Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
@Dorothea Dass es keine ordentlichen Hochzeiten mehr gibt, würde ich als Vorurteil bezeichnen. In meiner
Pfarrei gibt es überhaupt keine Kommunionhelfer, obwohl es ganz normal den Novus Ordo gibt. Ein levitiertes
Hochamt war auch früher nicht der Normalfall einer Pfarrei, ausserdem konnte sich auch nicht jede Pfarrei
derart wunderbare und kostbare Messgewänder leisten, wie sie auf den Bildern abgebildet sind. Ich freue
mich sehr wohl über dieses Motu Proprio, ich halte aber andererseits wenig von diesem, von vielen im
Forum betriebenen naiven Romantizismus.
Fotozeile Die Fotozeile ist doch sehr tendenziös in dem Sinne, als wenn der Neue Ritus automatisch und
immer mit Missständen verbunden wäre und im Alten Ritus hingegen alles nur heile Welt wäre. Man kann
auch im neuen Ritus würdig zelebrieren, es geht auch ohne Kommunionhelfer, ohne Händchenhalten,… Wie
hat mir einmal ein Priester erzählt, als er als Internatsschüler in einer Klosterkirche Ministrant war
und einem Priester ministrierte: als sie auf dem Weg zum Altar waren und an einem anderen Altar vorbeigingen,
wo der Priester gerade das Evangelium las, sagte der Priester zu ihm: „Den schaffen wir noch.“
Frage Ich hätte da als Unwissender eine bescheidene Frage: Was bedeutet eigentlich: Ich habe das Charisma
der Heilung empfangen, als ich zu predigen anfing. Mit diesen Predigten habe ich nach meiner Taufe im
Heiligen Geist angefangen. War er davor nicht getauft? Ist das eine spezielle Taufe, die die „normale“
Taufe ergänzt? Wer spendet diese „Taufe im Heiligen Geist“?
Jürgen juergen: @wsxyzIch vermute eher, daß uns der Nikolaus sagen wollte, daß er Priester kennengelernt
hat, die zwar fromm (oder frömmelnd) die alte Messe feierten aber pastorale Nieten waren. wsxyz: @NikolausNachdem
ich in den letzten Jahren vermehrt einige Priester kennengelernt habe, die das Indult habe und sehe, wie
sie in der seelsorglichen Praxis so sind, habe ich davon Abstand genommen. Was war das Problem? Hat man
behauptet, es gibt doch eine Hölle? Gelehrt, dass die Beichte notwendig ist? Hat jemand gesagt, ihr toter
Hund weilt wohl im Himmel nicht? Daran erinnert, dass man ein heiliges Leben führen soll? Na, erklären
Sie doch mal! Jürgen hat es genau erfasst. Man könnte sie auch als pastorale Rohlinge bezeichnen. Es
ging nicht im Inhalte sondern um ganz einfache Umgangsformen.
Zulassung Vor einigen Jahren hatte ich mir ernsthaft überlegt, die Zelebrationsweise des trid. Ritus
zu lernen. Nachdem ich in den letzten Jahren vermehrt einige Priester kennengelernt habe, die das Indult
habe und sehe, wie sie in der seelsorglichen Praxis so sind, habe ich davon Abstand genommen. Vielleicht
kommt das Interesse ja wieder, vorerst muss ich erst einmal meine Eindrücke verdauen.
Buch Tobit Interessant ist die Formulierung, die sich im Buch Tobit findet, wenn Tobias vor der Hochzeitsnacht
sein Gebet mit Sara mit folgenden Worten beendet: 8:7 Darum, Herr, nehme ich diese meine Schwester auch
nicht aus reiner Lust zur Frau, sondern aus wahrer Liebe. Die Lust steht nicht im Vordergrund, sondern
die wahre Liebe. Deshalb ist aber die Lust nicht ausgeschlossen, sondern es werden Prioritäten benannt,
die die Lust nicht ausschließen, sondern ihr den gebührenden Platz zuweisen. Das kann man übrigens
auch in Casti connubii und Humanae Vitae nachlesen.
Rechtsbeistand Wenn ich mich nicht ganz irre, handelt es sich bei dem „Betreuer“ um jenen Seminaristen,
der von Dr. Alexander Pytlik so vorbildhaft betreut wurde. Was der jetzt wohl dazu sagen wird?
TypTyp Bischof Altmann von Passau wurde im 11. Jhdt. von seinem Klerus vertrieben, weil er den Zölibat
einforderte. Er gründete daraufhin das Stift Göttweig.
Liebe Freunde von der Tradifraktion Eine Fähigkeit kann man Euch tatsächlich nicht absprechen: die Fähigkeit
zur Provokation!!!!!!!! Nur ein paar Beispiele: Da sollte in Mainz eine Messe im trid. Ritus stattfinden,
der zuständige Priester der Kirche ist einverstanden. Aber nein, man muss so lange im Ordinariat nachfragen,
bis endlich ein Verbot kommt – um dann darüber schimpfen zu können. Man trifft sich mit Leuten in Rom,
wo vielleicht bei einem Gläschen Wein etwas über Interna erzählt wird – und schon ist es hier zu lesen.
Ein Priester will in Salzburg im Beisein seiner kranken Mutter im trid. Ritus zelebrieren, was in begrenztem
Maße in Salzburg möglich ist – und man fragt wieder so lange im Ordinariat nach, bis endlich ein Verbot
kommt. Liebe Leute: nützt einfach die Möglichkeiten, die es gibt und fragt nicht lange nach. Ihr setzt
dadurch sogar jene Leute permanent unter Druck, die Eurem Anliegen sogar positiv gegenüber stehen. Was
soll das bringen, über das neue Schreiben und über den Papst herzufallen? Damit macht Ihr es ihm nicht
wirklich leichter, eine generelle Erlaubnis für den trid. Ritus zu erlassen. Ihr liefert den Gegnern
permanent Munition mit Eurer teilweisen Gehässigkeit gegen unseren Papst, mit Eurer Indiskretion, mit
Eurer Rechthaberei,… Das macht die Situation nicht gerade leichter, weil diese Art nicht gerade förderlich
ist. So, und jetzt könnt Ihr über mich herfallen…
Appendix Dr.phil. Laus ist es nicht wert, kommentiert zu werden. Eine solche Wortwahl richtet sich von
selber. Zu Appendix: wo lesen Sie bitte aus meiner kurzen Meldung heraus, dass ich Leute auf den Müll
werfen würde, weil sie keine Kirchgänger sind? Wohl selber auf dem Niveau eines Bildlesers?
