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#20 Tridentinus 11:14:32 | Dienstag, 7. Februar 2012
@Kreiselkompaß: Das ist, wenn es so geschieht, unglaublich. Es gab auch früher regionale Unterschiede. Im Saarland haben die Katholiken untereinander nie Gelobt sei Jesus Christus gesagt. Das war höchstens der Gruß, mit dem man den Geistlichen begrüßt hat. Auch Grüß Gott ist kein im Saarland üblicher Gruß, hingegen in Bayern und Österreich schon. Aber dort liegt Niedaltdorf nicht. Humorvoller Nachsatz: Vielleicht würden die Schwestern eher mitziehen, wenn der Gruß Gelobt sei das Liebe Jesuskind lauten würde.
#25 Tridentinus 20:15:06 | Sonntag, 5. Februar 2012
Sehr lustig, an die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre mußte ich bei der Präambel auch schon denken. Bevor Gerüchte aufkommen Tridentinus ist nicht identisch mit Jacqueline Jeannerat und würde auch nie Artikel direkt für +.net schreiben. Früher, in den Anfangsjahren von +.net , als es noch seriöser war, vielleicht, aber da hat es sich nie ergeben.
#89 Tridentinus 13:30:57 | Samstag, 4. Februar 2012
Welche Schwester wurde in St. Afra eingekleidet? Für welche Gemeinschaft? Hat das Institut einen weiblichen Zweig? Seit wann dies? Der Ausdruck Oberhirte klingt vielleicht etwas übertrieben, bei drei Untergebenen, oder wieviele inkardinierte Mitglieder hat das Institut St. Philipp Neri zur Zeit?
#13 Tridentinus 17:09:46 | Montag, 30. Januar 2012
Sehr schön. Mutter Gabriele und Mutter Petra, die vorherige, langjährige Oberin, werden von mir sehr geschätzt. Vor allem letztere ist sehr praktisch und bestimmt. Die Trierer wollten den Schwestern jahrzehntelang einen Volksaltar aufzwingen, bis heute ist dort keiner. Stattdessen seit Summorum Pontificum die Sonntagsmesse im Usus antiquior. Und das sicher nicht als Konkurrenz zur Kapelle in Moselweiß verstanden, sondern als zusätzliche Gelegenheit, die überlieferte hl. Messe zu besuchen.
#52 Tridentinus 13:54:15 | Montag, 30. Januar 2012
@Ottaviani: Die Personalprälatur ist ja noch eine ganz neue Struktur. Bisher ist es nur das Opus Dei. Das erlaubt Flexibilität, zB dahingehend, eine Personalprälatur direkt dem Papst zu unterstellen. Win-win bedeutet zudem nicht unbedingt direkt einen Lottosechser. Auch mit drei Richtigen gewinnt man schon etwas, siolange der Jackpot nicht geknackt wird.
#255 Tridentinus 12:00:59 | Sonntag, 29. Januar 2012
Dieser Artikel ist – nur noch übertroffen durch den Kommentarbereich – wieder ein Beweis für fast 100%igen Schwachsinn auf kreuz.net. Anfänglich war es ja ganz gut und interessant, hat aber seither längst und rapide abgebaut!
#100 Tridentinus 22:59:26 | Samstag, 28. Januar 2012
Ich sage nicht, daß das dumme „Sprüche“ sind, denn das würde vielleicht zu recht als blasphemisch kritisiert, aber wer sie so instrumentallisiert und interpretiert, wie es in diesem Artikel geschieht, versteht sie nicht in sachgerechter Weise und ist insofern dumm. Das gleiche gilt für die oberflächliche Vereinnahmung des Adjektives „normal“ für eigene Ideen. Genausowenig wie es zum traditionstreuen Widerstand der 1970iger gehört hat, den Holocaust zu leugnen oder zu finden, daß an Hitler ein wunderbarer Benediktinerabt verlorengegangen sei, gehört dies heute dazu. Auch ein prügelnder Psychopat braucht der traditionstreue Katholik nicht zu sein.
#32 Tridentinus 15:08:42 | Montag, 16. Januar 2012
Interessante Überlegungen zum Aufbau von LG. Für die Interpretation ohne Zweifel erhellend. Aber auch sehr logisch und formal, weswegen sich nur sehr wenige Theologen für ein solches Argument interessieren werden. Leider.
#47 Tridentinus 17:12:49 | Samstag, 24. Dezember 2011
Ich würde nicht behaupten, daß Tomás nicht katholisch ist, aber, daß sogar für Nichtkatholiken und für alle Menschen, also in jedem auch für Tomás das Wort Christi gilt: „Richtet nicht, damit Ihr nicht gerichtet werdet!“ Dazu, ein guter Katholik zu sein, ist es zwar unerläßlich, den ganzen katholischen Glauben zu bekennen und zumindest nicht bewußt eines seiner integralen Strukturelemente abzulehnen, aber wenn es in pharisäischer Überhebung geschieht, ist es nicht heilswirksam. Auch der Teufel und die Dämonen besitzen die fides daemonica. In diesem Sinne ist der Teufel rechtgläubiger und theologisch beschlagener als jeder „von Tomás approbierter“ Dogmatiker!
#40 Tridentinus 12:20:36 | Samstag, 24. Dezember 2011
Tomás, ich muß Ihren maßvolleren Ton anerkennen. Immerhin. Es handelt sich allerdings nur um Ihre Sicht historischer und doktrinärer Sachverhalte und deshalb ist es auch nicht korrekt, den Verstorbenen als abgefallenen Priester zu bezeichnen. Wäre er zum selben Gewissensurteil gelangt wie Sie, ohne die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen, dann, und nur dann könnte man das meinetwegen behaupten.
#38 Tridentinus 11:10:35 | Samstag, 24. Dezember 2011
Tomás, auch, wenn Sie von der sedisvakantistischen Position überzeugt sind, was, wenn es begründet und überlegt der Fall ist, mindestens als das Urteil eines irrenden Gewissens auch zu akzeptieren ist, müssen Sie den Anstand haben, den Grundsatz de mortuis nil nisi bene anzuerkennen! Sie haben es geschafft, mich dazu zu bringen, hier wieder etwas zu schreiben, was ich eigentlich nach dem frappierenden Qualitätsmangel, der den Kommentarbereich seit Jahren kennzeichnet, nicht mehr tun wollte, besonders, weil auch die Qualität der Artikel mit den Anfangsjahren von kreuz.net, wo sie zumindest bisweilen und sogar regelmäßig gut war, nicht mehr zu vergleichen ist. Dieser schöne Nachruf erinnert an jene fernen Tage. R.I.P.
#18 Tridentinus 11:57:09 | Dienstag, 27. September 2011
Vielleicht ist der Text nicht „an sich“ oder „in sich“ unklar, sondern im Moment der Bruderschaft. Dann ist das genaue Studium gut und nützlich, damit sie sich Klarheit über den Text verschafft.
#34 Tridentinus 14:10:48 | Samstag, 27. August 2011
Daß diese beiden keine gültige Intention haben, kann man keineswegs voraussetzen. Daß sie sie haben, ist sogar wahrscheinlicher. Das ist ja das Problem.
#17 Tridentinus 13:33:02 | Samstag, 27. August 2011
Der letzte Satz ist und war so immer schon falsch. Richtig ist höchstens, daß eine Gottesdienstgemeinde natürlich nicht ohne geweihten Priester die heilige Messe feiern kann, aber das ist eine Selbstverständlichkeit. Was Huonder hier jetzt sagt, ist aber eher eine Konsequenz aus Universae Ecclesiae. Denn die von einem Bischof in Frankreich praktizierte Vorgehensweise, seine Seminaristen sozusagen alternativ „ordentlich“ und „außerordentlich“ auszubilden und zu weihen, ist darin nicht vorgesehen.
#14 Tridentinus 12:49:40 | Dienstag, 2. August 2011
Prof. Ockenfels OP sieht grundsätzlich regelmäßig in allen Punkten klarer als kreuz.net. Die Piusbruderschaft versteht die Religionsfreiheit nur unter einem einzigen, spezifisch französischen, historischen und inzwischen außerdem historisch überholten, Blickwinkel, sie Wird aber nur unter verschiedenen Aspekten, sozusagen multiperspektivisch verständlich.
Ich selbst habe im Heiligen Haus in Loreto 1994 mehrere, im tridentinischen Ritus gefeierte, heilige Messen ministriert, ohne daß wir dabei Komplikationen gehabt oder die Gottesdienste irgendwie „getarnt“ hätten. Zelebrant war ein junger, aus Polen stammender Priester der Una Voce Helvetia, der einige Zeit später leider bei einem Autonunfall ums Leben gekommen ist.
So ganz Unrecht hat Gotthard natürlich gar nicht. Johannes Paul II konnte sehr viel erklären und sogar tun und trotzdem (!) binnen kürzester Frist seliggesprochen werden!
@Diamant: Fellay hat gar nichts gesagt, Tissier aber u.a. dieses Zitat und privat nachher auch noch anderes geäußert, was inakzeptabel und höchst bedenklich ist.
r.ruhrgebietler: Was soll Ihre Äußerung bedeuten, und inwiefern bezieht sie sich auf mich? Die Kirche ist nicht das Ende oder das Endziel. Davon war hier offenbar verkürzend die Rede.
Die Kirche ist nicht der Endpunkt. Hier muß Bischof Fellay verkürzt wiedergegeben sein, die Arche war ja auch nicht das Ziel. Die Ausführungen Tissiers sind inakzeptabel, schon von der Wortwahl her unmöglich. Und Fellay muß danebensitzen. Vorstellbar, daß er am liebsten das Mikrophon abgestellt hätte. Die Extremisten arbeiten am Scheitern der Gespräche mit Rom. Offensichtlich. Man hat sich de facto doch zu sehr in Eigenmächtigkeit und Autonomie eingerichtet. Ist es da dann der Wunsch, die Krise zu überwinden oder ist es am Ende so, daß die Krise fortbestehen muß zur eigenen Existenzberechtigung? Armer Bischof Fellay!
#108 Tridentinus 07:49:51 | Freitag, 24. Juni 2011
Nein, zu sagen: Jesus sei im Allerheiligsten gegenwärtig, wäre Impanisationslehre – ergo lutherisch.
Jesus ist das Allerheiligste. Da seine wahrhafte, wirkliche und wesenhafte Gegenwart eine sakramentale
Gegenwart ist, könnte man natürlich sagen, er ist im Allerheiligsten Sakrament gegenwärtig. Und vielleicht
ist das der Ursprung der von mir zuerst kritisierten Sprechweise: „das Allerheiligste“. Einfache eine
sprachliche Elipse, bezogen auf das Sakrament. Sakrament ist ja neutrum.
#91 Tridentinus 22:46:45 | Donnerstag, 23. Juni 2011
Ob der Ausdruck „das Allerheiligste“ wirklich besser gewesen wäre, akls zu sagen: „Der Leib Christi/des
Herrn“, ist fraglich. Und zwar, weil man sagt: „das Allerheiligste“, nicht „der Allerheiligste“. Den eucharistischen
Heiland sächlich zu benennen, sind wir zwar gewohnt, aber wenn man genau überlegt, ist das auch ganz
und gar ungenügend. Der in der Eucharistie gegenwärtige Herr ist keine Sache und kein Ding. Wenn der
Kommentartor zudem eine ungenügende Formulierung gewählt hätte, wäre die Kritik konsequent auf die
traditionelle deutsche Bezeichnung des Festes: „Fronleichnam = Herrenleib/Leib des Herrn“ auszudehnen.
#16 Tridentinus 10:57:45 | Mittwoch, 22. Juni 2011
Es gibt nur ganz wenige Punkte, in denen die Hermeneutik der Kontinuität nicht ohne weiteres zu der gewünschten
Übereinstimmung führen kann. Diese wenigen Punkte könnten wie im Gnadenstreit bis auf weiteres offenbleiben,
jede Seite könnte ihre Position mit Argumenten untermauern und die der Gegenseite zu widerlegen suchen.
Man wäre nur zu verpflichten, der jeweiligen Gegenseite nicht Häresie zu unterstellen. Natürlich muß
die Hermeneutik der Kontinuität in all den konsensfähigen Punkten die offiziell verbindliche, authentische
Interpretation sein, nicht eine Vorliebe oder nur auf den guten Willen einzelner gegründet. Damit müßte
die Piusbruderschaft aber zufrieden sein. Denn faktisch kann auch der Papst niemanden von heute auf morgen
zwingen, die Hermeutik des Bruches aufzugeben. Was soll er denn anderes tun: Die Hermeneuten des Bruchs
auf Scheiterhaufen verbrennen? Gerade wenn die Krise eine Realität ist, muß die Bruderschaft so realistisch
sein, zu erkennen, was in dieser Stunde der Kirchengeschichte möglich ist. Daß Williamson es nicht ist,
wundert mich nicht.
#9 Tridentinus 19:11:00 | Donnerstag, 16. Juni 2011
Da wo das immer schon üblich war, soll es löblicherweise beibehalten werden, und wenn eine Frau in einem
Land oder einer Gegend zu Gast ist, wo der Schleier üblich ist, soll sie sich anpassen, alles andere
ist übertrieben.
Nicht scherzhaft, sondern dumm. Gerade unsere heutigen biologischen Kenntnisse erleichtern uns doch den
Glauben an die Jungfrauengeburt. Die Überschattung Mariens war kein Zeugungs-, sondern ein Schöpfungsakt
des Heiligen Geistes. Sonst wäre ja der Heilige Geist der Vater Jesu, insofern dieser Mensch ist. Das
y-Chromosom unterscheidet sich nur geringfügig vom x-Chromosom. Die menschliche Natur Jesu ist nur aus
Maria gebildet worden. Maria ist weiblich und hat daher zwei x-Chromosomen. Eines von beiden ist durch
das schöpferische Wirken des Heiligen Geistes zum y-Chromosom umgebildet worden. Eigentlich nicht mal
biologisch großartig, für Gott sicher kein Problem.
Das hat Müller nicht geleugnet. Die Einheit besteht in der Kirche. Es gibt aber auch Christen außerhalb
dieser Einheit. Diese Christen außerhalb dieser Einheit müssen zu ihr hin- oder zurückgeführt werden.
Christen in der Kirche befinden sich auch bereits in dieser Einheit. Was ist darin die Leugnung einer
zentralen Glaubenswahrheit?
#7 Tridentinus 11:37:18 | Donnerstag, 26. Mai 2011
„Jedenfalls so, wie sie heute ist“ Das macht viel wieder wett, was in P. Schmidbergers Ausführungen problematisch
ist. Wäre der neuere Usus in sich unerlaubt, könnte er nur abgeschafft, nicht zum Besseren verändert
werden.
Wo sollen „die Frühen Christen“ „die Ehe grundsätzlich abgelehnt haben“? Entweder hätte es dann keine
„Späteren Christen“ gegeben oder aber die „Frühen Christen“ wären nicht sehr christlich, dafür aber
sehr unzüchtig gewesen .
#107 Tridentinus 09:52:24 | Donnerstag, 19. Mai 2011
Mit etwas nicht zufrieden sein ist allerdings nicht das selbe wie die Legitimität von etwas bestreiten.
Nicht zufrieden sind die meisten, die sich nach der alten Messe sehnen, mit dem wie die neue in der Praxis
gefeiert wird. Die Frage der Legitimität bezieht sich aber auf die editio typica des „ordentlichen usus“.
Dessen Legitimität zu bestreiten, würde bedeuten, daß er einer *Reform der ‘Reform’ prinzipiell nicht
zugänglich ist. Außerdem würde ich den Passus, der Kritik ausschließt, nicht auf die Piusbruderschaft
beziehen und finde den Passus irgendwie auch unlogisch. Wer den Papst nicht anerkennt, wird sich nicht
auf SP und UE berufen. Wenn übrigens wirklich ein Diözesanseminarist Wert darauf legt, die niederen
Weihen und die Subdiakonatsweihe zu empfangen und auch im alten Ritus zum Diakon und Priester geweiht
zu werden, schließt die Regelung, die irgendwie logisch ist, nicht aus, daß der Bischof den Kandidaten
zB in Wigratzbad „mitweihen“ läßt – nur eben auf den Titel der Diözese. Das Problem ist natürlich,
daß der Bischof das nicht muß, sondern nur kann. Also müßte solch ein Seminarist einen Ordinarius
haben, der das Anliegen zumindest versteht.
Diese blöde Rechenaufgabe ist irgendwie ein Tick von Williamson. Damit jedenfalls kommt er nicht an die
hochdifferenzierte Dialektik, die auch noch durch Diskontinuität hindurch sich zu Synthese und Kontinuität
durchringt, heran. Allerdings denkle ich auch, daß darin die wenigsten Benedikt XVI. intellektuell folgen
können. Und das ist die praktische Schwierigkeit seiner Reform der ‘Reform’ oder Hermeneutik der Kontinuität.
Nicht nur der Wille zu Diskontinuität, sondern das inzwischen schon oft unverschuldete Unverständnis
für Synthese und Kontinuität.
#4 Tridentinus 16:51:58 | Dienstag, 19. April 2011
„Liturgist“ als deutschen Begriff gibt es nicht. Es handelt sich um einen Liturgiewissenschaftler oder
einen Liturgiker. Ein Liturge ist jemand, der in der Liturgie einen Dienst übernimmt, im engeren Sinne
Zelebrant und Assistenz. Es gibt italienisch liturgista und englisch liturgist. Ein Kreuzchen ändert
alles, ist eine gehässige Bemerkung. Das sogenannte Benedictine Arragement auf freistehenden Altären
ist ein ganz großer Fortschritt. Und an einem solchen Altar könnte mE sogar der Usus ordinarius ggf
auch „zum Volk hin“ gefeiert werden. Das müßten hier doch eigentlich alle noch ungleich besser finden
als den NOM am Hochaltar. Lefebvre sagte ja sogar, er würde lieber die alte Messe auf französisch feiern,
als die neue lateinisch.
#2 Tridentinus 12:44:18 | Dienstag, 19. April 2011
Ich habe der Altar von Econe ganz anders in Erinnerung und zwar viel besser zum Stil der Kirche passend
als jetzt. Trügt diese Erinnerung, oder war nicht vorher der Altar umschreitbar, natürlich mit Tabernakel
und Leuchtern und mit einem großen darüber hängenden Kreuz im romanischen Stil? Das entsprach auch
viel besser dem optischen Zusammenspiel mit den drei Apsisfenstern. Kann mich jemand dazu informieren?
Ganz unpassend ist für diesen Baustil jedenfalls, daß der Altar ganz und gaar mit einem schleierartigen
Antependium verhüllt ist, schöner wäre der einfache Naturstein. Die Altarspitzen sind zwar schön,
passen aber ebenfalls nicht zum Stil der Kirche, nicht einmal zum jetzigen Altaraufsatz. Mich würde wirklich
interessieren, worauf diese Änderungen zurückzuführen sind.
#14 Tridentinus 16:58:58 | Sonntag, 10. April 2011
Den Altar von St. Peter als Mahltisch zu bezeichnen, ist Dummheit und überschreitet die Grenze zur Unverfrohrenheit
bei weitem. Es ist dies der selbe Altar, an dem Pius XII. und Pius X. zelebriert haben und viele Päpste
vor ihnen!
Aus bischöflichem Munde also auch die Bestätigung, daß es – bei allen möglichen und legitimen Nuancen
und einer gewissen Bandbreite – e i n e Linie der Kirche gibt und daß keineswegs alle Bischöfe diese
Linie vertreten, da ja offenbar nicht alle „mit dem größten Widerstand“ zu kämpfen haben.
Immer öfter ist +.net einfach nur dämlich. Schade, aber immer weniger überraschend. Vermutlich wurde
das nur berichtet, weil der Bischof besonders geschacklose lit. Gewänder trägt auf dem Bild.
Daß Canizares die Beschränkungen verlangt oder auch nur selbst gewünscht hat, glaubt die Redaktion
doch selbst nicht! Höchstens dachte er vielleicht, dagegen nichts tun zu können. Und tatsächlich mußte
ja offenbar der Papst selbst einschreiten. Danke an Pozzo.
@Abu: Sie haben gar nicht Unrecht, man betrachte aber auch, wer alles theologische Lehrstühle innehat!
Was indes nicht (!) bedeutet, daß es nicht zahlreiche sehr gute, qualifizierte, integere und glaubenskonforme
Lehrstuhlinhaber gibt.
Motorräder lärmen nicht, sondern bringen ein erhebendes Motorgeräusch hervor. Auf anderer akustischer
Ebene zwar, aber durchaus mit Musik vergleichbar. Gilt auch von anständigen Autos.
#10 Tridentinus 11:25:36 | Donnerstag, 10. März 2011
Alle diese Zitate sind interessant. Auf alle diese Fragen kann man begründet eingehen. Es liegt auch
keine Verdunkelung von irgendetwas vor. Das erste Zitat ist sehr poetisch, aber doch klar zutreffend.
