Frl. Semmelbrösel
Erstellt: 15:32:28 | Dienstag, 10. August 2010
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36 Lesermeinungen
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#61   Frl. Semmelbrösel   17:03:56 | Donnerstag, 26. August 2010
Humbelina
Das genannte Werk des EB habe ich genauso gelesen wie Dignitatis Humane. Im Buch von Lefebvre gibt es zahlreiche logische Schnitzer, die ich bei der Lektüre auch gekennzeichnet habe. Es ist gerade das Fehlen von Analysefähigkeit, was L. auszeichnet. Leider habe ich das Buch verliehen, sodass ich Ihnen die entsprechenden Stellen jetzt nicht angeben kann. Aber einiges habe ich Ihnen aus meiner Erinnerung ja schon benannt. (s.u.!)
Dignitatis humanae, die Erklärung zur Religionsfreiheit, kann als nicht traditionswidrig nur verstehen, wer die Unterscheidung von Grundsatz und Anwendung macht:
„So wird beispielsweise die Religionsfreiheit dann, wenn sie eine Unfähigkeit des Menschen, die Wahrheit zu finden, zum Ausdruck bringen soll und infolgedessen dem Relativismus den Rang eines Gesetzes verleiht, von der Ebene einer gesellschaftlichen und historischen Notwendigkeit auf die ihr nicht angemessene Ebene der Metaphysik erhoben und so ihres wahren Sinnes beraubt, was zur Folge hat, daß sie von demjenigen, der glaubt, daß der Mensch fähig sei, die Wahrheit Gottes zu erkennen und der aufgrund der der Wahrheit innewohnenden Würde an diese Erkenntnis gebunden ist, nicht akzeptiert werden kann. Etwas ganz anderes ist es dagegen, die Religionsfreiheit als Notwendigkeit für das menschliche Zusammenleben zu betrachten oder auch als eine Folge der Tatsache, daß die Wahrheit nicht von außen aufgezwungen werden kann … „
(Benedikt XVI. Ansprache vom 22. Dez. 2005 www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html)
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#59   Frl. Semmelbrösel   16:38:34 | Donnerstag, 26. August 2010
Humbelina
Ja, von seinen Analysefähigkeiten hat EB Lefebvre in dem Buch „Sie haben Ihn entthront“ eine eindrucksvolle Probe gegeben. Religionsfreiheit wird nicht von Indifferentismus unterschieden und „Liberalismus“ als staatlicher und rechtsstaatlicher Gedanke wird nicht unterschieden von dogamtischer Beliebigkeit innerhalb der Kirche. usw. usf.
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#56   Frl. Semmelbrösel   16:11:18 | Donnerstag, 26. August 2010
Humbelina
Diverse … Theologen, so Ebf. Lefebvre haben das analytisch vertieft.
Ja, in dem Masse, in dem ihnen die Fähigkeit zur Analyse gegeben ward!
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#54   Frl. Semmelbrösel   15:59:17 | Donnerstag, 26. August 2010
Einfalt
Bene docet, qui bene distinguit, gute Einfalt. Möglich, dass die Fähigkeit der Unterscheidung sich nicht immer mit Einfalt verträgt.
Der ganze Komplex „Moderne“ (und der von ihm abgeleitete „Modernismus“) kann im 19. , im 20 und im 21. Jh. nur dann vom kirchl. Lehramt als ein Identisches behandelt werden, wenn er sich als unveränderliche Größe präsentiert, quasi als Granitblock. Dies ist jedoch nicht der Fall, wie vom Papst an der verlinkten Stelle gezeigt wurde! So wahr es ist, dass das Geistes- und Kulturleben eine dynamische Größe bildet, so wahr ist es auch, dass dieser Dynamismus die Kirche dazu zwingt, ihre unveränderlichen Grundsätze in jeweils adäquater Form anzuwenden. Man muss erkennen , dass Entscheidungen der Kirche zu geistigen Strömungen wie „Liberalismus“ und „Moderniusmus“
„Bezug nahmen auf eine bestimmte in sich selbst veränderliche Wirklichkeit. Man mußte lernen, zu akzeptieren, daß bei solchen Entscheidungen nur die Grundsätze den dauerhaften Aspekt darstellen, wobei sie selbst im Hintergrund bleiben und die Entscheidung von innen heraus begründen. Die konkreten Umstände, die von der historischen Situation abhängen und daher Veränderungen unterworfen sein können, sind dagegen nicht ebenso beständig. So können die grundsätzlichen Entscheidungen ihre Gültigkeit behalten, während die Art ihrer Anwendung auf neue Zusammenhänge sich ändern kann.“
(Benedikt XVI.: Ansprache vom 22. Dez. 2005 www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html)
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#49   Frl. Semmelbrösel   14:30:46 | Donnerstag, 26. August 2010
Einfalt
Die Tatsache, dass JPII von „Progressismus“ spricht, hat natürlich damit zu tun, dass die Soziallehre der Kirche sich weiterentwickelt hat und der Tatsache Rechnung trägt, dass auch die Moderne eine in sich selbst veränderliche Wirklichkeit ist, die klassischen Verurteilungen des Modernismus daher obsolet sind.
