Das israelische Außenministerium benützte letzte Woche die Terroropfer eines Terroranschlages in Netanya, um den Papst und das Andenken von Johannes Paul II. anzugreifen. Wie hat die oft von Vorurteilen gegen die Kirche geplagte deutsche – und israelische – Presse reagiert?
Süddeutsche Zeitung – München
Man hatte über den beeindruckenden Versöhnungsgesten Papst Johannes
Pauls II. vergessen, wie brüchig das Verhältnis zwischen dem Vatikan und Israel in Wirklichkeit ist.
Alle Päpste von Pius XII. bis Johannes Paul II. verstanden sich als Unterstützer der christlichen Palästinenser,
lange vertrat der Vatikan die Forderung, Jerusalem müsse als heiliger Ort eine Stadt mit besonderem Status
bleiben.
Israel wiederum warf dem Vatikan vor, die PLO aufzuwerten, die Intifada zu unterstützen, kurz:
auf der anderen Seite zu stehen.
Nun gibt es einen neuen Papst, und nun will die Regierung in Tel Aviv
es wissen: Wo stehst du, Benedikt? Bei uns? Dann bete für uns! Das sollte er auch tun. Weil Selbstmordattentate
in London so scheußlich sind wie in Haifa. Und wenn Israels Vergeltung das internationale Recht bricht?
Dann sollte er auch für diese Opfer beten.
Der Tagesspiegel – Berlin
Der Heilige Stuhl läßt sich
von niemandem vorschreiben, was und wie er etwas sagen soll.’ So hart und unverblümt hat der Vatikan
lange nicht mehr gesprochen – und das gegenüber einem Partner, um den sich Johannes Paul II. über zweieinhalb
Jahrzehnte mit Geduld, Milde, Vorsicht und Bußgesinnung bemüht hatte.
Doch jetzt hat die Regierung
in Israel einen anderen Ton angeschlagen, und der Vatikan sieht sich frontal angegriffen. Papst-Sprecher
Joaquin Navarro Valls startete seinerseits einen Frontalangriff, die Anschuldigungen Israels seien ‘nur
ein Vorwand’.
Hamburger Abendblatt
Der Konflikt zwischen Israel und dem Vatikan hatte sich zunächst
lediglich an dem Nichterwähnen Israels im Papstgebet am vergangenen Sonntag entzündet. Darauf hatte
Navarro-Valls zunächst mit dem Hinweis reagiert, Papst Joseph Ratzinger habe sich ausdrücklich auf Gewaltakte
der vergangenen Tage beschränkt.
Über die wahren Hintergründe des Streits wird gerätselt.
Aus dem
vatikanischen Umfeld gibt es Äußerungen, Israel wolle mit dem Streit um die Terror-Debatte von den stockenden
Verhandlungen um den juristischen Status der katholischen Kirche im Heiligen Land ablenken.
Da sich der
Streit allerdings sehr schnell und massiv hochgeschaukelt hat, gerät nun auch der Allgemeinzustand der
israelisch-vatikanischen Beziehungen ins Blickfeld.
Frankfurter Rundschau
Der feine Theologe Joseph
Ratzinger mag zwar in der rauen Politik vielleicht noch nicht erfahren sein. Aber seine etablierte Diplomatie
wird sich doch nicht von einer plumpen Attacke überrumpeln lassen.
Es wird gewiß dabei bleiben, daß
die katholische Kirche gute Beziehungen zur jüdischen Welt sucht, aber daß der Heilige Stuhl auch seine
eigenen, handfesten Interessen unbeirrt weiter verfolgt.
Ratzinger-Vorgänger Wojtyla sprach überzeugt
von den Juden als ‘unseren älteren Brüdern’, ließ sich aber nicht davon abhalten, mit Yasser Arafat
quasi eine Anerkennung des Palästinenserstaates zu vereinbaren.
Der neue Papst hat mehrfach deutlich
gemacht, die Politik seines Vorgängers fortsetzen zu wollen. Daß er bald die Synagoge in Köln besuchen
will, ist ein guter Anfang.“
die tageszeitung – Berlin
Die ungewöhnlich scharfe Reaktion auf die israelische
Kritik ist Wasser auf die Mühlen derer, die schon zu Beginn der Amtszeit von Benedikt XVI. Zweifel hinsichtlich
seiner Herkunft, vor allem mit Blick auf sein Verhalten während der NS-Diktatur, laut werden ließen.