Die Vorstellung, Jesus werde in der Eucharistie unser „Gast“ ist doch wirklich nicht originell oder abwegig,
vielmehr allgemein akzeptiert. Dies bedeutet, daß sie eine Haltung der Gastlichkeit, der Gastfreundschaft,
voraussetzt. Mit dieser Haltung kommt aber Jesus uns schon zuvor und befähigt uns unsererseits zu solcher
Haltung. Diese Haltung der Gastlichkeit von seiten und gegenüber Jesus Christus ist nicht vereinbar mit
einer Verweigerung der Gastlichkeit gegenüber den Mit-Kommunikanten und der ganzen Kirche und in einem
weiter ausgedehnten, missionarischen Sinne auch nicht damit, sich der Not und Dürftigkeit anderer Menschen
zu verschließen und ihnen nicht gastfreundlich zu begegnen. Der Papst sagt hier nichts besonderes, sondsern
etwas grundlegend christliches und wendet es auf die Eucharistie an – sie ist niemals verengt nur die
Begegnung des Einzelnen mit Christus.
Danke für den Link Wirklich sehr schön und wieder einmal druckreif: „Die Liebe ist jenes schöne Band,
das zusammenfügt, nicht die Kette, die fesselt, sondern das Band, das befreit.“ (Benedikt XVI.)
Man muß das natürlich alles mal erst lesen. Der Ansatz vom Pascha her darf hier nicht auf Widerstand
stoßen, denn auch das Konzil von Trient lehrt, daß Jesus Christus beim Letzten Abendmal „sich selbst
als das Pascha des Neuen Bundes eingesetzt“ hat. DH 1757, glaub ich aus dem Gedächtnis, jedenfalls irgendwo
in dieser „Gegend“ im Denzinger, den ich gerade nicht griffbereit habe. Was natürlich die Definition
„der Juden“ betrifft, vielleicht eine etwas ironische Überlegung: Das wäre ja dann analog dazu, „die
Kirche“ mit „der Hierarchie“ zu identifizieren. Daß das nicht stimmt, erkennen ja auch die Leute von
„Wir sind Kirche“ richtig. Frage: Gab es, wenn B XVI da zuzustimmen sein sollte, im Alten Bund auch eine
Bewegung „Wir sind Juden“? Selbstverständlich weiß ich auch wie der Papst das meint und in welchem Sinne
man ihm zustimmen muß. Nicht die Masse derer, die das Crucifige eum gerufen haben, tat das überlegt
und damit in voller Eigenverantwortung. Einflußreiche Kräfte der „jüdischen Hierarchie“ stachelten
das Volk an. Diese tragen im Kern und mit voller Last die Verantwortung.
#2 Tridentinus 09:04:53 | Mittwoch, 16. Februar 2011
Mit der Befreiungstheologie verbunden war oder ist ein politisches Engagement. Dieses Engagement zugunsten
der Armen ist durchaus berechtigt. Wer sich vom Glauben dazu motiviert sieht, hat sicher das bessere Fundament.
Der heilige Franziskus von Assisi hat nicht nur die Option für die Armen gewählt, sondern die Option
für die Armut. Er sah die Armut als seine Herrin und seine Schwester zugleich. Auch dies durchaus eine
souveräne Deutung von Herrschaft vom Evangelium her. Diese Spiritualität des heiligen Franziskus, des
Poverello, ist sicher die bessere, die zeitlos gültige „Befreiungs-„Theologie. Sehr überzeugend stehen
dafür bis heute viele Franziskaner und Franziskanerinnen. Daß dieses Charisma seine volle Strahlkraft
in Glaubens-, Traditions- und Papsttreue gewinnt, beweisen ganze Reformzweige innerhalb der Ordensfamilie
wie die Franziskaner der Immaculata.
#5 Tridentinus 13:32:19 | Dienstag, 15. Februar 2011
Das habe ich schon vor Wochen gehört. Es wäre zu wünschen, daß so viel Energie verwendet würde, in
der Kirche Moral und Disziplin durchzusetzen, anstatt hier auf neuerliche Beschränkungen zu drängen.
Warten wir erstmal den Effekt des neuen MP zur Umstrukturierung der Gottesdienstkongregation ab.
#37 Tridentinus 14:04:35 | Montag, 10. Januar 2011
Im Himmel wird die Messe wohlkaum gefeiert. Das sage ich, gerade, weil ich V. Thalhofers Theorie über
Meßopfer und Himmlisches Opfer uneingeschränkt folge. Dieses Zitat zeigt höchstens, daß, was vielleicht
fromm klingt, noch lange nicht rechtgläubig sein muß. R.I.P.
#13 Tridentinus 15:43:28 | Samstag, 1. Januar 2011
Abwarten Vielleicht kommt es zu einer Klärung von Assisi 1986 und einer Einbettung dieser Problematik
in die Hermeneutik der Kontinuität. Sehr anspruchsvoll und schwierig, wenn es so sein sollte!
#2 Tridentinus 10:47:09 | Freitag, 24. Dezember 2010
Es wurde eben keine Tür geöffnet, Humanae Vitae verbietet das Kondom als eheintern angewandte Methode
zur Verhinderung von Empfängnis und Schwangerschaft. Diese Funktion kann es im offensichtlich dem Papst
am ehesten vorschwebenden Fall homosexueller Prostitution gar nicht haben!
#70 Tridentinus 09:56:18 | Mittwoch, 22. Dezember 2010
Das war klar. Bei den Liberalen, die darin eine prinzipielle Wende sehen wollten, war der Wunsch genauso
der Vater des Gedankens wie beispielsweise bei der Priesterbruderschaft St. Pius X., die sich von ihrem
habituellen Impuls freimachen muß, in allen Äußerungen der Päpste nach Pius XII. (der wiederum von
vielen Traditionalisten naiv gegen jede sachliche Kritik immunisiert wird) und im gegenwärtigen Magisterium
doktrinelle und moralische Auf- und Abweichungen ausfindig machen zu wollen (!). Vielmehr hat Benedikt
XVI. nur ganz klassische Prinzipien der Moraltheologie zum 5. bzw. 6. Gebot zusammen betrachtet, die in
einer ganz bestimmten Situation zusammen zur Anwendung kommen müssen. In dieser Synthese ist er offensichtlich
in ganz klassischen Bahneb verblieben. Eine Korrektur seitens FSSPX war deshalb diesmal eher peinlich.
#28 Tridentinus 19:02:08 | Montag, 20. Dezember 2010
„Das II. Vatikanische Pastoralkonzil“ ist eine sinnentstellende Formulierung, weil sie impliziert, auch
das I. Vaticanum sei ein Pastoralkonzil gewesen.
#32 Tridentinus 10:50:00 | Samstag, 11. Dezember 2010
Phallometrie Das ist ja schon fast lustig, allerdings war die Methode moraltheologisch sicher nicht einwandfrei.
Also muß Kreuz.net sich freuen, daß davon Abstand genommen wurde.
#33 Tridentinus 18:56:35 | Montag, 6. Dezember 2010
Tatsächlich wäre es doch wirklich besser und auch prestigeträchtiger, wenn es gelingen würde, Kardinal
Brandmüller für die Buchvorstellung zu gewinnen! Ohne P. Gaudron hier zurücksetzen zu wollen oder unsachlich
zu beleidigen.
#51 Tridentinus 10:58:53 | Donnerstag, 2. Dezember 2010
Die Alternative zu den Bischofsweihen 1988 wäre ein noch größeres Gottvertrauen gewesen! Wäre der
Erzbischof gestorben, wäre – bevor alles untergeht – ein „neuer Lefebvre“ aufgestanden, der die Seminaristen
der FSSPX geweiht hätte. Eigentlich wollte Lefebvre ja 1968 auch nur in Rom seine Pension verleben, doch
Gott fügte es anders. Das wäre 20 Jahre später, oder genauer 1991, nicht anders gewesen.
#31 Tridentinus 13:06:06 | Montag, 29. November 2010
Der Papst hat nichts besonderes oder skandalöses gesagt. Kirche verbietet ja auch den Banküberfall und
nicht, daß sich der Bankräuber masskiert. Wenn er sich nicht vermummt, ist er dumm, nicht tugendhaft.
Natürlich ist der Papst nicht für Prostitution, die objektiv schwer sündhaft und sittlich verwerflich
ist, oft, sicher sogar meistens, ist sie aber nicht freiwillig, und jemand in solcher Lage braucht sich
nicht zu gefährden und handelt sogar sittlich besser, als jemand, der in einer solchen Zwangslage jede
Verantwortung für andere vergißt. Was mich allerdings auch wundert, ist, daß alle Welt, die sonst nie
auf den Papst hört, für die Verwendung von Kondomen eine päpstliche Erlaubnis und Gutheißung wünschen
und seine Aussagen jetzt entsprechend mißdeuten. Was er gesagt hat, hätte er allerdings nicht sagen
müssen, weil es – auch klassisch – moraltheologisch selbstverständlich ist. Von daher war auch Humanae
Vitae überflüssig. Nur weil es neue Möglichkeiten gab, dem Geschlechtsakt seinen prinzipiellen Charakter
als Zeugungsakt zu rauben, hatte sich ja grundsätzlich nichts daran geändert, daß man das nicht darf.
Schließlich: Da der Geschlechts- und Zeugungsakt aus der Sicht kirchlicher Morallehre ohnehin nur innerhalb
der Ehe statthaft ist, betrifft das Kondomverbot vor- und außereheliche Geschlechtsakte und homosexuelle
Praktiken strenggenommen überhaupt nicht. Diese sind sowieso völlig verboten, wenn sie trotzdem verübt
werden, ist die Verwendung des Kondoms bloß ein Akzidens.
#109 Tridentinus 11:38:01 | Donnerstag, 14. Oktober 2010
Korrektes Deutsch! Der knieende Empfang der hl. Kommunion unmittelbar in den Mund ist im älteren Usus
des römischen Ritus natürlich nicht „vorausgesehen“, sondern vorgesehen oder vorausgesetzt. Im neueren
übrigens auch, nur daß kraft Indultes de iure vielerorts auch die Spendung auf die Hand möglich ist.
Der Empfang kann dabei entweder stehend oder knieend geschehen. Mit welchem Argument lehnt Weishaupt die
Anwendung des Indultes für Ministrantinnen im älteren Usus ab, jene des Indultes für die Handkommunion
aber nicht prinzipiell?
#77 Tridentinus 12:57:17 | Samstag, 11. September 2010
Wenn es kein anderes Argument gegen die Todesstrafe gäbe, bliebe immer noch dasjenige, daß das berufsmäßige
Töten, das der Henker vornehmen muß, menschenunwürdig ist, nämlich auf jeden Fall gegen die Menschenwürde
des Henkers gerichtet.
#21 Tridentinus 11:10:14 | Freitag, 10. September 2010
Nicht das Christentum ist dieses Fundament, sondern die Wirklichkeit des Naturrechts, auf das sich selbstverständlich
auch das Christentum bezieht und beziehen muß. Vgl. jetzt besonders: Waldstein, W., Ins Herz geschrieben.
Das Naturrecht als Grundlage einer Menschlichen Gesellschaft, Augsburg (St. Ulrich) 2010.
#8 Tridentinus 15:12:53 | Dienstag, 31. August 2010
Es ist schon klar, in welchem Sinne Weihbischof Dicks Äußerung zur Kontinuität in der Zelebrationsweise
des Papstes zu verstehen ist. Aber kreuz.net bleibt deren Berechtigung ntürlich verborgen. Außerdem
sind viele Präfationen im Usus ordinarius tatsächlich sehr alt und könnten für den Usus extraordinarius
durchaus fruchtbar gemacht werden. Auch tatsächlich neue Präfationen dieser Herkunft sid nicht per se
unbrauchbar. Beispielsweise die überwiegenden Präfationen des Marienmeßbuchs.
#51 Tridentinus 13:54:51 | Montag, 30. August 2010
@Rudolfus Ihnen kann man nicht mehr antworten, und selbst Williamson ( und auch niemand maßgebliches
in der FSSPX) denkt nicht an eine flächendeckende Parallelhierarchie. Das wäre ja gerade das Schisma.
#43 Tridentinus 10:22:27 | Montag, 30. August 2010
Natürlich ist der Text ziemlich dramatisch, aber unter dem Eindruck von Assisi 1986 ist das auch durchaus
historisch nachvollziehbar. Ich bin überzeugt, daß Erzbischof Lefebvre die heutige Situation wesentlich
gemildert einstufen und an Benedikts XVI. Hermeneutik der Kontinuität konstruktiv mitwirken würde, also
auch an den heutigen Römischen Lehrgesprächen. In der heutigen Situation würde er zweifellos nicht
in Anspruch nehmen, trotz fehlenden Apostolischen Mandates und entgegen ausdrücklichen päpstlichen Verbotes
berechtigt und sogar im Gewissen verpflichtet zu sein, Bischöfe zu konsekrieren.
#2 Tridentinus 12:48:46 | Donnerstag, 26. August 2010
Schade hier ist, daß immer redaktionelle Sonderformulierungen anderen Leuten als Zitate unterstellt werden.
„Neugläubige Eucharistiefeier“ hat sicher niemand gesagt. Möglich ist aber – wenn auch sehr optimistisch –
daß in 25-30 Jahren die „Reform der ‘Reform’“ in einer Editio typica vorliegt. Diese muß allerdings
nicht notwendig deckungsgleich mit der heutigen Forma extraordinaria sein. Diese wird aber sicher als
katholische High Church Variante immer möglich bleiben.
#77 Tridentinus 14:03:23 | Montag, 23. August 2010
Vor allem ist dieser Österreicher nicht gebildet, er beherrscht auch keine Interpunktion, was, für sich
genommen, noch nicht einmal ein Ausdruck besonderer Bildung ist.
#67 Tridentinus 12:48:27 | Montag, 23. August 2010
Der Papst will einfach Anglicanorum Coetibus zu einem neuartigen Modell für die Wiedererlangung kirchlicher
Einheit machen. Das bedeutet dann eben nicht mehr Uniformismus, sondern Vielgestaltigkeit. Das ist aber
nicht mehr Einheit in Verschiedenheit, und deshalb ist das den Ökumenegurus auch verhaßt. Williamson
will demgegenüber seine Gestalt der Katholizität zur Uniform erklären. Diese hat ihren Bezugspunkt
vielleicht im Ultramontanismus des 19. Jahrhunderts, aber nicht in einer echt traditionellen Katholizität.
@Schüttel Auch die Ausübung höherer hierarchischer Ämter ist in der Kirche ein Dienen. Selbst Christus,
der Ewige Hohepriester, ist nicht gekommen, sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen.
Die Formulierung des Heiligen Vaters ist nicht geschwollen, sondern gutes, etwas poetisches Deutsch und
von einer gewissen Originalität des Ausdrucks. Beschränkte Redaktion!
@Hein Das ist nicht weltfremd , sondern Theorie. Zum Zeitpunkt des Gelübdes muß die körperliche Jungfräulichkeit
auch keineswegs intakt sein, aber das Verhalten ab diesem Zeitpunkt muß trotzdem geschlechtlich völlig
enthaltsam sein, sofern es willentlich gesteuert ist, ansonsten ist das sakrilegisch, beim Versprechen
dder Ehelosigkeit allerdings nicht, sondern nur eine gewöhnliche Sünde gegen die standesgemäße, außereheliche
Keuschheit.
Wobei das nichtmal stimmt Während Weltpriester tatsächlich formal betrachtet nur Ehelosigkeit versprechen,
was indirekt sexuelle Enthaltsamkeit einschließt, legen Ordensleute und -priester (also auch Dominikaner)
das Gelübde der Jungfräulichkeit ab. Kraft dieses Gelübdes wird der Leib solcher Personen zur res sacra.
Jede Unzuchtssünde wird dadurch gleichzeitig zum Sakrileg. Bei Weltpriestern ist dem strenggenommen nicht
so.
#22 Tridentinus 18:10:14 | Donnerstag, 18. März 2010
hat gegen diese Richtigstellung keine wesentlichen Einwände, fragt sich aber, ob „Küssung“ besonders
gutes Deutsch ist. Wäre „das Küssen des Korans“ nicht besser. Oder einfach und zugleich sprachlich am
elegantesten: „Der Kuß des Korans“? Ich habe noch nie etwas oder jemandem durch Küssung meine Ehrfurcht,
Wertschätzung oder Zuneigung erwiesen, aber durchaus schon zu diesen Behufen geküßt.
#10 Tridentinus 12:26:47 | Dienstag, 16. Februar 2010
Von Altgläubigen hat Pozzo sicher ohnehin nicht geschrieben. Das wird hier aber als Zitat verkauft, obwohl
es eine (auf kreuz.net) beschränkte Diktion ist!
#51 Tridentinus 14:48:01 | Samstag, 13. Februar 2010
@Mary Cruz Sie können nicht logisch denken. Die Kirche ist die einzige, die etwas Übernatürliches feststellen
kann, weil sie es ist, die definiert, was übernatürlich ist. Gilt systemimmanent analog für jede andere
Religion.
#44 Tridentinus 12:33:01 | Samstag, 13. Februar 2010
@Mary Cruz Verstehen Sie mich nicht oder wollen Sie mich nicht verstehen? Der Begriff und Sachverhalt
der Übernatürlichkeit ist für einen empirischen Beweis unzugänglich. Positiv wie negativ.
#42 Tridentinus 11:44:20 | Samstag, 13. Februar 2010
@Mary Cruz Ärzte können überhaupt keine Übernatürlichkeit beweisen, sie können höchstens – und
dann wiederum auf das Gebiet der Medizin beschränkt – zu dem Schluß kommen, daß sie keine natürliche
Ursache für ein Phänomen angeben können. Selbst das heißt noch nichts, denn es könnte zum Beispiel
sein, daß den untersuchenden Ärzten eine bestimmte, natürliche Ursache unbekannt ist oder daß diese
natürliche Ursache überhaupt noch nicht bekannt ist, medizinisch noch nicht entdeckt, sozusagen. Der
Auferstehungsleib wird verklärt sein, also ist hier Ihr Versuch: körperlich versus verklärt nicht zielführend.
Außerdem: Wenn alle Heiligen bereits jetzt leiblich im Himmel wären, wozu dann diesen Aspekt in Bezug
auf Maria 1950 eigens dogmatisieren? Die Gegenwart authentischer Reliquien 1. Klasse auf Erden würde
dagegen nicht unbedingt sprechen, weil die leibliche Identität nicht zusammenfällt mit der Kongruenz
des stofflichen Substrats des Körpers.
#25 Tridentinus 19:13:47 | Freitag, 12. Februar 2010
@Mary Cruz Ich will diese Ergebnisse gar nicht beurteilen. Nur eine Frage: Wie konnte man schon 1986 abschließend
zu diesen Erkenntnissen gelangen, wenn das untersuchte bzw zu untersuchende Phänomen vermeintlich bis
heute andauert?
#20 Tridentinus 18:17:11 | Freitag, 12. Februar 2010
Welche Wissenschaftler beweisen wie die Übernatürlichkeit eines Phänomens? Ich bitte um eine Definition
von Übernatürlichkeit und in diesem Kontext der Begriffe Beweis und Wissenschaft.
#8 Tridentinus 16:45:12 | Freitag, 12. Februar 2010
Einen Leserbrief schreiben kann bald mal jemand Es ist wirklich zuviel der Ehre, dem hier einen Artikel
zu widmen. Es ist sehr unwahrscheinlich, das Medjougorje (ohne orthographische Gewähr) noch lange so
weitergeht.
#65 Tridentinus 15:32:40 | Donnerstag, 11. Februar 2010
Ein alter Mann dieser Tendenz gehört nicht die Zukunft. Aber Konzilsnostalgiker sind psychologisch heute
in ähnlicher Lage wie die Tradis unter Paul VI. Wann kommen Leute wie Schlemmer zur Einsicht der Sedisvakanz?
Kyrie eleison!
#79 Tridentinus 14:59:25 | Mittwoch, 10. Februar 2010
Ich sprach ausdrücklich nur über die Aussagekraft der Statistik Wenn Sie andere Aussagen beabsichtigt
haben, hätten Sie diese zumindest nicht formal als Erwiderungen auf meine Stellungnahmen formulieren
dürfen.
#56 Tridentinus 13:44:18 | Mittwoch, 10. Februar 2010
@Weiße Rose Ich bin ja ganz Ihrer Ansicht. Aber solch heroische und ideale Personen spielen ja für die
Statistik, um die es hier geht, keine relevante Rolle. Darauf wollte ich hinweisen: alle kath. Priester
des lat. Ritus sind (von absoluten Ausnahmen abgesehen) zölibatär. Das kann aber eben nicht immer mit
auch tatsächlich zölibatär lebend gleichgesetzt werden. Und deswegen gerät meines Erachtens diese
statistische Aussage in die Schieflage. Mehr wollte ich nicht sagen.
#46 Tridentinus 13:33:46 | Mittwoch, 10. Februar 2010
Der Faktor 36 mag sogar stimmen. Nur ist nicht gesagt, daß Personen, die eine zölibatäre Lebensform
gewählt haben und sich vielleicht sogar redlich und ehrlich bemühen, zölibatär zu leben, dies auch
durchgängig oder dauerhaft schaffen.
#2 Tridentinus 18:34:51 | Donnerstag, 4. Februar 2010
In Loutrdes ist die Muttergottes zB nicht am Fließband erschienen. Lesen Sie das Interview mit Hauke
im Original. Es ist wirklich wegweisend klar und nüchtern. Sine ira et studio.
