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#13 unitate fidei 20:08:56 | Sonntag, 3. Oktober 2010
Ultra Droog Es geht beim subsistit nicht um die Heilsfrage, sondern um das Selbstverständnis der katholischen
Kirche. Nach der traditionellen Lehre i s t die katholische Kirche die Kirche Christi. Dieses „ist“ stand
auf dem Pastoralkonzil zur Debatte, und man entschied sich, aus Gründen des Ökumenismus, das „est“ durch
subsistit zu ersetzen. Mehrmals hat Rom diese Ersetzung zu rechtfertigen versucht, zuletzt mit der Erklärung
der Glaubenkongregation vom 10.7.2007. Der zentrale Punkt bei der Sache ist folgender: Das „est“ besagt
eine Identität der katholischen Kirche mit der Kirche Christi in jeder Hinsicht. Das subsistit bedeutet
nur eine Identität in einer speziellen Hinsicht, nämlich hinsichtliche der Heilsmittel, was man in der
genannten Erklärung nachlesen kann. Deshalb hatte der Dogmatikprofessor Ratzinger Recht, als er von einer
Reduktion des katholischen Absolutheitsanspruch durch das subsistit sprach. Das durch das subsistit veränderte
Selbstverständnis der katholischen Kirche, ermöglichte es, das Verhältnis der Kirche zu den anderen
christlichen Denominationen gegenüber der traditionellen Lehre grundsätzlich zu verändern.
#52 unitate fidei 19:59:39 | Mittwoch, 29. September 2010
Rudolfus Haben Sie vielen Dank für Ihren Hinweis auf das Apostolische Schreiben „Unam sanctam“. Ich möchte
noch eine Ergänzung zur Kirchengliedschaft machen. Der bedeutende Kirchenrechtler K. Mörsdorf schreibt:
„Die Gliedschaftsrechte [können] ganz oder zum Teil beschnitten werden. Die Rechtsminderung beruht entweder
auf einer Sperre (obex), welche die Verbundenheit mit der Kirchengemeinschaft hindert, oder auf einer
Strafe, welche die die allgemeine Gliedschaftstellung angreift.“ Für diejenigen, die sich von der Kirche
trennen, besteht damit eine Sperre, die eine Verbundenheit mit der Kirchengemeinschaft ausschließt. Für
diese besteht also keine Gemeinschaft mit der Kirche und demzufolge auch keine unvollkommene Gemeinschaft.
Auf der gegenteiligen Lehre des Pastoralkonzils beruht dessen Communio-Ekklesiologie in Bezug auf die
anderen christlichen Gemeinschaften, die sich auf die falsche Elemente-Ekklesiologie stützt. Hier liegt
offenbar ein folgenreicher Bruch mit der traditionellen Lehre der Kirche vor.
#49 unitate fidei 16:41:48 | Mittwoch, 29. September 2010
Rudolfus Ich abe mich gefragt, was Sycamore so aus der Fassung gebracht hat. Es war wohl einerseits das
Zitat aus Mortalium animos, vor allem aber die folgende Passage:L. Ott: „Daß diejenigen, die sich von
dem Glauben und der Gemeinschaft der Kirche trennen aufhören, Glieder der Kirche zu sein, ist allgemeine
Überzeugung der Tradition.“ Dazu sagte ich: „In unserem Zusammenhang ist es entscheidend, und sollte
von Ihnen nicht bestritten werden, dass die Getrennten nach der traditionellen Lehre in keiner Gemeinschaft
mehr mit der katholischen Kirche stehen. Keine Gemeinschaft, d.h. auch, in keiner unvollkommenen Gemeinschaft.
Dem widerspricht das vom Pastoralkonzil geprägte Rom: Jene Elemente begründen angeblich eine unvollkommene
Gemeinschaft.“ Hier ist der Widerspruch des Pastoralkonzils gegen die traditionelle Lehre so offenbar,
dass Sycamore keine Möglichkeit mehr sah, zu verteidigen, dass das Konzil traditionskonform gelehrt hat,
was seinen Wutausbruch wohl erklärt. Hinzu kommt noch, dass diese angebliche „unvollkommene Gemeinschaft“
nicht nur zu den anderen Christen, sondern sogar zu deren Gemeinschaften behauptet wird, zu denen es nach
traditioneller Lehre nie irgendeine Form der Gemeinschaft gegeben hat.
#45 unitate fidei 09:02:52 | Mittwoch, 29. September 2010
Sycamore: Unverschämte Beleidigungen Ich werde hier erst dann wieder mit Ihnen disputieren, wenn Sie
sich für Ihre gemeinen Beleidigungen vom gestrigen Tag, 18;19, mir gegenüber entschuldigt haben.
#43 unitate fidei 20:25:22 | Dienstag, 28. September 2010
Sycamore Wenn Sie meinen Beitrag richtig gelesen und verstanden hätten, dann wäre es Ihnen nicht entgangen,
dass ich die traditionelle Lehre zitiert habe. Sagen Sie doch bitte, wo ich irgendetwas an persönlicher
Meinung hereingebracht habe. Wenn ich gesagt habe, „ … es sollte von Ihnen nicht bestritten werden …“,
dann bin ich, aufgrund Ihrer bisherigen Beiträge, davon ausgegangen, dass Sie beanspruchen, auf dem Boden
der traditionellen Lehre zu stehen, und deshalb sollten Sie es nicht bestreiten! Ihre argumentative Schwäche
in dieser Sache hat offenbar zu Ihrem Wutausbruch geführt. Sie wollen es offenbar nicht wahrhaben, dass
das Pastoralkonzil in mehr als einer Hinsicht einen Bruch mit der überlieferten Lehre der Kirche vollzogen
hat. Ihr Beitrag ist weit unter Ihrem sonstigen Niveau. Unsachliche Beschimpfungen dienen der Erkenntnis
gewiss nicht.