Athanasius Mir ist 1 Tim 2,4 sehrwohl bekannt. Dennoch ist zu sagen, dass das äußere Auftreten durchaus
auch ein Ausdruck einer inneren Haltung sein kann, speziell wenn es bewusst so gewählt wird. Bei mir
haben Springerstiefel- und Boxerjackenträger aufgrund einschlägiger Erfahrungen aus der Gymnasialzeit
durchaus negative Eindrücke hinterlassen.
Seit der Wahl des neuen Papstes sind in Rom vermehrt Deutsche am Drücker Worin liegt eigentlich der Informationswert
dieses Artikels? Alle sechs genannten Personen waren bereits zuvor im Vatikan tätig. Das Tätigkeitsfeld
hat sich nur bei einer einzigen Person seit der Wahl des Papstes geändert: Mons. Gänswein war zuvor
Sekretär des Präfekten der Glaubenskongregation, jetzt ist er Sekretär des Papstes. Deshalb braucht
man aber nicht gleich einen eigenen Artikel daraus machen
Aktion Leben Österreich Der Paradesatz der Aktion Leben Österreich lautet: Besser verhüten als abtreiben.
Es ist tatsächlich ein grundlegender Unterschied zwischen Aktion Leben Österreich und Aktion Leben Deutschland.
Diese beiden Organisationen dürfen nicht verwechselt werden. In Österreich stellt sich die Aktion Leben
nicht völlig gegen die Abtreibung.
verecundus Was haben Sie denn für ein giftiges Kraut geschluckt? Ich bin froh, wenn gerade dieses Wort
endlich richtig übersetzt wird und nicht gleich irgendwelche aufgebrachten Reaktionen kommen, wenn man
„für viele“ verwendet.
#37 Nikolaus 23:45:59 | Sonntag, 19. November 2006
Interpretation Ich habe das „für alle“ bisher immer so interpretiert, dass Christus für alle sein Blut
hingegeben hat. Es ist aber nicht bei allen wirksam, weil sie Christus und seine Gnade in Freiheit ablehnen –
auch mit den damit verbindenen Konsequenzen. Aber eine andere Frage: ab wann darf dann das „für alle“
verwendet werden, ohne deshalb vor einen Bischof zitiert zu werden?
#39 Nikolaus 11:53:18 | Sonntag, 12. November 2006
Selber Schuld Warum fragt man auch den Ortsbischof, wenn der zuständige Kirchenrektor ohnedies seine
Zustimmung gegeben hatte? Das hätte ja gereicht. Aber manchmal könnte man den Eindruck haben, es wird
solange gefragt, bis irgend jemand einen Einwand hat oder ein Verbot ausspricht, damit man danach ordentlich
jammern kann. Ob es der Sache einen Dienst tut, solche Briefe zu veröffentlichen, ist allerdings auch
fraglich. Damit wird erst recht wieder eine bestimmte Stimmung provoziert.
#37 Nikolaus 00:41:43 | Mittwoch, 8. November 2006
Zwilling, Gotthard Ihre Andeutungen sind mehr als dumm. Das ist zutiefst rufschädigend. Was die Loyalität
betrifft: es kann auch sein, dass man Dinge mittragen MUSS, weil es verordnet wird, ohne dass man sich
damit identifizieren kann. Zwilling: Wenn dem Dechant das Ruder aus der Hand genommen wurde, dann kann
dies einerseits bedeuten, dass er nicht mehr wiedergewählt wurde (demokratische Mehrheitsentscheidung)
oder aber nicht mehr das Vertrauen und den Rückhalt der Mitbrüder genießt, was ja durchaus legitim
sein kann. Pfarrer haben nun einmal das Amt des Dechanten inne und geben es früher oder später auch
wieder ab. Zu Gotthard: Die Besetzung von Pfarren ist immer noch Sache des Bischofs. Wenn Sie ein Problem
damit haben, dass in den Gemeinden zu wenige Katholiken sind, dann beschweren Sie sich doch beim Bischof.
Vielmehr kann man solchen Gemeinden nur gratulieren, in denen die Priester auch noch Zeit für Freizeitveranstaltungen
haben und sich nicht als Versorger auf Minimalniveau verstehen. Mit dem Minimum werden Sie die Gläubigen
nicht begeistern können. Es gibt so schon genug Priester, die sich darauf beschränken, was eben absolut
notwendig ist. Die restliche Zeit sind sie irgendwo unterwegs oder verkriechen sich im Pfarrhof. Dabei
wäre der Aktivismus ja genau DAS Grundprinzip modernistischer Pastoraltheologie.
#18 Nikolaus 12:45:09 | Dienstag, 7. November 2006
Sektenbeauftragter Es ist doch bezeichnend, dass sich ein Sektenbeauftragter meldet, was sich ja meist
auf die „Sekten innerhalb der katholischen Kirche“ (Ein Widerspruch in sich) beschränkt. Er sollte sich
vielleicht mehr um das Kirchenvolksbegehren kümmern. Die stehen nämlich tatsächlich mit ihrer Haltung
außerhalb der katholischen Kirche.
