catharina
Erstellt: 15:45:44 | Freitag, 16. Dezember 2005
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408 Lesermeinungen
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Der Skandal findet in der Wiener Dompfarrei statt
#41   catharina   22:06:36 | Donnerstag, 17. September 2009
Pornographie
scheint es mir nicht zu sein (= Darstellung sexueller Handlungen), eher erotische Malerei. Aber auch die gehört keineswegs in ein Diözesanmuseum
Redaktion benachrichtigen Bistum mit hartem Schwanz
#63   catharina   21:34:27 | Dienstag, 28. Juli 2009
bistum?
Wolfgang F. Rothe
Liturgische Versöhnung
Ein kirchenrechtlicher Kommentar zum Motu proprio „Summorum Pontificum“
für Studium und Praxis
Mit einem Vorwort des Vize-Präsidenten der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“
Dominus-Verlag Augsburg 2009
206 Seiten
ISBN 978-3-940879-06-6
14,90 €
Redaktion benachrichtigen Prosit, Prediger!
#27   catharina   21:34:02 | Dienstag, 28. Juli 2009
prosit?
Wolfgang F. Rothe
Liturgische Versöhnung
Ein kirchenrechtlicher Kommentar zum Motu proprio „Summorum Pontificum“
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Redaktion benachrichtigen Führender Medjugorje-Franziskaner auf eigenen Wunsch laisiert
#30   catharina   21:33:39 | Dienstag, 28. Juli 2009
laisiert?
Wolfgang F. Rothe
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Ein kirchenrechtlicher Kommentar zum Motu proprio „Summorum Pontificum“
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Redaktion benachrichtigen Mögen die Homosexuellen plärren, was sie wollen
#99   catharina   21:33:15 | Dienstag, 28. Juli 2009
homosexuelle plärren?
Wolfgang F. Rothe
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Ein kirchenrechtlicher Kommentar zum Motu proprio „Summorum Pontificum“
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Redaktion benachrichtigen Hat der Kardinal die Protestanten beleidigt?
#9   catharina   21:32:19 | Dienstag, 28. Juli 2009
protestanten beleidigt?
Wolfgang F. Rothe
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Ein kirchenrechtlicher Kommentar zum Motu proprio „Summorum Pontificum“
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Redaktion benachrichtigen Zehn Pius-Theologen sind bestimmt
#6   catharina   10:42:55 | Montag, 13. Juli 2009
Problematisch
„Die Diskussion wird nicht fortschreiten, sofern Rom seine Ansichten nicht reformiert und die Fehler anerkennt, zu denen das Konzil die Kirche geführt hat.“
Das wird natürlich nicht geschehen, und folglich könnte man sich die „Diskussionen“ von vornherein ersparen.
Mir fehlt bei den FSSPX-Bischöfen und -Priestern das „sit memor conditionis suae“, das sie doch immer wieder in den Priesterweihen sprechen bzw. hören: Man muß seines Status, seiner Voraussetzungen eingedenk sein, bevor man mit solchen Ansprüchen auftritt.
Die theologischen Voraussetzungen der erwählten 10 FSSPX-Priester dürften nicht weit über die Kenntnis der Summa des hl. Thomas und diverser kirchlicher Lehrdokumente hinausgehen. Mir ist in der Bruderschaft weder ein wirklich exegetisch noch ein in der Patrologie bewandeter Theologe bekannt. Oder kann mir hier jemand herausragende Theologen der FSSPX nennen?
Redaktion benachrichtigen Paradies für Perverse und Pornographen
#12   catharina   17:19:09 | Dienstag, 28. April 2009
Es ist wahr:
Ein Mann oder eine Frau, die derartiges mit sich machen lassen, sind selbst daran schuld. Daß sie diesen Typen nicht ein paar ordentliche Watschen gegeben haben, läßt sie für den Einsatz vor der Klinik für ungeeignet erscheinen. HLI, schickt ein anderes Kaliber dorthin!
Redaktion benachrichtigen Sex-Märchen als Religionsersatz
#7   catharina   15:25:26 | Dienstag, 7. April 2009
Gute Wünsche
Den Lesern des Büchleins sei von Herzen ein wenig verstand gewünscht. Und daß sie den Inhalt nicht gar so verkrampft ernst nehmen wie das Superdogma vom Holocaust.
Redaktion benachrichtigen Gelegentlich spielte er mit seinem Gehstock den Dirigenten
#36   catharina   18:12:45 | Donnerstag, 2. April 2009
Unverständlich
Das führte dazu, daß bei dem späteren Papst weniger Christus und die Kirche als der Mensch und die Politik im Zentrum standen.
Mir ist diese Behauptung unbegreiflich, da kaum einer der Vorgänger Johannes Pauls II. so viel über Jesus Christus gesprochen und geschrieben haben dürfte wie er.
Die offensichtlichen Mängel seines Pontifikates berechtigen niemanden dazu, sich in pöbelhaft-ungeistiger Weise über ihn zu äußern. Jedenfalls ist das nicht die Sprache von homines religiosi.
Peinlich auch die Spekulationen über etwaige jüdische Wurzeln des verstorbenen Papstes. Ist es nicht eine besondere Ehre, diesem Volk anzugehören? Und wer als Jude katholisch wird, der lebt wahrhaft in der Treue zum Bund…
Redaktion benachrichtigen Hw. Gerhard Wagner wird nicht Weihbischof
#62   catharina   20:51:26 | Sonntag, 15. Februar 2009
KATASTROPHAL
Ja, katastrophal!
Redaktion benachrichtigen „Plötzlich kommt wieder ein neues Etikett“
#124   catharina   07:58:05 | Dienstag, 3. Februar 2009
Jeder wußte es…
… schon vor mehr als 20 Jahren kannten kleine Zaitzkofener Seminaristen die Auffassungen von (damals:) Father Williamson.
Und jetzt will nur der Generalobere davon nichts gewußt haben.
Kann Verlogenheit so lächerlich sein?
Redaktion benachrichtigen Der Unterschied ist gewaltig
#1   catharina   11:04:11 | Dienstag, 27. Januar 2009
Kyrie eleison –
wie S.E. am Ende des Hirtenwortes ganz richtig feststellt…
Redaktion benachrichtigen Private Meinung von Bischof Williamson
#11   catharina   23:04:25 | Freitag, 23. Januar 2009
Wer handelt hier schändlich?
Die Fernsehanstalt, die solche brisanten Fragen stellt? (Davon lebt doch der Journalismus.)
Oder der Bischof, der ausgerechnet jetzt, vor einer Einigung mit Rom, derartige Äußerungen tut? (Aber man kennt Crazy Willi doch.)
Oder der Generalobere, der immer zu allem lächelt und erst in dem Augenblick, wo ihm die Pflugerschaft zusetzt, eine wenig klare Erklärung abgibt? (Aber so war es in den letzten Jahren doch immer.)
Nein, sagen wir es doch ganz offen: Schändlich handelt in jedem Fall das modernistische Rom. Schändlich handeln alle die Lehnens, Maeßens, Schneiders, Wildfeuers, die sich aus den heiligen Scharen entfernt haben und übergelaufen sind. Schändlich handeln die Herren vom Guten Hirten, vom heiligen Petrus, vom heiligen Philipp Neri. Schändlich handeln alle – nur nicht die Oberen der FSSPX.
Redaktion benachrichtigen In der Nische der Traditionspflege?
#1   catharina   10:20:12 | Montag, 12. Januar 2009
Frage
Ja, hat denn einer von den Priestern der FSSP dieses unsägliche Verbrechen begangen? Und wenn ja: Wer, wann und wo?
Redaktion benachrichtigen Altliberal gleich neukonservativ?
#6   catharina   17:03:12 | Freitag, 12. Dezember 2008
Sollte es der Redaktion entgangen sein,
daß sich der Befreiungstheologe vor nicht allzu langer Zeit ausdrücklich von den neomarxistischen Irrwegen distanziert hat, die er früher gegangen ist?
Redaktion benachrichtigen Den Irrenden zu belehren ist ein Werk der Nächstenliebe
#53   catharina   22:14:38 | Montag, 8. Dezember 2008
Zum Thema (sollten diese Beiträge ja ohnehin sein!):
P. Wildfeuer zeigt analytisch-mathematischen Verstand, und das ist sicherlich nicht zu verachten. Theologie hat selbstverständlich auch mit Logik zu tun, aber sie überragt diese auch.
Ein wenig befremdet bin ich von der Feststellung, die Arbeit des Priesters Prosinger sei „philologisch“. Nein, gerade diese Untersuchung ist im eigentlichen Sinne theologisch! Sie führt viel weiter als Wildfeuers mathematisch-logischen Überlegungen, verknüpft mit etwas (neo)scholastischer Begrifflichkeit (Satisfaktion, Suffizienz etc.).
Wer daher Genaueres über die wichtige Frage lesen will, der mache sich die Mühe und lese www.kath-info.de/wandlungsworte.html!
Redaktion benachrichtigen Ein Klassiker ist endlich wieder zu haben
#2   catharina   18:35:53 | Sonntag, 7. Dezember 2008
Es ist schon erstaunlich,
wie unterschiedlich Wertung vonseiten kreuz.net ausfallen. Bejahte der Kardinal nicht „das“ Konzil? Zelebrierte er nicht gemäß Missale Pauls VI.? Pflegte er nicht eine Theologie, die von der Neuscholastik denkbar weit entfernt ist? Und dennoch solche Lobpreisungen? Aber kreuz.net…?!
Redaktion benachrichtigen Die Piusbruderschaft lehrt ihre Gläubigen das Apostolat
#9   catharina   17:08:24 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Belehrung
Lindemann versteht es hervorragend, den Leser zu belehren. Er ist eben ein gelehriger Schüler P. Schmidbergers. Wenn man seinen Artikel gelesen hat, weiß man auch, daß Apostolat lehrbar ist. Alles eine Frage der Methode. Von den Freikirchen kann man da vieles lernen. Stimmt das System, stimmen auch die Ergebnisse. Danke.
Redaktion benachrichtigen Ein Koordinator für die Alte Messe
#4   catharina   17:22:05 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Beauftragter
Ist der Beauftragte nicht H.H.Pater Martin Ramm FSSP?
Redaktion benachrichtigen Gesunder Laizismus? + …
#1   catharina   09:00:16 | Freitag, 14. November 2008
Ärgerlicher Mangel an Korrektheit:
Wenn der Papst im positvem Sinne davon spricht, benutzt er niemals das Wort Laizismus, sondern Laizität. Der Unterschied ist ähnlich wie der zwischen Liberalismus und Liberalität (die durchaus eine Tugend ist).
Die Redaktion sollte hier exakter arbeiten, sonst verspielt sie viel an Ansehen und Glaubwürdigkeit.
Redaktion benachrichtigen Bezahlte Werbung beim Feind
#13   catharina   18:17:45 | Montag, 10. November 2008
Catharina dankt Clara!
Die kirchenrechtliche Darlegung ist fundiert und in ihrer Form unwiderlegbar. Man kann nur noch materialrechtlich argumentieren – und das versucht die FSSPX ja auch beständig. Weil sie sich weder auf die traditionelle Ekklesiologie (die sie doch sonst vertreten will) noch auf das Recht der Kirche berufen kann, muß sie alle Bereiche abgrasen, in denen sie Recht finden kann: kirchliche Skandale und Skandälchen, Äußerungen von Kardinälen und Bischöfen, notfalls auch Apparitionen… Aber sowohl der gesunde katholische Hausverstand als auch die hohe Theologie sagen das Gegenteil.
(Was nicht bedeutet: kath.net laudanda est…)
Redaktion benachrichtigen Unbeschwert feiern und diskutieren
#8   catharina   19:37:16 | Samstag, 8. November 2008
@ Martin Bieger
„die einzigste Plattform“ – Ja, seit wann kann man einzig denn steigern? Und wer sagt uns, daß kreuz.net für Herrn Lingen nicht die allereinzigste Plattform ist?
Redaktion benachrichtigen Unbeschwert feiern und diskutieren
#1   catharina   17:47:04 | Samstag, 8. November 2008
Recht hat er!
Man ist beispielsweise nicht mehr katholisch, wenn man die Zerstörbarkeit der von Gott gegebenen Hierarchie der Kirche, insbesondere die perpetuitas des päpstlichen Amtes in konkreten Nachfolgern leugnet.
Und was Lingens Aussage anbelangt: „Wenn zum Beispiel der Weiheritus so geändert wird, daß das Sakrament nicht mehr klar bezeichnet wird“, ist wohl die Frage erlaubt, inwiefern der alte Ritus der Diakonatsweihe mit seiner Bitte um robordas bezeichnet, was das Wesen des Diakonates (immerhin erster Teil des Weihesakramentes!) ist…
Redaktion benachrichtigen Ungeprüfte Ideologien mittelmäßiger Professoren
#9   catharina   11:05:12 | Dienstag, 28. Oktober 2008
Etwas zu einfach…
… macht es sich Prof. Berger. Im Ergebnis stimme ich überein, doch sind die Gedankengänge der Gegenwartsexegese schon ein wenig anspruchsvoller als hier dargestellt.
Redaktion benachrichtigen Das Frittenfett wird nur alle drei Tage ausgetauscht
#15   catharina   21:58:25 | Sonntag, 26. Oktober 2008
@Aliatus
Danke für diesen interessanten Hinweis! Es ist geradezu spannend, sich – von solchen Kenntnissen angeregt – auf die Suche nach ähnlichen Sprach-Maskeraden zu begeben.
Redaktion benachrichtigen Fulminanter Bischof
#24   catharina   13:24:29 | Freitag, 24. Oktober 2008
Nein.
Das Lehramt bestimmt nicht, was schwere Sünde ist, sondern stellt es fest.
Der Unterschied ist ähnlich dem zwischen einer kirchlichen Ehescheidung und einer Nichtigkeitserklärung.
Vorsicht vor Voluntarismen!
Redaktion benachrichtigen Fulminanter Bischof
#1   catharina   10:18:46 | Freitag, 24. Oktober 2008
Ecce sacerdos magnus!
Wenn man schon den Holocaust nicht relativieren darf: den Babycaust, der uns hier und heute angeht, erst recht nicht!
Redaktion benachrichtigen Schließlich ist für Gott nichts unmöglich
#38   catharina   07:42:41 | Freitag, 24. Oktober 2008
Respekt und Konstitutionen
Ein Mindestmass an Respekt bitte!
Ein Papst wird für gewöhnlich mit seinem Amtstitel, mit dem Ehrennamen „Heiliger Vater“ oder dem Papstnamen benannt. Woytila ist also eindeutig gegen die gebotene Ehrfurcht, die auch dann einzuhalten ist, wenn man manches kritisieren muß.
Die Konstitutionen der FSSPX: Selbstverständlich hat sie welche. Doch sind sie weder von der zuständigen Autorität approbiert, noch kann eine höhere Stelle ihre rechtmäßige Anwendung überprüfen, gegebenenfalls einfordern und sanktionieren.
Bsp.: Ein Priester der FSSPX ist nicht ganz linientreu. Man schließt ihn aus der Gemeinschaft aus, ohne daß strikte kirchenrechtliche Gründe bestehen würden. Was kann er tun? Sich an die höhere Autorität wenden? Aber die wird ja von seinen Oberen nur theoretisch, nicht auch im Bereich praktischer Entscheidungen anerkannt.
FSSPX – ein letztlich rechtsfreier Raum. Und gerade deshalb ein Territorium ideologischer Willkürherrschaft.
Redaktion benachrichtigen Widerspruch gegen Bischofsträume
#4   catharina   21:38:43 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
Recht hat er!
Wie sagte ein alter Pfarrer zu einem Bauern, der ihn am Sonnabend zu später Stunde fragte, ob er wohl schon mit der Vorbereitung seiner Sonntagspredigt begonnen habe: „Du wirst doch auch in der Lage sein, mir etwas über deinen Hof und deine Tiere zu erzählen, ohne dich lange hinzusetzen…“
Redaktion benachrichtigen Aufklärungsarbeit ist dringend geboten
#8   catharina   15:19:54 | Donnerstag, 23. Oktober 2008
Interessant!
„Der Sonntag begann mit dem Kapitelamt im Hohen Dom zu Augsburg. Hauptzelebrant war Weihbischof und Dompropst Josef Grünwald.“ – Offensichtlich besuchen die traditionstreuen Kirchenmusiker auch den Gottesdienst nach dem Novus Ordo und musizieren darin. Das ist aber nicht korrekt, meine Herren…
Redaktion benachrichtigen Schließlich ist für Gott nichts unmöglich
#19   catharina   21:32:56 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
Dr. Dr. Marcel Lefebvre
„Diese Tatsache beweist schon wie notwendig der heroische Widerstand des traditionstreuen römisch-katholischen Erzbischofs namens Dr. Dr. Marcel Lefebvre war.“
Ja, hätte ich damals um die doppelte Doktorwürde des Konsekrators gewußt, ich hätte die Angelegenheit mit ehrfürchtigem Schauder erlebt. Denn immerhin umfaßte so eine Doktorthese in Rom um die 30 Seiten…
Redaktion benachrichtigen Schließlich ist für Gott nichts unmöglich
#13   catharina   17:51:45 | Mittwoch, 22. Oktober 2008
kreuz.net und seine Informationsquellen.
Tatsächlich: Es ist ein grober Fehler, das Pontifikalamt von Kard. Castrillon-Hoyos in die Petersbasilika zu verlegen.
Wie seriös möchte kreuz.net sein? Wie seriös ist es wirklich?
Redaktion benachrichtigen Kardinal in der Konzilsumnachtung
#10   catharina   14:43:08 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Wortmüll und Schaumproduktion
„(…) müllt der Kardinal den ihn interviewenden Journalisten zu. (…) entschwindet Kardinal Caffarra mehr und mehr in die Umnachtung. (…) Das ist das Ende der verbalen Schaumproduktion des Kirchenfürsten.“
Und es ist auch für dieses Mal das Ende des kreuz.net-Geschwafels.
Fragen:
– Wie „müllt“ man jemanden „zu“? In meinem Wörterbuch findet sich der Ausdruck nicht. Gehört er nicht selbst in die Kategorie „Sprachmüll“?
– Wie wird aus Müll plötzlich Schaum („verbale Schaumproduktion“)? Bewirkt die geistige Umnachtung diese bemerkenswerte Metamorphose?
– Reicht es schon aus, mit jemandes Sicht der Dinge nicht einverstanden zu sein, um ihm geistige Umnachtung zuzuschreiben?
Fazit: Der Artikel überzeugt weder inhaltlich noch sprachlich.
Redaktion benachrichtigen Durch die Alte Messe bekehrt
#78   catharina   09:37:19 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Welcher Unsinn, Thomas Morus!
Ein „nur halb so glaubenstreuer Nachfolger“ des jetzigen Papstes wäre dem depositum fidei ebenso treu wie Sarkozy seinen Gattinnen…
Redaktion benachrichtigen Durch die Alte Messe bekehrt
#76   catharina   09:04:45 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Heinz Josef: „Wo macht FSSPX die Drecksarbeit?“
Das wird hier ernsthaft gefragt?
Aber Heinz Josef, haben Sie denn noch nichts davon gehört, daß sich die Priester der Bruderschaft vorwiegend um die Gestrandeten der Gesellschaft, um Obdachlose, Alkoholiker, Drogenabhängige, Prostituierte usw. kümmern?
Und die Amtskirche „sackt“ dann über solche nur scheinbar für die Armen tätigen Institutionen wie die Schwestern der Mutter Teresa „die Lorbeeren ein“ (wie sich unser Freund aus dem Ruhrgebiet so feinsinnig ausdrückt).
Redaktion benachrichtigen Durch die Alte Messe bekehrt
#72   catharina   08:07:16 | Donnerstag, 16. Oktober 2008
Da bereits von Katastrophen die Rede ist:
„(…) denn die Bewahrung des Glaubens ist das zuförderste Ziel der FSSPX. Die Schwammigkeit mit der der hlg. Vater den rk-Glauben gg. die im Glauben irrenden vertritt ist wirklich unerträglich!“
Aber es kommt noch schlimmer:
„Stadler irrt, spricht von „keinem Stein hinterherwerfen“ und macht es genau in diesem Punkt bravorös! Das ist wahrlich nicht katholisch. Die Einheit FSSPX & „Rom“ kann nur in der Gemeinsamkeit des Glaubens stattfinden. Damit befinden wir uns in der stringens seines ersten Irrtums…“
Wirklich bravorös, lieber Mann aus dem Ruhrgebiet! Fehlt noch das glanzvolle Finale:
„FSSPX wird aber nicht nur die Drecksarbeit machen und die Amtskirche sackt sich die Lorbeeren ein.“
Fazit: Das zuförderste Ziel des Ruhrgebietlers ist es, der Schwammigkeit des Heiligen Vaters zwar keinem Stein hinterherzuwerfen, doch das stringens seines ersten Irrtums mit der in der Gemeinsamkeit des Glaubens stattfindenden Einheit der FSSPX als bravoröse Lorbeeren einzusacken – eine unerträgliche Drecksarbeit freilich…
Man stelle sich vor: Solche Individuen machen sich über den Papst her!
Redaktion benachrichtigen Durch die Alte Messe bekehrt
#6   catharina   14:43:34 | Mittwoch, 15. Oktober 2008
Prz…
„Als Teil des kleinen Restes der Kirche Gottes hat die Piusbruderschaft die Pflicht, die Räubersynode V 2 mitsamt ihren Komplizen zu entlarven“
Mensch, sind Sie aber ein Starker und Mutiger! So kraftvolle Töne, so harte Anklagen! Mir wird es richtig schwindelig vor solcher Männlichkeit. Ein wahrer miles Christi, konsequent bis in die Knochen (und hängt den ganzen Tag am Computer herum…)
Redaktion benachrichtigen Die Reform hängt an einem dünnen Faden
#3   catharina   09:47:33 | Montag, 13. Oktober 2008
Altliberale Bischöfe und traditionalistische Kommentatoren:
Warum dieser unangemessene Sprachgebrauch? Oder sollen die Bischöfe gelobt („altliberal“ ist doch eine erfreuliche Eigenschaft), die Kommentatoren aber gerügt werden („Traditionalismus“: eine lehramtlich zurückgewiesene philosophisch-theologische Irrlehre)?
Redaktion benachrichtigen Zwei altgläubige Orden päpstlichen Rechts anerkannt
#10   catharina   10:55:57 | Mittwoch, 8. Oktober 2008
Woher kommt es nur,
daß mir im Gedenken an das Institut immer die Schriftworte „O vanitas vanitatum“ einfallen?
Die Geschichten mit falschen Monsignoretiteln und ähnlichem Klimbim bestärken diesen Eindruck.
Redaktion benachrichtigen Fünf Irrtümer des Motu Proprio
#20   catharina   17:10:30 | Montag, 6. Oktober 2008
@ Guiseppe
Man kann wohl nicht ernsthaft daran zweifeln, daß der Heilige Vater auch die Heimkehr der FSSPX im Auge hatte, als er das Motu proprio schrieb. Darüber hinaus hat aber für ihn die liturgische Tradition einen Eigenwert, unabhängig von den (berechtigten) kirchenpolitischen Zielen.
Mir will scheinen, Papst Benedikt habe ein tieferes Verständnis von liturgischer Tradition als die Macher des Mitteilungsblattes.
Redaktion benachrichtigen Fünf Irrtümer des Motu Proprio
#15   catharina   16:51:03 | Montag, 6. Oktober 2008
Bedauerliches Niveau.
Diese „Analyse“ ist in Wirklichkeit ein primitiver Tiefschlag, vom intellektuellen Niveau her nicht viel besser als die Propagandazettel sektiererischer Grüppchen.
Alle Fortschritte, die in den letzten Jahren bei ernsthaften Kritikern des Novus Ordo zu bemerken waren, werden hier völlig ignoriert: anstelle einer theologischen, historischen und liturgischen Argumentation nur Schlagworte; völliger Mangel an sachlicher Wahrnehmung der neuen Liturgie, daher auch keine notwendigen Unterscheidungen, sondern simplifizierende Gesamturteile.
Es ist lachhaft, daß gerade diese Leute immer wieder für sich in Anspruch nehmen, die besseren Theologen zu sein. Das Herzitieren einiger – oft wenig überlegt scheinender – Aussagen „des Erzbischofs“ (auf dem Flugblättchen ist gar nicht zu lesen, welcher Erzbischof denn da gemeint ist) macht noch keine Analyse. Grobschlächtige Arbeit für grobschlächtige Traditionalistengemüter.
Redaktion benachrichtigen Dafür gibt es nur noch ein Wort – Verfolgung
#23   catharina   16:38:28 | Montag, 6. Oktober 2008
Nicht um die Holocaustleugnung geht es hier,
sondern um die Kinderabtreibung. Diese ist das aktuelle Verbrechen, das sich ständig unter uns abspielt. Von dort dürfen wir nicht wegschauen.
Holocaustleugnung kommt ja für uns gar nicht in Frage. Aber Verdrängung der Kindstötung gehört inzwischen zum guten Ton. Das ist doch entsetzlich, oder etwa nicht?
Redaktion benachrichtigen Dafür gibt es nur noch ein Wort – Verfolgung
#18   catharina   16:10:56 | Montag, 6. Oktober 2008
Anstatt sich dem Grauen der Kinderabtreibung zu stellen,
weichen die Lesermeinungen wieder einmal auf Nebenaspekte au. Auch eine Form der Verdrängung.
Redaktion benachrichtigen Von den Biertischen zur Unheiligen Kommunion
#5   catharina   11:04:35 | Dienstag, 30. September 2008
„Antikirchliche Erzdiözese“ –
na gibt’s denn so etwas? Ist eine Diözese nicht vielmehr eine Ortskirche, in der die Gesamtkirche subsistiert? Auch schwerste Mißstände können daran nichts ändern.
Ein theologisch bedauerlicher Lapsus also.
Redaktion benachrichtigen Interdikt über Medjugorje-Guru
#119   catharina   18:14:12 | Freitag, 5. September 2008
Es war zu erwarten,
daß in den Medjugorje-Kreisen Unruhe entsteht, wenn die Wehen der Wahrheit einsetzen.
Diejenigen, die noch vor kurzer Zeit geradezu über-papsttreu waren, könnten sehr plötzlich in einen Widerstand zur Kirchenleitung geraten.
Abwarten und beten!
Redaktion benachrichtigen Der Papst als Organspender? + …
#6   catharina   08:36:47 | Freitag, 5. September 2008
Krönung und Quasten
„Erzbischof Burke krönte eine Herz-Jesu Statue. Zu dem Anlaß trug er ein Zingulum mit Quasten, das Mitte des letzten Jahrhunderts von Traditionsstürmern praktisch abgeschafft wurde.“
Das Institut ist auf dem besten Weg, zwar nicht die Tradition, wohl aber recht viele Traditiönchen für die Kirche zu retten. Da kann ihm ein williger Erzbischof nur gelegen sein.
Redaktion benachrichtigen Interdikt über Medjugorje-Guru
#7   catharina   20:46:09 | Donnerstag, 4. September 2008
Endlich beginnt,
was viele schon so lange erhoffen!
Deo gratias!
Redaktion benachrichtigen Wenigstens ein klares Wort gegen den Ökumenismus
#74   catharina   15:30:37 | Donnerstag, 21. August 2008
Ohne FSSPX keine FSSP.
Stimmt. Aber auch: Ohne die häretischen Armutbewegungen des Mittelalters (die ja ursprünglich edle Ziele verfolgten) vermutlich kein OP, kein OFM.
Das in sich Gute kann per se nur Ursache des Guten sein, etwas Schlechtes hingegen per accidens auch Ursache des Guten.
Redaktion benachrichtigen Drohbotschaft aus dem letzten Jahrhundert
#25   catharina   15:24:25 | Donnerstag, 21. August 2008
Altliberal
Tut mir leid, aber ich empfinde die Bezeichnung „altliberal“ als durchaus positiv. Etwas ganz anderes wäre Neoliberalismus (oder auch -konservatismus).
Redaktion benachrichtigen Wenigstens ein klares Wort gegen den Ökumenismus
#61   catharina   22:33:43 | Mittwoch, 20. August 2008
Anerkennung
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. anerkennt den gegenwärtigen Papst. Schön und gut.
Die Frage für einen Katholiken ist aber: Anerkennt auch der gegenwärtige Papst die Priesterbruderschaft St. Pius X.?
Ich muß immer an einen schweren Sünder denken, der sagt: Ich anerkenne ja Gott als meinen Herrn.
Doch in dem, was er tut, findet er eben nicht die Anerkennung Gottes. Auch dann nicht, wenn er es meint.
Redaktion benachrichtigen Zwischen neugläubig und altgläubig liegen Welten
#8   catharina   17:44:28 | Montag, 18. August 2008
Bedauerliche Auswahl!
Daß man ausgerechnet einen Prioratssekretär und einen Kirchenfunktionär interviewen mußte, ist schade. Interessanter wäre gewesen, man hätte Lieschen Müller und Toni Meier befragt.
Redaktion benachrichtigen Der wahre Hardliner der Piusbruderschaft
#106   catharina   16:07:24 | Freitag, 15. August 2008
@ Insinuator
Ihr Beitrag ist, mit Verlaub gesagt, nicht sehr sachlich und zutreffend.
Hier geht es um ganz andere Fragen als die der Kleidung (ein Bereich, in dem die Priesterbruderschaft St. Pius X. sich immer maßvoll zeigte – im Gegensatz zu manchen Ecclesia-Dei-Klerikalisten).
Redaktion benachrichtigen Der wahre Hardliner der Piusbruderschaft
#104   catharina   14:29:30 | Freitag, 15. August 2008
Der springende Punkt:
Es handelt sich um Bischöfe, die über keine Sendung durch die kirchliche Hierarchie verfügen. Nach traditionell katholischer Lehre ist diese Sendung aber notwendig, um auch als Gesandter Gottes gelten zu können. Kann man auf eine derart der Überlieferung entgegengesetzte Weise der Kirche dienen?
Redaktion benachrichtigen Der wahre Hardliner der Piusbruderschaft
#98   catharina   13:04:00 | Freitag, 15. August 2008
@ Marcelus
Aber das Titularbistum bringt zum Ausdruck, daß das Bischofsamt – zumindest radicaliter – auf eine Leitungsvollmacht hingeordnet ist. Diese ganz auszuschließen, entspricht nicht der katholischen Auffassung vom Bischof.
Redaktion benachrichtigen Der wahre Hardliner der Piusbruderschaft
#95   catharina   11:36:01 | Freitag, 15. August 2008
@proetcontra
Danke für die (freilich wenig hilfreiche) Auskunft!
Gestern noch schrieben Sie im Brustton der Überzeugung: „Synode von Tyrus 335; den Rest wirst du ja finden können.“ Eine Quelle wurde nicht angegeben, war aber auch nicht zu finden.
Nun ist aus der Synode von Tyrus plötzlich eine andere geworden: „Die von dir gesuchte „Exkommunizierung“ geschah auf der Synode von Arles 353 (von der Synode in Mailand zwei Jahre später bestätigt). Allerdings sind diese Synoden…“
Allerdings erhalte ich auch diesmal keinerlei Informationen über die Quellen. Von einer päpstlichen Exkommunikation (nicht „Exkommunizierung“) ist bei bestem Willen nichts zu finden.
Werte(r) proetcontra, da das angebliche Ereignis im Leben des Kirchenvaters bei Ihnen und anderen als Argument für Erzbischof Lefebvres Weg angeführt wird, müssen Sie schon besser argumentieren und belegen. Oder sind Sie doch weniger überzeugt und redlich, als Sie den Anschein erwecken? Das wäre schade.
Redaktion benachrichtigen Der wahre Hardliner der Piusbruderschaft
#85   catharina   18:04:44 | Donnerstag, 14. August 2008
Jener Hardliner…
… hat noch am Vorabend seiner Bischofskonsekration auf die Frage eines (mir persönlich bekannten) Mitbruders, welches Titularbistum ihm denn nun übertragen werde, gesagt, er erhalte keinerlei Jurisdiktion. Das entspricht natürlich nicht der katholischen Lehre über das Bischofsamt, bedeutet vielmehr eine Verkürzung auf die bloße Weihegewalt.
Redaktion benachrichtigen Der wahre Hardliner der Piusbruderschaft
#83   catharina   17:20:45 | Donnerstag, 14. August 2008
@ proetcontra
„Synode von Tyrus 335; den Rest wirst du ja finden können.“
Danke für den Hinweis. Selbstverständlich ist mir diese Synode bekannt, aber in keinem meiner patrologischen und kirchenhistorischen Bücher finde ich die Auskunft, Athanasius sei in Tyrus exkommuniziert worden. Geschweige denn durch den Papst.
Bitte Genaueres!
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#79   catharina   16:12:28 | Donnerstag, 14. August 2008
Athanasius-Frage
So muß ich mich also damit zufriedengeben, daß es für die angebliche oder wirkliche Exkommunikation des heiligen Kirchenvaters durch den Papst keinen Beleg gibt? Auf meine Beiträge hat keiner derjenigen, der die entsprechende Behauptung aufgestellt hatte, geantwortet. Auch eine Antwort.
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#73   catharina   07:36:51 | Donnerstag, 14. August 2008
Athanasius und mangelnder Missionseifer
Es ist doch merkwürdig, daß man hier auch auf mehrmaliges Fragen hin, worauf sich die Aussage denn stütze, der heilige Athanasius sei von Papst Liberius exkommuniziert worden, keine Antwort erhält. Ich vermisse den Missionseifer! Wenn mich jemand fragt, wie ich behaupten könne, Jesus sei in Bethlehem geboren worden, verweise ich auf Matthäus und Lukas, füge notfalls auch noch einige Argumente an, welche die Einwürfe historisch-kritischer Exegese entkräften können (vgl. z.B. Gerhard Kroll, Auf den Spuren Jesu). Hier aber wird nicht einmal der Versuch unternommen, die Behauptung einer Exkommunikation des Athanasius zu untermauern. Jede Frage wird bereits als ungehörig abgewiesen. Das ist enttäuschend.
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#65   catharina   22:33:25 | Mittwoch, 13. August 2008
Feindbilder
@ Parmenas
„Mir scheint, daß sie in typisch papalistischer Manier die päpstlichen Aktivitäten gegen den Heiligen billigen.“
Weshalb scheint Ihnen das so?
Hätten Sie meinen kurzen Beitrag gelesen, dann wäre Ihnen aufgefallen, daß ich nach Belegen für solche päpstliche Maßnahmen gegen Athanasius fragte. Folglich kann von Billigung nicht die Rede sein.
Werter Parmenas, geht es Ihnen eigentlich darum, den Gesprächspartner wirklich zu verstehen? Oder schießen Sie a priori auf ein Feindbild?
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#54   catharina   18:46:38 | Mittwoch, 13. August 2008
Und Sie, werter Parmenas,
scheinen mir nicht ohne Vorurteile lesen zu können. Wie denn sonst auch könnten Sie zu einer solchen Behauptung kommen? Athanasius ist eine der größten Gestalten der Kirchengeschichte.
Bitte: Woher haben Sie die Unterstellung genommen?
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#52   catharina   18:34:55 | Mittwoch, 13. August 2008
Exkommunikation des Athanasius?
„Papst Liberius (352-366) hatte im Jahre 357 den Semi-Arianismus unterstützt und den stets rechtgläubigen hl. Athanasius exkommuniziert.“
Die Behauptung, der heilige Athanasius sei päpstlich exkommuniziert worden, wird zwar immer wieder aufgestellt, aber nicht belegt. Während mir das entprechende (von Erzbischof Lefebvre ohne Rekurs angenommene) Dokument von 1988 vorliegt, scheint mir ein entsprechender Beweis im Fall des Athanasius zu fehlen. Übrigens war die Situation auch eine völlig andere: Athanasius als der treueste Bischof des letzten Konzils…
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#47   catharina   17:56:52 | Mittwoch, 13. August 2008
@Aleph
Nein, so weit würde ich niemals gehen. Lefebvre ist eine beeindruckende Bischofsgestalt. Die Persönlichkeit und ihre persönliche Ausrichtung ist völlig anders geartet als die des Häretikers Luther. Aber ein Quentchen Übereinstimmung gibt es eben doch, und zwar ein bedenkliches und gefährliches.
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#43   catharina   17:51:37 | Mittwoch, 13. August 2008
Bedenkenswerte Parallele
Tatsächlich scheint dem sola scriptura der sog. Reformatoren des 16. Jahrhunderts ein sola traditio der sog. Traditionalisten der Gegenwart zu entsprechen. In beiden Fällen sind denn auch diejenigen, die Schrift bzw. Tradition für sich beanspruchen, die authentischen Ausleger dieser Glaubensquelle. Damit ist das Prinzip einer realen, gegenwärtigen kirchlichen Lehrautorität beseitigt. Sowohl Luther als auch Lefebvre beriefen sich gegen das aktuelle Lehramt auf das der Vergangenheit bzw. ein künftiges Konzil.
Vergleiche hinken. Aber Gemeinsamkeiten gibt es eben doch.
Redaktion benachrichtigen Ein Brett vor dem Priester
#25   catharina   19:50:46 | Samstag, 9. August 2008
Da Newman bereits genannt wurde:
Er hat seine Anprachen Wort für Wort abgelesen. Und damit wohl mehr bewirkt als manche freisprechenden Polterer und Phrasendrescher, die um so unerträglicher werden, je begabter sie sich selbst einschätzen.
Am Ende kommt es eben doch auf den Inhalt und die Zeugenschaft des Predigers an. Beides kann in beiden Fällen – abgelesen oder frei gesprochen – gegeben sein oder nicht.
Redaktion benachrichtigen Ein bißchen viel Schleim aufgetragen
#3   catharina   11:03:09 | Dienstag, 5. August 2008
Meine Zustimmung:
Derart auf die Spitze getriebener Sarkasmus verstellt den Blick auf den Inhalt.
Daß sich derGeneralobere an eine bestimmte Form von ecclesiastical correctness hält, die man auch als Schaumsprache bezeichnen kann, sollte nicht derart herausgestrichen werden. Sonst geht es wirklich auf Kosten der Seriosität.
Redaktion benachrichtigen Wie absolut ist absolut?
#52   catharina   08:58:45 | Dienstag, 5. August 2008
Terminologische Fragen
dürfen im Zusammenhang des Themas nicht umgangen werden.
Für den Subsistenz-Begriff sollte hier gewiß nicht auf den militärischen Bereich, sondern auf die philosophisch-theologische Tradition zurückgegriffen werden; HeinrichvonOfterdingen hat dazu einen wichtigen Beitrag geliefert. „Subsistieren“ als „substantiell durch und in sich bestehen“ weist in die richtige Richtung.
Indem das Zweite Vaticanum die Subsistenz der Kirche Christi in der katholischen Kirche betont, hebt es einen anderen Aspekt hervor, als wenn von einem Identischsein gesprochen wird. Alexandra von Teuffenbachs Quellenstudien zum „subsistit in“ haben gezeigt, daß es den Konzilisvätern (und insbesondere dem Peritus S. Tromp) nicht um eine Minderung, sondern um eine Verstärkung ging.
zu analysieren wäre auch der Gebrauch des Wortes „absolut“ und der Wortverbindung „Absolutheitsanspruch“ bei Prof. Ratzinger und anderen. Es ist ja jedem gläubigen Katholiken klar, daß die Kirche als Braut und Leib Christi keine absolute, also losgelöste, sondern wesentlich eine in Relation zu Christus, zur ganzen Trinität stehende Wirklichkeit ist. Vielleicht ist das in manchen neuzeitlichen Ekklesiologien, die von dem berechtigten Anliegen bewegt waren, die Einzigkeit der katholischen Kirche zu untermauern, zu kurz gekommen. Gott ist absolut, die Kirche Christi aber völlig von Ihm abhängig.
Redaktion benachrichtigen Die Alten sind die Jungen
#14   catharina   18:05:50 | Montag, 4. August 2008
Tatsache ist,
daß sich junge Mädchen angesichts eines solchen Klosters wieder für das Gott geweihte Leben begeistern lassen. Die Früchte zeugen von der Qualität des Baumes.
Redaktion benachrichtigen Neokonservative Verdrehungen
#8   catharina   13:26:26 | Montag, 4. August 2008
Alternative
Lieber eine „alte Messe“ in neuen (meinetwegen schmucklosen) Gewändern als die neue Liturgie in alten Gewändern.
Redaktion benachrichtigen Die Baukosten sind nicht absehbar
#11   catharina   12:57:52 | Mittwoch, 23. Juli 2008
Aleph sagt:
„Der Jesuit Hugo M.
Enomiya-Lasalle
und der Benediktiner Willigis
Jägersind, obwohl
dem Christentum angehörend,
ausgewiesene Zen-Vertreter.“
Beide Genannten haben ich von der christlichen Offenbarungsreligion verabschiedet, Willigis Jäger ausdrücklich (in seinen Vorträgen nennt er sich einen Anhänger eines evolutiven Religionsverständnisses und sagt, man könne es auch Pantheismus oder Atheismus nennen), Hugo M. Enomiya-Lasalle indirekt, indem er in der letzten Zeit seines Lebens von einem Paradigmawechsel sprach, der das christliche Dogma hinter sich lasse; die Wahrheit sei im Zen, nicht im Offenbarungsglauben zu finden.
Redaktion benachrichtigen Römischer Triumphzug ins Leere
#64   catharina   07:35:08 | Sonntag, 20. Juli 2008
Verurteilungskompetenz
Benedikt: „Von wem wurde denn dieser Satz verurteilt?“
Von Alexander von Eich natürlich!
Redaktion benachrichtigen Römischer Triumphzug ins Leere
#49   catharina   21:19:03 | Samstag, 19. Juli 2008
Brandenburgis schreibt:
„Die Wächter der Kirche sind blind, sie merken allesamt nichts. Es sind lauter stumme Hunde, sie können nicht bellen. Träumend liegen sie da und haben gern ihre Ruhe.
Aber gierig sind diese Hunde, sie sind unersättlich. So sind die Hirten: Sie verstehen nicht aufzumerken. Jeder geht seinen eigenen Weg und ist ausschließlich auf seinen eigenen Vorteil bedacht …“
Auffällig ist in diesen Sätzen zunächst der verallgemeinernde Tonfall: „allesamt“, „lauter“, „jeder“, „ausschließlich“.
Vor einer solchen Ausdrucksweise warnen gute Eltern und Lehrer, auch die reif gewordene Vernunft heißt uns davon Abstand zu nehmen.
Sodann ist den Aussagen eine gewisse Selbstherrlichkeit anzumerken. Wer eine – im Fall des Weltepiskopates doch recht stattliche – Personengruppe samt und sonders verurteilt, der muß von sich selbst ziemlich eingenommen sein.
Schließlich bemerkt man bei den Beiträgen des Herrn „Brandenburgis“ (seine Ausdrucksweise läßt in der Tat an einen Mann denken) den Hang zu strengen Urteilen, die jeweils ohne eine differenzierende Argumentation einfach in den Raum gestellt werden.
Ob der Schreiber tatsächlich so gut informiert ist, wie er vorgibt? Ob seine Kenntnisse einigermaßen tief sind? Und ob dem kämpferischen Einsatz in religiösen, nein besser: in kirchlichen Dingen, eine entsprechende Lebensführung korrespondiert?
Fragen über Fragen.
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#79   catharina   16:05:25 | Freitag, 18. Juli 2008
@Brandenburgis
Es tut mir leid, aber vor dem lebendigen Gott und allen hier versammelten Lesern muß ich gestehen, Ihren Beitrag nicht verstanden zu haben, dies sowohl sprachlich als auch inhaltlich.
Wenn mir dadurch ein wichtiges Argument entgangen sein sollte, so bitte ich Sie um der Liebe des Herrn willen, es mir in einfacheren Worten zu sagen.
catharina
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#74   catharina   15:18:18 | Freitag, 18. Juli 2008
Heinrich von Ofterdingen schreibt:
„… Sie verkennen die Situation. Die FSSPX hat nichts zu verlieren ausser den Glauben, den Sie allerdings exklusiv hat, da Rom sich hartnäckig zu Häresien bekennt. Daher hat nicht Rom etwas von der FSSPX zu fordern, sondern die FSSPX etwas von Rom, nämlich die Rückkehr zum Glauben. Die Exkommunikation ist eh nur ein taktisches Spielchen Roms. Als sie ausgesprochen wurde, waren die Herrschaften in Rom wegen ihrer hartnäckig verbreiteten Häresien doch bereits alle exkommuniziert. Die FSSPX hat nichts zu erbringen, sie hat nur etwas zu fordern!“
Behauptet wird:
– Die FSSPX „hat“ den Glauben „exklusiv“ und gegen „Rom“.
– „Rom“ bekennt sich hartnäckig zu Häresien.
– Die FSSPX hat von „Rom“ die Rückkehr zum Glauben zu fordern.
Schwierigkeiten dieser Aussagen:
– Wie „hat“ man den Glauben? Eine mehr als fragwürdige Formulierung, da der Glaube ein vom Heiligen Geist angeregter und getragener, also von Gott gewirkter Akt vertrauender Hingabe an Ihn ist, einschließend die Annahme alles dessen, was Er über Sein Wesen, Seinen Willen und Seine Werke offenbart.
– Kann man solchen Glauben im katholischen Sinne „exklusiv“ haben – oder nicht allein in und mit der Kirche, teilnehmend an ihrem Glauben?
– Welche Häresien bekennt „Rom“ hartnäckig (und ist dadurch folglich nicht mehr katholisch; die Konsequenz: Sedisvakantismus)?
– Wer ist die FSSPX, daß sie von „Rom“ etwas fordern kann (zumal „Rom“ doch gar nicht mehr katholisch ist)?
Aber vielleicht schreibt HVO einfach gute Nonsense-Poesie?
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#52   catharina   20:10:10 | Donnerstag, 17. Juli 2008
Der tödliche Weg
wäre der Weg aus dem eigenen Conventiculum, der Weg mit den anderen Christen, mit den Nachfolgern der Apostel und dem Stellvertreter des Herrn.
Tatsächlich, ein tödlicher Weg, denn hier müßten Rechthaberei und Eigenwille sterben.
Doch bekanntlich kann niemand Gott schauen, ohne zu sterben!
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#43   catharina   16:50:22 | Donnerstag, 17. Juli 2008
„… was tausende Bischöfe vor ihm getan haben…“
Elisabeth19: Neulich konnte ich das „Prachtexemplar“ der Bruderschaft („Bischof“ Williamson) bei einer Firmung erleben. Der personifizierte Hochmut. Als „Predigt“ wurde den Firmkandidaten eine „Höllenpredigt“, gespickt mir allerhand Verschwörungstheorien über einen bevorstehenden dritten Weltkrieg, zugemutet. Das Prinzip ist klar: Angst machen ! Das machen alle Sektenführer.
Guntram: „S.E. Bischof Williamson ist ein wackerer Streiter und ein aufrechter Mann Gottes. Er verkündet nur das, was vor ihm tausende Bischöfe auch getan haben, bevor sich die Mehrheit der heutigen Bischöfe dem sozialpädagogischen Geschwafel hingegeben hat. Die Patres der FSSPX sind gottefürchtige Männer, sie sollten sich was schämen ihnen Hoffahrt zu unterstellen!“
Frage: Sind Verschwörungstheorien und Vermutungen über den Dritten Weltkrieg „das, was vor ihm tausende Bischöfe auch getan haben“?