#39 unitate fidei 08:34:43 | Dienstag, 28. September 2010
Sycamore: Widerspruch ist keine Weiterentwicklung Pius IX in der Enzyklika Mortalium animos:„Der mystische
Leib Christi, das ist die Kirche, ist ja eine Einheit … und so ist es unangebracht und töricht zu sagen,
der mystische Leib könne aus getrennten und zerstreuten Gliedern bestehen.“ L. Ott: „Daß diejenigen,
die sich von dem Glauben und der Gemeinschaft der Kirche trennen aufhören, Glieder der Kirche zu sein,
ist allgemeine Überzeugung der Tradition.“ In unserem Zusammenhang ist es entscheidend, und sollte von
Ihnen nicht bestritten werden, dass die Getrennten nach der traditionellen Lehre in keiner Gemeinschaft
mehr mit der katholischen Kirche stehen. Keine Gemeinschaft, d.h. auch, in keiner unvollkommenen Gemeinschaft.
Dem widerspricht das vom Pastoralkonzil geprägte Rom: Jene Elemente begründen angeblich eine unvollkommene
Gemeinschaft. Die Elemente sind also doch die Basis! Wer diesen Widerspruch als Weiterentwicklung der
Lehre ausgibt, der sagt die Unwahrheit. Hegel lässt grüßen.
#37 unitate fidei 15:42:38 | Montag, 27. September 2010
Sycamore: Sonderstellung der Elemente-Ekklesiologie wenn der Autor die betreffenden Elemente genannt hätte,
dann hätte sich nichts an der Argumentation geändert. Ihr „wohlweislich“ ist also sinnlos. Wenn der
Autor von der Elemente-Ekklesiologie handelt, dann unterschlägt er nicht, dass in den Konzilstexten von
Communio die Rede ist. Aber wenn Sie aufmerksam das Zitat aus Ut unum sint gelesen hätten, dann hätten
Sie erkennen können, dass die Communio-Ekklesiologie, die heute als die entscheidende Ekklesiologie des
Pastoralkonzils betrachtet wird, auf der Elemente-Ekklesiologie basiert!!! Es steht doch außer Frage,
dass sowohl Pius XII. in Mystici corporis als auch Pius IX. in Mortalium animos, die katholische Kirche
mit dem Leib Christi exklusiv identifiziert haben. Nie wurde behauptet, dass sie die sichtbare Kirche
mit dem Leib Christi identifiziert hätten. Weichen Sie doch bitte nicht aus.
#15 unitate fidei 21:39:46 | Mittwoch, 30. Juni 2010
Erlebnis mit Bischof Dr. Koch Sehr geehrte Redaktion, Meinen Leserbrief „Erlebnis mit Bischof Dr. Koch“
wollte ich unter diesen Artikel setzen, aber ich positionierte ihn unter den Artikel „Keine gute Wahl“.
Vielleicht können sie ihn noch einmal hier zum Besten geben. Vielen Dank! Dr. Wolfgang Schüler
#73 unitate fidei 21:32:09 | Mittwoch, 30. Juni 2010
Ein Erlebnis mit Bischof Dr. Koch Vor einigen Jahren besuchte ich in Lindau einen feierlichen Gottesdienst
mit dem Zelebranten Dr. Koch, nicht um der Novus Ordo Messe beizuwohnen, sondern um mir die angekündigte
Sinfonie mit dem Paukenschlag von J. Haydn anzuhören. Der gewaltigste Paukenschlag kam allerdings nicht
von Haydn, sondern von Bischof Koch. In seiner Predigt deutete er auf den Tabernakel, stellte die Frage.
„Wohnt dort Gott?“ und beantwortete sie mit einem glasklaren „nein“! Dann fügte er hinzu: „Hier wohnt
der Name Gottes.“ Hat ihn die Leugnung der realen Gegenwart Christi im Tabernakel für sein neues Amt
prädestiniert? Jedenfalls kann er des Beifalls der Protestanten in dieser Sache ziemlich sicher sein.
#27 unitate fidei 19:45:45 | Donnerstag, 10. Juni 2010
religiöse Sozialarbeiter? Wenn es stimmt, dass die Mehrzahl der heutigen Priester keine Beichtväter
mehr sind, dann behauptet Kardinal Meisner mit dem letzten Satz des Zitats, dass die Mehrzahl der heutigen
Priester zu religiösen Sozialarbeitern werden, bzw. dass sie schon zu religiösen Sozialarbeitern geworden
sind.
Herr Kardinal, warum greifen Sie nicht Rom an? Herr Kardinal, ist Ihnen nicht bekannt, dass die Einleitung
zur Neuen Messe, die Institutio generalis Missalis Romani § 7 in ihrer ursprünglichen Form sagt: „Das
Herrenmahl oder die Messe ist die heilige Zusammenkunft oder die Versammlung des Volkes Gottes, das unter
dem Vorsitz eines Priesters zusammenkommt, um das Gedächtnis des Herrn zu feiern.“ Aus diesem Geist wurde
die Neue Messe fabriziert! Aufgrund von Vorhaltungen glaubenstreuer Katholiken modifizierte Paul VI. diese
antikatholische Begriffsbestimmung der Messe nachträglich in zwielichtiger Weise. Herr Kardinal, Ihr
Vorwurf fällt auf Rom zurück!
Gemeinsamkeiten im Glauben? Die Rede von Gemeinsamkeiten im Glauben der katholischen Kirche mit einer
anderen christlichen Religion ist nur scheinbar richtig. Denn in den beiden Religionen ist jede Glaubensaussage
mit allen anderen Glaubensaussagen derselben verbunden. Eine Gemeinsamkeit hinsichtlich einer Glaubensaussage
wäre nur dann gegeben, wenn sie erstens in beiden Religionen vorkäme und wenn zweitens alle Zusammenhänge
derselben mit den anderen Glaubensaussagen übereinstimmen würden. Letzteres ist aber nicht der Fall.