Vom ‘Obersturmbannführer Benediktus’ sprach die populäre Radiomoderatorin Irit Linur und ging damit
noch über die damaligen Schlagzeilen der britischen Boulevardpresse vom ‘Hitlerjungen’ Ratzinger hinaus.
Spiegel
Die Begeisterung für den deutschen Segen schwindet. Denn Benedikt XVI. ist kein konservativer
Papst, er ist ein Reaktionär, der seine Kirche in eine geistige Zitadelle führt, anstatt sie selbstbewußt
ins offene Feld zu schicken.
Die von jüdischer und israelischer Seite geäußerte Kritik hat der Vatikan
kalt abgefertigt. Daß er Terrorismus gegen Israel nicht Terrorismus nennen will, ist ein Beleg dafür,
daß Benedikt XVI. nicht in der Tradition von Johannes Paul II. sondern eher in der geistigen Nachfolge
von Pius XII. steht.
Auch der hat immer streng nach Vorschrift gehandelt und Dogmen für wichtiger gehalten
als das wahre Leben und die politische Wirklichkeit.
Braunschweiger Zeitung
Der Papst hat unter dem
Eindruck des Bombenterrors von London und Sharm el-Sheikh gesprochen. Es ist dreist, ihm die unmittelbare
Betroffenheit als Einseitigkeit anzukreiden. Insofern ist die für Vatikan-Verhältnisse deutliche Antwort
verständlich.
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14 Lesermeinungen
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#14 Laurentius2 14:16:05 | Donnerstag, 4. August 2005
Höllenverdammung und Selbsthaß Oft sind die katholischen Frechheiten von Athanasius erfrischend klar
und unbekümmert. Wenn er jedoch meint, die Juden wären in der Hölle, möchte ich meinen schärfsten
Protest formulieren ! Es ist für die Gemeinschaft dieses Forums sehr abträglich, wenn in unseren Reihen
so über Gottes auserwähltes Volk geredet wird. Als Katholik und Deutscher verwahre ich mich dagegen !
Natürlich kommt man zum Heil nur durch Christus, doch haben wir nicht darüber zu entscheiden oder vorschnell
abzuleiten, wem Christus dieses Heil zukommen läßt und wem nicht. Wir wissen doch aus der uns offenbarten
katholischen Lehre, daß Gott das Heil auch Nichtkatholiken über die gnadenhafte Vermittlung (zB durch
Gebete und Meßopfer) seiner Kirche schenken kann – sozusagen auf einem außerorentlichen Heilsweg. Gott
schreibt mit seinem Volk eine ganz besondere Geschichte und wir Deutschen haben viel zu tun, damit wir
darin auch noch das ein oder andere gute Kapitel mitgestalten können. Unser gemeinsamer Patron, der Hl.Erzengel
Michael helfe dabei ! Dazu müssen wir uns allerdings zuerst vom auch bei Juden oft anzutreffenden Selbsthaß
befreien (zB beim Judenhassenden Juden Marx, dem Geistvater der meisten deutschen Intellektuellen). Dieser
jüdische und deutsche Selbsthaß ist allerdings das Vermächtnis eines anderen Engels …
Lieber Athanasius wenn auch nicht antisemitisch, dann doch ein wenig grob! Tatsache ist, dass die Auserwählung
der Juden eine Auserwählung durch Gott war! Oder glaubst du nixcht daran, dass Gott auch die Zukunft
kennt? Und was Gott tu, das tut er in seiner ewigen Gegenwart! Dass ihnen – „das Reich Gottes genommen“
wurde und den „Heiden“ gegeben wurde sagt noch überhaupt nichts aus über die vom ewigen Gott in Jakob
(Israel) gemachte Auserwählung! Das Reich Gottes wird denen gegeben, die daran glauben! Was hat das mit
der Auserwählung der Juden zu tun? Sie in die Hölle zu versetzen ist mehr als „christlich“ gewagt! –
Und was werden wir europäischen Christen sagen, wenn uns „das Reich Gottes genommen“ wird – weil wir
es selbst schon lange verlassen haben? Vorsicht mit der Hölle! Sie ist sicher nicht „leer“ (H.U. v Balthasar) –
aber ein ganzes Volk da hinein zuz vderdammen… lieber Atahansius, überlege mal, was Hölle bedeutet…!