Redaktion benachrichtigen Das wäre ein tödlicher Weg
#36   catharina   15:56:10 | Donnerstag, 17. Juli 2008
Der amüsanteste Passus:
„Darum geht unsere Antwort mehr in die Richtung dessen, was wir schon erbeten haben. Schon seit langem wünschen wir jene Vorleistungen, die vielleicht zu einer Diskussion – zu einer theologischen Konfrontation – führen könnten. Noch mehr als zu einer theologischen Konfrontation – zu einer Konfrontation in der Glaubenslehre. Mehr noch als das – zu einer Konfrontation, die das Lehramt betrifft. Und mehr noch als das Lehramt: zu einer Konfrontation über den Glauben.“
Diese Möchtegern-Rhetorik mit ihrer merkwürdigen Klimax: „theologische Konfrontation“, „Konfrontation in der Glaubenslehre“, „Konfrontation, die das Lehramt betrifft“ und schließlich „Konfrontation über den Glauben“! Der Bischof hat vielleicht eine Augustinus-Predigt gelesen und sich gedacht: „So was versuch ich auch mal!“ Nur fehlt es dem ganzen an innerer Logik. (Hoffentlich ist es der schlechten Übersetzung zuzuschreiben…)
Ganz zu schweigen davon, daß die Aufgabe der Predigt in der Heiligen Messe eine andere ist.
Es stellt sich die Frage, wie eine „theologische Konfrontation“ mit solchen Herrschaften aussehen soll.
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#77   catharina   08:37:18 | Mittwoch, 16. Juli 2008
Es lebe die Sachlichkeit!
Beispielsweise die des Ruhrgebietlers, der da schreibt:
„Mensch, Recktenwald, lassen Sie Ihre Pseudoanalysen sein. Werden Sie Fischverkäufer auf’m Hamburger Fischmarkt. Vielleicht hört Ihnen da jemand zu!“
Wer den Artikel des Priesters mit derlei Blödsinn vergleicht und dabei einigermaßen zu denken vermag, dem fällt die Wahl nicht schwer.
Jedenfalls sucht man unter den hier versammelten Kritikern P. Recktenwalds vergeblich solche, die ihm argumentativ auch nur halbwegs gewachsen wären. Und, um meinen letzten Beitrag nochmals in Erinnerung zu rufen (der unter belanglosen Plattitüden unterging):
In illo tempore,genauer: im Heiligen Jahr des Herrn 2000, hatte der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. sich mit geradezu jesuitischem Elan präsentiert und gesagt, wenn ihn der Papst rufe, komme er herbeigelafen. Inzwischen ist viel Wasser den Tiber herabgeflossen, und es hat sich gezeigt, daß auch bei Weihbischof Fellay Worte nicht mehr als nur Worte sind.
Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Pius X. schildern ihren Generaloberen ohnehin als einen Mann ohne eigenes Profil. Regiert, so versichern sie, werde von den zweiten Rängen aus. (Aus Rücksicht auf die Priester und entsprechend den kreuz.net-Gepflogenheiten lasse ich die Namen unerwähnt.) Eben die Situation, die man gerne den Bischöfen der „Konzilskirche“ zum Vorwurf macht.
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#34   catharina   14:53:40 | Dienstag, 15. Juli 2008
In illo tempore,
genauer: im Heiligen Jahr des Herrn 2000, hatte der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. sich mit geradezu jesuitischem Elan präsentiert und gesagt, wenn ihn der Papst rufe, komme er herbeigelafen. Inzwischen ist viel Wasser den Tiber herabgeflossen, und es hat sich gezeigt, daß auch bei Weihbischof Fellay Worte nicht mehr als nur Worte sind.
Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Pius X. schildern ihren Generaloberen ohnehin als einen Mann ohne eigenes Profil. Regiert, so versichern sie, werde von den zweiten Rängen aus. (Aus Rücksicht auf die Priester und entsprechend den kreuz.net-Gepflogenheiten lasse ich die Namen unerwähnt.) Eben die Situation, die man gerne den Bischöfen der „Konzilskirche“ zum Vorwurf macht.
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#50   catharina   16:24:46 | Sonntag, 13. Juli 2008
@Nationalkatholik: Nein, national und katholisch ist kein Widerspruch. Doch Nationalkirchen sind nu…
Wenn es Ihnen nur darum geht, wo das Kreuz eine Rolle spielt, dann muß ich sagen: Das ist auch in allen Stationen des von Ihnen kritisierten Kreuzweges der Fall. Es geht ja vom Abendmahl an (und schon früher) genau darum! Man hat wenig vom Evangelium und vom Kirchenjahr (vgl. Septuagesima) verstanden, wenn man das nicht so sieht.
Das Abendmahl nichts mit dem Kreuzweg zu tun? Ich bitte Sie! Sie bezeichnen sich als traditionellen Katholiken?!
Das „abstruse Zeug“ wird immerhin in der überlieferten Liturgie immer wieder an Marienfesten vorgetragen: Maria und Johannes unter dem Kreuz. Wer um die Bedeutung dieser Stelle für das katholische Kirchenverständnis nicht weiß, ist wohl über den Kinderkatechismus kaum hinausgelangt. Wunderbar, gerade diese Stelle beim Kreuzweg zu betrachten: Stabat Mater dolorosa iuxta crucem lacrimosa…
Die „entfernte Hölle“: SInd Sie etwa Anhänger H. U. von Balthasars und somit der Ansicht, Jesus sei in die Hölle der Verdammten hinabgestiegen? Nach katholischer Lehre geht es um die Vorhölle, den „limbus patrum“. Das lateinische „descendit ad inferos“ heißt nicht „descendit ad infernum“. Freilich ist die neue Übersetzung nicht befriedigend. Dennoch: Das, was wir mit „Hölle“ meinen, kommt im Credo nicht vor. Also nochmals: Glaubensunterweisung statt „Nationalzeitung“!
Der Lichtreiche Rosenkranz stellt uns den Gottmenschen an einigen besonders wichtigen Stationen vor Augen. Wer wollte auf die Betrachtung von Taufe, Verklärung, Abendmahl verzichten?
Redaktion benachrichtigen Manipulierter Kreuzweg
#47   catharina   21:36:33 | Samstag, 12. Juli 2008
Werter „Nationalkatholik“,
einmal abgesehen davon, daß Ihr Name Ausdruck wohl Ausdruck blühenden Unverständnisses ist und es daher nicht leicht fällt, Ihren Beitrag für ernst zu nehmen:
1. Auch beim traditionellen Kreuzweg wird das Kreuz keineswegs bei allen Stationen, doch immerhin bei der 2., 3., 5., 7., 9., 11. und 12. (möglicherweise auch im Sinne der Abnahme bei der 13.) genannt, was nicht ganz die Hälfte ergibt.
2. Was das Thema mit dem „protestantisierenden und ökumenisierenden Geist des 2. Vatikanum“ zu tun hat, bleibt Ihr Geheimnis. Müßte nicht das katholische Herz höher schlagen angesichts der Tatsache, daß der Zusammenhang von Letztem Abendmahl und Kreuzesopfer unterstrichen wird? Und daß die wesentlichen, für das katholische Kirchenverständnis so bedeutsamen Worte des Gekreuzigten an die Mutter und den Apostel vorkommen?
3. Eine „völlige Loslösung von der traditionellen Form, wie es schon bei der Neuen „Messe“, beim neuen Apostolischen Glaubensbekenntnis und beim neuen, vierten Rosenkranz“ vermag ich nicht zu erkennen. Allenfalls auf die Neuliturgie paßt Ihr Ausdruck; beim Glaubensbekenntnis meinen Sie vermutlich die deutsche Übertragung, die aber doch trotz teilweise mangelnder Übersetzungskunst nicht „völlig“ von der traditionellen Form gelöst ist; und den Lichtreichen Rosenkranz begrüßen wir doch als eine kostbare Erweiterung zu den bisherigen Geheimnissen.
Folglich: „Nationalkatholik“(!), Sie schreiben Unsinn. Warum nur sind so viele „Traditionalisten“ derartige Ignoranten…
Redaktion benachrichtigen Manipulierter Kreuzweg
#40   catharina   16:23:30 | Freitag, 11. Juli 2008
Spaß beiseite:
Man muß die kreuz.net-Redaktion bedauern, daß sie sich offensichtlich die eingesandten Artikel nicht anschaut. Irgendeine Person von „Tradition in action“ schnuppert da irgendeine Anbiederung an „die Juden“, und schon ist die Sache hier veröffentlicht. Dabei sieht doch jeder mit der „Sympathie des Verstehens“ (Benedikt XVI.) ausgestattete Leser sogleich, daß es bei den Stationen nur um Schriftnähe geht. Das für verboten zu erklären, ist schlicht lächerlich.
Zugleich ein Kompliment an die kreuz.net-Kritiker: Offensichtlich sind auch diese nicht in der Lage, einen bewußt wirren und ironisch gemeinten Beitrag als solchen zu erkennen. Was freilich nicht verwundert, schaut man sich viele der Postings an!
Redaktion benachrichtigen Manipulierter Kreuzweg
#31   catharina   15:32:25 | Freitag, 11. Juli 2008
Anbiederung an das Judentum!
Ist es nicht eindeutig, daß man mit dem Weglassen des dreimaligen Falles Jesu unter dem Kreuz solches bezweckt? Auch die Kürzung um Veronika geht in diese Richtung; man erinnere sich an die Begegnung Maximilian Kolbes mit den Freimaurern auf dem Petersplatz, die ganz konkrete Vorstellungen von der Zerstörung der Kirche hatten. Nun ist es also wieder einmal so weit! Durch das Abendmahl am Beginn des Kreuzweges wird sogar hier die elende Mahl-Theologie von Vat. II hineingezogen. Wer Ohren hat zu sehen, der rieche!
Redaktion benachrichtigen Die Antwort steht schon fest
#36   catharina   22:55:17 | Dienstag, 24. Juni 2008
Wie die Juden…
…sich auf ihre eigene Wahrheit und Gerechtigkeit versteiften und sich dadurch dem größeren Auftrag Gottes verschlossen, so geschieht es auch hier wieder. Menschen, die einen Auftrag, eine Sendung hätten, mauern sich in den Gaben, die sie von Gott im Hinblick auf die ganze Kirche erhalten haben, ein. Damit laufen sie Gefahr, den Kairós und seine Gnaden zu verscherzen. Das Ende wäre dann die Verstockung, die wir von rechthaberischen Pharisäern kennen.
Redaktion benachrichtigen Vatikanisches Ultimatum?
#19   catharina   19:20:09 | Montag, 23. Juni 2008
Die Frage ist doch,
ob es weiterhin für das Heil des Menschen notwendig ist, dem römischen Oberhirten untergeben und gehorsam zu sein.
Redaktion benachrichtigen Ein Kämpfer für die Seelen
#5   catharina   14:56:19 | Dienstag, 17. Juni 2008
In Wahrheit…
… war es nicht die Treue zur Meßliturgie seiner Weihe und Primiz, auch nicht die Verbundenheit mit Erzbischof Lefebvre, sondern der erklärte Sedisvakantismus, der Abbé Schoonbroodt in die Exkommunikation führte. Und er selbst wollte ja gar nicht von der Hierarchie, die er als illegitim betrachtete, anerkannt sein. Seine Zusammenheit mit prominenten Vertretern des Sedisvakantismus wie Bischof Storck, Prof. Siebel und Thilo Stopka ließ und läßt sich nicht vereinbaren mit dem, was er die „Kirche des Konzils“ nennt.
Redaktion benachrichtigen Die vierzigjährige Tyrannei der Sandalisten
#23   catharina   14:47:35 | Dienstag, 17. Juni 2008
Sandalen vs. Schnallenschuhe?
Wenn der innerkirchliche Konflikt sich auf solche Entgegensetzungen zurückführen läßt, ist wohl Hopfen und Malz verloren, denn Stilverliebtheit ist zumeist unbekehrbarer als Glaubensirrtum. –-
Ich für meinen Teil – obwohl ganz für die überlieferte Gestalt der römischen Liturgie – empfinde jene geschniegelten und gestriegelten Herrchen, die sich in blitzeblanken Schnallenschühchen um den Altar ergehen, als fast noch peinlicher und unangenehmer denn die Sandalen-Hippies. Bei denen ist wenigstens noch eine Spur von Jesuanismus, bei den anderen nicht einmal mehr ein Hauch von Christentum erkennbar.
Redaktion benachrichtigen Eine gespaltene Persönlichkeit?
#16   catharina   21:23:00 | Montag, 9. Juni 2008
Gespaltene Persönlichkeiten
geben sich durch verschiedene Merkmale zu erkennen. Vor allem durch Widersprüchlichkeit ihrer Aussagen oder ihres Verhaltens. SOlches vermag ich bei unserem Papst nicht auszumachen, im Gegenteil: Seine Worte über die USA liegen ganz auf der Linie dessen, was er schon immer vertreten hat. Hingegen bemerkte ich bei der Priesterbruderschaft St. Pius X. – und sogar bei ihrem Gründer – ein gewisses Lavieren. Da stehen freundliche Aussagen über den Papst und Aufrufe, Vaticanum II als lehramtliches Dokument zu betrachten (z.B. im Brief an die ratlosen Katholiken) neben den schärfsten Kondemnationen und Titulierungen wie „Räubersynode“. Da sagt ein Bischof Fellay, er werde hineilen, wenn ihn der Papst rufe, und zugleich mäkelt er an fast allem herum, was aus Rom kommt. Usw.
Übrigens, lieber „Quis ut Deus“, deutet auch die Häufung von Ausrufe- und Fragezeichen (in der Stilkunde als „Schreistil“ bezeichnet) nach landläufiger Einschätzung auf Persönlichkeitsstörungen hin.
Redaktion benachrichtigen Das erste Opfer ist die Wahrheit
#17   catharina   21:26:53 | Freitag, 6. Juni 2008
Ein Verdienst Erzbischof Lefebvres ist es,
sich anstelle der Traditiönchen für die Tradition eingesetzt zu haben. Deshalb hatten Paramentfetischisten, Cappa-magna-Enthusiasten und ähnliche Gestalten bei ihm keine Chance.
ei aller Kritik, die man in ekklesiologischer Hinsicht an der Priesterbruderschaft St. Pius X. äußern mag: Es sind zumeist Ecclesia-Dei-Leute, die dazu neigen, priesterliche und bischöfliche Würde zur Schau zu stellen. Manche Liturgen erinnern da mehr an balzende Pfauen als an solche, die Gott in Geist und Wahrheit anbeten.
Redaktion benachrichtigen Das erste Opfer ist die Wahrheit
#11   catharina   15:37:27 | Freitag, 6. Juni 2008
Wichtige Aussagen,
die man nicht mit Hinweis auf des Kardinals sonstige Fragwürdigkeiten abtun sollte. Die aufgezählten Laster müssen dringend bekämpft werden – um der wirklichen Schönheit der Braut Christi willen!
Was die Schleppen anbelangt, so läßt sich über Geschmack trefflich streiten. Und vielleicht auch darüber, ob nicht wieder Perücken für den Klerus eingeführt werden sollten…
Redaktion benachrichtigen Mitternachtsgeflüster
#3   catharina   20:04:19 | Samstag, 31. Mai 2008
„Vor kreuz.net“?
„Wie will denn der Erzbischof künftig Priestern die Investitur verweigern, wenn sie sich des gleichen Argumentes bedienen wie Braunstein?“ – fragte ein Gläubiger aus dem Bistum Freiburg vor kreuz.net.
Das ist nur wirklich interessant: Man kann der geheimnisumwitterten Redaktion also direkt gegenüberstehen.
Bitte, nenne Sie doch den Namen jenes Gläubigen aus dem Bistum Freiburg!
Redaktion benachrichtigen Der Segen des großen Johannes XXIII.
#18   catharina   07:37:39 | Mittwoch, 21. Mai 2008
Das also bedeutet „konservativ“:
„Die Bevölkerungsstruktur ist mehrheitlich konservativ und politisch der CDU zugewandt.“
Redaktion benachrichtigen Die entscheidenden Worte
#2   catharina   14:31:10 | Samstag, 26. April 2008
Auch die Formel der überlieferten Diakonatsweihe
könnte für eine Firmung benutzt werden. Sedisvakantisten sollten also auch die Diakonatsweihe ihrer Priester für ungültig erachten!
Redaktion benachrichtigen Die Geschlechtsteile des Stiefsohnes im Mund
#22   catharina   18:58:21 | Donnerstag, 24. April 2008
Wer sich auch nur einen Rest von Sinn für Würde bewahrt hat,
kann die gebotenen Ausschnitte dieses Müllprodukts nur mit Ekel betrachten. Daß die ausgesparten Teile des Stückes einen derartigen Schwachsinn rechtfertigen könnten, scheint mir undenkbar.
Redaktion benachrichtigen Der Zölibat ist Freiheit und Liebe oder er ist widerlicher Dreck
#15   catharina   17:19:02 | Samstag, 19. April 2008
Die Lesermeinungen zeigen,
daß man offensichtlich nicht in der Lage ist, einen Text zu lesen, der über das Niveau bloßer Information hinausgeht.
Wer den Artikel aber versteht, der weiß sehr wohl, was gemeint ist. Und fühlt sich an gewisse (neokonservative) Produktionsstätten für Priesterberufe erinnert…
Redaktion benachrichtigen Wenn der Kardinal dazu nichts zu sagen hat, dann tut er mir wirklich leid
#3   catharina   10:52:29 | Dienstag, 15. April 2008
Warum nicht
eine Nachfrage in Rom?
Auf diese Weise könnte der Kardinal in Erfahrung bringen, ob die Herren dort auch fundamentalistisch denken.
Und sein Fähnchen dann rasch wieder in den Wind hängen.
Redaktion benachrichtigen Jesus war kein Jude
#22   catharina   20:58:29 | Donnerstag, 10. April 2008
Romig vorbestraft?
Beweisen Sie das!
Redaktion benachrichtigen Wahrzeichen wofür?
#35   catharina   17:53:02 | Dienstag, 1. April 2008
Ungeklärt blieb bisher,
weshalb der berühmte Mario Botta antikatholisch sein soll. Nähere Nachforschungen über seine Biographie ergaben keine entsprechenden Hinweise.
Redaktion benachrichtigen Ungefährlicher Konvertit
#2   catharina   17:47:49 | Dienstag, 1. April 2008
Und Sie, Marcelus?
Wann haben Sie wen wo unter Assistenz welches dazu bevollmächtigten (oder vielleicht auch nicht bevollmächtigten) Priesters geheiratet (oder vielleicht auch nicht geheiratet)?
Das ist doch die Frage, welche die Leser hier in Wahrheit umtreibt!
Redaktion benachrichtigen „Darf ich Ihnen meinen kleinen Heiland vorstellen? Der kann auferstehen!“
#21   catharina   14:42:11 | Dienstag, 4. März 2008
Über solche Widerwärtigkeiten
schweigt man doch, anstatt sie noch verbreiten zu helfen!
Redaktion benachrichtigen Wer um die Heilbarkeit von Homo-Versuchungen weiß, ist ein Antisemit
#1   catharina   12:40:59 | Samstag, 1. März 2008
Und wann
steigt einmal ein katholischer Bischof zum Kampf für die christliche Moral in die Manege?
Redaktion benachrichtigen Verwirrte Begriffe
#10   catharina   14:31:47 | Montag, 25. Februar 2008
Eine schlechte Zusammenfassung guter Gedanken.
Besser wäre es, Cantalamessas eigene Worte darüber zu lesen.
Redaktion benachrichtigen Keine Änderung der Karfreitagsbitte
#78   catharina   16:01:06 | Samstag, 23. Februar 2008
Gebet und Bekehrung
Geht es in der Auseinandersetzung nicht um ein GEBET? Also um einen Akt, in dem wir uns demütig vor den lebendigen, heiligen Gott begeben, um Ihn um etwas zu bitten – in diesem Fall die Bekehrung des von Ihm erwählten Volkes? Schwierig nachzuvollziehen, wie man eine literarische Gattung derart verkennen und die Änderung eines liturgischen Gebetes wie eine Änderung einer dogmatischen Definition betrachten kann, um sich dann zu weigern, das zu beten! Natürlich ist die Liturgie auch ein locus theologicus, aber doch nicht in erster Linie; zumal ja die neue Fassung der Bitte von Jesus als dem Erlöser spricht und die Bekehrung der Juden zu Ihm erfleht.
Wer sich aus solchen fadenscheinigen Gründen weigert, mit der Kirche, mit ihrem sichtbaren Oberhaupt (unserem „geliebten Christus auf Erden“, wie ihn Katharina von Siena nannte) zu beten, der will eben nicht mit der Kirche sein, sondern seine eigenen Wege gehen. Römisch-katholisch ist das schon lange nicht mehr. Und auch keine geistliche Haltung (Streit um ein Gebet!).
Frage: Wer bedarf denn der Bekehrung? Nur die Juden und das „neue Rom“?
Redaktion benachrichtigen Auswendig gelernte Fragen
#1   catharina   10:31:55 | Montag, 18. Februar 2008
Wahrlich,
ein Bischof, ein Mann Gottes und der Kirche!
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#6   catharina   13:49:59 | Sonntag, 10. Februar 2008
Welche biblischen und dogmatischen Gründe…
… könnte man denn auch gegen die neue Karfreitagsfürbitte einwenden?
Das Argument der „gemachten Liturgie“ ist angesichts so vieler Änderungen, welche die Liturgie im Lauf der Jahrhunderte auch an herausragenden Stellen erlebt hat, nicht haltbar. Es deutet nur auf den tiefsitzenden Subjektivismus hin, der sich auch bei sog. Traditionalisten findet.
Wer die alte Liturgie als Liturgie der konkreten, hierarchischen Kirche sub Petro bejaht, der nimmt auch diese Fürbitte an.
Wer hingegen einer traditionalistisch-protestantisch illuminierten Geistkirche anhängt, der lehnt logischerweise die Änderung ab und verdächtigt sie (wie im kreuzforum nachzulesen) des Illuminatentums.
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#96   catharina   09:22:09 | Mittwoch, 6. Februar 2008
Wo ist das Problem?
1. Der neue Text betet um die Bekehrung der Juden zu Jesus Christus:
„Wir wollen beten für die Juden.
Daß unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.“
2. Der neue Text ist gut biblisch, also in Gottes Wort selbst begründet:
„Allmächtiger ewiger Gott, der Du willst, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen, gewähre gnädig, daß beim Eintritt der Fülle aller Völker in Deine Kirche ganz Israel gerettet wird.“
3. Der neue Text stimmt daher in der Gebetsintention mit der früheren Karfreitagsbitte deutlich überein und steht in Distanz zu derjenigen der Neuliturgie.
Redaktion benachrichtigen Nächste Kapitulation des Vatikan
#39   catharina   18:20:30 | Dienstag, 5. Februar 2008
Pro multis und Pro Judaeos
Wenn man bedenkt, wie lange es jetzt schon dauert, daß sich die korrekte Übersetzung von Pro multis in der Liturgie trotz päpstlichen Schreibens noch nicht durchgesetzt hat, darf man sich wohl mit der Neufassung des Gebetes Pro Judaeos auch Zeit lassen, oder?
Zumal das „Für viele“ mindestens ebenso schriftgetreu ist wie das neue Gebet für die Juden. (P. Prosinger FSSP wird mir da zustimmen.)
Redaktion benachrichtigen Eine mehrfache Null
#20   catharina   21:35:25 | Mittwoch, 2. Januar 2008
Zweierlei Maß.
Es ist tatsächlich bemerkenswert, mit welcher belustigten Gleichgültigkeit jene Leser, die ansonsten durch kreuz.net die Menschenrechte mit Füßen getreten sehen, hier über schlimmste Verstöße gegen die Menschenwürde hinweggehen.
Angenommen, Herr Humer hätte sich in der Angelegenheit von gewalttätigen Neonazis an die Staatsanwaltschaft gewendet und dort nicht die gebührende Achtung gefunden: Hätte dann einer von besagten Lesern sich an der Tatsache aufgehalten, daß der Porno- (in diesem Fall: Nazi-) -jäger persönliche Adressen angibt, um das kriminelle Nest bloßzustellen?
Schande über diejenigen, die den Handel mit Mädchen verharmlosen! Das ist nicht weniger schlimm als die Verharmlosung von „rechten“ Ausschreitungen. Nur haben die ausgebeuteten Mädchen eben keinen Zentralrat, der sich für ihre Rechte einsetzt…
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#106   catharina   16:43:02 | Donnerstag, 29. November 2007
„Pius XII.“, malen Sie mich!
„Pius XII.“ hat sich geoutet. Nämlich als ein homo imaginativus sive phantasticus. So geschehen im „Fall Regina“:
Der sich nach einem großen Papst benennende Schreiberling vermag aus ein wenig Kritk an dem, was er hier von sich gegeben hat, das vollständige Bild jener Regina zu erschließen. Nur daß es eben, wie so vieles aus seinem Hirn Stammende, einfach an den Tatsachen vorbeigeht.
Per Analogieschluß müßte man dann auch erraten können, wie es um die als „Sprachlogik“ präsentierte Phantasterei in der Angelegenheit des neuen Limburger Oberhirten bestellt ist (dessen Worte zu den Initiationssakramenten mir allerdings auch nicht ausreichen).
Jetzt wäre ich daran interessiert, von jenem Hellseher auch ein Portrait meiner Person entworfen zu sehen. Daher meine Bitte: „Pius XII.“, malen Sie auch ein Bild von catharina. Ich werde Ihnen und den anderen geneigten Lesern dann mitteilen, ob es zutrifft.
Ihre catharina
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#96   catharina   13:59:27 | Donnerstag, 29. November 2007
„Pius XII.“
Nein, es ist wahrlich keine Schande, eine geäußerte Meinung zurückzunehmen. Aber es sollte sich dann auch grundsätzlich eine größere Zurückhaltung im Urteilen einstellen, ansonsten werden solche schwerwiegenden Verfehlungen (derer sich der stets bestens informierte, ruhig abwägende und immer adelig-edle Papst Pius XII. niemals schuldig gemacht hätte) bald wieder vorkommen.
Das vorkonziliare Lehramt habe ich mitnichten gegen die Heilige Schrift ausgespielt. Auch im Fall meiner bescheidenen Beiträge bitte ich Sie, Herr Möchtegern-Papst, etwas aufmerksamer zu lesen und mitzudenken. Ich hatte nur in einer Nebenbemerkung darauf hinweisen wollen, daß für manche sog. Traditionalisten die Schriftlesung leider keine allzu große Bedeutung hat – nach dem Grundsatz: Wozu denn die Bibel, wo wir doch das Lehramt (natürlich das vorkonziliare) haben… Eines kann natürlich vom anderen nicht getrennt werden.
Daß aber Jesus an besagter Stelle von „meinem Gott und eurem Gott“ spricht, hätte Ihnen normalerweise wohl Schwierigkeiten bereiten müssen. Denn daß der Gottessohn von Seinem „Gott“ spricht (und nicht, innertrinitarisch-relational, von Seinem Vater), müßte nach Ihrer „Sprachlogik“ doch ebenfalls besagen, daß der Sohn nicht Gott ist.
Ihr „Vollapostat“ schreibt: „Wer sich mit seinem Leben … dem Gott und Vater Jesu anvertraut, empfängt in der eigenen Hingabe die Gabe des österlichen Lebens.“ Das ist es doch, was Sie hieran stört: daß der Vater als der Gott Jesu bezeichnet wird. Q.e.d.
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#91   catharina   10:49:06 | Donnerstag, 29. November 2007
„Pius XII.“
Sie bezeichnen den neuernannten Bischof als „Vollapostaten“ – einer der schlimmsten Vorwürfe, den man erheben kann; eine Unterstellung, die, wenn Sie nicht wohlbegründet ist, eine schwer sündhafte Verleumdung darstellt!
Aber dann müssen Sie nach und nach vor der Last der Argumente zurückweichen. Zunächst noch:
Was ich aber am schärfsten fand war die Formulierung „Gott und Vater Jesu“. Denn das heißt nichts anderes, als daß Jesu für den „Bischof“ nicht Gott ist. Wer aber bestreitet, daß Jesus wahrer Gott ist? Antwort steht in der Bibel.
Begründung:Weil Gott dreieinig ist. Gott ist Vater, Sohn, Hl. Geist. Deshalb muß es heißen: „Gottvater, der Vater Jesu“. In dem es heißt „Gott, Vater Jesu“, wird sprachlogisch zwingend das Attribut „Gott“ auf die erste göttliche Person, den Vater, beschränkt.
Dann schon vorsichtiger: Was meinen Vorwurf der Leugnung der Göttlichkeit Jesu betrifft, meine ich, daß ich diesen anhand der erkennbar unsinnig verwendeten Wendungen und der Verankerung Elsts in der deutschen Universitätstheologie, die mit der klassischen Definition der Dreifaltigkeit so ihre Probleme hat, zumindest vertretbar vorgebracht haben. Aber gut, ich räume ein: anhand des Textchens kann ich den nicht abschließend begründen. Es bleibt ein konkreter Verdacht.
Am Ende aber gehen Sie bei dem Wort Ascendo ad Patrem meum et Patrem vestrum, Deum meum et Deum vestrum. dem „häretischen“Deum meum et Deum vestrum aus dem Wege. Ihr letztes „Argument“: Mulier tacet in Ecclesia.
Gratulor!
Redaktion benachrichtigen Neuer Bischof
#81   catharina   00:36:29 | Donnerstag, 29. November 2007
„Pius XII.“, theologische Halbbildung und alter Schott
Nein, eigentlich sollte man jenen Schreiberling, der sich den ehrwürdigen Namen „Pius XII.“ zugelegt hat, nicht noch weiter prügeln, zumal er ja selbst schon die Peinlichkeit einiger seiner Einlassungen zugeben mußte, und – freilich uneingestanden – den Rückzug angetreten hat.
Dennoch: Der Vorwurf christologischer Häresie an den neuen Limburger Bischof ist zugleich derart anmaßend und dumm, daß man es einfach nicht versäumen darf, darauf hinzuweisen.
Ich vermute, „Pius XII.“ ist in der traditionellen Liturgie beheimatet. Ich vermute auch, er würde – wie es in den Kreisen der Priesterbruderschaft St. Pius X. richtigerweise üblich ist – auf der insgesamt sehr getreuen Wiedergabe der Worte unseres Herrn durch die Evangelisten bestehen, ebenso auf dem Apostel Johannes als dem Verfasser des 4. Evangeliums.
Wenn „Pius XII.“ nun also schon kein „Bibelleser“ ist (weil die Schrift ja im Grunde durch das vorkonziliare Lehramt überflüssig gemacht wurde), so hat er doch des öfteren in der Osteroktav die Worte aus dem Munde Jesu zu Maria Magdalena vernommen (hier in der unverdächtigen Vulgata-Fassung): Ascendo ad Patrem meum et Patrem vestrum, Deum meum et Deum vestrum. Deutsch: Ich steige empor zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.
„Pius XII.“, Sie brauchen sich also gar nicht auf das – Ihnen wohl fremde – Gebiet der paulinischen Theologie zu begeben. Sie brauchen nur Ihren geliebten alten Schott aufzuschlagen, um zu erkennen: Besser schweigen als schwafeln!
Redaktion benachrichtigen Noch ein Vorkämpfer des Zweiten Vatikanums
#18   catharina   18:07:21 | Donnerstag, 15. November 2007
In bester Gesellschaft
Unter den Seligen und Heiligen der Kirche gibt es schon recht viele, bei denen sich mühelos lehrmäßige Fehler finden lassen. Selbst bei Kirchenvätern und -lehrern ist das der Fall. Den hl. Augustinus kennen wir auch als „Vorläufer“ späterer Häresien, so z.B. des Protestantismus und des Jansenismus; nach Chesterton ist er geradezu ein – freilich unfreiwilliger – Vater der Häretiker… Rosmini ist also in bester Gesellschaft.
Redaktion benachrichtigen Eine Demokratie, wo auch die Toten mitreden
#1   catharina   11:23:17 | Freitag, 26. Oktober 2007
Aber liebe kreuz.net-Redaktion,
„Das Beben“ ist doch nicht der neue Mosebach! Als Journalist muß man doch einigermaßen informiert sein, oder?
Redaktion benachrichtigen Unter der Lupe
#23   catharina   09:23:09 | Mittwoch, 10. Oktober 2007
Fragen, die sich stellen:
Welche wissenschaftlichen Qualifikationen bringen diese Herren Geistlichen mit, um die Konstitutionen, Dekrete und Erklärungen des letzten Konzils zu beurteilen? Sogenannter „Professor“ in einem kirchlich nicht anerkannten Priesterseminar zu sein, dürfte da nicht ganz ausreichen. (Wer die Priesterbruderschaft etwas besser kennt, weiß, daß da z.B. Priester zu Exegeseprofessoren ernannt wurden, die weder der griechischen noch der hebräischen Sprache mächtig waren…)
Mit welchem Verstehenshorizont wird sich dieses vom Menzinger Lehramt beauftragte Theologengremium an die Texte begeben? Mit jener Sympathie, die nach Aussage unseres Papstes für jegliches echte Verstehen Voraussetzung ist? Oder nicht doch mit der Hermeneutik der Diskontinuität, durch welche Econe und Bologna tragikomisch vereint sind?
Und mit welchem Recht, welcher Autorität überhaupt werden diese Konzilsinterpreten dann ihre Erklärung (die ja jetzt schon feststeht) abgeben? Vermutlich wird es innerhalb der Bruderschaft und bei ihren Anhängern klar sein: Die haben die Zustimmung der Oberen, und die Oberen haben die Gnade, also… Aber ad extra ist die Angelegenheit so anmaßend wie bedeutungslos und peinlich.
Redaktion benachrichtigen Warum hört man von der Petrusbruderschaft so wenig?
#25   catharina   22:20:56 | Freitag, 5. Oktober 2007
Z.B. die heilige Catharina von Siena
Die meisten Heiligen hätten sich zweifelsohne in dieser Haltung wiedergefunden. Sie litten unter den teilweise schlimmen Zuständen ihrer Zeit, zogen aber daraus nicht die falschen Folgerungen, nämlich selbstherrliches Aufbegehren, besserwisserische Kritiksucht, Konventikelbildung.
Catharina von Siena gab sich selbst sogar die größte Schuld für die Kirchenkrise ihrer Zeit – gewiß lag sie damit objektiv nicht ganz richtig, aber doch richtiger als unsere heutigen Widerständler, die immer alle Schuld bei den anderen suchen – und sich vermutlich in der Beichte eher eines unterlassenen Ave Marias oder eines kurzen unreinen Gedankens wegen anklagen als zu sagen: Ich war gegenüber dem Papst, „meinem geliebten Christus auf Erden“ (Catharina von Siena), arrogant, hochmütig, lieblos, hämisch, und ich habe dadurch Jesus beleidigt.
Etwas irritiert war ich allerdings über folgende Formulierung des Gelsenkirchener Paters: „Es sei schmerzlich, daß es hier an »Rückenstärkung von oben« mangle.“
Ich versuche mir bildlich vorzustellen, wie einem Menschen der Rücken „gestärkt“ wird, und das auch noch „von oben“. Wahrscheinlich läßt sich die Metapher nur vom Obergriesheimer Hindergrund des Verfassers her nachvollziehen…
Redaktion benachrichtigen Leitlinien der Schweizer Bischöfe zum Motu Proprio
#2   catharina   18:17:04 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Gratuliere!
Manus manum lavat.
Die Zusammenarbeit der Bischofskonferenzen funktioniert vorzüglich.
Die (Konzils-) Fahne hoch, die Reihen fest geschlossen!
Exzellenzen, und nun einmal ordentlich zusammengespannt gegen die Skandale in Ihren Diözesen, Ihren Ordinariaten…
Redaktion benachrichtigen Der Gregorianische Choral als Wachstumshormon
#10   catharina   17:47:02 | Mittwoch, 3. Oktober 2007
Was würde Herr Dr. Lindemann wohl sagen,
wenn ein Theologe ihn in medicinalibus belehren wollte?
Redaktion benachrichtigen Aber wer hat sie in dieses Ghetto gesperrt?
#20   catharina   22:13:19 | Montag, 1. Oktober 2007
Mit einem gewissen Amusement
liest man jene Beiträge, die sich erfolgreich darum bemühen, ihres Autors wenig erleuchtete Eigenbrötlerei, seine an Fanatismus grenzende Selbstherrlichkeit und seinen Konventikelgeist mit verbalem Machogetue (hinter dem bekanntlich selten echte Stärke steht) unter Beweis zu stellen.
Daß sie es gar nicht nötig haben, jemandem ernsthaft zuzuhören, geschweige denn, sich etwas sagen zu lassen, wußten wir allerdings schon vorher.
Peinlich, wenn manche Schreiberlinge sich dabei in maßloser Selbstüberschätzung ausgerechnet über Prof. Spaemann auslassen.
Dessen Äußerungen sind demgegenüber wo wohltuend; ja, er läßt sich von keiner Seite das freie Denken verbieten weiß sich so vor der Vereinnahmung durch Parteien zu bewahren. Seine Gedanken sind es wie immer wert, nachgedacht zu werden.
Redaktion benachrichtigen Erste Heimatprimiz eines deutschen Pius-Benediktiners
#8   catharina   20:02:15 | Samstag, 29. September 2007
Pius-Benediktiner?
Eine neue Abzweigung im Orden des hl. Benedikt?
Merkwürdige Bezeichnung jedenfalls.
Redaktion benachrichtigen Ohne akademischen Dünkel und weltliche Ehren
#1   catharina   18:48:44 | Freitag, 28. September 2007
Ob der Abbé zu normalen Zeiten…
… Professor der Theologie gewesen wäre, und ob er es heute nur sein könnte um den Verlust seiner Treue zum hl. Thomas, das zu beurteilen liegt vermutlich nicht beim Autor des Artikels.
Mein persönlicher Eindruck von der thomistischen Prägung bei der Priesterbruderschaft St. Pius X.: Sie verbleibt weithin in einer äußerlichen Aneignung als Sammlung von Lehrsätzen und als recht geschlossenes Denksystem.
Diese Sichtweise bedeutet weder eine besondere Treue zum Aquinaten noch macht sie für die akademische Lehre geeignet.
Redaktion benachrichtigen Kult für einen Ketzer?
#30   catharina   14:58:15 | Mittwoch, 26. September 2007
Rosmini, Geist und Edelmut
Es scheint unter Männern sog. traditionalistischer Ausrichtung den Hang zu einer verbalen Kraftmeierei zu geben. Beiträge wie die vorangegangenen, kaum eigentlich mit dem Thema des Artikels zusammenhängend, vielmehr dieses nur zum Anlaß nehmend, um zum x-ten Male vermeintlich starke Worte über die kirchliche Hierarchie vom Stapel zu lassen, sind vielsagende Beispiele dafür.
Es muß den aufmerksamen Leser schon besonders peinlich berühren, derartiges gerade im Zusammenhang mit Rosmini vorzufinden, war doch dieser edle Priester (ähnlich übrigens einem Kardinal Newman) einem solchen Gehabe, dem auch er bei weniger vornehmen Personen begegnen mußte, ganz und gar abhold.
Die hohe Wahrheit des Offenbarungsglaubens, die echte, ungeheuchelte Hingabe an den lebendigen Gott und an die unsterblichen Seelen müssen nach seiner Auffassung zu einer feinen Gesinnung, einer Geistigkeit führen, die nicht von der Vielbelesenheit, sondern von der Berührung mit dem Heiligen selbst stammt und diese vor der Welt bezeugt.
Wiederum also eine Seite seines Wesens, die unserer Zeit und gerade denen, die sich hier so machohaft gebärden, viel zu sagen hätte. Oft allerdings wollen es gerade die nicht vernehmen, die es so nötig hätten.
Liebe Leser, müssen wir nicht angesichts einer solchen Gestalt die Bekehrung unser Herzen, unserer Gesinnungen und Gesittungen anstreben?
Redaktion benachrichtigen Kult für einen Ketzer?
#24   catharina   09:12:05 | Mittwoch, 26. September 2007
Rosmini – ein Vorbild für Abweichler von Küng bis Williamson
Ein anderer Aspekt der bevorstehenden Seligsprechung:
Rosmini ist, wenn schon nicht in einzelnen Lehrmeinungen, so doch in seiner Gesamthaltung, ein Vorbild der katholischen Philosophen und Theologen.
Vielleicht ist es das, was die Kirchenleitung – außer der von niemandem je ernsthaft bezweifelten Integrität und hohen Tugend des Beatificandus – herausstellen möchte: die Haltung des katholischen Gelehrten gegenüber dem Lehramt.
Man könnte auf diese Weise den Philosophen und Theologen der Gegenwart aufzeigen, was sie zu tun haben, wenn ihre Auffassungen einmal mit denen des bevollmächtigten Amtes aneinandergeraten sollten.
Ja, ist es nicht erfreu- und erbaulich, wenn in einem derartigen Fall von höchster Stelle festgehalten werden kann: „laudabiliter se submisit“? Dann steht in punctis Reinheit der Lehre und Kirchlichkeit einer Selig- und Heiligsprechung wahrlich nichts mehr im Wege.
Solche ehedem Irrenden werden den selbstgerechten Hütern der Orthodoxie ins himmlische Jerusalem vorausziehen!
Daher kann Rosmini auch so verschiedenen Personen wie dem Apostaten Küng und dem Schismatiker Williamson (der nach eigener Aussage eine andere Religion als die konkrete, amtliche Kirche, nämlich die Religion eines platonisch idealisierten und maurrasianisch politisierten Katholizismus, vertritt) leuchtendes Vorbild sein: Ahmet mein Vorbild nach, und ihr werdet Ruhe finden in euren Seelen!
Der Diener Gottes möge ihnen allen die Gnade eines wahrhaft kirchlich-demütigen Glaubens erbitten!
Redaktion benachrichtigen Kult für einen Ketzer?
#17   catharina   19:02:45 | Dienstag, 25. September 2007
Ad fontes!
Abgesehen davon, daß die Aufstellungen des Kandidaten für die Seligsprechung, wie sie im Verurteilungsdekret aufgelistet werden, nicht auf eine sehr klare Philosophie und Theologie schließen lassen:
Es müßten wohl wirklich die Quellen selbst studiert und die Thesen in ihrem Zusammenhang gelesen werden.
So kann man der ersten damnatio durch Karl Murx (bestreffend die Fragen der Hypostatischen Union und des Willens in Christus) wohl entgegenhalten, daß Rosmini das „Wort“ – wie aus „Post obitum“ hervorgeht – anders verstanden wissen wollte als im Sinne der zweiten göttlichen Person. Er behandelt augenscheinlich in der lehramtlich und murxistisch beanstandeten These gar nicht das Verhältnis der zwei Naturen in Christus, vielmehr dasjenige der Menschheit Jesu zum Heiligen Geist: Das Wort, insofern es geliebter Gegenstand und nicht insofern es Wort ist – das heißt als in sich bestehender und durch sich erkannter Gegenstand – ist die Person des Heiligen Geistes.
Die Auffassung Rosminis von der Seelenzeugung ist gewiß nicht so einfach, wie sie hier beanstandet wird. Aber sie hört damit nicht auf, eine krause Theorie zu sein. Übrigens kann und darf man wohl auch mit manchen Lehren des Aquinaten, die Zeugung und das Wachsen des Menschen im Mutterschoß betreffend, seine Schwierigkeiten haben. Nur daß es zu Zeiten seiner Heiligsprechung eben noch keinen Möglichkeiten für alle und jeden gab, per kreuz.net den eigenen Senf dazu zu geben und gegebenenfalls das kirchliche Amt zu verurteilen.
Redaktion benachrichtigen Konterrevolutionäre Elemente
#10   catharina   11:13:50 | Montag, 17. September 2007
Gemurmel und Gottesbeziehung
Tatsächlich, „lateinisches Gemurmel“ wird keine Gottesbeziehung begründen können. Aber eine würdige und ehrfürchtige Liturgie in der kirchlichen Muttersprache ist sehr wohl Ausdruck einer im Glauben und in der Liebe gegründeten Beziehung zu Gott.
Die Erinnerungen des Bischofs an die überlieferte Form der römischen Messe scheinen nicht sehr gut zu sein.
Zweifelt der hochwürdigste Herr an der Gottesbeziehung der Heiligen früherer Zeiten?
Übrigens:
Bitte mehr orthographische Sorgfalt, liebe Redaktion: „Im Juli richtet er sich an das Italienischen Parlament mit der Bitte, den Militäreinsatz Italiens in Afghanistan zu finanzieren.“
Redaktion benachrichtigen Doch noch in den Himmel geschlüpft?
#42   catharina   13:37:39 | Dienstag, 11. September 2007
Akzidentien
Werte Stimme, es ist allerdings bekannt, daß der Alkoholgehalt des Weines, der in das Blut Christi verwandelt wird, für Alkoholiker durchaus ein Problem darstellte, mit dem sich denn auch die Kirche des öfteren befaßt hat. Alkoholismus ist eine Krankheit. Quod erat demonstrandum.
Redaktion benachrichtigen Die Werbesendung eines Küchenzubehör-Herstellers?
#19   catharina   15:00:33 | Montag, 10. September 2007
Übrigens zeigte der Film…
… die Heilige Messe in der überlieferten Form aus der Münchner Damenstiftskirche, Zelebrant P. Walter Huber von der Priesterbruderschaft St. Petrus. Nur, weil das hier gar nicht erwähnt wurde.
Redaktion benachrichtigen Unter dem Hammer
#60   catharina   13:19:27 | Freitag, 7. September 2007
Vertrauensfrage
Von einem Grundvertrauen ist hier die Rede, das man den Oberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. entgegenbringen sollte.
Ja, ohne solches gegenseitiges Vertrauen kann das Zusammenleben gar nicht gelingen. Wir müssen immer, falls nicht deutliche Indizien in eine andere Richtung weisen, davon ausgehen, daß es der andere gut meint. (Weiß schon, das Gegenteil von „gut“ ist oft nicht „schlecht“, sondern „gut gemeint“ – aber „gut gemeint“ war es eben doch…)
Mir stellt sich jedoch die Frage, die auch in Sirilos Beitrag anklang: Wie können Obere ein solches Vertrauen für sich einfordern, wenn sie sich nicht in äußerlich nachweisbarer Unterwerfung unter das konkrete kirchliche Lehr- und Leitungsamt befinden, also selbst keinen Vertrauensvorschuß an den Papst zu geben gewillt sind und sich von ihm in keinem Punkt wirkliche Vorschriften machen lassen?
Und wie sieht es mit dem Vertrauen der Anhänger jener Gemeinschaft gegenüber anderen kataholischen Christen, die nicht in allen Punkten mit ihnen übereinstimmen? So mußte ich hören, daß man sogar dazu tendiert, den Kindern die Anweisung zu geben, ihre Freunde nur innerhalb der mit der Priesterbruderschaft verbundenen Kreise zu suchen.
Verdienen Obere, die das Vertrauen gegenüber der Kirchenführung und anderen Christen derart untergraben, selbst Vertrauen?
Redaktion benachrichtigen Unter dem Hammer
#44   catharina   09:47:08 | Freitag, 7. September 2007
Zurück zur Sache:
Daß die Diözesen auch in finanzieller Hinsicht katastrophale Mißwirtschaft betreiben, ist uns bekannt. Aber dennoch darf man wohl sein Entsetzen darüber ausdrücken, wie die Priesterbruderschaft St. Pius X. Spenden, Engagement und Vertrauen vieler ihrer Wohltäter enttäuscht, oder?