Natürlich kann man bei einer übereinstimmenden Glaubensaussage in beiden Religionen von den Zusammenhängen
absehen, in denen sie in diesen Religionen steht. Aber dann erhält man Abstraktionsprodukte in Bezug
auf den Glauben. Das Absehen von den unterschiedlichen Zusammenhängen bringt diese Zusammenhänge nicht
zum Verschwinden, sie existieren vielmehr weiter. Die sogenannten Gemeinsamkeiten der beiden Religionen
sind demnach keine Gemeinsamkeiten im Glauben der beiden Religionen, sondern es sind Gemeinsamkeiten in
Bezug auf Abstraktionsprodukte in Bezug auf beide Religionen. Die Einsicht führt den pastoralkonziliaren
Ökumenismus ad absurdum, weil er Einheit im Glauben anstrebt.
#27 unitate fidei 19:41:55 | Donnerstag, 11. März 2010
Kardinal Ratzinger über Kardinal Kasper Kardinal Ratzinger hatte Kardinal Kasper nach seiner Ernennung
zum Bischof von Rottenburg mit den Worten gelobt: „Die theologische Kompetenz und der pastorale Weitblick
Kaspers sind für die katholische Kirche Deutschlands eine kostbare Gabe.“ Zieht man in Betracht, dass
Kardinal Kasper z. B. mit seiner Lehre vom Dogma, seiner Christologie und seiner progressistischen Exegese,
der überlieferten Lehre der Kirche widerspricht, dann kann man über dieses Fehlurteil von Kardinal Ratzinger
nur den Kopf schütteln. Man fragt sich doch: Seit wann ist eine glaubenszersetzende Theologie ein Ausdruck
von theologischer Kompetenz, pastoralem Weitblick und eine kostbare Gabe für die katholische Kirche?!
Ja, man fragt sich weiter: Sollten gewisse theologische Positionen von Kasper und Ratzinger vielleicht
näher beieinander liegen, als viele konservative Katholiken meinen bzw. wahrhaben wollen?
Sinah Werte(r) Sinah, gerne antworte ich auf Ihre Frage. Ich besitze das zweibändige Werk von Dr. Wolfgang
Schüler: „Pfarrer Hans Milch – eine große Stimme des katholischen Glaubens“ (s. www.zweites-vatikanum.de).
Dort finden Sie den Schwur auf S. 1623ff, davor den Einladungsbrief zu dieser Glaubenskundgebung und danach
einige Bemerkungen zur Resonaz auf diese.
Schwur Den von Sinah zitierten Schwur legte zusammen mit weit über 1000 Gläubigen der große, unvergessliche
Kämpfer für den unverfälschten katholischen Glauben, Pfarrer Hans Milch, am 18. Mai 1980 in der Schwarzwaldhalle
zu Karlsruhe ab.
#122 unitate fidei 09:43:42 | Dienstag, 2. Februar 2010
Janos-der -Finstere Erzbischof Lefebvre befürwortete durchaus Gespräche mit Rom. Wenn er sagt: „Wenn
Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnütz zu reden“, dann ist damit offenbar gemeint,
dass es keinen Sinn hat, über ein Abkommen zu sprechen, solange Rom nicht auf den Boden der überlieferten
Lehre der Kirche zurückgekehrt ist. Dies zu erreichen ist gerade die Aufgabe der begonnenen theologischen
Gespräche, bei denen die Abkommensfrage ausgeklammert ist (s. Mitteilungsbatt, Februar 2010, S.2009.
Dort sagt Bischof de Galarreta: „Sie [die Kommission] beschäftigt sich weder theoretisch noch praktisch
mit einem Abkommen, welcher Art auch immer, sei es rein formalrechtlich, rein kanonisch oder rein praktisch.“)
#82 unitate fidei 22:13:02 | Montag, 1. Februar 2010
Alle Konzilsdokumente müssen auf den Prüfstand völlig unabhängig davon, welche Dokumente Erzbischof
Lefebvre unterschrieben hat, müssen sie alle auf den Prüfstand gestellt werden. Das wäre zweifellos
im Sinne des Erzbischofs, der in nachkonziliarer Zeit Erkenntnisse über diese Dokumente gewonnen hatte,
die er zur Zeit ihrer Abfassung offenbar noch nicht besaß. 1988 sage er über die Wiederaufnahme der
Gespräche mit Rom: „Ich werde die Frage auf der Ebene der Doktrin stellen: ‘Sind Sie einig mit den großen
Enzykliken aller Päpste, die Ihnen vorangegangen sind? Sind Sie einig mit ‘Quanta Cura’ Pius IX., ‘Immortale
Dei’, ‘Libertas praestantissimum’ Leos XIII., ‘Pascendi’ Pius’X., ‘Quas Primas’ Pius’ XI., ‘Humani generis’
Pius’ XII.? Sind Sie in voller Gemeinschaft mit diesen Päpsten und ihren festen Aussagen? Akzeptieren
Sie noch den Antimodernisteneid? Sind Sie für die Königsherrschaft Unseres Herrn Jesus Christus über
die Gesellschaft? Wenn Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnütz zu reden.“
#78 unitate fidei 21:40:48 | Montag, 1. Februar 2010
Ein Vorschlag Man kann sich fragen, auf welche Weise sich eine gründliche Auseinandersetzung mit den
Konzilstexten in den Gesprächen verwirklichen lässt. Um sie zu gewährleisten, sollte man sich zunächst
auf eine Reihenfolge für die Behandlung jener Dokumente einigen und dann, beginnend mit dem ersten, den
Text Abschnitt für Abschnittzur Debatte stellen! Dabei könnten die Vertreter der Priesterbruderschaft
auch zahlreiche Stellungnahmen glaubenstreuer Konzilsväter ins Feld führen, die in den Konzilsakten
dokumentiert sind. Diese Verfahrensweise würde es allen Beteiligten ermöglichen, sich auf die Passagen
vorbereiten, die in der folgenden Sitzung behandelt werden.