Papst Benedikt XVI. beschreibt dies www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html so: In der Zwischenzeit hatte jedoch auch die Moderne Entwicklungen durchgemacht. Man merkte, daß die amerikanische Revolution ein modernes Staatsmodell bot, das anders war als das, welches die radikalen Tendenzen, die aus der zweiten Phase der französischen Revolution hervorgegangen waren, entworfen hatten. Die Naturwissenschaften begannen, immer klarer über die eigenen Grenzen nachzudenken, die ihnen von ihrer eigenen Methode auferlegt wurden, die, auch wenn sie große Dinge vollbrachte, dennoch nicht in der Lage war, die gesamte Wirklichkeit zu erfassen. So begannen beide Seiten, immer mehr Offenheit füreinander zu zeigen
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#42   Frl. Semmelbrösel   13:50:43 | Donnerstag, 26. August 2010
Einfalt
Unabhängig von der Frage, ob der Autor des Wiki-Artikels mit seinen Einschätzungen in einem kirchengeschichtl. Sinne recht hat oder nicht, hat sich das höchste kirchl. Lehramt längst von integralistischen Positionen entfernt:
Ein Beispiel:
Zur Grundgestalt des Christentums gehört die Unterscheidung zwischen dem, was des Kaisers und dem, was Gottes ist (vgl. Mt 22, 21), das heißt die Unterscheidung von Staat und Kirche oder, wie das II. Vaticanum sagt, die Autonomie des weltlichen Bereichs. Der Staat darf die Religion nicht vorschreiben, sondern muß deren Freiheit und den Frieden der Bekenner verschiedener Religionen untereinander gewährleisten; die Kirche als sozialer Ausdruck des christlichen Glaubens hat ihrerseits ihre Unabhängigkeit und lebt aus dem Glauben heraus ihre Gemeinschaftsform, die der Staat achten muß. Beide Sphären sind unterschieden, aber doch aufeinander bezogen.

Die Kirche kann nicht und darf nicht den politischen Kampf an sich reißen, um die möglichst gerechte Gesellschaft zu verwirklichen. Sie kann und darf nicht sich an die Stelle des Staates setzen. Aber sie kann und darf im Ringen um Gerechtigkeit auch nicht abseits bleiben. Sie muß auf dem Weg der Argumentation in das Ringen der Vernunft eintreten, und sie muß die seelischen Kräfte wecken, ohne die Gerechtigkeit, die immer auch Verzichte verlangt, sich nicht durchsetzen und nicht gedeihen kann.
(Benedikt XVI.: Deus caritas est 28 www.vatican.va/…-caritas-est_ge.html)
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#36   Frl. Semmelbrösel   11:56:51 | Donnerstag, 26. August 2010
Religionsfreier
Die Meinungen von Herrn Mäder (gest. 1945 in „Gedanken eines Reaktionärs“) haben aber mit der kirchl. Lehre nichts zu tun! s. meine Hinweise unten!
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#33   Frl. Semmelbrösel   11:14:44 | Donnerstag, 26. August 2010
diakonus
Interessant wäre noch zu wissen, welche Staatsform die Betreiber dieser Seite sich denn wünschen! Eine vor-moderne Demkratie, eine Diktatur, Anarchie?
Wenn Sie betrachten, dass der Autor, auf den sich kreuz.net bezieht, bereits 1945 verstorben ist und seine „Einsichten“ in einem Buch unter dem Titel: „Gedanken eines Reaktionärs“ versammelt, dann ahnt man schon, dass dies bereits zu seiner Zeit „Schnee von gestern“ war!
