Katholische Bischöfe warnen davor, die Bibel wörtlich zu nehmen
Am Mittwoch veröffentlichte die britische Tageszeitung ‘Times’ einen Bericht unter dem Titel: „Die Katholische Kirche schwört nicht mehr auf die Wahrheit der Bibel“.
(kreuz.net) Das Blatt bezieht sich auf ein jüngst erschienenes Dokument der Bischöfe von England, Wales
und Schottland. Dieses 60seitige Schreiben trägt den Titel ‘Das Geschenk der Heiligen Schrift’.
Es wurde
vor drei Wochen in Rom präsentiert.
Nach einem Bericht des britischen Nachrichtendienstes ‘Ekklesia’
soll es auch dem Papst selbst zur Ansicht vorgelegt worden sein.
Das Vorwort des Dokumentes stammt vom
Erzbischof von Westminster, Cormac Kardinal Murphy-O’Connor, sowie vom Erzbischof von Edinburgh, Keith
Kardinal O’Brien.
Im Schreiben selber erklären die britischen Bischöfe, daß einige Teile der Bibel
nicht „wirklich wahr“ seien.
Die Oberhirten warnen ihre fünf Millionen Schäfchen – und jeden, der sich
dem Studium der Heiligen Schrift widmet – davor, sich einzubilden, daß die Bibel absolut fehlerfrei sei:
„Wir sollten nicht erwarten, in der Heiligen Schrift wissenschaftliche Genauigkeit oder historische Präzision
zu finden.“
Das Evangelium müsse – so die Bischöfe – gemäß der sich verändernden Zeiten interpretiert
werden.
In Fragen der Erlösung des Menschengeschlechtes sei die Heilige Schrift wahr: Aber „wir dürfen
uns keine Fehlerfreiheit der Bibel in anderen, weltlichen Belangen erwarten.“
Die Bischöfe erklären
explizit, daß die ersten 11 Kapitel der Genesis – in denen die Erschaffung der Welt, die Ursünde, die
Sintflut und der Turmbau zu Babel berichtet werden – keinesfalls historisch sind.
Die Genesis ist das
erste Buch des Pentateuch – das erste der fünf Bücher des Moses.
Am Anfang des Pentateuchs könnten
höchstens „historische Spuren“ enthalten sein, meinen die britischen Bischöfe. Der wörtliche Schriftsinn
dürfe in den ersten drei Kapiteln keine Anwendung finden.
Die Bischöfe vergleichen den Schöpfungsbericht
der Genesis mit altertümlichen Schöpfungsmythen aus anderen Kulturen.
Es sei klar, daß es im Text
um eine religiöse Unterweisung gehe. Keinesfalls könnte der biblische Schöpfungsbericht aber als historische
Schrift bezeichnet werden.
Die Tageszeitung ‘The Times’ kommentiert, daß das Dokument zeige, wie weit
sich die katholische Kirche seit dem 17. Jahrhundert entwickelt habe. Die Zeitung verweist auch auf die
berühmten Lehrentscheidungen von Papst Pius X. († 1914) am Beginn des 20. Jahrhunderts.
Der Hl. Pius
X. bestätigte 1909 den historischen Charakter der ersten Kapitel der Genesis.
Der Papst erklärt, daß
jene exegetischen und scheinwissenschaftlichen Arbeiten jeder Grundlage entbehrten, die man sich ausgedacht
habe, um den wörtlichen, historischen Schriftsinn der ersten drei Kapitel der Genesis in Zweifel zu ziehen.
Pius X. erklärte weiter Ansichten für falsch, die behaupten, daß die ersten drei Kapitel der Genesis
keine wirklich geschehenen Dinge berichteten, die der objektiven Realität und der historischen Wahrheit
entsprechen.
Man darf – so der heilige Papst – nicht sagen, daß der Beginn der Genesis sagenhafter Natur
sei und aus den Mythologien und Kosmogonien der alten Völker entnommen sei, um religiöse und philosophische
Wahrheiten einzuschärfen.
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#53 Benedikt 18:20:50 | Dienstag, 11. Oktober 2005
@ Marcel Wenn man den Satz aus dem Kontext des Interviews reißt – was die Zeitungsredaktion tat, als
sie den Satz zum Schlagwort-Titel machte. Möglicherweise. Aber auch wenn ich die ganze Antwort ansehe,
finde ich den Satz missverständlich. In einer schriftlichen Ausarbeitung hätte P. Pfluger das nicht
gesagt, das glaube ich auch nicht. Bedenken Sie aber bei der Gelegenheit auch, dass auch die Aussagen
manch anderen und sogar manchen Papstes ebenfalls aus dem Zusammenhang gerissen sein (könnten). Die Differenzierungen,
die Sie bei umstrittenen Äußerungen aus den Reihen der FSSPX machen, müssen Sie auch bei Ihren Gegenübern
gelten lassen. Mögen Sie noch den Weg zur ganzen katholischen Tradition finden. Dann, wenn ich überzeugt
bin. Bei der FSSPX bin ich eben nicht überzeugt. Es gibt sicherlich viel Licht. Aber diese Angriffe gegen
Rom kann ich nicht gutheißen, auch wenn dort angeblich ein tieferer Zweck verfolgt werden soll.
Dies und das (mehr das). In Ihrem Beitrag vom 10. Oktober 2005, 10:03 haben Sie die Differenzierung „ganzen
Glauben“ nicht gemacht. Sie haben geschrieben, die nachkonziliaren Päpste hätten nicht den katholischen
Glauben. Aber nun ist es ja klargestellt. Im ersten Absatz meines 10-Uhr-Beitrags schrieb ich noch von
„ihm“, dem „ganzen katholischen Glauben“, einen Absatz später nur vom „katholischen Glauben.“ Ich schreibe
zu viel und werde älter. Danke für die Gelegenheit zur Klarstellung. Ich werde in dem Sinne für P.
Pfluger beten, dessen Satz „Der Felsen Petri ist zu einem Sandhaufen zermahlen“ ebenfalls häresiebegünstigend
ist. Wenn man den Satz aus dem Kontext des Interviews reißt – was die Zeitungsredaktion tat, als sie
den Satz zum Schlagwort-Titel machte. Im Zusammenhang des ganzen Interviews erkennt man, daß P. Pfluger
das vom Interviewer hingeworfene Mosebach-Zitat aufgriff, als dieser C. Schmitt zitierte: „‘Alles fließt’,
sagt Heraklit, der Felsen Petris, der fließt mit.“ Bei einer schriflichten Ausformulierung seiner Antwort
hätte P. Pfluger wohl eine bessere Formulierung verwendet. Ich möchte Sie dafür loben, daß Sie so
viel von der FSSPX lesen. Möge der dabei oft zu Wort kommende Erzbischof Lefebvre Sie inspirieren! Zu
große Vorwürfe kann ich Ihnen nicht machen: in Ihrem Alter war ich nicht einmal katholisch. Mögen Sie
noch den Weg zur ganzen katholischen Tradition finden. Die hl. Messe aller Zeiten ist bereits ein guter
Anfang.