#11 bonifatius 19:10:54 | Dienstag, 2. August 2005
Hallo Methusalem! empfehle ihnen das Buch „die Kultur der Freiheit“ von Udo di Fabio (Richter am Bundesverfassungsgericht).
Seit gestern auf dem Markt. C.H. Beck schreibt hierzu: Der Westen gerät in Gefahr, weil eine falsche
Idee der Freiheit die Alltagsvernunft zerstört.
Pressefreiheit Das Problem der Pressefreiheit ist nicht, dass es sie überhaupt gibt, sondern das ihr
Sinngehalt völlig degeneriert ist. Ursprünglich war die Pressefreiheit zu Kontrolle der Staatsgewalt
(4. Macht im Staat) gedacht. So wahrgenommen, ist sie auch ein Segen. Leider wird sich auch bei allem
absurden Boulevardjournalismus, Hetzkampagnen usw. auf die Pressefreiheit berufen. Die Pressefreiheit
war aber nie dazu gedacht zu ermöglichen, kompromittierende Bilder irgendwelcher VIPs in der Welt zu
verbreiten, oder selber Meinungsbildner (was nur wenig weg von der Manipulation ist) zu werden. Es handelt
sich also hier um eine Art stückweit missbrauchtes Freiheitsrecht.
Die „freie“ Presse, eine der diabolischen Massenmanipulationen „Die Pressefreiheit: Eine unheilvolle,
abscheuliche Freiheit, wahrhaft zur Unterdrückung der Massen“. Papst Leo XIII. Selber der Massenmanipulation
ausgeliefert, verstand ich diesen Satz lange nicht, wußte nicht einmal, daß er von einem großen Papst
stammt aus einer Zeit, als die Päpste die Gläubigen noch schützten, und sie nicht der gottleeren Welt
zum Fraß vorwarfen, wie in der defekten Nachkonzilskirche. Wenn man in den prophetischen Schriften der
vorkonziliaren Päpste liest, kann man einen Papst nach dem anderen hernehmen, alle haben dasselbe gesagt
über die neuen, aus dem Liberalismus hervorgegangenen Freiheiten: Gewissensfreiheit und Kultfreiheit,
Pressefreiheit, Unterrichtsfreiheit sind alles vergiftete Freiheiten, falsche Freiheiten, weil der Irrtum
immer leichter zu verbreiten ist als die Wahrheit, das Böse bequemer zu propagieren als das Gute. Es
ist leichter, den Leuten zu sagen: „Ihr könnt mehrere Frauen haben“ als: „Ihr dürft nur eine haben euer
ganzes Leben lang“; es ist folglich leichter, die Ehescheidung einzuführen gleichsam als Gegengewicht
gegen die Ehe. Ebenso kann man, falls man dem Wahren und dem Falschen gleichermaßen die Freiheit des
öffentlichen Auftretens lassen, ganz sicher sein, daß man den Irrtum gefördert hat auf Kosten der Wahrheit.
Die erste geistige Gerechtigkeit gegen die Menschen ist, ihnen den Zugang zur Wahrheit zu erleichtern
und sie vor dem Irrtum im voraus zu sichern. Das ist erste Nächstenliebe: Tun wir die Wahrheit in der
Liebe.
