Mittwoch, 22. März 2006 15:54
Tridentinus: Wir aber
leben nunmal nicht in einem katholischen Staat. Ob wir das wünschen sollen, steht auf einem anderen Blatt. Ist Tradiland eine kath. Erbmonarchie? [mehr…]
Mittwoch, 22. März 2006 12:28
Tridentinus: Anspruch der Wahrheit
Religionsfreiheit ist die Freiheit zur Ausübung der wahren Religion. Darüber, was die Wahrheit ist, kann sich aber der Mensch irren. Er kann eine falsche Religion fälschlich für die wahre halten. Wer sich „im Besitz“ der wahren Religion glaubt, wird nicht mehr weiter nach ihr suchen. Niemals hat der Irrtum ein Recht, wer aber den Irrtum für die Wahrheit hält, muß ihm sogar folgen und wird dann auch in die Heilsperspektive der objektiv wahren Religion einbezogen sein. Was Religionsfreiheit niemals bedeuten kann sind Indifferenz und Relativismus. Sie ist begründet in ihrer zumindest abstrakten Rückbindung an der Wahrheit, deren Inhalt falsch bestimmt sein kann, ohne diesen Anspruch aufzuheben. [mehr…]
Mittwoch, 22. März 2006 09:36
Tridentinus: Dr. Otterbeck
Credidimus Caritati war übrigens der bischöfliche Wahlspruch Erzbischof Lefèbvres. Die fides caritate formata ist heilswirksam. Da weisen Sie auf Richtiges hin. Die Pauschalität, mit der sie traditionstreuen Katholiken Barmherzigkeit und Liebe absprechen, beweist aber einen Mangel an Gerechtigkeit, der wiederum nur in einem eigenen Mangel an Liebe wurzeln kann. Mit Lessings Ringparabellogik brauchen Sie freilich niemanden mehr zu belästigen. Darauf zu verzichten, wäre auch ein Akt der Barmherzigkeit! [mehr…]
Dienstag, 21. März 2006 18:37
Tridentinus: Den Vergleich mit dieser Person
verbitte ich mir energisch. Aber wenigstens habe ich erreicht, dass interessierte Leser Ihre Argumentations- u. Diskussionsgrundlage kennen!
Ich bin alles andere als Autoritätspositivist und Papalist. Sojemand soll also nicht Papst sein. Gut. Aber wie findet sich einer, wenn diese Situation eintritt??? Das gibt Paul IV. offenbar nicht an. Enden wir da bei einer rein geistigen Kirche protestantischer Färbung. Die Rechtskraft dieser Bestimmung würde davon abhängen, dass auch ein Ausweg angegeben wäre, wenn wirklich das höchste Hirtenamt in der Kirche davon betroffen werden sollte. War Paul IV. hier am Ende inkonsequent?
[mehr…]
Dienstag, 21. März 2006 17:47
Tridentinus: Alles,
was sich Ihrer, Murx’, werten Argumentation entzieht, stufen Sie als „blöd“ ein. Das machen auch pseudogebildete Modernisten gerne mit Traditionalisten jeder Schattierung. Wollen Sie sich wirklich mit diesen auf eine Stufe begeben? Darauf lohnt in der Tat keine Antwort. Zumal sich schon nach kurzer Diskussion beweist, welche Probleme durch Ex apostolatus officio hervorgerufen würden! Wenn solche Bestimmungen Rechtskraft hätten erlangen und bewahren sollen, wäre Paul IV. verpflichtet gewesen, in seiner Bulle einen kanonischen Weg aus der Sackgasse zu weisen, welche der Sedisvakantismus darstellt! [mehr…]
Dienstag, 21. März 2006 17:34
Tridentinus: Wenn…
Ex apostolatus officio im CIC/1917 als geltende Rechtsquelle betrachtet wird, muss die Bulle auch zuvor Rechtskraft besessen haben. Andernfalls müsste diese Rechtskraft zwischenzeitlich erloschen und mit dem Codex/1917 wiederaufgelebt sein. Es geht in der Bulle ja gar nicht bloss um das Papstamt, sondern um jedes kirchliche Amt. Auch wer einmal Häretiker war, soll davon ausgeschlossen sein! Wie kann man dann ehemalige protestantische oder anglikanische Geistliche ggf. zu katholischen Geistlichen weihen und ihnen Ämter in der Kirche übertragen? Endlich ergibt sich auch wieder ein Bezug zu Bischof Williamson!!! [mehr…]
Dienstag, 21. März 2006 17:19
Tridentinus: Sehr geehrer Herr Murx!
