Familie
Vorsicht ist geboten
Am Dienstag machte ein kleines Dokument der Italienischen Bischofskonferenz Furore, obwohl der Text bereits Ende April der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
(kreuz.net, Rom) Die Italienische Bischofskonferenz hat bereits im April zu „extremer Vorsicht“ bei der Schließung von interreligiösen Mischehen geraten.

Priester sollten katholisch-islamische Ehen nicht fördern. Diese seien „in sich zerbrechlich“.

Zu diesem Thema publizierte die Leitung der Italienischen Bischofskonferenz am vergangenen 29. April einige Anweisungen, die damals von der Öffentlichkeit kaum beachtet wurden.

Dieser Text wurde am Dienstag im Rahmen des eher unbedeutenden ‘Nationalkongresses der Diözesandelegierten für den Ökumenismus und Interreligiösen Dialog’ von einem einfachen Mitarbeiter der Bischofskonferenz – Mons. Domenico Mogavero – kommentiert.

Es ist unklar, warum seine Worte ein internationales Medienecho auslösten. Der Kongreß wurde von etwa 200 Personen besucht.

Die Religionsverschiedenheit stellt nach dem Kirchenrecht grundsätzlich ein Hindernis für die Schließung der Ehe dar. Der Diözesanbischof kann die Ehe dennoch erlauben. Wenn ein Ehepartner ungetauft ist, wird trotz gültiger Ehe kein sakramentales Eheband gestiftet.

Das April-Dokument der Bischöfe lade zur Klugheit ein, kommentierte Mons. Mogavero am Dienstag den Text.

Ehen zwischen Katholiken und Muselmanen sind in Italien allerdings eher eine Seltenheit.

Italienische Frauen heiraten vor allem Nordafrikaner. 40 Prozent dieser gemischten Ehen werden in den industrialisierten Regionen des Nordostens Italiens geschlossen. Dort ist die Zahl der Einwanderer besonders hoch.

In Italien leben insgesamt 150.000 gemischtreligiöse Paare. Im letzten Jahr wurden 19.000 interreligiöse Ehen geschlossen.

Die Scheidungsrate ist nach Angaben der Tageszeitung der italienischen Bischofskonferenz, ‘Avvenire’, drei Mal höher als die bereits hohe Scheidungsrate bei katholischen Ehepaaren.

Der Mitarbeiter der Bischofskonferenz bemühte sich sehr, eine Mittelposition einzunehmen. Es gehe hier nicht um eine alarmierende Situation, sondern „um ein pastorales Problem von einer gewissen Bedeutung“.

Mons. Mogavero distanzierte sich sowohl von einer „rigoristischen und exklusivistischen“ Haltung als auch von einer voreiligen Toleranz, die sich der Probleme nicht bewußt ist.

In dieser Frage hätten bisher klare Orientierungen gefehlt. Darum würden die April-Anweisungen – die der Monsignore als „verpflichtend, aber nicht bindend“ bezeichnete – der Bischofskonferenz zu einer „ernsthaften Unterscheidung“ einladen.

Die Anweisungen der Bischofskonferenz weisen darauf hin, daß auch Moslems „vorsichtig sind, wenn es darum geht, zu Ehen mit Angehörigen anderer Religionen zu ermutigen.“

Die Italienische Bischofskonferenz teile diese Vorsicht.

In ihrem April-Dokument weisen die Bischöfe bei Mischehen auf die tiefgründigen kulturellen und religiösen Unterschiede, aus denen verschiedene Probleme erwachsen können.

Als spezielle Problematik nannten sie die Diskriminierung der Frau sowie die gemeinsame Kindererziehung.

Die Bischofskonferenz empfahl, daß die Diözesen jenen Eheleuten, die eine religionsverschiedene Ehe eingehen, eine „besonders weise Begleitung“ anbieten solle.

Zudem rieten die Oberhirten allen Ehepartner in Mischehen das Land oder wenigstens den Westen nicht zu verlassen.
      
5 Lesermeinungen
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#6   Gotthard   20:19:06 | Samstag, 3. Dezember 2005
das waren noch Zeiten
dies alles gab es zu Zeiten der katholischen Staatslenker Franko, Mussolini, Hitler, Salazar,Petain, u.a. nicht …
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#5   steymard †   20:06:36 | Samstag, 3. Dezember 2005
interreligiöser boomerang
Die freimaurerlogen in zusammenarbeit mit dem weltzionismus,die die einwanderung von mohamedanern mit dem ziel der votllstaendigen zerstoerung des christentums in ex-katholischen laendern organisieren,werden jetzt selber opfer ihrer politik.
die propagierung der homosexualitaet in den ex-katholischen laendern wie spanien und belgien,traegt wahrscheinlich dazu bei,diese mischehen mit anders“glaeubigen“ zu förden.Sind einmal die maenner vom rechten wege abgekommen,so können diesen leerzustand dann die „einwanderer“(In wirklichkeit soldaten der zukünftigen besatzung des ex-katholischen europa)ausfüllen.wie man aber feststellen kann,faellt gerade die politik der logen auf deren urheber zurück wie ein boomerang.man denke mal z.B an die jüngsten unruhen in frankreich,anschlaege in london,madrid und wer weiß,was noch kommen wird.
Einmal ganz kar.Mohamedaner sind nach dem talmudistisch-kabbalistischen judentum die größten und erbittersten feinde des Kreuzes .wahrscheinlich deshalb jetzt sich sosehr die novus ordo hierarchie für deren vormarsch hier im ex-katholischen europa ein.(siehe dazu errichtung einer moschee in Rom).
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#4   josefjosef   16:01:49 | Freitag, 2. Dezember 2005
Konvertin sprengt sich in die Luft
Gerade hat sich wieder eine Belgierin in die Luft gesprengt, die eine Mischehe einging. Mehr Infos:
www.euroislam.info
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#2   Beobachterin   10:08:51 | Donnerstag, 1. Dezember 2005
„bekenntnisverschieden“
„Bekenntnisverschieden“ meint beispielsweise die Ehe zwischen Katholiken und Protestanten.
Bei einer Ehe zwischen einer Katholikin und einem Muslim handelt es sich um Religionsverschiedenheit. Solche Ehen kommen häufiger vor und sind auch im Islam erlaubt.
Den Fall einer Ehe zwischen einem Katholiken und einer Muslimin dürfte es seltener geben, weil im Islam nur ein Mann eine Nichtmuslimin heiraten darf, aber nicht eine Frau einen Nichtmuslim. Jedenfalls dann nicht, wenn es sich um gläubige Muslime handelt, die ihre Religion ernst nehmen.
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#1   Agiafortuni   09:54:48 | Donnerstag, 1. Dezember 2005
Zum Problem „Mischehen“
Der Ausdruck „Mischehe“ ist ungeeignet, denn man denkt dabei stets an ein Cocktailglas, wo verschiedene Säfte untereinander vermischt werden. Treffender ist der Ausdruck „bekenntnisverschieden“. Von bekenntnis-verschiedenen Ehen ist deswegen abzuraten, weil sie einen Versuch darstellen, Unversöhnliches miteinander zu versöhnen. An Stelle des Glaubens tritt die gegenseitige Zuneigung in den Vordergrund. Dieser Umstand führt dazu, dass dort wo für den Glauben eingetreten werden sollte der Toleranz der Vorzug eingeräumt wird. Mehr denn je ist es die Pflicht der Oberhirten, die Gläubigen darauf hinzuweisen, dass die christliche Familie der Endzweck der Ehe zu sein hat.
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