#81 unitate fidei 20:10:36 | Dienstag, 26. Januar 2010
Walter von Stolzing Zum Pastoralkonzil darf auch ich Ihnen einen link nennen www.zweites-vatikanum.de.
Dort finden Sie einen fiktiven Dialog zwischen zwei Konzilsvätern. Falls Sie ihn sich anschauen wollen,
empfehle ich, sich einen guten Rotwein zu genehmigen, und zwar aus einem Grund der dabei offensichtlich
wird. Sollten Sie speziell an der verhängnisvollen subsistit-in-Lehre des Pastoralkonzils interessiert
sein, erteilt www.subsistit.de Auskunft.
#58 unitate fidei 20:04:15 | Freitag, 15. Januar 2010
Die entscheidende Frage Die erste dogmatische Frage, die es zu klären gilt, lautet: Ist die katholische
Kirche die Kirche Jesu Christi? Ja oder Nein! Wenn Rom hierzu wieder – in Übereinstimmung mit der gesamten
Tradition der Kirche – ein klares Ja sagt, dann ist der wichtigste Schritt getan. Allerdings hätte dieses
Ja zur Konsequenz, dass die subsistit-in-Lehre des Pastoralkonzils von Rom widerrufen werden müsste,
wodurch das Ökumenismus-Dekret dieses Konzils hinfällig würde.
#27 unitate fidei 21:26:53 | Dienstag, 22. Dezember 2009
Was versteht das Pastoralkonzil unter der Kirche Jesu Christi? Was versteht das Pastoralkonzil unter der
Kirche Jesu Christi?Für die überlieferte Lehre der Kirche ist die Kirche Jesu Christi und die katholische
Kirche ein und dasselbe. Mit seiner subsistit-in-Lehre unterscheidet das Pastoralkonzil zwischen der Kirche
Jesus Christi und der katholischen Kirche, ohne den Begriff „Kirche Jesu Christi“ zu definieren!!! Die
Vertreter der Priesterbruderschaft St. Pius X. sollten deshalb darauf bestehen, dass die Vertreter der
Gegenseite schriftlich definieren, was im Sinne des Pastoralkonzils die Kirche Jesu Christi ist. Hier
geht es ja um das Zentrum des Selbstverständnisses der katholischen Kirche, das unter systematischem
Gesichtspunkt vorrangig ist vor dem Ökumenismus, der Religionsfreiheitsproblematik und dem Verhältnis
von Kirche und Welt. Denn wenn das Selbstverständnis der katholischen Kirche geändert wird, was durch
die subsistit-in-Lehre geschieht, dann ändern sich freilich auch die Relationen zur den anderen Religionen
und zur Welt.
keine Sorge, Leo Miles keineswegs erliege ich dem „Poor-Benedict-Syndrom“, denn dabei geht es darum, dass
man den Papst dafür bedauert, dass er von verschiedenen Seiten angegriffen wird. Davon ist in meinem
Beitrag keine Rede. Die beiden ersten Punkte weisen im Gegenteil darauf hin, dass er der Priesterbruderschaft
St. Pius X. gegenüber viel gut zu machen hat, was einen Kontrapunkt gegen die törichte Rede vom Akt
der Barmherzigkeit setzen soll. Auch im dritten Punkt bedauere ich den Papst nicht, denn er war ja an
der Herbeirufung der Geister beteiligt, die er jetzt nicht mehr los wird.
Nur ausgestreckte Hand? Mit der stereotyp wiederholten Rede von der zur Priesterbruderschaft St. Pius
X. hin ausgestreckten Hand des Papstes wird der Eindruck erweckt, als hätte er nur um dieser Bruderschaft
willen so gehandelt. Warum zieht man denn nicht in Betracht, dass er auch um seiner selbst bzw. um der
Kirche willen so gehandelt hat? Dafür gibt es Gründe von denen drei genannt seien: Erstens: Der Papst
stand auf dem Konzil auf Seiten der Modernisten und hat insofern Anteil an dem Unheil, das die entsprechenden
Passagen der Konzilstexte verursachten. Er weiß wohl, dass er bald vor seinem ewigen Richter für diese
Beteiligung Rechenschaft ablegen muss. Zweitens: Benedikt XVI. dürfte sich darüber im Klaren sein, dass
er als Präfekt der Glaubenskongregation Erzbischof Lefebvre übel mitgespielt hat und damit rechnen muss,
dass er auch dafür von seinem ewigen Richter zur Rechenschaft gezogen werden wird. Drittens: Er erkennt,
dass seine Versuche, Missstände, insbesondere im liturgischen Bereich zu unterbinden, weitgehend erfolglos
bleiben. Von einer Einbindung der Priesterbruderschaft St. Pius X. in den offiziellen Innenraum der Kirche
kann er sich versprechen, wirksamer gegensteuern zu können.
Die Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007 In diesem Dokument hat sich die Glaubenskongregation
speziell zur subsistit-in-Lehre des Konzils geäußert, und zwar in Form von 5 Fragen und Antworten zu
diesen. Wolfgang Schüler hat in seinem Buch „Benedikt XVI. und das Selbstverständnis der katholischen
Kirche“ eine genaue Analyse dieser Erklärung durchgeführt mit dem Ergebnis, dass die subsistit-in-Lehre
einen Bruch mit der 2000 jährigen Lehrtradition der Kirche darstellt. Daran ändern auch gewisse Wendungen
in diesem Dokument und dem beigefügten Kommentar nichts, die traditionskonform klingen.