Lieber BossCo, Muss ich dir jetzt noch mal erklären dass der protestantische Unsinn zum Begriff „heiliger
Vater“ wirklich Unsinn ist? Weshalb immer dies verbreiten? Nannte sich der hl. Paulus nicht „Genitor“
seiner Gläubigen?? Hat er sie doch nicht erweckt! Philem. 10: „Wessen Vater ich geworden bin in meiner
Gefangenschaft.“ Hier deutete der Apostel Paulus (Bischof) nicht hin auf erbliche Vaterschaft, sondern
auf geistliche. Denn doch auch der Bischof von Rom, oder???? Die zionistischen Juden und die talmudischen
Juden, alle Juden die nicht zur hl. Katholischen Kirche gehören, sind aus dem ewigen Bunde und für die
Hölle bereit. Wie Protestanten und hartnäckige Heiden. Hart aber wahr. Für uns ein Dogma („Cantate
Domino“, ex-cathedra). Leider wurde dies zu den Juden auch vom jetzigen hl. Vater angezweifelt. Ein grauenhafter
Akt. Und wir mit den nicht-messianischen Juden verhandelt, bekommt auch deren Härte zu verspüren. Wir
haben aber zugleich die Hoffnung, dass der Erlöser die „Gottlosigkeit aus Jakob wegnehmen“ wird (Röm,
XI:26). Aber jetzt bin ich in den Augen von Eso-Teric usw. sicher „Antisemitisch“.
Der Ungeist Bis auf die Braunschweiger Zeitung sind alle Artikel von Pressehäusern, deren Besitzer, Herkunft
und Geist eine eindeutige Sprache sprechen; leider jedoch nicht die der Wahrheit.
@PetrusII: JESUS CHRISTUS hat nicht die kath. Kirche gestiftet, sondern die Gemeinde, die geleitet wird
vom Paraklet, dem Heiligen Geist, der GOTTes Stellvertreter auf Erden ist. Laut Heiliger Schrift, steht
nur GOTT allein der Name „Heiliger Vater“ zu. (Matth.23;9). Der ewige Bund mit Israel bleibt weiter bestehen,
sonst wäre er nicht ewig. Aber er betrifft, den Überrest, der GOTTes Worte befolgt. In der Zeit nach
der Menschwerdung GOTTes in JESUS CHRISTUS betrifft das, die „Juden-Christen“ (Messianische Juden) und
die „Heiden-Christen“, zu den wir alle, die wir nicht jüdisch sind, zählen. Wir wären gut daran beraten,
die Parusie, die Wiederkunft des Herrn zu erwarten, wie die „5 klugen Jungfrauen“. (Matth.25;1-13)
@PetrusII sehen wir nur die erneute Homo Parade in BW mit wessen Schirmherrschaft Es ist ja unglaublich
wie gewisse Themen in jede Diskussion dieses Forums überall und zusammenhangslos reingemischt werden.
Was hat wieder die Homosexualität hier zu suchen?
Darstellung des Hl. Vaters Wie kann Israel und die antideutschen Medien nur so gegen unseren Hl. Vater
sein? Nur weil er Deutscher ist? Nein! Weil Sie sich nicht bekehren wollen. Den alten Bund gibt es nicht
mehr. Auf was warten die Juden noch, auf den Erlöser? Die Juden kennen ja die Hl. Schrift. Sie wissen
ja, dass ER bereits auf Erden war, nur wollten Sie Ihn nicht anerkennen weil Sie die Weltherrschaft wollten. –
Darmals und Heute. SEIN BLUT KOMME ÜBER UNS UND UNSEREN KINDERN. Es gibt nur eine Antwort Richtung Israel
und den anderen Religionen. Bekehrt euch zu unserem Herrn Jesus Christus und Seiner gestifteten röm.kath.
Kirche. Es wird auch Zeit für die C -Parteien das C aus ihrer Bezeichnung zu streichen-sehen wir nur
die erneute Homo Parade in BW mit wessen Schirmherrschaft
Zur Berichtigung Die Photomontage von Papst Benedikt in Uniform enthält einen sachlichen Fehler. Die
Uniform ist nicht die einer Parteigliederung der NSDAP, sondern, soweit das im Detail zu erkennen ist,
die eines Luftwaffenoffiziers (Major oder höher der Fliegenden Truppe). Die intendierte Ironie der Photomontage
schießt somit am Ziel vorbei, denn der Hl. Vater wurde als SS-Offizier bzw. Nazi (Obersturmbannführer;
entspricht Oberstleutnant des Heeres) und nicht als Wehrmachtsangehöriger bzw. Militarist verunglimpft.