Jörg Guttenberger, Köln
Erstellt: 22:41:54 | Mittwoch, 14. Dezember 2005
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2.412 Lesermeinungen
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Theologieprofessor gegen Kopftuch
#32   Jörg Guttenberger, Köln   23:12:30 | Donnerstag, 17. August 2006
Kopftuch – Ordestracht
Die Auffassung, die Ordenstracht christlicher klösterlicher Gemeinschaften und das Kopftuch der Moslems seien gleichermaßen Ausdruck religiöser Bekenntnisse, ist schlichtweg falsch!
Bekanntlich werden Ordenstrachten und Priesterkleidung ausschließlich von den entsprechenden Berufsgruppen getragen, ähnlich Kleidung von Richtern, Rechtsanwälten (jedoch nur bei Gerichtsverhandlungen), Soldaten, Polizisten, Post- und Bahnbeamten. Es handelt sich ausschließlich um Berufskleidung.
Das Kopftuch hingegen soll von allen Moslem-Frauen getragen werden und ist damit einzig ein Zeichen religiöser Zugehörigkeit.
Die Auffassung des genannten Priesters entbehrt jeglicher sachlichen Grundllage, denn die genannten Frauen trugen und tragen heute in Rußland in der Kirche einen kleinen, das Gesicht nur ein wenig verhüllenden Schleier, aber keine Ordenstracht. Mann kann und konnte auch in Rußland eine Nonne schon auf den ersten Blick von einer Zivilistin unterscheiden. In Westeuropa war und ist es genauso.
Im Übrigen kommt es hier nicht auf die geschichtliche Entwicklung, sondern alleine auf die heutige Praxis und das heutige Verständnis an.
Daß ausgerechnet ein Priester für das Urtreil Verständnis zeigt, und auch noch mit sachfremder und oberflächlicher Begründung, kann man nur mit höchstem Befremden zur Kenntns nehmen. Dem die Dinge richtig sehenden evangelischen Professor gebührt aufrichtiger Dank.
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#40   Jörg Guttenberger, Köln   22:45:21 | Donnerstag, 17. August 2006
Athanasius II
Es mag ja sein, daß sich die Altkatholiken als Liberale und Antreaktionäre verstehen. Das ändert aber nichts daran, daß sie in Ablehnung von VatI Reaktionäre sind. Daran ändert auch die Abschaffung des Zölibates und andere Entscheidung nichts. Denn auch die getrennten Kirchen haben sich weiter entwickelt, und zwar immer in Ablehnung der die Trennung verursacht habende Entscheidung der Gesamtkirche.
Richtig ist, daß mit dem Unfehlbarkeitsdogma eine lange Entwicklung des Papsttumes im Sinne der Machtentrierung abgeschlossen wurde. Aber diesen letzten Punkt der Entwicklung haben die Altkathiken eben nicht mitgetgragen. Ihr Verständnis der Unfehlbarkeitsdogmas lese ich erstmalig. Vielleicht haben Sie überspritzt formuliert?
Wieso kann man VatI und VatII nicht miteinander vergleichen? Vergleichen bedeutet eben nicht Gleichsetzung, sondern Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden.
Allen Konzilien gemeinsam ist ihre Richtungsweisende Funktion für die Zukunft. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob mit oder ohne Dogma.
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#523   Jörg Guttenberger, Köln   22:17:44 | Donnerstag, 17. August 2006
Aphrodite und andere
Was sind radikale Abtreibungsgegner?
Ist schon radikal wer sich vorbehaltslos am Evangelium orientiert?
Ich habe – unbeschadet des sachlich richtigen Einwandes von DDL, daß die Natur Übergänge von belebter und unbelebter Materie kennt – darauf hingewiesen, daß Leben immer radikal ist: man lebt oder man lebtg nicht. Man lebt nicht nur ein bischen. Innerhalb höherer Lebewesen, wozu die Säugetiere und damit die Menschen gehören, gibt es diesen Übergang nicht.
Pünktchen herzlichen Dank für seine aufrechte und lautere Grundhaltung, die aus dem Inhalt seiner Ausführungen spricht, unabhängig von der Kritik an seiner Methodik von Abtreibungsbefürwortern. Es ist bekannt, daß man schon einmal Kritik an der Argumentationstechnik seines Gegenübers übt, wenn man mit dem Inhalt Probleme hat.
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#27   Jörg Guttenberger, Köln   21:46:48 | Donnerstag, 17. August 2006
„ultrakonservativ“
Ultrakonservativ gibt es nicht.
Konservativ ist die Mitte zwischen progressiv und reaktionär und daher nicht steigerbar. Oder wie wollen Sie die Mitte steigern?
Als reaktionär haben sich die Altkatholiken nach VatI und die Piusbrüder nach VatII erwiesen, weil sie die Fortentwicklung der Tradition nicht mittragen wollten.
So gut wie sämtliche Kirchenspaltungen, vielleicht mit Ausname der Trennung von Alt- und Neurom, sind durch die Reakttionäre wegen Verweigerung der Fortentwicklung der Tradition entstanden.
Die Konservativen sind ja gerade durch Fortentwicklung der Tradition gekennzeichnet, die von den Progressiven völlig abgelehnt wird.
Kreuz.net sollte sich nicht son undifferenziert ausdrücken!
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#501   Jörg Guttenberger, Köln   22:26:47 | Montag, 14. August 2006
Aphrodite, leges…
A: Zur Aktualisierung Ihrer Geographiekenntnisse: Köln liegt nicht in Nord- sondern in Westdeutschland. Noch nie vom rheinischen Humor, Kölner Karneval usw. gehört?
L: Daß Verbote alleine nicht ausreichen, wird in letzter Zeit immer wieder vorgetragen. Gleichwohl sind sie zur Bewußtseinsbildung notwendig.
Das deutsche Beratungsrecht sieht gemäß Rechtsprechung keine Offenbarungspflicht der Schwangeren über die Gründe ihres Abtreibungswunsches vor. Im Gesetz ist diese Entpflichtung noch nicht vorgesehen. Die Schwangere muß sich lediglich über die Hilfemöglichkeiten unterrichten lassen und hat dann Anspruch auf den „Beratungsschein“. Damit wird die Beratung m. E. zur Farce.
Notwendig zu einem erfolgreichen Lebensschutz ist ganz sicher ein Ausbau der Hilfemöglichkeiten. Die Babyklappen sind m. W. auf juristischen Bedenken gestoßen, ob es sie noch gibt, ist mir im Augenblick nicht bekannt. Auf jeden Fall konnte sich unter diesem Gesichtspunkt niemand auf Notstand berufen.
Eine der sehr hilfreichen Organisationen in Deutschland ist die alfa (Aktion Leben für alle).
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#490   Jörg Guttenberger, Köln   16:43:44 | Montag, 14. August 2006
leges… dolus eventualis
Daß er Ihnen reicht, ist schon einmal ein wichtiger Hinweis.
Wenn er für die Öffentlichkeit nicht reicht, ergibt sich die Frage, ob sie überhaupt durch sachliche zwingende Argumente überzeugbar ist. Damit bedarf es aber nicht unbedingt weiterer Argumente (obwohl natürlich gilt: je mehr, je besser), sondern es stellt sich das Problem der öffentlichkeitswirksamen Aufarbeitung ansonsten sachlich zwingender Argumente.
Daß die Abtreibungslobby sich wesentlich erfolgreicher zu verkaufen versteht, als die Abtreibungsgegner, die, so weit erkenntlich, keine ins Gewicht fallende Lobby haben, ist sicher das größte Hindernis für einen angemessenen Lebensschutz für Ungeborene. Das zeigt sich z. B. durch eine gerissene Sentimentalisierung der oft nur angeblichen Not der Schwangeren, wenn in Wirklichkeit der – in solchen Fällen meist uneheliche – Vater die Abtreibung aus wirtschaftlichen Gründen wünscht, entsprechend Druck ausübt und so die eigentliche Ursache des Schwangerschaftkonfliktes ist.
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#487   Jörg Guttenberger, Köln   15:57:40 | Montag, 14. August 2006
leges… dolus eventualis
Ich habe doch mehrfach auf den weltanschauungsunabhängigen dolus eventualis hingewiesen. Warum reicht Ihnen der nicht?
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#55   Jörg Guttenberger, Köln   15:43:18 | Montag, 14. August 2006
ARD-Praxis
Daß Veröffentlichung von dem kirchlichen Dogma entgegengesetzte Auffassungen bei Glaubensverkündern mit Sanktionen belegt werden, ist verständlich. Aber ist die ARD eine Kirche mit einem eigenen Dogmensystem? Sind etwa 68er Ideologie, politische Korrektheit, Feminismus Dogmen, die von ARD-Mitarbeitern ohne Gegenrede anzunehmen sind?
Ich möchte das Geschrei der ARD nicht hören, wenn etwa die r.-k. Kirche genauso verfährt.
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#480   Jörg Guttenberger, Köln   15:32:53 | Montag, 14. August 2006
leges…
Wer beleidigt denn hier? „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt.“
Ich habe doch gestern um 23.07 Uhr und in anderen Beiträgen auf den dolus eventualis hingewiesen. Wieso ist das ein Irrtum?
Der dolus eventualis gilt weltaschauungsunabhängig! Danke an Pünktchen für Ihre bestätigende Stellungnahme.
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#62   Jörg Guttenberger, Köln   15:09:54 | Montag, 14. August 2006
matt vom 13.8., 23.53
Sie schreiben ganz richtig, daß Sie solche Mutmaßungen für pseudowissenschaftlich halten und nicht, daß sie pseudowissenschaftlich sind. Es handelt sich damit um eine ganz persönliche Privatmeinung, die durch das Grundgesetz gedeckt ist und nicht um eine wissenschaftlich begründete Feststellung. Es steht daher nichts entgegen, wenn Sie bei Ihrer Meinung bleiben.
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#52   Jörg Guttenberger, Köln   23:25:42 | Sonntag, 13. August 2006
matt: Interpretation
Für das Bibelverständnis ist wichtig zu wissen, daß die Bibelsprache eine Bildersprache ist, wie wohl noch heute alle orientalischen Sprachen, unsere Sprache ist hingegen seit der Scholastik eine Begriffssprache. Es geht darum, die Bilder angemessen zun deuten. Ein wesentliches Problem (natürlich nicht das Einzige) ist Übersetzung der damaligen Bildersprache in heutige Begriffssprache. Das Bild geht tiefer, als der Begriff, aber der Begriff ist deutlicher, als das Bild.
Beim Schöpfungsbericht, wovon mehrere in der Bibel redaktionel hintereinandergeschaltet sind, ein Weiterer steht in Psalm 104, ist zu fragen, was für Wahrheiten der jeweilige Autor verkünden will. Das bedeutet keinerlei Zweifel an Jungfrauengeburt und Auferstehung, dem Hauptproblem der Rationalisten.
Als Kreationist müssen Sie z. B.die Frage beantworten, wie Sie sich erklären, daß der Mensch eine ganze Reihe von zurückgebildeten Tierischen in seinem Körper mitschleppt. Z. B. ist die menschliche Hand eindeutig der Rest einer Fischflosse, wie wir bereits im Biologieunterricht vor über 40 Jahren gelernt haben. Woher kommt der für den Menschen völlig überflüssige Blinddarm? usw. usw.
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#461   Jörg Guttenberger, Köln   23:07:46 | Sonntag, 13. August 2006
leges…: Beginn des Lebens
Die einzige Wissenschaft, die m. W. (diese Einschränkung, weil ich weder Theologe noch Naturwissenschaftler bin) ist die Biologie als Lehre des Lebens. Medizin ist im Wesentlichen Anwendung biologischer ( und chemischer) Erkenntnisse.
Alle anderen Wissenschaten (Jura, Theologie) nehmen im Wesentlichen hinsichtlich Beginn menschlichen Lebens die biologischen Erkenntnisse auf. Hier hat DDL, ansonsten anderer Meinung als ich, genauer formuliert.
Wegen bisher unbewiesenem späteren Beginn unseres Menschseine – ich wiederhole mich hier – , ist das Embryo von der Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle zur Vermeidung eines dolus eventualis uneingeschränkt zu schützen.
Seele ist lebensbewirkendes Prinzip. Der Mensch hat eine unsterbliche Geistseele, das Tier eine sensitive Seele und die Pflanze eine vegetative Seele.
Es wäre also zur Lebensschutzverweigerung der Beweis anzutreten, daß die unsterbliche Geistseele nicht ab Verschmelzung beider Zellen da ist, sondern erst später hinzukommt. Das ist zwar wegen der naturwissenschatlichen Unbeweisbarkeit der unsterblichen Geistseele eine über biologische Erkenntnismöglichkeit hinausgehende theologische Frage. Aber auch Nichttheologen müssen zumindest zugeben, daß diese Disziplin Erkenntnisse liefert.
Idealwissenschaftliche Erkenntnisse sind nicht unbedingt realwissenschaftlich beweisbar.
Ich verweise noch einmal auf meine Auseinandersetzung mit DDL über wirtschaftliche Nutzen- und Schadenträger von Geburt und Abtreibung.
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#50   Jörg Guttenberger, Köln   22:35:04 | Sonntag, 13. August 2006
matt: Hölle
Nicht, wer das Böse haßt, ist ausgeschlossen, sondern wer dasBöse tut, d. h. als Grundhaltung Haß, Hochmut und die anderen HAuptsünden.
Haß ist getrennt sein von Gott und darum Hölle!
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#46   Jörg Guttenberger, Köln   19:29:07 | Sonntag, 13. August 2006
matt, Aphrodite
Aphrodite: Natürlich sind Himmel und Hölle kein Ort, sondern ein Zustand (lat. caelum, engl. heaven und nicht firmamentum bzw. sky!). „Vater unser im Himmel“ besagt, doch, da Gott in uns lebt, daß wir auch den Himmel (oder, wenn statt Liebe Haß in uns lebt, statt dessen die Hölle) in uns tragen.
zu Matt: wer in der Sünde bis zum Tode ausharrt und damit unwiderruflich seine Abneigung gegen Gott bekundet, weil er z. B. statt Liebe Haß in sich trägt, kommt nicht in die Hölle, sondern er ist bereits Hölle! Eine andere Möglichkeit hat Gott nicht, weil er den freien Willen des Menschen mehr achtet, als wir alle und niemanden zu seinem Glück zwingt.
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#38   Jörg Guttenberger, Köln   16:14:21 | Sonntag, 13. August 2006
Matt: Toleranz
Das überzeugenste Beispiel von Toleranz gibt uns Gott selbst: er liebt den (noch so ärgsten) Sünder, haßt aber die Sünde!
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#31   Jörg Guttenberger, Köln   00:46:43 | Sonntag, 13. August 2006
Bernardin
Woher wollen Sie wissen, daß der Graf von Galen sich diesen Namen nur für dieses Forum zugelegt hat, in Wirklichkeit aber einen anderen bürgerlichen Namen führt? Ich habe an anderer Stelle schon einmal das Hinterherspekulieren nach der Identität eines Forumteilnehmers beanstandet.
Ihre beanstandeten Umgangsformen erschwehren eine (hier dem Grafen) entgegengesetzte Stellungnahme, weil ich verständlicherweise verhindern möchte, auch mit dem Umgagnsformen seiner Gegenseite identifiziert zu werden. Dadurch konnte ich zu einem anderen Thema längere Zeit nicht an den Auseinandersetzungen teilnehmen.
Was haben Sie grundsätzlich gegen den Adel? Es handelt sich um eine informelle gesellschaftsrelevanten Gruppe, informell, weil er formell nach 1918 abgeschafft wurde, der Titel wurde zum Bestandteil des bürgerlichen Namens.
Die Grüße an St. Apostel richte ich morgen gerne aus.
Einen gesegneten Sonntag
J.G.
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#29   Jörg Guttenberger, Köln   00:06:35 | Sonntag, 13. August 2006
Bernardin, Graf von Galen
B: Bitte gegenüber entgegengesetzten Meinungsäußerungen denselben Respekt, den auch Sie zu recht beanspruchen! Zum „Du“: Vertrauen, nicht Vertraulichkeit sollte die Grundlage zwischenmenschlicher Beziehungen sein, meinen Sie nicht auch, Bernardin?
G: Ihre Zeitkritik teile ich. Gerade der Fall Eva Hermann bestätigt Ihre Ausführungen bezüglich Meinungsfreiheit. Nur, sieht es in den heutigen Monarchien (England, Belgien usw.) besser aus, als in den benachbarten Demokratien?
Die Frage ist doch, ob ein Monarch als solcher mehr Möglichkeiten hat, als ein Staats- bzw. Bundespräsident, abgesehen davon, ob er von vornherein ein besserer Mensch mit der dazu gehörenden höheren Motivation ist.
Eine weitere Frage ergibt sich aus der Verfassung: hier werden die Vollmachten des Staatsoberhauptes staatsformunabhängig geregelt. Der schwedische König hat, soweit bekannt, überhaupt keine ins Gewicht fallenden verfassungsgemäßen Möglichkeiten.
Das heutige Problem scheint mir, wie schon mehrfach ausführlich beschrieben, die 68er Ideologie mit der von ihr verordneten politischen Korrektheit. Gerade deren Anhänger wollen aber unsere Probleme mit rein organisatorischen Mitteln lösen, was bereits von Karl Steinbuch, nach unserer heutigen Erfahrung sicher zu recht, beanstandet worden ist.
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#25   Jörg Guttenberger, Köln   23:10:00 | Samstag, 12. August 2006
Matt: Demokratie
Nirgendwo kann man als Christ so gut leben, wie in einem ordnungsgemäß funktionierenden demokratischen Rechtstaat! Schließlich sind wir zur Freihei berufen (Gal. 5,13) und nicht zu preußischem Marschtrittchristentum! Unsere Aufgabe ist, uns in aller Freiheit für Gott zu entscheiden und nicht von einer Scheintheokratie unter Brechung jeglichen Widerstandes in den Himmel karren zu lassen!
Daß Ehebruch der Zeitvertreib des damals regierenden Adels war, wissen wir.
Daß geistliche Fürsten die größten Aussauger waren, stimmt so nicht. Woher kommt denn das Wort „Unterm Krummstab ist gut leben“?
Mit „donum vitae“ habe ich allerdings, wie sich aus meinen bisherigen Ausführungen zu diesem Thema an anderen Stelllen ergibt, nichts im Sinn.
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#450   Jörg Guttenberger, Köln   22:37:37 | Samstag, 12. August 2006
Pünktchen, DDL
P: Festzuhalten bleibt, Abtreibung gehört bisher unwidersprochen zu den brutalsten Durchsetzungsformen eigener Interessen zulasten völlig Wehrloser. Herzlichen Dank für diese und weitere Zustimmung!
DDL: Abtreibungsverbot ausschließlich für Katholiken führt zu grundgesetzwidriger lebensschutzrechtlichen Schlechterstellung evangelischer, liberaler, sozilistischer und sonstiger Föten und verstößt damit gegen das Diskriminierungsverbot. Ein nicht uninteressanter Vorschlag eines Atheisten (die Polemik habe ich natürlich verstanden).
Daß der Vater das Kind im Gegensatz zur Mutter will, kommt, wie Sie richtig bemerken vor. Wegen Fehlens erkennbarer wirtschaftlicher Gesichtspunkte habe ich den Fall nicht erwähnt.
Hinsichtlich wirtschaftlichen Nutzens von Abtreibung sind noch die psycotherapeutischen Praxen zu erwähnen. Nach Abtreibung besteht sicher mehr Therapiebedarf, als nach erfolgreicher Geburt.
Sicher ist der volkswirtschaftliche Nutzen von Geburten größer, als von Abtreibungen. Nur haben die Abtreibunbsprofiteure die erfolgreichere Lobby und die politische Korrektheit hinter sich. Bekanntlich ist auf dem Markt geschicktere Verkaufstechnik erfolgreicher, als bessere Wahre.
Milupa und andere geburtsrelevante Wahren- und Dienstleistungsanbieter können sich schon wegen Verstoßes gegen die politische Korrektheit keine öffentliche, das eigene Geschäftsergebnis fördernde Stellungnahme gegen Abtreibung leisten: es wäre wirtschaftlicher Selbstmord.
Gesegneten Sonntag!
JG
Redaktion benachrichtigen „Kippten Feministen sie aus der Tagesschau?“
#8   Jörg Guttenberger, Köln   20:36:00 | Samstag, 12. August 2006
Frau Hermann
Zunächst volle Zustimmung für Herrn Corvisier!
Sodann: Gilt das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht für Mitarbeiter der ARD? Versteht sich die ARD als Tendenzbetrieb mit denselben Rechten, wie Kirchen und Gewerkschaften? Man wir ja noch fragen dürfen!
Redaktion benachrichtigen Die deutsche Wikipedia leistet ihren Offenbarungseid
#67   Jörg Guttenberger, Köln   15:52:33 | Samstag, 12. August 2006
Deusexmachina
Zunächst ist Ihre Betonung wichtig, daß es Wikipedia kein Forum, sondern um eine Enzyklopädie ist.
Wenn beide Programme – wenn auch aus noch so verständlichen Gründen – zensieren, sollte man sich das nicht so undifferenziert gegenseitig vorwerfen.
Kreuz.net ist nach eigener Aussage ein von hauptberuflichen Mitarbeitern der r.-k. Kirche getragenes Forum. Die dort geübte Tolleranz wird schon dadurch ersichtlich, daß auch kirchenfeindliche Beiträge zugelassen werden, sofern sie nicht allzu sehr gegen Anstand und gute Sitten verstoßen. Den Umgangston der Formsteilnemer habe ich meinungsunabhängig mehrfach beanstandet, wie Sie wissen. Warum soll die r.-k. Kirche oder ihre Mitglieder kein eigenes Forum zur Veröffentlichung ihrer Ansichten eröffnen, unbeschadet der Leser, anderer Meinung zu sein und diese andere Meinung auch zu veröffentlichen? Meine Konservative Nichtübereinstimmung mit Fundamentalisten und reaktionären Pius-Brüdern habe ich mehrfach sanktionfolgenlos bekundet.
Auf den offenbaren Haß, der aus manchen Beiträgen (Beispiele sind zitiert) gehen Sie nicht ein. Ich gebe allerdings aus eigener Efahrung zu: man hat beim Schreiben den Artkel, um den es geht, nicht vor sich und vergißt daher gelegentlich.
Zur Glaubensfrage an Gott darf ich an unseren Austausch an anderer Stelle erinnern. Daß Sie nicht glauben, weiß ich natürlich.
Einen erholsamen Sonntag wünscht Ihnen
J.G.
Redaktion benachrichtigen Die Muttergottes hat zugeschlagen
#33   Jörg Guttenberger, Köln   22:39:40 | Freitag, 11. August 2006
Dr. Carlo Regazzoni
Was ist Denzinger 3116?
Redaktion benachrichtigen Die deutsche Wikipedia leistet ihren Offenbarungseid
#65   Jörg Guttenberger, Köln   22:23:05 | Freitag, 11. August 2006
Wikipedia
Aus einigen Beiträgen, so z. B. LocFthyr (9.8., 11.46 Uhr), Exbochumer (9.8., 12.12 Uhr und 13.04 Uhr), wi-bi (9.8., 12.25 Uhr): „christliche Wahnvorstellungen“(!) spricht unbändiger Haß. Wie aus den Beiträgen ersichtlich, gibt es in Wikipedia genauso Sperrungen und Zensuren, wie bei kreuz.net!
Zwischen der Bereitschaft zur Verächtlichmachung und Haß einerseits und dem Umfang des geistigen Horizontes der Verächtlichmacher bzw. Haßer andererseits gibt es bekanntlich eine starke negative Korrelation! Manche betrachten offenbar das Anderssein schon als persönlichen Angriff!
Im Übrigen steht in der Nachfolge Christi: Wie einer selbst ist, so denkt er über Andere und Anderes“.
Damit erlauben die betreffenden Autoren einen weit umfassenderen Blick in ihr inneres Menschsein, alls ihnen lieb sein kann.
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#433   Jörg Guttenberger, Köln   21:47:12 | Freitag, 11. August 2006
Zu den biherigen Stellngnahmen
Stellen wir doch die Frage, wem Abtreibung nutzt bzw. schadet. Nutzen hat auf jeden Fall der uneheliche Vater, weil er um seine Unterhaltspflicht herumkommt. Nutzen haben u. U. beide Elternteile aus wirtschaftlichen Gründen. Nutzen haben Paare (oft nur ad-hoc-Paare!) die sich auf bequeme Weise zu Lasten des völlig unschuldigen Ungeborenen den unerwünschten Folgen ihrer Lust entziehen. Nutzen hat der abtreibende Arzt wegen Verbesserung des Geschäftsergebnisses. Befürwortung von Abtreibung (Unschuldiger) und Ablehnung der Todesstrafe (für Schuldige) scheint mir inkonsequent. Ich bin gegen Beides.
Schaden hat das Ungeborene, über dessen Lebensrecht hinweg Andere ihre u. U. verständlichen, aber im Verhältnis zum Lebensrecht des Ungeborenen eindeutig nachgeordneten Interessen verwirklichen. Über Interessen Wehrloser läßt es sich bequem hinweggehen. Schaden hat die Mutter wegen der bekannten, aber in der Abtreibungsausensandersetzung unfairerweise so gut wie völlig verschwiegenen seelischen Probleme als Folge der Abtreibung. Die Natur läßt sich eben nicht ins Handwerk pfuschen, da brauchen wir Gott garnicht erst zu bemühen!
Praktiziert Sexualität ist Begegnung, und zwar in Würde. Hier müssen sich die Befürworter eines hemmungslosen Genusses fragen, wie sie es mit der eigenen Menschenwürde und der ihres Partners halten. Die Ausdrücke „vernaschen“, „annaschen“ usw. sprechen eine überdeutliche Sprache!
Diese Punkte sind, soweit von mir verfolgt, bisher nicht angesprochen.
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#381   Jörg Guttenberger, Köln   23:11:44 | Donnerstag, 10. August 2006
DDL: Fortsetzung
Angst kommt auch sprachlich von Enge. Es geht jedoch um Weite: „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“ sagt der Apostelschüler Ignatius von Antiochien. Katholisch ist hier nicht im Sinne von r.-k. zu verstehen, sondern als die eine, aber gespaltene von Christus gegründeten Kirche. Katholizität meint Weite, allumfassend!
Wir alle haben jedoch unsere Grenzen. Bei Rationalisten liegen die Grenzen da, wo rationale Fassbarkeit endet. Gott ist zwar mit der Vernunft erkennbar, aber rational nicht beweisbar. In seiner Allmacht hätte er sich durchaus wissenschaftlicher Beweisbarkeit öffnen können. Laut 1 Joh. 16b ist er aber die Liebe und will daher in Liebe erkannt werden. D. h., immer, wenn wir wirkliche, echte Liebe spüren, erleben wir Gott, und wenn wir vorbehaltslos lieben, machen wir Gott erfahrbar!
Gott handelt also aus Liebe, anders ausgedrückt, primärmotiviert. Wir sind als sein Ebenbild erschaffen und berufen, diese Ebenbildlichkeit in uns zu verwirklichen. Wir werden umso mehr Ebenbilder Gottes, als wir gleich ihm aus Liebe = primärmotiviert handeln.
Liebe ist ein Weg, vielleicht der einzige überhaupt, unsere Grenzen zu überwinden, denn Liebe ist gleich Gott grenzenlos, kennt keine Grenzen, ist Weite, allumfassend, meint jeden Einzelnen von uns ganz persönlich!
Ich wünsche Ihnen (und uns allen) viele solcher Erfahrungen, wie Sie sie durch Abt Wigbert laut Ihrem früheren Bericht schon gemacht haben.
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#333   Jörg Guttenberger, Köln   00:41:05 | Donnerstag, 10. August 2006
Bernhardin, leges… DDL
B.:Ist das alles, was Sie zu bemerken haben ?
L.: Ist Ihr Formulierungsvorschlag wirklich eindeutiger? Wenn ich sage, daß Köln am Rhein liegt, meint das doch dasselbe, wie wenn ich sage, Köln liegt am Rhein.
DDL.:Es geht also um Wachstum, ähnlich dem im Evangelium genannten Sauerteig, der auch so nach und nach den Teig durchsäuert, nicht jedoch um Umkrempeln!
Es geht aber nicht nur m Integration, sondern um Durchdringung. Kirche und Welt durchdringt einander, ähnlich, wie zwei ernsthafte Gesprächspartner sich gegenseitig mir ihren Gedanken durchdringen und im Idealfall zu neuen Erkenntnissen gelangen, wie ich jetzt mit diesen Vergleichen.
Die Kirche ist sogar so weit gegangen, sich der Welt ganz vorbehaltslos zu öffenen (abgesehen von der Abschottung zwischen Aufklärung bis VatII). Das hatte freilich auch Nachteile, denn Jesus Christus hat seine Öffnng mit dem Leben bezahlt, ist aber, und damit haben inner- und außerkirchliche Rationalisten ihre Probleme, nach 3 Tagen von den Toten auferstanden und hat somit das Böse überwunden. Darum brauchen wir gläubige Menschen keine Angst zu haben. Angst kommt auch sprachlich von Enge.
Verstehen Sie meine Ausführungen bitte nicht im Sinne einer Gleichsetzhung von kirchenkritischen Bemerkungen mit dem Bösen. Es geht vielmehr darum daß Jesus Christus und die Kirche sogar so weit gehen, sich selbtst vom Bösen durchdringen zu lassen im Sinne des Gleichnisses vom Unkraut und Weizen: erst bei der Ernte wird getrennt. Fortsetzung folgt
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#80   Jörg Guttenberger, Köln   23:33:58 | Mittwoch, 9. August 2006
Graf von Galen: VatII
Die geistliche Kraft der Kirche ist zwar größer, als die der Welt, wie Sie richtig schreiben, weil wie selbst von Kommunisten(!) zugegeben wurde, die Liebe der Christen die größte Kraft ist, die es überhaupt gibt, doch zum Glück wüßten das die Christen nicht. – Zugleich ist aber die Liebe auch am verletztlichsten!
Erinnern Sie sich noch an den Film „Das Schweigen“ und einen anderen Sexfilm der um 1964 herauskam, als es noch keine Veröffentlichung bzw. Inkraftsetzung von Konzilsbeschlüssen gab? Die „Frankfurter Schule“ unseligen Angedenkens, die als geistige Grundlage der 68er gilt, hat m. W. bereits kurz nach dem Krieg ihre zersetzenden Ideen veröffentlicht.
M. E., und da stimme ich Ihnen zu, sind die 68er Ideologien die Dornen, unter die die Saat des Konzils gefallen ist und die diese Saat „rechtzeitig“ so erstickt haben, daß heute die Früchte der Dornen mit denen des Konzils verwechselt werden, s. einen meiner früheren Beiträge.
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#330   Jörg Guttenberger, Köln   23:12:13 | Mittwoch, 9. August 2006
zu verschiedenen Beiträgen:
leges…: ich habe nicht Ihren Beitrag vom 7.8., 22.45, sondern Pünktchens Zitat vom 7.8., 17.31, erwähnt. Dort heißt es, „…daß es sich um Mord handelt“, also Indikativ. JPII spricht hier sowohl als Papst, als auch als Moraltheologe.
Ganz persönlich: DDL bzw. deusexmachina ist nicht Tossaint! Der Name taucht weder in Wiesbaden, noch mit dem genannten Vornamen im gesamtdeutschen Telefonbuch auf. Nach meiner Erinnerung lebt DDL in Bayern. Wir sind aber hier kein Spekulations- oder Spionageforum, sondern ein Diskussionsforum. „Wie einer selbst ist, so denkt er über andere und Anderes“, so in der „Nachfolge Christi“. D. h., wer von Anderen negativ denkt, hat auch selbst starke Veranlagung zum Negatven. Genauso, wie ein schlechter Baum keine guten Früchte bringt, bringt negatives Denken auch keine guten Taten.
DDL am 5.8., am 5.8.,6.57 Uhr: Sie schreiben richtig, „das steckt tief drin, ist Teil der Persönlichkeit“. Jeder bewußt lebende Christ kehrt sich ständig von Gott ab und bekehrt sich wieder zu ihm, findet sich also im verlorenen Sohn des Evangelums wieder. Mit Ihrem Satz sprechen Sie aber etwas Anderes an: es geht um Integration! Wie weit können Sie das Denken des Evangelium in Ihre Welt integrieren, wieweit kann die Kirche Ihr Denken integrieren! In heute kaum noch vorstellbarer Souveränität hat die abendländische Kirche das ganze heidnische Denksystem des Aristhoteles integriert! Es geht um ein Hineinwachsen, Zusammenwachsen! Wachstum braucht Zeit! Forts. folgt
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#78   Jörg Guttenberger, Köln   22:40:26 | Mittwoch, 9. August 2006
stat crux
„Den Kulturbruch der Folgejahre hätte die Kirche sowieso durchstehen müssen“ Diesen Satz sollten sich die Konzilsverächter (Pius-X-Brüder, Sedisvakantisten usw.) einmal Herzen nehmen!
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#256   Jörg Guttenberger, Köln   21:51:14 | Montag, 7. August 2006
Abtreibung – Mord
Pünktchen, herzlichen Dank für Ihre weiteren Ausführungen, die das bisherige noch unerstreichen. Hierdurch – das gehört allerdings nicht zum Thema – wird auch die Königsteiner Erklärung infrage gestellt. Aßerdem bekomme ich so dankenswererweise eine Möglichkeit, meine Antwort an leges… um Ausführungen in Sachen Textkritik zu ergänzen:
Es heißt ausdrücklich: „wenn man erkennt, daß es sich um Mord handelt“ (also Indikativ) und nicht „handele“ also Konjunktiv.
Beispiel: Ich behaupte, ein Kunstsachverständiger erweist sich als fachkundig, wenn er erkennt, daß es sich bei Venedig um eine schöne Stadt handelt. Damit sage ich ganz klar, daß Venedig eine schöne Stadt ist, also Indikativ. Bei der Behauptung, ein Kunstsachverständiger erweist sich dadurch als fachunkundig, wenn er erkennt, daß es sich bei Venedig um häßliche Stadt handele, identifiziere ich mich nicht mit der Aussage über Venedig, also Konjunktiv.
Damit ist die Textinterpretation von Pünktchen ricntig!
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#3   Jörg Guttenberger, Köln   20:47:26 | Montag, 7. August 2006
Athanasius II: Bischöfinnen
Haben Sie Belege, daß mit dem hl. Stuhl in voller gemeinschaft lebende Bischöfe Frauen geweiht haben?
Ich habe mir gleich gedacht, daß der erneute Abgang Milingos auf Lieblosigkeiten seiner „Amts“-Brüder zurückgeht.
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#76   Jörg Guttenberger, Köln   20:29:10 | Montag, 7. August 2006
Gotthard
Herzlichen Dank für den schönen Text!
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#254   Jörg Guttenberger, Köln   20:03:24 | Montag, 7. August 2006
@leges… Abtreibung
Pünktchen hat hier 2 Verlautbarungen von JPII zitiert, in denen Abtreibung „Mord“ genannt wird. Er gibt hier die offizielle Lehrmeinung der Kirche wieder, zumal er als Moraltheologe, wie Pünktchen feststellt, hierzu auch von seiner Ausbildung her eine berufliche Qualifikation besitzt. Wenn das kein Beleg ist…
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#74   Jörg Guttenberger, Köln   19:50:06 | Montag, 7. August 2006
stat crux: Opfer
Am eindeutigsten scheint mir immer noch die Definition des Konzils von Trient, nach der alle bisher gefeierten und in Gegenwart und Zukunft gefeierten Liturgien eine einzige Liturgie sind, nämlich Vergegenwärtigung des Geschehens im Abendmahlssaal. Damit wird der Zelebrant zur lebenden Ikone Christi, besonders eindrucksvoll bei Zelebration versus populum.
Meist wird übersehen, daß christliches Gedächtnis eben nicht Zurückversetzung in die Vergangenheit bedeutet, sondern die Vergangenheit in die Gegenwart geholt wird. Das ist ein grundlegender Unterschied.
Die byzantinische Liturgie geht noch weiter, in dem sie auch die himmlische Liturgie in dieselbe Gegenwart holt, singt sie doch im zum Ordinarium gehörenden Offertorium (Großer Einzug): „Wir stellen auf geheimnisvolle Weise die Cherubim dar und singen der lebenspendenden Dreieinigkeit den Lobgesang des Dreimal-Heilig. Laßt uns jede irdische Sorge ablegen!“
Das „wir“ bedeutet die konkrete Gottesdienstgemeinde. Die Herbeiholung des Himmlischen ist sogar ganz ausdrücklich! Vergangenheit und Zukunft begegnen sich in der Gegenwart!
Damit scheint mir die Antwort auf die Frage des Opfercharakters dem Messe ziemlich eindeutig. Hinzuzufügen ist, daß allzu scharfe Analyse des Transzendenten leicht zur Häresie führt, wie z. B. die Anwendung des Universalienstreites auf die hl. Dreifaltigkeit gezeigt hat.
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#246   Jörg Guttenberger, Köln   19:03:58 | Montag, 7. August 2006
@…Piroschka: Abtreibung, Mord
Unterschiedliche Wertung von Abtreibung in Moraltheologie und deutschem Strafrecht sind noch nicht grundsätzlich zu beanstanden, weil das deutsche Strafrecht älter ist, als die Abtreibunbsdebatte. Letztere war daher m. W. nicht ursächlich für die gesonderten strafrechtliche Regelung der Abtreibung.
Wichtig ist der von Pünktchen erbrachte Beleg, wonach Abtreibung moraltheologisch Mord ist. Damit sind diejenigen Forumsteilnehmer gerechtfertigt, die so argmentieren. Hierfür herzlichen Dank an Pünktchen. (Stammen die Beiträge unter „Jawohl“ auch von Ihnen, s. 5.8.)?
…Piroschka behauptet nur, bringt aber keine Belege!
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#233   Jörg Guttenberger, Köln   17:21:05 | Montag, 7. August 2006
@Pünktche : Abtreibung – Mord
Sie schreiben, in kirchlichen Verlautbarungen werde Abtreibung „Mord“ genannt. Im von Ihnen verlinkten Dkument ist nicht von Mord, sondern von einem verabscheuungswürdigen Verbrechen die Rede, wie auch mir bis jetzt bekannt. Oder habe ich etwas überlesen?
Nach dem deutschen Strafrecht ist Abtreibung kein Mord, sondern – wohl mit Rücksicht auf mögliche, aber nicht beabsichtigte Unvorsichtigkeiten der Mutter, wie wir in einem anderen Beitrag lesen – ein eigens geregelter Straftatbestand. Interessant wäre, wenn die Kirche das tatsächlich anders sieht.
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#72   Jörg Guttenberger, Köln   17:03:06 | Montag, 7. August 2006
Graf von Galen
Es stimmt leider, daß das Wort „Hokuspokus“ eine Verballhornung von „Hoc est enim Corpus meum“ ist. Dieser Hinweis hat sicher nichts mit Ehrfurchtslosigkeit zun tun. Das wäre erst dann der Fall, wenn man, was ferne sei, die hl. Messe oder die hl. Wandlung so nennen würde.
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#69   Jörg Guttenberger, Köln   16:47:04 | Montag, 7. August 2006
@stat crux: mysterium fidei
stand schon im „alten“ Schott: „Hic es enim Calix Sanguis mei, novi et aeterni testamenti: mysterium fidei: qui pro vobis et pro multis effundetur in remissionem peccatorum!“
Es handelt sich nur um eine Wortumstellung. Sofern ein Diakon assistiert, wird das „mysterium fidei“ Ihren Vorstellungen entsprechend, von ihm gesungen bzw. gesprochen.
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#227   Jörg Guttenberger, Köln   22:57:10 | Sonntag, 6. August 2006
Jawohl, DDL, Pünktchen
Fundamentalismus, Modernismus, Relativismus usw. sind Ideologien, und wie alle Ideologien, mit jeglicher Katholizität absolut unvereinbar. Fundamentalisten meinen, bei Gegenssätzen von Naturwissenschaft und Glaube gelte von vornherein die Aussage des kichlichen Lehramtes, Vat2 lehnt diese Auffassung ausdrücklich ab.
Daß der Mensch fliegen kann, galt lange ebenfalls als „Fantasy“. Also bitte Vorsicht, DDL, mit solchen Urteilen.
Zuzugeben sind mitunter erhebliche Schwierigkeiten einseitig rationalen Denkens mit Religion; ohne gleichzeitig verknüpfendes Denken tut man sich oft schwer. Auch unser Gespräch, DDL, geht nur, weil einer von uns auch verknüpfend denkt, denn analytisches Denken sieht das Trennende, verknüpfendes Denken das Gemeinsame! Ablehnung von Religion aus reiner Vernunft scheint mir mehr, als überspitzt.
Die Auseinandersetzung zwischen DDL und Pünktchen kann nicht klappen, weil beide ohne gemeinsame Grundlage rein rational argumentieren, also nur das Trennende sehen.
Stockkonservativ gibt es, wie mehrfach bemerkt, nicht, weil konservativ die Mitte zwischen progressiv und reaktionär ist. Mitte ist nicht steigerbar.
Erzkatholisch – was ist das? „Katholisch“ geht weit über das hinaus, was wir in der Schule gelernt haben! Katholizität ohne Ökumene geht nicht!
Wer inhaltliches Interesse hat, kann den Verantwortlichen von Teilhard-Forum, Herrn Dr. med. Ebersberger (L.Ebersberger@t-online.de) oder andere dort angegebene Adressen gerne anmeilen.
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#177   Jörg Guttenberger, Köln   23:33:15 | Freitag, 4. August 2006
DDL: Pünktchen
Solche Auseinandersetzungen sind manchmal, und so auch in diesem Fall, ohne den menschlichen Hinergrund nicht verstehbar.
Die übrigen Formsteilnehmer haben siche kein Interesse an allzu persönlichen Auseinandersetzungen, die sachlich nichts bringen und zu allem Überfluß auch noch die Psychologie bemühen. Daher scheint es mir am besten, wenn Sie (DDL und Pünktchen) wechselseitig nicht aufeinander reagieren.
Vielleicht wäre es besser, wenn Sie den Namen Ihrer Homepage zur Vermeidung von überflüssigen Verwechselungen ändern.
Sofern Sie es sind, der die Forumsteilnehmer als Fundis vernglimpft, bin ich doch einigermaßen befremdet. Mitgliedschaft in der Gesellschaft Teilhard de Chardin (www.teilhard.de) und Fundamentalismus schließen sich gegenseitig aus.
Ich veröffentliche unter meinem bürgerlichen Namen
Eine angenehme Nachtruhe zur Beruhigung der Gemüter wünscht uns allen
J.G.
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#175   Jörg Guttenberger, Köln   22:41:01 | Freitag, 4. August 2006
bonjour
Dann können Sie sich gleich mitmelden!
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#171   Jörg Guttenberger, Köln   21:15:52 | Freitag, 4. August 2006
Sehr geehrtes Pünktchen,
verständlicherweise habe ich den Gesprächsverlauf mehr inhaltlich, als personenbezogen verfolgt, wobei mir allerdings eine starke gegenseitige Abneigung zwischen Ihnen und DDL aufgefallen ist.
DDL lebt nach eigener Aussage trauscheinlos zusammen. Sie sind, soweit erkennbar, ein junger Mann, dem Lauterkeit, tiefe Gläubigkeit, Standhaftigkeit im Guten, die Fähigkeit klar und tief zu denken, verbunden mit einem starken Rückgrad statt nur einer Wirbelsäule Entscheidendes bedeuten. Es ist ganz klar, daß sie unter diesen Umständen bei anders Denkenden, wie in diesem Fall, auf mehr oder weniger starke Ablehnung stoßen, weil man die Richtigkeit Ihrer Grundhaltung in tiefster Seele zumindest unbewußt erkennt und sich deshalb verunsichert fühlt.
Es dürfte daher für beide Seiten besser sein, wenn Sie auf Beiträge von DDL nicht mehr eingehen, sondern ihn bei unmittelbarer persönlicher Ansprache an sein Versprechen erinnern, Sie nicht mehr persönlich anzuschreiben.
Ansonsten ist es, wenn man eine Meinung, die man zwar nicht teilt, sie aber mangels Wissen nicht widerlegen kann, u. U. möglich, sie durch geziehlte Fragen ad absurdum zu führen. Der Beitrag eines Alt68er ist hier hoch interessant. Ich habe ihn mir kopiert.
Gruß us Kölle
Ihr Jörg Guttenberger
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#166   Jörg Guttenberger, Köln   20:11:57 | Freitag, 4. August 2006
Maurice Coursier: DDL
Der Internet-Auftritt ist eher langweilig, es sei denn man ist an der Firma Eudemia bw. deren Angebot interessiert, das ich aber nur oberflächlich studiert habe. Es sind EDV-Angebote darunter. Was die Skulptur eines nackten Mannes soll, verstehe ich auch nicht; möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit entsprechenden altgriechischen Vorbildern, der Name „Eudemia“ ist solchen Ursprungs.
Der Name Frank-Dominique Toussaint gehört offenbar zu einem verstorbenen Afrikaner.
Es bleibt allerdings festzuhalten, daß Kreuz.net dort als Fundi-Forum denunziert wird. Die Unhaltbarkeit dieses Vorwurfs bedarf wohl keiner Erwähnung.
Unabhängig davon meine ich grundsätzlich, man solle auf Gesprächsbeiträge sachlich freundlich reagieren. Schließlich sind wir Christen und keine Ideologen. Christus hat unter uns gelebt und gezeigt, wie man lebt. Das Evangelium gibt genügend Hinweise. Den Fundi-Vorwurf sollten wir nicht durch unser Verhalten bestätigen.
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#163   Jörg Guttenberger, Köln   18:40:45 | Freitag, 4. August 2006
Unsere bisherigen Beiträge
haben sich mehrfach gekreuzt, so daß eine Auseinandersetzung schwierig wurde.
Pünktchen: mein Name ist Guttenberger und nicht Guggenberger! Haben Sie etws mit Dr. Tröger zu tuen? Der hat unseren Namen auch so verballhornt.
Als Zweitnamen führen Sie nach eigener Angabe Domenico Tuttisanti. Das ist die italienische Form von Dominique Toussaint. Zufall? Die französiche Form steht nicht im Telefonbuch.
Pünktchen, DDL: Es ist hier nicht unsere Aufgabe, andere Auffassungen zu psychologisieren, wir kommen dann in zu enge Nachbarschaft zur Ideologie. DDL ist nach meiner Erfahrung an einer sachlichen Auseinandersetzung interessiert. Wenn sich auch hinter Rationalität häufig unaussprechbare Probleme verbergen, ist das noch lange nicht immer so. Unsere Aufgabe kann hier nur sein, jedem möglichst verständnisvoll zu begegnen, d. h., sachlich antworten.
23Hansl: Unter Berücksichtigung Ihrer Ausführungen haben Priester schon vor 1968 über rückläufige Zahlen unberührten Ehebeginns gesprochen. 1968 war ein Dammbruch, möglicherweise, weil man seitdem offen darüber spricht, wie Sie richtig ausführen. Der Kranzgeldparagraph wurde erst nach 1968 abgeschafft, als die Entwicklung in vollem Gang war.
Daß Leute bei der ersten Begegnung bereits das Letzte voneinander fordern, war vor 1968 zumindest nicht die Regel, wie offenbar heute, wie man immer wieder hört.
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#158   Jörg Guttenberger, Köln   17:54:45 | Freitag, 4. August 2006
Corvisier, Pünktchen, DDL
C.: Wer ist Toussaint? Unter Lesernamen unauffindbar.
P, D.: Es geht also nur um die abtreibungsrechtliche Definition menschlichen Lebens und nicht um die biologische? Dann ist die Sache einfach: jede Abtreibung bedeutet Durchsetzung eigener Interessen zulasten des eindeutig Schwächeren bzw. des sogar absolut Wehrlosen. Damit erübrigt sich jeder weitere Kommentar!
Jedes Kind hat Anspruch auf Zeugung in Liebe und auf eine geordnete Familie. Die Notwendigkeit von Ersatz (z. B. Waisenhäusern) berechtigt nicht zum willkürlichen Entzug berechtigter Ansprüche. Patchwork, in dem man sich überall ein wenig, doch nirgendwo richtig daheim fühlt, ist kein ernstzunehmender Ersatz. Uneheliche sind ausschließlich wirtschaftlich und formalrechtlich gleichgestellt, aber Geld alleine macht nicht glücklich.
Sexualle Eskapaden Mozarts sind im Gegensatz zu Liszt bisher nicht bekannnt, die Musikliteratur schweigt hierzu. Im Übrigen sehen wir, wie das geistige Niveau im Rahmen sexueller Feizügigkeit gesunken ist. Mögliche Ausnahmen widersprechen der Regel nicht!
Die gewaltige Zunahme sexuellen Mißbrauchs nach 1968 ist bekannt. Vorher war unberührter Ehebeginn, bei sinkender Tendenz, die Regel. Die Abschaffung des Kranzgeldparagraphen ist gesetzlicher Nachvollzug der 68er Folgen.
Woher wissen Sie, DDL, um die früher „freiere“ sexuelle Praxis? Wollen Sie das Rad der Geschichte zurückdrehen?
Im Übrigen ist Paarbildung auf Dauer auch im höher entwickelten Wirbeltierreich häufig.
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#155   Jörg Guttenberger, Köln   16:42:00 | Freitag, 4. August 2006
DDL, Pünktchen, Corvisier
DDL, Pünktchen.: Ein solches Forum ist doch zum Meinungsaustauch da! Man sollte gerade einem jungen Menschen der Pünktchen offenbar noch ist, rein sachlich begegnen, Argumente von der Sache her wiederlegen, auch, wenn möglicherweise eine durch kaum deckungsgleiche Ansichten eine persönliche Abneigung besteht. Diesen Eindruck habe zumindest ich.
Zwar können wir die Welt kaum verändern (manche haben es trotzdem im positven oder negativen Sinne geschafft, wie JPII und Lenin). Wir können jedoch in unserem Einflußbereich, und hierzu gehört auch ein solches Forum, an einer Bewußtseinsveränderung mitzuwirken suchen. Schließlich steht jedem im Rahmen seiner demokratischen Grundrechte Annahme und Ablehnung, Zustimmung oder Gegenargumentation frei.
Corvisier: Herzlichen Dank für Ihre Zustimmung und insbesondere Ihrer Beschreibung der 68er Praxis. Ich habe sie in meinen privaten Ordner kopiert.
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#150   Jörg Guttenberger, Köln   16:09:17 | Freitag, 4. August 2006
DDL, Pünktchen
In früheren Auseinandersetzungen haben wir gesehen, daß der Gesetzgeber (BGB, StGB, Erbrecht) unterschiedlichen Beginn unseres Menschseins vorsieht.
Wann menschliches Leben beginnt, ist in der Naturwissenschaft umstritten, damit ist Beginn menschlichen Lebens ab Befruchtung der Eizelle nicht auszuschließen. Daher ist menschliches Leben zur Vermeidung seiner bedingt vorsätzlichen Vernichtung ab o. a. Befruchtung zu schützen.
Klage über Geburtenrückgang unter gleichzeitiger Duldung von Abtreibung ist zumindest inkonsequent. –
Sicher ist es Aufgabe der Schule, über den gesamten biologischen Bereich in Sachen Sexualität im Sinne einer unverkrampften Integration in unser Menschseiun und entsprechend dem Reifegrad der Heranwachsenden aufzuklären, wie an anderer Stelle weitestgehend übereinstimmend festgestellt wurde. Alle Einführungen in die Praxis geht aber deutlich über die Schulkompetenz hinaus. Es werden hierdurch Wünsche geweckt, deren geordnete Befriedigung in jungen Jahren augeschlossen ist.
Wir wissen um die Folgen ungehemmter Befriedigung des Nahrungstriebes (z. B. Alkohol). Beim Sexualtrieb ist es womöglich noch schlimmer, weil i. d. Regel Andere die Folgen tragen.
Im Übrigen führt ungezügelte Triebbefriedigung immer zur Desineressierung an Geistigem und geistigen Werten („ein voller Bauch…“). Ist das den Verfechtern eines ungehemmten Sexualgenusses bewußt oder sogar von ihnen beabsichtigt, eine so gut wie rein lustzentrumsorientierte Generation heranzuziehen?
