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Kopftuch – Ordestracht Die Auffassung, die Ordenstracht christlicher klösterlicher Gemeinschaften und
das Kopftuch der Moslems seien gleichermaßen Ausdruck religiöser Bekenntnisse, ist schlichtweg falsch!
Bekanntlich werden Ordenstrachten und Priesterkleidung ausschließlich von den entsprechenden Berufsgruppen
getragen, ähnlich Kleidung von Richtern, Rechtsanwälten (jedoch nur bei Gerichtsverhandlungen), Soldaten,
Polizisten, Post- und Bahnbeamten. Es handelt sich ausschließlich um Berufskleidung. Das Kopftuch hingegen
soll von allen Moslem-Frauen getragen werden und ist damit einzig ein Zeichen religiöser Zugehörigkeit.
Die Auffassung des genannten Priesters entbehrt jeglicher sachlichen Grundllage, denn die genannten Frauen
trugen und tragen heute in Rußland in der Kirche einen kleinen, das Gesicht nur ein wenig verhüllenden
Schleier, aber keine Ordenstracht. Mann kann und konnte auch in Rußland eine Nonne schon auf den ersten
Blick von einer Zivilistin unterscheiden. In Westeuropa war und ist es genauso. Im Übrigen kommt es hier
nicht auf die geschichtliche Entwicklung, sondern alleine auf die heutige Praxis und das heutige Verständnis
an. Daß ausgerechnet ein Priester für das Urtreil Verständnis zeigt, und auch noch mit sachfremder
und oberflächlicher Begründung, kann man nur mit höchstem Befremden zur Kenntns nehmen. Dem die Dinge
richtig sehenden evangelischen Professor gebührt aufrichtiger Dank.
Athanasius II Es mag ja sein, daß sich die Altkatholiken als Liberale und Antreaktionäre verstehen.
Das ändert aber nichts daran, daß sie in Ablehnung von VatI Reaktionäre sind. Daran ändert auch die
Abschaffung des Zölibates und andere Entscheidung nichts. Denn auch die getrennten Kirchen haben sich
weiter entwickelt, und zwar immer in Ablehnung der die Trennung verursacht habende Entscheidung der Gesamtkirche.
Richtig ist, daß mit dem Unfehlbarkeitsdogma eine lange Entwicklung des Papsttumes im Sinne der Machtentrierung
abgeschlossen wurde. Aber diesen letzten Punkt der Entwicklung haben die Altkathiken eben nicht mitgetgragen.
Ihr Verständnis der Unfehlbarkeitsdogmas lese ich erstmalig. Vielleicht haben Sie überspritzt formuliert?
Wieso kann man VatI und VatII nicht miteinander vergleichen? Vergleichen bedeutet eben nicht Gleichsetzung,
sondern Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Allen Konzilien gemeinsam ist ihre Richtungsweisende
Funktion für die Zukunft. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob mit oder ohne Dogma.
Aphrodite und andere Was sind radikale Abtreibungsgegner? Ist schon radikal wer sich vorbehaltslos am
Evangelium orientiert? Ich habe – unbeschadet des sachlich richtigen Einwandes von DDL, daß die Natur
Übergänge von belebter und unbelebter Materie kennt – darauf hingewiesen, daß Leben immer radikal ist:
man lebt oder man lebtg nicht. Man lebt nicht nur ein bischen. Innerhalb höherer Lebewesen, wozu die
Säugetiere und damit die Menschen gehören, gibt es diesen Übergang nicht. Pünktchen herzlichen Dank
für seine aufrechte und lautere Grundhaltung, die aus dem Inhalt seiner Ausführungen spricht, unabhängig
von der Kritik an seiner Methodik von Abtreibungsbefürwortern. Es ist bekannt, daß man schon einmal
Kritik an der Argumentationstechnik seines Gegenübers übt, wenn man mit dem Inhalt Probleme hat.
„ultrakonservativ“ Ultrakonservativ gibt es nicht. Konservativ ist die Mitte zwischen progressiv und reaktionär
und daher nicht steigerbar. Oder wie wollen Sie die Mitte steigern? Als reaktionär haben sich die Altkatholiken
nach VatI und die Piusbrüder nach VatII erwiesen, weil sie die Fortentwicklung der Tradition nicht mittragen
wollten. So gut wie sämtliche Kirchenspaltungen, vielleicht mit Ausname der Trennung von Alt- und Neurom,
sind durch die Reakttionäre wegen Verweigerung der Fortentwicklung der Tradition entstanden. Die Konservativen
sind ja gerade durch Fortentwicklung der Tradition gekennzeichnet, die von den Progressiven völlig abgelehnt
wird. Kreuz.net sollte sich nicht son undifferenziert ausdrücken!
Aphrodite, leges… A: Zur Aktualisierung Ihrer Geographiekenntnisse: Köln liegt nicht in Nord- sondern
in Westdeutschland. Noch nie vom rheinischen Humor, Kölner Karneval usw. gehört? L: Daß Verbote alleine
nicht ausreichen, wird in letzter Zeit immer wieder vorgetragen. Gleichwohl sind sie zur Bewußtseinsbildung
notwendig. Das deutsche Beratungsrecht sieht gemäß Rechtsprechung keine Offenbarungspflicht der Schwangeren
über die Gründe ihres Abtreibungswunsches vor. Im Gesetz ist diese Entpflichtung noch nicht vorgesehen.
Die Schwangere muß sich lediglich über die Hilfemöglichkeiten unterrichten lassen und hat dann Anspruch
auf den „Beratungsschein“. Damit wird die Beratung m. E. zur Farce. Notwendig zu einem erfolgreichen Lebensschutz
ist ganz sicher ein Ausbau der Hilfemöglichkeiten. Die Babyklappen sind m. W. auf juristischen Bedenken
gestoßen, ob es sie noch gibt, ist mir im Augenblick nicht bekannt. Auf jeden Fall konnte sich unter
diesem Gesichtspunkt niemand auf Notstand berufen. Eine der sehr hilfreichen Organisationen in Deutschland
ist die alfa (Aktion Leben für alle).
leges… dolus eventualis Daß er Ihnen reicht, ist schon einmal ein wichtiger Hinweis. Wenn er für die
Öffentlichkeit nicht reicht, ergibt sich die Frage, ob sie überhaupt durch sachliche zwingende Argumente
überzeugbar ist. Damit bedarf es aber nicht unbedingt weiterer Argumente (obwohl natürlich gilt: je
mehr, je besser), sondern es stellt sich das Problem der öffentlichkeitswirksamen Aufarbeitung ansonsten
sachlich zwingender Argumente. Daß die Abtreibungslobby sich wesentlich erfolgreicher zu verkaufen versteht,
als die Abtreibungsgegner, die, so weit erkenntlich, keine ins Gewicht fallende Lobby haben, ist sicher
das größte Hindernis für einen angemessenen Lebensschutz für Ungeborene. Das zeigt sich z. B. durch
eine gerissene Sentimentalisierung der oft nur angeblichen Not der Schwangeren, wenn in Wirklichkeit der –
in solchen Fällen meist uneheliche – Vater die Abtreibung aus wirtschaftlichen Gründen wünscht, entsprechend
Druck ausübt und so die eigentliche Ursache des Schwangerschaftkonfliktes ist.
ARD-Praxis Daß Veröffentlichung von dem kirchlichen Dogma entgegengesetzte Auffassungen bei Glaubensverkündern
mit Sanktionen belegt werden, ist verständlich. Aber ist die ARD eine Kirche mit einem eigenen Dogmensystem?
Sind etwa 68er Ideologie, politische Korrektheit, Feminismus Dogmen, die von ARD-Mitarbeitern ohne Gegenrede
anzunehmen sind? Ich möchte das Geschrei der ARD nicht hören, wenn etwa die r.-k. Kirche genauso verfährt.
leges… Wer beleidigt denn hier? „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften
mangelt.“ Ich habe doch gestern um 23.07 Uhr und in anderen Beiträgen auf den dolus eventualis hingewiesen.
Wieso ist das ein Irrtum? Der dolus eventualis gilt weltaschauungsunabhängig! Danke an Pünktchen für
Ihre bestätigende Stellungnahme.
matt vom 13.8., 23.53 Sie schreiben ganz richtig, daß Sie solche Mutmaßungen für pseudowissenschaftlich
halten und nicht, daß sie pseudowissenschaftlich sind. Es handelt sich damit um eine ganz persönliche
Privatmeinung, die durch das Grundgesetz gedeckt ist und nicht um eine wissenschaftlich begründete Feststellung.
Es steht daher nichts entgegen, wenn Sie bei Ihrer Meinung bleiben.
matt: Interpretation Für das Bibelverständnis ist wichtig zu wissen, daß die Bibelsprache eine Bildersprache
ist, wie wohl noch heute alle orientalischen Sprachen, unsere Sprache ist hingegen seit der Scholastik
eine Begriffssprache. Es geht darum, die Bilder angemessen zun deuten. Ein wesentliches Problem (natürlich
nicht das Einzige) ist Übersetzung der damaligen Bildersprache in heutige Begriffssprache. Das Bild geht
tiefer, als der Begriff, aber der Begriff ist deutlicher, als das Bild. Beim Schöpfungsbericht, wovon
mehrere in der Bibel redaktionel hintereinandergeschaltet sind, ein Weiterer steht in Psalm 104, ist zu
fragen, was für Wahrheiten der jeweilige Autor verkünden will. Das bedeutet keinerlei Zweifel an Jungfrauengeburt
und Auferstehung, dem Hauptproblem der Rationalisten. Als Kreationist müssen Sie z. B.die Frage beantworten,
wie Sie sich erklären, daß der Mensch eine ganze Reihe von zurückgebildeten Tierischen in seinem Körper
mitschleppt. Z. B. ist die menschliche Hand eindeutig der Rest einer Fischflosse, wie wir bereits im Biologieunterricht
vor über 40 Jahren gelernt haben. Woher kommt der für den Menschen völlig überflüssige Blinddarm?
usw. usw.
leges…: Beginn des Lebens Die einzige Wissenschaft, die m. W. (diese Einschränkung, weil ich weder
Theologe noch Naturwissenschaftler bin) ist die Biologie als Lehre des Lebens. Medizin ist im Wesentlichen
Anwendung biologischer ( und chemischer) Erkenntnisse. Alle anderen Wissenschaten (Jura, Theologie) nehmen
im Wesentlichen hinsichtlich Beginn menschlichen Lebens die biologischen Erkenntnisse auf. Hier hat DDL,
ansonsten anderer Meinung als ich, genauer formuliert. Wegen bisher unbewiesenem späteren Beginn unseres
Menschseine – ich wiederhole mich hier – , ist das Embryo von der Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle
zur Vermeidung eines dolus eventualis uneingeschränkt zu schützen. Seele ist lebensbewirkendes Prinzip.
Der Mensch hat eine unsterbliche Geistseele, das Tier eine sensitive Seele und die Pflanze eine vegetative
Seele. Es wäre also zur Lebensschutzverweigerung der Beweis anzutreten, daß die unsterbliche Geistseele
nicht ab Verschmelzung beider Zellen da ist, sondern erst später hinzukommt. Das ist zwar wegen der naturwissenschatlichen
Unbeweisbarkeit der unsterblichen Geistseele eine über biologische Erkenntnismöglichkeit hinausgehende
theologische Frage. Aber auch Nichttheologen müssen zumindest zugeben, daß diese Disziplin Erkenntnisse
liefert. Idealwissenschaftliche Erkenntnisse sind nicht unbedingt realwissenschaftlich beweisbar. Ich
verweise noch einmal auf meine Auseinandersetzung mit DDL über wirtschaftliche Nutzen- und Schadenträger
von Geburt und Abtreibung.
matt: Hölle Nicht, wer das Böse haßt, ist ausgeschlossen, sondern wer dasBöse tut, d. h. als Grundhaltung
Haß, Hochmut und die anderen HAuptsünden. Haß ist getrennt sein von Gott und darum Hölle!
matt, Aphrodite Aphrodite: Natürlich sind Himmel und Hölle kein Ort, sondern ein Zustand (lat. caelum,
engl. heaven und nicht firmamentum bzw. sky!). „Vater unser im Himmel“ besagt, doch, da Gott in uns lebt,
daß wir auch den Himmel (oder, wenn statt Liebe Haß in uns lebt, statt dessen die Hölle) in uns tragen.
zu Matt: wer in der Sünde bis zum Tode ausharrt und damit unwiderruflich seine Abneigung gegen Gott bekundet,
weil er z. B. statt Liebe Haß in sich trägt, kommt nicht in die Hölle, sondern er ist bereits Hölle!
Eine andere Möglichkeit hat Gott nicht, weil er den freien Willen des Menschen mehr achtet, als wir alle
und niemanden zu seinem Glück zwingt.
Bernardin Woher wollen Sie wissen, daß der Graf von Galen sich diesen Namen nur für dieses Forum zugelegt
hat, in Wirklichkeit aber einen anderen bürgerlichen Namen führt? Ich habe an anderer Stelle schon einmal
das Hinterherspekulieren nach der Identität eines Forumteilnehmers beanstandet. Ihre beanstandeten Umgangsformen
erschwehren eine (hier dem Grafen) entgegengesetzte Stellungnahme, weil ich verständlicherweise verhindern
möchte, auch mit dem Umgagnsformen seiner Gegenseite identifiziert zu werden. Dadurch konnte ich zu einem
anderen Thema längere Zeit nicht an den Auseinandersetzungen teilnehmen. Was haben Sie grundsätzlich
gegen den Adel? Es handelt sich um eine informelle gesellschaftsrelevanten Gruppe, informell, weil er
formell nach 1918 abgeschafft wurde, der Titel wurde zum Bestandteil des bürgerlichen Namens. Die Grüße
an St. Apostel richte ich morgen gerne aus. Einen gesegneten Sonntag J.G.
Bernardin, Graf von Galen B: Bitte gegenüber entgegengesetzten Meinungsäußerungen denselben Respekt,
den auch Sie zu recht beanspruchen! Zum „Du“: Vertrauen, nicht Vertraulichkeit sollte die Grundlage zwischenmenschlicher
Beziehungen sein, meinen Sie nicht auch, Bernardin? G: Ihre Zeitkritik teile ich. Gerade der Fall Eva
Hermann bestätigt Ihre Ausführungen bezüglich Meinungsfreiheit. Nur, sieht es in den heutigen Monarchien
(England, Belgien usw.) besser aus, als in den benachbarten Demokratien? Die Frage ist doch, ob ein Monarch
als solcher mehr Möglichkeiten hat, als ein Staats- bzw. Bundespräsident, abgesehen davon, ob er von
vornherein ein besserer Mensch mit der dazu gehörenden höheren Motivation ist. Eine weitere Frage ergibt
sich aus der Verfassung: hier werden die Vollmachten des Staatsoberhauptes staatsformunabhängig geregelt.
Der schwedische König hat, soweit bekannt, überhaupt keine ins Gewicht fallenden verfassungsgemäßen
Möglichkeiten. Das heutige Problem scheint mir, wie schon mehrfach ausführlich beschrieben, die 68er
Ideologie mit der von ihr verordneten politischen Korrektheit. Gerade deren Anhänger wollen aber unsere
Probleme mit rein organisatorischen Mitteln lösen, was bereits von Karl Steinbuch, nach unserer heutigen
Erfahrung sicher zu recht, beanstandet worden ist.
Matt: Demokratie Nirgendwo kann man als Christ so gut leben, wie in einem ordnungsgemäß funktionierenden
demokratischen Rechtstaat! Schließlich sind wir zur Freihei berufen (Gal. 5,13) und nicht zu preußischem
Marschtrittchristentum! Unsere Aufgabe ist, uns in aller Freiheit für Gott zu entscheiden und nicht von
einer Scheintheokratie unter Brechung jeglichen Widerstandes in den Himmel karren zu lassen! Daß Ehebruch
der Zeitvertreib des damals regierenden Adels war, wissen wir. Daß geistliche Fürsten die größten
Aussauger waren, stimmt so nicht. Woher kommt denn das Wort „Unterm Krummstab ist gut leben“? Mit „donum
vitae“ habe ich allerdings, wie sich aus meinen bisherigen Ausführungen zu diesem Thema an anderen Stelllen
ergibt, nichts im Sinn.
Pünktchen, DDL P: Festzuhalten bleibt, Abtreibung gehört bisher unwidersprochen zu den brutalsten Durchsetzungsformen
eigener Interessen zulasten völlig Wehrloser. Herzlichen Dank für diese und weitere Zustimmung! DDL:
Abtreibungsverbot ausschließlich für Katholiken führt zu grundgesetzwidriger lebensschutzrechtlichen
Schlechterstellung evangelischer, liberaler, sozilistischer und sonstiger Föten und verstößt damit
gegen das Diskriminierungsverbot. Ein nicht uninteressanter Vorschlag eines Atheisten (die Polemik habe
ich natürlich verstanden). Daß der Vater das Kind im Gegensatz zur Mutter will, kommt, wie Sie richtig
bemerken vor. Wegen Fehlens erkennbarer wirtschaftlicher Gesichtspunkte habe ich den Fall nicht erwähnt.
Hinsichtlich wirtschaftlichen Nutzens von Abtreibung sind noch die psycotherapeutischen Praxen zu erwähnen.
Nach Abtreibung besteht sicher mehr Therapiebedarf, als nach erfolgreicher Geburt. Sicher ist der volkswirtschaftliche
Nutzen von Geburten größer, als von Abtreibungen. Nur haben die Abtreibunbsprofiteure die erfolgreichere
Lobby und die politische Korrektheit hinter sich. Bekanntlich ist auf dem Markt geschicktere Verkaufstechnik
erfolgreicher, als bessere Wahre. Milupa und andere geburtsrelevante Wahren- und Dienstleistungsanbieter
können sich schon wegen Verstoßes gegen die politische Korrektheit keine öffentliche, das eigene Geschäftsergebnis
fördernde Stellungnahme gegen Abtreibung leisten: es wäre wirtschaftlicher Selbstmord. Gesegneten Sonntag!
JG
Frau Hermann Zunächst volle Zustimmung für Herrn Corvisier! Sodann: Gilt das Recht auf freie Meinungsäußerung
nicht für Mitarbeiter der ARD? Versteht sich die ARD als Tendenzbetrieb mit denselben Rechten, wie Kirchen
und Gewerkschaften? Man wir ja noch fragen dürfen!
Deusexmachina Zunächst ist Ihre Betonung wichtig, daß es Wikipedia kein Forum, sondern um eine Enzyklopädie
ist. Wenn beide Programme – wenn auch aus noch so verständlichen Gründen – zensieren, sollte man sich
das nicht so undifferenziert gegenseitig vorwerfen. Kreuz.net ist nach eigener Aussage ein von hauptberuflichen
Mitarbeitern der r.-k. Kirche getragenes Forum. Die dort geübte Tolleranz wird schon dadurch ersichtlich,
daß auch kirchenfeindliche Beiträge zugelassen werden, sofern sie nicht allzu sehr gegen Anstand und
gute Sitten verstoßen. Den Umgangston der Formsteilnemer habe ich meinungsunabhängig mehrfach beanstandet,
wie Sie wissen. Warum soll die r.-k. Kirche oder ihre Mitglieder kein eigenes Forum zur Veröffentlichung
ihrer Ansichten eröffnen, unbeschadet der Leser, anderer Meinung zu sein und diese andere Meinung auch
zu veröffentlichen? Meine Konservative Nichtübereinstimmung mit Fundamentalisten und reaktionären Pius-Brüdern
habe ich mehrfach sanktionfolgenlos bekundet. Auf den offenbaren Haß, der aus manchen Beiträgen (Beispiele
sind zitiert) gehen Sie nicht ein. Ich gebe allerdings aus eigener Efahrung zu: man hat beim Schreiben
den Artkel, um den es geht, nicht vor sich und vergißt daher gelegentlich. Zur Glaubensfrage an Gott
darf ich an unseren Austausch an anderer Stelle erinnern. Daß Sie nicht glauben, weiß ich natürlich.
Einen erholsamen Sonntag wünscht Ihnen J.G.
Wikipedia Aus einigen Beiträgen, so z. B. LocFthyr (9.8., 11.46 Uhr), Exbochumer (9.8., 12.12 Uhr und
13.04 Uhr), wi-bi (9.8., 12.25 Uhr): „christliche Wahnvorstellungen“(!) spricht unbändiger Haß. Wie
aus den Beiträgen ersichtlich, gibt es in Wikipedia genauso Sperrungen und Zensuren, wie bei kreuz.net!
Zwischen der Bereitschaft zur Verächtlichmachung und Haß einerseits und dem Umfang des geistigen Horizontes
der Verächtlichmacher bzw. Haßer andererseits gibt es bekanntlich eine starke negative Korrelation!
Manche betrachten offenbar das Anderssein schon als persönlichen Angriff! Im Übrigen steht in der Nachfolge
Christi: Wie einer selbst ist, so denkt er über Andere und Anderes“. Damit erlauben die betreffenden
Autoren einen weit umfassenderen Blick in ihr inneres Menschsein, alls ihnen lieb sein kann.
Zu den biherigen Stellngnahmen Stellen wir doch die Frage, wem Abtreibung nutzt bzw. schadet. Nutzen hat
auf jeden Fall der uneheliche Vater, weil er um seine Unterhaltspflicht herumkommt. Nutzen haben u. U.
beide Elternteile aus wirtschaftlichen Gründen. Nutzen haben Paare (oft nur ad-hoc-Paare!) die sich auf
bequeme Weise zu Lasten des völlig unschuldigen Ungeborenen den unerwünschten Folgen ihrer Lust entziehen.
Nutzen hat der abtreibende Arzt wegen Verbesserung des Geschäftsergebnisses. Befürwortung von Abtreibung
(Unschuldiger) und Ablehnung der Todesstrafe (für Schuldige) scheint mir inkonsequent. Ich bin gegen
Beides. Schaden hat das Ungeborene, über dessen Lebensrecht hinweg Andere ihre u. U. verständlichen,
aber im Verhältnis zum Lebensrecht des Ungeborenen eindeutig nachgeordneten Interessen verwirklichen.
Über Interessen Wehrloser läßt es sich bequem hinweggehen. Schaden hat die Mutter wegen der bekannten,
aber in der Abtreibungsausensandersetzung unfairerweise so gut wie völlig verschwiegenen seelischen Probleme
als Folge der Abtreibung. Die Natur läßt sich eben nicht ins Handwerk pfuschen, da brauchen wir Gott
garnicht erst zu bemühen! Praktiziert Sexualität ist Begegnung, und zwar in Würde. Hier müssen sich
die Befürworter eines hemmungslosen Genusses fragen, wie sie es mit der eigenen Menschenwürde und der
ihres Partners halten. Die Ausdrücke „vernaschen“, „annaschen“ usw. sprechen eine überdeutliche Sprache!
Diese Punkte sind, soweit von mir verfolgt, bisher nicht angesprochen.
DDL: Fortsetzung Angst kommt auch sprachlich von Enge. Es geht jedoch um Weite: „Wo Christus ist, ist
die katholische Kirche“ sagt der Apostelschüler Ignatius von Antiochien. Katholisch ist hier nicht im
Sinne von r.-k. zu verstehen, sondern als die eine, aber gespaltene von Christus gegründeten Kirche.
Katholizität meint Weite, allumfassend! Wir alle haben jedoch unsere Grenzen. Bei Rationalisten liegen
die Grenzen da, wo rationale Fassbarkeit endet. Gott ist zwar mit der Vernunft erkennbar, aber rational
nicht beweisbar. In seiner Allmacht hätte er sich durchaus wissenschaftlicher Beweisbarkeit öffnen können.
Laut 1 Joh. 16b ist er aber die Liebe und will daher in Liebe erkannt werden. D. h., immer, wenn wir wirkliche,
echte Liebe spüren, erleben wir Gott, und wenn wir vorbehaltslos lieben, machen wir Gott erfahrbar! Gott
handelt also aus Liebe, anders ausgedrückt, primärmotiviert. Wir sind als sein Ebenbild erschaffen und
berufen, diese Ebenbildlichkeit in uns zu verwirklichen. Wir werden umso mehr Ebenbilder Gottes, als wir
gleich ihm aus Liebe = primärmotiviert handeln. Liebe ist ein Weg, vielleicht der einzige überhaupt,
unsere Grenzen zu überwinden, denn Liebe ist gleich Gott grenzenlos, kennt keine Grenzen, ist Weite,
allumfassend, meint jeden Einzelnen von uns ganz persönlich! Ich wünsche Ihnen (und uns allen) viele
solcher Erfahrungen, wie Sie sie durch Abt Wigbert laut Ihrem früheren Bericht schon gemacht haben.
Bernhardin, leges… DDL B.:Ist das alles, was Sie zu bemerken haben ? L.: Ist Ihr Formulierungsvorschlag
wirklich eindeutiger? Wenn ich sage, daß Köln am Rhein liegt, meint das doch dasselbe, wie wenn ich
sage, Köln liegt am Rhein. DDL.:Es geht also um Wachstum, ähnlich dem im Evangelium genannten Sauerteig,
der auch so nach und nach den Teig durchsäuert, nicht jedoch um Umkrempeln! Es geht aber nicht nur m
Integration, sondern um Durchdringung. Kirche und Welt durchdringt einander, ähnlich, wie zwei ernsthafte
Gesprächspartner sich gegenseitig mir ihren Gedanken durchdringen und im Idealfall zu neuen Erkenntnissen
gelangen, wie ich jetzt mit diesen Vergleichen. Die Kirche ist sogar so weit gegangen, sich der Welt ganz
vorbehaltslos zu öffenen (abgesehen von der Abschottung zwischen Aufklärung bis VatII). Das hatte freilich
auch Nachteile, denn Jesus Christus hat seine Öffnng mit dem Leben bezahlt, ist aber, und damit haben
inner- und außerkirchliche Rationalisten ihre Probleme, nach 3 Tagen von den Toten auferstanden und hat
somit das Böse überwunden. Darum brauchen wir gläubige Menschen keine Angst zu haben. Angst kommt auch
sprachlich von Enge. Verstehen Sie meine Ausführungen bitte nicht im Sinne einer Gleichsetzhung von kirchenkritischen
Bemerkungen mit dem Bösen. Es geht vielmehr darum daß Jesus Christus und die Kirche sogar so weit gehen,
sich selbtst vom Bösen durchdringen zu lassen im Sinne des Gleichnisses vom Unkraut und Weizen: erst
bei der Ernte wird getrennt. Fortsetzung folgt
Graf von Galen: VatII Die geistliche Kraft der Kirche ist zwar größer, als die der Welt, wie Sie richtig
schreiben, weil wie selbst von Kommunisten(!) zugegeben wurde, die Liebe der Christen die größte Kraft
ist, die es überhaupt gibt, doch zum Glück wüßten das die Christen nicht. – Zugleich ist aber die
Liebe auch am verletztlichsten! Erinnern Sie sich noch an den Film „Das Schweigen“ und einen anderen Sexfilm
der um 1964 herauskam, als es noch keine Veröffentlichung bzw. Inkraftsetzung von Konzilsbeschlüssen
gab? Die „Frankfurter Schule“ unseligen Angedenkens, die als geistige Grundlage der 68er gilt, hat m.
W. bereits kurz nach dem Krieg ihre zersetzenden Ideen veröffentlicht. M. E., und da stimme ich Ihnen
zu, sind die 68er Ideologien die Dornen, unter die die Saat des Konzils gefallen ist und die diese Saat
„rechtzeitig“ so erstickt haben, daß heute die Früchte der Dornen mit denen des Konzils verwechselt
werden, s. einen meiner früheren Beiträge.
zu verschiedenen Beiträgen: leges…: ich habe nicht Ihren Beitrag vom 7.8., 22.45, sondern Pünktchens
Zitat vom 7.8., 17.31, erwähnt. Dort heißt es, „…daß es sich um Mord handelt“, also Indikativ. JPII
spricht hier sowohl als Papst, als auch als Moraltheologe. Ganz persönlich: DDL bzw. deusexmachina ist
nicht Tossaint! Der Name taucht weder in Wiesbaden, noch mit dem genannten Vornamen im gesamtdeutschen
Telefonbuch auf. Nach meiner Erinnerung lebt DDL in Bayern. Wir sind aber hier kein Spekulations- oder
Spionageforum, sondern ein Diskussionsforum. „Wie einer selbst ist, so denkt er über andere und Anderes“,
so in der „Nachfolge Christi“. D. h., wer von Anderen negativ denkt, hat auch selbst starke Veranlagung
zum Negatven. Genauso, wie ein schlechter Baum keine guten Früchte bringt, bringt negatives Denken auch
keine guten Taten. DDL am 5.8., am 5.8.,6.57 Uhr: Sie schreiben richtig, „das steckt tief drin, ist Teil
der Persönlichkeit“. Jeder bewußt lebende Christ kehrt sich ständig von Gott ab und bekehrt sich wieder
zu ihm, findet sich also im verlorenen Sohn des Evangelums wieder. Mit Ihrem Satz sprechen Sie aber etwas
Anderes an: es geht um Integration! Wie weit können Sie das Denken des Evangelium in Ihre Welt integrieren,
wieweit kann die Kirche Ihr Denken integrieren! In heute kaum noch vorstellbarer Souveränität hat die
abendländische Kirche das ganze heidnische Denksystem des Aristhoteles integriert! Es geht um ein Hineinwachsen,
Zusammenwachsen! Wachstum braucht Zeit! Forts. folgt
stat crux „Den Kulturbruch der Folgejahre hätte die Kirche sowieso durchstehen müssen“ Diesen Satz sollten
sich die Konzilsverächter (Pius-X-Brüder, Sedisvakantisten usw.) einmal Herzen nehmen!
Abtreibung – Mord Pünktchen, herzlichen Dank für Ihre weiteren Ausführungen, die das bisherige noch
unerstreichen. Hierdurch – das gehört allerdings nicht zum Thema – wird auch die Königsteiner Erklärung
infrage gestellt. Aßerdem bekomme ich so dankenswererweise eine Möglichkeit, meine Antwort an leges…
um Ausführungen in Sachen Textkritik zu ergänzen: Es heißt ausdrücklich: „wenn man erkennt, daß es
sich um Mord handelt“ (also Indikativ) und nicht „handele“ also Konjunktiv. Beispiel: Ich behaupte, ein
Kunstsachverständiger erweist sich als fachkundig, wenn er erkennt, daß es sich bei Venedig um eine
schöne Stadt handelt. Damit sage ich ganz klar, daß Venedig eine schöne Stadt ist, also Indikativ.
Bei der Behauptung, ein Kunstsachverständiger erweist sich dadurch als fachunkundig, wenn er erkennt,
daß es sich bei Venedig um häßliche Stadt handele, identifiziere ich mich nicht mit der Aussage über
Venedig, also Konjunktiv. Damit ist die Textinterpretation von Pünktchen ricntig!
Athanasius II: Bischöfinnen Haben Sie Belege, daß mit dem hl. Stuhl in voller gemeinschaft lebende Bischöfe
Frauen geweiht haben? Ich habe mir gleich gedacht, daß der erneute Abgang Milingos auf Lieblosigkeiten
seiner „Amts“-Brüder zurückgeht.
@leges… Abtreibung Pünktchen hat hier 2 Verlautbarungen von JPII zitiert, in denen Abtreibung „Mord“
genannt wird. Er gibt hier die offizielle Lehrmeinung der Kirche wieder, zumal er als Moraltheologe, wie
Pünktchen feststellt, hierzu auch von seiner Ausbildung her eine berufliche Qualifikation besitzt. Wenn
das kein Beleg ist…
stat crux: Opfer Am eindeutigsten scheint mir immer noch die Definition des Konzils von Trient, nach der
alle bisher gefeierten und in Gegenwart und Zukunft gefeierten Liturgien eine einzige Liturgie sind, nämlich
Vergegenwärtigung des Geschehens im Abendmahlssaal. Damit wird der Zelebrant zur lebenden Ikone Christi,
besonders eindrucksvoll bei Zelebration versus populum. Meist wird übersehen, daß christliches Gedächtnis
eben nicht Zurückversetzung in die Vergangenheit bedeutet, sondern die Vergangenheit in die Gegenwart
geholt wird. Das ist ein grundlegender Unterschied. Die byzantinische Liturgie geht noch weiter, in dem
sie auch die himmlische Liturgie in dieselbe Gegenwart holt, singt sie doch im zum Ordinarium gehörenden
Offertorium (Großer Einzug): „Wir stellen auf geheimnisvolle Weise die Cherubim dar und singen der lebenspendenden
Dreieinigkeit den Lobgesang des Dreimal-Heilig. Laßt uns jede irdische Sorge ablegen!“ Das „wir“ bedeutet
die konkrete Gottesdienstgemeinde. Die Herbeiholung des Himmlischen ist sogar ganz ausdrücklich! Vergangenheit
und Zukunft begegnen sich in der Gegenwart! Damit scheint mir die Antwort auf die Frage des Opfercharakters
dem Messe ziemlich eindeutig. Hinzuzufügen ist, daß allzu scharfe Analyse des Transzendenten leicht
zur Häresie führt, wie z. B. die Anwendung des Universalienstreites auf die hl. Dreifaltigkeit gezeigt
hat.
@…Piroschka: Abtreibung, Mord Unterschiedliche Wertung von Abtreibung in Moraltheologie und deutschem
Strafrecht sind noch nicht grundsätzlich zu beanstanden, weil das deutsche Strafrecht älter ist, als
die Abtreibunbsdebatte. Letztere war daher m. W. nicht ursächlich für die gesonderten strafrechtliche
Regelung der Abtreibung. Wichtig ist der von Pünktchen erbrachte Beleg, wonach Abtreibung moraltheologisch
Mord ist. Damit sind diejenigen Forumsteilnehmer gerechtfertigt, die so argmentieren. Hierfür herzlichen
Dank an Pünktchen. (Stammen die Beiträge unter „Jawohl“ auch von Ihnen, s. 5.8.)? …Piroschka behauptet
nur, bringt aber keine Belege!
@Pünktche : Abtreibung – Mord Sie schreiben, in kirchlichen Verlautbarungen werde Abtreibung „Mord“ genannt.
Im von Ihnen verlinkten Dkument ist nicht von Mord, sondern von einem verabscheuungswürdigen Verbrechen
die Rede, wie auch mir bis jetzt bekannt. Oder habe ich etwas überlesen? Nach dem deutschen Strafrecht
ist Abtreibung kein Mord, sondern – wohl mit Rücksicht auf mögliche, aber nicht beabsichtigte Unvorsichtigkeiten
der Mutter, wie wir in einem anderen Beitrag lesen – ein eigens geregelter Straftatbestand. Interessant
wäre, wenn die Kirche das tatsächlich anders sieht.
Graf von Galen Es stimmt leider, daß das Wort „Hokuspokus“ eine Verballhornung von „Hoc est enim Corpus
meum“ ist. Dieser Hinweis hat sicher nichts mit Ehrfurchtslosigkeit zun tun. Das wäre erst dann der Fall,
wenn man, was ferne sei, die hl. Messe oder die hl. Wandlung so nennen würde.
@stat crux: mysterium fidei stand schon im „alten“ Schott: „Hic es enim Calix Sanguis mei, novi et aeterni
testamenti: mysterium fidei: qui pro vobis et pro multis effundetur in remissionem peccatorum!“ Es handelt
sich nur um eine Wortumstellung. Sofern ein Diakon assistiert, wird das „mysterium fidei“ Ihren Vorstellungen
entsprechend, von ihm gesungen bzw. gesprochen.
Jawohl, DDL, Pünktchen Fundamentalismus, Modernismus, Relativismus usw. sind Ideologien, und wie alle
Ideologien, mit jeglicher Katholizität absolut unvereinbar. Fundamentalisten meinen, bei Gegenssätzen
von Naturwissenschaft und Glaube gelte von vornherein die Aussage des kichlichen Lehramtes, Vat2 lehnt
diese Auffassung ausdrücklich ab. Daß der Mensch fliegen kann, galt lange ebenfalls als „Fantasy“. Also
bitte Vorsicht, DDL, mit solchen Urteilen. Zuzugeben sind mitunter erhebliche Schwierigkeiten einseitig
rationalen Denkens mit Religion; ohne gleichzeitig verknüpfendes Denken tut man sich oft schwer. Auch
unser Gespräch, DDL, geht nur, weil einer von uns auch verknüpfend denkt, denn analytisches Denken sieht
das Trennende, verknüpfendes Denken das Gemeinsame! Ablehnung von Religion aus reiner Vernunft scheint
mir mehr, als überspitzt. Die Auseinandersetzung zwischen DDL und Pünktchen kann nicht klappen, weil
beide ohne gemeinsame Grundlage rein rational argumentieren, also nur das Trennende sehen. Stockkonservativ
gibt es, wie mehrfach bemerkt, nicht, weil konservativ die Mitte zwischen progressiv und reaktionär ist.
Mitte ist nicht steigerbar. Erzkatholisch – was ist das? „Katholisch“ geht weit über das hinaus, was
wir in der Schule gelernt haben! Katholizität ohne Ökumene geht nicht! Wer inhaltliches Interesse hat,
kann den Verantwortlichen von Teilhard-Forum, Herrn Dr. med. Ebersberger (L.Ebersberger@t-online.de) oder
andere dort angegebene Adressen gerne anmeilen.
DDL: Pünktchen Solche Auseinandersetzungen sind manchmal, und so auch in diesem Fall, ohne den menschlichen
Hinergrund nicht verstehbar. Die übrigen Formsteilnehmer haben siche kein Interesse an allzu persönlichen
Auseinandersetzungen, die sachlich nichts bringen und zu allem Überfluß auch noch die Psychologie bemühen.
Daher scheint es mir am besten, wenn Sie (DDL und Pünktchen) wechselseitig nicht aufeinander reagieren.
Vielleicht wäre es besser, wenn Sie den Namen Ihrer Homepage zur Vermeidung von überflüssigen Verwechselungen
ändern. Sofern Sie es sind, der die Forumsteilnehmer als Fundis vernglimpft, bin ich doch einigermaßen
befremdet. Mitgliedschaft in der Gesellschaft Teilhard de Chardin (www.teilhard.de) und Fundamentalismus
schließen sich gegenseitig aus. Ich veröffentliche unter meinem bürgerlichen Namen Eine angenehme Nachtruhe
zur Beruhigung der Gemüter wünscht uns allen J.G.
Sehr geehrtes Pünktchen, verständlicherweise habe ich den Gesprächsverlauf mehr inhaltlich, als personenbezogen
verfolgt, wobei mir allerdings eine starke gegenseitige Abneigung zwischen Ihnen und DDL aufgefallen ist.
DDL lebt nach eigener Aussage trauscheinlos zusammen. Sie sind, soweit erkennbar, ein junger Mann, dem
Lauterkeit, tiefe Gläubigkeit, Standhaftigkeit im Guten, die Fähigkeit klar und tief zu denken, verbunden
mit einem starken Rückgrad statt nur einer Wirbelsäule Entscheidendes bedeuten. Es ist ganz klar, daß
sie unter diesen Umständen bei anders Denkenden, wie in diesem Fall, auf mehr oder weniger starke Ablehnung
stoßen, weil man die Richtigkeit Ihrer Grundhaltung in tiefster Seele zumindest unbewußt erkennt und
sich deshalb verunsichert fühlt. Es dürfte daher für beide Seiten besser sein, wenn Sie auf Beiträge
von DDL nicht mehr eingehen, sondern ihn bei unmittelbarer persönlicher Ansprache an sein Versprechen
erinnern, Sie nicht mehr persönlich anzuschreiben. Ansonsten ist es, wenn man eine Meinung, die man zwar
nicht teilt, sie aber mangels Wissen nicht widerlegen kann, u. U. möglich, sie durch geziehlte Fragen
ad absurdum zu führen. Der Beitrag eines Alt68er ist hier hoch interessant. Ich habe ihn mir kopiert.
Gruß us Kölle Ihr Jörg Guttenberger
Maurice Coursier: DDL Der Internet-Auftritt ist eher langweilig, es sei denn man ist an der Firma Eudemia
bw. deren Angebot interessiert, das ich aber nur oberflächlich studiert habe. Es sind EDV-Angebote darunter.
Was die Skulptur eines nackten Mannes soll, verstehe ich auch nicht; möglicherweise besteht ein Zusammenhang
mit entsprechenden altgriechischen Vorbildern, der Name „Eudemia“ ist solchen Ursprungs. Der Name Frank-Dominique
Toussaint gehört offenbar zu einem verstorbenen Afrikaner. Es bleibt allerdings festzuhalten, daß Kreuz.net
dort als Fundi-Forum denunziert wird. Die Unhaltbarkeit dieses Vorwurfs bedarf wohl keiner Erwähnung.
Unabhängig davon meine ich grundsätzlich, man solle auf Gesprächsbeiträge sachlich freundlich reagieren.
Schließlich sind wir Christen und keine Ideologen. Christus hat unter uns gelebt und gezeigt, wie man
lebt. Das Evangelium gibt genügend Hinweise. Den Fundi-Vorwurf sollten wir nicht durch unser Verhalten
bestätigen.
Unsere bisherigen Beiträge haben sich mehrfach gekreuzt, so daß eine Auseinandersetzung schwierig wurde.
Pünktchen: mein Name ist Guttenberger und nicht Guggenberger! Haben Sie etws mit Dr. Tröger zu tuen?
Der hat unseren Namen auch so verballhornt. Als Zweitnamen führen Sie nach eigener Angabe Domenico Tuttisanti.
Das ist die italienische Form von Dominique Toussaint. Zufall? Die französiche Form steht nicht im Telefonbuch.
Pünktchen, DDL: Es ist hier nicht unsere Aufgabe, andere Auffassungen zu psychologisieren, wir kommen
dann in zu enge Nachbarschaft zur Ideologie. DDL ist nach meiner Erfahrung an einer sachlichen Auseinandersetzung
interessiert. Wenn sich auch hinter Rationalität häufig unaussprechbare Probleme verbergen, ist das
noch lange nicht immer so. Unsere Aufgabe kann hier nur sein, jedem möglichst verständnisvoll zu begegnen,
d. h., sachlich antworten. 23Hansl: Unter Berücksichtigung Ihrer Ausführungen haben Priester schon vor
1968 über rückläufige Zahlen unberührten Ehebeginns gesprochen. 1968 war ein Dammbruch, möglicherweise,
weil man seitdem offen darüber spricht, wie Sie richtig ausführen. Der Kranzgeldparagraph wurde erst
nach 1968 abgeschafft, als die Entwicklung in vollem Gang war. Daß Leute bei der ersten Begegnung bereits
das Letzte voneinander fordern, war vor 1968 zumindest nicht die Regel, wie offenbar heute, wie man immer
wieder hört.
Corvisier, Pünktchen, DDL C.: Wer ist Toussaint? Unter Lesernamen unauffindbar. P, D.: Es geht also nur
um die abtreibungsrechtliche Definition menschlichen Lebens und nicht um die biologische? Dann ist die
Sache einfach: jede Abtreibung bedeutet Durchsetzung eigener Interessen zulasten des eindeutig Schwächeren
bzw. des sogar absolut Wehrlosen. Damit erübrigt sich jeder weitere Kommentar! Jedes Kind hat Anspruch
auf Zeugung in Liebe und auf eine geordnete Familie. Die Notwendigkeit von Ersatz (z. B. Waisenhäusern)
berechtigt nicht zum willkürlichen Entzug berechtigter Ansprüche. Patchwork, in dem man sich überall
ein wenig, doch nirgendwo richtig daheim fühlt, ist kein ernstzunehmender Ersatz. Uneheliche sind ausschließlich
wirtschaftlich und formalrechtlich gleichgestellt, aber Geld alleine macht nicht glücklich. Sexualle
Eskapaden Mozarts sind im Gegensatz zu Liszt bisher nicht bekannnt, die Musikliteratur schweigt hierzu.
Im Übrigen sehen wir, wie das geistige Niveau im Rahmen sexueller Feizügigkeit gesunken ist. Mögliche
Ausnahmen widersprechen der Regel nicht! Die gewaltige Zunahme sexuellen Mißbrauchs nach 1968 ist bekannt.
Vorher war unberührter Ehebeginn, bei sinkender Tendenz, die Regel. Die Abschaffung des Kranzgeldparagraphen
ist gesetzlicher Nachvollzug der 68er Folgen. Woher wissen Sie, DDL, um die früher „freiere“ sexuelle
Praxis? Wollen Sie das Rad der Geschichte zurückdrehen? Im Übrigen ist Paarbildung auf Dauer auch im
höher entwickelten Wirbeltierreich häufig.
DDL, Pünktchen, Corvisier DDL, Pünktchen.: Ein solches Forum ist doch zum Meinungsaustauch da! Man sollte
gerade einem jungen Menschen der Pünktchen offenbar noch ist, rein sachlich begegnen, Argumente von der
Sache her wiederlegen, auch, wenn möglicherweise eine durch kaum deckungsgleiche Ansichten eine persönliche
Abneigung besteht. Diesen Eindruck habe zumindest ich. Zwar können wir die Welt kaum verändern (manche
haben es trotzdem im positven oder negativen Sinne geschafft, wie JPII und Lenin). Wir können jedoch
in unserem Einflußbereich, und hierzu gehört auch ein solches Forum, an einer Bewußtseinsveränderung
mitzuwirken suchen. Schließlich steht jedem im Rahmen seiner demokratischen Grundrechte Annahme und Ablehnung,
Zustimmung oder Gegenargumentation frei. Corvisier: Herzlichen Dank für Ihre Zustimmung und insbesondere
Ihrer Beschreibung der 68er Praxis. Ich habe sie in meinen privaten Ordner kopiert.