Redaktion benachrichtigen Unter dem Hammer
#31   catharina   21:52:16 | Donnerstag, 6. September 2007
Ein harter Schlag
für viele:
– für die Schüler, die von einem Tag auf den anderen einer großen Ungewißheit ausgesetzt wurden (einige von ihnen müssen sich nun nach der begonnenen Gymnasialzeit mit einer niedrigeren Schulform begnügen);
– für die Eltern, die teilweise unter schweren Entbehrungen ihre Kinder auf die Schule geschickt haben (einige von ihnen sind sogar deshalb in die gegend von Diestedde gezogen);
– für die Spender, die so viel Geld in die Schule gepumpt haben und bis zuletzt größere Arbeiten in den Gebäuden finanzierten (einige von ihnen haben sich selbst als Helfer eingesetzt).
Nur für die Leitung der Bruderschaft scheint es kein besonderes Problem zu sein, das alles anzurichten. Sie hat ja ohnehin immer „die Standesgnade“, das Richtige zu wählen. Und wer dagegen Einspruch erhebt, der hat nicht den „wirklich traditionellen Geist“.
Übrigens bedeutet „traditor“ nicht nur „Übermittler“, sondern auch „Verräter“. Ein Zufall – oder doch nicht?
Redaktion benachrichtigen Schon bald neue Heilmethode bei Homosexualität?
#10   catharina   15:04:35 | Montag, 3. September 2007
Und dieser Tänzer soll…
der .a…r sein?
Redaktion benachrichtigen Spruch und Widerspruch in einem
#32   catharina   21:53:32 | Freitag, 3. August 2007
„Subsistit in“ in traditioneller, nicht aber vulgärtraditionalistischem Verständnis…
Werte Leser, leider verstehe ich die Logik jenes Widerspruchs nicht ganz.
Die Identität der Entitäten „Kirche Jesu Christi“ und „Katholische Kirche“ wird doch deutlich ausgesagt. Das „subsistit in“ meint ja gerade dieses: das, was die „Idee“ (in einem durchaus realistischen Sinne verstanden), die „Wesenheit“ der „Kirche Jesu Christi“ ist, findet sich in der „Katholischen Kirche“ verwirklicht. Und weil das Konzil zuvor von einer einzigen Kirche Jesu Christi spricht, kann es auch nur eine einzige Subsistenz dieser die Singularität immer schon einbegreifen Idee „Kirche Jesu Christi“ geben. (Analog subsistiert z.B. das „Oberhaupt-der-Kirche-und-Stellvertreter-Jesu-Christi-auf-Erden-Sein“ in der Person des gegenwärtigen Papstes – und zwar nur in dieser.)
In historischer Hinsicht wird die dargelegte Auffassung des „subsistit in“ durch die Erforschung der Primärquellen, insbesondere der Aufzeichnungen Sebastian Tromps, durch Alexandra von Teuffenbach neuerdings nur erhärtet.
Was die heiligenden Elemente außerhalb der Kirche anbelangt: Wenn ein Methodist bona fidezu Christus betet und von Ihm Rettung erfährt, ist es dann nicht tatsächlich ein der Kirche zugehöriges Element, das außerhalb ihrer (und nicht ohne sie) heilswirksam wird, das zugleich auch, betrachtet man es richtig, zu der wahren Kirche hindrängt, da ja der Christusglaube konsequenterweise zum Glaubensinhalt der „una sancta catholica et apostolica Ecclesia“ führen müßte?
Also bitte keinen Vulgärtraditionalismus!
Redaktion benachrichtigen Spruch und Widerspruch in einem
#27   catharina   18:06:57 | Freitag, 3. August 2007
Bischof Fellay und der Widerspruch
In folgender Passage will Weihbischof Fellay einen Widerspruch sehen:
„Die Verwendung dieses Ausdrucks (scil. subsistit in), der die vollständige Identität der Kirche Christi mit der Katholischen Kirche besagt, verändert die Lehre über die Kirche nicht.
Er ist in der Wahrheit begründet und bringt klarer zum Ausdruck, daß außerhalb ihres Gefüges »vielfältige Elemente der Heiligung und der Wahrheit« zu finden sind, »die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen.« (Lumen gentium 8)“
Ist jemand in der Lage, mir klar und deutlich zu sagen, wo der Widerspruch liegt?
Nach den Grundsätzen der Logik vermag ich einen solchen nicht zu erblicken.
Ein konträrer Gegensatz wäre es, wenn behauptet würde, die Katholische Kirche sei mit der Kirche Jesu Christi ganz und gar nicht identisch, ein kontradiktorischer Gegensatz, wenn es hieße, die Katholische Kirche sei mit der Kirche Jesu Christi nicht vollständig identisch.
Nun aber lese ich in dem vom Weihbischof als Widerspruch zum Vorausgehenden bezeichneten Satz nur etwas über die »vielfältigen Elemente der Heiligung und der Wahrheit (…), die als der Kirche Christi eigene Gaben auf die katholische Einheit hindrängen.« (Lumen gentium 8)„[kursiv]
Wo also ist der Widerspruch? Existiert dieser im römischen Dokument oder im Denken des Kritikers?
Redaktion benachrichtigen Die Antwort der Schnecke
#618   catharina   08:48:14 | Donnerstag, 2. August 2007
Theologie im katholischen Vollsinn…
setzt nicht nur den Glauben der Kirche, sondern auch die heiligmachende Gnade in der Seele des Theologen voraus. Sonst ist das Licht des Glaubens wesentlich getrübt. (Eine tragische Gestalt wie Hans Barion bezeugt das auf ihre Weise!)
Nicht zuletzt auch deshalb muß ein Mann wie Dr. Berger sich verpflichtet sehen, seinen Ruf von den schweren Anschuldigungen zu reinigen, die hier wider ihn ergangen sind. Ein klares, unmißverständliches Wort könnte wohl nicht alle Verdächtigungen beseitigen, wäre aber gegenüber den Wohlwollenden ausreichend.
Andernfalls sind wir wohl genötigt, Trüffelschweins und Pünktjens Ermittlungen, die ja ein hohes Maß an innerer Folgerichtigkeit aufweisen, für wahrscheinlich zu halten. Berger als Theologe wäre damit unhaltbar.
Redaktion benachrichtigen Notwendiger Benedikt-Test
#36   catharina   08:10:25 | Donnerstag, 12. Juli 2007
@ u.f.: „Prinzipiell nicht ausschließen“
Tatsächlich ist in dem Text nicht vom konkreten Tun die Rede, sondern von der grundsätzlichen Haltung gegenüber dem Neuen Meßbuch.
Prinzipiell schließt die Zelebration gemäß dessen Vorgaben aus, wer es für ungültig und/oder in sich sakrilegisch, somit die Zelebration für grundsätzlich sündhaft hält. Denn das, was man prinzipiell ausschließen muß, ist die Sünde.
Ein prinzipielles Nicht-Ausschließen wäre somit die erforderte Anerkennung eines kirchlichen Ritus, auch wenn man als Priester aufgrund gewisser Defizienzen zu dem Ergebnis kommt, man wolle ihn nicht zelebrieren.
Wer allerdings die Zelebration nach dem Missale Pauls VI. als in sich verwerflich qualifiziert, der steht tatsächlich nicht in voller Gemeinschaft mit dem Papst, legt vermutlich auch keinen Wert darauf, da dieser ja eine andere Religion vertritt und die ihm gegenüber ausgesprochene Anerkennung folglich nicht mehr als ein flatus vocis ist.
Wie aber steht es mit Ihnen, Herr Dr.: Schließen Sie für sich den Sedisvakantismus prinzipiell aus?
Redaktion benachrichtigen Notwendiger Benedikt-Test
#25   catharina   07:51:55 | Mittwoch, 11. Juli 2007
Falsche Schlüsse?
Es scheint, daß Dr. Schülers Schluß, ein dem alten Ritus verbundener Priester könne seine volle Communio mit dem Papst nur durch Zelebration nach dem neuen Missale unter Beweis stellen, gerechtfertigt ist, heißt es doch im angeführten Text:
„Um die vollkommene Communio zu leben, können die Priester, die den Gemeinschaften des alten Usus zugehören, die Zelebration nach den neuen liturgischen Büchern selbstverständlich nicht prinzipiell ausschließen. Ein völliger Ausschluß wäre nämlich nicht in Übereinstimmung mit der Anerkennung des Wertes und der Heiligkeit des Ritus in seiner erneuerten Form.“
Hierzu ist zu bedenken, daß nicht gefordert wird, solche Priester müßten für sich selbst die Zelebration nach dem Missale Pauls VI. auch tatsächlich einschließen.
So darf ja z.B. ein zölibatärer Mensch auf keinen Fall die Ehe prinzipiell ausschließen, denn dadurch würde er Wert und Heiligkeit dieses Sakramentes ablehnen – aber für sich selbst darf er, ja muß er die Ehe sehr wohl ausschließen!
Es bedeutet also „etwas nicht prinzipiell ausschließen“ nicht zwingend, es auch in concreto zu tun. Ich schließe für mich eine Reise in den Kongo nicht prinzipiell aus, vermute jedoch, daß ich eine solche zeit meines Lebens nicht unternehmen werde.
Im übrigen kann nicht einmal die Kirche einen Priester zur Zelebration einer bestimmten liturgischen Form verpflichten, da sie ihn überhaupt nicht zur Zelebration verpflichtet, nicht wahr?
Redaktion benachrichtigen Notwendiger Benedikt-Test
#17   catharina   18:17:06 | Dienstag, 10. Juli 2007
Der Wiesbadener Oberstudienrat i. R.
aus der Descartes-Fichte-Lauth-Milch-Schule hat mit seinen überzogenen Folgerungen aus einem Satz des päpstlichen Schreibens wieder einmal seine konsequenzmacherische Inkompetenz bewiesen. Er sollte sich besser weiterhin auf seine Exegese von Milchprodukten konzentrieren und die Auslegung kirchlicher Texte denen überlassen, die davon betroffen sind.
Redaktion benachrichtigen In den Händen der Bischöfe
#81   catharina   08:04:21 | Donnerstag, 28. Juni 2007
Warum mit einem Mal so sicher?
Wir haben doch schon mehrere Fehlangaben über das Datum jenes päpstlichen Schreibens vernommen. Wer garantiert uns jetzt die Veröffentlichung am 7.7. ?
Redaktion benachrichtigen Papstprediger polemisiert
#1   catharina   10:54:38 | Montag, 25. Juni 2007
Ideologieverdacht
Und wieder bleibt man uns ein eigentliches Argument schuldig.
Welches sind denn genau die neueren Erkenntnisse, aufgrund derer die Lehrmeinung vom limbus puerorum überwunden sein soll?
Cantalamessa, der sich sonst auf die Darstellung großer Linien versteht, sagt uns darüber nichts. Es bleibt beim Appell an das Gefühl der Menschen.
Damit stehen solche Auffassungen unter ernsthaftem Ideologieverdacht.
Redaktion benachrichtigen Sage mir, mit wem du umgehst
#14   catharina   19:32:52 | Donnerstag, 21. Juni 2007
Kardinal Glemp ein Freimaurer?
Das Bild zeigt doch eindeutig eine Büste von ihm, oder? Wenn das Hans Küng sein soll…
Redaktion benachrichtigen Ein Ketzer ohne es zu wissen?
#284   catharina   18:27:58 | Donnerstag, 14. Juni 2007
@„Stimme aus dem Tradiland“
Aus Ihren Stellungnahmen geht einiges hervor:
a) Offensichtlich verhält es sich in der Priesterbruderschaft St. Pius X. ähnlich wie in der von Ihnen deshalb kritisierten „Konzilskirche“: Jeder Bischof darf seine noch so abwegigen Theorien äußern, ohne deshalb von höherer Instanz zur Ordnung gerufen zu werden, handelt es sich ja bloß um „Privatmeinungen“ (solche hat jüngst auch Kard. Lehmann geäußert).
b) Die Widersprüchlichkeit im Denken, bei Benedikt XVI. schärfstens zu kritisieren, ist bei Bischof Williamson Ausdruck ernster Theologie.
c) Die Aussagen einer bischöflich teilweise anerkannten Marienerscheinung (bekanntlich wurde nicht die gesamte Botschaft akzeptiert) dienen als gewichtiges Argument wie schon damals bei der unerlaubten Bischofsweihe. Daß es aber – einmal abgesehen von offensichtlich fehlenden Grundbegriffen der theologischen Prinzipienlehre – in dem genannten Zusammenhang heißt, der Papst müsse aus Rom fliehen und folglich der Apostolische Stuhl gar nicht als „Sitz des Antichrist“ gemeint sein kann, wurde entweder versehentlich übersehen oder geflissentlich übergangen.
d) Es ist ideologischer Sophismus, eine abstruse Wortmeldung gewaltsam als berechtigt oder zumindest legitim hinzustellen, weil man damit seiner Partei dienen will (in Wahrheit natürlich ein Bärendienst für die innerlich so krisenerschütterte, sich aber äußerlich glorreich präsentierende FSSPX!) Wehe aber, jemand interpretiert aus Glaubensgründen die Aussagen des Papstes günstig…
Redaktion benachrichtigen Ein Ketzer ohne es zu wissen?
#193   catharina   13:10:40 | Donnerstag, 14. Juni 2007
Williamson als Schüler Hegels?
Zweidenker Williamson bringt es mit seinem offensichtlich deutsch-dialektisch geschulten Verstand fertig, strengste Gegensätze in einer Synthese aufgehen zu lassen: aus „Kirchentreue und Anerkennung des Papstes“ (These), „anderer Religion gegenüber Rom und Häresievorwurf an Benedikt XVI.“ (Antithese) wird die Synthese: Priesterbruderschaft St. Pius X.!
Redaktion benachrichtigen „Verbohrtheit, Enge und Besserwisserei“
#23   catharina   19:27:06 | Samstag, 9. Juni 2007
Schlechtes Gewissen?
Mir ist aufgefallen, daß von der Priesterbruderschaft St. Pius X. weitaus härtere Vorwürfe an die Adresse der Priesterbruderschaft St. Petrus ergehen als vice versa. Oder täusche ich mich da?
Auch erstaunt mich, wie überempfindlich Personenkreise, die ohne weiteres Papst und Bischöfe mit schärfsten (und nicht immer höflich formulierten) Anschuldigungen überschütten, darauf reagieren, wenn ein Priester der Bruderschaft St. Petrus sich kritisch über sie äußert.
Ist diese Bruderschaft, der Erzbischof Lefebvre anfangs nur wenige Jahre Existenzmöglichkeit in der „Konzilskirche“ prophezeite, am Ende doch das schlechte Gewissen der Priesterbruderschaft St. Pius X.?
Schließlich zeigt sie, daß man sogar mit weitaus geringerer Zahl als die FSSPX und ohne eigene Bischöfe, aber mit der überlieferten Meßlitiurgie und mit dem traditionellen Glaubensverständnis unter der kirchlichen Hierarchie leben und wirken kann.
Das einstens von Erzischof Lefebvre noch recht bescheiden eingeforderte Experiment der Tradition ist eben doch möglich.
Redaktion benachrichtigen Das neokonservative Priesterbild
#3   catharina   16:14:47 | Donnerstag, 7. Juni 2007
Wahrlich,
manchmal haben Leute wie P. Udo, Prof. Zulehner oder Prof. Metz Wesentlicheres zu sagen als die sog. Neokonservativen (übrigens auch als viele „Traditionalisten“).
Möge der Herr die Kirche bewahren vor jener klerikalen Schickeria, die ständig von der „ars celebrandi“ spricht und darunter die „ars seipsum celebrandi“ versteht!
Redaktion benachrichtigen Vermurkst, vermarxt, vermasselt
#4   catharina   15:22:40 | Mittwoch, 6. Juni 2007
Und was bietet „nonnobisdomine“?
Jedenfalls nichts, was seinen Sinn für die Sprache unter Beweis stellen würde.
Mit seiner Formulierung: „kreuz.net bringt nichts mehr, was einem „katholischen Nachrichtendienst“ würdig ist“ untermauert er Bastian Sicks Zwiebelfisch-These, daß „der Dativ dem Genitiv sein Tod“ ist.
Im darauffolgenden Satz fordert „nonnobisdomine“ kreuz.net auf, in sich zu gehen. Das dürfte für ein Nachrichtenportal entweder eine Selbstverständlichkeit (wird es doch laufend bearbeitet) oder eine sehr schwierige Angelegenheit sein (da bekanntlich nur personale Individuen, nicht aber Internetseiten in sich zu gehen vermögen).
Sodann eine Zukunftsprognose: „Das Niveau wird von kreuz.net weiter sinken.“ Wird dieses Niveau sich also von kreuz.net auf sinkende Weise fortbegeben, oder wie soll man die Formulierung deuten? Vermutlich meint der fromme Schreiber, das Niveau von kreuz.net (oder: „das Niveau des Nachrichtenportals kreuz.net“., wenn man denn einmal das Wagnis des Genitiv eingehen darf) werde sinken. Nur hätte er das dann auch schreiben sollen.
Gewiß sinkt das sprachliche Niveau dieser Seite weiter, wenn derartige Beiträge veröffentlicht werden.
Am Ende noch ein herrlicher Pseudoanglizismus: „kreuz.net outet sich mehr und mehr zu einer kirchenzerstörerischen Kraft.“ Und „nonnobisdomine“ outet sich als(denn mit diesem Wörtlein wird das traurige Verbum „sich outen“ konstruiert) jemand, der besser gute Bücher lesen als schlechte Beiträge verfassen sollte.
Redaktion benachrichtigen Sicher kein Märtyrer der Kirche
#83   catharina   22:51:25 | Montag, 4. Juni 2007
Es ist einfach nur ärgerlich,
die Äußerungen eines Priesters, der sich vor allem als Mann markiger Sprüche zu präsentieren weiß, ansonsten aber nicht gerade durch große Leistungen hervortritt, und die darauf bezogenen Apologien zu lesen.
Offensichtlich ist die Verblendung, welche man in modernistischen Kreisen mit Recht feststellt, auf der anderen Seite nicht minder vorhanden.
Von einem „irrigen Gewissen“ zu sprechen, wo jemand dem linksradikalen System Hitlers seine Handlangerdienste verweigert – das ist blanker Zynismus.
Bitte, liebe „Traditionalisten“, kommt uns nur nicht wieder mit der Forderung, man müsse die Zelebration des Novus Ordo Missae verweigern. Das wäre dann gewiß auch ein irriges Gewissen und somit ein schwerwiegendes Hindernis für objektive Heiligkeit!
Redaktion benachrichtigen Wenn die Sonne hinter dem Ölberg aufsteigt
#8   catharina   15:20:16 | Donnerstag, 31. Mai 2007
Mozart war Freimaurer,
doch das macht ihn für S.Em. Karl Card. Lehmann auch nicht sonderlich attraktiv. Er bekannte sich einmal in einem Interview zu der schwedischen Popgruppe Abba – vielleicht hört er in deren Namen die „ipsissima vox Jesu“?
Redaktion benachrichtigen Priesterzentrierte Revierbildung?
#1   catharina   18:18:25 | Montag, 9. April 2007
Recht hat er!
Es geht nicht um Gott. Nicht um die Erlösung der Menschen von Sünde, Teufel und ewigem Tod. Nicht um einen würdigen, dem Allerhöchsten wohlgefälligen Gottesdienst. Nicht um die Ausbreitung des wahren Glaubens. Nicht um die Bekehrung der Menschen. Nicht um das Wachsen der Gottesliebe in den Herzen. Nicht um die Bewahrung der Jugend vor den Gefährungen durch Glaubensabfall und Unmoral. Nicht um die Begleitung alter und kranker Menschen beim Kreuztragen und hin zu einem seligen Ende. Es geht ganz einfach – ums Geld!
Redaktion benachrichtigen Modularisierte Theologie
#3   catharina   21:22:28 | Sonntag, 1. April 2007
Ich dachte immer,
das Studium der Gottesweisheit bedeute vor allem, die Heiligen Schriften betrachtend zu lesen und anhand der Kommentare der Väter zu erläutern, wozu eine gesunde Philosophie, die lehramtlich-positive und scholastisch-spekulative Theologie sowie die Beschäftigung mit den anderen verbundenen Wissenschaften führen sollen. Offensichtlich habe ich irgendwann den Anschluß verloren und kenn mich plötzlich gar nicht mehr aus.
Redaktion benachrichtigen Die anderen Religionen sind teuflische Irreführungen
#4   catharina   12:45:55 | Freitag, 30. März 2007
Nach Thomas von Aquin…
… bedeutet der menschliche Intellekt tatsächlich eine Teilhabe am Licht Gottes. Im spekulativen Bereich sind es die ersten Prinzipien, im praktisch-moralischen ist es die synderesis, das Urgewissen, das eine Art Einstrahlung Gottes bedeutet, deren der Mensch nicht verlustig geht, solange er ein animal rationabile bleibt. Wenn schon von „Licht“ die Rede ist, dann liegt Thomas wie für jeden Christen der Gedanke an denjenigen nahe, der sich als das Licht der Welt bezeichnet hat und den wir als lumen de lumine anbeten.
Daß sich Karl Murx dagegen sträubt, ist wohl eher systembedingt. Aber die Wahrheit kümmert sich wenig um seine Privatansichten.
Redaktion benachrichtigen Licht und Schatten
#57   catharina   15:13:41 | Mittwoch, 28. März 2007
Das, Herr Murx, beweist gar nichts!
Sie interpretieren in den Text des Erzbischofs etwas von ihrer Warte aus hinein. Der ganz offensichtliche Sinn ist aber nicht der von Ihnen beschworene.
Außerdem vergessen Sie, daß die Ansprachen des Erzbischofs oftmals widersprüchlich waren. (Davor sollten diejenigen, die den derzeitigen Papst als Doppeldenker bezeichnen, die Augen nicht verschließen.)
Herr Murx, Ihr damaliger Seminarregens hätte sich vermutlich so ausgedrückt: „Diese Worte des Erzbischofs darf man nicht auf das Prokrustesbett strenger Logik legen. Sie müssen eher zeitgeschichtlich verstanden werden.“
Sie haben also damals nichts gelernt und wollen in Erzbischof Lefebvre noch immer den dogmatischen Theologen, in seinen Äußerungen exakte Analysen sehen? Wie naiv!
Redaktion benachrichtigen Licht und Schatten
#55   catharina   14:54:26 | Mittwoch, 28. März 2007
CIC 1983
Can. 1323 – Straffrei bleibt, wer bei Übertretung eines Gesetzes oder eines Verwaltungsbefehls:
4° aus schwerer Furcht, wenngleich nur relativ schwer, gezwungen oder aufgrund einer Notlage oder erheblicher Beschwernis gehandelt hat, sofern jedoch die Tat nicht in sich schlecht ist oder zum Schaden der Seelen gereicht;
5° aus Notwehr einen gegen sich oder einen anderen handelnden ungerechten Angreifer unter Beachtung der gebotenen Verhältnismäßigkeit abgewehrt hat;
7° ohne Schuld geglaubt hat, einer der in den nn. 4 oder 5 aufgeführten Umstände liege vor.
Dieses „ohne Schuld glauben (bzw.: meinen)“ bedeutet aber gewiß nicht, daß man a priori darauf spekuliert, aufgrund von can. 1323 nr. 7 straffrei zu bleiben, oder? Das wäre so ähnlich wie einer, der bei schnellem Autofahren bewußt nicht auf die Verkehrsschilder und seinen Tachometer schaut, um im Zweifelsfall sagen zu können, er habe nicht gewußt, wie schnell er fahre. Die Polizei übrigens würde das auch nicht gelten lassen.
Redaktion benachrichtigen Licht und Schatten
#24   catharina   17:24:28 | Dienstag, 27. März 2007
Und Karl Murx
bestätigt mit seinen Beiträgen die Standartvorwürfe gegen sog. traditionalistische Katholiken: Daß sie nur ganz wenige Themen haben, auf denen sie beständig herumreiten (z.B. die Gültigkeit von Weiheriten), und daß sie bestimmte Erklärungsmodelle wie fixe Ideen an alles herantragen, was ihnen fremd und zuwider ist (z.B. jüdische Einflüsse).
Redaktion benachrichtigen Licht und Schatten
#10   catharina   14:38:41 | Dienstag, 27. März 2007
Ein Herzenswunsch vieler:
Könnte man sich in Rom doch dazu entschließen, einen Mann wie Dr. Barth im Seligsprechungsverfahren des verstorbenen Papstes als „advocatus diaboli“ (oder in diesem Falle nicht vielmehr ein „advocatus Dei“?) einzusetzen. Denn wir müssen uns wirklich ernsthafte Sorgen machen, ob da auch alles mit rechten Dingen zugeht.
Redaktion benachrichtigen Politik statt Predigt?
#28   catharina   14:04:01 | Montag, 26. März 2007
Amüsant, diese „Predigt“!
Als Homiletiklehrer müßte man wohl sagen: Gattung und Thema verfehlt.
Amüsant aber auch die typisch deutschen, bierernsten Reaktionen, die sich nun über kreuz.net aufregen, weil es uns mit diesem Schmankerl unterhalten will.
Offensichtlich gibt es in den kirchlichen Lagern hüben wie drüben fast nur Ideologen, die für Ironie, Satire und unfreiwilligen Humor keinerlei Sinn mitbringen.
Ein Dank jedenfalls an kreuz.net !
Redaktion benachrichtigen Der Papst und die Hölle + …
#1   catharina   10:05:21 | Montag, 26. März 2007
Man muß froh sein darüber,
daß der Papst die Realität der Verdammnis wieder einmal an- und ausgesprochen hat: „Jesus ist gekommen, um uns zu sagen, daß er uns alle im Paradies haben will und daß die Hölle – von der man in unserer Zeit so wenig spricht – existiert und ewig ist für jene, die ihre Augen vor seiner Liebe verschließen.“
Denn Hans Urs von Balthasar behauptet ja in „Kleiner Diskurs über die Hölle“, Ratzinger denke wie er. Offensichtlich ist das nicht so!
Redaktion benachrichtigen Seiltanz zwischen Lehre und Pastoral
#23   catharina   18:34:21 | Sonntag, 25. März 2007
Dialektik und Gnosis?
„Wie hältst Du es mit Paulus? Mit seinen oft reichlich paradoxen Assagen – bis hin zu einem Erlöser, der selbst zur Sünde geworden ist?
Und was denkst Du von verschiedenen Abschnitten bei Augustinus, in denen das Spiel der Gegensätze gar nicht abreißen will?“
„-- Mag ja sein. Aber so redet doch das kirchliche Amt nicht. Und der Papst ist kein biblischer Schriftsteller, kein Kirchenvater.“
„Stimmt. Aber sei doch ehrlich: Bei Dir als oberstem Lehrer der Kirche wäre Paulus bestimmt verurteilt worden, oder?“
Redaktion benachrichtigen Seiltanz zwischen Lehre und Pastoral
#11   catharina   16:54:00 | Sonntag, 25. März 2007
Schon immer
hat es Personen gegeben, die komplexen Gedankenverläufen nicht folgen können oder wollen. In ihrem Urteil sind diejenigen, die eine Sache unter mehreren Aspekten beleuchten, entweder bloße Schwaller oder „Doppeldenker“ (was in ihrem Mund keinen positiven Klang hat). Und hier liegt vielleicht das Problem: Eigentlich richten sich kirchliche Dokumente und Aussagen an die einfachen Menschen, nicht an die Intellektuellen. Seit dem letzten Konzil aber mutet man dem Kirchenvolk einen Spagat des „Sowohl – als auch“ zu, den es einfach nicht schafft, so daß man entweder in Extreme verfällt oder sich ganz verabschiedet. In der Rede des Papstes Johannes XXIII. sind es die beiden Seiten „Treue zur Lehre“ und „pastorale Anpassung“, zwischen denen eine gewisse Spannung liegt; eine Spannung, die durchaus anspruchsvoll ist, weshalb viele, anstatt sie durchzuhalten, lieber zu Pastoralisten oder zementierten Dogmatisten werden. Schade!
Redaktion benachrichtigen Seiltanz zwischen Lehre und Pastoral
#2   catharina   14:42:14 | Sonntag, 25. März 2007
Das Ideal –--
–-- und seine konkrete Verwirklichung…!
Daß Johannes XXIII. mit seinem Grundanliegen recht hat, werden nur Rechthaber bestreiten.
Daß daraus aber etwas ganz Andersartiges wurde, werden nur Ignoranten (vincibiles oder invincibiles) in Abrede stellen.
Idealismus jedenfalls hat der Kirche mehr geschadet als Realismus.
Redaktion benachrichtigen Authentischer Blödsinn
#10   catharina   16:53:12 | Mittwoch, 21. März 2007
Aber Herr Burgorus,
Sie glauben doch nicht wirklich, die vatikanischen Dokumente existierten zunächst in einer lateinischen Editio typica, um dann in die jeweiligen Landessprachen übersetzt zu werden?
Once upon a time mag dieses echt authentische Verfahren benutzt worden sein, aber heute ist’s doch ganz anders. Im übrigen heißt es natürlich auch im vatikanesischen Latein (falls eine lateinische Editio authentica nachgereicht wird) ständig „authenticum“, „authentice“ usw. Man kommt nicht darum herum, echt nicht!
Redaktion benachrichtigen Authentischer Blödsinn
#5   catharina   16:44:10 | Mittwoch, 21. März 2007
@Wiesbadener – „kali“ nischt vergessen!
„Grammatikalisches Passiv“ muß es authentisch heißen, lieber Wiesbadener, nicht „grammatisches Passiv“!
Redaktion benachrichtigen Er weigert sich, auszuziehen
#7   catharina   13:32:49 | Mittwoch, 21. März 2007
Sollte die Kirche…
… ein auf Erpressbarkeit und Nachgiebigkeit aufgebautes System sein?
Man kann zuweilen den Eindruck haben.
Davon nicht zu trennen ist die Frage, ob der geoffenbarte Glaube in seiner Integrität und das Erlösungswerk Jesu Christi durch die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche heilsnotwendig ist. Glaubt man das nämlich nicht, dann braucht man alles nicht mehr so eng zu sehen, es eröffnet sich Spielraum fast überall hin.
Könnte hierin eine Ursache für die augenblickliche Situation liegen? Bekanntlich war die Tendenz der Nouvelle Théologie und der jenigen, die von ihr inspiriert wurden, zumeist pointiert heilsoptimistisch.
Redaktion benachrichtigen Die neue Kirchensprache
#17   catharina   18:16:37 | Freitag, 16. März 2007
Kirchliche Sprache…
… war je und je Änderungen unterworfen. Zu manchen Zeiten wohl hat sie sich allzu sehr einer juridischen Terminologie bedient, durch welche das originär Christliche etwas verdunkelt zu werden drohte. In der Gegenwart aber bemüht Kirche sich wieder, radikal aus der Mitte ihrer Jesus-Bezogenheit heraus und zugleich ganz pastoral, also vorbehaltlos dem heutigen Menschen zugewandt, zu sprechen. Ihre Sprache ist demnach Instrument authentischen Zeugnisses vor der Welt. Sie bedient sich des biblischen Wortes, um einerseits im Sinne ihrer missionarischen Sendung zu evangelisieren, andererseits dabei aber dem Menschen in seiner konkreten Situation gerecht zu werden. Diejenigen, die in der Kirche mit dem Dienst des Wortes betraut sind, können sich dieser Spannung nicht entziehen und müssen sich je neu der evangelischen Botschaft ganz öffnen und aussetzen und zugleich die Lage der Welt analysieren, um so ein authentisches Zeugnis von der Hoffnung geben zu können, welche sie trägt.
Redaktion benachrichtigen Die neue Kirchensprache
#12   catharina   15:56:23 | Freitag, 16. März 2007
Radikaler Dialog
Das radikal Neue dieser Sprache ist ihre Authentizität. Dabei befindet sie sich in einer Hermeneutik der Kontinuität. So wird sie dem spezifischen Charakter des aufrichtigen Dialogs gerecht, der es verlangt, sich dem je Eigenen eines soziokulturellen Umfelds und seiner Werte zu öffnen, ohne dabei die eigene Verwurzelung in der lebendigen Tradition und die Logik des christlichen Glaubens zu verleugnen. Dialogik der Evangelisation eben!
Redaktion benachrichtigen Nur eine Empfehlung
#15   catharina   13:40:44 | Mittwoch, 14. März 2007
Benedictus Cunctator –
vielleicht wird das einmal die Bezeichnung für den gegenwärtigen Papst sein?
Im übrigen ist es ja überaus höflich, an den guten Willen der Untergebenen zu appellieren und Empfehlungen zu äußern. Aber hat der universale Oberhirte und Stellvertreter des Herrn nicht mehr zu tun als dies?
Redaktion benachrichtigen „Ich glaube nicht an die Kirche“
#17   catharina   15:40:33 | Donnerstag, 8. März 2007
Kleine Apologie für den feinen Unterschied
Der Kardinal wiederholt hier nur, was bereits andere, wichtigere Theologen und Kirchenmänner herausgestellt haben:
Im strengen Sinne glaubt man nur an Gott. Die Kirche hingegen ist Glaubensinhalt in Abhängigkeit davon.
Daher heißt es: Credo inunum Deum … et in unum Dominum … et in Spiritum Sanctum, während bei der Kirche nur steht: (Credo) unam sanctam … Ecclesiam.
Das wäre zu übersetzen mit: Ich glaube die Kirche (nämlich daß sie die Kirche Jesu Christi ist), nicht aber: Ich glaube andie eine, heilige… Kirche.
Eigentlich sollte es einleuchten, daß wir die Kirche als die eine und einzige Kirche Jesu Christi annehmen, weil wir an Ihn glauben. Da hat der Kardinal also nicht Unrecht.
Anders aber steht es um die Aussage, die Kirche nehme ein Ende. Dazu hat sich ja bereits jemand hier geäußert.
Redaktion benachrichtigen Don-Bosco Schulleiter tödlich verunglückt
#136   catharina   18:54:17 | Dienstag, 20. Februar 2007
R.I.P. – dem guten Freund aus alten Tagen!
Ja, P. Bruno Isenmann war ein durch und durch feiner Mensch. Mochte das überaus stark hervortretende Kinn zunächst den Eindruck eines harten Charakters nahelegen, so offenbarte sich im näheren Kontakt die leise, tiefspirituelle Persönlichkeit, an der gerade Eigenschaften wie Güte, Milde, Sanftmut und Friedfertigkeit überzeugten.
Die musikalische Begabung war herausragend, auch wenn P. Isenmann nicht dem Typus des musikantischen Vollblutmusikers entsprach, der lustig drauflos improvisiert. Sein Verhältnis zur Musik war von Ehrfurcht erfüllt – und die Ehrfurcht gegenüber Gott und Seiner Sphäre war spürbar noch größer, weshalb für ihn Extravaganzen in der Liturgie (sonst so oft eine Gefahr für Organisten) ausschieden. Natürlich waren Gottesdienstbesucher nicht immer erfreut, wenn er Hochchromatisches von Reubke oder Reger spielte. Doch an der Ausrichtung auf Gottes Ehre bestand dann kein Zweifel.
Schön, daß er das Messias-Projekt noch realisieren konnte! Die vielen Mitsänger – auch aus den vielen Chorfreizeiten der letzten Jahrzehnte – werden es ihm danken.
In der letzten Zeit hat P. Isenmann sehr gelitten. Die Mentalität, die sich an der Schule ausbreitete, dieses zutiefst ungeistige Machen-Wollen im Bereich von Disziplin, Religion und – o Schreck! – auch Priesterbrerufungen, muß seinem Wesen ja auch diametral entgegengesetzt gewesen sein.
Jetzt möge ihm das Lichtes das Antlitzes Christi leuchten. Dort ist Freiheit und Friede!
Redaktion benachrichtigen Die Neue Messe ist veraltet
#18   catharina   16:35:25 | Sonntag, 18. Februar 2007
Der ganze Artikel…
über die Begegnung mit der überlieferten Messe findet sich übrigens hier:
www.kath-info.de/altemesse.html
Mir scheint das, was der Pater schreibt, eine typische Geschichte der Hinwendung zur Tradition zu sein. Vor allem der Anspruch des katholischen Glaubens, der ja sonst oft auf dieselbe Stufe mit anderen religiösen Richtungen gestellt wird, macht Eindruck. Und das soll ja auch so sein!
Redaktion benachrichtigen „Das Konzil wird von der Presse geführt“
#21   catharina   19:19:09 | Samstag, 17. Februar 2007
Sicher keine Verbitterung!
Wer den Professor kennt, weiß, daß bei ihm nicht persönliche Verbitterung, Enttäuschung über verpatzte Karrierechancen oder andere Empfindlichkeiten den Ton angeben. Wenn es jemandem um die Sache geht, dann ihm. Was nicht bedeutet, daß Prof. May immer in jedem Punkt richtig liegen muß. Was die „häretischen Bischöfe“ anbelangt, so gibt er da nur die Aussage eines Kollegen wieder, um zu zeigen, wie die Stimmung teilweise war. Man lese doch, was dasteht!
Redaktion benachrichtigen Der Kardinal erntet Proteste
#19   catharina   17:54:21 | Dienstag, 13. Februar 2007
Wie wäre es,
man würde auch Neonazis segnen (natürlich einzeln und nicht in Horde)?
Der vergleich hinkt, doch hat er auch sein Richtiges.
Redaktion benachrichtigen Das schwedische Paradies ist die Hölle
#3   catharina   10:49:57 | Dienstag, 13. Februar 2007
Notwendige Entmythologisierung
Ja, es ist unbedingt notwendig, den Mythos Schweden seiner Unwahrheit zu überführen. Nicht nur die typischen SPIEGEL- und ZEIT-Leser werden regelmäßig mit beeindruckenden Schilderungen über die ideale Familienpolitik in diesem Land vollgepumpt. Man spürt die Absicht und ist verstimmt. Letztlich ist es doch der Krieg gegen die traditionelle Familie, der da geführt wird.
Redaktion benachrichtigen Schweizer Manifest für die Alte Messe
#26   catharina   22:39:03 | Samstag, 10. Februar 2007
Der konziliante Dr. R.
Ja, der allgemein geschätzte Dr. R. zeigt sich in realen Belangen dann doch sehr konziliant. Wer wollte es ihm verübeln? Das ist das typische Verhalten von Schreibtischtätern, die nach dem Grundsatz „Papier ist geduldig“ verfahren. Im wirklichen Leben aber sind sie oft ganz anders.
Im übrigen scheint mir das Schweizer Manifest klüger als das allzu kulturbeflissene aus Deutschland zu sein. Dr. R. und den anderen Unterzeichnern ist völlig zuzustimmen.
Redaktion benachrichtigen Exeget weiß es besser als der Text
#9   catharina   14:34:57 | Freitag, 9. Februar 2007
Ist das nicht der, der…
… sich neulich in der „Tagespost“ zur Limbusfrage äußerte und dabei ernsthafte Zweifel daran aufkommen ließ, ob die Mitglieder der Theologenkommission wohl eine Prüfung über theologische Grundbegriffe bestehen könnten?
Redaktion benachrichtigen Die Integristen integrieren sich
#35   catharina   18:12:26 | Dienstag, 6. Februar 2007
Ungeklärt blieb trotz vieler Worte:
– Was haben die Klänge einer Feuerwehrkapelle, mag sie auch Gluck spielen, in einer Kirche zu suchen?
– Ist eine profane Musikdarbietung an diesem Ort überhaupt angemessen?
– War das Sanctissimum wenigstens aus der Kirche entfernt, als diese Sängerscharen sich im Chorraum einfanden? (Wie es scheint, ist es auf dem Seitenaltar untergebracht.)
– Hält es die FSSPX für ein geeignetes missionarisches Mittel , durch Beteiligung an derartigen Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen?
Redaktion benachrichtigen Das Ende einer Schule
#32   catharina   17:10:38 | Montag, 5. Februar 2007
Dieser Artikel und die Reaktionen darauf:
Testfall für die wirkliche oder vermeintliche Unabhängigkeit von kreuz.net.
Ich vermute aber, daß man sich durch Grobschlächtig- und Mimosenhaftigkeiten vonseiten einiger Dauerkommentatoren sowie durch bald erfolgende Stellungnahmen der Priesterbruderschaft St. Pius X. in die Knie wird zwingen lassen. Wer möchte schon in den Geruch kommen, mit dem Feind zu kollaborieren?
Zum Inhalt: Selbst bei solchen Personen, deren Anhänglichkeit an die Bruderschaft bisher fast an Nibelungentreue grenzte, haben die Vorgänge an diversen Schulen zu einem entsetzten Erwachen geführt.
Eine gute Ausnahme ist offensichtlich das Mädchengymnasium in Schönenberg – dank der begnadeten Schulleiterin Sr. Michaela Metz. Und vielleicht eher trotz als wegen der Priesterbruderschaft, oder?
Redaktion benachrichtigen Der Abtreibungskardinal läßt seinen Hund bellen
#11   catharina   11:15:47 | Samstag, 3. Februar 2007
Wie schreibt doch Nicolas Gomez Davila einmal:
„Dieser Politiker redet daher wie irgendein x-beliebiger Bischof.“
Redaktion benachrichtigen Päpstlich verpaßte Anpassung
#10   catharina   13:51:31 | Donnerstag, 1. Februar 2007
„Benediktinischer Frühling“…
Fürwahr, wer einen solchen erhoffte, hat sich längst damit abfinden müssen, daß der jetzige Papst (etwas feinsinniger wohl, aber gleichwohl:) den Kurs seines Vorgängers fortsetzt.
Von Benedikt XVI. sind jedenfalls jene kraftvollen Eingriffe nicht zu erwarten, die für eine grundsätzliche Änderung der Lage notwendig wären. Das läßt sich wohl nur auf dem Hintergrund einer nicht allzu ernsten Bewertung der Lage nachvollziehen. Und von einer Theologie her, die insgesamt eher heilsoptimistisch geprägt ist. Dann freilich kommt es ja nicht so darauf an…
Redaktion benachrichtigen Pro Monat einen dreiviertel Tag frei
#1   catharina   10:36:10 | Dienstag, 30. Januar 2007
Eher peinlich.
Tja, was soll man dazu sagen? Am besten man tut das, was dem päpstlichen Privatsekretär besser gestanden hätte. Si tacuisses…
Redaktion benachrichtigen Wem dient der Ökumenismus?
#1   catharina   10:14:56 | Freitag, 26. Januar 2007
Ja, so ist es.
Prof. May trifft ins Schwarze. Er scheint zu vereinfachen (den Theologenkollegen ein Greuel!). Doch gerade damit verschafft er der Wahrheit bei einfachen Menschen Gehör.
Redaktion benachrichtigen „Wir sind völlig anderer Meinung als diese Unglückspropheten“
#101   catharina   10:38:14 | Montag, 15. Januar 2007
Liebe Mitchristen,
es ist doch wirklich bedauerlich, daß sich unter Menschen, denen das Leben in der Nachfolge des Herrn wichtig ist, nicht anders sprechen läßt als in dieser Spalte. Wesentliche menschliche Grundhaltungen (von Tugenden erst gar nicht zu sprechen) bleiben vollends auf der Strecke; um nur einige Beispiele zu nennen: die Fähigkeit, dem anderen zuzuhören, sein Anliegen zu verstehen, ihm höfliches Wohlwollen entgegenzubringen, sich überlegt und angemessen auszudrücken usw.
Übrigens ist das natürlich auch gegenüber den päpstlichen Äußerungen, die hier den Anlaß für die Diskussion bieten, erfordert. Es bedarf eines richtigen Textverständnisses, eines Einblickes in den Kontext und (hier spreche ich für die Kinder der Kirche) einer gläubigen Ehrfurcht im Blick auf den Vicarius Christi.
Anders wird man nicht von der Stelle kommen, sondern im wahren und eigentlichen Sinne „discussio“ betreiben. Und das ist doch schade, ja erbärmlich, nicht wahr?
Redaktion benachrichtigen Lefebvristische Dummköpfe
#36   catharina   22:49:55 | Montag, 8. Januar 2007
„Intelligenzprobleme“?
Jedenfalls sind Ähnlichkeiten mit erregt wider Benedikt XVI. protestierenden Muslimen, welche seine Ansprache in Regensburg nie gelesen haben, rein zufällig.
Übrigens: Cyprian hat in seinem Entwurf zum Patronageprinzip den Filmkritiker vergessen, dessen spanischer Name uns direkt auf den „Weg“ zur „Schmiede“ weist. Also: Videtur quod –-
Sed contra: Regina Einig wurde m.W. wegen ihrer Nähe zu traditionsverbundenen Kreisen bei EWTN gefeuert. Von ihr stammen übrigens auch die besten Artkel des Redaktionsteams. (Hoffentlich schade ich Ihnen hiermit nicht, liebe Regina!)
Redaktion benachrichtigen Der Bischof von Regensburg widerspricht dem Zweiten Vatikanum
#54   catharina   21:42:10 | Samstag, 6. Januar 2007
Distinguo!
Zu unterscheiden ist die Ebene der natürlichen Gotteserkenntnis und der Religionsphilosophie von derjenigen der göttlichen Offenbarung und des übernatürlichen Glaubens. Innerhalb letzterer muß nochmals unterschieden werden zwischen der begonnenen Selbstoffenbarung Gottes im Alten Testament und ihrer Vollendung im Neuen Bund.
Ein Mensch, der einen einzigen, personalen Gott als Urgrund allen Seins und Richter der Menschen anbetet, der mag über Ihn falsche Vorstellungen haben und Ihn in einer Weise verehren, die Gott nicht will – dennoch wendet er sich an diesen einen, einzigen Gott. Insofern ist es derselbe Gott.
Weil dieser Mensch aber falsche Vorstellungen mit Gott verbindet, mit Ihm eine Offenbarung in Verbindung bringt, die nicht von Gott stammt (in unserem Fall die des Koran), betet er Ihn objektiv betrachtet – über das Subjektive können und wollen wir niemals urteilen – nicht rechtens an. Das Bild, das er von Gott hat, ist nicht der wahre Gott, sondern ein menschliches oder gar dämonisches Wahngebilde. Und insofern ist es natürlich nicht derselbe Gott.
Trinität und Menschwerdung liegen auf der Ebene der absoluten Glaubensmysterien. Ein Christ kann niemals wieder hinter sie zurückgehen, ohne ein Apostat zu werden. Die Juden und Muslime aber mögen dahin gelangen, damit Ihnen das Licht Gottes aufstrahle im Antlitz Jesu Christi.
Beten wir gemeinsam darum, liebe Freunde?
Redaktion benachrichtigen Papst in Suppenküche + …
#3   catharina   09:42:09 | Freitag, 5. Januar 2007
Sedisvakantist
„Er verweigerte sich dem konziliaren Kurs. In den Folgejahren arbeitete er in der Sachkatalogisierung der Bibliothek des Trierer Priesterseminars und betreute in verschiedenen Hauskapellen, unter anderem in Stuttgart, Mettlach, Mürlenbach, kleine Gruppen von Gläubigen, die sich dem Glauben und der Liturgie ihrer Väter verpflichtet fühlten.“
De mortuis nihil nisi bene. Dennoch bedarf es der Ehrlichkeit halber folgender Ergänzung: Der verstorbene „servus fidelis“ blieb den Nachfolgern des Herrn nicht treu, sondern betrachtete den Stuhl Petri für unbesetzt.