Von H. H. Pfr. Schoonbroodt, der mir persönlich als sehr gebildet und höflich bekannt ist, sollten Sie zunächst die elementaren Grundlagen der Höflichkeit erwerben. Es nicht mein (!) primäres Anliegen, Ex apostolatus officio hier berücksichtigt zu finden! Wie konnte Papst Leo XIII. den anglikanischen Konvertiten – ergo ehemaligen Schismatiker und Häretiker John Henry Newman – zum Kardinal erheben und ihm damit prinzipiell den Weg zum Papsttum unmittelbar ebnen? Können Sie Englisch und Latein? Ich weiss zumindest, dass Codex maskulin ist, indeed. [mehr…]
Dienstag, 21. März 2006 17:00
Tridentinus: Sehr geehrter Herr Murx!
Nicht mir zuliebe sollten Sie die Bestimmungen wenigstens inhaltlich kurz skizzieren, sondern um des Diskussionsflusses willen! Zumal, wenn Sie diesem Dokument eine derartig konsequenzträchtige Schlüsselstellung zubilligen und wiederholt auf seine Beachtung drängen! Wieso beziehen sich eigentlich nur Sedisvakantisten darauf? Und weshalb argumentieren andererseits nicht alle Sedisvakantisten, J. Rothkranz etwa nicht, damit? [mehr…]
Dienstag, 21. März 2006 16:43
Tridentinus: Ironie
Schlimmer ist, dass Sie meine Frage nicht verstehen: Ich wollte nicht wissen, welche Canones des CIC/1917 (übrigens heisst es der Codex) auf die Bulle Ex apostolatus officio verweisen (das hatten Sie ja längst angegeben), sondern, auf welche Bestimmungen dieser Bulle die fraglichen Canones sich beziehen! Ich hoffe, sie verwenden „pudern“ nicht als Austriazismus! Sonst ist das ein jugendgefährdender Inhalt! [mehr…]
Dienstag, 21. März 2006 15:31
Sie provozieren zur Pilatusfrage!
Übrigens: Was wäre, wenn das sogenannte „konziliare Rom“ Ihre Argumentation auf sich anwendete? Wie könnte sich dann die FSSPX frei bewegen und entfalten? Wo sie nunmal formal als exkommuniziert betrachtet werden kann und von maßgeblichen Interpreten der kirchlichen Situation dieser Bruderschaft unverändert sogar als schismatisch eingestuft wird?
[mehr…]
Dienstag, 21. März 2006 10:19
Tridentinus: Modus Bibendi
Sehr amüsant. Druckfehler sind natürlich möglich: ich hatte auch „apostulatus“ statt apostolatus getippt. Man müßte genau klären, auf welche Bestimmungen der Bulle Pauls IV. der CIC 1917 sich bezog. Dann findet sich vielleicht auch ein modus vivendi! Nach den Bestimmungen dieser Bulle soll auch niemand Papst werden können, der bloß einmal Irrlehrer war! Das Dokument bestreitet also die Möglichkeit der Bekehrung! Ist das nicht häresieverdächtig? [mehr…]
Montag, 20. März 2006 18:18
Tridentinus: @Karl Murx
Über die fehlende Veröffentlichung des Dekretes zur rituellen Neuordnung der Karwoche weiss ich bescheid, aber ihr Hinweis ist wichtig. Trotzdem steht dieser Vorgang autoritätstheoretisch und geschichtlich in einer Linie mit dem NOM. Nach DH 1613 muss man Paul VI nicht die päpstliche Kompetenz abssprechen: solche rituellen Änderungen sind in ihr nicht eingeschlossen (vgl. DH 1613) Ex apostulatus officio wirft grössere Probleme auf als es löst. Sätze wie: „Die Tradition bin ich.“ (Pius IX. gegenüber Kardinal Guidi) und der Autoritätspositivismus Pius XII. wurden von Paul VI. nur konsequent zu Ende gedacht und umgesetzt. [mehr…]
Montag, 20. März 2006 15:34
Tridentinus: Gotthard/Wiener