Die Soziallehre der Kirche wird vom ihrem obersten Lehrer und Hirten vorgetragen, dem Nachfolger Petri in Rom. Und da sollte man sich an „Centesimus annus www.vatican.va/…s/DEU0071/_INDEX.HTM“ halten! Das ist die Lehre der Kirche in der heutigen Zeit. Alles andere sind Privatmeinungen!
Zum Gedankengut auf kreuz.net., sobald es den politischen Bereich streift, dürfte der Wiki-Artikel:
Integralismus de.wikipedia.org/wiki/Integralismus
aufschlussreich sein!
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#25   Frl. Semmelbrösel   10:50:23 | Donnerstag, 26. August 2010
Und noch mal aus der Enzyklika „Centesimus annus“ von Papst Johannes Paul II:
Die Kirche verschließt auch nicht die Augen vor der Gefahr des Fanatismus oder Fundamentalismus derer, die glauben, im Namen einer angeblich wissenschaftlichen oder religiösen Ideologie den anderen Menschen ihre Auffassung von dem, was wahr und gut ist, aufzwingen zu können. Die christliche Wahrheit ist nicht von dieser Art. Der christliche Glaube, der keine Ideologie ist, maßt sich nicht an, die bunte sozio-politische Wirklichkeit in ein strenges Schema einzuzwängen. Er anerkennt, daß sich das Leben des Menschen in der Geschichte unter verschiedenen und nicht immer vollkommenen Bedingungen verwirklicht. Darum gehört zum Vorgehen der Kirche, die stets die transzendente Würde der Person beteuert, die Achtung der Freiheit.
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#22   Frl. Semmelbrösel   10:38:24 | Donnerstag, 26. August 2010
kreuz.net
hat mit Robert Mäder († 1945; Buchtitel: „Gedanken eines Reaktionärs“) sicher einen wichtigen Gewährsmann für die katholische Soziallehre ausgegraben.
Wer ganz unwichtige und unerhebliche Quellen studieren möchte, sei auf die folgenden Buchtitel verwiesen:
Kompendium der Soziallehre der Kirche www.weltbild.de/…licher-rat-fuer.html (bes. S. 293 ff. zum „System der Demokratie“)
Die Enzyklika „Centesimus annus www.vatican.va/…s/DEU0071/_INDEX.HTM“:
Die Kirche weiß das System der Demokratie zu schätzen, insoweit es die Beteiligung der Bürger an den politischen Entscheidungen sicherstellt und den Regierten die Möglichkeit garantiert, sowohl ihre Regierungen zu wählen und zu kontrollieren als auch dort, wo es sich als notwendig erweist, sie auf friedliche Weise zu ersetzen. Sie kann daher nicht die Bildung schmaler Führungsgruppen billigen, die aus Sonderinteressen oder aus ideologischen Absichten die Staatsmacht an sich reißen.
Eine wahre Demokratie ist nur in einem Rechtsstaat und auf der Grundlage einer richtigen Auffassung vom Menschen möglich… dann, wenn es keine letzte Wahrheit gibt, die das politische Handeln leitet und ihm Orientierung gibt, die Ideen und Überzeugungen leicht für Machtzwecke mißbraucht werden können. Eine Demokratie ohne Werte verwandelt sich, wie die Geschichte beweist, leicht in einen offenen oder hinterhältigen Totalitarismus.
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#115   Frl. Semmelbrösel   22:13:27 | Montag, 23. August 2010
Mighty
Was sie „seelische Gewalt“ nennen, ist ein Phänomen, das nicht auf das Religiöse beschränkt ist. In jeder Beziehung gibt es sie, in jeder Schulklasse, politischen Partei, in Vereinen, ja selbst bei Spendenaufrufen im Fernsehen: kurz: überall, wo Menschen sind und Interssen …
Der Staat hat jedoch ein sehr spezielles Monopol auf Gewalt. Er kann auch äußerlich zwingen! Er hat die Mittel dazu und er beansprucht auch die alleinige Legitimität zur Gewaltanwendung zu haben.