Redaktion benachrichtigen Ich verehrte den Buddha, wie ich vorher Christus verehrt hatte
#41   Jörg Guttenberger, Köln   15:27:01 | Donnerstag, 3. August 2006
Bernardo
Sie ergänzen die Ausführungen von Benedikt noch um den Gesichtspunkt „Mystik“.
Ferner bringen Sie das Gegensatzpaar Objektivismus und Subjektivismus, also u. a. zwei Ideologien, um die es m. E. nicht gehen, weil eine Ideologie der Wirklichkeit nicht gerecht werden kann.
Beispiel: wir können über jeden Menschen objektiv richtige Aussagen machen, ohne ihm mit unserer Objektivität voll gerecht zu werden, so sehr sich diese Aussagen Allgemeinverbindlichkeit erfreuen. Wir können über denselben Menschen unsere eigenen subjektiven Erfahrungen wiedergeben, wiederum ohne ihm voll gerecht zu werden, so sehr wir auch einen mehr oder weniger großen Teil unserer Erfahrungen mit Anderen teilen.
Mir scheint daher wichtig, in Verbindung von Objektivität und Subjektivität (also nicht Objektivismus und Subjektivismus) bei der Verkündigung das objektive Bild der Schrift mit unseren eigenen subjektiven Erfahrungen zu verbinden. Wie sollen wir anders ein persönliches Glaubenszeugnis geben? Letzteres ist aber gefragt.
Die Kirche sollte die Verkündigung Jesu Christi einmal unter diesem Gesichtspunkt analysieren: wie war die Akzentsetzung zwischen Objektivität und Subjektivität in seiner Verkündigung und der der Apostel? Sie sollte sich ernsthaft fragen, ob die Ideologisierung von Objektivität zu Objektivismus zu einer manchmal blutleeren Glaubensverkündigung führt und so für die Leerung der Kirchen mitverantwortlich ist.
Redaktion benachrichtigen Ich verehrte den Buddha, wie ich vorher Christus verehrt hatte
#39   Jörg Guttenberger, Köln   00:22:09 | Donnerstag, 3. August 2006
Maledica
Den Ausführungen von Aphrodite zu diesem Thema schließe ich mich an.
Ihre Stellungnahme ist weit mehr polemisch, als sachlich zu verstehen.
Das Verschwinden des im Ergebnis unglücklichen Verständnisses vom Gottesgnadentum der Monarchie war eindeutig ein langfristiges Ergebnis der Aufklärung. Denn daß ein Herrscher seinen eigenen Vogel mit der Taube des heiligen Geistes verwechselt und dieser Verwechslung auch noch göttlichen Glanz zu geben sucht, ist schlichtweg untragbar. Die Dekadenz des damaligen Adels (Ehebruch als Zeitvertreib!) ist Ihnen hoffentlich bekannt!
Über das heute durchweg falsche Konzilsverständnis habe ich mehrfach ausführlch geschrieben. Siehe dort!
Ich kann es daher bei dieser kurzen Stellungnahme belassen.
Redaktion benachrichtigen Was steckt hinter den Verleumdungen gegen Kardinal von Galen?
#31   Jörg Guttenberger, Köln   00:02:23 | Donnerstag, 3. August 2006
Parzifal, deusexmachina
P.: Bitte, bleiben Sie sachlich! Hinweis auf eine protokollarische Entscheidung des Wiener Kongresses bedeutet keinerlei Wertung seiner politischen Entscheidungen. Damit bedarf es keines Brückenschlages zum demokratischen Rechtsstaat.
d.: Das Konzil hat, Gedanken von Teilhard de Chardin bestätigend, die gesamte Schöpfung heilig genannt. Exkrementen diese Eigenschaft zuzuerkennen, bedeutet eine ganz erhebliche Überspitzung. Durch Überspitzung ist jeder noch so vernünftige Gedanken ad absurdum führbar.
Ihre Aussage betreff Jerusalem trifft zu. Heiligkeit bedeutet nach damaligem Verständnis nicht Hervorhebung, sondern Normalität! Da dieser Begriff heute in der Tat als Überhöhung verstanden wird, benutzt man ihn nur sehr zögerlich und kommt damit Ihren Vorstellungen entgegen. Mir ging es lediglich darum, die offenbar nicht verstandenen Gedanken Galens in einem angemessenen Gesamtzusammenhang verständlich zu machen.
Das hl. röm. Reich deuscher Nation habe ich ganz bewußt ausgeklammert, weil es die üblichen Probleme aufweist, die mit einer Übertragung weltlicher Gewalt an geistliche Funktionsträger verbunden sind: man fühlt sich, einer aus unser aller Erfahrung verständlichen Bequemlichkeit folgend, zunehmend mehr dem Materielen, als dem Geistlichen verpflichtet, die Kirche droht im Würgegriff weltlicher Gewalt zu ersticken, weil kirchliche Posten als Absatzstellen für nachgeborene, nicnt erbberechtigte Adelige dienten, deren geisltliche Intgeressen oft mehr, als begrenzt waren.
Redaktion benachrichtigen Was ist die Lösung?
#36   Jörg Guttenberger, Köln   23:40:02 | Dienstag, 1. August 2006
Methusalix: heiliges Land
Grafen werden nicht mit „Durchlaucht“ angeredet. Diese Anrede ist ausschließlich Mitgliedern fürstlicher Häuser vorbehalten. Der Wiener Kongreß hat jedoch den Chefs gräflicher Häusern (und nur diesen!) die Anrede „Erlaucht“ zuerkannt.
Heiliges Land: So wird z. B. der Staat Israel genannt und Jerusalem die heilige Stadt. Im Übrigen ist die ganze Schöpfung heilig, so daß man grundsätzlich jedes Land so nennen kann, freilich als Aufforderung an seine christlichen Bewohner, diesen Anspruch unaufdringlich, aber überzeugend zu verwirklichen. Das hat mit Theokratie und Freiheitseinschränkung nichts zu tuen. Denn der Weg zu Gott verträgt keinen Zwang.
Die Christen haben sich, geheiligt durch die Taufe anfänglich u. a. „die Heiligen“ genannt. Insoweit kann man jedes Land heilig nennen, in dem Christen wohnen. Es ist sowieso Aufgabe der Christen, durch bewußte Verantwortung vor Gott diesem Anspruch gerecht zu werden. Das widerspricht keineswegs der vom Konzil verkündeten Religionsfreiheit und hat ebenfalls nichts mit Theokratie zu tuen, sondern verwirklicht sích am überzeugendsten in einem demokratischen Rechtsstaat.
Redaktion benachrichtigen Was steckt hinter den Verleumdungen gegen Kardinal von Galen?
#23   Jörg Guttenberger, Köln   23:16:46 | Dienstag, 1. August 2006
Graf von Galen: Ranke-Heinemann
Ich stimme Ihrer Auffassung vollinhaltlich zu!
Redaktion benachrichtigen Was steckt hinter den Verleumdungen gegen Kardinal von Galen?
#20   Jörg Guttenberger, Köln   22:24:35 | Dienstag, 1. August 2006
Pünktchen, Dr. Otterbeck
Pünktchen: herzlichen Dank für die positive Wertung meiner Ausführungen!
Dr. Otterbeck: zu welchem Zeitpunkt sind Sie gesperrt worden? Zwar tauchten zwischendurch Stellungnahmen von stat crux auf, die Ihnen zugeschrieben wurden, aber ein Kreuz habe ich hinter Ihrem Namen nie gesehen.
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#15   Jörg Guttenberger, Köln   22:00:54 | Dienstag, 1. August 2006
Bonjour
Lesen Sie meine Stellungnahmen, und Sie sehen, daß ich trotz Kritik nicht gesperrt worden bin. Wie Sie weiter sehen, bin ich allerdings unter Vermeidung jeglicher Polemik sachlich geblieben.
Redaktion benachrichtigen Was steckt hinter den Verleumdungen gegen Kardinal von Galen?
#12   Jörg Guttenberger, Köln   21:51:56 | Dienstag, 1. August 2006
Gotthard: Pius-Brüder
Daß Stellngnahmen gegen die Pius-Brüder zu Sperrung führt, stimmt nachweislich nicht. Ich habe die Gruppe mehrfach kritisiert, so u. a. wegen ihrer Ablehnung von Religonsfreiheit und der durch das Konzil veranlaßten Weiterführung der Tradition.
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#10   Jörg Guttenberger, Köln   21:36:38 | Dienstag, 1. August 2006
Pünktchen
Herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Selbstverständlich meine ich Abtreibungsbefürworter, wie Sie richtig feststellen und sich aus dem Zusammenhang ergibt. Ich veranlasse entsprechende Berichtigung.
Redaktion benachrichtigen So fromm wie gebildet
#4   Jörg Guttenberger, Köln   21:32:31 | Dienstag, 1. August 2006
„Schöner Georg“, Schönheit
Ein Mensch ist dann schön, wenn ihm eine gewisse Geistigkeit aus den Augen schaut, die etwas Wesentliches offenbart. Nimmt jemand das Göttliche so in sich auf, wie Maria, die Mutter unseres Herrn, zeitigt er eine Schönheit, die wir suchen dürfen!
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#6   Jörg Guttenberger, Köln   21:11:18 | Dienstag, 1. August 2006
Kardinal von Galen
Daß K. v. G. Abtreibungsbefürwortern und Seniorenabmurxern ein Dorn im Auge ist, versteht sich von selbst. Die Gegnerschaft hat aber tiefer liegende Gründe: als selbständig denkender Mensch mit unabhängigem Urteil, das auch noch durch die Bibel legitimert ist, muß er jedem linientreuen Ideologen als Erzfeind Nummer 1 vorkommen! Wie sagte doch Kurt Schumacher: „Die Kommunisten sind rot lackierte Faschisten“.
Es ergibt sich die Frage, inwieweit nicht alle linientreuen Ideologen, erst recht die Hardliner unter ihnen, mit irgendeiner Farbe oder auch farblos lackierte Faschisten sind. Gemeint sind also nicht diejenigen Ideologieanhänger, die wissen, daß es ohne einen guten Schuß Pragmatik nicht geht, die deswegen auch nicht linientreu sein können und daher konstruktiven Gesprächen zugänglich sind.
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#36   Jörg Guttenberger, Köln   18:22:33 | Dienstag, 1. August 2006
Maledica: Spiritualität
Ihre Ausführungen betreff Aufklärung sind von einer Einseitigkeit, die ich gerade vermeiden wollte, inhaltlich richtig, aber in ihrer Einseitigkeit falsch, denn, wie ich schon erwähnt habe, hätten wir ohne Aufklärung dieselben Verältnisse, wie im Mittelalter und heute noch im Islam.
Wie schon bemerkt, führt jede Einseitigkeit zu Fehlergebnissen, das gilt auch für eine einseitige kalte Vernunft. Auf die innere Leere als Folge habe ich bereits hingewiesen. Wie ebenfalls schon mehrfach bemerkt, gehören analytisches Denken der Wissenschaft und verknüpfendes Denken der Meditation zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes.
Die Verurteilung Teilhard durch Pius XII. war nie Dogma und ist durch das Konzil überholt. Sie ist vor dem Hintergrund der Neoscholastik zu sehen, für die Naturwissenschaft, überspitzt formuliert, noch böhmische Dörfer waren. Heute wird auch von der Kirche weitestgehend anerkannt, daß Teilhard den Glauben genauso auf naturwissenschaftlicher Grundlage erklärt hat, wie Thomas von Aquin mit der Philosophie .
Die neuere Methode (Naturwissenschaft statt Philosophie) erfordert zwar eine Überdenkung des Glaubensgutes, aber nicht im Sinne von Infragestellung, sondern von Vertiefung, wie ebenfalls an anderer Stelle bemerkt.
Enzykliken nehmen ohne Unfehlbarkeitsanspruch zu Zeitfragen Stellung und können durch die Entwicklung überholt werden.
Wir dürfen uns der Fortentwicklung der Tradition nicht verschließen!
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#34   Jörg Guttenberger, Köln   14:50:07 | Dienstag, 1. August 2006
Maledica: Spiritualität
Bei Zutreffen Ihrer Ausführungen zum Religionsunterricht ist fehlendes Glaubenswissen verständlich.
Die Ursache heute fehlender Spiritualität liegt in der nachmittelalterlichen Tradition. Nach der weitgehend rational ausgerichteten Scholastik (seitdem haben wir statt der mit den Orientalen gemeinsamen Bildersprache eine Begriffssprache) konntenn sich Mystiker wie Meister Eckehard nicht durchsetzen. Den Rest besorgte die Aufklärung.
Damit ist nichts Grundsätzliches gegen die Aufklärung gesagt, ohne die wir heute noch genauso denken würden, wie der Islam. Der technisch-wissenschaftliche Fortschritt, den wir alle nicht missen mögen, hat sich nicht zufällig im Abendland entwickelt, führt aber in seiner einseitig rationalen Ausrichtung auf Dauer zu gähnender inneren Leere.
So bedürfen die von Ansgar erwähnen Autoren tatsächlich der Wiederentdeckung. Hinzu kommen die Kirchenväter und Teilhard de Chardin, dessen Anliegen einer Verbindung von Naturwissenschaft und Glauben sen Lebenswerk war (www.teilhard.de).
Weitere Anregung schenkt uns die Hesychia (nicht Hesychasmus) die mit Atemtechnik auch den Körper einbezieht (Lektüre: GL 6, „aufrichtge Erzählungen eines russischen Pilgers“, Werke von E. Junclaussen).
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#30   Jörg Guttenberger, Köln   23:57:03 | Montag, 31. Juli 2006
Benedikt: Esoterik
Herzlichen Dank für Ihre Ausführungen!
Ihre Beschreibung besitzt offenbar keine allgemeine Anerkennung: unser inzwischen verstorbener ehemaliger Pfarrer hat aus seelsorglicher Erfahrung um die Angst der Sterbenden häufig über die letzten Dinge gepredigt, über das, was uns nach dem Tode erwartet. Hierbei hat er sich eindeutig an der Bibel orientiert, fern jeglichem Subjektivismus. Ihm wurde vom damaligen PGR-Vorsitzendem, allerdings einem 68er, esoterische Predigt vorgeworfen.
Ende Oktober letzten Jahres hat ein hiesiger kath. Priester im Rahmen seiner ansonsten überzeugenden Predigt behauptet, genauso, wie damals die Reformation der Hauptfeind der r.-k. Kirche war, sei es heute die Esoterik. Ich war einigermaßen überrascht!
Es ergibt sich die Frage, inwieweit Esoterik auch als Schlagwort benutzt wird, um anspruchsvollere geistliche Auffassungen zu diffamieren.
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#28   Jörg Guttenberger, Köln   22:17:06 | Montag, 31. Juli 2006
Monti, Maledica, Benedikt
Monti: Jesus Christus war kein Modernist, sondern nachweislich konservativ! Er ist nämlich laut eigener Aussage nicht gekommen, um Gesetz und Propheten aufzulösen, sondern um sie zu erfüllen.
Maledica, Benedikt: Sie schreiben beide von Esoterik. Was ist das eigentlich? Oder besser: was verstehen Sie darunter?
Redaktion benachrichtigen Wie lange hält eine „feste Homo-Partnerschaft“?
#325   Jörg Guttenberger, Köln   19:36:23 | Montag, 31. Juli 2006
DDL: Askese
„Ein voller Bauch studiert nicht gern“!
Es geht nicht um Verteufelung, sondern um sinnvolle Nutzung!
Askese (griechisch: askein = üben) meint Lösung vom Materiellen zugunsten des Geistigen. Vor einer anspruchsvollen Programmierungsaufgabe werden Sie sich nicht durch unmäßigen Konsum von Nahrungsmitteln (etwa umfangreichen Alkoholgenuß) um Ihre (geistige) Kondition bringen. Das erfordert Verzicht. Genauso: wer Sexualität im Sinne eines hemmungslosen Konsums auslebt, wird tieferer religiösen Erkenntnis kaum zugänglich sein. Es geht um goldenes Mittelmaß. Auch in einer ehelichen bzw. außerehelichen Partnerschaft kann man sich nicht hemmungslos ausleben, also auch hier Verzicht!
Die Frage einer Übertreibung ist auf die konkrete Person bezogen. Wer die Kondition zum Besteigen von 3000ern hat, für den ist eine solche Wanderung normal. Wer hingegen noch nie im Gebirge war und auch sonst keinen Sport betreibt, für den ist diese Wanderung schlichtweg verantwortungslos. So ist es auch auf dem geistlichen Weg: geistliche Höhenluft ist nicht für Jeden. Wer etwas erreichen möchte, bedarf einer behutsamen und verständnisvollen Einführung. Übertriebene Frömmigkeit, die wie jede Übertreibung vom Teufel ist, meint eine Frömmigkeit, die die Kräfte und sonstigen Möglichkeiten des Einzelnen unverhältnismäßig übersteigt. Hierzu gehört auch Vernachlässigung von beruflichen, familiären und sonstigen ernsthaften Verpflichtungen.
Siehe auch positiver und negativer Grenznutzen in der BWL!
Redaktion benachrichtigen Wie lange hält eine „feste Homo-Partnerschaft“?
#313   Jörg Guttenberger, Köln   23:59:35 | Sonntag, 30. Juli 2006
Benedikt, DDL
Zu Ihrem interessanten Meinngsaustausch darf ich in Sachen Erbsünde bzw. Erbschuld noch auf die Existentielle Schuld hinweisen: allein durch unser Dasein verursachen wir z. B. nie völlig vermeidbare Umweltverschmutzung.
Daß Sexualität kultisch unrein macht, ist eine nichtchristliche, von den Kirchen übernommene Auffassung, die im Westen heute m. W. keine Rolle mehr spielt, wenn sie auch noch vereinzelt in manchen Hirnen herumgeistert. Beim Zölibat geht es auch um Verfügbarkeit, z. B. Versetzungsmöglichkeit ohne Rücksicht auf berechtigte Interessen der Ehefrau.
Ein eheloses Leben ohne Ersatzbefriedigung setzt natürlich neben den bereits genannten Punkte ein intensives geistliches Leben voraus. Es geht hier um ein ganz persönliches Verhältnis zu Gott. Hinzu kommt eine Askese, die uns befähigt, mit unerwünschten körperlichen Bedürfnissen fertig zu werden. Aber auch hier gilt: jede Übertreibung ist vom Teufel.
Ein Beispiel: ein spielendes Kind, das seine Eltern kommen sieht, beendet aus Freude über deren Ankunft ein noch so schönes Spiel, um bei den geliebten Eltern zu sein. Genauso ist es mit Gott: eine über reine Rationalität hinausgehende Herzensliebe befähigt den Menschen zu Opfern, die nicht als schmerzhaft empfunden werden aus Freude über die persönliche Begegnung mit der geliebten Gottheit.
Auch sonst im Leben werten wir: z. B. kaufen wir nur dann, wenn uns die erworbene Wahre mehr wert ist, als der Kaufpreis.
Redaktion benachrichtigen Der letzte Kapellmeister der Welt
#38   Jörg Guttenberger, Köln   16:18:21 | Sonntag, 30. Juli 2006
Artois, Sulpicius
A.:das J.S. Bach der r.-k. Kirche näher gestganden hat, als manche Katoliken selbst, ist nachfühlbar: schließlich hat er sich umfassend mit Vivaldi befaßt, und dieser war kath. Priester am Markus-Dom in Venedig.
S.: (zu Batroloucci) Haben Sie für Ihren Hinweis Quellen, oder handelt es sich um eine private Vermutung?
Redaktion benachrichtigen Staatliche Schikanen
#87   Jörg Guttenberger, Köln   15:58:03 | Sonntag, 30. Juli 2006
Jawohl!, Obelix
Jawohl!: Ich bin Jahrgang 1942!!!
Obelix: Ihre Ausführungen über die Beichtpraxis stimme ich vollinhaltlich zu.
Die biologischen Grundlagen hatte ich damals, und das hat der betreffende Priester von mir natürlich gewußt, über Schule, Jugendvorträge im Rahmen einer hiesigen Volksmission und nicht zuletzt durch mir von meiner Mutter geschenkte Lektüre.
Es stimmt in der Tat, damals hat es eine nicht unerhebliche Befangenheit gerade von Eltern gegenüber ihren Kindern gegeben, die sie entweder, wie meine Mutter, durch Schenkung von einschlägiger Lektüre oder durch Erwartung an Religions- und Biologieunterricht sowie Jugendseelsorge überbrückt haben.
Bitte, bedenken Sie, in den 50er und 60er Jahren hat es weit mehr Priester gegeben, als heute, so daß Einzelseelsorge noch möglich war und auch in großem Umfang praktiziert wurde.
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#304   Jörg Guttenberger, Köln   15:35:29 | Sonntag, 30. Juli 2006
DDL, 29.7., 17.03 Uhr
Meine Stellngnahme um 16.08 Uhr am 29.7. ist eigentlich nicht im Sinne unerschiedlicher Ersatzbefriedigung bei fehlender Partnerin gedacht. Mein Anliegen in diesem Beitrag ist ja gerade zu zeigen, daß es grundsätzlich auch ohne geht. Das ergibt sich m. E. eindeutig aus zunächst einmal genannten äußeren Voraussetzungen, ohne hiermit den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.
Wichtig als dazu gehörige innere Voraussetzung ist eine entsprechende Lebenshaltung im Sinne eines ernsthaften geistlichen Lebens, eine gesunde Mischung von Extra- und Introvertiertheit, wobei der Akzent auf dem Innen liegt, in dem Bewußtsein „ohne mich könnt ihr nichts tun“. Wichtig ist weiter die in der Bibel beschriebene gesunde menschliche Grundhaltung, kurz zusammengefaßt: Gottesliebe = Nächstenliebe!
Die Erfahrung der Kraft der von Innen kommenden geistigen Energien wächst mit deren Nutzung.
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#28   Jörg Guttenberger, Köln   16:31:54 | Samstag, 29. Juli 2006
Kopftuch – Ordenstracht
Die Auffassung, die Ordenstracht christlicher klösterlicher Gemeinschaften und das Kopftuch der Moslems seien gleichermaßen Ausdruck religiöser Bekenntnisse, ist schlichtweg falsch!
Bekanntlich werden Ordenstrachten und Priesterkleidung ausschließlich von den entsprechenden Berufsgruppen getragen, ähnlich Kleidung von Soldaten, Polizisten, Post- und Bahnbeamten, Hausmeisterkittel und städtischer Müllabfuhr. Es handelst sich also ausschließlich um Berufskleidung.
Das Kopftuch hingegen soll von allen Moslem-Frauen getragen werden und ist damit einzig ein Zeichen religiöser Zugehörigkeit.
Bei konsequenter Befolgung des Urteils dürfte daher kein Polizist in Uniform das Grundstück einer städtischen Schule mehr betreten, und der Hausmeister hat gefälligst keinen Kittel mehr zu tragen, sondern in Schlipps und Kragern aufzutreten! Witz?
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#285   Jörg Guttenberger, Köln   16:08:54 | Samstag, 29. Juli 2006
Sexualität und Ehelosigkeit
Natürlich sind Zölibatäre und sonstige Ehelose nicht asexual! Zunächst eine Frage: muß jedes Bedürfnis unbedingt befriedigt werden? Gibt es nicht auch in anderen Bereichen unbefriedigte Bedürfnisse, ohne daß es uns schadet?
Voraussetzung für ein geordnetes Leben ist gerade hier, wo es um den zweitstärksten Trieb geht, innere Ausgeglichenheit und Gelassenheit. Ähnliches steht schon in der Benediktregel. Verdrängung und Verkrampfung können zur Kathastrophe führen.
Ohne einen natürlichen und tiefgehenden Atem finden wir kaum zu innerer Ruhe und Gelassenheit. Eine mögliche Hilfe bietet hier Yoga an (Lektüre z. B. „Die 5 Tibeter“). Die Kräfte, die üblicherweise den Körper verlassen, werden so innerlich hochgesogen. Das führt zu einer innerlich starken und ausgeprägten Persönlichkeit, die nicht wie ein toter Fisch mit dem Strom schwimmt. Es geht hier weder um Abschottung, noch um unkritisches Mitmachen, sondern um kritische Auseinandersetzung.
Daß dieser Weg auch über die Ehe führen kann, das ist sogar der normale Weg, habe ich am 28.7.2006 um 17.36 Uhr unter „Im Letzten geht es um Sex“ nachgewiesen.
Es geht also auch hier um unbefangene Integration in unser gesamtes Menschsein.
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#84   Jörg Guttenberger, Köln   15:15:43 | Samstag, 29. Juli 2006
Obelix: Sexualaufklärung
Warum soll man hier nicht den Pfarrer fragen? Meine hiesigen Ausführungen verdanke ich ja gerade einem katholischen Priester, der mich vor etwa 50 (!) Jahren, das biologische Wissen zu recht voraussetzend, in diesem Sinne aufgeklärt hat!
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#283   Jörg Guttenberger, Köln   23:23:44 | Freitag, 28. Juli 2006
Bernardin: Ihre Frage vom 27.7., 13.33
Den Eindruck, einer früheren Zugehörigkeit zu einer klösterlichen Gemeinschaft, habe ich erstmals durch Ihre Stellungnahme vom 7.6., 23.15 gewonnen: Sie fragen, wer schon einmal einer klösterlichen Gemeinschaft usw. angehört hat. Dieser Eindruck wird weiter genährt, weil aus Ihre Stellungnahmen zuweilen eine geistliche Erfahrung erkennbar scheint, wie Sie üblicherweise außerhalb eines Klosters kaum anzutreffen ist. Hinzu kommt Ihr Wissen über Ordensregeln, insbesondere OSB und Barmherzige Brüder (3.7., 19.19). Es handelt sich, wie gesagt um meinen ganz persönlichen Eindruck.
Griff unter die Gürtellinie: verbale und sexuele Ergüsse (25.7., 23.32) und Verbalorgasms (7.7., 23.23). Dieses Vokabular scheint mir mit – auch ehemaliger – klösterlicher Gemeinschaft unvereinbar. Nur wegen dieses Eindrucks ist mir bei Ihnen das beanstandete Vokabular aufgefallen. Stellungnahmen anderer gehen z. T. weiter.
Ich will selbstverständlich in keiner Weise an Ihre Annonymität und hoffe sehr, Ihnen nicht persönlich zu nahe getreten zu sein.
Eien gesegneten Sonntag!
J.G.
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#81   Jörg Guttenberger, Köln   21:58:52 | Freitag, 28. Juli 2006
wunderkind2
Wenn Sie zu faul sind, sich die bisherigen Beiträge durchzulesen, zum Schreiben sind Sie wohl nicht zu faul?!
Was Sie über die Trennung von Kirche und Staat schreiben, sind Allgemeinplätze.
Im Rahmen der Gewerbefreiheit ist jeder zur Gründung einer Schule berechtigt, das gilt selbstverständlich auch für die Kirchen.
Wer eine Schule gründet, tut das üblicherweise nicht, um damit Geld zu verdienen, sondern um die Verbreitung seiner als richtig erkannnten Wertordnung zu sichern. Auch das ist erlaubt. Es gibt keine Rechtsvorschrift, die den Kirchen verbietet, in ihren Schulen unter Beachtung der vom Staat verordneten Lehrpläne entsprechend ihren eigenen Wertvorstellungen zu unterrichten. Wer diese Wertvorstellungen ablehnt, kann eine staatliche Schule besuchen.
Auch in Sexualkunde kann man entweder im Sinne eines unbefangenen, verantwortungsbewußten Umgangs oder eines hemmungslosen Konsums unterrichten, unter Vermittlung ansonsten derselben wissenschaftlichen Tatsachen. Die r.-k. Kirche fühlt sich selbstverständlich der erstgenannten Richtung verpflichtet.
Was wollen Sie nun mit Ihrem Beitrag erreichen, Wunderkind2?
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#8   Jörg Guttenberger, Köln   21:37:26 | Freitag, 28. Juli 2006
Orthodoxie in England
Was hat Lehmann mit der russisch-othodoxen Kirche in England zu tuen?
Daß jemand in der Orthodoxie schon einmal die Jurusdiktion wechselt ist nicht ganz außergewöhnlich. Daß ein solcher Wechsel seine Gründe hat, versteht sich von selbst. Also, bitte keine Aufgregung, insbesonderer nicht die Ökumene bemühen!
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#78   Jörg Guttenberger, Köln   17:36:14 | Freitag, 28. Juli 2006
Sexualität
Herzlichen Dank für Ihre Zustimmung!
Ein Punkt scheint mir noch wichtig:
Gelebte Sexualität bedeutet Begegnung, in erster Linie also liebende Hingabe und keinen gegenseitigen Konsum im Sinne einer Befriedigung rein physischer Reize (obwohl das natürlich dazu gehört). Hier spielt die Menschenwürde eine entscheidende Rolle.
Die alte Kirche kennt zwei Sakramente der Einheit: das Altarssakrament und das Ehesakrament.
Im Altarssakrament begegnen wir Christus, in Christus der Fülle der Gottheit, allen Menschen, die in Christus leben und dem gesamten Kosmos; also eine Vorwegname der Einheit, die wir nach unserer Vollendung erleben.
Beim Vollzug des Ehesakramentes vereinigen sich die Partner miteinander, in den Partnern mit dem in ihnen lebenden Christus, in Christus mit der Fülle der Gottheit, allen Menschen, die in Christus leben und mit dem gesamten Kosmos. Damit bedeutet dieser Vollzug eine Vorwegnahme der Fülle von Freude und Einheit, die uns nach unserer Vollendung erwartet.
Soweit mir bekannt, spielt dieser Gesichtspunkt in der heutigen Ehepastoral leider so gut wie keine Rolle mehr.
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#274   Jörg Guttenberger, Köln   00:16:36 | Freitag, 28. Juli 2006
Bernardin:verbale Ergüsse, 25.7. 23.32
Wenn man schon einmal einer klösterlichen Gemeinschaft angehört hat, diesen Eindruck hinterlassen manche Ihrer Stellungnahmen, dann sollten Sie nicht dermaßen unter die Gürtellinie greifen!
Redaktion benachrichtigen Das jämmerliche Produkt einer kirchlichen Talentflucht
#15   Jörg Guttenberger, Köln   23:56:51 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Pünktchen, Asbeel, Markus-Antonius
Zu den recht oberflächlichen Beiträgen von Asbeel und Markus Antonius kann man die Ausführungen von Pünktchen nur dick unterstreichen!
Eine mögliche Hilfe ist immer, für jede Lebenslage eine passende Stelle aus der Bibel zu finden. Damit sind Probleme zwar noch nicht gelöst, aber wir finden einen Weg, wenigstens damit fertig zu werden, die Kraft, damit zu leben.
Schließlich ist die Bibel für das Leben und nicht für den Schreibtisch gedacht.
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#67   Jörg Guttenberger, Köln   23:40:04 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Bernardin
„Durch Heftigkeit ersett der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!“, so Goethe in seinem Thasso.
Redaktion benachrichtigen Vom Heiland berührt
#10   Jörg Guttenberger, Köln   23:32:43 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Stimme aus Wien und andere: Latein
Man sollte die Dinge nicht durch die Sprachen-Frage ins Lächerliche ziehen. Es ist doch sonnenklar, daß Jesus Christus, wenn er dem Jungen tatsächlich erschienen ist, sich der Sprache bedient hat, die der Junge versteht!
Die Mutter des Herrn hat in Fatima genauso portgiesisch gesprochen, wie in Lourdes französisch.
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#65   Jörg Guttenberger, Köln   23:18:58 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Obelix
„Je stärker der Glaube, desto naiver das Hirn“ ist nachweislich allerbilligste Polemik, denn das analytsche Denken der Wissenschaft und das verknüpfende Denken der Meditation gehören zusammmen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes, von mir wiederholt erwähnt. Bitte, bleiben Sie sachlich!
Ich habe von einem unverkrampften, d. h. unbefangenen, jedoch verantwortungsbewußten Verhältnis zur Sexualität geschrieben. Meine Ausführungen sind so gemeint, daß eine zeitnahe Aufklärung vor der ersten Menstruation bzw. Pollutio notwendig ist, d. h. im 1. Schuljahr dürfte es sicher zu früh sein. Für ein verantwortungsbewußtes „wann“ sind entsprechende Fachleute, z. B. Mediziner, zuständig.
Eine altersgemäß verständliche Aufklärung zum Schutz vor Sittenstrolchen versteht sich ebenfalls von selbst. Hierzu ist sicher keine technische Anweisung zum Koitus notwendig.
Eine Stellungnahme zu Ihrer Behauptung, Sexualität gehöre zu den Grundbedürfnissen des Menschen, geht über meine Kompetenz als Single hinaus. Wie bereits erwähnt, handelt es sich um den zweitstärksten menschlichen Trieb (nach dem Nahringstrieb). Ich bleibe bei meiner Forderung eines unverkrampften (= unbefangenen), verantwortungsbewußten Umgangs.
Redaktion benachrichtigen Die Europäische Union will mit Kinder-Ersatzteilen spielen
#28   Jörg Guttenberger, Köln   16:13:14 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Methusalix
Wieso scheinheilig (wenn Sie mich meinen)?
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#59   Jörg Guttenberger, Köln   16:10:54 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Noch einmal: Sexualität und Schule
Nicht umsonst wird Sexualität im Dekalog nicht an erster, sondern an sechster Stelle abgehandelt, und das sagt doch einiges über die Bedeutung im Gesamtgefüge menschlicher Werte!
Wenn dieses Thema in Schulen hiervon abweichend eine solche Bedeutung gewinnt, daß den Schülern das Bewußtsein Vermittelt wird, hier handele es sich um das Leben schlechthin, dann ist die Wertevermittlung in der Schule schlichtweg falsch. Insbesondere wirkt sich verhängnisvoll aus, wenn bereits Kindern zu früh ein Wissen vermittelt wird, das deutlich über ihren Erfahgungshorizont hinausgeht.
Bei Verweigerung der staatlichen Anerkennung der genannten Ordensschule bekommt man den Eindruck der Staat erhebe zumindest auf dem Gebiet der Sexualität den Anspruch einer Wissensvermittlung auf 68er Grundlage. Man kann hier durchaus einen Versuch sehen, diese Ideologie grundgesetzwidrig zur Staatsideologie zu machen.
Prüderie und freie Beliebigkeit der 68er sind gleichermaßen verhängnisvoll. Es geht einzig um unverkrampfte und verantwortungsbewußte Integration in unser Menschsein.
Redaktion benachrichtigen Die Europäische Union will mit Kinder-Ersatzteilen spielen
#26   Jörg Guttenberger, Köln   00:39:12 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Obelix
Wir sind ausschließlich für unseren Einflußbereich verantwortlich. Wenn Menschen zur Ausnutzung verantwortungsloser Therapien (weil z. b. auf Mißbrauch menschlichen Lebens beruhend) ins Ausland fahren, so können wir das kaum verhindern. Deswegen die deutschen Gesetze anpassend Unrecht für Recht zu erklären, ist verantwortungslos.
Redaktion benachrichtigen Der letzte Kapellmeister der Welt
#25   Jörg Guttenberger, Köln   00:17:18 | Donnerstag, 27. Juli 2006
Batolucci
Die Kritik von B. it mit Vorsicht zu genießen, weil er von JPII, aus welchen Gründen auch immer, aus seinem Amt entfernt wurde.
Im Rahmen „europäische Kathedralchöre im hohen Dom zu Köln“ ist auch B. mit dem Chor der Sixtina aufgetreten. Er hatte im Gegensatz zu den anderen Chöre eine vernichtende Kritik, weil er die Sängerstimmen so hoch drückte, daß sie regelrecht piepsig klangen und im Dom kaum noch zu hören waren. Bei einem Rombesuch 1982 wurde ich von meinem Bekannten unter diesem Gesichtspunkt vor dem Kauf von Aufnahmen des Sixtina-Chores nachdrücklich gewarnt.
Die Absetzung von B. durch JPII ist also sachlich begründet.
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#43   Jörg Guttenberger, Köln   00:06:12 | Donnerstag, 27. Juli 2006
DDL, Graf von Galen
Die Stellungnahmen hinterlassen zum Teil einen etwas überspitzen Eindruck.
Letztlich geht es darum, Sexualität auch im Unterricht unverkrampft in ein verantwortungsbewußtes Menschsein zu integrieren. Soweit bekannt, ist das heute Anliegen der r. -k. Schulen.
Sexualität ist nach dem Nahrungsrieb der stärkste menschliche Trieb und damit einem hohen Verantwortungsbewußtsein verpflichtet. Da staatliche Lehrpläne, wie in Diskussion immer wieder behauptet wird, auch bei diesem Thema der freien Beliebigkeit der 68er Ideologie huldigen, haben verantwortungsbewußte Eltern das grundgesetzlich garantierte Recht, ihre Kinder vor staatlicher Fremdbestimmng zu schützen. Da auch Privatschulen unter staatlicher Aufsicht stehen, sind die Schüler vor pädagogischem Unfug geschützt. Kirchlichen Schulen die 68er-ideologie-orientierten Lehrpläne aufzunötigen, ist schlichtweg anmaßend und läßt auf innere Unsicherheit der staatlichen Entscheidungsträger schließen, die Angst vor Konkurrenz haben.
Kinder benötigen wie andere Lebewesen (Tiere, Pflanzen) eben auch den Schutz elterlicher Geborgenheit, ehe sie der rauhen Wirklichkeit bzw. den Widernissen der nicht immer lebensfreundlichen metereologischen Umstände uneingeschränkt ausgesetzt werden!
Redaktion benachrichtigen Sexperten an die Front!
#112   Jörg Guttenberger, Köln   21:49:23 | Dienstag, 25. Juli 2006
Parzival
Richtig muß es heißen: „Opium ist Religion für das Volk“. In der Tat hat die Lehre bzw. Leere Lenins weite Bevölkerungskreise süchtig gemacht!
Redaktion benachrichtigen Ökumene mit einem großen Ö
#22   Jörg Guttenberger, Köln   19:51:09 | Dienstag, 25. Juli 2006
Markus Antonius: Graf von Galen
Die gräfliche Familie v.G. schreibt sich ohne „h“, wie ich richtig geschrieben habe, lediglich die entsprechenden Freiherrn, die es noch gibt – es ist nur ein Mitglied dieser Familie mit Sohn in den preußischen Grafenstand erhoben worden – schreibt sich mit „h“ entsprechend dem Ort Gahlen, wo die Familie herstammt.
Sie schreiben, nichts gegen konservative Einstellungen zu haben, wenn Sie mit Ihrem humanistischen Weltbild übereinstimmen, und nicht mit dem humansistischen Weltbild schlechthin, nicht wenig anmaßend.
Es geht aber nicht um Humanismus, sondern um Humanität. Letztere paßt in ein konservatives Weltbild weit besser, als in jede Ideologie! Ideologie und Humanität sind in letzter Konsequenz unvereinbar, weil der linientreue Ideologe seine Ideologie immer über den Menschen stellt. Daß jede Ideologie auch weniger linientreue Anhänger hat, wissend, daß es ohne einen guten Schuß Pragmatik nicht geht, mit denen man daher erfolgreich verhandeln kann, ist eine andere Sache.
Im Übrigen haben ich nicht geschrieben, mit der Auffassung des Grafen völlig übereinzustimmen, sondern nur, dafür Verständnis zu haben, und zwar aufgrund ausreichender Kenntns von allgemeiner und Kirchengeschichte. Das ist aber etwas grundlegend Anderes.
Für eine ideologisch begründete Auffassung habe ich z. B. kein Verständnis, ebenfalls aufgrund geschichtlicher Erfahrung, weil mit Ideologie noch nie ein Problem dauerhaft gelöst worden ist, ganz im Gegenteil.
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#21   Jörg Guttenberger, Köln   18:58:28 | Dienstag, 25. Juli 2006
Farfarello
Es geht hier nicht um die katholische Kirche und andere Religionen, sondern um den Schutz menschlichen Lebens.
Es bedeutet einen eindeutigen ethischen Niedergang, wenn Vernichtung von auch nur möglicherweise menschlichem Leben (das Gegengeil ist schließlich nicht erwiesen!), egal wofür, erlaubt wird! Wir dürfen eben nicht alles, was wir können! Das menschliche Leben ist grundsätzlich gleichwertig, eine unterschiedliche Wertung ist der Gipfel der Anmaßung.
Das positive Recht unterliegt meschlicher Verfügbarkeit, nicht jedoch das Naturrecht, das auch möglicherweise existierendes menschliches Leben kompromißlos schützt!
Redaktion benachrichtigen Neuer Distriktsoberer für Deutschland
#72   Jörg Guttenberger, Köln   01:06:46 | Dienstag, 25. Juli 2006
DDL- Ihre Stellungnahme zu v. Galen
Daß Gott in seiner Unbegrenztheit von uns begrenzten Menschen nicht umfaßbar ist, stimmt. Letzte Wahrheiten lassen sich nur durch Paradoxe wiedergeben: Gott ist die Liebe (1 Joh. 16b) er ist uns in seiner Liebe inniger inne, als wir uns selbst inne sind und gleichzeitig in seiner absoluten Vollkommenheit unendlich ferne!
Durch Schilderung unser eigenen Erfahrung legen wir Gott nicht fest, weil er in Gegenwart und Zukunft immer anders entscheiden kann. Lediglich in der Offenbarung (Bibel) hat er sich gebunden.
Die Frage, ob wir durch Verweigerung von Moscheen auf unsere moslemischen Mitbürger Druck ausüben können, hängt von deren sicherlich unterschiedlichen Bindung an deren Heimatländer ab. Durch die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit sind uns jedoch die Hände gebunden.
Eine andere Fragen ist, ob die Väter des Grundgesetzes und des freiheitlich Rechtsstaates an so unterschiedliche Religionen gedacht haben. Damals gab es neben zwei großen christlichen Konfessionen von Gewicht nur noch das Judentum, das aber voll integriert war.
Da Demokratie einen Mindestkathalog gemeinsamer Werte voraussetzt, ist hier langfristig möglicherweise das letzt Wort noch nicht gesprochen.
Redaktion benachrichtigen Neuer Distriktsoberer für Deutschland
#45   Jörg Guttenberger, Köln   19:03:10 | Montag, 24. Juli 2006
Galen, Pünktchen u. andere
Pünktchen, auch ich freue mich, wieder von Ihnen zu lesen!
Galen: Blinder Eifer schadet nur! Ihr Anliegen kann ich sehr gut verstehen, aber Gott hat nun einmal die Religionsfreiheit in der Schöpfung grundgelegt! Das ergibt sich eindeutig aus seiner Allmacht, mit der er sich durchaus einer wissenschaftlich zwingenden Beweisführung hätte öffnen können (Wiederholung früherer Ausführungen)! Gott will aber nicht zwingend bewiesen, sondern in Liebe erkannt werden (s. Gal. 5,13). Gott hat uns nicht die Freiheit geschenkt, damit sie uns auf kirchlichem oder staatlichem Verwaltungsweg wieder genommen wird! Ohne Verantwortung keine Reifung!
Genauso, wie die Engel sich laut Offb entscheiden mußten, ist das irdische Leben eine Zeit der Prüfung, für wen wir uns entscheiden (ohne damit zum Sinn des Lebens umfassend Stellung zu beziehen). Damit ist es weder Aufgabe der Kirche, noch des Staates, jeden Wiederstand zu unterbinden, um uns möglichst problemlos im Sinne eines preußischen Marschtrittchristentums in den Himmel zu karren! Die vom Konzil verkündete Religionsfreiheit somit einzig richtig, und frühere päpstliche Lehrentscheidungen, die zu diesem Thema nie dogmatisch, d. h. nie unfehlbar waren, falsch!
Damit ist noch keine abschließende Aussage über Moscheebau in Deutschloand gesagt. M. E. sollte man das nur elauben, wenn die islamischen Staaten als Gegenleistung Kirchenbau gestatten. Diese Gegenseitigkeit stößt aber wegen unterschiedlicher Rechtsverhältnisse auf Probleme.
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   17:56:08 | Montag, 24. Juli 2006
GuentrMuc: Wertekanon
Daß der Wertekanon an Umfang zunimmt, ist bekannt. Damit ist aber keineswegs der freien Beliebigkiet der 68er Tür und Tor geöffnet!
Jede ernst zu nehmende Entscheidung für Werte richtet sich nach der Höhe des Anspruchsnuveaus. Damit gilt hinsichtlich des menschlichen Lebens das Wertverständnis, das den umfassendsten Schutz von der Befruchtung der Eizelle bis zum einwandfrei nachgewiesenen Tode gibt.
Ein später beginnender Schutz führt zu bedingt vorsätzlichem Töten menschlichen Lebens, weil bisher niemand den späteren Beginn wissenschaftlich zweifelsfrei bewiesen hat.
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   15:49:19 | Montag, 24. Juli 2006
Markus Antonius: Graf von Galen
Da bisher nur eine gräflich-galensche Familie bekannt ist, deren Vorfahren im 19.Jahrhundert, vormalige Freiherren von Gahlen, in den preußischen Grafenstand erhoben worden sind, ist zwingend von einer Verwandtschaft auszugehen. Damit geht Ihre Kritik an der Wirklichkeit vorbei.
In kreuz.net gilt das vom deutschen Grundgesetz garantierte Recht auf freie Meunungsäußerung. Hiervon darf selbstverständlich auch jeder Graf von Galen Gebrauch machen.
Wenn ich mich recht erinnere, haben Sie für konservative Stellungnahmen nicht allzu viel übrig. Selbstveständlich steht es Ihnen im Rahmen des Grundgesetzes frei, eine entgegengesetzte Meinung zu vertreten. Nur sollten Sie mit Ihrer Meinung deckungsungleiche Äußerungen nicht diskriminieren oder gar in sachfremder Ausfälligkeit kommentieren! „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!“
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#14   Jörg Guttenberger, Köln   23:31:56 | Sonntag, 23. Juli 2006
Embryonale Stammzellen
Da bisher wissenschaftlich nicht erwiesen ist, daß menschliches Leben erst nach Befruchtung der Eizelle beginnt, muß der Schutz zur Vermeidung bedingt vosätzlicher Vernichtung meschlichen Lebens ab dem genannten Zeitpunkt gelten! Die katholische Kirche oreintiert sich hier am Naturrecht auf Leben, das von der geplanten EU-Gesetzgebung bedingt vorsätzlich gebrochen wird. Der Hinweis auf christliche Minderheit ist rein polemisch!
Bei Juden und Buddisten ist zu fragen, ab wann nach deren Verständnis das Menschsein beginnt, m. W. bei den Juden erst ab Geburt. Damit ist deren embryonales Schutzbedürftigkeitsverständnis in sich zwar folgerichtig, entspricht aber nicht dem bisherigen hohen abendländischen Lebnsschutzvertändnis.
Die Entscheidung über das Schicksal menschlichen Lebens im Sinne einer Vernichtung zur Benutzung als Ersatzteillager ist der Gipfel der anmaßenden Menschenverachtung!
Redaktion benachrichtigen Mit der Auschwitzkeule in den Krieg getrieben
#28   Jörg Guttenberger, Köln   23:05:18 | Sonntag, 23. Juli 2006
Methusalix
Der Katholizismus ist die ideologische Ausgabe der Katholizität. Es war gerade das Anliegen von Johannes XXIII und des Konzils, die Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus zurückzuführen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Weiteres siehe meine Stellungnahme u. a. zu Graf von Galen und Pfr. Rüsing.
Ich habe nicht behauptet, der Hitler-Stalin-Pakt sei die einzige Ursache des 2. Weltkrieges, sondern nur, daß Hitler ohne den Pakt mit Stalin den Krieg mit Sicherheit nicht begonnen hätte. Damit trifft Stalin nicht die alleinige Schuld, sondern eine Mitschuld! Die Geschichtsforschung wird u. U. noch mehr Mitschuldige feststellen, das mindert aber nicht die Schuld Hitlers als treibende Kraft.
Ihre Wirklichkeitsblindheit beweisen Sie schon, indem Sie mir Ideologie vorwerfen. Aus meinen Ausführungen ergibt sich jedoch meine volle Bejahung von VatII! In Wirklichkeit sind Sie nach allem, was Sie schreiben, Anhänger der kommunistischen Ideologie. Laut Kurt Schuhmacher (SPD-Vorsitzender der Nachkriegszeit) sind die Kommunisten rot lackierte Faschisten!
Ich fürchte, ohne Ihr ideologisches Korsett bricht in Ihnen eine Welt zusammen!
Redaktion benachrichtigen Ökumene mit einem großen Ö
#17   Jörg Guttenberger, Köln   15:55:08 | Sonntag, 23. Juli 2006
Graf von Galen, Pfr. Rüsing
Galen: Ich bin sicher nicht der Einzige, der Ihren konservativen Ausführungen als Mitkonservativer weitestgehend zustimmt. Nur, warum schieben Sie die ganze Misere, die wir Anderen genauso sehen, wie Sie, immer VII in die Schuhe? Wir dürfen ganz gewiß sein: bei Durchführung der Konzilsbeschlüsse im Geiste des Konzils hätten wir heute eine durch und durch gesunde Kirche.
Daß der Same des Konzils so rasch von den Dornen der 68er erstickt wurden, so daß heute die Früchte der Dornen für die des Konzils gehalten werden, ist eine der größten Tragiken der Kirchengeschichte. Warum merkt bzw. sagt das niemand? Ihr Verwandter, der Löwe von Münster, hat genau zwischen Geist der (damals braunen) Ideologie und Geist der Kirche Kirche unterschieden.
Rüsing: Dieser „Priester“ sollte möglichst rasch seinen Hut nehmen, denn als 68er ist er zwangsläufig Atheist: heißt doch eine These aus der kritischen Theorie: „Gott ist eine falsche Hypothese, Theologie ist sinnlos“ und weiter: „Die Familie ist die Ursache des ‘autoritären Charakters’und des Fachismus“! Die hl. Familie, aus der Jesus Christus bekanntlich kommt, ist also Mitursache von autoritärem Charakter und Faschismus! Witz?
„Das Ganze ist falsch, der Geist der Geschichte ist die permanente Katastrophe“, so heißt es weiter. In der Tat, der Geist der 68er ist Ursache der einmaligen geschichtlichen Katastrophe, in der wir leben, und diese Katastrophe macht auch vor der Kirche nicht halt, wie u. a. Pfr. Rüsing mustergültig vor Augen führt.
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#26   Jörg Guttenberger, Köln   16:47:10 | Samstag, 22. Juli 2006
Methusalix
Ihre Wirklichkeitsblindheit ist ja rührend!
Der Konservative ist nie Ideologe, sondern immer Pragmatiker (nicht Pragmatist!). Ideologen gibt es vielmehr ausschließlich bei den Progressiven und den Reaktionären!
Über die Schuldigen am 1. Weltkrieg gehen die Meinungen auch heute noch auseinander. Hierbei ergibt sich, für Sie wichtig, die Frage, inwieweit die damaligen europäischen Machthaber noch konservativ gedacht haben.
Der 2. Weltkrieg wäre ohne den Hitler-Stalin-Pakt ausgeschlossen gewesen. Beide Seiten glaubten damals, sich gegenseitig gründlich übervorteilt zu haben.
Seit wann ist Stalin ein Rechter? Aber: Extreme berühren sich! Übertritte von den Roten zu den Braunen waren damals bekannt, insbesondere nach der Machtübernahme!
Die Massenmorde beider unterscheiden sich u. a. dadurch, daß Hitler, und dazu mit industrieller Pefektion, ein ganzes Volk umbringen wollte, wohingegen sich Stalin im eigenen Land und insbesondere in Polen auf die Intelligenz beschränkt hat und damit kein Völkermöder war. Auf jeden Fall haben in Hitler und Stalin die braune und rote Ideologie den Karren gemeinsam in den Sand gefahren, wenn auch auf Initiative Hitlers.
Was sind also Ideologien, egal von welcher Farbe, Anderes, als Denkhilfen für Gehirnprothesenträger?!
Ihre Begründung für die von Ihnen behauptete Verlogenheit der „Adenauer-Republik“ macht so auf mich den Eindruck hochgradigen ideologiebedingten geistigen Siechtums!
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#23   Jörg Guttenberger, Köln   00:35:42 | Samstag, 22. Juli 2006
Methusalix
Die SPD war die einzige Partei, die gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hat. Wollen Sie die anderen Parteien etwa in einen Topf werfen?