#51 Benedikt 17:11:59 | Dienstag, 11. Oktober 2005
@ Marcel In Ihrem Beitrag vom 10. Oktober 2005, 10:03 haben Sie die Differenzierung „ganzen Glauben“ nicht
gemacht. Sie haben geschrieben, die nachkonziliaren Päpste hätten nicht den katholischen Glauben. Aber
nun ist es ja klargestellt. Das bedeutet, daß diese Kirchenführer Häresien begünstigten oder sogar
verbreiteten. Es ist unsere Pflicht, darauf hinzuweisen, wenn ein Hirte so etwas macht, und dafür zu
beten, daß er wieder zum ganzen Glauben zurückkehren möge. Ich werde in dem Sinne für P. Pfluger beten,
dessen Satz „Der Felsen Petri ist zu einem Sandhaufen zermahlen“ ebenfalls häresiebegünstigend ist.
Ach Benedikt schrieb: Sie bezeichnen die (nach-)konziliären Päpsten als nicht katholisch, sehen sich
aber in Einheit mit diesen Päpsten, weil Sie selbst ja katholisch sind! Warum verdrehen Sie schon wieder
mein Wort? Ich schrieb wörtlich, einen Vorredner zitierend: „‘{…} die römisch-katholische Kirche hat
den ganzen katholischen Glauben.’ : Die modernistischen Kirchenführer in Rom haben ihn nicht.“ Mit „ihn“
ist gemeint der ganze katholische Glaube. Das bedeutet, daß diese Kirchenführer Häresien begünstigten
oder sogar verbreiteten. Es ist unsere Pflicht, darauf hinzuweisen, wenn ein Hirte so etwas macht, und
dafür zu beten, daß er wieder zum ganzen Glauben zurückkehren möge. Das heißt jedoch nicht, daß
der Kirchenführer deswegen nicht katholisch ist. Denn es steht mir nicht zu, festzustellen, daß ein
Papst ein Häretiker ist www.sspx.ca/Sedevecantism.htm. Doch nur das formelle – tatsächlich nicht feststellbare –
Urteil, daß er Häretiker sei, würde bedeuten, daß er ausgeschlossen ist aus der Kirche, d.h. nicht
mehr katholisch. Möge der Herr Sie segnen und behüten Danke.
#49 Benedikt 15:52:46 | Dienstag, 11. Oktober 2005
@ Marcel Werter Marcel, den Satz Auch Ihr ständiger Versuch, Widersprüche zu vermählen, ist unsinnig.
gebe ich an Sie zurück. Sie bezeichnen die (nach-)konziliären Päpsten als nicht katholisch, sehen sich
aber in Einheit mit diesen Päpsten, weil Sie selbst ja katholisch sind! Einen größeren Widerspruch
aufzustellen wäre mir kaum möglich. Die Widersprüche sind ganz auf Ihrer Seite. Dennoch danke ich Ihnen
natürlich für den Segen. Den haben wir alle immer nötig. Möge der Herr Sie segnen und behüten, auf
das Ihr Fuß nicht an einen Stein (=Fels…) stoße.
Einweihung der Prioratskirche St. Petrus in Berlin, 8. Oktober 2005 Benedikt, Sie schreiben (zu) schnell
und lesen (zu) schnell. Dadurch erfassen sie vieles nicht richtig (z.B. meine erwähnten drei Säulen
der Kirche). Auch Ihr ständiger Versuch, Widersprüche zu vermählen, ist unsinnig. Sie müssen geistig
erst noch reifen. Gottes Segen hierbei. Erfreulicheres: Nachdem ein paar Teilnehmer die Photos der neu
eingeweihten FSSPX-Kirche St. Peter in Berlin bestaunten (so auch ich), ist inzwischen Text nachgereicht
worden. Ein paar hoffnungsvolle Ausschnitte: >> {…} Über dem Altar thront das Apokalyptische Lamm {…}
Das Gewölbe setzt Altes und Neues Testament – Propheten und die Apostel – in einer künstlerischen Meisterleistung
gegenüber. {…} Feierlich steht der große Altar aus Stein in der Mitte dieser herrlichen Ausmalungen
und glänzt vom Gold, ein würdiges Haus für unseren großen Gott und Heiland. Der Altar, wo jetzt täglich
der Segen der Trinität auf Stadt und Land hinabgezogen wird, auf dem Gott für die Sünden der Menschen
durch die reine Opfergabe Sühne geleistet wird, der Ort, von wo den Seelen der Verstorbenen Trost und
Reinigung zukommen wird, dieser Altar ist in Zeiten der Verdunkelung des eucharistischen Glaubens die
geheime Mitte der Stadt geworden. Denn hier wohnt Gott, hier wird das wahre Opfer vollzogen, hier der
wahre Glaube gepredigt, der wahre Katechismus gelehrt. Hier werden die suchenden und verunsicherten Katholiken
Kraft und Trost schöpfen. {…} << (Quelle www.fsspx.info/news/news.php?show=295)
Kein blinder Gehorsam Gunther schrieb: Rom, die römisch-katholische Kirche hat den ganzen katholischen
Glauben. Die modernistischen Kirchenführer in Rom haben ihn nicht, die Kirche natürlich. Unmöglich?
Nein, und nicht neu: Eine ähnliche Situation gab es Ende des 5. Jahrhunderts, als ein Großteil der Kirche
arianisch war. War damals die katholische Kirche darum nicht die wahre Kirche Christi? Papst Liberius
hatte nicht den katholischen Glauben, wie auch nicht die V.II-Päpste. Bischof Athanasius und seine Anhänger
folgten dem apostolischen Glauben der Kirche in Konfrontation zum Papst. Just so Bischof Lefebvre und
seine Anhänger. Daß nur dem Glauben (bzw. dem, was man als Glauben auslegt) Gehorsam geschuldet sei –
wie Bischof Williamson ausführt –, ist eine protestantische, keine katholische Haltung. Wir Katholiken
erhalten den Glauben von der ewigen Kirche, wie Erzbischof Lefebvre im zitierten Vortrag ausführlich
darlegte; in diesem Geiste argumentiert sein Nachfolger Bischof Williamson. Der Katholik schuldet in Fragen
des Glaubens und der Sitte Gehorsam auch der rechtmäßigen kirchlichen Obrigkeit. Keinen blinden Kadavergehorsam.