Werter „für die Kirche“ Ihre Bemerkung, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. „eben nur ein paar
Sätze [des Konzils] erklärt haben will“ erweckt einen falschen Eindruck. Nehmen Sie das „subsistit in“:
Wenn Rom zur 2000 jährigen Lehre der Kirche zurückkehren würde, derzufolge die katholische Kirche die
Kirche Jesu Christi ist,dann würde der ganze konziliare Ökumenismus damit zu Fall gebracht. Das weiß
der Papst sehr wohl, sagte er doch: „In der Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt das ganze ökumenische
Problem verborgen.“
#14 unitate fidei 21:36:17 | Dienstag, 23. Juni 2009
Danke, Bischof Koch! Man kann ohne Übertreibung sagen, dass die Texte des Pastoralkonzils von niemandem
uneingeschränkt anerkannt werden können, weil allein schon die Widersprüche in denselben es notwendig
machen, selektiv zu verfahren. Zwei sich widersprechende Aussagen kann man nämlich nur scheinbar zugleich
anerkennen, weil die Anerkennung der einen die Anerkennung der anderen aufhebt. Diejenigen, die in der
gegenwärtigen Kontroverse um die Anerkennungsproblematik über das Pastoralkonzil urteilen, unterscheiden
sich darin, dass die einen – insbesondere die Priesterbruderschaft St. Pius X. – ehrlich sagen, dass sie
jene Texte nicht uneingeschränkt anerkennen und die anderen, insbesondere die Bischöfe, Priester und
Theologen im Rahmen der kirchlichen Offizialität, diese Tatsache leugnen. Mit Recht fordert Bischof Koch
von diesen: Mehr Ehrlichkeit, bitte!
#12 unitate fidei 18:37:39 | Dienstag, 23. Juni 2009
Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig! Es gibt zwei Arten eine bloß eingeschränkte Anerkennung
der Texte des Pastoralkonzils zu bekunden, nämlich mit Worten und mit Taten. Man kann Bischof Dr. Koch
nur stimmen wenn er feststellt, dass an den Taten derjenigen, die lautstark eine uneingeschränkte Anerkennung
der Texte des Pastoralkonzils fordern, erkennbar sei, dass sie selbst dieses nicht uneingeschränkt anerkennen.
Zu diesen gehören insbesondere die Bischöfe, was die Beispiele zeigen, die Dr. Koch anführt, und er
gibt freimütig zu, dass auch er jene Texte nicht uneingeschränkt anerkennt. Wollte Rom die uneingeschränkte
Anerkennung der Texte des Pastoralkonzils zur Voraussetzung für die Amtsausübung machen, dann müsste
es folglich alle oder fast alle Bischöfe ihres Amtes entheben. Was dem einen recht ist, das ist dem anderen
billig! Deshalb ist es unbillig, von der Priesterbruderschaft St. Pius X. zu verlangen, dass sie die Texte
des Pastoralkonzils uneingeschränkt anerkennen müsse, ganz abgesehen davon, dass sie Vorbehalte nur
bei den Punkten jener Texte geltend macht, bei denen sie einen Widerspruch zur überlieferten Lehre der
Kirche erkennt.
#17 unitate fidei 20:57:52 | Freitag, 24. April 2009
Die Kardinäle Ratzinger und Kasper im Ziel der Ökumene vereint? Im Jahre 1983 bemerkte Kardinal Ratzinger
in einem Gespräch mit der Zeitschrift „Communio“, Nr. 12, S. 581, unter dem Titel: „Luther und die Einheit
der Kirchen“, wobei er einschlussweise die protestantischen Gemeinschaften als Kirchen bezeichnete: „Das
eigentliche Ziel aller ökumenischen Bemühungen muß natürlich bleiben, den Plural der voneinander getrennten
Konfessionskirchen in den Plural von Ortskirchen umzuwandeln, die in ihrer Vielgestalt real eine Kirche
sind.“
#10 unitate fidei 15:56:52 | Sonntag, 8. Februar 2009
Strafanzeige gegen Dr. Friedmann Ich habe bereits bei der Polizei Strafanzeige gegen Dr. Friedmann wegen
obiger Aussagen gestellt und empfehle, dass sich diesem Vorgehen auch andere der Pius-Bewegung verbundene
Gläubige anschließen.
#24 unitate fidei 18:22:55 | Sonntag, 24. August 2008
Karljosef Dominus Iesus und die Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007 können insofern als
„Klarstellungen“ des subsistit in bezeichnet werden, als aus ihnen hervorgeht, dass eine fundamentale
Abweichung von der überlieferten Lehre der Kirche über sich selbst vorliegt. Im Gegensatz zu den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften
bringt die Priesterbruderschaft St. Pius X. die Irrtümer des Konzils zur Sprache und leistet allein schon
dadurch der katholischen Kirche, welche die Kirche Christi ist, einen unschätzbaren Dienst.
#47 unitate fidei 18:47:05 | Mittwoch, 20. August 2008
Das Elend der Petrusbruderschaft Zur Wahrheitsposition gehört unabdingbar die Verurteilung des Irrtums.
Wer darauf verzichtet, indem er zum Irrtum schweigt, der billigt, dass die Wahrheit verunehrt wird. Die
Petrusbruderschaft ist gezwungen, die Irrtümer des Konzils und des nachkonziliaren Roms zu verschweigen,
um ihre Existenz nicht zu gefährden. Das ist der Preis dafür, dass sie „das Richtige machen“ darf. Aber
mit dem „Richtigmachen“ ist es aus dem genannten Grund nicht getan. Demgegenüber bringt die Piusbruder-schaft
jene Irrtümer offen zur Sprache. Deo gratias!