Zunächst wäre zu prüfen, ob Papen usw. konservativ im heutigen Sinne oder Reaktionäre waren. Der Begriff „konservativ“ hat nämlich einen grundlegenden Bedeutungswandel hinter sich: im 19. Jahrhundert haben sich tatsächlich nur 2 Gruppe gegenüber gestanden, nämlich Konservative und Liberale. Sie gehören wohl zu denjenigen, die diese Entwicklung verschlafen haben. Ihr vergeblicher Versuch, die Konservativen in die reaktionäre Ecke zu drücken, ist dafür der beste Beweis.
Die „Adenauer-Republik“ verlogen zu nennen, ist der Gipfel der Verleumdung linker Herkunft! Das wirft die Frage auf, ob links und link nach Ihrer Auffassung mehr, als nur vier Buchstaben gemeinsam haben.
Wenn Sie sachlich argumentieren, schreiben Sie wohl unter „Blueberry“ und bei ausfälligen Stellungnahmen unter „Methusalix“?
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#21   Jörg Guttenberger, Köln   23:39:36 | Freitag, 21. Juli 2006
Methusalix
„Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!“
Sie vertreten die bekannte Auffasung, die beileibe nicht von allen Progressiven, sondern von deren unkritschen Mitläufern nachgebetet wird. In Ihrem sich hier offenbarenden Wirklichkeitshaß hätten Sie gerne was nicht ist. Im Übrigen disqualfizieren Sie sich schon durch Ihr Vokabular! Wie wollen Sie Ihren sicher vorhandenen Wunsch, ernst genommen zu werden, begründen?
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   22:34:18 | Freitag, 21. Juli 2006
blueberry: Kardinal Meisner
Die Überheblichkeit Ihrer Ausführungen ergibt sich aus Ihrem Vokabular: Geschwurbels, krude. Wir sollten hier sachlich bleiben, sonst gibt es keinen ernsthaften Gedankenaustausch!
Ihre Charakterisierung Meisners als erzkonservativ und erzreaktionär widerlegt sich selbst: konservativ und reaktionär ist nicht daselbe, wie hier schon mehrfach ausgeführt. Erzkonservativ kann es nicht geben. weil konservativ die Mitte zwischen progressiv und reaktionär ist. Mitte ist aber nicht steigerbar!
In Sachen Vergleichs von Babycaust und Holocaust muß ich mich berichtigen: es wird hier tatsächlich verglichen. Aber Vergleich bedeutet keine Gleichsetzung, sondern lediglich Feststellung von Ähnlichkeiten und Unterschieden. Gemeinsam ist beiden die verbrecherische (so JPII zu recht) massenweise Vernichtung von Menschenleben. Zu unterschiedlicher rechtlicher Beurteilung habe ich bereits Stellung genommen.
Kardinal Meisner hat natürlich, wie jeder anständige Mensch, seine Fehler. Ihre Beschuldigungen sind weitestgehend, wie von anderen Forumsteilnehmern zutreffend festgestellt, reine Behauptungen.
Den Predigten Meisners wird weitestgehend, auch von seinen Gegnern, hohes Lob gezollt, nach meiner Meinung zu recht. Ebenso verträgt sein Führungsstil durchaus kritische Anmerkungen.
Redaktion benachrichtigen Mit der Auschwitzkeule in den Krieg getrieben
#12   Jörg Guttenberger, Köln   22:45:07 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Bluebery, Malachias
Malachias, ich stimme Ihrer Auffassung grundsätzlich zu, nachdem das Leben aller Menschen gleichwertig ist, halte aber die Mögliche Auffassung, das von ‘Geweihten sei mehr wert, zumindest für gefährlich. Auf die Bibel kann sich diese Auffassung jedenfalls nicht berufen.
Blueberry: Ihre Stellungnahme ist zum Teil recht überheblich und schießt über das Ziel hinaus. Der Vergleich zwischen Bundesrepublik und Nazi-Deutschland wurde auch nie ansatzweise gezogen.
Da Sie diesen Vergleich aber bringen kann man tatsächlich die Frage stellen, wer seines Lebens sicherer sein kann bzw. konnte: ein heutiges Kind im Mutterleib oder ein Regimekritiker in einem beliebigen totalitären Staat.
Redaktion benachrichtigen Wer von den Schikimikis möchte ein Mörder sein?
#30   Jörg Guttenberger, Köln   22:26:25 | Donnerstag, 20. Juli 2006
DDL: Mission
Wie in jeder Gruppe gibt es auch in der Kirche Extreme aller Qualitäten, wie Sie richtig bemerken.
Zur Mission: Analythisches Denken der Wissenschaft und verknüpfendes Denken der Meditation gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Beide gemeinsam bilden das Ganze.
Verstehen Sie Mission bitte nicht im Sinne von Kulturbringung, wie es in den Entwicklungsländern üblich und notwendig war. Paulus verkehrte mit Griechen und Juden auf Augenhöhe! Es geht nicht um fundamentalen Irrtum! Es tut mir leid, daß Sie das so verstehen. Enscheidung für eine Religion geschieht auf Ebene der Werte, die man erkannt hat und für sich erstrebenswert hält.
Mission muß natürlich den Anforderungen wissenschaftlichen Niveaus entsprechen, will sie ernstgenommen werden. Hinzu kommt die menschliche Seite: wir sind laut Genesis als Gottes Ebenbild erschaffen. Gott ist Liebe und handelt aus Liebe, oder, im Sinne unserer Personalführung: primärmotiviert. Wir verwirklichen die Gottesebenbildlichkeit umso vollkommerer in uns, je primärmotivierter wir handeln. Daran müssen wir Christen uns messen lassen!
Es geht also in erster Linie (ohne den anderen Punkt = wissenschaftliches Niveau) zu vernachlässigen, darum, durch unser Menschsein so zu überzeugen, daß es keines verbalen Bekehrungsversuches bedarf. Werbung = überzeugendes Menschsein!
In Abt Wigbert haben Sie einen solchen Menschen kennengelernt, und ich wünsche Ihnen noch viele weitere solche Begegnungen!
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#28   Jörg Guttenberger, Köln   21:02:48 | Donnerstag, 20. Juli 2006
DDL / Deusexmachina
Sowohl diese Auseinandersetzung, als auch mein eigener Austausch mitn DDL lehren, daß man zu einem guten Gespräch kommen kann, wenn man sachlich bleibt. Emotionen bringen ein Gespräch nicht weiter: „durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt“.
Die Kirche als corpus christi mysticum ist heilig. Andererseits ist sie, von Menschen getragen, nicht fehlerfrei, wie wir zumindest aus der Geschichte wissen und möglicherweise selbst erlebt haben, genauso, wie wir Menschen, Sie und ich gleichermaßen, nicht fehlerfrei sind. Glieder des Leibes Christi und trotzdem mit Fehlern behaftet – mit diesem Paradox müssen wir leben.
Ferner gibt es zwar keinen Gegensatz zwischen Naturwissenschaft und Glauben, denn beide haben in Gott denselben Ursprung. Wohl aber gibt es Gegensätze zwischen naturwissenschaftlicher und thelogischer Erkenntnis, einfach, weil wir als begrenzte Menschen den unumgrenzten Gott nicht fassen können. Auch unter diesem Gesichtspunkt gibt es Schwierigkeiten mit der Kirche.
Wir wünschen DDL die Begegnung mit einem übereugenden Priester, der ein hörendes und verstehendes Herz für seine Fragen und Probleme hat.
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#9   Jörg Guttenberger, Köln   19:07:25 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Malachias: Holocaust – Babycaust
Ich habe die Predigt Meisners am 6.1.2005 selber im Dom gehört.
Man kann Meisner berechtigterweise entgegenhalten, daß Abtreibung, wenn auch inzwischen zahlenmäßig umfangreicher, im Gegensatz zum Holocaust kein Völkermord ist. Völkermord ist aber ein eigener Straftatbestand.
Geht man davon aus, daß die Vernichtung jeden einzelnen menschlichen Lebens gleich schlimm ist, hat Meisner recht. Berücksichtigt man die juristisch unterschiedlichen Straftatbestände, stimmt Meisners Vergleich nicht. Diese Unterscheidung sucht man in der überwiegend emotional geführten Auseinandersetzung über die Predigt Meisners m. W. vergeblich.
Man muß Meisner aber zugute halten, daß er keine Aussagen über juristisch gleiche oder unterschiedliche Wertung machen, sondern grundsätzlich Beispiele für Mißachtung menschlichen Lebens nennen wollte. Diesem Anliegen wird seine Aussage vollumfänglich gerecht.
Auch die Opfer der von Meisner erwähnten Kindermorde durch Herodes waren Juden. Von den Wortführern der Meisner-Kritiker hat das niemand gemerkt!
Redaktion benachrichtigen Keine Zeit für Werktagsmessen
#68   Jörg Guttenberger, Köln   17:52:12 | Donnerstag, 20. Juli 2006
Toby: erzkonservativ
gibt es nicht. Konservativ ist die Mitte zwischen progreßiv und reaktionär; die Pius-Brüder sind nicht konservativ, sondern reaktionär, weil sie die Fortentwicklung der Tradition ablehnen. Abgesehen vielleicht von der Trennung Rom – Konstantinopel sind sämtliche Kirchenspaltungen entstanden, weil eine oder mehrere Gruppen Konzilsbeschlüsse abglehnt haben, zuvorletzt die Altkatholiken mit ihrer Ablehnung der päpstlichen Unfehlbarkeit. Man wird daher sagen müssen, die besagten Kirchenspaltungen sind alleine durch Reaktionäre verursacht.
Jesus Christus war konservativ, denn er ist nicht gekommen, Gesetz und Propheten aufzulösen, sondern um sie zu erfüllen. Paulus hat mit seinem Wort „Prüfet alles, das Gute behaltet“ ebenfalls zu einer konservativen Lebenshaltung aufgefordert.
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#111   Jörg Guttenberger, Köln   17:30:06 | Mittwoch, 19. Juli 2006
DDL: Leben
Hinschtlich des Übergangs von toter zur belebten Materie, z. B. Viren, haben Sie natürlich recht, ich habe bei meinen Ausführungen alleine an den Menschen gedacht, und da bleibe ich bei der Radikalität des Lebens, denn:
Sie weisen völlig zu Recht auf die unerschiedlichen Erkenntniswege hin bei der Frage, ob der Mensch noch lebt. Aber der Mensch lebt unabhängig davon, ob wir das Leben in ihm noch erkennen bzw. anerkennen oder nicht!
Hinsichtlich des Beginns des Lebens gehen die Meinungen in der Fachwelt ebenfalls auseinder. Die Kenntnis- oder Anerkenntnisfrage sagt aber noch nichts über die Tatsache, ob Leben oder nicht.
Sie können einen Stein über eine Mauer werfen in Annahme, dort hält sich niemand auf, weil das Grundstück erkennbar dicht bewaldet ist. Treffen Sie mit dem Stein wider Erwarten doch einen Menschen, haften Sie (dolus eventualis).
Genauso müssen Sie mit menschlichem Leben ab befruchteter Eizelle rechnen, so lange nicht eindeutig ein späterer Beginn unmstößlich bewiesen ist. Eine noch so hohe Wahrscheinlichkeit reicht nicht, weil immer noch die Möglichkeit der Vernichtung menschlichen Lebens besteht. Damit ist die Kirche zum kompromißlosen Schutz des Embryos verpflichet (Ausnahme: unverhältnismäßig hohe Gefahr des mütterlichen Lebens).
Da wir Christen von der unsterblichen Seele wissen, ergibt sich die zusätzliche Frage, ab wann die Seele unsterblich sein soll, wenn nicht ab befruchteter Eizelle.
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#103   Jörg Guttenberger, Köln   23:52:41 | Dienstag, 18. Juli 2006
DDL: Schwangerschaft
Sie geben den juristischen Sachverhalt völlig richtig wieder. Nur: werden wir damit dem Leben gerecht?
Leben ist immer radikal, d. h. es gibt keine Zwischenstationen zwischen Tod und Leben, gewissermaßen lebt man nicht nur ein bischen. Wer nicht tod ist, lebt! Deswegen ist der eine Zeit lang übliche Begriff „werdendes Leben“ sachlich nicht richtig. Denn auch Samen- und Eizellen leben, sonst könnte durch deren Vereinigung kein neues Wesen entstehen.
Unabhängig vom juristischen und vom allgemeinen Sprachgebrauch ist es im biologischen Sinne m. E. richtig, ab befruchteter Eizelle von Vater und Mutter zu sprechen, ohne in die Auseinandersetzung über den Beginn unseres Menschseins einzugreifen.
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#101   Jörg Guttenberger, Köln   23:05:11 | Dienstag, 18. Juli 2006
Pünktchen
Ich stimme Ihrer Auffassung gerne zu.
Nur sollten Sie im Zusammenhang mit Abtreibung nicht verharmlosend von Frauen, sondern sachlich einwandfrei von Müttern sprechen! Denn eine Frau kann nur in ihrer Eigenschaft als Mutter abtreiben.
Der gelegentlich zu hörenden polemischen Antwort, eine Frau werde erst mit der Geburt Mutter, begegnen wir mit der Gegenfrage, wer denn bis zur Geburt Mutter des Embryo ist.
Redaktion benachrichtigen Keine Zeit für Werktagsmessen
#37   Jörg Guttenberger, Köln   22:46:48 | Dienstag, 18. Juli 2006
Tägliche Messe
Da hiernach gefragt wird:
In der Kölner Innenstadt ist das Angebot so umfangreich, daß ich auch als werktätiger täglich die hl. Messe besucht habe und auch als Pensionist noch besuche.
Für Mimi: wenn für Sie die tägliche tridentinische Messe unmöglich ist, versuchen Sie es doch einmal im Dom, in St. Maria in der Kupfergasse oder St. Panthaleon! Die gleitende bzw. flexible Arbetszeit erleichtert diese Verwirklichung unserer Interessen. Es gibt sicher auch für Tridentiner noch weitere annehmbare Angebote nach dem NOM.
Redaktion benachrichtigen Der Henkerstrick für den deutschen Abtreibungsparagraphen
#27   Jörg Guttenberger, Köln   22:25:04 | Dienstag, 18. Juli 2006
antihomoLobby, francofelice
a.: es gibt keine abtreibenden Frauen, sondern lediglich abtreibende Mütter. Die Rede von abtreibenden Frauen führt zu einer sachfremden Verharmlosung.
f.: ein Mensch, der sich vor Gott verantwortlich weiß, wird ganz sicher nicht morden.
Abtreibung fällt zumindest nach deutschem Strafrecht nicht unter Mord, sondern ist ein im Strafgesetzbuch gesondert geregelter Straftatbestand. Diesen Sachverhalt sollten wir beachten, damit uns nicht jeder Rechtskenner zwecks Verharmlosung mangelndes Urteilsvermögen vorwirft. JPII hat zutreffend von einem verabscheuungswürdigen Verbrechen gesprochen, und diesen Beriff sollten wir verwenden. In der Sache stimme ich Ihnen vollinhaltlich zu.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#184   Jörg Guttenberger, Köln   14:47:30 | Dienstag, 18. Juli 2006
stat crux
Daß solche Gruppen u.U. recht langlebig sind, zeigen die russischen Altgläubigen, die sich vor ein paar hundert Jahren wegen Anpassung an griechische Bräuche von der russischen Kirche abgespaltet haben. Es gab innerhalb der Altgläubigen dieselben Abspaltungen, die sich heute offenbar bei den Pius-Brüdern anbahnen, bis zur Nichtanerkennung von Sakramenten! Auch bei den Altgläubigen hat es eine priesterlose Gruppe gegeben, weil man die Weihen in der russischen Kirche für ungültig hielt! M. W. gibt es inzwischen wieder eine Kirchengemeinschaft zwischen russisch-orthodoxen und altgläubigen Christen.
Freuheit (Gal.5,13) und echte und von Herzen kommende Lebensfreude, Liebe (Ga. 5,22) sind m.E. unverkennbare Merkmale der Wirkung des hl. Geistes. Damit ist klar, wie geistige Enge und Fanatismus zu berurteilen sind. Jede Überttreibung ist vom Teufel, wie schon die Kirchenväter sagen. Da der Teufel von Gott die Macht der Zuerstörung bekommen hat, kann sein Werk in der Kirche genauso fortdauern, wie in uns selbst ganz persönlich!
Zwar ist die Rede vom Teufel heute politisch nicht korrekt, aber sein Wirken spüren wir durch das Böse in der Welt täglich. Das Böse, oder allgemeiner ausgedrückt, das Negative, breitet sich umso erfolgreicher aus, als man seinen Urheber, den Teufel, wegleugnet!
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#182   Jörg Guttenberger, Köln   23:17:00 | Montag, 17. Juli 2006
stat crux: Freimaurer
Für die Sedisvacantisten und vermutlich für einen Teil der Pius-Brüder ist offenbar jeder ein Freimaurer, der nicht ihrer ideologisch zum Teil extrem engen Linie folgt!
Für mich unverständlich ist, wie man in solch geistiger Enge überleben kann ohne zu einem geistigen Krüppel zu werden. Das gilt allerdings für linientreue Anhänger anderer Ideologien, erst recht für Hardliner, auch. Können sich diese Menschen noch aus tiefster Seele freuen?
Mit fehlender Anerkennung unserer Weihen, wie wir in diesem Forum lesen, stellen sie sich endgültig ins Abseits!
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#174   Jörg Guttenberger, Köln   15:41:58 | Montag, 17. Juli 2006
stat crux, Aloah
Herzlichen Dank für Ihre umfangreichen ergänzenden Hinweise!
Redaktion benachrichtigen Blauer Brief
#306   Jörg Guttenberger, Köln   18:57:10 | Sonntag, 16. Juli 2006
Benedikt: „Freimaurersignale in der Presse“
Der Titel ist interessant. Haben Sie einen ernsthaften Eindruck von dem Buch? Dann teilen Sie mir bitte Autor und Verlag mit, entweder hier oder unmittelbar über kreuznet. Herzlichen Dank!
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#170   Jörg Guttenberger, Köln   23:33:50 | Samstag, 15. Juli 2006
Gotthard
Unter den 68ern, einem Auswuchs der „Frankfurter Schule“, sind die Anhänger der kritischen Theorie und des kritischen Rationalismus zu verstehen (s. Karl Steinbuch, Kurskorrektur) Keine der Ideologien taugt als Lebensphilosophie, mit dem in Amerika verbreiteten kritischen Rationalismus können Sie zwar die kritische Theorie widerlegen, sonst aber nichts.
Die kritische Theorie befaßt sich zwar mit den Wünschen des Menschen, jedoch ohne nach einer Möglichkeit der Verwirklichung zu fragen. So betrachtet der kritische Theoretiker die eigenen Wünsche als letzte Wahrheit, im Gegensatz zu jeder Religion. Er will keine Wahrheiten mitteilen, sodern Wirkung erzielen. Es besteht eine positive Korrelation zwischen der zunehmenden Macht der 68er und der zunehmenden Unlösbarkeit der Probleme, wie Karl Steinbuch bereits 1973 in seinem obigen Werk nachgewiesen hat und die heutige Erfahrung bestätigt.
Daß solche Grundhaltungen, wie sie mutatis mutandis in jeder Ideologie anzureffen sind, mit keiner Religion vereinbar sind, versteht sich von selbst.
Gehören Sie etwa zu den 68ern? Ihre Frage läßt darauf schließen.
Daß die Kommnisten versucht haben, Agenten in den Vatikan iund sonstige Kirchliche Organen einzuschleusen versucht haben, ist bekannt. Über heutige entsprechenden Versuche liest man nichts. Das Hauptproblem in der Kirche und in der Welt sind daher die 68er und nicht Freimaurer usw. Mit der letztgenannten Gruppe befasse ich mich nicht.
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#50   Jörg Guttenberger, Köln   23:05:50 | Samstag, 15. Juli 2006
Bernardo, Benedikt
Ihren zum Teil sehr umfangreichen Ausführungen stimme ich vollumfänglich zu!
Tatsächlich kann ein Papst seine Nachfolger nur in Sachen Glaubens- und Sittenlehre binden. In allen anderen Dingen können die Päpste frei von Vorgaben ihrer Vorgänger entscheiden, wie wir bereits 1960 im Religionsunterricht gelernt haben. Ein Papst kann ja nicht einmal seinen Nachfolger bestimmen!
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#168   Jörg Guttenberger, Köln   22:48:07 | Samstag, 15. Juli 2006
Perpetua
Siebel ist, wie bemerkt, Sozilologieprofessor und damit bar jeder beruflichern Qualifikation für das Thema. Wie sieht es mit Ihren anderen Autoren aus?
Enzykliken beinhalten bekanntlich keine unfehlbaren Lehrentscheidungen, bitte aktualisieren Sie Ihr Fachwissen! Daß Religionsfreiheit in der Schöpfung grundgelegt ist und damit die Richtigkeit der Konzilsentscheidung habe ich in einem früheren Beitrag nachgewiesen.
Ihre Kirchentreue und Ihr Einsatz sind zu loben, aber blinder Eifer schadet nur! Jede Übertreibung kommt vom Teufel, wie die Kirchenväter bereits sagen. Daß 68er und möglicherweise andere kirchenfeindliche Gruppen den Marsch durch die Institutionen versuchen, ist bekannt. Aber unseren Päpsten Freimaurertum, Häresie usw. vorzuwerfen, schießt weit über das Ziel hinaus.
Globalisierung, Entwicklung in Wissenschaft und Technik führen zu bisher nie da gewesenen Herausforderungen im Sinne einer Bewußtseinserweiterung. Auch die Kirche ist hier gefordert. Wir müssen unsere Glaubenswahrheiten unter diesem Gesichtspunkt neu überdenken, nicht im Sinne einer Infragestellung, sondern einer Vertiefung. Aus einer offenen und ehrlichen Auseinandersetzung geht die Kirche als Sieger hervor.
Bisher war jede Kirchenspaltung (vielleicht mit Ausnahme der Trennung von Rom und Byzanz) durch Verweigerung der abgespaltenen Gruppe zur Fortentwicklung der Tradition verursacht. Die Pius-Brüder bestätigen diese Erfahrung!
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#29   Jörg Guttenberger, Köln   21:31:27 | Freitag, 14. Juli 2006
Mariokis, Karim
Zwar soll durch die Messe das Gedächtnis an den Kreuzestod unseres Herrn aufrecht erhalten werden. Trotzdem ist die hl. Messe keine Erinnerung, keine Erneuerung, sondern eine Vergegenwärtigung des Geschehens im Abendmahlssaal! Es gibt überhaupt nur eine einzige hl. Messe, und diese wurde am Abend vor Seinem Leiden gefeiert. In allen anderen hl. Messen wird dieses Geschehen Gegenwart, d. h. alle hl. Messen sind letzlich nur eine Messe, nämlich Vergegenwärtigung des damaligen Geschehens.
Wesen des christlichen Gedächtnisses ist ja gerade, daß man sich nicht in die Vergangenheit versetzt, sondern die Vergangenheit in die Gegenwart holt, das Vergangene also Gegenwart wird!
Aber nicht nur die Vergangenheit wird Gegenwart, sondern auch die Zukunft! Denn unsere irdische Liturgie ist auch Vergegenwärtigung der himmlischen Liturgie, die uns nach unserer Vollendung erwartet.
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#163   Jörg Guttenberger, Köln   20:30:47 | Freitag, 14. Juli 2006
Artois – Perpetua
Arois: so argumentieren alle, die mangels Masse mit mehr Stimme arbeien. Woher soll ich als Konservativer den ganzen reaktionären Schwulst kennen?
Perpetua: jetzt endlich lassen Sie die Katze aus dem Sack: laut Bernado ist Siebel, auf den Sie sich hier ausdrücklich und sonst wohl stillschweigend berufen, kein Theologe, sondern Soziologie-Professor. Oder gehen Sie wenn Sie Rechtsauskünfte benötigen, statt zum Juristen zu einem Zoologieprofessor?
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#160   Jörg Guttenberger, Köln   16:52:30 | Freitag, 14. Juli 2006
Perpetua – Benedikt XVI
Und warum nennen Sie die Verfasser nicht? Etwa, weil sie als unseriös bekannt sind?
Redaktion benachrichtigen Der nächste ärztliche Pleitefall
#17   Jörg Guttenberger, Köln   16:49:13 | Freitag, 14. Juli 2006
Realist Abtreibung – Mord
Ich will auch nichtwegdefinieren, sondern auf das strafrechtliche Verständnis hinweisen, damit man Abtreibung nicht mit Hinweis auf auf den gesetzlichen sachverhalt verharmlost. Deswegen auch mein Hinweis auf die Aussage von Papst Johanns Paul II! In der Sache sind wir uns einig. Statt „Mord“ sollte wir besser den Begriff „verabscheuungswürdiges Verbrechen“ benutzen. Hierbei können wir uns auf den Papstes berufen!
Redaktion benachrichtigen Der nächste ärztliche Pleitefall
#15   Jörg Guttenberger, Köln   20:49:38 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Abtreibung – Mord
Es trifft zu, daß Abtreibung im deutschen Strafgesetzbuch nicht unter Mord behandelt wird, sondern ein eigener Straftatbestand ist. Das ändert aber nichts an der Richtigkeit der Aussage von Papst Johannes Paul II, der Abtreibung ein verabscheuungswürdiges Verbrechen genannt hat.
Die Frage gehört zwar nicht zum hier behandelten Thema, drängt sich aber in diesem Zusammenhang auf: das Umbringen von alten, kranken und möglicherweise hilflosen Meschen ist im (deutschen) Srafrecht nicht gesondert geregelt. Damit stellt sich die Frage, inwieweit es sich hier, wie z. B. in Holland praktiziert, im Einzelfall oder grundsätzlich um Mord handelt.
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#154   Jörg Guttenberger, Köln   20:01:29 | Donnerstag, 13. Juli 2006
stat crux
Daran, daß die Traditionalisten (Traditionalismus als ideologische Ausgabe der Tradition) die Konzilstexte lesen, zweifele ich allerdings auch, sonst würden sie nicht so ablehnend reagieren.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#152   Jörg Guttenberger, Köln   19:07:21 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Bernado, Hacki
B.: Perpetua hätte seröserweise wenigstens ihre Quellen nennen müssen, durch deren Unkenntnis ich ihr auf den Leim gegangen bin und ihrem Dienstmädchengeschwätz zu viel Ehre erwiesen habe. Entweder hat Perpetua nie wissenschaftlich gearbeitet, oder sie will ihre Leser verdummen!
H.: Immer diese Konzilsmßverständnisse! Man darf dem hl. Geist sicher nicht die Produktion geistlichen Schrotts in die Schuhe schieben! Auf das wirkliche Problem weise ich immer wieder hin, nämlich daß die Ausführung der Konzilsbeschlüsse den 68ern in die Hände gefallen ist bzw. die 68er innerhalb der mit den Ausführungsbestimmungen Betrauten sich kaltschnäuzig durchgesetzt haben. Wieso merkt das niemand?
Redaktion benachrichtigen Eine gut katholische Lösung
#38   Jörg Guttenberger, Köln   18:46:20 | Donnerstag, 13. Juli 2006
Frasim: ein weiser Pater…
Wie heißt dieser Pater?
Redaktion benachrichtigen Eine gut katholische Lösung
#27   Jörg Guttenberger, Köln   23:54:20 | Mittwoch, 12. Juli 2006
OnanII
Sie behaupten ganz einfach, religiöse Zeichen sollten aus der Öffentlichkeit verschwinden. Wie kommen Sie darauf? Behaupten kann jeder alles.
Als Beispiel führen Sie die Türkei an. Sollen wir denen alles nachmachen?
Sollen zur Vernichtung religiöser Zeichen in der Öffentlichkeit auch Kirchen, so z. B. der Kölner Dom, abgerissen werden?
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#141   Jörg Guttenberger, Köln   23:48:08 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Bernardo
Ich bin zugunsten von Perpetua von – allerdings völlig und ohne Sachkenntnis – aus dem Zusammenhang herausgerissenen Zitaten ausgegangen. Sofern es sich etwa um keine Zitate handeln sollte, dann um so schlimmer für Perpetua und ihre Glaubwürdigkeit! Klar ist jedenfalls, daß BXVI das niemals so gesagt haben kann!
Redaktion benachrichtigen Eine gut katholische Lösung
#24   Jörg Guttenberger, Köln   23:38:10 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Kopftuch – Ordenstracht
Das Kopftuch, das für bekanntlich für alle Frauen vorgesehen ist, ist eindeutig ein religiöses Zeichen. Da der Islam zumindest in seiner religiösen Praxis, z. B. Ehrenmorde, Selbstmordattentate, nicht mit dem GG vereinbar ist, ist gegen ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen nichts einzuwenden. Die betreffenden Richter sollten sich mehr um Vermeidung des Eindrucks ideologischer Blindheit bemühen!
Ordenstrachten sind wie Priesterkleidung hingegen keine religiösen Zeichen, weil sie nicht von allen Christen, sondern ausschließlich von den genannten Berufsgruppen getragen werden (dürfen!). Damit handelt es sich um Berufskleidung ähnlich den Uniformen von Soldaten, Polizisten, Bahn- und Postbeamten im Außendienst u. ä. Da die Mitarbeiter der städtischen Müllabfuhr ebenfalls Berufskleidung tragen, dürften sie nach Meinung einiger Beiträge ebenfalls keine Schule mehr betreten – einfach lächerlich!
Religion ist nur hinsichtlich der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen dafür oder dagegen Privatsache. Schon alleine wegen Eintrags in Kirchensteuerlisten handelt es sich – im Gegensatz zum Sex, wie ein Autor richtig feststellt – um eine öffentlich-rechtliche Angelegenheit!
Nach dem ideologisch bedingten Kreuzentfernungsgeschwätz zumindest eines Gesprächsbeitrags dürften in Schulen auch keine Landschaftsbilder mit Wegkreuz bzw. Städtebilder mit Kirchen aufgehängt werden.
In den sozialistischen Ländern hat man solche Zeichen wegretuschiert – Witz?
Redaktion benachrichtigen Wikipedia oder FritzGpedia?
#59   Jörg Guttenberger, Köln   22:51:29 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Sperrung von kreuz.net in Wikipedia
Am 11.7.2006 um 18.53 schreibt DDL u. a.:
„Sowas bestärkt mich darin, in der Wikipedia darauf zu achten, daß nicht wieder irrtümlich kreuz.net als Quelle verlinkt wird. Neulich war das in 5 Artikeln der Fall – jetzt nicht mehr.“
Damit ist die Ursache von fehlender Verlinkung mit kreuz.net in Wikipedia doch klar: DDL = deusexmachina!
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#139   Jörg Guttenberger, Köln   21:37:43 | Mittwoch, 12. Juli 2006
Perpetua – Benedikt XVI
Perpetua:Ihre Zitate von B.XVI sind nachweislich aus dem Zusammenhang heraus entstellt: so z. B. Die eine Kirche Christzi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen: es gibt überhaupt nur eine einzige christliche = katholische Kirche, und diese Kirche ist gespalten! Zu dieser einen Kirche gehören eben auch die genannten schismatischen und häretischen Sekten. Die Äußerung von BXVI ist also in Ordnung.
BXVI als offenbar guter Kenner der Orhodoxie orientiert sich wohl am Kirchenverständnis des 1. Jahrausends, von dem im Gespräch mit dem christlichen Osten auszugehen ist und dessen Nachwirkungen bis zur Aufklärung spürbar waren. So hat Suttner in einem Aufsatz in „Der christliche Osten“ noch eine begrenzte Sakramentengemeinschaft nachgewiesen, gegen die unter dem Einfluß der Aufklärung der damalige Fürstprimas von Ungarn erfolgreich opponiert hat. Nach dem Rückzug von Rom haben sich die beteiligten östlichen Kirchen ebenfalls abgekapselt.
Redaktion benachrichtigen So etwas wie ein Schisma
#32   Jörg Guttenberger, Köln   21:15:55 | Dienstag, 11. Juli 2006
Horst Schlämmer, Graf von Galen
Schlämer: „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!“
Galen: auf welche Quellen berufen Sie sich? Es wurde ebefalls behauptet, der zuständige Bischof intrigiere gegen die Wallfahrt. Grüppchen, die zum Ungehorsam gegen kirchliche Autoritäten aufrufen, gibt es schließlich überall.
Bekanntlich hatte der hl. Pater Pio OFM Cap ebenfalls zeitweise nicht unerhebliche Schwierigkeiten mit der kirchlichen Obrigkeit, aufgrund falscher Anklagen!
Soweit es nicht um dogmatische Aussagen geht, wie hier, sollten wir uns schon eine unabhängige Meinung bilden, soweit Interesse besteht. Zu mehr, als einer mehr oder weniger gut begründeten Meinung reicht es ohnehin nicht, denn eine abschließende Stellungnahme geht deutlich über unsere fachliche Qualifikation hinaus.
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#109   Jörg Guttenberger, Köln   00:04:26 | Dienstag, 11. Juli 2006
Evelin
Zum Filioque ist auf dem Konzil von Ferrara-Florenz 1439 verhandelt worden: Sohn und Geist gehen vom Vater aus. Der Geist wird aber vom Sohn in die Welt gesandt. Also doch gemeinsames Credo!
Der Bescnluß von vor 250 Jahren gilt schon lange nicht mehr. Wer heute als r.-k. Priester zur Orthodoxie übertritt, wird nicht erneut geweiht. Die Düsseldorfer Ausnahme, an die Sie möglicherweise Denken, lag daran, daß der inzwischen hochbetagt verstorbene r.-k. Priester geheiratet hatte und sich als Laie in die orthodoxe Kirche hat aufnehmen lassen. Die Folge: ganz erhebliche Akzeptanzschwierigkeiten. Taufen werden ohnehin wechselseitig anerkannt.
Sofern die Orthodoxen evangelische Taufen nicht anerkennen, so wegen fehlendem dortigen Priestertum. In der Orthodoxie kann m. W. nur der Priester gültig taufen, bei uns sogar ein Nichtchrist!
Redaktion benachrichtigen „Warum soll man nicht sagen, das letzte Konzil war ein Irrtum?“
#105   Jörg Guttenberger, Köln   21:39:11 | Montag, 10. Juli 2006
Kirchenlatein und Bernardo
Kirchenlatein.: Bitte Vorsicht mit solchen Äußerungen. Die Ostkirchen zelebrieren weitestgehend in der Landessprache. Sie deswegen eines leichteren Glaubensabfalls zu verdächtigen, ist gewagt! Auch bei uns ist die Zahl der Gottesdienstbesucher zwischen 1945 und 1962 zurückgegangen. Inwieweit eine nicht in allen Punkten geglückte Liturgiereform nach 1965 diese Entwicklung gefördert hat, ist eine eigene Untersuchung wert.
Bernardo .: Wir müssen uns hüten, die Ausführungen von BXVI vor dem Hintergrund des nach der Aufklärung entwickelten Kirchenverständnisses zu verstehen. Da der Papst offenbar gut mit der Theologie des christlichen Ostens, insbesodere mit der Orthodoxie, vertraut ist, orientiert er sich mit Sicherheit am Kirchenverständnis des 1. Jahrtausends, dessen Einfluß bis zur Aufklärung spürbar war, und das die Grundlage für die Einheit bildet. Hiernach müsen wir von der einen, aber gespaltenen Kirche sprechen. Denn vollständig war der Bruch nie, soweit ein gemeinsames Credo gebetet und die Taufe gegenseitig anerkannt wird. Mit dem Osten ist die Kirchengemeinschaft wegen der gemeinsamen 7 Sakramente umfassender.
Beten wir wir doch in allen christlichen Kirchen für „die eine heilige katholische und apostolische Kirche“! Lediglich die reformatorischen Kirchen übersetzen „katholisch“ zureffend mit „allgemein“ oder setzen „christlich“, was aber nach Ignatius von Antiochien dasselbe bedeutet.
Redaktion benachrichtigen Die Rache Gottes
#46   Jörg Guttenberger, Köln   21:13:07 | Montag, 10. Juli 2006
Weil de es nicht entheiligen können wirst
Wegen zwiwschenzeitlichem Bildschirmausfall und nicht täglichem Internet-Zugang erst heute.
Die biblische Offenbarung gibt uns nach der Lehre der Kirche eine umfassende, jedoch keine vollkommene Gotteserkenntnis (letztere ist für uns Menschen nicht faßbar). Diese umfassende Gotteserkenntnis gibt sonst keine Religion. Daß es auch außerkirchliche Gottesoffenbarung gibt, zeigt uns die kirchliche Lehre von der anima naturaliter christiana. Meiner Meinung nach bietet Gott jedem Menschen eine Offenbarung seiner selbst an. Wer diesen Weg im Sinne der Geisttaufe (umgangssprachlich: Begierdetaufe) geht, kann sein Leben genauso in Gott vollenden, wie wir Christen.
Wir dürfen unser Gottesbild nicht auf das Personenbild einengen, weil er mehr ist, als Person. Wir benutzen das Personenbild nur, weil es die höchst uns bekannte Seinsform ist. Hieraus folgt, es handelt sich hier um keine Definition (=Eingrenzug ), denn Gott ist undefinierbar.
In der preußischen Staastbibliothek lagert (oder hat zumindest um 1970 gelagert) weitestgehend unübersetzte Literatur über eine mittelalterliche eingenständige christliche Philosophie, die den Personenbegriff nicht kannte, aus der ostsyrischen Kirche.
Redaktion benachrichtigen Warum wollen Niederländer in deutsche Altenheime?
#69   Jörg Guttenberger, Köln   20:39:04 | Montag, 10. Juli 2006
DDL: Plan Gottes
Zwar sind wir gegen die Allmacht Gottes machtlos, doch hat uns Gott die Freiheit gegeben, gegen seinen Willen zu verstoßen, und das ist, wenn es ein Verstoß gegen seine Ordnung ist, Sünde (aber: folgt jemand nicht dem Ruf etwa zum Priestertum, den er in sich spürt, so ist das keine Sünde, weil kein Verstoß gegen die göttliche Ordnung). Denn Gott hat uns zur Liebe erschaffen, und Liebe setzt Freiheit voraus.
Die göttliche Ordnung verbietet uns, das Leben absichtlich zu verkürzen. Es kann, wie schon ausgeführt, aber erlaubt sein, bei Reichung von schmerzmildernden Medikamenten eine Lebenskürzung inkauf zu nehmen.
Ich haben bei Ihnen den Eindruck einseitiger Rationalität. Das analythische Denken der Wissenschaft und das verknüpfende Denken der Meditation gehören jedoch zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Gott, der die Liebe ist, hat uns als sein Ebenbild erschaffen, und wir verwirklichen diese Ebenbildlichkeit umso vollkommener in uns, als wir aus Liebe handeln. Nach unserem bisherigen Austausch scheint mir wichtig zu sein, daß Sie sich solchen Gedanken öffnen. Das erfordert zwar viel Geduld mit sich selbst und geht nicht vo heute auf morgen, führt aber zu einer grundlegenden menschlichen Bereicherung.
Es geht also nicht um ein „entweder – oder“, sondern um ein „sowohl – als auch“!
Der Mensch ist zwar ein rationales Wesen, aber nicht ausschließlich. Deswegen werden wir ihm mit einseitiger Rationalität nicht gerecht.
Redaktion benachrichtigen Abgekanzelt: 10 Monate Gefängnis für eine Sonntagspredigt
#16   Jörg Guttenberger, Köln   19:40:09 | Montag, 10. Juli 2006
Lautentius 2
Ihre Aussage stimmt!!!!!!!!!!!
Redaktion benachrichtigen So etwas wie ein Schisma
#28   Jörg Guttenberger, Köln   18:49:24 | Montag, 10. Juli 2006
Toby: Ort des Gebetes
Ich habe nicht behauptet, dort habe es keine übernatürliche Erscheinung gegeben, eine Stellungnahme zur Frage der Übernatürlichkeit ginge deutlich über meine Kompetenz hinaus und wäre anmaßend!
Vor dem Gnadenbild der „Schwarzen Mutter Gottes“ in Köln und anderen Gnadenbildern geschehen ebenfalls auf natürlichem Wege unerklärbare Gebetserhörungen (z. B. Heilung von Krankheiten), ohne daß die Mutter des Herrn persönlich erschienen ist. Hieraus folgt: zu außergewöhnlichen und „normalen“ Gebetserhörungen sind solche Erscheinungen uerheblich.
Warum sollen wir die Frage einer übernatürlichen Erscheinung in Medjugorje nicht offen lassen? Warum soll hier nicht jeder entsprechend seinam persönlichen Empfinden entsprechend glauben? Eine kirchliche Anerkennung oder deren Ausbleiben hat sicher keinen Einfluß auf die Erhörung unserer Gebete. Das Maß deren Erhörung entspricht vielmehr dem Maße unserer hingebenden Liebe zum Herrn.
Redaktion benachrichtigen So etwas wie ein Schisma
#25   Jörg Guttenberger, Köln   00:38:13 | Sonntag, 9. Juli 2006
Medjugorje
Warum wird in dieser Angelegenheit immer die Frage nach außergewöhnlichen Erscheinungen gestellt? Was schadet es, wenn die Leute dort zum Beten zusammen kommen? Sofern es dort Bekehrungen und tiefe geistliche Erlebnisse gibt, kann das nicht durch das intensive dortige Beten begründet sein, warum muß es unbedingt etws Übernatürliches sein? Steht es nicht jedem in der Kirche frei, eine Gebetsgrupe zu gründen („wo zwei oder drei…“)?
Sofern der zuständige Bischof den anwesenden Priestern Beichtjuristiktion verweigert, hat er die Folgen zu verantworten! Fehlende übernatürliche Erscheinung ist normalerweise kein Grund zur Beichtjurisdiktionsverweigerung, warum ausgerechnet in Medjugorje?
Es gibt viele Gnadenbilder der Mutter des Herrn, die nicht auf Erscheinungen zurückgehen, trotzdem erlaubt die Kirche Wallfahrten dorthin!
Redaktion benachrichtigen Eine Veräppelung von Papst und Publikum
#49   Jörg Guttenberger, Köln   17:58:25 | Freitag, 7. Juli 2006
Laurentius2: Lakmustest
Wegen Netzausfalls erst heute:
Kardinal Meisner sorgt, so weit bekannt, persönlich für ausnahmslos glaubensstarke und kirchentreue Pfarrer in der Kölner Innenstadt! Deswegen gibt es in den dortigen Kirchen neben der formellen Teritorialgemeinde immer eine mehr oder weniger große ínformelle Personalgemeinde.
Das Generalvikariat ist sicher nicht links orientiert. Dafür habe ich allerdings aufgrund eigener Erlebnisse den Eindruck, daß man auf dem Markt das Personal aufzulesen genötigt ist, das sonst niemand gebrauchen kann. Des Rätsels Teillösung stand vor Monaten in der Personalkronik (veröffentlicht regelmäßig in der Kirchenzeitung): als Personalreferenten werden nicht, wie zu erwarten, Juristen, sondern Theologen, d. h. zu Personalreferenten umfunktionierte Pastoralreferenten eingestellt, die mit ihren Aufgaben verständlicherweise völlig überfordert sind.
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#56   Jörg Guttenberger, Köln   17:18:14 | Freitag, 7. Juli 2006
deusexmacina: natürlich – unnatürlich
Wegen Netzausfalls erst heute:
Zwischen dem göttlichen Auftrag der Untertanmachung der Erde und Raubbau an der Natur wird es immer Meinungverschiedenheiten über die Grenzen des Erlaubten geben, auch unter Christen, erst recht bei entgegengesetzter Weltaschauung.
Gemäß Gebot, seinen Nächsten zu lieben, wie sich selbst, ist Selbsttötung genauso verboten, wie Fremdtötung:
Woher wollen Sie wissen, daß der Schwerkranke tatsächlich Selbsttötung wünscht? Eine einmal abgegebne Willenserklärung mag formaljuristisch ausreichen, aber – im Gegensatz zum Testament – wenn es um das eigene Leben geht ist mit einer, wenn auch nur vorüberghenden, Meinungsänderung im Ernstall immer zu rechnen. Deswegen habe ich auf mein eigenes Beispiel verwiesen. Denn beim menschlichen Leben kann man sich nicht auf abstrakte Erörterung beschränken, so unverzichtbar sie auch ist.
Hinzu kommen die umfangrreichen Manipulationsmöglichkeiten, insbesondere durch Angehörige und testamantarisch Begünstigte, auf die ich in einem anderen Beitrag eingegangen bin.
Ist einmal, wie Abtreibung zeigt, der Bann gebrochen, steht mehr und mehr das Leben als solches infrage, wie wir aus der bisherigen Entwicklung sehen! Denn Ungeborene immer und häufig auch Todkranke haben keine Möglichkeit, sich gegen lebensvernichtende Fremdbestimmung zu wehren.
Unmißverständlicher und kompromißloser Einsatz für den Lebensschutz gehört daher zu den unverzichtbaren Aufgaben der Kirchen.
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#45   Jörg Guttenberger, Köln   14:13:30 | Freitag, 7. Juli 2006
Bernhardin: Quelle genannt
Als Quelle habe ich kardina Meisner angegeben und die dazu gehörige Möglichkeit, bei Bedarf weiter zu recherchieren, wie Sie selbst zugeben.
Zum Kardinal Meisner habe ich schon einmal ausführlicher Stellung genommen. Ihr Hinweis, er rede viel wenn der Tag lang ist, enspricht ebenfalls keinem gehobenen, geschweige akademischen, Anspruchsniveau, zumal wir das in Köln weit besser beurteilen können, als irgendwelche erzbistumsfremden Elemente aus Allemanien.
Wegen Netzstörungen komme ich erst jetzt zu einer Antwort.
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#27   Jörg Guttenberger, Köln   22:40:40 | Mittwoch, 5. Juli 2006
Gotthard: bischöfliche Gehälter
Ich habe eine Quelle genannt, Sie hingegen nicht. Sie behaupten ganz einfach!
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#37   Jörg Guttenberger, Köln   22:35:35 | Mittwoch, 5. Juli 2006
deusexmachina
Ihre Fragen sind berechtigt und vermutlich nicht für jeden einzelnen Fall allgemeingültig beanwortbar.
Klar ist, daß wir menschliches Leben nicht willkürlich beenden dürfen.
Klar ist vermutlich auch, daß die Ärzte z. B.eine Herz-Lungen-Maschine nicht weiterlaufen lassen müssen, wenn das Gehirn nicht mehr arbeitet. Auch sonst können m. W. lebensverlängernde Maßnahmen unterbleiben, wenn der Patient ganz sicher nicht mehr zu Bewußtsein kommt bzw. es nur ein verlängertes Leiden wird.
Nicht allgemeingültig zu beantworten ist schon die Frage, inwieweit schmerzlindernde Medikamente gereicht werden dürfen, wenn dadurch das Leben (möglicherweise) verkürzt wird. Hier spielen die Heftigkeit der Schmerzen und die krankheits- bzw. altersbedingt ohnehin möglicherweise nur noch kurze Lebenserwartung eine Rolle. Ich kann hier aus eigener Erfahrung mitreden: ich hatte vor über 30 Jahren einmal Nierenkoliken und wäre wegen der extremen Schmerzen auch lieber gestorben (habe den Wunsch aber nicht geäußert). Heute hingegen bin ich froh, dank ärztlicher Hilfe das Ganze überlebt zu haben! Also, von wegen dem Sterbewunsch eines Patienten einfach zu entsprechen!
Die Frage, inwieweit wir natürlche Abläufe beeinflussen dürfen, wird sich immer stellen und unterschiedlich beantwortet werden. Fehlgriffe werden von der Natur selbst (und nicht von Gott) bestraft, weil jede unserer Handlungen ihre Folgen in sich tragen.
Für mehr fehlt leider der Platz!
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   21:53:17 | Mittwoch, 5. Juli 2006
Bernardin: Abführpflicht von Gehaltsteilen
Hierüber hat Kardinal Meisner nur kurz Zeit nach seiner Inthronisation als Erzbischof von Köln etwas gesagt. Er hat damals auch die Obergrenze genannt, ab der die Abführpflicht beginnt. Dadurch stünde er sich als Erzbischof von Köln kaum besser, denn als Bischof von Berlin.
Ob er das in der Kirchenzeitung veröffentlicht hat oder in einem Inerview kann ich mich nach gut 18 Jahren verständlicherweise nicht mehr erinnern. Es liegt aber nahe, daß diese Regelung für den Weltepiskopat gilt, wenn es keine freiwillige Regelung des deutschen Episkopates ist.
Möglicherweise können Sie Näheres bei der Pressestelle der DBK erfahren.
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#35   Jörg Guttenberger, Köln   21:32:28 | Mittwoch, 5. Juli 2006
Golileo
Nein, das ist nicht widersprüchlich!
Unser Leben endet, wenn es aus der Sicht Gottes für eine endgültige Begnung für ihn reif ist; der Mensch vollendet dann sein Leben in Gott. Da Gott so Herr über das menschliche Leben ist, dürfen wir selbst keine lebensverkürzende Initiative ergreifen (über das Ende lebensverlängernder Maßnahmen s. andere Stellungnahmen im Forum).
Fragen bleiben, wie immer, wenn es um den Übergang zum ewigen Leben geht offen, so z. B. wie es mit der genannnten Vollendung beim Tod von Neugeborenen aussieht.
Redaktion benachrichtigen Eine Veräppelung von Papst und Publikum
#17   Jörg Guttenberger, Köln   21:22:02 | Mittwoch, 5. Juli 2006
gretipleti: Ministerpräsidentengehalt
Woher wissen Sie, daß auch Kardinal Lehmann ein Ministerpräsidenten-Gehalt bezieht?
Bekannt ist bisher nur, daß der Erzbischof von München in dieser Höhe besoldet wird. Diese vom bayerischen König getroffene Regelung wurde vom Freistaat übernommen.
Selbst der Erzbischof von Köln bezieht lediglich ein Staatssekretärsgehalt (B 11), wie Herr Kardinal Höffner einmal während einer Rundfunksendung berichtet hat. Und der Bischof von Mainz soll mehr bekommen?
Im Übrigen müssen die Bischöfe einen Teil ihres Gehaltes nach Rom abführen. Es handelt sich um den Teil der einen festgesetzten (mir unbekannten) Betrag übersteigt.
Redaktion benachrichtigen Die deutschen Bischöfe über den verlorenen Krieg
#11   Jörg Guttenberger, Köln   16:57:59 | Mittwoch, 5. Juli 2006
deusexmachina
Warum entweder oder, statt sowohl als auch?
Warum sollen wir uns nicht Ihrer Vorstellung gemäß gegen Hunger, für Gerechtigkeit, für weltweiten Frieden und gleichzeitig entsprechend den Vorstellungen des von Ihnen kritisierten Forumteilnehmers gegen Abtreibung, Ketzerei und liturgische Mißstände einsetzen? Wieso schließt das Eine das Andere nach Ihrer Auffassung aus?
Redaktion benachrichtigen Warum wollen Niederländer in deutsche Altenheime?
#11   Jörg Guttenberger, Köln   16:41:13 | Mittwoch, 5. Juli 2006
Navon
Ihre Stellungnahme ist rein theoretisch und ohne Praxisbezug: wie nun, wenn ein Schwerstkranker seinen Lebenswillen eben doch gegenüber erbberechtigten Angehörigen und überlastetem Pflegepersonal rechtfertigen muß die ihm gemeinsam unter Hinweis auf ebenfalls überlastete Sozialkassen ständig in den Ohren liegen, doch endlich einer vornehm „Euthanasie“ genannten Ermordung seiner selbst zuzustimmen und mit geziehlten Lieblosigkeiten nachhelfen? Hier ist dem Mißbrauch in der Tat Tür und Tor geöffnet!
Aus der Bibel wissen wir, daß der Mensch nicht Herr über Leben und Tod ist. Wie Recht die Bibel doch hat!
Redaktion benachrichtigen Der Tabubruch wird bestraft
#15   Jörg Guttenberger, Köln   16:20:34 | Mittwoch, 5. Juli 2006
Graf von Galen
Die Grundhaltung, die hinter Ihren Gesprächsbeitragen steht, teile ich vollmfänglich. Auch Ihre Stellungnahme zu Kirchmair – ich gehe davon aus, daß die Autorin die Ehefrau von Herrn Dipl.-Ing Kirchmair aus Graz ist – verdient meine volle Zustimmung.
Nur, warum schimpfen Sie immer auf VII? Die Grundhaltung, die Sie völlig zu recht beanstanden, hat mit dem letzten Konzil nicht mehr zu tuen, als die Lüneburger Haidschnucke mit der christlichen Seefahrt!