DDL, Pünktchen In früheren Auseinandersetzungen haben wir gesehen, daß der Gesetzgeber (BGB, StGB,
Erbrecht) unterschiedlichen Beginn unseres Menschseins vorsieht. Wann menschliches Leben beginnt, ist
in der Naturwissenschaft umstritten, damit ist Beginn menschlichen Lebens ab Befruchtung der Eizelle nicht
auszuschließen. Daher ist menschliches Leben zur Vermeidung seiner bedingt vorsätzlichen Vernichtung
ab o. a. Befruchtung zu schützen. Klage über Geburtenrückgang unter gleichzeitiger Duldung von Abtreibung
ist zumindest inkonsequent. – Sicher ist es Aufgabe der Schule, über den gesamten biologischen Bereich
in Sachen Sexualität im Sinne einer unverkrampften Integration in unser Menschseiun und entsprechend
dem Reifegrad der Heranwachsenden aufzuklären, wie an anderer Stelle weitestgehend übereinstimmend festgestellt
wurde. Alle Einführungen in die Praxis geht aber deutlich über die Schulkompetenz hinaus. Es werden
hierdurch Wünsche geweckt, deren geordnete Befriedigung in jungen Jahren augeschlossen ist. Wir wissen
um die Folgen ungehemmter Befriedigung des Nahrungstriebes (z. B. Alkohol). Beim Sexualtrieb ist es womöglich
noch schlimmer, weil i. d. Regel Andere die Folgen tragen. Im Übrigen führt ungezügelte Triebbefriedigung
immer zur Desineressierung an Geistigem und geistigen Werten („ein voller Bauch…“). Ist das den Verfechtern
eines ungehemmten Sexualgenusses bewußt oder sogar von ihnen beabsichtigt, eine so gut wie rein lustzentrumsorientierte
Generation heranzuziehen?
Bernardo Sie ergänzen die Ausführungen von Benedikt noch um den Gesichtspunkt „Mystik“. Ferner bringen
Sie das Gegensatzpaar Objektivismus und Subjektivismus, also u. a. zwei Ideologien, um die es m. E. nicht
gehen, weil eine Ideologie der Wirklichkeit nicht gerecht werden kann. Beispiel: wir können über jeden
Menschen objektiv richtige Aussagen machen, ohne ihm mit unserer Objektivität voll gerecht zu werden,
so sehr sich diese Aussagen Allgemeinverbindlichkeit erfreuen. Wir können über denselben Menschen unsere
eigenen subjektiven Erfahrungen wiedergeben, wiederum ohne ihm voll gerecht zu werden, so sehr wir auch
einen mehr oder weniger großen Teil unserer Erfahrungen mit Anderen teilen. Mir scheint daher wichtig,
in Verbindung von Objektivität und Subjektivität (also nicht Objektivismus und Subjektivismus) bei der
Verkündigung das objektive Bild der Schrift mit unseren eigenen subjektiven Erfahrungen zu verbinden.
Wie sollen wir anders ein persönliches Glaubenszeugnis geben? Letzteres ist aber gefragt. Die Kirche
sollte die Verkündigung Jesu Christi einmal unter diesem Gesichtspunkt analysieren: wie war die Akzentsetzung
zwischen Objektivität und Subjektivität in seiner Verkündigung und der der Apostel? Sie sollte sich
ernsthaft fragen, ob die Ideologisierung von Objektivität zu Objektivismus zu einer manchmal blutleeren
Glaubensverkündigung führt und so für die Leerung der Kirchen mitverantwortlich ist.
Maledica Den Ausführungen von Aphrodite zu diesem Thema schließe ich mich an. Ihre Stellungnahme ist
weit mehr polemisch, als sachlich zu verstehen. Das Verschwinden des im Ergebnis unglücklichen Verständnisses
vom Gottesgnadentum der Monarchie war eindeutig ein langfristiges Ergebnis der Aufklärung. Denn daß
ein Herrscher seinen eigenen Vogel mit der Taube des heiligen Geistes verwechselt und dieser Verwechslung
auch noch göttlichen Glanz zu geben sucht, ist schlichtweg untragbar. Die Dekadenz des damaligen Adels
(Ehebruch als Zeitvertreib!) ist Ihnen hoffentlich bekannt! Über das heute durchweg falsche Konzilsverständnis
habe ich mehrfach ausführlch geschrieben. Siehe dort! Ich kann es daher bei dieser kurzen Stellungnahme
belassen.
Parzifal, deusexmachina P.: Bitte, bleiben Sie sachlich! Hinweis auf eine protokollarische Entscheidung
des Wiener Kongresses bedeutet keinerlei Wertung seiner politischen Entscheidungen. Damit bedarf es keines
Brückenschlages zum demokratischen Rechtsstaat. d.: Das Konzil hat, Gedanken von Teilhard de Chardin
bestätigend, die gesamte Schöpfung heilig genannt. Exkrementen diese Eigenschaft zuzuerkennen, bedeutet
eine ganz erhebliche Überspitzung. Durch Überspitzung ist jeder noch so vernünftige Gedanken ad absurdum
führbar. Ihre Aussage betreff Jerusalem trifft zu. Heiligkeit bedeutet nach damaligem Verständnis nicht
Hervorhebung, sondern Normalität! Da dieser Begriff heute in der Tat als Überhöhung verstanden wird,
benutzt man ihn nur sehr zögerlich und kommt damit Ihren Vorstellungen entgegen. Mir ging es lediglich
darum, die offenbar nicht verstandenen Gedanken Galens in einem angemessenen Gesamtzusammenhang verständlich
zu machen. Das hl. röm. Reich deuscher Nation habe ich ganz bewußt ausgeklammert, weil es die üblichen
Probleme aufweist, die mit einer Übertragung weltlicher Gewalt an geistliche Funktionsträger verbunden
sind: man fühlt sich, einer aus unser aller Erfahrung verständlichen Bequemlichkeit folgend, zunehmend
mehr dem Materielen, als dem Geistlichen verpflichtet, die Kirche droht im Würgegriff weltlicher Gewalt
zu ersticken, weil kirchliche Posten als Absatzstellen für nachgeborene, nicnt erbberechtigte Adelige
dienten, deren geisltliche Intgeressen oft mehr, als begrenzt waren.
Methusalix: heiliges Land Grafen werden nicht mit „Durchlaucht“ angeredet. Diese Anrede ist ausschließlich
Mitgliedern fürstlicher Häuser vorbehalten. Der Wiener Kongreß hat jedoch den Chefs gräflicher Häusern
(und nur diesen!) die Anrede „Erlaucht“ zuerkannt. Heiliges Land: So wird z. B. der Staat Israel genannt
und Jerusalem die heilige Stadt. Im Übrigen ist die ganze Schöpfung heilig, so daß man grundsätzlich
jedes Land so nennen kann, freilich als Aufforderung an seine christlichen Bewohner, diesen Anspruch unaufdringlich,
aber überzeugend zu verwirklichen. Das hat mit Theokratie und Freiheitseinschränkung nichts zu tuen.
Denn der Weg zu Gott verträgt keinen Zwang. Die Christen haben sich, geheiligt durch die Taufe anfänglich
u. a. „die Heiligen“ genannt. Insoweit kann man jedes Land heilig nennen, in dem Christen wohnen. Es ist
sowieso Aufgabe der Christen, durch bewußte Verantwortung vor Gott diesem Anspruch gerecht zu werden.
Das widerspricht keineswegs der vom Konzil verkündeten Religionsfreiheit und hat ebenfalls nichts mit
Theokratie zu tuen, sondern verwirklicht sích am überzeugendsten in einem demokratischen Rechtsstaat.
Pünktchen, Dr. Otterbeck Pünktchen: herzlichen Dank für die positive Wertung meiner Ausführungen!
Dr. Otterbeck: zu welchem Zeitpunkt sind Sie gesperrt worden? Zwar tauchten zwischendurch Stellungnahmen
von stat crux auf, die Ihnen zugeschrieben wurden, aber ein Kreuz habe ich hinter Ihrem Namen nie gesehen.
Bonjour Lesen Sie meine Stellungnahmen, und Sie sehen, daß ich trotz Kritik nicht gesperrt worden bin.
Wie Sie weiter sehen, bin ich allerdings unter Vermeidung jeglicher Polemik sachlich geblieben.
Gotthard: Pius-Brüder Daß Stellngnahmen gegen die Pius-Brüder zu Sperrung führt, stimmt nachweislich
nicht. Ich habe die Gruppe mehrfach kritisiert, so u. a. wegen ihrer Ablehnung von Religonsfreiheit und
der durch das Konzil veranlaßten Weiterführung der Tradition.
Pünktchen Herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Selbstverständlich meine ich Abtreibungsbefürworter,
wie Sie richtig feststellen und sich aus dem Zusammenhang ergibt. Ich veranlasse entsprechende Berichtigung.
„Schöner Georg“, Schönheit Ein Mensch ist dann schön, wenn ihm eine gewisse Geistigkeit aus den Augen
schaut, die etwas Wesentliches offenbart. Nimmt jemand das Göttliche so in sich auf, wie Maria, die Mutter
unseres Herrn, zeitigt er eine Schönheit, die wir suchen dürfen!
Kardinal von Galen Daß K. v. G. Abtreibungsbefürwortern und Seniorenabmurxern ein Dorn im Auge ist,
versteht sich von selbst. Die Gegnerschaft hat aber tiefer liegende Gründe: als selbständig denkender
Mensch mit unabhängigem Urteil, das auch noch durch die Bibel legitimert ist, muß er jedem linientreuen
Ideologen als Erzfeind Nummer 1 vorkommen! Wie sagte doch Kurt Schumacher: „Die Kommunisten sind rot lackierte
Faschisten“. Es ergibt sich die Frage, inwieweit nicht alle linientreuen Ideologen, erst recht die Hardliner
unter ihnen, mit irgendeiner Farbe oder auch farblos lackierte Faschisten sind. Gemeint sind also nicht
diejenigen Ideologieanhänger, die wissen, daß es ohne einen guten Schuß Pragmatik nicht geht, die deswegen
auch nicht linientreu sein können und daher konstruktiven Gesprächen zugänglich sind.
Maledica: Spiritualität Ihre Ausführungen betreff Aufklärung sind von einer Einseitigkeit, die ich
gerade vermeiden wollte, inhaltlich richtig, aber in ihrer Einseitigkeit falsch, denn, wie ich schon erwähnt
habe, hätten wir ohne Aufklärung dieselben Verältnisse, wie im Mittelalter und heute noch im Islam.
Wie schon bemerkt, führt jede Einseitigkeit zu Fehlergebnissen, das gilt auch für eine einseitige kalte
Vernunft. Auf die innere Leere als Folge habe ich bereits hingewiesen. Wie ebenfalls schon mehrfach bemerkt,
gehören analytisches Denken der Wissenschaft und verknüpfendes Denken der Meditation zusammen, wie die
beiden Themen eines symphonischen Satzes. Die Verurteilung Teilhard durch Pius XII. war nie Dogma und
ist durch das Konzil überholt. Sie ist vor dem Hintergrund der Neoscholastik zu sehen, für die Naturwissenschaft,
überspitzt formuliert, noch böhmische Dörfer waren. Heute wird auch von der Kirche weitestgehend anerkannt,
daß Teilhard den Glauben genauso auf naturwissenschaftlicher Grundlage erklärt hat, wie Thomas von Aquin
mit der Philosophie . Die neuere Methode (Naturwissenschaft statt Philosophie) erfordert zwar eine Überdenkung
des Glaubensgutes, aber nicht im Sinne von Infragestellung, sondern von Vertiefung, wie ebenfalls an anderer
Stelle bemerkt. Enzykliken nehmen ohne Unfehlbarkeitsanspruch zu Zeitfragen Stellung und können durch
die Entwicklung überholt werden. Wir dürfen uns der Fortentwicklung der Tradition nicht verschließen!
Maledica: Spiritualität Bei Zutreffen Ihrer Ausführungen zum Religionsunterricht ist fehlendes Glaubenswissen
verständlich. Die Ursache heute fehlender Spiritualität liegt in der nachmittelalterlichen Tradition.
Nach der weitgehend rational ausgerichteten Scholastik (seitdem haben wir statt der mit den Orientalen
gemeinsamen Bildersprache eine Begriffssprache) konntenn sich Mystiker wie Meister Eckehard nicht durchsetzen.
Den Rest besorgte die Aufklärung. Damit ist nichts Grundsätzliches gegen die Aufklärung gesagt, ohne
die wir heute noch genauso denken würden, wie der Islam. Der technisch-wissenschaftliche Fortschritt,
den wir alle nicht missen mögen, hat sich nicht zufällig im Abendland entwickelt, führt aber in seiner
einseitig rationalen Ausrichtung auf Dauer zu gähnender inneren Leere. So bedürfen die von Ansgar erwähnen
Autoren tatsächlich der Wiederentdeckung. Hinzu kommen die Kirchenväter und Teilhard de Chardin, dessen
Anliegen einer Verbindung von Naturwissenschaft und Glauben sen Lebenswerk war (www.teilhard.de). Weitere
Anregung schenkt uns die Hesychia (nicht Hesychasmus) die mit Atemtechnik auch den Körper einbezieht
(Lektüre: GL 6, „aufrichtge Erzählungen eines russischen Pilgers“, Werke von E. Junclaussen).
Benedikt: Esoterik Herzlichen Dank für Ihre Ausführungen! Ihre Beschreibung besitzt offenbar keine allgemeine
Anerkennung: unser inzwischen verstorbener ehemaliger Pfarrer hat aus seelsorglicher Erfahrung um die
Angst der Sterbenden häufig über die letzten Dinge gepredigt, über das, was uns nach dem Tode erwartet.
Hierbei hat er sich eindeutig an der Bibel orientiert, fern jeglichem Subjektivismus. Ihm wurde vom damaligen
PGR-Vorsitzendem, allerdings einem 68er, esoterische Predigt vorgeworfen. Ende Oktober letzten Jahres
hat ein hiesiger kath. Priester im Rahmen seiner ansonsten überzeugenden Predigt behauptet, genauso,
wie damals die Reformation der Hauptfeind der r.-k. Kirche war, sei es heute die Esoterik. Ich war einigermaßen
überrascht! Es ergibt sich die Frage, inwieweit Esoterik auch als Schlagwort benutzt wird, um anspruchsvollere
geistliche Auffassungen zu diffamieren.
Monti, Maledica, Benedikt Monti: Jesus Christus war kein Modernist, sondern nachweislich konservativ!
Er ist nämlich laut eigener Aussage nicht gekommen, um Gesetz und Propheten aufzulösen, sondern um sie
zu erfüllen. Maledica, Benedikt: Sie schreiben beide von Esoterik. Was ist das eigentlich? Oder besser:
was verstehen Sie darunter?
DDL: Askese „Ein voller Bauch studiert nicht gern“! Es geht nicht um Verteufelung, sondern um sinnvolle
Nutzung! Askese (griechisch: askein = üben) meint Lösung vom Materiellen zugunsten des Geistigen. Vor
einer anspruchsvollen Programmierungsaufgabe werden Sie sich nicht durch unmäßigen Konsum von Nahrungsmitteln
(etwa umfangreichen Alkoholgenuß) um Ihre (geistige) Kondition bringen. Das erfordert Verzicht. Genauso:
wer Sexualität im Sinne eines hemmungslosen Konsums auslebt, wird tieferer religiösen Erkenntnis kaum
zugänglich sein. Es geht um goldenes Mittelmaß. Auch in einer ehelichen bzw. außerehelichen Partnerschaft
kann man sich nicht hemmungslos ausleben, also auch hier Verzicht! Die Frage einer Übertreibung ist auf
die konkrete Person bezogen. Wer die Kondition zum Besteigen von 3000ern hat, für den ist eine solche
Wanderung normal. Wer hingegen noch nie im Gebirge war und auch sonst keinen Sport betreibt, für den
ist diese Wanderung schlichtweg verantwortungslos. So ist es auch auf dem geistlichen Weg: geistliche
Höhenluft ist nicht für Jeden. Wer etwas erreichen möchte, bedarf einer behutsamen und verständnisvollen
Einführung. Übertriebene Frömmigkeit, die wie jede Übertreibung vom Teufel ist, meint eine Frömmigkeit,
die die Kräfte und sonstigen Möglichkeiten des Einzelnen unverhältnismäßig übersteigt. Hierzu gehört
auch Vernachlässigung von beruflichen, familiären und sonstigen ernsthaften Verpflichtungen. Siehe auch
positiver und negativer Grenznutzen in der BWL!
Benedikt, DDL Zu Ihrem interessanten Meinngsaustausch darf ich in Sachen Erbsünde bzw. Erbschuld noch
auf die Existentielle Schuld hinweisen: allein durch unser Dasein verursachen wir z. B. nie völlig vermeidbare
Umweltverschmutzung. Daß Sexualität kultisch unrein macht, ist eine nichtchristliche, von den Kirchen
übernommene Auffassung, die im Westen heute m. W. keine Rolle mehr spielt, wenn sie auch noch vereinzelt
in manchen Hirnen herumgeistert. Beim Zölibat geht es auch um Verfügbarkeit, z. B. Versetzungsmöglichkeit
ohne Rücksicht auf berechtigte Interessen der Ehefrau. Ein eheloses Leben ohne Ersatzbefriedigung setzt
natürlich neben den bereits genannten Punkte ein intensives geistliches Leben voraus. Es geht hier um
ein ganz persönliches Verhältnis zu Gott. Hinzu kommt eine Askese, die uns befähigt, mit unerwünschten
körperlichen Bedürfnissen fertig zu werden. Aber auch hier gilt: jede Übertreibung ist vom Teufel.
Ein Beispiel: ein spielendes Kind, das seine Eltern kommen sieht, beendet aus Freude über deren Ankunft
ein noch so schönes Spiel, um bei den geliebten Eltern zu sein. Genauso ist es mit Gott: eine über reine
Rationalität hinausgehende Herzensliebe befähigt den Menschen zu Opfern, die nicht als schmerzhaft empfunden
werden aus Freude über die persönliche Begegnung mit der geliebten Gottheit. Auch sonst im Leben werten
wir: z. B. kaufen wir nur dann, wenn uns die erworbene Wahre mehr wert ist, als der Kaufpreis.
Artois, Sulpicius A.:das J.S. Bach der r.-k. Kirche näher gestganden hat, als manche Katoliken selbst,
ist nachfühlbar: schließlich hat er sich umfassend mit Vivaldi befaßt, und dieser war kath. Priester
am Markus-Dom in Venedig. S.: (zu Batroloucci) Haben Sie für Ihren Hinweis Quellen, oder handelt es sich
um eine private Vermutung?
Jawohl!, Obelix Jawohl!: Ich bin Jahrgang 1942!!! Obelix: Ihre Ausführungen über die Beichtpraxis stimme
ich vollinhaltlich zu. Die biologischen Grundlagen hatte ich damals, und das hat der betreffende Priester
von mir natürlich gewußt, über Schule, Jugendvorträge im Rahmen einer hiesigen Volksmission und nicht
zuletzt durch mir von meiner Mutter geschenkte Lektüre. Es stimmt in der Tat, damals hat es eine nicht
unerhebliche Befangenheit gerade von Eltern gegenüber ihren Kindern gegeben, die sie entweder, wie meine
Mutter, durch Schenkung von einschlägiger Lektüre oder durch Erwartung an Religions- und Biologieunterricht
sowie Jugendseelsorge überbrückt haben. Bitte, bedenken Sie, in den 50er und 60er Jahren hat es weit
mehr Priester gegeben, als heute, so daß Einzelseelsorge noch möglich war und auch in großem Umfang
praktiziert wurde.
DDL, 29.7., 17.03 Uhr Meine Stellngnahme um 16.08 Uhr am 29.7. ist eigentlich nicht im Sinne unerschiedlicher
Ersatzbefriedigung bei fehlender Partnerin gedacht. Mein Anliegen in diesem Beitrag ist ja gerade zu zeigen,
daß es grundsätzlich auch ohne geht. Das ergibt sich m. E. eindeutig aus zunächst einmal genannten
äußeren Voraussetzungen, ohne hiermit den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Wichtig als dazu
gehörige innere Voraussetzung ist eine entsprechende Lebenshaltung im Sinne eines ernsthaften geistlichen
Lebens, eine gesunde Mischung von Extra- und Introvertiertheit, wobei der Akzent auf dem Innen liegt,
in dem Bewußtsein „ohne mich könnt ihr nichts tun“. Wichtig ist weiter die in der Bibel beschriebene
gesunde menschliche Grundhaltung, kurz zusammengefaßt: Gottesliebe = Nächstenliebe! Die Erfahrung der
Kraft der von Innen kommenden geistigen Energien wächst mit deren Nutzung.
Kopftuch – Ordenstracht Die Auffassung, die Ordenstracht christlicher klösterlicher Gemeinschaften und
das Kopftuch der Moslems seien gleichermaßen Ausdruck religiöser Bekenntnisse, ist schlichtweg falsch!
Bekanntlich werden Ordenstrachten und Priesterkleidung ausschließlich von den entsprechenden Berufsgruppen
getragen, ähnlich Kleidung von Soldaten, Polizisten, Post- und Bahnbeamten, Hausmeisterkittel und städtischer
Müllabfuhr. Es handelst sich also ausschließlich um Berufskleidung. Das Kopftuch hingegen soll von allen
Moslem-Frauen getragen werden und ist damit einzig ein Zeichen religiöser Zugehörigkeit. Bei konsequenter
Befolgung des Urteils dürfte daher kein Polizist in Uniform das Grundstück einer städtischen Schule
mehr betreten, und der Hausmeister hat gefälligst keinen Kittel mehr zu tragen, sondern in Schlipps und
Kragern aufzutreten! Witz?
Sexualität und Ehelosigkeit Natürlich sind Zölibatäre und sonstige Ehelose nicht asexual! Zunächst
eine Frage: muß jedes Bedürfnis unbedingt befriedigt werden? Gibt es nicht auch in anderen Bereichen
unbefriedigte Bedürfnisse, ohne daß es uns schadet? Voraussetzung für ein geordnetes Leben ist gerade
hier, wo es um den zweitstärksten Trieb geht, innere Ausgeglichenheit und Gelassenheit. Ähnliches steht
schon in der Benediktregel. Verdrängung und Verkrampfung können zur Kathastrophe führen. Ohne einen
natürlichen und tiefgehenden Atem finden wir kaum zu innerer Ruhe und Gelassenheit. Eine mögliche Hilfe
bietet hier Yoga an (Lektüre z. B. „Die 5 Tibeter“). Die Kräfte, die üblicherweise den Körper verlassen,
werden so innerlich hochgesogen. Das führt zu einer innerlich starken und ausgeprägten Persönlichkeit,
die nicht wie ein toter Fisch mit dem Strom schwimmt. Es geht hier weder um Abschottung, noch um unkritisches
Mitmachen, sondern um kritische Auseinandersetzung. Daß dieser Weg auch über die Ehe führen kann, das
ist sogar der normale Weg, habe ich am 28.7.2006 um 17.36 Uhr unter „Im Letzten geht es um Sex“ nachgewiesen.
Es geht also auch hier um unbefangene Integration in unser gesamtes Menschsein.
Obelix: Sexualaufklärung Warum soll man hier nicht den Pfarrer fragen? Meine hiesigen Ausführungen verdanke
ich ja gerade einem katholischen Priester, der mich vor etwa 50 (!) Jahren, das biologische Wissen zu
recht voraussetzend, in diesem Sinne aufgeklärt hat!
Bernardin: Ihre Frage vom 27.7., 13.33 Den Eindruck, einer früheren Zugehörigkeit zu einer klösterlichen
Gemeinschaft, habe ich erstmals durch Ihre Stellungnahme vom 7.6., 23.15 gewonnen: Sie fragen, wer schon
einmal einer klösterlichen Gemeinschaft usw. angehört hat. Dieser Eindruck wird weiter genährt, weil
aus Ihre Stellungnahmen zuweilen eine geistliche Erfahrung erkennbar scheint, wie Sie üblicherweise außerhalb
eines Klosters kaum anzutreffen ist. Hinzu kommt Ihr Wissen über Ordensregeln, insbesondere OSB und Barmherzige
Brüder (3.7., 19.19). Es handelt sich, wie gesagt um meinen ganz persönlichen Eindruck. Griff unter
die Gürtellinie: verbale und sexuele Ergüsse (25.7., 23.32) und Verbalorgasms (7.7., 23.23). Dieses
Vokabular scheint mir mit – auch ehemaliger – klösterlicher Gemeinschaft unvereinbar. Nur wegen dieses
Eindrucks ist mir bei Ihnen das beanstandete Vokabular aufgefallen. Stellungnahmen anderer gehen z. T.
weiter. Ich will selbstverständlich in keiner Weise an Ihre Annonymität und hoffe sehr, Ihnen nicht
persönlich zu nahe getreten zu sein. Eien gesegneten Sonntag! J.G.
wunderkind2 Wenn Sie zu faul sind, sich die bisherigen Beiträge durchzulesen, zum Schreiben sind Sie
wohl nicht zu faul?! Was Sie über die Trennung von Kirche und Staat schreiben, sind Allgemeinplätze.
Im Rahmen der Gewerbefreiheit ist jeder zur Gründung einer Schule berechtigt, das gilt selbstverständlich
auch für die Kirchen. Wer eine Schule gründet, tut das üblicherweise nicht, um damit Geld zu verdienen,
sondern um die Verbreitung seiner als richtig erkannnten Wertordnung zu sichern. Auch das ist erlaubt.
Es gibt keine Rechtsvorschrift, die den Kirchen verbietet, in ihren Schulen unter Beachtung der vom Staat
verordneten Lehrpläne entsprechend ihren eigenen Wertvorstellungen zu unterrichten. Wer diese Wertvorstellungen
ablehnt, kann eine staatliche Schule besuchen. Auch in Sexualkunde kann man entweder im Sinne eines unbefangenen,
verantwortungsbewußten Umgangs oder eines hemmungslosen Konsums unterrichten, unter Vermittlung ansonsten
derselben wissenschaftlichen Tatsachen. Die r.-k. Kirche fühlt sich selbstverständlich der erstgenannten
Richtung verpflichtet. Was wollen Sie nun mit Ihrem Beitrag erreichen, Wunderkind2?
Orthodoxie in England Was hat Lehmann mit der russisch-othodoxen Kirche in England zu tuen? Daß jemand
in der Orthodoxie schon einmal die Jurusdiktion wechselt ist nicht ganz außergewöhnlich. Daß ein solcher
Wechsel seine Gründe hat, versteht sich von selbst. Also, bitte keine Aufgregung, insbesonderer nicht
die Ökumene bemühen!
Sexualität Herzlichen Dank für Ihre Zustimmung! Ein Punkt scheint mir noch wichtig: Gelebte Sexualität
bedeutet Begegnung, in erster Linie also liebende Hingabe und keinen gegenseitigen Konsum im Sinne einer
Befriedigung rein physischer Reize (obwohl das natürlich dazu gehört). Hier spielt die Menschenwürde
eine entscheidende Rolle. Die alte Kirche kennt zwei Sakramente der Einheit: das Altarssakrament und das
Ehesakrament. Im Altarssakrament begegnen wir Christus, in Christus der Fülle der Gottheit, allen Menschen,
die in Christus leben und dem gesamten Kosmos; also eine Vorwegname der Einheit, die wir nach unserer
Vollendung erleben. Beim Vollzug des Ehesakramentes vereinigen sich die Partner miteinander, in den Partnern
mit dem in ihnen lebenden Christus, in Christus mit der Fülle der Gottheit, allen Menschen, die in Christus
leben und mit dem gesamten Kosmos. Damit bedeutet dieser Vollzug eine Vorwegnahme der Fülle von Freude
und Einheit, die uns nach unserer Vollendung erwartet. Soweit mir bekannt, spielt dieser Gesichtspunkt
in der heutigen Ehepastoral leider so gut wie keine Rolle mehr.
Bernardin:verbale Ergüsse, 25.7. 23.32 Wenn man schon einmal einer klösterlichen Gemeinschaft angehört
hat, diesen Eindruck hinterlassen manche Ihrer Stellungnahmen, dann sollten Sie nicht dermaßen unter
die Gürtellinie greifen!
Pünktchen, Asbeel, Markus-Antonius Zu den recht oberflächlichen Beiträgen von Asbeel und Markus Antonius
kann man die Ausführungen von Pünktchen nur dick unterstreichen! Eine mögliche Hilfe ist immer, für
jede Lebenslage eine passende Stelle aus der Bibel zu finden. Damit sind Probleme zwar noch nicht gelöst,
aber wir finden einen Weg, wenigstens damit fertig zu werden, die Kraft, damit zu leben. Schließlich
ist die Bibel für das Leben und nicht für den Schreibtisch gedacht.
Stimme aus Wien und andere: Latein Man sollte die Dinge nicht durch die Sprachen-Frage ins Lächerliche
ziehen. Es ist doch sonnenklar, daß Jesus Christus, wenn er dem Jungen tatsächlich erschienen ist, sich
der Sprache bedient hat, die der Junge versteht! Die Mutter des Herrn hat in Fatima genauso portgiesisch
gesprochen, wie in Lourdes französisch.
Obelix „Je stärker der Glaube, desto naiver das Hirn“ ist nachweislich allerbilligste Polemik, denn das
analytsche Denken der Wissenschaft und das verknüpfende Denken der Meditation gehören zusammmen, wie
die beiden Themen eines symphonischen Satzes, von mir wiederholt erwähnt. Bitte, bleiben Sie sachlich!
Ich habe von einem unverkrampften, d. h. unbefangenen, jedoch verantwortungsbewußten Verhältnis zur
Sexualität geschrieben. Meine Ausführungen sind so gemeint, daß eine zeitnahe Aufklärung vor der ersten
Menstruation bzw. Pollutio notwendig ist, d. h. im 1. Schuljahr dürfte es sicher zu früh sein. Für
ein verantwortungsbewußtes „wann“ sind entsprechende Fachleute, z. B. Mediziner, zuständig. Eine altersgemäß
verständliche Aufklärung zum Schutz vor Sittenstrolchen versteht sich ebenfalls von selbst. Hierzu ist
sicher keine technische Anweisung zum Koitus notwendig. Eine Stellungnahme zu Ihrer Behauptung, Sexualität
gehöre zu den Grundbedürfnissen des Menschen, geht über meine Kompetenz als Single hinaus. Wie bereits
erwähnt, handelt es sich um den zweitstärksten menschlichen Trieb (nach dem Nahringstrieb). Ich bleibe
bei meiner Forderung eines unverkrampften (= unbefangenen), verantwortungsbewußten Umgangs.
Noch einmal: Sexualität und Schule Nicht umsonst wird Sexualität im Dekalog nicht an erster, sondern
an sechster Stelle abgehandelt, und das sagt doch einiges über die Bedeutung im Gesamtgefüge menschlicher
Werte! Wenn dieses Thema in Schulen hiervon abweichend eine solche Bedeutung gewinnt, daß den Schülern
das Bewußtsein Vermittelt wird, hier handele es sich um das Leben schlechthin, dann ist die Wertevermittlung
in der Schule schlichtweg falsch. Insbesondere wirkt sich verhängnisvoll aus, wenn bereits Kindern zu
früh ein Wissen vermittelt wird, das deutlich über ihren Erfahgungshorizont hinausgeht. Bei Verweigerung
der staatlichen Anerkennung der genannten Ordensschule bekommt man den Eindruck der Staat erhebe zumindest
auf dem Gebiet der Sexualität den Anspruch einer Wissensvermittlung auf 68er Grundlage. Man kann hier
durchaus einen Versuch sehen, diese Ideologie grundgesetzwidrig zur Staatsideologie zu machen. Prüderie
und freie Beliebigkeit der 68er sind gleichermaßen verhängnisvoll. Es geht einzig um unverkrampfte und
verantwortungsbewußte Integration in unser Menschsein.
Obelix Wir sind ausschließlich für unseren Einflußbereich verantwortlich. Wenn Menschen zur Ausnutzung
verantwortungsloser Therapien (weil z. b. auf Mißbrauch menschlichen Lebens beruhend) ins Ausland fahren,
so können wir das kaum verhindern. Deswegen die deutschen Gesetze anpassend Unrecht für Recht zu erklären,
ist verantwortungslos.
Batolucci Die Kritik von B. it mit Vorsicht zu genießen, weil er von JPII, aus welchen Gründen auch
immer, aus seinem Amt entfernt wurde. Im Rahmen „europäische Kathedralchöre im hohen Dom zu Köln“ ist
auch B. mit dem Chor der Sixtina aufgetreten. Er hatte im Gegensatz zu den anderen Chöre eine vernichtende
Kritik, weil er die Sängerstimmen so hoch drückte, daß sie regelrecht piepsig klangen und im Dom kaum
noch zu hören waren. Bei einem Rombesuch 1982 wurde ich von meinem Bekannten unter diesem Gesichtspunkt
vor dem Kauf von Aufnahmen des Sixtina-Chores nachdrücklich gewarnt. Die Absetzung von B. durch JPII
ist also sachlich begründet.
DDL, Graf von Galen Die Stellungnahmen hinterlassen zum Teil einen etwas überspitzen Eindruck. Letztlich
geht es darum, Sexualität auch im Unterricht unverkrampft in ein verantwortungsbewußtes Menschsein zu
integrieren. Soweit bekannt, ist das heute Anliegen der r. -k. Schulen. Sexualität ist nach dem Nahrungsrieb
der stärkste menschliche Trieb und damit einem hohen Verantwortungsbewußtsein verpflichtet. Da staatliche
Lehrpläne, wie in Diskussion immer wieder behauptet wird, auch bei diesem Thema der freien Beliebigkeit
der 68er Ideologie huldigen, haben verantwortungsbewußte Eltern das grundgesetzlich garantierte Recht,
ihre Kinder vor staatlicher Fremdbestimmng zu schützen. Da auch Privatschulen unter staatlicher Aufsicht
stehen, sind die Schüler vor pädagogischem Unfug geschützt. Kirchlichen Schulen die 68er-ideologie-orientierten
Lehrpläne aufzunötigen, ist schlichtweg anmaßend und läßt auf innere Unsicherheit der staatlichen
Entscheidungsträger schließen, die Angst vor Konkurrenz haben. Kinder benötigen wie andere Lebewesen
(Tiere, Pflanzen) eben auch den Schutz elterlicher Geborgenheit, ehe sie der rauhen Wirklichkeit bzw.
den Widernissen der nicht immer lebensfreundlichen metereologischen Umstände uneingeschränkt ausgesetzt
werden!
Parzival Richtig muß es heißen: „Opium ist Religion für das Volk“. In der Tat hat die Lehre bzw. Leere
Lenins weite Bevölkerungskreise süchtig gemacht!
Markus Antonius: Graf von Galen Die gräfliche Familie v.G. schreibt sich ohne „h“, wie ich richtig geschrieben
habe, lediglich die entsprechenden Freiherrn, die es noch gibt – es ist nur ein Mitglied dieser Familie
mit Sohn in den preußischen Grafenstand erhoben worden – schreibt sich mit „h“ entsprechend dem Ort Gahlen,
wo die Familie herstammt. Sie schreiben, nichts gegen konservative Einstellungen zu haben, wenn Sie mit
Ihrem humanistischen Weltbild übereinstimmen, und nicht mit dem humansistischen Weltbild schlechthin,
nicht wenig anmaßend. Es geht aber nicht um Humanismus, sondern um Humanität. Letztere paßt in ein
konservatives Weltbild weit besser, als in jede Ideologie! Ideologie und Humanität sind in letzter Konsequenz
unvereinbar, weil der linientreue Ideologe seine Ideologie immer über den Menschen stellt. Daß jede
Ideologie auch weniger linientreue Anhänger hat, wissend, daß es ohne einen guten Schuß Pragmatik nicht
geht, mit denen man daher erfolgreich verhandeln kann, ist eine andere Sache. Im Übrigen haben ich nicht
geschrieben, mit der Auffassung des Grafen völlig übereinzustimmen, sondern nur, dafür Verständnis
zu haben, und zwar aufgrund ausreichender Kenntns von allgemeiner und Kirchengeschichte. Das ist aber
etwas grundlegend Anderes. Für eine ideologisch begründete Auffassung habe ich z. B. kein Verständnis,
ebenfalls aufgrund geschichtlicher Erfahrung, weil mit Ideologie noch nie ein Problem dauerhaft gelöst
worden ist, ganz im Gegenteil.
Farfarello Es geht hier nicht um die katholische Kirche und andere Religionen, sondern um den Schutz menschlichen
Lebens. Es bedeutet einen eindeutigen ethischen Niedergang, wenn Vernichtung von auch nur möglicherweise
menschlichem Leben (das Gegengeil ist schließlich nicht erwiesen!), egal wofür, erlaubt wird! Wir dürfen
eben nicht alles, was wir können! Das menschliche Leben ist grundsätzlich gleichwertig, eine unterschiedliche
Wertung ist der Gipfel der Anmaßung. Das positive Recht unterliegt meschlicher Verfügbarkeit, nicht
jedoch das Naturrecht, das auch möglicherweise existierendes menschliches Leben kompromißlos schützt!
DDL- Ihre Stellungnahme zu v. Galen Daß Gott in seiner Unbegrenztheit von uns begrenzten Menschen nicht
umfaßbar ist, stimmt. Letzte Wahrheiten lassen sich nur durch Paradoxe wiedergeben: Gott ist die Liebe
(1 Joh. 16b) er ist uns in seiner Liebe inniger inne, als wir uns selbst inne sind und gleichzeitig in
seiner absoluten Vollkommenheit unendlich ferne! Durch Schilderung unser eigenen Erfahrung legen wir Gott
nicht fest, weil er in Gegenwart und Zukunft immer anders entscheiden kann. Lediglich in der Offenbarung
(Bibel) hat er sich gebunden. Die Frage, ob wir durch Verweigerung von Moscheen auf unsere moslemischen
Mitbürger Druck ausüben können, hängt von deren sicherlich unterschiedlichen Bindung an deren Heimatländer
ab. Durch die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit sind uns jedoch die Hände gebunden. Eine andere
Fragen ist, ob die Väter des Grundgesetzes und des freiheitlich Rechtsstaates an so unterschiedliche
Religionen gedacht haben. Damals gab es neben zwei großen christlichen Konfessionen von Gewicht nur noch
das Judentum, das aber voll integriert war. Da Demokratie einen Mindestkathalog gemeinsamer Werte voraussetzt,
ist hier langfristig möglicherweise das letzt Wort noch nicht gesprochen.
Galen, Pünktchen u. andere Pünktchen, auch ich freue mich, wieder von Ihnen zu lesen! Galen: Blinder
Eifer schadet nur! Ihr Anliegen kann ich sehr gut verstehen, aber Gott hat nun einmal die Religionsfreiheit
in der Schöpfung grundgelegt! Das ergibt sich eindeutig aus seiner Allmacht, mit der er sich durchaus
einer wissenschaftlich zwingenden Beweisführung hätte öffnen können (Wiederholung früherer Ausführungen)!
Gott will aber nicht zwingend bewiesen, sondern in Liebe erkannt werden (s. Gal. 5,13). Gott hat uns nicht
die Freiheit geschenkt, damit sie uns auf kirchlichem oder staatlichem Verwaltungsweg wieder genommen
wird! Ohne Verantwortung keine Reifung! Genauso, wie die Engel sich laut Offb entscheiden mußten, ist
das irdische Leben eine Zeit der Prüfung, für wen wir uns entscheiden (ohne damit zum Sinn des Lebens
umfassend Stellung zu beziehen). Damit ist es weder Aufgabe der Kirche, noch des Staates, jeden Wiederstand
zu unterbinden, um uns möglichst problemlos im Sinne eines preußischen Marschtrittchristentums in den
Himmel zu karren! Die vom Konzil verkündete Religionsfreiheit somit einzig richtig, und frühere päpstliche
Lehrentscheidungen, die zu diesem Thema nie dogmatisch, d. h. nie unfehlbar waren, falsch! Damit ist noch
keine abschließende Aussage über Moscheebau in Deutschloand gesagt. M. E. sollte man das nur elauben,
wenn die islamischen Staaten als Gegenleistung Kirchenbau gestatten. Diese Gegenseitigkeit stößt aber
wegen unterschiedlicher Rechtsverhältnisse auf Probleme.
GuentrMuc: Wertekanon Daß der Wertekanon an Umfang zunimmt, ist bekannt. Damit ist aber keineswegs der
freien Beliebigkiet der 68er Tür und Tor geöffnet! Jede ernst zu nehmende Entscheidung für Werte richtet
sich nach der Höhe des Anspruchsnuveaus. Damit gilt hinsichtlich des menschlichen Lebens das Wertverständnis,
das den umfassendsten Schutz von der Befruchtung der Eizelle bis zum einwandfrei nachgewiesenen Tode gibt.
Ein später beginnender Schutz führt zu bedingt vorsätzlichem Töten menschlichen Lebens, weil bisher
niemand den späteren Beginn wissenschaftlich zweifelsfrei bewiesen hat.
Markus Antonius: Graf von Galen Da bisher nur eine gräflich-galensche Familie bekannt ist, deren Vorfahren
im 19.Jahrhundert, vormalige Freiherren von Gahlen, in den preußischen Grafenstand erhoben worden sind,
ist zwingend von einer Verwandtschaft auszugehen. Damit geht Ihre Kritik an der Wirklichkeit vorbei. In
kreuz.net gilt das vom deutschen Grundgesetz garantierte Recht auf freie Meunungsäußerung. Hiervon darf
selbstverständlich auch jeder Graf von Galen Gebrauch machen. Wenn ich mich recht erinnere, haben Sie
für konservative Stellungnahmen nicht allzu viel übrig. Selbstveständlich steht es Ihnen im Rahmen
des Grundgesetzes frei, eine entgegengesetzte Meinung zu vertreten. Nur sollten Sie mit Ihrer Meinung
deckungsungleiche Äußerungen nicht diskriminieren oder gar in sachfremder Ausfälligkeit kommentieren!
„Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!“
Embryonale Stammzellen Da bisher wissenschaftlich nicht erwiesen ist, daß menschliches Leben erst nach
Befruchtung der Eizelle beginnt, muß der Schutz zur Vermeidung bedingt vosätzlicher Vernichtung meschlichen
Lebens ab dem genannten Zeitpunkt gelten! Die katholische Kirche oreintiert sich hier am Naturrecht auf
Leben, das von der geplanten EU-Gesetzgebung bedingt vorsätzlich gebrochen wird. Der Hinweis auf christliche
Minderheit ist rein polemisch! Bei Juden und Buddisten ist zu fragen, ab wann nach deren Verständnis
das Menschsein beginnt, m. W. bei den Juden erst ab Geburt. Damit ist deren embryonales Schutzbedürftigkeitsverständnis
in sich zwar folgerichtig, entspricht aber nicht dem bisherigen hohen abendländischen Lebnsschutzvertändnis.
Die Entscheidung über das Schicksal menschlichen Lebens im Sinne einer Vernichtung zur Benutzung als
Ersatzteillager ist der Gipfel der anmaßenden Menschenverachtung!
Methusalix Der Katholizismus ist die ideologische Ausgabe der Katholizität. Es war gerade das Anliegen
von Johannes XXIII und des Konzils, die Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus zurückzuführen
in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Weiteres siehe meine Stellungnahme u. a. zu Graf von
Galen und Pfr. Rüsing. Ich habe nicht behauptet, der Hitler-Stalin-Pakt sei die einzige Ursache des 2.
Weltkrieges, sondern nur, daß Hitler ohne den Pakt mit Stalin den Krieg mit Sicherheit nicht begonnen
hätte. Damit trifft Stalin nicht die alleinige Schuld, sondern eine Mitschuld! Die Geschichtsforschung
wird u. U. noch mehr Mitschuldige feststellen, das mindert aber nicht die Schuld Hitlers als treibende
Kraft. Ihre Wirklichkeitsblindheit beweisen Sie schon, indem Sie mir Ideologie vorwerfen. Aus meinen Ausführungen
ergibt sich jedoch meine volle Bejahung von VatII! In Wirklichkeit sind Sie nach allem, was Sie schreiben,
Anhänger der kommunistischen Ideologie. Laut Kurt Schuhmacher (SPD-Vorsitzender der Nachkriegszeit) sind
die Kommunisten rot lackierte Faschisten! Ich fürchte, ohne Ihr ideologisches Korsett bricht in Ihnen
eine Welt zusammen!
Graf von Galen, Pfr. Rüsing Galen: Ich bin sicher nicht der Einzige, der Ihren konservativen Ausführungen
als Mitkonservativer weitestgehend zustimmt. Nur, warum schieben Sie die ganze Misere, die wir Anderen
genauso sehen, wie Sie, immer VII in die Schuhe? Wir dürfen ganz gewiß sein: bei Durchführung der Konzilsbeschlüsse
im Geiste des Konzils hätten wir heute eine durch und durch gesunde Kirche. Daß der Same des Konzils
so rasch von den Dornen der 68er erstickt wurden, so daß heute die Früchte der Dornen für die des Konzils
gehalten werden, ist eine der größten Tragiken der Kirchengeschichte. Warum merkt bzw. sagt das niemand?
