Kinderabtreibung
Wenn die Abtreibung schiefgeht und das Kind dummerweise überlebt
In Großbritannien kommen jährlich rund 50 abgetriebene Kinder atmend und schreiend zur Welt. Am St. Nikolaustag wird die US-Amerikanerin Gianna Jessen – die ihre eigene Abtreibung überlebte – den britischen Politikern ins abgetötete Gewissen reden.
(kreuz.net, London) In Großbritannien überleben jedes Jahr 50 Kinder die Abtreibungsgewalt. Diese Angaben machten britische Ärzte gemäß einer Mitteilung der Londoner Wochenzeitung ‘Sunday Times’.

Das britische Gesundheitsamt hat aufgrund dieser Angaben eine Untersuchung über mögliche ärztliche Pflichtverletzungen eingeleitet.

In den vergangenen Monaten gab es unter britischen Ärzten und Parlamentariern vermehrt Stimmen, die ungeborenen Kindern im Alter von 3 bis 6 Monaten eine Lebensberechtigung gewähren wollen.

In Großbritannien sind solche Kinder bis zum erfüllten sechsten Lebensmonat vogelfrei. Im sechsten Lebensmonat sind Kinder schon außerhalb des Mutterleibes lebensfähig.

Ab der Mitte des sechsten Monats müssen zum Tode verurteilte ungeborene Menschen in Großbritannien durch eine Giftspritze ins Herz umgebracht werden. Diese vorgeschriebene Tötungsmethode wird jedoch von vielen Abtreibern unterlassen – offenbar weil der Eingriff schwierig sei.

Abtreiber, die lebende Kinder nach einer mißglückten vorgeburtlichen Tötung nicht versorgen, können – theoretisch – wegen Kindstötung belangt werden.

Am 6. Dezember findet im britischen Parlament zum Thema der Spätabtreibung eine Anhörung statt. Dabei wird unter anderen die US-Lebensrechtlerin Gianna Jessen (28) sprechen.

Frau Jessen überlebte ihre eigene Abtreibung.

Ein Abtreiber versuchte sie vergeblich im Mutterleib mit einer Salzlösung zu töten. Gianna wurde bei diesem Angriff zwar verätzt. Sie kam aber lebend auf die Welt und wurde von einem Mitglied des Abtreibungspersonals gerettet.

Heute leidet Gianna als Spätfolgen des Tötungsversuches an zerebralen Lähmungen. Diese behindern ihre Körpermotorik.

Die ‘Sunday Times’ zitiert Frau Jesson mit der Frage: „Wenn es bei der Abtreibung um die Rechte der Frau geht, wo waren dann meine Rechte?“

Die Zahl der Spätabtreibungen ist in den letzten zehn Jahren in Großbritannien drastisch angewachsen. 1994 wurden 5.166 bereits lebensfähige britische Kinder geschlachtet.

Im vergangenen Jahr 2004 starben 7.432 lebensfähige Babys durch die Hand eines Abtreibers.

Als Ursuche für den dramatischen Anstieg nennt die Zeitung die verbesserten Möglichkeiten im Ausforschen von behinderten Menschen. Mongoloide Kinder hätten zum Beispiel keine Chancen und würden „routinemäßig“ eliminiert.

Der Leiter der Gynäkologie eines Londoner Spitals gestand, daß spätabgetriebene Kinder atmend und schreiend zur Welt kommen können.
      