Katholisch ist weit mehr, als wir in der Schule gelernt haben. Johannes XXIII hat die katholische Kirche aus der ideologischen Enge des Katholismus hinausführen wollen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Mehr, als tragisch ist, daß durch die von Johannes XXIII geöffneten Fenster eben nicht eine fragende und ehrlich suchende Welt strömte, sondern die mit Gott nicht viel anfangen könnende 68er Ideologie eingedrungen ist und mit nicht wenig Erfolg versucht hat, alles zu zerstören.
Johann XXIII und das Konzil wollten die Welt für Gott gewinnen und sich nicht einer Ideologie unterwerfen, wie es zu recht ideologiekritische Kreise irrtümlich verstehen. Die völlige Untauglichkeit von Ideologien zu Problemlösungen habe ich im Rahmen dieses Forums wiederholt erwähnt.
Redaktion benachrichtigen Die Rache Gottes
#43   Jörg Guttenberger, Köln   14:27:41 | Mittwoch, 5. Juli 2006
leges…
Warum haben Sie sich einen so umständlichen Namen zugelegt, daß ihn wohl so gut wie niemand liest geschweige denn zitiert oder gar abschreibt?
Daß wir Christen durch die Bibel und Jesus Christus die umfassendste Gottesoffenbarung haben, ist nicht überheblich, sondern Tatsache! Oder wissen Sie eine andere Religion, in der die Liebe so im Mittelpunkt steht, wie in der christlichen, nach der Gott selbst die Liebe ist und wer Liebe erlebt, Gott selbst erlebt?
Kennen Sie eine andere Religion, in der der Stifter durch Justizmord stirbt und nach drei Tagen leibhaftig auferweckt wird?
Redaktion benachrichtigen Die deutschen Bischöfe nehmen den Papst auf den Arm
#54   Jörg Guttenberger, Köln   14:17:24 | Mittwoch, 5. Juli 2006
Perpetue, Knecht Dumspecht
Perpetua:Ihre Zitate von B.XVI sind nachweislich aus dem Zusammenhang heraus entstellt: so z. B. Die eine Kirche Christzi setzt sich aus allen schismatischen und häretischen Sekten zusammen: es gibt überhaupt nur eine einzige christliche = katholische Kirche, und diese Kirche ist gespalten! Zu dieser einen Kirche gehören eben auch die genannten schismatischen und häretischen Sekten.
KD: Die unehelichen Kinder werden nicht benachteiligt, sondern sind es quasi naturaliter, alleine schon wegen fehlender Familie. Dieser Mangel ist nur durch nachträgliche Heirat der Eltern ausgleichbar, sofern nicht durch anderweitige familiäre Bindung ausgeschlossen.
So sind sie seit etwa 1900 von der Führung des Vaternamens ausgeschlossen und dadurch zur Geschichtslosigkeit verdammt.
Durch die neueste Gesetzgebung seit etwa 1977 führen sie auch nicht mehr den Mädchennamen der Mutter, womit sie abstammungsgemäß verbunden sind, sondern den Namen der Mutter z. Zt. der Geburt. Damit werden die Unehelichen in den Familienverband des Ehemannes der Mutter hineingezwängt, in dem sie ein absoluter Fremdkörper sind. Zumindest nach Vergewaltigung bleibt um des lieben Friedens willen nur noch die sofortige Freigabe zur Adoption, so hart das für die Mutter im Einzelfall auch ist. Nach einem Ehebruch ist die Familie ohnehin zerbrochen.
Lediglich vermögensrechtlich sind die Unehelichen den Ehelichen jetzt voll gleichgestellt, aber Geld alleine macht bekanntlich nicht glücklich!
Redaktion benachrichtigen Die deutschen Bischöfe nehmen den Papst auf den Arm
#27   Jörg Guttenberger, Köln   22:08:52 | Montag, 3. Juli 2006
Vorgetäuschte Distanz vom 29.6.2006
Was ich bereits unter obiger Veröffentlichung geschrieben habe: nur ein Sturm im Wasserglas.
Kardinal Meisner predigt wirklich ausgezeichnet. Ich nehme von seinen Predigten immer Entscheidendes mit und kenne viele, die genauso denken. Nur, und damit stehe ich offenbar alleine da: er macht auf mich den Eindruck, stets zu wissen, was Andere machen sollen, nicht jedoch, was er selbst zu erledigen hat. Bei seiner Kritik an unseren derzeitigen Mißständen findet er stets markige Worte. Auf entsprechend markige Taten warten wir freilich vergebens…
Redaktion benachrichtigen Die Rache Gottes
#41   Jörg Guttenberger, Köln   19:43:36 | Montag, 3. Juli 2006
Babylon: Verbrechen im Namen des Atheismus
Gemäß Genesis hat uns Gott nach seinem Ebenbild erschaffen. Unsere Aufgabe ist es, diese Ebenbildlichkeit in uns zu verwirklichen,so gut es geht. Gott tut das Gute pimärmotiviert, und je mehr wir da Gute primäörmotiviert tuen, umso vollkommener verwirklichen wir die Ebenbildlichkeit Gotte in uns!
Zwar gibt es hierüber noch keine endgültigen wissenschaftlich gesicherten Aussagen, aber wer sagt denn, daß die Nichtchristen vielleicht doch denselben Gott meinen, der sich uns in Schrift und in Christus geoffenbart hat, von dem die Nichtchristen eben nur nicht das umfassenden Bild haben, wie wir? Hierfür spricht, daß es nur einen einzigen Gott gibt.
Ich glaube auch nicht, daß die Atheisten morden, weil sie Atheisten sind, sondern eher zu Atheisten geworden sind weil sie morden wollen und sich vor der Verantwortung gegenüber Gott drücken wollen.
Im übrigen haben die Atheisten recht: auch wir geben ja zu, daß Gott wissenschaftlich nicht beweisbar ist. Nur: sie ziehen daraus den falschen Schluß, es gäbe keinen Gott. Zumindest wir Christen wissen, dass Gott die Liebe ist, und wer Liebe erfährt, erfährt Gott.
Ursache für das Verbrechen ist weniger der Atheismus, denn sonst wären alle Atheisten Verbrecher. Grundursache vielen Übels sind vielmehr die ideologiebedingten Bewußtseinsverengungen. Nur so sind überhaupt z. B. die Hexenverbennungen, Völkermorde usw. erklärbar! Schon die Kirchenväter sagen, alle Übertreibung sei vom Teufel!
Redaktion benachrichtigen Die Rache Gottes
#32   Jörg Guttenberger, Köln   16:04:46 | Sonntag, 2. Juli 2006
Babylon: Verbrechen im Namen des Atheismus
Hierzu gehören unzweifelhaft die Verbrechen der Kommunisten (von Lenin über Stalin bis hin zu den Morden an der Innerdeutschen Demarkationslinie). Die Kommunisten vertreten ganz eindeutig einen ausgesprochen militanten Atheismus, jedenfalls, wenn sie an der Macht sind.
Die Braunen als wohl die schlimmsten Verbrecher wird man ebenfalls hinzurechnen müssen, denn einen ernsthaften Glauben an Gott hatten die Nazis nun einmal nicht, wenn auch gelegentlich von der „Vorsehung“ die Rede war, was immer man darunter verstehen mag. Der Umgang mit der Kirche seitens dieser Leute ist hoffentlich heute noch bekannt.
Das heutige im Rahmen der 68er entstandene Abtreibungs-„Recht“ ist sicher nicht einem militanten Atheismus zuzurechnen, wohl aber einem deutlichen Schwund des Verantwortungsbewußtseins vor Gott.
Mit anderen Worten: je mehr das Bewußtsein für eine Verantwortung vor Gott schwindet, umso niedriger ist die Hemmschwelle zum Verbrechen.
Redaktion benachrichtigen Die Rache Gottes
#22   Jörg Guttenberger, Köln   22:01:58 | Samstag, 1. Juli 2006
Babylon: Atheismus und Humanismus
sind sicher nicht die Lösung, denn beides sind Ideologien, und bis jetzt hat noch keine Ideologie ein Problem dauerhaft gelöst!
Es ist zwar richtig, daß die Kirche in ihrer Geschichte auch große Fehler gamacht hat, aber jede andere Organisation wäre an den Folgen zerbrochen. Wie Sie ebenfalls aus der Geschichte wissen, sind die Verbrechen des 20. Jahrhunderts alle , wenn auch nicht immer ausdrücklich, im Namen des Atheismus begangen worden.
Wem wollen Sie die heutige millionenfache Vernichtung ungeborenen Lebens in die Schuhe schieben, etwa dem Humanismus? Die hier vorherrschenden Hochreligionen (Christentum, Judentum, Islam) sind jedenfalls dagegen! Daß das Abtreibungs-„Recht“ ein Grund ist, warum wir vom Islam nicht ernst genommen werden, ist ebenso bekannt (daß dort auch nicht alles in Ordnung ist, wissen Sie so gut wie ich).
Redaktion benachrichtigen Ehren-Mundschenk + …
#8   Jörg Guttenberger, Köln   21:31:16 | Samstag, 1. Juli 2006
Athanasius: Handkommunion
Sie schreiben, die Handkommunion sei erstmalig 110 verboten worden. Ihre Bemerkung ist interessant. Aus welchen Quellen schöpfen Sie?
Wir müssen wohl davon ausgehen, daß die Apostel beim letzten Abndmahl den Leib des Herrn in die Hand bekommen haben. Gesichert ist, daß die Gläubigen, die den Leib des Herrn auch werktags empfangen wollten, diesen mit nach Hause bekamen, weil nur samstags und sonntags (eucharistische) Liturgie war. Da es hierbei zu Verunehrung gekommen ist, hat man mittwochs und freitags an die Vesper eine Kommunionfeier angeschlossen (Präsanktifikatenliturgie). Da diese in der byzantinischen Tradition noch heute in der Fastenzeit gefeierte Gregoriusliturgie nach Papst Gregor dem Großen (verst. 604) genannt wird, war diese Entwicklung zu dieser Zeit wohl abgesclossen. Auf Bildern bis in das 8. Jahrhundet ist die Handkommunion noch abgebildet.
Mit Interesse sehe ich Ihrer Stellungnahme entgegen.
Redaktion benachrichtigen Die Rache Gottes
#19   Jörg Guttenberger, Köln   20:49:59 | Samstag, 1. Juli 2006
Die Rache Gottes
DDL: Bitte, bleiben Sie sachlich. Mit Polemik ist selten etwas gewonnen, bei diesem Thema ganz sicher nicht.
Wiener und andere: Wir reden entsprechend der Formulierung des Alten Testamentes von der Strafe Gottes. Im Neuen Testament kommt diese Formulierung m. W. nicht vor. Denn die damaligen Autoren wissen genauso, wie wir heute: Gott straft nicht. Der Zorn Gottes ist sein Schmerz über verschmähte Liebe.
Denn jede Tat (oder unterlassene Tat) trägt ihre Folgen in sich. Wer zu viel oder zu wenig ißt, wird eben krank und wird diese unerwünschten Folgen sicher nicht Gott in die Schuhe schieben. Hierzu neigen wir nur bei Nichterkenntnis des Zusammenhangs von Ursache und Wirkung. D. h., das Bild vom strafenden Gott beruht auf unzulänglicher menschlicher Erkenntnis!
Redaktion benachrichtigen In Deutschland finanziert der Staat rechtswidrige Handlungen
#20   Jörg Guttenberger, Köln   16:56:12 | Samstag, 1. Juli 2006
DDL: Bundesbürger
Der Mensch wird tatsächlich nicht erst mit der Geburt rechtfähig, wie das Erbrecht beweist: Sie können gemäß geltendem Recht einen noch nicht geborenen aber bereits gezeugten Menschen testamentarisch begünstigen.
Bei Tötung des Erblassers durch den Erbberechtigten verfällt das Erbrecht. Damit fällt eine Mutter, die ihr testamentarsch von wem auch immer begüstigtes Kind abgetrieben hat, als dessen Nacherbe aus.
Die Verfügbarkeit der Mutter über das Ungeborene entspricht zwar derzeitigem positivem Recht, widerspricht aber anderen gesetzlichen Regelungen, nach denen man z. B. an einem Menschen kein Eigentum erwerben kann. Andererseits ist das Ungeborene kein herrenloses Gut. Es bestehen eine Reihe von weiteren rechtlichen Widersprüchen, so z. B. „rechtswidrig, aber straffrei“.
Das derzeitige Abtreibungs-„Recht“ widerspricht grundlegend dem Naturrecht des Ungeborenen auf Leben, zu dessen Schutz sich wohl einzig noch die Kirche verpflichtet fühlt.
Redaktion benachrichtigen Noch schneller + …
#10   Jörg Guttenberger, Köln   16:05:47 | Samstag, 1. Juli 2006
Zölibat
Unter Zölibat versteht man ausschließlich das Verbot für Kleriker, nach der Diakonenweihe zu heiraten, nicht deren Ehelosigkeit von vornherein. Bei uns können bekantlich verheiratete Kandidaten die Diakonenweihe empfangen, dürfen aber nach Ableben ihrer Ehefrau nicht erneut heiraten. In den östlichen Traditionen gilt dasselbe auch für den Priester, nicht jedoch für die Bischofsweihe, die ausschließlich an Mönche gespendet wird, d. h. Bischöfe leben nicht zölibatär, sondern sind als Mönche zur Ehelosigkeit verpflichtet. Das ist de facto dasselbe, der Unterschied besteht lediglich de jure. Das klerikale Heiratsverbot bzw. deren Ehelosigkeit ist aber keine Glaubensfrage, sondern der Kirchenzucht. So konnte in München von der Verpflichtung zur Ehelosigkeit dispensiert werden. Es bleibt bei einem erneuten Eheverbot nach Ableben der derzeitigen Ehefrau.
Nur bei ausreichend oberflächlicher Betrachtungsweise wird der heutige Priestermangel mit dem Zölibat begründet. Zunächt ergibt sich dei Frage der Korrelation zwischen sinkender Geburtenrate und rückläufiger Priesterweihen. Daß Nachwuchs durchaus möglich ist, zeigen z. B. umfangreiche Neuzugänge in der Abtei Königsmünster / Meschede und aus den Pfarren St. Nikolaus (Berg.-Gladbach-Bensberg) und Maria i. d. Kupfergasse in Köln. Die neuere Entwicklung ist mir allerdings nicht bis in Einzelne bekannt, zumal es Wechsel in der Klosterleitung bzw. bei den Pfarrern gegeben hat.
Redaktion benachrichtigen Der Papst ist noch unentschieden
#45   Jörg Guttenberger, Köln   21:19:50 | Mittwoch, 28. Juni 2006
Freinsberg: Liturgiereform
herzlichen Dank für Ihren informativen Hinweis. Ich wünsche dem von Ihnen erwähnten deutschen Messantiphonale regen Zuspruch!
Redaktion benachrichtigen Kirchensteuer für Konzerne?
#45   Jörg Guttenberger, Köln   15:09:53 | Mittwoch, 28. Juni 2006
blueberry: Kirchensteuer
Sie erwähnen immer wieder den Vatikan. Nachdem die Kirchensteuer konkordatsmäßig festliegt, ist die Aushandlung von Einzelheiten Sache der Deutschen Bischofskonferrenz. Der Vatikan bleibt da außen vor.
Zum Einbezug von juristischen Personen: ich habe das nie gefordert, sondern lediglich Argumente aufgeführt, die dafür sprechen. So habe ich auf den gesamtwirtschaftlichen Nutzen von kirchlichen und sonstigen Privatschulen hingewiesen. In diesem Zusammenhang habe ich die Frage aufgeworfen, ob die Kirchensteuer für juristische Personen möglicherweise nedriger ist, als ihr Anteil an der Gesamtsteuerbelastung, wenn die Kirchen ihre der Allgemeinheit dienenden sozialen und wissenschaftliche Tätigkeiten aufgeben, d. h. der Staat diese Einrichtungen übernimmt, voll finanzieren muß und dafür Steuererhöhung benötigt.
Die nicht von mir aufgeworfene Frage sollte unbefangen nach rechtlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten geprüft werden, wie ich in einer Antwort an iustitia geäußert habe.
Bekanntlich werden im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren die betroffenen Verbände befragt. Ob deren Sachverstand immer ausreichend brücksichtigt wird, ist allerdings eine andere Frage.
Redaktion benachrichtigen Der Papst ist noch unentschieden
#43   Jörg Guttenberger, Köln   14:14:26 | Mittwoch, 28. Juni 2006
Freinsberg: Liturgiereform
Herzlichen Dank für Ihren Hinweis! Die von Ihnen beschriebene Neuerung hinsichtlich Gemeindegesang und Chor ist in Ordnung. Daß alle hierfür vorgesehenen Teile der Liturgie gesungen werden können, gilt nach meiner Erfahrung wirklich nur theoretisch. Denn für eine deutsche missa cantata fehtl m. W. jede Vertonung des deutschen Propriums. Ist das m. W. verantwortliche liturgische Institut in Trier untätig geblieben? Gegf. Warum?
Es ergibt sich allerdings die Frage, ob wegen der deutschen Messen zur Lutherzeit nicht von dort Übennahmen möglich sind, wo wir doch eine Reihe von evangelischen Kirchenliedern in unser GL übernommen haben.
Redaktion benachrichtigen Kirchensteuer für Konzerne?
#43   Jörg Guttenberger, Köln   22:02:13 | Dienstag, 27. Juni 2006
blueberry: Kirchensteuer
Daß heute auch Recht vor Macht kneift, stimmt natürlich. Nur, wann ist das häufiger passiert: heute oder im Mittelalter, als es noch kein so hoch entwickeltes Rechtssytem gab, wie heute?
Ich schreibe nicht, wie im Hochmittelalter, sondern orientiere mich einzig an der Rechtslage und an wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Kirchensteuer zahlen bekanntlich nur die Angehöigen der jeweiligen Kirche. Die von Inen erwähnten Atheisten werden davon also überhaupt nicht berührt!
Wie schon festgestellt, wurden die Kirchen nach 1918 so gut, wie vom gesamten Volk finanziert. Da die Anzahl der Christen – sowohl evangelisch, als auch katholisch – stark abnimmt, könnte die Kirchensteuer tatsächlich den Charakter staatlich eingetriebener Vereinsbeiträge bekommen. Nur: ist das erwünscht? Nicht umsonst sind Aufwendungen für Kirchen genauso, wie Beiträge an soziale und wissenschaftsfördernde Einrichtung einkommen- bzw. körpersteuerabzugsfähig. D. h. doch, der Staat spart durch die Tätigkeit dieser Einrichtungen so viel Geld, daß sich diese Förderung lohnt. Bei Fortfall kirchlicher Tätigkeit käme u. U. eine drastische ESt bzw. KSt-Erhöhung auf uns zu!
Redaktion benachrichtigen Rehabilitiert
#26   Jörg Guttenberger, Köln   21:24:47 | Dienstag, 27. Juni 2006
Bartolucci
Wenn es sich um den Leiter des Chores der sixtinischen Kapelle und nicht des Petersdomes handelt, folgendes:
Um 1980 hat der Chor der sixtinischen Kapelle im Rahmen von „Europäische Kathedralchöre im Dom zu Köln“ im Kölner Dom gesungen. Der Chor hatte die allerschlechteste Kritik, weil der Dirigent die Stimmen so hochdrückte, daß der Chor kaum zu hören war. Auch die Rundfunkübertragung war ausgesprochen schlecht.
Bei einem Romaufenthalt Anfang 1982 hat mir mein damals dort lebender Bekannter dringend abgeraten, Aufnahmen vom Chor der sixtinischen Kapelle zu kaufen, und zwar mit derselben Begründung, mit der dieser Chor wenig vorher in Köln in Grund und Boden kritisiert wurde! Ich habe denn auch auf meine hiesige Erfahrung verwiesen.
Redaktion benachrichtigen Der Papst ist noch unentschieden
#41   Jörg Guttenberger, Köln   20:59:58 | Dienstag, 27. Juni 2006
Liturgiereform
Die Teilnahme an einer byzantinischen Liturgie – in der Abtei Niederalteich sowie in Mannhein-Neuostheim, St. Pius in deutscher Sprache bei einem mit Rom in voller kirchlicher Gemeinschaft stehenden Priester – läßt bewußt werden, was Liturgie eigentlich ist, nämlich eine Feier, Feier unserer Erlösung. Die Mehrheit unserer Priester macht sicher das Beste daraus, manche leider nur ein akademisches Seminar: „Thema der Messe“!
Die schönste Liturgie ist wohl die Armenische.
Ein ganz entscheidender Fehler der Reformer war, als Grundlage nicht vom Pontifikalamt, sondern von der vorkonziliaren presbyteralen Gemeinschaftsmesse auszugehen. So wirken die besonderen Teile aufgesetzt. In manchen Hochämtern wird das „Vater unser“ von der Gemeinde nicht gesungen, sondern rezitiert, das „Agnus Dei“ ebenfalls, um dann während Austeilung der hl. Kommunion vom Chor wiederholt zu werden. Mit anderen Worten: ein Hochamt ist selten. Es gibt meist eine Mischung von Hochamt und rezitierter Liturgie, nicht Fleisch und nicht Fisch.
Wichtig ist, was hoffentlich nach der letzten Liturgiereform bleibt, daß Priester, Diakon, Chor und Gemeinde die ihnen zukommenden Teile selbst authentisch singen und diese Teile nicht erst dann „Rechtskraft“ wehalten, wenn sie vom Priester rezitiert worden sind. Diese Aufteilung ist m. W. in allen östlichen Kirchen üblich, wobei allerdings der Gemeinde reservierten Gesängen häufig von Schola/Chor übernommen werden.
Redaktion benachrichtigen Wieder auf Druck der Glaubenskongregation
#15   Jörg Guttenberger, Köln   18:21:12 | Dienstag, 27. Juni 2006
Abtreibung
Es geht hier um Gesinnungs- und Verantwortungsethik.
Es ist völlig klar, daß die Kirchen keine diskret „Beratungsscheine“ genannten Tötungslizenzen ausstellen dürfen. Ich selber stehe daher ohne Vorbehalt auf der Seite Roms, das solches völlig zu recht verbietet.
Andererseits wird mir entgegengehalten (von mir nicht nachprüfbar), in Ländern mit so gut wie absolutem Abtreibungsverbot (d. h. einzige Ausnahme bei unverantwortlicher Gefährung des Lebens der Mutter) sei die Anzahl der illegalen Abtreibungen höher, als bei uns die Anzahl der „legalen“.
Hieraus ergeben sich folgende Fragen:
1. Stimmt diese Behauptung?
2. Wenn diese Behauptung stimmt, zeigt das nur, daß ein Verbot alleine nichts nutzt. Hier ist noch eine Menge Bewußtseinsbildung zu leisten, und in erster Linie ist ein überzeugtes und überzeugender geschlossener Auftritt der Kirchen gefragt. Unterschiedliche Meinung innerhalb der Kirchen wirken nicht überzeugend
Die Ausstellung von Beratungsscheinen bewirkt jedenfalls den Eindruck, die Kirchen billigen die Tötung der Ungeborenen und wirkt daher verhehrend auf Bewußtseins-und Gewissensbildung.
Es geschieht schon heute sehr viel von Kirche und Privat für Schwangerschaftskonflikte. Aber offenbar geschieht noch nicht genug.
Redaktion benachrichtigen Ernstgenommen wird nur der Rechtsbruch
#48   Jörg Guttenberger, Köln   17:48:45 | Dienstag, 27. Juni 2006
Bischof Koch: Fortsetung meiner Stellungnahme
Die letzten Beiräge gehen weitestgehend am Thema vorbei!
Laut kreuz.net sind Entscheidungen des Presserates und des Bundesamtes für Kommunikation unanfechtbar. Sofern diese Behauptung stimmt, müssen an der demokratischen Rechtsstaatlichkeit der Schweiz grundlegenden Zweifel angemeldet werden!
Jeder Verwaltungsakt des Staates und jede Entscheidung bzw. Handlung von natürlichen und juristischen Personen zulasten Dritter unterliegen in einem demokratischen Rechtsstaat gerichtlicher Billigkeitskontrolle!!!!!! Hat das noch niemand der zum Teil völlig ohne Nennug von Gründen die infrage stehende Entscheidung der schweizer Gremien billigenden Forumsteilnehmer gemerkt? Lassen Sie sich etwa statt von rationalem Rechtsdenken von emotionalen Kirchenhaß leiten?
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#41   Jörg Guttenberger, Köln   14:39:31 | Dienstag, 27. Juni 2006
blueberry: Kirchensteuer
ja, siehe Winterkönig in Böhmen, aus schwerwiegendem Grund, aber nicht willkürlich. Das waren absolute Ausnahmen bei der steigenden Macht der Reichsfürsten war eine Entegungung de facto ausgeschlossen. Denn Durchsetzung von Recht hat damals Macht zur Durchsetzung vorausgesetzt.
Mit dem Hitlerkonkordat wurde die Kirchensteuer m.W. aber nicht neu eingeführt, denn sonst ergäbe sich die Frage, wovon die Kirche vorher recht gut gelebt hat. Gesetzesbegründungn stehen, wie schon gesagt, nicht im Gesetz selber, sondern werden bei Einbringung des Gesetzentwurfes genannt und sind in den entsprechenden Parlamentsprotokollen nachzulesen.
Es sit richtig, daß Bischöfe und Domkapitel nicht aus Kirchensteuermitteln finanziert werden, aber damit ist doch nicht das gesamte 1803 enteignete Vermögen entschädigt!
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#39   Jörg Guttenberger, Köln   23:00:37 | Montag, 26. Juni 2006
blueberry: Kirchensteuer
„Deutscher Kaiser“: ich habe Ihre Ausführungen vom 25.6.2006 mißverstanden und bitte um Entschuldigung.
Daß Deutschland vom Vatikan regiert wird, habe ich nie behauptet.
Ursprünglicher Anlaß für die mehrfach aktalisierten Konkordate war 1803. Daß der Anlaß nicht bei jeder Aktualisierung wiederholt wurde, stellt dessen Fortgeltung nicht infrage.
Wegen der Kulturhoheit der Länder sind diese Vertragspartner des Vatikans, wie Sie richtig feststellen. Zwar sind solche Verträge, wie Sie ebenfalls richtig feststellen, kündbar, soweit vertraglich vereinbart. Bei Kündigung gelten die hierfür vertraglich vorgesehenen Rechtsfolgen. So einfach, wie Sie behaupten, ist die Sache auch wieder nicht.
Vor 1806 gab es keinen Vatikanstaat, sondern (bis 1870) den Kirchenstaat.
Bis 1806 gab es keine Trennung von Kirche und Staat, sondern nicht bis in alle Einzelheiten festgelegte Gewaltenteilung, wobei Papst und Kaiser verständlicherweise Machterweiterung versuchten. Kirchliche Reichsfürsten konnten genauso wenig enteignet werden, wie Weltliche. Immerhin hat es sogar mit Mainz, Köln und Trier drei geistliche Kurfürstentümer gegeben.
Auch sonst konnte der Kaiser wegen dahinschwindender Macht zugesprochene Güter nicht einfach enteignen.
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#42   Jörg Guttenberger, Köln   22:29:15 | Montag, 26. Juni 2006
Bischof Koch
Die Ausführungen des Bischofs kann man nur ganz dick untersteichen.
Tatsächlich ist absolut nicht einsehbar, warum jedes Wirtschaftsunernehmen und jede politische Partei werben darf, die Kirche jedoch nicht. Werbung ist Information. Daß kirchliche Information den Frieden stört, ist an Verlogenheit völlig unüberbietbar.
Freiheit ist unteilbar, wie uns beim Zusammenbruch des Ostblocks mustergültig vorgeführt wurde: Forderung nach Freiheit der Wirtschaft ist ohne Freiheit von Politik und Religion unmöglich.
Geld ist in Münze geprägte Freiheit. Wie beliebt war – zumindest vor der Wende – der Rubel und die DM? Tatsächlich lebten und leben wir in einem der freiesten Länder der Welt! Die beliebtesten Währungen der Weltwirtschaft kommen eben aus den freiesten Ländern!
Verwandelt sich die Schweiz in einen totalitären Staat nach Ostblockmuster?
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#37   Jörg Guttenberger, Köln   21:42:21 | Montag, 26. Juni 2006
blueberry: Kirchensteuer
„Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräfte fehlt“. Bitte, bleiben Sie ruhig, wenn Sie überzeugend wirken wollen!
Umfangreiche Kenntnisse besitzen Sie eindeutig nicht, sonst hätten Sie nicht behauptet, der Deutsche Kaiser hätte der Kirche Rückerstattung der 1803 enteigneten Güter angeboten. Auch sonst fehlt es Ihnen offenbar an Fachwissen.
Über Ursache der Kirchensteuer für beide Kirchen habe ich bereits Stellung genommen. Die Begründung für ein Gesetz steht bekanntlich nicht im Gesetz selber, sondern wird bei der Einbringung des Gesetzesentwurfs genannt und ist aus den Protokollen des Gesetzgebungsverfahrens ersichtlich. Die entsprechenden Unterlagen sind sicher in den entsprechenden Archiven noch verfügbar. Bitte, bemühen Sie sich um Einsichtnahme.
Grundlage der Kirchensteuer sind Konkordate bzw. entsprechende Verträge mit der ev. Kirche. Hieran ist auch der deutsche Gesetzgeber gebunden. Ansonsten hat der Papst, wie ich ebenfalls schon ausgeführt habe,
keinen Einfluß und auch keinen unmittelbaren Nutzen. Inwieweit sich die Kirchen gegen Vertragsbruch erfolgreich wehren können, ist allerdings keine Frage des Rechtes, sondern des außerrechtlichen Durchsetzungsvermögens.
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#35   Jörg Guttenberger, Köln   16:57:15 | Sonntag, 25. Juni 2006
iustitia: Kirchensteuer
Rechtsgrundlage der Kirchensteuer ist alleine der Reichsdeputationshauptschluß. Die Frage, inwieweit andere Kirchen im Rahmen des grundgesetzlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes gleichzustellen ist, ist in Deutschland zugunsten der anderen Kirchen gelöst. Förderung anderer Ehremamtlicher läft alleine über Steuerermäßigung.
Daß Einbezug von juristischen Personen in das Kirchensteuersystem eine Gesetzesänderung bedeutet, ist auch mir klar. Die Frage ist eben, inwieweit eine solche Gesetzesänderung im Rahmen der bisher vorgetragenen Argumente sowie weiterer dafür und dagegen sprechender Gründe verfassungsgerecht, rechtlich verantwortbar und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Einbezug von rechtsphilosophischen Überlegungen geht wohl nicht ganz ohne Berücksichtigung weltanschaulichen Hintergrundes, und führt damit u.U. zu weiteren Problemen.
Fortfall der kirchlichen Trägerschaft für Schulen usw. ergibt die Frage, ob die dadurch verursachte Höherbelastung für alle mehr ausmacht, als der Einbezug von juristischen Personen in das System für den betroffenen (juristischen) Personenkreis. U.U. stehen sich juristische Personen durch eine geringere Kirchensteuerbelastung besser, als durch die allgemeine Steuererhöhung für alle. Das aber allein Frage nüchterner wirtschaftlicher Kalkulation.
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#33   Jörg Guttenberger, Köln   15:29:58 | Sonntag, 25. Juni 2006
blueberry: Kirchensteuer
1. Was hat Schadenersatz mit Ideologie bzw. Trennung von Kirche und Staat zu tuen? Soweit die evangelische Kirche enteignet wurde, hat sie selbstverständlich dieselben Ansprüche. Wer ist schon ein begeisterter Schadenersatzzahler?
2. Was hat der Papst mit den Schadeneratzansprüchen der deutschen r.-k. Kirche zu tuen?
3. Wann hat der Deutsche Kaiser der r.-k- Kirche Rückgabe des eneigneten Besitztes und womöglich Rückgabe der seinerzeitigen geistlichen Fürstentümer angeboten? Schließlich war er kein Absoluter Monarch (1848!!!!!) und hätte selbst für Preußen die Zustimmung des Landtages benötigt. Für das ganze Reich wäre Zustimmung von Reichstag, Bundesrat und je nach Verfassung der Reichsfürsten notwendig gewesen!
4. Ich fordere keine Kirchensteuer für Körperschaften sondern halte eine solche Steuer lediglich unter den genannten dafür sprechenden Argumenten für erwägenswert. Hinzu kommt der wachsende Ersatz von Menschen durch Maschinen, durch den der Schadenersatzanspruch der r.-k. Kirche zunehmend ins Leere geht. Sofern die Kirchen ihre soziale Tätigkeit z. B. in Schule und Kindergarten einstellen, müßte der Staat einspringen, d. h. Steuererhöhungen für sowohl natürliche als auch juristische Personen wären unerläßlich. Bei Einbezug auch juristischer Personen in die Kirchensteuerverpflichtung kommen womöglich alle günstiger weg. Das ist aber eine Frage der Wirtschaftlichkeit und nicht der Ideologie!
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#31   Jörg Guttenberger, Köln   23:44:43 | Samstag, 24. Juni 2006
semiotico und blueberry
semiotico: Ich habe nie das Konzil bzw. die Homosexuellen für Fehlentwicklungen verantwortlich gemacht! Das Konzil nehme ich sogar ausdrücklich in Schutz, wie Sie wissen. Bei dem fraglichen Artikel habe ich bezüglich Kirchenfeindlichkeit lediglich eine Vermutung geäußert, bedingt durch allzu umfängliche sachliche Fehler der beiden Beiträge von Hodmez… und iustitia! Ich habe nicht Kirchenfeindlichkeit als erwiesene Tatsache hingestellt, das wäre in der Tat anmaßend.
Blueberry: die von Ihnen genannten Inkosequenzen treffen zu! Eigentlich müßte der gesamte Staat für die Vermögenschäden der r.-k. Kirche aufkommen. Der Staat hat aber nur das Geld, das er von seinen Bürgern in Form von Steuern einnmmt.
Gleichzeitig bestehen traditionsbedingte Verpflichtungen gegenüber der ev. Kirche. Es handelt sich wohl um eine Vereinfachungsregelung, daß man beide Kirchen durch ihre jeweiligen Mitglieder, als Staatsbürger, kirchensteuerlich alimentieren läßt. Da, wie schon gesagt, 1918 außer den Juden, nahezu alle Deutschen einer der beiden Großkirchen angehörten, war die Regelung damals im Ergebnis weitestgehend in Ordnung.
Gemäß Gleichbehandlungsgebot des GG könnten analog der bisherigen Kirchensteuerrregelung andere Kirchen bzw. Religionsgemenschaften Kirchensteuer fordern. Wie mir in den 70er Jahren bekannt wurde, hat die russisch orthodoxe Auslandsirche hierauf verzichtet, weil man das System damals im Rahmen der 68er Unruhen nicht für zukunftsträchtig hielt.
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#29   Jörg Guttenberger, Köln   22:41:26 | Samstag, 24. Juni 2006
hodmez… und iustitia
Beide Beiträge wimmeln von – vermutlich kirchenfeindlichkeitsbedingten – Fehlern!
Wenn Schulgründung auch nicht Zweck der Kirche ist, so ist sie dennoch, wie jede andere natürliche bzw. juristische Peron, hierzu berechtigt (Dienstleistungsfreiheit!). Nicht nur Klöster, sondern auch Bistümer unterhalten Schulen und haben hierin eine lange Tradition (s. regula Benedicti sowie Kathedralschulen im Mittelalter). Bis zur Gründung der 1. juristischen Fakultät in Bologna waren alle Professoren Priester, wie Sie als Jurist eigentlich wissen müßten!
In Deutschland herrscht bekanntlich Schulgeldfreiheit. Damit werden die Eltern nur zur Finanzierung der Privatschulen herangezogen, die sich ausnahmsweise, wie die Waldorfschulen, nicht an staatlich vorgegebene Lehrpläne halten. Im Übrigen spart der Staat durch solche Privatinitiativen eine Menge Geld.
Den Nutzen auch der Kaitalgesellschaften durch die Privatschulen: s. meinen letzten Beitrag!
Denselben Beitrag, den die KSt zur Kirchenfinanzierung leistet, leistet auch die ESt. Daß Kirchensteuer im Gegensatz zu sonstigen Steuern in die verfassungsrechtliche Gewerbefreiheit eingreift, ist eine Behauptung von iustitia. Warum sollen daher nicht auch juristische Personen unmitttelbar zur Kirchensteuer veranlagt werden?
Zur Entstehungsgeschichte der Kirchensteuer: s. meinen letzten Beitrag. Ihre Auffassung entspricht – jedenfalls hinsichtlich der r.-k. Kirche in Deutschland – nicht den Tatsachen.
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#25   Jörg Guttenberger, Köln   17:47:55 | Samstag, 24. Juni 2006
justitia: Kirchensteuer für juristische Personen
Es stimmt: juristische Personen können die Dienstleistungen der Kirchen – zumindest nicht unmittelbar – in Anspruch nehmen. Trotzdem zählen sie mittelbar zu deren Nutznießern: denken Sie z. B. an den ausgezeichneten Ruf kirchlicher Schulen, den selbige sicher nicht zu Unrecht genießen. Warum drängen wohl auch Nichtkatholiken und kirchlich völlig Ungebundene zur Aufname ihres Nachwuchses in katholische Schulen?
Gut ausgebildete Berufsanfänger liegen im ureigensten Interesse der Wirtschaft. Somit besteht durchaus ein mittelbarer Nutzen an kirchlichen Dienstleistungen, und warum sollen deren Nutznießer auch als juristische Personen die Kosten nicht mittragen?
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#23   Jörg Guttenberger, Köln   16:58:06 | Samstag, 24. Juni 2006
Parzival: Schadenersatzleistungen
Ihre Erwiderung ist erst recht Humbug! Sie unterstellen Äpfel mit Birnen vergleichend einfach drauflos!
Natürlich habe ich nichts gegen Entschädigung der Juden auf Dauer unter Berücksichtigung der umfangreichen nachkrieglichen Leistungen an Israel. Bei nachkrieglichem Lastenausgleich stehen sich NS-Geschädigte ohnehin besser. Die vielen ermordeten Juden sind rein wirtschaftlich nicht erfaßbar.
Durch Ausrufung der Republik 1918 hat der Adel im Gegensatz zur Kirche 1803 jede öffentliche Funktion verloren. Aufgrund der begleitenden Gesetze ist seine Behandlung gemäß bürgerlichem Recht in Ordnung.
Die Kirchen haben hingegen ihre öffentliche Bedeutung (z. B. caritative Aufgaben) behalten und benötigen damit verständlicherweise Ersatz für entgangene Einnahmen. Damit alleine ist die Rechtsgrundlage schon grundlegend anders, als beim Adel, der seinen Privatbesitz 1918 im Gegensatz zur Kirche 1803 ungeschmählert behalten hat.
Was haben Sie dagegen, daß die beiden kirchensteuer eintreibenden Kirchen ihren Unterhalt ausschließlich von ihren eigenen Mitgliedern beziehen? 1918 hat fast jeder Deutsche mit Ausnahme der Juden einer der beiden Großkirchen angehört. Durch umfangreiche Kirchenaustritte und massenhaften Zuzug von Mitgliedern anderer Konfessionen und Religionen stellt sich die Frage in Ihrem Sinne allerdings neu. Schließlich stehen die kirchlichen Dienstleistungen (z. B. Kindergärten, Altenheime, Schulen usw.) nicht nur ihren Mitgliedern zur Verfügung.
Redaktion benachrichtigen Sexperten an die Front!
#15   Jörg Guttenberger, Köln   21:06:24 | Freitag, 23. Juni 2006
Sex-Themen in kreuz.net
In kreuz.net kommen zur Zeit auffallend viele Sex-Beiträge. Was soll das?
Redaktion benachrichtigen Der Kardinal ist informiert
#20   Jörg Guttenberger, Köln   20:52:36 | Freitag, 23. Juni 2006
Obiges Bild
Auch ich schließe mich der Auffassung an, daß obiges Bild in einer katholischen Einrichtung nichts zu suchen hat.
Redaktion benachrichtigen Tony Blair ist besorgt
#42   Jörg Guttenberger, Köln   19:52:40 | Freitag, 23. Juni 2006
Semitico und andere: Pünktchen
Wer die Gesprächspraxis von Pünktchen beanstanden will, möge sich doch bitte unmittelbar auf den beanstandeten Beitrag oder die fehlende Antwort hin melden und bei weiteren Punkten ensprechend nachfassen. Kollektivschelte bring, wie wohl jeder Pädagoge weiß, gewöhnlich nichts, weil sich der so Gescholtene meist zu Unrecht kritisiert fühlt.
Im Übrigen ist wohl jeder Gesprächsteilnehmer selber in der Lage, sich zu wehren so daß es einer Kollektivschelte nicht bedarf.
Redaktion benachrichtigen Kirchensteuer für Konzerne?
#21   Jörg Guttenberger, Köln   23:36:17 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Parzival: Schadenersatzleistungen
Es geht hier um Schadenersatzleistungen für entgangene Einnahmen. So lange der Staat aus den enteigneten Gütern selber Rendite bezieht, warum soll er davon nicht für unbegrenzte Zeit an den Enteigneten abgeben?
Die Finanzmathematik kennt durchaus die ewige Rente. Es handelt sich um den Fall, daß die entnommenen Beträge so niedrig sind, daß das vorhandene Kapital zumindest nicht aufgezehrt wird. In unserem Fall sind die an die katholische Kirche gezahlten Beträge niedriger, als die abgeworfene Gesamtrendite, so daß hier ganz eindeutig eine ewige Rente vorliegt.
Es gibt übrigens noch ältere solche Verträge: so zahlt ein Weingut in Franken (der Name ist mit entfallen) noch heute an das Haus Habsburg Abgaben, deren Rechtsgrund noch in der Zeit des hl. römischen Reiches deutscher Nation geschaffen wurden.
Redaktion benachrichtigen Freiheit für alle – außer für die Katholische Kirche
#79   Jörg Guttenberger, Köln   22:39:09 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Jungfrauengeburt
In Fortführung meines heutigen Beitrags:
Von einigen gläubigen Physikern wird die Auffassung vertreten, Gott verstoße nie gegen die von ihm gemachten Naturgesetze. Wunder bewegen sich demnach ausschließlich innerhalb dieser Gesetze, die wir in ihrem vollen Umfang bisher nicht entschlüsselt haben und vermutlich nie entschlüsseln werden. Das gilt auch für die Jungfrauengeburt.
Geschichte als Wissenschaft gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert (Ranke, Mommsen). Genauso, wie Homer die Heldentaten der Griechen anhand von historischen Tatsachen darstellen wolle, wollten die Evangelisten den Glauben anhand solcher Grundlage vermitteln. Hierbei war es durchaus erlaubt, Tatsachen innerhalb gewisser Grenzen so zu verbiegen, wie es für die gewünschte Darstellung notwendig war.
Die orientalischen Sprachen sind genauso, wie unsere Sprache bis zur Scholastik, Bildersprachen. Unsere heutigen abendländischen Sprachen sind Begriffsprachen. Das Bild geht tiefer, als der Begriff, aber der Begriff ist deutlicher, als das Bild, wobei das Bild keineswegs unverbindlicher ist, als der Begriff. Eine offenbar häufig übersehenes Problem ist die Übersetzung der damaligen Bildersprache in unsere heutigen Begriffsprachen.
Redaktion benachrichtigen Freiheit für alle – außer für die Katholische Kirche
#67   Jörg Guttenberger, Köln   17:50:30 | Donnerstag, 22. Juni 2006
DDL: Naturwissenschaft und Glaube
Es stimmt tatsächlich: nach derzeitiger wissenschaftlicher Erkenntnis sind Jungfrauengeburt und Auferstehung wissenschaftlich nicht nachvollziehbar, beide widersprechen jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnis.
Aber: dürfen wir beides alleine deswegen ablehnen? Zur Jungfrauengeburt hat m. W. Thomas von Aquin erklärt, sie sei für die Gottheit Jesu Christi nicht notwendig, jedoch als gesamtkirchliches Dogma zu glauben. Mit der Auferstehung jedoch steht und fällt unser Glaube, wie schon Paulus schreibt.
Abgesehen davon, daß Wissenschaft sich auch schon geirrt hat: Glaube und Wissenschaft haben denselben Ursprung und können sich deswegen nicht widersprechen. Der vermeintliche Widerspruch ergibt sich alleine aus der beschränken Erkenntnisfähigkeit des glaubenden und Wissenschaft betreibenden Menschen! Bekanntlich sind lediglich 10 % unseres Großhirn tätig, so haben wir jedenfalls vor 40 Jahren in der Schule gelernt. Oder gibt es hier neue Erkenntis?
Hieraus folgt: mit unserer widersprüchlichen Erkenntnis müssen wir leben und daran reifen bis wir bekennen: „In Demut bete ich Dich, verborgene Gottheit an“! Denn das analytische Denken der Wissenschaft und das verknüpfende Denken der Meditation gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Die volle Wahrheit umfassen wir nie!
Redaktion benachrichtigen Tony Blair ist besorgt
#34   Jörg Guttenberger, Köln   17:18:11 | Donnerstag, 22. Juni 2006
deusexmachina und Aphrodite: Pünktchen
deusexmachina: Ihre positive Sicht unseres Gedankenaustausches hat mich angenehm überrascht. Herzlichen Dank!
Deusexmachins und Aphrodite: ich setze mich ganz bewußt so gut wie ausschließlich mit den Argumenten des Gesprächspartners, nicht jedoch mit seinem persönlichen Hintergrund und seiner thema-unabhängigen Urteil über andere Gesprächsteilnehmer auseinander.
Kritik an Gesprächsteilnehmern sollte man m. E. der Fairneß halber ausschließlich zum gerade behandelten Vorgang äußern. Hierbei kann man natürlich auf genau umschriebene andere Fälle verweisen, für die man dieselbe Kritik für angemessen hält. Pauschalurteile wie „immer“ oder „häufig“ nehmen dem Kritisierten die Möglichkeit zu einer sachlich begründeten Gegenwehr.
Wir alle aben schon erlebt, gelegenlich trotz fehlender Arugmente – ob zu recht oder unrecht ergibt sich oft erst später – von unserer Auffassung überzeugt zu sein. Dann hilft oft nur Schweigen, trotz „qui tacet consentire videtiur“.
Redaktion benachrichtigen Tony Blair ist besorgt
#25   Jörg Guttenberger, Köln   14:08:10 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Pünktchen
Die beiden hier von Pünktchen veröffentlichten Artikel – und nur im diese geht es – sind rein sachlich gehalten und entbehren jeglicher Polemik. Meinunsverschiedenheiten über andere Beiträge sollten alleine dort ausgetragen werden, aber nicht hier.
Nach meinem Wissen nimmt die katholische Kirche den Beginn menschlichen Lebens immer ab Verschmelzung von Samen- und Eizelle an. Abgesehen von diesem Punkt, zu dem ich aber als Fachunkundiger keine Stellung nehmen kann, sind die beiden Beiträge von Pünktchen in Ordnung.
Redaktion benachrichtigen Ist der Tod das Ende des ganzen Menschen?
#15   Jörg Guttenberger, Köln   11:17:42 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Dr. Otterbeck: die letzten Dinge
Es stimmt leider: der Tod und was uns danach erwartet „vita mutatur, non tollitur“ wird in der heutigen Verkündigung regelrecht unterschlagen, obwohl es doch unser Lebensziel ist. Ich halte das für völlig unverantwortlich und mit ursächlich für die heutige auch in der Kirche weit verbeitete Oberflächlichkeit! Der letzte Sinn unseres Lebens wird der gläubigen Gemeinde vorenthalten.
Unser im Jahre 1978 pensionierter Pfarrer hat dieses Thema ganz bewußt in seinen Predigten angesprochen, weil er aus eigener seelsorglicher Erfahrung um die Angst insbesondere der Todkranken vor dem Sterben gewußt hat. Es ist ihm gelungen, den Menschen die Angst vor dem Tode zu nehmen, wie ich u. a. aus der Erfahrung meiner in 2004 verstorbenen 92jährigen Mutter weiß. So lange haben die Predigten dieses Priesters also nachgewirkt, der übrigens neben seiner formellen Territorialgemeinde noch eine beträchtliche informelle Personalgemeinde mit z. T. recht prominenten Namen um sich versammelt hat.
Leider ist besagter Pfarrer bei einigen geistlich Halbstarken auf erbitterten Widerstand gestoßen, die seine Predigt als esoterisch diffamiert haben. So ging es schon damals einem Priester, der auftretend „sei es gelegen oder ungelegen“ die ganze Wahrheit verkündet!
Redaktion benachrichtigen Kirchensteuer für Konzerne?
#19   Jörg Guttenberger, Köln   21:52:16 | Montag, 19. Juni 2006
DDL und Andere: Kirchensteuer
Die Kirchensteuer-Kritiker übersehen geflissentlich die Ursache der Kirchensteuer zumindest für die katholische Kirche: den Reichsdeputationshauptschluß von1803! Die Einnahmen durch die Kirchensteuer decken nicht einmal die Rendite der enteigneten Ländereien, so daß der Staat durch den Vermögenzuwachs immer noch ordentlich bereichert ist.
Da es sich hier um Schadenersatzleistungen handelt, können sich andere Konfessionen und Religionsgemeinschaften nicht auf den Gleichbehandlungsgrundsatz berufen. So hat die staatlich anerkannte russisch-orthodoxe Auslandskirche nie Kirchensteuer beantragt. Der Klerus der hiesigen griechisch-orthodoxen Kirche wird m. W. vom griechischen Staat besoldet.
Da die Reichsfürsten für die nie Territorialherrin gewesene evangelische Kirche gleichzeitig Kirchenoberhäupter waren, haben sie die Kirche in ihren Territorien alimentiert. Im Rahme der Trennung von Kirche und Staat nach 1918 hat man beide Kirchen bei unterschiedlicher Rechtsgrundlage grundgesetzgemäß gleichgestellt.
Redaktion benachrichtigen Bischöfliche Verdunklungsaktion
#9   Jörg Guttenberger, Köln   20:56:02 | Montag, 19. Juni 2006
Gotthard. Horizontalismus
Die Ausführungen vor und nach dem von Ihnen beanstandeten Absatz sprechen doch von der Vertikalen! Also bitte, keine Sätze aus ihrem Zusammenhang heraus interpretieren!
Redaktion benachrichtigen Ist der Tod das Ende des ganzen Menschen?
#9   Jörg Guttenberger, Köln   20:43:09 | Montag, 19. Juni 2006
Bernardin: Kardinal v. Balthasar
Dr. von Balthasar hat die Annahme des Kardinalats doch abgelehnt und ist kurz vor dem Konsistorium gestorben!
Redaktion benachrichtigen Generaloberer der Legionäre Christi beim Papst + …
#20   Jörg Guttenberger, Köln   17:17:06 | Sonntag, 18. Juni 2006
ekstase: Radikalität
Wieso wird Gewalt gegen Schwule immer in der rechtsradikalen Ecke angesiedelt? Dürfen es nicht zur Abwechslung auch Linksradikale sein?
Redaktion benachrichtigen Für den Papst – persönlich!
#36   Jörg Guttenberger, Köln   01:54:42 | Freitag, 9. Juni 2006
Sixtus: herzlichen Dank!
Ein sehr schönes und überzeugendes Beispiel einer nachkonziliaren Liturgie, die das „kalos k’ agathos“ zutiefst erlebbar machte, hatten wir in Köln anläßlich der Reihe „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Köln“. Die Benediktiner von San Anselmo, Rom, haben eine ausschließlich gesungene Liturgie im gregorianischen Choral gefeiert, der Kanon wurde von den einzelnen Zelebranten abwechslelnd gesungen, die Wandlungsworte von allen Konzelebranten gemeinsam. Es geht also schon, wenn man will!
Der Fehler bei der Umsetzung der Konzilsbeschlüsse war wohl, daß man statt vom gesungenen Pontifikalamt von der sonntäglichen Gemeinschaftsmesse ausgegangen ist. So wirkt alles Feierliche aufgesetzt, das Ganze irgendwie provisorisch, weil es keine deutschen Propriumgesänge gibt, und das schon seit gut 40 Jahren! Eine ganze Generation hat also keine ordentliche Liturgie mehr mitbekommen. Hinzu kommt noch die Schlamperei mancher Kleriker. Unser Pfarrer hat bei der Taufe schon eine grüne Stola getragen; bei der Feier des Pfarrpatrons trug er letztens statt des vorgeschriebenen weißen Messgewandes ebenfalls ein Grünes. Vielleicht wollen solche Kleriker sich zumindest liturgisch als noch grüne Jungs profilieren.