Redaktion benachrichtigen Ein Freund der Alten Messe und der Lateinischen Sprache?
#16   catharina   15:53:18 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Budenheimer Heilige Messe
Die Heilige Messe zelebriert Prof. May täglich um 7.30 Uhr, werktags in der Krypta und sonntags in der Dreifaltigkeitskirche in Budenheim am Rhein (nördlich von Mainz-Mombach), Gonsenheimer Str. 41a-43.
Redaktion benachrichtigen Sinnstörender Fehler
#1   catharina   15:49:06 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Aber doch!
Selbstverständlich setzt der Zugang zur Heiligen Kommunion die Konversion voraus! Die Eucharistie ist das Sakrament nicht nur der persönlichen Vereinigung mit Jesus Christus, sondern auch der kirchlichen Einheit. Hier wird sie in besonderer Weise sichtbar. Wer sich aber dieser Einheit nicht in eindeutiger Weise angeschlossen hat und zu ihr bekennt, der kann auch die heilige Kommunion nicht empfangen. So hat es die Kirche immer verstanden.
Wer sich dasrüber anders erklärt, trägt die kirchliche Einheit zu Grab.
Redaktion benachrichtigen Ein Freund der Alten Messe und der Lateinischen Sprache?
#12   catharina   13:17:42 | Donnerstag, 4. Januar 2007
Es ist tatsächlich davon auszugehen,
daß Karl Kardinal Lehmann auf jene heilige Messe anspielt, die täglich von Prof. May in Budenheim zelebriert wird.
Und es spricht, mit Verlaub gesagt, nicht für die journalistischen Fähigkeiten der kreuz.net-Redaktion, auf diese Äußerung des Kirchenfürsten hereingefallen zu sein. Das hätte man doch durchschauen sollen: Bisher war ihm die beträchtliche Gemeinde, die sich da allsonntäglich zu ungünstiger Zeit (7.30 Uhr) in der wenig schönen Kirche zur Messe versammelt, ein Dorn im Auge, jetzt aber spielt er sich als weitherziger Gönner der Gläubigen auf…
Redaktion benachrichtigen Der Bischof droht mit dem Staatsanwalt
#489   catharina   22:48:32 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
Rast an Herrn Rothenberger:
dem Rotary-Club beitreten, denn die Mitglieder (Brüder )dürfen ja untereinander nicht streiten (cf. die „Diskussion“ zwischen den Brüdern Lehmann und Küng beim Ulmer Katholikentag). Auf diese Weise wäre zumindest ein Minimum mitmenschlichen Umgangs sichergestellt.
Redaktion benachrichtigen Wiederholungstäter
#26   catharina   12:11:44 | Mittwoch, 20. Dezember 2006
S.E. Bischof Schwarz –-
hat der nicht gerade noch Weihen im Alten Ritus gespendet?
Man ist erstaunt über solche Vielseitigkeit. Oder soll man sagen: Widersprüchlichkeit?
Redaktion benachrichtigen Freimauer beim Papst + …
#1   catharina   09:22:29 | Dienstag, 19. Dezember 2006
B’nai B’rith in Unehren,
aber Freimaurer sind sie denn doch nicht. Sie bezeichnen sich als jüdische Loge, distanzeren sich aber von der eigentlichen Freimaurerei.
Redaktion benachrichtigen Ein neuer Verlag
#7   catharina   17:40:42 | Donnerstag, 14. Dezember 2006
Missa tridentina unter einem Dozulé-Kreuz?
Nichts gegen die überlieferte Heilige Messe und alles, was dazu paßt. Doch schon der Titel des Verlages läßt uns die Stirne runzeln: Unangenehme Erinnerungen an einen Personenkult, der zur Zeit betrieben wird, an Rufe und Händeklatschen, kommt uns da in den Sinn. Und ob Hochwürden in seinem Verlag wohl auch – ähnlich wie in seiner Zeitschrift – „Urkatholisches“ à la Dozulé-Kreuze, Visionen der „Je ne suis rien“ usw. bieten wird? Spätestens dann sollte kreuz.net mit seinen Empfehlungen schweigen.
Redaktion benachrichtigen Erste Heilige Messe auf Schloß Poxau
#2   catharina   14:48:59 | Dienstag, 5. Dezember 2006
Jawohl, Slupicius,
wir wollen solche psotiven Beiträge! Am besten noch psotiver, ja am psotivsten.
Redaktion benachrichtigen Was halten Sie von einer Rückkehr der Alte Messe?
#1   catharina   11:27:24 | Freitag, 24. November 2006
Küng ein „heterodoxer Theologe“?
Wer die göttliche Dreifaltigkeit und die wahre Gottheit Jesu Christi verneint, ist nicht ein heterodoxer Theologe – eine Bezeichnung, die man vielleicht einem ansonsten gläubigen Theologen, der z.B. eine merkwürdige Auffassung über die Engel vertritt, zulegen könnte – sondern ein Apostat. Als unverdächtiger Zeuge zum Fall Küng sei Hans Urs von Balthasar angeführt, der feststellte, sein Landsmann sei kein Christ…
Redaktion benachrichtigen Steckt ‘kath.net’ hinter den Fuldaer E-Mails?
#14   catharina   11:19:26 | Freitag, 24. November 2006
@ stimme der vernunft
Sie langweilen uns mit Ihrer kreuz.net-Sedisvakantismus-Hypothese.
Und Sie offenbaren zugleich Ihre Unkenntnis. Denn hätten Sie sich auch nur ein wenig mit den Inhalten und dem Stil sedisvakantistischer Publikationen beschäftigt, so wären Sie sich der Unhaltbarkeit Ihrer Behauptung wohl bewußt.
Kurzum: Sie sind peinlich.
Redaktion benachrichtigen Den Augen nicht getraut
#5   catharina   16:45:45 | Donnerstag, 23. November 2006
Homosexualität, Kunst und Kirche
In früheren Zeiten mag sich sublimierte Homosexualität noch bei einigen, die diese Neigung verspürten, auf die Kunst inspirierend ausgewirkt haben; man denke an Personen wie August von Platen, Tschaikowski, Thomas Mann (mit Oscar Wilde ging es übrigens in der Zeit seiner gelebten Homo-Beziehung in kreativer Hinsicht abwärts, wie er selbst es in „De profundis“ beschreibt). Heute aber würgt die praktizierte Perversion zumeist auch den Rest echter künstlerischer Begabung ab. Ein Trauerspiel.
Und „die Kirche“ gibt dazu den Segen, anstatt die Erste Hilfe eindeutiger Verkündigung und noch manche weitere Hilfe zu spenden!
Redaktion benachrichtigen Das Problem ist komplizierter
#6   catharina   15:11:44 | Donnerstag, 23. November 2006
PMT-Pontifikalamt in Ingolstadt
Hat Bischof Mixa nicht jüngst seine Zusage, bei der Pro Missa Tridentina das Pontifikalamt in Ingolstadt zu zelebrieren, zurückgezogen?
Ob er diese Entscheidung wohl eher auf seinem Betstuhl, in seiner Studierstube über den liturgischen Büchern oder in einen diözesanen, möglicherweise gar bischöflichen Gremium gefällt hat?
Viel Platz für den kreuz.net-Spekulatius!
Und wenig Grund für tridentinisch-deutsche Hoffnungen! Wenn sich das schon bei Bischof Mixa so verhält…
Redaktion benachrichtigen Hilfsangebot
#36   catharina   08:34:58 | Donnerstag, 23. November 2006
Prosinger, Wildfeuer, Schmidberger
Wie konnte sich so lange eine vielfach erwiesene Falschübersetzung, verknüpft mit offensichtlichen Fehlinterpretationen, im innersten Heiligtum der Kirche, nämlich im Zentrum der heiligen Messe, halten?
Dieses Problem scheint mir schwerwiegend zu sein und ein ungutes Licht auf die gesamte kirchliche Entwicklung post Vaticanum II zu werfen.
Eigentlich müßten das doch auch jene unter den „Traditionalistenkritikern“, die sich noch ein letztes Maß an Objektivität und Ehrlichkeit bewahrt haben, sehen. Und jetzt, da es Rom – wenigstens indirekt – zugibt, müßten die besonders papsttreuen Kräfte sich mit Kraft dafür einsetzen, daß der Mißstand verschwinde.
Aber, siehe da, die Furcht, mit „jenen“ auch nur irgendwie in Verbindung gebracht zu werden, ist allzu groß. Daher relativiert man die Problematik, verteidigt sogar, was nun vonseiten der Autorität überwunden werden soll, und gibt feierliche Anti-FSSPX-Erklärungen ab. Das ist einfach lächerlich.
Bei dieser Gelegenheit einmal ganz herzlichen Dank den hochwürdigen Herren Patres Franz Prosinger FSSP (hervorragende, am römischen Biblicum als Lizentiatsarbeit angenommene Analyse des pro multis) und Michael Wildfeuer (wiederholte, glasklare Stellungnahmen zu diesem Thema). Und warum nicht auch ein Dankeschön an P. Franz Schmidberger für sein Angebot?
Redaktion benachrichtigen Diese Rede wurde wirklich gehalten
#13   catharina   07:39:09 | Donnerstag, 9. November 2006
Offenbarend!
Vorbehaltlich einer letzten noch ausstehenden Klärung des Vorganges darf die Feststellung nicht verboten sein, daß sich hier wieder einmal offenbart, in welchem erheblichen Maße die Kirchenleitung selbst an der gegenwärtigen Krise die Schuld trägt. Fromme Sprüche und Nibelungenschwüre können darüber einfach nicht mehr hinwegtäuschen.
Gewiß, der Papst ist der Papst. Aber die Frage ist doch, was für einen Papst wir augenblicklich haben. Und da gehen die Ansichten auch unter denen, die zunächst wohlmeinend bis enthusiastisch waren, inzwischen erheblich auseinander.
Redaktion benachrichtigen 50% der Priester in Québec homosexuell?
#22   catharina   14:40:04 | Freitag, 27. Oktober 2006
Konsequenz
„Wenn man Tiere, Motorräder und Häuser segnen kann, kann man auch“ – einen Aufmarsch von Neonazis segnen!
Redaktion benachrichtigen Nicht drinnen und nicht draußen – oder doch?
#25   catharina   08:29:21 | Freitag, 27. Oktober 2006
Korrekte Darlegung des Generalvikars.
Warum läßt man diese Ausführungen est gar nicht an sich heran und verhält sich stattdessen wie ein trotziges Kind, das sogleich auf die anderen zeigt: Aber die machen doch auch dieses und jenes, und denen geschieht nichts…!
Wie die katholische Hierarchie mit ungehrsamen Bischöfen, mit „Wir sind Kirche“-Kreisen und anderen Konfessionen umgeht, dafür wird sie einmal vor Gott Rechenschaft ablegen müssen (o ja, das muß sie!). Hier aber geht es um die Priesterbruderschaft St. Pius X.
Redaktion benachrichtigen Eine Versuchung des bösen Geistes + …
#2   catharina   09:15:45 | Donnerstag, 19. Oktober 2006
Judas, der Sohn des Verderbens:
„Es wäre besser für ihn, er wäre nicht geboren.“ (Mk 14,21)
Dieser Satz ist nur dann gültig, wenn er für immer verloren ist.
Davon ist die Kirche auch stets ausgegangen.
Redaktion benachrichtigen Der Ex-Kurienerzbischof Milingo beruft sich auf einen Notstand
#2   catharina   08:58:34 | Donnerstag, 28. September 2006
Doctus cum pietate:
So wurde einst der ideale Priester charakterisiert. Wo der erste Bestandteil fehlt, geht der zweite rasch auf Abwege.
Redaktion benachrichtigen Die Freimauer sind tief in die Kirche eingedrungen
#35   catharina   15:30:57 | Mittwoch, 27. September 2006
Athanasianisches Comeback und Relativierungen
Zunächst einen Gruß an Athanasius(I) und II – es erstaunt mich, daß sein Comeback hier so wenig gefeiert wurde. Auch er ist offensichtlich in der Lage, sein Anstoß-Nehmen an einem (vermeintlich oder tatsächlich?) pornographischen Bildchen später zu relativieren. So wird Athanasius sich gewißlich nicht mehr ereifern, wenn die Kirche manchen mit heftigem „Niemals“ vorgetragenen Bannstrahl einige Jahrhunderte (und nicht bloß Tage) später nicht einmal zurücknimmt, sondern ein wenig verfeinert und so der neuen Lage anpaßt!
Zum Thema: Die Aussagen des Volksanwaltes scheinen ein Gebräu aus Richtigem, Wichtigem und auch Irrigem zu sein. Daß er redselig manches ausplaudert, was ihm redselige Freimaurer ausgeplaudert haben, wirkt sich auf den Vortrag eher popularisierend aus, als daß es dazu beitrüge, ihn seriöser zu machen. Aber es ist ja auch ein Volksanwalt, nicht wahr?
Gehen die falschen Namen vielleicht auf das Konto von kreuz.net?
Bis zu meinem nächste Auftritt in einigen Stunden oder Tagen, lieber Athanasius, verkünde ich modo pathetico: Wenn diese Fehlinformationen nicht sofort berichtigt werden, schreibe ich hier NIE WIEDER!!!
Redaktion benachrichtigen „Erholung suchte ich nur in der Abwechslung der Arbeiten“
#1   catharina   16:43:51 | Montag, 25. September 2006
Einer der Großen
des deutschen Katholizismus der Gegenwart.
Prof. May wäre ein guter Hirte für das Gottesvolk gewesen, hochgelehrt und dabei stark.
Aber leider hat man den (im besten Sinne) pastoralen Professoren die professoralen Professoren vorgezogen!
Redaktion benachrichtigen Käsebrot statt Beichte
#18   catharina   09:27:30 | Donnerstag, 21. September 2006
Selbstverständlich…
… kann der Papst mit seinem Besuch nicht einfach so die Schäden der Entsakralisierung beseitigen.
Die Frage ist aber, ob er das überhaupt will.
Daß Benedikt XVI. es möchte, daran hege ich keinen Zweifel. Aber bloßes „Möchten“ ist bekanntlich ein wirkungsloses Wollen: Man ergreift nicht die Mittel, um das, was man eigentlich gerne hätte, zu erreichen bzw. durchzusetzen.
Einem Papst sind diese Mittel anvertraut. Fein- und tiefsinnige Reden und Predigten kann auch ein anderer Priester oder Bischof halten. In vollem Maße durchgreifen, das ist Aufgabe des Papstes.
Man gewinnt bisher den Eindruck, daß Benedikt XVI. sich mehr als intellektuell-spirituellen Inspirator denn als tatmächtigen Hirten betrachtet.
Pater Recktenwald, der sich über Theologen und Bischöfe sonst recht deutlich äußern kann, sieht Benedikt XVI. scheinbar als einsamen Kämpfer auf weiter Flur. Es ist nicht leicht, diese Anschauung mit der Realität in Einklang zu bringen.
Redaktion benachrichtigen „Ich sah immer die durchtrainierten jungen Priesterstudenten“
#12   catharina   19:05:40 | Dienstag, 19. September 2006
Nicht ganz untypische Verbindung:
Ein theologisches „Weichei“ betreibt Kraftsport.
Redaktion benachrichtigen Ein beeindruckter Papst
#42   catharina   08:40:34 | Donnerstag, 7. September 2006
Das Besondere an Genesis 1?
Im Gegensatz zu den mythologischen Schilderungen der Weltwerdung betont die Bibel, daß die Welt von Gott durch einen Schöpfungsakt hervorgebracht wurde.
Vonseiten Gottes ist es eine Schöpfung aus Weisheit (die Scholastiker würden auch sagen: aus den göttlichen Ideen) und Wille, vonseiten der Kreatur ein reines Geschaffensein (ex nihilo).
Wer sich mit besagten „Schöpfungsmythen“ (die eigentlich keine Schöpfung, sondern eher eine Göttergeschichte schildern, daher zugleich Kosmo- und Theogonien sind) befaßt, stellt bei allen noch so großen Ähnlichkeiten die jeweils größere, weil das Wesen betreffende Unähnlichkeit zu Genesis 1 fest.
Daß der Schöpfungsbericht kein naturwissenschaftlicher Traktat und keine Reportage der Schöpfung ist, versteht sich von selbst. Auch ein Augustinus hätte sich wohl gegen den biblischen Fundamentalismus gestellt, lebte er heute; denn er weist bereits ein wörtliches Verständnis an verschiedenen Stellen der Genesis als „nimis puerilis“ ab.
Die Kirche hat recht, sich gegenüber naturwissenschaftlichen Theorien und Hypothesen indifferent zu verhalten, solange diese sich nicht gegen das Glaubensgut oder die gesunde Philosophie wenden.
Die Essenz von Gen. 1 ist wohl:
a) Gott hat die Welt geschaffen (in oben beschriebenem Sinne).
b) Alles geht auf IHN (und nicht etwa manches auf einen Demiurgen oder ein Gott entgegengesetztes Prinzip) zurück.
c) Die Vielfalt der Schöpfung Gottes ist Gottes Wille.
d) Der Mensch ist nach Seinem Ebenbild geschaffen.
Redaktion benachrichtigen „Made in Germany“ – ein Label für Ramsch aus einem Billiglohnland?
#6   catharina   14:29:38 | Dienstag, 5. September 2006
Murxism oder Marxismus?
„Karl Murx“ hat ja völlig recht. Nur sollte er sich auch selbst an seine Vorgaben halten und (gut deutsch) „Marx“ schreiben, anstatt vorauszusetzen, daß die Leser um die englische Ausspracheregeln wissen.
Redaktion benachrichtigen Was sagt der Münchner Philosoph Robert Spaemann zu Schöpfung und Evolution?
#17   catharina   21:36:55 | Freitag, 1. September 2006
Spaemann ein Häretiker?
Gegenüber der Evolutionshypothese sind vielfältige Anfragen möglich. Man denke nur an das Problem der unauffindbaren Zwischenstufen.
Ich bin daher der bescheidenen Auffassung, daß man den Kreationismus nicht a priori mit fundamentalistischer Ignoranz und Ideologie gleichsetzen darf. Man oft den Eindruck, die Anhänger der Evolutionshypothese seien nicht weniger eingefleischt als gewisse Kreationisten.
Aber dennoch: In welchem Punkt hat sich Robert Spaemann von der traditionellen Lehre der Kirche entfernt?
Der Vorwurf, der hier einem bekanntermaßen glaubenstreuen Philosophen gemacht wird, ist ungeheuerlich, wenn er nicht eindeutig belegt wird.
Redaktion benachrichtigen Wie geht’s mit der Petrusbruderschaft?
#1   catharina   16:47:26 | Mittwoch, 30. August 2006
Petrusbruderschaft
Jetzt darf man wohl auf die Fortsetzung der Artikelserie gespannt sein; denn auf die Frage, wie es mit der Petrusbruderschaft geht, erhält man ja im Teil 1 noch keine Antwort.
Merkwürdiger Zugang zum Thema jedenfalls: Erst die Gebetsstätte und ihr Hintergrund, dann die Äußerungen vom Wallfahrtsdirektor. Hätte man bei einer Artikelserie über die Priesterbruderschaft St. Petrus nicht eher mit einer Einleitung rechnen können, in der die Entstehungsgeschichte der Gemeinschaft, auch die Entwicklungen der Priesterbruderschaft St. Pius X. hin zu den illegal-illegitimen Bischofskonsekrationen von 1988, beleuchtet wird?
Alles in allem versteht es kreuz.net wieder einmal, die Leser in Spannung zu versetzen. Teilen die FSSP-Priester nun Handkommunion aus oder nicht?
Redaktion benachrichtigen Soll ich oder soll ich nicht?
#14   catharina   13:19:46 | Mittwoch, 30. August 2006
Wissenschaftsbegriff
Athanasius’ Feststellung, Theologie und Philosphie seien keine Wissenschaften, geht von einem modernen, an den Naturwissenschaften orientierten Wissenschaftsbegriff aus. Nach den klassischen Definitionen (z.B. scientia als cognitio ex principiis certis) handelt es sich bei beiden Disziplinen ohne jeden Zweifel um Wissenschaften.
Aber man sollte es Athanasius nicht verübeln, daß ihm die Kenntnis der philosophischen und theologischen Tradition fehlt. Nur sollte er selbst dann vielleicht ein wenig bescheidener sein, wenn er sich in Sachen „Tradition“ zu Wort meldet.
Redaktion benachrichtigen Drei Dinge gefallen Gott
#22   catharina   08:26:18 | Freitag, 25. August 2006
Steinbruchexegese hin, Steinbruchexese her:
Interessant, daß von den Kritikern keiner auch nur eine einzige Schriftstelle, geschweige denn ihren Kontext und bibeltheologische Verbindungslinien anführt.
Die Methode ist sattsam bekannt: Führt jemand einzelne Stellen an, erhebt man sogleich den Vorwurf des Fundamentalismus und ruft nach wissenschaftlicher Exegese, argumentiert jemand allgemein und ohne Stellenangaben, so fehlt seinen Ausführungen die Verwurzelung im Wort Gottes.
Redaktion benachrichtigen Das Gespräch muß weitergehen
#28   catharina   19:27:58 | Dienstag, 8. August 2006
Dieser künftige St. Galler Bischof
ist nicht geeignet, das Vertrauen der Treugläubigen in die Personalentscheidungen bzw. -kompromisse des Heiligen Stuhls zu stärken.
Redaktion benachrichtigen Eine einzigartige Aktion
#2   catharina   10:03:38 | Freitag, 4. August 2006
Einzigartig!
Aber: Wird dennn den Priestern auch zugleich eine Lateinschule mitgeschickt?
Sicheres Beherrschen der kirchlichen Muttersprache ist doch conditio sine qua non für die Zelebration der überlieferten Meßliturgie.
Und natürlich gehört dazu auch die klassische Theologie…
Redaktion benachrichtigen Die Antwort auf den Modernismus
#11   catharina   09:54:13 | Freitag, 4. August 2006
Wigratzbad…
… scheint ja recht schöne Kirchen zu haben.
Ist mir dort leider gar nicht aufgefallen…
Redaktion benachrichtigen Warum Eltern ihre Kinder vor dem Staat schützen sollten
#111   catharina   09:41:09 | Freitag, 4. August 2006
Das eigentliche Skandalon
Weshalb muß Herr Hageböck, katholischer Lehrer an einer freievangelischen Schule, hier seine Stimme erheben?
Weil die offiziellen Stellen der katholischen Kirche dazu schweigen. Wir warten noch immer auf ihren starken Protest – vergeblich!
Zu den Wächtern, den episkopoi, spricht Gott (Ez 33,6f.): „Wenn der Wächter das Schwert kommen sieht und stößt nicht in die Trompete und das Volk wird nicht gewarnt, und das Schwert kommt und rafft einen von ihnen fort, so wird dieser infolge seiner Schuld hinweggerafft, sein Blut aber fordere ich von der Hand des Wächters.“
Wenn nur einer hinweggerafft worden wäre! Nun aber es sind Tausende.
„Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“ (Mt 18,6)
Und was geschieht mit denen, die tatenlos zuschauen? Die schweigen, wo sie ihre Stimme erheben müßten?
Unsere Oberhirten legen gerne Schuldbekentnisse über das angebliche Versagen der katholischen Kirche in der NS-Zeit ab – und sie versagen heute auf ganzer Linie.
Nochmals das Wort des Herrn durch den Propheten (Ez 34,4f.): „Das Schwache habt ihr nicht gestärkt, das Kranke nicht geheilt, das Verletzte nicht gebunden, das Versprengte nicht zurückgeführt, das Verirrte nicht gesucht, das Kräftige aber niedergetreten und mißhandelt. Da zerstreuten sich meine Schafe, da sie keinen Hirten hatten, und wurden allem Wild des Feldes zum Fraß.“
Danke, Michael!
Redaktion benachrichtigen Ein ehrgeiziges Unternehmen
#12   catharina   12:49:48 | Samstag, 29. Juli 2006
Nüchterne Anmerkung
2. Für die Wiedererrichtung des Königtums unseres Herrn Jesus Christus über die Gesellschaft.
Das Königtum Jesu Christi über die Gesellschaft ist entweder eine Selbstverständlichkeit, da Ihm ja alles unterworfen ist: In diesem Sinne braucht man keine „Wiedererrichtung“ zu erbeten; oder es ist eine (sicher gut gemeinte, aber deshalb nicht minder unrealistische) Utopie.
Ich schlage ganz unpathetisch, schlicht und bescheiden, dabei durchaus schrift- und traditionsgemäß, das Gebet um die Bekehrung der Menschen vor.
Daß ich darum bete, brauche ich dem Papst eigentlich nicht mitzuteilen.
Für ihn aber erbitte ich die Kraft, die Kirche Gottes wirklich zu regieren, denn damit wäre uns allen doch schon viel geholfen, wenn der Papst von seiner apostolischen Vollmacht zur Stärkung der Brüder und zum Schutz der Herde Gebrauch machen würde.
P.S. Weshalb zeigt sich der Generalobere eigentlich, ganz in der Art der nachkonziliaren Bischöfe, immer so grinsend? Weniger wäre mehr.
Redaktion benachrichtigen Predigt mit Majestätsbeleidigung
#84   catharina   14:34:40 | Freitag, 28. Juli 2006
@ Perpetua
Wollen Sie hier denn wirklich die hinlänglich bekannte, unzählige Male schon wiedergekäute 0/8/15-Polemik gegen die liturgischen Veränderungen wie eine Neuheit zum Besten geben?
Nun denn, als christlicher Laie dürfen Sie das. Aber schlimm wird es, wenn auch Priester in diese Gemeinplätze einstimmen.
Haben Sie übrigens Kardinal Ratzingers „Geist der Liturgie“ gelesen? Obwohl vielleicht etwas anders gelagert als die meisten Schriften sog. traditionalistischer Autoren, welche die Frage der Opfertheologie in den Mittelpunkt stellen, schenkt uns dieses Buch doch sehr weitreichende Einblicke in das, was lebendige Tradition unter Liturgie versteht.
Die Beschäftigung mit dem Geist der Liturgie dürfte geistvolle Kritik an den heutigen Zuständen befördern und geistlose Polemik überwinden helfen.
Redaktion benachrichtigen Predigt mit Majestätsbeleidigung
#76   catharina   22:14:36 | Mittwoch, 26. Juli 2006
Cui bono?
Der Kaplan, dem der Neupriester die Primizpredigt anvertraute, hat den Angaben zufolge ganz offensichtlich einen formaliter Fehlgriff getan. Was den Inhalt anbelangt, so scheint er nach der kreuz.net-Zusammenfassung nicht auf der Höhe einer kritischen Auseinandersetzung mit den liturgischen Veränderungen nach dem letzten Konzil gestanden zu haben, die man von einem Priester und Theologen erwarten dürfte. Ein Bärendienst für das berechtigte Anliegen.
Aber seit dem Fall Bruno scheint man Bärendienste in Bayern ja zu schätzen…
Redaktion benachrichtigen Der neue Regens
#12   catharina   21:05:50 | Mittwoch, 19. Juli 2006
„Noch strenger?“
Wo, lieber Adrian, haben Sie denn gehört, daß es im Priesterseminar von Wigratzbad so schrecklich streng zugehe? Manche Leute munkeln im Gegenteil, auch die Disziplin bedürfe einer Reform; schließlich habe das Haus ja den Anspruch, ein tridentinisches Seminar zu sein, und zu diesem gehöre nun einmal eine Ordnung einschließlich Anwesenheitspflicht bei den Vorlesungen und Gebetszeiten (schon recht früh am Morgen), Tischlesung, Zeiten des Schweigens usw.
Ich für meinen Teil würde es vorziehen, als Seminarist in ein sog. strenges Seminar einzutreten. Der feste Rahmen würde mir wohl eher helfen, die persönliche Beziehung zum Herrn auszubauen, als mir dabei schaden. Junge Pflänzlein brauchen zunächst nun einmal einen sicheren und auch festen Rahmen.
Aber ein Seminareintritt kommt ja für mich nicht in Frage…
Redaktion benachrichtigen Der neue Regens
#4   catharina   21:12:58 | Samstag, 15. Juli 2006
Gott sei Dank!
Der neue Generalobere hat mit seinen ersten Entscheidungen in die richtige Richtung gewiesen.
Die Priester Ribeton und Banauch vereinen eine gut fundierte, klar traditionstreue Haltung mit wirklich kirchlichem Geist.
Was Banauch betrifft, so kann ich mich diesmal dem Wiener Ottaviani nur anschließen. Und in Frankreich wird man nach den Streitigkeiten der letzten 6 Jahre in den Gemeinden der Petrusbrüder aufatmen: Abbé Ribeton verrät den Standpunkt der gesunden Traditionstreue (ohne „ismus“) bestimmt nicht.
Übrigens ist die Bestätigung von Abbé de Malleray ebenfalls erfreulich. Abgesehen von seiner hohen Bildung, seinen hervorragenden, wirklich adeligen Umgangsformen und seinen sprachlichen Fähigkeiten (der Franzose war als Seelsorger in London tätig, kann aber auch gut die deutsche Sprache), ist er ebenfalls ein Mann, der für die Treue zur Gründungsidee kämpfen wird, suaviter in modo, fortiter in re.
Ich spreche sicher vielen traditionsverbundenen KatholikInnen aus der Seele, wenn ich sage: Gott sei Dank!
Redaktion benachrichtigen Ist die Neue Messe eine Sünde?
#18   catharina   18:55:02 | Freitag, 14. Juli 2006
Pater Hönisch
hat wieder einmal seine Unabhängigkeit gegenüber ideologischem Cliquendenken und seine tatsächlich religiös-kirchliche Einstellung erwiesen.
Er macht aus dem überlieferten Missale nicht eine Fahne, die hochzuhalten ist, auf daß die Reihen hinter ihr fest geschlossen seien. Vielmehr geht es Pater Hönisch zunächst um Jesus Christus und um Sein Opfer, dargebracht durch einen von der rechtmäßigen Autorität der Kirche dazu geweihten und beauftragten Priester.
Der erfahrene Seelsorger Pater Hönisch weiß offensichtlich, daß ein lebendiger katholischer Glaube durch die Teilnahme an dem (gewiß in vieler Hinsicht defizitären) Neuen Ritus nicht zerstört wird. Und so hält er mit Recht am kirchlichen Gebot fest. Die Kompetenz, davon zu dispensieren, liegt ja übrigens auch nicht bei irgendwelchen religiösen Gemeinschaften, sondern bei der zuständigen Hierarchie, nicht wahr?
Der glaubenstreue und Jesus liebende Katholik wird ohne Zweifel in den durchschnittlichen Heiligen Messen nach dem Missale Pauls VI. manchen Stich ins Herz erhalten. Aber er wird sich dort vielleicht besonders bemühen, Seinem Erlöser aus vollem Herzen die Ehre zu geben – und wird nachher die traditionelle Meßliturgie in ihrer Glaubensklarheit und Ehrfurchnoch mehr schätzen.
Übrigens: Manche rasanten Zelebrationen nach dem überlieferten Ritus bedeuten einen mindestens ebenso großen Angriff auf die Andacht, ja zuweilen auf den Glauben religiös sensibler Menschen wie die durchschnittlichen Novus-Ordo-Messen…
Redaktion benachrichtigen Der neue Generalobere der Petrusbruderschaft
#2   catharina   10:11:31 | Samstag, 8. Juli 2006
Grund zur Freude
Nun hat die Priesterbruderschaft St. Petrus doch das, was sie während sechs Jahren ersehnte: einen selbstgewählten Oberen. Der Gehorsam hat sich gelohnt, die Geduld Rosen gebracht.
Möge Fr. Berg gesegnet sein und selbst ein Segen für viele sein!
Redaktion benachrichtigen Blauer Brief
#10   catharina   18:15:03 | Freitag, 30. Juni 2006
„Nur“?
Nur ein „vom Teufel besessenes oder krankes Gehirn“ könne zu einer solchen widerlichen Diffamierung imstande sein.
Tertium non datur?
Redaktion benachrichtigen Auf der Suche nach dem historischen Ungeist
#60   catharina   08:51:15 | Freitag, 30. Juni 2006
Union eingeschlossen
Tatsächlich, die NPD ist keine christliche Partei. Und sie erhebt auch wenigstens nicht den Anspruch, eine solche zu sein. Meiner bescheidenen Meinung nach ist sie für einen Katholiken nicht wählbar. Dennoch wird man darauf hinweisen dürfen:
– Wenn die NPD angeblich die Abtreibung im Fall von Ausländern und Behinderten bejaht, so ist sie auf diesem Gebiet immer noch eingeschränkter als unsere etablierten Parteien, die Union eingeschlossen. Und es ist doch bemerkenswert, daß sie alle schlußendlich über Pro Familie und die IPPF das Gedankengut der NS-Ideologen fortsetzen!
– Nicht die NPD, sondern die etablierten Parteien, die Union eingeschlossen, beteiligen sich an einer offenen moralische Zersetzung, wie sie ihresgleichen in der Geschichte sucht.
– Außerdem sind es die etablierten Parteien, die Union eingeschlossen, die nun auf dem Wege von Antidiskriminierungsgesetzen einem Gesinnungsterror die Wege bereiten, der – mit Verlaub gesagt – nicht minder gefährlich ist als kahlköpfige Schläger in Cottbus und sonstwo.
Davon aber sprechen die Hirten auffällig wenig.
Exzellenzen, ein paar nette Hinweise auf „christliche Werte“ reichen nicht mehr aus!
Redaktion benachrichtigen Ein Fall für den Gesinnungsrichter?
#2   catharina   14:55:57 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Wäre es doch so!
Dennoch sei die Kirche weiterhin entschlossen, das menschliche Leben zu verteidigen.
Wären ihre Vertreter das doch wirklich. Doch die Bischöfe des deutschen Sprachraums – von Ausnahmen einmal abgesehen – stimmen doch lieber in das Klagelied vom angeblichen Versagen ihrer Vorgänger in der Nazizeit ein, als daß sie gegen Abtreibung, gegen Homo-„Ehe“, gegen Antidiskriminierungsgesetz usw. lauthals die Stimme erheben.
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#7   catharina   14:51:14 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Mit Verlaub,
aber vielleicht ist das ja wirklich eine Weise von interreligiöser Zusammenarbeit und von gemeinsamem Einsatz für religiöse Grundwerte, die in Jerusalem durch Juden, Muslime und Christen gezeigt wird?
Jedenfalls ist die praktizierte Homosexualität für alle drei Religionen ein Greuel vor Gott. Und damit auch eine Entweihung der heiligen Stätte.
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#79   catharina   16:22:58 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Werter Herr Dr. Regazzoni,
zum Glück kann ich Sie trösten: Papst Johannes Paul II. hat sehr wohl die Unternehmungen seines großen Vorgängers Pius XII. zur Errettung der Juden erwähnt; er hat auch den französischen Jesuiten und Kirchenhistoriker P. Blet für seine Arbeit zur Verteidigung des Pastor Angelicus gelobt.
Die Särge der beiden Päpste habe ich mir ehrlich gesangt gar nicht näher angesehen, doch bin ich der bescheidenen Meinung, daß ein geöffnetes Evangeliar ein christliches Symbol sei und wohl passender für einen Papst als z.B. ein opulentes Monument mit heroisierender Darstellung des Verblichenen, wie es auch zuweilen zu sehen ist. Ich selbst ziehe natürlich das Kreuz vor.
Seien Sie und Ihre lieben Mitstreiter herzlichst gegrüßt von
Catharina
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#72   catharina   13:42:48 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Es lebe der Notstand!
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. braucht zur Rechtfertigung ihrer Existenz und ihres Wirkens den Notstand.
Deshalb nimmt sie dankbar jede neue Skandalnachricht auf, sucht sie in neueren Dokumenten nach Widersprüchen zur traditionellen Lehre (die sie notfalls, damit Notstand sei, auch konstruiert) und erklärt Beichtväter außerhalb ihrer eigenen Reihen für inakzeptabel.
Ja, was täte man, müßte man zugeben, daß doch kein Notstand besteht, es sei also – bei allen Krisenerscheinungen post Vaticanum II – weiterhin möglich, in der sichtbaren Gemeinschaft mit Papst und Bischöfen Gott und Seiner Offenbarung treu zu bleiben, Ihn über alles zu lieben, Ihm wohlgefällig zu leben und Ihm zu dienen!
Verständlich, daß man vonseiten der Bruderschaft diese Möglichkeit a priori ausscheidet:
„Und so schloß man messerscharf,
daß nicht sein kann, was nicht sein darf.“
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#58   catharina   09:08:38 | Donnerstag, 22. Juni 2006
@ Herrn Dr. Regazzoni
Es ist wahr, sehr geehrter Herr Dr. Regazzoni, daß sich Kardinal Ottaviani nicht einfach kategorisieren läßt. Sie selbst machen es Ihren Gegnern da weitaus leichter. Ihr scheinbar sehr kenntnisreiches, in Wirklichkeit aber düster-schlichtes, von Frevlern und Freimaurern gespicktes Welt- und Kirchenbild bereitet keine Interpretationsschwierigkeiten. Die Sicherheit, mit der Sie auch in kontingenten und personalen, also nicht dogmatischen Fragen Stellung beziehen und apodiktisch urteilen, gibt zudem manchen Aufschluß über Sie selbst. Psychologisiererei ist unanständig. Gleichwohl müssen Sie wissen, daß Sie andere geradezu in Versuchung führen, Sie zu analysieren, so wie ja auch Sie sich befugt sehen, immerhin die letzten Vikare Jesu Christi zu be- und vor allem verurteilen.
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#15   catharina   15:09:49 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Sagen wir es offen…
Angenommen, eine autokephale „Kirche“, die sich aus solchen zusammensetzen würde, welche einmal durch das Papsttum verwundet wurden, stünde in Reunionsvereinigungen mit Rom. Die Leitung dieser Gemeinschaft (selbstverständlich nach Eigenverständnis kein Papst) erklärte nun in einem Interview, wo die Schwierigkeiten der Einigung liegen. Das könnte dann so lauten:
Sagen wir es offen: Warum wenden sich so viele Gläubige an uns? Die meisten deshalb, weil ihnen durch das Papsttum Wunden geschlagen worden sind. Daraufhin haben sie einen Schritt gewagt, der sie eine gewaltige Überwindung gekostet hat, weil sie geschockt worden waren. Jetzt haben sie dank unserer autokephalen Kirche ihren Seelenfrieden wiedergefunden. Sollen wir da sagen: „Wir werden Ihre Rechtslage in Ordnung bringen, Sie können in Ihrer Gruppierung verbleiben, aber Sie müssen das andere, das Sie verletzt hat, anerkennen“?
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#6   catharina   14:30:23 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Folglich kein Notstand
(…) – wenn zum Beispiel der Papst sagt, daß die Überlieferung ein Lebensrecht besitzt, dann könnten wir nicht mehr von einem Notstand sprechen.
Niemals hat der Papst bestritten, daß die Überlieferung der Kirche ein Lebensrecht besitzt. Im Gegenteil. Man lese nur die Katechesen aus neuerer Zeit. So Erleuchtetes ist nicht oft über das Wesen der Überlieferung zu vernehmen, auch nicht bei denen, die sich die Tradition besonders auf ihre Fahnen geschrieben haben und dabei doch zumeist nur ein sehr oberflächliches und enges Bild von ihr zeichnen.
Da nach dem Papst die Überlieferung nicht nur ein Lebensrecht hat, sondern zum Wesen des ganzen kirchlichen Lebens gehört, kann man also nicht mehr von einem Notstand sprechen.
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#14   catharina   15:10:13 | Dienstag, 20. Juni 2006
Liebe Aphrodite,
tatsächlich ist nur einer der drei in Theologenkreisen einigermaßen bekannt, nämlich Manfred Hauke, der lange Zeit Assistent von Ziegenaus in Augsburg war, dann ordentlicher Professor für Dogmatik in Lugano wurde. Seine großen Arbeiten über das Problem des Frauenpriestertums und über die Erbsünde haben allgemein Beachtung gefunden. Freilich liegt Hauke wegen seiner kirchentreuen Theologie nicht allgemein im Trend. Könnte es daran liegen, daß Sie von ihm bisher nichts gehört haben?
Übrigens ist die Lektüre von Balthasars immer sehr inspirierend und eröffnet manche wichtigen Zusammenhänge. Insbesondere seine Gabe, das Denken großer Theologen, Philosophen und Dichter zu sichten und darzustellen, war herausragend.
In theologisch gewichtigen Fragen ist er allerdings nicht ungefährlich. Hier wäre nicht nur seine die Apokatastasis nahelegende Eschatologie (Hoffnung auf das Heil aller Menschen) zu erwähnen, sondern auch manches z.B. aus dem Bereich der Trinitätslehre und der Ekklesiologie.
Adrienne von Speyr als echte Mystikerin zu betrachten, erscheint mir nach Beschäftigung mit ihren Werken als völlig inakzeptabel. Es wirft kein gutes Licht auf von Balthasars discretio, sich so mit ihr verbündet und sein eigenes Werk als mit ihrem untrennbar vereint erklärt zu haben.
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#1   catharina   08:43:29 | Freitag, 9. Juni 2006
Konzil, Synode und Rahner
Diese Trias muß man sich wahrlich im Munde zergehen lassen!
Redaktion benachrichtigen Bart statt Bares
#95   catharina   13:14:50 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Wie immer:
Man ist völlig vom Thema abgekommen. Deshalb zur Pornographie noch eine Überlegung:
Sie ist extrem frauen- und leibfeindlich (im Fall von abgebildeten Männern auch männerfeindlich). Der dargestellte Mensch wird zum Objekt degradiert, der Betrachter auf das Triebhafte reduziert. Auch wird man den dargestellten Menschen sogleich „entsorgen“, wenn er nicht mehr den geilen Ansprüchen der Konsumenten entspricht. Gegen so etwas muß einfach eingeschritten werden! Respekt vor diesen Juden!
Redaktion benachrichtigen Für den Papst – persönlich!
#9   catharina   12:51:17 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Fiat, fiat!
Diese Bitte an den Papst drückt einen Wunsch vieler Katholiken aus. Ist ist wahrhaft würdig und recht, angemessen und heilsam, das Pfingstfest eine Woche lang – mit den kostbaren Quatembertagen versehen – zu feiern. Ja, möge das Jahr 2007 über die Kreise der Gläubigen hinaus, welche der liturgischen Tradition verbunden sind, wieder eine Pfingstoktav haben.
Redaktion benachrichtigen Wurde die Versöhnung gestoppt?
#12   catharina   20:22:01 | Dienstag, 6. Juni 2006
Karim, konkrete Kirche und Ketzerei
Karim spricht in seinem Beitrag das Entscheidende, zugleich das Unterscheidend-Katholische an: die missio durch die konkrete kirchliche Hierarchie. Bezeichnenderweise übergeht man diese Wortmeldung vollständig.
Bischof Breton spricht nur eine katholische Selbstverständlichkeit aus, wenn er dazu auffordert, die Kirche so zu lieben, wie sie ist. Auch ein geschundener Leib Christi ist der Leib Christi! Keine Frage, daß man die Überwindung der Krise wünscht. Aber eben aus Liebe zur Kirche, zu dieser Kirche.
Wer an ihre Stelle seine eigene Vorstellung einer vollkommenen Kirche setzt, ist im eigentlichen Sinne des Wortes ein „Ketzer“.
Redaktion benachrichtigen Mütterlicher Instinkt + …
#1   catharina   09:26:14 | Freitag, 2. Juni 2006
Rechtschreibung und Rechtspolitik
„Bundesrat Christoph Blocherm“ – Auffällig, wie das orthographische Niveau von kreuz.net in der letzten Zeit gesunken ist.
Die Ausführungen dieses Politikers zeigen wieder einmal, wie wenig die Einordnung in rechtes und linkes Spektrum zu sagen hat.
Redaktion benachrichtigen Wie Tag und Nacht
#9   catharina   20:58:13 | Dienstag, 30. Mai 2006
Nachkonziliares Komponistenleid
Der Artikel geht am eigentlichen Problem vorbei.
Nicht der Gegensatz zwischen hellen und frohen Klängen auf der einen, dunklen und ernsten auf der anderen Seite ist das Problem, vielmehr die Tatsache, daß die Kirche auf die falsche Moderne setzt, nämlich die des Entertainments, der oberflächlichen Stimmungsmache.
Dadurch wurden seriöse katholische Komponisten wie Messiaen und Penderecki auf die Seite geschoben. Erfreuliche Ausnahme: Die „Berliner Messe“, die Arvo Pärt (russisch-orthodoxer Christ) für den Katholikentag in Berlin geschrieben hat. Aber leider bestätigen Ausnahmen die Regel…
Redaktion benachrichtigen Sodoma und Gomorra auf dem Katholikentag
#16   catharina   17:39:03 | Donnerstag, 25. Mai 2006
Papst und Katholikentag
Man wünschte, der Papst hätte seinen Nuntius mit einer Bannbulle zu dieser Veranstaltung geschickt!
Redaktion benachrichtigen „Es gab keinen Kahlschlag“
#3   catharina   13:55:55 | Dienstag, 16. Mai 2006
Nicht mehr „so einförmig“
Aber Eminenz,
gerade heute ist doch die Kirche schrecklich einförmig geworden: fast überall dieselbe geistferne Theologie; Verlust der Orden in ihrer herrlichen Vielfalt (Benediktiner, Franziskaner, Dominikaner, Jesuiten waren einmal – selbstverständlich innerhalb des einen Glaubens – völlig verschiedenartige „Typen“); liturgische Wüsteneien von den Kathedralen bis in die kleinsten Landpfarreien; das stereotype Pastoralgewäsch landauf-landab usw. usf.
Nein, vielgestaltiger ist Erscheinungsbild und Leben der Kirche leider nicht geworden.
Redaktion benachrichtigen Mit dem Papst möchte er über den liturgischen Wildwuchs reden
#80   catharina   13:25:17 | Dienstag, 16. Mai 2006
Marcel!
Sie schließen Ihre Ausführungen mit dem rätselhaften Ausdruck „Qui bono.“ Ist das Ihr Zweitname, mit dem Sie unterschreiben? Ist es ein Zeichen für Mitglieder Ihrer Geheimgesellschaft? Oder haben Sie sich einfach vertippt und meinten „Cui bono?“ (als Frage natürlich mit dem entsprechenden Zeichen zu versehen)?
Wie dem auch sei, angesichts dieses Rätsels stellt sich mir die Frage: Cui bono?
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#50   catharina   13:15:08 | Dienstag, 16. Mai 2006
@ Marcel
Sie sind wirklich nie um eine Antwort verlegen! Schnell haben Sie die Irrtümer Ihres Gesprächspartners (wie in meinem Fall jenen über das Alter der Bischöfe) wahrgenommen, schaffen es dabei aber, auf sehr liebenswürdig-diskrete Weise darauf hinzuweisen. Und natürlich verlieren Sie als guter Traditionskatholik sich nicht in Nebensächlichkeiten, sondern behalten das Eigentliche fest im Auge.
