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Schlußwort Nach vLaack nun auch mein Schlußwort, danach schließe ich den Account MK28: 1. „Looser“
werde ich auch weiterhin Ihnen gegenüber und im Zusammenhang mit Ihnen mit zwei „oo“ schreiben, denn
mir wurde damals berichtet, Sie hätten den Begriff manches Mal überbetont gesprochen, fast schon eher
wie „Looooser“. Das ist zumindest eine clevere Art, den eigenen Rechtschreibfehler zu begründen. Ich
hatte den Begriff damals übrigens nur einmal gebraucht, um die Reaktion zu testen; kommt es zu einer
Solidarisierung mit Ihnen oder passiert das, was ich erwartet hatte, daß man mit dem Loser nichts zu
tun haben will. Erstaunlicherweise habe ich damit einen Begriff in die Welt gesetzt, der dann aus der
Debatte nicht mehr wegzubekommen war. 2. Auch wenn ich von Ihren Streitgenossen Orth und Alucard als oberarroganter
Rechthaber angezählt werde, habe ich immer – selbst in dieser harten Debatte – die Unzulänglichkeiten
des status quo eingeräumt. Das ist ja der Grund für die anstehenden Veränderungen. Und der Veränderer,
der Anpacker, das ist der Gesamtleiter. Nur kann der eben nicht von heute auf morgen festgefügte Strukturen
knacken, und daß er es derzeit tut, wird ihm ja auch nicht gedankt. Gleichwohl wird er, da bin ich mir
sicher, seinen Plan durchziehen. Und am Ende wird er der Sieger sein. 3. Sie haben – Fehler der anderen
hin oder her – eine Zusammenarbeit unmöglich gemacht. Tut mir leid, aber das, was Sie aufgezogen haben,
war indiskutabel. Da ist das Gegenteil von gut – gut gemeint
@ Stephanus, Alucard Stephanus, ich habe mir gerade nochmal meine Postings zu dem Diestedde-Thema angeschaut.
In der Abwehr der mE unberechtigten Angriffe vLaacks, Orths etc. war ich sicher scharf. Aber die Mängel
der Schule habe ich nie in Abrede gestellt. Wir müssen, wie Sie es aufgezählt haben, besser werden.
Und für Ihre Ermunterung danke ich Ihnen außerordentlich. Genau dieses Gottvertrauen, mehr schaffen
zu können, wenn man es nur anpackt; um das geht es! Alucard, wenn Sie schon pöbeln wollen, dann doch
bitte intelligent. Und verfassungswidrig schreibt man ohne „ie“. Im übrigen teile ich jetzt zum 100sten
Male mit, daß an den Vorwürfen gegen P. Lorber nichts dran war – ich habe es selber geprüft. Unabhängig
davon kann P. Lorber gar nicht verfassungswidrig gehandelt haben, denn die Verfassung verfaßt nur den
Staat, nicht den Bürger. Er kann sich höchstens verfassungskritisch geäußert haben. Und das darf er.
Das ist etwa bei den Jusos Aufnahmekriterium. Daß Sie in der Seelsorge der Bruderschaft keinen Wert erkennen
können – Sie schreiben, die Denunziation vLaacks sei mehr wert als das Werk der Bruderschaft – spricht
für sich. Falls Sie Schüler in D. sein sollten, haben Sie gleich dreifach gezeigt, wo es hapert: Orthographie,
Sozialkunde, Religion.
@ Orth: Werden Sie konkret! Bei einer solchen Fundamentalkritik hätte ich gern ein paar konkrete Beispiele.
Und auch den „Voluntaristen“ könnten Sie erklären, auch nach Studium des Eisler (Wörterbuch der philosophischen
Begriffe) ist mir noch nicht so recht klar, worauf Sie hinauswollen. Ansonsten ist es schon putzig. Da
greifen Sie munter die FSSPX an, sparen auch nicht mit Häme und Süffisanz – aber wenn dann in deren
Sinne zurückgeschossen wird und die Sachen gerade gerückt werden, dann ist das „voluntaristisch“, „arrogant“
und „unsympathisch“. Wenn ich was nicht abkann, dann, wenn der Diskussionspartner mangels Argumente durch
solche billigen Tricks delegitimiert werden soll. Aber wenn wir gerade dabei sind. Ihre Äußerungen hier
im Forum finde ich reichlich selbstverliebt.
Stephanus: Ihr Ansatz ist richtig! schulkleidung wurde in meiner gegenwart mehrfach abgelehnt mit der
begründung auf unsere jüngere deutsche vergangenheit (was für ein dumpfer schwachsinn?) jemand der
medizin oder sowas ähnliches studieren wollte dem wurde das aus moralischen gründen ausgeredet. ich
habe diese praxis vor einigen wochen noch mal abgeklopft: sie besteht immer noch! wir haben u.a aus diesem
grund keine fähigen diplomerzieher, frauenärzte, diplompolitologen, diplomtheologen, keinen geeigneten
mann bei den printmedien, im tv, keine nennenswerten jungen wissenschaftler usw… Sie beschreiben das
Problem zutreffend. Alle diese Punkte sind derzeit in der Debatte mit der Tendenz, sie endlich zu ändern.
Nochmal: Jetzt ist die Chance da. Deshalb habe ich ja so vehement gegen die Verteidigung des status quo
geschrieben. Die Gelder sind übrigens alle in die Aufrechterhaltung des Betriebes und Notreparaturen
geflossen. In zwei Punkten muß ich aber widersprechen: Daß wir keine verehrungswürdigen Seelsorger
hätten – und Rechtsanwälte.
Ach, van Laack Daß Sie Ihren Irrtum über meinen Klarnamen zugeben ehrt Sie. Wobei die Gründe natürlich
nicht halten. Das Anwaltsgeheimnis bindet einen Anwalt nur gegenüber dem Mandanten, nicht gegenüber
Dritten. Der Mandant kann freigeben. Ich nehme an, das hätte er vorliegend gern getan. Abgesehen davon
war der User „Löwe von Münster“ der erste, der die Details zum besten gab und damit eine Verteidigung
nötig machte. Mit diesem Angriff ist seine Chance, sich auf eine etwaige Wohlverhaltensklausel eines
etwaigen Aufhebungsvertrages zu stützen dahin – wobei der von Ihnen verdächtigte Kollege das sicher
geprüft haben wird. Und „Looser“ wird er niemanden nennen, weil das englische Verb „to lose“ nur mit
einem „o“ geschrieben wird. Abgesehen davon schrieb doch der „Löwe“ als erster, Sie seien als „schlecht
gekleideter Looser“ bezeichnet worden. Wenn der Kollege Krah Ihren letzten Beitrag zur Kenntnis erhält
wird er sicher denken: schade, daß jemand mit so guten Ansätzen es nie hinbekommt, eine Angelegenheit –
auch einen Konflikt – sauber zu beenden. Und er wird sich an das erinnern, was er Ihnen per Mail über
den Unterschied zwischen Ihnen und P. Niklaus Pfluger erklärt hat. Nochmal nachlesen!
@ Lieber Herr van Laack Ich habe überhaupt keine Probleme, mit Ihnen „una voce“ zu sein; weshalb denn?
Ich hatte im September Vorwürfe zu klären und ein Problem zu lösen. Und Sie hatten sich eben äußerst
ungeschickt verhalten. Damit war keine Vertrauensbasis mehr gegeben, sie mußten raus. Das heißt doch
aber mitnichten, daß ich nicht zur Kenntnis nehmen würde, daß Sie zu den Schülern einen guten Zugang
gefunden haben; und das spricht ja zunächst für sie. Ihr Problem war die mangelnde Bereitschaft sich
einzuordnen und Ihre unreflektierte Eigeneinschätzung, alles richtig zu machen. Sie haben den Michael
Kolhaas gespielt. Und damit waren Sie raus. Und das bleiben Sie auch. Ich werde mich hier nicht enttarnen.
Wer wissen will, wer ich bin, weiß es. Alle meine Beiträge im Forum sind so, daß ich sie auch mit Klarnamen
hätte schreiben können; ich schätze die hier bei einigen Teilnehmern anzutreffende Tendenz, ein belangloses
und angepaßtes „real life“ durch unsägliche Beiträge im „virtual life“ zu kompensieren, nicht. Ich
fordere von mir und anderen da Authentizität. Da aber dieses Forum ein anonymes ist, sehe ich keinen
Grund, mich jetzt zu exponieren. Ich werde mir auch einen neuen Alias zulegen. Ihnen rate ich, das Thema
Diestedde abzuschließen und sich neuen Ufern anzunähern. Ihr MK
Antworten 1. van Laak schrieb: Im Übrigen vertritt MK diese Meinung im wesentlichen für Geld. Das bringt
sein Beruf so mit sich! Das ist ja mal ein intelligenter Angriff, der mich zur Antwort herausfordert:
Es ist noch viel schlimmer! Ich vertrete die derzeitige Linie der FSSPX in dieser Sache, weil ich als
Mitglied der Schulplanungskommission sie selbst mit verantworte (mit einigen anderen Priestern und Laien,
soviel zum „Klerikalismus“-Vorwurf) 2. Orth schrieb: Das zeigt, wie kompetent MK28 ist: schließlich muss
die Pribru jene Gebäude verkaufen können, um anderes zu finanzieren. Vielleicht nicht so klug, diese
Gebäude öffentlich mieszureden. Sie sind mir schon ein Cleverle. Jeder potentielle Käufer wird seine
Kaufentscheidung anhand dieser Debatte treffen, aber nicht selbst die Gebäude in Augenschein nehmen und
auch keinen Gutachter mitbringen, gell? Dass in Diestedde auch viele Eltern für den Erhalt der Gebäude
Geld, Zeit und Arbeitskraft geopfert haben: das weiss der nette Herr nicht. Doch. Wie fühlen sich jene
Wohltäter, die sich wortwörtlich Geld vom Munde abgespart haben, damit Diestedde bestehe? Deren Einsatz
hat sich gelohnt, weil die Schule ja bis heute bestanden und Ergebnisse gebracht hat. Ihre Argumentation
läuft ja darauf hinaus, daß die Bruderschaft auf ewig da bleiben muß, weil sie mal da Spendengelder
investiert hat, selbst wenn es finanziell wie pädagogisch sinnlos ist. Die Rechtfertigung des Standortes
ist aber nicht die Vergangenheit, sondern die Zukunft.
@ Protagonist War gestern auswärts. Ihr Posting fordere ich Sie dazu auf, im Einzelnen zu erklären,
in wie fern das neue (von Ihnen bitte genau beschriebene), „nicht-liberale“ Schulsystem das „liberale“
System in Diestedde (bitte auch genau erklären) übertreffen soll und warum das besser sein soll Wenn
Sie es nicht tun, müssen wir davon ausgehen, dass Ihnen Hand und Fuß der Argumentation fehlen. Also:
warum genau sei Diestedde liberal? Wie genau funktioniere das neue System? Warum sei es besser? Sie sind
putzig: Ich habe nie von „liberal“ und „illiberal“ geschrieben. Das ist nicht meine Denke, ich halte wenig
von solchen Kriteria. Ich habe geschrieben, daß das Leistungsniveau und das Konzept nicht auf dem Stand
ist, den man erwarten kann. Nur ein Bsp: In jeder 1a-Internatsschule (Salem, St. Afra, Inst. Rosenberg
etc.) sind Schule und Internat integriert; d.h. das Personal ist in beiden Zweigen identisch, es gibt
keine Trennung. Die Freizeitangebote sind mit der Schule abgestimmt. Es gibt einen pädagogischen Schwerpunkt,
der die Schule unverwechselbar macht (z.B. alte Sprachen oder ein spezielles Training für Kleidung und
Auftreten etc.). Alles das haben wir ja in D. nicht. Dazu kommt, daß D. geographisch ungünstig liegt
und in die Substanz massiv investiert werden müßte (an alle, die mich deshalb angreifen: schauen Sie
sich mal das FSSPX-Internat in Wil an, dann wissen Sie, weshalb ich Diestedde als „verbraucht“ (nicht:
schlecht) bezeichne). Der Anspruch der FSSPX ist eben höher.
@ Oth: Einfluß? Ich habe nie behauptet, Einfluß zu haben. Ich sage, man schenkt Gehör. Ich arbeite
auch nicht in Stuttgart. Und ich denke nicht, mittendrin zu sein. Die Bruderschaft ist eine Priesterbruderschaft.
Und die Kleriker haben über die Jahrhunderte gezeigt, daß sie wie keine anderen imstande sind, die Zeiten
zu bestehen. Ich wehre mich gegen den Vorwurf, die Bruderschaft sei ein Haufen „karrieregeiler Klerikalisten“ –
sorry, Oth, aber so gut ist mein Einblick dann doch, um das beurteilen zu können. Mit Interesse nehme
ich das Geheul derjenigen zur Kenntnis, die hier aus Unwissenheit ihren Aggressionen gegen die Bruderschaft
freien Lauf lassen. Ich sehe mich als Helfer der Arbeiter im Weinberg – was einschließt, daß diese Rolle
vorbei ist, wenn ich nicht mehr helfen kann (was ich nicht beurteilen kann).
@ van Laack Nur zu! Offenbaren Sie es! Damit widerlegen Sie ja, daß in der FSSPX ein sturer Klerikalismus
herrscht, Laien kein Gehör geschenkt wird und eine blinde Abwehrhaltung gegen die böse Welt betrieben
wird.
@ van Laack – Gehen Sie mal in sich! „Herr“ van Laack, Ihr Geseier kann man ja kaum aushalten! Fehlt es
Ihnen denn wirklich an der Einsicht, daß Sie grobe Fehler gemacht haben. Wollen Sie mal ein paar hören:
Sie haben sich bereits vor dem später mißverstandenen Vortrag des Internatsleiters an das JA Warendorf
gewandt. Ohne Befugnis, ohne Grund – außer dem, sich wichtig machen zu wollen. Obwohl Sie bei dem Vortrag
nicht dabei waren, haben Sie sich anschließend darüber beim LandesJA ausgelassen. Wiederum ohne Aufforderung.
Sie haben auch vor Ihrem Besuch beim LandesJA den Gesamtleiter nicht informiert. Sie haben behauptet,
das Jugendamt sei auf sie zugekommen. Sie haben gegenüber den Schülern mehrfach explizit bestritten,
daß Sie der Anzeigenerstatter waren. Sie haben auch den Distriktsoberen nicht informiert. Nachdem das
JA aktiv geworden ist, hat der von Ihnen so gescholtene P.Pfluger innerhalb eines Tages den verdächtigen
Priester suspendiert und eine Kommission entsandt -besser und schneller kann man nicht reagieren. Gegenüber
dieser Kommission haben Sie erneut bestritten, daß Sie der Anzeigenerstatter waren. Stattdessen haben
Sie erzählt, der Pizzabäcker von nebenan habe die Welle losgetreten. Während der Suspendierung haben
Sie sich selbst als neuen Internatsleiter vorgeschlagen. Die Kommission erkannte nach einem Tag, daß
an den Vorwürfen gegen den Internatsleiter wenig dran ist und daß Sie der Drahtzieher waren. Daß danach
Ihr Vertrag nicht verlängert wurde versteht sich ja wohl von selbst! Sie Loser!
@ Ottaviani: Kritik ist erlaubt, wenn sie berechtigt ist ottaviani, Ihr Posting ist schon hinterhältig:
Denn Sie erwecken den Eindruck, jeder, der sich in der Diestedde-Diskussion hinter die Bruderschaft stellt,
tue das aus einem Kadavergehorsam heraus. Dem ist aber nicht so. Ich bin hier sicher einer der vehementesten
Verteidiger des derzeitigen Kurses des Gesamtleiters und seiner Vorgesetzten. Nicht, weil ich jedes Wort
eines Priesters für eine unfehlbare Wahrheit hielte, sondern weil ich vorliegend meine, daß dieser Kurs
der einzig richtige und sinnvolle ist. Ich weiß nicht, was im ÖS-Blatt zum Thema Kleidung verzapft wurde,
kann es mir aber lebhaft vorstellen. Und stimme Ihnen (unter dem Vorbehalt, daß meine Befürchtung zutrifft)
zu, daß es sich dabei um ein Thema handelt, für das dringend einmal eine Marschrichtung gefunden werden
muß, die einem nicht mehr die Schuhe auszieht (weniger wegen des angestrebten Zieles als wegen der Argumentationsmuster).
Aber hier debattieren wir um die Schulel. Und da können Sie mir glauben: P. Köchli ist der Gute.
Wer ich nicht bin! Es kommen ja ulkige Mutmaßungen auf, wer ich sein könnte: 1. Ich bin kein Priester
(also auch nicht P. Köchli oder P. Pfluger) 2. Ich bin kein Schüler aus Diestedde (also auch nicht Matthias
Schäppi) 3. Genausowenig bin ich Lehrer oder Angestellter in Diestedde Ich habe mir nur einen kühlen
Kopf bewahrt und weiß, wie die Krise überwunden und das Schulsystem der Bruderschaft neu geordnet wird –
deshalb bin ich Pfluger-Köchli-loyal und stimme nicht in den Wildfeuer-Isenmann-Sirenengesang ein.
Offene Debatte Gotthard schrieb: Es ist schon erstaunlich, wenn für den Pius-Verein peinliche Entwicklungen
offenkundig werden, ziehen sich die glühensten Verehrer zurück. Argumentieren ist nicht deren Sache –
eingestehen schon mal überhaupt nicht. Nicht von einem auf alle schließen! Ich diskutiere schon weiter.
Und für Häme ist vorliegend kein Raum. Diese Schule braucht Reform: Die materielle Substanz (Gebäude
etc.) ist verbraucht, die Mission nicht mehr klar, es gibt Abnutzungserscheinungen. Alles nichts Besonderes,
und im Vergleich zu den meisten Staatsschulen ist sie immer noch vorbildlich. Aber die Bruderschaft hat
eben höhere Ansprüche, und deshalb packt sie das Eisen an. Und sticht in ein Wespennest. Die Bruderschaft
wäre nicht, was sie ist, wenn sie sich nun ins Bockshorn jagen ließe. Deshalb zieht sie den sorgfältig
vorbereiteten Plan jetzt durch, damit die Schulen der Bruderschaft für die nächsten 10, 15 Jahre gerüstet
sind.
Dumme Verleumdung Da steht sie nun, die Geschichte, wie Wildfeuer und Co sie gern hätten. Jeder kann
hier im kreuz.net nachlesen, wie die Kritikaster die Sache sehen. Daß die Wahrheit eine andere ist, dürfte
klar sein. Letztlich kommt es darauf hier aber nicht an. Abgerechnet wird am Ende. Warten wir also ab,
wie das Schulsystem der FSSPX zum Beginn des Schuljahres 2008/09 aussieht. Und dann bewerten wir, wer
recht hatte und wer nicht. Ich bin mir da meiner Sache sehr sicher.
Danke, Sektenbeauftragter Es ist gekommen, wie zu erwarten gewesen ist: Die Umsetzung der nötigen Veränderungen
führt zu Wutgeheul der Besitzstandswahrer. Da müssen jetzt alle durch, denen es um die Sache geht. Abgerechnet
wird, wenn die neue Schule steht. Und dann, da bin ich mir sicher, werden viele derjenigen, die jetzt
toben, plötzlich wieder lammfromm dabei sein und behaupten, sie hätten ja eigentlich immer schon auf
der richtigen Seite gestanden. @ van Laack alias „Löwe von Münster“: hat etwas gebraucht, bis ich Sie
erkannt habe, aber das Gedusel vom „runden Tisch“ war dann doch eindeutig.
@ dies irae 1. Ich bin kein Schüler des DBG. 2. Jeder Wechsel schafft kurzfristig Irritationen. Das betrifft
aber nicht die grundsätzliche Richtigkeit des Kurses der Leitung. 3. Das DBG bleibt an seinem Standort
bis einschließlich des Schuljahres 2007/08. Ab September 2008 geht es am neuen Standort weiter. 4. Wenn
Sie Schüler sind: Wenden Sie sich vertrauensvoll an den Gesamtleiter. Überwinden Sie Ihre Ressentiments.
Es gibt für sie keine Gründe. Sprechen Sie mit ihm, dann klären sich die von Ihnen zitierten Mißverständnisse
von selbst.
@ Löwe: Die Debatte geht weiter 1. Das Zitat „denen die das Messer halten, in die andere laufen“ stammt
nicht von mir. 2. Ich bin nicht „hochwürdigst“, auch nicht „hochwürdig“, ich bin Laie – nur damit hier
keine Mißverständnisse aufkommen. Sie sind auf dem Holzweg. 3. Dieser Artikel ist der derzeit im kreuz.net
am häufigsten abgerufene. Ich befürchte, die halbe Schule einschließlich Personal liest eifrig mit.
Es ist daher unabdingbar, auf die verschwiegenen Motive derer hinzuweisen, die sich hier als Ankläger
hervortun. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin genausowenig wie der Gesamtleiter Vertreter der Auffassung,
alles sei gut in Diestedde. Allein, daß die van-Laack-Panne passieren konnte (die nicht von der derzeitigen
Führung zu verantworten ist) zeigt, daß in der Schule Änderungsbedarf besteht. Nur bin ich entschieden
anderer Auffassung als Sie hinischtlich Ursache und Lösung. Die Probleme entwickelten sich seit langem,
erst jetzt werden sie angepackt. Wenn man der Bruderschaft bezüglich der Schule etwas vorwerfen will,
dann ihre Geduld, ihre Nachgiebigkeit und ihr Vertrauen in die Kompetenz der vormals Handelnden – was
gefehlt hat war die Bereitschaft zum vehementen Handeln. Erst seit dem Personalwechsel wird aktiv gegengesteuert
und bekommt die Schule ihre Perspektive zurück. Das führt – wie nicht anders zu erwarten – zu Opposition
derjenigen, die am status quo ante partizipert und von ihm profitiert haben. Aber es ist der einzig richtige
Weg. Sie greifen den Falschen an!
Etwas bleibt beim Rufmord immer kleben! Irgendwelche persönlich Frustrierten nehmen hier die Schule aufs
Korn, frei nach dem Motto: Irgendwas wird schon kleben bleiben. 1. „Dies Irae“ klingt wie der Betreuer
van Laack. 2. Der hat aber nicht – wie hier falsch behauptet – sich erst, nachdem der Gesamtleiter nichts
getan hat, sich an das Jugendamt gewendet, sondern der Gesamtleiter erfuhr von dem Mißverständnis, daß
vL zum Skandal aufgebauscht hat, erst vom Jugendamt. 3. Lesen Sie alle dieses Forum: Wir haben hier drei
Verleumder: „Löwe“, „Oth“ und „Dies Irae“, von denen der erste ein Angestellter und der letzte ein Ex-Angestellter
zu sein scheint. Hier geht es nicht um Wahrheit, hier geht es um Abrechung! Deshalb nochmal im Klartext:
Die Schule muß verändert werden. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig, die Kooperation von Schule und
Internat klappt nicht, das Leistungsniveau ist unter dem (süddeutscher) Staatsgymnasien, finanziell ist
es ein Desaster. Und Köchli verändert, was von Teilen derjenigen, die sich im status quo eingerichtet
haben, als Bedrohung wahrgenommen wird. Aus diesem Beweggrund heraus müssen die hier vorgetragenen Angiffe
gelesen werden. Sachlich ist nichts dran.
Tante Frieda ist weg! Das ist doch eine gute Nachricht! Tante Frieda war ja nun der absolute Tiefpunkt,
den dieses traditionsreiche und wirtschaftlich bedeutende Erzbistum bislang erreicht hat. Angesichts der
finanziellen Potenz, die München immer noch hat, dürfte Rom bei der Neubesetzung genau hinsehen – Lehmann
aber leider auch. Es wird also spannend.
@ Dr. R: Da haben Sie recht In Anbetracht dessen sollte man mit Begriffen wie „desertieren“ vorsichtig
umgehen Stimmt! Mea culpa! Halten wir fest: Er war der richtige Mann auf einem für ihn falschen Posten.
@ Löwe: Auch mein Schlußwort Halten wir fest: Die Schule ist an diesem Ort mit diesem Konzept nicht
zu halten. Sie muß verlegt werden. Das will sich der Schulleiter nicht antun und demissioniert. Nach
Ihrer Meinung ist Stuttgart daran schuld. Ein neuangestellter Erzieher bietet beim Jugendamt an, vertraulich
Interna des Internates weiterzutragen. Die Behörde findet das unappetitlich und lehnt ab. Kurz darauf
hört er von einem Vortrag des Internatsleiters (seines Chefs), in dem dieser über den europäischen
Antisemitismus vor dem Krieg gesprochen hat. Er bauscht das zu einer antisemitischen Brandrede auf, verursacht
Wirbel und schlägt sich selbst als Internatsleiter vor (in der Probezeit!). Den Schülern sagt er, er
wisse nicht, wer das Amt informiert hat. Diesen Erzieher erklären Sie hier zum Helden. Sie sind in dieser
Debatte nicht ergebnisoffen. Weil Sie – da Sie wahrscheinlich ein Lehrer der Schule sind – gegen die Verlegung
sind, greifen Sie die Protagonisten der Verlegung an, zuallererst den Verantwortlichen, P. Köchli. Ihnen
geht es um das persönliche Rechtbehaltenwollen. Aber objektiv haben Sie eben unrecht: Die Schule ist
zur Zeit mangelhaft. Die Ausbildung und Erziehung ist nicht auf dem Stand, den man von einem katholischen
Privatgymnasium erwarten muß. Und deshalb muß grundlegend umgestaltet werden. Das macht Köchli, während
Isenmann desertiert und sich dafür auch noch bemitleiden läßt.
Werden wir konkret, Löwe! Zunächst kann ich Sie beruhigen: Weder bin ich P. Köchli, noch Herr Sch…
Aber nun zur Sache: 1. Isenmann hat selbst um seine Demission ersucht. 2. Van Lack hat aufgehetzt. Er
hat – kaum im Haus – sich als Denunziant bei der Jugendbehörde angeboten. Nachdem diese keinen Bedarf
an solchen Leuten hatte, hat er eben einen „Skandal“ produziert – die angeblichen antisemitischen Bemerkungen
eines Paters. 3. Solche hat es nicht gegeben. Fragen Sie in Stuttgart nach, die haben eigens deshalb (man
kennt ja die deutschen Befindlichkeiten) eine unabhängige Kommission in Marsch gesetzt. Die hat es geprüft.
Es war ein Mißverständnis, das der Denunziant Lack ausgenutzt hat, um sich bei der Behörde wichtig
zu machen und seine Ernennung zum Internatsleiter zu fordern. 4. Ihr Pseudo-Antifaschismus ist rührend.
Jede Gegenbewegung gegen den Mainstream hat das Problem, das sich in ihren Reihen Menschen tummeln, denen
es weniger um das „Dafür“, das Bekenntnis zum Glauben, sondern um das „Dagegen“, die Ablehnung der Gegenwart,
geht; letzteres bisweilen auch aus der Erfahrung eigenen und eigenverschuldeten Scheiterns heraus. Beispiele
dafür haben Sie in diesem Forum. Nur ist das eben kein Problem der Bruderschaft. Diese hat eine solche
Position nie angenommen; im Gegenteil. Und gerade der von Ihnen so gescholtene P. Köchli ist ein Paradebeispiel
dafür, wie die FSSPX mit Intelligenz und Gottvertrauen neue Bastionen errichtet – ein Isenmann oder Wildfeuer
könnten das nicht, von Lack reden wir nicht.
@ Marcel II Ihre Ausführungen zum Thema habe ich jedenfalls interessiert gelesen, danke dafür. Dann
heben Sie doch einfach meine Sperrung im kreuzforum auf. Ich werde meinerseits a) durchstellen, daß sich
das Problem gelöst hat und b) weiterhin in unverbrüchlicher Loyalität zur FSSPX darauf hinweisen, daß
der Glaube in der heutigen Welt gelebt werden muß und daß der Platz und der Anspruch der Bruderschaft
die Mitte der Gesellschaft ist. Deshalb muß ja auch Diestedde verlegt werden: damit wir nicht mehr einfach
vor uns hin wursteln, sondern in den Stand versetzt werden, die Persönlichkeiten heranzubilden, die den
Glauben wieder in der Öffentlichkeit verankern. Und es sind eben nicht die Linken und Softies, die hier
vorangehen – die jammern den guten alten Zeiten nach – es sind die harten Konservativen, die aktuell den
Kurs bestimmen. In der Welt, aber nicht von der Welt – das heißt für mich zunächst: besser sein als
die Welt, und zwar so, daß die Welt auch erkennt, daß wir besser sind.
@ Marcel Daß ich Ihnen zustimmen muß … Naja, Dienst an der Wahrheit eben. Wobei der „kompetente“ Schulleiter
auch P. Isenmann sein kann, der derzeitige Chef (nicht zu verwechseln mit dem Gesamtleiter). Nur I. ist
eben nicht weggemobbt worden, wie der „Löwe“ behauptet, sondern geht aus eigenem Wunsch, weil er sich
den Streß des Umzugs nicht antun will. Und der letzte ach so tolle Laienerzieher, der gegangen ist, hat
die Schüler gegen die Bruderschaft aufgehetzt. Es ist wie so oft: Wenn man genau hinsieht, entpuppen
sich die Anschuldigungen als Lügen. Wahrheit befreit. Was Wildfeuer angeht: Der hat hier im kreuz.net
starke Fangruppen, die wohl auch hinter diesem unsäglichen Artikel stecken. Die Wahrheit ist: die inneren
Unzulänglichkeiten in Diestedde – wie etwa die unzulängliche Verzahnung von Schule und Internat – gehen
alle auf sein Konto. Der jetzige Gesamtleiter behebt diese Probleme und krempelt um -deshalb können ihn
die Verteidiger des status quo ante nicht leiden. Recht hat er dennoch. Und verdient Unterstützung.
@ Löwe: 6. Gebot Die jetzige Gesamtlleitung des DBG geht keineswegs nach vorn. Wie denn auch? Der seit
August 2006 residierende Gesamtleiter hat null pädagogisches Niveau. Kennen Sie ihn? Ich persönlich
schätze ihn außerordentlich. Gerade weil er das Problem erkannt hat und mutig an die nötigen Veränderungen
geht. Don Boscos Präventivsystem ist ihm ebenso unbekannt wie ihm der Begriff Pubertät kalte Schauer
über den Rücken laufen und „Pfui-Bäh“-Rufe entschlüpfen lässt. stimmt nicht! Der wirklich kompetente
Schulleiter wird aus Menzingen und Stuttgart kaltgestellt Wer wird kaltgestellt? Und kompetent? wer zuviel
weiss, ist der Bruderschaft immer schon suspekt gewesen, so dass in den vergangenen Jahren auch mehrmals
kompetente und beliebte Laien-Erzieher das Haus verlassen mussten Wann, wer?
Diestedde und Verfälschungen Grund für die Mißstände sind nicht zuletzt Inkompetenzen bei der Gesamtleitung
der Schule sowie schwere Führungsmängel auf der Ebene des deutschen Distriktes und der Generalleitung
im Schweizerischen Menzingen. Das hat P. Schmidberger in dem Interview nicht gesagt. Es ist eine üble
Verfälschung des katholisches.org-Interviews. Auch Johannes Orth verfälscht und verleumdet. Die Schule
hatte große Zeiten, aber die sind bereits länger vorbei. Sie muß grundlegend erneuert werden. Niemand,
der bei Trost ist, bestreitet das. Und die derzeitige Schulleitung packt das eben an. Gott sei Dank! Ohne
den Mut, durch Veränderungen an Struktur und Ort das Anliegen eines eigenen Pius-X-Gymnasiums zu erhalten,
wäre in zwei Jahren Schluß. Nur wer jetzt anpackt, rettet die Schule. Für einen blinden Strukturkonservatismus
ist da kein Platz, es geht um das Anliegen: im deutschen Sprachraum eine anspruchsvolle Gymnasialausbildung
anbieten zu können. Es ist dafür 5 vor 12, aber dank der neuen Führung in Diestedde wird es klappen!
PS: Daß Oth ein „Insider“ ist, würde ich nach seinen Postings bezweifeln. „Aggressives Viertelwissen“
würde die Qualität seiner Äußerungen zutreffend qualifizieren.
@ Stimme Um das Thema abzuschließen: 1. Daß JP2 die Bnai regelmäßig empfangen hat, wissen Sie nicht,
sondern haben nur ein Gerücht. Und selbst wenn, würde das gar nichts beweisen. Es ist und bleibt daher
eine unbewiesene Anschuldigung. 2. Und dasselbe hinsichtlich der Geheimdienstmitarbeit. Es war eben JP2,
ohne den in Polen die antikommunistische Bewegung nicht so schnell und erfolgreich sich entwickelt hätte.
Er hat als EB von Krakau in Nova Huta den Kirchbau durchgesetzt. Ich halte JP2 in vielem für gruselig,
aber sein Einsatz gegen den Kommunismus ist eben ein Faktum. Und daß jeder Priester, der ins Ausland
studieren ging, unterschrieben hat, stimmt nicht. Wielgus versucht sich doch mit solchen Lügen nur reinzuwaschen.
Und gerade in den frühen Jahren des Regimes bestand dieses dichte Spitzelnetz so noch nicht, da hatte
die Kirche (die ja bei der Vertreibung der Deutschen und Ukrainer keine tolle Rolle gespielt hat, denken
Sie an den EB von Warschau) eben noch gewisse Freiräume. Also, hier ohne auch nur ein wirkliches Indiz
einen Papst als Geheimagenten anzuzählen – das ist und bleibt unkatholisch.
@ Stimme eine Lüge des polnisch-kommunistischen Geheimagenten und Bnai Brith-Gefolgsmannes JoPaII. in
seinem Pamphlet „Ecclesia Dei“. Das ist unkatholischer Geist, beim besten Willen. Sie können mit Fug
und Recht behaupten, daß EB Lefebvre nicht exkommuniziert ist; da haben Sie die m.E. besseren Argumente.
Aber deshalb ist JP2 noch lange kein Geheimagent oder Bnai-Jünger. Du sollst nicht schlecht reden über
Deinen Nächsten. Papst ist Papst, auch wenn er Unsinn macht; und selbst wenn er nicht Papst wäre, hätten
Sie kein Recht, derartige unbewiesene Anschuldigungen zu posten.
Demokratie Demokratie kann deswegen nicht die beste Staatsform sein, weil sie kein Wahrheitskorrektiv
hat und es immer mehr Mehrheiten gegen die Wahrheit gibt, z.B. beim Abtreibungsmassenmord. Vorsicht bei
solchen Äußerungen, immerhin hat der Hl. Thomas die D. zu den zulässigen Staatsformen gezählt. Im
übrigen hat die Demokratie angelsächsischen Musters natürlich ihr Korrektiv, nämlich die individuellen
Grundrechte, die sie als einklagbare Abwehransprüche gegen den demokratischen Staat versteht. Kein Korrektiv –
das ist die Jakobiner-Demokratie; aber die gibt es in Österreich wohl genausowenig wie hier in Dtl. Das
Problem ist doch nicht die Demokratie, es ist ein Bischof, der nicht imstande ist, eine lächerliche Provinzposse
durchzustehen und stattdessen einknickt – vor der St. Pöltener SPÖ (peinlicher geht’s nimmer).
Frage und Anmerkung 1. Wer ist denn der Künstler, der das Wandbild geschaffen hat? Weiß das hier jemand?
2. Eine Kirche, die sich von ihren Gegnern ihre Kirchengestaltung vorschreiben läßt, sie geht unter.
Zwingend. Mal sehen, wie die nun anzustrebende Lösung aussieht: Wird nur Dollfuß wegretuschiert (wie
unter Stalin), oder wird sich über die ganze Wand der weiße Schleier der Abstraktion ausbreiten?