Das gemeinsame Sprechen von liturgischen Texten gibt es übrigens erst seit dem 18. Jahrhundert.
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#32   Jörg Guttenberger, Köln   15:52:36 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Fortsetzung z Sixtus, Freinsberger, Gotthard
Denn sämtliche östliche Liturgien kennen – abgesehen von den kleinen Horen und natürlich der Predigt – ausschließlich das gesungene Wort. Denn die Musik geht tiefer, als das Wort, aber das Wort ist deutlicher, als die Musik.
Auch gibt es keine Bilder ohne Aufschrift des Dargestellten. Auch hier: das Bild geht tiefer, als das Wort, aber das Wort ist deutlicher, als das Bild.
In beiden Fällen also wieder die harmonische Einheit im Sinne eines symphonischen Satzes!
Redaktion benachrichtigen Aachener Sorgenfalten
#26   Jörg Guttenberger, Köln   15:44:10 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Bernhardin
Haben Sie denn schon einmal längere Zeit, also nicht nur als Gast bzw.Teilknehmer von „Kloster auf Zeit“ oder ähnlichen Angebotes, sondern als zumindest vorübergehendes Mitglied der Hausgemeinschaft bzw. des Konventes, in einem Kloster gelebt? Mit einer solchen Gegenfrage müssen Sie aufgrund Ihrer Ausführungen rechnen. Ich will aber auf keinen Fall Ihre Anonymität gefährden.
Redaktion benachrichtigen Für den Papst – persönlich!
#30   Jörg Guttenberger, Köln   15:19:29 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Sixtus, Freinsberg Gotthard
An Sixtus noch einmal herzlichen Dank für seine weiteren den Kern des Problems treffenden Ausführungen.
Freinsberg: Wieso wird durch die Abwertung des Pfingstfestes die Osterzeit deutlicher herausgestellt? Wieso kann man das Pfigstfest als Abschluß des Osterfestes nicht auch 8 Tage feiern? Das Pfingstfest ist eben nicht ausschließlich Abschluß des Osterfestes, sondern durch die Feier des hl. Geistes ein eigenständiges Fest! Beides gehört zusammen.
Gotthard: Wieso stört eine Pfingstoktav die klare Struktur des Kirchenjahres.
Im Übrgen geht es bei Liturgie eben nicht um Vermittlung didaktischer Inhalte. Sie ist in keiner Weise eine Information-, Seminar- oder Schulveranstaltung, sondern ausschließlich Feier unserer Erlösung! Die aufgeführten Irrtümer sind Ausdruck eines einseitig rationalen Denkens und führen damit, wie jede Einseitigkeit in die Irre! Denn das analytische Denken der Wissenschaft und das verknüpfende Denken der Meditation gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes, beide gemeinsam bilden das Ganze! Die Predigt (hier und nur hier mit Information und Belehrung) ist zwar Bestandteil der Liturgie, aber keineswegs deren Mittelpunkt. Denn Gott will Hingabe des ganzen Menschen, nicht nur seines Kopfes! Und genauso trifft richtig verstandene Liturgie uns in unserem gesamten Menschsein und nicht nur unser Hirn!
Redaktion benachrichtigen Für den Papst – persönlich!
#24   Jörg Guttenberger, Köln   22:31:10 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Sixtus: Pfingstoktav
In umfassender Kenntnis der byzantinischen Tradition schließe ich mich den Ausführungen von Sixtus vollinhaltlich an. Allerdings gibt es dort eine weit ausgeprägtere Geist-Theologie, als bei uns.
Die Abschaffung der Pfingstoktav hat auch einen ökumenischen Gesichtspunkt: wir haben – wenn auch in kalenderbedinger Zeitverschiebung – den hl. Geist eine Woche lang gemeinsam gefeiert!
Im Übrigen scheint es mir ein wohl gelungener Schildbürgerstreich, ausgerechnet in einer Zeit, die ganz gewiß nicht die Zeit des Geistes ist, auch noch das Fest des hl. Geistes durch Verkürzung auf einen Tag in nicht übersehbarer Deutlichkeit abzuwerten!
Redaktion benachrichtigen Die Bevölkerung schlägt zurück
#383   Jörg Guttenberger, Köln   21:47:27 | Mittwoch, 7. Juni 2006
DDL heute 5.29 Uhr
Daß Homosexualität auch bei Tieren vorkommt, lernen wir u. a. auch in einem heutigen Kreuz.net-Beitrag. Es bleibt trotzdem die Frage einer Fehlentwicklung, denn ein Homo-Gen gibt es laut Prof. Martin Dannecker (im heutigen Beitrag) nicht.
Zu Sexualität mit Kindern schließe ich mich den Ausführungen von EinChrist an. Die Äußerung vom Sprecher des Schwulen-Verbandes: Jede Erfoschung von Homosexualität steht in der Tradition menschenverachtender Medizinversuche in den NS-KZ’s“ (o. a. heutiger kreuz.net-Artikel)widerspricht der im GG genannten Freiheit von Forschung und Wissenschaft. Wessen berechtigte Interessen werden durch die beanstandete Forschung verletzt? Oder fühlen sich die Homos verunsichert?
Damit stützt sich das Verbot von Homosexualität immer noch auf das in allen Hochreligionen bekannnte Verbot Gottes.
Zum kurz angesprochenen Thema Freiheit und Christentum und die damit verbundene Frage der Allgemeinverbindlichkeit von göttlichen Ver- und Geboten darf ich auf meine beiden Beiträge unter „Lesernamen“ Jörg Guttenberger, „Religionsfreiheit“ am 29.5.2006 um 23.40 Uhr und am 30.5.2006 um 18.35 hinweisen.
Daß das göttliche Recht unabhängig von weitgehend nicht vorhandener öffentlicher Durchsetzbarkeit dem wohlverstandenen Nutzen aller dient, bedarf sicher keiner Frage.
Redaktion benachrichtigen Die Bevölkerung schlägt zurück
#344   Jörg Guttenberger, Köln   03:14:10 | Mittwoch, 7. Juni 2006
DDL: Ihr Beitrag von 0.39 Uhr
Gesinnung ist nicht strafbar, sondern die Tat, da stimme ich Ihnen zu. Wegen Beck wäre dann zu untersuchen, ob er falsch zitiert worden ist. Hieran muß er auch ein persönliches Interesse haben.
Wegen Ablehnung von Homosexualität durch die Hochreligionen verweise ich auf meine Ausführungen in der Tier- und Pflanzenwelt. Hiernach ist Homosexalität eine rein menschliche Fehlentwicklung! Die Religionen kanonisieren hier lediglich Naturrecht.
Der Konservative hält eben nicht um jeden Preis am Alten fest, wie ich mit dem Paulus-Zitat nachgewiesen habe! Auch Jesus Christus war weder progressiv noch reaktinär, sondern konservativ!
Redaktion benachrichtigen „Die Entscheidung wurde rein ideologisch auf sowjetische Art getroffen“
#11   Jörg Guttenberger, Köln   01:30:48 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Entscheidung auf sowjetische Art
Da fängt die Einschränkung der Religionsfreiheit schon an. Bis zur Christenverfolgung ist es dann auch nicht mehr weit.
Redaktion benachrichtigen Die Zeiten werden schlechter
#6   Jörg Guttenberger, Köln   00:26:46 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Aragorn: Pfeifen im Walde
Der Substanzschwund der Kirche ist eindeutig nicht Folge von VatII, sondern von Unterwanderung durch Frankfurter Schule und 68er Ideologie!
Redaktion benachrichtigen Die Bevölkerung schlägt zurück
#341   Jörg Guttenberger, Köln   00:15:37 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Gerhard
Das stimmt so nicht! Heterosexualität ist von der Natur vorgegeben. Sonst gäbe es keine Fortpflanzung. Oder kennen Sie ein Tier oder eine Pflanze, von der Homosexualität bekannt ist?
Redaktion benachrichtigen Die Bevölkerung schlägt zurück
#340   Jörg Guttenberger, Köln   00:12:11 | Mittwoch, 7. Juni 2006
DDL : Ihre letzten Stellungnahmen
Formaljuristisch haben Sie recht, aber: keine Hochreligion duldet m. W. Homosexualität, und das hat guten Grund! Die Freiheit, sich über Wegweisungen Gottes – egal durch welche Religion – hinwegzusetzen, ergibt sich aus der schöpfungsimmanenten Freiheit, wegen der auch die Kirche keinen Zwang ausüben darf. Der Staat hat ausschließlich Verantwortung für das Diesseits, Religion ist wegen ihrer Verantwortung für Dies- und Jenseits zur Mahnung verpflichtet.
Wohin die Reise geht, hat Volker Beck, dezeitiger innenpolitischer Sprecher der Grünen, laut Kreuz.net- Veröffentlichung v. 1.6.06 gesagt: „daß die Gleichstellung von Homosexualität mit der Ehe eine Voraussetzung dafür sei, um für eine teilweise Entkriminalisierung der Kinderschänderei zu kämpfen“. Bejahen Sie dieses Ziel? Ich nicht.
Anderen Fachleute bestreiten ein absolut sicheres Verhütungsmittel. Wie empfänden Sie, wenn Sie erführen, ein Maleurchen zu sein oder gar Ursache eines Schadenersatzanspruchs gegen den Arzt wegen mißlungener Geburtsverhinderung? Die Unmöglichkeit einer Trennung von Genuß und Fortpflanzung ist der freien Beliebigkeit der 68er kaum vermittelbar.
Konservativ ist die Mitte zwischen progressiv und reaktionär und entspricht dem Paulus-Wort: „Prüfet alles, das Gute behaltet“. Daher schließt sich konservativ und Ideologie gegenseitig aus.
Aardweg kenne ich ausschließlich aus kreuz.net. Warum haben Sie damals nicht gegen ihn protestiert? Oder ist mir Ihre Stellungnahme entgangen?
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#3   Jörg Guttenberger, Köln   13:56:45 | Dienstag, 6. Juni 2006
Stadtdechant Zimmermann
Bei dem allgemeinen Niedergang n „Ich mache alles neu“ zu zitieren, ist der Gipfel von Ironie und Zynik.
Viel reden? Zimmermann meint wohl zerreden!
„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, aber das rechte Wort zur rechten Zeit ist wie ein in Platin gefasster Edelstein“.
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#294   Jörg Guttenberger, Köln   13:44:11 | Dienstag, 6. Juni 2006
DDL: Ihr Beitrag von heute, 5.10 Uhr
Die vom Christentum vertretene Sexuallehre wird – ab gesehen von der Polygamie – von den Hochreligionen weitestgehend geteilt, ist also kene Erfindung des Christentum. Im Islam geht der Trend auch eindeutig zu Monogamie, also dieselbe Entwicklung, wie sie im AT auch im Judentum stattgefunden hat. Die Hochreligionen stimmen in ihrem Grundaussaen bekanntlich im Wesentlichen überein.
Demokratie kann ohne einen Mindestkathalog gemeinsamer Werte nicht leben. Hierzu gehört eindeutig das Verständnis von Ehe und Familie. Unser Wertesystem ist durch seine Geschichte nun einmal christlich geprägt, daran führt kein Weg vorbei. Wenn Sie aber das islamische System mit seiner weit strengeren Sexualmoral vorziehen, dann bitte schön.
Daß Homosexualität auf Neurosen beruht, hat schließlich der Psychologe Dr. Gerard S. M. van der Aardweg am 25.4.2005 in diesem Forum mit uns durchgenommen.
Was Homos unter sich machen, interessiert keinen. Wenn sie aber mit ihrer Perversität die Öffentlichkeit beeinflussen wollen, besteht selbstverständlich Handlungsbedarf im Sinne energischer Abwehr. Deswegen ist der demokratisch legitimierte Wiederstand der Osteuropäer hocherfreulich und wird hoffentlich nicht durch dekadente westliche Verwaltungsvorschriften gebrochen!
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#240   Jörg Guttenberger, Köln   02:55:42 | Dienstag, 6. Juni 2006
DDL: Ihr Beitrag von gestern, 16.48
Sie schreiben selbst, daß diese Menschen ihren Zustand als Leiden empfinden, und dann werden sie die Notwendigkeit einer Therapie erkennen. Es ist nicht richtig, die Wahrheit zu verschweigen, weil Manche sie nicht vertragen können. Vielmehr ist die Wahrheit so zu sagen, daß sich niemand verletzt fühlt. Die Richtigkeit meiner Aussage zweifeln Sie jedenalls nicht an.
Homosexuelle müssen sich genauso, wie unverheiratete Heterosexuelle jeder sexuellen Praxis enthalten! Denn es gibt zwei Sakramente der Einheit: das Altars- und das Ehesakrament. Im Altarssakrament begegnen wir Christus, allen Menschen, die in Christus und in denen Christus lebt und dem ganzen Kosmos. Beim Vollzug des Ehesakramentes begegnen wir dem geliebten Mensche, im geliebten Menschen begegnen wir Christus und allen Menschen, die in Christus und in denen Christus lebt und dem gesamten Kosmos, so die Lehre der alten Kirche. Außerhalb der Ehe fehlt die Gottesbegegnung.
Die Kirche ist verpflichtet, den ernsthaft Suchenden Wegweiser zu geben. Das hat mit Intolleranz nichts zu tuen, denn es steht jedem frei, die Wegweiser zu mißachten, aber zu seinem eigenen Nachteil, wie wir gläubige Christen wissen. Häufig wird die kirchliche Wegweisung abgelehnt, weil man sich seines falschen Weges innerlich doch bewußt ist und sich erst recht verunsichert fühlt!
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#44   Jörg Guttenberger, Köln   02:00:00 | Dienstag, 6. Juni 2006
Pünktchen: P.Marcial
Wenn der Angeklagte eine Gegenüberstellung abgelehnt hat, sieht die Sache natürlich für ihn düster aus. Gleichwohl ergibt sich die Frage nach dem Grund der Ablehnung: war er zum Zeitpunkt der Forderung schon zu altersschwach? Dann ist die Weigerung immer noch verständlich und wirft die Frage nach „warum nicht früher?“ auf. Oder wollte er sich im Wissen um seine Unschuld, gedeckt durch JPII, nicht mit schmutzigen Verleumdern an einenTisch setzen? Es gibt also immer noch offene Fragen!
Ich darf immerhin an den AT-Bericht über die keusche Susanne erinnern. Auch hier schien die Sache klar, bis Daniel als der rettende Engel aufrat. Gibt es in der Umgebung von P. Marcial niemanden, der überzeugend für ihn einritt? Sind dort alle von seiner Schuld überzeugt, traut sich niemand, oder hat er sich aus anderen Gründen zu unbeliebt gemacht? Eine Rehabilitierung müßte im wohlverstandenen Interesse seiner Gemeinschaft liegen.
Im Übrigen ist P. Marcial m. W. nicht suspendiert, man hat ihm lediglich öffentliches Wirken verboten oder dringend davon abgeraten. Privat zelebrieren darf er vermutlich noch.
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#42   Jörg Guttenberger, Köln   16:05:58 | Montag, 5. Juni 2006
Pünktchen: P.Marcial
Vorsicht! Benedikt XVI kennt lediglich den Umfang der Anklage genauer! Es bleibt mein Argument, daß von einem schlechten Baum keine guten Früchte kommen können!
Sexualvergehen war immer ein beliebtes Denunzierungsinstrument gegenüber Priesten. Daß sich jetzt eine erschreckend große Anzahl von Vorwürfen als zutreffend erwiesen hat, bedeutet immer noch nicht, daß alle Vorwürf berechtigt sind. In jedem einzelnen Fall ist eine einwandfreie und saubere Beweisführung unumgänglich, d. h. eine Gegenüberstellung von Angeklagtem und Ankläger bzw. dessen Zeugen! Solange es kein rechtskräftiges Gerichtsurteil gibt, kann man nur von einem Verdacht sprechen!
Woher wollen Sie und andere von der Schuld P. Marcials Übrerzeugte wissen, daß der ganze Vorgang nicht aus Mißgunst und Neid oder sonstigen negativen Gründen inszeniert wurde?
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#188   Jörg Guttenberger, Köln   15:42:59 | Montag, 5. Juni 2006
Antonius
Wenn Sie das nicht nachempfinden können, woher wissen Sie das denn so genau?
Lebensfreude, einander helfen und Fortpflanzung gehören gemäß Schöpferauftrag („Wachset und mehret euch“) im Rahmen der Sexualität untrennbar zusammen. Jegliche zweckentfremdende Isolierung ist daher ein Mißbrauch!
Das Abstractum „Mensch“ gibt es bekanntlich nicht. Der Mensch ist entweder Mann oder Frau. Die liebende Vereinigung von Mann und Frau zu einem gemeinsamen Menschsein, aus dem neues Leben geschaffen wird (Mensch als Mitschöpfer Gottes), gegenseitige Ergänzug und Hilfe ist Aufgabe der Ehe als Abbild der liebendenden Verbindung zwischen Gott und Menscheit.
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#184   Jörg Guttenberger, Köln   15:02:34 | Montag, 5. Juni 2006
DDL Ideologie
Katholizismus ist doch als ideologische Ausgabe der Katholizität selbst eine Ideologie! Sicher werden in der r.-k.Kirche auch andere Ideologien vertreten, so z. B. 68er, Moderismus (als ideologische Ausgebe der Moderne), Ökumenismus (als ideologische Ausgabe der Ökumene). Ideologie bedeutet immer Bewußtseinsverengung mit den dazu gehörigen negativen Folgen. Der bibeltreue Christ ist daher weder reaktionär, noch progressiv, sondern konservativ und damit Pragmatiker schlechthin (nicht Pragmatismus, sondern Pragmatk!)
Sexualität als der stärkste Trieb nach dem Nahrungstrieb ist von der Fortpflanzung untrennbar, weil Reproduktion niemals – abgesehen von Altersbedingtheit – mit letzter Sicherheit ausschließbar ist. Damit besteht eine ganz schwere Verantwortung gegenüber dem Nachwuchs, der so in ungeordnete Verhältnisse hineingeboren wird! Wer die Verantwortung gegenüber dem völlig Wehrlosen übersieht wird senem Menschsein in keiner Weise gerecht, denn Menschsein heißt, Verantwortung tragen. Damit ist reines Konsumdenken in diesem Zusammenhang unverantwortlicher Mißbrauch! Ob diese Zusammenhänge unserer Spaßgesellschaft vermittelbar sind?
Ihr Vergleich mit Nahrungsaufnahme rein aus Genuß hinkt deswegen kräftig, weil Sie sich hier nicht gegenüber Ihrem potentiellen Nachwuchs zu verantworten brauchen.
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#112   Jörg Guttenberger, Köln   01:24:21 | Montag, 5. Juni 2006
DDL:Ideologie
Ich meine jede Ideologie. Aktuell ist die von 1968, der katholizismus als ideologische Ausgabe der Katholizität ist von VatII überwunden und wird heute so gut wie nur noch von den Pius-X-Brüdern vertreten.
Die gedankliche Trennung von Sexualität und Fortpflanzung hat sich nachträglich als Fehler erwiesen, obwohl kirchlicherseits damals schon gewarnt wurde, völlig zu recht, wie wir heute wissen. Wenn Sexulität nicht mehr der Fortplanzung dient, stellt sich in der Tat die Frage, wieso Homo- schlechter sein soll, als Heterosexualität.
Dass Sexualität heute so gut wie ausschließlich als Konsumartikel verstanden wird, ist die Ursache der Dekadenz, vor der der kath. Moraltheologe P. Bernhard Häring CSSR bereits 1958 in seinem Vortrag in Köln gewarnt hat. Hoffentlich bewahren sich die Osteuropäer ihr gesundes Empfinden zur Abwehr solcher Fehlentwicklung trotz westlichem Druck!
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#104   Jörg Guttenberger, Köln   00:53:36 | Montag, 5. Juni 2006
Ideologie
Es ist bekannt, daß mit Ideologien keine Probleme lösbar sind, wie die Geschichte beweist und für die 68er Ideologie von keinem geringerem, als Karl Steinbuch, bereits in den 70ern nachgewiesen wurde, so u. a. in seinem Werk „Kurskorrektur“. Die weitere Entwicklung hat seine Auffassung bestätigt, denn je länger 68er Verantwortung tragen, umso unlösbarer werden die Probleme.
Ideologie ist infolge Bewußtseinsverengung immer menschenverachtend und gegen Freiheit. Man möge bitte bedenken, wie viele Menschen aus ideologischen Gründen ermordet wurden!
Selbstverständlich besitzen Schwule gleiche Menschenwürde, wie wir alle. Das sagt auch die kath. Kirche. Man sollte aber gemäß dem genannten Beitrag von Dr. v. d. Aardweg nicht so tuen, als handele es sich um eine natürliche Veranlagung, zumindest nicht ohne sich mit diesem Beitrag sachlich auseinanderzusetzen.
Wenn Schwule in Osteuropa demonstrieren dürfen, kann man faiererweise entsprechende Gegendemonstrationen ebenfalls nicht verbieten. Wer sagt denn, daß die Gegendemonstrationen, so in Moskau, von Rechtsradikalen kamen?
Es ist verständlich, wenn die Osteuropäer nicht die rote ideologie durch die farblose von 1968 eintauschen wollen. So ist mein offenbar auf scharfen Widerstand gestoßener Beitrag zu verstehen.
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#98   Jörg Guttenberger, Köln   00:17:36 | Montag, 5. Juni 2006
Bernardin
Wieso? Ich bin weder gegen Demokratie noch gegen Deutschland und Europa, sondern gegen die Ideologien, die sich hier tummeln, genauso, wie ich gegen braune und rote Ideologie bin: ich lehne jede Ideologie als freiheitsfeindlich ab. Hieraus folgt: ich bin für ein freies, demokratisches und ideologiefreies Deutschland und Europa im Sinne unseres Grundgesetzes!
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#95   Jörg Guttenberger, Köln   00:04:39 | Montag, 5. Juni 2006
Antonius: NPD
Was hat das mit der NPD zu tuen? Ist eine Meinung dann verboten, wenn sie zufälligerweise auch von der NPD vertreten wird? Ich habe mit dieser Partei keinerlei Verbindung und lese auch deren Veröffentlichungen nicht.
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#93   Jörg Guttenberger, Köln   23:53:17 | Sonntag, 4. Juni 2006
Homos in Osteuropa
in einem am 25.4.2006 in Kreuz.net veröfentlichten Artikel weist der Psychologe und Homo-Experte Dr. Gerard J. M. van den Aardweg nach, daß es sich bei Homo-Veranlagung um eine Neurose handelt, also von wegen natürliche Veranlagung.
Es ist beschämend, wie den seelisch noch kerngesunden Osteuropäern westliche Fremdbestimmung auf dem Verwaltungsweg verordnet wird. Hoffentlich ist die von den 68ern und Fankfurter Schule noch nicht beeinflußte Bevölkerung zu einer erfolgreichen Abwehr stark genug! Die rote Ideologie ist man los geworden, hoffentlich klappt es mit der farblosen westlichen auch!
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#38   Jörg Guttenberger, Köln   23:18:23 | Sonntag, 4. Juni 2006
Dummi: christlich – Gotthard: Berichtigung
Dummi gebührt Dank für seinen auf den geistlichen Hintergrund unseres Menschseins verweisenden, von menschlichem Einfühlungsvermögen zeugenden Ausführungen. Jedoch auch Jakob hat in jener Nacht mit dem Engel des Herrn gerungen! Die Nacht endete mit Jakobs Aufforderung: „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“! Genauso kann mit der kirchlichen Obrigkeit um Suche nach der richtigen Entscheidung gerungen werden!
Gotthard: Die Namen von drei Konventualinnen zuzüglich einer Novizin stehen in Kreuz.net vom 27.4.06, ich habe sie unter diesem Hinweis in meinem Beitrag vom 31.5.06 erneut aufgeührt. Ihre Behauptung, es handele sich nur um zwei Schwestern dient einzig dem Zweck, dem e.V. seine Rechtsgrundlage zu nehmen und ist sachlich unhaltbar!
Vermutlich hat das bekanntermaßen extrem finanzschwache Bistum Aachen die Auflösung des Klosters bei der Ordensleitung bewirkt, um sich an den Liegenschaften zu bereichern.
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#40   Jörg Guttenberger, Köln   22:51:59 | Sonntag, 4. Juni 2006
Pünktchen: P. Marcial
Dann wäre also das jetzige Vorgehen gegen den Beschuldigten durch den Wechsel auf dem Stuhle Petri bedingt.
Hier liegt offenbar eine unerschiedliche Glaubwürdigkeitsbewertung durch die beiden Päpste vor. Wir wissen vermutlich nicht, warum Johannes Paul II mehr Vertrauen zu P. Marcial, als zur Anklage hatte. Meine persönliche Vermutung: ein schlechter Baum bringt keine guten Früchte, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Soweit bekannt, ist der Orden aber hoch angesehen, und es ist nahezu ausgeschlossen, daß ein Sittenstrolch ein solch positives Werk gründet und jahrelang führt. Wo nimmt er seine Überzeugungskraft her?
Damit ist also noch nichts über den Wahrheitsgehalt der Beschuldigungen gesagt. Fast jeder, der gerade in der Kirche etwas Positives begründet, hat mit den bösesten Anfeindungen zu kämpfen, wie die Geschichte zeigt (z. B. Benedikt, Ignatius von Loyola, dessen Gemeinschaft sogar eine Zeit lang völlig verboten war; auch Thomas v. Aquin hat kurzzeitig auf dem Index gestanden!). Das gilt sogar für die Kirche selbst, wie die Apostelge-schichte nachweist und sich durch die Christenverfolgungen aller Zeiten fortsetzt, alles Folge der Macht Satans.
Also: die neue Glaubwürdigkeitsbewertung der Anklage
durch den jetzigen Papst sagt noch nichts über die tatsächliche Schuld v. P. Marcial, es fehlt eben ein ordentliches Gerichtsverfahren mit Gegenüberstellung von Anklägern und Angeklagtem.
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#38   Jörg Guttenberger, Köln   15:53:36 | Sonntag, 4. Juni 2006
Pünktchen
Woher wissen Sie denn, daß die Angaben im „Catholic National Reporter“ stimmen? Papier ist bekanntlich geduldig.
Wie nun, wenn Johanes Paul II aufgrund besseren Wissens und zuverlässigerer Nachrichtenquellen enschieden hat?
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#36   Jörg Guttenberger, Köln   13:36:19 | Sonntag, 4. Juni 2006
Sirilo: Richtigstellung
Es muß natürlich „Legionäre Christi“ heißen. Leider habe ich bei meiner Antwort Ihren unter Pünktchens Stellungnahme stehenden berichtigenden Hinweis übersehen. Herzlichen Dank für Ihre Mitteilng und Entschuldigung für das Versehen!
Pünktchen: Selbstverständlich bedarf es auch juristischer Kenntnisse zur Tatbesatandserhebung. Ich habe ja nicht behauptet, daß alleine juristische Kenntnisse schon ausreichen. Oder glauben Sie, Kriminalbeamte kämen ohne Rechtswissen aus?
Redaktion benachrichtigen Der kirchliche Ungehorsam soll jetzt „Gewohnheitsrecht“ genannt werden
#19   Jörg Guttenberger, Köln   13:21:57 | Sonntag, 4. Juni 2006
Christlicher Ungehorsam
Die Tradition kennt durchaus einen christlichen Ungehorsam: so hat z. B. Carl Kardinal Borromäus, Erzbischof von Mailand, auf dem Konzil von Trient mit einem Schisma gedroht, als der Papst die mailändische Ambrosiuslitirgie abschaffen wollte. Auf diese Drohung hin hat der Papst zurückgerudert. Hier ist allerdings das heiigmäßige Leben des Erzbischofs (später trotz solch agressivem Ungehorsam heilig gesprochen) und der nur mäßig heilige Lebenswandel seines päpstlichen Onkels zu berücksichtigen. Denn damalige Päpste hatten mitunter mehr Interesse an der Mehrung der Bevölkerung, als an der des katholischen Glaubens!
Bei Borromäus war die Zielrichtung eindeutig, beim ZdK weiß wohl niemand genau, was diese Leute eigentlich wollen. Auf keinen Fall liefert Borromäus einen Freibrief zur Durchsetzung von freier Beliebigkeit der 68er gegen das kirchliche Lehramt.
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#34   Jörg Guttenberger, Köln   12:46:11 | Sonntag, 4. Juni 2006
Pünktchen Kardinal Groer und der Gründer der Legio Mariä
Wie wollen Sie ohne juristische Fachkenntnisse die zur Tatbestandsermittlung führenden Hinweise angemessen werten? In der Tat erübrigt sich zu Ihren Ausführungen jeder Kommentar!
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#31   Jörg Guttenberger, Köln   22:36:31 | Samstag, 3. Juni 2006
Pünktchen Kardinal Groer und der Gründer der Legio Mariä
Wer wiederholt denn? Ihnen fehlen wohl die juristischen Fachkenntnisse zur angemessenen Tatbestandsermittlung, geschweige die Tatbestände zutreffend zu beurteilen!
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#29   Jörg Guttenberger, Köln   21:17:53 | Samstag, 3. Juni 2006
Pünktchen Kardinal Groer und der Gründer der Legio Mariä
Wenn Ihnen die Argumente ausgehen, denunzieren Sie die Auseinndersetzung als Zeiverschwendung!
Redaktion benachrichtigen Was ist eigentlich das spezifisch Katholische?
#4   Jörg Guttenberger, Köln   21:12:40 | Samstag, 3. Juni 2006
Katholische Kirche – Katholizität – Kathilizismus
Hier wird wieder der Fehler gemacht, Katholizismus mit der katholischen Kirche gleichzusetzen. Christus hat eine allumfassende Kirche gegründet (allumfassend = katholon, wie eben Wolfgang K. bestätigt hat). Daher das dort genannte Zitat von Ignatius von Antiochien. Der Katholizismus ist die ideologische Ausgabe der Katholizithät und vom Vat.II überwunden, wenn man von den Pius-X-Brüdern absieht.
Begrifflich gibt es den Katholizismus seit dem 19. Jahrhundert, als die Ideologien entstanden sind. Seit wann es die mit Katholizismus bezeichnete Bewußtseinsverengung gibt, kann man verschiedener Meinung sein.
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#27   Jörg Guttenberger, Köln   20:44:21 | Samstag, 3. Juni 2006
Pünktchen Kardinal Groer und der Gründer der Legio Mariä
Als gegen Kardinal Groer Anklage in dem bekannten Umfang Anklage erhoben wurde, stand er kurz vor seiner Pensionierung, war also schon weit über 70. Werden Sie erst einmal so alt, dann können Sie mitreden.
Haben Sie sich schon einmal danach erkundigt, warum Johannes Paul II in beiden Fällen keinen Prozeß haben wollte? Könnte es nicht sein, daß er den Anklagen keine ausreichende Glaubwürdigkeit beigemessen hat? Bitte erst Tatbestandsaufnahme, dann Sellungnahme!
Sie haben behauptet, gegen Kardinal Groer sind schon vor seiner Ernennung zum Erzbischof Bedenken geäußert worden. Offenbar klangen díe Vorbehalte schon damals nicht besonders überzeugend. Im Übrigen ist Kardinal Groer vor dem letzten Konklave verstorben, so daß Johannes Paul II die Causa Groer alleine verantwortet. Benedikt XVI hat nichts damit zu tuen.
Im Übrigen muß (in beiden Fällen) die Schuld und nicht die Unschuld bewiesen werden. Als Verteidiger der Unschuld kann ich mich auf Unglaubwürdigmachung der Anklage beschränken!
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#25   Jörg Guttenberger, Köln   02:44:22 | Samstag, 3. Juni 2006
Pünktchen: audiatur et altera pars
Wenn es wirklich so war, wie Sie bzw. die angegebene Quelle schreiben, warum hat sich die Anklage erst durchgesetzt, als die Beschuldigten aufgrund hohen Alters wehrlos waren?
Christlicher Ungehorsam hat Tradition, und sofern die Beschuldigungen etwa stimmen sollten, war mangelndes Aufbegehren gegen die römische Protektion verantwortungslos. Nicht Entscheidungen Roms, sondern das eigene Gewissen ist in solchen Fällen höchste subjektive Norm. Oder waren sich die Ankläger doch nicht sicher?
Bitte erst denken, dann schreiben, Pünktchen!
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#58   Jörg Guttenberger, Köln   02:22:15 | Samstag, 3. Juni 2006
Martin Luther
Von Adenauer wird die Aussage berichtet, wenn er damals Papst gewesen wäre, wäre ihm das mit Luther nicht passiert. Luther sei doch ein vernünftiger Mann gewesen, den er sich einmal hätte kommen lassen!
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#44   Jörg Guttenberger, Köln   02:37:50 | Freitag, 2. Juni 2006
Gotthard: Namensrecht
Es gibt in England eine anlikanische Benediktinerabtei, die m. W. der Konföderation angehört. In Köln gibt es ebenfalls eine, die irgendeiner nicht als kanonisch anerkannten orthodoxen Jurisdiktion angehört, sie versucht m W. die ausgestorbene gallikanische Liturgie wieder zu beleben.
Wenn jemand eine Benediktinerabtei aufmachen will, gibt es dagegen im Allgemeinen keine bürgerlich-rechtliche Handhabe. Ob sie allerdings in die internationale Benediktinerföderation aufgenommen wird, ist eine ganz andere Frage.
Redaktion benachrichtigen Nie wieder + …
#45   Jörg Guttenberger, Köln   02:19:51 | Freitag, 2. Juni 2006
Kirchliche Gemenschaften – Kirche
Der Gegensatz erübrigt sich bei Anerkennung, daß es nur eine einzige katholische Kirche gibt, die jedoch gespalten ist. Schließlich beten alle Christen dasselbe Glaubensbekenntnis.
„Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“, sagt der Apostelschüler Ignatius von Antiochien. Auch die Luheraner haben sich bis zur Auflärung katholisch genannt. Wenn sie im Glaubensbekenntnis „katholisch“ durch „christlich“ ersetzen, so nur, weil „katholisch“ im öffentlichen Bewußtsein mit „römisch-katholisch“ gleichgesetzt wird. Da laut Ignatius „katholisch“ und „christlich“ deckungsgleiche Begriffe sind, meinen die Lutheraner mit „christlich“ dasselbe, wie wir mit „katholisch“.
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#35   Jörg Guttenberger, Köln   02:06:48 | Freitag, 2. Juni 2006
Gotthard: Clownerie
Das Kloster ist de jure aufgehoben, de facto existiert es noch, wie Sie bitte zur Kenntnis nehmen wollen!
Wie Sie wissen, gibt es im Kloster nicht zwei, sondern vier Schwestern. Rebecca hat erst von zwei Novizinnen geschrieben. Als ich die Namen der drei Profeßschwestern genannt habe, hat sie eine Novizin in eine Gastschwester umfunktioniert. Hier sehen Sie doch, Herr Gotthard, wie freizügig und willkürlich hier mit der Wahrheit umgegangen wird!
Es gibt übrigens auch einen berechtigten christlichen Ungehorsam: als auf dem Konzil von Trient die (mailändische) Ambrosiusliturgie verboten werden sollte, hat der damalige Erzbischof von Mailand, Carl Kardinal Borromäus, mit einem Schisma gedroht, woraufhin der Papst den Schwanz eingezogen hat. Trotzdem ist der aufmüpfige Carl Borromäus später heilig gesprochen worden! Also: Widerstand kann sich auch in der Kirche lohnen! Von wegen Kadavergehorsam und preußisches Marschtrittchristentum!
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#20   Jörg Guttenberger, Köln   01:49:03 | Freitag, 2. Juni 2006
Gotthard: Anzeige
Um selbst noch durch die von Ihnen völlig zu recht empfohlene Anzeige aktiv zu werden, ist der Pater wohl schon zu altersschwach und hält einen solchen Prozeß gesundheitlich nicht durch.
Es fällt auf, daß die Beschuldigungen überhaupt erst laut wurden, als er das Ruhestandsalter erreicht hatte, obwohl die angeblichen Untaten schon weit zurückliegen. Warum ist man nicht sofort gegen ihn tätig geworden, als er sich im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Kräfte noch wehren konnte?
Dasselbe gilt für Kardinal Groer. Jeder hätte Verständnis gehabt, wenn berechtigte Anklagen gegen ihn anläßlich seiner Ernennung zum Erzbischof von Wien erhoben worden wären. Auch hier hat man bis kurz vor seiner Pensionierung gewartet. Anschließend ist es erst richtig los gegangen.
Das wirft die Frage auf, ob man in beiden einen verdienten Mann fertig machen wollte und deswegen gewartet hat, bis sich die Beschuldigten aus Altersschwäche nicht mehr wehren konnten. In beiden Fällen ist die mit einem Prozeß verbundene Gegenüberstellung von Anklägern und Angeklagten unterblieben, in beiden Fällen wurde gegen den zwingenden Rechtsgrundsatz „audiatur et altera pars“ verstoßen!
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#32   Jörg Guttenberger, Köln   17:42:19 | Donnerstag, 1. Juni 2006
Rebecca: Umkehrschluß, Amateurlogik
Ihr Vergleich hinkt ja schon wieder!
Wenn Bischof Musinghoff nach Auffindung einer Männerleiche sich gegen die Ermordung von Männern ausgesprochen hätte, wären Sie als Mitglied der Damenwelt nicht peinlich berührt gewesen wegen des Umkehrschlusses, gegen Ermordung von Frauen hätte besagter Bischof nichts?
Zum Karmelitinenkkloster: es kommt hier vereinsrechtlich nicht auf die kirchenrechtliche Eingliederung in den Konvent durch eine (gegf. ewige) Profess, sondern auf Mitgliedschaft im Verein an, also, ob auch Novitzinen und Dauer-Gastschwestern Mitglied des e.V. im Sinne des Vereinsrechtes sind. Denn aus dem Verein kann man durch einfache Austrittserklärung loskommen, aus einer ewigen Profess natürlich nicht.
Sofern der Verein 3 Mitglieder hat, ist sein Bestand vereinsrechtlich gesichert.
Wie wenig glaubwürdig hier vorgegangen wird, zeigt die Tatsache, daß das Kloster mangels Nachwuchses aufgelöst werden soll, und andererseits die Aufnahme von Nachwuchs verboten wird, d. h. das Argument für die Auflösung wird durch Verwaltungsakt künstlich erzeugt!
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#28   Jörg Guttenberger, Köln   02:02:16 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Reduziertes Gebetsprogramm
Dieser Vorwurf ist höchst mißverständlich! Es ging den Reformern des Chorgebetes nicht um eine zeitliche Verkürzung, sondern um mehr Feierlichkeit!
Es war vor dem Konzil üblich, große Teile des Chorgebetes auf einem Ton rasch herunterzusingen, eben um Zeit zu sparen. Der damalige Abt von Niederaltaich, Abt Emmanuel Heufelder OSB, hat vorgeschlagen (und uns Teilnehmern von „Kloster auf Zeit“ entsprechend erläutert), die vorgegebene Zeit für das Chorgebet inswoweit besser zu nutzen, die Texte ordnungsgemäß zu singen und sich dabei Zeit zu lassen, um so auch in den Inhalt des Gesungenen einzudringen und etwas davon mit in den Alltag zu nehmen. Dadurch wurde der Psalter nicht mehr in einer Woche, wie in der Regula Benedicti vorgesehen, sondern in vier Wochen durchgesungen. Das Stundengebet der Kirche hat diese Regelung übernommen.
Das Anliegen war also nicht Zeitgewinn, sondern eine würdigere Feier des Herrn und seiner Heilstaten!
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#23   Jörg Guttenberger, Köln   01:25:22 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Rebecca: Gewalt, Karmelitinnen
Der Umkehrschluß ist richtig, Sie versuchen mit viel nichts sagenden Worten ordnungsgemäße Argumente wegzureden! Wenn der Bischof sich gegen jede Gewalt ausgesprochen hätte, wäre alles in Ordnung gewesen. So muß er sich wegen der Einschränkung kritisieren lassen, gegen jegliche sonstige Gewalt nichts einzuwenden zu haben. „Er wird schon seinen Grund haben“ ist Unsinn! Ihre übrigen Vergleiche hinken kräftig!
In dem Kloster leben laut Kreuz.net vom 27.4.2006 die Schwestern Regina (54), Katharina (40), Helena (84) und eine polnische Novizin (23), insgesamt also 3 Profeßschwestern und damit ausreichend zur Weiterführung des e.V.; die Behauptung, es gäbe nur 2 Schwestern, ist also plumpe Unwahrheitsbehauptung.
Zu klären ist, ob die römischen Ordensleitung sämtliche Umstände kennt oder nur die vom Bistum Aachen genannten 2 Schwestern. Ich hoffe, auch kirchliche Verwaltungsakte unterliegen gerichtlicher Billigkeitskontrolle!
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#17   Jörg Guttenberger, Köln   00:16:04 | Mittwoch, 31. Mai 2006
Hausverbot
Die Autoren übersehen eine frühere Auseinandersetzung über das Kloster in Kreuz.net. Hiernach handelt es sich nicht um 2, sondern um 4 Schwestern! Insoweit ist die Berichterstattung schon eimal unredlich.
Ferner wurde dem Kloster die Aufnahme von interessierten Kandidatinnen verboten, damit es wegen Nachwuchsmangels und zu geringem Eigenpersonal aufgelöst werden kann. Damit sind die Argumente für die Auflösung ebenfalls unredlich.
Mons. Musinghoff (oder so ähnlich), Bischof von Aachen, ist mir aufgrund Veröffentlichungen über ihn nicht unbekannt: er hat sich einmal gegen Gewalt von rechts ausgesprochen. Das heißt im Umkehrschluß, gegen Gewalt von links hat er nichts einzuwenden. Richtig wäre eine Ablehnung von jeglicher Gewalt gewesen. Wegen dieses Lapsus hat Mons. Musinghoff damals gehörige und berechtigte verbale Prügel von der Presse bezogen, so u. a. von der Tageszeitung „DIE WELT“.
Redaktion benachrichtigen „Lieber Vulgärtraditionalismus als Vulgärtheologie“
#41   Jörg Guttenberger, Köln   18:35:51 | Dienstag, 30. Mai 2006
Dr. Carlo Regazzon: Religionsfreiheit
Ich habe eher den Eidruck, Sie machen es sich zu einfach, indem Sie aus der uns von Gott zugestandenen Freiheit auf das Fehlen jeglicher Verpflichtung schließen!
Die Antwort gibt der Herr selbst: wenn ich (neben allen möglichen dort genannten guten Taten) selbst meinen Leib zur Verbrennung hingäbe, hätte aber die Liebe nicht, so wäre es nichts! Gott will eben nicht unsere Taten, sondern uns selbst, und allein was wir aus liebender Hingabe machen, zählt. Das ist weit mehr, als die Erfüllung einer Rechtspflicht! Eine der höchsten Formen der Liebe ist die Ganzhingabe im Sinne des hl. Ludwig Maria Grignon von Montfort.
So kommen wir zu dem, was Johannes Kassian die Furcht der Liebe nennt: wir handeln gegenüber und für den geliebten Gott nicht aus Furcht vor Strafe wegen Nichterfüllung, sondern weil wir Verletzung der Liebe bzw. des Liebesverhältnisses fürchten. Hier liegt der Vergleich mit jungen Verliebten nahe, die auch alles tuen, um dem Geliebten zu gefallen, ihn nicht zu betrüben.
Leider neigen wir gerade Gott gegenüber, der die Liebe ist, nicht aus Liebe zu handeln, sondern um unsere rechtlichen Mindestverpflichtungen zu erfüllen.
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#34   Jörg Guttenberger, Köln   23:40:46 | Montag, 29. Mai 2006
Religionsfreiheit
ist bereits in der Schöpfung grundgelegt! Gott hätte sich in seiner Allmacht durchaus einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisführung öffnen können! Er hat es aber nicht getan, weil wir redlicherweise nicht mehr an ihm vorbeiargumentieren könnten! Wenn Gott uns nicht durch geistige Vorgaben zwingen will, darf uns die Kirche erst recht nicht auf dem Verwaltungswege zwingen!
Gott ist die Liebe und will ausschließlich in (freier) liebender Hingabe erkannt werden. Wer sich ihm so öffnet, dem, aber auch nur dem, gibt sich Gott auch in der Wissenschaft und in seiner gesamten Schöpfung zu erkennen!
Damit hat das Konzil mit der Erklärung der Religonsfreiheit recht und die entgegengesetzt lautenden früheren päpstlichen Verlautbarungen waren falsch, sind aber auch nie als Dogma verkündet worden.
Das bedeutet in keiner Weise eine Gleichstellung der Religionen. Denn kein anderer Religionsstifter hat sich zur Befreiung (=Erlösung) der Seinen ans Kreuz schlagen lassen und ist anschließend von den Toten auferstanden. „Eine größere Liebe hat niemand, als wer sein Leben hingibt für die Seinen!“
Redaktion benachrichtigen Feuchtfröhlicher Abschied + …
#17   Jörg Guttenberger, Köln   23:03:54 | Montag, 29. Mai 2006
Apex: geschieden und wierder verheiratet
Daß sich die Kirche der geschiedenen Wiederverheirateten seelsorglich annehmen muß, steht doch im Evangelium. Lesen Sie bitte das Gleichnis vom gute Hirten, wie er dem verlorenen Schaf nachgeht!
Redaktion benachrichtigen Wie konnte Gott diesen Triumph des Bösen zulassen?
#10   Jörg Guttenberger, Köln   00:04:59 | Montag, 29. Mai 2006
Schnabeltierkönig
Herzlichen Dank für Ihre Klarstellungen, die auch mir weitgehend unbekannt waren!
Redaktion benachrichtigen Wie konnte Gott diesen Triumph des Bösen zulassen?
#7   Jörg Guttenberger, Köln   23:36:57 | Sonntag, 28. Mai 2006
Katholische Kirche und Juden
Pinchas Lapide hat sich mehrfach mit Nachdruck positiv über das Verhalten der Kirche gegenüber den Juden während des braunen Terrors geäußert. In aller Stille wurde vielen Juden das Leben gerettet. Das gilt anerkanntermaßen insbesondere für Pius XII.
Warum kein öffentlicher Protest? Ganz einfach: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert!“ Natürlich hatten die Braunen kein Interesse am Bekanntwerden ihrer Verbrechen. Wäre die Kenntnis von deren Untaten durch öffentliche Proteste allgemein verbreitet gewesen, wäre jede Hemmung entfallen und man hätte erst recht ohne Furcht vor der (Welt-)Öffentlichkeit drauflos gemordet!
Redaktion benachrichtigen Er freut sich + …
#16   Jörg Guttenberger, Köln   01:06:00 | Samstag, 27. Mai 2006
Kardinal will mit Taufschein ins Grab
Ist das ernst gemeint?
Redaktion benachrichtigen Die Polen haben seine Wahl geahnt
#15   Jörg Guttenberger, Köln   00:53:06 | Samstag, 27. Mai 2006
Fachkenntnisse der Priester
Die Priester müssen unbedingt Spezialisten in Theologie und Seelsorge sein. Ein Spezialistentum in anderen Fakultäten ist nicht erforderlich. Peinlich ist allerdings, wenn Priester ausgezeichnete Fachleute in Politikwissenschaft usw. sind, aber von Theologie und Seelsorge keine Ahnung haben. So sind die Worte des Papstes gemeint.
Daß ein Priester, wie jeder Mensch, der ernst genommen werden will, neben seinem berufsbedingten Fachwissen eine gute Allgemeinbildung hat, ist ebenso selbstverständlich.
Redaktion benachrichtigen Der Mutter die Gurgel durchgeschnitten
#11   Jörg Guttenberger, Köln   22:54:57 | Freitag, 26. Mai 2006
Staatliche Fremdbestimmung
Wir müssen Frau Meves dankbar sein, daß sie den Eltern den Rücken stärkt, die ausreichend geistige und menschliche Substanz haben, um ihre Kinder möglichst wenig staatlicher Fremdbestimmung aussetzend, ihren von Gott gegebenen Erziehungsauftrag selbst ausführen.
Redaktion benachrichtigen ‘Donum Vitae’ tanzt auf der Nase des Kardinals herum
#33   Jörg Guttenberger, Köln   14:17:37 | Donnerstag, 25. Mai 2006
deusexmachina: Aids und Schwuhle
Was soll der Hinweis auf Aids und Schwule? Dieses Thema ist zwar das Hauptthema der politisch Korrekten, aber was soll’s?
Vieles, jedoch nicht alles Leid, das wir erdulden müssen, haben wir selber verschuldet, denn jede Tat trägt ihre Folgen in sich.
Wenn wir das selbst verschuldete Leid als Kreuz vom Herrn anehmen, gelten meine Ausführungen unverändert! Das gilt unabhängig von eigenem oder Fremdverschulden auch für Aids.
Daß Schwule ihren Zustand als Leid empfinden, ist bisher nicht bekannt gewoden.
Redaktion benachrichtigen ‘Donum Vitae’ tanzt auf der Nase des Kardinals herum
#31   Jörg Guttenberger, Köln   01:09:55 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Jolie und Gotthard
Jolie: Halbkonservativ gibt es nicht, weil konservativ die Mitte zwischen progressiv und reaktionär ist. Bitte keine billige Polemik!
Gotthard: der leidende Papst war wie jeder Leidende das Ebenbild des leidenden Christus!
Leid ist nun einmal eine schmerzliche Minderung unseres Lebens. Das kann uns alle treffen. Krankheit kann bis zur Unkenntlichkeit entstellen, zumindest auf den ersten Blick sieht der Leidende tatsächlich häßlich aus,von ethetischer Schönheit in unserem menschlichen Sinne kann keine Rede sein. Das trifft selbst auf den leidenden Christus zu. Aber gerade dann bewährt sich nicht nur Freundschaft, Christus fordert sogar ausdrücklich zur Nachfolge bis in das Leiden hinein auf! Erst zu den Emmaus-Jüngern sagt er: „Musste der Messias nicht all das Leiden, um so in seine Herrlichkeit einzugehen!“ Also bitte, so schwer es uns allen auch fällt: vor der Wirklichkeit die Augen nicht verschließen!
Redaktion benachrichtigen ‘Donum Vitae’ tanzt auf der Nase des Kardinals herum
#14   Jörg Guttenberger, Köln   22:14:52 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Gotthard: öffentlich
So etwas darf in der Tat gesagt werden, wenn man selbst vor dem Gipfel der Taktlosigkeit (um nicht mehr zu sagen!) nicht zurückschreckt. Die Bilder des sterbenden Papstes Johannes Paul II sind für uns alle beispielhaft, selbst allerschwerste Krankheit und Todeskampf im Vertrauen auf den Herrn zu tragen, sich von IHM angenommen und in SEINER Hand geborgen zu wissen!
Der Christus (der seinen Jüngern die Füße gewaschen hat) im Pfleger, begegnet dem Christus (der gesagt hat: ich war krank und ihr habt mich besucht) im Kranken. Es ist also für alle unmittelbar Beteiligten eine besonders intensive Christusbegegnung.
Gotthard und die anderen Kritiker haben offenbar ein allzu oberflächliches oder gar gestörtes Wirklichkeitsverständnis.
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#20   Jörg Guttenberger, Köln   21:47:20 | Mittwoch, 24. Mai 2006
Brandenburgis: Demokraten und Sozialisten
gleichzusetzen ist ja wohl ein Witz! Wirkliche Demokratie und kosequente Ideologie sind kaum überbrückbare Gegensätze, so daß ein überzeugter Demokrat in letzter Konsequenz kein linientreuer Sozialist und ein linientreuer Sozialist kein ernsthafter Demokrat sein kann!
Redaktion benachrichtigen Der Nachfolger des SPD-Spitzenkandidaten
#2   Jörg Guttenberger, Köln   23:39:39 | Montag, 22. Mai 2006
Parzifal: Roth
und wenn er die Wahl nicht gewinnt?
Im Übrigen: wer alimentiert ihn nach seiner Suspendierung während des Wahlkampfes?