Ihr Verwandter, der Löwe von Münster, hat genau zwischen Geist der (damals braunen) Ideologie und Geist
der Kirche Kirche unterschieden. Rüsing: Dieser „Priester“ sollte möglichst rasch seinen Hut nehmen,
denn als 68er ist er zwangsläufig Atheist: heißt doch eine These aus der kritischen Theorie: „Gott ist
eine falsche Hypothese, Theologie ist sinnlos“ und weiter: „Die Familie ist die Ursache des ‘autoritären
Charakters’und des Fachismus“! Die hl. Familie, aus der Jesus Christus bekanntlich kommt, ist also Mitursache
von autoritärem Charakter und Faschismus! Witz? „Das Ganze ist falsch, der Geist der Geschichte ist die
permanente Katastrophe“, so heißt es weiter. In der Tat, der Geist der 68er ist Ursache der einmaligen
geschichtlichen Katastrophe, in der wir leben, und diese Katastrophe macht auch vor der Kirche nicht halt,
wie u. a. Pfr. Rüsing mustergültig vor Augen führt.
Methusalix Ihre Wirklichkeitsblindheit ist ja rührend! Der Konservative ist nie Ideologe, sondern immer
Pragmatiker (nicht Pragmatist!). Ideologen gibt es vielmehr ausschließlich bei den Progressiven und den
Reaktionären! Über die Schuldigen am 1. Weltkrieg gehen die Meinungen auch heute noch auseinander. Hierbei
ergibt sich, für Sie wichtig, die Frage, inwieweit die damaligen europäischen Machthaber noch konservativ
gedacht haben. Der 2. Weltkrieg wäre ohne den Hitler-Stalin-Pakt ausgeschlossen gewesen. Beide Seiten
glaubten damals, sich gegenseitig gründlich übervorteilt zu haben. Seit wann ist Stalin ein Rechter?
Aber: Extreme berühren sich! Übertritte von den Roten zu den Braunen waren damals bekannt, insbesondere
nach der Machtübernahme! Die Massenmorde beider unterscheiden sich u. a. dadurch, daß Hitler, und dazu
mit industrieller Pefektion, ein ganzes Volk umbringen wollte, wohingegen sich Stalin im eigenen Land
und insbesondere in Polen auf die Intelligenz beschränkt hat und damit kein Völkermöder war. Auf jeden
Fall haben in Hitler und Stalin die braune und rote Ideologie den Karren gemeinsam in den Sand gefahren,
wenn auch auf Initiative Hitlers. Was sind also Ideologien, egal von welcher Farbe, Anderes, als Denkhilfen
für Gehirnprothesenträger?! Ihre Begründung für die von Ihnen behauptete Verlogenheit der „Adenauer-Republik“
macht so auf mich den Eindruck hochgradigen ideologiebedingten geistigen Siechtums!
Methusalix Die SPD war die einzige Partei, die gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hat. Wollen Sie
die anderen Parteien etwa in einen Topf werfen? Zunächst wäre zu prüfen, ob Papen usw. konservativ
im heutigen Sinne oder Reaktionäre waren. Der Begriff „konservativ“ hat nämlich einen grundlegenden
Bedeutungswandel hinter sich: im 19. Jahrhundert haben sich tatsächlich nur 2 Gruppe gegenüber gestanden,
nämlich Konservative und Liberale. Sie gehören wohl zu denjenigen, die diese Entwicklung verschlafen
haben. Ihr vergeblicher Versuch, die Konservativen in die reaktionäre Ecke zu drücken, ist dafür der
beste Beweis. Die „Adenauer-Republik“ verlogen zu nennen, ist der Gipfel der Verleumdung linker Herkunft!
Das wirft die Frage auf, ob links und link nach Ihrer Auffassung mehr, als nur vier Buchstaben gemeinsam
haben. Wenn Sie sachlich argumentieren, schreiben Sie wohl unter „Blueberry“ und bei ausfälligen Stellungnahmen
unter „Methusalix“?
Methusalix „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!“ Sie vertreten
die bekannte Auffasung, die beileibe nicht von allen Progressiven, sondern von deren unkritschen Mitläufern
nachgebetet wird. In Ihrem sich hier offenbarenden Wirklichkeitshaß hätten Sie gerne was nicht ist.
Im Übrigen disqualfizieren Sie sich schon durch Ihr Vokabular! Wie wollen Sie Ihren sicher vorhandenen
Wunsch, ernst genommen zu werden, begründen?
blueberry: Kardinal Meisner Die Überheblichkeit Ihrer Ausführungen ergibt sich aus Ihrem Vokabular:
Geschwurbels, krude. Wir sollten hier sachlich bleiben, sonst gibt es keinen ernsthaften Gedankenaustausch!
Ihre Charakterisierung Meisners als erzkonservativ und erzreaktionär widerlegt sich selbst: konservativ
und reaktionär ist nicht daselbe, wie hier schon mehrfach ausgeführt. Erzkonservativ kann es nicht geben.
weil konservativ die Mitte zwischen progressiv und reaktionär ist. Mitte ist aber nicht steigerbar! In
Sachen Vergleichs von Babycaust und Holocaust muß ich mich berichtigen: es wird hier tatsächlich verglichen.
Aber Vergleich bedeutet keine Gleichsetzung, sondern lediglich Feststellung von Ähnlichkeiten und Unterschieden.
Gemeinsam ist beiden die verbrecherische (so JPII zu recht) massenweise Vernichtung von Menschenleben.
Zu unterschiedlicher rechtlicher Beurteilung habe ich bereits Stellung genommen. Kardinal Meisner hat
natürlich, wie jeder anständige Mensch, seine Fehler. Ihre Beschuldigungen sind weitestgehend, wie von
anderen Forumsteilnehmern zutreffend festgestellt, reine Behauptungen. Den Predigten Meisners wird weitestgehend,
auch von seinen Gegnern, hohes Lob gezollt, nach meiner Meinung zu recht. Ebenso verträgt sein Führungsstil
durchaus kritische Anmerkungen.
Bluebery, Malachias Malachias, ich stimme Ihrer Auffassung grundsätzlich zu, nachdem das Leben aller
Menschen gleichwertig ist, halte aber die Mögliche Auffassung, das von ‘Geweihten sei mehr wert, zumindest
für gefährlich. Auf die Bibel kann sich diese Auffassung jedenfalls nicht berufen. Blueberry: Ihre Stellungnahme
ist zum Teil recht überheblich und schießt über das Ziel hinaus. Der Vergleich zwischen Bundesrepublik
und Nazi-Deutschland wurde auch nie ansatzweise gezogen. Da Sie diesen Vergleich aber bringen kann man
tatsächlich die Frage stellen, wer seines Lebens sicherer sein kann bzw. konnte: ein heutiges Kind im
Mutterleib oder ein Regimekritiker in einem beliebigen totalitären Staat.
DDL: Mission Wie in jeder Gruppe gibt es auch in der Kirche Extreme aller Qualitäten, wie Sie richtig
bemerken. Zur Mission: Analythisches Denken der Wissenschaft und verknüpfendes Denken der Meditation
gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Beide gemeinsam bilden das Ganze.
Verstehen Sie Mission bitte nicht im Sinne von Kulturbringung, wie es in den Entwicklungsländern üblich
und notwendig war. Paulus verkehrte mit Griechen und Juden auf Augenhöhe! Es geht nicht um fundamentalen
Irrtum! Es tut mir leid, daß Sie das so verstehen. Enscheidung für eine Religion geschieht auf Ebene
der Werte, die man erkannt hat und für sich erstrebenswert hält. Mission muß natürlich den Anforderungen
wissenschaftlichen Niveaus entsprechen, will sie ernstgenommen werden. Hinzu kommt die menschliche Seite:
wir sind laut Genesis als Gottes Ebenbild erschaffen. Gott ist Liebe und handelt aus Liebe, oder, im Sinne
unserer Personalführung: primärmotiviert. Wir verwirklichen die Gottesebenbildlichkeit umso vollkommerer
in uns, je primärmotivierter wir handeln. Daran müssen wir Christen uns messen lassen! Es geht also
in erster Linie (ohne den anderen Punkt = wissenschaftliches Niveau) zu vernachlässigen, darum, durch
unser Menschsein so zu überzeugen, daß es keines verbalen Bekehrungsversuches bedarf. Werbung = überzeugendes
Menschsein! In Abt Wigbert haben Sie einen solchen Menschen kennengelernt, und ich wünsche Ihnen noch
viele weitere solche Begegnungen!
DDL / Deusexmachina Sowohl diese Auseinandersetzung, als auch mein eigener Austausch mitn DDL lehren,
daß man zu einem guten Gespräch kommen kann, wenn man sachlich bleibt. Emotionen bringen ein Gespräch
nicht weiter: „durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt“. Die
Kirche als corpus christi mysticum ist heilig. Andererseits ist sie, von Menschen getragen, nicht fehlerfrei,
wie wir zumindest aus der Geschichte wissen und möglicherweise selbst erlebt haben, genauso, wie wir
Menschen, Sie und ich gleichermaßen, nicht fehlerfrei sind. Glieder des Leibes Christi und trotzdem mit
Fehlern behaftet – mit diesem Paradox müssen wir leben. Ferner gibt es zwar keinen Gegensatz zwischen
Naturwissenschaft und Glauben, denn beide haben in Gott denselben Ursprung. Wohl aber gibt es Gegensätze
zwischen naturwissenschaftlicher und thelogischer Erkenntnis, einfach, weil wir als begrenzte Menschen
den unumgrenzten Gott nicht fassen können. Auch unter diesem Gesichtspunkt gibt es Schwierigkeiten mit
der Kirche. Wir wünschen DDL die Begegnung mit einem übereugenden Priester, der ein hörendes und verstehendes
Herz für seine Fragen und Probleme hat.
Malachias: Holocaust – Babycaust Ich habe die Predigt Meisners am 6.1.2005 selber im Dom gehört. Man
kann Meisner berechtigterweise entgegenhalten, daß Abtreibung, wenn auch inzwischen zahlenmäßig umfangreicher,
im Gegensatz zum Holocaust kein Völkermord ist. Völkermord ist aber ein eigener Straftatbestand. Geht
man davon aus, daß die Vernichtung jeden einzelnen menschlichen Lebens gleich schlimm ist, hat Meisner
recht. Berücksichtigt man die juristisch unterschiedlichen Straftatbestände, stimmt Meisners Vergleich
nicht. Diese Unterscheidung sucht man in der überwiegend emotional geführten Auseinandersetzung über
die Predigt Meisners m. W. vergeblich. Man muß Meisner aber zugute halten, daß er keine Aussagen über
juristisch gleiche oder unterschiedliche Wertung machen, sondern grundsätzlich Beispiele für Mißachtung
menschlichen Lebens nennen wollte. Diesem Anliegen wird seine Aussage vollumfänglich gerecht. Auch die
Opfer der von Meisner erwähnten Kindermorde durch Herodes waren Juden. Von den Wortführern der Meisner-Kritiker
hat das niemand gemerkt!
Toby: erzkonservativ gibt es nicht. Konservativ ist die Mitte zwischen progreßiv und reaktionär; die
Pius-Brüder sind nicht konservativ, sondern reaktionär, weil sie die Fortentwicklung der Tradition ablehnen.
Abgesehen vielleicht von der Trennung Rom – Konstantinopel sind sämtliche Kirchenspaltungen entstanden,
weil eine oder mehrere Gruppen Konzilsbeschlüsse abglehnt haben, zuvorletzt die Altkatholiken mit ihrer
Ablehnung der päpstlichen Unfehlbarkeit. Man wird daher sagen müssen, die besagten Kirchenspaltungen
sind alleine durch Reaktionäre verursacht. Jesus Christus war konservativ, denn er ist nicht gekommen,
Gesetz und Propheten aufzulösen, sondern um sie zu erfüllen. Paulus hat mit seinem Wort „Prüfet alles,
das Gute behaltet“ ebenfalls zu einer konservativen Lebenshaltung aufgefordert.
DDL: Leben Hinschtlich des Übergangs von toter zur belebten Materie, z. B. Viren, haben Sie natürlich
recht, ich habe bei meinen Ausführungen alleine an den Menschen gedacht, und da bleibe ich bei der Radikalität
des Lebens, denn: Sie weisen völlig zu Recht auf die unerschiedlichen Erkenntniswege hin bei der Frage,
ob der Mensch noch lebt. Aber der Mensch lebt unabhängig davon, ob wir das Leben in ihm noch erkennen
bzw. anerkennen oder nicht! Hinsichtlich des Beginns des Lebens gehen die Meinungen in der Fachwelt ebenfalls
auseinder. Die Kenntnis- oder Anerkenntnisfrage sagt aber noch nichts über die Tatsache, ob Leben oder
nicht. Sie können einen Stein über eine Mauer werfen in Annahme, dort hält sich niemand auf, weil das
Grundstück erkennbar dicht bewaldet ist. Treffen Sie mit dem Stein wider Erwarten doch einen Menschen,
haften Sie (dolus eventualis). Genauso müssen Sie mit menschlichem Leben ab befruchteter Eizelle rechnen,
so lange nicht eindeutig ein späterer Beginn unmstößlich bewiesen ist. Eine noch so hohe Wahrscheinlichkeit
reicht nicht, weil immer noch die Möglichkeit der Vernichtung menschlichen Lebens besteht. Damit ist
die Kirche zum kompromißlosen Schutz des Embryos verpflichet (Ausnahme: unverhältnismäßig hohe Gefahr
des mütterlichen Lebens). Da wir Christen von der unsterblichen Seele wissen, ergibt sich die zusätzliche
Frage, ab wann die Seele unsterblich sein soll, wenn nicht ab befruchteter Eizelle.
DDL: Schwangerschaft Sie geben den juristischen Sachverhalt völlig richtig wieder. Nur: werden wir damit
dem Leben gerecht? Leben ist immer radikal, d. h. es gibt keine Zwischenstationen zwischen Tod und Leben,
gewissermaßen lebt man nicht nur ein bischen. Wer nicht tod ist, lebt! Deswegen ist der eine Zeit lang
übliche Begriff „werdendes Leben“ sachlich nicht richtig. Denn auch Samen- und Eizellen leben, sonst
könnte durch deren Vereinigung kein neues Wesen entstehen. Unabhängig vom juristischen und vom allgemeinen
Sprachgebrauch ist es im biologischen Sinne m. E. richtig, ab befruchteter Eizelle von Vater und Mutter
zu sprechen, ohne in die Auseinandersetzung über den Beginn unseres Menschseins einzugreifen.
Pünktchen Ich stimme Ihrer Auffassung gerne zu. Nur sollten Sie im Zusammenhang mit Abtreibung nicht
verharmlosend von Frauen, sondern sachlich einwandfrei von Müttern sprechen! Denn eine Frau kann nur
in ihrer Eigenschaft als Mutter abtreiben. Der gelegentlich zu hörenden polemischen Antwort, eine Frau
werde erst mit der Geburt Mutter, begegnen wir mit der Gegenfrage, wer denn bis zur Geburt Mutter des
Embryo ist.
Tägliche Messe Da hiernach gefragt wird: In der Kölner Innenstadt ist das Angebot so umfangreich, daß
ich auch als werktätiger täglich die hl. Messe besucht habe und auch als Pensionist noch besuche. Für
Mimi: wenn für Sie die tägliche tridentinische Messe unmöglich ist, versuchen Sie es doch einmal im
Dom, in St. Maria in der Kupfergasse oder St. Panthaleon! Die gleitende bzw. flexible Arbetszeit erleichtert
diese Verwirklichung unserer Interessen. Es gibt sicher auch für Tridentiner noch weitere annehmbare
Angebote nach dem NOM.
antihomoLobby, francofelice a.: es gibt keine abtreibenden Frauen, sondern lediglich abtreibende Mütter.
Die Rede von abtreibenden Frauen führt zu einer sachfremden Verharmlosung. f.: ein Mensch, der sich vor
Gott verantwortlich weiß, wird ganz sicher nicht morden. Abtreibung fällt zumindest nach deutschem Strafrecht
nicht unter Mord, sondern ist ein im Strafgesetzbuch gesondert geregelter Straftatbestand. Diesen Sachverhalt
sollten wir beachten, damit uns nicht jeder Rechtskenner zwecks Verharmlosung mangelndes Urteilsvermögen
vorwirft. JPII hat zutreffend von einem verabscheuungswürdigen Verbrechen gesprochen, und diesen Beriff
sollten wir verwenden. In der Sache stimme ich Ihnen vollinhaltlich zu.
stat crux Daß solche Gruppen u.U. recht langlebig sind, zeigen die russischen Altgläubigen, die sich
vor ein paar hundert Jahren wegen Anpassung an griechische Bräuche von der russischen Kirche abgespaltet
haben. Es gab innerhalb der Altgläubigen dieselben Abspaltungen, die sich heute offenbar bei den Pius-Brüdern
anbahnen, bis zur Nichtanerkennung von Sakramenten! Auch bei den Altgläubigen hat es eine priesterlose
Gruppe gegeben, weil man die Weihen in der russischen Kirche für ungültig hielt! M. W. gibt es inzwischen
wieder eine Kirchengemeinschaft zwischen russisch-orthodoxen und altgläubigen Christen. Freuheit (Gal.5,13)
und echte und von Herzen kommende Lebensfreude, Liebe (Ga. 5,22) sind m.E. unverkennbare Merkmale der
Wirkung des hl. Geistes. Damit ist klar, wie geistige Enge und Fanatismus zu berurteilen sind. Jede Überttreibung
ist vom Teufel, wie schon die Kirchenväter sagen. Da der Teufel von Gott die Macht der Zuerstörung bekommen
hat, kann sein Werk in der Kirche genauso fortdauern, wie in uns selbst ganz persönlich! Zwar ist die
Rede vom Teufel heute politisch nicht korrekt, aber sein Wirken spüren wir durch das Böse in der Welt
täglich. Das Böse, oder allgemeiner ausgedrückt, das Negative, breitet sich umso erfolgreicher aus,
als man seinen Urheber, den Teufel, wegleugnet!
stat crux: Freimaurer Für die Sedisvacantisten und vermutlich für einen Teil der Pius-Brüder ist offenbar
jeder ein Freimaurer, der nicht ihrer ideologisch zum Teil extrem engen Linie folgt! Für mich unverständlich
ist, wie man in solch geistiger Enge überleben kann ohne zu einem geistigen Krüppel zu werden. Das gilt
allerdings für linientreue Anhänger anderer Ideologien, erst recht für Hardliner, auch. Können sich
diese Menschen noch aus tiefster Seele freuen? Mit fehlender Anerkennung unserer Weihen, wie wir in diesem
Forum lesen, stellen sie sich endgültig ins Abseits!
Benedikt: „Freimaurersignale in der Presse“ Der Titel ist interessant. Haben Sie einen ernsthaften Eindruck
von dem Buch? Dann teilen Sie mir bitte Autor und Verlag mit, entweder hier oder unmittelbar über kreuznet.
Herzlichen Dank!
Gotthard Unter den 68ern, einem Auswuchs der „Frankfurter Schule“, sind die Anhänger der kritischen Theorie
und des kritischen Rationalismus zu verstehen (s. Karl Steinbuch, Kurskorrektur) Keine der Ideologien
taugt als Lebensphilosophie, mit dem in Amerika verbreiteten kritischen Rationalismus können Sie zwar
die kritische Theorie widerlegen, sonst aber nichts. Die kritische Theorie befaßt sich zwar mit den Wünschen
des Menschen, jedoch ohne nach einer Möglichkeit der Verwirklichung zu fragen. So betrachtet der kritische
Theoretiker die eigenen Wünsche als letzte Wahrheit, im Gegensatz zu jeder Religion. Er will keine Wahrheiten
mitteilen, sodern Wirkung erzielen. Es besteht eine positive Korrelation zwischen der zunehmenden Macht
der 68er und der zunehmenden Unlösbarkeit der Probleme, wie Karl Steinbuch bereits 1973 in seinem obigen
Werk nachgewiesen hat und die heutige Erfahrung bestätigt. Daß solche Grundhaltungen, wie sie mutatis
mutandis in jeder Ideologie anzureffen sind, mit keiner Religion vereinbar sind, versteht sich von selbst.
Gehören Sie etwa zu den 68ern? Ihre Frage läßt darauf schließen. Daß die Kommnisten versucht haben,
Agenten in den Vatikan iund sonstige Kirchliche Organen einzuschleusen versucht haben, ist bekannt. Über
heutige entsprechenden Versuche liest man nichts. Das Hauptproblem in der Kirche und in der Welt sind
daher die 68er und nicht Freimaurer usw. Mit der letztgenannten Gruppe befasse ich mich nicht.
Bernardo, Benedikt Ihren zum Teil sehr umfangreichen Ausführungen stimme ich vollumfänglich zu! Tatsächlich
kann ein Papst seine Nachfolger nur in Sachen Glaubens- und Sittenlehre binden. In allen anderen Dingen
können die Päpste frei von Vorgaben ihrer Vorgänger entscheiden, wie wir bereits 1960 im Religionsunterricht
gelernt haben. Ein Papst kann ja nicht einmal seinen Nachfolger bestimmen!
Perpetua Siebel ist, wie bemerkt, Sozilologieprofessor und damit bar jeder beruflichern Qualifikation
für das Thema. Wie sieht es mit Ihren anderen Autoren aus? Enzykliken beinhalten bekanntlich keine unfehlbaren
Lehrentscheidungen, bitte aktualisieren Sie Ihr Fachwissen! Daß Religionsfreiheit in der Schöpfung grundgelegt
ist und damit die Richtigkeit der Konzilsentscheidung habe ich in einem früheren Beitrag nachgewiesen.
Ihre Kirchentreue und Ihr Einsatz sind zu loben, aber blinder Eifer schadet nur! Jede Übertreibung kommt
vom Teufel, wie die Kirchenväter bereits sagen. Daß 68er und möglicherweise andere kirchenfeindliche
Gruppen den Marsch durch die Institutionen versuchen, ist bekannt. Aber unseren Päpsten Freimaurertum,
Häresie usw. vorzuwerfen, schießt weit über das Ziel hinaus. Globalisierung, Entwicklung in Wissenschaft
und Technik führen zu bisher nie da gewesenen Herausforderungen im Sinne einer Bewußtseinserweiterung.
Auch die Kirche ist hier gefordert. Wir müssen unsere Glaubenswahrheiten unter diesem Gesichtspunkt neu
überdenken, nicht im Sinne einer Infragestellung, sondern einer Vertiefung. Aus einer offenen und ehrlichen
Auseinandersetzung geht die Kirche als Sieger hervor. Bisher war jede Kirchenspaltung (vielleicht mit
Ausnahme der Trennung von Rom und Byzanz) durch Verweigerung der abgespaltenen Gruppe zur Fortentwicklung
der Tradition verursacht. Die Pius-Brüder bestätigen diese Erfahrung!
Mariokis, Karim Zwar soll durch die Messe das Gedächtnis an den Kreuzestod unseres Herrn aufrecht erhalten
werden. Trotzdem ist die hl. Messe keine Erinnerung, keine Erneuerung, sondern eine Vergegenwärtigung
des Geschehens im Abendmahlssaal! Es gibt überhaupt nur eine einzige hl. Messe, und diese wurde am Abend
vor Seinem Leiden gefeiert. In allen anderen hl. Messen wird dieses Geschehen Gegenwart, d. h. alle hl.
Messen sind letzlich nur eine Messe, nämlich Vergegenwärtigung des damaligen Geschehens. Wesen des christlichen
Gedächtnisses ist ja gerade, daß man sich nicht in die Vergangenheit versetzt, sondern die Vergangenheit
in die Gegenwart holt, das Vergangene also Gegenwart wird! Aber nicht nur die Vergangenheit wird Gegenwart,
sondern auch die Zukunft! Denn unsere irdische Liturgie ist auch Vergegenwärtigung der himmlischen Liturgie,
die uns nach unserer Vollendung erwartet.
Artois – Perpetua Arois: so argumentieren alle, die mangels Masse mit mehr Stimme arbeien. Woher soll
ich als Konservativer den ganzen reaktionären Schwulst kennen? Perpetua: jetzt endlich lassen Sie die
Katze aus dem Sack: laut Bernado ist Siebel, auf den Sie sich hier ausdrücklich und sonst wohl stillschweigend
berufen, kein Theologe, sondern Soziologie-Professor. Oder gehen Sie wenn Sie Rechtsauskünfte benötigen,
statt zum Juristen zu einem Zoologieprofessor?
Realist Abtreibung – Mord Ich will auch nichtwegdefinieren, sondern auf das strafrechtliche Verständnis
hinweisen, damit man Abtreibung nicht mit Hinweis auf auf den gesetzlichen sachverhalt verharmlost. Deswegen
auch mein Hinweis auf die Aussage von Papst Johanns Paul II! In der Sache sind wir uns einig. Statt „Mord“
sollte wir besser den Begriff „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ benutzen. Hierbei können wir uns auf
den Papstes berufen!
Abtreibung – Mord Es trifft zu, daß Abtreibung im deutschen Strafgesetzbuch nicht unter Mord behandelt
wird, sondern ein eigener Straftatbestand ist. Das ändert aber nichts an der Richtigkeit der Aussage
von Papst Johannes Paul II, der Abtreibung ein verabscheuungswürdiges Verbrechen genannt hat. Die Frage
gehört zwar nicht zum hier behandelten Thema, drängt sich aber in diesem Zusammenhang auf: das Umbringen
von alten, kranken und möglicherweise hilflosen Meschen ist im (deutschen) Srafrecht nicht gesondert
geregelt. Damit stellt sich die Frage, inwieweit es sich hier, wie z. B. in Holland praktiziert, im Einzelfall
oder grundsätzlich um Mord handelt.
stat crux Daran, daß die Traditionalisten (Traditionalismus als ideologische Ausgabe der Tradition) die
Konzilstexte lesen, zweifele ich allerdings auch, sonst würden sie nicht so ablehnend reagieren.
Bernado, Hacki B.: Perpetua hätte seröserweise wenigstens ihre Quellen nennen müssen, durch deren Unkenntnis
ich ihr auf den Leim gegangen bin und ihrem Dienstmädchengeschwätz zu viel Ehre erwiesen habe. Entweder
hat Perpetua nie wissenschaftlich gearbeitet, oder sie will ihre Leser verdummen! H.: Immer diese Konzilsmßverständnisse!
Man darf dem hl. Geist sicher nicht die Produktion geistlichen Schrotts in die Schuhe schieben! Auf das
wirkliche Problem weise ich immer wieder hin, nämlich daß die Ausführung der Konzilsbeschlüsse den
68ern in die Hände gefallen ist bzw. die 68er innerhalb der mit den Ausführungsbestimmungen Betrauten
sich kaltschnäuzig durchgesetzt haben. Wieso merkt das niemand?
OnanII Sie behaupten ganz einfach, religiöse Zeichen sollten aus der Öffentlichkeit verschwinden. Wie
kommen Sie darauf? Behaupten kann jeder alles. Als Beispiel führen Sie die Türkei an. Sollen wir denen
alles nachmachen? Sollen zur Vernichtung religiöser Zeichen in der Öffentlichkeit auch Kirchen, so z.
B. der Kölner Dom, abgerissen werden?
Bernardo Ich bin zugunsten von Perpetua von – allerdings völlig und ohne Sachkenntnis – aus dem Zusammenhang
herausgerissenen Zitaten ausgegangen. Sofern es sich etwa um keine Zitate handeln sollte, dann um so schlimmer
für Perpetua und ihre Glaubwürdigkeit! Klar ist jedenfalls, daß BXVI das niemals so gesagt haben kann!
Kopftuch – Ordenstracht Das Kopftuch, das für bekanntlich für alle Frauen vorgesehen ist, ist eindeutig
ein religiöses Zeichen. Da der Islam zumindest in seiner religiösen Praxis, z. B. Ehrenmorde, Selbstmordattentate,
nicht mit dem GG vereinbar ist, ist gegen ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen nichts einzuwenden. Die
betreffenden Richter sollten sich mehr um Vermeidung des Eindrucks ideologischer Blindheit bemühen! Ordenstrachten
sind wie Priesterkleidung hingegen keine religiösen Zeichen, weil sie nicht von allen Christen, sondern
ausschließlich von den genannten Berufsgruppen getragen werden (dürfen!). Damit handelt es sich um Berufskleidung
ähnlich den Uniformen von Soldaten, Polizisten, Bahn- und Postbeamten im Außendienst u. ä. Da die Mitarbeiter
der städtischen Müllabfuhr ebenfalls Berufskleidung tragen, dürften sie nach Meinung einiger Beiträge
ebenfalls keine Schule mehr betreten – einfach lächerlich! Religion ist nur hinsichtlich der Entscheidungsfreiheit
des Einzelnen dafür oder dagegen Privatsache. Schon alleine wegen Eintrags in Kirchensteuerlisten handelt
es sich – im Gegensatz zum Sex, wie ein Autor richtig feststellt – um eine öffentlich-rechtliche Angelegenheit!
Nach dem ideologisch bedingten Kreuzentfernungsgeschwätz zumindest eines Gesprächsbeitrags dürften
in Schulen auch keine Landschaftsbilder mit Wegkreuz bzw. Städtebilder mit Kirchen aufgehängt werden.
In den sozialistischen Ländern hat man solche Zeichen wegretuschiert – Witz?
Sperrung von kreuz.net in Wikipedia Am 11.7.2006 um 18.53 schreibt DDL u. a.: „Sowas bestärkt mich darin,
in der Wikipedia darauf zu achten, daß nicht wieder irrtümlich kreuz.net als Quelle verlinkt wird. Neulich
war das in 5 Artikeln der Fall – jetzt nicht mehr.“ Damit ist die Ursache von fehlender Verlinkung mit
kreuz.net in Wikipedia doch klar: DDL = deusexmachina!
Perpetua – Benedikt XVI Perpetua:Ihre Zitate von B.XVI sind nachweislich aus dem Zusammenhang heraus entstellt:
so z. B. Die eine Kirche Christzi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen:
es gibt überhaupt nur eine einzige christliche = katholische Kirche, und diese Kirche ist gespalten!
Zu dieser einen Kirche gehören eben auch die genannten schismatischen und häretischen Sekten. Die Äußerung
von BXVI ist also in Ordnung. BXVI als offenbar guter Kenner der Orhodoxie orientiert sich wohl am Kirchenverständnis
des 1. Jahrausends, von dem im Gespräch mit dem christlichen Osten auszugehen ist und dessen Nachwirkungen
bis zur Aufklärung spürbar waren. So hat Suttner in einem Aufsatz in „Der christliche Osten“ noch eine
begrenzte Sakramentengemeinschaft nachgewiesen, gegen die unter dem Einfluß der Aufklärung der damalige
Fürstprimas von Ungarn erfolgreich opponiert hat. Nach dem Rückzug von Rom haben sich die beteiligten
östlichen Kirchen ebenfalls abgekapselt.
Horst Schlämmer, Graf von Galen Schlämer: „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit
und an Kräften mangelt!“ Galen: auf welche Quellen berufen Sie sich? Es wurde ebefalls behauptet, der
zuständige Bischof intrigiere gegen die Wallfahrt. Grüppchen, die zum Ungehorsam gegen kirchliche Autoritäten
aufrufen, gibt es schließlich überall. Bekanntlich hatte der hl. Pater Pio OFM Cap ebenfalls zeitweise
nicht unerhebliche Schwierigkeiten mit der kirchlichen Obrigkeit, aufgrund falscher Anklagen! Soweit es
nicht um dogmatische Aussagen geht, wie hier, sollten wir uns schon eine unabhängige Meinung bilden,
soweit Interesse besteht. Zu mehr, als einer mehr oder weniger gut begründeten Meinung reicht es ohnehin
nicht, denn eine abschließende Stellungnahme geht deutlich über unsere fachliche Qualifikation hinaus.
Evelin Zum Filioque ist auf dem Konzil von Ferrara-Florenz 1439 verhandelt worden: Sohn und Geist gehen
vom Vater aus. Der Geist wird aber vom Sohn in die Welt gesandt. Also doch gemeinsames Credo! Der Bescnluß
von vor 250 Jahren gilt schon lange nicht mehr. Wer heute als r.-k. Priester zur Orthodoxie übertritt,
wird nicht erneut geweiht. Die Düsseldorfer Ausnahme, an die Sie möglicherweise Denken, lag daran, daß
der inzwischen hochbetagt verstorbene r.-k. Priester geheiratet hatte und sich als Laie in die orthodoxe
Kirche hat aufnehmen lassen. Die Folge: ganz erhebliche Akzeptanzschwierigkeiten. Taufen werden ohnehin
wechselseitig anerkannt. Sofern die Orthodoxen evangelische Taufen nicht anerkennen, so wegen fehlendem
dortigen Priestertum. In der Orthodoxie kann m. W. nur der Priester gültig taufen, bei uns sogar ein
Nichtchrist!
Kirchenlatein und Bernardo Kirchenlatein.: Bitte Vorsicht mit solchen Äußerungen. Die Ostkirchen zelebrieren
weitestgehend in der Landessprache. Sie deswegen eines leichteren Glaubensabfalls zu verdächtigen, ist
gewagt! Auch bei uns ist die Zahl der Gottesdienstbesucher zwischen 1945 und 1962 zurückgegangen. Inwieweit
eine nicht in allen Punkten geglückte Liturgiereform nach 1965 diese Entwicklung gefördert hat, ist
eine eigene Untersuchung wert. Bernardo .: Wir müssen uns hüten, die Ausführungen von BXVI vor dem
Hintergrund des nach der Aufklärung entwickelten Kirchenverständnisses zu verstehen. Da der Papst offenbar
gut mit der Theologie des christlichen Ostens, insbesodere mit der Orthodoxie, vertraut ist, orientiert
er sich mit Sicherheit am Kirchenverständnis des 1. Jahrtausends, dessen Einfluß bis zur Aufklärung
spürbar war, und das die Grundlage für die Einheit bildet. Hiernach müsen wir von der einen, aber gespaltenen
Kirche sprechen. Denn vollständig war der Bruch nie, soweit ein gemeinsames Credo gebetet und die Taufe
gegenseitig anerkannt wird. Mit dem Osten ist die Kirchengemeinschaft wegen der gemeinsamen 7 Sakramente
umfassender. Beten wir wir doch in allen christlichen Kirchen für „die eine heilige katholische und apostolische
Kirche“! Lediglich die reformatorischen Kirchen übersetzen „katholisch“ zureffend mit „allgemein“ oder
setzen „christlich“, was aber nach Ignatius von Antiochien dasselbe bedeutet.
Weil de es nicht entheiligen können wirst Wegen zwiwschenzeitlichem Bildschirmausfall und nicht täglichem
Internet-Zugang erst heute. Die biblische Offenbarung gibt uns nach der Lehre der Kirche eine umfassende,
jedoch keine vollkommene Gotteserkenntnis (letztere ist für uns Menschen nicht faßbar). Diese umfassende
Gotteserkenntnis gibt sonst keine Religion. Daß es auch außerkirchliche Gottesoffenbarung gibt, zeigt
uns die kirchliche Lehre von der anima naturaliter christiana. Meiner Meinung nach bietet Gott jedem Menschen
eine Offenbarung seiner selbst an. Wer diesen Weg im Sinne der Geisttaufe (umgangssprachlich: Begierdetaufe)
geht, kann sein Leben genauso in Gott vollenden, wie wir Christen. Wir dürfen unser Gottesbild nicht
auf das Personenbild einengen, weil er mehr ist, als Person. Wir benutzen das Personenbild nur, weil es
die höchst uns bekannte Seinsform ist. Hieraus folgt, es handelt sich hier um keine Definition (=Eingrenzug
), denn Gott ist undefinierbar. In der preußischen Staastbibliothek lagert (oder hat zumindest um 1970
gelagert) weitestgehend unübersetzte Literatur über eine mittelalterliche eingenständige christliche
Philosophie, die den Personenbegriff nicht kannte, aus der ostsyrischen Kirche.
DDL: Plan Gottes Zwar sind wir gegen die Allmacht Gottes machtlos, doch hat uns Gott die Freiheit gegeben,
gegen seinen Willen zu verstoßen, und das ist, wenn es ein Verstoß gegen seine Ordnung ist, Sünde (aber:
folgt jemand nicht dem Ruf etwa zum Priestertum, den er in sich spürt, so ist das keine Sünde, weil
kein Verstoß gegen die göttliche Ordnung). Denn Gott hat uns zur Liebe erschaffen, und Liebe setzt Freiheit
voraus. Die göttliche Ordnung verbietet uns, das Leben absichtlich zu verkürzen. Es kann, wie schon
ausgeführt, aber erlaubt sein, bei Reichung von schmerzmildernden Medikamenten eine Lebenskürzung inkauf
zu nehmen. Ich haben bei Ihnen den Eindruck einseitiger Rationalität. Das analythische Denken der Wissenschaft
und das verknüpfende Denken der Meditation gehören jedoch zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen
Satzes. Gott, der die Liebe ist, hat uns als sein Ebenbild erschaffen, und wir verwirklichen diese Ebenbildlichkeit
umso vollkommener in uns, als wir aus Liebe handeln. Nach unserem bisherigen Austausch scheint mir wichtig
zu sein, daß Sie sich solchen Gedanken öffnen. Das erfordert zwar viel Geduld mit sich selbst und geht
nicht vo heute auf morgen, führt aber zu einer grundlegenden menschlichen Bereicherung. Es geht also
nicht um ein „entweder – oder“, sondern um ein „sowohl – als auch“! Der Mensch ist zwar ein rationales
Wesen, aber nicht ausschließlich. Deswegen werden wir ihm mit einseitiger Rationalität nicht gerecht.
Toby: Ort des Gebetes Ich habe nicht behauptet, dort habe es keine übernatürliche Erscheinung gegeben,
eine Stellungnahme zur Frage der Übernatürlichkeit ginge deutlich über meine Kompetenz hinaus und wäre
anmaßend! Vor dem Gnadenbild der „Schwarzen Mutter Gottes“ in Köln und anderen Gnadenbildern geschehen
ebenfalls auf natürlichem Wege unerklärbare Gebetserhörungen (z. B. Heilung von Krankheiten), ohne
daß die Mutter des Herrn persönlich erschienen ist. Hieraus folgt: zu außergewöhnlichen und „normalen“
Gebetserhörungen sind solche Erscheinungen uerheblich. Warum sollen wir die Frage einer übernatürlichen
Erscheinung in Medjugorje nicht offen lassen? Warum soll hier nicht jeder entsprechend seinam persönlichen
Empfinden entsprechend glauben? Eine kirchliche Anerkennung oder deren Ausbleiben hat sicher keinen Einfluß
auf die Erhörung unserer Gebete. Das Maß deren Erhörung entspricht vielmehr dem Maße unserer hingebenden
Liebe zum Herrn.
Medjugorje Warum wird in dieser Angelegenheit immer die Frage nach außergewöhnlichen Erscheinungen gestellt?
Was schadet es, wenn die Leute dort zum Beten zusammen kommen? Sofern es dort Bekehrungen und tiefe geistliche
Erlebnisse gibt, kann das nicht durch das intensive dortige Beten begründet sein, warum muß es unbedingt
etws Übernatürliches sein? Steht es nicht jedem in der Kirche frei, eine Gebetsgrupe zu gründen („wo
zwei oder drei…“)? Sofern der zuständige Bischof den anwesenden Priestern Beichtjuristiktion verweigert,
hat er die Folgen zu verantworten! Fehlende übernatürliche Erscheinung ist normalerweise kein Grund
zur Beichtjurisdiktionsverweigerung, warum ausgerechnet in Medjugorje? Es gibt viele Gnadenbilder der
Mutter des Herrn, die nicht auf Erscheinungen zurückgehen, trotzdem erlaubt die Kirche Wallfahrten dorthin!
Laurentius2: Lakmustest Wegen Netzausfalls erst heute: Kardinal Meisner sorgt, so weit bekannt, persönlich
für ausnahmslos glaubensstarke und kirchentreue Pfarrer in der Kölner Innenstadt! Deswegen gibt es in
den dortigen Kirchen neben der formellen Teritorialgemeinde immer eine mehr oder weniger große ínformelle
Personalgemeinde. Das Generalvikariat ist sicher nicht links orientiert. Dafür habe ich allerdings aufgrund
eigener Erlebnisse den Eindruck, daß man auf dem Markt das Personal aufzulesen genötigt ist, das sonst
niemand gebrauchen kann. Des Rätsels Teillösung stand vor Monaten in der Personalkronik (veröffentlicht
regelmäßig in der Kirchenzeitung): als Personalreferenten werden nicht, wie zu erwarten, Juristen, sondern
Theologen, d. h. zu Personalreferenten umfunktionierte Pastoralreferenten eingestellt, die mit ihren Aufgaben
verständlicherweise völlig überfordert sind.
deusexmacina: natürlich – unnatürlich Wegen Netzausfalls erst heute: Zwischen dem göttlichen Auftrag
der Untertanmachung der Erde und Raubbau an der Natur wird es immer Meinungverschiedenheiten über die
Grenzen des Erlaubten geben, auch unter Christen, erst recht bei entgegengesetzter Weltaschauung. Gemäß
Gebot, seinen Nächsten zu lieben, wie sich selbst, ist Selbsttötung genauso verboten, wie Fremdtötung:
Woher wollen Sie wissen, daß der Schwerkranke tatsächlich Selbsttötung wünscht? Eine einmal abgegebne
Willenserklärung mag formaljuristisch ausreichen, aber – im Gegensatz zum Testament – wenn es um das
eigene Leben geht ist mit einer, wenn auch nur vorüberghenden, Meinungsänderung im Ernstall immer zu
rechnen. Deswegen habe ich auf mein eigenes Beispiel verwiesen. Denn beim menschlichen Leben kann man
sich nicht auf abstrakte Erörterung beschränken, so unverzichtbar sie auch ist. Hinzu kommen die umfangrreichen
Manipulationsmöglichkeiten, insbesondere durch Angehörige und testamantarisch Begünstigte, auf die
ich in einem anderen Beitrag eingegangen bin. Ist einmal, wie Abtreibung zeigt, der Bann gebrochen, steht
mehr und mehr das Leben als solches infrage, wie wir aus der bisherigen Entwicklung sehen! Denn Ungeborene
immer und häufig auch Todkranke haben keine Möglichkeit, sich gegen lebensvernichtende Fremdbestimmung
zu wehren. Unmißverständlicher und kompromißloser Einsatz für den Lebensschutz gehört daher zu den
unverzichtbaren Aufgaben der Kirchen.
Bernhardin: Quelle genannt Als Quelle habe ich kardina Meisner angegeben und die dazu gehörige Möglichkeit,
bei Bedarf weiter zu recherchieren, wie Sie selbst zugeben. Zum Kardinal Meisner habe ich schon einmal
ausführlicher Stellung genommen. Ihr Hinweis, er rede viel wenn der Tag lang ist, enspricht ebenfalls
keinem gehobenen, geschweige akademischen, Anspruchsniveau, zumal wir das in Köln weit besser beurteilen
können, als irgendwelche erzbistumsfremden Elemente aus Allemanien. Wegen Netzstörungen komme ich erst
jetzt zu einer Antwort.
deusexmachina Ihre Fragen sind berechtigt und vermutlich nicht für jeden einzelnen Fall allgemeingültig
beanwortbar. Klar ist, daß wir menschliches Leben nicht willkürlich beenden dürfen. Klar ist vermutlich
auch, daß die Ärzte z. B.eine Herz-Lungen-Maschine nicht weiterlaufen lassen müssen, wenn das Gehirn
nicht mehr arbeitet. Auch sonst können m. W. lebensverlängernde Maßnahmen unterbleiben, wenn der Patient
ganz sicher nicht mehr zu Bewußtsein kommt bzw. es nur ein verlängertes Leiden wird. Nicht allgemeingültig
zu beantworten ist schon die Frage, inwieweit schmerzlindernde Medikamente gereicht werden dürfen, wenn
dadurch das Leben (möglicherweise) verkürzt wird. Hier spielen die Heftigkeit der Schmerzen und die
krankheits- bzw. altersbedingt ohnehin möglicherweise nur noch kurze Lebenserwartung eine Rolle. Ich
kann hier aus eigener Erfahrung mitreden: ich hatte vor über 30 Jahren einmal Nierenkoliken und wäre
wegen der extremen Schmerzen auch lieber gestorben (habe den Wunsch aber nicht geäußert). Heute hingegen
bin ich froh, dank ärztlicher Hilfe das Ganze überlebt zu haben! Also, von wegen dem Sterbewunsch eines
Patienten einfach zu entsprechen! Die Frage, inwieweit wir natürlche Abläufe beeinflussen dürfen, wird
sich immer stellen und unterschiedlich beantwortet werden. Fehlgriffe werden von der Natur selbst (und
nicht von Gott) bestraft, weil jede unserer Handlungen ihre Folgen in sich tragen. Für mehr fehlt leider
der Platz!
Bernardin: Abführpflicht von Gehaltsteilen Hierüber hat Kardinal Meisner nur kurz Zeit nach seiner Inthronisation
als Erzbischof von Köln etwas gesagt. Er hat damals auch die Obergrenze genannt, ab der die Abführpflicht
beginnt. Dadurch stünde er sich als Erzbischof von Köln kaum besser, denn als Bischof von Berlin. Ob
er das in der Kirchenzeitung veröffentlicht hat oder in einem Inerview kann ich mich nach gut 18 Jahren
verständlicherweise nicht mehr erinnern. Es liegt aber nahe, daß diese Regelung für den Weltepiskopat
gilt, wenn es keine freiwillige Regelung des deutschen Episkopates ist. Möglicherweise können Sie Näheres
bei der Pressestelle der DBK erfahren.