Vielleich können Sie daher auch die von mir schon mehrmals aufgeworfene, jedoch nie beantortete Frage klären, die da lautet:
Der 7. Kanon des Dekrets über das Weihesakrament, verurteilt diejenigen, die behaupten,
„eos, qui nec ab ecclesiastica et canonica potestate rite ordinati nec missi sunt, sed aliunde veniunt, legitimos esse verbi et sacramentorum ministros“,
daß also solche, die weder von der kirchlichen und kanonischen Autorität rechtens geweiht noch gesandt sind, sondern anderswoher kommen, rechtmäßige Diener des Wortes und der Sakramente seien.
Frage: Welche rechtmäßige kirchliche und kanonische Autorität hat die Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. ernannt, geweiht, gesandt?
Danke im voraus, werter Marcel
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#38   catharina   10:55:36 | Dienstag, 16. Mai 2006
Grüß Gott, Marcel!
Sie schreiben in einer erstaunlichen Mixtur von feiner englischer Art, chestertonianischer Unterhaltsamkeit und einem kühlen Understatement, das ebenfalls very british klingen soll, u.a.:
Bei „Ladykillers“ mit Alec Guiness habe ich aufgepaßt: älteren Damen ist nicht immer zu trauen…
Ein Film ist nicht die Wirklichkeit? Stimmt. Doch Guiness konvertierte zur Kirche durch seine Rolle im Father Brown.
Diese vielleicht sehr männlich gemeinte Logik hält der weiblichen ratio nicht stand!
– Wer Bischof Fellay vor ca. 20 Jahren gesehen hat, muß heute noch keine ältere Dame sein, oder?
– Was hat die Konversion des großen Sir Alec Guiness aufgrund einer „Father Brown“-Rolle mit ihrem Gedankengang zu tun? Ach so, ich verstehe: Chapeau! Respekt vor Ihrer Bildung!
– Auch Ernst Jünger kennen Sie also! Und wissen bestimmt auch, in welchem Alter er noch den Weg zur Catholica fand (schade, daß Sie es nicht eingefügt haben, es wäre für Ihre Argumentation bestimmt eine starke Stütze gewesen!). Aber das Alter Ihrer „guten Bischöfe“ scheinen Sie dann doch nicht zu kennen. Aber macht ja nichts, jeder kann sich einmal um ein paar Jahre täuschen, oder?
Werter Marcel, Ihre Beiträge sind amüsant. Aber vermutlich doch in einer anderen als der von Ihnen intendierten Weise…
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#34   catharina   10:02:18 | Dienstag, 16. Mai 2006
„Dogmatisch“
Graf von Galen (!) schrieb:
„… wieso diese allem Anschein nach von Rom gezwungen werden soll,nichtdogmatische Aussagen von VII z.B. zur Religionsfreiheit, die auch noch in Widerspruch zur früheren Lehre der katholischen Kirche stehen, anzunehmen.“
Hierzu ist zu bemerken:
a) Rom übt keinen Zwang aus. Die FSSPX – und jedes ihrer Mitglieder – kann sich frei entscheiden. Gerade den Zwang im religiösen Bereich weist ja übrigens Dignitatis humanae strengstens zurück.
b) Den Aussagen über die Religionsfreiheit kommt gewiß nicht die dogmatische Qualifikation de fide definita zu, sind sie doch mehr pastoral und praktisch als dogmatisch gelagert. Insofern sie aber die Glaubenslehre der Kirche betreffen, haben sie doch auch dogmatische Relevanz.
c) Dignitatis humanae steht nicht in einem Widerspruch zur unwandelbaren Lehre der Kirche, sondern ist ein (wohl nicht in jeder Hinsicht gelungener) Versuch, die gültigen Prinzipien auf die Gegebenheiten der Gegenwart anzuwenden.
Bemerkung:
Der Ausdruck „dogmatisch“ wird von vielen sog. traditionellen Katholiken allzu eingeengt im Sinne von „unfehlbar“ verstanden. In Wirklichkeit meint „dogmatisch“: „die Glaubenslehre betreffend“. Auch in Dogmatikhandbüchern wie denen von Scheeben, Klee, Bartmann, Brinktrine, Premm, Diekamp, Pohle usw. finden sich mitnichten nur die infalliblen Definitionen des Lehramtes- und übrigens nicht einmal in der Kurzfassung von Tanquerey oder im kompakten Ott.
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#25   catharina   22:31:38 | Montag, 15. Mai 2006
@ Marcel!!!
Wie Sie es wieder verstanden, meinen Beitrag so charmant, ja beinahe galant zu kommentieren! Das ist ein wahrer Gentleman, der angesichts einer Tarantel davon abzusehen vermag, daß sie eine Giftspinne ist!
Zu Ihren freundlichen Anmerkungen ist nur so viel hinzuzufügen, daß
a) mir im Falle Mgr. Fellay (den ich übrigens des öfteren, auch schon vor ca. 20 Jahren, „live“ erlebt habe) tatsächlich ein Bild oder eine Überschrift ausreicht, um auch über den gebotenen Inhalt im Bilde zu sein, daß aber
b) daran selbstverständlich die unterwanderten Medien (kreuz.net eingeschlossen?!) ihr gerütteltes Maß an Schuld tragen, weil sie mir selbstverständlich die bedeutenden Psalmenkommentare des Bischofs, seine vertiefenden Vorträge über die Abschiedsreden des Herrn und die Christologie des heiligen Paulus, vor allem aber seine wegweisenden Ausführungen über das Christsein im Alltag vorenthalten.
Lieber Marcel, da Sie sonst so findig sind und auf viele Links hinweisen: Könnten Sie nicht auch hier helfen und uns die andere Seite des Bischofs zugänglich machen? Oder existierte sie wirklich nur extravirtuell?
„Die Gnade ist wie ein freundliches Lächeln: leuchtend und einladend! Beantworte Gottes Lächeln an dich – und gib es anderen weiter!“ (Mgr. Bernard Fellay, Worte wie Sonnenstrahlen, Ecône 2005)
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#9   catharina   17:37:05 | Montag, 15. Mai 2006
Es stellt sich die Frage…
… nach dem Informationswert dieser Artikelserie.
Schon von meinem Kenntnisstand aus betrachtet (den hier manche nicht besonders hoch einschätzen) würde es durchaus reichen, nur eine Überschrift „Bischof Fellay sagt…“ oder ein Bild des immer so sympathisch lächelnden Schweizers zu veröffentlichen. Ich wüßte dann bereits, was kommt.
Das ist übrigens bei unserem Papst anders: Der ist in seinen Ansprachen weitaus vielseitiger und hat z.B. die Psalmenauslegungen seines Vorgängers abgeschlossen, dabei manches aus dem Schatz der Väter des Ostens und des Westens hervorgeholt.
Exzellenz Fellay, wie wäre es einmal mit einer Auslegung der Psalmen, mit etwas Nahrung für Herz und Seele?
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#131   catharina   20:20:34 | Samstag, 13. Mai 2006
Selbstverständlich…
…ist im Zusammenhang des eucharistisch vergegenwärtigten Bundesopfers das allein verbürgte „perì pollôn – pro multis – für viele“ richtig. Die Zuwendung der Heilsgnade gilt denen, die den Opfertod des Gottmenschen angenommen haben und in den Bund mit Ihm eingetreten sind. Daß die römischen Autoritäten den sprachlichen Mißbrauch, der zudem theologisch gefährlich ist, bis jetzt nicht abgeschafft, ja ihn selbst in vielen (aber keineswegs allen) landessprachlichen Zelebrationen praktiziert haben, ist in der Tat ein skándalon. Allein, die Gültigkeit der Heiligen Messe ist dadurch nicht betroffen – so weit läßt es der Heilige Geist, der ja dem Lehramt zumindest schützendem Beistand zusichert, nicht kommen.
Redaktion benachrichtigen Was hat der Engel des Herrn mit dem Muezzin zu tun?
#3   catharina   17:48:53 | Samstag, 13. Mai 2006
Jedenfalls…
… legt der Bruder ein klares Bekenntnis zu Jesus Christus ab, und dies in einem freundlichen, unpolemischen Stil. Das müssen vor allem diejenigen zur Kenntnis nehmen, die sich hier ständig über Glaubens-, mehr noch über Kirchenfragen die Köpfe einrennen und dabei wenig von dem spüren lassen, was man gemeinhin unter christlichem Geist und Verhalten versteht.
Was die Rituale betrifft, so scheinen sie mir Surrogate zu sein, die man sich eben schafft, wo der wirkliche, geistinspirierte Ritus gewichen ist.
Redaktion benachrichtigen „Solange Rom auf seiner Haltung verharrt, ist kein Übereinkommen möglich“
#119   catharina   17:41:31 | Samstag, 13. Mai 2006
„Meinung zum Thema“
Eine solche soll hier abgegeben werden.
Aber welches ist denn nun das Thema? Haben wir es bei Murks-Malachias nur mit Variationen in Rothkranz-Stopka’scher Manier zu tun, oder sind diese Schreiber wenig galant zu einem anderen Thema, vermutlich ihrem Lieblingsthema, übergegangen?
Man nehme es mir nicht übel, daß ich mich – bei aller Abneigung, die man als anima christianagegenüber der Psychologisierei hat – manchmal frage, was wohl im Inneren dieser sicher sehr liebenswerten, aber auch etwas anstrengenden Zeitgenossen vor sich gehen mag. Es soll ja auch niemandem benommen sein, sich mit der Psychologie einer Tarantel zu befassen!
Karl Murx hat Recht, wenn er mehr positive Theologie fordert. In diesem Zusammenhang fällt mir – außer den gewiß allerwichtigsten Dokumenten unseres Glaubens, den Bullen diverser Päpste seligen Angedenkens – auch die Heilige Schrift ein. Vielleicht hat sie uns auch etwas zu sagen? Und wäre es nur ein „Fratres, sobrii estote et vigilate“ und ein „Filioli, diligite invicem“…
Redaktion benachrichtigen Geht es um mehr Rechte oder um einen Schlag gegen das Christentum?
#29   catharina   21:38:00 | Freitag, 12. Mai 2006
Couragierte Bischöfe!
Ja, seit längerer Zeit haben unsere Bischöfe schon keinen Mut mehr bewiesen. Auf konservativen Gruppen herumzuprügeln, unliebsame Pfarrer, die für katholische Konsequenz einstehen, in den verfrühten Ruhestand zu versetzen und die kirchliche Hierarchie zur Zeit des Nationalsozialismus zu kritisieren (die im Gegensatz zu unseren Hirten sehr viel riskierten) – dazu gehört nicht viel Mut. Aber ein klares Wort zur Homosexualität, das wäre schon etwas wert.
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#82   catharina   21:21:50 | Freitag, 12. Mai 2006
Es erstaunt mich…
… und erstaunt mich doch nicht, daß von den FSSPX-Apologeten keiner auf meine weiter unten gestellten Fragen eingegangen ist. Kein Athanasius I oder II. Kein Gatte der Evelin. Nicht einmal Marcel, der sich doch so gerne in den Kampf gegen giftige Spinnen wirft.
Dafür lassen sich die Leser auf Nebenschauplätze ziehen. Mag ja sein, daß Herr Murx, der die aus dem Internet zusammengewürfelten Schüleraufsätze eines Herrn Stopka home.arcor.de/…%20als%20solcher.rtf aus dem Internet als Beweisgrundlage für seine Ansichten anführt, mit solchen Dingen persönliche Probleme hat. Aber ist es denn wirklich die Aufgabe dieses Gedankenaustauschs, die fixe Idee des Sedisvakantismus zu therapieren? Meiner bescheidenen Ansicht nach nicht.
Wie wäre es also damit, sich mit den Lehren des Trienter Konzils zu befassen, die im Gegensatz zu anderen hier geäußerten Spekulationen übrigens auch gut biblisch sind?
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#75   catharina   15:17:48 | Freitag, 12. Mai 2006
@Dr. Regazzoni
Nicht ich sage es, sondern Pater de La Margerie SJ, dessen Vater Botschafter beim heiligen Stuhl beim Tode Pius XII war. Sie können es nachlesen ich Archivium pontificae historiae (ich weiss nicht ob ich es richtig geschrieben habe).
Nein, Herr Dr., wenn sich das so verhält, wenn also tatsächlich der Vater von Pater de La Margerie SJ das gesagt hat, ja dann kann man ja wirklich nichts mehr erwidern.
Erst Gadamer und Ricoeur, jetzt auch nach der Vater dieses Paters… Wir geben uns geschlagen!
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#57   catharina   09:48:01 | Freitag, 12. Mai 2006
@ Athanasius
„Diese Aussage betrifft vagantes clerices im ganzen. Ja, das ist wahr. Ich sage ja auch nicht, daß diese gewöhnlich rechtmäßige Diener des Wortes und der Sakramente seien, sondern ich berufe mich auf die Notlage, wie Erzbischof Lefebvre. Den Gläubigen wurde ihr Recht auf die alte hl. Messe und die“
a) Vagante Kleriker sind gewöhnlich nicht rechtmäßige Diener des Wortes und der Sakramente – aber unter außergewöhnlichen Umständen dann doch?
b) Was unterscheidet die Priester der FSSPX in dieser Beziehung von clerici vagantes, die sich doch vermutlich ebenfalls auf eine Notlage berufen?
c) Ist die Auffassung, die Notlage könne an die Stelle der rechtmäßigen Autorität treten und den vaganten Klerikern ihre ansonsten fehlende Legitimation übertragen, mit der katholischen Ekklesiologie vereinbar (von der ich ja leider nichts verstehe, deshalb müssen Sie mir eben helfen!) ?
d) Muß man als Katholik den sichtbar-institutionell-amtlichen Charakter der Kirche als unabdingbar und bleibend bejahen oder kann man unter bestimmten Umständen von ihm absehen?
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#55   catharina   09:17:18 | Freitag, 12. Mai 2006
@ Athanasius (additamentum)
Der 7. Kanon des Dekrets über das Weihesakrament, verurteilt diejenigen, die behaupten,
„eos, qui nec ab ecclesiastica et canonica potestate rite ordinati nec missi sunt, sed aliunde veniunt, legitimos esse verbi et sacramentorum ministros“,
daß also solche, die weder von der kirchlichen und kanonischen Autorität rechtens geweiht noch gesandt sind, sondern anderswoher kommen, rechtmäßige Diener des Wortes und der Sakramente seien.
Frage: Welche rechtmäßige kirchliche und kanonische Autorität hat die Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. ernannt, geweiht, gesandt?
Athanasius, Sie müssen mir mein Null an Ekklesiologie wirklich nachsehen, aber solche Fragen stellen sich mir nun einmal. Und da muß ich doch glücklich sein, einem derartig kompetenten Theologen wie Ihnen zu begegnen, der immer das rechte Zitat eines Kardinals zur Hand hat.
Danke also!
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#53   catharina   09:01:39 | Freitag, 12. Mai 2006
@ Athanasius
Danke für Ihre Zeilen weiter unten! Ich erlaube mir, daraus einen Teil, der sich freundlicherweise auf meinen letzten Beitrag bezieht, zu zitieren:
Ihre eigene Aussagen zeugen von einem NULL an Kenntnissen zur Ekklesiologie unserer römischen Kirche. Denn Kardinal Castrillon Hoyos hat erklärt die Bischöfe der FSSPX seien römisch-katholisch und nicht im formalen Schisma, und der Präsident von Ecclesia Dei ist gleichzeitig auch der Kongregation für den Klerus, was auf innerkirchliche Angelegenheit hinweist.
Mir ist, werter Athanasius, Ihre Argumentation nicht ganz einsichtig. Die untermauern Ihre Einschätzung, meine Ausführungen (die sich auf das Trienter Konzil beziehen), zeigten, daß es es mir an ekklesiologischen Kenntnissen fehle, mit einem „Denn“-Satz, der ein Autoritätsargument bietet: Kardinal Casrillon Hoyos hat gesagt, es liege im Fall der FSSPX kein formales Schisma vor.
Nun wissen Sie so gut wie ich, daß
a) die Lehre eines Konzils der Kirche über einer Äußerung eines Kardinals vor der Presse steht und
b) nur von einem „formalen Schisma“ die Rede ist, wodurch ein „materielles Schisma“ nicht ausgeschlossen ist, welches aber in dem Moment, wo es erkannt und bejaht wird, durchaus als formal zu betrachten wäre.
Ich weiß schon jetzt, daß Sie um eine Erklärung nicht verlegen sein werden, und danke Ihnen im voraus!
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#36   catharina   18:59:28 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Ekklesiologie
Kann man der Kirche einen Dienst erweisen, indem man fundamentale Gegebenheiten des offenbarungsgemäßen kirchlichen Selbstverständnisses umgeht oder mit Füßen tritt?
Gewiß wird Jesus durch Häresie, Ehrfurchtslosigkeiten, peccata contra sextum usw. entehrt. Aber doch auch dadurch, daß man selbstherrlich an Seinem Mystischen Leib herumzerrt und Seine Stellvertreter, Seine Erwählten und Gesalbten dem Gezeter des Pöbels (ja, auch in Tradi-Kreisen gibt es Pöbel!) darbietet.
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#34   catharina   18:30:44 | Donnerstag, 11. Mai 2006
Sendung
Nicht wenige stellen sich die Frage, in wessen Auftrag und Vollmacht Weihbischof Fellay sein Amt ausübt.
Nach katholischem Verständnis bedarf es einer Sendung durch die sichtbare Autorität. Die Berufung auf eine nicht-amtliche, unmittelbar durch Jesus oder eine sonstige himmlische Macht ergangene Sendung, auf einen Auftrag vonseiten „der Kirche aller Zeiten“ oder „der Tradition“ scheidet, weil dem katholisch-inkarnatorisch-sakramentalen Charakter der Kirche widersprechend, von vornherein aus.
Nach dem Trienter Konzil sind die „Hirten“, die ohne Auftrag und Sendung der Kirche auftreten, anderswoher (aliunde) als durch die Türe in den Schafstall eingetreten.
Entscheidung für Jesus ist nach katholischem Verständnis gar nicht am sichtbaren kirchlichen Amt vorbei möglich. Folglich auch nicht das Lehren, Leiten und Heiligen als Priester oder Bischof.
Redaktion benachrichtigen Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
#35   catharina   10:31:09 | Mittwoch, 10. Mai 2006
Dank und Bitte
Dr. R.:Ich habe mir die Mühe genommen, unter Verwertung der Hermeneutik Gadamers und Ricoeurs, die Typologie der Konzilspäpste eingehend zu studieren und bin zum Ergebnis gekommen, dass wir es mit geltungssüchtigen Machtpolitikern zu tun haben. Es gibt ausreichend Beispiele, um es zu belegen
Beeindruckend, werter Herr Dr., daß Sie sich mit so bewährten und in traditionell katholischen Kreisen anerkannten Methoden den entsprechenden Päpsten gewidmet haben. Sie müssen aber wirklich sehr, sehr intelligent und belesen sein!
Darf ich einen Wunsch anmelden? Ich bitte Sie höflich, auch einmal unter Zuhilfenahme S. Freuds und C.G. Jungs die Typologie des gegenwärtigen Pontifex zu durchleuchten. Das könnte ein bahnbrechender Beitrag zur Krisenanalyse und -bewältigung werden.
Redaktion benachrichtigen Kampfesmutige Autoritäten statt stereotype Ausreden
#31   catharina   21:33:22 | Dienstag, 9. Mai 2006
Wann aber…
… druckt kreuz.net die Entschuldigung Weihbischof Fellays für seine öffentlichen Falschaussagen über Monsignore Perl ab?
Auch diese Seite des FSSPX-Generaloberen sollte den geneigten Lesern hier nicht vorenthalten werden; denn sonst könnte der Eindruck entstehen, Bischof Fellay wäre besserwisserisch und hätte es nicht nötig, die Gepflogenheiten des Anstandes zu beachten.
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#24   catharina   19:42:01 | Samstag, 6. Mai 2006
Nova de Tarantula
Marcel sei für seine freundlichen, durch Chesterton abgerundeten Ausführungen gedankt. Es gibt also noch echte Gentlemen.
Was mir allerdings weitaus bedeutender zu sein scheint als die Frage, wer da was einmal wo gesagt hat, ist die Frage: Cui bono? Also:
Wem ist damit gedient, daß ein Bischof und Generaloberer in Predigten einem römischen Monsignore etwas in den Mund legt, was zweifelhaft oder gar unwahr ist? Entspricht es einer christlich-priesterlich-bischöflichen Haltung,
a) die Predigt für solche Angriffe zu benutzen und
b) dabei Dinge zu behaupten, deren Wahrheitsgehalt man augenscheinlich nicht nachgeprüft hat?
Wie genau nimmt man es bei seiner Kritik an den römischen Autoritäten (und wäre es auch nur ein „ewiger Sekretär“) mit der Wahrheit? Ist einem vielleicht sogar – wenn schon nicht jedes, so doch zumindest – manches fragwürdige Mittel recht?
Nein, nach den Interviews der Patres Pfluger („Rettungsboot“) und Lang („Johannes Pauls II. modernistische Seele“) sowie des Bischofs Tissier de Mallerais („Benedikt XVI. als Häretiker / Nein! Nein! Niemals!“) nicht gerade ein Ruhmesblatt.
P.S. Nicht jede überlegte Formulierung muß nicht sogleich Ironie und nicht jede Ironie muß unbedingt boshaft sein, sonst dürfte man Chesterton ohnehin nicht lesen. Bitte stets auf die feinen Nuancen achten, sofern das möglich ist.
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#15   catharina   13:32:58 | Samstag, 6. Mai 2006
Lieber Ottaviani,
nun sind wir ja einen bedeutenden Schritt weiter: Der Monsignore (der „ewige Sekretär“, wie Sie sich scherzhaft auszudrücken pflegen) hat sich damals negativ über besagte Veranstaltung geäußert, das sogar vor Bischof Krenn und Prälat Hesse. Und Sie waren dabei, können es persönlich bezeugen, sind also ein wichtiger Zeitzeuge in dieser Angelegeheit!
Wie dem auch sei, jedenfalls ging es in obigem Artikel m.W. um eine Aussage des Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., die dieser für so wichtig hielt, daß sie an die Stelle der Verkündigung des Wortes Gottes in der Predigt trat – eine Aussage, die sich dann aber als unrichtig herausstellte.
Was Mons. Perl wann und wo wem einmal persönlich gesagt hat, mag ja für manche Kreise höchst interessant sein und bei einem geselligen Beisammensein einen gewissen Unterhaltungswert haben. Daß diesem „ewigen Sekretär“ aber von einem Bischof innerhalb einer Predigt etwas in den Mund gelegt wird, was er nicht gesagt hat, dürfte dann doch von noch höherer Bedeutung sein.
Ich zweifle keinen Moment daran, daß Sie, werter Ottaviani, mir darin zustimmen. Es geht uns ja schließlich um die Wahrheit, nicht wahr?
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#5   catharina   19:22:07 | Freitag, 5. Mai 2006
Lieber Ottaviani,
für Ihren geistreichen Beitrag sei Ihnen herzlich gedankt. Doch entstand bei mir der Eindruck, daß Sie sich vielleicht getäuscht haben und ihn eigentlich beim „Tradi-Tratsch“ abliefern wollten; denn das literarische Genus ist doch eindeutig „Tratsch“.
Aber macht doch nichts! Kann ja jedem passieren! Außerdem ist es zuweilen ganz gut, wenn auch die Leser hier einen Eindruck davon erhalten, auf welchem Niveau in den Tradi-Insiderkreisen der Informationsaustausch stattfindet. Dann versteht man Bischof Fellay und seine Mitbrüder besser, wird also gegenüber Entgleisungen wie derjenigen, die der obige Artikel zurechtrückt, verständnisvoller.
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#68   catharina   14:08:36 | Mittwoch, 3. Mai 2006
@ Gatte der Evelin
[kursiv]… habe Papst Benedikt XVI. bis dato nicht der Häresie bezichtigt. Bischof Tissier de Mallerais tut es. Will jemand behaupten: Zu Unrecht? Dann soll er es begründen.kursiv]
Aber lieber Gatte,
gilt nicht seit eh und je der Grundsatz „In dubio pro reo“; und: „Prima sedes a nemine iudicatur“? Auch nicht von einem Weihbischof, der sein Amt ohne kirchlichen Auftrag, ohne kirchliche Sendung ausübt, der daher – mit den Worten des Tridentinums gesagt – nicht durch die Türe, sondern „von anderswoher“ (aliunde) in den Schafstall der Herde Christi gekommen ist.
Sie drehen den Spieß immer um und tun so, als wären die FSSPX-kritischen Leser die Dreckschleuderer. Dabei verhält es sich doch so, daß diese – leider nicht immer auf die feine Art – jenen antworten, die sich anmaßen, Papst und Hierarchie mit den schlimmsten Vorwürfen, namentlich Irrlehre und Glaubensabfall, zu versehen.
Das mit „Nein, nein, nein! Niemals! Nein!“ gespickte Interview ist bezeichnend. Wenn sich ein pubertierender Jugendlicher aus dem Umfeld der FSSPX so geäußert hätte – meinetwegen, man könnte ihm etwas Zeit gewähren, bis er die Dinge mit mehr Reife betrachtet und auf wohlfeile Etiketten wie „Deutscher Idealismus“, „Liberalismus“, „Modernismus“ usw. verzichten kann.
Aber ein Bischof, der als Pfeiler der Kirche, als Hoffnung für ihre Zukunft hingestellt wird?
Salva reverentia, aber so geht es einfach nicht! Vermutlich hat S.E. doch einen außergewöhnlich schlechten Tag gehabt…
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#62   catharina   09:56:19 | Mittwoch, 3. Mai 2006
Empfehlung
Athanasius hatte freundlicherweise weiter unten eine Verbindung gelegt zu einem Interview des Weihbischofs Tissier de Mallerais www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=239&pid=31…, gewährt einem Mitarbeiter des Remnant.
Dafür danke ich; die Lektüre war wirklich erhellend. Ich empfehle sie jedem, der das theologische und überhaupt persönliche Niveau eines „Traditionsbischofs“ näher kennenlernen möchte.
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#4   catharina   10:56:34 | Dienstag, 2. Mai 2006
Politisch korrekt
Es scheint im Sinne der political correctness gefordert zu sein, daß man, wenn man vorsichtige Kritik an gegenwärtigen liturgischen Zuständen übt, sich zugleich immer auch von jenen distanzieren muß, die für die Liturgie der Überlieferung eintreten. Und das ist schade. Aber nach soundsovielen Tabubrüchen auf allen Gebieten wird auch einmal in Kreisen der Hierarchie das Tabu der „Alten Messe“ gebrochen werden, und das vermutlich nicht in allzu ferner Zukunft.
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#38   catharina   21:59:48 | Montag, 1. Mai 2006
@ Toby, Mimi
Großartig, diese angesichts der Petrusbruderschaft aufgeworfenen Fragen!
Ja, es bräuchte viel mehr Pioniergeist, viel mehr Sendungsbewußtsein (das völlig verschieden ist von Dünkel, Überheblichkeit, Besserwisserei und Parteidenken). Geht es nicht um die Braut des Herrn, um die Schönheit ihres Hochzeitskleides, damit auch um die Ehre und Freude des Bräutigams?
Erfreulich, daß die Priester der FSSP bei der Predigt und dem Beichtzuspruch die christliche Wahrheit verkündigen. Nun sollen Sie auch wie die Apostel nach dem Pfingstereignis hinaustreten und vor Hirten und Herde Zeugnis ablegen!
Wer betet mit mir für das Generalkapitel der FSSP, das in diesem Sommer stattfindet?
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#25   catharina   18:34:58 | Montag, 1. Mai 2006
Bonjour fragte:
„@catharina: negiert Ihr FSSP-Bekannter die Sache mit den vorgebl. erzwungenen Leitungswechseln ebenfalls?“
Vorbemerkung: Ich bin kein Informationsbüro der FSSP, gehe übrigens auch – bis auf seltene Anlässe – nicht bei Priestern dieser Gemeinschaft zur Heiligen Messe (wie Marcel voreilig schloß; Voreiligkeit, übrigens nach St. Thomas ein peccatum contra prudentiam, scheint mir typisch für die Geisteshaltung der Kirchenkritiker ganz unterschiedlicher Couleur zu sein).
Zur Frage: Es läßt sich ja gar nicht in Abrede stellen, daß der FSSP ihr Generaloberer von Rom „gegeben“ wurde (der dann die neuen Seminarregenten auswählte). Eine Geschichte, die begreiflicherweise Unwillen hervorrief, zumal sich P. Bisig m.W. nichts zu Schulden hat kommen lassen.
Aber er wie seine Mitbrüder haben das in einem kirchlichen Geist angenommen und sich nach Kräften bemüht, das Beste aus der Situation zu machen.
Zugegeben, dem neuzeitlich-autonomen Menschen ist eine solche Haltung fremd und zuwider, aber als Christ darf man glauben, daß Gottes Segen darauf ruht.
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#20   catharina   16:59:28 | Montag, 1. Mai 2006
Ad Athanasium
„Wie kommen Sie dazu, Bischof Fellay, Lügerei, Lüge und Irrtumsverbreitung zu unterstellen? Mal, beides nachfragen.“
Ich unterstelle nichts, sondern stelle eine Frage.
Wie ich dazu komme? Das geht doch aus meiner Lesermeinung hervor.
„Ein Priester kann diese Aussage von Mons. Perle überhört haben.“
Aber lieber Athanasius, eine solche Aussage überhört man doch nicht!
„Wenigstens hat Kardinal Cottier dasgleiche gesagt zu Campos („Sie müssen auch mal unsere neue Messe feiern“) und er bekam recht!“
Es ging in diesem Zusammenhang, wenn ich recht verstanden habe, um Mons. Perl, um die FSSP und um Rocca di Papa, oder? Wenigstens hat Bischof Fellay darauf Bezug genommen. Also müßten solche Äußerungen auch von Mons. Perl in Rocca di Papa vor den Priestern besagter Gemeinschaft belegt sein.
„Auch ist es so, dass Perl vielleicht es anders ausgedrückt, aber wohl gemeint und gesagt hat.“
Und das wüßte Bischof Fellay dann besser als die anwesenden Priester?
„Nachfragen.“
Und wo bitte?
Fazit: Die Frage nach der Berechtigung, solche „Informationen“ in einer „Predigt“ weiterzugeben, ist nicht beantwortet, sondern stellt sich umso mehr.
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#8   catharina   13:29:44 | Montag, 1. Mai 2006
Frage
„Bei dieser Gelegenheit sagte Mons. Camille Perl – der Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei – den Versammelten, daß es seine Aufgabe sei, die Petrusbruderschaft und ihre Priester zur Feier der Neuen Messe zu führen.
Weiter erklärte er, daß die Petrusbruderschaft erst dann Früchte bringen werde, wenn sie die Neue Messe annehme. Dies geschah zu Beginn des Jahres 2000.“
Soeben erklärt mir ein Priester besagter Bruderschaft, der in Rocca di Papa dabei war, daß Mons. Perl nichts dergleichen gesagt habe, wenigstens nicht öffentlich. Dafür sei er im übrigen viel zu diplomatisch und vorsichtig.
Selbiger Priester fügte übrigens noch hinzu, wenn Mons. Perl die Aussage getan hätte, wäre er dafür, daß man sie bekannt mache. Aber es sei eben nichts dergleichen geäußert worden.
Frage:
Woher hat der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. solche Informationen? Wie kommt er dazu, sie in seiner kirchenpolitischen Rede zu verkünden? Er trägt damit zur Verbreitung der Unwahrheit bei. Nicht gerade die Aufgabe von Priestern und Bischöfen, die doch so oft die Wahrheit beschwören, oder?
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#25   catharina   20:06:57 | Samstag, 29. April 2006
Ad Athanasium
Für Ihre freundlichen Zeilen danke ich Ihnen!
Sie haben sicherlich nicht beachtet, daß der Vergleichspunkt zwischen den Donatisten und bestimmten sog. Traditionalisten nicht so sehr in einzelnen Inhalten, sondern in einer gewissen Haltung erblickt wurde.
„Beschimpfungen“ oder sogar „Hetze“ gegen eine religiöse Gemeinschaft finde ich in denen von Ihnen gemeinten Zeilen nicht. Wenn Sie sich aber leicht beschimpft fühlen, so tut mir das leid. Verzeihen Sie mir bitte alle Ausdrücke, die Ihnen zu nahe rückten.
Sie schreiben etwas von „Modernisten“, die so wichtige Kirchensynoden wie das Tridentinum oder Vatikanum I ablehnen. Und es soll sogar „neokonservative Collaborateure“ geben, die solchen die Hand reichen. Fürwahr, die Lage ist ernst – aber nicht hoffnungsglos!
Ja, daß manche „Schreiberlinge“, wie Sie sich ausdrücken, die Tradition verachten, ist betrüblich. Schlimm, wenn sie dann sogar schismatisch werden. Gegen solche Tendenzen sollten wir kraftvoll im Glauben kämpfen, wir alle zusammen!
Nicht ganz schlau wurde ich aus Ihrer Bemerkung: „Wer sich aber von der tridentinischen hl. Messe trennt im Glauben, verwirft das Zentrum der Kirche und öfters auch die Lehre der Römischen Kirche.“ Nun, Sie haben sich dabei bestimmt etwas Wichtiges gedacht. Viel Segen für Ihren Einsatz im Weinberg des Herrn!
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#23   catharina   16:26:40 | Samstag, 29. April 2006
Semper idem
Auch die Äußerungen von Monsignore Schmitz dienen wieder einmal nur als Aufhänger für die altbekannten Grundsatzdiskussionen.
Karim sei für den Hinweis auf den Donatisten-Streit gedankt. In der Tat ist die Mentalität mancher Ritter der einzigen, allein heiligen, allein katholischen und apostolischen Traditionalisten-Kirche derjenigen der Donatisten auffällig ähnlich. Und die Gespräche, die der ebenso wahrheitsliebende wie pastoral ausgerichtete Bischof von Hippo mit ihnen suchte, konnten unter solchen Voraussetzungen natürlich zumeist nicht viel fruchten.
Der Geist der Rechthaberei und des Parteidenkens ist der großen und weiten Tradition der Kirche fremd. Er atmet nicht lichtvolle Weisheit, sondern düstere Engstirnigkeit. Tragisch nur, daß man das gar nicht merkt, wenn man darin steckt (hier spricht jemand aus selbst gemachten Erfahrungen).
Lieber Marcel, es sei Ihnen ein für den Magen etwas bekömmlicherer Tee empfohlen. Ihrer stößt offensichtlich sehr sauer auf, und Sie sind dadurch in der Gefahr, allzu viel Gift und Galle zu spucken.
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#1   catharina   10:06:33 | Mittwoch, 26. April 2006
Die Kirche hat AIDS
Aber das wohl in einem anderen als dem von Bischof Jaschke gemeinten Sinne. Das kirchliche Immunisystem ist ja weithin zusammengebrochen; große Teile der Kirche sind unregierbar geworden, und die Irrtümer im Bereich der Glaubens- und Sittenlehre, dazu die fatalen Irrwege der Lebenspraxis, breiten sich fast uneingeschränkt aus.
Man möge also den Vergleich (der von der Kirche nicht gilt, insofern sie heilig-göttliche Institution, sondern insofern sie menschlich ist) erlauben: Durch die uneheliche, für die Kirche widernatürliche Verbindung mit der Welt und ihren Ideologien hat sie nun AIDS…
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#10   catharina   10:21:18 | Dienstag, 18. April 2006
@ Karl Murx
Zur alles überbietenden Erkenntnis Jesus Christi gehören nicht nur die – gewiß wichtigen – Aussagen der Konzilien und der thomistischen Scholastik. Auch die Heilige Schrift, die uns Worte unseres Herrn überliefert, will vernommen und liebevoll-ehrfürchtig meditiert werden. Das hat unser Papst ohne Zweifel getan. Dabei hat er auch Worte nicht ausgeblendet, die mit der christologischen Spekulation des arianischen Zeitalters nicht so leicht in Einklang zu bringen sind. Jesus sagt doch deutlich, daß z.B. Seine Worte und Seine Lehren nicht Seine Worte und Lehren sind, sondern die des Vaters. Er hat nicht als Scholastiker gesprochen. SOmit muß es auch dem Theologen, a fortiori dem Papst erlaubt sein, sich einmal nicht-scholastisch auszudrücken, oder?
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#26   catharina   20:56:51 | Sonntag, 16. April 2006
Gar nicht wünschenswert
Aus Liebe und Ehrfurcht gegenüber der traditionellen Liturgie halte ich ihre generelle Erlaubnis unter den gegebenen Umständen gar nicht für wünschenswert. Wer schon einmal erlebt hat, wie gutmeinende, doch schlecht ausgebildete Diözesanpriester sich am alten Missale Romanum versuchen, der wird gegenüber der Forderung der Priesterbruderschaft St. Pius X. skeptisch sein. Gerade weil die überlieferte Liturgie auch ein Kulturgut ist (gewiß ist sie in erster Linie ein Akt der Gottesverehrung!), und zwar eines, das in großartiger Weise gewachsen ist und sich entfaltet hat – gerade deshalb sollte sie nur von Priester gefeiert werden, die hinreichend eingewiesen wurden und über ein Mindestmaß an Verwurzelung im Mutterboden dieser Tradition verfügen (Lateinkenntnisse, Vertrautheit mit den Riten und ihrer Bedeutung, auch mit Psalmodie und liturgischem Gesang usw.). Ansonsten läuft das Missale Romanum Gefahr, immer mehr in die Hände von Machern zu geraten, die uns ja schon überreich mit den Früchten ihrer Weisheit beschenkt haben…
Gott bewahre uns davor!
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#73   catharina   09:12:36 | Donnerstag, 13. April 2006
Priesterbruderschaft St. Petrus
Welche Sackgasse sollte es auch sein, innerhalb der sichtbaren Kirche durch die Verkündigung des Glaubens und die würdige Feier des Gottesdienstes zu wirken?
Daß die Priesterbruderschaft St. Petrus viele Steine in den Weg geworfen bekommt und auch interne Schwierigkeiten hat (die sie nicht so gut wie die Priesterbruderschaft St. Pius X. zu verbergen vermag), spricht nicht gegen sie.
Während die FSSPX gerne über Verfolgung klagt, baut sie eine aufwendige Niederlassung nach der anderen auf. Von kirchlicher Seite kann ihr da niemand dreinreden.
Bei der Priesterbruderschaft St. Petrus hingegen vernehme ich nicht die Lamentation, man werde verfolgt. Dafür sprechen die Tatsachen es offen aus.
Aber es liegt bekanntlich zumeist weniger im eigenwilligen Handeln als im geduldigen Ausharren der Segen Gottes.
Mögen die Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Petrus doch erkennen, welche Gabe ihnen übergeben wurde – nicht zum Vergraben, sondern um damit in der Freimut von Gotteskindern und Stellvertretern des Hohenpriesters zu wuchern!
Das scheint mir etwas zu fehlen.
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#61   catharina   17:22:05 | Mittwoch, 12. April 2006
Dualistisches
… ist es mit Händen zu greifen, daß er die Tradition aus seiner Kindheit kennt, schätzt und vor allem auch versteht, aber seine modernistische Seele hat derzeit noch das Übergewicht. Bei Papst Johannes Paul II. gab es nur die modernistische Seele, aber bei unserem jetzigen Papst gibt es auch noch die traditionelle Seele, und das ist unsere Hoffnung.
Es wäre ungerecht, auf der mißlungenen Seelen-Metaphorik in P. Langs Interview herumzureiten. Nur dies sei noch gesagt:
Der Priester weiß offensichtlich ganz genau, daß Johannes Paul II. die Tradition nicht mehr kannte, schätzte und verstand, weil er eine durch und durch „modernistische Seele“ hatte.
Es scheint hier stillschweigend ein Zwei-Reiche-Dualismus im Hintergrund zu stehen (wohl zu unterscheiden von Augustinus’ Zwei-Staaten-Lehre).
Wie schon in der alten Gnosis spielt sich der Kampf nun zwischen den Regionen des Lichtes (Tradition) und der Finsternis (Modernismus) ab.
Die allermeisten Menschen sind dabei ohnehin ganz der Dunkelheit verfallen („modernistische Seelen“); ihnen fehlt das Verständnis für das Licht, man kann sie eigentlich aufgeben.
Einige hingegen sind die Eingeweihten der Lichtregion; sie können über alles und jeden urteilen, ohne selbst die Beurteilung fürchten zu müssen.
Und dann gibt es noch die dazwischen, in denen und um die der Widerstreit tobt. Sie sind ganz auf die Hilfe der Lichtwesen angewiesen, auf das Rettungsboot der Tradition…
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#45   catharina   13:01:26 | Mittwoch, 12. April 2006
„Sacrosanctum Concilium“
Marcel sei für den Hinweis auf die „Konzilsbrocken“ www.piusx.ch/german/index.html gedankt, die da von der Priesterbruderschaft St. Pius X. veröffentlicht werden. Jetzt kann sich der Leser selbst davon überzeugen, auf welchem Niveau die Auseinandersetzung mit dem letzten Ökumenischen Konzil betrieben wird. Und vielleicht wird so der eine oder andere auch etwas mehr Verständnis für Dr. Bergers freilich recht polemische Bezeichnung „Stammtischtraditionalismus“ aufbringen.
Der heiligen Kirche, die mystischer Leib und makellose Braut des menschgewordenen Logos ist, kann man auf solche Weise wohl kaum dienen, einem oberflächlichen Interesse an Verzählchern und Sensatiönchen sehr wohl.
Übrigens wäre es gar nicht so schwer, auch über andere Kirchenversammlungen in dieser Weise zu schreiben. Was hat sich in Florenz, in Konstanz, in Trient da nicht alles im Hintergrund abgespielt! Man müßte bei der Beschreibung dieser Dinge das literarische Genre oftmals wechseln: vom Gesellschafts- und Familien- zum Kriminalroman, nicht selten auch ginge es nicht ohne einen Griff in eher anzügliche Schubladen…
Aber trotz solcher Vorkommnisse: Es sind und bleiben heilige Konzilien der heiligen Kirche!
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#33   catharina   09:26:12 | Mittwoch, 12. April 2006
Interview (III)
P. Langs Seelenseziererei wurde bereits kommentiert: „Bei Papst Johannes Paul II. gab es nur die modernistische Seele, aber bei unserem jetzigen Papst gibt es auch noch die traditionelle Seele, und das ist unsere Hoffnung.“
Ein sehr billiger Psychologismus. Für uns aber erhebt sich die Frage nach den Seelen in P. Langs Brust. Den Äußerungen entsprechend ist da nicht nur eine katholische…
P. Lang wünscht am Ende dem Papst die Erkenntnis, „daß allein die Tradition in ihrer ganzen Lebendigkeit und vor allem der Antiliberalismus der einzig mögliche Weg ist.“
Ja, „vor allem der Antiliberalismus“, denn der ist noch viel mehr und wichtiger als „die Tradition in ihrer ganzen Lebendigkeit“!
Alles in allem hat der Pater mit seinen unreflektierten Äußerungen dem Anliegen der Versöhnung einen Bärendienst geleistet. War das unbeabsichtigt? Oder schicken die Kreise innerhalb der Bruderschaft, die keine Einigung mit der sichtbaren Kirche unseres Herrn wollen, nun ihre Sprecher vor, um in der kirchlichem Öffentlichkeit Meinungs-Fakten zu schaffen?
Oremus pro fraternitate superioribusque eius!
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#31   catharina   09:07:34 | Mittwoch, 12. April 2006
Zum Interview (II)
(Zuvor: FSSPX-Kasper bezieht sich natürlich auf die römische Entsprechung in der „Ökumenie“, wie Sie, werter Marcel, den Arbeitsbereich von P. Lang nannten.)
Von kulturgeschichtlicher Ignoranz zeugt die Aussage: „Die Neue Messe ist ein Mahl und bei einem Mahl schaut man sich logischerweise gegenseitig an.“
P. Lang hat sich offensichtlich weder mit der Geschichte des Mahles im allgemeinen noch mit der des kultischen Males und Opfermahles im besonderen beschäftigt.
P. Lang versucht sich auch im Stil Robert Mäders: „Die Neue Messe schneidet den Menschen von Gott ab, sie isoliert ihn. Die Neue Messe ist Hybris pur, sie ist der moderne Turmbau zu Babel. Die Neue Messe ist weltweiter Protestantismus mit der erweiterten Parole: Nicht nur los von Rom, sondern los von Gott.“
Wenn schon von Hybris die Rede ist… Aber im Grunde ist das belustigende Sprücheklopperei, Demagogie für Unbedarfte.
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#28   catharina   08:15:06 | Mittwoch, 12. April 2006
Zum Interview (I)
P. Lang behauptet, daß in den Publikationen der Petrusbruderschaft „jede Kritik an den modernen Irrtümern der Katholischen Kirche, also am Umfeld der Heiligen Messe“fehle.
Was Bitte sind „moderne Irrtümer der Katholischen Kirche“? Betrachtet dieser Leiter der „Ökumenie“ (Marcel) – also offensichtlich der FSSPX-Kasper – die Kirche als Subjekt von Irrtümern?
Nach P. Lang „ist der Priester in der neuen Messe ein Moderator, der Vorsitzende einer rein innerweltlichen Veranstaltung“.
Offensichtlich weiß der Pater nicht, daß im Novus Ordo gebetet und das Opfer Christi dargebracht wird. Kann dieser dann noch eine rein innerweltliche Veranstaltung sein?
Übrigens vermag sich auch P. Lang etwas differenzierter auszudrücken: Er nennt die Neue Messe „die heutige, verderbliche und die Katholische Kirche in den Ruin treibende Form der Heiligen Messe“.
Also ist sie nach ihm doch eine Form, eine liturgische Ausgestaltung der einen Heiligen Messe.
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#23   catharina   21:05:59 | Dienstag, 11. April 2006
Manager des Traditionalismus
Ja, daß man nun auf Einwände zu diesem Interview „cool“ reagiert, ist vorauszusehen. Wenn man die Leichtfertigkeit, mit der solche Ungeheuerlichkeiten geäußert werden, allerdings einmal persönlich verantworten muß, sieht es anders aus.
Die Priester der Bruderschaft St. Pius X. scheinen sich wirklich mehr und mehr wie Herren über Gottes Eigentum, die Kirche, aufzuspielen. Nicht in dem Sinne, daß sie – wie die progressistischen Gegenspieler – alles ummodeln würden. Aber doch so, daß es nun sie sind, welche die Verfügung über wahren Glauben, wahre Liturgie, wahre Tradition usw. gepachtet haben.
Hier entsteht eine merkwürdige Symbiose aus traditionalistischer Rückwärtsgewandtheit und typisch modernem Machertum. Wer die große, lebendige Tradition geatmet hat, wendet sich voller Abscheu von solchen Managern des Traditionalismus.
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#19   catharina   19:37:37 | Dienstag, 11. April 2006
Cum ira et studio!
Das Interview, beginnend mit einer captatio benevolentiae, schließt in einem Finale ab, das vielleicht „stark“ gedacht war, in Wahrheit aber jene Schwäche offenbart, die (wie übrigens allen anderen, so auch) den „theologischen Machos“ eigen ist.
Weder vor dem männlich-scharfen Verstand eines echten Theologen noch vor dem weiblich-ekklesialen Herzen der feinfühligen Anima catholica können solche Eskapaden bestehen.
Mutter Kirche kann darüber nicht mehr – wie über vielen Unsinn, der hier geäußert wird – mild lächeln, ihr Blick wird vielmehr ernst und streng (während die hartgesottenen „Tradis“, ich weiß es schon, angesichts meiner Worte ihr besserwisserisches Lächeln aufsetzen).