Aus der neuen „Art der Darstellung“ resultieren aber auch Probleme der klaren Klassifizierung dogmatisch relevanter Aussagen. Der „heutige Mensch“, den es genausowenig gibt, wie den Menschen an sich, interessiert sich nicht für das Konzil von 1962-65. Das sind Funktionärsgremiokatholiken, die sich ziemlich mit den aussterbenden 1968igern decken, und das ist auch gut so! Williamson ist vielleicht der Anlaß, nicht der Inhalt dieser Diskussion. wesentlicher sind aber irgendwelche krampfhaften Jugendspektakel auch nicht! [mehr…]
Montag, 20. März 2006 15:14
Tridentinus: Pius XII
„Deswegen hat nur der der Papost das Recht, neue Riten einzuführen und zu approbieren“ (Mediator Dei). Das Tridentinum hat definiert, daß keiner der Hirten der Kirche ohne Ausnahme, neue und andere Riten einführen darf (DH 1613)! Der Papst ist wohl der oberste der Hirten der Kirche, aber dennoch und gerade deswegen einer von ihnen! Was hat Pius XII mit der Karwoche gemacht??? Deswegen konnte Paul VI. sich zum NOM ermächtigt glauben! Auch geht es nicht an, zu behaupten, eine Äußerung des Papstes innerhalb einer Enzyklika zu einer Frage, in der er nicht etwa nur die konstanten Äußerungen des ordentlichen Lehramtes wiederholt, beschränke die freie Diskussion der Theologen zu dieser Frage. Das könnte man aber aus Humani Generis folgern. Hier ja auch schon geschehen. [mehr…]
Montag, 20. März 2006 14:53
Tridentinus: Stimmt
Wegen der thomistischen Grundlage kam es ja zur Nota explicativa. Andererseits hatte unter Pius XII. der Lehramts- und Autoritätspositivismus eine Klimax erreicht, von der noch Pius IX. nur geträumt hätte (Alpträume?!). Ohne Pius XII. kein Paul VI! [mehr…]
Montag, 20. März 2006 14:36
Tridentinus: Konzil und Konzil
Was ich schon sagte, muß ich auf andere Weise wiederholen. Die neue Art der Lehräußerung auf Vaticanum II unterscheidet es formal von allen 20 Konzilien zuvor. In welcher Weise ist das Vaticanum II ein Konzil, Alumnus? Jedenfalls anders als alle anderen zuvor. Auch das konnte man gestern in der FAZ lesen. [mehr…]
Montag, 20. März 2006 14:24
Tridentinus: Ansgar „…“
sind theologisch falsch. Niemand in Rom bestreitet die Gültigkeit der von Erzbischof Lefèbvre gespendeten Bischofsweihen! Die Bischöfe sind gültig geweiht und auch ihre bischöflichen Sakramentenspendungen sind gültig. Maximal formal unerlaubt. [mehr…]
Montag, 20. März 2006 14:11
Tridentinus: Nota explicativa praevia
Dies ist das wichtigste Dokument des ganzen Konzils. Darin steht, daß das Konzil seine Aussagen dogmatisch eindeutig qualifizieren werde, indem es sich der bekannten Terminologie theologischer Qualifikationen und Zensuren bedienen werde. Hat es dann aber eben nicht. Naheliegend ist das seine Aussagen einer neuen Qualität lehramtlicher Äußerung angehören. Diese müßte definiert und in die Stufung der bekannten Kategorien eingeordnet werden. Dann erst wüßte man, in welcher Weise die Dokumente des Vaticanums II anzunehmen sind. Bevor diese Formalien unklar bis unbekannt sind, ist der Inhalt zweitrangig. Es gibt auch mögliche lehrmäßige Fortschritte im Vaticanum II – etwa die Fülle des Ordo im Episkopat – ohne dogmatischen Canon nützen sie dem Dogma der Kirche allerdings wenig bis nichts. Das ist das Problem. [mehr…]
Montag, 20. März 2006 12:40
Tridentinus: Abgebrochen?
