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Humbelina Das genannte Werk des EB habe ich genauso gelesen wie Dignitatis Humane. Im Buch von Lefebvre
gibt es zahlreiche logische Schnitzer, die ich bei der Lektüre auch gekennzeichnet habe. Es ist gerade
das Fehlen von Analysefähigkeit, was L. auszeichnet. Leider habe ich das Buch verliehen, sodass ich Ihnen
die entsprechenden Stellen jetzt nicht angeben kann. Aber einiges habe ich Ihnen aus meiner Erinnerung
ja schon benannt. (s.u.!) Dignitatis humanae, die Erklärung zur Religionsfreiheit, kann als nicht traditionswidrig
nur verstehen, wer die Unterscheidung von Grundsatz und Anwendung macht: „So wird beispielsweise die Religionsfreiheit
dann, wenn sie eine Unfähigkeit des Menschen, die Wahrheit zu finden, zum Ausdruck bringen soll und infolgedessen
dem Relativismus den Rang eines Gesetzes verleiht, von der Ebene einer gesellschaftlichen und historischen
Notwendigkeit auf die ihr nicht angemessene Ebene der Metaphysik erhoben und so ihres wahren Sinnes beraubt,
was zur Folge hat, daß sie von demjenigen, der glaubt, daß der Mensch fähig sei, die Wahrheit Gottes
zu erkennen und der aufgrund der der Wahrheit innewohnenden Würde an diese Erkenntnis gebunden ist, nicht
akzeptiert werden kann. Etwas ganz anderes ist es dagegen, die Religionsfreiheit als Notwendigkeit für
das menschliche Zusammenleben zu betrachten oder auch als eine Folge der Tatsache, daß die Wahrheit nicht
von außen aufgezwungen werden kann … „ (Benedikt XVI. Ansprache vom 22. Dez. 2005 www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html)
Humbelina Ja, von seinen Analysefähigkeiten hat EB Lefebvre in dem Buch „Sie haben Ihn entthront“ eine
eindrucksvolle Probe gegeben. Religionsfreiheit wird nicht von Indifferentismus unterschieden und „Liberalismus“
als staatlicher und rechtsstaatlicher Gedanke wird nicht unterschieden von dogamtischer Beliebigkeit innerhalb
der Kirche. usw. usf.
Einfalt Bene docet, qui bene distinguit, gute Einfalt. Möglich, dass die Fähigkeit der Unterscheidung
sich nicht immer mit Einfalt verträgt. Der ganze Komplex „Moderne“ (und der von ihm abgeleitete „Modernismus“)
kann im 19. , im 20 und im 21. Jh. nur dann vom kirchl. Lehramt als ein Identisches behandelt werden,
wenn er sich als unveränderliche Größe präsentiert, quasi als Granitblock. Dies ist jedoch nicht der
Fall, wie vom Papst an der verlinkten Stelle gezeigt wurde! So wahr es ist, dass das Geistes- und Kulturleben
eine dynamische Größe bildet, so wahr ist es auch, dass dieser Dynamismus die Kirche dazu zwingt, ihre
unveränderlichen Grundsätze in jeweils adäquater Form anzuwenden. Man muss erkennen , dass Entscheidungen
der Kirche zu geistigen Strömungen wie „Liberalismus“ und „Moderniusmus“ „Bezug nahmen auf eine bestimmte
in sich selbst veränderliche Wirklichkeit. Man mußte lernen, zu akzeptieren, daß bei solchen Entscheidungen
nur die Grundsätze den dauerhaften Aspekt darstellen, wobei sie selbst im Hintergrund bleiben und die
Entscheidung von innen heraus begründen. Die konkreten Umstände, die von der historischen Situation
abhängen und daher Veränderungen unterworfen sein können, sind dagegen nicht ebenso beständig. So
können die grundsätzlichen Entscheidungen ihre Gültigkeit behalten, während die Art ihrer Anwendung
auf neue Zusammenhänge sich ändern kann.“ (Benedikt XVI.: Ansprache vom 22. Dez. 2005 www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html)
Einfalt Die Tatsache, dass JPII von „Progressismus“ spricht, hat natürlich damit zu tun, dass die Soziallehre
der Kirche sich weiterentwickelt hat und der Tatsache Rechnung trägt, dass auch die Moderne eine in sich
selbst veränderliche Wirklichkeit ist, die klassischen Verurteilungen des Modernismus daher obsolet sind.