#46 Tridentinus 18:26:58 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@Clarissa colonia Was soll jetzt diese völlig unmotivierte, ebenso dumme wie ungezogene Äußerung, bei
der Sie auch noch eine Heilige instrumentalisieren und mißbrauchen. Für intelligent habe ich Side bis
jetzt jedenfalls doch gehalten.
#30 Tridentinus 14:39:19 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@siggi666 Wenn Sie mit Ihrer zuletzt geäußerten Einschätzung im Recht wären, hätten Sie ja in einem
grundlegenden Punkt völlige Übereinstimmung und Gemeinsamkeit mit P. Schmidberger erreicht.
#28 Tridentinus 14:29:52 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@Kairos Das, was die Bruderschaft meint, wird sie jetzt mitteilen. Der Papst versteht es, und vermutlich
ist es so weit nicht weg von seiner Hermeneutik der Kontinuität. Aber wenn es nur B XVI. versteht, reicht
das auch nicht. Dagegen sperren sich alle, die eben nicht Ratzingers Differenzierungsvermögen haben,
und das sind in der RK Kirche die meisten. Die besteht ja nicht überwiegend aus Genies.
#21 Tridentinus 13:52:34 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Kairos Die Rede von der Heils-Anstalt ist eine (unnötig altmodische), aber doch früher sehr verbreitete
Ausdrucksweise, vergleichbar jener von den Gnaden-Mitteln. Das Gemeinte hat aber seine Berechtigung. Tatsächlich
hat die die Bewegung Tradition erst jetzt eine angemessene und faire Gelegenheit Ihre Sicht darzulegen.
Paul VI. war bei der Umsetzung der Konzilsbeschlüsse und der Liturgiereform doch eher nach Art einer
intoleranten, autoritären und sturen Durchsetzung vorgegangen. Diplomatisch, aber deutlich genug hat
das Benedikt XVI. das im Bereich der Liturgie durchaus eingeräumt, indem er sagt, daß der ältere Usus
niemals rechtskräftig abrogiert worden ist. Theologisch war die Vorgehensweise Pauls VI. nicht sehr verschieden.
Solch autoriäres Vorgehen ist verdeckte Schwäche oder das indirekte Bewußtsein der Unterlegenheit.
Der gegenwärtige Papst hat mehr Größe und Stärke.
#95 Tridentinus 09:11:58 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Dialog UNTER Gehörlosen Das heißt, daß alle gehörlos sind, aucch die Gesprächspartner auf seiten
der eigenen Bruderschaft Williamsons. Sonst müßte es heißen: Dialog mit Gehörlosen. Doch das Bild
hinkt. In beiden Fällen kann man sich der Gebärdensprache bedienen und sich gut verständigen. Wir brauchen
als Lösung einfach eine Neuauflage der „Lösung“ des Gnadenstreits im 17. Jahrhundert.
#38 Tridentinus 11:43:36 | Dienstag, 19. Januar 2010
@Signum Salutis Bitte informieren Sie sich vorher, bevor Sie Leute wie Antipacelli zu theologischen Stellungnahmen
verannlassen. Es ist allgemein bekannt, daß Ratzinger im alten Ritus zum Priester geweiht wurde. Er ist
aber der erste Papst, der im neuen Ritus die Bischofsweihe empfing. Das ist eine neue Qualität in den
Augen der Sedisvakantisten, die die neue Bischofsweihe mindestens für zweifelhaft gültig oder für ungültig
halten. Die meisten geben zu, daß ein gültig geweihter Bischof auch im neuen Ritus gültig Priester
Weihen könnte. Wenn er aber gar nicht gültig geweihter Bischof ist, nützt es auch gar nichts, wenn
er die alten Weiheriten verwenden würde.
#15 Tridentinus 10:10:05 | Dienstag, 19. Januar 2010
@Antipacelli Kritik an diesen Neuerungen (die sehr sachlich begründet werden kann) und das Absprechen
des Papstamtes sind wohl zwei paar Schuh! Wenn Sie selbst sagen, es gäbe (wohl formalkanonistische) Zweifel
an der Absicht Pius XI., diese Neuerungen verbindlich aufzuerlegen, können Sie daran noch viel weniger
die Behauptung des Beginns einer bis heute ausgedehnten Sedisvakanz knüpfen.
#8 Tridentinus 09:59:10 | Dienstag, 19. Januar 2010
Jetzt wo er tot ist, kann man sich natürlich gut, als Erbe des „authentischen“ Lefebvre aufspielen. SWer
weiß, wie sich der Erzbischof heute verhalten würde.
#33 Tridentinus 16:11:59 | Samstag, 16. Januar 2010
@Heinrich der Zweite Aber es bedeutet eben nicht, daß man von etwas behauptet (!), es sei evident, wenn
man dafür keinen Beweis antreten will oder kann.
#30 Tridentinus 15:50:01 | Samstag, 16. Januar 2010
@Evidenter Beitrag C’ evident hat Msgr. Lefebvre allerdings auch häufig dann gesagt, wenn er keinen Beleg
anführte. Rethorisch eine gewisse Schwäche, und er war sicher eloquent.
#92 Tridentinus 09:54:36 | Freitag, 15. Januar 2010
Wenn die Muttergottes dort erscheinen würde, würde sie ihre Erscheinungen längst eingestellt haben.
Denn bevor solche Phänomene nicht abgeschlossen sind, kann die Kirche auch kein positives Urteil abgeben.
#37 Tridentinus 14:15:08 | Montag, 11. Januar 2010
Wir haben nicht mehr 1969, 1976 oder 1988 Es ist nicht redlich, anzunehmen, Erzbischof Lefebvre würde
heute nicht auch eine gewisse Entschärfung der Situation erkennen. Er kann ja nicht mehr sagen, was er
jetzt tun würde.
#6 Tridentinus 09:23:36 | Dienstag, 22. Dezember 2009
Wenn jemand skifährt, wird er wohl kaum eine Skisoutane benutzen. Täte er das, wäre das erstens vermutlich
ein Sicherheitsrisiko, und zweitens: damit (!) gäbe er sein Amt der Lächerlichkeit preis, nicht umgekehrt.
#19 Tridentinus 17:34:42 | Samstag, 19. Dezember 2009
Beides freut mich nicht besonders. Zwischen Johannes XXIII. und Pius IX. bestand allerdings nicht dieser
große Gegensatz, der hineininterpretiert wurde. Ohne Pius XII. wäre das überzogene Autoritätsverständnis
eines Paul VI. nie möglich gewesen und alles, was daraus folgte. Wenigstens ist dieser nicht kurz vor
der Seligsprechung. In diesem Sinne: Gaudet Sancta Mater Ecclesia!
#18 Tridentinus 17:59:19 | Donnerstag, 10. Dezember 2009
Auch der sel. Duns Scotus nimmt an, die Menschwerdung sei auch unabhängig vom Sündenfall erfolgt. Daran
ist nichts Befremdliches oder Anstößiges, was das Fragezeichen wohl andeuten soll.
#14 Tridentinus 15:38:10 | Freitag, 27. November 2009
@diakonus Sind Sie eigentlich Ständiger Diakon? Und ggf ein Beleg für das fragwürdige und übrigens
oft sehr klerikalistische Niveau der Interessenten an diesem Dienst? Oder zuminderst der anspruchslosen,
unzureichenden theologischen Ausbildung, die auf diesen Dienst vorbereitet?
#30 Tridentinus 10:51:16 | Donnerstag, 26. November 2009
@Gotthard Man kann nicht lieben, was man nicht kennt. Oder nur in Zerrbildern aus den 1930iger-50iger
Jahren, sofern mißglückte Ansätze der an sich wertvollen Liturgischen Bewegung des 19. und frühen
20. Jahrhunderts umgesetzt wurden.
#110 Tridentinus 11:06:47 | Mittwoch, 25. November 2009
Da die Ausbildung zum Ständigen Diakon insgesamt ungenügend ist, würde eine bloße Fortbildung gar
nichts nützen. Das ist fast noch das größere Problem als eine mögliche Lockerung der Zölibatspflicht
in der Lateinischen Kirche des Römischen Ritus.
#17 Tridentinus 17:02:43 | Dienstag, 24. November 2009
@Kraut: Ich habe nicht empfohlen, Kultstätten fremder Religionen aufzusuchen. Personen in bestimmten
gesellschaftlichen Stellungen müssen oder sollten dies aber gelegentlich schon aus diplomatischen Erwägungen
(und hier ggf sogar aus missionarischen) tun. Bei solchen Erfordernissen oder entsprechenden Gelegenheiten
benimmt man sich selbstverständlich respektvoll, es sei denn man hat weder Bildung, noch Anstand.
#11 Tridentinus 16:48:37 | Dienstag, 24. November 2009
Selbstverständlich verhält man sich beim Besuch der Kultstätte einer fremden Religion respektvoll,
dazu gehört aber nicht, individuelle Riten der Anbetung oder Verehrung zu vollziehen, wie sie von Gläubigen
dieser fremden Religion als Ausdruck ihrer religiösen Überzeugung vollzogen zu werden pflegen. Insofern
kann der Erzbischof sehrwohl die übliche Begrüßung an sich vollziehen lassen, nicht aber selbst ein
Blumenopfer darbringen.
#4 Tridentinus 14:16:56 | Samstag, 21. November 2009
Ich find das Interview auch gut Glaubenstreue bedeutet ja nicht stereotype Wiederholung von Katechismusantworten.
Diese sind natürlich richtig. Ihr Inhalt muß aber auch in ausführlichere Worte gekleidet werden dürfen.
Das ist hier in einer Weise geschehen, die durchaus gelungen ist. Wenn „traditionalistische Theologen“
da nicht mitreden wollten oder könnten, wären die Gespräche mit Rom sinnlos für alle Beteiligten!
#19 Tridentinus 08:32:50 | Donnerstag, 19. November 2009
Die Gläubigen sollen die Ihnen zukommenden Teile lateinisch beten oder singen können (Choral) (vgl.
Vat. II, SC). Wenn sie unter anderem dies tun, dokumentieren sie auch nach außen, daß sie kein unbeteiligtes
Publikum oder Auditorium sind.
#36 Tridentinus 17:06:50 | Montag, 2. November 2009
Wenn er das jetzt wirklich wörtlich so gesagt hat, ist tatsächlich nicht bloß mißverständlich, sondern,
gemessen nicht erst an hoher Theologie, sondern einfachem Katechismuswissen – schlicht und ergreifend:
falsch!
#64 Tridentinus 13:36:39 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Es gab Theologen, die Quanta cura und auch den Syllabus errorum für eine irreversibele unfehlbare Entscheidung
hielten. Aber auch nicht alle. Ob seitens des Papstes eine solche Absicht gegeben war, müßte sich durch
eine Textanalyse erweisen lassen. Wenn das nicht zu erweisen ist, geht die Gewichtung weiter: wie ist
ein Konzilsdokument gegenüber einer frühreren Enzyklika einzustufen, wenn dieses Konzilsdokument untypisch
für ein Konzil darauf verzichtet, seine Unfehlbarkeit einzusetzen und etwas endgültig zu entscheiden?
Vermutlich wäre auch dann eine gewöhnliche Enzyklika im Lichte eines Konzlsdokumentes zu interpretieren.
Jedenfalls wird die Lösung der Widersprüche in dieser formalen Klärung und Gewichtung zu suchen sein.
Es wäre nützlich, wenigstens zu dieser formalen Gewichtung würde dann der Papst eine verbindliche Entscheidung
vorlegen und dazu seine Unfehlbarkeit einsetzen. Das würde dann alle binden, nicht nur die Piusbrüder!
#34 Tridentinus 19:22:29 | Dienstag, 6. Oktober 2009
@Brandenburgis Lustig ist das nicht, sondern die einzig mögliche Lösung des Problems, sowohl formal
auch auch inhaltlich. Und übrigens eigentlich nicht mal eine besonders schwierige Angelegenheit.
#32 Tridentinus 19:02:16 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Deshalb wird nicht so sehr das Thema Religionsfreiheit zu thematisieren sein, sondern die Frage, ob Quanta
Cura etc. die Absicht gehabt hat, etwas endgültig zu entscheiden. Die Frage ist nämlich auch, ob es
bis dahin eine ständige Lehre der Kirche zu den strittigen Punkten gegeben hat. Vielfach mußten ja die
Päpste im 19. Jahrhundert auf eine veränderte politische und gesellschaftliche Realität reagieren.
Ob solche Realitäten in concreto überhaupt endgültig entschieden werden können, ist fraglich. Es müßte
also in den Gesprächen erwiesen werden, daß die Prinzipien gleich geblieben sind und ihre Anwendung
in einer Hermeneutik der Kontinuität steht, so daß das Konzil den vorausliegenden Dokumenten des Lehramtes
auf der entscheidenden Ebene nicht widerspräche und eine veränderte Anwendung in der Praxis auch nicht
als Bruch mit der vorherigen interpretiert werden dürfte, sondern beide jeweils als situiationsgerecht.
#9 Tridentinus 09:24:48 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Was für eine Professur bietet sich aber für Schulz an? Er hat ja nicht so originelle Thesen wie Küng
und war eigentlich auch nicht „kirchenkritisch“ in der Vergangenheit.
#9 Tridentinus 09:55:54 | Donnerstag, 17. September 2009
@Ministrant Beides stimmt. Das geschlossene Presbyterium (das sogar in deren Abwesenheit um Papst und
Bischöfe versammelt ist) verkörpert auch das eine Priestertum Christi. Dessen Struktur ist indes wesenhaft
sakramental-hierarchisch, was Sie offenbar noch nicht ausreichend theologisch reflektiert haben und deshalb
die tiefe dogmatische Berechtigung der sakramentalen Konzelebration genauso verkennen wie unreflektierte
Tradis, die sie pauschal verwerfen!
#3 Tridentinus 09:38:48 | Donnerstag, 17. September 2009
Konzelebranten „stehen“ nicht „neben dem Altar“ und sie „feiern selbst die hl. Messe“. Gerade bei der
sakramentalen Konzelebration, wenn sie die Wandlungsworte mitsprechen. Das Problematische der sakramentalen
Konzelebration ergibt sich erst bei ihrer Häufung, bei einem faktischen Zwang oder wenn sie – was ihre
tiefste Berechtigung ist – nicht die sakramental-hierarchische Struktur der Kirche liturgisch ausdrückt.
Etwa dann, wenn ein Weihbischof einem einfachen Priester „konzelebriert“, was auch gegen die nachvatikanische
Ordnung, aber in der Praxis durchaus schon vorgekommen ist. Am sinnreichsten ist die sakramentale Konzelebration
mit dem Papst oder der Priester mit dem eigenen Bischof. Daneben gibt und gab es natürlich immer die
zeremonielle Konzelebration – das Levitenamt.
#50 Tridentinus 18:22:05 | Freitag, 11. September 2009
@Pius XII. Sie haben völlig Recht bzgl der Fehlentwicklungen und Überbetonungen des 6. Gebotes. Aber
Casti Conubii ist eben sehrwohl eine Aussage des Lehramtes. Bei der Interpretation von Humanae Vitae tradendae
ist es mit zu berücksichtigen.
#43 Tridentinus 16:25:07 | Donnerstag, 10. September 2009
@Pius XII, Clarissa Die Zeugungsabsicht muß nicht bei jedem Akt vorhanden sein, aber eine Zeugung muß
zumindest immer in Kauf genommen werden, daraus folgt, daß kein Akt erlaubt ist, bei dem die Zeugung
prinzipiell nicht möglich ist. Nach Casti Canubii dürfte der Akt deshalb nicht gezielt (!) an den den
Tagen erfolgen, die unfruchtbar sind. Heute gilt hingegen schon als überfromm, wer die NER anwendet…
#7 Tridentinus 10:11:23 | Donnerstag, 10. September 2009
Clarissa colonia Hier ist die Rota (und vor allem die Moraltheologie) doch eindeutig so zu verstehen,
daß grundsätzlich alle Praktiken und Positionen unzulässig sind, bei denen im Falle der Ejakulation
das Ejakulat die vas mulieris nicht erreichen kann. Das heißt, die Ejakulation darf auch in der Ehe nie
willentlich (!) während einer solchen Praktik bzw in einer entsprechenden Position erfolgen.
#1 Tridentinus 09:23:18 | Donnerstag, 10. September 2009
In der Ehe kann sehr vieles erlaubt sein. Nur zum Zeitpunkt der Ejakulation muß es möglich sein, daß
der Samen des Mannes seinen natürlichen Bestimmungsort, die vas mulieris erreicht. Alles, was dies zu
diesem Zeitpunkt ausschließt, ist auch in der Ehe unzulässig.
#1 Tridentinus 16:24:18 | Mittwoch, 9. September 2009
Es müßte im Deutschen hier unbedingt „anzuhangen“ heißen! „Anhängen“ meint etwas ganz anderes. Katholiken
sind keine Anhänger des Papstes, aber sie hangen ihm an.
#31 Tridentinus 17:05:22 | Sonntag, 6. September 2009
Anständige Familie Ist sie auch traditionstreu katholisch, diese Familie? Die Angabe der für die Familie
erforderlichen Wohnraums zeigt schon, daß es sich kaum jemand leisten könnte, anständig zu sein, wenn
Anstand (und übrigens auch Katholizität) ausschließlich oder überwiegend an einer hohen Kinderzahl
abzulesen wären.
#54 Tridentinus 17:17:24 | Dienstag, 1. September 2009
Ich gebe wieder meine Stichworte: Gallikanismus und traditionalistischer Subjektivismus! diesen müßte
man nachgehen, um das Phänomen Lefebvre ganz gerecht und sachlich zu beurteilen.
#10 Tridentinus 11:39:41 | Dienstag, 1. September 2009
In gewisser Weise ist das praktische, sehr beherzt selbständige, Handeln Erzbischof Lefebvres tatsächlich
nur erklärbar, wenn man die Tradition des Gallikanismus in Frankreich für die Sicht des Bischofsamtes
veranschlagt. In dieser Hinsicht haben Lefebvre und Gailot tatsächlich in der Geschichte der Theologie
und Kirchenpolitik gemeinsame Voraussetzungen. Anliegen des Gallikanismus kommen zudem besonders in der
Kollegialität der Bischöfe zum Ausdruck, die Lefebvre theoretisch zwar zurückwies, praktisch aber doch
fast zur Grundlage seines Handelns gemacht hat. Eben aus der bischöflichen Verantwortung nicht nur für
eine Teil-, sondern die Gesamtkirche, die er nach dem II. Vaticanum (bis hin zuden Bischofsweihen von
1988) als Gewissenspflicht empfunden hat. Der Vorwurf des Protestantischen trifft die gesamte traditionalistische
Bewegung in gewissem UmfanG: Da wird subjektiv entschieden, bis wohin das authentisch Katholische noch
reicht, bis 1947, 1958, 1962, 1965 und dieser Zeitpunkt wird dann idealisiert und festgeschrieben. Bei
Lefebvre war das eher an einem harmlosen Detail abzulesen. Ihm persönlich gefiel das Birett nicht, deshalb
wird es noch heute fast überall in der Bruderschaft nicht verwendet, obwohl die Rubriken von 1962 es
zwingend vorschreiben!
#81 Tridentinus 19:28:27 | Montag, 31. August 2009
@ruhrgebietler Was hat die hl. Birgitta damit zu tun? P.S.: Man beichtet Sünden, nicht Ohren. Deshalb
ist Ohrenbeichte ein völlig verfehlter Begriff, auch wenn es ihn schon lange gibt!
#19 Tridentinus 13:30:30 | Mittwoch, 12. August 2009
Tridentinus Die von Pater Kehl skizzierte Zukunftsvision enthält für mich viele richtige und wichtige
Elemente, die im traditionalistischen Raum – einschließlich und gerade unter Hinsicht der Piusbruderschaft,
aber auch der bisherigen Indultgemeinschaften – längst erfolgreich praktiziert werden: Zentrale Priorate
und Kapellen, wo sich die Menschen sammeln, denen die Feier der Eucharistie wichtig ist als der Focus,
der Strahlkraft hat für ein christliches Lebens- und Glaubensmodell, das sich nicht in der Feier der
heiligen Messe erschöpft, aber dort Quelle und Höhepunkt findet. Die Mobilität heute erleichtert solche
Seelsorgsräume, aber das klappt schon seit 30, 40 Jahren – halt nur bei den personae non gratae der Tradis…
#15 Tridentinus 18:53:16 | Sonntag, 9. August 2009
@no comment Die Kirche ist ja auch indefektibel. Das beutet aber nicht, dass man mutwillig Maßnahmen
treffen darf, die zu ihrer Zerstörung führen müßten, wenn sie es nicht wäre. Das ist zwar nicht vermessenmtliches
Hoffen auf Gottes Barmerherzigkeit, sondern vermessentliches Handeln auf Gottes Barmherzigkeit. Ich weiß
nicht, was schwerer wiegt!
Im Prinzip stimme ich Leser ottaviani zu. Besser wäre noch, sich vorher nach Rom zu wenden, so daß von
dort aus die Maßnahme des Bischof für nichtig erklärt wird und die Veranstaltung stattfinden kann,
auch wenn sie dem Bischof nicht gerade gefällt. Warum eigentlich?