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#113   Frl. Semmelbrösel   21:57:31 | Montag, 23. August 2010
Mighty
Der Staat besitzt auf einem bestimmten Territorium das Gewaltmonopol. Knapp gesagt: er kann zwingen – notfalls mit Freiheits- und Vermögensentzug und Gewalt. Dazu ist die Kirche nicht in der Lage und sie will es auch nicht. Das schliesst nicht aus, dass sie sich zu gesellschaftlichen Fragen äußert, sich sozial, karitativ und politisch engagiert. Das geht auch gar nicht anders, wenn die Zahl ihrer Mitglieder immer noch 30% der Bevölkerung ausmacht. Damit ist sie größer als jede politische Partei oder Gewerkschaft in Deutschland z.B…
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#110   Frl. Semmelbrösel   21:36:38 | Montag, 23. August 2010
Haralds
Es ist nichts Neues, Diktaturen gegeneinander auszuspielen
Das geschah nur eben nicht: Die Kirche ist ein hierarchisch gegliederter nichtstaatlicher Organismus. Als solcher ist sie per definitionem keine Diktatur. Mit den totalitären Regimen des XX.Jahrhunderts befand sich die Kirche naturgemäss im Konflikt, denn es war gerade der totale Machtanspruch dieser Diktaturen, mit dem schon die blosse Existenz einer supranationalen hierarchischen Struktur unvereinbar ist [eher schon die Existenz von gleichgeschalteten, möglichst „demokratisch“ verfassten Nationalkirchen].
Das Ende der Geschichte ist Ihrer Meinung nach die „Demokratie“. Diese sehen Sie als Gegensatz zur Religion. Diese simplifizierende Einschätzung hält nicht nur der histor. Überprüfung nicht stand, sie offenbart auch eine zeitdiagnostische Blindheit. Der Soziologe Phillipp Longman konnte für die USA zeigen, dass es eine langsame Verlagerung der amerikanischen Kultur von weltlichem Individualismus zu religiösem Fundamentalismus (Cicero 2004 www.cicero.de/97.php?item=1172&ress…) gibt, die mit der signifikant höheren Geburtenrate der Religiösen im Vergleich zu den hedonistisch-individualistisch eingestellten „Liberalen“ zusammenhängt. In Russland haben Sie ein erhebliches Revival der Religion, auch seitens der Machthaber! In Westeuropa vollzieht sich etwas Analoges, allerdings unter dem Vorzeichen der Islamisierung.
Richard Dawkins und sein aggressiver Atheismus ist nur die Kehrseite dieser Entwicklung und selber ein quasi-religiöses Epiphänomen.
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#80   Frl. Semmelbrösel   19:11:58 | Montag, 23. August 2010
Haralds
Offenbar ist Ihr Weltbild von keiner historischen Ahnung getrübt:
Der Stalinismus hat sich gegen die orthodoxe Kirche gewandt, denn die katholische Kirche war im russisch dominierten Sowjetimperium – Ausnahme: Westukraine – unbedeutend. Der Widerstand der polnischen Katholiken gegen die Sowjetideologie war ungebrochen und der Konflikt kulminierte schliesslich nach der Erhebung des Krakauer Erzbischofs zum Papst im Jahre 1978 darin, dass gegen diesen im Auftrag Breschnews vom russischen Geheimdienst GRU in Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Geheimdienst sowie der Stasi [ein Attentat] verübt worden ist (lt. Untersuchungsausschuss d. ital. Parlaments, 2006].
Michael Gorbatschow wird in seinen Memoiren eingestehen, dass die Veränderungen in Osteuropa, also der Zusammenbruch der Sowjetherrschaft und der Fall der Mauer usw. ohne den polnischen Papst undenkbar gewesen wären.
Im Unterschied zur Orthodoxie, die als ein Verbund von Nationalkirchen weit eher in die Abhängigkeit von jew. politischen Machthabern geraten kann, stellt die RKK gerade in ihrer globalen hierarchischen Struktur ein Element dar, das sich nationalen Machtansprüchen selbstbewusst entgegenstellt: das musste in Deutschland z.B. Bismarck erfahren („Kulturpolitik“) und später ebenso die Nazis (s. die z.T. misslungene Gleichschaltung, die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ etc.).
Der Begriff „Diktatur“ gilt nur im Zusammenhang mit staatlicher Herrschaft und beschreibt eine bestimmte Form ihrer Ausübung.
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#72   Frl. Semmelbrösel   15:56:38 | Montag, 23. August 2010
Es war ja gerade die hierarchische Kirche,
die dem Nationalsozialismus einerseits und dem Kommunismus andererseits widerstanden hat! Wäre sie „demokratisch“ strukturiert gewesen, dann hätte man sie sich auf dem Weg von (zu schaffenden) „Mehrheiten“ angepasst und gefügig gemacht, wie es Hitler im Falle der evangelischen Kirche ja gelungen war.