#58 unitate fidei 19:58:13 | Dienstag, 5. August 2008
Zur Rolle von P. Tromp Nachdem die Theologische Kommission mit P. Tromp als Sekretär est vorgeschlagen
hatte, ging die Sache in eine Subkommission, die anstelle von est den von Anwesenheitslisten bekannten
Begriff adest (er ist da) vorschlug. Nachdem die Sache in die Theologische Kommission zurückgegangen
war, verlangte Bischof Schaus in der entscheidenden Sitzung am 26.11.1963, bei der auch J. Ratzinger anwesend
war, die Rückkehr zum est, weil es besser als adest die exklusive Identifikation zum Ausdruck bringe.
Doch P. Tromp folgt ihm nicht, sondern schlägt subsistit vor, was angenommen wird. Es gibt eine Reihe
von Indizien, die darauf hindeuten, dass der tapfere Verfechter des est aufgrund von erheblichem äußeren
Druck schließlich vom est abging, was bereits das Zitat von ihm in meinem vorigen Beitrag andeutet. Bei
dieser Ersetzung spielte J. Ratzinger eine besondere Rolle.
#55 unitate fidei 16:25:57 | Dienstag, 5. August 2008
catharina Alexandra v. Teuffenbach stellt in ihrer Dissertation fest: „Wenn wir unseren Blick durch die
Epochen der Ekklesiologiegeschichte gleiten lassen, erkennen wir, daß stets die katholische Kirche und
nur die katholische Kirche als Kirche Christi bezeichnet wurde.“ (S.115). P. Sebastian Tromp hatte als
Sekretär der Theologischen Vorberei-tungskommission eine Schlüsselstellung inne. Er war lange ein Ver-teidiger
des est und v. Teuffenbach kennzeichnet seine Position zum Verhältnis der Kirche Christi zur katholischen
Kirche folgender-maßen: „Die katholische Kirche ist die Kirche Christi, ja der Ausdruck ‘Kirche Christi’
steht als Synonym für die Katholische Kirche.“ (S. 176) Sie zitiert P. Tromp mit den Worten: „ … daß
die Idee, die Kirche könne jetzt nicht lehren, sie sei die einzige Kirche Christi sich immer stärker
verbreitet, mit anderen Worten, wegen eines gesunden Ökumenismus müsse die Kirche sich selbst verleugnen.’…
Tromp [betont] zweimal den Wunsch, das Konzil solle klar erklären, daß die katholische Kirche und nur
die katholische Kirche ‘Kirche Christi’ ist, unbeschadet anderer Möglichkeiten, zum Heil zu gelangen.“(S.
229ff). Dann aber fiel P. Tromp um. Interessiert es Sie warum?
st. georg Ich gehe hier nur auf die von Ihnen zitierte Behauptung des Kommentars zur Erklärung der Glaubenskongregation
ein, dass dem Übergang vom ‘ist’ zum ‘subsistiert’ keine „besondere theologische Bedeutung im Sinne einer
Diskontinuität mit der vorausgehenden katholischen Lehre zukommt“. Natürlich ist das Gegenteil der Fall,
was der Papst auch implizit eingestand, als er noch Präfekt der Glaubenskongregation war, und zwar mit
den im obigen Artikel zitierten Worten: „Die Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ schließt auch das
Drama der Kirchenspaltung ein“ bzw. „In der Differenz zwischen ‘subsistit’ und ‘est’ liegt das ganze ökumenische
Problem verborgen.“ Und da soll dieser Ersetzung „keine besondere theologische Bedeutung im Sinn einer
Diskontinuität mit der vorausgehenden katholischen Lehre“ zukommen? Hier liegt doch ein klarer Bruch
mit der traditionellen Lehre der Kirche über sich selbst vor, mit weitreichenden Folgen für das Verhältnis
zu den anderen christlichen Gemeinschaften: Während das est dem konziliaren Ökumenismus die Tür verschließt,
wirkt das subsistit als dessen Türöffner! Die Selbstrelativierung der katholischen Kirche, die das Konzil
durch die Ersetzung des est durch das subsistit in vollzog, war in der Tat die Bedingung der Möglichkeit
für die Ersetzung der vorkonziliaren Rückkehr-Ökumene durch die Koexistenz-Ökumene auf dieser Bischofsversammlung.
Der Übergang vom est zum subsistit ist der Übergang vom katholischen Absolutheitsanspruch zur Preisgabe
desselbe…
sachlich bleiben Manche scheinen sich inzwischen so weit von der traditionellen Lehre der katholischen
Kirche entfernt zu haben, dass sie nicht mehr wissen, bzw. nicht mehr wissen wollen, dass bis zum Zweiten
Vatikanum die Gleichung Katholische Kirche = Kirche Christi galt. Sie seien deshalb daran erinnert, dass
Pius XII in seiner Enzyklika Mystici corporis (1943) in Übereinstimmung mit der Tradition der Kirche
sagt: „Bei einer Wesenserklärung dieser wahren Kirche Christi, welche die heilige, katholische, apostolische,
römische Kirche ist [!] …“ Dr. Schüler argumentiert überzeugend. Wer etwas einzuwenden hat, der sollte
auf seine Argumentation eingehen.
#15 unitate fidei 16:56:34 | Samstag, 2. August 2008
Veronika Gerne würde ich Ihnen erklären, wo in der Elemente-Ekklesiologie der Wurm steckt, aber dazu
reicht hier leider der Platz nicht aus. Am Ende des obigen Artikels finden Sie aber eine Literaturangabe
dazu; die Kapitel V und VI haben diesen Wurm zum Gegenstand.
#12 unitate fidei 05:27:13 | Samstag, 2. August 2008
Besitzt der Islam kirchliche Elemente? Nein, und er selbst weist es weit von sich, kirchliche Elemente
zu besitzen. Der Islam besitzt aber z. B. die „Glaubenselemente“: „Es gibt einen allmächtigen Gott“ und
„Gott ist der Schöpfer aller Dinge“. Der Elemente-Ekklesiologie zufolge sind diese Glaubenselemente kirchliche
Elemente, und zwar auch dann, wenn sie außerhalb der katholischen Kirche auftreten. Also besitzt zufolge
der Elemente-Ekklesiologie der Islam kirchliche Elemente, ob er will oder nicht. Auch dieses Beispiel
zeigt, dass in der Elemente-Ekklesiologie der Wurm steckt?
