Kinderschlachtung
Ein christdemokratisches Feigenblatt?
Die deutschen Christdemokraten bemühen sich gegenwärtig, behinderte Menschen wenigstens vor der Spätabtreibung zu schützen. Um den Bevölkerungseinbruch zu stoppen, reicht das aber bei weitem nicht.
(kreuz.net, Berlin) Eine Arbeitsgruppe der christdemokratischen Bundestagsfraktion will sich für eine Gesetzesänderung zur Vermeidung sogenannter Spätabtreibungen einsetzen.

Das berichtete das ‘Deutsche Ärzteblatt’ am Dienstag.

Bei der sogenannten Spätabtreibung können Menschen ohne Frist bis zum Tag ihrer Geburt im Mutterleib getötet werden.

Die Arbeitsgruppe will, daß die Gesetzesänderung klarstellt, daß eine vermutete Behinderung noch kein Grund für eine Kinderabtreibung sein darf.

Mütter müßten darum vor einer Untersuchung ihres ungeborenen Kindes ärztlich beraten werden. Wenn sich der Verdacht auf eine Behinderung bestätigt, solle erneut beraten werden.

Zusätzlich wollen die Christdemokraten zwischen der Feststellung einer vermeintlichen Behinderung und der Tötung des Behinderten wenigstens eine dreitägige Galgenfrist.

Die Arbeitsgruppe greift damit einen Antrag auf, den die damals oppositionellen Christdemokraten schon im Oktober 2004 vorgelegt hatten.

Der Antrag solle nach „klärenden Gesprächen“ mit dem sozialistischen Koalitionspartner erneut eingebracht werden.

Die stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende ergänzte, daß auch haftungsrechtliche Fragen geklärt werden müßten. Ärzte sollten nicht aus Sorge um Haftungsansprüche zur Tötung von Kindern raten.

Erwartungsgemäß winken die behindertenfeindlichen Sozialdemokraten ab:

„Wir werden den Paragraphen 218 nicht wieder öffnen. Das kommt nicht in Frage“, erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion vor der ‘Berliner Zeitung’.

Die Sozialisten seien zwar zu Gesprächen mit dem Koalitionspartner bereit. Die Beratung der Mütter müsse verbessert werden. Sie dürfe aber nicht verbindlich gemacht werden. Mit Zwangsberatungen verhindere man keine Abtreibung.

Im Koalitionsvertrag sei außerdem offengelassen worden, ob es beim „Thema“ Spätabtreibungen überhaupt einen Handlungsbedarf gebe.

Bei den Christdemokraten hofft man trotzdem, bis im Sommer einen Kompromiß auszuhandeln:

„Es gibt in der SPD eine Reihe von Abgeordneten, welche die Problematik ähnlich sehen wie wir“, erklärte eine christdemokratische Bundestagsabgeordnete für die Familienpolitik.

Sie sei zuversichtlich, daß es bei einer Abstimmung im Bundestag ohne Fraktionszwang eine Mehrheit für eine Änderung im Sinne der Christdemokraten geben werde.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Athanasius   12:21:32 | Donnerstag, 9. März 2006
Ach…
…Journalist Paul Beliën, vom Brussels’ Journal und dem Washington Post, sagte kürzlich im flämischen (B.) Fernsehen treffend einem liberalen Diskussionsteilnehmer, daß das Europa der Liberalen und Neusozialisten sowieso keine Zukunft mehr in 15 Jahren, da dann der demographische Einbruch total ist. In der Tat, der moralische Liberalismus ist wie ein Parasit, der so lange lebt, bis der Organismus (sprich: Europa) tot ist. Die Übernahme durch Islamisten und Gewaltrégime liegt dann im Voraussicht. Weitaus besser vielleicht, obwohl schwieriger für Christen. Denn die heutige Kultur des Todes frisst die eigenen Kinder und sichselbst. Mgr Williamson FSSPX schrieb zum demograpischen Kollaps Westeuropas (der schon zwanzig Jahre bekannt war, aber jetzt erst imminent ist), daß „Gott die gewaltsame Eroberung abgefallener ehemals christlicher Länder durch die Moslems schon öfters in der Geschichte benutzt hat als Strafe für die Lauheit der Christen.“ ‘Blut will zu Blut’ hieß es vor 60 Jahren kurz vor dem grossen Krieg. Jetzt gilt das gleiche. Blut will zu Blut. Das Blut des neoliberalen-annex-sozialistischen Abendlandes (Abtreibung, Euthanasie) zieht das Blut neuen Krieges und einer Revolution an.
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#1   Benedikt78   11:02:46 | Donnerstag, 9. März 2006
Leider…
sind die Zustände in Europa nicht so günstig, wie in den USA. Man sollte froh sein, wenn man den Lebensschutz wenigstens ein wenig ausweiten kann. Ich halte es für einen Schritt in die richtige Richtung. Weitere müssen aber folgen. Nach und nach!
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