Bei den Synodalwahlen in allen evangelischen Landeskirchen erlangten nach der Schaffung einer Evangelischen Reichskirche am 23. Juli 1933 die (NS-freundlichen) „Deutschen Christen“ die Zweidrittelmehrheit. Sie besetzten nun die meisten wichtigen Ämter. Ende September 1933 wurde der Deutsche Christ und Hitlers bisherige „Bevollmächtigte für die Angelegenheiten der Evangelischen Kirche“, Ludwig Müller (1883-1945), als Reichsbischof höchster protestantischer Würdenträger im Deutschen Reich. Sogar der „Arierparagraph“ hielt Einzug in der Ev. Kirche!
Das alles blieb der kathol. Kirche dank Ihrer hierarch. Struktur, aber auch ihrer Festigkeit im kathol. Glauben erspart. Auch all jene Versuche im evangelischen Bereich, Jesus zu „arisieren www.kreuz.net/article.3688.html“…
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#70   Frl. Semmelbrösel   15:44:09 | Montag, 23. August 2010
Dr. Best
Danke für diesen Hinweis!
Es gibt leider immer wieder Diskutanten die glauben, Google in Verbindung mit copy&paste könnten eine solide Bildung ersetzen!
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#68   Frl. Semmelbrösel   15:25:44 | Montag, 23. August 2010
Haralds
Wenn Sie Erklärungen von Hitler aus der Zeit der Machtergreifung und weitere offizielle Erklärungen unkritisch als Richtschnur Hitlerscher Politik ansehen, dann zeigt das nur, wei schnell auch Sie in einer Dikatur dieser auf den Leim gehen würden. Hitlers Verhältnis ggü. der Kirche war von taktischer Vorsicht geprägt, weil er wusste, dass große Teile der Bevölkerung noch konfessionell gläubig waren und insbes. die Katholiken bei den Wahlen in der Weimarerer Republik dem Nationalsozialismus widerstanden (im Unterschied zu den „reichsdeutschen“ Protestanten). Den weitaus höheren Quellenwert besitzt daher das Tagebuch von Goebbels, in dem dieser die wahren Absichten der Nazis offenbart:
Am 5.01.1937:„Der Führer hält das Christentum für reif zum Untergang. Das kann noch lange dauern, aber es kommt.“
„Die katholische Kirche benimmt sich auch weiterhin feige. Zahlreiche Hirtenbriefe sind von einer unerträglichen Hinterhältigkeit. Das werden wir abstellen. Wir lassen die Pfarrer jetzt schwätzen. Nach dem Kriege kommt die Abrechnung.“ (Tagebuchaufzeichnungen von Januar 1942 bis Dezember 1943)
Aus einem Tischgespräch mit Hitler vom 13.12.1941: „Der Krieg wird sein Ende nehmen, und ich werde meine letzte Lebensaufgabe darin sehen, das Kirchenproblem noch zu klären. Erst dann wird die deutsche Nation ganz gesichert sein.“ Zit. aus: A. Hitler, Monologe, 150.
Die innere Verfassung der Kirche steht dieser vollkommen frei. Das gilt i.ü. für alle Religionen.
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#66   Frl. Semmelbrösel   14:50:46 | Montag, 23. August 2010
Ösi29 – Haralds
Die Kirchensteuer war bereits in der Weimarer Verfassung von 1919 verankert. Aber wenn man was Unliebsames mit „Hitler“ verbinden kann, dann braucht’s nur Dumme und Halbgebildete, die es einem abkaufen – gell? :-@
Die Kirche hat als wichtige gesellschaftliche Formation selbstverständlich das Recht – wie alle anderen Gruppierungen ja auch – auf den politischen Diskurs Einfluss zu nehmen. Wer dies als „Einmischung“ bezeichnet, muss sich nach seinem Demokratieverständnis befragen lassen.
Die KuK-Monarchie wurde von mir nicht als politisches Muster angeboten. Sie bot aber vielen Völkern, Religionen und Menschen ein gemeinsames Dach an, unter dem es sich freiheitlicher und toleranter lebte, als in Österreich nach dem „Anschluss“ oder in den anschliessenden kommunistischen Dikaturen auf dem Staatsgebiet von Österreich-Ungarn.