Volkspartei Die Volkspartei ist v.a. die Partei des österreichischen Katholizismus. Weil der durch das
Konzil gelitten hat, hat eben auch die Volkspartei gelitten. Wenn Kardinal Schönborn gegen einen Gottesbezug
in der Verfassung ist, kann die VP ihn nicht durchsetzen. Wenn der Kardinal gegen eine Strafbarkeit der
Abtreibung ist, wieso soll die Volkspartei ihn durchsetzen? Mit welcher Begründung denn? Katholische
Politik gegen die Kirche zu machen als eine aus dem katholischen Milieu stammende Partei? Deshalb meine
Bitte an den österreichischen Autor dieses Artikels: Eine etwas differenzierte Darstellung und Bewertung
der Volkspartei wäre angemessen. Die Christdemokratie ist nun einmal eine fantastische Idee, nur leider
ist ihr das Christentum abhanden gekommen. Das ist aber kein primäres Problem der Christdemokratie, sondern
viel eher eines der Kirche.
@ Heinrich: Ach so! Da haben Sie natürlich recht, HvO! Wobei die Presse den Erfolg jetzt verdoppelt:
Der Skandal wird die Bruderschaft stärken, weil die Polen merken, daß mit der V2-infizierten Kirche
einiges nicht stimmt, und Warschau bleibt dieser Erzbischof erspart. Es ist wirklich unsäglich: Im Polen
gibt es mit Radio Marya eine katholische Stimme im Medienrauschen und mit der PiS eine – trotz aller Mängel –
katholische Regierungspartei. Und die Bischöfe stehen dagegen – V2-live.
Ist doch gut, daß „eingeknickt“ wurde Oder wer will hier ernsthaft einen liberalen Erzbischof, der zudem
wegen seiner Spitzelvergangenheit erpressbar ist? Es ist kein Zeichen von Stärke, einen Bischof gegen
Sinn und Verstand zu halten, nur weil man der Presse mißtraut. Im gegenteil, hier hat die Presse doch
gut gehandelt, als sie rechtzeitig – und nicht erst nach Amtseinführung – das Problem offenbart hat.
Was ich schwerwiegender finde ist, daß B16 ausgerechnet einen Liberalen wie Wilgus ernannt hat. Damit
setzt er eine unselige Personalpolitik fort, der konservativen Basis liberale Bischöfe zu verpassen,
was über kurz oder lang den polnischen Katholizismus gefährden kann. Hoffen wir also, daß nun statt
W. ein harter Konservativer ernannt wird.
Problemfall Syrien Das Problem an der syrischen Regierung ist nun einmal, daß sie den Waffennachschub
der Hisbollah ungehindert durchwinkt und damit die Hisbollah am Leben erhält. Die wiederum verhindert
einen israelisch-libanesischen Ausgleich. Weiterhin destabilisiert Syrien den Libanon. Nur weil die Syrer
die Christen einigermaßen in Ruhe lassen, sind sie noch keine Waisenknaben.
Bei Finkelstein war es wenigstens noch intelligent – was man von diesem Beitrag leider nicht behaupten
kann. Ein schlechter Aufguß, teilweise mit der Übernahme echter Zitate (etwa das 250.000 USD-Schweigen
von Ellie Wiesel). Im Ergebnis ist es in der hier vorliegenden Fassung wohl leider wirklich antisemitisch
gefärbt. Im übrigen wurde in württembergisch-pietistischen Kreisen die Gründung des Staates Israel
schon in den 50ern als Gottesbeweis gesehen.
@ Marcel: Lassen wir’s Ihr Antiamerikanismus ist so unanfechtbar, daß es nicht lohnt zu argumentieren.
Am besten, Sie schreiben Ihren Unsinn mal den Gläubigen in St. Marys und den Seminaristen in Winona.
Ich bleibe dabei: Japan war der Aggressor im Pazifikraum. Und jeder US-Präsident hätte – spätestens
nach Okinawa – die Bombe werfen lassen, weil er ansonsten zehntausende eigene Soldaten hätte opfern müssen.
Jeder Präsident – auch ein Katholik. Daß Truman derjenige war, der Franco international wieder salonfähig
machte haben Sie übergangen.
@ Marcel Leider ist die Welt nicht ganz so primitiv wie Ihre Statements. 1. Sowohl Sie als auch MK28 verharmlosen
die Tatsache, daß auch für Trumans Hochgradfreimaurei gilt: der Glaube bestimmt primär das Handeln.
Niemand bestreitet diesen Satz in seiner Allgemeinheit. Ich bestreite aber, daß in der konkreten Situation
August 1945 ein katholischer/anglikanischer/methodistischer/nicht-FM-US-Präsident anders gehandelt hätte
als Truman es tat. Denn Japan war der Aggressor, und das – nicht von Truman beschlossene – Kriegsziel
war der vollständige Sieg. Der setzte als Alternative zur Bombe die Bodeninvasion voraus, was nach den
ersten Erfahrungen auf Okinawa sehr verlustreich geworden wäre. Jetzt ein bereits seit Jahren vorbereitetes
Projekt einfach umzusetzen, um schnell den Sieg zu erringen – dazu muß man kein FM sein. 2. Geschichte
aus der Feder wessen? Der Sieger, der Besiegten, der katholischen Schreiber? Hier offenbaren Sie Ihren
bedauernswerten Mangel an akademischer Erfahrung. 3. Das ist lediglich ein Nebensatz, der nicht von Stadlers
Hauptaussage ablenkt: des Massenmörder Trumans Hochgradmaurerei. Sie verdrehen: Das war kein Nebensatz,
sondern Stadlers Aussage. Im übrigen nochmal zum Mitmeißeln: Daß Truman FM war, hat er nie verheimlicht,
das weiß jeder. 4. warum das „zufällig“ so war? Dazu gibt es viele gute Erklärungen, die alle besser
sind als der Verschwörungswahn, dem Sie hier huldigen. Probieren Sie zB mal Ernst Nolte – der garantiert
kein Linker ist.
@ Benedikt was das LG Trier zu entscheiden haben könnte. Im übrigen stimmtes wohl nicht. Um bei Ihrem
Beispiel zu bleiben: Wenn ein subalternes Mitglied der CDU sagt, Jürgen Rüttgers sei kein richtiges
CDU-Mitglied, dann dürfte Rüttgers einen Unterlassungsanspruch haben und nicht auf den Parteirechtsweg
verwiesen sein. Etwas anderes könnte nur gelten, wenn der Subalterne das in einem internen Forum verkünden
würde, mit der Herstellung einer Außenwirkung käme man wohl zu einer Zuständigkeit der ordentlichen
Gerichte. Abgesehen davon dürfte Marx kein Interesse an einem solchen Rechtsstreit haben.
Wenn sich Verschwörungswahn mit der Unfähigkeit zur Kontroverse paart @ Sirilo: Sie brauchen sich nicht
gegen Marcels Angriffe zu verteidigen; die richteten sich nicht gegen Sie, sondern gegen mich. Ich bin
als „Pius XII“ im kreuzforum gesperrt worden, weil ich gegen Verschwörungswahn, wie er hier mal wieder
auftaucht, geschrieben habe. Nachdem Marcel sich jeder Debatte unter Klarnamen – obwohl er meinen kennt –
entzieht, habe ich die FSSPX auf das Treiben selbsternannter Matadore aufmerksam gemacht. Anstatt mich
spätestens jetzt mal zu kontaktieren um die Sache zu bereinigen, wird jetzt eben auf dem Niveau gekeift,
das Sie – zurecht – beklagen. @ Marcel: Daß Truman FM war, weiß schon deshalb jeder, weil er sich im
FM-Schurz auf dem Time-Titelbild ablichten ließ. Er war auch der US-Präsident, der die diplomatische
Isolation Franco-Spaniens aufhob (u.a. gegen Frankreich) und eine harte Gangart gegen den Kommunismus
einschlug. Wie paßt das zusammen? Ganz einfach, in dem man zur Kenntnis nimmt, daß Menschen nicht ihre
Persönlichkeit aufgeben, weil sie irgendwo Mitglied werden, sondern weiter eigenständig und an verschiedenen
Aspekten orientiert denken. Niemand leugnet, daß die Freimaurer über lange Zeit aktiv am antiklerikalen
Kampf führend beteiligt waren (wobei man schon zwischen Frankreich und den Angelsachsen unterscheiden
muß). Aber daraus folgt doch nicht, daß jeder Akt eines FM automatisch fremdbestimmt und gezielt antichristlich
ist. @ Tacitus: Bitte durchhalten! Dieser Verschwörungsunsinn hat mit trad. Glauben nichts zu tun.
@ Mensch, Heger! Bei Ihnen verzweifle ich regelmäßig: Aha, mag sein! Das macht die Sache natürlich
gaaanz anders. Die verräterisch blasphemische Namensgebung galt eben nur dem Test! Und die Mär, daß
Nagasaki nur ganz zufällig von dem armen Piloten Sweeny ausgeguckt worden sei, mag vielleicht in dem
von Ihnen herangezogenen „zweitklassigen Geschichtsbuch“ oder sonstwo stehen, sie klingt recht verdächtig.
Stadlers Argumentation hat zwei Pfeiler: der Name der Bombe und das Ziel. Jetzt stellt sich heraus, daß
die Bombe „Fat man“ hieß und das Ziel nur das Ausweichziel war. Nach allen allgemein anerkannten Regeln
der Auseinandersetzung ist damit Stadler widerlegt. Aber was machen Sie: Sie beharren weiter auf der Räuberpistole!
Mit welchen Argumenten denn? Im übrigen: Daß die Amerikaner anno 1945 das Statistische Jahrbuch Japans
gelesen hätten oder anderswie gewußt hätten, daß in Nagasaki der Christenanteil höher (wieviel höher
denn?) war als andernorts – das ist doch grotesk! Die Wahrheit ist einfach: Kein Mensch hat gewußt, daß
in Nagasaki ein paar Prozent Christen mehr wohnten als im Landesdurchschnitt. Es ging einfach darum, durch
den A-Bomben-Einsatz eine verlustreiche konventionelle Bodeninvasion zu vermeiden. Und das Ziel wurde
erreicht.
@ Tacitus: Halten Sie durch! Es ist müßig, sich mit den üblichen Verschwörungstheoristen hier zu streiten.
Es bringt nichts. Dennoch vielen Dank für Ihre klare Argumentation. Zurück zum Thema: Ich habe mich
immer gewundert, daß nahezu alle Freunde und Bekannte aus Wien, die zum größten Teil wirklich konservativ
sind, mich immer vor Stadler gewarnt haben. Er sei unseriös und das Schwarze entpuppe sich bei genauem
Hinsehen als dunkelbraun. Wenn ich den Artikel lese kann ich nachvollziehen, was damit gemeint ist.
@ Benedikt: AGL Aber der deutsche Förderverein kann klagen: Das ist schön für ihn. Leider gibt es keine
Anspruchsgrundlage. Wie wäre es mit § 823 Abs. 1 BGB? Die unbeeinträchtigte Fördertätigkeit dürfte
wohl ein „sonstiges Recht“ im Sinne der Norm sein. Und wenn in Abrede gesetellt wird, daß der Verein
eine Gemeinschaft der Kirche fördert, dann beeinträchtigt das die Durchführung seines satzungsmäßigen
Zweckes. Außerdem wäre zu fragen, ob die üble Nachrede ausnahmsweise drittschützend ist, wenn der
Dritte der Förderer des Opfers ist; dann käme ergänzend § 823 Abs. 2 BGB hinzu.
@ Benedikt: Erst denken, dann schreiben Benedikt, Sie sollten es doch besser wissen als Sie schreiben:
1. Daß die PB als solche nicht klagen kann – logisch. 2. Aber der deutsche Förderverein kann klagen:
a) er ist bürgerliches Rechtssubjekt, so daß das LG Trier zuständig ist b) er ist als Spendenadresse
-die er im eigenen Namen einnimmt – selbst betroffen, so daß er die Verletzung eigener und nicht nur
fremder Rechte geltend machen kann c) damit kommt es auf die Frage, ob er, wenn er die Rechte Dritter
(der PB) geltend macht, wohl nicht ankommt, weil die Klage zumindest hinsichtlich seiner eigenen Rechte
zulässig ist. 3. Und auch begründet: Denn das LG wird natürlich keine CIC-Auslegung betreiben, sondern
sich einfach an die dafür zuständige kirchliche Autorität halten. Und daß ist die Kommission Ecclesia
Dei. Und deren Votum ist klar. 4. Im Raum stehen damit Unterlassung, Widerruf und Schadensersatz 5. Und
eine ganz schlechte Presse, hämischer Spott von seiten der (linken) Marx-Gegner und eine Schwächung
der deutschen Bischöfe, die gerade darauf warten, in Rom gegen die PB und die Messe stänkern zu können.
Merke: Wer die Nase so hoch trägt wie MArx stolpert eben über die kleinen Drähte am Boden. Und das
finde ich nicht ungeschickt von Schmidberger.
Ein lebender Heiliger Ich habe mir im Sommer den Bau angesehen und mit Don Justo gesprochen. Wirklich
fantastisch. Justo ist ein ganz klarer Mann, rüstig und vital, sehr sympathisch. Ich neige nicht zu Verklärungen,
aber er erscheint mir wie ein lebender Heiliger.
P. Lingen Die Aggressionen gegen P. Lingen habe ich nie nachvollziehen können. Ich teile seine Position
nicht, aber ich muß doch anerkennen, daß er in theologischen Dingen sauber argumentiert und wissenschaftliche
Standards einhält (etwa im krassen Gegensatz zu Rothkranz). Daß PRHL in weltlichen Dingen ein wenig
neben der Spur liegt (sich verklagen lassen, nicht zum Termin gehen und sich dann über das Versäumnisurteil
aufregen) und leider auch dem Verschwörungstheorismus verfallen ist und seine Kraftausdrücke gegen manche
Gutmeindende bisweilen starker Tobak sind – alles zugestanden. Aber was regen sich darüber Leute auf,
die ihren Postings in diesem Forum nach zu urteilen keinen Jota besser sind; im Gegenteil? PRHL sollte
man an seinen Fachbeiträgen auf seiner HP messen, und die sind fachlich einwandfrei und zeugen von sicherem
Judiz. Der Rest ist die Folge der Nischenexistenz, in den man ihn gedrängt hat und taugt nicht als Rechtfertigung
für die teilweise schwachsinnige Polemik gegen ihn.
Mal wieder Thema verfehlt Daß man inflationäre Schuldbekenntnisse (teilweise ohne Grund) als stilistisch
unglücklich empfinden kann – okay. Aber was will der Autor denn mit dem vorliegenden Text? Eine neue
Debatte um die deutsche Zwangsarbeiterentschädigung? Da kommt er 1) zu spät und liegt obendrein 2) noch
neben der Sache. Denn Anknüpfungspunkt der Zwangsarbeiterentschädigung war ja, daß die Zwangsarbeiter
seinerzeit einbehaltenen oder nicht ausbezahlten Lohn haben wollten. Und die Verjährung hatte man nicht
gelten lassen. Es ging also im formalen Sinne nicht um „Entschädifung“ oder „Entschuldigung“, sondern
um das Bezahlen von Arbeitslohn. Natürlich bin ich auch der Meinung, daß das längst verjährt gewesen
ist und die Umstände der Geltendmachung einen erpresserischen Beigeschmack hatten – aber zumindest ich
finde Verjährung eine prima Idee. Und deshalb sollte der Autor uns mit seinem verspäteten Groll über
die längst und in Frieden abgeschlossene Zwangsarbeiterbezahlung in Ruhe lassen.
Übles Gebräu Die Holocaust-Affinität mancher hier im Forum verwundert. Was soll das? Der Holocaust
ist das Produkt einer antikatholischen Ideologie, und keine Organisation hat mehr Juden gerettet als die
Katholische Kirche. Daß nach einem solchen Verbrechen die Deutschen ein Problem auch mit sich selbst
bekommen würden, war doch klar. Der bis dahin tonangebende protestantische Idealismus war folgerichtig
delegitimiert. Daß es dann zu Extremreaktionen kommen würde wie der zitierten Frankfurter Stadträtin
oder des Idioten Grass („Nach Auschwitz keine Gedichte mehr“) ist doch nicht verwunderlich. Alle ärgerlichen
Übertreibungen bei der „Aufarbeitung“ ändern doch aber nichts daran, daß es richtig und notwendig war,
sich nach dem Krieg die Frage nach der Konsequenz zu stellen und sich selbst zu prüfen. Und was die Zwangsarbeiterentschädigungen
angeht: Hier war nach dem 2+4-Vertrag die Tür für Schadensersatzforderungen offen, die sich i.ü. gegen
die ehemaligen Arbeitgeber der Zwangsarbeiter richteten. Man hat also den vorenthaltenden Lohn eingeklagt
und die Verjährung nicht akzeptiert. Ich halte das auch für rechtlich fragwürdig. Aber daran eine Fundamentalkritik
am deutschen Umgang mit der Judenvernichtung aufzuhängen – nein danke.
@ Asphyx: Dummes Zeug Kanzler Herr van Papen, der Mann, der Hitler an die Macht brachte, war Mitglied
der ZentrumsPartei Deutschlands Unfug: er war Mitglied der potestantisch geprägten Deutschnationalen
Volkspartei (DNVP) und bekennender Katholik. leider wahr; aber kein Vertreter des politischen Katholizismus,
sondern einer, der mit den protestantischen NAtionalisten gemeinsame Sache machte.
@ Artois: Trau, Schau, Wem Artois, Ihr Beitrag, in dem Sie Franco die Bildung absprechen, weil er sich
auf eine linke Quelle stützt erinnert mich an eine Spruchweisheit von – horribile dictu – Mao Zedong:
Was ist ein dummer Mensch? Ein dummer Mensch ist einer, dem man mit dem Finger den Mond zeigt, und der
statt auf den Mond auf den Finger schaut. Was haben Sie denn inhaltlich zu dem beschriebenen Kriegsverbrechen
zu sagen? Alles Lug und Trug? Wenn ja: dann hat sich ja auch Grass nichts vorzuwerfen. Die Verbrechen
der Waffen-SS sind sauber dokumentiert. Sie zu leugnen, berechtigt viel eher zu Zweifeln am Schulabschluß
des Leugners als die Verlinkung auf die linke Seite.
Intellektuelle im Kampf Naja, in Spanien war es das letzte Mal, daß Intellektuelle auf seiten der Rechten
dabei waren. Aber auf der Linken gab es schon noch einige Beispiele; die „Befreiungsbewegungen“ Lateinamerikas
waren doch durchaus „intellektuell“ angehaucht, Ernesto Cardenal z.B… Oder man nehme die Begeisterung
der linken Studenten für die „Zapatisten“ in Chiapas. In gewisser weise dürfte auch der Dschihad eine
Angelegenheit der Gelehrten sein. Das Faszinosum der blanken Macht besteht fort, täuschen Sie sich da
mal nicht. In allen Fällen dürfte das ausschlaggebend sein, was Grass als Motiv für seinen SS-Eintritt
angegeben hat: Die Sehnsucht nach dem Ausbruch aus der Bürgerlichkeit, die Faszination des Animalischen,
des Reinen, des Starken, der MAcht, bis hin zum Tode. Jüngers Stahlgewitter erfassen das, und die SS
verkörperte es wohl. Auch wird es etwa in der dritten Strophe des Fallschirmjägerliedes besungen: Klein
unser Häuflein, wild unser Blut/wir fürchten den Feind nicht und auch nicht den Tod/wir wissen nur eines:
wenn Deutschland in Not/zu kämpfen, zu siegen, zu sterben den Tod/An die Gewehre!
@ Alexandra: Frage Sie meinen, woher ich weiß, daß der Faschismus nicht nur in seiner Idee, sondern
auch in seinen Vertretern unappetitlich ist? Persönliche Erfahrung. Kennen Sie einen gebildeten, charmanten,
kultivierten Faschismus-Fan? Ich nicht! Vielleicht hat es das in Italien und Spanien der 20er und 30er
gegeben, aber seit 1945 ist Schluß. Der Faschismus hatte seine Epoche, aber die ist um. Und Leute, die
das nicht raffen und meinen, in den Kostümen der Vergangenheit Unsinn machen zu müssen, sind entweder
bemitleidenswert oder ekelig. Wir haben hier zudem einige NPD-Stadträte; ein Kabinett des Grauens. Man
sollte Zukurzgekommenen nie Macht geben, nie. Da pflege ich lieber meinen (Neo-)Konservatismus. Der hat
nicht nur den Vorteil einer gewissen intellektuellen Erhabenheit, ich kann auch sicher sein, recht zu
behalten – ich muß nur lang genug warten.
@ Athanasius: Stimme zu Stimme Ihnen völlig zu, vielleicht mit Ausnahme der „Salonfaschisten“. Zum einen
wegen grundsätzlicher Bedenken, zum anderen, weil ich solche noch nie erlebt habe; üblicherweise ist
die (heimliche oder offene) Verehrung des Faschismus in all seinen Arten ein Refugium unkultivierter Unterschichten.
Artois – mal wieder daneben Artois, Sie schießen mal wieder übers Ziel hinaus. Richtig ist, daß die
Waffen-SS eine Doppelrolle spielte: einerseits militärischer Verband, kämpfende Truppe. Andererseits:
Kriegsverbrechen, wie in Oradour und Lidice. Mit der Waffen-SS sollte dem „professionellen Soldaten“ der
Wehrmacht der „politische Soldat“ gegenübergestellt werden. Der SS-Mann war eben nicht nur Soldat, sondern
immer auch „Träger einer Idee“. Und deshalb gab es – zumindest ursprünglich – auch keine Feldgeistlichen.
Die SS war antichristlich. Das übrigens, das Anti-Bürgerliche, Fanatische, Enthemmte, reizte ja nach
seinen eigenen Worten den Sturmmann Grass. Was die Ächtung der Waffen-SS, die übrigens erst 1968ff richtig
einsetzte, mit dem Kampf der Linken gegen die Kirche zu tun hat, weiß ich beim besten Willen nicht. Richtig
ist, daß es 1968ff zum Kampf gegen jede Form autoritärer Strukturen kam. Nur ändert das nichts daran,
daß der Anti-Nazismus nichts genuin antikatholisches ist; ich kann also die SS ablehnen, und gleichzeitig
die KIrche lieben. Nur weil also die antiautoritäre Bewegung alles für faschistisch hält, was autoritär
ist, besteht noch lange keine Gemeinsamkeit von Kirche und Waffen-SS.
@ Benedikt Ja, aber er verurteilt Grass doch nicht, weil er in der SS war, sondern weil er sich zum moralisierenden
Scharfrichter erhoben hat. Und das haben Kiesinger und Co eben nicht gemacht. Henry Nannen ist hier ein
schlechtes Beispiel. Er steht doch wie Grass, Jens etc. für den linksliberalen Mainstream, der nach 1945
das Land geistig-moralisch verwüstet hat.
@ Benedikt @ Heger Benedikt schrieb: Oh ja, Kiesinger zB als Verbindungsmann des Reichsaußenministers
zum Propagandaministerium. Na und? Nicht jeder, der seinerzeit im System eingebunden war, ist doch schuldig
oder moralisch fragwürdig. Das zu behaupten ist doch die Lüge und Anmaßung von Grass und Co. Deshalb:
Wenn einer 17jährig bei der SS war, ist das maximal ein Beweis für die Dummheit der Jugend, aber nicht
mehr. Wenn aber ein ex-SSler sich zum moralischen Scharfrichter aufspielt und jeden, der wie er aus Dummheit
oder Verblendung mitgemacht hat, verurteilt, dann macht er sich dadurch schuldig. Ich werfe Grass also
nicht vor, bei der SS gewesen zu sein, ich werfe ihm seine elende Verlogenheit vor – die Kiesinger, Lübke
und Co nicht hatten. Grass und sein NSDAP-Kumpel Jens sind ja nicht die einzigen, die nach dem Krieg auf
der Linken zur Hetzjagd gegen die Mehrheit der anständigen Deutschen angetreten sind. War das nur der
Versuch der Wiedergutmachung oder wares nicht vielmehr die Fortsetzung des alten Weges unter neuer Fahne?
@ Heger: Daß wir mal einer Meinung sind … Aber es ist doch ein schönes Ereignis.
@ private-notes: Irrtum! Ob er bei der SS war, ist dann interessant, wenn das auf das Werk durchschlägt.
Das Werk lebt doch nicht ohne den Autor. Und hier kann ich schon fragen, ob nicht das „engagierte“ und
„politisch aktive“ Werk seine Vehemenz auch der Absicht verdankt, die eigene Vergangenheit zu büßen
oder – ebenfalls denkbar – es die Fortsetzung der radikalen Vergangenheit in anderem Gewand ist. Abgesehen
davon halte ich das Werk Grass für höchstens durchschnittlich, es lebt von der Provokation und dem Mangel
an Konkurrenz. Grass ist interessant nur durch seine angemaßte Rolle als moralische Instanz der Bundesrepublik.
Und die ist dahin, und das freut mich.
Sturmmann GraSS Ich bezweifle, daß Grass Rechnung, sich mit seinem „Coming out“ einen weiteren Schub
zu geben, aufgeht. Sehr induktiv wardazu heute der Spiegel-Beitrag von Hendryk M. Broder. www.spiegel.de/…,1518,431695,00.html
Abgesehen davon, daß die derzeitige Debatte mal wieder keine Peinlichkeit ausläßt – so, wenn etwa das
NSDAP-Mitglied Walter Jens dem Sturmmann Grass beispringt – fehlt mir der Hinweis auf die größte Schweinerei:
Als 1984 Kanzler Kohl mit US-Präsident Reagan den Soldatenfriedhof Bitburg besuchte, war Grass einer
derjenigen, die am lautesten dagegen protestierten. Grund des Protests: Unter den hunderten Gefallenen
deutschen und US-Soldaten befanden sich auch die Gräber von 86 Waffen-SSlern, also von Grass ehemaligen
Kameraden. Angesichts solcher Heuchelei kann man gar nicht so viel essen, wie man ko… möchte.
Immer die selbe Leier Auch wenn es langweilig wird: Es wird keine weiblichen Diakone geben, auch keine
Priesterinnen oder Kardinälinnen. Da können die Kirchenfeinde maulen, wie sie wollen. Und würde man
es zulassen – dann wäre es nicht mehr die Kirche, dann hätten wir eben einen Abfall. Aber die Kirche
wird es nicht zulassen, weil sie es nicht darf. Und nur die Kirche wird überdauern, Menschenwerk geht
unter (wie man ja am NOM sieht )
@ Mariokin: NOM und SC Da wäre ich vorsichtig, daß sich der NOM nicht auf SC berufen kann. Wohl doch,
denn SC wollte gerade die Erneuerung der Liturgie nach den Maßstäben der liturgischen Bewegung. Wie
die konkret aussehen soll, darüber hatte man sich nicht geäußert, aber eine umfassende Reform war beabsichtigt.
Und tatsächlich haben ja so gut wie keine Bischöfe gegen den NOM protestiert, vielmehr haben sie alle
ihren Gläubigen erzählt, das sei die Messe des Konzils. Der Ritus 1965 war idT eine konziliare Fassung
der Missa Tridentina. Aber bereits bei seiner Einführung wurde betont, es sei ein Übergangsritus. Richtig
ist wohl eines: Wer den NOM ablehnt, aber seine Treue zum Konzil beschwört (FSSP & Co), der kann wohl
kaum das M1962 lesen, das ist inkonsequent, der muß mindestens M1965 lesen. Aber dieser Versuch, das
Konzil zu entlasten und der „nachkonziliaren“ Reform die Schuld zuzuschreiben; tut mir leid, da gehe ich
nicht mit. Das Konzil als solches ist das Problem, und SC im besonderen.
Respekt, blueberry! Ich bin immer wieder beeindruckt von Ihrem klaren Blick und der sauberen, wissensreichen
Argumentation! Stimme hundertprozentig zu. Aber ob Argumente gegen verfestigte Anti-Israel und Anti-USA-Vorurteile
ausreichen? Das Problem vieler Konservativer ist leider, daß sie immer noch innerwestlich denken und
daher nicht einzusehen vermögen, daß der innerwestliche Gegner und der Islam als nicht-westliche Kraft
zwei verschiedene Kategorien sind. Juristen nennen das den Unterschied zwischen Innen- und Außenverhältnis.
Zur Ursache des islamischen Terrorismus Die Ursache des islamischen Terrorismus ist der Islam. Israel
ist vielleicht der Kristallationspunkt, der Katalysator; aber eben nicht die Ursache. Oder was hat Israel
mit der äquyptischen Moslembruderschaft (gegründet 1926), oder der iranischen Revolution (weit weg)
oder den Unrugen in Nigeria, Elfenbeinküste oder den Phillipinen zu tun? Es handelt sich um eine religiöse
Bewegung, die nicht aus der Defensive, sondern aus dem missionarischen Eifer einer jugendlichen Bevölkerung
lebt. Daß materialistische Atheisten das nicht begreifen, ist klar; aber religiöse Katholiken? Ehe man
also immer auf die (sicher im einzelnen auch kritikwürdigen) Israelis oder die Amerikaner einschlägt,
würde ich mir ein klares Wort gegen den Islam erhoffen.
@ Schlemmer, Heger: Rothkranz Natürlich ist R. der Hauptautor des Anton-Schmid-Verlages (Pro Fide Catholica).
Das hat P. Pfluger ja auch in seinem Blauen Brief gegen R. ausgeführt. R ist ein wirrer und verirrter
Psychopath, der mittlerweile in Bunkern lebt und jeden, der anderer Meinung ist als er für einen Freimaurer
hält. Eine sehr gute – und wohlwollende – Einschätzung findet sich bei P. Lingens Seite www.kirchenlehre.com/saudumm.html.
Sexualerziehung ist ein Erbe der 60er Jahre Die 60er waren ja die Zeit der großen Hoffnungen. Alles sollte
anders werden. Recht schnell zeigte sich, daß es mit den neuen Ideen nicht ging, und man ruderte zurück.
Nur dort, wo sich Institutionen des unseligen Gedankengutes angenommen haben, werden wir die Revolution
nicht mehr los. Das ist zum einen die Kirche, die immer noch meint, Gitarren und Regenbogengewänder seien
der letzte Schrei, und das ist zum anderen der Staat. Da haben sich einmal die Linken mit ihrer Sexualisierungspädagogik
eingenistet, und ich befürchte, ehe die nicht sterben (und ihre Schülergleich mit) ist das verbrannte
Erde. Daß in den USA solche Extreme schneller überwunden werden konnten, dürfte daran liegen, daß
dort sowohl der Staat (einschl. die Schulen) wie auch die Religion viel weniger institutionalisiert sind.
Dadurch schlagen die Trends zwar heftiger durch, aber es ebbt auch schneller ab. In Dtl. könnte nur konsequentes
Klagen der Eltern vor den Gerichten Druck machen; allein die Verfahren – unabhängig vom ausgang – dürften
hier den Lehrern die Lust an der Sexualaufklärung vermiesen. Denn noch wichtiger als die falsche Ideologie
ist: die Ruhe.
@ DDL: Migrationshintergrund Es geht nicht darum, daß Kinder geboren werden, sodern, daß die Richtigen
Kinder bekommen. Daß hat sich mittlerweile bis in die dt.Politik rumgesprochen, auch wenn es noch vor
5 Jahren als politically incorrect galt. Deshalb: Daß islamische Familien viele Kinder bekommen, ist
klar, es folgt aus ihrer Kultur. Familienpolitik muß erreichen, daß auch die Mittelschichten der Leitkultur
Kinder bekommen, um sich zu erhalten. Nur darum geht es. Und da ist die Frage, ob die französische Politik
das schafft. Bekommt also die kulturell integrierte (i.dR. also authochtone) Französin soviele Kinder,
daß das Überleben der Gruppe der ethnischen Franzosen erhalten bleibt oder nicht? Und Frage zwei: welchen
Anteil an der Geburtenzahl der kulturellen Franzosen haben die Kinderreichen (kath., Frau zu Hause, alte
Messe) und welchen Anteil die Mainstream-Franzosen (beide berufstätig, Kita, Sonntags ausschlafen)? Und
hie rist es wohl so, daß der Mainstream nicht erkennbar über den dt.Zahlen liegt, Frankreich mithin
als Vorbild für eine erfolgreiche Familienpolitik ausscheidet.
@ Maurice: sehr richtig! Es ist eine Riesensauerei, ständig die ach so tollen französischen Geburtenzahlen
vorgesetzt zu bekommen, wenn gleichzeitig unterschlagen wird, wie sie zustande kommen.
Alexandra, Galen @ Alexandra: Daß Israel einige Defizite hat, weiß ich auch. Aber im Vergleich zu den
Despotien, die in diesem Weltteil üblich sind, handelt es sich bei I. um eine Musterdemokratie. Und ich
bezweifle, daß die Araber mit israelischem Paß das anders sehen und etwa in die palästinensischen Selbstverwaltungsgebiete
oder Syrien übersiedeln wollen. Letztlich ist Israel der meinetwegen unvollkommne Vorposten der westlichen
Zivilisation in Nahost. Und als solcher ist es verteidigenswert. @ Galen: „Heiliges Deutschland“ -Stefan
George läßt grüßen. Nichts gegen das geheime Deutschland, Graf Stauffenberg war eine herausragende
Persönlichkeit. Nur ist eben nur Gott heilig, und nicht ein Vaterland. Die Vergottung, die religiöse
Überhöhung des Vaterlandsbegriffes ist den Deutschen nicht gut bekommen, und deshalb sollte man sie
sein lassen. Katholisch ist sie ohnehin nicht. Also: Ehre wem Ehre gebührt, und Heilig ist Gott und seine
Kirche. Der Patriotismus ist wichtig, aber er darf nicht ausschließend sein, sondern muß Raum lassen
für andere Identitäten wie den Glauben, die lokale Gemeinschaft, die Region, Europa. Schließlich muß
er den Einzelnen und die Familie achten. Das hat der historische dt.Nationalismus nicht hinbekommen, und
deshalb ist er zurecht ad acta gelegt wurden. Und er wird nicht zurückkommen, glauben Sie mir. Das große
konservative Projekt ist das christliche Europa, und Patriotismus ist in seinem Rahmen, aber nicht außerhalb
dieses Rahmens nötig.
Patient Zero Die Geschichte mit dem kanadischen Steward ist gesichert. Der Beste hat über 1000 Sexpartner
angesteckt, ehe er in einem Krankenhaus entdeckt wurde. Selbst, als man ihn mit der Wahrheit konfrontierte,
sah er es nicht ein und trieb es noch bis zu seinem nahen Tode weiter. Allein, daß einer in wenigen Jahren
über 1000 Sexpartner hatte, zeigt sehr eindringlich, was von der Schwulenszene zu halten ist.
Galen, seine Vorurteile und die Fakten Es wurden dabei [im dt. Polen-Feldzug] keine kriegsrechtswidrigen
Bombardierungen polnischer Dörfer und Städte durchgeführt. Sind Sie noch bei Trost? Noch nie was von
der Bombardierung Warschaus gehört? Kein Land hat derartige Kriegsschäden erlitten wie Polen. Da im
Unterschied zu den Israelis die Nazis beabsichtigten, Polen dauerhaft zu besetzen, sie also einen Eroberungskrieg
führten, bestand i.ü. ein nachvollziehbares Interesse, das Land einigermaßen unzerstört in die Hände
zu bekommen. Israel hingegen will den Libanon nicht besetzen, sondern nur dauerhaft verhindern, daß es
von seinem Staatsgebiet angegriffen wird. Der Einmarsch [der Wehrmacht in Polen] war u.a. eine Reaktion
auf die blutige Unterdrückung der deutschen Minderheit in Polen. Unterdrückung – ja, blutig – nein!
Der Einmarsch war zu allererst Folge der NS-Welteroberungspläne. Um dt. Minderheiten ging es dabei nicht,
denn anderenfalls hätte man im Hitler-Stalin-Pakt wohl kaum die alten und großen dt. Minderheiten im
Baltikum den Russen überlassen und stattdessen rein polnische Gebiete erobert. Die polnischen Repressionen
gegen die Deutschen im Korridor waren kein Kriegsziel, sondern ein Kriegsvorwand. Sehen Sie, Galen, Ihre
Beiträge folgen einem einfachem Muster: Drittes Reich: gut bis höchstens entschuldbar; Israel und USA:
abgrundtief böse. Und dann folgern Sie stets messerscharf, daß nicht sein kann, was nicht sein darf.