Redaktion benachrichtigen Ein alt-katholischer Bischof spricht Prior Roger Schütz heilig
#21   Jörg Guttenberger, Köln   23:26:44 | Montag, 22. Mai 2006
„Affinität zum Katholizismus“
Roger Schutz hatte sicher keineAffinität zum Katholzismus, denn der Katholizismus ist und bleibt nun einmal die vorkonziliare und daher vom Konzil überwundene ideologische Ausgabe der Katholizität! So ist die römisch-katholische Kirche zumindest seit dem Konzil keine Vertreterin des Katholizismus, sondern der Katholizität! Die ideologische Enge eines Katholizismus war Schutz in seiner geistigen Weite, soweit in der Öffentlichkeit bekannt, sicher genauso wesensfremd, wie die des Protestantismus.
„Wo Christus ist, ist die kathlische Kirche“, so sagt der Apostelschüler Ignatius von Antiochien.
Redaktion benachrichtigen „Wir stehen nicht für Abtreibung“
#19   Jörg Guttenberger, Köln   22:54:17 | Montag, 22. Mai 2006
„rechtwswidrig, aber straffrei“
ist nicht nur inkonsequent, sondern an Zynik kaum überbietbar. Zu prüfen wäre, inwieweit hier sogar der Straftatbestand der Strafvereitelung vorliegt. Ich bitte um Stellungnahme eines Juristen.
Redaktion benachrichtigen Verkappter Kannibalismus
#5   Jörg Guttenberger, Köln   22:46:15 | Montag, 22. Mai 2006
Weihbischof zur Betreuung von Lebensrechsgruppen
Natürlich hat Bischof Mixa recht. Es genügt nicht, die richtige Gesinnung zu haben, sondern man muß auch mit dem notwendigen Nachdruck dafür eintreten.
Vor nicht langer Zeit hat ein Pfarrer mir gegenüber in einem anderen Zusammenhang behauptet, alleine die gute Meinung zähle: ein Fall von naiver Gesinnungsethik.
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#15   Jörg Guttenberger, Köln   22:31:21 | Montag, 22. Mai 2006
Dipl.-Ing. Andrean Kirchmair
Daß der überzeugende Eintritt für das Leben selbst in kirchlichen Gremien, wie dem Diözesankomitee katholischer Organisationen zu Rücktrittsforderungen führt, offenbart erneut die ganze Unglaubwürdigkeit der österreichischen Kirche. Daß der zuständige Bischof von Graz, statt Herrn Kirchmair zu unterstützen, ihn ebenfalls fallen läßt, zeigt nur, daß dieser Bischof nicht mehr ernst zu nehmen ist. Der Vorsitzende von „pro familia“ würde genauso handeln!
Redaktion benachrichtigen Dem modernen Religionslehrer-Chinesisch das Grab geschaufelt
#33   Jörg Guttenberger, Köln   23:13:01 | Sonntag, 21. Mai 2006
deusexmachina: Kathechismus v. P. Ramm
Sie schreiben über ein Buch, dass Sie laut eigener Aussage nicht kennen. Sind Sie vielleicht progressiv oder reaktionär?
Redaktion benachrichtigen In seinen priesterlichen Funktionen beschnitten
#26   Jörg Guttenberger, Köln   20:01:35 | Sonntag, 21. Mai 2006
Cyprian: Konservative
Die Behauptung der Verteidigung ohne hinreichende Faktenkenntnis durch Konservative ist eine üble und infame Unterstellung, der Gipfel der Ignoranz und Wirklichkeitsfremdheit.
Unbefangen, vorurteilslos und sachorientiert an die Dinge heranzugehen ist doch gerade ein Hauptmerkmal konservativen Handelns!
Reden und Handeln ohne ausreichende Faktenkenntnis ist vielmehr gängige Praxis von Progressiven und Reaktionären gleichermaßen, weil sie ideologischer Durchseuchung leichtest zugänglich sind. Und es sind gerade die Ideologen, die keine Wahrheiten mitteilen, sondern nur Wirkung erzielen wollen. Höchste Wirklichkeit haben z. B. für die 68er ausschließlich die eigenen Wünsche!
Redaktion benachrichtigen Russischer Proselytismus?
#9   Jörg Guttenberger, Köln   03:07:23 | Sonntag, 21. Mai 2006
Clemens: Mission
In welchen Teilen des Credo stimmen wir mit der Reformation nur im Wortlaut überein?
Mission unter nicht in voller kirchlicher Gemeinschaft mit uns stehenden Christen fordert im Gegenzug deren Mission unter uns geradezu heraus. Was soll diese gegenseitige Zerfleischung bringen?
Redaktion benachrichtigen In seinen priesterlichen Funktionen beschnitten
#20   Jörg Guttenberger, Köln   23:12:44 | Freitag, 19. Mai 2006
Turk – P. Maciel
Eine Lösung auf dem Verwaltungswege mit entsprechenden Sanktionen riecht immer mehr oder weniger stark nach Willkürjustiz.
Ein absolut sicheres Verfahren zur Wahrheitsfindung gibt es zwar nicht. Doch am zuverlässigsten ist immer noch ein ordentliches Gerichtsverfahren, in dem Ankläger und Beschuldigter Auge in Auge gegenüber stehen.
Warum ein rechtzeitiges ordentliches Gerichtsverfahren unterlassen wurde, ist leider nicht bekannt. Heute ist es wohl wegen des altersbedingten Gesundheitszustandes von P. Maciel zu spät.
Redaktion benachrichtigen Russischer Proselytismus?
#5   Jörg Guttenberger, Köln   22:50:48 | Freitag, 19. Mai 2006
Clemens: Misson
Die Auforderung zur Mission in Rußland ist doch wohl ein Witz! Es geht doch hier um die Wiederaufnahme der vollen Kirchengemeinschaft. Denn Kirchengemeinschaft besteht in unterschiedlichem Maße mit allen christlichen Kirchen: gemeinsam ist zumindest das Glaubensbekenntnis und die Taufe. Mit den Traditionskichen haben wir sogar alle 7 Sakramente gemensam! Eine solche Wiederaufname der vollen kirchlichen Gemeinschaft setzt aber das Gespräch auf Augenhöhe miteinander voraus!
Mission gibt es ausschließlich gegenüber den Heiden, nicht jedoch gegenüber mit uns nicht in voller kirchlicher Gemeinschaft lebenden Christen. Das wäre anmaßend und verhindert jede Vervollständigung kirchlicher Gemeinschaft!
Redaktion benachrichtigen Jetzt ist es offiziell
#18   Jörg Guttenberger, Köln   22:23:22 | Freitag, 19. Mai 2006
Kardinal Groer – P. Maciel
Festzuhalten bleibt, daß in beiden Fällen rechtzeitige Gerichtsverfahren – aus welchen Gründen auch immer – unterlassen worden sind. Sämtliche gegen beide Personen verhängten Verwaltungsakte riechen daher unnötigerweise nach Willkürjustitz!
Der einzig annehmbare Weg ist und bleibt eben das ordntliche Gerichtsverfahren!
Redaktion benachrichtigen Ein von Gott zugelassenes Kreuz?
#15   Jörg Guttenberger, Köln   21:54:49 | Freitag, 19. Mai 2006
Thomas A. Höck: P. Maciel u. Kard. Groer
Bei dem Vorgang „Kard. Groer“ haben alle Beteiligten schwere Fehler gemacht:
Kardinal Groer wegen unterlassener Verteidigung, wenn auch aus den Umständen heraus verständlich (siehe frühere Abhandlung im Internet).
Die Anklägern wegen unterlassenem Strafprozeß: einige den Verdachtsmomenten zugrundeliegenden Tatbestände waren noch nicht verjährt. Ein Freispruch hätte die Glaubhaftigkeit bereits verjährter Verdachte erschüttert.
Rom wegen unterlassenem Gerichtsverfahren. So mußten die 4 Bischöfe kompetenzüberschreitend selbst tätig werden, eigentlich eine Zumutung seitens Roms. Deren moralische Gewißheit entbindet nicht von der Verantwortung gegenüber dem Betroffenen bzw. seinen Angehörigen. Darauf wurden Groer Ausübung seiner bischöflichen Weihevollmachten und Teilnahme bei an der Papstwahl ohne Gerichtsverfahren verboten. Das riecht sehr stark nach Willkürjustitz!
Festzuhalten bleibt, daß alle Beschuldigungen auf unbewiesenen Behauptungen beruhen. Selbst die Bekräftigungen durch Eid sind außerhalb einer Gerichtsverhandlung wegen ihrer Risikolosigkeit völlig wertlos, sie dienen ausschließlich der Volksverdummung. Es fällt auf, daß sämtliche Entlastungsargumente allenfalls nebenbei erwähnt und weiter überhaupt nicht beachtet wurden.
Bei P. Maciel dürfte es nicht anders sein.
Redaktion benachrichtigen Was hat der Engel des Herrn mit dem Muezzin zu tun?
#20   Jörg Guttenberger, Köln   00:47:52 | Freitag, 19. Mai 2006
Petrus Radi
Es geht auch nicht um den Katholizismus, sondern um Katholizität! Der Katholizismus ist bekanntlich die ideologische Ausgabe der Katholizität und vom Vat.II überwunden, nur Reaktionäre hängen ihm noch an. „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche’’ sagt der Apostelschüler Ignatius von Antiochien, und damit ist christlich und katholisch deckungsgleich, für ideologische Enge ist da kein Platz!
Was sagen Sie denn dazu, daß sich die Scholastik zur Erkärung unserer Glaubenswahrheiten der – heidnischen – griechischen Philosophie des – ebenfalls heidnischen – Aristhoteles bedient? Sehen Sie auch hierin Synkretismus? Daß es auch ohne geht, zeigt die byzantinische Tradition, die bei der Erklärung unseres Glaubens ohne solche Hilfen auskommt.
Natürlich kenne ich die Kirchenväter (vielleicht besser, als Sie?). Im Übrigen habe ich nicht behauptet, sämtliche Aussagen von Budda entsprächen denen der Bibel, sondern nur, daß es bei beiden übereinstimmende Grundwahrheiten gibt. Ist das Wohlwollen und die Sympathie, die Budda vom Meditierenden fordert, etwa unchristlich?
Velleicht sind Sie bei der Kritik an Papst Joh.P.II doch zurückhaltender, denn er war ein überzeugter und eifriger Marienverehrer, und solche Leute machen im Allgemeinen keine allzu kapitalen Fehler. Auf jeden Fall war dieser Papst in der Weite seiner Katholizität kein Vertreter der ideologischen Enge des Katholizismus!
Ganz besonders darf ich Ihnen Joh. Kassian empfehlen.
Redaktion benachrichtigen Was hat der Engel des Herrn mit dem Muezzin zu tun?
#17   Jörg Guttenberger, Köln   02:30:16 | Donnerstag, 18. Mai 2006
Petrus Radii
Wenn die Hochrelgionen in Ihren Grundaussagen übereinstimmen, bedeutet das natürlich nicht ihre Gleichwertigkeit. „Eine größere Liebe hat niemand, als wer sein Leben hingibt für die Seinen“: Liebe wird zwar in den anderen Hochreligionen – selbst im Islam! -gepredigt, hat aber nicht denselben Stellenwert, wie bei uns. Die Entscheidung für eine Religion wird aber auf der Ebene der Werte betroffen, und da verkündet das Christentum mit seinem Liebesverständnis die höchsten Werte! Dass einReligionsstifter für die Seinen gestorben und dann von den Toten auferstanden ist, macht die Einmaligkeit des Christentums genauso aus, wie daß dieser Tod und diese Auferstehung in jeder hl. Messe erneut Gegenwart wird!
Wenn Sie sich mit der Lehre Buddas beschäftigt hätten, wüßten Sie um die stellenweise starke Übereinstimmung mit christlichen Autoren. Zwar ist die Kenntnis solcher Literatur keineswegs heilsnotwendig, aber für den im Glauben Gefestigten, und nur für ihn, eine Bereicherung!
Das ist genauso, wenn Sie eine Fremdsprache lernen: Sie finden als Sprachbegabter ein besseres Sprachgefühl, ein tieferes Verhätlnis und besseres Verständnis Ihrer Muttersprache, obwohl zur Beherrschung der Muttersprache natürlich keine Fremdsprachenkenntnis notwendig ist! Wer die eigene Muttersprache hingegen nicht beherrscht, gerät durch Erlernung einer Fremdsprache vollends in Verwirrung.
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#43   Jörg Guttenberger, Köln   23:33:25 | Montag, 15. Mai 2006
Gotthard: Kardinal Lehmann
Ist der Mercedes etwa kein persönliches Geschenk? Was hat die mehr, als aufwendige Geburtstagsfeier mit einfachem Lebernsstil zu tuen?
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#39   Jörg Guttenberger, Köln   22:58:39 | Montag, 15. Mai 2006
Kardinal Lehmann und Einfachheit
Da sieht man einmal wieder die ganze Unglaubwürdigkeit des Vorsitzenden der DBK: in der Kirche und Liturgie möglichst kahl und langweilig, nichts für Auge und Ohr, vom Kalos k’agathos (das schöne und gute, das nach Lehre der alten Kirche das Göttliche ist) in seiner Holzkistenaltarromantik noch nie etwas gehört. Gott will den ganzen Menschen einschließlich Herz und Gemüt, nicht nur seinen Verstand!
Wenn es aber ins Private geht, ist jeder Luxus erwünscht: Mercedes, teuerer Geburtstagsempfang: Christus muß abnehmen, Lehmann wachsen! Es spricht nicht gerade für die DBK so einen unglaubwürdigen Mann zu ihrem Vorsitzenden zun wählen!
Redaktion benachrichtigen Was hat der Engel des Herrn mit dem Muezzin zu tun?
#15   Jörg Guttenberger, Köln   21:48:21 | Montag, 15. Mai 2006
Petrus Radii
Was Sie über Sakramente, Sakramentale und Offenbarung schreiben, ist uneingeschränkt richtig!
Die Auseinandersetzung mit anderen Religionen ist für den im eigenen Glauben Gefestigten eine Bereicherung, weil er dieselben Grundwahrheiten, in denen die Hochreligionen bekanntlich mit unterschiedlicher Akzentsetzung übereinstimmen, unter anderem Blickwinkel und damit bereichernd erfährt. Für den Zweifler bedeutet dieselbe Auseinandersetzung eine geradezu (geistlich) existentielle Gefahr.
Die OFM-Brüder übernehmen nicht grundsätzlich heidnischen Kult in das Christentum, sondern versuchen einzig mit ihren Kientel verständlichen Formen das Christentum nahe zu bringen. Dasselbe haben die Heliandübersetzer gemacht, denn der Inhalt dieser Übersetzung läuft stellenweise dem biblischen Original frontal zuwider.
Die erste christliche Verkündigung hat sich weitgehend an der ebenfalls heidnischen griechischen Vorstellungswelt orientiert, so daß der der Katholizität durchaus wohlwollend gegenüber stehende Pinchas Lapide behauptete, das Christentum habe durch Anpassung an das Griechentum viel von seiner ursprünglichen jüdischen Dynamik verloren!
Auch die Scholastik hat sich bei der Erklärung der Bibel der heidnischen aristotelischen Philosophie bedient. Als nach 1453 die Originaltexte nach Europa kamen, hat es nicht unerhebliche Schwierigkeiten gegeben weil die Scholastik fast auschließlich mit den Übersetzungen aus dem Arabischen gearbeitet hat, also mit Quellen 2. Hand!
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#12   Jörg Guttenberger, Köln   00:44:48 | Montag, 15. Mai 2006
Abbé Busse
Welche lächerliche Formen der Gottesverehrung benutzen die genannten Franziskaner und welche Irrtümer liegen ihrer Praxis zugrunde?
Das analythische Denken der Wissenschaft und das verknüpfende Denken der Meditation gehören zusammen wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Beide gemeinsam bilden das Ganze, d. h., es geht nicht um entweder – oder, sondern um sowohl – als auch. So hat das Herz seine Gründe, die der Verstand nicht kennt, trotzdem wird der Verstand natürlich nicht ausgeschaltet.
Vor Beurteilung der genannten Praktiken aus einseitiger Rationalität kann nur eindringlich gewarnt werden!
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#10   Jörg Guttenberger, Köln   02:02:34 | Sonntag, 14. Mai 2006
Petrus Radii
irrt! Es geht hier weder um Gnosis (warum Gnostizismus, also die ideologische Ausgabe der Gnosis) noch um Intentialismus (was soll auch hier die Ideologiesierung?). Die Brüder orientieren den Inhalt ihrer Verkündigung, soweit ersichtlich, ausschließlich an der Bibel!
Freilich benutzen sie äußere Formen, die bei ihren Betreuten ankommen. Da sind unsere hiesigen ersten Bibelübersetzer (z. B. Verfasser des Heliands) noch viel weiter gegangen, in dem sie auch den Inhalt der Bibel germaníschem Verständnishorizont angepaßt haben, und hier ist bisher keine Beanstandung bekannt geworden!
Redaktion benachrichtigen „Wir befinden uns in einer gewaltigen Krise“
#23   Jörg Guttenberger, Köln   01:34:19 | Sonntag, 14. Mai 2006
Onan: keine Ideologen
Der Konservative ist – im Gegensatz zu den Progressiven und Reaktionären – immer für die Freiheit. Er hat nichts gegen eine Liturgie versus deum oder versus populum, mit Beidem kann er gut leben. Hier liegen ausschließlich Progressive und Reaktionäre im Streit miteinander. Aus seiner Argumentationspraxis ergibt sich zwingend Onans Zugehörigkeit zu den Progressiven: es ist für sie kennzechnend, die Konservativen in die reaktionäre Ecke zu drücken! In Wirklichkeit lehnen doch gerade die Progressiven genauso, wie Reaktionäre, alles nicht ihre geistige Enge Passende ab! D. h., sowohl Progressive wie Reaktionäre vertreten ein preußisches Marschtrittchristentum, wenn auch in unterschiedlicher Richtung.
Die Auffassung, Religion sei Privatsache, ist die übliche von den Progressiven verkündete Halbwahrheit und damit eine Irrlehre: richtig ist, daß uns bei der Wahl unserer Religion niemand drein zu reden hat. Damit ist ausschließlich unsere Entscheidung für eine Religion reine Privatsache. Unsere Zugehörigkeit selbst hingegen ist schon alleine deswegen eine öffentlich-rechtliche Angelegenheit, weil wir beim Amtsgericht in entsprechenden Listen geführtwerden. Im Übrigen wecken wir mit unserem Bekenntnis zu einer Religion berechtigte Erwartungen in unserer jeweiligen Umgebung, denen wir uns ohne Wenn und Aber zu stellen haben!
Redaktion benachrichtigen „Wir befinden uns in einer gewaltigen Krise“
#21   Jörg Guttenberger, Köln   01:46:44 | Samstag, 13. Mai 2006
Markus Antonius: hahahaha
Das hängt mit dem engen geistigen Horizont der Progressiven (und Rektionäre) zusammen: Ignoranz lacht immer, wenn sie etwas nicht versteht, und Ignoranz ist bekanntlich die Uniform der Uninformierten!
Redaktion benachrichtigen „Krennianer gegen Ex-Krennianer?“
#40   Jörg Guttenberger, Köln   23:30:39 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Herrn Turk
Mir fällt auf, daß die von erkennbarem Verantwortungsbewußtsein getragenen Ausführungen von Herrn Turk plötzlich mitten im Satz enden. Was ist los?
Redaktion benachrichtigen Eine fatale Bilanz
#5   Jörg Guttenberger, Köln   23:17:45 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Kardinal Schönborn
hat den Salzburger Lebensschützern eine Abfuhr erteilt. Wer nimmt den derzeitigen Erzbischof von Wien überhaupt noch ernst?
Redaktion benachrichtigen Eine fatale Bilanz
#3   Jörg Guttenberger, Köln   21:12:29 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Herrn Kichmair
herzlichen Dank für seine rückhaltlose Offenheit! Seine Stellungnahme sollten sich ein großer Teil unerer Bischöfe und sonstige donum-mortis-fans hinter die Ohren schreiben!
Redaktion benachrichtigen Die Rache der Kinderabtreiber
#33   Jörg Guttenberger, Köln   21:00:48 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Edward Atkinson
Die moderne Kunst orientiert sich doch auch nicht an Esthetik, sondern will mit Unesthetik provozieren. Hier wird eideutig mit zweierlei Maß gemessen!
Edward Atkinson zeigt die Wahrheit, sitzt für die Wahrheit, also aus ehrenhaften Gründen im Gefängnis. Wenn der Gefängnisaufenthalt einem zur Ehre gereicht, ist etwas faul im Staate!
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   20:14:33 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Daniela: Gezeter der Konservativen
Auf das Gezeter warten Sie vergeblich, denn die Konservativen sind nun einmal keine Ideologen, sondern die Pragmatiker (nicht: Pragmatisten!) schlechthin. Das ergibt sich schon alleine aus der Tatsache, daß Manche aus gesundheitlichen Gründen (Knieverletzungen, altersbedingte Kniebeschwerden) überhaupt nicht bzw. nicht für längere Zeit kniehen können. Tolleranz ist doch gerade eine wesentliche Eigenschaft der Konservativen wohingegen Progressive und Reaktionäre gemeinhin Inbegriff der Intolleranz sind!
Redaktion benachrichtigen Genau am richtigen Platz
#24   Jörg Guttenberger, Köln   15:51:51 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Mimi – Kölner Dom – Celebratio versus deum
Wenn Sie unbedingten Wert auf eine Celebratio versus deum legen, sollten Sie es einmal mit der Pfarrkirche „St. Maria in der Kupfergasse“ versuchen. Dort hat es noch nie einen Volksaltar gegeben, der dortige Pfarrer Vosen ist gleichzeitig Manager der Jugend 2000 und der Subsidiar, P. Alexander Ultsch von den Marianhillern, leitet den Pater-Pio-Gebetskreis, der sich normalerweise am letzten Montag des Monats um 17.45 zur Rosenkranzandacht mit anschließender Abendmesse und daran anschließender Andacht mit sakramentalem Segen trifft. Während der hl. Messe ist immer eine Predigt über Pater Pio. Ansonsten ist dort werktäglich um 17.45.bzw. 17.55 Rosenkranzandacht und 18.30 Abendmesse. Sonntags ist alles eine halbe Stunde früher. Sie erreichen die Kirche mit allen Bahnen, die zum Appelhofplatz fahren.
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#16   Jörg Guttenberger, Köln   14:40:02 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Markus Antonius. denunzieren
Hier kommt wieder das alte Dienstmädchengeschwätz, jede noch so berechtigte Beschwerde als Denunzierung zu verunglimpfen. Das ‘Beschwerderecht gehört mit zu den auch in der Kirche anerkannnten Grundrechten! Bei einer unberchtigten Beschwerde passiert dem Beschwerten doch nichts. Es geht Markus Antonius doch nur darum berechtigte Beschwerdeführer mundtod zu machen!
In den Ostkirchen gibt es keine Kniebänke, so daß während der gesamen Liturgie gestanden wird. Es kommt aber niemandem in den Sinn, wenn sich jemand aus innerem Antrieb (was durchaus nicht ungewöhnlich ist) hinknieht, besonders während der Wandlung, irgendwelche abfällige Bemerkungen zu machen. Das bleibt uns ideologiedeformierten Westlern vorbehalten. Auch vor der hl. Kommunion, die stehend empfangen wird, ist eine vorherige Methanie (entspricht unserer Kniebeuge) üblich.
Der Durchsetzungsversuch eines aussließlichen Stehens während der Liturgie entspricht einem in aller Schärfe abzulehnendem preußischen Marschtrittchristentum!
Redaktion benachrichtigen Genau am richtigen Platz
#22   Jörg Guttenberger, Köln   22:36:52 | Dienstag, 9. Mai 2006
Mimi: Kölner Dom
Überspitzt kann man tatsächlich sagen, daß im Kölner Dom im Winter versus deum zelebriert wird, weil man die Leute nicht frieren lassen will. Aber: einen Volksaltar gibt es in der Sakramentskapelle aus Platzgründen nicht, wie Sie sicher aus eigener Erfahrung wissen, so dass das der eigentliche Grund für die Zelebration versus deum ist.
Redaktion benachrichtigen Genau am richtigen Platz
#20   Jörg Guttenberger, Köln   22:51:30 | Montag, 8. Mai 2006
Bendikt: Zelebration im Kölner Dom
Wie Sie richtig vermuten, ist die Sakramentskapelle des Kölner Domes der einzige heizbare Gottesdienstraum, so daß dort, soweit aus Platzgründen möglich, im Winter zelebriert wird.
Redaktion benachrichtigen Erklärung des inneren Gebetes
#2   Jörg Guttenberger, Köln   20:46:40 | Sonntag, 7. Mai 2006
Quis ut deus
Der Meinung über das „Goldene Buch“ kann ich mich aus eigener Erfahrung anschließen, wiewohl, das gilt für alle geistlichen Schriftsteller nicht jedes für jeden geeignet ist: es braucht die gemeinsame Wellenläge.
Wichtig ist auch das immerwährende Gebet, das Maximos Confessor so beschreibt: „Seinen Geist in Stille halten, immer getragen sein vom Vertrauen und von der Hoffnung auf Gott, immer in Liebe und Ehrfurcht auf Gott ausgerichtet sein, sich Gott ausliefern in jeder Tat in jedem Ereignis und in jedem Lebensumstand und immer in Freude aus einem reuigen, zerknirschten Herzen Gott Dank sagen!“
Redaktion benachrichtigen Genau am richtigen Platz
#18   Jörg Guttenberger, Köln   20:28:57 | Sonntag, 7. Mai 2006
Mimi – Benedikt – Kölner Dom
Im Kölner Dom wird grundsätzlich mit dem Gesicht zum Volk zelebriert. Das gilt ausnahmslos für alle Messen im Hauptschiff.
Im Sommer werden die nicht im Hauptschiff zelebrierten Liturgien am Stefan-Lochner-Altar zelebriert. Das sind alle Werktagsmessen, soweit sie nicht wegen zu großer Besucherzahl im Hauptschiff zelebriert werden. Der Zelebrant steht hier ausnahmslos mit dem Gesicht zum Volk.
Im Winter werden alle Werktagsmessen, soweit sie nicht wegen zu großer Teilnehmerzahl im Haupschiff zelebriert werden, in der Sakramentskapelle gefeiert. Hinzu kommen die frühen Sonntagsmessen wegen geringer Teilnehmerzahl.
In der Sakramentskapele gibt schon wegen Platzmangel keinen „Volks“-Altar, so daß hier alle Liturgien mit dem Rücken zum Volk zelebriert werden, d. h. der Zelebrant steht nur während des Wortgottesdienstes am Ambo mit dem Gesicht, ab Offertorium jedoch mit dem Rücken zum Volk.
Redaktion benachrichtigen „Unsere Schuld ist ersichtlich“
#9   Jörg Guttenberger, Köln   02:36:33 | Sonntag, 7. Mai 2006
Gotthard: zur Abtreibung bereite Frauen und Männer
gibt es nicht, weil zur Abtreibung eine vorherige Mutter- und Vatgerschaft gehört! Richtig muß daher von zur Abtreibung bereiten Müttern und Vätern geprochen werden. Das Dienstmädchengeschwätz von atreibenden Frauen, ist irreführend, verharmlosend und sachlich falsch!
Redaktion benachrichtigen Genau am richtigen Platz
#13   Jörg Guttenberger, Köln   00:31:02 | Freitag, 5. Mai 2006
Halbkonservativ
„Halbkonservativ“ gibt es überhaupt nicht, und deswegen ist die Bezeichnung Unsinn.
Konservativ sein heißt an der Spitze des Fortschritts zu marschieren und unterscheidet sich vom Progressiven nur in Bejahung und Fortführung der von Letzteren abgelehnten Tradition. Die Reaktionäre (z. B. Pius-X-Brüder) lehnen hingegen jede weitere Entwicklung nach 1962 ab.
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#10   Jörg Guttenberger, Köln   00:22:25 | Freitag, 5. Mai 2006
Sulpicius: Aachener Karmel
Interessant ist, daß das Kloster wegen fehlenden Nachwuchses geschlossen werden soll, aber der Neueinritt von Interessentinnen verboten wird, damit das Kloster wegen Nachwuchsmangel geschlossen werden kann. Das Verhalten des Bistums Aachen hinterläßt einen oberfaulen Eindruck.
Kurz nach seiner Inthronisation ist Bischof Musinghoff bereits mit dem Ausdruck seiner Abneigung gegen Gewalt von Rechts ins Fettnäpfchen getreten, meint seine Äußerung im Umkehrschluß doch, daß er gegen Gewalt von Links nichts einwendet. Von seiner Abneigung gegen Gewalt ganz allgemein ist damals nichts bekannt geworden. So hat er damals von der Presse berechtigte verbale Prügel bezogen. Wer weiß, was dieser Bischof sonst noch für Unfug verzapft. Man sollte ihm verstärkt auf die Finger schauen.
Redaktion benachrichtigen „Reizend! Die Frau Gemahlin?“
#11   Jörg Guttenberger, Köln   22:15:02 | Montag, 1. Mai 2006
Copertino, Berben: Hölle
Herzlichen Dank für die zum Teil humorvolle Aufklärung!
Redaktion benachrichtigen Die Nase voll von der „Erfüllten Zeit“
#20   Jörg Guttenberger, Köln   22:08:29 | Montag, 1. Mai 2006
Gotthard
Wieso ist der 1. Halbsatz falsch? Bitte Begründung!
Redaktion benachrichtigen Verheirateter Subregens
#15   Jörg Guttenberger, Köln   21:58:00 | Montag, 1. Mai 2006
Athansius
in der noch ziemlich provinziellen und damit „konservativen“ Schweiz
Was soll die Gleichsetzung von provinziell und „konservativ“? Dienstmädchengeschwätz?
Redaktion benachrichtigen Die Nase voll von der „Erfüllten Zeit“
#17   Jörg Guttenberger, Köln   21:30:36 | Sonntag, 30. April 2006
deutexmachina – Verklärung
Irrationale Zahlen folgen genauso, wie die Reihe der Primzahlen, Gesetzen, die wissenschaftlich nicht faßbar sind. Genauso ist es – unbeschadet der ihnen zugrundeligenden und nachvollziehbaren S€prachgeschichte – mit den unregelmäßigen Verben. Nochmaliger Verweis auf die fehlende gemeinsame Maßzahl von Seitenlänge und Diagonale eines Quadrates! –-------
Verklärung: Wisenschaftlich-anaythisches Denken und verknüpfendes Denken der Meditation gehören zusammen wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes. Selbst bei wissenschaftlichem Denken gibt es Intuition (wenn auch von weit untergeordneter Bedeutung) und beim Meditieren wird der Verstand nicht abgeschaltet. Jede Einseitigkeit führt im Leben zu minderwertigen oder gar falschen Ergebnissen.
Durch die entmythologisierungsbedingte einseitige Rationaliesierung únseres Denkens droht Wesentliches abhanden zu kommen.
Die Liebe ist gleich Gott, der ja die Liebe ist, nichtwissenschaftlich zwingend beweisbar, aber für den Liebenden erfahrbar.
Ähnliche Erlebnisse, wie die Jünger bei der Verklärung Christi hatten die Seherkinder von Fatima, Lourdes u. a. doch auch. Wieso werden da hinsichtlich gläubiger Annahme Unterschiede gemacht? Die Dr. Adam gemachten Schwierigkeiten sind völlig unverständlich und zeigen nur, daß sich modernstes Denken noch nicht bis zum österreichischen Kirchenfunk herumgesprochen hat.
Redaktion benachrichtigen „Reizend! Die Frau Gemahlin?“
#5   Jörg Guttenberger, Köln   20:41:22 | Sonntag, 30. April 2006
Katja Berben: Modernistenhöle
Woher wissen Sie, Frau Berben, von unterschiedlichen Höllen? Neben der Hölle für Normalverbrauer gibt es also eine Modernistenhölle! Gibt es vielleicht auch eine für Traditionalisten? Worin besteht der Unterschied zwischen den einzelnen Höllen? Antwort mit Beleg aus der Bibel erbeten!
Redaktion benachrichtigen Die Nase voll von der „Erfüllten Zeit“
#8   Jörg Guttenberger, Köln   01:25:26 | Sonntag, 30. April 2006
Verklärung Christi
Hier wird übersehen, daß die Bibel von vornherein keine wissenschaftlichen, sondern ausschließlich Glaubensaussagen machen will!
Geschichte als Wissenschaft gibt es überhapt erst seit dem 19. Jahrhundert (Ranke und Mommsen). Vorherige Autoren hatten andere Interessen, so wollte der Autor des Troja-Berichtes ausschließlich die Heldentaten der Griechen darstellen und hat sich dabei der Geschichte über die Eroberung dieser Stadtbedient. Hierbei war es durchaus erlaubt, in gewissem Umfang (natürlich ohne zu übertreiben) Tatsachen bedarfsgerecht zurechtzubiegen.
Genauso ist die Bibel zu verstehen. An den Glaubensaussagen ist nicht zu rütteln, naturwissenschaftliche Aussagen kann man nicht entnehmen , die geschichtlichen Tatsachen stimmen grundsätzlich, Einzelheiten sind u. U. vom Autor bedarfsgerecht dargestellt.
Zur Verklärung: Es besteht heute leider die Tendenz, wissenschaftlich unerklärbare Berichte als erfunden abzutun. Irrationale Rest gibt es auch in der Wissenschaft, z. B. die gesamten irrationalen Zahlen, es gibt keine gemeinsame Maßzahl von Seitenlänge und Querschnitt eines Quadrates, wie mit Pythagoras leicht nachweisbar ist; oder in den Sprachen die unregelmäßigen Verben! Man sollte also mit der Ablehnung der Geschichtlichkeit der Verklärung vorsichtig sein! Die indischen Christen mit ihrem umfangreicheren metharationalem Wissen z. B. haben da weit weniger Probleme!
Redaktion benachrichtigen Wird Überleben schadenersatzpflichtig?
#3   Jörg Guttenberger, Köln   01:03:06 | Sonntag, 30. April 2006
Sirilo
Die Tendenz ist doch eindeutig, das entgegenstehende Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Formulierung ist zwar im mehrfacher Hinsicht unklar: was ist Subjekt bzw. Akkusativ-Objekt: die Patienten oder die Erben, aber ein lebensfeindliches Ziel unübersehbar!
Redaktion benachrichtigen Vor hundert Jahren geboren
#74   Jörg Guttenberger, Köln   00:04:53 | Samstag, 29. April 2006
Mischliturgie
Soche Liturgiebrüche wie bei uns durch das VatII sind im Osten so gut, wie unbekannt. Dort herrscht stetige Entwicklung, so ist die Marienklage im 19. Jahrhundert in die Karsamstagsmatutin eingefügt worden – ein ergreifender Gesang! Gute Ideen werden von anderen Landeskirchen übernommen, schlechte verschwinden wieder. Im 20. Jahrhundert wurde die (eucharistische) Liturgie in Griechenland und dem vorderen Orient auf etwa 90 – 120 Minuten verkürzt, die slawische Tradition hat hier nicht mitgemacht.
Wer die – besinnliche -byzantinische Liturgie kennt, weiß, daß Kürzungen meist im Fortfall von Wiederholungen besteht und damit keinen Substanzverlust bedeuten. In der – rationaleren- römischen Liturgie sind Kürzungen und Reformen weit schwieriger. Bei uns hängt heute – weit mehr, als im Osten und unserer vorkonziliaren Liturgie – vieles von der Disposition des Zelebranten ab.
In Russland wurden – m. W. im 17. Jahrhundert – Änderungen nachgeholt, die in der griechischen Kirche schon lange Brauch waren. Wegen der Plötzlichkeit haben sich die Altgläubigen abgespaltet, ähnlich unseren Pius-X-Brüdern nach dem Konzil. Aus den Erfahrungen Russlands hätte Rom lernen sollen. Plötzliche Veränderungen sind geistlichem Wachstum nicht gerade förderlich.
Mein 1971 verstorbener Vater hat – der russischen Geschichte kundig – die Abspaltung der Traditionalisten schon 1965 angesichts erlebter Liturgiereform prophezeit.
Redaktion benachrichtigen Hochwürden Roth kandidiert für die Roten
#27   Jörg Guttenberger, Köln   23:30:57 | Freitag, 28. April 2006
Parzifal
Sehr geehrter Herr Parzifal,
Sie schreiben doch ohnehin nur Worthülsen. Haben Sie in Ihrer Langeweile nicht ernsthafteres zu tun, als nun Ihrerseits uns Leser mit Ihrer Langeweile anzustecken?
Redaktion benachrichtigen Zutiefst undemokratisch
#24   Jörg Guttenberger, Köln   23:21:10 | Freitag, 28. April 2006
Parzifal: Dreifaltigkeit
Wenn die Diskussionn über hl. Dreifaltigkeit Sie langweilt, warum beteiligen Sie sich daran? Ist die germanische Götterwelt, fern jeglicher wissenschaftlicher Durchdringung, nicht noch erheblich langweiliger?
Vergleichen Sie bitte einmal die Kultur der gemranischen Götter und ihre Folgen mit dem Christentum und seinen Folgen sowie deren gesamte wissenschaftliche Aufarbeitung!
Redaktion benachrichtigen Worte und Taten
#13   Jörg Guttenberger, Köln   15:41:51 | Freitag, 28. April 2006
Maledica und Cortex
Das Hauptthema „Homophobie“ stimmt genauso wenig! Das Dyba ein Gegner der Messen aller Zeiten war, ebenfalls nicht. Im letzteren Fall haben wir es wohl mit einem Druckfehler oder sonstigem Redaktonsversehen des Autors zu tuen?
Redaktion benachrichtigen „Ich besitze keine eigene Meinung“
#20   Jörg Guttenberger, Köln   15:34:03 | Freitag, 28. April 2006
„Urvater katholischer Progressisten“
Teilard de Chardin war in keiner Weise progressiv, sondern der Inbegriff des Konservativen! Genauso, wie Thomas v. Aquin das Glaubensgut philosophisch erklärt hat, hat Teilhard dasselbe mit der Naturwissenschaft versucht! Freilich heißt konservativ sein, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren. Der Unterschied zu den Progressiven besteht in der Ablehnung der Tradition durch Letztere, wohingegen Teilhard voll in der Tradition gelebt hat und sie, wie jeder Konservative, folgerichtig weiterentwickelt hat. (Die Pius-X-Brüder sind nicht konservativ, sondern reaktionär, schon fast epigonenhaft!). Teilhard ist im Übrigen nicht freiwillig in der Welt herumggereist, sondern im Auftrag seines Ordens, zuletzt langjähig in China, gestorben in New York. Wie Teilhard weiter nachgewiesen hat, widersprechen sich Evolution und Schöpfungsglaube nicht, sondern bedingen einander, wie wir schon 1959 im kath. Religionsunterricht im heutigen NC-Gymnasium in GL gelernt haben! Weiteres finden Sie unter www.Teilhard.de und unter Teilhard-Forum im Internet. Sofern Sie in NRW wohnen auch E-Mail: TeilhardNRW@web.de.
Redaktion benachrichtigen „Ich besitze keine eigene Meinung“
#16   Jörg Guttenberger, Köln   01:37:38 | Freitag, 28. April 2006
Evolutionstheorie und Glaube
Zu diesem Thema darf ich an die bahnbrechenden Werke von Teilhard de Chardin erinnern. www.teilhard.de www.kreuz.net/
Redaktion benachrichtigen Zutiefst undemokratisch
#13   Jörg Guttenberger, Köln   00:42:42 | Freitag, 28. April 2006
Benedikt
„Der Geist des Konzils“ als Unwort ist insoweit ein Witz, als das, was gemeinhin als „Geist des Konzils“ verkauft wird, mit dem Geist des Konzils nicht mehr zu tun hat, als die Lüneburger Heidschnucke mit der christlichen Seefahrt. Der wirkliche Geist des Konzils ist vom Geist der 68er so gut wie völlig verdrängt worden. „Der Geist des Konzils“ ist demnach genausewenig der Geist des Konzils, wie der Geist der Zeit zur Zeit der Geist der Zeit des Geistes ist.
Redaktion benachrichtigen Worte und Taten
#10   Jörg Guttenberger, Köln   23:51:05 | Donnerstag, 27. April 2006
Aphrodite
Daß Sexualität und Homosexualität Lieblingsthemen der kreuz.net-Autoren sind, stimmt nachweislich nicht. Ich sehe in dem Vorwurf eine üble Verleumdung. Ist die Leserbrief-Autorin vielleicht eine 68erin, die mit ihren Ausführungen keine Wahrheiten vermitteln, sondern lediglich Wirkung erziehlen will?
Aphrodite’s Ausführungen zur Männerwelt lassen auf ganz erhebliche persönliche Probleme schließen, in die sie die Christen unberechtigterweise mit einbezieht.
Redaktion benachrichtigen „Täglich trainiere ich Gesprächsführung und Controlling“
#38   Jörg Guttenberger, Köln   23:27:14 | Donnerstag, 27. April 2006
Bevormundung
Der ganze Plan ist schon deswegen eine Unverschämtheit, weil er Elternpaare grundgesetzwidrig bevormundet, wie sie die Zeit des Bezugs von Elterngeld regeln. Traut Frau vdL den Eltern so wenig Enscheidungskompetenz zu? Normalerweise nimmt der Geringerverdienende das Elerngeld. Frau vdL verlangt aber vom Vater wenigstens 20 % der Erziehungszeit.
Ist der Vater der Geringerverdienende, ist das kein Problem. In diesem Fall verlangt Frau vdL aber von der Mutter diese 20 % nicht, soweit bekannt. Hier liegt dann aber eine grundgesetzwidrige Ungleichbehandlung der Geschlechter vor!
Wer selber, wie Frau vdL, genug Geld für Kindermädchen hat, kann sich der erziehungsgeldbedingen Bevormundung entziehen. Das schafft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft!
Redaktion benachrichtigen Der ganz normale Wahnsinn
#8   Jörg Guttenberger, Köln   23:35:48 | Mittwoch, 26. April 2006
„Der ganz normale Wahnsinn“
„Thema einer Liturgie“ ist schon falsch! Liturgie ist eine Feier, die Feier eines Themas ist auf dem Grund völligen lturgischen Unverständnisses gewachsen!
Feiern kann man nur Ereignisse und Personen. Jede Liturgie ist Feier unserer Erlösung oder dazu gehörender Ereignisse, so z. B. Weihnachten und Ostern, oder am Beispiel von Personen: Jesus Christus oder Heilige!
„Thema der Liturgie“ zieht die Feier auf das Nieveau einer Seminarveranstaltung hinunter. Verschulung von Liturgie ist ein Mißbrauch!
Nach Schilderung von Kreuz.net hatte diese Osternacht nicht einmal das Niveau eines Seminars. „Osternachtsball“ kommt der Veranstaltung schon näher.
Redaktion benachrichtigen Hochwürden Roth kandidiert für die Roten
#20   Jörg Guttenberger, Köln   23:13:11 | Mittwoch, 26. April 2006
Pfarrer Roth
Ist der Pfarrer Roth so wenig von Würde und Wert seines Priestertums überzeugt, daß er seine hohe Funktion, in der am Altar und bei der Spendung der Sakramente in persona Christi handelt, ganz einfach und achtlos hinwirft?
Sieht er bei dem derzeitig ganz erheblichen Priestermangel seine Rücksichtslosigkeit gegenüber seinen prieserlichen Mitbrüdern, die seine Arbeit mit erledigen müssen und gegenüber uns gläubigen Chtristen nicht, die wir wegen fehlender Priester auf Liturgie und Sakramentenempfang verzichten müssen?
Der Entschluß des Pfarrers Roth riecht ganz stark nach kaltem Egoismus!
Redaktion benachrichtigen Vor hundert Jahren geboren
#72   Jörg Guttenberger, Köln   14:17:00 | Dienstag, 25. April 2006
Herrn Dr. Otterbeck
Herzlichen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme zur Liturgiereform. Man wird wohl festhalten müssen, daß die liturgische Praxis mit ihrer 68erbedingten Willkür häufig an den Absichten des Konzils vorbei geht.
Daß man keine orthodox-katholisch-protestantische Mischliturgie wollte ist natürlich in Ordnung. Byzantinisch-römisch geht nicht, weil die römische Liturgie (als Einzige neben der koptischen und äthiopischen) alexandrinischen und die byzantinische Liturgie antiochenischen Typs ist. Der Vorschlag, den Chrysostomos-Kanon in die römische Liturgie zu übernehmen, ist deswegen verworfen worden. Katholisch-Protestantisch geht wegen des unterschiedlichen Liturgieverständnisses nicht. Trotzdem scheint mir die heutige Eröffnung der Liturgie starken protestantischen Einfluß aufzuweisen.
Allerdings ist unser Choral doch antiochenischen Ursprungs: da die römische Liturgie ursprünglich griechisch, der Sprache der damals Gebildeten, gesungen wurde, hat man beim Übergang in die lateinische Sprache die griechischen Tonsätze übernommen.
Redaktion benachrichtigen Gesetzespositivismus
#23   Jörg Guttenberger, Köln   21:45:45 | Montag, 24. April 2006
centesimus annus
Sie haben mir Ihr Dienstmädchengschwätz doch schon an meine private Mail zukommen lassen. Warum wiederholen Sie sich?
Sie wissen doch aus meiner dortigen Antwort: je enger der geistige Horizont, umso größer die Neigung, sich über Andere lustig zu machen.
Ignoranz lacht bekanntlich immer, wenn sie etwas nicht versteht, und Ignoranz ist die Uniform der Uninformierten!
Redaktion benachrichtigen Den Polen geht die Luft aus
#36   Jörg Guttenberger, Köln   09:58:27 | Freitag, 21. April 2006
@Höck
„Nach 1620 wurde das Tschechische als Sprache der Protestanten unterdrückt, erst Ende des 18. Jahrhunderts nahm es neuen Aufschwung, so das Duden-Lexikon Ausg. 1962. In den Geschichtsbüchern ist die Suche schwierig, weil das Land unter Österreich abgehandelt wird, ich suche aber weiter. Mehrere vertriebene Deutsch-Böhmen haben vor einigen Jahre im Rahmen einer zufälligen Urlaubsbegegnung die Initiative Herders zur Förderung des Tschechischen heftig kritisiert, so auch ein aus Wallern vertriebener inzwischen verstorbener Bundeswehr-Oberstleutnant
Redaktion benachrichtigen Die bedeutsamste Messe seines Lebens
#15   Jörg Guttenberger, Köln   23:07:30 | Donnerstag, 20. April 2006
Benedikt – Wiesbadener
„ Die Lügenmärchen, die von Pius XII erzählt werden“ oder „Die Lügenmärchen, die über Pius XII erzählt werden…“?
Redaktion benachrichtigen Den Polen geht die Luft aus
#35   Jörg Guttenberger, Köln   18:15:04 | Donnerstag, 20. April 2006
Gotthard – Herr Höck
Wenn Sie mit dem Begriff „Volksdeutsche“ nicht einverstanden sind, dann ersetzen wir ihn eben durch den Begriff „Deutschsprachige“.
Daß sich Herder um eine Wiedebelebung der tschechischen Sprache bemüht hat, ist mir ausschließlich aus verschiedenen kritisierenden Gesprächsbeiträgen bekannt geworden. Ich werde mich aber um einen Beleg aus der Literatur bemühen. Herzlichen Dank für Ihre Anfrage, die mich zu einer vertiefenden Beschäftigung mit dem Thema veranlaßt!
Redaktion benachrichtigen Widersprüche
#67   Jörg Guttenberger, Köln   15:46:14 | Donnerstag, 20. April 2006
deutexmachina
Ihre Ausführungen klngen nur insoweit schlüssig, als es nicht um Gott geht. Da aber Gott der Urheber allen Seins ist, muß er vor allem übrigen Sein schon gewesen sein.
Axiome werden nicht bewiesen, sondern gesetzt. Insoweit ist Gott das Ur-Axiom, mit dem wir den Ursprung allen Seins bezeichnen.
Redaktion benachrichtigen Den Polen geht die Luft aus
#32   Jörg Guttenberger, Köln   15:38:24 | Donnerstag, 20. April 2006
Ehem. Deutsche Ostgebiete / Tschechien
Wir sollten nicht wegen ehemaligen Ostdeutschlands und andere verlorener Gebiete alte Wunden aufreissen! Tatsache ist, das Deutschland im Rahmen der Einigungsverträge auf diese Gebiete verzichtet hat. So ist Breslau seit 1980 in ähnlicher Weise polnisch, wie Straßburg seit 1918 wieder französich ist. Der Unterschied zwischen beiden Städten besteht lediglich in der unterschiedlichen Anzahl dort noch lebender Volksdeutscher.
Bei Böhmen wir dübersehen, daß die tschechische Sprache im 19. Jahrhundert im Aussterben begriffen war, und lediglich durch Herder, also einen Deutschen, wieder belebt wurde.
In Deutschland hat den Wenden und Sorben ein ähnliches Schicksal mit ihren slavischen Miuttersprachen gedroht, um deren Erhalt man sich jetzt auch von deutscher Seite ernbsthaft bemüht.
Redaktion benachrichtigen Falschmeldung: Mit Farbbeuteln gegen die Kinderabtreibung
#7   Jörg Guttenberger, Köln   15:11:18 | Donnerstag, 20. April 2006
Josefus
Hier ist in der Tat eine Stelungnahme der Redaktion angefragt, ob es sich hier nur um einen verspäteten Aprischerz handelt!
Redaktion benachrichtigen Als die erste Frau im Chorraum der Kathedrale tanzte
#9   Jörg Guttenberger, Köln   00:25:26 | Donnerstag, 20. April 2006
Tanz in der Liturgie
Die äthipische Liturgie ist die einzige, in der der Tanz bis heute Tradtion hat. Wir durften das im Rahmen der Reihe „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“ bewundern, wie äthiopische Mönche bei Vesper und Eucharistiefeier im Altarraum von St. Kunibert in Köln getanzt und ihre Schlaginstrumente gespielt haben. Es handelt sich freilich um keinen uns gewohnten (paarweisen) Tanz, sondern um Schreittänze, wie sie in anderer Form bei den Griechen (dort ausschließlich im profanen Bereich) üblich sind. Unter diesen Bedingungen kann auch ein (ehelos lebender) Priester und Mönch bedenkenlos mittanzen.
Redaktion benachrichtigen Falschmeldung: Mit Farbbeuteln gegen die Kinderabtreibung
#5   Jörg Guttenberger, Köln   00:09:08 | Donnerstag, 20. April 2006
Herzlichen Glückwunsch
zu dieser Initiative! Zur Vermeidung einer Diskriminierung dieser schon lange überfälligen Bewegung sollte man auf Rechtsverstöße möglichst verzichten. Die Wut und die Intrigen der Abtreibungsindustrie wird ohnehin kaum zu bändigen sein.
Die katholischen Bischöfe sind ganz sicher nicht reaktionär, sondern geistig träge, eine der sieben Hauptsünden!
Redaktion benachrichtigen Den Polen geht die Luft aus
#20   Jörg Guttenberger, Köln   23:54:33 | Mittwoch, 19. April 2006
Evelin: Tschechisch-masonische Geschichtsschreibung
Der Hinweis auf den zerstörerischen Einfluß der Freimaurerloge ist hochinteressant. Ist hierüber noch Literatur lieferbar?
Redaktion benachrichtigen Den Polen geht die Luft aus
#15   Jörg Guttenberger, Köln   22:16:01 | Mittwoch, 19. April 2006
„Der Gatte der Evelin“ – Dr. Höck
In Tschechien war schon eine besondereLage: Stichwort Johannes Hus, dem bekanntlich vom Kaiser freies Geleit versprochen und der dann trotzdem hingerichtet wurde. Das Ergebnis war die bis heute existierende hussitische Kirche! Da Tschechien erst nach einem Streit zwischen Rom und Kostantinopel endgültig römisch wurde, war die katholische Kirche ohnehin nie so stark verwurzelt, wie in Polen und anderen Ländern. Vor allem hatte die Kirche in Tschechien nie die identitätsstiftende und wahrende Funktion, wie in Polen, Rußland und Armenien. In allen drei Ländern hat sich die jeweilige Kirche mehr oder weniger offen an der Beseitigung von Fremdherrschaften beteiligt, wohingegen sie in Tschechien in erster Linie als Religion einer fremden Macht empfunden wurde. Hinzu kommt noch die (nach Albnien) härteste Christenverfolgung im gesamten Ostblock.