Eines wollen wir nicht vergessen: Auch unsere Demokratie hat es ja nicht fertiggebracht, das Grundrecht auf Leben zu schützen und den feigen Mord an Millionen wehrlosen Kindern zu unterbinden.
Hitler, Stalin und Mao haben die Kirche verfolgt. Die Kirche hat mit der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ schon 1937 deutlich gemacht, dass sie mit der NS-Ideologie nicht übereinstimmt. Wie keine andere Organisation hat sie 1934 der Gleichschaltung getrotzt www.kath-info.de/nationalsoz.html. Der NS-Staat schuf sich mit dem Heimtückegesetz das Instrumenatrium zur brutalen Kirchenverfolgung. (KZ Dachau: Priesterblock) Nach dem Krieg sollte dann die endgültige Vernichtung folgen (Goebbels Tagebücher)
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#61   Frl. Semmelbrösel   14:12:04 | Montag, 23. August 2010
Haralds
Die klassischen „Dikataturen“ und „totalitäre Regime“, bester Harlds, waren in Europa und weltweit immer Gegner der Kirche: ob sie Hitler, Stalin oder Mao Tse Tung nehmen, ist ganz egal. In diesen modernen Dikaturen totalisierte sich Machtausübung durch staatliche Bevormundung bis ins Letzte, durch Entwürdigung des einzelnen (Kollekivismus) und durch Zerstörung (oder Schwächung) aller nicht-staatlichen Instanzen, Ideologien, Anschauungsweisen, und das heisst auch: der Kirche…
Die Diktaturen lösten aus diesem Grunde auch keine – wie Sie (oder Österreicher) es behaupten – kirchlichen „Diktaturen“ ab, sondern komplizierte und vielfach gegliederte Staatsformen wie z.B. Demokratien, parlamentarische oder konstitutionelle Monarchien etc.
Die KuK-Monarchie etwa war eine solche Staatsform, in der der Katholizismus den Status einer Staatsreligion hatte, in der es aber dennoch begrenzte Religionsfreiheit (Lutheraner, Juden, Moslems, Orthodoxe, griech. katholiken …) gab und mit Sicherheit auch mehr Meinungsfreiheit als in jeder totalen Diktaur neueren Typs.
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#73   Frl. Semmelbrösel   13:53:00 | Montag, 23. August 2010
Österreicher29
Ich muss evtl noch den Zusatz „in der gebildeten Welt“ hinzufügen
Also, wenn Sie Ihre eigene Bildung meinen, so besteht die ja vor allem in einer Einbildung!
Ländern und Erdteilen wie Nordamerika, China, Japan, Indien pauschal die Bildung abzusprechen, bedarf schon keines Kommentars mehr! :-@
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#70   Frl. Semmelbrösel   13:39:02 | Montag, 23. August 2010
Österreicher29
Zukunft postiv entgegen, in der die Religion eine immer kleinere Rolle spielt.
ich weiss nicht, welche Zukunft das sein soll. „Religion“ jedenfalls spielt eine immer größere Rolle. Kann es sein, dass Sie die europ. Situation verallgemeinern? Wie nennt man so was:
„Eurozentrismus“?
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#49   Frl. Semmelbrösel   13:24:03 | Montag, 23. August 2010
Um eine „Diktatur“
zu sein, fehlt es der Kirche an einer begriffswesentlichen Eigenschaft: sie führt nicht das staatliche Schwert, d.h. sie verfügt über keine staatliche Zwangsbefugnis und strebt auch nicht danach! Aus demselben Grunde ist sie auch nicht „totalitär“.
Die wesentlichen Argumente hierzu habe ich zuletzt mit einem Herrn Wienbröker ausgetauscht, zuletzt unwidersprochen am 19. August 2010, um 15:11 Uhr www.kreuz.net/…e.11719-remarks.html!
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#25   Frl. Semmelbrösel   15:11:03 | Donnerstag, 19. August 2010
Lieber Herr Wienbbröker,
ja, ich zitiere die Wiki, wenn ich das für weiterführend halte! Der Unterschied zwischen einem Zitat und einem Plagiat ist Ihnen hoffentlich bekannt.
Und noch etwas: Es schadet auch nichts, das Zitierte wirklich zu durchdenken, bzw. durchdacht zu haben, bevor man es verwendet.