Papst Benedikt XVI. beschreibt dies www.vatican.va/…_roman-curia_ge.html so: In der Zwischenzeit hatte
jedoch auch die Moderne Entwicklungen durchgemacht. Man merkte, daß die amerikanische Revolution ein
modernes Staatsmodell bot, das anders war als das, welches die radikalen Tendenzen, die aus der zweiten
Phase der französischen Revolution hervorgegangen waren, entworfen hatten. Die Naturwissenschaften begannen,
immer klarer über die eigenen Grenzen nachzudenken, die ihnen von ihrer eigenen Methode auferlegt wurden,
die, auch wenn sie große Dinge vollbrachte, dennoch nicht in der Lage war, die gesamte Wirklichkeit zu
erfassen. So begannen beide Seiten, immer mehr Offenheit füreinander zu zeigen
Einfalt Unabhängig von der Frage, ob der Autor des Wiki-Artikels mit seinen Einschätzungen in einem
kirchengeschichtl. Sinne recht hat oder nicht, hat sich das höchste kirchl. Lehramt längst von integralistischen
Positionen entfernt: Ein Beispiel: Zur Grundgestalt des Christentums gehört die Unterscheidung zwischen
dem, was des Kaisers und dem, was Gottes ist (vgl. Mt 22, 21), das heißt die Unterscheidung von Staat
und Kirche oder, wie das II. Vaticanum sagt, die Autonomie des weltlichen Bereichs. Der Staat darf die
Religion nicht vorschreiben, sondern muß deren Freiheit und den Frieden der Bekenner verschiedener Religionen
untereinander gewährleisten; die Kirche als sozialer Ausdruck des christlichen Glaubens hat ihrerseits
ihre Unabhängigkeit und lebt aus dem Glauben heraus ihre Gemeinschaftsform, die der Staat achten muß.
Beide Sphären sind unterschieden, aber doch aufeinander bezogen. … Die Kirche kann nicht und darf nicht
den politischen Kampf an sich reißen, um die möglichst gerechte Gesellschaft zu verwirklichen. Sie kann
und darf nicht sich an die Stelle des Staates setzen. Aber sie kann und darf im Ringen um Gerechtigkeit
auch nicht abseits bleiben. Sie muß auf dem Weg der Argumentation in das Ringen der Vernunft eintreten,
und sie muß die seelischen Kräfte wecken, ohne die Gerechtigkeit, die immer auch Verzichte verlangt,
sich nicht durchsetzen und nicht gedeihen kann. (Benedikt XVI.: Deus caritas est 28 www.vatican.va/…-caritas-est_ge.html)
Religionsfreier Die Meinungen von Herrn Mäder (gest. 1945 in „Gedanken eines Reaktionärs“) haben aber
mit der kirchl. Lehre nichts zu tun! s. meine Hinweise unten!
diakonus Interessant wäre noch zu wissen, welche Staatsform die Betreiber dieser Seite sich denn wünschen!
Eine vor-moderne Demkratie, eine Diktatur, Anarchie? Wenn Sie betrachten, dass der Autor, auf den sich
kreuz.net bezieht, bereits 1945 verstorben ist und seine „Einsichten“ in einem Buch unter dem Titel: „Gedanken
eines Reaktionärs“ versammelt, dann ahnt man schon, dass dies bereits zu seiner Zeit „Schnee von gestern“
war! Die Soziallehre der Kirche wird vom ihrem obersten Lehrer und Hirten vorgetragen, dem Nachfolger
Petri in Rom. Und da sollte man sich an „Centesimus annus www.vatican.va/…s/DEU0071/_INDEX.HTM“ halten!
Das ist die Lehre der Kirche in der heutigen Zeit. Alles andere sind Privatmeinungen! Zum Gedankengut
auf kreuz.net., sobald es den politischen Bereich streift, dürfte der Wiki-Artikel: Integralismus de.wikipedia.org/wiki/Integralismus
aufschlussreich sein!