Hauptsache, das Vorurteil bleibt bestehen.
@Benedikt: Galen, Malachias, Elendester Sünder etc. Danke für die Unterstützung, Benedikt. Ich hoffe
ja, die Argumenten bewirken bei unbefangenen Lesern etwas, denn Galen & Co werden wir von ihren vorgefertigten
Meinungen mit Fakten nicht abbringen. Für die ist die Sache klar: Israel, USA = Freimaurerei –> abolut
böse. Der Feind meines Feindes ist mein Freund –> Hisbollah, Achmadinedschad, Osama bin Laden (sofern
man den nicht für eine „Erfindung“ der Amerikaner hält) sind folglich gut. So schlicht kann Weltpolitik
sein.
Israel hat das Recht zur Selbstverteidigung, @Galen Sicher sind auch die Raketenangriffe der Hisbollah
auf Israel, so weit diese auf zivile Einrichtungen ab- gefeuert werden, kriegsrechtswidrig. Immerhin!
Das Abfeuern von Raketen aus Dörfern und Städten ist, soweit ich weiß, jedoch erlaubt. Sie irren! Die
Hisbollah ist nämlich eine irreguläre Kriegspartei. Und Terrororganisationen mangelt es schon am ius
ad bellum, so daß es auf die hypothetische Frage, ob die reguläre libanesische Armee aus Dörfern schießen
dürfte, gar nicht mehr ankommt. Israel hat die Eskalation dieses Konfliktes zu verantworten, da es auf
einen kleinen Grenzzwischenfall völlig unverhältnismäßig reagiert hat. Israel hat sich aus dem Südlibanon
und dem Gaza zurückgezogen. Nach einer UN-Resolution sollte die Hisbollah bereits vollständig entwaffnet
sein und eine normale Partei. Die Realität: Sowohl aus dem Südlibanon wie dem Gaza erfolgt Dauerbeschuß
auf Israel. Die Hisbollah sitzt in der lib. Regierung (eine Terrororganisation!) und die lib. Armee macht
nichts. Wer ständig den Löwen zwickt, soll sich über den Tatzenschlag nicht aufregen. Es steht dem
Libanon frei, gemeinsam mit den Israelis die Hisbollah auszuschalten. Wer das nicht tut, muß sich eigenes
kriegerisches Handeln vorwerfen lassen. Es darf sich daher auch nicht groß über den Raketenhagel der
Hisbollah beklagen. Genau! Die Juden sind selber schuld! Immer! Aber ein Antisemit – das sind Sie nicht,
oder?
Die Schaltkreisfehlfunktionen des Elendesten Sünders Der Medjugorje-Jünger E.S. ist wirklich drollig:
Was an meinem Statement „Und dieses Konzil als Ereignis ist eben offen antikatholisch, es leugnet in seiner
Praxis und in der sich daraus entwickelnden Theologie nahezu das gesamte depositum fidei.“ falsch ist,
weiß ich nicht; ich rede vom Ereignis und von der Praxis, nicht vom Text. Dasselbe bei dem Meß-Zitat:
Daß die Messe gültig sein kann, es aber in praximeist nicht ist, entspricht beständiger FSSPX-Meinung.
Wieso funktionieren also meine Schaltkreise nicht? Der Hit kommt aber: aufklärerischer Anliegen, wie
die europäische Einigung, Die europäische Idee als aufklärerisches Anliegen; nicht schlecht! Wahrscheinlich
halten Sie die Nationalstaaten dann auch für gut katholisch, oder? Mann, Sie sind nur dä… staatliche
Einflußnahme auf Schule eine staatliche Schulaufsicht halte ich idT für sinnvoll. und Familie, habe
ich nie gefordert, aber, was solls? Islamophobie in Verbindung mit kriegshetzterischen Parolen Wie gesagt,
lesen Sie mal den Aufruf von Papst Urban II zum 1. Kreuzzug auf dem Konzil von Clermont 1095 durch: Der
Tempel des Herrn, … ist nun Sitz des Teufels geworden… Bewaffnet euch mit dem Eifer Gottes, liebe
Brüder, gürtet eure Schwerter an eure Seiten, rüstet euch und seid Söhne des Gewaltigen! Besser ist
es, im Kampfe zu sterben, als unser Volk und die Heiligen leiden zu sehen. Soweit Urban II, der alte Aufklärer!
Aber was schert einen Elendesten Sünder die Wahrheit, er hat doch seine bornierten Vorurteile.
Jesuiten sind nur im Präteritum interessant Wer einmal Gegenwarts-Jesuiten erleben mußte, weiß, daß
dieser Orden nur eine – glorreiche – Vergangenheit hat, die Gegenwart finster und deshalb eine Zukunft
nicht zu erwarten ist. Mein Heimatpfarrer (mittlerweile tot) war noch ein Vertreter der Konzilsjesuiten;
vorkonziliar und damit extrem gutausgebildet und dann leider Rahner-erleuchtet.Er war logischwerweise
kein Vertreter der reinen Lehre, aber was er tat, hatte Stil. Die nächste GEneration hatte nicht mal
mehr den. Sie ist einfach nur noch dämlich, ihre Texte, Meditationen und Predigten sind von einer Dümmlichkeit,
die wenigstens den Vorteil hat, daß jeder halbwegs Gebildete erkennen kann, daß das nicht katholisch
sein kann. DerOrden wird untergehen. Selbst ein Abtrünniger schrieb auf seiner HP, der heutige Orden
sei nur noch ein Schatten seiner selbst. Das OD istnur ein schwacher Erbe, auch wenn in den 60er/70ern
viele SJ-Priester in der spanischsprachigen Welt, die nicht aufhören wollten, katholisch zu sein, dort
unterkommen sind und SJ-Spiritualität mitbrachten. Es fehlt eine SJ in der Tradition; eine intellektuelle
Speerspitze, die sich dem Diskurs mit der nichtkatholischen Welt stellt. Das dürfte eines der letzten
großen Defizite der Tradition sein, daß wir da noch zu schwachbrüstig sind.
Israel hat das Recht zur Selbstverteidigung Die Hamas aus dieser feindlichen Front herausholen, indem
man mit ihr als der gewählten palästinensischen Regierung verhandelt. An solchen Statements erkennt
man wirkliche Experten! So einfach ist das: Einfach mal mit der Hamas verhandeln. Die wird sofort Frieden
schließen und das israelische Existenzrecht anerkennen, was sonst? Wenn da nur nicht die böse präfaschistische
und US-hörige israelische Regierung wäre. Im Ernst: Uvery ist nicht umsonst ein Außenseiter der israelischen
Politik, auf den zurecht keiner hört. Hamas und Hisbollah wollen nicht verhandeln. Die wollen den israelischen
Staat ins Meer treiben, nichts anderes. Und deshalb gibt es nur eine militärische Lösung; entweder die
Hisbollah wird nachhaltig ausgelöscht oder es geht weiter. Uvery irrt übrigens weiter: Syrien hat Heidenangst
vor einem israelischen Angriff, denn seine veraltete Armee wäre gegen die israelische chancenlos (von
wegen „kampferprobt“). Eine Einheit von Sunniten und Schiiten ist nicht zu befürchten; man beachte die
versteckt pro-israelische Haltung der arabischen Öldynastien. Und ehe man bei kreuz.net weiterhin Krokodilstränen
über die schiitischen Opfer vergießt wären auch mal Nachrichten aus den Bunkern von Haifa angemessen.
Es ist doch letztlich einfach: Hamas und Hisbollah wollen die israelische Existenz vernichten, Israel
will in Frieden leben. Wer alos ist hier aggressiv, wer defensiv?
Ersatzschule oder staatlich anerkannte Schule? Das Problem dürftze doch darin liegen, daß SJM staatlich
anerkannt werden will mit der Folge, staatliche Zuschüsse zu erhalten. Das ist an die Beachtung des Lehrplanes
geknüpft. Die Alternative ist eine Ersatzschule. Da ist es deutlich freier (wie etwa die Waldorfschulen
oder die Internationalen Schulen), aber es gibt halt keine Staatsknete. Nur: Staatsgeld haben zu wollen,
aber machen, was man will – bei allem Verständnis für die SJM: das ist nicht wirklich überzeugend.
Fräulein? Dir? Tut mir leid, aber weiblichen Geschlechts bin ich nicht. Und per Du sind wir auch nicht.
Ansonsten hat es was Komisches, sich von einem Medjugorje-Anhänger als „halbblind“ anschwärzen zu lassen.
Wobei, unter den ganz Blinden (wie Elendester Sünder) sind die Halbblinden ja bekanntlich Könige. Im
Ernst: Es sind Wirrköpfe wie Sie, die dafür sorgen, daß der Glaube in der öffentlichen Debatte nicht
gehört wird. Sie sind einfach zu weit außerhaslb dessen, was man sich ernsthaft antun will. Da braucht
es keine Freimaurer, damit ihr Unsinn ungehört bleibt, dafür sogen Sie ganz allein. Die Auflistung meiner
Dummheiten interessiert mich gleichwohl.
Rangfolge der Feinde Mk28 rate ich, weniger Freimaurerpresse zu lesen und statt dessen mehr den Verstand
einzusetzen. Wenn es nicht so traurig wäre, was Sie so absondern, müßte man darüber lachen. Verschwörungstheorien
vernebeln eben den Verstand. Santa Rita, ich befürchte, ihre interreligiösen Träume sind irreal. Horribile
dictu, aber da ist mir ein gepflegtes Streitgespräch mit einem Liberalen auf der Basis der gemeinsamen
kulturellen Wurzeln über die Grenzen der Vernunft und die Rolle Gottes (wie zwischen Ratzinger und Habermas)
allemal lieber und auch für meinen Glauben fruchtbringender als irgendeine gemeinsame Sache mit Modlems
gegen die westlichen Werte. Die Amsterdamer Erscheinungen sind deshalb auch aus gutem Grunde kirchlich
nicht anerkannt. Lesen Sie mal die Papstrede zum 1. Kreuzzug, da wird der Islam als die „Lehre des Teufels
selbst“ bezeichnet. Und mit denen wollen Sie paktieren, um unsere Kultur – die sicher derzeit defizitär
ist – zuzerstören?
@ Sulpicius, Elendester Sünder? Warum darf das Weib kein Kopftuch tragen? Man muß kein Freudianer sein,
elendester Sünder, um bei Ihrem Posting sexuelle Probleme zu diagnostizieren. Es ist ganz einfach: Wir
haben eine existenzielle kulturelle Auseindandersetzung zwischen dem Westen und der islamischen Welt.
Wir sind Teil des Westens, auch wenn innerwestlich derzeit Leute das Sagen haben, die unserer Auffassung
nach neben der Spur liegen. Wer aber glaubt, er könne seine innerwestlichen Probleme durch eine Koalition
mit den außerwestlichen Feinden unserer gesamten Kultur lösen, der irrt. Deshalb ist es auch richtig,
im Nahost-Konflikt eine tendenziell pro-israelische Politik einzunehmen. Die Israelis mögen übers Ziel
hinaus schießen, arrogant und überhaupt unsympathisch sein, aber es sind unsere. Fällt Israel, gibt
das der islamistischen Bewegung weltweit den Turbo. Und das ist das letzte, was unser derzeit nicht gerade
kampfbereites Europa brauchen kann; wir würden in wenigen Jahrzehnten völlig islamisiert sein. Wie sagt
es Paulus: geliebt um der Väter, aber unsere Gegener um des Evangeliums willen. Wir mögen interne innerwestliche
Probleme haben, aber nach außen hin sitzen wir im selben Boot. Das gilt für die Israelis, das gilt für
die Liberalen. Wer hier die Rangfolge der Gegner verkennt, öffnet Europa dem Islam; und dann finis Europae!
Benedikt: Unsinn! Tut mir leid, Benedikt, aber Ihre Auffassung zum finalen Rettungsschuß ist einfach
falsch. Lesen Sie die entsprechende Entscheidung doch nach. Die Würde des Menschen besteht darin, ihn
nicht als Mittel, sondern immer als Zweck zu betrachten. Art 2 Abs. 1 GG konkretisiert das. Der Geiselnehmer
wird hier als Störer gezielt in Anspruch genommen. Etwas anderes wäre es, einen Unschuldigen zu töten,
um damit einem Dritten zu helfen. Aber den Störer in Anspruch zu nehmen ist nichtrechtswidrig; läßt
sich die Störung nicht anders beseitigen als durch den gezielten Schuß, dann muß es eben sein. Das
Schweizer Urteil ist natürlich eine Sauerei.
Das Stuttgarter Urteil wird wohl nicht halten. Der Ordenshabit ist eben ein privilegiertes Kleidungsstück.
Für diese Priviligierung gibt es zahlreiche gute Gründe, etwa die Tradition oder das Gewohnheitsrecht.
Letztlich zeigen sich aber an solchen Fällen die zunehmenden Probleme mit der Religionsfreiheit, wie
sie heute verstanden wird. Das Kopftuch zulassen hieße, auf den letzten Versuch, den Islam zu integrieren,
zu verzichten. Es ist der Weg in die Parallelgesellschaft. Daher muß es verboten werden. DerVerzicht
auf den Habit ist hingegen nicht akzeptabel. Letztlich wird man also nicht umhin kommen, zwischen den
Religionen zu unterscheiden. Und dagegen habe ich nichts.
Verteidigung des Kaplans DerKaplan hat nur die „Liturguiebewegung der 60er Jahre“ als unterwandert bezeichnet,
nicht die Liturgiebewegung insgesamt. Ich bin zwar gegen die permanenten Freimaurer-Verdächtigungen,
aber daß die Liturgiebewegung in den 60ern nicht sehr rechtgläubig war und man sie deshalb ablehnen
sollte, ist wohl kaum anzuzweifeln. Was vielleicht gegen die Predigt spricht, ist ihre Länge. Ansonsten:
1a! Peinlich dagegen nur die Dekanatsstellungnahme. Der Eucharistiebegriff ist mal wieder so jämmerlich
dargestellt, daß keiner weiß, wieso die Eucharistie was wichtiges sein soll. Einen Vorteil hat die Reaktion
der Dekanatsversammlung aber: die Debatte bleibt aktuell! Kann denn kein Ortsansässiger mal einen Leserbrief
an die Lokalzeitung schicken?
Aktion und Reaktion sind zu trennen! Liebe Redaktion, von welcher Seite gingen die aktuellen Aggressionen
denn aus? Wer hat Soldaten entführt, und zwar nicht irgendwelche Kriminelle, sondern Halboffizielle?
Wer wie die Palästinenser permanent zündelt, soll sich nicht wundern, wenn es heiß wird. Im übrigen
sind im Krieg Opfer unter der Zivilbevölkerung unvermeidlich, wenngleich immer tragisch. Zu unterscheiden
ist, ob die militärische Aktion gezielt gegen Zivilisten gerichtet war (Kriegsverbrechen) oder die Zivilisten
anläßlich der Aktion zu Schaden kamen (Kollateralschäden). Man mag von der israelischen Armee halten,
was man will; aber daß sie gezielt Kinder tötet, behaupten selbst hart anti-israelische Kreise in Dtl.
nicht.
Braune Batallione Malachias etc. geben sich endlich als das zu erkennen, was sie sind: akatholische Braune.
Daß irgendwelche Linke nun wieder versuchen, den Katholizismus damit in Verbindung zu bringen und zu
diffamieren (etwa aschera) war zu erwarten. So ist das halt, wenn man sich nicht sauber abgrenzt. Der
Glaube ist keinerlei Rechtfertigung für Schwachsinn; im Gegenteil, er ist reine Ratio. Benedikt, Sie
schrieben: Im übrigen halte ich Bush für einen Verbrecher Ich schätze Ihre Beiträge, deshalb: Was
soll dieses Gepöbel? Sie mögen seine Ansichten nicht teilen und seine Politik für falsch halten, bitte.
Aber ein Verbrecher ist er deshalb nicht. Ich halte seine Politik i.ü. für sinnvoll, weil sie den Gefahren
der Welt entgegentritt anstatt sich wie in Westeuropa üblich in Scheinwelten zu retten.
Europäische Einigung sieht man ja an dem EU-Dreck. Es waren halt die katholischen Volksparteien, die
nach dem Krieg die Europäische Einigung vorantrieben und deshalb in Rom(schönes Symbol) die Römischen
Verträge schlossen. Warum? Weil Katholiken eben nicht national denken, sondern europäisch. Die Nation
ist nur eine Identitätsstufe neben anderen (Familie, Kommune, Provinz, Nationalstaat, Europa). Die exklusive
Fixierung auf den NAtionalstaat ist letztlich akatholisch. Der Nationalstaat tritt nach kath. Verständnis
in die Reihe der anderen Identitäten zurück.
NPD = Antichristentum Ich weiß gar nicht, was sich Katholiken für diese NAzipartei engagieren. Hallo:
Sowas schadet, weil man uns damit in Verbindung bringt. @zwobbel: Das deutsche GG ist das Produkt des
(rheinischen) politischen Katholizismus. Nehmen Sie das doch mal zur Kenntnis. Und die dazugehörige Partei
ist die CDU. Der Katholizismus gibt Prinzipien, keine starren Regelungen. Am allerwenigsten ist er eine
politische Lehre. Und aus ihm folgt erst recht nicht der faschistoide Staat, den Sie offenbar anstreben.
Die NPD wäre in einem kath. Staat verboten Nochmal: Die NPD wäre in einem kath. Staat verboten. Es gibt
hier überhaupt keinen Grund, die NPD zu verteidigen. Richtig ist: Die praktizierenden Katholiken stehen
mit ihren Wertvorstellungen mehr und mehr am Rande der deutschen Gesellschaft. Daraus folgt aber nicht,
daß jeder, der auch am Rande steht, zwangsläufig gut und schützenswert ist. Der Feind meines Feindes
ist mein Freund – so einfach ist das nicht. In der Regel stehen Außenseiter zu Recht draußen. Die NPD
ist antikatholisch, antichristlich (weil neoheidnisch), nationalistisch (gegen den katholischen Universalismus),
engstirnig (gegen kath. Weite), gewaltverherrlichend und ausgrenzend (gegen die Nächstenliebe). Sie appelliert
an niedrigste Instinkte. Sie gehört verboten und wäre auch verboten worden, wenn sich der VS nicht so
dämlich angestellt hätte. Wer den Glauben mit so einem Haufen in Verbindung bringt, besudelt die Religion.
Bischof Müller hat richtig gehandelt.
Na, immerhin Die völkerrechtliche Legalität und auch Legitimität interessiert überhaupt nicht, sie
ist vielmehr unstrittig. Das verdient, festgehalten zu werden. Wenn er rechtlich legitim ist, können
Sie zwar die Gründung für einen Fehler halten, sind aber an das Recht gebunden, Röm13. Nur wenn es
offen und eindeutig im Gegensatz zum Glauben stünde, wäre das anders. Aber den Beweis müssen Sie führen,
nicht ich. Und den können Sie nicht führen. Insofern bleibt es bei einer persönlich abweichenden Meinung –
die Ihnen unbenommen ist. An der Sache ändert es nichts.
Marcel, Stimme, Heger 1. Stimme: Auch wenn es Ihnen nicht paßt: es war Pius XII, der intern über die
katholischen Staaten die Mehrheit pro Israel organisieren half. 2. Marcel: Es bleibt dabei, daß die Frage
nach dem Umgang mit Israel theologisch nicht eindeutig in Ihrem Sinne zu beantworten ist; im Gegenteil,
aus den von mir dargestellten Gründen spricht vieles für eine pro-israelische Position. Im übrigen
hat P. Steiner – zu meiner eigenen Verwunderung – das selbst offen gelassen und die Möglichkeit, daß
die Sammlung der Juden Teil des Heilsplanes ist, erwähnt (S 58, und das bei seiner bekannten Meinung!)
3. Es bleibt die Anerkennung Israels durch den Vatikan. Wir sind keine Sedisvakantisten, und gegen den
Glauben hat Rom dadurch (s. 2.) nicht verstoßen – also bindet die Entscheidung. 4. Heger: Die völkerrechtliche
Legalität und auch Legitimität (es handelt sich um verschiedene rechtliche Kategorien) der Israel-Gründung
ist nicht von der arabischen Zustimmung abhängig. Sie ist auch von etwaigen Fragen nach der Garantie
privaten Eigentums unabhängig. Völkerrechtlich ist die Sache klar, und da gibt es nichts zu deuteln.
5. Daß die Moslems die Verheißung Gottes an die Juden nicht teilen ist klar – na und? Seid wann glauben
Sie an Allah und Mohammed?
Israel War ja zu erwarten, die Revisionistenzunft ist wieder mal beim Tatsachenverdrehen. Halten wir Fakten
dagegen: 1. Die Gründung des Staates Israel wie sein Existenzrecht sind völkerrechtlich unstreitig –
der UNO-Beschluß von 1947 vermittelt Legalität und Legitimität. 2. DerVatikan hat Israel ausdrücklich
anerkannt. Im übrigen wäre bereits die Mehrheit 1947 ohne die kath. Staaten, die alle pro Israel stimmten,
nicht zustande gekommen. Hinter dieser Entscheidung der kath. Staaten stand der Vatikan, i.e. Pius XII.
3. Auch theologisch dürfte gegen einen jüdischen Staat nichts einzuwenden sein. a) Es ist das von Gott
den Juden geschenkte Land, und Gottes Verheißungen währen ewig. b) die Sammlung der Juden ist Voraussetzung
für ihre Bekehrung, so daß zumindest aus diesem Grunde die Staatsbildung theologisch gerechtfertigt
ist (so neuerdings auch das MB) 4. Wer Israel das Existenzrecht abspricht, ist vieles, u.a. ein Antisemit.
Wer als Deutscher das tut, ist obendrein noch ahistorisch.
In dubio pro reo Für die Erkennung derselben wird man also in aller Regel auf indirekte Zeichen zurückgreifen
müssen, so wie es eben Johannes Rothkranz tut: Auffällig romfreundliches Verhalten, Förderung der Vereinigungsbemühungen,
Bekämpfung des wahrhaft Katholischen, inkl. sedisvakantistischer Ansichten, in den eigenen Reihen bis
hin zu den berühmten FM-Signalen. Also genau die Methode von Johannes Rothkranz…! Grotesk! Was Sie
hier predigen ist eine Schule des Verdachts. Damit ist jeder Freimaurer. Sie wären ein guter KGB-Mann
gewesen. Ihre ersten beiden Kriteria sollten auf jeden Katholiken zutreffen, denn Papst ist Papst. Daß
ein Priester oder Gläubiger antikatholisch agieren würde, habe ich in der FSSPX noch nie erlebt. Anti-Rothkranz
ist übrigens nicht anti-katholisch; im Gegenteil. Die „Signale“ von Rothkranz sagen nichts, denn es sind
Hirngespinste. Rituale R. und ich haben Ihnen doch unten – aufgrund eigener Erfahrungen -geschrieben,
wie in Zeitungen Fotos ausgesucht werden. Rothkranzens Theorien sind lächerliche Wahnvorstellungen. Es
bleibt nichts übrig. Was die Verleumdungen der Perpetua gegen den namentlich verleumdeten Priester angeht,
werde ich ihn fragen. Perpetua schützt hier nur die Anonymität vor einer Unterlassungsverfügung.
stat crux: Der NOM 1. Unabhängig von theologischen Standpunkt: Der NOM ist zunächst einmal eine Kulturschande.
Und zwar an sich und erst recht in Zusammenhang mit den abertausenden zerstörten Kirchenräumen. 2. Der
NOM ist – rein statistisch gesehen – gescheitert. Wir liegen an normalen Sonntagen (Weihnachten, Ostern
ausgerechnet) bei derzeit unter 10 % Meßbesuch. Wenn die letzten vorkonziliarSozialisierten ausgestorben
sind, werden wir dann irgendwo bei 2-3 % landen. Eine 2-3-Prozent-Kirche ist tot. 3. Wir sind innerlich
am Ende. Wenn 90 % der Katholiken den Unterschied zwischen der Messe und dem luth.Abendmahl nicht kennen
und für die Interkommunion sind, dann ist auch glaubensmäßig Schluß. 4. Das V2 inspiriert? Bei den
Früchten? Sorry, stat crux, aber wie wäre es mal mit der Realität als Gradmesser der eigenen Handlung?
5. Übrigens: Tolerant waren die Liturgiereformer sehr wohl – gegenüber jedem akatholischen Unsinn. Und
daß es ohne Lefebvre größere Toleranz gegen die Messe gegeben hätte, ist eine Mär. Es war der Haß
auf die Messe, der Lefebvre erst groß gemacht hat. Sie verwechseln Ursache und Folge. Und deshalb nochmal:
Das Konzil ist Menschenwerk. Deshalb wird es vergehen, während der unversehrte Glaube und sein authentischer
liturgischer Ausdruck bleiben.
Logenmitglieder fliegen raus. die „automatische“ Exkommunikation von Logenmitgliedern vorgesehen hat?
Das passiert doch. Nennen Sie doch einmal konkret ein Logenmitglied; nicht nur „vermutete“ Freimaurer,
sondern erwiesene. Nach Rothkranz ist das einfach: jeder, der nicht für Rothkranz ist, ist FM. Nur die
FSSPX ist halt eine seriöse Gemeinschaft, da geht es um Fakten, nicht um Wahnvorstellungen. Stat Crux:
Die FSSP gibt es nur, weil es die FSSPX gibt; anderenfalls wäre sie längst platt gemacht. Und was man
hört sieht es in ihrem Inneren auch nicht gerade rosig aus. Was solls: Keine kath. Tradition ohne FSSPX.
Nicht die Bruderschaft wird vergehen, sondern die konziliare „Erneuerung“. Denn letztere ist Menschenwerk.
Wer im Glashaus sitzt dabei zu dem Schluss kommen, dass der Traditionsbruch mindestens an einer Stelle
so gravierend ist, dass wir uns die Frage stellen müssen „Ist die nachkonziliare Kirche noch katholisch?“,
sollte man ihnen dieses Recht erst einmal lassen. Das Recht lassen wir ihnen doch. Wir verbitten uns nur,
als Freimaurer denunziert zu werden, wenn wir nicht zum selben Ergebnis kommen. Das Problem von Rothkranz
ist doch nicht, daß er Fragen stellt und Probleme sieht. Das Problem ist, daß er jeden, der zu einem
anderen Ergebnis kommt, sofort denunziert. Und dagegen helfen eben nur Blaue Briefe.
Dümmer geht’s nimmer! Perpetua schrieb: dann garantiert nur mit einem „Paßphoto“ also mit ungestörtem
Geradeausblick“ Denn der bei jeder etwas größeren Zeitung immer „eingeweihte“ Chefredakteur wählt die
Photos peinlich genau aus! Er wählt sie so aus, wie ihm von der zuständigen Logen-Zentrale tagtäglich
neu empfohlen oder gar befohlen wird! So eine Gülle, so ein Unsinn! Es ist nicht zu fassen! Noch nie
eine Redaktion von innen gesehen? Noch nie interviewt worden? Noch nie einen Pressefortografen oder (Chef-)Radakteur
kennengelernt? Wohl ja, denn nur brutale Unkenntnis kann eine solche abstruse Theorie gebären. Zum Mitmeißeln:
Die Bilder werden von der Bildredaktion zusammen mit dem zuständigen Redakteur ausgesucht und anschließend
in der Redaktionskonferenz gemeinsam besprochen. Es geht dabei immer darum, möglichst lebendige, aussagekräftige
Bilder zu wählen. Deshalb sind die Hände meist zu sehen, in Bewegung und befinden sich in Bildmitte.
„Paßfotos“ gibt es kaum, und wenn, dann nur, weil kein Bild in der Datenbank ist. (Zeitungen kaufen sich
die Bilder bei professionellen Datenbanken, wenn sie – wie im Regelfall – keine eigene haben)
@ stat crux: Abwarten! Liturgiereform im Ergebnis durchzusetzen geholfen Abwarten; ich wüßte niemanden
außerhalb des intellektuellen Inzuchtvereins Konzilskirche, der noch einen Pfifferling auf diese Liturgiereform
setzen würde. Daß die Bruderschaft (noch) in ihren gesellschaftlichen Aussagen außerhalb der Relevanz
agiert, und daß das zu einem nicht unwesentlichen Teil selbstverschuldet ist – da haben Sie recht. Nur
liegt es weniger an der vertretenen Meinung, als vielmehr an mangelnder Professionalität – und das ist
schnell korrigierbar und wird auch korrigiert werden. Sicher ist nur eins: Der konziliare Versuch ist
gescheitert. Da lügen die Statistiken nicht. Man mag das bedauern – denn die Ideen des Konzils sind ja
nicht uninteressant – aber es ist die Realität. Auf der Basis des Konzils – egal ob Text oder Geist –
läßt sich keine Religion machen und kein gesellschaftlicher Anspruch formulieren.
Stat Crux, schon wieder daneben! und schwer aufklärbar ist allerdings das Phänomen, dass die Bruderschaft
eine so skurrile Karikatur der Freimaurerei zeichnet, dass Meinungen à la Rothkranz jedenfalls aufkommen
können. So wie Rothkranz überall FM am werke sieht, ist bei Ihnen für jeden Unsinn die Bruderschaft
schuldig. So ein Käse! Mit derselben Begründung können Sie den Juden die Schuld für die Nazis geben.
Entscheidend ist doch, daß sich die Bruderschaft glaubhaft und eindeutig von Rothkranz und seinen Glaubensbrüdern
distanziert hat – was geschehen ist. Das sollte auch ein FSSPX-Hasser wie Sie anerkennen. Daß die auch
in dieser Debatte geäußerten Verschwörungswahnvorstellungen skuril sind, steht allerdings außer jeder
Frage.
Keine Lachnummer! Perpetua schrieb: Der sogenannte Blaue Brief von Pfluger ist eine reine Lachnummer,
denn weder nach weltlichem noch nach kirchlichem Recht hat die Bruderschaft irgendeine rechtliche Handhabe
gegen den Autor Johannes Rothkranz. Und deshalb verbietet P. Pfluger auch den Priestern der FSSPX, Rothkranz
Sakramente zu spenden. Er trifft also eine Anordnung gegenüber den Priestern, bittet die Gläubigen um
Unterstützung und macht gegenüber Rothkranz nur das Hausrecht geltend. Alles sehr geschickt und rechtlich
einwandfrei. Da kommt Rothkranz nicht ran. Jetzt warten wir mal ab, wie sich das auf den Umsatz des Verlages
auswirkt. Und zudem könnte die FSSPX ja die Drohung wahr machen, gegen den Verlag und Rothkranz vor den
weltlichen Gerichten vorzugehen – angesichts der Gülle, die dort verzapft wird, kommt man da mit Ehrenschutz
sicher durch.
Genau so nicht, Malachias! So lange im Vatikan sage und schreibe vier Hinterlogen sind, sprich so gut
wie alle Kurienkardinäle Freimaurer (oder gar Satanisten?) sind Woher wissen Sie das? Von Rothkranz?
Wenn Sie auf der Basis solcher „Analysen“ gestalten wollen, werden Sie NIE Erfolg haben können. Noch
einmal: Nicht jeder, der nicht Katholik ist, ist FM. Die Welt besteht nicht nur aus Kirche und FM, tertium
datur. Nicht jede böse Tat entspringt einem Befehl einer Geheimorganisation. Wie wäre es mal mit Gier,
Wollust, Hoffahrt, Neid – nur um mal einige Gründe zu nenen, die nichts mit Geheimgesellschaften zu tun
haben, oder glauben Sie echt, daß in einer Loge keine Eifersucht, kein Neid, keine Mißgunst herrschen,
daß also alle völlig gleichgeschaltet nur auf den nächsten Befehl warten? Gott bedient sich der Ordnung
für seine Zwecke und gründet die Kirche; der Teufel nutzt das Chaos. Also hören Sie mit diesen lächerlichen
Verschwörungstheorien auf.
@ Marcel: Stimme im Prinzip durchaus zu Das römische Festhalten am Durchbruch des Liberalismus namens
V.II ist daher „weniger ein theologisches Problem“. :) Ja! Ich kenne in der V2-Kirche nur Kleriker, die
vom V2 schwärmen, aber kaum einen, der es gelesen hat. Hier geht es darum, daß eine Generation feuchte
Augen bekommt, wenn sie an ihre tolle Jugend denkt. Und dieses Erlebnis steht jedem Nachdenken im Weg.
Der Papst erkennt nun die Folgen und will das Konzil retten, in dem er es neu erfindet. Deswegen geht
er gegen den „Geist des Konzils“ vor und will zu den Texten zurück. Richtig ist dagegen, daß auch die
Texte schlecht sind. Nur: Die Reformer schießen den Weg für die Revolutionäre frei. Ohne Gorbatschow,
der den Kommunismus retten wollte, kein Zusammenbruch des Ostblocks. Jede zugelassene Kritik am Ist-Zustand
delegitimiert das Konzil mit. Eine Einigung würde die Konzilsapologeten schwächen. Denn es käme ein
neuer Verbündeter ins Spiel: der Opportunismus. So wie 1960ff viele scheinbar Konservative konziliar
erleuchtet wurden, würden viele „Konzilskonservative“ schnell auf den neuen Trend umschwenken und sich
an Konzilskritik – die ja en vogue kommt – beteiligen. Und deshalb sollten wir a) im Gespräch bleiben
und b) dafür sorgen, daß wir en vogue – oder wie P. Pfluger sagt: avantgardistisch – bleiben. Also:
Rothkranz raus und etwas den Zahn ziehen bei Kleiderdebatten. Dafür forsch und souverän die Amtsträger
herausfordern und Gestaltungswillen zeigen.
Klare Abgrenzung ist richtig Die klare Abgrenzung gegen Extremisten auch von rechts (NPD, Rothkranz) ist
nicht nur richtig, sondern für den Katholizismus lebenswichtig. Nur weil auch wir derzeit in der Defensive
sind, sollten wir nicht glauben, mit anderen Nicht-Mainstreamern gemeinsame Sache machen zu müssen. Der
Feind meines Feindes ist mein Freund ist nicht unsere Sache, sondern der Dienst an der Wahrheit. Nichts
schadet unserem Anliegen so sehr wie eine falsch verstandene Solidarität mit den letztlich antikatholischen
Extremisten. Denn wir liefern hier – berechtigte – Gegenargumente und delegitimieren uns selbst. Unser
Anliegen ist der Glaube und die Wahrheit, nicht die (angeblichen) Rechte antikatholischer Hetzer. Anders
formuliert: In einem kath. Staat wäre die NPD verboten. Das hindert uns daran, für sie auch nur Sympathie
zu entwickeln.
Credo in Unam Sanctam Catholicam et Apostolicam Ecclesiam Das ist der Grund, Perpetua, weshalb die FSSPX
nach einer Einigung mit Rom strebt. Und daß das jetzt passiert, hat etwas damit zu tun, daß der Wind
ein wenig gedreht hat – Ratzinger ist nicht Montini, auch in Rom sehen die Schlaueren, daß der Konzilskurs
am Ende ist. Und damit besteht nun die Chance zu einer Anerkennung der Tradition. Ich gebe Ihnen gerne
zu, daß die Sedisvakanztheorie einiges für sich hat. Aber sie verstößt eben gegen die Sichtbarkeit
der Kirche. Deshalb ist die Notstandstheorie überzeugender, zumal ja auch die Früchte für sich sprechen.
Was Rothkranz betrifft – um den es ja eigentlich geht – noch ein [link]hübscher Text[link] von P.Lingen,
der sich ihm mit Präzision und Wortwitz genähert hat. Es dürften weniger der Sdisvakantismus als vielmehr
die vom Sedisvakantisten P.Lingen festgestellten intellektuellen und charakterlichen Defizite sein, die
hier P. Pflugers Reaktion ausgelöst haben. Rothkranz Problem ist weniger ein theologisches, es ist ein
pathologisches; er versteigt sich in seinem Weltverschwörungswahn ins Groteske und wird deshalb zu einer
Belastung und Gefahr.