Über „Gottsuche“ habe ich bis jetzt noch gar nichts geschrieben. Was das Verdrehen von Tatsachen angeht, können wir ja gerne in die Details gehen! In vielen Dingen gab es zwischen Staat und Kirche (Thron und Altar) unselige Übergriffe und problematische Verquickungen. Es bleibt aber eine Tatsache, dass die Nicht-Identität beider „Reiche“ schon im Neuen Testament (nachgooglen bitte hier: Joh. 18, 36 alt.bibelwerk.de/bibel/) grundgelegt ist und bei AUGUSTINUS in seinem grossen Werk: De civitate dei eine breite theoretische Grundlage erhielt,
die für die spätere Zweiteilung von geistlicher und weltlicher Macht, die im christlichen Mittelalter durch die gleichsam rivalisierende Verbindung zwischen Papst und Kaiser – in den modernen politischen Systemen seit der Aufklärung als organisatorische Trennung von Kirche und Staat zum Ausdruck kommt. (ebenfalls zitiert aus der Wiki!)
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#17   Frl. Semmelbrösel   14:48:44 | Donnerstag, 19. August 2010
Aus der „Wikipedia“:
über das bekannte Buch von Horkheimer/Adorno: Dialektik der Aufklärung:
Das Werk begründet die These, dass das Scheitern der Aufklärung bereits in der „instrumentellen Vernunft“ ihres Denkens angelegt ist. Mit dem Versuch, die Natur zu beherrschen, wird der einst mythische Zugang zur Welt rational aufgeklärt, als „Herrschaft“ aber schlägt Aufklärung selbst in Mythos zurück, in den „Positivismus“ einer Affirmation des Bestehenden, das den „Einzelnen“ in einer verwalteten Welt und „gegenüber den ökonomischen Mächten vollends annulliert“. Horkheimer und Adorno reagierten in ihrer Schrift auf die „rätselhafte Bereitschaft der technologisch erzogenen Massen“, sich dem Despotismus der totalitären Ideologien und Herrschaftsformen auszuliefern, und werteten dieses Verhalten als „Zusammenbruch der bürgerlichen Zivilisation“ und ein Versinken in eine „neue Art der Barbarei“.
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#12   Frl. Semmelbrösel   14:27:51 | Donnerstag, 19. August 2010
Sehr geehrter Herr Wienbröker,
bene docet qui bene distinguit, wie der Lateiner sagt (Bitte nachgooglen!)
Die Kirche hat keine der genannten Vernichtungen zu verantworten, sondern es waren immer Staaten. Darunter auch solche, die im Namen des Glaubens zu handeln meinten oder vorgaben, die aber dennoch nicht mit der Kirche zu verwechseln sind.
Die Aufklärung begann Jahrhunderte vor der Aufklärung. Das gilt vor allem für die „Menschenrechte“, die ohne die scholastische Naturrechtstradition, ohne Bartholomè de las Casas und die christliche Lehre von der Gottebenbildlichkeit des Menschen gar nicht denkbar wäre. Mit der Aufklärung kam jedoch erst der totale Staat: die jakobinischen Exekutionen waren der Auftakt, die Gulags und die KZs der Nazis die Fortsetzung!
Halten wir fest: „Totalitarismus“ kann es nur geben, wo staatliche Zwangsbefugnis herrscht (Gewaltmonopol des Staates). Diese hat die Kirche als solche niemals beansprucht.
Wie schon ein anderer Leser deutlich macht, übt die Kirche keine Gewalt aus und die aktive Mitgliedschaft in ihr kann gewaltlos aufgekündigt werden. Aus diesem Grunde fällt der ganze „Totalitarismus“-Vorwurf in sich zusammen. Und zwar schon terminologisch, wie Sie dankenswerterweise durch Plagiat aus der Wiki deutlich gemacht haben!
Redaktion benachrichtigen Erschütternder als die Mißbräuche ist der Haß gegen die Kirche
#4   Frl. Semmelbrösel   13:54:27 | Donnerstag, 19. August 2010
Hallo Herr Wienbröker!
Schön, dass Sie in der Wiki nachgegoogelt haben!
Wenn Sie nun aber auch nachdenken würden, dann könnte noch so manchenr Groschen fallen …!
Beteiligung am Staatsleben …
Als politisches Gegenmodell zum Totalitarismus gilt der demokratische Rechtsstaat
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#6   Frl. Semmelbrösel   17:09:01 | Montag, 16. August 2010
Die Pille
ist nicht erlaubt. Das gilt auch für die Homos!