#16 Nikolaus 12:33:57 | Dienstag, 7. November 2006
Rauch Das Ganze hat doch System! Jetzt treten – wie immer bei solchen Aktionen – irgendwelche „Experten“
auf, die es ja „immer schon gewusst haben“, damit man die Ganze Sache im Nachhinein noch irgendwie beschönigen
und rechtfertigen kann. Um die Leute schert man sich einen D*! Die sollen viel mehr glücklich darüber
sein, weil sie jetzt von irgendwo her irgendwie mitbetreut werden, worin ja eine so enorme pastorale Chance
liegt! Schließlich liegt im Abziehen von Priestern ja DAS Rezept für die Zukunft, das wir alle bisher
einfach nicht erkannt haben. Es wird den Priestern doch in einer Tour nur gezeigt, dass sie nicht mehr
gebraucht werden. Schließlich MACHEN wir und sie Sachen ja selber. Es reicht ja auch, mit der Pastoralassistentin
„Probleme“ zu besprechen. Wozu denn noch die Beichte, wo doch alles nur soziologisch determiniert ist!
#149 Nikolaus 12:39:39 | Samstag, 4. November 2006
Gunsenum, Zwilling Selbstverständlich sind Änderungen in den Strukturen nötig. Darin aber die große
pastorale Chance zu sehen, ist doch etwas naiv! Vielmehr geht es um eine pastorale Notwendigkeit. Das
Ideal wird aber doch wohl eher darin bestehen, dass jede Gemeinde auch möglichst ihren eigenen Pfarrer
hat. Durch die Pfarrverbände oder pastoralen Räume wird es sehr schnell zu einer Entfremdung der Priester
mit den Gemeinden und umgekehrt kommen. Darin kann ja wohl nicht der Sinn liegen. Hier von einer Chance
zu sprechen, ist doch ein Hohn gegenüber jeder pastoralen Sorge. Sollte nicht die Herde ihren Hirten
und umgekehrt die Hirten ihre Herde möglichst gut kennen, um bei einem biblischen Bild zu bleiben Ezechiel
Kap. 34 und Joh 10, z.B. Vers 3 Die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören,
einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
#134 Nikolaus 18:12:38 | Freitag, 3. November 2006
Zwilling Da haben Sie aber ordentlich danebengegriffen. Es ist nur konsequent, was Bischof Algermissen
da tut! Wir leben im 21. Jahrhundert und damit nachkonziliar! Wer glaubt, er könne gegen die Gemeinde
und einzig „sein Ding fahren“ (verpflichtende Mundkommunion, Angst-Szenarien, stille Messe, Messe mit
dem Rücken zum Volk, …), Die Reaktionen der betroffenen Leute haben sich aber nicht so angehört, als
wenn sie Angst hätten. Vielmehr haben sich in einer Pfarrei immerhin 75% der Katholiken für den Pater
ausgesprochen. von Zwang bei der Mundkommunion war auch nie die Rede. Da haben eher Sie irgendwelche Komplexe!
Die Patres haben haben neben viel Gutem auch viel Ärgernis hervorgerufen. Das sollte nicht vergessen
werden! Bei welchem Pfarrer ist dies heutzutage bitte nicht so?! Im umgekehrten Fall hört man halt nichts
in der Öffentlichkeit über den Unmut darüber, dass der Pfarrer ein Vollmodernist ist. Über ihren rigorosen
und weltfremden Umgang mit den ihnen anvertrauten Menschen hat noch keiner berichtet. Warum haben sich
die Leute dann nicht aufgeregt, als die Schreiberlinge der Fuldaer Zeitung dort waren? Es wurden verschiedentlich
Leute befragt. Es war die Rede davon, dass sie viele junge Leute begleiten, dass Kinder weinend aus der
Kirche kamen, als sie erfuhren, dass der Pfarrer weg muss, dass sie eine Frau gut betreuten, als der Schwiegervater
starb,…
Zölibat Wer wird denn von der Kathol. Kirche zum Zölibat gezwungen? Zudem gibt es kein „Recht“ auf die
Weihe, auch kein Mann hat ein „Recht“ darauf. Zudem wird ja gerade so getan, als denn das Heiraten ein
Allheilmittel und das Paradies auf Erden wäre! Warum haben wir dann soviele Scheidungen? Wenn sich irgend
ein Paar scheiden lässt, so berührt das kaum jemanden. Die gehören halt auch zu den fast 50%, die eben
nicht durchhalten. Ein Priester wäre vor diesem Schicksal aber auch nicht geschützt, bloß weil er ein
„Mann der Kirche“ ist. (Siehe die Scheidungsrate der protest. Pastoren!) Welche Glaubwürdigkeit hätte
so ein Priester noch? Weiters: wer garantiert, dass ein Priester nicht die gleichen Probleme bei der Kindererziehung
hätte wie andere Paare auch. Es gibt ja den Spruch, die schlimmsten Kinder sind die des Pastors und des
Lehrers. Das sind aber nur soziologische Argumente. Über all dem steht immer das „um des Himmelreiches
willen“. Wer es fassen kann, der fasse es.
Würzburg Wen interessiert denn heute noch, was die Würzburger Synode gesagt hat? Danach kräht doch
schon lange kein Hahn mehr. Wie wäre es, wieder einmal die Texte des II. Vaticanums zur Hand zu nehmen
oder auch die Texte der letzten 2-3 Jahrzehnte, die vom Vatikan veröffentlich wurden?
#52 Nikolaus 17:45:58 | Donnerstag, 2. November 2006
Romulus Und, pardon, aber wenn vertrauliche Briefe öffentlich gemacht werden, ist die Zusammenarbeit
beendet egal, ob das die SJM oder irgendwelche anderen Priestergruppierungen sind. Glauben Sie tatsächlich,
dass sich der Bischof etwa gegen einen Priester des Fuldaer Kreises in derartiger Weise vorgehen trauen
würde? Dazu haben die eine zu starke Lobby!