Und noch mal aus der Enzyklika „Centesimus annus“ von Papst Johannes Paul II: Die Kirche verschließt
auch nicht die Augen vor der Gefahr des Fanatismus oder Fundamentalismus derer, die glauben, im Namen
einer angeblich wissenschaftlichen oder religiösen Ideologie den anderen Menschen ihre Auffassung von
dem, was wahr und gut ist, aufzwingen zu können. Die christliche Wahrheit ist nicht von dieser Art. Der
christliche Glaube, der keine Ideologie ist, maßt sich nicht an, die bunte sozio-politische Wirklichkeit
in ein strenges Schema einzuzwängen. Er anerkennt, daß sich das Leben des Menschen in der Geschichte
unter verschiedenen und nicht immer vollkommenen Bedingungen verwirklicht. Darum gehört zum Vorgehen
der Kirche, die stets die transzendente Würde der Person beteuert, die Achtung der Freiheit.
kreuz.net hat mit Robert Mäder († 1945; Buchtitel: „Gedanken eines Reaktionärs“) sicher einen wichtigen
Gewährsmann für die katholische Soziallehre ausgegraben. Wer ganz unwichtige und unerhebliche Quellen
studieren möchte, sei auf die folgenden Buchtitel verwiesen: Kompendium der Soziallehre der Kirche www.weltbild.de/…licher-rat-fuer.html
(bes. S. 293 ff. zum „System der Demokratie“) Die Enzyklika „Centesimus annus www.vatican.va/…s/DEU0071/_INDEX.HTM“:
Die Kirche weiß das System der Demokratie zu schätzen, insoweit es die Beteiligung der Bürger an den
politischen Entscheidungen sicherstellt und den Regierten die Möglichkeit garantiert, sowohl ihre Regierungen
zu wählen und zu kontrollieren als auch dort, wo es sich als notwendig erweist, sie auf friedliche Weise
zu ersetzen. Sie kann daher nicht die Bildung schmaler Führungsgruppen billigen, die aus Sonderinteressen
oder aus ideologischen Absichten die Staatsmacht an sich reißen. Eine wahre Demokratie ist nur in einem
Rechtsstaat und auf der Grundlage einer richtigen Auffassung vom Menschen möglich… dann, wenn es keine
letzte Wahrheit gibt, die das politische Handeln leitet und ihm Orientierung gibt, die Ideen und Überzeugungen
leicht für Machtzwecke mißbraucht werden können. Eine Demokratie ohne Werte verwandelt sich, wie die
Geschichte beweist, leicht in einen offenen oder hinterhältigen Totalitarismus.
Mighty Was sie „seelische Gewalt“ nennen, ist ein Phänomen, das nicht auf das Religiöse beschränkt
ist. In jeder Beziehung gibt es sie, in jeder Schulklasse, politischen Partei, in Vereinen, ja selbst
bei Spendenaufrufen im Fernsehen: kurz: überall, wo Menschen sind und Interssen … Der Staat hat jedoch
ein sehr spezielles Monopol auf Gewalt. Er kann auch äußerlich zwingen! Er hat die Mittel dazu und er
beansprucht auch die alleinige Legitimität zur Gewaltanwendung zu haben.
Mighty Der Staat besitzt auf einem bestimmten Territorium das Gewaltmonopol. Knapp gesagt: er kann zwingen –
notfalls mit Freiheits- und Vermögensentzug und Gewalt. Dazu ist die Kirche nicht in der Lage und sie
will es auch nicht. Das schliesst nicht aus, dass sie sich zu gesellschaftlichen Fragen äußert, sich
sozial, karitativ und politisch engagiert. Das geht auch gar nicht anders, wenn die Zahl ihrer Mitglieder
immer noch 30% der Bevölkerung ausmacht. Damit ist sie größer als jede politische Partei oder Gewerkschaft
in Deutschland z.B…
Haralds Es ist nichts Neues, Diktaturen gegeneinander auszuspielen Das geschah nur eben nicht: Die Kirche
ist ein hierarchisch gegliederter nichtstaatlicher Organismus. Als solcher ist sie per definitionem keine
Diktatur. Mit den totalitären Regimen des XX.Jahrhunderts befand sich die Kirche naturgemäss im Konflikt,
denn es war gerade der totale Machtanspruch dieser Diktaturen, mit dem schon die blosse Existenz einer
supranationalen hierarchischen Struktur unvereinbar ist [eher schon die Existenz von gleichgeschalteten,
möglichst „demokratisch“ verfassten Nationalkirchen]. Das Ende der Geschichte ist Ihrer Meinung nach
die „Demokratie“. Diese sehen Sie als Gegensatz zur Religion. Diese simplifizierende Einschätzung hält
nicht nur der histor. Überprüfung nicht stand, sie offenbart auch eine zeitdiagnostische Blindheit.