Wirre FM-Phantasien Die wirren FM-Phantasien von Rothkranz und Perpetua sind ja Beweis genug, um die Notwendigkeit
des Reinschlagens von P. Pfluger zu belegen. Nur ein Beispiel: In Weihungszell ist der Architekt durch
einen FM-Architekten ersetzt worden. Jeder, der etwas Einblick hat, weiß es besser: Der alte Architekt
hat a) grobe Planungsfehler begangen (Gebäude auf den Bürgersteig geplant), b) bei anderen Projekten
zuviel abgerechnet und behauptet mittlerweile c) die Bruderschaft sei eine außerhalb der Kirche stehende
Sekte, von der er losgekommen sei. Der neue Architekt ist ein Anhänger der Bruderschaft, der übrigens
auch die im Bild zu sehende Stuttgarter Kirche gebaut hat. So ist das immer: Frech wird etwas behauptet,
frei nach dem Motto: Irgendwas bleibt schon kleben. Nicht die Bruderschaft muß derartige Diffamierungen
widerlegen, sondern wer derartiges abläßt, soll es glaubhaft machen. In allem und jedem FM zu sehen
ist einfach nur pathologisch. Gott sei Dank hat P. Pfluger auch deswegen Rothkranz abgewatscht. Der Gipfel
der Dummheit ist die Wahnvorstellung mit den „Symbolbildern“. Jeder, der mal eine Redaktion von innen
gesehen oder sich mal ernsthaft mit Journalisten unterhalten hat, weiß es besser. Hier werden gezielt
einfache Gemüter verwirrt. Und das R offenbar an seinen Unsinn glaubt, macht es nicht besser.
Der Gipfel der Dummheit ist es, wenn behauptet wird, im Mittelalter hielt man die Erde für eine Scheibe.
Das paßt dann zu den Millionen Opfern der Hexenverfolgung und der bösen Inquisition. Deshalb nochmal:
Seit Ptolemäus wußte jeder Gebildete – erst recht an den kirchlichen Universitäten – daß die Erde
eine Kugel ist. Weiter: Die Inquisition hat – vom spanischen Sonderfall abgesehen – eine im Vergleich
zu modernen Geheimdiensten geradezu harmlose Bilanz vorzuweisen (auch wenn jedes Opfer eines zu viel ist)
und drittens: Die Anzahl der umgekommenen Frauen wegen des Hexenwahns ist in etwa 10 Prozent so hoch wie
die regelmäßig vorgetragenen „Kampfzahlen“ irgendwelcher dümmlicher Kirchenfeinde. Soweit die Fakten,
auch wenn nicht zu erwarten ist, daß sich eingefleischte Kirchenhasser davon belehren lassen. Wenn man
nun auch noch das, was tatsächlich an Vorwerfbarem geschehen ist, geschichtlich einordnet, bleibt von
den Angriffen auf die Kirche nicht viel übrig. Aber wahrscheinlich kommt jetztgleich irgendein Schlaumeier
mit den armen Menschenfressern Südamerikas. Am Rande: Die allumfassende Angst vor § 130 StGB (Volksverhetzung)
hat was Rührendes.
Hexenprozesse und Inquisition sind die „Argumente“ von Kirchenfeinden, die immer kommen, wenn man a) nicht
besonders intelligent und b) argumentativ am Ende ist. Und das seit dem 18. Jhd, als die Moderne meinte,
sich in abgrenzung vom angeblich finsteren Mittelalter definieren zu müssen. Aus dieser Zeit stammen
die Mythen von den Millionen Opfern der Inquisition und der Hexenprozesse. Die Zahlen sind grotesk überzeichnet,
wie auch das Mittelalter nicht dunkel, sondern bunt war. Insofern sagt der verschwiemelte Artiklel Wahres.
Tatsache ist also, daß die Inquisition (vielleicht mit ausnahme von Spanien, wo Bürgerkrieg herrschte)
im Vergleich zu Geheimpolizeien des 20 Jhd eine nahezu caritative Institution war und die Hexenverfolgung
eher eine säkulare Masche denn ein religiöses Anliegen war. Ausmaß und kirchliche Mittäterschaft sind
maßlos übertrieben.
Der Diakon wird geweiht? – Noch ist er es nicht! Wenn der Bischof und sein Deppendiakon cool wären, dann
würde Golatz geweiht werden, mag sein. Aber sind sie es? [v.d.Red.zens.]Und der Bischof hat Angst, vor
der linken Öffentlichkeit, vor kreuz.net und kath.net und vor Rom. Und Angst lähmt. Hier passiert erst
einmal nichts mehr. Abwarten: In zwei Wochen erlebt Golatz sein coming out und wird Mitarbeiter in der
bischöflichen Pressestelle oder anderswo, wo man a) akatholisch b) unfähig und c) mit Stallgeruch ausgerüstet
sein muß.
Puchils sozialer Abstieg Puchil, Babylon, Sagen Sie mal dem Dalai Lama, er sei nur aus Gründen des sozialen
Aufstiegs Mönch geworden und nehme die Ehelosigkeit nicht so genau. Im kommunistisch verwalteten Tibet
ist das Möchtum ein Mittel des sozialen Aufstiegs? Mann, Sie haben einfach keine Ahnung wovon Sie reden.
Oder es ist doch so, wie ich es formuliert habe: Ihnen geht es nicht mehr um die Sache, Ihnen geht es
darum, Ihr eigenes Versagen schönzureden und der Kirche die Schuld in die Schuhe zu schieben. Denn was
für die falsche Lama-Religion gilt, gilt für die einzig wahre Kirche doch erst recht. Der Zölibat ist
eine spirituelle Höchstform. Er dürfte der einzige vollkommende Ausdruck des Priestertums sein und ist
kulturell für unser Bild von Kirche und Priester prägend. Wer ihn kippt, kippt das Priestertum als Instrument
der Mittlerschaft zwischen materieller und geistiger Welt. Wir sollten also feststellen: der einzige Ort,
wo es Probleme mit dem Zölibat gibt, ist der religiös entkernte Westen Europas. Das hat wenig mit Wohlstand,
aber viel mit der vom Konzil verursachten Glaubenskrise zu tun. @ Stimme aus dem Tradiland: Danke für
die schöne Assoziation beim Betrachten des Seminarsfotos. Selbst bei standard.at hat jemand zum Deppendiakon
geschrieben, er sehe aus wie ein alkoholsüchtiger Mittvierziger. Aber das ist eben das Personal der V2-Truppe:
Leute, mit denen man sich in seiner Stammkneipe nicht sehen lassen wöllte.
Andy_MI5_007 nennt sich der Kirchenreformer aus Linz. So gibt er seine Mailadresse an: Andy_MI5_007@hotmail.com
M.a.W.: Wir haben es nicht nur mit einem Kirchenreformer zu tun, sondern mit einem verkappten James Bond
(MI5 steht für den britischen Geheimdienst). Wohl deshalb auch die Elton-John-Frisur auf dem offiziellem
Foto im Seminar [v.d.Red.zens.] Auch sein Interview dürfte nicht Grund, sondern vielmehr Ausdruck seiner
Weiheunfähigkeit sein. Denn wer sich allen Ernstes „Andy MI5 007“ nennt, dem fehlt viel zum Priester.
Nicht nur Loyalität zur Kirche.
Wie erwartet, Puchil Der weitaus gewichtigste Grund dafür: Die Beibehaltung der Koppelung zwischen Priesteramt
und Ehelosigkeit (Zölibat) Logisch! Von Ihnen wäre auch nichts anderes zu erwarten gewesen. Wissen Sie,
wo es auch ein Zölibat gibt? In Tibet, bei den Gelupa des Dalai Lama. Mangelnde Berufungen gibt es dort
nicht. Warum? Weil die Religiösität intakt ist. Der Zölibat ist eine spirituelle Hochform. Er setzt
folglich auch eine tiefe Spiritualität beim Priester voraus. Geht die verloren, kann man den Zölibat
nicht halten. So wie bei Ihnen. Wir haben kein Problem mit dem Zölibat, wie haben ein Problem mit dem
Glauben. Und nun en masse innerlich Abgefallene zu weihen, ist auch kein Weg. Denn das würde die Kirche
endgültig ruinieren. Abgesehen ist der Priester schon kultursoziologisch als Typus in unserer Zivilisation
geprägt, und zwarals zölibatär lebender Gottesmann. Wer den Zölibat aufgibt, zerstört unser Bild
vom Priester. Das würde die ohnehin schon angegriffene Kirche nicht überstehen. Deshalb rate ich zum
Gegenmittel: Stärkung des Glaubens durch Überwindung des Konzils.
Dummer Diakon Oder meinen Sie, der Diakon wäre nicht so frech gewesen, hätte er die Messe im Tridentinischen
Ritus mitgefeiert? Das meine ich tatsächlich. Mein Verweis aufdie traditionelle Liturgie bezog sich aber
primär auf die Beiträge von Puchi und Aphrodite. Im übrigen habe ich mir den Diakon mal auf der Seminarhomepage
angesehen. Man sollte bei kreuz.net das dortige Foto verwenden; Physiognomie ist ja auch ein Erklärungsansatz.
Also, bei Christus König würde man den wohl auch ohne Interview nicht weihen . Das ist ja das eigentliche
Problem: Die Verblödung des Klerus. Goletz hat jetzt 11 Jahre Theologie studiert, und ist immer noch
nicht geweiht. Meine Erfahrung ist, daß ewige Studenten weder a) besonders schlau noch b) besonders charakterstark
sind. Beides gute Voraussetzungen, einen Linkskurs zu predigen.
Frage an Aphrodite In der Liebe seinem Herzen zu folgen, kann nie falsch sein – ich bin für letztere
zuständig und weiß daher, wovon ich rede. Wofür sind Sie zuständig? Ansonsten gilt: Es sind die Theologen,
die den Deutschen Gott austreiben (H. Heine). Und eine Religion, so lächerlich wie Puchi und so weichgespült
wie Aphrodite („göttlich gebildetes Gewissen“ und „in der Liebe dem Herzen zu folgen“) kann nur untergehen.
Bei solchem Gewäsch kommt man gar nicht zur Gottesfrage, man scheitert schon an Stil und Geschmack. Gegen
derartige Abgründe hilft der Gebetsschatz der Kirche. Man lernt die alte Messe mit ihren im Ursprung
spätantiken Gebeten erstwirklich schätzen, wenn man lange genug den pathetisch-säuselnden Dummheiten
konzilseuphorisierter Frührentner zugehört hat.
… Daß ein Priester seine Hormone nicht in den Griff bekommt, gab es immer – leider! Aber es gibt nichts
so abgrundtief Peinliches, Blamables und Lächerliches wie einen ex-Priester, der trotz eines solchen
Totalausfalls meint, weiterhin kirchlich mitmischen zu müssen und nun permanent der Kirche die Schuld
für sein Treibleben unterjubeln will… Hör zu, Puchinger: Du bist draußen! Dein Problem bist Du selbst
[v.d.Red.zens.] Und verschone uns mit Deinen Revolutionsideen, denn die sind bestenfalls ein Abklatsch
Deiner lächerlichen Schwäche und Deiner Schuldgefühle. Ach so, eine Bitte: Keine psychologisierenden
Betroffenheitsgesten irgendwelcher Gutmenschen, bitte.
Das Bürschchen … … sollte tatsächlich abgeschossen werden. Wer sich so weitaus dem Fenster lehnt,
kann, liebe Stimme aus Wien, nicht erwarten, daß ihm kein Wind um die Nase weht. Es geht jetzt nicht
darum, zu lamentieren, man könne nichts machen, wie das teleologe tut. Auch Gotthard irrt wieder mal,
wenn er meint, der Bischof sei so souverän, zu machen, was er für richtig hält. Nichts ist er! Die
Bischöfe im deutschsprachigen Raum sind, vielleicht mit Ausnahme von Müller, Meisner und – leider –
Lehmann, alles Hosenscheißer, die Angst vor Aufregung haben und permanent den Weg des geringsten Widerstandes
gehen. Baut man also übers Internet und über Rom eine Drohkulisse auf will ich sehen, was in Linz passiert.
Man wird – dem Weg des geringsten Widerstandes folgend – vom Bürschchen eine „Klarstellung“ fordern,
und das Bürschchen wird klarstellen, daß er alles anders gemeint als gesagt hat. Mehr kann man nicht
erwarten, aber auch das ist schon ein schöner Erfolg.
Drauf ankommen lassen! In der Politik geht es darum, die Schritte Gottes in der Halle der Geschichte zu
hören und nach seinem Mantel zu greifen, um ihn zwei, drei Sekunden festzuhalten. M.a.W.: Es geht darum,
Chancen, die sich bieten, zu nutzen, anstatt Verschwörungstheorien zu fröhnen. Und der Linzer Depp hat
uns so eine Chance beschert. Deshalb sollte man es jetzt drauf ankommen lassen: Schreibt alle an den Bischof
und protestiert gegen die Weihe, ehe er nicht öffentlich abgeschworen hat! Weiht der Bischof ihn ohne
explizite Distanzierung von seinen eigenen Worten, haben wir einen neuen Notstandsfall und sollten den
dann auch im deutschsprachigen Raum entsprechend publizieren(KU, DT, MB, kreuz.net). Weiht er ihn nicht,
haben wir gewonnen. Schwört das Bürschchen ab – erst recht! m.a.W.: Wenn wir nur Druck aufbauen, können
wir nicht verlieren.
Orthodoxie und Orthopraxis Bei einer Disko mit katholischen Jugendlichen habe er sich auf der Tanzfläche
gezeigt. Für ein Fußballmatch mit seiner Lieblingsmannschaft ‘Juventus Turin’ habe er sich sogar als
Fernsehmoderator hervorgetan. Da wollen wir lieber nicht von der Praxis auf die Lehre schließen.
Stat Crux hat was Amüsantes Die Konzilsapologie des sc bzw. Otterbeck hat was Amüsantes. Als ob der
Zusammenbruch des Katholischen als gesellschaftlich relevante Kraft nicht stattgefunden hätte, die Seminarien
voll wären und das Katholische das Denken prägen würde – so wird argumentiert. Hallo, Aufwachen! Machen
Sie die Realität zum Gradmesser Ihrer Argumente. Das Konzil ist an der Wirklichkeit gescheitert. Ich
bestreite nicht, daß das Konzil intellektueller und meinethalben abstrakter ist als die traditionelle
Schultheologie. Nur ändert das nichts an ihrem Scheitern. Es hilft doch nichts, hier geistreich die Wirklichkeit
auszublenden. Die Selbstzerstörung der Kirche durch das Konzil ist eine statistisch nachweisbare Tatsache,
und sie ist weltgeschichtlich einmalig: Daß sich eine Religion derartig den Boden unter den Füßen wegzeiht,
hat es noch nie gegeben. Ich gehe weiter: Es ist nicht möglich, auf der Basis der konziliaren Theologie
eine Religion, die in der Welt bei den Menschen funktioniert, zu begründen, da sie bereits der natürlichen
Gotteserkenntnis widerspricht. Anders: Die Konzilslehren mögen das Beste sein, was Menschen geistig hinkriegen;
aber sie sind eben nicht göttlich, und deshalb werden sie keinen Bestand haben.
Artois, Sie disqualifizieren Sie selbst Da Du ein Ketzer bist, kannst Du keine Aussagen über Rechtgläubigkeit
treffen. Heute und in Ewigkeit nicht!!! Selbst wenn Benedikt ein „Ketzer“ wäre, könnte er doch zutreffende
Aussagen treffen. Denn die Wahrheit ist als objektive Kategorie unabhängig von dem, der sie erkennt oder
äußert. Ihren gut gemeinten Eifer in Ehren, aber gut gemeintist nun mal das Gegenteil von gut. Und Sie
sollten sich überlegen, ob es der Sache des Glaubens gut tut, wenn er sich ständig dem Verdacht ausgesetzt
sieht, irgendetwas mit Ihren Verbalentgleisungen zu tun zu haben.
Blueberry – Exzellent! Ihre Erklärung zu Hitler ist exzellent, weil sie über die Betrachtung der Weimarer
Jahre hinaus geht. Man könnte noch ergänzen, daß die Konservativen in Dtl wirkungslos waren, weil sie
konfessionell gespalten waren: Die Katholiken als „geborene“ Konservative waren gegen den kleindeutschen
Nationalstaat, der protestantisch war, s. Kulturkampf. Deshalb war der „rheinische“ Katholizismus eher
links und hat die Republik mitgetragen (Weimarer Koalition). Apropos: Diese Ausrichtung des dt. Kath.
hat dann ja auf dem Konzil leider negativ gewirkt. Die nationalkonservativen Protestanten haben den Schock
des Untergangs der Monarchie nicht überstanden und waren dann für den spezifisch dt. Faschismus (Nationalsozialismus)
anfällig. Nachdem der Versuch des III Reichs gescheitert war, schlug die Stunde des rheinischen Katholizismus,
der sich in der Bonner Republik zusammen mit den nach zwei verlorenen Kriegen geläuterten Protestanten
(geeint in der CDU) verwirklicht hat. Leider sind erst die Protestanten nach links („Verwestlichung“)
und dann die Katholiken nach dem Konzil („aggiornamento“) von Bord gegangen. Ergebnis bekannt.
So was kommt von so was So ist das eben mit linken, antiamerikanischen Bewegungen in Lateinamerika. Ich
wundere mich immer über den Antiamerikanismus, der hier teilweise hausiert und dann dazu führt, daß
man Typen wie Hugo Chavez applaudiert. Bislang haben alle Linken in Lateinamerika sofort gegen das Christentum
und die christliche Tradition Lateinamerikas gekämpft und dafür den Popanz der „vorkolumbianischen“
Menschenfresser“kulturen“ bemüht. Der ursprünglich linke Alejandro Toledo hat in Peru die Indiosprache
Quechua zur zweiten Unterrichtssprache erhoben, und jetzt geht der Kommunist Morales in Bolivien eben
zum Frontalangriff über. Das Gegenteil kann man etwa im pro-amerikanischen Kolumbien beobachten. Also;
ich hoffe, daß solche Nachrichten helfen, dieses dümmliche Schwarz-Weiß-Schema mit den USA als ewigem
Bösen etwas aufzulösen.
Die Familie wird wiederkommen ganz einfach, weil sie gebrachtwird. Der Versuch, sie mittels des Sozialstaats
überflüssig zu machen, istja bekanntlich gescheitert. Und warum sollen meine Kinder dann für die Renten
und Krankenkosten von Homos aufkommen? Leider erleben wir derzeit das letzte Aufbäumen der Familienfeinde.
Die Einführung der Homo-Ehe, die Debatten um eine Kappung des Ehegattensplittings und das Erziehungsgeld
wurzeln sehr wohl in einer Ideologie, für die nichts so schlimm ist wie eine klassische Hausfrauen-Ehe
mit vielen Kindern. Homosexualität ist dabei sicher nicht die Ursache, aber doch eine Nebenfolge. Will
man das Demographiedesaster eindämmen, wird man daher nichtumhin kommen, Kinderlose (und damit Homos)
stärker zu belasten und klassische Familien staatlich zu fördern. Das scheitert derzeit aber an der
Homo-Lobby wie der feministischen Ideologie. Insofern haben die IKs schon recht, wenn sie gegen beide
wettern.
Die ganze Spannbreite hat sich versammelt. Vom liberalen DDL bis zu den bräunlichen Rudolfsohn etc. Was
mich ärgert: Die Braunen sind so unfaßbar unappetitlich, daß man gar nicht dazu kommt, sich mit den
Liberalen zu zoffen, weil man permanent gezwungen ist, den Unterschied zwischen Konservatismus und Faschismus
zu betonen. Deshalb nochmal die Trennlinien: Einheit von Glaube und Vernunft statt credo quia absurdum
Gegen die rechtliche Förderung der Homosexualität statt vulgärer Beschimpfung von Betroffenen Zurkenntnisnehmen
der Realität statt Verschwörungswahnvorstellungen Kultur und Stil in Sprache, Ausdruck und Benehmen
gegen Proletentum Einsatz für ein feminines Frauenbild (gegen die Emanzipation) statt dumpfer sexistischer
Frauenunterdrückungsobsessionen (vermutlich aus sexueller Frustration herrührend und sich in lächerlichen
Kleiderordnungen austobend) Verständnis des Glaubens als System von (unveränderlichen) Prinzipien statt
als starre Gesetzessammlung.
An die Volksverhetzer III 1. Zum Begriff Volksverhetzer: Was hier von Chris, Detlef, Rudolfsohn und Malachias
abgesondert wird, erfüllt eindeutig den Straftatbestand der Volksverhetzung. Der Täter solcher Straftaten
ist – der Volksverhetzer. 2. Zur Frage nach Strafbarkeitslücken bei Herabwürdigung der Religion: Der
Hinweis auf unbefriedigende Zustände in anderer Hinsicht entschuldigt nicht die Volksverhetzung im Hiblick
auf den Judenmord. Niemand darf im Supermarkt klauen und das damit entschuldigen, Abtreibung, ein schlimmeres
Unrecht, sei ja immerhin straffrei. 3. Zur Dimension des Judenmordes Verboten sind nicht seriöse Zahlenuntersuchungen,
wie sie ja Meyer hingelegt hat. Verboten ist es zu bestreiten, daß das NS-System zielgerichtet, zentral
gesteuert und einem vorgefertigten Plan folgend unter Einsatz staatlicher Machtmittel alle in seinem Machtbereich
lebenden Juden verfolgt und deportiert hat in der Absicht, sie als Personen wie als Gruppe zu eliminieren
und das bei Durchführung dieses Planes mehrere Mio Menschen allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur
jüdischen Gemeinschaft ermordet wurden. 4. Zum öffentlichen Frieden: Ein Gemeinwesen hat das Recht,
das Leugnen eines solchen Verbrechens als Störung des öffentlichen Friedens zu werten. Ähnliches tut
es auch bei der Störung der Friedhofsruhe.
An die Volksverhetzer II Es ist schon bitter, DDL zustimmen zu müssen, aber was solls: SIE [die Volksverhetzer]
bringen uns dazu, die Gegenposition zu Ihnen zu beziehen, weil IHR Geblubber sehr viel MEHR nervt als
gewisse Vorwurfsarien Wo er recht hat, hat er recht. Ansonsten dürften Existenz und Dimension des NS-Judenmords
unter allen denkenden Menschen unbestritten sein, wir reden von einer Opferzahl zwischen 4,5 und 6 Mio.
Menschen. Wer diese Dimension leugnet, macht sich strafbar, weil er den öffentlichen Frieden stört.
Daß ein solches Verbrechen zu Selbstzweifeln der Schicksalsgemeinschaft führt, in deren Namen und mit
deren staatlichen Machtmitteln er geplant und durchgeführt wurde, erachte ich als zwangsläufig. Ich
stimme zu, daß es hier zu Übertreibungen kommt, wie sie etwa M. Walser oder unlängst – etwas geschickter –
M. Mattusek angeprangert hat. Nur, solange es noch Typen wie Malachias, Detlef, Rudolfsohn etc. gibt,
ist keine vernünftige und vertretbare Chance, ohne die Gefahr einer neuen NS-Bewegung hier eine Korrektur
zu einem erwachsenen Umgang mit dem Grauen zu finden. Müßig darauf hinzuweisen, daß die Kath. Kirche
auch unter dem großen Papst Pius XII nie den Holocaust geleugnet hat. Revisionismus und Katholizismus
schließen einander aus.
An Artois und die anderen Volksverhetzer 1. Der Historikerstreit hatte mit dem „Judenmord“ gar nichts
zu tun. Die „Debatte um die Einzigartigkeit der nationalsozialistischen Judenvernichtung“, wie der Historikerstreit
korrekt heißt, hat also mit dem Judenmord nichts, pardon: „gar nichts“ zu tun. Respekt. Da habe ich die
Debatte, über die ich immerhin in der Oberstufe meine Facharbeit geschrieben habe, offenbar völlig falsch
verstanden – wie auch die Akteure. 2. Nennen Sie mir bitte die offiziellen Quellen, in denen von 20 Mio
ermordeten Juden die Rede ist: Wer, wann, wo?
„Unerfahrenes Europäergeschwätz“ Was das unerfahrene Europäergeschwätz angeht: Ich kenne Lateinamerika
durchaus aus eigener ausgiebiger Anschauung. Und die zutreffenden Beschreibungen der Sekten als exklusiv,
da prädestinationsgläubig bestätigen doch nur meine Auffassung: Sie sind religiös anstatt marxistisch
wie die Befreiungstheologie-verseuchte Kath. Kirche. Man mag Boff und einige Exponenten kalt gestellt
haben, aber die Realität ist nach wie vor traurig. Ein Beispiel: Die brasilianische Kirche ist einer
der Hauptsponsoren (und dank Misereor auch die dt.) der Landlosenbewegung, die unter dem Symbol von Hammer
und Sichel gegen das Privateigentum marschiert. Da muß man sich nicht wundern, wenn die Mittelschichten
sich mit Grausen abwenden.
Detlef, bei Ihnen würde sich die Strafanzeige lohnen. 1. Zu Meyers Zahlen sein eigenes Zitat: Davon entfernt
sich nicht allzuweit das Resultat dieser Studie mit mutmaßlich 510 000 Toten, davon wahrscheinlich 356
000 im Gas Ermordeten. Wer nachlesen will: Meyers Aufsatz www.idgr.de/…/meyer-osteuropa.php Diese sind,
wie gesagt, die absolute Untergrenze der seriösen Wissenschaft. Realistisch sind eher 700.000. 2. Das
IKRK hat NIE die von Ihnen gebrachten Zahlen ermittelt oder publiziert. Es hat sich vielmehr IMMERdavon
distanziert. 3. Lustig Ihr Zitat: Der Respekt vor den Opfern (auch und gerade den jüd.) gebietet es,
einer Instrumentalisierung der sog. Shoa (Holocaust-Industrie!) entgegenzutreten. Bei Ihnen gibt es doch
gar keine jüdischen Opfer. Im übrigen: Der Begriff „Holocaust-Industrie“ stammt von Norman Finckelstein,
der in seinem gleichnamigen Buch von 5,3 Mio Opfern ausgeht. 4. Ansonsten gilt das Übliche: Verschwörungstheorien
wie die, daß die gesamte Historikerzunft ferngesteuert sei, und die Juristen (Auschwitz-Prozeß) gleich
mit, sind mir zu dämlich, um mich darum zu streiten. Also, lassen wir’s.
Sie leugnen! 1. Daß unmittelbar nach Kriegsende, als die Beweise noch nicht gesichert waren, Propagandalügen
ins Kraut schossen – 8 Mio o.ä. – ist doch irrelevant. Seit den Nürnberger Prozessen gibt es keine seriöse
Quelle mehr mit über 6 Mio. Kein ernstzunehmender Wissenschaftler hat je die von Ihnen als Popanz aufgeführten
10 Mio benutzt. 2. Sie lesen Meyer nicht richtig: Meyer spricht von 500.000 Opfern allein in Auschwitz.
a) Meyer ist damit sehr weit nach unten gegangen. Seriös gelten Zahlen für Auschwitz zwischen 700.000
und 1,1 Mio. Meyer dürfte die nicht registrierten 400.000 in Auschwitz angelangten ungarischen J. aus
dem Sommer 1944 zu niedrig berücksischtigt haben. 1,1 Mio hat Lagerkommandant Höß eingeräumt, als
er sein – erfoltertes und daher unverwertbares – Geständnis widerrufen hat. b) Selbst wenn man Meyers
500.000 zugrunde legt, bleibt es bei der Millionenzahl. Denn es gab noch Treblinka, Sobibor, Majdanek,
Belcec etc; dazu die Sonderkommandos hinter der Ostfront. Unter 5 Mio kommt kein seriös arbeitender Forscher.
Und das ist der Unterschied zwischen Meyer und den „Revisionisten“: Meyer arbeitet seriös, er ist an
der Erforschung der Wahrheit interessiert, Revisionisten an der Vertuschung. 3. Das Rote Kreuz hat nie
die von Ihnen gebrachten Zahlen geäußert. Das sind haltlose Behauptungen. Tatsächlich distanziert sich
das RK seit den 50ern von diesen Behauptungen und weist darauf hin, nie derartiges festgestellt und/oder
veröffentlicht zu haben.
Malachias Frage – P. Lingen N.B.: Sie sind nicht zufällig die Schwester von P. Lingen? Nein, da kann
ich Sie beruhigen. Die Messen, zu denen ich gehe, werden unam cum Papa nostragelesen. P. Lingen halte
ich freilich für einen exzellenten Theologen. Er hat den großen Vorteil, auch die V2-Theologie zu kennen,
so daß seine HP eine wunderbare Informationsquelle hinsichtlich der Gegenwartstheologie ist. Zudem ist
sein Stil erfrischend klar – nicht so süßlich. Ich befürchte nur, der gute Pater hat sich etwas zu
sehr verrannt; vergleicht man die jüngeren mit den älteren Beiträgen, sind mir die jüngeren zu emphatisch,
zu aggressiv, zu pöbelnd, teilweise auch sektiererisch. Das macht es den üblichen Akatholiken leicht,
ihn zu delegitimieren und den Konservativen schwer, sich auf ihn zu beziehen. Das Problem wird wohl letztlich
sein, daß der Sedisvakantismus eine Sackgasse ist. Ich muß nicht Sedisvakantist sein, um den Bruch,
den der Tod Pius XII darstellt, anzuerkennen. Das ist eine Schein-Konsequenz.
Malachias, sind Sie noch bei Trost? 1. Ihre Angriffe gegen Pius XII sind so absurd, daß man sich fragt,
ob Sie das ernst meinen? Pius hatte nicht nur das Recht, sondern sogar die moralische Pflicht, hier unschuldigen
Menschen – ob Juden oder nicht ist irrelevant – zu helfen. 2. Den Grund solcher trüber Gedanken liefern
Sie gleich mit: den Anton-Schmidt-Verlag. Der ist antikatholisch. Übrigens warnt auch die FSSPX vor seinen
Machwerken. Falls Sie sich seriös über den Glauben informieren wollen, gehen Sie in Antiquariate, Enzykliken
und Lehrbücher mit Imprimatur vor 1958 sind zweifelsfrei.
Die Sekten sind die Folge der Befreiungstheologie Die Sekten florieren, weil sich die Kath. Kirche „dank“
der Befreiungstheologie aus der Religion zurückgezogen hat und statt von Gott von den Menschen und seinen
lächerlichen irdischen Problemen redet. Schaut Euch doch mal die Vita des für die brasilianische Kirche
prägendenen ehem. Erzbischofs von Sao Paulo an. Die Sekten sind rein religiös, jenseits- und gottgerichtet.
Die Kath. Kirche ist in praxi das nicht mehr. Und wo die Kirche sich zurückzieht, entsteht eben kein
Vakuum, sondern rücken Sekten oder gleich das Neoheidentum nach. Man erkennt das Konzil an seinen Früchten.
Der Zusammenbruch des Volksglaubens in Lateinamerika ist eine direkte Folge des neuen Pfingstens.
@ Detlef, Sie leugnen! Ihre Argumentation ist hanebüchen! 1. Niemals wurde eine Zahl von 10 Mio in den
Raum gestellt! Wann, wer, wo? Bereits in den Nürnberger Prozessen war von 5-6 Mio Opfern die Rede, desselben
im Standardwerk von Raul Hilberg von 1960. Eichmann hat die Zahl dann in seinem Prozeß bestätigt. Fazit:
Von je her wird eine Zahl von 5-6 Mio Opfern angegeben. Damit bricht Ihr Argument einer Anpassung der
Opferzahlen in sich zusammen. 2. Diese Zahlen sind gesichert. Im übrigen ist die Frage, ob es nun 4,9;
5,3 oder 5,9 Mio Opfer waren unerheblich, weil es nicht die Dimension berührt. Realistisch dürften die
5,3 sein. Die wurden bereits 1960 von Hilberg ermittelt. 3. Natürlich waren die Juden Hauptopfer. Die
Stoßrichtung der Vernichtungspolitik ging gegen die Juden. Sie waren also nicht „eine Gruppe unter anderen“,
sondern Hauptzielgruppe. 4. Soweit die Fakten. Über die braucht man nicht zu debattieren, sie sind eindeutig.
Wer mit so schwachsinnigen „Argumenten“ wie Sie daran herummäkelt, muß sich fragen lassen: Qui bono?
5. Im übrigen lehne ich Faktenklauberei ab. Man kann gern über die Interpretation des Judenmordes debattieren –
siehe Historikerstreit. Auch ich halte die Erklärung des WK II als „Europäischen Bürgerkrieg“ von Nolte
für überlegenswert. Aber Fakten nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen: das ist unwürdig und akatholisch.
Meinungsfreiheit können Sie dafür nicht beanspruchen, und schon gar nicht den Glauben. Denn der gewährt
dem Irrtum bekanntlich keine Rechte.
Hinweis Wenn es sich bei den Vortragsorganisatoren um Hochschulangehörige handelt (Studenten, Assistenten)
dann hätten diese in Deutschland das Recht, sich den Vortragssaal gerichtlich zu erkämpfen. Geht das
in Österreich nicht? Insofern empfiehlt es sich, an den Unis Studentengruppen zu gründen und, wo das
nötig ist, diese registrieren zu lassen. So eine Art Hochschul-KJB. Diese haben dann das Recht auf Nutzung
der Seminarräume, sofern nichts Gesetzeswidriges verbreitet wird (was bei der Jugend für das Leben unproblematisch
nicht der Fall ist, aber es gibt ja Geschichts“experten“). Wird dieses Recht verweigert, dann Eilantrag
zum VG. Selbst wenn der einmal verspätet durchdringt, in Zukunft wird es keine Probleme mehr geben.
Das Gegenteil eines Fehlers ist wieder ein Fehler Dagi schrieb: die kirche hat als moralischste anstalt
der welt zum grössten menschheitsverbrechen schlicht geschwiegen. So eine Gülle! Keine Organisation
hat mehr Juden gerettet als die Kirche. Nochmal: Der Holocaust hat etwas zu tun mit a) den Juden und b) –
leider! – den Deutschen. Er hat nix zu tun mit der Kirche (außer, daß sie den Juden geholfen hat). Das
begreifen nicht a) Heger und Co, die ständig versuchen, einen Zusammenhang herzustellen um den Holocaust
zu verharmlosen und b) Dagi, die ständig versucht, einen Zusammenhang herzustellen, um die Kirche zu
diskreditieren. Im übrigen dürfte das Menschheitsverbrechen schlechthin immer noch der Gottesmord sein.
Sprechen wir also lieber vom größten Verbrechen der Moderne.
Argumente Heger schrieb: So auch „MK28“ gegen den großen Tertullian. Der hat nicht gelehrt „credo quia
absurdum“, Ich beziehe mich hier auf Hirschbergers Philosophiegeschichte, die ich für seriöshalte. Zur
„Religionsfreiheit“: Das habe ich hier ausgiebig diskutiert, ohne daß „MK28“ oder jemand anderes mit
oder ohne GG-Kommentar eine Definition von Religion geboten hätte, die leistet, was der (Un-)Begriff
von „Religionsfreiheit“ erforderte. Nur weil H. diese Definitionen nicht zur Kenntnis nimmt, sind sie
nicht unbrauchbar. Im übrigen ist es zum Schießen, ausgerechnet mich als Linksaußen hinstellen zu wollen.
Aber ich bestehe schon darauf, daß der Anspruch des Katholizismus über Verschwörungswahnvorstellungen
hinausgeht. Entwder wir sind besser als der Rest, oder das war’s. Und niemand schadet so sehr wie Sonderlinge,
die meinen, die religiöse Sonderstellung als Vorwand für ein sektiererisches Weltbild mißbrauchen zu
können.