Der Katholik schuldet keinem „Hirten“ Gehorsam, der ihn vom Glauben wegführt. Lefèbvre {…} exkommuniziert
Die Exkommunikation ist nichtig und der Papst bedauert es. Sie wird bald fallen. Auch die Exkommunikation
des hl. Bischof Athanasius durch des Papst Liberius war nichtig, uvm.
@ Marcel Sie müssen – bei allem Respekt – Ihre hierher herüberkopierten Beiträge schon dem Diskussionsverlauf
anpassen. Was Sie hier schreiben ist eine der üblichen Abhandlungen über die bösen Absichten, die angeblich
hinter dem Konzil standen. Nicht dagegen ist es eine Antwort auf das, was ich weiter unten geschrieben
habe, nämlich dass das Konzil eine logische Konsequenz der damaligen Zustände der Kirche war, die eben
gerade nicht so heil waren, wie es heutzutage von einigen immer dargestellt werden. Wäre alles in Ordnung
gewesen, dann wäre das Konzil nach dem allgemeinen Menschenverstand zu urteilen mit Unverständnis aufgenommen
worden, vergleichbar mit dem Szenario, dass irgendein Politiker die Hartz Gesetze zur Zeit der Vollbeschäftigung
Anfang der 60er Jahre erlassen hätte. Das war aber gerade nicht der Fall. Das Konzil wurde mit Euphorie
aufgenommen und auch ein gewisser Erzbischof Marel Lefebrve hatte durchaus einige Reformvorschläge bezüglich
der heiligen Messe, die heutzutage von seinen Anhängern vermutlich als modernistische Irrlehren gegeißelt
werden würden.
@Marcel: Rom, die römisch-katholische Kirche hat den ganzen katholischen Glauben. Er wurde niemals abgeschafft,
außer Kraft gesetzt – auch wenn er praktisch weithin verdunkelt ist. Eine ähnliche Situation gab es
Ende des 5. Jahrhunderts, als ein Großteil der Kirche arianisch war. War damals die katholische Kirche
darum nicht die wahre Kirche Christi? Aber ist nicht sogar dieser Vergleich ungerecht? Ist nicht im Katechismus
der Katholischen Kirche, vom Papst mit den katholischen Bischöfen promulgiert, der katholische Glaube
wahrheitsgemäß dargelegt? Daß nur dem Glauben (bzw. dem, was man als Glauben auslegt) Gehorsam geschuldet
sei – wie Bischof Williamson ausführt –, ist eine protestantische, keine katholische Haltung. Der Katholik
schuldet in Fragen des Glaubens und der Sitte Gehorsam auch der rechtmäßigen kirchlichen Obrigkeit.
Und nun kommen Sie nicht wieder mit den Häresien. Papst Johannes Paul II. mag Fehler begangen haben (auch
Heilige sind nur Menschen) – aber er war kein Häretiker, ebenso wie Benedikt XVI. einer ist. Noch sind
das 2. Vatikanum und der Katechismus der Katholischen Kirche häretisch. Msgr. Lefèbvre wurde zu Recht
exkommuniziert nicht wegen seines Nichtakzeptierens vatikanischer Dokumente, sondern wegen seiner unerlaubten
Bischofsweihe. Bischof Ketteler stimmte beim 1. Vatikanum gegen das Unfehlbarkeitsdogma. Als es jedoch
angenommen und verkündet war, beugte er sich. Das war katholischer Gehorsam.
@marcel: vielen Dank, du hast mich rausgerissen! ich wollte zuvor dem @Leo schreiben, dass es DEN einen
Urtext eben nicht gibt – womit sich weitere Fragestellungen quasi von selbst erklären; @brandenburgis:
Informationen in Internetforen soll man niemals ungeprüft Glauben schenken – in meinem unterigen Posting
findest du den „vierfachen Schriftsinn“ der Kirchenväter; steil ist es allerdings, die Bibel als „Naturgeschichtebuch“
zu nehmen – noch steiler wird dieses Unterfangen dann, wenn man sich auch nur ein bißchen mit den Intrigen
und dem Prozeß gegen Galilei beschäftigt;
Lille, 2 von 2 (danke an Bonaventura) (Fortsetzung) >> Lesen Sie {z.B.} „Der Ökumenismus von einem Freimaurer
gesehen“ von Ives Marsaudon. Lesen Sie das Buch des Senators {…} Prelot „Der liberale Katholizismus“
{…} Er, ein liberaler Katholik, {sagt}: „Wir haben eineinhalb Jahrhunderte darum gekämpft, daß unsere
Ansichten im Inneren der Kirche die Oberhand gewinnen, und es ist uns nie gelungen. Endlich kam das Zweite
Vatikanische Konzil, und wir haben triumphiert. Von nun an sind die Thesen und Prinzipien des liberalen
Katholizismus endgültig und offiziell von der heiligen Kirche anerkannt.“ Ist das nicht ein aufschlußreiches
Zeugnis? Nicht ich sage das, sondern er. Er sagt es triumphierend und sich beglückwünschend. Wir sagen
es unter Tränen. Was wollten die liberalen Katholiken während eineinhalb Jahrhunderten? Sie wollten
die Kirche mit der Revolution vermählen, mit der Subversion. Sie wollten die Kirche mit Kräften vermählen,
die {jede} Gesellschaft zerstören. {…} Diese Vermählung der Kirche ist vom Konzil diktiert worden.