Golileo Nein, das ist nicht widersprüchlich! Unser Leben endet, wenn es aus der Sicht Gottes für eine
endgültige Begnung für ihn reif ist; der Mensch vollendet dann sein Leben in Gott. Da Gott so Herr über
das menschliche Leben ist, dürfen wir selbst keine lebensverkürzende Initiative ergreifen (über das
Ende lebensverlängernder Maßnahmen s. andere Stellungnahmen im Forum). Fragen bleiben, wie immer, wenn
es um den Übergang zum ewigen Leben geht offen, so z. B. wie es mit der genannnten Vollendung beim Tod
von Neugeborenen aussieht.
gretipleti: Ministerpräsidentengehalt Woher wissen Sie, daß auch Kardinal Lehmann ein Ministerpräsidenten-Gehalt
bezieht? Bekannt ist bisher nur, daß der Erzbischof von München in dieser Höhe besoldet wird. Diese
vom bayerischen König getroffene Regelung wurde vom Freistaat übernommen. Selbst der Erzbischof von
Köln bezieht lediglich ein Staatssekretärsgehalt (B 11), wie Herr Kardinal Höffner einmal während
einer Rundfunksendung berichtet hat. Und der Bischof von Mainz soll mehr bekommen? Im Übrigen müssen
die Bischöfe einen Teil ihres Gehaltes nach Rom abführen. Es handelt sich um den Teil der einen festgesetzten
(mir unbekannten) Betrag übersteigt.
deusexmachina Warum entweder oder, statt sowohl als auch? Warum sollen wir uns nicht Ihrer Vorstellung
gemäß gegen Hunger, für Gerechtigkeit, für weltweiten Frieden und gleichzeitig entsprechend den Vorstellungen
des von Ihnen kritisierten Forumteilnehmers gegen Abtreibung, Ketzerei und liturgische Mißstände einsetzen?
Wieso schließt das Eine das Andere nach Ihrer Auffassung aus?
Navon Ihre Stellungnahme ist rein theoretisch und ohne Praxisbezug: wie nun, wenn ein Schwerstkranker
seinen Lebenswillen eben doch gegenüber erbberechtigten Angehörigen und überlastetem Pflegepersonal
rechtfertigen muß die ihm gemeinsam unter Hinweis auf ebenfalls überlastete Sozialkassen ständig in
den Ohren liegen, doch endlich einer vornehm „Euthanasie“ genannten Ermordung seiner selbst zuzustimmen
und mit geziehlten Lieblosigkeiten nachhelfen? Hier ist dem Mißbrauch in der Tat Tür und Tor geöffnet!
Aus der Bibel wissen wir, daß der Mensch nicht Herr über Leben und Tod ist. Wie Recht die Bibel doch
hat!
Graf von Galen Die Grundhaltung, die hinter Ihren Gesprächsbeitragen steht, teile ich vollmfänglich.
Auch Ihre Stellungnahme zu Kirchmair – ich gehe davon aus, daß die Autorin die Ehefrau von Herrn Dipl.-Ing
Kirchmair aus Graz ist – verdient meine volle Zustimmung. Nur, warum schimpfen Sie immer auf VII? Die
Grundhaltung, die Sie völlig zu recht beanstanden, hat mit dem letzten Konzil nicht mehr zu tuen, als
die Lüneburger Haidschnucke mit der christlichen Seefahrt! Katholisch ist weit mehr, als wir in der Schule
gelernt haben. Johannes XXIII hat die katholische Kirche aus der ideologischen Enge des Katholismus hinausführen
wollen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Mehr, als tragisch ist, daß durch die von Johannes
XXIII geöffneten Fenster eben nicht eine fragende und ehrlich suchende Welt strömte, sondern die mit
Gott nicht viel anfangen könnende 68er Ideologie eingedrungen ist und mit nicht wenig Erfolg versucht
hat, alles zu zerstören. Johann XXIII und das Konzil wollten die Welt für Gott gewinnen und sich nicht
einer Ideologie unterwerfen, wie es zu recht ideologiekritische Kreise irrtümlich verstehen. Die völlige
Untauglichkeit von Ideologien zu Problemlösungen habe ich im Rahmen dieses Forums wiederholt erwähnt.
leges… Warum haben Sie sich einen so umständlichen Namen zugelegt, daß ihn wohl so gut wie niemand
liest geschweige denn zitiert oder gar abschreibt? Daß wir Christen durch die Bibel und Jesus Christus
die umfassendste Gottesoffenbarung haben, ist nicht überheblich, sondern Tatsache! Oder wissen Sie eine
andere Religion, in der die Liebe so im Mittelpunkt steht, wie in der christlichen, nach der Gott selbst
die Liebe ist und wer Liebe erlebt, Gott selbst erlebt? Kennen Sie eine andere Religion, in der der Stifter
durch Justizmord stirbt und nach drei Tagen leibhaftig auferweckt wird?
Perpetue, Knecht Dumspecht Perpetua:Ihre Zitate von B.XVI sind nachweislich aus dem Zusammenhang heraus
entstellt: so z. B. Die eine Kirche Christzi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten
zusammen: es gibt überhaupt nur eine einzige christliche = katholische Kirche, und diese Kirche ist gespalten!
Zu dieser einen Kirche gehören eben auch die genannten schismatischen und häretischen Sekten. KD: Die
unehelichen Kinder werden nicht benachteiligt, sondern sind es quasi naturaliter, alleine schon wegen
fehlender Familie. Dieser Mangel ist nur durch nachträgliche Heirat der Eltern ausgleichbar, sofern nicht
durch anderweitige familiäre Bindung ausgeschlossen. So sind sie seit etwa 1900 von der Führung des
Vaternamens ausgeschlossen und dadurch zur Geschichtslosigkeit verdammt. Durch die neueste Gesetzgebung
seit etwa 1977 führen sie auch nicht mehr den Mädchennamen der Mutter, womit sie abstammungsgemäß
verbunden sind, sondern den Namen der Mutter z. Zt. der Geburt. Damit werden die Unehelichen in den Familienverband
des Ehemannes der Mutter hineingezwängt, in dem sie ein absoluter Fremdkörper sind. Zumindest nach Vergewaltigung
bleibt um des lieben Friedens willen nur noch die sofortige Freigabe zur Adoption, so hart das für die
Mutter im Einzelfall auch ist. Nach einem Ehebruch ist die Familie ohnehin zerbrochen. Lediglich vermögensrechtlich
sind die Unehelichen den Ehelichen jetzt voll gleichgestellt, aber Geld alleine macht bekanntlich nicht
glücklich!
Vorgetäuschte Distanz vom 29.6.2006 Was ich bereits unter obiger Veröffentlichung geschrieben habe:
nur ein Sturm im Wasserglas. Kardinal Meisner predigt wirklich ausgezeichnet. Ich nehme von seinen Predigten
immer Entscheidendes mit und kenne viele, die genauso denken. Nur, und damit stehe ich offenbar alleine
da: er macht auf mich den Eindruck, stets zu wissen, was Andere machen sollen, nicht jedoch, was er selbst
zu erledigen hat. Bei seiner Kritik an unseren derzeitigen Mißständen findet er stets markige Worte.
Auf entsprechend markige Taten warten wir freilich vergebens…
Babylon: Verbrechen im Namen des Atheismus Gemäß Genesis hat uns Gott nach seinem Ebenbild erschaffen.
Unsere Aufgabe ist es, diese Ebenbildlichkeit in uns zu verwirklichen,so gut es geht. Gott tut das Gute
pimärmotiviert, und je mehr wir da Gute primäörmotiviert tuen, umso vollkommener verwirklichen wir
die Ebenbildlichkeit Gotte in uns! Zwar gibt es hierüber noch keine endgültigen wissenschaftlich gesicherten
Aussagen, aber wer sagt denn, daß die Nichtchristen vielleicht doch denselben Gott meinen, der sich uns
in Schrift und in Christus geoffenbart hat, von dem die Nichtchristen eben nur nicht das umfassenden Bild
haben, wie wir? Hierfür spricht, daß es nur einen einzigen Gott gibt. Ich glaube auch nicht, daß die
Atheisten morden, weil sie Atheisten sind, sondern eher zu Atheisten geworden sind weil sie morden wollen
und sich vor der Verantwortung gegenüber Gott drücken wollen. Im übrigen haben die Atheisten recht:
auch wir geben ja zu, daß Gott wissenschaftlich nicht beweisbar ist. Nur: sie ziehen daraus den falschen
Schluß, es gäbe keinen Gott. Zumindest wir Christen wissen, dass Gott die Liebe ist, und wer Liebe erfährt,
erfährt Gott. Ursache für das Verbrechen ist weniger der Atheismus, denn sonst wären alle Atheisten
Verbrecher. Grundursache vielen Übels sind vielmehr die ideologiebedingten Bewußtseinsverengungen. Nur
so sind überhaupt z. B. die Hexenverbennungen, Völkermorde usw. erklärbar! Schon die Kirchenväter
sagen, alle Übertreibung sei vom Teufel!
Babylon: Verbrechen im Namen des Atheismus Hierzu gehören unzweifelhaft die Verbrechen der Kommunisten
(von Lenin über Stalin bis hin zu den Morden an der Innerdeutschen Demarkationslinie). Die Kommunisten
vertreten ganz eindeutig einen ausgesprochen militanten Atheismus, jedenfalls, wenn sie an der Macht sind.
Die Braunen als wohl die schlimmsten Verbrecher wird man ebenfalls hinzurechnen müssen, denn einen ernsthaften
Glauben an Gott hatten die Nazis nun einmal nicht, wenn auch gelegentlich von der „Vorsehung“ die Rede
war, was immer man darunter verstehen mag. Der Umgang mit der Kirche seitens dieser Leute ist hoffentlich
heute noch bekannt. Das heutige im Rahmen der 68er entstandene Abtreibungs-„Recht“ ist sicher nicht einem
militanten Atheismus zuzurechnen, wohl aber einem deutlichen Schwund des Verantwortungsbewußtseins vor
Gott. Mit anderen Worten: je mehr das Bewußtsein für eine Verantwortung vor Gott schwindet, umso niedriger
ist die Hemmschwelle zum Verbrechen.
Babylon: Atheismus und Humanismus sind sicher nicht die Lösung, denn beides sind Ideologien, und bis
jetzt hat noch keine Ideologie ein Problem dauerhaft gelöst! Es ist zwar richtig, daß die Kirche in
ihrer Geschichte auch große Fehler gamacht hat, aber jede andere Organisation wäre an den Folgen zerbrochen.
Wie Sie ebenfalls aus der Geschichte wissen, sind die Verbrechen des 20. Jahrhunderts alle , wenn auch
nicht immer ausdrücklich, im Namen des Atheismus begangen worden. Wem wollen Sie die heutige millionenfache
Vernichtung ungeborenen Lebens in die Schuhe schieben, etwa dem Humanismus? Die hier vorherrschenden Hochreligionen
(Christentum, Judentum, Islam) sind jedenfalls dagegen! Daß das Abtreibungs-„Recht“ ein Grund ist, warum
wir vom Islam nicht ernst genommen werden, ist ebenso bekannt (daß dort auch nicht alles in Ordnung ist,
wissen Sie so gut wie ich).
Athanasius: Handkommunion Sie schreiben, die Handkommunion sei erstmalig 110 verboten worden. Ihre Bemerkung
ist interessant. Aus welchen Quellen schöpfen Sie? Wir müssen wohl davon ausgehen, daß die Apostel
beim letzten Abndmahl den Leib des Herrn in die Hand bekommen haben. Gesichert ist, daß die Gläubigen,
die den Leib des Herrn auch werktags empfangen wollten, diesen mit nach Hause bekamen, weil nur samstags
und sonntags (eucharistische) Liturgie war. Da es hierbei zu Verunehrung gekommen ist, hat man mittwochs
und freitags an die Vesper eine Kommunionfeier angeschlossen (Präsanktifikatenliturgie). Da diese in
der byzantinischen Tradition noch heute in der Fastenzeit gefeierte Gregoriusliturgie nach Papst Gregor
dem Großen (verst. 604) genannt wird, war diese Entwicklung zu dieser Zeit wohl abgesclossen. Auf Bildern
bis in das 8. Jahrhundet ist die Handkommunion noch abgebildet. Mit Interesse sehe ich Ihrer Stellungnahme
entgegen.
Die Rache Gottes DDL: Bitte, bleiben Sie sachlich. Mit Polemik ist selten etwas gewonnen, bei diesem Thema
ganz sicher nicht. Wiener und andere: Wir reden entsprechend der Formulierung des Alten Testamentes von
der Strafe Gottes. Im Neuen Testament kommt diese Formulierung m. W. nicht vor. Denn die damaligen Autoren
wissen genauso, wie wir heute: Gott straft nicht. Der Zorn Gottes ist sein Schmerz über verschmähte
Liebe. Denn jede Tat (oder unterlassene Tat) trägt ihre Folgen in sich. Wer zu viel oder zu wenig ißt,
wird eben krank und wird diese unerwünschten Folgen sicher nicht Gott in die Schuhe schieben. Hierzu
neigen wir nur bei Nichterkenntnis des Zusammenhangs von Ursache und Wirkung. D. h., das Bild vom strafenden
Gott beruht auf unzulänglicher menschlicher Erkenntnis!
DDL: Bundesbürger Der Mensch wird tatsächlich nicht erst mit der Geburt rechtfähig, wie das Erbrecht
beweist: Sie können gemäß geltendem Recht einen noch nicht geborenen aber bereits gezeugten Menschen
testamentarisch begünstigen. Bei Tötung des Erblassers durch den Erbberechtigten verfällt das Erbrecht.
Damit fällt eine Mutter, die ihr testamentarsch von wem auch immer begüstigtes Kind abgetrieben hat,
als dessen Nacherbe aus. Die Verfügbarkeit der Mutter über das Ungeborene entspricht zwar derzeitigem
positivem Recht, widerspricht aber anderen gesetzlichen Regelungen, nach denen man z. B. an einem Menschen
kein Eigentum erwerben kann. Andererseits ist das Ungeborene kein herrenloses Gut. Es bestehen eine Reihe
von weiteren rechtlichen Widersprüchen, so z. B. „rechtswidrig, aber straffrei“. Das derzeitige Abtreibungs-„Recht“
widerspricht grundlegend dem Naturrecht des Ungeborenen auf Leben, zu dessen Schutz sich wohl einzig noch
die Kirche verpflichtet fühlt.
Zölibat Unter Zölibat versteht man ausschließlich das Verbot für Kleriker, nach der Diakonenweihe
zu heiraten, nicht deren Ehelosigkeit von vornherein. Bei uns können bekantlich verheiratete Kandidaten
die Diakonenweihe empfangen, dürfen aber nach Ableben ihrer Ehefrau nicht erneut heiraten. In den östlichen
Traditionen gilt dasselbe auch für den Priester, nicht jedoch für die Bischofsweihe, die ausschließlich
an Mönche gespendet wird, d. h. Bischöfe leben nicht zölibatär, sondern sind als Mönche zur Ehelosigkeit
verpflichtet. Das ist de facto dasselbe, der Unterschied besteht lediglich de jure. Das klerikale Heiratsverbot
bzw. deren Ehelosigkeit ist aber keine Glaubensfrage, sondern der Kirchenzucht. So konnte in München
von der Verpflichtung zur Ehelosigkeit dispensiert werden. Es bleibt bei einem erneuten Eheverbot nach
Ableben der derzeitigen Ehefrau. Nur bei ausreichend oberflächlicher Betrachtungsweise wird der heutige
Priestermangel mit dem Zölibat begründet. Zunächt ergibt sich dei Frage der Korrelation zwischen sinkender
Geburtenrate und rückläufiger Priesterweihen. Daß Nachwuchs durchaus möglich ist, zeigen z. B. umfangreiche
Neuzugänge in der Abtei Königsmünster / Meschede und aus den Pfarren St. Nikolaus (Berg.-Gladbach-Bensberg)
und Maria i. d. Kupfergasse in Köln. Die neuere Entwicklung ist mir allerdings nicht bis in Einzelne
bekannt, zumal es Wechsel in der Klosterleitung bzw. bei den Pfarrern gegeben hat.
Freinsberg: Liturgiereform herzlichen Dank für Ihren informativen Hinweis. Ich wünsche dem von Ihnen
erwähnten deutschen Messantiphonale regen Zuspruch!
blueberry: Kirchensteuer Sie erwähnen immer wieder den Vatikan. Nachdem die Kirchensteuer konkordatsmäßig
festliegt, ist die Aushandlung von Einzelheiten Sache der Deutschen Bischofskonferrenz. Der Vatikan bleibt
da außen vor. Zum Einbezug von juristischen Personen: ich habe das nie gefordert, sondern lediglich Argumente
aufgeführt, die dafür sprechen. So habe ich auf den gesamtwirtschaftlichen Nutzen von kirchlichen und
sonstigen Privatschulen hingewiesen. In diesem Zusammenhang habe ich die Frage aufgeworfen, ob die Kirchensteuer
für juristische Personen möglicherweise nedriger ist, als ihr Anteil an der Gesamtsteuerbelastung, wenn
die Kirchen ihre der Allgemeinheit dienenden sozialen und wissenschaftliche Tätigkeiten aufgeben, d.
h. der Staat diese Einrichtungen übernimmt, voll finanzieren muß und dafür Steuererhöhung benötigt.
Die nicht von mir aufgeworfene Frage sollte unbefangen nach rechtlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten
geprüft werden, wie ich in einer Antwort an iustitia geäußert habe. Bekanntlich werden im Rahmen von
Gesetzgebungsverfahren die betroffenen Verbände befragt. Ob deren Sachverstand immer ausreichend brücksichtigt
wird, ist allerdings eine andere Frage.
Freinsberg: Liturgiereform Herzlichen Dank für Ihren Hinweis! Die von Ihnen beschriebene Neuerung hinsichtlich
Gemeindegesang und Chor ist in Ordnung. Daß alle hierfür vorgesehenen Teile der Liturgie gesungen werden
können, gilt nach meiner Erfahrung wirklich nur theoretisch. Denn für eine deutsche missa cantata fehtl
m. W. jede Vertonung des deutschen Propriums. Ist das m. W. verantwortliche liturgische Institut in Trier
untätig geblieben? Gegf. Warum? Es ergibt sich allerdings die Frage, ob wegen der deutschen Messen zur
Lutherzeit nicht von dort Übennahmen möglich sind, wo wir doch eine Reihe von evangelischen Kirchenliedern
in unser GL übernommen haben.
blueberry: Kirchensteuer Daß heute auch Recht vor Macht kneift, stimmt natürlich. Nur, wann ist das
häufiger passiert: heute oder im Mittelalter, als es noch kein so hoch entwickeltes Rechtssytem gab,
wie heute? Ich schreibe nicht, wie im Hochmittelalter, sondern orientiere mich einzig an der Rechtslage
und an wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Kirchensteuer zahlen bekanntlich nur die Angehöigen der jeweiligen
Kirche. Die von Inen erwähnten Atheisten werden davon also überhaupt nicht berührt! Wie schon festgestellt,
wurden die Kirchen nach 1918 so gut, wie vom gesamten Volk finanziert. Da die Anzahl der Christen – sowohl
evangelisch, als auch katholisch – stark abnimmt, könnte die Kirchensteuer tatsächlich den Charakter
staatlich eingetriebener Vereinsbeiträge bekommen. Nur: ist das erwünscht? Nicht umsonst sind Aufwendungen
für Kirchen genauso, wie Beiträge an soziale und wissenschaftsfördernde Einrichtung einkommen- bzw.
körpersteuerabzugsfähig. D. h. doch, der Staat spart durch die Tätigkeit dieser Einrichtungen so viel
Geld, daß sich diese Förderung lohnt. Bei Fortfall kirchlicher Tätigkeit käme u. U. eine drastische
ESt bzw. KSt-Erhöhung auf uns zu!
Bartolucci Wenn es sich um den Leiter des Chores der sixtinischen Kapelle und nicht des Petersdomes handelt,
folgendes: Um 1980 hat der Chor der sixtinischen Kapelle im Rahmen von „Europäische Kathedralchöre im
Dom zu Köln“ im Kölner Dom gesungen. Der Chor hatte die allerschlechteste Kritik, weil der Dirigent
die Stimmen so hochdrückte, daß der Chor kaum zu hören war. Auch die Rundfunkübertragung war ausgesprochen
schlecht. Bei einem Romaufenthalt Anfang 1982 hat mir mein damals dort lebender Bekannter dringend abgeraten,
Aufnahmen vom Chor der sixtinischen Kapelle zu kaufen, und zwar mit derselben Begründung, mit der dieser
Chor wenig vorher in Köln in Grund und Boden kritisiert wurde! Ich habe denn auch auf meine hiesige Erfahrung
verwiesen.
Liturgiereform Die Teilnahme an einer byzantinischen Liturgie – in der Abtei Niederalteich sowie in Mannhein-Neuostheim,
St. Pius in deutscher Sprache bei einem mit Rom in voller kirchlicher Gemeinschaft stehenden Priester –
läßt bewußt werden, was Liturgie eigentlich ist, nämlich eine Feier, Feier unserer Erlösung. Die
Mehrheit unserer Priester macht sicher das Beste daraus, manche leider nur ein akademisches Seminar: „Thema
der Messe“! Die schönste Liturgie ist wohl die Armenische. Ein ganz entscheidender Fehler der Reformer
war, als Grundlage nicht vom Pontifikalamt, sondern von der vorkonziliaren presbyteralen Gemeinschaftsmesse
auszugehen. So wirken die besonderen Teile aufgesetzt. In manchen Hochämtern wird das „Vater unser“ von
der Gemeinde nicht gesungen, sondern rezitiert, das „Agnus Dei“ ebenfalls, um dann während Austeilung
der hl. Kommunion vom Chor wiederholt zu werden. Mit anderen Worten: ein Hochamt ist selten. Es gibt meist
eine Mischung von Hochamt und rezitierter Liturgie, nicht Fleisch und nicht Fisch. Wichtig ist, was hoffentlich
nach der letzten Liturgiereform bleibt, daß Priester, Diakon, Chor und Gemeinde die ihnen zukommenden
Teile selbst authentisch singen und diese Teile nicht erst dann „Rechtskraft“ wehalten, wenn sie vom Priester
rezitiert worden sind. Diese Aufteilung ist m. W. in allen östlichen Kirchen üblich, wobei allerdings
der Gemeinde reservierten Gesängen häufig von Schola/Chor übernommen werden.
Abtreibung Es geht hier um Gesinnungs- und Verantwortungsethik. Es ist völlig klar, daß die Kirchen
keine diskret „Beratungsscheine“ genannten Tötungslizenzen ausstellen dürfen. Ich selber stehe daher
ohne Vorbehalt auf der Seite Roms, das solches völlig zu recht verbietet. Andererseits wird mir entgegengehalten
(von mir nicht nachprüfbar), in Ländern mit so gut wie absolutem Abtreibungsverbot (d. h. einzige Ausnahme
bei unverantwortlicher Gefährung des Lebens der Mutter) sei die Anzahl der illegalen Abtreibungen höher,
als bei uns die Anzahl der „legalen“. Hieraus ergeben sich folgende Fragen: 1. Stimmt diese Behauptung?
2. Wenn diese Behauptung stimmt, zeigt das nur, daß ein Verbot alleine nichts nutzt. Hier ist noch eine
Menge Bewußtseinsbildung zu leisten, und in erster Linie ist ein überzeugtes und überzeugender geschlossener
Auftritt der Kirchen gefragt. Unterschiedliche Meinung innerhalb der Kirchen wirken nicht überzeugend
Die Ausstellung von Beratungsscheinen bewirkt jedenfalls den Eindruck, die Kirchen billigen die Tötung
der Ungeborenen und wirkt daher verhehrend auf Bewußtseins-und Gewissensbildung. Es geschieht schon heute
sehr viel von Kirche und Privat für Schwangerschaftskonflikte. Aber offenbar geschieht noch nicht genug.
Bischof Koch: Fortsetung meiner Stellungnahme Die letzten Beiräge gehen weitestgehend am Thema vorbei!
Laut kreuz.net sind Entscheidungen des Presserates und des Bundesamtes für Kommunikation unanfechtbar.
Sofern diese Behauptung stimmt, müssen an der demokratischen Rechtsstaatlichkeit der Schweiz grundlegenden
Zweifel angemeldet werden! Jeder Verwaltungsakt des Staates und jede Entscheidung bzw. Handlung von natürlichen
und juristischen Personen zulasten Dritter unterliegen in einem demokratischen Rechtsstaat gerichtlicher
Billigkeitskontrolle!!!!!! Hat das noch niemand der zum Teil völlig ohne Nennug von Gründen die infrage
stehende Entscheidung der schweizer Gremien billigenden Forumsteilnehmer gemerkt? Lassen Sie sich etwa
statt von rationalem Rechtsdenken von emotionalen Kirchenhaß leiten?
blueberry: Kirchensteuer ja, siehe Winterkönig in Böhmen, aus schwerwiegendem Grund, aber nicht willkürlich.
Das waren absolute Ausnahmen bei der steigenden Macht der Reichsfürsten war eine Entegungung de facto
ausgeschlossen. Denn Durchsetzung von Recht hat damals Macht zur Durchsetzung vorausgesetzt. Mit dem Hitlerkonkordat
wurde die Kirchensteuer m.W. aber nicht neu eingeführt, denn sonst ergäbe sich die Frage, wovon die
Kirche vorher recht gut gelebt hat. Gesetzesbegründungn stehen, wie schon gesagt, nicht im Gesetz selber,
sondern werden bei Einbringung des Gesetzentwurfes genannt und sind in den entsprechenden Parlamentsprotokollen
nachzulesen. Es sit richtig, daß Bischöfe und Domkapitel nicht aus Kirchensteuermitteln finanziert werden,
aber damit ist doch nicht das gesamte 1803 enteignete Vermögen entschädigt!
blueberry: Kirchensteuer „Deutscher Kaiser“: ich habe Ihre Ausführungen vom 25.6.2006 mißverstanden
und bitte um Entschuldigung. Daß Deutschland vom Vatikan regiert wird, habe ich nie behauptet. Ursprünglicher
Anlaß für die mehrfach aktalisierten Konkordate war 1803. Daß der Anlaß nicht bei jeder Aktualisierung
wiederholt wurde, stellt dessen Fortgeltung nicht infrage. Wegen der Kulturhoheit der Länder sind diese
Vertragspartner des Vatikans, wie Sie richtig feststellen. Zwar sind solche Verträge, wie Sie ebenfalls
richtig feststellen, kündbar, soweit vertraglich vereinbart. Bei Kündigung gelten die hierfür vertraglich
vorgesehenen Rechtsfolgen. So einfach, wie Sie behaupten, ist die Sache auch wieder nicht. Vor 1806 gab
es keinen Vatikanstaat, sondern (bis 1870) den Kirchenstaat. Bis 1806 gab es keine Trennung von Kirche
und Staat, sondern nicht bis in alle Einzelheiten festgelegte Gewaltenteilung, wobei Papst und Kaiser
verständlicherweise Machterweiterung versuchten. Kirchliche Reichsfürsten konnten genauso wenig enteignet
werden, wie Weltliche. Immerhin hat es sogar mit Mainz, Köln und Trier drei geistliche Kurfürstentümer
gegeben. Auch sonst konnte der Kaiser wegen dahinschwindender Macht zugesprochene Güter nicht einfach
enteignen.
Bischof Koch Die Ausführungen des Bischofs kann man nur ganz dick untersteichen. Tatsächlich ist absolut
nicht einsehbar, warum jedes Wirtschaftsunernehmen und jede politische Partei werben darf, die Kirche
jedoch nicht. Werbung ist Information. Daß kirchliche Information den Frieden stört, ist an Verlogenheit
völlig unüberbietbar. Freiheit ist unteilbar, wie uns beim Zusammenbruch des Ostblocks mustergültig
vorgeführt wurde: Forderung nach Freiheit der Wirtschaft ist ohne Freiheit von Politik und Religion unmöglich.
Geld ist in Münze geprägte Freiheit. Wie beliebt war – zumindest vor der Wende – der Rubel und die DM?
Tatsächlich lebten und leben wir in einem der freiesten Länder der Welt! Die beliebtesten Währungen
der Weltwirtschaft kommen eben aus den freiesten Ländern! Verwandelt sich die Schweiz in einen totalitären
Staat nach Ostblockmuster?
blueberry: Kirchensteuer „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräfte fehlt“.
Bitte, bleiben Sie ruhig, wenn Sie überzeugend wirken wollen! Umfangreiche Kenntnisse besitzen Sie eindeutig
nicht, sonst hätten Sie nicht behauptet, der Deutsche Kaiser hätte der Kirche Rückerstattung der 1803
enteigneten Güter angeboten. Auch sonst fehlt es Ihnen offenbar an Fachwissen. Über Ursache der Kirchensteuer
für beide Kirchen habe ich bereits Stellung genommen. Die Begründung für ein Gesetz steht bekanntlich
nicht im Gesetz selber, sondern wird bei der Einbringung des Gesetzesentwurfs genannt und ist aus den
Protokollen des Gesetzgebungsverfahrens ersichtlich. Die entsprechenden Unterlagen sind sicher in den
entsprechenden Archiven noch verfügbar. Bitte, bemühen Sie sich um Einsichtnahme. Grundlage der Kirchensteuer
sind Konkordate bzw. entsprechende Verträge mit der ev. Kirche. Hieran ist auch der deutsche Gesetzgeber
gebunden. Ansonsten hat der Papst, wie ich ebenfalls schon ausgeführt habe, keinen Einfluß und auch
keinen unmittelbaren Nutzen. Inwieweit sich die Kirchen gegen Vertragsbruch erfolgreich wehren können,
ist allerdings keine Frage des Rechtes, sondern des außerrechtlichen Durchsetzungsvermögens.
iustitia: Kirchensteuer Rechtsgrundlage der Kirchensteuer ist alleine der Reichsdeputationshauptschluß.
Die Frage, inwieweit andere Kirchen im Rahmen des grundgesetzlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes gleichzustellen
ist, ist in Deutschland zugunsten der anderen Kirchen gelöst. Förderung anderer Ehremamtlicher läft
alleine über Steuerermäßigung. Daß Einbezug von juristischen Personen in das Kirchensteuersystem eine
Gesetzesänderung bedeutet, ist auch mir klar. Die Frage ist eben, inwieweit eine solche Gesetzesänderung
im Rahmen der bisher vorgetragenen Argumente sowie weiterer dafür und dagegen sprechender Gründe verfassungsgerecht,
rechtlich verantwortbar und wirtschaftlich sinnvoll ist. Einbezug von rechtsphilosophischen Überlegungen
geht wohl nicht ganz ohne Berücksichtigung weltanschaulichen Hintergrundes, und führt damit u.U. zu
weiteren Problemen. Fortfall der kirchlichen Trägerschaft für Schulen usw. ergibt die Frage, ob die
dadurch verursachte Höherbelastung für alle mehr ausmacht, als der Einbezug von juristischen Personen
in das System für den betroffenen (juristischen) Personenkreis. U.U. stehen sich juristische Personen
durch eine geringere Kirchensteuerbelastung besser, als durch die allgemeine Steuererhöhung für alle.
Das aber allein Frage nüchterner wirtschaftlicher Kalkulation.
blueberry: Kirchensteuer 1. Was hat Schadenersatz mit Ideologie bzw. Trennung von Kirche und Staat zu
tuen? Soweit die evangelische Kirche enteignet wurde, hat sie selbstverständlich dieselben Ansprüche.
Wer ist schon ein begeisterter Schadenersatzzahler? 2. Was hat der Papst mit den Schadeneratzansprüchen
der deutschen r.-k. Kirche zu tuen? 3. Wann hat der Deutsche Kaiser der r.-k- Kirche Rückgabe des eneigneten
Besitztes und womöglich Rückgabe der seinerzeitigen geistlichen Fürstentümer angeboten? Schließlich
war er kein Absoluter Monarch (1848!!!!!) und hätte selbst für Preußen die Zustimmung des Landtages
benötigt. Für das ganze Reich wäre Zustimmung von Reichstag, Bundesrat und je nach Verfassung der Reichsfürsten
notwendig gewesen! 4. Ich fordere keine Kirchensteuer für Körperschaften sondern halte eine solche Steuer
lediglich unter den genannten dafür sprechenden Argumenten für erwägenswert. Hinzu kommt der wachsende
Ersatz von Menschen durch Maschinen, durch den der Schadenersatzanspruch der r.-k. Kirche zunehmend ins
Leere geht. Sofern die Kirchen ihre soziale Tätigkeit z. B. in Schule und Kindergarten einstellen, müßte
der Staat einspringen, d. h. Steuererhöhungen für sowohl natürliche als auch juristische Personen wären
unerläßlich. Bei Einbezug auch juristischer Personen in die Kirchensteuerverpflichtung kommen womöglich
alle günstiger weg. Das ist aber eine Frage der Wirtschaftlichkeit und nicht der Ideologie!
semiotico und blueberry semiotico: Ich habe nie das Konzil bzw. die Homosexuellen für Fehlentwicklungen
verantwortlich gemacht! Das Konzil nehme ich sogar ausdrücklich in Schutz, wie Sie wissen. Bei dem fraglichen
Artikel habe ich bezüglich Kirchenfeindlichkeit lediglich eine Vermutung geäußert, bedingt durch allzu
umfängliche sachliche Fehler der beiden Beiträge von Hodmez… und iustitia! Ich habe nicht Kirchenfeindlichkeit
als erwiesene Tatsache hingestellt, das wäre in der Tat anmaßend. Blueberry: die von Ihnen genannten
Inkosequenzen treffen zu! Eigentlich müßte der gesamte Staat für die Vermögenschäden der r.-k. Kirche
aufkommen. Der Staat hat aber nur das Geld, das er von seinen Bürgern in Form von Steuern einnmmt. Gleichzeitig
bestehen traditionsbedingte Verpflichtungen gegenüber der ev. Kirche. Es handelt sich wohl um eine Vereinfachungsregelung,
daß man beide Kirchen durch ihre jeweiligen Mitglieder, als Staatsbürger, kirchensteuerlich alimentieren
läßt. Da, wie schon gesagt, 1918 außer den Juden, nahezu alle Deutschen einer der beiden Großkirchen
angehörten, war die Regelung damals im Ergebnis weitestgehend in Ordnung. Gemäß Gleichbehandlungsgebot
des GG könnten analog der bisherigen Kirchensteuerrregelung andere Kirchen bzw. Religionsgemenschaften
Kirchensteuer fordern. Wie mir in den 70er Jahren bekannt wurde, hat die russisch orthodoxe Auslandsirche
hierauf verzichtet, weil man das System damals im Rahmen der 68er Unruhen nicht für zukunftsträchtig
hielt.
hodmez… und iustitia Beide Beiträge wimmeln von – vermutlich kirchenfeindlichkeitsbedingten – Fehlern!
Wenn Schulgründung auch nicht Zweck der Kirche ist, so ist sie dennoch, wie jede andere natürliche bzw.
juristische Peron, hierzu berechtigt (Dienstleistungsfreiheit!). Nicht nur Klöster, sondern auch Bistümer
unterhalten Schulen und haben hierin eine lange Tradition (s. regula Benedicti sowie Kathedralschulen
im Mittelalter). Bis zur Gründung der 1. juristischen Fakultät in Bologna waren alle Professoren Priester,
wie Sie als Jurist eigentlich wissen müßten! In Deutschland herrscht bekanntlich Schulgeldfreiheit.
Damit werden die Eltern nur zur Finanzierung der Privatschulen herangezogen, die sich ausnahmsweise, wie
die Waldorfschulen, nicht an staatlich vorgegebene Lehrpläne halten. Im Übrigen spart der Staat durch
solche Privatinitiativen eine Menge Geld. Den Nutzen auch der Kaitalgesellschaften durch die Privatschulen:
s. meinen letzten Beitrag! Denselben Beitrag, den die KSt zur Kirchenfinanzierung leistet, leistet auch
die ESt. Daß Kirchensteuer im Gegensatz zu sonstigen Steuern in die verfassungsrechtliche Gewerbefreiheit
eingreift, ist eine Behauptung von iustitia. Warum sollen daher nicht auch juristische Personen unmitttelbar
zur Kirchensteuer veranlagt werden? Zur Entstehungsgeschichte der Kirchensteuer: s. meinen letzten Beitrag.
Ihre Auffassung entspricht – jedenfalls hinsichtlich der r.-k. Kirche in Deutschland – nicht den Tatsachen.
justitia: Kirchensteuer für juristische Personen Es stimmt: juristische Personen können die Dienstleistungen
der Kirchen – zumindest nicht unmittelbar – in Anspruch nehmen. Trotzdem zählen sie mittelbar zu deren
Nutznießern: denken Sie z. B. an den ausgezeichneten Ruf kirchlicher Schulen, den selbige sicher nicht
zu Unrecht genießen. Warum drängen wohl auch Nichtkatholiken und kirchlich völlig Ungebundene zur Aufname
ihres Nachwuchses in katholische Schulen? Gut ausgebildete Berufsanfänger liegen im ureigensten Interesse
der Wirtschaft. Somit besteht durchaus ein mittelbarer Nutzen an kirchlichen Dienstleistungen, und warum
sollen deren Nutznießer auch als juristische Personen die Kosten nicht mittragen?
Parzival: Schadenersatzleistungen Ihre Erwiderung ist erst recht Humbug! Sie unterstellen Äpfel mit Birnen
vergleichend einfach drauflos! Natürlich habe ich nichts gegen Entschädigung der Juden auf Dauer unter
Berücksichtigung der umfangreichen nachkrieglichen Leistungen an Israel. Bei nachkrieglichem Lastenausgleich
stehen sich NS-Geschädigte ohnehin besser. Die vielen ermordeten Juden sind rein wirtschaftlich nicht
erfaßbar. Durch Ausrufung der Republik 1918 hat der Adel im Gegensatz zur Kirche 1803 jede öffentliche
Funktion verloren. Aufgrund der begleitenden Gesetze ist seine Behandlung gemäß bürgerlichem Recht
in Ordnung. Die Kirchen haben hingegen ihre öffentliche Bedeutung (z. B. caritative Aufgaben) behalten
und benötigen damit verständlicherweise Ersatz für entgangene Einnahmen. Damit alleine ist die Rechtsgrundlage
schon grundlegend anders, als beim Adel, der seinen Privatbesitz 1918 im Gegensatz zur Kirche 1803 ungeschmählert
behalten hat. Was haben Sie dagegen, daß die beiden kirchensteuer eintreibenden Kirchen ihren Unterhalt
ausschließlich von ihren eigenen Mitgliedern beziehen? 1918 hat fast jeder Deutsche mit Ausnahme der
Juden einer der beiden Großkirchen angehört. Durch umfangreiche Kirchenaustritte und massenhaften Zuzug
von Mitgliedern anderer Konfessionen und Religionen stellt sich die Frage in Ihrem Sinne allerdings neu.
Schließlich stehen die kirchlichen Dienstleistungen (z. B. Kindergärten, Altenheime, Schulen usw.) nicht
nur ihren Mitgliedern zur Verfügung.
Semitico und andere: Pünktchen Wer die Gesprächspraxis von Pünktchen beanstanden will, möge sich doch
bitte unmittelbar auf den beanstandeten Beitrag oder die fehlende Antwort hin melden und bei weiteren
Punkten ensprechend nachfassen. Kollektivschelte bring, wie wohl jeder Pädagoge weiß, gewöhnlich nichts,
weil sich der so Gescholtene meist zu Unrecht kritisiert fühlt. Im Übrigen ist wohl jeder Gesprächsteilnehmer
selber in der Lage, sich zu wehren so daß es einer Kollektivschelte nicht bedarf.
Parzival: Schadenersatzleistungen Es geht hier um Schadenersatzleistungen für entgangene Einnahmen. So
lange der Staat aus den enteigneten Gütern selber Rendite bezieht, warum soll er davon nicht für unbegrenzte
Zeit an den Enteigneten abgeben? Die Finanzmathematik kennt durchaus die ewige Rente. Es handelt sich
um den Fall, daß die entnommenen Beträge so niedrig sind, daß das vorhandene Kapital zumindest nicht
aufgezehrt wird. In unserem Fall sind die an die katholische Kirche gezahlten Beträge niedriger, als
die abgeworfene Gesamtrendite, so daß hier ganz eindeutig eine ewige Rente vorliegt. Es gibt übrigens
noch ältere solche Verträge: so zahlt ein Weingut in Franken (der Name ist mit entfallen) noch heute
an das Haus Habsburg Abgaben, deren Rechtsgrund noch in der Zeit des hl. römischen Reiches deutscher
Nation geschaffen wurden.
Jungfrauengeburt In Fortführung meines heutigen Beitrags: Von einigen gläubigen Physikern wird die Auffassung
vertreten, Gott verstoße nie gegen die von ihm gemachten Naturgesetze. Wunder bewegen sich demnach ausschließlich
innerhalb dieser Gesetze, die wir in ihrem vollen Umfang bisher nicht entschlüsselt haben und vermutlich
nie entschlüsseln werden. Das gilt auch für die Jungfrauengeburt. Geschichte als Wissenschaft gibt es
erst seit dem 19. Jahrhundert (Ranke, Mommsen). Genauso, wie Homer die Heldentaten der Griechen anhand
von historischen Tatsachen darstellen wolle, wollten die Evangelisten den Glauben anhand solcher Grundlage
vermitteln. Hierbei war es durchaus erlaubt, Tatsachen innerhalb gewisser Grenzen so zu verbiegen, wie
es für die gewünschte Darstellung notwendig war. Die orientalischen Sprachen sind genauso, wie unsere
Sprache bis zur Scholastik, Bildersprachen. Unsere heutigen abendländischen Sprachen sind Begriffsprachen.
Das Bild geht tiefer, als der Begriff, aber der Begriff ist deutlicher, als das Bild, wobei das Bild keineswegs
unverbindlicher ist, als der Begriff. Eine offenbar häufig übersehenes Problem ist die Übersetzung
der damaligen Bildersprache in unsere heutigen Begriffsprachen.
DDL: Naturwissenschaft und Glaube Es stimmt tatsächlich: nach derzeitiger wissenschaftlicher Erkenntnis
sind Jungfrauengeburt und Auferstehung wissenschaftlich nicht nachvollziehbar, beide widersprechen jeglicher
wissenschaftlicher Erkenntnis. Aber: dürfen wir beides alleine deswegen ablehnen? Zur Jungfrauengeburt
hat m. W. Thomas von Aquin erklärt, sie sei für die Gottheit Jesu Christi nicht notwendig, jedoch als
gesamtkirchliches Dogma zu glauben. Mit der Auferstehung jedoch steht und fällt unser Glaube, wie schon
Paulus schreibt. Abgesehen davon, daß Wissenschaft sich auch schon geirrt hat: Glaube und Wissenschaft
haben denselben Ursprung und können sich deswegen nicht widersprechen. Der vermeintliche Widerspruch
ergibt sich alleine aus der beschränken Erkenntnisfähigkeit des glaubenden und Wissenschaft betreibenden
Menschen! Bekanntlich sind lediglich 10 % unseres Großhirn tätig, so haben wir jedenfalls vor 40 Jahren
in der Schule gelernt. Oder gibt es hier neue Erkenntis? Hieraus folgt: mit unserer widersprüchlichen
Erkenntnis müssen wir leben und daran reifen bis wir bekennen: „In Demut bete ich Dich, verborgene Gottheit
an“! Denn das analytische Denken der Wissenschaft und das verknüpfende Denken der Meditation gehören
zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Die volle Wahrheit umfassen wir nie!
deusexmachina und Aphrodite: Pünktchen deusexmachina: Ihre positive Sicht unseres Gedankenaustausches
hat mich angenehm überrascht. Herzlichen Dank! Deusexmachins und Aphrodite: ich setze mich ganz bewußt
so gut wie ausschließlich mit den Argumenten des Gesprächspartners, nicht jedoch mit seinem persönlichen
Hintergrund und seiner thema-unabhängigen Urteil über andere Gesprächsteilnehmer auseinander. Kritik
an Gesprächsteilnehmern sollte man m. E. der Fairneß halber ausschließlich zum gerade behandelten Vorgang
äußern. Hierbei kann man natürlich auf genau umschriebene andere Fälle verweisen, für die man dieselbe
Kritik für angemessen hält. Pauschalurteile wie „immer“ oder „häufig“ nehmen dem Kritisierten die Möglichkeit
zu einer sachlich begründeten Gegenwehr. Wir alle aben schon erlebt, gelegenlich trotz fehlender Arugmente –
ob zu recht oder unrecht ergibt sich oft erst später – von unserer Auffassung überzeugt zu sein. Dann
hilft oft nur Schweigen, trotz „qui tacet consentire videtiur“.
Pünktchen Die beiden hier von Pünktchen veröffentlichten Artikel – und nur im diese geht es – sind
rein sachlich gehalten und entbehren jeglicher Polemik. Meinunsverschiedenheiten über andere Beiträge
sollten alleine dort ausgetragen werden, aber nicht hier. Nach meinem Wissen nimmt die katholische Kirche
den Beginn menschlichen Lebens immer ab Verschmelzung von Samen- und Eizelle an. Abgesehen von diesem
Punkt, zu dem ich aber als Fachunkundiger keine Stellung nehmen kann, sind die beiden Beiträge von Pünktchen
in Ordnung.