#20 Tridentinus 12:25:39 | Donnerstag, 30. Juli 2009
Das Messbuch von 1570 stellt die Kodifikation des Röm. Ritus dar, die Pius V. im Auftrag des tridentinischen
Konzils geleistet hat. Diese Kodifikation bleibt maßgeblich für alle Editiones Typicae bis 1962 und
strenggenommen wohl auch noch bis 1965. Das ist auch der eigentliche Grund, weshalb in allen diesen Editiones
typicae die Bulle Pro primum tempore vom 14. Juli 1570 abgedruckt ist. Und darauf bezog sich Wingen, ohne
den vorausgehenden Entwicklungsgang zu leugnen!
#14 Tridentinus 11:38:32 | Donnerstag, 30. Juli 2009
@Kunstmaler Das war ja nur ein freundlicher Hinweis, keineswegs eine gestrenge Ermahnung! @Rhurgebietler
Urteilen Sie nicht über das, was andere Leute wollen oder nicht!
#11 Tridentinus 11:16:47 | Donnerstag, 30. Juli 2009
Wenn man etwas kritisieren wollte, so höchstens das, daß Hw. Stefan Wingen, soweit auf dem Bild ersichtlich,
die Arme in der Orantenstellung für den trid. Ritus zu weit ausbreitet und die Hände außerdem nicht
hoch genug hält. Die Hände müssen schulterbreit ausgebreitet und so hoch erhoben sein, daß sie gerade
nicht über die Schultern hinausragen, Stefan!
#6 Tridentinus 10:58:39 | Donnerstag, 30. Juli 2009
Hw. Wingen wurde von Erzbischof Lefebvre gefirmt. Wenn er sich auf das Meßbuch von 1570 bezieht, stimmt
das im Sinne einer Kodifikation des Römischen Ritus auch, was das Nachynodale Apostolische Schreiben
Sacramentum Caritatis in Nr. 3 ausdrücklich bestätigt. Ebenso ist es korrekt, dass die Priesterbruderschaft
St. Pius X. kein Monopol auf die tridentinische Messe hat. Diese „gehört“ der ganzen (Lateinischen) Kirche.
#17 Tridentinus 09:31:39 | Mittwoch, 29. Juli 2009
Respekt bedeutet mE im privaten Lebensbereich und in der Privatsphäre der Betroffenen durchaus „Duldung“
im Sinne der Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann. In diesem Sine muss die Kirche
ja noch viel mehr „dulden“, was sich nicht mit ihren eigenen Überzeugungen deckt. Überzeugungsarbeit
darf und muss sie auch hier leisten. Der angesprochene Respekt wird aber erschwert oder unmöglich, wo
pumpe Provokation erfolgt.
Dass menschliche Eitelkeiten von der klassischen Liturgie auch (!) bedient werden können (!), kann man
nicht ganz bestreiten, aber ansonsten ist es schade, wenn ein Franziskaner die klassische römische Liturgie
so ablehnt, die der hl. Franz als Liturgie des Päpstlichen Hofes sich als Eigenliturgie der Minderbrüder
erbeten hat. Deswegen optieren ja die FFI jetzt auch so stark dafür!
@sankt niketas Ich kann rein subjektiv prinzipiell Ossis nicht leiden. Da diese aber keine eigene Rasse
bilden und der Rassebegriff sowieso problematisch ist, ist diese intuitive Abneigung auch nicht rassistisch.
Im konkreten Falle würde Brandenburgis auch als Wessi wohlkaum die geeignete Nachhilfelehrerin sein.
@o, Brandenburgis! Soweit ist der Papst noch nicht gesunken, sich ausgerechnet in diesem Fach von einem
Ossi Nachhilfe erteilen lassen zu müssen! Auch von mir gute und schnelle Besserung ohne bleibende Beeinträchtigung
der rechten Hand!
#65 Tridentinus 09:36:49 | Mittwoch, 15. Juli 2009
@wickerl Kann man diesen anonymen Artikel irgendwo online lesen? Ich habe eine Vermutung, wer der Autor
ist. Wenn diese zutrifft, ist der Betroffene definitiv nicht gültig geweiht, worin Rom, alle irgendwie
involvierten Diözesen und die FSSPX (!) übereinstimmen (!).
#42 Tridentinus 21:57:36 | Dienstag, 14. Juli 2009
Eine völlig sachlich formulierte und inhaltlich zutreffende Mitteilung seitens Gotthards! EIN WUNDER!
Und das am 14. Juli! Jahrestag der Bulle Pro primum tempore!
@HBR! Erstens ist der Altersdurchschnitt im außerordentlichen Usus oft tatsächlich niedriger als im
durchschnittlichen Pfarr-NOM. Und zweitens: Wo im dt. Sprachraum können Sie mir eine Kirche nennen, die
w e g en des NOM voll ist oder zu der Jugendliche jogen, weil dort der NOM ist?!
Außerdem ist das dann ein Beweis, daß der Usus extraordinarius nicht nur für die Ökumene mit den Ostkirchen
geeignet ist, sondern auch mit den Protestanten. Vielleicht sogar unterstrichen durch die architektonische
Trennung!
Liest denn die Bischöfin nicht wenigstens täglich die bischöfliche Privatmesse oder pontifiziert sogar?
Dann häte sie doch schon „kommuniziert“ – oder nicht?
#56 Tridentinus 09:23:41 | Donnerstag, 9. Juli 2009
Ganz bemerkenswert ist auch, daß die Ortsordinarien der Sprengel, wo die FSSPX sich aufhält, mit keiner
Silbe eine Rolle im Verständigungsprozeß zugewiesen erhalten. Ernüchternd für Bischof Müller.
@eigerhar Seien Sie nicht so empfindlich! Erstens glaube ich nicht, daß der Heilige Vater diesen vorwiegend
organisatorischen Text selbst verfaßt ist und zweitens gibt es eine Taktik, kanonistisch streng zu sein,
aber doktrinell aufgeschlossen. Außerdem müssen Sie sich ja nicht versöhnen oder sind Sie einer der
10 Priester, die die FSSPX für die Gespräche ins Rennen schickt?
eigerhar Formal kann man sie selbstverständlich suspendieren. Und von dieser formal möglichen, kanonist.
Strenge geht Ecclesiae Unitatem aus. Offenbar um den Widerständen den Wind aus den Segeln zu nehmen,
die sich der ebenso deutlich ausgesprochen Offenheit für theologische Gespräche enthegenstellen und
dies auch weiter tun werden. Dabei ist es auch wichtig, daß der Papst sich selbst das letzte Urteil darüber
vorbehält, ob die Gespräche von Erfolg gekrönt sind. Das ist zwar selbstverständlich, wird aber auch
explizit gesagt. Deshalb wäre es wichtig, die Gespräche unter diesem (!) Papst zu einem Ergebnis zu
führen, das auch ein künftiger, persönlich an der Problematik vielöleicht nicht so wohlgesonnen interessierter
Papst, nicht einfach ausradieren kann. Das Stichwort ist die Verbindlichkeit der Hermeutik der Kontinuität
für die Gesamtkirche und nicht nur für gutwillige Konservative und Tradis.
Wieso Kampfansage? Vor der Liturgiereform nach Vaticanum II gab es in Neustadt an der Weinstraße sicher
sogar mehr als zwei Möglichkeiten, die hl. Messe nach römischem Ritus mitzufeiern!
Die Illustration ist manipulativ denn sie zeigt offenbar das altar bread, das man bei Watt’s & Co./London
beziehen kann, das Photo kommt also vermutlich aus einem anglikanischen Kontext und stammt dort bestimmt
nicht aus Kreisen der High Church!
wassers ist der erste ensch der findet, ich fasse mich grundsätzlich kurz! Es gibt aber auch evidente
Tatsachen, die sich entsprechend prägnant formulieren lassen.
@wassers Solcher Tradi-Quatsch (zumindest überwiegend ist Ihre Äußerung nichts anderes), schadet nur
der Sache. Wahnsinnige gibt’s auch in Tradiland, das kann ich nicht bestreiten.
@Sankt Niketas Nicht nervös werden! Denn darum geht’s: Weder nach dem 3. Mai noch nach letztem Samstag
gab es Kanonische Konsequenzen, weder von den zuständigen Ortsbischöfen, noch von seiten Roms. Warum?
Weil die entscheidende Instanz – und das ist Rom – weiß, daß man nicht die irreguläre Lage einer Gruppierung
behebt, indem man weitere Sanktionen auf sie häuft, ehe die Normalisierung erfolgt ist. Und bis auf weiteres –
das weiß Rom auch – kann man nicht alle Canones so auf die FSSPX als wenn schon alles reguliert wäre.
sankt niketas Bischof Müller ist klug genug, sich in dieser Situation dem Verhalten Roms und der zuständigen
Ordinarien am 3. Mai bzw. am letzten Samstag anzuschließen. Er blamiert sich nur, wenn Rom bei seiner
Linie bleibt: erst theologische Klärung, dann kanonische Lösung. Sonst ist Müller vielleicht nicht
schlimmer, aber dümmer als Pius IX.
Sie sind kein Insider Bei Pius sollte bedeuten: bei der Piusbruderschaft. Müller aber benimmt sich wie
Pius IX. und eigentlich schlimmer, weil Müller ja noch nicht mal Papst ist. Hier könnte das mal passen:
„Nicht päpstlicher als der Papst“, bitte!
Clarissa Colonia Einen so autoritären Stil wie bei Müller habe ich noch niergends erlebt, auch nicht
bei Pius! Wer sagt, daß Pius IX. kirchenpolitisch auferstehen sollte?
Er möchte wahrscheinlich in den Medien auch mal als modern und zukunftsweisend dastehen, auch atmosphärisch
auf einer Linie mit dem „Geist“ des Konzils. Dabei merkt er nicht, daß sein extrem autoritärer Stil
ihn da doch wieder outet.
#41 Tridentinus 10:21:06 | Mittwoch, 24. Juni 2009
Außerdem soll sich in Kathedralen und Klosterkirchen auch nach dem trid. Caeremoniale Episcoporum das
Allerheiligste NICHT auf dem Hochaltar befinden. Wegen der dort häufig vorkommenden Zeremonien wie Weihehandlungen,
die leichter durchgeführt werden können, wenn man nicht ständig dem Sanctissimum Reverenz erweisen
muß. Ähnliches gilt für das Chorgebet.
Resine Zumüllen kann etwas nur mit Müll. Daher definieren Sie ihre eigenen Beiträge offenbar als Müll.
Beginn der Selbsterkenntnis oder wollen Sie denn Teufel met Beelzebul austreiben? Denn tatsächlich sind
die Artikel hier von sehr unterschiedlicher Güte. Unbestritten.
Nicht wir retten die Kirche, die Kirche rettet uns. Und deshalb muß sie bei aller Vertiefung ihres Selbstverstämdnisses
und ihrer Identität diese zuerst einmal wahren. Dafür steht die Piusbruderschaft.
#66 Tridentinus 18:35:37 | Mittwoch, 17. Juni 2009
Paulaner Ihr wisset weder den Tag noch die Stunde. Außerdem klingen Sie schon tradimäßig arrogant:
„Wir Gläubigen…“ Mich brauchen Sie nicht zu verjagen, das stößt mich von selbst ab.
#61 Tridentinus 18:18:21 | Mittwoch, 17. Juni 2009
Wie ich schon sagte, erzwingen kann der Papst nichts und ein Schisma ist auch (und viel mehr) nach links
möglich. Dieses verhindert wohl nur die Kirchensteuer und die Angst, diese zu verlieren. Gelindert ist
der Notstand de iure insofern, als alle, die wollen liturgisch traditionell röm.-kath. sein können und
auch Gesprächsbereitschaft über theologische Konfliktherde besteht.
#56 Tridentinus 18:05:34 | Mittwoch, 17. Juni 2009
O Paulaner Der Notstand entstand nicht durch die Exkommunikationen. Die Bruderschaft entstand durch den
Notstand! Dieser ist jetzt sicher verändert, aber nicht beendet. Weitere Bischofsweihen mit einem Notstand
zu begründen, so wie ‘88, das würde problematisch. Denn die Veränderung ist im gegenwärtigen Pontifikat
sicher als eine Linderung des Notstandes anzusehen. Für diejenigen, die ihre Katholizität in die Hermeneutik
der Kontinuität zu stellen bereit sind, aber die schismatische Haltung gibt es bei den Hermeneutikern
der Diskontinuität auch. Zwingen kann weder der Papst noch die Piusbruderschaft irgendwen zu irgendwas.
#51 Tridentinus 17:51:41 | Mittwoch, 17. Juni 2009
Versetzt man sich in die Sichtweise der Bruderschaft, so wendet sie den CIC immer schon so weitgehend
an, als es ihr in der außerordentlichen Lage der Kiirche, wegen der sie ja überhaupt gegründet wurde,
tunlich erscheint. Wenn dabei intern in bestimmten Belangen der alte CIC angewandt wird, bedeutet das
im Zweifel immer eher eine strengere Handhabung, also nie einen Verstoß gegen das was der geltende Codex
verlangt.
#35 Tridentinus 16:14:07 | Mittwoch, 17. Juni 2009
@sankt neketas 1. Meinte ich keine zusätzlichen Strafen und 2. hat Weihespender ja kein bischöfliches
Amt inne, von dem er suspendiert werden kann, die Weihegewalt aber kann ihm niemand nehmen. 3. Ist Benedikt
XVI. in Ihren Augen auch Pius-Symathisant?
#13 Tridentinus 15:24:39 | Mittwoch, 17. Juni 2009
Natürlich sind die Weihen formal unerlaubt. Aber wieso hat das der Pressesaal nicht schon am 3. Mai gesagt?
Wichtig ist, daß da keine Strafen verhängt worden. Also ist es momentan so wie mit Abtreibungen in der
BRD: rechtswidrig, aber straffrei.
Mindestens eine WEihe dieser Art hat Fellay ja bereits gespendet seit das Dekret der Exkommunikation aufgehoben
wurde. Dieser Priester hat auf Gut Reichenstein eine Nachprimiz gehalten. Ergo: Hätte Rom hier die Absicht
rein formalkanonistisch vorzugehen, hätte man schon längst einschreiten müssen.
Die Exkommunikation als Tatstrafe für eine Weihe ohne Mandatum Apostolicum wurde von Pius XII. mit Blick
auf China eingeführt. Man muß auch mal sehen, was der Papst im Moment für die Priesterbruderschaft
realpolitisch tun kann. Da war nicht mehr möglich als die Aufhebung des Dekretes. Das schließt nicht
aus, daß man nach wie vor das Notstandsargument mit Blick auf 1988 vertreten kann. Benedikt XVI. verlangt
sicher nicht, daß die Weihbischöfe diese subjektive Rechtsauffassung aufgeben. Der Notstand 1988 wird
von Rom eben auch heute nicht als objektiver Tatbestand festgestellt. Dazu hat Rom die gleiche Freiheit
wie umgekehrt die Bruderschaft die, ihn für 1988 durchaus zu behaupten. Nur wäre es wohl zum jetzigen
Zeitpunkt sehr schwierig, das Fortbestehen dieses Notstandes oder sogar seine Verschärfung zu argumentieren.
Wer das will, der muß so extrem werden wie P. Abrahamowicz. Dieser varriert aber das „Motto“ der „Operation
Überleben“ in bedenklicher Weise. Da heißt es jetzt offenbar nichtmehr: Damit die Kirche fortbestehe,
sondern: Damit der Notstand fortbestehe! Eine Hermeneutik des Bruches nicht des Konzils, aber eine Hermeneutik
des Bruches in der Position Lefebvres unter dem Vorwand oder der verblendeten Selbsttäuschung der Treue
zum Erbe „des“ Erzbischofs!
#10 Tridentinus 10:41:00 | Donnerstag, 4. Juni 2009
Auf der Homepage der FSSPX lobt dieselbe die Spanischen Bischöfe, die am Herz-Jesu-Fest von 7:30-20:30h
stündlich hll. Messen feiern lassen (vermutlich ja zumindest überwiegend nicht tridentinisch). Was wird
das für ein Getöse auslösen seitens der Tradizeloten hier?
Und welches Ultraschall-Zahnreinigungsgerät ist speziell zu empfehlen? In welchem Preissegment bewegt
es sich? Wie wird es angewandt und wie lange und oft ist es täglich anzuwenden?
@lateiniheini Sie waren noch nie in einer Piuskapelle, oder? Da weinen, schreien, lachen und spielen jeden
Sonntag Kinder aller Größen. Bei Petrus nicht anders. Und keiner stört sich dran: Aus dem Mund der
Kinder und Säuglinge schaffst Du Dir Lob!
Ich kannte Nikolaus Föhr persönlich und habe mich immer sehr gut mit ihm verstanden. Insgesamt würde
ich ihm auch posthum noch einen besseren Geschack bescheinigen. Diese Casel war eben ein Fehlgriff. Irren
ist menschlich. Gut an dieser Korrektur der Information ist auch: Solche Caseln liegen nicht mehr im Trend.
Da setzt Benedikt XVI. andere Akzente.
Diese zeitgleich in entgegengesetzter Richtung verlaufende Wallfahrt ist etwas kindergartenhaft Ich hoffe,
es kommt der Tag, wo 17000 Pilger, die einander inhaltlich ja nicht soooo entgegengesetzt sind, geistlich-kirchenpolitisch
so reif und erwachsen werden, gleichzeitig in eine Richtung zu laufen.
@Brandenburgis Das Dekret über die Religionsfreiheit enthält keine Häresie. Man muß nur zwischen neutral,
indifferent und tolerant unterscheiden können.
@Brandenburgis Welche Häresie trägt das II. Vaticanum denn vor? Und bitte wenden Sie einen strengen
Häresiebegriff an, nicht einen, der alles umfaßt, was Ihnen persönlich nicht so gut gefällt oder was
diskutabel oder klärungs- und erläuterungsbedürftig erscheint.
Heilige sind nie unumstritten Das ist aber keine Beschimpfung, sondern an sich eine Auszeichnung. Wer
unumstritten ist, muß fast zwangsläufig farblos und nichtssagend sein.
Baßgeigen würden in den Trierer Dom nur eingeschränkt passen, das ist richtig. Davon war nicht die
Rede.Ergreifend ist ein Adjektiv, daß mir beim Anblick der Casel Ackermanns sicher nicht in den Sinn
kommen würde. Aber die gesamte Altarinsel von 1974 paßt nicht in den Trierer Dom, obwohl sie in einer
modernen Kirche sehr schön sein würde.
#62 Tridentinus 18:31:14 | Donnerstag, 21. Mai 2009
Zollitsch sollte den Wahlspruch haben: Si tacuisses Andere Theologen äußern auch manchmal Dinge, mit
denen man nicht einverstanden sein muß oder die direkt als theologisch verfehlt zu bezeichnen sind, wenn
man sie am Lehramt der Kirche im Allgemeinen und auch am aktuellen des regierenden Pontifex im Besonderen
mißt, aber da sind wenigstens Leute dabei, die sich nicht scheuen müßten, ihren IQ in den Medien zu
veröffentlichen! In Sofern setzt Zollitisch die Lehmann-Linie nicht fort.
#151 Tridentinus 17:13:20 | Mittwoch, 20. Mai 2009
Stimme der Vernunft Sie kennen das Inkardinationsrecht nicht gut. P. Schmidberger wurde auf den Titel
der Bruderschaft geweiht, aber in die asiatische Diözese inkardiniert. Weltpriester legen kein Gehorsamsgelübde
ab, sondern ein Gehorsamsversprechen. Dieses leistete P. Schmidberger dem weihenden Bischof, zugleich
sein Generaloberer.
#149 Tridentinus 11:40:14 | Mittwoch, 20. Mai 2009
Nein, Stimme der Vernunft Schmidberger wurde als Priester der Bruderschaft in dieser Diözese inkardiniert.
Er wurde ja geweiht, ehe die Bruderschaft irgendwelche Sanktionen traf oder der Erzbischof davon betroffen
war. Pauschal kann man nicht suspendiert sein/werden.
#147 Tridentinus 09:38:12 | Mittwoch, 20. Mai 2009
P. Schmidberger gehört zu jenen Priestern der ersten Stunde der Piusbruderschaft, die auch formal ganz
ordnungsgemäß in eine Diözese inkardiniert wurden. Er wurde nie suspendiert und auch diese Inkardination
wurde nie aufgehoben. Es handelt sich bei seiner Diözese um eine asiatische, deren Namen mir jetzt nicht
präsent ist, den ich aber wieder ermitteln kann, allerdings nicht jetzt. Nur, damit nicht unnötig nachgefragt
wird.
Der Altar paßt nicht so schlecht und mit der Zeit findet sich vielleicht auch noch eine noch bessere
Lösung. Da die Kirche seit Renovierung keine kirchliche Segnung empfangen hatte, dürfte auch der bishrige
Altar versus populum nicht konsekriert gewesen sein. Sonst häte man ihn auch nicht so leicht rausschmeißen
können.
Es ist schon zutreffend, daß nur konsekriert wird, was sich auf dem Altar (nach strengerer Ansicht: innerhalb
des Corporales) befindet. Wenn die Ciborien aber zumindest bei der Gabenbereitung auf dem Altar waren,
dann kann der Papst schon dabei die Intention gefaßt haben, auch diese Hostien zu konsekrieren. Man argumentiere
nicht, das könne er auch, wenn die Hostienschalen sich durchgehend in den Händen der Kommunionspender
befunden hätten. Denn dann fehlt die Beziehung von Opfermaterie (Hostienbrot) und Opferstätte (Altar).