Nehmen Sie {z.B.} „Gaudium et spes“. Dort werden Sie finden, man müsse die Prinzipien der Kirche mit
den Anschauungen des modernen Menschen in Einklang bringen. {…} Das heißt, man muß die {Kirche} mit
Prinzipien in Einklang bringen, die für diese Kirche schädlich sind, die sie unterminieren, die immer
gegen die Kirche waren. Diese Vermählung wurde beim Konzil von Männern der Kirche angestrebt, aber durchaus
nicht von der Kirche selbst. Niemals kann die Kirche so etwas zulassen. {…} <<
Lille, 1 von 2 Benedikt, Sie reden über V.II wie der Blinde über die Farben. Lösen Sie sich von Ihrer
liberalen Ideologie. Nehmen Sie die Tatsachen zur Kenntnis und die ganze Wahrheit an. Lernen Sie vom verstorbenen
Apostolischen Delegaten für Afrika, Mitglied der Vorbereitenden Zentralen Konzilskommission und schließlich
Päpstlichen Thronassistenten, Mgr. Lefebvre, was er u.a. am 29.8.1976 in Lille predigte www.fsspx.info/erzbischof/print.php?show=9,
auch auf CD erhältlich. Er weiß es besser als Sie: >> {Christus hat} gesagt, daß wir den Baum an seinen
Früchten erkennen werden. Nun, wir haben diese Früchte vor uns. {…} Die Früchte des {V.II} und der
nachkonziliaren Reformen sind bittere Früchte, die die Kirche zerstören. Wenn man mir sagt: „Rühren
Sie nicht am Konzil, sagen Sie nur, die nachkonziliaren Reformen“, dann antworte ich, wie jene, die diese
Reformen durchführen: „Nicht ich bin es, der diese Reformen einführt. Diejenigen jedoch, die diese Reformen
durchführen, sagen: ‘Wir führen die Reformen im Namen des Konzils ein. Wir haben die Liturgiereform
im Namen des Konzils eingeführt.’“ Das sagen die Autoritäten der Kirche. Durch sie wird also auch das
Konzil legitim ausgelegt. Was ist auf diesem Konzil geschehen? Wir können es leicht erkennen, wenn wir
die Bücher der Personen lesen, welche die wahren Drahtzieher dieser Veränderung in der Kirche waren,
die sich vor unseren Augen vollzogen hat. << {… weiter in Teil II …}
Urtext Yersinia:ich denke auch, dass die Bibel wörtlich genommen werden sollte aber nur der einzige Urtext,
den es gibt und niemals die Übersetzungen Richtig! Übersetzen ist nämlich häufig nicht von Interpretieren
zu unterscheiden. Zudem wirkt eine möglichst genaue Übersetzung holprig und fremd. Kein Wunder, dass
je nach Standpunkt/Vorurteil – oft unbewusst – manipuliert wird. Geht man unvoreingenommen beispielsweise
an die hebräische Aussagen des Alten Testamentes, versucht man der ursprünglichen Bedeutung der Worte
auf den Grund zu gehen, entdeckt man ein unglaublich modernes Weltbild (die Erde wurde als eine sich drehende
Kugel im Vakuum gesehen). Die Übersetzer gingen jedoch vom altorientalischen Weltbild aus und bestätigten
damit ihre von Anfang an feststehende Überzeugung. Ich verweise auf die Ausführungen von K. Claeys in
seinem Buch „Die Bibel bestätigt das Weltbild der Naturwissenschaft“.
#37 Brandenburgis 21:31:19 | Samstag, 8. Oktober 2005
Die Kirche ist Autor und Überlieferer der Schrift Man muß zwischen WÖRTLICHEM und GEISTLICHEN Schriftsinn
zu unterscheiden. Der wörtliche Sinn ist die semantische Ausgangsebene, ohne die Deutung des wörtlichen
Schriftsinnes kann man nicht zum geistlichen Schriftsinn fortschreiten. Deshalb ist es auch falsch, wenn
man meint, auf die Deutung und Ermittlung des wörtlichen Schriftsinns verzichten zu können. Der GEISTLICHE
Schriftsinn gliedert sich in drei Bereiche, die ich hier nur nennen kann: 1. Der ALLEGORISCHE Sinn: Die
Bibel ist voll von Allegorien, z.B. der Durchzug durchs Rote Meer – eine Allegorie auf die Taufe oder
Jonas dreitägiger Aufenthalt im Walfischbauch, eine Allegorie auf die dreitägige Grabesruhe Christi.
2. Der MORALISCHE Sinn: Der moralische Sinn möchte uns erkenne lassen, wie man richtig handelt, welche
Lehre man für sich selbst aus einer Geschichte ziehen kann. 3. Der ANAGOGISCHE Sinn: Der anagogische
Sinn lenkt unseren Blick auf die herrliche göttliche Welt, die uns einst erwartet. So sind die Begriffe
Jerusalem oder Zion stets als Bilder der „Stadt Gottes“, der himmlischen Welt zu sehen, der begriff Volk
Gottes oder Gottesvolk als Bezeichnung für die Menge der Vollendeten, zu denen einst auch wir gehören
werden usw. (Anagogie (gr.) = Hinaufführung) Littera gesta docet, quid credas allegoria, moralis quid
agas, quo tendas anagogia. Der Buchstabe lehrt die Taten (Gottes), was zu glauben ist die Allegorie, was
zu tun ist die Moral, wohin Du streben sollst die Anagogie.
na, auf meine Beliebigkeit kann ich mich zu jeder Zeit zurückziehen – und muß dann auch akzeptieren,
dass aber andere eben anderes für wahr halten bzw sich eben auf ihre Beliebigkeiten begeben – nein, es
geht neben dem persönlichen Glauben auch um nachvollziehbare Nachweise, dass das, was in der Bibel steht,
auch DER biblische Text ist! – Folgendes stützte sich immerhin auch auf die Bibel: „Sie sind verdächtigt,
für wahr gehalten und geglaubt zu haben, daß die Sonne der Mittelpunkt der Welt ist, und daß sie sich
nicht von Ost nach West bewegt, und daß die Erde sich bewegt und nicht der Mittelpunkt der Welt ist.“
(Hemleben: Galilei. S. 131.)
@ Yersinia: Ja natürlich… Aber wenn man das so sieht, sollte man sich fragen, in welchem (Liebes-)Verhältnis
man zur Kirche steht und welche Konsequenzen man daraus zieht. Glauben heißt eben nicht unbedingt wissen.
Ich habe auch keinen notariell beglaubigten Beweis vorliegen, daß z.B. dieses oder jenes Dogma stimmt,
aber das brauche ich auch nicht. Ich habe irgendwo im Regal ein altes Buch über Moraltheologie stehen
und dort steht klipp und klar geschrieben, was heute kaum noch jemand so sagt: z.B. daß Theodizee nichts
als pure Blasphemie ist. Und genauso demütig -finde ich- sollte man an die Frage herangehen, inwieweit
man selbst Herr und Richter über Glaubensgut und Lehrgewalt ist und Belege einfordern kann – m.M.n. nämlich
gar nicht. LG
@vir: woher wissen wir dann, dass der Text in der heutigen Bibel stimmt? dakönnte im Lauf der Jahrhunderte
ja ohne weiteres jemand etwas dazugeschrieben oder weggelassen haben?