WENN Erzbischof Lefèbvre mit den Bischofsweihen 1988 den Dialog mit Rom aufgegeben hätte, dann wäre der Vorwurf des schismatischen Aktes möglicherweise gerechtfertigt. WENN einer der Konsekrierten im Nachhinein eine solche Wertung vornimmt, dann ist dies mindestens schwerwiegend. [mehr…]
Samstag, 18. März 2006 12:33
Tridentinus: Völlig richtig
Sehr geehrter Herr Murx!

Ich möchte Ihnen zustimmen. Englische (und anderweitig fremdsprachliche) Beiträge sollten stets willkommen sein. Sogar Loriots Katze ist längst polyklott. Während indes sein sprechender Hund noch nicht restlos überzeugt.
[mehr…]
Freitag, 17. März 2006 11:09
Tridentinus: Ein Gott
Die Tatsache der numerischen Einzigkeit bedeutet zumindest nicht zwangsläufig Identität. Aber gewisz ist z.B. E. Petersons Studie „Der Monotheismus als politisches Problem“ heute von gesteigerter Aktualität und Relevanz. [mehr…]
Dienstag, 14. März 2006 16:27
Tridentinus: @Benedikt
Lieber Benedikt!

Verspätet antworte ich. Schon in Das Fest des Glaubens hat unser jetziger Papst davon gesprochen, daß es soetwas wie „definitive“ Ritengestalt gebe. Das erinnert mich an den Prozeß der Kanonisation der biblischen Bücher. Das Konzil von Trient war hier entscheidend an der letzten dogmatischen Fixierung beteiligt. Die Kodifizierung des Ritus Romanus erscheint hier als Parallelfall im liturgischen Felde. Die Riten, die damals schon fortbestehen durften, sind mit hinzuzunehmen (weswegen es eine Fehlentwicklung war, daß später doch auch diese tridentinisch-römisch vereinnahmt wurden). Es gibt sozusagen einen Kanon liturgischer Riten analog dem Kanon biblischer Bücher! Genauer kann ich dies in diesem Rahmen nicht darlegen. Aber es steht Ihnen gerne frei, mit mir bei weiterem Interesse in Kontakt zu treten.
[mehr…]
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Montag, 13. März 2006 18:02
Tridentinus: Ritus – caeremoniae
Es mag möglich sein, den NOM so mit tridentinisch anmutenden Elementen durchzuführen, dasz die Unterschiede prima facie untergehen. Ich akzeptiere auch, dasz es Beispiele wie das Brompton Oratory/London oder Maria Vesperbild gibt, wo dies bereits jetzt in guter Absicht geschieht. Der Ritus bleibt davon unberührt, bestenfalls Zeremonien werden erfaszt. Schon Trient ist in der Terminologie hier sehr genau. Zeremonien sind ihm zB. Gewänder und Weihrauch. (Ritus und selbst ritus externi bezeichnet etwas ganz anderes!) Natürlich geht das alles auch im NOM: Latein, Hochaltar, Brokatgewänder etc. Alles gut und schön – bei guter Absicht ein allererster Schritt zur Reform der ‘Reform’ (richtiger: Deform), sonst eine bösartige Täuschung! Der NOM ist ein ritus novus et alius, der kein Ritus der Kirche sein oder werden kann (vgl. DH 1613), auch nicht durch den Duft des Weihrauchs oder das Idiom der Römer. Gültig kann er deswegen prinzipiell natürlich schon sein; analog zu zahlreichen schismatischen Riten. Ein schwacher Trost.
Schuld daran ist fatalerweise eher Pius XII.(Karwoche) als Paul VI.: Ersterer brachte ein übersteigertes päpstliches Kompetenzbewusztsein und einen unsäglichen Autoritätspositivismus voll zum Durchbruch. Paul VI. hat beides nur (noch) ungehemmt(er) oder konsequenter ausgelebt: Ein doppelter Miszbrauch.
[mehr…]
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