Dr. Otterbeck: die letzten Dinge Es stimmt leider: der Tod und was uns danach erwartet „vita mutatur,
non tollitur“ wird in der heutigen Verkündigung regelrecht unterschlagen, obwohl es doch unser Lebensziel
ist. Ich halte das für völlig unverantwortlich und mit ursächlich für die heutige auch in der Kirche
weit verbeitete Oberflächlichkeit! Der letzte Sinn unseres Lebens wird der gläubigen Gemeinde vorenthalten.
Unser im Jahre 1978 pensionierter Pfarrer hat dieses Thema ganz bewußt in seinen Predigten angesprochen,
weil er aus eigener seelsorglicher Erfahrung um die Angst insbesondere der Todkranken vor dem Sterben
gewußt hat. Es ist ihm gelungen, den Menschen die Angst vor dem Tode zu nehmen, wie ich u. a. aus der
Erfahrung meiner in 2004 verstorbenen 92jährigen Mutter weiß. So lange haben die Predigten dieses Priesters
also nachgewirkt, der übrigens neben seiner formellen Territorialgemeinde noch eine beträchtliche informelle
Personalgemeinde mit z. T. recht prominenten Namen um sich versammelt hat. Leider ist besagter Pfarrer
bei einigen geistlich Halbstarken auf erbitterten Widerstand gestoßen, die seine Predigt als esoterisch
diffamiert haben. So ging es schon damals einem Priester, der auftretend „sei es gelegen oder ungelegen“
die ganze Wahrheit verkündet!
DDL und Andere: Kirchensteuer Die Kirchensteuer-Kritiker übersehen geflissentlich die Ursache der Kirchensteuer
zumindest für die katholische Kirche: den Reichsdeputationshauptschluß von1803! Die Einnahmen durch
die Kirchensteuer decken nicht einmal die Rendite der enteigneten Ländereien, so daß der Staat durch
den Vermögenzuwachs immer noch ordentlich bereichert ist. Da es sich hier um Schadenersatzleistungen
handelt, können sich andere Konfessionen und Religionsgemeinschaften nicht auf den Gleichbehandlungsgrundsatz
berufen. So hat die staatlich anerkannte russisch-orthodoxe Auslandskirche nie Kirchensteuer beantragt.
Der Klerus der hiesigen griechisch-orthodoxen Kirche wird m. W. vom griechischen Staat besoldet. Da die
Reichsfürsten für die nie Territorialherrin gewesene evangelische Kirche gleichzeitig Kirchenoberhäupter
waren, haben sie die Kirche in ihren Territorien alimentiert. Im Rahme der Trennung von Kirche und Staat
nach 1918 hat man beide Kirchen bei unterschiedlicher Rechtsgrundlage grundgesetzgemäß gleichgestellt.
Gotthard. Horizontalismus Die Ausführungen vor und nach dem von Ihnen beanstandeten Absatz sprechen doch
von der Vertikalen! Also bitte, keine Sätze aus ihrem Zusammenhang heraus interpretieren!
ekstase: Radikalität Wieso wird Gewalt gegen Schwule immer in der rechtsradikalen Ecke angesiedelt? Dürfen
es nicht zur Abwechslung auch Linksradikale sein?
Sixtus: herzlichen Dank! Ein sehr schönes und überzeugendes Beispiel einer nachkonziliaren Liturgie,
die das „kalos k’ agathos“ zutiefst erlebbar machte, hatten wir in Köln anläßlich der Reihe „Alte Liturgien
in romanischen Kirchen Köln“. Die Benediktiner von San Anselmo, Rom, haben eine ausschließlich gesungene
Liturgie im gregorianischen Choral gefeiert, der Kanon wurde von den einzelnen Zelebranten abwechslelnd
gesungen, die Wandlungsworte von allen Konzelebranten gemeinsam. Es geht also schon, wenn man will! Der
Fehler bei der Umsetzung der Konzilsbeschlüsse war wohl, daß man statt vom gesungenen Pontifikalamt
von der sonntäglichen Gemeinschaftsmesse ausgegangen ist. So wirkt alles Feierliche aufgesetzt, das Ganze
irgendwie provisorisch, weil es keine deutschen Propriumgesänge gibt, und das schon seit gut 40 Jahren!
Eine ganze Generation hat also keine ordentliche Liturgie mehr mitbekommen. Hinzu kommt noch die Schlamperei
mancher Kleriker. Unser Pfarrer hat bei der Taufe schon eine grüne Stola getragen; bei der Feier des
Pfarrpatrons trug er letztens statt des vorgeschriebenen weißen Messgewandes ebenfalls ein Grünes. Vielleicht
wollen solche Kleriker sich zumindest liturgisch als noch grüne Jungs profilieren. Das gemeinsame Sprechen
von liturgischen Texten gibt es übrigens erst seit dem 18. Jahrhundert.
Fortsetzung z Sixtus, Freinsberger, Gotthard Denn sämtliche östliche Liturgien kennen – abgesehen von
den kleinen Horen und natürlich der Predigt – ausschließlich das gesungene Wort. Denn die Musik geht
tiefer, als das Wort, aber das Wort ist deutlicher, als die Musik. Auch gibt es keine Bilder ohne Aufschrift
des Dargestellten. Auch hier: das Bild geht tiefer, als das Wort, aber das Wort ist deutlicher, als das
Bild. In beiden Fällen also wieder die harmonische Einheit im Sinne eines symphonischen Satzes!
Bernhardin Haben Sie denn schon einmal längere Zeit, also nicht nur als Gast bzw.Teilknehmer von „Kloster
auf Zeit“ oder ähnlichen Angebotes, sondern als zumindest vorübergehendes Mitglied der Hausgemeinschaft
bzw. des Konventes, in einem Kloster gelebt? Mit einer solchen Gegenfrage müssen Sie aufgrund Ihrer Ausführungen
rechnen. Ich will aber auf keinen Fall Ihre Anonymität gefährden.
Sixtus, Freinsberg Gotthard An Sixtus noch einmal herzlichen Dank für seine weiteren den Kern des Problems
treffenden Ausführungen. Freinsberg: Wieso wird durch die Abwertung des Pfingstfestes die Osterzeit deutlicher
herausgestellt? Wieso kann man das Pfigstfest als Abschluß des Osterfestes nicht auch 8 Tage feiern?
Das Pfingstfest ist eben nicht ausschließlich Abschluß des Osterfestes, sondern durch die Feier des
hl. Geistes ein eigenständiges Fest! Beides gehört zusammen. Gotthard: Wieso stört eine Pfingstoktav
die klare Struktur des Kirchenjahres. Im Übrgen geht es bei Liturgie eben nicht um Vermittlung didaktischer
Inhalte. Sie ist in keiner Weise eine Information-, Seminar- oder Schulveranstaltung, sondern ausschließlich
Feier unserer Erlösung! Die aufgeführten Irrtümer sind Ausdruck eines einseitig rationalen Denkens
und führen damit, wie jede Einseitigkeit in die Irre! Denn das analytische Denken der Wissenschaft und
das verknüpfende Denken der Meditation gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes,
beide gemeinsam bilden das Ganze! Die Predigt (hier und nur hier mit Information und Belehrung) ist zwar
Bestandteil der Liturgie, aber keineswegs deren Mittelpunkt. Denn Gott will Hingabe des ganzen Menschen,
nicht nur seines Kopfes! Und genauso trifft richtig verstandene Liturgie uns in unserem gesamten Menschsein
und nicht nur unser Hirn!
Sixtus: Pfingstoktav In umfassender Kenntnis der byzantinischen Tradition schließe ich mich den Ausführungen
von Sixtus vollinhaltlich an. Allerdings gibt es dort eine weit ausgeprägtere Geist-Theologie, als bei
uns. Die Abschaffung der Pfingstoktav hat auch einen ökumenischen Gesichtspunkt: wir haben – wenn auch
in kalenderbedinger Zeitverschiebung – den hl. Geist eine Woche lang gemeinsam gefeiert! Im Übrigen scheint
es mir ein wohl gelungener Schildbürgerstreich, ausgerechnet in einer Zeit, die ganz gewiß nicht die
Zeit des Geistes ist, auch noch das Fest des hl. Geistes durch Verkürzung auf einen Tag in nicht übersehbarer
Deutlichkeit abzuwerten!
DDL heute 5.29 Uhr Daß Homosexualität auch bei Tieren vorkommt, lernen wir u. a. auch in einem heutigen
Kreuz.net-Beitrag. Es bleibt trotzdem die Frage einer Fehlentwicklung, denn ein Homo-Gen gibt es laut
Prof. Martin Dannecker (im heutigen Beitrag) nicht. Zu Sexualität mit Kindern schließe ich mich den
Ausführungen von EinChrist an. Die Äußerung vom Sprecher des Schwulen-Verbandes: Jede Erfoschung von
Homosexualität steht in der Tradition menschenverachtender Medizinversuche in den NS-KZ’s“ (o. a. heutiger
kreuz.net-Artikel)widerspricht der im GG genannten Freiheit von Forschung und Wissenschaft. Wessen berechtigte
Interessen werden durch die beanstandete Forschung verletzt? Oder fühlen sich die Homos verunsichert?
Damit stützt sich das Verbot von Homosexualität immer noch auf das in allen Hochreligionen bekannnte
Verbot Gottes. Zum kurz angesprochenen Thema Freiheit und Christentum und die damit verbundene Frage der
Allgemeinverbindlichkeit von göttlichen Ver- und Geboten darf ich auf meine beiden Beiträge unter „Lesernamen“
Jörg Guttenberger, „Religionsfreiheit“ am 29.5.2006 um 23.40 Uhr und am 30.5.2006 um 18.35 hinweisen.
Daß das göttliche Recht unabhängig von weitgehend nicht vorhandener öffentlicher Durchsetzbarkeit
dem wohlverstandenen Nutzen aller dient, bedarf sicher keiner Frage.
DDL: Ihr Beitrag von 0.39 Uhr Gesinnung ist nicht strafbar, sondern die Tat, da stimme ich Ihnen zu. Wegen
Beck wäre dann zu untersuchen, ob er falsch zitiert worden ist. Hieran muß er auch ein persönliches
Interesse haben. Wegen Ablehnung von Homosexualität durch die Hochreligionen verweise ich auf meine Ausführungen
in der Tier- und Pflanzenwelt. Hiernach ist Homosexalität eine rein menschliche Fehlentwicklung! Die
Religionen kanonisieren hier lediglich Naturrecht. Der Konservative hält eben nicht um jeden Preis am
Alten fest, wie ich mit dem Paulus-Zitat nachgewiesen habe! Auch Jesus Christus war weder progressiv noch
reaktinär, sondern konservativ!
Entscheidung auf sowjetische Art Da fängt die Einschränkung der Religionsfreiheit schon an. Bis zur
Christenverfolgung ist es dann auch nicht mehr weit.
Aragorn: Pfeifen im Walde Der Substanzschwund der Kirche ist eindeutig nicht Folge von VatII, sondern
von Unterwanderung durch Frankfurter Schule und 68er Ideologie!
Gerhard Das stimmt so nicht! Heterosexualität ist von der Natur vorgegeben. Sonst gäbe es keine Fortpflanzung.
Oder kennen Sie ein Tier oder eine Pflanze, von der Homosexualität bekannt ist?
DDL : Ihre letzten Stellungnahmen Formaljuristisch haben Sie recht, aber: keine Hochreligion duldet m.
W. Homosexualität, und das hat guten Grund! Die Freiheit, sich über Wegweisungen Gottes – egal durch
welche Religion – hinwegzusetzen, ergibt sich aus der schöpfungsimmanenten Freiheit, wegen der auch die
Kirche keinen Zwang ausüben darf. Der Staat hat ausschließlich Verantwortung für das Diesseits, Religion
ist wegen ihrer Verantwortung für Dies- und Jenseits zur Mahnung verpflichtet. Wohin die Reise geht,
hat Volker Beck, dezeitiger innenpolitischer Sprecher der Grünen, laut Kreuz.net- Veröffentlichung v.
1.6.06 gesagt: „daß die Gleichstellung von Homosexualität mit der Ehe eine Voraussetzung dafür sei,
um für eine teilweise Entkriminalisierung der Kinderschänderei zu kämpfen“. Bejahen Sie dieses Ziel?
Ich nicht. Anderen Fachleute bestreiten ein absolut sicheres Verhütungsmittel. Wie empfänden Sie, wenn
Sie erführen, ein Maleurchen zu sein oder gar Ursache eines Schadenersatzanspruchs gegen den Arzt wegen
mißlungener Geburtsverhinderung? Die Unmöglichkeit einer Trennung von Genuß und Fortpflanzung ist der
freien Beliebigkeit der 68er kaum vermittelbar. Konservativ ist die Mitte zwischen progressiv und reaktionär
und entspricht dem Paulus-Wort: „Prüfet alles, das Gute behaltet“. Daher schließt sich konservativ und
Ideologie gegenseitig aus. Aardweg kenne ich ausschließlich aus kreuz.net. Warum haben Sie damals nicht
gegen ihn protestiert? Oder ist mir Ihre Stellungnahme entgangen?
Stadtdechant Zimmermann Bei dem allgemeinen Niedergang n „Ich mache alles neu“ zu zitieren, ist der Gipfel
von Ironie und Zynik. Viel reden? Zimmermann meint wohl zerreden! „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold,
aber das rechte Wort zur rechten Zeit ist wie ein in Platin gefasster Edelstein“.
DDL: Ihr Beitrag von heute, 5.10 Uhr Die vom Christentum vertretene Sexuallehre wird – ab gesehen von
der Polygamie – von den Hochreligionen weitestgehend geteilt, ist also kene Erfindung des Christentum.
Im Islam geht der Trend auch eindeutig zu Monogamie, also dieselbe Entwicklung, wie sie im AT auch im
Judentum stattgefunden hat. Die Hochreligionen stimmen in ihrem Grundaussaen bekanntlich im Wesentlichen
überein. Demokratie kann ohne einen Mindestkathalog gemeinsamer Werte nicht leben. Hierzu gehört eindeutig
das Verständnis von Ehe und Familie. Unser Wertesystem ist durch seine Geschichte nun einmal christlich
geprägt, daran führt kein Weg vorbei. Wenn Sie aber das islamische System mit seiner weit strengeren
Sexualmoral vorziehen, dann bitte schön. Daß Homosexualität auf Neurosen beruht, hat schließlich der
Psychologe Dr. Gerard S. M. van der Aardweg am 25.4.2005 in diesem Forum mit uns durchgenommen. Was Homos
unter sich machen, interessiert keinen. Wenn sie aber mit ihrer Perversität die Öffentlichkeit beeinflussen
wollen, besteht selbstverständlich Handlungsbedarf im Sinne energischer Abwehr. Deswegen ist der demokratisch
legitimierte Wiederstand der Osteuropäer hocherfreulich und wird hoffentlich nicht durch dekadente westliche
Verwaltungsvorschriften gebrochen!
DDL: Ihr Beitrag von gestern, 16.48 Sie schreiben selbst, daß diese Menschen ihren Zustand als Leiden
empfinden, und dann werden sie die Notwendigkeit einer Therapie erkennen. Es ist nicht richtig, die Wahrheit
zu verschweigen, weil Manche sie nicht vertragen können. Vielmehr ist die Wahrheit so zu sagen, daß
sich niemand verletzt fühlt. Die Richtigkeit meiner Aussage zweifeln Sie jedenalls nicht an. Homosexuelle
müssen sich genauso, wie unverheiratete Heterosexuelle jeder sexuellen Praxis enthalten! Denn es gibt
zwei Sakramente der Einheit: das Altars- und das Ehesakrament. Im Altarssakrament begegnen wir Christus,
allen Menschen, die in Christus und in denen Christus lebt und dem ganzen Kosmos. Beim Vollzug des Ehesakramentes
begegnen wir dem geliebten Mensche, im geliebten Menschen begegnen wir Christus und allen Menschen, die
in Christus und in denen Christus lebt und dem gesamten Kosmos, so die Lehre der alten Kirche. Außerhalb
der Ehe fehlt die Gottesbegegnung. Die Kirche ist verpflichtet, den ernsthaft Suchenden Wegweiser zu geben.
Das hat mit Intolleranz nichts zu tuen, denn es steht jedem frei, die Wegweiser zu mißachten, aber zu
seinem eigenen Nachteil, wie wir gläubige Christen wissen. Häufig wird die kirchliche Wegweisung abgelehnt,
weil man sich seines falschen Weges innerlich doch bewußt ist und sich erst recht verunsichert fühlt!
Pünktchen: P.Marcial Wenn der Angeklagte eine Gegenüberstellung abgelehnt hat, sieht die Sache natürlich
für ihn düster aus. Gleichwohl ergibt sich die Frage nach dem Grund der Ablehnung: war er zum Zeitpunkt
der Forderung schon zu altersschwach? Dann ist die Weigerung immer noch verständlich und wirft die Frage
nach „warum nicht früher?“ auf. Oder wollte er sich im Wissen um seine Unschuld, gedeckt durch JPII,
nicht mit schmutzigen Verleumdern an einenTisch setzen? Es gibt also immer noch offene Fragen! Ich darf
immerhin an den AT-Bericht über die keusche Susanne erinnern. Auch hier schien die Sache klar, bis Daniel
als der rettende Engel aufrat. Gibt es in der Umgebung von P. Marcial niemanden, der überzeugend für
ihn einritt? Sind dort alle von seiner Schuld überzeugt, traut sich niemand, oder hat er sich aus anderen
Gründen zu unbeliebt gemacht? Eine Rehabilitierung müßte im wohlverstandenen Interesse seiner Gemeinschaft
liegen. Im Übrigen ist P. Marcial m. W. nicht suspendiert, man hat ihm lediglich öffentliches Wirken
verboten oder dringend davon abgeraten. Privat zelebrieren darf er vermutlich noch.
Pünktchen: P.Marcial Vorsicht! Benedikt XVI kennt lediglich den Umfang der Anklage genauer! Es bleibt
mein Argument, daß von einem schlechten Baum keine guten Früchte kommen können! Sexualvergehen war
immer ein beliebtes Denunzierungsinstrument gegenüber Priesten. Daß sich jetzt eine erschreckend große
Anzahl von Vorwürfen als zutreffend erwiesen hat, bedeutet immer noch nicht, daß alle Vorwürf berechtigt
sind. In jedem einzelnen Fall ist eine einwandfreie und saubere Beweisführung unumgänglich, d. h. eine
Gegenüberstellung von Angeklagtem und Ankläger bzw. dessen Zeugen! Solange es kein rechtskräftiges
Gerichtsurteil gibt, kann man nur von einem Verdacht sprechen! Woher wollen Sie und andere von der Schuld
P. Marcials Übrerzeugte wissen, daß der ganze Vorgang nicht aus Mißgunst und Neid oder sonstigen negativen
Gründen inszeniert wurde?
Antonius Wenn Sie das nicht nachempfinden können, woher wissen Sie das denn so genau? Lebensfreude, einander
helfen und Fortpflanzung gehören gemäß Schöpferauftrag („Wachset und mehret euch“) im Rahmen der Sexualität
untrennbar zusammen. Jegliche zweckentfremdende Isolierung ist daher ein Mißbrauch! Das Abstractum „Mensch“
gibt es bekanntlich nicht. Der Mensch ist entweder Mann oder Frau. Die liebende Vereinigung von Mann und
Frau zu einem gemeinsamen Menschsein, aus dem neues Leben geschaffen wird (Mensch als Mitschöpfer Gottes),
gegenseitige Ergänzug und Hilfe ist Aufgabe der Ehe als Abbild der liebendenden Verbindung zwischen Gott
und Menscheit.
DDL Ideologie Katholizismus ist doch als ideologische Ausgabe der Katholizität selbst eine Ideologie!
Sicher werden in der r.-k.Kirche auch andere Ideologien vertreten, so z. B. 68er, Moderismus (als ideologische
Ausgebe der Moderne), Ökumenismus (als ideologische Ausgabe der Ökumene). Ideologie bedeutet immer Bewußtseinsverengung
mit den dazu gehörigen negativen Folgen. Der bibeltreue Christ ist daher weder reaktionär, noch progressiv,
sondern konservativ und damit Pragmatiker schlechthin (nicht Pragmatismus, sondern Pragmatk!) Sexualität
als der stärkste Trieb nach dem Nahrungstrieb ist von der Fortpflanzung untrennbar, weil Reproduktion
niemals – abgesehen von Altersbedingtheit – mit letzter Sicherheit ausschließbar ist. Damit besteht eine
ganz schwere Verantwortung gegenüber dem Nachwuchs, der so in ungeordnete Verhältnisse hineingeboren
wird! Wer die Verantwortung gegenüber dem völlig Wehrlosen übersieht wird senem Menschsein in keiner
Weise gerecht, denn Menschsein heißt, Verantwortung tragen. Damit ist reines Konsumdenken in diesem Zusammenhang
unverantwortlicher Mißbrauch! Ob diese Zusammenhänge unserer Spaßgesellschaft vermittelbar sind? Ihr
Vergleich mit Nahrungsaufnahme rein aus Genuß hinkt deswegen kräftig, weil Sie sich hier nicht gegenüber
Ihrem potentiellen Nachwuchs zu verantworten brauchen.
DDL:Ideologie Ich meine jede Ideologie. Aktuell ist die von 1968, der katholizismus als ideologische Ausgabe
der Katholizität ist von VatII überwunden und wird heute so gut wie nur noch von den Pius-X-Brüdern
vertreten. Die gedankliche Trennung von Sexualität und Fortpflanzung hat sich nachträglich als Fehler
erwiesen, obwohl kirchlicherseits damals schon gewarnt wurde, völlig zu recht, wie wir heute wissen.
Wenn Sexulität nicht mehr der Fortplanzung dient, stellt sich in der Tat die Frage, wieso Homo- schlechter
sein soll, als Heterosexualität. Dass Sexualität heute so gut wie ausschließlich als Konsumartikel
verstanden wird, ist die Ursache der Dekadenz, vor der der kath. Moraltheologe P. Bernhard Häring CSSR
bereits 1958 in seinem Vortrag in Köln gewarnt hat. Hoffentlich bewahren sich die Osteuropäer ihr gesundes
Empfinden zur Abwehr solcher Fehlentwicklung trotz westlichem Druck!
Ideologie Es ist bekannt, daß mit Ideologien keine Probleme lösbar sind, wie die Geschichte beweist
und für die 68er Ideologie von keinem geringerem, als Karl Steinbuch, bereits in den 70ern nachgewiesen
wurde, so u. a. in seinem Werk „Kurskorrektur“. Die weitere Entwicklung hat seine Auffassung bestätigt,
denn je länger 68er Verantwortung tragen, umso unlösbarer werden die Probleme. Ideologie ist infolge
Bewußtseinsverengung immer menschenverachtend und gegen Freiheit. Man möge bitte bedenken, wie viele
Menschen aus ideologischen Gründen ermordet wurden! Selbstverständlich besitzen Schwule gleiche Menschenwürde,
wie wir alle. Das sagt auch die kath. Kirche. Man sollte aber gemäß dem genannten Beitrag von Dr. v.
d. Aardweg nicht so tuen, als handele es sich um eine natürliche Veranlagung, zumindest nicht ohne sich
mit diesem Beitrag sachlich auseinanderzusetzen. Wenn Schwule in Osteuropa demonstrieren dürfen, kann
man faiererweise entsprechende Gegendemonstrationen ebenfalls nicht verbieten. Wer sagt denn, daß die
Gegendemonstrationen, so in Moskau, von Rechtsradikalen kamen? Es ist verständlich, wenn die Osteuropäer
nicht die rote ideologie durch die farblose von 1968 eintauschen wollen. So ist mein offenbar auf scharfen
Widerstand gestoßener Beitrag zu verstehen.
Bernardin Wieso? Ich bin weder gegen Demokratie noch gegen Deutschland und Europa, sondern gegen die Ideologien,
die sich hier tummeln, genauso, wie ich gegen braune und rote Ideologie bin: ich lehne jede Ideologie
als freiheitsfeindlich ab. Hieraus folgt: ich bin für ein freies, demokratisches und ideologiefreies
Deutschland und Europa im Sinne unseres Grundgesetzes!
Antonius: NPD Was hat das mit der NPD zu tuen? Ist eine Meinung dann verboten, wenn sie zufälligerweise
auch von der NPD vertreten wird? Ich habe mit dieser Partei keinerlei Verbindung und lese auch deren Veröffentlichungen
nicht.
Homos in Osteuropa in einem am 25.4.2006 in Kreuz.net veröfentlichten Artikel weist der Psychologe und
Homo-Experte Dr. Gerard J. M. van den Aardweg nach, daß es sich bei Homo-Veranlagung um eine Neurose
handelt, also von wegen natürliche Veranlagung. Es ist beschämend, wie den seelisch noch kerngesunden
Osteuropäern westliche Fremdbestimmung auf dem Verwaltungsweg verordnet wird. Hoffentlich ist die von
den 68ern und Fankfurter Schule noch nicht beeinflußte Bevölkerung zu einer erfolgreichen Abwehr stark
genug! Die rote Ideologie ist man los geworden, hoffentlich klappt es mit der farblosen westlichen auch!
Dummi: christlich – Gotthard: Berichtigung Dummi gebührt Dank für seinen auf den geistlichen Hintergrund
unseres Menschseins verweisenden, von menschlichem Einfühlungsvermögen zeugenden Ausführungen. Jedoch
auch Jakob hat in jener Nacht mit dem Engel des Herrn gerungen! Die Nacht endete mit Jakobs Aufforderung:
„Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“! Genauso kann mit der kirchlichen Obrigkeit um Suche nach
der richtigen Entscheidung gerungen werden! Gotthard: Die Namen von drei Konventualinnen zuzüglich einer
Novizin stehen in Kreuz.net vom 27.4.06, ich habe sie unter diesem Hinweis in meinem Beitrag vom 31.5.06
erneut aufgeührt. Ihre Behauptung, es handele sich nur um zwei Schwestern dient einzig dem Zweck, dem
e.V. seine Rechtsgrundlage zu nehmen und ist sachlich unhaltbar! Vermutlich hat das bekanntermaßen extrem
finanzschwache Bistum Aachen die Auflösung des Klosters bei der Ordensleitung bewirkt, um sich an den
Liegenschaften zu bereichern.
Pünktchen: P. Marcial Dann wäre also das jetzige Vorgehen gegen den Beschuldigten durch den Wechsel
auf dem Stuhle Petri bedingt. Hier liegt offenbar eine unerschiedliche Glaubwürdigkeitsbewertung durch
die beiden Päpste vor. Wir wissen vermutlich nicht, warum Johannes Paul II mehr Vertrauen zu P. Marcial,
als zur Anklage hatte. Meine persönliche Vermutung: ein schlechter Baum bringt keine guten Früchte,
an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Soweit bekannt, ist der Orden aber hoch angesehen, und es ist
nahezu ausgeschlossen, daß ein Sittenstrolch ein solch positives Werk gründet und jahrelang führt.
Wo nimmt er seine Überzeugungskraft her? Damit ist also noch nichts über den Wahrheitsgehalt der Beschuldigungen
gesagt. Fast jeder, der gerade in der Kirche etwas Positives begründet, hat mit den bösesten Anfeindungen
zu kämpfen, wie die Geschichte zeigt (z. B. Benedikt, Ignatius von Loyola, dessen Gemeinschaft sogar
eine Zeit lang völlig verboten war; auch Thomas v. Aquin hat kurzzeitig auf dem Index gestanden!). Das
gilt sogar für die Kirche selbst, wie die Apostelge-schichte nachweist und sich durch die Christenverfolgungen
aller Zeiten fortsetzt, alles Folge der Macht Satans. Also: die neue Glaubwürdigkeitsbewertung der Anklage
durch den jetzigen Papst sagt noch nichts über die tatsächliche Schuld v. P. Marcial, es fehlt eben
ein ordentliches Gerichtsverfahren mit Gegenüberstellung von Anklägern und Angeklagtem.
Pünktchen Woher wissen Sie denn, daß die Angaben im „Catholic National Reporter“ stimmen? Papier ist
bekanntlich geduldig. Wie nun, wenn Johanes Paul II aufgrund besseren Wissens und zuverlässigerer Nachrichtenquellen
enschieden hat?
Sirilo: Richtigstellung Es muß natürlich „Legionäre Christi“ heißen. Leider habe ich bei meiner Antwort
Ihren unter Pünktchens Stellungnahme stehenden berichtigenden Hinweis übersehen. Herzlichen Dank für
Ihre Mitteilng und Entschuldigung für das Versehen! Pünktchen: Selbstverständlich bedarf es auch juristischer
Kenntnisse zur Tatbesatandserhebung. Ich habe ja nicht behauptet, daß alleine juristische Kenntnisse
schon ausreichen. Oder glauben Sie, Kriminalbeamte kämen ohne Rechtswissen aus?
Christlicher Ungehorsam Die Tradition kennt durchaus einen christlichen Ungehorsam: so hat z. B. Carl
Kardinal Borromäus, Erzbischof von Mailand, auf dem Konzil von Trient mit einem Schisma gedroht, als
der Papst die mailändische Ambrosiuslitirgie abschaffen wollte. Auf diese Drohung hin hat der Papst zurückgerudert.
Hier ist allerdings das heiigmäßige Leben des Erzbischofs (später trotz solch agressivem Ungehorsam
heilig gesprochen) und der nur mäßig heilige Lebenswandel seines päpstlichen Onkels zu berücksichtigen.
Denn damalige Päpste hatten mitunter mehr Interesse an der Mehrung der Bevölkerung, als an der des katholischen
Glaubens! Bei Borromäus war die Zielrichtung eindeutig, beim ZdK weiß wohl niemand genau, was diese
Leute eigentlich wollen. Auf keinen Fall liefert Borromäus einen Freibrief zur Durchsetzung von freier
Beliebigkeit der 68er gegen das kirchliche Lehramt.
Pünktchen Kardinal Groer und der Gründer der Legio Mariä Wie wollen Sie ohne juristische Fachkenntnisse
die zur Tatbestandsermittlung führenden Hinweise angemessen werten? In der Tat erübrigt sich zu Ihren
Ausführungen jeder Kommentar!
Pünktchen Kardinal Groer und der Gründer der Legio Mariä Wer wiederholt denn? Ihnen fehlen wohl die
juristischen Fachkenntnisse zur angemessenen Tatbestandsermittlung, geschweige die Tatbestände zutreffend
zu beurteilen!
Pünktchen Kardinal Groer und der Gründer der Legio Mariä Wenn Ihnen die Argumente ausgehen, denunzieren
Sie die Auseinndersetzung als Zeiverschwendung!
Katholische Kirche – Katholizität – Kathilizismus Hier wird wieder der Fehler gemacht, Katholizismus
mit der katholischen Kirche gleichzusetzen. Christus hat eine allumfassende Kirche gegründet (allumfassend =
katholon, wie eben Wolfgang K. bestätigt hat). Daher das dort genannte Zitat von Ignatius von Antiochien.
Der Katholizismus ist die ideologische Ausgabe der Katholizithät und vom Vat.II überwunden, wenn man
von den Pius-X-Brüdern absieht. Begrifflich gibt es den Katholizismus seit dem 19. Jahrhundert, als die
Ideologien entstanden sind. Seit wann es die mit Katholizismus bezeichnete Bewußtseinsverengung gibt,
kann man verschiedener Meinung sein.
Pünktchen Kardinal Groer und der Gründer der Legio Mariä Als gegen Kardinal Groer Anklage in dem bekannten
Umfang Anklage erhoben wurde, stand er kurz vor seiner Pensionierung, war also schon weit über 70. Werden
Sie erst einmal so alt, dann können Sie mitreden. Haben Sie sich schon einmal danach erkundigt, warum
Johannes Paul II in beiden Fällen keinen Prozeß haben wollte? Könnte es nicht sein, daß er den Anklagen
keine ausreichende Glaubwürdigkeit beigemessen hat? Bitte erst Tatbestandsaufnahme, dann Sellungnahme!
Sie haben behauptet, gegen Kardinal Groer sind schon vor seiner Ernennung zum Erzbischof Bedenken geäußert
worden. Offenbar klangen díe Vorbehalte schon damals nicht besonders überzeugend. Im Übrigen ist Kardinal
Groer vor dem letzten Konklave verstorben, so daß Johannes Paul II die Causa Groer alleine verantwortet.
Benedikt XVI hat nichts damit zu tuen. Im Übrigen muß (in beiden Fällen) die Schuld und nicht die Unschuld
bewiesen werden. Als Verteidiger der Unschuld kann ich mich auf Unglaubwürdigmachung der Anklage beschränken!
Pünktchen: audiatur et altera pars Wenn es wirklich so war, wie Sie bzw. die angegebene Quelle schreiben,
warum hat sich die Anklage erst durchgesetzt, als die Beschuldigten aufgrund hohen Alters wehrlos waren?
Christlicher Ungehorsam hat Tradition, und sofern die Beschuldigungen etwa stimmen sollten, war mangelndes
Aufbegehren gegen die römische Protektion verantwortungslos. Nicht Entscheidungen Roms, sondern das eigene
Gewissen ist in solchen Fällen höchste subjektive Norm. Oder waren sich die Ankläger doch nicht sicher?
Bitte erst denken, dann schreiben, Pünktchen!
Martin Luther Von Adenauer wird die Aussage berichtet, wenn er damals Papst gewesen wäre, wäre ihm das
mit Luther nicht passiert. Luther sei doch ein vernünftiger Mann gewesen, den er sich einmal hätte kommen
lassen!
Gotthard: Namensrecht Es gibt in England eine anlikanische Benediktinerabtei, die m. W. der Konföderation
angehört. In Köln gibt es ebenfalls eine, die irgendeiner nicht als kanonisch anerkannten orthodoxen
Jurisdiktion angehört, sie versucht m W. die ausgestorbene gallikanische Liturgie wieder zu beleben.
Wenn jemand eine Benediktinerabtei aufmachen will, gibt es dagegen im Allgemeinen keine bürgerlich-rechtliche
Handhabe. Ob sie allerdings in die internationale Benediktinerföderation aufgenommen wird, ist eine ganz
andere Frage.
Kirchliche Gemenschaften – Kirche Der Gegensatz erübrigt sich bei Anerkennung, daß es nur eine einzige
katholische Kirche gibt, die jedoch gespalten ist. Schließlich beten alle Christen dasselbe Glaubensbekenntnis.
„Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“, sagt der Apostelschüler Ignatius von Antiochien. Auch
die Luheraner haben sich bis zur Auflärung katholisch genannt. Wenn sie im Glaubensbekenntnis „katholisch“
durch „christlich“ ersetzen, so nur, weil „katholisch“ im öffentlichen Bewußtsein mit „römisch-katholisch“
gleichgesetzt wird. Da laut Ignatius „katholisch“ und „christlich“ deckungsgleiche Begriffe sind, meinen
die Lutheraner mit „christlich“ dasselbe, wie wir mit „katholisch“.
Gotthard: Clownerie Das Kloster ist de jure aufgehoben, de facto existiert es noch, wie Sie bitte zur
Kenntnis nehmen wollen! Wie Sie wissen, gibt es im Kloster nicht zwei, sondern vier Schwestern. Rebecca
hat erst von zwei Novizinnen geschrieben. Als ich die Namen der drei Profeßschwestern genannt habe, hat
sie eine Novizin in eine Gastschwester umfunktioniert. Hier sehen Sie doch, Herr Gotthard, wie freizügig
und willkürlich hier mit der Wahrheit umgegangen wird! Es gibt übrigens auch einen berechtigten christlichen
Ungehorsam: als auf dem Konzil von Trient die (mailändische) Ambrosiusliturgie verboten werden sollte,
hat der damalige Erzbischof von Mailand, Carl Kardinal Borromäus, mit einem Schisma gedroht, woraufhin
der Papst den Schwanz eingezogen hat. Trotzdem ist der aufmüpfige Carl Borromäus später heilig gesprochen
worden! Also: Widerstand kann sich auch in der Kirche lohnen! Von wegen Kadavergehorsam und preußisches
Marschtrittchristentum!
Gotthard: Anzeige Um selbst noch durch die von Ihnen völlig zu recht empfohlene Anzeige aktiv zu werden,
ist der Pater wohl schon zu altersschwach und hält einen solchen Prozeß gesundheitlich nicht durch.
Es fällt auf, daß die Beschuldigungen überhaupt erst laut wurden, als er das Ruhestandsalter erreicht
hatte, obwohl die angeblichen Untaten schon weit zurückliegen. Warum ist man nicht sofort gegen ihn tätig
geworden, als er sich im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte noch wehren konnte? Dasselbe
gilt für Kardinal Groer. Jeder hätte Verständnis gehabt, wenn berechtigte Anklagen gegen ihn anläßlich
seiner Ernennung zum Erzbischof von Wien erhoben worden wären. Auch hier hat man bis kurz vor seiner
Pensionierung gewartet. Anschließend ist es erst richtig los gegangen. Das wirft die Frage auf, ob man
in beiden einen verdienten Mann fertig machen wollte und deswegen gewartet hat, bis sich die Beschuldigten
aus Altersschwäche nicht mehr wehren konnten. In beiden Fällen ist die mit einem Prozeß verbundene
Gegenüberstellung von Anklägern und Angeklagten unterblieben, in beiden Fällen wurde gegen den zwingenden
Rechtsgrundsatz „audiatur et altera pars“ verstoßen!
Rebecca: Umkehrschluß, Amateurlogik Ihr Vergleich hinkt ja schon wieder! Wenn Bischof Musinghoff nach
Auffindung einer Männerleiche sich gegen die Ermordung von Männern ausgesprochen hätte, wären Sie
als Mitglied der Damenwelt nicht peinlich berührt gewesen wegen des Umkehrschlusses, gegen Ermordung
von Frauen hätte besagter Bischof nichts? Zum Karmelitinenkkloster: es kommt hier vereinsrechtlich nicht
auf die kirchenrechtliche Eingliederung in den Konvent durch eine (gegf. ewige) Profess, sondern auf Mitgliedschaft
im Verein an, also, ob auch Novitzinen und Dauer-Gastschwestern Mitglied des e.V. im Sinne des Vereinsrechtes
sind. Denn aus dem Verein kann man durch einfache Austrittserklärung loskommen, aus einer ewigen Profess
natürlich nicht. Sofern der Verein 3 Mitglieder hat, ist sein Bestand vereinsrechtlich gesichert. Wie
wenig glaubwürdig hier vorgegangen wird, zeigt die Tatsache, daß das Kloster mangels Nachwuchses aufgelöst
werden soll, und andererseits die Aufnahme von Nachwuchs verboten wird, d. h. das Argument für die Auflösung
wird durch Verwaltungsakt künstlich erzeugt!
Reduziertes Gebetsprogramm Dieser Vorwurf ist höchst mißverständlich! Es ging den Reformern des Chorgebetes
nicht um eine zeitliche Verkürzung, sondern um mehr Feierlichkeit! Es war vor dem Konzil üblich, große
Teile des Chorgebetes auf einem Ton rasch herunterzusingen, eben um Zeit zu sparen. Der damalige Abt von
Niederaltaich, Abt Emmanuel Heufelder OSB, hat vorgeschlagen (und uns Teilnehmern von „Kloster auf Zeit“
entsprechend erläutert), die vorgegebene Zeit für das Chorgebet inswoweit besser zu nutzen, die Texte
ordnungsgemäß zu singen und sich dabei Zeit zu lassen, um so auch in den Inhalt des Gesungenen einzudringen
und etwas davon mit in den Alltag zu nehmen. Dadurch wurde der Psalter nicht mehr in einer Woche, wie
in der Regula Benedicti vorgesehen, sondern in vier Wochen durchgesungen. Das Stundengebet der Kirche
hat diese Regelung übernommen. Das Anliegen war also nicht Zeitgewinn, sondern eine würdigere Feier
des Herrn und seiner Heilstaten!
Rebecca: Gewalt, Karmelitinnen Der Umkehrschluß ist richtig, Sie versuchen mit viel nichts sagenden Worten
ordnungsgemäße Argumente wegzureden! Wenn der Bischof sich gegen jede Gewalt ausgesprochen hätte, wäre
alles in Ordnung gewesen. So muß er sich wegen der Einschränkung kritisieren lassen, gegen jegliche
sonstige Gewalt nichts einzuwenden zu haben. „Er wird schon seinen Grund haben“ ist Unsinn! Ihre übrigen
Vergleiche hinken kräftig! In dem Kloster leben laut Kreuz.net vom 27.4.2006 die Schwestern Regina (54),
Katharina (40), Helena (84) und eine polnische Novizin (23), insgesamt also 3 Profeßschwestern und damit
ausreichend zur Weiterführung des e.V.; die Behauptung, es gäbe nur 2 Schwestern, ist also plumpe Unwahrheitsbehauptung.
Zu klären ist, ob die römischen Ordensleitung sämtliche Umstände kennt oder nur die vom Bistum Aachen
genannten 2 Schwestern. Ich hoffe, auch kirchliche Verwaltungsakte unterliegen gerichtlicher Billigkeitskontrolle!
Hausverbot Die Autoren übersehen eine frühere Auseinandersetzung über das Kloster in Kreuz.net. Hiernach
handelt es sich nicht um 2, sondern um 4 Schwestern! Insoweit ist die Berichterstattung schon eimal unredlich.
Ferner wurde dem Kloster die Aufnahme von interessierten Kandidatinnen verboten, damit es wegen Nachwuchsmangels
und zu geringem Eigenpersonal aufgelöst werden kann. Damit sind die Argumente für die Auflösung ebenfalls
unredlich. Mons. Musinghoff (oder so ähnlich), Bischof von Aachen, ist mir aufgrund Veröffentlichungen
über ihn nicht unbekannt: er hat sich einmal gegen Gewalt von rechts ausgesprochen. Das heißt im Umkehrschluß,
gegen Gewalt von links hat er nichts einzuwenden. Richtig wäre eine Ablehnung von jeglicher Gewalt gewesen.
Wegen dieses Lapsus hat Mons. Musinghoff damals gehörige und berechtigte verbale Prügel von der Presse
bezogen, so u. a. von der Tageszeitung „DIE WELT“.
Dr. Carlo Regazzon: Religionsfreiheit Ich habe eher den Eidruck, Sie machen es sich zu einfach, indem
Sie aus der uns von Gott zugestandenen Freiheit auf das Fehlen jeglicher Verpflichtung schließen! Die
Antwort gibt der Herr selbst: wenn ich (neben allen möglichen dort genannten guten Taten) selbst meinen
Leib zur Verbrennung hingäbe, hätte aber die Liebe nicht, so wäre es nichts! Gott will eben nicht unsere
Taten, sondern uns selbst, und allein was wir aus liebender Hingabe machen, zählt. Das ist weit mehr,
als die Erfüllung einer Rechtspflicht! Eine der höchsten Formen der Liebe ist die Ganzhingabe im Sinne
des hl. Ludwig Maria Grignon von Montfort. So kommen wir zu dem, was Johannes Kassian die Furcht der Liebe
nennt: wir handeln gegenüber und für den geliebten Gott nicht aus Furcht vor Strafe wegen Nichterfüllung,
sondern weil wir Verletzung der Liebe bzw. des Liebesverhältnisses fürchten. Hier liegt der Vergleich
mit jungen Verliebten nahe, die auch alles tuen, um dem Geliebten zu gefallen, ihn nicht zu betrüben.
Leider neigen wir gerade Gott gegenüber, der die Liebe ist, nicht aus Liebe zu handeln, sondern um unsere
rechtlichen Mindestverpflichtungen zu erfüllen.
Religionsfreiheit ist bereits in der Schöpfung grundgelegt! Gott hätte sich in seiner Allmacht durchaus
einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisführung öffnen können! Er hat es aber nicht getan, weil wir
redlicherweise nicht mehr an ihm vorbeiargumentieren könnten! Wenn Gott uns nicht durch geistige Vorgaben
zwingen will, darf uns die Kirche erst recht nicht auf dem Verwaltungswege zwingen! Gott ist die Liebe
und will ausschließlich in (freier) liebender Hingabe erkannt werden. Wer sich ihm so öffnet, dem, aber
auch nur dem, gibt sich Gott auch in der Wissenschaft und in seiner gesamten Schöpfung zu erkennen! Damit
hat das Konzil mit der Erklärung der Religonsfreiheit recht und die entgegengesetzt lautenden früheren
päpstlichen Verlautbarungen waren falsch, sind aber auch nie als Dogma verkündet worden. Das bedeutet
in keiner Weise eine Gleichstellung der Religionen. Denn kein anderer Religionsstifter hat sich zur Befreiung
(=Erlösung) der Seinen ans Kreuz schlagen lassen und ist anschließend von den Toten auferstanden. „Eine
größere Liebe hat niemand, als wer sein Leben hingibt für die Seinen!“
Apex: geschieden und wierder verheiratet Daß sich die Kirche der geschiedenen Wiederverheirateten seelsorglich
annehmen muß, steht doch im Evangelium. Lesen Sie bitte das Gleichnis vom gute Hirten, wie er dem verlorenen
Schaf nachgeht!