Verspätete Aufregung Also – so ganz kann ich die Aufregung um die Äußerung der britischen Bischöfe
nicht verstehen. Zur Schöpfungsgeschichte hat schon der Katechismus von 1993 ganz klare Aussagen getroffen:
Danach sind wesentliche Aussagen z.B. die, daß Gott die Welt aus dem Nichts erschaffen hat(296), daß
er die himmlischen Geister erschaffen hat(328),daß der Mensch „nach dem Bilde Gottes“ (356) und als Mann
und Frau (369). Eine wunderbare Zusammenfassung dieses Wesentlichen bietet Nr. 289, wo es heißt: „In
Ihrer feierlichen Sprache bringen (die insp. Autoren) so die Wahrheit über die Schöpfung, deren Ursprünge
und Ziel in Gott, deren Ordnung und Gutsein, über die Berufung des Menschen und schließlich über das
Drama der Sünde und über die Hoffnung auf Heil zum Ausdruck.“ Die Einzelheiten der Entstehung der Arten
und der Klassifikation der Säugetiere können wir danach getrost den dafür zuständigen Fachgebieten
und ihren sich immer wieder entwickelnden und verändernden Einsichten überlassen – das gehört nicht
zum Wesentlichen des Glaubens. Schon in „Dei Verbum“ heißt es: „Denn die Wahrheit wird in Texten, die
auf verschiedene Weise geschichtlich, prophetisch oder poetisch sind, oder in anderen Redegattungen jeweils
anders dargelegt und ausgedrückt“. Solche Aussagen beruhen nicht auf freimaurerischen Verschwörungen,
sondern haben eine lange Tradition in der Auslegung der hl. Schrift – bis hin zur „natürlichen Theologie“
bei Thomas von Aquin.
#32 virOblationis 21:37:34 | Freitag, 7. Oktober 2005
Urtext Der „einzige“ Urtext, den es gibt, ist eine Rekonstruktion aus einer Vielzahl von Handschriften –
oder meinen Sie den hebr. Kodex Leningradensis aus dem Jahre 1008?
#30 jpiluciano 18:23:29 | Freitag, 7. Oktober 2005
jupiluciano:Vier Dimensionen des Schriftsinns 1. literal: Der Buchstabe lehrt, was zu glauben ist. 2.
historisch: Der Buchstabe lehrt das Geschehene. 3. alegorisch: Der Buchstabe lehrt, was zu tun ist 4.
anagogisch: Der Buchstabe lehrt, was anzustreben ist. Daraus folgt: Alle Teile der Heiligen Schrift „sind
wirklich wahr“, denn sie erfüllen mindestens eine der oben genannten Dimensionen.(auch der wiederkäuende
Hase)
Pius’ des XII. „II. Vaticanum“ Es wurden sogar unter Pius XII. Vorschläge für ein Ökumenisches Konzil
ausgearbeitet, diese wurden tw. in einem Pius XII.-Buch abgedruckt. Pius XII. hatte aber gute Gründe,
die Idee an ein Konzil wieder fallenzulassen: Die Gefahr eines Umsturzes, ein Wiederaufbrechen des unterschwellig
brodelnden Modernismus wurde als zu hoch eingeschätzt – was sich ja auch bewahrheitete: Schließlich
wurden ja Legionen von Pius XII. treu ergebenen Geistlichen und Bischöfen schleichend zu Modernisten
und sogar zu Verfolgern der Rechtgläubigen und des geheiligten Römischen Meßritus: Cardinal König,
Bischof Zak, etc. etc.
@ Elendester Sünder Ich habe nicht das erforderliche Alter, um das noch miterlebt zu haben. Ich weiß
jedoch aus meinem Bekanntenkreis, dass die Kirche damals als nicht sehr christlich empfunden wurde. Pfarrer,
die die Straßenseite wechselten wenn eine ihnen nicht genehme Person ihnen entgegenkam, lieblos dahingeleierte
Gottesdienste, von der Kanzel eine Philippika nach der anderen über Verfehlungen und die ach so schlechte
Welt (dabei heißt es doch schon immer Glaube, HOFFNUNG, Liebe), mithin überhaupt kein Eingang auf die
Gemeinde, auf wirkliche Sorgen und Nöte, Rückstände in der Seelsorge und Übermaß autoritärer Amtsgewalt.
Darüberhinaus kann man nicht verhehlen, dass die neoscholastische Schule einfach ihre Zeit überlebt
hatte. Das ist schon bei jeder Lehrströmung so gewesen, manchmal kommen die Strömungen zurück, manchmal
nicht. Was heute zum Beispiel weg ist aber im Wiederkommen begriffen ist die Mystik, die um 1400 schon
mal sehr aktuell gewesen ist und später verschwand, weil sie eben nicht in der Zeit war. Sogar in der
Kirche ändert sich sowas. Das ist auch kein Modernismus, weil die Botschaft ja gleich bleibt und sich
bloß die Übermittlung ändert. Ab und zu schleichen sich Irrtümer ein (Befreiungstheologie) und ab
und zu berät ein Konzil darüber, ob eine Anpassung nicht besser wäre. So auch hier.
@ Marcel Es ist schlicht und einfach absurd zu glauben, dass II. Vatikanum habe sich einfach so ereignet
und ohne Not Dinge beschlossen, die eine gesunde Kirche in den Abgrund gerissen habe. Tatsache ist, dass
das Konzil, über welches bereits von Pius XII. und Kard. Ottaviani nachgedacht wurde die logische Konsequenz
aus den Problemen der damaligen Kirche war. Ob man dann über das Ziel hinausgeschossen ist mag dahingestellt
sein. Doch eine Ursache für das Konzil hat es sehr wohl gegeben, und das waren nicht die Freimaurer,
die Sie so gern für alles Unheil der Welt anführen. Die Beschlüsse des Konzils wurden von 95% der Bischöfe
getragen, das können schlecht alles Freimaurer gewesen sein. Sie müssen Pius XII. für einen ausgemachten
Idioten halten, wenn Sie so etwas denken. Das Konzil war das Resultat aus der Lage der damaligen Kirche
und die war eben gerade nicht gut. Die Liturgiereform wurde doch in etlichen Gemeinden vorausgenommen,
unsere Dorfkapelle ist 1952 geweiht und hatte IMMER einen Tischaltar. Es ist mir auch neu, dass es modernistisch
ist, wenn man nicht nach dem Mund des Aquinaten redet – dieser war schon seit Lebzeiten verehrt UND umstritten,
wie es vermutlich bei jedem großen Theologen der Fall war/ist. Jedenfalls ist es nicht heilsnotwendig
ein Thomist zu sein.