Gläubige des Priorates zu Saarbrücken, die nicht dem Mainstream ihres Milieus das Wort reden, wissen denn auch sehr deutlich auf den Punkt zu bringen, warum man ihren langjährigen Seelsorger in die Verwaltung, genauer: in die Ökonomie gerufen hat, wo man diesen Typus wohl gut brauchen kann.
(Ja, wer sich in solcher Weise öffentlich über den Vicarius Christi auszulassen die Stirn besitzt, der müßte noch mehr vertragen können, als hier gesagt wurde…)
Redaktion benachrichtigen Es geht darum, mit dem Tee in Beziehung zu treten
#10   catharina   12:09:00 | Dienstag, 11. April 2006
„Delfingebet“
Die Zürcher Minderbrüder haben noch viel mehr als nur dies zu bieten. So z.B. ein „Delfingebet“ …irit.franziskaner-werd.ch/delfingebet.htm, bei dem man sich von dem bärtigen Franziskaner – offensichtlich ein „wilder Mann“ im Sinne des unsäglichen Richard Rohr – im Wasser halten lassen kann. Grauenhafte Vorstellung! Augenscheinlich bevorzugt der Jünger des seraphischen Heiligen für diese Übung Frauen. Aber es ist verständlich, daß sich ein normaler Mann das erst recht nicht gefallen ließe…
Redaktion benachrichtigen Die Homo-Unterwanderung im Klerus
#14   catharina   22:28:53 | Montag, 10. April 2006
Denaturalisierung
„Die Geschichte zeigt, daß das Aufkommen der künstlichen Empfängnisverhütung und die Zunahme des homosexuellen Verhaltens Zwillingsphänomene sind.“
Das ist ja auch verständlich, und zwar nicht nur auf dem Hintergrund von Röm 1 (Überhandnehmen der Sünde führt zu schändlichen, widernatürlichen Leidenschaften). Denn in beiden Fällen handelt es sich um ein Verhalten, das sich gegen die Naturordnung stellt.
Redaktion benachrichtigen Es wird nicht einfach sein
#4   catharina   13:21:41 | Freitag, 7. April 2006
Rite et recte
Die Haltung, die Rev. Gabet hier bekundet, ist einfach gut katholisch. Er scheint auch weitgehend frei von jenem bitteren Geist der Polemik zu sein, der uns bei Vertretern der anderen Fraktion oft übel aufstößt (auch in diesem Forum).
Auffallend aber die offensichtliche Monstrophobie des Geistlichen. Ob daran nicht auch der gegenwärtige Generalvikar seiner Gemeinschaft und ehemalige Regens mitschuldig ist?
Rev. Gabet hat richtig eine der Wurzeln des Übels genannt: mangelnde Lateinkenntnisse. Man sollte keinen Priester ohne die niederen Weihen der heiligen Sprache das Opfer im überlieferten Ritus feiern lassen. Ob aber die hochwürdigen Herren, die mit der alten Liturgie liebäugeln, sich noch einmal hinter die Lateinbücher klemmen werden? Was nichts kostet, ist auch nichts wert.
Alles in allem eine angenehme Stellungnahme. (Das schreibe ich noch vor den ersten Beiträgen der starken Männer Athanasius, Marcel u. Co. Die werden es gewiß fertigbringen, die Haare in der Suppe zu finden. Auf auf zum fröhlichen Suchen!)
Redaktion benachrichtigen Kritik kommt jetzt auch aus dem Vatikan
#7   catharina   13:10:59 | Freitag, 7. April 2006
Meine Mutmaßung:
Vielleicht Marcel Luther Küng?
(Tut mir leid, die Frauen dabei vernachlässigt zu haben.)
Redaktion benachrichtigen Das katholische Irland wird zum Homo-Irrland
#48   catharina   07:38:01 | Freitag, 7. April 2006
Verantwortung tragen
Wenn jemand, der eine ungeordnete Neigung zu Kindern hat, darunter schwer leidet und fürchtet, deshalb geächtet zu werden; ja, wenn es ihm schon passiert ist, daß Personen, die Zeugen seiner krankhaften Veranlagung (oder was es auch immer sein mag) geworden sind, ihn auf üble Weise beschimpft haben: Dann kann ich es dennoch nicht verantworten, die Sache selbst abzulehnen, vor ihr zu warnen, sie auch zu bekämpfen, wenn sie öffentliche Epidemie zu werden droht.
Ebenso verhält es sich mit der Homosexualität. Sie ist widernatürlich. Nach der christlichen Lehre gehört sie zu den Sünden, die zum Himmel schreien. Vom gesellschaftlichen Geischtspunkt aus betrachtet ist sie zersetzend – und das Gemeinwohl steht zunächst einmal über dem individuellen Wohl.
Also ist es kein Unrecht, sondern Recht und Pflicht, auf die Gefahren der Homosexualität hinzuweisen und sich auch öffentlich gegen sie zu stellen. Über die Weise, wie das geschieht, kann man unterschiedlicher Meinung sein, die Tatsache selbst aber ist für offenbarungsgläubige Christen klar.
Übrigens: Die öffentliche Homo-Propaganda produziert ja auch immer mehr Homosexuelle, also Menschen mit höherer Depressions- und Suizidrate. Wer langfristig denkt, tut gut daran, den Anfängen – die schon längst keine mehr sind – zu wehren.
Redaktion benachrichtigen Bischöfliche Überzeugungslosigkeit
#4   catharina   22:37:39 | Donnerstag, 6. April 2006
Von der Gleichgültigkeit zum Abfall
Genau das ist der Punkt: Man vertrat schon noch irgendwie das, was die Kirche lehrt, aber es fehlte das persönliche Engagement, das durch Opferbereitschaft beseelte Zeugnis. Und so konnte es passieren, daß schließlich auch das Licht der Wahrheit verschwand. Die entsetzliche Verblendung, die wir heute erleben, wurde durch die Lauheit vorbereitet.
Redaktion benachrichtigen „Das Problem ist nicht der Ritus“
#51   catharina   22:29:54 | Donnerstag, 6. April 2006
Athanasius I und II – bald auch III ?
Also, es ist schon bemerkenswert, welchen Eifer Athanasius hier entfaltet. Auch darin, Klone von sich ins Netz zu setzen.
Bevor er sich noch Athanasius III nennt, empfehle ich das Ausweichen in die Ursprache des Namens: Wie wäre es mit Athanassios? Oder erinnert das unseren streng römischen Theologen zu sehr an (schismatische) Orthodoxie, somit an Ökumene?
Ich dürfte jedenfalls nicht die einzige Leserin sein, die dem nächsten Namen mit noch mehr Spannung als dem nächsten Beitrag der Athanasiusse entgegenharrt!
Wollte übrigens Karl Murx ebenso verfahren, könnte auch er einen Vokal verändern. Nur: Vorsicht dabei!
Redaktion benachrichtigen Von den Moslems vertriebener Priester wegen „Islamophobie“ vor Gericht
#6   catharina   18:29:46 | Donnerstag, 6. April 2006
Exorzismus ohne kirchlichen Auftrag?
Eine beeindruckende Physiognomie. Könnte beinahe aus einem Bildband über Mönche und Einsiedler stammen.
Tatsächlich, so stellt man sich einen Exorzisten der alten Schule vor. Und so lesen wir in dem Artikel ja: „Über die Grenzen Belgiens hinaus ist er auch als Exorzist bekannt.“
Nur eine Frage erhebt sich: Wie kann ein suspendierter Priester diese Tätigkeit ausüben. Einen bischöflichen Auftrag, dessen er doch dafür unbedingt bedarf, hat er bestimmt nicht.
Nach traditioneller Auffassung ist ein solcher Exorzist eine echte Gefahr (insbesondere, wenn er um seine Verpflichtung weiß, eine kirchliche Sendung haben zu müssen, was man bei einem traditionell katholischen Geistlichen wohl voraussetzen muß).
Ihm fehlt der Segen Gottes und der Kirche, er kann die Ursache für wirkliche diabolische Einbrüche werden.
Gerade die letzten Jahrzehnte bieten dafür Anschauungsmaterial in Hülle und Fülle.
(Weiß schon: Jesus sagte über einen, der außerhalb des Jüngerkreises in Seinem Namen Teufel austrieb: „Wer nicht wider euch ist, ist für euch.“ Aber hier liegt der Fall ja wohl anders.)
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#42   catharina   18:05:05 | Donnerstag, 6. April 2006
Worte und Bedeutung
Karims Beobachtung, daß man häufig Worte gebrauche, ohne ihnen auf den Grund zu gehen, verdient Beachtung.
Mir fällt das immer wieder auf, wenn einfach von „Traditionalisten“, von „Neo- und Halbkonservativen“, von „Papalisten“ (statt „Papisten“), von der „Messe aller Zeiten“ usw. die Rede ist.
Manchmal haben die Ausdrücke, mit denen man einen Diskussionsteilnehmer anderer Gesinnung betitelt, etwas geradezu Polemisches an sich.
Die Unterscheidung zwischen „schismatischer Akt“ und „Schisma“ scheint mir wichtig zu sein. Und anstelle immer wieder dieselben Aussagen einiger römischer Autoritäten zu zitieren – und wären sie auch gegenüber P. Schmidberger gemacht worden –, hielte ich es für besser, der Frage nachzugehen:
Auf welche Sendung können sich die Bischöfe und Priester der Bruderschaft St. Pius X. berufen? Auf eine durch die sichtbare Hierarchie ergangene?
In wessen Auftrag bringen sie das heilige Opfer dar und spenden sie die Sakramente? In dem der sichtbaren Kirche, erkennbar im Apostelkollegium mit seinem Oberhaupt, dem Papst?
Und wenn sie darauf hinweisen, den Papst anzuerkennen: Worin erweist sich das konkret? Gibt es auch einen Hinweis darauf, daß sie ihrerseits vom Papst anerkannt sind (also eine formelle Rücknahme des Motu proprio „Ecclesia Dei“)?
Von der Beantwortung solcher Fragen hängt dann auch ab, wie man sich näherhin zur Schisma-Problematik stellen wird.
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#36   catharina   17:46:20 | Donnerstag, 6. April 2006
Lieber, guter Marcel,
vielen Dank für Ihr freundliches Gedenken! Unter Christen sollte man wirklich aneinander denken, einander nicht so rasch vergessen.
Ihre feine Ironie ist mir nicht entgangen: „großspuriges Adieu“… Ja, wenn ich mich – wie ich damals schrieb „bis auf weiteres“ – verabschiedete, dann sollte das wirklich nicht für immer sein. Und so bin ich also wieder da.
(Übrigens kann man auf manchen protestantischen Seiten wirklich manches lernen, nicht nur in biblicis, sondern auch über den Umgang miteinander. Aber ich will nicht wieder in „dämliche Moralisiererei“, wie K. Murx schrieb, verfallen.)
Übrigens bin ich nicht der Ansicht, daß die Bildauswahl bei kreuz.net von einer gewissen Einseitigkeit freigesprochen werden kann. Von Bischof Rifan habe ich bereits weitaus angenehmere Photographien gesehen.
Ähnlich verhält es sich dann auch bei der Auswahl von Worten und ihrer Widergabe. Bei einigen Sätzen obigen Artikels hatte ich das Bedürfnis, den Originaltext zu lesen; denn von einem Bischof und Theologen darf man wohl exaktere Formulierungen erwarten.
Ein Beispiel: Die Teilnahme an Messen in Kapellen der Piusbruderschaft soll „gültig“ sein. Geht es denn hier nicht um eine Frage der Erlaubtheit?
Und noch vieles andere mehr! Wiederum bis auf weiteres „Adieu – Gott befohlen!“
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#16   catharina   16:16:49 | Donnerstag, 6. April 2006
Danke, Karl Murx!
In einem Land, in dem Ironie nicht verstanden (oder moralisierend abgewertet) wird, muß jemand eigens auf sie hinweisen.
Wie sagte ein prominenter, zeitweise der Priesterbruderschaft St. Pius X. nahestehender Literat namens Rudolf Krämer-Badoni: „Satire in Deutschland? Zwecklos.“
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#12   catharina   15:35:42 | Donnerstag, 6. April 2006
Dieser Bischof Rifan sieht ja fürchterlich aus:
ein unförmiger Finsterling mit dunkler Sonnenbrille und machtgieriger Haltung. Und dann erst diese Gestalten um ihn – man schaue sich nur den hinten rechts an!
Vergleicht man Rifan mit Fellay, so fällt die Wahl nicht schwer. Und das, obwohl sich kreuz.net alle Mühe gegeben hat, ein möglichst günstiges Bild von Rifan zu finden.
Auch die Ausdrucksweise des Mannes aus Campos läßt übrigens zu wünschen übrig, stellt man sie derjenigen des Menzinger Oberhirten gegenüber. Da helfen selbst die feinsinnigen Formulierungen des kreuz.net-Artikels, der so offensichtlich um Ehrenrettung Rifans bemüht ist, nichts.
Ja, und dann erst das schwere Beweismaterial gegen ihn, das man unter hier www.sspx.org/…n_concelebration.htm anschauen kann. Da muß ja selbst die kreuz.net-Berichterstattung in Sachen Seriosität zurückstecken! Marcel verdient tausendmal Zustimmung von uns allen!
Wer jetzt noch ein Qunetchen Hochachtung vor Rifan hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Redaktion benachrichtigen Hans Küng und Kardinal Lehmann stimmen im wesentlichen überein
#24   catharina   15:19:12 | Donnerstag, 6. April 2006
Lieber Herr Murx,
viele Leser werden Ihnen dankbar sein für den freundlichen Hinweis auf einige wichtige Dokumente der Kirche. Als Katholiken werden sie das alles mit Ehrfurcht betrachten, werden aber zugleich auch bemüht sein, es im richtigen Verständnis zu lesen.
Zu einem solchen verhilft z.B. ein Blick auf die Papstgeschichte. Kennt diese nicht manche Inhaber des Stuhles Petri mit einer Lehrvergangenheit, die zumindest nicht völlig über jeden Zweifel erhaben war? (Und wenn es um andere hohe Kirchenämter geht, wird es noch leichter sein, solche Vertreter zu finden, nicht wahr?)
Auch ist es nötig, die Unterscheidung zwischen einer festgestellten und einer nicht festgestellten Häresie zu bedenken. Wenn Sie als Privatperson mit einer gewiß beachtlichen theologischen Bildung und ausgezeichnetem Lebenswandel den Vorwurf der Häresie erheben, wird man das gewiß zur Kenntnis nehmen. Aber das letzte Wort darüber werden Sie wohl nicht für sich in Anspruch nehmen, oder?
Hoffentlich war das nicht wieder eine „dämliche Moralisiererei“. Manchmal dürfte dieser aber angesichts so viel herrischem Stolz nicht ganz unberechtigt sein, oder?
Redaktion benachrichtigen Hans Küng und Kardinal Lehmann stimmen im wesentlichen überein
#17   catharina   12:50:49 | Donnerstag, 6. April 2006
Iudicium temerarium
„Die Behauptung, daß die Dreifaltigkeit in Gott nicht wesentlich gegeben sei, sondern nur als äußere Modi (Modalismus) in bezug auf uns, ist Sententia communis von Küng bis Ratzinger.“
Lieber Karl Murx, wissen Sie wohl, was die klassische Moraltheologie ein „iudicium temerarium“, ein „freventliches Urteil“, nennt?
Ich hoffe, sie wollen sich eines solchen nicht schuldig machen. Deshalb rate ich Ihnen, das, was Sie äußern, vorher genau zu prüfen.
Wir müssen einmal Rechenschaft geben dafür. Und wer dem Vircarius Christi so Schwerwiegendes wie eine Häresie anhängt, der fordert das Gericht Gottes förmlich heraus. Im Augenblick mag man sich dabei intelligent, kühn und stark vorkommen. Aber wie sieht es angesichts der Ewigkeit, angesichts des Herrn selbst aus?
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#51   catharina   10:01:45 | Donnerstag, 6. April 2006
Karl Murx
Niemand zweifelt daran, daß die Wahrheit von der göttlichen Dreifaltigkeit für den ganzen christlichen Glauben grundlegend ist. Auch ist es wahr, daß diese Lehre in unserer Zeit vielfach angegriffen wird.
Die von Karl Murx dargebotenen Überlegungen zu angeblichen Häresien im nachkonziliaren Pontifikale und in der Lehrverkündigung Johannes Pauls II. allerdings sind von einem Fehler gekennzeichnet, der in der Kritik an entsprechenden Dokumenten nicht selten vorkommt: einer Verwechslung der Aussageform.
Auch ohne die Verkündigung der Konzilien in Abrede zu stellen, kann ich sagen, Jesus habe den Heiligen Geist empfangen, Er sein an Alter, Weisheit und Gnade vor Gott und den Menschen gewachsen usw.
Eine solche Aussage ist immer personal formuliert (denn eine bloße Natur als solche empfängt nun einmal nicht den Heiligen Geist und wächst nicht in der Gnade). Eine Leugnung der Konsubstantialität des Sohnes mit dem Vater und des gemeinsamen Ausganges des Heiligen Geistes liegt damit aber nicht vor.
Diese beiden Wahrheiten werden übrigens auch von der nachkonziliaren Hierarchie im Credo bekannt und in vielen Zusammenhängen ausdrücklich gelehrt.
Daher, lieber Karl Murx: Noli timere – unser heiliger, strahlender Glaube bleibt bestehen. Auch wenn man davon spricht, daß der Sohn den Geist der Kindschaft empfangen habe. (Ist doch eine tiefe, betrachtendswerte Wahrheit über Ihn, den wahren Gott, der zugleich mit uns Menschen wahrer Mensch, ja der wahrste Mensch vor Gott ist!)
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#42   catharina   22:06:40 | Montag, 13. März 2006
ADIEU!
Auch diese „Diskussion“ verspricht keine neuen Einsichten. Näher, mein Gott, zu Dir führt sie die meisten von uns wohl auch nicht.
Wieder darf ein Christ den anderen beschimpfen, die Lehre der Kirche zu verdrehen, dem Papst nicht zu gehorchen oder sich im V2-Delirium zu befinden. (Mein Pschyrembel kennt diese Krankheit noch nicht, also gibt es vermutlich bisher auch keine allgemein anerkannte Therapie dagegen?).
Wenn ich innerhalb des Weltnetzes christlich auftanken will, muß ich mich also doch auf eine protestantische Seite begeben, wo sich Christen ernsthaft und ehrerbietig über die Bedeutung des Gotteswortes austauschen.
Nein, zum Thema „Messe aller Zeiten“ oder „Verpflichtung des Staates gegenüber der wahren Religion“ habe ich dort nichts gefunden. Die armen Evangolen, denen diese Fragen und ihre entscheidende Bedeutung für das tägliche Leben in der Nachfolge Jesu noch gar nicht bekannt sind!
Euch allen aber, die Ihr beim kreuz.net ausharrt und bei aller Unerquicklichkeit nicht flieht (gewiß um DEN nicht zu verlassen, der an diesem Holze hing) – Euch allen wünsche ich bis auf weiteres:
Noctem quietam et finem perfectum concedat vobis Dominus omnipotens!
Et vos cum prole pia benedicat Virgo Maria!
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#7   catharina   14:31:58 | Montag, 13. März 2006
Opportunität
Es kommt also Bewegung in die Sache.
Opportunismus hin oder her: Wenn das paulinische „opportune – importune“ gelten soll, darf es also auch einmal opportun sein.
Und in diesem Falle ist es das: eine wirklich opportunitas, um die Lehre der Kirche klar zu stellen.
Was wäre denn von kreuz.net berichtet worde, wenn der Erzbischof sich im anderen Sinne ausgesprochen hätte.
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#9   catharina   13:06:46 | Montag, 13. März 2006
„Die Heilige Messe aller Zeiten“
Eine merkwürdige Bezeichnung!
Die Heilige Messe wurde am Gründonnerstag eingesetzt, besteht also nicht schon von Anbeginn; „aller Zeiten“ kann sich demnach nur auf die Zeit der Kirche beziehen.
In dieser Zeit aber ist jede gültige sakramentale Darbringung des Erlösungsopfers immer ein und dieselbe Heilige Messe.
Die Rede von der „Heiligen Messe aller Zeiten“ übersieht zudem, wenn sie auf einen bestimmten Ritus angewendet wird, um ihn gegen einen anderen abzugrenzen, die grundsätzliche Unterscheidung von der Substanz der Heiligen Messe und dem Ritus als deren Form und Gefäß. Sie zeugt von mangelnder begrifflicher Präzision.
Auch auf den Ritus selbst angewandt, liegt der Ausdruck „Heilige Messe aller Zeiten“ daneben. Bekanntlich ist der klassische römische Ritus organisch gewachsen und stellt so eine Weise der Darbringung des Meßopfers neben anderen gewachsenen (neuerdings auch gemachten) Meßliturgien dar.
Vorschlag: Spreche man doch entweder von der heiligen Messe bzw. dem Meßopfer oder von einem bestimmten Ritus, dann ist klar, was gemeint ist, und es wird auch dem Ungeist der Polemik, der sich ja so gern mit der Unklarheit verbindet, ein Riegel vorgeschoben.
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#2   catharina   11:04:53 | Montag, 13. März 2006
Nichts Neues aus Denver
Zuerst habe er erklärt, daß die Unterwerfung der Bruderschaft unter den Papst sichtbare Konsequenzen haben müsse, um wirklich real zu sein.
Eine katholische Selbstverständlichkeit.
„Wir bekommen einen prächtigen Rolls Royce und müssen darin faule Äpfel essen.“ Er bevorzuge seinen Citroen Deux-Chevaux mit guten Äpfeln: „Wir werden das Gift nicht schlucken.“
Merkwürdige Metapher: ein Automobil, um darin Äpfel zu essen…?!
Der Papst sei darüber ziemlich sauer gewesen und habe von „Arroganz“ und von „Grenze zum Sektierertum“ gesprochen.
Woher diese Information?
Einen „ziemlich saueren“ Benedikt XVI. kann man sich eigentlich nicht leicht vorstellen. Vielleicht wären „betrübt“ oder „verstimmt“ bessere Formulierungen?
Möglicherweise aber sind es die faulen Äpfel, die ihn so sauer gemacht haben.
Der Heilige Vater sehe, daß der Zustand der Kirche katastrophal sei und die Lefebvristen gute Früchte hervorbrächten.
Dann würde er wohl nicht von „Arroganz“ und „Grenze zum Sektierertum“ gesprochen haben, denn beides sind keine guten Früchte.
„Vergeßt die Bruderschaft. Löst eure Probleme. Dann sind wir kein Problem mehr. Denn wir sind nicht das Problem.“
Wie geistvoll formuliert!
Rom soll also so handeln, wie Ecône es schon immer tat: als ob es den anderen nicht gebe.
Summa summarum: Nichts Neues aus Denver.
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#83   catharina   09:22:04 | Montag, 13. März 2006
@ santa rita
Mit Verlaub, der Kantianismusvorwurf ist dann doch etwas an den Haaren herbeigezogen!
Durch die Religionsfreiheit wird der Staat gezwungen, die wahre Religion mit allen falschen Religionen auf die gleiche Stufe zu stellen und gleich zu behandeln; er muss also Ungleiches gleich behandeln.
Mit Thomas lehrt das Erste Vaticanum ausdrücklich einen duplex ordo cognitionis und läßt keinen Zweifel daran, in welchen Bereich die Glaubenswahrheiten – und somit das, was einen großen Teil der Ungleichheit ausmacht – gehören.
Die Religionsfreiheit wurzelt in der falschen Erkenntnislehre Immanuel Kants.
Das ist schon rein historisch nicht haltbar. Die Forderung nach Religionsfreiheit existierte bereits vor und unabhängig von den entsprechenden Werken Kants.
…holt er ihn durch die Hintertür im Wege der „praktischen Vernunft“ wieder hinein: man müsse trotzdem die Existenz Gottes annehmen, weil sonst kein sittliches Handeln und damit kein menschliches Zusammenleben möglich sei
Tatsächlich wird dem modernen Staat, der sich auf die natürliche Ordnung beschränken und den Religionen gegenüber indifferent verhalten will, nichts anderes abverlangen können als die Achtung des natürlichen Sittengesetzes, das letztlich ohne die Existenz Gottes unhaltbar ist. Ach, würde der Staat doch wenigstens dieses respektieren!
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#69   catharina   22:59:40 | Samstag, 11. März 2006
„Oberflächlicher Intellektualismus“
Marcel: Das V.II behauptete, wenn die katholischen Staaten erst einmal die Kultfreiheit eingeführt hätten, würde dies der Welt ein Beispiel geben und islamische Staaten endlich missionierbar.
Romulus: Echt, wo steht das?
Seitdem in diesen Spalten das Bemühen um Präzision als „oberflächlicher Intellektualismus“ (Athanasius) eingestuft wird – eine Einordnung, die auch den Schriften des Papstes widerfährt –, ist, werter Romulus, wohl auf diese Frage keine genaue Antwort zu erwarten.
Schon die alten Gnostiker verachteten exakte Wissenschaft und realistisch-logische Philosophie als „oberflächlich“, beanspruchten sie doch jene Einsicht in die letzten Tiefen, die nur der dem Eingeweihten zuteil werden kann.
Bemerkenswerte Ähnlichkeit übrigens zu den sog. progressiven Theologen: Sie wähnen sich in einem hieros gamos mit dem „Konzilsgeist“, wodurch ihnen die Beschäftigung mit dem genauen Wortlaut der Dokumente überflüssig wird. Dementsprechend erntet derjenige, der das Konzil wortgetreu gegen sie anführt, ein mildes Lächeln: Wie oberflächlich…!
Die Beiträge derer, die sich hier unter dem kirchlich verurteilten Namen „Traditionalismus“ versammeln, lassen erkennen, wie das Sprichtwort wieder einmal Recht behält: Les extrêmes se touchent.
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#8   catharina   17:35:43 | Samstag, 11. März 2006
@ Athanasius
Der Heilige Papst Pius X., Motu-Proprio ‘Notre Charge Apostolique’, 1909:
„Denn die wahren Freunde des Volkes und der Kirche sind nicht die Revolutionäre, sondern die Traditionalisten.“
Danke für dieses Zitat. Bis zum Beweis des Gegenteils, also zur Vorlage des authentischen (in diesem Fall wohl französischen) Wortlauts, bin ich davon überzeugt, der hl. Pius X. habe den verfänglichen Ausdruck, der im Zusammenhang mit den unter dem sel. Pius IX lehramtlich verurteilten Thesen eines Augustin Bonnetty steht (11. Juni 1855 per Decretum S. Congregationis Indicis, DS 2811 ss.), nicht benutzt; denn es ist unter den Päpsten eher unüblich, einen Terminus, der unter dem Vorvorgänger seligen Angedenkens negativ belastet war, nun positiv zu belegen.
Was allerdings meine Darlegungen mit antitridentinischer Indoktriniation (?!) sowie mit Progressismus – das soll wohl heißen: Fortschrittsideologie – zu tun haben, das, werter Athanasius, bleibt wohl Ihr Geheimnis.
Herzliche Grüße zum Sonntag der Verklärung unseres Herrn!
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#65   catharina   15:12:36 | Samstag, 11. März 2006
@ Stimme (Schluß)
3. Wenn ich über Papst Benedikt XVI. schreibe, er habe augenblicklich den Stuhl Petri inne, vertrete erzprogressive Auffassungen und sympathisiere mit dem Kirchenvolksbegehren, dann täusche ich mich gewaltig über die gemeinte Person, meine sie aber dennoch. Auch mit jemandem, der den Papst so einschätzt, kann ich mich aber über „den Papst“ unterhalten.
So ähnlich ist auch das Gespräch über „Gott“ mit den Vertretern anderer Religionen zu verstehen.
Wie dankbar aber müssen Christen sein! Unverdienterweise dürfen wir Gott kennen, da Er selbst uns die Herrlichkeit Seines Wesens eröffnet, ja uns in Seine Lebensgemeinschaft aufgenommen hat: Kinder des Vaters, Glieder des Sohnes, Tempel des Heiligen Geistes!
Darüber können wir niemals hinwegsehen. Doch Paulus zeigt uns in seinem Verhalten auf dem Areopag (Apg 17), wie weit man den Heiden entgegenkommen darf, um ihnen die unüberbietbare Kenntnis Jesu Christi zu bringen. Eine wunderbare Aufgabe!
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#63   catharina   14:51:23 | Samstag, 11. März 2006
@ Stimme
1. Die natürl. Erkenntniskraft kann die Existenz Gottes und viele Seiner Eigenschaften durchaus erreichen; das lehren die Hl. Schrift (selbstverständlich bezog ich mich unter dem Stichwort „natürl. Gotteserkenntnis“ nicht auf Vers 16, sondern auf den berühmten Abschnitt 19ff.), das Magisterium, aber auch der gesunde Menschenverstand und die Philosophie.
Über dieses mit der Vernunft erkennbare Wesen können wir uns mit Juden und Muslimen durchaus unter der Bezeichnung „Gott“ verständigen (wie es uns nicht nur Thomas von Aquin vormacht).
Wer das leugnet, muß einen großen Teil der philosophischen und theologischen Überlieferung vom Tisch fegen. Er läuft Gefahr, einem lehramtlich verurteilten Fideismus zu verfallen.
2. Aus Joh 4 wird immerhin deutlich, daß man Gott anbeten kann, ohne Ihn zu kennen. Die Areopagrede des hl. Paulus in Apg 17 (mit Verlaub: Der Hinweis auf dieses Kapitel hätte Ihnen, werte Stimme, doch genügen müssen, um zu wissen, welche Stelle ich meine!) sagt es ganz deutlich: Die Heiden verehren trotz ihrer Vielgötterei schon jenen „unbekannten Gott“, den der Völkerapostel ihnen nun verkündet: „der Gott, der die Welt erschuf und alles, was darin ist, Er, der Herr des Himmels und der Erde, (…) der allem Leben und Odem gibt und alles andere, (…) in dem wir leben, uns bewegen und sind und von dem einige eurer (also der heidnischen) Dichter gesagt haben: Wir sind ja sogar von seinem Geschlecht.“ (24-28)
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#5   catharina   10:45:47 | Samstag, 11. März 2006
Tradition
Aber lieber Tridentinus,
wir wollen doch bei aller Wertschätzung der Tradition wirklich nicht „traditionalistisch“ sein – ebenso wenig, wie wir uns aus Liebe zur Heiligen Schrift „biblizistisch“ oder aus Hochachtung vor dem Papst „papalistisch“ nennen würden, nciht wahr?
Weg mit dem Traditionalismus – damit die Tradition leben kann!
Bezüglich Walberberg: Hätte rechtzeitig ein guter Dominikaner dafür gesorgt, daß es einen an der Tradition ausgerichteten, also traditionellen (nicht aber „traditionalistischen“) Konvent geben würde, so könnte dieser Walberberg bestimmt besiedeln, denn an Nachwuchs würde es nicht fehlen.
Aber leider, Gott sei es geklagt…
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#56   catharina   09:12:24 | Samstag, 11. März 2006
@ Stimme
Erfreulich, daß hier auch einmal die Heilige Schrift zu Wort kommt!
Allerdings treffen die angegebenen Stellen den Sachverhalt nicht. Gewiß ist die Leugnung der Dreifaltigkeit antichristlich. Und gewiß kann man den Vater ohne den Sohn nicht „haben“.
Aber man kann sehr wohl ohne Annahme der christlichen Offenbarung, also ohne den Vater und den Sohn zu „haben“, ein Wesen anerkennen, das Himmel und Erde geschaffen hat und das die Menschen einmal richten wird. Dieses Wesen aber „nennen alle Gott“, (et hoc omnes intelligunt Deum: S.th. I 2,3)
Die von ihnen angeführten Stellen passen auf die hier zur Frage stehende Problematik nicht, da sie die Antwort auf die ergangene Offenbarung thematisieren. Stattdessen müßte man eher auf Joh 4 („Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen“), Apg 17 („Was ihr nun verehrt, ohne es zu kennen [scil. den unbekannten Gott], das verkünde ich euch“), Röm 1 (natürl. Gotteserkenntnis) und andere Stellen verweisen.
Amüsant übrigens, wie wenig scholastisch-differenzierend hier diejenigen argumentieren, die dem derzeitigen Papst einen Mangel an scholastischem Denken vorwerfen. Qui bene distinguit, salvus erit!
Und der Gott, den man als Schöpfer Himmels und der Erde, als Richter der Menschen bekennt, ist dann zweifelsohne
Ebenso Joh 5,23 und 14,6
Off 2,9 Und ich weiß, dass du von solchen geschmäht wirst, die sich als Juden ausgeben; sie sind es aber nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans.
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#51   catharina   21:37:39 | Freitag, 10. März 2006
@ Stimme
Danke, daß Sie die Beantwortung an der Stelle von Evelins Gatten übernommen haben!
Sie schreiben zu a), daß Häresie Verweigerung des Glaubens an den von der Kirche ausdrückl. als geoffenbart vorgelegten Glaubensinhalt bedeutet.
Zu b) bezeichnen Sie es sodann als Häresie, wenn man in Zus. mit den religiösen Lehren und Übungen von Heiden und Moslems, aber auch von Juden, von Gott rede.
Frage: Wo ist uns das von der kirchlich vorgelegten Offenbarung her ausdrücklich verboten?
Die Wahrheit des dogmatischen Traktats „De Deo trino“ setzt doch weder die Wahrheiten von „De Deo uno“ noch die philosophischen praeambula fidei außer Kraft.
Schauen Sie einmal nach, welches Wort der Aquinate benutzt, wenn er sich in der Summa contra gentilesmit eben diesen gentiles und ihren Gottesvorstellungen auseinandersetzt.
Auch zu den anderen Häresievorwürfen wäre manches anzufügen. Es müßte jedenfalls die explizite dogmatische Lehre und ihre direkte Leugnung nachgewiesen werden.
Zu c) schließlich stellen Sie die Konsequenzen dar. Hier erhebt sich u.a. die Frage, ob ein gelehrter Mann wie Ratzingers überhaupt in materieller Häresie verbleiben kann. Er müßte es doch wirklich wissen, zumal ihn das Lehramt der Traditionalisten des öfteren auf seine Irrtümer hingewiesen hat!
Der Nicht-Sedisvakantismus scheint unter gegebenen Umständen wenig glaubhaft, arg konstruiert.
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#33   catharina   09:13:09 | Freitag, 10. März 2006
Häresiologisches von Evelins Gatten
Häretisch sind BXVI. Ausführungen dort, wo er die häretischen V2-Schriften verteidigt, insb. Dignitatis Humanae, Unitatis Redintegratio und Nostra Aetate (die „bösen drei von V2“). Da geht ihm die Nibelungentreue als ehemaliger V2-Peritus über Tradition, Lehre und Glauben.
Sehr geehrte Evelin,nutzen Sie doch bitte einmal die besondere Nähe zu Ihrem werten Gemahl aus, um ihm folgende Fragen zu unterbreiten:
a) Was genau er unter Häresie versteht.
b) Wo exakt solche Häresien in den genannten Dokumenten und in den Büchern des jetzigen Bischofs von Rom zu finden sind.
b) Welche Folgen häretische Auffassungen und Äußerungen für diejenigen haben, welche sie vertreten – selbst wenn es sich um eine Kirchenversammlung und/oder einen Papst handelte.
Ich bin deshalb so interessiert daran, weil mich und viele andere das Thema sehr beschäftigt. Nach dem Gelesenen vermute ich, daß Ihr Gatte offensichtlich einen speziellen und eigenständigen Ansatz vertritt, der ganz neues Licht in diese wichtigen Fragen bringen kann.
Und grüßen Sie Ihren liebevollen Gemahl herzlich von
Catharina
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#30   catharina   00:14:33 | Freitag, 10. März 2006
Benedikts antischolastische Schmalspurtheologie
Die Stellungnahmen zu früheren Veröffentlichungen Benedikts XVI., lassen erkennen, daß diese nur unter sehr wenigen Gesichtspunkten betrachtet werden. Und das nicht immer mit den nötigen Vorkenntnissen und adäquatem Verständnis.
„Was die Schriften von BXVI. betrifft, so Ihnen der Ausgangspunkt – die Ablehnung der Scholastik (Thomas v. Aquin et al.) und der Neuscholastik (Matthias Scheeben et al.) deutlich anzumerken.“
Wo bitte lehnt Benedikt XVI. die Scholastik ab? Hat nicht gerade er Wesentliches über Bonaventura veröffentlicht und aus den Werken des Aquinaten Wichtiges hervorgeholt, um dessen Aktualität herauszustellen?
Eher hat man wohl Gründe, Zweifel an den Scholastik-Kenntnissen mancher ihrer lautstarken Verteidiger anzumelden.
Und daß M. J. Scheeben gerade nicht ein typischer Vertreter der Neuscholastik ist, dürfte sich unter Theologen und kundigen Laien inzwischen herumgesprochen haben. Bereits die „Mysterien des Christentums“ zeigen das und wurden deshalb auch von Vertretern der „Schule“ angegriffen.
Bemerkenswert die thematischen Einblicke, die uns Evelins Gatte in die Werke des jetzigen Papstes gewährt. Man könnte ja beinahe vermuten, es handle sich bei seinen Büchern um mißlungene Traktätchen zur Kirchenkrise. Dabei streift er diese Fragen eher am Rande.
Mache sich der geneigte Leser doch selbst ein Bild, anstelle es sich aus den Schriften der Papstkritiker mit ihrem eingeengten Blickwinkel zu holen!
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#22   catharina   19:23:03 | Donnerstag, 9. März 2006
Oberflächlicher Intellektualismus?
Die Werke Kardinal Ratzingers sind keineswegs von einem oberflächlichen Intellektualismus beherrscht. Wir finden bei ihm eine Zusammenschau, wie sie sonst Seltenheit ist: Immer sehr biblisch fundiert und dabei die Heilige Schrift ganzheitlich-katholisch betrachtend, bezieht Ratzinger die Reichtümer patristischer und scholastischer Theologie, aber auch das Erbe der abendländischen Philosophie und das neuzeitliche Denken mit ein, um sich den überaktuellen Fragen wie den ganz aktuellen Problemen zuzuwenden. Sein Ansatz ist weder einseitig intellektualistisch noch spirituell verflüchtigend, weder irenisch-harmonisierend noch unerleuchtet polemisierend. Und immer, selbst in kurzen Ansprachen, begegnen wir der Fülle des Katholischen, dem Glanz, der aufstrahlt im Antlitz Christi.
Wie mager und kurzatmig sind daran gemessen doch die typischen Predigten und Vorträge, in denen es nach einer erbaulich gemeinten Einleitung zur eigentlichen Sache, zu den Jeremiaden und Tiraden, zur Konzils- und Hierarchiekritik (meistens recht oberflächlich und stereotyp), zur Abgrenzung des eigenen Grüppchens von den anderen geht. Selbst wenn sie versuchen, sich locker und humorvoll zu geben, wirken sie doch steril und rechthaberisch.
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#9   catharina   13:07:29 | Donnerstag, 9. März 2006
Ironische Untertöne
„Der Kopf wolle, aber es scheitere am Sekretär und Untersekretär, wiederholt Bischof Fellay die Aussage des Kardinals nicht ohne ironischen Unterton.“
Ähnliches sagen ja auch – diesmal ohne ironischen Unterton – Mitglieder der Priesterbruderschaft über ihre eigene Leitung: Der General wolle wohl manches, es scheitere aber an bestimmten, sehr einflußreichen Distriktoberen.
Die Predigten von Mgr. Fellay wirken, vergleicht man sie etwa mit denen des derzeitigen Papstes, sowohl dogmatisch, exegetisch und moraltheologisch als auch spirituell und pastoral sher mager. Aber das hat in der Bruderschaft ja eine lange Tradition. Echter Traditionalismus also…
Redaktion benachrichtigen Was denken Sie über den Hinduismus?
#26   catharina   23:15:06 | Mittwoch, 8. März 2006
Christliche Verschiedenheit
Immer hat es innerhalb der Catholica unterschiedliche Formen der Missionierung gegeben. Nicht alle Missionare verfuhrenwie die iroschottischen Mönche. Manche haben, anstatt alte heidnische Heiligtümer zu zerstören, diese vielmehr umgewandelt. Aus Minerva-Tempeln wurden dann Kirchen mit dem Titel „Maria sopra Minerva“ (Rom, Assisi…). Klar war aber immer, das die nichtchristliche Religion – trotz aller logoi spermatikoi – zu überwinden ist.
Innerhalb des Christentums hat es immer (str)engere und weitere Geister gegeben. Man vergleiche doch Tatian mit Justin dem Martyrer, Tertullian mit Clemens von Alexandrien. Das Verbindende: der Glaube an den absoluten Primat Christi, sei es im Sinne einer alle Feinde vernichtenden Herrschaft (Ponam inimicos tuos scabellum pedum tuorum: Ps. 109) oder – „weitere“ Auffassung: – einer anakephalaiosis (Eph 1,10) aller Dinge – und auch der verschiedenen menschlichen Weisheitsformen – unter Christus als dem Haupt.
Der zur „corruptio totalis“-Lehere neigende Protestant (und ebenso z.B. der Jansenist) neigt wohl eher zur ersteren, der Katholik zur letzteren Auffassung.
So wenig mir einzelne Formulierungen Mutter Theresas gefallen, so sehr nehme ich bei ihr doch die typisch kathol. Geisteshaltung war, die nicht überall reinen Widerspruch sieht, sondern instinktiv mit der Analogie rechnet.
Redaktion benachrichtigen Frauen auf der kirchlichen Karriereleiter + …
#136   catharina   22:38:56 | Dienstag, 7. März 2006
Mission der Liebe
Die Diskussion regte mich an, ein Buch mit Mutter Theresas Texten zur Hand zu nehmen. Keine Frage, hier schreibt eine glühende Christin und Katholikin. Nichts Synkretismusverdächtiges.
Allerdings ist mir das Wort „Aus Hindus bessere Hindus machen“ jüngst von einer Bekannten, die selbst bei den Missionarinnen der Liebe mitgearbeitet hat, bestätigt worden.
Mir scheint diese Auffassung entweder zu wenig oder zu viel reflektiert zu sein: zu wenig reflektiert, so daß Mutter Theresa der Gegensatz zum Missionsauftrag Jesu nicht zu Bewußtsein kam; oder zu viel, so daß darin der nicht sogleich offenbare Hintersinn liegen würde, ein „besserer Hindu“ sei eben ein solcher, der sich Christus, dem Licht der Welt, zuwendet.
Bei der immer sehr einfachen und direkten Redeweise Mutter Theresas ist wohl eher die erste Variante zu vermuten. Sie mag sich gedacht haben: Den Aposteln hat der Herr den Auftrag gegeben, alle Menschen zu Seinen Jüngern zu machen, wir hingegen sind nicht gesandt, zu predigen und zu taufen, sondern Jesus in den Ärmsten zu dienen, absichtslos, zweckfrei, nur mit dem Ziel, Seine Liebe auszubreiten – eben Missionarin der Liebe zu sein. Und wer sich dieser Liebe öffnet, der öffnet sich Ihm.
Es fragt sich, ob eine solche Auffassung von der Heiligen Schrift und der kirchlichen Praxis gedeckt ist. M.W. waren die bisherigen Missionare und Missionarinnen letztlich von dem Eifer beseelt, den Menschen Jesus Christus zu bringen, und dies nicht nur implizit, sondern explizit.
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#3   catharina   20:23:27 | Dienstag, 7. März 2006
Informationsgehalt
Gerade ein solcher Artikel ist doch einmal eine gute Sache. Wir erhalten einen Einblick ins richtige Leben. Dürfen erkennen, daß die hohen Kirchenmänner auch ganz normale Menschen sind. Daß da eine (Stief-)Mutter im Hintergrund steht, die daran Anteil nimmt. Ja, wir können deren Gefühle ganz lebhaft miterleben. Und spannend ist’s, dann später zu hören, was aus alledem – dem Kardinal, seiner Stiefmutter, deren Auto, den Erwartungen, Hoffnungen, auch Befürchtungen geworden ist.
Danke, kreuz.net! Das ist ein schöner Artikel. Nur bitte beim nächsten Mal ein paar Bilder mehr.
Ich freue mich schon auf den Artikel über die Mutter von Weihbischof Fellay. Die steht ja ganz hinter ihrem Sohn, ist auch für die Tradition. Wie die sich wohl so fühlen mag, wenn sie morgens aufsteht und sich wieder in Erinnerung ruft: Mein Sohn, der ist Bischof! Richtiger katholischer Bischof! Sogar der Nachfolger von Erzbischof Lefebvre!
Ja, darüber hätte man das neue Auto fast vergessen…
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#114   catharina   13:47:01 | Dienstag, 7. März 2006
Polemik / Mutter Theresa
Polemik (in des Wortes negativer Bedeutung, nämlich als Angriff auf die Person des Gegners anstelle sachbezogener Argumentation) ist niemals gut. Fast immer hat man sie anschließend zu bereuen.
Insofern muß man Ausfälligkeiten von beiden Seiten bedauern. Nehmen wir doch den Mund nicht so voll, behaupten wir lieber zu wenig als zu viel. Hinzufügen kann man nachher immer noch, aber was einmal in die Welt gesetzt wurde, holten man selten wieder ganz zurück.
In Sachen Mutter Theresa scheint mir sicher zu sein: Sie lag „in oecumenicis“ auf einer sehr offenen Linie, das sowohl innerchristlich (Äußerungen über die Bedeutung der verschiedenen Konfessionen) als auch interreligiös. In ihrer Lebensausrichtung und Frömmigkeit aber war sie eine Christin und Katholikin kat’ exochen.
Wenn es den Rittern der absoluten Wahrheit zuweilen an der Liebe fehlt (ein Eindruck, dessen man sich selbst bei manchen Heiligen kaum erwehren kann), fehlt es den Helden der Caritas nicht selten am Wahrheitsanspruch. Das Beharren auf der Wahrheit kann zur Verknöcherung, das Aufgehen in der gelebten Liebe zur Erweichung führen.
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#1   catharina   10:50:19 | Dienstag, 7. März 2006
Erfreulich!
»Schauen Sie, jeder Mensch steht vor zwei Wegen: Einer führt zum Leben, der andere zum Tod. Ich habe die Pflicht, Ihnen zu sagen, welcher Weg zum Tod und welcher zum Leben führt. Anschließend haben Sie die Pflicht zu wählen.«
Das ist denn einmal eine Äußerung, wie man sie von einem Kirchenmann erwarten sollte: einfach, ohne vereinfachend zu sein, deutlich, ohne zu dramatisieren.
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#105   catharina   08:55:50 | Dienstag, 7. März 2006
Toleranz – Respekt – Akzeptanz
Es will scheinen, Mutter Theresa habe das bloße Tolerieren anderer Religionen weit hinter sich gelassen.
Auf jeden Fall hat sie deren Vertretern gegenüber Respekt aufgebracht; sie erblickte in den Äußerungen solcher Religiosität vermutlich etwas Tiefmenschliches, ja letztlich von Gott in die Seele Gelegtes, das aber noch der Fülle, die uns erst und allein in Christus eröffnet wird, ermangelt.