Der Soziologe Phillipp Longman konnte für die USA zeigen, dass es eine langsame Verlagerung der amerikanischen
Kultur von weltlichem Individualismus zu religiösem Fundamentalismus (Cicero 2004 www.cicero.de/97.php?item=1172&ress…)
gibt, die mit der signifikant höheren Geburtenrate der Religiösen im Vergleich zu den hedonistisch-individualistisch
eingestellten „Liberalen“ zusammenhängt. In Russland haben Sie ein erhebliches Revival der Religion,
auch seitens der Machthaber! In Westeuropa vollzieht sich etwas Analoges, allerdings unter dem Vorzeichen
der Islamisierung. Richard Dawkins und sein aggressiver Atheismus ist nur die Kehrseite dieser Entwicklung
und selber ein quasi-religiöses Epiphänomen.
Haralds Offenbar ist Ihr Weltbild von keiner historischen Ahnung getrübt: Der Stalinismus hat sich gegen
die orthodoxe Kirche gewandt, denn die katholische Kirche war im russisch dominierten Sowjetimperium –
Ausnahme: Westukraine – unbedeutend. Der Widerstand der polnischen Katholiken gegen die Sowjetideologie
war ungebrochen und der Konflikt kulminierte schliesslich nach der Erhebung des Krakauer Erzbischofs zum
Papst im Jahre 1978 darin, dass gegen diesen im Auftrag Breschnews vom russischen Geheimdienst GRU in
Zusammenarbeit mit dem bulgarischen Geheimdienst sowie der Stasi [ein Attentat] verübt worden ist (lt.
Untersuchungsausschuss d. ital. Parlaments, 2006]. Michael Gorbatschow wird in seinen Memoiren eingestehen,
dass die Veränderungen in Osteuropa, also der Zusammenbruch der Sowjetherrschaft und der Fall der Mauer
usw. ohne den polnischen Papst undenkbar gewesen wären. Im Unterschied zur Orthodoxie, die als ein Verbund
von Nationalkirchen weit eher in die Abhängigkeit von jew. politischen Machthabern geraten kann, stellt
die RKK gerade in ihrer globalen hierarchischen Struktur ein Element dar, das sich nationalen Machtansprüchen
selbstbewusst entgegenstellt: das musste in Deutschland z.B. Bismarck erfahren („Kulturpolitik“) und später
ebenso die Nazis (s. die z.T. misslungene Gleichschaltung, die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ etc.).
Der Begriff „Diktatur“ gilt nur im Zusammenhang mit staatlicher Herrschaft und beschreibt eine bestimmte
Form ihrer Ausübung.
Es war ja gerade die hierarchische Kirche, die dem Nationalsozialismus einerseits und dem Kommunismus
andererseits widerstanden hat! Wäre sie „demokratisch“ strukturiert gewesen, dann hätte man sie sich
auf dem Weg von (zu schaffenden) „Mehrheiten“ angepasst und gefügig gemacht, wie es Hitler im Falle der
evangelischen Kirche ja gelungen war. Bei den Synodalwahlen in allen evangelischen Landeskirchen erlangten
nach der Schaffung einer Evangelischen Reichskirche am 23. Juli 1933 die (NS-freundlichen) „Deutschen
Christen“ die Zweidrittelmehrheit. Sie besetzten nun die meisten wichtigen Ämter. Ende September 1933
wurde der Deutsche Christ und Hitlers bisherige „Bevollmächtigte für die Angelegenheiten der Evangelischen
Kirche“, Ludwig Müller (1883-1945), als Reichsbischof höchster protestantischer Würdenträger im Deutschen
Reich. Sogar der „Arierparagraph“ hielt Einzug in der Ev. Kirche! Das alles blieb der kathol. Kirche dank
Ihrer hierarch. Struktur, aber auch ihrer Festigkeit im kathol. Glauben erspart. Auch all jene Versuche
im evangelischen Bereich, Jesus zu „arisieren www.kreuz.net/article.3688.html“…
Dr. Best Danke für diesen Hinweis! Es gibt leider immer wieder Diskutanten die glauben, Google in Verbindung
mit copy&paste könnten eine solide Bildung ersetzen!