Kurzer Exkurs Zusätzlich zu dem Guten, was die Traditionsstimme sagte: Benedikt schrieb: Man kann sehr
wohl an der Hl. Überlieferung festhalten und das II. VK annehmen. Nein. Man kann nicht den Irrtum mit
der Wahrheit vermählen, also die 1789-Revolution mit der Kirche. Dies wird seit dem V.II versucht. Ignorieren
Sie nicht weiterhin, was auch Ihnen die Bischöfe Lefebvre und Castro Mayer in ihrem Brief von 1983 sagten.
www.fsspx.info/…zbischof/artikel.php?show=186 Führen Sie uns beispielsweise vor, wie Sie am Syllabus
festhalten und den Gegen-Syllabus (=Texte des V.II) annehmen. Sie denken, Sie könnten das? Mgr. Ratzinger
und die anderen anti-thomistischen V.II-Modernisten, alle noch von der vorkonziliaren Kirche auf den Index
gesetzt, waren Ihnen voraus in dem Wissen, daß es unmöglich ist: deswegen prägte er das bezeichnende
Wort Gegen-Syllabus, sowie den Irrtum, daß die Kirche die kirchenfeindliche 1789-Revolution angenommen
habe. Wichtiger ist, daß künftige Päpste um die Unvereinbarkeit wissen und das irrige Pastoralkonzil
und die daraus entsprungenen Irrtümer ihrer Vorgänger verurteilen. Dann gesundet die Kirche schnell
und vollständig. Bis dahin wird sie weiter im Todeskampf liegen, den Sie weder ignorieren noch mit einer
„gewandelten Welt“ (der sich das V.II just anbiederte) erklären können. Solches mußte leider immer
wieder in der Kirchengeschichte passieren. Es wird diesesmal nicht anders sein. Wir waren beim Thema Heilige
Schrift…
@ Benedikt Zitat: Die Tradition ist aber nicht das Lehramt. Und die Heilige Überlieferung endet auch
nicht 1962, so schwer ihnen das auch fallen mag. Marcel hat das in seinem Beitrag gar nicht gleichgesetzt.
Das Lehramt ist der Hüter der Hl. Schrift und der Hl. Tradition. Leider ist dieses heute defekt. Da seit
V2 kaum oder gar keine fehlerfreien Dokumente herauskamen, lohnt es sich nicht darauf abzustellen. Warum
Schmalspurkost, wenn man Vollkost essen kann? Natürlich ist die Hl. Überlieferung nicht beendet (hat
Marcel ebenfalls nicht behauptet), sie bleibt ebenso wie das authentische Lehramt. V2 hat mit dem traditionellen
Lehramt (nur ein solches gibt es) nur in Form von Zitaten zu tun. Es hat keine verpflichtenden Lehrsätze
aufgestellt, ja sogar schon bestehende unterminiert (Ökumenismus, Religionsfreiheit, etc.). Das heute
real existierende Lehramt ist ein brach liegendes Potential, welches kaum oder gar nicht genutzt wird.
@ Marcel Die Kirche ruht auf drei Säulen: der Heiligen Schrift, der Heiligen Überlieferung, dem Heiligen
Lehramt. Das ließ sogar noch Papst JP2 in seinen Schreiben zitieren. Nimmt man eine Säule weg, stürzt
alles um. Das Lehramt wurde mit dem V.II stark geschwächt. Die ganze Tradition… Die Tradition ist aber
nicht das Lehramt. Und die Heilige Überlieferung endet auch nicht 1962, so schwer ihnen das auch fallen
mag. Man kann sehr wohl an der Hl. Überlieferung festhalten und das II. VK annehmen. Man it dann auch
nicht automatisch Feind der Tradition. Unzulässig ist lediglich, das II. VK singulär zu betrachten und
das vorhergehende abzustreifen.
Die Nachbarin meiner Eltern Die Nachbarin meiner Eltern, Janna, sagte immer „Die Bibel ist wie eine Schüssel
mit Teig, der einer backt Pfannkuchen davon, der anderer Brot oder Kuchen USW. M.A.W. es gibt soviel Bibelversionen,
als es Gläubigen gibt. Wieso gibt es so viele unterschiedlichen Christlichen Gläuben. Ob es Religiös
ist oder Politik, jeder „ISME“, jeder ist gegen die Menschlichen Natur, weil der Mensch an sich Egoistisch
ist. Ausnahmen gibt es, wie Mutter Theresa, oder Pieter Daens in Aalst in Flandern oder Ferdinand Domela
Nieuwenhuis in Holland, der Protestantische Prediger, der Sozialist wurde, weil die Christen und Katholiken
so A-Sozial waren im 19-zehnten Jahrhundert. Gruß, Julia.
#20 diakonos 22:43:10 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
Empfehlung Ich würde allen hier (auch den Traditionalisten) eindringlich die Lektüre der Dogmatischen
Konstitution über die Göttliche Offenbarung „Dei Verbum“ des Zweiten Vatikanischen Konzils und das Dokument
der Päpstlichen Bibelkommission über die Interpretation der Bibel in der Kirche (23.4.1993) empfehlen.
In diesen beiden Dokumenten werden viele Fragen beantwortet, die hier aufgeworfen wurden.
#19 virOblationis 21:39:30 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
historische Wirklichkeit Wenn man meint, sich nach dem „Sinn“ der biblischen Texte zu richten, ohne ihre
geschichtlichen Aussagen ernst zu nehmen, dann wird das Fleisch tatsächlich Wort – oder, mit Bultmann
gesprochen: es vollzieht sich nur noch eine „Auferstehung ins Kerygma“ (also nicht leibliche Auferstehung
mit leerem Grab, sondern nur der Glaube daran und die Verkündigung dessen). Natürlich muß man nicht
von sieben Tagen der Schöpfung wortwörtlich ausgehen; aber wenn man z.B. nicht daran festhält, daß
es ein erstes Menschenpaar gab, dann wird sich auch die Erbsünde verflüchtigen und die Wirksamkeit der
hl. Taufe überflüssig erscheinen.
Wörtlich Man sollte die Bischöfe nicht wörtlich nehmen. Nicht alles was Sie sagen ist wahr. Man muss
hier zwischen den Zeilen oder Worten lesen, was Sie wirklich meinen. Ich nehme zum Beispiel Lehmann schon
lange nicht mehr wort wörtlich. So sagte er nur zum Bsp. das Christentum habe die Juden schon immer verfolgt.
Hier redet Lehmann als von 2000Jahren Geschichte, das darf man also genaosowenig wörtlich nehmen wie
Was? Der Herr möge Ihnen ihre Sünden vergeben und Ihnen Erleuchtung schenken!