#10 unitate fidei 22:34:16 | Freitag, 1. August 2008
Ist die Elemente-Ekklesiologie richtig? Ich denke, dass die ganze Elemente-Ekklesiologie verfehlt ist!
Die katholische Kirche ist nämlich eine unteilbare Einheit. Man kann sie nicht in Teile, in Bauklötzchen
zerlegen. Man kann die Einheit zwar unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten, aber diese sind keine
Teile der Kirche, sondern sie sind das Ergebnis bestimmter Betrachtungsweisen. Um es im Bilde zu verdeutlichen:
Die Kirche ist die Braut Christi und eine Braut hat keine Teile; es gibt keine „Braut-Elemente“, aber
man kann die Braut unter verschiedenen Aspekten betrachten. Wenn ein anderes Mädchen einen Gegenstand
besitzt, der von gleicher Beschaffenheit ist wie ihn die Braut besitzt, dann gewinnt dieses Mädchen durch
diesen Besitz keinen Anteil am Brautsein. Ebensowenig stellt der geistige Besitz anderer christlicher
Gemeinschaften einen Anteil am Kirchesein dar. Es handelt sich bei diesem Besitz zwar z. T. um Inhalte,
die auch in der Kirche vorkommen, aber es sind außerhalb der Kirche keine kirchlichen Inhalte, weil dazu
die Bindung an die Kirche notwendig ist. Diese Einsicht entzieht dem Ökumenismus des Konzils den Boden.
Abspaltungen anstatt Spaltungen „in“ Bei den Spaltungen handelt es sich in der Tat um Abspaltungen von
der katholischen Kirche, nicht um Spaltungen in ihr. Andernfalls hätte sie ja ihre Einheit verloren,
die eines ihrer Wesensmerkmale ist. Die Annahme von Spaltungen in der Kirche widerspricht dem Dogma: „Die
von Christus gestiftete Kirche ist einzig und einig.“ ( Vgl. L. Ott: „Grundriss der katholischen Dogmatik“,
Freiburg 1981, S. 365.) Ihre Einzigkeit und innere Einheit ist durch alle christlichen Jahrhunderte von
der katholischen Kirche verteidigt worden. So sagt z.B. Leo XIII. hebt in seiner Enzyklika Satis cognitum
die Einheit der Kirche mit den Worten hervor: „Zur Einheit ist die Kirche ihrem Wesen nach bestimmt, da
sie auch wirklich einzig und eins ist, …“
#38 unitate fidei 21:51:41 | Dienstag, 15. Juli 2008
Studierempfehlung für Pater Recktenwald was die Erklärung der Glaubenskongregation vom 10.7.2007 zur
subsistit-in-Lehre betrifft, kann ich Ihnen das dieser Tage erschienene Buch von Dr. Wolfgang Schüler
empfehlen: „Benedikt XVI. und das Selbstverständnis der katholischen Kirche. Eine Analyse seiner Verlautbarungen
zur subsistit-in-Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils“. Die Antworten zu den 5 in dieser Erklärung
gestellten Fragen werden dort vor dem Hintergrund der traditionellen Lehre der Kirche über sich selbst
analysiert, und zwar unter Einschluß des Kommentars, welcher der Erklärung beigefügt wurde.
#114 unitate fidei 23:51:25 | Mittwoch, 25. Juni 2008
Sind alle 5 Bedingungen eindeutig? Diese Frage kann sinnvollerweise nur unter der Voraussetzung beantwortet
werden, dass keine der Bedingungen „interpretationsfähig“ ist, sondern alle einen klaren, eindeutigen
Sinn haben. Dies scheint mir nicht bei allen 5 Bedingungen der Fall zu sein. Deshalb sollte die Priesterbruderschaft
St. Pius X. – falls sie den Bedingungen zustimmen will – auf jeden Fall dazu sagen, in welchem Sinne sie
ihre Zustimmung bei den Bedingungen gibt, die „interpretationsfähig“ sind. Vermutlich wird Rom anschließend
die (Schein-) Exkommunikationen aufheben. Was aber soll dann geschehen? Rom hat zwar bei jenen 5 Bedingungen
darauf verzichtet, von der Bruderschaft zu verlangen, dass sie das Konzil und die Neue Messe anerkennt,
das heißt aber nicht, dass Rom von diesen Forderungen Abstand genommen hat. Deshalb sollten anschließend
theologische Gespräche darüber stattfinden, ob diese Forderungen überhaupt mit Recht gestellt werden
können, kurzum das Konzil und die Neue Messe müssen auf den Prüfstand gestellt werden. Die Frage eines
Abkommens mit Rom in Form einer Personalprälatur sollte erst dann erörtert werden, wenn Rom ausdrücklich
auf die beiden genannten Forderungen verzichtet. Wenn nämlich die Priesterbruderschaft St. Pius X. das
Angebot einer Personalprälatur annimmt bevor dieser Verzicht erfolgt ist, dann wird Rom möglicherweise
die Druckmittel anwenden, die ihm durch die Unterstellung zur Verfügung stehen, um die Bruderschaft zur
Anerkennung des Konzils und der Neuen Messe zu zwingen.
#124 unitate fidei 22:46:22 | Dienstag, 24. Juni 2008
Guiseppe Der Raum des Modernismus ist das vom II. Vatikanum verfälschte Erscheinungsbild der katholischen
Kirche. In diesen Rahmen will Hoyos die Pristerburderschaft St. Pius X. integrieren.