Katholische Kirche und Juden Pinchas Lapide hat sich mehrfach mit Nachdruck positiv über das Verhalten
der Kirche gegenüber den Juden während des braunen Terrors geäußert. In aller Stille wurde vielen
Juden das Leben gerettet. Das gilt anerkanntermaßen insbesondere für Pius XII. Warum kein öffentlicher
Protest? Ganz einfach: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert!“ Natürlich hatten die
Braunen kein Interesse am Bekanntwerden ihrer Verbrechen. Wäre die Kenntnis von deren Untaten durch öffentliche
Proteste allgemein verbreitet gewesen, wäre jede Hemmung entfallen und man hätte erst recht ohne Furcht
vor der (Welt-)Öffentlichkeit drauflos gemordet!
Fachkenntnisse der Priester Die Priester müssen unbedingt Spezialisten in Theologie und Seelsorge sein.
Ein Spezialistentum in anderen Fakultäten ist nicht erforderlich. Peinlich ist allerdings, wenn Priester
ausgezeichnete Fachleute in Politikwissenschaft usw. sind, aber von Theologie und Seelsorge keine Ahnung
haben. So sind die Worte des Papstes gemeint. Daß ein Priester, wie jeder Mensch, der ernst genommen
werden will, neben seinem berufsbedingten Fachwissen eine gute Allgemeinbildung hat, ist ebenso selbstverständlich.
Staatliche Fremdbestimmung Wir müssen Frau Meves dankbar sein, daß sie den Eltern den Rücken stärkt,
die ausreichend geistige und menschliche Substanz haben, um ihre Kinder möglichst wenig staatlicher Fremdbestimmung
aussetzend, ihren von Gott gegebenen Erziehungsauftrag selbst ausführen.
deusexmachina: Aids und Schwuhle Was soll der Hinweis auf Aids und Schwule? Dieses Thema ist zwar das
Hauptthema der politisch Korrekten, aber was soll’s? Vieles, jedoch nicht alles Leid, das wir erdulden
müssen, haben wir selber verschuldet, denn jede Tat trägt ihre Folgen in sich. Wenn wir das selbst verschuldete
Leid als Kreuz vom Herrn anehmen, gelten meine Ausführungen unverändert! Das gilt unabhängig von eigenem
oder Fremdverschulden auch für Aids. Daß Schwule ihren Zustand als Leid empfinden, ist bisher nicht
bekannt gewoden.
Jolie und Gotthard Jolie: Halbkonservativ gibt es nicht, weil konservativ die Mitte zwischen progressiv
und reaktionär ist. Bitte keine billige Polemik! Gotthard: der leidende Papst war wie jeder Leidende
das Ebenbild des leidenden Christus! Leid ist nun einmal eine schmerzliche Minderung unseres Lebens. Das
kann uns alle treffen. Krankheit kann bis zur Unkenntlichkeit entstellen, zumindest auf den ersten Blick
sieht der Leidende tatsächlich häßlich aus,von ethetischer Schönheit in unserem menschlichen Sinne
kann keine Rede sein. Das trifft selbst auf den leidenden Christus zu. Aber gerade dann bewährt sich
nicht nur Freundschaft, Christus fordert sogar ausdrücklich zur Nachfolge bis in das Leiden hinein auf!
Erst zu den Emmaus-Jüngern sagt er: „Musste der Messias nicht all das Leiden, um so in seine Herrlichkeit
einzugehen!“ Also bitte, so schwer es uns allen auch fällt: vor der Wirklichkeit die Augen nicht verschließen!
Gotthard: öffentlich So etwas darf in der Tat gesagt werden, wenn man selbst vor dem Gipfel der Taktlosigkeit
(um nicht mehr zu sagen!) nicht zurückschreckt. Die Bilder des sterbenden Papstes Johannes Paul II sind
für uns alle beispielhaft, selbst allerschwerste Krankheit und Todeskampf im Vertrauen auf den Herrn
zu tragen, sich von IHM angenommen und in SEINER Hand geborgen zu wissen! Der Christus (der seinen Jüngern
die Füße gewaschen hat) im Pfleger, begegnet dem Christus (der gesagt hat: ich war krank und ihr habt
mich besucht) im Kranken. Es ist also für alle unmittelbar Beteiligten eine besonders intensive Christusbegegnung.
Gotthard und die anderen Kritiker haben offenbar ein allzu oberflächliches oder gar gestörtes Wirklichkeitsverständnis.
Brandenburgis: Demokraten und Sozialisten gleichzusetzen ist ja wohl ein Witz! Wirkliche Demokratie und
kosequente Ideologie sind kaum überbrückbare Gegensätze, so daß ein überzeugter Demokrat in letzter
Konsequenz kein linientreuer Sozialist und ein linientreuer Sozialist kein ernsthafter Demokrat sein kann!
„Affinität zum Katholizismus“ Roger Schutz hatte sicher keineAffinität zum Katholzismus, denn der Katholizismus
ist und bleibt nun einmal die vorkonziliare und daher vom Konzil überwundene ideologische Ausgabe der
Katholizität! So ist die römisch-katholische Kirche zumindest seit dem Konzil keine Vertreterin des
Katholizismus, sondern der Katholizität! Die ideologische Enge eines Katholizismus war Schutz in seiner
geistigen Weite, soweit in der Öffentlichkeit bekannt, sicher genauso wesensfremd, wie die des Protestantismus.
„Wo Christus ist, ist die kathlische Kirche“, so sagt der Apostelschüler Ignatius von Antiochien.
„rechtwswidrig, aber straffrei“ ist nicht nur inkonsequent, sondern an Zynik kaum überbietbar. Zu prüfen
wäre, inwieweit hier sogar der Straftatbestand der Strafvereitelung vorliegt. Ich bitte um Stellungnahme
eines Juristen.
Weihbischof zur Betreuung von Lebensrechsgruppen Natürlich hat Bischof Mixa recht. Es genügt nicht,
die richtige Gesinnung zu haben, sondern man muß auch mit dem notwendigen Nachdruck dafür eintreten.
Vor nicht langer Zeit hat ein Pfarrer mir gegenüber in einem anderen Zusammenhang behauptet, alleine
die gute Meinung zähle: ein Fall von naiver Gesinnungsethik.
Dipl.-Ing. Andrean Kirchmair Daß der überzeugende Eintritt für das Leben selbst in kirchlichen Gremien,
wie dem Diözesankomitee katholischer Organisationen zu Rücktrittsforderungen führt, offenbart erneut
die ganze Unglaubwürdigkeit der österreichischen Kirche. Daß der zuständige Bischof von Graz, statt
Herrn Kirchmair zu unterstützen, ihn ebenfalls fallen läßt, zeigt nur, daß dieser Bischof nicht mehr
ernst zu nehmen ist. Der Vorsitzende von „pro familia“ würde genauso handeln!
deusexmachina: Kathechismus v. P. Ramm Sie schreiben über ein Buch, dass Sie laut eigener Aussage nicht
kennen. Sind Sie vielleicht progressiv oder reaktionär?
Cyprian: Konservative Die Behauptung der Verteidigung ohne hinreichende Faktenkenntnis durch Konservative
ist eine üble und infame Unterstellung, der Gipfel der Ignoranz und Wirklichkeitsfremdheit. Unbefangen,
vorurteilslos und sachorientiert an die Dinge heranzugehen ist doch gerade ein Hauptmerkmal konservativen
Handelns! Reden und Handeln ohne ausreichende Faktenkenntnis ist vielmehr gängige Praxis von Progressiven
und Reaktionären gleichermaßen, weil sie ideologischer Durchseuchung leichtest zugänglich sind. Und
es sind gerade die Ideologen, die keine Wahrheiten mitteilen, sondern nur Wirkung erzielen wollen. Höchste
Wirklichkeit haben z. B. für die 68er ausschließlich die eigenen Wünsche!
Clemens: Mission In welchen Teilen des Credo stimmen wir mit der Reformation nur im Wortlaut überein?
Mission unter nicht in voller kirchlicher Gemeinschaft mit uns stehenden Christen fordert im Gegenzug
deren Mission unter uns geradezu heraus. Was soll diese gegenseitige Zerfleischung bringen?
Turk – P. Maciel Eine Lösung auf dem Verwaltungswege mit entsprechenden Sanktionen riecht immer mehr
oder weniger stark nach Willkürjustiz. Ein absolut sicheres Verfahren zur Wahrheitsfindung gibt es zwar
nicht. Doch am zuverlässigsten ist immer noch ein ordentliches Gerichtsverfahren, in dem Ankläger und
Beschuldigter Auge in Auge gegenüber stehen. Warum ein rechtzeitiges ordentliches Gerichtsverfahren unterlassen
wurde, ist leider nicht bekannt. Heute ist es wohl wegen des altersbedingten Gesundheitszustandes von
P. Maciel zu spät.
Clemens: Misson Die Auforderung zur Mission in Rußland ist doch wohl ein Witz! Es geht doch hier um die
Wiederaufnahme der vollen Kirchengemeinschaft. Denn Kirchengemeinschaft besteht in unterschiedlichem Maße
mit allen christlichen Kirchen: gemeinsam ist zumindest das Glaubensbekenntnis und die Taufe. Mit den
Traditionskichen haben wir sogar alle 7 Sakramente gemensam! Eine solche Wiederaufname der vollen kirchlichen
Gemeinschaft setzt aber das Gespräch auf Augenhöhe miteinander voraus! Mission gibt es ausschließlich
gegenüber den Heiden, nicht jedoch gegenüber mit uns nicht in voller kirchlicher Gemeinschaft lebenden
Christen. Das wäre anmaßend und verhindert jede Vervollständigung kirchlicher Gemeinschaft!
Kardinal Groer – P. Maciel Festzuhalten bleibt, daß in beiden Fällen rechtzeitige Gerichtsverfahren –
aus welchen Gründen auch immer – unterlassen worden sind. Sämtliche gegen beide Personen verhängten
Verwaltungsakte riechen daher unnötigerweise nach Willkürjustitz! Der einzig annehmbare Weg ist und
bleibt eben das ordntliche Gerichtsverfahren!
Thomas A. Höck: P. Maciel u. Kard. Groer Bei dem Vorgang „Kard. Groer“ haben alle Beteiligten schwere
Fehler gemacht: Kardinal Groer wegen unterlassener Verteidigung, wenn auch aus den Umständen heraus verständlich
(siehe frühere Abhandlung im Internet). Die Anklägern wegen unterlassenem Strafprozeß: einige den Verdachtsmomenten
zugrundeliegenden Tatbestände waren noch nicht verjährt. Ein Freispruch hätte die Glaubhaftigkeit bereits
verjährter Verdachte erschüttert. Rom wegen unterlassenem Gerichtsverfahren. So mußten die 4 Bischöfe
kompetenzüberschreitend selbst tätig werden, eigentlich eine Zumutung seitens Roms. Deren moralische
Gewißheit entbindet nicht von der Verantwortung gegenüber dem Betroffenen bzw. seinen Angehörigen.
Darauf wurden Groer Ausübung seiner bischöflichen Weihevollmachten und Teilnahme bei an der Papstwahl
ohne Gerichtsverfahren verboten. Das riecht sehr stark nach Willkürjustitz! Festzuhalten bleibt, daß
alle Beschuldigungen auf unbewiesenen Behauptungen beruhen. Selbst die Bekräftigungen durch Eid sind
außerhalb einer Gerichtsverhandlung wegen ihrer Risikolosigkeit völlig wertlos, sie dienen ausschließlich
der Volksverdummung. Es fällt auf, daß sämtliche Entlastungsargumente allenfalls nebenbei erwähnt
und weiter überhaupt nicht beachtet wurden. Bei P. Maciel dürfte es nicht anders sein.
Petrus Radi Es geht auch nicht um den Katholizismus, sondern um Katholizität! Der Katholizismus ist bekanntlich
die ideologische Ausgabe der Katholizität und vom Vat.II überwunden, nur Reaktionäre hängen ihm noch
an. „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche’’ sagt der Apostelschüler Ignatius von Antiochien, und
damit ist christlich und katholisch deckungsgleich, für ideologische Enge ist da kein Platz! Was sagen
Sie denn dazu, daß sich die Scholastik zur Erkärung unserer Glaubenswahrheiten der – heidnischen – griechischen
Philosophie des – ebenfalls heidnischen – Aristhoteles bedient? Sehen Sie auch hierin Synkretismus? Daß
es auch ohne geht, zeigt die byzantinische Tradition, die bei der Erklärung unseres Glaubens ohne solche
Hilfen auskommt. Natürlich kenne ich die Kirchenväter (vielleicht besser, als Sie?). Im Übrigen habe
ich nicht behauptet, sämtliche Aussagen von Budda entsprächen denen der Bibel, sondern nur, daß es
bei beiden übereinstimmende Grundwahrheiten gibt. Ist das Wohlwollen und die Sympathie, die Budda vom
Meditierenden fordert, etwa unchristlich? Velleicht sind Sie bei der Kritik an Papst Joh.P.II doch zurückhaltender,
denn er war ein überzeugter und eifriger Marienverehrer, und solche Leute machen im Allgemeinen keine
allzu kapitalen Fehler. Auf jeden Fall war dieser Papst in der Weite seiner Katholizität kein Vertreter
der ideologischen Enge des Katholizismus! Ganz besonders darf ich Ihnen Joh. Kassian empfehlen.
Petrus Radii Wenn die Hochrelgionen in Ihren Grundaussagen übereinstimmen, bedeutet das natürlich nicht
ihre Gleichwertigkeit. „Eine größere Liebe hat niemand, als wer sein Leben hingibt für die Seinen“:
Liebe wird zwar in den anderen Hochreligionen – selbst im Islam! -gepredigt, hat aber nicht denselben
Stellenwert, wie bei uns. Die Entscheidung für eine Religion wird aber auf der Ebene der Werte betroffen,
und da verkündet das Christentum mit seinem Liebesverständnis die höchsten Werte! Dass einReligionsstifter
für die Seinen gestorben und dann von den Toten auferstanden ist, macht die Einmaligkeit des Christentums
genauso aus, wie daß dieser Tod und diese Auferstehung in jeder hl. Messe erneut Gegenwart wird! Wenn
Sie sich mit der Lehre Buddas beschäftigt hätten, wüßten Sie um die stellenweise starke Übereinstimmung
mit christlichen Autoren. Zwar ist die Kenntnis solcher Literatur keineswegs heilsnotwendig, aber für
den im Glauben Gefestigten, und nur für ihn, eine Bereicherung! Das ist genauso, wenn Sie eine Fremdsprache
lernen: Sie finden als Sprachbegabter ein besseres Sprachgefühl, ein tieferes Verhätlnis und besseres
Verständnis Ihrer Muttersprache, obwohl zur Beherrschung der Muttersprache natürlich keine Fremdsprachenkenntnis
notwendig ist! Wer die eigene Muttersprache hingegen nicht beherrscht, gerät durch Erlernung einer Fremdsprache
vollends in Verwirrung.
Gotthard: Kardinal Lehmann Ist der Mercedes etwa kein persönliches Geschenk? Was hat die mehr, als aufwendige
Geburtstagsfeier mit einfachem Lebernsstil zu tuen?
Kardinal Lehmann und Einfachheit Da sieht man einmal wieder die ganze Unglaubwürdigkeit des Vorsitzenden
der DBK: in der Kirche und Liturgie möglichst kahl und langweilig, nichts für Auge und Ohr, vom Kalos
k’agathos (das schöne und gute, das nach Lehre der alten Kirche das Göttliche ist) in seiner Holzkistenaltarromantik
noch nie etwas gehört. Gott will den ganzen Menschen einschließlich Herz und Gemüt, nicht nur seinen
Verstand! Wenn es aber ins Private geht, ist jeder Luxus erwünscht: Mercedes, teuerer Geburtstagsempfang:
Christus muß abnehmen, Lehmann wachsen! Es spricht nicht gerade für die DBK so einen unglaubwürdigen
Mann zu ihrem Vorsitzenden zun wählen!
Petrus Radii Was Sie über Sakramente, Sakramentale und Offenbarung schreiben, ist uneingeschränkt richtig!
Die Auseinandersetzung mit anderen Religionen ist für den im eigenen Glauben Gefestigten eine Bereicherung,
weil er dieselben Grundwahrheiten, in denen die Hochreligionen bekanntlich mit unterschiedlicher Akzentsetzung
übereinstimmen, unter anderem Blickwinkel und damit bereichernd erfährt. Für den Zweifler bedeutet
dieselbe Auseinandersetzung eine geradezu (geistlich) existentielle Gefahr. Die OFM-Brüder übernehmen
nicht grundsätzlich heidnischen Kult in das Christentum, sondern versuchen einzig mit ihren Kientel verständlichen
Formen das Christentum nahe zu bringen. Dasselbe haben die Heliandübersetzer gemacht, denn der Inhalt
dieser Übersetzung läuft stellenweise dem biblischen Original frontal zuwider. Die erste christliche
Verkündigung hat sich weitgehend an der ebenfalls heidnischen griechischen Vorstellungswelt orientiert,
so daß der der Katholizität durchaus wohlwollend gegenüber stehende Pinchas Lapide behauptete, das
Christentum habe durch Anpassung an das Griechentum viel von seiner ursprünglichen jüdischen Dynamik
verloren! Auch die Scholastik hat sich bei der Erklärung der Bibel der heidnischen aristotelischen Philosophie
bedient. Als nach 1453 die Originaltexte nach Europa kamen, hat es nicht unerhebliche Schwierigkeiten
gegeben weil die Scholastik fast auschließlich mit den Übersetzungen aus dem Arabischen gearbeitet hat,
also mit Quellen 2. Hand!
Abbé Busse Welche lächerliche Formen der Gottesverehrung benutzen die genannten Franziskaner und welche
Irrtümer liegen ihrer Praxis zugrunde? Das analythische Denken der Wissenschaft und das verknüpfende
Denken der Meditation gehören zusammen wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Beide gemeinsam
bilden das Ganze, d. h., es geht nicht um entweder – oder, sondern um sowohl – als auch. So hat das Herz
seine Gründe, die der Verstand nicht kennt, trotzdem wird der Verstand natürlich nicht ausgeschaltet.
Vor Beurteilung der genannten Praktiken aus einseitiger Rationalität kann nur eindringlich gewarnt werden!
Petrus Radii irrt! Es geht hier weder um Gnosis (warum Gnostizismus, also die ideologische Ausgabe der
Gnosis) noch um Intentialismus (was soll auch hier die Ideologiesierung?). Die Brüder orientieren den
Inhalt ihrer Verkündigung, soweit ersichtlich, ausschließlich an der Bibel! Freilich benutzen sie äußere
Formen, die bei ihren Betreuten ankommen. Da sind unsere hiesigen ersten Bibelübersetzer (z. B. Verfasser
des Heliands) noch viel weiter gegangen, in dem sie auch den Inhalt der Bibel germaníschem Verständnishorizont
angepaßt haben, und hier ist bisher keine Beanstandung bekannt geworden!
Onan: keine Ideologen Der Konservative ist – im Gegensatz zu den Progressiven und Reaktionären – immer
für die Freiheit. Er hat nichts gegen eine Liturgie versus deum oder versus populum, mit Beidem kann
er gut leben. Hier liegen ausschließlich Progressive und Reaktionäre im Streit miteinander. Aus seiner
Argumentationspraxis ergibt sich zwingend Onans Zugehörigkeit zu den Progressiven: es ist für sie kennzechnend,
die Konservativen in die reaktionäre Ecke zu drücken! In Wirklichkeit lehnen doch gerade die Progressiven
genauso, wie Reaktionäre, alles nicht ihre geistige Enge Passende ab! D. h., sowohl Progressive wie Reaktionäre
vertreten ein preußisches Marschtrittchristentum, wenn auch in unterschiedlicher Richtung. Die Auffassung,
Religion sei Privatsache, ist die übliche von den Progressiven verkündete Halbwahrheit und damit eine
Irrlehre: richtig ist, daß uns bei der Wahl unserer Religion niemand drein zu reden hat. Damit ist ausschließlich
unsere Entscheidung für eine Religion reine Privatsache. Unsere Zugehörigkeit selbst hingegen ist schon
alleine deswegen eine öffentlich-rechtliche Angelegenheit, weil wir beim Amtsgericht in entsprechenden
Listen geführtwerden. Im Übrigen wecken wir mit unserem Bekenntnis zu einer Religion berechtigte Erwartungen
in unserer jeweiligen Umgebung, denen wir uns ohne Wenn und Aber zu stellen haben!
Markus Antonius: hahahaha Das hängt mit dem engen geistigen Horizont der Progressiven (und Rektionäre)
zusammen: Ignoranz lacht immer, wenn sie etwas nicht versteht, und Ignoranz ist bekanntlich die Uniform
der Uninformierten!
Herrn Turk Mir fällt auf, daß die von erkennbarem Verantwortungsbewußtsein getragenen Ausführungen
von Herrn Turk plötzlich mitten im Satz enden. Was ist los?
Herrn Kichmair herzlichen Dank für seine rückhaltlose Offenheit! Seine Stellungnahme sollten sich ein
großer Teil unerer Bischöfe und sonstige donum-mortis-fans hinter die Ohren schreiben!
Edward Atkinson Die moderne Kunst orientiert sich doch auch nicht an Esthetik, sondern will mit Unesthetik
provozieren. Hier wird eideutig mit zweierlei Maß gemessen! Edward Atkinson zeigt die Wahrheit, sitzt
für die Wahrheit, also aus ehrenhaften Gründen im Gefängnis. Wenn der Gefängnisaufenthalt einem zur
Ehre gereicht, ist etwas faul im Staate!
Daniela: Gezeter der Konservativen Auf das Gezeter warten Sie vergeblich, denn die Konservativen sind
nun einmal keine Ideologen, sondern die Pragmatiker (nicht: Pragmatisten!) schlechthin. Das ergibt sich
schon alleine aus der Tatsache, daß Manche aus gesundheitlichen Gründen (Knieverletzungen, altersbedingte
Kniebeschwerden) überhaupt nicht bzw. nicht für längere Zeit kniehen können. Tolleranz ist doch gerade
eine wesentliche Eigenschaft der Konservativen wohingegen Progressive und Reaktionäre gemeinhin Inbegriff
der Intolleranz sind!
Mimi – Kölner Dom – Celebratio versus deum Wenn Sie unbedingten Wert auf eine Celebratio versus deum
legen, sollten Sie es einmal mit der Pfarrkirche „St. Maria in der Kupfergasse“ versuchen. Dort hat es
noch nie einen Volksaltar gegeben, der dortige Pfarrer Vosen ist gleichzeitig Manager der Jugend 2000
und der Subsidiar, P. Alexander Ultsch von den Marianhillern, leitet den Pater-Pio-Gebetskreis, der sich
normalerweise am letzten Montag des Monats um 17.45 zur Rosenkranzandacht mit anschließender Abendmesse
und daran anschließender Andacht mit sakramentalem Segen trifft. Während der hl. Messe ist immer eine
Predigt über Pater Pio. Ansonsten ist dort werktäglich um 17.45.bzw. 17.55 Rosenkranzandacht und 18.30
Abendmesse. Sonntags ist alles eine halbe Stunde früher. Sie erreichen die Kirche mit allen Bahnen, die
zum Appelhofplatz fahren.
Markus Antonius. denunzieren Hier kommt wieder das alte Dienstmädchengeschwätz, jede noch so berechtigte
Beschwerde als Denunzierung zu verunglimpfen. Das ‘Beschwerderecht gehört mit zu den auch in der Kirche
anerkannnten Grundrechten! Bei einer unberchtigten Beschwerde passiert dem Beschwerten doch nichts. Es
geht Markus Antonius doch nur darum berechtigte Beschwerdeführer mundtod zu machen! In den Ostkirchen
gibt es keine Kniebänke, so daß während der gesamen Liturgie gestanden wird. Es kommt aber niemandem
in den Sinn, wenn sich jemand aus innerem Antrieb (was durchaus nicht ungewöhnlich ist) hinknieht, besonders
während der Wandlung, irgendwelche abfällige Bemerkungen zu machen. Das bleibt uns ideologiedeformierten
Westlern vorbehalten. Auch vor der hl. Kommunion, die stehend empfangen wird, ist eine vorherige Methanie
(entspricht unserer Kniebeuge) üblich. Der Durchsetzungsversuch eines aussließlichen Stehens während
der Liturgie entspricht einem in aller Schärfe abzulehnendem preußischen Marschtrittchristentum!
Mimi: Kölner Dom Überspitzt kann man tatsächlich sagen, daß im Kölner Dom im Winter versus deum zelebriert
wird, weil man die Leute nicht frieren lassen will. Aber: einen Volksaltar gibt es in der Sakramentskapelle
aus Platzgründen nicht, wie Sie sicher aus eigener Erfahrung wissen, so dass das der eigentliche Grund
für die Zelebration versus deum ist.
Bendikt: Zelebration im Kölner Dom Wie Sie richtig vermuten, ist die Sakramentskapelle des Kölner Domes
der einzige heizbare Gottesdienstraum, so daß dort, soweit aus Platzgründen möglich, im Winter zelebriert
wird.
Quis ut deus Der Meinung über das „Goldene Buch“ kann ich mich aus eigener Erfahrung anschließen, wiewohl,
das gilt für alle geistlichen Schriftsteller nicht jedes für jeden geeignet ist: es braucht die gemeinsame
Wellenläge. Wichtig ist auch das immerwährende Gebet, das Maximos Confessor so beschreibt: „Seinen Geist
in Stille halten, immer getragen sein vom Vertrauen und von der Hoffnung auf Gott, immer in Liebe und
Ehrfurcht auf Gott ausgerichtet sein, sich Gott ausliefern in jeder Tat in jedem Ereignis und in jedem
Lebensumstand und immer in Freude aus einem reuigen, zerknirschten Herzen Gott Dank sagen!“
Mimi – Benedikt – Kölner Dom Im Kölner Dom wird grundsätzlich mit dem Gesicht zum Volk zelebriert.
Das gilt ausnahmslos für alle Messen im Hauptschiff. Im Sommer werden die nicht im Hauptschiff zelebrierten
Liturgien am Stefan-Lochner-Altar zelebriert. Das sind alle Werktagsmessen, soweit sie nicht wegen zu
großer Besucherzahl im Hauptschiff zelebriert werden. Der Zelebrant steht hier ausnahmslos mit dem Gesicht
zum Volk. Im Winter werden alle Werktagsmessen, soweit sie nicht wegen zu großer Teilnehmerzahl im Haupschiff
zelebriert werden, in der Sakramentskapelle gefeiert. Hinzu kommen die frühen Sonntagsmessen wegen geringer
Teilnehmerzahl. In der Sakramentskapele gibt schon wegen Platzmangel keinen „Volks“-Altar, so daß hier
alle Liturgien mit dem Rücken zum Volk zelebriert werden, d. h. der Zelebrant steht nur während des
Wortgottesdienstes am Ambo mit dem Gesicht, ab Offertorium jedoch mit dem Rücken zum Volk.
Gotthard: zur Abtreibung bereite Frauen und Männer gibt es nicht, weil zur Abtreibung eine vorherige
Mutter- und Vatgerschaft gehört! Richtig muß daher von zur Abtreibung bereiten Müttern und Vätern
geprochen werden. Das Dienstmädchengeschwätz von atreibenden Frauen, ist irreführend, verharmlosend
und sachlich falsch!
Halbkonservativ „Halbkonservativ“ gibt es überhaupt nicht, und deswegen ist die Bezeichnung Unsinn. Konservativ
sein heißt an der Spitze des Fortschritts zu marschieren und unterscheidet sich vom Progressiven nur
in Bejahung und Fortführung der von Letzteren abgelehnten Tradition. Die Reaktionäre (z. B. Pius-X-Brüder)
lehnen hingegen jede weitere Entwicklung nach 1962 ab.
Sulpicius: Aachener Karmel Interessant ist, daß das Kloster wegen fehlenden Nachwuchses geschlossen werden
soll, aber der Neueinritt von Interessentinnen verboten wird, damit das Kloster wegen Nachwuchsmangel
geschlossen werden kann. Das Verhalten des Bistums Aachen hinterläßt einen oberfaulen Eindruck. Kurz
nach seiner Inthronisation ist Bischof Musinghoff bereits mit dem Ausdruck seiner Abneigung gegen Gewalt
von Rechts ins Fettnäpfchen getreten, meint seine Äußerung im Umkehrschluß doch, daß er gegen Gewalt
von Links nichts einwendet. Von seiner Abneigung gegen Gewalt ganz allgemein ist damals nichts bekannt
geworden. So hat er damals von der Presse berechtigte verbale Prügel bezogen. Wer weiß, was dieser Bischof
sonst noch für Unfug verzapft. Man sollte ihm verstärkt auf die Finger schauen.
Athansius in der noch ziemlich provinziellen und damit „konservativen“ Schweiz Was soll die Gleichsetzung
von provinziell und „konservativ“? Dienstmädchengeschwätz?
deutexmachina – Verklärung Irrationale Zahlen folgen genauso, wie die Reihe der Primzahlen, Gesetzen,
die wissenschaftlich nicht faßbar sind. Genauso ist es – unbeschadet der ihnen zugrundeligenden und nachvollziehbaren
S€prachgeschichte – mit den unregelmäßigen Verben. Nochmaliger Verweis auf die fehlende gemeinsame
Maßzahl von Seitenlänge und Diagonale eines Quadrates! –------- Verklärung: Wisenschaftlich-anaythisches
Denken und verknüpfendes Denken der Meditation gehören zusammen wie die beiden Themen eines symphonischen
Satzes. Selbst bei wissenschaftlichem Denken gibt es Intuition (wenn auch von weit untergeordneter Bedeutung)
und beim Meditieren wird der Verstand nicht abgeschaltet. Jede Einseitigkeit führt im Leben zu minderwertigen
oder gar falschen Ergebnissen. Durch die entmythologisierungsbedingte einseitige Rationaliesierung únseres
Denkens droht Wesentliches abhanden zu kommen. Die Liebe ist gleich Gott, der ja die Liebe ist, nichtwissenschaftlich
zwingend beweisbar, aber für den Liebenden erfahrbar. Ähnliche Erlebnisse, wie die Jünger bei der Verklärung
Christi hatten die Seherkinder von Fatima, Lourdes u. a. doch auch. Wieso werden da hinsichtlich gläubiger
Annahme Unterschiede gemacht? Die Dr. Adam gemachten Schwierigkeiten sind völlig unverständlich und
zeigen nur, daß sich modernstes Denken noch nicht bis zum österreichischen Kirchenfunk herumgesprochen
hat.
Katja Berben: Modernistenhöle Woher wissen Sie, Frau Berben, von unterschiedlichen Höllen? Neben der
Hölle für Normalverbrauer gibt es also eine Modernistenhölle! Gibt es vielleicht auch eine für Traditionalisten?
Worin besteht der Unterschied zwischen den einzelnen Höllen? Antwort mit Beleg aus der Bibel erbeten!
Verklärung Christi Hier wird übersehen, daß die Bibel von vornherein keine wissenschaftlichen, sondern
ausschließlich Glaubensaussagen machen will! Geschichte als Wissenschaft gibt es überhapt erst seit
dem 19. Jahrhundert (Ranke und Mommsen). Vorherige Autoren hatten andere Interessen, so wollte der Autor
des Troja-Berichtes ausschließlich die Heldentaten der Griechen darstellen und hat sich dabei der Geschichte
über die Eroberung dieser Stadtbedient. Hierbei war es durchaus erlaubt, in gewissem Umfang (natürlich
ohne zu übertreiben) Tatsachen bedarfsgerecht zurechtzubiegen. Genauso ist die Bibel zu verstehen. An
den Glaubensaussagen ist nicht zu rütteln, naturwissenschaftliche Aussagen kann man nicht entnehmen ,
die geschichtlichen Tatsachen stimmen grundsätzlich, Einzelheiten sind u. U. vom Autor bedarfsgerecht
dargestellt. Zur Verklärung: Es besteht heute leider die Tendenz, wissenschaftlich unerklärbare Berichte
als erfunden abzutun. Irrationale Rest gibt es auch in der Wissenschaft, z. B. die gesamten irrationalen
Zahlen, es gibt keine gemeinsame Maßzahl von Seitenlänge und Querschnitt eines Quadrates, wie mit Pythagoras
leicht nachweisbar ist; oder in den Sprachen die unregelmäßigen Verben! Man sollte also mit der Ablehnung
der Geschichtlichkeit der Verklärung vorsichtig sein! Die indischen Christen mit ihrem umfangreicheren
metharationalem Wissen z. B. haben da weit weniger Probleme!
Sirilo Die Tendenz ist doch eindeutig, das entgegenstehende Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Formulierung
ist zwar im mehrfacher Hinsicht unklar: was ist Subjekt bzw. Akkusativ-Objekt: die Patienten oder die
Erben, aber ein lebensfeindliches Ziel unübersehbar!
Mischliturgie Soche Liturgiebrüche wie bei uns durch das VatII sind im Osten so gut, wie unbekannt. Dort
herrscht stetige Entwicklung, so ist die Marienklage im 19. Jahrhundert in die Karsamstagsmatutin eingefügt
worden – ein ergreifender Gesang! Gute Ideen werden von anderen Landeskirchen übernommen, schlechte verschwinden
wieder. Im 20. Jahrhundert wurde die (eucharistische) Liturgie in Griechenland und dem vorderen Orient
auf etwa 90 – 120 Minuten verkürzt, die slawische Tradition hat hier nicht mitgemacht. Wer die – besinnliche
-byzantinische Liturgie kennt, weiß, daß Kürzungen meist im Fortfall von Wiederholungen besteht und
damit keinen Substanzverlust bedeuten. In der – rationaleren- römischen Liturgie sind Kürzungen und
Reformen weit schwieriger. Bei uns hängt heute – weit mehr, als im Osten und unserer vorkonziliaren Liturgie –
vieles von der Disposition des Zelebranten ab. In Russland wurden – m. W. im 17. Jahrhundert – Änderungen
nachgeholt, die in der griechischen Kirche schon lange Brauch waren. Wegen der Plötzlichkeit haben sich
die Altgläubigen abgespaltet, ähnlich unseren Pius-X-Brüdern nach dem Konzil. Aus den Erfahrungen Russlands
hätte Rom lernen sollen. Plötzliche Veränderungen sind geistlichem Wachstum nicht gerade förderlich.
Mein 1971 verstorbener Vater hat – der russischen Geschichte kundig – die Abspaltung der Traditionalisten
schon 1965 angesichts erlebter Liturgiereform prophezeit.
Parzifal Sehr geehrter Herr Parzifal, Sie schreiben doch ohnehin nur Worthülsen. Haben Sie in Ihrer Langeweile
nicht ernsthafteres zu tun, als nun Ihrerseits uns Leser mit Ihrer Langeweile anzustecken?
Parzifal: Dreifaltigkeit Wenn die Diskussionn über hl. Dreifaltigkeit Sie langweilt, warum beteiligen
Sie sich daran? Ist die germanische Götterwelt, fern jeglicher wissenschaftlicher Durchdringung, nicht
noch erheblich langweiliger? Vergleichen Sie bitte einmal die Kultur der gemranischen Götter und ihre
Folgen mit dem Christentum und seinen Folgen sowie deren gesamte wissenschaftliche Aufarbeitung!
Maledica und Cortex Das Hauptthema „Homophobie“ stimmt genauso wenig! Das Dyba ein Gegner der Messen aller
Zeiten war, ebenfalls nicht. Im letzteren Fall haben wir es wohl mit einem Druckfehler oder sonstigem
Redaktonsversehen des Autors zu tuen?
„Urvater katholischer Progressisten“ Teilard de Chardin war in keiner Weise progressiv, sondern der Inbegriff
des Konservativen! Genauso, wie Thomas v. Aquin das Glaubensgut philosophisch erklärt hat, hat Teilhard
dasselbe mit der Naturwissenschaft versucht! Freilich heißt konservativ sein, an der Spitze des Fortschritts
zu marschieren. Der Unterschied zu den Progressiven besteht in der Ablehnung der Tradition durch Letztere,
wohingegen Teilhard voll in der Tradition gelebt hat und sie, wie jeder Konservative, folgerichtig weiterentwickelt
hat. (Die Pius-X-Brüder sind nicht konservativ, sondern reaktionär, schon fast epigonenhaft!). Teilhard
ist im Übrigen nicht freiwillig in der Welt herumggereist, sondern im Auftrag seines Ordens, zuletzt
langjähig in China, gestorben in New York. Wie Teilhard weiter nachgewiesen hat, widersprechen sich Evolution
und Schöpfungsglaube nicht, sondern bedingen einander, wie wir schon 1959 im kath. Religionsunterricht
im heutigen NC-Gymnasium in GL gelernt haben! Weiteres finden Sie unter www.Teilhard.de und unter Teilhard-Forum
im Internet. Sofern Sie in NRW wohnen auch E-Mail: TeilhardNRW@web.de.
Benedikt „Der Geist des Konzils“ als Unwort ist insoweit ein Witz, als das, was gemeinhin als „Geist des
Konzils“ verkauft wird, mit dem Geist des Konzils nicht mehr zu tun hat, als die Lüneburger Heidschnucke
mit der christlichen Seefahrt. Der wirkliche Geist des Konzils ist vom Geist der 68er so gut wie völlig
verdrängt worden. „Der Geist des Konzils“ ist demnach genausewenig der Geist des Konzils, wie der Geist
der Zeit zur Zeit der Geist der Zeit des Geistes ist.
Aphrodite Daß Sexualität und Homosexualität Lieblingsthemen der kreuz.net-Autoren sind, stimmt nachweislich
nicht. Ich sehe in dem Vorwurf eine üble Verleumdung. Ist die Leserbrief-Autorin vielleicht eine 68erin,
die mit ihren Ausführungen keine Wahrheiten vermitteln, sondern lediglich Wirkung erziehlen will? Aphrodite’s
Ausführungen zur Männerwelt lassen auf ganz erhebliche persönliche Probleme schließen, in die sie
die Christen unberechtigterweise mit einbezieht.
Bevormundung Der ganze Plan ist schon deswegen eine Unverschämtheit, weil er Elternpaare grundgesetzwidrig
bevormundet, wie sie die Zeit des Bezugs von Elterngeld regeln. Traut Frau vdL den Eltern so wenig Enscheidungskompetenz
zu? Normalerweise nimmt der Geringerverdienende das Elerngeld. Frau vdL verlangt aber vom Vater wenigstens
20 % der Erziehungszeit. Ist der Vater der Geringerverdienende, ist das kein Problem. In diesem Fall verlangt
Frau vdL aber von der Mutter diese 20 % nicht, soweit bekannt. Hier liegt dann aber eine grundgesetzwidrige
Ungleichbehandlung der Geschlechter vor! Wer selber, wie Frau vdL, genug Geld für Kindermädchen hat,
kann sich der erziehungsgeldbedingen Bevormundung entziehen. Das schafft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft!
„Der ganz normale Wahnsinn“ „Thema einer Liturgie“ ist schon falsch! Liturgie ist eine Feier, die Feier
eines Themas ist auf dem Grund völligen lturgischen Unverständnisses gewachsen! Feiern kann man nur
Ereignisse und Personen. Jede Liturgie ist Feier unserer Erlösung oder dazu gehörender Ereignisse, so
z. B. Weihnachten und Ostern, oder am Beispiel von Personen: Jesus Christus oder Heilige! „Thema der Liturgie“
zieht die Feier auf das Nieveau einer Seminarveranstaltung hinunter. Verschulung von Liturgie ist ein
Mißbrauch! Nach Schilderung von Kreuz.net hatte diese Osternacht nicht einmal das Niveau eines Seminars.
„Osternachtsball“ kommt der Veranstaltung schon näher.
Pfarrer Roth Ist der Pfarrer Roth so wenig von Würde und Wert seines Priestertums überzeugt, daß er
seine hohe Funktion, in der am Altar und bei der Spendung der Sakramente in persona Christi handelt, ganz
einfach und achtlos hinwirft? Sieht er bei dem derzeitig ganz erheblichen Priestermangel seine Rücksichtslosigkeit
gegenüber seinen prieserlichen Mitbrüdern, die seine Arbeit mit erledigen müssen und gegenüber uns
gläubigen Chtristen nicht, die wir wegen fehlender Priester auf Liturgie und Sakramentenempfang verzichten
müssen? Der Entschluß des Pfarrers Roth riecht ganz stark nach kaltem Egoismus!
Herrn Dr. Otterbeck Herzlichen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme zur Liturgiereform. Man wird
wohl festhalten müssen, daß die liturgische Praxis mit ihrer 68erbedingten Willkür häufig an den Absichten
des Konzils vorbei geht. Daß man keine orthodox-katholisch-protestantische Mischliturgie wollte ist natürlich
in Ordnung. Byzantinisch-römisch geht nicht, weil die römische Liturgie (als Einzige neben der koptischen
und äthiopischen) alexandrinischen und die byzantinische Liturgie antiochenischen Typs ist. Der Vorschlag,
den Chrysostomos-Kanon in die römische Liturgie zu übernehmen, ist deswegen verworfen worden. Katholisch-Protestantisch
geht wegen des unterschiedlichen Liturgieverständnisses nicht. Trotzdem scheint mir die heutige Eröffnung
der Liturgie starken protestantischen Einfluß aufzuweisen. Allerdings ist unser Choral doch antiochenischen
Ursprungs: da die römische Liturgie ursprünglich griechisch, der Sprache der damals Gebildeten, gesungen
wurde, hat man beim Übergang in die lateinische Sprache die griechischen Tonsätze übernommen.
centesimus annus Sie haben mir Ihr Dienstmädchengschwätz doch schon an meine private Mail zukommen lassen.
Warum wiederholen Sie sich? Sie wissen doch aus meiner dortigen Antwort: je enger der geistige Horizont,
umso größer die Neigung, sich über Andere lustig zu machen. Ignoranz lacht bekanntlich immer, wenn
sie etwas nicht versteht, und Ignoranz ist die Uniform der Uninformierten!
@Höck „Nach 1620 wurde das Tschechische als Sprache der Protestanten unterdrückt, erst Ende des 18.
Jahrhunderts nahm es neuen Aufschwung, so das Duden-Lexikon Ausg. 1962. In den Geschichtsbüchern ist
die Suche schwierig, weil das Land unter Österreich abgehandelt wird, ich suche aber weiter. Mehrere
vertriebene Deutsch-Böhmen haben vor einigen Jahre im Rahmen einer zufälligen Urlaubsbegegnung die Initiative
Herders zur Förderung des Tschechischen heftig kritisiert, so auch ein aus Wallern vertriebener inzwischen
verstorbener Bundeswehr-Oberstleutnant
Gotthard – Herr Höck Wenn Sie mit dem Begriff „Volksdeutsche“ nicht einverstanden sind, dann ersetzen
wir ihn eben durch den Begriff „Deutschsprachige“. Daß sich Herder um eine Wiedebelebung der tschechischen
Sprache bemüht hat, ist mir ausschließlich aus verschiedenen kritisierenden Gesprächsbeiträgen bekannt
geworden. Ich werde mich aber um einen Beleg aus der Literatur bemühen. Herzlichen Dank für Ihre Anfrage,
die mich zu einer vertiefenden Beschäftigung mit dem Thema veranlaßt!
deutexmachina Ihre Ausführungen klngen nur insoweit schlüssig, als es nicht um Gott geht. Da aber Gott
der Urheber allen Seins ist, muß er vor allem übrigen Sein schon gewesen sein. Axiome werden nicht bewiesen,
sondern gesetzt. Insoweit ist Gott das Ur-Axiom, mit dem wir den Ursprung allen Seins bezeichnen.
Ehem. Deutsche Ostgebiete / Tschechien Wir sollten nicht wegen ehemaligen Ostdeutschlands und andere verlorener
Gebiete alte Wunden aufreissen! Tatsache ist, das Deutschland im Rahmen der Einigungsverträge auf diese
Gebiete verzichtet hat. So ist Breslau seit 1980 in ähnlicher Weise polnisch, wie Straßburg seit 1918
wieder französich ist. Der Unterschied zwischen beiden Städten besteht lediglich in der unterschiedlichen
Anzahl dort noch lebender Volksdeutscher. Bei Böhmen wir dübersehen, daß die tschechische Sprache im
19. Jahrhundert im Aussterben begriffen war, und lediglich durch Herder, also einen Deutschen, wieder
belebt wurde. In Deutschland hat den Wenden und Sorben ein ähnliches Schicksal mit ihren slavischen Miuttersprachen
gedroht, um deren Erhalt man sich jetzt auch von deutscher Seite ernbsthaft bemüht.
Tanz in der Liturgie Die äthipische Liturgie ist die einzige, in der der Tanz bis heute Tradtion hat.
Wir durften das im Rahmen der Reihe „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“ bewundern, wie äthiopische
Mönche bei Vesper und Eucharistiefeier im Altarraum von St. Kunibert in Köln getanzt und ihre Schlaginstrumente
gespielt haben. Es handelt sich freilich um keinen uns gewohnten (paarweisen) Tanz, sondern um Schreittänze,
wie sie in anderer Form bei den Griechen (dort ausschließlich im profanen Bereich) üblich sind. Unter
diesen Bedingungen kann auch ein (ehelos lebender) Priester und Mönch bedenkenlos mittanzen.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser Initiative! Zur Vermeidung einer Diskriminierung dieser schon lange
überfälligen Bewegung sollte man auf Rechtsverstöße möglichst verzichten. Die Wut und die Intrigen
der Abtreibungsindustrie wird ohnehin kaum zu bändigen sein. Die katholischen Bischöfe sind ganz sicher
nicht reaktionär, sondern geistig träge, eine der sieben Hauptsünden!