Redaktion benachrichtigen Verkorkste Sex-Besessenheit
#4   Frl. Semmelbrösel   16:28:20 | Montag, 16. August 2010
Kein Sex vor der Homo-Ehe!
Und keine Verwendung von Kondomen!
Redaktion benachrichtigen Dementi statt Buße
#53   Frl. Semmelbrösel   16:42:06 | Mittwoch, 11. August 2010
kairos_03: Ein anderer Vorschlag!
Auf kreuz.net wird eine eigene Infobörse Homopriester eröffnet. (Sie könnte Kreuz.net-Patrouille oder „Klick den Homo!“ heissen!) Diese Infobörse wäre nach Bistümern und Dekanaten geordnet und jeder kann anonym über Auffälligkeiten bei diesem oder jenem namentlich genannten Kleriker berichten oder Recherche-Ergebnisse, vorzugsweise aus einschlägigen Internet-Kontakt-Seiten, präsentieren oder Fotos einstellen oder …
Kreuz.net würde mit solch einem Internet-Pranger endgültig zum meistgelesenen Portal unter Katholiken im deutschsprachigen Bereich! Kein Ordinariat, kein Generalvikariat, kein Dekanat …, das nicht täglich überprüfen liesse, ob in seinem Zuständigkeitsbereich nicht irgendwelche „Meldungen“ auftauchen…
Redaktion benachrichtigen Diese Kirche ist im Sand gestrandet
#34   Frl. Semmelbrösel   15:41:39 | Mittwoch, 11. August 2010
Krawattenpriester
ohne Unterhose und Unterhosenpriester ohne Krawatte, sowie Krawattenpriester mit Unterhose und Unterhosenpriester mit Krawatte
sollen ab sofort nur noch S o u t a n e ww2.wt.tiki.ne.jp/…itgerard/soutane.jpg tragen. Die Leibwäsche ist freigestellt!
Redaktion benachrichtigen Dementi statt Buße
#20   Frl. Semmelbrösel   11:48:10 | Mittwoch, 11. August 2010
mistelchong!
Sie haben sich velsplochen, als Sie Mistel Visitatol recht gegeben haben. Odel haben Sie sich gal vellaten?
Ganz enttäuscht von Ihnen: Fll. Semmelblösel.
Redaktion benachrichtigen Dementi statt Buße
#15   Frl. Semmelbrösel   11:39:45 | Mittwoch, 11. August 2010
Die auf kreuz.net mehrfach angepriesene
ERSTE HOMO-HEIL-ANSTALT der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis könnte dem Propst aus Oberhausen weiterhelfen. Die Fürstin hat immerhin Erfahrung in der Triebzielkorrektur von Männern: wie anders hätte sie ihrem Ehemann, dem Prinzen Johannes von Thurn und Taxis, trotz dessen notorischer Abirrungen drei Kinder schenken können?
Redaktion benachrichtigen Kardinal von Mexiko: Die Homo-Unzucht ist böse
#2   Frl. Semmelbrösel   18:52:57 | Dienstag, 10. August 2010
Die Bettwurst …
Ein Film www.youtube.com/watch?v=KhN-_hdmeMc von Holger Bernhard Bruno Mischwitzky
Redaktion benachrichtigen Jetzt sind Reue und eine Homo-Entziehungskur gefragt
#114   Frl. Semmelbrösel   16:19:26 | Dienstag, 10. August 2010
Kristal!!!
ist kristallklar!!!
Redaktion benachrichtigen Ein gefährlicher Pfarrer
#38   Frl. Semmelbrösel   16:14:02 | Dienstag, 10. August 2010
Das Kind
Haben Sie schon die Internet-Pfarrei des Pater Lingen besucht?
Hier www.youtube.com/user/sedisvakantist finden Sie „geistliches Schwarzbrot“ und dazu Tips zu Ernährung und Zahnpflege! :)3
Redaktion benachrichtigen Jetzt sind Reue und eine Homo-Entziehungskur gefragt
#103   Frl. Semmelbrösel   15:40:37 | Dienstag, 10. August 2010
Ist denn in der HOMO-HEIL-ANSTALT
von Fürstin Gloria v. T.u.T. noch ein Platz frei für den Propst aus Oberhausen?
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