Haralds Wenn Sie Erklärungen von Hitler aus der Zeit der Machtergreifung und weitere offizielle Erklärungen
unkritisch als Richtschnur Hitlerscher Politik ansehen, dann zeigt das nur, wei schnell auch Sie in einer
Dikatur dieser auf den Leim gehen würden. Hitlers Verhältnis ggü. der Kirche war von taktischer Vorsicht
geprägt, weil er wusste, dass große Teile der Bevölkerung noch konfessionell gläubig waren und insbes.
die Katholiken bei den Wahlen in der Weimarerer Republik dem Nationalsozialismus widerstanden (im Unterschied
zu den „reichsdeutschen“ Protestanten). Den weitaus höheren Quellenwert besitzt daher das Tagebuch von
Goebbels, in dem dieser die wahren Absichten der Nazis offenbart: Am 5.01.1937:„Der Führer hält das
Christentum für reif zum Untergang. Das kann noch lange dauern, aber es kommt.“ „Die katholische Kirche
benimmt sich auch weiterhin feige. Zahlreiche Hirtenbriefe sind von einer unerträglichen Hinterhältigkeit.
Das werden wir abstellen. Wir lassen die Pfarrer jetzt schwätzen. Nach dem Kriege kommt die Abrechnung.“
(Tagebuchaufzeichnungen von Januar 1942 bis Dezember 1943) Aus einem Tischgespräch mit Hitler vom 13.12.1941:
„Der Krieg wird sein Ende nehmen, und ich werde meine letzte Lebensaufgabe darin sehen, das Kirchenproblem
noch zu klären. Erst dann wird die deutsche Nation ganz gesichert sein.“ Zit. aus: A. Hitler, Monologe,
150. Die innere Verfassung der Kirche steht dieser vollkommen frei. Das gilt i.ü. für alle Religionen.
Ösi29 – Haralds Die Kirchensteuer war bereits in der Weimarer Verfassung von 1919 verankert. Aber wenn
man was Unliebsames mit „Hitler“ verbinden kann, dann braucht’s nur Dumme und Halbgebildete, die es einem
abkaufen – gell? Die Kirche hat als wichtige gesellschaftliche Formation selbstverständlich das Recht –
wie alle anderen Gruppierungen ja auch – auf den politischen Diskurs Einfluss zu nehmen. Wer dies als
„Einmischung“ bezeichnet, muss sich nach seinem Demokratieverständnis befragen lassen. Die KuK-Monarchie
wurde von mir nicht als politisches Muster angeboten. Sie bot aber vielen Völkern, Religionen und Menschen
ein gemeinsames Dach an, unter dem es sich freiheitlicher und toleranter lebte, als in Österreich nach
dem „Anschluss“ oder in den anschliessenden kommunistischen Dikaturen auf dem Staatsgebiet von Österreich-Ungarn.
Eines wollen wir nicht vergessen: Auch unsere Demokratie hat es ja nicht fertiggebracht, das Grundrecht
auf Leben zu schützen und den feigen Mord an Millionen wehrlosen Kindern zu unterbinden. Hitler, Stalin
und Mao haben die Kirche verfolgt. Die Kirche hat mit der Enzyklika „Mit brennender Sorge“ schon 1937
deutlich gemacht, dass sie mit der NS-Ideologie nicht übereinstimmt. Wie keine andere Organisation hat
sie 1934 der Gleichschaltung getrotzt www.kath-info.de/nationalsoz.html. Der NS-Staat schuf sich mit dem
Heimtückegesetz das Instrumenatrium zur brutalen Kirchenverfolgung. (KZ Dachau: Priesterblock) Nach dem
Krieg sollte dann die endgültige Vernichtung folgen (Goebbels Tagebücher)
Haralds Die klassischen „Dikataturen“ und „totalitäre Regime“, bester Harlds, waren in Europa und weltweit
immer Gegner der Kirche: ob sie Hitler, Stalin oder Mao Tse Tung nehmen, ist ganz egal. In diesen modernen
Dikaturen totalisierte sich Machtausübung durch staatliche Bevormundung bis ins Letzte, durch Entwürdigung
des einzelnen (Kollekivismus) und durch Zerstörung (oder Schwächung) aller nicht-staatlichen Instanzen,
Ideologien, Anschauungsweisen, und das heisst auch: der Kirche… Die Diktaturen lösten aus diesem Grunde
auch keine – wie Sie (oder Österreicher) es behaupten – kirchlichen „Diktaturen“ ab, sondern komplizierte
und vielfach gegliederte Staatsformen wie z.B. Demokratien, parlamentarische oder konstitutionelle Monarchien
etc. Die KuK-Monarchie etwa war eine solche Staatsform, in der der Katholizismus den Status einer Staatsreligion
hatte, in der es aber dennoch begrenzte Religionsfreiheit (Lutheraner, Juden, Moslems, Orthodoxe, griech.