#27 Nikolaus 15:56:17 | Donnerstag, 2. November 2006
Umgebung Kann es sein, dass auch die invidia clericalis so manche Mitbrüder veranlasst, den Bischof bei
der Vertreibung zu unterstützen? Das muss ja doch etwas beschämend sein zu sehen, dass sie – trotz der
unbestritten konservativen Haltung – Zustimmung bei den Gläubigen finden. Im Normalfall schaut es ja
doch so aus, dass sich von den 14 bis 40-jährigen kaum einmal jemand in der Sonntagsmesse blicken lässt.
Hier aber spricht sich eine 17-jährige für die Patres aus! Sie müssen also doch etwas Gewinnendes an
sich haben, obwohl sie sicher nicht jeder Zeitgeistmeinung nachgeben werden. Was ist übrigens so schlimm
daran, sich für die Mundkommunion auszusprechen? Solange sie niemanden dazu zwingen, habe ich überhaupt
kein Problem damit.
#25 Nikolaus 15:39:31 | Donnerstag, 2. November 2006
Unterschriften Ich finde die Unterschriftenaktion sehr beachlich. Welcher Priester würde es in seiner
Pfarrei schaffen, dass innerhalb kürzester Zeit sich 75% der Katholiken namentlich für den Verbleib
eines in den Medien „umstrittenen“ Priesters aussprechen würden? Dabei heißt es von vielen Verantwortlichen
in der Ausbildung, dass nur die pastoral Klugen Zustimmung finden würden. Ich möchte einmal behaupten,
dass in einer Durchschnittspfarrei nicht einmal 75% ihren zuständigen Pfarrer kennen.
#10 Nikolaus 16:13:12 | Mittwoch, 1. November 2006
Mundkommunion Die Priester haben im Erstkommunionunterricht für die Mundkommunion geworben Und was ist
da so schlimm daran? Soviel ich weiß, wurde auch die Handkommunion erlaubt. Ist deshalb die Mundkommunion
jetzt verboten? Es ist wohl klar, dass jeder Priester seine Präferenzen hat. Darf er diese Präferenzen
dann nicht auch bei der Sakramentenpastoral zur Sprache bringen? Schließlich heißt es, sie hätten für
die Mundkommunion geworben. Das tue ich auch, ohne deshalb die Handkommunion zu verweigern. Umgekehrt
wurde mir die Kommunion verweigert, weil ich mich hingekniet habe. Von Zwingen ist hier nirgendwo die
Rede. Ich kann aber genügend Priester benennen, die die Kinder zumindest dazu nötigen, die Handkommunion
zu nehmen – oftmals gegen den Willen der Eltern.
Dialogbereitschaft Was ist falsch daran, mit den Leuten offen über Dinge zu reden? Liegt der Sinn des
Dialoges nicht gerade auch darin, die Karten offen auf den Tisch zu legen? Da wird einerseits immer wieder
mit Mehrheiten argumentiert, andererseits werden dann einstimmige Beschlüsse oder Unterstützungserklärungen
locker vom Tisch gewischt. Mir kommt es immer mehr vor, dass gerade jene, die von Geschwisterlichkeit
reden, am härtesten durchgreifen, wenn ihnen etwas nicht passt.
#25 Nikolaus 15:21:22 | Donnerstag, 26. Oktober 2006
Eigenartig Da schafft es in der heutigen Zeit ein amtierender Diözesanbischof, tatsächlich noch eine
freie Personalentscheidung zu treffen, und es finden sich natürlich genügend Leute, die sich darüber
aufregen. Gehört es denn nicht mehr zu seinen genuinen Aufgaben, als oberster Hirte seiner Diözese solche
Entscheidungen zu treffen? Ist der Diözesanbischof nur mehr eine Marionette seiner Gremien? Noch dazu
handelt es sich gerade beim persönlichen Pressesprecher doch um einen der engsten Mitarbeiter des Bischofs.
Landorganist Es ist doch eine Verkürzung, sich alleine auf das Gewissen zu berufen. Vielmehr geht es
um ein gebildetes Gewissen, das versuchen muss, sich am Lehramt auszurichten und weiterzubilden. Sonst
landen wir wieder im gesagten Relativismus. P.S. Wo steht bei all diesen Beiträgen eigentlich etwas über
Hand-/Mundkommunion?
Protestant Die Bedingungen für eine schwere Sünde sind, dass es sich um etwas Wichtiges handelt, es
willentlich gemacht wird und man das Wissen darum hat, dass es eine schwere Sünde ist. Kann es sein,
dass Sie neue Einsichten gewonnen haben? Dann wären Sie ja auf einem guten Wege. Schließlich ist es
auch ein Werk der Barmherzigkeit, den Irrenden auf den richtigen Weg zu führen.
Protestant Das ist nun einmal ein Unterschied zum Protestantismus, dass die letzte authentische Bibelauslegung
nicht dem persönlichen Geschmack des Einzelnen überlassen ist, sondern – nach katholischer Sicht – eben
dem Lehramt. Andernfalls würden wir im protestantischen Subjektivismus enden, worunter der Protestantismus
am meisten leidet. Aber noch ein anderer Aspekt: man sollte die Frage des Kommunionempfanges bitte nicht
auf Geschiedene-Wiederverheiratete reduzieren! Was ist mit denen, die sich aus eigener Schuld oder Bequemlichkeit
nicht an das Sonntagsgebot halten, die hl. Messe zu besuchen? Nach katholischer Lehre ist die Unterlassung
des sonntäglichen Messbesuches eine schwere Sünde. In der Praxis sieht es meist so aus, dass jeder zum
Kommunionempfang nach vorne geht, obwohl er vielleicht nur alle 2 Monate (eben alle heiligen Zeiten) zur
Sonntagsmesse geht. Besteht Barmherzigkeit darin, andere ins Verderben laufen zu lassen? (Wehe dem, der
unwürdig zum Tisch des Herrn tritt,…)
Samaritanerin Das mit der Samaritanerin ist eine Sache für sich: Es heißt dort: 4:17 Die Frau antwortete:
Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. 4:18 Denn fünf
Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt.