Glaube und Vernunft: Besonders an DDL und Rudolfsohn Credo quia absurdum – ist nicht katholisch. Tertullian
stand bereits außerhalb der Kirche, als er das sagte. Richtig ist vielmehr das Dogma, daß Glaube und
Vernunft nicht auseinanderfallen können. Christentum ist Dienst an der Wahrheit, und deshalb gilt das
„und folgert sogleich messerscharf, was nicht sein kann, das nicht sein darf“ eben im Religiösen nicht.
Was Dr. Rudolfsohn und Dr. Heger umtreibt ist die Wahnvorstellung, daß nicht nur die Theologie (bei der
es ja weitgehend stimmt), sondern auch alle anderen Geisteswissenschaften aufgehört haben zu denken und
seriös zu arbeiten. Man meint also überall Verschwörer am Werk zu sehen, die der Wahrheit den Garaus
machen. Und deshalb stellt man sich schon prophylaktisch gegen das Paradigma; nicht aus Sachkenntnis,
sondern aus Abneigung gegen die Welt. Dagegen gilt Paulus: Prüft alles, das Gute behaltet. @DDL: Wir
werden sicher immer konträrer Meinung sein. Wichtig ist mir aber, daß die Standards stimmen. Und die
Übereinstimmung insoweit ist doch die positive Überaschung des Tages – auch meinerseits.
Heger und die historische Wahrheit Am 16.03.2006 schrieb Heger folgenden Satz: Also diese Totschlagargumente
à la „Deutschland hat den Krieg angefangen“ darf man getrost in das Reich der politisch-korrekten Nachkriegspädagogik
verweisen. Und daran muß er sich festhalten lassen. Und weil er – man lese seine mittlerweile 302 Beiträge
durch – gern und ausgiebig in diesem Stile „argumentiert“, ist es müßig, hier ernsthaft gegenzuhalten.
Jeder weiß, wie Heger tickt, und damit hat es sich. Nur muß klar sein: Derartige Meinungen haben nichts
mit dem Glauben zu tun. Im übrigen sind seine Beiträge selten geistreich. Sein Beitrag in der UVK hatte
als „Totschlagargument“ gegen die Religionsfreiheit, daß es unmöglich sei, „Religion“ zu definieren.
Das Gegenteil kann man in jedem GG-Kommentar nachlesen, die Religionswissenschaft hat auch einige Abgrenzungskriterien
parat, die allesamt genug Trennschärfe vermitteln. Ob in der Geschichte oder mit solchen Balla-Balla-Argumenten:
H. bietet den Gegenern des Glaubens nur Angriffsfläche, mehr nicht.
Revisionismus hat nichts mit Glauben zu tun 1. Mich ärgern die absurden Behauptungen der Heger, Kali
etc. auch. Heger hat eigentlich alles, was man über seine Meinung wissen muß, gesagt, als er zu 1933-45
irgendwann in diesem Forum mal schrieb: „Die Behauptung der deutschen Kriegsschuld gehört ins Reich der
Legenden“ Es istauch müßig, hier argumentativ gegenzuhalten. Ob Historiker mit ihren Archiven oder Juristen
mit ihren Prozeßakten aus etwa dem Auschwitz-Prozeß: jeder sollte es besser wissen. 2. Derartige Geschichtslügen
haben aber nichts mit (traditionellem) kath. Glauben zu tun. Das erschließt sich angesichts der weltumspannenden
Organisation der FSSPX übrigens von selbst. Gegen falschen Beifall kann man nichst machen. 3. Die Frage
nach der Kollektivverantwortung isteine geistige. Deutschland hatte sich immer – idealistisch – als Idee
verstanden. Wenn dann ein deutscher Staat derartige Verbrechen begeht, stellt sich natürlich die Frage
nach der weiteren Tragfähigkeit des zugrunde liegenden philosophischen und kulturellen Systems – und
diese Frage führt dann halt zu den bekannten Selbstzweifeln. Und das aus der Judenverfolgung eines deutschen
Staates eine besondere Verpflichtung seines Rechtsnachfolgers für die Nachfolger der seinerzeitigen Opfer
folgt, sollte jedem historisch denkenden Menschen eingängig sein. Die Möglichkeit einer neutralen Rolle,
wenn etwa Achmadi-Nedschad die Juden ins Meer treibt – die ist wohl verspielt.
Coll down! Es nützt nichts, sich hier von den Akatholiken provozieren zu lassen. Also, Ruhe bewahren:
1. Spiegel-online wußte heute zu berichten, daß die Sorgen um einen explosionsartigen Anstieg der Prostitution
zur WM sich nicht bewahrheitet haben. Also. 2. Die Welt ist nicht das Paradies. Prostitution hat es immer
gegeben, sie ist moralisch weniger verwerflich als Homosexualität, da sie zumindest nicht naturwidrig
ist. 3. Daß aufgrund des derzeitigen Hedonismus und der übertriebenen Sexualisierung die Prostitution
blüht, ist letztlich logisch. Man wird das aber weniger durch ein Verbot als durch eine Renaissance des
Glaubens korrigieren können. Daran gilt es zu arbeiten.
Ende der Kultur Nach Rücksprache mit Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft werden die Beiträge der
hier Schreibenden bereits überprüft, da bereits Ermittlungsverfahren eingeleitet sind. Über ihre Log-Files
werden sie ihrer Anonymität bald entrissen sein, egal wo der Server steht. 1. Die „Rücksprache“ darf
bezweifelt werden. 2. Auf den Prozeß bin ich gespannt; das dürfte für die Homo-Bewegung ein Schuß
nach hinten sein. Prozesse haben gegenüber der lautlosen Political Correctness den Vorzug der Transparenz.
3. Die Anerkennung und gar Begünstigung der Homosexualität steht seit je her für das Ende einer Kultur.
Die Kirche wird – mit alter Messe – überstehen, die Homobewegung sich spätestens nach der partiellen
Machtübernahme durch die Moslems nach der christlichen Toleranz sehnen.
@ stat crux: Lefebvre hat recht! sc schrieb: In der Pastoralkonsitution vermisste er eine explizite Verurteilung
des Kommunismus (die heute im Text peinlich erschiene) und DH hat er leider nicht kapiert, weil er den
Syllabus nicht als kontradiktorische Lehrverurteilung verstand, sondern als Grundriss einer „konträren“
Weltanschauung. 1. Wenn in den 60er Jahren die Kirche zur Welt spricht, sie nicht den seinerzeit größten
Feind des Christentums, den Kommunuismus, einfach unterschlagen kann, sollte eigentlich auch für den
fanatischsten Konzilsanbeter klar sein. Im übrigen weiß ich nicht, weshalb angesichts der der derzeitigen
Weltlage eine Warnung vor einem totalen materialistischen Staat (=Kommunismus) falsch sein könnte. Angesichts
der Staatsquote in Dtl und Aktionen wie einem Antidiskriminierungsgesetz würde ich mich über eine klar
antikommunistische Kirche sehr freuen. 2. Der Syllabus ist der Grundriß einer konträren Weltanschauung.
Er ist die magna charta der Gegenrevolution, und er definiert die Prinzipien, nach denen auch ein heutiger
Konservatismus aufgebaut sein muß. Lesen Sie Schmitt oder Strauss, und sie werden feststellen, daß diese
durchaus in der Tradition des Syllabus stehen. Und zumindest Strauss ist für den heutigen Konservatismus
enorm relevant.
@ Konrad EB Lefebvre hat unterschrieben – und konsequent das M1965 gebraucht. Als er erkannte, daß SC
schlecht ist, ist er zu M1962 zurückgekehrt. Das ist Konsequenz und Einheit von Bekenntnis und Tat. Das
Konzil ist als Pastoralkonzil fehlbar. Und es hat gefehlt. Das Problem ist nicht der Fehler, das Problem
ist die mangelnde Bereitschaft zu Buße und Umkehr. Lefebvre ist umgekehrt, und das macht ihn mE authentischer
als irgendwelche Schlaumeier, die schon immer alles gewußt haben.
SC und Alte Messe Konrad schrieb: Man muss das II.Vat. Konzil nicht lieben und bejubeln, aber respektieren
Dann respektiert doch mal, daß SC die Veränderung der Messe (M1962) anordnet Einige Beispiele: Der Meß-Ordo
soll so überarbeitet werden, daß […] die fromme und tätige Teilnahme der Gläubigen erleichtert werde.
Deshalb sollen die Riten […] einfacher werden. Was im Lauf der Zeit verdoppelt oder weniger glücklich
eingefügt wurde, soll wegfallen. Einiges dagegen, was durch die Ungunst der Zeit verlorengegangen ist,
soll, […] wiederhergestellt werden. In 51 kommt die neue Leseordnung, in 53 die Fürbitten etc. Das
sich SC auf den Römischen Ritus bezieht, ist eindeutig und wird von keinem ernsthaften Theologen bestritten.
Also, ihr „Der Text-ist-gut-Jubler“: Das Konzil will eine – grundlegende – Liturgiereform bezogen auf
die Messe. Und FSSP und Co machen diese nicht mit, erklären aber, SC sei ein guterText. Irgendwie paßt
das nicht.
FSSP und Co Ich gebe zu, die Indult-Szene nie verstanden zu haben: Da feiert man die M1962, wird aber
andererseits nicht müde, seine Treue zum Konzil und seine Abneigung gegen FSSPX zu erklären (bei allen
ex-FSSPX-Gruppen extrem ausgeprägt). Und das ist nicht nachvollziehbar: Denn das Konzil erklärt in SC
explizit, daß man die Messe verändern soll und gibt dafür recht dataillierte Vorgaben. Die Messe, die
verändert werden soll, ist die von 1962. Wie also kann ich einerseits das M1962 feiern, aber anderseits
erklären, SC sei supertoll? Dann kommt man immer mit dem Argument, es stünde ja auch in SC, daß alle
Riten bestehen bleiben sollen. Nur hier macht man genau das, was man den Linken vorwirft: Man mißbraucht
den Text. Diese Riten, die erhalten bleiben sollen, sind die anderen außer dem römischen; also der altspanische
oder der ambrosianische. Der Römische soll nach den Vorgaben von SC umgestaltet werden. Wer also SC toll
findet, der muß mindestens den M1965 benutzen. (Und kann dann behaupten, das M1969 sei nicht mehr authentisch).
Aber 1962 lesen und SC bejubeln – das ist einfach nur dämlich. Nur: Jeder weiß, daß die Basis einen
Wechsel zu 1965 nicht mitmachen würde. Also mogelt man sich durch – nicht gerade überzeugend. Es bleibt
dabei: Wer die alte Messe will, muß gegen SC sein. Und damit ist eine theologische Verständigung über
den Rang des Konzils Voraussetzung für jede Einigung. Alles andere trägt nicht: siehe Gösche
@Samhain: Locker bleiben! Lieber Samhain, etwas weniger Emphase, bitte. Wenn ich mir Ihre zorngerötete
Erregung vorstelle, wird mir ja angst und bange. Persönliche Betroffenheiten haben in solchen Foren immer
etwas peinliches. In der Sache bleibe ich dabei: Es gibt Gruppen, die von sich aus entstanden sind und
Gutes wirken. Das sind im traditionskatholischen Bereich etwa das Institut Christus König oder die SJM,
im konzilskonservativen Bereich das OD oder die LC. Das ist alles nicht meins, aber dagegen ist nichts
einzuwenden. Und dann gibt es Gruppen, die als Abspaltung der FSSPX entstanden sind und die sich primär
darüber identifizieren, Nicht-FSSPX zu sein. Und das ist dann alles. Eine FSSP gibt es eben nur, weil
man die FSSPX schwächen wollte. Und das Gösche-Institut ist nur deshalb so atemberaubend schnell gegründet
worden, weil man die Chance sah, der FSSPX eins auszuwischen. Und Gösche hat genau damit gespielt. Und
nun haben wir das Resultat. Und deshalb bleibe ich dabei: Sowas kommt von sowas. Im übrigen: Fragen Sie
mal in Berlin nach, woher die materielle Grundausstattung des Institutes stammt. Gösche soll froh sein,
daß er nur pleite ist und nicht noch ein Verfahren wegen Diebstahls am Hals hat. Um es also deutlich
zu sagen: Egal, wann es so weit ist, aber hier geht nichts Seriöses, nichts Hoffnungsvolles vor die Hunde,
sondern etwas, was von vornherein mehr Ärgernis als Hoffnung gebracht hat. Also: Mäßigen Sie Ihren
nicht frommen, sondern eher frömmelnden Zorn!
Sowas kommt von sowas Mitleid ist hier fehl am Platze. Das Aus vom Judas-Institut ist die Folge seiner
Gründung. Die war eben Menschenwerk und basierte auf von dem Priorat Berlin geklauten Sachmitteln. Von
vornherein war die Stoßrichtung Anti-FSSPX. Mal abwarten, was das Generalkapitel der Judas- äh Petrusbruderschaft
bringt. Dann müßte eigentlich klar sein: Keine lebendige Tradition extra FSSPX.
Päderasten Kreuz.net untertreibt. Nach der „Welt“ von heute will die Partei die Herabsetzung des Schutzalters
von 16 auf 12 und die Straflosstellung jeder Art der Kinderpornographie, also auch mit Kleinstkindern.
Zudem soll perspektivisch jedes Schutzalter fallen und umgehend die Unzucht mit Tieren freigegeben werden.
Es ist also viel schlimmer als berichtet.
@Marcus-Antonius: Dümmlich! Marini ist bekanntlich Schüler von Bugnini, der als Nuntius in Theheran
geendet hat. Das sollte man schon wissen, ehe man über sulpicius Witz lästert. Ich fand den übrigens
gut.
@ Konrad: Hätten Sie geschwiegen … Konrad schrieb: Carl Schmitt und Leo Strauss sind einseitige Eiferer,
Nazis oder Bushisten, die der Vergangenheit angehören Da vermengen Sie Unwissenheit mit Wunschdenken.
Das einzige, was wirklich der Vergangenheit angehört, ist das V2. Man muß nicht Habermas bemühen, um
zu erkennen, daß die Gegenwartstheologie, die auf V2 zurückgeht, saft- und kraftlos ist. Gerade Berger –
um auf das Thema zurückzukommen – sollte das wissen. Umso peinlicher sein anbiederndes Interview bei
kath.net. Der Dissens zwischen Berger und Pfluger liegt ja weniger in der Theologie – das sagt der Pater
ja ausdrücklich – sondern in der Praxis. Bergers kath.net-Äußerungen waren einfach neben der der Spur.
Das sind Fragen von Stil und Geschmack, und deshalb sollten auch die Konzilsapologeten das anerkennen
können. Und ich meine schon, daß der Pater hier eine Schutzpflicht für seine Gläubigen hat und das
geraderücken mußte. Und das ist getan. Nun soll Berger sich entschuldigen, und dann kann man gern über
die Religionsfreiheit nachdenken. Und da bin ich mir sicher, daß DH nicht das letzte Wort bleibt – schon
weil die Realität des Islams eben so ist, wie sie ist.
Konrad: Wen hat wer theologisch vorzuweisen? Die FSSPX hat vorzuweisen: fünf Priesterseminarien, vier
Bischöfe, die vollständige und ungeschmälerte traditionelle Theologie plus alle Sakramente. Das ganze
ergänzt um eine weltumspannende Infrastruktur mit Kirchen, Schulen, Exerzitienhäusern und einem Studienzentrum
in Paris. Ich finde das nicht schlecht. Was haben denn die Kritikaster vorzuweisen? Die FSSP hat P.Lugmayr,
der die Messe ohne Wandlungsworte verteidigt. Daß zwischendurch auch mal Harry Potter für gut befunden
wurde, paßt da ins Gesamtbild. Die Modernen haben als Supertheologen Leute wie Karl Lehmann. Beim besten
Willen: Aber da fühle ich mich bei der Bruderschaft ganz gut aufgehoben. Und Berger wird scheitern, wenn
er weiter meint, allein schlau sein zu müssen. Der springende Punkt ist nämlich: die postkonziliare
Theologie ist in ihren Anxiomen wertlos. Deshalb ist sie auch als Partnerin der säkularen Geisteswissenschaften
unbrauchbar. Während etwa die Rechtssoziologie längst über die rechtlichen Konfigurationen der Wissenschaft
und deren Einfluß auf die Ergebnisse nachdenkt, lamentieren die V2-Theologen immer noch über das V2-Geschenk
der Wissenschaftsfreiheit. Wer also ernsthaft über die Religionsfreiheit angesichts der islamischen Einwanderung
nachdenken will, der sollte statt DH lieber mal bei Carl Schmitt und Leo Strauss nachlesen – und wird
schnell bei Pius IX landen.
Buße und Umkehr Ich kann die Kritik an dem Interview nicht nachvollziehen. P. Pfluger baut Berger nach
seiner – berechtigten! – Kritik an dessen indiskutablem kath.net-Interview eine goldene Brücke. Er spricht
insgesamt dreimal – „verlorener Sohn“, „Leben nach dem Tod“ und „Buße und Umkehr“ – davon, daß die FSSPX
durchaus bereit wäre, mit Berger zu kooperieren. Was will B denn mehr? Daß seine Äußerungen so nicht
stehen bleiben können und er zurückrudern muß, wenn er weiterhin ernst genommen werden will, sollte
ihm doch selbst klar sein. Berger hat versucht, sich an die Modernen ranzuschmeißen und dabei die Kräfteverhältnisse
verkannt. Das ist nunmal peinlich. Insofern sollte er dankbar sein, daß die FSSPX ihm einen Rückweg
anbietet.
Das Kind mit dem Bade ausschütten Schüttels feuchter Traum: Sofortige Auflösung der LC und RC und Übernahme
durch Opus Dei oder andere anerkannte unbescholtene Werke! Nichts gegen das OD, aber das wäre doch zuviel
des Guten. Die LC tun – mit den üblichen Einschränkungen gegen NOM-Gruppen – viel Gutes und bieten ein
beachtliches und anerkennenswertes Apostolat. Es hieße, das Kinde mit dem Bade ausschütten, das zu zerstören.
Vielmehr sollte man beten, daß Gruppen wie die LC zur alten Messe und Theologie zurückkehren; könnten
sie doch viel Gutes bewirken.
Ach nee, Benedikt Die Artikel des GG schützen den Bürger lediglich vor Benachteiligungen, die vom Staat
ausgehen. Der Ansatz des Antidiskriminierungsgesetzes ist ein zivilrechtlicher, soll also das Bürger-Bürger
Verhältnis vor Diskriminierungen bewahren. Schon mal was von der mittelbaren Grundrechtswirkung über
die Generalklauseln gehört? Im übrigen ist der freiheitliche Staat keine Erziehungsdiktatur. Zur Privatautonomie
gehört also auch das Recht, mir meine Vertragspartner selbst auszusuchen. Und wenn ich nicht mit Schwulen
kontrahieren will, dann gibt mir Art2 Abs 1 GG das Recht dazu.
Kath.Studentenverbindungen Die Kritik an MCV, ÖCV und dt.CV geht fehl. Wo sonst gibt es so viele konservative
Nachwuchsakademiker? Der eine faule Apfel gibt kein Recht, den ganzen Baum zu diskreditieren. Immerhin
warauch Pius XII CVer, wie Benedikt XVI übrigens auch. In dem Artikel scheint ein wenig der Sozialneid
der Verlierer durch, die dann meinen, den Anderen moralische Defizite vorwerfen zu müssen. Eine etwas
genauere Betrachtung der Verbindungen wäre angebracht, will man nicht die wenigen Verbündeten vollständig
verprellen. @ Cbr. Mahner: Locker bleiben! Deine Reaktion ist übertrieben und damit letztlich auch unakademisch.
Denk an das Bundeslied: Unsre Farben, die wir tragen, schmücken unsrer Ehre schild, was die Neider dran
verdarben, nicht des Scheltens ist es wert!
Unterschied Navon schrieb: wenn jemand 1000 Poster mit der Aufschrift „„Willst Du, daß die Bewohner von …
durch eine Manifestation des Katholizismus bedroht werden?“ und dann jemand mit den Worten „„Stoppt die
Verbreitung des Katholizismus“ darüber berichtet. Dann würden hier viele – zu Recht – über Christenverfolgung
etc. heulen. tja, das ist eben der Unterschied zwischen Wahrheit und Irrtum: Die Wahrheit hat mehr Rechte.
Ich beziehe mich da gern auf Hannah Arendt: Das Böse triumphiert durch die Unfähigkeit zu Urteilen.
Es ist deshalb unsere Pflicht, das Böse böse zu nennen, anstatt es durch eine falsche Toleranz triumphieren
zu lassen.
@ Pierre Fischer: Antwort Während jetzt jemand, der Kondome bejaht, außerhalb der kath. Moral steht,
wäre er dann drin. Wer dagegen ist, bleibt drin. Aber das Dokument wird nicht kommen, keine Angst. Zumindest
nicht so, wie von den Linken erhofft.
Höck: Aufwachen! Zur Wahrheit gehört es nun einmal, daß sich die Causa Hus und die gewaltsame Rekatholisierung
Böhmens seit der Schlacht am Weißen Berg 1620 ins nationale Gedächtnis eingegraben hatte. Nein! Das
„nationale Gedächtnis“ wurde im 19. Jhd kreiert. Vor dem tschechischen Nationalismus hatte kein Tscheche
Hus im Gedächtnis. Man hat ihn, als man eine eigene Kultur gegen die Deutschen behauptet hat, neu entdeckt
und dann daraus ein Gedächtnis gemacht. Die historische Wahrheit ist, daß die ganze Kultur Böhmens
und Mährens, die wir heute noch bestaunen, den Jesuiten zu verdanken ist. Ohne sie wäre Tschechien ein
ödes, dummes Land. Die Tschechen verdanken also in Wahrheit der Kirche viel; nur wegen ihres nachträglich
kreierten „nationalen Gedächtnisses“ wollen sie das nicht wahrhaben.
Höck, Athanasius: Tschechien Da dürfte Athanasius wohl eher recht haben: Der antikatholische Affekt
der Tschechen geht idT auf das 19. Jhd zurück, als man in Böhmen sich rückwirkend die Geschichte erfand.
Und da man sich von den Deutschen differenzieren wollte, stellte man sich in die Tradition von Hus, den
man folglich 1919 statt der Muttergottes in Prag auf das Podest hob. Jetzt kann man sicher vorbringen,
hätte die Kirche Hus nicht verbrannt, wäre der tschechische Nationalismus nicht antikatholisch geworden.
Nur: das wissen wir nicht, und: der eigentliche Grund, daß in Tschchien die Oberschicht deutschsprachig
wurde, war der 30jährige Krieg. Denn die einheimische Oberschicht war protestantisch und damit untragbar
geworden. Folglich kam es zu einem Dualismus zwischen deutscher Ober- und tschechischer Unterschicht,
der dann im 19. Jhd religiös mit dem aus der Versenkung geholten Hus wiederaufgepeppt wurde. Deshalb:
Der Kirche wird man hier keinen Vorwurf machen können. Tschechien taugt nicht zur Rechtfertigung für
DH. Und Kardinal Beran ist spätestens seit seiner Rolle bei der Vertreibung der Sudetendeutschen moralisch
desauvouiert. Kardinal Vlk ist ein Erzhäretiker, der offen Synkretismus propagiert.
Maledicta, Benedikt: NOM und Folgen 1. Daß der Einbruch nicht sofort1969 kam, sondern erst die erste
Euphorie verfliegen mußte, ist doch klar. An sich hätte es sogar ein leichtes Plus geben müssen, denn
jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Die Folgen des NOM zeigen sich erst ab den 70ern. 2. Daß die Kirche
nur ein Opfer von 1968 ist, halte ich für blauäugig. Wie hat sich denn das Konzil auf 1968 ausgewirkt?
B16 meinte dazu durchaus eine Kausalbeziehung feststellen zu können. Wenn die kulturprägende Religion
sich plötzlich selbstin Frage stellt, dann folgen daraus Weitungen. 1968 hat auch Ursachen im konziliaren
Zusammenbruch des Katholischen als soziologische Realität. Denn das kath. Milieu, das bis zum Konzil
intakt war und als Gegenkraftbestand, war weggebrochen. Ohne Konzil hätte es sicher auch seine dominierende
Kraftverloren, wäre aber im Kern erhalten geblieben und hätte dann ab den 80ern zur Reconquista antreten
können. Wer soll aber heute die Reconquista machen? Lehmann, Walter der Kasper, Mussinghoff, Tante Frieda?
Und auch B16 ist kein Kämpfer, abgesehen von den fehlenden Fußtruppen. 3. Diskussionen über die Frage,
ob das Konzil oder „nur“ seine Interpretation schuld sind, finde ich unfruchtbar. Man erkennt Bäume an
ihren Früchten. Und wenn es die Interpretation gewesen sein soll, dann werfe ich dem Konzil vor, daß
man es falsch interpretieren kann.
NOM und Folgen Werden Zusammenhang zwischen Liturgiereform und leeren Kirchen nicht glauben kann, soll
aufdie Homepage der Bischofskonferenz gehen. Dort kann man die Statistik nachlesen. Mit den Reformen brach
die Zahl der Meßbesucher dramatisch ein. Von konstant 50 % der Katholiken auf derzeit etwas über 10
bei verringerter Katholikenzahl. Der Zusammenhang ist evident; v.a. wenn man bedenkt, daß offizielles
Ziel der Reform war, mehr Menschen in die Kirchen zu locken. Daß von dem Niedergang auch die Tradition
betroffen ist, ist doch klar: eine Krise der Kirche ist eben eine Krise der ganzen Kirche, und zu der
gehört auch die Tradition. Mutmaßungen über die Entwicklung ohne Konzil und Reform sind legitim. Allerdings
sollten sie konkrete Vergleichspunkte miteinbeziehen. Etwa die Entwicklung des US-Protestantismus: nach
Rückschlägen in den 70ern hater sich in den 80ern erholt und ist derzeit die politisch und intellektuell
bestimmende Kraft in den Staaten. Ähnlich verhält es sich mit dem weitgehend intakt gebliebenen polnischen
Katholizismus. Derartiges wäre wohl auch für Westeuropa ohne die Konzilskatastrophe zu vermuten gewesen.
Nichts übertreiben! Immer mehr Frauen wenden sich dem Islam zu. Es mag da eine kleine (sehr kleine) Welle
geben; aber daß nun Massenkonversionen bevorstünden, kann ausgeschlossen werden. Der Islam hängt an
seinem Milieu, er schreitet durch Geburten voran. Daran ändern auch ein paar durchgedrehte Latinas nichts.
Das eigentliche Problem dürfte der Buddhismus sein, der mittlerweile in der westlichen Oberschicht grassiert.
Dort findet die eigentliche Konversion statt. Das zu beobachten wäre wichtiger.
Ein hoffnungsvolles Vorwort Das war eines der hoffnungsvollsten Vorworte im MB seit langem. Es ist ja
klar, daß es nach so langem Kampf und so langer Verteufelung durch die Amtskirche bei der Bruderschaft
Ressentiments und Verhärtungen gibt. Deshalb wird eine Einigung auch nicht das Ende jeden Konfliks sein,
sondern zu enormen Herausforderungen führen (Bergers Schmähkritik vom „Vulgärtraditionalismus“ hat
ja – leider – einen wahren Kern. Trotzdem führt kein weg an einer Einigung vorbei! Die Zeit ist reif!
Mit einer rechtlichen Integration der FSSPX in dieAmtskirche dürfte es in der Amtskirche zu einer Stärkung
der katholischen Kräfte kommen. Für die Bruderschaft besteht nun die Chance, ihr Apostolat auszuweiten.
Hier muß sie freilich Hausaufgaben und sich offen für Neuzugänge zeigen und einige theologisch sinnlose
Verhärtungen (etwa in der „Rock-Hosen-Frage“) aufweichen.
Kirchenkrise Parzifal schrieb: Hans Küng hat zwar keine Lehrerlaubnis, dafür wurde er aber auch nicht
exkommuniziert. Herr Lehmann ist sogar Vorsitzender der BIschofskonferenz und Kardinal. Und genau daran
sieht man die Kirchenkrise.
Pero, Richard: Auch wenn es Ihnen nicht paßt: Wahrheit bleibt Wahrheit Pero, Ihr Zitat von Harry Elmer
Barnes sagt viel über Barnes, aber wenig über die Kriegsursache aus. Hitler hat im Münchner Abkommen
alles bekommen, was er wollte. Er hat es durch seinen Einmarsch in die „Rest-Tschechei“ gebrochen. Damit
war Chamberlain gescheitert. Also mußte man H. mit Stärke begegnen. H. hat dann Polen angegriffen –
polnische Provokationen hin oder her, er ist eingerückt – ist dann unter Bruch diverser Verträge nach
Frankreich einmarschiert (unter Bruch der holl. Neutralität) und hat England mit einem Luftkrieg angegriffen.
Erst danach begann Lend & Lease. Selten ist eine Kriegsschuldfrage so einfach zu beantworten wie beim
Ausbruch des WK II. Hitler wollte den Krieg. Es gibt kaum eine so gut untersuchte Periode wie das III.
Reich. Die Archive sind eindeutig. Es gibt zudem ausreichend Aktenmaterial aus den Kriegsverbrecherprozessen.
Sie können also schreien wie sie wollen: Fakten bleiben Fakten. Und ich ziehe es vor, als Katholik die
Fakten zu reflktieren als mir eine Wunsch-Geschichte zurechtzubasteln. Ich finde wenig so dümmlich wie
das beharrliche Leugnen von Tatsachen. Gehen Sie in die Archive, schauen Sie sich zB die Prozeßakten
des Auschwitz-Prozesses oder die Aussagen Eichmanns an.
Athanasius: Sie sind aber gutgläubig! Wer die Liturgiereform jetzt immer noch preist und noch immer daran
glaubt, hat wohl andere Ziele als die Wiederbelebung des integralen Römisch-katholischen Glaubens. Lieber
Athanasius, seit wann gehört denn die Wiederbelebung des katholischen Glaubens zu den Zielen von Herrn
Lehmann? Ich bin mir des Gegenteils sicher: es gibt nichts, was K.L. so wenig will wie eine Wiederherstellung
des Glaubens, wie er bis zum Tode Pius XII gelehrt wurde und sich in einigen wenigen Inseln des Glaubens
erhalten hat. Sein ganzer Aufstieg, sein ganzes Leben basiert darauf, sich von diesem Glauben gelöst
und ihn bekämpft zu haben, um ihn durch einen in sich wiedersprüchlichen, psychologisierenden, konfusen
und intellektuell wertlosen neuen „Glauben“ ohne seienden Gott, ohne Erlösung, ohne Auferstehung, ohne
Sakramente (im kath. Sinn), ohne Sünde zu ersetzen. Und deshalb ist Lehmann auch gegen eine Regularisierung
der FSSPX, denn er weiß, daß dann die ganzen feigen Halbkonservativen dann ihre Hemmungen verlieren,
zu wechseln. Und aus dem selben Grund ist er gegen eine Freigabe der Messe, denn er ist schlau genug zu
wissen, daß diese Zulauf hätte, der auch auf den NOM ausstraheln würde, und durch eine Restrukturierung
des Betens es zu einer Restrukturierung des Glaubens kommen würde; des Glaubens, den K.L. stolz ist,
überwunden zu haben.
Lehmann ist unglaublich Spätestens seit seinem skandalösen Gespräch mit Küng, in dem er beteuerte,
in den großen Dingen mit Küng eins zu sein, ist mir klar, daß es nie und nimmer schismatisch sein kann,
bei der FSSPX zu sein. […]
Pero: Fakten bleiben Fakten Daß die USA nicht traurig über den Angriff auf Pearl H. und die dt. Kriegserklärung
waren, bestreitet niemand. Nur: Die Japaner griffen an, weil sie Krieg wollten. Die Amerikaner wußten
das und haben – aus taktischen Gründen – nicht vorher eingegriffen. Das ändert nichts daran, daß es
die Japaner waren, die den ersten Schuß abgaben. Und daß die Amerikaner den Briten materielle Unterstützung
gewährten, ist auch etwas anderes, als Krieg zu erklären und zu führen. Im übrigen hatten die Amerikaner
ja auch allen Grund, den Briten zu helfen: Der deutsche Führer hieß Hitler und war ein gefährlicher
Verbrecher, der bereits ganz Kontinentaleur. erobert hatte und dort mit Kriegsverbrechen begann (wieviele
poln. Priester – von Juden ganz zu schweigen – sind denn von 1939 bis zu Lend & Lease 1941 umgebracht
worden?). 1940 hatte die dt. Luftwaffe einen Bombenkrieg gegen England geflogen, die Italiener griffen
den Suezkanal an, später durch Rommel unterstützt, die dt. UBoote beschossen im Nordatlantik die Briten.
Im Pazifik eroberten sich die Jap. ein Weltreich. Da sollen die USA ruhig bleiben? Bleiben Sie mal objektiv!
Es gab im Kongreß keine Mehrheit für eine aktive (präventive) Kriegserklärung, weshalb man sich mit
Waffenhilfe begnügte (geleast, nicht geschenkt wohlgemerkt). Aber daß man es nach einem jap. Angriff
und einer dt. Kriegserklärung sich nicht nehmen läßt, zurückzuschlagen – das sollte doch wohl auch
bei einer Betrachtung durch die braune Brille nachvollziehbar sein?
@ Pero, Richard Auch wenn es sinnlos ist, da Sie Argumenten nicht zugänglich sind: 1. Der „Kriegseintritt“
der USA erfolgte nach einer deutschen Kriegserklärung. Daß sich ein mit Dtl. im Krieg befindliches Land
freut, wenn es – zumal dank der Dummheit des Feindes – einen mächtigen Verbündeten erhält, halte ich
für völlig unverdächtig. 2. Daß Churchill 1939 entschuldet wurde, weil er 1922 Wasserrechte – illegal? –
an Juden vergeben hatte, ist grotesk. Im übrigen: Was folgt daraus? 1922 war die NS-Judenvernichtung
nicht im Ansatz zu erkennen. M.a.W.: Nur weil man das zionistische Projekt unterstützte, war man kein
Feind Deutschlands, beides hatte nichts miteinander zu tun außer vielleicht, daß Herzls Muttersprache
Deutsch war. Und erst recht hatte der Zionismus anno 1922 nichts mit der Wall Street zu tun, außer vielleicht,
daß einige Wall-Street-Broker a) Juden und b) pro-zionistisch waren; einige wohlgemerkt, nicht viele.
3. Viel realistischer ist doch folgendes: Chamberlain hatte mit seiner Appeasement-Politik fertig. GB
war ernsthaft gefährdet, als nächstes auf Hitlers Liste zu kommen. Man brauchte einen Premierminister,
der bereit und willens war, den zu erwartenden Krieg zu führen. Man kam auf Churchill. Er hatte ein Problem:
Schulden. Also wurde, unter dem Eindruck der deutschen Bedrohung, das Problem gelöst. Will man 1939/40
einem britischen Juden verübeln, Geld auszugeben, damit GB stark bleibt und nicht mit NS-Dtl kollaboriert?
Immerhin ging es für Juden dabei um Leben undTod
CDU linksliberal? Die CDU ist vieles, aber linksliberal? Wer wissen will, wieso die CDU heute ein so diffuser
Haufen ist, der findet die Antwort in der Kirche selbst. Sie spiegelt den Zustand des katholischen Milieus,
aus dem sie stammt, wider. Mehr nicht. Wählbar ist sie – von Ausnhamen abgesehen – gleichwohl, weil sie
das kleinere Übel ist. Und das kleinere Übel ist bekanntlich eine moraltheologische Kategorie. Was Hohmann
angeht: Der Ausschluß war eine Sauerei. Seine Rede war freilich auch kein Kampf für die Wahrheit, sondern
reichlich dümmlich. Insofern taugt er nur begenzt zum Martyrer.
Spanien ist ein Trauerspiel Der geistige Niedergang Spaniens ist ein Trauerspiel. Die Republik wollte
die Kirche vernichten, was zum Bürgerkrieg führte und durch den Sieg Francos verhindert werden konnte.