#113 Tridentinus 18:06:30 | Dienstag, 12. Mai 2009
Einen tragbaren Altar an sich kann man ja gar nicht konsekrieren. Also mag das da ruhig mit Weihwasser
besprengt werden… stört mich genauso wenig wie P. Zimmer!
Ein nicht außergewöhlicher Vorgang. Nicht weiter berichtenswert. Aus einer bestimmten Perspektive natürlich
bedauerlich. Aber wenn man über jeden einzelnen derartiger Fälle weinen würde, würde man nicht mehr
ferig. Außerdem wäre das unpassend in der österlichen Zeit. Alleluia, Alleluia.
Wahrscheinlich ist sie zwar russisch-orthodox, sieht aber nicht wirklich nicht schlecht aus. Weiß jemand,
wie sie singt? P.S.: Was hat sie denn zärtliches geflüstert?
#120 Tridentinus 09:13:11 | Freitag, 24. April 2009
zwobbel Das Anathema des Konzils von Trient träfe den Kardinal nur, wenn er sagen würde, die Messe seine
nuda commemoratio, eine bloße oder reine Erinnerung, wörtlich eine nackte Erinnerung. Wenn er den griechischen
Anamnesis-Begriff zugrundelegt, hat er das aber nicht gesagt.
So wichtig ist er aber nicht Denn auf Ö1 (österr Qualitätsradiosender) war zweimal hintereinander deutlich
davon die Rede, Kardinal Jasper (sic) habe sich in Wien zur Aufhebung der Exkommunikation geäußert.
#39 Tridentinus 14:24:11 | Dienstag, 21. April 2009
Natürlich besitzt der ernannte Bischof das Mandatum Apostolicum Dieses muß er dem Weihespender vorlegen.
Die Dispens ist eine Dispens vom Amt des Weihbischofs von Linz. Nicht von der Bischofsweihe und auch nicht
vom Titularbistum.
#25 Tridentinus 12:44:28 | Dienstag, 21. April 2009
Wenn Wagner den päpstlichen Weiheauftrag besitzt, soll er sich bis 30. April konsekrieren lassen und
einen neuen Auftrag des Papstes zu einer bischöflichen Funktion erwarten!
#148 Tridentinus 11:47:16 | Donnerstag, 26. März 2009
@Clarissa Colonia Sie haben Recht, ich habe mich getäuscht. Aber bzgl des Sudiakonats gab es immerhin
noch eine starke Minderheitsmeinung, er sei sakramental. Deswegen hat Paul VI. seine Spendung nur dispensiert
und nicht wie die ordines minores abgeschafft.
#143 Tridentinus 09:08:00 | Donnerstag, 26. März 2009
@Gotthard Ich weiß sehrwohl, daß das formalrechtlich so ist. Aber wenn Rom nichts gegen eine bloße
Verlegung nach Econe einwendet, was bedeutet das dann Ihrer Meinung nach?
#122 Tridentinus 08:38:16 | Mittwoch, 25. März 2009
Man muß das einmal nüchtern betrachten Die Dialogverweigerung seitens der DBK war eindeutig und auch
nicht höflich formuliert. Wenn der Hl. Stuhl darum bittet, von Weihen in Zaitzkofen abzusehen, nimmt
man offenbar Rücksicht auf Bischof Müller. Indem die Weihen aber nur räumlich verlegt werden, ist auch
klar, daß Rom prinzipiell nichts gegen die Erteilung der Weihen hat – „trotz einer unvollkommenen kirchenrechtlichen
Situation“. Das wiederum ist ein Dämpfer für Müller. Vermutlich wird es so sein, daß es bis zu den
nächsten sakramentalen Weihehandlungen bereits eine zumindest provisorische Regulierung der „kirchenrechtlichen
Situation“ gibt. Der dokktrinelle Dialog kann sowieso höchstens noch in Rom geführt werden. Die Theologen,
die zB die DBK zur Verfügung hätte, hat theologlisch inkompartibele Denk- und Sprechvorausetzungen,
verglichen mit der klassischen Theologie. Deswegen versteht ja auch keiner von denen den hochdialektischen
Ansatz Benedikt XVI. in seiner Hermeneutik der Kontinuität. Insofern ist Fellays Reaktion sachlich ungeschminkt,
aber leider völlig angemessen.
@Lorenz Das Kirchenrecht kennt mE keine weiteren Sanktionen außer dem Verlust der Rechte und Pflichten
aus der Ernennung, wenn jemand sich schuldhaft nicht fristgerecht konsekrieren läßt. Menschlich wäre
das bei Wagner wohl sehr verständlich, aber mE nicht zu verantworten, weil der Autorität des Papstes
dadurch prinzipiell geschadet würde, was künftige Bischofsernennungen betrifft. Das deutet der Hirtenbrief
der ÖBK ja auch unverhohlen an.
#11 Tridentinus 11:30:04 | Donnerstag, 12. März 2009
@Trisa kath. Nichts verstanden von Ökume, was? Das ist das Problem, wenn die einen den anderen immer
absprechen, wirkliche Gläubige zu sein. Egal in welche Richtung.
#44 Tridentinus 16:28:17 | Donnerstag, 5. März 2009
Eine Gemeinsamkeit gibt es Wie ordnet sich Religionsfreiheit, Ökumene, Kollegialität der Bischöfe etc.
in die Tradition ein? Diese Fage interessiert beide Seiten. Wann man nicht redet miteinander, kann man
das nie herausfinden. So geht es also nicht, Eminenzen, Exzellenzen der DBK!
@Juergen Auf Leute, die vom Thema abweichen, darf man hier auch nicht mit an sich richtigen Hinweisen
eingehen, sonst nimmt das mit themenfremden Postings kein Ende mehr.
Die Kirche ist größer als die Diözese Linz Da gibt es gewiß ein Betätigungsfeld für Mons. Gerhard
M. Wagner, Tutularbischof von Zuri – und daß in Linz keine weitreichenderen Maßnahmen erfolgen, ist
ja nicht gesagt. Nach diesem „Hirtenbrief“ der österr. Bischöfe zum „Rücktritt“ Wagners muß für die
Kirche in ganz Österreich ein Exempel der päpstlichen Höchstgewalt über die Gasamtkirche und alle
Teilkirchen statuiert werden.
@Juergen Ein Koadjutor kann auch zugewiesen werden, wenn der Diözesanbischof nicht in der Lage ist, die
Diözese ordnungsgemäß zu leiten. Das ist mE der Fall, wenn 31 von 35 Dechanten gegen den Papst rebellieren.
Nur, auch ich würde dafür nicht Bischof Wagner nehmen, sondern einen anderen, der ebenso in der Lage
ist die ZUstände zu korrigieren.
@Juergen Man beachte vor allem folgendes: Es ist eine Dispens, KEINE Annahme eines Rücktrittsgesuchs!
Wovon wird dispensiert? Vom Amt eines Weihbischofs in der Diözese Linz. Wovon wird nicht dispensiert?
Von der Verpflichtung, die Bischofsweihe zu empfangen und vorläufig „nur“ Titularbischof von Zuri zu
werden. Pfr. Wagner war bisher KEIN einfacher Monsignore, jetzt wird er Mons. Wagner genannt, eben WEIL
er ernannter Bischof war, ist und bleibt und zum Bischof geweiht werden wird. Bischof Schwarz hat im Moment
seine Bitte um einen Weihbischof generell zurückgenommen. Dazu, einen Weihbischof erhalten, kann er nicht
gezwungen werden. Bischof Wagner wird zum Bischof geweiht werden und einfach eine neue reale bischöfliche
Funktion zugewiesen bekommen. ZB könnte er Koadjutor von Schwarz werden. Als solcher könnte Schwarz
ihn nicht mehr ablehnen. Vermutlich wird der Papst dies aber aus Gründen des Taktgefühls vermeiden und
Bischof Wagner eine andere Aufgabe zuweisen, wahrscheinlich mehr als nur Weihbischof einer Diözese.
Wagner War bislang nicht ein einfacher Monsignore, sondern nur Pfarrer, wird aber im Bulletin als Monsignore
bezeichnet. Das kann demnach nach Italienischem Sprachgebrauch nur bedeuten, daß er ernannter Bischof
ist. Von seinem Titularbistum schweigt die Dispens. Es ist eine Dispens von der Verpflichtung, die Funktion
eines Weihbischofs in Linz auszuüben, keine Annahme eines Rücktrittsgesuchs. Das bedeutet, daß Wagner
keine Dispens davon hat, die Bischofsweihe zu empfangen und Titularbischof von Zuri zu werden. Mittel-
und langfristig wird er wohl nicht nur das sein, sondern eine andere reale Funktion als Bischof erhalten.
Die Dispens ist möglicherweise überhaupt auch nur deshalb erteilt worden, weil der Diözesanbischof
im Moment ja seine Bitte um einen Auxiliarbischof generell zurückgezogen hat. Dazu, einen Weihbischof
zu erhalten, kann ein Biscvhof nicht gezwungen werden, anders wäre es mit einem Koadjutor, etwa wenn
ein Diözesanbischof nicht im Stande ist, sein Bistum angemessen zu leiten.
@Pamino Natürlich können Pfarrer den Titel Msgr. haben, Pfarrer Wagner ist aber bislang KEIN Monsignore
gewesen, wie mir das Pfarrsekretariat Windischgarsten gerade bestätigt hat.
Pamino Seit wann soll Wagner Monsignore sein (Päpstl. Hauskaplan oder ähnliches) ? Mir ist davon nichts
bekannt. Wenn er bisher nur Pfarrer ,„Don“, war, kann Mons. jetzt nur Bischof bedeuten.
Der Text spricht von Mons. =Italienisch: Bischof Wagner Er ist nur nicht verpflichtet, Weihbischof in
Linz zu werden. Von einer Dispens die Weihe zum Bischof zu empfangen steht da nichts. Also wird er geweiht:
Vorläufig nur zum Titularbischof von Zuri!
#100 Tridentinus 17:18:28 | Donnerstag, 26. Februar 2009
Was hat das mit der Unfehlbarkeit zu tun??? Weder ist der Holocaust ein Dogma des katholischen Glaubens,
noch seine Leugnung eine Häresie. Daß Williamson sich durch seine Äußerungen alles andere als qualifiziert
hat, als katholischer Bischof zu wirken, sieht ja offenbar sogar, nein: auch Fellay, so.
#7 Tridentinus 12:48:13 | Samstag, 21. Februar 2009
Auch das wäre noch sehr klug von Wagner Denn ein Rücktritt, der „nicht ganz freiwillig“ erbeten wird,
darf nicht angenommen werden, vgl. can 188 CIC. Außerdem könnte es auch sein, daß er nur eine andere
Funktion erhält, vorläufig aber „nur“ zum Titularbischof von Zuri konsekriert wird.
#70 Tridentinus 19:29:37 | Dienstag, 17. Februar 2009
Eben. Abwarten, was passiert. Wenn sogar die Tagespost, die sonst um alles in der Welt nicht mit Bischofskonferenzen
anecken will, meldet, daß der Rücktritt (der offenbar gar nicht formgerecht eingelangt ist) noch nicht
angenommen wurde und sogar das sonst oft unreflektiert-naive kath.net diese Nachricht übernimmt.
#129 Tridentinus 08:50:33 | Dienstag, 3. Februar 2009
Buischof Fellay ist vernünftig, wenn kreuz.net ihm jetzt Vorwürfe macht, weil er klug und einzig vernünftig
handelt, verwundert das eigentlich nicht mehr.
#152 Tridentinus 09:24:05 | Montag, 2. Februar 2009
Graf von Galen Wurde der Prophet Jonas aus dem Alten Bund hinausgeworfen? Williamson bietet vermutlich
an, das Bischofsamt nicht mehr auszuüben, wenn der Papst das wünscht. Allerdings hofft er wahrscheinlich
auch, von einem Waalfisch verschluckt und später im Ninive der modernen Gesellschaft wieder ausgespuckt
zu werden, wo er noch mit einer Aufgabe rechnet.
#4 Tridentinus 09:54:06 | Samstag, 31. Januar 2009
@Konrad Mich würde interessieren, was Sie bei Weihbischof de Gallaretta belastendes zu entdecken vermuten.
Der hat doch nie irgendwas relevantes geäußert. Weder in die eine, noch in die andere Richtung.
#125 Tridentinus 14:34:24 | Freitag, 30. Januar 2009
Das hat er bestimmt nicht zufällig gesagt: „Wir haben uns umarmt!“ Denn was sagte Lefebvre anläßlich
der Bischofsweihen? „Es wird eine Zeit kommen, da wir von den römischen Autoritäten umarmt werden.“
Lefebvre hat sich das vielleicht wieder ein bißchen anders vorgestellt, aber es ist offensichtlich, daß
Fellay hier einen Anknüpfungspunkt sucht, um auch diese Ereignisse in eine Hermeneutik der Kontinuität
hineinzustellen.
#10 Tridentinus 11:29:38 | Donnerstag, 29. Januar 2009
Haßt man gleich alles, von dem man nicht begeistert ist? Bedeutet Akzeptanz oder Toleranz immer gleich
kritiklos-uneingeschränkte Begeisterung? Bitte mal auf dem Teppisch bleiben. Oder um mit Loriot zu sprechen:
auf der Auslegeware!
#74 Tridentinus 10:28:45 | Donnerstag, 29. Januar 2009
Das fehlende Apostolische Mandat macht die Bischofsweihe nicht ungültig, sondern nur unerlaubt. Ungültig
wäre zB eine Bischofsweihe, bei der „Spender“ selbst gar kein Bischof ist. Das wäre eine klare Simulation.
So dumm war Lefebvre nicht, wenn das nämlich so wäre, hätte er sich das alles sparen können.
#7 Tridentinus 15:34:17 | Mittwoch, 28. Januar 2009
Der Papst kann einem leidtun, und Instrumentalisierung des Holocaust – aus welch möglicherweise sogar
entgegengesetzten Interessen auch immer – würdigt alle seine Opfer in inakzeptabler Weise herab! Schändlich.
#25 Tridentinus 14:18:12 | Mittwoch, 28. Januar 2009
Kürzlich ist eine ganz normale adverbiale Bestimmung der Zeit und meint, zeitlich kurz zurückliegend.
Also kann jemand durchaus etwas bei einem kürzlichen Vortag gesagt haben. Besser wäre vielleicht: Bei
einem kürzlich gehaltenen Vortrag.
#21 Tridentinus 13:52:40 | Mittwoch, 28. Januar 2009
@monti Das kommt darauf an. Ich denke eher, jetzt klärt sich allgemein, daß man den Lehren eines Konzils
eben anders zustimmt als einem herkömmlichen Konzil dogmatischen Charkters. Selbst die Dogmatischen Konstitutionen
des V II behandeln nur dogmatische Themenfelder, entscheiden oder definieren aber nichts in der bisher
üblichen und maßgeblichen Art und Weise, etwas als Dogma auszusagen.
#11 Tridentinus 17:56:44 | Sonntag, 25. Januar 2009
Daß Rom die Sicht der Piusbruderschaft vom Notstand durch dessen Vorliegen die Konekration ohne Mandatum
Apostolicum keine Straftat war, teilen würde, war unwahrscheinlich. Aber erwiesen werden konnte aus römischer
Perspektive dieser Gnadenakt doch wohl nur, weil man ernstnimmt and respektiert, daß der Konsekrator
und die von ihm zu Bischöfen Konsekrierten sich (und die ganze Kirche) damals in einer solchen Notlage
sahen. Diese damalie Sichtweise mußte bis jetzt niemand revidieren. Allerdings wird man jetzt, oder genauer
momentan, nicht mehr argumentieren können, diese Notlage liege unverändert vor.
#15 Tridentinus 12:57:01 | Samstag, 24. Januar 2009
Ich bin nicht sentimental, aber jetzt zu Tränen der Rührung und Dankbarkeit geneigt. Lang lebe der glorreich
regierende Heilige Vater, Papst Benedikt XVI.!
#74 Tridentinus 14:42:18 | Freitag, 23. Januar 2009
@Maledica Ich habe das gar nicht speziell auf Kirchens bezogen, sondern als allgemein-menschliche Lebensmaxime –
und haltung empfohlen, obwohl ich für Sie sicher ein „Pius-Schismat“ (richtig: Schismatiker) bin.
#7 Tridentinus 13:07:23 | Freitag, 23. Januar 2009
Das wäre dann offen jenseits jedes katholischen Sakramentsverständnisses, nur für eine bestimmte geweiht
zu werden. Außerhalb wäre er dann kein „Priester“? Lächerlich. Selbst für die krassesten Interpreten
von V II als Bruch.
#6 Tridentinus 16:00:46 | Donnerstag, 22. Januar 2009
@Regina Was Weishaupt darlegt, scheint mir kanonistisch einzig stringent zu sein und ist wohl auch das
äußerste, was die Bischöfe der FSSPX akzeptieren werden, zuzugeben, nämlich daß ihre Einschätzung
von der Lage 1988 nicht die einzig mögliche war, aber doch so weit zu argumentieren, daß man zur Annahme
eines Notstandes kommen konnte, der sie (!) zu ihrem und Lefebvres damaligen Schritt berechtigte oder
verpflichtete, ohne der Exkommunikation zu verfallen (aufgrund subjektiver Überzeung von einem objektiven
Notstand, der vielleicht, wahrscheinlich oder höchstwahrscheinlich auch eine objektive Entsprechung in
der Realität hatte – oder aus Sicht Roms: eben nicht).
#2 Tridentinus 15:50:24 | Donnerstag, 22. Januar 2009
Wenn Rom jetzt anerkennt, daß Lefebvre etc. subjektiv vom Vorliegen eines objektiven Notstandes ausgegangen
waren, kann es gar nicht anders sein als Weishaupt vermutet. Rom müßte sich dazu gar nicht der damaligen
Einschätzung Lefebvres anschließen, Sondern könnte sagen: Lefebvre (gemeinsam mit den von ihm zu Bischöfen
Konsekrierten) war subjektiv überzeugt, einer objektiven Notlage begegnen zu müssen. Darin hat er sich
getäuscht, blieb aber aufgrund seiner (aus römischer Sicht fälschlichen) Einschätzung frei von Strafe.
Vermutlich wird noch nicht mal verlangt, daß die vier Weihbischöfe ihre subjektive Einschätzung von
damals revidieren. Nur werden sie nicht quasi „unfehlbar“ die Objektivität eines damaligen Notstandes
behaupten können. Erst recht werden sie sein Fortbestehen bis in die Gegenwart nicht mehr vertreten können.
#66 Tridentinus 15:22:36 | Donnerstag, 22. Januar 2009
@Ministrant Das II. Vaticanum wird ja als 21. Ökumenisches Konzil anerkannt. Wie seine Aussagen dogmatisch
zu qualifizieren sind kann dabei immer noch Gegenstand Diskussion und Interpretation (Hermeneutik der
Kontinuität) sein. Dem wird man sich nicht verschließen können. Einen ganz wichtigen Beitrag wird das
Studium der Nota explicativa praevia leisten, dessen Frucht deren Schlüsselstellung für die Deutung
und Qualifizierung des II. Vaticanums insgesamt seiner einzelnen Aussagen sein, etwa die Sakramentalität
der Bischofsweihe, worin ich soetwas wie eine materiale Dogmatisierung sehe. Hier wird man sicher Stufungen
der Verbindlichkeit und der Gewißheitsgrade erkennen, wodurch auch nach solch einer Klärung Raum für
verschiedene theologische Positionen bleibt. Zum Usus ordinarius wird man – was man schon tut – dessen
Gültigkeit anerkennen müssen. Von dort aus dann auch (wurzelhaften) „Wert und Heiligkeit“, die ihn erst
einer „Reform der ‘Reform’ zugänglich zu machen. Glückt eine solche Reform des Usus Ordinarius durch
Anbindung und Befruchtung aus einer liturgischen Hermeneutik der Kontinuität, würden dieser Wert und
diese Heiligkeit zur volleren Entfaltung gebracht, was freilich objektiv nicht allein durch eine Hermeutik
der Kontinuität im Bereich des liturgischen Stils oder der liturgischen Ästhetik zu erreichen sein wird.
#46 Tridentinus 11:11:25 | Donnerstag, 22. Januar 2009
@Ministrant Wenn die Regulierung nicht eine umfassendere Normalisierung wäre, wäre FSSPX gar nicht darauf
eingegangen, denn bis jetzt hat sich an der Exkommunikation niemand gestört, da sie ja praktisch aucch
keine Nachteile gebracht hat. Die einzigen, die darauf herumgeritten sind, waren bestimmte Petrusbrüder,
sonst noch nichtmal in den anderen ED-Gemeinschaften irgendjemand. Ich vermute begründet eine neuartige
Struktur: Ein zwischending zwischen Personalprälatur und unierter Kirche, dem einer der Bischöfe als
Prälat vorstehen wird. Vermutlich werden alle, die exklusiv den Usus extraordinarius pflegen wollen (auch
als Körperschaften) eingeladen werden, sich in diesen „Dachverband“ einzugliedern bzw. sich ihm zuzuordnen.