Jesus anerkennt also den Mann, den sie zuletzt hatte, nicht als „Mann“ im Sinne von Ehemann. Auch die
Frau weiß das. Wenn man den Aussagen des NT folgt, dann bedeutet die Entlassung aus der Ehe und das Eingehen
einer neuen Beziehung eindeutig Ehebruch, was klar dem Dekalog widerspricht. (vgl. dazu Mk 10, 11-12:
Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber
Ehebruch. Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entläßt und einen anderen
heiratet. Lk 16, 18: Wer seine Frau aus der Ehe entläßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; auch
wer eine Frau heiratet, die von ihrem Mann aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.) Weiters
bedeutsam ist die Stelle 1 Kor 11, 27 Wer also unwürdig von dem Brot ißt und aus dem Kelch des Herrn
trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. 11:28 Jeder soll sich selbst prüfen; erst
dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. 11:29 Denn wer davon ißt und trinkt, ohne
zu bedenken, daß es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er ißt und trinkt.
#155 Nikolaus 22:39:05 | Samstag, 21. Oktober 2006
Watchlist Was habe ich nur falsch gemacht, dass ich von Platz 8 auf Platz 9 abgestürzt bin? Hoffentlich
kann ich diese Nacht trotzdem ruhig schlafen. Aber irgendwie fühle ich mich an den Kindergarten zurückversetzt.
Da haben wir solche Spiele auch gemacht.
#116 Nikolaus 17:56:46 | Freitag, 20. Oktober 2006
Pünktchen Es darf auch Leute geben, die sich mit anderen Themen beschäftigen. Glauben Sie denn allen
Ernstes, dass hier in diesen Foren zum Thema Priesterseminar von St. Pölten noch etwas Relevantes zu
erwarten ist?
#112 Nikolaus 17:20:59 | Freitag, 20. Oktober 2006
ExBochumer Auf welche Quellen stützen Sie sich, wenn Sie schreiben, dass rund 5% der Bevölkerung homosexuell
sind? Robert T. Michael, John H. Gagnon, Edward O. Lauman, Gina Kolata, Sex in America. A definite survey,
New York 1994: Unter der erwachsenen Bevölerung sind 2,8% der Männer und 1,4% der Frauen als homosexuell
zu bezeichnen. Eurogay-Emnid Studie 2001: Die Emnid-Umfrage in Deutschland kommt zu folgenden Prozentsätzen:
1,3% der Männer und 0,6% der Frauen sind homosexuell
turki Es erfüllt mich mit Stolz, endlich in den Kreis der Auserwählten zu gehören, die in die Watchlist
des großen und erhabenen turk eingereiht werden. Wie freut es mich, von ihm erwähnt zu werden.
#45 Nikolaus 20:57:15 | Donnerstag, 19. Oktober 2006
Ruhig Blut!!!! Nur nicht so aufregen, das belastet nur das Herz. 1. habe ich mich nicht dazu geäußert,
ob Dr. Rothe nun schuldig ist oder nicht. Das weiß ich nicht und ich fälle darüber auch kein Urteil
2. habe ich einfach die Objektivität und Sachlichkeit der Gerichte etwas angezweifelt, was in Anbetracht
mancher Urteile, egal in welchem Zusammenhang, immer wieder angebracht ist. Gerechtigkeit und Objektivität
will ich nicht für mich in Anspruch nehmen, weil all zu oft die Zusammenhänge nicht voll durchschaubar
sind. Genauso will ich das aber auch bei Richtern anzweifeln, weil doch auch immer persönliche Dinge
mithineinspielen. Vielleicht hat die Richterin ein grundsätzliches Problem mit Priestern. Ich weiß es
nicht. Das objektive Urteil überlasse ich lieber dem lieben Gott. 3. gehen mir die Phrasen des turk tatsächlich
auf den Wecker, weil eigentlich nichts Neues mehr kommt und auch nicht mehr zu erwarten ist Vielmehr denke
ich mir, ob nicht doch bei turk, Pytlik und co. eine persönliche Aversion vorliegt. Vielleicht kennen
sie sich von früher her, vielleicht haben sie miteinander studiert, vielleicht ist noch manche Rechnung
offen,…
#43 Nikolaus 20:22:05 | Donnerstag, 19. Oktober 2006
Immer die gleichen Sprüche von turk Schön langsam geht mir das Geschwafel von dem rechtskräfigenten
Urteil auf den Wecker. Das mit dem rechtskräftigen Urteil ist so eine Sache! Im Recht sein und Recht
bekommen ist bekanntlich ja nicht immer das Gleiche. Gab es das Gutachten des Professors damals eigentlich
schon? Wie wurde es gewertet, denn schließlich ist er als gerichtlich zertifizierter Sachverständiger
doch eine Autorität.
#4 Nikolaus 20:33:50 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
daughter_of_isis* Und was soll das Bild beweisen? Für mich ist es eine Lächerlichmachung dessen, was
einem Katholiken wichtig sein sollte. Dazu gehört auch der notwendige Respekt vor dem Kreuz und der Kleidung
von Ordensfrauen. Es wird ja wohl niemand behaupten können, dass dieses Photo einem großen katholischen
Ideal entspricht.
#33 Nikolaus 19:54:01 | Donnerstag, 5. Oktober 2006
Turk Im übrigen muß zwischen Bischof Krenn und den für das homosexuelle Fahrwasser des dann geschlossenen
Priesterseminars direkt verantwortlichen Ex-Vorstehern durchaus unterschieden werden. Das wäre ja jetzt
auch noch der Gipfel der Unverschämtheit, Bischof Krenn in die ganzen Vorgänge im Seminar hineinzuziehen.