Evelin: Tschechisch-masonische Geschichtsschreibung Der Hinweis auf den zerstörerischen Einfluß der
Freimaurerloge ist hochinteressant. Ist hierüber noch Literatur lieferbar?
„Der Gatte der Evelin“ – Dr. Höck In Tschechien war schon eine besondereLage: Stichwort Johannes Hus,
dem bekanntlich vom Kaiser freies Geleit versprochen und der dann trotzdem hingerichtet wurde. Das Ergebnis
war die bis heute existierende hussitische Kirche! Da Tschechien erst nach einem Streit zwischen Rom und
Kostantinopel endgültig römisch wurde, war die katholische Kirche ohnehin nie so stark verwurzelt, wie
in Polen und anderen Ländern. Vor allem hatte die Kirche in Tschechien nie die identitätsstiftende und
wahrende Funktion, wie in Polen, Rußland und Armenien. In allen drei Ländern hat sich die jeweilige
Kirche mehr oder weniger offen an der Beseitigung von Fremdherrschaften beteiligt, wohingegen sie in Tschechien
in erster Linie als Religion einer fremden Macht empfunden wurde. Hinzu kommt noch die (nach Albnien)
härteste Christenverfolgung im gesamten Ostblock.
Brandenburgis: Freiheit Mit Ihren Ausführungen bekennen Sie sich nicht zur Katholizität = katholische
Kirche, sondern zum Katholizismus, also der ideologischen Ausgabe der Katholizität, einem von Christus
eindeutig nicht gewollten preußischen Marschtrittchristentum! Wollen Sie etwa abstreiten, daß Gott wissenschaftlich
nicht zwingend nachweisbar ist? Haben Sie schon einmal nachgedacht, was Gott uns damit sagen will? Kennen
Sie nicht Gal. 5,13: „Ihr seit zur Freiheit berufen, aber macht die Freiheit nicht zum Vorwand niedriger
Selbstsucht, sondern dient einander in Liebe!“? Sofern Sie sich in Freiheit für Christus entschieden
haben, dann herzlichen Glückwunsch. Solltenn Sie allerdings analog mancher Missionspraxis früherer Jahrhunderte
zu ihm hingeprügelt worden sein, ist Ihre Entscheidung deutlich weniger wert!
Aphrodite: Naturrecht Wem kommt nach Ihrer Meinung keine besondere Autorität zu: dem Mons. Ratzinger
oder dem Brüsseler Erzbischof? Daß Sie konservativ, totalitaristisch und paternalistisch in einem Atemzug
nennen, zeigt nur, wie sehr Sie sachlich daneben liegen, vemutlich infolge nicht nur progreßiver, sondern
eindeutig progreßistischer Einstellung. Vermutlich verwechseln Sie konservativ und reaktionär. Totalitarismus
und Paternalismus sind Ideologien, der Konservative hingegen ist der Pragmatiker schlechthin (nicht etwa
Pragmatist!). Jesus Christus war konservativ, denn er kam nicht zur Auflösung von Gesetz und Propheten,
sondern zu deren Erfüllung! Als Progreßiver hätte er Gesetz und Propheten aufgelöst. Hinzu kommt der
Vergleich mit dem Hausvater der altes und neues aus seiner Schatzkiste hervorholt. Paulus hat mit seiner
Aufforderung, alles zu prüfen und das gute zu behalten eindeutig konservativ gedacht. Mit Ihren Ausführungen
betreffs neuer, das Naturrecht ablehnender Literatutur machen Sie diese Rechtsgrundlage im Rahmen eines
primitiven Rechtspositivismus, wie unter 68ern nicht ungewöhnlich, zur Modesache. Wer das (Natur-)Recht
auf Leben infrage stellt, ist ganz eindeutig kein ernst zu nehmenes Mitglied der Menschheit!
Ex-Abt Givanni Franzoni Wieso ist der Exabt Apostat? Er ist damals odnungsgemäß mit allen dazu gehörigen
Dispensen laisiert worden. Damit steht er genauso da, wie Sie und ich und jeder getaufte und gefirmte
Christ. Sowohl daß er sich noch als Mönch fühlt, als auch daß die Initiative vom Erzbistum Rom und
nicht von ihm ausgegangen ist, zeigt, daß keine Frau dahinter gestanden hat. Der damalige Abtprimas Rembert
Weakland OSB hat bekundet, in Amerika wäre Franzoni unbehelligt geblieben. Die Auffassungen Franzonis
sind zwar zum Teil mit dem Verkündigungsauftrag eines Priesters unvereinbar, von einem Laien aber ohne
Rechtsfolgen vertretbar.
Benedikt – Dr. Otterbeck Herrn Dr. Otterbeck: herzlichen Dank für Ihr Zitat des damaligen Kardinals Montini,
seit 1963 Papst Paul VI. Weder Papst noch Konzil haben die Liturgie bis zur Unkenntlichkeit verändert.
In aller Regel wird übersehen, daß die Umsetzung der Liturgiereform den 68ern mit ihrer freien Beliebigkeit
in die Hände gefallen ist, mit den zwangsläufigen Folgen. Daß es auch anders geht, zeigen mehrere Zelebrationen
der Benediktiner von San Anselmo in St. Georg in Köln im Rahmen von „Alte Liturgien in romanischen Kirchen
Kölns“. Hier wurde nach dem Missale Pauls VI eine missa cantata ganz in lateinischer Sprache (Choralamt)
zelebriert! Der Canon wurde von den einzelnen Konzelebranten gesungen, die Wandlungsworte von ihnen gemeinsam.
Eine solche Feierlichkeit hätte die vorkonziliare Ordnung nicht ermöglicht.
Religionsfreiheit Das Recht auf Religionsfreiheit ist von Gott selbst vorgegeben! Schließlich hat Gott
sich in seiner Allmacht nicht ohne Grund einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisführung verschlossen!
Hieraus folgt völlig unzweifelhaft, daß er die Erkenntnis seiner selbst niemandem aufzwingen will. Gott
will vielmehr in Liebe erkannt werden! Das geht aber nur ohne Zwang. Wer Gott aber in Liebe erkennt, dem
erschließt er sein Gegenwart in der Wissenschaft und als Urheber der gesamten Schöpfung. Diese Erkenntnis
ist aber nicht wie Wissenschaft objektiv vermittelbar, sondern von jedem auf ihm gemäßem Weg in der
Einmaligkeit seines Menschseins zu erringen. Genauso, wie jedes Kind sagen kann: „So, wie mich, lieben
meine Eltern meine Geschwister nicht“ (und umgekehrt) kann jeder Mensch sagen:„So, wie mich, liebt Gott
keinen anderen Menschen“ (und umgekehrt). Die Verschiedenheit der Menschen beruht darauf, daß jeder Mensch
ein jeweis einmaliger, nicht wiederholbarer Ausdruck der Liebe seines Schöpfers ist und so auch zu einer
nur ihm gemäßen Erkenntnis seines Schöpfers berufen ist. Die uns von Gott also ganz bewußt geschenkte
Freiheit darf uns niemand entziehen. So ist die vom Konzil anerkannte Religionsfreiheit zu verstehen.
Mons. Georg Ratzinger Der Auffassung von Mons. Ratzinger ist zuzustimmen, wenn Kardinal Danieels lauter
solchen Unsinn verzapft. Zumindest das Naturrecht ist durch positives Recht nicht annullierbar. Wenn ein
Staat das menschliche Leben nicht ausreichend schützen will, z. B. durch mehr oder weniger Vogelfreierklärung
des ungeborenen Lebens, wird er seinen wichtigsten Aufgaben nicht gerecht und muß sich ernsthaft nach
seiner Existenzberechtigung fragen lassen. Bei der Regierung ergibt sich die Frage nach der Ernstnahme
des Eides auf die Verfassung durch ihre Mitglieder.
Ottaviani Ja, ich bin überzeugt davon. Erst durch das Verbot sahen sich interessierte Gruppen zum Widerstand
genötigt und sich zu organisieren. Ohne das Verbot hätte vielleicht der eine oder andere ältere Priester
gelegentlich die bisherige Liturgie angeboten. Ältere Menschen, die durch den radikalen Umbruch überfordert
waren, hätten das Angebot angenommen, aber 40 Jahre nach dem Konzil wäre der Interessentenkreis vermutlich
ausgestorben. Gerne gebe ich die Hypotetik meiner Ausführungen zu, selbtverständlich hätte es auch
anders kommen können, halte die von mir geschilderte obige Entwicklung aber für die bei weitem wahrscheinlichere.
Methusalix Wieso ist die Kirche au dem rechten Auge blind, wenn Sie Pinochet, Franco nd Stalin nicht kanonsiert,
Herr Methsalix? Zu dem in 1956 verstorbenen Kardinal Innitzer, Erzbischof von Wien, wäre der mögliche
Straftatbestand des Verunglimpfens des Andenkens Verstorbener zu beachten, wenn Herr Methusalix keine
eindeutig bewiesenen Tatsachen liefert. Hier ist Stellungnahme von Herrn Turk gefragt, der sich ausweislich
früherer Stellungnahmen in der österreichischen Kirchengeschichte gut auskennt. In Köln ist zu diesem
Thema zu wenig bekannt, zumal 50 Jahre nach den Tod des Angegriffenen.
Methusalix O. K., Herr Methusalix, es gibt eine Reihe von Eigennamen, die mit eigenlich dem Femininum
zugeordneten Silben änden, so auch Porsenna, sogar maskuline Substantive mit femininer Endung, so z.
B. agricola, poeta usw… Vercingetorix ist aus Cäesar „de bello gallico“ bekannt. Die Ändung „ix“ dient
aber auch zur Feminisierung ursprünglich maskuliner Vokabeln, so z. b. coadjutor – coadjutrix. Ich bitte
Sie höflich um Entschuldigung für die nicht zutreffende Feminisierung Ihres Namens, aber auf den ersten
Blick läßt die Endung zunächst an eine Dame denken, wie Sie fairerweise zugeben müssen.
Methsalix Weder Videla noch Pinochet oder Franco sind von der Kirche kanonisiert, Ihre Ausführungen,
Herr Methusalix, erinnern mich eher an Dienstmädchengeschwätz. Wollen Sie etwa die Massenmorde Stalins
abstreiten? Sobald die Linken Dreck am Stecken haben, schweigt des 68ers Höflichkeit!
Sirilo und Dr. Heger Sirilo: Ohne Hinweis auf das zahlenmäßige Verhältnis der deutschen Bevölkerung
zur gesamteuropäischen Bevölkerung 1937 und heute sagt Ihre Zahlenangabe leider nichts. Dr. Heger: Völkerselbstmord –
und so sieht es tatsächlich aus – dürfte zumindest in diesem gesamteurpäischen Umfang einmalig in der
Geschichte sein. Wir sehen hieraus die geistige Schlichtheit weiter Teile der Europäer, die an die „Frankfurer
Schule“, die 68er und an sonstiges Dienstmädchengeschwätz glauben, zumindest mehr glauben, als an die
Bibel! Ideologie zersetzt, die Bibel baut auf!
Bevölkerungspoltik… Der Hinweis auf das Wachstum der islamischen Bevölkerung um 20 Millionen besagt
leider nichts ohne Hinweis auf das entsprechenden Wachstum der einheimischen europäischen Bevölkerung
in demselben Zeitraum. Ansonsten herzlichen Dank für den im Übrigen aufschlußreichen Bericht.
Indultmesse Der Umgang von Mons. Kothgasser mit dem Militärpfarrer ist natürlich ein Witz. Hätte man
damals die „alte Mese“ nicht verboten, hätte sich das Problem mit Aussterben ihrer Anhänger auf natürlich
Weise gelöst. Ein Blick in dei Russische Kirche hinsichtlich ihrer „Altgläubigen“ genügt. Diese Kirchenspaltung
ist auch nur wegen allzu riguroser Durchsetzung von Neuerungen entstanden. Das Argument der Gleichwertigkeit
aller Riten zieht hier nicht. Bei der „alten“ Messe handelt es sich um keinen anderen Ritus, sondern um
eine andere Liturgie innerhalb des römischen Ritus. Dasselbe gilt für die „neue“ Messe. „Ritus“ bedeutet
die Gesamtheit von Liturgie, Überlieferung / Tradition und Theologie. So gibt es neben dem römischen
Ritus noch den byzantinischen, armenischen, koptischen usw. Ritus. Lediglich die neben dem römischen
Ritus noch besehenden weiteren abendländischen Riten (Mailand, Toledo, Praga) unterscheiden sich vom
römischen Ritus nur durch die Liturgie, daher kommt wohl das Mißverständnis einer Gleichsetzung von
Liturgie und Ritus.
Methusalix zu Filbinger Den ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke haben die SED-Leute der Beteiligung
am Bau von KZs bezichtigt und das mit Unterschriften entsprechender Dokumente nachgewiesen. Nach seinem
Tode haben sie die Fälschung der zur Beweisführung benutzen Dokumente zugegeben. Bei Filbinger dürfte
es ähnlich sein.
Methusalix Ihr Name „Methusalix“ statt Methsalem läßt eindeutig auf weibliche Autorenschaft schließen.
Wenn Sie Latein könnten, wüßten Sie das. Im Übrigen haben Sie die Anrede „Frau Methusalix“ bisher
widerstandslos hingenommen. „Qui tacet…“ Der Marsch der 68er durch die Institutionen begann wenige Jahre
später, so daß die Truppe nun schon seit über 30 Jahren Zeit für Ihr zerstörerisches Werk hatten.
Mit der Regierungsübernahme hatte die Truppe ihr Ziel erreicht. Demokratismus ist von den 68ern erfundene
ideologische Ausgabe der Demokratie, hat also mit der kath. Kirche nichts zu tuen. Sie kennen die Entwicklung
Ihrer eigenen gestigen Heimat nicht! Was wissen Sie überhaupt? Im Übrigen fällt Ihr zunehmend heftig
werdender Ton im Zusammenhang mit spürbarem Schwund sachlicher Argumente auf. Sie schreiben, wie jemand,
der die Zeit vor 1968 nicht persönlich kennt, sondern nur aus den blutrünstigen Schilderungen heutiger
geistigen Halbstarkenschaft.
Methusalix: Entnazifizierung Sie müssen aber zugeben, daß den SED-Schergen ebenfalls kaum etwas passiert!
Sie streiten nicht rundweg ab, eine Kommunistenfreundin zu sein. Das spricht schon für sich. Für die
Mauertoten scheinen Sie nicht allzuviel Mitleid zu empfinden! Da Sie die 68er an anderer Stelle so nachdrücklich
verteidigen: welche Zukunftsperspektive eröffnet diese Ideologie der Jugend nach Ihrer Aufassung? Der
„Marsch durch die Instittionen“ ist den 68ern voll gelungen, und je mehr 68er in Schlüsselstellungen
kamen, umso mehr wuchsen Arbeitslosigkeit und sonstige Probleme. Auch die mit der Freigabe der Abtreibung
verbundene Massenabschlachtung Ungeborener ist eindeutig auf dem Mist der 68er gewachsen!
Methusalix Wir kommen vom ursprünglichen Thema der Rubrik ab. Von Ihren Ausführungen stimmt nur die
Kanzlerfolge. Dithfurth habe ich nie erwähnt, die Meinung, die Sozialisten hätten den 1. Weltkrieg verursacht
geht genauso an der Wirklichkeit vorbei, wie die 68er Ideologie. Die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes
bleibt das Verdienst der SPD, deren jetzige Wirklichkeitsfremde sich jedoch in Berlin durch Koaltion mit
der SED-Nachfolge zeigt, also Blindheit auf dem linken Auge! Schröder war selbst 68er, und seine Regierung
hat keinerlei Probleme gelöst, sondern die Dinge laufen lassen. Im Übrigen haben Ideologien noch nie
Probleme ernsthaft gelöst. Nachdem schon 2 Ideologien den Karren in den Sand gefahren haben, muß man
den 68ern völlige Unbelehrbarkeit vorwerfen. Im Übrigen schimpfen Sie mehr, als zu argmentieren. „Durch
Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und An Kräften mangelt“ (Goethe im Thasso).
Methusalix Das alleine Kardinal Meisner zur Finanzierung von Solidarnosz bereit war, bezieht sich, aus
dem Zusammenhang ersichtllich, auf die deutschen Bischöfe. Ich bin sicher, Ihnen zustimmend, daß gerade
aus Amerika ebenfalls kirchliche und staatliche Gelder geflossen sind. Der Fall der Mauer entspricht wohl
nicht Ihren Wünschen? Dabei ist jedem Ökonomen klar, Zentralverwaltungswirtschaft ohne nennenswertes
Privateigentum funktioniert auf Dauer nicht. Sie wissen selbst, daß das System zuletzt nur noch von westlichen
Krediten gelebt hat. Freiheit ist unteilbar. Freie Wirtschaft zieht Forderung nach politischer und religiöser
Freiheit nach sich. Daß es Papst Johannes Paul II nicht um persönliche Macht ging, ist jedem klar, der
seine näheren (geistlichen) Lebensumstände auch nur ein wenig kennt! Schließlich hat er mit Beseitigung
kommunistischer Knechtschaft der ganzen Welt einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Oder sehen Sie das
anders? Die Befreiungstheologie fußt ebenfalls auf dem Marxismus und ist daher zur Problemlösung untauglich.
Wer sollte das besser beurteilen könen, als JPII, der ausreichend lange unter ideologischer Knute gelebt
hat?
Nestorianer Der Begriff „Nestorianer“ ist nicht richtig! Seit gut 50 Jahren wissen wir, daß dem Nestorius
damals großes Unrecht geschehen ist. Die ostsyrische Kirche glaubt hinsichtlich der Gottheit und Menschheit
dasselbe, wie wir und hat mit uns das Credo vollumfänglich gemeinsam (abgesehen vom durch kastilischen
Einfluß im Rahmen der Auseinandersetung mit den Arianern hinzugefügten und vom deutschen Kaiser bestätigten
filioque). Die Kirchenspaltung hatte im Wesentlichen politische Gründe: nachdem das Christentum im römischen
Reich Staatsrelgion geworden war, galt es in den außerhalb liegenden Grenzländern als verlängerter
Arm Roms und wurde deswegen verfolgt. Durch die Spaltung wollte man sich mit dem jeweiligen Staat arrangieren.
Methuwsalix: Papst Johannes Paul II. Bei Betrachtung aus der 68er Perspektive kommt man zwangsläufig
zu Ihrer Meinung über den letzten Papst! Wer über ihn gelesen hat, weiß, er war kein Machtmensch, sondern
Charismatiker, wie seine Austrahlung gerade auf die Jugend bestätigt. Nur durch seine Ganzhingabe durch
die Mutter des Herrn an den Herrn selbst (totus tuus) konnte er die fast übermenschliche Kraft zur Entmachtung
der kommunistischen Ideologie gewinnen, die Ihnen sicher unsympatischen Herren Reagen und Bush sen. haben
kräftig Schützenhilfe geleistet und Herr Gorbatschow hatte die vom Papst erbetete notwendige Einsicht.
Wie erzählt wird, war alleine Kardinal Meisner als Freund des Papstes bereit, Solidarnosz zu finanzieren
und ist deswegen zum Oberhaupt der reichsten Eparchie Deutschlands oder sogar der Welt bestellt worden.
Als der von Ihnen unterstellte reine Machtmensch wäre der Papst kläglich gescheitert.
Methusalix Natürlch weiß ich, wer für die Perspektivelosigkeit der Jugend verantwortlich ist: wer anders,
als die 68er? Je länger 68er Verantwortung tragen, desto unlösbarer werden die Probleme. Sehen Sie das
nicht, Frau Methusalix? Sehen Sie denn nicht, daß vor 1968 und zunächst auch danach, alles bergauf gegangen
ist und das mit zunehmendem Einfluß der 68er die Probleme immer unlösbarer wurden? Im übrigen bin ich
gar kein Anhänger eines Obrigkeitstaates, sondern eines demokratischen Rechtsstaates. Die 68er wollten
aber, und das ist ihnen glücklicherweise nicht gelungen, Demokratie durch Demokratismus ersetzen. Aus
Ihren Ausführungen entnehme ich, daß Sie die Zeit vor 1968 nicht bewußt miterlebt haben.
Liturgiereform der Chaldäer Die liturgiereformwilligen Chaldäer müssen sich allen Enstes fragen lassen,
ob sie mit der geplanten Reform nicht den Abstand zu ihren ostsyrischen Brüdern vergrößern, wenn diese
die Reform nicht mitmachen. Denn wichtiger, als eine noch sinnvolle Reform ist doch die Einheit beider
Kirchen. Gerade in seinen Abschiedsreden hat unser Herr seinen Jüngern die Einheit ganz dringend ans
Herz gelegt!
Karfreitag… Herzlichen Glückwunsch den Salzburgern zu ihrem Erfolg! In Deutshland wäre die Verhinderung
solcher Gotteslästerung unmöglich gewesen. Wir können von der österreichischen Basis noch lernen!
Methusaslix: CIC Recht und Gesetz gilt unabhängig davon, ob der Gesetzgeber demokratisch legitimiert
ist. Die Gesetzgebung im seinerzeitigen Ostblock hat unabhängig von ihrer demokratischen Legitimation
Recht gesetzt, obwohl es sich bei dem dortigen Recht – im Gegensatz zum Kirchenrecht – zum Teil um gesetzlich
fixiertes Unrecht gehandelt hat. In der römisch-katholischen Kirche ist der Papst oberster Gesetzgeber,
der von niemandem gerichtet wird. Daß der Papst bei der Wahl des derzeitigen Erzbischofs von Köln das
Wahlrecht während der Wahl geändert hat, ist damit zumindest formal in Ordnungund war notwendig, weil
keiner der 3 Kandidaten auf die nach unserer hiesigen Wahlordnung notwendige Mehrheit kam. Es handelte
sich aber hier nur um Anpassung an andere Bistümer. Ihr Vergleich des Papstes mit Ribbentrop usw. geht
völlig an der Wirklichkeit vorbei und ist eine ungeheuere Respektlosigkeit.
Methusalix Es war doch gerade die 68er Ideologie, die den Kindern durch unbegrenzte freie Beliebigkeit
jede Perspektive genommen hat! Kohl hat lediglich versäumt, hier das Ruder wieder herumzureißen. Die
Rentenkassen sind ein anderes Thema.
Methusalix: 1968 Bei den damaligen Demos der 68er war Gewalt völlig normal. Die Terroristenszene ist
ebenfalls ein Kind der 68er. Denken Sie z. B. an die Baader-Meinhoff-Bande. Bei der Kindererziehung ist
man vom Extrem der Prügelstrafe in das andere Extrem der Erziehung zur grenzenlosen freien Beliebigkeit
gefallen. Das Ergebnis haben wir heute durch die Gewalt auf den Straßen und der weitgehend leistungsfeindlichen
Einstellung der veröffentlichten Meinung. Was ist eine Ideologie, und das gilt auch für die von 1968,
anderes, als eine Denkhilfe für Gehirnprothesenträger?
Petrus2 – Sirillo Hier wird übersehen, daß die Bibel von vornherein keine naturwissenschaftlichen, sondern
ausschließlich Glaubensaussagen machen will! Geschichte als Wissenschaft gibt es überhapt erst seit
dem 19. Jahrhundert (Ranke und Mommsen). Vorherige Autoren hatten andere Interessen, so wollte der Autor
des Troja-Berichtes ausschließlich die Heldentaten der Griechen darstellen und hat sich dabei der Geschichte
über die Eroberung dieser Stadtbedient. Hierbei war es durchaus erlaubt, in gewissem Umfang (natürlich
ohne zu übertreiben) Tatsachen bedarfsgerecht zurechtzubiegen. Genauso ist die Bibel zu verstehen. An
den Glaubensaussagen ist nicht zu rütteln, naturwissenschaftliche Aussagen kann man nicht entnehmen ,
die geschichtlichen Tatsachen stimmen grundsätzlich, Einzelheiten sind u. U. vom Autor bedarfsgerecht
dargestellt.
Methusalix: CIC Auch Vereinssatzungen sind geltendes Recht und werden bei vor Gericht ausgetragenen Steitigkeiten
über Angelgenheiten des betreffenden Vereins genauso hinzugezogen, wie das bürgerliche Recht, wenn es
sich hier auch gegenüber dem BGB um nachgeordnetes Recht handelt. Soweit das BGB oder ein übergeordnetes
Recht (z. B. GG) zwingendes Recht setzt, ist eine dem entgegengesetzte Vereinssatzung also ungültig.
Genauso, wie im Staat das Parlament, so ist in der Kirche der Papst und im Verein die Mitgliederversammlung
höchste rechtliche Autorität und kann geltendes Recht jederzeit ändern!
Wahrer Gott und wahrer Marsianer Der Hinweis auf gesunde Glaubenszweifel ist natürlich nur ein zersetzendes
Showgeschäft. Die Liebe des Herrn gibt uns zwar keine (von außen kommende) Sicherheit, wohl aber (von
innen kommende) Gewißheit! Daher ist der Glaube sehr wohl ein sicherer Hafen („und müßte ich auch wandeln
in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn Du bist bei mir“ und andere Psamlverse sowie Worte
des Herrn!). Erst hieraus, aber erst an 2. Stelle, kommt die Pflicht, sich den (wie mit allen zwischenmenschlichen
Beziehungen) verbundenen Aufgaben zu stellen und durch ihre Erfüllung zu wachsen. Das Wort „Herausforderung“
wirkt hier reichlich überspitzt! Gerade für einen Jesuiten, der sowohl das verknüpfende Denken der
Meditation als auch das analytische Denken der Wissenschaft gelernt hat – beide Denkformen gehören zusammen,
wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes, beide gemeinsam bilden das Ganze – sind die Ausführungen
des Paters äußerst dünn und unbefriedigend!
Elendster Sünder: eine oder mehrere Kirchen Jesus Christus hat in der Tat nur eine einzige Kirche gegründet.
Alle Kirchen sind Teil dieser einen, aber leider noch gespaltenen Kirche. Auch innerhalb der katholischen
Kirche gibt es mehrere Kirchen, so die östlichen Kirchen mit dem Status „ecclesiae sui juris“! Das sind
Kirchen, an deren Spitze ein Patriarch oder Großerzbischof steht. Hinzu kommen die Kirchen von Mailand,
Toledo und Praga mit eigener liturgischer Tradition. Selbst „Dominus Jesus“ erkennt den mit Rom nicht
in voller Gemeinschaft stehenden Ostkirchen den Charakter von Kirchen zu!
Methusalix: Adenauer-Republik – 68er Als Jahrgang 1942 habe ich die gesamte Adenauer-Zeit noch miterlebt!
Auch andere Ideologien, die über die man zum Teil hier nicht gerne spricht, haben ihre Ziele ehrlich
genannt, schrecken aber bei der Durchführung vor keiner Unwahrheit und Verbrechen zurück, wie gesagt:
zur Durchsetzung darf auch gelogen werden, denn letzte Wirklichkeit sind die Ziele der Ideologie! Bei
den 68ern waren die Methoden schlimmer, als die Ziele selbst (Stichwort: Gewaltanwendung!). Sie werde
mir zustimmen müssen, Frau Methusalix: Nachdem bereits 2 Ideologien den Karren in den Sand gefahren haben,
kann nur notorische geistige Trägheit Grund mangelnder ideologischer Resistenz sein. Daß unsere Probleme
umso unlösbarer werden, je länger die 68er das Sagen haben, hat sich wohl noch nicht überall herumgesprochen!
Als Lektüre: Karl Steinbuch, insbesondere „Kurskorrektur“.
Methusalix: Kirchenrecht Das Kirchenrecht in seiner Gesamtheit für ungerecht erklären, schießt wohl
deutlich über das Ziel hinaus. Aber es enthielt in Sachen Ehe und Ehescheidung wohl einige inzwischen
beseitigte Härten, wie den von mir genannten Punkt der Exkommunikation wegen Ehescheidung.
Methusalix Wieso war die Adenauer-Republik verlogen? Es sind doch gerade die Ideologien, so auch die von
1968, die keine Wahrheiten mitteilen, sondern ausschließlich Wirkung erzielen wollen. Letzte Wirklichkeit
sind für die 68er ihre eigenen Wünsche! Hierzu ist jedes Mittel und jede Lüge recht. Verlogen war also
nicht die Adenauer-Republik, sondern es sind die 68er!
„Konzilskirche“ – Piusbrüder Mit dem Vorwurf von Irrlehren tut man dem Konzil bitteres Unrecht! Tragisch
ist, daß seine Beschlüsse weitgehend vor dem geistigen Hintergrund der 68er Ideologie interpretiert
wurden und werden und damit aus einem dem Konzil völlig zuwider laufenden Geist! Beispiel Religionsfreiheit:
Wenn uns Gott hätte zu sich zwingen wollen, hätte er sich in seiner Allmacht einer zwingenden wissenschaftlichen
Beweisführung öffnen können. Man hätte dann auf wissenschaftlicher Grundlage mit ihm experimentieren
und ihn anschließend in die Ecke stellen und abhaken können. Gott ist laut 1 Joh. 4,16 die Liebe und
will in Liebe erkannt werden! Nur wer ihn in Lieber erkennt, erkennt ihn auch in der Wissenschaft und
in der ganzen Schöpfung. Liebe aber setzt Freiheit voraus! Die Freiheit, zu der wir daher nach Gal. 5,13
berufen sind, darf uns niemand nehmen. Die 10 Gebote engen unsere Freiheit nicht ein, sondern sind Wegweiser
zu Gott, der laut eigener Aussage Weg, Wahrheit und Leben ist. Auch, wenn man u. U. schon einmal über
das Ziel hinausgeschossen hat, haben die Kirchengebote und Anweisungen denselben Sinn. Die Pius-Brüder
gehen noch von der zeitweilig in der Kirche vertretenen Meinung aus, die Gläubigen unter Brechung jeglichen
Widerstandes in den Himmel karren zu müssen, werden mit dieser stark verkürzten Sicht aber dem göttlichen
Auftrag nicht gerecht. Verkürzte Sicht deswegen weil wir z. B. so keine Möglichkeit hätten, durch Auswertung
unserer Talente Weitere hinzuzugewinnen. Wir reifen nur, wenn wir in Freiheit die Widernisse des Lebens
überwinden, in die Ebenbildlichkeit Gottes hinein, zu der wir berufen sind, Ausdruck der göttlichen
Liebe zu sein. Gott gleich zu sein, heißt, ihm in Liebe gleich zu sein. Das hat Eva in ihrer Einfalt
nicht begriffen und die Schlange in teuflicher Hinterlist unterschlagen.
Karfreitag… „Wer auf Gott vertraut/ und wenn’s not tut um sich haut,/ der hat auf keinen Sand gebaut!“
Sind denn in Salzburg keine faulen Tomaten zu haben? Jesus Christus selber hat es uns doch vorgemacht:
er hat die Händler aus dem Vorhof des Tempels hinausgeprügelt! Ein Verstoß gegen die Rechtsordnung
verbietet sich von selbst, es sollte also unbedingt vorher Rechtsberatung eingeholt werden. „Nicht wer
‘Herr, Herr’ zu mir sagt, sondern wer den Willen meines Vaters tut…“! Mit markigen erzbischöflichen
Worten ist nichts getan, wenn keine markigen Taten folgen! Im Rahmen unserer femininen Theologie wird
die 2. Zeile obigen Sprichwortes „und wenn’s not tut um sich haut“ schamhaft verschwiegen. Eine schwächelnde
Kirche überzeugt nicht. So ist Minuswachstum der Gläubigenschar verständlich.
Methusalix: prügelnde Ehemänner Prüelnde ehemänner gibt es leider, das stimmt. Ebenso, vielleicht
anzahlmäßig weniger, gibt es Frauen, die ihre Ehemänner schikanieren. Solche Fälle haben schon im
Rahmen des Verschuldensprinzps Ehescheidung ermöglicht. Es stimmt leider, Scheidung hat im früheren,
reformbedürftigen Eherecht zur Exkommunikation geführt, wie mir ein Priester glaubhaft versichert hat.
Glücklicherweise wurde das Kirchenrecht hier inzwischen vermenschlicht.
Methusalix Herzlichen Dank für Ihre wichtigen Hinweise! Sie haben leider recht. In der Privatwirtschaft
müssen gerade Miglieder von Vorständen von Aktiengesellschaften de facto mit täglicher Kündigung rechnen,
wobei ihnen ihre Bezüge bis zum Ablauf ihres in der RRegel 5-Jahresvertrages garantiert sind. Bei leitenden
Angestellten wird die Luft mit zunehmendem Aufstieg in der Unternehmenshierarchie dünner. Tarifanbgestellte
sind z. Zt. noch ziemlich sicher, und aus dieser Sicherheit heraus wären in der Vergangenheit bei qulifizierteren
Mitarbeitern durchaus mehr Kinder möglich gewesen. Dasselbe gilt für gehobene Beamte auch beute noch.
Sie weisen völlig zu recht auf das Scheidungsproblem hin! Zu den zerbrochenen menschlichen Existenzen
kommt noch die wirtschaftliche Katastrophe hinzu! Die Abschaffung des Verschuldensprinzips hat sich verhehrend
ausgewirkt.
Yersenia: Nachfrage nach Sachgütern… Ihrer Auffassung ist zuzustmmen. Zunächst steigt das verfügbare
Einkommen mit Kindern nicht, sondern sinkt sogar nach Ablauf des Mutterschutzes, wenn die Mutter auf weitere
Erwerbstätigkeit verzichtet. Aber: ein Teil der Einkünfte geht wird zumindest anfänglich nicht mehr
durch Auslandsreisen verbraucht, sondern wird im Inland nachfrage- und inlandeinkommensteigernd ausgegeben,
so daß mit mehr Arbeitsplätzen zu rechnen ist. Langfristig beleben die Neugeborenen als Jugendliche
und Erwachsene selber den Nachfragemarkt. Unser Rentensystem bleibt aber laut Heubeck auf Dauer unfinanzierbar.
Arge Provokation „Wer auf Gott vertraut/ und wenn’s not tut um sich haut,/ der hat auf keinen Sand gebaut!“
Sind denn in Salzburg keine faulen Eier und Tomaten zu haben? Jesus Christus selber hat es uns doch vorgemacht:
er hat die Händler aus dem Vorhof des Tempels hinausgeprügelt! Beachtung der gültigen Rechtsordnung
versteht sich hierbei von selbst. „Nicht wer ‘Herr, Herr’ zu mir sagt, sondern wer den Willen meines Vaters
tut…“! Mit ein paar markigen erzbischöflichen Worten ist nichts getan, wenn keine ebenso markigen Taten
folgen! Im Rahmen unserer femininen Theologie wird die 2. Zeile obigen Sprichwortes „und wenn’s not tut
um sich haut“ schamhaft verschwiegen. Eine schwächelnde Kirche überzeugt nicht. So ist Minuswachstum
der Gläubigenschar verständlich.
Kinder und Arbeitslosigkeit In der bisherigen zum Teil hochinteressanten Auseinandersetzung wird übersehen,
daß durch steigende Geburtenziffern die Nachfrage nach Sachgütern und Diensleistungen steigt, so daß
alleine dieser erhöhte Bedarf zu mehr Arbeitsplätzen führt! Die erhöhte Zahl der Arbeitnehmer führt
zu mehr Einzahlungen in die gesetzlichen Sozialsysteme und würde den Fehlbetrag in der gesetzlichen Rentenversicherung
sofort mindern. Prof. Dr. Georg Heubeck, wohl der ausgewiesenste Fachmann auf dem Gebiet der Altersversorgung,
ist schon vor 1960 vergeblich bei der Bundesregierung mit dem Hinweis vorstellig geworden, daß unser
System auf Dauer nicht finanzierbar ist. Damals hat aber noch niemand an unsere heutigen kinderarmutsbedingten
Probleme gedacht. Sicher sänke die Zahl der Arbeitslosen bei nur einem Ernährer je Familie. So sehr
die dadurch für die Familie frei werdende Mutter zu begrüßen ist, die von den 68ern völlig zu unrecht
als Heimchen am Herd verunglimpft wurde, die aber wesentlich eine heute so gut wie völlig verlorene geistige
Substanz durch gesunde Familien garantiert hat, sänke durch eine solchen Umschichtung unser Wohlstand
beträchtlich, denn erst durch die Doppelverdienerei können wir uns heute fast jeden Luxus leisten. Aber
wer verzichtet schon gerne auf Wohlstand?
Gotthard: Geschwafel Haben Sie wirklich noch nichts von den Sexskandalen in den USA gelésen, Herr Gotthard?
Hier wurden Schadenersatzsummen fällig, die in Ihrer Gesamtheit ganze Bistümer an den Rand des Konkurses
getrieben haben!
Stimme aus Tradiland Zu Ihren Aussagen über Kardnal König nennen Sie leider keine Quellen. Wer wissenschaftlich
arbeitet, weiß um die strengen Anforderungen an Quellenangaben, will man nicht völlig zu recht des Niveau
unbewiesener und damit wertloser Behauptungen bezichtigt werden. Erst recht, wenn es um den guten Ruf
von Menschen geht, sind an die Zuverlässigket der Bezugsquellen höchste Anfordrungen zu richten!
Mein Schreiben „Schüttel zu Evelyn“ Wegen der ungeheuerlichen Behauptung von Evelyn über die Erpreßbakreit
von Bischöfen (Evelyn am 1.4.2006 um 00.41) habe ich die Kreuz.net Redaktion unmittelbar angemailt. Da
die genannten Bischöfe laut Evelyn durch falsche Angabe gegf. sogar Meineid zu ihrem Amt gekommen sind,
liegt hier m. E. der Straftatbestand von Rufmord vor, wenn für die Vorwürfe nicht wider Erwarten unumstößliche
Beweise geliefert werden.
Schüttel zu Evelyn S. g. Herr Schüttel, es ging der Evelyn audrücklich nicht um den allgmeinen Druck,
dem Bischöfe durch möglichen Fortfall von Kirchensteuer und durch die Laiengremien ausgesetzt sind,
sondern ausschließlich um Erpreßbarkeit wegen dunkler Punkte in ihrer eigenen Vergangenheit („es gibt
gute Hinweise, daß …jene Priester zu Bischöfen bestellt wurden, die irgendwie erprebar waren“)! Das
wirft unter dem genannnten Gesichtspunkt (Unerpreßbarkeitserklärung) nachdrücklich die Frage der Glaubwürdigkeit
des Episkopates auf! Hierzu ist von Evelyn eine erklärende Stellungnahme zu erwarten (z. B. Informationsquelle).
Wer wissenschaftlich arbeitet, kennt die hohen Anforderung bezüglich Quellenangaben, die hinsichtlich
des guten Rufes von Menschen erst recht strengstens zu beachten sind!
Kardinal Groer Bei dem Vorgang haben alle Beteiligten schwere Fehler gemacht:: Kardinal Groer wegen unterlassener
Verteidigung, wenn auch aus den von mir genannten Gründen verständlich. Die Anklägern wegen unterlassenem
Strafprozeß: einige den Verdachtsmomenten zugrundeliegenden Tatbestände waren noch nicht verjährt.
Ein Freispruch hätte die Glaubhaftigkeit bereits verjährter Verdachte erschüttert. Rom wegen unterlassenem
Gerichtsverfahren. So mußten die 4 Bischöfe kompetenzüberschreitend selbst tätig werden, eigentlich
eine Zumutung seitens Roms. Deren moralische Gewißheit entbindet nicht von der Verantwortung gegenüber
dem Betroffenen bzw. seinen Angehörigen. Darauf wurden Groer Ausübung seiner bischöflichen Weihevollmachten
und Teilnahme bei an der Papstwahl ohne Gerichtsverfahren verboten. Das riecht unnötigerweise nach Willkürjustitz!
Eine unerhörte Behauptung stellt Evelyn (am 1.4.2006 um 00.41) auf: „Es gibt gute Hinweise, daß seit
1965 (teilweise schon davor) systematisch jene Priester zu Bischöfen bestellt wurden, die irgendwie erpreßbar
waren…“. Dieser von späteren Beiträgen nie aufgegriffene Hinweis bedarf doch der näheren Erläuterung!
Schließlich müssen Bischofskandidaten vor ihrer Weihe – m. W. sogar eidesstattlich – ihre Unerpreßbarkeit
erklären. Wie sieht es untern diesen Umständen mit der Glaubwürdigkeit des Episkopates aus?
Turk zu Kardinal Groer Sehr geehrter Herr Turk, herzlichen Dank für die Klarstellung des Mißverständnißes
wegen der Fotos! Hat man denn in Maria Roggendorf nicht Kläger und Angeklagten Auge in Auge gegenübergestellt?
Und was ist dabei herausgekommen? Unterlassund ist ein unverzeihliches Versäumnis zulasten Groers. Haben
Sie etwa gegen Juristen? Sie schreiben herablassend von primitiven bzw. künstlichem Rechtspositivismus.
Recht ist nach eigenem Verständnis die Spielregel, nach dem sich das öffentliche Leben abspielt. Im
Straßeverkehr wird sicher kein Verschulder eines Unfalls nach Ihrem o. a. Muster argumentieren. Man kann
beim Recht auch von ethischer Mindestnorm sprechen.
Turk zu Kardinal Groer Zu Ihre Frage wegen Fotos, Herr Turk: Sie schreiben unter „Neuerlich jeder Einzelfall
ist anders“ am 31.3.2006 um 22.53: „Bei wem jedoch glaubwürdige Zeugen und sogar authentische Fotos aufzeigen…
Oder habe ich Sie hier mißverstanden? Das Problem ist in der Tat das Schweigen Groers, das auch heute
noch zu heftigen Auseinandersetzungen führt, aber vor dem persönlichen und geistlichen Hintergrund verständlich
ist. Jesus Christus wurde und wird uns inhaltlich richtig aber in der Einseitigkeit der Verkündigung
falsch ausschließlich als das zur Schlachtbank geführte alles Leid erduldene Lamm vorgeführt. Jeder
Hinweis auf seinen Umgang mit den Pharisäern, denen er zeitweilig ordentlich aufgemischt hat und sein
Hinausprügeln der Händler aus dem Tempelhof sowie den Apostel Paulus, der lt. Apostelgeschichte immerhin
vor Gericht 2 Schlägereien unter seinen Gegnern verursacht hat, fehlt ebenso, wie das nächtliche Ringen
Jakobs mit dem Herrn selber oder seinem Engel. Diese auch noch von Männern (!) gemachte feminine Theologie
motiviert kaum zum Widerstand. Es fehlt eben eine maskuline Theologie. Das Leben ist nun enmal ein Kampf
nach innen und außen, der Kampf nach außen wird leider im Rahmen der femininen Theologie völlig vernachlässigt.
Hinzu kommt noch der in dieselbe Richtung gehende monastische Hintergrund Groers. Die feminine Theologie
wird in unseren Tagen durch die feministischenTheologie abgelöst.
Turk: Risiken der Schweigestrategie Aus der Problembehaftetheit außergerichtlicher Vernehmungen ziehen
Sie eine andere Folgerung, als ich: Sie möchen den Fall auf sich beruhen lassen wohingegen ich Rehabilitierung
wegen mangelnder Begründung der Anklage befürworte. Offenbar stehe ich mit meiner Auffassung keineswegs
alleine. Ihrer Auffassung zum Wiederspruch von sittlichen Verfehlungen und hochgradiger geistlicher Begnadung
stimme ich zu, Herr Turk. Ob es sich bei den fraglichen Fotos um eine Montage handelt, ist u. U. noch
untersuchbar. Sollte Groer bei Zutreffen der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen so dumm gewesen sein,
wie die St.-Pöltener, hätte er allerdings alleine wegen Strafwürdigkeit solcher Dummheit keine andere
Behandlung verdient. Aber eben die Orginalität der Fotos wäre erst nachzuweisen! Damals waren der Auslöschung
von Fälschungsbeweisen deutlich engere Grenzen gesetzt, als heute. Die Schuldzuweisungen an Opus Dei
(von einem anderen Diskussionsteilnehmer) sind nicht nur lächerlich, sondern erfüllen den Straftatbestand
der Verläumdung. Nicht nur nach meinem Eindruck handelt es sich hier um integre und eifrige Seelsorger,
die sich tatkräftig für die Ökumene einsetzen. Gerade hier habe ich Mitglieder der Gemeinschaft kennen
gelernt, und zwar durch einen überzeugten und praktizierenden rumänisch-orthodoxen Christen!
Turk zu Kardinal Groer Daß die für Groer sprechenden Argmente einfach nicht zur Kenntnis genommen werden,
fällt natürlich auf. Die Vernehmung der damaligen Belastungszeugen außerhalb eines Gerichtsverfahrens
ist wegen fehlender Rechtsfolgen bei Falschaussagen völlg wertlos. Nach deutschem Recht bestünde allerdings
die Möglichkeit strafrechtlicher Belangung wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Es spricht
sehr viel dafür, daß Groer für die Durchführung eines Strafverfahrens einfach die Kraft gefehlt hat.
Fotos sind manipulierbar (Fotomontage!). Bei tatsächlicher sittlicher Verfehlung wäre fotografische
Dokumentation kaum geduldet worden. Dank gebürt Herrn Turk für den Hinweis auf die Worte von Kardinal
Meisner. Aber: sittliche Verfehlungen und so hochgradige geistliche Begnadung schließen einander aus!!!!