Alle anderen werden de facto Biritualisten werden müssen und wiederum dabei de facto vorwiegend den Usus
ordinarius praktizieren müssen (wobei sie die Chance haben, auf diese Weise vielleicht an einer „Reform
der ‘Reform’“ vorbildlich mitzuwirken.
#40 Tridentinus 10:46:30 | Donnerstag, 22. Januar 2009
@clarissa colonia Ihre Korrektur ist nicht ganz falsch. 1988 konnte man (auch der Papst) noch nicht wissen,
ob aus dem schismatischen Akt ein Schisma entstehen würde. Daher die Exkommunikation damals (auch, weil
sich aus einem solchen Akt ein Schisma ergibt). Aber jetzt weiß man, daß sich aus diesem konkreten Akt
(der als schismatisch charakterisiert wurde, weil er es normalerweise ist und man die Überzeugung eines
Notstandes nicht teilte) kein Schisma ergeben hat. Weswegen die Exkommunikation gerechterweise aufgehoben
werden muß.
#36 Tridentinus 10:34:13 | Donnerstag, 22. Januar 2009
@Großwildjäger Eben. Und wie die ausfällt, zeigt jetzt bereits deutlich die Stellungnahme P. Schmidbergers
zum SPIEGEL-Artikel mit Msgr. Williamsons Äußerungen.
#30 Tridentinus 10:22:09 | Donnerstag, 22. Januar 2009
@Großwildjäger Darauf will ich ja hinaus: Es gibt sogar Leute, die sich nicht scheuen, den Holocaust
zu instrumentalisieren, um Druck auf den deutschen Papst auszuüben, die Priesterbruderschaft St. Pius
X. wieder normal in das Gefüge der Weltkirche einzubeziehen. Sehr glaubhafte Ökumeniker und Gesprächspartner
im Dialog der abrahamitischen Religionen, wirklich. Aber wenn das Dekret bereits unterzeichnet ist, ist
dieses Ziel nicht erreicht worden. Außerdem muß man jetzt abwarten, wie Msgr. Williamson sich zu diesem
Dekret stellt. Sicher gibt es auch in der Bruderschaft Leute, die einer Einigung gegenüber skeptisch
sind (wie er). Ob sie ihm aber jetzt alle folgen, wenn sie dabei in Kauf nehmen müssen, zugleich seine
Haltung zum Holocaust zu teilen, bezweifele ich.
#27 Tridentinus 10:04:15 | Donnerstag, 22. Januar 2009
@igor Häretisch hat nie eine kompetente Autorität behauptet, daß die Bruderschaft sei. Die bischofsweihe
ohne päpstliches Mandat ist prinzipiell ein schismatischer Akt, als solchen haben die römischen Autoritäten
auch Lefebvres Konsekrationen von 1988 eingestuft, da sie nicht dessen Überzeugung vom zur Handlung berechtigenden
oder verpflichtenden Notstand teilten. Daß aus einem schismatischen Akt aber immer und in jedem Fall
ein Schisma hervorgehen müsse, kann nicht behauptet werden. Wenn der Papst jetzt ein Dekret unterfertigt
hat, daß die Exkommunikationen aufhebt, ist das die Bestätigung seitens des Vatikan, daß das, ein formelles
Schisma, sich im konkreten Falle nicht ergeben hat. Für derartige Äußerungen wie in dem Interview muß
Msgr. Williamson als Privatperson geradestehen.
#5 Tridentinus 09:51:18 | Donnerstag, 22. Januar 2009
@zwobbel Solche Äußerungen Williamsons sind nicht ungewöhnlich, leider. Es kann jetzt sein, daß Gegner
einer Lösung damit nicht nur ihn, sondern auch eine Lösung für die Priesterbruderschaft St. Pius X.
zu Fall bringen wollten. Oder aber auch, daß Williamson das bewußt Ende des Jahres auf deutschem Boden
gesagt hat, um die Lösung seinerseits zu verhindern. Denn innerhalb der Bruderschaft steht er zweifellos
auf seiten derer, die eine Einigung mit den römischen Autoritäten nicht für opportun halten.
#19 Tridentinus 14:54:59 | Freitag, 16. Januar 2009
@lala 1. Hat er das aber nicht gesagt und 2. nehmen die wenigen zurechnungsfähigen User, die es hier
im Moment gibt, ihn genauso wenig erst, wie Ihre ständigen Repititionen. Insofern 3. Gratulation, daß
Sie auchmal auf ein Vorposting eingehen können.
#11 Tridentinus 13:31:46 | Freitag, 16. Januar 2009
@lala Die Form der Kritik an unbegründeter und unbegründbarer Begünstigung Homosexueller hier ist regelmäßig
verfehlt, zugegeben. Wenn Sie aber solche Kritik – auch in höflicher und argumentativer Form – mit Faschismus
und Rassismus auf eine Stufe stellen, ist das eine inakzeptable Anmaßung bezüglich der beanspruchten
Vergleichsebene, die dieser Problematik neben echten Opfern von Rassismus und Faschismus nicht zusteht,
ohne letztere herabzusetzen und unzulässig zu relativieren.
#5 Tridentinus 12:26:18 | Freitag, 16. Januar 2009
Im Bistum Passau wird die Messe in fünf Gotteshäusern zelebriert. Wirklich in so wenigen? Das wäre
dann wirklich der Ausdruck einer fast flächendeckenden Protestantisierung oder Krise innerhalb dieser
Diözese.
#24 Tridentinus 12:40:16 | Montag, 12. Januar 2009
Gegen die Kirche als Ganzsakrament wende ich nichts ein, aber was soll das heißen, die Sakramentalität
der Kirche garantiert die Gültigkeit der (Einzel-)Sakramente. In der Tat ist es problematisch, anderes
als Olivenöl für die Herstellung der hl. Öle freizugeben. Die Theologen haben sich mit moralischer
Einmütigkeit gegen die Gültigkeit der mit anderen Ölen bereiteten Hl. Ölen und damit gespendeten Sakramente
ausgesprochen, und da werden plötzlich – wo Olivenöl auch an Orten, wo es nicht vorkommt, anders als
früher relativ problemlos beschafft werden kann, plötzlich die unbedenkliche Zulassung von Alternativen?
Kaum jemand macht allerdings davon Gebrauch. Gott sei Dank.
Der neuere Usus kann logischerweise nicht in sich schlecht sein. Sonst wäre er einer „Reform der ‘Reform’“
grundsätzlich nicht zugänglich. Um das zu ermöglichen, wurde ja überhaupt erst die Regelung getroffen,
von zwei Ausprägungen eines Ritus zu sprechen. In seiner jetzigen Gestalt besitzt mE in Ratzingers Sicht
der neuere Usus keim- oder wurzelhaft Wert und Heiligkeit, die in einer „Reform der ‘Reform“ erst noch
zur Entfaltung zu bringen, zusätzlich aber in der aktuellen, landläufigen liturgischen Praxis vielfach
sogar in ihrer Keim- oder Wurzelhaftigkeit verdeckt sind.
#3 Tridentinus 10:26:10 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Und wegen dieser scheinbaren, äußeren Ähnlichkeiten ist es ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal und
höchst erfreulich, daß Melingo den neuen Ritus benutzt!
#39 Tridentinus 17:13:22 | Freitag, 19. Dezember 2008
Bischof Genn ist jedenfalls ein wunderbarer Seelsorger. Ich kenne und schätze ihn menschlich und pastoral
aus Trier. Was soll man in Essen und Aachen sonst machen als er? Diese Bistümer gehören wieder mit jenen
verschmolzen, aus denen sie vorschnell ausgegliedert wurden.Dann fallen wenigstens die laufenden Verluste
weg, die die Selbständigkeit mit sich bringt. Warum sollen nur Pfarreien, nicht aber Bistümer zusammengelegt
werden?
#18 Tridentinus 09:42:38 | Samstag, 13. Dezember 2008
@Ketelhohn Ihr Vorwurf trifft mich nicht, denn ich bestreite keineswegs die menschliche Natur in Jesus
Christus. Natur ist aber nicht gleich Person. Und so gibt es nach dem Glauben der Kirche in Jesus Christus
zwar eine göttliche und menschliche Natur, aber nur eine Person und zwar die göttliche des Logos, welche
beide Naturen eint, weswegen man von der hypostatischen Union spricht.
#4 Tridentinus 15:18:36 | Freitag, 12. Dezember 2008
Bento Das ist mir natürlich klar. Aber es ist doch wichtig, daß es in Christus keine menschliche Person
gibt, er aber trotzdem wahrer Mensch ist. Und sicher gibt es niemand, der mehr oder vollkommener konkreter
Mensch ist oder wird als Jesus Christus. Deshalb denke ich – kann man auch in der generellen Anthroplogie
den Begriff Mensch nicht nur oder oder überwiegend über den Personbegriff mit Inhalt füllen. Das scheint
mir auch ein Schwachpunkt in der Absicht zu sein, den philosophischen Personalismus für eine christliche
Antropologie zu nutzen. Und in Jesus Christus wird die trinitarische Person des Sohnes ja gerade nicht
nur für Christus als Gott angewandt, sondern auch für seine konkrete Menschheit mit in Anspruch genommen.
#1 Tridentinus 14:04:22 | Freitag, 12. Dezember 2008
Person und Mensch sind auch nicht notwendig das selbe Natürlich ist Jesus Christus ein Spezialfall, aber
er ist zB. wahrer Mensch, ohne eine menschliche Person zu sein.
#63 Tridentinus 16:05:32 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
Lassen Sie Tissier de Mallerais für sich antworten, PetrusII, dann reagiere ich vielleicht wieder, aber
das, was Sie schreiben und wie Sie argumentieren, würde auch der Weihbischof zweifellos nicht teilen
oder rechtfertigen.
#56 Tridentinus 15:54:42 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
Petrus II Dann werden Sie Sedisatanist, denn soetwas niveauloses hat selbst Tissier de Mallerais nicht
gesagt. Weil ich weiß, daß er gebildet ist und auch die Biographie sehr objektiv und qualitativ finde,
war ich von seinem Interview doch negativ überrascht.
#54 Tridentinus 15:48:42 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
@Confiteor das weiß ich nicht. Seine Philosophie ist zwar höchst eigenständig und tatsächlich anregend,
aber doch auch nicht völlig frei von Aspekten, die fragwürdig bleiben und denen bereits eine gewisse
Dialektik eignet. Das würde aber ja nicht unbedingt gegen die Ehre der Altäre sprechen. Aber war Cusanus
wirklich heiligmäßig? Ich würde sagen ein normaler, guter Bischof und Kardinal, für damalige Verhältnisse
vielleicht schon auffallend gut, aber trotzdem: deswegen schon heiligmäßig?
#5 Tridentinus 12:05:16 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
Weitaus inakzeptabeler ist sowieso das Interview mit Msgr. Tissier de Mallerais, in dieser Pauschalität
und Unausgewogenheit jedes Theologen und Bischofs unwürdig! Es wurde gestern auf der dt. Homepage der
FSSPX veröffentlicht. An einer Stelle ist es allerdings sogar – vermutlich unfreiwillig – komisch bis
lächerlich.
#28 Tridentinus 20:24:10 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Schade ist, daß teilweise von Ritus, statt von Usus die Rede ist, während parallel von Form die Rede
ist, was eher zur korrekten Terminologie tendiert.
#24 Tridentinus 20:17:41 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@Alois Bischof Pius XII. behauptet als erster die Wechselseitigkeit von lex orandi und lex credendi, was
zuvor als eindeutige Zuordnung gegolten hat. Paplistisch-positivistische Ideologie. Unabdingbare Vorausserung
für Pauls VI. NOM.
#15 Tridentinus 14:37:35 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@clarissa colonia Sie wissen sehr gut, daß ich so nicht argumentiere. Der pianische Psalter wollte schon
damals gesunkenen Lateinkenntnissen entgegenkommen. Das mag eine gewisse Berechtigung haben, aber sprachlich
ist er einfach objektiv nicht nur einfacher im Vokabular, sondern stilistisch mangelhaft.
#12 Tridentinus 14:19:21 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@r.ruhrgebietler Das Brevier, das Sie da anpreisen hält sich aber ganz sicher auch an die Rubriken, die
sie kritisieren und hat wahrscheinlich den Nachteil, zusätzlich noch mit den sprachlich minderwertigen
Pianischen Psalmen behaftet zu sein.
#14 Tridentinus 11:56:42 | Freitag, 14. November 2008
Mit anderen Zusammen schon, aber es ist immer nur ein persönliches Bekenntnis. Einmal des Glaubens und
einmal der Sünden. Deswegen ist es ja auch liturgisch inkonsequent, wenn ordinario Usu höchstens ein
Confiteor gebetet wird. Denn es sind gar keine Brüder und Schwestern da, die es anhören, denn die legen
ja gerade mir gegenüber ihr Bekenntnis ab. Ich aber kann nicht zuhören, weil ich gerade selbst bekenne.
Noch ein Grund für den Usus extraordinarius.
#24 Tridentinus 11:21:24 | Freitag, 14. November 2008
Schon Christus trifft die Unterscheidung zwischen Religion und Staat, wenn er uns heißt, Gott zu geben
was Gottes, dem Kaiser aber, was des Kaisers ist. Diese Unterscheidung enthält eine Differenz, welche
beide Größen aber erst in ein Gegenüber und so in eine Beziehung zueinander setzen kann. Daher hat
der Papst hier völlig recht.
#20 Tridentinus 09:34:23 | Donnerstag, 13. November 2008
@clarissa colonia Machen Sie das ruhig. Aber das war doch eigentlich klar, denn die engl. Bischöfe hatten
ja nicht verboten, auch am eigentlichen Tag das betreffende Meßformular zu nehmen, nur gab es an diesem
Tag eben keine Pflicht zum Gottesdienstbesuch für die Gläubigen. Zweitens war das sowohl in bezug auf
St. Joseph als auch auf St. Patrick (in Irland) eine einmalige Anordnung. Wobei es auch ordinario Usu
von der Regel abweicht, für die äußere Feier den einem Fest nächstgelegenen (also ggf auch vorausgehenden)
Sonntag festzulegen und nicht grundsätzlich den nächstfolgenden, was mir ein emeritierter Ordinarius
für Liturgiewissenschaft in Deutschland auf Anfrage bestätigt hat. Aber markieren sollten Sie das wirklich
im Kalender. Bekanntlich gilt: Zwei Juristen, drei Meinungen.
#11 Tridentinus 16:53:38 | Mittwoch, 12. November 2008
@Clarissa Colonia Das ist in diesem Fall ganz klar meine Rechtsauffassung. Weswegen zB dort, wo ich mich
engagiere, das Hochfest des hl. Joseph dieses Jahr auch extraordinario Usu am 15. März gefeiert worden
ist, in Übereinstimmung mit dem zuständigen Distriktoberen der FSSP. Ich freue mich, Ihnen diesmal auf
Anhieb zustimmen zu können.
#67 Tridentinus 15:17:15 | Dienstag, 11. November 2008
@joberens Das war keine Rückkehr zum Thema, sondern ein erneutes Drehen Ihrer unreflektierten, undifferenzierten
Alt68iger-Gebetsmühle in puncto Zölibat! Nicht besser als die Beiträge von 0815-Prolo-Tradis.
#14 Tridentinus 10:29:45 | Montag, 10. November 2008
Ich hatte bereits vorher positives Potential im prot. Pfarrhaus unterstrichen. Zweitens müßte man klären,
was „verklemmt“ ist und das Ausgeglichenheit nicht zwangsläufig Ausgelassenheit ist. Letztere als permanenter
Habitus ist vielmehr gar kein Zeichen von Ausgeglichenheit. UND ES STIMMT, AUCH ICH KENNE VERKLEMMTE GEISTLICHE.
ALS THERAPIE FÜR DIESE WÄRE ABER EINE EHE ZU SCHADE.
#10 Tridentinus 10:11:46 | Montag, 10. November 2008
Ich habe nicht gesagt, ein verheirateter Priester könne keine apostolische Strahlkraft haben, sondern
einer, der „ein ganz normales Leben“ führen würde. Lesen Sie doch mal die erste Meinung unten nach,
dann verstehen Suie als einfacher, denkender Katholik vielleicht, was gemeint ist. Andernfalls käme mir
ein Schlager in den Sinn: Wenn Du denkst, daß Du denkst, dann denkst Du nur, daß du denkst…
#7 Tridentinus 09:56:21 | Montag, 10. November 2008
Ich hätte auch Ausstrahlung sagen können, aber mein Vokabular schöpft eben gern aus den bereichernden
Nuancen des deutschen Wortschatzes, der eben auch nicht zufällig oder unbedacht „Schatz“ genannt wird,
sondern tatsächlich ein solcher ist.
#5 Tridentinus 09:47:28 | Montag, 10. November 2008
Ein Priester, der ein „ganz normales Leben“ führt, hätte gar keine apostolische Strahlkraft. Deswegen
wäre es ja auch sehr anspruchsvoll, die Familie eines katholischen Priesters zu bilden. Soziologisch
sieht man, das das im protestantischen Pfarrhaus zur Überforderung werden kann, andererseits ist das
protestantische Pfarrhaus traditionell auch immer mit dem Potential ausgestattet gewesen, die gesellschaftliche
und intellektuelle Elite mitzugestalten.
#1 Tridentinus 09:15:18 | Montag, 10. November 2008
Wieso ist das so unvereinbar? Der Pflichtzölibat ist kein Dogma, und müßten Kleriker an sich den Maßstab
des Ideals der katholischen Ehelehre anlegen und sich in der Praxis daran bewähren, wäre das nicht weniger
anspruchsvoll als das Ideal priesterlicher Ehelosigkeit und Keuschheit. Und auch dieses bleibt schon weithin
unerreicht. Keineswegs nur von Linken. Das ist aber gar kein Vorwurf.
#137 Tridentinus 09:45:48 | Donnerstag, 6. November 2008
@Clarissa Colonia Ich denke, Sie können sich einfach nicht ausreichend in die damalige Sichtweise Lefebvres
und der Bruderschaft hineinversetzen. Es ging nicht so sehr um den Fortbestand der Bruderschaft. Ich zitiere
(aus dem Gedächtnis) aus Lefebvres Ansprache bei der Weihehandlung: „Sie wissen sehr gut, meine sehr
lieben Brüder, daß es ohne Bischöfe keine Priester geben kann und daß es ohne Priester kein hl. Meßopfer
geben kann“, sowie: „Nichts liegt mir ferner, als mich zum Papst zu erheben, ich bin nur ein Bischof der
katholischen Kirche, der fortfährt, weiterzugeben, was er selbst empfangen hat, die Lehre weiterzugeben,“
schließlich: „Der Tag wird kommen, da uns die römischen Autoritäten danken werden, da sie uns umarmen
werden, dafür, daß wir diese Operation gesetzt haben, die Operation ‘Überleben der Tradition’.“ „Damit
die Kirche fortbestehe“, war das Motto, nicht: „Damit die Bruderschaft fortbestehe!“ Man mag das aus anderer
Perspektive für verfehlt oder maßlos übertrieben halten, aber es geht um die Sichtweise des Erzbischofs.
Ich denke auch, daß sich, wäre er gestorben, ohne Bischofsweihen gespendet zu haben, ganz sicher mindestens
ein Bischof gefunden hätte, der sich der Seminaristen der Bruderschaft und dem Anliegen der Tradition
angenommen hätte. Insofern lag vielleicht ein mangelndes Gottvertrauen vor, aber andererseits darf man
auch nicht untätig sein und vermessentlich auf Gottes Barmherzigkeit hoffen – in bischöflicher Verantwortung
erst recht.
#126 Tridentinus 17:59:16 | Mittwoch, 5. November 2008
Clarissa, das ist Quatsch! Die Bischöfe müßten nur beteuern, was sie immer gesagt haben, nämlich überzeugt
gewesen zu sein auf eine Notlage reagieren zu müssen und dies nur durch die Konsekrationen von Bischöfen
zu können. Ob die Notlage objektiv bestand oder nur subjektiv, ist dann an sich egal. Nur dürfte FSSPX
eben nicht expressis verbis auf einer objektiven Notlage beharren und natürlich müßte man auch zugeben,
daß sie zumindest jetzt nicht mehr (in gleicher Weise wie 1988 angenommen oder auch tatsächlich) besteht.
#124 Tridentinus 17:43:04 | Mittwoch, 5. November 2008
Lustig… Eine möchtegern Scheinexkommunikation wäre nämlich in Wirklichkeit eine richtige, unbezweifelbar
gültige und rechtskräftige Exkommunikation. Und das will uns doch der werte Herr Ruhrgebietler jetzt
nicht wirklich klarmachen, oder?
#58 Tridentinus 11:06:07 | Mittwoch, 5. November 2008
Was für ein Gottesdienst, Herr Behrens? Die Müttermesse, mittwochs 9.30h für die aussterbende KFG Ihrer
Pfarrgemeinde? Und Sie außer dem Priester der einzige Mann, vermutlich Lektor? Hahn im Korb!