@Frl. Ilse Genau das ist die schwierige Gradwanderung: Was ist historisch zu nehmen, was nicht; welche
göttliche Intention wohnt den einzelnen biblischen Büchern inne. Beispiel Schöpfungsgedicht: Die 7
Tage können kaum einen irdischen 24-Stunden-Tag meinen, und auch die Abfolge ist wohl nicht im Sinne
eines Biologieunterrichts vom göttlichen Verfasser zu verstehen gewesen. Anders ist es, Sämtliches,
was die Bibel überliefert, als Legende abzutun: Sündenfall, Turmbau, Arche Noah, selbst Moses etc. Hier
liegt der Vorteil der Katholischen Kirche vs. Bibelprotestantismus: die Kirche ist dazu da, die Bibel
auszulegen, da sich die Bibel nicht selbst auslegt, was die Protestanten bis heute praktizieren.
#16 Frl.Ilse 16:03:43 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
@Wahrheit und Weisheit Thaumaturgos hat Recht und es sehr schön ausgedrückt – wir sollen die Bibel nicht
wörtlich nehmen, aber die Wahrheit, die darin ausgedrückt wird, annehmen. Schließlich muss ich nicht
wörtlich nehmen, dass die Väter des Volkes Israel alle mehrere hundert Jahre alt wurden. Wahrheit dahinter
ist doch die, dass sie im Vertrauen auf Gott ein gutes und langes Leben hatten und wir uns das zum Vorbild
nehmen sollten. Die biblischen Bücher wurden von Menschen geschrieben, die uns mittels des Werkzeugs
der Sprache und Literatur die Wahrheit Gottes nahebringen. Die Genesis oder die Psalmen zählt anerkanntermaßen
zu den größten Werken der Weltliteratur. Die Genesis ist aber kein Geschichtsbuch in unserem heutigen
Sinne. Daher muss sie auch mit den Mitteln und Möglichkeiten der Litertur und natürlich der Theologie
interpretiert werden. Ich persönlich finde, dass die Bibel dann noch tiefere Wahrheiten ausspricht als
durch das schnöde „Wörtlichnehmen“ – denn in jeder großen Literatur steckt eine große Wahrheit und
Weisheit. Nur dadurch wird erst die Wahrheit der Bibel universal und unabhängig von zeitgemäßen Interpretationen;
und die Frage, wie man denn den wiederkäuenden Hasen einsortiert, stellt sich gar nicht.
Äußerst wichtige Frage Die heutige Standardantwort, wichtig sei „bloß der Sinn“, ob real oder nicht
egal, ist sehr gefährlich und würde das Christentum zu einer reinen Weisheitslehre ohne realen Hintergrund
machen. Die Dekrete des hl. Papstes Pius X. sind meiner Information nach weiterhin aufrecht. Wie historisch
die Bibel ist, aber auch welche Intention Gott durch Seine heiligen Schreiber in den unterschiedlichen
Büchern hatte, ist ein fundamentaler Sachverhalt für die Wahrheit der biblischen AUfzeichnungen. Modernistische
Theologen leugnen sogar die Wahrheit der Evangeliumsberichte, die sie als „Erzählungen“ wegwischen. Der
evangelikale Ansatz ist aber auch gefährlich, weil oft aus dem zeitlichen Kontext herausreißend. Eine
schwierige Frage, wie gesagt, über die heute große Unklarheit herrscht.
Die drei Pfeiler der Kirche Aurelius schrieb : Unsere Lehre beruht nicht nur auf der Schrift, sondern
auch auf der Apostolischen Überlieferung. … sagte der mit der Tradition im Kampf befindliche Konzilskatholik.
Wieder ein Strohmann: denn um Ihren Satz geht es den häretischen britischen Bischöfen nicht, sondern
um die Zerschredderung der Hl. Schrift im Konzils-Relativismus. Die gläubigen Wissenschaftler schätzen
die Fundiertheit der Hl. Schrift weiser ein als diese britischen Bischöfe (Stichwort Sinnflut und andere
Beispiele des Zwobbel). Der weise Max von Thürkauf schrieb viel über die gläubigen Wissenschaftler,
die den ungläubigen Theologen gegenüberstehen. Die Kirche ruht auf drei Säulen: der Heiligen Schrift,
der Heiligen Überlieferung, dem Heiligen Lehramt. Das ließ sogar noch Papst JP2 in seinen Schreiben
zitieren. Nimmt man eine Säule weg, stürzt alles um. Das Lehramt wurde mit dem V.II stark geschwächt.
Die ganze Tradition wurde über Bord geworfen. Die Hl. Schrift ist bereits im Visier. Nachdem die Einheizübersetzung
ihr zerstörerisches Werk nicht vollbringen konnte. Die katholischen Bischöfe laufen der evangelischen
„Kirche“ nach: die ging ihnen im Relativismus voraus und unter. (Weil Luther den Relativismus bahnbrechend
förderte). Ich schließe mit dem Aufruf des Konvertiten Scott Hahn: Die Bibelchristen mögen Katholiken
werden und die Katholiken Bibelchristen! (D.h. letztere sollen die hl. Schrift betend lesen.)
#13 thaumaturgos 15:14:40 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
die bibel ist wahr … auch wenn sie mal inkohärent ist. wie würden wir sonst mit joh und den synoptiker
umgehen? wichtig ist das WORT GOTTES ZU GLAUBEN und ZU HÖREN, nicht WÖRTLICH nehmen …
Joh 1,14 Zwobbel, 11.25 Uhr: Ich habe nur ein Zitat gefunden, welches Joh 1,14 umdreht (obleich natürlich
de facto es öfter verdreht wird als man glauben würde). Es stammt aus „Die Albigenser – Freie Dichtungen“
von Nikolaus Lenau (1842) und beschreibt eine Kirchenschändung unter der Verantwortung des Grafen von
Foix während der Albigenserkriege (sehr ähnlich solchen in Folge der französischen Revolution!). Der
Gedichtzylus erscheint interessant, nach meiner Auffassung aber zu sehr relativierend zwischen Wahrheit
und Irrtum. Fundstelle aus dem Projekt Gutenberg des Spiegel Online gutenberg.spiegel.de/…lbigens/albigens.htm
Zitat: Der Graf ermuntert das wüste Toben; Ein Schalksnarr steht auf der Kanzel oben, Mit tollen Geberden,
mit scharfem Gekreisch, Er predigt: »Im Anfang war das Fleisch; Und Gott war das Fleisch, und dieses
war Bei ihm beständig und immerdar; Und das Fleisch ist Wort geworden und Licht; Johannes schrieb verkehrten
Bericht, Drum sollen das Fleisch wir halten in Ehren, Seyd lustig, ihr Kinder, und laßt es gewähren.«
Bedenkenswert ist auch, dass wir von solchen Zuständen (Kirchenschändungen; Verkehrung des Evangeliums
in sein Gegenteil) heute nicht mehr weit entfernt sind – oder sind wir schon mittendrin? Von einem Bischof
habe ein solches Zitat noch nicht gelesen oder gehört.