Liebe Leute Ich glaube nicht, dass der Papst damals mit seinen Beratern darüber nachgedacht hat, ob er
nun Bauch, Brust, Magen oder Darm sagen soll. Zum Dogma hat er seine Aussage meines Wissens auch nicht
erhoben. Aber in diesem Forum findet sich immer wieder jemand, der das Haar in der Suppe sucht – und sich
freut, findig geworden zu sein. Wenn ich mir vorstelle, eine Kugel im Bauch (Magen, Darm, Brust,…) zu
haben, dann würde ich wahrscheinlich einfach nur einen immensen Schmerz verspüren, der zudem nicht ganz
genau lokalisierbar ist. Vermutlich würde ich auf die Frage, wo es wehtut, einfach nur damit antworten,
was mir zuerst einfällt. Also seit bitte nicht zu kritisch, wenn es um die damalige Formulierung des
Papstes geht.
Farfarello Immerhin gibt es diese Internetplattform erst seit einem Jahr. Soweit ich beobachten kann,
heiratet kaum einmal ein Paar, das sich kürzer als 12 Monate kennt. Daher eine Hochrechnung aufzustellen,
dass dies in 10 Jahren nur 30 Paare wären, ist doch etwas an der Realität vorbeigerechnet. Es bedeutet
ja auch nicht, dass die übrigen 20 Paare nicht in nächster Zukunft an eine Hochzeit denken würden.
Generell finde ich es in diesem Form schon merkwürdig, dass alles kritisiert werden muss. Dass nicht
jede Initiativer perfekt und unfehlbar ist, ist wohl jedem klar. Aber zumindest gibt es eine Initiative,
die sich zum Ziel gesetzt hat, eine Möglichkeit für Katholiken zu bieten, Gleichgesinnte kennenzulernen.
Und wenn es nur diese 3 Paare sind, die sich gefunden und geheiratet haben, so hat sich die Initiative
„rentiert“.
Noch einmal Es geht bei der ganzen Debatte doch nur sekundär darum, ob Kondome tatsächlich ein absoluter
Schutz sind oder nicht. Da aber nun einmal HI-Viren nur 0,2% der Größe eines Spermiums haben und Kondome
einen PI von 3-12 aufweisen, kann wohl kaum jemand behaupten, Kondome würden vor AIDS schützen, „unerwünschte“
Schwangerschaften aber nicht verhindern können. Vielmehr geht es darum, das Wesen der Liebe zu verstehen.
Wenn Kondome als Notwehr gegen Aids zum Einsatz kämen, dann stellt sich einfach die Frage, was eheliche
Liebe mit Notwehr zu tun hat.
Schockenhoff Viele Probleme, die Professor Schockenhoff sieht, ergeben sich erst, wenn man sich mit der
Praxis des vorehelichen Geschlechtsverkehrs abgefunden hat. Natürlich ist die kirchliche Lehre eine große
Herausforderung in einer Zeit, wo es „normal“ scheint, dass man spätestens nach 5 Wochen miteinander
ins Bett geht. Wenn wir aber vor dem Faktischen kapitulieren, dann haben wir schon verloren. Es geht schließlich
um jedes einzelne Paar. Wenn ich aber von vornherein schon sage, das sei heute nun einmal so, dann gebe
ich ein Ideal kampflos auf. Wenn sich ein Paar, wo jemand infiziert ist, zum Kondom greift, so muss ich
deren Entscheidung respektieren, ich brauche sie aber nicht akzeptieren. Wenn ich aber dem Kondomgebrauch
zustimme – aus welchen Gründen auch immer – dann mache ich mich mitschuldig bei einer in sich schlechten
Handlung. Die Konsequenz kann zudem dann sein, dass auf meine Kondomempfehlung hin sich jemand mit dem
HI-Virus infiziert. Ich könnte mit dieser Last nicht leben. Wie gesagt: ich muss eine Entscheidung respektieren,
brauche sie aber nicht akzeptieren. Mit dem Risiko einer Ansteckung brauche ich aber auch nicht leben.
Kondomgebrauch Meiner Meinung nach widerspricht es doch völlig dem Wesen der ehelichen Liebe, wenn man
einen Akt der Selbstverteidigung (in diesem Fall vor AIDS) setzen muss. Zudem sind Kondome kein absoluter
Schutz. Schließlich haben Kondome einen Pearl-Index von 3-12. PI 5 z.B. bedeutet: wenn 100 Paare ein
Jahr eine bestimmte Form der Empfängnisverhütung praktizieren, werden dennoch 5 Frauen in diesem Zeitraum
schwanger. Wenn man dann aber weiters berücksichtigt, dass der Größenunterschied zwischen HIV-Erreger
und Spermium bei 1:480 liegt, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass da keine Übertragung möglich
sein soll. Anders gesagt: ein HIV-Erreger hat gerade einmal 0,2% der Größe eines Spermiums. Wenn ich
mir vorstelle, dass ich einem betroffenen Paar den Kondomgebrauch empfehlen würde, so könnte ich mit
dieser Last nicht leben. Selbst wenn das Risiko bei nur einem Prozent pro Jahr liegen würde, wäre dies
unverantwortlich. Man könnte dann eventuell mit dem geringeren Übel argumentieren. Es stimmt zwar, dass
der Kondomgebrauch in Bezug auf AIDS ein geringeres Übel darstellt als „ungeschützter Verkehr“. Der
Grundsatz des geringeren Übels geht aber davon aus, dass es neben 2 Übeln keine alternative mehr gibt.
Das ist in diesem Fall jedoch nicht zutreffend. Es bleibt immer noch die völlige Enthaltsamkeit. In diesem
Fall muss ich den Weg gehen, wo kein Übel hingenommen werden muss, auch nicht das geringere Übel.