#115 unitate fidei 17:20:56 | Dienstag, 24. Juni 2008
Ein Schachzug des moderen Roms! Kardinal Hojos weiß aus Erfahrung, dass die Priesterbruderschaft St.
Pius X. seine Bedingung, das II. Vatikanum uneingeschränkt anzuerkennen, ablehnen wird. Er fordert aber
die erneute Ablehnung dieser Bedingung heraus, um die Gangart gegen die Bruderschaft verschärfen zu können
in der Absicht, ihr Gläubige und vielleicht sogar einige Prister abspenstig machen zu können nach dem
Motto: Wenn ich die Bruderschaft schon nicht in den Raum des Modernismus hineinziehen kann, dann will
ich sie wenigstens schwächen.
catharina Sie sagen: „Tatsächlich ist in dem Text nicht vom konkreten Tun die Rede, sondern von der grundsätzlichen
Haltung gegenüber dem Neuen Messbuch.“ Dem stimme ich zwar zu, aber der Nachsatz lässt sich präzisieren:
Es geht um die grundsätzliche Haltung zum NOM in einer ganz bestimmten Hinsicht, nämlich um die grundsätzliche
Bereitschaft zur Zelebration desselben. Im zweiten und dritten Satz geben Sie Ihrer Ansicht nach hinreichende
Kriterien dafür an, dass ein prinzipielles Ausschließen bzw. Einschließen der Zelebration der Neuen
Messe vorliegt. Es geht aber bei der in Rede stehenden Passage des Begleitbriefes des Papstes nicht um
ein Kriterium für Ausschluss bzw. Einschluss jener Zelebration, sondern um ein Kriterium für die vollkommene
Einheit mit dem Papst. Im vierten Satz geben Sie ein Ihrer Ansicht nach hinreichendes Kriterium an für
das in Voller- Gemeinschaft-Stehen mit dem Papst. Aber in der in Rede stehenden Passage geht es nicht
um Ihre Ansicht dazu, sondern um die Ansicht des Papstes. Er gibt nämlich eine notwendige Bedingung an,
die erfüllt sein muss, damit ein tridentinisch zelebrierender Priester die vollkommene Einheit mit ihm
lebt: „Der tridentinisch zelebrierende Priester x lebt die vollkommene Einheit mit dem Papst“ daraus folgt
„Der tridentinisch zelebrierende Priester x ist prinzipiell bereit, die Neue Messe zu zelebrieren“. Unter
Anwendung des Kontrapositionsgesetzes der Logik erhält man: Die Aussage: „Der tridentinisch zelebrierende
Priester x ist prinzipiell nicht bereit, die Neue Messe zu zelebrieren“ ist äquivalent mit der Aussage:
„Der tridentinisch zelebrierende Priester x ist prinzipiell nicht bereit zum Biliturgismus“. Damit enthält
die in Rede stehende Passage des Begleitschreibens zum Motu proprio Summorum Pontificum folgenden Schluss:
„Der tridentinisch zelebrierende Priester x ist prinzipiell nicht bereit zum Biliturgismus“ daraus folgt
„Der tridentinisch zelebrierende Priester x lebt nicht die vollkommene Einheit mit dem Papst“ Bisher konnte
ein Priester der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften folgende Auffassung vertreten: Obwohl ich es grundsätzlich
ablehne, der Neuen Messe vorzustehen, lebe ich die vollkommene Gemeinschaft mit dem Papst, weil ich den
NOM als einen kirchlichen Ritus anerkenne. Diese Auffassung kann er nach dem Begleitschreiben nicht mehr
aufrechterhalten. Der Papst verlangt mehr, nämlich die grundsätzliche Bereitschaft dieses Priesters
zur Zelebration der Neuen Messe, d.h. seine grundsätzliche Bereitschaft zum Biliturgismus. Die Antwort
auf die Frage Ihres Schlusssatzes lautet: Dr. Schüler schließt den Sedisvakantismus aus. Im Abschnitt
Auseinandersetzung von Pfarrer Milch mit dem Sedisvakantismus, den Sie im zweiten Band seines Werkes:
„Pfarrer Hans Milch – Eine große Stimme des katholischen Glaubens“ finden, können Sie sich davon überzeugen.
#30 unitate fidei 12:29:03 | Mittwoch, 11. Juli 2007
catharina In der betreffenden Passage ist nicht von einem konkreten Tun die Rede, sondern von der prinzipiellen
Bereitschaft zu diesem Tun! Bedenkt man, dass „prinzipiell nicht ausschließen“ äquivalent ist mit „prinzipiell
einschließen“ (doppelte Verneinung und zweiwertige Logik), dann lautet der Schluß: „Der tridentinisch
zelebrierende Priester x lebt die vollkommene Einheit“ daraus folgt „Der tridentinisch zelebrierende Priester
ist prinzipiell bereit, die Neue Messe zu zelebrieren“. Der Papst formuliert also eine notwendige Bedingung,
um in vollkommener Communio zu leben. Die konkrete Tat kommt erst ins Spiel, wenn mit Sicherheit ermittelt
werden soll, ob ein tridentinisch zelebriernder Priester im Prinzip bereit ist, der Neuen Messe vorzustehen.
Hier reicht ein Lippenbekenntnis nicht aus, hier kann nur der „Benedikt-Test“ Gewissheit bringen. (Bekanntlich
gibt es da so manche Heuchelei und falsche Propaganda.)
#24 unitate fidei 22:55:44 | Dienstag, 10. Juli 2007
Benedikt-Test catharina: Ihr Beitrag ist unsachlich. Entweder sind Sie nicht in der Lage, folgerichtig
zu denken, oder Sie wollen nicht wahrhaben, dass Dr. Schüler den Nagel auf den Kopf getroffen hat. In
diesem Fall gilt: „Der getroffene Hund bellt!“