Es kam zum Aufblühen des Glaubens, nachdem in den rep. Gebieten teilweise 90 Prozent des Diözesanklerus
und alle Bischöfe bestialisch ermordet wurden. Nirgendwo im 20. Jhd hat die Kirche einen derartigen Blutzoll
geleistet. Kaum war das Konzil um, hat die Mehrheit einer Synode einen Beschluß gefaßt, in dem sich
die Kirche für ihre Parteilichkeit im Bürgerkrieg entschuldigt. Nur wegen eines 2/3-Mehrheitserfordernisses
wurde er nicht ausgefertigt, aber das Symbol war da. Absoluter Wahnsinn! Die Kirche hat sich selbst erledigt,
wer mal in Spanien in die Messe geht, weiß, wovon ich spreche. So lustlos wie da wird der NOM selbst
in Dtl nicht gelesen. Nun vollenden die Sozialisten das, woran sie von Franco gehindert wurde: die vollständige
Vernichtung der katholischen Wurzeln Spaniens. Nur, daß keiner mehr da ist, der dagegen zu den Waffen
greift. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz ist ein Freund des Premiers und von Karl Lehmann. Der Erzbischof
von Toledo und der von Madrid stehen in der Minderheit, an Aktionen gegen die Regierung beteiligen sich
die Bischöfe von der Küste zB nicht. Der einzige Lichtblick ist, daß es dem OD gelungen ist, an einigen
Schaltstellen Leute zu postieren. Von da aus könnte noch einmal die Wende gelingen. Aber zuvor muß die
Kirche wieder zu sich finden.
Gunter Maria Michel Daß sich jemand, der zu den Messen der FSSPX geht, aus der Kirche ausschlösse, wäre
neu. Zumindest hat der Vatikan schon 2003 (Brief von Perl an die UV USA) und letztes Jahr durch Kard.
Castrillon Hoyos das Gegenteil verkündet. Und daß die päpstliche Jurisdiktion auf GMM übergegangen
wäre, ist mir auch neu. Im übrigen ist völlig schnuppe, was der Vatikan diesbezüglich sagt. Wer exkomuniziert
hier denn? Welche Autorität hat denn ein Paul VI mit seinem „Kult des Menschen“, oder – um ein Extrembeispiel
zu nennen – Karl Lehmann? Es gibt keine Gehorsamspflicht zum Unglauben. Und darum geht es. Nur der kann
Gehorsam verlangen, der a) ein Amt innehat und b) dessen Anweisung nicht gegen den Glauben geht. Agiert
ein Amtsträger aber gegen den Glauben, so liegt Notstand vor. Und der enthebt von der Gehorsamspflicht,
weshalb der Verstoß gegen eine nicht bestehende Gehorsamspflicht auch keine Exkommunikation nach sich
ziehen kann.
Bei der Wahrheit bleiben Auch wenn es einigen schwer fällt: Das Deutsche Reich hat den USA von sich aus
nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbour den Krieg erklärt (ja, ich weiß, daß die Amis den jap.
Angriff haben kommen sehen, ohne vorher gegenzuschlagen; nur: Angegriffen haben trotzdem die Japaner).
Und weiter: England hatte unter Chamberlain itler weitestgehende Zugeständnisse gemacht, um den Frieden
zusichern. Nachdem Hitler dennoch das Münchner Abkommen durch seinen Einmarsch in die „Rest-Tschechei“
gebrochen hatte, blieb doch gar keine andere Wahl, als nach dem Angriff auf Polen (nochmals: ich weiß
um die polnischen Provokationen in der Zwischenkriegszeit; und dennoch: Dtl. ist in Polen einmarschiert)
den Krieg zu erklären. Truppen haben die Briten erst geschickt, als die Wehrmacht in Frankreich und Benelux
einmarschiert ist (unter Bruch diverser Verträge). Zu diesem Zeitpunkt befand sich Amerika mit Dtl. nicht
im Krieg. Gleichwohl hatte bereits vor dem Kriegsausbruch 1939 das Panzerschiff „Graf Spee“ im Südatlantik
agd auf Briten gemacht. Fazit: Selten läßt sich die Kriegschuldfrage so leicht beantworten wie 1939/40.
Zum Irakkrieg erspare ich mir Argumente, sie würden eh’ nicht gehört. Vielleicht soviel: Nahezu alle
FSSPX-Gläubige in den Staaten haben Bush gwählt und sind für den war on terror. Und ein zweites: Ich
finde, daß die Welt ohne Saddam Hussein trotz allem ein besserer Ort ist als mit ihm.
Tradiland: Bitte nicht übers Ziel hinausschießen! Nachdem wir Höck nachweisen konnten, daß die Religionsfreiheit
a la V2 nach den Maßstäben der Überlieferung falsch ist, sollten wir diesen erfolg jetzt nicht wieder
durch eine Übertreibung ins Gegenteil verkehren. Denn es ist ja eine wesentliche Kulturleistung der Katholischen
Kirche, zwischen Religion und Staat zu trennen. Der Staat ist zwar der Religion verpflichtet (s. Unam
Sanctam), aber eben von ihr getrennt. Deshalb besteht kein religiöser Anspruch auf die Staatsform. Das
deutsche Grundgesetz etwa ist eine Frucht des politischen (rheinischen) Katholizismus, ebenso die Römischen
Verträge, die den Grundstein der EU bilden. Das Problem des liberalen Staates ist, das er von Voraussetzungen
lebt, die er selbst nicht schaffen oder erhalten kann. Er ist also auf die Religion angewiesen. Geht nun,
wie infolge des V2, die Religion vor die Hunde, mutiert das Land eben von der Republik Adenauers in diejenige
Schröders. Das ist ein Makel, der nach einer – wie auch immer gearteten – religiösen Verwurzelung schreit.
Aber eben ohne gleich alles, was wir seit dem Ancien Regime gehabt haben, in Bausch und Bogen zu verdammen.
Santa Rita: Sehr gut! Sie haben recht! Es freut mich übrigens, an den Worten „Rechtswidrigkeits- und
Schuldebene“ den Juristen zu erkennen. Nachdem die Theologie, die ja über die ausbalancierteste Dogmatik
verfügt, sich dank des V2 als ernstznehmende Wissenschaft aus der akademischen Praxis verabschiedet hat,
helfen uns unsere Begriffe doch gut über den Mangel.
Höck, Karim: Unsinn @ Karim: Ein „Recht auf Toleranz“ gibt es nicht. Toleranz ist eine Frage der Klugheit
auf der objektiven Ebene, Recht vermittelt immer einen subjektiven Anspruch. Und daß der Kath. Glaube
mehr darf als andere, folgt daraus, da er die wahre Religion ist. @Höck: Lesen Sie Leo richtig: er spricht
von der Freiheit, Gott zu dienen, nicht von der Freiheit zum Gegenteil. Leo geht es also um Freiheit für
die Katholiken – eine Selbstverständlichkeit – DH um freie Bahn für den Unglauben – was unkatholisch
ist.
Höck und die Logik Höck erkennt richtig: Also: wer recht hat, müsse auch alle Rechte haben. Diese Auffassung
hätte die Konsequenz, daß eine Meinungsfreiheit nicht besteht, die jedem eine Meinung zugesteht unabhängig
von ihrem Wahrheitsgehalt. Das ist idT die Lehre der Kirche. Ihre weitergehenden Folgerungen sind aber
falsch, da die Kirche nur auf einen sehr geringen Teil der Tatsachen ein Deutungsmonopol erhebt. Das Recht
besteht also nur im Hinblick auf die festgestellten Wahrheiten, nicht etwa darauf, ob die CDU gut oder
böse ist etc. Hier herrscht – da in dubia- libertas. Die Ausdehnung der libertas aber auch auf den BEreich
extra dubiaist hingegen nach der Lehre der Kirche falsch, weshalb die Meinungsfreiheit, wie Sie sie verstehen,
ja auch konsequenterweise veruteilt wurde, etwa in Quanta Cura. Insofern haben Sie durch Logik die kirchliche
Lehre erkannt; Bravo! Und folglich werden Sie erkennen, daß DH dazu im Widerspruch steht. Woraus wieder
folgt, daß Lefebvre nicht so dämlich war, wie ihn die Vulgärtheologen, die von der Kontinuität von
DH mit der Überlieferung reden, gern darstellen. Ob Sie das gut oder böse finden, ist sekundär. Was
bleibt ist der von Ihnen herausgearbeitete Widerspruch zwischen DH und QC.
Höck und die Quadratur des Kreises Wenn Höck einmal Quanta Cura und DH nebeneinander lesen würde, dann
müßte ihm auffallen, daß der Widerspruch bis in die Formulierung geht. DH dreht QC quasi direkt um.
Die ganzen Erklärungen, die nun gegen den eindeutigen Wortlaut behaupten, alles sei eine Einheit, kommen
daran nicht vorbei. Und das erkennen Nicht-Theologen oft genauer als V2-Apologeten; der entsprechende
Artikel von Böckenförde in der FAZ war ja schon erwähnt worden. Er folgt aus der Konstruktion von DH.
DH erwähnt eine Verpflichtung des Staates nur einmal, und zwar in dem Halbsatz in DH1, wo von der „moralischen
Pflicht“ (nicht der rechtlichen) des Staates gesprochen wird. Ansonsten geht DH immer von der Würde der
menschlichen Person aus. Nicht mehr die Kirche ist Träger von Rechten, sondern der Einzelne. Die Würde
äußert sich in der Religionsfreiheit, die vom Staat, weil sie zuvor metaphysisch begründet wurde, anzuerkennen
ist. Und das ist das Gegenteil der überlieferten Lehre. Und es ist etwas anderes, als was B16 am 24.12.
erklärte. Insofern ist er von DH abgerückt, das ist das Positive. Daß er dabei versuchte, am Konzil
als solchem, nur mit veränderter Deutung, festzuhalten, ist das Schlechte. Williamso sieht nun das Schlecht
und sagt, das Glas ist halbleer, Fellay das Gute und freut sich über das halbvolle Glas. Wer recht hat,
wird sich zeigen. Wobei ich zugebe, daß W. etwas übers Ziel hinausschießt.
Höck: Religionsfreiheit Nur leider hat das V2 die Religionsfreiheit zum Naturrecht erklärt, das sich
aus der Würde der Person ableitet. Ehe Sie also weiterhin die unsinnige These von der Übereinstimmung
der Declaratio de libertate religiosa mit der Tradition behaupten, lesen Sie doch einfach zB bei Böckenförde
www.faz.net/…common~Scontent.html nach, der es mit der juristischen Methode ganz sauber nachgewiesen
hat.
Etwas daneben W. schießt hier übers Ziel hinaus. Das läuft auf Sedesvakantismus hinaus, was Erzbischof
Lefebvre stets abgelehnt hat. Im übrigen dürfte die Ansprache des Papstes vom 24.12. eine gute Gesprächsgrundlage
sein, hat er doch die Liturgiereform nicht mal mehr erwähnt und ist in der schwierigen Frage der Religionsfreiheit
vom Konzil abgerückt; die Religionsfreiheit sei keine Sache der Metaphysik, sondern des Zusammenlebens
der Menschen, mithin Toleranz. Die Zulässigkeit der religiösen Toleranz ist aber unbestritten. Darauf
ließe sich aufbauen, so daß ich weiterhin auf ein agreement hoffe.
Kommunismus Der Kommunismus ist eine absolut antichristliche Ideologie. Wie kann man einen solchen Kommunisten,
der sich u.a. offen zum Zölibatsbruch bekannt hat, nur in kath. Häusern einladen und ihm noch Geld für
seine Vorträge geben? Die Kirche macht es ihren Feinden sehr leicht; ärgerlich nur, daß die Gläubigen
verwirrt werden.
Richard, das Beruhigende an Ihren Prognosen ist, daß jeder einigermaßen Gebildete weiß, daß sie nicht
eintreten werden. Weder wird die iranische Öl-Börse, wenn sie überhaupt startet, einen Einfluß erringen,
der nur ein Hundertstel dessen, was Sie schreiben erreicht. Noch gehen die dänischen Karikaturen auf
mehr zurück als auf eine ganz nette Idee des dortigen Chefredakteurs. Und erst recht wird die weltweite
Finanzarchitektur kollabieren. M3 wird übrigens auch in Euroland nicht mehr veröffentlicht, ganz einfach,
weil die Finanzwissenschaftler erklärt haben, die Zahl sei irrelevant. Es mag sein, daß die Blasen auf
den Immobilien- und Aktienmärkten eine Korrektur verdienen und erleben werden – nur das ist business
as usual, und kein Anzeichen des Endes der Pax Americana. Und noch eins: Lieber lebe ich unter der Pax
Americana als unter der Scharija.
Dichtung und Wahrheit Eine junge Berlinerin erhielt vom Arbeitsamt die Aufforderung, eine Arbeitsstelle
als Prostituierte anzunehmen, sonst gehe die Arbeitslosenunterstützung verloren. genau das stimmt nicht.
Genausowenig gibt es eine „Durchführungsverordnung der Bundesagentur“, weil eine Bundesanstalt überhaupt
keine Rechtsverordnung erlassen darf. Daß die Freigabe der Prostitution ethisch indiskutabel und auch
praktisch bedenklich ist, das stimmt. Aber der eigentliche Popanz, den der Artikel aufbaut, nämlich die
angebliche Verpflichtung zur Prostitution, die ist Dichtung.
Schau, Trau, Wem @ Heger, Kali, Richard etc.: Also diese Totschlagargumente à la „Deutschland hat den
Krieg angefangen“ darf man getrost in das Reich der politisch-korrekten Nachkriegspädagogik verweisen.
(zufällig ein Zitat von Heger) Wer so argumentiert, soll sich nicht wundern, daß ihn keiner ernst nimmt.
Zu komisch, Otterbeck Man erkennt Bäume an ihren Früchten. Es ist zu komisch, wenn Sie über das V2
schreiben und es loben. Aufwachen! Das V2 ist gescheitert. Ein Blick auf die Zahlen, auf den Zustand der
Kirche, auf den Glaubenssinn der Gläubigen oder besser irchensteurzahler reicht.
Schlimmer Film Vorab: Ich finde den Autor auch etwas krude; gibt es keine weiterführenden Informationen
über ihn (Geburtsdatum, Herkunftsland, Position, Veröffentlichungen etc.)? Zur Sache: In der Tendenz
hat er aber recht. Der Film ist nicht nur ärgerlich, sondern gefährlich, weil er das Gute schlecht und
das Schlechte gut macht. Und weil eben Filme eine enorme Wirkung entfalten können, und dieser Film handwerklich
gut gemacht ist (deshalb laufen die Leute ja auch da rein, hier geht die Kritik Wigfields fehl) und deshalb
eine Masse erreicht, wird es nicht ungefährlich. Daß in der Filmindustrie viele tendenziell linke sitzen,
ist bekannt. Auch, daß der Homo-Anteil hoch ist. Insofern war es zu erwarten, daß diese Mischung ihre
Möglichkeiten zur Einflußnahme einmal ausnutzen würde. Ärgerlich ist eben, daß es nicht gelingt,
mit gleichen Mitteln die Wahrheit zu vermitteln. Wir haben an Passion ja gesehen, daß das geht. Und auch
Narnja oder Forrest Gump sind solche guten Filme. Wir brauchen viel mehr. Wir brauchen Filme zB über
die homosexuelle Subkultur, damit der Ekel davor sich schön verbreitet. Leider fehlen uns dafür Mittel
und Personen. Und die Amtskirche, die ja Geld genug hat und über ausreichend Verlage, Sendeminuten etc.
verfügt, lobt lieber diese Schwulenwerbung anstatt dagegen anzugehen. Darn sehe ich das eigentliche Dilemma.
Denn daß die Linken und die Schwulen gegen die Familie sind ist normal. Daß wir dagegen stumm sind,
ist das Ärgernis.
Otterbecks Frage Tut mir leid, Otterbeck, aber Ihre Alternativhistorie dürfte falsch sein, wie ein Blick
in die USA lehrt: Zunächst ist zutreffend, daß die Kirche ohne V2 in den 60 und 70er Jahren massiv unter
Druck gekommen wäre und an Einfluß eingebüßt hätte. Ich vermute wir wären zunächst fast ähnlich
eingebrochen wie mit V2; aber kaum schlimmer, denn das ist kaum möglich; hier übersehen Sie die Beharrungskräft
etablierter Institutionen. Aber wie in den USA hätte es nach dem Offenbarwerden des Scheiterns der Kulturrevolution
ein comeback der Kirche gegeben. So wie in den USA sich die „zwei Amerikas“ entgegenstehen, stünden sich
in Europa auch die „zwei Europas“ entgegen – das libertinäre und das konservative. V2 hat uns der geistigen
und materiellen Mittel zum Gegenschlag beraubt. Soweit Sie Defizite im traditionellen Lager ansprechen,
will ich die nicht abstreiten. Eine Bewegung, die permanent von denen, zu denen sie sich zugehörig sieht,
mies gemacht und verfolgt wird, igelt sich – leider – ein. Und so trifft man eher auf abstruse Weltverschwörungstheorien
und die Sehnsucht nach einem in der Vergangenheit vermuteten Goldenen Zeitalter als auf die Bereitschaft,
die Zukunft zu gestalten. Das wird sich aber schnell ändern, wenn die Schisma-Keule wegfällt. Daß der
NOM marianisch sei, ist grotesk; der Geist des Konzils hat die Marienverehrung fast vollständig ruiniert
oder auf Medjugorje-Niveau pervertiert.
Zeit um mutig zu sein Natürlich beinhaltet eine Einigung mit Rom das Risiko, daß Gift durchsickert.
Aber ob dieses Risiko, das ja gebannt werden kann, angesichts dieses Papstes und der zu spürenden Konzilsdämmerung
ein Verharren in der jetzigen Situation rechtfertigt? Mich wundert ein wenig, wie der Bischof die Verhandlungen
führt. Üblich wäre, maximal den aktuellen Stand mitzuteilen, knapp zu versichern, daß das Dogma unantastbar
sei und ansonsten sich jeder Wertung zu enthalten. Wenn ich dann aber lese, daß man erwarte, daß Rom
einen Brief schreibe und was darin stehen würde, fällt mir spontan Niklas Luhmann ein: „Man kann nicht
wissen, was man nicht weiß.“. In der Sache entspricht die Ansprache von B16 an die Kurie am 22.12. nahezu
dem, was die FSSPX sagt. Wenn aus Religionsfreiheit Toleranz wird, aus interreligiösem Dialog eine Neupositionierung
des Verhältnisses zum Judentum, aus Öffnung zur Welt eine neue Art der Diskussion mit der säkularen
Wissenschaft und man dann noch die Liturgiereform vergißt – dann kann man sich einigen, dann ist der
Apfel vielleicht nicht wirklich schön, aber kaum gesundheitsgefährdend. Im übrigen hätte man der Kirche
einen Riesendienst erwiesen, weil man mit diesem Dokument dann die einzige lehramtliche Konzilsdeutung
erwirkt hätte. Insofern hoffen und beten wir, daß es gelingt, sich im Glauben zu einigen. Es ist Zeit,
mutig zu sein.
Al Kaida 1. Was zwei Geheimdienstbeamte, die keiner kennt, sagen, dürfte herzlich uninteressant sein.
2. Al Kaida arbeitet immer dezentral, mit lokalen Gruppen vor Ort; wieso also eine lokale Täterschaft
eine Eingliederung in das Netzwerk, also eine „Täterschaft hinter der unmittelbaren Täterschaft“ ausschließt,
ist nicht nachvollziehbar. 3. Der Schlüssel für das Verständnis der etwas kryptischen Nachricht dürfte
die Sequenz über die vermeintliche Ursache Al Kaidas (die USA) sein. Man willmit dem Beitrag mal wieder
dem antiamerikanischen Affen Zucker geben nach dem Motto: a) Amerika ist selber schuld, schließlich hat
es Al Kaida gegrünet und b) Al Kaida ist nur ein Popanz, es gibt sie gar nicht, der Kampf gegen den Terror
ist also nur Schmuh. zu a) daß die USA im 1. Afghanistan-Krieg gegen die Russen Leute unterstützt haben,
die man besser nicht unterstützt hätte, weiß jeder. Nur hätten sich diese Leute ihre Waffen auch anderswo
geholt, zum anderen kann die in den 80er Jahren von keinem vorhersehbare Entwicklung nicht dem damaligen
Kampf gegen den Kommunismus angelastet werden. b) Man kann so lange die Realität des Krieges der Islamisten,
deren Speerspitze Al Kaida ist, ignorieren, bis es zu spät ist. Wer vor lauter Verschwörungstheorien
die Realität nicht sehen will, wird eben unter der Scharia leben müssen. Ich bevorzuge da dann doch
lieber die amerikanische Position, den erklärten Krieg aufzunehmen und für den Bestand der westlichen
Welt auch militärisch einzustehen.
„Staatlicher Katechon“ Ketelhohn, an wen denken Sie denn bei „staatlicher Katechon“? Und was soll er konkret
machen? Klingt etwas bedrohlich, so wie Sie es schreiben.
private-notes: Glauben in Polen und anderswo Und auch keine Aussichten darauf, ein Leben zu führen, wirtschaftlichePerspektivlosigkeit
erklärt sicher einiges dass einem die gesteuerten Massenmedien mich ko… Verschwörungstheorien an als
lebenswert erklären. Armut hat viele Gesichter. Zu Osteuropa gehört auch Polen. Und soweit ich weiß,
ist sowohl die Regierung in Polen selbst so wie der Einfluss der kath Kirche in Polen äußerst präsent.
Und wieviele Huren kommen von dort? erfreulich wenig. Und die, die aus Polen kommen, sind nicht gläubig.
Sie können es drehen wie Sie wollen, aber Glaube schützt vor Unmoral und auch vor rein materiellen Verlockungen.
Ich befürchte, es ist schwieriger Private-Notes, da kann ich Sie beruhigen: Die meisten Prostituierten
kommen aus Osteuropa, wo es sowohl Verhütung wie Abtreibung, allerdings kaum noch Glauben gibt. Fiore,
so einfach ist es nicht. Das schwedische Gesetz hat Tücken. Daß man die Straßenprostitution in den
Griff bekommen hat, besagt nichts, das geht mit ganz normaler Repression auch (etwa Sperrbezirken, die
polizeilich durchgesetzt werden). Und was den Zuwachs an Prostitution in DK angeht, der dürfte auch etwas
mit schwedischen Sex-Touristen zu tun haben. Das Problem liegt tiefer: wo eine Nachfrage, da ein Angebot.
Da kommen Sie mit Gesetzen kaum nach. Verbieten Sie die Straßenprostitution, geht es in Clubs. Gehen
Sie dagegen vor, kommt es zur sog. Wohnungsprostitution (auch in Schweden), und dagegen kommen Sie wegen
der verfassungsrechtlich garantierten Unverletztlichkeit der Wohnung nicht durch. Da ist dann das Ende
der Repression, weil Sie bei einem solchen Massenphänomen ständig richterliche Beschlüsse benötigen
würden, was die Justiz nicht schafft. Und die Unverletzlichkeit der Wohnung wegen der Prostitution abzuschaffen –
da wäre ich auch dagegen. Insofern wird es nur über einen Bewußtseinswandel der Freier wie auch der
überwiegend freiwilligen Damen gehen sowie über eine gesellschaftliche Ächtung. Ich weiß, wie realistisch
das ist. Aber die Erde ist eben nicht das Paradies.
Deutsche Bischöfe Wie erwartet nichts Neues von der DBK. Nur der übliche Sermon; von diesen Herrn ist
keine Erneuerung des Katholizismus zu erwarten. Das ist einfach nur Erstarrung, es fehlt jeder Glaubenseifer.
Man sollte also aufhören zu glauben, die deutschen Bischöfe würden irgendeinen Beitrag zur geistigen
Wende in diesem Land leisten können – sie wollen es in ihrer übergroßen Mehrheit noch nicht einmal.
zu Otterbeck: Brillant Selten findet man eine so präzise Einschätzung. Die Presseabteilungen der Diözesen
sind deshalb so wirklungslos, weil man in ihnen den Grundgedanken erfolgeichen PRs nicht wahr nimmt: Der
Köder muß dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Mit dem dortigen Personal kann man nicht gewinnen,
und was noch finsterer ist: Die dortigen Mitarbeiter wollen ja gar nicht gewinnen. Sie wollen nicht mal
kämpfen. Sie wollen nur monatlich ihren Lohn erhalten und sich als was Besseres fühlen.
Homo-Ideologen Hallo, wer hat denn die Kaczinsky-Veranstaltung gestört? Das waren keine betenden Katholiken,
sondern die üblichen ekligen Schulen-Aktivisten. Und dann hat der polnische Präsident einfach mal die
Wahrheit gesagt. Im übrigen ist es ja eine Binsenweisheit, was er vorgetragen hat. Daß die Homoideologie
die Fortsexistenz der westlichen Zivilisation ernsthaft gefährdet, sieht jeder, der die Bevölkerungsstatistik
lesen kann oder sich Schirrmacherns neuestes Buch kauft. Unsere Existenz besiert nunmal auf Ehe und Familie
und nicht auf widernatürlicher Unzucht.
Kampf der Kulturen @Bonifatius: Mir ging es nicht darum, den Vormarsch des Islams zu bewerten, nur, ihn
festzustellen. Gegen diesen Vormarsch, der das Ende Europas wäre – denn Europa definiert sich kulturell,
nicht geographisch – brauchen wir zweierlei: eine militärische Abwehroption und eine geistige Wende.
Das einzige Konzept, das derzeit realistisch diese beiden Punkte erfüllt und v.a. mehr ist als eine Illusion
ist der Neokonservatismus. Nur an den will bei kreuz.net komischerweise keiner, lieber lamentiert man
gegen Israel oder den US-Präsidenten. Aufwachen, Freunde!
Schirrmacher Der Fehler der Schirrmacherschen Analyse ist, daß sie davon ausgeht, daß nach uns nichts
kommt. Er übersieht, daß Europa bei Wegbrechen der westlichen Kultur aus den von ihm beschriebenen Gründen
dann eben durch Einanderung aus anderen Kulturkreisen, vornehmlich wohl aus dem Islam, aufgefüllt werden
wird.
Frauentag vs. Muttertag Der Zusammenhang zwischen Feminismus und Abtreibung ist nicht bösartig konstruiert,
sondern von der Frauenbewegung selbst behauptet. Und es wird die Abtreibung sein, über die die Frauenbewegung
sich moralisch delegitimieren wird. Insofern ist der Muttertag (auch wenn er in Dtl. von den Nazis eingeführt
wurde) der bessere Gedenktag. Natürlich hat die Frauenbewegung einige positive Früchte hervorgebracht.
Nur ändert das nichts an der Tatsache, daß viele der heute gefeierten „Errungenschaften“ einer Behauptung
der westlichen Welt gegen den islamischen Anspruch entgegenstehen. Insofern wird man früher oder später
daran gehen müsen, da zurückzuschneiden, will man nicht unter der Burka enden. Freilich muß man auch
vor denjenigen unter uns warnen, die im Hinblick auf Frauen die Burka toll finden. Hoffen wir also auf
einen gesunden Mittelweg.
Pius XII Daß B16 sich so positiv über den großen Papst Pius XII äußert freut mich sehr. Die Diffamierung
Pius XII ist ja nur vor dem Hintergrund des innerkatholischen Kampfes gegen die „vorkonziliare“ Kirche
zu verstehen, für deren beste Seiten Pius steht. Anderenfalls hätte das drittklassige Stück des viertklassigen
Rolf Hochhuth die selbe Anerkennung erfahren wie seine restlichen Werke (etwa „McKinsey kommt“ oder „Wessis
in Weimar“) – keine. Insofern wäre eine Heiligsprechung Pius XII ein wichtiges Zeichen, und es lohnt
sich dafür zu beten. Wohl kein Papst war so beeindruckend und vorbildlich wie Pius XII, keiner (zumindest
der Neuzeit) hatte soviel politischen Einfluß und hat damit die westliche Welt so positiv geprägt. Der
Aufschwung der 50er Jahre, der ja im Gegensatz zu späteren Dekaden moralisch integer ablief, wäre ohne
ihn nicht zu denken. Die Kirche täte gut daran, sich an diese Glanzzeiten zu erinnern und sich auf Pius
XII zu gründen anstatt auf den Katastropheneinleiter J23.
Trau, schau, wem Lieber THomas Höck, schauen Sie doch selbst nach, was Wanke gesagt hat. www.ekd.de/ki/.
Er steht trotz des vielleicht in gutgläubigen Ohren korrekt Klingenden nunmehr fest im Ökumenismus.
Glauben Sie denn wirklich, er vertritt in einem tudienheim der EKD die reine Lehre? Wenn sich Wanke gegen
„Konfessionalismen“ wendet, dann eben auch gegen den „katholischen Konfessionalismus“, also gegen die
Wahrheit der kath. Religion. Und wenn er den Plural von Kirche furchtbar findet, dann nicht, weil er sich
wünscht, daß alle katholisch werden, sondern weil er von der Einheit ohne Wahrheit träumt. Die Kirche
im Singular nach Wanke ist eben nicht die kath. Kirche mit ihrem Glauben – die ist Konfessionalismus –
sondern etwas anderes. Wanke ist anti-DJ, er hat mE sogar öffentlich dagegen gepöbelt. Er ist voll auf
Lehmann-Linie. Seine Worte sind so nebulös, daß man sich irren kann. Aber seine Probleme mit dem Plural
von Kirche sind etwa so geistreich wie der vor Jahren im V2-Milieu beliebte Spruch, wonach die Trennung
der Christen ein „Skandal“ sei. Auch da ging es nicht darum, gegen die „Reformation“ mobil zu machen,
sondern gegen das Beharren auf dem Dogma. Und so ist das auch jetzt wieder. Tut mir ja leid, aber Sie
werden die intention eines Bischofs nicht dadurch ergründen, daß Sie sich auf eine rein grammatikalische
Analyse beschränken, das geht bei „pastoraler Sprache“ garantiert schief. Da müssen Sie schon auf den
Kommunikationszusammenhang achten.
Höck II Im Plural des Begriffs Kirche steckt für mich eine grundsätzliche theologische Ungereimtheit
Dieser Satz soll also richtig und wahr sein. Das ist er wohl nur bei oberflächlicher Betrachtung, weil
unklar ist, ob Wanke damit meint, a) es gäbe nur eine Kirche Christi, die die katholische ist (Dogma)
oder b) alle Konfesionen sind Bestandteil der einen mystischen Kirche Christi, die dummerweise in Konfessionen
gespalten sind (Häresie) Es ist nicht klar. Von seiner sonstigen Tendenz her tippe ich auf b). Und das
ist das Problem mit Schwätzern wie Wanke. Im übrigen darf man das durchaus beurteilen. Denn als Bischof
sollte er das Ja Ja Nein Nein ernst nehmen. Tut er es nicht – er tut es nicht – kann ich daran mein Unwerturteil
anknüpfen.
@ Thomas A… Höck Was Sie mir als Aussage unterstellen, habe ich so nicht gesagt. Im übrigen bleibt
der Fakt: Wanke äußert sich durchweg unverständlich, und es ist nicht erkennbar, worum es ihm konkret
geht. Dabei äußert er sich aber gern und häufig; keine Bistumszeitung ohne mindestens zwei Bilder von
ihm (die Eitelkeit dürfte die Grenze des Läßlichen also überschritten haben). Die konkrete Formulierung
mag varriieren, der Stil bleibt, die Aussage ist nicht eindeutig, die Tendenz aber steht. Mein Urteil:
ein eitler modernistischer Dummschwätzer.
Wanke ist ein Schwätzer Es ist nicht fruchtbringend, Wanke zu zitieren in der Hoffnung, klare Worte zu
hören. Wanke ist ein redundanter Schwätzer. Klare Aussagen hört man von ihm nicht. In der Tendenz ist
er ein übler Modernist. Insofern ist völlig egal, was er sagt; was er damit meint, weiß eh nur er und
morgen sagt er was anderes.
Bush … ist gegen Abtreibungen. Daß er dabei Ausnahmen zuläßt – von denen diejenige der Gefahr für
die Mutter sogar kath. Lehre entspricht – ändert daran nichts. Also, liebe Redaktion, ändern Sie die
diffamierende Überschrift, von mir aus in „Bush nicht absolut gegen Abtreibungen“.
FSSPX Es mag zwar sein, daß das Bistum die Kirche nicht an die FSSPX abgibt. Aber wenn der dt. Distrikt
einen Brief an die Pfarrgemeinde sendet und anbietet, die Kirche zu übernehmen, dürfte die iözese ganz
schnell von ihren Schließungsplänen abrücken.
Inhoc… : Polen Oje, ist das finster. Es gab in Polen keine Untergrundkirche, weil die Kirche dort immer
viel zu strak war, als daß die Kommunisten hätten offen gegen sie vorgehen können. Der Untergang des
Kommunismus, der ohne Polen nicht so schnell vonstatten gegangen war, ist ein bleibendes Verdienst von
JP2. Das anzuerkennen verlangt die Wahrheit, ohne daß man deshalb seiner katastrophalen Theologie folgen
müßte. Trotzdem sei zu seiner Ehrenrettung eingewandt, daß er im Vergleich zu den Bischöfen seiner
Zeit wie ein Vertreter des reinen Glaubens erschien – leider nur realtiv, das ist das Schlimme.
Tja, Kali, dann dürften sie aber den Syllabus nicht mögen, genausowenig wie die Lehrentscheidungen des
Konzils von Trient. Im Ernst, Denkverbote bziehen sich nur auf Meinungen, nicht auf Fakten. Es besteht
auch bei liberaler Auslegung kein Recht auf die Behauptung, die Erde sei eine Scheibe. Wenn man Sie deshalb
zB aus dem Schuldienst als Geographielehrer entließe, wäre das i.O… Das kann man auf eindeutig festgestellte
und aktenkundige historische Sachverhalte ebenso übertragen. Was in Dtl und Österreich den § 130 rechtfertigt,
ist über die nachgewiesene Geschichste hinaus eben die Tatsache, daß das Verbrechen hier stattgefunden
hat. So wie die Besucher eines Gottesdienstes Anspruh auf Schutz haben oder etwa Kundgebungen auf Friedhöfen
verboten sind, so verlangt die Pietät und Achtung vor den Überlebenden wie die raison d etre – Nie wieder! –
daß man vor irgendwelchen dämlichen Leugnungen bewahrt bleibt. Diese würden das Anstandsgefühl der
Übrlebenden wie das der historisch Gebildeten schwer beleidigen, so daß man sich hier dazu entschließen
kann, derartige Behauptungen zu untersagen. Wie gesagt, die Katholische Kirche hat gegen solche Praktiken –
zu Recht – keine Einwände.
Kali: Ja ja nein nein Kali, labern Sie hier doch nicht so geschwurbelt. Hand auf’s Herz: Sind durch die
nationalsozialistische Herrschaft unter Einsatz staatlicher Machtmittel gezielt und zentral gesteuert
mehrere Millionen Juden – einschließlich der Frauen, der Kinder, der Alten – aus ideologischen Gründen
deportiert und anschließend fabrikmäßig getötet worden; Ja oder Nein?
