07:38:12 | Samstag, 31. Dezember 2005
Eheproblem Egoismus + Neue Kardinäle? + Kleine Korrektur + Schweizer Ordensschwester ermordet + Strikt dagegen
Eheproblem EgoismusVatikan. Benedikt XVI. appellierte am gestrigen Fest der Heiligen Familie erneut
an die Regierungen, die Familie zu unterstützen. Der Papst äußerte sich bei einem Besuch der vatikanischen
Kinderfürsorgestelle ‘Santa Marta’. Den reichen Gesellschaften gelinge es nicht immer, die Eltern bei
der Kindererziehung zu unterstützen – weder spirituell, moralisch oder praktisch. Die moderne Auffassung
der Familie räume der ehelichen Liebe einen großen Stellenwert ein. Sie betone die Freiheit der Wahl
und die Freiheit der Gefühle, vernachlässige aber die Pflicht zur Weitergabe des Lebens.
Neue Kardinäle?
Vatikan. Der Papst will angeblich am 22. Februar – dem Fest Cathedra Petri – ein Konsistorium einberufen
und neue Kardinäle ernennen. Das behauptete die italienische Nachrichtenagentur ‘ADNkronos’ unter Berufung
auf vatikanische Quellen. Bereits am 6. Januar – dem Dreikönigsfest – soll Benedikt XVI. die Namen der
neuen Kardinäle bekanntgeben. Das Kardinalskollegium zählt gegenwärtig 111 Mitglieder, die unter 80
Jahre alt sind.
Kleine KorrekturSchweiz. Die
weihnächtliche Schimpfpredigt des suspendierten Ex-Pfarradministrators
von Röschenz, Franz Sabo, ist nur als Weihnachtskommentar im Boulevardblatt ‘Sonntagsblick’ erschienen.
Sabo hat den Text – anders als ‘Sonntagsblick’ berichtete – nicht als Weihnachtspredigt in der von ihm
unrechtmäßig besetzten Pfarrei Röschenz gehalten. Das erklärte der Röschenzer Kirchenratspräsident
gegenüber der ‘Basellandschaftlichen Zeitung’.
Schweizer Ordensschwester ermordetSüdafrika. Die Oberwalliser
Ursulinenschwester Clementine Brantschen (74) ist am Mittwoch nachmittag in Südafrika bei einem Überfall
von einem Unbekannten mit einem gezielten Kopfschuß ermordet worden. Der Kanton Wallis liegt im Südwesten
der Schweiz. Die Ordensfrau wirkte seit 40 Jahren in der Afrikamission als Hebamme und lebte in einer
Klinik im Südosten des Landes. Neben der Ursulinin wurden im Jahr 2005
26 katholische Missionare ermordet.
Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr, meldete der vatikanische Missionspressedienst ‘Fides’.
Strikt dagegenDeutschland. Der Präsident des Deutschen Bundesverfassungsgerichtes Hans-Jürgen Papier
ist strikt gegen eine Zulassung des Hilflosenmordes in Deutschland. Der Richter erklärte vor der ‘Leipziger
Volkszeitung’, daß das Tötungstabu nicht relativiert werden dürfe. Dafür gebe es sehr gute Gründe.
Wenn die aktive Sterbehilfe erlaubt würde, bestünde die Gefahr eines Dammbruchs. Papier warnte zudem
vor Mißbräuchen und vor einem sozialen Druck auf Patienten und Ärzte. Er unterstrich, daß der Gesetzgeber
für das Leben einen Schutzauftrag habe. Diesem komme er nach, indem er das aktive Töten von Menschen
verbiete und bestrafe.
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#3
Toby 11:39:23 | Samstag, 31. Dezember 2005
#2
Agiafortuni 11:03:29 | Samstag, 31. Dezember 2005
#1
Homo quidam 09:45:42 | Samstag, 31. Dezember 2005