Aber man wird doch noch über die armen Haasen nachdenken dürfen Hast du schon gewußt das Evangelikale
das damit erklären das der Haase manchmal seinen eigenen Kot ißt? Ist auch nicht meine Meinung aber
drüber nachdenken kann man doch mal
#10 zwobbel 13:40:09 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
gesundes Maßhalten – na klar Aber Sprüche wie die mit dem wiederkäuenden Hasen sind doch nun echt dämlich.
Bloß weil heute die Biologen für Wiederkäuer eine gewisse Definition haben, wird erwartet, daß diese
Definition seit Urzeiten von allen gekannt und anerkannt war. Das Problem ist nicht die Bibel (oder etwaige
Fehler dort), sondern, daß der von der Moderne geprägte Mensch fehlerhafterweise sich als Nabel aller
Dinge betrachtet und erwartet die Bibelschreiber müßten genau mit unserer Begriffswelt und den Jahrtausende
nach dem Niederschreiben der Bibel entstanden Definitionen arbeiten. Genauso ein Fisch. Ein Fisch ist
ein Tier das im Wasser lebt und Flossen hat. Aus, Basta. Aber heute ist man ja so klug. Es gibt Lebewesen
mit Flossen, die im Wasser leben und keine Fische sind. Nur welchen durchschnittlichen Bibelleser interessiert
das beim Bibellesen? Keinen, nur den besserwisserischen Berufskritiker. Die sagen dann:„Die Bibel ist
voller Fehler glaubt bloß nicht dran.“ Die Fehler entstehen aber erst durch den eignen Hochmut und nachträglich
angefertigte Definitionen
Gesundes Maß Was die Archäologen alles gefunden haben wissen sie selber noch nicht so genau. Die Bibl
zu wörtlich nehmen ist verkehrt, denn es ist schon viel Elend dadurch geschehen. Die Bibel zu locker
nehmen ist auch verkehrt, weil es den Glauben schwammig macht
keinesfalls historisch Na dann macht mal den Archäologen klar, daß sie in Babel gar nicht den Turm von
Babel gefunden haben. Sieben Schöpfungstage? Offenbar war der Seher dieser Schöpfungsvision an dem als
1. Tag gesehen Tag noch nicht geboren. Aber dieser Seher hatte offenbar an sieben Tagen Visionen über
die Schöpfung. Klar ist, daß die Bibel ein theologisches Buch ist und kein Geschichtsbuch. Wenn also
z.B. irgendwo stehen sollte es geschah im 9. Jahr der Regierung von König xy aber es war in Wirklichkeit
im 12. Jahr, so beschädigt diese historische Ungenauigkeit nicht die theologische Irrtumsfreiheit. Oder
wenn die sich bei der Sündflut verzählt haben sollten und es regnete nciht x Tage sondern x+1 Tag, so
ist dennoch unleugbar, das es viele Tage lang regnete so das alle anderen Menschen ertranken. (Frage:
Könnte es sein, daß es deswegen heute so wenige Neanderthaler gibt?) Ich jedenfalls werde mich nicht
ins unterbelichtete Ghetto der darwinistischen Materialisten begeben. Vernunftfeindlichkeit liegt mir
nicht.
Wörtlich nehmen Ich glaube das die Bibel das Wort gottes ist und durch und durch wahr ist. Ich glaube
aber auch das der Mensch in seiner Begrenztheit nie die absolute Fülle der Wahrheit schöpfen kann. Sollte
man alles wörtlich nehmen? Sind es konkret 7 Schöpfungstage ist der Haase ein Wiederkäuer? Haben bei
der Sintflut nur 8 Menschen überlebt? Kam Eva konkret aus der Rippe Adams? usw. All diese biblischen
Episoden sind wahr aber nicht unbedingt wörtlich zu nehmen. Besonders die Propheten des alten Bundes
haben gern in Bildersprache gesprochen.Man sollte sich immer näher an die Wahrheit herantsten und nicht
vorschnell irgentetwas rückständiges oder überkritisches annehmen. Seriöse Wissenschaft und das kirchliche
Lehramt sind eine große Hilfe dabei
#6 Aurelius 11:51:02 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
die Bibel wörtlich nehmen Die Bibel kann gar nicht wörtlich genommen werden, schon allein aufgrund der
Inkohärenz innerhalb einzelner Texte. Außerdem sollten wir Katholiken das Wörtlichnehmen der Bibel
lieber den Evengelikalen überlassen, die sich qusi jeden Tag auf’s neue überlegen müssen, was sie denn
jetzt eigentlich glauben. Unsere Lehre beruht nicht nur auf der Schrift, sondern auch auf der Apostolischen
Überlieferung.
#5 thaumaturgos 11:34:35 | Donnerstag, 6. Oktober 2005
liebe hysteriker zählt doch mal die irrlehren auf … gen 1 kann ja wirklich nicht wörtlich genommen
werden, es sei denn wir begeben uns wieder ins wissenschaftliche ghetto … den tradis würds gefallen
man kann glauben, auch ohne daß ich der bibel glauben muß, daß der hase ein wiederkäuer ist
Weg mit denen Also da ja die Aussagen in einer geeigneten Form vorliegen, kann man die Herren wohl leicht
als Häretiker überführen. Nach so einer amtlichen Feststellung – die rasch erfolgen kann und muß:
Gefahr im Verzug! – kann man sie sofort vom Posten entfernen. Wird aber nicht geschehen, da die Kirche
sich in Todesagonie befindet. Denn sonst wären wir von so einem deutscher Bischof, der mal sagte:„Das
Fleisch ist Wort geworden.“ schon vor Jahren befreit worden. Leider weiß ich nicht wo das Zitat dokumentiert
ist, deswegen nenne ich nicht den Namen. Jedenfalls machte das im Zusammenhang nicht den Eindruck eines
Versprechers.
Bischöfliche Irrlehrer Bischöfe von England, Wales und Schottland: Ganz klare Irrlehrer! U.a. wird damit
das Dogma der Erbsünde (damit implizit auch andere Dogmen wie das der Heilsnotwendigkeit der Taufe) geleugnet.
Wann werden die abgesetzt und exkommuniziert?