Kali: Dichtung und Wahrheit Kali, wer sitzt wegen einer Zahl im Gefängnis? § 130 StGB bestraft nur solche
Leugnungen, die geeignet sind, den öffentlichen Frieden zu stören. Im übrigen bekommen Sie nur bei
hartnäckigem und wiederholtem Leugnen Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Erlaubt ist: 1) eine sachliche
Auseinandersetzung um die Zahl, 2) eine Debatte um die Einordnung (singulär oder nicht singulär). Verboten
sind: 1) eine Leugnung, 2) eine unsachliche Verharmlosung, d.h. eine Reduzierung der Opferzahlen dahingehend,
daß dies einer Leugnung nahekommt, 3) eine Verdrehung von Täter und Opfer. Dagegen wird nichts einzuwenden
sein. Die Meinungsfreiheit rechtfertigt Einschränkungen um der öffentlichen Ordnung willen. Und als
Katholik sollten Sie ohnehin wissen, daß der Irrtum niemals die gleichen Rechte wie die Wahrheit haben
kann. Daher gibt die Religion ohnehin keine Rechtfertigung für Holocaust-Leugner. Zu den Zahlen: Die
6 Mio erechnen sich aus den von der Reichsbahn bei der SS abgerechneten Fahrkarten für die Fahrten ins
Lager. In der Wiss. geht man von etwas über 5 Mio. aus. [link]Shoa.de[link] nennt 5,7 Mio. Raul Hilberg,
der bedeutendste Holocaust-Forscher, liegt bei 5. Das sind gesicherte Zahlen. Es gibt keine seriösen
Stimmen, die deutlich darunter liegen. Wer also zB 2 Mio oder weniger postuliert, muß schon nachweisen,
daß er es ehrlich meint und nicht nur den öffentlichen Frieden stören will. Diese Störung wäre dann
strafbegründend.
Kali: § 130 StGB Damit haben Sie sich gerade nach §130 der Volksverhetzung schuldig gemacht. Die Zahl
muß immer 6 sein. Wegen solchen Aussagen sitzen einige Menschen in BRD Gefängnissen. So schnell wird
man selbst zu einem „Verbrecher“. So ein Quatsch! Auch renommierte Holocaust-Forscher sprechen von 5 Mio.
Schau Dir den Gesetzestext einmal an!
Die Islamische Bedrohung zu ignorieren ist schon heftig. Die Twin Towers, der Anschlag auf die Madrider
S-Bahn und die Londoner U-Bahn, auf die deutschen Touristen in Tunesien, die brennenden Vorstädte Frankreichs
und nun der Karikaturen-Streit – reicht das nicht? Die Ursache dieser Attacken ist der totale Anspruch
des Islam. Und gegen den müssen wir eintreten, zum einen als Christen, zum anderen als verfassungstreue
Bürger. Und wir stehen gegen den islamischen Anspruch auch deshalb, weil wir ihm in Glaube und taat etwas
entgegenzusetzen haben, das der Scharija überlegen ist. Nur weil einige im Westen, vielleicht auch eine
Mehrheit in Westeuropa, dekadent ist und die westliche Welt dadurch besudeln, heißt das noch lange nicht,
daß man unsere Zivilisation aufgeben dürfte oder – wie die hiesigen Verschwörungstheoretiker – auch
noch dazu jubeln darf. Nein, wir müssen angesichts der Bedrohung an zei Fronten kämpfen; nach außen
mit den Amerikanern und Israelis, nach innen um eine kulturelle Trendwende.
@ Yersinia – Durchhalten! Yersinia, das ist das Tragische: Daß viele der Forumsteilnehmer sich aus der
Realität verabschiedet und in spinnerte Verschwörungstheorien verstiegen haben, die es ihnen unmöglich
machen, die Wirklichkeit mit zu gestalten, so daß sie untätig am Rande stehen und sich dadurch, daß
dann die Anderen ihr Werk umsetzen, auch noch in ihrer Bunkermentalität bestätigt fühlen. Deshalb nochmal
zur Klarstellung: 1. Die Westmächte waren im 2. WK den Nazis moralisch haushoch überlegen. 2. Der Islam
ist eine antichristliche totalitäre Lehre, deren Ziel die weltweite Herrschaft ist, was u.a. das Ende
des Christentums bedeuten würde. 3. Das Christentum ist die Wurzel der westlichen Welt, es muß unser
Ziel sein, den Westen zu rechristianisieren. 4. Sofern der derzeitige Westen gegen den Islam kämpft,
ist das in unserem Interesse; ein re-christianisierter Westen würde nichts anderes machen. 5. Daß die
USA die westliche Vormacht sind ist erfreulich, die Alternative wären schwul-sozialistische Europäer
mit überalterter Bevölkerung, die sich kulturell längst selbst aufgegeben haben.
Amerika, Du hast es besser! Hier sieht man die Früchte der „Christian Coalition“. Leider wollen die Antiamerikaner
hier im Forum weiter ihren Verschwörungstheorien fröhnen anstatt anzuerkennen, daß politisch gesehen
die Wiederbelebung des Konservatismus in den USA die einzige Chance ist, auch in Europa wieder die Oberhand
gegen die ganzen Schwulen und Sozialisten zu bekommen, die unser Land und die ganze Alte Welt ruinieren.
Wir haben keine Zeit, denn der Islam steht schon im Lande. Deshalb: Wenn wir die Zukunft gestalten wollen
anstatt weiter von der Wiedererrichtung imaginärer Goldener Zeitalter zu träumen, dann ist es Zeit,
sich vom Antiamerikanismus zu trennen.
Weihen Ich gehe auch von der Gültigkeit der Weiheformeln aus (bei Zweifeln bei der Intention), gleichwohl
ist die Frage zu wichtig, um nach dem Motto „da nicht sein kann, was nicht sein darf“ darüber hinweg
zu bügeln. Benedikt, Sie haben zutreffend darauf hingewiesen, daß in der Weiheformel das Amt bezeichnet
sein muß. Und da sind wir eben beim „spiritum principalis“. Eindeutig? Die deutsche Übrtragung „Geist
der Leitung“ – mit der übrigens B16 Bischof wurde – ist schon eher eindeutig. Und zum zweiten meine ich
schon, daß ein Ritus aus der Tiefe der Zeit kommen muß. Denn in der Tradition wirkt Gott, er steht hinter
ihr. Die neuen Formeln sind hingegen Menschenwerk, in das man dann nur die zuvor herauskristllisierten
Elemente der von Gott stammenden Formeln hineingebastelt hat. Verschaffen diese Elemente nun die Gültigkeit,
oder ist die Gültigkeit prioritär und sind die Elemente nur Zeichen der bereits zuvor bestehenden Gültigkeit?
Dann wären die neuen Formeln wohl ungültig, mit der unbequemen Folge, daß die Sedesvakantisten nicht
ganz so daneben lägen wir wir es gern sehen.
Heinrich Heine Heine zählt zu den großen deutschen Schriftstellerm, er war u.a. der Lieblingsdichter
Bismarcks. Auch wenn er nicht katholisch war, ist Brandenburgensis’ Bemerkung ein schlimmes Zeichen mangelnder
Bildung. Es gilt, was Paulus sagte: Prüft alles, das Gute behaltet. Und Heines Literatur ist gut, trotz
der Fehler ihres Autors. Im übrigen: Was wäre die deutsche Literatur ohne die Loreley?
@ Athanasius: Danke für die Antwort. Wobei T. schon die FSSPX-Weihen anzuzweifeln scheint. Denn sonst
hätte er sich ja nicht sub conditione nachweihen lassen. Allgemein sollte kreuz.net dem Sedesvakantismus
mal auf den Grund gehen. Insbesondere die Frage nach der Gültigkeit der V2-Bischofsweihe wäre eine vertiefte
Debatte wert. Denn V2 und FSSPX begründen die Gültigkeit ja mit dem Gebrauch der Formel durch Altsyrer,
was von der Kirche immer anerkannt war. DieSedevakantisten hingegen beharren auf der Ungültigkeit. Wer
weiß denn Näheres dazu? Entspricht die V2-Formel wirklich dem altsyrischen Vorbild oder ist sie eine
Täuschung a la „2. Hochgebet“?
Schon bitter Schon bitter, ich hatte noch von ihm den Primizsegen empfangen. Auch menschlich ist es doch
sonderbar, er dürfte ja schon während der Weihe Sedesvakantist gewesen sein, also Zweifel an der Weihe
durch Tissier de M. gehabt haben. Wieso empfängt er sie dann und liest ab dann täglich die Messe? Es
sieht so aus, als habe er die Ausbildung in Zaitzkofen mitgenommen – ein sedesvakantistisches Seminar,
das den Namen verdient, gibt es ja wohl nicht – um sich dann abzuseilen. Naja. Was P. Lingen angeht teile
ich seine Konsequenzen und zT auch seine Art nicht. Aber es ist doch festzustellen, daß er theologisch
erstaunlich fit ist. Seine Homepage prhl.crosswinds.net/ ist zwar etwas wirr und speziell die Beiträge
jüngeren Datums sind schwer verdaulich (Früchte der Sedesvakanz oder des Sedesvakantismus?), aber ich
habe nirgendwo bessere und auch wissenschaftlich sauberere Auseinandersetzungen etwa mit Walter dem Kasper
oder Rahner gefunden. Da steckt schon Wissen dahinter, das solte man anerkennen.
In den Wäldern Palästinas Ich wußte gar nicht, wie waldreich die Palästinensergebiete sind. Wenn die
Israelis derartig viele Bäume abgeholzt haben, muß es ja zuvor regelrecht ein gründer Ort gewesen sein.
Im Ernst, wie seriös sind denn diese Zahlen, bei dieser Quelle? Eine Verwaltung, die hochgradig korrupt
ist, dem Verbrechen nicht Herr wird, aber jeden Baum zählen, das kann sie. Respekt! Tut mir ja leid,
den Antisemiten hier im Forum den Jubel verderben zu müssen, aber diese Phantasiezahlen ändern an der
Realität nichts. Die lautet, daß in Palästina aus demokratischen Wahlen eine Hamas-Regierung hervorgegangen
ist, deren Ziel nicht die Stabilisierung des öffentlichen Lebens, sondern der Krieg gegen Israel ist.
Und wer Krieg führt, der soll sich über gerodete Palmen nicht aufregen. Ansonsten zum Nahostkonflikt
noch ein hübscher Aufsatz von Henryk Broder. www.henryk-broder.de/…buch/palaestina.html
@ Bendikt: Widerhall Widerhall in Blättern und im politischen Diskurs: das ist okay, das soll es ja sein.
So funktioniert ja die Willensbildung. Es gibt einen satirischen Input, und die öffentliche Meinung reagiert
zivilisiert darauf. Das Gegenteil: Man brandschatzt und boykottiert. Es gibt eben keine Diskussion, die
Debatte wird verhindert. Variante 1 ist etwas anderes als zwei. Und daß wir alles ackselzuckend hinnehmen
müssen, hat niemand behauptet. Aber die Reaktionen haben eben zivilisiert zu erfolgen und dürfen nicht
die grundsätzliche Freiheit der Satire untergraben. Ich kann also – wie es der apst getan hat – ein Unwerturteil
abgeben, darf aber nicht gleich zum Sturm auf die Pressefreiheit aufrufen. Ich meine, daß der Protest
im Westen diese Regeln beachtet hat, der im Iran nicht.
Verschwörungen, wohin man sieht … Für einige Experten hier scheint die Welt aus lauter Verschwörungen
zu bestehen. Eifersucht, Liebe, Machtstreben, Ehrgeiz, persönliche Animositäten, Unfähigkeit; kurz:
die in der gesamten Weltliteratur beschriebenen menschlichen Eigenschaften und Antriebe gibt es nicht,
es gibt nur Verschwörungen, überall, auch im Vatikan. Was die P2 betrifft: Sie als „Freimaurerloge“
zu bezeichnen, dürfte nur die halbe Wahrheit sein. Hintergrund ist, daß in Italien nach dem Krieg die
Kommunisten sehr stark waren, es bestand ein 50:50 Patt zwischen den Bürgerlich-Katholischen und den
Kommunisten. Um für den Fall einer kommunistischen Mehrheit gerüstet zu sein, hat man daher geheime
Strukturen geschaffen, um ggf. militärisch gegen eine kommunistische Regierungsübernahme vorgehen zu
können. Da waren dann alle, die sich sonst bekämpfen, vertreten: Katholiken, Liberale, Freimaurer, Amerikaner,
italienische Nationale, Mafiosi. Als 1989 die kommunistische Gefahr verschwand, verschwand auch diese
Gemengelage und mit ihr die P2. Merke: Die P2 war das Eregbnis der politischen Situation von 1945 bis
89, nicht ihr Urheber. Das gilt für andere geheime Bünde ähnlich. Sie sind Mitspieler, aber nicht alleinige
Akteure.
Aufregung über Karikaturen Benedikt, bei aller Sympathie: Aber daß nach den iranischen Holocaust-Bildchen
in Europa iranische und andere Botschaften islamischer Staaten attackiert worden wären, wäre mir neu.
Gegen einen Protest, wie er im Westen nach den iranischen Bildchen ablief, hätte niemand etwas einwenden
können: Man hat seiner Verärgerung zivilisiert Ausdruck gegeben. Wenn Sie die Karikaturen ansehen wollen
(beide) dann empfehle ich die Homepage von Henryk Broder www.henryk-broder.de/tagebuch/mullah.html nebst
einem ganz amüsanten Kommentar. Eins sollte also klar sein: Aufregung und Aufregung können verschiedene
Sachen sein. Denn in der islamischen Welt wäre es undenkbar, daß Broder beide Karikaturen einfach darstellt,
da wäre er bereits geteert und gefedert. Insofern halte ich wenig von dieser Beschwichtigung des radikalen
Islams. Sein Anspruch ist totalitär, er setzt ihn aggressiv um.
Antiamerikanismus und Antisemitismus gehen mal wieder Hand in Hand. Da wird anderenorts ier im Forum ein
Befreiungstheologe gefeiert, wenn man hier feststellt, daß die Twin Towers das Opfer eines islamistischen
Terroranschlags geworden sind, zu dem Al Quaida sich ja auch bekannt hat, muß man sich belächeln lassen
und dann natürlich der penetrante Israel-Haß. Danke, Frl. Ilse, Romulus etc.; ich dachte schon, hier
seinen alle irgendwie mit diesem Verschwörungstheorie-Bazillus infiziert. Richard, Sie legen mir Sachen
in den Mund, die ich so nicht geschrieben habe. Aber daß die Palis es trotz Milliarden Entwicklungshilfe
es nicht hinkriegen, ihr Gemeinwesen zu organisieren, dürften doch selbst Sie zugeben. Und weshalb die
Israelis dafür Schuld tragen sollen, ist mir nicht ganz klar. Die Juden haben da Land gekauft, ganz legal.
Dann hat die UNO ihnen nach den NS-Verbrechen einen Teil des Landes gegeben, wie den Pal. auch. Die Gründung
Israels war damit ebenfalls legal, i.ü. vom Vatikan anerkannt. Und Ägypten und Jordanien leben in Frieden
mit Israel. Nehmen Sie das doch endlich einmal zur Kenntnis.
Befreiungstheologie Manchmal verstehe ich dieses Forum nicht: Die Befreiungstheologie hat die lateinamerikanische
Kirche ruiniert und zum Vormarsch der Sekten geführt, da die Kirche lieber olitik als Seelsorge betreiben
hat. Der im Beitrag Gelobte war ein Vorkämpfer dieser falschen Theologie und ist nach wie vor einer ihrer
Säulenheiligen. Wieso gibt es hier so viele Stimmen pro Befreiungstheologie? Weil es gegen Amerika zu
gehen scheint? Oje.
Elendester Sünder Das Problem bei Leuten wie ES ist ja, daß jede Erwiderung sie nur noch weiter bstärkt.
Sie sind absolut sicher, daß ihre Wertung die allein richtige ist, folglich muß jeder, der das anders
sieht, entweder dumm oder böse sein, wobei Mischungsverhältnisse zugestanden werden. Insofern ist jede
Diskussion hoffnungslos. Was mich dabei nur ärgert ist, daß solche Typen den Katholizismus diskreditieren.
Im Ergebnis ist das Modernismus von rechts; in jedem kath. Obrigkeitsstaat hätte man ES zum schweigen
gebracht. Dank der demokratischen Mehrheitsgesellschaft bekommt er die Gelegenheit, seine Tiraden abzugeben.
Insofern ist er ein Krisenzeichen von Kirche und Gesellschaft, obwohl er natürlich meint, eben diese
Krise anzuprangern. Paradox.
Israel Frl. Ilse, danke für die nötige Richtigstellung. Ich befürcht nur, gegen festsitzende Vorurteile
kommen auch Fakten nicht an. Richard, ist Ihnen schon mal der Gedanke gekommen, daß die Palis an ihren
zugegebenermaßen schlechten Lebensbedingungen selbst schuld sein könnten? Wissen Sie, wieviel Geld allein
die EU der pal. Autonomiebehörde jährlich überweist? Oder die Arabische Liga? Und was wird damit gemacht?
Es versickert in den Taschen der pal. Führungsclique. Das einzige, was die pal. Autonomie hingekriegt
hat, ist ein korruptes und verfilztes System. Daran sind die Israelis bestimmt nicht schuld. Denen wäre
an einem funktionierenden Palästina durchaus gelegen, weil man dann einen Verhandlungspartner hätte.
Daß Israel heute eine High-Tech-Weltmacht ist und es in Tel Aviv Cafes gibt, die in Gaza fehlen, liegt
eher an der Kultur und der Regierungsform denn an Unterdrückung und Raub. Und Ihre Unterscheidung zwischen
taktischem und strategischem Angreifr ist zum Schießen. Damit machen Sie jedes Aggressionsopfer im Nachhinein
zum Angreifer. Deshalb bleibe ich lieber bei der klassischen Definition: Wer den ersten chuß abgibt,
ist solange als Angreifer anzusehen, bis die Präventivlage bewiesen ist.
Israel Richard, es mag ja sein, daß es rückblickend nicht gerade clever war, Israel ausgerechnet in
Israel zu gründen – es gibt auch viele, v.a. theologische Gründe dafür – nur ändert das eben nichts
an der Realität, wie sie sich uns darstellt. Wir haben einen kulturell europäischen Staat Israel mit
mehreren Mio Einwohnern, die da zT seit Generationen leben, der völkerrechtlich anerkannt ist. Und diese
Menschen und ihr Staat haben ein Recht auf Selbstverteidigung. Umgekehrt haben die Palästinenser nun
in ihrer Mehrheit die Hamas gewählt, die Israel ausradieren wil. Bereits jetzt sind in Israel Fensterplätze
in Cafehäusern leer, auch Busfahren ist ein riskantes Vergnügen geworden. Weshalb soll sich Israel denn
nun nicht davor schützen dürfen? Im übrigen: Willst Du ernsthaft bestreiten, daß es 1948 und 1973
die Araber waren, die den ersten Schuß lösten? Und 1967 waren es die Ägypter, die die Meerenge sperrten
und die Syrer, die Truppen aufmarschieren ließen. Ich kenne in Dtl. keinen seriösen Historiker, der
bestreiten würde, daß Israel 1948 und 73 angegriffe wurde und 1967 einem Angriff nur knapp zuvorgekommen
ist.
Recht auf Selbstverteidigung In mittlerweile drei Kriegen (1948, 1967 und 1973) wurde Israel angegriffen.
Seit über zehn Jahren tobt zudem die Inifada bevorzugt gegen Zivilisten. Da hat der völkerrechtlich
legitime und auch vom Vatikan anerkannte Staat Israel wohl das Recht auf Selbstverteidigung. Und der Bau
einer Mauer zur Abwehr äußerer Feinde war schon den alten Chinesen recht. Die neuen Haßpredigten der
Hamas zeigen i.ü., daß der Bau richtig ist, denn mit den Palästinensern kann man eben nicht verhandeln,
sie wollen den totalen Krieg. @ Richard, daß Zionismus und NS aus der selben Quelle sprudeln und israelische
Politiker alles Massenmörder seins sollen, mag ihrem verqueren Weltbild entsprechen, aber eben nicht
der Realität. Merke: Kriege gegen die Wirklichkeit kann man nicht gewinnen.
Staatsschulen – Privatschulen Benedikt schrieb: Dieser Vergleich ist untauglich. Da es in D eine Schulpflicht
gibt, dürfte der Staat gar keine eigene Schule aus diesem Grund schließen, da dann das schulische Angebot
an diesem Ort gefährdet wäre. Privatschulen dagegen sind Zusatzangebote, die keinen Beitrag zur Aufrechterhaltung
der Schulpflicht leisten. Genau so ist es! Und andere Privatschulen hätten bei der Vorgeschichte jetzt
dieselben Probleme. Deshalb nochmal: Anstatt sich jetzt wieder als verfolgte Unschuld zu sehen wäre es
angebracht, sich selbst zu fragen, was schief gelaufen ist, damit bei den anderen und – hoffentlich –
weiteren Schulen derartiges nicht nochmal passiert. Völlig untauglich sind die Meinungen, wonach Ohrfeigen
gut und staatliche Konsequenzen dagegen immer böse sind.
@Evelin – Machen Sie die Augen auf Lieber Gatte der Evelin, Ihre (zT auch berechtigte) Wut gegen den linken
Mainstream in Ehren, aber bleiben Sie bei der Realität: 1. Wann ist in Dtl. eine Privatschule wegen konservativem
Sexualkundeunterricht geschlossen worden? 2. Wann wegen „reaktionärem“ Geschichtsunterricht? 3. Wann,
weil sie Homoverbänden den Zugang verwehrt hätte? 4. Wann, weil sie im Deutschunterricht gegen die Jellinek
mobil gemacht hat (das gesamte dt. Feuilleton macht gegen J. mobil)? 5. Wann hat eine Schulbehörde wegen
eines kath. Religionsunterrichtes etwas gegen eine Schule unternommen 5. Und wann, weil Alternativen zur
Evolution vermittelt wurden (erst letztes Jahr hat ein zugelassenes Privatschulbuch, das sich evolutionskritisch
zeigt, einen Preis erhalten)? Nie! In allen Fällen: Nie! Die staatliche Schulaufsicht ist tatsächlich
äußerst moderat, was pädagogische und inhaltliche Konzepte angeht. Das Prügelverbot ist aber eben
strikt, und das weiß doch auch jeder, der sich mit Privatschulen auskennt. Und wenn es im Gesetz steht,
dann gilt es, und dann hat es jeder zu beachten. Glauben Sie mir, ich war auch bestürzt, als ich die
Nachricht hörte. Und daß es die eigene Dummheit ist, die hier ursächlich ist, macht es nicht besser.
Aber man muß das doch einmal anerkennen, damit in Zukunft derartiges nicht nochmal vorkommt.
@ Evelin – So weit liegen wir nicht auseinander Ihrem Beitrag wird man im wesentlichen nicht widersprechen
können. Nur folgt daraus nicht, daß die gesamte Politik, Wirtschaft und die Medien zentral gesteuert
werden. Es folgt daraus eben nicht, daß für alles und jeden eine zentrale Machtinstanz handlungsleitend
ist (Verschwörungstheorie). Im übrigen haben Sie die innerwestliche Differenz zwischen uns und den Liberalen
beschrieben, aber die interkulturelle Auseinerandersetzung mit dem Islam außer Acht gelassen.
@Athanasius – Haß? Diejenigen die hier für Schliessung argumentieren, zeichnen sich durch ihren Hass
gegen die Römisch-katholische Kirche aus. Das kommentiert sich selbst: weil man erklärt, wie sowas von
sowas kommt, haßt man die Kirche. Ich weiß nicht, ob A. die Kirche haßt, aber wenn er auf dem Niveau
weitermacht, würde er sie zumindest ruinieren. Gut, daß weder in der FSSPX noch in der Kirche einer
auf A. hört. Niemand argumentiert pro Schließung, aber man muß doch einfach zur Kenntnis nehmen, daß
die Schließung selbstverschuldetes Elend ist. Nach einer entsprechenden Abmahnung noch zweimal zuzuschlagen
ist in einem unvorstellbaren Maße dämlich, und ich bezweifle, daß es soetwas in der dt. Schulgeschichte
der letzten 20 Jahre schon einmal gegeben hat. Daß Rot-Grün jetzt schreit und auch die Grundschule dichtmachen
will, ist klar. Aber das wird die Verwaltung nicht machen, und im übrigen wäre dagegen auch ein Gang
zu den Verwaltungsgerichten erfolgversprechend. Aber die Realschule hat man – befürchte ich – aus eigener
Dämlichkeit verspielt. Und die Debatte, die ich erwarte, ist, wie man daraus lernen kann anstatt hier
wieder die verfolgte Unschuld zu geben.
Sachlich bleiben Auch wenn es einigen nicht ins Weltbild paßt: Die Schule wäre auch dann geschlossen
worden, wenn sie zB der Gewerkschaft gehören würde. Sie war wegen ähnlicher Vorkommnisse vor einem
halben Jahr abgemahnt worden, und dann passiert das wieder. Da ist dann Schluß, egal, wer Träger ist.
Im übrigen sollten die Diskutanten sich nicht immer in der Opferrolle sehen. Die Schule hatte tatsächlich
einflußreiche Förderer in der Saar-Regierung. Anderenfalls wäre sie schon letztes Jahr geschlossen
worden. @Stimme: Deutschland hat eines der privatschulfreundlichsten Schulsysteme der Welt, da hier Privatschulen
sogar staatliche Mittel erhalten. Die staatliche Schulaufsicht widerspricht dem Naturrecht nicht. Und
daß der Staat bei Problemen eigene Schulen nicht schließt, sondern nur Personal austauscht, folgt schon
daraus, daß er verpflichtet ist, für geschlossene Schulen Ersatz zu schaffen. Er müßte also schließen
und sofort neu gründen. Private hingegen müssen das nicht, da sie nur Ersatzschulen sind. Ein abgemahnter
Lehrer, der wieder schlägt, fliegt an staatlichen Schulen. Generell: Bleiben wir sachlich. Die Ursache
der Misere liegt bei uns. Anstatt auf die bösen Feinde zu schimpfen sollten wir lieber professioneller
werden. Dann hätten wir auch mehr Gehör in der Öffentlichkeit.
@ Stimme – Sie simplifizieren unzulässig Was hat Christus denn mit dem Zitat gemeint? Bestimmt nicht,
daß es eine hierarchische Weltherrschaft mit dem Teufel an der Spitze gibt. Denn dann wären Röm13 und
„Gib dem Kaiser“ nicht denkbar. Christus meint, daß die „irdischen“ Eigenschaften wie Gier, Ehrgeiz,
Eitelkeit etc. und die entsprechenden Folgen wie Reichtum, Ansehen und Macht keine himmlischen Kategorien
sind. Auch die Verurteilungen der Freimaurerei sagen nichts anderes als daß es im innerweltlichen Ringen
um Einfluß organisierte Gruppen gibt, die kirchenfeindlich sind und daß man sich von denen fernhalten
soll. Daß deshalb die gesamte Politik, Wirtschaft und die Medien ferngesteuert seien, wird nirgendwo
gesagt. Politik ist, in der Halle der Geschichte nach dem Mantel Gottes zu greifen und ihn ein paar Sekunden
festzuhalten. Es mag sein, daß auch Freimaurer zuzupacken versuchen; aber deshalb ist nicht jede Politik
und jeder Presseartikel vorherbestimmt von Geheimbünden. Das ist grotesk. Es ist übrigens auch untheologisch.
Denn wenn Gott durch eine Organisation, die Kirche, das Gute bewirkt, dann muß der Satan das Böse mit
dem Gegenteil, dem Chaos, bewirken. Und in diesem Chaos kommt das Böse eben durch die dezentralen bösen
Eigenschaften und Wünsche der vielen atomisiert wuselnden Menschen zustande. Satan eine Ordnung zuzubilligen
wäre schon zu viel des Guten. Die Messen der FSSPX besuche ich übrigens aus Glauben, der wenig mit einer
bestimmten Vorstellung von politischen Abläufen zu tun hat.
Natürlich sieht die Bruderschaft das so. @Benedikt: Natürlich sieht die Bruderschaft das richtig. Ich
war nur über diese fürchterlichen Kommentare hier so erschrocken, wonach die Schließung nicht eine
normale Verwaltungsmaßnahme sein soll, sondern ein gezielter und bewußter Schlag gegen den Katholizismus.
Weiter, daß das Prügelverbot, das eben auch vom Hl. Don Bosco vertreten wurde, ein Akt zur Umerziehung
des Volkes gegen den Katholizismus sei und es deshalb eine Art Pflicht zum Widerstand gebe, man also seine
Kinder und Ehefrau prügeln müsse. Gegen diese Ansammlung von Unsinn wollte ich einfach und nüchtern
antreten, auch weil ich weiß, daß die FSSPX dieselbe Meinung vertritt wie ich in disem Fal oder auch
der zu Unrecht geschmähte Wiener. Eine Frage: Mein „Elendester Sünder“ seine Beiträge eingentlich ernst
oder ist er ein agent provocateur?
Hl. Don Bisco Bei aller Sympathie für die FSSPX (ich gehe da auch zur Messe): Aber daß an einer Schule –
zumal wenn sie nach Don Bosco benannt ist – nicht geschlagen werden darf, ist doch klar. Das steht nun
einmal so im Schulgesetz, und damit basta. Das Geetz gilt. Derartige Probleme mit schlagenden Lehrern
gab es an der Schule schon letztes Jahr, und damals ist die Schule abgemahnt worden. Und nun wurde wieder
zugelangt. In einem solchen Fall wäre jede Privatschule, egal wer ihr Träger ist, geschlossen worden.
Jede! Daß staatliche Schulen nicht geschlossen würden, ist richtig, dort würden „nur“ der Lehrer und
wohl auch der Rektor gefeuert. Nur folgt das daraus, da das Gesetz nun einmal davon ausgeht, daß der
Staat eine Schule leiten kann, während der Private das eben beweisen muß. Daß ein solches Gesetz irgendwie
naturrechtswidrig wäre, ist nicht zu erkennen. Jetzt kann man lang und breit lamentieren, ob das Prügelverbot
im SchulG richtig oder falsch ist. Nur: Solange es besteht, ist es zu beachten. Von jedem! Und wenn es
wiederholt gebrochen wird, muß der Staat eingreifen. Gegen jeden! Und: Ich würde meine Kinder nicht
von einem Lehrer ohrfeigen lassen, sondern auf einer Abmahnung (beim ersten Mal) und einer fristlosen
Entlassung (beim zweiten Mal) bestehen. Insofern halte ich es mit dem Hl. Don Bosco und finde das Verbot
des Prügelsn richtig und gut.
Israel Scharon dürfte recht haben. Der Islam ist eine Kultur der Stärke. Dshalb ist es ja auch so strunzdumm
zu meinen, man müßte nur Israel räumen (was ohnehin irreal ist) und sofort wäre Rihe und Frieden.
Das Gegenteil ist der Fall: Das wäre nur ein Zeichen der Bestärkung der Islamisten. Man würde dann
offensiv die Islamisierung Europas angehen. Jedes Zurückweichen verstärkt die Militanz.
Verfasungstreue Das Geschwätz, insb. vom elendsten Sünder, ist nicht zum Aushalten: Nur weil man Ihnen
in Ihren extremen und realitätsblinden Aussagen weder Aufmerksamkeit noch Gehör schenkt, folgt daraus
nicht automatisch, daß die westliche Welt von bösen Verschwörern regiert wird. Es könnte auch sein,
daß man Ihnen nicht zuhört, weil das, was Sie sagen, Sie außerhalb des Kreises der ernstzunehmenden
Menschen stellt. Wir befinden uns in einer kulturellen Auseinandersetzung innerhalb der westlichen Welt
und als eine westliche Welt mit dem Islam. Richtig ist, daß der in Europa derzeit herrschende Teil des
Westens, der liberale, gegen die islamische Herausforderung nicht gewappnet ist. Deshalb sind wir gefordert,
unsere Stimme zu erheben und so mitzuhelfen, in der Auseinandersetzung mit dem Islam zu bestehen. Dabei
muß doch aber klar sein, daß im Hinblick auf den Islam der Westen als Einheit auftreten muß und ja
auch vom Islam so wahrgenommen wird. Insofern ist es die Zeit, die Rolle der Religion in er Öffentlichkeit
neu zu erobern. Denn die Liberalen (zumindest die Schlauen unter ihnen) erkennen die Notwendigkeit dazu
nunmehr. Wer sich diese Chance entgehen läßt, weil er an irgendwelche Weltverschwörungen glaubt, der
soll für diesen Unsinn zumindest nicht das Christentum als Ausrede mißbrauchen.
@DDL: Eins folgt aus dem anderen Demon, ohne Sie würde bei diesen Debatten doch direkt was fehlen. Zur
Sache: Daß ein praktizierender Homo ein Problem mit der kath. Lehre haben, dürfte unbestritten sein.
Insofern folgt aus dem Schwul-Sein etwa eines Priesters immer auch, daß er theologisch eher liberal ist.
Was den Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie angeht, spricht die einschlägige Mißtrauensstatistik
in den USA Bände. Über 80 Prozent der Übergriffe dort waren homosexuell veranlaßt. Insofern dürfte
der Zusammenhang von Sodomie und Pädophilie in den USA nach den Regeln der Sozialwissenschaft bewiesen
sein. Und der zwischen Sodomie und Häresie folgt aus der Logik. Mit Entenhausen hat das wenig zu tun,
obwohl ich mich natürlich zu den Donaldisten zähle.
Statistik k-c: Die Statistik hast Du selbst geliefert. Nach Deinen Zahlen sind ca. 25 % der Opfer Jungs,
wobei Du weißt, daß die Täter zu nahezu 100 % Männer sind. Bei einem geschätzten Schwulenanteil von
5 % – alles andere ist Propaganda – folgt daraus eine fünffach höhere Wahrscheinlichkeit für einen
schwulen Übergriff als für einen normalen (wobei das bereits die Lesben außer acht läßt). Dazu kommt
noch die Altersverteilung. Die Übergriffe bei Heterosexuellen spielen sich fast ausnahmslos im Bereich
der Frühpubertierenden ab, während es bei Homos eutlich weniger Skrupel gibt, sich auch an Kindern zu
vergreifen. Eins folgt aus dem anderen: wenn man bereits die Grenzen des Normalen und Natürlichen überschreitet
und mit Männern ins Bett steigt, gibt es dann eben auch in der Folge keine Grenzen mehr.
Kirche in Amerika Der Beitrag paßt doch. Die US-Kirche ist doch bekannt dafür, daß sie a) homosexuell
unterwandert b) liberal ist und c) ein Kinderschänderproblem hat. Das sind alles Merkmale des selben
Problems. Der Zusammenhang zwischen Sodomie und Pädophilie ist statistisch eindeutig nachweisbar, und
daß kinderschändende Schwule ihre Probleme mit der Glaubenslehre haben, folgt zwangsläufig aus der
Diskrepanz zwischen ihrem Tun und der natürlichen Odnung. Daher kann es nicht verwundern, daß es solche
Studiengänge gibt. Das einzige, was dagegen helfen würde, wäre ein Machtwort aus dem Vatikan.
Gindert-Müll Der Gindert-Text, der wohl – leider – eine Mehrheitsmeinung unter den Katholiken wiedergibt,
ist gefährlichr Unsinn: 1. Er ist akatholisch, da er die „Rechte“ des Islams denen des Christentums gleichsetzt.
Richtig ist hingegen, daß aus dem Recht, gegen das Bilderverbot des Islam zu verstoßen, keineswegs das
Recht zu Dümmlichkeiten wie dem „Piss Christ“ etc. führt, da eben ein Unterschied bsteht zwischen der
Wahrheit und dem Irrtum. 2. Er verkennt die Notlage der westlichen Welt. Der Islam, dem es darum geht,
auch in Europa das islamische Gesetz einzuführen, greift an und behauptet in der Karikaturen-Frage das
Recht, sich gegen die dänische Verfassung zu behaupten. Gerade weil das Christentum aufgrund seiner längeren
Geschicht sehr genau weiß, was der Islam will, kann es hier nicht abseits stehen oder gar noch denjenigen,
die ihm – unter Verweis auf die Verfasung – Paroli bieten, in die Hand fallen. Nein, hier geht es nicht
um die Frage nach den Grenzen der Satire, hier geht es um die Frage nach der Hohit über Europas Presse;
wird diese bestimmt durch die europäischen Verfassungen (die man von mir aus für reformbedürftig halten
kann, was hier aber unerheblich ist) oder wird sie bestimmt durch den Islam. Wer da auf der falschen Seite
steht, hat nicht nur den Schuß nicht gehört, sondern ist auch gefährlich, weil er vom Richtigen ablenkt.