Der Blick auf die Person des anderen Menschen und das positive Vorurteil, dieser meine es sicher gut, sei also in seinem religiösen Tun „bona fide“, ließ Mutter Theresa auch der religiösen Praxis selbst mit einer gewissen Hochachtung begegnen. Und vermutlich war es die Ehrfurcht vor dem so intimen Geheimnis der persönlichen Religiosität, die in ihr die Befürchtung weckte, explizite Evangelisierung wirke sich dem gegenüber wie ein Brecheisen aus, solange der Mensch nicht den ausdrücklichen Wunsch bekunde, Jesus Christus kennenzulernen.
Eine formelle Akzeptanz der nichtchristlichen Religion als solcher ist mit diese Respekt vor der religiösen Person und ihrer Äußerung sicher nicht gegeben. Doch drängt sich der Verdacht aus, es werde von Mutter Theresa nicht gesehen:
a) die objektive Heilsnotwendigkeit des christlichen Glaubens,
b) der eindeutige Missionsauftrag Jesu und
c) die besondere Macht der Erbsünde und des Fürsten dieser Welt in den falschen Religionen.
Insofern war sie wirklich ein Kind ihrer Zeit. Der Widerstand gegen diese Tendenzen war ihre Sache nicht.
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#101   catharina   21:05:06 | Montag, 6. März 2006
Personalismus
Fürwahr, diese Aspekte der Persönlichkeit Mutter Theresas zeigen, wie sehr auch eine große Gestalt des christlichen Lebens vom Geist ihrer Zeit – in unserem Fall vom Ungeist eines bestimmten interreligiösen Ökumenismus – angesteckt sein kann. In einem intakten kirchlichen Umfeld wäre es sicher nicht so weit gekommen.
An der tiefen Christusliebe der Seligen ist nicht zu zweifeln, wenn man auch nur einen oberflächlichen Blick auf ihre gewöhnlichen Äußerungen wirft (anstelle sich auf solche problematischen zu stürzen).
„Für mich ist Jesus mein Gott, mein Bräutigam, mein Leben, meine einzige Liebe, in allem mein Alles, mein Ein und Alles. Ich liebe Ihn mit meinem ganzen Herzen, meinem ganzen Sein.“
Mutter Theresa wollte solche und ähnliche Aussagen bestimmt nicht relativieren, doch eine tiefe Ehrfurcht vor der Religiosität des Nächsten, auch wenn diese objektiv falsch war, führte sie zu den hier angesprochenen Worten und Taten. Folgen eines nicht unproblematischen Personalismus, wie er auch im Pontifikat Johannes Pauls II. erkenbar ist.
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#81   catharina   16:58:18 | Montag, 6. März 2006
@ Stimme
„Solange EB Lefebvre nicht heiliggespr. wird, beeindruckt mich in diesem Bereich gar nichts mehr.“
Aber der ist doch schon längst heiliggesprochen! Die einzig kompetente Autorität: die Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X., sowie die vox populi, nämlich die Willensäußerung der letzten Katholiken (= Anhängerschaft besagter Bruderschaft), hat bereits eine vollgültige Kanonisation bewirkt.
Also, werte Stimme, dürfen Sie sich doch auch Gedanken über Mutter Theresas Beatifizierung machen.
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#72   catharina   15:41:34 | Montag, 6. März 2006
Konklusives
Manches bereits Gesagte zusammenfassend, kann man festhalten:
1. Es ist nicht sicher, was die Statue darstellt, deren Beine am Rand des Bildes zu sehen sind. Vielleicht zeigt sie tatsächlich Buddha?
2. Buddhisten betreiben gegenüber ihren Buddhastatuen keinen cultus latriae. Gesetzt den Fall, es handelt sich um eine Buddhastatue, so wissen wir noch nicht, was die – eher hinduistisch wirkenden – Gestalten mit gefalteten Händen vor ihr tun.
3. Vorausgesetzt, die Statue stelle Buddha dar und die Personen im Vordergrund erwiesen ihr tatsächlich eine wie auch immer geartete Verehrung: Die Schwester im Sari, die im Hintergrund zu sehen ist und die möglicherweise Mutter Theresa ist, schließt sich dem Kult augenscheinlich nicht an.
4. Gesetzt den Fall, kreuz.net wollte seine Leser in seriöser Weise über Mutter Theresa informieren: Die Redaktion hätte dazu vermutlich andere Wege gefunden.
5. Angenommen, die „Stimme aus dem Tradiland“ hätte das ehrenwerte Anliegen, Jesus in Seiner Kirche und in den Herzen der Gläubigen zu dienen, so ließen sich vielleicht noch bessere Mittel zu diesem Ziele ersinnen als die Kritik an Personen, die immerhin ihr ganzes Leben in den Dienst der Liebe Christi gestellt haben und dafür bereits seliggesprochen wurden.
Aber ach…
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#63   catharina   13:38:11 | Montag, 6. März 2006
Credidimus caritatem
Der Vergleich Mutter Theresas mit jener fiktiven muslimischen Krankenschwester läßt große Unterscheide erkennen:
– Mutter Theresa war zutiefst von ihrem Glauben an Jesus Christus geprägt und motiviert. IHM wollte sie in den Kranken dienen. Dafür gab sie alles hin und überstieg alle Schwellen. Ihr Einsatz ist so spezifisch christlich geprägt wie in nur wenigen anderen Fällen.
– Die gesamte Kraft für solches Tun erwartete sie von Jesus. Daher führte sie in ihrer Gemeinschaft – entgegen aller menschlichen Logik, die angesichts der immer mehr werdenden Beanspruchung längere Arbeitszeiten nahegelegt hätte – die tägliche Anbetung des eucharistischen Herrn ein.
– Die tiefe Jesusliebe und das Vertrauen in Seine Hilfe könnten bei Mutter Theresa wie bei kaum jemandem sonst das berühmte Pauluswort als Leitspruch rechtfertigen: „Credidimus caritatem“:
Übrigens war Mutter Theresa auch sehr mutig. Die fatalen Zustände in der Welt, insbesondere im kindermordenen reichen Westen, prangerte sie deutlich an.
Daß ihr dennoch der Nobelpreis verliehen wurde, spricht nicht gegen sie, sondern für den gesunden Funken, der in jedem Herzen, auch in dem der Entscheidungsträger für die Preisverleihung, vorhanden ist. Das Echte überzeugt eben doch: Glaubhaft ist die Liebe.
Redaktion benachrichtigen Eine ungeheure Gefahr bedroht uns
#16   catharina   07:50:54 | Montag, 6. März 2006
Bischöfe und Prophetie
Herr Guttenberger schrieb:
Der Hirtenbrief geht in seiner Schilderung der Ursachen allen Übels leider im Sinne der politischen Korrektheit am Hauptübel vorbei, obwohl er die Probleme zutreffend schildert:
Ursache der derzeitigen Verwirrung der Gemüter sind alleine die 68er Ideologien (…)
Ob es nur politische Korrektheit war, welche die Bischöfe inmitten der 50er Jahre die 68er Ideologie nicht erwähnen ließen?
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#47   catharina   00:18:57 | Montag, 6. März 2006
„Traditioninaction“
Der von kreuz.net konsultierte Informationsdienst „Tradition in Action“ gibt den Photographien folgenden Untertitel:
„October 7, 1975 – Picture one, in Calcutta, Mother Teresa worships Buddha in a ceremony of thanksgiving for the 25th anniversary of the Missionaries of Charity. She is the first on the left, recollected in profound prayer.
Picture two, another close-up from the same ceremony.“
Jetzt wissen wir mehr:
– Es handelt sich um zwei Bilder aus ein und derselben Zeremonie.
– Mutter Theresa verehrte die Buddhastatue aus Dankbarkeit für das fünfundzwanzigjährige Bestehen der „Missionaries of Charity“.
Übrigens kann sich jeder Leser von der Ernsthaftigkeit der Seite „www.traditioninaction.org“ überzeugen. Da werden uns solche Ungeheuerlichkeiten gezeigt wie: Johannes Paul II. erhält eine Lektion von Fidel Castro; er umarmt eine junge Frau; ja, er tanzt sogar mit jungen australischen Frauen!
Da muß die „Tradition“ freilich ich Aktion treten. Und kreuz.net folglich auch.
Redaktion benachrichtigen „Herr, gieße die Glaubensstärke der Moslems in uns ein“
#73   catharina   10:31:24 | Sonntag, 5. März 2006
„Wahn des Islam“
Auch mir scheint Karim in mancher Hinsicht ein Opfer seiner erstaunlichen Gelehrtheit zu sein. Die Realität zeigt uns einen ganz anderen Islam als diesen edlen Monotheismus, der so harmonisch mit der christlichen Offenbarung zusammenzuklingen scheint wie ein Cantus firmus mit den Klängen, die der Komponist über ihn setzt. Leo XIII. läßt uns in der Weltweihe, das Pius XI. für den Christkönigssonntag anordnete, beten:
„Erbarme Dich aller, die immer noch vom alten Wahn des Heidentums oder des Islams umfangen sind. Entreiße sie der Finsternis und führe sie zum Licht und Reiche Gottes.“
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#4   catharina   10:21:09 | Sonntag, 5. März 2006
Zu „Vorauseilender Gehorsam?“
Diese Meldung wirft manche Fragen auf.
1. Der Buddhismus kennt keinen Transzendenzbezug und keine persönliche Gottheit. Schon gar nicht kann von einer Anbetung des Buddha die Rede sein. Dieser verlangte: „Triffst du unterwegs Buddha, so töte ihn.“ Seine Person soll – wie überhaupt alles Persönliche – überwunden werden; allein auf den Weg kommt es an.
Woher stammt die Information, daß hier Buddhisten im Gegensatz zu ihrer Weltanschauung eine Buddhastatue angebetet hätten?
2. Der Titel „Vorauseilender Gehorsam“ erinnert an ein Wort, das R. Guardini im Zusammenhang mit der „Versus Populum“-Zelebration der Hl. Messe zugeschrieben wird. Hier soll es wohl die Erwartung nahelegen, es werde demnächst Katholiken amtlicherseits eine „Anbetung des Buddha“ abverlangt; Mutter Theresa habe das getan, was wir bald alle tun müssen.
Da die kirchlichen Dokumente aber den dreifaltigen Gott als allein anbetungswürdig bezeichnen, stellt sich die Frage: Worauf stützt kreuz.net seine implizite Voraussage?
3. Die Dürftigkeit der Information (Wann? wo? in welchem Zusammenhang? von welcher Quelle berichtet? usw.) soll dem Leser viel Platz für eigene Gedanken bieten. Insbesondere dem Hinweis auf die Seligsprechung der von vielen verehrten Ordensschwester dürfte die Funktion zukommen, eine Spur zu Folgerungen und Erkenntnissen zu legen.
Wird kreuz.net damit dem Anspruch, seriöse katholische Nachrichten im Zeichen des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus zu bieten, gerecht?
Redaktion benachrichtigen Hilfe, Heiliger Vater!
#27   catharina   23:07:21 | Samstag, 4. März 2006
Hinweis:
Dieser Artikel www.kreuz.net/article.2792.html scheint von der kreuz.net-Redaktion als Top-Artikel übersehen (oder unterdrückt?) zu werden, obwohl es doch so gewichtige Diskussionen mit fast 70 Lesermeinungen dazu gibt.
Redaktion benachrichtigen Jetzt sind die Pfarreien des Bistums Innsbruck an der Reihe
#12   catharina   23:05:04 | Samstag, 4. März 2006
Hinweis:
Die kreuz.net-Redaktion läßt diesen Artikel www.kreuz.net/article.2792.html, zu dem es doch eine überaus lebhafte Diskussion gab, einfach unter den Tisch fallen. Fürchtet man die fundierten Beiträge eines „Karim“?
Redaktion benachrichtigen ‘Dominus Jesus’ als faule Frucht des Ökumenismus
#12   catharina   23:01:28 | Samstag, 4. März 2006
Hinweis:
Die kreuz.net-Redaktion läßt diesen Artikel www.kreuz.net/article.2792 unter den Tisch fallen. Bei so vielen Leserzuschriften müßte er eigentlich unter den Top-Artikeln sein. Frage: Fürchtet man diese Diskussion?
Redaktion benachrichtigen Was ist mit den Mißhandlungen an deutschen Schulen?
#40   catharina   22:59:01 | Samstag, 4. März 2006
Merkwürdig, daß kreuz.net
nicht auch diesen Artikel unter die Top-Artikel aufgenommen hat:
[link]www.kreuz.net/…cle.2792.html[link].
Er hat doch viel mehr und viel interessantere Leserzuschriften. Aber vielleicht fürchtet man diese Diskussion?
Redaktion benachrichtigen Jetzt sind die Pfarreien des Bistums Innsbruck an der Reihe
#3   catharina   14:33:41 | Samstag, 4. März 2006
Tirol –
war das nicht einmal das Land tiefer, bewegender Volksfrömmigkeit?
Nachdem die Relikte alter Zeit inzwischen das Zeitliche gesegnet haben oder bald soweit sind, kann man also hurtig mit dem Umbau beginnen.
„Wehe denen, die den Tempel des Herrn niederreißen“, ruft das Alte Testament. Aber für die Herren hat solche Mahnung ja keine Bedeutung mehr. Es kommt doch nur auf die „Liebe“ an…
Die zu leistende Trauerarbeit wäre die Heimkehr zum ganzen Gesetz mit seinen Satzungen und Weisungen. Aber es wird lange dauern, bis man im Innsbrucker Ordinariat wieder singen wird: „Auf zum Schwur, Tirolerland…“
Redaktion benachrichtigen Der Pfarrer kann gehen
#11   catharina   07:54:45 | Freitag, 3. März 2006
Curé d’Ars
Faktisch erleben wir schon lange die „Entsazerdotalisierung“ von Liturgie und kirchlichem Leben. Jetzt werden auch im organisatorischen Bereich die Konsequenzen gezogen.
Der hl. Pfarrer von Ars war der Meinung, wer die katholische Kirche zerstören wolle, richte seine Angriffe vor allem gegen das Priestertum.
Hätte man diesen Pfarrer übrigens durch ein Seelsorgsteam – und wäre es auch noch so „dynamisch“ – ersetzen können?
Redaktion benachrichtigen „Herr, gieße die Glaubensstärke der Moslems in uns ein“
#65   catharina   07:43:16 | Freitag, 3. März 2006
Nikolaus von Kues
Dank an karim für Text und Übersetzung!
Die Gedanken des heiligen Papstes berühren sich in manchem mit denen des Nikolaus von Kues, der ja auch als Kardinal und enger Vertrauter der Päpste seiner Zeit von der Verehrung des einen Gottes in der Verschiedenheit der Kulte schreiben konnte, ohne daß ihm das als Häresie vorgeworfen worden wäre.
Selbstverständlich unterzieht Nikolaus den Koran einer überaus kritischen Sichtung. Aber er besitzt wie Gregor VII. jene katholische Geistesweite und Unterscheidungsgabe, die ihn vor beidem bewahrt: davor, wie die Vertreter einer „Theologie der Religionen“ den wahren Glauben zu verraten, und auch davor, in einer ideologisch-verfremdeten „Glaubens“haltung die Augen vor Tatsachen zu verschließen.
Redaktion benachrichtigen „Herr, gieße die Glaubensstärke der Moslems in uns ein“
#55   catharina   21:38:12 | Donnerstag, 2. März 2006
@karim
Für ihre sehr sachbezogene und kenntnisreiche Argumentation wird Ihnen jeder Leser dieses erlesenen Kreises gewiß überaus dankbar sein.
Wichtig auch, daß die Mission aus ungeheuchelter Gottes- und Nächstenliebe, die ja niemals fanatisch sein kann, hervorgehen muß.
Eine solche Mission ist dann wahrhaft nicht aus dem Willen des Mannes, des Fleisches und des Geblütes, sondern aus Gott geboren.
Ihr eignet jene gewinnende Strahlkraft, die durch Selbstherrlichkeit und Selbstgerechtigkeit sogleich verlorengeht.
Redaktion benachrichtigen „Herr, gieße die Glaubensstärke der Moslems in uns ein“
#18   catharina   17:10:41 | Mittwoch, 1. März 2006
@ Stimme
Alles, was die Stimme aus dem Tradilandda anführt, verdient aufmerksame Beachtung. Tatsächlich steht der Islam im Zeichen des Antichristlichen. Die moralischen Wüstheiten des Gründers legen klares Zeugnis gegen diese Religion ab.
Und dennoch darf man ja wohl auf der philosophischen Ebene, also noch vor den Toren des Heiligtums, Gemeinsamkeiten feststellen. Das haben auch die mittelalterlichen Theologen getan – um dann freilich eindeutig das Unterscheidende, also die schweren Irrtümer, das Widerchristliche des Islam, zur Sprache zu bringen.
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#15   catharina   15:56:35 | Mittwoch, 1. März 2006
Der Häresie- und Apostasievorwurf:
bei manchen ein wohlfeiles Mittel, um sich einerseits als besonders glaubenstreu (was nicht unbedingt auch „christlich“ bedeuten muß) hinzustellen, andererseits seine persönlichen Ressentiments und Enttäuschungen in einer Art Kraftmeierei auszutoben (damit aber nicht wirklich zu überwinden).
Selbstverständlich gibt es Häresie und Apostasie. Aber wer sie überall, insbesondere bei den römischen Autoritäten und bei unliebsamen Forumsteilnehmern ausmachen zu müssen glaubt, der legt den Verdacht nahe, selbst seine Probleme mit dem christlichen Glauben zu haben.
Redaktion benachrichtigen „Herr, gieße die Glaubensstärke der Moslems in uns ein“
#6   catharina   13:03:30 | Mittwoch, 1. März 2006
Verschiedene Götter?
Nach unserem Glaubensbekenntnis gibt es nur einen Gott. Folglich können die Anhänger des Islam keinen „anderen Gott haben“.
Man muß wohl sagen: Auf der religionsphilosophischen Ebene verbindet Christen und Muslime die Überzeugung, daß es einen Gott – und nur einen Gott – gibt; auf der Ebene des Glaubens hingegen trennt beide Religionen das, was sie von diesem Gott bekennen.
Wenn ich steif und fest behaupte, Papst Benedikt XVI., der jetzt regierende Papst, sei eine hünenhafte Gestalt mit imposantem Bart und/oder ein streitbarer Vertreter der Neuscholastik, er sei Befürworter der Frauenordination und/oder habe nicht den geringsten Sinn für liturgische Ästhetik, dann meine ich möglicherweise immer noch den gegenwärtigen Inhaber des Stuhles Petri, bin aber falsch über ihn informiert.
Der Islam weist die tatsächlich ergangene Offenbarung des einen Gottes zurück und unterstellt ihm eine andere. Das ist schwerwiegend. Aber er unterstellt sie immerhin doch diesem einen Gott!
Redaktion benachrichtigen Eine bemerkenswerte Form der Ökumene
#18   catharina   07:55:27 | Mittwoch, 1. März 2006
„Faschismuskeule“
Lieber Marcel,
offensichtlich sind Sie ja gar nicht so gut informiert, wie Sie vorgeben zu sein. Die Gläubigen des entsprechenden Priorates zumindest wissen bestens bescheid, und nicht nur sie, auch die Mitbrüder und die Oberen.
Nein, Verleumdung ist das nun wirklich nicht. Auch liegt es mir fern, die Faschismuskeule zu schwingen.Es ging mir nur darum zu zeigen, wie ver-rückt die kirchliche Lage ist, dem dienten die genannten Beispiele.
Weshalb übrigens die gereizte Reaktion?
Redaktion benachrichtigen Eine bemerkenswerte Form der Ökumene
#7   catharina   11:35:30 | Dienstag, 28. Februar 2006
„Exerzitien predigen“:
eine Adaption aus dem Französischen, die vermutlich durch die französisch geprägte Priesterbruderschaft St. Pius X. in den Sprachgebrauch mancher kirchlicher Kreise gekommen ist.
Klassisch-katholisch wäre: Exerzitien geben oder Exerzitien erteilen.
Und selbstverständlich „macht“ die Exerzitien der Exerzitant, nicht der Exerzitienmeister bzw. -leiter.
Redaktion benachrichtigen Eine bemerkenswerte Form der Ökumene
#3   catharina   10:31:10 | Dienstag, 28. Februar 2006
Traditionalismus und Apparitionismus
Das, werter Romulus, sollten wir langsam wissen: Im Reich des Subjektivismus paßt letztlich alles irgendwie zusammen.
Es gibt ebenso Sedisvakantisten (wie den Kreis um Prof. Lauth), die sich an die Philosophie Fichtes anlehnen, wie ausgesprochen moderne Theologen (z.B. Prof. Zulehner), die Medjugorje loben.
Es gibt Priester der Bruderschaft St. Pius X., die den Gläubigen wärmstens anempfehlen, NPD zu wählen, und Stellvertreter Jesu Christi, die den Koran küssen.
Einfach alles ist möglich und denkbar.
Redaktion benachrichtigen Die CSU ärgert sich
#4   catharina   17:32:21 | Montag, 27. Februar 2006
Bologna
Kardinal Biffi scheint einen würdigen Nachfolger erhalten zu haben.
Natürlich hinkt der Vergleich zwischen Verhütung und Mord, sonst wäre es ja kein Vergleich, sondern eine Gleichsetzung. Aber im wesentlichen liegt der Theologe richtig.
Das wird nicht zuletzt dadurch erhärtet, daß dieselbe Mentalität hinter der Emfängnisverhütung und der Abtreitung (eindeutig Tötung eines Unschuldigen = Mord) steht.
Redaktion benachrichtigen Im Vatikan sprudeln die Quellen
#54   catharina   09:10:02 | Montag, 27. Februar 2006
Wiederholung…
… bringt keine neuen Erkenntnisse.
Daß der Arianismus schweren Schaden angerichtet hat – stimmt.
Daß damals viele Bischöfe versagte, teils der Häresie anhingen, teils sie begünstigten – keine Frage.
Daß Papst Liberius sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerte, sondern unter dem Druck kaiserlicher Gewalt schwach wurde – Tatsache.
Aber ebenso ist und bleibt wahr,
– daß es der Kaiser war, der den Kampf gegen Athanasius führte,
– daß die Kirchenleitung die Beschlüsse von Nicäa vertrat,
– daß sich die über 50 Bischöfe erwähnter Synode hinter Athanasius stellten,
– daß Liberius seine Unterschrift unter die semiarianische Formel unter Druck gab und später wieder zurückzog.
Michael Davies war ein integrer Mann. Seine Forschungen muß er aber dennoch belegen. Wo finden wir etwas über eine Exkommunikation des Athanasius durch den Papst? Für mich unauffindbar.
Das Buch von Bischof Graber ist sehr empfehlenswert, führt aber in den hier besprochenen Fragen zu keinen weiterführenden Erkenntnissen.
Redaktion benachrichtigen Abschied im Zorn
#53   catharina   21:24:27 | Donnerstag, 23. Februar 2006
Werke des Fleisches
Eine Diskussion, die wieder einmal – streng traditionell, nämlich von Paulus her, betrachtet – die Werke des Fleisches, nicht die Früchte des Geistes offenbart.
Aber was interessiert uns das Neue Testament, wenn wir doch die Heftchen und Traktätchen – nicht zu vergessen: die Websites! – traditionalistischer Vereinigungen zur Hand haben! Es ist ja doch viel spannender, darin die neuesten Artikel über kirchliche, insbesondere römische Skandale zu verschlingen, als das Wort Gottes zu betrachten, nicht wahr?
Redaktion benachrichtigen Im Vatikan sprudeln die Quellen
#51   catharina   21:02:09 | Donnerstag, 23. Februar 2006
Athanasius
St. Athanasius wurde von der pro-arianischen Kirchenleitung incl. der überwältigenden Mehrheit seiner Bischofskollegen auf Leben und Tod verfolgt, mehrmals verbannt und vom kompromitierten Papst Liberius exkommuniziert.
Nein, Athanasius wurde als Bischof von Alexandrien vom pro-arianischen Kaiser Konstantius gezwungen, Arius wieder in seinen Klerus aufzunehmen, und als er sich mit Recht weigerte, das zu tun, begannen die bitteren Verbannungen und Verfolgungen. Er flüchtete sich in der Not zu Papst Julius. Dieser rief 341 eine Synode ein, auf der sich alle Bischöfe – über 50 an der Zahl – voll hinter Athanasius stellten.
Daß leider Papst Liberius, anstatt zum Martyrer der religiösen Freiheit gegenüber dem anmaßenden Staat zu werden, unter schwerstem äußeren Druck die 3. sirmische Formel unterzeichnete, ist ein trauriges Kapitel der konstantinischen Ära, in dem sich bereits viele spätere Konflikte abzeichnen. Aber wir wissen, daß Liberius nach dem Tod Konstantius’ II. die häretischen Formeln scharf verurteilt hat (Rimini und Seleukia 359).
Von einer positiven Verfolgung des Glaubens von Nizäa durch den Papst und die Hierarchie kann nicht die Rede sein, allenfalls von falscher Nachgiebigkeit gegenüber dem Staat, ähnlich derjenigen vieler französischer Bischöfe gegenüber dem Ancien Regime…
Redaktion benachrichtigen Im Vatikan sprudeln die Quellen
#47   catharina   08:59:52 | Donnerstag, 23. Februar 2006
@ clemens
St. Athanasius kämpfte für den christlichen Glauben, wie ihn das Konzil von Nizäa in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift verkündet hatte. Er war (von einzelnen Konflikten abgesehen) insgesamt in Übereinstimmung mit der Kirchenleitung und mit vielen anderen Bischöfen, die sich wie er dem häretischen Angriff entgegenstellten.
Man leistet niemandem einen Dienst, wenn man den heiligen Kirchenvater heute über die Gebühr für eine bestimmte Gruppe – selbstverständlich die eigene – einspannt.
Redaktion benachrichtigen Im Vatikan sprudeln die Quellen
#44   catharina   23:26:48 | Mittwoch, 22. Februar 2006
Der Punkt
Von vielen, die sich zu Lebzeiten auf Ihn berufen haben, wird der Herr am Ende sagen: „Wahrlich, ich kenne euch nicht.“ Es kommt also nicht darauf an, Ihn irgendwie anzuerkennen, sondern von Ihm anerkannt zu sein.
Analoges gilt vom sichtbaren Stellvertreter Christi: Viele beteuern, ihn anzuerkennen, ja in ihren Kapellen für ihn zu beten. Aber solange sie nicht von ihm anerkannt sind und auch keine ernsthafte Schritte in diese Richtung unternehmen, sind ihre Aussagen leere Worthülsen, bloße Bewegungen der Sprechorgane und der Luft.
Redaktion benachrichtigen Im Vatikan sprudeln die Quellen
#7   catharina   22:12:38 | Montag, 20. Februar 2006
@ ottaviani
nicht vergessen wir haben es mit gerüchten zu tun in der bruderschaft selbst spricht absolut nichts für eine Änderng dort ist normaler Alltag
Das klingt aber wenig hoffnungsvoll! Fast ein wenig wegwerfend-desinteressiert.
Ja, könnte es denn etwa sein, daß Ihnen eine baldige Einigung gar nicht am Herzen liegt?
Verständlich, daß man sich in dem Augenblick, in dem man die Aura des verfolgten Widerständlers verliert, nicht mehr so interessant vorkommt.
Aber, nicht wahr, es geht uns allen ja nur um den Willen Jesu, unseres Herrn! Und der sagt eben doch: „Laß sie eins sein.“ (Man mag an diesem Wort herumdeuteln wie die Modernisten an den Wundern und der Auferstehung des Herrn – es bleibt dennoch bestehen.)
Redaktion benachrichtigen Altersbegrenzung ab 16 Jahren
#10   catharina   19:09:54 | Samstag, 18. Februar 2006
Ob in oder außerhalb der Kirche,
daß Stücklein ist gewiß nichts, was man von einer katholischen Jugendgruppe erwarten sollte. Aber was können die jungen Menschen dafür, wenn ihrer kulturellen Antriebe nicht in sinnvollere Bahnen gelenkt werden? Auch hier ein Traditionsverlust. An die Stelle großer Schöpfungen tritt dann jeweils das billige Produkt der gegenwärtigen (oder gestrigen bzw. vorgestrigen) Mode.
Redaktion benachrichtigen Keine Säuberungsaktionen zu erwarten
#14   catharina   11:24:47 | Dienstag, 14. Februar 2006
„Grobe Menschen“
Gleichzeitig rechnet er mit wichtigen Maßnahmen – „nicht aber mit Säuberungsaktionen“. Der Papst habe eine sehr klare Glaubenslehre und Überzeugung. Vielen Leuten sei nicht bewußt, daß der Heilige Vater „kein grober Mensch“ sei.
Muß denn eine Hausfrau ein „grober Mensch“ sein, um ihrer Standespflicht nachzukommen und Ordnung zu schaffen?
Ist ein Lehrer, der in der Schulklasse dafür sorgt, faule und ansteckende Früchte zu bessern oder notfalls wegzuschicken, ein „grober Mensch“?
Waren die heiligen Päpste und Bischöfe, die ihrer Aufgabe als „episkopos“ nachkamen, „grobe Menschen“?
Paulus war offensichtlich ein „grober Mensch“, schaut man auf sein Vorgehen gegen Skandale z.B. in Korinth.
Petrus war ebenfalls ein „grober Mensch“, wie wir in der Apostelgeschichte nachlesen können.
Und Jesus selbst – man denke an die Tempelreinigung.
Eminentissime Cardinale, si tacuisses…
Redaktion benachrichtigen Keine Säuberungsaktionen zu erwarten
#11   catharina   11:01:37 | Dienstag, 14. Februar 2006
„Ausflüchte“
Um Ausflüchte handelt es sich meiner Meinung nach aus mehreren Gründen:
1. Der Ertrag des letzten Konzils für den Schatz unabänderlich-unfehlbarer Glaubenslehren dürfte verhältnismäßig gering sein.
2. Die von anderen, in sichtbarer (aber vielleicht nicht innerer) Einheit mit der Kirche stehenden Abweichungen von der sana doctrina sind ungleich gewichtiger, aber man tut sozusagen nichts dagegen.
3. Mit einem deutlichen Signal in Richtung der traditionsbewahrenden Kräfte riskiert man Anfeindung vonseiten gewichtiger Kreise, was bekanntlich bei schönen Ausführungen über die Liebe so nicht der Fall ist.
„Ausflüchte“ sind diese Aussagen des Kardinals deshalb, weil sie an den eigentlichen Problemen vorbeigehen. Trösten können sie nur denjenigen, der die Realität nicht wahrhaben will.
Redaktion benachrichtigen Keine Säuberungsaktionen zu erwarten
#1   catharina   09:44:04 | Dienstag, 14. Februar 2006
Erschütternd!
Wenn es angesichts der Verunehrung des Allerheiligsten, der unsäglichen Schmach, die dem eucharistischen Herrn angetan wird, des Betruges an so vielen Gläubigen nicht mehr als das zu sagen gibt – nun denn, sie werden es einmal verantworten müssen.
Aber man müsse begreifen, daß ein Papst den Glauben der Kirche nicht ändern könne.
Der Papst könne nicht so handeln, als ob es das letzte Konzil nie gegeben hätte: „Er kann das Zweite Vatikanum nicht ablehnen, um die Lefebvristen glücklich zu machen.“
Ja, wir begreifen schon!
Ob aber der Herr der Kirche für solche Ausflüchte „Verständnis aufbringen“ wird?
Redaktion benachrichtigen Ausgerechnet in Freiburg
#4   catharina   07:02:31 | Sonntag, 12. Februar 2006
Traditionsbruch bei kreuz.net!
Liebe Redaktion,
in Ihrem Artikel fehlt ja völlig die vertraute topographische Belehrung. Folglich kann der Artikel nur von einem kreuz.net-fremden Zuträger stammen.
Redaktion benachrichtigen Erneuerung oder Komödie?
#17   catharina   22:18:15 | Freitag, 10. Februar 2006
Krise der alten Liturgie
Es ist Benedikt zuzustimmen, wenn er auf den Tatbestand hinweist, daß man sich so rasch von der bis dahin absolut verbindlichen Liturgie abwenden konnte.
Nicht nur durch den Einfluß zweifelhafter Theologen, sondern auch aufgrund eines allzu objektivistischen „Ex opere operato“-Denkens war die gottesdienstliche Handlung – obgleich gültig – doch vielfach ausgehöhlt statt erfüllt, bloß absolviert, nicht mehr wahrhaft zelebriert.
Stillmessen mit einer Dauer von 20 Minuten und weniger bei einer Textfülle, wie sie dem überlieferten Ritus eigen ist: Ja, wie sollte das denn möglich sein, ohne die doch angeblich so sehr in Ehren gehaltenen Worte durch rasendes Tempo und Verstümmelung zu vergewaltgen?
Übrigens scheinen manche Priester des alten Ritus auch an diese (nun wirklich nicht heilige) „Tradition“ anzuknüpfen.
Muß man da nicht zumindest Verständnis für manche religiöse Naturen aufbringen, die sich entsetzt von solcher Liturgie abwenden und ihre Erfüllung in Taizé-Feiern oder bei den Charismatikern suchen?
Redaktion benachrichtigen Erneuerung oder Komödie?
#3   catharina   14:51:22 | Freitag, 10. Februar 2006
Taktik?
Zur Heiligen Kommunion hätten die Gymnasiasten zuerst den Bischofsring geküßt und dann die Heilige Hostie auf die Zunge empfangen: „Das war für alle Schüler etwas Neues.“
Hier wurden offensichtlich Gebräuche in die Ausbildungsstätte implantiert, die in Deutschland vor der Liturgiereform gar nicht praktiziert worden waren.
Vermutlich haben die Hausoberen diese Anordnung auch deshalb gegeben, damit die Schüler die überlieferte Liturgie als antiquiert und klerikalistisch empfanden.
Redaktion benachrichtigen Kirchlich geförderte Homo-Propaganda
#6   catharina   14:44:41 | Freitag, 10. Februar 2006
Umschläge
Am Anfang der sog. kirchlichen Erneuerung stand die Forderung, die biblische Lehre mehr zu berücksichtigen.
Am Ende des Unternehmens steht nun die klare Abwendung von der Bibel.
Redaktion benachrichtigen Alles nur Windhauch?
#21   catharina   15:41:53 | Montag, 6. Februar 2006
Auch ein Grund für eine Einigung…
… ist die Tatsache, daß die Priester der Bruderschaft St. Pius X. – wie mir jüngst einer von ihnen sagte – in einer rechtsfreien Lage leben und wirken müssen; sie sind also ihrer Obrigkeit völlig ausgeliefert und haben keine andere, höhere Instanz, an die sie notfalls appellieren könnten.
Man bekomme, so jener Priester, bei Schwierigkeiten mit dem Kurs der Gemeinschaft immer nur zu hören: „Vertraue den Oberen! Die Oberen haben die Standesgnade, die Situation richtig zu erkennen und zu beurteilen!“ Dies auch dann, wenn man inhaltliche Argumente vorgetragen habe.
Füge man sich nicht, so drohe eine recht gnadenlose „Versetzung“ oder der Ausschluß, also der Weg ins Niemandsland. In diesem müsse dann die Wahl zwischen diversen Angeboten (sedisvakantistische und autonome Gruppierungen, Ecclesia-Dei-Gemeinschaften…) getroffen werden.
Die katholische Kirche ist von ihrem Wesen her auch Rechtsgemeinschaft. In ihr ist man niemals – auch nicht als Priester – auf Gedeih und Verderb einer bestimmten Gruppe ausgeliefert. Man kann sich immer an höhere Instanzen wenden. Diese aber gelten der Priesterbruderschaft St. Pius X. bekanntlich nichts.
Redaktion benachrichtigen Alles nur Windhauch?
#17   catharina   14:28:42 | Montag, 6. Februar 2006
„Hier stehe ich und kann nicht anders.“
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. nimmt jenen Platz ein, von dem aus man alles beurteilt, ohne selbst von jemandem beurteilt zu werden.
FSSPX a nemine judicatur.
Redaktion benachrichtigen Alles nur Windhauch?
#5   catharina   10:55:04 | Montag, 6. Februar 2006
Ecclesia invisibilis
„Ein normales katholisches Leben ist heute in der Kirche nicht möglich.“ Es sei seit dem Konzil unmöglich geworden.
Womit also behauptet wäre, in der „amtlichen Kirche“ gebe es kein normales katholisches Leben mehr. Um dieses zu haben, müsse man aus der sichtbaren Gemeinschaft „sub Petro“ ausscheren und sich einer Gruppe anschließen, die ihren Anspruch auf Rechtmäßigkeit aus inneren Gründen („wahrer Glaube, wahre Messe, wahre Sakramente“) herleitet, nicht aber durch ihre Verbundenheit mit dem Haupt (Christus, repräsentiert im sichtbaren Oberhaupt, dem Papst) erweisen kann, wie es die traditionelle Lehre fordert.
Bischof Fellay wird, wie wir es nicht nur aus seinen deutschen, sondern auch aus den französischen Ansprachen kennen, lange um diese Worte gerungen haben. Aber offensichtlich sind sie ihm ernst:
„Wir wollen katholisch bleiben. Deshalb muß Rom es ermöglichen, katholisch zu bleiben.“
Fragt sich, wie Rom, das doch ein katholisches Leben verunmöglicht, dennoch ein solches ermöglichen kann, ja „muß“.
Einmal abgesehen von allen logischen Widersprüchlichkeiten, bleibt immerhin die Feststellung, daß uns hier ein Ableger der Idee von der „Ecclesia invisibilis“ und der „Kirche der Reinen“ begegnet. Für die Erforscher der von manchen Historikern als „Ur-Häresie“ bezeichneten Lehre ein gewiß interessantes Forschungsobjekt. Für den gläubigen Katholiken hingegen ein Anlaß für schmerzliches Bittgebet.
Redaktion benachrichtigen Splitter aus dem Leben von Hw. Gregor Hesse
#45   catharina   08:32:09 | Sonntag, 5. Februar 2006
Protestiere!
Dieser Stil des Umgangs widerspricht in schwerster Weise der verbindlichen christlichen Lehrtradition von den Anfängen, vom Evangelium und den Paulusbriefen bis zu allen wahren Jüngern des Herrn in der Gegenwart.
Wer diese fundamentale Tradition nicht anerkennt, exkommuniziert sich aus der Lebens- und Liebesgemeinschaft des Leibes Christi.
Ne nos mente dividamur, caveamus!
Redaktion benachrichtigen Splitter aus dem Leben von Hw. Gregor Hesse
#5   catharina   18:33:39 | Freitag, 3. Februar 2006
„Freischaffender Priester“
Diese Bezeichnung ist sicher – mit Blick auf die interessanten Eigenarten dieser Persönlichkeit – etwas humorvoll-ironisch gemeint, oder?
Schließlich kann es innerhalb der katholischen Kirche ja gar keinen „freischaffenden Priester“ geben. Ohne Sendung durch den Bischof darf ein Priester nicht wirken und kann es auch nicht, ohne letztlich Unsegen statt Segen zu bringen.
Das Prinzip der Sendung ist ja nicht eine bloß legalistische Engführung, vielmehr Fortführung der Sendung des Sohnes durch den Vater: „Wie mich der Vater gesandt, so sende ich euch.“
Und nur diese von Christus Gesandten – die legitimen Hirten sub Petro als dem Stellvertreter des Herrn – haben dann auch ihrerseits Sendungsvollmacht.
Ein „freischaffender Priester“ – letztlich eine contradictio in adiecto.
Redaktion benachrichtigen Die Piusbruderschaft bewegt sich
#16   catharina   22:37:37 | Montag, 30. Januar 2006
Notstand
Eigentlich brauccht die Priesterbruderschaft St. Pius X. die EInigung nicht, ist sie doch aufgrund des vorherrschenden Notstandes zu so ziemlich allen Aufgaben, die in normalen Zeiten vom regulären kirchlichen Amt ausgeübt werden, befugt. Und selbstverständlich erteilen ihr die Päpste der Vorzeit und alle wirklich katholischen Päpste der Zukunft dafür die nötigen Erlaubnisse und Vollmachten.
Nur die gegenwärtige Kirchenleitung, verblendet wie sie ist, will und kann das nicht erkennen. Bis zu ihrer Bekehrung (die dann von den entsprechenden Organen der Priesterbruderschaft St. Pius X. für alle Katholiken verbindlich festgestellt werden wird – Vorsicht bis dahin vor Täuschungsmanövern!) muß das noch so weitergehen.
Man merkt den Verantwortlichen der kleinen Herde übrigens an, wie sehr sie unter dem Ist-Zustand leiden und wie gerne sie die Last wieder auf römische Schultern legen würden. Aber es geht halt nicht.
Oder geht es jetzt doch?
Redaktion benachrichtigen Eine glorreiche Zukunft?
#40   catharina   15:58:39 | Montag, 30. Januar 2006
L’Eglise, c’est moi!
Die Anhänger der Priesterbruderschaft St. Pius X. scheinen zu fordern, daß für den Fall einer Einigung die Leitung der Kirche ab sofort an die Oberen dieser Gemeinschaft abzutreten ist. Sie werden dann entscheiden, wem wieviele Bischöfe zustehen, was unter den Texten des jüngeren Lehramtes als häretisch zu verurteilen ist usw. Über die Gültigkeit von Ehen sitzen die Herren ja bereits zu Gerichte, obwohl das bekanntlich ein Akt ist, der nur Ortsordinarien in Verbindung mit dem Heiligen Stuhl zusteht.
Hochmut steht vor dem Fall.
Redaktion benachrichtigen Eine glorreiche Zukunft?
#2   catharina   11:22:49 | Sonntag, 29. Januar 2006
Man spürt die Absicht,
und ist leicht verstimmt, wenn man in der obigen Darstellung liest, daß nach Abbé Aulagniers Ansicht an Veränderungen am 62er Ritus zu denken wäre.
Offensichtlich soll dem Leser sogleich vermittelt werden, es sei da eben doch wieder einmal ein Pferdefuß vorhanden. Die Priesterbruderschaft habe also ein Recht darauf, vorsichtig zu sein und die Aussöhnung mit dem Stellvertreter Christi auf Erden herauszuzögern.
Wenn solche Gründe hinreichend sein sollten, den vom Glauben her strikt erforderten, notwendigen Schritt zu tun, wo ist wäre dann überhaupt noch ein Recht von Kirchlichkeit und Gottvertrauen? Man schon sehr an der eigenen Sendung und dem, der sie verliehen hat, zweifeln, hätte man solche Ängste.
Redaktion benachrichtigen Selbst ist der Mann
#39   catharina   07:52:11 | Sonntag, 29. Januar 2006
I-II q.97 a.3
Q. 97 beschäftigt sich mit der Änderung von Gesetzen, und zwar der leges humanae. Die angesprochenen consuetudines liegen auf einer anderen – nämlich viel niedrigeren – Ebene als die liturgische Tradition; diese ist weitaus mehr als eine bloße consuetudo. Niemals hätte Thomas das Erbe, das bis auf die Apostel zurückkeht, als „Gewohnheit“ bezeichnet. Daher ist der Konflikt, der zwischen liturgischer Überlieferung und einer (freilich von der Autorität angeordneten) liturgischen Veränderung entstehen kann, systematisch an einem anderen Ort als dem von lex humana und consuetudo zu behandeln.
Das Augustinuszitat im Sed contra könnte man für sich alleine wohl in der Frage anführen, nicht aber den Zusammenhang der Quaestio.
Sie schreiben:
„Genau Ihre falsche Interpretation des Brauches und Gesetzes ist diejenige, die Thomas im 3. Einwand verwirft.“
Aber nein! Der 3. Einwand betont, daß die consuetudo eines Volkes, einer multitudo, dann Gesetzeskraft erlangen kann, wenn sie von der befugten Autorität geduldet wird („toleratur“). Sie wollen doch wohl nicht behaupten, bei der liturgischen Überlieferung handle es sich um einen von der Obrigkeit tolerierten Volksbrauch? Die kirchliche Obrigkeit selbst ist doch in der Ausübung dieser heiligen Ordnung dem Volk vorangegangen (wie Sie selbst sagen: apostolisches Erbe), und nicht umgedreht.
Redaktion benachrichtigen Selbst ist der Mann
#36   catharina   16:04:05 | Samstag, 28. Januar 2006
Pius X. und der Thomismus
STh II I q. 97 in Art. 3 betont der hl. Thomas von Aquin, Augustinus zitierend, daß die liturgische Überlieferung höher als das Gesetz zu bewerten ist, ja, letzteres aufheben kann – daher sind jene, die sich gegen den überlieferten Ritus wenden, zu maßregeln wie jene, die göttliche Gesetze übertreten.
Zu dieser Aussage, Leser „Pius X.“, einige Fragen:
– Seit wann zitiert man die „pars prima secundae“ der Summa theologiae so wie Sie, also „II I“ (statt I-II)?
– Haben Sie die Stelle auch wirklich nachgelesen, und kennen Sie somit den eigentlichen Zusammenhang und die Aussage des Artikels?
– Wenn ja: Wie kommen Sie dann dazu, den hiesigen Lesern eine derartige Argumentation vorzusetzen?
St.Thomas schreibt in dem entsprechenden Artikel keineswegs, „daß die liturgische Überlieferung höher als das Gesetz zu bewerten ist, ja, letzteres aufheben kann – daher sind jene, die sich gegen den überlieferten Ritus wenden, zu maßregeln wie jene, die göttliche Gesetze übertreten.“ Das ist barer Unsinn!
Vielmehr geht es hier um die Frage, ob „consuetudines“ Gesetzeskraft erlangen können. Die Liturgie aber gehört ja bereits dadurch, daß sie kirchlich erlassen ist, zur „lex ecclesiastica“.
Wenn also daß der vielbeschworene „Thomismus“ der „Traditionalisten“ ist. Man versteht Dr. Berger immer besser…
Redaktion benachrichtigen „Schwul + katholisch“ in Frankfurt
#53   catharina   13:02:45 | Samstag, 28. Januar 2006
Projektvorschlag
Wie wäre es denn mit einem Projekt „Rassistisch + katholisch in Frankfurt“?
Man findet bestimmt ein paar Nationalisten, die ebenso „katholisch“ wie die Sodomiten sind und ebenfalls davon überzeugt, zwischen ihren politischen Auffassungen, ihrem Lebensstil und dem christlichen Glauben bestünde kein Widerspruch.
Für die Gottesdienstgestaltung könnte man u.a. auf ältere Liederbücher zurückgreifen…
Redaktion benachrichtigen Ob freudig oder gequält
#48   catharina   22:17:39 | Freitag, 27. Januar 2006
Frage einer Außenstehenden
Welcher Konfession gehören den diese Diskutanten an? Ich frage nur deshalb, weil ich das alles so anziehend finde, daß ich selbst unbedingt beitreten möchte. Alles trägt die eindeutigen Kennzeichen der Echtheit, diesen leuchtenden Glanz, der aus der liebevoll und ohne Eigeninteressen, ohne Rechthaberei vertretenen Wahrheit hervorgeht.
Redaktion benachrichtigen Ob freudig oder gequält
#27   catharina   08:00:32 | Freitag, 27. Januar 2006
Kardinal Ottaviani und der Novus Ordo
Die Kurze kritische Untersuchung, die wohl der Dominikanerpater und spätere (Sedisvakantisten-)Bischof Guérard des Lauriers verfaßt hat und die dann von den Kardinälen unter ihre Autorität genommen wurde, bewegt sich auf der theologischen Ebene.