12 Lesermeinungen
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#13   methusalix †   20:25:53 | Freitag, 2. Dezember 2005
Hallo Ulrich,
warum plötzlich so zimperlich? Unsere mit-Diskutanten langen da manchmal noch ganz anders hin! Hatten Sie ein Saulus/Paulus-Erlebnis?
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#12   ulrich   15:52:24 | Freitag, 2. Dezember 2005
@methusalix
Ihr Stil läßt sehr zu wünschen übrig!
Kontroverse Diskussionen gerne, aber bitte unter Wahrung der Würde des anderen!
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#11   wi-bi   17:47:19 | Mittwoch, 30. November 2005
Sulpicius & der Andere
Wieso findet sich eigentlich hier keine Kommentare der selbstverliebten, egozentrischen Homos?
Warum die selbstverliebten, egozentrischen Homos nicht antworten kann ich leider nicht sagen. Die anderen kommen halt kaum in die Situation abzutreiben.
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#10   methusalix †   15:49:16 | Mittwoch, 30. November 2005
Hallo Ulrich!
Hier wird argumentiert wie zu Honeckers besten Zeiten, dass einfach nicht sein kann, was nicht sein darf.
Erstens: ich bin GEGEN ABTREIBUNG!
Aber im Gegensatz zu den erzreaktionären und stockkonservativen Katholiken jeglicher Couleur bin ich dafür den Frauen die Gründe für eine Abtreibung zu nehmen und sie nicht durch euren hau-drauf-Katholizismus noch tiefer in die Verzweiflung zu treiben.
Zweitens schreiben Sie, dass bei der Inquisition weniger Menschen „zu Tode gekommen“ sind (was für ein Hohn, den unschuldigen Opfern der Henker in schwarz gegenüber!) als bei der bürgerlichen Revolution an einem Tag.
Abgesehen davon dass das genauso falsch ist wie die Auschwitz-Lüge der Neonazis, wäre eine einzige zu Tode gefolterte Frau (oder Mann, oder Kind, nicht einemal vor Kindern sind die Inquisitoren ja zurückgeschreckt) schon zuviel gewesen. Vor wie vielen Morden der Inquistoren sind Sie bereit die Augen zu verschliessen um Ihr rosa gefärbtes Bild dieser mörderischen Einrichtung zu erhalten?
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#9   Joshua   21:52:59 | Dienstag, 29. November 2005
@Sulpicius
Wieso findet sich eigentlich…
… hier keine Kommentare der selbstverliebten, egozentrischen Homos?
Weil der Satan ihnen eingibt, sie sollen zum Thema Abtreibung schweigen.
Würden die Homos für die Abtreibung schreiben, würde ihr Ansehen noch mehr Schaden nehmen.
Eine Stellungnahme gegen die Abtreibung passt aber auch nicht zu ihren Einstellungen.
So schweigen sie, und merken nicht, wie schlau der Teufel ist.
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#8   Athanasius   18:23:44 | Dienstag, 29. November 2005
Ach…
…Ulrich. Du kennst ihn vielleicht nicht, aber dem methusalix geht es nur darum die Kirche zu beschimpfen und eine eigene Geschichtsversion von Sozialismus und Liberalismus zu propagieren.
Dem Abtreibungsverbrechen wird er sich leider wohl kaum wehren. Dagegen aussprechen wohl gar nicht.
Die Hl. Inquisition hat niemals Unschuldige Kinder umgebracht und noch viel weniger etwa eugenetisch getötet. Die Inquisition war ein Gericht in dem die Todesstrafe nicht ausgeschlossen war. Aber wie gesagt: man schaue nur nach Paris 1790 oder nach Moskau 1918. Dann sind die etliche tausenden Todesstrafe der Inquisition nicht einmal das Erwähnen wert. Es sei denn, man hat eine Agenda gegen die Kirche.
Diese Abtreibungen sind Morde. Nichts weniger. Und man weiss es, führt sie aber trotzdem durch.
Und die „lebensunwerten“ Babys werden nur früher getötet als die anderen. Eugenik an die nicht einmal Dr. Joseph Mengele u. Dr. Stern (Sowj.-U.) zu denken wagten.
„Brave world?“
Veni, veni Emmanuel, eine andere Lösung bleibt uns nicht. Veni Emmanuel et redime populum tuum Israel.
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#7   ulrich   15:21:32 | Dienstag, 29. November 2005
Grausig
@methusalix: Die heilige Inquisition war nicht so grausig wie dies! Sie dient als Totschlägerargument der Kirchenfeinde. In der gesamten Inquisitionszeit kamen weniger Menschen zu Tode als an einem Tag der französischen Revolution!
Bitte nicht mit alten Kamellen argumentieren. Wir müssen uns gegen diese Große Sünde wehren und versuchen, sie zu verhindern, auch mit dem Gebet!
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#5   bonifatius   21:35:29 | Montag, 28. November 2005
Grausamkeiten. Ursachen
Erinnern sie sich bitte zurück!
Welch jahrelangen Kampf hatte JPII mit den deutschen Bischöfen auszufechten, um endlich die widerliche „Scheinlösung“ aus den Stuben der Katholischen Pfarrämter zu verbannen. Ein Trauerspiel von München bis Limburg! Wer erinnert sich noch an das Schreiben des Kardinal Ratzinger an Herrn Stoiber? Die ideologische Bevorzugung von donum vitae (=Geschenk des Todes) durch maßgebliche Repräsentanten der CSU sei ein klarer Verstoß gegen die Autonomie der Kirche, so der Kardinal. Wie hat damals die Deutsche Kirche den Erzbischof Dyba im Stiche gelassen! Wer erinnert sich noch an das schäbige Verhalten der hierfür nicht legimitierten Laienräte? Und die Presse schoß sich unisono gegen das „undemokratische“ Anmaßen der Kirche ein.
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#4   Sulpicius   19:51:15 | Montag, 28. November 2005
Wieso findet sich eigentlich…
… hier keine Kommentare der selbstverliebten, egozentrischen Homos?
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#3   ulrich   15:14:21 | Montag, 28. November 2005
… und die Kirche echauffiert sich über den verkaufsoffenen Sonntag
der nicht richtig ist (Sonntag heiligen)
Aber dies immer noch einfacher, als sich gegen dieses Greuel zu stellen, hinter dem eine mächtige Lobby, wenn nicht sogar der Leibhaftige stzeht.
Betet für die Mütter und die schuldlos getöteten Kinder!
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#2   richi   10:44:09 | Montag, 28. November 2005
Abtreibung
Ja, das ist die Welt in der wir leben
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#1   steymard †   10:04:49 | Montag, 28. November 2005
furchtbar
Das alles ist so schrecklich und furchtbar,dass mir die traenen kommen.was kann man ueber so ein greul noch schreiben.
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