Liebe Schwuchteln! Es ist ja menschlich nachvollziehbar, daß Ihr hören wollt, Euer Treiben sei normal.
Nur: Es ist eben nicht so. Die menschliche Gesellschaft basiert auf der Ehe zwischen Mann und Frau, da
nur sie Kinder hervorbringt. Dazu gibt es dann noch, um den Draht nach oben zu pflegen, zölibatäre Priester,
die aber, wären sie nicht Priester, verheiratet sein könnten. Homosexualität ist gegen die natürliche
Ordnung gerichtet. Der afrikanische Bischof hat völlig recht. Da Ihr das insgeheim wißt, meckert Ihr
auch so laut!
Homosexualität ist immer das Ende … … einer Zivilisation. Sie ist das untrügliche Zeichen für den
bevorstehenden Untergang. Daß es um diesen dümmlichen Vulgärhdonuismus, der sich in westeuropa und
den Küstenregionen der USA gebildet hat, besonders schade ist, kann ich nicht sagen. Der afrikanische
Bischof ist ermutigend, weil er beweist, daß man in anderen Weltgegenden – das geht in Polen los – noch
vernünftig ist und die Wirklichkeit zur Kenntnis nimmt. Homosexualität ist nun einmal das Letzte, es
zerstört die Gesellschaft und ist einfach widerlich.
Ungültigkeit der V2-Weihen? Eines der entscheidendes Argumente der Sedesvakantisten ist die vermeintliche
Ungültigkeit des Bischofsweiheritus. M.E. ist die neue Formel aber eine alte orientalische Formel des
Syrer, die seinerzeit von der Römischen Kirche anerkannt war. Und das idT etwas zwielichtige „spiritum
principalis“ wird in der deutschsprachigen Fassung mit „Geist der Leitung“ übersetzt, was wohl schon
eindeutig und klar ist. Insofern dürfte das Wortlautargument gegen die Weihe nicht durchdringen.
@Catholicus Die Gültigkeit der Neuen Messe habe ich nicht bestritten; sie [fett]kann[fett] gültig sein,
wobei ich angesichts des Bildungs- und Glaubensstandes der mi bekannten Priester davon überzeugt bin,
daß sie idR ungültig ist („Guten Morgen, liebe Geschwister, ich begrüße Sie zu unserer Mahlfeier!“).
Die Rechtgläubigkeit kann man sehr wohl bestreiten. Die Approbation eines Missale ist doch kein Akt der
Unfehlbarkeit. Es würde der Heiligkeit der Kirche viel mehr widersprechen, diese Messe unbeirrt durch
die Jahrhunderte zu schleifen, nur weil man den kapitalen Fehler nicht einsehen will, den man in der 60er-Jahre-Euphorie
gemacht hat. Insofern ist sicher eine Vorrausetzung zur Anerkennung des NOM, daß dieser zumindest in
Teilen katholisch wird. Dazu gehören Offertorium, mindestens eine Korrektur der anderen Kanones sowie
das „pro multis“. Aus ästhetischen Gründen wäre auch ein Verbot dieser furchtbaren Weiber angebracht,
die einem immer die Lesung mit ihrem salbunsvoll-dümmlichen Pathos vermiesen.
Locker bleiben! Es gibt überhaupt keinen Grund, diese Homilie auf die Goldwaage zu legen: Es wird verhandelt.
Bereits das führt zu wüstesten Beschimpfungen seitens der Sedesv. gegen die FSSPX sowie zur Verunsicherung
bei Teilen der Bruderschaft, die teilweise seit 30 J. kämpfen. Also muß Bischof Fellay beruhigende Worte
finden, daß niemand beabsichtigt, das Anliegen der Bruderschaft zu verraten. Das hat er getan. Die Predigt
ist an diese Zweifler adressiert, nicht an Kard. Castrillon. Was den Brief angeht, sagt F. nur, daß er
nicht darum bitte, die Exkommunikation aufzuheben. Was aber nicht heißt, daß er nicht einen Brief anderen
Inhalts schreibt, etwa mit der Bitte, aufzuhören, von Exkommunikation zu sprechen. @zwobbel: B16 hat
als Kard. Ratzinger gesagt, die „Zerstörung der Liturgie“ (=NOM) sei der Hauptgrund für die Kirchenkrise.
Natürlich ist die neue Messe in sich schlecht, weil sie kein vollgültiger Ausdruck der kath. Theologie
ist. Sie ist geschaffen, diese Theologie aus ökum. Rücksicht zu verschleiern. Das zu sagen, ist keine
„Häresie“, sondern die Wahrheit. Deshalb ist eine Rückkehr Roms zur Messe auch Vorraussetzung für ein
Wiedererstarken des Glaubens. Diese Rückkehr wird nicht von heute auf morgen erfolgen, aber eine schrittweise
„Re-Tridentisierung“ der neuen Messe, etwa durch Wiedereinführen des Offertoriums u. Vorschreiben des
Römischen Kanons neben Zulassung der „alten“ Messe wären solche Zeichen der Rückkehr, die man erwarten
kann.
Bloß nicht klein beigeben! In diesem Streit warne ich davor, sich auf die Seite der Moslems zu schlagen.
Die Liberalen mögen antikatholisch sein, aber sie sind ein Teil des Abendlandes, sie entspringen unserer
Zivilisation. Nach außen hin, zum Islam, sitzen wir im selben Boot. Wenn wir es jetzt dulden, daß uns
Moslems unsere Gesetze vorschreiben und es in Europa unmöglich wird, ilder des Propheten Mohammed zu
publizieren, dann ist der Abwehrkampf gegen den aggressiven und eroberungssüchtigen Islam schon verloen.
Deshalb habe ich kein Verständnis für Verständnis mit dem fanatischen Islam. Die Dänen gehen – wenn
auch aus teilweise inakzeptablen Gründen – mit gutem Beispiel voran. Religion ist nicht gleich Religion.
Und die falsche Religion des Islams muß demaskiert werden. Das Ergebnis zählt, nicht die Motivation,
die vorliegend die Pressefreiheit ist. Wer hier die Moslems verteidigt, weil es gegen eine Religion geht,
der setzt die Wahrheit mit dem Islam gleich. Es gibt also sicher ein Recht des Christentums, sich gegen
allzu böse Satire zu wehren (wobei wir immer großzügig waren), aber dem Irrtum, dem Islam, steht dieses
Recht nicht zu.Denn die Wahrheit hat immer mehr Rechte als der Irrtum.
Unfehlbare Wahrheitsfeststellung Demon, niemand außer Ihnen hier hat ein Problem mit der Vorstellung
einer unfehlbaren Wahreheit. Das Problem ist, daß es einige gibt, die die entsprechende (einschränkende)
Definition des Vatikanums I nicht kennen, sondern meinen, alles, was irgendwann in Rom einmal entäußert
worden ist, sei unfehlbar. Unfehlbar ist, wo unfehlbar draufsteht. Daran muß jeder festhalten. Daß es
daneben eine Reihe Fragen gibt, die nicht letztgültig entschieden sind und auch nicht zur Entscheidung
anstehen, ist doch klar. Hier gilt das das Prinzip des Gehorsams. Und dieses an sich klare Prinzip scheitert
eben derzeit daran, daß die Autoritäten es mit den unfehlbaren Lehrsätzen nicht mehr so genau sehen.
Es bleibt dann ein Gehorsam, der zum selbstzweck wird, und nicht mehr als Annex der objektiven und unabänderlichen
Lehrsätze dasteht. Diesen Gehorsam lehne ich ab. Und nun dreht sich die ganze Debatte um die Frage, ob
das zulässig sei und damit weitergehend, ob denn tatsächlich die Hierarchie sich, wie von mir und den
anderen Lefebvrianern postuliert, von der objektiven Wahrheit entfernt hat (was die Vorraussetzung unseres
Gehorsamszweifels ist). Daß Prinzip der Unfehlbarkeit sowie der Inhalt des depositum fidei wird hier
aber nur von Ihnen und einigen anderen Agnostikern/Atheisten bestritten.
Gehorsam und Potter Zwobbel, Ihr Christentum hat etwas Depressives. Christus ist die Wahrheit, und durch
die Unterordnung unter die Wahrheit werden wir frei. Bei Ihnen kommt hingegen eine traurige Gehorsamsreligion
raus, die es Ihnen nicht erlaubt, ohne „Erlaubnis“ zur trid Messe zu gehen. Das kann es nicht sein. So
ähnlich war es, als ein Bekannter seinen Pius-X-Meßbesuch beichtete und dafür eine Buße ableistete.
Er begriff einfach nicht, daß Glaube immer rein objektiv ist und es deshalb nicht darauf ankommt, was
eine aktuelle Obrigkeit dazu gerade subjektiv meint. Da hier aber persönliche Fragen betroffen sind,
biete ich Ihnen einen privaten Diskurs per Mail dazu an. Demon, Ihr rationalistisches Weltbild in bezug
auf Potter hat etwas Rührendes. Es erinnert mich an die Szene in „Homo Faber“, in der Faber in der mex.
Pampa notlandet und wortgewaltig darüber sinniert, weshalb die Schatten der Pflanzen keine Dämonen sind,
wobei der Gag darin liegt, daß niemand von ihm verlangt, Dämonen zu sehen. Er entäußert einen vorhanden,
aber unterdrückten Glauben. Frei werden Sie erst dann, wenn Sie anerkennen, daß es zwischen Himmel und
Erde mehr Dinge gibt, als wir sehen, und diese in Ihre Betrachtung einbeziehen. Denn dann müssen Sie
nicht aggressiv immer Ihre – nach zweihundert Jahren „Aufklärung“ nur noch lächerliche – verm. Rationalität
dadurch herausstellen, indem Sie – wie Faber – gegen Dämonen kämpfen, wo nur Pflanzen sind und damit
den wahren Dämonen auf dem Leim gehen.
an Zwobbel: Gehorsam? an Demon: Potter Mensch, Zwobbel, das Christentum ist doch mehr als Gehorsam! Es
ging bei der FSSP-Gründung nur um Gehorsam, um nichts anderes? Das bestätigt ja schlimmste Befürchtungen.
Es gibt keinen Gehorsam außerhalb der Wahrheit, da der Gehorsam der Wahrheit dient. Mit ihrer Gehorsams-Lehre
gäbe es heute keine alte Messe mehr. Von Anfang an ist die ganze Tradition ein Ungehorsam gegen die seit
dem V2 herrschende Linie. Und auch die Verräter von 1988 sind von Lefebvre trotz Suspension, und damit
unerlaubt, geweiht worden. Und mit Recht: denn ein Paul VI, der in seinem Pontifikat die Kirche ruiniert
hat (wieviel Tausend Priester sind abgefallen?), und ein JP2 mit Assisi und „Gott schütze den Islam“
kann in solchen Momenten keinen Gehorsam einfordern. Der Gehorsam findet in den Grenzen des Dogmas statt.
Päpstlicher Primat heißt, der Papst hat nichts zu melden, außer, er vollzieht die festgestellte Wahrheit.
Wir sind in einer objektiven Religion, und nicht in einer „Papst befiehl, wir folgen Dir“-Sekte. @Demon:
Potter war eines von vielen Argumenten. Und angesichts der kulturellen Bedeutung dieses Bestsellers für
die Jugendkultur und -literatur kein so lächerliches, wie Sie es gern hätten. Potter hat das Potential,
die grundlegende Wertung der Magie als böse, die sich in der Jugenliteratur gehalten hat, umzustürzen
und damit die Dämme, die unsere Kinder von Esoterik und Magie schützen, zu brechen. Wer hier nicht klar
steht, kann nicht behaupten, er sei eine Stütze des Glaubens.
Pinochet Als jemand, der Südamerika mehrmals ausgiebig bereist hat, ein paar Infos: Pinochets Putsch
ist von der Mehrheit der Chilenen einschl. des Erzbischofs von Santiago begrüßt worden. Allende mußte
weg, er führte das Land in den Bürgerkrieg. Problematisch ist nur, ob P. dann auch eine mehrjährige
Diktatur errichten durfte oder besser sofort Wahlen angesetzt hätte. Für P. spricht das Ergebnis: er
hat das Land von Korruption gesäubert und zum wirtschaftlichen Vorreiter in Lateinamerika gemacht. In
Chile sind etwa 40 Prozent der Menschen überzeugte „Pinochetistas“, und da würde ich als Chilene auch
dazu gehören. Demgegenüber ist Chavez ein atheistischer Idiot, etwas Kommunist, etwas Wagnerianer, etwas
Operetten-Schauspieler. Er führt sein Land geradewegs in den Ruin, wirtschaftlich nd ideel. Und daß
er antisemitisch ist, stimmt, das folgt schon aus seinem Antiamerikanismus. Antiamerikanismus und Antisemitismus
gehen lider Hand in Hand, wie man auch in diesem Forum schmerzlich lesen kann, selbst von ansonsten sympathischen
Diskutanten. Deshalb: das Problem dieser Welt sind nicht israelische Politiker oder das US-Militär, das
Problem sind Sozialisten und Linksliberale, die die Fundamente unserer Kultur untergraben und anstatt
der Hl. Dreifaltigkeit ihre eigene Dreifaltigkeit setzen: Homo-Ehe, Drogenfreigabe und Pazifismus. (Von
radikalen Moslems ganz zu schweigen)
Petrusbruderschaft III Filip Jovic: Niemand haßt die FSSP. Aber es ist doch ein Fakt, daß deren Trennung
von Lefebvre dem traditionellen Anliegen mehr gechadet als genutzt hat. Teile und Herrsche – und wer sich
am Teilen beteiligt, hilft nunmal der Gegenseite. Bei allem Verständnis, aber daß es bei der Gründung
der FSSP 1988 nicht um eine Sache zugunsten der Tradition ging, sollte man ehrlich feststellen. Nun hat
die FSSP sicher eine Entwicklung zurückgelegt und es sind viele Priester hinzugstoßen, die von den unglücklichen
Ereignissen 1988 unbelastet sind. Trotzdem ist bei FSSP-Leuten immer diese ewige Anti-Pius-X-Haltung zu
merken, dieses ewige Rechthaben- und Rechtbehaltenwollen, was etwa den Christus-König-Priestern dankenswerterweise
fehlt. FSSP identifiziert sich bis heute nicht in ihrer Ablehnung von Lehmann etc., sondern in ihrem Gegensatz
zu Lefebvre. Und das ist unendlich störend und abstoßend. Deshalb genießt die FSSP auch im traditionellen
Lager immer weniger Anerkennung. Die 28 Neueintritte in Griciliano sind eben auch Kandidaten, die Wigratzbad
mißtrauen. Man merkt der FSSP ihre innere Zerrissenheit an. Oder, wie es mir ein ex-FSSP’ler sagte: „Die
FSSP ist ein liturgischer Club“. Nur ist das eben zu wenig.
Petrusbruderschaft II Seit wann blüht die FSSP denn? Soweit man hört, steht sie kurz vor der Spaltung.
Eine Reihe ihrer Patres konzelebriert. Ihr ehem. Oberer, der das unterbinden wollte, wurde gekippt. Keiner
weiß, was deren nächstes Generalkapitel brigen wird. Ihr Dogmatiklehrer erklärt, ein Ritus ohne Wandlungsworte
sei gültig, einer irer Seelsorger, Harry Potter wäre toll. Na, wenn das die blühenden Rebstöcke und
die Jungbrunnen der Kirche sein sollen, dann gute Nacht. Im Ernst: Petrus kann einem doch leid tun. Für
ihren Verrat an Lefebvre und die dadurch eingeleitete Trennung der Tradition hat sie in der Amtskirche
keinerlei Lohn erhalten, und nach der Aussöhnung mit FSSPX wird es sie wohl aufreiben. Kirchengeschichtlich
hat der Verrat der Petrusleute es der Amtskirche erst ermöglicht, die Unterdrückung der Tradition bis
heute aufrecht zu erhalten. Hätte die ganze Tradition 1988 hinter EB Lefebvre gestanden, wäre man viel
schneller zum Einlenken gezwungen gewesen. Gleichwohl bleibt zu hoffen, daß nach einer Eingliederung
der FSSP in das neue Pius-X-Sekretariat die Gruppe unter der weisen Leitung eines Pius-X-Sekretärs ihr
in der Praxis durchaus segensreiches Werk fortsetzen kann, ohne vom Modernismus zerfressen zu werden.
Petrusbruderschaft Wenn man sich die Entwicklung der FSSP ansieht, wird deutlich, daß die Trennung von
Lefebvre 1988 ein Schuß in den Ofen war. Schlechter als Petrus kann man gar nicht mehr behandelt werden.
Es scheint, als ob die Amtskirche den alten Grundsatz beachtet, wonach zwar der Verrat nützlich sei,
aber man deshalb den Verräter nicht zu mögen braucht. Das Gesprächsergebnis des Petrus-Mannes bei Glenn
war genau dasselbe wie das von P. Pfluger bei Bischof Reinelt – nur daß man der FSSPX mehr als doppelt
soviel Zeit schenkte. Nachdem nun Rom auf die FSSPX zugeht und erklärt, ein Schisma bestünd enicht,
wäre es eigentlich an der eit, daß die FSSP erkennt, daß ihre Trennung 1988 ein Fehler war und auf
dem Weg von Buße und Umkehr nach Econe zurückkehrt. Aber das verhindern rein menschliche Animositäten,
kein sachlicher Grund.
@Brandenburgensis Ihre Demokratie-Meinung ist ein seltener Schwachsinn. Lesen Sie mal beim Hl. Thomas
nach. Im übrigen spiegelt sich in den Parlamenten eben nur das ab, was in der Geellschaft ohnehin da
ist. Es ist doch ganz einfach: wenn die Katholische Kirche zusammenbricht und ihre kulturprägende Kraft
verliert, bleiben eben auch in den Parlamenten nicht mehr viele übrig, die eine kath. Lehre vertreten.
Gäbe es ein kath. Milieu, dann gäbe es auch kath. Parlamentsmehrheiten. Wie in den 50ern. Daß das EP
in der Tat eine besonderes Schieflage ändert an diesen grundsätzlichen Erwägungen nichts. Der Beschluß
als solcher ist natürlich eine Schweinerei.
FSSPX Diskutieren wir wieder zum Thema statt zur Frage der Ostkirchen: 1. Gerade weil die FSSPX immer
betont hat, sich nicht außerhalb der Kirche zu stellen, kann sie ein Angebot wie das von Aulangier beschreibene
kaum ablehnen. Die Frage, wievele Bischöfe sie haben darf, ist kein Rechtfertigungsgrund, um draußen
zu bleiben; abgesehen davon, daß man da auch nachverhandeln kann. 2. Schwieriger ist es sicher bei der
Theologie. Hier gilt aber: a) Rom wir in Verhandlungen Forderungen nach nach einer Reform des M1962 aufgeben.
I.ü. hat Erzbischof Lefebvre selbst das – unglückliche – M1965 genutzt. Richtig ist, daß man sich auf
1962 nicht ausruhen sollte, sondern gerade beim Kalender wieder zu 1958 zurück muß. Nur geht das eben
nur unum cum Papa nostra. Eine Übernahme von Elementen des M1965 wäre aber sicher problematisch und
sollte vermieden werden. b) Bleibt das Konzil. Und da ist zufragen, als was man es anerkennen soll. Als
Dokument des ordentlichen Lehramtes? Dagegen wird man wenig haben können, denn dann ist es nicht unfehlbar,
und man darf daran fröhlich kritisieren und die Häresien darin anprangern. Als unfehlbares „Neues Pfingsten“?
Niemals! Auch das läßt sich aber wohl in Verhandlungen regeln. 3. Insgeamt ist die Lösung a la Administratur
doch die einzig realistische. Die „normale“ Kirche ist in praxi doch längst eine andere Religion, sie
ist vom Katholizismus so weit entfernt, daß es in der seelsorgrischen Praxis ohne entsprechende Brandmauern
nicht geht.
So nicht! Der Beitrag von P. Höhnisch ist traurig: Der Kampf um die Messe ist fast gewonnen. Auch dank
Höhnisch. Warum muß er jetzt diese Wischiwaschi-Haltung einnehmen anstatt zum Sturm zu blasen? Im übrigen
wird das „Das Konzil wollte den NOM nicht“-Geleier auch durch Wiederholung nicht wahrer: 1. Das Konzil
wollte eine Liturgiereform 2. Die Liturgie, die verändert werden sollte, ist das Missale 1962. Insofern
steht fest, daß jeder, der das M1962 nutzt, SC nicht umsetzt. 3. Die Liturgiereform, wie sie SC fordert,
geht in Richtung einer Anpassung an den modernen Menschen und will eine ständige Anpassung. Anders: es
ging nicht darum, einen neuen statischen Ritus zu entwickeln, sondern es sollte eine sich permanent weiterentwickelnde
Liturgie her. 4. Deshalb ist es unerheblich, ob den Konzilsvätern der NOM gefiele oder nicht (tatsächlich
haben sie angenommen), sondern erheblich ist, daß sie bewußt eine Liturgieveränderung wollten, deren
Ergebnis sie nicht kannten (und gegen das sie nicht aufbegehrten). 5. Deshalb ist eine „konservative Spielart“
des NOM a la Höhnisch mit dem Geist des NOM und von SC kaum vereinbar, vielmehr können sich die Liturgiereformer
bei ihren Experimenten viel eher auf ihn berufen. Der NOM ist eben keine klassische Liturgie, sondern
ein Baukasten zum Experimentieren. Und wer den NOM zu einer alten Messe zweiter Wahl machen will, wird
deshalb beiden nicht gerecht. Anders: Zwischen den Stühlen sitzt es sich unbequem.
@Demon Leider bleibt trotz Ihrer Nebelkerze der eigentliche Fakt bestehen: daß der Anteil der Schwulen
unter den Päderasten exorbitant höher ist als unter der Gesamtbevölkerung. Im übrigen: Ich nehme Ihnen
angesichts Ihrer Argumentationsmuster nicht ab, daß Sie mit einer Frau zusammenleben und nur „tolerant“
sind. Sorry, ich habe auch genug Schwule im Umfeld sitzen, und ich weiß, wie die dortige Apologie betrieben
wird. Und genauso argumentieren Sie. Nicht, daß es den Wert Ihrer Argumente verändern würde, aber warum
stellen Sie sich als „Hete“ hin, wenn Sie doch wahrscheinlich „Homo“ sind?
Homosexualität und Pädophilie Der Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie ist statistisch
eindeutig. Obwohl nur knapp 5 Prozent der Menschen schwul sind, beträgt der Anteil der chwulen bei Übergriffen
auf Kinder weit über der Hälfte. Daß die Schwulenbewegung nach wie vor versucht, sich den Zugriff auf
„Lustknaben“ zu sichern, kann jeder nachvollziehen, der die Programme der einschlägigen Vereine für
den Sexualkundeunterricht anschaut. Da gehen dann Homo-Aktivisten in die Schulen und werben für ihre
„Angebote“ in ihren Vereinsräumlichkeiten, wobei dann die übelsten Fetisch-Clubs in genau denselben
Räumen auch Veranstaltungen abhalten. Der Grüne Volker Beck, ein Vorkämpfer der Homo-Bewegung, hat
eine ganze Reihe von Vorstößen zur Legalisierung der Pädophilie unternommen, von denen er sich nicht
distanziert hat, die er nur aus Taktik derzeit nicht wiederhohlt. Man kann es drehen und wenden wie man
will: wenn man die Grenze des Natürlichen in der Sexualität durchbricht, gibt es kein Halten mehr. Homosexualität
war immer das Ende einer Zivilisation, un immer ging es mit Knabenschändung einher. Wieso sollte das
heute anders sein? Die Mißbrauchsfälle in den USA belegen den Zusammenhang von Homosexualität und Kindesmißbrauch
erneut eindringlich.
Objektiv und Subjektiv Subjektiv ist das Bemühen der Schwulen um Anerekennung ja verständlich. Weil
sie tief im Inneren wissen, daß sie daneben liegen, wollen sie unablässig hören, daß ihr Verhalten
auch richtig sei. Nur leider; diese Anerkennung kann man ihnen um der Wahrheit willen nicht erteilen.
Das Christentum ist nun einmal auf objektive Wahrheiten gebaut. Und deshalb findet auch die Nächstenliebe
nur in den Grenzen des objektiv Richtigen statt. Und objektiv wahr ist eben, daß die Homosexualität
nicht den Anfang, den Beginn einer Zivilisation markiert, sondern immer ein untrügliches Zeichen für
Ende und Untergang ist. Da das Christentum aber ewig ist, muß es sich von diesem Untergang dadurch distanzieren,
in dem es sich an ihm nicht beteiligt. Christliche Liebe heißt aber, den Untergehenden die Konsequenz
ihres Handelns mitzuteilen und sie aufzufordern, umzukehren. Genau das hat der Erzbischof von Boston getan.
Demgegenüber wäre es unchristlich, den Schwulen zu suggerieren, ihr Verhalten sei ok. Denn man würde
sie über das, was ihnen bevorsteht, im Unklaren lassen, was vorwerfbar wäre.
@Zwobbel Sie entkräften Argumente, die nicht die unseren sind: Natürlich hat Melchisedek nicht im Röm.
Ritus gepfert – aber er hat geopfert, im Gegensatz zum Regelfall des NOM-Priesters. Und das die Kirche
überzeitlich ist und die vorangegangenen Generationen mit einschließt, werden sie doch nicht bezweifeln
wollen. Auch mit diesen müssen wir in Einheit stehen, und Einheit heißt einig im Glauben, nicht in der
Struktur. Und daß sich Rom nicht bekehren muß? Paul VI war schon ein starkes Stück. Und was war mit
JP2 in Assisi, oder beim Koran-Kuß? Wer hat denn einen Lehmann zum Kardinal gemacht? Und von Benedikt
XVI wissen wir derzeit noch nicht allzuviel außer, daß er in der Vergangenheit nicht unbedingt ein lupenreiner
Vertreter des Dogmas war. Im übrigen: die FSSPX ist – im Gegensatz zu den Sedesv. – Teil der Kirche.
Aber sie weist darauf hin, daß es zwischen dem Katholizismus und der Religion, die infolge des V2 in
der vom V2 geprägten Kirche praktiziert wird, einen fundamentalen Unterschied gibt. Und die neue Religion
ist eben in Assisi (und nicht nur da) auch von Rom praktiziert worden.
Mit Blindheit geschlagen? Pelagius, sind Sie mit Blindheit geschlagen? Ihre Bemühungen, das V2 als in
der Tradition stehend zu erklären, sind etwa genauso geistreich wie die Bemühungen einiger europ. Gelehrter,
den Moslems anhand einer liberalen Koranauslegung zu erklären, wie der Islam wirklich ist und daß der
Fundamentalismus unislamisch sei. Eine Religion ist doch zunächst einmal mehr als der Text, sie ist Praxis.
Was das V2 ist, erkennen Sie, wenn Sie einen Blick in die Konzilskirche werfen und nicht, wenn Sie die
Texte, die ohnehin keiner gelesen hat und liest, „im Lichte der Tradition“ interpretieren. Öffnen Sie
Ihre Augen und sehen Sie sich das reale Konzil und seine Folgen an anstatt sich ein Konzil zurechtzuzimmern,
daß es so nicht gegeben hat. Natürlich handelt es sich bei dem, was in der real existierenden konziliaren
Kirche abgeht, um eine andere Religion als die katholische. Und diese reale Religion ist mit dem Katholizismus
unvereinbar. Wenn Rom nun versucht, mit dem Kunstgriff einer „traditionellen Konzilsinterpretation“ gegen
diese neue Religion Front zu machen – dann viel Erfolg bei dem Versuch. Es ist der Versuch, das reale
Konzil auszuhebeln durch das, was sich Benedikt als Konzil gewünscht hätte. Williamson hat über das
reale Konzil geschimpft, und damit hat er recht. Im übrigen: an den „dritten Weg“ glaube ich nicht; weder
in der Politik noch in der Religion. Ich befürchte daher, daß es auch bei seiner Auslegung unmöglich
ist, die V2-Texte irgendwie fruchtbar zu machen.
Mittel des Heils? Sorry, Romano, aber so einfach ist es nicht: Nur weil sich in den anderen Konfessionen
Spurenelemente der Wahrheit erhalten haben, sind die Konfessionen als solche – und davon spricht das V2 –
keine Mittel des Heils. Denn man kann zwar IN den anderen Konfesionen, nicht aber DURCH diese gerettet
werden. Wird man IN ihnen gerettet, dann immer nur DURCH die Kath. Kirche. Die anderen Konfessionen fühen
tatsächlich vom Heil weg, da sie nicht zur Kath. Kirche führen. Auf die unfehlbare Lehraussage des Konzils
von Florenz weise ich hin. Insofern halte ich den Satz tatsächlich für häretisch. Und nur weil das
V2 ein Pastoralkonzil war, ist so etwas hinnehmbar. Hätte es diesen Satz zum Dogma erklärt, hätten
die Sedesvakantisten recht. Doch auch als Pastoralaussagen sollten solche unseligen Formulierungen getilgt
oder zumindest klargestellt werden. Es muß klar sein: mit diesem Konzil, die Texte eingeschlossen, wird
es keine Kath. Renaissance geben. Es geht nur um die Frage, wie man das Konzil – erst die Messe, dann
die Texte – elegant verschwinden lassen kann, ohne eine Kirchenspaltung zu riskieren. Aber daß das Konzil
weg muß, davon bin ich fest überzeugt, weil es eben – wie Williamson richtig rausstellt – zu einer anderen
Religion, der des Menschen, führt.
„Der Geist Gottes hat sich gewürdigt … … die anderen Religionen als Mittel des Heils zu gebrauchen“.
Kann mir bitte einer der Konzils-Apologeten erklären, wie das zu „Nulla Salus extra Ecclesiam“ paßt?
Eines muß ich allerdings zugeben: die pastoralen Enzykliken des späten 19. Jhds waren nicht unfehlbar,
so daß Gotthart eine andere Auffassung vertreten kann, ohne deshalb außerhalb des Glaubens zu stehen.
Umgekehrt ist aber das V2 auch nicht dogmatisch, so daß man es ebensogut ablehnen kann und da, wo es,
wie in meiner ersten Frage, dem Glauben entgegensteht, sogar muß. Was man aber sicher ablehnen muß ist
der „Geist des Konzils“, also das, was uns das Konzil gebracht hat: den Zusammenbruch.
Athanasius Romanus zieht richtige Schlüsse aus einer falschen Grundlage: Wenn es tatsächlich „nur“ die
Texte des Vat II gäbe und ansonsten die Kirche intakt wäre, dann gäbe es wohl in der Tat keine Rechtfertigung
für das Verhalten des Erzbischofs Lefebvre. Lefebvre ist aber nicht gegen die Texte aufgestanden, sondern
gegen das „Ereignis Konzil“, also gegen die Einheit aus Texten, praktischer Umsetzung und darauf folgender
Apostasie. Und dieses Konzil als Ereignis ist eben offen antikatholisch, es leugnet in seiner Praxis und
in der sich daraus entwickelnden Theologie nahezu das gesamte depositum fidei. Es gibt kein „reines Konzil“.
Das V2 ist eben mehr als seine unglücklichen und schwammigen Texte, die ohnehin keiner liest. Der Maßstab
zur Beurteilung des Erzbischofs Lefebvre kann daher nicht die Textausgabe der onzilsbechlüsse sein, sondern
muß die auf das Konzil zurückzuführende Situation der heutigen Kirche sein. Im übrigen: Der Konzils-Satz
„Der Geist Gottes hat sich gewürdigt, die anderen Religionen als Mittel des Heils zu gebrauchen“ ist
selbst bei weitgehender Annahme der natürlichen Gotteserkenntnis eine glatte Häresie; das Dogma lautet:
Nulla salus extra Ecclesiam.
Es war Al-Quaida @Robert Kettelhorn: Auch wenn es einigen nicht paßt; die Anschläge von New York, Madrid,
London etc. gehen auf das Konto islamischer Terrorzellen, die zu dem Netzwerk Al-Quaida gehören und sich
das Ziel gesetzt haben, weltweit einen islamischen Staat wahabitischer Prägung durchzusetzen. Und zum
dritten Mal: Es hat exakt diejenigen Ermittlungen gegeben, die für derartige Anschläge vorgesehen sind.
In derartigen Fällen gibt es keine Gerichtsverfahren oder U-Ausschüsse. Übrigens: Wenn es welche gegeben
hätten, und diese wären zu dem Ergebnis gekommen, es habe sich um einen Al-Quaida-Anschlag gehandelt,
dann hätten Bondet und die hiesigen Verschwörungstheoristen ja auch gerufen: Alles Lug und Trug! Es
ist doch hoffnungslos: Man kann aufklären, wie man will, das Ergebnis steht für Sie von vornherein fest,
und wenn die Ermittlungen zu anderen Ergebnissen kommen, dann sind sie von finsteren Mächten, die keiner
kennt, manipuliert. Im übrigen: Wer den islamischen Terror nicht wahrhaben will, der kann ihm auch nicht
entgegentreten.
@griffo@Dr. Hegner Der Beitrag von griffo erinnert an eine Begebenheit während des Golfkriegs 1991, wo
in Frankreich Philosophen behaupteten, den Krieg gäbe es gar nicht, er sei nur eine Medienerfindung.
Da meldeten sich zwei Ärzte im Publikum, die als Rot-Kreuz-Mitarbeiter dabei waren. Die wurden dann beschimpft
nach dem Motto: Was nicht sein darf, das nicht sein kann. So ungefähr denken auch Griffo und Dr. H.:
1. Wer aus erster Hand wissen will, was der iranische Präsident sagt, möge unter www.irna.ir nachsehen
(offizielle iranische Nachrichtenagentur). 2. Dr. H. will nicht zur Kenntnis nehmen, daß eine andere
Aufklärung als durch einen Bericht der Ermittlungsbehörden gesetzlich für derartige Fälle nicht vorgesehen
ist. Der Bericht ist exakt das, was in solchen Fällen zu erfolgen hat. Kein Gerichtsverfahren, kein U-Ausschuß.
3. Nochwas Allgemeines: Die Nixon-Regierung schaffte es noch nicht einmal, den nächtlichen Einbruch im
Watergate-Komplex zu vertuschen. Aber der weltweite Terror, dessen Urheberschaft soll man vertuschen können?
Was soll so etwas bei keuz.net? Bei allem Respekt: derartige kruden Verschwörungstheorien dubioser Autoren
haben hier doch wirklich nichts verloren. Blondet hatte in den 80ern noch den Außerirdischen nachgespürt,
u.a. als Koautor von INTELLIGENZE EXTRATERRESTRI, 1988, jetzt hat er sich der Verschwörungstheorie verschrieben.
Erst versuchte er klarzumachen, daß die Amis selbst die Twin Towers zerstört hätten, und jetzt haben
die Engländer dasselbe nochmal gemacht. Wer hat dann eigentlich die Madrider U-Bahn gesprengt? Und wer
bombt im Irak und Afghanistan? Wer ist Osama bin Laden? Tut mir leid, aber Katholizismus heißt, die Realität
wahrzunehmen, und die ist einfach: Nachdem Scotland Yard festgestellt hat, daß die Täter der Anschläge
ums Leben gekommen sind, kann es keinen Gerichtsprozeß geben, weil ein solcher voraussetzt, daß es überhaupt
Angeklagte gibt. Und einen parlamentarischen Untersuchungsauschuß gibt es nur, wenn es einen Aufklärungsgrund
und Streit unter den Parlamentsfraktionen gibt. In den USA ging es um vermutete Pannen bei den Behörden,
in GB gab es da keine Zweifel. Ergo besteht keine Notwendigkeit für einen Ausschuß. Damit gibt es das
ganz normale Ende eines solchen Anschlages: einen Abschlußbericht der Ermittlungsbehörden. Blondet trickst:
er tut so, als hätte es ein gerichtliches oder parlamentarisches Verfahren geben müsen – was gerade
nicht so ist – und schlußfolgert dann munter, warum man das nicht getan hat. Nochmal: weil es nicht vorgesehen
war.