katholiken …) gab und mit Sicherheit auch mehr Meinungsfreiheit als in jeder totalen Diktaur neueren
Typs.
Österreicher29 Ich muss evtl noch den Zusatz „in der gebildeten Welt“ hinzufügen Also, wenn Sie Ihre
eigene Bildung meinen, so besteht die ja vor allem in einer Einbildung! Ländern und Erdteilen wie Nordamerika,
China, Japan, Indien pauschal die Bildung abzusprechen, bedarf schon keines Kommentars mehr!
Österreicher29 Zukunft postiv entgegen, in der die Religion eine immer kleinere Rolle spielt. ich weiss
nicht, welche Zukunft das sein soll. „Religion“ jedenfalls spielt eine immer größere Rolle. Kann es
sein, dass Sie die europ. Situation verallgemeinern? Wie nennt man so was: „Eurozentrismus“?
Um eine „Diktatur“ zu sein, fehlt es der Kirche an einer begriffswesentlichen Eigenschaft: sie führt
nicht das staatliche Schwert, d.h. sie verfügt über keine staatliche Zwangsbefugnis und strebt auch
nicht danach! Aus demselben Grunde ist sie auch nicht „totalitär“. Die wesentlichen Argumente hierzu
habe ich zuletzt mit einem Herrn Wienbröker ausgetauscht, zuletzt unwidersprochen am 19. August 2010,
um 15:11 Uhr www.kreuz.net/…e.11719-remarks.html!
Lieber Herr Wienbbröker, ja, ich zitiere die Wiki, wenn ich das für weiterführend halte! Der Unterschied
zwischen einem Zitat und einem Plagiat ist Ihnen hoffentlich bekannt. Und noch etwas: Es schadet auch
nichts, das Zitierte wirklich zu durchdenken, bzw. durchdacht zu haben, bevor man es verwendet. Über
„Gottsuche“ habe ich bis jetzt noch gar nichts geschrieben. Was das Verdrehen von Tatsachen angeht, können
wir ja gerne in die Details gehen! In vielen Dingen gab es zwischen Staat und Kirche (Thron und Altar)
unselige Übergriffe und problematische Verquickungen. Es bleibt aber eine Tatsache, dass die Nicht-Identität
beider „Reiche“ schon im Neuen Testament (nachgooglen bitte hier: Joh. 18, 36 alt.bibelwerk.de/bibel/)
grundgelegt ist und bei AUGUSTINUS in seinem grossen Werk: De civitate dei eine breite theoretische Grundlage
erhielt, die für die spätere Zweiteilung von geistlicher und weltlicher Macht, die im christlichen Mittelalter
durch die gleichsam rivalisierende Verbindung zwischen Papst und Kaiser – in den modernen politischen
Systemen seit der Aufklärung als organisatorische Trennung von Kirche und Staat zum Ausdruck kommt. (ebenfalls
zitiert aus der Wiki!)
Aus der „Wikipedia“: über das bekannte Buch von Horkheimer/Adorno: Dialektik der Aufklärung: Das Werk
begründet die These, dass das Scheitern der Aufklärung bereits in der „instrumentellen Vernunft“ ihres
Denkens angelegt ist. Mit dem Versuch, die Natur zu beherrschen, wird der einst mythische Zugang zur Welt
rational aufgeklärt, als „Herrschaft“ aber schlägt Aufklärung selbst in Mythos zurück, in den „Positivismus“
einer Affirmation des Bestehenden, das den „Einzelnen“ in einer verwalteten Welt und „gegenüber den ökonomischen
Mächten vollends annulliert“. Horkheimer und Adorno reagierten in ihrer Schrift auf die „rätselhafte
Bereitschaft der technologisch erzogenen Massen“, sich dem Despotismus der totalitären Ideologien und
Herrschaftsformen auszuliefern, und werteten dieses Verhalten als „Zusammenbruch der bürgerlichen Zivilisation“
und ein Versinken in eine „neue Art der Barbarei“.