Pünktchen Soviel ich weiß, konnte das Opfer nicht besucht werden, weil jener Mann in die Slowakei verschwunden
ist (war illegal in Österreich) und nicht einmal zur Gerichtsverhandlung gegen Schenll erschien. Schnell
ist bereits lange vor dem Amtsantritt von Bischof Krenn in die Diözese gewechselt. Vielleicht sollte
Abt Angerer sich einmal die Frage stellen, ob nicht gerade seinetwegen die Leute weggegangen sind. (Aussage
von einem seiner Mitbrüder: Manche von uns fahren nur dann ins Stift zurück, wenn wir uns zuvor vergewissert
haben, dass Abt Angerer nicht da ist.) Abt Angerer würde ich nicht unbedingt zitieren, wenn man sich
anschaut, was er sich in Geras geleistet hat. Wie soll sich übrigens jemand dagegen wehren, wenn jemand
behauptet, er hätte eine Nahebeziehung. Hat diese Nahebeziehung auf Gegenseitigkeit beruht? Wenn kreuz.net
verschweigen hätte wollen, dass Schnell zur Traditionalistenszene gehörte, dann hätte der Redakteur
diese Passage aus dem Interview streichen müssen.
Pünktchen Pünktchen schrieb bei einem anderen Beitrag zu diesem Thema: Wenn man sich nun den offenbar
verheerenden Leumund des Kandidaten Schnell anschaut, dann verwundert es noch mehr, wie und durch wen
und warum er zur Priesterweihe zugelassen wurde! Wie wurde Schnell zur Weihe zugelassen: er war im Stift
Geras, hatte noch nicht die ewige Profess abgelegt und wurde deshalb auf die Diözese geweiht. Mit der
Ablegung der Profess wäre er automatisch auf das Stift inkardiniert worden. Durch wen wurde er geweiht:
sein Weihebischof war Bischof Zak (ist in einem anderen Artikel nachzulesen:www.kreuz.net/article.2917.html)
bereits in den 80-ern. Bischof Krenn kam am 14. Sept. 1991 nach St. Pölten. Warum wurde er zur Weihe
zugelassen: weil ihn Abt Angerer präsentierte. Im Übrigen sind Sie auf meine Einwände mit keinem Wort
eingegangen (z. B. „Ich war im Gefängnis und ihr habt mich (nicht) besucht“). Wenn Sie schon Abt Angerer
zitieren, dann sollten Sie zuvor einmal die Frage stellen, warum er Schnell zur Weihe präsentierte. N.B.
Wenn Sie die Hintergründe nicht kennen, sollten Sie nicht so großspurig daherschreiben.
Pünktchen Wenn man sich nun den offenbar verheerenden Leumund des Kandidaten Schnell anschaut, dann verwundert
es noch mehr, wie und durch wen und warum er zur Priesterweihe zugelassen wurde! Wie wurde Schnell zur
Weihe zugelassen: er war im Stift Geras, hatte noch nicht die ewige Profess abgelegt und wurde deshalb
auf die Diözese geweiht. Mit der Ablegung der Profess wäre er automatisch auf das Stift inkardiniert
worden. Durch wen wurde er geweiht: sein Weihebischof war Bischof Zak (ist in einem anderen Artikel nachzulesen:www.kreuz.net/article.2917.html)
bereits in den 80-ern. Bischof Krenn kam am 14. Sept. 1991 nach St. Pölten. Warum wurde er zur Weihe
zugelassen: weil ihn Abt Angerer präsentierte. Im Übrigen sind Sie auf meine Einwände mit keinem Wort
eingegangen (z. B. „Ich war im Gefängnis und ihr habt mich (nicht) besucht“). Wenn Sie schon Abt Angerer
zitieren, dann sollten Sie zuvor einmal die Frage stellen, warum er Schnell zur Weihe präsentierte. N.B.
Wenn Sie die Hintergründe nicht kennen, sollten Sie nicht so großspurig daherschreiben.
Pünktchen „Ich war im Gefängnis und ihr habt mich (nicht) besucht“ Gehört es nicht auch zur Hirtensorge
eines Bischofs, sich um einen Priester zu kümmern, selbst wenn er etwas Schlimmes angestellt hat? Ein
Besuch bedeutet doch noch nicht, dass jemand mit dem einverstanden ist, was jemand getan hat! In diesem
Fall dürfte ja auch kein Priester mit jemandem reden, der in Sünde lebt (Geschieden-Wiederverheiratet,
uneheliche Verbindung, alkoholiker,…)
Diözesangerichte Ich frage mich nur, wer in Zukunft noch in einem Diözesangericht arbeiten will, wenn
er permanent damit rechnen muss, derartigen öffentlichen Vorwürfen von jenen Leuten ausgesetzt zu sein,
gegen die gerade ein Strafprozess läuft. So abstrus können Vorwürfe ja nicht sein, dass nicht doch
etwas am Beschuldigten hängen bleibt.
Pfarrzusammenlegungen Ich frage mich nur, wie sich der Autor des Artikels die Zukunft in den Pfarren vorstellt!
Es kann ja wohl nicht so sein, dass jeder Pfarrer jeden Sonntag 5 Messen zu halten hat, weil er dementsprechend
viele Pfarren zu betreuen hat. (Damit ist natürlich auch verbunden, dass er 5 Pfarrgemeinderäte, 5 Pfarrkirchenräte,…
und dementsprechend viele Sitzungen hat.) Bei der heutigen Flexibilität und Mobilität der Leute wird
es wohl zumutbar sein, dass man nicht 3 Minuten, sondern durchaus auch 10 Minuten zur Sonntagsmesse fährt.
Viele Menschen pendeln täglich womöglich eine Stunde zu ihrem Arbeitsplatz, aber die Kirche soll vor
der Haustüre stehen. Für jene, die nicht mobil sind, wird sich wohl eine Mitfahrgemeinschaft organisieren
lassen. Wie es derzeit aussieht, wird man an Pfarrzusammenlegungen nicht vorbeikommen. Die Pfarrstrukturen
sind schließlich nicht göttlichen Rechtes. Josef II. hatte damals (1780-1790) viele Pfarren nach dem
Prinzip gegründet, dass niemand mehr als eine Stunde zur Sonntagsmesse unterwegs sein soll.