Auf der praktischen Ebene sehen wir Kardinal Ottaviani auf den Bildern vieler bedeutenden Zeremonien Papst Pauls VI. an dessen Seite. Durchaus auch konzelebrierenderweise. Ob der Kardinal wohl dabei heimlich den Rosenkranz gebetet hat?
Jedenfalls enthält auch die Kurze kritische Untersuchung kein Verbot an die Gläubigen, an der neuen Form der Heiligen Messe teilzunehmen, oder habe ich das überlesen?
Redaktion benachrichtigen Ob freudig oder gequält
#22   catharina   20:54:14 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Im Schisma mit Rom
Man muß Pater Hönisch für seinen Mut dankbar sein, nicht nur wieder einmal den Glaubenszersetzern a sinistris die Leviten gelesen zu haben, sondern auch den unerleuchteten Kräften a dextris.
Daß man innerhalb der Priesterbruderschaft St. Pius X. so sehr darauf besteht, die Gläubigen entweder eine Sonntagsmesse im alten Ritus oder keine besuchen, ja auch die Messe bei der Petrusbruderschaft sei zu meiden, ist verhältnismäßig leicht durchschaubar:
Diese – nach P. Hönischs zutreffender Beurteilung – pastoral unverantwortliche Anweisung hängt natürlich auch damit zusammen, daß die Gläubigen fest und immer fester an die eigenen Meßzentren gebunden werden sollen; Augustinus nennt diesen Vorgang Konventikelbildung – seit eh und je Kennzeichen eines unkirchlichen Geistes.
Da man meine Replik auf Sarto offensichtlich als Zustimmung interpretierte, sei es hier nochmals betont: Die Anhänger der Priesterbruderschaft St. Pius X., die von V2-Sekte und einer in sich sakrilegischen Neuliturgie sprechen, bestätigen nur immer wieder, daß sie sich im Schisma mit (dem gegenwärtigen) Rom befinden. Nach ihrer eigenen Meinung wohl auf der richtigen Seite des Schismas, aber eben doch im Schisma!
Redaktion benachrichtigen Ob freudig oder gequält
#14   catharina   19:57:27 | Donnerstag, 26. Januar 2006
Danke, Sarto!
„Die Neue Messe ist Gift für die Seele, weil sie darauf abzielt, den Glauben an das Opfer zu zerstören.“
Was für Menschen könnten nur eine derart häretische und teuflische Intention verfolgt haben: mittels einer „Messe“ den eigentlichen katholischen „Mess-Glauben“ zu zerstören? Katholiken waren sie mit Sicherheit nicht. Ihr Beitrag, lieber Sarto, macht mir den Ausdruck V2-Sekte verständlicher.
„Wer die Problematik erkannt hat, darf sie nicht mehr besuchen. Muß man ihr dennoch, z.B. aus familiären Gründen beiwohnen, wird man sich jedenfalls passiv verhalten und geht dort v.a. nicht zur Kommunion.“
Das ist klar: Communicatio in sacris kommt für einen katholischen Menschen nicht in Frage, an nichtkatholischen Gottesdiensten nimmt man nicht teil. Bei einer Sekte ist aber auch schon das bloße Dabeisein zu viel. Insofern finde ich Ihren Standpunkt am Ende doch nicht ganz konsequent.
Da Ihr Standpunkt, lieber Sarto, hier ganz derjenige der Priesterbruderschaft St. Pius X. ist, fällt es mir jetzt auch leichter zu begreifen, weshalb eine Einigung mit Rom eigentlich gar nicht erwünscht sein kann.
Wie soll Bischof Williamson einmal mit Blick auf die päpstliche Zelebration des Novus Ordo gesagt haben: „Der Papst begeht täglich mindestens eine Todsünde“.
Danke, Sarto!
Redaktion benachrichtigen Die erste Enzyklika: von Dante inspiriert
#5   catharina   16:41:24 | Mittwoch, 25. Januar 2006
Genus literale
Wer von einer Enzyklika noch immer eine präzise, „doktrinale“ Stellungnahme zu einem Thema erwartet, wird also wieder einmal enttäuscht sein…
Redaktion benachrichtigen Im Osterurlaub geschrieben
#1   catharina   22:10:45 | Dienstag, 24. Januar 2006
Fraglich
Ist es dieser kleine Fehler der Berichterstattung wohl wert, einen eigenen Artikel in kreuz.net zu veranlassen?
Redaktion benachrichtigen Umstrittenes Copyright
#4   catharina   15:57:39 | Dienstag, 24. Januar 2006
Religionsfreiheit praktisch?
Papst Johannes Paul II. bestimmte die Erträge aus seinem Buch-Interview – von dem über 20 Millionen Exemplare in 54 Sprachen verkauft wurden – für einen Fond, der den Wiederaufbau von katholischen, orthodoxen und islamischen Kultstättenin Bosnien-Herzegowina finanziert.
Ehrlich gesagt bringe ich wenig Verständnis dafür auf, daß aus dem Erlös eines päpstlichen Buches auch Moscheen gebaut wurden.
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#91   catharina   22:35:09 | Freitag, 20. Januar 2006
Unsachlich, doch zeit-gemäß
Die Diskussion scheint sich ein wenig verrannt zu haben.
Mein Vorschlag: Beten wir doch mit der Kirche!
„Noctem quietam et finem perfectum concedat nobis Dominus omnipotens.
Fratres, sobrii estote et vigilate, quia adversarius vester diabolus tamquam leo rugiens, circuit quaerens quem devoret: cui resistite fortes in fide…
Confiteor Dei omnipotenti… Misereatur nostri… Indulgentiam, absolutionem et remissionem peccatorum nostrorum tribuat nobis omnipotens et misericors Dominus.

Te lucis ante terminum…
Tu autem in nobis es, Domine, et nomen tuum invocatum est super nos, ne derelinquas nos, Domine, Deus noster.
In manus tuas Domine commendo spiritum meum… Custodi nos, Domine, tu pupillam oculi: sub umbra alarum tuarum protege nos…
Salva nos, Domine, vigilantes, custodi nos dormientes, ut vigilemus cum Christo et requiescamus in pace… Visita, quaesumus Domine…
Benedicat et custodiat nos omnipotens et misericors Dominus: Pater, et Filius, et Spiritus Sanctus.
Alma Redemptoris Mater…
Et fidelium animae per misericordiam Dei requiescant in pace. Amen“
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#74   catharina   18:21:59 | Freitag, 20. Januar 2006
Glaubensprüfung
Was die zurückgezogene Unterschrift des Erzbischofs Lefebvre anbelangt: In diesem Moment hatte offensichtlich für ihn und sein Werk die Stunde der Prüfung geschlagen. Die Frage lautete: Vertrauen auf Gott und Seine Vorsehung oder auf eigene Absicherungsbemühungen?
Abraham wurde einst für seine Opferbereitschaft, die immerhin alle Verheißungen Gottes über den Haufen zu werfen schien, unendlich belohnt. Paulus stellt den Patriarchen als das Vorbild im Glauben hin.
Erzbischof Lefebvre sprach viel, sehr viel vom Glauben. Hat er in dieser schweren Stunde ein wirkliches Glaubensvorbild gegeben? Ich wage das zu bezweifeln.
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#62   catharina   16:13:02 | Freitag, 20. Januar 2006
Das zu beseitigende Scandalum
Lieber Herr Höck,
offensichtlich haben wir zu gleicher Zeit den gleichen Gedanken gehabt.
Es geht uns hier nicht um den Sieg einer Gruppe von Diskussionsteilnehmern gegen die andere. Ziel muß es sein, daß ein fürchterliches Scandalum aus der Welt geschafft wird:
die Zerrissenheit nicht nur unter den Christen verschiedener Konfession,
auch nicht nur unter Katholiken glaubenstreuer und anpassungsbeflissener Gesinnung,
sondern sogar unter katholischen Christen, die von der Wahrheit durchdrungen sind, daß Jesus in Seiner Kirche, in Seinen Stellvertretern auf Erden weiterlebt und weiterlehrt und durch sie Sein heiliges Erlösungsopfer erneuert.
Um diese Einheit zu befördern muß jede Seite sich an die Brust klopfen.
Wir alle ersehnen – nach den „Schuldbekenntnissen“ für vergangene Vergehen – eine „Vergebensbitte“ der Hierarchie für Unterlassenes und Laufengelassenes nach dem letzten Konzil.
Wir ersehnen aber auch, daß man in traditionalistischen Kreisen von einer selbstherrlichen Rechthaberei ablasse und eigenes Versagen zugebe. Das kann doch nicht zu viel verlangt sein, oder?
Mich hat es immer irritiert, daß Erzbischof Lefebvre 1988 auf keinen Fall einen Brief mit einer Bitte um Vergebung unterzeichnen wollte…
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#58   catharina   15:55:39 | Freitag, 20. Januar 2006
Widersprüchliches
Alles dialektische Strampeln richtet nichts aus: Die beiden Sätze „Wir akzeptieren das Konzil betrachtet im Licht der Tradition“ und „Die Priesterbruderschaft lehnt es daher ab, das Konzil und seine Reformen anzunehmen“ stehen gegeneinander.
Wer behauptet, im Gegensatz zu dem „Hegelianer Benedikt XVI.“ (nochmals: Diese Unterstellung ist nicht viel mehr als ein Geständnis philosophischer Inkompetenz) „thomistisch“ zu denken, der ziehe sich nun bitte mittels der aristotelischen Logik aus der Schlinge. Wir warten gespannt.
Auch scheint es mir der Betrachtung wert, daß Erzbischof Lefebvre seine Bereitschaft, das Konzil im Licht der Tradition anzuerkennen, zurückzog, weil er keinen „Traditionsbischof“ (was auch immer das sein mag) bekommen würde.
Bisher war es immer ein (berechtigter) Vorwurf glaubenstreuer Katholiken an das heutige Pastoral-Establishment, es richte Fragen der Dogmatik nach pastoralen Interessen aus, opfere sie diesen notfalls. Wie wird man Erzbischof Lefebvre dann von solchen Vorwürfen reinwaschen können?
Nein, wir wünschen wirklich, daß alle Spaltungen überwunden werden und wir eines Geistes und Herzens den Dreifaltig-Einen anbeten und loben. Dafür müssen wir aber auch unsere Gesinnungen vom Lichtstrahl der Wahrheit und Liebe läutern lassen.
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#37   catharina   08:26:25 | Freitag, 20. Januar 2006
Neue Töne
Im Gegensatz zu Ihnen hat Benedikt XVI. am 22. Dezember bei seiner Rede an die römische Kurie erklärt, daß die Kirche in der Frage der Religionsfreiheit konstant geblieben sei.
Bischof Fellay: Nicht ganz, denn er führte die Unterscheidung zwischen einem Bruch in der Form und einer Kontinuität im Prinzip ein. Zumindest hat der Papst den Willen, das Konzil neu zu lesen – es anders darzustellen.
Hat Ihnen diese Rede des Papstes gefallen?
Bischof Fellay: Ja – wegen ihrer Klarheit, ihrer Exaktheit und ihrem Willen, die wahren Fragen zu stellen. Aber nach meinem Empfinden geht sie heute noch nicht weit genug.
Damit ein Konzil im Lichte der Tradition interpretiert werden kann, muß es auch wirklich ein Konzil sein, nicht wahr? Bischof Fellay scheint in diesem Punkt mit einigen seiner hiesigen Apologeten nicht d’accord zu sein.
Dem „Hegelianer“ auf dem Stuhl Petri (so Athanasius, offensichtlich in Unkenntnis der idealistischen Philosophie; denn nicht überall, wo jemand Seiten gegeneinandern abwägt und ihr Positives sieht, hat das schon etwas mit Hegel zu tun) bescheinigt der Bischof „Klarheit“, „Exaktheit“, ja den „Willen, die wahren Fragen zu stellen“, auch wenn es seinem „Empfinden“ nach „noch nicht weit genug“ gehe. Das Grundsätzliche wurde durch das Graduelle ersetzt.
Möge das Haupt der Kirche die Glieder zusammenführen!
Redaktion benachrichtigen „Wir werden eine Einigung erzielen“
#27   catharina   20:40:30 | Donnerstag, 19. Januar 2006
Merkwürdigkeiten
Es berührt schon eigenartig, daß die üblichen Lobgesänge auf Bischof Fellay vonseiten der FSSPX-nahen Teilnehmer plötzlich ausbleiben. Daß man nicht mehr den Mut dieses Gottesmannes rühmt. Daß man nicht mehr davon spricht, an seinen Kurs müsse man sich unbedingt halten.
Und daß andere, die sich bisher sehr kritisch über die Priesterbruderschaft äußerten, mit einem Mal versöhnlicher, ja fast wohlwollend klingen.
Meiner bescheidenen Meinung nach hängt das alles mit der schon lange zu beobachtenden Widersprüchlichkeit zusammen, die bereits bei Erzbischof Lefebvre festzustellen war. Einmal behauptete er, nichts anderes als das Experiment der Tradition machen zu wollen; man möge ihm das doch gestatten, da ja auch sonst alles gestattet werde. Ein anderes Mal war zu vernehmen, Rom müsse sich bekehren, es sei modernistisch, ja antichristlich besetzt. Man las in seinen Schriften einerseits, das Konzil müsse als lehramtlicher Text betrachtet, aber eben im Licht der Tradition ausgelegt werden. Man las aber auch ganz andere Aussagen.
Bischof Fellay scheint auch in dieser Hinsicht die Tradition des Erzbischofs fortzusetzen.
Redaktion benachrichtigen Ich hatte heute Gelegenheit, einem homosexuellen Mann zum Vater-Sein zu gratulieren
#6   catharina   16:03:57 | Donnerstag, 19. Januar 2006
Wünschenswert wäre es,
daß der Heilige Vater in seiner Antrittsenzyklika „Deus caritas est“ in aller, aber auch wirklich aller Deutlichkeit ausspreche, was Liebe ist und was nicht.
Vorgänge wie der oben geschilderte sind schockierend. Sie signalisieren, welche Stunde herangenaht ist. Eine kranke Personengruppe hat mit Erfolg weite Teile der Öffentlichkeit infiziert und wird es bald fertigbringen, diejenigen, die es noch wagen, von Krankheit, Perversion, Sünde wider die Natur usw. zu sprechen, zu Verbrechern abzustempeln.
Jetzt hätte die Stunde der Kirche geschlagen: Als Gesamtheit müßte sie sich diesen Bestrebungen entgegenstemmen. Elemente in den eigenen Reihen, die der Homo-Ideologie huldigen, wären auszuschließen.
Aber man muß befürchten, daß es bei Klagen über angebliches Versagen im Dritten Reich bleibt, während man dem Widerstand hier und heute aus dem Weg geht.
Wo sind die Hirten, die ein klares Wort sprechen? Wo sind die Männer Gottes, die wie Jesus Christus von der Wahrheit Zeugnis ablegen?
Maranatha!
Redaktion benachrichtigen Der Kampf gegen den „liturgischen Privatismus“ hat begonnen
#17   catharina   22:41:13 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Früchte des Fleisches
Lieber Athanasius!
Sie schreiben: „„die Kirche“ (lies: ihre modernistische Sekte)“.
Allem Anschein nach geben Sie sich Ihren Gefühlen der Abneigung hin und gehen dann über das hinaus, was man als Christ tun darf.
Ich würde auch zu keinem Protestanten sagen: „Dein Ketzerclub!“ Damit ist die Liebe verletzt, und von den noch so richtigen Aussagen, die man ansonsten machen mag, zieht sich der splendor veritatis zurück.
Ich finde die Art, in der hier viele Auseinandersetzungen geführt werden, wirklich unter dem Niveau, das eines Christen würdig ist. Man fühlt sich eher an die Früchte des Fleisches als an die des Geistes (Galaterbrief) erinnert.
Und was soll der – berechtigte – Einsatz für Ehrfurcht vor dem sakramentalen Leib Jesu, wenn man den mystischen Leib schmäht und über Seine Glieder herfällt.
„Glaubwürdigkeit“ lautet das Gebot der Stunde.
Redaktion benachrichtigen Wunderliches und Ernüchterndes zum Thema „Indultmesse“
#34   catharina   22:25:43 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Rot und Schwarz (aber nicht von Stendhal…)
„Leider steht in der „kurzen kritischen“ neben vielem richtigen auch blanker Unfug, so etwa die Kritik am Karfreitag (in rot) im NOM: es sähe jetzt aus wie Christus als Martyrer. Hier merkt man, dass die beiden Autoren keine Liturgiker waren, sonst hätten sie gewusst, dass in den mittelalterlichen (=vortridentinischen) Diözesanriten in der Regel Karfreitag in ROT war! Denn rot ist keineswegs nur die Farbe des Blutes der Martyrer (und daher von deren Messen), sondern auch des KOSTB.Blutes und des hl. Kreuzes.“
Diese Ausführungen sind natürlich zutreffend. Im Kölner Eigenritus war der Karfreitag auch schon immer in roter Farbe.
Man könnte gegen die Behauptung, mit der roten Farbe degradiere die nachkonziliare Liturgie Jesus (den Rex Martyrum!) zu einem einfachen Martyrer, übrigens sagen: Nun denn, so wird der Herr in der vorkonziliaren Karfreitagsliturgie also zu einem ganz gewöhnlichen Toten herabgestuft…
(Schwarz war übrigens bis vor einigen Jahrhunderten die am schwersten zu erstellende, deshalb kostbarste Farbe; darin dürfte der Grund für die Wahl am Karfreitag liegen…)
Den Einsatz für die Tradition der Kirche halte ich für wichtig. Deswegen lehne ich falsche Argumente für eine richtige Sache ab, ob sie nun von einfachen Gläubigen oder hohen Kirchenmännern stammen.
Allen, die sich hier eines sachlichen Tonfalls bedienen, sei einmal herzlich gedankt von
Catharina
Redaktion benachrichtigen Der Kampf gegen den „liturgischen Privatismus“ hat begonnen
#6   catharina   17:15:17 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Pastoral?
Darf man die Frage stellen, was wohl im Kopf und im Herzen eines solchen Hirten vor sich geht?
Und die weiterreichende Frage, wie man Bischof, sogar Erzbischof von Salzburg, „Primas Germaniae“ wird?
Viel ist von Pastoral die Rede. Ich sehe sie nicht. Anstelle dessen weithin Lupianismus…
Redaktion benachrichtigen Hinter schwedische Gardinen
#19   catharina   17:05:21 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Gebetsaufrufe
Marcel:
„Beten wir dafür, daß die FSSPX voll rehabilitiert wird, die Weihbischöfe zu Kardinälen erhoben werden, dann Kardinal Fellay zum Papst gewählt und Kardinal Williamson Haupt der wiedererrichteten hl. Inquisition wird.
(Ich weiß, daß das menschlich gesehen unrealistisch ist, aber das Sonnenwunner Fatimas war dies auch.)“
Solche Gebetsaufrufe haben immer einen merkwüdigen Klang. Sie tönen mehr nach einer Beschwörung eigener Überzeugungen als nach einer Bitte an die anderen, sich demütig vor Jesus zu begeben und Ihn um Hilfe in schwerer Zeit, um Durchführung Seines – und nicht unseres – Willens anzuflehen.
Redaktion benachrichtigen „Die Kirche wird auch g’scheiter“
#25   catharina   16:54:13 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Richtigstellung
Liebe Leser,
es ist wohl eine Verwirrung dadurch entstanden, daß ich den Brief jener „ungarischen Journalistin“ ohne Quellenangabe hier als Lesermeinung einreichte.
Jene Person ist nicht mit mir identisch. Ich kenne sie nicht, hatte mir nur die Seite angesehen und dann den Text kopiert.
Hier ist die Internet-Adresse:
…umendelumine.blogspot.com/…e-mail-kreuznet.html
Beste Grüße allen!
Redaktion benachrichtigen Wunderliches und Ernüchterndes zum Thema „Indultmesse“
#27   catharina   16:47:47 | Mittwoch, 18. Januar 2006
Frage und Antwort
Clemens schrieb und fragte: Also nichts mit Jesus durch alle kultischen Formen und Brechungen hindurch lieben.
Oder meinen Sie die legitimen kath.Riten wie zB. den Dominikanischen usw?
Bisher habe ich Sie katholisch im Forum gelesen!
Selbstverständlich meine ich nur die gültigen Opferliturgien, in denen der Herr wahrhaft und wirklich gegenwärtig ist.
Auf die Frage nach der genauen Mitarbeit der protestantischen Pastoren hat mir leider niemand eine fundierte Antwort gegeben.
Redaktion benachrichtigen „Die Kirche wird auch g’scheiter“
#11   catharina   22:48:48 | Dienstag, 17. Januar 2006
Die Autorin des Weblogs an kreuz.net
Betreff: www.kreuz.net/article.2552.html
Sehr geehrte kreuz.net-Redaktion!
Ich musste feststellen, dass Sie im obigen Artikel von kreuz.net meinen Blog-Eintrag über ein Treffen Kardinal Schönborns mit der Gemeinschaft vom Lamm ausführlich zitiert und als Hauptquelle Ihres Berichts verwendet haben, ohne mich darüber im Voraus zu informieren. Dabei geben Sie auch meine Berufbezeichnung an – etwas, was nur durch das regelmäßige und ausführliche Lesen des Weblogs bekannt sein dürfte, da es nirgendwo in den öffentlichen Daten steht.
Bei dem Weblogeintrag handelte es sich jedoch um einen Bericht in privater, nicht in beruflicher Funktion. Schon gar nicht war intendiert, dass dieser in einem öffentlichen Onlinedienst ohne mein Wissen weiterverwendet und für irgendwelche (kirchen)politischen Zwecke ausgeschlachtet wird.
Deshalb möchte ich Sie ausdrücklich bitten, den entsprechenden Inhalt von Ihrer Seite zu entfernen.
Als Nachsatz möchte ich noch festhalten, dass ich hier [im Mail] zwar meinen vollen Namen angebe, ich Ihnen jedoch hiermit untersage, diesen in irgendeiner Form zu veröffentlichen – ob im Zusammenhang mit dem genannten Artikel oder anderweitig.
Mit freundlichen Grüßen,
[ich]
(Autorin des Blogs „Lumen de Lumine“)
Redaktion benachrichtigen Wunderliches und Ernüchterndes zum Thema „Indultmesse“
#15   catharina   22:30:35 | Dienstag, 17. Januar 2006
Reformatorische Einflußnahme?
„George, Jasper, Shepherd, Kunneth, Smith, Thurian. Das waren die sechs protestantischen Mitarbeiter der Liturgiekommission von Annibale Bugnini.“
Danke, lieber Athanasius! Die Herren waren mir allerdings schon bekannt. Wer hat nicht das berühmte Photo gesehen?
Meine Frage ist aber die nach der konkreten Mitarbeit, sogar Einflußnahme der Protestanten auf den Novus Ordo Missae. Und nach den Quellen, die das belegen.
Ich frage nicht ohne Grund. Denn gegen den Vorwurf, den auch Sie erheben, wird ja geltend gemacht, es habe sich lediglich um Beobachter gehandelt, von einer Beteiligung am liturgiereformerischen Tun könne nicht die Rede sein.
Bitte, Athanasius oder sonstwer, geben Sie mir einen tragfähigen Beweis an. Das wäre ein wirklicher Erkenntnisfortschritt.
Daß der Novus Ordo Missae manche Züge trägt, die ihn für Protestanten akzeptabler als die frühere Form der Heiligen Messe machen, ist ja eine unbestreitbare (wenn auch nicht notwendig negative) Tatsache.
Jetzt wäre also zu klären, wie welche Kreise aus protestantischem Umfeld auf die konkrete Liturgie eingewirkt haben.
Im übrigen bin ich der Meinung, wir sollten den eucharistischen Jesus durch alle kultischen Formen und Brechungen hindurch lieben. Er ist eben doch mehr als jeder Ritus! (Und gerade deshalb soll der Ritus IHN betonen.)
Redaktion benachrichtigen Wunderliches und Ernüchterndes zum Thema „Indultmesse“
#10   catharina   20:21:58 | Dienstag, 17. Januar 2006
Auskunft und Frage
Nun, „die Indult Messe der Diözese Limburg in Frankfurt“ findet schon lange nicht mehr, wie Leser „ottaviani“ zu wissen meint, in der unansehnlichen bis häßlichen Kolping-Kapelle statt, vielmehr bereits seit vielen Jahren in der wunderschönen gotischen St. Leonhards-Kirche im Zentrum.
Immer wieder lese ich, daß an der Erstellung des Ritus instauratus protestantische Pastoren beteiligt gewesen seinen. Das Thema interessiert mich.
Kann mit jemand aus der Leserschaft aus Quellen belegen (aber bitte nicht anhand von Artikeln der einschlägigen Zeitschriften), worin genau die Tätigkeit dieser Geistlichen bestand?
Wenn ich den Priester auf dem Photo betrachte, denke ich mir: Es ist schon erstaunlich, was die auf sich nehmen! Mir will scheinen, die Schwierigkeiten derjenigen, die liturgische Traditionstreue und Treue zur sichtbaren Kirche miteinander verbinden, seien größer als als die der anderen, die der Konfrontation mit der Hierarchie aus dem Wege gehen, überall ohne Rückfrage ihre Meßzentren (und inzwischen Kirchen) errichten, niemandes Anordnung befolgen brauchen und dabei klagen, sie würden verfolgt…
Darf man nicht sagen:
Bekenntnis zur sichtbaren Kirche (auch in ihrer Elendsgestalt) ist Bekenntnis zu Jesus, dem Gekreuzigten; Flucht vor den Konflikten einer Kirche in der Krise ist Flucht vor dem Kreuz!
Redaktion benachrichtigen Rom will aufs Gas steigen – die Lefebvristen auf die Bremse
#43   catharina   22:35:18 | Montag, 16. Januar 2006
Unklarheiten
„Bestandteil dieses Corpus ist die reine Wahrheit, die vom Hl. Geist – nicht von häretischen Theologen herrührende – inspirierte Lehre, die himmlische Liturgie, die im Missale des Hl. Papstes Pius V. seine Vollendung gefunden hat, und der makellose Glaube, für den Millionen ihr Leben gegeben haben.“
Das klingt ja geradezu hymnisch! Mir allerdings ist es nicht ganz klar, wie die „reine Wahrheit“, die „inspirierte Lehre“ (wo ist da der Unterschied zu ebengenannter Wahrheit?), die „himmlische Liturgie“ (die erst noch einer irdischen Vollendung durch Papst Pius V. bedurfte; folglich kann es doch nicht um die Liturgie des Himmels gehen) und der „makellose Glaube“ (zu unterscheiden von der reinen Wahrheit und der inspirierten Lehre? – also muß wohl die fides qua gemeint sein) „Bestandteil“ des Corpus Christi Mysticum sein sollen.
Das ist jedenfalls nicht die Ekklesiologie der großen Enzyklika Papst Pius XII. Nach ihm sind die Glieder (und bitte nicht „Bestandteile“) des Leibes Christi getaufte und gläubige Menschen.
Tradition hin, Vulgärtraditionalismus und Stammtischtheologie her: Wie wäre es denn mit etwas mehr „Sobrii estote et vigilate“? Mir als einfacher christlicher Seele ist es schleierhaft, wie man so selbstherrlich über das Werk des demütigen Gottessohnes palavern und dabei noch der Meinung sein kann, man tue Ihm einen Dienst damit.
Redaktion benachrichtigen Rom will aufs Gas steigen – die Lefebvristen auf die Bremse
#22   catharina   18:07:26 | Montag, 16. Januar 2006
Unsere Stunde
Idealstaaten entwerfen, das mag eine interessante Beschäftigung sein. Welche großartigen Werke der Philosophie und Literatur sind doch in solchen Zusammenhängen entstanden! Für den Katholiken besteht die Möglichkeit, viele schöne Stellen aus den Schriften der Kirchenväter, der Theologen des Mittelalters und der Neuzeit, natürlich auch der Päpste bis zum letzten Konzil anzuführen. Zugegeben, das ist ein wirklich anregendes Thema.
Auf der anderen Seite wissen wir als Christen aber auch um den Ruf, hier und heute unter den gegebenen Umständen als Zeugen der Wahrheit und der Liebe zu leben. Dadurch werden vielleicht nicht so triumphalistische Gefühle geweckt, die Träumereien von staatlich-kirchlichem Glanz-und-Gloria-Zauber entweichen, man fühlt sich in die ernüchternde Realität zurückversetzt. Aber ich sehe herade in dieser Perspektive ein christliches Specificum. Ihm nachfolgen, der an Seinem Gottgleichsein nicht wie an einem Raub festhielt, sondern sich entäußerte; der nicht kam, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen; der Knechtsgestalt annahm und doch König aller Könige war.
Nichts gegen die vorkonziliaren Stellungnahmen zur damaligen Zeit. Aber zu unserer Stunde passen sie in mancher Hinsicht nicht mehr. Das müssen wir als Christen doch sehen!
Redaktion benachrichtigen Der Papst in einer schwarzen Soutane
#11   catharina   08:36:51 | Montag, 16. Januar 2006
Literarische Frage
Welchem literarischen Genre hat man nun diesen Artikel zuzuordnen?
Redaktion benachrichtigen Der Zorn des Professors
#55   catharina   22:40:15 | Sonntag, 15. Januar 2006
Ich will nicht unehrerbietig sein,
aber je länger je mehr entsteht mir der Eindruck, es gehe bei den Einträgen hier nicht mit rechten Dingen zu.
Heute schon das Morgengebet verrichtet?
Zugegeben: Das ist kein theologisch relevanter Beitrag. Aber es drängt sich eben doch auf…
Redaktion benachrichtigen Der Zorn des Professors
#30   catharina   13:11:20 | Sonntag, 15. Januar 2006
Bescheidene Meinung
Staatliche Religionspolitik – vielleicht ein typisches „Männerthema“, zu dem der weibliche Teil schweigt? Aber es scheint mir schon wichtig zu sein, daß wir Katholiken schon allein um der Kinder und ihrer Erziehung willen vom Staat fordern, daß er unsere religiöse Freiheit schützt. Mehr wird nicht möglich sein, denn der laizistische Staat ist in religiösen Belangen wohl weniger kompetent als irgendein Erstkommunionkind, das seinen Katechismus gelernt hat.
Also Freiheit und keine Einmischung, das ist es, was wir uns in der heutigen Zeit wünschen. Wollte das letzte Konzil nicht genau das in Anbetracht der Realität sagen?
Lassen wir uns doch nicht in den Bereich der reinen Theorie – die nicht weit von der Utopie entfernt ist – ziehen. Die Frage ist, wie unser Glaube hier und heute weiterleben wird; und genau diese Frage wollte Vaticanum II beantworten, nicht aber einen Diskurs über die an sich bestehenden Ansprüche der wahren Religion gegenüber einem inzwischen hypothetischen Staat formulieren, oder sehe ich das zu einfach?
Ich schätze Erzbischof Lefebvre seiner Glaubenskraft und Unbedingtheit willen. Man möchte sich diesem alten Bischof gerne im Sterben anvertrauen. Aber in den Diskussionen um Religionsfreiheit und ähnliches ist er vielleicht zu sehr am „An sich“ hängengeblieben und hat das hier und heute Mögliche und Geforderte nicht genug beachtet.
Redaktion benachrichtigen „Laßt uns die Vorstellung vom Limbus begraben“
#17   catharina   21:35:46 | Montag, 9. Januar 2006
Fragen über Fragen!
„Ist es tatsächlich unsere Pflicht, die Protestanten zu fragen, ob sie mit dem heiligen Meßopfer, den Sakramenten, unseren Gebeten und dem Katechismus einverstanden sind? Wenn sie ihr Einverständnis nicht geben, würde das dann bedeuten, daß alles abgeschafft wird? Vielleicht kann man dies nicht unbedingt als häretisch bezeichnen, allerdings wird dadurch der katholische Glaube gemindert.“
Kann mir bitte jemand diese vorhin zitierte Aussage von Lefebvre erklären? Was kann man hier „nicht unbedingt als häretisch bezeichnen“? Etwa, daß alles abgeschafft wird? Ich stehe wirklich vor einem Rätsel, was der Bischof sagen will.
Und offensichtlich muß man hier in vieles näher eingeweiht sein. Wer bitteschön ist dieser P. Zaby, der wie eine hohe theologische Autorität angeführt wird? In meinen Lexika ist er nicht zu finden.
Ich habe immer mehr den Eindruck, kreuz.net sei etwas für Insider.
Über die Limbus-Lehre sagen mir die theologischen Werke, sie sei nicht als Dogma anzusehen. Muß der päpstliche Hofprediger es dann trotzdem?
Das Schicksal der ungetauften Kinder wird jeden gläubigen Christen beschäftigen. Wahrscheinlich wird niemand wirklich über folgende Glaubensgewißheiten hinausgelangen:
– Die Taufe ist der gewöhnliche Weg zum übernatürlichen Leben und zum ewigen Heil.
– Niemand kann für etwas bestraft werden, was er nicht begangen hat.
– Es gibt kein Anrecht auf den Himmel, auch nicht für diejenigen ohne persönliche Schuld.
– Gottes Wege sind unerforschlich.
Redaktion benachrichtigen Beethoven und Mozart
#102   catharina   16:45:43 | Donnerstag, 5. Januar 2006
Irenäus!
„Ob Benedikt XVI selber von der göttlichen Einsetzung des Papsttums überzeugt ist? Schließlich wird ja heute Matthäus 16,17-19 nicht als echtes Herrenwort angesehen. Und daß er mit der liberalen Exegese sympathisiert, dürfte ja allgemein bekannt sein.“
Irenäus, sehen Sie sich befugt, über die „wirklichen Auffassungen“ unseres Papstes zu urteilen? Es wäre ja ein schwerer Schaden für die Kirche, wenn der Stellvertreter Jesu dessen Worte nicht mehr ernstnehmen könnte, weil ihn eine Modetheologie davon abhielte.
Es mag sein, daß es in der Geschichte Päpste gegeben hat, die nicht mehr das Evangelium zum Maßstab ihres Dienstes genommen haben. Aber vom jetzigen Oberhirten wird man das wohl nicht sagen können.
Im übrigen verdanken wir gerade ihm kostbare Ausführungen über die Schriftauslegung, in denen er sich auf hohem Niveau mit der historisch-kritischen Exegese und der liberalen Leben-Jesu-Forschung auseinandersetzt und sie zurückweist. (Z.B. in dem von ihm herausgegebenen „Quaestiones disputatae“-Heft „Schriftauslegung im Widerstreit“)
Irenäus, es steht einem gläubigen Katholiken wirklich nicht gut an, den Mund gegenüber dem Stellvertreter Christi zu voll zu nehmen. Wie Jesus selbst ist auch dieser Felsen von der Art, daß er seine Widersacher zermalmen wird. Die Geschichte hat es doch des öfteren gezeigt.
Redaktion benachrichtigen Der suspendierte Priester Hasenhüttl nun auch ohne Lehrerlaubnis
#8   catharina   14:07:57 | Mittwoch, 4. Januar 2006
Athanasius!
Sie sollten sich schämen, so über den Gesalbten Gottes und Stellvertreter unseres über alles geliebten Herrn und Erlösers zu schreiben.
Ich könnte bei dieser Gelegenheit Ihren unmöglichen Stil, Ihre falschen Zitationen (nicht einmal der Buchtitel der „Prinzipienlehre“ ist richtig) und vieles andere kritisieren, bleibe aber nur bei der einen Sache: So können Sie sich nicht über den Papst äußern!
Studieren Sie einmal, was z.B. die heilige Caterina von Siena über die Päpste ihrer Zeit – und an ihre Adresse – schreibt. Sie spricht manches aus, was zu kritisieren ist. Aber sie tut es in heiliger Ehrfurcht vor dem Vicarius Christi. Bei Ihnen ist nichts von Ehrfurcht (die Sie wohl bei der Heiligen Messe gegenüber Jesus fordern, aber gegenüber seinem Stellvertreter nicht praktizieren) zu merken. Nur entweihende Ehrfurchtslosigkeit, aufgeblasene Besserwisserei und Anmaßung.
Kann das vor Gott wohlgefällig sein?
Redaktion benachrichtigen Die ‘Grünen’ wollen mehr homo-ideologische Repression
#13   catharina   13:54:20 | Mittwoch, 4. Januar 2006
Nicht einmal in den Mund nehmen…
… sollen wir nach dem hl. Paulus manche Dinge.
Muß es einem christlichen, ja überhaupt einem auf Edles gesinnten Menschen nicht geradezu übel werden, wenn von einer mast…renden Gesellschaft, gar von praktizierter Homosexualität die Rede ist? Das sind doch wirklich Abscheulichkeiten.
Damit will ich nicht sagen, kreuz.net dürfe nicht darüber berichten. Im Gegenteil, es ist ja nötig. Aber in unserem christlichen Leben müssen wir ganz auf das Schöne, das Reine und Heilige bedacht sein.
Redaktion benachrichtigen Beethoven und Mozart
#82   catharina   13:34:58 | Mittwoch, 4. Januar 2006
Merci für die Antwort!
Es scheint ja im „Religionsunterricht“ ihrer lieben Tochter Schlimmes vorzufallen. Unbedingt sollten Sie sie da herausnehmen. In den Kinderseelen den Glauben an den menschgewordenen Gottessohn, unseren Erlöser und Herrn, zu zerstören, ist eine fürchterliche Sünde gegen den Glauben. Hier müßte vonseiten der Hirten schnellstens eingeschritten werden. Wenn etwas zur pastoralen Sorge der Apostelnachfolger gehört, dann doch dieser Schutz der Herde Gottes!
Allerdings hatte sich mir die Frage nach der Religionsverschiedenheit im Zusammenhang mit folgenden Äußerungen des Bischofs gestellt:
Die Frage sei nicht, ob Rom oder die Piusbruderschaft freundlich oder feindlich seien: „Es geht hier um zwei verschiedene, einander notwendigerweise entgegengesetzte Religionen.“
Es ist hier offensichtlich nicht von den Zuständen an der Basis, sondern von der Kirchenleitung selbst die Rede. Kann man denn wirklich sagen, der Papst und die ihn umgebenden Kardinäle und Bischöfe seien keine Christen mehr? Ich betrachte diesen Vorwurf als eine Ungeheuerlichkeit; eine Sünde, die der des erwähnten Religionslehrers sogar in gewisser Hinsicht vergleichbar ist, da sie letztlich auf eine Verneinung Jesu in Seiner Kirche, in Seinem konkreten Stellvertreter (der dann ja nichts anderes mehr als ein Verführer sein kann) hinausläuft. Oder täusche ich mich da?
Redaktion benachrichtigen Beethoven und Mozart
#59   catharina   20:59:34 | Dienstag, 3. Januar 2006
Religionsverschiedenheit
Der Vorwurf, die Kirchenleitung habe eine andere Religion als die christlich-katholische, ist sehr schwerwiegend. Er bedarf einer soliden Untermauerung: Glaubt man nicht mehr an die göttliche Dreifaltigkeit, an die Menschwerdung des ewigen Logos, an die Erlösung durch Kreuz und Auferstehung? Lehnt man die Kirche als Braut und Geheimnisvollen Leib Jesu Christi ab? Leugnet man die 7 Sakramente, die Gegenwart des Herrn im Altarsakrament? Wird die Vergebung der Sünden, die Rechtfertigung des Sünders, die Heiligmachende Gnade abgestritten? Hat sich die Kirchenleitung vom Glauben an die Wiederkunft Christi, an das Endgericht, an die endgültige Vergeltung abgewendet?
Hier müßte ein Bischof, der solche Vorwürfe macht, Tatsachen nennen. Ansonsten riskiert er seinen Ruf als Mann des Glaubens und der theologischen Wissenschaft. Übrigens hätten einige seiner Verteidiger hier vermutlich einem Johannes Paul II. die Äußerung, er sehe sich als Mittelpunkt der Welt, nicht durchgehen gelassen, oder?
Redaktion benachrichtigen Nachruf auf Eugen Drewermann
#19   catharina   14:50:54 | Mittwoch, 21. Dezember 2005
Sehr geehrter Herr Weber,
aber gewiß sind mir die entsprechenden Schriften und Äußerungen des Herrn Dr. Drewermann bekannt. Dieser macht ja auch gar keinen Hehl aus seinen Auffassungen. Man kann sein Anliegen ja irgendwie verstehen: Da er noch sehr in den Bahnen der historisch-kritischen Exegese radikaler Ausprägung und den Vorstellungen eines Prof. Bultmann mit seinem Entmythologisierungsunternehmen verhaftet ist, tut sich vor seinem sinnsuchenden Auge eine völlige Lehre auf. Drewermann füllt diese mit einer religiös und mythisch geschwängerten Tiefenpsychologie vor allem in Anlehnung an C. G. Jung. Von der extramentalen Realität des historischen Erlösungsgeschehens bleibt da nicht mehr viel.
Klartext hat Drewermann übrigens auch in seinem bekanntgewordenen SPIEGEL-Interview geredet.
Wie gesagt: Ich maße mir kein Urteil über das Innere dieses Mannes an, auch darf ich mich nicht mit dem kirchlichen Lehramt verwechseln. Doch wo die Dinge derart offensichtlich sind, darf sogar eine kleine, bescheidene Christin wie ich etwas sagen, oder nicht?
Redaktion benachrichtigen Nachruf auf Eugen Drewermann
#15   catharina   22:17:52 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Kirchenaustritt Drewermanns?
Es steht mir nicht zu, über eine Person zu richten, denn Gott allein prüft Herz und Nieren. Er kennt auch die tiefsten Beweggründe der menschlichen Seele. Und so darf ich auch nicht über Eugen Drewermanns inneres Leben zu Gericht sitzen. Es ist um jeden Menschen, vor allem um einen geweihten Priester, schade, wenn er der Braut des Herrn den Rücken kehrt.
So kann auch das kirchliche Lehramt sich nicht anmaßen, über das Innere dieses Mannes zu urteilen. Seine Lehre und seine Taten hingegen, die muß es sogar prüfen. Der Hirte hat zu wachen aus Liebe zu den Schafen und zu seinem Herrn, der sie ihm anvertraut hat.
Und da fragt man sich nun, wie es so weit kommen konnte, daß Eugen Drewermann seinen Kirchenaustritt erklären mußte. Will sagen: Weshalb hat man ihm nicht schon lange vorher zu verstehen gegeben, mit seinen Auffassungen sei sein Platz nicht mehr innerhalb der Kirche? Ist das nicht ein bedauerliches Versagen der zuständigen Stellen?
Tatsache ist doch, daß Drewermann weder den Glauben an die Dreifaltigkeit noch an die Menschwerdung Gottes bekannte, ebenso wenig an die Erlösung durch das Kreuz Jesu und an die Auferstehung, die Eine Kirche und ihre Sakramente usw.
Wer nicht mehr in Christus ist, denkt und lebt, wie kann der überhaupt aus der Kirche austreten?
Redaktion benachrichtigen Der Kardinal zelebriert die Alte Messe aus drei Gründen
#31   catharina   10:24:47 | Dienstag, 20. Dezember 2005
Liebe Leser,
der Geheimnisvolle Leib unseres Erlösers blutet aus tausend Wunden, stinkende Schwären bedecken ihn, die Hirten sind geschlagen und die Herde zerstreut sich, Wölfe hetzen die Schafe zu Tode, während die Mietlinge fliehen, an den Flüssen Babels stimmt man Spottlieder auf Jerusalem an und Jesus weint angesichts derer, die Er unter Seine Flügel – die am Kreuz ausgebreiteten Arme – sammeln will wie eine Henne ihre Kücken, die sich aber verweigern…
Kann man denn in dieser Lage seine eisigkalten, von Dünkel, Rechthaberei und Verachtung des anderen aufgeblähten Dispute führen? Und darf man über die Erwählten und Gesalbten Gottes herfallen und sie beschimpfen wie irgendeinen frechen Lümmel? Meine heilige Namenspatronin hat mehr unter der Verkommenheit der kirchlichen Führungsschicht ihrer Zeit gelitten als Ihr alle zusamen unter den heutigen Zuständen. Dennoch, der Papst war ihr der heiß und innig geliebte Christus auf Erden.
Vor solcher Liebe zur Kirche und zu Jesus in ihr sollten wir erröten, uns an die Brust klopfen und beten.
Redaktion benachrichtigen Wandlungsworte im Wandel
#15   catharina   17:14:19 | Samstag, 17. Dezember 2005
Mahl und Opfer
Liebe Leser,
vor Euren Kenntnissen habe ich großen Respekt. Doch komme ich nicht ganz mit. Könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen?
Jesus hat doch die Eucharistie eindeutig im Rahmen eines Mahles eingesetzt. Soll das denn ganz ohne Bedeutung für das sein, was sie ist? Er schenkt sich uns hin: zuerst als Speise beim Abendmahl, dann am Kreuz. Ich sehe das beides zusammen und kann so Abendmahl und Kreuzesopfer gar nicht voneinander trennen. Das Mahl ist sicherlich die Frucht Seiner Hingabe. Aber es ist dann doch auch der Rahmen, in dem sie weiterhin vollzogen wird, oder?
Die Worte von Papst Pius XII. verstehe ich nicht so, daß die Heilige Messe nicht auch ein Mahl ist. Er verurteilt doch bloß die Meinung, „es handle sich hier nicht nur um ein Opfer, sondern zugleich um ein Opfer und ein Mahl der brüderlichen Gemeinschaft, und es sei die gemeinschaftlich empfangene Kommunion sozusagen der Höhepunkt der ganzen Opferfeier.“ Das ist doch etwas anderes als zu sagen, die Heilige Messe sei überhaupt kein Mahl, oder?
In einem schönen Gebet vom hl. Thomas lese ich: „O sacrum convivium, in quo Christus sumitur…“
Redaktion benachrichtigen Verstärkte Tätigkeit
#14   catharina   23:05:46 | Freitag, 16. Dezember 2005
Irrungen und Wirrungen
Liebe Kreuz.net-Leser,
glaubt Ihr denn nicht, daß das etwas verwirrend ist? Da greift einer die Kirche (die er V2-Sekte nennt) samt Papst an und verteidigt Erzbischof Lefebvre, ein anderer schreibt über freimaurerische Hintergründe der Piusbruderschaft, wieder ein anderer bezeichnet das alles als Ironie und Sarkasmus.
Welches Bild von Kirche gibt denn das alles? Man scheint heillos zerstritten zu sein, jeder weiß es besser als der andere, und am Ende weiß niemand mehr etwas.
Wo findet man noch die Wahrheit?
Redaktion benachrichtigen Verstärkte Tätigkeit
#9   catharina   16:01:42 | Freitag, 16. Dezember 2005
@Aurelius
Lieber Aurelius,
danke für diese Informationen. Sie lassen ja arge Befürchtungen aufkommen.
Frage: Halten Sie also den Bischof Fellay wirklich für den Großmeister einer Loge?
Wer aber ist dann dieser „Sankt Marcel Sarastro“? Ich denke an Mozarts Zauberflöte, im Zusammenhang mit „Marcel“ aber auch an den Gründer der Pius-Bruderschaft.
Das kann doch nicht sein! Was Sie da äußern, ist wirklich unerträglich.
Und wenn dann sogar ein Haus für Ignatianische Exerzitien ein Logenhaus ist, wem kann man dann noch trauen?
Sie machen mich ratlos.
Versteht man da nicht besser, warum der Papst Leo XIII. am Ende der Heiligen Messe Gebete gegen die Freimaurer verrichtet haben wollte?
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