Sehr geehrter Herr Wienbröker, bene docet qui bene distinguit, wie der Lateiner sagt (Bitte nachgooglen!)
Die Kirche hat keine der genannten Vernichtungen zu verantworten, sondern es waren immer Staaten. Darunter
auch solche, die im Namen des Glaubens zu handeln meinten oder vorgaben, die aber dennoch nicht mit der
Kirche zu verwechseln sind. Die Aufklärung begann Jahrhunderte vor der Aufklärung. Das gilt vor allem
für die „Menschenrechte“, die ohne die scholastische Naturrechtstradition, ohne Bartholomè de las Casas
und die christliche Lehre von der Gottebenbildlichkeit des Menschen gar nicht denkbar wäre. Mit der Aufklärung
kam jedoch erst der totale Staat: die jakobinischen Exekutionen waren der Auftakt, die Gulags und die
KZs der Nazis die Fortsetzung! Halten wir fest: „Totalitarismus“ kann es nur geben, wo staatliche Zwangsbefugnis
herrscht (Gewaltmonopol des Staates). Diese hat die Kirche als solche niemals beansprucht. Wie schon ein
anderer Leser deutlich macht, übt die Kirche keine Gewalt aus und die aktive Mitgliedschaft in ihr kann
gewaltlos aufgekündigt werden. Aus diesem Grunde fällt der ganze „Totalitarismus“-Vorwurf in sich zusammen.
Und zwar schon terminologisch, wie Sie dankenswerterweise durch Plagiat aus der Wiki deutlich gemacht
haben!
Hallo Herr Wienbröker! Schön, dass Sie in der Wiki nachgegoogelt haben! Wenn Sie nun aber auch nachdenken
würden, dann könnte noch so manchenr Groschen fallen …! Beteiligung am Staatsleben … Als politisches
Gegenmodell zum Totalitarismus gilt der demokratische Rechtsstaat
kairos_03: Ein anderer Vorschlag! Auf kreuz.net wird eine eigene Infobörse Homopriester eröffnet. (Sie
könnte Kreuz.net-Patrouille oder „Klick den Homo!“ heissen!) Diese Infobörse wäre nach Bistümern und
Dekanaten geordnet und jeder kann anonym über Auffälligkeiten bei diesem oder jenem namentlich genannten
Kleriker berichten oder Recherche-Ergebnisse, vorzugsweise aus einschlägigen Internet-Kontakt-Seiten,
präsentieren oder Fotos einstellen oder … Kreuz.net würde mit solch einem Internet-Pranger endgültig
zum meistgelesenen Portal unter Katholiken im deutschsprachigen Bereich! Kein Ordinariat, kein Generalvikariat,
kein Dekanat …, das nicht täglich überprüfen liesse, ob in seinem Zuständigkeitsbereich nicht irgendwelche
„Meldungen“ auftauchen…
Krawattenpriester ohne Unterhose und Unterhosenpriester ohne Krawatte, sowie Krawattenpriester mit Unterhose
und Unterhosenpriester mit Krawatte sollen ab sofort nur noch S o u t a n e ww2.wt.tiki.ne.jp/…itgerard/soutane.jpg
tragen. Die Leibwäsche ist freigestellt!
mistelchong! Sie haben sich velsplochen, als Sie Mistel Visitatol recht gegeben haben. Odel haben Sie
sich gal vellaten? Ganz enttäuscht von Ihnen: Fll. Semmelblösel.
Die auf kreuz.net mehrfach angepriesene ERSTE HOMO-HEIL-ANSTALT der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis
könnte dem Propst aus Oberhausen weiterhelfen. Die Fürstin hat immerhin Erfahrung in der Triebzielkorrektur
von Männern: wie anders hätte sie ihrem Ehemann, dem Prinzen Johannes von Thurn und Taxis, trotz dessen
notorischer Abirrungen drei Kinder schenken können?
Das Kind Haben Sie schon die Internet-Pfarrei des Pater Lingen besucht? Hier www.youtube.com/user/sedisvakantist
finden Sie „geistliches Schwarzbrot“ und dazu Tips zu Ernährung und Zahnpflege! :)3