Gotthard Da kennt sich wohl jemand besonders gut aus: die Domkapitulare wählen nur in der ED Salzburg
aus einem Dreier-Vorschlag des Papstes den neuen Bischof. In allen anderen Diözesen hat der Papst das
freie Ernennungsrecht. Im Übrigen ist das Domkapitel nicht nur für die Domliturgie zuständig. Sie sind
das engste Beratergremium, das meist monatlich mit dem Bischof tagt und wo alle wichtigen Fragen behandelt
werden, die eine Diözese betreffen. Priesterrat, Dechantenrat,… tagen im Gegensatz meist nur zweimal
im Jahr. Nun zu einigen Falschmeldungen im Bericht selber: auch beim Vorgängerbischof waren immer Domkapitulare
bei der Bischofsliturgie anwesend. Nur ist es so, dass einer der Kapitulare selber auch eine eigene Pfarre
betreut. Die übrigen Domherren übernehmen durchaus auch Aushilfen oder haben fixe Orte, wo sie zelebrieren.
Bischof Küng hat nicht erst seit dem Weggang des Dompfarrers Messen im Dom übernommen, sondern tut dies
an Sonntagen seit seinem Amtsantritt im November 2004 immer wieder, wenn er nicht auswärts zelebriert.
Dass sich das Domkapitel den zurückgetreten Dompfarrer zurückwünscht, gehört ins Reich der Märchen.
Genau das Gegenteil ist der Fall.
Ablehnung der alten Messe Es wäre also für viele Priester und Bischöfe ein „Schritt nach hinten“, sollte
der tridentinische Ritus wieder erlaubt werden. Denn das zieht ja Folgen nach sich: Eine tiefkatholische
Messe, wie es die tridentinische ist, verlangt ja vieles: einen ordentlichen Katechismusunterricht, eine
gute Beichte vor dem Empfang der Kommunion, den Glauben an die Verwandlung der Gestalten, den Empfang
der Kommunion in den Mund, ein konsequentes Leben nach den Geboten, etc. Mal ehrlich (und ich bin wahrhaftig
kein Gegner des Trident. Ritus): wer garantiert, dass trotz der Zelebration des alten Ritus die Leute
1. vor dem Kommunionempfang beichten, 2. an die Realpräsenz glauben, 3. konsequent nach den Geboten leben,
4. den Katechismus kennen? Seien Sie doch bitte nicht so naiv und glauben, all dies würde nur am Ritus
liegen! Selbst wenn der Priester im alten Ritus zelebriert, kann er durch die Leute auch nicht hindurchschauen.
Oder glauben Sie, die Leute würden erst sündigen (und nicht zur Beichte gehen), seitdem es den Novus
Ordo gibt?
Krebsbehandlung Solche Fälle kommen öfters vor als man meint. Erst vor wenigen Tagen starb eine mir
bekannte Frau mit 28 Jahren. Vor ein paar Jahren hatte sie geheiratet, bald nach Beginn der Schwangerschaft
wurde Leukämie bei ihr festgestellt. Auch sie hat auf die Behandlung während der Schwangerschaft verzichtet
und gebar eine gesunde Tochter. Exakt ein Jahr nach der Geburt der Tochter ist die Frau gestorben.
Visitation in St. Pölten Warum wurde eigenlich nicht auch das Canisiusheim in Horn im Zuge der Visitation
besucht? Einer der Hauptankläger, der im Seminar scheinbar an manchen „Aktionen“ aktiv mitbeteiligt war,
sich als Homo geoutet hat und vielleicht DER Hauptinformant der Medien war, war gemäß mehrfacher Berichterstattung
in verschiedenen Zeitungen, mehrere Jahre in Horn, um das Aufbaugymnasium zu besuchen. Er war auch im
Propädeutikum und wurde von den zuständigen Leuten für das Seminar empfohlen. Ebenfalls waren Leute,
die dann im Seminar den Homozirkel bildeten, zuvor in Horn im Canisiusheim, aber nicht im Propädeutikum,
das sich im gleichen Haus befindet. Ist es glaubhaft, dass sich dieser Zirkel erst im St. Pöltner Seminar
bildete und zuvor nicht schon in Horn bestanden hat?
Doktor Angelicus: Das ewige Licht leuchte ihm! Wer ist Ihrer Meinung nach denn ein herausragender Theologe?
Welches bisher unerkannte Genie verbirgt sich denn hinter „Doktor Angelicus“? Kardinal Scheffczyk war
ein (fast) allseits anerkannter Theologe. Wer konnte da tatsächlich mit ihm mithalten?
turk: Habe andere Informationen Da habe ich andere Meldungen gehört: mit der schriftlichen Ernennungsurkunde
zum Kardinal soll gleich auch ein „Formular“ beigelegt gewesen sein, wo er seinen Verzicht auf die Bischofweihe
kundtun sollte. So bescheiden, wie Scheffczyk war, hat er es tatsächlich auch getan. Ich habe den Kardinal
immer wieder einmal getroffen und zumindest für mich war er der bedeutendste deutschsprachige Theologe
des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Vor allem war er ein von tiefer Frömmigkeit geprägter Priester, der
durch und durch demütig war. Die Kirche im deutschen Sprachraum verliert einen der ganz großen Theologen.
Requiescat in Pace.
Nikolaus Eigenartig! Da hat man doch den „Schuldigen“ abgeschossen und das Seminar für ein Jahr geschlossen –
und die Leute verstehen das nicht! Warum treten die Gläubigen nicht wieder scharenweise ein? Oder ist
die Sache doch nicht so einfach? Vielleicht treten manche nicht nur deshalb aus, WEIL einiges falsch gelaufen
ist, sondern auch deshalb, WIE man mit den ganzen Problemen umgegangen ist und jetzt umgeht. Vielleicht
hatte der Altbischof doch mehr Zuspruch, als man für möglich gehalten hat. Gerade die feine Art war
die Art seiner „Pensionierung“ ja nicht gerade.