Redaktion benachrichtigen Widersprüche
#63   Jörg Guttenberger, Köln   19:54:29 | Mittwoch, 19. April 2006
Brandenburgis: Freiheit
Mit Ihren Ausführungen bekennen Sie sich nicht zur Katholizität = katholische Kirche, sondern zum Katholizismus, also der ideologischen Ausgabe der Katholizität, einem von Christus eindeutig nicht gewollten preußischen Marschtrittchristentum!
Wollen Sie etwa abstreiten, daß Gott wissenschaftlich nicht zwingend nachweisbar ist? Haben Sie schon einmal nachgedacht, was Gott uns damit sagen will? Kennen Sie nicht Gal. 5,13: „Ihr seit zur Freiheit berufen, aber macht die Freiheit nicht zum Vorwand niedriger Selbstsucht, sondern dient einander in Liebe!“?
Sofern Sie sich in Freiheit für Christus entschieden haben, dann herzlichen Glückwunsch. Solltenn Sie allerdings analog mancher Missionspraxis früherer Jahrhunderte zu ihm hingeprügelt worden sein,
ist Ihre Entscheidung deutlich weniger wert!
Redaktion benachrichtigen Gesetzespositivismus
#20   Jörg Guttenberger, Köln   14:11:37 | Mittwoch, 19. April 2006
Aphrodite: Naturrecht
Wem kommt nach Ihrer Meinung keine besondere Autorität zu: dem Mons. Ratzinger oder dem Brüsseler Erzbischof?
Daß Sie konservativ, totalitaristisch und paternalistisch in einem Atemzug nennen, zeigt nur, wie sehr Sie sachlich daneben liegen, vemutlich infolge nicht nur progreßiver, sondern eindeutig progreßistischer Einstellung. Vermutlich verwechseln Sie konservativ und reaktionär. Totalitarismus und Paternalismus sind Ideologien, der Konservative hingegen ist der Pragmatiker schlechthin (nicht etwa Pragmatist!).
Jesus Christus war konservativ, denn er kam nicht zur Auflösung von Gesetz und Propheten, sondern zu deren Erfüllung! Als Progreßiver hätte er Gesetz und Propheten aufgelöst. Hinzu kommt der Vergleich mit dem Hausvater der altes und neues aus seiner Schatzkiste hervorholt.
Paulus hat mit seiner Aufforderung, alles zu prüfen und das gute zu behalten eindeutig konservativ gedacht.
Mit Ihren Ausführungen betreffs neuer, das Naturrecht ablehnender Literatutur machen Sie diese Rechtsgrundlage im Rahmen eines primitiven Rechtspositivismus, wie unter 68ern nicht ungewöhnlich, zur Modesache.
Wer das (Natur-)Recht auf Leben infrage stellt, ist ganz eindeutig kein ernst zu nehmenes Mitglied der Menschheit!
Redaktion benachrichtigen Der laisierte Ex-Abt über den neuen Papst
#3   Jörg Guttenberger, Köln   01:57:47 | Mittwoch, 19. April 2006
Ex-Abt Givanni Franzoni
Wieso ist der Exabt Apostat?
Er ist damals odnungsgemäß mit allen dazu gehörigen Dispensen laisiert worden. Damit steht er genauso da, wie Sie und ich und jeder getaufte und gefirmte Christ. Sowohl daß er sich noch als Mönch fühlt, als auch daß die Initiative vom Erzbistum Rom und nicht von ihm ausgegangen ist, zeigt, daß keine Frau dahinter gestanden hat. Der damalige Abtprimas Rembert Weakland OSB hat bekundet, in Amerika wäre Franzoni unbehelligt geblieben.
Die Auffassungen Franzonis sind zwar zum Teil mit dem Verkündigungsauftrag eines Priesters unvereinbar, von einem Laien aber ohne Rechtsfolgen vertretbar.
Redaktion benachrichtigen Vor hundert Jahren geboren
#70   Jörg Guttenberger, Köln   01:08:06 | Mittwoch, 19. April 2006
Benedikt – Dr. Otterbeck
Herrn Dr. Otterbeck: herzlichen Dank für Ihr Zitat des damaligen Kardinals Montini, seit 1963 Papst Paul VI.
Weder Papst noch Konzil haben die Liturgie bis zur Unkenntlichkeit verändert. In aller Regel wird übersehen, daß die Umsetzung der Liturgiereform den 68ern mit ihrer freien Beliebigkeit in die Hände gefallen ist, mit den zwangsläufigen Folgen.
Daß es auch anders geht, zeigen mehrere Zelebrationen der Benediktiner von San Anselmo in St. Georg in Köln im Rahmen von „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“. Hier wurde nach dem Missale Pauls VI eine missa cantata ganz in lateinischer Sprache (Choralamt) zelebriert! Der Canon wurde von den einzelnen Konzelebranten gesungen, die Wandlungsworte von ihnen gemeinsam. Eine solche Feierlichkeit hätte die vorkonziliare Ordnung nicht ermöglicht.
Redaktion benachrichtigen Widersprüche
#61   Jörg Guttenberger, Köln   23:36:45 | Dienstag, 18. April 2006
Brandenburgis
Wieso? Bitte um nähere Erläuterung Ihrer Behauptung, Herr oder Frau Brandenburgis!
Redaktion benachrichtigen Widersprüche
#59   Jörg Guttenberger, Köln   23:25:35 | Dienstag, 18. April 2006
Religionsfreiheit
Das Recht auf Religionsfreiheit ist von Gott selbst vorgegeben! Schließlich hat Gott sich in seiner Allmacht nicht ohne Grund einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisführung verschlossen! Hieraus folgt völlig unzweifelhaft, daß er die Erkenntnis seiner selbst niemandem aufzwingen will. Gott will vielmehr in Liebe erkannt werden! Das geht aber nur ohne Zwang. Wer Gott aber in Liebe erkennt, dem erschließt er sein Gegenwart in der Wissenschaft und als Urheber der gesamten Schöpfung. Diese Erkenntnis ist aber nicht wie Wissenschaft objektiv vermittelbar, sondern von jedem auf ihm gemäßem Weg in der Einmaligkeit seines Menschseins zu erringen.
Genauso, wie jedes Kind sagen kann: „So, wie mich, lieben meine Eltern meine Geschwister nicht“ (und umgekehrt) kann jeder Mensch sagen:„So, wie mich, liebt Gott keinen anderen Menschen“ (und umgekehrt).
Die Verschiedenheit der Menschen beruht darauf, daß jeder Mensch ein jeweis einmaliger, nicht wiederholbarer Ausdruck der Liebe seines Schöpfers ist und so auch zu einer nur ihm gemäßen Erkenntnis seines Schöpfers berufen ist.
Die uns von Gott also ganz bewußt geschenkte Freiheit darf uns niemand entziehen. So ist die vom Konzil anerkannte Religionsfreiheit zu verstehen.
Redaktion benachrichtigen Gesetzespositivismus
#18   Jörg Guttenberger, Köln   22:55:54 | Dienstag, 18. April 2006
Mons. Georg Ratzinger
Der Auffassung von Mons. Ratzinger ist zuzustimmen, wenn Kardinal Danieels lauter solchen Unsinn verzapft. Zumindest das Naturrecht ist durch positives Recht nicht annullierbar.
Wenn ein Staat das menschliche Leben nicht ausreichend schützen will, z. B. durch mehr oder weniger Vogelfreierklärung des ungeborenen Lebens, wird er seinen wichtigsten Aufgaben nicht gerecht und muß sich ernsthaft nach seiner Existenzberechtigung fragen lassen. Bei der Regierung ergibt sich die Frage nach der Ernstnahme des Eides auf die Verfassung durch ihre
Mitglieder.
Redaktion benachrichtigen Der Kampf gegen den „liturgischen Privatismus“ hat begonnen
#29   Jörg Guttenberger, Köln   20:46:42 | Dienstag, 18. April 2006
Ottaviani
Ja, ich bin überzeugt davon. Erst durch das Verbot sahen sich interessierte Gruppen zum Widerstand genötigt und sich zu organisieren.
Ohne das Verbot hätte vielleicht der eine oder andere ältere Priester gelegentlich die bisherige Liturgie angeboten. Ältere Menschen, die durch den radikalen Umbruch überfordert waren, hätten das Angebot angenommen, aber 40 Jahre nach dem Konzil wäre der Interessentenkreis vermutlich ausgestorben.
Gerne gebe ich die Hypotetik meiner Ausführungen zu, selbtverständlich hätte es auch anders kommen können, halte die von mir geschilderte obige Entwicklung aber für die bei weitem wahrscheinlichere.
Redaktion benachrichtigen Keine Kinder = keine Renten
#116   Jörg Guttenberger, Köln   00:49:49 | Dienstag, 18. April 2006
Methusalix
Wieso ist die Kirche au dem rechten Auge blind, wenn Sie Pinochet, Franco nd Stalin nicht kanonsiert, Herr Methsalix?
Zu dem in 1956 verstorbenen Kardinal Innitzer, Erzbischof von Wien, wäre der mögliche Straftatbestand des Verunglimpfens des Andenkens Verstorbener zu beachten, wenn Herr Methusalix keine eindeutig bewiesenen Tatsachen liefert. Hier ist Stellungnahme von Herrn Turk gefragt, der sich ausweislich früherer Stellungnahmen in der österreichischen Kirchengeschichte gut auskennt. In Köln ist zu diesem Thema zu wenig bekannt, zumal 50 Jahre nach den Tod des Angegriffenen.
Redaktion benachrichtigen Zum Karfreitag eine nackte Frau am Kreuz
#79   Jörg Guttenberger, Köln   14:24:38 | Montag, 17. April 2006
Methusalix
O. K., Herr Methusalix, es gibt eine Reihe von Eigennamen, die mit eigenlich dem Femininum zugeordneten Silben änden, so auch Porsenna, sogar maskuline Substantive mit femininer Endung, so z. B. agricola, poeta usw… Vercingetorix ist aus Cäesar „de bello gallico“ bekannt.
Die Ändung „ix“ dient aber auch zur Feminisierung ursprünglich maskuliner Vokabeln, so z. b. coadjutor – coadjutrix. Ich bitte Sie höflich um Entschuldigung für die nicht zutreffende Feminisierung Ihres Namens, aber auf den ersten Blick läßt die Endung zunächst an eine Dame denken, wie Sie fairerweise zugeben müssen.
Redaktion benachrichtigen Keine Kinder = keine Renten
#111   Jörg Guttenberger, Köln   14:09:03 | Montag, 17. April 2006
Methsalix
Weder Videla noch Pinochet oder Franco sind von der Kirche kanonisiert, Ihre Ausführungen, Herr Methusalix, erinnern mich eher an Dienstmädchengeschwätz.
Wollen Sie etwa die Massenmorde Stalins abstreiten? Sobald die Linken Dreck am Stecken haben, schweigt des 68ers Höflichkeit!
Redaktion benachrichtigen Bevölkerungspolitik oder Völkermord?
#10   Jörg Guttenberger, Köln   00:06:01 | Montag, 17. April 2006
Sirilo und Dr. Heger
Sirilo: Ohne Hinweis auf das zahlenmäßige Verhältnis der deutschen Bevölkerung zur gesamteuropäischen Bevölkerung 1937 und heute sagt Ihre Zahlenangabe leider nichts.
Dr. Heger: Völkerselbstmord – und so sieht es tatsächlich aus – dürfte zumindest in diesem gesamteurpäischen Umfang einmalig in der Geschichte sein. Wir sehen hieraus die geistige Schlichtheit weiter Teile der Europäer, die an die „Frankfurer Schule“, die 68er und an sonstiges Dienstmädchengeschwätz glauben, zumindest mehr glauben, als an die Bibel!
Ideologie zersetzt, die Bibel baut auf!
Redaktion benachrichtigen Bevölkerungspolitik oder Völkermord?
#7   Jörg Guttenberger, Köln   22:38:37 | Sonntag, 16. April 2006
Bevölkerungspoltik…
Der Hinweis auf das Wachstum der islamischen Bevölkerung um 20 Millionen besagt leider nichts ohne Hinweis auf das entsprechenden Wachstum der einheimischen europäischen Bevölkerung in demselben Zeitraum.
Ansonsten herzlichen Dank für den im Übrigen aufschlußreichen Bericht.
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#77   Jörg Guttenberger, Köln   21:56:16 | Sonntag, 16. April 2006
Sozialkatholisch
Was soll das ?
Redaktion benachrichtigen Der Kampf gegen den „liturgischen Privatismus“ hat begonnen
#27   Jörg Guttenberger, Köln   16:26:11 | Sonntag, 16. April 2006
Indultmesse
Der Umgang von Mons. Kothgasser mit dem Militärpfarrer ist natürlich ein Witz. Hätte man damals die „alte Mese“ nicht verboten, hätte sich das Problem mit Aussterben ihrer Anhänger auf natürlich Weise gelöst.
Ein Blick in dei Russische Kirche hinsichtlich ihrer „Altgläubigen“ genügt. Diese Kirchenspaltung ist auch nur wegen allzu riguroser Durchsetzung von Neuerungen entstanden.
Das Argument der Gleichwertigkeit aller Riten zieht hier nicht. Bei der „alten“ Messe handelt es sich um keinen anderen Ritus, sondern um eine andere Liturgie innerhalb des römischen Ritus. Dasselbe gilt für die „neue“ Messe. „Ritus“ bedeutet die Gesamtheit von Liturgie, Überlieferung / Tradition und Theologie. So gibt es neben dem römischen Ritus noch den byzantinischen, armenischen, koptischen usw. Ritus.
Lediglich die neben dem römischen Ritus noch besehenden weiteren abendländischen Riten (Mailand, Toledo, Praga) unterscheiden sich vom römischen Ritus nur durch die Liturgie, daher kommt wohl das Mißverständnis einer Gleichsetzung von Liturgie und Ritus.
Redaktion benachrichtigen Keine Kinder = keine Renten
#108   Jörg Guttenberger, Köln   15:22:05 | Sonntag, 16. April 2006
Methusalix zu Filbinger
Den ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke haben die SED-Leute der Beteiligung am Bau von KZs bezichtigt und das mit Unterschriften entsprechender Dokumente nachgewiesen. Nach seinem Tode haben sie die Fälschung der zur Beweisführung benutzen Dokumente zugegeben. Bei Filbinger dürfte es ähnlich sein.
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#75   Jörg Guttenberger, Köln   15:06:06 | Sonntag, 16. April 2006
Methusalix
Ihr Name „Methusalix“ statt Methsalem läßt eindeutig auf weibliche Autorenschaft schließen. Wenn Sie Latein könnten, wüßten Sie das. Im Übrigen haben Sie die Anrede „Frau Methusalix“ bisher widerstandslos hingenommen. „Qui tacet…“
Der Marsch der 68er durch die Institutionen begann wenige Jahre später, so daß die Truppe nun schon seit über 30 Jahren Zeit für Ihr zerstörerisches Werk hatten. Mit der Regierungsübernahme hatte die Truppe ihr Ziel erreicht.
Demokratismus ist von den 68ern erfundene ideologische Ausgabe der Demokratie, hat also mit der kath. Kirche nichts zu tuen. Sie kennen die Entwicklung Ihrer eigenen gestigen Heimat nicht! Was wissen Sie überhaupt?
Im Übrigen fällt Ihr zunehmend heftig werdender Ton im Zusammenhang mit spürbarem Schwund sachlicher Argumente auf.
Sie schreiben, wie jemand, der die Zeit vor 1968 nicht persönlich kennt, sondern nur aus den blutrünstigen Schilderungen heutiger geistigen Halbstarkenschaft.
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#101   Jörg Guttenberger, Köln   02:47:10 | Samstag, 15. April 2006
Methusalix: Entnazifizierung
Sie müssen aber zugeben, daß den SED-Schergen ebenfalls kaum etwas passiert!
Sie streiten nicht rundweg ab, eine Kommunistenfreundin zu sein. Das spricht schon für sich. Für die Mauertoten scheinen Sie nicht allzuviel Mitleid zu empfinden!
Da Sie die 68er an anderer Stelle so nachdrücklich verteidigen: welche Zukunftsperspektive eröffnet diese Ideologie der Jugend nach Ihrer Aufassung? Der „Marsch durch die Instittionen“ ist den 68ern voll gelungen, und je mehr 68er in Schlüsselstellungen kamen, umso mehr wuchsen Arbeitslosigkeit und sonstige Probleme. Auch die mit der Freigabe der Abtreibung verbundene Massenabschlachtung Ungeborener ist eindeutig auf dem Mist der 68er gewachsen!
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#71   Jörg Guttenberger, Köln   02:29:10 | Samstag, 15. April 2006
Methusalix
Wir kommen vom ursprünglichen Thema der Rubrik ab.
Von Ihren Ausführungen stimmt nur die Kanzlerfolge. Dithfurth habe ich nie erwähnt, die Meinung, die Sozialisten hätten den 1. Weltkrieg verursacht geht genauso an der Wirklichkeit vorbei, wie die 68er Ideologie. Die Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes bleibt das Verdienst der SPD, deren jetzige Wirklichkeitsfremde sich jedoch in Berlin durch Koaltion mit der SED-Nachfolge zeigt, also Blindheit auf dem linken Auge!
Schröder war selbst 68er, und seine Regierung hat keinerlei Probleme gelöst, sondern die Dinge laufen lassen. Im Übrigen haben Ideologien noch nie Probleme ernsthaft gelöst. Nachdem schon 2 Ideologien den Karren in den Sand gefahren haben, muß man den 68ern völlige Unbelehrbarkeit vorwerfen.
Im Übrigen schimpfen Sie mehr, als zu argmentieren. „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und An Kräften mangelt“ (Goethe im Thasso).
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#98   Jörg Guttenberger, Köln   18:56:20 | Freitag, 14. April 2006
Methusalix
Das alleine Kardinal Meisner zur Finanzierung von Solidarnosz bereit war, bezieht sich, aus dem Zusammenhang ersichtllich, auf die deutschen Bischöfe. Ich bin sicher, Ihnen zustimmend, daß gerade aus Amerika ebenfalls kirchliche und staatliche Gelder geflossen sind.
Der Fall der Mauer entspricht wohl nicht Ihren Wünschen? Dabei ist jedem Ökonomen klar, Zentralverwaltungswirtschaft ohne nennenswertes Privateigentum funktioniert auf Dauer nicht. Sie wissen selbst, daß das System zuletzt nur noch von westlichen Krediten gelebt hat. Freiheit ist unteilbar. Freie Wirtschaft zieht Forderung nach politischer und religiöser Freiheit nach sich.
Daß es Papst Johannes Paul II nicht um persönliche Macht ging, ist jedem klar, der seine näheren (geistlichen) Lebensumstände auch nur ein wenig kennt! Schließlich hat er mit Beseitigung kommunistischer Knechtschaft der ganzen Welt einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Oder sehen Sie das anders?
Die Befreiungstheologie fußt ebenfalls auf dem Marxismus und ist daher zur Problemlösung untauglich. Wer sollte das besser beurteilen könen, als JPII, der ausreichend lange unter ideologischer Knute gelebt hat?
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#6   Jörg Guttenberger, Köln   01:57:00 | Freitag, 14. April 2006
Nestorianer
Der Begriff „Nestorianer“ ist nicht richtig!
Seit gut 50 Jahren wissen wir, daß dem Nestorius damals großes Unrecht geschehen ist. Die ostsyrische Kirche glaubt hinsichtlich der Gottheit und Menschheit dasselbe, wie wir und hat mit uns das Credo vollumfänglich gemeinsam (abgesehen vom durch kastilischen Einfluß im Rahmen der Auseinandersetung mit den Arianern hinzugefügten und vom deutschen Kaiser bestätigten filioque).
Die Kirchenspaltung hatte im Wesentlichen politische Gründe: nachdem das Christentum im römischen Reich Staatsrelgion geworden war, galt es in den außerhalb liegenden Grenzländern als verlängerter Arm Roms und wurde deswegen verfolgt. Durch die Spaltung wollte man sich mit dem jeweiligen Staat arrangieren.
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#96   Jörg Guttenberger, Köln   01:20:57 | Freitag, 14. April 2006
Methuwsalix: Papst Johannes Paul II.
Bei Betrachtung aus der 68er Perspektive kommt man zwangsläufig zu Ihrer Meinung über den letzten Papst!
Wer über ihn gelesen hat, weiß, er war kein Machtmensch, sondern Charismatiker, wie seine Austrahlung gerade auf die Jugend bestätigt. Nur durch seine Ganzhingabe durch die Mutter des Herrn an den Herrn selbst (totus tuus) konnte er die fast übermenschliche Kraft zur Entmachtung der kommunistischen Ideologie gewinnen, die Ihnen sicher unsympatischen Herren Reagen und Bush sen. haben kräftig Schützenhilfe geleistet und Herr Gorbatschow hatte die vom Papst erbetete notwendige Einsicht. Wie erzählt wird, war alleine Kardinal Meisner als Freund des Papstes bereit, Solidarnosz zu finanzieren und ist deswegen zum Oberhaupt der reichsten Eparchie Deutschlands oder sogar der Welt bestellt worden.
Als der von Ihnen unterstellte reine Machtmensch wäre der Papst kläglich gescheitert.
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#69   Jörg Guttenberger, Köln   00:44:41 | Freitag, 14. April 2006
Methusalix
Natürlch weiß ich, wer für die Perspektivelosigkeit der Jugend verantwortlich ist: wer anders, als die 68er? Je länger 68er Verantwortung tragen, desto unlösbarer werden die Probleme. Sehen Sie das nicht, Frau Methusalix? Sehen Sie denn nicht, daß vor 1968 und zunächst auch danach, alles bergauf gegangen ist und das mit zunehmendem Einfluß der 68er die Probleme immer unlösbarer wurden?
Im übrigen bin ich gar kein Anhänger eines Obrigkeitstaates, sondern eines demokratischen Rechtsstaates. Die 68er wollten aber, und das ist ihnen glücklicherweise nicht gelungen, Demokratie durch Demokratismus ersetzen.
Aus Ihren Ausführungen entnehme ich, daß Sie die Zeit vor 1968 nicht bewußt miterlebt haben.
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#4   Jörg Guttenberger, Köln   02:49:56 | Donnerstag, 13. April 2006
Liturgiereform der Chaldäer
Die liturgiereformwilligen Chaldäer müssen sich allen Enstes fragen lassen, ob sie mit der geplanten Reform nicht den Abstand zu ihren ostsyrischen Brüdern vergrößern, wenn diese die Reform nicht mitmachen. Denn wichtiger, als eine noch sinnvolle Reform ist doch die Einheit beider Kirchen. Gerade in seinen Abschiedsreden hat unser Herr seinen Jüngern die Einheit ganz dringend ans Herz gelegt!
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#17   Jörg Guttenberger, Köln   23:14:27 | Mittwoch, 12. April 2006
Karfreitag…
Herzlichen Glückwunsch den Salzburgern zu ihrem Erfolg! In Deutshland wäre die Verhinderung solcher Gotteslästerung unmöglich gewesen. Wir können von der österreichischen Basis noch lernen!
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#90   Jörg Guttenberger, Köln   22:54:16 | Mittwoch, 12. April 2006
Methusaslix: CIC
Recht und Gesetz gilt unabhängig davon, ob der Gesetzgeber demokratisch legitimiert ist. Die Gesetzgebung im seinerzeitigen Ostblock hat unabhängig von ihrer demokratischen Legitimation Recht gesetzt, obwohl es sich bei dem dortigen Recht – im Gegensatz zum Kirchenrecht – zum Teil um gesetzlich fixiertes Unrecht gehandelt hat.
In der römisch-katholischen Kirche ist der Papst oberster Gesetzgeber, der von niemandem gerichtet wird. Daß der Papst bei der Wahl des derzeitigen Erzbischofs von Köln das Wahlrecht während der Wahl geändert hat, ist damit zumindest formal in Ordnungund war notwendig, weil keiner der 3 Kandidaten auf die nach unserer hiesigen Wahlordnung notwendige Mehrheit kam. Es handelte sich aber hier nur um Anpassung an andere Bistümer.
Ihr Vergleich des Papstes mit Ribbentrop usw. geht völlig an der Wirklichkeit vorbei und ist eine ungeheuere Respektlosigkeit.
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#67   Jörg Guttenberger, Köln   22:37:27 | Mittwoch, 12. April 2006
Methusalix
Es war doch gerade die 68er Ideologie, die den Kindern durch unbegrenzte freie Beliebigkeit jede Perspektive genommen hat! Kohl hat lediglich versäumt, hier das Ruder wieder herumzureißen.
Die Rentenkassen sind ein anderes Thema.
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#65   Jörg Guttenberger, Köln   13:07:06 | Mittwoch, 12. April 2006
Methusalix: 1968
Bei den damaligen Demos der 68er war Gewalt völlig normal. Die Terroristenszene ist ebenfalls ein Kind der 68er. Denken Sie z. B. an die Baader-Meinhoff-Bande.
Bei der Kindererziehung ist man vom Extrem der Prügelstrafe in das andere Extrem der Erziehung zur grenzenlosen freien Beliebigkeit gefallen. Das Ergebnis haben wir heute durch die Gewalt auf den Straßen und der weitgehend leistungsfeindlichen Einstellung der veröffentlichten Meinung.
Was ist eine Ideologie, und das gilt auch für die von 1968, anderes, als eine Denkhilfe für Gehirnprothesenträger?
Redaktion benachrichtigen Wahrer Gott und wahrer Marsianer?
#15   Jörg Guttenberger, Köln   12:52:30 | Mittwoch, 12. April 2006
Petrus2 – Sirillo
Hier wird übersehen, daß die Bibel von vornherein keine naturwissenschaftlichen, sondern ausschließlich Glaubensaussagen machen will!
Geschichte als Wissenschaft gibt es überhapt erst seit dem 19. Jahrhundert (Ranke und Mommsen). Vorherige Autoren hatten andere Interessen, so wollte der Autor des Troja-Berichtes ausschließlich die Heldentaten der Griechen darstellen und hat sich dabei der Geschichte über die Eroberung dieser Stadtbedient. Hierbei war es durchaus erlaubt, in gewissem Umfang (natürlich ohne zu übertreiben) Tatsachen bedarfsgerecht zurechtzubiegen.
Genauso ist die Bibel zu verstehen. An den Glaubensaussagen ist nicht zu rütteln, naturwissenschaftliche Aussagen kann man nicht entnehmen , die geschichtlichen Tatsachen stimmen grundsätzlich, Einzelheiten sind u. U. vom Autor bedarfsgerecht dargestellt.
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#88   Jörg Guttenberger, Köln   01:58:44 | Mittwoch, 12. April 2006
Methusalix: CIC
Auch Vereinssatzungen sind geltendes Recht und werden bei vor Gericht ausgetragenen Steitigkeiten über Angelgenheiten des betreffenden Vereins genauso hinzugezogen, wie das bürgerliche Recht, wenn es sich hier auch gegenüber dem BGB um nachgeordnetes Recht handelt. Soweit das BGB oder ein übergeordnetes Recht (z. B. GG) zwingendes Recht setzt, ist eine dem entgegengesetzte Vereinssatzung also ungültig.
Genauso, wie im Staat das Parlament, so ist in der Kirche der Papst und im Verein die Mitgliederversammlung höchste rechtliche Autorität und kann geltendes Recht jederzeit ändern!
Redaktion benachrichtigen Wahrer Gott und wahrer Marsianer?
#10   Jörg Guttenberger, Köln   01:02:05 | Mittwoch, 12. April 2006
Wahrer Gott und wahrer Marsianer
Der Hinweis auf gesunde Glaubenszweifel ist natürlich nur ein zersetzendes Showgeschäft. Die Liebe des Herrn gibt uns zwar keine (von außen kommende) Sicherheit, wohl aber (von innen kommende) Gewißheit!
Daher ist der Glaube sehr wohl ein sicherer Hafen („und müßte ich auch wandeln in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn Du bist bei mir“ und andere Psamlverse sowie Worte des Herrn!). Erst hieraus, aber erst an 2. Stelle, kommt die Pflicht, sich den (wie mit allen zwischenmenschlichen Beziehungen) verbundenen Aufgaben zu stellen und durch ihre Erfüllung zu wachsen. Das Wort „Herausforderung“ wirkt hier reichlich überspitzt!
Gerade für einen Jesuiten, der sowohl das verknüpfende Denken der Meditation als auch das analytische Denken der Wissenschaft gelernt hat – beide Denkformen gehören zusammen, wie die beiden Themen eines symphonischen Satzes, beide gemeinsam bilden das Ganze – sind die Ausführungen des Paters äußerst dünn und unbefriedigend!
Redaktion benachrichtigen Freundschaften statt Massenmedien + …
#16   Jörg Guttenberger, Köln   22:04:30 | Dienstag, 11. April 2006
Elendster Sünder: eine oder mehrere Kirchen
Jesus Christus hat in der Tat nur eine einzige Kirche gegründet. Alle Kirchen sind Teil dieser einen, aber leider noch gespaltenen Kirche.
Auch innerhalb der katholischen Kirche gibt es mehrere Kirchen, so die östlichen Kirchen mit dem Status „ecclesiae sui juris“! Das sind Kirchen, an deren Spitze ein Patriarch oder Großerzbischof steht. Hinzu kommen die Kirchen von Mailand, Toledo und Praga mit eigener liturgischer Tradition.
Selbst „Dominus Jesus“ erkennt den mit Rom nicht in voller Gemeinschaft stehenden Ostkirchen den Charakter von Kirchen zu!
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#61   Jörg Guttenberger, Köln   21:30:11 | Dienstag, 11. April 2006
Methusalix: Adenauer-Republik – 68er
Als Jahrgang 1942 habe ich die gesamte Adenauer-Zeit noch miterlebt!
Auch andere Ideologien, die über die man zum Teil hier nicht gerne spricht, haben ihre Ziele ehrlich genannt, schrecken aber bei der Durchführung vor keiner Unwahrheit und Verbrechen zurück, wie gesagt: zur Durchsetzung darf auch gelogen werden, denn letzte Wirklichkeit sind die Ziele der Ideologie! Bei den 68ern waren die Methoden schlimmer, als die Ziele selbst (Stichwort: Gewaltanwendung!).
Sie werde mir zustimmen müssen, Frau Methusalix: Nachdem bereits 2 Ideologien den Karren in den Sand gefahren haben, kann nur notorische geistige Trägheit Grund mangelnder ideologischer Resistenz sein.
Daß unsere Probleme umso unlösbarer werden, je länger die 68er das Sagen haben, hat sich wohl noch nicht überall herumgesprochen! Als Lektüre: Karl Steinbuch, insbesondere „Kurskorrektur“.
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#86   Jörg Guttenberger, Köln   14:51:24 | Dienstag, 11. April 2006
Methusalix: Kirchenrecht
Das Kirchenrecht in seiner Gesamtheit für ungerecht erklären, schießt wohl deutlich über das Ziel hinaus. Aber es enthielt in Sachen Ehe und Ehescheidung wohl einige inzwischen beseitigte Härten, wie den von mir genannten Punkt der Exkommunikation wegen Ehescheidung.
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#56   Jörg Guttenberger, Köln   01:46:25 | Dienstag, 11. April 2006
Methusalix
Wieso war die Adenauer-Republik verlogen? Es sind doch gerade die Ideologien, so auch die von 1968, die keine Wahrheiten mitteilen, sondern ausschließlich Wirkung erzielen wollen. Letzte Wirklichkeit sind für die 68er ihre eigenen Wünsche! Hierzu ist jedes Mittel und jede Lüge recht.
Verlogen war also nicht die Adenauer-Republik, sondern es sind die 68er!
Redaktion benachrichtigen Wenn Rom uns zu Hilfe ruft
#64   Jörg Guttenberger, Köln   01:29:48 | Dienstag, 11. April 2006
„Konzilskirche“ – Piusbrüder
Mit dem Vorwurf von Irrlehren tut man dem Konzil bitteres Unrecht! Tragisch ist, daß seine Beschlüsse weitgehend vor dem geistigen Hintergrund der 68er Ideologie interpretiert wurden und werden und damit aus einem dem Konzil völlig zuwider laufenden Geist!
Beispiel Religionsfreiheit: Wenn uns Gott hätte zu sich zwingen wollen, hätte er sich in seiner Allmacht einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisführung öffnen können. Man hätte dann auf wissenschaftlicher Grundlage mit ihm experimentieren und ihn anschließend in die Ecke stellen und abhaken können.
Gott ist laut 1 Joh. 4,16 die Liebe und will in Liebe erkannt werden! Nur wer ihn in Lieber erkennt, erkennt ihn auch in der Wissenschaft und in der ganzen Schöpfung. Liebe aber setzt Freiheit voraus!
Die Freiheit, zu der wir daher nach Gal. 5,13 berufen sind, darf uns niemand nehmen. Die 10 Gebote engen unsere Freiheit nicht ein, sondern sind Wegweiser zu Gott, der laut eigener Aussage Weg, Wahrheit und Leben ist. Auch, wenn man u. U. schon einmal über das Ziel hinausgeschossen hat, haben die Kirchengebote und Anweisungen denselben Sinn.
Die Pius-Brüder gehen noch von der zeitweilig in der Kirche vertretenen Meinung aus, die Gläubigen unter Brechung jeglichen Widerstandes in den Himmel karren zu müssen, werden mit dieser stark verkürzten Sicht aber dem göttlichen Auftrag nicht gerecht.
Verkürzte Sicht deswegen weil wir z. B. so keine Möglichkeit hätten, durch Auswertung unserer Talente Weitere hinzuzugewinnen. Wir reifen nur, wenn wir in Freiheit die Widernisse des Lebens überwinden, in die Ebenbildlichkeit Gottes hinein, zu der wir berufen sind, Ausdruck der göttlichen Liebe zu sein. Gott gleich zu sein, heißt, ihm in Liebe gleich zu sein. Das hat Eva in ihrer Einfalt nicht begriffen und die Schlange in teuflicher Hinterlist unterschlagen.
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#54   Jörg Guttenberger, Köln   22:45:41 | Montag, 10. April 2006
Karfreitag…
„Wer auf Gott vertraut/ und wenn’s not tut um sich haut,/ der hat auf keinen Sand gebaut!“
Sind denn in Salzburg keine faulen Tomaten zu haben? Jesus Christus selber hat es uns doch vorgemacht: er hat die Händler aus dem Vorhof des Tempels hinausgeprügelt! Ein Verstoß gegen die Rechtsordnung verbietet sich von selbst, es sollte also unbedingt vorher Rechtsberatung eingeholt werden.
„Nicht wer ‘Herr, Herr’ zu mir sagt, sondern wer den Willen meines Vaters tut…“! Mit markigen erzbischöflichen Worten ist nichts getan, wenn keine markigen Taten folgen!
Im Rahmen unserer femininen Theologie wird die 2. Zeile obigen Sprichwortes „und wenn’s not tut um sich haut“ schamhaft verschwiegen. Eine schwächelnde Kirche überzeugt nicht. So ist Minuswachstum der Gläubigenschar verständlich.
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#77   Jörg Guttenberger, Köln   20:27:16 | Montag, 10. April 2006
Stefan68
Sie haben recht, aber die prügelnden Ehemänner gehören nun einmal mit zu den kinderverhinderern!
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#75   Jörg Guttenberger, Köln   17:16:22 | Montag, 10. April 2006
Methusalix: prügelnde Ehemänner
Prüelnde ehemänner gibt es leider, das stimmt. Ebenso, vielleicht anzahlmäßig weniger, gibt es Frauen, die ihre Ehemänner schikanieren. Solche Fälle haben schon im Rahmen des Verschuldensprinzps Ehescheidung ermöglicht.
Es stimmt leider, Scheidung hat im früheren, reformbedürftigen Eherecht zur Exkommunikation geführt, wie mir ein Priester glaubhaft versichert hat. Glücklicherweise wurde das Kirchenrecht hier inzwischen vermenschlicht.
Redaktion benachrichtigen Der Papst kennt das kleine exegetische Einmaleins nicht
#9   Jörg Guttenberger, Köln   01:51:05 | Montag, 10. April 2006
Hort Eckner
Wieso darf Herr Eckner seine ausfallenden Thesen hier weiter veröffentlichen?
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#69   Jörg Guttenberger, Köln   01:32:36 | Montag, 10. April 2006
Methusalix
Herzlichen Dank für Ihre wichtigen Hinweise!
Sie haben leider recht. In der Privatwirtschaft müssen gerade Miglieder von Vorständen von Aktiengesellschaften de facto mit täglicher Kündigung rechnen, wobei ihnen ihre Bezüge bis zum Ablauf ihres in der RRegel 5-Jahresvertrages garantiert sind. Bei leitenden Angestellten wird die Luft mit zunehmendem Aufstieg in der Unternehmenshierarchie dünner. Tarifanbgestellte sind z. Zt. noch ziemlich sicher, und aus dieser Sicherheit heraus wären in der Vergangenheit bei qulifizierteren Mitarbeitern durchaus mehr Kinder möglich gewesen. Dasselbe gilt für gehobene Beamte auch beute noch.
Sie weisen völlig zu recht auf das Scheidungsproblem hin! Zu den zerbrochenen menschlichen Existenzen kommt noch die wirtschaftliche Katastrophe hinzu! Die Abschaffung des Verschuldensprinzips hat sich verhehrend ausgewirkt.
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#62   Jörg Guttenberger, Köln   16:31:07 | Sonntag, 9. April 2006
Yersenia: Nachfrage nach Sachgütern…
Ihrer Auffassung ist zuzustmmen. Zunächst steigt das verfügbare Einkommen mit Kindern nicht, sondern sinkt sogar nach Ablauf des Mutterschutzes, wenn die Mutter auf weitere Erwerbstätigkeit verzichtet. Aber: ein Teil der Einkünfte geht wird zumindest anfänglich nicht mehr durch Auslandsreisen verbraucht, sondern wird im Inland nachfrage- und inlandeinkommensteigernd ausgegeben, so daß mit mehr Arbeitsplätzen zu rechnen ist. Langfristig beleben die Neugeborenen als Jugendliche und Erwachsene selber den Nachfragemarkt.
Unser Rentensystem bleibt aber laut Heubeck auf Dauer unfinanzierbar.
Redaktion benachrichtigen Nicht wie der Koran + …
#15   Jörg Guttenberger, Köln   16:13:02 | Sonntag, 9. April 2006
Arge Provokation
„Wer auf Gott vertraut/ und wenn’s not tut um sich haut,/ der hat auf keinen Sand gebaut!“
Sind denn in Salzburg keine faulen Eier und Tomaten zu haben? Jesus Christus selber hat es uns doch vorgemacht: er hat die Händler aus dem Vorhof des Tempels hinausgeprügelt! Beachtung der gültigen Rechtsordnung versteht sich hierbei von selbst.
„Nicht wer ‘Herr, Herr’ zu mir sagt, sondern wer den Willen meines Vaters tut…“! Mit ein paar markigen erzbischöflichen Worten ist nichts getan, wenn keine ebenso markigen Taten folgen!
Im Rahmen unserer femininen Theologie wird die 2. Zeile obigen Sprichwortes „und wenn’s not tut um sich haut“ schamhaft verschwiegen. Eine schwächelnde Kirche überzeugt nicht. So ist Minuswachstum der Gläubigenschar verständlich.
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#58   Jörg Guttenberger, Köln   14:53:54 | Sonntag, 9. April 2006
Kinder und Arbeitslosigkeit
In der bisherigen zum Teil hochinteressanten Auseinandersetzung wird übersehen, daß durch steigende Geburtenziffern die Nachfrage nach Sachgütern und Diensleistungen steigt, so daß alleine dieser erhöhte Bedarf zu mehr Arbeitsplätzen führt! Die erhöhte Zahl der Arbeitnehmer führt zu mehr Einzahlungen in die gesetzlichen Sozialsysteme und würde den Fehlbetrag in der gesetzlichen Rentenversicherung sofort mindern.
Prof. Dr. Georg Heubeck, wohl der ausgewiesenste Fachmann auf dem Gebiet der Altersversorgung, ist schon vor 1960 vergeblich bei der Bundesregierung mit dem Hinweis vorstellig geworden, daß unser System auf Dauer nicht finanzierbar ist. Damals hat aber noch niemand an unsere heutigen kinderarmutsbedingten Probleme gedacht.
Sicher sänke die Zahl der Arbeitslosen bei nur einem Ernährer je Familie. So sehr die dadurch für die Familie frei werdende Mutter zu begrüßen ist, die von den 68ern völlig zu unrecht als Heimchen am Herd verunglimpft wurde, die aber wesentlich eine heute so gut wie völlig verlorene geistige Substanz durch gesunde Familien garantiert hat, sänke durch eine solchen Umschichtung unser Wohlstand beträchtlich, denn erst durch die Doppelverdienerei können wir uns heute fast jeden Luxus leisten. Aber wer verzichtet schon gerne auf Wohlstand?
Redaktion benachrichtigen Bischöfliche Überzeugungslosigkeit
#7   Jörg Guttenberger, Köln   01:49:18 | Freitag, 7. April 2006
Gotthard: Geschwafel
Haben Sie wirklich noch nichts von den Sexskandalen in den USA gelésen, Herr Gotthard? Hier wurden Schadenersatzsummen fällig, die in Ihrer Gesamtheit ganze Bistümer an den Rand des Konkurses getrieben haben!
Redaktion benachrichtigen Der Scheiterhaufen der Medien
#85   Jörg Guttenberger, Köln   16:31:33 | Montag, 3. April 2006
Stimme aus Tradiland
Zu Ihren Aussagen über Kardnal König nennen Sie leider keine Quellen. Wer wissenschaftlich arbeitet, weiß um die strengen Anforderungen an Quellenangaben, will man nicht völlig zu recht des Niveau unbewiesener und damit wertloser Behauptungen bezichtigt werden. Erst recht, wenn es um den guten Ruf von Menschen geht, sind an die Zuverlässigket der Bezugsquellen höchste Anfordrungen zu richten!
Redaktion benachrichtigen Der Scheiterhaufen der Medien
#83   Jörg Guttenberger, Köln   00:29:29 | Montag, 3. April 2006
Mein Schreiben „Schüttel zu Evelyn“
Wegen der ungeheuerlichen Behauptung von Evelyn über die Erpreßbakreit von Bischöfen (Evelyn am 1.4.2006 um 00.41) habe ich die Kreuz.net Redaktion unmittelbar angemailt. Da die genannten Bischöfe laut Evelyn durch falsche Angabe gegf. sogar Meineid zu ihrem Amt gekommen sind, liegt hier m. E. der Straftatbestand von Rufmord vor, wenn für die Vorwürfe nicht wider Erwarten unumstößliche Beweise geliefert werden.
Redaktion benachrichtigen Der Scheiterhaufen der Medien
#81   Jörg Guttenberger, Köln   18:08:42 | Sonntag, 2. April 2006
Schüttel zu Evelyn
S. g. Herr Schüttel,
es ging der Evelyn audrücklich nicht um den allgmeinen Druck, dem Bischöfe durch möglichen Fortfall von Kirchensteuer und durch die Laiengremien ausgesetzt sind, sondern ausschließlich um Erpreßbarkeit wegen dunkler Punkte in ihrer eigenen Vergangenheit („es gibt gute Hinweise, daß …jene Priester zu Bischöfen bestellt wurden, die irgendwie erprebar waren“)! Das wirft unter dem genannnten Gesichtspunkt (Unerpreßbarkeitserklärung) nachdrücklich die Frage der Glaubwürdigkeit des Episkopates auf! Hierzu ist von Evelyn eine erklärende Stellungnahme zu erwarten (z. B. Informationsquelle).
Wer wissenschaftlich arbeitet, kennt die hohen Anforderung bezüglich Quellenangaben, die hinsichtlich des guten Rufes von Menschen erst recht strengstens zu beachten sind!
Redaktion benachrichtigen Der Scheiterhaufen der Medien
#77   Jörg Guttenberger, Köln   03:16:45 | Sonntag, 2. April 2006
Kardinal Groer
Bei dem Vorgang haben alle Beteiligten schwere Fehler gemacht::
Kardinal Groer wegen unterlassener Verteidigung, wenn auch aus den von mir genannten Gründen verständlich.
Die Anklägern wegen unterlassenem Strafprozeß: einige den Verdachtsmomenten zugrundeliegenden Tatbestände waren noch nicht verjährt. Ein Freispruch hätte die Glaubhaftigkeit bereits verjährter Verdachte erschüttert.
Rom wegen unterlassenem Gerichtsverfahren. So mußten die 4 Bischöfe kompetenzüberschreitend selbst tätig werden, eigentlich eine Zumutung seitens Roms. Deren moralische Gewißheit entbindet nicht von der Verantwortung gegenüber dem Betroffenen bzw. seinen Angehörigen. Darauf wurden Groer Ausübung seiner bischöflichen Weihevollmachten und Teilnahme bei an der Papstwahl ohne Gerichtsverfahren verboten. Das riecht unnötigerweise nach Willkürjustitz!
Eine unerhörte Behauptung stellt Evelyn (am 1.4.2006 um 00.41) auf: „Es gibt gute Hinweise, daß seit 1965 (teilweise schon davor) systematisch jene Priester zu Bischöfen bestellt wurden, die irgendwie erpreßbar waren…“. Dieser von späteren Beiträgen nie aufgegriffene Hinweis bedarf doch der näheren Erläuterung! Schließlich müssen Bischofskandidaten vor ihrer Weihe – m. W. sogar eidesstattlich – ihre Unerpreßbarkeit erklären. Wie sieht es untern diesen Umständen mit der Glaubwürdigkeit des Episkopates aus?
Redaktion benachrichtigen Der Scheiterhaufen der Medien
#70   Jörg Guttenberger, Köln   19:10:41 | Samstag, 1. April 2006
Turk zu Kardinal Groer
Sehr geehrter Herr Turk,
herzlichen Dank für die Klarstellung des Mißverständnißes wegen der Fotos!
Hat man denn in Maria Roggendorf nicht Kläger und Angeklagten Auge in Auge gegenübergestellt? Und was ist dabei herausgekommen? Unterlassund ist ein unverzeihliches Versäumnis zulasten Groers.
Haben Sie etwa gegen Juristen? Sie schreiben herablassend von primitiven bzw. künstlichem Rechtspositivismus. Recht ist nach eigenem Verständnis die Spielregel, nach dem sich das öffentliche Leben abspielt. Im Straßeverkehr wird sicher kein Verschulder eines Unfalls nach Ihrem o. a. Muster argumentieren.
Man kann beim Recht auch von ethischer Mindestnorm sprechen.
Redaktion benachrichtigen Der Scheiterhaufen der Medien
#67   Jörg Guttenberger, Köln   16:22:11 | Samstag, 1. April 2006
Turk zu Kardinal Groer
Zu Ihre Frage wegen Fotos, Herr Turk: Sie schreiben unter „Neuerlich jeder Einzelfall ist anders“ am 31.3.2006 um 22.53: „Bei wem jedoch glaubwürdige Zeugen und sogar authentische Fotos aufzeigen… Oder habe ich Sie hier mißverstanden?
Das Problem ist in der Tat das Schweigen Groers, das auch heute noch zu heftigen Auseinandersetzungen führt, aber vor dem persönlichen und geistlichen Hintergrund verständlich ist. Jesus Christus wurde und wird uns inhaltlich richtig aber in der Einseitigkeit der Verkündigung falsch ausschließlich als das zur Schlachtbank geführte alles Leid erduldene Lamm vorgeführt. Jeder Hinweis auf seinen Umgang mit den Pharisäern, denen er zeitweilig ordentlich aufgemischt hat und sein Hinausprügeln der Händler aus dem Tempelhof sowie den Apostel Paulus, der lt. Apostelgeschichte immerhin vor Gericht 2 Schlägereien unter seinen Gegnern verursacht hat, fehlt ebenso, wie das nächtliche Ringen Jakobs mit dem Herrn selber oder seinem Engel. Diese auch noch von Männern (!) gemachte feminine Theologie motiviert kaum zum Widerstand. Es fehlt eben eine maskuline Theologie. Das Leben ist nun enmal ein Kampf nach innen und außen, der Kampf nach außen wird leider im Rahmen der femininen Theologie völlig vernachlässigt. Hinzu kommt noch der in dieselbe Richtung gehende monastische Hintergrund Groers.
Die feminine Theologie wird in unseren Tagen durch die feministischenTheologie abgelöst.
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#52   Jörg Guttenberger, Köln   01:44:21 | Samstag, 1. April 2006
Turk: Risiken der Schweigestrategie
Aus der Problembehaftetheit außergerichtlicher Vernehmungen ziehen Sie eine andere Folgerung, als ich: Sie möchen den Fall auf sich beruhen lassen wohingegen ich Rehabilitierung wegen mangelnder Begründung der Anklage befürworte. Offenbar stehe ich mit meiner Auffassung keineswegs alleine.
Ihrer Auffassung zum Wiederspruch von sittlichen Verfehlungen und hochgradiger geistlicher Begnadung stimme ich zu, Herr Turk.
Ob es sich bei den fraglichen Fotos um eine Montage handelt, ist u. U. noch untersuchbar. Sollte Groer bei Zutreffen der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen so dumm gewesen sein, wie die St.-Pöltener, hätte er allerdings alleine wegen Strafwürdigkeit solcher Dummheit keine andere Behandlung verdient. Aber eben die Orginalität der Fotos wäre erst nachzuweisen! Damals waren der Auslöschung von Fälschungsbeweisen deutlich engere Grenzen gesetzt, als heute.
Die Schuldzuweisungen an Opus Dei (von einem anderen Diskussionsteilnehmer) sind nicht nur lächerlich, sondern erfüllen den Straftatbestand der Verläumdung. Nicht nur nach meinem Eindruck handelt es sich hier um integre und eifrige Seelsorger, die sich tatkräftig für die Ökumene einsetzen. Gerade hier habe ich Mitglieder der Gemeinschaft kennen gelernt, und zwar durch einen überzeugten und praktizierenden rumänisch-orthodoxen Christen!
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#49   Jörg Guttenberger, Köln   00:38:29 | Samstag, 1. April 2006
Turk zu Kardinal Groer
Daß die für Groer sprechenden Argmente einfach nicht zur Kenntnis genommen werden, fällt natürlich auf. Die Vernehmung der damaligen Belastungszeugen außerhalb eines Gerichtsverfahrens ist wegen fehlender Rechtsfolgen bei Falschaussagen völlg wertlos. Nach deutschem Recht bestünde allerdings die Möglichkeit strafrechtlicher Belangung wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener.
Es spricht sehr viel dafür, daß Groer für die Durchführung eines Strafverfahrens einfach die Kraft gefehlt hat.
Fotos sind manipulierbar (Fotomontage!). Bei tatsächlicher sittlicher Verfehlung wäre fotografische Dokumentation kaum geduldet worden.
Dank gebürt Herrn Turk für den Hinweis auf die Worte von Kardinal Meisner. Aber: sittliche Verfehlungen und so hochgradige geistliche Begnadung schließen einander aus!!!!
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#35   Jörg Guttenberger, Köln   17:16:15 | Freitag, 31. März 2006
Zu Arnulf Jursa und Turk
Zu Jursa: Nicht alle Deutschen lesen Bild, ich auch nicht. „Ösiland“ ist hier unbekannt. Ist die Haiderpartei nicht rechtsradikal? Wieso lebe ich im falschen Zeitaler, etwa wegen der Forderung nach Beachtung gültiger Rechtsnormen?
Zu Turk: Groer wurde von der Volksjustitz ausschließlich aufgrund unbewiesener Behauptungen verurteilt, wobei die Verläumder sich vor späterem Verantwortungsbedarf weitgehend sicher wußten. Eine solche Sturmflut falscher Anschuldigungen kann – gerade bei einem älteren Menschen – jede Widerstandskraft lähmen.
Die besagte Untersuchung in Göttweig ergab bekanntlich völlige Unwissenheit seiner Linienvorgesetzten und Kollegen, bei der Masse der angeblichen Verfehlungen völlg ausgeschlossen. Also auch hier falsche Anschuldigungen!
Ein ehemaliger Chefredakteur der Wiener Kirchenzeitung hat damals im FELS die „Seelsorge mit den Händen“ Groers einschließlich Warnung vor negativen Folgen aufgrund Mißverständnisses bestätigt, aber wegen seines asketischen Lebensstils jede sittliche Verfehlung ausgeschlossen. Dieser vorverurteilshemmende Hinweis wurde vor der skandalgierigen Masse ansonsten diskret verschwiegen.