#95 Tridentinus 11:38:55 | Dienstag, 4. November 2008
Wäre ich an Fellays Stelle… Wenn der Heilige Vater jetzt die subjektive Überzeugung der weihenden
und geweihten Bischöfe im Jahr 1988 anerkennt, trotz fehlenden Mandates auf einen Notstand durch Bischofskonsekrationen
reagieren zu müssen, und dazu nur erforderlich ist diese damalige Überzeugung nochmals zu bekräftigen,
damit das Dekret der Exkommunikationen aufgehoben wird (vermutlich sogar mit der Klarstellung, daß aufgrund
dieser subjektiven Überzeugung die Exkommunikation gar nicht eingetreten ist), würde ich das sofort
tun: Es ist nämlich offenbar nicht verlangt, die damalige Beurteilung zu revidieren, die Bischöfe könnten
also sogar dabei bleiben, auf eine ubjektiv gleichartig eingeschätzte Situation sich auch heute verpflichtet
zu sehen, entsprechend zu reagieren. Schwierig würde es nur, wenn sie trotz dieses Entgegenkommens behaupten
würden, heute bestünde in ihren Augen nach wie vor eine solch gleichartige Situation.Der Hl. Stuhl wird
sich zumindest denken, daß der subjektiven Einschätzung der Situation als Notstand auch 1988 kein objektiver
Notstand entsprochen hat, FSSPX natürlich sehrwohl davon ausgehen. Und das könnte mE alles zum Scheitern
bringen, wenn bestimmte Kräfte in der FSSPX darauf beharren, daß der subjektiven Einschätzung des Notstandes
unter allen Umständen ein objektiver Notstand entsprochen hat.Das wäre aber sehr dumm, denn wer kann
schon mit absoluter Sicherheit sagen, daß seine subjektive Überzeugung und Einschätzung unter allen
möglichen Aspekten definitiv korrekt war?
#5 Tridentinus 12:01:27 | Freitag, 24. Oktober 2008
Bedenklich ist vor allem, daß überhaupt für jeden Papst gleich ein Informativproizeß zur Selig- und
später zur Heiligssprechung eröffnet wird. Ausdruck eines ultramontanen Mißverständnisses der Päpstlichen
Unfehlbarkeit und ihrer engsten Grenzen!
#17 Tridentinus 12:22:49 | Sonntag, 19. Oktober 2008
Dr. Waste ist einfach nur peinlich und Prof.em. Dr. Dr.h.c. Wolfgang Waldstein zu bedauern, daß er gar
nicht wußte, daß sein Aufsatz in diesem Buch erscheinen werde. Solchen Büchern und ihren Herausgebern
sollte selbst kreuz.net kein Forum mehr bieten.
#77 Tridentinus 13:38:09 | Donnerstag, 9. Oktober 2008
@Sacerdos helveticus Ich glaube nicht, daß der Papst sich so viel mit Wach beschäftigt, daß ihm unbedingt
die Hintergründe seines Msgr.-Titels präsent sein müssen. Wenn er da noch violett trug, kann das Seiner
Heiligkeit ja auch reflexartig rausgerutscht sein. Wenn er seine neue himmelblaue Kleidung schon hatte
(er hat übrigens als einziger im Institut ein vollständig himmelblaues Birett), kann’s auch damit zusammengehängt
haben. Bevor er die hatte, war er in der Öffentlichkeit immer schön brav in schwarz gewandet, seit der
Rüge. Aber vom Titelgebrauch hat er nie Abstand genommen. Es gab mal eine Anfrage bei Ecclesia Dei oder
der Kleruskongregation, in der Antwort wurde er mW als Abbe bezeichnet, wie jeder Priester des Instituts.
#73 Tridentinus 12:37:42 | Donnerstag, 9. Oktober 2008
Abbe Wach war mal einer (von ich meine 7) Generalvikaren einer afrikanischen Diözese. Generalvikare genießen
während ihrer Amtszeit den Titel Monsignore und auch das Recht, sich so zu kleiden.
#39 Tridentinus 14:53:03 | Mittwoch, 8. Oktober 2008
Ihnen antworte ich sowieso nicht mehr jetzt… … und in St. Pölten war stets der Hort zöibatskonformster
Keuschheit, gell!? Sind Sie mit Frau Dr. Waste verwandt?
#37 Tridentinus 14:48:20 | Mittwoch, 8. Oktober 2008
@Marcellus Stimmt. Aber im Institut gibt es aber eben auch – und das ist offensichtlich – solchen Ästhetizismus.
Nur mir ging es mehr darum, daß dieser ein Symptom von etwas anderem sein kann.
#35 Tridentinus 14:40:48 | Mittwoch, 8. Oktober 2008
@Marcellus Mir ging es nur am Rande um Schönheitssinn. Und ich sage ja auch nicht, daß alles im Institut
nicht schön ist. Aber es gibt dort auch einen Ästhetizismus, der nur ein Zerrbild des Schönen ist.
Und solcher aus dem Gleichgewicht geratener Ästhetizismus kann seinen Ursprung (mindestens teilweise)
auch in homosexueller Neigung haben.
#23 Tridentinus 14:05:17 | Mittwoch, 8. Oktober 2008
Und es ist naives Wunschdenken, nur liberale oder modernistische Priester hätten solche Tendenzen bzw
könnten sie haben. Ein schon verstorbener traditionalistischer Priester schätzte: 30:30:30 %. 30 % seinen
normal veranlagt und bemühten sich ehrlich um die dem Zölibat entsprechende Keuschheit als Konsequenz
aus der frei gewählten Ehelosigkeit, 30 % seinen ebenso normal veranlagt, hätten aber feste oder lose
Beziehungen zu Frauen, die außerhalb der Ehe objektiv schwer sündhafte Aktivitäten einschlössen, wieder
30 % seien homosexuell und verwendeten den Zölibat als eine Art gesellschaftlich akzeptierte Fassade.
Diese Zahlen beziehen sich auf den gesamten Klerus. Eventuell verschieben sich in gewissen Instituten
die Prozentsätze. Es ist auch ein Faktum, daß bestimmte Geistliche sich von der alten Liturgie durch
einen überdurchnittlich ausgeprägten Schönheitssinn angezogen fühlen und daß solche Ästhetik oft
ein Merkmal Homosexueller ist.
#11 Tridentinus 10:59:25 | Mittwoch, 8. Oktober 2008
Marcellus: Das bestreitet niemand. Innerhalb des Instituts käme niemand auf diese Idee, denn wenn, dann
ist dort der französische Sprachgebrauch maßgeblich. Außerdem wurden keine Orden päpstlichen Rechts
anerkannt, sondern eine Gesellschaft apostolischen Lebens, die seit kurzem auch einen weiblichen Zweig
hat.
#7 Tridentinus 10:42:48 | Mittwoch, 8. Oktober 2008
Schmitz ist kein Pater und Wach kein Prälat. Schmitz ist päpstlicher Hauskaplan mit dem Titel Monsignore
und Wach ein einfacher Weltpriester, nach französischen Sprachgebrauch Abbe, dem das Recht, sich als
Monsignore zu kleiden und diesen Titel zu führen, von Rom entzogen worden ist. Diese Degradierung: besser
Richtigstellung hat wohl auch veranlaßt, daß es seitdem eine spezielle Chorkleidung gibt, damit Wach
nicht die gewöhnliche Soutane eines einfachen Priesters tragen muß, der er – abgesehen von seiner internen
Stellung als Gründer und Generaloberer – eigentlich ist.
#11 Tridentinus 14:04:02 | Montag, 29. September 2008
Das Innsbrucker Ensemble ‘Sonoritas’ sang die Missa tertia von Hans Leo Hassler, Organist war Mag. Florian
Melzer/Schwaz. Die Liturgie der KIrchewurde beeindruckend zum Klingen gebracht. Am 4. Oktober wird das
gleiche Ensemble um 18 Uhr in der Innsbrucker Anbetungskirche nochmals diese Hasslermesse singen, dann
aber zusätzlich auch das gregorianische Choralproprium zum Fest des hl. Franziskus von Assisi, einschließlich
der selten zu hörenden Franziskus-Sequenz Sanctitatis nova signa, die den gleichen Urheber hat wie das
berühmtere Dies irae, den sel. Thomas v. Celano, zugleich erster Biograph des Poverello.
#5 Tridentinus 10:11:01 | Montag, 29. September 2008
Herr Vesper outet sich einfach als Vertreter der „Hermeneutik des Bruches“, der es spätestens an jeder
Legitimation gebricht, seit Benedikt XVI. die „Hermeuntik der Reform oder der Kontinuität“ als maßgebend
erklärt hat. Mit dieser klugen und zugleich geschickten Formulierung ist zugleich der Begriff der Reform
jahrzehntelanger mißbräuchlicher Verwendung entzogen.
#5 Tridentinus 12:43:41 | Freitag, 26. September 2008
O, doch, ruhrgebietler! In der trid. Liturgie gibt es sogar ein eigenes liturgisches Gerät, mit dem der
Friedensgruß oder -kuß auch an alle Gläubigen – beiderlei Geschlechts – erteilt werden kann. Oft war
es üblich, daß nur diejenigen ihn empfingen, die anschließend auch kommunizierten. Dieses Gerät heißt
Paxtafel oder osculatorium. Auch die 62iger Bücher sehen diese Möglichkeit vor. Sie besteht in jeder
Messe, gleichgültig wie feierlich.
#9 Tridentinus 15:40:15 | Freitag, 19. September 2008
@Gotthard Allerdings ist es auch nicht so ohne weiteres möglich, nach Einsicht in die literarische Gattung
eines biblischen Textes seine revelativ-glaubensmäßig und theologisch relevante Aussage zu relativieren.
#37 Tridentinus 15:39:48 | Donnerstag, 18. September 2008
Es gibt ja auch die Möglichkeit, ausschließlich dem usus ordinarius zu folgen (vorausgesetzt, man akzeptiert,
die konkrete NOM-Praxis als seine adäquate Verwirklichung), was Benedictus XVI. offenbar nicht tut. Warum
sonst die neuen Akzentsetzungen in der päpstlichen Liturgie und die mehr prinzipielle Forderung nach
einer „Reform der ‘Reform’“?
#33 Tridentinus 14:37:11 | Donnerstag, 18. September 2008
Was natürlich möglich sein muß, und was ottaviani zurecht einfordert, ist, daß katholische Gläubige,
die das wünschen, in ihrer persönlichen liturgischen Praxis (!) ausschließlich dem usus extraordinarius
folgen können. Andere oder gar alle römischen Katholiken dazu bewegen zu wollen, ist momentan nicht
realistisch und auch nicht statthaft. Priester, die ausschließlich dem Usus extraordinarius folgen wollen,
müssen sich wohl auch weiterhin den bisherigen Ecclesia-Dei-Gemeinschaften anschließen. Es muß einfach
sichergestellt sein, daß jemand, der das nicht will, gezwungen wird, in der Praxis an der neuen Liturgie
teilzunehmen, zumal gerade diese Praxis fast nie das bietet, was laut päpstlicher Definition als usus
ordinarius zu gelten hat (im Sinne einer positivrechtlichen Festlegung oder auch einer römischrechtlichen
fictio, was die vorausgesetzte Ambiformität des einen römischen Ritus angeht).
#6 Tridentinus 11:13:22 | Donnerstag, 18. September 2008
Tatsächlich sollte nicht jeder Tradi mit Rom korrespondieren. Das schadet der Sache nicht nur angeblich,
sondern tatsächlich. Aber Eminenz sollte solche Korrespondenzen auch richtig einordnen.
#42 Tridentinus 12:54:46 | Dienstag, 16. September 2008
@Ludwig So von Ihnen dargestellt ist das natürlich nicht mit der Maus. Diese kann selbstverständlich
die eucharistischen Gestalten fressen, aber nicht kommunizieren. Christus zieht sich indes niemals aus
den eucharistischen Gestalten zurück, solange diese dauern.
#14 Tridentinus 12:06:45 | Donnerstag, 11. September 2008
@Clarissa Ich denke, man kann hier Analogie anwenden. Außerdem gäbe es so die Möglichkeit, die lateinische
Ritenvielfalt zu rehabilitieren, die das Konzil von Trient ursprünglich nicht beschneiden wollte: Nur
dort, wo es keinen zweifelsfrei intakten alten Ritus gab und etwa durch lutherischen Einfluß neue und
andere Riten aufgekommen waren, sollte sozusagen sicherhaltshalber der röm.-trid. Ritus eingeführt werden.
Unter verschiedenen Einflüssen kam es bald anders, nochmals verstärkt nach Vaticanum I. Auch das waren
schon liturgische Ungerechtigkeiten. Das MP will ja gerade Gerechtigkeit schaffen, warum also nicht auch
ältere Fehlentwicklungen korrigieren?
#9 Tridentinus 11:48:05 | Dienstag, 9. September 2008
Vor allem sollte sich die FSSPX nicht zur Anwältin eines generell äußerst fragwürdigen Kichensteuersystem
wie in D, A und CH machen. Aus der Gesellschaft öffentlichen Rechtes r.-k. Kirche auszutreten und deshalb
keine Kirchensteuer zu zahlen, bedeutet nämlich für sich genommen keinen qualifizierten Akt der Häresie
u/o des Schismas, durch welchen man aus der Kirche ausscheidet. Vor allem, weil man in allen anderen Ländern,
in denen die Kirche präsent ist, der Verpflichtung aus can. 222 CIC (1983) gar nicht über eine KIrchensteuer
genügen kann und es auch in D, A und CH zumindest auch noch andere Möglichkeiten gibt, das gleichwertig
zu tun.
#17 Tridentinus 11:59:43 | Samstag, 6. September 2008
@Aleph Keine Ahnung und davon viel: 1. Es heißt der Manipel, 2. Überall finden Sie Baßgeigen, sicher
aber nicht in Le Barroux. Dort gibt es vorbildlich geschmackvolle Paramente im gotischen Stil. Das der
Papst darauf zurückgreift ist in der Tat wieder eines seiner wichtigen, vornehm-subtilen „Signale“.
#86 Tridentinus 11:22:37 | Freitag, 22. August 2008
Jedenfalls soviel ist sicher, Clarissa! Vaticanum II war das bisher einzige Konzil, das sich wohl zu dogmatischen
Themen geäussert („Dogmatische Konstitutionen“), dabei aber keine formalen dogmatischen Entscheidungen
getroffen hat. Und das räumt ihm unter den anderen 20 ökumenischen Konzilien erstens eine Sonderstellung
und den Theologen gegenüber seinen Aussagen eine grössere Freiheit als gegenüber jenen der bisherigen
Konzilien ein.
#17 Tridentinus 18:56:59 | Donnerstag, 21. August 2008
@HBR! Messe aller Zeiten ist halt das Gegenstück zu „Ihrem“ Unfug vom NOM des 16. Jahrhunderts. Damals
wurde nämlich erstens ein alter Ritus behutsam überarbeit (vgl. Missale der Röm. Kurie von 1474 mit
dem MR1570 und selbst MR1962) und prinzipiell nur dorthin ausgedeht, wo sich kein eigener, zweifelsfrei
intakter alter Ritus erhalten hatte (besonders infolge der prot. Reformation lutherischer Prägung).
#79 Tridentinus 18:47:36 | Donnerstag, 21. August 2008
@Clarissa Habe ich die Sedisvakantisten als das kleinste verfügbare Übel in der Kirche bezeichnet? Beantworten
Sie diese Frage und Sie werden sehen, dass alles weitere, was Sie geschrieben haben, mir gegenüber hinfällig
ist – oder Unterstellung. Ich bin nur der Ansicht, dass ich nicht gewungen bin (oder werden kann), modernistische
Tendenzen in der Kirche, seichte Pseudotheologie, die bereits das logische Denken ausklammert (Modernisten
und „Konzilsspiesser“ gleichermassen = „Konservative“ + süssliche Marienerscheinungsfans und moralinsauere
„katholische“ Puritaner) der FSSPX vorzuziehen. Und viele in der FSSP oder anderen bisherigen Indultgemeinschaften
auch nicht, die sich freiwillig auf einen liturgischen Trachtenverein reduzieren lassen.
#14 Tridentinus 18:36:08 | Donnerstag, 21. August 2008
@HBR! Ihr Unfug vom NOM des 16. Jahrhunderts ist inzwischen fast noch langweiliger als die täglichen
Berichte über eine hl. Messe im Usus antiquior, die irgendwo gefeiert wird. Das sollte normal werden,
insofern nicht jedesmal eine Nachricht wert sein!
#72 Tridentinus 14:22:38 | Donnerstag, 21. August 2008
Wenn es nie eine Krise der Kirche gab und auch jetzt keine (in ein neues Stadium eingetretene) Krise der
Kirche gibt, gibt es keinen legitimen Grund einen Usus antiquior dem Usus modernus vorzuziehen. Es läst
sich nicht alles rein liturgisch lösen. Zumal alle Anweisungen Roms in dieser Sache nicht effektiv durchgesetzt
werden. Wenn es eine Hermeneutik der Kontinuität gibt, muss diese theologisch verbindlich sein und vom
Papst autoritativ als authentisch erklärt werden. Wer sich dem widersetzt, muss mit Kirchenstrafen belegt
werden, die Exkommunikation nicht ausgenommen. Wenn es Benedikt XVI. ernst ist mit einer „Reform der ‘Reform’“
muss er sie energischer durchsetzen. Ewig kann er sich nicht mehr Zeit lassen. Und auch die Kommission
Ecclesia Dei muss aus dem Dornröschenschlaf erwachen und endlich arbeiten.
#1 Tridentinus 19:06:38 | Mittwoch, 20. August 2008
Ein fast gänzlich lächerliches Buch Fast gänzlich lächerlich, weil auch Wofgang Waldstein einen kurzen
Beitrag beisteuerte, der an sich gut ist, aber doch wieder bedauerlich, weil deplatziert in einer derartigen
„Schrift“.
@HBR!!! Allerdings ist es auch völlig zutreffend, dass Ordensgemeinschaften, die den ausserordentlichen
Usu pflegen, lelativ gesehen ausserordentlich viel Nachwuchs haben. Ähnliches muss man der Objektivität
halber aber auch jenen konzedieren, die den ordentlichen Usus im Geiste einer liturgischen Kontinuität
begehen. Also ist nicht damit nicht eine Exklusivität des Usus extraordinarius besagt und auch keine
Monokausalität, wohl aber eine offenkundige statistische Realität zu Gunsten der traditionellen Liturgie
und einer erneuerten Liturgie in bewusster Kontinuität zur liturgischen Tradition.
Tatsächlich ist diese Schrägstellung der Seitenaltäre nicht besonders gelungen. Optisch und liturgisch,
denn so sind sie – Ostung des Gebäudes vorausgesetzt – ben nicht mehr exakt orientiert. Auch wenn die
Kirche nicht geostet sein sollte, fehlt etwas, was Ratzinger die „innere oder liturgische“ Ostung, also
eine an die Raumgegebenheiten angepasste ideelle Orientierung, genannt hat. Na ja. Das kann man genauso
schnell wieder ändern, denn noch auf den ersten Photos war diese Schrägstellung nicht zu erkennen.
Altgläubig Ich kann diese dumme Wortprägung nicht mehr lesen. Daher werde ich ab jetzt die Lektüre
jedes Artikels abbrechen, in dem dieser Begriff oder sein zugehöriges Adjektiv vorkommt. Bald auch jeden,
in dem angeblich unsachgemäss und abwertend verwendet wird, da wo korrekt neutrale indirekte Rede angebracht
ist in jeder Mitteilung, die sich als Nachricht versteht.
#13 Tridentinus 09:46:13 | Mittwoch, 30. Juli 2008
@Aleph/Sirilo @Aleph: Zu unsachlich und ausserdem falsch, um näher beachtet zu werden. @Sirilo: Ob die
FSSPX den gesamten Komplex oder nur das Kirchengebäude gekauft hat, ist uns noch gar nicht klar. Ausserdem
wird eine Kapelle ab einer gewissen Grösse durch das Vorhandensein einer Apsis architektonisch zur Kirche
und kann auch so genannt werden.
@RRR! Die Entscheidung zur Anaphora des Addai und Mari ist so singulär und auch in sich halbherzig, dass
sie gegenüber der ständigen Lehre und Praxis der Kirche sozusagen untergeht. Dieser ständigen Praxis
zumindest folgt sie ja auch, wenn sie dazu einlädt, den Einsetzungsbericht einzufügen. Auch das Argument
einer euchologischen Verstreuung der Wandlungsworte (Anspielungen auf Leib und Blut Christi) überzeugt
nicht, da diese Formulierungen Leib und Blut Christi stets als bereits auf dem Altar gegenwärtig voraussetzen.
Das könte zu einer Präsanktifikantenliturgie passen, aber nicht zu einer Eucharistiefeier. Joh hat ja
zB keinen aus der liturgischen Praxis (paraphrasierend) zitierten liturgischen Einsetzungsbericht, setzt
ihn aber Joh 6, 52f voraus. Dort hat also die Absicht, die ipsissima verba Salvatoris nicht preiszugeben,
dazu geführt, nur indirekt darauf Bezug zu nehmen.
#7 Tridentinus 17:44:43 | Donnerstag, 24. Juli 2008
@RRR! Zu dem unter ad 1 und ad 2 geäusserten Quatsch sage ich nichts. Ihre letzte Bemerkung zeigt nur,
dass Sie übersehen, dass die liturgische Tradition (wie die gesamte Mündliche Tradition) der kanonischen
Gestalt der hl. Schrift zeitlich vorausliegt. Dass die biblisch mitgeteilten Herrenworte keine exakte
Wiedergabe der liturgisch tradierten sind, kann zB der Absicht entsprungen sein, sie vor Profanierung
zu schützen. Umgekehrt wird also ein Schuh daraus. Zur Anaphora des Addai und Mari empfehle ich den Sammelband,
den der Oratorianer P. Michael Uwe Lang im Verlag Nova et Vetera/Bonn herausgegeben hat.