Zu Arnulf Jursa und Turk Zu Jursa: Nicht alle Deutschen lesen Bild, ich auch nicht. „Ösiland“ ist hier
unbekannt. Ist die Haiderpartei nicht rechtsradikal? Wieso lebe ich im falschen Zeitaler, etwa wegen der
Forderung nach Beachtung gültiger Rechtsnormen? Zu Turk: Groer wurde von der Volksjustitz ausschließlich
aufgrund unbewiesener Behauptungen verurteilt, wobei die Verläumder sich vor späterem Verantwortungsbedarf
weitgehend sicher wußten. Eine solche Sturmflut falscher Anschuldigungen kann – gerade bei einem älteren
Menschen – jede Widerstandskraft lähmen. Die besagte Untersuchung in Göttweig ergab bekanntlich völlige
Unwissenheit seiner Linienvorgesetzten und Kollegen, bei der Masse der angeblichen Verfehlungen völlg
ausgeschlossen. Also auch hier falsche Anschuldigungen! Ein ehemaliger Chefredakteur der Wiener Kirchenzeitung
hat damals im FELS die „Seelsorge mit den Händen“ Groers einschließlich Warnung vor negativen Folgen
aufgrund Mißverständnisses bestätigt, aber wegen seines asketischen Lebensstils jede sittliche Verfehlung
ausgeschlossen. Dieser vorverurteilshemmende Hinweis wurde vor der skandalgierigen Masse ansonsten diskret
verschwiegen. Im Übrigen: wer wird denn mit falschen Anschuldigungen wie Geschwafel ewig gestriger unsachlich
und unruhig, Her Turk? Ihr Vorwurf geht m. E. genauso daneben, wie die Anklagen gegen Groer! Kardinal
Groer ist wegen mangelnder Begründung der Anklage vollumfänglich zu rehabilitieren!
Turk: Nur Seelenmessen helfen Ihr Vorwurf primitiven Rechtspositivismus, Herr Turk, ist der Gipfel der
Unverschämtheit: durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt! Die
vier Bischöfe haben in ihrer Naivität unbewiesene Aussagen für bare Münze genommen. Eine Prüfung
des Wahrheitsgehaltes war wegen der Risikolosigkeit von Falschaussagen völlig ausgeschlossen. Eine einigermaßen
zutreffende Wahrheitsfindung ist eben nur vor Gericht in Rede und Gegenrede von Anklage und Verteidigung
möglich, bei der die Aussagen vereidigt und Falschaussagen strafrechtlich verfolgt werden! Jeder Beschuldigte
hat das Recht, seinem Beschuldiger gegenüber gestellt zu werden, und das ist hier, soweit bekannt, nicht
geschehen. Bei allen anderen Versuchen der Wahrheitsfindung ist der Intrige Tür und Tor geöffnet. Alleine
daß die vier Bischöfe keinen (kirchlichen oder staatlichen) Strafprozeß versucht haben, zeigt damit
nur ihre fehlende Überzeugung von der Schuld des Angeklagten. Im Übrigen besteht auch nach dem Ableben
des zu Unrecht Beschuldigten ein berechtigtes und staatlich anerkanntes Interesse an Rehabilitierung!
Ihr wirklichkeitsfremdes Verständnis der Dinge erinnert mich penetrant an Bananenrepublikniveau!
Kardinal Groer Auffallenderweise ist Kardinal Groer weder von einem kirchlichen, noch einem weltlichen
Gericht rechtskräftig verurteilt worden bzw. ist eine Verurteilung nie bekannt geworden. Bis zur rechtskräftigen
Verurteilung hat der Angeklagte aber als unschuldig zu gelten! Die vielen beschuldigenden eidesstattlichen
Erklärungen sind vor keinem Gericht abgegeben worden und daher in ihrer Eidesstattlichkeit völlig wertlos,
weil nur vor Gericht geleistete Meineide juristisch verfolgt werden. Die öffentliche Aufforderung von
Kardinal Schönborn an Kardinal Groer zu Beginn der Untersuchung in Göttweig durch den damaligen Abtprimas
und den Abt Franciscus Heereman OSB, auf Ausübung seiner bischöflichen Funktionen zu verzichten, kommt
einer Vorverurteilung gleich und ist daher schlichtweg ein Skandal! Das Untersuchungsergebnis war dadurch
schon vorweggenommen, denn eine bewiesene Unschuld Groers hätte Schönborn wegen Gegenstandslosigkeit
seiner Auffordrung öffentlich blamiert. Wir dürfen daher voller Zuversicht auf die Rehabilitierung von
Kardinal Groer hoffen.
Brandenburgis: FJS Was haben Sie gegen Franz Josef Strauß? Bitte, nennen Sie wenigstens einen Fall, zu
dem er rechtskräftig verurteilt worden ist, ansonsten handelt es sich um den Straftatbestand der Verläumdung,
wenn Sie ihn als Rechtsbrecher bezeichnen. Hinzu kommt noch der Straftatbestand der Verunglimpfung des
Andenkens Verstorbener! Also, bitte weniger drauflos schreiben, Herr Brandenburgis! Bekanntlich hat FJS
sein Land Bayern mit dem Motte „Laptop und Lederhose“ hoch gebracht! Die Bayern haben es ihm mit hohen
Wahlergebnissen gedankt! Seit er CSU-Vorsitzender ist, hat seine Partei (ab 1962!) die absolute Mehrheit
im bayerischen Landtag. Auch seine Tätigkeit als bayerischer Ministerpräsident (ab 1978) war von beachtlichen
Erfolgen gekrönt, woran andere Politiker sich ein Beispiel nehmen sollten!
Fastenhirtenbrief 1956 Der Unterschied zwischen den heutigen Bischöfen und denen von 1956 spricht für
sich. Die Kirche sollte gottesfürchtig und nicht öffentlichkeitsfürchtig sein. Weiterer Kommentar ist
überflüssig…!
Kloster Geistingen Wegen Schließung des Klosters Geistingen bekam ich aufgrund einer privaten Anfrage –
kurz zusammengefaßt -folgende Antwort: Die Pius-X-Brüder haben bisher kein Kaufgesuch eingereicht. Etwa
1999 wurde diese Frage von einer hennefer Traditionalistenfamilie in Öffentlichkeit gebracht. Darauf
bekam der Orden eine Anfrage der Gruppe (Absicht zur Errichtung eines Jungengymnasiums). Diese Anfrage
wurde im Sinne einer Möglichkeit eines solchen Verkaufs an die Pius-X-Gruppe beantwortet, es sei aber
die Zustimmung des Kölner Erzbischofs notwendig. Daraufhin hat sich die Gruppe nicht mehr gemeldet. Damit
stimmt das Dementi von Herrn Kardinal Meisner! Wie zu erfahren ist, befinden sich die Schulen der Pius-X-Brüder
entgegen eigener Behauptung im Abwind: Die Schülerzahl vom Gymnasium in Diestede sei z. B. von 120 auf
90 zurückgegangen. Die Herz-Jesu-Realschule wird – kreuznetbekannt – möglicherweise wegen Prolemen mit
der Schulaufsicht geschlossen.
„MutterTheresaknieht vor einer Budda-Statue“ Die Kritiker übersehen zwein Dinge: 1. Budda gilt auch bei
den Anhängern seiner Lehre nicht als Gottheit, sondern als Lehrer und geistlicher Meister, in etwa –
bei aller Vorsicht – vergleichbar mit unseren Kirchenlehrern. 2. Der Bericht über die hl. Barlaam und
Joasaph ist, wie wir seit einigen Jahrzehnten wissen, eine christlich gefärbte Budda-Erzählung, die
über Konstantinopel nach Rom gekommen ist und dort Eingang in den Heiligen-Kalender gefunden hat. D.
h. in Gestalt dieser beiden Heiligen wird Budda selbst als Heiliger verehrt! Ob die beiden Heiligen (Barlaam
und Joasaph) im nachkonziliaren reformierten Heiligenkalender noch geführt werden, entzieht sich meiner
Kenntnis. Unter diesen Gesichtspunkten ist das Kniehen von Mutter Theresa vor einer Budda-Statue ganz
anders zu beurteilen!
Handkommunion Für die Gegner der Handkommunion beginn die Tradition immer erst in 604 (Tod Papst Gregors
des Großen), also dem Ende bzw. Neubeginn einer liturgischen Tradition. Da ursprünglich nur samstags
und sonntags Eucharistie gefeiert wurde, hat man den Gläubigen, die werktags kommunizieren wollten, den
Leib des Herrn mit nach Hause (und damit unzweifelhaft in die Hand!) gegeben. Weil es hier zu Verunehrungen
gekommen ist, hat man werktags während der täglichen Vesper Kommunion ausgeteilt. Diese Tradition der
werktäglichen Liturgie der vorgeweihten Gaben hat sich in der byzantinischen Tradition während der Fastenzeit
(bei uns allerdings ohne Vesper nur am Karfreitag) bis heute erhalten und wird dort nach dem o. a. Papst
„Gregoriusliturgie“ genannt. Laut Ikonographie hat sich die Handkommunion vereinzelt bis in das 8. Jahrhundert
gehalten. Sie hat damit die ältere Tradition. Heute ist sie m. W. in keiner östlichen Liturgie mehr
üblich und erst von Papst Paul VI für die römische Liturgie wieder erneut genehmigt worden.
Päpstliche Rechtschreibung Warum darf der Papst nicht, wie jede deutsche Zeitung und jeder deutscher
Verlag, für sich die Freiheit in Anspruch nehmen in Ablehnung der weitgehend unsinnigen Reform bei der
alten Rechtschreibung zu bleiben? Hat der Papst die DBK überhaupt zu ihren „Verbesserungen“ ermächtigt?
Hirtenbrief aus dem Jahre 1956 Daß der Hrtenbrief aus dem Jahre 1956 stammt, habe ich leider übersehen.
Für die damalige Zeit trifft die Nennung von Kommunismus und Materialismus als Hauptübel voll zu! Wir
sehen hieraus aber: die Grundübel bleiben in verschärfter Form dieselben. Nur die Ursachen ändern sich,
wobei die veränderten Ursachen Grund für die Verschärfung der Probleme sind. Insofern ist der Rückgriff
auf die frühere Veröffentlichung hoch interessant. Wir sehen: die 68e als egoistische Ideologie ist
deutlich schlimmer, als die sozialistische als altruistische Ideologie!
Hirtenbrief – Materialismus – Komunismus Der Hirtenbrief geht in seiner Schilderung der Ursachen allen
Übels leider im Sinne der politischen Korrektheit am Hauptübel vorbei, obwohl er die Probleme zutreffend
schildert: Ursache der derzeitigen Verwirrung der Gemüter sind alleine die 68er Ideologien, deren hiesige
Variante, die kritische Theorie, sich auschließlich mit den Wünschen des Menschen befaßt, ohne jede
Rücksicht auf die Möglichkeit ihrer Verwirklichung. So ist z. B. Müttern die Lösung ihrer Schwangerschaftskonfliktprobleme
über die Leichen ihrer ungeborenen Kinder hinweg erlaubt. Letzte Wirklichkeit haben ausschließlich die
eigenen Wünsche, man will mit seinen Aussagen keine Wahrheiten mitteilen, sondern ausschließlich Wirkung
erzielen. Daß die 68er Ideologien weder zur Problemlösung noch als Lebensphilosophie taugen, weist Karl
Seinbuch bereits in den 70er Jahren nach (z. B. „Kurskorrektur“ u. a.). Die spätere Entwicklung hat seine
Auffassung vollumfänglich bestätigt. Gott ist wissenschaftlich nicht zwingend nachweisbar, weil er es
nicht will! Gott ist laut 1 Joh. 4,8 die Liebe, und wer Gott in seinem Wesen, nämlich in Liebe, erkennt,
erkennt ihn auch in der Wissenschaft und in der gesamten Schöpfung. Wer aus Liebe handelt, handelt aus
Gott und findet entweder für anstehende Probleme eine Lösung oder die Kraft, mit ihnen zu leben und
so zur Reife unserer Vollendung entgegen!
Profanisierung von Kirchen Das Verhalten zumindest einiger Bistümer ist tatsächlich ein Skandal! Das
Redemptoristenkloster Geistingen (bei Hennef/Sieg, in der Nähe von Siegburg) ist bereits aufgelöst.
Die sehr schöne Kloserkirche vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist Anfang Januar zugunsten eines geplanten
Wellness-Centers profanisiert worden. Hierzu wird vom ernsthaften Interesse der Pius-X-Brüder an Kirche
und Kloster berichtet. Kardinal Meisner soll den Verkauf an die Bruderschaft verboten haben, dementiert
jedoch. Eine Internet-Anfrage im noch vorhandenen Gästebuch des Klosters ist zwar als erhalten bestätigt,
aber bisher unbeantwortet. Vermutlich hat der Kölner Erzbischof den Redemptoristen einen Maulkorb verpaßt!
Es scheint wichtig, gerade wo es jetzt um Geld geht, die Verhältnisse hinter den Kulissen besonders scharf
zu beobachten: In Köln wurde das Haus Burgmauer 1 (Residenz des noch recht jugendlichen Generlvikars)
aufwendigst mit einem angebauten Außenaufzug mit verkleideten Glaswänden renoviert, während die Pfarren
wirtschaftlich stranguliert werden. Glaubwürdiger macht sich die Kirche dadurch sicher nicht!
68er Ideologie Im Rahmen der Auseinandersetzung über die Herz-Jesu-Schule in Saarbrücken wird aúch
die 68er Ideologie bemüht und die „Adenauer-Republik“ als heuchlerisch dargestellt. Fest steht, daß
mit einer Ideologie noch kein Problem dauerhaft gelöst worden ist. Karl Steinbuch weist die völlige
Untauglichkeit der 68er Ideologie zur Problemlösung und als Lebensphilosophie in seinen Werken, so u.
a. „Kurskorrektur“, überzeugend nach. Seine Aufassung wird durch den weiteren Verlauf der Geschichte
vollumfänglich bestätigt, denn je länger die 68er an der Macht sind desto unlösbarer werden die Probleme.
Eine andere Möglichkeit zur Profilierung als Verleumdung der Geschichte zwischen 1949 und 1967 haben
die 68er in ihrer geistigen Armut nun einmal nicht. Was ist eine Ideologie anderes, als eine Denkhilfe
für Gehirnprothesenträger?!
Karlvesper in Aachen Als Teilnehmer an dieser Vesper schließe ich mich der positiven Beurteilung dieser
Liturgie vorbehaltslos und vollinhaltlich an. Der Vorwurf eines reaktionären theologischen Hintergrunds
geht allerdings an der Wirklichkeit genauso vorbei, wie der Vorwurf, hinter die Reormen des Konzils von
Trient zurückzugehen mißverständlich ist : Der Rahmen der derzetigen liturgischen freien Beliebigkeit
deckt eine solche Liturgie vollumfänglich ab. Warum soll im Rahmen dieser freien Beliebigkeit eine Liturgie
nur deswegen nicht erlaubt sein, weil sie zufällig schon ein paar Jahrhunderte alt ist? Im Übrigen geht
die Liturgiereform von Vaticanum II bzw. deren z. Zt. gültige Ausführungsbestimmungen selbst zum Teil
auf vortridentinische Bräuche zurück! Als Bespiel mag hier das intertropierte Kyrie dienen, das nach
dem Muster von GL 495 in der heutigen Liturgie wieder fröhliche Urständ feiert! Auf den Gedanken, in
einem lateinischen Hochamt die alten Texte zu singen, ist, soweit mir bekannt, bisher niemand gekommen.
Ob die derzeitigen Kirchenmusiker nicht ausreichend Musikgeschichte lernen oder auf ein streng modernistisches
Marschtrittchristentum getrimmt sind? Wie mir ein Liturgiewissenschaftler vor Jahren auf Anfrage versichert
hat, sind die damals verbotenen Texte jetzt wieder erlaubt.
zu Irenäus „interessant“ Da der Seligsprechungsprozeß noch nicht abgeschlossen ist, ist jedes Gebet
für den Verstorbenen sinnvoll. Aber auch für einen bereits Kanonisierten ist ein Gebet immer sinvoll,
wir drücken dem Kanonisierten damit unsere liebevolle Verbindung aus, jedenfalls liebevoller, als wenn
wir ihn ausschließlich als „Dienstleister“ für unseren eigenen Bedarf „benutzen“. Das hat mit einer
Marginalisierung des Fegefeuers absolut nichts zu tuen. Wir sollten unsere Verbindung zu Gott und unseren
in Ihm vollendeten Mitmenschen nicht unter juristischen Gesichtspunkten sehen, sondern auschließlich
in der Liebe, die Gott selber ist und in der wir Ihm und allen Geschöpfen, seien sie bereits vollendet
oder noch unter leibhaftig unter, begegnen!
„Übertritt zum Katholizismus“ Sr. Maria Theresa Tauscher ist ganz sicher nicht zum Katholizismus übergetreten,
sondern zur (römisch-)katholischen Kirche! Das ist – zumindest nach dem letzten Konzil – ein grundlegender
Unterschied, denn der katholizismus ist die ideologische Ausgabe der Katholizität, um die es dem Apostelschüler
Ignatius von Antiochien mit seinem Wort: „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“ eindeutig ging.
Mit dem Katholizismus konnte er schon alleine deswegen nichts im Sinne haben, weil es ihn, wie alle Ideologien,
erst seit dem 19. Jahrhundert (!) gibt. Eindeutiger Wunsch des Konzils war, die Kirche aus der ideologischen
Enge des Katholizismus zurückzuführen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Das Eindringen
der 68er Ideologie in die vom Katholizismus hinterlassene geistige Lücke kann man dem Konzil beim besten
Willen nicht anlasten. Bekannteste Vertreter des Katholizismus sind heute wohl die das Konzil zumindest
teilweise ablehnenden Anhänger der Pius-X-Brüder.
Ostertermin Außer dem 14.Niesan gibt es keinen aus der hl. Schrift begründbaren Ostertermin! Das ergibt
sich schon alleine aus den unterschiedlichen Kalendern (julianisch und gregorianisch). Der vom Westen
in Übereinstimmung mit der allgemein anerkannten staatsrechtlichen Regelung benutzte gregorianische Kalender
mit dem dazu gehörigen Ostertermin ist ausschließlich naturwissenschaftlich begründet, die römische
Tradition schließt sich also den naturwissenschaftlichen Argumentn an! Daß die Terminierung von Ostern
keine Glaubensaussage beinhaltet, ist von Rom insoweit offiziell anerkannt, als die in Griechenland lebenden
römischen Katholiken Ostern zum griechisch orthodoxen Termin gemeinsam mit der dortigen orthodoxen Kirche
feiern dürfen – eine noble Ökumenische Geste!
Pille, Abtreibung Leider werden die Nebenwirkungen bzw. Spätfolgen von „Pille“ und Abtreibung in der
öffentlichen Meinungsbildung so gut wie völlig unterdrückt. Hat das vielleicht wirtschaftliche Gründe?
Klar ist, daß mit „Pille“ und Abtreibung kräftig Geld verdient wird. Hinzu kommt noch die ärztliche
Behandlung der Nebenwirkungen bzw. der Spätfolgen, die kaum ohne Medikamente geht und so kräftig zum
guten Geschäftsergebnis von Arztpraxen und Pharmaindustrie beiträgt.
Drogengeld für Kardinal „Audiatur et altera pars!“ Vor Veröffentlichungen solcher Beschuldigungen ist
Rückfrage bem Beschuldigten unbedingt angebracht. Erweisen sich die Beschuldigungen als haltlos, kann
der Berechtigte wegen Verleumdung klagen, und der Veröffentlicher solch falscher Beschuldigungen wird
rechtskräftig verurteilt.
Zu Dr. Otterbeck: Teilhard Ihre Auffassung zu Teilhards Ursündenverständnis und dem fehlendem Bezug
zu den von Ihnen erwähnten – leider – sattsam bekannten negativen Entwicklungen ist ebenso weit verbreitet,
wie durch seín Werk „Der göttliche Bereich“ widerlegt! Denn gerade hier schreibt Teilhard ganz klar
von den Minderungen, die wir erleiden und er durch das ihm von der damaligen Kirche entgegengebrachten
Unverständnis schmerzhaft erlitten hat! Teilhard hat im Grunde dasselbe mit der Naturwissenschaft versucht,
was Thomas von Aquin mit der Philosophie gemacht hat, nämlich durch sie den Glauben zu erklären. Bei
Teilhard war schwierig, daß er wegen des kirchlichen Veröffentlichungsverbotes nicht das notwendige
feed back bekam. Grundsätzlich sind aber beide an die Grenzen wissenschaftlicher Gottesbeweise gestoßen,
weil Gott sich in seiner Allmacht einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisarkeit verchlossen hat! Denn
laut 1 Johannes 4, 16b ist Gott die Liebe, und will in Liebe erkannt werden. Wer Gott in Liebe erkennt
(und nur der!) erkennt Ihn auch in der Wissenschaft und in der gesamten Schöpfung. Diese Erkenntnis ist
aber nicht wie Wissenschaft vermittelbar, sondern von jedem neu zu erringen. Daß Teilhard in dieser Liebe
gelebt hat, zeigt schon alleine seine Kirchentreue trotz aller Schwierigkeiten. Weiteres finden Sie im
Internet unter Teilhard-Forum.
Antwort auf Bernardo Herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Die von Ihnen erwähnten Tatsachen zeigen, daß
der hl. Geist ganz deutlich im gläubigen Kirchenvolk wirkt, das sich eben nicht jeden liturgischen Unfug
vorsetzen läßt! Es ist klar, die vom Konzil beabsichtigte Liturgiereform ist wegen der Oberflächlichkeit
ihrer bisherigen Durchführung weitgehend mißlungen. Ein positives Beispiel für ihr Gelingen darf aber
keineswegs unterschlagen werden: im Rahmen von „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“ haben die
Benediktiner von San Anselmo, Rom, eine neue Liturgie zelebriert: ganz in Latein gesungen(!), der Kanon
wurde von den konzelebrierenden Priestern abwechselnd gesungen, die Wandlungsworte von allen Zelebranten
gemeinsam! Eine solche Feierlichkeit hat die tridentinisch Liturgie m. E. nicht hergegeben.
noch enmal: „Wandlung“ Znächst einmal herzlichen Dank für die zum Teil sehr interessanten und von Fachwissen
getragenen Dskussionseiträge! Die Regelung, daß jede Kirche unverurteilt bei ihrem angestammten Wandlungsverständnis
bleiben kann, wurde auf dem Vaticanum II getroffen. Als Voraussetzung galt allerdings, daß jeder Kanon
sowohl eine Epiklese als auch eine Anamnese enthält. Deswegen wurde im Rahmen der Liturgiereform die
Anamnese des römischen Kanons genauer gefaßt. Neu ist ledglich die Anerkennung eines Kanons ohne Epiklese
durch Rom. Bei Auseinandersetzung über Glaubensfragen sollte wir immer die gesamte Tradition befragen
und nicht mit dem Konzil von Trient oder gar erst im 19. Jahrhundert bginnen: Wir wissen seit etwa Mitte
des 20.Jahrhunderts, daß dem Nestorius großes Unrecht geschehen ist und die unterschiedlichen Lehrmeinungen
über die Person Jesu Christi auf übersetzungsbedingten Mißverständnissen beruhen (griechisch – semitisch).
Deswegen nennen wir die Kirchen heute so, wie sie sich selber nennen, also nicht „Nestorianer“, sondern
„Assyrer“ oder „Apostolische Kirche des Ostens“! Dasselbe gilt für die unterschiedlichen Lehrauffassungen
zu den altorientalischen Kirchen. Es sind keine Monophysiten! Hieraus folgt: die Gründe für die damaligen
Kirchenspaltungen gibt es heute nicht mehr. Die Wiederaufnahme kirchlicher Einheit ist nach Überwindung
zwischenzeitlicher Entfremdung nur eine Frage der Zeit!
Kadinalerzbischof Hier ist zu fragen, ob sich „Operosam Diem“ viellecht an Wien als das einzige österreichische
Erzbistum wendet, das üblicherweise von einem Kardinal geleitet wird, es sich also um ein ironisches
Entgegenkommen gegenüber der österreichischen Titelwut handelt Krakau ist bekanntlich durch eine der
polnischen Teilungen Österreich zugefallen, nachdem es kurzzeitig Republik war. Die Wiederzugehörigkeit
zum polnischen Staat hat erst mit Ende des 1. Weltkrieges begonnen, Restbestände österreichischer Mentalität
sind also wahrscheinlich. Hier gilt demnach daselbe Entgegenkommen.
Katholische Hauptstadt Polens Krakau als katholische Hauptstadt Polens stimmt so nicht ganz. Hauptstadt
Polens ist z. Zt. bekanntlich Warschau. Krakau war Krönungsstadt des Königreiches Polen, wohingegen
Gnesen geistliches Zentrum war. Daher hat der Erzbischof von Gnesen den Titel eines Primas von Polen geführt.
„‘Kardinalerzbischof“ Sicher nicht zufällig wurde Wien gerade in der Faschingszeit zum Kardinalerzbistum
erhoben. Voll des süßen Weines schwappt die bekannte österreichische Titelwut wohl wieder über!
„In sich schlechte Liturgie… Die vielfache Behauptung, die assyrische Liturgie enthalte keine Wandlung
ist falsch! Der Streit, ob Wandlung durch die Epiklese (= Einsetzungsbericht) oder Anamnese (= Herabrufung
des hl. Geistes auf die dargebrachten Gaben) geschieht, ist uralt. Man hat sich inzwischen darauf geeinigt,
daß diese unterschiedliche Auffassung nicht kirchentrennend ist, jede Kirche in diesem Punkt also unverurteilt
und ohne Behinderung der kirchlichen Einheit bzw. deren Wiederherstellung bei ihrer angestammten Lehrmeinung
bleiben kann. Aus diesem Grunde wurde im Rahmen der nachkonziliaren Liturgiereform die Anamnese des alten
römischen Kanons genauer gefaßt. In den östlichen Kirchen wird weitgehend die Anamnese als Wandlung
verstanden, so auch in der byzantinischen Tradition, deren Messkanones (Chryststomus und Basilius) nichtsdestoweniger
auch eine Epiklese enthalten, so daß das unterschiedliche Wandlungsverständnis hier bedeutunglos ist.
Da der Messkanon der assyrischen Kirche eine Anamnese enthält, enthält er die Wandlung von Brot und
Wein in den Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus. Damit ist die assyrische eucharistische Liturgie
eine vollgültige hl. Messe in unserem (römisch-kathilischen) Verständnis und die Gläubigen empfangen
genauso, wie wir römische Katholiken in unserer Eucharistiefeier, den Leib und das Blut unseres Herrn,
also keine Simulation!
„Erklärung oder Ausrede“ Die Zulässigkeit von Verächtlichmachung des Christentums damit zu begründen,
daß Jesus Christus durch sein Kreuz selbst den allerniedrigsten Weg gegangen ist, ist der Gipfel allergemeinster
Verhöhnung unseres Herrn. Genauso könnte man uns dazu auffordern, drauf los zu sündigen, weil Jesus
Christus die Sünden aller geragen hat. Also die Leiden Christi noch durch kräftige Fußtritte seiner
eigenen Anhänger und Namensträger erhöhen? Damit ist der freien Beliebigkeit der 68er Ideologie (kritische
Theorie) Tür undTor geöffnet! Daß solche Meinung von einem Bischof vertreten wird zeigt nur den hohen
ideologischen Durchseuchungsgrad selbst der Hierarchie. Aber selbst das Apostelkollegium hatte seinen
Judas. Wie wird wohl der Hochhuth heißen, der hoffentlich eines nicht mehr fernen Tages die katholische
Kirche ihrer intimen Nähe zur 68er Ideologie, die den nachkonziliaren Aufbruch weitgehend erstickt hat,
anklagen wird? „Brüder, seit nüchtern und wachsam…!!!“
Vortrag P. Hadrian Koch Es läßt aufhochen, daß der Vortrag nicht in einem Kirchengebäude, sondern
im Gasthaus stattfindet. Will man sich bewußt der Aufsicht der Kirche entziehen, oder bekommen die Veranstalter
für diesen Vortrag von der Kirche aus gutem Grund keinen geeigneten Raum?
zu Ottaviani: „das sind Schlagwörter“ Natürlich hat es auch nach der Reformation Heilige gegeben, jedoch
ohne die herausragende geistesgeschichtliche Bedeutung wie z. B. der hl. Augustinus, Albertus Magnus,
Bonaventura und Johannes Duns Scotus. Wo sehen Sie in der nachreformatorischen Zeit ein Aufblühen in
der Kirche?
„Scheitern“ des Konzils Mit dem Begriff „Scheitern“ scheint mir Vorsicht geboten. Es war der deutliche
Wille des Konzils, die Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus in die ursprüngliche Weite
ihrer Katholizität zurückzuführen. Denn der Katholizismus ist die ideologische Ausgabe der Katholizität.
„Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“, so der Apostelschüler Ignatius von Antiochien. Mit jeder
Spaltung hat die Kirche ein gutes Stück ihrer Dynamik eingebüßt, mit der Reformation kam eine fast
völlige Erstarrung. Zu allem Ungück haben sich in der vom Katolizismus hinterlassenen Lücke die 68er
durch ihren Marsch durch die Institutionen niedergelassen und so die Kirche noch mehr gelähmt, als sie
vor dem Konzil schon war und drohen sie nun von innen heraus völlig zu zerstören. Hier hilft nur noch
Fasten und Beten als das Mittel, mit dem sich die Kirche schon immer ihrer inneren und äußeren Feinde
auf Dauer entledigt hat. „Herr, gieße Deinen hl. Geist auf uns aus, damit die Kraft und Wärme Deiner
heilenden und heiligmachenden Liebe tief in unser aller Herzen eindringt und dort die Fülle Deiner Gottheit
offenbart! Hilf uns in unserer Hilflosigkeit, Deinen Willen erkennen und zu tuen und in unserer Schwachheit
mache uns stark, einer lieblosen Welt voller Haß, Zwietracht und Eigennutz kraftvolle und glaubwürdige
Zeugen Deiner alles menschliche Begreifen übersteigenden Liebe und Herzensgüte zu sein!“
Feierliche Vesper im Hohen Dom zu Aachen Herzlichen Dank für Ihren Hinweis auf diese hochinteressante
Liturgie! Ich werde mit interessierten Bekannten von Köln nach Aachen fahre, um an dieser auch historisch
wertvollen Vesper teilzunehmen. Warum jedoch der abwertende und distanzierende Hinweis, weder der Dom,
noch das Bistum habe etwas mit dieser Liturgie zu tuen? „Immerhin läßt man die noch in der untergegangenen
Kulturperiode lebenden Nostalgiker machen.“ Das könnte man mit einer gewissen Häme auch über die Anhänger
der vom Konzil abgelösten tridentinischen Liturgie sagen. Also bitte, etwas mehr Tolerenz! Ähnlich,
wie es in der Mathematik Gleichungen mit nur einer und mit mehreren gleichberechtigt richtigen Lösungen
gibt (eine quadratische Gleichung hat z. B. zwei gleichermaßen richtige Lösungen), verhält es sich
auch im kirchlichen Bereich. Wir sollten die verschiedenen gleichberechtigt richtigen Meinungen achten,
ernst nehmen und hierin eine willkommene Bereicherung unseres eigenen Gesichtskreises sehen!
falscher Priester aus Bayern in Österreich Jeder gültig geweihte Priester besitzt ein Zelebret. Warum
haben die verantwortlichen Pfarrer nicht hiernach gefragt?
Konservativ/Konservativismus/Modernismus Wir müssen ganz deutlich zwischen konservativ und Konservativismus
unterscheiden, denn das Eigenschaftswort zu Konservativismus lautet konservativistisch! Der Konservativismus
die ideologische Ausgabe der Konservativen und damit genauso scharf abzulehnen, wie der Modernismus als
Ideologie des Modernen! Christus war eindeutig konservativ: „Ich bin nicht gekommen, um Gesetz und Profeten
aufzulösen, sondern um sie zu erfüllen“! Auch Paulus schreibt: „Prüfet alles, das Gute (oder je nach
Übersetzung: das Beste) behaltet“! Aus beiden Aussasgen spricht eine grundkonservative Einsgellung! Schließlich
benutzen wohl sämtliche Kirchen auch heute noch das Alte Testament. Wären beide Modernisten oder Progressive
gewesen, hätten sie das Alte Testament verboten, bei einem den Reaktionären hautnah kommenden Konservativismus
hätte es kein Neues Testament gegeben. Nachdem Ideologien schon genug Unheil angerichtet haben, ist die
Entstehung neuer Ideologien völlig unverständlich!
Abtreibung Es wirkt in der Tat mehr als unglaubwürdig, gegen die Todesstrafe für Schwerstverbrecher
(Mörder usw.) und für die menschenwürdige Behandlung von nicht gerade lebenschonenden Terroristen einzutreten,
gleichzeitig aber die Abschlachtung unschuldiger ungeborener Kinder nicht nur zu befürworten, sondern,
und das noch mit höchstem Nachdruck, geradezu zu fordern!
„anonyme“ website Auch mir fällt auf, daß – insbesondere Leserbriefe – meist nicht unter dem bürgerlichen
Namen des Autors, sondern unter einem Pseudonym veröffentlicht werden. Zumindest Leserbriefschreiber
sollten offen zu Ihrer veröffentlichten Meinung stehen. Anonymität führt immer zur Versuchung, drauf
los zu schreiben, weil man seine Ausführungen nicht zu verantworten braucht. Zuwischenmenschliche Beziehungen
sind so viel wert, wie die Offenheit, die sie vertragen! Warum sollen Christen – auch im Inernet – nicht
offen miteinander sprechen? Dabei sollten wir uns unserer Verantwortung vor der Wahrheit (also vor Christus,
der Weg, Wahrheit und Leben ist) bewußt sein, denn der Wert eines Menschen entspricht dem Maß an Treue,
mit dem er zur Wahrheit steht.
Feierliche Vesper im Hohen Dom zu achen Herzlichen Glückwunwsch zu dieser feierlichen Liturgie! Ist die
Vesper auf CD zu haben? Als liturgie- und und musikgeschichtlich interessierter Laie würde ich mich über
eine Aufnahme sehr freuen. Antwort erbeten an Guttenbergerkoeln@t-online.de
„Kardnalerzbischof“ Sie haben nur insoweit Recht, als Kardinalstaatssekretär und Kardinalvikar (für
den ständigen Vertreter des Papstes bei der Leitung des Erzbistums Rom) offizielle Titel sind. Wir hier
in Köln sind selber Erzbistum, und unser Erzbischof ist üblicherweise Kardinal. Trotzdem werden / wurden
die Kardinäle Meisner, Höffner, Frings und ihre Vorgänger weder offiziell noch umgangssprachlich jemals
als Kardinalerzbischöfe tituliert. Eine solch falsche Titulatur würde hier wenigstens so durch den Kakao
gezogen, wie ich das mit Ihnen gemacht habe. Kommen Sie vielleicht aus Österreich? Die dortige Titelwut
ist weltbekannt und wird gehörig belächelt. Vielleicht haben Sie den Kardinal Groer für die Zeit seiner
Priorenttätigkeit in Maria Roggendorf zum Kardinalprior erhoben?! In Deutschland wurde entsprechend gewitzelt.
Bei nicht nur für Österreich bestimmten Veröffentlichungen sollten Sie es daher zur Vermeidung von
Heiterkeitserfolgen zumindest außerhalb der Karnevals-/Faschingzeit bei den offiziellen Titulaturen belassen.
„Kardinalerzbischof“ Es kommt nicht auf irgendeinen zumal hier sogar falschen Sprachgebrauch, sondern
auf fachlich und sachlich zutreffende Formulierung an. Es klingt eher nach krampfhaftem Anschluß an die
Deutsche Spaßgesellschaft, wenn – zumal hauptberufliche – kirchliche Mitarbeiter den Eindruck erwecken,
sich in der eigenen Hierarchie nicht auszukennen. Man stellt unwillkürlich die Frage nach der Zuverlässigkeit
Ihrer sonstigen Veröffentlichungen. Gängig ist „Kardinalerzbischof“ keineswegs: weder in der Kirchenpresse
(z.B. Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, Christ in der Gegenwart, Der christliche Osten) noch in
der profanen Presse (z. B. DIE WELT) kommt er vor. Sollte der Titel von der linken Presse tatsächlich
verwendet werden (mir bisher nicht bekannt), ergibt sich die Frage, ob deren sachlich falscher Sprachgebrauch
Ihnen näher liegt, als der sachlich richtige des kath. Kirchenrechtes.
„Kardinalerzbischof“ Schönborn Haben Sie nun auch das Erzbistum Wien zum Kardinalerzbistum erhoben? Schade
nur, daß die von Ihnen verliehenen Titel niemand anerkennt. Ist das für Sie nicht frustrierend?
„Jugend für dasLeben“ Die Initiative und den Mut von „Jugend für das Leben“ kann man nur lebhaft begrüßen.
Herzlichen Glückwunsch und weiter so! Daß solche Initativen Erfolg haben können, zeigt Ihr Artikel
„Kinderschlachthof am Ende“. Wir Deutschen können nur mit Neid und Hochachtung nach Österreich blicken,
weil unsere Lebensschützer diesen Mut und dieses Durchsetzungsvermögen nicht haben. Man sollte jedoch
prüfen, ob bei einem sowohl taktisch, als auch juristisch geschickterem Vorgehen die genannten unerwünschten
Rechtsfolgen vermeidbar sind. Oft genügt schon eine nur geringfügig geänderte Formulierung, die zur
juristischen Unbedenklichkeit bei unveränderter Öffentlichkeitswirkung führt. Die jungen Leute sollten
sich hier von erfahrenen, in der Sache voll hinter ihnen stehenden Juristen beraten lassen. Auch sollten
unmittelbare Auseinandersetzung mit der Polizei vermieden werde (Straftatbestand: Widerstand gegen die
Statsgewalt!). Die Demonstranten von 1968 halten hier ausreichend taktische Ratschläge zum Vorgehen ohne
Gefahr einer Strafverfolgung bereit. Warum sollte man nicht vom Gegner lernen? Langfristig geht es wohl
nicht ohne den von den 68ern beschrittenen Marsch durch die Institutionen. Hierzu bedarf es allerdings
eines ausreichend großen Netzwerkes Gleichgesinnter.
Initiative für das Leben ich bewundere aufrichtig den hohen Einsatz von „Jugend für das Leben“ und anderer
östereichischer Laien. Herzlichen Glückwunsch! Hiergegen machen unsere deutschen Lebensschützer eher
den Eindruck von Schlafmützen. Hoffentlich unterstützt der Bischof von Innsbruck den Mut und die Initiative
des Chefredakteurs seiner Kirchenzeitung vollumfänglich und ohne Vorbehalt. „Herr, in unserer Schwachheit
mache uns stark, einer lieblosen Welt voller Haß, Zwietracht und Eigennutz kraftvolle und glaubwürdige
Zeugen Deiner alles menschliche Begreifen übersteigenden Liebe und Herzensgüte zu sein!“
Hesychasmus, filioque, ökumenischs Patriarchat Richtig ist nicht „Hesychasmus“, sondern „Hesychia“. Der
Hesychasmus ist die ideologische Ausgabe der Hesychia und war daher nie offiziell anerkannte Lehre der
Kirche, weder im Osten noch im Westen. Die Hesychia – das Jesusgebet: „Herr Jesus Christus, Sohn Gottes,
erbarme Dich über mich Sünder“ geht auf das Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner zurück und ist
in GL 6/1 kurz beschrieben. Es geht hier auch um das paulinische „Betet ohne Unterlaß!“ Die von Ihnen
beschriebene Lehre des Gregor Palamas ist so mißverständlich und überspitzt dargestellt, das eine Richtigstellung
den Rahmen eines Leserbriefes sprengt. Zum Filioque: hier hat sich das Unionskonzil von Ferara-Florenz
auf die Formel geeinigt, daß der Geist vom Vater ausgeht und vom Sohn in die Welt gesendet wird. In ihrem
Ursprung gehen nach Lehre der alten Kirche Sohn und Geist vom Vater aus, der laut griechischer Fassung
des Glaubensbekenntnisses „poetäs“ genannt wird. Hier steckt das lateinische poeta drin, poetäs bedeutet
aber nicht nur Dichter, sondern Begründer, Urheber. Die altspansche Form des Glaubensbekenntnisses lautet
daher: „patrem omnipotentem, factorem caeli et terrae, visibilium et invisibilium omnium conditorem“!
Das Wort „conditorem“ als Übersetzung des griechischen poetäs fehlt in der römischen Fassung. Die Erzbischöfe
von Konstantinpel und Jerusalem sind tatsächlich erst 381 Patriarchen geworden.
„Kardinalerzbischof“ von Washington Seit wann ist Washington Kardinalerzbistum? Machen Sie sich wieder
durch Vergabe selbst geschaffener Titel lächerlich?
Abtreibende Frauen oder abtreibende Mütter? In Ihrem Artikel lese ich erstmalig von abtreibenden Müttern,
Sie orientieren sich damit erfreulicherweise nicht am allgemeinen verharmlosende Sprachgebrauch, der nur
von abtreibenden Frauen spricht und entsprechend von den Männern, die die Frauen zur Abtreibung veranlassen,
statt richtig von Vätern, die die Mütter zu diesem Verbrechen drängen. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem
Mut! Hoffentlich folgen die Lebensrechtsorgsanisationen Ihrem Beispiel! Wer den Sprachgebrauch diktiert,
bestimmt auch das Denken! Wieso Müttern die Entscheidung über Leben und Tod ihrer Kinder zugestanden
wird, Mütter also ihre noch so berechtigten Interessen über die Leichen ihrer ungeborenen Kinder hinweg
verwirklichen dürfen, entzieht sich jeglicher Vernunft.
„Kardinalerzbischof“ Schönborn Der Titel „Kardinalerzbischof“ ist in der römischen Hierarchie völlig
unbekannt. Hierauf habe ich inzwischen in zwei Leserbriefen hingewiesen. Er wird ausschließlich von Ihnen
verliehen. Daß Ihre Titelvorstellungen weder in kirchlichen Verlautbarungen noch in der profanen Presse
aufgegriffen werden, legt den Verdacht nahe, daß man Sie in diesem Punkt, und zwar völlig zu recht,
nicht ernst nimmt, und Sie auch für eine sachlich gebotenen Berichtigung völlig unbelehrbar sind. Das
bedeutet: zumindest in diesem Punkt ist selbst die kirchenferne und sogar kirchenfeindliche Presse papst-
und romtreuer, als Ihre Mitarbeiter von kreuz.net.
Kadinalerzbischof Der ehemalige Erzbischof von Paris ist nicht Kardinalerzbischof, sondern Kardinalpriester!
Kardinalerzbischöfe gibt es überhaupt nicht. Die nächst hörere Stufe über dem Erzbischof ist der
Großerzbischof, eine Stufe der Hierarchie, die von Papst Johannes XXIII nach dem Vorbild der orthodoxen
autonomen Erzbischöfe eingeführt worden ist. Träger dieser Titel sind die Ersthierarchen von Kirchen
„sui iuris“, soweit sie nicht Patriarchen sind, bisher also der griechisch-katholischen Ukrainer (Kardinal
Husar), der Syromalabaren und der Syromalankaren. Die drei Stufen des Kardinalskollegiums sind Kardinaldiakon,
Kardinapriester und Kardinalbischöfe, weitere Stufen gibt es nicht. Sie sollten sich um eine zutreffende,
korrekte Titulatur bemühen, weil sonst der Eindruck fehlender beruflicher Kompetenz besteht, zumal Ihre
Mitarbeiter hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind.
zu Drevermanns Kirchenaustritt Sicher ist es kein Zufall, daß Drevermann ausgerechnet mit Vollendung
seines 65. Lebensjahres aus der Kirche austritt: er behält so die seinen Dienstjahren entsprechende kirchliche
Altersversorgung gemäß § 18 BetrAVG und spart gleichzeitig Kirchensteuer. Er kehrt also der Kirche
den Rücken, deren Versorgungsleistungen er jedoch gerne annimmt, will sich aber nicht an der Finanzierung
seines Versorgungsträgers beteiligen. Ich glaube, dieser Kirchenaustritt hat ganz überwiegend wirtschaftliche
Gründe! Jörg Guttenberger Versicherungsbetriebswirt (DVA)
…Kritiker der Homo-Ideologie Mit solchen Einschüchterungen fängt es an. Die Tendenz ist eindeutig.
Es geht ausschließlich darum, Gegner der 68er Ideologie, deren geistige Exkremente solche Ideologien
sind, mundtod zu machen. Auch die Freigabe der Abtreibung gehört hierhin. Es ist einmalig in der Geschichte,
daß Mütter ihre Kinder straflos abtreiben dürfen und die Tötung des unschuldigen Lebens auch noch
von den Krankenkassen finanziert wird, die so die Vernichtung ihres eigenen Beitragszahler-Nachwuchses
subventionieren und dann über die Überalterung der Gesellschaft klagen, die sie so fleißig unterstützen.
Daß die Gutgläubigen den Sprachgebrauch des nachwuchsfeindlichen Teils der Gesellschaft („abtreibende
Frauen“ statt, wie es richtig heißen müßte: „abtreibende Mütter“ ) übernehmen, zeigt die Schlafmützigkeit
des seriösen Teils der Gesellschaft, auch der Kirchen. Auch die Lebensschutzorganisatonen schlafen hier.
Denn schließlich treiben nicht irgendwelche Frauen irgendwelche Kinder ab, sondern Mütter ihre eigenen
Kinder. Dekandenter geht es kaum. Wer den Sprachgebrauch bestimmt, bestimmt auch das Denken!!!