Im Übrigen: wer wird denn mit falschen Anschuldigungen wie Geschwafel ewig gestriger unsachlich und unruhig, Her Turk? Ihr Vorwurf geht m. E. genauso daneben, wie die Anklagen gegen Groer!
Kardinal Groer ist wegen mangelnder Begründung der Anklage vollumfänglich zu rehabilitieren!
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#28   Jörg Guttenberger, Köln   00:03:57 | Freitag, 31. März 2006
Turk: Nur Seelenmessen helfen
Ihr Vorwurf primitiven Rechtspositivismus, Herr Turk, ist der Gipfel der Unverschämtheit: durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!
Die vier Bischöfe haben in ihrer Naivität unbewiesene Aussagen für bare Münze genommen. Eine Prüfung des Wahrheitsgehaltes war wegen der Risikolosigkeit von Falschaussagen völlig ausgeschlossen.
Eine einigermaßen zutreffende Wahrheitsfindung ist eben nur vor Gericht in Rede und Gegenrede von Anklage und Verteidigung möglich, bei der die Aussagen vereidigt und Falschaussagen strafrechtlich verfolgt werden! Jeder Beschuldigte hat das Recht, seinem Beschuldiger gegenüber gestellt zu werden, und das ist hier, soweit bekannt, nicht geschehen. Bei allen anderen Versuchen der Wahrheitsfindung ist der Intrige Tür und Tor geöffnet.
Alleine daß die vier Bischöfe keinen (kirchlichen oder staatlichen) Strafprozeß versucht haben, zeigt damit nur ihre fehlende Überzeugung von der Schuld des Angeklagten.
Im Übrigen besteht auch nach dem Ableben des zu Unrecht Beschuldigten ein berechtigtes und staatlich anerkanntes Interesse an Rehabilitierung! Ihr wirklichkeitsfremdes Verständnis der Dinge erinnert mich penetrant an Bananenrepublikniveau!
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#26   Jörg Guttenberger, Köln   21:54:47 | Donnerstag, 30. März 2006
Kardinal Groer
Auffallenderweise ist Kardinal Groer weder von einem kirchlichen, noch einem weltlichen Gericht rechtskräftig verurteilt worden bzw. ist eine Verurteilung nie bekannt geworden. Bis zur rechtskräftigen Verurteilung hat der Angeklagte aber als unschuldig zu gelten!
Die vielen beschuldigenden eidesstattlichen Erklärungen sind vor keinem Gericht abgegeben worden und daher in ihrer Eidesstattlichkeit völlig wertlos, weil nur vor Gericht geleistete Meineide juristisch verfolgt werden.
Die öffentliche Aufforderung von Kardinal Schönborn an Kardinal Groer zu Beginn der Untersuchung in Göttweig durch den damaligen Abtprimas und den Abt Franciscus Heereman OSB, auf Ausübung seiner bischöflichen Funktionen zu verzichten, kommt einer Vorverurteilung gleich und ist daher schlichtweg ein Skandal! Das Untersuchungsergebnis war dadurch schon vorweggenommen, denn eine bewiesene Unschuld Groers hätte Schönborn wegen Gegenstandslosigkeit seiner Auffordrung öffentlich blamiert.
Wir dürfen daher voller Zuversicht auf die Rehabilitierung von Kardinal Groer hoffen.
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#8   Jörg Guttenberger, Köln   23:56:42 | Montag, 27. März 2006
Brandenburgis: FJS
Was haben Sie gegen Franz Josef Strauß? Bitte, nennen Sie wenigstens einen Fall, zu dem er rechtskräftig verurteilt worden ist, ansonsten handelt es sich um den Straftatbestand der Verläumdung, wenn Sie ihn als Rechtsbrecher bezeichnen. Hinzu kommt noch der Straftatbestand der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener! Also, bitte weniger drauflos schreiben, Herr Brandenburgis!
Bekanntlich hat FJS sein Land Bayern mit dem Motte „Laptop und Lederhose“ hoch gebracht! Die Bayern haben es ihm mit hohen Wahlergebnissen gedankt! Seit er CSU-Vorsitzender ist, hat seine Partei (ab 1962!) die absolute Mehrheit im bayerischen Landtag. Auch seine Tätigkeit als bayerischer Ministerpräsident (ab 1978) war von beachtlichen Erfolgen gekrönt, woran andere Politiker sich ein Beispiel nehmen sollten!
Redaktion benachrichtigen „Es ist auf unserer Erde unheimlich geworden!“
#14   Jörg Guttenberger, Köln   22:35:35 | Samstag, 25. März 2006
Fastenhirtenbrief 1956
Der Unterschied zwischen den heutigen Bischöfen und denen von 1956 spricht für sich. Die Kirche sollte gottesfürchtig und nicht öffentlichkeitsfürchtig sein. Weiterer Kommentar ist überflüssig…!
Redaktion benachrichtigen ‘kreuz.net’ Bericht bestätigt – Kardinal dementiert
#35   Jörg Guttenberger, Köln   15:08:16 | Mittwoch, 8. März 2006
Kloster Geistingen
Wegen Schließung des Klosters Geistingen bekam ich aufgrund einer privaten Anfrage – kurz zusammengefaßt -folgende Antwort:
Die Pius-X-Brüder haben bisher kein Kaufgesuch eingereicht. Etwa 1999 wurde diese Frage von einer hennefer Traditionalistenfamilie in Öffentlichkeit gebracht. Darauf bekam der Orden eine Anfrage der Gruppe (Absicht zur Errichtung eines Jungengymnasiums). Diese Anfrage wurde im Sinne einer Möglichkeit eines solchen Verkaufs an die Pius-X-Gruppe beantwortet, es sei aber die Zustimmung des Kölner Erzbischofs notwendig. Daraufhin hat sich die Gruppe nicht mehr gemeldet. Damit stimmt das Dementi von Herrn Kardinal Meisner!
Wie zu erfahren ist, befinden sich die Schulen der Pius-X-Brüder entgegen eigener Behauptung im Abwind: Die Schülerzahl vom Gymnasium in Diestede sei z. B. von 120 auf 90 zurückgegangen. Die Herz-Jesu-Realschule wird – kreuznetbekannt – möglicherweise wegen Prolemen mit der Schulaufsicht geschlossen.
Redaktion benachrichtigen Frauen auf der kirchlichen Karriereleiter + …
#104   Jörg Guttenberger, Köln   00:48:10 | Dienstag, 7. März 2006
„MutterTheresaknieht vor einer Budda-Statue“
Die Kritiker übersehen zwein Dinge:
1. Budda gilt auch bei den Anhängern seiner Lehre nicht als Gottheit, sondern als Lehrer und geistlicher Meister, in etwa – bei aller Vorsicht – vergleichbar mit unseren Kirchenlehrern.
2. Der Bericht über die hl. Barlaam und Joasaph ist, wie wir seit einigen Jahrzehnten wissen, eine christlich gefärbte Budda-Erzählung, die über Konstantinopel nach Rom gekommen ist und dort Eingang in den Heiligen-Kalender gefunden hat. D. h. in Gestalt dieser beiden Heiligen wird Budda selbst als Heiliger verehrt! Ob die beiden Heiligen (Barlaam und Joasaph) im nachkonziliaren reformierten Heiligenkalender noch geführt werden, entzieht sich meiner Kenntnis.
Unter diesen Gesichtspunkten ist das Kniehen von Mutter Theresa vor einer Budda-Statue ganz anders zu beurteilen!
Redaktion benachrichtigen Vorwärts zur sogenannten Urkirche
#8   Jörg Guttenberger, Köln   22:22:41 | Montag, 6. März 2006
Handkommunion
Für die Gegner der Handkommunion beginn die Tradition immer erst in 604 (Tod Papst Gregors des Großen), also dem Ende bzw. Neubeginn einer liturgischen Tradition.
Da ursprünglich nur samstags und sonntags Eucharistie gefeiert wurde, hat man den Gläubigen, die werktags kommunizieren wollten, den Leib des Herrn mit nach Hause (und damit unzweifelhaft in die Hand!) gegeben. Weil es hier zu Verunehrungen gekommen ist, hat man werktags während der täglichen Vesper Kommunion ausgeteilt. Diese Tradition der werktäglichen Liturgie der vorgeweihten Gaben hat sich in der byzantinischen Tradition während der Fastenzeit (bei uns allerdings ohne Vesper nur am Karfreitag) bis heute erhalten und wird dort nach dem o. a. Papst „Gregoriusliturgie“ genannt.
Laut Ikonographie hat sich die Handkommunion vereinzelt bis in das 8. Jahrhundert gehalten. Sie hat damit die ältere Tradition.
Heute ist sie m. W. in keiner östlichen Liturgie mehr üblich und erst von Papst Paul VI für die römische Liturgie wieder erneut genehmigt worden.
Redaktion benachrichtigen Der Fehlbarkeit überführt
#9   Jörg Guttenberger, Köln   20:49:14 | Montag, 6. März 2006
Päpstliche Rechtschreibung
Warum darf der Papst nicht, wie jede deutsche Zeitung und jeder deutscher Verlag, für sich die Freiheit in Anspruch nehmen in Ablehnung der weitgehend unsinnigen Reform bei der alten Rechtschreibung zu bleiben?
Hat der Papst die DBK überhaupt zu ihren „Verbesserungen“ ermächtigt?
Redaktion benachrichtigen Eine ungeheure Gefahr bedroht uns
#20   Jörg Guttenberger, Köln   13:30:12 | Montag, 6. März 2006
Hirtenbrief aus dem Jahre 1956
Daß der Hrtenbrief aus dem Jahre 1956 stammt, habe ich leider übersehen. Für die damalige Zeit trifft die Nennung von Kommunismus und Materialismus als Hauptübel voll zu!
Wir sehen hieraus aber: die Grundübel bleiben in verschärfter Form dieselben. Nur die Ursachen ändern sich, wobei die veränderten Ursachen Grund für die Verschärfung der Probleme sind. Insofern ist der Rückgriff auf die frühere Veröffentlichung hoch interessant.
Wir sehen: die 68e als egoistische Ideologie ist deutlich schlimmer, als die sozialistische als altruistische Ideologie!
Redaktion benachrichtigen Eine ungeheure Gefahr bedroht uns
#14   Jörg Guttenberger, Köln   03:06:36 | Montag, 6. März 2006
Hirtenbrief – Materialismus – Komunismus
Der Hirtenbrief geht in seiner Schilderung der Ursachen allen Übels leider im Sinne der politischen Korrektheit am Hauptübel vorbei, obwohl er die Probleme zutreffend schildert:
Ursache der derzeitigen Verwirrung der Gemüter sind alleine die 68er Ideologien, deren hiesige Variante, die kritische Theorie, sich auschließlich mit den Wünschen des Menschen befaßt, ohne jede Rücksicht auf die Möglichkeit ihrer Verwirklichung. So ist z. B. Müttern die Lösung ihrer Schwangerschaftskonfliktprobleme über die Leichen ihrer ungeborenen Kinder hinweg erlaubt. Letzte Wirklichkeit haben ausschließlich die eigenen Wünsche, man will mit seinen Aussagen keine Wahrheiten mitteilen, sondern ausschließlich Wirkung erzielen. Daß die 68er Ideologien weder zur Problemlösung noch als Lebensphilosophie taugen, weist Karl Seinbuch bereits in den 70er Jahren nach (z. B. „Kurskorrektur“ u. a.). Die spätere Entwicklung hat seine Auffassung vollumfänglich bestätigt.
Gott ist wissenschaftlich nicht zwingend nachweisbar, weil er es nicht will! Gott ist laut 1 Joh. 4,8 die Liebe, und wer Gott in seinem Wesen, nämlich in Liebe, erkennt, erkennt ihn auch in der Wissenschaft und in der gesamten Schöpfung. Wer aus Liebe handelt, handelt aus Gott und findet entweder für anstehende Probleme eine Lösung oder die Kraft, mit ihnen zu leben und so zur Reife unserer Vollendung entgegen!
Redaktion benachrichtigen Was wird aus St. Georg werden?
#10   Jörg Guttenberger, Köln   21:03:35 | Freitag, 3. März 2006
Profanisierung von Kirchen
Das Verhalten zumindest einiger Bistümer ist tatsächlich ein Skandal!
Das Redemptoristenkloster Geistingen (bei Hennef/Sieg, in der Nähe von Siegburg) ist bereits aufgelöst. Die sehr schöne Kloserkirche vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist Anfang Januar zugunsten eines geplanten Wellness-Centers profanisiert worden.
Hierzu wird vom ernsthaften Interesse der Pius-X-Brüder an Kirche und Kloster berichtet. Kardinal Meisner soll den Verkauf an die Bruderschaft verboten haben, dementiert
jedoch. Eine Internet-Anfrage im noch vorhandenen Gästebuch des Klosters ist zwar als erhalten bestätigt, aber bisher unbeantwortet. Vermutlich hat der Kölner Erzbischof den Redemptoristen einen Maulkorb verpaßt!
Es scheint wichtig, gerade wo es jetzt um Geld geht, die Verhältnisse hinter den Kulissen besonders scharf zu beobachten:
In Köln wurde das Haus Burgmauer 1 (Residenz des noch recht jugendlichen Generlvikars) aufwendigst mit einem angebauten Außenaufzug mit verkleideten Glaswänden renoviert, während die Pfarren wirtschaftlich stranguliert werden. Glaubwürdiger macht sich die Kirche dadurch sicher nicht!
Redaktion benachrichtigen Mehr als ein Mord pro Tag
#2   Jörg Guttenberger, Köln   23:16:13 | Donnerstag, 2. März 2006
„Kardinalerzbischof“
…und wieder ein Kardinalerzbistum…
Redaktion benachrichtigen Was ist mit den Mißhandlungen an deutschen Schulen?
#20   Jörg Guttenberger, Köln   00:07:05 | Donnerstag, 2. März 2006
68er Ideologie
Im Rahmen der Auseinandersetzung über die Herz-Jesu-Schule in Saarbrücken wird aúch die 68er Ideologie bemüht und die „Adenauer-Republik“ als heuchlerisch dargestellt.
Fest steht, daß mit einer Ideologie noch kein Problem dauerhaft gelöst worden ist. Karl Steinbuch weist die völlige Untauglichkeit der 68er Ideologie zur Problemlösung und als Lebensphilosophie in seinen Werken, so u. a. „Kurskorrektur“, überzeugend nach. Seine Aufassung wird durch den weiteren Verlauf der Geschichte vollumfänglich bestätigt, denn je länger die 68er an der Macht sind desto unlösbarer werden die Probleme.
Eine andere Möglichkeit zur Profilierung als Verleumdung der Geschichte zwischen 1949 und 1967 haben die 68er in ihrer geistigen Armut nun einmal nicht. Was ist eine Ideologie anderes, als eine Denkhilfe für Gehirnprothesenträger?!
Redaktion benachrichtigen Die echte Liturgie hielt Einzug
#6   Jörg Guttenberger, Köln   23:44:46 | Mittwoch, 1. März 2006
Karlvesper in Aachen
Als Teilnehmer an dieser Vesper schließe ich mich der positiven Beurteilung dieser Liturgie vorbehaltslos und vollinhaltlich an.
Der Vorwurf eines reaktionären theologischen Hintergrunds geht allerdings an der Wirklichkeit genauso vorbei, wie der Vorwurf, hinter die Reormen des Konzils von Trient zurückzugehen mißverständlich ist :
Der Rahmen der derzetigen liturgischen freien Beliebigkeit
deckt eine solche Liturgie vollumfänglich ab. Warum soll im Rahmen dieser freien Beliebigkeit eine Liturgie nur deswegen nicht erlaubt sein, weil sie zufällig schon ein paar Jahrhunderte alt ist?
Im Übrigen geht die Liturgiereform von Vaticanum II bzw. deren z. Zt. gültige Ausführungsbestimmungen selbst zum Teil auf vortridentinische Bräuche zurück! Als Bespiel mag hier das intertropierte Kyrie dienen, das nach dem Muster von GL 495 in der heutigen Liturgie wieder fröhliche Urständ feiert! Auf den Gedanken, in einem lateinischen Hochamt die alten Texte zu singen, ist, soweit mir bekannt, bisher niemand gekommen. Ob die derzeitigen Kirchenmusiker nicht ausreichend Musikgeschichte lernen oder auf ein streng modernistisches Marschtrittchristentum getrimmt sind?
Wie mir ein Liturgiewissenschaftler vor Jahren auf Anfrage versichert hat, sind die damals verbotenen Texte jetzt wieder erlaubt.
Redaktion benachrichtigen Die Todesstunde naht + …
#6   Jörg Guttenberger, Köln   02:11:40 | Dienstag, 28. Februar 2006
zu Irenäus „interessant“
Da der Seligsprechungsprozeß noch nicht abgeschlossen ist, ist jedes Gebet für den Verstorbenen sinnvoll. Aber auch für einen bereits Kanonisierten ist ein Gebet immer sinvoll, wir drücken dem Kanonisierten damit unsere liebevolle Verbindung aus, jedenfalls liebevoller, als wenn wir ihn ausschließlich als „Dienstleister“ für unseren eigenen Bedarf „benutzen“. Das hat mit einer Marginalisierung des Fegefeuers absolut nichts zu tuen.
Wir sollten unsere Verbindung zu Gott und unseren in Ihm vollendeten Mitmenschen nicht unter juristischen Gesichtspunkten sehen, sondern auschließlich in der Liebe, die Gott selber ist und in der wir Ihm und allen Geschöpfen, seien sie bereits vollendet oder noch unter leibhaftig unter, begegnen!
Redaktion benachrichtigen Pastorentochter und Ordensgründerin
#2   Jörg Guttenberger, Köln   01:49:54 | Montag, 27. Februar 2006
„Übertritt zum Katholizismus“
Sr. Maria Theresa Tauscher ist ganz sicher nicht zum Katholizismus übergetreten, sondern zur (römisch-)katholischen Kirche! Das ist – zumindest nach dem letzten Konzil – ein grundlegender Unterschied, denn der katholizismus ist die ideologische Ausgabe der Katholizität, um die es dem Apostelschüler Ignatius von Antiochien mit seinem Wort: „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“ eindeutig ging. Mit dem Katholizismus konnte er schon alleine deswegen nichts im Sinne haben, weil es ihn, wie alle Ideologien, erst seit dem 19. Jahrhundert (!) gibt.
Eindeutiger Wunsch des Konzils war, die Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus zurückzuführen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Das Eindringen der 68er Ideologie in die vom Katholizismus hinterlassene geistige Lücke kann man dem Konzil beim besten Willen nicht anlasten.
Bekannteste Vertreter des Katholizismus sind heute wohl die das Konzil zumindest teilweise ablehnenden Anhänger der Pius-X-Brüder.
Redaktion benachrichtigen Aktuelle Zahlen aus dem Vatikan + …
#6   Jörg Guttenberger, Köln   01:43:34 | Samstag, 25. Februar 2006
Ostertermin
Außer dem 14.Niesan gibt es keinen aus der hl. Schrift begründbaren Ostertermin! Das ergibt sich schon alleine aus den unterschiedlichen Kalendern (julianisch und gregorianisch).
Der vom Westen in Übereinstimmung mit der allgemein anerkannten staatsrechtlichen Regelung benutzte gregorianische Kalender mit dem dazu gehörigen Ostertermin ist ausschließlich naturwissenschaftlich begründet, die römische Tradition schließt sich also den naturwissenschaftlichen Argumentn an!
Daß die Terminierung von Ostern keine Glaubensaussage beinhaltet, ist von Rom insoweit offiziell anerkannt, als die in Griechenland lebenden römischen Katholiken Ostern zum griechisch orthodoxen Termin gemeinsam mit der dortigen orthodoxen Kirche feiern dürfen – eine noble Ökumenische Geste!
Redaktion benachrichtigen Die Anti-Baby-Pille macht frustriert
#5   Jörg Guttenberger, Köln   14:40:08 | Mittwoch, 22. Februar 2006
Pille, Abtreibung
Leider werden die Nebenwirkungen bzw. Spätfolgen von „Pille“ und Abtreibung in der öffentlichen Meinungsbildung so gut wie völlig unterdrückt. Hat das vielleicht wirtschaftliche Gründe? Klar ist, daß mit „Pille“ und Abtreibung kräftig Geld verdient wird. Hinzu kommt noch die ärztliche Behandlung der Nebenwirkungen bzw. der Spätfolgen, die kaum ohne Medikamente geht und so kräftig zum guten Geschäftsergebnis von Arztpraxen und Pharmaindustrie beiträgt.
Redaktion benachrichtigen Eine überfällige Klarstellung
#10   Jörg Guttenberger, Köln   14:22:15 | Mittwoch, 22. Februar 2006
Gotthard – Wolfgang Kugler
…und wie sieht es mit Ihrem inneren und äußerlich sichtbarem Einsatz für Glaube und Kirche aus, Herr Gotthard?
Redaktion benachrichtigen Eine fromme Spende?
#6   Jörg Guttenberger, Köln   22:44:24 | Mittwoch, 15. Februar 2006
Drogengeld für Kardinal
„Audiatur et altera pars!“ Vor Veröffentlichungen solcher Beschuldigungen ist Rückfrage bem Beschuldigten unbedingt angebracht. Erweisen sich die Beschuldigungen als haltlos, kann der Berechtigte wegen Verleumdung klagen, und der Veröffentlicher solch falscher Beschuldigungen wird rechtskräftig verurteilt.
Redaktion benachrichtigen Ein neuer Mitarbeiter bei der Glaubenskongregation
#4   Jörg Guttenberger, Köln   20:04:19 | Montag, 13. Februar 2006
Zu Dr. Otterbeck: Teilhard
Ihre Auffassung zu Teilhards Ursündenverständnis und dem fehlendem Bezug zu den von Ihnen erwähnten – leider – sattsam bekannten negativen Entwicklungen ist ebenso weit verbreitet, wie durch seín Werk „Der göttliche Bereich“ widerlegt! Denn gerade hier schreibt Teilhard ganz klar von den Minderungen, die wir erleiden und er durch das ihm von der damaligen Kirche entgegengebrachten Unverständnis schmerzhaft erlitten hat!
Teilhard hat im Grunde dasselbe mit der Naturwissenschaft versucht, was Thomas von Aquin mit der Philosophie gemacht hat, nämlich durch sie den Glauben zu erklären. Bei Teilhard war schwierig, daß er wegen des kirchlichen Veröffentlichungsverbotes nicht das notwendige feed back bekam. Grundsätzlich sind aber beide an die Grenzen wissenschaftlicher Gottesbeweise gestoßen, weil Gott sich in seiner Allmacht einer zwingenden wissenschaftlichen Beweisarkeit verchlossen hat! Denn laut 1 Johannes 4, 16b ist Gott die Liebe, und will in Liebe erkannt werden. Wer Gott in Liebe erkennt (und nur der!) erkennt Ihn auch in der Wissenschaft und in der gesamten Schöpfung. Diese Erkenntnis ist aber nicht wie Wissenschaft vermittelbar, sondern von jedem neu zu erringen. Daß Teilhard in dieser Liebe gelebt hat, zeigt schon alleine seine Kirchentreue trotz aller Schwierigkeiten.
Weiteres finden Sie im Internet unter Teilhard-Forum.
Redaktion benachrichtigen Feierliche Vesper im hohen Dom zu Aachen
#15   Jörg Guttenberger, Köln   17:20:45 | Montag, 13. Februar 2006
Antwort auf Bernardo
Herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Die von Ihnen erwähnten Tatsachen zeigen, daß der hl. Geist ganz deutlich im gläubigen Kirchenvolk wirkt, das sich eben nicht jeden liturgischen Unfug vorsetzen läßt!
Es ist klar, die vom Konzil beabsichtigte Liturgiereform ist wegen der Oberflächlichkeit ihrer bisherigen Durchführung weitgehend mißlungen. Ein positives Beispiel für ihr Gelingen darf aber keineswegs unterschlagen werden: im Rahmen von „Alte Liturgien in romanischen Kirchen Kölns“ haben die Benediktiner von San Anselmo, Rom, eine neue Liturgie zelebriert: ganz in Latein gesungen(!), der Kanon wurde von den konzelebrierenden Priestern abwechselnd gesungen, die Wandlungsworte von allen Zelebranten gemeinsam! Eine solche Feierlichkeit hat die tridentinisch Liturgie m. E. nicht hergegeben.
Redaktion benachrichtigen Alles nur Windhauch?
#58   Jörg Guttenberger, Köln   14:24:42 | Sonntag, 12. Februar 2006
noch enmal: „Wandlung“
Znächst einmal herzlichen Dank für die zum Teil sehr interessanten und von Fachwissen getragenen Dskussionseiträge!
Die Regelung, daß jede Kirche unverurteilt bei ihrem angestammten Wandlungsverständnis bleiben kann, wurde auf dem Vaticanum II getroffen. Als Voraussetzung galt allerdings, daß jeder Kanon sowohl eine Epiklese als auch eine Anamnese enthält. Deswegen wurde im Rahmen der Liturgiereform die Anamnese des römischen Kanons genauer gefaßt. Neu ist ledglich die Anerkennung eines Kanons ohne Epiklese durch Rom.
Bei Auseinandersetzung über Glaubensfragen sollte wir immer die gesamte Tradition befragen und nicht mit dem Konzil von Trient oder gar erst im 19. Jahrhundert bginnen:
Wir wissen seit etwa Mitte des 20.Jahrhunderts, daß dem Nestorius großes Unrecht geschehen ist und die unterschiedlichen Lehrmeinungen über die Person Jesu Christi auf übersetzungsbedingten Mißverständnissen beruhen (griechisch – semitisch). Deswegen nennen wir die Kirchen heute so, wie sie sich selber nennen, also nicht „Nestorianer“, sondern „Assyrer“ oder „Apostolische Kirche des Ostens“!
Dasselbe gilt für die unterschiedlichen Lehrauffassungen zu den altorientalischen Kirchen. Es sind keine Monophysiten!
Hieraus folgt: die Gründe für die damaligen Kirchenspaltungen gibt es heute nicht mehr. Die Wiederaufnahme kirchlicher Einheit ist nach Überwindung zwischenzeitlicher Entfremdung nur eine Frage der Zeit!
Redaktion benachrichtigen Ein neuer Weihbischof für Wien
#11   Jörg Guttenberger, Köln   21:51:58 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Kadinalerzbischof
Hier ist zu fragen, ob sich „Operosam Diem“ viellecht an Wien als das einzige österreichische Erzbistum wendet, das üblicherweise von einem Kardinal geleitet wird, es sich also um ein ironisches Entgegenkommen gegenüber der österreichischen Titelwut handelt
Krakau ist bekanntlich durch eine der polnischen Teilungen Österreich zugefallen, nachdem es kurzzeitig Republik war. Die Wiederzugehörigkeit zum polnischen Staat hat erst mit Ende des 1. Weltkrieges begonnen, Restbestände österreichischer Mentalität sind also wahrscheinlich. Hier gilt demnach daselbe Entgegenkommen.
Redaktion benachrichtigen Der Privatsekretär von Johannes Paul II. ist neuer Erzbischof von Krakau
#1   Jörg Guttenberger, Köln   21:28:09 | Donnerstag, 9. Februar 2006
Katholische Hauptstadt Polens
Krakau als katholische Hauptstadt Polens stimmt so nicht ganz. Hauptstadt Polens ist z. Zt. bekanntlich Warschau. Krakau war Krönungsstadt des Königreiches Polen, wohingegen Gnesen geistliches Zentrum war. Daher hat der Erzbischof von Gnesen den Titel eines Primas von Polen geführt.
Redaktion benachrichtigen Ein neuer Weihbischof für Wien
#9   Jörg Guttenberger, Köln   20:54:17 | Donnerstag, 9. Februar 2006
„‘Kardinalerzbischof“
Sicher nicht zufällig wurde Wien gerade in der Faschingszeit zum Kardinalerzbistum erhoben. Voll des süßen Weines schwappt die bekannte österreichische Titelwut wohl wieder über!
Redaktion benachrichtigen Alles nur Windhauch?
#28   Jörg Guttenberger, Köln   01:20:11 | Dienstag, 7. Februar 2006
„In sich schlechte Liturgie…
Die vielfache Behauptung, die assyrische Liturgie enthalte keine Wandlung ist falsch!
Der Streit, ob Wandlung durch die Epiklese (= Einsetzungsbericht) oder Anamnese (= Herabrufung des hl. Geistes auf die dargebrachten Gaben) geschieht, ist uralt. Man hat sich inzwischen darauf geeinigt, daß diese unterschiedliche Auffassung nicht kirchentrennend ist, jede Kirche in diesem Punkt also unverurteilt und ohne Behinderung der kirchlichen Einheit bzw. deren Wiederherstellung bei ihrer angestammten Lehrmeinung bleiben kann. Aus diesem Grunde wurde im Rahmen der nachkonziliaren Liturgiereform die Anamnese des alten römischen Kanons genauer gefaßt.
In den östlichen Kirchen wird weitgehend die Anamnese als Wandlung verstanden, so auch in der byzantinischen Tradition, deren Messkanones (Chryststomus und Basilius) nichtsdestoweniger auch eine Epiklese enthalten, so daß das unterschiedliche Wandlungsverständnis hier bedeutunglos ist.
Da der Messkanon der assyrischen Kirche eine Anamnese enthält, enthält er die Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus. Damit ist die assyrische eucharistische Liturgie eine vollgültige hl. Messe in unserem (römisch-kathilischen) Verständnis und die Gläubigen empfangen genauso, wie wir römische Katholiken in unserer Eucharistiefeier, den Leib und das Blut unseres Herrn, also keine Simulation!
Redaktion benachrichtigen Vollkommener Ablaß + …
#6   Jörg Guttenberger, Köln   16:00:54 | Sonntag, 5. Februar 2006
„Erklärung oder Ausrede“
Die Zulässigkeit von Verächtlichmachung des Christentums damit zu begründen, daß Jesus Christus durch sein Kreuz selbst den allerniedrigsten Weg gegangen ist, ist der Gipfel allergemeinster Verhöhnung unseres Herrn. Genauso könnte man uns dazu auffordern, drauf los zu sündigen, weil Jesus Christus die Sünden aller geragen hat. Also die Leiden Christi noch durch kräftige Fußtritte seiner eigenen Anhänger und Namensträger erhöhen? Damit ist der freien Beliebigkeit der 68er Ideologie (kritische Theorie) Tür undTor geöffnet!
Daß solche Meinung von einem Bischof vertreten wird zeigt nur den hohen ideologischen Durchseuchungsgrad selbst der Hierarchie. Aber selbst das Apostelkollegium hatte seinen Judas.
Wie wird wohl der Hochhuth heißen, der hoffentlich eines nicht mehr fernen Tages die katholische Kirche ihrer intimen Nähe zur 68er Ideologie, die den nachkonziliaren Aufbruch weitgehend erstickt hat, anklagen wird?
„Brüder, seit nüchtern und wachsam…!!!“
Redaktion benachrichtigen Wolf im Schafspelz?
#5   Jörg Guttenberger, Köln   01:53:27 | Sonntag, 5. Februar 2006
Vortrag P. Hadrian Koch
Es läßt aufhochen, daß der Vortrag nicht in einem Kirchengebäude, sondern im Gasthaus stattfindet. Will man sich bewußt der Aufsicht der Kirche entziehen, oder bekommen die Veranstalter für diesen Vortrag von der Kirche aus gutem Grund keinen geeigneten Raum?
Redaktion benachrichtigen Gescheitert
#54   Jörg Guttenberger, Köln   01:35:51 | Sonntag, 5. Februar 2006
zu Ottaviani: „das sind Schlagwörter“
Natürlich hat es auch nach der Reformation Heilige gegeben, jedoch ohne die herausragende geistesgeschichtliche Bedeutung wie z. B. der hl. Augustinus, Albertus Magnus, Bonaventura und Johannes Duns Scotus.
Wo sehen Sie in der nachreformatorischen Zeit ein Aufblühen in der Kirche?
Redaktion benachrichtigen Gescheitert
#52   Jörg Guttenberger, Köln   16:59:43 | Samstag, 4. Februar 2006
„Scheitern“ des Konzils
Mit dem Begriff „Scheitern“ scheint mir Vorsicht geboten.
Es war der deutliche Wille des Konzils, die Kirche aus der ideologischen Enge des Katholizismus in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität zurückzuführen. Denn der Katholizismus ist die ideologische Ausgabe der Katholizität. „Wo Christus ist, ist die katholische Kirche“, so der Apostelschüler Ignatius von Antiochien. Mit jeder Spaltung hat die Kirche ein gutes Stück ihrer Dynamik eingebüßt, mit der Reformation kam eine fast völlige Erstarrung.
Zu allem Ungück haben sich in der vom Katolizismus hinterlassenen Lücke die 68er durch ihren Marsch durch die Institutionen niedergelassen und so die Kirche noch mehr gelähmt, als sie vor dem Konzil schon war und drohen sie nun von innen heraus völlig zu zerstören.
Hier hilft nur noch Fasten und Beten als das Mittel, mit dem sich die Kirche schon immer ihrer inneren und äußeren Feinde auf Dauer entledigt hat.
„Herr, gieße Deinen hl. Geist auf uns aus, damit die Kraft und Wärme Deiner heilenden und heiligmachenden Liebe tief in unser aller Herzen eindringt und dort die Fülle Deiner Gottheit offenbart!
Hilf uns in unserer Hilflosigkeit, Deinen Willen erkennen und zu tuen und in unserer Schwachheit mache uns stark, einer lieblosen Welt voller Haß, Zwietracht und Eigennutz kraftvolle und glaubwürdige Zeugen Deiner alles menschliche Begreifen übersteigenden Liebe und Herzensgüte zu sein!“
Redaktion benachrichtigen Feierliche Vesper im hohen Dom zu Aachen
#13   Jörg Guttenberger, Köln   16:46:58 | Sonntag, 22. Januar 2006
Feierliche Vesper im Hohen Dom zu Aachen
Herzlichen Dank für Ihren Hinweis auf diese hochinteressante Liturgie! Ich werde mit interessierten Bekannten von Köln nach Aachen fahre, um an dieser auch historisch wertvollen Vesper teilzunehmen.
Warum jedoch der abwertende und distanzierende Hinweis, weder der Dom, noch das Bistum habe etwas mit dieser Liturgie zu tuen? „Immerhin läßt man die noch in der untergegangenen Kulturperiode lebenden Nostalgiker machen.“ Das könnte man mit einer gewissen Häme auch über die Anhänger der vom Konzil abgelösten tridentinischen Liturgie sagen. Also bitte, etwas mehr Tolerenz!
Ähnlich, wie es in der Mathematik Gleichungen mit nur einer und mit mehreren gleichberechtigt richtigen Lösungen gibt (eine quadratische Gleichung hat z. B. zwei gleichermaßen richtige Lösungen), verhält es sich auch im kirchlichen Bereich. Wir sollten die verschiedenen gleichberechtigt richtigen Meinungen achten, ernst nehmen und hierin eine willkommene Bereicherung unseres eigenen Gesichtskreises sehen!
Redaktion benachrichtigen Die Messe ist zuende
#11   Jörg Guttenberger, Köln   00:41:14 | Dienstag, 17. Januar 2006
falscher Priester aus Bayern in Österreich
Jeder gültig geweihte Priester besitzt ein Zelebret. Warum haben die verantwortlichen Pfarrer nicht hiernach gefragt?
Redaktion benachrichtigen Ist die Krankheit, derer wir die Welt bezichtigen, in Wahrheit die unsrige?
#13   Jörg Guttenberger, Köln   00:15:12 | Sonntag, 15. Januar 2006
Konservativ/Konservativismus/Modernismus
Wir müssen ganz deutlich zwischen konservativ und Konservativismus unterscheiden, denn das Eigenschaftswort zu Konservativismus lautet konservativistisch! Der Konservativismus die ideologische Ausgabe der Konservativen und damit genauso scharf abzulehnen, wie der Modernismus als Ideologie des Modernen! Christus war eindeutig konservativ: „Ich bin nicht gekommen, um Gesetz und Profeten aufzulösen, sondern um sie zu erfüllen“! Auch Paulus schreibt: „Prüfet alles, das Gute (oder je nach Übersetzung: das Beste) behaltet“! Aus beiden Aussasgen spricht eine grundkonservative Einsgellung! Schließlich benutzen wohl sämtliche Kirchen auch heute noch das Alte Testament. Wären beide Modernisten oder Progressive gewesen, hätten sie das Alte Testament verboten, bei einem den Reaktionären hautnah kommenden Konservativismus hätte es kein Neues Testament gegeben.
Nachdem Ideologien schon genug Unheil angerichtet haben, ist die Entstehung neuer Ideologien völlig unverständlich!
Redaktion benachrichtigen Ein päpstliches Drama + …
#3   Jörg Guttenberger, Köln   23:27:39 | Samstag, 14. Januar 2006
Abtreibung
Es wirkt in der Tat mehr als unglaubwürdig, gegen die Todesstrafe für Schwerstverbrecher (Mörder usw.) und für die menschenwürdige Behandlung von nicht gerade lebenschonenden Terroristen einzutreten, gleichzeitig aber die Abschlachtung unschuldiger ungeborener Kinder nicht nur zu befürworten, sondern, und das noch mit höchstem Nachdruck, geradezu zu fordern!
Redaktion benachrichtigen Der Zorn des Professors
#22   Jörg Guttenberger, Köln   22:32:48 | Samstag, 14. Januar 2006
„anonyme“ website
Auch mir fällt auf, daß – insbesondere Leserbriefe – meist nicht unter dem bürgerlichen Namen des Autors, sondern unter einem Pseudonym veröffentlicht werden. Zumindest Leserbriefschreiber sollten offen zu Ihrer veröffentlichten Meinung stehen. Anonymität führt immer zur Versuchung, drauf los zu schreiben, weil man seine Ausführungen nicht zu verantworten braucht. Zuwischenmenschliche Beziehungen sind so viel wert, wie die Offenheit, die sie vertragen! Warum sollen Christen – auch im Inernet – nicht offen miteinander sprechen? Dabei sollten wir uns unserer Verantwortung vor der Wahrheit (also vor Christus, der Weg, Wahrheit und Leben ist) bewußt sein, denn der Wert eines Menschen entspricht dem Maß an Treue, mit dem er zur Wahrheit steht.
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#1   Jörg Guttenberger, Köln   21:53:24 | Dienstag, 10. Januar 2006
Feierliche Vesper im Hohen Dom zu achen
Herzlichen Glückwunwsch zu dieser feierlichen Liturgie! Ist die Vesper auf CD zu haben? Als liturgie- und und musikgeschichtlich interessierter Laie würde ich mich über eine Aufnahme sehr freuen.
Antwort erbeten an Guttenbergerkoeln@t-online.de
Redaktion benachrichtigen Indirekte Kardinalsrüge für Bischof Küng?
#15   Jörg Guttenberger, Köln   15:10:43 | Dienstag, 10. Januar 2006
„Kardnalerzbischof“
Sie haben nur insoweit Recht, als Kardinalstaatssekretär und Kardinalvikar (für den ständigen Vertreter des Papstes bei der Leitung des Erzbistums Rom) offizielle Titel sind. Wir hier in Köln sind selber Erzbistum, und unser Erzbischof ist üblicherweise Kardinal. Trotzdem werden / wurden die Kardinäle Meisner, Höffner, Frings und ihre Vorgänger weder offiziell noch umgangssprachlich jemals als Kardinalerzbischöfe tituliert. Eine solch falsche Titulatur würde hier wenigstens so durch den Kakao gezogen, wie ich das mit Ihnen gemacht habe.
Kommen Sie vielleicht aus Österreich? Die dortige Titelwut ist weltbekannt und wird gehörig belächelt. Vielleicht haben Sie den Kardinal Groer für die Zeit seiner Priorenttätigkeit in Maria Roggendorf zum Kardinalprior erhoben?! In Deutschland wurde entsprechend gewitzelt.
Bei nicht nur für Österreich bestimmten Veröffentlichungen sollten Sie es daher zur Vermeidung von Heiterkeitserfolgen zumindest außerhalb der Karnevals-/Faschingzeit bei den offiziellen Titulaturen belassen.
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#13   Jörg Guttenberger, Köln   23:15:48 | Montag, 9. Januar 2006
„Kardinalerzbischof“
Es kommt nicht auf irgendeinen zumal hier sogar falschen Sprachgebrauch, sondern auf fachlich und sachlich zutreffende Formulierung an. Es klingt eher nach krampfhaftem Anschluß an die Deutsche Spaßgesellschaft, wenn – zumal hauptberufliche – kirchliche Mitarbeiter den Eindruck erwecken, sich in der eigenen Hierarchie nicht auszukennen. Man stellt unwillkürlich die Frage nach der Zuverlässigkeit Ihrer sonstigen Veröffentlichungen.
Gängig ist „Kardinalerzbischof“ keineswegs: weder in der Kirchenpresse (z.B. Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, Christ in der Gegenwart, Der christliche Osten) noch in der profanen Presse (z. B. DIE WELT) kommt er vor.
Sollte der Titel von der linken Presse tatsächlich verwendet werden (mir bisher nicht bekannt), ergibt sich die Frage, ob deren sachlich falscher Sprachgebrauch Ihnen näher liegt, als der sachlich richtige des kath. Kirchenrechtes.
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#11   Jörg Guttenberger, Köln   20:46:16 | Montag, 9. Januar 2006
„Kardinalerzbischof“ Schönborn
Haben Sie nun auch das Erzbistum Wien zum Kardinalerzbistum erhoben? Schade nur, daß die von Ihnen verliehenen Titel niemand anerkennt. Ist das für Sie nicht frustrierend?
Redaktion benachrichtigen Bibelzitate werden als staatsgefährdend gelten
#3   Jörg Guttenberger, Köln   13:46:09 | Sonntag, 8. Januar 2006
„Jugend für dasLeben“
Die Initiative und den Mut von „Jugend für das Leben“ kann man nur lebhaft begrüßen. Herzlichen Glückwunsch und weiter so! Daß solche Initativen Erfolg haben können, zeigt Ihr Artikel „Kinderschlachthof am Ende“. Wir Deutschen können nur mit Neid und Hochachtung nach Österreich blicken, weil unsere Lebensschützer diesen Mut und dieses Durchsetzungsvermögen nicht haben.
Man sollte jedoch prüfen, ob bei einem sowohl taktisch, als auch juristisch geschickterem Vorgehen die genannten unerwünschten Rechtsfolgen vermeidbar sind. Oft genügt schon eine nur geringfügig geänderte Formulierung, die zur juristischen Unbedenklichkeit bei unveränderter Öffentlichkeitswirkung führt. Die jungen Leute sollten sich hier von erfahrenen, in der Sache voll hinter ihnen stehenden Juristen beraten lassen.
Auch sollten unmittelbare Auseinandersetzung mit der Polizei vermieden werde (Straftatbestand: Widerstand gegen die Statsgewalt!). Die Demonstranten von 1968 halten hier ausreichend taktische Ratschläge zum Vorgehen ohne Gefahr einer Strafverfolgung bereit. Warum sollte man nicht vom Gegner lernen?
Langfristig geht es wohl nicht ohne den von den 68ern beschrittenen Marsch durch die Institutionen. Hierzu bedarf es allerdings eines ausreichend großen Netzwerkes Gleichgesinnter.
Redaktion benachrichtigen Wird der Bischof von Innsbruck abschwören?
#7   Jörg Guttenberger, Köln   01:14:27 | Sonntag, 8. Januar 2006
Initiative für das Leben
ich bewundere aufrichtig den hohen Einsatz von „Jugend für das Leben“ und anderer östereichischer Laien. Herzlichen Glückwunsch! Hiergegen machen unsere deutschen Lebensschützer eher den Eindruck von Schlafmützen. Hoffentlich unterstützt der Bischof von Innsbruck den Mut und die Initiative des Chefredakteurs seiner Kirchenzeitung vollumfänglich und ohne Vorbehalt.
„Herr, in unserer Schwachheit mache uns stark, einer lieblosen Welt voller Haß, Zwietracht und Eigennutz kraftvolle und glaubwürdige Zeugen Deiner alles menschliche Begreifen übersteigenden Liebe und Herzensgüte zu sein!“
Redaktion benachrichtigen Ein neuer Mitarbeiter bei der Glaubenskongregation
#1   Jörg Guttenberger, Köln   23:08:56 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Evolutionstheorie und Glaube
Dann vertritt die Glaubensbewegung also etwa die Lehre von P. Pierre Teilhad de Chardin SJ!
Redaktion benachrichtigen Eine neue Form der Heiligsprechung
#15   Jörg Guttenberger, Köln   22:46:29 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Hesychasmus, filioque, ökumenischs Patriarchat
Richtig ist nicht „Hesychasmus“, sondern „Hesychia“. Der Hesychasmus ist die ideologische Ausgabe der Hesychia und war daher nie offiziell anerkannte Lehre der Kirche, weder im Osten noch im Westen. Die Hesychia – das Jesusgebet: „Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme Dich über mich Sünder“ geht auf das Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner zurück und ist in GL 6/1 kurz beschrieben. Es geht hier auch um das paulinische „Betet ohne Unterlaß!“ Die von Ihnen beschriebene Lehre des Gregor Palamas ist so mißverständlich und überspitzt dargestellt, das eine Richtigstellung den Rahmen eines Leserbriefes sprengt.
Zum Filioque: hier hat sich das Unionskonzil von Ferara-Florenz auf die Formel geeinigt, daß der Geist vom Vater ausgeht und vom Sohn in die Welt gesendet wird. In ihrem Ursprung gehen nach Lehre der alten Kirche Sohn und Geist vom Vater aus, der laut griechischer Fassung des Glaubensbekenntnisses „poetäs“ genannt wird. Hier steckt das lateinische poeta drin, poetäs bedeutet aber nicht nur Dichter, sondern Begründer, Urheber. Die altspansche Form des Glaubensbekenntnisses lautet daher: „patrem omnipotentem, factorem caeli et terrae, visibilium et invisibilium omnium conditorem“! Das Wort „conditorem“ als Übersetzung des griechischen poetäs fehlt in der römischen Fassung.
Die Erzbischöfe von Konstantinpel und Jerusalem sind tatsächlich erst 381 Patriarchen geworden.
Redaktion benachrichtigen Unangebrachte Urlaubsbräuche
#10   Jörg Guttenberger, Köln   00:03:08 | Mittwoch, 4. Januar 2006
„Kardinalerzbischof“ von Washington
Seit wann ist Washington Kardinalerzbistum? Machen Sie sich wieder durch Vergabe selbst geschaffener Titel lächerlich?
Redaktion benachrichtigen Gehören die katholischen Laien zur zweiten Klasse?
#14   Jörg Guttenberger, Köln   01:24:10 | Donnerstag, 29. Dezember 2005
Abtreibende Frauen oder abtreibende Mütter?
In Ihrem Artikel lese ich erstmalig von abtreibenden Müttern, Sie orientieren sich damit erfreulicherweise nicht am allgemeinen verharmlosende Sprachgebrauch, der nur von abtreibenden Frauen spricht und entsprechend von den Männern, die die Frauen zur Abtreibung veranlassen, statt richtig von Vätern, die die Mütter zu diesem Verbrechen drängen. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Mut!
Hoffentlich folgen die Lebensrechtsorgsanisationen Ihrem Beispiel! Wer den Sprachgebrauch diktiert, bestimmt auch das Denken!
Wieso Müttern die Entscheidung über Leben und Tod ihrer Kinder zugestanden wird, Mütter also ihre noch so berechtigten Interessen über die Leichen ihrer ungeborenen Kinder hinweg verwirklichen dürfen, entzieht sich jeglicher Vernunft.
Redaktion benachrichtigen Ein heiliges Experiment
#27   Jörg Guttenberger, Köln   15:36:12 | Mittwoch, 28. Dezember 2005
„Kardinalerzbischof“ Schönborn
Der Titel „Kardinalerzbischof“ ist in der römischen Hierarchie völlig unbekannt. Hierauf habe ich inzwischen in zwei Leserbriefen hingewiesen. Er wird ausschließlich von Ihnen verliehen. Daß Ihre Titelvorstellungen weder in kirchlichen Verlautbarungen noch in der profanen Presse aufgegriffen werden, legt den Verdacht nahe, daß man Sie in diesem Punkt, und zwar völlig zu recht, nicht ernst nimmt, und Sie auch für eine sachlich gebotenen Berichtigung völlig unbelehrbar sind. Das bedeutet: zumindest in diesem Punkt ist selbst die kirchenferne und sogar kirchenfeindliche Presse papst- und romtreuer, als Ihre Mitarbeiter von kreuz.net.
Redaktion benachrichtigen Nostra Aetate und Aufgabe der Identität
#32   Jörg Guttenberger, Köln   16:14:42 | Donnerstag, 22. Dezember 2005
Kadinalerzbischof
Der ehemalige Erzbischof von Paris ist nicht Kardinalerzbischof, sondern Kardinalpriester! Kardinalerzbischöfe gibt es überhaupt nicht. Die nächst hörere Stufe über dem Erzbischof ist der Großerzbischof, eine Stufe der Hierarchie, die von Papst Johannes XXIII nach dem Vorbild der orthodoxen autonomen Erzbischöfe eingeführt worden ist. Träger dieser Titel sind die Ersthierarchen von Kirchen „sui iuris“, soweit sie nicht Patriarchen sind, bisher also der griechisch-katholischen Ukrainer (Kardinal Husar), der Syromalabaren und der Syromalankaren.
Die drei Stufen des Kardinalskollegiums sind Kardinaldiakon, Kardinapriester und Kardinalbischöfe, weitere Stufen gibt es nicht.
Sie sollten sich um eine zutreffende, korrekte Titulatur bemühen, weil sonst der Eindruck fehlender beruflicher Kompetenz besteht, zumal Ihre Mitarbeiter hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind.
Redaktion benachrichtigen Nachruf auf Eugen Drewermann
#13   Jörg Guttenberger, Köln   18:33:46 | Dienstag, 20. Dezember 2005
zu Drevermanns Kirchenaustritt
Sicher ist es kein Zufall, daß Drevermann ausgerechnet mit Vollendung seines 65. Lebensjahres aus der Kirche austritt: er behält so die seinen Dienstjahren entsprechende kirchliche Altersversorgung gemäß § 18 BetrAVG und spart gleichzeitig Kirchensteuer. Er kehrt also der Kirche den Rücken, deren Versorgungsleistungen er jedoch gerne annimmt, will sich aber nicht an der Finanzierung seines Versorgungsträgers beteiligen. Ich glaube, dieser Kirchenaustritt hat ganz überwiegend wirtschaftliche Gründe!
Jörg Guttenberger
Versicherungsbetriebswirt (DVA)
Redaktion benachrichtigen Die Polizei jagt Kritiker der Homo-Ideologie
#5   Jörg Guttenberger, Köln   17:13:43 | Dienstag, 20. Dezember 2005
…Kritiker der Homo-Ideologie
Mit solchen Einschüchterungen fängt es an. Die Tendenz ist eindeutig. Es geht ausschließlich darum, Gegner der 68er Ideologie, deren geistige Exkremente solche Ideologien sind, mundtod zu machen. Auch die Freigabe der Abtreibung gehört hierhin.
Es ist einmalig in der Geschichte, daß Mütter ihre Kinder straflos abtreiben dürfen und die Tötung des unschuldigen Lebens auch noch von den Krankenkassen finanziert wird, die so die Vernichtung ihres eigenen Beitragszahler-Nachwuchses subventionieren und dann über die Überalterung der Gesellschaft klagen, die sie so fleißig unterstützen.
Daß die Gutgläubigen den Sprachgebrauch des nachwuchsfeindlichen Teils der Gesellschaft („abtreibende Frauen“ statt, wie es richtig heißen müßte: „abtreibende Mütter“ ) übernehmen, zeigt die Schlafmützigkeit des seriösen Teils der Gesellschaft, auch der Kirchen. Auch die Lebensschutzorganisatonen schlafen hier. Denn schließlich treiben nicht irgendwelche Frauen irgendwelche Kinder ab, sondern Mütter ihre eigenen Kinder. Dekandenter geht es kaum.
Wer den Sprachgebrauch bestimmt, bestimmt auch das Denken!!!
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