#5 Tridentinus 17:22:36 | Donnerstag, 24. Juli 2008
@RRR! Amüsant, dass Sie gleich andeuten, ich hätte insinuiert, Sie gerieten duch Ihre konkrete Aussage
in Konflikt mit dem objektiven Glauben der Kirche. Jedenfalls haben wir im Hinblick auf die nachvatikanischen
Hochgebete keine vergleichbare Definition. Und dass in diese Hochgebete die Geistepiklese so konsequent
eingebracht wurde, legt doch den Verdacht nahe, dahinter stehe der dogmatische Irrtum, sie sei neben den
ipsissima verba Salvatoris zumindest mitkonstitutiv für das Geschehen der Eucharistischen Wandlung. Dass
sie dann vor dem Einsetzungsbericht zu stehen kommt, ist eine inkonsequente Konzession an die westliche
Tradition der Sakramentheologie, die allerdings für die dogmatischen Definitionen der Kirche und somit
gesamtkirchlich relevant geworden ist. Und insofern stehen nicht Sie, werter RRR, in Konflikt mit dem
tridentinischen Dogma, sondern zumindest indirekt die nachvatikanischen Hochgebete.
#3 Tridentinus 17:00:18 | Donnerstag, 24. Juli 2008
@RRR! Schön, dass Sie wissen, dass der Canon Romanus keine explizite Wandlungsepiklese, die an den hl.
Geist adressiert ist, hat. Diese ist ja auch nicht dogmatisch notwendig. Wenn sie in die nachvatikanischen
Hochgebete aufgenommen wurde, hätte man sie wenigstens konsequent nach dem Einsetzungsbericht platzieren
können. Da die Irrtumslosigkeit des Canon Romanus auf dem Konzil von Trient dogmatisch definiert wurde,
kann man nicht ohne Konflikt mit dem objektiven Glauben der Kirche die Ansicht vertreten, ihr Fehlen stelle
einen relevanten Mangel dar.
@cantate Scharfsinnige Analyse ist jetzt auch wieder zu viel der Ehre. Eigentlich basiert doch diese Einschätzung
auf einer breiten soziologischen Evidenz.
@St. Georg Ohne Ihnen bzgl Msgr. Fellay zuzustimmen, glaube ich, wirklich etwas von Kardinal Lehmann gelesen
zu haben, dem ich ähnlich unbedenklich, ja sogar mit echter Übereinstimmung, zugestimmt hätte, wie
dieser sehr sachlichen und dabei treffenden Einschätzung. Was +.net dran auszusetzen findet, ist auch
mir unerfindlich.
#18 Tridentinus 15:32:19 | Dienstag, 22. Juli 2008
Man muss nicht jeden Ritus selbst zelebrieren, um ihn glaubhaft für gültig zu halten. Aber es ist schon
möglich, dass das gewisse Mass an liturgischer Bildung und auch eines Zugangs zur lat. Sprache fehlt,
das zur Feier im Usus antiquior nach den Worten Benedikts XVI. erforderlich ist.
#15 Tridentinus 15:01:20 | Dienstag, 22. Juli 2008
@Guiseppe Was sollten Sie dagegen unternehmen? Ferner interessant ist, dass die offiziellen Messen auf
Grundlage von Summorum Pontificum Cura nicht zu einem Rückgang des Bedarfs/Andrangs bei Pius geführt
haben. Es werden also dadurch nur zusätzliche Gläubige erreicht!
Erst kürzlich erwähnte ein Petrusbruderschaft mehr beiläufig im Gespräch, dass in der gültigen Fassung
der Konstitutionen bewusst auf die Möfglichkeit verzichtet wurde (die bis dahin zumindest theoretisch
offengehalten wurde), der Petrusbruderschaft Brüder ein- oder Schwestern anzugliedern. Ausserdem gibt
es in Amerika glaube ich irgendwelche Schwestern von der Königin der Apostel, die ihre Berufung in einem
Dienst am Priestertum erblicken und in den Apostolaten der Petrusbruderschaft tätig sind.
Die Praxis, Priester in gemeinsamen Priestergräbern beizusetzen, relativiert mE zumindest in etwa das,
was am Wunsch des Kardinals evtl seltsam anmuten könnte.
@jobehrens beim Konzil von Konstanz anscheinend auch. Aber ganz im Ernst. Es ist klar, dass Jugendliche
auch Parties feiern, wenn sie zusammenkommen. Es kann auch nicht als normal gelten, wenn annähernd erwachsene
wie zB bei der KJB Reise nach Jerusalem spielen oder sackhüpfen; vorher Rosenkranz, anschliessend Aussetzung.
#35 Tridentinus 15:11:42 | Dienstag, 15. Juli 2008
@Dr. Heger Könnten Sie denn vielleicht Ihre Verständnisschwierigkeit etwas näher beschreiben und eingrenzen?
Dann könnte ich eventuell meine Aussage klarer formulieren. Ohne nähere Erläuterung verstehe ich im
Moment nicht, was Sie an meiner Aussage nicht verstehen und weshalb nicht.
#29 Tridentinus 13:34:19 | Dienstag, 15. Juli 2008
@Dr. Christoph Heger Das stimmt natürlich, nur kann man das im Lichte der Hermeneutik der Kontinuität
nicht (mehr) pauschal behaupten (es sei denn man hat doch ein paralleles oder übergeordnetes Lehramt
inne), sondern man muß eine Verweigerung des Gehorsams im konkreten Einzelfall begründen und rechtfertigen,
kann aber diese Verweigerung nicht (mehr) zum prinzipiellen Habitus erheben.
#15 Tridentinus 11:20:04 | Dienstag, 15. Juli 2008
@Exzellenz Alois Was Jopa II vor 10 Jahren gesagt hat, interessiert niemanden, wenn Benedikt XVI. diejenige
Kontinuität, die Sie einfordern, zum Interpretationkriterium erklärt. Dass das natürlich diplomatisch
geschehen muss, ohne seine Vorgänger blosszustellen, kann man verstehen und vom Vatikan ernsthaft auch
gar nicht anders erwarten. Andernfalls müssen Sie konsequenter Sedisvakantist werden. Damit weichen Sie
dann aber auch von der offiziellen Linie der FSSPX ab.
#10 Tridentinus 11:04:45 | Dienstag, 15. Juli 2008
@Pünktchen Genau. Wenn die FSSPX jetzt nicht kooperiert, tut sie zumindest faktisch (wenn ich auch nicht
glaube, intentional) letzteres. Und entfernt sich damit vom Missionsgeist, der ihren Gründer und seine
Priesterbruderschaft beseelte.
@RRR! Der Papst ist höchstens der authentische Interpret der Tradition, daher gilt natürlich nicht:
„Was immer (= egal, was) er lehrt, IST die Tradition.“
#19 Tridentinus 10:49:37 | Dienstag, 15. Juli 2008
Australia: Holy Father meets Holy Cat. A new chapter of interreligious dialogue. The Orthodox Patriarch,
Bartholomaios I., who himself met the Pope recently, is not amused.
Weg vom Fenster?! Wenn die FSSPX allerdings als Vorbedingung verlangt, dass vor einer „Unterwerfung“/Aussöhnung =
Regulierung zuerst alles weg vom Fenster sein muss, was die Hermeneutik des Bruches repräsentiert, ist
sie naiv hinsichtlich der praktischen (!) Einflussmöglichkeiten des Papstes und gegenüber während 40
Jahren geschaffenen Realitäten, die niemals spurlos ausgelöscht werden können und dank einer Hermeneutik
der Kontinuität ja auch nicht unbedingt müssen. Daran muss die FSSPX theologisch und missionarisch mitwirken,
sonst wird sie zur Randerscheinung mit einem sterilen Apostolat.
@Brandenburgis Kann ich Ihnen auswendig nicht sagen. Hab ich aber erst kürzlich in einem nüchtern-wissenschaftlichen
Artikel gelesen. Und ich bin sicher, es war Pius X. Sehr glaubwürdig, angesichts seiner Brevierreform.
Vielleicht finde ich die Quelle wieder. Dann melde ich mich diesbezüglich.
@Lieber Freinsberg Diese Formen, besonders die dialogata, haben meines Erachtens irgendwie eine Schicht
über die eigentliche Liturgie der Kirche gelagert. Das ist in meiner Wahrnehmung eine Parallelisierung
oder Zweigleisigkeit, die die Liturgie nicht wirklich erschlossen hat. Am meisten kritisiere ich an der
dialogata, dass oft alle Gebete ohne Rücksicht auf den zum Teil sehr unterschiedlichen Charakter zu Wechselgebeten
zwischen Volk und Priester wurden. Die Bet-Sing-Messe hat diesen Wortschwall (der nicht weit von heutiger
liturgischer Realität im Usus Ordinarius entfernt ist) eben zum Klang-Teppich gewoben, der sich über
die Liturgie breitete und sie so verbarg, nicht erschloss.
Dem Papst schwebt aber eine Beeinflussung vor: Zwar nicht „in eine bestimmte Richtung“, sondern wechselseitig,
aber es ist klar, dass für die von ihm angestossene Reform der ‘Reform’ zunächst eine stärke Anbindung
des Usus Ordinarius an die liturgische Kontinuität der Lateinischen Kirche wichtig ist. Eben das spricht
auch gegen eine „Tridentinische“ Ritus-Kirche, aber eine Struktur die kirchenrechtlich eine Schutzfunktion
gegen Ortsordinarien wäre, die sich gegen diese Intentionen des Papstes „wehren“, könnte nützlich und
vielleicht vorübergehend auch erforderlich sein.
#23 Tridentinus 18:25:20 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Alle Menschen sind sterblich, da haben Sie natürlich recht Aleph. Aber mir ist es biologisch offenbar
im Gegensatz zu Ihnen erspart geblieben, die vorkonziliaren Fehlformen der liturgischen Feier: Betsing-Messe,
missa dialogata zB überhaupt erleben zu können (Jg. 1977). Wo der Usus extraordinarius bewahrt wurde
und heute begangen wird, finden Sie das alles nicht oder kaum, da manche die dialogata nicht als Missbrauch
erkennen, leider auch bei Pius.
#17 Tridentinus 18:14:40 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Aleph Wenn Sie das so mitbekommen haben, löst sich Ihr Problem bzw. das Problem, das Sie darstellen,
bald biologisch. Wie man es vor 20 Jahren von den Tradis erwartet hat.
#13 Tridentinus 18:05:00 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Ich finde es absolut nicht pauschal gut, wenn jemand „überhaupt in die Kirche geht“. Mitunter sind mir
anständige Menschen, die nicht(s) praktizieren lieber. Sympathischer als „Kirchgänger“ fast durchgehend.
#3 Tridentinus 17:43:35 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Und wohin eilen die Gläubigen, Aleph?! In den NOM auch nicht. Daran ist bei allem traurigen vielleicht
tatsächlich noch etwas tröstliches, denn wie sich der NOM in den Pfarren präsentiert, ist er sicher
nicht der ordentliche Usus, der dem Papst vorschwebt!
#22 Tridentinus 14:48:40 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Selbstverständlich ist Laudes ein Plural und es richtiger, die von Ihnen bevorzugte Formulierung zu
wählen. Darauf habe ich im Trierer Priesterseminar auch bestanden, um den insgesamt nicht sonderlich
begabten damaligen Subregens Markus Nicolay zu ärgern.
#19 Tridentinus 14:34:20 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@RRR!!! Unreif ist das pedantische Gehabe der Korrektur, die Sie zum wiederholten Male anbringen, was
vermuten lässt, dass Sie das auch noch originell oder lustig finden. Dabei nennen Sie ja selbst ein völlig
etabliertes paralleles Phänomen des sprachlichen Ausdrucks, und es gäbe deren mehrere. Das Zeigt eben,
dass es Ausdrucksweisen gibt, die rein semantisch betrachtet Normabweichungen sind oder Inkonsequenzen
implizieren, gleichwohl aber im sogar hochsprachlichen Sprachgebrauch akzeptiert und daher eben nicht
mehr als falsch bezeichnet werden können.
#11 Tridentinus 14:00:07 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@RRR! Wärmen Sie nicht immer den Schmarrn auf, der sich an einer Formulierung aufhängt, die sprachlich
vielleicht nicht ganz exakt ist, aber üblich und verständlich!
#128 Tridentinus 13:49:49 | Donnerstag, 10. Juli 2008
@Googler Wenn Sie erst 2000 zur Erstkommunion gegangen sind, sindSie vermutlich ohne persönliche Schuld
gar nicht in der Lage, Erzbischof Lefebvres Motivation und Handlungsweise zu beurteilen. Wissen Sie eigentlich,
dass viele Konzilsväter kein einziges Dokument des II. Vaticanums unterzeichnet haben, ohne deswegen
irgendwie nicht kirchen- oder glaubenstreu zu sein?
#1 Tridentinus 11:26:02 | Donnerstag, 10. Juli 2008
Eine spannende Konstellation. Es wird sich zeigen, wie Rom mit einer gallikanistischen Atmosphäre fertig
wird, und das, ohne das konziliare Prinzip der Kollegialität zu verletzen. Was ist dieses letztlich,
wenn nicht Gallikanismus/Febronianismus? Allerdings: Ohne gewisse gallkanische Wurzelgründe wäre wohl
kaum ein französischer Erzbischof zum weltweiten Akteur zur Wahrung der Tradition geworden!
Vielleicht ist das reformierte CE auch online, googlen Sie, wenn Sie’s mir nicht glauben. Ich hab das
vor Jahren ganz klassisch im DLI/Trier nachgeschlagen.
21. Ökumenisches Konzil = Vaticanum II liebe Vernunftsstimme. Das hat nichts mit Aberglauben zu tun,
wohl aber mit Form und Ästhetik. Vor allem aber mit der Objektivität eines Ritus als eines öffentlich-rechtlichen
Aktes.
Auf den letzten Satz hab ich gewartet! Stimmt nämlich nicht! Im MR1970 steht zwar niergends, wie man
die Hände falten muss, aber im reformierten Caeremoniale Episcoporum, daraus ist folglich diese Rechtslücke
zu schliessen. Demnach müssen die HHände – wie schon bisher im röm. Ritus – innerhalb der Liturgie
so gefaltet werden, dass die Innenflächen der beiden Hände sich bei ausgestreckten Fingern gegenseitig
berühren, der rechte Daumen aber kreuzförmig über dem linken ruht. Dass es innerhalb eines Ritus verschiedene
Stufen der Feierlichkeit gibt, ist nicht gegen die Einheit des Ritus. Aber Sie können zB in einem Levitenamt
einfach nur zwei Wachskerzen anzünden wie in der Stilmesse.
@RRR! Wohin denn zB auf das Korporale? Wieder unklar. Und natürlich kann der Dominikanerritus vom römischen
abweichende Rubriken haben, aber moralisch eindeutig müssen sie jeweils sein.
An den Mainzer Worauf ich hinweisen wollte ist ja zB gerade das, dass es redlich ist, wenn Fellay sagt,
eine rein pragmatische, kanonistische Struktur bringe nichts für die FSSPX und auch nichts für die Gesamtkirche.
Es gibt Spannungen, die nicht einfach Akzentsetzungen sind. Es muss ein doktrineller Dialog geführt werden.
Die Hermeneutik des Bruches muss verbindlich (!) der Hermeutik der Kontinuität weichen. Das hat eine
klare Substanz und ist nicht nur Rethorik oder Dialektik. Das kann nur von intelligenten Theologen wie
Benedikt XVI. und scharfsinnigen, nüchternen Theologen geleistet werden, die zB ein solides scholastisches
Denkinstrumentarium beherrschen.
@R-R-R Es gibt natürlich Rubriken. Aber diese sind unbrauchbar unpräzise. Z.B. „Der Priester faltet
die Hände“ Wie er das macht, steht im ganzen Messbuch nicht. Dann hat aber der NOM tatsächlich zuviele
Wahlmöglichkeiten, die untereinander auch noch in unzähligen Kombinationen miteinander verbunden werden
können. Ganz zu schweigen von Eigenkreationen, die natürlich durch so ein Klima der Variation und Alternativen
begünstigt werden. Das löst die einigende Struktur auf, die gerade einen Ritus ausmacht. Und das meint
Rodheudt. Leider völlig zutreffend!
Ich lese gerade die dt. Übersetzung der Lefebvre-Biographie und muss sagen, es ist dies ein zeitgeschichtlich
hochinteressantes Dokument über das Entstehen der Bewegung der Traditionalisten. Das zeigt mir, dass
da solide, nüchterne Persönlichkeiten initiativ wurden, die ganz und gar nicht hilflos oder unsicher
waren. Ihre Kritik erfordert gar keine Glaubenszustimmung, hatte aber eine theologische Stringenz und
Logik für sich, die man heute kaum noch findet, weswegen etwa die Universitätstheologie häufig so hilflos
bemüht ist, ihre Wisenschaftlichkeit aufzuzeigen. Freilich, es gab gewiss unter den Gläubigen, die sich
der FSSPX zuwandten immer schon Nostalgiker oder Fanatiker, doch Lefebvre war offenbar weder das eine,
noch das andere. Gewiss es gibt jetzt einen Qualitätsabfall bei durchschnittlichen Tradis, Priestern
wie Laien. Aber ist das in der Amtskirche, sofern sie nicht in biologischer Auflösung ist, anders? Soziologisch
gibts auch dort Sektenphänomene, besonders in den sogenannten neuen geistlichen Bewegungen mit Ihrer
irrationalen Personenfixiertheit auf den Papst und die neokonservative Ausrichtung, die ich lieber Konzilsspiessertum
nenne, das traditionalistische Einwände intellektuell gar nicht mehr nachzuvollziehen vermag. Wer soll
da die Hermeneutik der Kontinuität denn bewerkstelligen, wenn Benedikt XVI. nicht solide Tradis einbindet?
#44 Tridentinus 17:31:22 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@Marcelus 1. Theoretisch argumentiere ich hier strenger als Paul VI., 2. Praktisch könnte ich beichten
gehen, 3. Wenn es eine Lehrentwicklung in der postulierten Form geben kann, warum geht dann die FSSPX
nicht auf Benedikts Konzept einer Hermeneutik der Kontinuität ein? Oder begeht die FSSPX damit Ihrer
Meinung nach auch eine Sünde?
#38 Tridentinus 17:25:53 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@Ich finde es sehr amüsant, dass Marcelus hier eine Lehrentwicklung verteidigt, aber unterhalb des Pariser
MP-Beitrags sehr undifferenziert für FSSPX Partei nimmt.
#33 Tridentinus 17:19:06 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@Eliahu Nur ist es eben auch sündhaft, bewusst gerade dann ehelich zu verkehren, wenn ein wesentlicher
Ehezweck nicht erfüllt werden kann, der prinzipiell erfüllbar wäre.
#25 Tridentinus 17:08:30 | Donnerstag, 3. Juli 2008
Kein Mensch hier versteht, was ich meine! Man könnte regelrecht deprimiert sein. Wenn ein neues Gift
erfunden wird, muss der Papst auch keine Enzyklika schreiben, in der teht: „Auch wer dieses neue Gift
anwendet, istein Mörder und verstösst gegen das 5. Gebot.“ Kapiert?
#18 Tridentinus 17:01:51 | Donnerstag, 3. Juli 2008
Sie war überflüssig, weil die Position, die sie zu Pille und Kondom vorträgt, logisch gar nicht anders
sein konnte, angesichts der generellen und traditionellen Ablehnung jeglicher bewusster und gezielter
Verhütung, auch solcher Methoden, die sich gezielt biologische Gegebenheiten zunutze machen! Wie schwer
von Begriff sind Sie eigentlich? Hoffentlich ist Ihr Nick keine Homage an Lefebvre, das wäre eine Beleidigung
sondergleichen, ganz gleich wie man zu Marcel Lefebvre steht!
#9 Tridentinus 16:48:56 | Donnerstag, 3. Juli 2008
@Marcelus Ich sage ja nur, das Paul der Schlechte das gar nicht hätte machen müssen, er wollte wahrscheinlich
wenigstens mal in puncto Moral als traditionell agierender Papst auftreten. Es ist klar, dass man innerhalb
der Ehe keine Verhütungsmittel verwenden darf. Ausserhalb der Ehe macht das an sich den Bock nicht fett,
da darf man ja sowieso nicht voll entfaltet sexuell verkehren. Auch die NFP ist so katholisch nicht, wie
die Neukonservativen gerne hätten: Siehe etwa Casti Conubii.
#16 Tridentinus 16:42:06 | Donnerstag, 3. Juli 2008
Saint Nicolas ist eine Pfarrkirche der Diözese die von Traditionalisten besetzt ist. Deswegen ist es
trotzdem eine Pfarrkirche und insofern,sowie faktisch kann man das sehrwohl so formulieren! Vor allem
in der staats-kirchenrechtlichen Situation Frankreichs mit Kirchen im Eigentum des Staates.